S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
März  2 0 10
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Schiffsuntergang
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letzte Änderung: 31. März 2010 - Die Angaben sind ohne Gewähr

"Cheonan" fordert ein weiteres Menschenleben
Update vom 30.03.10

Seoul / Südkorea, 31.03.10 - Bei der Rettungsaktion am Wrack der südkoreanischen Korvette "Cheonan" kam am 30.3. ein Taucher ums Leben. Er hatte in 24 Metern Tiefe das Bewusstsein verloren, nachdem er zuvor Atemnot hatte, und verstarb wenig später. Auch zwei weitere Taucher mussten medizinisch behandelt werden. Bei anhaltend schlechten Wetterbedingungen wurde danach die Operation unterbrochen. 16 südkoreanische Kriegsschiffe, drei Schiffe der Küstenwache sowie 15 Taucher der amerikanischen Marine waren zu der Zeit an der Bergungsaktion beteiligt. Die Rettungskräfte wollten weiterhin versuchen, ein Loch ins Heck des Schiffes zu bohren, um dort Eingeschlossene herauszuholen. Weil die Schotten verformt sind und ein Teil des Wracks im Sand steckt, war dieses Vorhaben den Tauchern aber bisher nicht gelungen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.03.2010

Festsitzende Ausflügler riefen Küstenwache zu Hilfe

Tarpon Springs, Pinellas County, Florida / USA, 31.03.10 - Die Coast Guard barg 16 der 42 des 45 Fuß langen Ausflugskatamarans "Yiannis Dolphin", nachdem das Schiff am 30.3. gegen 17.30 Uhr nahe der Mündung des Anclote River gestrandet war. Die Passagiere hatten die Coast Guard St. Petersburg, Florida, verständigt, nachdem das Schiff bereits eine Stunde auf Grund gesessen hatte und nichts unternommen worden war, sie an Land zu bringen. Die Küstenwache schickte ein 25- und ein 24-Fuß-Boot der Station Sand Key, und gegen 21.30 Uhr begann die Evakuierung. Nachdem 16 Passagiere von Bord waren, kam die "Yiannis Dolphin" gegen 22.15 Uhr wieder frei. Alle Fahrgäste wurden zu den Sponge Docks in Tarpon Springs gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.03.2010

Zwei Vermisste nach dramatischer Rettungsaktion im Sturm

Kap Vilán (Cabo Vilán), Kap an der Costa da Morte, Provinz A Coruña / Spanien, 30.03.10 - Am 29.3. um 20.30 geriet das unter Barbados-Flagge registrierte Kühlschiff "Kea", 9801 BRZ (IMO-Nr.: 7922025), vor Galizien auf 43 46.7 N 12 13.8 W, rund 160 Meilen westnordwestlich des Kap Vilán, in Seenot, nachdem die Ladung Ammoniumnitrat in bis zu acht Meter hohen Wellen übergegangen war. Es trieb stundenlang mit 60 Grad Schlagseite in der See. Das Rettungsschiff "Don Inda" setzte gegen 13 Uhr ein Rettungsboot aus und barg 14 der 24 überwiegend philippinischen Besatzungsmitglieder ab – zwei weitere waren Kroaten und die übrigen kamen aus Russland, Ghana und Lettland -, fünf wurden durch einen portugiesischen Rettungshubschrauber geborgen, einer von einem spanischen SAR-Hubschrauber und zwei durch die "Sapphire". Der Frachter war unterwegs von St. Petersburg nach Santa Marta in Kolumbien gewesen. Nach dem Mayday starteten der Helikopter "Rescue 34" und eine "Merlin" aus Portugal, außerdem wurden die spanische Fregatte "Alvaro De Bazán", die "Helimer 210", die "Al Mayeda" sowie die Kutter "Pesca I" und "'Pesca II" aus Xunta und das Rettungsflugzeug "Rosalía De Castro" mobilisiert. Am 30.3. um 13.30 kenterte die "Kea" und sank. Die Suche nach den Vermissten dauerte an.
Die "Kea" wurde 1982 in Buenos Aires als "Glacier Viedma" für die ELMA Empresa Líneas Marítimas Argentina S.A. erbaut. 1998 ging sie an die Holy House AB. Sie verdrängte 10490 Tonnen, war 146 Meter lang und 21 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.03.2010

Barge sank nach Schlepperkollision

St. Joseph, Louisiana / USA, 30.03.10 - Die US Coast Guard sperrte den Mississippi zwischen den Meilen 407 und 397 nahe St. Joseph am 30.3., nachdem bei Meile 406 gegen 12 Uhr der 70 Meter lange Schlepper "Hank Tulodzieski" (MMSI-Nr.: 367013460) mit dem 26 Meter langen Schlepper "Tiny Sanderson" (MMSI-Nr.: 366996650) kollidiert war. Dadurch sank eine Barge mit Stahlschrott rund 30 Meilen südlich von Vicksburg (Mississippi), eine weitere riss sich los. Nachdem diese von dem Schlepper "Dixie Leader" wieder eingefangen worden war, wurde die Sperrung aufgehoben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.03.2010

Suche nach verlorenem Lukendeckel

Hirschaid, Oberfranken, Landkreis Bamberg, Bayern / DE, 30.03.10 - Eine ungewöhnliche Suchaktion startete im Main-Donau-Kanal bei Bamberg, nachdem ein kroatisches Frachtschiff dort am 26.3. bei starkem Wind einen Lukendeckel verloren hatte. Nachdem die DLRG, die Feuerwehr und das Schifffahrtsamt bereis vergeblich in dem vier Meter tiefen Kanal nach dem Lukendach gesucht hatten, kam nun ein Peilschiff mit modernster Technik zum Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.03.2010

"Erika"-Untergang wird noch teurer
Update vom 29.03.10

Paris / Frankreich, 30.03.10 - Gut zehn Jahre nach der Ölkatastrophe durch den Untergang des Tankschiffs "Erika" vor der Bretagne hat die französische Justiz am 30.3. das Urteil gegen den Mineralölkonzern Total bestätigt. Es bestätigte die Geldstrafen von 900 000 Euro gegen Total und drei weitere Angeklagte. Es erhöhte dabei den in erster Instanz festgelegten Schadensersatz von 192 Millionen Euro auf über 200 Millionen Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.03.2010

Kampf um die Vermissten der "Cheonan" wird weitergeführt
Update vom 29.03.10

Seoul / Südkorea, 30.03.10 - Am 30.3. bohrten südkoreanische Taucher ein Loch in den Rumpf der "Cheonan" und pumpten 13 Minuten lang Sauerstoff hindurch, um nichts unversucht gelassen zu haben, die dort vermuteten über 30 vermissten Seeleute zu erreichen. Allerdings würde vier Tage nach dem Untergang selbst in Lufttaschen der Sauerstoff ausgegangen sein, wurden Resthoffnungen auf das Auffinden Überlebender gedämpft. Am Abend des 29.3. endete die 69-stündige Periode, für die die Militärs eine Überlebenschance für möglich gehalten hatten. Derweil wurde die Untersuchung zum Untergang fortgesetzt. Weiterhin wird neben einer alten Treibmine ein Leck und eine interne Störung für möglich gehalten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.03.2010

Report zum Untergang der "Princess Ashika" abgeschlossen
Update vom 26.02.10

Nukuʻalofa / Tonga, 30.03.10 - Am 31.3. soll der Report zum schlimmsten Schiffsunglück in der Geschichte Tongas, des Untergangs der Fähre "Princess Ashika", veröffentlicht werden, bei dem 74 Menschen ertranken. Die Information der tonganesischen Regierung, die Fähre sei seetüchtig, war offenkundig falsch. Der einstige Transportminister hatte eingeräumt, niemals entsprechende Papiere gesehen zu haben, obwohl er dies dem Premierminister und dem König so bestätigt hatte. Er war sechs Wochen nach dem Untergang zurückgetreten. Die Untersuchungskommission fand heraus, dass 95 Prozent des Wagendecks durchgerostet war und dass es 40 weitere Mängel auf dem Schiff gegeben hatte. Die Polizei hat inzwischen gegen mehrere Personen Verfahren eingeleitet, darunter den neuseeländischen Fährbetreiber, den geretteten Kapitän sowie den 1. Offiziers und den Leiter der tonganesischen Marine and Ports.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.03.2010

Fahrgastschiff "Muldeperle" verließ Friedersdorf für immer
Update vom 05.12.09

Friedersdorf, Gemeinde Muldestausee, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt / DE, 29.03.10 - Zwei Schwerlastkräne hoben in den Mittagsstunden des 29.3. in Friedersdorf das Fahrgastschiff "Muldeperle" auf einen Schwerlasttransporter. Mit der in der Nacht durchgeführten Verlegung des 55-Tonners durch Maxikraft nach Bitterfeld stand fest: Das Kapitel touristische Schifffahrt auf dem Muldestausee gehört der Vergangenheit an. Die Schadensregulierungssumme reichte nicht, um die Wiederherstellung der "Muldeperle" zu finanzieren. Ende November 2009 war die "Muldeperle" in der Nähe des Heide-Camps auf dem Muldestausee teilweise gesunken. Erst eine Woche später konnte das Schiff durch ein Tauchunternehmen geborgen und von Schlaitz nach Friedersdorf gebracht werden. Als es dort an Land gesetzt wurde, war das ganze Ausmaß des Schadens sichtbar. Die Elektrik, die Innenausstattung und der Motor waren zerstört, und Aufwand und Nutzen erwiesen sich in keinem Verhältnis zu einer Reparatur stehend. Die Vetter Touristik GmbH übernahm das Schiff vorerst, um es im Landkreis Anhalt-Bitterfeld zu betreiben, z.B. auf der Goitzsche. Sollten die Faktoren dafür sprechen, könnte die "Muldeperle" wieder instand gesetzt werden und eventuell in der Saison 2011 auf der Goitzsche fahren. Dafür müsste aber zunächst eine fünfstellige Summe investiert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.03.2010

"Onkel Willi" rettete verunglückte Ostseesegler

Falshöft, Landkreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein / DE, 29.03.10 - Die Probefahrt mit einem Katamaran endete am 28.3. für fünf Freizeitsegler an Bord des Seenotkreuzers "Nis Randers". Offenbar hatte eine kräftige Windböe den 14 Meter langen und acht Meter breiten Zweirumpfsegler in der Ostsee vor Falshöft kentern lassen. Zur Unfallzeit herrschten frische Winde mit Böen bis zu sieben Beaufort. Beim Eintreffen der Seenotretter hatten sich die fünf Männer, die den Katamaran auf einer Probefahrt begutachten wollten, mit eigener Kraft auf die beiden Rümpfe gerettet, nachdem sie in die sieben Grad kalte Ostsee gestürzt waren. Der Skipper einer ebenfalls im Revier vor Falshöft laufenden Segelyacht hatte den Vorfall beobachtet und sofort ein "Mayday" abgesetzt. Der Notruf wurde von der Seenotleitung aufgefangen und an die "Nis Randers" weitergeleitet, die sofort von der Station Maasholm zum etwa fünf Seemeilen entfernten Unfallort auslief. Das Tochterboot "Onkel Willi" nahm die Schiffbrüchigen auf und brachte sie zum Seenotkreuzer, wo sie mit wärmenden Getränken und trockener Kleidung versorgt wurden. Im Hafen von Maasholm warteten schon zwischenzeitlich verständigte Angehörige. Die Unfallstelle wurde mit einer Tonne gekennzeichnet. Im Lauf des 29.3. wurde der Katamaran geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.03.2010

Ein halbes Jahr Schildkrötendiät für gestrandete Pazifiksegler

Mogmog, Ulithi Atoll / Mikronesien, 29.03.10 - Eine Familie aus Perth, die mit ihrem Katamaran "Windrider" in einem Tropensturm auf der Insel Mogmog im Ulithi Atoll, 2000 Kilometer nördlich von Papua Neu Guinea am 23.3. strandete, wird für einige Zeit dort bleiben, um das Wrack zu reparieren. Das Paar mit seinen zwei Töchtern befand sich auf einem zweijährigen Pazifiktörn, als ein Taifun den Mast brach und beide Motoren beschädigte. Das Boot trieb in Winden bis zu 180 km/h 12 Stunden lang, ehe das Boot auf einem Riff vor der Insel strandete, wobei der Rumpf aufriss und beide Anker verloren gingen ebenso wie der Rotor und der Kiel. Die Schiffbrüchigen retteten sich in einem Beiboot auf die von nur 200 Menschen bewohnte Insel, auf der es kein fließend Wasser, keine Elektrizität und keine Infrastruktur gibt. Der Taifun hatte auch der Insel zugesetzt, sodass es derzeit vor allem Schildkrötenfleisch dort als Nahrung gibt. Die Wiederherstellung der "Windrider", deren einer Rumpf von eisernen Überbleibseln der Amerikaner aus dem 2. Weltkrieg aufgeschlitzt wurde, könnte ein halbes Jahr dauern. Falls die Bergung nicht geling, müsste die Familie Mogmog in dem einzigen hölzernen Boot der Insel verlassen, um das benachbarte Flalap Island zu erreichen, wo es eine für Missionare erbaute Landepiste gibt. Bereits im vergangenen Jahr war das Boot vor Westaustralien auf einem Riff gelandet, wobei das Ruder verbog. Das elektronische Navigationssystem hatte das Hindernis nicht angezeigt. Der Skipper reparierte den Schaden damals selbst. Jetzt wird sich zeigen müssen, ob es gelingt, die "Windrider" mithilfe der Eingeborenen aus dem Brandungsgürtel zu ziehen und ohne Hilfsmittel ein weiteres Mal seetauglich zu machen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.03.2010

"Margit Gorthon" nach drei Wochen sicher im Hafen

Limassol / Zypern, 29.03.10 - Am 13.3. wurde der 141.34 Meter lange zyprische Frachter "Margit Gorthon", 12750 BRZ (IMO-Nr.: 7612656), an das Lemissoler Shipmanagement in Hamburg zurückgeliefert, nachdem er am 22.2. Wassereinbruch im Maschinenraum mit nachfolgendem Blackout erlitten hatte. Das Schiff befand sich mit einer in Lake Charles in den USA an Bord genommenen 10000-Tonnen-Ladung Holzschnitzeln 900 Meilen nordwestlich der Azoren, als es havarierte. Tsavliris Salvage setzte den Schlepper "Tsavliris Hellas" in Ponta Delgada in Marsch und erreichte den Frachter am 28.2. Notschlepplichter wurden gesetzt und die Crew versorgt. Dann begann die Verschleppung nach El Ferrol. Vom 2.- bis 6.3. geriet der Schleppzug in schweren Sturm, und am 8.3. brach die Schlepptrosse. Erst als am 9.3. der Wind nachließ, konnte eine neue Trosse ausgefahren werden. Am 17.3. erreichten die Schiffe El-Ferrol (Spanien), wo der Frachter mithilfe eines Hafenschleppers an der Navantia-Werft festgemacht wurde. Hier begann sofort das Lenzen des Maschinenraums und die Entsorgung umweltgefährdender Stoffe in MARPOL-Trucks zur Entsorgung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.03.2010

Keine Lebenszeichen im Achterschiff der "Cheonan"
Update vom 28.03.10

Seoul / Südkorea, 29.03.10 - Taucher erreichten am 29.3. auch das Achterschiff der gesunkenen Korvette "Cheonan", doch es gab keine Lebenszeichen im Rumpf, was die Hoffnungen, das einige der 46 Vermissten in Lufttaschen überlebt haben könnten, weiter schmälerte. Mit Sonar war das Heck 50 Meter von der letzten Schiffsposition entfernt gefunden worden, wo es binnen kürzester Zeit nach der Explosion versunken war, während das Vorschiff erst drei Stunden später 7,2 Kilometer entfernt auf den Meeresgrund gefolgt war. Die Taucher schlugen mit Hämmern gegen den Rumpf, doch es gab keine Antwort aus dem in 40 Metern Wassertiefe aufgefundenen Wrackteil. Die Taucher installierten Führungsleinen für andere Suchtrupps am Wrack. 14 Marine- und sechs Küstenwachschiffe waren, unterstützt aus der Luft, vor Ort, darunter alle verfügbaren Schiffe der 2. Flotte in Pyeongtaek. Beteiligt waren das 86 Meter lange und 3000 Tonnen große Bergungsschiff "Gwangyang" sowie die beiden 730 Tonnen-Minensucher "Yangyang" und "Ongjin". Das Bergungsschiff ist mit Tieftauchausrüstung, einem Kran und einem Hebesack ausgestattet, die Minensucher haben Sonar-Ausrüstung. Später traf auch der 199 Meter lange 14000-Tonnen-Hubschrauberträger "Dokdo – LPH 6111" vor Ort ein. Unterstützt wurden die Retter durch das mit 15 Tauchern besetzte amerikanische 3200-Tonnen-Bergungsschiff "Salvor" und drei weitere Schiffe der 7. US-Flotte, der 8300-Tonnen-Zerstörer "Cultis Wilvor", der 9600-Tonnen-Kreuzer "Shiloh" und der 9200-Tonnen-Zerstörer "Lassen", die alle in Tokio stationiert sind. Weiterhin wird spekuliert, ob eine Explosion im Innern des 88 Meter langen Schiffes, das Torpedos, Flugkörper und Wasserbomben den Untergang verursacht haben könnte oder eine Treibmine aus dem Korakrieg 1950-53.
Das Schiff war nach der Explosion am 26.3. um 21.30 Uhr nach 20 Minuten rund 60 Prozent unter Wasser gewesen. Möglicherweise konnte die Crew die Schotten nach der Explosion nicht mehr schließen, nachdem sofort die Energieversorgung ausgefallen war. Die Marine hatte um 21.41 Uhr vier Schnellboote nach Baengnyeong Island geschickt, die um 21.58 Uhr vor Ort waren. Die ersten Schiffbrüchigen konnten sie aber erst um 22.40 Uhr aus dem drei Grad kalten Wasser ziehen. Drei Meter hohe Wellen hatten ihren Einsatz behindert.
Die Bergung des Wracks könnte ein bis zwei Monate dauern. Starke Strömungen und hoher Tidenhub erlauben nur zwei Tauchstunden pro Tag. Die 130 Tonnen große "Chamasuri" der südkoranischen Marine, die nach einem Gefecht 2002 gesunken war, hatte nach 17 Tagen gehoben werden können. Da die Marine nur über einen 120-Tonnen-Kran verfügt, dürften die Werften Samsung Heavy Industries Co., Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering Co., Hanjin Heavy Industries & Construction Co. und Samho I&D Co. um Assistenz gebeten werden. Die meisten Kräne mit ausreichender Kapazität, das 88 Meter lange und 10 Meter breite Schiff zu heben, liegen derzeit vor Geoje Island in der Süd-Gyeongsang-Provinz. Sie könnten erst in einigen Tagen überhaupt vor Ort sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Schubverband kam auf Main fest

Goßmannsdorf, Landkreis Würzburg, Unterfranken, Bayern / DE, 29.03.10 - Am Morgen des 28.3. wurde ein rumänischer Schubverband auf dem Main bei Goßmannsdorf, Landkreis Würzburg, manövrierunfähig, nachdem es auf der Fahrt von Rumänien nach Holland gegen 08.45 Uhr zu einem Defekt an der Ruderanlage gekommen war. Der Kapitän ließ den Anker werfen, und etwa 300 Meter vor dem Kraftwerk blieb der mit 1600 Tonnen Mais beladene Schubverband leicht schräg am linken Ufer liegen. Da sich das Schiff außerhalb der Fahrrinne befand, war der Schiffsverkehr auf dem Main nicht beeinträchtigt. Bis zur Reparatur der Ruderanlage am Vormittag des 29.3. blieb das Schiff an dieser Stelle liegen. Anschließend sollte die Weiterfahrt zunächst nach Wesel gehen, wo die Hälfte der Ladung gelöscht werden sollte, ehe es zur Schlussetappe in Richtung Holland weitergeht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Tanker im Suezkanal gestrandet

Suezkanal / Ägypten, 29.03.10 - Der liberianische Tanker "Mire", 52.157 BRZ (IMO: 9039597), lief am 28.3. im Suez Kanal in der Ostpassage des Crocodile Lake auf Grund. Das Schiff kam mit Steuerbordseite fest, nachdem es zu einem Ruderausfall auf der Reise von Griechenland nach Singapur gekommen war. Der Schiffsverkehr wurde durch das westliche Farhwasser des Sees geleitet, während Bergungsarbeiten anliefen. Am 29.3. wurde der Tanker freigeschleppt und damit begonnen, ein Leck abzudichten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Kollision in der Dardanellenstraße

Çanakkale, Region Marmara / Türkei, 29.03.10 - Die Frachter "Sandrella" und "Fiesta" sind, nachdem sie beide aus Constanta ausliefen und auf Südkurs gegangen waren, in der Dardanellen-Straße (Çanakkale Strait) fünf Meilen vor der Insel Tavsan auf 39 56.5 N 025 53.3 O am 28.3. um 14.40 Uhr zusammengestoßen. Die "Sandrella", 4254 tdw (IMO: 7602699) ist unter der Flagge von St. Vincent & Grenadines registriert, die "Fiesta", 29516 tdw (IMO: 9168154) in Liberia. Die "Kiyi Emniyeti 6", "Kurtama 2" und "Söndüren 4" wurden zur Hilfeleistung entsandt. Die "Sandrella" wurde im Vorschiffsbereich beschädigt, die "Fiesta" am Heck. Die "Fiesta" war nach Valencia unterwegs, die "Sandrella" nach Tripolis.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Container sank in Oakland

Oakland, Kalifornien / USA, 29.03.10 - Am 28.3. um 20.30 Uhr stürzte ein Container von dem philippinischen Containerfrachter "Sun Right", 53359 BRZ (IMO: 9002714). Er sank nahe der Einfahrt nach Oakland. Die "Sun Right" hatte am Ben E. Nutter Marine Container Terminal in Oakland gelegen, wo ein Kran den leeren Container über Bord riss. Die U.S. Coast Guard sperrte die Hafeneinfahrt für den Schiffsverkehr, während Taucher von Parker Diving auf die Suche nach dem Container gingen. Er wurde 200 Yards vor Liegeplatz 38 außerhalb des Fahrwassers lokalisiert, und der Schiffsverkehr am Morgen des 29.3. wieder freigegeben. Der Container sollte am 30.3. gehoben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Containerfrachter trieb vor Marathon

Marathon, Florida Keys, Monroe County, Florida / USA, 29.03.10 - Die US Coast Guard kam am 28.3. dem 396 Fuß langen Containerfrachter "Kaylebah" zu Hilfe, der am 28.3. 35 Meilen südwestlich von Marathon um 16.17 Uhr Maschinenausfall gemeldet hatte. Die Coast Guard Sector Key West schickte die 210 und 110 Fuß langen Küstenwachschiffe "Decisive" und "Key Biscayne" aus Pascagpula und Key West zu dem Havaristen, der mit einer Früchteladung auf der Reise von Antigua, Guatemala, nach Miami gewesen war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Einhandsegler verschwunden – Bordhund auf treibender Yacht gerettet

Chatham-Inseln / Neuseeland, 29.03.10 - Nachdem die tagelang vermisste, 11 Meter lange Yacht "Tafadzwa" des Einhandseglers Paul van Rensburg am 28.3. nahe der Chatham Islands entdeckt wurde, gelang es am 29.3. Fischern, an Bord zu gehen. Sie fanden zwar den Bordhund, doch nicht den Segler. Wahrscheinlich fiel er über Bord. Die Rettungsausrüstung war unangetastet. Der Mann war seit dem 12.3. vor Neuseeland vermisst gewesen. Der Kutter schleppte die Yacht, deren Segel zerfetzt, aber die ansonsten intakt war, zu den Chatham Islands ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Rettungsboot in Rotterdam abgestürzt

Rotterdam, Provinz Südholland Niederlande, 28.03.10 - Drei Seeleute aus Estland, Letland und Litauen wurden verletzt, als am 28.3. um 10.30 Uhr bei Seabrex im Merwehaven in Rotterdam ein Rettungsboot des italienischen Roro-Frachters "Baltic Amber", 17721 BRZ (IMO: 9349760) aus acht Metern Höhe abstürzte. Das Boot wurde zu Untersuchungen von der Polizei beschlagnahmt. Zwei Mann wurden ins Erasmus Medische Centrum, ein schwerer verletzter ins Vlietland-Krankenhaus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Urteil im Berufungsverfahren zum Untergang der "Erika"

Paris / Frankreich, 28.3.10 - Vor gut zehn Jahren verursachte der Untergang des Tankers "Erika" vor der Bretagne eine katastrophale Ölpest. Am 30.3. wird nun das Urteil des angeklagten französischen Mineralölkonzerns Total im Berufungsverfahren erwartet. Allein dem französischen Staat entstanden durch die Ölkatastrophe Schadenersatz-Kosten in Höhe von 153 Millionen Euro. Der französische Mineralölkonzern Total und drei weitere Angeklagte hatten sich in dem seit Oktober laufenden Prozess gegen das erstinstanzliche Urteil gewehrt, in dem sie zu 900.000 Euro Geldstrafe und einem Schadensersatz in Höhe von 192 Millionen Euro verurteilt worden waren. Ein Pariser Gericht hatte Total, das italienische Schiffsregister RINA, den italienischen Reeder Giuseppe Savarese sowie Schiffseigner Antonio Pollara im Sommer 2007 verurteilt. Allein dem französischen Staat wurden 153 Millionen Euro Schadenersatz zugesprochen, weil er die verseuchte Küste reinigen lassen und das Wrack sichern musste.
Die "Erika", ein 25 Jahre alter Tanker, war im Dezember 1999 bei einem Sturm im Golf von Biscaya auseinandergebrochen und gesunken. Durch die Havarie breitete sich in den folgenden Wochen ein riesiger Ölteppich an der nordwestfranzösischen Küste aus, weit über die Bretagne hinaus. Rund 20.000 Tonnen Schweröl gelangten aus dem angerosteten Tankschiff ins Meer, bis zu 150 000 Seevögel verendeten. Die Strände wurden auf Jahre unbrauchbar, die vom Fremdenverkehr lebenden Gemeinden im Katastrophengebiet verloren Millionen an Einnahmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Kapitän von Frachter nach Kollision verhaftet
Update vom 24.03.10

Mumbai (Bombay), Bundesstaates Maharashtra / Indien, 28.03.10 - Der philippinische Kapitän des Frachters "Global Purity", der am 23.2. das indische Küstenwachschiff "Vivek" an den Indira Docks versenkt hatte, wurde am 28.3. wegen nachlässiger Navigation verhaftet. Die Polizei geht auch dem Verdacht der Sabotage nach. Der Kapitän sagte aus, er habe die Kontrolle über sein Schiff verloren. Die 16-köpfige Crew des Frachters sagte übereinstimmend aus, es habe sich um einen Unfall gehandelt. Auch 20 der 59 Besatzungsmitglieder der "Vivek" wurden vernommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Kutter sank in Orkanger

Orkdal, Provinz (Fylke) Sør-Trøndelag / Norwegen, 27.03.10 - Am 27.3. um 8.45 Uhr wurde die Feuerwehr in Orkdal alarmiert, nachdem ein 62 Fuß langer Kutter bei Langbrua in Orkanger gesunken war. An Bord war rund eine Tonne Diesel. Um neun Uhr war die Feuerwehr vor Ort mit Ausrüstung, um Öl aufzufangen. Der Kutter hatte sich im Laufe der Nacht auf seine Steuerbordseite gelegt und lag knapp unter der Wasseroberfläche. Eine geringe Menge Öl war ausgelaufen. Es wurde versucht, sie vor Erreichen der Marina von Terna aufzufangen. Der Kutter gehörte einem Eigner aus Børsa.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Fähre auf Jungefernfahrt demoliert

Bud, Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 26.03.10 - Die norwegische Katamaranfähre "Sollifjell" (IMO: 9562996) liegt derzeit im Hafen von Bud südlich von Kristiansund in Møre og Romsdal. Auf dem Weg zu der geplanten Präsentation des Schiffes in Harstad hatte es bei einer durch ein technisches Versagen hervorgerufenen Kollision mit einer Fischfarm am 24.3. schweren Schaden am Schiffsboden zwischen den beiden Rümpfen unterhalb des Salondecks erlitten und wird nun zunächst zur Reparatur zur Bauwerft in Mandal zurückkehren müssen, ehe sie den Harstad-Finnsnes-Tromsø-Dienst für Veolia Transports aufnehmen kann. Der Unfall ist derzeit ein Rätsel.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Alte ostfriesische Fähre ausgebrannt

Sansibar-Stadt, Insel Sansibar / Tansania, 14.03.10 - Am 13.3. brannte die Fähre "Serengeti", 796 BRZ (IMO: 6818796), die zwischen Sansibar und Pemba verkehrte, vor der Küste von Tansania trotz Einsatzes von Löschfahrzeugen vollkommen aus. Die fünfzehn Besatzungsmitglieder wurden unverletzt gerettet. Wahrscheinlich entstand der Brand bei Schweißarbeiten. Die 42 Jahre alte Fähre wurde ein Totalverlust.
Sie wurde am 11.5.1968 von Schulte & Bruns in Emden als "Rheinland" an die AG Ems, Emden, abgeliefert und auf der Route Emden - Borkum in Fahrt gebracht. 1974 wurde sie in "Bayern" umbenannt, ging aber noch in demselben Jahr an die Terschellinger Stoomboot Maatschappij B.V., die sie zwischen Harlingen und Terschelling in Fahrt brachte. 1985 kam sie als "Vlieland" auf der Linie Harlingen - Vlieland in Fahrt. Im Juni 1994 ging sie dann an die Azam Marine Co. Ltd., Sansibar, die sie als "Serengeti" zwischen Daressalam und Sansibar einsetzte. Das Schiff war 59,67 Meter lang, 12,53 und hatte 2,40 Meter Tiefgang. Es verdrängte 218 Tonnen und vermochte 1000 Passagiere und 50 Fahrzeuge zu transportieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2010

Zwei Tanker auf Rhein gestrandet

Westervoort, Provinz Gelderland / Niederlande, 28.03.10 - Der deutsche Binnnentanker "Lorette", 1341 ts (EU-Nr. 4400940), lief am 28.3. gegen 13 Uhr auf eine Kribbe im Rhein zwischen Huissen und Loo bei Westervoort. Dabei kam es zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum. Durch die Doppel- und Dreifachwandung bestand keine Gefahr eines Untergangs oder Ladungsaustritts. Die Feuerwehr und Polizei setzten Lenzpumpen ein. Ein Feuerlöschboot aus Nijmegen assistierte.
Der Tanker entstand 1958 auf der Bayerischen Schiffswerft, Erlenbach als "Eiltank 1" für Josef Jaegers in Aschaffenburg und läuft derzeit für Hans Peter in Marktheidenfeld. Er ist seit einer Verlängerung 85 Meter lang und 8.2 Meter breit.

Koblenz, Rheinland-Pfalz / DE, 28.03.10 - Bei Koblenz lief der Binnentanker "Mercury", 1606 ts (EU-Nr. 02324334), auf dem Rhein auf Grund. Helfern gelang es, das Schiff mit seiner hochgiftigen Ladung von der Sandbank am Braubacher Grund zu ziehen. Mittlerweile ist die Schifffahrt auf der Strecke wieder frei gegeben. Der Tanker hatte die hochgiftige Chemikalie Adiponitril geladen, die Blausäure freisetzen kann. Es bestand aber keine Gefahr, da der Tanker mit einem doppelten Rumpf ausgestattet war. Das Schiff aus den Niederlanden war am 28.03. gegen 1.00 Uhr nachts auf eine Kiesbank gefahren. Helfer mit zwei Schleppern und einem Binnencontainerschiff waren bis zum Mittag mit der Bergung beschäftigt. Der Rhein musste nach dem Abschleppmanöver noch eine Weile gesperrt bleiben, weil die Helfer durch die Befreiungsversuche Kies und Sand vom Boden des Flusses aufgewirbelt hatten. Das hätte dazu führen können, dass sich auch andere Schiffe festfahren.
Die "Mercury" wurde 1999 bei den Daewoo Heavy Industries, Mangalia, für die Hermes Scheepvaart BV in Zwijndrecht erbaut. Sie ist 85,99 Meter lang und 11,4 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2010

Vergeblicher Tauchereinsatz für gesunkene Korvette
Update vom 27.03.10

Seoul / Südkorea, 28.03.10 - Am 28.3. scheiterten vier Versuche, von der "Seonginbong" sowie drei weiteren Marineschiffen, eine insgesamt 86-köpfige Tauchergruppe zu der gesunkenen südkoreanischen Korvette "Cheonan" zu schicken. Taucher hatten versuchen sollen, die vermutete Postition des gesunkenen Achterschiffes zu lokalisieren, in dem die meisten der 46 Vermissten vermutet werden. Um 8.27 Uhr und um 12.19 Uhr gingen sie zu Wasser, und um 12.52 Uhr und um 13.35 Uhr versuchten sie, zum am Grund ausgemachten Vorschiff zu gelangen. Extrem schlechtes Wetter und starke Strömung ließen aber nur vierminütige Tauchzeiten im hier 24 Meter tiefen Meer zu. Die beiden Wrackteile liegen rund vier Meilen voneinander entfernt. 39 aufgetriebene Gegenstände, darunter Schwimmwesten und Sicherheitshelme, wurden in der See gefunden. Nun liegt die Hoffnung auf dem 3000 Tonnen großen, amerikanischen Bergungsschiff "Salvo", das am Morgen des 29.3. vor Ort erwartet wird und speziell trainierte Militärtaucher an Bord hat.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2010

Zwei Vermisste nach Frachterkollision

Tokushima, Insel Shikoku / Japan, 28.03.10 - Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Frachter "Outsailing 9", 2926 BRZ (IMO: 9546318) und der japanische Frachter "Nisshin Maru" kollidierten am 28.3. vor der Küste der westjapaniischen Tokushima Präfektur. Die "Outsailing 9" und die "Nisshin Maru" der in Hiroshima ansässigen Asia Ship Trader Co. stießen gegen 12.15 Uhr in der Naruto Strait zwischen Naruto und der Insel Awaji nahe der Onaruto Bridge, die Awaji und Naruto verbindet, zusammen. Zwei der vier Mann Crew der "Nisshin Maru" wurden von der "Outsailing 9" gerettet und in ein Hospital in Tokushima gebracht, die beiden anderen vermisst. Die 15-köpfige chinesische Crew der "Outsailing 9" blieb unversehrt. Die 199-ton "Nisshin Maru" war unterwegs von Kure in der Hiroshima-Präfektur nach Kawasaki, Kanagawa Präfektur, unterwegs, die "Outsailing 9" war auf dem Weg von Ichihara in der Chiba-Präfektur nach Fukuyama in der Hiroshima Präfektur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2010

Containerfrachter durch Feuer schwer beschädigt

Mumbai (Bombay), Bundesstaates Maharashtra / Indien, 28.03.10 - Einheiten der indischen Marine und Coast Guard retteten am 27.3. 23 Mann von dem unter Liberia-Flagge laufenden Containerfrachter "Maersk Miami", 56248 BRZ (IMO: 9001253), der vor Goa am Vortag auf der Reise nach Jawaharlal Nehru Port, Mumbai (Bombay), in Brand geraten war. Die Notrufe, die das Schiff nach Ausbruch des Feuers um 19.30 Uhr im Maschinenraum gesendet hatte, wurden von dem Küstenwachboot "Subhadra Kumari Chauhan", während es auf Patrouille vor der Küste vor Tarapur, Maharashtra, war, aufgefangen. Die Marine schickte ein Rettungsteam aus Goa und assistierte mit zwei Fahrzeugen. Gegen Mitternacht waren sie vor Ort und unterstützten die Bekämpfung des Brandes, der gegen zwei Uhr gelöscht war. Das Küstenwachboot "Samrat" traf am Morgen gegen sieben Uhr vor Ort ein und half, die Besatzung auf die "Maersk Dauphin" und "Nedllyod Africa" überzusetzen. Zwei Schlepper wurden beauftragt, das schwer beschädigte Schiff in Küstennähe zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2010

Sportboot auf der Elbe abgeschleppt

Cuxhaven, Niedersachen / DE, 27.03.10 - Am 27.3. um 10 Uhr schleppte das Tochterboot der des Cuxhavener Seenotrettungskreuzers "Hermann Helms" , die "Biene", die 12 Meter lange schwedische Bavaria-35 "A Cunning Plan" in den Hafen von Cuxhaven, die auf dem Weg von Holland nach Schweden auf der Elbe in Höhe Glameyer Stack Maschinenausfall erlitten hatte und Notankern musste. Ein Lotse wurde Zeuge und alarmierte die DGzRS, die die Motoryacht auf den Haken nahm. Im Alten Fischereihafen wurde es dann vor einem Reparaturbetrieb festgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2010

Untergang der "Cheonan" wohl durch Explosion ohne Fremdeinwirkung verursacht
Update vom 26.03.10

Seoul / Südkorea, 27.03.10 - Die Chance, Überlebende der südkoreanischen Korvette "Cheonan" (PCC 772) zu finden, schwand am 27.3. bei Wassertemperaturen von drei Grad Celsius. Das Schiff war am Vorabend gegen 21.45 Uhr nach einer Explosion nahe der Insel Baengnyeong untergegangen. Kurz zuvor hatte das mit 104 Mann besetzte Schiff einen Warnschuss auf ein unbekanntes Objekt abgefeuert. Nach jüngsten Vermutungen könne es sich dabei aber nicht um ein anderes Schiff, sondern um einen Vogelschwarm gehandelt haben. Nach dem Untergang wurden bisher 58 Besatzungsmitglieder gerettet. 13 von ihnen erlitten Verletzungen, die in keinem Fall lebensbedrohlich waren. Viele der 46 Vermissten dürften in dem gesunkenen Schiff eingeschlossen sein, von dem am Morgen des 27.3. noch die Bugspitze aus dem Wasser ragte. Mehrere Schiffe der Küstenwache und der Marine sowie Hubschrauber durchsuchten das Unglücksgebiet. Eine Gruppe von 18 Tauchern nahm bereits ihre Arbeit zur Suche nach der Unglücksursache auf, konnte aber wegen hoher Wellen das kieloben liegende Wrack bislang nicht erreichen. Südkoreas Präsident Lee Myung Bak hat eine umfassende Untersuchung angeordnet. Der Staatschef hatte am Tag nach dem Unglück eine Krisensitzung des Kabinetts einberufen und Ermittlungen gefordert. Nach südkoreanischen Armeeangaben gab es zunächst keine Hinweise auf eine Verwicklung Nordkoreas in den Vorfall. Die südkoreanischen Militärs konzentrierten ihre Untersuchungen inzwischen auf die Explosion einer Seemine und eine "interne Explosion von Munition" an Bord.
Das Schiff wurde von der Explosion im Achterschiffsbereich auseinandergerissen und brach auseinander. Das Heck sank binnen kurzem, das Vorschiff legte sich nach Steuerbord über. Der Kommandant studierte gerade einen Operationsplan in seiner Kabine. Sofort fiel die Energieversorgung aus, sodass er nur über Mobiltelefon die Situation schildern konnte. Er war in seiner Kabine eingeschlossen und entkam durch ein Bulleye, das von außen aufgebrochen wurde. Das Heck war bereits gesunken.
Um die Unglücksursache herauszufinden, soll das Wrack gehoben werden. Dies könnte mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Nach den Aussagen der Überlebenden kam die Explosion von außen, was auf eine Mine schließen lassen könnte. 40 Gerettete trafen am Nachmittag des 27.3. in der Marinebasis von Pyeongtaek in der, Gyeonggi Provinz ein.
Die "Cheonan" wurde 1989 in Dienst gestellt. Die 1200 Tonnen große Korvette war 88 Meter lang und trug Flugkörper, Torpedos und andere Waffen.
Im Juni 2002 hatte ein nordkoreanisches Patroullienboot ein südkoreanisches Boot durch Geschützfeuer im Gelben Meer versenkt, wobei sechs Seeleute ums Leben kamen und 19 verletzt wurden.
Im Juni 1999 versenkte Südkorea zwei nordkoreanische Kriegsschiffe. Bei dem Zwischenfall wurden sieben Südkoreaner verletzt.
1967 sank ein
Marineschiff mit 79 Mann Crew nach Artilleriebeschuss aus Nordkorea. 39 Mann starben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2010

Gestrandete Yacht lag eine Tide fest

Brixham, England / UK, 27.03.10 - Die 40 Fuß Yacht "Lady Molly" riss sich in der Nacht zum 26.3. von ihren Moorings in Brixham los und strandete auf Felsen auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht. Gegen sechs Uhr wurde sie auf der Seite liegend von der Küstenwache entdeckt und mit einer Trosse gesichert. Nachdem das Boot auf Insassen untersucht war, wurde auf steigendes Wasser gewartet. Mit der Flut wurde das 25-Tonnen-Boot wieder vom Hollicombe Beach gezogen und nach Brixham geschleppt. Es blieb bis auf Kratzer unbeschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2010

Flüssiggastanker rammte Kutter

SODESHI, Region Chūbu, Insel Honshū / Japan, 26.03.10 - Der 290 Meter lange japanische Flüssiggastanker "Energy Frontier", 71642 tdw (IMO-Nr. 9245720), kollidierte am 25.3. südöstlich von Honshu voll beladen mit einem japanischen Kutter. Der 2003 erbaute Tanker lief tags darauf in Shimizu ein, über das Schicksal des Kutters war nichts bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2010

Trunkenheit im Schiffsverkehr

Beilngries, Landkreis Eichstätt, Bayern / DE, 26.03.10 - Im Rahmen einer Streifenfahrt der Wasserschutzpolizei Beilngries ist auf dem Main-Donau Kanal ein 90 Meter langes Frachtschiff einer Kontrolle unterzogen worden. Zuvor war das Fahrzeug durch unsichere Fahrweise aufgefallen. Der 55-jährige Kapitän am Ruder roch stark nach Alkohol. Der daraufhin durchgeführte Alko-Test ergab fast zwei Promille. Die Weiterfahrt wurde unterbunden. Der Schiffsführer der vierköpfigen Besatzung musste mit zur Blutentnahme. Eine Sicherheitsleistung wird einbehalten. Das Verfahren zur Entziehung des Schifferpatents wurde eingeleitet. Das Schiff befand sich auf der Fahrt von Belgrad in Richtung Antwerpen
Quelle: donaukurier.de vom 26.03.2010

Sank südkoreanisches Patrouillenschiff nach Torpedotreffer?

