S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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letzte Änderung: 31.Mai 2009 - Die Angaben sind ohne Gewähr
Russischer Tanker läuft auf Grund
Russland, 31.05.09 - Am 31.05. lief der 140 Meter lange Binnentanker "Kizhuch" (Baujahr 1964) mit 4999 Tonnen Schweröl, auf der Route Jaroslawl - S-Peterburg, auf dem Fluss Nizhnyaya Scheksna bei Kilometer 541,2 auf Grund. Bisher sind keine Schäden aufgetreten.
Quelle: R-Presse vom 31.05.2009
Wrackversenkung vor Hel in Polen
Hel (deutsch Hela), Halbinsel Hel, Woiwodschaft Pommern, Powiat pucki / Polen, 31.05.09 - Ein schönes Ende für die "K-18 Bryza": Voraussichtlich am 12. Juni 2009 wird das 28 Meter lange, drei Meter hohe und sechs Meter breite Passagierschiff der polnischen Marine (Baujahr 1964) vor der Halbinsel Hel in der Ostsee versenkt. Damit auch Taucheinsteiger in den Genuss des Wracks kommen, soll es nicht tiefer als 20 Meter liegen. Geplanter Startschuss ist Freitag, 12. Juni um 12 Uhr. Bei schlechtem Wetter kann sich die Aktion um rund eine Woche verzögern. Zurzeit liegt die "K-18 Bryza" noch im Hafen der gleichnamigen Stadt Hela, von wo aus sie auf See geschleppt werden wird. Wenn die Erlaubnis zu den Unterwasserarbeiten erteilt ist, beginnen die letzten Tage für das Schiff - über Wasser.
Quelle: P-Presse vom 31.05.2009
Mindestens 6 Tote bei Bootsunglück vor Sansibar
Sansibar, Port Malindi / Tansania, 31.05.09 - Beim Kentern eines Passagier / Frachtbootes vor Sansibar sind am Freitagabend (29.05.) mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern ist auch eine Mutter mit zwei Kinder. Mehrere Passagiere wurden am Sonntag, zwei Tage nach dem Unglück, noch vermisst. 28 Personen wurden gerettet. Der Kapitän gab an, dass 25 Passagiere und eine 13-köpfige Crew an Bord waren. Andere Medien berichten von 50 Personen , die an Bord gewesen sein sollen.
Das Boot brachte nach Behördenangaben Passagiere und Güter von Daressalam zu der vor dem tansanischen Festland gelegenen Tropeninsel im Indischen Ozean. Beim Einlaufen in den Hafen Malindi von Sansibar kenterte das Schiff.
Quelle: Tansania-Presse vom 31.05.2009
Elfjähriger aus dem Bordesholmer See gerettet
Bordesholm, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein / DE, 31.05.09 - Ein elf Jahre alter Schüler ist am Pfingstsonntag auf dem Bordesholmer See aus Seenot gerettet worden. Der Junge war nach Angaben der Feuerwehr mit einem kleinen Boot mehrere hundert Meter vom Ufer des knapp einen Quadratkilometer großen und acht Meter tiefen Sees entfernt, als er kenterte und um Hilfe schrie. Passanten alarmierten Rettungskräfte. Feuerwehr und Segler konnten den Jungen retten. Er kam stark unterkühlt in eine Krankenhaus.
Quelle: abendblatt vom 31.05.2009
Bootsunfall auf dem Kellersee
Eutin-Fissau, Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein / DE, 31.05.09 - - Am 30. Mai, gegen 16.00 Uhr, kam es auf dem Kellersee zu einem tragischen Unglücksfall. Aus bisher ungeklärter Ursache kenterten gegen 16.00 Uhr im Bereich Rothengrund bei Fissau zwei Männer in ihrem Kanadier. Beide Männer versuchten sich, ans etwa 50 Meter entfernte Ufer zu retten. Dem 46-jährigen Mann aus Bremen gelang es, zum Ufer zu schwimmen, ein 51-jähriger Bremer wird seitdem vermisst. Angehörige des Verunglückten verständigten unverzüglich Rettungskräfte. Sie konnten den 51-jährigen zunächst noch vom Ufer aus erkennen, plötzlich soll der Mann dann untergegangen sein. Eine sofort eingeleitete große Suchaktion verlief bislang negativ, der Vermisste konnte noch nicht gefunden werden. An der groß angelegten Suche beteiligten sich mehrere Boote der Feuerwehren Eutin, Malente und Sibbersdorf und der DLRG Bosau, Rettungshubschrauber Christoph 12 und ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera, sowie Taucher der Johanniter Unfallhilfe. Gegen 20.00 Uhr wurde die Suche ergebnislos eingestellt. Die Suche unter Wasser gestaltete sich äußerst schwierig. Die Sichtweite beträgt bei großer Strömung weniger als 10 cm, zusätzlich befindet sich großer Pflanzenbewuchs unterhalb der Wasseroberfläche. Die beiden befreundeten Männer haben gemeinsam mit ihren Ehefrauen das Pfingstwochenende auf einem nahe liegenden Campingplatz verbracht. Ein Notfallseelsorger betreut die Familien.
Quelle: Polizeidirektion Lübeck vom 31.05.2009
Bremerhaven: Zwei Kinder aus der Weser gerettet
Bremerhaven, Land Bremen / DE, 30.05.09 - Am 30.05.09 gegen 15.30 Uhr wurde der WSP Inspektion Bremerhaven mitgeteilt, dass im Bereich der Seeschifffahrtstraße Weser, Einfahrt zur Geeste, zwei Personen hilflos im Wasser treiben sollen. Das in der Nähe befindliche Schlauchboot "Bremen 10" der Wasserschutzpolizei traf kurz nach Eingang der Notmeldung am Ort ein. Ein in die Geeste einlaufendes Segelboot hatte den beiden Personen - zwei Kindern im Alter von 14 und 15 Jahren - eine Leine zugeworfen, konnte sie aber nicht an Bord ziehen. Dies gelang dann der Besatzung des Schlauchbootes Bremen 10. Beide Kinder wurden zunächst von den WSP-Beamten in die Obhut der Besatzung eines eingetroffenen Rettungswagens gegeben, da beide unterkühlt waren. Glücklicherweise erlitten sie keine weiteren Verletzungen.
Die mit ihrem Wasserrettungszug eingetroffene Berufsfeuerwehr Bremerhaven musste nicht mehr eingreifen, ebenso wenig wie das Tochterboot des auch alarmierten Seenotrettungskreuzers. Beide Kinder wurden durch Beamte der Ortspolizeibehörde Bremerhaven ihren Eltern übergeben. Die Kinder wollten nach eigenen Angaben im Bereich des Weser - Strandbades lediglich bis zu den Knien im Wasser baden. Sie wagten sich aber zu weit hinaus in einem Bereich, wo der Grund plötzlich steil abfällt. Hier gerieten die beiden Kinder ins tiefe Wasser und wurden von der Strömung weggetragen. Aufgrund des auflaufenden Wassers wurden sie glücklicherweise in Richtung Geestemole vertrieben. Auch das der vorherrschende Schiffsverkehr im Bereich der Geesteinfahrt zu dem Zeitpunkt gering war, war ein glücklicher weiterer Umstand
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 30.05.2009
Schiffsführer schwer verletzt
Recke, Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen / DE, 30.05.09 - Am 30.05. gegen 18.15 Uhr wurde der Schiffsführer des Gütermotorschiffes "LABE 17" (ENI-Nr.: 8451844, Baujahr 1971) auf dem Mittellandkanal an der Anlegestelle in Recke-Espel schwer verletzt. Laut Auskunft der Wasserschutzpolizei hatte sich beim Anlegemanöver der linke Arm des 58-jährigen Mannes aus Polen in einer Leine verfangen, mit dem er das 79,99 Meter lange Schiff festmachen wollte. Der Arm war zwischen die Schlaufe einer Festmacherleine und dem an Bord befindlichen Poller geraten. Da das Schiff noch in Bewegung war, wurde dem Mann durch das Gewicht des Schiffes der linke Arm bis zum Gelenk abgetrennt. Rettungskräfte des DRK Recke und Ibbenbüren, die zunächst am Unfallort waren, übernahmen die Erstversorgung. Der Mann wurde dann mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.
Quelle: Presse vom 30.05.2009
Yacht verunglückt an der Côte d'Azur
Cap Ferrat, Côte d’Azur / Frankreich, 30.05.09 - Am 30. Mai um 04:30 Uhr ist die 40 Meter lange Yacht M/Y "Pari", die unter maltesischer Flagge fährt, auf eine Felsenklippe des Cap Ferrat an der Côte d'Azur aufgelaufen. Von den acht Personen an Bord, sechs Besatzungsmitglieder und zwei deutsche Passagiere, wurden von der Feuerwehr 7 Personen in Sicherheit gebracht. Der Kapitän der Yacht sei an Bord geblieben. Der Schlepper "Triton" hält die Yacht in einer stabilen Position. Am späten Nachmittag soll mit Hilfe des Schleppers "Abeille Flandre" versucht werden, das Boot wieder flottzumachen.
Quelle: Presse vom 30.05.2009
Binnenschiff sinkt im Hamburger Hafen
Hamburg-Finkenwerder, Land Hamburg / DE, 30.05.09 - In der Nacht zum Samstag ist in Hamburg das fast 80 Meter lange Binnenmotorschiff "Katy-B" Leck geschlagen und auf den Grund der Elbe gesunken. Menschen wurden nach Polizeiangaben nicht verletzt. Ein anderes Schiff habe vermutlich den Frachter im Vorhafen Finkenwerder gerammt und mit seinem Anker die Bordwand aufgerissen, teilte die Polizei am Morgen mit. Daraufhin lief die mit 1050 Tonnen Weizen beladene "Katy-B" voll Wasser.
Die Feuerwehr versuchte bis zwei Uhr morgens, das Sinken zu verhindern. Doch die mit 1.050 Tonnen Weizen beladene "Katy-B" lief voll Wasser und sank schließlich auf den Grund der Elbe. Taucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gelang es inzwischen, das etwa 40 mal 15 Zentimeter große Leck an der Steuerbordseite provisorisch abzudichten. Eine Firma wurde mit dem Löschen der nassen Ladung beauftragt.
An Bord sollen sich rund 7.700 Liter Diesel sowie 80 Liter Schmieröl befinden. Die Umweltbehörden ließen an der Unglücksstelle Schwimmkörper auslegen, um ein Ausbreiten von Öl in der Elbe zu verhindern. Eine Bergung des teilweise aus dem Wasser ragenden Schiffs werde derzeit geprüft, sagte der Polizeisprecher.
Quelle: Presse vom 30.05.2009
Segelyacht läuft bei Bingen auf Grund
Bingen am Rhein, Landkreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz / DE, 30.05.09 - Glimpflich verlief der Unfall eine Segelyacht am Donnerstag, 28. Mai, gegen 15.45 Uhr auf Höhe des Leitwerks bei Bingen. Die 7,5 Meter lange Yacht fuhr sich auf dem Leitwerk fest und hing mit dem Kiel etwa in Strommitte auf der Steinschüttung fest. Den beiden Seglern an Bord gelang es nicht, die Yacht aus eigener Kraft wieder freizufahren. Ein Boot der Wasserschutzpolizei Bingen eilte den Seglern zu Hilfe und unternahm vor Ort zunächst die Sicherung der Unfallstelle im stark befahrenen Strom. Bereits gegen 16.20 traf der alarmierte Schlepper aus Trechtingshausen an der Unfallstelle ein. Mit seiner Hilfe konnte die Segelyacht freigeschleppt werden. Die Segler hatten Glück im Unglück. Nach der anschließenden Unfallaufnahme konnten die beiden mit ihrem Boot die Weiterfahrt zu ihrem Zielhafen Köln antreten. Es waren bei dem Unfall weder Personen- noch Sachschäden aufgetreten.
Quelle: allgemeine-zeitung vom 30.05.2009
US-Küstenwache rettet sechs Soldaten
Ilwaco, Pacific County, Bundesstaat Washington / USA, 29.05.09 - Am 29.05. hat die Küstenwache sechs Oregon National Soldaten gerettet. Die Soldaten befanden sich mit Ihrem 32-Fuß langen Boot auf einer Trainingsfahrt, als es, etwa zwei Meilen von der Mündung des Columbia River's, in der Nähe von Ilwaco, Washington kenterte.
Die Küstenwache in Astoria fing etwa um 10:00 Uhr ein Mayday-Ruf auf und schickte ein 47-Fuß-Rettungsboot von der Station Cape Disappointment, Wash. und ein MH-60J Hubschrauber von Group/Air Station Astoria zur Unglückstätte.
Der Hubschrauber setzte ein Rettungsschwimmer ab, um die sechs Männer zu helfen. Die Crew des Rettungsbootes nahm dann die Soldaten an Bord. Es gab keine Verletzten. Die Ursache für das Kentern wird jetzt untersucht.
Quelle: US Coast Guard vom 30.05.2009
Feuer auf "Vinzenzo Florio" wütet weiter
Update vom 29.05.09
Palermo, Insel Sizilien / Italien, 29.05.09 - Die italienische Ro-Ro-Fähre "Vincenzo Florio", 30757 BRZ (IMO-Nr.: 9144732), die am 29.5. um 3.16 Uhr in Brand geraten war, wurde im Laufe des Tages vor den Hafen von Palermo geschleppt. Aus dem Autodeck stieg weiterhin dichter Rauch auf. Das Schiff sollte erst eine Einlaufgenehmigung erhalten, wenn der Brand eingedämmt ist. Feuerlöschboote gingen von außen gegen den Brand vor, der im Innern sich weiter ausgebreitet hatte. Die Passagiere waren in der Nacht gegen vier Uhr geweckt und an Deck geschickt worden. "Sie klopften an die Kabinentüren und sagten uns, wir sollten aufs Deck kommen. Es war schwierig, zu atmen, das ganze Schiff war voll Rauch. Dann ließen sie die Rettungsboote herab", schilderte ein Passagier nach seiner Rettung den Beginn der Evakuierung.
Doch die Brandbekämpfung schien zunächst Erfolg zu haben, und die Fahrt von Neapel nach Palermo wurde fortgesetzt. Gegen sechs Uhr, als sich Versuche der Crew, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen, gescheitert waren, entschied der Kapitän das Ausbooten der Passagiere. 36 wurden in Rettungsbooten und Inseln auf ein Küstenwachboot und 490 auf die SNAV-Fähre "Sardegna", die einstige "Olau Hollandia", 35000 BRZ, die die Schichau Werft Bremerhaven 1999 für die Olau Line Ltd. in Hamburg erbaut hatte, gebracht. 29 von ihnen wiesen Symptome von Rauchvergiftungen auf. Die meisten der 35-köpfigen Crew blieben nach der Evakuierung der Passagiere zunächst noch an Bord, doch später musste das Schiff komplett geräumt werden. Schlepper zogen es auf die nahe Küste zu.
Wahrscheinlich war im Wagendeck ein Fahrzeug oder eine Kühleinheit in Brand geraten.
Das Schiff wurde 1999 bei Cantiere Navale Ferrari, La Spezia, Italien erbaut. Es war 180,30 Meter lang, 26,80 Meter breit und für 1200 Passagiere sowie 608 Pkw ausgelegt.Nach der Ablieferung im Oktober 1999 an die Tirrenia di Navigazione S.p.A, Neapel, kollidierte sie am 4.10.1999 beim ersten Einlaufen in Neapel mit dem Kreuzfahrtschiff "The Topaz". Drei Tage später begann der Liniendienst Neapel - Palermo. Am 19.12.2004 kam es bereits einmal zu einem Brand im Wagendeck, als das Schiff mit 472 Passagieren auf dem Weg nach Neapel war. Die Fähre wurde dann bei acht Windstärken in den Hafen eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.05.2009
Info: Am Morgen des 30.05. war das Feuer auf der Fähre "Vincenzo Florio" noch nicht gelöscht.
Australien: Kreuzfahrer müssen in Quarantäne
Canberra / Australien, 29.05.09 - Drei Besatzungsmitglieder auf dem im Pazifik fahrenden Kreuzfahrtschiff "Pacific Dawn" mit 2000 Passagieren sind an der Schweinegrippe erkrankt. Bei fünf Urlaubern bestehe der Verdacht einer Ansteckung, erklärte die Reederei P&O am Freitag. Die "Pacific Dawn" nahm daraufhin Kurs auf Australien und soll Sonntag (31.05.) in Brisbane anlegen, wie das australische Gesundheitsministerium mitteilte. In Brisbane sollen zunächst rund 150 Passagiere aus Queensland von Bord gehen dürfen. Sie sollen sieben Tage zu Hause bleiben. Die übrigen Passagiere sollen nach Willen der Gesundheitsbehörde auf dem Schiff unter Quarantäne gestellt werden.
Es war bereits der zweite Ausbruch der Schweinegrippe an Bord der "Pacific Dawn". Auf ihrer letzten Fahrt, die am Montag in Sydney endete, erkrankten 24 Menschen an der Seuche, der weltweit rund 100 Menschen zum Opfer gefallen sind.
Die 247 Meter lange und 32,30 Meter breite "Pacific Dawn" (IMO: 8521232, 70.000 BRZ) ist ein Kreuzfahrtschiff der P&O Cruises Australia. Sie fährt unter der Flagge Großbritanniens. Sie wurde von Fincantieri Naval in Triest gebaut und 1991 als "Regal Princess" für die Reederei Princess Cruises in Dienst gestellt. 2007 wurde das Schiff an die P&O Australia Cruises übergeben und in "Pacific Dawn" umbenannt. Sie hat eine Besatzung von 678 und kann 2100 Passagiere aufnehmen.
