S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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letzte Änderung: 28. Februar 2010 - Die Angaben sind ohne Gewähr
Binnenschiff schlug im Main quer
Zeil am Main, Landkreis Haßberge, Unterfranken, Bayern / DE, 27.02.10 - Beim Beladen im Hafen von Zeil ist, am späten Nachmittag des 27.02., das
Binnenschiff "
Leho II", 996 ts (EU-Nr.: 02314212), außer Kontrolle geraten. Das Schiff wurde mit dem Heck
abgetrieben und
schlug quer. Das Schiff nahm gerade eine Ladung Getreide auf und sollte dazu entgegen der Strömung entlang der Kaimauer des Zeiler Hafens verholt werden. Gegen 17.15 Uhr liefen die Maschinen auf voll zurück, doch dann brachen die achteren Trossen, und das Schiff wurde binnen weniger Minuten mit dem Heck von der Strömung des Hochwasser führenden Mains an das südliche Ufer gedrückt. Dabei
brach das Ruder ab. Mit dem Bug prallte die "Leho II" gegen den vorderen Teil des holländischen
Schubverbandes "
Century II", 2439 ts (EU-No.: 02330484), der ebenfalls im Zeiler Hafen lag und Teile für ein Kraftwerk aufnahm. Feuerwehren aus Zeil, Sand und Haßfurt waren kurz darauf an der Unglücksstelle . Ein Rettungsboot der Zeiler Wehr kreuzte ebenfalls im Hafen. Polizei- und Rettungskräfte standen bereit. Insgesamt waren
45 Feuerwehrleute mit 11 Fahrzeugen vor Ort. Dutzende Schaulustige säumten das Hafengelände. Die „Century II“ sollte mit ihren 3200 PS den quer liegenden Havaristen wieder an den Kai bringen. Doch dies scheiterte zunächst, nachdem weitere Trossen brachen, und zu allem
Überfluss erlitt der
Kapitän der „
Leho II“ einen
Schwächeanfall und musste medizinisch versorgt werden. Gegen 19.30 Uhr endlich gelang es, das Binnenschiff unter Kontrolle zu bekommen. Nun wurden Ermittlungen eingeleitet, ob Fahrlässigkeit die Havarie verursacht hat. Dem Vernehmen nach soll die aus Rumänien stammende Besatzung der "Leho 2" schon an der Knetzgauer Schleuse und auch im Zeiler Hafen aufgefallen sein.
Die "
Leho II" wurde als "
Heinrich" 1959 auf der Gustavsburg Schiffswerft GmbH, Mainz eraut. Seit 2008 läuft sie für die Leho BV in Nijmegen.
Der
Kasko der 79,5 Meter langen "
Century II" wurde 2008 bei der Shui Tian Shipbuilding, Nanjing, erbaut und bei van Wijk, Werkendam., ausgerüstet für die Ruytenboer BV (R. Ruytenberg / D. Boer) in Werkendam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.02.2010
Jähes Ende einer Kreuzfahrt
Update vom 26.02.10
Scharm El-Scheich / Ägypten, 27.02.10 - Mit 15 Grad Steuerbordschlagseite lag die "
Costa Europa" am 26.2. nach ihrer frühmorgendlichen Havarie in Sharm el Sheikh am Kai. In gleißender Sonne war kaum vorstellbar, dass sie erst kurz zuvor in einer heftigen
Sturm- und Hagelbö beim Einlaufen von Horghada kommend ins Treiben gekommen war und mit
großer Wucht gegen die
Kaianlage donnerte.
Drei Besatzungsmitglieder aus Indien, Brasilien und Honduras ertranken, als durch das Leck Wasser einbrach.
Vier Passagiere aus Italien und England kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus, wurden aber mittlerweile wieder entlassen. Das Schiff hat ein mehrere Meter langes Leck erlitten, und es wird nun mehrere Tage repariert werden müssen. Die beschädigte Kaianlage wird auf Kosten der Reederei instandgesetzt. Die übrigen
1469 Passagiere der laufenden Kreuzfahrt von Dubai nach Savona wurden zunächst in Hotels untergebracht, ehe ihre vorzeitige Heimreise organisiert wurde. Eigentlich hätte die Reise am 4.3. in Savona enden sollen.
Als die "
Costa Europa" mit ihrer Steuerbordseite gegen den Kai krachte, riss die Kollision auf Höhe von Deck III ein etwa
fünf Meter großes Loch in den Rumpf, Wasser strömte in die Quartiere der Besatzung. Die Maschinen stoppten. Um einen weiteren Wassereinbruch abzuwenden, wurde der Luxusliner nach Backbord gekrängt. Eine Viertelstunde später begann die Evakuierung, die über eine Gangway etwa eineinhalb Stunden dauerte. Anfangs wusste keiner der Urlauber genau, was passiert war. Sie drängelten sich auf den Gängen des Schiffes, es bildeten sich große Staus. Einige ältere Passagiere, die sich nicht mehr auf den Beinen halten konnten, mussten von Bord getragen werden. Nachdem das Schiff geräumt war, wurden die Passagiere in ein Hotel gebracht. Am 28.2. sollten sie ihre Heimflüge antreten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2010
Größtes Schiff von Lahr im Sturm gesunken
Schwanau-Nonnenweier, Ortenaukreis, Baden-Württemberg / DE, 27.02.10 - Die 15 Meter lange und vier Meter breite
Motoryacht "
Tangaroa", die auf dem Gelände des Yachtclubs Lahr am Rhein beim Grenzübergang Schwanau-Nonnenweier lag, ist am Nachmittag des 26.2.
gesunken. Das Schiff mit einem Wert von rund
250 000 Euro kam in sechs Meter Tiefe zu liegen. Die 2,5 Tonnen Öl liefen nicht aus. Der 25-Tonner sollte am Vormittag des 27.2. von einem
Spezialschiff aus Breisach geborgen werden. Eine Bergung von Land aus war nicht möglich. Das Schiff war das größte im Yachtclub Lahr und lag dort wegen seiner Länge und Breite außen am Steg. Erst vor
rund drei Jahren war des nach einem
Blitzschlag ausgebrannt und danach aufwendig
restauriert worden. Die Polizei vermutete, dass der heftige Sturm, der über Lahr zog, das Boot zum Sinken brachte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2010
Zwei Tote bei Tankerexplosion
Palembang, Insel Sumatra / Indonesien, 27.02.10 - Am 25.2.
explodierte gegen neun Uhr der
Tanker "
OB SMS 2000" der PT Internal Jakarta in einer Werft auf dem Musi River.
Zwei Arbeiter kamen ums Leben,
sechs erlitten schwere
Verbrennungen. Während die Leiche des einen Mannes aus Sungai Lis geborgen wurde, sprang der andere über Bord und ertrank. Die "OB SMS 2000" hatte bei dem Mariana Bahagia Dockyard zur Reparatur festgemacht. Vor der Detonation stieg aus dem unteren Deck Rauch aus, dann folgte ein lauter Knall. Die an Bord befindlichen Werftarbeiter flüchteten von Bord. Einige konnten den sich rasch ausbreitenden Flammen nur durch einen Sprung in den Fluss entkommen. Nach der Explosion ging der Tanker in
Flammen auf. Starker Wind fachte das Feuer an. Drei Feuerwehren aus Banyasin office aund zwei der staatlichen Ölfirma Pertamina konnten den Brand nach
zwei Stunden unter Kontrolle bringen. Der 45 Meter lange und 14 Meter breite Tanker hat eine Tankkapazität von 2000 Tonnen. Es wurde vermutet,
das Schweißfunken oder eine Zigarette das Unglück verursachten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2010
"Miranda II" wartet auf Bergung
Update vom 25.02.10
Key West, Monroe County, Florida / USA, 27.02.10 - Am 1.3. soll die Bergung des 51 Fuß langen
Kutters "
Miranda II" aus New Jersey beginnen, der am 24.2. 800 Fuß von der Channel 5 Bridge nahe Long Key Bight entfernt nach einem
Feuer sank. Das Wrack ist bis zur Wasserlinie abgebrannt. Die Bugreling ragt aus dem sieben Fuß tiefen Wasser. Die Untergangsstelle wurde mit Bojen markiert. Bislang verhinderte schlechtes Wetter eine Räumung des Torsos durch die Poseidon Towing and Salvage. Das im Trawlerstil erbaute Boot war nach einem Feuer im Maschinenraum in Flammen aufgegangen. Der Eigner und eine Begleiterin hatten sich in einem
Beiboot retten müssen. Die "Miranda II" riss sich im Lauf des Tages von ihrem Anker los und driftete unter die Brücke. Gegen 18 Uhr war das Schiff ausgebrannt und sank. Die Küstenwache hatte keine Chance zum Löschen gehabt. Nennenswerte Umweltschäden gab es nicht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2010
Kutter sank im Eis
Winschoten, Provinz Groningen / Niederlande, 26.02.10 - Im Hafen von Winschoten sank am 26.2. der rund 15 Meter lange
Kutter "
Antule". Aus dem auf ebenen Kiel bis auf Hauptdeckshöhe abgesunkenen Wrack lief
Öl aus, sodass die Feuerwehr einen
Ölschlängel ausbringen musste. Dies gestaltete sich als kompliziert, weil der Hafen vereist war. Von einem über die Eisdecke gezogenen Schlauchboot aus musste erst eine Rinne ins Eis gesägt werden, in der eine Ölsperre Platz fand. Der Kutter war bereits
stark heruntergekommen, als er unterging.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2010
Menschliche Gebeine im Wrack der "Victory" entdeckt
Kanalinseln, Ärmelkanal, 26.02.10 - Im Wrack von HMS "
Victory", die in einem Sturm
1744 sank, wurden jetzt
menschliche Überreste entdeckt. Unter einer Kanone entdeckten Unterwasserarchäologen
Rippenknochen und einen
Schädel. Die "Victory" war die Namensvorgängerin des heute noch in Portsmouth erhaltenen Flaggschiffs Horatio Nelsons, mit der er in die Schlacht von Trafalgar zog. Zu ihrer Zeit war sie mit
110 Kanonen das stärkste Schlachtschiff der Welt. Doch es ist nicht nur historisch interessant, sondern auch finanziell – an Bord wird ein
Goldschatz im Wert von
700 Millionen Pfund vermutet. Das Wrack war 265 Jahre nach seinem Untergang von der Odyssey Marine Exploration gefunden worden. Es war unter Admiral Sir John Balchin auf der Rückreise von einem Blockadedruchbruch in der portugiesischen Tagus-Mündung gewesen, als sie am 3.10.1744 in Linie segelnd in einen gewaltigen Sturm bei den Channel Islands geriet. Alle Schiffe konnten sich mit mehr oder weniger starken Schäden aber retten, nur die mit 1100 Mann besetzte "Victory" blieb verschwunden. Lediglich der Topp des Großmastes trieb in Guernsey an.
Nach dem
Knochenfund muss nun die
britische Regierung entscheiden, wie damit
umzugehen ist. Eine DNA-Analyse wäre wissenschaftlich aufschlussreich in Hinblick auf Essgewohnheiten, die Nationalität oder mögliche Krankheiten.
Bislang wurden
zwei Kanonen von der "Victory" geborgen – ein 12-Pfünder und ein für jene Zeit gewaltiger 42-Pfünder.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2010
Abwrackfirma für "Becky Thatcher" in den Startlöchern
Update vom 23.02.10
Pittsburgh, Pennsylvania / USA, 26.02.10 - Vor Neville Island wird die Firma Delta Demolition in der kommenden Woche mit dem Abwracken des dort gesunkenen
Raddampfers "
Becky Thatcher" beginnen. Zuvor wird das Wrack noch genauer untersucht, und beschädigte Teile des 220 Fuß langen Veteranen müssen gesichert werden. Der Eigner Jeff Levin aus Nashville traf die Arrangements für die Bergungsaktion, die noch von der Coast Guard abgesegnet werden müssen. Diese achtete nach dem Untergang des Schiffes auch darauf, das das Wrack selbst oder losgerissene Teile keine Gefahr für die Schifffahrt darstellen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2010
Segler saß auf Streckdamm fest
Dordrecht, Provinz Südholland / Niederlande, 26.02.10 - Am 25.2. um 12.51 Uhr wurde die KNRM-Station Dordrecht-Noord alarmiert, weil der rund 30 Meter lange
Klipper "
Hollandia" auf einen Streckdamm bei Bergambacht gelaufen war. An Bord befanden sich
vier Personen. Das
Rettungsboot "
DRB 49" lief aus, doch als es auf der Lek eintraf, hatte ein
Binnenschiff das Segelschiff bereits wieder flott gemacht. Ein Seenotretter kontrollierte es auf mögliche Leckagen, danach konnte es seine Reise fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2010
Kollision im Eiskonvoi
Nassau, Insel New Providence / Bahamas, 26.02.10 - Der 48 Fuß lange
Kutter "
Ocean Mist" trieb nach
Maschinenausfall nahe der Einfahrt des Hafens von
Nassau, New Providence, am Morgen des 25.2. auf
Grund. Die "Ocean Mist" kehrte gerade von Fangfahrt zurück. Das aus
Holz und
Fiberglas konstruierte Schiff wurde von der Brandung rasch
völlig zerstört. Die Royal Bahamas Defence Force (RBDF) schickte die "
P 38", die gegen sieben Uhr die
5-köpfige Crew an Felsen oder Wrackteile geklammert im Wasser vorfand. Eine knappe Stunde nach dem Schiffsverlust waren sie in Sicherheit, nur einer war leicht verletzt. Die Schiffbrüchigen wurden um 8.30 Uhr an Land gebracht und medizinisch betreut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2010
Bootsmanöver mit tödlichem Ausgang
O Vicedo, Provinz Lugo, Galicien / Spanien, 26.02.10 - Zu einem
tödlichen Bootsunglück kam es am 24.2., nachdem der unter Malta-Flagge laufende
Frachter "
Alexander Tvardovskiy", 2319 BRZ (IMO-Nr.: 9057290) auf der Reise von Antwerpen nach Split in Viveiro (Lugo) an der spanischen Atlantikküste vor Anker gegangen war. Hier wollte er einen Sturm abwettern. Gegen 20 Uhr wurde ein
Rettungsboot ausgesetzt, darin der
Kapitän, der
2. Ingenieur und ein
weiterer Mann. Nach Angaben spanischer Medien wollten sie Landgang machen, die Küstenwache sprach von einer Übung. Jedenfalls kenterte das Boot in der rauen See, und
nur zwei Insassen konnten sich verletzt an den Strand
retten. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht, doch der 2. Ingenieur war ertrunken, seine Leiche trieb erst am Morgen des 25.2. an. Die Umstände des tragischen Bootausflugs werden nun noch zu klären sein. Der 1995 erbaute Frachter wird gemanagt von der Volgo-Baltic Co Ltd. In Moskau.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2010
Kreuzfahrer nach Kollision mit drei Toten evakuiert
Scharm El-Scheich / Ägypten, 26.02.10 - Das italienische
Kreuzfahrtschiff "
Costa Europa", 54763 BRZ (IMO-Nr.: 8407735)
kollidierte auf der Reise von Dubai nach Savona am 26.2. um 4.45 Uhr bei stürmischem Wind beim Einlaufen mit einem
Kai in Sharm el-Sheikh. Dabei wurden
drei Besatzungsmitglieder, zwei Inder und ein Brasilianer,
getötet.
Vier Passagiere, drei britische Frauen und ein italienischer Mann, erlitten
Verletzungen. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Das Schiff war mit 1473 Fahrgästen aus Safaga gekommen, als sich das Unglück ereignete. Es entwickelte nach der Kollision Steuerbord-Schlagseite wegen eines Wassereinbruchs und wurde vorsorglich evakuiert. Das Schiff wurde inzwischen gesichert. Die " Costa Europa" befand sich auf einer 19-Tage-Kreuzfahrt mit Stopps in Dubai, Aden und verschiedenen ägyptischen Häfen.
Der
Kreuzfahrer der Costa Cruises wurde 1986 bei der Papenburger Meyer Werft als "
Homeric" erbaut, ging 1988 an die Holland America Line und wurde zur "
Westerdam". 1990 verlängerte die Bauwerft sie um 36,9 Meter. Seit 2002 lief sie als "
Costa Europa" und soll im April in eine 10-Jahres-Charter der Thomson Cruises gehen. Sie ist 243 Meter lang und 29 Meter breit bei 7,33 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2010
Ehemaliger U-Boot-Versorger im Jachthafen Berenbrock gesunken
Lüdinghausen, Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen, 26.02.10 - Ein 1936 als
Versorgungsschiff für deutsche U-Boote erbauter Versorger
sank am 25.2. im Sportboothafen von Berenbrock. Stundenlang bemühte sich der Besitzer aus Ascheberg, der die heutige "
Amor" selber ausgebaut hatte, darum, es zu stabilisieren. Am frühen Morgen hatte er es mit Schlagseite, nur noch von Tampen knapp über Wasser gehalten, vorgefunden. Die herbeigerufene
Feuerwehr aus
Lüdinghausen und
Seppenrade brachte eine
Ölsperre aus. Mit einem Kran sollte das Schiff dann am Nachmittag geborgen werden. Dieser konnte aber nicht nahe genug an das Hafenbecken herangefahren werden und drohte im Schlamm zu versinken. Stahlplatten verhalfen dem
Autokran zu einer sicheren Plattform. Bis zum Abend hatte das Stahlschiff auf dem Kanalboden aufgesetzt. Nachdem es den Feuerwehrmännern gelang, Trossen unter dem Rumpf des Stahlschiffes hindurchzuziehen, konnte die Bergung endlich beginnen. Nachdem das Schiff angehoben war, konnte es gelenzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2010
Kühlschiff lief auf Grund
Insel Sachalin / Russland, 26.02.10 - Das russische
Kühlschiff "
Senite", 529 tdw (IMO-Nr.: 8829177) lief am 26.2. um 3.35 Uhr auf Felsen in der Morzhovaya Buhta (Bucht) am Südende der Krilyon-Halbinsel auf Sakkhalin. Der Bug kam 1,4 Meter aus der Last. Der
Bergungsschlepper "
Atlas" wurde zur Strandungsstelle gerufen. Die "Senite" wurde 1990 erbaut, hat 14 Mann Crew und gehört der Pallada Co. Ltd., Yuzhno-Sakhalinsk.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2010
Kühlfrachter als Ölsünder entlarvt
Hamburg, Hamburger Hafen, Hansahafen, O´Swaldkai / DE, 26.02.10 - Beamte der Wasserschutzpolizei haben am 24.02.im Hamburger Hafen bei einer Kontrolle des liberianischen
Kühlschiffes "
Carribean Mermaid", 9829 BRZ ((IMO Nr.: 9064229)) am O'Swaldkai im Kleinen Grasbrook festgestellt, dass auf dem 141,80 Meter langen Schiff rund
fünf Kubikmeter ölhaltige Rückstände lagerten. Der leitende Ingenieur musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von
15 675 Euro zahlen. Außerdem ordnete die Seeberufsgenossenschaft die Reinigung des Tanks und die Entsorgung der Ölrückstände an, ehe am 26.2. die Reise auf die Nordsee fortgesetzt werden durfte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2010
Sportboot in Alta vor Untergang bewahrt
Alta, Provinz (Fylke) Finnmark / Norwegen, 26.02.10 - Die Feuerwehr in Alta wurde am 25.2. zu dem im Eis leckgeschlagenen und vollgelaufenen
Sportboot "
Belnbuen II" gerufen. Um 17.30 Uhr begann die Bergung des nur noch knapp über Wasser liegenden Schiffes mit mobilen Lenzpumpen. Um 18.30 Uhr war das Schiff gesichert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2010
Sulpicio soll Schiff am Wrack der "Princess of the Stars" stationieren
Update vom 25.02.10
Manila / Philippinen, 26.02.10 - Wegen der Möglichkeit weiterer
Leichenfunde auf dem
Wrack der "
Princess of the Stars" vor Romblon wies die philippinische Coast Guard die vormaligen Eigner Sulpicio Lines an, eines ihrer
Schiffe nahe des Wracks zu
positionieren, um die sterblichen Überreste aufnehmen zu können. Am 24.2. waren fünf Tote auf Deck C entdeckt worden. Sie wurden an Bord einer Barge der Royal Jessan Petromin Resources, Inc. (RJPRI), die derzeit am Wrack tätig ist, gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2010
Luftrettung in der Bass Strait
Sale, Bundesstaat Victoria / Australien, 26.02.10 - Ein
Rettungshubschrauber der RAAF-Base in Sale barg am 25.2.
zwei Männer von einem sinkenden, 17 Meter langen
Motorboot. Das Schiff war am Morgen gegen 10 Uhr leckgeschlagen, woraufhin die beiden den Notsender aktivierten. Es befand sich zu dieser Zeit rund 50 Kilometer südlich von Point Hicks. Beide Schiffbrüchigen wurden nach Sale geflogen und dort medizinisch betreut, ehe sie ins Gippsland Base Hospital in Sale gebracht wurden. Sie waren von Hobart nach Darwin unterwegs gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2010
Info: Die
Bass-Straße (Bass Strait) ist eine Meerenge, die Tasmanien vom Süden Australiens trennt.
Schoner lief in Long Beach auf Grund
Long Beach, Kalifornien / USA, 25.02.10 - Der 130 Fuß lange
Schoner "
American Pride" lief am 25.2. im Rainbow Harbor in Long Beach, Kalifornien, auf
Grund. Die US Coast Guard schickte einen MH-65C Dolphin
Helikopter der Air Station Los Angeles und ein
41-Fuß-Boot der Station Los Angeles-Long Beach zur Unglücksstelle. Mit steigendem Wasserstand kam der
Segler aber
ohne Fremdhilfe wieder frei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2010
Neuseeland legte Untersuchungsbericht zum Untergang der "Princess Ashika" vor
Update vom 24.02.10
Wellington / Neuseeland, 25.02.10 - Die neuseeländische
Transport Accident Investigation Commission hat jetzt einen
Report zum Untergang der "
Princess Ashika" vorgelegt, bei dem am 5.8.2009
74 Menschen ertranken. Er kommt zu dem Schluss, dass der Untergang unabhängig von der Tätigkeit der Besatzung
unabwendbar war. Die
irreparabel verrottete Fähre wurde in das schwierigste Seegebiet seiner Fahrenszeit geschickt, und das in dem
schlechtesten Zustand, in dem sie je war. Ein Untergang war von daher voraussehbar. Tongas Shipping Corporation hatte die "Princess Ashika" kurz zuvor in Fiji erworben, und die Crew hat wegen der Konsequenzen, die eine Weigerung, das Schiff zu fahren, nach sich gezogen hätte, das Schiff trotz aller Widrigkeiten auf See gebracht. Auf der letzten Fahrt rauschte das Wasser über das steuerbordseitige Schanzkleid am Bug. Der Kapitän und der 1. Offizier schliefen. Das Schiff fuhr sich selbst förmlich unter Wasser. Je mehr Wasser eindrang, desto tiefer sank es, und um so mehr legte es sich auf die Seite und ließ weiteres Wasser eindringen. Der 1. Offizier, der schließlich geweckt worden war, wandte dem Überbringer der schlechten Nachrichten keine weitere Aufmerksamkeit zu, sodass der Fortgang der Dinge nicht mehr aufzuhalten war. Die hohe Todesrate war dann auch darauf zurückzuführen gewesen, weil es
kein Notfalltraining und
keine Alarmglocken auf dem Schiff gab und das Typhon nicht funktionierte. Die meisten Crewmitglieder waren damit beschäftigt, das Schiff über Wasser zu halten und nicht den Passagieren beizustehen.
Die letzte
Inspektion hatte die "
Ashika" in Fiji im
November 2008 gehabt, als die Fiji Maritime Safety Administration zu dem Schluss kam, dass eine weitere Fahrterlaubnis des nicht seetüchtigen Schiffes ein Unglück nach sich ziehen würde. Der Report wird auch bei der laufenden Untersuchung in Nuku'alofa zur Sprache kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2010
Fischer retten Crew eines Frachtschiffes vor den Bahamas
Eleuthera / Bahamas, 24.02.10 - Vier
Fischer aus Goose Creek in South Carolina
retteten am 20.2. die
Crew eines in Flammen aufgegangenen, 96 Fuß langen
Frachtschiffes aus Haiti nahe Eleuthera vor der Küste der Bahamas. Sie waren auf eine Rauchwolke aufmerksam geworden. Als sie sich näherten, entdeckten sie ein zusehends in Flammen stehendes Schiff. Zwei Menschen schwammen im Wasser, andere waren in eine Rettungsinsel geflüchtet. Brennendes Dieselöl breitete sich auf dem Wasser aus. Die beiden im Wasser schwimmenden, ölbedeckten Männer wurden mit Leinen an Bord gezogen. Währenddessen herrschte durch Propangasflaschen, die auf dem Havaristen zu explodieren drohten, höchste Gefahr. Das Schiff war mit
Hilfsgütern für Erdbebenopfer unterwegs von den Bahamas nach Haiti gewesen, als es in Flammen aufging.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2010
Feuer auf Frachter vor Vlissingen
Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 25.02.10 - Der unter Barbados-Flagge laufende
Frachter "
Leiro", 2495 BRZ (IMO-Nr.: 8017085) geriet in der Nacht zum 25.2. vor Vlissingen in
Brand. Isolationsmaterial im Laderaum hatte Feuer gefangen. Das 98 Meter lange Schiff machte an der Goesche Wharf in Terneuzen fest, wo die örtliche Feuerwehr die Flammen bekämpfte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Kollision auf der Elbe nach Maschinenproblem
Update vom 24.02.10
Hamburger Hafen, Süderelbe, Hamburg / DE, 25.02.10 - Um 20.21 Uhr am Abend des 23.2. kollidierte auf der Süderelbe das unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende
Kümo "
Petersburg", 1838 BRZ(IMO-Nr.: 8420103 ) beim Auslaufen nach Rotterdam mit dem unter Panama-Flagge registrierten
Tanker "
Oak Galaxy", 12105 BRZ (IMO-Nr.: 9317195). Beim Verlassen der Rethe in den Köhlbrand rammte die "Petersburg" die "Oak Galaxy". Die Polizei ging davon aus, dass die Hauptmaschine des Kümo beim Umsteuern in den Köhlbrand nicht umgesprungen war. Durch den Aufprall erlitt der Tanker im Vorschiffsbereich Steuerbordseite eine fünf Meter lange Beule, welche die Außenhaut zum Teil bis zu 30 Zentimeter nach innen drückte. Auf der "Petersburg" wurde das Schanzkleid am Bug auf einer Fläche von zwei Quadratmetern eingedrückt. Beide Schiffe wurden beschädigt. Während der Tanker am 24.2. seine Reise nach Hull fortsetzen konnte, wurde die am Schuppen 71/72 im Köhlbrand liegende "
Petersburg" nach dem Unglück zunächst mit einem Auslaufverbot belegt, durfte aber am
25.2. die Reise ebenfalls fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Tödlicher Unfall auf gestrandeter Barge
Update vom 19.02.10
Jacobsbaai (Jacobs Bay), Western Cape , Südafrika, 25.02.10 - Ein
Bergungsarbeiter ist am 24.2. an Bord der gestrandeten
Barge "
Margaret" in der Jacoobsbai
tödlich verunglückt. Die Vorbereitungen zur Sprengung wurden daraufhin unterbrochen. Der Mann aus Durban war für die Blasting & Demolition Services tätig und damit beschäftigt, das Wrack für eine Serie von kontrollierten Explosionen vorzubereiten, durch die die Ladung in die See stürzen sollte. Wie er zu Tode kam, wurde nicht bekannt. Die "
Margaret" war am
24.6.2009 mit einer Ladung von
12 Flussbargen und
zwei Schwimmdocks gestrandet, nachdem sie sich von der "Salvaliant" logerissen hatte auf der Überführung nach Holland.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Weitere fünf Leichen in Wrack der "Princess of the Stars" entdeckt
Manila / Philippinen, 25.02.10 - Am 24.2. wurden im Wrack der
Fähre "
Princess of the Stars" vor Romblon
fünf weitere Leichen gefunden. Die menschlichen Überreste wurden auf Deck C an Steuerbord von Tauchern der jetzigen Schiffseigern, der Royal Jessan Petromin Resources Inc. (RJPRI), entdeckt. Nur an einer Leiche wurden Dokumente zur Identifizierung gefunden. Insgesamt starben
548 Menschen, als die Fähre am 21.6.2008 vor Sibuyan Island im Taifund Frank kenterte. Das Wrack wurde 2009 von der Sulpicio Lines Inc. an die RJPRI veräußert. Deren Taucher sind dabei, das Schiff in Vorbereitung einer Verschrottung aufzuschneiden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Speigatten von Fisch blockiert – thailändischer Kutter sank
Pattaya, Provinz Chonburi / Thailand, 25.02.10 - Der erheblich überladene
Kutter "
Chareonchai" sank am 24.2. gegen sieben Uhr vor der Küste von Koh Juang in der Pattaya Bay. Die
siebenköpfige Crew,
sechs Burmesen und
ein Thailänder, trieb nach dem Notruf, den der Kapitän noch hatte absetzen können, über eine Stunde im Wasser, bis sie von der Crew des
Marineboots "
No. 224" gerettet wurde. Sie hielten sich an mehreren aufgetriebenen Ölfässern fest. Ein Schlauchboot wurde ausgesetzt und sammelte sie ein. Das Schiff war auf Schwertfischfang gewesen. Als eine große Welle über die Seite brach, brachte sie den tief abgeladenen Kutter zum sinken. Die Speigatten waren durch den auf Deck lagernden Fang blockiert gewesen, sodass das übergekommene Wasser nicht hatte abfließen können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Yacht bei Hilfeleistung gestrandet
Simpson Bay, Insel Sint Maarten, Saint-Martin / Niederländischen Antillen, 25.02.10 - Am Morgen des 24.2. strandete die 43 Fuß lange
Ketsch "
Severance" eines kanadischen Eigners in der Simpson Bay. Bei Westwind hatte sich eine hohe Schwell aufgebaut und mehrere Schiffe in Schwierigkeiten gebracht. Beim Versuch, einem dieser Boote zu helfen, dessen Anker nicht mehr hielt, geriet die "Severance" selbst auf Legerwall. Um 11 Uhr wurde die "
Aquatic Solutions" zu Hilfe gerufen, hatte aber nicht genug Kraft, die Yacht vom Strand zu ziehen. Erst dem
Schlepper "
Gallows Bay" der AMCON Lagoon Diving Services gelang dies. Die "Aquatic Solutions" nahm die "Severance" anschließend auf den Haken und zog sie unter der Simpson Bay Bridge hindurch zu Bobby's Marina Yard zur Inspektion des entstandenen Schadens, wo sie um 13.30 Uhr eintraf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Deutscher Schüler berichtet nach Heimkehr vom Untergang der "Concordia"
Update vom 24.02.10
Deutschland, 25.02.10 - Ein
Flugreisender in seltsamem Aufzug traf am 22.2. am Flughafen Frankfurt ein. Er trug Shorts, Sweatshirt und Schlappen aus einem Hotel, und als einziges Gepäckstück hatte er eine Schwimmweste.
Maximilian Bonmann, der den Untergang der "
Concordia" überlebte, hatte nur gerettet, was er am Leibe trug. Dazu zählte auch die Schwimmweste. Er berichtete, die See sei unruhig gewesen an dem verhängnisvollen Vormittag des 17.2. Mannschaft, Schüler und Lehrer waren der dunklen Wolken am Himmel längst gewahr. Sie r dachten, es sei wieder ein ,squall’, eine kräftige Sturmböe, der mit Setzen der Sturmsegel begegnet worden war. Die Schüler saßen im Klassenraum. Doch auf einmal war Wasser vor den Fenstern, und dann ging der Alarm los. Ein tückischer Fallwind hatte die "Concordia" von oben ergriffen und mit voller Wucht zur Seite gedrückt. Einige Mädchen saßen weinend und wie gelähmt im Klassenraum, sie standen unter Schock. "Wir mussten sie schnell rausbringen", sagte Bonmann. Er selbst wurde in dieser Situation ganz ruhig. Er erinnerte sich an die vielen Rettungsübungen, an eingeübte Handgriffe ebenso wie an die Lage der Notausgänge. Die erste Regel war: An Deck kommen. Die zweite: Die Überlebensanzüge anlegen. Die dritte: Auf Befehle des Kapitäns warten. Durch die eingeübte Praxis brach keine Panik aus, niemand schrie oder rastete aus. Wer keinen Trockenanzug bekam, der nahm eine Schwimmweste. Maximilian Bonmann kam in eine Insel, die am Heck des Schiffes ausgebracht worden war, zuvor half er noch einigen Mitschülern, die vier Inseln zu besteigen.
Höchstens
20 Minuten dauerte die
Evakuierung, keinen Augenblick zu lang, denn bald darauf
sank die "
Concordia". 41 Stunden lang trieben die Inseln dann über den Atlantik, es war eine Zeit in Enge und Ungewissheit. In den schaukelnden Inseln brach Seekrankheit aus, denn Inseln gingen so zukehr, dass das Erbrechen schneller kam, als die Pillen gegen Seekrankheit wirken konnten. Und nicht jeder schaffte es, sich ins Meer zu übergeben, und nicht jeder nutzte das Meer als Toilette. Die Schiffbrüchigen saßen in einer Brühe, erinnert sich Bonmann. Immerhin sei das Salzwasser, das sie permanent aus den Inseln schöpfen mussten, recht warm gewesen. Ein anderes Problem war der Durst. In den ersten zwölf Stunden wurde vorsorglich das womöglich knappe Trinkwasser nicht angerührt, dann gab es fünf Milliliter pro Stunde. Erst nach 24 Stunden griffen die Schiffbrüchigen zu den auf den Inseln verstauten Energy-Riegeln. Je mehr Zeit verstrich, umso öfter aber habe sich jeder gefragt: "Warum sucht uns niemand? Irgendwann glaubt niemand mehr an die Rettung, und niemand Um so größer war die Erleichterung, als nach 31 Stunden endlich ein Flugzeug über ihnen kreiste.
Die "
Concordia"-Fahrer wussten in diesem Moment nicht, dass noch eine "trostlos-dunkle Nacht" vor ihnen lag, doch am nächsten Tag nahte ein
Frachter, die "
Hokuetsu Delight". Groß war dann aber die Enttäuschung, als der erste Rettungsversuch in der rauen See abgebrochen werden musste. Erst Stunden später glückte der zweite Anlauf. Bonmann: "Als ich an Bord war, konnte ich nicht mehr laufen, aber ich war so erleichtert wie noch nie im Leben." Rührend wurden sie von der philippinischen Crew mit Wasser, Tee und Hühnersuppe versorgt, den Geretteten wurden Duschen, Decken und Kleidung zur Verfügung gestellt. Vollends aufatmen konnten die 44 Geretteten aber erst, als sie hörten, dass auch die
20 Insassen der vierten Rettungsinsel überlebt hatten, die während der Drift im Atlantik außer Sicht geraten war, und sich an Bord der "
Crystal Pioneer" befanden. Am 20.2. sahen sich alle erstmals in Rio wieder, es flossen Tränen, doch wegen aufdringlicher Medien verbarrikadierten sich die Geretteten im Hotel und riefen als erstes ihre Familien an. In seinem Heimatort wird Bonmann sich jetzt einige Tage erholen, doch bereits am 7.3. kehrt er an seine kanadische Schule zurück. Und die See lockt ihn weiterhin: Nach dem Highschool-Abschluss im Juni möchte er Nautik studieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Rettungsaktion mit Hindernissen
Smøla (Ort und Insel), Fylke (Provinz) Møre og Romsdal / Norwegen, 25.02.10 - Der norwegische
Trawler "
Leif Roald" (
F-214-M), 167 BRZ (IMO-Nr.: 8406494; CS:LMXX) erlitt am 22.2. auf der Haltebank 122 Meilen vor Kristiansund
Maschinenschaden. Das 20,4 Meter lange
Rettungsboot "
Erik Bye" wurde von dort zur Hilfeleistung alarmiert. Auf der Anfahrt erlitt es zunächst aber
selbst eine Havarie – durch ein
Kühlwasserrohr kam es zu einem
Wassereinbruch. Nachdem der Schaden provisorisch repariert war, konnten die Seenotretter die "Leif Roald" auf den Haken nehmen und nahmen am Nachmittag Kurs auf Smøla. Von dort kam ihnen das örtliche
Rettungsboot "
Nils C.P Aure" entgegen, das beim Einlaufen assistierte. Nachdem der Trawler sicher am Kai war, nahm die "Erik Bye" Kurs auf eine Reparaturwerft in Kristiansund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Kapitän drei Wochen nach Schiffsuntergang tot aufgefunden
Update vom 09.02.10
Santiago / Chile, 25.02.10 - Drei Wochen nach dem Untergang der "
Soledad II" am 2.2. im chilenischen Chacao Channel wurde jetzt auch die
Leiche des bislang noch vermissten
Skippers gefunden. Er war 150 Kilometer vom Untergangsort entfernt in der südchilenischen Buill Cove angetrieben und von Anwohnern entdeckt worden. Die Leiche konnte durch DNA-Tests und Zahnprofil identifiziert werden. Bislang wurden
fünf Tote geborgen. Die "Soledad II" war in einem Sturm rund 1,150 Kilometer südlich von Santiago vor Chiloe Island untergegangen, als sie sich auf der Rückfahrt von Carelmapu nach Ancud befand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Yacht stand stundenlang in Flammen
Key West, Monroe County, Florida / USA, 24.02.10 - Nahe der Channel 5 Bridge zwischen Craig Key und Fiesta Key, Florida, brach am 24.2. gegen 14.30 Uhr auf der 45 Fuß langen
Yacht "
Miranda II" ein
Feuer aus. Als das trawlerartig gestaltete Schiff eine halbe Meile südlich der Brücke ankerte, entstand es im Maschinenraum. Die
US Coast Guard schickte sofort
zwei Boote der Station Islamorada. Auch die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission kam mit
zwei Fahrzeugen zu Hilfe. Um 14.45 Uhr meldete die Crew der "Miranda II", dass das Feuer außer Kontrolle sei und man in eine Rettungsinsel gehe. Die beiden Männer wurden von einem anderen Schiff rasch gerettet. Das Monroe County Sherriff's Office war bereit, den Verkehr auf der Brücke, wenn nötig, zu regeln, und auch das Monroe County Fire Department unterstützte die Retter der U.S. Customs and Border Protection, Sea Tow, sowie Tow Boat U.S. Gegen 16 Uhr riss sich die "Miranda II" vom Anker los und begann, auf die Brücke zuzutreiben. Tow Boat U.S. gelang es aber, das in hellen Flammen stehende Schiff von ihr abzuhalten. Die Coast Guard arbeitete mit der Florida National Keys Marine Sanctuary und dem Florida Department of Environmental Protection zusammen, um mögliche Umweltschäden durch die "Miranda II" abzuwenden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Feuer auf Kutter südlich Boca Rotan
West Palm Beach, Palm Beach County, Florida / USA, 24.02.10 - Vor Delray Beach ging am 24.2. der 48 Fuß lange
Kutter "
Class Act" auf der Verschleppung von West Palm Beach nach Boca Rotan in Flammen auf. Nachdem der
Brand um 11.45 Uhr im
Maschinenraum ausgebrochen war, musste der Skipper von der Polizei von Palm Beach County gerettet werden. Das
Schiff wurde derweil von
TowBoat US auf den Haken genommen. Gegen 15 Uhr war die Feuerwehr von Boca Rotan dabei, den Brand in der Mitte des Lake Boca zu bekämpfen. Am Abend war er bis auf einige Hotspots niedergekämpft. Während der Nacht blieb die Feuerwehr vor Ort für den Fall, dass der Brand wieder aufflammte. Das State Fire Marshal's Office nahm Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Kann Titan Salvage Brise-Frachter bergen?