Seoul / Südkorea, 26.03.10 - Die 1500 Tonnen große Korvette "Cheonan" der südkoreanischen Marine sank am 26.3. vor der von Südkorea kontrollieren Insel Baengnyeong nahe der nordkoreanischen Grenze. Das Schiff hatte im Achterschiff ein großes Loch. An Bord waren 104 Mann Crew. Gegen ein Uhr waren 58 von ihnen gerettet, doch es wurde eine hohe Zahl von Todesopfern befürchtet. Es wurde der Verdacht geäußert, Nordkorea könnte das Schiff torpediert haben. Ein zweites südkoreanisches Schiff eröffnete danach Feuer, doch es wurde nicht ausgeschlossen, dass die verdächtigen Radarsignale, die die Salven auslösten, durch einen Vogelscharwarm verursacht worden sein könnten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.03.2010

24 Verletzte auf philippinische Fähre

Port of Batangas, Luzon / Philippinen, 26.03.10 - 24 Passagiere der philippinischen Fähre "SuperCat 23" wurden verletzt, als das Schiff von Calapan, Oriental Mindoro, am 26.3. um 18.40 Uhr eine Kai in Batangas rammte. Einige wurden ins Batangas Provincial Hospital sowie das Golden Gate Hospital gebracht. Der Unfall wurde durch einen technischen Fehler verursacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.03.2010

Küstenwache und Kutter-Crew helfen leckgeschlagenes Segelboot

Westport, Grays Harbor County, Bundesstaat Washington / USA, 26.03.10 - Ein 26 Fuß langes Segelboot schlug am Morgen des 26.3. 15 Meilen nördlich von Grays Harbor leck. Der Kutter "Betty Lee" bemerkte die drei Segler in Nord und funkte die Küstenwache um 2.45 Uhr an. Daraufhin lief das 47-Fuß-Boot aus Grays Harbor aus, und ein H-60 Helikopter von der Air Station Astoria stieg auf. Die "Betty Lee" blieb so lange auf standby, bis das Rettungsboot eingetroffen war und die Yacht nach Westport, Washington, eskortierte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.03.2010

Feuer auf Leonhardt & Blumberg-Frachter

Stavanger, Fylke (Provinz) Rogaland / Norwegen, 26.03.10 - Am 24.3. brach auf dem liberianischen Containerfrachter "Hansa Riga", 16915 BRZ (IMO-Nr.: 9060285) im Karmsund südlich von Haugesund, Norwegen, ein Feuer aus. Es gelang der Crew, den Brand zu löschen, doch wegen des aus dem Feuer resultierenden Maschinenausfalls musste der Schlepper "BB Ocean" zu Hilfe gerufen werden. Er legte das 167,98 lange Schiff am 25.3. im Åmøyfjorden vor Dusavik (nähe Stavanger) vor Anker. Die "Hansa Riga" wird von der Leonhardt und Blumberg Schifffahrtsgesellschaft in Hamburg betrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.03.2010

Verschollenes Gemälde soll helfen, verschollenes Wrack aufzuspüren

Wales / UK, 26.03.10 - Ein Gemälde soll helfen, den 500 Tonnen großen Dreimaster "Diamond" aufzuspüren, der vor 185 Jahren nach erfolgreicher Atlantiküberquerung vor Wales unterging, wobei acht Menschen starben. Das 120 Fuß lange Schiff war in dem Kanal zwischen Irland und Wales beim Versuch, Holyhead mit Kurs Liverpool Bay zu runden, zu dicht an die walisische Küste geraten und bei der Cardigan Bay auf Legerwall gekommen. 47 Passagiere wurden gerettet.
Der Taucher Ian Cundy, der bislang vergeblich nach dem Wrack suchte, fahndet dazu nach einem Gemälde, das den Verlust des Schiffes auf dem 15 Meilen langen Sarn Badrig Riff zwischen Barmouth und Harlech zeigt. Das Bild hingt einst in einem Pfarrhaus nahe Dyffryn Ardudwy in Gwynedd. Bereits im Jahr 2000 meinten Taucher das Wrack entdeckt zu haben, doch es stellte sich heraus, dass das Schiff, das sie fanden, älter sein musste. Das Riff hat rund 500 Schiffe zerstört. Cundy und seine Malvern Archaeological Diving Unit hoffen, in acht Metern Tiefe auf Artefakte zu stoßen. Wenn ihnen das gelingt, hoffen sie auf finanzielle Unterstützung durch die Nachfahren des Eigners Josiah Macy, die die Josiah Macy Jr Foundation gründeten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.03.2010

Anhörung zum Untergang der "Larinda" fortgesetzt
Update vom 16.03.10

Halifax, Provinz Nova Scotia / Kanada, 26.03.10 - Die Eigner des Zweimasters "Larinda" hatten das Go-Ahead (die Erlaubnis), ihren Schoner an HMCS "Sackville" zu vertäuen, bevor der Hurrikan Juan 2003 über Halifax herfiel. Im Zivilprozess vor dem Nova Scotia Supreme Court zog der Canadian Naval Memorial Trust seien lange aufrecht erhaltene Behauptung am 25.3. zurück, die "Larinda" habe keine Genehmigung gehabt, an der außer Dienst gestellten Korvette festzumachen. Der Anwalt des Wolverine Motor Works Shipyard of Reading, Mass., einer Firma, die vom früheren Eigner der "Larinda" gegründet wurde, forderte das Gericht auf, dem Naval Trusit die Auszahlung der entstandenen Kosten aufzuerlegen. Doch der Richter wollte sich erst zu einem späteren Zeitpunkt mit der finanziellen Seite befassen. Am 25.3. wurden die letzten Zeugenaussagen eingeholt.
Das Eignerpaar "Mahans" aus Cape Cod war mit der "Larinda" nach Halifax eingelaufen, um dort den Hurrikan abzuwarten, und machte am 28.3. neben dem Museumsschiff "Sackville" fest. Doch dort wurde die "Larinda" so schwer beschädigt, dass sie nach einem Rammstoß der "Sackville", die sich losgerissen hatte, sank. Wolverine ist der Auffassung, die "Sackville" sei nicht ausreichend vertäut gewesen. Ein Experte sagte aber, die "Larinda" hätte niemals an einem "toten Schiff" festmachen dürfen. Es gebe dabei immer Risiken. Die "Larinda" hätte den Sturm auch überstehen können, wenn die Eigner die Leinen zur "Sackville" noch gekappt hätten. Die "Sackville" war ausreichend für die vorausgesagte Wetterlage gesichert gewesen. Doch die Wetterbedingungen verschlechterten sich in einmaliger Weise, wodurch es zu extremem Winddruck auf die Haltetrossen kam.
Larry Mahan hatte 26 Jahre an der Kopie eines amerikanischen Schoners von 1767 gearbeitet. Er kam nie über den Verlust hinweg und brachte sich im Juni 2005 um. Die "Larinda" wurde zwar geborgen, doch die Versicherung zahlte nur 28888 Dollar. Der Wert des Schiffes betrug aber 815000 Dollar, die Bergung kostete weitere 110000 Dollar.

Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.03.2010

Frachter mit doppeltem Problem

Istanbul / Türkei, 25.03.10 - Am 24.3. um 23.52 Uhr erlitt der syrische Frachter "Hafez", 6179 BRZ (IMO: 7604283), im Bosporus vor Istinye bei der südgehenden Passage der Straße von Istanbul Maschinenausfall. Das Schiff war unterwegs von Alexandria nach Tartous. Der Schlepper "Kurtarma 3" und die Rettungsboote "Kiyi Emniyeti 5" und "Kiyi Emniyeti 10" wurden alarmiert. Nachdem es der Crew gelang, die Maschine wieder anzufahren, nahm das Schiff mit eigener Kraft Kurs auf Büyükdere, dabei wurde es eskortiert von der "Kurtarma 3". Am Folgemorgen um 00.20 Uhr kam es aber zu erneuten Schwierigkeiten, hervorgerufen durch einen Ruderausfall. Daraufhin wurde zusätzlich die "Kurtarma 1" zu dem Frachter in Marsch gesetzt, der mit gestoppter Maschine vor Beykoz trieb. Der "Kurtarma 3" gelang es dann, den Havaristen unter Kontrolle zu bringen und nach Büyükdere (Stadtteil von Istanbul) zu schleppen, wo um 01:55 Uhr der Anker fiel. Das 121,84 Meter lange und 17,6 Meter breite Schiff wurde 1977 auf der Neptun-Werft Rostock erbaut und lief unter deutscher Flagge als "Freital".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.03.2010

Schlepper verlor Brückenglas bei Bargenexplosion

Ingleside, Texas / USA, 25.03.10 - Am 25.3. kam es um 15.12 Uhr zu einer Bargenexplosion in den Superior Docks in Ingleside. Zwei Männer wurden leicht verletzt. Ein Mensch wurde von der Wucht der Explosion ins Wasser geschleudert, aber von Zeugen gerettet. Die Explosionswelle drückte auch die Scheiben eines in der Nähe befindlichen Schleppers ein. Die Coast Guard Port Aransas schickte ein 25-Fuß- sowie ein 45-Fuß-Boot. Von der Air Station Corpus Christi stieg ein HH-65C Dolphin-Helikopter auf. Die Barge wurde von der Detonation aufgerissen und zerstört.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.03.2010

Vielfältige Hilfe für havarierte "California"
Update vom 24.03.10

Nordpazifischer Ozean, 25.03.10 - Vier Teilnehmerboote des Clipper-Race kamen der angeschlagenen "California" zu Hilfe. Als erstes war die "Jamaica Lightning Bolt" vor Ort und transferierte Dieselöl auf das Boot, um danach wieder ins Rennen zu gehen. Während der Tageslichtstunden wurde an einem Notrigg auf der "California" und an der Trümmerräumung gearbeitet. Das nutzlose Hauptsegel wurde unter Deck verstaut. Das Übersetzen von Öl und Ausrüstung war von den Rennteilnehmern bereits vor dem Start im Solent geübt worden. Doch was in dessen geschützten Gewässern eine Routineprozedur war, stellte sich im winterlichen Nordpazifik als echte Herausforderung dar. Dennoch wurden etliche Versorgungsfahrten durchgeführt, bei denen sich das Training als wertvoll erwies. Außerdem half die "Jamaica Ligthning Bolt" bei der Kommunikation mit dem Land, weil durch den Wassereinbruch beim Überrollen der "California" die Bordelektrik zerstört worden war. Der einst 90 Fuß hohe Mast lag in zwei Teile zerbrochen auf dem Deck. Aus dem abgebrochenen Stumpf ragten noch Kabel. Auch die "Uniquely Singapore" half beim Öltransfer. In die Eskorte reihte sich dann noch die "Spirit of Australia" ein. Die "Hull & Humber" und "Spirit of Australia" werden bis zum Eintreffen der "Edinburgh Inspiring Capital" bei der "California" bleiben, diese dann die Eskorte nach San Francisco übernehmen. In den nächsten 48 Stunden wird schon wieder ein Tief über das Seegebiet ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.03.2010

Wrackdokumentation ein Wettlauf gegen die Zeit

Outer Banks, (Inselkette im Atlantik), North Carolinas / USA, 25.03.10 - Archäologen des Underwater Archaeology Branch in der Division of Archives and History des Department of Cultural Resources von North Carolina, versuchen derzeit, die Reste eines Wracks aus dem 16. oder 17. Jahrhundert, das Winterstürme auf den Outer Banks von North Carolina freilegten, zu dokumentieren. Das 70 Fuß lange englische Schiff war typisch für die Periode mit Holznägeln und Eichenrumpf, was auf den Bau durch frühe Siedler in einer Kolonie in Virginia hindeutet. Das Schiff wurde bereits vor Jahren erstmals im sand beim Corolla Leuchtfeuer entdeckt. Man fand Munition und Münzen mit Gravuren, die King Louis XIII ähnelten und die Jahreszahl 1601 trugen. Das Wrack wird nach Süden vertrieben, seit es entdeckt wurde. Es bewegte sich zwei Meilen und brach dabei weiter auseinander. Flurplatten und der Kiel sind bereits abgebrochen und verschwunden. Den Archäologen bleibt nur wenig Zeit, Spuren zu sichern, ehe die Natur ihren Lauf nimmt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.03.2010

Müllbarge von einstürzender Brücke versenkt – zwei Vermisste

Shanghai / Volksrepublik China, 25.03.10 - Ein Müllfahrzeug kollidierte mit einem Brückenpfeiler auf dem Dazhi River in Shanghais Nanhui Distrikt in der Pudong New Area. Die Brücke über den Fluss stürzte ein, und zwei Mann vom Fahrzeug wurden danach vermisst. Arbeiter versuchten, die im Fluss treibenden Müllcontainer wieder einzufangen, der vor Binghai Town trieb.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.03.2010

Schlepper bei schwerem Eisenbahnunglück in Oslo demoliert

Oslo / Norwegen, 24.03.10 - Im Hafen von Oslo kam es am 24.3. zu einem schweren Eisenbahnunglück, bei dem drei Menschen ums Leben kamen und schwerer Sachschaden entstand. 16 Güterwaggons hatten sich von einem Zug in Alnabru gelöst und waren unbemannt acht Kilometer mit hoher Geschwindigkeit weit in Richtung Hauptbahnhof gerast. Am Osloer Südhafen wurden sie auf ein Nebengleis geleitet, zertrümmerten dort ein Terminalgebäude, wo es auch zu den Todesfällen kam, und stürzten dann zum Teil ins Hafenbecken und drei auch auf den dort vertäut liegenden, 25 Meter langen Schlepper "Bjønn" (MMSI-Nr.: 257095400) der norwegischen Buksér og Berging. Dieser wurde im Bereich des Achterschiffs erheblich beschädigt, und die demolierten Waggons verkeilten sich auf seinem Deck. Die zu der Zeit zweiköpfige Besatzung kam mit dem Schrecken davon. Kranken- und Polizeiwagen sowie Rettungshubschrauber waren wenig später vor Ort und retteten weitere vier Opfer zum Teil schwer verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.03.2010

Frachter bei Sile auf Grund gelaufen

Şile, Provinz İstanbul / Türkei, 24.03.10 - Am 23.3. lief der 56 Meter lange türkische Frachter "Yigithan", 840 tdw (MMSI-Nr. 271002701), im Schwarzen Meer bei Sile von Istanbul kommend auf Grund. Das 1975 erbaute Schiff wird von der Arda Denizcilik Nurdan betrieben. Es war in keiner unmittelbaren Gefahr.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.03.2010

Versenkung der "Adelaide" in der Warteschleife
Update vom 23.03.10

Sydney, New South Wales / Australien, 24.03.10 - Die australische Fregatte HMAS "Adelaide" wird vorerst im Hafen von Sydney bleiben müssen, nachdem das New South Wales Government gezwungen wurde, die Pläne, das Schiff an diesem Wochenende vor Avoca zu versenken, aufzuschieben. Das Administrative Appeals Tribunal gab den Einwänden der Avoca Beach No Ship Action Group statt, die eine Verzögerung erzwangen. So musste auch das zur Versenkung geplante Strandfest in Avoca abgesagt werden. Das National Toxic Network bezweifelte, dass alle Giftstoffe von der "Adelaide" entfernt worden seien. Alle elektrischen Kabel müssten entfernt werden. Doch es gebe Fotos von Kabeln, die sich noch an Bord befänden. Der zuständige Minister sagte, die Entscheidung des Tribunals sei ein Schlag ins Gesicht all’ derer, die so lange an dem Projekt hart gearbeitet hätten. Die Regierung möchte die "Adelaide" auch nicht allzu lange in Sydney liegen haben, weil bereits Löcher in den Rumpf geschnitten sind und Sprengstoff für die Versenkung eingebracht wurde. Doch vor Ende kommenden Monats wird das nun notwendige Mediationsverfahren wohl nicht eingeleitet werden können. Die Sprengmittel werden wahrscheinlich wieder entfernt werden müssen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.03.2010

Frachter vor der Insel Petats gestrandet

Petats Island, North Solomons Province / Papua-Neuguinea, 24.03.10 - Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Le Feng", 4392 BRZ (IMO: 8024179, ex: Wan Feng, ex: Tongmao, ex: Ji Qing Men) erlitt am 20.3. Maschinenausfall und strandete daraufhin auf einem Riff vor der Insel Petats in Papua Neuguinea. Die 107,10 Meter lange "Le Feng" verdrängt 7104 Tonnen und wurde 1981 erbaut. Sie wird von der Dalian Chain Star Ship Management Co. Ltd. betrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.03.2010

Trawler mit Riesenpflaster gerettet
Update vom 16.03.10

Sørreisa, Fylke (Provinz) Troms / Norwegen, 23.03.10 - Eine Kombination aus Polyester und PVC hat bei der Kollision der 68 Meter langen "Hundvåkøy", die mit 1500 Tonnen Fisch an Bord vor Insel Senja mit der "Hordafor 4" am 13.3. kollidiert war, einen größeren Schaden abgewendet. Zwar wurde der Maschinenraum geflutet, doch das in Familienbesitz befindliche Schiff konnte vor dem Untergang bewahrt werden, indem es geistesgegenwärtig sofort auf Grund gesetzt wurde. Bei einer Inspektion durch die norwegische Küstenverwaltung kam es zu der Entscheidung, das große Leck mit einem Miko-Pflaster abzudichten. Beide Küstenwachschiffe vor Ort, die "North Crusader" und die "Harstad", verfügten über eine Miko-Bergungsausrüstung, mit der es möglich war, eine 6 x 2 Meter große, hutförmige Leckabdichtung herzustellen und binnen sechs Stunden über dem Leck zu befestigen. Der hochstabile Werkstoff mit verstärkten Rändern, der dank seiner taschenartigen Ausformung alle Unregelmäßigkeiten abdecken kann, wurde mit flexiblen Aluminiumstreifen, die von Tauchern mittels eines HD 200-Unterwasserklammergerätes fixiert wurden, auf dem Leck aufgebracht. Dadurch war es möglich, den sonst sehr wahrscheinlichen vollständigen Untergang des Trawlers abzuwenden und so den Fang zu retten, der auf andere Schiffe geleichtert wurde. Danach war es möglich, den Maschinenraum auszupumpen und den Havaristen am 15.03. zu dem 15 Meilen entfernten NATO-Kai in Sørreisa zu schleppen, wo er derzeit immer noch liegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.03.2010

Umweltverstöße auf Kühlschiff festgestellt

Bremerhaven, Land Bremen / DE, 24.03.10 - Umweltermittler der Wasserschutzpolizei in Bremerhaven stellten heute im Rahmen einer Kontrolle auf dem unter der Flagge von Panama fahrenden Kühlschiff "Atlantic Hope" (IMO-Nr.: 8318659, ex: MAGELLAN REX, LOA: 142 Meter, Baujahr 1984) mehrere Verstöße gegen Umweltvorschriften fest. So hatte es die Besatzung u.a. versäumt, rechtzeitig vor Erreichen des Schwefelüberwachungsgebietes die Hauptmaschinenanlage auf geringschwefeligen Kraftstoff umzustellen. Des weiteren wurden die Hilfsdiesel während der Liegezeit in Bremerhaven mit Schweröl, anstatt mit geringschwefeligem Gasöl betrieben, welches zu einer nicht unerheblichen zu vermeidender Umweltbelastung führt. Weitere Mängel in der Öl- und Mülltagebuchführung wurden aufgedeckt und mit Verwarnungen geahndet. Bei einer Inaugenscheinnahme der Bilgenentöleranlage wurde festgestellt, dass diese nicht ordnungsgemäß funktionierte. Die Anlage, die dem Filtern von unter der Maschinenanlage anfallenden Öl-Wassergemischen vor den Außenbordspumpen dient, musste instand gesetzt werden.
Gegen die verantwortlichen Ingenieure werden wegen der Verstöße Verfahren eingeleitet. Sie haben mit Bußgeldern zu rechnen. Zur Sicherung des Verfahrens wurden Sicherheitsleistungen in Höhe von 1210 Euro und 1600 Euro eingezogen.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 24.03.2010

Gefährlicher Vandalismus am Heilbronner Theaterschiff

Heilbronn, Baden-Württemberg / DE, 24.03.10 - Unbekannte versuchten in der Nacht auf Dienstag, das Heilbronner Theaterschiff von seinem Ankerplatz zu lösen. Wäre dies gelungen, hätten die Täter damit enormen Schaden anrichten können. Wie die Polizei heute mitteilte, wurden am Schiff zwei Halterungen getrennt und ein Tau zerschnitten. Glücklicherweise gelang es den Unbekannten nicht, weitere Stahltrossen zu lösen. Sonst hätte die Strömung im alten Neckar das Theaterschiff gegen die Friedrich-Ebert-Brücke oder das Ufer bei der Insel schwimmen lassen. Die Tat die zwischen Montagmittag, 16 Uhr, und Dienstmorgen, 11 Uhr, passiert sein muss, ist aus Sicht des Leiter's des Theaterschiffes Vandalismus.
Quelle: stimme.de vom 24.03.2010

Feuer auf Bulker vor Thailand

Laem Chabang / Thailand, 24.03.10 - Am 24.3. brach gegen acht Uhr auf einem auf der Reede von Laem Chabang in Thailand liegenden Frachter ein Feuer aus. Das Schiff war rasch in dichten Rauch gehüllt, und um 10.30 Uhr war es ganz in dem sich weiter ausbreitenden Qualm verborgen, der über die Reede zog.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2010

Fähre in Split durch Kaikollision aufgerissen

Split / Kroatien, 23.03.10 - Im Hafen von Split kam es zu einer Ölverschmutzung, nachdem die kroatische Fähre "Tin Ujevic", 1419 BRZ (IMO-Nr.: 8974207), am 23.3. mit einer Pier kollidiert war und dabei ein Tank aufgerissen wurde. Rund 30 Tonnen Öl liefen aus dem beschädigten Rumpf der Fähre in den Hafen aus.
Das von der Jadrolinija in Rijeka, betriebene Schiff wurde 2002 bei der Werft Kanelos Brothers in Parama als "Ana Chora Express" erbaut für die griechische Reederei Evangelistria. Sie ist 98.39 Meter lang, 17 Meter breit und hat 3,8 Meter Tiefgang. Sei vermag 1000 Passagiere und 200 Fahrzeuge zu befördern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2010

Dänischer Tanker kommt Yacht "California" zu Hilfe
Update vom 23.03.10

Nordpazifischer Ozean, 23.03.10 - Die beim Robin Knox-Johnston's Clipper Race havarierte Yacht "California", die ihren Mast verlor, als sie sich 120 Grad auf die Seite legte, hat am 23.3. Assistenz des dänischen Tankers "Nord Nightingale", 13066 BRZ (IMO: 9376816) erhalten. Das 180 Meter lange Schiff war unterwegs von Yokohama nach Los Angeles und von der US Coastguard gebeten worden, den Seglern zu Hilfe zu kommen. Der verletzte Segler Clive Cockram, der durch die Kajüte geschleudert worden war, wurde mit Schnittverletzungen am Kopf evakuiert. Der Wind hatte zwar inzwischen von 60 auf 25 Knoten nachgelassen, doch der Transfer des Mannes war in der weiterhin hochgehenden See immer noch eine schwierige Operation, die gute Seemannschaft beider Crews voraussetzte. Nach mehreren Fehlversuchen konnte er nach einer Stunde in einem Motorboot des Tankers, der dabei Lee machte, abgeborgen werden, ebenso sein Crewkamerad Dennis Flynn, der an der 5. Etappe des Race teilgenommen hatte. Als amerikanischer Staatsbürger sollte er bei der Einreise des Verletzten nach der Ankunft in Los Angeles behilflich sein. Derweil setzte die "California" die Reise mit Motorkraft ins 2000 Meilen entfernte San Francisco fort. Da der Mast unterhalb des Spreader noch stand, konnte auch ein kleines Notrig gesetzt werden.
Die "Jamaica Lightning Bolt", die 18 Stunden nach Eintreten der Notsituation als erstes Hilfsschiff eingetroffen war, blieb in ihrer Nähe und stellte die Kommunikation mit dem Clipper Race Office sicher. In dem Sturm, der der "California" zum Verhängnis wurde, war auch die "Uniquely Singapore" auf die Seite gelegt worden, kam aber mit leichtem Schaden davon und setzte das Rennen fort. Die "Edinburgh Inspiring Capital", "Spirit of Australia" sowie "Hull & Humber" nahmen ebenfalls Kurs auf die kalifornische Küste, um im Bedarfsfall Treibstoff an die "California" abgeben zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2010

Frachter versenkte Küstenwachschiff in Mumbai

Mumbai (Bombay), Bundesstaates Maharashtra / Indien, 23.03.10 - Das indische Küstenwachboot "Vivek", ein 74 Meter langes und 12 Meter breites Fahrzeug, das am 12.8.1989 in Dienst gestellt wurde, sank am 23.3. im Hafen von Mumbai, nachdem es von dem einlaufenden Frachter "Global Purity", 17070 BRZ (IMO: 9550149) um 16.23 Uhr gerammt wurde. Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier rammte in die Seite des an Liegeplatz 10 der Indira Docks zur Überholung bei den Krasny Marine Services liegenden Wachbootes. Dieses wurde auf acht Fuß Länge aufgerissen, erlitt starken Wassereinbruch und kenterte am Kai. Nur noch wenige Teile ragten aus dem Hafenwasser. Alle 59 Personen an Bord konnten sich unversehrt an Land retten. Die "Vivek" hätte nach umfangreichen Überholungsarbeiten im Mai an die Küstenwache zurückgeliefert werden sollen. Nun könnte es weitere 18 Monate dauern, bis sie wiederhergestellt ist. Derzeit verfügt die indische Küstenwache nur über 16 einsatzfähige Schiffe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2010

Stau auf Illinois River aufgelöst
Update vom 21.03.10

Saint Louis, Missouri / USA, 23.03.10 - Die U.S. Coast Guard gab am 23.3. den Illinois River auf Höhe des Florence Highway Bridge wieder frei, nachdem die Bergungsarbeiten an einer teilweise gesunkenen Barge beendet waren. Zu dieser Zeit war das Getreide aus dem unter der Florence Bridge verkeilten Fahrzeug geleichtert. Um den Stau von Schiffen aufzulösen, gab der Hafenkapitän im Bereich des Upper Mississippi River fünf Schiffsverbänden die Fahrterlaubnis bis Sonnenuntergang, bevor der Fluss wieder gesperrt wurde, und mit der Morgendämmerung des 24.3. sollte der Transit der übrigen Schiffe beginnen. Am 20.3. hatte die Coast Guard des Upper Mississippi River den Schiffsverkehr zwischen den Meilen 55.5 und 56.5 einstellen lassen, nachdem sich um 6.10 Uhr vier der 12 Bargen, die der 120 Fuß lange Schubschlepper "Billy Waxler" über den Fluss bugsierte, losgerissen hatten. Eine trieb dann gegen die Florence Bridge und sank teilweise, woraufhin die Brücke für den Verkehr gesperrt werden musste. Der Schleppzug transportierte neben Getreide auch Ethanol, Mais und Stahl.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2010

Surfer retteten 300000-Dollar-Yacht

Broulee, New South Wales, Australien, 23.03.10 - Surfer retteten am Strand von North Broulee am 21.3. einen unbemannten Trimaran, der nach einer Winddrehung ins Treiben geraten und drei Kilometer abgedriftet war. Das 300000 Dollar werte Boot drohte auf Felsen zerstört zu werden. Als die zwei Surfer Dave Bain und Ray Salmon das Boot nahe der Felsen sahen, eilten sie hinterher, um den Skipper zu warnen. Als sie das Boot unbesetzt vorfanden, nahmen sie die Sache in die eigene Hand. Da es ihnen nicht gelang, den Motor zu starten, setzten sie Segel und bekamen den Bug herum. Doch das Schiff saß bereits auf den Felsen fest. 15 weitere Surfer kamen zu Hilfe und versuchten, das Heck vor den Grundstößen zu sichern. Der Trimaran konnte dann von der Ankerleine losgeschnitten werden und wurde fünf Meter von den gefährlichen Felsen entfernt auf den Strand gesetzt. Kaum dass das Boot so gesichert war, trieb noch eine weiter Yacht von ihrem Ankerpunkt ab und hatte den halben Weg über die Bucht zurückgelegt, als sie sich an etwas verfing und so aufgestoppt wurde. Bain eilte zum Mossy Point, um ein Boot zu bekommen und den Skipper des zweiten Bootes zu alarmieren. Doch als sie wieder vor Ort waren, war dieser auch dort eingetroffen. Der Trimaran konnte mit der Flut in der Nacht zum 22.3. wieder flottgemacht werden, und auch die zweite Yacht wurde sicher verankert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2010

Feuer auf Charterschiff

Fort Myers Beach, Florida / USA, 22.03.10 - Das Fort Myers Beach Fire Department musste am Nachmittag des 22.3. in der Gateway Marina ein Feuer auf dem 35 Fuß langen Charterkutter "Bobby B" bekämpfen. Sie hatte den Brand rasch unter Kontrolle. Menschen kamen nicht zu Schaden, zum Zeitpunkt des Feuers hatte sich niemand an Bord befunden. Die Brandursache ist jetzt Gegenstand einer Untersuchung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2010

Five Ocean Salvage birgt angeschlagenen Bulkcarrier
Update vom 20.03.10

Cádiz, Region Andalusien / Spanien, 20.03.10 - Der Frachter "Theodore JR", 11364 BRZ (IMO-Nr.: 8312629), der am 19.3. 24 Meilen ostnordöstlich von Ceuta auf 35 59.6N, 04 56.6 W mit einer Ladung von 17.700 Tonnen losem Phosphat nach einer Explosion im Maschinenraum teilweise ausgebrannt war, wurde von Bergern von Five Ocean Salvage auf den Haken genommen. Das Schiff war unterwegs von Lome nach Varna gewesen, als sich das Unglück um sieben Uhr jenen Tages angebahnt hatte, und während zunächst der Kapitän die Abbergung seiner 21-köpfigen philippinischen Crew noch abgelehnt hatte, so bat er zweieinhalb Stunden später doch um deren Rettung, weil der Brand außer Kontrolle geraten war. Die "El Puntar" aus Ceuta nahm 16 Mann an Bord, der Kapitän ging mit vier seiner Männer auf die "Luc del Mar" der spanischen Küstenwache, um bei der Brandbekämpfung mitzuwirken. Auch die "Salvamar Gadiz" der Küstenwache war vor Ort, die "President Hubert" auf der Reise nach Cartagena, die "Sugar Doce" und die "Golfo de Siam" waren vor Ort auf Standby, konnten später aber entlassen werden. Gegen 19 Uhr war es gelungen, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Die Ladung war unversehrt geblieben, lediglich Maschinenraum und Aufbauten waren zerstört. Die Crew wurde unversehrt in Ceuta an Land gebracht. Nachdem dann Five Ocean Salvage den Bergungskontrakt erhalten hatte, wurden in Málaga die nächsten Schritte erörtert, wie mit dem Wrack zu verfahren sei.
Der 18607 Tonnen verdrängende Bulker ist 147,9 Meter lang, 23,1 Meter breit und hat 9,3 Meter Tiefgang. Er entstand 1983 als "Hermes Island" bei Shin Kurushima, wurde 1994 zur "Alfa Star" und läuft im Eigentum der Best Marine SA in Panama unter dem Management der Athener Ocean Wave Maritime seit 2006 als "Theodore JR".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2010

Führte Autopilot "Trident" ins Verhängnis ?
Update vom 04.03.10

Aberdeen, Schottland / UK, 23.03.10 - Ein erfahrener Rudergänger ware die beste Chance für den Trawler "Trident" aus Peterhead gewesen, den Untergang und den Tod seiner siebenköpfigen Crew abzuwenden, war die Einschätzung auf dem jetzt fortgesetzten Hearing zum Totalverlust des Schiffes vor Caithness am 23.10.1974. Statt dessen navigierte es aber möglicherweise mit Autopilot. Stuart Gale QC, Repräsentant des Designers der "Trident", sagte, er könne nicht über den Umgang mit der "Trident" an ihrem letzten Tag spekulieren, doch seiner Meinung nach wäre eine manuelle Steuerung an diesem Tag bei den herrschenden Seebedingungen angemessen gewesen. Das Schiff kämpfte mit 15 Fuß hohen Wellen in schwerem Sturm, bevor es unterging. Ein Rudergänger würde mehr Gefühl für das Schiff und seiner Bewegungen haben, schätzte der Experte ein. Er könne schneller auf Unvorhergesehenes reagieren als ein Autopilot. Ob dieser tatsächlich aktiviert war, ist aber unbekannt, denn als das Wrack untersucht wurde, war das Ruderhaus zu schwer beschädigt, um dies zweifelsfrei feststellen zu können. Die Untersuchung in Aberdeen wird fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2010

HMAS "Adelaide" vor letzter Reise

Sydney, New South Wales / Australien, 23.03.10 - Die letzte Fahrt der australischen Fregatte HMAS "Adelaide", 4100 ts, rückt näher. Das Schiff, das dem Bundesstaat New South Wales 2007 vom Verteidigungsminister gespendet wurde, wird am 27.3. vor Avoca Beach als künstliches Riff versenkt werden. Binnen dreier Jahrzehnte spielte das Schiff eine Rolle im Golfkrieg und bei friedenserhaltenden Operationen in Ost-Timor. Einige Protestler hatten sich noch am 22.3. in Gosford versammelt, weil sie eine Wassergefährdung durch PCB und giftige Anstriche befürchten. Die No Ship Action Group und das Environmental Defender's Office richteten einen Appell an den Umweltminister Peter Garrett, doch dieser bestätigte, das Schiff sei sorgfältig gereinigt und präpariert worden, und unabhängige Tests hätten keinerlei PCB-Rückstände bescheinigt. Auch seien nie bleihaltige Farben auf dem Schiff verwendet worden. "Sie war das PinuUp-Schiff der Navy. Sie können den Experten glauben", sagte er Journalisten bei einem Vor-Ort-Termin auf HMAS "Adelaide" am 22.3. in Sydney. Von hier beginnt am 25.3. die letzte Schleppreise. Die Polizei von New South Wales warnte bereits, das jeder, der versuche, die Versenkung zu behindern, verhaftet und bestraft würde. Um die Fregatte wird eine Sperrzone von einem Kilometer eingerichtet.
Das 138,1 Meter lange Wrack soll eine Touristenattraktion an der Central Coast werden. Die Versenkungsstelle liegt günstig zu Sydney und stellt mit einem Untergrund mit Sand und Fels eine solide Basis für das Schiff dar. Es gibt bereits fünf vergleichbare Marinewracks vor Australiens Küste, doch dies wird das erste vor New South Wales sein. HMAS "Brisbane" hat bereits ein vielfältiges marines Leben hervorgebracht, seit sie 2005 vor Mooloolaba in Brisbane versenkt wurde. Am Wrack wurden über 94 Fischsorten nachgewiesen.
Wenn die "Adelaide" am 27.3. um 10.30 Uhr ihre letzte Rolle als Habitat 1,4 Kilometer südlich des Skillion bei Terrigal bzw. 1,8 Kilometer vor Avoca Beach in 32 Metern Tiefe ansteuert, werden 50000 Zuschauer erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2010

Feuer auf holländischem Tankschiff

Hoek van Holland, Provinz Südholland / Niederlande, 22.03.10 - Am Morgen des 22.3. geriet das holländische Tankschiff "Stern", 33 ts (EU-Nr. 3011690) auf dem Nieuwe Waterweg in Brand. Das Feuer in den Aufbauten wurde erfolgreich durch mehrere Fahrzeuge der Polizei und das Rettungsboot "Jeanine Parqui" aus Hoek van Holland, das zufällig unterwegs zur De Haas Werft in Maassluis war, bekämpft.
Die "Stern" entstand 1959 bei De Hoop, Schiedam, als "Esso Nederland 108" für die Esso Nederland BV in Den Haag. Sie ist 18,18 Meter lang, 3,57 Meter breit und hat einen Tiefgang von 1,31 Metern. Als " Stern" ist sie derzeit im Dienst des Ölhandels P. de Lege en Zn. BV in Terneuzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2010

Mastbruch beim Clipper Round the World Yacht Race löste internationalen Rettungseinsatz aus
- Auch Trawler im Sturm vermisst -

Coast Guard Anchorage, Alaska / USA, 22.03.10 - Beim Clipper Round the World Yacht Race wurde die 66 Fuß lange amerikanische Yacht "California" im Pazifiksturm entmastet. Die Falmouth Coastguard empfing am 21.3. gegen 16 Uhr ein Signal des aktivierten EPIRB der Yacht. Versuche, direkten Kontakt aufzunehmen, verliefen aber erfolglos. Das Boot war offenkundig bei über 50 Knoten Wind und 20 Fuß Wellenhöhe in Schwierigkeiten. Die US Coastguard in Alaska ließ um 14 Uhr eine HC 130 Hercules aus Kodiak, der es gegen 19 Uhr gelang, das Boot 800 Meilen nordwestlich der Midway Islands zu lokalisieren und mit einem über dem Boot abgeworfenen Funkgerät über VHF Kontakt aufzunehmen. Der Skipper bestätigte, dass die Yacht ihren Mast verloren hatte, der Rumpf aber unbeschädigt geblieben war und man nun mit Motorkraft nach San Francisco unterwegs sei. Ein Mann der insgesamt 42-köpfigen Crew hatte Kopfverletzungen erlitten. Die Yachten "Jamaica Lightning Bolt", "Uniquely Singapore", "Spirit of Australia" und "Hull & Humber" wurden ebenso wie ein Handelsschiff gebeten, auf die "California" zuzuhalten. Das Boot sei unter Kontrolle, sagte der Skipper, und man habe ein kleines Segel gesetzt. Von Zeit zu Zeit komme eine Welle in einem unerwarteten Winkel und schlage in den Rumpf, wodurch der Bug sehr hart gegen den Wind drehe. Unter Deck fliege alles, was nicht verankert und verstaut sei, durch das Boot. Alle an Bord seien durchnässt und kalt. Die Integrität des Bootes stehe aber nicht in Frage.
Nachdem die Sachlage soweit festgestellt war, wurde die Hercules zu einem anderen Einsatz vor den Midway Island geschickt, um nach einem Auftanken die Suche nach dem vermissten taiwanesischen Kutter "Sheng I Tsai 166" aufzunehmen. Nach einer ersten erfolglosen Suche landete die Hercules in Midway, wo die Crew pausierte, um anschließend die Einsatzflüge für die "Sheng I Tsai 166" und die "California" fortzusetzen.
Das Clipper 09-10 Race startete am 13.9.2009 auf dem Humber in Nordengland, wo es am 17.7.2010 auch enden wird.

Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2010

Savannah-River nach Ölunfall der "Liberty" wieder für den Verkehr frei
Update vom 22.03.10

Savannah, Georgia / USA, 22.03.10 - Nach der Havarie der "Liberty" der American Roll-on Roll-off Carrier LLC hat die Coast Guard den Savannah River nahe des Ocean Terminal am 22.3. gegen 13.30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. Um die Reinigungsarbeiten nicht u behindern, muss aber die Geschwindigkeit in dem Bereich von Elba Island, Galveston, bis zum Ocean Terminal reduziert werden. Eine am 22.3. gebildete Einsatzgruppe aus Coast Guard, Georgia Port Authority, Georgia Department of Natural Resources, National Park Service, O’Briens Response Management Group, Marine Spill Response Corps, und Crowley Maritime Corporation ist dabei, die Schäden des Unfalls in den Griff zu bekommen. Rund 5000 Fuß Ölschlängel wurden ausgebracht, um die weitere Verbreitung von Diesel abzuwenden. Bei einem Überwachungsflug wurde ein Ölfilm, der von der Talmadge Memorial Bridge bis zum Fort Jackson reicht, festgestellt. Es wurde versucht, mithilfe von weiteren 2200 Fuß Ölsperren sowie mehreren Skimmern so viel wie möglich des ausgelaufenen Öls aufzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2010

Kutter vor Jemen gerammt – drei Tote

Lahj / Jemen, 22.03.10 - Drei jemenitische Fischer kamen ums Leben, als ihr Kutter am 21.3. in internationalen Gewässern vor der südjemenitischen Küste der Provinz Lahj mit einem Handelsschiff kollidierte. Ein viertes Besatzungsmitglied konnte von einem anderen Kutter mit Verletzungen gerettet werden. Das Handelsschiff konnte bislang noch nicht identifiziert werden. Es handelt sich um den zweiten Unfall dieser Art binnen zwei Tagen, bei denen jemenitische Kutter Opfer von Zusammenstößen mit Handelsschiffen wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2010

"Robert E. Lee" nur noch ein rauchender Trümmerhaufen
Update vom 22.03.10

Saint Louis, Missouri / USA, 22.03.10 - Nur noch der Rumpf, starke Balken und das rote Schaufelrad am Heck waren nach dem verheerenden Brand am 21.3. von dem Flussschiff "Lt. Robert E . Lee" übrig. Das Wrack liegt an einer Werft nördlich der Downtown von St. Louis. Steve Petroff, der das Schiff 2008 in einer Auktion erstand, war am Boden zerstört. Es gebe nichts mehr zu retten, das Schiff sei ein Totalverlust, sagte er. Er hatte bereits einen Schlepper angefordert, den Raddampfer zu seinem geplanten Einsatz als schwimmendes Restaurant um den 29.3. herum nach St. Charles zu verholen. Dies hat sich nun erledigt, nachdem ein Zeuge am 21.3. um 14.45 Uhr das Feuer entdeckte. Es breitete sich dann so schnell aus, dass für das St. Louis Fire Department nichts mehr zu machen war. Derzeit wird die Ursache des Brandes untersucht. Petroff sagte, dass in den Wintermonaten Obdachlose Zugang zu dem Schiff verschafft hätten.
Im vergangenen Juli hatte der Rat von St. Charles City Council das Schiff als historische Landmarke eingestuft, ein Status, den normalerweise nur feste Gebäude mit einem Alter von mindestens 50 Jahren erhalten. Doch für den Raddampfer wurde eine Ausnahme gemacht. Dessen ungeachtet musste Petroff Reparaturen vornehmen, um den Anforderungen der Stadt zu genügen, so musste eine Treppe verbreitert werden. Die Überholung war auf eine Summe zwischen 100000 und 250000 Dollar taxiert, und Petroff wäre durch die Stadt teilweise kompensiert worden. Das Schiff hätte ein großes Potential für die Stadt dargestellt. Es hätte nahe des Frontier Park vertäut werden sollen.
Die "Lt. Robert E. Lee" wurde 1969 auf dem Rumpf eines Flussreinigungs-Fahrzeugs aus dem Jahr 1934 erbaut und war von 1970 bis zur Flut 1993 als Restaurant an der Flussfront von St. Louis verankert. 2002 wurde sie für zwei Millionen Dollar überholt und nach Kimmswick verholt, später abger geschlossen. Im Dezember 2008 erfolgte bei einer Auktion für 200000 Dollar der Zuschlag an den Unternehmer Steve Petroff.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2010

Schlepper-Crew nach Strandung durch Hubschrauber evakuiert

Cocodrie, Terrebonne Parish, Louisiana / USA, 21.03.10 - Die US Coast Guard rettete am 21.3. die vierköpfige Crew des 47 Fuß langen Schleppers "Captain Monk", der in der Terrebonne Bay, rund 12 Meilen südlich von Cocodrie, auf Grund gelaufen war. Die Küstenwache New Orleans fing um 15.30 Uhr einen Notruf auf, nach dem das Schiff am Bug Wassereinbruch habe. Sie schickte einen MH-65C Dolphin-Helikopter, der die vier abbarg und zum Houma-Terrebonne Airport flog.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2010

Kühlschiff nach missglücktem Ankermanöver gestrandet

Insel Iturup, Kurilen-Archipel / Russland, 22.03.10 - Das russische Kühlschiff "Labrador" lief am 22.3. um 2.44 Uhr in stürmischer See in der Konservnaya Bucht vor der zu den Kurilen gehörenden Insel Iturup auf Grund. Die Crew wurde evakuiert. Die Strandung ereignete sich, als nach einem Maschinenausfall versucht wurde, zu ankern. Der Frachter lag mit 10 Grad Schlagseite auf Grund, der Maschinenraum war geflutet. Nach Abflauen des Sturms sollte eine Bergung eingeleitet werden. Der Havarist hatte 17 Tonnen Bunkeröl an Bord. Bei dem Schiff handelt es sich um die einstige "Refrigerator-603", 1149 tdw (IMO-Nr.: 8225644). Sie wurde 1983 erbaut, ist in, Nakhodka registriert und wird von der Eridan Co., Ltd, Korsakov, bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2010

Historisches Wrack vor Neuseeland entdeckt

Australien / Neuseeland, 22.03.10 - Mithilfe von Sonar wurde nördlich von Neuseeland jetzt ein Wrack entdeckt, bei dem es sich um das 1904 erbaute australische Passagierschiff SS "Wimmera" der Reederei Huddart Parker handeln dürfte, das am 26.6.1918 auf eine Mine des deutschen Handelsstörers "Wolf" gelaufen und nördlich von Cape Reinga nahe der Three Kings Islands gesunken war. Als die Mine das Heck des Dampfers abriss, kamen 26 der 151 an Bord befindlichen Menschen ums Leben. Viele hatten sich in ihren Kabinen im Achterschiff befunden und keine Chance auf Entkommen gehabt. Seitdem galt das Schiff als verschollen. Die Electronic Navigation Ltd. aus Auckland versuchte nun mit einem speziellen Suchgerät, das in 90 Metern Tiefe liegende Schiff aufzufinden. Das Sonar wurde von den beiden Barkassen "Acheron" und "Zambhala" aus eingesetzt. Ein ROV dokumentierte das Wrack des Schiffes, für dessen Untergang seinerzeit der Kapitän verantwortlich gemacht worden war, weil er Instruktionen, sich nördlich des bekannten Minenfeldes zu halten, ignoriert hatte. Er war mit seinem Schiff untergegangen, nachdem er sichergestellt hatte, dass so viele Menschen wie möglich in den Booten waren. Die Minen der "Wolf" waren am 18.9.1917 bereits dem australischen 2990-Tonnen-Dampfer "Port Kembla" 20 Kilometer vor Cape Farewell auf der Reise von Melbourne nach London nach einem Bekohlungsstopp in Wellington zum Verhängnis geworden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2010

Bulkcarrier lief auf Grund

Kaliningrad (Königsberg) / Russland, 22.03.10 - Am 21.3. lief um 16.15 Uhr der maltesische Bulkcarrier "Team Spirit", 22215 BRZ (IMO-Nr.: 8306981) an der Mündung des Kaliningrad Sea Canal auf Grund. Er war voll beladen von Rotterdam gekommen. Sechs Schleppern gelang es am 22.3. um 00.50 Uhr, das Schiff wieder flott zu machen, das dann mit eigener Kraft die Reise nach Kaliningrad fortsetzte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2010

Tanker brannte in Mezen

Mesen, Oblast Archangelsk, Nordwestrussland / Russland, 22.03.10 - Am 21.3. brach um 10.05 Uhr ein Feuer auf dem in Mezen aufgelegten Tanker "Semzha" aus. Das Schiff war unbemannt. Um 12.48 Uhr war es örtlichen Feuerwehren gelungen, den Brand zu löschen. Die Aufbauten des Aufliegers wurden aber durch den Brand zerstört. Der Tanker gehört der Mezen Sea Port Administration.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2010

Reparatur der "Ecostar G.O." abgeschlossen
Update vom 11.03.10

Oxelösund, Provinz Södermanlands län / Schweden, 22.03.10 - Am 21.3. wurde die Reparatur des unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarriers "Ecostar G.O." (IMO: 9386421) in Oxelösund abgeschlossen. Die Schlepper "Björn", "Bonden" und "St. Olof" zogen das Schiff am Abend von dem Kohlekai weg, und wenig später ging es auf die Reise nach Ventspils. Arbeiter der Götaverken in Göteborg hatten in rund 10 Tagen eine 10,5 Tonnen schwere Stahlplatte von 14 x 6 Metern auf das Loch geschweißt, das die Fähre "Global Carrier" in die Steuerbordseite gerissen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2010

Raddampfer durch Feuer zerstört

Saint Louis, Missouri / USA, 22.03.10 - Der Raddampfer "Lt. Robert E. Lee", der als schwimmendes Restaurant in den 1970ern an der Flussfront von St. Louis gedient hatte, wurde am 21.3. in einer Werft nördlich von Downtown ein Raub der Flammen. Als das auf dem Mississippi River an den Beelman River Terminals liegende Schiff gegen 15 Uhr in Brand geriet, war niemand an Bord. Als die Feuerwehr eintraf, brannte es bereits lichterloh. Die Brandbekämpfung verzögerte sich durch zwei nicht nutzbare Hydranten. Die Rauchsäule war meilenweit zu sehen. Gegen 16 Uhr wurde der Brand schwächer. Die drei Decks des Schiffes waren zu dieser Zeit aber bereits eingestürzt. Lediglich das große rote Schaufelrad am Heck hatte die Feuersbrunst überstanden.
Die "Lt. Robert E. Lee" war 1968 aus dem Rumpf eines Flussreinigungsschiffes aus den 1930ern erbaut worden. 1993 schloss es seine Pforten und war seither nur für kurze Einsätze wieder aktiv, ehe sie 2004 nach Kimmswick kam. 2006 stellte sie auch dort den Betrieb ein und wurde nach St. Louis zurückgeschleppt, wo sie 2008 auktioniert wurde. Der Eigentümer erhielt von der Stadtverwaltung St. Charles City einen Liegeplatz und eine Finanzierung, das Schiff nach einer Überholung im Herbst als Attraktion auf den Missouri River zu bringen. Nun ist das ausgebrannte Wrack nur noch ein Fall für den Abwracker.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2010

Schiffbruch vor Risvær

Svolvær, Vågan Kommune, Provinz (Fylke) Nordland, Lofoten / Norwegen, 21.03.10 - Das Rettungsboot "Kaptein Skaugen" aus Svolvær barg in Zusammenarbeit mit der norwegischen Küstenwache am Nachmittag des 21.3. die von dort gekommene und vor Risvær gekenterte "Viknes 770". Die Besatzung hatte sich um 13.20 Uhr nach einem Wassereinbruch in einem Schlauchboot auf eine Schäre retten können. Die drei Männer aus Tromsø wurden von dem Küstenwachboot "Heimdal" aufgenommen und kehrten mit einer Fähre in ihre Heimatstadt zurück . Ihr sieben Meter langes Schiff wurde nach Puntslet gezogen. Die "Heimdal" und "Kaptein Skaugen" nahmen es in ihre Mitte und richteten es auf. Danach konnte es gelenzt und von einem Mobilkran an Land gesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2010

Autofrachter von Stahlträger aufgeschlitzt

Savannah, Georgia / USA, 21.03.10 - Am 21.03. wurde der amerikanische Roro-Frachter "Liberty", 51858 BRZ (IMO-Nr.: 8320779) beim Ablegen vom GPA Ocean Terminal in Savannah im Tankbereich aufgerissen. Rund 6500 Gallonen Öl flossen aus und trieben den Savannah River abwärts in Richtung Tybee und weiter zum Atlantik. Offenbar hatte ein T-Träger den Rumpf auf ein bis drei Inch Länge durchschlagen. Das Schiff wurde am Kai von Ölschlängeln umgeben. Vertreter der Georgia Department of Natural Resources' Environmental Protection Division untersuchten die Luftqualität und stellten fest, dass von dem Ölgeruch keine Gesundheitsgefahr ausging. Der Fluss allerdings musste für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Dies betraf auch das auslaufbereite Ausflugsschiff "River Queen Savannah", dessen hundert Fahrgäste wieder von Bord mussten. Nachdem eine provisorische Abdichtung auf dem Leck angebracht war, konnte der Ölaustritt reduziert werden. Bis zu 65000 Gallonen könnten ungünstigenfalls aus dem beschädigten Bereich auslaufen. Die Coast Guard Air Station Savannah überwachte die Ölverschmutzung aus der Luft.
Der 199 Meter lange Autotransporter "Liberty" wurde 1985 erbaut und lief bis 2003 als "Faust" unter schwedischer Flagge.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2010

Marner Frachter trieb vor Frankreich

Brest, Region Bretagne, Département Finistère / Frankreich, 19.03.10 - Am 18.3. erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Kruckau", 2452 BRZ (IMO-Nr.: 9199141) 28 Meilen südlich von Ushant auf der Reise von England nach Bilbao Maschinenausfall. Zunächst hatte der Kapitän gehofft, dass der Schaden von der Crew würde repariert werden können, doch am 19.3. um 14.30 Uhr erbat er angesichts einer erwarteten Wetterverschlechterung die Hilfe des Bergungsschleppers "Abeille Bourbon", der unverzüglich aus Camaret auslief und während der Abendstunden begann, den 50 Kilometer südöstlich der Ile d’Ouessant treibenden Havaristen nach Brest zu ziehen. Die "Kruckau" ist 87,90 Meter lang und wurde 2003 erbaut. Sie gehört zur Flotte der Marner Reederei Strahlmann.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2010

Russisches Überwachungsschiff in Seenot

Moskau / Russland, 21.03.10 - Das Überwachungsschiff "Pribaltika" der russischen Pazifikflotte mit 170 Mann Besatzung geriet im Japanischen Meer in Seenot, nachdem am Vormittag des 21.3. ein Leck im Maschinenraum aufgetreten und die Maschine ausgefallen war. Der U-Boot-Jäger "Admiral Winogradow" wurde in die Region entsandt, um die "Pribaltika", die in Richtung der japanischen Insel Tsushima driftete, auf den Haken zu nehmen. Die "Pribaltika" musste in der Koreastraße (zwischen dem Ostchinesischen und dem Japanischen Meer) vor Anker gehen. Später gelang es der Besatzung der "Pribaltika" aber, die Maschine wieder anzufahren, und sie setzte ihre Fahrt fort. Das Fernmeldeschiff SSV-80 "Pribaltika" dient der Radarüberwachung, verfolgt Raketen und dient der Weiterleitung von Funksprüchen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2010

"Sundown" erhielt von der Coast Guard Hilfe

Neah Bay, Clallam County, Bundesstaat Washington / USA, 21.03.10 - Die US Coast Guard kam am 21.3. nahe Neah Bay, Washington, dem 40 Fuß langen Kutter "Sundown" zu Hilfe. Das Schiff hatte am 20.3. um 23.35 Uhr Wassereinbruch gemeldet. Bevor die Küstenwache vor Ort war, assistierte der Kutter "Vicious Fisher" der Crew der "Sundown". Ein HH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station Port Angeles sowie zwei 47-Fuß-Boote der Coast Guard Station Neah Bay hatten sich auf den Weg gemacht. Fünf Pumpen wurden auf den Havaristen übergesetzt, der nur von dem Kapitän und einem Seenotretter besetzt wurde. Die "Vicious Fisher" nahm die "Sundown" Richtung Neah Bay auf den Haken, die Rettungsboote folgten dem Schleppzug.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2010

Erfolgreicher Lift von der "Global Lift 9"

Patterson, St. Mary Parish, Louisiana / USA, 21.03.10 - Die US Coast Guard rettete drei Personen von der "Global Lift 9", die am 20.3. gegen 23.30 Uhr gemeldet hatte, dass sie in acht Fuß hohen Seen im Golf von Mexiko südlich der Atchafalaya Bay in Seenot sei. Die Küstenwache in New Orleans schickte einen MH-65C Dolphin Helikopter, der die Schiffbrüchigen abbarg und zum Harry P. Williams Airport in Patterson, La. flog. Die Eigner der "Global Lift 9" wollten am 21.3. versuchen, ihr verlassen in der See treibendes Schiff zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2010

Große-Seen-Frachter drohte im Eis auf Grund zu treiben

Port Huron, St. Clair County, Michigan / USA, 21.03.10 - Der Große-Seen-Frachter "Alpena", 8018 BRZ (IMO-Nr.: 5206362) fuhr sich am Morgen des 20.3. gegen 9.30 Uhr nahe der Blue Water Bridge in Port Huron im Eis fest. Zwei Stunden später gelang es den Schleppern "Manitou" der Malcolm Marine in St. Clair, und "Salvor" der McKeil Marine in Hamilton, Ontario, das im Eis eingeschlossen auf die Küste zutreibende Schiff wieder zu befreien. Die "Alpena" war mit einer Ladung Zement unterwegs nach Detroit und lief danach langsam den St. Clair River hinauf. Um 12.35 Uhr passierte sie Vanatage Point.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2010

Schleppzug rammte Brücke

Saint Louis, Missouri / USA, 21.03.10 - Am 20.3. gegen 18.10 Uhr kollidierte der 120 Fuß lange Schlepper "Billy Waxler" mit 12 Bargen mit der Florence Bridge in St. Louis. Die Florence Bridge wurde den gesamten Tag für den Verkehr gesperrt, ebenso wie eine halbe Meile des Flusses. Am Beton war einiger Schaden entstanden. Eine mit Getreide beladene Barge, die der Schlepper transportiert hatte und gegen den Brückenpfeiler geschlagen war, konnte im Laufe des Tages weitgehend geleichtert werden. Drei Tanks der Barge waren aufgerissen und die Hopperbox geflutet worden. Acht weitere Bargen hatten sich losgerissen und trieben zeitweilig flussabwärts. Alle wurden unversehrt geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2010

Zwei Bulker nach Kollision außer Gefecht
Update vom 20.03.10

Istanbul / Türkei, 20.03.10 - Am 20.3. lagen vor dem Hafen von Istanbul die beiden Bulkcarrier "Giant Pescadores" (IMO-Nr.: 9165190) und "Bora" (IMO-Nr.: 7724368) vor Anker, die wegen eines technischen Schadens auf der "Pescadores" im Bosporus kollidiert und erheblich beschädigt worden waren. Die "Bora" war der aufgestoppten "Giant Pescadores" ins backbordseitige Achterschiff gelaufen. Dabei wurden die Aufbauten und der Rumpf beschädigt, die "Bora" erlitt Schäden am Schanzkleid, und ihr Wulstbug wurde aufgerissen. Außerdem war der Rumpf an Steuerbord in Mitleidenschaft gezogen. Experten waren nun damit beschäftigt, das Ausmaß des Schadens abzuschätzen. Die "Bora" hatte außerdem noch den Kai von Rumeli Hizar gerammt, der ebenfalls massiv in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die 16-köpfige Crew der "Giant Piscadores" sowie die 19 Ukrainer auf der "Bora" blieben unversehrt.
Die "Giant Pescadores" war unterwegs von Gibraltar nach Dneprobugsky gewesen. Das 71,671 Tonnen verdrängende Schiff wurde 1998 erbaut und läuft für die Shih Wei Navigation Co. Ltd. Taiwan. Die "Bora" verdrängt 9261 Tonnen, wurde 1980, erbaut und läuft für die International Shipping Group & Trading Ltd. Istanbul.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2010

Trawler sank im Sturm vor Bømlo

Haugesund, Provinz (fylke) Rogaland / Norwegen, 20.03.10 - Der 24 Meter lange Trawler "Monica" 231 BRZ (IMO-Nr.: 257585600) aus Regefjord kenterte von Hanstholm kommend am 19.3. gegen Mitternacht westlich von der Insel Bømlo. Gegen 23.10 Uhr hatte die dreiköpfige Crew Rogaland Radio gemeldet, dass das Schiff Schlagseite habe und umzuschlagen drohte. Als ein Seaking-Hubschrauber die Position erreichte, war dies schon geschehen und die Crew in eine Rettungsinsel gegangen. Der SAR-Hubschrauber hatte im herrschenden Sturm Probleme, deshalb barg die "Polaris" die Schiffbrüchigen und brachte sie nach Haugesund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2010

Kollision vor Istanbul

Istanbul / Türkei, 20.03.10 - Am 19.3. um 22.13 Uhr wurde der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Giant Pescadores", 71671 tdw (IMO-Nr.: 9165190), manövrierunfähig, als er den Bosporus von Gibraltar kommend in Richtung Ukraine passierte. Der dichtauf folgende, unter Belize-Flagge laufende Bulker "Bora", 9261 tdw (IMO-Nr. 7724368, ex: SAMBOR, LOA: 119.63 Meter, Baujahr 1980), konnte nicht mehr rechtzeitig aufstoppen und lief dem 224 Meter langen Vorausfahrer ins Heck. Sie strandete anschließend vor Rumeli Hisar. Das Vessel Traffic Center Istambul sandte die Rettungsboote "Kurtarma 1", "Kurtarma 3" und "Kurtarma 5" sowie die Schlepper "Kiyi Emniyeti 5" und "Kiyi Emniyeti 10". Die "Giant Pescadores" wurde vor Anker gelegt, die "Bora" freigeschleppt. Beide Schiffe erlitten Schäden am Rumpf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2010

Frachter trieb im Sturm hilflos vor Orkneys

Kirkwall, Insel Mainland, Orkney, Schottland / UK, 19.03.10 - Die Shetland Coastguard wurde am frühen Morgen des 19.3. alarmiert, weil der unter Barbados-Flagge laufende Frachter "Wilson Dover", 2480 BRZ (IMO-Nr.: 9005754 ) nach dem Auftreten mechanischer Probleme Schwierigkeiten mit der Ruderanlage entwickelte. Das Schiff stand 40 Meilen nordnordwestlich der Orkneys. Es versuchte, mithilfe des Bugstrahlruders den Bug gegen die See zu halten. Das Wetter verschlechterte sich bei Nordweststurm von 9 Bf und bis zu acht Meter hohen Wellen weiter. Der Küstenwachschlepper "Anglian Sovereign" wurde zu dem 45 Meilen nordöstlich von Cape Wrath treibenden Havaristen geschickt. Ein erster Versuch, den Havaristen auf den Haken zu nehmen, scheiterte. Im Laufe des Tages gelang es aber doch, eine Schlepperverbindung herzustellen und mit langsamer Fahrt Kurs auf Kirkwall zu nehmen. Die "Wilson Dover" hatte eine Ladung Dünger aus Rotterdam an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2010

Zwei deutsche Segler nach telefonischem Notruf aus Rettungsinsel geborgen

Oliva, Region Valencia, Costa del Azahar / Spanien, 19.03.10 - Zwei deutsche Segler sind 14 Stunden nach dem Untergang ihres Bootes aus dem Mittelmeer gerettet worden. Das Paar konnte rechtzeitig ein Rettungsfloß ins Wasser lassen und sich in Sicherheit bringen . Dann riefen die Deutschen per Handy einen Bekannten in Cartagena (Spanien) an, der die Rettungsdienste alarmierte. Eine britische Yacht konnte die Schiffbrüchigen bergen und in den Hafen von Oliva bringen. Weshalb ihr Boot sank, ist noch nicht bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2010

Explosion und Feuer auf Bulkcarrier

Straße von Gibraltar, 19.03.10 - Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Theodore JR", 11364 BRZ (IMO-Nr.: 8312629, Baujahr 1983), kam es beim Transit der Straße von Gibraltar auf der Reise von Tema nach Ceuta am 19.3. zu einer Explosion mit anschließendem Brand. Die Schlepper "Med Fos", "Sucar Doce", "Sertosa Dieciseis", "Luz de Mar" und "President Hubert" kamen dem 147,90 Meter langen Havaristen zu Hilfe. Die Crew wurde evakuiert, der Brand gegen 22 Uhr gelöscht. Das Schiff hatte Phosphat geladen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2010

Ein Fischer bei Kutterkenterung ertrunken

Panama City, Florida / USA, 19.03.10 - Am 19.3. gegen drei Uhr kenterte ein 28 Fuß langer Shrimp-Kutter in der St. Andrew Bay unweit der Sun Harbor Marina. Um sieben Uhr morgens barg der Schlepper "Margaret" einen der beiden Fischer, der sich an einen Eiskühler klammerte, der an der Seite des Bootes aufgetrieben war. Er wurde von einem 25-Fuß-Boot der Küstenwache aus Panama City ins Gulf Coast Medical Center gebracht. Der Körper des zweiten Mannes wurde 12 Stunden nach der Kenterung auf Bird Island angetrieben.
Das Unglück ereignete sich beim Herausziehen der Netze gegen drei Uhr Morgens, als diese sich in einer Krabbenbox am Meeresgrund verfingen. Beim Versuch, durch Fahrmanöver freizukommen, kenterte der Kutter so schnell, dass beide Männer keine Zeit mehr hatten, eine Rettungsweste zu ergreifen. Der Überlebende verlor den Kameraden aus der Sicht, als diese auf die Kühler zuschwammen. Die Suche durch den Helikopter aus Chitwood, Boote und Taucher im 18 Fuß tiefen Wasser zwischen dem Bird Island-Gebiet bis zum St. Andrew Pass verlief ergebnislos. Gegen 15 Uhr dann wurde die Leiche des aus Lynn Haven stammenden Mannes entdeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2010

Wrack der "Princess Kathleen" untersucht
Update vom 09.03.10

Juneau, Alaska / USA, 19.03.10 - Gute Tauchbedingungen ließen in dieser Woche mehrere Abstiege zum Wrack von SS "Princess Kathleen" vor Point Lena zu. Die U.S. Coast Guard und das State Department of Environmental Conservation wollen nun die Beobachtungen auswerten und u.a. mithilfe der Videobilder ein Computer-generiertes Modell des Schiffes und seiner Tanks erstellen. Seit Anfang März war ein Team von Global Divers an der letzte Ruhestätte der 1952 gesunkenen Fähre. Nach einigen wetterbedingten Verzögerungen gelang es den Tauchern inzwischen, das Wrack intensiv zu begutachten. Global Divers sind in Seattle ansässig und haben eine Zweigstelle in Anchorage. Die Taucher fanden heraus, dass Öl durch Nietstellen des Rumpfes dringt und aus Rohren im Maschinenraum als erdnussbutterartige Masse hervorquillt. Es sammelt sich unter der Decke des oberen Decks, von wo geringe Mengen als Ölfilm an die Wasseroberfläche gelangen. Im Kesselraum schauten sich die Taucher um in Hinblick auf die Lage der Tanks. Diese sollen mit Ultraschall auf ihre Stärke geprüft werden. Wenn sie stark korrodiert sind, sollen sie angebohrt und entleert werden. Es könnten noch 155000 Gallonen Öl darin sein. Der Rumpf scheint intakt zu sein, doch die Aufbauten sind zusammengebrochen und mit Entenmuscheln bewachsen. Die Kosten der Operation werden vom Oil Spill Liability Trust Fund getragen, der im Rahmen des Oil Pollution Act nach der Havarie der "Exxon Valdez" gegründet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2010

Großfeuer auf amerikanischem Trawler

Unalaska-Dutch Harbor, Aleuten, Alaska / USA, 19.03.10 - Auf dem amerikanischen Trawler "American Dynasty" (IMO-Nr.: 951307) kam es am 10.3. 50 Meilen nordwestlich der Cold Bay zu einem Brand, der drei Stunden in der Maschine wütete. An Bord waren 137 Mann Besatzung. Drei Löschgruppen gelang es schließlich, der Feuersbrunst an Bord des 286 Fuß langen, von Seattle aus operierenden Trawlers Herr zu werden. Die Coast Guard in - Juneau schickte eine HC-130 Hercules aus Anchorage, zwei MH-60 Jayhawk Helikopter aus St. Paul sowie einen HH-65 Dolphin-Helikopter aus Cold Bay ebenso wie die Küstenwachschiffe "Munro" und "Alex Haley". Als das Feuer als gelöscht gemeldet wurde, konnten die Rettungseinheiten bis auf die "Munro" aus Kodiak wieder zurückkehren. Diese eskortierte die "American Dynasty" nach Dutch Harbor, wo sie so weit wiederhergestellt wird, dass sie nach Seattle zur endgültigen Reparatur weiterreisen darf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2010

Feuer auf Schrottschiff

Hartlepool, Region North East England / UK, 18.03.10 - Acht Feuerlöschfahrzeuge wurden am 18.3. zu Able UK in Seaton Port geschickt, nachdem auf einem der "Geisterschiffe", die dort abgebrochen werden, der USS "Caloosahatchee", ein Feuer ausgebrochen war. Es war gegen 14 Uhr im Kielberiech des Schiffes der einstigen American National Reserve Fleet im Trockendock von Able Seaton Port entstanden. Bereits um 15.30 Uhr wurde die Anzahl der Löschfahrzeuge auf fünf reduziert, und gegen 17 Uhr waren noch zwei Pumpen vor Ort. Der Brand sollte von selbst erlöschen. Die Wehren blieben auf Standby. Am selben Tag war gerade bekannt geworden, dass das Feuer auf der "Clemenceau", dem französischen Flugzeugträger, der ebenfalls dort verschrottet wird, am 5.2. durch menschliches Versagen entstanden war. Schweißarbeiten waren in der Nähe brennbarer Gegenstände durchgeführt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2010

Skipper über Nacht verschwunden

Insel Nantucket, Massachusetts / USA, 19.03.10 - In der Nacht zum 19.3. suchte die US Coast Guard nach dem Skipper des 23 Fuß langen Motorbootes "Katie B", das am 18.3. auf Steps Beach gestrandet war. Die Familie hatte ihn zuletzt am 17.3. um 21.15 Uhr gesehen, als er unter Deck ging, nachdem das Schiff von Hyannis nach Nantucket ausgelaufen war. Als die beiden am Morgen des 18.3. erwachten, war das Boot auf Nantucket gestrandet und der Skipper, der Eigentümer von Hemingwayscapes Landscaping ist, verschwunden. Die Coast Guard Station Brant Point auf Nantucket leitete eine Suchaktion ein. Zwei Helikopter, mehrere Boote, ein Flugzeug, ein 110-Fuß-Küstenwachschiff sowie ein 87 Fuß langes Patroullienboot waren zwischen den Küstenwachstationen Woods Hole und Chatham Coast Guard im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.03.2010

Trawler trieb vor Rørvik in der See

Rørvik, Provinz (Fylke) Nord-Trøndelag, Norwegen, 18.03.10 - Der 26 Meter lange norwegische Trawler "Benjaco" (MMSI-No. 257809500 ), erlitt am 17.3. gegen 2 Uhr morgens vor Rørvik Maschinenausfall und musste, südlich von Bessaker in der See treibend, das Rettungsboot "Harald V" um Assistenz bitten. Dieses erreichte den Havaristen gegen vier Uhr und nahm ihn auf den Haken. Um 10.30 Uhr erreichte der Schleppzug zu einem kurzen Stopp Rørvik, ehe die Reise nach Kolvereid weiter ging, wo der Trawler um 15 Uhr auf einen Slip zur Reparatur gezogen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.03.2010

Mangelnde Kommandostrukturen verursachten Beinah-Verlust der "Endurance"

Portsmouth, Grafschaft Hampshire, England / UK, 18.03.10 - Ein Untersuchungsbericht des britischen Verteidigungsministeriums zur Havarie des Eispatroullienschiffes HMS "Endurance" wies jetzt nach, dass das Schiff 2008 kurz vor dem Totalverlust gestanden hatte, nachdem der Maschinenraum geflutet war. 15 Zivilisten waren im vorvergangenen Jahr von dem in Portsmouth stationierten Schiff in der Magellanstraße von chilenischen Hubschraubern aus der Luft abgeborgen worden. Schuld an der gefährlichen Lage waren u.a. mangelndes Training, unzureichende Besatzungsstärke und mangelhafte Ausrüstung.
Der Wassereinbruch erfolgte, als ein Ventil sich plötzlich öffnete, weil Teile falsch daran befestigt waren. Das Schiff begann 25 Grad zu rollen, und es wurde begonnen, durch den Wassereinbruch ausgelöste weitere Flutungen unter Kontrolle zu bekommen. Als das Schiff in flaches Wasser abtrieb, wurde der Anker ausgebracht. Dann konnte der Havarist nach Punta Arenas abgeschleppt werden. Hätte der Anker nicht gehalten, dann wäre das Schiff wohl gestrandet. Einer der Hauptfehler war, den Effekt der sich kumulierenden Risiken nicht richtig eingeschätzt zu haben, hieß es in dem Bericht. Bereits in den acht Wochen zuvor hatte es zweimal Wassereinbruch im Maschinenraum gegeben. Es gab aber kein Risikomanagement mit klar verteilten Verantwortlichkeiten und einer funktionierenden Kommandokette. Der Commander in Chief, Flottenadmiral Sir Trevor Soar, akzeptierte die 22 Empfehlungen des Berichtes in vollem Umfang. Die Royal Navy habe ihre Lektion aus dem Vorfall gelernt. Die "Endurance" liegt derzeit weiter in Portsmouth, und es ist noch keine Entscheidung über ihre Reparatur gefallen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.03.2010

Dreimast-Expeditionsyacht gestrandet – 24 Personen gerettet

Puerto Ayora, Insel Santa Cruz, Galapagosinseln / Ecuador, 18.03.10 - Die ecuadorianische Charteryacht "Alta", 254 tdw (IMO-Nr.: 5327312) strandete am Abend des 17.3. vor den Galapagos Islands. Beim gescheiterten Versuch, nach Puerto Ayora einzulaufen, kam die Dreimastketsch um 20.30 Uhr auf einem Riff vor der kleinen Insel Camaño gegenüber von Santa Cruz Island fest und schlug leck. Die Marine von Ecuador sowie Personal des Galapagos National Park kamen den 16 kanadischen Passagieren und der achtköpfigen Besatzung zu Hilfe. Sie wurden unversehrt nach Puerto Ayora gebracht und dort in Hotels einquartiert. Später sollten sie ihre achttägige Reise durch die Inselarchipel auf anderen Schiffen der Quasar Nautica S.A. fortsetzen. Nächste Ziele waren die Charles Darwin Station und die Santa Cruz Highlands. Diejenigen, die ihre persönlichen Papiere verloren hatten, sollten am 22.3. in Quinto neue ausgehändigt bekommen.
Währenddessen legte sich die "Alta" in der Brandung auf die Steuerbordseite, und die hochgehende See verhinderte ein Abpumpen der 3500 Gallonen Öl in den Tanks, die insgesamt die doppelte Menge fassen, ebenso wie eine Bergungsoperation. Bislang wurde aber kein Ölaustritt an dem Schiff beobachtet. Ein Team von Rangern überwachte das nahe einer Seelöwenkolonie liegende Wrack mit einem Motorboot, um mögliche Umweltschäden unverzüglich zu erkennen. Die "Alta" ist ein 1956 im norwegischen Titleness erbauter, einstiger Trawler, der 16 Passagiere transportieren kann und von der in Florida ansässigen Quasar Nautica S.A. vermarktet wird. Er ist 46 Meter lang und 6,8 Meter breit bei 3,4 Metern Tiefgang. Neben der "Alta" betreibt die Reederei noch die Expeditionsyachten "Evolution", "Lammer Law", "Parranda" und "Mistral".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.03.2010

Bulker hat Risse im Rumpf

Port-Cartier, Region Côte-Nord, Ost-Québec / Kanada, 18.03.10 - Am 17.3. wurden im Rumpf des maltesischen Bulkcarriers "Midjur", 13834 BRZ (IMO-Nr.: 9015656), Risse festgestellt. Das 169 Meter lange Schiff lag im kanadischen Hafen Port Cartier, in dem es vom Ghent kommend festgemacht hatte. Bis zu einer Reparatur wurde ein Auslaufverbot verfügt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.03.2010

Wassereinbruch in Wassertank

Sept-Îles (Seven Islands), Region Côte-Nord, Ost-Québec / Kanada, 18.03.10 - Am 17.3. erlitt der chinesische Bulkcarrier "Federal Venture", 21469 BRZ (IMO-Nr. 8806852, Baujahr 1989) Wassereinbruch in einem Ballastwassertank. Das 176 Meter lange Schiff steuerte Seven Islands an, die Situation war unter Kontrolle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.03.2010

Dampfschlepper im Eis gesunken

Mikkeli, Region Savo / Finnland, 18.03.10 - Der finnische Dampfschlepper "Heikki Peuranen" sank am 12.3. an seinem Liegeplatz im vereisten Heimathafen Mikkeli. Nur noch die Aufbauten und das Vorschiff des Veteranen ragten noch aus dem Eis. Das Schiff war als "P 25" der russischen Marine bereits 1897 bei Gallenin Konepaja in Vyborg erbaut worden.
1917 kam es nach Finnland und war seither auf dem Saimaa-See im Einsatz für die Firma Enso-Gutzeit Oy, Savonlinna. Es ist 23,07 Meter lang, 5,23 Meter breit und hat 2,7 Meter Tiefgang.
Bereits am 25.6.2005 sank der Schlepper einmal auf dem Weg von der Insel Peuhkuri nach Puumala’s Sahalahti. An Steuerbord war die Barge "Enea" mit Feuerholz beladen festgemacht. Nach dem Auslaufen war Kurs auf die Nordseite von Peuhkuri genommen worden. Doch statt die Insel sicher zu passieren, lief der Schlepper auf einem Felsen und lief rasch durch offene Kabinentüren voll, nachdem der Bug abgesunken war. Einige Wochen später wurde das Wrack gehoben und repariert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.03.2010

Frachter ging mit Wassereinbruch vor Anker

Iloilo City / Philippinen, 18.03.10 - Die 22 Besatzungsmitglieder des philippinischen Frachters "Windstar", 390 BRZ, der Matsya Shipping Corp. in Cebu versuchten ihr Schiff zu retten, nachdem es durch einen Wassereinbruch vor Naburot Island in Seenot geraten war. Es hatte mit einer Ladung von 887 Tonnen Kopra sowie zwei Fahrgästen gegen 20 Uhr des 17.3. Iliolo verlassen und am 18.3. um 12.14 Uhr 14 Grad zunehmende Schlagseite gemeldet. Es ging schließlich 1,3 Meilen südwestlich von Naburot Island in Nueva Valencia, Guimaras, vor Anker, machte aber weiterhin Wasser und legte sich bis zu 25 Grad nach Steuerbord über. Das philippinische Küstenwachboot "DF 311" lief zu dem Havaristen, und auch der Frachter "Formost Trader" ging auf Standby, um im Falle einer Verschlechterung der Lage eingreifen zu können. Taucher aus Cebu sollten versuchen, das Leck zu lokalisieren, und Schlepper wurden von den Eignern unter Kontrakt genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.03.2010

Wassereinbruch auf Trawler

Wladiwostok, Region Primorje / Russland, 18.03.10 - Am 16.3. gegen 10 Uhr kam es zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum des russischen Trawlers "Lazarevo", 207 tdw (IMO-Nr.: 8723024), der im Diomid-Hafen in Wladiwostok aufliegt. Der Bergungsschlepper "Lazurit" ging längsseits und lenzte das 44,88 Meter lange Schiff, das anschließend abgedichtet wurde. Das 1988 erbaute Schiff gehört der Sakhalininvestmore Co. Ltd. in Moskau.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.03.2010

Binnentanker schlug auf dem Elbe-Seitenkanal leck

Scharnebeck, Landkreis Lüneburg, Niedersachsen, 17.03.10 - Auf dem Elbe-Seitenkanal zwischen Artlenburg und dem Schiffshebewerk in Scharnebeck lief der Binnentanker "Dettmer Tank 95" (EU-Nr. 5101460) der Dettmer Reederei am Abend des 16.3. auf Grund. Das Schiff hatte in Hamburg etwa 1200 Tonnen Dieselöl gebunkert und war auf dem Weg nach Magdeburg. Im Elbe-Seitenkanal zum Schiffshebewerk fiel plötzlich die Ruderanlage des 80 Meter langen und 9 Meter breiten Tankschiffs aus. Manövrierunfähig driftete das Heck in die Böschung des Kanals und schlug leck. An die 150 Feuerwehrleute versuchten noch bis in die Nacht, das Schiff auszupumpen. Um drei Uhr nachts wurde das Schiff dann endlich durch den 16 Meter langen Schubschlepper "Dettmer Schub 125" (MMSI-Nr. 211437690) vor das Schiffshebewerk geschleppt und in den frühen Morgenstunden weiter untersucht.
Kaum hatten sich die Feuerwehren Scharnebeck, Brietlingen, Echem, Erbstorf, Artlenburg, Adendorf und Hohnstorf gegen 03:00 Uhr nach 6 Stunden Arbeit nach Hause begeben, ging es am Morgen des 17.3. um 06:00 Uhr gleich für alle Wehren weiter. Ein Trog am Schiffshebewerk in Scharnebeck drohte leer zu laufen. Die Wehren mussten verhindern dass noch mehr Wasser aus dem Trog auslief, da dies zu einem Ungleichgewicht hätte führen können, der im schlimmsten Fall die Statik des Schiffshebewerks beschädigt. Eines der Schotts ließ sich durch einen Fremdkörper nicht mehr schließen. Dadurch verlor der Trog rund 1800 Liter Wasser die Minute. Die Wehren hielten dagegen und füllten den Trog innerhalb einer Stunde mit 12 B-Rohren mit 12.000 Litern Wasser pro Minute. Im Einsatz waren etwa 150 Feuerwehrleute.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.03.2010

Baggerschiff gegen Motorboot

Savannah, Chatham County, Georgia / USA, 17.03.10 - Vier Meilen vor der Küste von Tybee Island, Georgia, kollidierte am Nachmittag des 17.3. gegen 14 Uhr das 50 Fuß lange Motorboot "Soo Debbie" mit dem 100 Meter langen Baggerschiff "Bayport" (IMO-Nr.: 8993784), auf der Reede von Tybee. Die Sea Ray "Soo Debbie" kontaktiere die Küstenwache und bat um Assistenz. Von der Air Station Savannah steig ein Helikopter auf, und die Coast Guard Station Tybee Island schickte ein kleines Boot. Die "Soo Debbie" wurde zum Westin Hotel in Savannah eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.03.2010

108 Fuß lange Yacht sank nach Kollision mit Treibgut

Coast Guard MIAMI, Florida / USA, 17.03.10 - Am Morgen des 17.3. rettete die US Coast Guard die zweiköpfige Crew der 108 Fuß langen Yacht "Sullivan Bay", die 10 Meilen südlich von Plana Cay, Bahamas, gesunken war. Ein HH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Clearwater, wurde alarmiert, nachdem das EPIRB-Signal des Schiffes aufgefangen worden war. Gegen sieben Uhr lokalisierte er eine Rettungsinsel, in der sich die beiden Segler aus Miami und Naples befanden, und winschte sie an Bord. Sie hatten am Morgen des 11.3. Long Island, Bahamas, verlassen und Kurs auf Puerto Rico genommen, als sie mit einem unbekannten Gegenstand kollidierten und ihr Schiff zu sinken begann. Die beiden Geretteten wurden in guter Verfassung nach Providenciales gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.03.2010

Yacht in letzter Minute vor dem Untergang bewahrt

San Juan / Puerto Rico, 17.03.10 - Am Nachmittag des 16.2. sicherte die Küstenwache die aufgegebene Yacht "Guaytiao" nördlich von San Juan Harbor und schleppte sie am Nachmittag ein. Der Skipper der "Guaytiao" war zuvor von einem nur teilweise mit Luft gefüllten Beiboot gerettet worden, das zwei Meilen nördlich des Hafens trieb. Er hatte sein Boot aufgegeben, nachdem es aus unbekannter Ursache Wassereinbruch erlitten hatte. Der Schlepper "Sea Breeze" hatte um 13.42 Uhr sein Mayday aufgefangen und weitergeleitet. Daraufhin lief ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Boat Station San Juan aus. Es gelang seiner Crew, die "Guaytiao", die kurz vor dem Untergang stand, zu lenzen und dann zum Club "Nautico" in San Juan zu schleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.03.2010