Quelle: Freie Presse vom 29.05.2009
Brennende Fähre vor Italien evakuiert
Palermo, Insel Sizilien / Italien, 29.05.09 - Vor der italienischen Küste ist die Fähre "Vincenzo Florio", 30.757 BRZ (IMO-Nr. 9144732) mit 526 Passagieren in Brand geraten. Die Fahrgäste wurden in Rettungsbooten in Sicherheit gebracht. Fünf Passagiere, darunter eine Schwangere, wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die "Vincenzo Florio" war auf dem Weg von Neapel nach Palermo. Das Feuer brach am Freitagmorgen (29.05.) im Autodeck der Fähre aus, als das Schiff 40 Kilometer von der sizilianischen Hauptstadt entfernt war. Die Passagiere wurden mit Rettungsbooten zu einer anderen Fähre und einem Schiff der Küstenwache gebracht. Die meisten der 35 Besatzungsmitglieder blieben an Bord, um die Brandbekämpfung zu unterstützen. Das Schiff sollte danach nach Palermo geschleppt werden. Die zehn Jahre alte "Vincenzo Florio" hatte 50 LKW und mehr als 100 Kleinwagen geladen. Es ist nicht der erste Brand auf der Fähre: Schon im Dezember 2004 war ein ähnliches Feuer auf dem Wagendeck ausgebrochen.
Die Fähre entstand 1999 bei Cantiere Navale Ferrari in La Spezia. Sie ist 180,30 Meter lang und 26,80 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.05.2009
Frontalzusammenstoß auf dem Neckar
Update vom 28.05.09
Ludwigsburg, Baden-Württemberg / DE, 29.05.09 - Am Nachmittag des 28.5. kollidierten auf dem Neckar bei Hoheneck zwei Binnenschiffe Bug auf Bug, wobei ein Schaden von 100 000 Euro entstand. Die 85 Meter lange "Rialto" 1287 ts (ENI-Nr.: 02104653), aus Rotterdam war mit 1250 Tonnen Kunstdünger zum Stuttgarter Hafen unterwegs die 105 Meter lange "Gebrüder Krieger" 1405 ts (ENI-Nr.: 4403850), aus Neckarsteinach befand sich auf einer Leerfahrt stromabwärts. Beide Schiffe fuhren nicht mit voller Kraft, auf dem Neckar dürfen Binnenschiffe 16 Stundenkilometer schnell fahren. In einer Kurve in Höhe von Hoheneck, unweit des Neckarstegs, näherten sich die beiden Schiffe einander etwa in der Flussmitte. Wahrscheinlich hatten sich die Schiffsführer nicht ausreichend über den Kurs abgesprochen. Der Kapitän der "Gebrüder Krieger" sah das entgegenkommende Schiff auf Kollisionskurs, konnte aber nicht mehr ausweichen. Auch der niederländische Kollege bemerkte seinen Kurs, konnte aber ebenfalls nicht mehr reagieren. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem beide Schiffe am Bug beschädigt wurden.
Die "Gebr. Krieger" der Gebr. Krieger OHG entstand 1960 auf der Gustavsburg Schiffswerft GmbH, Mainz Gustavsburg. Die "Rialto" wurde als "CSPLO MN 8505" 1968 bei Ceske Lodenice, Melnik, erbaut und wird seit 2009 von L. & E. Hoogendoorn in Werkendam bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.05.2009
Öl der "Sea Diamond" wie Zahnpasta
Update vom 26.05.09
Kykladeninsel Santorin (Sandorini) / Griechenland, 29.05.09 - Die Operation zum Leichtern des Öls aus der "Sea Diamond" vor Santorin hat einen Rückschlag erlitten. Es stellte sich heraus, dass das Öl sich verdickt hat und die Konsistenz von Zahnpaste aufweist. In die Seite des Schiffes war ein Loch geschnitten worden, doch die Saugrohre waren nicht in der Lage, die Substanz aus den Tanks zu pumpen. In den Tanks werden noch rund 120 Tonnen Öl vermutet, rund 300 Tonnen waren nach dem Untergang ausgelaufen und in den dem April 2007 folgenden Monaten beseitigt worden.
Der Minister für die Handelsmarine Anastassis Papaligouras besuchte gestern die Insel und eine Untersuchung durch eine Expertengruppe soll festellen, ob es ratsam ist, und machbar ist, das Wrack zu heben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.05.2009
Frachter im Bosporus gestrandet
Istanbul / Türkei, 28.05.09 - Der unter St.-Vincent and Grenadines-Flagge registrierte RoRo-Frachter "Ella J", 10.162 BRZ (IMO-Nr. 7521962), lief am 28.5. im Bosporus auf Grund. Das Schiff hatte vor der Küste von Yenikoy Maschinenschaden erlitten und war ins Treiben geraten. Das Schiff kam mit Schlagseite nur wenige Meter von alten Istanbuler Häusern zu liegen. Rettungsboote versuchten, das mit Holz von der türkischen Insel Burgaz zum Hafen Derince in Istanbul unterwegs gewesene Schiff flottzumachen. Die "Elle J" entstand 1977 als "Bore Sun" bei Nye Fredriksstad und wird bereedert von Dilys Carrier in Liberia. Sie ist 150,94 Meter lang und 19,27 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.05.2009
Bordhund vorschriftsmäßig mit Rettungsweste
Ocean Marine, Portsmouth, Virginia / USA, 28.05.09 - Ein Rettungsboot der Coast Guard-Station Portsmouth assistierte am Nachmittag des 28.5. zwei Erwachsenen, drei Kindern und einem Hund auf einem leckgeschlagenen Katamaran nahe der Deep Creek Locks in Chesapeake. Der Eigner der 38 Fuß langen "Hull-a-balloo" hatte die Coast Guard Hampton Roads um 11.40 Uhr alarmiert, dass in sein Boot nach Kollision mit einem im Dismal Swamp Canal rund 200 Gallonen Wasser minütlich eindrängen. Es war zwar möglich, mithilfe der Bilgenpumpe den Wassereinbruch im Schach zu halten, aber nicht, das Boot zu lenzen. Um 12.26 Uhr war ein 25-Fuß-Boot vor Ort und brachte eine weitere Lenzpumpe auf das Boot. Bei seinem Eintreffen hatten alle Bootsfahrer wie auch der Bordhund Rettungswesten angelegt. Zwei Männer der Coast Guard blieben auf dem Havaristen und überwachten den Riss im Rumpf, bis die "Hull-a-balloo" den Hafen in Ocean Marine erreicht hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.05.2009
Boot im Nebel gestrandet
Fire Island, Suffolk County, Bundesstaat New York / USA, 28.05.09 - Eine Crew der Coast Guard rettete drei Segler am Morgen des 28.5. vor Fire Island, New York, nachdem deren 40 Fuß lange Yacht "Gwaihir" in Nebel dort gestrandet war. Die Coast Guard Long Island Sound wurde um drei Uhr alarmiert, nachdem die "Gwaihir" auf einer Sandbank vor dem Strand von Fire Island gestrandet war und in schwerer Brandung lag. Ein Boot der Station Fire Island lief aus und traf gleichzeitig mit einem Fahrzeug des Suffolk County Police Department vor Ort ein. Es gelang, die Schiffbrüchigen zu erreichen und abzubergen. Sie wurden dann zur Rettungsstation Fire Island gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.05.2009
Explosion und Feuer auf einem Versorger
New Orleans, Louisiana / USA, 28.05.09 - Am Morgen des 28.5. kam es um 8.12 Uhr zu einer Explosion auf dem Versorger "Capt. Rayne" 15 Meilen südlich der Atchafalaya Bay, Louisiana. Dabei erlitten zwei Männer, darunter der Kapitän, Verbrennungen. Das Schiff der Heather Lynn Inc. aus Morgan City war für das Offshore Rig "Eugene Island" im Einsatz. Die Coast Guard New Orleans schickte einen MH-65C Dolphin-Helikopter, der die beiden Verletzten ins Baton Rouge General Hospital flog. Der Brand konnte mithilfe der Küstenwache anschließend gelöscht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.05.2009
"Vandenberg" könnte ab dem Wochenende betaucht werde
Update vom 28.05.09
Key West, Monroe County, Florida / USA, 28.05.09 - Die vor Florida versenkte "Gen. Hoyt S. Vandenberg" (Länge: 522' 10") könnte am Nachmittag des 30.5. für Sporttaucher freigegeben werden. Die Versenkung wurde als perfekt eingeschätzt. Das Wrack liegt auf 150 Fuß Tiefe, Teile reichen bis auf 45 Fuß unter die Wasseroberfläche. Am Nachmittag des 28.5. wurde die Verlegung von Mooring-Bojen abgeschlossen. Die beiden großen Antennen mussten noch gesichert werden. Sie hatten sich beim Untergang von ihren Fundamenten gelöst, blieben aber dank stabilisierender Trossen in ihrer Position, als das Schiff am 27.5. sank. Am Morgen des 29.5. sollte die Sicherung beginnen. Das Wrack soll ein sicherer Tauchgang sein. Deswegen bleibt die Sicherheitszone von 500 Yard bis zum Abschluss der Arbeiten eingerichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.05.2009
Familie des ertrunkenen Kapitän's der "Maggie B" reichen Zivilklage ein
Ballycotton, County Cork / Ireland, 27.05.09 - Die Familie eines vor drei Jahren ertrunkenen Trawlerkapitän wird eine Zivilklage gegen die Eigner der "Maggie B" und die früheren Eigner, die Declan Bates aus Kilmore Quay, einleiten. Die Angehörigen stützen sich auf den Untersuchungsbericht des Marine Casualty Investigation Board, aus dem hervorging, dass die "Maggie B" nicht zum Fischfang lizensiert war, als sie 2006 vor Hook Head sank. Der Kapitän aus Ballycotton, County Cork, und ein polnischer Decksmann kamen ums Leben, ein weiterer Pole wurde gerettet.
Die Familie gab nun bekannt, dass die Klagen gegen die Walsh Brothers Fishing Limited aus Garryvoe, Cork, und die Declan Bates aus Kilmore Quay beim High Court eingingen. Walsh Brothers Fishing Limited hatte das Schiff von Bates erworben und war im Registrierungsverfahren, als es sank. Der Deputy Registrar General of Fishing hatte am 29.3.2006 einen Brief im Zusammenhang mit der Registrierung geschrieben, einen Tag nachdem das Schiff aus Kilmore Quay zu seiner verhängnisvollen Fahrt ausgelaufen war. In dem Brief wurden eine Reihe von Voraussetzungen aufgezählt, die zur Registrierung erfüllt sein mussten. Dazu gehörte eine Untersuchung des Schiffes für Fahrzeuge der Kategorie von 15 bis 24 Metern Länge, die bestätigte, dass das Schiff sicher und seetüchtig ist. Der Brief besagt, dass es zuvor verboten ist, auf Fang zu gehen. Die "Maggie B" war 1995 auf 15,72 Meter verlängert und umgebaut worden. Zwei Jahre zuvor war sie in Milford Haven verkauft und von Februar 2003 bis Mai 2005 in Kilmore Quay umgebaut worden.
Anfang 2006 verkaufte die Kilmore Quay sie an die Walsh Brothers Fishing Limited. Die Kurrbäume waren abmontiert und das Schiff zum Heringsfang umgerüstet worden. Das Marine Survey Office führte eine erste Sicherheitsinspektion im Oktober 2003 durch sowie eine weitere im September 2005 in Kilmore Quay, wobei die Sicherheitsausrüstung für ordnungsgemäß befunden wurde. Im Februar 2006 wurde eine Generaluntersuchung durchgeführt. Als die "Maggie B" von den Walsh-Brothers erworben wurde, war vorgesehen, das Schiff wieder zurückzubauen, und eine große Anzahl von Änderungen wurde durchgeführt. Eine Menge Ballast wurde dazu bewegt. Ob die Gesamtmenge sich dabei veränderte, war nicht mehr zu ermitteln. Das Schiff wurde zur Fangfahrt vorbereitet, und ein erstes Auslaufen für den 28.3.2006 geplant. Zu dieser Zeit waren keine Stabilitätskalkulationen durchgeführt worden, die die Gewichtsveränderungen berücksichtigten. Als das MCIB solche nach der Bergung des Wracks anstellte, gab es aber keine Hinweise auf mangelnde Stabilität. Es schien aber ein andauerndes Problem mit dem Bilgenwasser-Alarm gegeben zu haben. Es wurde nicht herausgefunden, wo im Maschinen- und im Fischraum ein Wassereinbruch stattfand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.05.2009
Kasko riss sich los und strandete
Kumkale, Çanakkale / Türkei, 19.05.09 - Am 18.5. um 19.30 riss sich der Kasko eines Versorgers "Hull Nr. 153" bei der Nord-Süd-Passage der Straße von Çanakkale von der Trosse des Schleppers "Hellas" los und strandete vor Kumkale. Die Rettungsboote "Kurtarma 2", "Söndüren 5" und "Kiyi Emniyeti 2" kamen dem Havaristen zu Hilfe und konnten ihn am 19.5. um 13.50 Uhr wieder freischleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.05.2009
Zwei Tote bei Sportbootunfall im Carwitzer See
Carwitz, Gemeinde Feldberger Seenlandschaft, Landkreis Mecklenburg-Strelitz, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 28.05.09 - Zwei Menschen sind am Donnerstag (28.05.) bei einem Sportbootunfall auf dem Carwitzer See im Kreis Mecklenburg-Strelitz ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben bargen Rettungskräfte am frühen Nachmittag aus zehn bis 15 Metern Tiefe die Leichen einer 29-jährigen Frau und eines 46-jährigen Mannes. Ihr Segelboot war gegen Mittag aus zunächst ungeklärter Ursache gekentert. Ein Zeuge hatte dies aus knapp einem Kilometer Entfernung beobachtet und eine Such- und Rettungsaktion ausgelöst. Die Verunglückten hätten keine Rettungswesten getragen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Frontalzusammenstoß auf dem Neckar
Ludwigsburg, Baden-Württemberg / DE, 28.05.09 - Am 28.5. gegen 13 Uhr sind auf dem Neckar bei Ludwigsburg in einer Kurve des Flusses bei der Neckarweihinger Brücke sind ein holländisches und ein deutsches Gütermotorschiff Bug auf Bug kollidiert. Verletzt wurde niemand. Der Schaden an den Schiffen belief sich auf mindestens 50.000 Euro. In die Ermittlungen der Beamten der Wasserschutzpolizeistation sind Sachverständige der Versicherungen eingeschaltet. Die beiden Schiffsführer durften vorläufig nicht weiterfahren. Als Unfallursache wurde angenommen, dass die Schiffsführer sich nicht ausreichend verständigt haben. Das deutsche Güterschiff war ohne Fracht talwärts in Richtung Mannheim unterwegs, das holländische Schiff mit 1250 Tonnen Düngemittel an Bord fuhr bergwärts Richtung Plochingen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Kutter "Blondi" hat wieder Oberwasser
Update vom 19.05.09
Heiligenhafen, Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein / DE, 28.05.09 - Der vor wenigen Tagen im Heiligenhafener Kommunalhafen gesunkene Kutter "Blondi" schwimmt wieder. Dank der Kollegenhilfe der Mannschaft des Fischkutters "Bleibtreu" konnte das Heck des gesunkenen Kutters "Blondi" angehoben und das Schiff durch Fischer Manfred Baltrusch, unterstützt von befreundeten Fischern, gelenzt werden. Baltrusch hatte Hilfe von der Feuerwehr, die kostenpflichtig gewesen wäre, abgelehnt. Als es am 24.5. auch nicht gelungen war, mittels kleiner Lenzpumpen das Wasser aus dem Schiff zu pumpen, kam er auf das Angebot der "Bleibtreu"-Crew zurück.
Damit der große Hochseekutter am 25.5. an den Pfählen neben dem gesunkenen Kutter festmachen konnte, hatte der Hafenmeister die dort liegenden Schiffe verholen lassen. Auch einen Taucher hatte er kommen lassen, um eine Trosse unter dem gesunkenen Schiff durchziehen zu können. Jetzt konnte über einen Ladebaum der "Bleibtreu" mit Hilfe der Winde, die sonst die Fangmetze an Bord zurückholt, das Heck der "Blondi" angehoben werden. Da nun kein Wasser mehr nachlaufen konnte, schaffte es Manfred Baltrusch, mit Unterstützung seiner Fischerkollegen den Kutter zu lenzen.
Die Wasserschutzpolizei, die den jetzt wieder schwimmenden Kutter in Augenschein nahm, konnte keine Schäden feststellen, die zu einem Wassereinbruch hätten geführt haben können. Die Wasserschutzpolizei hat mit den Ermittlungen begonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Aufklaren in Bremerhaven nach Dreifachkollision
Update vom 27.05.09
Bremerhaven, Land Bremen / DE, 27.05.09 -
Der norwegische Autotransporter "Hoegh London", 57280 BRZ (IMO-Nr.: 9342205) lag am Tag nach seiner Triple-Kollision an der Columbuskaje in Bremerhaven. Das Schiff wies an Steuerbordseite erhebliche Schäden auf, Brückennock und Lüfterhutzen waren demoliert, das Heck aufgerissen und eingedrückt. Die "Maersk Bintan", 42450 BRZ (IMO-Nr.: 9355288) versegelte am 27.5. zum MSC Gate in Bremerhaven. Die "Maersk Newark" 27322 BRZ (IMO-Nr.: 9239903) verblieb bei NTB. Auf dem Schiff wurden die Ladekräne abgeknickt, mehrere Container aufgeschlitzt. Das Ladegeschirr wurde völlig demoliert, ein aufgeschlitzter Container mit Papierrollen zeugte von der Gewalt, mit der der Havarist die Containerschiffe gestreift hatte. Ein beim Aufprall über Bord gegangener Container wurde auf dem Grund der Weser geortet.
In den Mittagsstunden des 27.5. fuhr das Peilschiff "Kiek ut" der Hafengesellschaft Bremenports die Stromkaje ab auf der Suche nach dem verschwundenen Container. Unweit der Havariestelle am Kajenmeter 4750 wurde es fündig. Fünf Meter von der Kante entfernt wurde die Box geortet. Sie ragte zwei Meter aus dem Schlick heraus. Wann sie geborgen wird, muss der Hafenkapitän entscheiden.
