S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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Schiffsuntergang
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letzte Änderung: 31. Dezember 2009 - Die Angaben sind ohne Gewähr

Frachter "Bremer Johanna" wieder flott
Update vom 30.12.09

Vallvik, Gemeinde Söderhamn, Provinz Gävleborgs län / Schweden, 31.12.09 - Der unter Gibraltarflagge laufende Frachter "Bremer Johanna", 4400 tdw, (IMO-No.: 9347085) der am 30.12. gegen 18 Uhr auf dem Nestorsgrund gestrandet war, kam am 31.12. aus eigener Kraft wieder frei. Zuvor waren Versuche von Schleppern und Lotsenbooten, den Havaristen in der Nacht zu befreien, gescheitert. Mit eigener Maschine lief das Schiff nach Vallvik zurück, wo es von Tauchern der schwedischen Küstenwache auf Schäden und mögliche Ölleckagen untersucht wurde. Es hatte einen Wassereinbruch im Achterschiff gegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.12.2009

Yacht sank nach Bergung von Sandbank

Margate, Kent, England / UK, 31.12.09 - Am 31.12. um fünf Uhr funkte die 40 Fuß lange Yacht "Justice" auf dem Weg von Ramsgate zur Themse mit zwei Mann Crew an Bord Mayday. Das Schiff war auf den Hook Sands an der Nordküste von Kent zwischen Herne Bay und Margate gestrandet und leck geschlagen. Die Dover Coastguard sandte das Margate Coastguard Rescue Team, das RNLI-Boot aus Margate und einen Helikopter aus Belgien. Das Rettungsboot konnte zwar die Yacht freischleppen, doch wegen eindringenden Wassers kenterte diese dann. Beide Segler gingen ins Wasser und wurden von dem Hubschrauber gerettet und ins Margate Hospital geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.12.2009

Frachter im Japanischen Meer in Seenot

Wladiwostok, Region Primorje / Russland, 31.12.09 - Am Morgen des 31.12. geriet ein 88 Meter langer Frachter mit 19 russischen Besatzungsmitgliedern ist im Japanischen Meer in Seenot. Die mit Autos beladene "Victor" (IMO-Nr.: 7620287, ex Peter Kovalenko, Baujahr 1976) aus dem japanischen Otaru nach Wladiwostok unterwegs, als bei einem Sturm die Maschine ausfiel. Der unter der kambodschanischen Flagge fahrende Frachter stand 40 Meilen vor der russischen Küste. Die russische Pazifikflotte entsandte in die Region einen Schlepper.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.12.2009

RoRo-Fähre vor Buyabod gestrandet

Buyabod, Insel Marinduque / Philippinen, 31.12.09 - Am 31.12. lief die knapp 200 Tonnen große RoRo-Fähre "Torrijos" der Santa Cruz Shipping Lines mit 223 Passagieren eine Meile vor dem Hafen von Buyabod in Santa Cruz, Marinduque, auf Grund. Das Unglück ereignete sich bei stürmischer See. Die Passagiere wurden von der "Vanessa" evakuiert und von anderen Schiffen weiter transportiert. Die "Torrijos" war auf dem Hafen von Talao-Talao in Lucena City am 30.12. um 23.45 Uhr ausgelaufen und sollte um 3.30 Uhr in Buyabod Port einlaufen. Um vier Uhr funkte sie Notrufe, und trotz Niedrigwassers traf um fünf Uhr Hilfe ein. Um 9.30 Uhr waren alle Passagiere in Buyabod Port.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.12.2009

Fahrerflüchtiger Frachter in Hamburg ermittelt
Update vom 21.12.09

Hamburg / DE, 31.12.09 - Der unter Singapurflagge laufende Erzcarrier "Alam Pintar", 87052 tdw (IMO-No.: 9296858), steht im Verdacht, den britischen Kutter "Etoile des Ondes" aus Weymouth am 20.12. 37 Kilometer vor Cherbourg überlaufen zu haben. Drei Fischer wurden von einem Handelsschiff geborgen. Der vierte blieb vermisst. Nachdem die britischen Behörden Radardaten ausgewertet hatten, kamen sie zu dem Schluss, dass der 229 Meter lange Erzfrachter "Alam Pintar" den kleinen Kutter regelrecht umgepflügt haben muss. Der Frachter war anschließend weitergefahren, ohne Hilfe zu leisten. Das Schiff kam aus Quebec in Kanada und erreichte am Tag nach dem Unfall den Hamburger Hafen.
Nach dem Hinweis aus Großbritannien stellten die Ermittler der Wasserschutzpolizei Hamburg blau-rote Farbreste des Fischkutters und Kratzspuren am Rumpf des Frachters fest. Gegen den Kapitän Frachters wird nun in Deutschland wegen der möglichen Kollision seines Schiffs mit dem britischen Kutter und Fahrerflucht auf hoher See ermittelt. Bei einer Untersuchung hatten Beamte der Wasserschutzpolizei Beweismaterial wie die Festplatte des elektronischen Navigationsgeräts auf der Brücke des Frachters sichergestellt. Die Schiffsführung hatte die Aussage verweigert. Am 24.12. lief der Frachter wieder in Richtung Sept Isle in Kanada aus. Nach dem Eintreffen dort am 2.1. sollen Behördenvertreter den Fall weiter untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.12.2009

Taucher sollen Leichen bergen
Update vom 30.12.09

Cavite City, Insel Luzon / Philippinen, 31.12.09 - Eine Gruppe von Spezialtauchern soll am 1.1. beginnen, die Leichen aus dem Wrack der philippinischen Fähre "Catalyn B" zu bergen. Sie traf am 31.12. in Cavite ein. Die Taucher aus Malaysia und Singapur soll gemeinsam mit der philippinischen Küstenwache und einem ROV in 221 Fuß Tiefe arbeiten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.12.2009

Suche nach sechs Fischern vor Taiwan

Hsinchu City / Taiwan, 31.12.09 - Sechs Fischer wurden vermisst, nachdem am Abend des 30.12. ein Kutter vor Taiwan sank. Der 290-Tonner war von Pingtan Island in Richtung der Fujian-Provinz ausgelaufen und sank gegen 23 Uhr bei Hsinchu. Die 13-köpfige Crew ging in Rettungsinseln, aus denen bis zum Nachmittag des 31.12. sieben gerettet wurden. Die Rettungsaktion dauerte an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.12.2009

Letzte Ruhe auf der Insel Curaçao
Update vom 28.12.09

Boka Samí, Insel Curaçao / Niederländische Antillen, 30.12.09 - Die neun Toten des griechischen Frachters "Aegean Wind" wurden nach dem Einlaufen des Schiffes im Hafen von Boca Sami dort begraben. Es handelt sich um drei Griechen und sechs Philippinos. Das Schiff war westlich von der Isla de Margarita auf dem Weg von Brasilien nach Houston nach einer Explosion in Brand geraten. Der griechische Reeder beschloss, den Havaristen nach Curaçao schleppen zu lassen. Das mit Stahl beladene Schiff liegt nun in Boca Sami und wartet auf Schlepper, die es nach Houston bringen sollen. Wer den Auftrag erhält, war noch unklar. Die Maschine ist nach dem Feuer ebenso wenig einsatzklar wie die Navigationseinrichtungen. Ein Generator sorgt für Strom an Bord. 10 Mann der Crew gingen in Willemstad von Bord,, fünf waren bereits zuvor von der Küstenwache Venezuelas abgeborgen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.12.2009

Strandung auf Kribbe

Rozenburg, Provinz Südholland / Niederlande, 25.12.09 - Am 24.12. lief der holländische Schlepper "Antonia" auf eine Kribbe zwischen Hoek van Holland und Rozenburg. Mit steigendem Wasser kam das Schiff einige Zeit später wieder frei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.12.2009

Frachter "Bremer Johanna" sitzt vor Schweden fest

Ljusne, Gemeinde Söderhamn, Provinz Gävleborgs län / Schweden, 30.12.09 - Am 30.12. strandete der unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter "Bremer Johanna", 4400 tdw (IMO-Nr.: 9347085). auf dem Nestorsgrund vor Ljusen. Das 89,98 Meter lange Schiff hatte zuvor in Vallvik Zellstoffprodukte geladen. Das Küstenwachboot "KBV 045" assistierte dem Schiff, das Wassereinbruch erlitten hatte, aber sich in stabiler Lage befand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009

Einhandsegler vor Eiderstedt starb durch Ertrinken
Update vom 28.12.09

Husum, Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein / DE, 30.12.09 - Der 63 Jahre alte Segler, der während eines Weihnachtstörns auf der Nordsee ums Leben kam, ist ertrunken. Das ergaben die Untersuchungen der Rechtsmedizin Der Familienvater aus Damp an der Ostsee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) war am Heiligabend von der Wesermündung aus allein mit seinem Kajütsegelboot "Pingi" nach Helgoland aufgebrochen. Er erreichte die Insel jedoch nicht. Seine Yacht strandete vor der nordfriesischen Halbinsel Eiderstedt. Das Wrack wurde drei Tage nach dem Start mit abgebrochenem Mast auf einer Sandbank bei St. Peter-Ording entdeckt. Es wurde mittlerweile durch einen Tieflader vom Strand geräumt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009

Frachtschiff drohte im Rhein zu sinken

Leverkusen-Rheindorf, Nordrhein-Westfalen / DE, 30.12.09 - Ein in Not geratenes Binnenschiff hat in der Nacht zum 29.12. die Leverkusener Feuerwehr beschäftigt. Auf der Höhe von Rheindorf bei Flusskilometer 703 drohte die mit 3900 Tonnen Schrott beladene "Vigilia" , 3935 ts (ENI Nr.: 02326212), im Rhein zu sinken. Rund 50 Einsatzkräfte der Leverkusener Feuerwehr, der Wasserschutzpolizei und das Feuerlöschboot von Currenta waren knapp acht Stunden im Einsatz. Am Abend war die "Vigilia" bei Rheindorf teilweise voll Wasser gelaufen und mit dem Vorschiff abgesunken. Ein zweiter Frachter, die "Richards Bay", konnte die "Vigilia" ans Ufer drücken. Dort musste das havarierte Schiff die ganze Nacht gelenzt werden. Es gelang, den Wasserstand auf 30 Zentimeter zu senken. Taucher der Feuerwehr Leverkusen untersuchten das Schiff noch in der Nacht. Ein Leck konnte aber zunächst nicht gefunden werden. Die Feuerwehren aus Köln, Leverkusen und auch Freiwillige Feuerwehren Hitdorf und Schlebusch waren im Einsatz. Gegen ein Uhr übernahm der Havariekommissar das beschädigte Schiff. Unter Begleitung der Wasserschutzpolizei und des Dormagener Löschbootes "Currenta" wurde die "Vigilia" in den nahen Niehler Hafen verholt. Hier stellte sich heraus, dass die Ursache für die Havarie ein Elektronikfehler im Computersystem war. Dadurch öffnete sich das Flutventil im Bug des Schiffs. Die Folge war, dass der Bugstrahlruderraum unter Wasser gesetzt wurde. Die Currenta-Feuerwehrleute blieben auch im Hafen bei dem Havaristen, um weiter Wasser abzupumpen. Die Feuerwehr-Einsatzleitung informierte die Bezirksregierung Köln und das NRW-Innenministerium über den Vorfall.
Das Schiff entstand 2003 auf dem Begej Shipyard, Novi Sad. Der Kasko wurde bei De Groot Motoren Dordrecht, Dordrecht, ausgerüstet und vonVof. Samary (J. Woortman) in Delfzijl übernommen. Das Schiff ist 134,99 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 3,61 Meter Tiefgang. Es wird seit 2006 von der Vigilia Shipping BV (M. van Gent) in Ridderkerk bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009

Weitere Fährhavarien vor Philippinen – mehr Tote vor Batangas
Update vom 28.12.09

Manila / Philippinen, 30.12.09 - Die Philippine Coast Guard kann noch keine Aussagen darüber treffen, wann die Toten aus dem Wrack der Fähre "Catalyn B" vor Limbones Island in der Cavite-Provinz geborgen werden. 24 Passagiere werden noch vermisst und könnten im Schiff eingeschlossen sein. 12 Tote wurden von einem Taucher in 221 Fuß Tiefe bereits entdeckt. Er fand das Schiff aufrecht auf dem Meeresgrund zwei Meilen vor Limbones Island vor. Der Bug war stark beschädigt. 46 Personen waren nach dem Untergang gerettet und drei tot geborgen worden. Das Schiff war auf dem Weg nach Lubang Island in Occidental Mindoro von Manila kommend untergegangen, nachdem sie in den Stahlrumpf des Trawlers "Anatalia" gerammt worden war.

Währenddessen steigt die Anzahl möglicher Opfer des Untergangs der Roro-Fähre "Baleno 9" vor San Agapito Point in Isla Verde, Batangas City, weiter. Die Suchaktion wurde durch die philippinische Marine und Luftwaffe sowie Freiwillige der Philippine National Oil Company fortgesetzt. 73 Passagiere wurden gerettet, sechs Tote geborgen und an die 50 weitere Tote befürchtet. Der Fährbetrieb der Besta Lines musste eingestellt werden, nachdem sich abzeichnete, dass das Schiff stark überladen gewesen war.
Es kam derweil zu einer weiteren Havarie einer philippinischen Fähre. Die "Starlite Navigator" hatte am 29.12. um 20.45 Uhr mit 222 Passagieren und 26 Mann Crew Maschinenausfall erlitten. Die RoRo-Fähre war unterwegs von Batangas City nach Calapan, als ein Generator versagte, gefolgt von der Hauptmaschine. Das Schwesterschiff "Starlite Nautica" versuchte vergeblich, die Fähre in Schlepp zu nehmen. Diese war zu schwer und kollidierte mit dem Hilfsschiff. Die Passagiere, die sich am Heck versammelt hatten, legten Rettungswesten an. Beide Schiffe trieben zwischen Ilhand und Verde Island. Schließlich barg die Küstenwache den Havaristen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009

Schlepper "Pathfinder" ausgepumpt
Update vom 27.12.09

Valdez, Prince William Sound, Alaska / USA, 30.12.09 - Nachdem die Tanks des Schleppers "Pathfinder" in Valdez gelenzt waren, zeichnete sich ab, das 33500 Gallonen Diesel nach der Strandung auf dem Bligh Reef am 23.12. ausgelaufen waren. 93000 Gallonen verblieben in den sechs heil gebliebenen Tanks. Derweil wurde über die Unglücksursache spekuliert. Die Felsen sind mit Lichtern und Seezeichen gesichert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009

Schweißarbeiten setzten Frachter in Brand

Houston, Texas / USA, 30.12.09 - Vermutlich durch Schweißarbeiten, die Arbeitsreste in Brand setzten, brach am 29.12. gegen ein Uhr an Dock 21 des Houston Ship Channel ein Feuer auf dem Frachter "Chipolbrok" aus. Dabei kam es zu starker Rauchentwicklung. Das Houston Fire Department wurde zur Bekämpfung des Feuers gerufen, das letztlich nur geringen Sachschaden verursachte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009

Leichte Kollision im Nebel auf der Weser

Bremerhaven, Weserfahrwasser, Land Bremen / DE, 29.12.09 - Im dichten Nebel sind am 29.12. die 59 Meter lange und 13,4 Meter breite Weserfähre "Bremerhaven" und das Lotsenversetzboot "Kapitän Stoehwahse" auf der Weser zusammengestoßen. Bei der leichten Kollision der beiden Schiffe kam es zu keinen nennenswerten Schäden. Der Unfall ereignete sich gegen 6.55 Uhr in Höhe der Tonne 58. Die Fähre war auf dem Weg von Blexen nach Bremerhaven, als ihr das Lotsenboot entgegenkam. Möglicherweise hatte einer der Schiffsführer die Signale falsch gedeutet. An der "Bremerhaven" wurde auf einer Länge von etwa fünf Metern ein Farbabrieb festgestellt. An der "Kapitän Stoewahse" waren keine Unfallspuren zu erkennen. Beide Schiffe konnten nach der Kollision die Fahrt fortsetzen und im Dienst verbleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009

Vier Tote bei Feuer auf Fischkutter

Korsakow, Insel Sachalin / Russland, 29.12.09 - Am Morgen des 29.12. kamen auf einem Trawler im Hafen von Korsakow auf der Pazifik-Insel Sachalin vier Seeleute ums Leben. Das Feuer auf der "Tropic-1" wurde um 4.35 Uhr von einem defekten Elektroheizgerät in den Ruheräumen ausgelöst. Als die Feuerwehr eintraf, war das Oberdeck des Schiffes von dichtem Rauch eingehüllt. An die 40 Feuerwehrleute und das Bergungsschiff "Atlas" waren im Einsatz, um den auf 70 Quadratmetern wütenden Brand zu bekämpfen. Die achtköpfige Besatzung habe geschlafen, als das Feuer ausbrach. Nur vier Männer konnten sich retten. Das Schiff wurde stark beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009

Feuer auf Frachter auf Miami River rasch gelöscht

Miami-Dade County, Florida / USA, 29.12.09 - Am 29.12. um 15.30 Uhr brach im Maschinenraum des Frachters "El Rama" auf dem Miami River ein Feuer aus. Der Brand auf dem 290 Fuß langen Schiff wurde durch elektrische Probleme verursacht. Die Crew stoppte den Generator, um die Flammen zum Erlöschen zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009

36 Tage zum Leichtern der "Asian Forest"
Update vom 22.12.09

Mangalore (Mangaluru), Bundesstaat Karnataka / Indien, 29.12.09 - Smit Salvage in Singapur hat am 29.12. begonnen, die 400 Tonnen Öl aus dem vor Mangalore gesunkenen Frachter "Asian Forest" zu leichtern. Die Arbeit soll 36 Tage dauern. Beim Hot Tapping soll kein Öl auslaufen. Der Frachter befindet sich sechs Meilen vor New Mangalore. Der Bulkcarrier liegt mit 43 Grad Schlagseite auf dem Meeresgrund. Er war am 17.7. nach Übergehen der Ladung gesunken. Für die Arbeiten wurde die Bunkerbarge "MOB Gazraaj" aus Nagapattinam in Marsch gesetzt, die am 3.1.2010 an der Untergangsstelle erwartet wird. Die "Hako Esteem" bringt Ausrüstung und Personal von den Basen in Singapur und Rotterdam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009

Binnentanker fuhr Brücke an - Schiffsführer verletzt

Oberhausen, Nordrhein-Westfalen / DE, 28.12.09 - Am 28.12., gegen 10:00 Uhr fuhr ein belgisches Tankmotorschiff auf dem Rhein-Herne-Kanal gegen die Sterkrader Straßenbrücke. Der Schiffsführer kam mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus. Durch den Anprall ist das Dach des Steuerhauses in den Kanal gefallen. Die Schifffahrt ist zurzeit gesperrt um das Dach zu bergen. Die Wasserschutzpolizei Essen nimmt den Unfall auf. Der leere Tanker war auf dem Weg nach Gelsenkirchen.
Quelle: Polizeipräsidium Oberhausen vom 28.12.2009

Trawler vor Cape Cuvier gestrandet

Carnarvon, Western Australia / Australien, 29.12.09 - Der 22 Meter lange Trawler "Notanda 2" strandete am 28.12. gegen 23 Uhr vor der Küste von Carnarvon. Die fünfköpfige Crew musste sechs Stunden in rauer See ausharren, ehe die Polizei das beim Cape Cuvier liegende Schiff mit einem Helikopter ortete. Die 20 Meter lange "Shark Cat" evakuierte den Havaristen und brachte die Schiffbrüchigen nach Carnarvon.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009


Eis brachte Frachter vom Kurs ab

Swetly, Oblast Kaliningrad / Russland, 21.12.09 - Der 3,832 Tonnen verdrängende, russische Frachter "Sormovskiy-3052" (IMO-Nr.: 822379) kollidierte beim Einlaufen in den Hafen von Swetly, Kaliningrad, am 21.12. um 7.14 Uhr mit einem Kai. Dabei wurde der Bug beschädigt. Schuld am Unglück war Eisgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009

Deutscher Frachter in Kollision vor Gibraltar

Gibraltar - Am 18.12. kollidierte der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Oostvoorne", 2400 tdw (IMO-Nr.: 9142655), der Reederei Schepers in Haren/Ems mit dem amerkikanischen Bulkcarrier "San Andres", 21700 tdw (IMO-Nr.: 9347255), in der Straße von Gibraltar. Der Bulker war auf der Fahrt nach Cadiz. Die auf dem Weg nach Lissabon befindliche 90,60 Meter lange "Oostvoorne" wurde erheblich beschädigt und hatte Ladungsverlust zu beklagen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2009

Schoner zum dritten Mal gesunken: Wer bezahlt die Bergung ?
Update vom 21.12.09

Weener, Landkreis Leer, Niedersachsen / DE, 28.12.09 - Im alten Emshafen von Weener ist am 24.08.09 ein 20 Meter langer Schoner zum dritten Mal gesunken. Die Feuerwehr suchte nach dem Leck, die Polizei nach dem Eigner, der nicht auffindbar war. In den vergangenen Jahren hatte der Mann in den kalten Monaten auf seinem Schiff Glühwein verkauft. Derzeit ragen nur noch Mast und Bug der "Nora von Bremerhaven" aus dem Emswasser. Öl liefaus, die Feuerwehr versuchte, den Schaden zu begrenzen. Die Gemeinde hatte in der Vergangenheit den Eigner schon mehrfach erfolglos aufgefordert, das Schiff zu entfernen oder zu sichern. Nun ist zu prüfen, ob das Schiff von der städtischen Seite aus gehoben werden soll. Der Bürgermeister fürchtete allerdings, dass Weener auf den Kosten von schätzungsweise 40.000 Euro sitzen bleiben könnte. Laut Schiffsregister ist der Eigner nicht der verantwortliche Besitzer des Segelschoners.
Bereits 2005 und im Juli 2008 war die "Nora von Bremerhaven" im Hafen gesunken. Ausgetrocknetes Holz war wahrscheinlich die Ursache. Die Hafenbetreiber forderten den Eigner seitdem mehrfach auf, das Schiff wieder fahrtüchtig zu machen und den Hafen zu verlassen. Bewegt wurde der Schoner seitdem aber nicht. Stattdessen sank er im August 2009 ein weiteres Mal. Das Schiff ist 23,3 Meter lang und 6,35 Meter breit. Die "Nora von Bremerhaven" wurde 1949 auf der Trave-Werft bei Lübeck gebaut. Er kreuzte früher vor Chile auf Fischfang. Der jetzige Eigner kaufte das Schiff 1983.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2009

Seehundjäger fand toten Einhandsegler bei gestrandeter Yacht

St. Peter-Ording, Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein / DE, 28.12.09 - Am 26.12. entdeckte ein Seehundjäger bei seinem routinemäßigen Rundgang südlich der Pfahlbauten vor dem Böhler Strand in St. Peter-Ording einen toten Mann und ein Schiff, das rund einen Kilometer entfernt kieloben auf einer Sandbank lag. Der Seehundjäger fand den Mann mit Segelkleidung und aktivierter Rettungsweste tot auf einer Sandbank nahe St. Peter Ording. Die in wenigen hundert Metern entfernt liegende Yacht "Pingi" trug die Kennung eines Helgoländer Yachtclubs, doch auf der Hochseeinsel wurde kein Boot vermisst. Weil sich womöglich noch weitere Menschen auf dem Schiff aufgehalten haben konnten, wurde eine groß angelegte Suchaktion gestartet, jedoch ohne Erfolg. Die Suchkräfte, darunter auch vier Seenotrettungskreuzer und ein Rettungshubschrauber der Marine aus Kiel, wurden inzwischen wieder abgezogen. Während die Suchkräfte wieder abzogen, hielten zunächst  das Wasserschutzpolizei-Revier Husum am Böhler Strand und das Polizeiboot "Bürgermeister Brauer" aus Hamburg die Stellung. Wie es zu dem Seeunfall kam, war noch völlig ungeklärt, die Ermittlungen dazu laufen nach Angaben der Wasserschutzpolizei noch. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in Hamburg sowie die Kriminalpolizei wurden eingeschaltet. Bei dem Toten handelte es sich offenbar um einen Mann aus Damp, der am 24.12. allein mit der "Pingi" aus Nordenham mit dem Ziel Helgoland ausgelaufen war. Die havarierte Yacht konnte angesichts ihres Zustands nicht mehr über den Seeweg geborgen werden, da sie ein großes Leck hatte und bei einem Abschleppversuch sinken könnte. Ein Bagger sollte am 28.12. gegen 14 Uhr versuchen, das Wrack zur weiteren Untersuchung an Land zu ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2009

Brücke riss Ruderhaus ab

Hörstel-Bergeshövede, Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen / DE, 28.12.09 - Am 27.12. gegen 7:30 Uhr bemerkte der Kapitän eines auf dem Dortmund-Ems-Kanal fahrenden belgischen Motorschiffes zu spät, dass sein Fahrzeug zu hoch aufragte, um unter der Eppingbrücke bei Kilometer 114,44 hindurchzukommen. Bei der anschließenden Kollision mit der Brücke riss das Ruderhaus komplett ab und fiel ins Wasser. Es entstand ein Sachschaden von rund 15.000 Euro am Schiff, die Brücke blieb unbeschädigt. Verletzte gab es nicht. Der Kanal war für die Dauer der Bergungsarbeiten von acht bis 11 Uhr zwischen Rodde und Altenrheine gesperrt. Zwei Fahrzeuge mussten dadurch eine Zwangspause einlegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2009

Arbeitsreiche Weihnachtstage für norwegische Seenotretter

Provinz (Fylke) Sogn og Fjordane / Norwegen, 28.12.09 - Das Rettungsboot "Halfdan Grieg" der Station Måløy / Florø hatten während der Weihnachtstage mehrere Einsätze. Es gelang, die "Finden", die Maschinenschaden erlitten hatte, von Stad nach Måløy zur Reparatur zu schleppen.
Dann meldete der Trawler "Suletrål" Grundberührung und wurde dann durch Netze im Antrieb blockiert. Der Havarist wurde zunächst auf tiefes Wasser, dann in den Heimathafen geschleppt.
Schließlich musste der Kutter "Børingen" nach Wassereinbruch gelenzt und nach Måløy zu einer Werft geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2009

Vermisste Seeleute nach Feuer tot aufgefunden
Update vom 27.12.09

Caracas / Venezuela, 28.12.09 - Die letzten drei Vermissten des Frachters "Aegean Wind" wurden am 26.12. in den ausgebrannten Räumen des Schiffes tot entdeckt. Damit bestätigte sich die Befürchtung, das neun Menschen dem Feuer vor Venezuela zum Opfer fielen. Warum der Brand in der Messe entstand und sich so schnell ausbreitete, war noch unbekannt. Der Frachter war mit einer Ladung Stahl unterwegs von Brasilien nach Houston, Texas. Fünf verletzte Seeleute waren noch im Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2009

Philippinen: Suche nach Vermissten
Update vom 27.12.09

Manila / Philippinen, 28.12.09 - Ein Taucher der philippinischen Küstenwache fand im Innern des Wracks der Fähre "Catalyn B" nahe Manila 12 Tote. Die übrigen 24 Vermissten könnten sich ebenfalls im Schiffsinnern in noch nicht untersuchten Kabinen befinden. Da es noch nicht gelang, die Räume eingehend zu untersuchen, war die Anzahl weiterer Leichen darin noch unbekannt. Viele wurden im Schlaf überrascht.
Weitere 23 Menschen wurden außerdem nach dem Untergang der Fähre "Baleno 9" vermisst. Die Anzahl der Personen auf dem Schiff konnte allerdings auch nicht genau beziffert werden, sie schwankte zwischen 101 und 88. Sechs Menschen wurden tot entdeckt und 72 gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2009

Philippinische Fähre freigeschleppt
Update vom 27.12.09

Dumaguete City, Provinz Negros Oriental, Visayas / Philippinen, 28.12.09 - "Super Shuttle Ferry 18", 695 BRZ, die beim Auslaufen aus Dumaguete City in Negros Oriental am Abend des 26.12. gegen 18 Uhr auf Grund lief, ist wieder frei. Das Schiff der Asian Marine Transport in Cebu City hatte 100 Meter vor dem Hafen auf fünf Metern Rumpflänge festgesessen. Die Coast Guard Station in Dumaguete kam den 156 Passagieren und 27 Mann Crew zu Hilfe. 128 Fahrgäste wurden abgeborgen. 28 blieben zunächst an Bord, weil sie Fahrzeuge mit sich führten. Doch gegen 15 Uhr wurden auch sie auf ein nach Dapitan laufendes Schiff übergesetzt. Um 17.15 Uhr zogen Schlepper den Havaristen mit der Flut vom Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2009

Fähre versenkte Kutter

Lantau Island, Hongkong, 27.12.09 - Am 25.12. kollidierte die "Cotai Jet" mit einem Kutter aus Hong Kong nahe Lantau Island. Acht Personen gingen auf diesem über Bord, ein Mann wurde verletzt. Der "Cotai Jet" war mit 380 Fahrgästen unterwegs von Hongkong nach Macau, als er um 8.30 Uhr die Backbordseite des Kutters rammte, der sofort kenterte. Die Schiffbrüchigen wurden von einem anderen Kutter gerettet und ins Kiang Wu Hospital, Taipa, Macau gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2009

Feuer auf Trawler vor Labrador

Nain, Neufundland / Kanada, 27.12.09 - Am 24.12. brach auf dem 200 Fuß langen Trawler "Northern Eagle" aus North Sydney / Nova Scotia, ein Feuer aus. Es gelang der 28-köpfigen Crew aber, den Brand vor Labrador niederzukämpfen. Er machte sich durch die Strait of Belle Isle auf den Weg in den Heimathafen. Das Schiff befand sich etwa 80 Kilometer östlich von Nain, der nördlichsten Stadt Neufundlands, als der Brand im Maschinenraum entstand. Ein Cormorant-Helikopter aus Gander konnte nach der erfolgreichen Bekämpfung des Feuers zurückgerufen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2009

Frachter lief Moerdijk als Nothafen an

Moerdijk, Provinz Nordbrabant / Niederlande, 25.12.09 - Auf dem Weg nach Rotterdam erlitt der 95 Meter lange russische Frachter "Baltiyskiy-101" (IMO-Nr.: 7612436) unterwegs von St. Petersburg auf der Ostsee Seeschlagschäden. Am 25.12. lief es nach Moerdijk ein, wo losgerissene Ladung vor der Weiterreise neu gelascht werden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2009

"Aras 1" wird abgebrochen
Update vom 23.12.09

Sotschi (Sochi), Region Krasnodar / Russland, 24.12.09 - Der am 20.12. auseinander gebrochene Frachter "Aras 1" soll binnen eines Monats abgewrackt werden. Das Achterschiff liegt fünf Meilen von Sochi entfernt. Am 23.12. wurde das Leichtern abgeschlossen, rund 200 Kubikmeter Ölsubstanz waren bis dahin geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2009

130 Fährpassagiere unversehrt geborgen

Dumaguete City, Provinz Negros Oriental, Visayas / Philippinen, 27.12.09 - 130 Passagiere wurden am 27.12. um 12 Uhr von der "Shuttle Ferry 18" abgeborgen, nachdem diese in Dumaguete City in der Negros Oriental-Provinz gestrandet war. Sie wurden binnen drei Stunden durch die philippinische Küstenwache gerettet. Die "Shuttle Ferry 18" war am 26.12. um 18 Uhr aus Dumaguete City mit Kurs Dapitan City, Zamboanga del Norte, ausgelaufen, wo sie um 22 Uhr hätte eintreffen sollen. Wegen starker Strömung gab es aber ein Navigationsproblem, und die Fähre wurde in Barangay Looc in Dumaguete City 50 Meter vor dem Ufer auf Grund gesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2009

Neuerliches Fährunglück auf Philippinen

Batangas City; Hauptinsel Luzón / Philippinen, 27.12.09 - Auf den Philippinen ist innerhalb von drei Tagen die zweite Fähre gesunken. Sechs Leichen wurden am 27.12. südlich von Manila geborgen und mindestens 22 Menschen noch vermisst. 62 Passagiere und Besatzungsmitglieder der "Baleno 9", 199 BRZ, wurden gerettet, nachdem sie in schwerer See am Abend des 26.12. vor Batangas City, rund 85 Kilometer südlich von Manila, unterging. Sie wurden von den Schwesterschiffen "Baleno 3" und "Beleno 5" sowie der "Reina" aus Los Angeles und dem Küstenwachboot "SARV 3504" aus dem Wasser gezogen. Die "Iloilo" verließ um 4.13 Uhr Verde Island mit einem medizinischen Team an Bord, ein Suchflugzeug startete um sieben Uhr, und die "PG 394" sollte so schnell wie möglich aus Subic kommen.
Nach ersten Ermittlungen war Wasser auf das Autodeck gedrungen und hatte die Fähre rasch zum Sinken gebracht. Mehrere Trucks waren auf dem Deck offenbar nicht richtig gesichert gewesen und verrutscht, als Wasser durch die Bugrampe eindrang. Nach dem Unglück herrschte aber noch Unklarheit über die genaue Zahl der Menschen an Bord. Die "Baleno 9" der Besta Shipping Lines war für 284 Menschen zugelassen und wohl nicht überladen.
Derweil wurden zwei Tage nach Untergang der "Catalyn B", 79 BRZ, am 26.12. 23 Menschen noch vermisst. Die Marine setzte zwar erneut Flugzeuge ein, um Überlebende, die vielleicht auf nahen Inseln gestrandet waren, zu retten. Doch es ging nach Auskunft der Küstenwache eher darum, jetzt Leichen zu bergen. Taucher versuchten am 26.12., das in 67 Metern Tiefe liegende Wrack zu erreichen.
Die "Catalyn B" war am Heiligabend südlich von Manila nach dem Zusammenstoß mit dem 369 Tonnen großen Trawler "Anathalia" gesunken. Drei Leichen wurden geborgen, 46 Passagiere und Besatzungsmitglieder gerettet. Die Marine schickte Tiefseetaucher zum Unglücksort, weil vermutet wurde, dass viele der Opfer sich noch in dem gesunkenen Wrack befanden. Das Unglück ereignete sich vor Sonnenaufgang und viele Passagiere dürften unter Deck geschlafen haben. Die Regierung entzog den Betreibern der Fähre und des Kutters am 1. Weihnachtstag die Lizenz. Über etwaige Strafmaßnahmen sollte nach der Untersuchung der Unglücksursache entschieden werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2009

Schlepper "Pathfinder" in den Hafen von Valdez geschleppt
Update vom 25.12.09

Valdez, Prince William Sound, Alaska / USA, 27.12.09 - Der Schlepper "Pathfinder", der in der Nacht zum 23.12. auf dem Bligh Reef im Prince William Sound strandete, wurde, nachdem er freigekommen war, südlich von Busby Island ankernd von einer Ölsperre umgeben. Am 25.12. um 12.34 Uhr begann Crowley das Öl aus den beschädigten beiden Tanks zu leichtern. Schon 10 Minuten später wurde die Operation unterbrochen, nachdem auslaufendes Öl innerhalb der Sperre sichtbar wurde. Ein Überflug zeigte auch einen eine Meile langen Ölfilm hinter der Ölsperre. Sechs Kutter wurden von TITAN beauftragt, das Öl zu skimmen. Das Küstenwachschiff "Long Island" war ebenfalls vor Ort. Bei weiteren Flügen wurde auch ein Dieselölfilm östlich von Glacier Island entdeckt, den die "Valdez Star" umgehend skimmte. Um 16.15 Uhr wurde das Leichtern fortgesetzt. Eine zweite Ölsperre wurde um den Havaristen ausgelegt. Am 26.12. wurde das Abpumpen abgeschlossen. Über 49000 Gallonen Öl und Ölwassergemisch wurden geleichtert. Der Rumpf der "Pathfinder" wurde von außen ebenfalls gereinigt. Am 27.12. um 12.56 Uhr erreichte sie danach im Schlepp den Hafen von Valdez, wo sie nach dem 20 Meilen langen Transit am Petroleum-Terminal festgemacht wurde. Hier sollte als nächstes der Schaden untersucht und die genaue Menge verlorenen Öls ermittelt werden.
Die Ursache des Unglück's war vorerst nicht bekannt. Senator Mark Begich aus Alaska fragte, wie ausgerechnet ein Schiff der Einsatzgruppe zur Verhinderung von Tankerunglücken wie das der "Exxon Valdez" auf eines der am besten markierten und bekanntesten Riffe der nördlichen Hemisphäre auflaufen konnte. Die "Exxon Valdez" war am 24. März 1989 im Prince-William-Sund auf dem Bligh-Riff auf Grund gelaufen. Aus den dabei aufgerissenen Tanks traten damals etwa 41 Millionen Liter Öl aus und verschmutzten die Küste auf einer Länge von mehr als 2000 Kilometern. 250.000 Seevögel und Meerestiere fielen der Ölpest zum Opfer. Das Gebiet hat sich bis heute nicht vollständig von den Schäden erholt. Sicher ist bis jetzt allerdings, dass im Gegensatz zum damaligen Tankerkapitän die Crew der "Pathfinder" bei der Havarie nüchtern war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2009

Neun Tote bei Frachterbrand vor Venezuela
Update vom 25.12.09

Caracas / Venezuela, 26.12.09 - Der griechische Frachter "Aegean Wind", 23646 BRZ (IMO-Nr. 8130746) der Atlantic Bulk Carriers in Piräus geriet am 25.12. gegen vier Uhr vor der Küste von Venezuela in Brand. Neun Besatzungsmitglieder, davon drei Griechen und sechs Philippinos, wurden zunächst vermisst, fünf davon später tot aufgefunden. Ob die Vermissten in ihren Kajüten eingeschlossen wurden oder über Bord sprangen, war nicht bekannt. Fünf Mann wurden verletzt durch einen Hubschrauber der venezolanischen Marine abgeborgen. Zwei Rettungsboote und zwei Helikopter aus Venezuela kamen zu Hilfe. Auf La Blanquilla wurden die Verletzten medizinisch betreut. Medizinisches Personal wurde dazu aus Porlamar auf der Insel Margarita herbeigeholt. Dorthin sollten die Verletzten nach Herstellung der Transportfähigkeit gebracht werden. Im Einsatz waren auch ein Wasserflugzeug und ein Küstenwachschiff sowie der Frachter "Amstelborg". Der Brand wurde inzwischen unter Kontrolle gebracht. Nach dem Brand herrschte starke Rauchentwicklung, was die Arbeit der Retter erschwerte. Nach etlichen Stunden gelang es aber, das Feuer zu löschen. 10 Mann der Crew sowie die Toten blieben an Bord, weil stürmische See eine Evakuierung unmöglich machte. Der Havarist sollte nach Ende der Löscharbeiten von einem Schlepper zum Bestimmungshafen Houston gezogen werden.
Das 1983 erbaute Schiff war mit einer Ladung von 37000 Tonnen Eisenerz unterwegs von Brasilien nach Houston, als 35 Meilen nordöstlich der Insel La Blanquilla das Feuer gegen zwei Uhr in der Messe entstand. Hier hielten sich auch die Vermissten auf. Insgesamt waren 24 Mann, 15 Philippinos und neun Griechen, an Bord.
Der 185 Meter lange und 29,50 Meter breite Bulker verdrängt 38909 Tonnen. Er entstand 1983 bei der Oshima Shipbuilding in Saikai.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2009

Gestrandeter Frachter von Schlepper befreit

Ukraine, 25.12.09 - Am 25.12. lief um 15.45 Uhr der 3261 Tonnen verdrängende Frachter "Eren" (ex-"Volgo-Balt 133", IMO-Nr.: 8857760) in der Dnjestr-Mündung (Schwarze Meer) in der Ukraine auf Grund. Um 1.20 Uhr des Folgemorgens gelang es einem Schlepper, den Havaristen wieder flottzumachen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2009

Kutterbrand in Urk rasch gelöscht

Urk, Provinz Flevoland / Niederlande, 24.12.09 - Bei Überholungsarbeiten auf dem Kutter "Romy" (IJM 8) aus Ijmuiden entstand am 23.12. ein Feuer, nach dessen Ausbruch vorsorglich Großalarm gegeben wurde. Polyester war in Brand geraten. Feuerwehr, KNRM-Rettungsdienst und Krankenwagen wurden zum Kutter gerufen. Wenig später waren die Flammen erstickt, und die Feuerwehr konnte die verqualmten Räume belüften. Der Kutter der H. Visser & Zn. BV ist 23,5 Meter lang, 5,8 Meter lang und wurde 1986 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2009

Seenotretter lenzten Bella 620

Vikedal, Provinz (Fylke) Rogaland / Norwegen, 23.12.09 - Am 22.12. sank in einem Bootshafen in Vigedal, 34 Meilen von Stavanger entfernt, ein 200 PS starkes "Bella 620"-Motorboot. Die Küstenwache verständigte das Rettungsboot "Ryfylke". Es gelang dem Seerettungskorps, das knapp unter der Wasseroberfläche liegende Boot zu lenzen und mit einem Mobilkran an Land zu heben. Vermutlich hat Schneedruck das Sportboot versenkt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2009