Frachter vor türkischer Küste gestrandet

Istanbul / Türkei, 17.03.10 - Am 16.3. lief um 22.30 Uhr der moldavische Frachter "Alisa", 1923 BRZ (IMO-Nr.: 8127335), auf Felsen von Bostanci Dilek, als er in Ballast von Istanbul nach Poti unterwegs war. Der Schlepper "Söndüren 10" sowie das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 4" wurden zur Unglücksstelle geschickt, doch am 17.3. um 6.30 Uhr kam der 80 Meter lange Frachter ohne Fremdhilfe wieder frei und warf anschließend vor Tuzla Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2010

Tanker rammte Trawler

Boulogne-sur-Mer, Département Pas-de-Calais (62), Region Nord-Pas-de-Calais / Frankreich, 17.03.10 - Am 16.3. gegen 1.40 Uhr kollidierte der 2008 erbaute, maltesische Tanker "Manas", 10.500 tdw (IMO-Nr.: 9447055) mit dem Trawler "Saint Jacques II", 153 BRZ (MMSI-Nr.: 227138700) aus Boulogne-sur-Mer am Eingang der Verkehrstrennungszone im Pas de Calais, 37 Meilen nördlich von Fecamp. Das Patroullienboot "Themis" wurde zur Unglücksstelle geschickt. Der 22,5 Meter lange, in Etaples stationierte Trawler hatte leichten Wassereinbruch im Maschinenraum, und die Aufbauten waren beschädigt, doch die sechsköpfige Crew war unversehrt. Der 132 Meter lange Tanker blieb so lange vor Ort, bis klar war, dass die Situation unter Kontrolle war, und setzte dann die Reise nach Rotterdam fort, wo er gegen 16 Uhr eintraf. Die "Saint Jacques II" nahm, eskortiert von der "Themis", Kurs auf Boulogne-sur-Mer, wo sie um 8.45 Uhr eintraf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2010

Navigationsoffizier der "Queen of the North" nach vier Jahren angeklagt

Vancouver, British Columbia / Kanada, 17.03.10 - Karl Lilgert, der Navigationsoffizier der BC Ferries-Fähre "Queen of the North", 8889 BRZ (IMO-Nr.: 0368854), die am Nordende von Vancouver Island am 22.3.2006 sank, wurde am 16.3. der strafbaren Fahrlässigkeit am Provincial Court in Vancouver angeklagt, weil er den Tod zweier Menschen verursacht haben soll. An jenem verhängnisvollen Tag war das Schiff um 12:22 Uhr an der Nordseite von Gil Island in Wright Sound auf Grund gelaufen und 80 Minuten später gesunken. 57 Passagiere und 42 Mann Crew gingen in die Boote, zwei Franzosen blieben vermisst. Lilgert war für die Navigation zum Unglückszeitpunkt zuständig. Das Schiff hatte in der Wright Passage nicht die notwendige Kursänderung vorgenommen. Wie sich herausstellte, hatte der 2. Offizier eine planmäßige Essenspause gemacht, während der nur Lilgert und seine einstige Freundin und Quartiersmeisterin Karen Bricker die Kontrolle über das Schiff innehatten. Ein Report Transportation Safety Board stellte bereits fest, dass drei qualifizierte Personen auf der Brücke hätten sein sollen.
Karl Lilgert, der nach dem Untergang wie das übrige Brückenpersonal von BC Ferries entlassen wurde, will bei der Verhandlung am 14.4. auf nicht schuldig plädieren. Ihm droht im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe.
Die Chronologie des Untergangs:
Am 21.3. lief die "Queen of the North" um 20 Uhr aus Prince Rupert mit Kurs Port Hardy aus. Neben dem Kapitän und Keven Hilton war Karen Bricker auf der Brücke. Am Ruder bat sie um Hilfe, weil sie sich mit den elektronischen Instrumenten nicht hinreichend auskannte.
Um 8.50 Uhr wurde Bricker abgelöst.
Um 21 Uhr übergab der Kapitän an Hilton und gab die Befehle für die Nacht, ehe er zu Bett ging.
Zwischen 22 und 23.50 Uhr rotieren die beiden anderen Quartiersmeister ebenso wie Hilton und der 4. Offizier Karl Lilgert. Lilgert hat zwischendurch Lunch in der Messe. Bricker, mit der er eine Liaison vor zwei Wochen beendet hatte, kehrte um 23.45 Uhr zurück. Die Fähre lief mit Autopilot.
Kurz vor Mitternacht kehrte Lilgert zurück. Es ist das erste Mal, das sie seit ihrer Trennung zusammen waren. Hilton berichtete Lilgert, es gebe keinen anderen Schiffsverkehr außer einem Kutter vier Meilen voraus. Als Lilgert übernahm, frischte der Wind auf 30 Knoten auf. Hilton holte einen Laptop aus seiner Kajüte, um Musik zu hören, ließ ihn auf der Brücke zurück und machte eine Pause. Lilgert und Bricker haben eine persönliche Unterhaltung.
Um 23.59 Uhr wurde der Kurs leicht korrigiert. Lilgert checkte die elektronische Seekarte, um den Zeitpunkt des nächsten Call-in Point herauszufinden, dimmte dann den Schirm ab, um einen besseren Ausguck zu haben, was im Norden üblich ist. Das Display, das die Real-time Position und andere navigatorische Informationen darstellte, konnte in dem Modus nicht gelesen werden.
Am 22.3. um 00.02 Uhr rief Lilgert die Prince Rupert Traffic an, um sich anzumelden, hielt dies im Logbuch fest und setzte die Unterhaltung fort. 1,3 Meilen entfernt hätte die Fähre in den Wright Sound eindrehen müssen. Eine Regenbö setzte die Sicht herab. Der Kutter suchte um 00.05 Uhr den Windschutz von Promise Island und verschwand vom Radarschirm, der einen "Lost Target"-Alarm auslöste.
Um 00.07 Uhr passierte die "Queen of the North" die Position, an der sie den Kurs hätte ändern sollen. Die nächste Kursänderung bei Point Cumming Light wäre 27 Minuten später gewesen. In den nächsten 12 Minuten saßen Lilgert und Bricker in ihren Stühlen am Radar und dem vorderen Steuerstand und unterhielten sich weiter. Die Regenfront passierte. Als um 00.20 Uhr die Fähre bereits 13 Minuten falschen Kurs anliegen hatte, ging Lilgert zwischen Radar und den vorderen Brückenfenstern umher. Dann befahl er eine scharfe Kurskorrektur, die Bricker zunächst zu einer Nachfrage veranlasste, und die er bestätigte. Als sie sich erhob, um das Ruder umzulegen, sah sie Bäume vor dem Steuerbordbug. Auch Lilgert sah sie, eilte zum achteren Steuerstand und wies die Quartiersmeisterin an, vom Autopilot auf Handrunder zu wechseln. Doch dazu ist sie nicht in der Lage.
Um 12.20.50 Uhr begann die Fähre abzudrehen. Ob dies durch den Autopiloten oder von Hand geschah, ließ sich nicht rekonstruieren.
Um 12.21 Uhr lief die "Queen of the North" auf Gil Island. Sie lief noch kurze Zeit voraus und trieb dann nordwärts ab. Bricker verließ die Brücke, um den Kapitän zu holen. Hilton rannte aus der Offiziersmesse zurück auf die Brücke. Auf dem Steuerbordradar sah er Land und ließ die Maschine von Voll Voraus auf Voll zurück umsteuern, doch die Fähre reagierte nicht. Der Kapitän erschien nach Auslösen des Generalalarms auf der Brücke, schaltete die Decksbeleuchtung ein und wies das Schließen der Schotten an. Dann begann die Crew die Passagiere zu wecken und checkte die Kabinen.
Von 00.23 bis 00.27 Uhr wurde der Prince Rupert Traffic dreimal eine falsche Position gemeldet. Derweil hatte die Fähre sofortigen schweren Wassereinbruch. Die Pumpen kamen nicht dagegen an, die Ingenieure schlossen das Schott zwischen Haupt- und Hilfsmaschinenraum und meldeten der Brücke die Evakuierung dieses Bereichs. Telefonanrufe des nun auf der Brücke befindlichen 1. Offiziers im Maschinenraum wurden nicht mehr beantwortet. Hilton und Lilgert eilten aufs Vorschiff und ließen den Anker fallen. Hilton ging durch die beiden Autodecks und die Passagierlounge und Cafeteria auf Deck 5, um nach Menschen Ausschau zu halten und den Schaden zu untersuchen. In den Mannschaftsquartieren unterhalb des Wagendecks stand das Wasser binnen kurzem hüfthoch. Ein Mann musste erst eine Tür aufbrechen, die blockiert war, und stand in ein Meter hohem Wasser, als er sie aufbekam. Die Crew wurde über Durchsagen aufs obere Bootsdeck und die Bootsstationen befohlen. Einige Passagiere mussten vom Oberdeck zurückgeschickt werden. Sie wurden mit Rettungswesten ausgestattet. Das "Clearing", eine Suchprozedur, bei der eine Kreidemarke an jeder Kabinentür nach deren Kontrolle hinterlassen wird, ist im Gange. Wegen des Wassereinbruchs konnten einige Kabinen nicht ordnungsgemäß kontrolliert werden, da die Besatzung nicht rechtzeitig auf den notwendigen Stationen war. Einige brachten auch keine Kreidemarkierungen an.
Um 12.26 Uhr wurden Notrufe gefunkt, dass die Fähre auf Grund gelaufen sei, Wassereinbruch und schwere Steuerbordschlagseite habe. Die Passagiere wurden auf dem Bootsdeck gemustert und standen klar zum Besteigen der Rettungsmittel. Der Kutter fing das Mayday auch auf und bot Hilfe an. Rasch war eine kleine Flotte kleiner Boote aus der Hartley Bay vor Ort. Die 17 Meilen südlich stehende "Sir Wilfrid Laurier" der Küstenwache ging ankerauf und schickte ein schnelles Rettungsboot voraus. Zwei SAR-Flugzeuge und vier Küstenwachboote wurden ebenfalls alarmiert.
Um 00.53 Uhr verließen der Kapitän und die verbliebene Crew die Fähre.
Um 1.13 Uhr erreichte die "April Augusta", eines der Boote aus der Hartley Bay, den Unglücksort und leuchtete die Szene mit starkem Scheinwerfer aus. Niemand war noch an Bord oder im Wasser zu sehen. Der 2. Offizier der "Queen of the North" rundete das todgeweihte Schiff, dessen Decksbeleuchtung noch brannte und Einblicke ins Innere erlaubte, ein zweites Mal im schnellen Rettungsboot. Die Passagiere trieben derweil in Rettungsbooten und -inseln durch die Nacht.
Um 1.40 Uhr sank die "Queen of the North". Die Überlebenden wurden auf die verfügbaren Schiffe verteilt und nach Hartley Bay zum Head Count gebracht.
Um 18.56 Uhr des 23.3. wurde die Suche nach den beiden Vermissten eingestellt.
Am 11.5.2006 hatte die Familie eines der Opfer Strafantrag gestellt.
Am 26.5.2007 stellte eine Untersuchung des B.C. Ferry Services menschliches Versagen als Unglücksursache fest.
Am 12.5.2008 veröffentlichte das Transportation Safety Board of Canada seinen Report, der aber nicht beanwortete, was in den 14 Minuten vor dem Auflaufen auf Gil Island geschah.
Am 8.1.2009 wurde der Rechtsstreit eines der beiden Opfer mit B.C. Ferries beigelegt.
Am 11.2.2009 wurde der Hälfte der 99 Überlebenden eine Entschädigung zwischen 1000 und 15000 Dollar angeboten.
Am 20.8.2009 wurde bekannt, dass die Familie eines der Vermissten 200000 Dollar Entschädigung erhält.
Die Laufbahn der "Queen of the North" begann 1969 als von der A.G. Wesser Werk Seebeck, Bremerhaven, erbaute "Stena Danica". Nach der Ablieferung an die Stena AB in Göteborg am 28.6. wurde sie von Inger Nilsson, der Darstellerin von Pippi Langstrumpf, am 30.6. im Heimathafen getauft und ab dem 1.7. zwischen Göteborg und Frederikshavn sowie Göteborg und Kiel eingesetzt. Im April 1974 erfolgte der Verkauf an die British Columbia Ferries, Vancouver, die sie in "Queen of Surrey" umtauften und zwischen Horseshoe Bay und Nanaimo einsetzen. 1975 wurde sie in Deas Dock aufgelegt und 1980 bei Burrad & Jarrows, North Vancouver, umgebaut. Im Mai ging sie als "Queen of the North" in den Liniendienst Prince Rupert - Port Hardy. 2001 erfolgte eine weitere Modernisierung beim Vancouver Shipyard, North Vancouver. Das Schiff war 125 Meter lang, 19,74 Meter breit, hatte 5,24 Meter Tiefgang und verdrängte zuletzt 1204 Tonnen. Sie war zum Unglückszeitpunkt für 650 Passagiere und 115 Pkw zugelassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2010

"SIEV 36" wurde von Insassen zur Explosion gebracht
Update vom 01.02.10

Darwin, Northern Territory / Australien, 17.03.10 - Eine australische Untersuchung kam jetzt zu dem Ergebnis, dass das als "SIEV 36" bekannt gewordene afghanische Flüchtlingsschiff, das im April 2009 explodierte und den Tod von fünf Menschen verursachte, von drei Mann an Bord vorsätzlich in Brand gesetzt wurde. Sie hatten Angst, dass sie nach Indonesien zurück gebracht würden, nachdem ein Schiff der australischen Marine das mit 49 Personen besetzte Boot gestoppt hatte. Ein oder mehrere Insassen haben Petroleum in Brand gesetzt, das sich in der Bilge befand, damit das Schiff fahruntüchtig würde. Jetzt wird geprüft, ob eine Anklage gegen die drei Beschuldigten erhoben wird. Die Explosion hätte aber verhindert werden können, wenn das Personal der Marine, die das Schiff nahe Ashmore Reef durchsucht hatte, den Brennstoff gesichert hätte. Die Maßnahmen nach der Explosion waren angemessen und retteten vielen Menschen das Leben, auch wenn Videos zeigten, wie ein Seemann einen der Schiffbrüchigen mit dem Fuß trat, als er ein Boot erklettern wollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2010

Historische Wracks unter Schutz gestellt

New Plymouth, Region Taranaki, Nordinsel / Neuseeland, 17.03.10 - Die Wracks zweier Schiffe, die in den Gewässern von Taranaki verloren gingen, wurden jetzt unter nationalen Schutz gestellt. Es handelt sich um den Raddampfer "Tasmanian Maid" sowie den Dampfer SS "Alexandra", die beide in relativ flachen Gewässern vor Nord-Taranaki liegen. Es handelt sich um seltene Überreste der neuseeländischen Kriege im 19. Jahrhundert. Sie erinnern an den Widerstand der Maori gegen die Inbesitznahme ihres Landes durch die Krone und die britische Antwort. Bereits in den 1970ern hatte der New Plymouth Underwater Club die Schiffe entdeckt. Die "Tasmanian Maid" liegt vor dem Kawaroa-Riff in New Plymouth, sie war ursprünglich ein Küstendampfer im Gebiet von Nelson/Marlborough und der erste Dampfer, der 1862 in denBuller River einlief. Er diente dann als Versorger in der Taranaki-Kampagne, ehe er dem Kanonenboot HMS "Sandfly" im Hauraki Gulf und Wanganui diente.1868 lief er auf das Kawaroa Riff. Die "Tasmanian Maid" ist als sehr wertvoll eingestuft, während SS "Alexandra" in Kategorie II eingestuft wurde. Sie assistierte in dem Kriegen beim Transport der Regierungstruppen während der Waikato-, Tauranga- und Taranaki-Kampagnen. Im August 1865 verließ sie New Plymouth auf dem Weg zu einer Befestigung in Pukearuhe, doch lief zuvor südlich des Pukearuhe Reef auf Grund und sank. Danach wurden viele Artefakte, darunter die Schiffsglocke, geborgen, die heute in der St Peter's by the Sea Church in Mokau hängt.
Zwar ist durch die Registrierung kein vollkommener Schutz der Wracks gewährt, doch sie unterstehen nun unter dem Historic Places Act von 1993. Von den rund 3000 Wracks vor der neuseeländischen Küste stammen über 1500 aus der Zeit vor 1900.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2010

Bergung der "Diehless" angelaufen
Update vom 16.03.10

Ketchikan, Alaska / USA, 17.03.10 - Nach dem Untergang des Frachters "Diehless", 33 BRZ, in der Ward Cove war die "Alaskan Salvor" am 15.3. damit beschäftigt, das Wrack, das in 60 Fuß Wassertiefe lag, zu sichern und den Austritt von Öl zu verhindern. Das Schiff hatte am Vortag gegen vier Uhr zu sinken begonnen. Ein Team von Alaska Commercial Divers wurde um sieben Uhr gerufen, konnte aber nichts mehr ausrichten. Vor Ort war auch die Cowan Towing sowie ein Vertreter der Kranfirma Fabry. Taucher platzierten vier Hebesäcke von je 15 Tonnen am Wrack, um es zu stabilisieren, und der Kran tat sein übriges. Am Nachmittag sollte mit dem Lenzen begonnen werden.
Das 59,2 Fuß lange Schiff der Northwest Logging Incorporation wurde 1916 von der Astoria Boat Building Company erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2010

Mann bei Explosion schwer verbrannt

Georgetown / Guyana, 17.03.10 - Am 12.3. explodierte das Bunkerboot "Mother Ganga" an der Texaco Wharf in Bartica. Ein Mann wurde schwer verbrannt und wurde ins Georgetown Public Hospital eingeliefert. Er war nach der Explosion zunächst in seiner Kajüte unterhalb des Brandherds eingeschlossen gewesen. Die übrige Crew war über Bord gesprungen. Erst als das brennende Schiff von dem Kai weggeschleppt wurde, hatte sich der letzte Mann auch mit einem Sprung ins Wasser gerettet. Er liegt derzeit im künstlichen Koma.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2010

Lofoten-Kutter gesunken

Moskenes Kommune, Provinz (Fylke) Nordland, Lofoten / Norwegen, 16.03.10 - Am Morgen des 16.3. sank ein 38 Fuß langer Kutter aus Moskenes am Kai in Helle auf den Lofoten. Ein Mann, der an Bord war, konnte sich unversehrt retten. Ein Leck war die Ursache des Unterganges.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2010

Drei Mann in letzter Minute gerettet

Murmansk, Halbinsel Kola / Russland, 15.03.10 - Die "RMN-1304" der Agat-Ros Ltd. sank auf dem Weg von der Lake Kildinskoye Straße in die Kola Bucht. Die drei Mann Crew hatten zuvor ein Leck im Vorschiff festgestellt und einen Notruf ausgesandt. Die "R-7192-NH" und "P-7191-NH" eilten zur gemeldeten Position und konnten die Crew Minuten vor dem Untergang retten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2010

USA: Überlebenschancen für dritten Mann der "Ceredo" schwinden
Update vom 15.03.10

Cincinnati, Bundesstaat Ohio / USA, 16.03.10 - Nach dem Untergang des 40 Fuß langen Schleppers "Ceredo" auf dem Ohio River wurde am Nachmittag die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied auf eine Bergung zurückgestuft. Die Wahrscheinlichkeit, ihn lebend zu finden, war gering. Das Schiff war am 14.3. um 16.30 rund 150 Fuß vor der Küste von Kentucky zwischen Anderson Ferry und Taylorsport gekentert. Die beiden anderen aus Manchester stammenden Männer gelangten schwimmend zur River Road im Boone County. Zunächst hatten alle Mann Schutz im Maschinenraum gesucht, doch als dieser begann, vollzulaufen, griffen sie sich Rettungswesten. Einer der Männer hatte Schwierigkeiten, und der nun Vermisste kehrte zurück, ihm zu helfen. Er wurde bislang nicht wieder gesehen. Die Geretteten wurden mit Unterkühlungen ins St. Elizabeth Florence Hospital eingeliefert. Warum das Schiff der Aquarius Marine Co. in Ludlow kenterte, ist unbekannt. Es liegt in 51 Fuß Wassertiefe, ein Teil der 500 Gallonen Dieselöl lief aus und wurde von der bis zu fünf Knoten schnellen Strömung davongetragen. Die starke Strömung machte auch die Ausbringung eines Ölschlängels sinnlos. Der Schlepper soll gehoben werden, wenn die Wetterbedingungen dies zulassen. Starke Regenfälle und die Schneeschmelze haben den Fluss in den vergangenen Tagen stark anschwellen lassen. Die U.S. Coast Guard sperrte den Ohio River zwischen den Meilen 482 und 478 nach dem Untergang der "Ceredo" im Bereich der Unglücksstelle bei Meile 480.6.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Yacht vor Neuseeland vermisst

Wellington / Neuseeland, 16.03.10 - Eine Yacht wird seit dem 12.3. vermisst, nachdem sie nicht, wie erwartet, von Tauranga kommend in Gisborne einlief. Das Rescue Coordination Centre in Wellington startete aus der Luft eine Suchaktion nach der 11 Meter langen "Tafadzwa", die am Morgen den Hafen von Tauranga verlassen hatte. Um 13.30 Uhr hatte der Skipper noch ein Telefonat geführt, am Wochenbeginn erschien er aber nicht auf seiner Arbeit. Ein Suchflugzeug stieg am 15.3. um 10.30 Uhr auf. Auch die "Manawanui" der Marine wurde ins Suchgebiet geschickt. Das vermisste Schiff war mit EPIRB und Notraketen ausgerüstet. Versuche, es über VHF zu erreichen, scheiterten seither. Vor Ort waren vier Meter Wellenhöhe, an der Ostküste hatte am Wochenende ein Sturm getobt. Die Suche konzentrierte sich auf das Gebiet um die Bay of Plenty.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Main von Binnenschiff "Sinn" blockiert

Würzburg, Regierungsbezirk Unterfranken, Bayern / DE, 15.03.10 - Am 15.3. gegen 16.45 Uhr havarierte das mit Erz beladene Binnenschiff "Sinn", 1935 ts (EU-No.: 4013160) auf der Reise von Veitshöchheim nach Randersacker nach Österreich mit einer Ladung Erz auf dem Main. Vor der Schleusenanlage an der Alten Mainbrücke wartete Schiff darauf, einlaufen zu können, als Probleme mit der Ruderanlage auftraten. Dadurch drehte sich der Frachter zunächst um 180 Grad. Bei dem Versuch, die ursprüngliche Fahrtrichtung wieder zu erreichen, schlug das Schiff quer und lief mit dem Heck zur Innenstadt liegend auf Grund. Ein zur Hilfe geholtes Schiff derselben Reederei brachte den Frachter längsseits an die Kaimauer der Leonhard Frank Promenade. Dort wurde er festgemacht und von einem Sachverständigen untersucht. Ein Defekt an der Ruderanlage war der Grund für die Havarie. Deshalb musste die "Sinn" dort liegen bleiben bis die defekte Ruderanlage repariert ist. Ob ein Verstoß gegen die Binnenschifffahrtsstraßenordnung vorlag, wird noch von der Wasserschutzpolizei Würzburg untersucht.
Das Schiff entstand 1965 bei Gebr. Elfring, Haren Ems als "K. Kammritz" und wurde 1986 bei der BSG in Erlenbach auf 104.96 Meter verlängert bei einer Breite von 9,5 und einem Tiefgang von 2,72 Metern. Im Jahr 1965 wurde es zur "Heinrich Amtz" der Gebr. Väth in Würzburg und erhielt noch im selben Jahr den jetzigen Namen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Trawler nach Bergung an Kai in Sørreisa gelegt
Update vom15.03.10

Sørreisa, Fylke (Provinz) Troms / Norwegen, 15.03.10 - Das Wrack des Trawlers "Hundvåkøy" wurde am Vormittag des 15.3. an den NATO-Kai in Sørreisa geschleppt. Hier erfolgt nun eine Inspektion, ehe das Schiff zu einer Werft in Harstadt gezogen werden kann. Der Trawler war am 13.3. nach einer Kollision mit dem Frachter "Hordafôr 4" gesunken. An der Bergung waren das Küstenwachboot "Harstad", der Schlepper "North Crusader" sowie das Rettungsboot "Kristian Gerhard Jebsen" beteiligt. Das Leck im Maschinenraum war mit einer 25 Quadratmeter großen Matte abgedichtet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Propeller löste sich von Maschine – Fähre rammte Kai

Bergen-Åsane , Provinz (Fylke) Hordaland / Norwegen, 15.03.10 - Die norwegische Fähre "Ole Bull", 697 BRZ (IMO-Nr.: 9081954) rammte am Vormittag des 15.3. einen Kai in Breistein in Åsane. Zuvor hatte sich der Propeller des 57,9 Meter langen Schiffes von der Antriebseinheit gelöst, sodass das Schiff manövrierunfähig wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden, doch zur Reparatur musste die Fähre der Osterøy Ferjeselskap A/S aus dem Dienst Breistein - Valestrandsfossen genommen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Versagung von Bergungsrechten kein Verstoß gegen Menschenrechte

Helsinki / Finnland, 15.03.10 - Der europäische Menschenrechtsgerichthof hat die Klage einer Gruppe von Tauchern gegen den Staat von Finnland zurückgewiesen, die das Wrack der holländischen "Vrouw Maria" aus dem 18. Jahrhundert entdeckt hatten. Nach dem Richterspruch hat Finnland nicht die Rechte der Taucher verletzt, als es ihnen verbot, das Schiff zu heben oder Teile daraus zu bergen. Sie hatten eine finanzielle Kompensation gefordert. Die "Vrouw Maria" sank vor Nauvo auf der Reise nach St. Petersburg. 1999 wurde das Wrack wieder entdeckt. Es folgte eine juristische Auseinandersetzung, nachdem die Pro Vrouw Maria Association drei Pfeifen, eine Keramikflasche und andere Artefakte geborgen hatte und das Recht auf eine Ausbeutung der gesamten Fracht beanspruchte. Dieser Anspruch wurde 2004 in Turku abgewiesen. Das Appellationsgericht befand im folgenden Jahr, Wrack und Ladung seien Staatseigentum. Der oberste Gerichtshof verweigerte die Annahme einer weiteren Klage im November 2005, woraufhin es an den Europäischen Gerichtshof ging.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Silber soll aus 2000 Metern Tiefe geborgen werden

Grafschaft Clare, Provinz Munster / Republik Irland, 15.03.10 - Die amerikanische Odyssey Marine Exploration hat Pläne, Silber im Werft von 70 Millionen Pfund aus dem im 2. Weltkrieg vor der Küste von Clare gesunkenen britischen Dampfer SS "Gairsoppa" zu bergen. Sie erhielt jetzt einen Kontrakt des britischen Transportministeriums. Das Wrack liegt in 2000 Metern Tiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Wrack mit Goldladung entdeckt ?

Ukraine, 15.03.10 - Überreste der britischen Fregatte "Prince", die 1854 im Krim-Krieg in einem schweren Sturm sank, wurden jetzt im Schwarzen Meer entdeckt. Das Schiff soll eine Goldladung transportiert haben. HMS "Prince" war ein von der Royal Navy mit 200 weiteren Schiffen requiriertes Lagerschiff, das Vorräte aufnehmen sollte. Am 8.11.1854 ankerte es vor Balaklava in der Krim. Fünf Tage später wütete ein schwerer Sturm, der vier Schiffe der französisch-englischen Alliierten, darunter die "Prince", zum Sinken brachte. Über 500 Menschen starben. Am Ende des Krieges verbreitete sich das Gerücht, dass neben Schlafsäcken und Wollsocken auch Goldbarren zur Bezahlung der Truppen an Bord gewesen sein sollten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Barge rammte Brücke auf Potomac River

Washington, D.C. / USA, 15.03.10 - Am 15.03. kollidierte eine 80 Fuß lange Barge mit der 14th Street Bridge auf dem Hochwasser führenden Potomac River in Washington, D.C.. Ein starkes Rohr, das die mit Baumaterial beladene Barge sicherte, wurde von der Kraft des Wassers herausgezogen, und diese trieb gegen einen Brückenpfeiler. Die Barge wurde an der Brücke vertäut, ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard Station Washington, das Police Department und das Fire Department waren seit 10.45 Uhr vor Ort im Einsatz. Die Brücke wurde nicht signifikant beschädigt, ebenso wenig die Barge. Nun muss sie noch von der Unglücksstelle entfernt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Prozess um Untergang des Schoners "Larinda"

Halifax, Provinz Nova Scotia / Kanada, 15.03.10 - Binnen Minuten versenkte eine amerikanische Korvette im Hurrikan Juan in Cape Cod am 29.9.2003 den binnen 26 Jahren erbauten Schoner "Larinda" in Halifax. Das Verhängnis begann, als eine Trosse, die die "Larinda" mit der Korvette "Sackville" verband, gegen 13 Uhr brach. Die "Sackville" trieb immer weiter heran, eine zweite Trosse brach, und schließlich riss das Kriegsschiff ein Loch in den Rumpf des vor dem Maritime Museum of the Atlantic liegenden Zweimasters. Es handelte sich um den Nachbau eines Schoners von 1767, der wenig später unterging. Das Wrack wurde zwar gehoben, aber von der Versicherung für 28888 Dollar verkauft. Der Erbauer brachte sich im Juni 2005 in seinem Haus in Marstons Mills um. Am 15.3. begann in Halifax nun ein Zivilgerichtsverfahren, in dem die Wolverine Motor Works Shipyard of Reading den Canadian Naval Memorial Trust. Wolverine, beschuldigt, die außer Dienst gestellte Korvette nicht hinreichend gesichert zu haben. Der Trust wiederum ist der Ansicht, das die Eigner nicht das Recht hatten, ihr Schiff an der "Sackville" zu vertäuen. Die "Larinda" hatte einen Wert von 815,000 Dollar, und es geht um eine Entschädigung in dieser Höhe sowie 110000 Dollar Bergungskosten. Die Witwe des Skippers sagte aus, es habe an jenem Tag eine Unterhaltung zwischen ihrem Mann und jemandem auf der "Sackville" gegeben darüber, die "Larinda" an der Korvette zu sichern. Danach habe sie auf der niemanden mehr gesehen. Als der Sturm heranzog, brachten die beiden zwei trossen zu dem Marineschiff aus. Am Ende standen 12 Trossen, vier davon zur "Sackville". Die "Larinda" war von Prince Edward Island gekommen. Das Eignerpaar wollte auf dem Schiff leben und hatte sein Haus in Massachusetts verkauft.
Auch ein Vertreter der Silver’s Technical and Marine Services Ltd. aus Halifax sagte im Auftrag der Versicherung Atlantic Mutual aus. Er gab an, die "Larinda" sei durch die "Sackville" gerammt worden. Die Reparatur hätte zwischen 250000 und einer Million Dollar gekostet. Deswegen wurde es "as is" nach Queensland verkauft und inzwischen repariert. Ob die Trossen der "Sackville" im Hurrikan versagten, konnte er nicht sagen.
Die Verhandlung ist für fünf Tage anberaumt.
Die "Larinda" ist ein Nachbau des Schoners "Sultana" von 1760 und hat an zahlreichen Großseglerparaden teilgenommen und weltweit Preise gewonnen. Sie lief 1996 vom Stapel. Mittlerweile ist sie wiederhergestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Erforschung des Wracks der "Le Scipion" abgeschlossen

Samaná / Dominikanische Republik, 15.03.10 - Nach zweijähriger Arbeit an dem Wrack der französischen "Le Scipion" in der Samana Bay ist der Kontrakt der Deep Blue Marine, Inc. aus Florida jetzt ausgelaufen. Die Erforschung des Kriegsschiffes vor der Dominikanischen Republik erfolgte bei schwierigen Bedingungen und oft schlechter Sicht. Die Deep Blue Marine, Inc. konnte in der Zeit eine Fülle historischer Informationen zu Navigationsausrüstung, Takelage, Waffen und Münzen sammeln und Artefakte des täglichen Lebens von großer historischer Aussagekraft bergen. Viele dieser Stücke werden in einem Museum, das derzeit in Samana erbaut wird, ausgestellt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Barge sinkt im Ohio River

Jeffersonville, Clark County, Indiana / USA, 15.03.10 - Eine Barge, die einst Liegeplatz der "Star of Jeffersonville" war, sinkt im Ohio River in Jeffersonville. Die "Star of Jeffersonville" kreuzte bis vergangenes Jahr auf dem Ohio River als Partyschiff. Nachdem das Unternehmen pleite ging, geht es nun auch der Barge an den Kragen. Die Stadt hat ihr den Strom abgedreht, wodurch die Lenzpumpen nicht mehr betrieben werden können. Die Stadt argumentiert, dass dies aus Sicherheitsgründen geschehen musste, weil elektrische Einrichtungen überflutet wurden. Nun sind U.S. Coast Guard und das U.S. Army Corps of Engineers mit dem Problem befasst. Die Barge könnte sich losreißen und ein Schifffahrtshindernis werden. Binnen 14 Tagen soll die Barge entfernt oder repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Schlepper vor den Philippinen vermisst

Culion Island, Provinz Palawan / Philippinen, 15.03.10 - Die philippinische Küstenwache fing am 14.3. um neun Uhr einen Notruf des koreanischen Schleppers "Jin Kyeong 101", 218 BRZ (IMO-Nr.: 7415369), auf. Das 1974 erbaute, mit fünf Mann besetzte Schiff befand sich 82 Meilen westlich von Culion Island, Palawan und war unterwegs von Singapur nach Korea mit der Barge "Labroi". Die Küstenwache bat Schiffe in der Nähe, Ausschau zu halten und schickte um 10 Uhr ein Suchflugzeug sowie die beiden Rettungsschiffe "Davao Del Norte" aus Batangas und "Corregidor".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Frachter saß in Manila fest

Manila / Philippinen, 15.03.10 - Der philippinische Ro-Ro-Frachter "Subic Bay 1", 3878 tdw (IMO-Nr.: 7426033), lief am Morgen des 14.3. gegen 10.30 Uhr in Manila auf Grund. Die Havarie ereignete sich im Nordhafen bei Pier 16, als das Schiff nach Cebu City auslaufen wollte. Die 47 Personen an Bord blieben unversehrt. Mit der Flut desselben Tages wurde die Fähre wieder flott und lief nach Cebu aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Oldtimer sank bei Ketchikan

Ketchikan, Alaska / USA, 15.03.10 - In Ward Cove nahe Ketchikan sank am 14.3. das 1916 erbaute Holzschiff "Diehless". Die Küstenwache wurde gegen sieben Uhr vom Untergang des 60 Fuß langen Fahrzeugs informiert, von dem noch der Bug und ein Teil des Ruderhauses sichtbar waren. Sie beauftragte die Alaska Commercial Divers, Inc. mit der Bekämpfung möglicher Umweltschäden. Ein Ölschlängel wurde um das Wrack ausgebracht. Der Eigner sagte, dass er am 14.3. gegen vier Uhr vom Bilgenalarm geweckt wurde. Das Heck lag bereits unter Wasser, und der Maschinenraum lief voll. Er konnte sich unversehrt retten. An Bord seien 250 Gallonen Öl sowie andere ölhaltige Flüssigkeiten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Radarmast von Containerkran geknickt

Hamburg / DE, 15.3.10 - Der griechische Containerfrachter "Cosco Hellas", 109.149 BRZ (IMO-Nr.: 9308510) beschädigte sich am CTT-Terminal in Hamburg an einer Containerbrücke den auf dem Peildeck stehenden Radaramast. Das Schiff ging in Finkenwerder an die Pfähle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Zwei Frachter in Golf von Finnland kollidiert

Sankt Petersburg / Russland. 15.03.10 - Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Amrum Trader", 5941 BRZ (IMO-Nr.: 9150080) kollidierte am 13.3. auf 60.01.0 N 029.32.9 O im Golf von Finnland von St. Petersburg nach Rotterdam laufend mit dem maltesischen Containerfrachter "Alexander B", 14072 BRZ (IMO-Nr.: 9328649), in einem Eiskanal. Kurz zuvor war der Lotse von Bord gegangen. Das Unglück ereignete sich bei starkem Nordostwind und kräftigem Eisgang. Die "Amrum Trader" lief dem ebenfalls aus St. Petersburg kommenden Vorausfahrer ins Heck, das dabei beschädigt wurde, und zog sich ein Leck oberhalb der Wasserlinie im Bug zu. Beide Frachter wurden vom Hafenkapitän St. Petersburgs angewiesen, bei Ankerplatz 4 zur Inspektion und Reparatur vor Anker zu gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Australienfahrt endete nach zwei Tagen

Brisbane, Queensland / Australien, 15.03.10 - Zwei Tage nach ihrem Aufbruch zu einer Australien-Rundreise lief die 47 Fuß lange Yacht "Promise" mit drei Mann Besatzung am 11.3. vor Hook Point auf Fraser Island auf Grund. Die Schwierigkeiten hatten begonnen, als eine Leine vor Rainbow Beach über Bord ging und sich um den Propeller wickelte. Die Tin Can Bay Coast Guard versuchte, das manövrierunfähige Boot über die Wide Bay Bar in den Schutz der Bucht zu ziehen. Doch in rauer See brach die Trosse zweimal, und am Morgen des 12.3. lag das Boot auf Grund. Nachdem der Kiel entfernt war, konnte es über die Hochwassermarke gezogen werden. Am 13.3. wurde der Kiel aus der Brandung geborgen und die Yacht von einem Kran auf einen Tieflader gehoben, der sie zur Reparatur zurück nach Brisbane brachte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Havarien auf der Havel

Pritzerbe, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg / DE, 15.03.10 - Auf der Unteren Havelwasserstraße bei Kilometer 79 überlief ein Binnenschiff in Talfahrt am 12.3 gegen 8.10 Uhr das Seil der Fähre "Pritzerbe". Grund war mangelnde Kommunikation zwischen den Fahrzeugen. Personen- und Sachschäden entstanden nicht.
Exakt 24 Stunden später sank aus bisher unbekannter Ursache ein Arbeitsprahm mit Bagger auf der Brandenburger Niederhavel beim Kilometer 56. Er war an einem Dalben rund 20 Meter vom Ufer entfernt, vertäut gewesen. Die Feuerwehr legte eine Ölsperre aus, da Betriebs- und Kraftstoffe in geringer Menge austraten. In beiden Fällen erfolgte die Schiffsunfallaufnahme durch die Wasserschutzpolizei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Schlepper zwischen zwei Frachtern eingeklemmt

Constanta / Rumänien, 09.03.10 - Am 8.3. kam es gegen 16 Uhr im Hafen von Constanta zu einer Kollision, an der der türkische Frachter "Haci Fatma Sari", 10.276 BRZ (IMO-Nr.: 7600079), der Containerfrachter "CMA CGM Debussy", 73157 BRZ (IMO-Nr.: 9235907) sowie der 30 Meter lange, 1975 erbaute Hafenschlepper "Vadeni" (IMO-Nr.:7623423) beteiligt waren. Dieser wurde bei der Havarie fast zum Sinken gebracht. Er hatte mit zwei anderen Schleppern – einem weiteren von 1200 und einem von 2400 PS Maschinenkraft - dem 6628-TEU-Frachter assistiert, als dieser von Liegeplatz 115 losgeworfen hatte, wo er seit dem 6.3. 18837 Tonnen Fracht gelöscht hatte, und an Liegeplatz 115 gehen sollte. Der türkische Frachter, der seit dem 6.3. eine Ladung von 15.200 Tonnen Weizen für Libyen aufgenommen hatte, wartete an Liegeplatz 114 noch auf ein Nachlassen des herrschenden Schneesturmes. Bei starkem Wind kam es zu einer Annäherung des Containerfrachters mit dem steuerbordseitigen Heck des Frachters. Dem Schlepper gelang es nicht mehr, Raum zu gewinnen, und er wurde zwischen den beiden Handelsschiffen und der Pier eingeklemmt, wo er umgerissen zu werden drohte. Dabei wurden Radarmast und steuerbordseitiges Schanzkleid stark beschädigt. Danach geriet er noch unter die Trossen, die den türkischen Frachter hielten und unter das Heck der "CMA CGM Debussy", ehe diese sich entfernte und den Schlepper freigab. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2010

Norwegischer Trawler "Hundvåkøy" wird geborgen
Update vom 14.03.10

Lenvik Kommune, Provinz (Fylke) Troms / Norwegen, 15.03.10 - Die Bergungsarbeiten an dem norwegischen Trawler "Hundvåkøy", 1443 BRZ (IMO-Nr.: 7805033), der nach Kollision mit dem Frachter "Hordafor 4" (IMO-Nr.: 7407697) am 13.3. vor Finnsnes halb gesunken war, wurden am Tag nach der Havarie unter Beteiligung des Küstenwachbootes "Harstad", des Schleppers "North Crusader" sowie des norwegischen Trawlers "Havdrøn", 1098 BRZ (IMO-Nr.: 9146340) sowie dem Rettungsboot "Kristian Gerhard Jebsen" fortgesetzt. Die "Havdrøn" war aus Bodö gerufen worden, um die 1400 Tonnen Fisch in der Luke des Havaristen zu leichtern. Taucher dichteten das Leck im Maschinenraum mit einer 5 x 5 Meter großen Leckmatte ab, sodass dieser ausgepumpt und die Steuerbrodschlagseite korrigiert werden konnte. Am Morgen des 15.3. wurde dann begonnen, den Trawler von dem Unglücksort fortzuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.03.2010

Fähre "Ariake" brach im Sturm auseinander
Update vom 03.03.10

Kumano, Präfektur Mie, Region Kinki, Insel Honshu / Japan, 15.03.10 - Die am 13.11.2009 vor Kumano gekenterte Fähre "Ariake" (MMSI-Nr.: 431603350) ist in einem Sturm in der vergangenen Woche schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Brücke und Aufbauten lösten sich von dem auf der Seite liegenden Rumpf und stürzten in die See, wobei sie im Weg befindliche Teile des Schiffes schwer deformierten. Das 167 Meter lange Wrack brach dann in zwei Teile, und das hoch aufragende Vorschiff stürzte in die See hinab. Die Berger von Fukada Salvage, die im Januar damit begonnen hatten, das Schiff abzubrechen, müssen nun ihren Bergungsplan und den Zeitplan im Licht der Veränderungen völlig überarbeiten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.03.2010