Die "Husky Racer", 9991 BRZ (IMO-No.: 9144720) wurde am Nachmittag des 27.5. von den Schleppern "Rotesand" und "Berne" auf den Haken genommen und zum Westkai des Fischereihafens verholt. Alle vier Schiffe sollten im Laufe des Tages von Ingenieuren der Klassegesellschaften untersucht werden, um festzustellen, ob sie vor dem Auslaufen repariert werden müssen. Allen Kapitänen war nach der Havarie verboten worden, Bremerhaven zu verlassen.
Außergewöhnliche Umstände haben zur Kollision des von drei Schleppern mit 4500 PS assistierten Autotransporters "Hoegh London" mit den Containerfrachtern geführt. Gegen 18.30 Uhr war das Schiff von Windböen bis Stärke acht Richtung Stromkaje gedrückt worden. Dort lag auch der chinesische Spezialfrachter "Zhenhua 23", beladen mit vier Containerbrücken aus China. Der Autotransporter glitt knapp unter den Brückenauslegern hindurch. Am Ende der Stromkaje hatten die drei anderen Frachter festgemacht, die die "Hoegh London" mit dem Heck seitlich touchierte. Wenigstens einer der Havaristen soll dem Vernehmen nach erst nach der Reparatur auslaufen dürfen. Den Auftrag soll sich die Lloyd Werft gesichert haben. Der Gesamtschaden wurde auf mehrere 100.000 Euro geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Info 28. Mai: Der 199,90 Meter lange Autotransporter "Hoegh London" liegt jetzt im Osthafen an der Autokaje.
Räumung der "Berlinger" verzögert sich
Update vom 28.04.09
Ulm, Baden-Württemberg / DE, 27.05.09 - Im Mai vorigen Jahres wurde das einstige Flussfahrgastschiff "Berblinger" am Ulmer Donauufer bei einem nächtlichen Brand verwüstet. Seitdem liegt das Wrack stark zerstört am Flussufer vor der Adlerbastei. Wenn es nach dem Gastronomen geht, der das Schiff früher bewirtschaftet hat, wäre die "Berblinger" schon fort, doch dem Wirt gehört die "Berblinger" nur zur Hälfte. Miteigentümer ist ein Architekt, der bislang nicht die Erlaubnis gab, das Wrack endgültig zu beseitigen. Nach der Räumung der "Berblinger" möchte der Gastronom einen Ponton an der Bastei verankern. Die Stadt kann die Eigentümer nicht zwingen, das Schiff in einer bestimmten Frist zu beseitigen, da es keine rechtliche Grundlage dafür gibt, solange von dem Wrack keine Gefahr fürs Wasser ausgeht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Sturmfront über Bodensee brachte Segler in Bedrängnis
Bodensee, Baden-Württemberg / DE, 28.05.09 - Schwere Sturmböen, Starkregen sowie Hagel haben am 27.5. im Bodenseekreis erhebliche Schäden angerichtet. Innerhalb kurzer Zeit gingen bei der Polizei mehr als 200 Notrufe ein, die auch in Seenot befindliche Bootsbesatzungen sowie losgerissene und treibende Boote betrafen. Während auf dem See der Sturm tobte, liefen die Boote der DLRG und Feuerwehr zur Seenotrettung aus. Sie schleppten ein Segelboot in den Hafen, dessen Segel vor Fischbach zerfetzt wurden. Bei den Schiffsunfällen wurde eine Person leicht verletzt worden. Diese hat sich bei der Havarie ihres Segelbootes eine Kopfplatzwunde zugezogen. Das Boot war vor Meersburg gegen die Ufermauer in Höhe der Therme geprallt und gesunken. Die zwei an Bord befindlichen Personen können gerettet werden. Ein weiteres Segelboot wurde in die Flachwasserzone an der Einmündung der Seefelder Aach gedrückt, wo es keine Möglichkeit gab, die beiden an Bord befindlichen Personen in Sicherheit zu bringen. Die Wasserschutzpolizei wies sie an, sich in der Flachwasserzone in Richtung Pfahlbauten zu begeben. Die Bergung des Bootes konnte erst später erfolgen. Die Besatzung eines Segelbootes, die vor Langenargen Seenotzeichen gab, konnte sich noch in den Hafen Meichle und Mohr retten. Weniger Glück hatten zwei Männer auf einem Segelboot vor Immenstaad. Ihr Boot kenterte, und die Besatzung musste von der Wasserschutzpolizei gerettet und in den Hafen Friedrichshafen gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
"Theo Fischer" barg zwei Kutter
Barhöft, Gemeinde Klausdorf, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 27.05.09 - Gleich zwei Mal musste der Seenotkreuzer "Theo Fischer", der momentan in Barhöft liegt, am 26.05. auslaufen, um Kutterbesatzungen zu Hilfe zu kommen. Zunächst war gegen 18.50 Uhr ein 13 Meter langer, zum Sportschiff umgebauter Kutter mit einem Mann an Bord in Not geraten, als er in schwerem Wetter vor dem Darß in Höhe der Untiefentonne Ost einen Ruderschaden erlitt. Eine genaue Angabe zur Position konnte der Skipper nicht machen. Das Seenotrettungsboot "Hecht" der Freiwilligen-Station Zingst fand das Schiff bei starkem Seegang in einer durchziehenden Gewitterfront gegen 19.20 Uhr. Die zwischenzeitlich ebenfalls alarmierte "Theo Fischer" übernahm wenig später die Sicherungsbegleitung und eskortierte den Kutter nach Barhöft.
Um 22.45 Uhr wurde der Seenotkreuzer erneut alarmiert. Der Freester Kutter "Neptun" mit zwei Mann Besatzung lag mit Maschinenschaden vor Darßer Ort. Um ein Vertreiben zu verhindern, hatte der Kapitän noch notankern können. Zunächst machte das in der Nähe befindliche Gewässerschutzschiff "Arkona" Standby, bis die "Theo Fischer" beim Havaristen eintraf. Bei starkem Westwind mit sechs bis sieben Beaufort und Gewitterböen war es nicht möglich, die beiden Anker zu lichten. Sie wurden deshalb geslippt und mit Schwimmkörpern gekennzeichnet. Über die Revierzentrale wurde eine Sicherheitsmeldung für die Schifffahrt herausgegeben. Im Schleppverband gelang es dann trotz extrem grober See, die "Neptun" durch den engen Schifffahrtsweg nach Barhöft einzuschleppen. Bei dem von Uwe Heitmann betriebenen Kutter handelt es um ein von seinem Großvater 1920 in Freest erbautes Schiff, das möglicherweise der älteste noch aktive Kutter Deutschlands ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Italienischer Kutter trotz großer Bergungsaktion gesunken
Malta, 27.5.09 - Die Armed Forces of Malta und andere Militärkräfte kamen am Nachmittag des 27.5. dem morgens mit sieben Mann Crew in Seenot geratenen Trawler "Giuseppe Castano" zu Hilfe. Das italienische Schiff hatte 52 Meilen südwestlich von Malta Wassereinbruch erlitten und drohte zu sinken. Andere Kutter, ein Schlepper sowie das italienische Kriegsschiff "Casiopea" kamen zu Hilfe. Das französische Kriegsschiff "Surcouf" hielt einen Helikopter auf Standby. Als ein Bordhubschrauber der "Casiopea" den Havaristen erreichte, war keine Evakuierung notwendig, weil eine Pumpe das Wasser halten konnte. Als diese ausfiel, traf das Patroullienboot "P 51" ein und konnte zwei weitere Pumpen zum Einsatz bringen. Die Leckage konnte aber nicht lokalisiert werden. Am Abend war der Kutter auf den Haken genommen und wurde in Richtung Lampedusa abgeschleppt. An Bord befanden sich auch drei Mann Militärpersonal. Dann fielen auch die zusätzlich an Bord gebrachten Lenzpumpen aus, und wegen rauer See konnte die "Casiopea" keinen Brennstoff übergeben. Die Crew wurde nun mit einem Boot der "Casiopea" abgeborgen. Nachdem die Schlepptrosse gekappt war, sank die 80 Fuß lange "Giuseppe Castano" in der Nacht zum 28.5. 15 Meilen östlich Lampedusa. Die "P-51" lief anschließend in den Hafen von Lampedusa ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Osloer Fähre havariert
Insel Lindøya, Oslofjord, Gemeinde Gamle Oslo / Norwegen, 27.05.09 - Die 24,7 Meter lange norwegische Fähre "Oslo XI", 88 BRZ, kollidierte am 27.5. mit einer Brücke in Hovedøya und lief anschließend auf Grund. Die "Oslo 1" machte den Havaristen wieder flott und nahm ihn längsseits. Er wurde nach Lindøya geschleppt, wo die Fahrgäste auf die Ersatzfähre "Oslo X" umstiegen. Die "Oslo XI" kann bis zu 236 Passagiere aufnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Rettungsaktion für brennenden Kutter
Royan, Department Charente-Maritime, Region Poitou-Charentes / Frankreich, 27.05.09 - Am Morgen des 27.5. gegen 9.30 Uhr kam es auf dem 12 Meter langen Kutter "Manolie III" aus Marennes-Oléron zu einem Maschinenraumbrand. Das Schiff befand sich zwei Kilometer nördlich der Spitze von Verdon (Gironde). Ein Boot der Feuerwehr lief von Verdon aus und evakuierte die zweiköpfige Crew. Gleichzeitig machte sich das Rettungsboot "Madelein Dassault" der SNSM aus Verdon auf den Weg und begann, den Brand von außen zu bekämpfen. Dann wurde die Feuerwehr von Charente-Maritime um Unterstützung gebeten, die um 10.10 Uhr mit einem Hubschrauber eintraf. Drei Feuerwehrleute gingen an Bord des Havaristen. Aus La Rochelle kam eine Barge und das Rettungsboot "Amiral de Castelbajac" aus Royan vervollständigte um 11.50 Uhr die Rettungsflottille. Nachmittags gelang es, die "Manolie III" von der "Madeleine Barrault" zum Hafen von Royan abzuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Seenotretter mussten gerettet werden
Menemsha , Chilmark, Insel Martha's Vineyard, Dukes County, Massachusetts / USA, 27.05.09 - Die US Coast Guard musste am 27.5. fünf ihrer eigenen Männer retten, nachdem bei einem Manöver ein 25-Fuß-Boot 15 Meilen südlich von Martha’s Vineyard gekentert war. Ein Mann wurde leicht verletzt, ein anderer erlitt Unterkühlungen. Alle fünf waren Angehörige der Port Security Unit 301 in Cape Cod, Massachusetts. Sie wurden von einem anderen Boot gerettet, das in der Nähe trainierte. Sie wurden zur Coast Guard Station Menemsha gebracht und dort medizinisch betreut. Das Küstenwachschiff "Jefferson Island", ein 25-Fuß-Boot der Station Menemsha und ein Hilfsboot der Coast Guard waren vor Ort, um das gekenterte Rettungsboot zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
"Vandenberg" erfolgreich versenkt
Update vom 23.05.09
Key West, Monroe County, Florida / USA, 27.05.09 - Sieben Meilen südlich von Key West, Florida, wurde nach 13 Jahren Vorbereitung am Vormittag des 27.5. die "Gen. Hoyt S. Vandenberg" als neues künstliches Wrack versenkt. Die "Vandenberg" ging in einer Rauchwolke innerhalb von 1.54 Minuten über den Bug unter, nachdem um 10.22 Uhr eine Reihe von Sprengsätzen unterhalb der Wasserlinie gezündet und den Rumpf an vorbereiteten Stellen aufgerissen hatten. Das 17.000 Tonnen schwere und 160 Meter (523 Fuß), lange Schiff, das als Truppentransporter im Zweiten Weltkrieg erbaut wurde, kam aufrecht in der Nähe der Florida Keys auf 43 Meter Tiefe zu liegen; die Aufbauten ragen bis auf zwölf Meter Wassertiefe auf. Ein Tauchteam stellte anschließend sicher, dass alle Sprengsätze gezündet hatten. Danach sollte es prüfen, ob die strukturelle Integrität des Schiffes erhalten blieb, bevor es für Sporttaucher freigegeben wird.
Das Schiff ist nach dem 266 Meter langen Flugzeugträger USS "Oriskany", der 2006 versenkt wurde und vor Pensacola im mexikanischen Golf liegt, das weltweit zweitgrößte künstliche Wrack. Das Schiff fuhr ursprünglich als USS "General Harry Taylor" als Truppentransportschiff. Im Jahr 1963 wurde es nach größeren Umbauten als USNS "Gen. Hoyt S. Vandenberg" als Radar- und Minensuchschiff eingesetzt. Der wichtigste Einsatz waren die Aufzeichnung der Starts des US Raumfahrtprogramms von Cape Canaveral. Das Schiff beobachtete außerdem amerikanische Raketentests im Pazifik und belauschte während des Kalten Krieges russische Raketenabschüsse. Von 1976 an bis zur Ausmusterung war Port Canaveral in Florida die letzte Marinebasis der "Vandenberg".
Mit der Versenkung ist auch der Florida Keys Shipwreck Trek, eine Serie versenkter Schiffe, vervollständigt, deren erstes Wrack im Jahr 2002 die mit einer Länge von 510 Fuß von der Größe her nun entthronte "Spiegel Grove" war. Die Operation wurde finanziert vom Monroe County, den Florida Governor’s Office of Tourism, Trade and Economic Development; City of Key West, U.S. Maritime Administration, Florida Fish and Wildlife Conservation Commission, Florida Keys & Key West Tourism Council, der National Oceanic and Atmospheric Administration sowie privaten Spendern und Wirtschaftsspenden. Es wird erwartet, dass das Schiff Einnahmen von acht Millionen Dollar jährlich im Tauchtourismus generiert. Das Schiff wird mit seinen tausenden von Räumen nun zahllosen Fischen eine Heimstatt bieten und eine Lücke zwischen den Wracks der "Cayman Salvager" und einem in 60 Fuß Tiefe liegenden Schlepperwrack schließen, das von einem Hurrikan bereits stark zerstört wurde. Die "Cayman Salvager" liegt seit rund 30 Jahren in 100 Fuß Tiefe und ist stark mit Korallen bewachsen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Versenkung der "Canberra" verzögert
Melbourne, Bundesstaat Victoria / Australien, 27.05.09 - Die Versenkung von HMAS "Canberra" als Tauchwrack hat sich nach einem Disput über die beste Versenkungsstelle verzögert. Das Schiff sollte in diesem Monat vor der Bellarine Peninsula versenkt werden, nachdem es am Geelong' Getreidekai außer Dienst gestellt wurde. Das Commonwealth Department of Environment, Water and Heritage hatte Bedenken wegen der von der Regierung ausgewählten Position. Nun dürfte sich die Operation auf Mitte August verzögern. 17 Sprengsätze sollen das Schiff auf den Meeresgrund schicken. Die vorgeschlagene Versenkungsstelle vor Pt. Lonsdale hat eine Wassertiefe von 30 Metern, das Hauptdeck wird auf 18 Metern liegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Frachter von Kollisionsverdacht befreit
Update vom 22.05.09
Cape May, New Jersey / USA, 27.05.09 - Nach Auskunft der US Coast Guard war der liberianische Containerfrachter "Cap Beatrice" nicht an dem Untergang der "Lady Mary" am 24.3. vor Cape May beteiligt. Polizei und Küstenwache waren am 24.5. in Philadelphia an Bord gegangen. Sie befragten die Besatzung und ließen ein Tauchteam den Rumpf untersuchen. Das Schiff war zum Untergangszeitpunkt weniger als eine Meile von dem Kutter entfernt gewesen. Bei der Untersuchung des Schiffes fanden sich keine Hinweise auf eine Beteiligung der "Cap Beatrice".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Kutter wird künstliches Riff
Gulfport, Mississippi / USA, 27.05.09 - Zwei Shrimpkutter, die seit dem Hurrikan Katrina auf dem Gulfport Industrial Canal vertäut waren, sind vier Jahre danach gesunken. Die "Ole Faithful" und "Nuthin' Fancy" waren beim Landfall von Katrina dort in Sicherheit gebracht worden und blieben dann dort liegen. Die "Ole Faithful" liegt nahe der Bayou Bernard-Brücke. Das Achterschiff liegt ebenso wie die Back der "Nuthin' Fancy" inzwischen unter Wasser. Dem seit Juli 2007 auf dem Mississippi liegenden Kutter "Tiger Shark", der vor dem Strand von Biloxi vor Anker gelegt wurde, droht die Versenkung. Am 22.5. wurde die Genehmigung erteilt, das Schiff zu entfernen. Es wird wohl nun als künstliches Riff im Mississippi Sound versenkt, wovon die örtliche Fischerei und der Tauchtourismus profitieren werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Fährbesatzung rettete 3 Fischer
Kalaeloa, Honolulu County, Hawaii / USA, 25.05.09 - Drei Fischer wurden am Morgen des 25.5. vor West Oahu von dem sinkenden, 29 Fuß langen Angelboot "Pohkalani" gerettet. Sie wurden von der Fähre "Catalina Adventure", die von West- nach Downtown –Honolulu lief, aufgenommen. Die Fähre hatte gerade mit vier Passagieren Kalaeloa Harbor verlassen, als sie um 5.30 Uhr den Notruf auffing, dass das Angelboot bei Waianea leckgeschlagen war. Die Fähre sichtete den Havariten eine Meile vom Kahe Kraftwerk entfernt. Beim Eintreffen stand das Wasser bereits hüfthoch im Boot. Die Besatzung konnte noch einige Wertsachen an sich nehmen, und die Fähre nahm den Havaristen dann in Schlepp. Er sank nach dem Eintreffen in Kalaeloa, wurde dann aber auf einen Slip gezogen. Der Schaden beträgt rund 50,000 Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.05.2009
Autotransporter rammte drei Frachter in Bremerhaven
Bremerhaven, Stromkaje, Land Bremen / DE, 27.05.09 - Am 26.05. gegen 18.30 Uhr kam es zu einer schweren Kollision auf der Weser zwischen dem nach Antwerpen auslaufenden norwegischen Autotransporter "Hoegh London", 57.280 BRZ ((IMO-Nr.: 9342205) und drei weiteren, an der Stromkaje liegenden Seeschiffen. Die Havarie wurde verursacht durch die schlechten Wetterverhältnisse mit Wind von 6-7 Bf aus WSW, der in Böen 8 Bf erreichte, und den starken Ebbstrom, der das Schiff bei einer Geschwindigkeit von 7 Knoten auf die Stromkaje drückte. Dabei entstanden erhebliche Sachschäden an den beteiligten Schiffen. Am meisten betroffen war der liberianische Containerfrachter "Maersk Newark", 27322 BRZ (IMO-Nr.: 9239903). dessen Bordwand an mehreren Stellen aufgerissen wurde. Ein Container fiel über Bord ins Wasser und versank kurz danach an der Stromkaje. Zusätzlich verlor das Schiff Ballastwasser aus einem aufgerissenen Tank. Betriebsstoffe wie Öl und Diesel traten aus keinem der beschädigten Schiffe – die weiteren betroffenen Schiffe waren die "Husky Racer", 9991 BRZ (IMO-Nr.: 9144720), und die "Maersk Bintan", 42450 BRZ (IMO-Nr.: 9355288) - aus. Bei der anschließenden Notankerung der "Hoegh London" wurden außerdem zwei Fahrwassertonnen sowie eine Buhnentonne zerstört. Die "Hoegh London" wurde mit Schlepperhilfe zurück nach Bremerhaven verbracht. Die beteiligten Schiffe bleiben bis zur Unbedenklichkeitsbestätigung der Klassifikationsgesellschaften in Bremerhaven liegen. Eine genaue Schadenshöhe konnte noch nicht beziffert werden. Die Ermittlungen durch die WSPI Bremerhaven dauerten an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.05.2009
Boot kollidiert mit Kiesfrachter
Hessisch Oldendorf-Großenwieden, Landkreis Hameln-Pyrmont, Niedersachsen / DE, 27.05.09 - Am 26.5. sind bei der Kollision ihres Bootes mit einem Kiesfrachter auf der Weser in der Nähe von Großenwieden zwei Kanuten verletzt worden. Wie die Wasserschutzpolizei am Mittwoch mitteilte, waren die 42-jährige Frau und der 38 Jahre alte Mann am Dienstag offenbar von einer Sturmböe gegen die Bordwand des 60 Meter langen Frachters gedrückt worden. Von der Strömung wurden die Kanuten anschließend unter den Schiffsrumpf gedrückt. Nach der Bergung wurde der Mann mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die Frau erlitt einen Schock.