Neun Vermisste bei Feuer auf Bulker

Venezuela, 25.12.09 - Der griechische Frachter "Aegean Wind", 23646 BRZ (IMO-Nr. 8130746) der Atlantic Bulk Carriers in Piräus geriet am 25.12. vor der Küste von Venezuela in Brand. Neun Besatzungsmitglieder, davon drei Griechen und sechs Philippinos, wurden vermisst. Ob die Vermissten in ihren Kajüten eingeschlossen wurden oder über Bord sprangen, war zunächst nicht bekannt. Fünf wurden verletzt mit einem Hubschrauber geborgen. Das 1983 erbaute Schiff war mit einer Ladung von 37000 Tonnen Eisenerz unterwegs von Brasilien nach Houston, als 35 Meilen nordöstlich der Insel La Blanquilla das Feuer gegen zwei Uhr in der Messe entstand. Hier hielten sich auch die Vermissten auf. Insgesamt waren 24 Mann, 15 Philippinos und neun Griechen, an Bord. Zwei Rettungsboote und zwei Helikopter aus Venezuela kamen zu Hilfe. Auf La Blanquilla wurden die Verletzten medizinisch betreut. Medizinisches Personal wurde dazu aus Porlamar auf der Insel Margarita herbeigeholt. Dorthin sollten die Verletzten nach Herstellung der Transportfähigkeit gebracht werden. Im Einsatz waren auch ein Wasserflugzeug und ein Küstenwachschiff sowie der Frachter "Amstelborg". Der Brand wurde inzwischen unter Kontrolle gebracht. Weiterhin herrschte aber noch starke Rauchentwicklung, was die Arbeit der Retter erschwerte.
Der 185 Meter lange und 29,50 Meter breite Bulker verdrängt 38909 Tonnen. Er entstand 1983 bei der Oshima Shipbuilding in Saikai.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2009

20 Jahre nach der "Exxon Valdez" strandete Schlepper auf Bligh Reef

Bligh Reef, Bligh Island, Prince William Sound, Alaska / USA, 25.12.09 - Die Coast Guard in Valdez und Anchorage sowie das Patrouillenschiff "Long Island" waren im Einsatz, nachdem bei sechs Fuß hoher See am Abend des 23.12. der 136 Fuß lange Schlepper "Pathfinder" auf dem Bligh Reef im Prince William Sound auf Grund gelaufen war. Er hatte eine Eiskontrolle gemacht und war auf dem Rückweg nach Valdez, als er um 18.15 Uhr auf Grund lief. Er kam aus eigener Kraft wieder frei und hatte um 18.50 Uhr tieferes Wasser erreicht. Er ankerte südlich von Busby Island. Da aber zwei der Dieseltanks mit 33500 Gallonen Öl aufgerissen worden waren, brachte die sechsköpfige Crew eine Ölsperre um ihr Schiff aus. Insgesamt vermag das Schiff 127700 Gallonen Öl aufzunehmen. Vor Ort breitete sich ein drei Meilen langer Ölfilm aus, der davontrieb. Am Nachmittag des 24.12. wurde durch das Ölbekämpfungsschiff "Valdez Star" versucht, Öl vom Wasser zu skimmen, doch es hatte sich bereits zu stark verflüchtigt. Der Schlepper "Invader" machte sich ebenfalls zum Havaristen auf. Zwei Taucher wurden an Bord des Landungsbootes "Alaska Challenge" in Marsch gesetzt und führten am 24.12. um 2.30 Uhr eine Untersuchung des Rumpfes durch. Sie machten erhebliche Schäden aus, und rund fünf Fuß des Kiels fehlten. Eine H-C 130 Hercules der Coast Guard Air Station Kodiak überflog die Unglücksstelle um 10 Uhr. Eine Barge sollte den Schlepper leichtern. Berger von Titan Marine sollten die "Pathfinder" nach Abschluss der Ölleichterung in einen Hafen zur Untersuchung schleppen.
Die "Pathfinder" der Crowley Marine Services ist ein Begleitschiff für die Trans Alaska Pipeline System Tankers, einem Teil des Tankermanagements, das nach der Havarie der "Exxon Valdez" aufgebaut wurde. Er sichert die Route von Valdez zum Hinchinbrook Entrance. Das Bligh-Riff ist genau die Untiefe, an der seinerzeit der Tanker auf Grund lief und 11 Millionen Gallonen Öl verlor.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2009

Bis zu 27 Tote bei Fähruntergang in der Manila-Bay

Manila / Philippinen, 25.12.09 - Das 13 Meter lange, aus Holz gebaute Fährboot "Catalyn B" kollidierte am Morgen des 24.12. gegen 2.25 Uhr mit dem stählernen Kutter "Anatalia" in der Manila Bay vor Maragondon, Cavite, und sank binnen 10 Minuten. Die Fähre war an Steuerbord in das Heck des Kutters gelaufen. Dabei wurde der Bug aufgerissen, sodass die "Catalyn B" sank. Die "Anatalia" erlitt nur Schrammen. Drei Menschen ertranken bei dem Unglück, 24 wurden noch vermisst. Ein Toter wurde von dem Tanker "Emilio Jacinto" entdeckt und am 24.12. um 13.35 Uhr auf den Schlepper "Habagat" übergeben. Die "Catalyn" hatte vor der Kollision den Nordhafen Manilas gerade mit Ziel Lubang Island in Occidental Mindoro verlassen. An Bord waren 59 Passagiere und 14 Mann Crew. Die "Anatalia" kam von den Turtle Islands in den Navotas Fish Port zurück. 46 Menschen wurden nach dem Unglück lebend gerettet, die drei Toten trieben unweit der Kollisionsstelle. Die Überlebenden wurden ins Hauptquartier der Küstenwache in Manila gebracht. Luft- und Seestreitkräfte suchten bei Limbones Island nach den Vermissten. Am 25.12. wurden keine weiteren Menschen entdeckt. Die Suche sollte bis zum 26.12. fortgesetzt werden. Die "Catalyn B" wurde von den San Nicolas Shipping Lines bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2009

Gestrandeter Flusskreuzfahrer blockierte Ijssel

Westervoort, Provinz Gelderland / Niederlande, 25.12.09 - Das Flusskreuzfahrtschiff "Serena" aus Heesch (EU Nr.: 7001637) lief in den Mittagsstunden des 23.12. auf der Ijssel bei Westervoort nach einem Ruderversager auf Grund. Das mit 90 Personen, darunter 15 Mann Crew, besetzte Schiff schlug daraufhin zwischen dem Westervoort-Deich und dem Pleijweg nahe der A 12-Brücke quer. Zwei Schlepper aus Nijmegen und Deventer waren gegen 21.30 Uhr bzw. 23 Uhr vor Ort. Sie machten den Havaristen gegen 23.30 Uhr wieder flott und schleppten ihn nach Arnheim ab. Andernfalls hätte die Feuerwehr bereit gestanden, den Havaristen zu evakuieren. Die "RWS 40" und "RWS 36" von Rijkswaterstraat sicherten die Unfallstelle. Drei Schiffe mussten vor Anker liegend warten.
Das Schiff entstand 1949 als Schlepper "Unterwalden" bei Jos. Boel & Sn., Temse, für die Schweizerische Reederei AG in Basel. Zeitweilig war es der stärkste Rheinschlepper. 1971 wurde er in Kehl, 1972 in Duisburg aufgelegt. Nach Verkauf in die Niederlande erfolgte von 1976-1977 bei Welgelegen in Harlingen der Umbau zum Kreuzfahrtschiff. Eigner ist die Boonstra River Line in Kampen. Das Schiff ist 89,61 Meter lang und 9,9 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2009

Suchaktion nach zwei vermissten Fischern abgebrochen

Barnegat Light, New Jersey / USA, 25.12.09 - Die US Coast Guard rettete eine Person und suchte nach zwei weiteren Fischern aus Newport News, nachdem der 38 Fuß lange Kutter "Alisha Marie" aus Point Pleasant 25 Meilen östlich von Barnegat Light am 23.12. gegen 19 Uhr gesunken war. Das EPIRB hatte sich aktiviert und eine Suchaktion eines MH 65C-Dolphin-Helikopters der Air Station Atlantic City ausgelöst. Dieser entdeckte einen Schiffbrüchigen in einer Rettungsinsel, der berichtete, er sei der einzige gewesen, der diese erreicht hätte. Er wurde ins AtlantiCare Regional Medical Center in Atlantic City geflogen. Derweil startete von der Air Station Elizabeth City eine N.C., HC-130J Hercules, ein Boot lief von der Station Barnegat Light und ein weiteres von der Station Manesquan Inlet aus. Außerdem beteiligte sich das Küstenwachschiff "Ibis" an der Suche. Am 24.12. wurde die Aktion gegen 19 Uhr eingestellt, nachdem 2700 Quadratmeilen abgesucht worden waren, ohne dass sich eine Spur der Vermissten gefunden hätte. Der Kutter war gesunken, nachdem eine große Welle ihn zum Kentern gebracht hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2009

Bislang 14 Tote nach Fähruntergang auf Amazonas geborgen
Update vom 22.12.09

Monte Alegr, Bundesstaat Pará / Brasilien, 25.12.09 - Brasilianische Suchkräfte haben bis zum 25.12. bislang 14 Tote aus dem Amazonas gezogen, wo nahe der entlegenen Dschungelstadt Monte Alegre am 21.12. die Fähre "Almirante Barroso" gekentert war, nachdem sie auf eine Sandbank gelaufen war. Rund 100 Passagiere hatten sich schwimmend an Land gerettet. Eine Frau wurde noch vermisst. Taucher und Helikopter setzten die Suche fort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2009

"Atlantic Vision" nach Kollision repariert
Update vom 22.12.09

Port aux Basques, Newfoundland / Kanada, 24.12.09 - 32 Stunden nach der Kollision mit einem Kai in Port aux Basques ging die "Atlantic Vision" zurück in den Fährdienst. Eine 42 Knoten schnelle Windbö hatte das Schiff am Morgen des 22.12. erfasst und gegen Fender getrieben. Einer dieser Fender riss sich los und riss fünf Meter oberhalb der Wasserlinie an Steuerbord ein Loch ins Heck der Fähre. Am Nachmittag des 23.12. lief die "Atlantic Vision" wieder aus und machte den Liegeplatz für die vor dem Hafen wartenden "Caribou" und "Leif Ericson" frei. Die Reparatur wurde gemeinsam von der Crown Corporation und Transport Canada durchgeführt. Zunächst war geplant gewesen, das Loch nur provisorisch zu flicken, doch da alles nötige Material vor Ort war, wurde die Reparatur vollständig zu Ende geführt. Um 17.50 Uhr lief das Schiff in die Cabot Strait aus und sollte um 22 Uhr North Sidney erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2009

Wrack der Fähre "Ellis Island" nach über 40 Jahren geräumt

Manhattan, New York / USA, 24.12.09 - Das Wrack der Fähre "Ellis Island", die 1954 außer Dienst gestellt wurde und 1968 an ihrem Liegeplatz sank, wurde nun in einer aufwändigen Bergungsaktion geräumt. Das 160 Fuß lange, 660 Tonnen schwere Schiff, das einen Dienst von Manhattan zur Ellis Island Immigration Station unterhielt, war 1904 in Dienst gestellt worden. Am 29. November 1954 endete die letzte Überfahrt. Das Einwanderungszentrum war geschlossen worden und Ellis Island fast leer. Die Fähre geriet in Vergessenheit und wurde nur gelegentlich ausgepumpt. Wohl wegen Rostfraßes sank sie am Wochenende 10/11.8.1968. Die hölzernen Aufbauten waren bald verschwunden. Der stählerne Rumpf lag unter Wasser. Erst 2009 plante der Park Service, den vom Wrack blockierten Anleger wieder für Bootsverkehr zu öffnen. Deswegen lag die alte Fähre nun im Weg. Sie war nicht mehr in einem Stück zu heben. Deswegen zog die U.S. Navy Mobile Diving and Salvage Unit Two seit Oktober die rostigen Reste stückweise aus dem Wasser. Unterwasserarchäologen und Historiker begleiteten die zwei Monate währende Bergungsaktion. Die Reste wurden an Land für weitere Studien abgesetzt. Kessel, zwei Propeller und zwei Ruder konnten sogar im Ganzen und gut erhalten geborgen werden. Nach Abschluss der Räumung wurde der Liegeplatz ausgebaggert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2009

Deutscher Frachter rettete indische Seeleute

Deutschland / Indien, 24.12.09 - 13 Seeleute wurden im Indischen Ozean von dem Schwergutfrachter "Annemieke", 8388 BRZ (IMO-Nr.: 9147681), des SAL Schiffahrtskontor Altes Land gerettet. Der Frachter war auf dem Weg nach Malaysia und Singapur, als er am 17.12. um zwei Uhr einen Notruf der sinkenden Dhau "Dhanan Jay" auffing. Sie trieb 65 Seemeilen vor der indischen Küste trieb in Richtung Afrika. Die 25 Meter lange Dhau war leck geschlagen, lief langsam voll Wasser, hatte bereits 30 Grad Schlagseite und benötigte dringend eine Pumpe. Der Kapitän des Frachters verständigte sofort die indische Küstenwache über Satellitentelefon, die um 6.40 Uhr ein Küstenwachboot losschickte. Die "Annemieke" hingegen war nur 40 Minuten von der hölzernen Dhau entfernt. Sie brachte mit ihrem Rettungsboot eine elektrische Tauchpumpe an Bord, mit der der Wasserstand im sinkenden Schiff zunächst gehalten werden konnte. Nachdem es aber zu gefährlich an Bord geworden war, ließen die Besatzungsmitglieder eine Rettungsinsel ins Wasser. Diese sicherten die Inder jedoch nicht mit einer Leine am Schiff und trieben so zunächst ab. Gegen acht Uhr – die Dhau trieb immer noch mit Schlagseite im Meer – konnte Kapitän Lang die 13 Seeleute endlich an Bord nehmen. Die "Dhanan Jay" sank derweil langsam weiter ab. Um 10.15 Uhr traf schließlich die Küstenwache vor Ort ein und nahm die Seeleute samt Rettungsinsel an Bord. Gegen Mittag wurde die "Annemieke" aus dem Rettungseinsatz entlassen und setzte nach zehn Stunden die Reise fort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2009

Fischer dank EPIRB und Nachtsichtgerät gerettet

Clearwater, Pinellas County, Florida / USA, 23.12.09 - Die US Coast Guard rettete am 23.12. gegen zwei Uhr drei Männer von dem Kutter "Rubicon", der 60 Meilen nordwestlich von Clearwater leckgeschlagen war. Das EPIRB hatte sich um 12.37 Uhr aktiviert. Gegen ein Uhr startete von der Air Station Clearwater ein HH-60 Jayhawk-Helikopter und entdeckte eine Notfackel, die auf dem 32 Fuß langen Kutter entzündet worden war. Mit Nachtsichtgerät wurden die Schiffbrüchigen geortet und an Bord des Hubschraubers gewinscht. Sie wurden auf der Air Station Clearwater anschließend medizinisch betreut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2009

1000 Liter Diesel in den Main gelaufen

Marktbreit, Landkreis Kitzingen, Bayern / DE, 23.12.09 - Am frühen Dienstagabend (22.12.) hat ein Schiffsführer versehentlich rund 1.000 Liter Diesel in den Main gepumpt. Nach längerer Suche konnte gegen 20 Uhr ein etwa 8 Meter breiter Ölfilm bei Marktbreit lokalisiert werden.
Die Feuerwehren aus Marktbreit, Marktsteft und Sulzfeld sowie das THW errichteten in Höhe Marktbreit eine Ölsperre. Wegen des hohen Wasserstandes und treibenden Eisschollen mußte dieser Versuch zwischenzeitlich mit geringem Erfolg eingestellt werden. Die Ermittlungen hat die Wasserschutzpolizei übernommen.
Gegen 18.30 Uhr lief ein Gütermotorschiff in die Schleuse Kitzingen ein. Dabei war starker Dieselgeruch feststellbar. Der Schiffsführer hatte vergessen, seinen Tankvorgang vom Zusatztank in den Haupttank zu beenden und die Pumpe abzustellen. Eine eingebaute Füllstands-Überwachung zur automatischen Abschaltung war außer Betrieb. Über die Entlüftung des Haupttankes gelangte der Kraftstoff in den Main. Die Schifffahrt mußte am Dienstag abend von 18 Uhr 30 bis 22 Uhr eingestellt werden.
Nach Abschluss der Prüfung und dem Abbau der laienhaften Fördervorrichtung konnte das Güterschiff am Mittwochvormittag seine Fahrt fortsetzen. Der 47-Jährige wird sich jetzt wegen einer Straftat der fahrlässigen Gewässer-Verunreinigung verantworten müssen..
Quelle: radiogong vom 23.12.2009

Wassereinbruch legte Kreuzfahrer in Hamburg lahm

Hamburg / DE, 23.12.09 - Am Morgen des 20.12. kam es im Maschinenkontrollraum des unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrers "Albatros", 20.018 BRZ (IMO-Nr.: 7304314) zu einem Wassereinbruch, als Schlepper ihn aus dem Trockendock 17 zogen, wo er bei Blohm & Voss in Hamburg überholt worden war. Er hatte direkt im Anschluss mit 640 Passagieren eine 140-tägige Kreuzfahrt um die Welt antreten sollen. Die gestrandeten Passagiere wurden drei Tage lang im Empire-Riverside-Hotel und dem der "Albatros" auf dem anderen Elbufer gegenüberliegenden Hafenhotel untergebracht. Zur Überbrückung der Wartezeit wurden Musicalbesuche, Stadtrundfahrten und ein Ausflug zum Weihnachtsmarkt nach Lübeck organisiert. 30 Passagiere sagten die Reise ab und erhielten den Fahrpreis von Phoenix-Reisen zurück. Die 150 Fahrgäste, die die gesamte Reise mitmachen wollte, hatten pro Person 23000 Euro zu zahlen. Es war wegen der Kurzfristigkeit nicht mehr gelungen, die aus ganz Deutschland anreisenden Passagiere rechtzeitig über das Missgeschick zu informieren.
Die Reparatur des Schadens – sogar in den Maschinenraum war durch ein gebrochenes Wasserrohr Wasser eingedrungen – sollte bis zum 23.12. um 16 Uhr beendet werden, das Schiff danach zum Kreuzfahrtterminal in der Hafencity verholen und gegen 19 Uhr die Hansestadt verlassen. Um wie geplant am 17.1.2010 in San Domingo einlaufen zu können, musste das Programm gestrafft und u.a. das Anlaufen von La Coruña gestrichen werden. Ursache des Wassereinbruchs im Kontrollraum war möglicherweise Frost. Bei dem 177,7 Meter langen Schiff handelt es sich im Ursprung um die 1973 erbaute "Royal Viking Sea". Nach dem Umbau und Verlängerung 1983 ist das Kreuzfahrtschiff jetzt 205,46 Meter lang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2009

Vorweihnachtliche Überraschung: Aufgegebene Yacht kostenlos geborgen

Galveston, Texas / USA, 23.12.09 - Eine schöne vorweihnachtliche Bescherung gab es am 21.12. für den Einhandsegler, der vor einer Woche im Golf von Mexiko von seiner Yacht "Enchantress" abgeborgen wurde. Beschädigt, aber seetüchtig wurde die 32 Fuß lange Yacht in den Hafen von Galveston geschleppt, die Notflagge flatterte immer noch im Wind. Die "Gulf Pride" aus Luisiana hatte das Boot 80 Meilen südlich der Postion, an der es in sechs Fuß hohen Seen aufgegeben worden war, geortet und 200 Meilen weit in den Hafen gezogen. Die 30000 Dollar Bergungskosten erließ die Reederei Gulf Fleet dem Segler.
Der Schaden am Boot selbst dürfte derweil zwar mehrere tausend Dollar betragen, doch dies konnte die Freude bei dem 75-jährigen Korea-Kriegsveteranen Ken Ketchum, der nach seiner Rettung zeitweilig in einer Obdachlosenunterkunft gewohnt hatte, nicht trüben. An Bord befanden sich auch viele persönliche Habseligkeiten. So bald wie möglich will Ketchum die Reise nach Mexiko und Belize fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2009

Stürmische See behindert Leichtern der "Aras 1"
Update vom 21.12.09

Sotschi (Sochi), Region Krasnodar / Russland, 22.12.09 - Taucher einer Spezialeinheit des russischen Notfallministeriums haben begonnen, das Achterschiff des moldavischen Frachters "Aras 1" zu inspizieren. Sie fanden bislang keine sichtbaren Schäden am Rumpf, obwohl das Wasser das Innere geflutet hat. Nach Abschluss der Untersuchung sollen die noch an Bord befindlichen 17 Tonnen Bunkeröl aus den Steuerbordtanks abgepumpt werden. Zuvor wurden bereits 20 Tonnen Kraftstoff geleichtert. Im Gebiet um Sochi herrschen derzeit aber raue Wetterbedingungen mit starken Regenfällen und stürmischer See. Diese hat auch das Auseinanderbrechen des 138 Meter langen Frachters am 20.12. auf Sochi Reede verschuldet. Danach trieb das Achterschiff mit seinen vier Treibstofftanks auf eine Buhne, während die vordere Hälfte sank. Die aus vier Russen und neun Ukrainern bestehende Crew war von örtlichen Schleppern nach dem Unglück gerettet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2009

Fischtransporter sitzt in Donaumündung fest

Donaudelta / Ukraine, 21.12.09 - Der unter ukrainanischer Flagge laufende Fischtransporter "Korsun", 669 BRZ (IMO-Nr.: 8036079), lief am 20.12. in der Donau-Mündung nahe Starostambulskoye auf dem Weg vom moldavischen Jurjuleshti in die Türkei in Ballast auf Grund. Am 21.12. gegen 13 Uhr wurde die 12-köpfige Crew unversehrt von dem Schlepper "Titan" aus Illichivsk abgeborgen. Danach sollte die "Korsun" freigeschleppt werden. Sie wird bereedert von der Golden Fish of Sevastopol und lief als "Geroi Perekopa", nachdem sie von der Werft Khabarovskiy Sudostroitelnyy Zavod in Kirova, Khabarovsk, 1982 abgeliefert wurde. Sie ist 55,4 Meter lang, 9,53 Meter breit und hat 5,19 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2009

Neuerliche Havarie der "Atlantic Vision"

Port aux Basques, Newfoundland / Kanada, 22.12.09 - Die Pechsträhne der neufundländischen Fähre "Atlantic Vision", 30285 BRZ (IMO-Nr. 9211509), dauert an. Nach der Kollision mit einer Kaimauer in Port aux Basques am Morgen des 22.12. musste das Schiff von Marine Atlantic aus dem Betrieb genommen werden. Es lief gegen 7.45 Uhr ein, als der Wind plötzlich stärker wurde und die Fähre gegen die Hafenmauer drückte. Dabei entstand ein Loch m Heck. Nach ersten Untersuchungen sollte eine provisorische Reparatur durchgeführt werden.
Zuletzt war die Fähre am 18.8. mit einer Kaimauer in Port aux Basques kollidiert und musste danach zeitweilig den Fährdienst nach North Sydney.Am Morgen des 27.8. dann kam es vor Low Point auf dem Weg von North Sydney nach Port aux Basques zu einem eineinhalbstündigen Antriebsausfall.
Am 29.7. war es zu einem Brand im Maschinenraum gekommen, als das Schiff mit 600 Passagieren auf dem Weg nach Port-aux-Basques war. Im selben Monat hatte es bereits eine Grundberührung erlitten, und am 27.12.2008 war es in North Sydney zu einem Feuer gekommen, der die für Ende März anvisierte Indienststellung verzögert hatte. Das Schiff war am 8.1.2002 als "Superfast IX" von HDW Kiel an die Superfast Ferries S.A. Piräus abgeliefert und zunächst zwischen Rostock und Södertälje in Fahrt gebracht worden. Am 25.4.2008 ging es in eine Fünf-Jahres-Charter der Marine Atlantic und wurde im November in "Atlantic Vision" mit Heimathafen Limassol umbenannt. Am 7.12.2008 traf sie sturmzerzaust in St. John auf Neufundland ein und läuft seit April 2009, wenn sie denn läuft, zwischen North Sydney und Port-aux -Basques.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2009

Mindestens sieben Tote bei Fährunglück auf Amazonas

Santarém, Region Pará / Brasilien, 22.12.09 - Die Fähre "Almirante Barroso" kenterte am Abend des 21.12. auf dem Amazonas zwischen Prainha und Monte Alegre, 70 Kilometers von der Stadt Santarem entfernt. Sie war unterwegs von Monte Dourado nach Monte Alegre. Möglicherweise lief sie auf eine Sandbank und schlug dann um. Sieben Menschen kamen ums Leben, 94 wurden überwiegend von anderen Fahrzeugen gerettet und auf eine Ranch nahe Monte Alegre gebracht. Taucher, ein Helikopter und Teams mit Booten suchten in dem mit einer Seite noch aus dem Wasser ragenden Wrack nach weiteren Fahrgästen, die möglicherweise in der Kajüte eingeschlossen wurden. Der Zugang zu der entlegenen Stelle ist kompliziert. Die als mittelgroß geltende Fähre "Almirante Barroso" durfte auf der Fahrt nach Santarem 100 Passagiere transportieren und war offenbar nicht überladen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2009

Zwei maltesische Tanker vor Gibraltar in Not

La Línea de la Concepción, Provinz Cádiz, Region Andalusien / Spanien, 22.12.09 - Zwei Tanker derselben Reederei, der Queensway Nav. Co. Ltd Athen, havarierten am 22.12. vor La Linéa: Der unbeladene maltesische Tanker "Vemaoil XXI", 5971 BRZ (IMO-Nr.: 9081071) lief um 8.15 Uhr westlich von La Linéa de la Concepcion (Cadiz) in der Bucht von Algeciras auf Grund. Es gelang wenig später, ihn freizuschleppen. Die "Vemaoil XXI" ist ein 1994 erbauter Doppelhüllentanker von 115 Metern Länge, 18,2 breit und 8 Metern Tiefgang. Das 1927 Tonnen verdrängende Schiff entstand 1994 bei der STX Shipbuilding in Seoul als "Jian She 31".
Die 100 Meter lange und 15 Meter breite "Vemaoil IX", 4793 tdw (IMO-Nr.: 8410665), wiederum kam auf einer Sandbank fest, nachdem der Anker nicht gehalten hatte. Schlepper machten den 1986 erbauten Tanker wieder flott und brachten ihn nach Algericas.
Gegen die Kapitäne wurde eine Garantieleistung von 200.000 Euro verhängt. Die Tanker befördern Erdöl aus Noworossisjk im Schwarzen Meer ins westliche Mittelmeer.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2009

10 Mann der "Asian Forest" vor Weihnachten frei

Mangalore (Mangaluru), Bundesstaat Karnataka / Indien, 22.12.09 - 10 Mann aus der Crew des im Juli sechs Meilen vor Mangalore gesunkenen Frachters "Asian Forest" aus Hongkong wurden rechtzeitig zum Weihnachtsfest aus humanitären Gründen in die Heimat entlassen. Weitere acht, darunter Kapitän und Ingenieur, blieben aber im Gewahrsam der indischen Behörden. Sie sollen erst freikommen, wenn das Öl aus den Tanks geleichtert ist. Dies soll im Januar geschehen. Eine Bergungsfirma soll 650 Tonnen Kraftstoff und 145 Tonnen Diesel abpumpen. Der Frachter war am 17.7. mit 13600 Tonnen Eisenerz auf dem Weg von New Mangalore nach China gekentert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2009

Kutterwrack wird Tauchattraktion

St Helens, Insel Tasmanien / Australien, 22.12.09 - Der im September vor St. Helen auf dem St. Helens Barway gekenterte, 17 Meter lange Kutter "Anmaropa" soll eine neue Tauchattraktion an der tasmanischen Nordküste werden. Es war nicht gelungen, den Havaristen wieder flott zu machen. Nun soll es Zeugnis davon ablegen, was passieren kann, wenn man versucht, die Barre bei schlechtem Wetter zu queren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2009

Sprengkapsel auf Taucherwrack entdeckt

Valletta / Malta, 22.12.09 - Ein hochgefährlicher Sprengkörper wurde jetzt vom Wrack des libyschen Tankers "Um El Faroud" vor Wied iz-Zurrieq entfernt, wo ihn Taucher am 20.12. entdeckt hatten. 10 Taucher des Calypso Subaqua Club hatten den Sprengkörper auf dem Rumpf entdeckt. Mit solchen Sprengkapseln gehen Fischer mitunter auf Jagd. Sie können aber auch Taucher töten. Nach der Bergung wurde die Kapsel an die Zurrieq-Distrikt-Polizei übergeben.
Die "Um El Faroud" war durch angesammeltes Gas am 3.2.1995 im Trockendock in Malta explodiert, wobei fünf Werftarbeiter starben. Drei Jahre später wurde das Wrack in 30 Metern Wassertiefe vor Zurrieq versenkt, wo es später auseinanderbrach.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2009

Ausgebrannter Kutter auf letzter Reise

Sörvågen, Kommune Øksnes, Nordland / Norwegen, 22.12.09 - Am 19.12. nahm das Rettungsboot "Knut Hoem" das ausgebrannte Wrack des norwegischen Kutters "Øksnesværing" (N-92-Ø), 114 BRZ, in Stokmarknes auf den Haken. Er schleppte es zum Samhold Slip in Sørvågen, was möglicherweise die letzte Reise des Schiffes war. Der 23,54 Meter lange Kutter war in seinem Heimathafen Myre während eines Werftaufenthaltes am 24.11. durch ein Feuer stark zerstört worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2009

Schubschiff "Berlin" von Eis aufgeschlitzt

Eberswalde,Landkreis Barnim, Brandenburg / DE, 21.12.09 - "Hilfe, wir sinken", rief der Kapitän des Schubschiffes "Berlin" (SCH 2625) (MMSI-Nr. 5604530) am Morgen des 21.12. voller Panik in sein Funktelefon. Denn sein Schiff sackte bedrohlich nach achtern ab. Gegen fünf Uhr trafen die Einsatzkräfte der Eberswalder Berufsfeuerwehr am Havaristen auf dem Oder-Havel-Kanal ein, wo er nahe der Lichterfelder Wasserbrücke festgemacht hatte. Gegen 13 Uhr gelang es, das leckgeschlagene Schiff mit Pumpen zu stabilisieren und das Auslaufen von Öl zu verhindern. Vermutlich waren es Eisschollen, die nach dem Auslaufen aus Stettin mit Ziel Berlin den Rumpf aufrissen. Binnen weniger Minuten entwickelte es kurz vor der Lichterfelder Wassertorbrücke erhebliche Schlagseite. Das Wasser drang durch mehrere Lecks ein, die sich an der Außenwand des Maschinenraums befanden. Die Wasserschutzpolizei leitete eine Untersuchung ein. Nach dem ersten Augenschein könnte Altersschwäche die Unglücksursache sein. Am Kettenkasten wurden mehrere Roststellen entdeckt, wo offensichtlich die Wartung vernachlässigt wurde.
Derweil hat die Feuerwehr damit begonnen, das Öl aus dem Schubschiff abzupumpen und in einen Separator, den die Freiwillige Feuerwehr Finow zur Verfügung stellte, zu füllen. 30 Feuerwehrkräfte waren an der Lichterfelde Wassertorbrücke im Einsatz. Die Binnenreederei Berlin, die die "Berlin" betreibt, ließ das Schiff in den naheliegenden Hafen eines Betriebes schleppen, ehe es am 22.12. die Fahrtgenehmigung zu einer Werft in Malz bei Oranienburg erhielt. Der Schuber entstand 1970 auf der VEB Yachtwerft Berlin. Er ist 23,65 Meter lang, 8,16 Meter breit und hat 1,09 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2009

"Centaur"-Expedition rechtzeitig zum Weihnachtsfest zurück im Hafen
Update vom 20.12.09

Brisbane, Queensland / Australien, 21.12.09 - Die "Seahorse Spirit" lief nach dem erfolgreichen Abschluss der Suche nach dem Hospitalschiff "Centaur" am 21.12. in Brisbane ein. Dort wird die Ausrüstung demobilisiert. Der Expeditionsleiter sagte, die Suche sei nicht einfach gewesen. Man habe das Wrack sieben Mal überfahren, ehe die Entdeckung als sicher gelten konnte. Der dabei verloren gegangene Sonarfisch wird wohl nicht wieder aufgefunden werden. 16 Stunden lang war ohne Erfolg versucht worden, ihn ausfindig zu machen. Voraussichtlich am 4. Januar soll die "Seahorse Spirit" dann wieder zur Untergangsstelle aufbrechen und mit Hilfe eines aus den USA eingeführten ROV hoch aufgelöste Fotos des Wracks aufnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2009

Suche nach Fischer abgebrochen - Suche nach flüchtigem Schiff dauert an
Update vom 21.12.09

Cherbourg-Octeville, Département Manche, Region Basse-Normandie / Frankreich, 21.12.09 - Für den vermissen Fischer des 50 Fuß langen Kutters "Etoile des Ondes" gab es am 21.12. keine Hoffnung mehr. Ein Flugzeug, Helikopter und Schiffe haben das Seegebiet gründlich abgesucht. Der 21-jährige aus Teignmouth (England) trug aber keine Schwimmweste und hätte nur eine Stunde lang überleben können. Sein Schiff war bei klarer Sicht 20 Meilen vor Cherbourg gerammt und versenkt worden. Die mit leichten Verletzungen geretteten anderen drei Besatzungsmitglieder, darunter der Kapitän, wurden von der Polizei befragt, um das andere Schiff, das nicht stoppte, ausfindig zu machen. Sie hatten eine Rettungsinsel erreichen können, aus der sie von einem Dauphin-Hubschrauber abgeborgen und auf der Fähre "Norman Voyager" abgesetzt wurden. Von dort wurden sie in ein französisches Krankenhaus gebracht. Der Kapitän hatte sich zum Zeitpunkt der Kollision unter Deck befunden und musste durch die geflutete Kajüte ins Freie schwimmen. Die Überlebenden hatten auch noch kurz die gelbe Öljacke des vierten Mannes noch in der Nacht gesehen, konnten ihn aber nicht erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Tragisches Kollisionsunglück in San Diego wird untersucht
Update vom 21.12.09

San Diego, Kalifornien / USA, 21.12.09 - Der Eigner des Sportbootes, das in der San Diego Bay von einem Fahrzeug der Coast Guard gerammt wurde, sagte, dass dieses mit hoher Geschwindigkeit durch den Hafen, in dem gerade eine Weihnachtsparade stattfand, fuhr. Dann wendete es, und der Skipper dachte, es drehte von seinem Kurs weg. Stattdessen rammte es sein Boot ins Heck, als er ablaufen wollte. Dabei kam der Enkel des Bootseigners ums Leben, fünf Personen erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Die Polizei von San Diego, die Coast Guard und das National Transportation Safety Board leiteten eine Untersuchung der Kollision ein. Dazu wurde das beschädigte 24-Fuß-Boot aus dem Wasser genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Maschine im Sturm repariert
Update vom 21.12.09

US Coast Guard, Anchorage, Alaska / USA, 21.12.09 - Der Crew des antriebslos im Nordpazifik treibenden Frachters "APG Suryavir" gelang es am Morgen des 21.12., die Maschine zu reparieren und wieder anzufahren. Danach nahm er Kurs auf Portland, Oregon. Die zu Hilfe gerufenen Schiffe, darunter die "Maersk Altair", die um 11.30 Uhr vor Ort erwartet wurde, konnten ihre Fahrt daraufhin fortsetzen. Ein Schiff der Küstenwache wäre am Abend des 22.12. am Schiff eingetroffen. Wegen der 30 Fuß hohen Wellen hatte sich das Eintreffen der Hilfe erheblich verzögert. Die Küstenwache und die Reederei Apeejay Shipping Ltd. bleiben bis zum Einlaufen in Portland aber in regelmäßigem Funkkontakt. Eine C 130 überflog den Frachter am Abend des 20.12. und landete danach auf Adak Island, von wo aus sie am Morgen des 21.12. erneut aufsteigen sollte. Der Maschinenschaden war bereits vor einigen Tagen auf der Reise von China zum Columbia River in Oregon aufgetreten, doch die Crew, die versucht hatte, die Maschine zu reparieren, hatte erst nach der Wetterverschlechterung um Hilfe gebeten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

"Michael & Kristen" in Rekordzeit repariert und wieder in See
Update vom 20.12.09

Provincetown, Cape Cod in Barnstable County, Massachusetts / USA, 21.12.09 - Nach einer Liegezeit von 36 Stunden in Provincetown, während der der Motor gereinigt wurde, konnte der 77 Fuß lange Kutter "Michael & Kristen", der zuvor in einer turbulenten Schleppfahrt von der Georges Bank vor einem herannahenden Sturm gerettet worden war, am 21.12. wieder auslaufen. Ziel ist der "Canyon", eine tiefe Rinne in Georges, rund 200 Meilen vor Nacntucket. Hier werden während eines Tages 1400 ausgebrachte Hummerfallen eingeholt. Am 23.12. soll der Kutter dann bereits wieder einlaufen, sodass die um einen Ersatzmann für den nach der Bergung Festgenommenen verstärkte Crew am Heiligabend zu Hause sein kann. Es galt keine Zeit zu verlieren, weil die Fangerlöse angesichts der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage gut sind. Der in Beverly ansässige Eigner sagte aber, es sei ein Wunder gewesen, dass die 420-PS-Maschine sich am Nachmittag des 20.12. wieder starten ließ. Wahrscheinlich hatte sich Sediment darin abgesetzt, das in rauer See aufwirbelte und den Treibstoff verunreinigte. Am 16.12. fiel die Maschine aus, und der Kutter "Rachel Leah" nahm den Havaristen zunächst auf den Haken. In schwerer See brach aber die Schlepptrosse. Eine Hercules C 130 aus North Carolina ortete daraufhin die "Michael & Kristen", und in einer dreitägigen Schleppfahrt gelang es dem 270 Fuß langen Küstenwachschiff "Escanaba" aus Boston, mit seinem schweren Anhang vor dem Blizzard zu entkommen. In den Mittagsstunden des 19.12. machte der Kutter an der MacMillan Pier in Provincetown fest.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Brennendes Sportboot aus Bootshaus gezogen

Gloucester, Virginia / USA, 21.12.09 - Die Feuerwehr in Gloucester löschte am 20.12. in einer Marina in Gloucester einen Brand auf dem Motorboot "Vackra Flicka" aus Williamsburg (Va.), der um 11.23 Uhr gemeldet worden war. Es lag zu dieser Zeit im Innern eines Bootshauses des York River Yacht Haven. Wegen der Gefahr, dass der Brand auf andere Schiffe übergreifen könnte, wurde es aus dem Bootshaus herausgezogen und auf Grund gesetzt. Das Abdingdon Volunteer Fire Department kam mit einem Löschboot, gefolgt von Löschtrupps, die gegen die Flammen im Innern vorgingen. Das Feuer wurde von einer überhitzten Heizleitung im Motorenraum ausgelöst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Munition der "Atocha" lag auf dem Meeresgrund

Florida Keys / USA, 20.12.09 - Der Taucher Bob Erickson, der lange Zeit mit dem Schatzsucher Mel Fisher kooperierte, fand jetzt bei einem Tauchgang zum Wrack der "Atocha" in den Florida Keys 15 Musketenkugeln in drei verschiedenen Größen für verschiedene Feuerwaffen. Sie wurden an Bord des Bergungsschiffes "JB Magruder" gebracht. Sie hatten offen sichtbar auf dem Meeresgrund gelegen.
Insgesamt wurden in dieser Woche 30 Kugeln und eine verkrustete Silbermünze gefunden. Bei den Kugeln handelt es sich nicht um Objekte von großem materiellen Wert, doch sie stellen wichtige historische Überreste des 400 Jahre alten Wracks der "Atocha" dar. Jede einzelne wird entsprechend konserviert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Kutter durch flüchtigen Frachter vor Cherbourg versenkt

Cherbourg-Octeville, Département Manche, Region Basse-Normandie / Frankreich, 21.12.09 - Im Englischen Kanal sank 37 Kilometer nördlich von Cherbourg der in Teignmouth beheimatete Kutter "Etoile des Ondes", 40 BRZ, nach einer Kollision am 20.12. um 19.25 Uhr. Dabei kam ein Mann ums Leben, drei weitere Fischer wurden von der Celtic-Link-Fähre "Norman Voyager" um 21.20 Uhr gerettet. Sie wurden mit einem Dragon-50-Hubschrauber ins Krankenhaus Pasteur de Cherbourg geflogen. Die Fähre hatte um 20.30 Uhr rote Notsignale gesichtet und ein Mayday ausgestrahlt. Die Suche nach dem Vermissten, an der sich auch ein Dauphin-Hubschrauber beteiligte, wurde nach mehreren Stunden eingestellt. Als Kollisionsgegner ist ein 220 Meter langer Frachter aus Singapur unter Verdacht, der in den kommenden Tagen nach Einlaufen in einen deutschen Hafen untersucht werden soll. Am 14.5.2005 ging bereits einmal ein Mann des Kutters verloren, er war über Bord gestürzt. Die "Etoile des Ondes" wurde 1957 erbaut. Sie war 14,5 Meter lang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Kabinenkreuzer in Leirvik ausgebrannt

Leirvik, Insel Stord, Provinz (Fylke) Hordaland / Norwegen, 20.12.09 - Beim Einlaufen in den Hafen im Zentrum von Leirvik geriet am 20.12. um 13.45 Uhr ein 30 Fuß langes Sportboot mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern, darunter einem Baby, an Bord in Brand. Die Bootsinsassen wurden von der Fähre "Tranen" gerettet und kamen mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus von Haukeland. Ihr Kabinenkreuzer ging in Flammen auf. Das Wrack wurde von der Feuerwehr abgelöscht, nachdem es vom Wind zwischen die Hafenmolen getrieben wurde. Es hatte zum Unglückszeitpunkt zwei Tonnen Diesel in den Tanks.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Wrack der "Aras 1" wird geleichtert
Update vom 20.12.09

Sotschi (Sochi), Region Krasnodar / Russland, 21.12.09 - Der regionale Katastrophenschutz hat am Abend des 20.12. begonnen, die 37 Tonnen Kraftstoff aus den Tanks des nahe der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi gestrandeten Frachters "Aras 1" 2893 BRZ (IMO-Nr.: 8892057), aus Giurgiuleski zu leichtern. Bis dahin war kein Öl ausgelaufen. Der unter moldawischer Flagge registrierte, 138 Meter lange Frachter war in der Nacht in einem Sturm auseinander gebrochen. Drei Tanklaster mit je 18 Tonnen Kapazität wurden dazu eingesetzt. Die 13-köpfige Besatzung wurde gerettet. Das Achterschiff trieb anschließend auf den nahen Strand. Der altersschwache und nicht seegängige Frachter hatte die aus Kohle und Schwefel bestehende Ladung zuvor im russischen Temrjuk gelöscht. Das Schiff des Volgobalt-Typs war 107.35 Meter lang, 13 Meter breit und hatte 5.50 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Indischer Frachter treibt hilflos im Sturm