Kollision auf der Trave mit erheblichem Sachschaden

Lübeck-Travemünde, Schleswig-Holstein / DE, 14.03.10 - Am 12.3. kam es auf der Trave vor der Travemünder Mole zu einer Kollision. Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Lisa D", 1162 BRZ (IMO-Nr.: 8205187) lief dem Travemünder Ausflugsschiff "Sven Johannsen", 174 BRZ (IMO-Nr.: 7229186) in die Steuerbordseite. Dabei wurde dessen Ruderhaus beschädigt und die Steuerbord-Nock eingedrückt. Der Frachter erlitt im Bugbereich Beulen und einen Riss oberhalb der Wasserlinie. Zur Untersuchung der Kollision machte er anschließend am Ostpreußenkai in Travemünde fest. Am Abend des 13.3. verließ das Schiff die Trave mit Kurs Marstal.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.03.2010

Suche nach dem dritten Mann

Cincinnati, Bundesstaat Ohio / USA, 14.03.10 - Am Nachmittag des 14.3. sank ein 40 Fuß langer Schlepper auf dem Ohio River zwischen Anderson Ferry und Taylorsport. Zwei Mann der Crew schwammen an Land und wurden mit Unterkühlungen gerettet, ein dritter war vermisst. Die beiden Geretteten wurden im St. Elizabeth South Hospital behandelt. Das Wrack, in dem sich rund 500 Gallonen Öl befanden, wurde mittlerweile geortet und sollte durch die Firma Hazmat gesichert werden. Die Küstenwache sowie Teams aus Cincinnati und Boone County suchten nach dem dritten Mann.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.03.2010

Techtaucher am Wrack der SS "Amur"

Vancouver, British Columbia / Kanada, 13.03.10 - Fünf Taucher aus Victoria sowie einer aus Cowichan untersuchten im Auftrag der Underwater Archeological Society of British Columbia am Wochenende das in 240 Fuß Tiefe auf dem Grund des Indian Arm Inlet liegende Wrack von SS "Amur". Das 216 Fuß lange Schiff war 1936 nahe Vancouver versenkt worden. Die "Amur" lief 1890 in England vom Stapel und war in Sibirien und China tätig, bevor sie zum Transport von Goldgräbern von Victoria nach Wrangell, Alaska, zum Einsatz kam. Später kehrte sie nach China zurück und kam mit Zwischenstation in Japan dann nach Australien, ehe es von der Hudson's Bay Company erworben und von diesen am Ende der Laufbahn im Indian Arm versenkt wurde. 2007 wurde das Schiff während einer Unterwasseruntersuchung des Canadian Hydrographic Service wieder entdeckt und mit einem ROV untersucht. Nun sollten die Tech-Diver detailliertere Erkenntnisse über das Wrack gewinnen. Es sollte zunächst vermessen und mit Video dokumentiert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.03.2010

Frachter deutscher Reeder durch Piratenbeschuss leicht beschädigt

Somalia, 12.03.10 - Piraten haben am Morgen des 11.3. den unter liberianischer Flagge laufenden Containerfrachter "E.R. Lübeck", 25624 BRZ (IMO-Nr. 9222467) im indischen Ozean attackiert und mit Automatikwaffen unter Feuer genommen. Dabei wurden der Schornstein und ein Kran durch Geschosseinschläge leicht beschädigt. Doch es gelang der Frachtercrew, mit hoher Fahrt vor den Angreifern abzulaufen. Niemand wurde verletzt. Das Schiff war unterwegs von Jebel Ali nach Salalah, als sich der Zwischenfall 450 Meilen nordöstlich der Seychellen ereignete. Das Schiff wird von der Hamburger ER Schifffahrt GmbH & Cie. KG bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.03.2010

Hungrige Schiffbrüchige gerettet

Costa Rica, 12.03.10 - Das Küstenwachboot "Hamilton" (WHEC-715) aus San Diego rettete am 9.03. vor der Küste von Costa Rica die dreiköpfige Crew der "Capitan Eduardo". Ein Flugzeug hatte das Schiff auf einer Patrouillenfahrt entdeckt, es trieb mit einem aufgemalten "S-O-S" auf dem Dach des Ruderhauses in der See, und die Crew winkte zum Piloten hinauf. Daraufhin wurde die "Hamilton" informiert und nahm Kurs auf den Havaristen. Sie schickte einen Hubschrauber und brachte in Erfahrung, dass die "Capitan Eduardo" Maschinenausfall erlitten hatte und ein Ölleck die Crew gezwungen hatte, alle Nahrung über Bord zu werfen. Die drei wurden auf die "Hamilton" gebracht, wo sie medizinisch versorgt wurden, ehe sie den Behörden in Costa Rica übergeben wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.03.2010

Erfolgreiche Suchaktion nach telefonischem Notruf

Mariveles, Provinz Bataan / Philippinen, 14.03.10 - Der philippinische Kutter "Lady Agnes" geriet am Morgen des 13.3. auf dem Weg von Lubang Island in Occidental Mindoro auf dem Weg nach Marileves in Seenot, nachdem der Rumpf vor Fortune Island in Nasugbu aufgerissen war. Es trieb nach Meldungen der 10 Passagiere über Telefon gegen 10 Uhr nahe Corregidor Island. Als die Küstenwache das Gebiet erreichte, konnte sie aber zunächst kein Schiff finden. In der Nacht zum 14.3. wurde das Boot bei Poblacion in Mariveles entdeckt, und seine Insassen wurden in Sicherheit gebracht. Warum der Kutter überhaupt Fahrgäste transportierte, war nun zu untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.03.2010

Motoryacht drohte bei Malchow zu sinken

Malchow, Landkreis Müritz, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 13.03.10 - Ein aufwändiger Einsatz der Feuerwehr samt Gefahrgutzug hat am Nachmittag des 13.3. am Fleesensee bei Malchow im Landkreis Müritz einen größeren Umweltschaden verhindert. Dicke Eisschollen hatten ein Sportboot durch großen Druck beschädigt. Wasser strömte in den Rumpf und beschädigte auch eine Ölzufuhr. Feuerwehrleute sicherten das Schiff und pumpten verunreinigtes Wasser ab. Die Eisschollen im Bereich Müritz sind nach dem Extrem-Winter immer noch gut 20 cm dick.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.03.2010

Trawler vor Finnsnes sinkend auf Felsen gesetzt

Lenvik Kommune, Provinz (Fylke) Troms / Norwegen, 13.03.10 - Am Morgen des 13.3. kollidierte der mit 1400 Tonnen Fisch voll beladene Trawler "Hundvåkøy", 1443 BRZ (IMO: 7805033)m gegen acht Uhr mit dem Frachter "Hordafor 4" (IMO-Nr.: 7407697), der unterwegs von Bergen nach Honnisvog war, im Gisund vor Olaholmen südlich von Gisundbrua in der Lenvik Kommune. Die 69 Meter lange "Hundvåkøy" schlug im Bereich des Maschinenraums leck und wurde in sinkendem Zustand bei Finnsnes 500 Meter vom Ufer entfernt auf Grund gesetzt. Sie entwickelte 30 Grad Steuerbordschlagseite. Sie war auf dem Weg von der Finnmarksküste nach Egersund, wo der Fang abgeliefert werden sollte. Die 65 Meter lange "Hordafor 4" wurde weniger stark beschädigt. Beide Schiffe sind in Austevoll beheimatet, die "Hundvåkøy" gehört der Reederei Skårungen AS in Torangsvåg, Hordaland. Die 10-köpfige Crew blieb unversehrt. Sie wurde von dem Frachter "Skude Senior" abgeborgen, der sich auf der Reise nach Karmøy gerade in der Nähe befand. Das Küstenwachschiff "Harstad" sowie der Schlepper "Crusader" aus Harstad liefen um 10 bzw. 11 Uhr zur Unglücksstelle. An Bord des Havaristen sind 100 Kubikmeter Diesel. Taucher sollten vor einer Bergung das Leck mit einer 1x5 Meter großen Matte abdichten.
Der Kollisionsgegner wurde 1976 in Mandal erbaut und lief bis 1995 als "Neptuges". Er ist 64,34 Meter lang, 10,02 Meter breit und hat 6,33 Meter Tiefgang. Die "Hundvåkøy" der Skårungen AS wurde 1979 bei der Hellesøy, Th Skipsbyggeri erbaut und 1985 verlängert. Sie ist 70,36 Meter lang, 11. 02 Meter breit und hat 6,23 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.03.2010

Kollision vor Bergen

Vatlestraumen, Provinz (Fylke) Hordaland / Norwegen, 12.03.10 - Am 12.3. um 4.04 Uhr kollidierte die norwegische RoRo-Fähre "Amber", 6.719 gt (IMO-Nr.: 8917871) mit dem holländischen Zementfrachter "Noblesse-C", 1.095 gt (IMO-Nr.: 7823308) in der Enge von Vatlestraum südlich von Bergen. Die "Amber" lief infolge der Kollision auf Grund. Die "Tor" und "Bergen" der norwegischen Coastguard waren wenig später vor Ort. Wie sich herausstellte, hatten die beiden Frachter zwar Lotsenberatung, aber einen Mangel an Kommunikation gehabt. Sie konnten, eskortiert von der "Tor", den Hafen von Bergen mit eigener Kraft anlaufen, wo die "Amber" von Tauchern untersucht wurde.
Die Fähre fuhr die ersten fünf Jahre ihrer Laufbahn zwischen verschiedenen Häfen Polens und Finnland, ehe sie im Februar 1998 auf die Route Helsinki - Travemünde - Århus wechselte. Im September folgte ein Liniendienst Turku - Travemünde - Hangö - Åbo und ab 2003 Lübeck - Kaliningrad - St Petersburg. Das Schiff ist 122 Meter lang, 19,04 Meter breit, hat 6,16 Meter Tiefgang und verdrängt 5.400 Tonnen.
Die "Noblesse-C" lief 1980 bei den Bodewes Scheepswerven B.V., Hoogezand vom Stapel und wurde als "Noblesse" an die Rederij Noblesse, Groningen, abgeliefert. 1998 ging sie an die Cebo Marine B.V., Heemstede, die dem Namen den Appendix C hinzufügte und sie für die Zementfahrt umbaute. Dafür wurden die Zementtanks der "Carine" eingebaut. Am 20.12.2007 kollidierte sie mit der RoRo-Fähre "Autorunner" vor Zeebrugge. Dabei wurde sie erheblich an Steuerbordseite beschädigt und ein Ballasttank aufgerissen. Die "Autorunner" hatte nur leichten Bugschaden. Das Schiff verdrängt 1.622 Tonnen, ist 66,14 Meter lang, 11,34 Meter breit und hat 4,46 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.03.2010

Russischer Trawler gesunken
Update vom 12.03.10

Baku / Aserbaidschan, 12.03.10 - Am 12.3. um 00.30 sank auf 40.14.0 N 050.36.0 O sieben Meilen östlich von Shakhov Point vor der Apsheron-Halbinsel in Azerbaidshan der russische Trawler "Kayakent", 353 tdw (IMO-Nr. 6927262) im Kaspischen Meer nach Kollision mit einer Bohrinsel. Die 15-köpfige Crew ging in Rettungsboote und -inseln. Vier Schiffe bargen die Schiffbrüchigen. Der Schlepper "Vykhr-9" zog das halbgesunkene Wrack gegen 6.30 Uhr in flache Gewässer nahe Chilov Island. Die "Kayakent" wurde 1967 erbaut und wird von der Port-Petrovsk JSC Fishing Co., Makhachkala, bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.03.2010

Russischer Trawler geriet in Brand

Baku / Aserbaidschan, 12.03.10 - Der in Makhachkala beheimatete Trawler "Kayakent" der in Dagestan ansässigen russischen Grand Company geriet vier Meilen vor Chilov Island im Kaspischen Meer gegen 1.33 Uhr des 12.3. in Brand. Zwei Feuerlöschboote wurden zum Havaristen geschickt. Rettungsschiffe der Azerbaijan Oil Fleet und des Ministry of Emergency Situations bargen die 15-köpfige Besatzung bei schwierigen Wetterbedingungen gegen zwei Uhr ab. Die "Kura" nahm neun und die "Whirlwind" sechs Menschen an Bord. Auch ein Helikotper war vor Ort. Das Schiff wurde nach Abschluss der Löscharbeiten nach Baku geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.03.2010

"Marschenland" treibt nach Feuer im Atlantik

Rabat / Marokko, 12.03.10 - Auf dem belgischen Frachter "Marschenland" 1373 BRZ (IMO-Nr.: 8415184) kam es am 11.3. zu einem Maschinenraumbrand im Atlantik auf Position 34 36.4 N 06 55.1 W zwischen Rabat, Marokko und Gibraltar. Daraufhin brach die gesamte Energieversorgung an Bord zusammen. Das 75,19 Meter lange Schiff samt seiner 7-köpfigen russisch-ukrainischen Besatzung wartete in der See treibend auf Berger. Der 1552 Tonnen verdrängende, 1985 erbaute und ehemals deutsche Frachter wird von der Rederij Marschenland N.V. Antwerpen, betrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.03.2010

"AIDAluna" von Bö auf Kai gedrückt

Santa Cruz de La Palma, Kanarische Insel La Palma / Spanien, 12.03.10 - Beim Anlaufen von Santa Cruz de la Palma auf La Palma ist das unter italienischer Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "AIDAluna", 69203 BRZ (IMO-Nr.: 9334868) havariert. Es wurde von einer starken Windbö erfasst und gegen den Kai gedrückt. Dabei entstand eine sechs Meter lange Beule im Rumpf. Das Schiff schlug aber nicht leck, Menschen kamen nicht zu Schaden.
Erst vor rund drei Wochen gab es einen ähnlichen Zwischenfall mit der "Costa Europa", bei dem in Sharm el Sheikh drei Seeleute zu Tode kamen, als starke Sturmböen beim Anlegen das Schiff auf den Kai drückten und aufrissen. Kreuzfahrtschiffe bieten naturgemäß eine sehr gute Angriffsfläche für starke Böen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.03.2010

"Tiwi Pearl" vorzeitig auf Grund geschickt

Moreton Bay, Queensland / Australien, 12.03.10 - Zwei Tage früher als geplant wurde am 12.3. der 24 Meter lange einstige Thunfisch-Kutter "Tiwi Pearl" als künstliches Riff in der Moreton Bay in Südost-Queensland versenkt. Ursprünglich hatte das Schiff erst am 14.3. nahe St Helena Island auf die letzte Reise gehen sollen. Stattdessen wurde es fünf Kilometer von der anvisierten Versenkungsposition entfernt auf Grund geschickt. Das im Vorfeld der Versenkung halb mit Beton gefüllte Schiff hatte sich von zwei seiner vier Moorings losgerissen und machte Wasser. Deshalb wurde beschlossen, es aus Sicherheitsgründen und aufkommenden Windes kurzfristig am Harry Atkinson Reef zu versenken. Insgesamt sollen in der Moreton Bay sechs künstliche Riffe geschaffen werden, die "Tiwi Pearl" stellt nun das erste dar. Es wurde nach der Versenkung allerdings gemutmaßt, der Termin sei vorgezogen worden, um Protesten von Fischern gegen Fangbeschränkungen in der Moreton Bay vor Brisbane vorzubeugen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.03.2010

"C. Columbus" auf Abwegen

Iloilo City, Insel Panay, Inselgruppe der Visayas / Philippinen, 12.03.10 - Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "C. Columbus", 15067 BRZ(IMO: 9138329) von Hapag Lloyd rammte, als es mit 164 Passagieren und 80 Besatzungsmitgliedern an Bord im Iloilo International Port in Loboc, La Paz, am 11.3. einlaufen wollte, den 94 Meter langen südkoreanischen Frachter "Daejoo Ace" (IMO: 840879100). Der Kapitän des Kreuzfahrers hatte wohl den starken Wind und die Strömung nicht richtig eingeschätzt. Die von der Sundo Shipping Co. Ltd. betriebene "DaeJoo Ace" war gerade dabei, eine Ladung Reis der National Food Authority (NFA) zu löschen, als ihm das Schiff in die Seite fuhr. Danach krachte es noch gegen einen Stahlträger am Kai. Das Vorschiff der "C. Columbus" erlitt dabei Schäden, die erst beseitigt werden mussten. Deswegen konnte sie nicht, wie geplant, gegen 19 Uhr auslaufen. Der Kreuzfahrer wird von der Conti Reederei Management GmbH und Co. Konzeptions-KG betrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.03.2010

Frachter vor Bunder gesunken – 10 Mann gerettet

Manjeshwar, Bundesstaat Kerala / Indien, 12.03.10 - Am 11.3. erlitt der Frachter "Ghousia Samdani" aus Gujarat, der am Morgen mit einer Ladung Baumaterial von Bunder nach Agatti Island nahe Lakshadweep ausgelaufen war, 16 Meilen vor Bunder Wassereinbruch. Die zehnköpfige Crew ging ins Rettungsboot, nachdem sie Notsignale abgesetzt hatte. Ein in der Nähe befindlicher Kutter aus Mangalore nahm sie unversehrt auf. Das Schiff sank 15 Meilen von Manjeshwar entfernt. Die Besatzung wurde in Polizeigewahrsam genommen und zum Untergang befragt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.03.2010

Großeinsatz für leckes Binnenschiff in Beidenfleth

Beidenfleth, Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein / DE, 11.03.10 - Am 11.3. gegen 7.45 Uhr wurden die Feuerwehr Beidenfleth, der Löschzug-Gefahrgut des Kreises Steinburg, die Ölwehr 11 Glückstadt sowie die Taucher der Feuerwehr Itzehoe zum Silo der Firma Trede & von Pein in Beidenfleth gerufen. Auf dem deutschen Binnenschiff "Eljo", 1253 ts (ENI Nr.: 04601590) waren rund 15 Tonnen Öl-Wassergemisch durch ein Leck in den Maschinenraum des Schiffes gelaufen. Das Wasser-Öl-Gemisch stand dort bis zu fünf Zentimeter hoch über den Bodenplatten. Das Schiff war aus Rotterdam gekommen und lag zum Löschen der Ladung von 1081 Tonnen Schrot in Beidenfleth. Eine Fachfirma wurde an die Einsatzstelle bestellt, und ein Mitarbeiter des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark- und Meeresschutz begutachtete die Lage vor Ort zusammen mit der Wasserschutzpolizei und der örtlichen Wehrführung. Die Taucher der Feuerwehr Itzehoe konnten im Laufe des Tages wieder aus dem Einsatz entlassen werden. Material zum Auffangen von Öl und entsprechende Sperren wurden an der Einsatzstelle bereit gehalten. Eine Fachfachfirma wurde beauftragt, das Öl-Wassergemisch abzupumpen. Am 13.3. sollte das Schiff zur Reparatur in eine nahe Werft gehen.
Das Schiff entstand als "Heima" im Jahr 1930 bei Vuijck & Zn., Capelle a/d IJssel, für F. Stevens in Schore. Seit 2009 erst läuft es als "Eljo" für Dortmunder Reeder. Es ist 79.92 Meter lang, 9,49 Meter breit und hat 2,63 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.03.2010

Neues Tauchziel am Redbird Reef

Redbird Reef, Sussex County, Delaware / USA, 11.03.10 - Das Redbird Reef, Delawares populärstes Tauchriff  16 Meilen östlich der Mündung des Indian River, hat ein neues Tauchziel erhalten. Unweit zweier im vergangenen Jahr zu künstlichen Riffen gewordener Kutter wurde dort jetzt der Schlepper "Sandy Point" versenkt. Am Redbird Reef liegen auch rund 1000 ausgediente U-Bahn-Waggons der Subway von New York und eine Reihe anderer Fahrzeuge. An einer anderen Stelle vor dem Indian River liegen sechs Bargen, von denen zwei über 100 Fuß lang sind. Später in diesem Jahr wird der Zerstörer USS "Arthur W. Radford" folgen. Das 563 Fuß lange Schiff wird das größte künstliche Riff an der Ostküste werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.03.2010

"Antoinette" half zwei Kuttern

Stellendam, Gemeinde Goedereede, Provinz Südholland / Niederlande, 10.03.10 - Am 9.3. kam das holländische Rettungsboot "Antoinette" der KNRM-Station Stellendam bei einer Hilfeleistung für den Sportkutter "Esox" unterwegs nach Stellendam an dem dort beheimateten Kutter "Anna Niek" (SL 18) (MMSI-Nr.: 244050849) vorbei, der auf einer Sandbank vor dem Hafen gestrandet war. Nachdem die "Esox" mit ihrer zweiköpfigen Crew dort abgeliefert war, stellte die "Antoinette" eine Schleppverbindung zur "Anna Niek" her und zog sie von der Untiefe in tieferes Wasser. Dort konnte sie aus eigener Kraft weiterkommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.03.2010

Geborgene Bargen der "Margaret" stehen zum Verkauf
Update vom 08.03.10

Jacobsbaai (Jacobs Bay), Western Cape , Südafrika - Die von SMIT vom Wrack der Barge "Margaret" herunter gesprengten sechs Bargen und drei Dock-Caissons werden von der SAMSA jetzt zum Verkauf gestellt. Zunächst sollen vier Bargen, die derzeit in der Saldanha Bay liegen, veräußert werden. Zwei weitere Bargen sollen zunächst noch bei der Leichterung der Kohleladung der "Seli 1" in der Tafelbucht eingesetzt werden und dann auf den Markt gehen. Interessenten können die vier Bargen nun in der Saldanha Bay in Augenschein nehmen und bis zum 31.3. Offerten bei Shepstone & Wylie, die die SAMSA (South African Maritime Safety Authority) vertreten, abgeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.03.2010

Wasserschutzpolizei birgt manövrierunfähiges Kajütboot

Stettfeld, Landkreis Haßberge, Regierungsbezirk Unterfranken, Bayern / DE, 11.03.10 - Während einer Überführungsfahrt von Würzburg nach Passau geriet ein 60-jähriger Mann auf dem Main bei Stettfeld regelrecht in Seenot. Aufgrund eines Getriebeschadens seines 8 Meter langen Kajütbootes trieb der Mann durch die Strömung und starken Windböen auf die Ufersteine und beschädigte dort die Ruderanlage. Gerade noch vor dem Passieren eines 110 Meter langen Frachtschiffes, das bei der Fahrt zusätzlich durch Sog und Wellenschlag den Freizeitkapitän gefährlich werden konnte, wurde mit dem Boot der Wasserschutzpolizei das Sportboot vom Ufer weggezogen und zu einer geeigneten Anlegestelle geschleppt.
Quelle: kanal8.de vom 11.03.2010

Bordhund der "Mary Rose" wird nach über 500 Jahren ausgestellt

Portsmouth, Grafschaft Hampshire, England / UK, 11.03.10 - Der Hund, der an Bord des 1545 gesunkenen Schlachtschiffs "Mary Rose" bei dessen Bergung im Solent gefunden wurde, erhielt seinen Spitznahmen nach dem Fundort, wo ihn Taucher entdeckten – einer Luke (Hatch). Jahrhundertelang hatte er nahe der Schiebeluke der Tischler-Kajüte gelegen. Nun wird das zu 99 Prozent erhaltene Skelett zusammen mit anderen Artefakten aus der Tudor-Zeit erstmals bei der jährlichen Hundeschau im Kennel Club in Birmingham ausgestellt. Der Mischling war wohl als Rattenfänger auf dem Schiff gewesen, denn Katzen waren damals an Bord nicht erlaubt aus Sorge, dass sie Unglück brächten. Analysen der Knochen ergaben, das Hatch wohl die größte Zeit seines an die zwei Jahre währenden Lebens auf Schiffsplanken verbrachte und höchstens mal am Kai in Southampton Auslauf hatte. Es handelt sich um den ältesten bekannten Bordhund der Welt. Seine Leiche ist eines von rund 19000 Fundstücken aus dem Wrack der "Lady Rose", doch sie konnte mangels Platz nie in Portsmouth gezeigt werden. Dies soll sich im künftigen Mary Rose Museum ändern.
Der Untergang des 34 Jahre alten Flaggschiffs von Henry VIII. war stets ein Rätsel geblieben. Forscher nehmen an, dass das Schiff sich während einer Schlacht mit Frankreich am 19.7.1545 so scharf überlegte, das Wasser durch die offenen Geschützpforten flutete. Dies könnte auf ein Missverständnis zwischen dem Befehlshaber Admiral George Carew und seiner spanischsprachigen Crew zurückzuführen gewesen sein – ein Fehler, der fast 500 Menschenleben kostete. Das Schiff sank so schnell, das auch die Ratten keine Chance zur Flucht hatten. Doch es zeigte sich, dass Hatch wohl gute Arbeit geleistet hatte. Es fanden sich nur wenige Rattenknochen an Bord. Das Wrack wurde zunächst 1830 erstmals wieder entdeckt, doch mit der Verschlickung des Solent wieder verloren bis 1967. 1982 wurde es nach langer Vorarbeit gehoben. Rechtzeitig zur Olympiade 2012 will das Museum im Portsmouth Historic Dockyard neu eröffnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

Amazonas-Fähre gesunken – zwei Vermisste

Bundesstaat Amazonas / Brasilien, 11.03.10 - Am Morgen des 10.3. sank auf dem Amazonas die Fähre "A. Nunes" mit 92 Menschen an Bord. Zwei Besatzungsmitglieder wurden vermisst und sind vermutlich ertrunken, die anderen wurden einem passierenden Flussschiff gerettet. Die "A. Nunes" ging gegen ein Uhr auf dem Solimoes River, einem der beiden Zuflüsse des Amazonas, nahe Anori und rund 190 Kilometer von Manaus entfernt unter. Sie war von dort auf Westkurs nach Tefe, als ein im Fluss treibender Baumstamm den Rumpf aufriss. Die beiden Vermissten wurden von der Strömung fortgerissen, als sie am Rumpf abtauchten, um ihn abzudichten. Die brasilianische Marine schickte ein Patroullienboot und Taucher zur Unglücksstelle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

Sturmtief Andrea brachte Frachter in Not

Arbatax, Provinz Ogliastra, Sardinien / Italien, 10.03.10 - Das Sturmtief Andrea hat im Mittelmeer zwei Schiffe in Bedrängnis gebracht. Die italienische Roro-Fähre "Esprit", 9399 BRZ (IMO-Nr.: 7713383), erlitt vor der sardinischen Küste am 10.3. Ruderschaden. Ein Schlepper sowie das Patroullienboot "CP 824" kamen dem in meterhohen Seen treibenden Schiff vor Monte Santu, rund acht Meilen nördlich von Arbatax, zu Hilfe. An Bord waren 19 Mann Crew und ein mitreisender Lkw-Fahrer. Der Havarist konnte nach Arbatax eingebracht werden. Er hatte Gefahrgut an Bord. Das 10270 Tonnen verdrängende Schiff der Efthymiou Shipping in Athen wurde 1979 auf der Kalmar-Werft erbaut und als "Merzario Fenicia" in Fahrt gebracht. Es ist 140 Meter lang und 20,3 Meter breit.

Tarent (Táranto) Provinz Tarent, Region Apulien / Italien, 10.03.10 - Ebenfalls 19 Mann Crew hatte der bulgarische Frachter "Burgas", 7455 BRZ (IMO-Nr.: 8518077) an Bord, als er am 11.3. um 00.35 Uhr 60 Meter vor der Küste von Castellaneta (Taranto) auf einer Sandbank festkam. Das Schiff hatte einige hundert Meter vor dem Strand geankert, war aber unter dem Einfluss von Wind und Wellen ins Treiben geraten. Als die Verkehrszentrale die Drift bemerkte, war es bereits zu spät. Patrouillienboote der Küstenwache vergewisserten sich, dass die Lage an Bord sicher ist. Der 8800 Tonnen verdrängende Frachter wird von der Navibulgar in Varna betrieben. Er ist 123,63 Meter lang und 21,06 Meter breit. Er wurde 1987 in Gijon erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

Kran an Kieler Kraftwerk zum 2. Mal demoliert

Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 10.03.10 - Am 10.03., gegen 10:30 Uhr, stieß der unter Bahamas Flagge fahrende Frachter "Strami", 2373 BRZ (IMO-Nr.: 8922254) beim Anlegen am GKK-Kraftwerk in Kiel gegen den dortigen Verladekran und beschädigte diesen so, dass er zunächst nicht mehr betrieben werden konnte. Nach der Untersuchung durch zwei Sachverständige konnte der Kran am 11.3. wieder in Betrieb genommen werden. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten noch an. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest, dürfte nach Schätzungen aber nicht unerheblich sein. Das 88 Meter lange Schiff von Ferrus Smit aus Hoogezand war mit einer Ladung Kohle für das Kraftwerk aus Stettin gekommen.
Bereits im Jahr 2006 hatte der Frachter "Anne Marie" den Kran beim Anlegen beschädigt. Damals hatte der Kapitän 2,27 Promille im Blut gehabt, jedoch hatte ihm nicht nachgewiesen werden können, dass er Alkohol vor und nicht, wie behauptet, nach der Kollision getrunken habe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

Berlin soll Lösung erwirken im Umgang mit Wrack der "Admiral Graf Spee"

Montevideo / Uruguay, 10.03.10 - Ein Geschäftsmann aus Uruguay hat am 10.3. konkrete Hilfe von der Bundesregierung in Berlin verlangt im Zusammenhang mit dem am 17. Dezember 1939 vor Montevideo selbstversenkten Schlachtkreuzer "Admiral Graf Spee". Der Geschäftsmann Alfredo Etchegaray hat einen Vertrag mit der Regierung in Uruguay, der ihm die Rechte über rund 1000 vor der Küste in den letzten 300 Jahren gesunkenen Schiffen gibt. Er will ein Ende des deutschen Widerstandes gegen die Ausstellung geborgener Teile des Wracks wie einen großen Bronzeadler mit Hakenkreuz in den Klauen, der sich einst am Heck befand. Er ist derzeit im Gewahrsam der Marine Uruguays. Nach eigenen Angaben arbeitet Etchegaray seit 1984 an der Bergung von Teilen des Wracks. 2004 hob er den tonnenschweren Telemeter, ein Entfernungsmessgerät. In einem Hotel in Montevideo wurden 2004 Artefakte ausgestellt, doch nach Druck aus Deutschland wurde die Ausstellung wieder geschlossen, und das Bergungsgut von der Marine gesichert. Deutschland solle ihn nun unterstützen und kompensieren, fordert der Berger. Der deutsche Außenminister forderte bei seiner Südamerikareise am 9.3., die Stücke sollten in einem Museum aufbewahrt werden. Nazisymbole sollten keinesfalls auf dem Markt für Militaria landen, forderte er in Montevideo.
Der Schlachtkreuzer war, um der drohenden Internierung zu entgehen, von seinem Kommandanten Hans Langsdorff im Rio de La Plata gesprengt worden. Er hatte zuvor schwere Gefechtsschäden erhalten und Montevideo als Nothafen angelaufen. Nach einem diplomatischen Tauziehen musste das Schiff den Hafen schließlich verlassen. Um unnötige Menschenopfer zu vermeiden – vor der Küste kreuzten starke britische Verbände -, ließ Langsdorff es wenig später von der Rumpfcrew, die auf der letzten Fahrt an Bord war, versenken. Danach beging er Selbstmord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

Explosion auf "Boudicca"- drei Verletzte

Málaga, Andalusien / Spanien, 10.03.10 - Am 3.3. kam es auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrer "Boudicca", 28372 BRZ (IMO-Nr.: 7218395) zu einer Kesselraumexplosion, nachdem er von Southampton kommend in Malaga festgemacht hatte. An Bord waren zu dieser Zeit 831 Passagiere und eine Crew von 331. Drei Philippinos erlitten durch kochendes Wasser zum Teil schwere Verbrühungen und kamen ins Krankenhaus, einer in kritischem Zustand. Der nächste Anlaufhafen Cartagena musste danach gestrichen werden. Bei dem 206,96 Meter langen Schiff der Reederei Fred Olsen in Oslo handelt es sich um die einstige "Royal Viking Sky", die 1973 bei Wärtsilä in Helsinki erbaut wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

13 Schiffbrüchige nach Bootskenterung gerettet

San Juan / Puerto Rico, 10.03.10 - Der britische Containerfrachter "MSC Acapulco", 10763 BRZ (IMO-Nr.: 9111474) rettete am 10.3. um 12.47 Uhr 13 Überlebende, neun Männer und vier Frauen, einer gekenterten Yola (Fischerboot) südlich von Isla Saona in der Dominikanischen Republik. Sie wurden einem Boot der örtlichen Marine übergeben, das sie nach La Romana brachte. Währenddessen wurde die Suche nach zwei weiteren Vermissten fortgesetzt und durch einen HH 65 Dolphin-Helikopter der Air Station Borinquen und das 110 Fuß lange Küstenwachschiff "Pea Island" aus Key West unterstützt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

Hearing zur "Eagle Otome"-Kollision fortgesetzt
Update vom 10.03.10

Port Arthur, Texas / USA, 10.03.10 - Am 10.3. war der zweite Tag des Hearing der Coast Guard zur Kollision der "Eagle Otome" mit dem Frachter "Gull Arrow" und dem Schlepper "Dixie Vengeance" am 23.1., bei der über 400,000 Gallonen Öl in den Sabine-Neches Waterway ausliefen. Dabei stellte der 2. Lotse, Captain David Borden, sein Trainingsprogramm und seine Erfahrung sowie Ruhezeiten und Vorbereitungen für den Transit dar. Peter Chua, der 3. Offizier der "Eagle Otome", sagte über seine seemännische Vergangenheit und die Wachpflichten aus. Captain Lex Wimberley, Kapitän der "Dixie Vengeance" machte Angaben über die Arbeit seines Schleppers, die Konfiguration des Schleppverbandes und die Navigationsausrüstung auf der Brücke sowie die Ereignisse, die zur Kollision führten. Er sagte, er habe die Maschine zurück laufen lassen, als er das Alarmsignal der "Eagle Otome" hörte und sah deren Anker noch fallen. Versuche, über Funk zu kommunizieren, waren zuvor ohne Reaktion geblieben. Dies wurde von einem Besatzungsmitglied bestätigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

Russischer Kühlfrachter zerbrochen

Bäreninsel, Barentssee / Norwegen, 10.03.10 - Der russische Fischfrachter "Petrozavodsk", 2464 BRZ (IMO-Nr.: 8016457), der am 11.5.2009 auf Bjørnøya vor Svalbard gestrandet war, ist jetzt in zwei Teile gebrochen. Damit wurden Pläne der norwegischen Küstenverwaltung obsolet, das Schiff im Sommer 2010 zu räumen. Der Bug löste sich vom restlichen Schiffskörper und kippte auf die Seite. Nun ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass auch das Heck sich nach Steuerbord legt. Ursprünglich hatte im Sommer begonnen werden sollen, Kabel und Isolationsmaterial aus dem Kühlschiff auszubauen, das wegen Trunkenheit der Schiffsführung an der unzugänglichen Stelle auf den Felsen landete. In der Nähe befinden sich große Seevögel-Brutkolonien. Das Küstenwachboot "Nordkapp" beobachtete am 9.3. die Entwicklung vor Ort und dokumentierte das Wrack.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

Manövrierunfähige Yacht abgeschleppt

Hansweert, Gemeinde Reimerswaal, Provinz Zeeland / Niederlande, 10.03.10 - Der Schlepper "Bravo" von Polderman aus Hansweert hat am Abend des 10.3. die manövrierunfähige belgische Yacht "Jit Nie" geborgen, die nahe Hansweert über einen Damm bei Ossenisse gelaufen war und Ruderschaden erlitten hatte. Die "Jit Nie" trieb daraufhin mit ihrem Skipper zwischen den Seeschiffen hilflos im Fahrwasser. Sie wurde nach Westerschelde geschleppt. Von dort soll es in den Yachthafen von Wemeldinge zur Reparatur weitergehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

"Ecostar G.O." weiter in Oxelösund
Update vom 07.03.10

Oxelösund, Provinz Södermanlands län / Schweden, 10.03.10 - Der unter Marshall Islands-Flagge segelnde Bulkcarrier "Ecostar G.O." (IMO-Nr.: 9386421) wurde am 10.3. vom Kailiegeplatz 9½ nach Kai III im Hafen von Oxelösund verschleppt, nachdem zuvor der vollgelaufene Laderaum gelenzt worden war. Während am aufgerissenen Rumpf aber noch keine Reparaturen einsetzten, liegt der Kollisionsgegner "Global Carrier", 13117 BRZ (IMO-Nr.: 7528647) seit dem 7.3. zur Wiederherstellung des eingedrückten Bugs in Stettin.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

"Maria S. Merian" provisorisch wiederhergestellt
Update vom 07.03.10

Limassol / Zypern, 10.03.10 - Am 11.3. sollen die provisorischen Reparaturarbeiten an dem deutschen Forschungsschiff "Maria S. Merian", 5573 BRZ (IMO-Nr.: 9274197) in Limassol beendet sein, die nach der Kollision mit der zypriotischen Fähre "Pontos", 20344 BRZ (IMO-Nr: 7718450), am 28.2. nötig geworden waren. Die Fähre war ihr ins Heck gelaufen. Dabei wurden ein dort angebrachtes Arbeitsgerüst, der Rumpf sowie das Freifallrettungsboot beschädigt. Dann wurde das Forschungsschiff noch gegen zwei vor seinem Bug liegende Hafenschlepper geschoben. Die Forschungsexpedition "MSM14/3" vor der zyprischen Küste musste daraufhin verschoben werden, die Wissenschaftler kamen während der Reparaturarbeiten in örtlichen Hotels unter. Das Rettungsboot konnte so schnell nicht ersetzt werden, stattdessen wurden zusätzliche Rettungsinseln an Bord genommen. Eine endgültige Reparatur soll im Sommer in einer deutschen Werft erfolgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

Fährboot vor Kamerun gekentert – an die 30 Opfer befürchtet

Yaoundé / Kamerun, 10.13.10 - Mindestens neun Menschen ertranken und 15 wurden vermisst, nachdem vor der Küste von Kamerun ein Boot auf dem Weg nach Nigeria am 7.3. kenterte. Rund 60 Menschen waren an Bord des Schiffes, als es vor der Südwestküste in hohen Wellen unterging. Die Polizei und Angehörige einer nahen Marinebasis konnten an die 40 Leute retten. Wenige Stunden später trieben die ersten Leichen an. Die Suche nach den Vermissten dauerte auch am 10.3. an. Ursache des Unglücks war wohl Überladung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

Zweimaster drohte in Jakobstad zu sinken

Jakobstad / Finnland, 09.03.10 - 200 Kubikmeter Wasser drangen in den schwedischen Zweimaster "Jakobstads Wapen" ein und richteten erheblichen Schaden an Maschine und Elektrik an. Die Feuerwehr lenzte die Galeasse, einen Nachbau eines Schiffes aus dem 17. Jahrhundert, die am 8.3. durch den Wassereinbruch am Kai in Jakobstad zu sinken drohte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.03.2010

Mindestens drei Tote bei Kenterung überladener Fähre

Tongibari Upazila, Munshiganj Bezirk, Division Dhaka / Bangladesch, 10.03.10 - Mindestens drei Menschen, darunter ein achtjähriges Kind, starben, als ein Fahrgastschiff am 10.3. auf dem Padma-River bei Tangibari Upazila in Munshiganj kenterte. Sie stammten alle aus dem Netrokona Distrikt. Das Schiff war mit über 100 Passagieren nahe des Hassail Bazar gesunken. Die Anzahl der Vermissten war unbekannt. Wahrscheinlich war Überladung Schuld an dem Unglück. Die Feuerwehr leitete eine Rettungsaktion ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.03.2010

Gestrandetes Binnenschiff blockierte Rhein

Leimersheim, Landkreis Germersheim, Rheinland-Pfalz / DE, 10.03.10 - Am 09.03.2010 lief das niederländische Binnenschiff "Avalon", 3964 ts (ENI-Nr.: 02329494) auf dem Rhein bei Kilometer 372,5, nahe Leimersheim (Landkreis Germersheim) auf eine Buhne. Für mehrere Stunden blockierte der Havarist den Schiffsverkehr, da der Rhein für die Bergungsarbeiten gesperrt werden musste. 11 Schiffe mussten ihre Fahrt zeitweilig unterbrechen. Um 16.00 Uhr ging das niederländische Binnenschiff "Benja" (ENI-Nr.: 02331196) längsseits und versuchte zunächst vergeblich mit Hilfe seines 550 PS starken Bugstrahlruders, die mit Stahlrollen beladene "Avalon" von der Buhne zu ziehen. Die Unfallstelle wurde von der "Gottfried Tulla" des WSA Mannheim und dem in Karlsruhe stationierten Polizeiboot 4 gesichert, bis es Stunden später endlich doch gelang, den Havaristen wieder flott zu machen. Er war für den derzeitigen niedrigen Wasserstand des Flusses zu tief abgeladen gewesen und deswegen mit dem Heck festgekommen.
Die "Avalon" wurde 2008 bei  Santierul Naval Orsova SA in Orsova erbaut und der Kasko bei De Gerlien - Van Tiem in Druten ausgerüstet. Das Schiff der Vof. Leunis - Grinwis in Terneuzen ist 135 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat einen Tiefgang von 3, Metern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.03.2010