Quelle: dpa vom 27.05.2009
Nach 19 Tagen in Seenot gerettet
Puerto Chiapas (Puerto Madero), Bundesstaat Chiapas / Mexiko, 27.05.09 - Nach 19 Tagen in Seenot sind im Pazifik fünf ecuadorianische Fischer von der mexikanischen Marine gerettet worden. Ein Flugzeug der US-Küstenwache habe einen Hilferuf der Fischer empfangen, die daraufhin die mexikanischen Behörden um Hilfe gebeten hätten, teilte die mexikanische Armee am Dienstagabend mit. Das ca. 20 Meter lange Fischerboot der Männer wurde demnach mehr als 80 Kilometer vor der Küste des südmexikanischen Bundesstaats Chiapas entdeckt.
Die fünf Fischer litten den Angaben zufolge unter Austrocknung und wurden zur Behandlung in ein mexikanisches Krankenhaus gebracht. Sie waren am 6. Mai von der Halbinsel Nicoya in Costa Rica gestartet. Nachdem der Motor ihres Schiffes ausfiel, trieben die Fischer immer weiter nordwärts.
Quelle: Presse vom 27.05.2009
Bergungsflotte an Heck der "MSC Napoli" versammelt
Update vom 26.03.09
East Devon Küste, England / DE, 26.05.09 - Die Hebebarge "Sainty 8", die Kranbarge "Missing Link" sowie Schlepper und Arbeitsfahrzeuge wurden jetzt in die Branscombe Bay gebracht, um die letzten Reste der "MSC Napoli" zu räumen. Die baugleiche Barge "Atlas" soll am 30.6. folgen. Die gesamte Operation soll bis Ende August abgeschlossen sein. In den ersten Monaten des Jahres waren 12 Hebeketten an dem Wrack angebracht worden. Anfang Juni soll ein Test stattfinden. Wenn er erfolgreich verläuft, beginnt das Heben und Zerschneiden wenig später. Die "Missing Link" soll Ruder und Propeller bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.05.2009
Suche nach vermisstem Bootsskipper
Catawba Island, Ottawa County, Ohio / USA, 26.05.09 - Die U.S. Coast Guard und der Zoll von Ohio sowie ein Tauchteam aus Ottawa suchten am 26.5. nach dem Skipper des 10 Fuß langen Aluminiumbootes "Big John", der um 6.30 Uhr von anderen Fischern nahe der Einfahrt zum Westhafen von Catawba Island in flachem Wasser gesunken entdeckt wurde. Ein Anker hing noch an einer Leine von 40 Fuß.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.05.2009
Trümmer der "Gabriola" entdeckt
Update vom 25.05.09
Vancouver, British Columbia / Canada, 26.05.09 - Nahe der Leiche des Skippers wurden jetzt auch Trümmerteile des 45-Fuß langen Schleppers "Gabriola" entdeckt. Es handelte sich um Holzplanken, deren Farbe zu der des vermissten Schiffes passte. Warum das Schiff, auf dem der Mann auch gewohnt hatte, offenbar sank, ist aber noch rätselhaft. Der Schlepper war nicht mehr als kommerzielles Schiff registriert gewesen. Er war am 17.5. aus Port McNeill ausgelaufen, die Leiche wurde am 25.5. an der Nordseite der Brooks Peninsula entdeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.05.2009
Schiff auf Galapagos gestrandet
Academy Bay, Santa Cruz Island, Galápagos-Inseln / Ecuador, 25.05.09 - Das 153 Meter lange peruanische Schulschiff "Mollendo" lief am Nachmittag des 23.5. mit 300 Personen an Bord sowie 200 Tonnen Bunkeröl in der Academy Bay, Galapagos auf Grund. Ein Schlepper machte den Havaristen wieder flott. Das Schiff wollte nach einem Maschinenschaden ankern, geriet dabei aber mit dem Heck auf Grund. Danach wurde der Rumpf von Tauchern des Galapagos National Park untersucht und das Schiff schließlich von drei Schleppern nach Puerto Ayora, der Hauptstadt von Santa Cruz Island, gebracht. Das Schiff hätte sich mit seinem Öl nicht in der Region aufhalten dürfen, denn seit im Jahr 2001 der Tanker "Jessica" eine Ölverschmutzung nach seiner Strandung in der Naufragios Bay auf San Cristobal Island verursachte, ist der Transit mit schwerem Bunkeröl für alle Schiffe in dem ökologisch empfindlichen Seegebiet verboten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.05.2009
Info: Die Galápagos-Inseln liegen im Pazifischen Ozean, rund 1000 km westlich von Ecuador, zu dem sie auch gehören.
Barge drohte im Sturm zu stranden
Forster, New South Wales / Australien, 25.05.09 - Am Abend des 23.5. riss sich die 112 Meter lange Rohrlegebarge "Aussie 1" 10 Kilometer vor Forster auf dem Weg nach Darwin von ihrem Schlepper los. Ein Westpac-Rettungshuschrauber flog eine Bergungscrew zu der Barge, um sie zu stoppen. Es gelang, eine Trosse auf den Schlepper "Lewek Kea" zu übergeben, während der stärkere Bergungsschlepper "Wickham" aus Newcastle auslief. Er sollte den Havaristen nach Newcastle einbringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.05.2009
Schiffsflotte versammelt sich über "Sea Diamond"
Update vom 19.05.09
Kykladeninsel Santorin (Sandorini) / Griechenland, 26.05.09 - An der Untergangsstelle des Kreuzfahrtschiffes "Sea Diamond" vor Santorin sind die Ölbergungsarbeiten nun angelaufen. Beteiligt an den Arbeiten sind derzeit der 66 Meter lange Versorger "Aegis", 1380 BRZ (IMO-Nr. 7432082), bei dem es sich um die einstige "Grampian Fame" handelt, der Schlepper "Atlas", der an ausgelegten Moorings Tests durchführt, sowie das 61 Meter lange, mit ROV ausgestattete, holländische Mehrzweckschiff "VOS Satisfaction" (IMO: 9352224) der Deep Sea Ocean Subsea Services, das 2007 in Dienst gestellt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.05.2009
Künftiges Wrack konnte seine letzte Reise kaum abwarten
Paralimni / Zypern, 26.05.09 - Seit dem 22.5. gibt es vor Zypern ein neues Wrack. Um 4.30 Uhr trat die "Liberty" die letzte Reise von Limassol in das Seegebiet von Protaras / Paralimni an. Vier Stunden später sank sie auf 24 Metern Tiefe in Sichtweite von Famagusta. Es handelte sich um ein 226 Tonnen großes, ehemals russisches Kühlschiff von 36,6 Metern Länge und sieben Meter Breite. Das Wrack soll das marine Leben bereichern und den Tauchtourismus beleben. Es handelt sich um das erste künstliche Riff vor Zypern. Es war vor der Versenkung gründlich gereinigt worden. Vor einem halben Jahr hatte die Gemeinde das Schiff für 12000 Euro bei einer Aktion zum Zweck der Versenkung vor Protaras erworben. Die eigentliche Versenkung verlief indes nicht ganz nach Plan. Eine Schleppfirma aus Larnaca sollte die "Liberty" zur Versenkungsstelle bringen. Doch das Schiff war in so schlechtem Zustand, dass es schon auf dem Weg von Limassol nach Paralimni durch Wassereinbruch zu sinken drohte. Es gab zwei Optionen, wohin das Schiff von Limassol, dessen Hafenverwaltung die Entfernung gefordert hatte, hätte gehen können: Ins Gebiet von Nisia oder Ayia Triada. Letzteres wurde gewählt, hier liegt bereits ein altes Wrack, und es bekam so Gesellschaft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.05.2009
Wrack der "Britannic" fordert ein weiteres Menschenleben
Athen / Griechenland, 25.05.09 - Die HMHS "Britannic", ein Schwesterschiff der "Titanic", das vor der Insel Kea (Ägäis) sank, hat am 24.5. ein weiteres Menschenleben gefordert. Ein Mitglied eines Filmteams erlag wohl wegen zu schnellen Aufstiegs aus 120 Metern Tiefe der Taucherkrankheit. Auf einer neuntägigen Expedition wollte er zusammen mit National Geographic das untersuchen. Als Mitglied eines Teams des Discovery Channels führte der erfahrene Taucher bereits unter Leitung von James Cameron die Untersuchung der "Titanic" vor sechs Jahren.
Bei bisherigen Untersuchungen der "Britannic" konnte er Hinweise hervorbringen, die auf einen Torpedotreffer als Auslöser des Untergangs hindeuteten, statt wie bisher angenommen eine Mine. Nach dem Untergang der "Titanic" im Jahr 1912 war der Rumpf der "Britannic" neu konzipiert worden. Jedoch kam sie nie als Passagierschiff zum Einsatz. Sie wurde stattdessen als Lazarettschiff im Ersten Weltkrieg eingesetzt. Als das Schiff am 21. November 1916 sank, kamen mehr als 30 Menschen ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.05.2009
Kapitän vom vermissten Schlepper tot aufgefunden
Vancouver, British Columbia / Canada, 25.05.09 - Am 25.5. wurde der Kapitän eines vor Vancouver Island vermissten Schleppers tot aufgefunden. Die Leiche wurde in den Morgenstunden 60 Kilometer westlich von Port Hardy, nahe der Brooks-Halbinsel, entdeckt. Die 45 Fuß lange "Gabriola" war am 17.5. aus Port McNeill zu einem Holzfällercamp im Kyuquot Sound an der Westküste von Vancouver Island ausgelaufen, aber nicht wie erwartet am 19.5. dort eingetroffen. Am 24.5. wurde eine Suchaktion eingeleitet, an der sich zwei Schiffe der kanadischen Küstenwache, drei Flugzeuge sowie ein CH-149 Cormorant-Helikopter beteiligten. Der Kapitän arbeitete seit März für die Holzindustrie, war aber mit den Gewässern rund um Vancouver Island, in denen sich rasch gefährlicher Seegang aufbauen kann, nicht vertraut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.05.2009
Tauchboot geriet vor Conwall in Brand
Plymouth, Grafschaft Devon, England / UK, 25.05.09 - Ein Taucherschiff geriet am 24.5. gegen 10.15 Uhr auf dem Weg zur Whitsand Bay, Cornwall in Brand. An Bord war eine fünfköpfige Tauchgruppe aus London. Sie wollte zum Wrack der "James Eagan Layne" tauchen. Das Feuer entstand im Maschinenraum. Ein anderes Tauchboot, die "Aquanauts", barg die Schiffbrüchigen von Bord ab und einen bereits im Wasser befindlichen Taucher aus der See. Das Rettungsboot von Plymouth schleppte den Havaristen zurück nach Plymouth. Niemand wurde verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.05.2009
Die Rettungstat der "Harry O"
Update vom 25.05.09
Olcott, Niagara County, New York / UK, 25.05.09 - Es war unglaublich, wie schnell sie sank, sagte eine von Bord des Angelbootes "NY 9053 FN" gerettete Frau, nachdem sie am 23.5. wie sechs weitere Personen von dem 50000-Dollar-Boot abgeborgen worden war. Der Baha Cruiser aus Newfane war zuvor eine Meile nördlich von Olcott Harbor auf dem Lake Ontario in 80 Fuß Wassertiefe mit noch rund 180 Gallonen Treibstoff in den Tanks versunken. Das typgleiche Charterboot von Harry O aus Webster hatte das Mayday aufgefangen und war schnell genug vor Ort, um die nur teilweise mit Rettungswesten ausgestatteten Angler teils von Bord, teils schon aus dem Wasser zu retten. Alle wurden auf Unterkühlungen untersucht, niemand musste ins Krankenhaus. Die Angler waren seit 20 Minuten auf Fang gewesen, als in der Bilge eine ungewöhnlich große Menge Wasser entdeckt wurde. Weil angenommen wurde, es käme aus dem Kühlwassersystem, wurde dessen Ventil verschlossen, daraufhin wurden die Zwillings-454er abgeschaltet. Doch das Boot machte weiter Wasser. Als die "Harry O" in Sicht kam, hatte der Havarist bereits deutlich Schlagseite und lag tief im Wasser. Rasch lief das Angelschiff weiter voll, und im Innern schwammen etliche Dinge auf. Ein Mann, der in der Kajüte war, um Schwimmwesten zu holen, wurde dort fast eingeschlossen und entkam im letzten Augenblick durch ein Fenster. Andere Boote waren nicht in der Nähe. Von der mit drei Personen besetzten "Harry O" wurden nun Leinen zu den im Wasser schwimmenden Menschen geworfen. Nach höchstens drei Minuten waren sie an Bord gezogen. Nach erfolgreichem Abschluss der Rettungsaktion lief die "Harry O" zur Olcott Marina, wo die örtliche Feuerwehr bereits wartete, um die Schiffbrüchigen zu versorgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.05.2009
New Jersey: Gase führten zu Bootsexplosion
Manasquan, Monmouth County, New Jersey / USA, 25.05.09 - Am 24.5. brach in einem 21 Fuß langen GFK-Boot in einer Marina auf dem Manasquan-River ein Feuer aus. Der Skipper entkam mit einem Sprung über Bord den Flammen, sein 1971 erbautes Boot wurde zerstört. An der Marina und einem weiteren Boot entstand leichter Schaden. 20 Minuten nach Brandmeldung hatte die Feuerwehr die lodernden Flammen erstickt. Wahrscheinlich hatten sich nach dem Auftanken entzündliche Gase gebildet, die durch einen Zündfunken beim Anlassen des Motors explodierten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.05.2009
Fahrerflucht nach tödlicher Kollision vor Kuantan
Kuantan, Bundesstaat Pahang / Malaysia, 24.05.09 - Am Morgen des 23.5. sank gegen vier Uhr die amerikanische Yacht "Sampai Jumpa" 31 Meilen von Kuantan entfernt, nachdem sie in den Morgenstunden von einem unbekannten Trawler gerammt worden war, der sich danach von der Unfallstelle entfernte. Die vierköpfige Crew, ein Ire und drei Thais, wurden von in der Nähe befindlichen Fischern gerettet, ein amerikanischer Taucher aber blieb vermisst. Er war der einzige Gast an Bord. Wahrscheinlich wurde er in dem sinkenden Boot eingeschlossen. 12 Taucher der Royal Malaysian Navy (RMN) waren anschließend an einer Suchaktion beteiligt, die gegen 11 Uhr anlief. Versuche, die Yacht zu orten, verliefen aber bislang erfolglos. Das Boot hatte am 16.5. Phuket verlassen und war unterwegs nach Langkawi, Singapur und Pulau Tioman. Sie war gegen vier Uhr in die Gewässer von Kuantan eingelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.05.2009
Auslaufverbot für Freibordunterschreitung bei einem Ro-Ro-Schiff
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 25.05.09 - Am 25.05. wurde durch Beamte der Wasserschutzpolizei bei einem deutschen Ro-Ro-Schiff eine Freibordunterschreitung von 15 cm in der Schleuse Brunsbüttel festgestellt, was eine Mehrbelastung von 210 t entsprach. Die Seeberufsgenossenschaft verfügte bei dem Schiff ein Auslaufverbot, bis der zulässige Mindestfreibord erreicht worden ist. Gegen den verantwortlichen Schiffsführer wird ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Quelle: Landespolizeiamt Schleswig-Holstein vom 25.05.2009
Polnischer Schlepper sorgte für Ölverschmutzung in Holtenau
Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE, 25.05.09 - Am 23.05.2009 um 20:40 Uhr kam es in der Schleuse Kiel-Holtenau des Nord-Ostsee-Kanals durch den polnischen Schlepper "Ikar", 171 BRZ (IMO-Nr. 6519302), zu einer Gewässerverunreinigung. Ausgelaufenes Öl bedeckte eine Fläche von rund 100 x 2 Metern. Das Öl war über eine defekte Kühlwasserleitung ausgetreten. Für das 29.98 Meter lange Schiff wurde bis zur Reparatur ein Weiterfahrverbot ausgesprochen. Der Kapitän des 1966 erbauten Schleppers musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.500 Euro hinterlegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.05.2009
Fahrgastschiff auf Neckar havariert
Heidelberg, Baden-Württemberg / DE, 25.05.09 - Ein Fahrgastschiff ist am Morgen des 23.5. kurz vor 10 Uhr auf dem Neckar gegen das Fundament eines Pfeilers der Alten Brücke in Heidelberg gestoßen und musste von einem anderen Fahrgastschiff manövrierunfähig ans Ufer geschleppt und dort gesichert werden. Offenbar war das Schiff mit der Schraube gegen den Pfeiler geraten. Dabei wurde der Antrieb beschädigt, und eine geringe Menge Öl floss in den Neckar. Die Fahrgäste stiegen auf ein anderes Schiff zur Weiterreise nach Eberbach um. Auf dem Fluss brachte die Feuerwehr, die mit 16 Mann vor Ort war, einen Ölschlängel aus, um den ausgetretenen Treibstoff aufzufangen. Außerdem untersuchten Taucher das Schiff und stellten fest, dass die Schraube bei der Kollision beschädigt worden war. Am späten Nachmittag wurde der Havarist zur Reparatur in eine Werft nach Neckarsteinach geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.05.2009
Verspätung rettete sieben Sportangler
Update vom 23.05.09
Newfane, Niagara County, New York / USA, 25.05.09 - Das mit sieben Personen besetzte Angelboot "NY 9053 FN" sank am 23.5. im Lake Ontario. Das Charterboot von Harry 'O, der mit einstündiger Verspätung die Newfane Marina verlassen hatte, kam gerade zu recht, um den Havaristen mit tief im Wasser liegenden Heck und im Sinken begriffen zu entdecken. Das Charterboot von Harry 'O ging längsseits und machte an dem 31 Fuß langen Boot fest. Gerade, als er ein Mayday an die Küstenwache durchgab, wurde der Bootseigner, der in der Kajüte eingeschlossen war, entdeckt. Es gelang ihm aber, im letzten Moment durch ein Bulleye zu entkommen. Als das Küstenwachboot aus Youngstown die 18 Meilen zur Unglücksposition eine Meile vor Olcott Beach zurück gelegt hatte, war der leckgeschlagene Angelboot bereits gesunken, und alle Insassen sicher an Bord der "Harry 'O".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.05.2009
Kollision in Surabaya
Surabaya, Provinz Jawa Timur (Ostjava) / Indonesien, 25.05.09 - Am 22.5. gegen 19:00 Uhr kollidierten die beiden indonesischen Containerfrachter "Tanto Niaga", 6258 tdw (IMO-No.: 7351915), und "Mitra Ocean", 11200 tdw (IMO-Nr. 7619032) im Hafen von Tanjung Perak in Surabaya, Ost-Java. Das Unglück ereignete sich, als die "Tanto Niaga", von Belawan in Medan, Nord-Sumatra kommend, am Berliabn Jase Terminal an der Tanjung Perak-Pier anlegen wollte. Dabei rammte sie "Mitra Ocean". Die "Tanto Niaga" entwickelte eine leichte Schlagseite von zwei Grad und wurde von Schleppern auf den Haken genommen. Die Situation verschärfte sich, nachdem einer der Schlepper, die "Sinar Bahagia", 167 tdw (IMO-No.: 9052422), den Frachter nochmals rammte. Dessen Schlagseite verstärkte sich nun auf 10 Grad, und erste Container stürzten in die See. Nun wurde der Havarist möglichst schnell zu einer Position geschleppt, wo er den Schiffsverkehr möglichst wenig behinderte, und sank gegen acht Uhr rund 200 Meter außerhalb des Fahrwassers unweit des Containerterminals. Die Hafenbehörden bargen die 23-köpfige Crew zuvor ab. An die 70 Container der aus 301 Boxen bestehenden Ladung trieben danach im Hafengebiet, weswegen 50 Schiffen das Ein- oder Auslaufen untersagt werden musste. Nach dem bis zum 24.5. rund 60 Container geborgen waren, konnte der Schiffsverkehr ungeachtet einiger noch nicht geborgener Container wieder freigegeben werden. Um das Wrack wurde eine Ölsperre ausgebracht, und nachdem Öl auszulaufen began, wurden Bindemittel versprüht.