Update vom 24.02.10
St. Lucia (Karibik), 24.02.10 - Die amerikanische Bergungsfirma
Titan Salvage wurde unter Vertrag genommen, die Untergangsstelle des Hamburger
Frachters "
Angeln", 6704 BRZ (IMO-Nr.: 9298600), zu sichern und die Möglichkeit einer Bergung von Wrack und Ladung zu prüfen. Ob das Wrack die Schifffahrtsrouten behindert, ist noch unbekannt. Nach Angaben der Brise-Bereederung sind Charterer und des Versicherers P&I Club in Skuld an der laufenden Untersuchung beteiligt. Das Schiff lief in Charter der in Miami ansässigen Bernuth Agencies für einen Liniendienst in der Karibik. An Bord befanden sich Container mit Druckertinte im Wert von über 40000 Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Tanker lief im Eis auf Grund
Aktau (Aqtau), Mangistau / Kasachstan, 24.02.10 - Am 21.2. um 23.50 Uhr lief der russische
Tanker "
Roskem 1", 1814 BRZ (IMO-Nr.: 8883290) im Kaspischen Meer vor Urdyuk Point im Hoheitsgebiet von Kazakhstan auf
Grund. Das Schiff hatte versucht, in vereistem Gewässer zu ankern. Der
Eisbrecher "
Kapitan Meitsak" traf am 24.2. um 20.10 Uhr ein und machte den Havaristen wieder flott. Dieser lief anschließend den Hafen von Aktau-Kashagan an. Der Tanker wurde 1990 erbaut und verdrängt 2821 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Maroder Wellenbrecher Schuld an Massenstrandung
Update vom 18.02.10
Lagos / Nigeria, 23.02.10 -
Schifffahrtsexperten haben die Strandung von nicht weniger als
10 Schiffen in einem Sturm am 14.2. vor Lagos auf den mangelnden Schutz durch einen über 50 Jahre alten, abgängigen
Wellenbrecher zurückgeführt. Die Schiffe trieben von der Reede von dem Leuchtturmstrand bis fünf Meilen westlich der Westmole des Hafens von Lagos. Die Molen hätten keinen hinreichenden Schutz vor Wind und Strömung vom Atlantik geboten. Betroffen von dem Sturm waren die Küstentanker "
Hollgan Star", "
Ella L.", "
Badmus", "
Odyssey" und "
Molap Trader" sowie ein weiterer unidentifizierter Tanker, die "
Arcturus No. 3", ein Flüssiggastanker ebenso wie die Sunshine", die "
Penil" und der Tanker "
Badmus" sowie ein Bunkertanker. Eine Bergung der Schiffe ist unterdessen angelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2010
Kollision im Hamburger Hafen
Hamburger Hafen, Süderelbe, Hamburg / DE, 24.02.10 - Gegen 20 Uhr am Abend des 23.2.
kollidierte auf der Süderelbe das unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende
Kümo "
Petersburg", 1838 BRZ (IMO-Nr.: 8420103) mit dem unter Panama-Flagge registrierten
Tanker "
Oak Galaxy", 12105 BRZ (IMO-Nr.: 9317195). Die 80,70 Meter lange "Petersburg" rammte den 147,83 Meter langen Tanker wohl wegen eines
Maschinenausfalls. Durch die Kollision entstand bei der "
Oak Galaxy" im vorderen Bereich an Steuerbordseite eine fünf Meter lange Beule, welche die Außenhaut zum Teil bis zu 30 cm nach Innen drückte. Bei dem Kümo "
Petersburg" wurde das Schanzkleid am Bug auf einer Fläche von 2 m² eingedrückt. Bei der Kollision wurden keine Personen verletzt. Während der Tanker am 24.2. seine Reise nach Hull, England fortsetzen konnte, wurde die am Schuppen 71/72 im Köhlbrand liegende "Petersburg" nach dem Unglück mit einem Auslaufverbot belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2010
Stabilität der "Trident" im Zentrum neuer Untersuchung
Aberdeen, Schottland / UK, 24.02.10 - Die
Stabilität des
1974 vor Caithness gesunkenen
Trawlers "
Trident" hätte erhöht werden können, wenn Ballast aufgenommen worden wäre, hieß es im Rahmen der neu aufgenommenen
Untersuchung im Aberdeen Town House am 23.2. Dies war unterblieben, weil dies die Ladekapazität reduziert hätte. Ein schwerer Draht auf einer Winsch sowie ein Netz auf Deck hatten das Schiff in seinen letzten Momenten weiter destabilisiert. Bei dem Untergang waren
sieben Seeleute ertrunken. Der
Kapitän des Schwesterschiffes "
Silver Lining" hatte ausgesagt, er habe wegen deren Seeverhaltens 10 Tonnen Ballast aufgenommen. Derzeit werden weitere Tests mit einem Modellnachbau an einem holländischen Forschungsinstitut durchgeführt, um die Stabilität der "Trident" zu ermitteln. Bei der ursprünglichen Untersuchung war eine große Welle als ursächlich für den Untergang benannt worden, doch nach der Entdeckung des Wracks durch Taucher wenige Meilen vor seinem Heimathafen im Juni 2002 wurde die Untersuchung neu anberaumt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2010
Kapitän der "Princess Ashika" verhaftet
Update vom 13.01.10
Nukuʻalofa / Tonga, 24.02.10 - Der Kapitän der
Fähre "
Princess Ashika", die am 5.8.2009 vor Tonga sank und
74 Menschen in den Tod riss, wurde in der Nacht zum 23.2. in Haft genommen wegen der Beschuldigung des vorsätzlichen Führens eines nicht seetüchtigen Schiffes. Auch der neuseeländische Prokurist kam in Gewahrsam wegen der Fälschung von Schiffsdokumenten. Bei der Untersuchung, die im November 2009 eröffnet worden war, hatte sich in Nuku'alofa herausgestellt, dass das Ausmaß der Korrosionsschäden an der Fähre nicht mehr kontrollierbar gewesen sei und das Schiff nicht auf hoher See hätte fahren dürfen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2010
Baggerschiff mit Schlagseite
Seattle, King County, Bundesstaat Washington / USA, 24.02.10 - Die
Coast Guard kam am 22.2. der Crew eines
Baggerschiffes zu Hilfe, das nahe der Mündung des Quillayute River nahe La Push, Washington, leck geschlagen und
gekentert war. Das 40 Fuß lange Baggerschiff hatte sich um 20.50 Uhr am
eigenen Anker verfangen und
Wassereinbruch erlitten. Der
dreiköpfigen Crew kamen ein
47- und ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard Station Quillayute River zu Hilfe. Um 21.30 Uhr wurden alle drei an Bord des kleineren Bootes genommen, als die Schlagseite bereits 60 Grad betrug, und zur Küstenwachstation gebracht. Das 47-Fuß-Boot zog das Baggerschiff derweil aus dem Fahrwasser. Um 22.30 Uhr setzte das Schiff mit der Tide auf, doch als die Flut zurückkam, steigerte sich die Schlagseite weiter auf 90 Grad. Am Morgen des 23.2. war das Schiff in 10 Fuß Wasser gekentert. Eine Ölsperre wurde um das auf der Steuerbordseite liegende, knapp aus dem Wasser ragende Wrack ausgelegt. Die Coast Guard Seattle und das Washington Department of Ecology kümmerten sich um mögliche Wasserverschmutzungen. Das Schiff hat zwei Tanks mit einem Fassungsvermögen von je 500 Gallonen Öl und rund 200 Gallonen Diesel- sowie 150 Gallonen Hydrauliköl an Bord. Ein 100 Fuß langer Ölfilm wurde bei einem Überwachungsflug festgestellt. Global Diving Salvage wurde jetzt beauftragt, die Bergung der Barge vorzubereiten, die dann zur Untersuchung zurück nach Oregon gebracht werden sollte.
Das
Baggerschiff war eines von
zwei Baggerschiffen der Nehalem River Dredging, Oregon, die seit Oktober 2009 Einträge, die aus der Flussmündung nach La Push gespült wurden, im Rahmen eines eine Million-Dollar-Auftrages des U.S. Army Corps of Engineers baggerten. Das Baggergut wurde mit einem Hydraulikrohr auf den Rialto Beach und das Ufer von James Island gespült.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2010
Die letzten Momente auf der sinkenden "Concordia"
Update vom 23.02.10
Halifax, Provinz Nova Scotia / Kanada, 23.02.10 - Ein
Mitglied der
Stammbesatzung aus Nova Scotia
sagte bei seiner
Rückkehr nach
Halifax, er habe sich in seiner Kajüte unter Deck befunden, als das Unwetter über das Schiff hereinbrach. Die Segel seien bereits gerefft gewesen. Das Schiff rollte heftig auf eine Seite, als der Mini-Taifun darüber hereinbrach. Die Lichter erloschen, und die Notbeleuchtung aktivierte sich. Als der Maschinenraum sich mit Wasser zu füllen begann, ertönte eine Alarmsirene. Als er sich an Deck kämpfte, waren die Seitenwände bereits zum Fußboden geworden. Viele Dinge rissen sich los. Es sei ein glücklicher Umstand gewesen, dass viele der 48 Trainees bereits in den Klassenräumen an Deck gewesen seien, sodass sie schnell nahe der Rettungsinseln versammelt werden konnten und dort die
Überlebensanzüge anlegten. Dies war zuvor
unzählige Male geübt worden und klappte so gut wie im Manöver. Das Schiff lag nun ganz auf der Seite, und alle schlitterten über die Masten, um die gedeckten Rettungsinseln zur erreichen, die Ausrüstung für acht Tage enthielten. Um 15.15 Uhr Ortszeit war die "
Concordia" geräumt. Eine der Inseln musste ständig ausgeschöpft werden, doch sie war nicht vom Untergang bedroht. Drei der Inseln wurden miteinander vertäut, die vierte blieb in Sicht. Der 17. und 18.2. wurde mit Gesprächen und Gesang verbracht wie "Farewell to Nova Scotia" oder "Away from the Roll of the Sea", um die Stimmung aufrecht zu erhalten. Einige der Schüler hatten zeitweilig dennoch Ängste auszustehen, doch sie waren bei der Stammbesatzung in guten Händen. Nach etlichen Stunden Drift kamen Zweifel auf, ob der Notsender überhaupt aktiviert war, weil keine Rettung erschien.
Die brasilianische
Marine gab dazu am 23.2. bekannt, dass sich das
Segelschulschiff "
Concordia" bei der Passage der nationalen Gewässer bei Schiffsverkehrssystemen der Marine anmeldete, auf deren Basis der Kurs verfolgt wird. Dieses System soll bei Eintritt eines Seenotfalles eine rasche Ortung ermöglichen. Auch der Versuch, in Kontakt mit dem West Island College zu treten, nachdem die Notsignale empfangen wurden, verlief zunächst erfolglos.
Erst über
24 Stunden später stieg ein
Suchflugzeug auf und wurde die Handelsschifffahrt nach möglichen Kontakten mit der "Concordia" befragt. So tauchte auch erst in der Abenddämmerung des 19.2 . eine Hercules C 130 der brasilianischen Luftwaffe auf, und es wurden von den Rettungsinseln aus Notraketen abgeschossen. Das Flugzeug überflog daraufhin in niedriger Höhe die Inseln, um zu zeigen, dass es diese gesichtet habe. Der Jubel war groß unter den Schiffbrüchigen. Doch es vergingen noch weitere 18 Stunden, bis die "Crystal Pioneer" auf dem Weg von Amsterdam nach San Lorenzo erschien sowie die "Hokuetsu Delight", und 20 bzw. 44 Schiffbrüchige aufnahmen. Die hohen Bordwände der Holzfrachter über ausgebrachte Fallreeps zu erklimmen, stellte nach der langen Zeit in den in der See taumelnden Rettungsinseln noch mal eine Herausforderung dar. Die philippinischen Seeleute versorgten die Geretteten dann mit trockender Kleidung.
Das laufende Semester werden die Schüler von Class Afloat nun an Land in Lunenburg verbringen.
Die
Barbados Maritime Authority wird, nachdem nun alle Schiffbrüchigen in ihrer Heimat sind, die weiteren
Untersuchungen zum Untergang des Dreimasters leiten, da die "Concordia" die Flagge des Landes führte. Zunächst soll die Stammbesatzung befragt werden, angeführt von Kapitän William Curry, gefolgt von 1. und dem 2. Offizier. Transport Canada bot dabei seine Hilfe an, weil bei dem Unfall Kanadier betroffen waren. Die Barbados-Flagge erlaubte, Personal nicht-kanadischer Nationalität zu heuern. Der amerikanische Kapitän hätte ansonsten den Square-Rigger nicht führen dürfen. Er führte das Schiff auf seiner letzten Reise das 4. Mal. West Island College International begann in den 80er Jahren sein Programm mit einem Charterschiff und ließ die "Concordia" 1992 bauen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2010
Warum sank die "Angeln" bei ruhiger See?
Update vom 23.02.10
Bridgetown / Barbados, 23.02.10 - In der Nacht zum 21.2.
sank der
Frachter "
Angeln", 6704 BRZ (IMO-Nr.: 9298600), der in Miami ansässigen Bernuth Line mit einer
Fracht von 15000 Tonnen, die für
Barbados bestimmt war, in der Karibik. Das Schiff hatte zuletzt in St. Lucia Container umgeschlagen und war wieder ausgelaufen. Wenige Seemeilen außerhalb des Hafens entwickelte es bei relativ ruhigem Wetter
plötzlich starke Steuerbord-Schlagseite. Die
15-köpfige osteuropäische Mannschaft
konnte sich retten, das Schiff jedoch war verloren. Der Untergang ereignete sich kurz nach Mitternacht zwei Meilen vor Vieux Fort, St Lucia. Die Schifffahrtsbehörden von Barbados und St Lucia leiteten eine
Untersuchung zu dem Unglück ein. Die gesamte, millionenteure Fracht ist verloren. Der Schiffsverlust war der erste in er 100-jährigen Geschichte der Bernuth Line. Der 8329 Tonnen verdrängende Frachter wurde 2004 von der Yangfan Gruppe in Zhoushan erbaut und lief für die Hamburger Brise-Bereederung. Er war 132 Meter lang, 19,2 Meter breit und hatte 7,22 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2010
Info: Bridgetown ist die Hauptstadt des karibischen Inselstaates Barbados
Bulkcarrier "River Princess" wird nicht mehr schwimmen
Panaji, Bundesstaates Goa / Indien, 23.02.10 - Fast zehn Jahre, nachdem der
Bulkcarrier "
River Princess" vor der Küste von Candolim-Sinquerim strandete, hat die Regierung entschieden, dass das Wrack vor Ort zerlegt werden soll. Der staatliche Tourismusdirektor sagte am 23.2., es gäbe keine andere Option, es zu beseitigen. Es könne
nicht schwimmfähig gemacht werden. Es gebe drei große Risse in der Schiffsstruktur an Steuerbord. Die Kosten, den Rumpf zu verstärken, seien zu hoch. Binnen 10 Tagen sollen nun Angebote erfragt werden von Verwertungsfirmen, die binnen einer Saison unter Berücksichtigung der Monsunzeit das Wrack räumen sollen. Hinsichtlich der dabei einzusetzenden Technik gebe es keine Beschränkungen, doch dürfe es keine Schäden am Strand oder dem Ökosystem geben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2010
Binnentanker in Ankerkette verheddert
Baarland, Provinz Zeeland / Niederlande, 23.02.10 - Der belgische
Binnentanker "
Jean-et-Pierre", 1266 ts (ENI-Nr.: 06000279) geriet am Abend des 22.2. gegen acht Uhr mit seinem
Heckanker in eine Tonne auf dem Middelgatt in der Westerschelde auf Höhe Baarland.
Zwei Schlepper von Polderman aus Hansweert und Multraship aus Terneuzen waren gegen halb neun vor Ort. Sie konnten das Schiff losschneiden. Der Tanker hatte 1020 Tonnen Gasöl geladen. Er wurde 1957 auf der Oberwinter Schiffswerft erbaut und kam als "
Helene" für die deutsche Gesellschaft für Schiffahrt und Handel GmbH in Mülheim an der Ruhr in Fahrt. Zuletzt war er als "Jean et Pierre" für die Catteaux et Cie SA in Marke im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
Ohio-River nach Kollision zeitweilig gesperrt
Cairo, Alexander County, Illinois / USA, 23.02.10 - Der
Schubschlepper "
Alice I. Hooker"
rammte mit
27 Bargen am 22.1. gegen 13.45 Uhr die
Cairo Bridge auf dem Ohio River bei Meile 980.4 nahe Cairo. Die Coast Guard Paducah sperrte den Fluss an der Unglücksstelle zeitweilig für den Schiffsverkehr, weil
zwei unbeladene
Hopperbargen auf Drift gegangen waren sowie
zwei Bargen mit Kohle bei Meile 981 am Zusammenfluss von Ohio-River und Mississippi infolge des Unglücks
sanken. Gegen 15 Uhr konnte die zunächst ebenfalls gesperrte Brücke wieder freigegeben werden. Der Schlepper verholte mit den restlichen Bargen nach Kentucky. Die zweiköpfige Crew war unversehrt geblieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
Viele Fragen nach Untergang der "Concordia"
Update vom 22.02.10
Toronto, Provinz Ontario / Kanada, 23.02.10 - Tränen flossen am 22.1. auf dem Toronto Pearson International Airport, als
43 Schiffbrüchige der "
Concordia" dort in ihrer kanadischen Heimat eintrafen. Sie hatten über
40 Stunden in der See getrieben, nachdem sie sich binnen einer Viertelstunde alle vom gekenterten Schiff hatten retten können. Entsprechend war die Stimmung in den kalten und nassen Inseln, die nach der glücklichen Rettung aller zunächst sehr gelöst gewesen war, um so mehr gesunken, je länger die Kimm ringsherum leer blieb. Mit Gesang hatte man versucht, sich munter zu halten. Die Stammmannschaft habe vorbildlich dazu beigetragen.
Bei der nun anstehenden
Untersuchung wird die
Stabilität der "
Concordia" beleuchtet werden, warum sie so schnell sank, aber z.B. auch, warum die Rettungsinseln zwar mit Erste-Hilfe-Sets, Biscuits, Wasser und Notraketen ausgerüstet waren, sich aber in
keiner ein
Satellitentelefon oder
GPS befunden hatte und warum
alle wichtigen Kommunikationsmittel sich im Funkraum befanden, der sofort geflutet war. Auch die Darstellung des Kapitäns, das Schiff sei einem "Mikroburst" zum Opfer gefallen, wird kritisch gewürdigt werden, auch wenn sie von vielen Zeugen bestätigt wird, die beschrieben, wie das Schiff mit den Masten flach aufs Wasser gedrückt wurde. Die Brigantine legte sich so stark über, dass Wasser durch große Fenster, die nun unter Wasser lagen, eindringen konnte. Auch deren Stabilität wird zu beleuchten sein. Dazu wird auch Roger Long, ein Stabilitätsexperte, hinzugezogen. Er war auch beteiligt an der Untersuchung zum Untergang des britischen Segelschulschiffes "Marques" im Jahr 1984, bei dem von 28 Mann 19 ertranken. Schon jetzt scheint aber klar, dass die Aktionen nach der Kenterung in vorbildhafter Weise durchgeführt wurden, sonst wären nicht alle 64 Schiffsinsassen unversehrt davongekommen und hätten die 40 Stunden in den Rettungsinseln so gut überstanden. Warum die Zeit bis zur Rettung so lang war, wird ebenfalls beleuchtet werden müssen. Viel zeit war verstrichen, um zu überprüfen, ob es sich bei dem Sender-Signal nicht um einen falschen Alarm handelte. Am Morgen des 18.2. waren die Rettungszentren in Brasilien und Halifax immer noch dabei gewesen, zu versuchen, das längst gesunkene Schiff zu kontaktieren, um hierüber Sicherheit herzustellen. Erst als danach eine C-130 Hercules aufstieg, kam Bewegung in die Sache, konnten die Inseln geortet und Hilfsschiffe herangeführt werden, die am
19.2. endlich die Schiffbrüchigen retteten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
Ein Stück Schaufelradschifffahrt ist verloren
Update vom 22.02.10
Pittsburgh, Pennsylvania / USA, 23.02.10 - Ein Stück Geschichte der
Schaufelradschifffahrt und auch von Marietta ging in der Nacht zum 20.2. verloren, als der 220 Fuß lange
Raddampfer "
Becky Thatcher" an ihre Liegeplatz vor Neville Island im Ohio River, direkt nördlich von Pittsburgh,
sank. Die oberen beiden Decks lasten zusammengebrochen auf dem Hauptdeck und haben sich vom Rumpf gelöst. Das ganze Schiff ist in 10 Fuß tiefem Wasser gesunken.
Was genau geschah, ob die große Schneelast Schuld war oder eine passierende Barge das Schiff rammte, ist noch unklar.
Die "
Becky Thatcher" wurde
1926 vom U.S. Army Corps of Engineers in Jefferson, Indiana, erbaut und diente der Inspektion von Wasserwegen. Die damalige "
The Mississippi (III)" konnte aber auch 65 Passagiere transportieren. 1961 wurde es außer Dienst gestellt und ging 1963 an die Mark Twain Enterprises, die es als Restaurant und Museum in Hannibal einsetzten. In den späten 1960er Jahren kam das Schiff nach St. Louis, wo es erheblich restauriert wurde und fortan als schwimmendes Dinnertheater, Restaurant und Bar diente. 1975 wurde es nach Marietta verkauft und auf dem Muskingum River vermoort, wo 1976 die Mid-Ohio Valley als erstes Stück "Showboat" aufführten. Im Oktober 1983 wurde es durch den National Park Service ins National Register of Historic Places aufgenommen. 1984 sank das Schiff bei einer Springflut und wurde schwer beschädigt. 1985 war es rechtzeitig zur Theatersaison wieder repariert, doch Boot, Liegeplatz und Flussufer waren seither zusehends verfallen. 2005 ging das Schiff an den jetzigen Eigner Levin, der es bis 2006 auch als
Restaurant betrieb, ehe es geschlossen wurde und die folgenden drei Jahren an einem kommunalen Liegeplatz im Muskingum River verbrachte. Wegen ausbleibender Zahlungen hatte der Rat von Mariette im vergangenen Jahr darauf gedrungen, den Liegeplatz zu räumen. Daraufhin wurde es nach Pittsburgh verholt in der Hoffnung, es hier als Restaurant und Nachtclub restaurieren zu können. Die schlechte Wirtschaftslage zerschlug die Absichten. Kurz vor dem Untergang gab Pläne für eine neue Verwendung in Pittsburgh. Der Untergang bereitete allen Träumen ein Ende. Nun gilt es nur noch ein
Schifffahrtshindernis zu räumen. Eine Hebung ist nicht möglich, weil Hebetrossen den mürben Rumpf nur zersägen würden. Sicher ist aber, dass das Schiff zerlegt muss, bevor Stücke davon abreißen und die Schifffahrt gefährden. Dabei geht es nur noch darum, ein wenig Geld mit der Verwertung des Metallschrotts zu verdienen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
Schwere Kollision auf der Waal
Tiel, Provinz Gelderland / Niederlande, 22.02.10 - Auf der Waal zwischen Tiel und Echteld sind am 22.2. westlich der Willem Alexander-Brücke ein
Binnentanker und der
Binnenfrachter "
Jero", 3576 ts (ENI Nr. 02326738), aus Lemmer frontal
zusammengestoßen. Dabei wurden beide Schiffe erheblich beschädigt. Gegen ein Uhr krachten der mit Öl beladene Tanker in den Bug des mit Container beladenen Entgegenkommers bei der Einfahrt in den Amsterdam-Rheinkanal. Der Tanker war stromabwärts unterwegs. Die "Jero" passierte gerade einen Richtung Deutschland laufenden Schleppzug. Der Tanker überlief direkt vor dem Zusammenstoß noch eine Boje, deren Kette in dessen Schraube geriet und ihn manövrierunfähig machte. Nach dem Zusammenstoß wurden die Heckanker ausgebracht. Doch diese hielten nicht, und das Schiff trieb quer im Fluss, bis es von einem anderen Binnenschiff längsseits genommen wurde und in den Hafen von IJzendoorn verbracht werden konnte. Das Containerschiff erreichte mit eigener Kraft den Hafen von IJzendoorn. Auf beiden Schiffen war der Bug eingedrückt, auch die Containerladung nahm Schaden und verschob sich. Sowohl der Tanker wie auch die "Jero" hatten
Gefahrgutladung an Bord. Deswegen schickte die Feuerwehr von Tiel ein
Löschboot, das sicherstellte, dass keine umweltgefährdenden Stoffe austraten. Die "Jero" wurde 2006 bei der Astrachan Plant in Russland als "
Frontrunner" erbaut, der Kasko bei Tinnemans, Maasbracht, ausgerüstet. Der Frachter der Jero BV in Lemmer ist 135 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 3,2 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
Trawler saß auf Felsen fest
Vågaholmen, Rødøy Kommune, Provinz (Fylke) Nordland / Norwegen, 22.02.10 - Der norwegische
Trawler "
Veagutt", 205 BRZ (IMO-Nr.: 8870061) lief am Morgen des 22.2. nordöstlich von Gjerøy auf
Grund. Das Rettungszentrum in Bodø wurde um 7.17 Uhr informiert, dass das 21,71 Meter lange Schiff aus Kopervik, Karmøy, auf Felsen festgekommen war. Die
4-köpfige Crew war aber in keiner unmittelbaren Gefahr. Der
Schlepper "
Tambur" wurde aus Sandnessjøen gerufen und zog den Havaristen gegen 17 Uhr mit steigendem Wasserstand vom Grund. Er konnte danach mit eigener Kraft den Hafen von Vågaholmen ansteuern. Die Polizei in Salten leitete eine Untersuchung ein. Das 1993 erbaute Schiff wird von der Westfisk AS in Karmøy bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
100 Tonnen Lachs gerettet
Frøya, Provinz (Fylke) Nord-Trøndelag / Norwegen, 22.02.10 - Der 47 Meter lange norwegische
Fischtransporter "
Robris", 674 BRZ (IMO-Nr.: 9204544) erlitt einen
Totalausfall der Hauptmaschine, als er am 21.2. unterwegs im Folla (Fjord) in Nord-Trøndelag war. Das Schiff transportierte ca. 100 Tonnen Lebend-
Lachs. Das
Rettungboot "
Harald V" aus Rørvik schleppte den Havaristen zur Reparatur nach Larsneset, Sunnmøre, nachdem dieser gegen 18 Uhr um Hilfe gebeten hatte. Doch zunächst galt es, die Ladung zu retten. Deswegen wurde die "Robris" zunächst zu Nordskagvågen in Frøya gezogen, wo der Fisch gelöscht wurde. Gegen Mitternacht war das Schiff sicher abgeliefert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
Nebel stoppte Containerfrachter
Region Zeeuws Vlaanderen, Provinz Zeeland / Niederlande, 22.02.10 - Dichter
Nebel führte in der Nacht zum 21.2. zu einer Zwangsunterbrechung der Reise des in Hongkong beheimateten "
Hanjin Bilbao", 115776 BRZ (IMO-Nr.: 9355551 ). Der Frachter war unterwegs nach Antwerpen / Belgien, doch auf der Westerschelde herrschte so dicker Nebel, dass weder Bug noch Heck des Schiffes von der Brücke aus zu erkennen waren. Dem Kapitän schien die Passage des engen Deurganck Dock in Antwerpen zu riskant, deswegen entschied er, an einem sicheren Ankerplatz in Süd-Wielingen nahe Groede zu ankern. Um ein auf-Grund-Treiben zu verhindern, wurde ein Schlepper gerufen, der das Schiff bis 15 Uhr auf Position hielt. Nach Aufklaren drehte er es herum, und es konnte ohne weitere Zwischenfälle nach Antwerpen einlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
Amphibie wurde zu warm
Madeira Beach, Pinellas County, Florida / USA, 22.02.10 - Das amphibische
Touristenboot "
Pirates Peal" musste am 22.2. zum Ufer zurückgeschleppt werden, nachdem in der Maschine ein
Feuer entstanden war. Das Unglück ereignete sich um 15.24 Uhr östlich der John's Pass Marina. Das 2005 Trolley Boat ist eines von zwei solchen Fahrzeugen von Parrots of the Caribbean. Ein
Polizeiboot kam auf den Notruf der Crew hin zu Hilfe und übernahm die
sechs Passagiere und
ein Besatzungsmitglied. Sie wurden zum Don's Dock auf der Nordseite des John's Pass gebracht und dort medizinisch betreut. Die beiden anderen Crewmitglieder blieben an Bord, während die "Pirates Peal" zum Gator's Dock geschleppt wurde, wo das Treasure Island Fire Department es erwartete. Doch das automatische
Löschsystem hatte den Brand bereits gelöscht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
Feuerlöschboot unter Wasser
Cape May, New Jersey / USA, 22.02.10 - Das 35 Fuß lange
Feuerlöschboot "
Robert C" sank am 22.2. gegen 11 Uhr an der Utsch's Marina in Cape May. Es gehört zum Town Bank Fire Department. Nur noch das
Ruderhaus ragte aus dem Wasser. Sea Tow wurde mit der Bergung beauftragt und hatte das Boot um 16.45 Uhr aus dem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
Taucher sollen "Princess Kathleen" unter die Lupe nehmen
Update vom 22.02.10
Juneau, Alaska / USA, 22.02.10 - Die Coast Guard und das Alaska Department of Environmental Conservation wollen durch
Taucher weitere Untersuchungen am
Wrack der "
Princess Kathleen" durchführen lassen, um die genaue Menge des an Bord verbliebenen
Öls bestimmen zu können und zu einer Risikoabwägung über künftige Ölverluste zu kommen. Zuvor hatte die Global Diving Inc. das Schiff mit einem ROV unter die Lupe genommen. Dabei wurde festgestellt, dass sich an verschiedenen Teilen des Schiffes freies Öl befand, doch die Herkunft ließ sich nicht feststellen. Die Coast Guard bat nun um Erlaubnis des Alaska State Office of History and Archaeology für weitere Untersuchungen der Tanks.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
Kutter ging in Flammen auf
Sarasota Bay, Manatee County, Florida / USA, 22.02.10 - Am Abend des 20.2.
brach auf dem 24 Fuß langen
Kutter "
Grady-White" auf einem Slip in der Sarasota Bay ein
Feuer aus, das trotz des Einsatzes von 15 Mann und drei Löschfahrzeugen der um 21.24 Uhr alarmierten West Manatee Fire Rescue zerstört wurde. Am 22.2. wurde das Schiff von seinem Liegeplatz zur Cortez Village Marina geschleppt, wo die Ursache des Brandes untersucht werden soll. Das Schiff hatte einen Wert von 30000 Dollar. Ein zweites Schiff auf dem Slip konnte aber gerettet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
Briese-Frachter in Karibik gesunken
Karibik, 22.02.10 - Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende
Frachter "
Angeln" (AUSTRAL TRADER), 6704 BRZ (IMO-Nr.: 9298600),
sank am 21.2. in der Karibik vor der Insel St. Vincent aus bislang ungeklärter Ursache. Die
12-köpfige Crew wurde gerettet. Das 8329 Tonnen verdrängende Schiff wurde 2004 von der Yangfan Gruppe in Zhoushan erbaut und lief für die Hamburger Briese Bereederung. Es war 132,57 Meter lang, 19,20 Meter breit und hatte 7,22 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2010
Kritik an Verzögerungen bei Suche nach "Concordia"-Schiffbrüchigen
Update vom 21.02.10
São Paulo / Brasilien, 22.02.10 - Die brasilianische
Marine hat am 21.2. ihr
Vorgehen bei der Rettung der Schiffbrüchigen der "
Concordia" verteidigt, nachdem Kritik am
Zeitablauf laut geworden war.
19 Stunden nach Auffangen eines Notsignals des Schiffes am Abend des 17.2. war ein
Rettungsflugzeug aufgestiegen, was sich im Rahmen der Standardprozeduren bewege. Die 48 Schüler und Studenten sowie 16 Besatzungsmitglieder und Lehrer waren am 19.2. rund
40 Stunden nach dem Untergang im Atlantik von Handelsschiffen gerettet worden. Der Präsident des West Island College International von Lunenburg, Nova Scotia, der Class Afloat betreibt, hatte sich betroffen gezeigt, dass die Schiffbrüchigen, unter denen sich etliche Teenager befanden, so lange in den Rettungsinseln in vier Meter hohen Seen hatten treiben müssen. Eine Sprecherin der Marine sagte, dass gegen 22 Uhr Ortszeit des 17.2. ein Notsignal aufgefangen worden sei, und sofort Versuche starteten, mit dem Schiff Kontakt aufzunehmen. Es sei auch zu Funkkontakten mit in der Nähe befindlichen Schiffen und Flugzeugen aufgenommen worden in Hinblick darauf, ob es ungewöhnliche Wahrnehmungen gegeben habe. Man habe so versucht, die Art des Notfalls herauszubekommen. Es hätte sich von einem geringfügigen Maschinenschaden bis zu einem Krankheitsfall um alles handeln können. Allerdings war der Notruf wohl erst mit stundenlanger Verzögerung eingetroffen. Die in London ansässige Barbados Maritime Ship Registry will diesen Umstand untersuchen. Nachdem die Versuche, mit der "Concordia" Kontakt aufzunehmen, gescheitert waren, hatte die Marine Kontakt mit der Schule in Kanada aufgenommen, allerdings erst am 18.2. um 10 Uhr. Nun wurde die Luftwaffe gebeten, die Herkunft des Notsignals zu prüfen. Um 17 Uhr Ortszeit startete eine Maschine und hatte die Schiffbrüchigen drei Stunden daraufhin 300 Meilen vor der Küste in den Rettungsinseln entdeckt. Von den Canadian Maritime Forces Atlantic hieß es derweil, dass nach dem Empfang von Notsignalen sofort Suchflugzeuge in Marsch gesetzt würden.
Die
Schiffbrüchigen machten sich von Rio d Janeiro aus derweil auf die
Heimflüge, die letzten sollten am 23.2. Brasilien verlassen haben. Sie verbrachten den 20.2. nach ihrer Ankunft damit, ihre verlorene Ausrüstung zu ergänzen und erhielten psychologische sowie medizinische Betreuung. Auch
vier Deutsche befanden sich unter den Schiffbrüchigen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
Binnenschiffer verlor den Durchblick
Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 22.02.10 - Am 21.2. um 18.30 Uhr rammte das
Binnencontainerschiff "
Veritas", 2889 ts (EU-Nr.: 04804560) zwei
Bargen in dichtem Nebel im Hafen von Rotterdam. Die Bargen wurden ebenso wie das Binnenschiff beschädigt und rissen sich los. Es gelang, sie durch
Hafenschlepper wieder an den Kai zu bugsieren. Offenbar hatte der Kapitän der "Veritas" in dichtem
Nebel die Orientierung verloren und nicht rechtzeitig abgedreht.
Die "
Veritas" entstand als "
Birgitte I" 1998 bei der Giurgiu Werft. Der Kasko wurde dann bei Hoogendijk, Sliedrecht, ausgerüstet. Seit 2008 wird das 109,65 Meter lange Schiff bereedert durch die Veritrans BV (G.B.R. van der Hoff) in Sleeuwijk.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
Frachter bei zweiter Havarie binnen eines Monats gesunken
Athen / Griechenland, 22.02.10 - In der Nacht zum 21.2. rettete die
griechische Küstenwache die Besatzung des unter Komoren-Flagge laufenden
Frachters "
Alborada", 98 BRZ (MMSI-No.: 616576000). Das Schiff war auf dem Weg von Varna in Bulgarien nach Zarzis in der Türkei mit einer Ladung von 90 Tonnen Zigaretten gesunken. Die vier Russen und ein Aserbaidschaner wurden von drei Booten und einem Super-Puma-Hubschrauber in Sicherheit gebracht. Das 29,75 Meter lange Schiff hatte fünf Meilen nordöstlich der Insel Tilos Notrufe gefunkt. Es war bereits am
28.1. vor der türkischen Küste in
Seenot geraten und war durch die "
Kurtama 4" nach Büyükdere eingeschleppt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
Vier Mann riefen aus Rettungsinsel an
Milford Haven, Pembrokeshire, Wales / UK, 22.02.10 - Am Abend des 20.2. wurde die Milford Haven Coastguard per
Mobiltelefon au seiner
Rettungsinsel vor Linney Head, Pembrokeshire, angerufen. Darin befanden sich vier Männer, die sich mit dem
Kutter "
Kerloch" (J235) auf dem Weg von Lundy nach Milford Haven befunden hatten. Das Schiff war auf den Crow Rock vor Linney Head gelaufen und hatte aufgegeben werden müssen. Zur selben Zeit sichtete der
Kutter "
Dolly Ann" 1,5 Meilen vor der Küste eine rote Notrakete und meldete dies der Küstenwache. Diese schickte das
RNLI-Boot aus Angle. Gegen 18 Uhr hatte die "Dolly Ann" die
Schiffbrüchigen geborgen und nahm Kurs auf Milford. Sie wurden nach dessen Eintreffen auf das Rettungsboot übergesetzt. Vorsorglich wurde eine Ambulanz zum Kai gerufen, auch das Dale Coastguard Rescue Team war in Milford vor Ort, ebenso wie der Schiffseigner aus Haverfordwest. Das Agencys Counter Pollution Team wurde informiert, dass sich rund 2500 Liter Öl und 40 Gallonen Hydrauliköl auf dem Kutter befanden, als er sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
Tödlicher Arbeitsunfall auf Schiff im Lauenbrucher Hafen
Hamburg-Harburg / DE, 22.02.10 - Einen traurigen Höhepunkt erlebten die Ordnungshüter bereits am Freitagabend (19.02.) gegen 23 Uhr: Ein 56-Jähriger hat einen Arbeitsunfall im Lauenbrucher Hafen in Harburg nicht überlebt. Der Mann war damit beschäftigt, den Tanker "Bro Arthur" (IMO-Nr. 9079171, 28226 gt, 45.999 DWT, LOA: 183,20 Meter, Baujahr 1995) zu reinigen, das mit Palmöl beladen war. Dabei stürzte er aus noch ungeklärter Ursache rund 20 Meter in die Tiefe. Als die Feuerwehr eintraf, war der Mann bereits tot. Wie es genau zu dem folgenschweren Unfall kommen konnte, ermitteln jetzt die Polizei. Die "Bro Arthur" ist bereits am 22.02. wieder ausgelaufen und befindet sich jetzt auf dem Weg nach Setubal, Portugal.