"Silver Fern" von Kutterkollegen geborgen
Update vom 09.03.10

Curio Bay, The Catlins Coast / Neuseeland, 10.03.10 - Der Kutter "Silver Fern" aus Bluff wurde einen Tag nach seiner Strandung in der Curio Bay vor der Küste von Catlins wieder flott gemacht. Der 12 Meter lange hölzerne Trawler hatte um 5.49 Uhr dem Rescue Coordination Centre den Seenotfall gemeldet, woraufhin zwei Hubschrauber gestartet waren. Da die Crew aber nicht in Gefahr war, drehten sie wieder ab. Die "Silver Fern" hatte über Nacht geankert, doch offenbar hatte der Anker nicht gehalten im Sand, und nach einem Winddreher trieb das Schiff auf Grund. Die zweiköpfige Crew konnte im knietiefen Wasser an Land waten. Der Hummerkutter "Argosy", der nahe Stewart Island auf Fang war, nahm mit 11 Knoten Fahrt Kurs auf die Strandungsstelle. Nachdem er vier Stunden darauf eingetroffen war, machte er sich umgehend daran, den Havaristen wieder flottzumachen. Mit der Flut gelang dies um 11.20 Uhr, nachdem er eine Stunde an der 500 Meter langen Schlepptrosse gezogen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.03.2010

Atomkraftwerk alarmiert nach Ladungsverlust der "Seli 1"

Koeberg, Melkbosstrand, Westkap / Südafrika, 09.03.10 - Die Belegschaft des Atomkraftwerks Koeberg wurde in der Nacht zum 9.3. in Alarmbereitschaft versetzt, nachdem es Berichte über einen Ölteppich, der nördlich von Kapstadt trieb, gab. Es könnte sich um Öl aus dem Wrack des gestrandeten Bulkcarriers "Seli 1" handeln, der am 7.9.2009 vor Blouberg gestrandet war. Die Kraftwerkscrew wurde gebeten, den Ölschutzschild des Seewassereinlasses abzusenken. Später stellte sich heraus, dass es sich um eine Gewässerverunreinigung durch Kohlestaub handelte, die von der Fracht der "Seli 1" herrührte. Smit Salvage bestätigte, dass das Öl aus dem Wrack abgepumpt wurde auf Weisung der südafrikanischen Maritime Safety Authority, und dass die Marine Electrical Technical Services aus Kapstadt die 30000 Tonnen Kohle von den Ladungseigentümern erworben haben und dabei sind, diese zu leichtern. Der Kohlestaub stelle aber keine unmittelbare Umweltgefahr dar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.03.2010

Hearing zur Kollision der "Eagle Otome" hat begonnen

Port Arthur, Texas / USA, 09.03.10 - Am 8.3. begann ein Hearing der Coast Guard zur Kollision des Tankers "Eagle Otome" mit der Barge "Gulf Arrow" sowie dem Schlepper "Dixie Vengeance" am 23.1. im Sabine Neches Waterway, bei der 462000 Gallonen Öl ausliefen. Dabei stellte sich heraus, dass die Lotsen beider Schiffe sich klar waren, dass sich ihre Fahrzeuge in kurzer Distanz voneinander befanden, doch sie dachten, dass sie voneinander klar kämen.
Der Kapitän der "Eagle Otome" sagte aus, dass er sich über die Lage seines Schiffes zusehends Sorgen gemacht habe, als es von starken Winden auf die Westseite des Kanals gedrückt wurde. Diese aber hätte für Entgegenkommer freibleiben müssen. Die Sicht war sehr, sehr schlecht, sagte er, und das Schiff drehte an einem Punkt zu scharf. Er half den Lotsen, den Winkel zu korrigieren. Es befanden sich vorschriftsgemäß zwei von ihnen an Bord. Doch die Lotsen seien nicht kooperativ gewesen und hätten ihm die Informationen über die Absprache mit dem entgegenkommenden Schlepper "Dixie Vengeance", der mit zwei Bargen flussabwärts unterwegs war, vorenthalten. Der Schlepper war vor dem Tanker noch gewarnt worden, und dessen Kapitän hatte ihn in Sicht, war aber von der Breite des Schiffes wohl überrascht. Ein Lotse sagte, die Fahrt des Tankers solle herabgesetzt werden, um eine Passage zu ermöglichen. Dies wurde vom Schlepper bestätigt. Der Tankerkapitän versuchte Augenblicke vor der Kollision noch, die Programmierung des Schiffes zu überlisten und es zu beschleunigen, doch dabei drückte er versehentlich einen Knopf auf der Konsole, der die Maschine sofort abschaltete. Er wies den Mann am Buganker daraufhin sofort an, diesen fallen zu lassen trotz der hohen Fahrt, die das Schiff lief, um es wieder auf Kurs zu bringen. Doch es war zu spät, der Tanker geriet weiter aus seinem Fahrwasser heraus und kollidierte mit der am Kai liegenden Barge, ehe der Bug des Tankers von dem entgegenkommenden Schleppzug aufgerissen wurde und die Ölverschmutzung ihren Lauf nahm.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.03.2010

Schiff sollte aus Zorn über Entlassung versenkt werden
Update vom 09.03.10

Waterford, Bundesstaat New York / USA, 09.03.10 - Ein einstiger Beschäftigter der Stadt Waterford sitzt seit dem 8.3. im Saratoga County Gefängnis, nachdem er versucht hatte, den 259 Fuß langen und 36 Fuß breiten Frachter "Day Peckinpaugh" in Schleuse 2 zu versenken. Er hatte im Juli 2009 eine Tätigkeit für das State Museum bei der Instandhaltung deren Schiffes angetreten, die am 25.2.2010 endete. Am 7.3. schlich er an Bord und öffnete Flutungsventile, eher er mit einem in der Nähe geparkten Chevrolet Blazer floh, den die Polizei später sicherstellte. Am Morgen des 8.2. stellten Arbeiter gegen sieben Uhr fest, dass das Heck des Schiffes um zwei Fuß tiefer als normal lag. Üblicherweise sind vier Mann das ganze Jahr an Bord tätig. Es stellte sich heraus, dass Wasser in den Maschinenraum flutete. 12 Mann machten sich daran, das eingedrungene Wasser auszupumpen, um den drohenden Untergang abzuwenden. Das staatliche Canal Corps und die Marine Highway Transportation Company stellten Schläuche und Pumpen zur Verfügung. Schnell stellte sich heraus, dass der Wassereinbruch auf Sabotage zurückzuführen sein musste. Die einzige Möglichkeit, unter Deck zu gelangen, war mit dem richtigen Schlüsselbund. Die Polizei hatte schnell den unlängst entlassenen Mann im Verdacht. Als sie den Chevrolet des Education Department einen Block von seinem Haus in Waterford entfernt fand, wurde er vernommen und gestand die Tat. Der polizeibekannte Mann hatte sie aus Wut über seine Entlassung begangen.
Die "Day Peckinpaugh" ist im National Register of Historic Places gelistet und wurde 2005 vor der Verschrottung bewahrt. Das 1921 erbaute Schiff war das erste seiner Art für die Fahrt auf dem Kanal und den Great Lakes. Der angerichtete Schaden wird auf über 15,000 Dollar geschätzt. Generatoren und elektrische Einrichtungen wurden von dem Wasser in Mitleidenschaft gezogen, außerdem entstanden Kosten bei der Sicherung von Diesel und Öl vor dem Austritt in den Erie Canal. Das State Museum hat einen Etat von über drei Millionen Dollar zur Renovierung der "Day Peckinpaugh", die Ende 2012 abgeschlossen sein soll. Das Schiff liegt im Winter bei Schleuse 2 und im Sommer am Matton Shipyard auf Peebles Island.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.03.2010

Tiefseetauchpionier implodiert

Woods Hole, Barnstable County, Cape Cod, Massachusetts / USA, 09.03.10 - Ein Pionier der Tiefseeforschung, eines der ersten ROV's der Geschichte, ging am 5.3. auf einer Forschungsexpedition vor Chile verloren. Die 15 Jahre alte "Autonomous Benthic Explorer", Kurzname "ABE", war am Abend des 4.3. zu seiner 222. und letzten Tauchreise ausgesetzt worden. Am frühen Morgen des Folgetages brach der Kontakt zu dem Forschungsschiff "Melville" plötzlich ab und konnte auch nicht wiederhergestellt werden. Möglicherweise ist einer der Glasbehälter, die die Schwimmfähigkeit herstellten, implodiert. Eine solche Implosion hätte in 3000 Metern Tiefe zur Folge, das auch die übrigen drei Schwimmkörper zerbrechen und die Kommunikationsmittel, mit deren Hilfe ein Aufstieg ermöglicht worden wäre, zerstört.
Das Fahrzeug war am Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) entworfen und erbaut und auch von diesem eingesetzt worden. Das eigentlich schon ausrangierte Gefährt war für die Erforschung der Chile Triple Junction reaktiviert worden, weil sein Nachfolger, die "Sentry", bei einer anderen Expedition im Einsatz war. Die Fahrt begann am 24.2. und hätte am 17.3. enden sollen. Beim ersten Abstieg hatte "ABE" hydrothermische Ausbrüche entdeckt, die beim zweiten Tauchgang genauer dokumentiert werden sollten. "ABE" erreichte auch die angepeilte Position auf dem Meeresgrund, warf die Abstiegsgewichte ab und war dabei, den Ballast zu prüfen. Dann gingen die akustischen Signale der beiden Transponder verloren. Das Erdbeben vor Chile hatte aber nichts mit dem Verlust zu tun, sagten die Forscher.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.03.2010

Ex-Mitarbeiter versuchte, historisches Schiff zu versenken

Waterford, Bundesstaat New York /USA, 09.03.10 - In den Erie Canal Locks in Waterford drohte der 259 Fuß lange Frachter "Day Peckinpaugh" in den Schleusen zu sinken, nachdem an Bord Ventile geöffnet worden waren. Es gelang Arbeitern, den Wassereinbruch zu stoppen, und sie setzten Pumpen an, das eingedrungene Waser zulenzen. Ein Schlepper assistierte. Es stellte sich heraus, dass ein ehemaliger Mitarbeiter des Education Dept., der bis zum 25.2. auf dem Schiff gearbeitet hatte, am 7.3. die Ventile geöffnet hatte. Danach floh er mit einem gestohlenen Auto. Der Schaden an der "Day Peckinpaugh" beläuft sich auf rund 10,000 Dollar. Der Beschuldige wurde verhaftet.
Die "Day Peckinpaugh" war das erste Motorschiff auf dem Erie Canal und den Great Lakes, gewesen. Es war ein gewohnter Anblick auf den Wasserwegen von Central New York, wo es von den 1950ern bis in die 1990er Zement von Oswego nach Rome brachte. 2005 drohte dem Schiff der Abbruch, doch dann wurde es vom Staat als Museumsschiff erworben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Neuseeland: Kutter in der Curio Bay gestrandet

Curio Bay, The Catlins Coast / Neuseeland, 09.03.10 - In der Curio Bay an der Küste von Catlins funkte um 5.49 Uhr des 8.3. der 40 Fuß lange Kutter "Silver Fern" Mayday, als er in der Bucht auf Grund trieb. Der zweiköpfigen Crew kam ein Helikopter zu Hilfe. Ein Hummerkutter aus Invercargill sollte versuchen, das Schiff mit der 11-Uhr-Flut wieder flott zu machen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Baggerschiff vor Pembrokshire in Seenot

Milford Haven, Pembrokeshire, Wales / UK, 08.03.10 - Am 8.3. um 10.51 Uhr wurde das Rettungsboot "Mark Mason" aus Angle zu dem holländischen Hopperbagger "Heron", 949 BRZ (IMO-Nr.: 7825527), gerufen, der vor der Südküste von Pembrokeshire von Rotterdam kommend Wassereinbruch im Laderaum erlitten hatte. Das Schiff trieb mit Backbordschlagseite sechs Meilen vor St. Anne's Head. Zwei RNLI-Männer brachten eine Lenzpumpe auf den mit fünf Mann besetzten Havaristen, der soweit stabilisiert werden konnte, dass ihm eine Einlaufgenehmigung nach Milford Haven erteilt wurde. Ein Lotsenboot eskortierte das Schiff zu den Milford Docks, wo ein Schlepper bereit lag. Das Rettungsboot kehrte um 22.30 Uhr zu seiner Station zurück.
Die "Heron" wurde 1978 erbaut. Sie ist 62,6 Meter lang, 11,2 Meter breit und hat 4,25 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Weitere wertvolle Wracks bei Arbeiten für Ostsee-Pipeline entdeckt

Stockholm / Schweden, 08.03.10 - Bei Arbeiten an der Ostsee-Gasleitung wurden weitere wertvolle Schiffswracks entdeckt. Das älteste Wrack soll mehr als 1000 Jahre alt sein. Insgesamt sind zwölf Schiffe gefunden worden – neun davon sind älter als 100 Jahre. Es handelt sich deshalb um einen bedeutender Fund mit "enormem kulturhistorischen Wert", wie Peter Norman vom schwedischen Reichsantiquariats-Amt am 8.3. sagte. Auch die staatlichen Schifffahrtsmuseen in Schweden stufen die neun Funde in der eigenen Ostsee-Zone als "ausgesprochen wertvoll" ein. So hätten drei der Wracks noch einen intakten Rumpf. Das älteste der neu entdeckten Wracks in Schwedens Wirtschaftszone könnte mehr als 1000 Jahre alt sein.Es wird vermutet, dass eines der Schiffe aus dem Mittelalter stammt. Der Grund für die Vermutung ist der enorme Verfall des Holzes: "Solche Schäden, wie sie bei diesem Wrack zu sehen sind, entstehen durch die Kraft des Wassers. Doch in dieser Tiefe gibt es kaum Bewegung. Die Strömungen sind nicht stark, und es gibt keine Wellen. Das Schiff muss schon seit einer geraumen Weile dort liegen.", sagte Norman. Die meisten der in bis über 100 Metern Tiefe liegenden Schiffe stammen wohl aus dem 16., 18. und 19. Jahrhundert. "Wir können das Alter der Schiffe allerdings nur schätzen. Sie liegen zu tief, als dass unsere Taucher die Wracks unter Wasser untersuchen könnten, und haben daher nur Fotos als Anhaltspunkte." Die Wracks seien mittlerweile registriert, bleiben jedoch unangetastet auf dem Grund des Meeres liegen. Entdeckt wurden die Schiffe dadurch, dass die Firma Nord Stream den Grund des Meeres östlich der schwedischen Insel Gotland systematisch untersucht hat und abfotografieren ließ. Hier soll in Zukunft eine Gas-Pipeline verlaufen. Ein Sprecher der Firma erklärte, dass keiner der Funde direkt in der geplanten Linienführung der Leitung liege. Man rechne deshalb auch nicht mit Verzögerungen bei den von Frühjahr an geplanten Bauarbeiten, wolle aber Rücksicht auf die Interessen der Archäologen nehmen. Erst im Sommer 2009 waren im Greifswalder Bodden die Reste eines 300 Jahre alten Wracks geborgen worden. Es gehörte zu einer künstlichen Schiffssperre, die die Schweden 1715 quer durch den Bodden legten, um den feindlichen Dänen die Einfahrt zu verwehren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Mammoet irritiert über das Überdenken der Pläne zur "U 864"-Bergung
Update vom 05.03.10

Fedje, Provinz (Fylke) Hordaland / Norwegen, 08.03.10 - Die gestoppte Bergung von "U-864" hat zu einem Disput mit Mammoet Salvage geführt. Die norwegische Regierung will noch einmal prüfen, wie die Umwelt bestmöglich vor dem geladenen Quecksilber geschützt werden kann. Eine Scheitern der Hebung würde ihrer Ansicht nach zu große Umweltrisiken bergen. Deswegen müssen verschiedene Alternativen nochmals geprüft werden. Dazu gehört auch eine mögliche Überdeckung des Wracks oder eine kombinierte Abdeckung und Bergung. Es gebe keinen Zeitdruck, sagte die Fischereiministerin. Es müsse die beste Lösung gefunden werden. Mammoet Salvage zeigte sich überrascht von der Entscheidung, die am 5.3. publiziert wurde. Die Bergungsfirma hatte das Schiff heben sollen. Doch später wurde der Bergungsplan von der Dovre Group und dem Transportøkonomisk Institut kritisiert. Nach Meinung von Dovre hat Mammoet nicht die Ressourcen und die Expertise für ein solches Projekt. Mammoets Bergungsplan war eineinhalb Jahre entwickelt worden. Es sei überraschend, dass die "grüne" norwegische Regierung 67 Tonnen Quecksilber womöglich auf dem Meeresgrund belassen wolle, auch im Vergleich zur Räumung des Wracks der "Murmansk", das weniger Giftstoffe enthielte, aber dafür sichtbar sei. Mammoet Salvage erwartet, eine Gelegenheit zu erhalten, den Bergungsplan noch detaillierter zu erläutern. "U-864" wurde am 9.2.1945 von dem britischen U-Boot HMS "Venturer" zwei Meilen westlich von Fedje mit seiner gesamten 73-köpfigen Crew versenkt. Neben der Quecksilberfracht befand sich auch die übliche Bewaffnung an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Wer birgt die gestrandeten Schiffe vor Lagos ?
Update vom 25.02.10

Lagos / Nigeria, 08.03.10 - Am Lekki Beach liegen weiterhin die Wracks von 10 Schiffen, die dort vor drei Wochen von einem Sturm an Land getrieben wurden. Crews bewachen sie und verhindern so Plünderungen. Die Schiffe liegen zwischen dem Light House Beach bis zur fünf Meilen entfernten Westmole von Lagos in der Tarkwa Bay. Die Indigenous Ship Owners Association of Nigeria (ISAN) hat die nigerianische Maritime Administration and Safety (NIMASA) für die Massenstrandung verantwortlich gemacht. Es gebe keine Wetterstation und keine Vorhersagen in der Region. Nach dem Sturm wurden die Eigner aufgefordert, ihre Schiffe binnen einer Woche bergen zu lassen. Doch für einige ist es nach mehreren vergeblichen Anläufen wohl zu spät, sie liegen eingesandet auf dem Strand, und es bleibt wohl nur der Abbruch übrig. Dafür aber haben einige der Schiffseigner wiederum nicht die finanziellen Mittel. Es bleibt abzuwarten, wie das Problem gelöst wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Bagger zerlegt Wrack des größten Ohio-River-Raddampfers
Update vom 03.03.10

Pittsburgh, Pennsylvania / USA, 08.03.10 - Am 8.3. begann der Abbruch der im Ohio River gesunkenen "Becky Thatcher". Ein Bagger fraß sich durch das Holz der Oberdecks. Damit endet die 111-jährige Geschichte des Raddampfers, des größten, den es noch auf dem Fluss gab. Das Schiff hatte unter einer starken Schneelast am 21.2. vor Neville Island Schlagseite entwickelt, sodass Wasser eindringen und den Veteranen versenken konnte. Überlegungen, das Schiff zu erhalten, scheiterten, weil die oberen Decks der "Becky Thatcher" sich vom Stahlrumpf gelöst hatten und das 1. Deck eingestürzt war. Das 2. Deck lag unter Wasser. Da die gesamten Reste in den Fluss zu rutschen drohten, gab es keine Alternative zum Abbruch. Nach Auskunft von Delta Demolition gab es nichts erhaltenswertes mehr am Schiff außer einigen Möbeln und dem Namenszug. Mitte der Woche sollen die Aufbauten verschwunden sein. Dann soll ein Taucher den rund 500 Tonnen schweren Rumpf untersuchen und versuchen, die Untergangsursache herauszufinden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Tauchgang zur "Princess Kathleen" verschoben

Juneau, Alaska / USA, 08.03.10 - Die für den 8.3. geplanten Tauchgänge zum Wrack der Fähre "Princess Kathleen" mussten wegen schlechten Wetters verschoben werden. Ein Taucherteam sollte eine erste Untersuchung der Rumpfstärke mit Ultraschall durchführen und die Menge noch an Bord befindlichen Öls taxieren. Auf der Basis der so gewonnenen Informationen soll eine Einsatzgruppe darüber befinden, ob es sicher ist, dieses Öl aus dem Wrack zu entfernen. Die Tauchoperation soll baldmöglichst nachgeholt werden. Die 369 Fuß lange "Princess Kathleen" der Canadian Pacific Railroad war am 07.09.1952 nahe Lena Point auf Grund gelaufen und einige Stunden später in 80 bis 140 Fuß Wassertiefe abgesunken. An Bord waren zu der Zeit 155000 Gallonen Öl, von denen wiederholt geringe Mengen austraten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Leckende Abdichtung ließ "Eldorado" sinken
Update vom 04.03.10

Port of Friday, San Juan Island, Bundesstaat Washington / USA, 08.03.10 - Das am 2.3. gesunkene, 50 Fuß lange Sportboot "Eldorado" sank wegen einer lecken Wellenabdichtung am Steuerbord-Propellerschaft, und einer defekten Bilgenpumpe, die das eindringende Wasser nicht zurückbeförderte. Dies stellte sich nach der Bergung des Wracks aus der Friday Harbor Marina heraus, nachdem es am 3.3. nach Cap Sante Marina in Anacortes zur Reparatur geschleppt wurde. Zuvor waren Ölschlängel wegen der 100 Gallonen Diesel- und bis zu 15 Gallonen Maschinenöl an Bord ausgelegt worden. 27,5 Gallonen wurden in der Marina aufgegangen. Die Maschine, die Elektrik und die Inneneinrichtung müssen ersetzt werden, dann soll das 39 Jahre alte Schiff wieder in Fahrt gehen. Die Bergung kostete 20,000 Dollar. Das Eignerpaar hatte sich an Land befunden, als sich das Unglück ereignete.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Rauchender Bus im Wagendeck dänischer Fähre

Tårs, Insel Lolland / Dänemark, 08.03.10 - Am 7.3. gab es auf der dänischen Fähre "Vesborg", 2208 BRZ (IMO-Nr.: 9107370) nur 10 Minuten nach dem Auslaufen aus Tårs nach Spodsbjerg Feueralarm. Die Fähre drehte sofort um und kehrte in den Hafen zurück, während der Kapitän die 19 Passagiere ins Bild setzte. Es stellte sich heraus, das eine Ölleitung auf einem auf dem Wagendeck geparkten Bus in Brand geraten war. Die Besatzung hatte das Feuer rasch gelöscht, und die Fähre verließ den Hafen wieder – allerdings nicht, ohne dass während der Überfahrt vorsorglich eine Brandwache am beschädigten Bus aufgestellt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Crew nach Tankeruntergang aus Golf von Aden gerettet

Chaur Fakkan (Khorfakkan) / Emirat Schardscha, 08.03.10 - Am Abend des 6.3. wurden vor Khorfakkan 12 Überlebende des Tankers "I.V.Y Queen", 832 BRZ (IMO-Nr.: 8114352) aus einer Rettungsinsel geborgen, nachdem ihr Schiff nach Wassereinbruch im Golf von Aden gesunken war. Die "Sea King" hatte das SOS aufgefangen und hatte die Seeleute zwei Stunden später um 22.20 Uhr gerettet. Es handelte sich um sieben Bangladeshis und fünf Inder. Sie wurden den Einwanderungsbehörden in Khorfakkan übergeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Gestrandete Yacht zerlegt

Waikīkī, Honolulu, Hawaii / USA, 07.03.10 - Vor Waikiki wurde das Wrack der 28 Fuß langen Yacht "Coconut Rhumb" geräumt, das am 6.3. gesunken war, als es von einem Riff gezogen werden sollte. Der Rumpf und Trümmerteile wurden demontiert, in den kommenden Tagen soll auch der Kiel geborgen werden. Die Yacht war auf dem Outrigger Reef vor dem Beach Hotel festgekommen. Der Skipper wurde unversehrt gerettet, doch der Bergungsversuch endete mit der Kenterung des Bootes.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Yacht "Columbia" wird vermisst

Coquimbo / Chile, 06.03.10 - Nach dem Erdbeben herrscht zudem Sorge um die 13 Meter lange Yacht "Columbia", die seither im Pazifik vermisst wird. An Bord ist eine 5-köpfige Crew, die am 16. Januar ihre Reise von Salina in Ecuador nach Coquimbo in Chile gestartet hatte, wo sie Ende des Monats hätte einlaufen sollen. In Chile und Ecuador wurden Such- und Rettungskräfte zu Wasser und in der Luft eingesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Frachter bei Überholung auf Grund gesetzt

Talcahuano, Region Bío-Bío / Chile, 04.03.10 - Eigentlich sollte der chilenische Massengutfrachter "Laurel", 15786 BRZ (IMO-Nr.: 8316352) bei der Asmar-Werft in Talcahuano überholt werden. Nun ist an dem Schiff erheblich mehr zu tun: Der Tsunami, der dem Erdbeben in Chile am 27.2. folgte, warf den Frachter auf Grund, und nun liegt er unfreiwillig hoch und trocken.
Das Schiff der Nachipa in Valparaioso wurde 1985 als "Sanko Laurel" in Shimizu erbaut, verdrängt 26528 Tonnen, ist 167,2 Meter lang und 26 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2010

Hausboot in Leer gehoben
Update vom 01.03.10

Leer, Ostfriesland, Niedersachsen / DE, 08.03.10 - Das Hausboot "Siesta", das am 27.2. im Leeraner Hafen gesunken war, ist am 7.3. mit dem Schwimmkran "Triton" aus Delfzijl gehoben und gelenzt worden. Es wurde dann an den Kai der Ferus-Smit-Werft gelegt, wo es mit der Slipanlage auf die Helling gehievt, auseinander geschweißt und verschrottet werden soll. Es teilt damit das Schicksal des direkt nebenan liegenden Frachters "S. Gabriel", der nach seiner Strandung ein konstruktiver Totalverlust ist und auf den Abbruch wartet.
Die Berger der Firma Wagenborg hatten mehrere Stunden zu tun. Das 56 Meter lange Gefährt musste zunächst aus vier Metern Wassertiefe angehoben und gelenzt werden. Dafür setzte Wagenborg eine Pumpe auf einem Ponton ein. Beim Pumpen mussten die Bergungsarbeiter das Leck unter Wasser abdichten und darauf achten, dass das Wasser nicht so schnell wieder nachströmte, wie sie es abpumpten. Am Ende waren 300 Tonnen Wasser gelenzt. Da aus dem Schiff Öl und Diesel austraten, hatten die Freiwilligen Feuerwehren aus Leer, Emden und Warsingsfehn gleich nach der Havarie Ölsperren ausgelegt. Und bei der Bergung des Hausboots waren Mitarbeiter der Leeraner Spezialfirma Duismann dabei, um das Öl abzupumpen. Das Öl-Wasser-Gemisch wird zunächst in Tanks zwischengelagert und später von einer Osnabrücker Firma abgeholt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.03.2010

Spenenaktion für Kutterbergung
Update vom 03.03.10

Sesuit Harbor, East Dennis, Barnstable County, Massachusetts / USA, 08.03.10 - Nach einer Woche gelang es am 7.3., den 34 Fuß langen Hummerbagger "Ruth & Gail" aus Rock Harbor, Orleans, zu bergen. Das Schiff war in einem Sturm mit bis zu 12 Fuß hohen Wellen am 28.2. auf dem Cold Storage Beach nahe Sesuit Harbor gestrandet. Zwei große Kräne der by Winkler Crane Inc. aus Truro hoben das Schiff nun an und drehten den Bug Richtung Cape Cod Bay. Die Coast Guard inspizierte dann das fliegende Schiff und fand keine substantiellen Schäden. Es wurde anschließend zur Niedrigwasserlinie transportiert und schwamm mit der folgenden Flut am Nachmittag auf. Es wurde anschließend von der "Dream Baby" nach Sesuit Harbor geschleppt, da bei der Havarie die Maschine beschädigt wurde. Für die Bergungskosten von 100,000 Dollar suchte die Eignerfamilie nun Spender.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.03.2010

Kranausleger abgestürzt

Southampton, County Hampshire, England / UK, 07.03.10 - In Southampton brach am 7.3. gegen 10 Uhr der 60 Meter hohe Ausleger des Schwimmkrans "Cormorant", 1505 BRZ (IMO-Nr.: 7328073), der um vier Uhr mit dem Schlepper "Multratug 7" eingelaufen war, zusammen. Zwei Männer wurden medizinisch untersucht, aber mussten nicht ins Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.03.2010

Baggerschiff geborgen
Update vom 24.02.10

La Push, Bundesstaat Washington / USA, 07.03.10 - Das Baggerschiff "Nehalem", das im Februar in der Zufahrt von La Push sank, wurde am späten Abend des 6.3. gehoben. Der Schaden am Schiff scheint gering geblieben zu sein. Die Tanks blieben intakt. Die mit der Bergung betraute Ballard Diving & Salvage hatte allerdings mit starken Strömungen, Unterwasserkabeln und einer Tsunamiwarnung zu kämpfen, bevor eine Kranbarge mit einer Hebekapazität von 135 Tonnen das Baggerschiff aufrichtete und hob. Ein Ölschlängel war um die Wrackposition nahe James Island ausgelegt worden. Die "Nehalem" sollte nun zur Reparatur nach Oregon gebracht werden und im Frühjahr seine Arbeit für die Nehalem River Dredging wieder aufnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.03.2010

Schubschlepper untergegangen

Kalkutta (Kolkata), Bundesstaates Westbengalen / Indien, 07.03.10 - Ein Schubschlepper sank in der Nacht zum 6.3. in Hooghly nahe Prinsep Ghat und verlor offenbar eine größere Menge Öl. Die Bergungsbarge "Bhagadutta" von der Regierung Assam sollte am 8.3., von Calcutta Port Trust, zur Untergangsstelle an der Man o’ War Mole flussaufwärts von Vidyasagar Setu gelegen laufen. Das Schiff liegt außerhalb des Fahrwassers auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.03.2010

Binnenschiffsveteran drohte zu sinken

Oudega, Gemeinde Smallingerland, Provinz: Friesland / Niederlande, 06.03.10 - Am Nachmittag des 6.3. drohte das Binnenschiff "Antilope", 906 ts (ENI-Nr. 2311762) an der Brücke bei der Headammen in Oudega zu sinken, nachdem im Achterschiff ein Leck aufgetreten war. Die Feuerwehren von Drachten und Grou wurden um 13.34 Uhr gerufen und pumpten den mit Sand gefüllten Laderaum aus. Die Fracht wurde von einem Kran in ein anderes Schiff geleichtert. Die "Antilope" wurde 1933 als "Acrity 1" bei G. Brown, Greencock, für F.T Everard & Sons in London erbaut. 1964 ging es in die Niederlande und läuft seit 2006 als "Antilope" für E. Bergsma in Eernewoude. Das Schiff ist nach einem Umbau 69,69 Meter lang, 7,81 Meter breit und hat 2,87 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.03.2010

Neun Tote bei Kutteruntergang befürchtet

Seoul / Südkorea, 06.03.10 - Am 6.3. sank ein 280 Tonnen großer chinesischer Kutter 150 Kilometer vor der südkoreanischen Insel Jeju. Drei Fischer ertranken, sechs weitere wurden vermisst. Sechs Schiffbrüchige wurden lebend gerettet. Die südkoreanische Coastguard schickte ein Patroullienboot für die SAR-Operation, doch starker Wind und hohe Wellen behinderten die Retter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.03.2010
Schiffbrüchiger wird als illegaler Einwanderer behandelt

Port McNeill, Vancouver Island, British Columbia / Kanada, 06.03.10 - Ein Amerikaner, der am 3.3. fünf Tage nach dem Untergang seines 43 Fuß langen Segelschiffes vor der Westküste von Vancouver Island von einem Hubschrauber, der sich auf einem Routineflug von Kyuquot nach Holberg nahe Brooks Peninsula gerettet wurde, ist von den kanadischen Behörden in Gewahrsam genommen worden. Der Mann war von dem Bell 206 Helikopter auf einem Felsen stehend entdeckt worden, als er verzweifelt winkte. Er war durchnässt und hatte nichts zu essen bei sich. In der Nähe war ein defektes Schlauchboot, mit dem er sich am 26.2. an Land gerettet hatte. Er hatte das Boot aus Zement in Seattle gekauft und Kurs auf Kalifornien genommen. Bei der Überführung geriet er in einen vier Tage währenden Sturm mit 55 Knoten Windgeschwindigkeit. Der Skipper suchte Schutz vor Victoria, bevor er wieder auslief, doch erneut erfasste ihn das Unwetter, und das Rigg wurde beschädigt. Zu dieser Zeit war der nächste Ort mit Rettungschance Port Alice, auf das er am 26.2. Kurs nahm. Das Schiff war zu dieser Zeit bereits irreparabel beschädigt, und so ging er in die Rettungsinsel, mit der er auf den Strand trieb. Er wurde dann ins Port McNeill Hospital geflogen und zwei Tage später festgesetzt, weil er illegal nach Kanada kam. Bis sein Status geklärt ist, bleibt er im Polizeigewahrsam in Port McNeill.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.03.2010

Die Hälfte der Bargen der "Margaret" ist abgestürzt
Update vom 05.03.10

Jacobsbaai (Jacobs Bay), Western Cape , Südafrika, 05.03.10 - Nach den kontrollierten Explosionen auf der Barge "Margaret" in der Jaaacobsbai sind rund die Hälfte der auf Deck gestauten Bargen sowie die beiden Schwimmdocks in die See gestürzt. Die Gesamthöhe der verbliebenen Wrackteile beträgt statt zuvor 50 nun noch 30 Meter. Rund die Hälfte der Ladung konnte damit geborgen werden. Zwei Lagen von Bargen verblieben auf dem Wrack, das seit Juni 2009 auf den Felsen liegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.03.2010

Feuer auf Fahrgastschiff "Störtebeker"

Waren, Landkreises Müritz, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 07.03.10 - Unbekannte haben am Morgen des 7.3. in Waren an der Müritz ein Fahrgastschiff in Brand gesteckt. "Die stiegen sind über das Oberdeck eingestiegen und haben später im Innenraum Feuer der "Störtebeker" der Blau-Weißen Flotte gelegt. Das Feuer konnte von Feuerwehrleuten gelöscht werden, doch der Schaden an dem mehr als 20 Meter langen Schiff wurde auf mindestens 30 000 Euro geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2010

Tanker saß auf Rhein fest

Leimersheim, Landkreis Germersheim, Rheinland-Pfalz / DE, 07.03.10 - Das für die Reederei Jaegers fahrende Binnentankschiff "Saskia Reich", 2954 ts (ENI-Nr.: 04801300) ist am 6.3. auf dem Rhein bei Leimersheim, Rheinkilometer 272,5 auf Grund gelaufen. Das ebenfalls für die Reederei Jaegers fahrende Binnentankschiff "Eiltank 1", 1451 ts (ENI-Nr.: 04400190) kam zu Hilfe. Nachdem ein Teil der Ladung der "Saskia Reich" auf die "Eiltank 1" geleichtert war, kam sie am 07.03.10 um 13.45 Uhr wieder frei. Das Germersheimer Polizeiboot "WSP 1" sicherte die Talfahrt, und das Peilschiff des WSA Mannheim, die "Gottfried Tulla", sicherte derweil die Bergfahrt. Um 14.00 Uhr konnte die 125 Meter lange "Saskia Reich" im Verband mit der "Eiltank 1" die Bergfahrt fortsetzen. Der Kasko des Tankers entstand 2002 auf dem JSC Yantar Shipyard in Kaliningrad und wurde bei Vink in Sliedrecht ausgerüstet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2010

Tanker saß bei Breiholz-Fähre fest

Weiche Breiholz, Nord-Ostsee-Kanal, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein / DE, 07.03.10 - Am Vormittag des 7.3. lief der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Tanker "Bitumen Express", 5232 BRZ (IMO-Nr.: 8014344), nahe Breiholz in die Nordböschung des Nord-Ostsee-Kanals. Das Schiff war von der Ostsee kommend unterwegs nach Rotterdam. Der Schlepper "Conrad", der zufällig auf Ostkurs mit einer Barge im Schlepp in der Nähe war, kam rasch zu Hilfe. Er legte die Barge in der Weiche Breiholz ab und zog den Havaristen dann vom Grund. Der Tanker lief anschließend nach Brunsbüttel weiter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2010

Wieder schlugen Wellen Scheiben auf Fahrgastschiff ein

Algeciras, Provinz Cádiz, Region Andalusien / Spanien, 07.03.10 - Drei Tage nach der Kreuzfahrtschiff "Louis Majesty" geriet am 6.3. ein weiteres Schiff vor Spanien durch eine gewaltige Welle in Schwierigkeiten: Bei schwerer See wurden auf der marokkanischen Fähre "Atlas", 4174 gt (IMO-Nr. 7361049, ex: "Stella Scarlett", "Gelting Syd", Baujahr 1974) in der Meerenge von Gibraltar fünf Menschen verletzt. Eine große Welle hatte auf dem Weg von Cadiz die Fenster eines Aufenthaltsraums auf der Bugseite des Schiffes eingeschlagen. Es kam auch eine Zwischendecke herunter. Fünf Passagiere zogen sich durch Splitter Schnittwunden zu, eine schwangere Frau kam nach dem Einlaufen in Algericas vorsorglich ins Krankenhaus. Die 115,13 Meter lange CF "Atlas" war mit 125 Passagieren vom marokkanischen Hafen Tanger nach Algeciras in Südspanien unterwegs, als sie in schweres Unwetter geriet. Viele der Passagiere standen unter Schock und mussten bei der Ankunft in Spanien mit Schocksymptomen betreut werden. Bei dem Schiff handelt es sich um die frühere "Gelting Syd" der Gelting-Faaborg-Linie.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2010

Bulkcrrier "Ecostar G.O." ausgepumpt
Update vom 03.03.10

Oxelösund, Provinz Södermanlands län / Schweden, 07.03.10 - Die finnische Roro-Fähre "Global Carrier", 13117 BRZ (IMO-Nr.:: 7528647), verließ am Abend des 6.3. den Hafen von Oxelösund, nachdem sie freigegeben worden war, und nahm Kurs auf Szczecin, wo sie am 7.3. festmachte. Der geflutete Laderaum des Kollisionsgegners, des unter Marshall Islands-Flagge laufenden Bulkcrriers "Ecostar G.O." (IMO: 9386421) wurde derweil gelenzt, sodass die Kollisionsstelle nun über Wasser liegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2010

"Maria S. Merian" durch Kollision außer Gefecht gesetzt

Limassol / Zypern, 07.03.10 - Das deutsche Forschungsschiff "Maria S. Merian", 5573 BRZ (IMO-Nr.: 9274197) kollidierte in den Mittagsstunden des 5.3. im Hafen von Limassol mit der zypriotischen Fähre "Pontos" 20344 BRZ (IMO-Nr.: 7718450). Dabei wurde die Bordwand des Forschungsschiffes beschädigt. Der eigentlich schon für den 1. März geplante Start zur Forschungsreise "MSM14/3" musste deshalb erneut abgebrochen werden. Die 140 Meter lange "Pontos" verließ am Abend den Hafen von Limassol wieder in Richtung Piräus und machte am 7.3. in Perama fest. Die 94 Meter lange "Maria S. Merian" machte an der Containerpier in Limassol fest. Eigentlich sollte die "Maria S. Merian" am Vormittag des 6.3. mit Wissenschaftlern zur Reise "MSM 14/3" unter Ägide der Uni Hamburg mit 22 Wissenschaftlern und 23 Besatzungsmitgliedern an Bord ins östliche Mittelmeer auslaufen. Ziel der sechswöchigen Reise im Rahmen des CyprusArc-Projekts sollte die Untersuchung des Zypernbodens sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2010

Kollision vor Fuerteventura

Gemeinde Pájara, Kanareninsel Fuerteventura / Spanien, 06.03.10 - Vor der Küste von Fuerteventura kollidierte am 6.3. ein Thunfisch-Trawler mit einem anderen Schiff und schlug leck, wodurch er zu sinken drohte. Herbei geeilte Schiffe brachten die Besatzung des Trawlers in Sicherheit und schleppten das Schiff vor die Küste von Pájara. Die Feuerwehr hat die Treibstoffe und Öle des Trawlers sichern können, so dass keine Schadstoffe ins Meer gelangen konnten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2010

"Hermann Helms" schleppte Kutter ab

Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 06.03.10 - Bei der Cuxhavener Emting-Werft machte am 5.3. der in Büsum beheimatete Kutter "Mare Liberum" (SC 4) fest. Er hatte vor den Nordergründen im Wattgebiet zwischen Elbe und Weser Maschinenausfall erlitten und war von dem zu Hilfe gerufenen Senotrettungskreuzer "Hermann Helms" auf den Haken genommen worden. Erschwert wurde das Schleppen durch das sich noch außenbords befindliche Fanggeschirr des Kutters. Durch den Maschinenausfall konnte es nicht mehr an Deck gehievt werden. Kurz vor Erreichen der Cuxhavener Seeschleuse gelang es dann doch, das Geschirr an Deck zu holen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2010

Backfischkutter gehoben
Update vom 01.03.10
Wismar, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 06.03.10 - Eine Woche nach seinem Untergang im Hafen von Wismar wurde der 17 Meter lange Kutter "Bente Sieck" im Alten Hafens am 5.3. aufgerichtet. Das provisorisch abgedichtete Fahrzeug soll zur Reparatur auf das Gelände der Wismarer Werft geschleppt werden. Eine Überholung des hölzernen Rumpfes war bereits Anfang Januar geplant. Doch offenbar war der stetig zunehmende Dauerfrost schneller. Der Eispanzer um sein Schiff wurde dicker und dicker und ließ es dann wochenlang nicht mehr aus der Umklammerung los. Eine starke Eispressung führte nach ersten Erkenntnissen zu einer Undichtigkeit, in deren Folge das Schiff voll Wasser lief und sank. Spezialisten des Rostocker Baltic Taucherei- und Bergungsbetriebes führten die mehrtägige Bergungsaktion durch. Sie füllten Auftriebskissen mit Kompressoren, die das Wrack aufrichteten und ein Lenzen ermöglichten. Vor dem Fixieren der Kissen galt es aber, einen Teil des Schlicks unter dem Rumpf freizuspülen, um dann ein Netz aus Ketten unter dem Kiel hindurchzuziehen. Es diente anschließend an beiden Bordwänden als Halt für die Auftriebskörper. Taucher waren stundenlang im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2010
Kutter Bente SieckBild: Peter Busch vom 06.03.2010