Adak Island, Aleutian Islands, Alaska / USA, 21.10.09 - Der indische Frachter "APJ Suryavir", 39302 BRZ (IMO-Nr.: 8902151), erlitt am 20.12. im Nordpazifik in stürmischer See Maschinenausfall. Die 28-köpfige, indische Crew bereitete sich auf eine Evakuierung durch die unter Singapur-Flagge registrierte "Maersk Altair" vor, die am 21.12. vor Ort erwartet wurde, vor. Die US Coast Guard schickte eine C-130 von Kodiak Island, die eine Boje abwarf, um Strömungs- und Windbedingungen vor Ort zu messen. Eine zweite C-130 startete am Morgen des 21.12. mit Versorgungsgütern wie Rettungsinseln, Essen und Trinken für den Havaristen und der Aufgabe, diesen zu überwachen. Das Schiff hatte keine Ladung an Bord, als es auf dem Weg von China zum Columbia River in Oregon in 30 Fuß hohen Seen 540 Meilen südwestlich von Adak Islands bei 60 Meilen Wind in Seenot geriet und am Morgen des 20.12. gegen 11 Uhr Notrufe funkte. Das Wetter sollte sich noch weiter verschlechtern. Trotz Aufnahme von Wasserballast war der Frachter noch sehr rank und leicht. Er wird von der Apeejay Shipping LTD bereedert, die einen Bergungsschlepper beauftragte, den Havaristen auf den Haken zu nehmen. Ein Küstenwachschiff würde zweieinhalb Tage brauchen, um ihn zu erreichen.
Die "APJ Suryavir" wurde 1990 von der Namura Shipbuilding in Osaka als "Maritime Light" abgeliefert. Sie verdrängt 71037 Tonnen, ist 225,33 Meter lang, 32,2 Meter breit und hat 13,65 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Tödliche Kollision in der San Diego Bay

San Diego, Kalifornien / USA, 21.12.09 - Ein 33 Fuß langes Patroullienboot der US Coast Guard kollidierte am 20.12. gegen 18 Uhr mit einem 24 Fuß langen Sportboot in der San Diego Bay. Dabei kam ein Achtjähriger, der sich an Bord des Sportbootes befunden hatte, ums Leben. Er wurde am Bunkerkai auf Harbor Island an Land gebracht, musste aber im Krankenhaus der University of California in San Diego für tot erklärt werden. Fünf weitere der insgesamt 13 Bootsinsassen erlitten Verletzungen. Die fünfköpfige Besatzung des Kollisionsgegners blieb unversehrt, Das Patroullienboot war auf dem Weg zu einem gestrandeten Fahrzeug, als es zu der Kollision kam. Das San Diego Fire Department und die San Diego Harbor Police kamen zum Einsatz, ebenso wie das 87 Fuß lange Küstenwachboot "Haddock". Wie es zu dem Unglück, das sich bei ruhigem Wetter ereignete, kam, war noch unklar. Es ereignete sich zeitgleich zu einer Bootsparade mit 80 Fahrzeugen, die von der "Haddock" angeführt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Body Count der "Danny F II" bei 12
Update vom 20.12.09

Tripoli / Libanon, 20.12.09 - Vor der Küste von Lattakia, nördlich der Untergangsstelle der "Danny F II", wurde am 20.12. das 12. und bislang letzte Todesopfer des Schiffsunglücks gefunden. Darüber hinaus wurden nach Angaben der libanesischen Armee bislang 40 Überlebende gerettet und 31 Menschen noch vermisst. Nachdem schlechtes Wetter die Suche am Wochenende behindert hatte, wurde nicht mehr mit dem Auffinden weiterer Überlebender gerechnet. Die Suchaktion wurde dessen ungeachtet fortgesetzt. Der letzte lebend Gerettete wurde am Morgen des 19.12. entdeckt. Die "Danny F II" war 17 Kilometer vor Tripolis in einem schweren Sturm gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Katamaran rammte Wellenbrecher – eine Tote

Townsville, Queensland / Australien, 20.12.09 - Am 19.12. krachte gegen 21.30 Uhr der Segel-Katamaran "Sunrise" mit 13 Passagieren auf den Wellenbrecher der Townsville Marina. Dabei kam eine Frau ums Leben. Eine weitere wurde verletzt ins Townsville Hospital in Nord-Queensland gebracht. Die Polizei will das Wrack bergen, um die Ursache für das Umglück herauszufinden. Die Unglücksstelle selbst ist schwer zu erreichen. Die Berger müssen einen 1,6 Kilometer langen Weg über die Mole nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Gestrandete Fähre noch mindestens ein Jahr Strandattraktion

Mihama, Minamimuro District, Präfektur Mie, Insel Honshu / Japan, 19.12.09 - Seit dem 13.11. liegt die 169 Meter lange japanische Fähre "Ariake", 7910 BRZ, wie eine gestrandeter Riesenwal auf der Seite am Strand von Mihama. Sie war am Vorabend von Tokio nach Okinawa ausgelaufen, doch im Sturm wurde sie vor der Mie Präfektur von einer großen Welle getroffen und auf die Seite geworfen, sodass die Ladung überging. Der Kapitän steuerte sein angeschlagenes Schiff so dicht unter Land wie möglich. Bis 10 Uhr waren alle sieben Passagiere und 21 Besatzungsmitglieder unversehrt aus der Luft abgeborgen. Doch das Schiff selbst kenterte in der Brandung. Anwohner sagten, seit dem Untergang eines russischen Frachters, der vor vielen Jahren versehentlich in die Mündung eines nahen Flusses geraten war. Doch es war auch eine Gefahr, denn das Öl begann wenig später auszulaufen. Am 16.11. wurde die Fischerei in dem Gebiet verboten. Diesel- und Schweröl verbreitete sich über drei Quadratkilometer. Die Nippon Salvage Company wurde beauftragt, es zu leichtern. Mithilfe eines Krans, der auf einer Barge montiert war, wurde der Rumpf aufgeschnitten, und das verbliebene Öl konnte ausgepumpt werden. Das ausgelaufene Öl wurde durch Kräfte des Maritime Disaster Prevention Center (MDPC) bekämpft, das mit 20 Meter langen Skimmernetzen zum Einsatz kam. Das verbliebene Öl wurde mit Wasserdüsen und kleinen Booten aufgebrochen. Einen Monat nach dem Unglück treten immer noch kleine Restmengen aus dem Wrack aus, und die Kutter müssen weiterhin im Hafen bleiben. Das Auspumpen wird noch bis Jahresende andauern, und vorher kann auch nicht über eine Räumung des Wracks nachgedacht werden. Dafür gibt es zwei Optionen: Es aufzurichten und abzuschleppen, wobei natürlich auch die Gefahr eines vollständigen Untergangs bestünde, oder es vor Ort zu zerlegen. In jedem Fall wird eine Bergung ungefähr ein Jahr dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Frachter verlor Container in der Nordsee

Flamborough Head, Yorkshire coast, England / UK, 18.12.09 - Vor Flamborough Head, Yorkshire, verlor am 17.12. der in Antigua-Barbuda registrierte Frachter "Pride of Brailla", 2077 BRZ (IMO-Nr: 9141340) auf dem Weg nach Blyth in Northumberland in rauer See und bei 30 Knoten Windgeschwindigkeit zwei Container in der Nordsee. In einem von ihnen befinden sich sechs Tonnen Verpackungsmaterial, im anderen acht Tonnen Papiertücher. Sie ragten bei der letzten Sichtung einen Meter aus dem Wasser auf der Position 54 16.8N 000.00.3 W. Die übrige Ladung war sicher, und die "Pride of Brailla" setzte die Reise nach Blyth fort. Es wurde eine Warnung für die Schifffahrt herausgegeben. Der 110 Meter lange und 11 Meter breite Frachter wurde 1998 bei der Santierul Naval Braila, Braila für Seawheel erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Trawlerbergung in Vigo

Vigo, Provinz Pontevedra, Region Galicien / Spanien, 18.12.09 - Am 18.12. begann die Bergung des unter rumänischer Flagge registrierten Trawlers "Jiminy" (BA 291636), 223 BRZ (IMO-Nr: 7503013), der einige Tage zuvor an einem Kai im Hafen von Vigo Schlagseite entwickelt hatte und mit dem Achterschiff auf Grund gegangen war. An der Bergung waren ein Mobilkran von Land aus sowie ein Schwimmkran beteiligt. Das Wrack war zuvor mit Ölschlängeln umgeben worden. Der Kutter entstand 1975 bei den Constructions Mecaniques de Normandie, Cherbourg. Er wird von Ramberfra La Rochelle betrieben, ist 35,4 Meter lang und 7,62 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

"Taharoa Express" zum zweiten Mal mit Schlagseite

Tasman Bay / Neuseeland, 18.12.09 - Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Taharoa Express", 138585 tdw (IMO-Nr.: 8903117), lief am 18.12. die Tasman Bay an, nachdem er zuvor fünf Grad Schlagseite erlitten hatte, um dort wieder auf ebenen Kiel gebracht zu werden. Helikopters brachten dazu Schauerleute an Bord, die während der folgenden zwei Tage die Ladung umschichteten. Die Schlagseite war während der Beladung mit Erzsand im Hafen von Port Taharoa, Waikato, am 17.12. entstanden. Das mit 25 Mann Crew besetzte Schiff hatte zu der Zeit 65000 Tonnen geladen.
Es war dies bereits das zweite Mal, dass es auf der "Taharoa Express" zu einem solchen Zwischenfall kam. Im Juni 2007 hatte sie zu kentern gedroht, nachdem in rauer See die Ladung vor Taranaki übergegangen war. Hätte der Lotse die Gefahr nicht erkannt und den Kurs geändert sowie die Fahrt herabgesetzt, wäre das Schiff damals wohl zerbrochen oder gekentert. Beim aktuellen Zwischenfall drohte aber nicht die Gefahr, dass die Ladung durch Wasser sich würde verflüssigen können, denn es war nach den inzwischen geänderten Richtlinien ordnungsgemäß entfernt worden.
Der 259 Meter lange und 43 Meter breite Frachter entstand 1990 bei Hyundai, Ulsan. Im November 2009 wurde er nach einer Hafenstaatskontrolle in Neuseeland wegen einer Reihe von Mängeln an Sicherheitseinrichtungen mit einem Auslaufverbot belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Berger zogen von Gibraltar ab
Update vom 17.12.09

Gibraltar / Titan Salvage, Pompano Beach, Florida / USA, 18.12.09 - Der Anblick von Gibraltars Europa Point hat sich in den vergangenen Wochen verändert. Zum ersten Mal seit dem Untergang des Frachters "New Flame" auf deren letzter Reise von New York in die Türkei im August 2007, der die Strandung der "Fedra" auf den Fuß folgte, sind seit diesem Monat keine Bergungsfahrzeuge mehr dort im Einsatz, nachdem TITAN Salvage über 50000 Tonnen Metallschrott geräumt hat. Seit dem Untergang bis September waren die Berger damit beschäftigt, den mit über 42000 Tonnen Schrott beladenen Bulkcarrier zu zerlegen und die Reste sicher zu entfernen, ohne dass die Umwelt gravierend beeinträchtigt wurde. Nachdem die Unterwasserarbeiten im Dezember beendet und die Bergungsausrüstung demobilisiert wurde, ist die Operation, an der 20 Berger beschäftigt waren, nun offiziell abgewickelt. Es wurden insgesamt 39,488 Tonnen der Ladung sowie 5,914 Tonnen des Schiffes geborgen, darunter die komplette Maschinenanlage. Das Achterschiff des Wracks wurde in einem Stück gehoben und zu Abwrackern in Belgien verbracht. TITAN Salvage war im Dezember 2007 mit der Bergung beauftragt worden, nachdem vorangegangene Bergungsversuche erfolglos geblieben waren. Zum Einsatz kamen der Schlepper "Warrior" von Crwoleys, die 400 Fuß lange Barge 408, der Schlepper "Mistral" und die Kranbarge "Rambiz", die das Heck barg. Außerdem wurden der Kran "Taklift VI", die Bargen "Bigfoot 1" und "Giant 3", örtliche Fahrzeuge sowie die Schlepper "Elsbeth III" und "Braveheart" in die Arbeiten mit einbezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2009

Fünf Fischer vor Busan vermisst

Busan, Provinz Gyeongsangnam-do / Südkorea, 20.12.09 - Am 20.12. sank im Sturm gegen sieben Uhr der 129-Tonnen-Kutter "Geumyang" 65 Kilometer östlich von Busan in Südkorea. Er hatte 25 Mann Crew an Bord. 20 wurden von drei anderen Schiffen derselben Fischereiflotte gerettet. Fünf weitere, drei Südkoreaner und zwei Indonesier, wurden vermisst. Ein Helikopter und drei Küstenwachschiffe aus Südkorea sowie drei japanische Patrouillienboote hielten nach ihnen Ausschau.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2009

Binnenschiff durch Brand stark beschädigt

Wasserbillig / Luxemburg, 20.12.09 - In der Nacht zum 20.12. ist auf einem niederländischen Binnenschiff auf der Mosel zwischen Mertert und Wasserbillig ein Brand ausgebrochen. Der Kapitän reagierte geistesgegenwärtig: Er alarmierte die Notrufzentrale und steuerte die Fähranlegestelle auf der Esplanade de la Moselle in Wasserbillig an, legte dort an und evakuierte umgehend sein Schiff. Die angerückten Rettungskräfte mussten sich wegen der starken Rauchentwicklung mit schwerem Atemschutz ausrüsten, um gegen den Brand vorgehen zu können. Mit einem Angriffsrohr gelang es den Rettungskräften, den Brand im Maschinenraum schnell zu löschen. Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass eine der beiden Maschinen stark beschädigt wurde. Auch der gesamte Maschinenraum wurde durch den Rauch stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Brand wurde wahrscheinlich durch Überhitzung am Motor verursacht. Durch das Großaufgebot an Rettungskräften musste die Esplanade de la Moselle in Wasserbillig eine Stunde lang voll gesperrt werden. Vor Ort waren zwei Krankenwagen, der Rettungsdienst und die freiwillige Feuerwehr Mertert-Wasserbillig, die Freiwillige Feuerwehr Grevenmacher, der Service de la Navigation sowie die Polizisten und die Verkehrspolizei aus Grevenmacher.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2009

Zwei Bergungsaktionen binnen zwei Stunden

Helgeroa, Larvik Kommune, Provinz Vestfold / Norwegen, 20.12.09 - Vor der Mole von Larvik drohte ein Sportboot am 19.12. zu stranden. Zu seiner Bergung lief das Rettungsboot "Stormbull" aus Stavern um 16.10 Uhr aus. Das Boot hatte zuvor in Langesund den Eigner gewechselt und war unterwegs nach Holmestrand, als der Motor ausfiel. Um 16.45 Uhr war es auf dem Haken und wurde nach Helgeroa abgeschleppt. Um 17.30 Uhr traf der Schleppzug dort ein.
Noch während des Manövers traf die Meldung ein, dass bei Brevik ein weiteres Motorboot aufs Ufer gelaufen war. Sofort verließ das Rettungsboot den Hafen von Helgeroa wieder und machte sich auf den Weg zum anderen Havaristen, der auf den Flauoddsteinen in Brevik saß. Um 17.50 Uhr waren die Retter vor Ort. Sie fanden eine Princess 37 frontal auf den Steinen sitzend vor. Der Skipper wurde zunächst von Bord evakuiert. Danach wurde gemeinsam mit der Polizei Ausrüstung von Bord des Bootes, das zu sinken drohte, geholt. Dieses Schiff war zuvor in Hvaler verkauft worden und unterwegs in den Porsgrunnsdistrikt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2009

Seelenverkäufer brach vor Anker liegend auseinander

Sotschi (Sochi), Region Krasnodar / Russland, 20.12.09 - Nahe Sochi brach am Samstag Nacht des 19.12. der moldavische Frachter "Aras 1", 5100 tdw (IMO-Nr.: 8892057) auseinander. Eines der Teile trieb auf den Strand. Die 13-köpfige Crew, neun Ukrainer und vier Russen, konnte sich retten. Der Frachter hatte 40 Tonnen Bunkeröl an Bord.
Die 1970 als "Wolgo Don 129" erbaute erbaute "Aras 1" hatte seit 2008 keine Klasse mehr. Von 1997 bis 2008 war sie als "Victoria II" gelaufen. Grund für das Unglück war stürmisches Wetter und die schlechte Verfassung des Schiffes, das beim Auseinanderbrechen vor Anker lag.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2009

Zwei Frachter in der Türkei gestrandet
Update vom 17.12.09

Türkei, 20.12.09 - Der 167 Meter lange, ukrainische Frachter "Lady Juliet", der am Morgen des 17.12. in eine Marina in der Çanakkale-Straße lief, sitzt weiter fest. Er war mit 26 Mann Crew und einer Ladung von 7000 Tonnen Dünger unterwegs von Russland nach Algerien. Taucher der türkischen Küstenwache sollen es inspizieren, bevor eine Bergung beginnt. Wegen der Lage des Havaristen ist eine Nutzung der eigenen Maschine nicht möglich, Schlepper sollen das 167 Meter lange Schiff befreien. Der Çanakkale Strait Vessel Traffic Service hatte die Schiffsführung mehrfach gewarnt, bevor der Frachter auf Grund lief.
Inzwischen lief noch ein weiteres Schiff, der türkische Frachter "Ümit K", 743 BRZ (IMO-Nr. 8975976) aus Istanbul, im Bosporus auf Grund. Ein Schlepper wurde zum Havaristen geschickt, der mit Marmor von Marmara Island zum Hafen Kuru Yük im Ordus Ünye-Distrikt unterwegs war. Am 18.12. um 13.30 Uhr war er wieder frei. Das Schiff ist 53,4 Meter lang, 10,05 Meter breit, hat 4,6 Meter Tiefgang und verdrängt 1201 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2009

Sietas-Frachter wird künstliches Riff

Key Biscayne, Miami-Dade County, Florida / USA, 20.12.09 - Rechtzeitig zur Saison 2010 soll vor dem Miami-Dade County das bislang größte künstliche Riff liegen. Die Miami-Dade Reef Guard Association (MIRA) will am 30.12. den 210 Fuß langen Frachter "Sea Taxi" vor Key Biscayne als neue Taucherattraktion versenken. Es soll in 100 Fuß Wassertiefe zu liegen kommen. Der Frachter wurde 1965 auf der Hamburger J.J. Sietas-Werft als "Hoheburg" erbaut. Es hat zwei Schwesterschiffe, die bereits zuvor zu künstlichen Riffen wurden, die "Ultra Freeze" und die "Deep Freeze".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2009

Frachter drohte vor Rügen zu stranden

Insel Rügen, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 19.12.09 - Ein schwedisches Kümo drohte in der Nacht zum 17.12. an den Kreidefelsen vor Rügen zu zerschellen. Es konnte gerade noch rechtzeitig abgeschleppt werden. Als die "Tango", 499 BRZ (IMO-Nr.: 7612216) in der Nacht zum 17.12. mit Maschinenschaden vor der Küste ankerte, dachte sich die Besatzung noch nichts Schlimmes, sondern versuchte den Schaden zu beheben. Doch über Nacht wurde es sehr stürmisch. Bei Windstärke sechs und Böen bis Stärke acht verlor der Anker seinen Halt und begann auf dem Boden zu schleifen. Die "Tango" driftete immer schneller in Richtung Kreidefelsen. Das Schiff bewegte sich mit 1,9 Kilometern pro Stunde. Es hatte keine Ladung und tauchte deswegen weit aus dem Wasser. Damit bot das Schiff eine große Angriffsfläche für den Wind. Das Mehrzweckschiff "Arkona" des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund wurde nun zur Hilfe gerufen. Als es eintraf, war das Küstenmotorschiff noch etwa 400 Meter von der Küste entfernt. Beim Tiefgang der "Tango" von 3,40 Meter wäre die kritische Linie bei fünf Metern Tiefe erreicht, und von dieser Linie war sie nur noch etwa 200 Meter entfernt. Es gelang aber, beim ersten Versuch eine Leine mit einer Rakete auf Deck der "Tango" zu schießen und sie dort wahrzunehmen. Nun wurde eine Schleppverbindung hergestellt. Die "Arkona" schleppte die "Tango" dann in Richtung des Hafens Mukran. Da das Mehrzweckschiff aber nicht dafür geeignet war, ein Schiff durch die schmale Hafeneinfahrt zu bugsieren, musste der Sassnitzer Schlepper "Fairplay 25" gerufen werden. Allerdings reichte bei dem starken Wind ein Schlepper nicht aus, um die "Tango" in den Hafen zu bringen. Deswegen lagen Schlepper und Tango bis zum folgenden Morgen auf Reede, bis ein zweiter Schlepper aus Stettin eintraf. Derzeit liegt der Frachter weiter in Mukran.
Die "Tango" ist 67 Meter lang, 11,66 Meter breit und verdrängt 1472 Tonnen. Sie wurde als "Nord King" bei der Tokushima Shipbuilding in Japan erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2009

"Silja Europa" wieder fit
Update vom 30.11.09

Turku / Finnland, 19.12.09 - Nach erfolgreicher Reparatur des gebrochenen Ruderschaftes ist die Fähre "Silja Europa" seit dem Abend des 19.12. wieder im Dienst. Damit endete auch der Einsatz der Ersatzfähre "Baltic Queen" auf der Route Turku-Stockholm. Auf Grund des Ruderschadens musste die "Silja Europa" ein paar Wochen aus dem Verkehr genommen werden. Sie legte planmäßig um 19:00 Uhr in Turku ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2009

Hoffnung auf weitere Überlebende der "Danny F II" schwindet
Update vom 18.12.09

Tripoli / Libanon, 19.12.09 - Die Suche nach Überlebenden des gesunkenen Tierfrachters "Danny F II", 24731 BRZ (IMO-No. 7359462) vor der libanesischen Küste wurde in der Nacht zum 19.12. zurückgefahren. Einige der Sucheinheiten, darunter die italienische Fregatte "Zeffiro",  wurden entlassen. Der Tender "Mosel", der 12 Seeleute lebend und drei tot geborgen hatte, machte um 10 Uhr in der Marinebasis von Limassol fest. Der Minenjäger "Laboe", der 14 Seeleute lebend und einen tot geborgen hatte, kehrte von Tripolis aus wieder ins Suchgebiet zurück. Beide Schiffe waren aus dem 40 Meilen entfernte Beirut ausgelaufen, sobald die Notmeldung eingetroffen war, und hatten unter Einsatz ihrer Bordtaucher und mithilfe von Kletternetzen und Fallreeps insgesamt 26 Menschen aus der 20 Grad warmen See retten können. Die Marinehelfer hatten bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gearbeitet und werden inzwischen von einem Kriseninterventionsteam aus dem Bundeswehrkrankenhaus Kiel-Kronshagen betreut.
Inzwischen begann Öl aus dem in über 1000 Metern Tiefe liegenden Wrack auszulaufen. Es hatte kurz vor dem Unglück in Gibraltar gebunkert und hat große Mengen Schweröl an Bord. Es könnte frühestens im Frühjahr geleichtert werden.
Am 19.12. wurde ein weiterer Überlebender philippinischer Nationalität nahe der syrischen Küste vor Tartus in einer Rettungsinsel gefunden. Damit erhöhte sich die Anzahl lebend Geretteter auf 40, außerdem wurden inzwischen zwölf Seeleute tot geborgen. Sie wurden in der hochgehenden See zwischen tausenden von Tierkadavern oder an libanesischen Stränden angespült entdeckt. Elf Schiffbrüchige konnten sich aus eigener Kraft an den Strand nahe der Stadt Akkar retten. Rund 30 Personen wurden noch vermisst. Viele der Geretteten waren noch mit Unterkühlungen und Knochenbrüchen im Krankenhaus.
Ein Überlebender sagte, das Schiff, das noch versucht hatte, Tartus zu erreichen, dort mangels Liegeplatz aber keine Einlaufgenehmigung erhalten hatte, sei plötzlich von einem Stoß erschüttert worden und habe sich übergelegt. Offenbar rissen sich danach Tiere los und ließen den Frachter kentern. Es vergingen nur 10 Minuten von dem Zeitpunkt, als der britische Kapitän die Crew anwies, Rettungswesten anzulegen und ins Wasser zu springen, bis zum Untergang, den viele vom Wasser aus beobachteten. Andere hatten sich zunächst auf den Rumpf geflüchtet, doch ihr Schiff begann wenige Minuten darauf mit dem Heck zuerst abzusacken. Nicht alle Menschen hatten in der Kürze der Zeit Rettungswesten gefunden.
Die "Danny F II" hatte 28000 Quadratmeter Ladefläche zum Transport von bis zu 82000 Schafen. Sie entstand 1976 als "Don Carlos"für die Reederei AB Soya, Stockholm. Ablieferung war am 30. April 1976. Im Oktober 1985 ging der damalige Autocarrier "Don Carlos" an die Wallenius Lines Singapore Ptd Ltd, Singapur. Im Juli 1994 ging sie an die BSA Transportation Pte, Ltd, Singapur, und wurde in "Danny F II." umbenannt. Sie erreiche Singapur am 15.8.1994 zum Umbau als Viehtransporter bei den Pan United Shipyards. 1995 ging sie an die Rachid Fares Enterprise Proprietary, Fremantle und kam unter die Flagge Liberias. Am 25. April 2000 wurde sie in St Vincent/Grenadines registriert.
Am 16. September 2000 rettete sie die 25-köpfige Crew der "Madona", deren Ladung 200 Meilen nördlich der Cocos Islands übergegangen war. Am 24. Oktober 2005 wurde die "Danny F II" registriert für die Falcon Point International, Panama. 2005 wurde sie in Adelaide vier Tage mit einem Auslaufverbot belegt, nachdem Löcher und Roststellen im Ladeluken, nicht funktionierende Navigationslichter, defekte Kommunikationseinrichtungen, ein gebrochenes wasserdichtes Schott und schlecht gewartete Rettungseinrichtungen auf ihr bemängelt worden waren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2009

Kutter "Michael & Kristen" nach Provincetown geschleppt
Update vom 18.12.09

Provincetown, Cape Cod in Barnstable County, Massachusetts / USA, 19.12.09 - Das 270 Fuß lange Küstenwachboot "Escanaba" traf nach einer stürmischen Schleppfahrt am 19.12. gegen neun Uhr vor Provincetown ein und übergab den havarierten, 77 Fuß langen Kutter "Michael and Kristen" einem örtlichen Wachboot, das es einschleppte. Die "Escenaba" blieb vor dem Hafen, um einsatzklar für mögliche Seenotfälle in dem Sturm zu sein, vor dem der Kutter aus Gloucester im letzten Moment gerettet werden konnte. Am 17.12. hatte der Kutter "Rachel Leah" die seit dem Vortag mit Maschinenausfall und fünf Mann Crew in hoch gehender See treibende "Michael & Kristen" zunächst auf den Haken genommen. Als die Trosse brach, übernahm die "Escanaba" unter schwierigen Umständen in 10 Fuß hohen Seen und bei 30 Meilen Wind den Schlepp. Mit fünf Meilen Fahrt ging es gen Küste. Nach dem Festmachen in Provincetown gab es aber für ein Besatzungsmitglied des Kutters eine böse Überraschung. Der Fischer aus Gloucester wurde polizeilich gesucht wegen verschiedener Vergehen. Nachdem der Kutter um 10.45 Uhr an der MacMillan Pier fest war, wurde er festgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2009

Vermutlich Hospitalschiff "Centaur" gefunden
Update vom 18.12.09

Moreton Island, Queensland / Australien, 19.12.09 - 30 Meilen vor dem Südende von Moreton Island wurde am 19.12. um 4.30 Uhr in 2059 Metern Tiefe von der "Seahorse Spirit" ein Wrack ausgemacht, bei dem es sich wahrscheinlich um das am 14.5.1943 mit 268 Menschen versenkte Hospitalschiff "Centaur" handelt. Nur 65 Menschen wurden aus dem Meer gerettet. Der 96 Meter lange und 15 Meter breite Rumpf ist teilweise zerbrochen, aber insgesamt machte das Wrack einen relativ intakten Eindruck. Die Koordinaten sind 27` 16.98 S 153` 59.22 O. Die "Centaur" liegt in einer 150 Meter breiten und 90 Meter tiefen Rinne und ist von hohen Wällen umgeben. Im Januar soll die Stelle mit U-Booten dokumentiert werden. Sie war bei örtlichen Fischern bekannt als "The Beds", weil sie hier bei der Schleppnetzfischerei ab und zu Hospitalbetten einfingen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2009

Noch 35 Seeleute vor Libanon vermisst, neun tot geborgen
Update vom 18.12.09

Tripoli / Libanon, 18.12.09 - Die Hoffnung für die 35 vermissten Seeleute der "Danny F II" sank am 18.12. Neun Seeleute wurden bislang tot entweder in der hochgehenden See zwischen tausenden von Tierkadavern oder an libanesischen Stränden angespült entdeckt. Die deutschen UNIFIL-Einheiten bargen 26 Seeleute sowie vier Tote. Die "Mosel" verblieb weiter im Suchgebiet, das bis in syrische Gewässer ausgeweitet wurde, die "Laboe", eines der beiden vor Ort befindlichen Schiffe des 5. MSG in Kiel, lief nach Tripolis ein. Weitere 13 Menschen wurden von anderen Schiffen geborgen worden. Elf Schiffbrüchige konnten sich aus eigener Kraft an den Strand nahe der Stadt Akkar retten. Libanesische Behörden sprachen hingegen von insgesamt 38 Überlebenden. Ein Überlebender sagte, das Schiff sei erschüttert worden, bevor der Kapitän die Crew anwies, Rettungswesten anzulegen und ins Wasser zu springen. Von dort sahen sie 10 Minuten später den Transporter untergehen. Nicht alle Menschen hatten in der Kürze der Zeit Rettungswesten gefunden. Die "Danny F II" hatte 28000 Quadratmeter Ladefläche zum Transport von bis zu 82000 Schafen.
Sie entstand 1976 als "Don Carlos" für die Reederei AB Soya, Stockholm. Ablieferung war am 30. April 1976. Im Oktober 1985 ging der damalige Autocarrier "Don Carlos" an die Wallenius Lines Singapore Ptd Ltd, Singapur. Im Juli 1994 ging sie an die BSA Transportation Pte, Ltd, Singapur, und wurde in "Danny F II." umbenannt. Sie erreiche Singapur am 15.8.1994 zum Umbau als Viehtransporter bei den Pan United Shipyards. 1995 ging sie an die Rachid Fares Enterprise Proprietary, Fremantle und kam unter die Flagge Liberias. Am 25. April 2000 wurde sie in St Vincent/Grenadines registriert.
Am 16. September 2000 rettete sie die 25-köpfige Crew der "Madona", deren Ladung 200 Meilen nördlich der Cocos Islands übergegangen war.
Am 24. Oktober 2005 wurde die "Danny F II" registriert für die Falcon Point International, Panama. 2005 wurde sie in Adelaide vier Tage mit einem Auslaufverbot belegt, nachdem Löcher und Roststellen im Ladeluken, nicht funktionierende Navigationslichter, defekte Kommunikationseinrichtungen, ein gebrochenes wasserdichtes Schott und schlecht gewartete Rettungeinrichtungen auf ihr bemängelt worden waren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2009

Kieler Marineeinheiten retteten 30 Seeleute nach Untergang der "Danny F II"
Update vom 17.12.09

Deutschland / Libanon, 18.12.09 - Nach dem Untergang des Tiertransporters "Danny F II" 24731 BRZ (IMO-Nr. 7359462) vor der Küste des Libanons hat die deutsche Marine mittlerweile 30 Schiffbrüchige gerettet. Der Tender "Mosel" und das Minenjagdboot "Laboe" nahmen je 15 Schiffbrüchige auf. Die beiden Kieler Marineeinheiten waren im Rahmen der UN-Mission UNIFIL in dem Seegebiet unterwegs. Die deutsche Marine ist gegenwärtig mit den Kieler Einheiten "Pegnitz", "Laboe" und "Mosel" mit einer Besatzung von rund 120 Mann im Friedenssicherungs-Einsatz vor der Küste des Libanon. Das Minenjagdboot "Laboe" gehört zum 3. Minensuchgeschwader; das Hohlstablenkboot "Pegnitz" und der Tender "Mosel" zum 5. Minensuchgeschwader. Sie trafen zwei Stunden nach dem Versinken des Schiffes vor Ort ein. Bis zum Morgen des 18.12. wurden auch drei Leichen geborgen. Nach Angaben eines philippinischen Besatzungsmitgliedes kam der britische Kapitän des Frachters ums Leben. Zwei der Toten wurden ebenfalls von den Schiffen der deutschen Marine an Bord genommen. Die meisten Besatzungsmitglieder des Unglücksfrachters stammten aus Pakistan und von den Philippinen.
Auch eine italienische Fregatte, ein britischer Hubschrauber des 84. Squadrons der RAF-Basis Akrotiri in Zypern, der wegen der großen Distanz von Larnaca aus operiert und zwar keine Winscheinrichtung hat, aber die Unglücksstelle ausleuchten kann, sowie neun libanesische Marineeinheiten und Handelsschiffe beteiligten sich an der Rettungsaktion. Die Geretteten wurden von Tripolis aus in umliegende Krankenhäuser transportiert. Es handelte sich um Philippinos, Pakistaner, einen Syrer und mindestens einen Libanesen. Das mit 76 Mann Crew und sechs Passagieren - vier aus Uruguay, einem Brasilianer und einem Australier - besetzte Schiff war in einem Gewittersturm mit einer Ladung von 10,224 Schafen und 17,932 Rindern elf Kilometer vor Tripolis untergegangen. Die multinationale Crew bestand aus Briten, Australiern, Russen, Libanesen, Syrern, Pakistanis, Philippinos und Uruguayern. Es war an 23.11. aus Uruguay in Richtung des syrischen Hafens Tartous unterwegs und hatte am 11.12. Gibraltar verlassen. Nachdem gegen 14 Uhr ein Notruf eingegangen war, war ein libanesisches Kriegsschiff sofort zu der Schiffsposition gelaufen, doch da befand sich dieses bereits nicht mehr an der Wasseroberfläche. Die Suche nach den am Morgen des 18.12. noch rund 50 Vermissten dauerte an. Die Rettungsaktion wurde durch bis zu vier Meter hoch gehende Wellen, die ein Gewittersturm vor dem Libanon aufgebaut hatte, behindert. Außerdem trieben unzählige tote Tiere im Meer.
Der Frachter hatte im Sturm noch den Kurs geändert und versucht, als Schutz den Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut zu erreichen. Doch dann fielen die Maschinen des betagten Frachters aus. Der Kapitän löste Generalalarm aus und ordnete die Evakuierung an. Nur 10 Minuten nachdem die Seeleute Rettungswesten angelegt hatten und sich anschickten, in die aufgewühlte See zu springen, kenterte ihr Schiff in den meterhohen Wellen und versank.
Die "Danny F II" verdrängte 14.823 Tonnen, war 202,6 Meter lang, 28 Meter breit und hatte 8,5 Meter Tiefgang. Sie lief für die Falcon Pint International in Panama. 1976 entstand das Schiff als Autotransporter "Don Carlos" für Ab Soya, Stockholm auf der finnischen Wärtsilä-Werft. Es wurde 1985 an die Wallenius Lines Singapur verkauft und 1994 nach Verkauf an die BSA Transports Pte in "Danny F II" umbenannt. Es folgte ein Umbau zum Schaf- und Rindertransporter. Zuletzt war das Schiff für die Falcon Point Intl. Co., Panama, registriert und von der Agencia Schandy eingesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2009

Neuer Anlauf zur Beseitigung der "River Princess"

Panaji, Bundesstaates Goa / Indien, 18.12.09 - Ein neuer Anlauf sollte am 18.12. unternommen werden, Angebote zur Räumung des Wracks des Frachters "River Princess" vom Strand von Sinquerim zu erhalten. Nachdem dies in der Vergangenheit scheiterte, soll es diesmal kein Zeitlimit für eine Bergung geben. Außerdem soll es bei der Abgabe der Angebote mehr Freiräume geben. Die Regierung wird die letzte Entscheidung haben. Beibehalten wurde aber die Forderung, das Schiff im Ganzen schwimmfähig zu machen und abzuschleppen, oder aber es in nicht mehr als fünf Teile zu zerlegen und diese ohne Umweltschäden zu beseitigen. Die letzte Ausschreibung war im Oktober mit einer Frist von drei Wochen ergangen. Dies war von Interessenten als zu kurz bezeichnet worden. Der Frachter war im Jahr 2000 nur 200 Meter vor dem bekannten Strandabschnitt Candolim-Calangute-Baga gestrandet. Seither ist er an die 10 Meter tief im Sand eingesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2009

Rückschlag für "Centaur"-Expedition - Sonarfish ging verloren
Update vom 16.12.09

Moreton Island, Queensland / Australien, 18.12.09 - Auf dem 18.12. lagen eine Menge Hoffnungen bei der Suchexpedition für die "Centaur", sollten an diesem Tag doch vorangegangene Sonar-Kontakte eingehender untersucht werden. Statt dessen erlitt sie einen herben Rückschlag, als am Morgen die aus einem SM 30 Depressor und einem sogenannten "Towfish" bestehende Sonarausrüstung in 1800 Metern Tiefe verloren ging. Durch ein mechanisches Versagen in starker Strömung riss der Sonarfisch während eines Wendemanövers ab, in dessen Folge er über einige der vielversprechendsten Kontaktstellen hatte gezogen werden sollen. Trotz 12-stündiger Bemühungen gelang es nicht, das millionenschwere Gerät wiederzubekommen. Eigentlich soll das verlorene Sonar an die Wasseroberfläche aufsteigen, wenn eine Auftriebshilfe ferngesteuert aktiviert wird. Doch die "Seahorse Spirit" war nicht mehr in der Lage, das Sonar mithilfe dessen Not-Transponders, der ein akustisches Triggersignal abgibt, aufzufinden. Am Ende wurde es durch ein höher auflösendes AMS60-Sonar ersetzt und nach Anbordnahme des 2000 Meter langen Schleppkabels die eigentliche Arbeit in dem 1365 Quadratkilometer umfassenden Suchgebiet fortgesetzt. Das AMS60 Sonar hat in der Vergangenheit bereits brillante Bilder von SS "Kyogle" und später HMAS "Sydney" sowie des deutschen Hilfskreuzers "Kormoran" geliefert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2009

Wrack ausgebrannten Kutters stückweise geborgen
Update vom 15.12.09

Ocean City, Worcester County, Maryland / USA, 18.12.09 - Am Strand von Ocean City begann nach dem Brand des 40 Fuß langen Kutters "My ColCol" am 14.12. die Arbeit, das bis zur Wasserlinie abgebrannte Wrack zu räumen. Größere Teile waren bereits abgerissen und ans Ufer getrieben. Kleinere Trümmer lagen über den Strand verteilt. Zwei Schleppfahrzeuge von Shore Towing and Recovery in Berlin gemeinsam mit Bergern von Maryland Coast Towing waren nur kurze Zeit später vor Ort. Zuerst war geplant, das Wrack in mehreren Teilen von der Sandbank, auf der es lag, zum Ufer zu ziehen. Doch es gelang einem Taucher, ein Schleppkabel so anzubringen, dass der Rumpf mit seinem großen Zwillingsmotor im Ganzen abgebracht werden konnte. Mehrfach mussten die Schleppzüge umgesetzt und die Zugpunkte neu konfiguriert werden, um dem Gewicht standzuhalten. Dann lag der ausgebrannte Rumpf in der Brandungszone. Auf den letzten Metern brach er aber doch auseinander. Mit schwerem Gerät, das aus Ocean City herangeführt worden war, wurden die Wrackteile über die Düne gezogen und auf einen Lkw verladen. Die Schiffsreste wurden von der Maryland Natural Resources Police (NRP) beschlagnahmt, um sie zu untersuchen.
Die "My ColCol" war am 14.12. gegen acht Uhr auf Nordkurs in Richtung Delaware entlang der Küste gewesen, als sie 200 Yards vor dem Strand mit zwei Mann an Bord auf einmal Feuer fing. Nachdem der Skipper eine Abdeckung geöffnet hatte, schlugen ihm Feuer und Rauch entgegen. Ein Versuch, den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen, musste nach kurzer Zeit aufgegeben werden. Der in der Nähe befindliche Kutter "Get Sum" barg die beiden Männer von dem Schiff ab. Die Feuerwehr von Ocean City konnte wegen der großen Distanz vom Ufer aus wenig ausrichten. Maryland Coast Towing schickte ein Schiff, doch letztlich konnte die Zerstörung der "My ColCol" nicht aufgehalten werden, und sie sank auf der Sandbank vor der 118. Straße

Amerikanischer Kutter mit ausgefallener Maschine in Vereisungsgefahr

Gloucester, Essex County, Massachusetts / USA, 17.12.09 - Am 16.12. geriet der in Gloucester, Massachusetts, beheimatete, 77 Fuß lange Hummerkutter "Michael & Kristen" über 200 Meilen südöstlich von Nantucket in Schwierigkeiten. Wegen verunreinigten Öls fiel in hochgehender See um 15.30 Uhr die Maschine aus. Eine C-130 Hercules der Air Station Elizabeth City, North Carolina, stieg auf, und der Kutter "Rachel Leah" nahm den Havaristen zunächst auf den Haken. Gegen 21.30 Uhr traf das in Boston stationierte Küstenwachschiff "Escanaba" vor Ort ein. Die Schiffe befanden sich in einem Schlechtwettergebiet mit bis zu 50 Meilen Wind und an die 15 Fuß hohen Seen, eine weitere Verschlechterung wurde in der Nacht erwartet. Auch wenn ein Generator an Bord der "Michael & Kristen" in Betrieb war, so bereitete gefrierende Gischt Sorgen. Bis zum Eintreffen der "Escanaba" wurde regelmäßiger Funkkontakt mit dem Kutter gehalten. Am Morgen des 17.12. brach die Schleppverbindung. Es gelang dem inzwischen vor Ort befindlichen Küstenwachschiff, eine Trosse auf die "Michael & Kristen" zu geben und sie mit vier Meilen Geschwindigkeit abzuschleppen. Wohin die Reise gehen würde, wurde noch mit dem Kommandozentrum des 1st District in Abhängigkeit von der Wetterentwicklung erarbeitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2009