Quelle: harburg-aktuell vom 22.02.2010
Showboot gesunken
Pittsburgh, Pennsylvania / USA, 22.02.10 - Das
Showboat "
Becky Thatcher"
sank am Abend des 19.2. im Ohio River in Pittsburgh. Es hatte zuvor
Wassereinbruch erlitten, nachdem sich große Schneemassen auf dem Schiff aufgetürmt hatten. Die Pittsburgh Marine Safety Unit machte sich am 20.2. daran, Öl und Trümmer zu sichern. Die Schifffahrt wird durch das halbversunkene Schiff nicht behindert. Die "Becky Thatcher" hatte Marietta im Oktober mit Kurs Pittsburgh verlassen und hatte vor Neville Island festgemacht. Das Wasser stand bis zum 2. Deck, und eine Seite des Schiffes kollabierte. Das nunmehr
83 Jahre alte Schiff war bereits
1984 kurz nach dem Eintreffen in Marietta
gesunken, doch dann repariert und binnen eines Jahres wieder eröffnet worden. Diesmal ist ein solches Happy-End fraglich.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
Fähre lief auf altes Wrack
Mumbai, Bundesstaates Maharashtra / Indien, 21.02.10 - Am 21.2. lief das Fährschiff "
Gitanjali", das mit
60 Passagieren von Bombay nach Mora in Raigad unterwegs war, auf das
Wrack eines vor mehreren Jahren dort
gekenterten Schiffes nahe Butcher Island und wurde aufgerissen. Es kam zu starkem
Wassereinbruch. Kurz nach dem Notruf um 10.30 Uhr nahmen fünf
Patrouillienboote Kurs auf den Havaristen. Die Passagiere wurden auf ein anderes Fahrgastschiff übergesetzt und die "Gitanjali" zur Reparatur abgeschleppt. Der Mumbai Port Trust hätte das Wrack, das ihr fast zum Verhängnis wurde, schon längst räumen sollen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
Wrack der "Princess Kathleen" untersucht
Juneau, Alaska / USA, 21.02.10 - Die
U.S. Coast Guard untersuchte in der vergangenen Woche vor Lena Point das
Wrack der "
Princess Kathleen". Vom 17. bis 19.2. untersuchte ein
ROV das Schiff, um festzustellen, ob sich auf ihm noch Öl befindet, das entfernt werden könnte. Außerdem wurden die strukturelle Integrität des Wracks und seine Lage unter die Lupe genommen.
Das Alaska Department of Environmental Conservation und die Coast Guard koordiniren gemeinsam mit der Southeast Alaska Lighterage und Global Offshore Divers die Untersuchung des Schiffes, das
1952 vor Lena Point auf
Grund lief und
sank. Die 369 Fuß lange "Princess Kathleen" sitzt auf einem Hang in 80 bis 140 Fuß Tiefe. Die Tanks könnten noch
155,000 Gallonen Öl enthalten, doch ist nicht bekannt, wie viel überhaupt darin war, als das Schiff sank, und wie viel seither austrat. Häufig wurden an der Untergangsstelle Regenbogenfarben in einem Durchmesser von 20-50 Fuß gesichtet. Es könnte aber auch sein, dass seit der Eröffnung des National Oceanic and Atmospheric Administration's Ted Stevens Marine Research Institute in Lena Point häufiger Beobachtungen gemacht werden als früher. Von daher ist es derzeit noch nicht einzuschätzen, ob es Handlungsbedarf zum Abpumpen von Öl gibt. Die "Princess Kathleen" war 1925 für die Canadian Pacific Railroad erbaut worden. Das Wrack ist inzwischen ein populärer
Tauchspot in Juneau und steht unter
Denkmalschutz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
Kutter wird künstliches Riff
Brisbane, Queensland / Australien, 21.02.10 - Der 24 Meter lange
Kutter "
Tiwi Pearl", 96 BRZ, wird im kommenden Monat in der Mitte der Moreton Bay ein
künstliches Riff werden. Derzeit wird das Mitte der 60er Jahre in Alabama erbaute Schiff auf einer Werft in Hemmant auf seine letzte Aufgabe, die es in Erweiterung des
Harry Atkinson Reef, östlich von St Helena Island, erfüllen soll, vorbereitet. Insgesamt sollen
sechs künstliche Riffe dort geschaffen werden. Die "Tiwi Pearl" wird das Herzstück des Harry Atkinson Reef und soll den Bestand an Makrelen und Thunfischen anreichern helfen.
Die "
Tiwi Pearl" war in der Perlenfischerei in Torres Strait im Einsatz, bis sie umgebaut und durch die Eastern Tuna and Billfish Fishery von Mooloolaba aus eingesetzt wurde. Im vergangenen Juni kam es zu einem
Feuer auf dem Achterschiff, das es zu einem Totalverlust machte. Die Hauptmaschine, Generatoren, hydraulische- und Kühleinrichtungen wurden in Vorbereitung der Versenkung ausgebaut. Das Department of Environment and Resource Management und Maritime Safety Queensland inspizierten das Schiff inzwischen und gaben grünes Licht zur Versenkung. Die Cartwright Tuna aus Mooloolaba hat es vorbildlich gereinigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
Restaurantschiff drohte zu sinken
Dokkum, Gemeinde Dongeradeel, Provinz Friesland / Niederlande, 20.02.10 - Eine
Hasselter-Aak von 22 Metern Länge drohte am 20.2. gegen 12.50 Uhr am Harddraversdijk in Dokkum zu sinken. Der Eigner, der auf dem Schiff ein
Restaurant betrieb, stellte bei seinem Eintreffen fest, dass das Schiff voll Wasser stand und erhebliche Schlagseite aufwies. Er konnte aber kein Leck finden und rief die Feuerwehr von Dokkum zu Hilfe. Diese rückte mit einer Lenzpumpe an und hatte die Lage binnen zweier Stunden unter Kontrolle. Es fand sich dann ein Loch von vier Zentimetern Größe, das abgedichtet werden konnte. Die "
Fryslan" kontrollierte die Unglücksstelle auf mögliche
Umweltschäden, doch solche waren nicht festzustellen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
"Vinca Gorthon"-Räumung vor dem Start
Den Helder, Provinz Nordholland / Niederlande, 20.02.10 - Am 1.3. wird
Titan Salvage mit den Räumungsarbeiten am
Wrack des 166 Meter langen RoRo-Frachters "
Vinca Gorthon" beginnen, der am
29.2.1988 16 Meilen westlich von Camperduin, Provinz Nordholland / Niederlande, durch Verrutschen der Ladung, im Sturm
sank. Teile des Schiffes behindern dort das 24,50 Meter tiefe Fahrwasser und ragen bis zu 10 Meter über den Meeresgrund auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
Feuer auf Abwrack-U-Boot
Sewerodwinsk, Oblast Archangelsk / Russland, 20.02.10 - Auf dem
ausrangierten russischen Atom-U-Boot K-480 "
Ak Bars" (Projekt 971) ist es am 19.2. zu einem Zwischenfall gekommen, der jedoch keine gefährliche Strahlenbelastung zur Folge. Beim Entfernen des Brennmaterials war bei Schweißarbeiten ein
Brand im Hafen von Sewerodwinsk am Weißen Meer ausgebrochen und ist am frühen Samstagmorgen gelöscht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
Küstenwache und Marine im Team zur Rettung eines Kutters
Update vom 19.02.10
Chincoteague, Chincoteague Island, Accomack County, Virginia / USA, 19.02.10 - Die Rettungsaktion für den
Kutter "
Travis & Natalie" am 18.2. 69 Meilen östlich von Chincoteague war ein gutes Beispiel für das
Zusammenwirken verschiedener
Rettungskräfte. Nachdem die "Travis & Natalie" Wassereinbruch gemeldet hatte, nahm das Küstenwachschiff "Northland" sofort Kurs auf die Position und erreichte sie zwei Stunden später. In der Zwischenzeit war die Fleet Forces Atlantic Fleet Area Control der US-Marine und die Surveillance Facility Virginia Capes kontaktiert und gebeten worden, zu überprüfen, ob das Seegebiet um den Havaristen frei sei. Die Navy Second bot ein Marineschiff sowie ein Flugzeug an, dass die "Travix & Natalie" lokalisierte und bis zum Eintreffen eines mit Lenzpumpen beladenen MH 60 Jayhawk-Helikopters der Air Station Elizabeth City über dem Kutter kreiste. Eine Boarding Crew fand heraus, dass Bewegungen des Netzes die Ruder-Abdichtung beschädigt hatten und stoppten den
Wassereinbruch. Mit der Lenzpumpe konnte das eingedrungene Wasser aus dem Schiff befördert werden, und eine Bootscrew der "Northland" schließlich dichtete das Leck ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
Schnellfähre war zu schnell
Holyhead, Grafschaft Anglesey, Wales / UK, 19.02.10 - Die unter Bahamas-Flagge laufende Schnellfähre HSC "
Stena Lynx III", 4113 BRZ (IMO-Nr.: 9129328, LOA: 80.6 m), kollidierte am 17.02. mit einem
Ponton von Terminal 2 in Holyhead. Dabei wurde der
Bug der Fähre an drei Stellen zum Teil
erheblich beschädigt, und auch die Brücke, die das Land mit dem Ponton, der als Anleger dient, verbindet, wurde stark in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
"Marko Polo" im Sommer wieder im Einsatz
Mali Lošinj, Insel Lošinj / Kroatien, Feb. 2010 - Die jugoslawische
Fähre "
Marko Polo", 6801 BRZ (IMO-Nr.: 7230599), die am
24.10.2009 auf der Insel Sit auf Grund lief und erst am 20.11. geborgen werden konnte, wird
derzeit in der Werft Losinjska Plovidba in Mali Losinj
repariert. Das Schiff liegt dort in einem Schwimmdock und soll im
Sommer wieder auf der Linie Rijeka-Dubrovnik-Bari in Fahrt gehen. Derzeit ist die "
Liburnija" auf der Linie im Einsatz. Zunächst war befürchtet worden, dass die "Marko Polo" ein Totalverlust wäre.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2010
Fähre "Vitte" nach einem Tag in Fahrt schon wieder ausgefallen
Vitte, Insel Hiddensee, Landkreis Rügen, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 21.02.10 - Wie gewonnen, so zerronnen. Nur
einen Tag nach der Wiederaufnahme des Fährbetriebs nach Hiddensee ist das 32 Meter lange
Fährschiff "
Vitte" erneut ausgefallen. Das Schiff machte im Hafen von Schaprode auf Rügen fest und wurde dort repariert. Es hatte einen
Maschinenschaden erlitten. Erst am 20.2. hatte die Reederei den Fährbetrieb nach dreiwöchiger Unterbrechung, die durch einen Getriebeschaden verursacht worden war, wieder aufgenommen. Das Fährschiff "Vitte" hatte ihn sich vor drei Wochen im Eis zugezogen. Die rund 1000 Einwohner zählende Insel war in der Zwischenzeit mit Hubschraubern und dem Eisbrecher "Görmitz" mit Lebensmitteln versorgt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2010
Vor großer Fahrt Beule in "Roald Amundsen" entdeckt
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 21.02.10 - Der
Traditionssegler "
Roald Amundsen", 242 BRZ (IMO-Nr.: 8994489) machte am Wochenende in Friedrichsort bei der Werft Gebr. Friedrich fest. Eigentlich sollten in Eckernförde ein paar letzte
Überprüfungen vorgenommen werden. Wegen der Eislage in Eckernförde nahm die Besatzung des Seglers aber Kurs auf Kiel. Die Überprüfung ergab dann, dass sich im Vorschiff eine
Beule im Rumpf befand, die vor der Reise über den Atlantik noch ausgebessert werden musste. Während die Crew des 50 Meter langen Seglers mit den Trainees an der Pier die Segelmanöver übte, gingen Werftarbeiter mit Schneidbrennern und Schweißgerät ans Werk und schnitten die Beule aus dem Bug heraus. In der Werft wurde in der Werkstatt eine neue Platte gefertigt und am Wochenende eingepasst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2010
Kutterveteran sank in Leira
Leira, Aure Kommune, Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 20.02.10 - Am 20.2. um 8.30 Uhr wurde der Polizei in Leira gemeldet, dass der betagte
Kutter "
Gulafjord" am Kai in Målabukta im Laufe der Nacht
gesunken war. Das 1912 erbaute Schiff hatte auf einer Fahrt von Hitra kommend ein Leck erlitten. Feuerwehr und Hafenmitarbeier machten sich daran, das auslaufenden Dieselöl mit absorbierenden Mitteln zu bekämpfen. Auch das
Rettungsboot "
Erik Bye" war im Einsatz, weil zunächst unklar gewesen war, ob sich Menschen an Bord befunden hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2010
Goßsegler kenterte in 20 Sekunden
Update vom 19.02.10
Rio de Janeiro / Brasilien, 20.02.10 - Eine vertikal einfallende, plötzliche
Windbö von
Tornadostärke verursachte am Abend des 17.2. den
Untergang des
Dreimasters "
Concordia", 413 BRZ (IMO-Nr.: 1001269), 550 Kilometer vor der Südostküste von Rio de Janeiro. Die "Concordia" war das Flaggschiff von Lunenburgs West Island College's Class Afloat Programme. An Bord waren
64 Personen, davon 42 Kanadier. Es handelte sich um 48 Schüler und Studenten sowie je acht Lehrer und Besatzungsmitglieder. Die mitreisenden Schüler waren zwischen 16 und 19 Jahre alt.
Als die
Bö das Schiff auf die Seite drückte,
kenterte es binnen 20 Sekunden. Der Winddruck zerriss die Segel, und durch eingedrückte Bulleyes brach Wasser ein. Der Funkraum war sofort überschwemmt. Auf dem senkrecht stehenden Deck kämpften die Segler darum, in ihre Überlebensanzüge zu gelangen.
Drei Rettungsinseln wurden ausgebracht und mussten, nachdem sie besetzt waren, mit Messern losgeschnitten werden. Ein Besatzungsmitglied barg das EPIRB, dessen Signal eine Rettungsaktion anlaufen ließ. Erleichterung kam in den Inseln auf, als eine Zählung die
Vollzähligkeit aller 64 Menschen ergab. Die folgenden Stunden vergingen damit, Ausschau zu halten und Wasser zu schöpfen. Am 18.2. um 17 Uhr war eine
C-130 Hercules der brasilianischen Luftwaffe vor Ort und sichtete das Zodiac sowie Rettungsinseln in der See. Sie warf Versorgungsmittel über den Inseln ab. Der 202 Meter lange philippinische
Frachter "
Hokuetsu Delight" (IMO-Nr.: 9167370) rettete mit dem ersten Tageslicht 44 der Schiffbrüchigen zwischen vier und acht Uhr. Die übrigen wurden von der "
Crystal Pioneer", 49720 BRZ (IMO-Nr.: 9363118) geborgen, nachdem sie das Tageslicht abgewartet hatte. Sie sollten dann auf der brasilianischen Fregatte "Constituicao" zusammengebracht werden, doch nach dem Helikoptertransfer des ersten Dutzend vereitelte starker Wind den Fortgang der Operation. So nahmen alle drei Schiffe Kurs auf Rio de Janeiro. Am 19.2. gegen 16 Uhr liefen die beiden Handelsschiffe mit insgesamt 53 Geretteten in der Mocangue Naval Base in Rio ein, wenige Stunden nachdem die brasilianische
Fregatte "
Constituicao" mit den ersten 12, darunter dem Kapitän, eingelaufen war. Flugzeuge sowie der Schlepper "Sea-Admiral Guillobel " verblieben noch im Unglücksgebiet.
Die "
Concordia" war nach dem Start ihrer Reise am
7.9. in Lunenburg nach Dublin gesegelt und war dann entlang der portugiesischen Küste ins Mittelmeer und nach Nordafrika gelaufen, ehe sie auf Westkurs ging. Sie war am 8.2. aus Recife ausgelaufen und hätte am 23.2. in Montevideo einlaufen sollen. Von dort sollte es weiter nach Südafrika und über den Atlantik in die Karibik gehen, ehe sie am 26.2. nach Lunenburg hätte zurückkehren sollen.
Das
West Island College wurde 1975 in Montreal gegründet und eröffnete 1982 in Calgary einen Campus. Das Class Afloat-Programm in Lunenburg bot kanadischen Schülern und Studenten 10-monatige Ausbildungsreisen in Zusammenarbeit mit der Nova Scotias Acadia University.
Die
Barkentine "
Concordia" wurde 1992 in Stettin erbaut. Sie war 57,5 Meter lang, 9,44 Meter breit lang und war in Bridgetown auf Barbados beheimatet. Bis zu 66 Personen fanden an Bord Platz. Der Hauptmast war 35 Meter hoch, eine MAN-Maschine brachte 570 PS. Am 30.7.2004 war das Schiff bereits einmal ohne größere Schäden auf dem Fraser River gestrandet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2010
Kutter mit zwei Mann gesunken
Saint John, Provinz New Brunswick / Kanada, 20.02.10 - Der ca. 12 Meter lange kanadische
Muschelbagger "
Whole Family" sank am 18.2. in der Bay of Fundy vor New Brunswick. Als er am Abend nicht, wie geplant, nach White Head auf Grand Manan Island einlief, verständigten Angehörige die Rettungskräfte, die in den folgenden 24 Stunden ein Gebiet von 8700 Quadratkilometern vor Saint John zu Wasser und aus der Luft absuchten. Dabei wurden
Trümmer gefunden, die dem Schiff zugeordnet werden konnten. Die
zweiköpfige Besatzung galt als tot.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2010
England: Russischer Frachter in die Kette gelegt
Fowey, Cornwall, England / UK, 19.02.10 - Der russische
Frachter "
Baltiyskiy 110", 1926 BRZ (IMO-Nr.: 7612527), wurde am 19.2. in Fowey, Cornwall, in die
Kette gelegt. Bei einer
Hafenstaatskontrolle war ein
Riss an Steuerbordseite im
Ballasttank 2 festgestellt worden. Außerdem gab es zwei
gravierende Verstöße gegen den International Safety Management Code. Das Schiff hatte bereits zwei Häfen mit dem Leck angelaufen, bevor es aus dem Verkehr gezogen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2010
Kollision im Eiskonvoi
Update vom 18.02.10
Holmsund, Gemeinde Umeå / Schweden, 18.01.10 - Der holländische
Frachter "
Hunzeborg", 4206 BRZ (IMO-Nr.: 9321380), musste nach seiner Kollision mit der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden "
Nemuna", 2848 BRZ (IMO-Nr.: 9179361), nach Holmsund zur Reparatur laufen. Das Schiff war in einem Eiskonvoi in Kvarken laufend der "Nenuma" ins Heck gelaufen. Es war von dem
Eisbrecher "
Balder Viking" gemeinsam mit der
"Nor Viking" und "
Astina" durchs Ostseeeis geleitet worden. Die "Nemuna" konnte ihre Reise fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2010
Trawler demolierte sein Sonar
Update vom 18.02.10
Kalvåg, Insel Frøya, Bremanger Kommune, Provinz (Fylke) Sogn og Fjordane / Norwegen, 18.02.10 - Am 17.2. lief der 18 Meter lange norwegische
Trawler "
Fredrikson" (MMSI-Nr.: 257835500) nordöstlich von Kalvåg auf
Grund. Die
vierköpfige Crew funkte um 19.36 Uhr Notrufe, nachdem es im Bereich des Sonars zu Wassereinbruch gekommen war. Um 19.55 Uhr war das
Rettungsboot "
Halfdan Grieg" vor Ort. Ein
Feuerlöschboot unterstützte es mit einer Lenzpumpe, während der Havarist nach Kalvåg eingeschleppt und dort ausgepumpt wurde. Am 18.2. untersuchte ein Taucher den Schaden, dann ging es nach Raudeberg zur Reparatur auf Slip.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2010
Dreimaster sank im Atlantik - 64 Schiffbrüchige gerettet
Rio de Janeiro / Brasilien, 19.02.10 - Der unter kanadischer Flagge fahrende
Großsegler "
Concordia" ist im Atlantik rund 550 Kilometer vor der Küste Rio de Janeiros gesunken. Die "Concordia" war das Flaggschiff von Lunenburgs West Island College's Class Afloat program. Es geriet in der Nacht zum 18.2. im Sturm in Schwierigkeiten und funkte um acht Uhr
Notrufe, ehe es kenterte. An Bord waren
64 Personen, davon 42 Kanadier. Es handelte sich um 48 Schüler und Studenten sowie je acht Lehrer und Besatzungsmitglieder. Die mitreisenden Schüler waren zwischen 16 und 19 Jahre alt. 12 Stunden nach dem Notruf war eine
C-130 Hercules der brasilianischen Luftwaffe vor Ort und sichtete das
Zodiac sowie
Rettungsinseln in der See. Sie warf Versorgungsmittel über den Inseln ab.
Zwei brasilianische und ein
japanischer Frachter nahmen ebenfalls Kurs auf die Unglücksstelle. Die "
Hokuetsu Delight" rettete die
Schiffbrüchigen am 19.2. zwischen vier und 6.30 Uhr. Sie wurden dann auf einem der brasilianischen Schiffe zusammengebracht und sollten an Bord eines Marineschiffes am Abend des 19. oder am Morgen des 20.2. Rio erreichen. Die
Flugzeuge sowie der
Schlepper "
Sea-Admiral Guillobel" verblieben noch im Unglücksgebiet.
Die "
Concordia" war nach dem Start ihrer Reise am 7.9. in Lunenburg nach Dublin gesegelt und war dann entlang der portugiesischen Küste ins Mittelmeer und nach Nordafrika gelaufen, ehe sie auf Westkurs ging. Sie war am 8.2. aus Recife ausgelaufen und hätte am 23.2. in Montevideo einlaufen sollen. Von dort sollte es weiter nach Südafrika und über den Atlantik in die Karibik gehen, ehe sie am 26.2. nach Lunenburg hätte zurückkehren sollen.
Das
West Island College wurde 1975 in Montreal gegründet und eröffnete 1982 in Calgary einen Campus. Das Class Afloat-Programm bot kanadischen Schülern und Studenten 10-monatige Ausbildungsreisen in Zusammenarbeit mit Nova Scotias Acadia University. Die "
Concordia" wurde 1992 erbaut. Sie war 57,5 Meter lang und in Bridgetown Barbados beheimatet. Bis zu 66 Personen fanden an Bord Platz. Am 30.7.2004 war das Schiff auf dem Fraser River gestrandet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Containerfrachter mit Schlepper kollidiert
Genua, Region Ligurien / Italien, 19.02.10 - Beim Verlassen des Hafens von Genua wurde der unter Bahamas-Flagge laufende, 5782-TEU-Containerfrachter "CMA CGM Strauss", 73235 tdw, von dem Hafenschlepper "Francia", 347 BRZ (IMO-Nr.: 9163740), am Morgen des 19.2. gerammt. Dabei wurde 1,5 Meter oberhalb der Wasserlinie ein Tank aufgerissen, aus dem Öl in den Hafen lief. Der Frachter wurde an den VTE Voltri Terminal gelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Betreiber der "Cosco Busan" zu 10 Millionen Dollar Strafe verurteilt
San Francisco, Kalifornien / USA, 19.02.10 - Die
Fleet Management Inc. in Hong Kong wurde am 19.2. zu einer Strafe von
10 Millionen Dollar für ihre Rolle bei einer Ölverschmutzung, die der
Containerfrachter "
Cosco Busan" am
7.11.2007 in der San Francisco Bay auslöste, verurteilt werden. Die Fleet Management Inc. operierte das Schiff, auf dem zwei Öltanks nach der Kollision mit der Bay Bridge aufgerissen wurden, woraufhin
50.000 Gallonen Öl austraten. Die Gesellschaft bekannte sich schuldig, gegen den U.S. Clean Water Act verstoßen und die Justiz behindert zu haben. Ein Besatzungsmitglied hatte aus Gründen der Vertuschung nach der Havarie Navigationsdokumente verändert. Der damalige Lotse aus Petaluma sitzt augenblicklich eine 10-monatige Gefängnisstrafe für seine Rolle bei der Havarie ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
U-Bootrettungsschiff geht auf Tauchstation
Fort Eustis, Newport News, Virginia / USA, 19.02.10 - Ein weiteres Schiff wird die sogenannte
Geisterflotte der James River Reserve Fleet in Virginia für immer verlassen. Die "
Kittiwake", ein 1945 erbautes
U-Boot-Rettungsschiff der US-Marine, wird ein künstliches
Riff vor den
Cayman Islands werden. Am 19.2. ging sie gegen 10 Uhr von Fort Eustis in Newport News auf die Schleppreise zur Dominion Marine, Norfolk, wo sie mehrere Monate lang gereinigt werden soll. Am 4.7. wird sie dann nahe der kleinen karibischen Inselkette auf den Meeresgrund geschickt.
Die
James River Reserve Fleet existiert seit
1919 und umfasste zeitweilig
hunderte von ausrangierten
Marineschiffen. Doch aus Umweltgründen wurde sie in den vergangenen Jahren stark abgebaut. Die "
Kittiwake" ist das
85. Schiff, das sie seit 2001 verlässt. Nun sind noch 26 Schiffe übrig.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Sprengung der "Margaret" rückt näher
Update vom 11.02.10
Jacobsbaai (Jacobs Bay), Western Cape , Südafrika, 19.02.10 - Die Tage des
Bargentransporters "
Margaret", dessen Ladung sich über die Jacobs Bay auftürmt, sind gezählt. Kontrollierte
Sprengungen sollen das Wrack aufbrechen, sodass die
acht Stockwerke hoch aufragenden,
12 kleineren Bargen in die See stürzen. Dies ist das traurige Ende des brandneuen Bargencarriers, der am 24.7. nahe der Saldanha Bay auf Grund trieb. Er hatte sich auf der Verschleppung von der Bauwerft in China nach Rotterdam losgerissen. Alle Bergungsversuche scheiterten, und als der holländische Eigner kein Geld mehr hatte, wurde die "Margaret" aufgegeben. Wegen Sicherheitsbedenken der South African Maritime Safety Authority (Samsa), die befürchtete, dass die Struktur aufbrechen könnte, wenn die "Margaret" sich selbst überlassen bleibt, wurde
Smit Amandla Marine beauftragt, das Wrack zu räumen. In kontrollierten Sprengsequenzen soll die Schiffsstruktur nun so geschwächt werden, dass die Ladung übergeht. Dazu werden 125 Kilogramm Sprengstoff mit einer Verzögerung von 42 Millisekunden gezündet. Am
16.2. wurde in Vorbereitung der Arbeit die Seite des zuoberst gestauten Schwimmdocks entfernt, damit die vier darunter liegenden Flussbargen in die See stürzen können. Die 91 Tonnen schwere Stahlwand, die in einer 30 Meter hohen Wasserfontäne in der See verschwand, wurde anschließend in die Saldanha Bay geschleppt. Die vier Bargen sind noch in gutem Zustand, und die Berger hofften, sie retten zu können. Als nächstes müssen die Befestigungen der Bargen gekappt und deren Entwässerungslöcher abgedichtet werden. Die Sprengung soll Ende des Monats stattfinden. Zuvor wird die Umgebung in einer Distanz von einem halben Kilometer evakuiert, und die Zugangsstraße zur Jacobs Bay wird geschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Kutter drohte vor Chincoteague zu sinken
Chincoteague, Chincoteague Island, Accomack County, Virginia / USA, 19.02.10 - Am 18.2. wurde die US Coast Guard durch einen Notruf des
Kutters "
Travis & Natalie" alarmiert, der 69 Meilen östlich von Chincoteague zu
sinken drohte. Das
Küstenwachschiff "
Northland" kam der
vierköpfigen Crew zu Hilfe und erreichte die gemeldete Position zwei Stunden später. Außerdem stieg ein MH 60 Jayhawk-Helikopter von der Air Station Elizabeth City, North Carolina, auf, der mit Lenzpumpen beladen war. Ein Boarding-Team der "Northland" entdeckte dann eine Schadensstelle am Ruder, und der
Wassereinbruch konnte gestoppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Leichte Kollision im Eis
Umeå, Provinz Västerbottens län / Schweden, 18.02.10 - Am Morgen des 18.2.
kollidierte nahe Kvarken vor der finnnischen Küste der 114 Meter lange holländische
Frachter "
Hunzeborg" 4206 BRZ (IMO-Nr.: 9321380) mit dem unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten
Frachter "
Nemuna", 2848 BRZ (IMO-Nr.: 9179361). Beide Schiffe befanden sich in einem Kanal, den der
Eisbrecher "
Balder Viking" geschaffen hatte. Der Schaden blieb gering, Menschen kamen nicht zu Schaden. Die 89,70 Meter lange "Nemuna" war unterwegs von Kiel nach Kokkola, die "Hunzeborg" von Rotterdam nach Lulea.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Info: Kvarken ist eine Region in der Ostsee und ist Teil des Bottnischen Meerbusens. Die Region Kvarken liegt an der schmalsten Stelle des Ostseeausläufers zwischen der Stadt Umeå in Schweden und Vaasa in Finnland.
Zweimaster drohte in Hamburg zu sinken
Hamburg / DE, 18.02.10 - Ein aufmerksamer
Barkassenkapitän hat am 17. Februar vermutlich den Untergang des
Segel-Ausbildungsschiffs "
Roter Sand" (MMSI-Nr.: 211278230) im Hamburger City Sportboothafen verhindert.
Als der Kapitän am frühen Morgen an der
Ketsch vorbei fuhr, betrug deren
Freibord nur noch knapp
40 Zentimeter. Er benachrichtigte sofort die Wasserschutzpolizei, die wiederum die Feuerwehr verständigte. Nach deren Eintreffen stellte sich heraus, dass die die passenden Adapter vor Ort fehlten, um die Starkstromanschlüsse im Hafen mit den Pumpen der Feuerwehr zu verbinden. Zunächst wurde ein großes Notstromaggregat über die Steganlage gewuchtet. Zur Unterstützung ging später noch ein Feuerlöschboot längsseits. Am späten Nachmittag war das Schiff leergepumpt. Die Ursache des starken Wassereinbruches war noch unklar.
Die "
Roter Sand" wird vom
Verein zur Förderung Traditionellen Segelns im Team e.V. betrieben. Die 1999 in den Dienst gestellte
Gaffelketsch absolviert vor allem auf der Elbe, der Weser und in der Deutschen Bucht Ausbildungstörns. Im Winter liegt sie im City Sporthafen. Das Schiff wurde auf der Bremer Bootsbau Vegesack-GmbH 1999 erbaut, die BBV ist auch als Eigentümerin ins Schiffsregister eingetragen. Konzipiert für den Einsatz als Bildungsschiff im Bereich Weser, Wattenmeer und Küste, ist das Schiff seit der Indienststellung unter der Flagge von Navigator Sail Training e.V. im Einsatz und kann 18 Trainees aufnehmen. Die "Roter Sand" ist 25,2 Meter lang, 5,4 Meter breit und hat 1,2 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Frachter "Irtysh 1" nach 10 Tagen geborgen
Update vom 09.02.10
Burgas (Bourgas) / Bulgarien, 18.02.10 - Der russische
Frachter "
Irtysh 1", 2913 tdw (IMO-Nr:: 9127980), der bei stürmischem Wetter am 8.2. in flachem Wasser in der Bourgas Bucht nahe Kraimorie
gestrandet war, konnte von
Multraship Salvage und SVITZER wieder flottgemacht werden. Das Schiff, das zwischen Rumänien und Griechenland operierte, war unbeladen gewesen, hatte aber 35 Tonnen Bunkeröl in den Tanks. Versuche der Eigner, es zu bergen, waren gescheitert.
Vier Schlepper von Multraship aus Bourgas und ein Bergungsteam von SVITZER hatten mehr Erfolg. Die "Irtysh" wurde zur Untersuchung nach Bourgas eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Fährkatamaran lief auf Grund
Hull, Nantasket Beach, Plymouth County, Massachusetts / USA, 18.02.10 - Am 18.2. lief um kurz nach sieben Uhr die amerikanische
Katamaranfähre "
Nathaniel Bowditch" (IMO-Nr: 8994087) auf dem Nantasket Beach nahe der Pemberton Pier, Massachusetts, auf
Grund. Vorher waren Ruderprobleme aufgetreten. Die Passagiere wurden auf ein anderes Schiff transferiert, der Katamaran konnte noch am selben Tag wieder
flottgemacht werden und kehrte nach einer Inspektion durch die US Coast Guard in den Fährdienst zwischen Salem und Boston zurück. Die "Nathaniel Bowditch" wurde 1994 erbaut, ist 92 Fuß lang und kann 30 Knoten Fahrt erreichen. Sie ist für 149 Passagiere zugelassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Gesunkener Raddampfer blockiert Marina
Monongahela, Washington County, Pennsylvania / USA, 18.02.10 - Der
Bootsclub Monongahela Mariner Inc. sieht sich derzeit großen Problemen ausgesetzt, weil der 55 Fuß lange und 14 Fuß breite
Raddampfer "
Paddlewheel Queen" den Yachthafen
blockiert. Das Schiff wurde von einem Mann aus West Elizabeth erbaut und
sank vor einigen Tagen in der Marina. Ein Flusskran war nicht in der Lage, das Wrack am 18.2. zu bewegen. Es ist das größte Schiff, das je in der Marina lag. Es lag dort seit fünf Jahren in den Wintermonaten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Historisches Wrack ölt
Juneau, Alaska / USA, 18.02.10 - Die US Coast Guard und das Alaska Department of Environmental Conservation machten sich am 17. und 18.2. gemeinsam mit der Southeast Alaska Lighterage und Global Offshore Divers daran, mit einem
ROV mögliche Schäden an dem
Wrack der "
Princess Kathleen" zu untersuchen, die nahe
Lena Point auf dem Meeresgrund liegt. In den vergangenen sechs Monaten waren in der Umgebung von Lena Point
mehrfach leichte
Ölverschmutzungen entdeckt worden. Sie stammten von der 369 Fuß langen "Princess Kathleen", einem der historischen Wracks von Südalasaka. Das 1925 erbaute Schiff der Canadian Pacific Railroad sank 1952 nahe Lena Point, ca. 18 Meilen von Juneau, mit rund 155,000 Gallonen Öl an Bord. Das Wrack liegt auf 80 bis 140 Fuß Wassertiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Leichte Ölverschmutzung nach Schlepperuntergang
Sault Ste. Marie, Ontario, Canada, 18.02.10 - Aus einem
Schlepper lief am 18.2.
Öl in den St. Mary's River. Das Schiff der Purvis Marine liegt
teilweise gesunken am Essar Steel Algoma dock. Eine Ölsperre fing das meiste Öl auf, das sich über wenige Quadratmeter ausgebreitet hatte und mit Pads aufgefangen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Trawler nach Maschinenraumbrand geborgen
Update vom 17.02.10
Flekkerøy, Provinz (Fylke) Vest-Agder / Norwegen, 18.02.10 - Der
Trawler "
Sjøvik" wurde von
Trawler "
Piraja" auf den Haken genommen und nach Flekkerøy eingeschleppt. Die "Piraia" kam direkt vom Fang, als sie gegen zwei Uhr am Morgen des 17.2. an dem brennend im
Skagerrak treibenden Schiff eintraf. Die
zweiköpfige Crew war zuvor von einem norwegischen
Seaking-Hubschrauber abgeborgen und nach Stavanger geflogen worden. Trotz des Feuers im Maschinenraum gelang es der Crew der "Piraia", eine Trosse auszubringen und die "Sjøvik" mit 0,3 bis 0,5 Knoten Fahrt abzuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Frachter vom Eis auf Grund gedrückt
Asow (Azov), Rostower Oblast / Russland, 17.02.10 - Am 16.2. um 8.20 Uhr Ortszeit wurde der russische
Frachter "
Aviakonstruktor Polikarpov", 3353 tdw (IMO-Nr.: 8136556) durch
Eisgang im Azov-Don-Kanal auf
Grund gedrückt. Das Schiff war unterwegs in einem Konvoi und kam 20 Zentimeter aus der Last. Um 23.05 Uhr gelang es dem
Eisbrecher "
Kapitan Moshkin", den Fluss-Seen-Frachter zu befreien. Er eskortierte ihn anschließend nach Azov, wo er am 17.2. um 3.15 Uhr festmachte. Die "Aviakonstruktor Polikarpov" wurde 1983 erbaut und wird von der North-West Shipping Co. bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2010
Reparatur der Fähre "Vitte" vor dem Abschluss
Update vom 12.02.10
Rostock, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 18.02.10 - Die im Eis beschädigte Hiddensee-Fähre "Vitte" kommt vermutlich schneller wieder zum Einsatz als zunächst prophezeit. Nach Gesprächen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt sollte am 18.2. entschieden werden, ob der Fährverkehr schon am kommenden Wochenende wieder aufgenommen werden kann. Für die Wiederaufnahme der Fährverbindung zwischen Hiddensee und Rügen wäre aber weiterhin die Unterstützung durch Eisbrecher erforderlich. Die Fähre lag seit dem 28. Januar mit Maschinenschaden fest und war am 7. Februar von einem Eisbrecher zur Tamsen Maritimwerft in Rostock geschleppt worden. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten wurde sie am 18.2. ausgedockt und startete ausführliche Testfahrten. Wenn sich keine neuen Probleme ergeben, sollte die Fähre am 19.2. zurück nach Hiddensee fahren. Der Eisbrecher "Görmitz" soll der "Vitte" dabei den Weg durch das Eis bahnen. Seit dem 7. Februar laufen eisfähige Tonnenleger die Insel an und versorgen sie mit Lebensmitteln. Der Transport von Personen, Post und Medikamenten ist derzeit nur mit Hubschraubern möglich.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2010
Norwegischer Kutter lief auf Grund
Kalvåg, Insel Frøya, Bremanger Kommune, Provinz (Fylke) Sogn og Fjordane / Norwegen, 18.02.10 - Der Kutter "Fredrikson" lief am Abend des 17.2. im Oldersundet auf Grund. Um 19.36 Uhr erhielt die Polizei die Notmeldung, dass das Schiff mit vier Mann Besatzung festkam, als sie zum Abliefern ihres Fangs nach Kalvåg einlaufen wollte. Der Kutter erhielt im Bereich des Sonars ein Leck und machte etwas Wasser. Das Rettungsboot "Halfdan Grieg" rückte aus, und der Kutter konnte um 20.30 Uhr wieder flottgemacht werden. Assistiert von dem Rettungsboot steuerte er anschließend Kalvåg ohne weitere Zwischenfälle an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2010
Yacht vor Lanzarote gestrandet
Tías, Kanareninsel Lanzarote, Provinz Las Palmas / Spanien, 18.02.10 - Am Abend des 17.2. lief vor der Küste Lanzarotes in der Nähe der Gemeinde Tias eine zwölf Meter lange Yacht auf Grund und kenterte. Rettungskräfte der Küstenwache bargen den Skipper unversehrt vom Boot ab. Feuerwehrleute versuchten, die rund 300 Liter Treibstoff abzupumpen, denn das Schiff drohte im Sturm zu zerbrechen und zu sinken. Der starke Sturm hatte das Boot an die Küste gedrückt, wo es dann auf Grund lief.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2010
Ganze Schiffsflotte auf den Strand von Lagos getrieben
Lagos / Nigeria, 18.02.10 - Ein schwerer Sturm trieb am vergangenen Wochenende 16 nicht mehr seetüchtige Schiffe, die am Wellenbrecher ankerten, auf den Strand der Takway Bay in Lagos. Sie liegen nun über fünf Meilen verstreut am sogenannten Lighthouse Beach oder im Gebiet von Lekki. Unter den Schiffen befinden sich das ghanaische Kümo "Hollgan Star", 663 BRZ (IMO-Nr.: 6618964), der 1973 erbaute, kambodschanische Flüssiggastanker "Arcturus No. 3", 1703 BRZ (IMO-Nr.: 7326568) und der Tanker "Sunshine", der 1972 erbaute Tanker "Morlap Trader", 2907 BRZ (IMO-Nr.: 7217597) der Indigenous Shipowners Association of Nigeria (ISAN), der bereits stark bewachsene Küstentanker "Penil", der 64 Meter lange Küstentanker "Odyssey" aus Guinea (IMO-Nr.: 6917504), das Kümo "F.K Badmus", 997 BRZ (IMO-Nr.: 7219088) sowie der Frachter "Ella L", der auf einem anderen älteren Wrack aufsitzt.