Die 116,4 Meter lange "Tanto Niaga" , 5283 gt, wurde 1974 als "Eastern Satellite" bei Kishimoto in Kinoe erbaut. Seit 1998 lief sie unter dem aktuellen Namen. Der 136,4 Meter lange, mit 8577 BRZ vermessene Kollisionsgegner entstand 1977 als "Jenny Porr" bei Fukuoka Zosen. Seit 2000 ist er als "Mitra Ocean" eingesetzt..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.05.2009
Info: Tanjung Perak ist der Hafen von Surabaya
Wassereinbruch auf "Pine Trader" nach sechs Tagen unter Kontrolle
Update vom 22.05.09
Kap Agulhas (Cape Agulhas), Provinz Westkap (Western Cape), Südafrika, 24.05.09 - Am 24.5. gelang es Bergern, den Wassereinbruch in den Maschinenraum des Bulkcarriers "Pine Trader", 18.220 BRZ, zu stoppen, und anschließend sollte der 2,5 Meter lange Riss im Rumpf abgedichtet werden. Tags zuvor waren ein Inspektor der South African Maritime Safety Authority (SAMSA) sowie ein Techniker durch die NSRI zur Untersuchung des Schiffes transportiert worden. Das Patroullienboot "Ruth First" blieb vorsorglich vor Ort. Es transportierte auch ein leicht verletztes Mitglied der siebenköpfigen SMIT-Bergungscrew, die aus einem Bergungsinspektor, einem Ingenieur und Tauchpersonal besteht, nach Kapstadt, und nach der Versorgung der Verletzung wieder zurück. Der Bergungsschlepper "SMIT Amandla", die aus False Bay gerufen worden war, hatte den Havarist derweil weiter auf dem Haken und hielt ihn 60 Meilen westlich von Robben Island. Von der Frachtercrew waren noch 10 Mann an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.05.2009
Französisches Fahrgastschiff lief auf Felsen
Port-Navalo, Gemeinde Arzon, Department Morbihan, Region Bretagne / Frankreich, 23.05.09 - Am 23.5. lief gegen 11.30 Uhr das französische Fahrgastschiff "Pen Castel" im Golf von Morbihan kurzzeitig auf Felsen. Dabei erlitt es ein Leck im Vorschiff. Es hatte zum Unglückszeitpunkt 36 Passagiere an Bord. Nach der Havarie wurde es von einem Rettungsboot nach Port Navalo eskortiert, wo es gegen Mittag festmachte und anschließend von der Feuerwehr untersucht wurde. Danach sollte der Schaden in Crouesty repariert werden.
Die "Pen Castel" wurde 2007 von der Gamelin-Werft in Saint-Malo erbaut und im Juni an die NAVIX in Vannes abgeliefert. Das aus Aluminium konstruierte Schiff ist 22 Meter lang, 7,6 Meter breit und kann 220 Fahrgäste befördern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.05.2009
Fährreederei nach Untergang der "Commando 6" mit Fahrverbot belegt
Update vom 23.05.09
Batangas City, Hauptinsel Luzón, Region Calabarzon / Philippinen, 24.05.09 - Bevor die Untersuchung des Untergangs der "Commando 6" beginnt, will die philippinische Coast Guard den Kapitän und die Besatzung befragen. Nach bisherigen Erkenntnissen sollte das Fährboot den Hafen von Batangas am 16.5. um 10.30 Uhr planmäßig verlassen, jedoch wartete der Kapitän einige Zeit, um weitere Passagiere zu bekommen. Bis dahin waren nur acht Fahrgäste an Bord. Außerdem wurden von der "Commando 7", die eine Stunde später hätte auslaufen sollen, deren 42 Passagiere auf die "Commando 6" geschickt. So waren 50 Passagiere und fünf Mann Crew an Bord. Weitere fünf folgten. Als das Schiff, dessen Wrack nun in flachem Wasser vor der Küste liegt, sank, wurden 43 Passagiere und die gesamte Crew gerettet. 12 Fahrgäste ertranken. Die Reederei Ilagan Shipping erwartet wegen Überladung nun ein einjähriges Fahrverbot. Alle Fährboote der Reederei sollten nach Minolo Port in Puerto Galera zur Inspektion gebracht werden. Die Polizei wurde gebeten, die derzeit nicht auffindbare Besatzung aufzuspüren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.05.2009
Kutter sank brennend vor Sables d`Olonne
Les Sables-d’Olonne, Departement Vendée, Region Pays de la Loire / Frankreich, 23.05.09 - Am 23.5. um 5.10 Uhr brach auf dem knapp neun Meter langen Kutter "Le Marsouin" aus Sables d`Olonne ein Feuer aus. Das Schiff befand sich fünf Kilometer vor Brem sur mer. Sofort startete ein Dolphin-Helikopter in La Rochelle, und zwei Trawler, die "Corse" und "Hexagone", nahmen Kurs auf den Havaristen. Die zweiköpfige Crew legte, da der Brand außer Kontrolle war, Überlebensnzüge an und wurden von der "Hexagon" um 5.40 Uhr gerettet. Um 6.40 Uhr wurden sie im Heimathafen an Land gebracht. Der brennende Kutter sank vor den Augen der Crew der "Corse" sowie eines Rettungsbootes um sieben Uhr auf 22 Metern Wassertiefe. Das Wrack wurde markiert, an der Untergangsstelle traten geringe Ölmengen aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.05.2009
Wieder Fährunglück vor Philippinen
Batangas City, Hauptinsel Luzón, Region Calabarzon / Philippinen, 23.05.09 - 12 Menschen kamen ums Leben, 52 wurden gerettet, als am Morgen des 23.5. das philippinische Fährboot "Commando 6", das gegen 11 Uhr Batangas verlassen hatte mit Ziel White Beach in Puerto Galera, vor dem Balahibong Puti Point vor Batangas zerbrach. Das Auslegerfahrzeug mit 60 Sitzplätzen wurde von starkem Wind und hoher See erfasst und sank. Zwei Rettungsschiffe aus Batangas und private Fahrzeuge starteten eine Rettungsaktion. Die Toten wurden nach Sabang, Puerto Galera, und die Überlebenden ins Krankenhaus gebracht. Die "Commando 6" gehörte den Ilagan Shipping Lines.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.05.2009
Schiffbrüchige Angler trieben im Wasser
Newfane, Niagara County, New York / USA, 23.05.09 - Ein 31 Fuß langes Charterboot mit sieben Personen sank am Morgen des 23.5. im Lake Ontario vor der Küste von Newfane, in der Nähe der Niagarafälle. Es hatte die Newfane Marina gegen sechs Uhr zum Fischen verlassen. Eine Stunde darauf kame es zu einem Wassereinbruch. Alle Fahrgäste legten Rettungswesten an. Nach rund 10 Minuten im Wasser wurden sie von einem anderen Boot gerettet. Der Kutter ist ein Totalverlust.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.05.2009
Hubschrauber rettete Fischer und Hund
Edisto Beach, Colleton County, South Carolina / USA, 23.05.09 - Am 23.5. rettete die US Coast Guard gegen 4.15 Uhr drei Personen und den Bordhund von dem 22 Fuß langen SeaPro-Fischerboot, der rund eine Meile vor Edisto Beach, South Carolina, auf Grund gelaufen war. Die Crew hatte mit einem Mobiltelefon Hilfe erbeten, nachdem das Schiff auf einer Sandbank festgekommen und leckgeschlagen war. Ein Hubschrauber der Coast Guard in Charleston winschte die Schiffbrüchigen auf. Der Skipper blieb an Bord, während ein Hilfsschiff den Kutter barg und zur Küste brachte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.05.2009
Info: SeaPro = Boot-Modell
Countdown für "Vandenberg"-Versenkung läuft
Update vom 18.05.09
Key West, Monroe County, Florida / USA, 23.05.09 - Nach jahrelangen Vorbereitungen naht die letzte Reise der "Gen. Hoyt S. Vandenberg": Geht alles nach Plan, wird sie in weniger als vier Minuten am 27.5. auf den Meeresgrund sieben Meilen vor Florida sinken. Am 26.4. sollen Schleppern ein Lotsen- und Tenderboote die "Vandenberg" von ihrem Liegeplatz am East Quay Wall an der Truman Waterfront zu einer Position sieben Meilen südlich des Key West International Airport bringen. Während des Transits werden Florida Fish and Wildlife Conservation Commission, Key West Police Department und das Monroe County Sheriff's Office zusammen mit der U.S. Coast Guard die Einhaltung einer 500 Yard-Sicherheitszone überwachen. An der Untergangsposition werden dann vier acht-Tonnen-Anker abgesenkt, die das Schiff in 140 Fuß Wassertiefe festhalten sollen. Gegen 10 Uhr am nächsten Morgen wird die Sicherheitszone auf eine Meile ausgedehnt. Diese erstreckt sich auf 12,500 Fuß über die "Vandenberg". Dann werden die Sprengsätze explodieren und vorbereitete Ausschnitte in den 522 Fuß langen Rumpf reißen. Nach dem Untergang werden Tauchteams des Florida Keys Community College dive professor und Artificial Reefs of the Keys das Schiff untersuchen. Das erste Team kontrolliert, ob alle Sprengladungen explodiert sind. Dazu werden die Löcher gezählt. Das zweite Team wird die Aufbauten untersuchen, um sicherzustellen, dass nichts beim Untergang verrutschte. Anschließend werden Mitarbeiter des Florida Keys National Marine Sanctuary Mooringbojen auslegen, danach ist die "Vandenberg" offen für Sporttaucher. Die Kosten von 8.6 Millionen Dollar, die in die Vorbereitung flossen, wurden von der Stadt Key West, dem Monroe County, staatlichen Agenturen, der U.S. Maritime Administration, der National Oceanic and Atmospheric Association und privaten Spendern aufgebracht. Die Finanzierung wurde durch die First State Bank of the Florida Keys, BB&T und die Orion Bank abgesichert.
Binnen Monaten wird dann der weiße Rumpfanstrich unter Bewuchs verschwinden und die See Besitz von dem Wrack nehmen. Untersuchungen der 2002 versenkten "Spiegel Grove" vor Key Largo zeigten, dass diese sofort besiedelt wurde. Analog zu einem natürlichen Riff werden sich die Stärken der Population verändern. 200 Fischarten sind derzeit in dem in 130 Fuß Wassertiefe liegenden Wrack beheimatet. Auch die "Vandenberg" wird langfristig überwacht werden. Dazu wurden in der Umgebung bereits vorbereitende Untersuchungen vorgenommen.
Bereits jetzt hat das Geschäft in den Tauchläden von Lower Keys und Key West angezogen. Viele Menschen wollen zu dem Wrack fahren. Buchungen kamen bereits aus Amerika, aber auch Norwegen, Deutschland und England. Dive Key West wird geführte Touren zum Oberdeck und den Aufbauten anbieten. Die Guides haben das Schiff während der Liegezeit an der Truman Waterfront kennengelernt.
Die 523 Fuß lange USS "Gen. Hoyt S. Vandenberg" hat ein Gewicht von 17120 Tonnen. Sie ist 71 Fuß breit und hat 24 Fuß Tiefgang. Nach dem Untergang wird sie bis zu 40 Fuß unter die Wasseroberfläche aufragen. Die Sinkposition ist 24.27 N 81.44 W. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.05.2009
Kutter vor Cape Otway in Seenot
Apollo Bay, Victoria / Australien, 23.05.09 - Fünf Fischer wurden am 22.5. von ihrem 10 Meter langen Kutter in rauer See vor Cape Otway gerettet, nachdem ihr Boot leckgeschlagen war. Der Havarist wurde auf den Haken genommen und Richtung Apollo Bay abgeschleppt. Die Crew hatte fünf Kilometer vor dem Leuchtturm Cape Otway Notraketen abgefeuert, nachdem der Maschinenraum vollgelaufen war. Gegen Mittag alarmierten sie die Polizei mit Mobiltelefon. Diese schickte einen Helikopter, doch ein Rettungsteam aus Apollo Bay war als erstes vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.05.2009
Info: Cape Otway ist ein Kap im Süden des australischen Bundesstaates Victoria. Ein großer Teil des Gebiets gehört zum Great Otway National Park.
Kutter vor Morehead City gerettet
Morehead City, Carteret County, North Carolina / USA, 22.05.09 - Die US Coastguard, Towboat U.S. und ein Hilfsschiff retteten drei Personen von einem Sportboot, das am 22.5. 27 Meilen südöstlich von Morehead City leckgeschlagen war. Der 42 Fuß lange Angelkutter hatte Mayday gefunkt, woraufhin von der Station Fort Macon ein 47-Fuß-Boot auslief. Als erstes war aber die "Gumbay" vor Ort und eskortierte den Kutter zurück nach Beaufort, North Carolina. Zwei Rettungsmänner und ein Berger von Towboat U.S. gingen mit Lenzpumpen an Bord des Havaristen und sicherten ihn, bis er an der Town Creek Marina in Beaufort fest war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.05.2009
Wrack der "Patriot" soll gehoben werden
Update vom 13.04.09
Gloucester, Massachusetts / USA, 22.05.09 - Der Kutter "Patriot" soll gehoben werden, um herauszufinden, wieso er mit seiner zweiköpfigen Crew am 3.1.09 sank. Dieses Vorhaben wird von der Anwältin der Hinterbliebenen vorangetrieben. Sie beschuldigt die in Louisiana ansässige Schlepperfirma Gulf Service, am Untergang Schuld zu sein. Das Schiff sank 15 Meilen vor dem Heimathafen in Middle Bank. Am 19.3. bestritt die Firma eine Beteiligung an dem Unglück. In dieser Woche tauchte ein Team von Triton Marine im Auftrag der Bergunsfirma RDA Construction, in Vorbereitung der Hebung zum Wrack. Die Küstenwache stimmte dem Bergungsplan noch nicht zu.