Die Sturmfahrt der "Reef Escape"

Fidschi (Fiji), 17.12.09 - Der Zyklon Mick brachte das australische Fahrgastschiff "Reef Escape", 1815 BRZ (IMO-Nr.: 8512475), das sich auf einer einwöchigen Kreuzfahrt auf den Fijis befand, in große Schwierigkeiten. Das Schiff der Captain Cook Cruises war am 12.12. mit 32 Passagieren aus Port Denarau ausgelaufen, doch schon tags darauf in ein Schlechtwettergebiet geraten. Daraufhin suchte die "Reef Escape" Schutz vor Waya Island. Als sich der Wirbelsturm näherte, zwang grobe See das Schiff aber dazu, einen anderen Platz zu suchen. Es nahm Kurs auf einen Strand am Südende von Naviti in der Yasawa-Gruppe. Dabei geriet es aber direkt in seine Zugbahn und wurde am 13. und 14.12. schwer gebeutelt. Die Passagiere mussten auf das obere Deck, weil die beiden darunter liegenden von Wellen geflutet wurden. Decken brachen herunter, Wasser floss von den Deckenlampen herab. Die Crew vermied eine Panik unter den Passagieren. Am 15.12. um 9.30 Uhr wurden die Fahrgäste schließlich nach einer Reise von sechs Stunden durch die weiterhin rauer See auf der Insel Denarau Island angelandet. Der Kapitän setzte sein Schiff aus Sicherheitsgründen auf den Strand, wobei es weitere Schäden erlitt.
Die "Reef Escape" entstand 1987 als "Lady Hawkesbury" bei Carrington in Tomago. Sie ist 69,7 Meter lang, 14,2 Meter breit und verdrängt 2500 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2009

Eingebeulter Tanker vor Johor Bahru

Johore Bahru / Malaysia - Am 13.12. kreuzte der unter Singapur-Flagge laufende Chemikalientanker "Bunga Kantan Dua", 11590 BRZ (IMO-No.: 9327140), die Reede von Johor Bahru mit starken Zerstörungen am Wulstbug, die er erlitt, als er am 16.11. auf dem Al Kasa Al Yemenia Riff, 9,5 Meilen vor der saudi-arabiaschen Küste, strandete. Das von Cochim nach Port Qasim bestimmte Schiff hat aufwändige Reparaturen vor sich. Der Tanker der Malaysian Intnl. Sg. wurde im Juni 2005 von Fukuoka Zosen abgeliefert, ist 144 Meter lang und verdrängt 19766 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2009

Tiertransporter vor Libanon gesunken

Tripolis / Libanon, 17.12.09 - Mittlerweile wurden mindestens 20 Schiffbrüchige des mit 83 Mann Crew gesunkenen Tiertransporters "Danny F II", 24731 BRZ (IMO-Nr. 7359462) vor dem Libanon gerettet, 16 davon von einem syrischen Frachter. Das Schiff war in einem Gewittersturm gekentert. Der Frachter war auf dem Weg von Uruguay in den syrischen Hafen Tartous 11 Kilometer vor Tripolis untergegangen. Nachdem am 17.12. gegen 19.30 Uhr ein Notruf eingegangen war, war ein libanesisches Kriegsschiff sofort zu der Schiffsposition gelaufen, doch da war dieses bereits nicht mehr an der Wasseroberfläche. Eine italienische Fregatte, ein deutscher Minensucher und ein Versorger, die im Rahmen der Friedenssicherung der UN vor Ort operierten, sowie ein Handelsschiff nahmen ebenfalls die Suche auf. Von Tripolis aus wurden die Geretteten in umliegende Krankenhäuser transportiert. Es handelte sich um Philippinos, Pakistaner, einen Syrer und mindestens einen Libanesen.
Die "Danny F II" verdrängte 14.823 Tonnen, war 202,6 Meter lang, 28 Meter breit und hatte 8,5 Meter Tiefgang. Sie lief für die Falcon Pint International in Panama. 1976 entstand das Schiff als Autotransporter "Don Carlos" für Ab Soya, Stockholm auf der Osloer Aker-Werft. Es wurde 1985 an die Wallenius Lines Singapur verkauft und 1994 nach Verkauf an die BSA Transports Pte in "Danny F II" umbenannt. Es folgte ein Umbau zum Schaftransporter. Zuletzt war das Schiff für die Falcon Point Intl. Co., Panama, registriert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Wassertaxi von Dalben außer Gefecht gesetzt

Gorinchem, Provinz Südholland / Niederlande, 17.12.09 - In Gorinchem ist die Fähre "Gorinchem VIII" am 17.12. um 7.45 Uhr mit einem Dalben im Lingehaven kollidiert. Grund war ein Ausfall der Technik, die das Schiff manövrierunfähig machte. Von den an Bord befindlichen Passagieren wurde niemand verletzt. Das Schiff wurde aus dem Dienst genommen und durch die "Gorinchem VI" ersetzt. Die "Gorinchem VIII" wurde im Jahr 2000 in Dienst gestellt und vermag bis zu 400 Passagiere zwischen Gorinchem - Woudrichem/Loevestein über die Waal zu befördern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Wrackräumungen vor Gibraltar abgeschlossen

USA / Gibraltar, 17.12.09 - Die Bergungsfirma Donjon Marine hat jetzt die Räumung und Entsorgung des Wracks des Bulkcarriers "Fedra", der im vergangenen Jahr im Sturm vor Europe Point in Gibraltar zerbrach, abgeschlossen. Die Firma hatte am 24.3. den Bergungskontrakt erhalten. In der letzten Phase der Arbeiten wurde die 500 Tonnen schwere Maschine gehoben und die Strandungsstelle gesäubert. Gonjon entsorgte auch tausende von Gallonen Öl und sonstigen umweltgefährdenden Stoffen. Damit wurde nach dem Ende der Arbeiten an der "New Flame" nun auch die zweite große Wrackräumung vor Gibraltar abgeschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Feuer auf Schlepper schnell gelöscht

Norfolk, Virginia / USA, 17.12.09 - Auf dem Schlepper "American Eagle" der Norfolk Dredging Company brach am Morgen des 17.12. um 6.36 Uhr ein Feuer aus. Das Schiff lag auf dem Elizabeth River nahe der Norfolk International Terminals. Fünf Männern eines längsseits liegenden Baggers gelang es binnen Minuten, das Feuer im Maschinenraum zu löschen. Es war durch einen Kurzschluss entstanden. Das Küstenwachschiff "Beluga" richtete gegen sieben Uhr eine 200 Fuß weite Sicherheitszone um den Schlepper ein. Der Fluss musste aber nicht gesperrt werden. Ein Boot der Küstenwache sowie Fahrzeuge der Wehren Portsmouth und Norfolk waren vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Keine Chance mehr für Skipper der "Pubnico Explorer"
Update vom 17.12.09

Yarmouth, Nova Scotia / Kanada, 17.12.09 - Die aktive Suche nach dem vermissten Skipper der "Pubnico Explorer" wurde am 17.12. um 13 Uhr eingestellt, ohne dass eine Spur von dem Mann entdeckt worden wäre. Eine Hercules, ein Cormorant-Helikopter sowie die "Edward Cornwallis" der Küstenwache hatten bei zunehmend schlechten Wetterbedingungen ein Seegebiet von 270 Quadratmeilen intensiv durchkämmt, bis jede realistische Chance, den Mann zu finden, ausgeschöpft war. Die Crew, die eine Stunde nach dem Schiffbruch unversehrt aus einer Rettungsinsel geborgen wurde, hatte den Mann zuletzt mit Überlebensanzug an Bord gesehen. Das Schiff war am Morgen des 16.12. vor der Küste des Yarmouth County auf 200 Fuß Wassetiefe gesunken, als es nach mehrtägiger Fangreise in den Heimathafen Methegan zurückkehren wollte. Die Pumpen hatten gegen einen Wassereinbruch nicht ankommen können, und der Kutter kenterte 28 Kilometer nordwestlich von Yarmouth im Gebiet von Port Maitland. Er wurde bereedert von der Comeauville Seafood Products Ltd. in Digby County.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Nachlässigkeit, Überladung mit schuld an Fährunglücken in Bangladesch

Dhaka / Bangladesch, 17.12.09 - Die zwei Kommittees, die zwei Fährunglücke in Bhola und Kishoreganj untersuchten, haben am 16.12. die Ergebnisse publik gemacht. Überladung und nachlässiges Handeln hat danach das Kentern der "Coco 4", das 85 Menschenleben kostete, verursacht. Als ein Boot vor Kishoreganj verunglückte, lag dies an der mangelnden Erfahrung des Skippers, Nachlässigkeit der Crew und ebenfalls Überladung.
Im Fall des Untergangs der "Coco 4" auf dem Tentulia River in Bhola am 27.11. wurde festgestellt, dass das Schließen der Ausgänge, um Fahrgeld einzusammeln, zu einer Panik unter den Passagieren führte. Alle drängten auf eine Seite, und die Fähre verlor ihre Stabilität. Die Crew hatte das Schiff noch nicht einmal am Anleger festgemacht. Nachdem das Schiff in Sadarghat ausgelaufen war, waren etliche Passagiere während der Reise von Booten aufgenommen worden. Die Bangladesh Inland Water Transport Authority will gegen die Bediensteten der BIWTA vorgehen wegen falscher Reisedeklarationen, mit denen die Anzalh der Passagiere festgestellt wird. Außerdem sollte der Ankauf besserer Bergungsschiffe beschleunigt realisiert und die Anzahl von Bergungsbasen erhöht werden, um schneller an Unglücksorten sein zu können. Gefährlich war auch die Konstruktion: Das mit drei Decks ausgestattete Schiff war mit 44 Metern zu hoch.
Im Fall der "Al Helal-1" am 4.12. auf dem River Daira nahe Charigram in Kishoreganj sank und mindestens 50 Menschen ertranken, war Nebel mit ursächlich. Gegen den Eigner und zwei seiner Bediensteten sollen wegen nachlässigen Handelns rechtliche Schritte eingeleitet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Wrackgeschlagene Yacht nach zwei Monaten von Schlepper geborgen

Duluth, Minnesota / USA, 17.12.09 - Das Wrack eines Segelbootes, das sich vor über zwei Monaten von seinen Moorings vor dem Wellenbrecher von McQuade Safe Harbor am Lake Superior losgerissen hatte und gestrandet war, konnte am 16.12. geräumt werden. Der Eigner hatte in der Zwischenzeit mehrfach vergeblich versucht, das aufgerissene Wrack zu bergen. Dies gelang nun mithilfe des Schleppers "Maxine Thompson", der dabei assistierte, die Yacht schwimmfähig zu machen. Dann schleppte er sie danach im McQuade Harbor ein, wo sie an Land gezogen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Binnenschiffskollision auf der Gouwe

Waddinxveen, Provinz Südholland / Niederlande, 17.12.09 - Auf der Gouwe in Waddinxveen sind auf Höhe des Nordkais am 16.12. um 18:30 Uhr zwei Binnenschiffe kollidiert. Beide Schiffe waren für den Sandtransport im Einsatz, eines war beladen, die "Vagari", 915 ts (EU Nr.: 3160382), fuhr in Ballast. Der Rumpf des 66,94 Meter langen und 7,3 Meter breiten Schiffes wurde erheblich eingedrückt. Es machte am Nordkai fest, wo es von der Feuerwehr erwartet wurde. Das Schiff entstand 1965 als "Beta" bei Worst & Dutmer, Meppel. Es läuft derzeit für Hoogendoorn in Werkendam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Türkischer Frachter bei Istanbul gestrandet

Istanbul / Türkei, 17.12.09 - Am 17.12. um 9.05 Uhr lief der türkische Frachter "Ümit K", 743 BRZ (IMO-Nr.: 8975976) auf Felsen bei Bostanci nahe Istanbul. Das 4,6 Meter tief gehende Schiff war unterwegs von Marmara nach Ünye. Der Schlepper "Söndüren 3" und das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 5" liefen zur Strandungsstelle. Die "Ümit K" hat eine Crew von 11 Mann. Der 1990 erbaute Frachter ist 53,4 Meter lang und 10.05 Meter breit bei einer Verdrängung von 1201 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Frachter steckt in Wellenbrecher von Marina fest

Çanakkale, Region Marmara / Türkei, 17.12.09 - Am 17.12. um 00.23 Uhr lief der unter St. Vincent / Grenadines-Flagge laufende Frachter "Lady Juliet", 12296 BRZ (IMO-Nr: 8225204) am Ufer von Canakkale in den Dardanellen auf Grund. Er rammte in die steinerne Mauer einer Marina. Das Schiff war unterwegs vom ukrainischen Hafen Oktyabrsky nach Skikda in Algerien. Die Schlepper "Kurtarma 2" und "Söndüren 5" sowie das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 6" wurden zur Unglücksstelle geschickt.
Der 1983 in Kherson als "Kapetan Pavlovic" erbaute Havarist war mit 6900 Tonnen Ammoniumnitrat beladen. Er ist 162,3 Meter lang und hat eine Breite von 22,4 Metern sowie einen Tiefgang von 10,12 Metern bei einer Verdrängung von 15894 Tonnen. Eigner ist die Kaalbye Shipping in Odessa.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Deutsches U-Bootswrack identifiziert
Update vom 09.12.09

Fudschaira, (Fujairah) / Vereinigten Arabischen Emirat, 17.12.09 - Ein im 2. Weltkrieg vor Fujairah im Golf von Oman gesunkenes U-Boot, möglicherweise "U 533", gibt allmählich sein Geheimnis preis. Jahre nach der Entdeckung des Wracks in 108 Metern Tiefe führte der Tiefseetaucher William Leeman eine neue Expedition durch, bei der festgestellt wurde, dass achtern an Backbord ein zwei Meter langes Explosionsloch klafft. Dieses riss das 76,8 Meter lange Boot samt 52 Mann Crew in die Tiefe. Dies bestätigt Berichte des RAF (Royal Air Force) Squadron 244, das ein britischer Blenheim-Bomber das Boot am 16.10.1943 vernichtend traf. Nur ein Mechaniker hatte sich retten können und wurde nach über einem Tag aus der rauen See gerettet. Er ging danach in Kriegsgefangenschaft. Dank guter Sicht konnten die mit Elektro-Unterwassserscootern ausgerüsteten Taucher jetzt das Wrack genau in Augenschein nehmen. Das Boot war mit dem Bug voran in den Schlamm gestürzt, wodurch der Bug teilweise verborgen und der Propeller sichtbar ist. Das Boot ist im Großen und Ganzen intakt.
"U 533" war am 11.9.1942 als eines von 87 Fahrzeugen des Typs IXC/40 vom Stapel gelaufen und hatte auf zwei Reisen mit 42 Seetagen mehrere britische und amerikanische Angriffe überstanden. Auf der dritten und letzten Reise war sie 104 Tage in See. Es war eines der letzten fünf U-Boote, die 1943 von Europa aus in die Arabische See geschickt wurden, wo die Gruppe sechs Schiffe von insgesamt 33.800 Tonnen versenkten. Bei der Versenkung befand sich "U 533" mit acht Knoten in Überwasserfahrt. Der Pilot des Angriffsflugzeuges konnte es frontal anfliegen. Das Boot führte ein Alarmtauchen durch, doch als das Flugzeug über ihm war, befanden sich noch 10 Fuß des Hecks über Wasser. Vier Tiefenbomben wurden ausgeklinkt, und fünf Minuten nach deren Explosion kamen Öl und Luftblasen sowie einige weiße Teile an die Wasseroberfläche. Der Pilot meinte auch den Überlebenden gesichtet zu haben.
Ein Schwesterschiff, die "U 534", war 1993 in der Ostsee gehoben worden und wird seit einiger Zeit nahe Liverpool ausgestellt. 2011 will William Leeman mit seinem Team nun die "Galvan", ein italienisches U-Boot, das im 2. Weltkrieg in der Straße von Hormuz sank, suchen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Deutscher Bulkcarrier nach neun Tagen geborgen

Gwadar / Pakistan, 17.12.09 - Der unter liberianische Flagge registrierte Bulkcarrier "JPO Delphinus", 32945 BRZ (IMO-Nr.: 9455648) wurde am Morgen des 16.12. gegen ein Uhr, rund neun Tage nach seiner Strandung im pakistanischen Hafen Gwadar, von dem Schlepper "Bricol", der über 130 Tonnen Zugkraft verfügt, aus Dubai geborgen. Die Bergung wurde durchgeführt von der amerikanischen Firma TNT Basso, die Leitung der Operation oblag der Gwadar Port Authority (GPA). Der Frachter war am 8.12. mit einer Ladung von 51027 Tonnen Dünger aus Yuzhny in der Ukraine kommend nahe der Südtonne 4 gestrandet, nachdem er vom Kurs abgekommen war. Nachdem das Schiff wieder frei war, wurde es auf einen Tiefwasserliegeplatz vor dem Hafen verholt, wo Taucher den Rumpf untersuchten. Es hat 12,1 Meter Tiefgang, eigentlich hätte in Gwadar mit 14 Metern also eine ausreichende Wassertiefe herrschen müssen.
Die "JPO Delphinus" ist 190 Meter lang, 32,26 Meter breit und wird von der Oltmann Schifffahrt in Fredenbeck operiert. Er wurde erst in diesem Jahr von der Hantong Ship Heavy Industry in Tongzhou abgeliefert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Taucherschiff wurde wegen Tauchern zum Taucherziel

Scharm El-Scheich / Ägypten, 17.12.09 - Das Taucherschiff "Emperor Fraser" sank am 16.12. vor Dunraven nahe Sharm el Sheikh, nachdem es sich von seinen Moorings losgerissen und gegen ein Riff getrieben war. 11 Taucher aus England, Australien, Finnland und Holland befanden sich gerade für den 2. Tagestauchgang im Wasser, als sich die Windrichtung unvermittelt änderte und die achtere Mooringleine riss. Wegen der Taucher am Schiff konnte der Kapitän nicht die Maschinen anlassen, und so trieb das Schiff gegen Felsen, die den Rumpf aufrissen. Die Crew rief die Taucher zurück, doch es gelang nicht, das Leck abzudichten. So mussten alle Personen sich in die mitgeführten Zodiacs retten. Ein Schiff der ägyptischen Marine nahm sie auf und brachte sie nach Sharm el Sheikh. Die "Emperor Fraser", die über Jahre hinweg ein von vielen Tauchern favorisiertes Schiff darstellte, ist nicht mehr zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Kapitän der "Fingal" nach Havarie wegen möglicher Trunkenheit festgenommen
Update vom 16.12.09

Oban, Argyll and Bute, Schottland / UK, 17.12.09 - Der Kapitän des Frachters "Fingal", der am 15.12. am nordöstlichen Ende von Jura auf Grund gelaufen war, wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen und sollte am 17.12. dem Oban Sheriff Court vorgeführt werden. Bei dem 60-jährigen Polen war Alkoholkonsum festgestellt worden. Zwei Rettungsboote aus Oban und Islay und ein Helikopter aus Prestwick waren fünf Stunden lang im Einsatz, nachdem der Frachter gestrandet und leckgeschlagen war. Er war unterwegs von Corpach in Fort Williams nach Troon in Ayrshire gewesen, als er um 21.30 Uhr auf Felsen nahe Corryvreckan lief, wo ein gefährlicher Mahlstrom herrscht. Als die Retter eintrafen, waren bereits zwei Rettungsinseln und ein Beiboot längsseits ausgebracht. Es kam aber mit steigendem Wasserstand wieder frei und konnte die Oban Bay, eskortiert von dem dortigen Rettungsboot, bei ruhiger See erreichen. Der Wassereinbruch beschränkte sich auf einen Ballastwassertank. Mit zwei Pumpen des Rettungsbootes und dem Einsatz zweier deren Rettungsmänner konnte dieser unter Kontrolle gehalten werden. Um drei Uhr morgens war das Schiff am 16.12. sicher vor Anker. Im Laufe des Tages überflog ein Küstenwach-Flugzeug das Schiff, um sicherzustellen, dass es zu keiner Wasserverschmutzung gekommen war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Kapitän gesunkenen Kutters im Sturm vermisst

Yarmouth, Nova Scotia / Kanada, 16.12.09 - Am Morgen des 16.12. sank der 17 Meter lange Schleppnetzkutter "Pubnico Explorer" nach Wassereinbruch vor Port Maitland auf dem Rückmarsch in den Heimathafen Meteghan. Die Crew funkte um 10.15 Uhr Mayday, woraufhin eine Suchaktion eingeleitet wurde. Drei Mann wurden aus einer Rettungsinsel geborgen und an Bord des Küstenwachschiffes "Westport" gebracht, das sie nach Meteghan brachte. Die Suche nach dem Kapitän dauerte an. Als die "Westport" um 11.30 Uhr vor Ort eintraf, war der Kutter bereits auf einer Position 15 Meilen nordwestlich von Yarmouth gesunken. Es herrschten 30 Knoten Windgeschwindigkeit, und die Wellenhöhe betrug bis zu sechs Metern. Eine C-130 Hercules und ein Cormorant-Helikopter aus Greenwood sowie das Küstenwachschiff "Edward Cornwallis" durchkämmten das Unglückgebiet, bis schlechte Sicht die Fluggeräte zum Abbruch zwang. Die U.S. Coast Guard bot daraufhin einen Falcon Jet mit Infrarotsichtgerät für die Nacht auf. Außerdem kam ein SAR-Team aus Yarmouth mit Nachtsichtgerät zum Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Bergung deutschen U-Bootswracks könnte Norwegen teuer zu stehen kommen

Bergen, Provinz (Fylke) Hordaland / Norwegen, 16.12.09 - Die Kosten zur Hebung des im 2. Weltkrieg vor Norwegen versenkten deutschen U-Bootes "U 864" dürften fast doppelt so hoch sein wie bislang vorausgesetzt. Sie werden nun auf 1,2 bis 2,2 Milliarden Kronen geschätzt. Das Boot liegt samt seiner 65 Tonnen schweren Quecksilberladung bei Fedje, nördlich von Bergen, und wurde als Umweltgefahr eingeschätzt. Lange war gestritten worden, ob das Boot zu bergen sei oder in einen Sarkophag eingeschlossen werden solle. Im Januar hatte die norwegische Regierung die Bergung beschlossen, die durch eine holländische Firma für 800 Millionen Kronen durchgeführt werden sollte. Eine Untersuchung der Dovre-Gruppe und des norwegischen Transportøkonomisk Institutt halt diesen Kostenrahmen für unrealistisch und spricht sich gegen eine Bergung nach dem derzeitigen Vertrag aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

"Marina" war nicht geeignet für Kutterfang

Lillestrøm, Provinz Akershus / Norwegen, 16.12.09 - Eine Untersuchung des Untergangs des norwegischen Kutters "Marina" (LK6603) am 2.3.2009 westlich von Andøya hat ergeben, dass das Schiff instabil war. Dieser Umstand, kombiniert mit dem ungünstig platzierten Luftansaugstutzen des Motors sowie dem auf dem offenen Deck gelagerten Fisch führte zum Verlust des Schiffes. Die "Marina" entsprach in Fragen der Stabilität, der Abdeckungen und der Möglichkeit des Wasserabflusses nicht den Anforderungen des Nordic Boat Standard für kommerzielle Kutter. Es war für diese Art des Fisches nicht geeignet.
Es war am 2.3. um 6.30 Uhr mit seinem Skipper aus dem Heimathafen Stø ausgelaufen und auf Nordwestkurs gegangen in Richtung der Fangleinen, die auf der vorherigen Fahrt ausgebracht worden waren. Um 7.20 Uhr begann der Fischer, diese einzuholen. Dies beginnt normalerweise vom Südende der Leinen her. Der Fang war sehr gut. Es war normales Winterwetter mit einem mittleren Ostwind und eineinhalb bis zwei Metern Wellenhöhe aus verschiedenen Richtungen. Die Strömung ging mit 1-15 Knoten in nordöstliche Richtungen. Nachdem der Fisch verstaut war, veränderte die "Marina" die Position ans Nordende der Leinen und setzte das Aufholen fort. Am Ende waren 1,5 Tonnen Fisch an Bord. Da nur 550 Kilogramm in die Fischluke passten, lagerten 900 Kilogramm offen an Deck. Als der Fang abgeschlossen war, nahm die "Marina" wieder Kurs auf das Südende, um neue Leinen auszubringen. Als sie auf Position war, waren die Leinen klar auf Deck. Ob das Ausbringen aber überhaupt noch begann, ist unklar. Wahrscheinlich verrutschte der Fisch auf Deck auf einmal, möglicherweise durch das Arbeiten des Bootes oder den Winddruck auf die Kajüte. Die Berechnungen ergaben, dass das Gewicht des Fisches eine Schlagseite von 12 Grad auslöste, womit nur eine geringe Reststabilität des Kutters verblieb. Der Ansaugstutzen der Maschine lag nun teils unter Wasser, und in der turbulenten See lief der Maschinenraum rasch voll. Mit dem Heck voran ging die "Marina" binnen kurzer Zeit auf Tiefe. Die spätere Suche nach dem Skipper blieb ergebnislos. Das Wrack wurde aus 80 Metern Wassertiefe geborgen.
Die Untersuchung kam zu dem Schluss, dass der Bootstyp nur für den Einsatz als Sportboot, nicht aber als kommerzieller Kutter geeignet ist. Die "Marina" wurde indes als Kutter registriert, ohne das geprüft worden wäre, dass sie den technischen- und Sicherheitsstandards für Kutterfang genügte. Entsprechend wurden Empfehlungen an die Werft, das Norwegian Maritime Directorate, das Directorate of Fisheries und das Norwegian Ship Register in Hinblick auf Identifizierung, Registrierung und Kontrolle solcher Schiffe gegeben, so auch der Rat, automatische Vorrichtungen zum Aussetzen von Rettungsinseln auch für Schiffe von weniger als 10,67 Metern Länge.
Die "Marina" entstand 1999 bei der E. Viksund Båtbyggeri AS, war 9,12 Meter lang und 2,64 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

80-jähriger Einhandsegler im Sturm gerettet

Houston, Texas / USA, 16.12.09 - Am 16.12. traf ein Einhandsegler in Houston ein, nachdem ein Hubschrauber der Küstenwache ihn 115 Meilen südlich von Sabine Pass von der 32 Fuß langen "Enchantress" abgeborgen hatte. Der Korea-Kriegsveteran musste den Downeast-Kutter am 15.12. um 12.30 Uhr aufgeben, nachdem er in einen Sturm geraten war. Er wurde anschließend ins Pasadena-Hospital geflogen und konnte am Morgen des 16.12. entlassen werden. Er war 10 Tage zuvor mit Kurs Mexiko ausgelaufen. Für 37,900 Dollar hatte er das Boot erst im Juni erworben. Es war zuvor auf den Bahamas und bis zur Chesapeake Bay unterwegs gewesen. Die verlassene "Enchantress" driftete in neun Fuß hohen Seen weiter in südliche Richtung, was durch den Peilsender ermittelt werden konnte. Ein Schlepper sollte versuchen, sie in den kommenden Tagen einzufangen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Heider Frachter vor Schweden havariert

Hallstavik, Region Stockholm - Uppsala län / Schweden, 15.12.09 - Am 15.12. um 6.20 Uhr lief der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Allegretto", 3.128 gt (IMO-Nr: 9353395), bei Svartklubben nördlich von Grisslehamn auf Grund, als er gerade Hallstavik ansteuerte. Dabei wurden die Ballastwassertanks an drei Stellen aufgerissen. Das Schiff kam aus eigener Kraft wieder frei und lief nach Hallstavik ein. Hier untersuchten Taucher den Rumpf und fanden Lecks in den Bodentanks vier und fünf vor. Das Schiff der Eicke Schifffahrts K.G., Heide/Holst. ist 89,98 Meter lang und 15,2 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

"Alina II" geht abgedichtet auf Schleppreise

Rotterdam / Niederlande, 07.12.09 - Die holländische Schleppfirma Fairmount BV aus Rotterdam wurde von Smit Salvage für die Verbringen des unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Bulkcarriers "Alina II" (IMO-Nr.: 8406896) von der Saldanha Bay, in die er am 22.10. eingelaufen war, nach China unter Vertrag genommen. Das von Polembros betriebene Schiff hatte am 2.11. Wassereinbruch erlitten und zwei Grad Schlagseite entwickelt, kurz bevor es die Reise nach China antrat. Es wurde ein Wassereintritt in Bodentank 2 festgestellt, wo Taucher einen Riss entdeckten. Der 23 Jahre alte Frachter verblieb am Eisenerzterminal, während ein Kofferdamm zum Abdichten des Risses konstruiert wurde. Danach konnte das Wasser abgepumpt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2009

Deutscher Frachter lief vor Oban auf Grund

Oban, Argyll and Bute, Schottland / UK, 16.12.09 - Am Abend des 15.12. lief der unter der Flagge der Niederländischen Antillen registrierte Frachter "Fingal", 499 BRZ (IMO-Nr.: 8324658) auf dem Weg nach Corpach mit einer Ladung Holz im Golf von Corryvreckan auf Grund. Um 21.30 Uhr wurde die Clyde Coastguard vom Kapitän informiert, dass das Schiff mit sechs Mann Crew festsäße und Wassereinbruch in zweien seiner Ballasttanks habe. Die Coastguard-Rettungsteams von Jura und Crinan wurden ebenso wie die RNLI-Boote von Oban und Islay alarmiert, außerdem stieg von HMS "Gannet" ein Rettungshubschrauber auf. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Das Schiff steuerte, nachdem es wieder flott war, mit eigener Kraft den Hafen von Oban an, wobei es vom dortigen Rettungsboot sowie dem Fischereischutzschiff "Minna" eskortiert wurde. Die übrigen Rettungskräfte beendeten ihren Einsatz.
Das Schiff entstand 1984 bei der Kotter Schiffswerft in Haren-Ems als "Kirsten". Es verdrängt 1544 Tonnen, ist 79 Meter lang, 10,91 Meter breit und hat 3,31 Meter Tiefgang. Es wird betrieben von der Fehn Bereederung GmbH in Leer.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2009

"Centaur"-Sucher haben zweiten Kontakt
Update vom 15.12.09

Moreton Island, Queensland / Australien, 16.12.09 - Bei der Suche nach dem Wrack der "Centaur" wurde am Nachmittag des 15.12. ein zweites Objekt auf dem Meeresgrund vor Moreton Island ausgemacht. Bereits zuvor hatte es einen vielversprechenden Kontakt gegeben. Nun sollen beide Positionen ein zweites Mal abgescannt werden. Zur intensiveren Untersuchung soll später ein ROV zum Einsatz kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2009

Sturm verzögert Leichtern von "Seli 1"
Update vom 25.11.09

Bloubergstrand (bei Kapstadt), Provinz Westkap / Südafrika, 16.12.09 - Stürmisches Wetter brachte in den vergangenen für die Berger der Kohleladung der "Seli 1" am Bloubergstrand einen Rückschlag. Doch nach Angaben von Smit Salvage entstanden nur wenig weitere Schäden am Schiff. Der Prozess, die Kohle in einer Barge an Land zu bringen, hängt aber vom Wetter ab. So wird die Kohle bis dahin auf Deck gelagert, wo eine Menge freier Fläche ist. Bisher wurden rund 2500 Tonnen von dem vor vier Monaten gestrandeten Schiff geleichtert. Eine Finanzierung der Räumung des Wracks ist weiterhin nicht in Sicht. Smit ist derzeit damit beschäftigt, die 6,7 Millionen Rand von den Eignern auf dem Gerichtsweg zu erstreiten. Diese sind abgetaucht, seit die Versicherer, der russische P&I Pool, die Finanzierung verweigerten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2009

"Server"-Havarie hinterließ keine nachhaltigen Schäden

Norwegen, 15.12.09 - Zwei Jahre nach der Havarie des Bulkcarriers "Server" vor Fedje ergaben Untersuchungen, dass es infolge des Auseinanderbrechens des Schiffes offenbar keine größeren Schäden oder langfristige Auswirkungen auf Flora und Fauna in den Küstengebieten gab. Es gab auch keine Veränderungen der Umweltbedingungen als Folge der Ölpest nach dem teilweisen Untergang des Schiffes am 12. Januar 2007. Die Erhebungen wurden von UNIFOB durchgeführt, die die Ergebnisse mit früheren Studien verglich. Es wurden insgesamt vier Standorten in Fedje Strand und in Øygarden sowie einer Basisstation an Fedje ausgewählt. Es handelte sich dabei um Bereiche, die stark von der Ölverschmutzung nach dem Auseinanderbrechen des Schiffes betroffen waren. Die Feldstudien wurden im März und August dieses Jahres durchgeführt. Wo die Algen entfernt werden mussten, wird es allerdings noch einige Jahre dauern, bis sich das Ökosystem vollständig regeneriert hat. Die Küstenverwaltung erhielt ebenfalls die Ergebnisse der Analysen von toxischen Ölkomponenten (PAH) in Muscheln aus Solund. Die Ergebnisse zeigen, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Ölverschmutzung durch die "Server" Auswirkungen auf die PAH-Werte, die in die Muschel gemessen wurden, hatten. Das Vorschiff des Frachters wurde nach der Havarie geborgen und im vergangenen Jahr in Esbjerg, Dänemark verschrottet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2009

Flüssiggastanker saß auf Felsen fest

San Juan / Puerto Rico, 15.12.09 - Am Morgen des 15.12. lief der 289, 12 Meter lange und 41,15 Meter breite, norwegische Flüssiggastanker "Matthew", 88919 BRZ (IMO-Nr.: 7391214) eine halbe Meile südöstlich von Cayo Caribe nahe Guayanilla, Puerto Rico, auf Grund. Beim Transit nach Guayanilla kam das Schiff um 6.15 Uhr auf Felsgrund fest. Nachdem ein Teil der Ladung von den achteren in die vorderen Tanks umgepumpt war, gelang es im Laufe des Vormittags, das Schiff freizubekommen. Es steuerte danach die Eco Electrica an, wo der Rumpf von Tauchern auf Schäden untersucht wurde. Inspektoren der US Coast Guard sowie Vertreter des Regional Inspection Office Ponce und des Sector San Juan waren vor Ort. Von der Air Station Borinquen, Puerto Rico, war ein HH-65 Dolphin-Helikopter zur Assistenz aufgestiegen.
Das Schiff verdrängt 75.205 Tonnen. Es wurde 1979 von den Newport News Shipbuilding als "El Paso Howard Boyd" auf amerikanische Rechnung erbaut wird derzeit von der Suez LNG Shipping in Boston bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2009

Gestrandeter Tanker wird geleichtert
Update vom 15.12.09

Sochumi / Republik Abchasien, 15.12.09 - Am 15.12. begann das Leichtern des Bunkeröls des am Vortag gestrandeten, tansanischen Tankers "MAG 1", 1626 tdw (IMO-Nr.: 7036735), der bei stürmischer See auf den Strand von Sochumi (Sokhumi) getrieben war. An Bord des 69 Meter langen und 11 Meter breiten Schiffes hatten sich rund 100 Tonnen Bunkeröl befunden, die bislang nicht ausliefen. Das 1971 erbaute Schiff war zuvor unter der Flagge Ugandas als "AG" und "MAG 1" mit Registrierung in Sierra Leone gefahren.
Nach Abflauen des Sturms, der dem Tanker zum Verhängnis geworden war, suchten Taucherteams nach der vermissten Crew des in demselben Unwetter gesunkenen Taucherschiffes "Nord". Sie fanden die Schiffsräume jedoch leer vor.
Sotschi, Region Krasnodar / Russland - Außerdem galt es, die dreiköpfige Crew einer Jack-Up-Plattform in der Mündung des Flusses Mzymta vor dem Hafen von Sotschi in der Imeretinsk-Bucht zu retten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2009

Frachtercrew ertrank in abgerissenen Aufbauten

Algier / Algerien, 15.12.09 - Der unter der Flagge von Togo laufende Frachter "Karim Junior", 2139 BRZ (IMO-Nr. 7624439), sank am 15.12. gegen fünf Uhr in schwerem Sturm vor Algerien. Das Schiff hatte zwei Wochen vor Tenes geankert, doch nun wurde es auf einen Wellenbrecher getrieben und ging unter. Unter der Wucht der Wellen wurden die Aufbauten vom Schiff abgerissen. Zwei Mann der Crew ertranken dabei, sechs wurden vermisst, und nur ein ägyptischer Seemann erreichte das Ufer bei Tenes, 200 Kilometer westlich von Algier. Taucher sollten das Wrack durchsuchen. Die Crew bestand aus vier Syrern, zwei Indern, zwei Ägyptern und einem Libanesen.
Die "Karim Junior" wurde als "Brigitte Graebe" 1977 bei der Peters-Werft in Wewelsfleth erbaut. Bis 1985 lief sie für die G. Graebe Reederei-Gesellschaft MS Brigitte unter deutscher Flagge. Bis 1998 war sie als "Thor" für Martin Spaleck, Schneverdingen, beschäftigt. Bis 2006 war sie dann als "Castor I" für die Innovative Thinking Ltd, Panama in Fahrt, im selben Jahr auch als "Baltic Breeze" der zypriotischen Pro Shipping und seit 2008 für die Tleidehni Shipping in Togo. Das Schiff verdrängte 2109 Tonnen, war 86 Meter lang, 12,81 Meter breit und hatte 4,74 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Baggerneubau war zu dick

Jistrum (Eestrum), Gemeinde Tytsjerksteradiel, Provinz Friesland / Niederlande, 15.12.09 - Bei der Skûlenboarger Brücke in Jistrum steckte am 15.12. um 10.30 Uhr der Kasko des Saugbaggers "UKD Orca" fest. Das Schiff kam von der Barkmeijer Werft in Stroobos, wo es am 11.12. vom Stapel gelaufen war als Werftnummer BN 323. Nach einer halben Stunde gelang es Schleppern, den 16 Meter breiten Rumpf durch die Enge zu zerren, wobei einige Beulen und Schrammen entstanden. Die Brücke selbst nahm keinen Schaden. Danach konnte der Schlepp ins Bergumermeer fortgesetzt werden, wo der Bagger bis Juni 2010 erst in Lemmer und dann in Harlingen ausgerüstet werden und dann an die United Kingdom Dredging (UKD) in Cardiff, eine Tochter der Associated British Ports (ABP) in London, abgeliefert werden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Ist Sonarkontakt das Wrack der "Centaur"?
Update vom 14.12.09

Brisbane, Queensland / Australien, 15.12.09 - Die Hoffnung, das Wrack des australischen Hospitalschiffes "Centaur" zu finden, sind gestiegen, nachdem die Suchexpedition am 14.12. ein Ziel vor der Südostküste von Queensland ausmachte. Der Sonarkontakt soll nun näher untersucht werden. Größe und Aussehen könnten dem der "Centaur" entsprechen. Da sich das Objekt aber direkt unterhalb des von der "Seahorse Spirit" gezogenen Sonars befand, war die Darstellung nicht optimal. Das Suchgebiet mit seinen Canyons und bis zu 600 Meter hoch aufsteigenden Felswänden ist extrem schwierig.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Rettungsaktion für "Victory 1"-Crew in der Kritik
Update vom 12.12.09

Dubai / Vereinigte Arabischen Emirate, 15.12.09 - Die Rettungsmaßnahmen nach dem Unglück der "Victory 1" vor Dubai am 11.12. wurden jetzt von anderen Powerboat-Teams kritisiert. Die beiden Piloten Mohammed al Mehairi und Jean-Marc Sanchez waren umgekommen, als ihr Boot abgehoben war, sich überschlagen hatte und dann kieloben aufs Wasser stürzte. Es dauerte danach mindestens eine Minute und 20 Sekunden, bis Retter vor Ort waren. Der Rennfahrer Barry-Cotter sagte, alles, was länger als 45 Sekunden dauere, gebe zur Kritik Anlass. Es sollten stets zwei Helikopter mit Tauchern bereit stehen, und an jeder Wendemarke sollten die Taucher binnen 30 Sekunden vor Ort sein können. Die World Professional Powerboating Association (WPPA), bestätigte, dass die Hubschrauber nicht mit Tauchern besetzt waren. Als erstes war das Startboot an der kieloben treibenden "Victory 1". Doch dessen Insassen waren nicht zur Rettung von Menschen befähigt. Nachdem ein Polizeiboot und ein Boot mit zwei Personen in Trainingsanzügen eintraf, wurde versucht, eine Bodenklappe zu öffnen. Später schwammen Taucher unter das Boot, um eine zweite Fluchtluke zu öffnen. Währenddessen fuhren weiter im Rennen befindliche Boote an der Unglücksstelle vorbei. Der Dubai International Marine Club wies die Kritik zurück. Acht Rettungsboote, 10 Schlepper, vier Küstenwachboote und fünf Polizeiboote seien zur Sicherung abgestellt gewesen.
Nachdem die beiden Piloten geborgen waren, wurden sie an Land gebracht, wo Wiederbelebungsversuche durchgeführt wurden, ehe die Männer 20 Minuten später ins Krankenhaus geflogen wurden.
Die Powerboat Association untersucht das Unglück. Bisher scheint es, als ob das verstärkte Cockpit eingedrückt wurde. Der Schaden am Cockpit sei so stark, hieß es, wie man es noch nie gesehen habe. Der Unfall ereignete sich bei über 200 kph, was zur Spekulation führte, ob Wasser unter Hochdruck eingedrungen sein und die Fahrer ohnmächtig gemacht haben könnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Schoner nach 150 Jahren wieder entdeckt