Die nigerianische Maritime Administration and Safety Agency (NIMASA) will die Eigner der aufgegebenen Schiffe mit Strafen bedrohen, um die Kosten der Wrackräumung einzutreiben. Es galt aber vorrangig, die Sicherheit der Navigation zu gewährleisten und das Ökosystem zu schützen. Schlepper aus Port Harcourt sollen die Wracks in vier Wochen mit schweren Ketten vom Strand ziehen. Pro Schiff werden zwei Arbeitstage veranschlagt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2010
Schlepper sollen "Elf" befreien
Update vom 17.02.10
Canakkale / Türkei, 17.02.10 - Schlepper sind am 17.2. nahe des gestrandeten moldavischen Frachter "Elf", 6190 tdw (IMO-Nr.: 7715989) in Stellung gegangen. Das Schiff war am Kap Besiye bei Canakkale am 16.2. in stürmischer See auf Grund getrieben. Die Besatzung wurde nach der Strandung vorsorglich von dem Havaristen evakuiert. Die "Elf" war auf dem Weg von der Ukraine nach Syrien gewesen, als sie sich bei starkem Wind vom Anker losriss.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2010
Schiff nach Eisschaden auf Grund gesetzt
Anchorage, Alaska / USA, 17.02.10 - Am 14.2. wurde die 58 Fuß lange "Kupreanof" durch Eisgang vor Alaska beschädigt und schlug leck. Die Crew setzte das vom Untergang bedrohte Schiff in flachem Wasser auf Grund. Es lag danach teilweise unter Wasser. An Bord waren 300 Gallonen Diesel sowie unbekannte Mengen sonstiger Öle. Nach provisorischer Reparatur wurde das 1958 erbaute Holzschiff am 15.2. zur Chignik Lagoon, 450 Meilen südwestlich von Anchorage, geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2010
Yacht "Lillith" sank durch Frost in Harburg
Hamburg-Harburg / DE, 15.02.10 - Erneut ist ein Sportboot vermutlich durch die eisige Witterung gesunken. Im Harburger Binnenhafen ging am am Morgen des 13.2. der acht Meter lange Motorsegler"Lillith" an seinem Liegeplatz unter, nur noch der Mast ragte aus dem Eis. Um eine Wasserverschmutzung durch Benzin und Motoröl zu vermeiden, wurde das Schiff bereits am Nachmittag des 14.2. wieder gehoben. Als Ursache für den Untergang der "Lillith" wurde von der Wasserschutzpolizei durch Frosteinwirkung beschädigte Ventile vermutet. Allein in im Harburger Binnenhafen sind so in den letzten Monaten vier Sportboote und Barkassen voll Wasser gelaufen. In zwei Fällen wurde der Wassereinbruch rechtzeitig bemerkt und die die Boot konnten von der Feuerwehr gelenzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2010
Autopilot hielt aufgegebenen Kutter auf Position
Update vom 13.02.10
Crescent City, Del Norte County, Nordkalifornien / USA, 16.02.10 - Am Morgen des 15.2. wurde der beschädigte Kutter "Flamingo" aus Anacortes von dem Schlepper "Koos King" aus Eureka in den Hafen von Crescent City gezogen. Er war gezeichnet von den Ereignissen der vergangenen Woche: Scheiben in den Aufbauten waren eingeschlagen, im Schiffsinnern stand das Wasser zwei Fuß hoch. Nach dem Festmachen wurde das Wasser gelenzt, und die U.S. Coast Guard sicherte den Havaristen. Das Schiff war am 11.2. von seiner zweiköpfigen Crew in 30 Fuß hohen Wellen aufgegeben worden. Eingedrungenes Wasser hatte die Elektrik zerstört und einen Ausfall der Lenzpumpen verursacht. Der Skipper erlag danach einem Herzanfall, sein Decksmann wurde verletzt. Am 14.2. wurde die verloren geglaubte "Flamingo" 26 Meilen südwestlich von Crescent City in der See treibend entdeckt. Die "Koos King" wurde von der Schiffsversicherung beauftragt, sie einzubringen. Die Maschine der "Flamingo" arbeitete, und der Autopilot war vor dem Verlassen des Schiffes noch vom Skipper aktiviert worden, sodass der herrenlose Kutter nicht auf die offene See hinaus gefahren war, sondern auf seiner Position verblieb. Er soll nun repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2010
Feuer auf norwegischem Kutter
Stavanger, Fylke (Provinz) Rogaland / Norwegen, 17.02.10 - Der norwegische
Trawler "
Sjøvik" (VA-122-K), 160 BRZ der Flekkerøyfisk A/S geriet am Morgen des 17.2. gegen zwei Uhr in
Brand. Das 90 Fuß lange Schiff befand sich südlich von Kristiansand. Nachdem es zunächst schien, als ob die zweiköpfige Crew das Feuer unter Kontrolle bringen könnte, flammte es wieder auf, sodass beschlossen wurde, sie mit einem
Sea King-Helikopter zu evakuieren. Die beiden wurde n mit Verdacht auf
Rauchvergiftung vorsorglich ins Universitätskrankenhaus in
Stavanger geflogen. Das 19,61 Meter lange
Rettungsboot "
Ægir" nahm Kurs auf den 1985 erbauten Kutter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2010
Kollision im Eis verlief glimpflich
Szczecin (Stettin) / Polen, 17.02.10 - Am 16.2. um 10.44 Uhr kollidierte der maltesische
Frachter "
Magdalena", 13864 tdw (IMO-Nr.: 8302234, Baujahr 1988), im Golf von Finnland nahe der Insel Lavensaari mit der entgegenkommenden, dänischen "
SC Nordic" (IMO-Nr.: 8516990). Die "
Magdalena" wurde eskortiert von dem russischen
Eisbrecher "
Tor", 3947 BRZ. Die "SC Nordic" war im Eis steckengeblieben, und die 149 Meter lange "Magdalena" nicht in der Lage, zu stoppen oder Platz zu machen. Sie wurde in der
Vorpiek aufgerissen, auf der "SC Nordic" wurde der Ballasttank Nr. 3 beschädigt. Beide Schiffe konnten ihre Fahrt fortsetzten. Die "Magdalena" der Euroafrica Line in Zeglugowe war in Ballast unterwegs von Muuga nach St. Petersburg, die "SC Nordic" befand sich mit einer Ladung Aluminium auf Westkurs. Sie machte am 17.2. in Muuga fest, die "
Magdalena" am selben Morgen im Bekker-Hafen in
Tallinn. Der Schiffmanager vom Frachter "Magdalena" ist die
Euroafrica Shipping Lines, Szczecin, Poland.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2010
Frachter vom Winde verweht
Akcansa (Canakkale) / Türkei, 16.02.10 - Am 16.2. strandete der moldavische
Frachter "
Elf", 3450 BRZ (IMO-Nr.: 7715989) von Tartus kommend vor Akçansa. Das 80,42 Meter lange, unbeladene Schiff hatte dort wegen schlechten Wetters
geankert, doch als der Anker nicht mehr hielt, trieb es auf
Grund. Es handelt sich um die ehemals holländische "
Schippersgracht", die 1978 in Japan erbaut wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2010
"Mersin D" liegt kieloben auf dem Riff
Update vom 15.02.10
Bandirma, Provinz Balikesir / Türkei, 16.02.10 - Der türkischen
Frachter "
Mersin D", 687 BRZ (IMO-Nr.:: 6829733), der am 9.2. vor Mola Bankinda, Bandirma, gestrandet war, ist nun gekentert und gesunken. Das Schiff hatte auf 15 Metern Länge mit dem Vorschiff auf Grund gesessen. Es hatte mehrere Lecks an Backbordseite erhalten, so waren Laderaum 1 und Ballasttanks aufgerissen worden. Auch hatte er Schäden am Schiffsboden erlitten sowie am Propeller. Bunker- und Bilgenöl konnten noch rechtzeitig abgepumpt werden, doch die Weizenladung musste in den Laderäumen verbleiben. Am 14.2. um 16.30 Uhr drehte sich der Frachter
kieloben. Nur noch Teile des Unterwasserschiffs sowie der Bug blieben sichtbar, während der hintere Teil auf tieferem Wasser sank. Vorsorglich wurden Ölsperren um das Wrack ausgelegt. Die letzte Reise des Schiffes hatte von Kherson nach Bandimra führen sollen. Das 1969 erbaute, 63 Meter lange und neun Meter breite Schiff hatte 4,1 Meter Tiefgang und verdrängte 1115 Tonnen. Es wurde von der Dogruyol Shippin in Mersin betrieben und lief bis 1984 als "
Suleyman Kaptan".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2010
"Gorgonilla" wird in Bremerhaven repariert – Crew wartet auf Heuer
Update vom 10.02.10
Brunsbüttel, Kreises Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 16.02.10 - Das
Drama um die 18 philippinischen Seeleute im Hafen von Brunsbüttel dauert an. Die Wasserschutzpolizei hatte ihr Schiff, den unter Panama-Flagge laufenden
Tanker "
Gorgonilla", 4959 BRZ (IMO-Nr.: 8800767) vor einer Woche wegen schwerer technischer Mängel und menschenunwürdiger Zustände an Bord nach einem Maschinenschaden in die
Kette gelegt. Die Besatzung des Chemikalientankers hatte über zwei Wochen
ohne sauberes Trinkwasser und mit
kaputten Duschen und Toiletten auskommen müssen. In den Mannschaftsräumen hatten Minusgrade geherrscht. Die 18 Seeleute sind weiter krankgeschrieben und warten in der Brunsbütteler Seemannsmission bislang vergeblich auf die noch ausstehenden Heuern in Höhe von insgesamt 54.000 Dollar. Dem Bericht zufolge will der Reeder das Geld auf ein Konto der zuständigen philippinischen Agentur überwiesen haben - allerdings gibt es dafür offenbar keinen Beleg. Laut der internationalen Transportarbeitergewerkschaft (ITF) bleiben die Philippinos so lange in Brunsbüttel, bis sie die ausstehenden Heuern und das Geld für Flugtickets in bar erhalten oder sie den Eingang des Geldes auf ihren Konten bestätigt bekommen. Die Ausländerbehörde des Kreises Dithmarschen stellte den Seeleuten für die kommenden sieben Tage eine vorläufige Aufenthaltserlaubnis aus. Die "Gorgonilla" sollte unterdessen mit einer sechsköpfigen Notbesatzung zur Reparatur nach Bremerhaven geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2010
Trawler hatte Wassereinbruch
Brixham, Devon, England / UK, 16.02.10 - Der in Brixham beheimatete
Trawler "
Korenbloem" (LT 535) (IMO-Nr.: 6825567) schlug am 13.2. gegen 21 Uhr. 20 Meilen südlich von Start Point am 14.2. leck. Die Coastguard schickte auf den Notruf der
vierköpfigen Crew hin das
RNLI-Boot aus Salcombe, das auf Höhe der Start Bay durch das
Rettungsboot von Torbay abgelöst wurde. Doch die beiden Pumpen der in Lowestoft beheimateten, 25 Meter langen "Korenbloem" hielten dem
Wassereinbruch im Maschinenraum stand, sodass sie mit eigener Kraft Brixham erreichte. Das Leck hatte die Größe einer Münze. Am 15.2. wurde der Schaden am Schiff untersucht, eine Reparatur sollte unverzüglich beginnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2010
Australien: Drei Verletzte bei Maschinenraumbrand
Gladstone, Queensland / Australien, 16.02.10 - Am 16.2. brach um 8.30 Uhr im
Maschinenraum des australischen
Erzfrachters "
River Embley", 51035 BRZ (IMO-Nr.: 8018144 ) ein
Feuer aus. Das von Newcastle kommende Schiff lag zu dieser Zeit auf der Reede von Gladstone.
Drei Besatzungsmitglieder erlitten
Rauchvergiftungen. Zwei von ihnen wurden von dem Capricorn Rescue-Helicopter evakuiert, der auf einer Ladeluke landete. Sie wurde nach medizinischer Erstversorgung ins Gladstone Hospital geflogen. Der 76356 Tonnen verdrängende Frachter der Australian River Co. wurde 1983 in Kobe erbaut, ist 255 Meter lang, 35,35 Meter breit und hat 12,32 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2010
Kommt Bug des Wracks der "N.J. Nessen" unter Glas?
Leamington, Ontario / Kanada, 16.02.10 - Die
Überreste des Dampfers "
N.J. Nessen" könnten nach langer Vorarbeit näher an die Position, an der er im
Oktober 1929 vor Leamington
sank, heranrücken. Die
Leamington Mersea Historical Society plant, einen
Teil des Bugs an der Waterfront unter
Glas auszustellen. Das 157 Fuß lange, 1880 in Ohio erbaute Holzschiff war mit einer Ladung Schrott in einem Sturm auf dem Lake Erie gesunken auf einer Position, die sich heute zwischen der Leamington Marina und dem Anleger befindet. Die 13-köpfige Crew wurde durch Seenotretter der Station in Point Pelee geborgen. Es war der letzte Einsatz der Rettungsstation. Teile des Wracks wurden bei Arbeiten an der Marina 1984 wieder entdeckt und zu einer Farm nahe Staples verbracht, wo sie seither blieben. Mitte der 90-er Jahre wurde ein Dach darüber errichtet, um das Wrack zu schützen. Es ist ein Zeugnis der Geschichte von Wracks in der Region, über
275 Schiffe sanken seit Mitte des 19. Jahrhunderts in der flachen Pelee Passage, es gibt 50 bekannte Wrackpositionen allein vor Leamington. 15 von ihnen sind mit Bojen markiert, sodass Taucher sie erreichen können. Der Lake Erie ist zwischen Pelee Island und dem Festland nur 40 Fuß tief. Den Bug der "N.J. Nessen" nun unter Glas auszustellen, würde einerseits die Geschichte bewusst machen und andererseits den Tauchtourismus fördern. 20 Fuß der Bugsektion sind erhalten. Wenn, wie erhofft, ein Förderantrag bewilligt wird, könnte die "Nessen"-Gedenkstätte bereits im August oder September fertig sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2010
Mangelnder Erfahrung verursachte Untergang der Yacht "Taube"
BSU Hamburg / DE, 15.02.10 - Gut ein Jahr nach dem Untergang des
Segelschiffes "
Taube", das dem Tübinger
Verein "
Migrobirdo" gehörte, stellte die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in ihrer Untersuchung fest , dass das acht Meter lange Schiff wegen mangelnder Erfahrung der Mannschaft und wegen des schlechten Wetters gekentert ist. Sechs junge Menschen waren bei dem Unglück ums Leben gekommen. Die Yacht war am
20. Januar 2009 vor der marokkanischen Atlantikküste beim Versuch, in einen Fluss einzulaufen gekentert. Die Mannschaft hatte bei sechs bis sieben Meter hohen Wellen versucht, einen Hafen am Fluss Sebou an der marokkanischen Küste anzusteuern. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung kam zu dem Ergebnis, dass das Wetter vor dem Hafen und die "
mangelnde seglerische Erfahrung der
Crew" Ursache des Unfalles waren. Selbst bei gutem Wetter sei es anspruchsvoll, dort hineinzusteuern. Die Crew der "Taube" hingegen war am Tag des Unfalls fast komplett seekrank und erschöpft gewesen. Trotz der ungünstigen Wetterprognosen hatte sich die Crew am Vorabend des Unfalls geeinigt, auszulaufen. Als sich das Schiff der Flussmündung näherte, schlug der Skipper vor, einen anderen Hafen anzusteuern. Er wurde aber vom Rest der Crew überstimmt. Als die Seeleute in Landnähe den Motor nicht gestartet bekamen und immer weiter in Richtung der von Steinmolen eingefassten Flussmündung getrieben wurden, holte er das stabilisierende Schwert des Bootes ein, weil er befürchtete, dass das Schiff auf Grund laufen könnte. Dieses aber begann ohne Schwert sofort, stark zu arbeiten, und eine Welle zerschmetterte ein Bulleye. Wasser drang ein. Zwar startete der Motor dann doch, weil die Kajüte aber nicht mit einem Schott verschlossen war, kenterte das Schiff. Drei Frauen, die unter Deck gewesen waren, kamen zwar noch nach oben, wurden aber von der ersten Welle von Bord gefegt. Das stark beschädigte Boot trieb zunächst kieloben in der aufgewühlten See, sank aber nach kurzer Zeit. Von der
siebenköpfigen Besatzung konnte sich nur
eine damals 19-jährige Deutsche an Land retten. Sie hielt sich an einer Isomatte fest. Sechs Segler wurden tot geborgen oder wurden gar nicht mehr gefunden. Weil die Wellen so stark waren, konnten Helfer, die das Unglück beobachtet hatten, drei Schwimmenden nicht mehr helfen. Auch die Rettungskräfte der Hafenbehörden konnten wegen des Seegangs nichts tun.
Die jungen Leute wollten mit dem Schiff von Europa nach Südamerika segeln, um in Peru mit Straßenkünstlern ein Jugend- und Kulturhaus aufzubauen. Die Crew wechselte zwischendurch immer wieder, das Schiff war im Mai 2008 in See gestochen. Erst kurz vor der Havarie waren einige Crewmitglieder von Bord gegangen. Um Geld zu sammeln, hatten die jungen Leute einen Verein mit Sitz in Tübingen gegründet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2010
Keine Rettung für "Mersin D"
Update vom 10.02.10
Bandirma, Provinz Balikesir / Türkei, 15.02.10 - Dem türkischen
Frachter "Mersin D", 687 BRZ (IMO-Nr.:: 6829733), der am
9.2. von Istanbul kommend bei Bandirma auf der Mola Bankinda
gestrandet war, droht der
Totalverlust. Bei anhaltend schlechtem Wetter legte sich das Schiff am 13.2. um 20 Grad nach Backbord über, nachdem es zuvor auf ebenem Kiel gesessen und Hoffnungen auf eine erfolgreiche Bergung nach Leichtern der Ladung genährt hatte. Am 14.2. betrug die
Schlagseite um 16.30 Uhr bereits
45 Grad, das Wasser stand auf Deck, und das Schiff galt als nicht mehr zu retten. Die 10 Mann Crew waren zuvor von der
"Kiyi Emniyeti 8" abgeborgen worden. Der Frachter war von Bandirma nach Kherson unterwegs gewesen, als er am 9.2. um 15.30 Uhr mit 949 Tonnen Weizen an Bord auf Grund lief. Danach waren Bodenschäden und ein verbogener Propeller attestiert worden. Nun gilt die Sorge dem Bunkeröl des Havaristen. . Das 41 Jahre alte Schiff verdrängt 1115 Tonnen, es ist 63 Meter lang, 9,1 Meter breit und hat 4,1 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2010
Strandung im Houston-Channel
Houston, Texas / USA, 15.02.10 - Am 15.2. lief der unter Bahamas-Flagge laufende
Bulkcarrier "
CS Manatee" (IMO-Nr.: 9255189, 17.944gt, 27.128 dwt, LOA: 178,43 Meter,. Baujahr: 2002) beim Verlassen des Hafens im Houston Channel auf
Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2010
Kollision in der Kammon-Straße
Kammon-Straße / Japan, 15.02.10 - Am 13.2.
kollidierte in der japanischen Kammon-Straße der kambodschanische
Frachter "
Lofty Hope" 498 BRZ (IMO-Nr.: 8889555), mit der 4105 BRZ großen "
Ty Ever" (IMO-Nr. 9403920, LOA: 99 Meter), als er aus Yingkou kam. Beide Schiffe erlitten nur leichte Schäden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2010
Info: Die
Kammon-Straße (Shimonoseki-Straße, Kanmon Straits) ist eine Meerenge, die die Insel Honshu von der Insel Kyushu in Japan trennt.
Schiffbrüchige nach drei Tagen lebend gefunden
Mamuju, Provinz West-Sulawesi / Indonesien, 15.02.10 - Der
Frachter "
Kabir Jaya XI" kenterte am 11.2. in der Straße von Makassar. Die vierköpfige Crew aus Luaor in Pamboang wurde am 14.2. von einem
Fischer nahe
Ambo Island gerettet. Das Schiff war mit einer Ladung Orangen in schwerer See unterwegs vom Sempo Subdistrikt in West-Sulawesi zu einem Hafen in der East Kalimantan Provinz gesunken. Die Geretteten wurden am 16.2. in Mamuju erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2010
Feuer auf Versorger in Skagen
Skagen, Region Nordjylland / Dänemark, 15.02.10 - Am 14.2. brach um 18.30 Uhr auf dem norwegischen
Versorger "
Sea Safety", 947 BRZ (IMO-Nr.: 7129130), im Hafen von Skagen ein
Feuer aus. Die Feuerwehr von Aalbæk wurde zu dem am Kai der Karstensens-Werft liegenden Schiff gerufen, nachdem Ölrückstände unter der Maschine dort in Brand geraten waren. Das Feuer konnte binnen einer Stunde gelöscht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.02.2010
Kutter beging Fahrerflucht nach Kollision
Russland, 15.02.10 - Am 14.2. kollidierte der russische
Frachter "
Igarka", 3174 tdw (IMO-Nr.: 8857863) mit einem
unbekannten Kutter im Mittelmeer. Der Frachter war unterwegs von Rostov an der Don nach Beirut mit einer Ladung Getreide. Der Kutter kam ihm entgegen und drehte unvermittelt nach Backbord ab, wobei er in die "Igarka" hineinlief und deren Schanzkleid auf
30 Metern Länge demolierte. Danach
löschte er alle Laternen und verschwand unerkannt im Dunkeln. Die "Igarka" setzte die Reise nach Beirut fort. Der Fluss-Seen-Frachter, die vormalige "
Omskiy-36", wurde 1986 erbaut und läuft für die Eneks Co., St. Petersburg.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.02.2010
"Sibyl Marston" tauchte wieder auf
Los Angeles, Kalifornien / USA, 15.02.10 - Stürme haben im Februar 2010 Sand vom Surf Beach, an dem die
Reste des 1000 Tonnen großen
Dampfers "
Sibyl Marston" liegen, weggetragen, sodass das
Wrack des Schiffes
sichtbar wurde. Es war im Sturm am
12.1.1909 auf
Grund gelaufen, nachdem die 23-köpfige Crew Lichter auf dem Strand für das Leuchtfeuer von Point Arguello gehalten und darauf zugedreht hatte. Zwei Mann starben, nachdem das Schiff eine dreiviertel Meile vor dem Strand in die Brandung geraten war und die Ladung über Bord ging. Versuche, das 215 Fuß lange Schiff freizuschleppen, schlugen fehl. Angetriebene Holzladung wurde zum Bau von Häusern an der Küste verwendet. Die Wrackteile wurden mit der Zeit dichter unter Land getrieben, wo sie nun zeitweilig sichtbar sind. Das Schiff war erst drei Jahre vor seiner Strandung bei der Boole W.A. in Oakland erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.02.2010
Brechende Trosse verletzte Festmacher
Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE, 14.02.10 - Am 13.02 gegen 00.15 Uhr, wurde ein philippinischer
Seemann beim Festmachen des von Wilhelmshaven nach Murmansk laufenden, in Gibraltar registrierten
Tankers "
Stenberg", 11935 BRZ (IMO-Nr.: 9283978, Baujahr 2003) in den Holtenauer Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals verletzt, als eine der
Festmacherleinen brach. Er erlitt schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen am Kopf und musste in der Kieler Universitätsklinik stationär aufgenommen werden. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Kiel zur Unfallursache dauern noch an.
Warum die
Trosse brach, konnte bisher aber
nicht eindeutig ermittelt werden. Das 144,25 Meter lange Schiff konnte seine Reise fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.02.2010
Wichtige Wasserstraße wieder frei
Update vom 13.02.10
Houston, Texas / USA, 14.02.10 - Am 13.2. wurde der vier Meilen lange Abschnitt des oberen Houston Ship Channel wieder geöffnet, nachdem das Wrack des
Schleppers "
J.R. Nichols" geräumt war. Die Wasserstraße verbindet die wichtigsten petrochemischen Einrichtungen der U.S.A mit dem Golf von Mexiko. Als der Schlepper nahe des Kais der LyondellBasell [ACCELC.UL] Raffinerie in Houston gekentert war, war
eines der fünf Besatzungsmitglieder ertrunken. Vier Schiffe befanden sich in Warteposition, als der gesperrte Teil des 53 Kilometer langen Kanals wieder freigegeben wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.02.2010
Bronzezeitwrack vor Devon entdeckt
Salcombe, South Devon, England / UK, 13.02.10 - Eine archäologische Expedition der South West Maritime Archaeological Group fand
eines der ältesten Wracks der Welt vor der Küste von
Süd-Devon. Das rund
3000 Jahre alte Schiff liegt in einer Wassertiefe von nur acht bis zehn Metern in einer Bucht nahe Salcombe. Das Schiff transportierte Zinn und Kupfer, als es sank. Bislang wurden 295 Artefakte mit einem Gewicht von 84 Kilogramm entdeckt. Darunter waren auch
Bronzeschwert und
Goldarmbänder. Vom Schiff selbst wurde bislang aber noch nichts entdeckt, es ist wohl zerfallen. Es könnte 40 Fuß lang und sechs Fuß breit gewesen sein. Die Besatzungsstärke betrug um die 15 Mann. Es war wohl in der Lage, von Devon nach Frankreich zu rudern. Zu seiner Zeit, also rund 900 v. Chr., war es wohl eine Art Bulkcarrier. Die Ladung zeugt von einem ausgeprägten Handelsnetzwerk bis nach Südeuropa zu jener Zeit. Wissenschaftler der University of Oxford sind derzeit damit beschäftigt, die Ladung noch genauer auf ihre Herkunft hin zu untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.02.2010
Jagd nach Silberfracht der "Gairsoppa"
England / UK, 12.02.10 - Die
britische Regierung gab ihr
Einverständnis für eine
Such- und Bergungsaktion nach dem Dampfer
SS "
Gairsoppa" (5.237 BRT), der am 17. Februar 1941 auf der Reise von Indien nach England mit einer
Silberladung im Wert von
70 Millionen Pfund von dem 66,5 Meter langen deutschen
U-Boot "
U 101" 300 Meilen vor der irischen Küste
versenkt wurde. Das Schiff hatte wegen Treibstoffknappheit seinen Konvoi verlassen müssen und hatte Kurs auf Galway genommen.
32 Mann gingen in die Boote, nur
einer überlebte den Versuch der letzten fünf, zwei Wochen später in Caerthillian Cove anzulanden. Drei sind in St. Wynwallow begraben. Das Wrack liegt in 6,500 Fuß Tiefe und soll von der
Odyssey Marine Exploration ausgebeutet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.02.2010
Container der "Linda" bleiben unangetastet auf dem Meeresgrund
Schweden / Finnland, 12.02.10 - Nach Konsultationen mit
Experten hat die
schwedische Küstenwache beschlossen, die Container, die der finnische
Frachter "
Linda" am 6.2. zwischen Gotland und Öland am 6.2. verlor,
unangetastet zu lassen, auch wenn sie geortet werden sollten. Auf dem Schiff, das zwischen Rotterdam und St. Petersburg verkehrt, war ein Containerstapel zusammengebrochen, woraufhin die Boxen in die See stürzten und auf Wassertiefen zwischen 70 und 110 Metern versanken. Sie enthalten
teilweise giftige Substanzen, deren Auswirkungen auf die Umwelt in dieser Tiefe aber als
lediglich lokal eingeschätzt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.02.2010
Schweißarbeiten setzten Tanker in Brand
Montreal, Provinz Québec / Kanada, 14.02.10 - Ein
Seemann wurde verletzt, als am Nachmittag des 13.2. um 15.05 Uhr der
Tanker "
Thalassa Desgagnes" , 5746 BRZ (IMO-Nr.: 7382988) im Hafen von Montreal in
Brand geriet. Er zog sich Verbrennungen zu, als er versuchte, die Flammen zu löschen. Acht Löschfahrzeuge und 35 Feuerwehrmänner warer um 15.20 Uhr vor Ort und konnten das Feuer binnen einer
halben Stunde löschen. Es entstand durch Funkenflug, als ein Schweißer nahe eines Tanks mit Hydrauliköl tätig war. Der Flüssigasphalt-Tanker der in Québec ansässigen Transports Desgagnes war für die Wintermonate im Hafen aufgelegt, er war leer und entgast. Der
Schweißer wurde mit Brandverletzungen an Hand und Gesicht ins Hotel Dieu Hospital eingeliefert. Eine geringfügige Ölverschmutzung wurde von der starken Strömung rasch beseitigt. Um 16.15 Uhr verließ die Feuerwehr bis auf zwei Wachen den Brandort. Das 1976 erbaute Schiff lief zuvor als norwegische "
Joasla", ist 136 Meter lang und verdrängt 9748 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2010
Frachterwrack "Tanto Niaga" wird stückweise geborgen
Update vom 25.05.09
Tanjung Perak, Hafen von Surabaya, Provinz Jawa Timur (Ostjava) / Indonesien, Feb. 2010 - Sektionsweise bringen derzeit die beiden
Schwimmkräne "
Smit Cyclone" und "
Smit Belait" die rostigen Überreste des indonesischen
Frachters "
Tanto Niaga", (IMO-Nr. 7351915, 5283 gt, 6258 tdw, Baujahr 1974) im Hafen von Surabaya wieder ans Tageslicht. Das Schiff war im in Tanjung Perak am
22.5.2009 nach Kollision mit der "
Mitra Ocean" gesunken, wobei hunderte von leeren Containern ins Wasser gestürzt waren. Die "Tanto Niaga" hatte 301 Container geladen und wollte gerade von Belawan kommend anlegen, als sie bei starker Schwell gegen das am Kai liegende Schiff trieb. Zunächst hatte sie nach der Havarie nur zwei Grad Schlagseite und wurde von zwei Schleppern auf den Haken genommen. Wenig säter wurde sie aber von einem weiteren Frachter, der "
Sinar Bahagia", gerammt und legte sich nun 10 Grad auf die Seite. Die 138 auf Deck gestauten Container begannen ins Wasser zu fallen. Der Havarist wurde aus dem Fahrwasser gezogen und sank 200 Meter vom Containerterminal entfernt. Die 23 Mann Crew waren zuvor unversehrt gerettet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2010
Toyota wurde bei Kutterbergung Totalschaden
Skien, Provinz (Fylke) Telemark / Norwegen, 12.02.10 - Beim
Versuch, einen 56 Fuß langen
Kutter im Hafen Langbryggene von Skien zu
heben, kam es am 10.2. zu einem dramatischen
Zwischenfall. Als das Schiff im Hafen Langbryggene durch
zwei Mobilkräne auf den Kai gehoben werden sollte, hob sich einer der Kräne unter dem Gewicht des voll Wasser stehenden Schiffes an. Dieses rutschte daraufhin aus dem Hebegeschirr und stürzte aus rund vier Metern Höhe unkontrolliert zurück ins Wasser der Skienselva, wo es
erneut versank. Der Kran schwang herum und zerquetschte beim Zurückfallen den
Toyota-Landcruiser eines an der Bergung beteiligten Mannes. Die rasche Reaktion des Kranführers verhinderte Schlimmeres. Er bewahrte das Gefährt davor, dem Kutter ins Hafenbecken zu folgen. Nun soll die Feuerwehr das Wrack des Kutters auspumpen. Der Toyota ist in jedem Fall bereits ein Totalschaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2010
Frachter lief vor Trinidad auf Riff
Port-of-Spain / Trinidad und Tobago, 12.02.10 - Der chinesische
Frachter "
Yong An Cheng", 16703 BRZ (IMO-Nr.: 8919532) kam am 10.2. auf einem
Riff fest, als er aus Port of Spain in Trinidad nach Houston auslief. Er erlitt erheblichen
Rumpfschaden, der in einer karibischen Werft behoben werden muss. Die Havarie ereignete sich trotz Lotsenassistenz. Das 22814 Tonnen verdrängende Schiff ist 174 Meter lang und wird von der Xiamen Ocean Shipping Co. (COSCO Xiamen) bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2010
Deckskran hatte Zusammenbruch
Chittagong / Bangladesch, 12.02.10 - Auf dem unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufenden
Bulkcarrier "
Gina", 25074 BRZ (IMO-Nr.: 8312174) brach während
Ladearbeiten im Hafen von Chittagong am 9.2. der vorderste
Deckskran zusammen. Die 189 Meter lange "Gina" wurde 1984 erbaut, verdrängt 40940 Tonnen und wird bereedert von der ATL Shipping Ltd.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2010
Tanker vor Galveston gestrandet
Galveston, Texas / USA, 12.02.10 - Der griechische
Chemikalientanker "
Nounou", 27254 BRZ (IMO-Nr.: 9171357), lief am 9.2. vor Galveston im Golf von Mexiko auf Grund. Das 182 Meter lange Schiff wurde noch am selben Tag von
Schleppern wieder flottgemacht und nahm Kurs auf Houston. Die 2000 erbaute "Nounou" verdrängt 45000 Tonnen und wird bereedert von der Eastern Mediterranean Maritime Ltd.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2010
Mittellandkanal: Eisbrecher drohte zu sinken
Hannover-Anderten, Niedersachsen / DE, 13.02.10 - Am 13.2. ist der
Eisbrecher "
Seewolf" des Wasser- und Schifffahrtsamts Uelzen auf dem Mittellandkanal bei Hannover
leckgeschlagen. Die Feuerwehr bemühte sich in einem Großeinsatz, das Leck zu schließen und das eindringende Wasser abzupumpen. Wie es zu dem Leck kommen konnte, war noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2010
Philippinische Fähre trieb vor Quezon
Dinahican Point, Provinz Quezon / Philippinen, 13.02.10 - Am 13.2. rettete ein
Boot der philippinischen Marine, die "
DF 321" die
64 Fahrgäste und
neun Mann Crew der
"Raffy Nantes", die in den Gewässern vor Infanta in der Quezon-Provinz in Seenot geraten war. Gegen sieben Uhr war die Schraubenwelle gebrochen und das Schiff daraufhin manövrierunfähig geworden. Es konnte nach der Evakuierung abgeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2010
Schubschlepper auf Houston Ship Channel gehoben
Update vom 12.02.10
Houston, Texas / USA, 13.02.10 - Der am 10.2. im Houston Ship Channel gesunkene, 56 Fuß lange
Schlepper "
J.R. Nichols" wurde am 13.2. gegen zwei Uhr von der
Kranbarge "
Big John" gehoben. Das Schiff verblieb in den Hebetrossen, bis gesichert war, das kein weiteres Öl auslaufen konnte. Danach wurde es zu einer Werft zur Untersuchung gebracht. Der Kanal blieb derweil zwischen dem Sims Bayou-Wendebassin bis zur Vopak noch gesperrt.