Die "Patriot" war ein 54 Fuß langer Stahltrawler, den die letzten Eigner im März 2008 erworben und modernisiert hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.05.2009
Binnentanker auf Rhein havariert
Leopoldshafen, Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg / DE, 22.05.09 - Am 22.05.09 um 18.10 Uhr fiel auf dem vollbeladenen deutschen Binnentanker "Markus P" , 1227 ts (ENI-Nr.: 4603240), aus Marktheidenfeld bei Leopoldshafen, Rheinkilometer 271,5 die Maschine aus. Bevor das Schiff querschlagen konnte, war der 125 Meter lange, niederländische Binnentanker "Marie Louise" 3467 ts (ENI-Nr.: 02326780), zur Stelle und ging längsseits. Der Versuch, die Maschine der "Markus P" zu starten schlug fehl. Die "Marie-Louise" schleppte die "Markus P" daraufhin etwa eine Kilometer rheinaufwärts, wo der 80 Meter lange Havarist zur Reparatur am Ufer festmachte. Das Schiff entstand 1971 bei Ceske Lodenice in Melnik.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.05.2009
Bootsunglück auf der Elbe
Hamburg / DE, 22.05.09 - Am Abend des 21.05. ist das Sportboot "Quintett" auf der Unterelbe in Höhe der Fahrwassertonne 51 gekentert. In der Kajüte des Bootes wurde eine 48-jährige Frau tot aufgefunden, ein 75-jähriger Mann wird vermisst.
Der Lotse der elbaufwärts fahrenden "NYK Apollo" (IMO-Nr. 9247730) meldete gestern Abend der Revierzentrale, dass er in Höhe der Ostemündung ein Sportboot kieloben treibend gesehen habe. Eine Person sollte sich noch an dem Havaristen festgehalten haben.
Die Wasserschutzpolizei leitete umfangreiche Suchmaßnahmen ein, an denen die "Bürgermeister Brauer", der Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms", das Seenotrettungsboot "Gillis Guldbransson", ein SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine sowie weitere kleinere Fahrzeuge beteiligt waren. Gegen 23:30 Uhr wurden die Suchmaßnahmen eingestellt. Das Sportboot wurde in den Hafen von Neuhaus/Oste geschleppt. Taucher entdeckten in der Kajüte den Leichnam der 48-jährigen Frau sowie einen toten Jack Russell Terrier.
Am Morgen des 22.05. wurden die Suchmaßnahmen wieder aufgenommen, die von der Besatzung der "Bürgermeister Brauer" koordiniert wurden. Die Suchaktion blieb erfolglos.
Quelle: Polizei Hamburg vom 22.05.2009
Neue Erkenntnisse gibt es zur Unfallursache: Das Boot war offenbar ein Eigenbau aus Aluminium, der für die Fahrt auf der strömungsreichen Elbe möglicherweise gar nicht geeignet war. Medienberichten zufolge stammt das verunglückte Ehepaar aus dem Ort Armstorf zwischen Stade und Cuxhaven.
Munitionsfrachter wird vor der Küste Kaliningrad's geräumt
Pionerski (bis 1946 Neukuhren), Oblast Kaliningrad / Russland, 22.05.09 - Bei Pionerski/Neukuhren begann jetzt die Bergung von rund 300 deutschen Artilleriegranaten sowie des Wracks eines Munitionsfrachters aus der Ostsee. Bislang wurden aber erst drei 7,5-Zentimeter-Granaten geborgen. Nachdem frühere Bergungsversuche scheiterten, war der 42 Meter lange Munitionsfrachter gesprengt worden und in drei Teile zerbrochen. Die Artilleriegranaten liegen nach Einschätzung der Taucher im Umkreis von etwa 100 Metern verstreut im Sand vergraben. Der Frachter selbst ist tief versandet. Der Strandabschnitt vor Pionersk/Neukuhren wird im Volksmund "das Minenfeld" genannt. Die Artilleriegranaten, die nur selten an den Strand gespült werden, hätten wahrscheinlich noch jahrzehntelang vor der fast vergessenen Kleinstadt in der Ostsee liegen können, wenn nicht in Pionersk/Neukuhren der Bau eines Gästehauses der russischen Regierung und der Bau eines neuen Yachthafens geplant wäre. Die Bergungsarbeiten sollen nach Möglichkeit im Laufe des Sommers 2009 abgeschlossen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.05.2009
Geisteryacht nach 13 Monaten eingeschleppt
Bowen, Queensland / Australien, 22.05.09 - Die "Air Apparent", Neuseelands Geisterschiff, ist jetzt in Queensland eingetroffen. Das Boot war vor der Nordküste im vergangenen Jahr aufgegeben worden, nachdem die Crew eine Meuterei meldete und am 25.3.2008 vor Kaipara ein Notsender aktiviert wurde. In über einem Jahr segelte das 7,9 Meter lange Boot seither 1481 Kilometer weit. Der Eigner sagte später, das Boot sei nicht strukturell beschädigt gewesen, als es auf dem Weg von Auckland nach Nelson in drei Meter hohe Wellen geriet. Nur die Batterien seien ausgefallen und der Motor konnte nicht gestartet werden, woraufhin die Crew gegen den Willen des Skippers Heritage den Notsender aktivierte. Die vier Segler wurden daraufhin von einem Rettungshubschrauber aus Northland geborgen. Am 27.5. wurde das Boot mit intaktem Mast und durch das Wasser schleifendem Segel 389 Kilometer vor dem Nordkap entdeckt. Im Oktober 2008 erfolgte eine Sichtung südlich von Norfolk Island durch das französische Patroullienboot "La Moqueuse". Nun wurde die "Air Apparent" von Fischern aus Bowen in Nord-Queensland wieder entdeckt und auf den Haken genommen. Obwohl durch eine offene Luke Wasser eingedrungen war, war sie schwimmfähig geblieben. Nun muss sich die Versicherung mit den Fischern über die Bergungskosten auseinandersetzen. Der Eigner hatte bereits 23.000 neuseeländische Dollar von AMP New Zealand erhalten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.05.2009
Vermisster der "Lady Mary" hing im Fischernetz
Update vom 14.05.09
Cape May, New Jersey / USA, 22.05.09 - Am 20.5. entdeckte der Kutter "John & Nicholas" um 10.35 Uhr 60 Meilen vor Cape May einen Toten in seinem Netz. Der teilverweste Leichnam wurde zur Pier IV des Coast Guard Training Center Cape May gebracht, von wo er zur Autopsie transportiert wurde. Wie schon vermutet, handelte es sich um eines der vermissten Besatzungsmitglieder des Kutters "Lady Mary", der am 24.3. gesunken war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.05.2009
Bulkcarrier "Pine Trader" teilweise evakuiert
Update vom 20.05.09
Kap Agulhas (Cape Agulhas), Provinz Westkap (Western Cape), Südafrika, 21.05.09 - Am Morgen des 19.5. wurde Personal von Smit Salvage zu dem leckgeschlagenen Bulkcarrier "Pine Trader", 18.322 BRZ, geflogen. Weitere Bergungsmänner trafen am Morgen des 20.5. ein, um das Schiff zu stabilisieren. 12 Mann nicht unmittelbar benötigter Crew des Havaristen wurde vorsorglich von Bord geholt und aufs Patroullienboot "Victoria Mxenge" des Marine & Coastal Management’s (MCM) gebracht, das von der SAMSA gebeten wurde, standby zu machen. Es brachte die Seeleute nach Simon’s Town und kehrte dann für mögliche weitere Evakuierungen zum Havaristen zurück. Der Kapitän der "Pine Trader" verletzte sich am 19.5. bei einem Sturz an Deck den Arm so schwer, dass er aus der Luft abgeborgen und nach Kapstadt ins Krankenhaus gebracht wurde. Noch ein weiterer Seemann wurde mit Hubschrauber an Land gebracht.
Die "SMIT Amandla" nahm ihn auf den Haken und befand sich 40 Meilen südwestlich von Cape Agulhas. Die "SMIT Lloyd 33" wurde derweil entlassen und kehrte nach Orca zurück. Am 21.5. begannen die Lenzarbeiten im Maschinenraum. Weitere Bergungsausrüstung wurde am 22.5. vor Ort erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.05.2009
Nachbereitung der "Petrozavodsk"-Strandung angelaufen
Update vom 14.05.09
Bäreninsel (norwegisch: Bjørnøya) Territorium Svalbard / Norwegen, 20.05.09 - Die norwegische Küstenwache hat mittlerweile Kontakt zur Reederei des russischen Kühlschiffes "Petrozavodsk" hergestellt, das am 11.5. vor Bjørnøya strandete. Es geht um eine Zusammenarbeit bei der Bergung des Wracks. Die Überwachung auf Ölaustritt wurde mittlerweile eingestellt, nachdem kein Öl aus dem schwer beschädigten Schiff mehr auslief. Derweil wird das Verhör von Steuermann und Kapitän vorbereitet. Alle 12 Mann Besatzung waren nach der Strandung in einer dramatischen Bergungsaktion von dem in schwerer Brandung liegenden Frachter aufgewinscht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.05.2009
Bluebird soll es noch einmal machen
Coniston Water, Lake District, Grafschaft Cumbria, England / UK, 20.05.09 - Die "Bluebird K7", das Düsenboot, bei dessen Untergang der Pilot Donald Campbell vor 42 Jahren verschwand, wird noch einmal über das Coniston Water rasen, nachdem eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 Knoten dort zu diesem Zweck am 20.5. aufgehoben wurde. Dem Team, das für die Restaurierung des Wracks verantwortlich ist, wurde die Erlaubnis gegeben, auf den See, der dem Fahrer zum Grab wurde, zurückzukehren. Die Hoffnung ist, dass sie noch einmal die Geschwindigkeit von 100 Meilen erreichen wird. Vor acht Jahren war das Wrack aus 140 Fuß Tiefe gehoben worden und wurde seitdem methodisch wieder aufgebaut. Die Fahrt soll Ende 2010 oder Anfang 2011 stattfinden. Das genaue Datum hängt von hinreichend ruhigem Wetter ab.
Als Donald Campbell mit dem Boot am 4.1.1967 um 8.58 Uhr tödlich verunglückte, hatte er bereits etliche Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt. Er war nur rund drei Sekunden davon entfernt, seinen eigenen Rekord von 276 Meilen zu schlagen, als der Bug des zu früh beschleunigten Düsenschiffes abhob und vom entgegenkommenden Wind hochgerissen wurde. Die letzten Worte über Funk waren: "I'm going, I'm on my back... I'm gone." Die "Bluebird" zerschellte in diesem Augenblick in einer Wasserfontäne. Erst am 28. Mai 2001 wurde sie nach fünfjähriger Vorarbeit wieder entdeckt und von einem Bergungsteam zurück ans Tageslicht gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.05.2009
Diskussion um Schutz historischer Wracks vor Fischerei
London, England / UK, 20.05.09 - Viele historische Wracks im Englischen Kanal sind durch Tiefseefischerei gefährdet. Dies geht aus Untersuchungen der amerikanischen Schatzsuchfirma Odyssey Marine Exploration Inc. hervor. Wenn sie nicht besser geschützt würden, drohe der völlige Verlust. Im vergangenen Jahr hatte Odyssey die Untergangsstelle von HMS "Victory" entdeckt. Seither ist sie in Kontakt mit der britischen Regierung wegen der Bergungsrechte. Die "Victory" war die Vorgängerin des heute in Southampton liegenden gleichnamigen Schiffes, das von Admiral Horatio Nelson bei der Schlacht von Trafalgar 1805 kommandiert wurde. Die Vorgängerin war 1744 gesunken. Der jetzt publizierte Report zeigt Fotos von Wracks, an denen sich Netze verfangen haben. Trawler, Muschelfang und natürliche Erosion tragen zu ihrem Verfall bei. 267 Wracks im westlichen Englischen Kanal wurden untersucht. 112 von ihnen, das sind 42 Prozent, wurden durch Fischerei beschädigt. Trawler und Muschelkutter seien die Bulldozer der Tiefe. Sie pflügen den Meeresboden förmlich um. Wenn sich die Ketten und Zähne, mit denen Muscheln erreicht werden sollen, bis zu acht Zentimeter tief in den Grund bohren, werden auch die archäologischen Überreste in Mitleidenschaft gezogen und versandete Wrackteile freigelegt, die dem Verfall dann stärker preisgegeben sind. Marinearchäologen betrachten die Aussagen von Odyssey mit gemischten Gefühlen. Es gibt die Befürchtung, dass der Report nur ein Vorwand ist, um die Lizenz zur Freilegung der "Victory" und der darin vermuteten Schätze zu erlangen. Das britische Ministerium prüft die Lage momentan. Weil die "Victory" ein Kriegsschiff ist, obliegt ihr die Entscheidung. Ein Vertreter des Joint Nautical Archaeology Committee sagte, an dem Wrack der "Victory" habe man anhand des vorgelegten Materials keine Beweise für eine Schädigung durch Fischerei entdecken können. Dies heiße aber nicht, dass nicht generell durch Tiefseefischerei eine Gefährdung für historische Wracks bestünde. Bei der Nautical Archaeology Society bevorzugt man den Schutz vor Ort und nicht durch Notbergungen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.05.2009
Tanker auf der Wolga gestrandet
Wolga / Russland, 20.05.09 - Der 1978 erbaute russische Tanker "Volgoneft 140", 3463 BRZ (IMO-Nr.: 8727927) lief am 19.5. um 8.45 Uhr auf der Wolga bei Kilometer 899.8 auf Grund. Das Schiff hob sich an Backbord 30 Zentimeter aus dem Wasser. Zwei herbei gerufenen Schleppern gelang es um 16.30 Uhr, das 4193 Tonnen verdrängende Schiff der Bashk Volgotanker Co. wieder frei zu bekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.05.2009
Versunkene Decksfracht aus 350 Metern Tiefe geborgen
Update vom 19.05.09
Robson Bight (Vancouver Island bay), Johnstone Strait, British Columbia / Kanada, 20.05.09 - Ein mit seiner Barge gesunkener Tanklaster mit rund 10 Tonnen Dieselöl ist am 19.5. in einem Metallcaisson (Metall-Senkkasten) vom Grund der Robson Bight aus 350 Metern Wassertiefe gehoben worden. Zuvor war bereits ein Container mit Hydrauliköl geborgen worden. Ein 30-köpfiges Team von Mammoet Salvage sowie der Global Diving & Salvage aus Seattle hatte am 13.5. mit der Bergungsaktion begonnen. Als der Laster 10 Meter unter der Wasseroberfläche am Haken eines Kranes angelangt war, wurde er zunächst untersucht. Eine geringe Menge Öl war in das ihn umgebende Behältnis ausgelaufen und wurde abgepumpt, und dann der Kasten auf das Deck der Kranbarge gehoben.
Die Transportbarge war mit 11 Ladungsgegenständen am 20.8.2007 in der Bucht gesunken, nachdem sie Schlagseite entwickelt hatte. Die Bucht ist seit 1982 ein Orca-Schutzgebiet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.05.2009
Wiedersehen mit verloren geglaubter Yacht
Arbroath, Angus, Schottland / UK, 18.05.09 - Ein Paar, das seine Yacht bereits verloren wähnte, konnte dank des Einsatzes des Rettungsbootes von Arbroath sein Eigentum wieder entgegen nehmen. Die beiden Göteborger mussten am Abend des 15.5. vor Dunbar von dem dortigen Rettungsboot von ihrer "Oumh" abgeborgen, nachdem sie in die schlimmste See, die sie je erlebt hatten, geraten waren. Die beiden waren vier Tage zuvor zu einem auf 14 Monate angelegten Törn von Dänemark ausgelaufen. Nachdem sie von der "Oumh" evakuiert waren, hatten die Seenotretter einen Bergungsversuch als zu riskant angesehen.
Am 16.5. trieb das verlassene Boot nach einer Drift von 40 Meilen dicht vor den Klippen von Arbroath. Nur ein an den Felsen verfangener Treibanker verhinderte die Strandung des Bootes. Trotz weiterhin stürmischen Wetters gelang es aber am Nachmittag in einer Phase der Wetterberuhigung, eine Schleppleine um den Mast der 24 Fuß langen Yacht zu legen und diese dann nur leicht beschädigt einzuschleppen. Nun schmieden die beiden Segler wieder neue Pläne.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.05.2009
Zwei Vermisste nach Tankerbrand vor Malaysia
Sungai Rengit, Bundesstaat Johor / Malaysia, 18.05.09 - Der unter Singapur-Flagge laufende Tanker "Vertex" geriet am 18.5. gegen 11 Uhr vor Pengerang (nahe Sungai Rengit, Johor) in Brand. Das Feuer brach in der Kombüse aus und wurde von starkem Wind weiter angefacht, sodass er sich aufs Hauptdeck und den Pumpenraum ausbreitete. Die 17 Mann Besatzung versuchten dem Feuer durch einen Sprung über Bord zu entkommen. Es wurden 15 Mann, 14 Indonesier und ein Philippino, gerettet. Fünf der Geretteten hatten kleinere Verletzungen erlitten. Sie wurden von einem nach Singapur einlaufenden Handelsschiff aus dem Wasser gerettet und einem Patroullienboot übergeben, das sie an Land brachte, von wo aus sie ins Singapore General Hospital transportiert wurden. Zwei Chinesen blieben aber vermisst und waren Ziel einer Suchaktion der Marinepolizei, zweier Küstenwachboote der Polizei von Singapur und der Hafenverwaltung, der Malaysian Maritime Enforcement Agency Southern Region und dem Marine Department. Starke Regenfälle halfen, die Flammen an Deck zu löschen. Die Lage der "Vertex" wurde als stabil bezeichnet. Der in San Lorenzo auf Honolulu beheimatete Tanker war mit 2000 Tonnen Altöl unterwegs von Indonesien nach Singapur. Sie hatte vier Tage vor dem Feuer fünf Meilen vor Pengerang Anker geworfen.