Frachter vor Istanbul gesichert

Istanbul / Türkei, 05.03.10 - AM 5.3. um 4.20 Uhr erlitt der maltesische Frachter "Alexandra", 4096 BRZ (IMO-Nr.: 8876340, Baujahr 1991), Maschinenausfall in der Straße von Istanbul und drohte vor Kuleli zu stranden. Die Schlepper "Kurtarma 3" und "Kurtarma 6" sowie das Rettungsboot "Kıyı Emniyeti 10" kamen dem 136 Meter langen Havaristen zu Hilfe, der um 6.30 Uhr vor Ahirkapi verankert und gesichert werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2010

Fähre "Amorella" beschädigt in Stockholm

Stockholm / Schweden, 05.03.10 - Die Fähre "Amorella" (IMO: 8601915) liegt nach ihrer Kollision mit der Fähre "Finnfellow" weiterhin am Kai in Stadgården in Stockholm. Hier wird der Schaden, den das Schiff bei der Eiskollision vor der schwedischen Küste im Bereich des Backbord-Achterschiffes erlitt, nun ausgebessert. Die "Finnfellow" ging derweil wieder in den Liniendienst zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2010

Trawler "Tobago" zurück in Kirkenes
Update vom 03.03.10

Kirkenes, Kommune Sør-Varanger, Provinz Finnmark / Norwegen, 05.03.10 - Am 4.3. um 15.25 Uhr wurde das ausgebrannte Wrack des russischen Trawlers "Tobago" von den Küstenwachschiffen "Harstad" und "Beta" an den Kai in Kirkenes zurückgeschleppt. Das Schiff war am 28.2. in Brand geraten und vorsorglich in den Fjord geschleppt worden. Nun soll nach Willen der Hafenbehörden das völlig zerstörte Schiff schnellstmöglich aus dem Hafen entfernt werden. Das Ölbekämpfungsschiff "OV02" war wegen möglicher Umweltschäden auf Standby.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2010

Mann nach Sturz im Kasseler Hafen verletzt

Kassel, Hessen / DE, 06.03.10 - Am Samstag, den 6.3. gegen 10.30 Uhr wurde ein 40-Jähriger aus Kaufungen bei einem Sturz im Kasseler Hafen verletzt. Zur Zeit liegt hier an der Hafenmauer eine Arbeitsplattform mit Bagger und Schubboot. Die Fahrzeuge werden derzeit für Sondierungsarbeiten an der Hafenbrücke bei Fulda-km 81,6 eingesetzt.
Nach Abschluss seiner heutigen Überprüfung kletterte der 40-Jährige vom Schwimmbagger eine in die Hafenmauer fest eingebaute Leiter herauf. Am Ende der Leiter griff er vermutlich ins Leere bzw. rutschte von den Leitersprossen ab und fiel ca. 3,50 m in die Tiefe auf die Arbeitsplattform. Trotz seiner Verletzungen konnte der Verunglückte noch selbst den Rettungsdienst alarmieren. Er wurde durch Feuerwehrkräfte vom Schiff geborgen und anschließend in ein Kasseler Krankenhaus verbracht. Lebensgefahr besteht nicht.
Quelle: Wasserschutzpolizeiposten Kassel vom 06.03.2010

Baggerschiff saß vor Bremerhaven fest

Bremerhaven, Land Bremen / DE, 05.03.10 - Am 4.3. um 15.20 Uhr lief das 112 Meter lange zypriotische Baggerschiff "Cornelia", 6053 BRZ (IMO-Nr.: 8019277) vor Bremerhaven nahe Tonne 43 auf Grund. Das Schiff kam außerhalb des Fahrwassers fest. Die Schlepper "Svezia" (IMO-Nr. 8521141) und "Danimarca" (IMO-Nr. 8521139) wurden gerufen, es wieder flottzumachen. Dies gelang mit steigendem Wasserstand am 5.3. um 3.30 Uhr. Der Bagger machte am frühen Morgen nach Passage der Nordschleuse im Kaiserhafen 1 fest.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

Kollision in Bremen

Bremen, Neustädter Hafen / DE, 05.03.10 - Am Nachmittag des 4.3. hat der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Nadja", 6409 BRZ (IMO-Nr.: 9252876) den Kai am Schuppen 22 im Neustädter Hafen in Bremen gerammt. Die "Nadja" sollte mit Hilfe eines Schleppers vom Schuppen 21 ablegen und gedreht werden. Bei diesem Manöver lief das 123 Meter lange Schiff mit seinem Heck in den Kai des gegenüberliegenden Schuppen 22. An der Spundwand kam es dadurch zu erheblichen Einbeulungen und Rissen, die Pflasterung der Pier wurde stellenweise hochgedrückt. Die Ursache der Kollision war ein Fehler der Elektronik, teilte die Polizei mit. Der Vorstellpropeller konnte nicht umgesteuert und das Drehmanöver nicht aufgefangen werden. Der Schaden belief sich auf mehrere Zehntausend Euro. Die "Nadja" verließ am Nachmittag des 5.3. den Hafen mit Kurs St. Petersburg, wo sie am 8.3. erwartet wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

Frisch aus der Werft gerammt

Milford Haven, Pembrokeshire, Wales / UK, 05.03.10 - Am 4.3. um 17.20 Uhr kollidierte in Milford Haven nahe des Pembroke Dock das Fischereischutzschiff "Cranowgen" mit dem Schlepper "Svitzer Ramsey" . Dabei wurde ein Mann auf der "Cranogwen" leicht verletzt. Die "Cranowgen" war in Pembroke Dock überholt worden und wollte gerade zurück auf Patrouille. Doch im Mittschiffsbereich an Steuerbord entstand ein so erheblicher Schaden - auch das Deck wurde eingedrückt - dass das Schiff bis zu einer Reparatur im Hafen bleiben muss. Ein Inspektor des South West Sea Fisheries Committee nahm in Pembrokeshire den Schaden unter die Lupe. Die "Svitzer Ramsey" wurde nur leicht beschädigt und konnte in Fahrt bleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

So verwüsteten die drei Wellen die "Louis Majesty"
Update vom 04.03.10

Barcelona, Katalonien / Spanien, 04.03.10 - Das Kreuzfahrtschiff "Louis Majesty", 32396 BRZ (IMO-Nr.: 8814744), lag am 5.3., zwei Tage nachdem es von einer Freak-Welle verwüstet wurde, weiterhin im Hafen von Barcelona, wo die Crew die Schäden aufräumte und Ausbesserungsarbeiten durchführte. Zerstörtes Mobiliar musste entsorgt und der überschwemmte Schiffsbereich getrocknet werden. Aus Athen reisten Experten zur Untersuchung des Unglücks an.
Die Probleme des Schiffes hatten begonnen, als es von Genua nach Marseille und dann weiter nach Madeira wollte. Dies ging bereits nicht wegen eines heftigen Unwetter dort. Daraufhin wurde nach Teneriffa ausgewichen und von da nach Lanzarote. Hier konnte das Schiff aber zunächst auch nicht in den Hafen einlaufen, weil das Wasser zu unruhig war. Erst nach rund drei Stunden gelang es. Von dort ging es weiter nach Cádiz, Cartagena und schließlich nach Barcelona, wo die verhängnisvolle Reiseetappe ihren Ausgang nahm und drei Wellen das Schiff am Nachmittag des 3.3. gegen 15.30 Uhr nacheinander trafen.
Zuvor war die Sturmfahrt durchaus noch als Abenteuer empfunden worden. Ein Fahrgast: "Wir waren auf dem Weg von Barcelona nach Genua. In Barcelona konnten wir nicht einlaufen, weil dort schon sehr unruhige See war. Uns wurde gesagt, dass wir weiterfahren nach Genua. Dann haben sich die Wellen ganz schön aufgebaut. Es war auch starker Wind. Ich hatte meine Kabine auf Deck 3, gefühlt sechs bis acht Meter über dem Wasserspiegel. Von dort aus konnte ich das gut beobachten, und am Anfang war es berauschend im wahrsten Sinne des Wortes, ein tolles Schauspiel. Die Wellen schlugen dann immer heftiger gegen die Bordwand. Immer wenn das Schiff aus einem Tal hochkam, knallte so eine Riesenwelle vor den Bug." Doch es gab noch keinen Grund zur Beunruhigung: "Ich wollte mir noch einen Koffer kaufen im Duty-Free-Shop und war auf dem Weg dorthin, als plötzlich ein großer Aufruhr auf dem Schiff war. Kinder kamen mir auf dem fünften Deck entgegen und schrien ganz furchtbar. Eine Riesenwelle hatte erst eins und dann weitere vier, fünf Fenster auf Deck fünf eingeschlagen." Die erste Wasserwand hatte offenbar erst eine Scheibe des vorderen Salons zerstört, die folgenden Wellen überschwemmten den Raum, riss die Deckenverkleidung aus der Verankerung herab und Mobiliar mit sich. Fensterrahmen, verankerte Möbel und Glasscherben flogen durch die Gegend. Die Menschen wurden umhergeschleudert und unter Trümmern begraben. Hierbei kam es auch zu den beiden Todesfällen.
Ein italienischer Augenzeuge zum Tod seines Landmanns: "Zunächst war ich nicht im Saal, wo das Wasser durch die kaputten Fenster hineindrang. Ich hörte Schreie. Ich sah, wie Wasser durch die Saaltür floss. Trotzdem ging ich in den Saal, weil ich wissen wollte, was dort passierte. In diesem Moment sah ich, wie eine Fensterscheibe zerbarst. Das Meer überschwemmte alles, riss alle mit. Möbel, Tische und Sofas flogen herum. Giuseppe wurde von herumfliegenden Möbeln zerquetscht, sein Gesicht war nicht mehr zu erkennen." Ein anderer berichtete, wie er zunächst einen Mann und seinen Sohn sah und wie sie plötzlich verschwanden. Später sah er das Kind, das Verletzungen erlitten hatte, in einem verwirrten Zustand wieder. Vom Vater fehlte jede Spur, seine Frau war verzweifelt. Die Schiffscrew versorgte die Verletzten und suchte anhand eines Fotos den vermissten Mann. Dann stellte sich heraus, dass es sich bei dem gesuchten Mann aus Genua um einen der beiden Passagiere handelte, die ums Leben gekommen waren. Ein Passagier ergänzte: "Der Salon stand in null Komma nichts unter Wasser, es tropfte in die darunter liegenden Decks. Nachdem mehrere Fenster zerborsten waren, war das Wasser nicht mehr zu bremsen. Es floss in die unteren Bereiche des Schiffs. Etwa drei Etagen waren überschwemmt. Das Wasser drang in die Kabinen der Passagiere ein, die umgehend Schwimmwesten anzogen und Rettungsringe suchten. Viele Leute hatten sehr große Angst. Durch die Lautsprecher wurde in allen Sprachen um ärztliche Hilfe gebeten, weil es ja auch Verletzte gab. Eine halbe Stunde später, so gegen vier, hieß es dann, der Kapitän würde beidrehen und zurück nach Barcelona fahren." Andere bekamen von dem Unglück nur indirekt etwas mit: "Ich war gerade im Internetcafé im fünften und habe E-Mails gecheckt, als ich plötzlich merkte, dass Wasser ins Schiff eingedrungen ist. Zuerst habe ich mir nicht wirklich etwas dabei gedacht. Allerdings ist das Schiff schon die ganze Zeit sehr unruhig und langsam gefahren – solche Wellen habe ich noch nie gesehen. Zunächst waren alle noch ruhig. Man hätte nicht erwartet, dass etwas so Schreckliches passiert war. Schließlich wurden wir informiert, dass zwei Menschen gestorben sind. Die unteren Decks des Schiffes wurden gesperrt – da durfte wegen der Verwüstungen niemand mehr hinunter. Vom ersten, also untersten Deck aus wurde dann das Wasser aus dem Schiff gepumpt. Es wurde beschlossen, nach Barcelona zurückzufahren. Dort wurden die Verletzten von Bord gebracht. Dann kamen die Angehörigen der Toten dran. Diejenigen, die wegen der Zerstörungen nicht mehr in die Kabinen zurück konnten, wurden in Hotels untergebracht. Die anderen Passagiere blieben in ihren Kabinen. Nach der Ankunft gab es sogar noch ein Abendessen an Bord und auch die Bar war offen."
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

Eisnot vor Stockholm – Eisbrecher im Großeinsatz für eingeschlossene Schiffsflotte

Stockholm / Schweden, 05.03.10 - Massives Packeis hat in der Ostsee rund 50 Schiffe an der Weiterfahrt gehindert. Die unter Ålands-Flagge laufende Fähre "Amorella" 34384 BRZ (IMO-Nr.: 8601915) mit 753 Passagieren und 190 Mann Crew an Bord kollidierte vor Nörrtalje am 4.3. gegen 15.20 Uhr mit der schwedischen RoRo-Fähre "Finnfellow" (IMO-Nr.: 9145164), auf der sich 84 Passagiere befanden. Es entstanden allerdings lediglich leichte Schäden, als diese der "Amorella" ins Heck fuhr. Er war vom Eisdruck gegen die Fähre gepresst worden. Passagiere wurden vorher vorsorglich unter Deck und in den Vorschiffsbereich geschickt. Während die "Finnfellow" um 16.40 Uhr in der Lage war, die Reise nach Sandhamn wenig später fortzusetzen, steckte die "Amorella" noch stundenlang fest. Das Militär hielt in Nörrtalje Hubschrauber und Luftkissenfahrzeuge bereit, um die Passagiere notfalls zu bergen. Erst in den Morgenstunden konnten mehrere Eisbrecher eine Fahrrinne schaffen und das im Packeis gefangene Schiff befreien. Die "Vidar Viking" und "Tor Viking" hatten sich als zu schwach erwiesen, erst als die stärkere "Ymer" eintraf, gelang es um 2.04 Uhr am 5.3, einen Weg durch das Eis zu offnen. Die Fähre der Viking Linie setzte ihre Fahrt nach Stockholm fort, wo sie am 5.3. um 6.25 Uhr festmachte. Sie legte sich neben die ebenfalls in das Kollisionsgeschehen verwickelte Fähre "Isabella", 34386 BRZ (IMO-Nr.: 8700723), die um 17.40 Uhr samt ihrer 1153 Passagiere nach Stockholm zurückgekehrt war, nachdem eine Weiterfahrt unmöglich schien, sowie die schwedische Fähre "Viking Cinderella",  46398 BRZ (IMO-Nr.: 8719188).
Insgesamt wurden in der Ostsee vor Finnland und Schweden etwa 50 Schiffe vom Eis zeitweise gestoppt. Einige steckten am frühen Morgen des 5.3. immer noch fest, darunter die "Via Mare" mit 64 Fahrgästen, die Autofähre "Sea Wind" mit 32 Personen und das Frachtschiff "Regal Star" mit 56 Menschen an Bord. Die Eisbrecher sollte am Morgen versuchen, auch diese Schiffe freizubekommen. Das schwedische Schifffahrtsamt kritisierte die Kapitäne der Fähren und Frachter, weil sie nicht auf Warnungen der Behörden gehört hätten. Dadurch sei ein extrem hoher Bedarf an Eisbrechern nötig geworden. Normalerweise könne man mit so einer Situation fertig werden, hieß es bei der Reederei Viking Line. "Aber in diesem Fall steht der Wind ungünstig. Er weht Richtung Land und das bedeutet, dass das Eis mehr und mehr gegen die Küste gedrückt wird." Unterdessen sagte die Viking Line etliche Überfahrten zwischen Mariehamn und Kapellskär sowie nach Turku ab.
Weitere vor Tjärnen eingeschlossene Schiffe waren die estnische "Via Mare", 8023 BRZ (IMO: 7411258) der Baltic Scandinavian Lines mit 44 Passagieren und 22 Mann Crew auf der Reise von Tallinn nach Kapellskär, die um 22.44 Uhr loskam, die Tallink-Fähre "Sea Wind", 15879 BRZ (IMO-Nr.: 7128332), mit 26 Mann Crew und sechs Lkw-Fahrern an Bord, die sich gegen 16 Uhr festfuhr und bis um 3.15 Uhr des 5.3. unweit der Position der "Amorella" und der "Regal Star", 15281 BRZ (IMO-Nr.: 9087116), die mit 29 Lkw-Fahrern und 27 Mann Crew gegen 14 Uhr unterwegs von Kapellskär nach Paldiski steckengeblieben war, zu liegen kam. Die "Regal Star" konnte am 5.3. um 8.12 Uhr befreit werden.
Erleichterung sollte am Morgen des 5.5. der Eisbrecher "Sisu" bringen, während der Eisbrecher "Urho" versuchte, zu dem holländischen Frachter "Skagenbank", 4500 tdw (IMO-Nr.: 9313864) vorzudringen, der bei weiterhin 15-20 Metern Windgeschwindigkeit pro Sekunde in flache Gewässer abzudriften drohte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

"Margaret" in die Luft gejagt
Update vom 25.02.10

Jacobsbaai (Jacobs Bay), Western Cape , Südafrika, 05.03.10 - Am 4.3. reduzierte eine Explosion den Bargencarrier "Margaret" in der Jacobsbaai auf die Hälfte seiner ursprünglichen Größe. Dabei stürzten die sechs auf Deck gestauten Bargen aus bis zu 50 Metern Höhe in die See und wurden durch die Smit Amandla Marine geborgen. Einige waren beschädigt, doch zwei überstanden die Zeit auf den Klippen fast unversehrt. Die in China erbaute "Margaret" war auf der Verschleppung nach Holland am 24.6.2009 nahe der Saldanha Bay gestrandet. Sie hatte 12 Flussbargen und zwei Schwimmdocks geladen. In der vergangenen Woche starb einer der Mitarbeiter der in Durban ansässigen Blasting & Demolition Services, als er an Bord von einer drei Meter hohen Leiter stürzte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

Fischer im Schlaf von Kollision überrascht – alle gerettet

Qingdao (Tsingtau), Provinz Shandong / Volksrepublik China, 05.03.10 - Am 2.3. gegen 14 Uhr kollidierte der chinesische Trawler "Zhe Xiang" (Yu 23069) mit einem koreanischen Frachter im Ostchinesischen Meer, kenterte und sank binnen einer halben Stunde. Die 16-köpfige chinesische Crew wurde im Schlaf überrascht. Sie ging in eine Insel. Fünf von ihnen wurde von dem Frachter, der Rest von einem anderen Kutter gerettet, und diese kehrten tags darauf an Bord des Patroullienbootes "Marine Patrol 11" nach Qingdao in der Shandong Provinz zurück. Es hatte gegen 20 Uhr von dem Unglück erfahren und binnen 15 Stunden mit voller Fahrt die Distanz zur Unglücksstelle zurückgelegt. Die übrigen fünf wurden an Bord des Frachters nach Korea gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

Alter Sechsmaster an Vineyard-Küste freigespült?

Wasque Beach, Chappaquiddick Island, Massachusetts / USA, 05.03.10 - Am vergangenen Wochenende wurden am Südstrand von Wasque die Überreste eines Schiffswracks als Folge einer Serie von Winterstürmen, die die Vineyard-Küste trafen, freigespült. Das Wrackstück liegt rund 100 Yards östlich des Norton Point Beach und ist etwas 35 Fuß lang und vier Fuß breit. Planken sind mit Holznägeln darauf fixiert. Ein Vertreter des Trustees of Reservations begutachtete es am 1.3. und vermutete, es könnte sich um einen Überrest des 6-Mast-Schoners "Mertie B. Crowley" handeln, der vor 100 Jahren verloren ging. Das Wrackstück ist nicht bewachsen, woraus sich schließen lässt, dass es unter dem Sand begraben war und nicht angetrieben wurde.
Die 296 Fuß lange "Mertie B. Crowley" strandete vor fast exakt 100 Jahren, am 23.1.1910. Die Crew wurde in einer dramatischen Aktion durch Fischer aus Edgartown gerettet. Immer wieder tauchten Stücke des Schiffs auf, doch niemals ein so großes. Ein weiteres Stück wurde bei Ebbe jetzt gesichtet, doch ob es sich wirklich um den Sechsmaster handelt, lässt sich nicht eindeutig festlegen. Fotos des Torsos wurden jetzt an die Gannon and Benjamin Marine Railway in Vineyard Haven geschickt, die seit 1980 Schiffe baut. Dort wurde zumindest vermutet, dass es sich um Reste eines Küstenschoners handelt.
Bereits in der Vergangenheit tauchten immer wieder Wrackreste an der Küste von Vineyard auf. So fanden Anwohner im April 1994 ein Stück des 95 Fuß langen Schoners "Basile" am Lucy Vincent Beach, die 81 Jahre im Sand geschlummert hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

Geplante Bergung von "U 864" auf unbestimmte Zeit verschoben

Bergen, Provinz (Fylke) Hordaland / Norwegen, 04.03.10 - Norwegen verschiebt die geplante Hebung des vor 65 Jahren versenkten deutschen U-Bootes "U 864" auf unbestimmte Zeit. Technische Probleme sind der Hindergrund der überraschenden Entscheidung der Regierung. Die "U 864" sollte aus 150 Metern Tiefe vor der Küste nördlich von Bergen gehoben werden, um ein Auslaufen von 67 Tonnen hochgiftigen Quecksilbers nach dem Durchrosten der Behälter zu verhindern. Die Regierung hatte sich mit ihrer Entscheidung den beharrlichen Forderungen von Umweltschützern und Anrainern gebeugt. Jetzt hieß es, man müsse nach einem neuen Gutachten zu technischen Problemen "wieder bei Null anfangen". Der Beschluss zur Hebung des Wracks an sich bleibe aber unangetastet. Die Kosten der für 2010 bis 2011 anberaumten Hebung durch niederländische Spezialisten wurden auf mehr als eine 124,2 Millionen Euro veranschlagt. Vor allem wegen des enormen finanziellen Aufwands hatte die norwegische Küstenbehörde die Einbetonierung des Wracks empfohlen.
Das U-Boot war am 7. Februar 1945 von Bergen zu einer Fahrt in das mit Deutschland verbündete Japan aufgebrochen. An Bord waren neben 70 Besatzungsmitgliedern und drei Gästen geheime Rüstungskomponenten und Konstruktionszeichnungen sowie Quecksilber für die japanische Luftwaffe. Kurz nach der Umkehr wegen eines Maschinenschadens wurde das U-Boot am 9. Februar vom britischen U-Boot "Venturer" geortet, verfolgt und versenkt. Alle Männer in der U-864 kamen ums Leben. Das Wrack wurde erst im März 2003 nahe der Insel Fedje entdeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

Feuer auf türkischem Frachter

Karystos / Griechenland, 04.03.10 - Am 3.3. brach auf dem 80,67 Meter langen türkischen Frachter "Mersa 2", 1597 BRZ (IMO-Nr.: 7121085, ex "Arda Akansu", DWT 2831, Baujahr 1973) nach dem Verlassen des Hafens von Istanbul ein Brand im Maschinenraum aus. Es gelang der Crew, das Feuer zu löschen. Danach lief das Schiff in den griechischen Hafen Karystos zur Reparatur ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

Yacht gehoben – wer zahlt die Rechnung ?

Ueckermünde, Landkreis Uecker-Randow, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 04.03.10 - Auf der Uecker im Yachtzentrum in Ueckermünde wurde von den Schnee- und Eismassen eine dort liegende Segelyacht unter die Wasseroberfläche gedrückt. Nur durch den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Ueckermünde und mit Hilfe eines großen Kranes konnte das etwa 20 Meter lange Boot wieder geborgen werden. Am 2.3. wurde begonnen, vier Ölsperren zu legen. Dann wurden große Trageriemen unter das Boot gebracht, um dieses später mit einem Kran herausheben zu können. Dieser war am Abend des 3.3. zur Stelle. Vorsichtig wurde dann das Boot ein wenig angehoben, um dann das Wasser herauspumpen zu können. Schrittweise erreichte die Yacht die Wasseroberfläche. Die Löschmänner schätzten, das rund 50 Tonnen Wasser aus dem Rumpf gepumpt wurden. Um das Boot dann an Land befördern zu können, musste zuvor der Mast gelegt werden. Dann hob der Kran das Wrack an Land. Beschädigungen wurden am Rumpf nicht entdeckt, deshalb vermuten die Feuerwehrleute, dass das große Gewicht von Eis und Schnee den Bootskörper unter das Wasser gedrückt hat. Zuerst hat das Eis der Uecker das Boot noch gehalten. Nach der Eisschmelze muss das Boot gesunken sein. 18 Feuerwehrmänner mit drei Einsatzfahrzeugen waren im Einsatz. Unklar ist noch, wer die Rechnung bezahlt. Schiffseigner und Liegeplatzbesitzer beschuldigen sich gegenseitig.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

Kollision vor Kinmen

Taipeh / Taiwan, 04.03.10 - Der Marineversorger "Chung Pang" der 151. chinesischen Flotte kollidierte am 4.3. in dichtem Nebel vor der Insel Kinmen mit dem Frachter "Shunlong No. 6". Das Unglück ereignete sich fünf Meilen vor dem Inselhafen Liaoluo. Die "Chung Pang" war unterwegs von Taiwan dorthin, während der Frachter von Zeijang nach Guangzhou in der Guangdong Provinz unterwegs war. Die taiwanesische Coast Guard leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

Neuer Einsatz für "Karlissa A" und "B"

Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande - Die beiden Jack-Up-Bargen "Karlissa-A" und "Karlissa-B" liegen derzeit in Rotterdam (seit dem 22.01.10 in Rotterdam), wo sie für die Räumung des Wracks der "Vinca Gorthon" vorbereitet werden. Das Schiff liegt in 80 Fuß Tiefe vor der holländischen Küste und ragt 32,8 Fuß über den Meeresboden empor, sodass es auf der belebten Schifffahrtsstraße inzwischen eine Gefahr für große Handelsschiffe mit Tiefgängen von 50 Fuß darstellt. Bis zum 1.11.2010 soll die Gefahrenstelle beseitigt sein. Die Bargen mit einer Decksfläche von 6,168 Fuß können in bis zu 164 Fuß Tiefe aufgestellt werden. Sie haben eine Krankapazität von 272 Tonnen und können 900 Tonnenladen. Sie waren 2008 an der Räumung des Achterschiffes der "New Carissa" in Coos Bay beteiligt, das dort seit 1999 in einer gefährlichen Brandungszone lag.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.03.2010

Freak-Wellen demolieren Kreuzfahrer – zwei Tote auf der "Louis Majesty"

Barcelona, Katalonien / Spanien, 04.03.10 - Acht Meter hohe Freak-Wellen zertrümmerten am 3.3. mehrere Fenster im vorderen Bereich von Deck 5 an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Louis Majesty", 32396 BRZ (IMO-Nr.: 8814744) im Mittelmeer, rund 130 Kilometer nordöstlich von Barcelona. In dem dort gelegenen Restaurant starben zwei Menschen, ein 69-jähriger Deutscher aus Nordrhein-Westfalen und ein Italiener, 14 weitere Fahrgäste wurden verletzt. Etliche Kabinen wurden überflutet. Nach Angaben der Reederei Louis Cruise Line war das Schiff von drei "abnormal hohen" Wellen mit einer Höhe von bis zu acht Metern getroffen worden. Ein Augenzeuge berichtete: "Ich habe Schreie gehört und dann das Wasser aus einem der Säle im fünften Stock stürzen sehen. In dem Moment, als ich den Salon betreten habe, ist ein Fenster zerbrochen und das Wasser hat alle überflutet. Dann herrschte nur noch Chaos." Der Havarist traf gegen 21 Uhr in Barcelona ein. Dort warteten vier Krankenwagen, um die beiden Leichen und die Verletzten in eine Klinik zu bringen. An Bord der "Louis Majesty" waren insgesamt 1350 Fahrgäste und 580 Besatzungsmitglieder. Das Schiff befand sich auf einer 12-tägigenKreuzfahrt im westlichen Mittelmeer mit Stopps in Tanger, Casablanca, Teneriffa, Lanzarote, Cadiz und hatte wenige Stunden vor der Havarie Cartagena mit Kurs Barcelona verlassen. Das Anlaufen des dortigen Hafens wurde aber wegen schlechten Wetters verworfen, und so befand sich das Schiff zum Unglückszeitpunkt auf dem Weg nach Endhafen Genua, wo es am 4.3. hätte einlaufen sollen. Die Windgeschwindigkeit in dem Seegebiet betrug über 100 Kilometer, die Wellenhöhen an die sechs Meter. Es hatte eine Sturmwarnung gegeben.
Nachdem die Toten und Verletzten in Barcelona von Bord gebracht waren, sollte das Schiff die Reise nach Genua fortsetzen. Die unverletzten Passagiere durften den Kreuzfahrer während der Hafenliegezeit nicht verlassen.
Die "Louis Majesty" entstand 1991 auf der Kvaerner Masa-Werft in Helsinki. Sie ist 173,50 Meter lang, 27,60 Meter breit und hat 6,20 Meter Tiefgang. Nach der Ablieferung an die Birka Line in Mariehamn sollte sie als "Birka Queen" in Fahrt gehen, doch nachdem die Wärtsilä-Werft in Konkurs gegangen war, hätte das Schiff mehr kosten sollen, sodass die Abnahme verweigert wurde. Statt dessen übernahm am 2.7.1992 die Majesty Cruise Line, Panama, das Schiff als "Royal Majesty". Am 21.7. wurde sie in New York getauft und unternahm bis 1997 Karibikkreuzfahrten. Im Mai ging sie an die Norwegian Cruise Line, Hamilton, die sie als "Norwegian Majesty" in Fahrt brachte. Vom 16.1. bis 1.4.1999 lag sie bei der Lloyd-Werft in Bremerhaven, wo sie um eine bei der Aker MTW in Wismar erbaute, 33.6 Meter lange Sektion verlängert wurde. Am 23.4.2008 ging das Schiff dann an die Louis Cruise Line, Limassol, und im November 2009 wurde sie registriert für die Crew Navigation, Ltd, Valletta, Malta (Louis Cruise Lines) und unter dem Namen "Louis Majesty" in Fahrt gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.03.2010

Keine Auslaufgenehmigung für "Global Carrier"
Update vom 03.03.10

Oxelösund, Provinz Södermanlands län / Schweden, 04.03.10 - Die finnische Fähre "Global Carrier" , die den Bulkcarrier "Ecostar G.O." am 27.2. beim Einlaufen nach Oxelösund gerammt hatte, durfte nicht wie geplant den Hafen am 3.3. zur Reparatur verlassen. Grund für die verweigerte Auslaufgenehmigung ist der hohe Schaden, der am Kollisionsgegner entstanden war. Um 14.30 Uhr, eine Viertelstunde vor Auslaufen, kam die Nachricht, dass der Schaden zunächst reguliert werden muss. Für den Hafen ist so auch ein logistisches Problem entstanden, werden nun doch zwei Liegeplätze durch die Havaristen blockiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.03.2010

Zwei Tote bei Tankerexplosion

Johor Bahru / Malaysia. 04.03.10 - Bei einer Explosion auf dem malaysischen Tanker "Hercules", 276052 tdw (IMO-Nr.: 8614417), kamen vor Kupuk in der Nacht zum 3.3. zwei Mann ums Leben, Die beiden Schweißer aus Sabah waren mit Schweißarbeiten an einem Tank beschäftigt und waren auf der Stelle tot. Eine Sektion des Schiffes, das rund drei Meilen südlich von der Insel Pulau Kukup, Distrikt Pontian, ankerte, geriet nach der Explosion in Brand. Der in Port Klang registrierte Tanker hatte für Überholungsarbeiten Anker geworfen. Das Rettungszentrum in Johor Baru wurde um 21.05 Uhr alarmiert. Ein Rettungsteam bestehend aus der Malaysian Maritime Enforcement Agency, dem Fire and Rescue Department, der Marine Operations Force und dem Marine Department wurden zu dem Schiff gebracht und waren eine halbe Stunde später vor Ort. Es gelang, gemeinsam mit der 24-köpfigen Besatzung sowie 20 Vertragsarbeitern aus Malaysia, Indonesien, den Philippinen und Indien das Feuer rasch zu löschen. Die beiden Toten wurden an der Mole von Kupuk gegen 22.15 Uhr angelandet und wurden zur Obduktion ins Pontian Hospital gebracht. Das 1988 als "World Phoenix" erbaute, 269 Meter lange Schiff wird von der SH Thome Ship Management Private Ltd. bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.03.2010

Sechs Tote bei Untergang auf Lake Victoria

Distrikt Bugiri / Uganda, 04.03.10 - Am Morgen des 2.3. sank ein Fährboot im Lake Victoria (Viktoriasee) auf der Fahrt von der Busiro Landestelle nach Maninga Island in Sigulu. Es kenterte auf halber Strecke. Sechs Menschen kamen ums Leben. Ursache des Unglücks waren schlechtes Wetter und Überladung. An Bord waren 20 Fässer Petroleum und 100 Stahlbleche.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.03.2010

Sportboot "Eldorado" unter Wasser

Port of Friday, San Juan Island, Bundesstaat Washington / USA, 04.03.2010 - Das 50 Fuß lange Holz-Sportboot "Eldorado" sank am 2.3. gegen 15.50 Uhr in Port of Friday. Der Skipper und seine Frau, die auf dem Schiff lebten, waren für zwei Tage auf dem Festland gewesen. Nach Angaben der Islands Oil Spill Association hatte die "Eldorado" rund 100 Gallonen Diesel- und bis zu 15 Gallonen Maschinenöl an Bord, als sie versank. Ein Ölschlängel und ölabsorbierende Pads wurden ausgebracht. Bis zum Morgen des 3.3. konnten 25 Gallonen aufgefangen werden. Die Festmacherleinen an Steuerbord bewahrten das Schiff vor einem vollständigen Versinken in 50 Fuß Tiefe. Taucher stabilisierten das Schiff mit weiteren Seilen. Dann sollte es mit Luftsäcken schwimmfähig und dann ausgepumpt gemacht werden. Vessel Assist setzte einen Kran zur Bergung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.03.2010

Ballast hätte "Trident" retten können
Update vom 24.02.10

Aberdeen, Schottland / UK, 03.03.10 - Das Risiko eines Kenterns des Trawlers "Trident" wäre um das achtfache verringert, hätte er 7,5 Tonnen Ballast aufgenommen. Das in Peterhead registrierte Schiff war am 3.10.1975 vor Caithness gesunken. Alle sieben Mann ertranken. Am 3.3. gab ein Vertreter von TMC Marine Consultants im Rahmen der neu aufgelegten Untersuchung an, dass dieser Ballast nach nun durchgeführten Simulationen die Schwimmfähigkeit und Stabilität entscheidend verbessert hätte. Die Angehörigen hatten seit jeher angenommen, dass die "Trident" wegen mangelnder Stabilität kenterte. Das Schwesterschiff der "Trident", die "Silver Lining", hatte 10 Tonnen Ballast aufgenommen, nachdem der Skipper ein merkwürdiges Seeverhalten festgestellt hatte. Doch je mehr Ballast an Bord war, desto geringer war die Ladekapazität.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.03.2010

Vorwürfe gegen brasilianische Marine nach "Concordia"-Untergang
Update vom 02.03.10

Halifax, Nova Scotia / Kanada, 03.03.10 - Der 1. Offizier der gesunkenen Brigantine "Concordia" sagte am 3.3., die 64 Schiffbrüchigen hätten binnen Stunden gerettet werden können, wenn die brasilianischen Behörden rascher einen Notruf verbreitet hätten. Als das Schiff am 17.2. auf der Reise von Recife nach Uruguay sank, befand sich ein Handelsschiff nur vier Fahrstunden entfernt. Tatsächlich dauerte es aber 20 Stunden, bis die Schifffahrt in dem Seegebiet alarmiert wurde, und weitere 20 Stunden, bis Hilfe vor Ort war. Die brasilianische Marine sagte, es habe so lange gedauert, sicherzugehen, dass es sich um ein tatsächliches Notsignal gehandelt habe, weil Notsender auch mal versehentlich aktiviert würden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.03.2010

Antriebsloser Containerfrachter abgeschleppt

Tacoma, Pierce County, Bundesstaat Washington / USA, 03.03.2010 - Der amerikanische Containerfrachter "Horizon Tacoma", 21291 tdw (IMO-Nr.: 8419154) wurde am 2.3. um 22.30 Uhr antriebslos, nachdem es in der Straße von Juan de Fuca, drei Meilen nördlich von Neah Bay, zu einer Rauchentwicklung in einem Turbolader gekommen war. Daraufhin wurde die Maschine auf dem von Dutch Harbor nach Tacoma laufenden Frachter vorsorglich ausgestellt. Die U.S. Coast Guard wies die Schiffsführung der "Horizon Tacoma" an, einen Schleppkontrakt durch den Bergungsschlepper "Hunter" und die "Garth Foss" zu akzeptieren. Beide Schiffe waren binnen einer Viertelstunde vor Ort und nahmen den Havaristen Richtung Tacoma auf den Haken, wo er am 3.3. gegen 21 Uhr festmachte. Bei einem Ankerstopp gegen sieben Uhr war bereits ein Reparaturteam aus Port Angeles an Bord gegangen. Während des Einsatzes der "Hunter" ging der Schlepper "Valor" in Neah Bay auf Einsatzposition. Die 217 Meter lange "Horizon Tacoma" entstand 1987 als "Sea Land Tacoma" und läuft seit 2000 für die Horizon Lines LLC.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.03.2010

"Global Carrier" fällt nach Kollision mehrere Wochen aus
Update vom 01.03.10

Oxelösund, Provinz Södermanlands län / Schweden, 03.03.10 - Am 3.3. verließ die finnische Fähre "Global Carrier", 13117 BRZ (IMO-Nr.: 7528647) den Hafen von Oxelösund, um eine Reparaturwerft in Landskrona anzusteuern. Hier soll der schwere Schaden ausgebessert werden, den sie am 27.2. von Travemünde kommend erlitten hatte, als sie den unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier "Ecostar G.O.", 40170 BRZ (IMO-Nr.: 9386421) in die Steuerbordseite rammte, der dort, nachdem er von Quingdao gekommen war, am Kai lag. Die Reparaturdauer wird auf drei bis vier Wochen geschätzt. Die "Global Carrier" läuft auf der Route Turku-Oxelösund-Travemünde für die Power Line und wird bereedert von der Lillbacka Powerco. Wann die 224 Meter lange "Ecostar G.O." in die Werft gehen kann, ist noch unklar. Erst muss die Ladung des Schiffes gelöscht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010

Bergung der "Ruth & Gail" gescheitert
Update vom 01.03.10

Sesuit Harbor, East Dennis, Barnstable County, Massachusetts / USA, 03.03.10 - Der 34 Fuß lange Muschelkutter "Ruth & Gail" lag am 2.3. weiterhin auf den Steinen der Außenmole von Sesuit Harbor fest. Das Schiff war am 28.2. in einem schweren Sturm zunächst vor der Mole auf Grund gelaufen und dann von einer hoch auflaufenden Flut kombiniert mit starkem Wind direkt auf den Strand getrieben worden. Seither wurden alle Muscheln, 135 Gallonen Diesel- und etwas Hydrauliköl von Bord des auf der Backbordflanke liegenden Kutters geholt. Dann wurde eine Schlepptrosse zu dem Muschelkutter "Dream Baby" ausgefahren und ein drittes Schiff, die "Guardian", weiter draußen in der Cape Cod Bay auf Position gebracht, die wiederum eine Trosse am Bug der "Dream Baby", dem zweiten Schiff der Eigner der "Ruth & Gail", fest hatte. Derweil ging aber die Brandung über das Deck des Havaristen, wodurch Wassser in den Maschinenraum eindrang und das Gewicht des Schiffes weiter erhöhte. Die Eignerfamilie Nickerson sah sich dazu verdammt, die Schlacht zu gewinnen, denn den Einsatz einer 10,000 Dollar teuren Kranbarge, um die "Ruth & Gail" anzuheben, oder die 30,000 Dollar für einen starken Bergungsschlepper konnte sie sich nicht leisten. Doch die Natur zeigte kein Einsehen mit diesen Umständen: Es gelang dem Duo bislang nicht, die "Ruth & Gail" vom Fleck zu bewegen.
Der 1987 erbaute Kutter war am 28.2. gegen 15.30 Uhr bei Winden von bis zu 60 Meilen und Wellenhöhen bis zu 12 Fuß östlich der Hafenmole auf Grund gelaufen, als er versuchte, im aufkommenden Sturm nach Sesuit Harbor einzulaufen. Direkt nach der Strandung waren ein 25-Fuß-Boot der Küstenwache in Provincetown und ein 47-Fuß-Boot der Station Cape Cod Canal ausgelaufen. Doch vor Ort hatte sich herausgestellt, dass das Wasser zu flach und die Mole zu nah war, um die Boote einzusetzen. Daraufhin war ein Helikopter der Air Station Cape Cod alarmiert worden. Die dreiköpfige Crew hatte Trockenanzüge angelegt, und ein Rettungsschwimmer wurde vom Hubschrauber abgesetzt. Mit seiner Hilfe erreichten die Fischer den nahen Strand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010

"Vitte" die Dritte: Fähre muss erneut in die Werft
Update vom 21.02.10

Insel Hiddensee, Landkreis Rügen, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 02.03.10 - Eine wirklich schlechte Saison für die Inselfähre "Vitte", 212 BRZ: Sie musste am 2.3. erneut den Verkehr zwischen Rügen und Hiddensee einstellen. Das Schadensbild ähnele sehr dem vom 29. Januar, hieß es bei der Weißen Flotte, deren Tochter, die Reederei Hiddensee, die Schiffsverbindung zwischen den Inseln aufrecht erhält. Seinerzeit war das Schiff wegen eines Schadens am Steuerbordantrieb nach Rostock in die Werft gegangen. Doch nur einen Tag nach der Wiederaufnahme des Fährverkehrs vor eineinhalb Wochen lag das Schiff erneut wegen eines Schadens an einer Ölpumpe fest, der jedoch innerhalb von 24 Stunden mit Bordmitteln wieder behoben werden konnte. Jetzt aber muss die "Vitte" erneut in die Werft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010