1000 Gallonen ausgelaufenden
Öls wurden mit Ölschlängeln eingegrenzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2010
Containerfrachter saß auf Westerschelde fest
Ossenisse, Provinz Zeeland / Niederlande, 12.02.10 - Am 12.2. gegen 19.15 Uhr lief der
Containerfrachter "
MSC Tina", 42259 BRZ (IMO-Nr.: 8512243), auf der Westerschelde bei Tonne 45, zwischen Hansweert und Ossenisse auf
Grund. Er hatte zuvor einen Maschinen-Blackout erlitten. Der
Schlepper "
Multratug 17" war vor Ort und als erstes Schiff am Bavaristen fest, gefolgt von der "
Multratug 5" aus Antwerpen. Von Hansweert kamen die "
Bravo" von Polderman sowie die "
Union Jade" und "
Union Diamond" von URS. Gegen 22 Uhr kam der Havarist mit dem Hochwasser wieder frei und wurde von der "Multratug 17", "Union Diamond" und "Multratug 5" nach Vlissingen geschleppt, wo er auf Reede einer Hafenstaatskontrolle unterzogen wurde. Danach konnte er seine Reise von Antwerp nach Barcelona fortsetzen. Die "MSC Tina" läuft unter der Flagge Panamas und wurde 1986 erbaut. Sie verdrängt 45647 Tonnen, ist 248 Meter lang, 32,26 Meter breit und,12,36 Meter Tiefgang und läuft für die Mediterranean Shipping Company.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2010
Frachter rammte fünf Kutter
Saint-Malo, Region Bretagne, Département Ille-et-Vilaine / Frankreich, 12.02.10 - Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "
Angela J", 3806 BRZ (IMO-Nr.: 9071076, LOA: Länge: 99.80 Meter) kollidierte in St. Malo am 12.2. beim Verholen innerhalb des Hafens zu einem anderen Liegeplatz mit
fünf Kuttern. Das in Haren-Ems beheimatete Schiff wird von der Argo Transport Inc., St.John's, bereedert und wurde 1995 bei der Est. Nav., Viano de Castelo erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2010
"Spirit of British Columbia" unter keinem guten Stern
Victoria, British Columbia / Canada, 12.02.10 - Auf der 167 Meter langen kanadischen
Fähre "
Spirit of British Columbia", 18747 BRZ (IMO-Nr.: 9015668), kam es am 12.02. zu einer
Explosion im
Maschinenraum. Dabei entstand erheblicher Sachschaden. Erst kürzlich waren Reparaturarbeiten auf dem zwischen Tsawassen und Swart-Bay verkehrenden Schiff abgeschlossen worden. Auf der 1993 erbauten Fähre kam es bereits zu
vier Störfällen in der Maschinenanlage, die letzte war im Oktober 2009.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2010
Kapitän der "Flamingo" starb bei Rettung
Update vom 12.02.10
Crescent City, Del Norte County, Nordkalifornien / USA, 12.02.10 - Der Kapitän des
Kutters "
Flamingo", der am 11.2. um 13.52 Uhr 22 Meilen westlich von Crescent City in Seenot geraten war, ist
gestorben. Die US Coast Guard hatte auf einen Notruf hin einen MH-65C Dolphin-
Helikopter der Air Station Humboldt Bay in McKinleyville, ein
47-Fuß-Boot der Station Chetco River in Harbor, Oregon sowie ein
47-Fuß-Boot aus Humboldt County zur "Flamingo" entsandt, die drei Meilen südwestlich der Mündung des Chetco-River trieb. Das Schiff hatte Wassereinbruch, nachdem 30 Fuß hohe Wellen die Scheiben des Ruderhauses eingeschlagen hatten. Außerdem waren durch hierbei ausgelöste Kurzschlüsse zwei Feuer im Maschinenraum ausgebrochen. Um 14.35 Uhr war der Hubschrauber vor Ort gewesen. Die beiden Männer auf dem Kutter hatten
Überlebensanzüge angelegt und waren dabei, das Schiff zu lenzen. Der Kapitän beabsichtigte zunächst, nur seinen Decksmann bergen zu lassen. Doch der Absicht, selbst an Bord zu bleiben, widersprachen die Retter, sie würden nicht einen Mann auf einem schwer beschädigten Schiff zurücklassen. Die Situation verschärfte sich in diesem Augenblick ohnehin, weil eine der Pumpen ausfiel und der Wassereinbruch entsprechend zunahm. Daraufhin fiel die Entscheidung, die "Flamingo" aufzugeben. Bevor die beiden Männer des Kutters dann abgeborgen wurden, aktivierte der Skipper noch den Autopiloten, danach sprangen sie über das Heck ins Wasser. Der
Kapitän wurde geriet dort augenscheinlich in
Panik und wurde
bewusstlos. Ein
Rettungsschwimmer zog die
Fischer zu einem
Rettungskorb. Nachdem er als erster aufgewinscht war, zog der Flugmechaniker den Decksmann sowie den Rettungsschwimmer ebenfalls aus der tobenden See. Die Helikoptercrew startete mit
Wiederbelebungsversuchen, während die Maschine Kurs auf den Crescent City Airpor nahm, wo die medizinische Betreuung fortgesetzt wurde. Doch der Skipper aus Anacortes, Washington, musste im Sutter Coast Hospital letztlich für
tot erklärt werden. Er erlag wohl einem Herzinfarkt. Sein Decksmann blieb zur Beobachtung im Krankenhaus. Die 50 Fuß lange "Flamingo" gehörte der Western Seafood Inc. und operierte von Astoria aus. Sie galt als verloren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2010
Fähre "Vitte" noch zwei Wochen außer Gefecht
Update vom 30.01.10
Insel Hiddensee, Landkreis Rügen, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 12.02.10 - Das vor zwei Wochen wegen
Maschinenschaden ausgefallene
Hiddensee-Fährschiff "
Vitte" soll spätestens ab dem 26. Februar wieder einsatzbereit sein. Die Schubstange der Steuerbord-Propelleranlage ist zweifach gebrochen, darüber hinaus hat das Schiff einen Kupplungsschaden. Die "Vitte" war am vergangenen Wochenende mit Hilfe des
Eisbrechers "
Görmitz" aus dem vereisten Gewässer zwischen Rügen und Hiddensee geschleppt worden anschließend mit eigener Kraft nach Rostock gelaufen. Inzwischen wurde das 32 Meter lange Schiff bei der Tamsen Maritim Werft in Rostock-Gehlsdorf gedockt. Am 11.2. begann ein Expertenteam eines dänischen Zulieferers mit der Reparatur begonnen. Sicherheitshalber wurde auch die Backbordmaschine überprüft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2010
Wir machen den Weg frei
Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 12.02.10 - Der Greetsieler
Krabbenkutter "
Noordster" (
GRE-30) geriet am 11.2. auf der Elbe in Schwierigkeiten. Als der Kutter bei auflaufendem Wasser nach Cuxhaven einlaufen wollte, wurde er vom
Treibeis in Richtung Hamburg
mitgerissen. Zum Glück befanden sich der
Schlepper "
Wulf 4" und der im Augenblick im Lotsendienst eingesetzte Schlepper und Lotsenversetzer "
Wulf 6" in unmittelbarer Nähe und machten dem
Kutter einen Weg durchs Eis frei. Er konnte anschließend mit eigener Kraft den Hafen erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2010
Tauchboot verschmort
Bermuda, Inselgruppe im Atlantik (britisches Überseegebiet), 12.02.10 - Das 45 Fuß lange
Tauchschiff "
Tenacity" wurde am Morgen des 11.2. gegen 10 Uhr von einem
Feuer zerstört, als es bei dem Grotto Bay Hotel in Bermuda lag. Die Hitze des Brandes vernichtete Aluminiumtauchtanks und den Rumpf des Schiffes bis zur Wasserlinie. Neben dem 350,000 Dollar teuren Boot wurde auch Tauch- und Sicherheitsausrüstung im Wert von mehreren tausend Dollar ein Opfer der Flammen. Drei Löschfahrzeuge und 15 Feuerwehrleute waren über fünf Stunden im Einsatz, bis das Feuer unter Kontrolle war. Brandstiftung wurde als Ursache nicht ausgeschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2010
Merlin sank in Eckernförde
Eckernförde, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein / DE, 11.02.10 - Aus zunächst unbekannter Ursache ist das
Motorboot "
Merlin" in der Nacht zum 11.2. im Eckernförder Stadthafen voll
Wasser gelaufen. Sie wurde letztlich nur noch vom Eis, das sie eingeschlossen hatte, an der Oberfläche gehalten, so dass sie nicht völlig unterging. Der Hafenmeister hatte den Havaristen kurz nach zehn Uhr bei einem Rundgang entdeckt und die Polizei alarmiert. Wegen der Gefahr von
Umweltverunreinigung durch Diesel wurde die
Feuerwehr mit der Bergung der 8,5 Meter langen und vier Tonnen schweren "Merlin" durch Abpumpen des eingedrungenen Wassers beauftragt. Nach etwa zwei Stunden war der Einsatz beendet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2010
Ruderhaus eingeschlagen - Feuer an Bord - Skipper tot
Crescent City, Del Norte County, Nordkalifornien / USA, 11.02.10 - 22 Meilen westlich von Crescent City geriet am Nachmittag des 11.2. um 13.52 Uhr der
Kutter "
Flamingo" durch
Wassereinbruch in Seenot. 30 Fuß hohe
Wellen hatten das
Ruderhaus eingeschlagen und dadurch verursachte
Kurzschlüsse in der Elektrik ein Feuer an Bord ausgelöst. Die US Coast Guard schickte einen MH-65C Dolphin-Helikopter der Air Station Humboldt Bay, ein 47-Fuß-Boto der Station Chetco River und eines von der Station Humboldt Bay. Um 14.35 Uhr war der Helikopter über der "Flamingo" und winschte die zweiköpfige Crew auf. Bei der Rettung war der
Skipper bereits bewußtlos. Im Sutter Coast-Krankenhaus in Crescent City wurde er für tot erklärt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2010
Vermisster Schlepperfahrer tot geborgen
Update vom 11.02.10
Houston, Texas / USA, 11.02.10 - Am Nachmittag des 11.2. wurde das
vermisste Besatzungsmitglied des im Houston Ship Channel gesunkenen, 56 Fuß langen
Schubschleppers "
J.R. Nichols" von Tauchern der TNT Marine
tot geborgen. Das Schiff war am Vortag um 22.30 Uhr nahe des Sims Bayou-Wendebeckens
gekentert. Vier Mann der Crew wurden mit Unterkühlungen gerettet und nach Behandlung im Krankenhaus mittlerweile entlassen. Die "J.R. Nichols" war unterwegs zu Kinder-Morgan und hatte rund 10000 Gallonen Diesel an Bord. Davon liefen etwa 1000 Gallonen aus. Der Kanal wurde zwischen Sims Bayou bis zur Vopak bis zur Bergung des Wracks, die am Wochenende stattfinden soll, gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2010
Zollboot sank auf Verfolgungsjagd
Tanjung Pinang, Provinz Riau Kepulauan (Riau-Inseln) / Indonesien, 11.02.10 - Ein 28 Meter langes
Patroullienboot des Typs "
BC 20001" sank am 11.2. zwischen Karang Selatan und Tanjung Tondang, nahe Tanjung Pinang auf Riau Island, bei der
Verfolgung von
Schmugglern in schwerer See. Die
Crew wurde durch ein anderes
Zollboot gerettet, die von ihr verfolgte "
Berkat Jubaidah" auf deren Reise von Malaysia nach Südost-Sulawesi gestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2010
Plan zur Räumung aufgegebenen Wracks
Navarre, Santa Rosa County, Florida / USA, 11.02.10 - Die seit
drei Jahren im Santa Rosa Sound nahe Navarre gestrandet liegende, 122 Fuß lange "
Symphonia" könnte in diesem Sommer geräumt werden. Die Santa Rosa County Commission stimmte dafür, vom U.S. Army Corps of Engineers eine
Genehmigung des im Sand nahe des Nordendes der Navarre Bridge seit 2007 verrottenden Schiffes einzuholen. Die Kosten wurden auf 100000 Dollar geschätzt. Das Boot gehörte in den 1920er Jahren einem Mitglied des
Ringling Brothers Circus und wurde vom letzten, in Atalanta ansässigen Eigner 2005 aufgegeben. Zwei Jahre darauf trieb es auf Grund. Es soll möglichst vor der im Juni beginnenden Hurrikan-Saison verschwunden sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2010
Fähre "Oscar Wilde" wird in Falmouth repariert
Update vom 03.02.10
Dublin / Irland, 10.02.10 - Die
Fähre "
Oscar Wilde" wird nach dem
Brand in einem Generatorenraum derzeit bei A & P Shipyard
repariert. Dort war sie in Falmouth auch überholt worden, bis am 2.2. kurz nach dem Auslaufen das Feuer ausbrach. Irish Ferries hat die Fahrten des Schiffes bis zum 25.2. abgesagt, und vor dem 5.3. werden keine Buchungen entgegengenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2010
Quergeschlagener Frachter blockierte Nord-Ostsee-Kanal
Nord-Ostsee-Kanal, Schleswig-Holstein / DE, 11.02.10 - Am 10.2. um 21.35 Uhr erlitt der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende
Frachter "
Olivia", 3850 BRZ (IMO-Nr.: 9113202), auf der Reise von Bremerhaven nach Klaipeda im Nord-Ostsee-Kanal
Maschinenausfall. Das Schiff schlug zwischen Oldenbüttel und Fischerhütte quer und blockierte den Kanalverkehr bis gegen zwei Uhr. Die beiden Schlepper "
Parat" und "
Bugsier 14" wurden herbei gerufen und legten das Schiff zunächst in Oldenbüttel in die Weiche, um es anschließend nach Rendsburg zu ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
Schlepper sank – Suche nach fünftem Mann
Houston, Texas / USA, 11.02.10 - Am 10.2. um 22.30 Uhr sank der 56 Fuß lange
Schlepper "
J.R. Nichols" in einem Wendebecken im Houston Ship Channel. Die Coast Guard Houston-Galveston schickte zwei
25-Fuß-Rettungsboote und MH-65C Dolphin
Helikopter der Air Station Houston zur Rettung der Besatzung.
Vier Mann wurden geborgen,
ein fünfter wurde vermisst. Zur Suche wurde der Kanal von Bopack bis Sims Bayou gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
Gesunkener Schlepper aus der Weser geborgen
Update vom 30.01.10
Bremen, Neustädter Hafen / DE, 10.02.10 - Mit dem
Schwimmkran "
Enak" wurde am Abend des 9.2. im Lankenauer Hafen in Bremen der
Schlepper "
Weser" gehoben, der dort am 30. Januar gesunken war. Der
Schlepper "
Steinbock" zog Schwimmkran samt Schlepperwrack am nächsten Vormittag über die Weser durch die Schleuse Oslebshausen in die Industriehäfen. Die "Weser" wurde dort bei einer Abwrackfirma an
Land gesetzt, wo sie untersucht werden sollte.
Das
Schiff war in der Nacht zum 30. Januar binnen einer halben Stunde über das Heck
gesunken, bis nur noch die Mastspitze aus dem Wasser ragte. Der Schlepper diente nur noch als Ersatzteillager für den aktiven Schlepperbetrieb Unterweser. Über die Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden. Zur Ursache hat die Wasserschutzpolizei Bremen Ermittlungen aufgenommen. Das Schiff lief zuvor als "
Wesertug" der Reederei Schumacher, Elsfleth, "
Wolf" von Hapag Lloyd und "
Bugsier 18" der Bugsier-Reederei in Hamburg.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
Tanker strandete vor Pazifikinsel
Clipperton-Insel, Pazifik 10.02.10 - Der maltesische
Tanker "
Sichem Osprey" (IMO-Nr.: 9396024, 25432 tdw), lief vor Clipperton Island auf 10 17 N 109 12 W auf
Grund. Das 170,11 Meter lange Schiff hatte den Panama-Kanal passiert und war unterwegs nach Südkorea. Über Umstände der Strandung und den Zustand des 2009 erbauten Schiffes nach der Havarie auf der
unbewohnten Insel wurde bislang nichts Genaueres bekannt. Es hat 16 Mann Besatzung und wird bereedert von der Eitzen Chemical Private Ltd. in Singapur. Info: Die Clipperton-Insel liegt im Pazifischen Ozean etwa 1000 km südwestlich von Mexiko. Sie ist ein unbewohntes Atoll und gehört zum Territorium Frankreichs.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
Containerfrachter fordert vor der englischen Küste Schlepperhilfe an
Spurn Point, East Riding of Yorkshire, England / UK, 10.02.10 - Der liberianische
Containerfrachter "
Cape Horn", 12584 tdw (IMO-Nr.: 9004229), forderte am 10.2. vor Spurn Head
Schlepperhilfe an, nachdem er
Maschinenausfall erlitten hatte, der Anker nicht im Grund hielt und es zu Problemen mit der Ankerwinsch kam. Das 1992 erbaute Schiff gehört dem Schiffsfonds MS Cape Horn GmbH & Co. Containerschiff KG.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
Einstige Travemünde-Fähre verließ nach drei Monaten Brest
Update vom 15.12.09
Brest, Region Bretagne, Département Finistère / Frankreih, 10.02.10 - Am 10.2.
verließ die unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufende
Fähre "
Onyx", 10515 BRZ (IMO-Nr.: 6600462) den Hafen von Brest. Hierher war sie von dem
Notfallschlepper "
Abeille Bourbon" am 24.11.2009 gezogen worden, nachdem sie auf dem Weg in die Türkei
Maschinenausfall und nachfolgend Seeschlagschäden erlitten hatte. Nachdem jetzt die notwendigen Reparaturen durchgeführt wurden, konnte das auch zeitweilig als Fähre zwischen Travemünde und Malmö eingesetzte Schiff wieder auf die Reise ins Mittelmeer gehen, wo es für einen Einsatz als Frachter zwischen Dubai und Somalia umgebaut werden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
"Smooth Operator II" wurde auf letzter Fahrt unerlaubt genutzt
Update vom 10.02.10
Oceanside, San Diego County, Kalifornien, 10.02.10 - Der Eigner der 56 Fuß langen
Luxusyacht "
Smooth Operator II", die nach ihrer Strandung vor Oceanside Harbor abgewrackt werden musste, sagte, dass der
Mann am Ruder
keine Genehmigung hatte, das Schiff zu fahren, und polizeilichen Ermittlungen entgegensähe. Der Beschuldigte arbeitet als Broker für Breakwater Yachts in Oceanside Harbor. Er könnte einer Strafe von 1,000 Dollar und bis zu einem Jahr Gefängnis entgegensehen. Der Eigner hatte die Yacht vom Typ Navigator für über 500,000 Dollar vor fünf Jahren gemeinsam mit einem Geschäftspartner erworben. Sie nutzten die "Smooth Operator II" zur Walbeobachtung und zum Fischfang. Sie war mit drei Schlafräumen und zwei Bädern ausgestattet und galt als eines der größten und besten Boote in Oceanside Harbor. Der Traum endete in der Nacht zum 7.2., als das Boot von dem jetzt beschuldigten Skipper und einer weiblichen Begleitung gegen 23 Uhr auf die Hafenmole gesetzt wurde und so schweren Schaden erlitt, dass es nicht mehr zu retten war. Er war einer von mehreren Skippern des Bootes und seit mehreren Jahren in den Diensten des Eigners. Er hatte aber keine Genehmigung, das Boot auf eigene Faust zu nutzen. Die Abbrucharbeiten durch San Diego Vessel Assist sollten am 11.2. abgeschlossen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
8000 Tonnen Kohle aus "Seli 1" geleichtert
Update vom 14.01.10
Tafelbucht / Südafrika, 10.02.10 - SMIT Amandla Marine ist weiterhin an dem in der Tafelbucht gestrandeten
Bulkcarrier "
Seli 1" tätig. Sie hält den Kontrakt zur Bergung der 30000 Tonnen geladener Kohle. Bislang wurden
8000 Tonnen der in Durban aufgenommenen Fracht geleichtert. Die Bergungsaktion wird in Abhängigkeit von den Wetterbedingungen fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
Ladung der "Alina II" wird geleichtert
Update vom 17.12.09
Saldanha Bay, Provinz Westkap / Südafrika, 10.02.10 - 17000 Tonnen Kohle werden im Schiff-Schiff-Transfer derzeit aus dem unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufenden
Erzfrachter "
Alina II", 92191 BRZ (IMO-Nr.: 8406896) in der Saldanha Bay geleichtert. SMIT Amandla Marine führt die Operation durch, die nötig wurde, nachdem auf der "Alina II" kurz vor dem Verlassen des Eisenerzterminals von Saldanha nach China strukturelle Schäden entdeckt wurden, die leichte Schlagseite auslösten. Bei Untersuchungen wurde danach
Wassereinbruch in zwei Doppelbodentanks entdeckt, wo Taucher einen
Riss ausfindig machten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
Zigarette rettete Fischercrew das Leben
Newlyn, District Penwith, Grafschaft Cornwall, England / UK, 09.01.10 - Der in Plymouth stationierte 40 Fuß lange
Trawler "
Lola K" (
BS 516) geriet am Abend des 8.2. gegen 19 Uhr. in Seenot, nachdem eine
Welle das
Ruderhaus 15 Meilen vor der Nordküste von St. Ives auf Cornwall
eingeschlagen hatte und die Elektrik beschädigt wurde. Als das Schiff gerade einen Notruf einsetzte, brach die Funkverbindung zur Falmouth Coastguard ab, doch diese hatte die Position grob erfassen können und schickte
Rettungsboote aus St. Ives und Penlee. Die
Crew der "Lola K" feuerte
Notraketen ab, sodass sie geortet werden konnte. Das in Rhyl registrierte Schiff wurde bei bis zu 7 Bf Wind binnen acht Stunden nach Newlyn eskortiert, wo es um drei Uhr eintraf. Die Crew schätzte, dass zwei Tonnen Wasser durch die eingeschlagenen Brückenscheiben ins Schiff geflossen war, wo es hüfttief stand. Hätte die Brückenwache zu dieser Zeit nicht
die Tür offen gehabt, um eine
Zigarette zu rauchen, hätte die Crew
womöglich nicht überlebt. Denn obwohl das Ruderhaus geflutet wurde, konnte das Wasser durch die Tür wieder aufs Deck abfließen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
Kutter sank binnen 30 Minuten vor der Isle of Wight
Update vom 09.02.10
Portsmouth, Hampshire, England / UK, 08.02.10 - Am Nachmittag des 7.2.
sank der 25 Fuß lange
Kutter "
Sea Quest" nach
Wassereinbruch. Der Skipper aus Lee-on-the-Solent wurde aus seiner Rettungsinsel aufgenommen. Der frühere Bombenentschärfungsexperte der Marine war zum Aalfang ausgelaufen, als sich um 14.40 Uhr zwei Meilen südwestlich von St Catherine's Point auf der Isle of Wight das Unglück anbahnte. Möglicherweise hatte ein Ankerkabel den Ruderschaft beschädigt. Als der Skipper einen Notruf senden wollte, stellte er fest, dass sein GPS-System beschädigt war. Nachdem er hastig ein Mayday abgesetzt hatte, ging er in die Insel und feuerte eine
Notrakete ab, die von dem
Patroullienboot "
Port of Spain" gesichtet wurde. Er wurde gerettet und zum Gunwharf Quay gebracht, die "Sea Quest" aber musste aufgegeben werden und war binnen einer halben Stunde von der Wasseroberfläche verschwunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
Ladung gestrandeter Barge soll ins Meer gestürzt werden
Update vom 20.07.09
Jacobsbaai, Western Cape , Südafrika, 07.02.10 - Der
Ponton "
Margaret", der samt seiner Ladung von
12 Flussbargen und
zwei Schwimmdocks im Juni vergangenen Jahres in der Jacobsbaai an der südafrikanischen Westküste strandete,
widerstand bislang allen Versuchen, sie wieder flott zu machen. Der jüngste Plan ist nun, die Ladung ins Meer zu stürzen und zu bergen, was immer dann sich noch als schwimmfähig erweist. Die beiden in China erbauten Docks waren für die Firma LJ Boer in Sliedrecht bestimmt. Der Ponton befand sich im Schlepp der "
Salvaliant", als er in der Nacht zum
24.6.2009 in stürmische See geriet und sich losriss. Er trieb wenig später auf Felsen gegenüber einer Reihe von Ferienhäusern. Sowohl der Ponton wie auch die Ladung waren nicht versichert und wurden aufgegeben. Seither haben vor allem die unteren Lagen schwere Seeschlagschäden erlitten. In der letzten Januarwoche wurde ein Team von SMIT Salvage durch die Maritime Safety Authority (SAMSA) beauftragt, das Abkippen der in mehreren Lagen gestauten Bargen vorzubereiten in der Hoffnung, dass einige von ihnen aufschwimmen und zu retten sind. Alle nicht zu bergenden Objekte sollen in tiefem Wasser versenkt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
Antriebsloser Frachter von Stavanger nach Ålborg verschleppt
Stavanger, Provinz (Fylke) Rogaland / Norwegen, 06.02.10 - Am 6.2. wurde der unter Panama-Flagge laufende
Bulkcarrier "
Dingxianghai" (IMO-Nr.: 9209219) von dem Svitzer-
Schlepper "
Fenja" in Stavanger auf den Haken genommen und, auf dem ersten Stück assistiert von der "
BB Worker", von Stavanger nach Ålborg geschleppt, wo die kaputte Hauptmaschine nun repariert werden soll. Ursprünglich hätte die Reparatur in Frederikshavn stattfinden sollen, doch stand hier keine ausreichende Kaifläche zur Verfügung. So wurde der in chinesischem Besitz befindliche Frachter binnen zwei Tagen zum Grønlandshafen in Ålborg gezogen, wo die
Schlepper "
Hugin", "
Alba" und "
Svitzer Ran" das 188 Meter lange Schiff erwarteten, um es an den Kai zu legen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2010
Türkischer Frachter gestrandet
Bandirma, Provinz Balikesir / Türkei, 10.02.10 - Am 9.2. um 15.30 Uhr lief der türkische
Frachter "
Mersin D", 687 BRZ (IMO-Nr.: 6829733) vor Bandirma Mola Bankinda auf Grund. Das 63 Meter lange Schiff hatte zuvor den Hafen von Bandirma mit einer Ladung von 949 Tonnen Weizen für den ukrainischen Hafen Kherson verlassen. Das
Rettungsboot "
Kiyi Emniyeti 8" lief zur Strandungsstelle aus. Die 10-köpfige Besatzung blieb unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
Keine Heizung, kein Klo, Maschine kaputt
Tanker in Brunsbüttel in die Kette gelegt
Brunsbüttel, Kreises Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 09.02.10 - Nachdem der unter Panama-Flagge laufende
Tanker "
Gorgonilla", 4.959 BRZ (IMO-Nr.: 8800767, 4959gt, Baujahr 1989), während der Passage des Nord-Ostsee-Kanals auf der Reise von Algericas nach Kalundborg am 7.2. eine
Notankerung wegen eines
Maschinenausfalls durchführen musste, reichte es der
18-köpfigen philippinischen Besatzung. Sie zeigte nach dem Festmachen in Brunsbüttel erhebliche Missstände bei der Wasserschutzpolizei an. Bei der Kontrolle wurden neben gravierenden Schiffssicherheitsmängeln wie funktionsunfähigen Rettungsbooten und der defekten Maschine insbesondere die schlechten Lebensbedingungen für die Crew beanstandet. Diese musste seit 2 Wochen ohne Heizung, warmes Wasser und Toilettenspülung leben. Aufgrund der Lebens- und Wetterbedingungen wurde die
Besatzung bis auf weiteres in der
Seemannsmission einquartiert und für das 115 Meter langes Schiff wurde ein Fahrverbot bis zur Behebung der Mängel ausgesprochen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
Sachschaden bei Kollision vor Singapur
Republik Singapur, 10.02.10 - Am Morgen des 8.2.
kollidierte vor Singapur der 190 Meter lange
Autotransporter "
Trianon", 49792 BRZ (IMO-Nr.: 8520680), der Reederei Wallenius Wilhelmsen mit dem 273 Meter langen
Bulkcarrier "
Brisbane" (IMO-Nr.: 9106223, DWT: 151066, Baujahr 1995). Der Zusammenstoß ereignete sich auf der östlichen Reede. Dabei wurde der Bug des 1987 erbauten Autofrachters ebenso wie die Bordwand des Kollisionsgegners eingedrückt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
Fahrgastschiff stand in Flammen
Astrachan (Astrakhan) / Russland, 09.02.10 - Am 9.2. brach auf der Wolga auf dem russischen
Fahrgastschiff "Alushta" (IMO-Nr.: 6726060, 162 tdw) auf der Reparaturwerft Krasnaya Kuznitsa in Astrakhan ein
Feuer aus.
Drei Personen wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus. Das 63,80 Meter lange Schiff der PO SevMash aus Severodvinsk, das zu regulären
Überholungsarbeiten auf der Werft lag, brannte aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
Wrack lüftet nach 83 Jahren sein Geheimnis
Durban, Provinz KwaZulu-Natal / Südafrika, 09.02.10 - Das Geheimnis eines
Wracks, das bei Baggerarbeiten zur Erweiterung der
Hafeneinfahrt von Durban entdeckt wurde, ist gelöst. Es handelt sich nach Erkenntnissen der SA Heritage Resources Agency um den Dampfer
SS "
Karin", der in drei Metern Sand 1,18 Kilometer vom nördlichen Wellenbrecher entfernt begraben gelegen hatte. Das 1918 in Holland als "
Leksveer" erbaute Schiff hatte während seiner Fahrtzeit sechs Eigner, zuletzt die Smith's Coasters. Taucher untersuchten in fünf Tauchgängen die Metallstücke, Stahlplatten und Rohre, die über den Meeresgrund verstreut lagen. Mehrere Monat Suche in Archiven führten letztlich zur Identifizierung des zunächst in Rotterdam beheimateten 470-Tonners, der 1920 zur "
Maastad", 1921 zur irischen "
Maggie O'Regan" und 1923 zur "
Karin" wurde. Sein Schicksal ereilte ihn am
22.10.1927 auf der Reise von Durban nach East London mit einer Ladung Zucker und Diesel. Wegen schlechter Stauung war sie topplastig und hatte Schlagseite. In schwerer See nahm sie 80 Tonnen Wasser über und kenterte.
Ein Mann ertrank bei dem Untergang. Das Wrack wurde später gesprengt, um eine größere Wassertiefe herzustellen. Nun, über 80 Jahre später, sprengen Taucher die verbliebenen Reste erneut an, sodass die Fragmente entfernt werden können. Tonnen von rostigem Metall kommen auf den Schrott, doch es fanden sich auch einige interessante Artefakte wie eine Pfanne, Löffel, Keramik, Schuhe, Werkzeug und sogar die Schiffsglocke.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
Frachter "Algoma Discovery" mal wieder gestrandet
Québec / Kanada, 09.02.10 - Am Morgen des 9.2. lief der unter Bahamas-Flagge laufende
Frachter "
Algoma Discovery", 34752 tdw (IMO-Nr.: 8505848), auf der Reise von Québec City nach Norwegen auf dem St. Lawrence River auf
Grund. Das Schiff war um vier Uhr aus mit einer Ladung Nickel und Titanium ausgelaufen. Eine Dreiviertelstunde später erlitt es Maschinenausfall. Es drehte nach Backbord und trieb nur knapp am Wellenbrecher des St-Laurent Yacht-Club vorbei, ehe es 400 Meter weiter westlich am Südende der Ile d'Orléans auf einer
Sandbank festkam. Acht Stunden später gelang es
drei Schleppern, darunter zweien der Group Ocean, bei Hochwasser, den Frachter wieder flottzumachen. Er kehrte nach Québec zurück, wo es in Sektion 29 des St. Charles River ankerte, wo die Maschine anschließend einer Inspektion durch Transport Canada unterzogen wurde.
Die "
Algoma Discovery" war bereits am
25.9.2009 auf der
Weser gestrandet, Ursache war damals ein elektrischer Defekt in der
Ruderanlage gewesen. Es hatte erst mehrere Tage später nach einer aufwändigen Bergungsaktion wieder flottgemacht werden können.
Der
Frachter wird betrieben von der
Algoma Shipping Inc. Bridgetown, Barbados, Manager ist die CSL Int'l Inc., Beverly. Er wurde 1987 bei der 3. Maij Brodogradiliste, Rijeka, erbaut und lief zuvor als "
Malinske" und "
Daviken". Die Länge beträgt 222,43 Meter, die Breite 23,08 Meter, der Tiefgang 9,88 Meter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
"Smooth Operator" operiert nicht mehr
Update vom 09.02.10
Oceanside, San Diego County, Kalifornien, 09.02.10 - Am 9.2. ging die Arbeit zur Räumung des Wracks der
Motoryacht "
Smooth Operator II" vor Oceanside Harbor weiter. Das Schiff wurde am Morgen von einem
Bagger weiter auf den
Strand hinaufgezogen, wo es dann von diesem zerlegt wurde. Ein Traktor konnte dann die Wrackstücke in großen Behältern vom Strand ziehen. Die Bergung wurde durch Vessel Assist San Diego durchgeführt und sollte am 10.2 .abgeschlossen werden. Die56 Fuß lange "Smooth Operator II" hatte am 6.2. gegen 23 Uhr
Maschienenausfall gehabt und war dann auf die Außenmole getrieben, wo sie einen 15 Fuß langen Riss erhielt und sank. Die zweiköpfige Crew hatte sich unversehrt an Land retten können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
Crew der "Hou Chun 11" gerettet
Update vom 09.02.10
Honolulu, Hawaii / USA, 09.02.10 - Das in Kodiak-stationierte
Küstenwachschiff "
Alex Haley" rettete am Morgen des 9.2. gegen fünf Uhr 900 Meilen südwestlich von Hoholulu die
28-köpfige Crew des taiwanesischen
Trawlers "
Hou Chun 11", 483 BRZ, und versorgte
zwei Brandverletzte. Er nahm anschließend Kurs auf Christmas Island, Kiribati, wo die beiden
Verletzten in Krankenhäuser geflogen werden sollen. Die übrigen Geretteten sollten am 10.2. nach Taiwan zurückkehren. Von der Air Station Barbers Point war während der Rettungsaktion eine HC-130 Hercules vor Ort, um die exakte Position der Rettungsinseln zu übermitteln. Die 1993 erbaute "Hou Chun No. 11" hatte bei 35 Meilen Wind und bis zu 10 Fuß hohen Seen aufgegeben werden müssen, nachdem um 7.30 Uhr das Feuer ausgebrochen war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
Binnentanker auf Rhein gestrandet
Düsseldorf-Benrath, Nordrhein-Westfalen / DE, 09.02.10 - Ein niederländischer
Binnentanker geriet am 8.2. gegen 23.30 Uhr bei Rhein-Kilometer 721 auf Höhe von Düsseldorf-Benrath mit dem
Heck in die
Uferböschung und zog sich eine
Leckage im Maschinenraum zu. Der Kapitän des mit 1000 Tonnen Biodiesel beladenen Tankers war bei dem Versuch zu ankern offenbar zu nahe ans rechte Flussufer gekommen. Das Feuerlöschboot-Team der Düsseldorfer Feuerwehr setzte vier
Lenzpumpen ein, die 5000 Liter Wasser in der Minute aus dem Maschinenraum zurück in den Rhein pumpten. Dadurch wurde das Sinken des Schiffes verhindert. Biodiesel trat bei dem Unfall nicht aus. Es kam entsprechend zu keiner Gewässerverunreinigung, und die Schifffahrt war nicht behindert. Das Schiff befand sich auf dem Weg von Rotterdam nach Frankfurt. Auch die Schifffahrt war laut Polizei nicht behindert. Am Vormittag des 9.2. wurde das Schiff in Begleitung von Wasserschutzpolizei und Feuerwehr zum Neusser Hafen gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
Kollision zweier philippinischer Fähren
Liloan, Provinz Southern Leyte / Philippinen, 09.02.10 - Das
Fahrgastschiff "
Maharlika 2", 541 tdw (IMO-Nr.: 8129773), der Philharbor Ferries and Port Services Inc.
kollidierte am 8.2. gegen 16 Uhr mit dem
Fahrgastschiff "
Ocean King 1", 166 tdw (IMO-Nr.: 8627737), der Sea Marine Transport Inc., als es in den Hafen von Liloan, Süd-Leyte, einlaufen wollte. Beide Schiffe kamen aus Llipata, Surigao. Die 1984 erbaute "Maharlika 2" befand sich 150 Meter vom Anleger entfernt, als die zwei Jahre jüngere RoRo-Fähre "Ocean King 1" versuchte, sie an Steuerbord zu passieren. Dabei drehte sie unvermittelt nach Backbord und lief in den Steuerbordbug der "Maharlika 2". Dieser wurde eingedrückt. die "Ocean King 1" erlitt leichte Schäden an Backbord. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Coast Guard von Central Vizayas leitete eine Untersuchung ein. Die "Maharlika 2" hatte 150 Passagiere an Bord, die "Ocean King 1" 52.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
Freiwillige reinigten Bootswrack
Avalon, Santa Catalina Island, Los Angeles County, Kalifornien / USA, 09.02.10 - Aus einem im
Oktober 2009 vor Whites Cove gesunkenen, 40 Fuß langen
Segelboot wurden jetzt giftige Substanzen geborgen. Das aus Beton erbaute Schiff hatte sich in einem Sturm vom Anker losgerissen und sank, nachdem es einen Unterwasserfelsen nahe des Rattlesnake Canyon gerammt hatte, vor Catalina Island. Taucher fanden an der Untergangsstelle in 20 Fuß Tiefe fünf große
Batterien, einen
Auflader und
Farbe an Bord. Am 10.1. begannen Taucher, die sich freiwillig zur Verfügung gestellt hatten, die umweltgefährdenden Objekte zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
Wassereinbruch setzte "Funny Girl" matt
Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 08.02.10 - Am 8.2. kam es auf dem deutschen
Fahrgastschiff "
Funny Girl", 998 BRZ (IMO-No.: 7315569), der Reederei Cassen Eils zu einem
Wassereinbruch im Hafen von Cuxhaven. Das Schiff wurde sofort zur Reparatur gedockt. Außerplanmäßig steuerte es nach erfolgreicher Abdichtung noch in den Abendstunden Helgoland an, da die Flüge von der Insel völlig ausgebucht waren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
"Sven" demolierte sich den Bug
Bremerhaven, Land Bremen / DE, 08.02.10 - Am 6.2.
kollidierte um 00.30 Uhr der deutsche
Containerfeeder "
Sven", 7223 tdw (IMO-Nr.: 9134139) beim
Anlegen in Fredericia mit einem
Kai. Dabei wurde der
Wulstbug erheblich beschädigt. Das 121.35 Meter lange Schiff lief mehrere Stunden später nach Aarhus weiter, wo die Restladung gelöscht wurde, und machte sich um 17.30 Uhr von dort aus auf die Reise nach Bremerhaven. Hier war ein
Reparaturplatz bei der Bredo-Werft gefunden worden. Am 7.2. passierte die "Sven" ohne Ladung den Nord-Ostsee-Kanal und machte um 17.30 Uhr in Bremerhaven fest. Am 18.2. soll das Schiff in Bremerhaven wieder in seinen Liniendienst eingegliedert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
Schlepper saß vor Flensburg fest
Flensburg, Schleswig-Holstein / DE, 06.02.10 - Am Morgen des 5.2. ist vor der Holnis-Enge ein
Schleppverband auf
Grund gelaufen. Der Verband bestand aus dem polnischen
Schlepper "
Odyseusz", 118 tdw (IMO-Nr.: 8102579) und einem
Ponton mit
Sektionsteilen für den Schiffsneubau einer "ConRo"-Fähre, die derzeit auf der Flensburger Werft erbaut wird. Die zwei
Schlepper "
Holtenau" der SFK aus Kiel und die dänische "
Joulious" (IMO-Nr.: 8802064) versuchten den ganzen Tag über, den Havaristen freizuschleppen, zunächst aber ohne Erfolg, weil sie zu viel Tiefgang hatten und nicht nah genug heran kamen. Das auf Grund gelaufene Schiff hatte einen Tiefgang von 3,60 Metern, die zu Hilfe geeilten Schlepper jedoch 4,50 beziehungsweise 5,20 Meter. Erst gegen 16.30 Uhr am Nachmittag gelang es dem Schlepper aus eigener Kraft freizukommen. Er lief auf direktem Wege in den Flensburger Hafen ein, wo er schon von den Werftarbeitern, die die Ladung dringend benötigen wie auch von der Wasserschutzpolizei erwartet wurde, die sofort mit den Ermittlungen zur Unglücksursache begann.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2010
Ausflugsboot in Oslo ausgebrannt
Oslo / Norwegen, 9.02.10 - Das norwegische
Ausflugs- und Partyschiff "
Crusi" geriet am 8.2. um 23.45 Uhr in Oslo im Hafen Vippetangen in
Brand. Sechs Löschfahrzeuge und ein Löschboot mit insgesamt 18 Mann kamen zum Einsatz, um das Feuer binnen einer Stunde zu löschen.
Drei Personen waren zuvor
evakuiert worden. Brennender Kunststoff sorgte für erhebliche Rauchentwicklung. Das Schiff wurde 1973 in Nordfjord erbaut und war zuvor als Fahrgastschiff ins Westland im Einsatz. Es führte Fjordfahrten in Oslo durch und war für 37 Personen zugelassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
"King Kong"-Schiff versenkt
Update vom 08.02.10
Wellington / Neuseeland, 09.02.10 - Die "
Venture II" alias "
Manuia", die in Sir Peter Jackson's
King Kong-Film im Einsatz war, wurde am 9.2. in der Cook Strait
versenkt. Das Schiff legte sich nach Öffnen der Seeventile zunächst auf die Backbordseite und ging dann binnen einer Stunde in 1700 Metern Wassertiefe 37 Meilen vor der Miramar Wharf in Wellington unter, wo es in den vergangenen fünf Jahren gelegen hatte. Die Idee, das Schiff als Tauchwrack vor der Südküste Wellingtons zu versenken, war zuvor nicht genehmigt worden. Die "Venture II" gesellte sich zu zwei Trawlern aus Nelson, einer Barge aus Picton und einer Menge alter Munition.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
"Bremer Roland" notankerte auf der Weser
Brake, Landkreises Wesermarsch, Niedersachsen / DE, 09.02.10 - Am 8.2. meldete gegen 19 Uhr die Schifffahrtsverkehrszentrale Bremen, dass der unter Gibraltar-Flagge laufender
Frachter "
Bremer Roland", 1610 BRZ (IMO-Nr.: 8509038), auf der Weser in Höhe der Huntemündung zwischen Brake und Bremen eine
Notankerung durchführen musste. Das Schiff war auf dem Weg von Bremen nach Delfzjil in den Niederlanden gewesen. Wegen
Wassers, das in das
Kraftstoffsystem eingedrungen war, kam es aber zu
Maschinenproblemen. Gegen 21:00 Uhr setzte das Schiff seine Fahrt aus eigener Kraft zum Braker Hafen fort, wo die notwendigen Reparaturen durchgeführt werden sollten. Die zuständige
Berufsgenossenschaft "
Verkehr" verfügte ein Weiterfahrverbot und führte am 9.2. eine Hafenstandkontrolle an Bord des Schiffes durch, um die Ursachen für den Stopp zu ermitteln. Der Frachter wurde 1985 auf der Rendsburger Kärgerer erbaut und wird durch die Bremer Reederei Bruno Bischoff & Co. betrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
12 Tote nach Kollision in Ostchina befürchtet
Zhangjiagang, Provinz Jiangsu / Volksrepublik China, 09.02.10 - Die "
Pengxiang 9" aus Tianjin sank am 8.2. um 19.25 Uhr auf dem Yangtse-Fluss im Abschnitt von Zhangjiagang, nachdem sie mit der "
Jintai 618" kollidiert war. An Bord befanden sich
14 Mann Crew. Lediglich
zwei von ihnen wurden bislang lebend gerettet. Der Flussabschnitt wurde für die Rettungsarbeiten gesperrt. Bis neun Uhr am 9.2. waren keine weiteren Überlebenden gefunden. Lediglich
ein Seemann wurde tot entdeckt. Den
11 Vermissten wurden
wenig Chancen eingeräumt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
DGzRS zieht Bilanz für 2009
DGzRS Bremen / DE, 08.02.10 -
1095 Menschen haben die
Besatzungen der
Boote der
DGzRS im Verlauf des Jahres 2009 aus Seenot gerettet und aus Gefahrensituationen befreit gegenüber 1105 in 2008. Die 61 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote in Nord- und Ostsee fuhren 2138 gegenüber 2102 Einsätzen im Jahr 2008.