Das Unglück ist bereits das dritte in der Region seit dem 28.4., als vier Pakistanis bei einem Schiffsuntergang starben. Am 13.5. sank ein Fiberglasboot mit 30 Personen, nur sieben Leichen wurden später entdeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.05.2009
Schiffbrüchige trieben eine Woche in der See
Präfektur Aomori / Japan, 21.05.09 - Zwei der vier Crewmitglieder eines vermissten Thunfischkutters aus Hokkaido, das seit einer Woche vermisst wurde, trieben in einer Rettungsinsel vor der Aomori Präfektur. Nach ihrer Rettung durch einen Helikopter am 20.5. wurden sie ins Krankenhaus gebracht, wo aber einer von ihnen starb. Er wurde als der Kapitän der 19 Tonnen großen "Kyoei Maru No. 21" identifiziert. Der Überlebende sagte aus, dass nach einem Kurzschluss ein Brand den Longliner erfasst und zum Sinken gebracht habe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.05.2009
Versenktes Boot soll Touristenattraktion werden
Welland, Ontario / Kanada, 21.05.09 - Die Welland Recreational Canal Corp will mit einer Schiffsversenkung den Tourismus der Stadt ankurbeln. Im alten Kanal zwischen den Lincoln St.- und Broadway Brücken soll ein 12 Meter langes Boot als Teil eines Tauchparks versenkt werden. Es wurde vor über einem Jahr zu diesem Zweck erworben und für 3.000 Dollar auf die neue Aufgabe vorbereitet. In Zusammenarbeit mit der Niagara Peninsula Conservation Authority wurde sichergestellt, dass es keine Umweltprobleme geben können und alle Ölreste, Schaum und Glas entfernt. Das Boot soll zu einem Fischhabitat werden. Die örtliche Taucherszene erwartet die Versenkung mit Freude. Derzeit wartet das Boot auf einem Trailer im städtischen Bootshafen an der Lincoln St. auf die letzte Reise.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.05.2009
Bootswrack nach einem Monat Drift in der See entdeckt
Vreed-en-Hoop / Guyana (Staat in Südamerika), 21.05.09 - Am 17.5. wurde das Wrack des Bootes "Areva" des Franzosen Remy Alnet vor der Küste von Berbice (Guyana) in der See treibend entdeckt. Es war 400 Meilen vor der Küste von Französisch-Guyana am 17.4. gekentert. Das Wrack wurde zur Leonora Police Station gebracht. Alnet hatte an der Bouvet Rames Guyane Ruderregatta zwischen Senegal und Französisch-Guyana teilgenommen. Dank seiner zwei Notsender konnten vier Handelsschiffe ihn orten, und 29 Stunden nach der Kenterung rettete ihn der Supertanker "Astra Chloé" aus seinem beschädigten Boot. Es ragte nur 50 Zentimeter aus dem Wasser. Der Schiffbrüchige hatte in das kieloben treibende Wrack tauchen müssen, um seine Notfackeln zu erreichen, dank derer er entdeckt wurde. Die "Areva" konnte nicht geborgen werden. Die "Astro Chloé" übergab den Verunglückten dann einem brasilianischen Patroullienboot, das ihn nach Belem brachte. Nun wurden die Reste des Bootes von Fischern vor Berbice entdeckt. Ein Trawler nahm es längsseits und schleppte es am Morgen des 19.5. nach Vreed-en-Hoop ein, von wo es auf den Strand von Zeelugt gezogen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.05.2009
Bulkcarrier "Pine Trader" am Haken
Update vom 20.05.09
Kap Agulhas (Cape Agulhas), Provinz Westkap (Western Cape), Südafrika, 20.05.09 - Am Morgen des 19.5. wurde Personal von Smit Salvage zu dem leckgeschlagenen Bulkcarrier "Pine Trader", 18.322 BRZ, geflogen. Weitere Bergungsmänner trafen am Morgen des 20.5. ein, um das Schiff zu stabilisieren. Nicht benötigte Crew des Havaristen wurde vorsorglich von Bord geholt. Die "SMIT Amandla" nahm ihn auf den Haken und befand sich 40 Meilen südwestlich von Cape Agulhas. Die "SMIT Lloyd 33" wurde derweil entlassen und kehrte nach Orca zurück. Der Kapitän der "Pine Trader" verletzte sich am 19.5. bei einem Sturz an Deck den Arm so schwer, dass er aus der Luft abgeborgen und nach Kapstadt ins Krankenhaus gebracht wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.05.2009
Sydneyer Unglücksfähre war zu schnell
Update vom 20.05.09
Sydney, New South Wales / Australien, 20.05.09 - Die Fähre in Sydney, die im März 2007 das Sportboot "Merinda" überlief, hatte zum Unglückszeitpunkt keinen ordnungsgemäßen Ausguck. Sie fuhr zudem wohl zu schnell. Der Fahrer eines Wassertaxis sagte am 20.5. aus, er habe die "Pam Burridge" noch mit rund acht Knoten aus der Sydney Cove kommen und dann aber schnelle Fahrt aufnehmen sehen, dann habe sie plötzlich gestoppt. Die Nacht war klar und die Sicht gut. Die Untersuchung wird fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.05.2009
Trawlerkollision wegen Erschöpfung und Nachlässigkeit
Merseyside, England / UK, 18.05.09 - Der in Fraserburgh (Schottland) registrierte 47 Fuß (14,20 Meter) lange Trawler "Golden Promise" wäre im vergangenen Monat (10.04.) vor Merseyside fast von einer Barge versenkt worden. Der staatliche Marine Accident Investigation Branch (MAIB), untersuchte jetzt den Vorfall und sagte, dass nur hoher Wasserstand es verhinderte, dass das 13 Jahre alte Schiff unter die Barge "Buzzard" gezogen wurde. Die zweiköpfige Crew habe wegen des Kostendrucks rund um die Uhr gefischt. Sie hatten in der Liverpool Bay Probleme mit einer Winsch gehabt. Gegen Mitternacht, als der Decksmann schlief, stellte der Skipper Probleme mit dem Öldruck fest und verließ, um dies zu prüfen, das Ruderhaus. Die Tide trieb die "Golden Promise" derweil gegen die Barge. Diese wie auch der Trawler wurden durch die glücklichen Umstände nur leicht beschädigt. Nach der Havarie hatte das Schiffsmanagement, die in Fraserburgh ansässige Whitelink Seafoods, den Skipper angewiesen, einen weiteren Decksmann zu heuern. Der MAIB hob die Gefahren von Erschöpfung hervor und die Wichtigkeit eines korrekten Ausgucks. Das Management wurde an seine Verantwortung für die Sicherheit der Crew erinnert. Die in Newhaven erbaute "Golden Promise" war bereits im vergangenen Jahr mit dem Frachter "Scot Venture" aus Inverness kollidiert. Der 2500-Tonner hatte den Trawler im Moray Firth gerammt, als der Wachoffizier seine Pflichten vernachlässigte. 2007 musste ein Besatzungsmitglied des Trawlers nach einem Winschenunfall mit einem Hubschrauber ins Aberdeen Royal Infirmary geflogen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.05.2009
Schiffbrüchiger im Angesicht der Retter ertrunken
China, 20.5.09 - Die chinesische "Hebei Shenyong" der Hebei Ocean Shipping Co., Ltd. sichtete am 20.5. gegen 11 Uhr (03:00 GMT) eine Rettungsinsel nahe der Zhongsha Islands auf 15.29 N 15.07 O. Darin befanden sich acht philippinische Fischer, die nach dem Untergang ihres Schiffes 15 Tage in der See getrieben hatten. Zwei starben noch vor ihrer Rettung. Einer sprang ins Wasser und verschwand, als er versuchte, die "Hebei Shenyong" schwimmend zu erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.05.2009
Info: Die Zhongsha-Inseln (Zhongsha Islands/Macclesfield Bank) sind eine Inselgruppe im Südchinesischen Meer. Die geopolitische Zuordnung der Zhongsha-Inseln ist umstritten.
Zwei Mann und Hund gerettet
Rockaway Beach, Halbinsel Rockaway, New York-Queens / USA, 20.05.09 - Die US Coast Guard rettete am 19.5. die zweiköpfige Crew und den Bordhund der 40 Fuß langen "West Winds", die um 20.15 Uhr drei Meilen südlich von Rockaway Beach, New York, zu sinken begonnen hatte. Der Skipper des in Freeport, New York, beheimateten Bootes hatte der Küstenwache über Mobiltelefon den Wassereinbruch gemeldet, woraufhin ein 47-Fuß-Rettungsboot der Station Sandy Hook auslief und die Schiffbrüchigen unmittelbar vor dem Untergang ihres Fahrzeugs von diesem abbergen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.05.2009
Yacht im Sturm gestrandet
Bethune Beach, Volusia County, Florida / USA, 20.05.09 - Am Morgen des 19.5. trieb die 38 Fuß lange Hunter-Yacht "Island Witch" auf dem Weg von den Bahamas nach St. Augustine auf den Bethune Beach, südlich des New Smyrna Beach. Das Boot hatte eigentlich in Fort Pierce stoppen wollen, doch wegen des schönen Wetters war der Weg nach St. Augustine fortgesetzt worden. Dann aber kam Sturm auf, und in schwerer See war die Maschine ausgefallen, und die zweiköpfige Crew bat gegen ein Uhr die Coast Guard um Hilfe. Die Coast Guard Station Ponce Inlet schickte einen Helikopter aus Savannah, Galveston, und ein 47-Fuß-Rettungsboot, doch wenig später trieb die "Island Witch" bereits in die Brandung und wurde von bis zu 10 Fuß hohen Wellen erfasst. Der Versuch, das Boot abzuschleppen, wurde daher als zu riskant eingeschätzt, und die Yacht trieb gegen sechs Uhr früh nahe der Starfish Avenue auf den Strand. Die Crew wurde unversehrt mit dem Hubschrauber abgeborgen und wartete am Nachmittag auf einen Schlepper, der das bis auf den Maschinenschaden unversehrte Schiff frei- und in den Heimathafen Jacksonville bringen sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.05.2009
Untersuchung zum Untergang der "Merinda" fortgesetzt
Update vom 18.05.09
Sydney, New South Wales / Australien, 20.05.09 - In Sydney wurde die Anhörung zum Untergang des Motorbootes "Merinda" am 19.5. fortgesetzt, bei dem vier Menschen ums Leben kamen. Dabei sagte der Skipper eines Charterbootes, das im Hafen von Sydney unterwegs war, dass er Minuten vor der Kollision der "Merinda" mit der "Pam Burridge" am 28.3.2007 selbst einen Zusammenstoß mit der "Merinda" nur knapp hatte abwenden können. Der Charterbootbetreiber sagte, die "Merinda" habe bei der Annäherung an die Harbour Bridge keine Positionslaternen gesetzt gehabt. Dennoch habe er das Boot aber aus 200 Metern Entfernung klar erkennen können. Der Kapitän der Hafenfähre hatte das Boot erst aus 20 Metern Distanz ausgemacht, zu spät zum stoppen, und sein Schiff zerriss die "Merinda" in zwei Teile. Der Charterbootskipper sagte, das Gebiet um Circular Quay und die Harbour Bridge sei potenziell gefährlich wegen der zahlreichen dort verkehrenden Schiffe. Er selbst wäre wiederum in derselben Nacht knapp einem Katamaranschiff nahe des Hyatt Hotel ausgewichten, das mit der doppelten Geschwindigkeit als die erlaubten acht Knoten unterwegs war. Später sah er die "Merinda" und wollte eine Hafenpatroullie über Funk über die Gefahr informieren, doch dies verzögerte sich wiederum wegen der Annäherung eines Wassertaxis um entscheidende Momente.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.05.2009
Frachter drohte nach Wassereinbruch zu stranden
Kap Agulhas (Cape Agulhas), Provinz Westkap (Western Cape), Südafrika, 20.05.09 - Am 18.5. drohte der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende, 188 Meter lange Bulkcarrier "Pine Trader", 18322 BRZ (IMO-No.: 7636781) gegen 11.30 Uhr vor dem Cape Infanta zu stranden. Das Schiff hatte Wassereinbruch erlitten und 30 Meilen östlich von Cape Agulhas gestoppt. Der Kapitän informierte ein Flugzeug der Coastguard, dass er das Problem binnen einer halben Stunde gelöst haben wollte. Die Lage wurde von dem Maritime Rescue Coordination Centre in Kapstadt überwacht, die den Bergungsschlepper "Smit Amandla", der unter Vertrag mit dem Department of Transport steht, anwies, von der False Bay aus zum Havaristen zu laufen. Deren Kapitän informierte unterdessen das MRCC, dass die Hauptmaschine inzwischen ausgefallen war, Wasser durch die Außenhülle des Maschinenraums eindringe und der Wassereinbruch anhalte. Wenig später fiel die Bordelektrik aus, und nur ein Notgenerator blieb betriebsfähig. Zu dieser Zeit sah es so aus, dass das Schiff bei fortgesetzter Drift ungefähr zu der Zeit stranden würde, wenn die "Smit Amandla" vor Cape Infanta einträfe. Daraufhin wurden Gespräche mit der PetroSA geführt, um die "Smit Lloyd 33", die für diese auf Station im ORCA-Ölfeld lag, zu bekommmen. Kurz nach Mitternacht besserte sich das bis dahin schlechte Wetter, sodass die Drift der "Pine Trader" sich verlangsamte. Nun war die "Smit Amandla" in der Lage, eine Schlepptrosse festzumachen und sie in südwestlicher Richtung abzuschleppen. Am 19.5. um sieben Uhr wurde aus der Luft ein Inspektor auf dem Havaristen abgesetzt, um dessen Zustand in Augenschein zu nehmen. Um acht Uhr stand die "Pine Trader"rund 30 Meilen südlich des Cape Infanta. Die "Smit Lloyd 33" blieb weiterhin in Bereitschaft.
Die "Pine Trader" hatte 220 Tonnen Bunkeröl in den Tanks und war mit einer Ladung von 20.500 Tonnen Reissäcken auf dem Weg nach Abidjan. Der 1977 erbaute Frachter wird gemanagt vom Split Shipmanagement in Kroaten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.05.2009
Info: Das Kap Agulhas ist der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents.
Norwegischer Frachter wegen Maschinenausfall eingeschleppt
Hjeltefjorden, Provinz (Fylke) Hordaland / Norwegen, 19.05.09 - In der Nacht zum 19.5. erlitt der norwegische Frachter "Chain Trimmer", 532 BRZ (IMO-Nr. 7411648) Maschinenausfall und musste von dem norwegischen Rettungsboot "Kristian Gerhard Jebsen" in den Hjeltefjord eingeschleppt werden. Nachdem hier die Maschine wieder angefahren werden konnte, kehrte das Rettungsboot um 6.30 Uhr zu seine Station in Kleppestø zurück. Die "Chain Trimmer" nahm wieder Kurs auf den Zielhafen Kristiansund, wo sie am 21.5. um sechs Uhr erwartet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.05.2009
Kutter lief auf Felsen
Rørvik, Insel Vikna, Provinz (Fylke) Nord-Trøndelag / Norwegen, 19.05.09 - Ein isländischer Kutter lief am 19.5. um 1.40 Uhr auf dem Weg nach Vesterålen in Rørvik auf Felsen und erbat Hilfe vom norwegischen Rettungsdienst. Binnen 15 Minuten war das Rettungsboot "Harald V" vor Ort und schleppte das Schiff frei. Es hatte ein Leck im Unterwasserbereich des Vorschiffes und wurde provisorisch abgedichtet. Gegen sechs Uhr war es frei und konnte nach Rørvik geschleppt werden, wo es an Land gehoben und repariert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.05.2009
Mississippi nach Schlepperkollision gesperrt
Memphis, Tennessee / USA, 19.05.09 - Die U.S. Coast Guard sperrte den Mississippi zwischen den Meilen 595 und 640 südlich von Memphis, nachdem am Morgen des 19.5. nahe Helena in Arkansas die Schlepper "Golden Eagle" und "Mary Ann" kollidierten und sich daraufhin 26 Bargen losrissen. Die Küstenwache konnte die Bargen inzwischen einfangen, sodass der Flussverkehr 15 Stunden nach der Kollision wieder freigegeben werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.05.2009
Explosion auf deutschem Tanker
Tampa, Florida / USA, 19.05.09 - Die US Coast Guard barg am 19.5. gegen 17 Uhr einen Seemann aus Kiribati von dem deutschen Flüssiggastankers "BW Herdis", 35.853 BRZ (IMO-Nr. 9292216), ab. Er war verletzt worden, als es um 15.15 Uhr 30 Meilen nordwestlich der Tampa Bay an Bord beim Lichten des Ankers zur Explosion einer Hydraulikleitung gekommen war. Die Küstenwache in St. Petersburg, Florida, hatte daraufhin einen HH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Clearwater in Marsch gesetzt. Der Verletzte wurde in stabilem Zustand ins Tampa General Hospital geflogen. Die Küstenwache leitete eine Untersuchung des Unfalls ein.