Oak Orchard, Gemeinde Ridgeway, Orleans County, New York / USA, 15.12.09 - Ein Schoner aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde nach fünfjähriger Vorarbeit vor der Südküste des Lake Ontario nahe Oak Orchard lokalisiert. Der mit Korn beladene Schoner war in einem Schneesturm 1862 nach einer Kollision gesunken. Zwei Taucher entdeckten unlängst das 119 Fuß lange Wrack der "C. Reeve" westlich von Rochester in 400 Fuß Tiefe. Der Zweimaster ist noch weitgehend intakt, der Hauptmast steht sogar noch. Das Schiff war 1853 in Buffalo erbaut worden und befand sich auf der Reise von Chicago nach Oswego, einem Hafen nahe Syracuse, als sie am 22.11.1862 ihr Schicksal ereilte: Sie stieß drei bis vier Meilen vor dem Hafen Oak Orchard mit dem mit einer Ladung Salz zum Lake Erie reisenden Schoner "Exchange" zusammen. Die Crew konnte sich retten.
Die Entdeckung des Wracks war eher zufällig. Die beiden Unterwasserforscher Kennard und Scoville hatten mehrere Stunden Suche hinter sich, ohne ein Ziel zu finden. Doch als sie ihre Ausrüstung bereits zusammenpackten, trieb der Wind ihr Boot über den See. Dabei erfasste der Tiefenrekorder ein Wrack, dessen Position sofort notiert wurde. In diesem Sommer kehrten die Forscher zurück und fanden tatsächlich das gesuchte Objekt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Katamaranfähre 14 Tage nach Reparaturende erneut demoliert

Lovund, Lurøy kommune, Provinz (Fylke) Nordland / Norwegen, 14.12.09 - Am 13.10. kollidierte gegen 22 Uhr die norwegische Katmaranfähre "Helgeland", 401 BRZ (IMO-Nr.: 9177076), die zwischen Sandnessjøen, Nesna, Lurø und Træna verkehrt, mit eine, Fahrwassermarkierung (Leuchtfeuer) in der Ansteuerung von Lovund. Diese geriet in den Tunnel zwischen den beiden Rümpfen. An Bug und Rumpf entstanden auf mehreren Metern Länge Schäden oberhalb der Wasserlinie. Die Fähre erreichte Lovund mit eigener Kraft. An Bord waren 16 Passagiere. Fünf waren unterwegs nach Lovund, für die übrigen wurde ein Weitertransport nach Trænauand Selvær mit der Fähre "Sanna" arrangiert. Niemand wurde verletzt. Die "Helegeland" blieb für Schadensuntersuchungen am Kai. Es war noch unklar, ob sie mit Schlepphilfe oder eigener Kraft eine Reparaturwerft würde anlaufen können.
Die Fähre war erst am 28.11. wieder in Dienst gestellt worden, nachdem infolge einer Grundberührung vor Lovund nahe Lurøy im September ein langwieriger Werftaufenthalt nötig geworden war. Damals war dieselbe Crew wie jetzt an Bord. Die Fähre "Renøy" wurde am Morgen des 14.11. als Ersatzschiff in Betrieb genommen. Die "Helgeland" wurde 1997 von den Batservices Mandal erbaut, ist 37 Meter lang und 10 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Frachter in Azov teilweise ausgebrannt

Azov, Oblast Rostow / Russland, 14.12.09 - Der auf der Reede von Azov ankernde, unter Komoren-Flagge registrierte Frachter "Vanadiy", 3994 BRZ (IMO-Nr.: 8852813), geriet am 12.12. in Brand. Nachdem der 1. Offizier die Hafenkontrolle alarmiert hatte, nachdem Rauch auf die Brücke stieg, rückten um 18.20 Uhr der Schlepper "Kapitan Shlygin" sowie die Eisbrecher "Kapitan Kharchikov" und "Kapitan Demidov" aus. Gegen 20 Uhr evakuierte die "Kapitan Kharchikov" die Crew, eine Viertelstunde darauf war der Havarist auf dem Haken und wurde in den Hafen geschleppt, wo die Feuerwehr ihn bereits erwartete- Gegen 23.30 Uhr war der Brand weitgehend gelöscht. Rund 50 % der Aufbauten waren bis dahin allerdings ausgebrannt. Die Ladung, 4313 Tonnen Getreide, blieb aber unversehrt. Am 13.12. wurde der Havarist gegen 11 Uhr auf die Reede zurück geschleppt und längsseits der "Palladiy" festgemacht. Eine Untersuchung zur Brandursache war im Gange. In Rostov on Don soll die Ladung gelöscht und der Frachter anschließend repariert werden.
Das Schiff der Kama River Shipping in Perm wurde 1983 beim Navol Shipyard in Oltenitsa als "Volgo Don 5086" erbaut. Es ist 138 Meter lang, 16,7 Meter breit und hat 2,8 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Hindernisreicher Transport von Offshore-Plattform

Eemshaven, Provinz Groningen / Niederlande, 14.12.09 - Die deutsche Offshore-Service- und Umspannplattform "BARD 1" des Emder Windkraft-Unternehmens Bard ist am Abend des 14. 12. nach einer hindernisreichen Passage im niederländischen Eemshaven eingetroffen. Die "BARD 1" hatte bereits am 10. 10. das Dock der Werft Harland & Wolff in Belfast verlassen. In Irland war die so genannte Topside, also die Wohn- und Umspanneinheit, mit der Unterkonstruktion, dem hydraulischen Fundament, verbunden wurden. Nach erfolgreich bestandenem Kränkungstest wurde die Passage durch den Germanischen Lloyd freigegeben. Die "BARD 1" wiegt mehr als 7.000 Tonnen, ist gut 90 Meter hoch, 40 mal 40 Meter breit und wurde von zwei Schleppern gezogen. Der Schleppzug musste bereits im Bristol Channel einen Sturm abwettern. Die Größe der "BARD 1" erlaubte es nicht, einen Schutzhafen an der britischen Küste anzulaufen. Der Schleppverband musste deshalb auf Reede bleiben. Zwar waren im Bristol Channel die Wetterbedingungen erheblich besser als auf hoher See, dennoch kam es auch hier zu einer unerwarteten Verschlechterung. Die meterhohen Wellen und Sturm beschädigten Isolierungen und Abdeckbleche und rissen einen Schaltschrank auf dem Hauptdeck ab.
Ein weiterer Zwischenfall verlief ebenfalls glimpflich. Bei einem Stopp im Hafen von Vlissingen kollidierte ein chinesischer Tanker während seines Anlegemanövers mit der am Kai vertäuten "BARD 1". Am chinesischen Schiff entstand dabei ein etwa fünf Meter langer Riss oberhalb der Wasserlinie. An der Plattform wurden keine Schäden festgestellt. Am 10.12. war sie dann nach genauer Inspektion über und unter Wasser durch Vertreter der Versicherungen zur letzten Etappe der Reise aufgebrochen. Organisiert hatte den Transport die Reederei Wulf aus Cuxhaven. Mit vier Knoten Fahrt ging es am Haken der Schlepper "Thorax", "Magic" und "Taucher Otto Wulf 4" südlich an Borkum vorbei in niederländische Hoheitsgewässer. Die Reparaturen in Eemshaven werden voraussichtlich einige Wochen benötigen. Geplant ist dann auch, das BARD-Errichterschiff "Wind Lift I" noch im Dezember nach der Erprobung auf der Ostsee ebenfalls in Richtung Eemshaven in Marsch zu setzen. Dort sollen Material und Arbeitsmittel für die Installation der ersten Fundamente für die Offshore-Windkraftanlagen an Bord genommen werden. Beim Bau der von der Wulf Seetransporte GmbH bereederten "Windlift I" hatte es zuvor Verzögerungen gegeben. Am 10.12. verließ das Schiff zum Abschlusstest den Hafen von Klaipeda.
Die Plattform wird nach ihrer Fertigstellung im Windpark "BARD Offshore 1" rund 100 Kilometer nordwestlich von Borkum den Strom der 80 Offshore-Windkraftanlagen des Typs "BARD 5.0" sammeln, auf höhere Spannung transformieren und dann an die Nachbarplattform "BorWin 1" der "transpower stromübertragungs gmbh" übergeben. Dort wird er in Gleichstrom gewandelt und über Seekabel in Richtung Festland abtransportiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Kran stürzte auf Binnenschiff

Perl-Besch, Landkreis Merzig-Wadern, Saarland / DE, 14.12.09 - Am 14.12. ist um kurz nach neun Uhr in Besch ein 15 Meter hoher Kran auf ein Schiff gestürzt, auf dem gerade Leute arbeiteten. Das 135 Meter lange, belgische Binnenschiff hatte am Moselumschlagplatz festgemacht und wurde mit einem Bagger entladen. Genau gegenüber der Anlegestelle stand der alte Kran. Plötzlich geriet dieser in Bewegung, knickte um und fiel auf die Laderaumluken des Schiffs. Es wurden keine Personen verletzt. Der alte Kran stand seit mittlerweile 30 Jahren an der Mosel. Er ist 15 Meter hoch und hat einen 30 Meter langen Ausleger. Seit fünf Jahren ist er nicht mehr in Betrieb. Eine Spezialfirma machte sich mittlerweile daran, den Kran aus der Mosel zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Fähre "Siletta Ace" rammte Kai – drei Verletzte

Helsingborg, Provinz Skåne län / Schweden, 14.12.09 - Am 14.12. kollidierte die schwedische Fähre "Siletta Ace" der Ace Links, 367 BRZ (IMO-Nr: 8010532) mit einem Kai in Helsingborg. Zum Unfallzeitpunkt waren 30 Passagiere und sieben Mann Crew an Bord. Drei Personen, darunter ein Passagier, wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Bug der "Siletta Ace" wurde erheblich beschädigt, sodass bis zum Abschluss der notwendigen Reparaturen nur zwei der sogenannten Sundbusse zwischen Helsingborg und Helsingør im Einsatz sind.
Erst am 9.9. war die 36 Meter lange Fähre bei einem ähnlichen Zwischenfall in Helsingør leicht beschädigt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Segler trieb tagelang gekentert im Mittelmeer

Haifa / Israel, 14.12.09 - Am Nachmittag des 14.12. entdeckte die Crew eines israelischen Flugkörperschnellbootes 13 Meilen vor Akko (Acre) einen verunglückten Einhandsegler. Er stand auf seinem kleinen, gekentert westlich von Acre treibenden Boot und winkte um Hilfe. Nachdem klar war, dass es sich nicht um eine Falle handelte, wurde sofort eine Rettungsaktion eingeleitet. Die Segel des Bootes waren zerrissen, die Paddel verloren, und keine Navigationsmittel an Bord. Wie sich herausstellte, trieb der Skipper schon seit mehreren Tagen im Mittelmeer und war nicht in der Lage, Hilfe zu rufen. Er wurde nach Haifa gebracht und dort wegen Unterkühlungen in einem Krankenhaus behandelt.
Er gab an, Australier zu sein, eine Woche zuvor von Zypern ausgelaufen und über Suezkanal unterwegs in die Heimat zu sein. Sein Boot sei im Sturm gekentert. Zwei Tage lang habe er versucht, es aufzurichten und es erst an diesem Morgen stabilisieren können. Die australische Botschaft sagte, sie kenne den Mann, er sei aber kein australischer Staatsbürger. Bereits 2002 sei er von der französischen Marine unter vergleichbaren Umständen gerettet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Fähre "Onyx" muss in Brest bleiben
Update vom 09.12.09

Brest, Region Bretagne, Département Finistère / Frankreich, 14.12.09 - Die Fähre "Onyx", die im November auf dem Weg in die Türkei in Seenot geraten und nach Brest eingeschleppt worden war, darf den dortigen Hafen nicht verlassen, auch wenn Reparaturen durchgeführt sind. Der Grund sind ausstehende Heuern für die Crew. Das schadstoffbelastete Schiff steht im Verdacht, illegal zum Verschrotten nach Bangladesh unterwegs gewesen zu sein, was ein Verstoß gegen Abwrackvorschriften der OECD wäre.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Hilfsaktion für lecken Kutter

La Rochelle, Départements Charente-Maritime, Region Poitou-Charentes / Frankreich, 14.12.09 - Am 14.12. um 10 Uhr kam ein Dauphin-Helikopter der französischen Marinebasis in La Rochelle dem in dem französischen Hafen beheimateten, 17,5 Meter langen Kutter "Jegwenic" (LR 612338), 44 BRZ, mit einer Lenzpumpe zu Hilfe. Die 1984 erbaute, vormalige "Kingfisher" hatte um 8.55 Uhr Wassereinbruch erlitten, als sie 50 Kilometer südöstlich der Insel Oléron stand. Neben dem Hubschrauber lief auch das Rettungsboot "SNS 085" aus Port-Médoc aus. Mithilfe der zusätzlichen Lenzkapazität gelang es, des Wassereinbruchs Herr zu werden. Der Hubschrauber kehrte zum Auftanken nach La Rochelle zurück und nahm beim Rückflug die weitere Pumpe der "SNS 085" an Bord. Gegen Mittag hatte der Havarist La Rochelle erreicht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Zwei Tanker im Sturm gestrandet

Sochumi / Republik Abchasien (international nicht anerkannt), 14.12.09 - Der Tanker "MAG 1", 1626 tdw (IMO-Nr.: 7036735), wurde am Morgen des 14.12. gegen sechs Uhr bei stürmischer See und sechs Beaufort Wind auf den Strand von Sochumi getrieben. An Bord waren rund 100 Tonnen Öl, aber keine Ladung. Die siebenköpfige Crew konnte sich unversehrt retten. Nachdem der Maschinenraum vollgelaufen war, sackte das Schiff nach achtern ab. Bislang lief kein Öl aus. Der unter tansanischer Flagge laufende Tanker wurde 1971 erbaut. Er ist 69 Meter lang und 11 Meter breit.
Patras, Präfektur Achaia / Griechenland - Auch der 88 Meter lange griechische Tanker "Alexandroupolis" (IMO-Nr. 7021534, ex Saint Nicolas) lief im Golf von Patras nahe der Stadt Patras auf Grund. An Bord waren 12 Mann Besatzung. Nachdem Versuche, aus eigener Kraft wieder freizukommen scheiterten, kamen Schlepper dem Havaristen zu Hilfe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Angelkutter ausgebrannt

Ocean City, Worcester County, Maryland / USA, 14.12.09 - Der 40 Fuß lange Angelkutter "My Col Col" des Typs Viking geriet am 14.12. gegen 7.50 Uhr vor Ocean City in Brand, als er auf Nordkurs in den Atlantik hinaus lief. 200 Yards vor der Küste brach eine Feuer aus, das das gesamte Schiff erfasste. Zwei Rettungsboote der Küstenwache und ein Schiff von Towboat U.S. eilten zu dem Havaristen. Ein anderer Kutter, die "Get Some", nahm Skipper und Mitfahrer an Bord. Nachdem sie an das Schiff von TowBoat U.S. übergeben waren, begann dieses damit, den Brand zu bekämpfen. Doch bis 9.30 Uhr war der Kutter bis zur Wasserlinie heruntergebrannt. Die Feuerwehr von Ocean City kam mit einem Löschfahrzeug an den Strand, als das Wrack dichter unter die Küste gezogen wurde, und es gelang nun, das Feuer zu löschen. Es wurde durch eine technische Störung der Maschine ausgelöst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Gescheiterter Weltumsegler war zeitweilig nicht allein an Bord

Bluff, Südinsel / Neuseeland, 13.12.09 - Neue Details wurden jetzt zur misslungenen Nonstop-Doppel-Weltumsegelung der "Horizon 1" von Bernt Lüchtenborg bekannt. Der Skipper verschwieg der Öffentlichkeit nicht nur, dass er während seiner Nonstop-Weltumsegelung an Land ging, sondern auch, dass er zeitweilig nicht allein an Bord war. Eine Freundin leistete ihm von Deutschland bis zu den Kanaren Gesellschaft. In seiner jüngsten Internet-Information vom 13.12. 2009, die Bernt Lüchtenborg vom anderen Ende der Welt aus Neuseeland per Satellit herüberfunkte, hat sich der Weltumsegler dafür nun öffentlich entschuldigt. "Die Arbeiten am Schiff verlaufen planmäßig und doch ist tief in mir ein Gefühl von Leere und Bedauern, durch mein Verhalten Menschen enttäuscht zu haben. Mein Versagen hinsichtlich der verschwiegenen Stopps, wo ich aus technischen Gründen Land betreten musste und der Tatsache, dass mich eine Freundin von Deutschland bis zu den Kanaren begleitete, möchte ich offenlegen. Für mein Handeln gibt es keine Rechtfertigung."
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2009

Suche nach Seeleuten der "Ogan Bey" geht weiter
Update vom 12.12.09

Eregli, Provinz Zonguldak / Türkei, 14.12.09 - Am Morgen des 14.12. wurde die Suche nach den noch zwei vermissten Seeleuten des Frachters "Ogan Bey", 5547 BRZ (IMO-Nr.: 7106932) wieder aufgenommen. Einer der beiden, ein Georgier, hatte seine Familie in der Nacht zum 11.12. noch angerufen und gesagt, dass sein Schiff sinke. Danach brach der Kontakt ab. Auch ein zweites Opfer ist ein Georgier. Der Eigner des Schiffes setzte sich am Wochenende mit den Hinterbliebenen in Verbindung. Der bereits geborgene Leichnam des Mannes, der Ende Dezember in die Heimat hätte zurück kehren sollen, wird am 15.12. von der Türkei nach Georgien geflogen. Der unter Panama-Flagge laufende Frachter sank am 12.12. um 3.30 Uhr nach Übergehen der Ladung und nachfolgendem Wassereinbruch binnen kurzer Zeit sieben Meilen vor Eregli in der Zonguldak-Provinz. Er war von Russland nach Çanakkale in der Nordwest-Türkei unterwegs gewesen. 12 Mann wurden lebend gerettet, ein Georgier und ein Ukrainer tot geborgen.
Das Schiff entstand als zweites einer Serie Anfang der 1970er Jahre vom Hamburger Reeder H. M. Gehrckens in Auftrag gegebener moderner Mehrzweckfrachter für die Westafrikafahrt als "Stintfang" auf der Kieler Lindenau Werft. Zuletzt dürfte das Schiff nicht mehr in gutem Zustand gewesen sein, lautete doch der letzte Status-Eintrag: "BANNED (failed to call at indicated repair yard)". Offenbar wurde eine notwendige Werftreparatur nicht durchgeführt. Mit ihm verschwand nun eines der letzten Schiffe, das den Übergang von der Stückgut- zur Containerfahrt repräsentierte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2009

War gesunkener Frachter Schmuggelschiff?
Update vom 12.12.09

Haifa / Israel, 14.12.09 - Die Polizei hat den am Wochenende auf dem Weg nach Haifa gesunkenen Frachter "Sala II" im Verdacht, Dieselöl von Zypern zu inoffiziellen Ölstationen nach Israel geschmuggelt zu haben. Die dafür nötigen baulichen Änderungen könnten den Untergang verursacht haben. Bereits in den vergangenen Wochen waren deswegen Untersuchungen geführt worden. Wäre das Schiff nicht gesunken, wäre es nach dem Einlaufen in Kishon aufgebracht worden, sagte ein Polizeioffizier. Der hohe Ölpreis hat zu einem Anstieg der Schmuggelei geführt. Da aber der Frachter nun auf dem Meeresgrund liegt, dürfte der Transport von Kontrabande nur nachweisbar sein, wenn ein Besatzungsmitglied entsprechen aussagt.
Ein Besatzungsmitglied wurde von UNIFIL-Mitarbeiter gerettet und nach Beirut gebracht worden. Die fünf anderen geretteten Seeleute wurden derweil am 13.12. aus dem Rambam Medical Center in Haifa entlassen. In den Abendstunden wurde die Leiche eines Crewkameraden aus der See gezogen. Die Suche nach den noch fünf Vermissten wurde fortgesetzt, auch wenn die Überlebenschance minimal ist. Einer der Geretteten sagte: "Ich glaubte nicht, dass ich den nächsten Tag erleben würde. Es war furchtbar kalt, und vier meiner Freunde erfroren vor meinen Augen. Zuerst stand ich auf der Brücke, bis das Schiff sank. Dann sprangen wir ins Wasser. Wir hielten uns die ganze Zeit aneinander fest und glaubten daran, dass jemand uns retten würde. Nach Einbruch der Nacht sahen wir plötzlich die Helikopter."
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2009

Die letzten Momente der "Princess Ashika"
Update vom 23.11.09

Nuku'alofa/ Königreich Tonga, 14.12.09 - Frauen und Kinder waren in den Kabinen der tonganesischen "Princess Ashika" eingeschlossen, als die Fähre am 5.8. kenterte. Überlebende konnten sie schreien und rufen hören. Dies berichtete ein Offizier jetzt der Royal Commission of Inquiry. Er sagte, um 20.30 Uhr sei ihm berichtet worden, dass Wasser in die Crew-Unterkünfte eingedrungen sei, doch sei er nicht besorgt gewesen, weil dies auch auf den vorangegangenen Reisen der Fall gewesen sei. Um 22.30 Uhr nahm er eine anhaltende Steuerbordseite wahr, und während der folgenden Stunde versuchte die Crew das Wasser vom Autodeck zu schöpfen. Zwei Minuten vor dem Untergang habe der Kapitän ihn instruiert, alle Fahrgäste auf die Brücke zu rufen. Er lief vom Ruderhaus aufs Passagierdeck, um die Passagiere zu wecken. Sekunden später kam Wasser von unten, und durch Kurzschlüsse begann das Licht zu flackern. Er sah Passagiere ins Rutschen kommen und sich an Sitzgelegenheiten anklammern. Er rannte wieder nach oben, wobei seine Schuhe sich in der Reling des nun auf der Seite liegenden Schiffes verklemmten, sodass er zeitweilig unter Wasser gezogen wurde. Im Moment des Untergangs sah er Frauen und Kinder, die ungläubig das Geschehen verfolgten, Mütter, die ihre Kinder und Babys griffen und sich fragten, was geschehe. Um sein eigenes Leben zu retten, habe er sie im Stich lassen müssen. Sie hätten keine Chance gehabt, sie rutschten beim Kentern der Fähre zur Steuerbordseite hin und hatten auch keine Rettungsmittel. Im Augenblick des Untergangs lagen sie übereinander auf dem Fußboden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2009

Suche nach "Centaur" hat begonnen
Update vom 12.11.09

Brisbane, Queensland / Australien, 14.12.09 - Die "Centaur"-Expedition verließ an Bord der "Seahorse Spirit" in den Abendstunden des 12.12. den Hafen von Brisbane. Als das Hospitalschiff im Mai 1943 nach Torpedotreffer vor Queensland sank, ertranken 268 Krankenschwestern, medizinische Helfer und sonstige Nicht-Kombattanten. Am 14.12. traf die "Seahorse Spirit" im Suchgebiet ein und begann gegen acht Uhr mit Tests der Sonarausrüstung. Danach verlegte sie zu einer Position 30 Kilometer östlich von Moreton Island, wo nach Einschätzung von Expeditionsleiter David Mearns die höchste Wahrscheinlichkeit zur Auffindung des Wracks herrscht. Die Suche wird durch den zerklüfteten und felsenreichen Meeresgrund nicht leicht gemacht. Immerhin wird bis mindestens zum 16.12. ruhiges Wetter vor Ort erwartet. Das Suchgebiet umfasst 1365 Quadratmeilen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2009

Fischfarmversorger mit fünf Pumpen über Wasser gehalten

Frøya, Provinz (Fylke) Sør-Trøndelag / Norwegen, 14.12.09 - Der norwegische Fischfarmversorger "Tor Viking" lief am 12.12. gegen 16 Uhr nordöstlich von Frøya auf Grund und schlug leck. Das Rettungsboot "Ragni Berg" und die Feuerwehr von Frøya wurden zu dem Havaristen gerufen. Insgesamt fünf Lenzpumpen waren nötig, den schweren Wassereinbruch unter Kontrolle zu bringen. Ein Taucher dichtete das Leck provisorisch mit einer dort hineingepressten Matratze ab. Danach konnte der Havarist zu einem Slip in Frøya verholt werden. Das Katamaranschiff wird bereedert von der Surnadal Sjøservice AS in Surnadal. Es wurde erst im Februar dieses Jahres von der Sletta Verft AS in Mjosundet abgeliefert. Das aus Aluminium gefertigte Schiff ist 14,98 Meter lang und sieben Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2009

Wenig Adventsstimmung auf Rettungskreuzer von Kleppestø

Rettungsstation Kleppestø, Provinz (Fylke) Hordaland, Norwegen, 14.12.09 - Zwei Einsätze fuhr das 22,50 Meter lange norwegische Rettungsboot "Kristian Gerhard Jebsen" am Wochenende um den 3. Advent. Am 11.12. wurde es zu dem norwegischen Tanker "Hordafor II", 802 BRZ (IMO-Nr.: 7720843), gerufen, der im Austefjord südlich von Bergen auf Grund gelaufen war. Ein Taucher stieg von dem Rettungsboot ab und nahm eine Inspektion und Videodokumentation von Propeller, Ruder und Rumpf vor. Das Schiff konnte mit eigener Kraft eine Reparaturwerft anlaufen. Der Transporter für Ölabfälle wurde 1979 bei Lamont in Glasgow erbaut und lief bis 1998 als "Divis II". Er ist 56,01 Meter lang, 11,18 Meter breit, hat 3,31 Meter Tiefgang und verdrängt 829 Tonnen.
In der Nacht darauf galt es einen gestrandeten Kutter von 48 Fuß Länge, der bei Godøy auf Grund gelaufen war, wieder flottzumachen. Mit einer Bergung des mit starker Steuerbordschlagseite festsitzenden Schiffes wurde aber bis zum Anbruch des Morgens gewartet. Der Kutter war in der Lage, danach mit eigener Kraft in den Hafen zu laufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2009

Kutter im Golf von Mexiko gerettet

South Padre Island, Texas / USA, 12.12.09 - Die US Coast Guard assistierte am 12.12. dem 80 Fuß langen Kutter "RGT II" aus Brownsville, der im Golf von Mexiko, rund 33 Meilen nordöstlich von South Padre Island, Wassereinbruch erlitten hatte. Die dreiköpfige Crew hatte um 12.24 Uhr die Coast Guard Corpus Christi über Funk alarmiert, dass das Wasser unkontrolliert ansteige. Daraufhin wurde von der Coast Guard Station South Padre Island ein 33-Fuß Boot in Marsch gesetzt, von der Air Station Corpus Christi stieg ein HH-65C Dolphin-Helikopter auf. Außerdem nahm das 87 Fuß lange Küstenwachschiff "Manatee" aus Corpus Christi Kurs auf den Kutter. Um 13.20 Uhr waren die Rettungsschiffe vor Ort, und es gelang, mithilfe von Lenzpumpen den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Danach wurde der Havarist zur Coast Guard Station South Padre Island eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2009

Yachtcrew half sich selbst

Liverpool, England / UK, 12.12.09 - Die Yacht "Sea Soldier" erlitt am 11.12. auf dem Weg von Fleetwood nach Liverpool kurz vor Erreichen des Ziels einen Wassereinbruch. Die Liverpool Coastguard wurde kurz nach 15 Uhr alarmiert, dass das Boot mit vier Personen an Bord in Schwierigkeiten sei. Das Rettungsboot aus New Brighton lief zur Assistenz aus. Doch es gelang der Crew ohne Fremdhilfe, des Wassereinbruchs Herr zu werden. Das Rettungsboot eskortierte sie dann in die Liverpool Marina.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2009

Baumstamm setzte Fähre matt

Poolesville, Montgomery County, Maryland / USA, 12.12.09 - Am 10.12. saßen 29 Passagiere rund drei Stunden auf der "White's Ferry" auf dem Potomac River fest, nachdem das Schiff sich in einem flussabwärts treibenden Baumstamm verfangen hatte. Um 16.30 Uhr wurden Polizei und Rettungskräfte zu den Virginia- und Maryland-Bänken gerufen, nachdem die Fährbetreiber vergeblich versucht hatten, die Fähre von dem Holz, das es 15 Yards vor dem Ufer auf der Maryland-Seite gefangen hielt, zu befreien. Als die Feuerwehr sich bereit machte, die Fahrgäste im Shuttleservice an Land zu bringen, kam die Fähre um 19.30 Uhr wieder frei. Ob die Fähre am nächsten Tag planmäßig ihren Dienst wieder würde aufnehmen können, war zunächst noch unklar. Die Fähre verkehrt zwischen Poolesville, Md. und Leesburg, Virginia.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2009

Mangelnde Stabilität Schuld am Untergang der "Monica IV"

Lillestrøm, Provinz Akershus / Norwegen, 04.12.09 - Nicht ausreichende Stabilität, kombiniert mit Wasser an Deck, war die Ursache des Kenterns des Kutters "Monica IV" aus Høvåg vor Skudeneshavn im September diesen Jahres. Das ist das Ergebnis der Untersuchung der norwegischen Statens Havarikommisjon for Transport in Lillestrøm. Bei dem Unglück war ein 60-jähriger Fischer aus Høvåg umgekommen. Die "Monica IV" hatte am frühen Morgen des 8.9. den Hafen von Egersund mit Kurs auf Karmøy verlassen, um Makrelen zu fangen. Am Nachmittag wurde das gekenterte Boot auf den Küstenfelsen entdeckt. Der umgekommene Fischer konnte mithilfe eines Minu-U-Bootes gefunden werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2009

Frankfurter Restaurantschiff ausgebrannt

Frankfurt am Main, Hessen / DE, 13.12.09 - Im Frankfurter Osthafen ist in der Nacht zum 13.12. das Restaurantschiff "Wodan" in der Nacht zum Sonntag ausgebrannt. Als die Feuerwehr um 5.20 Uhr von Passanten alarmiert wurde, stand das Schiff bereits völlig in Flammen. 80 Feuerwehrleute und das Frankfurter Feuerlöschboot waren im Einsatz. Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin, die Feuerwehrleute mussten sich von Raum zu Raum vorkämpfen. Mit mehreren Rohren wurde die Brandbekämpfung von Land aus durchgeführt. Von der Wasserseite wurde das Feuerlöschboot eingesetzt. Parallel zur Brandbekämpfung mussten Pumpen eingesetzt werden, um ein Sinken des Schiffes zu verhindern. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Vormittagsstunden an. Menschen kamen nicht zu Schaden. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 500.000 Euro. Die Brandursache war noch unklar. Das derzeit geschlossene Schiff lag zum Überwintern im Südbecken des Osthafens. Die " Wodan" ankert in den Sommermonaten am Eisernen Steg am Südufer des Mains.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.12.2009

Noch fünf Seeleute der "Salla 2" fehlen
Update vom 12.12.09

Israel / Libanon, 13.12.09 - Bis zum 12.12. wurden nunmehr sechs ukrainische Seeleute, die den Untergang des unter Togo-Flagge laufenden Frachters "Salla 2" am Vortag überlebt hatten, geborgen und teils mit Unterkühlungen in Krankenhäuser geflogen. Fünf Mann wurden noch vermisst, nachdem israelische Streitkräfte zuvor fünf weitere Überlebende des Frachters, der mit einer Ladung Baumaterial 80 Kilometer vor Tyre im Sturm gesunken war, in der aufgewühlten See entdeckt hatten. Israel hatte Rettungshubschrauber und Marinetaucher zur Unglücksstelle entsandt, nachdem zuvor bereits ein türkisches UNIFIL-Schiff einen Mann lebend entdeckt hatte. Die fünf Seeleute waren 18 Stunden nach dem Verlust ihres Schiffes entdeckt worden. Sie wurden nach der Erstversorgung im Rambam Medical Center in Haifa behandelt und stabilisiert. Ein Mann war noch in Intensivbetreuung. Der zuerst aufgefundene Ukrainer kam nach Beirut in Behandlung.
Starker Wind hatte die Suchaktion nach den Seeleuten behindert. Die Überlebenden sagten, sie wären so lange wie möglich an Bord ihres sinkenden Schiffes geblieben. Einige ihrer Kameraden seien ertrunken. Nach dem ersten Notruf war ein deutsches Schiff, das sich in der Nähe der "Salla 2" befand, von der Israel Port Authority kontaktiert worden. Es bestätigte, sie passiert zu haben, jedoch keine Notsituation festgestellt. Danach wurde Zypern für eine weitere Funkkontrolle kontaktiert, und diese setzten sich mit UNIFIL in Verbindung. Mittlerweile war auch eine Meldung an die Schifffahrt hinausgegangen, wenig später wurden die Schiffbrüchigen entdeckt. Am 12.12. waren zwei Handelsschiffe und ein Marineschiff an der Untergangsstelle. Sie fanden zwei Rettungsboote in der See.
Die "Salla 2" wurde von der israelischen Sela Shipping LTD Shipping Company bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.12.2009

Französische Yacht vor Bermudas evakuiert

Portsmouth, Virginia / USA, 13.12.09 - Die US Coast Guard rettete am 13.12. die dreiköpfige Crew einer französischen Yacht 600 Meilen ostnordöstlich von Bermuda. Um 16.45 Uhr war bei der Coast Guard in Portsmouth ein Notruf des Schiffes eingegangen, wenig später fing das Rescue Coordination Center Gris Nez in Nordfrankreich das Signal eines Notsenders auf. Über Satellitentelefon wurde versucht, die Yacht zu erreichen. Gleichzeitig wurde die Schifffahrt in dem Seegebiet um Mithilfe gebeten. Nach zahlreichen vergeblichen Versuchen gelang es um 19.47 Uhr, in Funkkontakt mit der Yacht zu kommen. Es stellte sich heraus, dass sie von einer großen Welle gekentert und von einer weiteren wieder aufgerichtet worden war. Die Crew hatte Überlebensanzüge angelegt und bat um Evakuierung. Von der Air Station Elizabeth City stieg eine HC-130J Hercules auf und unterstützte zwei Handelsschiffe vor Ort. Die "Wellington Star" nahm die Segler auf. Am 13.12. um 12.37 Uhr war der letzte von ihnen an Bord des Frachters, der die Fahrt nach New Bedford, Massachussetts, fortsetzte. In dem Seegebiet betrug die Windgeschwindigkeit bis zu 30 Knoten, die Wellen gingen an die 18 Fuß hoch.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.12.2009

Kuttercrew nahm Küstenwächter als Geiseln – dann sank ihr Schiff

Colombo / Sri Lanka, 12.12.09 - Das in Sri Lanka registrierte Fischereifahrzeug "Wind Marine 8", das zwei Seeleute der indischen Küstenwache am 9.12. als Geiseln genommen hatte, geriet in der Nacht zum 12.12. in der Bay of Bengal in Brand. Das Feuer wurde um 23.45 Uhr entdeckt. Die oberen Decks standen in Flammen. Die indische Marine hielt nach Schiffbrüchigen Ausschau, auch ein Dornier-Suchflugzeug stieg auf. Am Abend des 12.12. wurde die Suche ohne Ergebnis eingestellt.
Die beiden Küstenwächter waren in der Nacht zum 10.12. von der dreiköpfigen Crew des Kutters gefangen genommen worden. Die Fischer hatten sie überwältigt und ihnen die Funkgeräte wie auch die Waffen abgenommen, als das Schiff sich im Schlepp der "Priyadarshini" befand. Dann warfen sie die Schlepptrosse los. Zeitweilig drohten die Geiselnehmer, das Schiff in die Luft zu sprengen, wenn sie und die anderen 35 Fischer auf den übrigen Kuttern nicht freigelassen würden. Erst als der Kutter von Kräften der Küstenwache umrundet war, ließen die Fischer ihre Gefangenen wieder frei. Danach wurde versucht, die Fischer zum Einlaufen in einen indischen Hafen zu bewegen. Doch stattdessen stoppte ihr Schiff um 22.30 Uhr rund 100 Meilen östlich von Chennai, wenig später stand es in Flammen und sank schließlich. Zwei Küstenwachboote eskortierten die sechs verbliebenen Schiffe nach Kakinada, wo sie in der Nacht zum 13.12. einliefen.
Die beiden Küstenwachschiffe "Priyadarshini" und "Sarang" hatten die "Wind Marine 8" sowie sechs andere Kutter am 8.12. wegen illegaler Fischerei aufgebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.12.2009

11 Seeleute vor dem Libanon vermisst

Haifa / Israel, 12.12.09 - 11 ukrainische Seeleute wurden nach dem Untergang des unter Togo-Flagge laufenden Frachters "Salla 2" am 12.12. vor dem Hafen Tyre im Libanon vermisst. Es hatte am späten Freitagabend (11.12.) Notrufe gesendet, die eine italienische Funkstation auffing und nach Zypern weiterleitete, von wo aus eine Station in Haifa alarmiert wurde. Als ein türkisches Boot vor Ort eintraf, war der Frachter bereits am sinken. UN-Kräfte und israelisches Militär starteten zu Wasser und aus der Luft eine Suchaktion. Nur ein Mann der Crew wurde bislang aus einer Insel gerettet. Die "Salla 2" war unterwegs gewesen mit Rohziegeln von Griechenland nach Haifa, als sie 70 Meilen vor Naqura in Seenot geriet. Sie gehörte einem Reeder in Ashdod und war wohl in schlechtem Zustand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2009

Alter Lindenauer im Schwarzen Meer gesunken

Eregli, Provinz Zonguldak / Türkei, 12.12.09 - Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Ogan Bey", 5547 BRZ (IMO-Nr.: 7106932) sank am 12.12. um 02.30 Uhr im Schwarzen Meer vor Eregli. Das Schiff war unterwegs von Russland nach Çanakkale in der Nordwest-Türkei, als es sieben Meilen vor der Küste in Seenot geriet. Von der 16-köpfigen Besatzung wurden 12 Mann gerettet. Zwei Mann ertranken und zwei Besatzungsmitglieder werden noch vermisst.
Bei der vormaligen "Funda C" handelt es sich um einen Frachter von 136,8 Metern Länge, 17,2 Metern Breite und 7,49 Metern Tiefgang, der 8150 Tonnen verdrängt. Er entstand 1971 als "Stintfang" auf der Werft von Paul Lindenau Gmbh & Co. KG in Kiel.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2009

Vierter Schiffsbrand binnen zweier Monate in Montevideo

Montevideo / Uruguay, 12.12.09 - Schon wieder gerieten in Montevideo zwei südkoreanische Trawler in Brand. Ein Besatzungsmitglied musste mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Eines der Schiffe wurde sicherheitshalber aus dem Hafen geschleppt, das andere blieb wegen niedrigen Wasserstandes im Schlamm stecken. Beide Fahrzeuge wurden total zerstört. Die Brände könnten bei Auseinandersetzungen zwischen den vietnamesischen und malaysischen Besatzungsmitgliedern entstanden sein. Es handelt sich um den vierten Schiffsbrand auf südkoreanischen Schiffen binnen zweier Monate. Im November geriet die 40 Meter lange "Esperanza" in Montevideo in Brand und sank, alle 38 Mann aus Südkorea, Vietnam und Indonesien wurden gerettet. Marinetaucher hatten Ammoniakgas, die zum Einfrieren gebraucht wurden, von Bord geholt, bevor die Flammen sie zur Explosion bringen konnten. Das Schiff war am 5.11. eingelaufen und wollte bald wieder in See stechen, als es sank. Am 19.11. brach auf der "Excellent 8" aus unbekannter Ursache ein Feuer aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2009

Ein Toter und zwei Vermisste bei Kutterkenterung

Gunsan, Provinz Jeollabuk-do / Südkorea, 12.12.09 - Der mit Sand beladene Frachter "Shinchang No. 5", 2339 BRZ, lief am 11.12. gegen 8.10 Uhr in das Netz des 7,6 Tonnen großen Kutters "Mingyeong". Dieser kenterte und sank, wobei ein Besatzungsmitglied starb. Es wurde um 11.40 Uhr im Wrack des Kutters entdeckt. Zwei weitere wurden vermisst, nur einer lebend gerettet. Das Unglück ereignete sich in südkoreanischen Gewässern 31 Kilometer südwestlich von Gunsan. Die Coast Guard setzte die Suche nach den Vermissten fort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2009

Fähre strandete beim Ansteuern des Cape May Canal

North Cape May, New Jersey / USA, 12.11.09 - Am Abend des 10.12. lief um 21.08 Uhr die Fähre "New Jersey" der Cape May-Lewes Ferry Fleet auf dem Delaware Bay zwischen Lewes und Cape May auf Grund. Das Unglück ereignete sich am Südende des Cape May Canal auf der Seite des Higbee Beach , nachdem das Schiff um 19.45 Uhr aus Cape May ausgelaufen war. Gegen 23 Uhr gelang es dem Kapitän, sein Schiff, das sieben Fuß Tiefgang hatte, mit steigendem Wasser wieder freizubekommen. Es machte am nächstgelegenen Anleger fest, wo Passagiere und Ladung vom Schiff gebracht wurden. Es handelte sich um 35 Fahrgäste und 20 Fahrzeuge. Die Havarie wurde durch starken Nordwestwind und einen ungewöhnlich niedrigen Wasserstand verursacht. Bei einer Untersuchung des Schiffes wurde am 11.12. kein Schaden festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2009

"Prins Willim" traf in Harlingen ein
Update vom 09.11.09

Harlingen, Provinz Friesland / Niederlande, 11.12.09 - Am 11.12. ging das Wrack der Replik des Ostindienfahrers "Prins Willim" auf die Reise von Den Helder nach Harlingen. Die beiden Schlepper "Waddenzee II" und "Fifty Fifty" verholten den ausgebrannten Rumpf in den Hafen, wo er mittags eintraf. Nachdem das Schiff am 30.7. von einem Feuer verwüstet worden war, wollte der Eigner, die Libéma Groep aus Rosmalen, das Schiff verschrotten lassen. Doch Werftbesitzer Jelle Talsma nahm sich des Wracks an und ließ es nach Willemshaven bringen, und am 22.12. geht es weiter zur Korte Lijnbaan.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2009