In Nord- und Ostsee wurden zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2009
•
123 Menschen aus Seenot gerettet und
•
972 Personen aus drohenden Gefahrensituationen befreit,
•
490 erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert,
•
65 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,
•
941 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie
•
502 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.
Darüber hinaus ist das
Maritime Rescue Coordination Centre in
219 gegenüber im Vorjahr 206 Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig gewesen.
Einschließlich aller Such- und Rettungsaktionen sowie Kontrollfahrten haben allein die 20 Seenotkreuzer (die 41 Seenotrettungsboote nicht mitgerechnet) im vergangenen Jahr 73.955 (76.400) Seemeilen in Nord- und Ostsee zurückgelegt. Kräftige und kurze Starkwind- und Sturmperioden führten zwischen Mai und Oktober zu einem geringfügig erhöhten Einsatzaufkommen gerade für die Freizeitschifffahrt. Seit ihrer Gründung am 29. Mai 1865 hat die DGzRS damit insgesamt 76.610 Menschen aus Seenot gerettet oder aus lebensbedrohender Gefahr befreit.
•
Der erste Seenotrettungseinsatz 2009 galt einem Fischer im Schlei-Revier auf der Ostsee nahe Maasholm. Der 55-Jährige wurde am 24. Januar 2009 von der Besatzung des Seenotkreuzers "Nis Randers" der Station Maasholm aus der neun Grad kalten Ostsee geborgen. Sein acht Meter langer Kutter war leck geschlagen und in kürzester Zeit gesunken. Der Seemann konnte noch Notfackeln entzünden. Die Seenotretter sichteten die Notsignale bei einer Übungsfahrt und leiteten sofort die Rettung ein.
•
Bei eisigem Westwind und grober See rettete die Besatzung des Seenotkreuzers "Theo Fischer" der Station Barhöft am 22. Februar 2009 zwei polnische Seeleute, die mit ihrem Kutter "Seadog" bei Hiddensee gestrandet waren. Das Schiff musste aufgegeben werden.
•
Zu einem mehrstündigen Feuerlöscheinsatz wurde der Seenotkreuzer "Berlin" der Station Laboe am 12. Juni 2009 gerufen, nachdem auf dem Gelände eines Tanklagers im Kieler Nordhafen ein Großfeuer ausgebrochen war. Mehr als ein Dutzend Feuerwehren an Land wurden von den Seenotrettern nachhaltig unterstützt: Die Feuerlöschpumpen des Seenotkreuzers förderten pro Minute 36.000 Liter Wasser über eine Entfernung von 120 Metern in die Brandherde.
•
"Ein Glück, dass ihr da seid…" waren die ersten Worte der zwei Schiffbrüchigen, die am 16. Oktober 2009 um 08.30 Uhr von der Besatzung des Seenotkreuzers "Bremen" vor Grömitz gerettet wurden. Sie waren von ihrer lichterloh brennenden Motoryacht in die neun Grad kalte Ostsee gesprungen und schwammen dort etwa 30 Minuten. Wegen des unsichtigen Wetters war es für die Seenotretter sehr schwer, die Männer zu finden: Die angegebene Position war nicht eindeutig.
Der 1975 gebaute 44-Meter-Seenotkreuzer "
John T. Essberger" wird voraussichtlich im Frühjahr 2012 nach dann 37-jähriger Einsatzzeit von einem
Neubau abgelöst. Den Auftrag zum Bau des ca. 36 Meter langen Schiffes erteilte die DGzRS im Oktober der Werft Fr. Fassmer in Berne/Motzen. Derzeit befindet sich das Projekt in der Planungsphase. Die Kiellegung wird voraussichtlich Ende 2010 erfolgen. Für den Bau eines dritten Seenotkreuzers der 20-Meter-Klasse haben die Seenotretter nach den guten Erfahrungen mit der "Eiswette" und der "Eugen" eine Option eingelöst. Die ersten Arbeiten sind zum Jahresbeginn aufgenommen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Zwei Boote aus Solent gingen verloren
Grafschaft Hampshire, England / UK, 08.02.10 - Vor Calshot Spit im Solent geriet am 8.2. um 13.15 Uhr der Motor eines 11 Meter langen
Sportboots vom Typ Meridian in
Brand. Das
brandneue Schiff war noch nicht getauft gewesen. Die beiden aus Rye stammenden
Männer an Bord wurden von der RNLI Calshot aus einer
Rettungsinsel geborgen und kamen mit Rauchvergiftung ins Southampton General Hospital. Das Boot brannte bis zur Wasserlinie ab.
Tags zuvor war um 14.40 Uhr ein
Kutter aus Hampshire zwei Meilen vor der Isle of Wight
gesunken. Der Skipper aus Lee-on-the-Solent hatte noch einen Notruf an die Küstenwache abgesetzt, ehe er in eine Insel stieg. Er wurde von dem
Patroullienboot "
Port of Spain" aufgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Suche nach Fracht der "Linda" eingestellt
Update vom 08.02.10
Karlskrona / Schweden, 08.02.10 - Am 8.2. wurde die
Suchaktion nach den verlorenen
Containern des
Frachters "
Linda" ergebnislos
beendet, nachdem das Flugzeug
KBV 501 der schwedischen Küstenwache bei einem weiteren Überflug am Nachmittag keine Spur der verlorenen Container mehr gefunden hatte. In einem der verlorenen Container befanden sich 15 Tonnen der als Umweltgift klassifizierten Chemikalie Vantocil TG sowie fünf Tonnen entzündliche Stoffe für die chemische und die Kunststoffindustrie. Die schwedische
Küstenwache nahm mit ihrer "
KBV 047" sowie aus der Luft eine Suche nach der verlorenen Fracht auf. Teile davon wurden von dem Suchflugzeug
KBV 501 zunächst auch noch gesichtet, doch dann sanken die Container wohl auf 70 bis 110 Metern Wassertiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Eisgang macht Kanalschifffahrt zu schaffen
Brunsbüttel, Kreises Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 08.02.10 - Zunehmender
Eisgang macht der Schifffahrt auf dem Kiel-Kanal zu schaffen. Von Eis hervorgerufene
Zwischenfälle betrafen die unter Antigua- und Barbuda-Flagge laufende "
Belina", 4927 BRZ (IMO-Nr.: 9053842), die am 3.2. beim Einlaufen in die Brunsbütteler Schleuse nach Maschinenausfall notankern musste und vom Schlepper "
Bugsier 14", 190 BRZ (IMO-Nr.: 8007200) an die Bahnhofsdalben gezogen wurde, sowie den amerikanischen
Containerfrachter "
Ascension", 3.972 BRZ (IMO-Nr.: 8912857), den am Vortag auf der Reise nach Szczecin dasselbe Schicksal ereilt hatte.
Am Nachmittag des 7.2. erlitten weitere
zwei Schiffe Maschinenausfall durch Eis: Der aus Rostock kommende, portugiesische
Tanker "
Pegasus", 748 BRZ (IMO-Nr.: 9078983) blieb bei Schülp liegen. In Kudensee erwischte es den unter Panama-Flagge laufenden
Tanker "
Gorgonilla", 4.959 BRZ (IMO-Nr.: 8800767), der während der Kanal-Passage auf der Reise von Algericas nach Kalundborg von dem Schlepper "
Bugsier 14" begleitet wurde. Nach Maschinenausfall wurde der Schlepper "
Bugsier 17" zusätzlich herbeigerufen, um das antriebslose Schiff zurück nach Brunsbüttel zu ziehen, wo es im Ölhafen an Brücke VIII festgemacht wurde. (Quelle: O. Kuhnke).
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Rettungsboote waren an manövrierunfähigen Schiffen im Einsatz
Bodø, Provinz Nordland / Norwegen, 08.02.10 - Zweimal in drei Tagen war das 16,15 Meter lange
Rettungsboot "
Ruth Opsahl" im Einsatz, um manövrierunfähigen Schiffen zu helfen. Am 6.2. wurde es von der norwegischen Hurtigruten-
Fähre "
Vesteralen", 937 BRZ (IMO-Nr.: 8019368) um Hilfe gebeten, deren Propeller in Harstad von einer Trosse blockiert war. Ein Taucher befreite den Antrieb von dem Hindernis, sodass das Schiff anlegen und am 7.2. nach Hammerfest und weiter nach Kirkenes laufen konnte.
Das 16,15 Meter lange
Rettungsboot "
Askerbæringen" verbrachte etwa zwölf Stunden zum Ziehen des norwegischen
Trawler's "
Korsnesfisk" (F-A 290), 230 BRZ (IMO-Nr.: 9195808) aus Vardø von Rost an Bodo, wo in der Nacht zum 8.2. das
Rettungsboot "
Ruth Opsahl" übernahm und bukserte es sicher in den Hafen. Dessen Propeller wurde durch ein darin verfangenes
Fischernetz blockiert. Im Hafen von Bodø wurde ein
Taucher eingesetzt, der die Schraube vom Netz befreite. Der Trawler der Alta Fiskeriselskap AS entstand 1999 auf der Saltdalsverftet AS, er ist 27,1 Meter lang und 7,3 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Russischer Frachter gestrandet
Burgas-Kraimorie / Bulgarien, 08.02.10 - Der russische
Frachter "
Irtysh 1", 2913 tdw (IMO-Nr.: 9127980) lief am 8.2. um 6.45 Uhr im Schwarzen Meer auf einer
Sandbank in der Burgas Bucht nahe Kraimorie auf Grund, nachdem um 6.20 Uhr die Ankerkette gebrochen war. Starke Winde ließen den Frachter rasch auf
Grund treiben.
Schlepper waren vor Ort, konnten den Havaristen bislang aber noch wieder flott machen. Der Sturm vor Ort behinderte die Bergung. Bislang gab es aber noch keine Leckagen. Der Frachter wurde 1996 erbaut und wird bereedert durch die SIA Saime-Ko Ltd.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Aufgelegter Kutter schlug in Lunenburg leck
Lunenburg, Provinz Nova Scotia / Kanada, 08.02.10 - Die Feuerwehr von Lunenburg kam am 8.2. dem
Kutter "
Primo", der gemeinsam mit der "
Zebroid" seit langem im dortigen Hafen lag, zu Hilfe, nachdem es zu einem
Wassereinbruch im Achterschiff gekommen war. Das Wasser stand gegen 9.30 Uhr drei Fuß hoch. Um den Havaristen wurde vorsorglich eine Ölsperre ausgelegt. Das Schiff war 2005 von der Clearwater Foods an Capt. Dan Moreland und eine Gruppe von Investoren verkauft worden und war seither außer Dienst. Beide Schiffe sollen in diesem Frühjahr zu
Handelsschonern umgebaut werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Drittes Opfer von Untergang vor Chile gefunden
Update vom 05.02.10
Ancud, Insel Chiloé, Región de los Lagos / Chile, 08.02.10 - Nach dem Untergang der "
Soledad II" am 2.2. im südchilenischen Chacao Channel wurde am 8.2. die
Leiche eines weiteren Opfers nahe Pargua entdeckt. Als das Boot vor Chiloe Island unterging, waren
10 Personen an Bord. Zwei Tote wurden bereits am 3.2. gefunden. Am 7.2. war es endlich zu einer Wetterbesserung gekommen, die der Marine erlaubt hatte, ein halbes Dutzend Schnellboote in das Unglücksgebiet zu schicken, wo bereits vier Marineschiffe und zwei Helikopter sowie ein Suchflugzeug im Einsatz waren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Yacht sank im Sturm vor Moreton Island
Brisbane, Queensland / Australien, 08.02.10 - Am Morgen des 8.2. wurde ein
Segler aus Brisbane auf der Fahrt nach Noumea gerettet, nachdem seine 26 Fuß lange
Yacht vor Moreton Island im Sturm
gesunken war. In hoher See war sie in der Nacht östlich der Insel gerissen. Da das Dingi von Deck gerissen wurde, flüchtete er zunächst in eine
Rettungsinsel, doch dann ging er nochmals zurück auf sein Boot und versuchte es zu lenzen. Außerdem aktivierte er sein
EPIRB, woraufhin die Coastguard Brisbane zum Einsatz kam und versuchte, die Yacht zur Manly Marina zu schleppen. Doch sie sank gegen 4.20 Uhr. Ein
Rettungshubschrauber war ebenfalls im Einsatz. Ihm gelang es, die sinkende
Yacht zu orten und das Rettungsboot zu ihr zu dirigieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
"Smooth Operator II" noch nicht geborgen
Update vom 08.02.10
Oceanside, San Diego County, Kalifornien, 08.02.10 - Die am 5.2. vor Oceanside auf einem Wellenbrecher gestrandete und auf fünf Fuß Wassertiefe gesunkene
Motoryacht "
Smooth Operator II" konnte am 8.2. noch nicht geborgen werden. Vessel Assist mühte sich vor den Augen zahlreicher Schaulustiger vergeblich, das Wrack zu bewegen. Nun wird
schweres Gerät geholt, und möglicherweise muss das halb unter Wasser liegende, knapp 60 Fuß lange Boot vor Ort zerlegt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Rettungsaktion für 28 Taiwanesen
Honolulu, Hawaii / USA, 08.02.10 - Die U.S. Coast Guard kam am 8.2. dem taiwanesischen
Trawler "
Hou Chun 11" zu Hilfe, der um 7.30 Uhr 50 Meilen nördlich von Kingman Reef in
Brand geraten war. Die
28-köpfige Crew ging in zwei Rettungsinseln. Eine Coast Guard HC-130 Hercules stieg um 10 Uhr auf und nahm Kurs auf die letzte bekannte Schiffsposition 900 Meilen südwestlich von Honolulu, wo sie gegen 13 Uhr eintraf. Auch das
Küstenwachschiff "
Alex Haley" aus Kodiak sowie das
Schwesterschiff der "
Hou Chun 11", die "
Shin Shun", liefen dorthin. Die Hercules sichtete die Inseln gegen 13.30 Uhr. Sie sollte dann von einer P-3 der U.S. Navy abgelöst werden, die gegen 17.30 Uhr dort eintreffen sollte. Ein weiteres Flugzeug sollte um 23 Uhr vor Ort sein und bleiben, bis am Morgen des 9.2. die "Alex Haley" dazustieß.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Kollision vor Istanbul
Kartal, Provinz Istanbul / Türkei, 08.02.10 - Am 7.2. kollidierten bei Kartal Istanbul in der Marmarasee bei stürmischem Wetter der türkische
Tanker "
Alfa Marmara", 6764 tdw (IMO-Nr.: 8418241) und der unter Sierra Leona-Flagge laufende
Frachter "
Sun", 8694 tdw (IMO-Nr.: 7112515). Beide Schiffe wurden oberhalb der Wasserlinie leicht beschädigt.
Die "
Sun" war bereits im
Dezember 2008 mit der "
Geneve M" auf der Reede von Istanbul zusammengestoßen. Die "
Alfa Marmara" wurde 1985 erbaut und gehört der Alfa Tanker Tasimacilik Sanayi ve Ticaret AS, die "
Sun" entstand 1971 und wird von der Argaz A.S. bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Sportboot vor Olawalu gesunken
Olowalu, Insel Maui, Hawaii / USA, 08.02.10 - Am Nachmittag des 7.2. sank 100 Yards vor der Küste von Olowalu das 27 Fuß lange
Sportboot "
Seawren III" aus Pukalani. Die
fünfköpfige Crew musste über Bord springen. Das Boot hatte morgens Lahaina zum Whale Watching verlassen. Als sie von der Rückseite von Lanai zurückkehrten, sahen sie, wie
Wasser über die Planken strömte. Der Skipper versuchte das Boot so dicht unter die Küste von Olowalu zu bringen wie möglich. Doch das
Wasser stieg schneller an, als es gelenzt werden konnte. Dann schlug der Antrieb auf ein Riff, und das Schiff
sank übers Heck. Gegen 16 Uhr traf Feuerwehr aus Lahaina ein und half, Angelausrüstung und persönliche Gegenstände zu bergen. Wegen des an Bord befindlichen Treibstoffs wurde auch die Coast Guard vor Ort erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Nach "Bawaqa" auch Ersatzfähre gesunken
Naibalebale, Viva Island / Fidschi (Fiji Islands), 08.02.10 - Die Bewohner von Naibalebale Village auf Viwa sind derzeit von Lautoka abgeschnitten, nachdem die
Fähre "
Unity Rogokaci", die den Insulanern seit dem Untergang der
Fähre "
Bawaqa" die Verbindung zum Festland geboten hatte, dort sank. Das 69,000 Dollar teure Schiff war im Taifun Mick im vergangenen Jahr beschädigt und seither nicht repariert worden. Es konnte 35 Personen und Fracht transportieren. Nun muss ein
Boot aus Najia den Dienst vorerst übernehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2010
Binnentanker lief auf Grund
Lent, Gemeinde Nijmegen, Provinz Gelderland / Niederlande, 08.02.10 - Auf der
Waal bei Gelderse Lent lief am Morgen des 8.2. gegen 3.15 Uhr ein
Binnentanker auf eine
Kribbe auf. Das Schiff transportierte keine Ladung. Möglicherweise musste der Skipper einem anderen
Schiff ausweichen. Ein Schlepper von Rijkswaterstraat machten den Havaristen um 6.45 Uhr wieder flott, der mit eigener Kraft und geringen Schäden seine Fahrt fortsetzen konnte. Das 80 Meter lange Schiff war nach Deutschland unterwegs.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Feuer auf Fischfänger
Petropawlowsk-Kamtschatski, Region Kamtschatka, Föderationskreis Fernost / Russland, 08.02.10 - Am 8.2. brach auf dem russischen
Krabbenkutter "
Svyatogor", 332 tdw (IMO: 8834782) in Petropawlowsk-Kamtschatski während
Reparaturarbeiten ein
Feuer aus. Das Schiff der Lenina Fishing Co. erlitt Schäden an Aufbauten und Laderaum. Feuerwehr ging mit Löschschaum gegen den Brand vor, der bei Schweißarbeiten ausgebrochen war. Das Schiff der Kolkhozer Lenina Fishing Co Petropawlowsk-Kamtschatski wurde 1990 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Frachter verlor Giftcontainer in der Ostsee
Schweden / Russland, 08.02.10 - Der finnische
Frachter "
Linda", 9131 BRZ (IMO-Nr.: 9354325), verlor auf der Reise von Rotterdam nach St. Petersburg am 6.2. um 12.40 Uhr
drei Container zwischen Öland und Nord-Gotland auf der Position 57 02.6 N 017 31.1 O. Das Unglück bahnte sich an, als der unterste von vier übereinander an Deck des Frachters stehenden 40-Fuß-Containern aus bisher ungeklärter Ursache zusammenbrach. Die drei darüber gestapelten Container sowie Teile des untersten fielen dann über Bord. In einem der verlorenen Container befanden sich 15 Tonnen als
Umweltgifte klassifizierte Chemikalien sowie fünf Tonnen
entzündliche Stoffe für die chemische und die Kunststoffindustrie. Die schwedische Küstenwache gab eine Navigationswarnung heraus und nahm aus der Luft eine Suche nach der verlorenen Fracht auf, doch es wurde vermutet, dass die Container auf 70 Metern Wassertiefe gesunken waren. Die in Helsinki beheimatete "Linda" lief in Charter of Containerships Oy und wird bereedert von der Langh Ship Oy. Der
Frachter machte am 7.2. mit Lotsenberatung in
Kronstad auf Kotlin Island fest, wo eine Untersuchung eingeleitet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Kapitän wollte Polizei und Feuerwehr nicht auf Schiff lassen
Mannheim, Baden-Württemberg / DE, 08.02.10 - Am 4.2. gegen neun Uhr verständigte eine Mannheimer Tanklagergesellschaft die Mannheimer Polizei und die Berufsfeuerwehr Mannheim, da bei einem
Tankschiff im Rheinauer Hafen
giftiges und
leicht entzündliches Gefahrgut aus einer
Dichtung an Deck ausgetreten war. Als die Polizei und die Feuerwehr vor Ort eintrafen,
weigerte sich der Kapitän aber, diese
an Bord zu lassen. Stattdessen beauftragte er zwei seiner
Matrosen mit der
Reinigung des Schiffsdecks. Unter
Androhung von
Zwangsmaßnahmen ließ der holländische Kapitän letztendlich die Polizei und Feuerwehr an Bord. Zwischenzeitlich hatten sich die
Matrosen erhebliche Verletzungen an ihren Händen zugezogen, da sich die Sicherheitshandschuhe durch die ätzende Flüssigkeit aufgelöst hatten. Beide Matrosen wurden zur ambulanten Behandlung in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert. Der Schiffskapitän wurde wegen
gefährlicher Körperverletzung angezeigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Luxusyacht rammte Stör-Sperrwerk
Wewelsfleth, Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein / DE - Am 7.2.
rammte die unter Bermudas-Flagge laufende
Luxusyacht "
Le Grand Bleu", 1248 tdw, (IMO-Nr.: 1006829) das
Stör-Sperrwerk, als es von Schleppern zur Überholung auf der Wewelsflether Peters-Werft durch die geöffnete
Klappbrücke gezogen wurde. Obwohl das Schiff vor der Brückenpassage ausgerichtet wurde, kam es mit dem Heck zu weit nach Backbord hinüber und rammte mit dem Brückendeck Teile des Sperrwerks. An diesem wie auch der Yacht entstanden
leichte Schäden, die auf letzterer im Rahmen der
Werftüberholung ausgebessert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Brand auf Binnentanker in Schiedam
Schiedam, Provinz Südholland / Niederlande, 07.02.10 - Am Morgen des 7.2. brach im Außenhafen von Süd-Schiedam auf dem
Binnenschiff "
Imke", 434 ts (EU-Nr.: 03230279) ein
Feuer aus. Es ging mit starker
Rauchentwicklung einher. Die Brandbekämpfung erwies sich als langwierig. Es kam schweres Gerät zum Einsatz. Das Schiff wurde 1958 bei Piet Hein in Papendrecht als "
Esso Nederland 66" erbaut für Esso Nederland NV in Den Haag. Seit 1987 läuft es als "Imke" für die Decoil International Oil BV in Schiedam. Es ist 49,93 Meter lang, 6,6 Meter breit und hat 2,42 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Türkischer Frachter vor Kroatien gestrandet
Insel Mrduja / Kroatien, 07.02.10 - Der türkische
Frachter "
Murat Hacibekiroglu III", 3289 tdw (IMO-Nr.: 8127323) lief vor der Adriaküste am 7.2. vor Mrduja Island auf 43 20 N 16 25 O auf
Grund. Das Schiff war mit einer Ladung Weizen unterwegs von Italien nach Kroatien, als es acht Meilen vor der kroatischen Küste festkam. Es wurde 1983 erbaut und wird von der Hacibekiroglu Shipping & Trading Co. Inc. bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Luxusyacht vor Mole gesunken
Oceanside, San Diego County, Kalifornien, 07.02.10 - In der Nacht zum 7.2. lief die 56 Fuß lange
Luxusyacht "
Smooth Operator II" in Oceanside vor dem Harbor Beach auf
Grund und
sank teilweise. Da sie auf dem Wasserwege nicht mehr zu bergen ist, wird ein Kran das in Oceanside beheimatete Schiff auf den Strand ziehen müssen. Der Skipper des Schiffes hatte am 6.2. gegen 23 Uhr einen Notruf gefunkt, nachdem es infolge eines
Motorschadens auf Grund gelaufen und von Wellen gegen die Mole am Nordende des Harbor Beach' geschmettert wurde. Der Skipper und ein zweiter Bootsfahrer retteten sich unversehrt an Land. Retter versuchten vergeblich, den Anker zu werfen, um das Schiff von der Mole abzuhalten. Am Morgen des 7.2. lag es mit 30 Grad Schlagseite halbgesunken im flachen Wasser. Taucher machten sich daran, den Schaden zu untersuchen. Trossen wurden ausgefahren, um ein Zerbrechen des Bootes auf der Mole zu verhindern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Filmschiff wird Tauchziel
Update vom 27.01.10
Wellington / Neuseeland, 07.02.10 - Am
9.2. soll der
Frachter "
Venture II" (
Manuia), der 2005 von Peter Jackson bei den
Filmarbeiten des Remake von
King Kong benutzt wurde, auf den
Grund der Cook-Straße sinken. Er wird seinen letzten Liegeplatz zwischen den Nord- und Südinseln finden. Die Universal Pictures hatten das Schiff nach Ende der Dreharbeiten auf Abbruch
verkauft an einen Grundstücksentwickler in Wellington, der dann pleite ging. Das Schiff ging daraufhin an den Greater Wellington Regional Council und wurde am Miramar Wharf, Wellington festgemacht. Die Reinigung des Rumpfes kostete 30000 Dollar, die von der öffentlichen Hand zu zahlen waren.
Universal Pictures nahmen mit dem Film
550 Millionen Dollar ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Knick in "Yona" stabilisiert
Update vom 06.02.10
Hansweert, Gemeinde Reimerswaal, Provinz Zeeland / Niederlande, 06.02.10 - Das belgische
Binnenschiff "
Yona" lag nach ihrer Strandung in Hansweert, wo eine Notreparatur durchgeführt wurde. Dadurch konnte der Knick im Rumpf stabilisiert werden. Längsseits waren die "
Karin" mit einer
Barge, in die die Kohleladung umgeschlagen wurde, die "
VB 10" und der Schlepper "
Multratug 15". Das Schiff soll, wenn es gesichert ist, nach Terneuzen geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
"Vogetrader" wird abgedichtet
Update vom 06.02.10
Kalaeloa, Honolulu County, Hawaii / USA, 06.02.10 - Die US Coast Guard stellte bei ihren Untersuchungen des in Monrovia beheimateten
Frachters "
Vogetrader" (Voge Trader) , 37663 BRZ (IMO-Nr.: 9108269) einen Riss im Mittschiffsbereich fest, wo sich im doppelten Boden ein Treibstofftank befand. Rund
100 Tonnen Wasser waren eingedrungen, aber kein Öl ausgelaufen. Nach provisorischer Reparatur sollte der Havarist Barber’s Point anlaufen. Das Schiff war am 5.2. um 7.25 Uhr in der Zufahrt von Kalaeloa Barbers Point Harbor auf Oahu nahe Tonne 2 gestrandet und um 14.50 Uhr von vier Schleppern wieder flottgemacht worden, nachdem zuvor an Backbordseite Ballastwasser aufgenommen worden war, um die Steuerbordseite anzuheben. Das Hawaii Department of Land and Natural Resources machte sich derweil daran, möglichen Schaden am Riff zu prüfen. Die Crew eines HH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station Barbers Point überwachte das Seegebiet, um sicherzustellen, das skein Ölauslief. Die Havarie führte zu keinen nennenswerten Störungen im Schiffsverkehr, nur ein Schiff musste warten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Fähre lief in Pier
Kennacraig, Kintyre-Halbinsel, Grafschaft Argyll and Bute, Schottland / UK, 06.02.10 - Am 5.2. wurden die
Passagiere der britischen
Fähre "
Ilse of Arran", 666 tdw (IMO-Nr.: 8219554)
evakuiert, nachdem diese in eine
Pier auf der Kintyre-Halbinsel
gelaufen war. 14 Passagiere wurden unversehrt an Land gesetzt, nachdem das Schiff im Hafenbecken gedreht worden war. Die Caledonian MacBrayne-Fähre verkehrt zwischen der schottischen Westküste und den inneren Hebriden. Sie wurde 1984 erbaut und wird von der Caledonian Maritime Assets Ltd. bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Binnenschiff in Hoogezand gesunken
Hoogezand-Sappemeer, Provinz Groningen / Niederlande, 05.02.10 - Das alte
Binnenschiff "
Caesar" sank am 4.2. in der Oude Winschoterdiep in Hoogezand. Aus dem 25 Meter langen Wrack begann
Öl auszulaufen, das von Spezialfirmen
eingedämmt wurde. Die Caesar liegt bereits seit April 2009 an der Anlegestelle. Der Eigner ist zwar bekannt, war aber noch nicht zu kontaktieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Tanker rammte Kai
Beaumont, Texas / USA, 05.02.10 - Am 5.2. gegen sieben Uhr lief der 274 Meter lange
Tanker "
Hellespont Trust", 147261 tdw (IMO-Nr.: 9159672) gegen das Dock 5 auf dem
Neches River, als er vom
Sun Oil Dock 4 ablegte und im Wendebassin drehen wollte. Dabei stieß er mit dem
Backbordbug gegen den
Kai. Es entstand nur geringer Schaden. Das 1999 erbaute Schiff wird bereedert von der Hellespont Hammonia GmbH & Co. KG.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.02.2010
Wieder Kollision japanischer Walfänger mit Sea Shepherd-Schiff
Antarktis / Australien, 06.02.10 - Zum
zweiten Mal seit Jahresbeginn ist es in der Antarktis zur
Kollision eines japanischen
Walfängers mit einem
Boot der Tierschutzorganisation Sea Shepherd gekommen. Beide Seiten wiesen sich am 6.2. gegenseitig die
Schuld an dem Zwischenfall zu,
bei dem niemand verletzt wurde. Bei der Kollision wurde ein Loch in den Rumpf der 1200 Tonnen großen "
Bob Barker" gerissen, als sie versuchte, die Walfänger daran zu hindern, erlegte Tiere zur Verarbeitung auf ein größeres Schiff zu verladen. Das Schiff hatte hinter dem Fabrikschiff "
Nisshin Maru" Position bezogen. Vier japanische Schiffe hatten die "Nisshin Maru" dadurch nicht erreichen können und deshalb die «Bob Barker» umkreist. Die "
Yushin Maru No. 3" stieß dann mit ihrem Heck in die Seite der "Bob Barker", wobei ein meterlanger
Riss entstand. Das entstandene Loch wurde aber bereits repariert. Die japanische Fischereibehörde erklärte, das Boot der Tierschützer habe den Zusammenstoß verursacht. Die "Bob Barker" habe sich plötzlich der "Yushin Maru 3" genähert, und die Tierschützer hätten versucht, Flaschen mit Buttersäure auf das Fangschiff zu werfen. Die japanische Behörde sprach von einem Akt der Sabotage gegen den Walfänger. Auf von Sea Shepherd veröffentlichten Videoaufnahmen sind die "Bob Barker" und die «Yushin Maru 3» zunächst nebeneinander zu sehen, dann nähern sie sich einander an. Das japanische Schiff scheint abzudrehen, richtet sein Heck dann aber scharf gegen die "Bob Barker". Die Aufnahmen wurden vom Schiff der Tierschützer aus gemacht.
Bereits am
6. Januar hatte ein japanischer
Walfänger die «
Ady Gil» gerammt. Sie war nach der Kollision, bei der ihr der Bug weggerissen wurde, gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2010
Großer Sachschaden bei Untergang von Messschiff
Zeebrügge, Provinz Westflandern / Belgien, 06.02.10 - Am Morgen des 5.2. sank das belgische hydrographische und topographische
Forschungsschiff "
Geosurveyor II" der GEOxyz im äußeren Fischereihafen von Zeebrugge. Nachdem die
Crew des
Kutters "
Foxtrot II" festgestellt hatte, das nur noch der Mast des 2007 erbauten Katamaranschiffes aus dem Wasser ragte, wurden
Berger aus Nieuwpoort gerufen, ihn zu heben. Auch ein Zivilschutzschiff aus Jabbeke wurde gerufen, um einen Ölaustritt zu bekämpfen. Ein Taucher der Bergungsfirma Nogal platzierte Hebetrossen unter dem Rumpf, der dann von einem Kran so weit angehoben wurde, dass gegen Mittag Lenzpumpen angesetzt werden konnten. Doch trotz der raschen Bergung beläuft sich allein der Schaden an den Messinstrumenten an Bord auf
180.000 Euro. GEOxyz aus Zwevegem ging von einer zweimonatigen Reparatur aus. Das Schiff ist 12.62 Meter lang, 4.21 Meter breit und hat 0.95 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2010
Gestrandetes Binnenschiff geleichtert und geborgen
Update vom 05.02.10
Hansweert, Gemeinde Reimerswaal, Provinz Zeeland / Niederlande, 06.02.10 - Am Abend des 5.2. gelang es Bergern von Multraship aus Terneuzen und Polderman aus Hansweert, das gegen 11 Uhr auf der Fahrt von Antwerpen nach Gent gestrandete Brügger
Binnenschiff "
Yona" (EU-No.: 6002057) wieder flottzumachen. Es war mit einer Ladung von 1260 Tonnen Steinkohle morgens gegen 11 bei Tonne 58 auf der Westerschelde festgekommen. Mittags war die zweiköpfige Besatzung von Bord und mit dem Leichtern der Ladung in das
Schubschiff "
CFNR 304" aus Yerseke begonnen worden. Als die Flut wieder auflief, konnte das um 60 Prozent geleichterte und durchgebogene Schiff vom Grund gezogen werden. Bei der Bergung im Einsatz waren weiterhin die "
Bravo", "
Charlie", "
Multratug 5", "
Multratug 15", "
Vebo 10", "
Karin",
Zyphyrus" und das
Kranschiff "
Ri-Jos". Die "Yona" wurde in Hansweert an einen Kai gelegt und weiter gelöscht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2010
Feuer auf Forschungsschiff
Freeport, Brazoria County, Texas / USA, 06.02.10 - Das seismische
Forschungsschiff "
Lady Gloria" geriet am 5.2. auf dem
Old Brazos River um 7.33 Uhr in
Brand. Es startete in der achteren Luke. Feuerwehren aus Clute, Brazoria und Oyster Creek halfen der Wehr von Freeport bei der Bekämpfung des Feuers, das gegen neun Uhr gelöscht war. Zwei
Feuerwehrleute aus Freeport kamen ins Brazosport Regional Health System, nachdem sie beim Zusammenbruch einer Leiter
leicht verletzt worden waren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2010
Schwimmkran auf Drift demolierte Yacht
New London, Connecticut / USA, 06.02.10 - Die
US Navy untersucht derzeit, wie sich am 25.1. ein 175 Fuß langer
Schwimmkran von der Naval Submarine Base in New London losreißen konnte und die 38 Fuß lange
Yacht "
ChrisDaLyn"
rammte. Der unbemannte Kran kam von der Nordseite der Pier 33 und trieb bei starkem Wind gegen die gegenüberliegende Thames View Marina, wo er neben der Yacht auch drei
Betonpontons rammte. Die Yacht wurde entmastet und das Deck vom Rumpf losgerissen. Außerdem hatte das Schiff Risse, und der Steuerstand war zerstört. Die Versicherung schätzte den Schaden auf 74,000 Dollar, mehr als die Summe, für die das Boot versichert war. Der Eigner hatte es vor acht Jahren erworben. Nun hofft er auf eine Entschädigung durch die Marine.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2010
Alte Liverpooler Fähre sank auf der Themse
Woolwich, London Borough of Greenwich, London, England / UK, 05.02.10 - Am 1.2. um 14.28 Uhr wurde die
RNLI von Gravesend zu einer sinkenden
Fähre auf der Themse
gerufen. Es wurde befürchtet, dass sich noch Menschen an Bord befinden könnten. Die "
Royal Iris" war an ihrem Liegeplatz nahe Woolwich in Südost-London leckgeschlagen. Das Wasser stand bis zum Oberdeck. Wahrscheinlich war es schon seit einiger Zeit durch das Heck eingedrungen. Die Durchsuchung der zugänglichen Teile des Schiffes verlief ergebnislos. Als ein
Feuerlöschboot eintraf, wurde das Boot der RNLI entlassen. Die dieselelektrisch betriebene, für rund
1200 Fahrgäste ausgelegte "Royal Iris" war
1950 für die Wallasey Ferries in Liverpool erbaut worden und war 42 Jahre im aktiven Dienst, bis sie 1991 ausgemustert wurde. Danach sollte sie als
Nachtclub in Cardiff dienen, doch als sich dies nicht realisierte, wurde sie 2002 in die Themse geschleppt und verfiel dort seither.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2010
Frachter von Roth GmbH lief vor Barbers Point auf Grund
Kalaeloa, Honolulu County, Hawaii / USA, 05.02.10 - Der unter Liberia-Flagge laufende
Bulkcarrier "
Vogetrader", 37.663 BRZ (IMO-Nr.: 9108269) der Reederei Roth GmbH & Co ist am 5.2. um 7.15 Uhr unter
Lotsenberatung im Bereich des Hafens Kalaeloa Barbers Point Harbor, Oahu
gestrandet. Ölbekämpfungseinheiten der U.S. Coast Guard waren vor Ort. Die "Vogetrader" saß nahe Tonne 2 in der Zufahrt von Barbers Point. Die
Bergungsarbeiten blockierten die ein- und ausgehenden Schiffe.
Vier Schlepper zogen das Schiff um 14.50 Uhr zurück in das Fahrwasser, nachdem die Backbordtanks mit Ballastwasser gefüllt worden waren, um das Schiff umzutrimmen. An einem Ankerplatz sollte anschließend ein bei der Strandung entstandener
Riss im Rumpf provisorisch repariert werden. Ein HH-65-Helikopter überwachte die Entwicklung. Der Lotse wurde derweil im Queen's Medical Center routinemäßig einem Drogentest unterzogen.
Die "
Vogetrader" wurde
1996 bei Hitachi Zosen als "
Far Eastern Progress" erbaut, als die sie bis 2001 lief. Sie verdrängt 72195 Tonnen, ist 223.70 Meter lang, 32,24 Meter breit und hat 10,5 Meter Tiefgang. Manager ist die ET Internet Technology.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2010
Geheimnissvoller Wrackrest identifiziert ?