Trawler "Tobago" zerstört, aber stabil
Update vom 02.03.10

Kirkenes, Kommune Sør-Varanger, Provinz Finnmark / Norwegen, 02.03.10 - Der Brand auf dem russischen Trawler "Tobago" schien am 2.3. allmählich unter Kontrolle zu sein. Das qualmende Wrack lag weiterhin nördlich von Kirkenes und wurde von dem Küstenwachschiff "Harstad" von außen gekühlt, während der Schlepper "Beta" es am Haken hatte. An der hochliegenden Backbordseite des Schiffes ist ein 20-30 Zentimeter großes Loch entstanden. Vom Ruderhaus waren nur noch Reste vorhanden, die meisten Seitenwände eingestürzt.
Seit dem 1.3. um 14 Uhr wurde das Schiff vor Ellinghamn auf Position gehalten zunächst durch die "Kraft Johanssen" assistiert von der "Østvern", Gegen 22 Uhr war das erste Küstenwachschiff vor Ort. Die PS-starke "Beta" löste die "Kraft Johanssen" ab. Eine halbe Stunde darauf traf auch die "Harstad" ein, und die "Østvern" konnte nun aus dem Einsatz entlassen werden. Die "OV 002" wurde am 2.3. gegen 22 Uhr vor Ort erwartet. Auch die "Harstad" hat Ausrüstung zum Lenzen und zur Ölbekämpfung an Bord. Die "Beta" hatte die Aufgabe, den Trawler, dessen Lage trotz der Verwüstungen unterdessen als stabil eingeschätzt wurde, auf seiner Position zu sichern. Falls er doch beginnen sollte, zu sinken, sollte er versuchen, ihn in Ellinghavn entweder in Martinkjosen oder Reinøya auf Grund zu setzen. Der Krisenstab der Kommune arbeitete gemeinsam mit der Küstenwache Horten, der Feuerwehr, dem Zivilschutz und der Polizei. Er hatte verfügt, wegen der Gefahr giftigen Qualms den brennenden Trawler vom Kai in Kirkenes zu entfernen. Die Feuerwehr hatte sich zurückgezogen, um die Stabilität des brennenden Schiffes nicht durch weiteres Löschwasser zu gefährden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010

Eischaos im Schärengarten vor Stockholm – Evakuierung der "Birger Jarl" erwogen

Norrtälje, Provinz Stockholms län / Schweden, 02.03.10 - Am 2.3. saß das schwedische Fahrgastschiff "Birger Jarl", 3564 BRZ (IMO-Nr.: 5044893), sechs Stunden lang im Eis von Stockholms Schärengarten nahe Norrtälje und 550 Meter von Tjärven entfernt fest und trieb mit dem Eis südwärts ab. Trotz des Eingreifens des Eisbrechers "Vidar Viking", der in Grisslehamn gelegen hatte, hielt das Packeis das 1953 erbaute, 92,4 Meter lange, mit der höchsten Eisklasse 1A versehene Schiff der Ånedinlinjens samt seiner 247 Passagiere seit 13.10 Uhr fest. Der Nordwind presste die Eismassen zusammen. Es war unterwegs von Mariehamn nach Stockholm, doch es gelang dem um 15.15 Uhr eingetroffenen Eisbrecher "Vidar Viking" nicht, eine Fahrrinne dorthin aufzubrechen, sodass gegen 19.30 Kurs zurück auf Åland genommen werden musste. Auch die Assistenz der "Isabella" blieb fruchtlos. Zeitweilig wurde auch eine Evakuierung durch das MRCC überlegt. Nun sollen die Passagiere am 3.3. auf einer anderen Fähre weiterreisen.
Auch die finnische Fähre "Sea Wind", 15879 BRZ (IMO-Nr.: 7128332) hatte auf der Reise von Helsinki nach Stockholm am Nachmittag gegen 17 Uhr Probleme im Eis nördlich von Söderarm und ging vor Anker. Beide Schiffe drohten mit der Eisdrift in Flachwasserzonen zu treiben. In letzterem Fall aber zeitigte das Eingreifen der "Vidar Viking" aber Erfolg, und das Schiff konnte die Reise fortsetzen. Allerdings wurde die Rückreise angesichts der Eislange verschoben. Die Küstenwache führte im Laufe des Tages Überwachungsflüge über beiden Schiffen durch.
Ebenso kämpften die Fähren "Mariella", "Viking Rosella" und "Silja Symphony" gegen das Packeis nördlich von Tjärven an. Die schwedische "Rosella", 15879 BRZ (IMO-Nr.: 7901265) war gezwungen, die Reise von Mariehamn nach Kapellskär abzubrechen. Gegen 19 Uhr des 2.3. befanden sich immerhin alle betroffenen Schiffe wieder in Fahrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010


Altes Seebäderschiff vom Winde verweht

Hamburg-Harburg / DE, 02.03.10 - Das einstige Seebäderschiff "Gloria D.", 470 BRZ (IMO-Nr.: 7232406), riss sich am 28.2. im Orkan Xynthia von seinem langjährigen Liegeplatz im Binnenhafen von Hamburg-Harburg los. Ein Löschboot der Feuerwehr brauchte über eine Stunde, den Ausreißer auf den Haken zu nehmen und an seinen Liegeplatz zurück zu bugsieren. Die ehemalige "Wappen von Heiligenhafen" verehrte nach ihrer Ablieferung 1972 zwischen Heiligenhafen und Rødby. 1980 ging es von Willy Freter an H.W.Nissen, Heiligenhafen im Einsatz für die Seebäderdienst Heiligenhafen GmbH. 1981 erfolgte die Veräußerung an die Förde-Reederei GmbH, Flensburg, die sie erst weiter auf der Route Heiligenhafen – Rødby, ab 1982 im Dienst Kappeln – Sønderborg und 1984 Damp – Graasten einsetzte, ehe 1984 in den Heiligenhafen – Rødby-Dienst zurückkehrte. Nach Verkauf an die Hansa-Linien GmbH, Hamburg 1984 erfolgte die Registrierung als "Atlantis III" in Panama. 1988 wechselte sie auf die Linie Kappeln - Sonderburg. Nach verschiedenen Chartern wurde sie 1999 erst in Sønderborg, dann in Arnis aufgelegt und ging 2003 an die CCC Catamaran Chartering Company GmbH & Co. KG, Mallentin, die sie erst in "Gloria Dei", später in "Gloria D." umtaufte, aber nicht wieder in Fahrt brachte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010

Tanker in philippinischem Kanal gestrandet

Taytay, Provinz Rizal, Insel Luzon / Philippinen, 02.03.10 - Am 2.3. lief gegen 8.30 Uhr der Tanker "Patriot III" mit 644 Tonnen Bunkeröl im Napindan Channel in Taytay, Rizal (Laguna de Bay) auf Grund. Das Schiff kam von Subic, Zambales, und war unterwegs nach Pililia, Rizal. Es blieb bei der Strandung dicht und sollte durch einen anderen Tanker derselben Reederei geleichtert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010

Abbrecher der "Becky Thatcher" in den Startlöchern
Update vom 27.02.10

Pittsburgh, Pennsylvania / USA, 02.03.10 - Vom Nordufer des Ohio River sieht es so aus, als ob der historische Raddampfer "Becky Thatcher" nur ein wenig Schlagseite hat. Doch ein Blick von Neville Island aus macht klar, dass die Einschätzung des Eigners, dass das 83 Jahre alte Schiff nicht mehr zu retten ist, nicht übertrieben ist. Die Delta Demolition Group aus Newton Falls hat bereits begonnen, Teile des Wracks aus dem Fluss zu ziehen. Der Bergungskontrakt läuft über 30 Tage, doch wenn das Wetter mitspielt, könnte die Wrackräumung in etwas mehr als einer Woche vollzogen sein, schätzten die Berger die Lage am 2.3. ein. Dies hängt auch von dem Zustand der "Becky Thatcher" ab und damit, was der Eigner, der Geschäftsmann Jeffrey Levin, der das Schiff 2005 erwarb, mit den Überresten machen will. Wenn der Rumpf noch in gutem Zustand ist, könnte er noch weiter verwendet werden, andernfalls muss er zerlegt werden. Er liegt derzeit noch vollständig unter Wasser, während sich die oberen Decks von ihm gelöst haben und an zwei Dalben fixiert werden mussten. Die sichtbaren Teile sind schwer beschädigt und verzogen. Delta Demolition wird mit einem Kran und einer Stelzenbarge arbeiten, die Teile des Wracks demontieren und dann auf dem Gelände von Frontier Steel ablegen. Die U.S. Coast Guard wird die Arbeiten überwachen, so wie sie auch den Zustand des Raddampfers kontrollierte, seit er vor 11 Tagen versank. Wenn Teile vom Wrack abbrechen und abtreiben, könnte dies die Flussschifffahrt ebenso wie die Ufer gefährden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010

Trawler vor Sri Lanka gesunken – Schiffbrüchige trieben in der See

Galle, Südprovinz / Sri Lanka, 02.03.10 - In der Nacht zum 1.3. kam der Trawler "Sanju Putha" 300 Kilometer östlich von Sangamanjandai einem sinkenden anderen Fischereifahrzeug zu Hilfe. Gemeinsam mit der "Shakthi" der ceylonesischen Marine wurde die 12-köpfige Crew, 11 Indonesier und einen Thailänder, des aus Sri Lanka stammenden Schiffes gerettet, das zuvor in Brand geraten war. Die Schiffbrüchigen hatten sich nach dem Untergang ihres Trawlers an losgerissene Planken geklammert. Sie wurden am Morgen des 2.3. nach Galle gebracht. Ihr Schiff hatte den Hafen von Modera am 28.2. verlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010

Schlepper sank an einem Liegplatz der Obukhovskiy-Werft

Obukhovskiy, Oblast Astrachan / Russland, 02.03.10 - Am 1.3. sank um 4.30 Uhr der unbemannte russische Schlepper "Grifon-4", 46 tdw (IMO-Nr. 8846424) an seinem Liegeplatz der Obukhovskiy-Werft. Das Schiff kam auf vier Metern Tiefe zu liegen. Es entstand eine Ölverschmutzung, deren Ausmaß noch untersucht wird. Der 1977 erbaute Schlepper gehört der Volgotanker Joint Stock Co.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010

Kollision zweier Tanker im Eiskonvoi

Weißes Meer / Russland, 02.03.10 - In einem Eiskonvoi geleitet durch den Eisbrecher "Vaigach" im russischen Weißmeer lief am 28.02. der liberianische Tanker "SCF Amur", 47095 tdw (IMO-Nr.: 9333436), ins Heck des norwegischen Vorausfahrers "Mari Ugland", 74997 tdw (IMO-Nr.: 9326885). Dabei wurde dessen Achterdeck leicht beschädigt. Der Havarist lief nach Port Vition, die "SCF Amur" setzte ihre Reise nach Murmansk in einem Konvoi fort, der vom Eisbrecher "Yamal" geleitet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010

Orkanböen deckten Binnenschiffe ab
Update vom 02.03.10

Dormagen, Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen / DE, 02.03.10 - Der Kapitän des belgischen Binnenschiffes "Philadelphia", 1594 ts (EU-Nr.: 6001921), traute seinen Augen nicht, als am 28.2. auf dem Rhein bei Dormagen all seine Lukendeckel, jeder einzelne mit einem Gewicht zwischen einer und 1,1 Tonnen, über Bord und in den Rhein geweht wurden. Die "Philadelphia" war mit einer Ladung Kunstdünger stromabwärts auf dem Weg nach Dormagen, als eine Bö zuerst die vorderste Luke packte. Durch eine Kettenreaktion kamen auch die übrigen Luken hinterher. Die vorderste Luke riss den Mast mit Radarscanner um, die achterste beschädigte das Ruderhaus. "Es war in 10, 15 Sekunden geschehen", sagte er. "Wir waren im Ruderhaus gewesen und haben uns in Sicherheit gebracht". Er fahre nun schon acht Jahre auf dem Schiff, und nie zuvor sei es nötig gewesen, die Luken festzusetzen. Ihr eigenes Gewicht fixierte sie sonst sicher auf den Sülls. Zunächst trieben die Aluminiumluken noch im Rhein, ehe sie versanken. Der Zentrale Nautische Informationsdienst warnte die Flussschifffahrt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt mühte sich bis zum 2.3. vergeblich, die Ausreißer zu lokalisieren. Der Schaden am Schiff betrug rund 30000 Euro. Das Binnenschiff lief einen geschützten Hafen in Köln-Niehl an, wo der Schaden an der durchnässten Ladung untersucht wurde.
Die "Philadelphia" war indes nicht das einzige Opfer: Auch im Hafen von Germersheim wehte der Orkan Xynthia zwei Luken des holländischen Binnenschiffes "Singa", 3204 ts (ENI-Nr.: 02317703) über Bord. Die Wasserschutzpolizei konnte die Luken mit Sonar lokalisieren, und am 1.3. wurden sie mit Tauchern unter Einsatz des Bordkranes der "Singa" wieder zurück an Bord geholt. Sie waren nur geringfügig beschädigt.
Die "Philadelphia" entstand 1971 als "Maresma 12" auf der Macvanska Mitrovi Brodogradiliste Tito in Sava für die Maresma Reederei GmbH & Co Schiffahrt & Transport KG in Berlin. Eigner seit 2002 ist J.M. Desyser in Gent. Sie ist seit einem Umbau 84,63 Meter lang und neun Meter breit.
Die "Singa" wurde als "Onderneming III" 1986 bei Slob, Papendrecht erbaut. Sie läuft seit 2002 für die Vof. Singa (R.C. Knieriem) in Barendrecht, ist 109,93 Meter lang und 11,39 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010


Wrack der "Ariake" wird jetzt verschrottet

Präfektur Mie, Region Kinki, Insel Honshu / Japan - Das Wrack der japanischen Fähre "Ariake", (MMSI-Nr.: 431603350), die am 13.11. vor Kumano in der Mie-Präfektur gekentert war, wird derzeit vor Ort abgebrochen. Das 167 Meter lange Schiff hatte auf der Reise von Okinawa über Kagoshima nach Tokio Steuerbordschlagseite entwickelt und war von seinem Kapitän sinkend auf Grund gesetzt worden. Da es nicht, wie geplant, auf den Sandstrand, sondern auf vorgelagerte Felsen lief, kenterte es aber und musste wegen der dabei erlittenen schweren Schäden als konstruktiver Totalverlust abgeschrieben werden. Nachdem die Nippon Salvage noch 2009 das Bunkeröl geleichtert hatte, begann die Bergungsfirma Fukada Salvage im Januar 2010 mit der Verschrottung des Wracks, die bis Mai abgeschlossen werden soll, ehe neuerliche Pazifikstürme die Küste von Kumano treffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2010

Brennenden Trawler "Tobago" aus dem Hafen geschleppt
Feuer wütet außer Kontrolle
Update vom 01.03.10

Kirkenes, Kommune Sør-Varanger, Provinz Finnmark / Norwegen, 02.03.10 - Der weiterhin brennende russische Trawler "Tobago" wurde am Vormittag des 1.3. von zwei Schleppern vom Kai in Kirkenes weg in den Bøkfjord hinaus bugsiert. Um 11.25 Uhr wurde der Havarist von zwei Schleppern in Richtung Ellinghavn gezogen. Die Feuerwehr hatte die Löscharbeiten auf dem in hellen Flammen stehenden Schiff zuvor einstellen und sich zurückziehen müssen, weil die Steuerbordschlagseite auf 19 Grad zugenommen hatte. Dichter Rauch gefährdete zudem die Bewohner von Kirkenes, sodass durch den Krisenstab der Kommune Süd-Varanger beschlossen wurde, das Schiff aus dem Hafen zu bringen. Sorgen bereiteten derweil auch 85 Tonnen Bunkeröl, die sich in den Tanks befanden. Falls das Schiff kentert und sinkt, könnten diese zu einer Wasserverschmutzung führen.
Die "Tobago" der Virma Co. Ltd. in Murmansk hatte unlängst noch zur Überholung bei der Kimek-Werft in Kirkenes gelegen, Die Arbeiten waren am 9.2. abgeschlossen worden. Es wurde erwartet, dass das Schiff noch mehrere Tage weiter brennen könnte. Das Küstenwachboot "Harstad", der Schlepper "Beta" und die "OV02" wurden in Marsch gesetzt, um das Schiff zu sichern. Die "Harstad" übernahm in Vadsø Lenzpumpen, die "OV02" Ausrüstung zur Ölbekämpfung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2010

Saarkahn "Erna" sank und verliert Öl

Saarbrücken, Saarland / DE, 02.03.10 - Aus der im Saarbrücker Osthafen gesunkenen "Erna" trat erneut Öl aus. Anlieger hatten am 01.03. im Hafen einen Ölteppich bemerkt. Die Behörden begutachteten die Lage. Die Feuerwehr hat eine Ölsperre ausgebracht, dennoch muss das Wrack nun schnellstmöglich geborgen werden. Der Eigentümer wurde bereits informiert. Sollte er die Kosten von voraussichtlich mehreren zehntausend Euro nicht tragen können, müsse wohl das Wasser- und Schifffahrtsamt einspringen. Am 19.2. war die Peniche "Erna", die bereits seit über 10 Jahren im Osthafen Saarbrücken lag, gesunken. Offensichtlich war der marode Zustand des Schiffes die Ursache  für das Sinken. Der Innenraum des leerstehenden Wohnschiffs ist mittlerweile mit Wasser gefüllt, lediglich die Aufbauten ragten aus der Saar heraus.
Die "Erna" sorgte schon mehrfach für Schlagzeilen. Am 26.12. 2006 gegen vier Uhr hatte der überhitzte Ofen ihre Kajüte in Flammen gesetzt. Der Schiffseigner versuchte vergeblich zu löschen. Die Feuerwehr war viereinhalb Stunden im Einsatz. Der Eigner kam seinerzeit leicht verletzt ins Krankenhaus.
Das Hochwasser 2003 hatte die "Erna" auch schon einmal auf Grund gesetzt, doch später kam sie wieder frei. Auch 2001 war sie in der Diskussion. Damals verteidigte das Wasser- und Schifffahrtsamt die "Erna" als einen Fluchtpunkt für "sozial Schwächergestellte".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2010

Kenterung der "Concordia" kann zu Erkenntnissen über Großseglerstabilität führen
Update vom 25.02.10

Lunenburg, Nova Scotia / Kanada, 02.03.10 - Class Afloat, die Eigner der "Concordia", sagten, das 18 Jahre alte Schiff sei designt und getestet gewesen, einen Squall wie den, der das 60 Meter lange Schiff versenkte, zu überstehen. Das Schiff war im Südatlantik binnen 20 Minuten gesunken, nachdem seine Masten auf das Wasser gedrückt worden waren und es sich nicht wieder aufzurichten vermochte. Terry Davies, Gründer und Vorsitzender von Class Afloat, gab an, das die "Concordia" sogar 110 Grad Schlagseite hätte aushalten sollen. Das Schiff habe den höchsten Standards für Segelschulschiffe entsprochen und sei erfolgreich von der U.S.- unnd der Canadian Coast Guard inspiziert worden und habe hunderte von Hafenstaats- und Hafenkontrollen durchlaufen. Als nicht in den Vereinigten Staaten registriertes Schiff habe sie aber nicht den U.S. Coast Guard-Standards entsprechen müssen. Registerstaat war Barbados. Dies ermöglichte Class Afloat eine freie Auswahl der Besatzung unabhängig von ihrer Nationalität, was bei der weltweit begrenzten Anzahl von segelschiffserfahrenen Seeleuten von Vorteil ist. Roger Long, ein international anerkannter Experte in Sachen Stabilität großer Segler, forderte Class Afloat auf, die Daten der Stabilitätstests zu publizieren, nicht vorrangig wegen einer Schuldfrage, sondern um Erkenntnisse für die Zukunft zu gewinnen.
Wenn sich herausstellt, dass die "Concordia" den britischen und amerikanischen Stabilitätsstandards entsprach, weise dies nicht nur auf ein Loch im Sicherheitsnetz hin, sondern sei ein wichtiger Faktor im Verständnis der Stabilität großer Segelschiffe. Die Tests auf der "Concordia" wurden durchgeführt, indem eine Seite stark belastet wurde und dann aus der Krängung die Aufrichtfähigkeit extrapoliert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2010

Wie lange fällte die "Costa Europa" aus ?
Bericht eines Augenzeugen der Evakuierung
Update vom 27.02.10

Scharm El-Scheich / Ägypten, 02.03.10 - Thomson Cruises sind derzeit am Prüfen, ob sie die jetzige "Costa Europa" wie geplant im kommenden Monat als "Thomson Dream" werden in Dienst stellen können. Die erste Kreuzfahrt soll am 22.4. starten Die "Costa Europa" liegt aber derzeit weiterhin in Sharm el Sheikh. Sie hat ein zwei Meter langes Leck und erhebliche Schäden entlang der Steuerbordseite. Das Ausmaß des Schadens wird noch untersucht. Die beiden Folgereisen der "Costa Europa" wurden nach ihrer Kollision am 26.2. bereits abgesagt. Sie hätten am 4. und 22.3. starten sollen und wären die letzten für Costa Crociere gewesen.
Ein Passagier beschrieb nach seiner Heimkehr die Kollision so: Am Morgen wurden wir gegen vier Uhr von zwei starken Schlägen geweckt. Wir schossen aus dem Bett und stellten fest, dass das Schiff sich überlegte. Die Klimaanlage war ausgefallen, und man hörte Rufe. Alle kamen aus ihren Kabinen und fragten sich, was geschehen war. Wir dachten, wir seien noch auf See, nachdem wir aus Safaga ausgelaufen waren. Wir warteten alle auf Durchsagen, doch es kamen keine. Ohne Klimaanlage wurde es schnell warm. Ich sah aus der Kabine und sah, dass einige Deckenleuchten im Gang erloschen. Wir beschlossen, und anzuziehen und an Deck zu gehen oder auf eine Durchsage zu warten. Es lag ein starker Dieselgeruch in der Luft. Die Crew saß mit Rettungswesten auf den Treppen, einige sahen sehr unglücklich aus. Es war sehr windig, doch es kam mir nicht wie wirklich schlechtes Wetter vor. Wir waren erleichtert, als wir sahen, dass das Schiff im Hafen lag, auch wenn es begann, sich vom Kai weg überzulegen. Um fünf Uhr wurde eine Durchsage in verschiedenen Sprachen gemacht, dass die Lage geprüft werde und alle in ihre Kabinen oder zu normalen Aktivitäten zurückkehren sollten. Die Schlagseite war so stark, dass Dinge von den Tischen rutschten, und waren immer noch unsicher, was zu tun sei. Um sechs Uhr kam eine weitere Durchsage, wir sollten so schnell wie möglich die Sachen packen und uns in den Korridoren für eine Evakuierung versammeln. Ich konnte nicht einmal mehr die Kabinentür schließen, weil sie zu schwer war und zur krängenden Seite hin lag. Wir standen fast eineinhalb Stunden in den engen Gängen. Die Luft war schlecht und heiß. Personal beförderte gehbehinderte Passagiere auf Liegen und in Rollstühlen nach draußen. An den Treppen, wo die Passagiere aus allen Richtungen aufeinander trafen, entstand eine Art Flaschenhals. Einige Passagiere hatten darauf bestanden, ihre großen Koffer mitzunehmen, es wurde gedrängelt. Es war wunderbar, endlich an die frische Luft zu kommen. Dann ging es in ein hübsches Hotel in der Sharks Bay in Sharm. Am 28.2. um 22.30 Uhr waren wir zurück am Flughafen Gatwick und wurden im Hilton einquartiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2010

Kutter sank im Aparima-Fluss

Riverton, Region Southland, Südinsel / Neuseeland, 02.03.10 - Am 28.2. sank an der Riverton Wharf der rund neun Meter lange Kutter "Evander". An Bord waren rund 500 Liter Diesel, von denen ein Teil auslief und sich während der Drift in Richtung Aparima-Mündung aber auflöste. Wegen des herrschenden Hochwasser hatte die Feuerwehr nichts ausrichten können. Taucher dichteten am 1.3. den Tank ab. Die Riverton Fire Brigade prüfte, wie weit sie bei der Bergung des Kutters assistieren könnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2010

Kutter seit dem 25.2. vermisst

Colombo / Sri Lanka, 02.03.10 - Seit dem Auslaufen aus Rathgama am 25.2. wird der Kutter "Yuwathi" (RG 84) vermisst. An Bord waren zwei Mann Crew aus Boossa und Devathigoda, Rathgama. Das Schiff war abends zu Fanggründen vier Meilen vor der Küste ausgelaufen und hätte am Morgen des 26.2. zurückkehren sollen. Als dies nicht der Fall war, alarmierten die Angehörigen die Polizei. Versuche, über Mobiltelefon Kontakt aufzunehmen, scheiterten. Das Dakshina Naval Camp, Der Galle Fisheries Harbour und die Galle Police wurden in Kenntnis gesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2010

Orkanböen versenkten Lukendeckel im Rhein

Dormagen, Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen / DE, 01.03.10 - Am 28.2. auf Höhe von Rheinkilometer 710, in der Nähe von Dormagen, hob eine Orkanböe die vorderste Ladeluke eines stromabwärts laufenden Binnenschiffes an und wehte sie seitlich von Bord . Durch eine Kettenreaktion hoben daraufhin auch die neun weiteren Lukendeckel ab und wehten davon . Die aus Aluminium bestehenden Luken mit einem Gewicht von ca. 1 Tonne trieben zunächst auf dem Wasser und versanken dann. Der Sachschaden lag bei rund 30.000 Euro. Die Schifffahrt wurde vorsorglich gewahrschaut . Die Suche nach den Luken sollte am 1.3. Tage durch das Wasserschifffahrtsamt aufgenommen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2010

Piratenmutterschiff versenkt

Somalia, 01.03.10 - Das 137,60 Meter lange dänische Kriegsschiff HDMS "Absalon" (L16) versenkte im indischen Ozean vor der somalischen Küste am 28.2. ein Piratenmutterschiff. Zuvor war die Crew aufgefordert worden, dieses zu verlassen. Es handelte sich um ein Schiff, von dem aus kleinere Boote zu Überfällen ausgesandt wurden. In einem solchen, das sich im Schlepp befand, durften die Piraten zur Küste fahren. Ihr Schiff wurde durch Geschützfeuer auf den Meeresgrund geschickt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2010

Schubverband rammte Mole

Zeltingen-Rachtig, Landkreis Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz / DE, 01.03.10 - Am frühen Morgen des 28.2. ist gegen sechs Uhr an der Schleuse Zeltingen ein holländischer Schubverband mit der Mittelmole kollidiert. Die Mosel-Schifffahrt musste in diesem Bereich gesperrt werden. Der 170 Meter lange Schubverband war voll beladen mit 4000 Tonnen Schlacke, als er von Wehlen kommend talwärts in die Zeltinger Schleuse einlaufen wollte. Aus bisher ungeklärter Ursache lief er aus dem Ruder, kam nach mehreren Ruder- und Maschinenmanövern quer vor derSchleusenkammer zu liegen und versperrte die Schleuseneinfahrt. Durch den Aufprall entstand am Bug ein großes Leck, und es kam zu einem Wassereinbruch. Der Kapitän schaffte es zunächst nicht, das Schiff mit eigener Kraft freizubekommen. Erst durch ein vorübergehendes Aufstauen des Wasserstandes gelang es schließlich, das Schiff zu bewegen und in die Schleuse zu bugsieren. Von 6.20 Uhr bis 14 Uhr war die Mosel gesperrt, teilweise war nur die Bergfahrt möglich. 15 Schiffe waren von der Sperrung betroffen. Ein Taucherdienst dichtete das Leck im Laufe des Tages provisorisch ab, und das Schiff durfte unter Auflagen seine Fahrt in Richtung Duisburg fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2010

Binnenschiff mit 50 Mann gerettet

Hausen, Landkreis Forchheim, Oberfranken, Bayern / DE, 01.03.10 - Das rumänische Binnenschiff "Dunav", 1290 ts (ENI-Nr. 06000560) wurde an der Hausener Schleuse durch einen Großeinsatz des THW und der Feuerwehr am 28.2. vor dem Untergang bewahrt. Sie lenzten am Abend 35 Tonnen Wasser, die durch ein Leck in den Maschinenraum eingedrungen waren. Gegen 20.30 Uhr hatte die Crew des mit Mais beladenen Schiffes um Hilfe gebeten, nachdem das Wasser im Maschinenraum immer schneller angestiegen war. Die Polizeiinspektion Forchheim alarmierte daraufhin die Freiwillige Feuerwehr Hausen und das THW Forchheim. Innerhalb kurzer Zeit waren dann zusammen mit der Wasserschutzpolizei und den Vertretern des Wasser- und Schifffahrtsamtes rund 50 Einsatzkräfte vor Ort. Als die Helfer am Einsatzort ankamen, lag das Schiff teilweise bereits 40 Zentimeter unter Wasser. Mit Tauchpumpen wurde das Wasser-Öl-Gemisch in einen 10 Tonnen fassenden Auffangbehälter der Feuerwehr, sowie mehrere kleinere Auffangbehälter des Technischen Hilfswerkes gepumpt, bevor es dann nach der Reinigung in den Kanal abgelassen werden konnte. Das Leck konnte in dem zweieinhalbstündigem Einsatz zunächst nicht geortet werden. Bei Tageslicht wurde es am 1.3. dann provisorisch abgedichtet. Währenddessen musste weiterhin das Wasser abgepumpt werden. Die Wasserschutzpolizei in Bamberg leitete Ermittlungen ein, Am Nachmittag lief die "Dunav" nach Löschen der Ladung mit leichter Backbord-Schlagseite auf dem Main-Donau-Kanal Richtung Donau zu Berg.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2010

Robben-Island-Frachter soll "Seli 1" leichtern
Update vom 11.02.10

Tafelbucht / Südafrika, 01.03.10 - Der Frachter "Blouberg" des Robben Island Museum wurde gechartert, um auf der "Seli 1" verbliebenes Öl und Ladung zu leichtern, bevor die Winterstürme dem Frachter womöglich den Garaus bereiten. An Bord des seit September 2009 vor Blouberg sitzenden Bulkers sind noch rund 60 Tonnen Öl und eine unbekannte Menge Ölgemisch sowie rund 30000 Tonnen Kohle. Binnen 52 Tagen soll im Auftrag von Marine Electric Technical Service, der Firma, die die Ladung erwarb, diese geborgen sein. Sie hat einen Wert von rund drei Millionen Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2010

Tanker rammte Binnenschiff

Volkerakschleusen, Provinz Noord-Brabant / Niederlande, 01.03.10 - Ein Binnentanker lief am Abend des 26.2. gegen 21.30 Uhr in der Volerakschleuse das Heck des Binnenschiffes "Aurora" von van Loon aus Raamsdonksveer. Dabei wurde das Achterschiff eingedrückt, auch Ruder, Propeller und Wellentunnel wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die "Aurora" hatte im südlichen Vorhafen auf das Einlaufen in die Volkerakschleuse gewartet. Sie wurde nach der Kollision von dem mit Gasöl beladenen Tanker längsseits genommen. Dieser wurde 50 Zentimeter oberhalb der Wasserlinie auf einer Fläche von einem halben Mal einen halben Meter beschädigt. Die "Aurora" ging inzwischen in Versteeg ins Dock.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2010

Norwegen: Zwei Kutter in Not

Trollsundet, Provinz Finnmark / Norwegen, 01.03.10 - Ein 30 Fuß langer Kutter lief am 01.3. im Trollsund zwischen Roldsøy und Ingøy auf Grund. Das Rettungsboot "Reidar Von Koss" lief nach der Notmeldung um 5.30 Uhr aus und barg den Skipper ab. Am Vormittag des 1.3. sollte es versuchen, den Kutter von der Schäre zu ziehen.
Zuvor war die "Reidar Von Koss" in Honningsvåg im Einsatz, wo ein anderer Kutter am Kai gesunken war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.03.2010

Brennender Trawler drohte zu kentern

Kirkenes, Kommune Sør-Varanger, Provinz Finnmark / Norwegen, 01.03.10 - Der russische Trawler "Tobago", 414 tdw (IMO-Nr.: 8834005), aus Murmansk geriet am Nachmittag des 28.2. in Kirkenes in Brand. Während der Löscharbeiten entwickelte das Schiff durch das Gewicht des Löschwassers Schlagseite, sodass die Brandbekämpfung zeitweilig unterbrochen werden musste, bis Wasser gelenzt und der Trawler stabilisiert war. Erst am Vormittag des 1.3. gelang es der Feuerwehr, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Die sechsköpfige Crew der "Tobago" war zuvor unversehrt gerettet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.03.2010

Eisgang riss Schiffsrumpf auf

Hausen, Landkreis Forchheim, Oberfranken, Bayern / DE, 01.03.10 - Ein rumänisches Binnenschiff hat am Abend des 28.2. in Hausen für einen Großeinsatz gesorgt. Der mit 800 Tonnen Mais beladene Frachter hatte mit einem Leck im Rumpf an der Schleuse in Hausen angelegt. Es war vermutlich durch Eisgang auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal entstanden. Weil Wasser in den Maschinenraum eindrang, mussten die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk die Nacht über tausende Liter Wasser abpumpen, damit das Schiff nicht sank, ehe das Leck abgedichtet werden konnten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.03.2010

Ölverschmutzung aus gesunkenem Hausboot mit Plastikeimern bekämpft

Leer, Ostfriesland, Niedersachsen / DE, 01.03.10 - Ein Hausboot, das vor der ehemaligen Janssen-Werft in Leer lag, ist am 27.2. gesunken. Aus dem Schiff, das im Leeraner Hafen abgewrackt werden sollte, traten Diesel und Öl aus. Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Leer und der Wasserrettung des Landkreises Leer legten eine Ölsperre auf der Wasseroberfläche aus. Durch das schnelle Eingreifen konnte ein Ausbreiten des Ölteppichs verhindert werden. Unterstützung erhielten die Leeraner von den Wehren der Stadt Emden und Warsingsfehn. Die Helfer brachten weitere Ölsperren aus.
Mitarbeiter der Firma Briese Schifffahrt hatten zufällig bemerkt, dass das Hausboot gesunken war. Sie fuhren mit einem Motorboot zum rund 50 Meter langen Schiff und hielten vor einige kaputte Bullaugen, aus denen Diesel und Öl floss, zunächst Plastikeimer, damit keine weiteren Stoffe in das Hafenbecken fließen konnten. Anschließend wurden Stopfen auf die Öffnungen gedrückt. Am Morgen des 28.2. waren Mitarbeiter der Firma Duismann aus Leer damit beschäftigt, das Öl und den Diesel mit Spezialmaschinen von der Wasseroberfläche abzusaugen.
Das Hausboot gehört einem niederländischen Eigner, der das Schiff in Leer verschrotten lassen will.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.03.2010

Viertelmillion-Yacht mit Hebesäcken geborgen
Update vom 27.02.10

Schwanau-Nonnenweier, Ortenaukreis, Baden-Württemberg / DE, 28.02.10 - Am Morgen des 27.2. begann im Yachthafen am Rheinübergang bei Nonnenweier. die Bergung der am Vortag gesunkenen Motoryacht "Tangoara". Vor Ort waren die Feuerwehr aus Schwanau und Lahr sowie die Bergungsfirma Nautik GmbH Sasbach. Mithilfe von acht Hebeballons wurde das Wrack der 250000 Euro werten Yacht bis 15 Uhr gehoben. Wahrscheinlich hatte starker Wellengang das Schiff gut 24 Stunden zuvor zum Sinken gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.03.2010

Backfischkutter in Wismar gesunken

Wismar, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 28.02.10 - Der Kutter "Bente Sieck", zuletzt ein beliebter Imbiss im Hafen von Wismar, ist am Abend des 25.2. dort am Kai gesunken. Gegen 17.30 Uhr hatte der Betreiber bemerkt, dass sein Kutter plötzlich Schlagseite bekam und voll Wasser lief. Der Feuerwehr gelang es nicht mehr, das Wasser zu lenzen. Experten vermuteten, dass durch Eisgang ein Loch in den Holzrumpf gedrückt wurde. Das nicht motorisierte Schiff soll gehoben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.03.2010

Schuber gegen Kai getrieben

Brielle, Provinz Südholland / Niederlande, 28.02.10 - Am Abend des 26.2. kollidierte gegen 22.30 Uhr der holländische Schubschlepper "Zebulon", 67 BRZ (IMO: 6002897), aus Urk mit einem Kai auf dem Hartelkanal. Das Unglück ereignete sich rund 300 Meter von der Suurhofbrücke entfernt, als das Schiff seine Geschwindigkeit reduzieren musste und daraufhin von der Unterströmung und starkem Wind erfasst wurde. Es gelang dem Kapitän, sein Schiff wieder vom Kai fortzumanövrieren. Es musste anschließend auf mögliche Schäden untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.03.2010

Vielfältige Hilfe für sinkenden Kutter

Key West, Monroe County, Florida / USA, 28.02.10 - Mehrere Schiffe der US Coast Guard waren im Einsatz, nachdem der 67 Fuß lange Krabbenkutter "Miss Suzanne" am 27.2. 50 Meilen nordwestlich von Key West leckgeschlagen war. Die Coast Guard Key West fing um 15 Uhr den Notruf der dreiköpfigen Crew auf, dass aus unbekannter Ursache Wasser eindringe und die Bilgenpumpen nicht dageen ankamen. Sofort wurden die Küstenwachboote "Nantucket", ein 110 Fuß langes Patroullienboot aus St. Petersburg, und "Joshua Appleby", ein 175 Fuß langer Tonnenleger, sowie ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Clearwater sowie ein HU-25 Falcon-Jet der Air Station Miami in Marsch gesetzt. Das Flugzeug war gegen 17 Uhr als erstes vor Ort und setzte eine Lenzpumpe auf der "Miss Suzanne" ab, die von deren Crew gestartet wurde. Wenig später trafen mit dem MH-60 Jayhawk zwei weitere Pumpen auf der "Miss Suzanne" ein. Mit der vereinten Lenzkapazität gelang es, die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Um 18.30 Uhr war die "Nantucket" vor Ort und schickte ein Hilfsteam. Währenddessen nahm der Kutter Kurs auf Key West. Die "Joshua Appleby" schließlich traf um 19.30 Uhr ein. Eine Stunde darauf erlitt ein Besatzungsmitglied des Kutters einen Herzanfall. Sofort wurde eine Bootscrew der Rettungsstation Key West alarmiert, und ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Miami assistierte bei der Evakuierung. Der Fischer wurde ins Lower Keys Medical Center transportiert.
Am 28.2. um 1.30 Uhr nahm die "Joshua Appleby" die "Miss Suzanne" in Schlepp, nachdem deren Maschine ausgefallen war. Um 7.15 Uhr übernahm ein Boot der Station Key West den Schlepp in die Mündung des Nordwestkanals und weiter nach Stock Island.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.03.2010

Komplizierte Rettung gestrandeter Fischer

Sesuit Harbor, East Dennis, Barnstable County, Massachusetts / USA, 28.02.10 - Am Abend des 27.2. erlitt der 48 Fuß lange Kutter "Ruth & Gail" Maschinenausfall und wurde gegen 17.30 Uhr auf eine Mole nahe Sesuit Harbor getrieben. Es schlug auf den Felsen von Cold Storage Beach quer. Da es jedoch 10-20 Fuß von ihnen entfernt festsaß, konnte die dreiköpfige Crew nicht an Land kommen. Gegen 20 Uhr war ein Helikopter der US Coast Guard vor Ort, konnte aber wegen der an Deck befindlichen umfangreichen Fangausrüstung nichts ausrichten. Auch die Boote der Feuerwehr und des Hafenmeisters kamen nicht an den Kutter heran. Ein Abschleppen durch die Küstenwache wurde als zu riskant erachtet. Schließlich gelang es, die Fischer mit einer Leine zu retten. Gegen 20.45 Uhr waren alle an Land und wurden medizinisch betreut. Der Kutter sollte von einer Bergungsfirma wieder flottgemacht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.03.2010

Travemünde-Fähre rammte Frachter

Oxelösund, Provinz Södermanlands län / Schweden, 27.02.10 - In den Mittagsstunden des 27.2. rammte die finnische Fähre "Global Carrier", 13117 BRZ (IMO-Nr.: 7528647) von Travemünde kommend den unter Panama-Flagge laufenden Frachter "CMB Sakura", 38891 BRZ (IMO-Nr.: 9316854) beim Einlaufen in den Hafen von Oxelösund. Dabei wurde die Bordwand des Frachters aufgerissen, es kam zu Wassereinbruch. Der Bug der Fähre wurde eingedrückt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.03.2010

Explosion auf indischem U-Boot - 1 Toter und 2 Verletzte

Visakhapatnam, Bundesstaat Andhra Pradesh / Indien, 27.02.10 - Auf dem indischen U-Boot INS "Sindhurakshak" (russische Kilo-Klasse) brach am 26.02. in einer Marinewerft in Visakhapatnam, Andhra Pradesh, ein Feuer aus. Ein Besatzungsmitglied kam dabei ums Leben, zwei andere erlitten Verbrennungen. Das Feuer wurde durch eine Explosion in einem Batteriefach ausgelöst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.03.2010

Gekaperter Schlepper gestrandet

Republik Singapur, 26.02.10 - Der unter Singapur-Flagge laufende Schlepper "Asta", 296 BRZ, der vor drei Wochen vor Malaysia gekapert worden war, wurde am 25.2. am Nordende der entlegenen philippinischen Insel Dinagat gestrandet vorgefunden. Vertreter der philippinischen Marine gingen an Bord des Schiffes, das nun in "Roxy I" umbenannt worden war, aber an der IMO-Nummer 9622884 identifizierbar war. Das Schiff war am 6.2. vor Tioman Island vor Ost-Malaysia gekapert worden, als es auf der Reise von Kambodscha nach Singapur war. 11 Mann der Crew waren fünf Tage später in einer Rettungsinsel ausgesetzt und acht Tage darauf nahe Borneo in der See treibend gerettet worden. Der Chefingenieur wurde seither vermisst. Er wurde nach der Strandung samt der sieben Piraten aufgefunden und in Gewahrsam genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.03.2010

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