Tödliches Rennbootunglück in Dubai

Dubai / Vereinigte Arabischen Emirate, 11.12.09 - Zwei Rennbootfahrer kamen ums Leben, als ihr Boot "Victory 1" am 11.12. beim Dubai Grand Prix abhob und kieloben aufs Wasser krachte. Es handelte sich um Mohammed Majid Al Muhairi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und den Franzosen Jean-Marc Sanchez. Sie hatten vor dem Crash die Kontrolle über ihr Boot verloren. Der Dubai Grand Prix wurde danach abgebrochen. Das Unglück ereignete sich beim ersten Rennen des Finales der Class 1 World Powerboat Championship. Muhairi war 2009 der European Class One Champion, Sanchez zwei Jahre zuvor Mitglied im World Class One Champion Team.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2009

Runder Rumpf rettete Kutter

Neeltje Jans (künstliche Insel), Provinz Zeeland / Niederlanden, 11.12.09 - Am 10.12. um 15.50 Uhr lief der niederländische Kutter "Ensis" (KG 8) der Ensis BV aus Kortgene fünf Meilen vor der holländischen Küste nahe Tonne OR 1 auf eine Sandbank. Das Schiff legte sich auf die Steuerbordseite, und da die dreiköpfige Crew ein Kentern befürchtete, wurde das Rettungsboot "Koopmansdank" alarmiert. Die Fischer hatten sich bereits vorbereitet, ihr Schiff aufzugeben. Doch das 18,80 Meter lange KNRM-Boot von der Rettungsstation "Neeltje Jans" war rasch vor Ort, und eine Schlepptrosse wurde ausgebracht. Diese brach zwar wenig später, doch dank seiner runden Rumpfform wurde der Kutter ohne Fremdhilfe wieder von der Sandbank gespült. Danach wurde er von zwei Schleppern von URS/Multraship aus Terneuzen erst nach Noordland und später zur Reparatur nach Vlissingen geschleppt. Das 1964 erbaute Schiff ist 33,78 Meter lang und 6,86 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2009

Frachtercrew nach Untergang vermisst

Shantou, Provinz Guangdong / Volksrepublik China, 11.12.09 - Vier Menschen wurden am 10.12. vermisst, nachdem der Frachter "Lianxin" vor Shantou City in der südchinesischen Guangdong-Provinz sank. Er war um 8.21 Uhr zwei Meilen westlich von Nan'ao Island gekentert, nachdem er gegen fünf Uhr aus Chenghai City ausgelaufen war. Der 510-Tonner ist 55,5 Meter lang und 8,9 Meter breit und transportierte eine Ladung Sand. Die vermisste Crew stammt aus Shantou.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2009

Zwei Arbeitsboote werden geborgen

The Dalles, Oregon / USA, 10.12.09 - Ein Boot des U.S. Army Corps of Engineers, das in dieser Woche auf dem Columbia River gesunken war, wurde geborgen, ein weiteres sollte am 11.12. zurück an die Wasseroberfläche gebracht werden. Es handelte sich um das 43 Fuß lange Arbeitsboot "Sea Mule" sowie die 45 Fuß lange "Celilo". Beide waren am Abend des 6.12. mit dem größeren Teil der Brücke, an der sie am John Day Lock and Dam östlich von The Dalles festgemacht waren. Danach war eine geringe Menge Öl ausgelaufen. Wahrscheinlich hatte starker Wind die Brücke zerbrochen und die Boote zum sinken gebracht. Sie sollten nach ihrer Bergung an Bord einer Barge zur Inspektion gebracht werden. Brücke und Bootshaus sollen in der kommenden Woche geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2009

Feuer auf norwegischem Kutter

Insel Børøya, Kommune Hadsel, Provinz (Fylke) Nordland / Norwegen, 11.12.09 - Am 11.12. geriet gegen halb fünf der 70 Fuß lange Kutter "Øksnesværingen" am Kai der Seljeseth Mekaniske Verksted auf der Insel Børøya in der Hadsel-Kommune in Brand. Feuerwehr und Küstenwache waren vor Ort an der Brandbekämpfung beteiligt, die mehrere Stunden in Anspruch nahm. Der aus Aluminium bestehende Ruderhaus des Kutters wurde bei dem Feuer schwer zerstört.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2009

Gestrandeter Frachter blockierte Alafia River

Tampa, Hillsborough County, Florida / USA, 11.12.09 - Der italienische Frachter "Mariano Lauro", 5000 BRZ (IMO-Nr.: 9331804 ) lief am 10.12. in der Mündung des Alafia River Channel auf Grund. Das Schiff war mit einer Ladung Phosphat von Riverview nach Tampa unterwegs, als es um 13.30 Uhr festkam. Der Kanal wurde durch den Havaristen für den übrigen Schiffsverkehr blockiert. Zwei Schleppern gelang es in der Nacht zum 11.12., den Frachter wieder flottzumachen. Er wurde dann zur Untersuchung zum International Ship Repair verholt.
Die "Mariano Lauro" wurde 2006 als "Karavelioglu" bei der Anadolu Werft in Istanbul erbaut. Sie verdrängt 7073 Tonnen, ist 106 Meter lang, 16,4 Meter breit und hat 7,55 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2009

Kutter hatte Wassereinbruch vor Lorient

Lorient, Bretagne, Département Morbihan / Frankreich, 08.12.09 - Am 8.12. schlug der 12 Meter lange französische Trawler "Aichi" mit dem Heimathafen Saint-Nazaire vor der Zitadelle von Lorient leck. Die dreiköpfige Besatzung funkte Mayday, woraufhin ein Rettungsboot aus Locliquelic sowie ein Zodiac des Zolls in Marsch gesetzt wurde. Um 00.45 Uhr war eine Lenzpumpe an Bord des Havaristen installiert, und während der Havarist zum Hafen geschleppt wurde, eine zweite angesetzt. Um 3.45 Uhr war das Schiff am Kai von Lorient vertäut. Als Ursache der Leckage wurde ein Riss in einem Rohr im Bereich des Achterschiffs, das in den Maschinenraum führte, ausgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2009

Schlepper "Fairplay 21" fast umgepflügt

Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande - Bereits am 19.11. kam es vor Hoek van Holland zu einem spektakulären Unfall, als der Containerfrachter "Lars Maersk", 50657 BRZ (IMO-Nr.: 9294379), der Maersk Lines beinahe den Schlepper "Fairplay 21", 496 BRZ (IMO-Nr. 9148752), umgepflügt hätte.
Der Frachter hatte zuvor einen Maschinenschaden erlitten und sollte, da im Europahafen in Rotterdam kein Liegeplatz zur Reparatur war, in den Waalhafen verholt werden. Als die "Smit Hudson", die "Fairplay 24" und "Fairplay 21" dabei waren, das Schiff dorthin zu bugsieren, kam es auf der am Bug festgemachten "Fairplay 21" zu einem Maschinenausfall. Das manövrierunfähige Schiff wurde vor den Bug des Containerriesen getrieben und wurde auf die Seite gedrückt. Ein Kentern konnte im letzten Augenblick verhindert werden, und es gelang der "Fairplay 21", von dem Bug des Frachters freizukommen, doch wurde sie so stark beschädigt, dass er nach Antwerpen zur Reparatur gehen musste.
Die "Fairplay 21" wurde 1998 bei Astilleros Santo Domingo in Vigo erbaut. Sie verdrängt 260 Tonnen, ist 35,55 Meter lang, 5,7 Meter breit und hat 4,6 Meter Tiefgang.
Die "Lars Maersk" wurde 2004 in Odense erbaut. Sie verdrängt 63150 Tonnen, ist 266,84 Meter lang, 37,4 Meter breit und hat 12,2 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2009

Great Laker blockierte einen Tag lang den St. Marys River

De Tour Village, Chippewa County, Michigan / USA, 10.12.09 - Am 9.12. musste der St. Marys River für den flussabwärts laufenden Schiffsverkehr gesperrt werden, nachdem der Bulkcarrier "Edwin H. Gott", 35592 BRZ (IMO-No: 7606061) der USS Great Lakes Fleet auf Grund gelaufen war. Das Schiff war um 3.20 Uhr bei Moon Island am Südende von Neebish Island bei stark böigem Wind auf Grund gelaufen, als er aus dem Windschatten von Neebish Island kam. Es saß bis zum Folgetag um 5.15 Uhr fest, als steigender Wasserstand einen erfolgreichen Schleppereinsatz ermöglichte. Vier Schlepper, die von Purvis Marine bereederten "Avenger IV" und "Anglian Lady" sowie die von Great Lakes Towing betriebenen "Missouri" und "Florida", trafen im Lauf des Nachmittags vor Ort ein, hatten aber ihre Arbeit wegen starken Windes gegen Mitternacht zunächst erfolglos einstellen müssen. Am 10.12. gegen drei Uhr begannen sie erneut damit, das Schiff vom Grund zu ziehen und hatten zwei Stunden später auch Erfolg. Es wurde zur Inspektion in die Maud Bay nahe Sweet’s Point verholt. Später schleppte die "Anglian Lady" den Havaristen weiter flussabwärts nach DeTour weiter.
Während der Bergungsarbeiten mussten die Laker "Canadian Progress", "Tim S. Dool" und "Maritime Trader" unweit der Soo Locks festmachen, bis das Fahrwasser wieder frei war. Der übrige Schiffsverkehr im St. Marys River war ohnehin zum Erliegen gekommen, das Küstenwachschiff "Mackinaw", unterwegs zum Carbide Dock, und die "CSL Laurentien" unterbrachen ihre Reisen in Erwartung besseren Wetters.
Die "Edwin H. Gott" ist einer von 13 Frachtern von 300 Metern Länge auf den Great Lakes. Sie war der 8. Supercarrier, der im Rahmen eines von 1971 bis 1981 durchgeführten Bauprogramms entstand. Sie lief am 19.7.1978 bei der Bay Shipbuilding vom Stapel. Sie lud Takonit in Duluth, Silver Bay und Two Harbors zum Transport nach Gary. 1995 erhielt sie bei der Bauwerft einen neuen, 280 Fuß langen Löscharm, der der größte in der Geschichte der Großen Seen ist. Damit kann sie auch in Taconite Harbor, Indiana Harbor und Lorain löschen. Sie ist 304,8 Meter lang, 32 Meter breit und hat einen Tiefgang von 8,38 Metern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2009

Funkensprühender Kompressor legte Containerfrachter lahm
Update vom 10.12.09

Brisbane, Queensland / Australien, 10.12.09 - Ein Kurzschluss in einem Kompressor hat den Brand im Maschinenraum des Containerfrachters "Maersk Duffield" am 9.12. um 13.30 Uhr in der Moreton Bay verursacht. Als er begann, Funken zu sprühen, fingen ölige Lappen Feuer. Zwei Kapseln mit Karbondioxid wurden in den Maschineraum eingebracht und halfen, die Flammen durch Reduktion des Sauerstoffs zu verringern. Danach wurden Löschcrews in den Raum geschickt, um verbliebene Brandnester abzulöschen. Gegen 16 Uhr war das Feuer aus, und danach wurde begonnen, den entstandenen Schaden zu untersuchen.
Während der Untersuchung blieb der Havarist in der Moreton Bay vor Anker liegen, wohin es Schlepper der Brisbane Port Authority während der Brandbekämpfung gezogen hatten. Dann wurde eine Einlaufgenehmigung nach Brisbane erteilt. Vier Feuerwehrmänner blieben vorsichtshalber an Bord.
Bei dem Besatzungsmitglied, das nach einer medizinischen Erstversorgung vom Schiff abgeborgen wurde und ins Royal Brisbane Hospital geflogen wurde, handelte es sich um einen Koreaner, der bei der Bekämpfung des Brandes mitgeholfen und dabei eine leichte Rauchvergiftung erlitten hatte. Zeitweilig war, als er Atemprobleme entwickelte, auch erwogen worden, vorsichtshalber die gesamte Crew zu evakuieren, doch nachdem klar war, dass seine Probleme vom Einatmen von Rauch herrührten, war von dieser Maßnahme abgesehen
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2009

Tankreinigung auf See weckt Erinnerung an Untergang der "Erika"

Frankreich - Vor zehn Jahren bahnte sich vor der bretonischen Küste eine Ölpest solchen Ausmaßes an, das von den dortigen Küstenbewohnern bis heute als Apokalypse erinnert wird, auch wenn auf dem Meeresgrund kein Schweröl mehr zu entdecken ist und zwischen Brest und Bordeaux Vogelbestand und Fischreichtum fast wieder so üppig sind wie vor dem 12. Dezember 1999, dem Tag, an dem der in Valetta beheimatete Tanker "Erika" sank. Just zum Jahrestag kehrte die Erinnerung in unliebsamster Form zurück. Anfang Dezember trieb erneut Schweröl an Land. 18 Küstenorte meldeten Verschmutzungen. Die Insel Noirmoutier, die Gemeinden Batz-sur-Mer, Saint-Brevin-les-Pins und Pornic sowie das westlich von Saint-Nazaire gelegene Seebad Pornichet traf es besonders hart. Die Flut hinterließ Berge teerähnlicher Brocken. Vor der Schwimmschule "Mickey" und den Wohnblöcken "Fregatte", "Neptun", "Algen" und "Wind" versperren seither Gitter und Absperrbänder die Treppen zum Strand. Feuerwehrleute und freiwillige Helfer lasen in Schutzkleidung mit Zangen handtellergroße Klumpen auf und sammelten sie in Plastikeimern. Bulldozer trugen schwarzen Sand ab.
Die Brocken stammen aber nicht von der "Erika", sondern von einem Schiff, das vermutlich auf hoher See seine Tanks gereinigt hat. Diesmal wurden auch nicht 400 Kilometer französischer Atlantikküste unter schwarzen Fluten begraben, wie 1999, als 20.000 Tonnen Schweröl an die Küste schwappten, sondern "nur" 200 Kilometer mehr oder minder stark verschmutzt. Doch die 10 Tonnen, die die Helfer eingesammelten, reichten, um alte Wunden wieder aufbrechen zu lassen. Zehn Jahre nach dem "Erika"-Desaster ist immerhin bekannt, wie sich der Untergang des Tankers zutrug. Mit 30.800 anstatt der zugelassenen 28.000 Tonnen Schweröl an Bord verließ die "Erika" am 8. Dezember 1999 kurz vor Mitternacht den nordfranzösischen Hafen. Bei starkem Sturm zeigten sich am 11. Dezember erste Risse im rostigen Rumpf. Das Schiff bekam Schlagseite. Um 14.08 Uhr funkte der Kapitän SOS, nahm den Notruf aber wieder zurück, als es der Mannschaft gelingt, das Öl umzupumpen und die Krängung so reduziert werden konnte. Am Nachmittag meldete der Kapitän dem Geschäftsführer des italienischen Reeders, die "Erika" beginne zu bersten. Um 18.32 Uhr ging dieselbe Nachricht an den Besitzer der Fracht, den Ölkonzern Total. Zweieinhalb Stunden später erfuhr die Küstenwache in Brest davon. Am 12. Dezember setzte der Kapitän wieder einen Notruf ab. Die Besatzung konnte geborgen werden, doch ihr Schiff war nicht mehr zu retten: Es brach um 8.10 Uhr vor der Küste auseinander.
Am 16. Januar 2008 nannte ein Pariser Gericht die Schuldigen. Der italienische Eigentümer der "Erika" wusste von schludrig ausgeführten Reparaturarbeiten; die Techniker des italienischen Schifffahrtsregisters Rina bescheinigten der "Erika" Seetüchtigkeit; der Ölkonzern Total charterte den schrottreifen Tanker. Gemeinsam müssen sie 192 Millionen Euro Schadensersatz zahlen. Vollständig juristisch aufgearbeitet ist die Ölkatastrophe damit noch nicht. So ist bis jetzt ungeklärt, ob die Verursacher auch insofern zur Kasse gebeten werden können, als sie zwar die Natur zerstört, nicht aber wirtschaftlichen Schaden verursacht haben. In erster Instanz haben die Richter das bejaht und damit juristisches Neuland beschritten. Der Ölmulti Total hat das Urteil angefochten. Dem Konzern, der bereits 170 Millionen Euro bezahlt hat, geht es weniger ums Geld als ums Prinzip. Staatsanwaltschaft und Nebenkläger wie die Liga zum Schutz der Vögel, LPO, halten dagegen. Die LPO Nantes will in der Rechtsprechung verankert wissen, dass der Natur zugefügter Schaden finanziell auszugleichen ist. Immerhin wurden nach der "Erika"-Katastrophe die Sicherheitsstandards erhöht wurden. Neue Tanker müssen heute nach EU-Norm eine doppelte Schutzwand aufweisen. Genügt ein Schiff den Sicherheitsanforderungen nicht, darf es keinen europäischen Hafen mehr anlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2009

Explosion und Feuer auf Hamburger Containerfrachter

Brisbane, Queensland / Australien, 10.12.09 - Der Queensland Fire and Rescue Service bekämpfte am 9.12. ein Feuer an Bord des unter liberianischer Flagge laufenden Containerfrachters "Maersk Duffield", 45803 BRZ (IMO-Nr.: 9227340), auf dem gegen 13.30 Uhr nach einer Explosion im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen war. Es nahm seinen Ausgang in einem Kompressor, und die Funken setzten Ölreste in Brand, woraufhin es zu einer größeren Detonation kam. Eines der 24 Besatzungsmitglieder des brennenden Schiffes, das nahe Mud Island Anker warf, erlitt eine Rauchvergiftung und wurde um 14 Uhr mit einem Helikopter des Emergency Management Queensland abgeborgen. Der Mann wurde ins Royal Brisbane Hospital geflogen und war in stabilem Zustand. Die unter liberianischer Flagge laufende "Maersk Duffield" war unterwegs von Singapur zum Brisbane River. Im Laufe des Tages gelang es, das Feuer zu löschen. Schlepper nahmen den manövrierunfähigen Havaristen auf den Haken. Am Abend des 10.12. sollte er in den Hafen von Brisbane gezogen werden. Auch das Polizeiboot "Brett T. Handran" war vor Ort.
Das 2002 als "Santa Rosanna" an die Hamburger Kommanditgesellschaft MS SANTA ROSANNA Offen Reederei GmbH & Co.4112-TEU-Schiff ist 281 Meter lang und verdrängt 53171 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2009

Kutter saß auf Schäre fest

Veiholmen, Insel Smøla, Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 10.12.09 - Am 7.12. lief ein norwegischer Kutter vor Veidholmen auf einer unter Wasser liegenden Schäre auf Grund. Das Schiff legte sich anschließend stark nach Steuerbord über. Das Rettungsboot "Nils C.P. Aure" wurde durch den Skipper alarmiert und war rund 40 Minuten später vor Ort. Es gelang ihm, den Kutter ohne größere Schäden wieder ins tiefe Wasser zu ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2009

Kennt australischer Fischer das Geheimnis der "Centaur"?
Update vom 08.11.09

Sunshine Coast, Queensland / Australien, 10.12.09 - Der australische Fischer Jake Cannon meint, die exakte Wrackposition des Hospitalschiffes "Centaur" zu kennen, das am 14.5.1943 zwei Tage nach dem Auslaufen aus Sydney von einem japanischen U-Boot torpediert worden war. 186 Menschen kamen damals ums Leben. Das Schiff liegt ungefähr auf 27°17’ S, 153°58’ O 50 Meilen ostnordöstlich von Brisbane. Cannon ist seit einem halben Jahrhundert Fischer, und er weiß, dass die Kutter der Sunshine Coast ein Gebiet ostsüdöstlich des Leuchtturms Cape Moreton meiden, weil in der tiefe Wrackteile ihre Netze gefährden. Als er vor 35 Jahren mit der "Driftwood" auf Fang war, erlebte er, wie die "Wooli Star" in Probleme geriet, nachdem ihre Netze sich in rund 100 Faden Wassertiefe verhakten. Daraufhin sagte ihm sein Vater, dies sei die "Centaur". In den 70er Jahren war er an Bord eines anderen Trawlers in dem Seegebiet, als sich Überreste von Rettungsbooten im Netz verfingen. Sie wurden über dem Riff wieder versenkt, weil sie die Stabilität des Trawlers gefährdeten.
Cannons Vater war auch Augenzeuge der Torpedierung. Er war mit der "Snake", einem 32 Fuß langen Trawler, 12 Meilen vor Caloundra auf Fang, als er nachts Rauch und Flammen sah. Später wurde ihm gesagt, dies sei die "Centaur" gewesen.
Wenn das Wetter es zulässt, beginnen die Blue Water Recoveries, die auch eine Schlüsselrolle bei der Entdeckung von HMAS "Sydney" im vergangenen Jahr spielten, an diesem Wochenende mit der Suche. 70 Tonnen Ausrüstung wurden am 9.12. in Brisbane auf die "Seahorse Spirit" der Defence Maritime Services verladen. Bei der Suchaktion wird von der Position, an der USS "Mugford" Überlebende der "Centaur" aufnahm, ausgegangen. Die Regierungen von Queensland und Australiens haben vier Millionen Dollar bereitgestellt. Im Laufe des Dezembers und des Januars werden mit Tiefseesonarausrüstung der amerikanischen Firma Williamson and Associates sowie einem ROV von Phoenix International, das bis in 3000 Meter Wassertiefe operieren kann, 400 Quadratmeilen Meeresgrund abgesucht. Die "Seahorse Spirit" hatte bereits im Jahr 2007 mit der US-Firma Phoenix International erfolgreich einen australischen Black Hawk-Helikopter in 3000 Metern Wassertiefe vor Fiji lokalisiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2009

Erfolgreiche Rettungsaktion für sinkenden Kutter

Crescent City, Del Norte County, Kalifornien / USA, 10.12.09 - Die US Coast Guard kam am Nachmittag des 9.12. einem sinkenden, 30 Fuß langen Krabbenkutter zu Hilfe. Das Schiff befand sich mit vier Mann Crew eine knappe Meile südlich von Crescent City Harbor, als es um 12.07 Uhr Wassereinbruch durch einen beschädigten Wassereinlass der Maschine meldete. Die Coast Guard Humboldt Bay schickte ein 47-Fuß-Boot der Station Chetco River, ein Boot des Küstenwachschiffes "Dorado", ein 25-Fuß-Boot sowie einen MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station Humboldt Bay. Das Boot der "Dorado" war als erstes vor Ort und stabilisierte den Kutter, bis die anderen Retter eintrafen und den Kutter nach Crescent City Harbor einschleppten, wo er um 13.09 Uhr vertäut wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2009

Kapitän wollte sein Schiff versenken

Russland, 10.12.09 - Der Kapitän des kambodschanischen Kutters "Kingston" versuchte der russischen Grenzpolizei zu entkommen, indem er versuchte, sein Schiff zu versenken. Das Schiff wurde am Morgen des 9.12. aufgebracht, als es eine illegal gefangene Ladung für Japan bestimmte Seeigel und Shrimps übernahm. Der Kapitän ignorierte die Aufforderung zu stoppen und nahm Kurs auf japanische Hoheitsgewässer. Als er erkannte, dass er nicht entkommen würde, öffnete er die Seeventile und steuerte eine Gruppe nahegelegener Inseln an. Die Crew sprang über Bord und kletterte in eine Rettungsinsel. Es gelang der Grenzpolizei aber, den Untergang des Kutters zu stoppen. Sie barg auch die Kuttercrew.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2009

Aluminiumfähre gerissen

Hyannis, Barnstable, Cape Cod-Region, Massachusetts / USA, 10.12.09 - Im Rumpf der 154 Fuß lange, amerikanische Katamaranfähre "Iyanough", 51 tdw (IMO-Nr.: 9375719) der Steamship Authority wurde am Morgen des 7.12. ein Riss nahe des Abgas-Austritts eines der Motoren entdeckt. Das Schiff wurde sofort in eine Werft in Somerset geschickt, und der Fährdienst zwischen Hyannis und Nantucket musste bis mindestens 10.12. eingestellt werden. Bereits vor einem Jahr war ein ähnlicher Schaden entstanden. Danach war ein Teil des Aluminiumrumpfes verstärkt worden. Die neues Risse befanden sich außerhalb des verstärkten Bereiches, der nun ausgeweitet wird. Das Schiff wurde 2007 bei der Gladding-Hearn Shipbuilding in Somerset für 9.7 Millionen Dollar erbaut und vermag 393 Passagiere aufzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2009

120 Jahre alte Barkasse nach drei Jahren aus Werftzufahrt geräumt

Weston-super-Mare, North Somerset, England / UK, 10.12.09 - Das Wrack des Motorbootes "Solitaire" wurde in einer dreitägigen Aktion aus dem Weston River geräumt, wo es drei Jahre lang die Schifffahrt behindert hatte. Die Aktion kostete 15000 Pfund. Die letzten Reste wurden bei Uphill Great Rhyne am 4.12. aus dem Fluss gezogen. Die Weston Recovery Services waren mit sechs Mann im Einsatz, um die 1890 erbaute Barkasse, unterstützt u.a. durch zwei im 2. Weltkrieg zur Panzerräumung eingesetzten Scannel-Trucks von 1940, zu beseitigen. Der Eigner hatte das Schiff auf Grund gesetzt, nachdem es von dem benachbarten Uphill Boatyard am 9.9.2006 abgelegt hatte. Er hatte versucht, die Werft dafür verantwortlich zu machen, war vor Gericht aber gescheitert. Das Wrack hatte seitdem die Zufahrt zur Werft eingeschränkt. Die Aufbauten rissen bei der Bergung vom Rumpf ab, dieser wurde in mehreren Teilen aus dem Schlamm gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2009

Schlepper sank auf Ohio River

Chester, Hancock County, West Virginia / USA, 09.12.09 - Auf dem Ohio River sank bei Flussmeile 39.5 nahe Chester, West Virginia, gegen 16 Uhr der Schlepper "Sam S." der Georgetown Sand and Gravel. Das Schiff hatte bei starkem Wind Wassereinbruch erlitten und ging rund 70 Fuß vom Areal der C & C Marine entfernt unter. Der Kapitän sprang ins Wasser und wurde kurz darauf von dem Schlepper "Laura S." der C & C Marine gerettet. An Bord der außerhalb des Fahrwassers liegenden "Sam S" befanden sich etwa 500 Gallonen Öl. Ein leichter Ölfilm wurde an der Untergangsstelle ausgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2009

Heiße Partie auf Kasinoschiff

Bayou La Batre, Mobile County, Alabama / USA, 09.12.09 - Die Feuerwehr von Bayou La Batre wurde am 9.12. zur Steiner-Werft gerufen, nachdem im Maschinenraum der Kasinofähre "Sun Cruz X" ein Brand entstanden war. Das Feuer entstand, als Werftarbeiter das Deck aufschweißten. Es breitete sich durch einen Ventilationsschacht nach unten aus. Im Maschinenraum mit seinen zwei Cummins Model NTA855-M Marinedieseln von 700 PS entfachte es Plastik und entzündete Brennstoffreste in der Bilge. Glücklicherweise waren die 3000 Gallonen fassenden Treibstofftanks zuvor entleert worden. Vergeblich versuchten die Werftarbeiter, der Flammen Herr zu werden. Der Rauch und hochschlagende Flammen vertrieben sie. Die Feuerwehr hatte das Feuer binnen einer Stunde unter Kontrolle. Die "Sun Cruz X" der Sun Cruz Casinos ist 128.8 Fuß lang und 35 Fuß breit. Sie entstand 1990 bei der Marine Builders Inc. und vermag samt seiner 38-köpfigen Crew 528 Personen aufzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2009

Ausflugsschiff "Wandering Pelican" gesunken

Canberra, Australian Capital Territory / Australien, 09.12.09 - Das australische Ausflugsschiff "Wandering Pelican" sank am 8.12. in Canberra auf dem Lake Burley Griffin. Das Schiff ging an seinem Liegeplatz an einer Pier vor dem National Museum of Australia in Acton unter. Nur noch das Kajütdach ragte anschließend aus dem Wasser. Eine unbekannte Menge Dieselöl lief aus den Tanks aus, konnte aber aufgefangen werden. Ein Kran soll das Wrack bergen. Die Polizei ging davon aus, dass starker Wind eine Rolle bei dem Untergang gespielt haben dürfte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2009

Fähre "Onyx" wird repariert

Brest, Region Bretagne, Département Finistère / Frankreich, 09.12.09 - Ein Die unter Kitts/Nevis-Flagge laufende Fähre "Onyx", 10.515 BRZ (IMO-Nr.: 6600462, Baujahr 1966) wurde 13 Tage nach dem Einschleppen nach Brest am 7.12. zu den Chantiers Sobrena verholt. Hier sollten binnen 10 Tagen einige dringliche Reparaturen an Maschine, Getriebe, Hilfsmotoren und Schraubenwelle ausgeführt werden. Die indischen Besitzer sagten dafür die Zahlung von 50.000 Euro zu. Das marode Schiff hatte am 23.11. auf dem Weg in die Türkei Maschinenschaden in der Verkehrstrennungszone vor Ouessant erlitten. Am Wellenschaft war es zu einer Ölleckage gekommen, die den Antrieb lahmlegte. Stundenlange Bemühungen der indischen Mechaniker, eine Reparatur auf dem in meterhohen Wellen taumelnden Schiff durchzuführen, scheiterten in dem schweren Sturm, der über den Golf von Gascogne fegte. Da das Schiff vor Finistère zu stranden drohte, wurde der über 200 Tonnen Pfahlzug verfügende, französische Bergungsschlepper "Abeille Bourbon", 3.200 BRZ (IMO-Nr.: 9308687), in Marsch gesetzt Nach Eintreffen vor Ort gelang es ihm, das heftig arbeitende Schiff auf den Haken zu nehmen und Richtung Brest abzuschleppen. Hier wurde es mit auch äußerlich deutlich erkennbaren Sturmschäden - so war das Schanzkleid am Backbord-Vorschiff abgerissen worden - am Morgen des 24.11. auf Reede vor Anker gelegt, wobei das weitere Schicksal unklar war. Es gab den Verdacht, dass das mit Asbest und anderen Schadstoffen belastete Schiff illegal einer Verschrottung zugeführt werden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2009

Erfolgreiche Wracktauchoperationen in schwierigen Gewässern

Emirat Dubai, 09.12.09 - Im Dezember 1987 ging ein kleines Speedboot längsseits des in Singapur registrierten Tankers "Norman Atlantic". Was dessen 33-köpfige Crew nicht wusste, dass ihr Schiff das erste Opfer der iranischen Strategie im Krieg mit dem Iran, die Schifffahrt im Persischen Golf zu stoppen, werden würde. An Bord des Schnellbootes waren Mitglieder der Revolutionsgarden, die eine Rakete auf die "Norman Atlantic" abfeuerten, die ein großes Loch in den Rumpf riss. Der Tanker geriet am 6.12.1987 Brand und stand binnen kurzem in seiner gesamten Länge in Flammen. Die Crew flüchtete in Rettungsbooten. Der Brand konnte noch in einer Entfernung von 50 Kilometern gesehen werden. Der Stahl des Rumpfes schmolz, und nach acht Stunden versank die "Norman Atlantic". Da niemand vor Ort war, als das Schiff sein Ende fand, konnte auch die Wrackposition nur gemutmaßt werden.
In der vergangenen Woche aber gelang es Tauchern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, es zu lokalisieren. Trotz Sonareinsatz war die Suche kompliziert, doch nachdem das Wrack geortet war, stiegen zwei Taucher in 100 Meter Tiefe ab. Fast wäre der Taucheinsatz durch die Kaperung einer britischen Yacht in iranischen Gewässern noch gescheitert, denn danach weigerte sich der Kapitän des Taucherschiffes, sich in die Nähe der dortigen Hoheitsgewässer zu begeben. Daraufhin verluden die Taucher ihre umfangreiche Ausrüstung auf ein erheblich kleineres Boot und fuhren auf eigene Faust zu der Untergangsposition. Bei derselben Tauchexpedition besuchten sie auch den saudischen Tanker "Al Sagheera", der 1989 nach einer Explosion ebenfalls auf 100 Meter Tiefe versank. Ein weiterer geplanter Abstieg zu einer in 45 Metern Tiefe liegenden Dhau musste aber ausfallen, weil es nicht gelang, den Bootsanker mit schweren Gewichten zu fixieren, wie dies in Gewässern mit starker Strömung nötig ist, um direkt über dem Tauchziel zu verbleiben.
Als nächstes wollen die wagemutigen Taucher das deutsche U-Boot "U-533", das im 2. Weltkrieg von der Royal Air Force am 16.10.1943 im Golf von Oman samt seiner Besatzung (52 Tote, 1 Überlebender) versenkt wurde, betauchen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2009

Binnenschiffe in Krammer kollidiert

Bruinisse, Gemeinde und Insel Schouwen-Duiveland, Provinz Zeeland / Niederlande, 08.12.09 - Am Abend des 8.12. kollidierte der holländische Binnentanker "Margaux", 2198 ts (EU Nr.: 2320544) mit dem deutschen Binnentanker "Marisa", 2876 ts (EU-Nr.: 6002724 ) im westlichen Krammer-Vorhafen nahe Bruinisse. Bei einem der Schiffe wurde dabei der Treibstofftank des Bugstrahlruders aufgerissen, und fünf Kubikmeter Gasöl liefen aus. Wegen günstigen Windes blieb es dicht am Schiff, wo es aufgefangen werden konnte.
Die "Margaux" entstand 1992 bei Plocka Stocznia Rzeczna in Plock als "Ellen" für die Kriesels Handel Transport BV in Rotterdam. Seit 2004 wird das 105,63 Meter llange und 10,5 Meter breite Schiff von R. Kind in Overslag bereedert. Am 14.11.2007 lief es auf dem Rhein bei Kilometer 373,6 in Höhe Eggenstein-Leopoldshafen auf Grund. Grund war eine der Flusstiefe nicht angepasste Beladung.
Die 109,98 Meter lange und 10,50 Meter breite "Marisa" wurde 1993 bei Turnu Severin in Severnav für R. Janssens in Schilde erbaut. Seit 2006 läuft sie für J. Langeslag in Marktheidenfeld.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2009

Wrack "Prins Willim" wird abgeschleppt

Den Helder, Provinz Nordholland / Niederlande, 08.12.09 - Das ausgebrannte Wrack der "Prins Willim" wird am 11.12. von zwei Schleppern von Den Helder nach Harlingen verholt werden. Der abgetakelte Kasko soll hier eine Vorzugsbehandlung erfahren und durch die Bevölkerung ein Willkommen erhalten. Die Wiederherstellung auf der Talsma-Werft wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Sie soll im Rahmen von Arbeitsmaßnahmen für Jugendliche erfolgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2009

Adventsfahrt auf der Weser endete feucht

Hameln, Landkreis Hameln-Pyrmont, Niedersachsen / DE, 06.12.09 - Am Nachmittag des 6.12. wurde die selbstgebaute Katamaran-Barke "Uhlenköper" des Rudervereins Uelzen auf der Weser bei Hameln (Höhe des Ohrberg-Anleger) von den Wellen eines passierenden Fahrgastschiffes überlaufen und versenkt. Alle zwölf Besatzungsmitglieder gingen über Bord, wurden aber unverletzt gerettet. Das Boot befand sich auf der alljährlichen Adventsfahrt der Uelzener Ruderer. Am Vortag war das 11,5 Meter lange Gefährt, das aus zwei miteinander verbundenen Ruderbooten besteht, in Wahmbeck zu Wasser gelassen. 96 Kilometer sollte die zweitägige Tour über Bodenwerder nach Hameln führen. Zwei Kilometer vor dem Ziel endete die Fahrt unplanmäßig. Das Fahrgastschiff hatte die "Uhlenköper" längst passiert, als die etwa eineinhalb Meter hohen Heckwellen die Katamaran-Barke erfassten. Durch die Strömung hatten sich die Wellen ganz steil und quer zum Fluss aufgebaut und ließen den Ruderern keine Möglichkeit zu reagieren. Innerhalb von Sekunden stand die Katamaran-Barke komplett unter Wasser, die Besatzung stürzte in die Weser. Sie hatten Glück, dass das Wasser nicht sehr kalt und die Strömung lediglich mittelstark war. Etwa zehn Minuten trieben die Ruderer, von denen nicht alle Schwimmwesten trugen, im Fluss. Dann gelang es der Besatzung, sich aus eigener Kraft ans Ufer zu retten. Dort hatte der Unfall bereits eine groß angelegte Rettungsaktion ausgelöst. Sanitäter, ein Notarzt und Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren nahmen die frierenden und durchnässten Ruderer in Empfang. Im Bootshaus des örtlichen Rudervereins "Weser" konnten sie heiß duschen, sich aufwärmen und umziehen. Zum Glück führte die Crew trockene Kleidung in einem Auto mit sich, das die Barke am Weserufer begleitete. Ein Rettungsboot der Feuerwehr nahm die vollgelaufene "Uhlenköper" derweil auf den Haken und schleppte sie in den Hamelner Yachthafen, wo sie mit Seilen an Land gezogen wurde. Größere Schäden hat das Gefährt nicht davongetragen. Doch jetzt wird überprüft, ob die Barke aufgrund ihrer Bauweise überhaupt auf der Weser hätte fahren dürfen. Auch ist noch unklar, wie viel der Ruderverein Uelzen für den Rettungseinsatz zahlen muss.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2009

Binnenschiff von Brücke demoliert

Haldensleben, Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt / DE, 08.12.09 - Ein 80 Meter langes Binnenschiff ist am 8.12. auf dem Mittellandkanal in Haldensleben mit einer Brücke kollidiert. Dabei wurden auf dem in Richtung Magdeburg fahrenden Schiff das Steuerhaus, der Schornstein, die Radarantenne, der Schiffskran sowie ein auf dem Deck stehender Pkw beschädigt. Der Sachschaden betrug mehrere zehntausend Euro. An der Straßenbrücke wurden lediglich Farbabschürfungen festgestellt. Die Gründe für die Kollision sind bislang noch unklar. Allerdings hat die Dammmühlenbrücke mit 4,45 Meter derzeit die niedrigste Durchfahrtshöhe im sachsen-anhaltischen Bereich des Mittellandkanals. Es wurde deshalb geprüft, ob das Binnenschiff für den Mittellandkanal zugelassen war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2009

Schubschiff kollidierte mit Binnenfrachter

Mannheim-Rheinau, Baden-Württemberg / DE, 08.12.09 - Ein Sachschaden von rund 60.000 Euro entstand am Morgen des 7.12. bei einer Kollision auf dem Rhein bei Flusskilometer 412 in Höhe des Mannheimer Stadtteils Rheinau. Gegen 10.45 Uhr kollidierte im Begegnungsverkehr ein holländisches Binnenschiff mit einem Schubboot aus Ludwigshafen. Zum Unfallzeitpunkt herrschte dichter Nebel. Ein Besatzungsmitglied des Schubbootes wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. Die Polizei beorderte beide Schiffe zur Unfallaufnahme in den Rheinauhafen. Dabei wurde festgestellt, dass der Rudergänger des talfahrenden Schubbootes nicht im Besitz eines erforderlichen Radarpatentes für die Fahrt ohne Sicht war, eine Befähigung, die in diesem Fall wohl dringend notwendig gewesen wäre. Das deutsche Schubboot wurde durch den Zusammenstoß so stark beschädigt, dass es noch am selben Tag zur Reparatur in eine Werft nach Speyer verbracht wurde. Der weniger stark beschädigte niederländische Kollisionsgegner konnte seine Fahrt hingegen im Laufe des Tages fortsetzten
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2009

Barkassenunfall unter Drogeneinfluss?