Update vom 05.02.10
Charleston Harbor, Coos Bay, Oregon / USA, 05.02.10 - Handelt es sich bei den
Wrackteilen, die der
Kutter "
Grumpy J" am 1.2. aus 500 Faden Tiefe hervorholte, um
Überreste der "
C Lady"? Dieses Schiff wurde zuletzt im
August 2003 gesehen und am 4.9. als vermisst gemeldet. Die jetzt geborgenen Überreste werden derzeit in einem Trockendock in Charleston untersucht. Es handelt sich um ein Ankerspill und ein 20 Fuß langes Bugteil. Die "
C Lady" war ein weiß gestrichener, 60 Fuß langer
Thunfischfänger. Lediglich ein Rettungsring wurde seinerzeit 60 Meilen vor Port Orford entdeckt, der
Skipper blieb verschwunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2010
Kohlenfrachter auf der Westerschelde auf Grund gelaufen
Kruiningen, Provinz Zeeland / Niederlande, 05.02.10 - Auf der Westerschelde auf Höhe vom Kruiningen ist am 5.2. um 11.30 Uhr das
Binnenschiff "
Jona" auf Grund gelaufen. Es befand sich mit einer Ladung von 1380 Tonnen
Steinkohle auf der Reise von Antwerpen nach Gent. Da das Schiff begann, sich durchzubiegen, wurde die
dreiköpfige Crew von Bord geholt. Das Achterschiff lag auf Grund, das Vorschiff auf tieferem Wasser. Die "Jona" lief durch das Nebenfahrwasser Schaar von Waarde in die Westerschelde, um das Hauptfahrwasser, wie viele Binnenschiffe es tun, zu meiden. Es kam an ungefähr derselben Stelle fest, wo in der vergangenen Woche die "
Hagora" strandete. In den Mittagsstunden wurde begonnen, die Ladung zu leichtern. In den Abendstunden sollte das Löschen abgeschlossen sein. Die Bergungsfirma Multraship aus Terneuzen erhielt den Bergungskontrakt. Auch Polderman aus Hansweert ist vor Ort. Vor einer Bergung muss ein
Riss im Rumpf abgedichtet werden. Gelingt es nicht rasch, das Schiff freizuschleppen, droht es gänzlich durchzubrechen. Die übrigen Schifffahrt auf der Schelde war nicht beeinträchtigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Holländische Inselfähre saß fest
Lauwersoog, Gemeinde De Marne, Provinz Groningen / Niederlande, 05.02.10 - Die holländische
Fähre "
Rottum", 1121 BRZ (IMO-Nr.: 8408959), die zwischen Schiermonnikoog und Lauwersoog verkehrt, lief am Morgen des 5.2. bei der Glindetonne 11 auf
Grund. An Bord waren 29 Personen. Gegen 10 Uhr kam das 58,00 Meter lange Schiff mit steigendem Wasserstand wieder frei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Feuer auf "Ghost Ship"
Hartlepool, Grafschaft Cleveland, England / UK, 05.02.10 - In Teesside brach am 5.2. um 9.10 Uhr nahe Hartlepool ein
Feuer auf dem
ausrangierten französischen
Flugzeugträger "
Clemencau", 32700 ts, aus. Rund
50 Feuerwehrleute waren im Einsatz, den Brand zu bekämpfen. Die "Clemenceau" war im vergangenen Jahr zum Abbruch bei Graythorp Dry Dock eingetroffen,
nachdem Indien und Ägypten dies
abgelehnt hatten. Die Cleveland Fire Brigade hatte das über drei Abteilungen ausgebreitete Feuer binnen einer Stunde unter Kontrolle. Vorsorglich war auch das
Löschboot "
Wrighty" vor Ort. Das Feuer war in der Verkabelung entstanden. 70 Arbeiter waren zu der Zeit an Bord tätig gewesen.
Zwei wurden bei der Evakuierung
zeitweilig vermisst, waren aber wohl behalten. Für die Öffentlichkeit bestand keine Gefahr, es waren
keine giftigen Materialen vom Brand betroffen. Am 6.2. soll eine Rumpfcrew wieder an Bord gehen und am 8.2. der normale Abbruchbetrieb wieder aufgenommen werden. Bislang wurden
70 Prozent des an Bord verbauten
Asbest entfernt, der Rest soll bis April folgen. Im Sommer soll die "Clemencau" gänzlich zerlegt sein. Der Träger war 1957 in Brest vom Stapel gelaufen und 40 Jahre später außer Dienst gestellt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Storkower Kanal: Ventil ließ Schlepper sinken
Wendisch Rietz, Landkreis Oder-Spree, Brandenburg / DE, 05.02.10 - Am 4.2. sank unterhalb der
Schleuse in
Wendisch Rietz des Storkower Kanals der
Schlepper "
Krokodil". Er lag bereits seit einigen Wochen an der Schleuse. Aus zunächst ungeklärter Ursache lief das Schiff voll und
sank auf einer Wassertiefe von einem Meter. Auf Grund der derzeitigen Schifffahrtssperre bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für andere Schiffe, es entstanden keine Wasserverunreinigungen. Als
Ursache für das Sinken stellte sich ein
geplatztes Ventil heraus, das repariert wurde. Eine Spezialfirma pumpte das Wasser aus. Der Schlepper war bereits am 4.2. um 13:00 Uhr wieder
schwimmfähig, der entstandene Sachschaden wurde auf rund 5.000 € geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Vier Vermisste nach Untergang vor China
Provinz Guangdong / Volksrepublik China, 05.02.10 - In der südchinesischen Guangdong Provinz dauerte am Abend des 4.2. die Suche nach
vier Vermissten der "
Shunfa 38", an, die mit Sand beladen auf der Reise nach Zhuhai an der Grenze zwischen der Guangdong Provinz und Macao
gesunken war. Das Schiff war mit der "
Jinhang 68" aus Xijiang auf dem Pearl River
kollidiert und so schwer beschädigt worden, dass es
kenterte.
Fünf Seeleute wurden gerettet. Taucher stiegen zu dem Wrack ab, konnten aber keine Lebenszeichen feststellen. Die
9-köpfige Crew der mit Stahl beladenen "
Jinhang 68," die von Dalian in der nordöstlichen Liaoning Provinz unterwegs war nach Foshan in Guangdong, blieb unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Kein Entkommen für "Great Escape"
Barrier Reef / Belize, 05.02.10 - Am 29.1. hat das
Department of Environment (DOE)
800 Gallonen Öl aus der
Luxusyacht "
Great Escape" geleichtert, die beim Verlassen von Belize am
3.11.2009 auf dem
Barrier Reef nahe Hunting Caye
strandete und seither dort auf ihrer Backbordseite lag. Das
Wrack wurde in den Wochen seit der Strandung bereits geplündert, und in der vorvergangenen Woche brach es auseinander und sank. Eine Bergung würde 30,000 Dollar kosten. Das
Wrack soll nun stückweise abgebrochen und dann der Schaden am Riff untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Eis versenkte Yacht in Hamburg
Hamburg-Tatenberg, Bezirk Hamburg-Bergedorf, Bundesland Hamburg / DE, 04.02.10 - Vermutlich weil ein sogenanntes
Seeventil durch Eis beschädigt wurde, lief der Rumpf der 12 Meter langen
Yacht "
Moonlight IV" am 4.2. voll. Das Schiff
sank im Hafenbecken des Hamburger Yacht Clubs am Tatenberger Deich in Tatenberg. Der Schaden belief sich auf mindestens
100.000 Euro. Die Feuerwehr war zwar noch zum Yachthafen gerufen worden, konnte das Schiff, das am Ende des Stegs festgemacht war, aber nicht mehr retten. Eine Bergung ist jetzt nur von der Wasserseite aus möglich nach
Ende der Frostperiode. Die Feuerwehr sicherte derweil die Unfallstelle mit
Ölsperren ab, damit auslaufendes Benzin und Öl nicht das Hafenbecken verunreinigen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Schubverband erreichte nach Strandung Urmitz
Update vom 04.02.10
Urmitz, Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz / DE, 04.02.10 - Am 4.2. erreichte der
Schubverband "
Quinto 2" und "
Quinto", 2394 ts (ENI-Nr. : 02324438), den Hafen von Urmitz. Der Koppelverband war am Morgen des 3.2. vor dem
Karlsruher Hafen in Höhe der Raffinerie Miro auf Grund gelaufen und hatte mehrere Stunden den gesamten Schiffsverkehr auf dem Rhein blockiert, bis er um 12.45 Uhr wieder flott war. Die "Quinto" der Vof Quinto in Zwijndrecht ist 110 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 3,32 Meter Tiefgang. Der Kasko wurde 2000 bei der JSC Yantar Werft in Kaliningrad erbaut und bei Van Wijk in Werkendam ausgerüstet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Restaurierung der "Cutty Sark" weiter verzögert
London, England / UK, 04.02.10 - Der
Klipper "
Cutty Sark" wird erst 2012,
zwei Jahre später als zunächst erhofft, wiederhergestellt sein. Dies gab der britische Premierminister Brown am 4.2. bekannt. Die Arbeiten verzögerten sich nach Auskunft des Cutty Sark Trust, weil die
Spanten starker verrostet waren als gedacht. Der Klipper hatte nach dem Großbrand am
21.5.2007 eigentlich in diesem Jahr wieder eröffnet werden sollen, im Oktober 2009 war dieser Termin zunächst auf Frühjahr 2011 verschoben worden. Rechtzeitig zu den Olympischen Spielen soll das Schiff aber wieder in altem Glanz erstrahlen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Großbrand in Sausalito Marina
Sausalito, Marin County, Kalifornien / USA, 04.02.10 - Am Abend des 4.2. geriet die 48 Fuß lange
Yacht "
The Rubicon" in der Sausalito Marina in
Brand. Die
Löschboote von Southern Marin und Tiburon und die U.S. Coast Guard kamen zum Einsatz. Um 17.30 Uhr war das Feuer in der Schoonmaker Point Marina auf der Ocean Alexander Yacht entdeckt worden. Zuerst stieg Rauch auf, dann stand sie rasch in Flammen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Kaum noch Hoffnung für acht Vermisste vor Chile
Update vom 04.02.10
Ancud, Insel Chiloé, Región de los Lagos / Chile, 04.02.10 - Starke Regenfälle und kräftiger Wind beeinträchtigten am 4.2. weiterhin die Suche nach den
acht Vermissten der "
Soledad II", die vor Chiloe Island mit
10 Menschen an Bord gesunken war. Das Schiff war zuvor im Chacao Channel vor Los Lagos in einen Sturm geraten.
Zwei Tote waren am 3.2. entdeckt worden. Das Boot war auf der Rückreise von Carelmapu nach Ancud gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Stromrechnung nicht bezahlt – Schiff gesunken
Jeffersonville, Clark County, Indiana / USA, 04.02.10 - Die "
Starship Landing", die als
Anlegeschiff für die im vergangenen März außer Dienst gestellte "
Star of Jeffersonville" diente, ist in Jeffersonville teilweise gesunken. Die
Stromversorgung war zuvor unterbrochen worden, nachdem die Eigner die
Stromrechnung schuldig geblieben waren. Ohne Bilgenpumpen begann Wasser in das Schiff zu laufen, das die Stadt von seiner Waterfront bereits entfernt wissen wollte. Die "
Star of Jeffersonville" ist derweil in Utica zum
Verkauf aufgelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Durch 100-Meter-Eisscholle drohte Kutter zu kentern
Rettungsstation List, Insel Sylt, Schleswig-Holstein / DE, 04.02.10 - Die "
Minden" der
DGzRS hat am 3.2. im Watt zwischen den nordfriesischen Inseln
Sylt und
Rømø einen
Fischkutter vor dem Kentern bewahrt. Die
drei Fischer an Bord hatten ihr Schiff in Gedanken bereits aufgegeben. Östlich des Hafens von Havneby/Rømø (Dänemark) hatte sich der niederländische
Fischkutter "Onder Neming" (
UK 179) aus Urk bei schwerem Eisgang im Watt
festgefahren. Mit ihrem halbstarren
Schlauchboot konnten die
dänischen Seenotretter aus Havneby nichts ausrichten. Sie alarmierten deshalb die deutschen Kollegen. Der Seenotkreuzer "Minden" der Station List kämpfte sich durch das Eis zu dem Fischkutter vor. Eine Eisscholle mit etwa 100 Metern Durchmesser hatte sich bereits seitlich unter den Kutter geschoben und drohte, ihn zu kentern. Das Eis türmte sich auch neben der Bordwand auf des Schiffes auf, das nach Steuerbord krängte. Die "
Minden" manövrierte sich vorsichtig in die Nähe des Havaristen. Die Rettungsmänner stellten dann mit der
Wurfleine eine
Leinenverbindung her. Sie mussten die ganze Kraft der fast 2000 PS starken Maschinen der "Minden" aufwenden, um den Kutter im Eis zu drehen und von der Untiefe herunterzuziehen.
Maschine und Ruderanlage des Havaristen hatten offenbar keinen Schaden genommen. Die Niederländer setzten ihre Fangreise fort. Der 1965 erbaute Kutter wird bereedert von J. de Vries & J. Kaptein in Urk. Er ist 25.2 Meter lang, 5,9 Meter breit und hat 2,85 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Frachter verlor Ladung in den Dardanellen
Dardanellen (Meerenge) / Türkei, 04.02.10 - Am 3. Februar
verlor im Südteil der Dardanellen der auf den Komoren registrierte
Frachter "
Evagelismos", 2550 tdw (IMO-Nr.: 7431105), einen Teil seiner
Decksladung. Vorher war Ladung auf dem Schiff übergegangen und hatte eine
Schlagseite von
25 Grad ausgelöst. Der Frachter der griechischen L-Shipping ging zum Umstauen der Fracht anschließend vor Anker. Das 76 Meter lange, mit 1507 Tonnen vermessene Schiff entstand 1976 auf dem Danyard in Frederikshavn.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Kroatischer Frachter saß vor Neretva-Delta fest
Kroatien, 04.02.10 - Am 3.2. gegen 16 Uhr lief auf dem Weg von Marseille nach Metkovic der kroatische
Zementfrachter "
Orebic", 942 BRZ (IMO Nr: 5018832), auf einer Sandbank in der Mündung des
Neretva-Flusses auf
Grund. Das Schiff sollte im Laufe des 4.2. von
Schleppern wieder flott gemacht werden. Das Schiff wurde 1958 als "
Siegfried Lehmann" bei der Lübecker Schlichting-Werft erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Kollision vor Taiwan verlief glimpflich
Taiwan, 04.02.10 - Am 2. Februar sind in der Taiwanesischen Meerenge (Formosastraße, Taiwan-Straße, Taiwan Strait) auf 23 27 N 119 51 O der unter Malta-Flagge laufende
Massengutfrachter "
Clara", 77073 tdw (IMO-Nr.:9304083 ), und der koreanische
Tanker "
Lucky 7", 7902 tdw (IMO-Nr.: 9063811). Dabei erlitt der
Frachter einige
Schäden, er lief am 4. Februar in Taichung, Taiwan ein, wo die Ladung gelöscht werden sollte. Der Tanker machte 3.2. in Kaoshiung, Taiwan fest.
Die 2006 erbaute "
Clara" wird von der Johann M.K. Blumenthal GmbH und Co. KG Reederei in Hamburg betrieben. Die "
Lucky 7" wurde 1992 erbaut und wird von der Vesta Shipping Co. Ltd. betrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Wrackteile aus 10500 Fuß Tiefe gezogen
Charleston Harbor, Coos Bay, Oregon / USA, 04.02.10 - Nahe Coos Bay, Oregon, zog der
Kutter "
Grumpy J" am 2.2.
Wrackteile eines weißen Rumpfes aus 10.500 Fuß Tiefe empor. Es handelte sich um einen
Anker, eine
Windhutze und eine
Bugspitze. Die Teile hatten sich im Netz verfangen. Sie wurden nach Charleston Harbor in der Coos Bay gebracht, wo sie von Vertretern der Coast Guard aus North Bend untersucht wurden. Sie stammten von einem
Holzschiff mit blauem und weißem Rumpfanstrich, konnten aber
bislang nicht identifiziert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Kollision im Bosporus
Istanbul / Türkei, 02.02.10 - Am 2.2.
kollidierte der
Massengutfrachter "
GO Friendship", 44875 tdw (IMO-Nr.: 9082958), mit der türkischen
Fähre "
Galatasaray", 441 tdw, der Evalend Shipping Co. S.A., im Bosporus. Die 1989 erbaute Fähre musste nach dem Zusammenstoß an den Fährterminal Harem zurückkehren. Der 1994 erbaute, mit 26136 Tonnen vermessene Frachter der Evalend Shipping in Athen ging vor Bujukdere vor Anker und lief unterdessen nach Ilichevsk weiter.
Der Schaden blieb gering.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2010
Perforierte "Bostan" liegt weiter in Minden fest
Update vom 02.02.10
Minden, Nordrhein-Westfalen / DE, 04.02.10 - Wenn es nach dem Willen des Wasser - und Schifffahrtsamts in Minden geht, soll das havarierte deutsche Binnenschiff "Bostan", 909 ts (ENI-Nr.: 40.17060), am 5.2. den Mittellandkanal verlassen. Die Lecks waren bereits am 3.2. von einem Taucher provisorisch abgedichtet worden. Am 4.2. sollte sich ein Gutachter der Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission/Schiffseichamt (ZSUK) die "Bostan" ansehen. Auf der Basis der Untersuchung sollte entschieden, werden ob und wie weit das Schiff mit den provisorischen Dichtungen fahren durfte. Findet sich bis zum 5.2. keine endgültige Anlaufstation, sollte das Schiff erst einmal auf einem eisfreien Stück der Weser vertäut werden, um nicht weiter im Weg zu sein. Außerdem könnte durch den Eisdruck, der entsteht, wenn andere Schiffe in den nächsten Tagen den Mittellandkanal wieder passieren, die Schiffswand weiteren Schaden nehmen. Momentan ist der Kanal für den Verkehr zwar noch gesperrt, Eisbrecher haben aber damit begonnen, zumindest die Strecke Richtung Westen freizuräumen. Die Fracht der "Bostan" sollte eigentlich bis zum 3.2. gelöscht worden sein, ein Schaden am Bagger verhinderte dies aber. Am 4.2. sollten nun die restlichen 30 der insgesamt rund 830 Tonnen Serox gelöscht und zurück zum Hersteller nach Hannover gebracht werden. Der Abtransport verzögerte sich zudem, da das restliche Pulver sehr nass war und eigens besonders dichte Transportmulden angefordert werden mussten und der Schlamm klebte und sich schlecht aus den Mulden leeren ließ.
Die Lecks im Rumpf waren auf das ganze Schiff verteilt, und es gab zunächst Mühe, alle zu lokalisieren. Ein unter das 30 Zentimeter dicke Eis gestiegener Taucher dichtete am 3.2. ein großes Loch im Bugbereich mit Schaumstoff und Reaktionsharz. Bei der "Bostan", die 1937 vom Stapel lief, ist im Gegensatz zu modernen Frachtschiffen, die eine zweite Hülle haben, die Außenwand zugleich die Ladewand. Dadurch lief das einströmende Wasser direkt in den Frachtraum, wo es zeitweilig einen Meter hoch stand. Ob die Schiffswand schon zu porös war, um dem Eis überhaupt standhalten zu können, bleibt indes bis zu einem abschließenden Gutachten Spekulation. Die Papiere des Schiffs waren in Ordnung und bis Ende des Jahres gültig.
Eisschollen hatten das 67 Meter lange Binnenschiff am 27.1. bei der Passage des Mittellandkanals leckgeschlagen. Es wurde vermutetet, dass der Kapitän die von den Eisschollen ausgehende Gefahr unterschätzt hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
Räumung von Kutterwrack gefordert
Fraserburgh, Aberdeenshire, Schottland / UK, 04.02.10 - Die Anwohner von Fraserburgh forderten jetzt die Räumung eines Wracks, das seit über vier Jahren vor ihrem Strand liegt. Der 25 Meter lange britische Kutter "Sovereign" (BF 380) (IMO-Nr.: 7342768) lief am 18. Dezember 2005 östlich von Fraserburgh in Aberdeenshire auf Grund und verblieb seither dort auf der Seite liegend. Die Anwohner sehen in dem Kutter ein Sicherheitsrisiko und einen Schandfleck. Sie befürchten, Jugendliche könnten auf das Wrack klettern und dort verunglücken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
Rettungsaktion für im Sturm treibenden Kutter
Insel Kavaratti / Lakshadweep (indisches Unionsterritorium), 04.02.10 - Am 3.2. kam die Küstenwache der neunköpfigen Crew des Kutters "Akash" zu Hilfe, der 286 Meilen nordwestlich von Kochi in Seenot geraten war. Der dänische Containerfrachter "Albert Maersk" hatte gemeldet, dass das Schiff bei 50 Knoten Wind westsüdwestlich der Agatti Islands treibe. Die Küstenwache schickte eine Dornier, um das Schiff zu lokalisieren, und gleichzeitig setzte die Coast Guard-Station in Kavaratti ihr Boot "C-144" in Marsch. Die 50 Fuß lange "Akash" war am 23.1. gegen 23 Uhr aus Kochi (Indien) ausgelaufen und hatte am 29.1. Maschinenausfall durch einen Schaden an der Treibstoffpumpe erlitten. Es wurde am 4.2. im Schlepp in Kavaratti erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
Mindestens 6 Menschen nach Untergang vor Chile vermisst
Ancud, Insel Chiloé, Región de los Lagos / Chile, 04.02.10 - Mindestens 6 Menschen wurden nach einem Schiffsunglück vor Südchile vermisst. Die exakte Anzahl von Mitfahrern auf dem Schiff war unbekannt. Das Boot sank vor Sebastiana Island, rund 1,150 Kilometer südlich von Santiago, in stürmischer See. Die Insassen des Bootes "Soledad II", die an einem religiösen Fest in Carelmapu, eine Stadt in der Region Los Lagos teilnahmen, fuhren nach Ancud. Es war ohne Genehmigung unterwegs. Die Marine forderte zur Suche ausgelaufene Fahrzeuge wegen des Sturms zur Rückkehr in den Hafen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
Sechs Tote bei Untergang in Narayanganj befürchtet
Narayanganj / Bangladesch, 04.02.10 - Mindestens drei Arbeiter ertranken, und drei weitere wurden vermisst, nachdem die mit Erde beladene "Alam" am 3.2. im Fluss Shitalakkhya im Hafen von Narayanganj am Morgen sank. Alle 32 Arbeiter schliefen in ihren Kabinen, als das mit vier weiteren Booten vor Anker liegende Fahrzeug plötzlich vor dem Kumudini Trust auf 40 Fuß Tiefe gegen fünf Uhr plötzlich von der Wasseroberfläche verschwand. Die Schiffe waren aus Kanchpur gekommen. 26 Personen retteten sich schwimmend an Land. Die Polizei von Naranyanganj und die Feuerwehr der Bangladesh Inland Water Transport Authority (BIWTA) eilten zum Einsatzort und bargen die Toten gegen 12.30 Uhr. Die Vermissten könnten im Wrack des Schiffes eingeschlossen sein, das möglicherweise wegen Überladung sank.
Itkhola / Bangladesh, 04.02.10 - Bei einem weiteren Zwischenfall wurden drei Personen vermisst, nachdem eine Fähre mit einem Boot am 2.2. auf der Padma on Mawa-Kawrakandi-Route kollidierte. Acht Personen wurden gerettet. Das Schiff war mit 14 Personen an Bord gegen 20.30 Uhr von Mawa nach Majhi Kandi Ghat in Shariatpur auf der anderen Seite des Padma ausgelaufen. Es verunglückte bei Louhajong Point nahe Itkhola, einen Kilometer vor Mawa. Alle Vermissten stammen aus Rambhadrapur und Bhedorganj in Shariatpur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
Rhein nach Strandung eines Koppelverbandes zeitweilig gesperrt
Karlsruhe, Baden-Württemberg / DE, 03.02.10 - Am Morgen des 3.2. ist ein Containerverband im Karlsruher Hafen in Höhe der Raffinerie Miro aufgelaufen und blockierte einige Stunden den gesamten Schiffsverkehr auf dem Rhein. Um 12.45 Uhr hob die Wasserschutzpolizei die Beschränkungen wieder auf. Ein mit Containern beladener holländischer Schubverband war offenbar infolge von Problemen an der Ruderanlage gegen 8.20 Uhr bei der Talfahrt nach Steuerbord vom Kurs ab und nachfolgend in ein Buhnenfeld geraten. Dadurch liefen sowohl Schubschiff als auch Leichter auf Grund, schlugen aber nicht leck. Nachdem beim Unfall ein Teil der Koppeldrähte gerissen war, gelang es der Schiffsbesatzung, durch Anlegen von Trossen die drohende Trennung des rund 200 Meter langen Verbandes zu verhindern. Der Schubverband kam mit Assistenz eines vorbeikommenden Schiffes wieder frei und hat seinen stromabwärts führenden Weg nach entsprechenden Überprüfungen inzwischen fortgesetzt. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen kam es durch starken Wind und einen Fahrfehler zu dem Unfall. Der Sachschaden am Schiff belief sich auf rund 50.000 Euro. Ob und inwieweit auch an den Buhnen Schaden verursacht wurde, war noch unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
Deutscher Frachter in Odessa gerammt
Odessa / Ukraine, 03.02.10 - Am 3.2. rammte im Hafen von Odessa in der Ukraine der unter Panama-Flagge laufende Frachter "El Greco", 4842 BRZ (IMO-Nr.: 7916997), das Heck das am Kai festgemachten liberianischen Bulkcarriers "Pax", 19850 BRZ (IMO-Nr.: 9412622). Dabei wurden beide Schiffe beschädigt. Im Heckspiegel der "Pax" wurde ein Loch gerissen, ebenso oberhalb der Wasserlinie im Bug der "El Greco". Die 1983 erbaute "El Greco" wird von dem North Maritime Management S.A. bereedert. Die 2009 erbaute "Pax" wird von der Orion Bulkers GmbH & Co. KG in Hamburg eingesetzt. Ihre 21-köpfige Crew blieb unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
Tanker durch Eisscholle aufgerissen
Buzhskiy Liman / Ukraine, 03.02.10 - Am Morgen des 3.2. schlug der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Chemikalientanker "Athena", 2391 tdw (IMO-Nr.: 8878764, ex Amaze) in Buzhskiy Liman, Ukraine, im Bereich des Maschinenraums leck, als er in Eisfahrt zum Hafen von Dneprobugskiy war. Es gelang dem 90 Meter langen Schiff noch, den Hafen zu erreichen und dort festzumachen. Hier sollte die Ladung gelöscht werden. Die 11-köpfige ukrainische Besatzung führte einen Notreparatur durch. Das 1993 erbaute Schiff gehört der Oceanbulk Maritime S.A. Athens.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
Explosion auf Yacht in Palma
Palma (Palma de Mallorca), Insel Mallorca, Balearen / Spanien, 03.02.10 - Am Nachmittag des 2.2. ereignete sich im Hafen von Palma eine Explosion auf einer über 27 Meter langen Yacht. Sie wurde gerade an einem Kran hängend repariert, als es zu dem Unglück kam. Eine Kombination aus Farben und Lösungsmitteln könnte der Auslöser gewesen sein. Ein Großaufgebot der Feuerwehr war sofort zur Stelle. Sie konnte verhindern, dass das Feuer auch auf andere Schiffe übergriff. Nach zweieinhalb Stunden konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Drei Arbeiter mussten mit Brandverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Segelschiff mit einem Wert von über drei Millionen Euro brannte fast vollständig aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
72 Jahre alter Kutter sank bei Tofino
Tofino, Vancouver Island, British Columbia / Kanada, 03.02.10 - Am 3.2. versuchten Bergungscrews, den Kutter "Lions Gate" zu bergen, der zwei Tage zuvor im Lemmens Inlet direkt vor Tofino nach einer Grundberührung bei Meares Island gesunken war. Als das Schiff gegen die Felsen gedrückt wurde, erlitt es einige Lecks im Rumpf und legte sich auf die Steuerbord- , dann auf die Backbordseite. Schließlich ragte nur noch ein kleiner Teil des Ruderhauses aus dem Wasser. Die kanadische Coast Guard der Station Tofino legte Ölsperren aus, um eine kleine Menge von Diesel und Restöl einzudämmen, die aus dem Schiff ausgelaufen war. Insgesamt befanden sich aber nur rund 100 Liter an Bord. Der 1938 erbaute Holzkutter ist 15,18 Meter lang, 4,27 Meter breit und hat einen Tiefgang von 1,89 Metern. Die Küstenwache wies den Eigner an, das Wrack zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
Suche nach Opfern der "Catalyn B" geht vorerst weiter
Update vom 02.02.10
San Pedro, Provinz Laguna / Philippinen, 03.02.10 - Tauchteams haben in dieser Woche zwei weitere Opfer aus dem Wrack der philippinischen Fähre "Catalyn B" geborgen. Bevor die Suche endet, sollen noch mindestens zweimal Taucher absteigen. Noch ist ein großer Bereich der Aufbauten im Achterschiff nicht durchsucht worden. Viele Trümmerteile erschweren die Arbeit der Taucher. Sie müssen zunächst beseitigt werden. Die Tauchgänge sollen am 4. und 5.2. durchgeführt werden. Bislang wurden 27 Menschen tot und 46 lebend geborgen, nachdem die Fähre am 24.12. vor Limbones Island nach Kollision mit der "Anatalya" sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
Miami-River nach Schlepperbergung wieder frei
Update vom 03.02.10
Miami, Florida / USA, 03.02.10 - Die Coast Guard öffnete den Miami River am 2.2. gegen 15 Uhr wieder für den gesamten Schiffsverkehr, nachdem das Wrack des gesunkenen Schleppers "Minnie Mouse" nach seiner Hebung zum Jones Boat Yard in Miami gezogen worden war. Das 25 Fuß lange Assistenzboot war um 10.35 Uhr beim Verholen des Frachters "Bimini Cat" in der Mündung des Miami River gekentert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
Ölreinigung nach Havarie der "Eagle Otome" geht weiter
Update vom 02.02.10
Port Arthur, Jefferson County, Texas / USA, 02.02.10 - Die Arbeiten zur Beseitigung des aus dem Tanker "Eagle Otome" ausgelaufenen Öls gehen weiter. Bislang wurden über 9,600 Barrels Ölwassergemisch aufgenommen. Ein Teil der insgesamt 11000 Barrels, die ins Wasser gerieten, hat sich auch aufgelöst. 88 Ölskimmer, sechs Ölvakuum-Fahrzeuge und 114,545 Fuß Ölsperren sind weiter vor Ort. Nachdem das meiste Öl von der Wasseroberfläche entfernt ist, konzentrieren sich die Arbeiten nun auf die Uferbereiche.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2010
Sechs Vermisste nach Kollision vor China
Fuzhou, Provinz Fujian / China, 03.02.10 - Nach der Kollision eines
Kutters mit einem
Frachter wurden am 3.2. im Ostchinesischen Meer
sechs Menschen vermisst. Der Zusammenstoß ereignete sich um 10.35 Uhr vor Lianjiang County in der Fujian Provinz. Alle 10 Mann des Kutters stürzten ins Wasser, bislang wurden
vier gerettet. Einer verstarb am Mittag. Vierzehn Schiffe und ein Helikopter waren an der Suche nach den Vermissten beteiligt. Der
Kutter war in Fujian, der
Frachter in der Zhejiang Provinz registriert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
Norwegischer Frachter auf Grund gelaufen
Andenes, Kommune Andøy, Provinz (Fylke) Nordland / Norwegen, 03.02.10 - Am 2.2. lief der norwegische
Frachter "
Svealand", 2140 BRZ (IMO-Nr.: 9390276), von Bodö kommen im Hafen von Andenes auf Grund. Das
Rettungsboot "
Knut Hoem" der Station Myre in Vesterålen wurde um 23.25 Uhr alarmiert und lief fünf Minuten später aus. Während es sich auf die zweistündige Fahrt zur Strandungsstelle machte, meldete die Crew der "Svealand", das ihr Schiff auf den Felsen aufgelaufen sei. Es gelang der "Knut Hoem", den Havaristen rasch wieder flott zu machen und an einen Kai in Andenes zu bringen. Dort stellte ein Taucher
Schäden an
Rumpf und
Propeller des Schiffes fest. Das 2008 bei Men Slip in Lolvereid erbaute Schiff ist regelmäßig zwischen Stavanger und Tromsø im Einsatz und hatte Salzfisch aus Framnes geladen. Reeder des 62 Meter langen und 13,8 Meter breiten Schiffes ist Eidshaug in Ottersoy.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
Feuer auf dem Frachter "Eider"
Brest, Region Bretagne, Département Finistère / Frankreich, 03.02.10 - Am Abend des 2.2. brach auf dem unter solwakischer Flagge laufenden
Frachter "
Eider", 2495 BRZ (IMO-Nr.: 7812854, 1962 gt, Baujahr 1978), auf 48 55 N 05 44 W auf der Reise von Szczecin (Polen) nach Montoir de Bretagne vor Ouessant ein
Feuer im
Maschinenraum aus. Es gelang zwar, mit dem Einsatz von Halonlöschern den Brand rasch auf dem mit Teilen für Windkraftanlagen beladenen Frachters zu ersticken, doch war danach der
Antrieb ausgefallen. Nachdem die Besatzung drei Stunden lang vergeblich versucht hatte, den Schaden zu beheben, nahm der
Notfallschlepper "
Abeille Bourbon" die 91.79 Meter lange "Eider" auf den Haken und traf gegen 22 Uhr mit ihr in Brest ein. Ursache des Brandes war eine defekte Ölpumpe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
Einstige "Kronprins Harald" vor Falmouth in Brand
Falmouth, Grafschaft Cornwall, England / UK, 03.02.10 - Am Abend des 2.2. gegen 19.20 Uhr wurde die Falmouth Coastguard von der
Fähre "
Oscar Wilde", 31122 BRZ (IMO-Nr.: 8506311), alarmiert, auf der ein
Feuer im
Maschinenraum ausgebrochen war. Das Schiff der Irish Ferries hatte für die jährlichen
Überholungsarbeiten im Trockendock in Falmouth gelegen und war mit einer Crew von 113 Personen am Nachmittag ausgelaufen. Das Schiff ankerte nun zwei Meilen südlich der Lotsenstation Falmouth. Die örtliche Coastguard schickte den
Notfallschlepper "
Anglian Princess" und drei weitere
Schlepper zur "Oscar Wilde" sowie die
RNLI-Boote aus Falmouth und Lizard. Ein MIRG-Feuerlöschteam wurde per Helikopter zu der Schiffsposition geflogen, um der Crew bei der Brandbekämpfung zu unterstützten. Die
bordeigenen Löschsysteme waren in der Lage, den Brand zu
ersticken. Danach galt es, den Brandherd zu kühlen. Die "Oscar Wilde" hatte eigentlich am Nachmittag des 3.2. den Liniendienst zwischen Rosslare und Cherbourg zwei Tage eher als geplant wieder aufnehmen sollen. Daraus wurde nun nichts. Das Schiff kehrte zunächst nach Falmouth zurück.
Das
1987 von der Wärtsilä Marine Yard in Helsinki erbaute
Schiff ist 166,30 Meter lang, 28,41 Meter breit und hat 6,5 Meter Tiefgang. Es versah Vom 26.3.1987 bis zum 1.9.2007 den Liniendienst Oslo - Kiel. Seit dem 30.11. jenes Jahres ist es als "Oscar Wilde" zwischen Rosslare und Cherbourg im Einsatz. Am 10.3.2008 rammte es dort bei starkem Wind einen Kai.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
Bagger drohte in Oostende zu kentern
Oostende, Provinz Westflandern / Belgien, 03.02.10 - Der belgische
Baggerponton "
Pinoccio" der Dredging International BV in Zwijndrecht drohte am 2.2. am Wandelaars-Kai in Oostende zu
kentern. Eine Fehlfunktion in der Hydraulik hatte
eines der drei Stützbeine versagen lassen, sodass der Bagger absackte und mit seinem Oberdeck teilweise unter Wasser geriet. Das Rettungszentrum rief eine Firma, die den Bagger stabilisieren sollte, und gegen 15 Uhr war er wieder auf ebenem Kiel. Danach wurde begonnen, die Hydraulik zu reparieren. Die "Pinoccio" war mit Baggerarbeiten im Hafen beschäftigt gewesen, hatte aber wegen schlechten Wetters pausieren müssen. Das 1999 erbaute Fahrzeug war 2009 nach Belgien gekommen und in Oostende seit zwei Wochen tätig. Das Schiff ist 60 Meter lang, 19 Meter breit und hat 2,5 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
Miami-River nach Schlepperuntergang zeitweilig gesperrt
Miami, Florida / USA, 03.02.10 - Der Miami River wurde am 2.2. für den Schiffsverkehr gesperrt, nachdem in der Flussmündung nahe der Brücke von Brickell zum Biscayne Boulevard in Downtown Miami um 10.35 Uhr der 25 Fuß lange
Schlepper "
Minnie Mouse" des Jones Boat Yard gesunken war. Den Skipper wurde von hatte ein anderer Schlepper gerettet. Er hatte gerade dem auslaufenden Frachter "Bimini Cat" assistiert. Eine kleine Menge Öl lief aus dem Wrack aus. An Bord waren 70 Gallonen Treibstoff gewesen. Eine Ölsperre wurde ausgebracht. Mit einem Kran wurde die "Minine Mouse" dann am Nachmittag gehoben und auf die Nordbank des Flusses verbracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
Fähre rammte Kai
Harstad, Provinz (Fylke) Troms / Norwegen, 02.02.10 - Die norwegische
Fähre "
Røsund", 768 BRZ (IMO-Nr.: 7601669), die auf der Route Sør-Rollnes-Harstad verkehrt, rammte am 2.2. um 17.45 Uhr den
Kai in Harstad nach einem
Ausfall des Rudersystems. Erst um 18.30 Uhr konnten die 15 Passagiere in Stangnes von Bord gehen. Das 80,3 Meter lange Schiff hatte nicht aufstoppen können und wurde von dem starken Nordwind, der über den Tjeldsund blies, gegen den Kai gedrückt. Die starke Kälte hatte offenbar die Ruderanlage
einfrieren lassen. Die sieben Autos an Bord konnten zunächst nicht entladen werden. Die "Røsund" wurde aus dem Fährdienst genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
Fähre nach Kollision außer Gefecht
Horten, Provinz Vestfold / Norwegen, 02.02.10 - Die norwegische
Fähre "
Bastø III", 7.311 BRZ (IMO: 9299408), musste nach ihrer
Kollision mit einem
Kai in Horten am 28. Jan. um 23.30 Uhr außer Dienst gestellt werden. Die letzte Abfahrt war am 31.1. um 14.15 Uhr, dann ging wegen zunehmender
Probleme mit dem Eisgang nichts mehr. Es wurde an den Kai des Horten Skipsreparasjoner (HSR) gelegt, wo Arbeiter der Bauwerft Polish Remontowa in Danzig die
Rumpfschäden auf 12 Metern Länge sowie weitere
Schäden an der
Hydraulik ausbessern. Das Schiff, das 2005 an Bastø Fosen abgeliefert wurde, soll am 5.2. wieder in Dienst gehen. Es ist 116,2 Meter lang, 19 Meter breit und hat 5,25 Meter Tiefgang. Es vermag 550 Fahrgäste und 212 Autos zu transportieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
U-Bootwrack nach 55 Jahren entdeckt
Pearl Harbor, Hawaii / USA, 02.02.10 - Das am
13.8.1944 versenkte U-Boot
USS "
Flier" (SS 250), 1525 ts, dass einen japanischen Konvoi vor Palawan auf den Philippinen attackieren sollte, wurde jetzt in 330 Fuß Wassertiefe in der
Balabac Strait (Philippinen) wieder
entdeckt. Das 311 Fuß lange Boot war nach einem Minentreffer binnen
30 Sekunden gesunken. Nur 14 Männer entkamen dem untergehenden Schiff,
acht von ihnen überlebten. Der letzte von ihnen verstarb 2008.