Hamburg / DE, 08.12.09 - Zwei beschädigte Barkassen, ein kaputtes Schleusentor und die Frage, ob der Kapitän bei der Hafenrundfahrt bekifft war: Nach dem Unfall der "Irma II" am Sonntagmittag in der Ellerholzschleuse in Hamburg-Steinwerder hat die Polizei einen Bluttest für den Skipper der "Irma II" angeordnet. Beim Einlaufen in die Schleuse, so der Verdacht, könnte der Barkassenführer zu spät aufgestoppt haben. Die "Irma II" rammte die bereits in der Schleuse wartende Barkasse "Anita Ehlers" und krachte dann gegen das Schleusentor. Passagiere fielen übereinander, acht von ihnen zogen sich Prellungen und Schürfwunden zu. Wenige Minuten nach dem Unglück trafen Feuerwehr und Polizei am Ufer ein. Bei einem ersten Drogen-Schnelltest, die ein Polizeibeamter beim Kapitän durchführte, zeigte der Mann Auffälligkeiten. Er hatte bemerkt, dass der Mann weit offene Pupillen hatte. Daraufhin wurde ein Bluttest angeordnet. Ermittler untersuchten auch die Barkasse nach technischen Mängeln. Wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind, entscheidet sich, ob Anklage erhoben wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2009

Angelboot vor Wustrow gerettet

Ostseebad Wustrow, Fischland, Landkreis Nordvorpommern, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 07.12.09 - Zwei Angler sind am 5.12. auf der Ostsee von Wasserschutzpolizei und Seenotrettern aus einer Notlage gerettet worden. Sie hatten vor Wustrow plötzlich Wassereinbruch in ihrem Motorboot bemerkt und Alarm geschlagen. Bis zum Eintreffen der Helfer konnten sie das Boot bei Windstärke sechs mit Hilfe einer Lenzpumpe über Wasser halten. Die Seenotretter nahmen die beiden Männer schließlich an Bord und schleppten das Motorboot in den Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2009

Feuer auf belgischem Kutter

Zeebrügge, Provinz Westflandern / Belgien, 07.12.09 - Am 6.12. gegen 9.30 Uhr brach auf dem belgischen Kutter "Shannon" (Z186), 333 BRZ (IMO-Nr.: 0100181) in Zeebrugge ein Feuer aus. Es war von starker Rauchentwicklung begleitet. Die Feuerwehren aus Brügge und Knokke-Heist waren rasch vor Ort und konnten das Feuer, das in einem Generator entstanden war, mit Löschschaum unter Kontrolle bringen, bevor es sich weiter ausbreiten konnte. Der Schaden an dem 1991 in Oostende erbauten, 36,98 Meter langen Schiff der B.V.B.A. Rederij De Parel, Knokke, blieb dadurch begrenzt. Zum Zeitpunkt des Brandes war keine Besatzung an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2009

Bulkcarrier hing an seinem Anker fest

Gatcombe Head, Queensland / Australien, 07.12.09 - Vier Schlepper kamen am 7.12. dem unter Panama-Flagge registrierten Bulkcarrier "Hai Xiang", 91657 BRZ (IMO-Nr.: 9075785) zu Hilfe, der 15 Kilometer vor Gatcombe Head Probleme mit dem Ankergeschirr hatte. Offenbar wegen eines hängenden Ankers wurde das Schiff, das nach Gladstone Port einlaufen wollte, gegen 15 Uhr vor Wild Cattle Island mitten im Fahrwasser unvermittelt aufgestoppt. Die Schlepper befreiten den Frachter aus seiner Lage und blieben vorsorglich auf standby, bis ein Schiff von Maritime Safety Queensland (MSQ) Hilfe beim Hieven des Ankers geleistet hatte. Warum er ausgerauscht war, wurde Gegenstand einer Untersuchung, für die der Frachter vor Gladstone Harbour diesmal wohlgeplant vor Anker ging. Bis zur Klärung des Vorfalles wurde ein Fahrverbot verhängt.
Der Frachter wurde 1996 in Gdingen als "Leopold LD" für französische Eigner erbaut und wird seit 2001 bereedert von der Pacific King Shipping Holding in Singapur. Er ist 281,84 Meter lang, 44,9 Meter breit und hat 18.83 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2009

Suche nach "Centaur" beginnt

Brisbane, Queensland / Australien, 07.12.09 - Die Vorbereitung der Suche nach dem im Mai 1943 torpedierten australischen Hospitalschiff "Centaur" begann am vergangenen Wochenende vor der Südostküste von Queensland. Bei dem Untergang waren 268 Menschen ums Leben gekommen, 64 Überlebende wurden, nachdem sie 35 Stunden in der haiverseuchten See getrieben waren, aus Rettungsflößen geborgen. Am 7.12. traf Tiefseesonarausrüstung in Brisbane ein. Die 70 Tonnen Material werden an Bord eines australischen Schiffes verladen, das am Abend des 8.12. einlaufen sollte. Das Wrack wird 48 Kilometer vor der Küste vermutet, das Suchgebiet ist 400 Quadratmeilen groß.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2009

Artefakte der "Stolt Dagali" jetzt in Museum ausgestellt

Beach Haven, Ocean County, New Jersey / USA, 05.12.09 - Drei Jahre nach Beginn einer Expedition wurde am 5.12. dem Museum of New Jersey Maritime History der Anker eines vor 45 Jahren gesunkenen Tankers übergeben. Die Museumskurator Deborah Whitcraft nahm den Anker der "Stolt Dagali" vor einer versammelten Menge von Tauchern entgegen. Ein damaliger Bergungstaucher steuerte noch das damals geborgene Ruderrad bei.
Der Tanker war am 26.11.1964 vor Belmar, Monmouth County, nach Kollision mit dem israelischen Passagierschiff "Shalom", der späteren Hamburger "Hanseatic", in zwei Teile zerbrochen. Das Achterschiff sank in 130 Fuß Tiefe. In diesem Juni wurde 16 Meilen vor Belmar der 5000 Pfund schwere Anker gehoben. Er ist acht Fuß lang. Der Besitzer derLockwood Boatworks in South Amboy, Middlesex County, sorgte für den Transport des Relikts zum Beach Haven, wo er nun vor dem Museum aufgestellt wurde. Das Forschungsschiff "Garloo" hatte ihn mit zwei 2000-Pfund-Hebesäcken ans Tageslicht geholt.
Die norwegische "Stolt Dagali" war an jenem verhängnisvollen Tag auf dem Weg von Philadelphia nach Newark, New Jersey gewesen. In einer Nebelbank kreuzte ihr Weg die Route der "Shalom", die mit 1000 Passagieren an Bord aus New York kam. Das Fahrgastschiff rammte die "Stolt Dagali" an Steuerbord direkt hinter der Brücke. Binnen Minuten sank das Achterschiff, und 19 Menschen ertranken. 11 weitere wurden von dem schwimmfähig gebliebenen Vorschiff und 14 weitere aus der aufgewühlten See gerettet. Die "Shalom" blieb mit einem 40 Fuß langen Riss im Bug schwimmfähig und kehrte nach New York zurück. Nur ein Passagier hatte leichte Verletzungen erlitten. Auch das Tankervorschiff wurde geborgen und nach Gravesend Bay eingeschleppt. Das 140 Fuß lange Heck verblieb 15 Meilen vor der Küste von New Jersey und ist heute ein beliebtes Taucherziel. Die obersten Teile liegen 65 Fuß unter der Wasseroberfläche. Sie sind reich bewachsen und Heimat unzähliger Fische.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2009

"West Atlas" ist ein Totalverlust

Timorsee, Australien, 04.12.09 - Die Ölplattform "West Atlas", die im November nach dem Ausströmen von Öl und Gas in Brand geriet, wurde nun zum Totalverlust erklärt. Die Plattform gehört der norwegischen Seadrill, die den Schaden an der erst zwei Jahre alten "West Atlas" auf 200 Millionen Dollar bezifferte. Die gesamte Zentrale ist geschmolzen, das Bohrdeck eingestürzt. Nun gilt es das zerstörte Wrack zu entfernen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2009

Schottland: Rettungsaktion für lecken Kutter

Peterhead, Aberdeenshire, Schottland / UK, 07.12.09 - Der englische Kutter "Lapwing" (PD 972) schlug am 7.12. in der Nordsee leck. Das in Peterhead registrierte, 70 Fuß lange Schiff hatte sechs Mann Crew an Bord, als es 30 Meilen nordnordöstlich des Heimathafens Wassereinbruch meldete. Bei rauer See war gegen 11.30 Uhr ein Loch in die Fischluke des 35 Jahre alten Schiffes, das 60 Meilen nordwestlich von Fraserburgh gemeinsam mit der "Budding Rose" auf Fang gewesen war, geschlagen. Der Helikopter der Shetland Coastguard in Sumburgh stieg um 12.20 Uhr mit Lenzpumpen an Bord auf. Mit ihrer Hilfe gelang es, den Wassereinbruch zu kontrollieren. Auch das Rettungsboot aus Fraserburgh kam dem Schiff als Eskorte zu Hilfe. Am Abend des 7.12. erreichte die "Lapwing", nachdem sie stabilisiert war, gemeinsam mit der ebenfalls in Peterhead beheimateten "Budding Rose" gegen 20 Uhr den Hafen Buchan.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2009

Binnentanker lief vor dem Yachthafen Dintelmond auf Grund

Heijningen, Gemeinde Moerdijk, Provinz Nordbrabant / Niederlande, 07.12.09 - Am Morgen des 7.12. lief der unter der Flagge Luxemburgs registrierte Binnentanker "Marina", 1104 ts (ENI-Nr.: 8040008), auf dem Deichvorland von Heijningse nördlich von der Hafeneinfahrt der Marina Dintelmond auf Grund. Der Schlepper "Furie 3" machte am Heck fest und versuchte, den Tanker wieder ins Fahrwasser zu bekommen. Auch die "RWS 88" der Rijkswaterstraat war vor Ort. Der Tanker entstand 1973 bei der De Hoop BV in Lobith. Er ist 83,25 Meter lang, 8,21 Meter breit und hat 2,59 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2009

Binnentanker rammte Dalben auf dem Rhein

Iffezheim, Landkreis Rastatt, Baden-Württemberg / DE, 07.12.09 - Zu einem Schiffsunfall mit einem Sachschaden in Höhe von rund 150.000 Euro kam es am Abend des 6.12. im Oberwasser der Schleuse Iffezheim. Möglicherweise auf Grund eines technischen Defektes kollidierte ein zu Berg fahrendes, gerade geschleustes Binnentankschiff, das mit 2.000 Tonnen Heizöl beladen war, mit einem Dalben. An dem Schiff entstand am Backbordbug ein etwa 30 mal 40 Zentimeter großes Loch. Da die Beschädigung etwa einen Meter über der Wasserlinie lag, kam es zu keinem Wassereinbruch. Dennoch musste die Schleuse zur Unfallaufnahme vorübergehend gesperrt werden. Dem Schiffsführer wurde bis zur technischen Prüfung der Ruderanlage des Schiffes ein Weiterfahrverbot ausgesprochen. Eine am 7.12. bei Tageslicht durchgeführte Überprüfung der Unfallstelle ergab, dass durch die Kollision insgesamt zwei Dalben und die gesamte Steganlage beschädigt worden waren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2009

Binnenschiff schlug auf Mittellandkanal leck

Bückeburg, Ortsteil Rusbend, Landkreis Schaumburg, Niedersachsen / 07.12.09 - Ein holländisches Binnenschiff lief am 6.12. gegen 16.00 Uhr auf dem Mittellandkanal bei Bückeburg-Rusbend auf die Uferböschung. Das Schiff war mit 928 Tonnen Magnesit beladen. Der Rudergänger hatte plötzlich den Kurs geändert und so das Unglück verursacht. Das Schiff erhielt an Steuerbordseite unterhalb der Wasserlinie ein faustgroßes Leck. Mithilfe der Lenzpumpe gelang es aber, den Wassereinbruch zu kontrollieren, und der Havaristen konnte einen eineinhalb Kilometer entfernten Liegeplatz in Rusbend erreichen. Hier wurde er von der Feuerwehr Bückeburg-Rusbend erwartet, die das Leck abdichtete. Der entstandene Schaden betrug rund 10.000 Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2009

Wrackfund könnte Aufschluss über Kutterverluste vor Pembroke geben
Update vom 05.11.09

Pembroke, Maine / USA, 07.12.09 - Ein Taucherteam hat am Morgen des 7.12. vor Leighton Point in Pembroke ein Wrack gefunden, bei dem es sich um den gesunkenen Kutter "All American" handeln könnte. Fünf Taucher der Maine State Police, zwei der Marine Patrol und zwei des Department of Marine Resources hatten an Bord der "Sentinel" des DMR gegen sieben Uhr Lubec verlassen. Ein örtlicher Lotse unterstützte die Arbeit. Mit der Ebbe gegen neun Uhr stiegen die Taucher ab. Die Froschmänner entdeckten gegen neun Uhr den kieloben liegenden Rumpf eines Bootes in 60 Fuß Wassertiefe. Das vermisste Schiff sank am 25. März diesen Jahres in der Cobscook Bay, wobei zwei Menschen ums Leben kamen. Das Schiff war vor Leighton Point auf Seeigelfang. Einer der Toten wurde am Tag des Untergangs, der andere nie gefunden. Auch eine Untersuchung des Wracks blieb ergebnislos. Anschließende Bergungsversuche mithilfe von anderen Kuttern und eines halben Dutzend Tauchern verliefen erfolglos, weil die Tide kippte und der Einsatz zu gefährlich wurde. Die Wrackposition wurde markiert.Bereits im vergangenen Monat war das Gebiet unterstützt von der National Oceanic and Atmospheric Administration untersucht worden. Die Position war die erste von fünf, die sich durch Sonarscan als interessant herauskristallisiert hatte. Ob eine Bergung erfolgt, hängt vom Interesse des Eigners ab. Das Wrack zu heben, könnte auch helfen zu klären, warum in der Cobscook Bay im vergangenen Jahr zwei Kutter mit sieben Mann Crew verloren gingen, während sie auf Fangfahrt waren. Drei Opfer wurden bislang nicht gefunden. Am 20.10. war der 34 Fuß lange Seeigelfänger "Bottom Basher" aus Lubec mit drei Mann Crew eine Meile von der Untergangsstelle der "All American" entfernt gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2009

Acht Verletzte bei Barkassenkollision in Hamburg

Hamburg, Bundesland Hamburg / DE, 06.12.09 - Bei der Kollision zweier Barkassen im Hamburger Hafen sind am 6.12. gegen 13.50 Uhr acht Fahrgäste, einer davon schwer, verletzt worden. Beim Einlaufen in die Ellerholzschleuse in Steinwerder war die mit 35 Personen besetzte "Irma II" (HH 3055) zunächst auf die "Anita Ehlers" (HH 5117280) aufgefahren. Danach rammte sie noch das Schleusentor. Durch den Zusammenstoß kamen mehrere Fahrgäste der "Irma II" zu Fall.. Nach dem Notruf des Barkassen-Führers über Seefunk schickte die Hamburger Feuerwehr  zahlreiche Rettungs- und Notarztwagen an die Brücke 6 der Landungsbrücken, weil dort eine bessere Versorgung der Patienten möglich war. Auch der leitende Notarzt der Hamburger Feuerwehr war zur Einsatzstelle in den Hafen ausgerückt. Insgesamt sieben Fahrgäste wurden zur weiteren Behandlung mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Es galt, in zwei Fällen Kopfplatzwunden und in den anderen Fällen Prellungen zu versorgen. Die Wasserschutzpolizei nahm derweil Ermittlungen auf. Die Barkasse "Irma II" wurde bis zum Abschluss der Untersuchungen stillgelegt. Ihr Skipper sagte aus, dass ein Hebel nicht funktioniert habe, als er das Schiff aufstoppen wollte. Deswegen wurde von der Polizei ein technischer Defekt als Unglücksursache nicht ausgeschlossen. Es wurde bei ihm aber auch ein Drogenschnelltest durchgeführt und eine Blutentnahme angeordnet. Er hat sein Patent seit vier Jahren und arbeitet seit einem Jahr für das Barkassen-Unternehmen Glitscher. Die "Irma II" hatte erst vor einer Woche ihre Jahresprüfung. Bei einer ersten Untersuchung konnte kein Defekt festgestellt werden.
Die "Anita Ehlers" wurde von der Bootswerft Feltz, Finkenwerder sowie der Schiffswerft M.A. Flint, Steinwerder entwickelt und gebaut. Die Taufe fand am 20. April 2000 am Anleger Vorsetzen statt. Nach der Jungfernfahrt hat der Familienbetrieb Günther Ehlers den annähernd eine Million DM kostenden Neubau in Dienst gestellt. Er ist 19,95 Meter lang, sechs Meter breit und vermag 180 Passagiere aufzunehmen.
Bereits auf dem Hamburger Hafengeburtstag im Mai 2008 wurde die Luxusbarkasse Opfer einer Kollision. Das aus dem Brandenburger Hafen kommende Feuerschiff "Elbe 1" rammte die "Anita Ehlers" sowie das Küstenwachboot "Bayreuth" damals auf der Elbe, wobei es auf der Barkasse zu Schäden an Mast und Kajüte kam. Wie sich bei der anschließenden Untersuchung herausstellte, hatte der Kapitän des Traditionsschiffes die Strömung des Flusses unterschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2009

Plan zur Tauchpremiere versenkt
Update vom 03.12.09

Ocean Grove, Victoria / Australien, 06.12.09 - Der Plan, die erste Tauchcrew zu sein, die am Wrack von HMAS "Canberra" vier Kilometer vor Ocean Grove absteigt, wurde am 5.12. förmlich versenkt. Möglicherweise eine große Welle brachte das mit vier Mann besetzte Tauchschiff um 11.20 Uhr zum Kentern. Das sieben Meter lange Aluminiumboot war gerade über dem Wrack verankert, als es umschlug. Ein anderes Charterboot half den Verunglückten aus dem Wasser. Nachdem der Tauchgang seiner eigenen Passagiere beendet war, kehrten alle nach Portsea zurück. Die Küstenwache zog das verunglückte und beschädigte Taucherschiff nach Queenscliff. Hier wurde es binnen einer Stunde aus dem Wasser gezogen.
Hunderte von Tauchern hatte es am ersten Wochenende, an dem die in 28 Metern Tiefe liegende HMAS "Canberra" freigegeben war, zur Versenkungsstelle gezogen. Allein das Queenscliff Dive Centre hatte 250 Chartergäste. Fast jeder Tag bis Weihnachten ist bereits ausgebucht. Der Tourismus in der Region erwartet einen Boom. Die Fregatte wurde am 5.10. mit zahlreichen Ausrüstungsgegenständen versenkt. Taucher können Brücke, Maschinenräume, Unterkünfte und Kombüse erreichen. Das Schiff ist in 20 bis 25 Minuten von Portsea oder Queenscliff aus erreichbar. Maximal 60 Taucher können gleichzeitig am Wrack sein. Vier Moorings wurden über dem Schiff eingerichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2009

Chemikalientanker war stundenlang auf Drift

Neah Bay, Bundesstaat Washington / USA, 04.12.09 - Der 500 Fuß lange, unter Panama-Flagge laufende Chemikalientanker "Ginga Falcon", 13292 BRZ (IMO Nr.: 9123386), erlitt am 2.12. Maschinenausfall, nachdem eine Leitung in einem Heizkessel im Maschinenraum gegen 16 Uhr gebrochen war. Mit dem Kessel wird das Schweröl für den Antrieb erhitzt. Das Schiff war unterwegs von Vancouver nach San Francisco und befand sich 45 Meilen nordwestlich des Quilcene River in internationalen Gewässern. Der in der Neah Bay liegende Notfallschlepper "Hunter" wurde in Marsch gesetzt. Als er zwei Meilen zurückgelegt hatte, erhielt er um 20.30 Uhr in der Strait of Juan die Nachricht, dass der Schaden repariert war. Die "Ginga Falcon" transportierte Natriumhydroxid. Das 1996 bei den Hyundai Heavy Industries in Ulsan erbaute Schiff ist 152 Meter lang, 25,2 Meter breit und verdrängt 19997 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2009

Ersatz für "Waker" unter Vertrag genommen

Dänemark / Niederlande, 04.12.09 - Esvagt hat als Ersatz für die nach einem Brand auf Abbruch verkaufte "Waker" jetzt die "Esvagt Connector" als Küstenwachschlepper für die holländische Küste unter Vertrag genommen. Die "Esvagt Connector" läuft in Charter von Svitzer, die für den holländischen Sektor der Nordsee zuständig ist. Der Einsatz wird nach einer Dockung in Frederikshavn beginnen. Der Ankerziehschlepper war von 2004 bis 2005 als Küstenwachschiff "KV Connector" unter norwegischer Flagge im Einsatz. Derzeit sind fünf der über 30 Schiffe der Esvagt-Flotte aufgelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2009

Japanische Zerstörer im Manöver kollidiert

Kōchi, Präfektur Kōchi, Insel Shikoku / Japan, 04.12.09 - Auf dem Pazifik vor der Kochi Präfektur kollidierten am 4.12. um 8.45 Uhr der 4650-Tonnen-Zerstörer "Onami" und die 3550 Tonnen große "Sawagiri". Keines der 390 Besatzungsmitglieder wurde verletzt. Auf der "Onami" wurden auf dem Achterschiff Relings abgerissen, auf der "Sawagiri" entstand ein 60 Zentimeter großes Loch oberhalb der Wasserlinie. Die "Onami" konnte in ihre Basis in Yokosuka in der Kanagawa Präfectur und die "Sawagiri" zu ihrer Basis in Sasebo, Nagasaki, zurückkehren. Sie waren am Vortag aus Kure, Hiroshima Präfektur, ausgelaufen, um an einem Manöver 130 Kilometer vor Cape Ashizuri teilzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2009

Frachter in letzter Sekunde vor Strandung bewahrt

Bodø, Provinz Nordland / Norwegen, 06.12.09 - In der Nacht zum 6.12. erlitt der norwegische Frachter "Nidarø", 551 BRZ (IMO-No.: 6511984), gegen 01:10 Uhr Maschinenschaden. Er trieb mit 0,5 Knoten Driftgeschwindigkeit auf die Küste von Landegode in Nordland zu. Dem Rettungsboot "Dagfinn Paust" gelang es erst 90 Meter vor dem Ufer das Schiff zu stoppen. Um 2:15 Uhr war die Lage unter Kontrolle. Das Rettungsboot "Skuld" wurde vorsorglich aus Træna herbei gerufen und assistierte während der Verschleppung nach Bodø. Die "Nidarø" war unbeladen und hatte fünf Mann Crew. Das 48,65 Meter lange Schiff der Bulktransport AS wurde 1965 in Island erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.12.2009

Küstenwachboot demolierte Ausflugsschiff

Charleston, South Carolina / USA, 06.12.09 - Fünf Personen kamen ins Krankenhaus, nachdem am 5.12. um 20.21 Uhr ein 25-Fuß-Boot der US Coast Guard mit dem Ausflugsschiff "Thriller" vor Charleston Harbor kollidierte. Die "Thriller" querte den Kanal, durch den das Küstenwachboot kam. Ein 41-Fuß-Boot der Station Charleston evakuierte die 24 Passagiere der für 43 Personen zugelassenen "Thriller". Sie wurden zur Charleston Harbor Marina gebracht und medizinisch betreut. Das 55-Fuß-Boot "Thriller" selbst wurde oberhalb der Wasserlinie beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.12.2009

Drei Vermisste vor Fujian-Provinz

Dongshan County, Provinz Provinz / China, 06.12.09 - Am 5.12. kenterte gegen 12 Uhr ein mit Sand beladener Frachter in der ostchinesischen See vor der Küste des Dongshan County. Ein Mann wurde lebend gerettet, drei noch vermisst. Eine Suchaktion dauert an. Das Schiff war in schwere See geraten, die hohen Wellen behinderten auch die Retter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.12.2009

Svizter machte Bulker flott

Balikpapan / Indonesien, 03.12.09 - Am Morgen des 3.12. gelang es einem Team von SVITZER Salvage, den Bulkcarrier, der am 24.11. nahe Balikpapan gestrandet war, wieder flottzumachen. Vorher musste ein Großteil der Ladung auf die Bargen "Sinar Borneo" und "Pulau Tiga 34" geleichtert werden. Nach zwei Anläufen gelang es dann den Schleppern "Perteka 5401" und "Svitzer Daya", den Havaristen vom Grund zu ziehen. Nun soll die Eisenerzladung zurück an Bord gebracht werden. Das voll beladene Schiff war auf dem Weg nach China gewesen, als es südlich von Balikpapan, Indonesien, auf Grund lief. Bereits am nächsten Tag war die "Svitzer Daya" mit Bergungsgerät vor Ort gewesen. Personal aus Indonesien, Singapur und Holland unterstützte die Bergungsoperation.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.12.2009

Fährunglück auf dem Nil - Suche nach Opfern beendet

Rosetta (arabisch: Raschid), Provinz Al-Buhaira / Ägypten, 05.12.09 - Am 5.12. wurde die Suche nach möglichen Opfern einer Kollision zweier Fähren auf dem Nil beendet. Nach letzten Erkenntnissen ist niemand ums Leben gekommen. Zunächst war von drei bis fünf Toten die Rede gewesen sowie von 50 vermissten. Eines der Boote, die unterwegs nach Rashid City waren, war bei dem Zusammenstoß am Freitagabend (04.12.) nahe Rosetta in der Provinz Al-Buheira, rund 180 Kilometer nördlich von Kairo, auseinandergebrochen und gesunken. Es transportierte 50 Menschen, obwohl es nur für 30 zugelassen war. Verursacht wurde das Unglück wohl durch die Unachtsamkeit eines der beiden Bootsführer. Dessen mit Passagieren überladene Fähre wich nicht schnell genug aus, als das andere Schiff entgegenkam. Während sein Schiff zerbrach, kenterte das andere, das auch Fahrzeuge transportierte. 19 Menschen wurden von Helfern aus dem Wasser gezogen und zum Teil in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Passagiere schwammen aus eigener Kraft an Land. Zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes befanden sich die beiden Fähren nur 22 Meter vom Ufer entfernt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2009

Frachter läuft vor Weihai auf Grund

Weihai, Provinz Shandong / Volksrepublik China, 05.12.09 - Ein Frachter aus Hong Kong strandete am 5.12. vor der Küste von Weihai. Die 27-köpfige Crew wurde von Schleppern und Helikoptern unversehrt gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2009

Zwei Tote bei Kutterkenterung

Tuross Head, New South Wales / Australien, 05.12.09 - Am Morgen des 5.12. kenterte der sechs Meter lange Kutter "Flat Out" mit vier Personen an Bord drei Meilen östlich von Tuross Head. Zwei Männer wurden unter dem Rumpf gefangen und ertranken. Zwei weitere Personen wurden von einem Charterboot aus Moruya aufgefischt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Möglicherweise hatte sich der Anker an einem Hindernis verfangen und das Boot kentern lassen. Polizeitaucher lokalisierten gegen 13.30 Uhr die beiden Toten und bargen sie am Nachmittag. Vorangegangen war eine umfangreiche Suchaktion. Das Royal Volunteer-Küstenpatroullienboot "Strathmore schleppte dann zwar das Boot binnen eineinhalb Stunden um 16.30 Uhr ein, doch am Ende dieses Manöver sank es beim Loswerfen wegen starker Strömung. Am Abend wurden Polizeitaucher gerufen, um das 150-PS-Boot zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2009

Autofrachter brannte in Antwerpen kontrolliert aus
Update vom 04.12.09

Antwerpen / Belgien, 05.12.09 - Der unter der Flagge der Dominkanischen Republik laufende Ro-Ro Frachter "City Of Berytus", 6656 BRZ (IMO-Nr: 7401681) geriet am 3.12. gegen 21.15 Uhr im Hafen von Antwerpen in Brand. Die Feuerwehr beschloss, den Frachter kontrolliert ausbrennen zu lassen. Wegen der Sorge um die Stabilität des Schiffes sollte nicht zuviel Wasser eingesetzt werden. Der erste Feuerlöschschlepper vor Ort war die "T 80", die an Steuerbord längsseits ging. Am 4.12. brannte das Schiff immer noch und hatte leichte Backbordschlagseite, wobei die Feuerwehr den Brand langsam unter Kontrolle bekam. Mit mehreren Löschkanonen wurde der Frachter von außen gekühlt, auch kam Löschschaum zum Einsatz. Am Ende des Tages war der Frachter ausgebrannt.
Die "City of Beritus" wird von der RJC Line SAL im Libanon bereedert. Sie wurde 1974 bei Imabari Zosen erbaut und lief bis 1994 als "Nichyu Maru", dann als "Able Brigadier" und "Yasmin Car", "Blue Arabella" und bis 2007 als "African Sky". Ursache des Großfeuers war vermutlich ein technischer Defekt in der Maschinenanlage.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2009

48 Todesopfer bei Fährunglück
Update vom 04.12.09

Mithamoin, Division Dhaka, Kishoreganj District / Bangladesch, 05.12.09 - Nach der Kollision einer Fähre mit einem Boot auf dem Daira River in Kishoreganj ist die Anzahl der Todesoper bis zum 5.12. auf 48 gestiegen. Es kam zu fünf Verhaftungen. Das Unglück hatte sich am 4.12. um 9.30 Uhr ereignet, als ein Motorboot auf dem Weg nach Bhairab mit der "Al-Helal" nahe Charigram in Mithamoin zusammenstieß. Vom Wrack blieb nur das Kajütdach über Wasser sichtbar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2009

Schwierige Bergung eines gestrandeten Tankers
Update vom 30.11.09

Rushmere Shores, Isle of Wight County, Virginia / USA, 05.12.09 - Der 700 Fuß lange Tanker "Monongahela", 37000 BRZ, der seit dem 12.11. auf einer Sandbank auf dem James River festsetzt, wird nicht vor Januar geborgen werden können. Zur Bergung wurde mittlerweile Titan Salvage engagiert. Das Schiff soll mit starken Hydraulikzügen, die auf dem Achterdeck fixiert werden, ins tiefe Wasser zurückgezogen werden. Diese Arbeit wird über mehrere Tage während der Hochwasserzeiten durchgeführt. Vorher sollen schwere Schiffsteile wie Stahltüren oder Stahlplatten auf dem Deck von Bord geholt werden. Falls dieses Verfahren nicht zum Erfolg führt, muss der Fluss ausgebaggert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2009

"Muldeperle" geborgen
Update vom 02.12.09

Schlaitz, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt, 04.12.09 - Das auf dem Muldestausee gesunkene, 23 Meter lange Fahrgastschiff "Muldeperle" wurde am 4.12. wieder schwimmfähig gemacht. Durch einen Taucher des Bad Saarower Tauchunternehmens Leunert, das für die Bergung des Schiffs den Zuschlag erhalten hatte, mussten zunächst geborstene Scheiben, die Wasser in den Innenraum nachfließen ließen, wasserseitig mit Holzplatten dichtgesetzt werden. Nachdem diese Arbeiten gegen Mittag abgeschlossen wurden, gelang es ab 12.10 Uhr, mithilfe von sieben Pumpen, die 800 Kubikmeter Wasser pro Stunde förderten, den Rumpf auszupumpen. Um 13 Uhr war das Heck wieder über Wasser Das Schiff wurde nach der Hebung nach Friedersdorf gebracht. Erst, wenn sie dort an Land gesetzt ist, kann die Schadenshöhe ermessen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2009

Feuer auf Autofrachter in Antwerpen

Antwerpen / Belgien, 04.12.09 - Der unter der Flagge der Dominkanischen Republik laufende Ro-Ro Frachter "City Of Berytus", 6656 BRZ (IMO Nr: 7401681) geriet am 3.12. gegen 21.15 Uhr im Hafen von Antwerpen in Brand. Das Feuer entstand im Maschinenraum und breitete sich über die mit 600 Fahrzeugen beladenen Autodecks des an Liegeplatz 1207 im Verrebroekdock des Waaslandhafens liegenden Schiffes aus. Feuerwehren aus Beveren und Antwerpen waren rasch vor Ort und sahen sich einer starken Rauchentwicklung ausgesetzt. Drei Besatzungsmitglieder wurden mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht, die übrige Besatzung ebenfalls evakuiert. Die Feuerwehr beschloss, den Frachter kontrolliert ausbrennen zu lassen. Wegen der Sorge um die Stabilität des Schiffes sollte nicht zuviel Wasser eingesetzt werden. Der erste Feuerlöschschlepper vor Ort war die "T 80", die an Steuerbord längsseits ging. Am 4.12. brannte das Schiff immer noch und hatte leichte Backbordschlagseite, wobei die Feuerwehr den Brand langsam unter Kontrolle bekam. Mit mehreren Löschkanonen wurde der Frachter von außen gekühlt. Ursache des Großfeuers war vermutlich ein technischer Defekt.
Die "City of Beritus" wird von der RJC Line SAL im Libanon bereedert. Sie wurde 1974 bei Imabari Zosen erbaut und lief bis 1994 als "Nichyu Maru", dann als "Able Brigadier" und "Yasmin Car", "Blue Arabella" und bis 2007 als "African Sky".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

Weiteres Fährunglück in Bangladesch – mindestens 44 Tote

Mithamoin, Division Dhaka, Kishoreganj District / Bangladesch, 04.12.09 - Mindestens 44 Menschen kamen bei einem neuerlichen Fährunglück in Bangladesh ums Leben, als am 4.12. gegen 9.30 Uhr auf dem Daira River bei Mithamoin unweit von Bhairab die Fähre "Al-Helal" kenterte. An Bord waren insgesamt rund 100 Passagiere auf der Fahrt von Kadamchhal nach Karimganj. Während örtliche Helfer die Verunglückten aus dem Wasser zogen, wurden Taucher aus Dhaka angefordert.
Lalmohon, Distrikt Bhola / Bangladesch, 04.12.09 - Derweil wurde die Rettungsoperation für die Passagiere der gesunkenen Fähre "Coco-4" am 3.12. gegen 11 Uhr eingestellt. Bis dahin waren 84 Tote geborgen worden, die Anzahl der Vermissten war noch unklar. Auch die Bergungsaktion wurde abgebrochen. Taucher erklärten, an Bord der Fähre befänden sich keine weiteren Opfer mehr. Nachdem die beiden Hebekräne "Rustom" und "Hamza" die Trossen gelöst hatten, versank sie wieder bis zum zweiten Oberdeck im Wasser des Tentulia River. Am 3.12. gegen 14 Uhr verließen die Bergungsschiffe die Unglücksstelle unverrichteter Dinge. Es wurde geschätzt, dass noch etwa 75 Menschen vermisst sind. Zwei Stunden nach Ende der Arbeiten entdeckte ein Fischer den 85. Toten. Er schwamm einen Kilometer nördlich der Unglücksstelle im Tentulia River und wurde nach seiner Bergung der Polizei übergeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

Kutter nach Kollision im Sturm gesunken

Ningbo, Provinz Zhejiang / China, 04.12.09 - Der iranische Frachter "Pantea", 22.027 BRZ (IMO-Nr.: 8108559), kollidierte am 4.12. gegen 5.30 Uhr vor Ningbo in der ostchinesischen Zhejiang-Provinz mit einem Kutter. Von den acht Mann an Bord des Kutters wurde nur der Lotse gerettet. 10 Schiffe und ein Helikopter nahmen die Suche nach den sieben Vermissten auf. Fünf von ihnen stammen aus Zhejiang, einer aus Sichuan und einer aus Yunnan. Die "Pantea" war auf dem Weg von Varna über die Vereinigten Arabischen Emirate nach Nantong in Ostchinas Jiangsu-Provinz. Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von 60 Stundenkilometern, als sich die Kollision ereignete.
Die "Pantea" wurde 1983 von der Hudong Zhonghua-Werft in Shanghai als "World Fraternity" erbaut. Sie ist 186 Meter lang, 28,4 Meter breit und hat 11,25 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

32 Prozent der "New Flame" werden Fischgrund

Gibraltar, 04.12.09 - Die Bergungsoperation an der "New Flame" vor Gibraltar ist beendet. Das unter Panama-Flagge laufende Schiff war im August 2007 vor Europa Point nach einer Kollision gesunken. Die Räumung des Wracks kostete 72,360,000 Pfund. Aus der Verwertung von Schrott wurden 20 Millionen Pfund erlöst. Die komplexe Bergungsaktion wurde von Titan Salvage durchgeführt. Bis auf eine Wassertiefe von 18,48 Meter bei Niedrigwasser wurde die "New Flame" beseitigt. Die tiefer liegenden Teile des Wracks und seiner Schrottladung verblieben auf dem Meeresgrund, weil weitere Räumungsarbeiten den Meeresgrund in unverhältnismäßigem Umfang schädigen würden. Die Reste vor Ort zu belassen wird zudem den Fischbeständen vor Ort Nutzen bringen und einen guten Tauch- und Fischereigrund bringen. Die Versicherer zahlten für die ausgeführten Arbeiten 5.5 Millionen Pfund als Kompensation an die Regierung von Gibraltar. Insgesamt wurden 94% der Ladung sowie Maschine und Aufbauten in vollem Umfang beseitigt sowie 68% des Rumpfes.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

Frachterkollision vor Incheon

Incheon / Südkorea, 04.12.09 - Ein chinesischer Seemann wurde vermisst, nachdem am 3.12. der südkoreanische Frachter "Neo Blue", 4259 BRZ, mit dem chinesischen Frachter "Xing Guang 7", 2398 BRZ (IMO-Nr.: 9367138), nahe Incheon kollidierte. Das Unglück ereignete sich um 1.50 Uhr Ortszeit unweit der Hafeneinfahrt. Die in Kiribati beheimatete "Xing Guang 7", die sich auf der Fahrt von Keelung nach Zapu befand, sank kurz nach der Kollision, und alle 11 Besatzungsmitglieder landeten im Wasser. Bei einer sofort eingeleiteten Suchaktion gelang es, 10 Seeleute unversehrt zu retten.
Der gesunkene Frachter wurde 2005 erbaut, ist 87 Meter lang, und 14 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

Schlepper beim Verholen von Havaristen gesunken
Update vom 02.12.09

Cebu City / Philippinen, 04.12.09 - Beim Abschleppen der havarierten Fähre "Wonderful Star" kenterte der Schlepper "Joma" in der Nacht zum 3.12., nachdem die Schlepptrosse gebrochen war. Das Schiff sank anschließend teilweise auf dem Mactan-Kanal. Drei andere Schlepper wurden beauftragt, die Verschleppung der Fähre an Pier IV in Cebu City am 2.12. gegen 23.30 Uhr zu Ende zu bringen. Die "Wonderful Star" war zuvor auf dem Weg nach Ormoc City mit der "Subic Bay 1" kollidiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

"Sao Gabriel" wieder flott
Update vom 30.11.09

Ponta Delgada, Insel São Miguel / Azoren, 03.12.09 - Nachdem bis Anfang Dezember 180 Tonnen des zuvor in Transporttanks gefüllten Treibstoffs sowie sonstige Öle von Bord des gestrandeten Leeraner Frachters "Sao Gabriel" 4.454 BRZ (IMO-Nr. 9251511), gegeben und anschließend nach Ponta Delgada verschifft wurden, ist nun auch das Schiff selbst wieder flott. Am 2.12. machten zwei Bergungsschlepper ihre Trossen am Frachter fest, und bei lebhafter See, unterstützt von hoch auflaufendem Wasser, gelang es am Morgen des 3.12. um 1.15 Uhr, den Havaristen von den Felsen bei Ponta Delgada zu ziehen. Die zusätzlich von Gibraltar herbei gerufene "Mistral", die in Bereitschaft lag, musste nicht mehr hinzugezogen werden. Nach der erfolgreichen Bergung wurde die "Sao Gabriel" zunächst in Richtung Ponta Delgada geschleppt und ging dann auf Kurs Lissabon, wo sie in den frühen Morgenstunden eineinhalb Wochen nach ihrer Strandung festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

Verlassenes Boot parkt weit vor der Küste

Cape Lookout, südlichste Punkt der Inselkette Outer Banks, North Carolina / USA, 03.12.09 - Die US Coast Guard rettete am Morgen des 3.12. zwei Segler 100 Meilen vor Cape Lookout, North Carolina. Die "Croc" hatte am 2.12. um 17 Uhr auf dem Weg von Norfolk nach Marsh Harbor, Bahamas, Notrufe gefunkt. Von der Air Station Elizabeth City hob eine HC-130J Hercules ab und lokalisierte das Boot. Der Eigner teilte mit, dass das Schiff Wassereinbruch habe und evakuiert werden müsse. Durch ein Abgasrohr des Motors drang Wasser ein und hatte in 30 Fuß hohen Wellen zum Ausfall des Antriebs geführt. Auch könnte ein Riss im Rumpf entstanden sein. Um zwei Uhr morgens war am Folgetag ein MH-60T Jayhawk-Helikopter vor Ort und barg zunächst eine Seglerin ab. Wegen sich verschlechternden Wetters musste die Aktion aber unterbrochen werden. Ein anderer Hubschrauber zog um acht Uhr auch den zweiten Segler, einen italienischen Modedesigner, der in Norfolk auf der "Croc" gelebt hatte, an Bord. Beide wurden nach Elizabeth City geflogen, von wo aus sie nach Norfolk zurückkehrten. Der Skipper hoffte, sein Boot wiederzubekommen. Bevor er aufgewinscht wurde, hatte er den Anker ausgebracht und die solarbetriebene Lenzpumpe in Betrieb gesetzt. "Ich habe das Boot nicht aufgegeben – es ist nur weit vor der Küste geparkt", sagte er.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

"Logan" wieder flott
Update vom 03.12.09

Honolulu, Hawaii / USA, 03.11.09 - Am Morgen des 3.12. gelang es ohne größere Probleme, die am Vortag um 7.45 Uhr gestrandete "Logan" mit der Flut zu bergen. Das Boot hatte 25 Yards vor Point Panic festgesessen. Nach der Bergung wurde es zur Reparatur zum Keehi Marine Center geschleppt. Bei der Strandung war im Rumpf ein kleines Leck entstanden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

Sundown für die Sundowner

Port Townsend, Bundesstaat Washington / USA, 03.12.09 - Die "Yankee Sundowner", ein 1920 erbautes, 50 Fuß langes Holzboot, das im vergangenen Monat beinah in der Mystery Bay sank, könnte als Landverfüllung ein Ende finden. Das Boot wird derzeit in Port Townsend auf dem Gelände einer Werft gelagert, weil es nach Wassereinbruch und nachfolgender Schlagseite gelenzt und von seiner Mooring in der Mystery Bay nahe Griffith Point am 2.11. abgeschleppt werden musste. Nachdem das Schiff "Assist" aus Port Hadlock das Boot in die Marina geschleppt hatte, kam es zu einem Austritt von Dieselöl, woraufhin es an Land gesetzt wurde. Am 3.11. wurde das Schiff inspiziert und dem Eigner eine Frist von einem Monat zur Reparatur gegeben. Da in der Zwischenzeit nichts geschah, wurde das Schiff jetzt in staatlichen Gewahrsam genommen. Die Lagerkosten beliefen sich inzwischen auf 1400 Dollar. Nun ist zu entscheiden, ob das Schiff abgebrochen und als Landverfüllung entsorgt wird, ob das Metall verwertet wird oder sich das rotte Boot verkaufen lässt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

Havarie der "Voge Trust" durch Leck im Ballasttank verursacht
Update vom 03.12.09

Mombasa / Kenia, 03.12.09 - Ein Riss im Rumpf hat die Schlagseite des in Monrovia beheimateten Tankers "Voge Trust" 23.650 BRZ (IMO-Nr.: 9420863) am 3.12. im Likoni-Kanal in Mombasa ausgelöst. Der mit einem Lotsen besetzte Tanker hatte unterwegs zur Mbaraki Wharf wohl Grundberührung erlitten. Dabei wurde der Rumpf auf Höhe der Backbord-Ballastwassertanks aufgerissen. Durch Füllen der gegenüberliegenden Ballasttanks gelang es, die Schlagseite bis auf drei Grad wieder auszugleichen. Nachdem der Tanker stabilisiert war, machte er bei Hochwasser assistiert von zwei Schleppern am KOT-Terminal fest, wo die Ladung ausgepumpt und eine Schadensuntersuchung durchgeführt wurde. Die Hamburger Reeder zeigten sich erleichtert über den glimpflichen Ausgang der zunächst spektakulär anmutenden Havarie. Die Ladetanks des Doppelhüllenschiffes hatten keinen Schaden genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

"Horizons"-Rekordversuch: Nach Einschleppen nach Bluff ist von Bluff die Rede
Update vom 01.12.09

Bluff, Südinsel / Neuseeland, 03.12.09 - Nach 50-stündiger Fahrt brachte die vierköpfige Crew des Kutters "X.S." die havarierte Yacht "Horizons" nach Bluff ein. Der Skipper sagte, dies sei der längste Schlepp gewesen, den er je durchgeführt habe. Die Yacht war 430 Meilen vor der neuseeländischen Küste verlassen worden. Die Frau des Skippers Lüchtenborg hatte danach die Drift geplottet, sodass die Ortung des Bootes nicht weiter schwierig war, nachdem die Versicherung den Kutter unter Vertrag genommen hatte. Wenn die "Horizons" nach Eintreffen notwendiger Ersatzteile in Bluff repariert ist, will der verhinderte Rekordsegler nach Deutschland zurückkehren, wo er am 27.6. aufbrach. In den Tagen, in denen die "Horizons" verlassen auf See trieb, nahm sie weiteren Schaden. Nicht nur das Ruder ist beschädigt, sondern durch die schwere See wurde die Wetterfahne abgebrochen und der Autopilot in Mitleidenschaft gezogen.
Derweil wurden Vermutungen laut, dass Bernt Lüchtenborg bereits vor der erzwungenen Unterbrechung der Fahrt heimlich an Land gegangen war während seines Versuchs, einen Nonstop- Rekord aufzustellen. Es heißt, er sei auf den Kapverdischen Inseln und in der brasilianischen Stadt Salvador da Bahia an Land gegangen. Er habe außerdem vor der Insel Cies (Spanien) und vor den Crozet-Inseln im Indischen Ozean gestoppt, wie aus Lüchtenborgs Internet-Tagebuch hervorgeht. Er sei mit dem Druck, den er sich selbst gesetzt habe, nicht klargekommen. In Wismar, wo Lüchtenborg prominenter Werbeträger für den Verein "Licht am Horizont", der sozial schwache Kinder und Jugendliche unterstützt, war, ist die Enttäuschung groß. Der dortige Projekt-Begleiter sprach von einem schlimmen Vertrauensbruch.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

Kutter vor Blyth geborgen

Blyth, Northumberland, England / UK, 03.12.09 - Die "Abbie Deans Spirit of Blyth" und das RNLI-Rettungsboot von Wansbeck kamen am 2.12. der "Shelley Marie" zu Hilfe, die durch eine gebrochene Kühlwasserleitung einen Ausfall der Maschine erlitten hatte. Die Humber Coastguard hatte um 9.30 Uhr einen Notruf aufgefangen. Das Rettungsboot aus Cullercoats nahm den Havaristen in Schlepp, der zwei Meilen vor Blyth trieb. Die zweiköpfige Crew blieb unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

Bei Wasserabsenkung trat altes Wrack zutage

Peterborough, Ontario / Kanada, 03.12.09 - Auf dem Grund des Little Lake in Peterborough wurde ein Schiffswrack entdeckt, nachdem die Gewässer des Sees sowie des Otonabee River für Reparaturarbeiten am Damm bei Scotts Mills bis hin nach Lakefield um 2,5 Meter abgesenkt wurden. Die Arbeiten begannen am 20.11., und am 2.12. wurde begonnen, den Pegel wieder zu heben. Das Wrack, das eine Länge von 75 Fuß und eine Breite von 12 Fuß hat, fand sich nahe Beavermead Park. Es könnte sich möglicherweise um den Dampfer "Esturion", einstiges Flaggschiff der Trent Valley Navigation Company, oder die "Water Lily", die auch in dessen Frühzeit auf dem Trent-Severn Waterway verkehrte, handeln.
Die "Esturion" war häufig zwischen Bobcaygeon und Lindsay unterwegs. Am 22. Juli 1914 sank sie an ihren Moorings nahe der Ashburnham Wharf. Sie wurde nochmals gehoben, um die Maschinen zu bergen, danach wurde der Rumpf sich selbst überlassen. 1919 wurde auch die "Esturion" versenkt. Unterwasserarchäologen untersuchten und dokumentierten nun die Schiffsreste und nahmen Proben zur Analyse in Ottawa. Bei dem Fund handelt es sich um einen Schiffsboden. Eine Menge Material wurde entfernt, was für eine vorsätzliche Versenkung des Schiffes spricht. Erhalten blieben Kiel, Spantenreste und Teile einer hölzernen Bordwand. Die Größe des Fundes entspricht indes nicht den bekannten Abmessungen der "Esturion" oder "Water Lily". In wenigen Tagen wird das Geheimnis des Little Lake wieder unter Wasser liegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

Undichter Wellenschaft ließ "Success" sinken
Update vom 01.12.09

Port Lincoln, Bundesstaat South Australia / Australien, 03.12.09 - Am Propellerschaft eindringendes Wasser hat den Untergang des 18 Meter langen Kutters "Success" in der Marina von Port Lincoln verursacht, stellte sich nach der Hebung des Wracks am 1.11. gegen 14 Uhr heraus. Von den 1,8 Tonnen Dieselöl war bei der Havarie nur ein sehr geringer Teil ausgelaufen, der von Ölsperren eingegrenzt werden konnte. Die Bergung erfolgte mit einem auf einem Kutter stationierten Kran sowie Auftriebshilfen. Ein Fenster des Ruderhauses wurde dann eingedrückt, um großen Lenzrohren einen Zugang zu legen. Die Höhe des Schadens wird noch untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

Wrack der "Dumai Express 10" entdeckt
Update vom 26.11.09

Insel Karimun, Provinz Riau Kepulauan / Indonesien, 03.12.09 - Ein Bergungsteam entdeckte das Wrack des Fahrgastschiffes "Dumai Express 10", das vor zwei Wochen in Tukong Iyu vor den Riau Islands nach Wassereinbruch gesunken war. Das Schiff liegt auf 38,9 Metern Tiefe. Nun sollen die im Schiff vermuteten Opfer so schnell wie möglich von Tauchern geborgen werden. Am 29.11. war die Suchaktion auf See eingestellt worden. Über 30 Menschen kamen ums Leben, als die Fähre auf dem Weg von Batam nach Dumai sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2009

Unfall auf Nordsee-Arbeitsplattform

DGzRS Norderney, 03.12.09 - Dank der reibungslos gelaufenen Zusammenarbeit von Seenotrettern, Deutscher Marine und einem niederländischen Schlepper ist am Mittwochnachmittag (02.12.09) ein schwer verletzter belgischer Seemann (41) nach einem Unfall auf einer Arbeitsplattform 20 Seemeilen nördlich der Insel Norderney schnellstmöglich versorgt und in ein Krankenhaus am Festland transportiert worden.
Gegen 14.20 Uhr war von der Hubinsel "Vagant" über Funk gemeldet worden, dass ein Arbeiter nach einer Quetschung der Hand dringend ärztliche Hilfe benötigte. Der Notruf wurde von dem Seenotkreuzer "Bernhard Gruben" der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger), dem deutschen Segelschulschiff "Gorch Fock" und dem im Seegebiet vor Norderney laufenden Schlepper "Neptun 9" empfangen. Auf See wurde der Verletzte auf den Schlepper übergeben, auf dem wenig später der mit einem Versorgungsboot der "Gorch Fock" eintreffende Marinearzt die Erstversorgung vornahm. Die Seenotretter übernahmen den Mann, setzten die Erstversorgung im bordeigenen Hospitalraum fort und sorgten für einen schnellen und schonenden Transport in den Hafen Norddeich. Aufgrund der östlichen Winde war im Seegebiet vor Norddeich der Wasserstand so niedrig, dass für die letzte Teilstrecke das flachgehende Tochterboot "Johann Fidi" des Seenotkreuzers eingesetzt werden musste. Der Verletzte wurde um 18.15Uhr an den Landrettungsdienst übergeben, der den Mann in das Stadtkrankenhaus Norden zur fachärztlichen Behandlung brachte.
Quelle: DGzRS Bremen vom 03.12.2009

Tanker drohte in Mombasa zu kentern

Mombasa / Kenia, 03.12.09 - Am 3.12. gegen vier Uhr (GMT) entwickelte der unter liberianischer Flagge laufende Tanker "Voge Trust", 23650 BRZ (IMO-Nr.: 9420863), plötzlich eine erhebliche Backbordschlagseite, als er im Likoni-Channel in Mombasa unterwegs war. Das Schiff war unterwegs zur Mbaraki Wharf und sollte seine Ladung von 35000 Tonnen Öl am Kipevu Terminal löschen. Die örtliche Hafenbehörde sowie die kenianische Marine kamen dem Schiff unverzüglich zu Hilfe. Ein Kentern hätte ein ökologisches Desaster bedeuten können. Der Tanker trieb in der Mitte des Kanals, bis die Besatzung den Anker warf, um ein weiteres Überlegen des Schiffes abzuwenden. Danach gelang es, den Tanker zu stabilisieren, und er konnte am KOT-Terminal festmachen, wo die Ladung ausgepumpt wurde. Das Schiff entstand erst in diesem Jahr beim Guangzhou International Shipyard für die Vogemann-Reederei in Hamburg. Es wird gemanagt von der Wallem Group in Hongkong. Der Tanker verdrängt 38.500 Tonnen, ist 183 Meter lang und 27,4 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2009

Japanisches Ausflugsschiff in Flammen

Tokio / Japan, 03.12.09 - Ein 20 Meter langes Ausflugsboot der Funayado Amitei Co. fing am 3.12. an einer Pier auf dem Edo River in Tokio Feuer. Niemand war an Bord, als der Brand entstand. Möglicherweise nahm er seinen Ausgang in oder nahe der Kombüse.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2009

Frachter der Bremer Candler-Shipping von Piraten attackiert

Oman / Belgien, 03.12.09 - Am 2.12. wurde der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "BBC Togo", 6.569 BRZ (IMO-Nr.: 9428786) 150 Seemeilen südlich von Salalah,Oman Opfer eines Piratenangriffs. Zwei Schnellboote hatten sich dem Schiff angenähert und feuerten mehrere Schüsse ab. Anschließend versuchten sie an der Bordwand aufzuentern, scheiterten aber an Anti-Piraten-Einrichtungen wie Stacheldraht und weiteren Hindernissen. Wenig später war die niederländische Fregatte "Evertsen" vor Ort und nahm die 13 Angreifer fest. Außerdem wurden Leitern, Enterhaken, automatische Waffen und eine Panzerfaust beschlagnahmt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2009

Zwei Tote bei Kollision von Ausflugsbooten vor Thailand

Pattaya, Provinz Chonburi / Thailand, 03.12.09 - Zwei chinesische Touristen kamen ums Leben, 14 weitere wurden verletzt, als ihr Schnellboot am 2.12. um 12.30 Uhr vor der Pattaya-Küste in Thailand mit einem anderen kollidierte. Das Unglück ereignete sich 100 Meter vor der Küste, als die von Lan Island nach Pattaya zurückkehrende "Ta-wat-chai-nam-chok" mit der auslaufenden "New Friend" zusammenstieß. An Bord waren 29 Fahrgäste, drei Tourguides und der Skipper. An Bord des anderen Bootes waren 13 Touristen sowie zwei Fahrer. Beide Boote sanken nach dem Zusammenstoß. Alle Verletzten kamen ins Pattaya Memorial Hospital, acht von ihnen wurden wenig später entlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2009

Wrack der "Bot Kampong" nach einer Woche zurück am Tageslicht
Update vom 30.11.09

Pulau Spirak, Kudat Distrikt, Bundesstaat Sabah / Malaysia, 03.12.09 - Eine Woche nach dem Untergang wurde das Wrack der mit 29 Fahrgästen vor Pulau Spirak gesunkenen, 52 Fuß langen "Bot Kampong" am 2.12. aus 20 Meter Tiefe gehoben. Drei Kutter nahmen es nach 12-stündiger Bergungsarbeit gegen 1.30 Uhr auf den Haken. Mit 10 Stahltonnen, die von Tauchern fixiert und dann mit Pressluft gefüllt wurden, war das Wrack gegen 15.30 Uhr aus der Tiefe geholt worden. Wenig später verschwand es wieder, konnte eine halbe Stunde darauf aber endgültig an die Wasseroberfläche gebracht werden. Als das Schiff am 26.11. gesunken war, ertranken 14 Reisende, 13 wurden gerettet, zwei Personen werden noch vermisst. Außer dem abgerissenen Dach der Kajüte waren keine sichtbaren Schäden an dem Kombischiff. Die Maschine soll weiter verwendet werden, was mit dem Rumpf geschieht, ist noch unentschieden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2009

Wrack der "Canberra" zum Tauchen frei

Ocean Grove, Victoria / Australien, 03.12.09 - Victorias jüngste Touristenattraktion, die versenkte Fregatte HMAS "Canberra", wird in Kürze für Tauchgäste freigegeben. Das Schiff war im Oktober als künstliches Riff versenkt worden. Danach galt es aber noch eine Reihe von Sicherheitsinspektionen durchzuführen, um ein sicheres Tauchen am Wrack zu gewährleisten. Am 2.12. wurde eine letzte Untersuchung mit Tour-Guides durchgeführt. An diesem Wochenende dann sollen Freizeittaucher erstmals das Schiff besuchen können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2009

Holländischer Kutter vorm Untergang bewahrt

Stellendam, Gemeinde Goedereede, Provinz Südholland / Niederlande, 02.11.09 - Der holländische Kutter "Elizabeth" (OD 25) (MMSI-Nr.: 244620129) sprang am 2.12. um 10 Uhr in der Nordsee zwischen den Tonnen SG 11 und SG 13 leck. Das Rettungsboot "Antoinette" der KNRM-Station Stellendam war 10 Minuten nach seiner Alarmierung vor Ort. Dort hatte bereits der Kutter "Arianne" (OD 3) (MMSI-Nr.: 245617000) mit Pumpearbeiten begonnen. Diese wurden durch die "Elizabeth" erfolgreich unterstützt, sodass die Assistenz der aus Ouddorp herangelaufenen "Baron van Lynden" nicht mehr nötig war. Die "Elizabeth" wurde nach Stellendam eingeschleppt und sicher im Außenhafen festgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2009

Strandung am Ende der Reise

Honolulu, Hawaii / USA, 02.11.09 - Der 54 Fuß lange Kutter "Logan" strandete nach der Rückkehr von einer Fangfahrt am 2.12. gegen 7.30 Uhr rund 50 Yards vor dem John Dominis-Restaurant am Kewalo Basin. Zuvor hatte es seinen Fang an Pier 38 im Honolulu Harbor gelöscht und wollte nach Kewalo zurückkehren. Ein Ruderproblem machte den Kutter aber manövrierunfähig. Zwei 47-Fuß-Boote und ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard liefen nach der Strandung zur Unglücksstelle. Am Nachmittag wurde begonnen, die rund 600 Gallonen Öl auszupumpen. Am 3.12. sollte mit dem für 4.55 Uhr erwarteten Hochwasser zwischen vier und sechs Uhr ein Bergungsversuch gestartet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2009

Frachtschiff "Rebel" fing Feuer

Willemstad, Gemeinde Moerdijk, Provinz Nordbrabant / Niederlande, 29.11.09 - In den Mittagsstunden des 28.11. brach auf dem belgischen Binnenschiff "Rebel", 1030 ts (ENI-Nr.: 02312659), im Hollands Diep nahe Tonnekreek ein Feuer im Maschinenraum aus. Eine Ölleitung war gebrochen, und das Öl hatte sich entzündet. Der Frachter war mit 700 Tonnen Ladung nach Belgien unterwegs gewesen. Kapitän und Decksmann ankerten sofort, setzten einen Notruf ab, schlossen die Luken und brachten sich in Sicherheit. Das Feuerlöschboot "De Furie" kam aus Dinteloord gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr, und es gelang, den Brand mit CO2 zu ersticken. Danach wurde die "Rebel" nach Dinteloord geschleppt. Sie wurde 1929 bei De Haan & Oerlemans, Heusden als "Hydra" für Auftraggeber in Gent erbaut. Das 67 Meter lange und 8,2 Meter breite Schiff läuft seit 2009 als "Rebel" für Peter Graven in Antwerpen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2009

Philippinische Fähre leicht beschädigt geborgen
Update vom 02.12.09

Cebu City / Philippinen, 02.12.09 - Glimpfliches Ende der Kollision zwischen der von Cebu nach Manila laufenden "Subic Bay 1" der Carlos Gothong Lines und der nach Ormoc City bestimmten "Wonderful Star", 1297 BRZ, im Mactan-Channel unter der Mactan-Mandaue-Brücke. Die Fähre hatte gegen 10 Uhr von der Nakar Wharf in Cebu City abgelegt, um 10.27 Uhr kam es zur Kollision, nach der die "Wonderful Star" mit sieben Grad Schlagseite auf einer Untiefe festkam. Die Fähre wurde im Laufe des Tages aber mit nur leichten Schäden am Bug in den Hafen eingeschleppt und an Pier 4 festgemacht. Zuvor hatten Schlepper der Sulpicio Lines und Roble Shipping sowie der Gothong Shipping und Schlauchboote die gestrandeten Passagiere an Land gebracht. Die Evakuierung war gegen zwei Uhr abgeschlossen. Der Frachter erlitt Schäden an der Seite. Weder unter der 79-köpfigen Crew noch den 510 Passagieren kam es zu nennenswerten Personenschäden. Die Fahrgäste erhielten ihr Geld zurück und wurden mit Essen und Unterkunft versorgt. Beide Schiffe wurden von der Maritime Industry Authority in Central Visayas mit einem Fahrverbot belegt, bis ihre Seetüchtigkeit wiederhergestellt war.
Erst im vergangenen Jahr war die "Wonderful Star" mit dem Frachter "MCC Sulu", 9000 BRZ, vor Camotes Island, Cebu, kollidiert, wobei zwei Menschen verletzt wurden und an der Backbordseite Schäden entstanden. Der Frachter erlitt lediglich Kratzer am Steuerbord-Achterschiff. Die übrigen 605 Passagiere und 78 Besatzungsmitglieder blieben unversehrt, das Schiff erreichte Stunden nach dem Zwischenfall Ormoc, wo es von Tauchern untersucht wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Weitere Tote aus Wrack der "Coco 4" geschwemmt
Update vom 02.12.09

Lalmohon, Distrikt Bhola / Bangladesch, 02.12.09 - Die Anzahl der Opfer des Untergangs der "Coco-4" stieg am 2.12. auf 84, nachdem sieben weitere Tote aus dem Wrack des Schiffes in den Fluss trieben, wo sie aus dem Wasser gezogen wurden. Die beiden Bergungsschiffe "Hamza" und "Rustam" versuchten, das Schiff zu heben, doch da ihre Hebekapazität zu gering ist für das Gewicht der Fähre, bleibt ihnen nur zu versuchen, sie näher ans Ufer zu zerren. Im Innern des Schiffes werden weitere Tote vermutet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Kutter drohte vor Markgrafenheide zu stranden

Seebad Markgrafenheide, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 02.12.09 - Mit einem ganz traditionellen Einsatzmittel haben die Seenotretter von der Station Warnemünde am Nachmittag des 1.12. zwei Fischern geholfen: Sie stellten mit einem Leinenschießgerät die Verbindung zu deren manövrierunfähigem Kutter "Gudrun" her und konnten ihn anschließend einschleppen. Die Besatzung des Seenotkreuzers "Arkona" wurde gegen 13.00 Uhr über Funk um Hilfe gebeten: Querab von Markgrafenheide, rund. 1,5 Seemeilen vor Warnemünde, hatte sich der 24 Meter lange Kutter eine Leine in den Propeller gezogen und drohte wegen des kräftigen auflandigen Winds auf den Strand zu treiben. Der 27 Meter lange Seenotkreuzer näherte sich auf knapp 50 Meter dem Havaristen an. Mit einem druckluftbetriebenen Leinenschießapparat wurde dann eine Jagerleine zum Fischkutter hinübergeschossen, an der dann eine kräftige Schleppleine befestigt und durchgeholt werden konnte. Der Kutter wurde dann sicher nach Warnemünde eingeschleppt. Bei der "Gudrun" handelt es sich um einen ehemaligen Kriegsfischkutter, die "KFK 64", der 1943 erbaut wurde. Er war der 36. Minensuchflottille, die im Juli 1940 in Ostende aufgestellt wurde, zugeordnet und von 1940 bis 1944 vor Holland im Einsatz. 1945 kam er in den Stützpunkt Warnemünde und fungiert nun als Rostocker Hochseekutter. Das Schiff ist 24 Meter lang, 6,4 Meter breit, hat 2,75 Meter Tiefgang und 110 Tonnen Verdrängung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Binnenschiff rammte Anlegebrücke

Eltville am Rhein, Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen / DE, 02.12.09 - In Eltville am Rhein ist am Abend des 1.12. ein mit 250 Tonnen Containern beladenes, belgisches Binnenschiff flussabwärts laufend mit einer Anlegebrücke für Fahrgäste kollidiert. Dabei entstand am Steiger, der total zerstört wurde ein Schaden in Höhe von 100000 Euro. Das Schiff setzte zunächst seine Fahrt fort. Eine Fahndung der Wasserschutzpolizeistation Rüdesheim machte es kurz darauf aber dingfest. Gegen den Kapitän wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Schiffverkehrs eingeleitet. Personen kamen nicht zu Schaden. Sein Fahrfehler brachte das Schiff offenbar aus dem Fahrwasser und ließ es frontal mit der Schwimmbrücke kollidieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Yacht vor dem Untergang bewahrt

Sheerness on Sea, Isle of Sheppey, Grafschaft Kent, England / UK, 01.12.09 - Ein RAF-Helikopter und ein Rettungsboot bewahrten am 30.11. die 22 Fuß lange Yacht "Gwendoline" vor demselben Schicksal wie die deren unmittelbarer Nähe gesunkene "Richard Montgomery", das Wrack eines Liberty-Frachters aus dem 2. Weltkrieg. Um 14.25 Uhr hatte die Yacht Notrufe gefunkt, weil sie vor der Küste von Sheerness, drei Meilen nordöstlich des Frachterwracks zu sinken drohte. Das Rettungsboot aus Sheerness lief aus und fand die Yacht sechs Meilen östlich von Garrision Point. Die beiden Bootsfahrer aus London und Aldershot wurden vom Hubschrauber abgeborgen, das angeschlagene Yacht nach Queenborough eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Tanker vor Lettland gestrandet

Liepāja, Landesteil Kurzeme (Kurland) / Lettland, 30.11.09 - Am 27.11. strandete der polnische Tanker "Romanka", 997 BRZ (IMO-Nr.: 8026440) acht Kilometer von Pavilosta entfernt an der lettischen Westküste. Um 5.30 Uhr wurden lettische Marinebehörden informiert, dass das Schiff auf der Fahrt nach Riga unweit bei Akmenragsa unweit der Kursemski-Küste auf eine Sandbank 50 Meter vor der Küste gelaufen war. Das Küstenschutzschiff "Astra" und die "Varonis" der Marine wurden zur Strandungsstelle geschickt. Ein Hubschrauber der Luftwaffe stieg zur Überwachung auf, und in Ventspils und Riga wurden Rettungskräfte in Bereitschaft gebracht. Der nur mit 40 Tonnen Bunkeröl beladene Tanker schlug nicht leck, und Verhandlungen zur Bergung wurden unverzüglich aufgenommen.
Das Schiff wurde mittlerweile freigeschleppt und nach Liepaja gebracht. Die "Romanka" wird von der  Gdanskie Przedsiebiorstwo Obrotu Produktami Naftowymi betrieben. Das 1982 bei der Danziger Stocznia Wisla erbaute Schiff verdrängt 1430 Tonnen, ist 65 Meter lang, 10,4 Meter breit und hat 4,7 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Rennyacht vor Kapverden evakuiert

MRCC Falmouth, Grafschaft Cornwall, England / UK, 02.12.09 - Die Falmouth Coastguard koordinierte am 1.12. die Rettung von fünf britischen Seglern von ihrer Yacht "Pelican" 325 Meilen westlich der Kapverden. Die 55 Fuß lange Stahlyacht hatte an der Arc Rallye von Gran Canaria nach St. Lucia teilgenommen. Um 13.30 Uhr meldete sie Schäden am Rigg und eine um den Propeller gewickelte Leine. Gegen 17 Uhr zeichnete sich ab, dass der Schaden nicht mit Bordmitteln zu beheben war. Die Yacht war zudem nicht in der Lage, auf Rückkurs zu den Kapverdischen Inseln zu gehen. Deswegen funkte sie nun Mayday. Die von der Falmouth Coastguard weiterverbreitete Bitte um Assistenz führte dazu, dass der Holzfrachter "Crimson Mars" sich meldete und Kurs auf die 35 Meilen entfernt treibende Yacht nahm. In zwei Meter hohen Wellen und bei fünf Beaufort gelang es, die "Pelican" sicher zu evakuieren. Der Frachter setzte mit den geretteten Seglern an Bord seine Reise nach Gibraltar fort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Philippinische Fähre nach Kollision auf Grund gelaufen

Cebu City / Philippinen, 02.12.09 - 519 Passagiere wurden am späten Abend des 01.12. von der Fähre "Wonderful Star" vor Cebu gerettet. Das Kombischiff der Roble Shipping Lines, war gegen 22 Uhr (14:00 GMT) von der Nakar Wharf in Cebu mit Ziel Ormoc City in Leite ausgelaufen. Als es die alte Mactanbrücke in Mandaue City passierte, lief der aus Manila kommende Frachter "Subic Bay 1" in seine Backbordseite. Dadurch lief die Fähre an einer seichten Stelle des Cebu Channel nahe der First Mactan Bridge nahe eines Öldepots auf Grund. Gegen zwei Uhr morgens waren alle Passagiere bis auf leichte Verletzungen unversehrt evakuiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Zweites Bergungsschiff auf dem Weg zur "Coco-4"
Update vom 01.12.09

Lalmohon, Distrikt Bhola / Bangladesch, 02.12.09 - An der Untergangsstelle der Fähre "Coco-4" wurde in der Nacht zum 2.12. ein weiteres Bergungsschiff, die "Rustam", zur Verstärkung der "Hamza" erwartet. Es lief am Abend des 1.12. aus Narayanganj aus. Mit seiner Hilfe sollte das im Tentulia River vor dem Fähranleger von Lalmohon gesunkene Schiff endlich gehoben werden. Ein weiteres Bergungsschiff mit 11 Ketten, sechs mit einer Hebekapazität von zehn und fünf Ketten mit einer Hebefähigkeit von 15 Tonnen, lief am Morgen des 1.12. zur Verstärkung aus Barisal aus. Bei der seit dem Wochenende am Unglücksort befindlichen "Hamza" handelt es sich um ein 1964 in Deutschland erworbenes Kranschiff mit 60 Tonnen Hebekapazität, die ebenso starke "Rustam" wurde 1983 in Belgien erworben. Die beiden alternden und den heutigen Erfordernissen nicht mehr entsprechenden Schiffe hätten schon vor Jahren durch modernere ersetzt werden sollen, doch zog sich dies durch bürokratische Hemmnisse bis jetzt hin. Zudem wurde bezweifelt, ob die beiden Kranfahrzeuge mit ihren 120 Tonnen Hebekapazität überhaupt in der Lage sein würden, das rund 550 Tonnen schwere Wrack der "Coco-4" zu bergen.
Die Gesamtanzahl der geborgenen Toten wurde unterdessen mit bislang 78 beziffert. Zwei Tote wurden in der Nacht entdeckt, und drei Überlebende starben im Krankenhaus von Lalmohon. Über 100 Menschen wurden noch vermisst. Der Vorsitzende der Bangladesh Inland Water Transport Authority machte die Schiffseigner für die verhängnisvolle Überladung verantwortlich. Als die Besatzung der "Coco-4" ihr Schiff 20 Yards vor dem Fähranleger stoppte und eine Holzplanke zum Land hin ausbrachte, ließ sie nur einen Ausgang offen, um Fährgeld zu kassieren. Dadurch gerieten die sich in allen Winkeln des Schiffes drängenden Passagiere in Panik, woraufhin das vierfach überladene Schiff endgültig instabil wurde. Zudem war die Zulassung der Fähre bereits am 5.11.2005 ausgelaufen.
Die Bangladesh Inland Water Transport Authority (BIWTA) suspendierte derweil drei Personen von ihren Ämtern. Es handelte sich dabei um zwei Direktoren des Vessel Conservancy and Management in Barisal sowie den Vize-Direktor der River Ports and Transport Section von Barisal. Ihnen wurde zur Last gelegt, dass die "Hamza" der Bangladesh Inland Water Transport Authority erst am 28.11. in Marsch gesetzt wurde und es über 24 Stunden dauerte, bis sie am Unglücksort war. Erst 36 Stunden nach dem Untergang begann ihr Einsatz zum Aufrichten des Wracks am Morgen des 29.November.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Dänische Fähre rammte Kai

Havnsø, Region Sjælland (Seeland) / Dänemark, 01.12.09 - Am Morgen des 1.12. kollidierte um 7.41 Uhr die dänische Fähre "Sejerøfærgen", 1433 BRZ (IMO-Nr.: 9178185), mit dem Kai des Hafens von Havnsø. Das Schiff war offenbar mit zu hoher Geschwindigkeit eingelaufen. Eine Frau fiel eine Treppe herab und brach sich ein Bein, vier weitere Passagiere wurden beim unvermittelten Stopp leicht verletzt. Insgesamt befanden sich rund 50 Fahrgäste an der von Sejerø kommenden, 48,5 Meter langen Fähre. Das Schiff wurde 1998 in Esbjerg bei der EØS-Werft erbaut und kann 240 Passagiere sowie 12 Fahrzeuge aufnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

"Muldeperle" muss vor Bergung untersucht werden
Update vom 01.12.09

Schlaitz, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt, 01.12.09 - Die Bergung des teils in den Muldestausee gesunkenen Ausflugsschiffes "Muldeperle" erweist sich als schwierig. Wegen der Backbordschlagseite des halb gesunkenen Schiffes konnte noch kein Bergungsplan erstellt werden. Erst muss noch geprüft werden, ob und wo das Schiff möglicherweise Risse hat. Die "Muldeperle" verkehrt von April bis Oktober auf dem Muldestausee in Schlaitz. Ein Spaziergänger hatte am 29.11. die Schlagseite des Schiffes entdeckt. Nach ersten Erkenntnissen könnte hoher Wellengang auf dem Stausee im Landkreis Anhalt-Bitterfeld dafür gesorgt haben, dass die "Muldeperle" auf Grund ging. Durch zwei zersplitterte Fenster könnte das Wasser in das Schiff gelaufen sein. Erste Bergungsversuche mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften waren gescheitert.
Bei der Fähre handelt es sich um ein 1928 auf der Oelschläger-Werft in Stralau erbautes Schiff, das als "Frankfurt 1" in Fahrt kam. 1945 war es in Frankfurt/Oder und ging 1965 an die VEB Fahrgastschiffahrt. Diese setzte es ab 1969 als "Joketa" in Pöhl ein. 1981 wurde es außer Dienst gestellt und kam 1984 als "Muldeperle" in Schlaitz zum Einsatz. Seit 1990 wird es von der Vetter GmbH betrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Kutter verlor Propeller und sank

Coos Bay, Oregon / USA, 01.12.09 - Am 1.12. rettete die US Coast Guard die dreiköpfige Besatzung des 38 Fuß langen Kutters "Manatee". Das Schiff hatte gegen 15 Uhr Wassereinbruch erlitten. Von der Station Coos Bay lief ein 47-Fuß-Boot aus, das zwei Fischer abbarg und einen aus dem Wasser zog. Der Kutter kenterte und sank nahe der Barre des Coos Bay River wenige Minuten nach Eintreten des Notfalls zwischen zwei Molen. Die Schiffbrüchigen wurden zur Station Coos Bay gebracht, von wo sie mit leichten Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht wurden. betreut wurden. Offenbar hatte ein verlorener Propeller zu dem Wassereinbruch geführt. Als er abriss, zog er den gesamten Schaft mit sich, sodass es zu einem Wassereinbruch durch den Wellentunnel kam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Acht Seeleute überlebten Untergang vor Taiwan

Taizhou, Provinz / Volksrepublik China, 01.12.09 - Acht Überlebende des Untergangs der "Zheyuyu No. 4520" aus der Provinz Zhejiang am 29.12. vor Taiwan wurden gegen sieben Uhr früh gerettet. Zwei Kutter aus Zhejiang fanden fünf Schiffbrüchige, ein taiwanesischer Suchhubschrauber barg drei weitere. Der Kapitän wurde bereits gegen drei Uhr tot aus der See gezogen. Das Schiff war nach Maschinenschaden auf Grund gelaufen und dann gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Smit Salvage soll Öl der "Asian Forest" leichtern

Mangalore (Mangaluru), Bundesstaat Karnataka / Indien - Vertreter von Smit Salvage werden in den nächsten Tagen das Wrack der "Asian Forest", die am 18.7. mit einer Erzladung vor New Mangalore Port sank, unter die Lupe nehmen. An Bord befinden sich noch 400 Tonnen Bunkeröl, die geleichtert werden sollen. Die Crew des Schiffes wird seit dem Untergang in Mangalore festgehalten. Daran wird sich nichts ändern, bis die Ölbergung angegangen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2009

Koppelverband kam fest

Hansweert, Gemeinde Reimerswaal, Provinz Zeeland / Niederlande, 01.12.09 - Am 30.11. kam ein Koppelverband bestehend aus dem Schubschiff "Truyere", 2618 ts (EU-Nr. 05111630) sowie dem mit 2046 Tonnen Kohle beladenen Leichter "Aller" Probleme. Beim Einlaufen nach Hansweert riss sich die "Aller" los und lief am östlichen Hafendamm auf Grund. Sie wurde von dem Schlepper "Bravo" der Bergungsfirma Polderman aus Hansweert wieder flottgemacht. Danach konnte sie wieder von der "Truyere" längsseits genommen werden.
Bereits in der Nacht zum 22.7.2008 war der Verband havariert, als er einen Pfeiler der Weseler Rheinbrücke rammte. Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz, um einen drohenden Untergang abzuwenden. Der Brückenpfeiler hat sich drei Meter weit in einen der Rümpfe gebohrt.
Die "Truyere" hat eine Länge von 94,93 Metern und eine Breite von 11,40 Metern bei einem Tiefgang von 3,46 Metern. 1980 entstand sie auf der Meidericher Schiffswerft GmbH, Duisburg, als "Loetschental".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2009

"Horizons" wieder aufgefunden und im Schlepp zum Hafen

Bluff, Südinsel / Neuseeland, 01.12.09 - Die Yacht "Horizons" des Schweizer Einhandseglers Lüchtenborg, der nach einem schweren Ruderschaden 500 Seemeilen vor Neuseeland gerettet werden musste, weil die steuerlose Aluminium-Yacht in der schweren See jederzeit querschlagen konnte, ist gefunden. In Bluff, einem Hafen an der Südspitze Neuseelands, gelang es Lüchtenborg, einen Fischer zu finden, der bei der Suche nach der aufgegeben in der See treibenden Yacht helfen wollte. Am 30.11. wurde sie tatsächlich gesichtet und von dem Kutter in Schlepp genommen. Die Suche nach der treibenden Yacht war relativ problemlos verlaufen, da Lüchtenborg an Bord ein satellitengestütztes Ortungssystem installiert hatte. Die Sendeeinheit meldete stündlich die Position und die Drift-Richtung. Diese Daten wurden allerdings nicht veröffentlicht, um mögliche andere Bergungsinteressenten abzuhalten. Am 1.12. wurde die "Horizons" vor Neuseeland erwartet. In einem dortigen Hafen soll das Schiff repariert und das Projekt "sail2horizons" fortgeführt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2009

Transportschiff sank nach Kollision in Singapur

Republik Singapur, 01.12.09 - Nach Kollision mit einem anderen Schiff sank der Holzfrachter "SC 1175H" am 30.11. gegen 22.25 Uhr vor der Insel Sentosa. Der Unfall ereignete sich im Buran Channel, als das Fahrzeug unterwegs vom Penjuru Terminal zur Eastern Petroleum A Anchorage war. Alle vier Personen auf dem Boot, das Schiffsausrüstung transportierte, wurden von einem anderen Fahrzeug gerettet. Der Kollisionsgegner "SC 0485A", der unterwegs vom Penjuru Terminal zur Eastern Bunkering C Anchorage war, blieb unbeschädigt. Das gesunkene Wrack wurde mit einer Boje markiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2009

Kutter "Success" erfolgreich gehoben

Port Lincoln, Bundesstaat South Australia / Australien, 01.12.09 - Der 18 Meter lange Kutter "Success" sank am 30.11. um 5.20 Uhr im südaustralischen Hafen Port Lincoln. Der Metropolitan Fire Service versuchte, die auslaufenden 1,8 Tonnen Dieselöl zu binden. Ölsperren wurden um das an seinem Liegeplatz mit den Aufbauten noch aus dem Wasser ragende Wrack ausgelegt. Im Laufe des Tages gelang es einem Kran, die "Success" anzuheben. Die Backbordseite befand sich zwar noch unter Wasser, doch das Schiff hatte sich vom Grund gelöst, und mit Lenzpumpen und Auftriebshilfen sollte die Bergung zu einem erfolgreichen Ende gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2009

Tanker drohte Pier in Ijmuiden zu rammen

IJmuiden, Gemeinde Velsen, Provinz Noord-Holland / Niederlande, 01.12.09 - Am 28.11. um 10.30 Uhr erlitt der liberianische Tanker "Horizon Aphrodite" (IMO-Nr.: 9407366) in Ijmuiden einen Ruderversager. Das 183 Meter lange Schiff trieb daraufhin quer zur Südpier. Schlimmeres abgewendet wurde durch die beiden Iskes-Schlepper "Sirius" und "Triton", die binnen vier Minuten vor Ort waren und das Schiff auf den rechten Kurs zur Schleuse in den Nordsee-Kanal brachten. Von dort ging es nach Amsterdam weiter. Das Schiff wird bereedert von der Mondoro Marine Inc., Manager ist die Horizon Tankers Ltd SA.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2009

Perle soll erhalten bleiben
Update vom 30.11.09

Schlaitz, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt, 30.11.09 - Die Höhe des Schadens an dem Fahrgastschiff "Muldeperle", das auf dem Muldestausee sank, ist noch nicht zu beziffern. Erst muss der Reeder in Zusammenarbeit mit der Versicherung die Bergung des beliebten Fahrgastschiffes ausschreiben. Die "Muldeperle" die seit 25 Jahren von April bis Oktober auf dem Muldestausee unterwegs ist, war am 29.12. leckgeschlagen. Ein Spaziergänger hatte die Havarie gegen 11 Uhr entdeckt und Alarm geschlagen. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren vor Ort. Sie versuchten, Wasser aus dem Schiff zu pumpen, doch mussten die Arbeiten gegen 16.30 Uhr erfolglos eingestellt werden. Im Einsatz waren auch THW-Mitglieder, die mit einer Höchstleistungspumpe der Marke "Hannibal", die 5 000 Liter Wasser pro Minute ´zu fördern vermag, sowie Hebekissen zum letztlich vergeblichen Einsatz kamen. Zur Ursache der Havarie gab es noch keine Vermutungen. Dies wird erst möglich sein, wenn das Schiff geborgen und leer gepumpt ist. Bergung und Reparatur sind nun in Vorbereitung. "Wir haben in den ganzen Jahren viel in das Schiff investiert, manchmal sogar mehr, als es eingebracht hat", sagt Schiffseigner Berger, aber die Attraktion sei es ihm und seiner Familie wert, die kleine "Perle" zu erhalten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2009

Sportboot vor Stjørdal in Flammen aufgegangen

Stjørdal, Provinz (Fylke) Nord-Trøndelag / Norwegen, 30.11.09 - Am 30.11. um 15.07 wurde die Polizei alarmiert, weil 200 Meter vor dem Hafen von Stjørdal nahe des Flugplatzes von Værnes ein 25 Fuß langes Sportboot in Brand geraten war. Ein Bereitschaftsboot ging längsseits und löschte das in hellen Flammen stehende Wrack ab. Der Skipper wurde mit leichter Rauchvergiftung gerettet und in ein Krankenhaus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2009

Suchteams auf der "Coco 4" mit Steinen beworfen
Update vom 30.11.09

Nazirpur, Distrikt Bhola / Bangladesch, 30.11.09 - Die Anzahl von Opfern des Untergangs der "Coco-4" in Bhola in Süd-Bangladesh hat nun 77 erreicht. Möglicherweise waren sogar 2500 Menschen statt der bisher vermuteten 1500 an Bord. Allein 23 Tote wurden am 30.11. geborgen. Die meisten Opfer sind Frauen und Kinder. Die Berger haben die Decks des Wracks mittlerweile aufgeschnitten. Die hektischen Versuche, das Wrack durch die "Hamza" zu heben, scheiterten, nachdem das Schiff immerhin aufgerichtet war. Das untere Deck konnte mangels geeigneter Ausrüstung von den Tauchern bislang nicht durchsucht werden. Es wurde befürchtet, dass hier weitere Menschen eingeschlossen wurden, wiewohl kein gravierender Anstieg der Zahlen mehr angenommen wurde. Die oberen Decks sind inzwischen weitgehend durchsucht und geräumt. Bergungsmannschaften hielten auch flussabwärts verstärkt Ausschau nach abgetriebenen Leichen. Angehörige der Toten bewarfen Taucher und Berger auf dem Wrack der Fähre mit Steinen, weil sie empört über den verzögerten und langwierigen Einsatz waren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2009

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