78 Männer ertranken beim Untergang. Die U.S. Pacific Fleet bestätigte den Fund und die Identifizierung durch Videomaterial, das ein Team von YAP Films aus Toronto unter Assistenz des Naval History and Heritage Command aufnahm.
Die "
Flier" war im Januar
1944 aus Pearl Harbor ausgelaufen, lief aber bei Midway Island auf Grund. Nach einer Reparatur in Kalifornien stach das Boot im Mai erneut in See und attackierte eine Reihe japanischer Handelsschiffe. Auf der letzten Fahrt war es mit 18 Knoten unterwegs,
neun Männer hielten auf Deck Wache. Plötzlich kam es gegen 22 Uhr zu einer
Explosion. Die Überlebenden hielten sich mit Wassertreten an der Oberfläche, bis sie am Morgen des 14.8. gegen vier Uhr im Schein des Mondlichts die Silhouette von Land wahrnahmen und dorthin zu schwimmen begannen. Diejenigen, die es bis dahin schafften, hangelten sich in den folgenden fünf Tagen von Korallenriff zu Korallenriff und ernährten sich von
Kokosnüssen, bis sie von Philippinos entdeckt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
Ein Dutzend Boote Opfer der Winterwinde vor Santa Barbara
Update vom 26.01.10
Santa Barbara, Kalifornien / USA, 02.02.10 - Die
Winterliegeplätze vor der Küste von Santa Barbara sind berüchtigt für ihre Südostwinde. Im Januar mussten deren Kraft auch die Besitzer von
12 Booten kennenlernen, die dort auf dem Oststrand und unterhalb des Friedhofs von Santa Barbara
strandeten. 10 von ihnen gehörten zu einer 90 Schiffe umfassenden Flotte, die in der Winterzone ankerten. Ein Boot ankerte nördlich von Santa Barbara und sank nach Kollision mit der Goleta-Pier. Alle Boote rissen sich von ihren Ankerleinen los und trieben aufs Land. Mittlerweile wurden die teilweise schwierigen Bergungsarbeiten abgeschlossen. Manche, darunter die "
Allegro" und die 26-Fuß lange "
Pearson Commander", waren ein Totalverlust. Von April bis Oktober herrschen vor Santa Barbara Westwinde vor.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
Historischer Schlepper von Vandalen versenkt
Newport, Jackson County, Arkansas / USA, 01.02.10 - Der
Schaufelradschlepper "
Mary Woods No.2" ist in Jacksonport
gesunken. Zwei Männer wurden beschuldigt, ihn versenkt zu haben. Am Morgen des 31.01. wurde das 157 Tonnen große Schiff gekentert im White River aufgefunden. Das historische Schiff ist das bekannteste Objekt des Jacksonport State Park. Es ist ein bedeutendes Zeugnis der großen Handelszeit des Jacksonport und seiner Holzindustrie.
Es wurde
1931 von Eugene Woods, Besitzer einer Holzfabrik in Memphis, erbaut bei der Nashville Bridge Company. 1960 wurde sie an die Potlatch Forests Inc. veräußert und war noch sieben Jahre im aktiven Einsatz, ehe sie dem Arkansas State Park gespendet wurde. Im Mai 1976 wurde sie als schwimmendes
Museum eröffnet und spielte u.a.
1979 als "
Paul Jones" im Film "
Mark Twain: Beyond the Laughter" mit. Am 3.1.1984 sank sie nach Bruch einer Kühlwasserleitung. Im Herbst war das Schiff wiederhergestellt. Am 1.3.1997 richtete ein Tornado erhebliche Schäden an. Das Schiff wurde über den Fluss getrieben und der Schornstein sowie das Ruderhaus abgerissen. Erst
2000 war die
Wiederherstellung abgeschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
Kollision in Shanghai
Shanghai / Volksrepublik China, 01.02.10 - Ein Netz wurde ausgespannt, um eine
Ölverschmutzung im Huangpu River in Shanghai zu vermeiden, nachdem dort am 1.2. ein
Frachter und ein
Boot kollidierten. Drei Seeleute wurden gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
Frachter vor Algericas geborgen
Update vom 29.01.10
Algeciras, Provinz Cádiz, Region Andalusien / Spanien, 01.02.10 - Am 30.1. wurde der unter Panama-Flagged registrierte
Frachter "
Rhea" 4041 BRZ (IMO-No.: 8403894), der Blue Ocean Maritime in Athen, der vor El Rinconcillo am 28.1. gestrandet war, nach zwei vergeblichen Anläufen wieder
freigeschleppt und an einen Liegeplatz im Hafen von Algeciras zur
Inspektion gebracht. Der Hafenkapitän hatte zuvor bereits eine
Kaution von 200000 Euro von der Reederei eingefordert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2010
Raddampfer musste nach Strandung ohne Fahrgäste weiterreisen
Update vom 01.02.10
Oregon City, Oregon / USA, 02.02.10 - Am 2.2. musste der
Raddampfer "
Willamette Queen" die historische Schleuse der Willamette Fall, die zwei Jahre wegen Reparaturarbeiten geschlossen war, ohne Passagiere passieren, nachdem das Schiff am 31.1. auf eine
Kiesbank gelaufen war. Trotz der Eskorte zweier
Küstenwachboote war es eine halbe Meile hinter dem Abgangshafen zu der Strandung in der Mitte des Willamette River gekommen. Bei der Havarie des Nachbaus eines historischen, 87 Fuß langen Raddampfers aus Salem war niemand zu Schaden gekommen. Auch am Schiff wurde keine Beeinträchtigung festgestellt, nachdem ein
Schlepper es wieder
flottgemacht hatte. Dennoch erlaubte die Coast Guard aus Sicherheitsgründen keine Anbordnahme der 80 aus Salem angereisten Passagiere. Die Reederei charterte daraufhin Busse zur Rückreise, doch 20 Passagiere beschlossen, über Nacht zu bleiben, um den Raddampfer in den 1873 erbauten Schleusen sehen zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Weitere Leiche in Fährwrack entdeckt
Update vom 01.02.10
San Pedro, Provinz Laguna / Philippinen, 02.02.10 - Tiefseetaucher orteten einen weiteren Körper im Wrack der gesunkenen philippinischen Fähre "Catalyn B". Bislang ist es ihnen aber nicht gelungen, die Leiche zu bergen. Sie durchkämmten die Schiffsräume am Morgen des 2.2. ein weiteres Mal und waren dabei fündig geworden. Der Körper steckt aber unter Trümmern fest. Am Nachmittag sollte versucht werden, ihn aus dem Schiff zu ziehen. Ob dies die letzte Leiche innerhalb des Schiffes war, wurde bislang nicht bestätigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Kollision in Brake
Brake, Landkreises Wesermarsch, Niedersachsen / DE, 02.02.10 - Am 1.2. um 21.34 Uhr kam es im Hafen von Brake zu einer Kollision zwischen dem holländischen
Frachter "
Nordfjord", 3990 BRZ (IMO-Nr.: 9341732), und dem unter der Marshall-Islands-Flagge laufenden
Holzfrachter "
Ocean Pegasus", 40399 BRZ (IMO-Nr.: 9354507), der dort am Kai vertäut lag. Der Kapitän hatte am Südpier gedreht, um am Nordpier anzulegen, doch dabei wohl die Versetzung durch den laufenden
Ebbstrom unterschätzt. Bei dem
verunglückten Wendemanöver stieß die "Nordfjord" gegen das Heck des Holztransporters und geriet mit dem Bug unter die Haltetrossen. Die "Nordfjord" verblieb zunächst in Brake, während die "Ocean Pegasus", die nur Schrammen erlitt, noch am selben Tag nach San Lorenzo abging. Unabhängig von der Kollision wies die "Nordfjord" eine extreme Vereisung auf, die das Schiff stark überliegen ließ, und der Vormast hing unter tonnenschwerer Eislast nach Steuerbord übers Schanzkleid..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Kutterkapitän starb nach Strandung
Cromarty, Ross and Cromarty, Highland, Schottland / UK, 02.02.10 - Am 1.2. um 14.45 Uhr meldete der
Skipper des
Kutters "
Falcon" der Aberdeen Coastguard, dass ein anderer
Kutter, die "
Wilma K", 300 Meter östlich der Mcfarquhars Cave auf
Felsen aufgelaufen sei und der Skipper vermisst werde, nachdem er über Bord fiel. Die Küstenwache leitete das Mayday weiter und veranlasste den Start eines
Helikopters in Stornoway. Auch ein
Rettungsteam der Cromarty Coastguard sowie die
Rettungsboote aus Invergordon und Buckie wurden alarmiert. Der
Versorger "
Sea Panther" setzte ein Rettungsboot aus. Der Crew des Bootes aus Invergordon gelang es, den
Vermissten zu orten. Als er aus dem Wasser gezogen wurde, war er bewusstlos. Sofort wurden Wiederbelebungsversuche eingeleitet, und nachdem der Hubschrauber eingetroffen war, wurde er ins Raigmore Hospital geflogen. Aber der Mann aus Cromarty konnte dort nur noch für
tot erklärt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Heizgerät ließ Kutter ausbrennen
Gouldsboro, Maine / USA, 02.02.10 - Ein
Heizgerät verursachte eine
Explosion auf dem 42 Fuß langen
Hummerkutter "
Deduction" am 1.2. Das Schiff lag an seiner Mooring im Prospect Harbor in Gouldsboro, Maine, als es in Flammen aufging und bis zur Wasserlinie
herunterbrannte. Der Skipper hatte das Heizgerät in der Nacht zuvor auf dem Boot angestellt, um Rohre vor dem Frieren zu bewahren. Die Reste des aus Fiberglas konstruierten Kutters wurden an Land geschleppt. Hier wurden sie von den Feuerwehren von Gouldsboro und Winter abgelöscht. Am Nachmittag untersuchte die Küstenwache das Wrack.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
33 Vermisste nach zwei Schiffsuntergängen vor Indonesien
Update vom 01.02.09
Jakarta / Indonesien, 02.02.10 - Weiterhin gibt es nur
einen Überlebenden und
acht tot geborgene Passagiere, darunter ein halbes Dutzend Chinesen, nach dem Untergang der
Fähre "
Dolphin" vor Maluku. Die Suchaktion wurde durch bis zu fünf Meter hohe Wellen und starke Regenfälle in der Aru See erschwert. Die Windgeschwindigkeit betrug bis zu 60 Stundenkilometer. An Bord waren 24 Chinesen und acht Angehörige anderer Nationalitäten, überwiegend Beschäftigte der Fischereifirma PT Arabika Tama Khatulistiwa. Das Schiff war am 27.1. aus Dobo nach Tual ausgelaufen. Als es nicht planmäßig dort eintraf, war am 29.1. eine
Suchaktion angelaufen. Gegen 20 Uhr wurde ein
Chinese nahe der Küste von Waiko Hamlet
entdeckt. Ein Angehöriger des Aru Islands Transportation Office sagte derweil, das Schiff habe
keine Wetterwarnung der Maluku Meteorology and Geophysical Agency erhalten. Die 15 Meter lange und 2,6 Meter breite "Dolpin" galt als zu alt und wenig seetüchtig für die Route Dobo-Tual.
Demselben
Sturm fiel am 29.1. auch die "
Binama" zum Opfer.
Acht Mann ihrer Crew wurden von örtlichen Fischern gerettet,
zehn weitere wurden vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Gangway nach Kollision einen Monat außer Gefecht
Galveston, Texas / USA, 02.02.10 - Nach der Kollision der "Carnival Ecstasy" (IMO: 8711344, 70.367 gt, Baujahr 1991) der Carnival Cruise Lines mit der Passagier-Gangway des Texas Cruise Ship Terminal an Pier 25 am 28.1. bleibt die 1,8 Millionen teure Einrichtung möglicherweise für rund vier Wochen außer Betrieb. Das 260,60 Meter lange Schiff war bei einem Wendemanöver um acht Uhr gegen die Gangway gestoßen und schob sie 15 Fuß weiter und drei Fuß in Richtung des Terminals. Zwei Lotsen der Galveston-Texas City Pilots Association waren zu dieser Zeit auf dem Schiff, einer auf der Brücke, eine am Heck, als sich der Zwischenfall ereignete. Drogen oder Alkohol waren nach den Ermittlungen der Coast Guard nicht im Spiel. Bis zum Abschluss der Reparatur müssen Passagiere über eine Gangway, die für die Besatzungen vorgesehen ist, ihre Schiffe erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Gesunkene Fähre vorläufig beliebtes Tauchziel
Update vom 15.10.2009
Viwa Island / Fiji (Fidschi), 02.02.10 - Vier Monate nach dem
Untergang vor der Küste von Viwa Island ist das Wrack der
Fähre "
Bawaqa" ein beliebtes
Tauchziel geworden. Nur noch das Heck des Schiffes ragt mittlerweile aus dem Wasser. Während die Ortsansässigen normalerweise aber nur nach Nahrung tauchen, zieht das Schiff überwiegend die Gäste des nahen Viwa Island Resort an. Nachdem das Öl nach der Strandung vor der Nanitu Passage am 14.9. ausgepumpt wurde, wartet das Schiff nun auf eine endgültige
Entscheidung über sein weiteres
Schicksal. Die Pacific Salvaging befand eine Bergung für zu teuer. Die einzige sonstige Option wäre eine vollständige Versenkung mithilfe von Dynamit. Dies könnte aber Schaden am Riff anrichten. Nun wird eine Entscheidung der Regierung erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Binnenschiff von Eis aufgerissen
Minden, Nordrhein-Westfalen / DE, 01.02.10 - Das deutsche Binnenschiff "
Bostan", 909 ts (ENI-Nr.: 40.17060), ist auf dem Mittellandkanal in Minden in Seenot geraten. Das
Eis riss
mehrere Löcher in das 67 Meter lange Schiff. Die Ladung, ein chemischer Zusatz für die Zementindustrie, muss nun gelöscht werden. Vier LKW-Ladungen des trockenen Materials sind bereits abtransportiert worden. 300 Tonnen befanden sich am Nachmittag des 1.1. noch im Frachtraum. Das Problem: Aluminiumoxid reagiert mit Wasser und wird zu einer stinkenden Ammoniak-Suppe. Es kann sich bei Feuchtigkeit in geringer Konzentration auch Wasserstoff und Ammoniak entwickeln. Aufgrund der niedrigen Temperatur war aber das Gefährdungspotenzial gering.
Das
Schiff war im
Konvoi unterwegs gewesen. Es hatte zuvor in Hannover bei der Firma Befesa Salzschlacke GmbH seine Ladung aufgenommen. Ziel war Rotterdam. Doch im Abschnitt des Mittellandkanals im Bereich Sachsenhagen kam es zu einer Leckage. Nachdem das Wasser- und Schifffahrtsamt den Kanal am 27.1. gesperrt hatte, blieb der Frachter am Hafen nahe der Stiftsallee liegen. Dort erst merkte der Eigner, dass die großen Eisschollen
Lecks in die Schiffshülle gerissen hatten. Zuerst konnte er gegen den Wassereinbruch mit einer Pumpe ankommen, doch am Wochenende lief das Schiff immer schneller voll. Bis zu einem Meter hoch stand das Wasser schließlich in den Frachträumen. Seit dem 30.1. löschte ein Bagger des Wasser- und Schifffahrtsamts zusammen mit der Feuerwehr den Frachter. Am 1.2. wurde am Mindener Löschplatz vor der Feuerwache ab 5.30 Uhr damit begonnen, die Fracht mit Lkw's abtransportieren. Es wurde zurück zum Hersteller nach Hannover gebracht. 500 Tonnen waren bis Mittag bereits abtransportiert worden. Die Ladung wurde im Laufe des 2.2. komplett gelöscht.
Sorgen bereitete den
Helfern weiterhin eine
Leckage im Vorschiff, die noch nicht geortet werden konnte. Einige
kleine Löcher am Heck konnten bereits abgedichtet werden. Jetzt sollten Taucher das Leck unter dem vorderen Laderaum finden. Dann wird sich zeigen, ob das Schiff Minden aus eigener Kraft verlassen kann oder ob es abgeschleppt werden muss. Bis dahin hat das Schifffahrtsamt ein
Fahrverbot ausgesprochen. Bis die "Bostan" zur Reparatur auslaufen kann, muss man ohnehin noch warten, bis der Mittellandkanal weitgehend eisfrei ist. Wie hoch der Schaden ist, konnte entsprechend im Moment auch noch niemand sagen. Die "Bostan" wurde 1937 erbaut und lief bis 2007 als "Lünen". Sie ist 67 Meter lang und 8,22 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Pumpe eingefroren – Rettungsboot über vier Stunden im Einsatz
Insel Ylvingen, Vega kommune, Region Helgeland, Provinz (Fylke) Nordland / Norwegen, 01.02.10 - Am 1.2. wurde das norwegische
Rettungsboot "
Uni Helgeland" der Station Brønnøysund zur Assistenz für den norwegischen
Hecktrawler "
Polynya Viking", 945 BRZ (IMO-Nr.: 7514294) gerufen. Dieser war um 4.40 Uhr
manövrierunfähig geworden, nachdem in der eisigen Kälte eine
Treibstoffpumpe ausgefallen war und einen
Ausfall der Hauptmaschine verursacht hatte. Das Boot erreichte den Havaristen vor Arnlangøya um 5.30 Uhr und hielt ihn vor der Insel Ylvingen bei Windgeschwindigkeiten von 15 Metern pro Sekunde auf Position, bis die sechsköpfige Crew die Pumpe um neun Uhr wieder klar hatte und die Maschine angefahren werden konnte. Das 64 Meter lange Schiff, das
900 Tonnen Fischprodukte an Bord hatte, machte sich dann auf Südkurs in den Hafen, während das Rettungsboot um 9.30 Uhr zu seiner Station zurückkehren konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Dänischer Kutter brannte vor Grenaa
Grenaa (Grenå), Kommune Norddjurs / Dänemark, 01.02.10 - Am Nachmittag des 1.2. geriet vor Grenaa ein
Kutter aus Ebeltoft in
Brand. Mehrere
Schiffe kamen dem Havaristen zu Hilfe, nachdem die
zweiköpfige Crew über Lyngby Radio einen Notruf abgesetzt hatte. Ein
Rettungs- und ein
Lotsenboot sowie ein
Patroullienboot waren im Einsatz, das Feuer zu löschen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Schlepper "Kleiner Bär" gesunken
Berlin-Tempelhof / DE, 01.02-10 - Das Schub- und Schleppschiff "
Kleiner Bär" einer Berliner Wasserbaufirma, das am 31.1. auf den Grund des Teltowkanals
sank, wurde mit einer
Ölsperre durch die Feuerwehr gesichert. Damit soll verhindert werden, dass Diesel oder Motorenöl den Teltowkanal verschmutzen. Gehoben werden soll "Kleiner Bär" in Verantwortlichkeit des Eigentümers. Eine von dem Unternehmen beauftragte Bergungsfirma sollte am 2.2. beginnen. Der Schlepper lag fast komplett unter Wasser. Wie es zur Havarie kam,
ist noch unklar: Möglich ist, dass ein Seeventil wegen der extremen Wetterverhältnisse leckgeschlagen ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Frachter erreichte mit Schlagseite und Schlepperhilfe Tripoli
Tripoli (Tripolis) / Libanon, 01.02.10 - Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "
Sea Way", 2149 tdw (IMO-Nr.:8010635) entwickelte am 30.1. vor der libanesischen Mittelmeerküste in schwerer See
Schlagseite. Der ukrainische Kapitän erbat Assistenz. Mithilfe eines
Schleppers erreichte der Havarist am 31.1. den Hafen von Tripolis, wo am 1.2. begonnen wurde, die Ladung zu löschen. Das 1981 erbaute Schiff wird von der Yagmur Deniz Tasimaciligi Ticaret Ltd. in Sirk bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Verkehr auf Sabine-Neches-Waterway wieder aufgenommen
Update vom 27.01.10
Port Arthur, Jefferson County, Texas / USA, 31.01.10 - Acht Tage nach der
Kollision des
Tankers "
Eagle Otome" mit einem
Schubverband hat sich der Verkehr auf dem Sabine-Neches Waterway
normalisiert. Kein Schiff war am 31.1. noch auf Warteposition. Zeitweilig hatten bis zu 26 Fahrzeuge, überwiegend Tanker, auf die Passage von und zum Golf von Mexiko gewartet. Der Kanal, über den vier Raffinerien in Port Arthur und Beaumont versorgt werden, war nach dem Auslaufen von 11000 Gallonen Öl vom 23. bis 27.1. gesperrt worden. Nachdem der Tanker nach Beaumont verholt war, konnte der
Schiffsverkehr eingeschränkt wieder aufgenommen werden. Nur noch auf sieben Meilen, wo die Ölbekämpfung noch andauert, gibt es weiterhin Beschränkungen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Brennender Frachter teilweise gesunken
Update vom 31.01.10
Mogadischu / Somalia, 31.01.10 - Der unter Panama-Flagge registrierte
Frachter "
Al Marjan", 3011 BRZ (IMO-Nr.: 6717344), der Biyat International Syria, der am 29.1. in
Brand geriet, ist am 31.1. im Hafen von Mogadischu
teilweise gesunken. Das Schiff hatte offenbar
illegal Holzkohle von Kisimayo in den Oman bringen sollen. Der Hafen von Kisimayo befindet sich unter Kontrolle somalischer Islamisten. Erst im vergangenen Jahr war ein ebenfalls mit Holzkohle, einem Gut, das einem Ausfuhrverbot unterliegt, beladener
Frachter in Mogadischu in Flammen aufgegangen. Seinerzeit hatten afrikanische AMISOM-Truppen, die den Hafen kontrollieren, den Brand gelöscht. Die "Al Marjan" wurde 1967 erbaut und verdrängt 2850 Tonnen. Eigner sind die Summit Services.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Schnelle Reparatur der "Carnival Miracle"
Update vom 29.01.10
Fort Lauderdale, Florida / USA, 31.01.10 - Am 31.1. nahm das
Kreuzfahrtschiff "
Carnival Miracle" (IMO-Nr.: 9278181), das bei einer
Kollision in St. Kitts einen
15 Fuß langen Riss erlitten hatte, nach
provisorischer Reparatur ihren Dienst wieder auf. Die Schadstelle war mit einer
Stahlplatte abgedeckt worden. Sie lief um 17.40 Uhr aus Fort Lauderdale aus und startete eine neue Acht-Tages-Fahrt nach Panama, Costa Rica and Belize. Sie war um neun Uhr morgens eingelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2010
Tote aus Wrack in 221 Fuß Tiefe geborgen
Update vom 12.01.10
SAN PEDRO, Provinz Laguna / Philippinen, 01.02.10 - Am Nachmittag des 1.2. bargen Tiefseetaucher gegen 13.30 Uhr die
Leiche einer Frau aus der gesunkenen philippinischen
Fähre "
Catalyn B". Sie wurde noch nicht identifiziert. Die
Taucher suchten noch nach einer
weiteren Person, die in dem in 221 Fuß Tiefe liegenden Wrack eingeschlossen sein könnte. Es war gelungen, das Schiff wieder zu orten, nachdem sich in der vergangenen Woche eine Boje, die als Markierung diente, losgerissen hatte. Die "Catalyn B" war am 24.12.09 vor Limbones Island in Cavite untergegangen, mindestens 25 Passagiere starben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Mehrere Schiffe mit Bergung der "Zagora" beschäftigt
Hansweert, Gemeinde Reimerswaal, Provinz Zeeland / Niederlande, 01.02.10 - Polderman Berging aus Hansweert und Multraship Towage & Salvage aus Terneuzen bargen am 31.1. das belgische
Binnenschiff "
Zagora", 2294 ts (EU-Nr.: 06002747). Es war am Vorabend vor Waarde bei fallendem Wasserstand auf der Valkenisseplate festgekommen. Ein Teil der Düngerladung wurde mit einem Kranschiff auf die "
Ganzestad" geleichtert, ehe die Schlepper "
Bravo" und "
Charlie" von Polderman und "
Multrasalvor" sowie "
Zephyros" von Multraship den
Havaristen in den Morgenstunden flottmachen konnten. Er wurde auf der Westerschelde eskortiert von der "
Aeslant" von Rijkswaterstraat sowie dem Polizeiboot
"P 86" und dann bei der Reimerswaal-Werft in Hansweert festgemacht. Das Schiff entstand als "
Romantica" 1989 bei Peters, Kampen, für holländische Eigner. Seit 2007 läuft es als "Zagora" für R. van Hemelrijk in Schoten. Das 110 Meter lange Schiff ist 10,52 Meter breit und hat 3,32 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Kollision in Holtenauer Schleuse
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 01.02.10 - Am 29.01.2010 konnte der britische
Frachter "
Seeland", 5257 BRZ (IMO-No.: 9301603) vom Westen kommend beim Einlaufen in die Holtenauer Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals nicht mehr
rechtzeitig aufstoppen. Gegen 18 Uhr lief er in das Heck des bereits in der Schleusenkammer festgemachten norwegische
Frachters "
Remo", 5312 BRZ (IMO-No.: 7419365), An beiden Schiffen entstand dabei
geringer Sachschaden. Nach Abschluss der Ermittlungen durch die Wasserschutzpolizei Kiel konnte zunächst die "Seeland" ihre Reise nach Riga fortsetzen, wo sie am 1.2. gegen acht Uhr eintraf. Um 20.15 Uhr folgte die "Remo", die tags darauf gegen 15 Uhr in Flensburg festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Trawler vom Eis aufgerissen
Insel Kunaschir, Kurilen-Archipels / Russland, 01.02.10 - Der 33,97 Meter lange russische
Trawler "
Chastoozerskoye", 87 tdw, (IMO-Nr.: 7830777, Baujahr 1979) wurde südlich der Kurilen am 29.1. im Ochotskischen Meer durch Eis
aufgerissen. Die Küstenwache kam dem Havaristen, der sich vor Lovtsov Point, Kunashir Island, befand, zu Hilfe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Wetterwarnung missachtet - Schweres Fährunglück vor Indonesien
Jakarta / Indonesien, 01.02.10 - In Ostindonesien sank am 27.1. gegen 15 Uhr Ortszeit die
Schnellfähre "
Dolphin". Dabei kamen
acht Menschen ums Leben. Eine Person wurde
lebend gerettet,
24 noch vermisst. An Bord waren 33 Personen, darunter 24 Chinesen und vier Fahrgäste unbekannter Nationalität, und fünf Mann Crew. Das Schiff sank nahe der Aru Islands in bis zu fünf Meter hohen Wellen, eine Stunde nachdem es den Hafen von Dobo Island verlassen hatte. Es hatte zuvor eine meteorologische
Warnung gegeben, doch die "Dolphin" hatte im alten Hafen von Dobo gelegen, obwohl es nur den offiziellen Hafen mit Erlaubnis hätte verlassen dürfen. Die Passagiere waren wohl gezwungen gewesen, wegen ihrer Arbeit für den Bau einer Fabrik im Auftrag der PT. Arabika Jaya Tama (AJT) in See zu stechen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Untersuchung zum "Siev 36"-Brand fortgesetzt
Update vom 29.01.10
Darwin, Northern Territory / Australien, 01.02.10 - Ein australischer Seemann hatte die
Befehle seiner Vorgesetzten missachtet und rettete auf diese Weise etliche Asylsuchende von Bord der "
Siev 36". Dies wurde bei der Fortsetzung der Untersuchung des Brandes des Flüchtlingsschiffes am 15.4.2009 offenbar. Er fuhr sein Zodiac längsseits der "Siev 36", nachdem diese in Flammen aufgegangen war. Da die
Schiffbrüchigen weder mit Rettungswesten ausgestattet waren
noch schwimmen konnten, war ihre einzige Chance, die Orders von HMAS "
Childers" zu ignorieren, sich zu entfernen wegen der Gefahr einer weiteren Explosion. Durch die Befehlsmissachtung konnten von dem Boot 12 Menschen aus dem Wasser gezogen werden. Einer von ihnen starb aber später. Er hatte bereits mit dem Gesicht nach unten im Wasser getrieben. Bei der Untersuchung wurde ausgesagt, dass die Marineoffiziere den Bootsinsassen gesagt hätten, ruhig zu bleiben, weil ein größeres Schiff im Anmarsch sei, das sie nach Australien bringen sollte. Die Flüchtlinge hatten aber offenbar angenommen, dass sie zurück in indonesische Gewässer gebracht werden sollten. Die Marineangehörigen waren an Bord gekommen und hatten eine Schleppverbindung hergestellt. An Bord der "
Siev 36" waren
47 Afghanen und
zwei Mann indonesischer Crew. Als das Boot plötzlich explodierte, wurden fast alle ins Wasser geschleudert. Die Untersuchung in Darwin wird fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Russisches Forschungsschiff demolierte Hafenkran
Archangelsk / Russland, 01.02.10 - Am 22.1. gegen acht Uhr
kollidierte das russische
Forschungsschiff "
Mikhail Somov" mit einem mit einem
Kai und einem
Kran im Hafen von Archhangelsk an Liegeplatz 118. Das Unglück ereignete sich beim Ablegen trotz
Assistenz zweier
Schlepper, als das Heck gegen den Kai gedrückt wurde. Der Kran erlitt dabei einige Schäden. Die "Mikhail Somov" (IMO-Nr.:7518202) verdrängt 5305 Tonnen und wurde 1975 erbaut. Eigner ist der Hydrometereology and Ecology North-West Branch.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Feuer auf Lotsenkatamaran im Nord-Ostsee-Kanal
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 31.01.10 - Am 31.1. brach auf dem
Doppelrumpfboot "
Fintry Two" (MMSI-Nr. 235066258) im Nord-Ostsee-Kanal ein
Brand aus. Gegen 11.45 Uhr wurde der Verkehrslenkung des Kanals ein
Feuer in den
Maschinenräumen des u.a. als Lotsenversetzers konzipierten Schiffes gemeldet. Das unter britischer Flagge fahrende Lotsenboot befand sich zu diesem Zeitpunkt nahe Burg/Dithmarschen bei Kanalkilometer 13,5 in westlicher Fahrtrichtung . Es gelang der Besatzung, das Boot an die Böschung zu bringen und es dort festzumachen. Der Brand konnte anschließend von ihr mithilfe der
bordeigenen CO2-Feuerlöschanlage gelöscht werden. Aus Brunsbüttel wurde derweil der 16,89 Meter lange
Schlepper "
Felix" (MMSI-Nr.: 211222220) geschickt, der den Katamaran zum Südkai nach Brunsbüttel verbrachte, wo die Freiwillige Feuerwehr Brunsbüttel die Überprüfung des Maschinenraums übernahm.
Das
Lotsenboot besteht aus zwei Rümpfen in denen sich jeweils eine Maschine befindet. Wie es dazu kam, dass es in beiden Maschinenräumen gleichzeitig zum Feuer kam, konnte bislang nicht festgestellt werden. Brandherde wurden in beiden Räumen die Kunststoff-Schalldämpfer der Abgasanlage gefunden. Wann die "Fintry Two" ihre Fahrt nach Dänemark fortsetzen kann, stand noch nicht fest. Das 20-Tonnen-Schiff hat eine Länge von 19,95 Metern, eine Breite von 7,7 Metern und einen Tiefgang von 1,6 Metern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Raddampfer lief auf Grund
Oregon City, Oregon / USA, 31.01.10 - Der 87 Fuß lange
Schaufelraddampfer "
Willamette Queen" lief am 31.1. gegen 17.30 Uhr nahe Oregon City auf
Grund. An Bord waren 80 Passagiere und acht Mann Crew. Zwei
Boote der Küstenwache sowie ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Astoria, Ore., zwei
25-Fuß-Boote der Station Portland und ein
Schlepper aus Newburg wurden zum Havaristen geschickt. Der Schlepper machte das Fahrgastschiff wieder flott und zog es zum Willamette Park in Portland. Die Coast Guard Portland leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Acht Vermisste nach Kutteruntergang
Mariveles Town, Bezirk Central Luzon, Provinz Bataan / Philippinen, 31.01.10 - Nach dem Untergang des
Kutters "
AJ Brother" vor der philippinischen Bataan-Provinz am 31.01. wurden
acht Fischer vermisst.
Zwei weitere konnten gerettet werden. Die Männer kamen aus dem Calapandayan Village in Subic Town in Zambales. Das Unglück ereignete sich in hohem Seegang vor Mariveles.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Russischer Trawler gesunken
Insel Sachalin / Russland, 31.01.10 - Am 31.1. sank der russische
Trawler "
Hosei Maru" im Japanischen Meer 12 Meilen westlich von Krilyon Point, Sakhalin Island, in rauer See mit bis zu vier Meter hohen Wellen und 18 Metern Windgeschwindigkeit pro Sekunde. Die
achtköpfige Crew ging in eine Rettungsinsel und wurde von dem russischen
Fischereifahrzeug "
Ko Maru", 79 tdw, unversehrt gerettet und nach Morzh Bay im Aniva Gulf auf Sakhalin gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Erfolgreiche Rettungsaktion für manövrierunfähigen Trawler
Boston, Massachusetts / USA, 31.01.10 - Ein
42-Fuß-Boot der Station Chatham, Massachusetts, kam am 30.1. um 22 Uhr dem 76 Fuß langen
Trawler "
Maria Jo-Ann" zu Hilfe, der 17 Meilen östlich von Chatham
Maschinenausfall erlitten hatte. Um 21.30 Uhr meldete die
vierköpfige Crew, dass ihr Schiff treibe und in drei Fuß hohen Seen Wasser eindringe. Das
Rettungsboot lief um 22 Uhr aus und war eine Stunde später vor Ort. Eine Lenzpumpe und ein Funkgerät wurden auf den Hecktrawler aus Boston übergeben. Um 00.25 Uhr konnte die Maschine wieder in Betrieb genommen werden, und der Havarist machte sich auf den Weg nach Boston. Das Rettungsboot blieb bis 1.12 Uhr vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Treibende Yacht beschäftigte Seenotretter
Key West, Florida / USA, 31.01.10 - Am 30.1. kam das 110 Fuß lange
Küstenwachschiff "
Ocracoke" aus St. Petersburg in Florida der 37 Fuß langen kanadischen
Yacht "
Emanuel" zu Hilfe, die am Vortag in Schwierigkeiten geraten war, nachdem ein Mast brach. Gegen 14 Uhr hatte die siebenköpfige Crew gemeldet, dass der Mast 285 Meilen westlich von Key West gebrochen war und man unter Motor Kurs auf den Dry Tortugas National Park genommen habe. Die Küstenwache hielt Funkkontakt mit der Yacht und verfolgte ihren Kurs. Um 5.30 Uhr brach am 30.1. der Kontakt ab, und die Coast Guard alarmierte eine HC-130
Hercules der Air Station Clearwater sowie die "
Ocracoke". Gegen 19 Uhr war die HC-130 vor Ort und konnte Kontakt zur "Emanuel" herstellen. Die Crew berichtete, dass das Boot nun
manövrierunfähig geworden sei. Um 21 Uhr traten zudem Probleme mit der Maschine auf. Da die HC-130 auftanken musste, warf sie eine Markierungsboje ab, damit die herannahende "Ocracoke" das Boot orten konnte. Später traf ein HU-25 Falcon Jet der Air Station Miami ein. Am späten Abend erreichte die "
Ocracoke" dann die "
Emanuel" und nahm sie in
Schlepp. Vor dem Dry Tortugas National Park soll ein Bergungsschlepper sie das restliche Stück nach Key West bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Tanker sitzt vor Kreta fest
Insel Kreta / Griechenland, 29.01.10 - Der
Schlepper "
Megas Alexandros", 638 BRZ, von Tsavliris, versuchte am
Wochenende den vor einer Woche vor Kreta gestrandeten
Tanker "
Athina", (IMO 7389156, 12388 tdw, Baujahr 1975) zu bergen. Das 142 Meter lange Schiff war bei starkem Wind am 22.1. nahe Kali Limenes im Südosten der Insel auf
Grund getrieben, nachdem der Anker sich gelöst hatte. Ein Besatzungsmitglied hatte mit Brustschmerzen nach der Havarie ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Der Tanker wird bereedert von der Athina Shipping.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Info: Der
Tanker wurde am 30.01. freigeschleppt.
Rettungsboot musste gerettet werden
Hoek van Holland, Zuid-Holland / Niederlande, 28.01.10 - Am 28.1. um 13.30 Uhr wurde das
KNRM-Boot "
Jeanine Parqui" alarmiert, weil der unter Bermudas-Flagge laufende
Tanker "
Genmar Companion", 72637 BRZ (IMO-Nr.: 9255933) mit einem
Rettungsboot Probleme hatte. Das Schiff ankerte auf Position 51° 57.15 N 003° 44.83 N, 14 Meilen vor der Pier von Hoek, nachdem er Rotterdam verlassen hatte. Um 14.30 Uhr war die "Jeanine Parqui" längsseits der "Genmar Companion". Es stellte sich heraus, dass sich bei einer Übung das
Rettunsboot aus einer Halterung gelöst hatte. Es wurde daraufhin gegen das Heck des Tankers geschleudert und erheblich beschädigt. Wenig später riss auch die zweite Halterung, und das aufgerissene Boot trieb bei sieben Beaufort Wind ab. Die "
Jeanine Parqui" konnte sie zwar orten, aber nicht zurück zur "Genmar Companion" bringen. Stattdessen wurde es nach
Berghaven in
Schlepp genommen, wobei einmal die Schleppverbindung brach. Um 17.30 Uhr war das Boot aber im Hafen. Die "Genmar Companion" lief weiter nach Ushant, wo sie am 1.2. erwartet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Frachter auf Grund gelaufen
Russland, 27.01.10 - Der 3,737 Tonnen verdrängende
Frachter "
Ulus Star" (IMO-Nr.: 9297125, LOA: 89,73 Meter, Baujahr 2005) lief am 26.1. auf dem Kanal von der Wolga zum Kaspischen Kanal bei Kilometer 157,7 auf
Grund. Alle Versuche mit eigenen Mitteln wieder frei zu kommen scheiterten. So bald das Wetter es zuläßt soll ein
Eisbrecher und das Lotsenboot "
MB-1205" zu Hilfe kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
Weiteres Opfer der Reversing Falls
Eastport, Maine / USA, 25.01.10 - Im Rahmen ihrer Routinepatrouillen wird die Küstenwache in Cobscook Bay den
Ölaustritt aus dem Wrack des am 23.1. gesunkenen
Kutters "
Miss Priss" beobachten. Bislang treten nur geringe Mengen aus. Falls sie größer werden, kann ein Spezialistenteam aus Belfast gerufen werden. Die "Miss Priss" war am 23.1. nach
Kollision mit einem
Unterwassergegenstand bei den Reversing Falls leckgeschlagen und gesunken. An Bord waren bis zu 200 Gallonen Diesel. Die
dreiköpfige Crew aus Lubec wurde von dem in der Nähe fischenden Kutter "
Nasty Too" gerettet. Bei den Reversing Falls war im März 2009 bereits der
Kutter "
All American" gesunken, wobei zwei Mann ertranken. Im Oktober 2009 sank die "
Bottom Basher" mit drei Mann Crew.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2010
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Die Angaben sind ohne Gewähr |
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