Das Schiff wurde 2004 als "Polar Viking" bei den Hyundai Heavy Industries in Ulsan erbaut und wird von Laeisz in Hamburg gemanagt. Eigner ist die BW Gas in Oslo. Das seit 2006 unter dem Namen "BW Herdis" laufende Schiff ist 207 Meter lang, 32,2 Meter breit und hat 11,9 Meter Tiefgang. Es verdrängt 44.621 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.05.2009
Einhandsegler kollidierte mit einem Containerfrachter
Charleston, South Carolina / USA, 19.05.09 - Nach 23 Tagen, sieben Stunden und knapp 45 Minuten querte der belgische Einhandsegler Michel Kleinjans die Ziellinie in Charleston am Ende der 4. Etappe des Portimão Global Ocean Race (PGOR) mit seiner beschädigten Open 40 "Roaring Forty" am 18.5. um 22.45 Uhr. Die letzten Stunden der Etappe waren für ihn die schwierigsten auf dem 4800 Meilen langen Kurs Ilhabela, Brasilien, in die USA. Denn am Morgen des 16.5. war das Boot 210 Meilen östlich von Grand Bahama mit einem Containerfrachter kollidiert. Nach Auskunft des Skippers war es eines von fünf Schiffen, die er während der vergangenen zwei Wochen gesichtet hatte. Dabei wurde die Verbindung von Deck und Rumpf beschädigt und die Ballasttanks sowie das Vorschiff in Mitleidenschaft gezogen. Wegen eines zudem aufkommenden Starkwindes von über 40 Knoten musste Kleinjans auf Ostkurs gehen. Am 18.5. um neun Uhr war die "Roaring Forty" auf dem selben Längengrad wie Charleston und Kleinjans ging auf Westkurs durch den Golfstrom, um sein Ziel bei noch 35 Knoten Wind zu erreichen. Die Rennleitung in Portimão mobilisierte Material und Personal, um eine rasche Reparatur zu gewährleisten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.05.2009
Info: Das Portimão Global Ocean Race (PGOR) ist eine internationale Segelregatta rund um die Welt, die 2008/2009 zum ersten Mal ausgetragen wird. Die Wettfahrt wurde für Solo-Einhandsegler (Kategorie Solo/Open 40) und Zweiercrews (Kategorie Double Handed/Open 40) mit kleinen Budgets geschaffen.
Kühlschiff mit Maschinenausfall vor der japanischen Küste
Hakodate, Hauptinsel Hokkaidō / Japan, 18.05.09 - Das unter russischer Flagge laufende Kühlschiff "Nadezhda" (IMO-Nr.: 7379553), die ehemalige "Sumiyoshi Maru No 3" erlitt am 18.5. in der japanischen See 10 Meilen vor Honshu auf 40.57 N 139.52.0 O Maschinenausfall. Es wurde von der japanischen Küstenwache am selben Tag mit Ziel Hakodate auf den Haken genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.05.2009
Kiteboarder kollidierte mit Schiff
Hood River, Oregon / USA, 18.05.09 - Ein Kiteboarder (Kitesurfer) kollidierte am 17.5. gegen 16.30 Uhr mit dem historischen Zweimaster "Hawaiian Chieftain" auf dem Columbia River. Der Lenkdrachen (Kite) verfing sich in der Takelage des achteren Mastes. Der Kitesurfer überstand den Zwischenfall unbeschadet, und auch das Schiff der Grays Harbor Historical Seaport Authority blieb unversehrt. Offenbar hatte sich der Kiteboarder dem Schiff zu sehr angenähert, sodas er am Mast hängenblieb, als ihn eine plötzliche Bö erfasste. Der Kapitän stoppte die "Hawaiian Chieftain", um den Mann aufs Deck zu bekommen. Dann setzte er ihn an der Hood River Marina ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.05.2009
Fischer ringt um gesunkenen Kutter
Update vom 18.05.09
Heiligenhafen, Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein / DE, 19.05.09 - Nachdem der in Heiligenhafen gesunkene Kutter "Blondi" am 16.5. bei Hochwasser mit einer Winde in flaches Hafenwasser gezogen werden konnte, lag er tags darauf bei einem Wasserstand, der um einen halben Meter gefallen, war, halb auf dem Trockenen. Nun versuchte der Eigner Baltrusch das Wasser aus dem Bootsrumpf zu lenzen. Doch die kleinen Tauchpumpen und eine kleine Motorpumpe konnten das Wasser nicht aus dem Schiff fördern, zumal der Wasserpegel wieder anstieg. Der Fischer hatte am 16.5. die Hilfe der Feuerwehr abgelehnt. Der Kreis Ostholstein hatte dem Fischer einen Selbstbergungsversuch zugestanden, da von einer Verunreinigung des Hafenwassers nicht auszugehen war.
Wie der Kutter gesunken war, konnten sich Wasserschutzpolizei und Fischer Manfred Baltrusch, dem der Kutter in Eignergemeinschaft mit einem weiteren Fischer gehört, noch nicht erklären. Noch drei Tage zuvor war der Fischer mit der "Blondi" zum Fischfang ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.05.2009
Kollision bei erster Fahrt nach Reparatur
Myrina, Insel Limnos, Nord-Ägäis / Griechenland, 19.05.09 - Das 148,88 Meter lange Fährschiff "Theofilos", 12528 BRZ (IMO-Nr.: 7362108), der NEL-Lines kollidierte am Hafen von Myrina der Hauptstadt der Insel Limnos. Von den 165 Passagieren wurde niemand verletzt. Das Schiff blieb zur Inspektion vorübergehend im Hafen von Myrina. Die "Theofilos" war am Abend des 18.5. vom Hafen von Thessaloniki Richtung Limnos, Lesvos, Chios und Samos ausgelaufen. Es war die erste Reise des Schiffes nach 11 Monaten; zuletzt war es am 28. Juni 2008 bei Oinousses auf Grund gelaufen.
Die "Theofilos" wurde 1975 bei der Werft Nobiskrug, Rendsburg, als "Nils Holgersson" erbaut. Für die TT-Line GmbH, Hamburg, war es bis 1984 im Einsatz vornehmlich auf der Route Trelleborg - Travemünde. 1985 wurde es zur "Abel Tasman" der Transport Tasmania, Devonport. Wegen eines Streiks lag es 1985 fast zwei Monate in Kiel 1994 wurde es als Hotelschiff "Pollux" in Kreta eingesetzt und war dann im Mittelmeer im Einsatz. 1995 wrde es zur "Theofilos". Am 3.7.1995 rammte es einen Kai in Chios. Vor demselben Hafen lief es am 28.6.2008 auf Grund und erlitt Wassereinbruch im Maschinenraum sowie dem Kabinentrakt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.05.2009
Ein Toter und ein Vermisster bei Untergang vor Quebec
Rivière-Au-Renard, Gaspé Peninsula, Québec / Kanada, 19.05.09 - Am 18.5. gegen 19 Uhr kenterte der Krabbenkutter "Marsoine 1" aus Rivière-au-Renard in Quebec vor der Gaspé-Halbinsel. Ein Mann wurde gerettet, ein weiterer tot in der See gefunden. Ein Cormorant-Helikopter und eine Hercules aus Greenwood sowie drei Küstenwachboote suchten nach einem weiteren Vermissten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.05.2009
Santorin nimmt von Hebungsforderung für die "Sea Diamond" Abstand
Update vom 18.05.09
Kykladeninsel Santorin (Sandorini) / Griechenland, 19.05.09 - Gut zwei Jahre nach dem Untergang des Kreuzfahrtschiffes "Sea Diamond" begann am 18.5. das Leichtern des Wracks. Dies war nötig geworden wegen der Sorge, dass Schweröl und Dieseltreibstoffe im Laufe der Zeit durch Lecks aus den Tanks entweichen könnten. Sie würden die Bucht von Santorin verseuchen und die Strände verpesten. Somit stellte das Schiff eine ökologische Zeitbombe dar. Seit zwei Jahren hatten die Bewohner von Santorin immer wieder mit Demonstrationen auf die Gefahr aufmerksam zu machen versucht, die von dem Wrack ausging. Lange hat sich die zyprische Reederei Louis Cruises, der das Schiff gehörte, gesträubt, den Treibstoff entsorgen zu lassen. Jetzt erst erklärte sie sich bereit, die Kosten zu übernehmen. Sie wurden auf rund sechs Millionen Euro veranschlagt. Den Plan für das Abpumpen des Öls hat das britische Ingenieurunternehmen Dronik Maritime Consultants entwickelt, das auf solche Projekte spezialisiert ist. Die Bergung des Treibstoffs gilt als riskant, weil das Wrack in etwa 150 Metern Wassertiefe in instabiler Lage an einem Unterwasser-Steilhang liegt. Wenn es abrutscht, kann es in mehr als 400 Meter Tiefe absinken. Zwölf Spezialschiffe sind an der "Operation Sea Diamond" beteiligt unter Führung eines 70 Meter langen Kommandoschiffes. Drei ferngesteuerte Tauchroboter werden zum Wrack hinabgeschickt. Sie sollen am Rumpf der "Sea Diamond" andocken, sich mit Spezialbohrern in die Treibstofftanks vorarbeiten und dann mit Sonden das Öl, insgesamt 437 Tonnen, absaugen. Das Operationsgebiet wird dabei mit einer tausend Meter langen schwimmenden Barriere umgeben für den Fall, dass bei der Arbeit Treibstoff austritt und an die Oberfläche steigt. Zwei Spezialschiffe sind vor Ort, die freigewordenes Öl aufnehmen können. Das "Unternehmen Sea Diamond" soll etwa drei Wochen dauern. "Danach wird das Wrack völlig ungefährlich sein", verspricht die Reederei Louis Cruises. Bisher hatten die Santoriner gefordert, die "Sea Diamond" müsse gehoben werden, was allerdings sehr riskant und schwierig wäre. Der Bürgermeister der Insel sagte nun, dass von der Forderung abgerückt würde, wenn Experten der Technischen Hochschule Athen bestätigten, dass nach dem Abpumpen des Öls keine Gefahr mehr von dem Wrack ausgehe.
Die 22400 BRZ große und 142 Meter lange "Sea Diamond" war am 5. April 2007 auf ein Riff gelaufen und leckgeschlagen. In einer dramatischen Rettungsaktion wurden 1545 Passagiere und Besatzungsmitglieder von Bord gebracht. 15 Stunden später sank sie. Ein Franzose und seine 16 Jahre alte Tochter gelten seither als vermisst. Grund der Havarie war eine fehlerhafte Seekarte der griechischen Marine. Auf ihr war das Riff 58 Meter vor der Küste verzeichnet, tatsächlich liegt es 113 Meter davor. Die Karte weist für die Unglücksstelle eine Wassertiefe von 20 Metern aus, tatsächlich sind es nur fünf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.05.2009
Feuer auf Binnenschiff rasch gelöscht
Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 18.05.09 - In den Mittagsstunden des 18.5. brach im Generatorenraum des Binnenschiffes "Moria" in Terneuzen ein Feuer aus. Die Terneuzener Feuerwehr sowie der Schlepper "Multratug 2" sowie die "V 64" waren rasch zur Brandbekämpfung vor Ort und hatten die Flammen in kurzer Zeit niedergekämpft, sodass der Schaden begrenzt blieb. Die Schiffsräume wurden anschließend belüftet und die Trümmer fort geräumt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.05.2009
Rettung für Sportangler in letzter Minute
Dauphin Island, Mobile County, Alabama / USA, 18.05.09 - Der 33 Fuß lange Angelkutter "Loose Cannon" aus Pascagoula sank am 8.5. 70 Meilen vor der Küste im Golf von Mexiko. Die fünfköpfige Crew wurde von dem auf Dauphin Island stationierten Charterboot "Boss Man" gerettet.
Das 1991 erbaute Schiff war am Morgen aus dem Pascagoula River ausgelaufen und war dort mit einem treibenden Baumstamm kollidiert. Doch bei einer Tauchkontrolle wurde kein Schaden entdeckt. So wurde im Einverständnis aller die Fangfahrt fortgesetzt und ging Richtung des Rigs "Ram Powell". Als dieses gegen 22.30 Uhr erreicht war, wurde ein Wassereinbruch festgestellt. Daraufhin wurde sofort das Fanggerät eingeholt und auf Nordkurs gegangen. Die drei Bilgenpumpen, die 2000 Gallonen in der Stunde fördern konnten, kamen aber nicht gegen das eindringende Wasser an, so wurde ein "Pan-Pan"-Ruf über VHF abgesetzt. Eine halbe Meile südlich ankerte zu dieser Zeit die "Boss Man" nahe der "Ram Powell". Sie ging sofort ankerauf und lief zu der eine Meile nördlich des Rig liegenden "Loose Cannon", wo eine größere Bilgenpumpe übergeben wurde. Dann gingen drei Mann aus Hattiesburg an Bord der "Boss Man". Der Skipper blieb mit einem weiteren Mann an Bord in der Hoffnung, sein Boot noch in den Hafen zu bekommen. Doch auch mit vier Pumpen stieg das Wasser an, und als es die Generatoren erreicht hatte und der Motor ausfiel, war der Untergang nicht mehr aufzuhalten. Die "Boss Man" ging längsseits, und einige Dinge wurden übergeben. 30 Minuten nach dem Wassereinbruch und 10 Minuten nach dm Eintreffen der "Boss Man" sank die "Loose Cannon" mit dem Heck voran in einer Wassertiefe von 3100 Fuß. Die Geretteten wurden am 9.5. gegen fünf Uhr an der Dauphin Island Marina an Land gesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.05.2009
Partyboot zu flott unterwegs
Schiedam, Provinz Zuid-Holland (Südholland) / Niederlande, 17.05.09 - In Schiedam rammte am 17.5. gegen zwei Uhr das Partyboot "Absolut 2" mit voller Kraft die Koemarktbrücke und steckte anschließend darunter fest. Wahrscheinlich hatte der Kapitän die Höhe der nicht geöffneten Brücke überschätzt. Er wurde leicht verletzt, Brücke wie Schiff nahmen Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.05.2009
Tanklaster bleibt noch auf dem Meeresgrund
Robson Bight (Vancouver Island bay), Johnstone Strait, British Columbia / Kanada, 16.05.09 - Der Versuch einer Barge von Mammoet Salvage, einen Tanklastzug vom Meeresgrund nahe der Robson Bight zu heben, musste wegen widrigen Wetters verschoben werden. Der Truck war mit einer Ladung von 10 Tonnen Öl samt einer Barge und Ausrüstungsteilen im August 2007 versunken, als sich der Schleppzug nördlich von Vancouver Island befand. Ein Kran auf der Bergungsbarge wurde nun durch starken Wind so destabilisiert, das ein Hebungsversuch aus 350 Metern Wassertiefe zu riskant war. Ein großer Metallkasten soll auf den Meeresgrund herabgelassen werden, in der der Truck während der Bergung sicher gelagert ist.
Nun wird gehofft, dass die Aktion bis zum 24.5. abgeschlossen werden kann. Nachdem ein ROV den Truck geortet hatte, wurde bereits ein Metallkasten mit Plastikkartons voller Ölresten mit einer Gesamtmenge von 1,4 Tonnen gehoben. Diese Aktion verlief planmäßig. Die übrige Ladung, u.a. ein Krankenwagen, ein weiterer Laster und ein Bulldozer werden auf dem Meeresgrund bleiben. Ihre Tanks barsten bereits beim Untergang, sodass nun keine Umweltgefahr mehr von ihnen ausgeht. Die Fracht gehörte der Ted LeRoy Trucking of Chemainus, die inzwischen insolvent ist. Die Bergungsaktion kostet 2,5 Millionen Dollar. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass auch der Tanklaster beim Untergang implodiert sei, doch Umweltgruppen bewirkten eine Untersuchung vor Ort, bei der sich herausstellte, dass der Tanklaster unbeschädigt auf dem Meeresgrund saß.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.05.2009
Neuer Test für "Nerpa"
Update vom 11.02.09
Komsomolsk am Amur, Region Chabarowsk, Föderationskreis Ferner Osten / Russland, 13.05.09 - Russland wird vom 15. bis 20.6. wieder das Atom-U-Boot "Nerpa" testen. Beim letzten Test am 8.11.2008 kamen 20 Menschen ums Leben, 21 wurden mit Vergiftungen ins Krankenhaus gebracht. Versehentlich war in der japanischen See das Feuerlöschsystem aktiviert worden, als das Boot mit 208 Personen an Bord auf der Erprobung war. Nun wird das für die indische Marine von der Amur-Werft erbaute Boot erneut auslaufklar gemacht. Von der Ablieferung und Bezahlung des Bootes hängt die Existenz der verschuldeten Werft ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.05.2009
Angelboot gekentert
3 Männer von den Seenotrettern aus der zehn Grad kalten Ostsee geborgen
Kühlungsborn, Landkreis Bad Doberan, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 18.05.09 - Für drei Männer endete ein Angelausflug am Sonntagnachmittag (17. Mai 2009) vor Kühlungsborn an Bord des Seenotrettungsboots "Konrad Otto" der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger). Die Angler waren mit einem drei Meter langen Boot mit Außenbordmotor etwa einen Kilometer nördlich der Küste zwischen den Seebrücken Kühlungsborn und Heiligendamm gekentert. Bei östlichen Winden mit Stärken um vier Beaufort (27 km/h Windgeschwindigkeit) und einem Meter Seegang war das kleine Boot umgeschlagen und trieb kieloben in der Ostsee. Die Männer klammerten sich am Rumpf fest.
Ein Spaziergänger am Strand sichtete per Fernglas die Schiffbrüchigen und informierte die Rettungsleitstelle, die den Alarm unmittelbar an die SEENOTLEITUNG BREMEN und die DGzRS-Station Kühlungsborn weiterleitete. Vormann Rainer Kulack und die Rettungsmänner Christoph Müller, André Rudat, Oliver Kalbreyer und Simon Grzeskowiak erreichten die im zehn Grad kalten Wasser treibenden Männer, nahmen sie auf und versorgten sie noch auf See mit trockener Kleidung und heißen Getränken. Die Angler standen sichtbar unter Schock und waren zum Teil stark unterkühlt Jetzt stellte sich auch heraus, dass zwei weitere Angler zu der Gruppe gehörten. Diese beiden Männer hatten jedoch schwimmend den Strand erreicht. Der Landrettungsdienst versorgte die fünf Freizeitfischer und brachte sie in das Krankenhaus nach Bad Doberan zur ärztlichen Beobachtung.
Quelle: DGzRS Bremen vom 18.05.2009
Fahrgastschiff saß auf dem Rhein fest
Rüdesheim am Rhein, Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen, 18.05.09 - Schreck in der Morgenstunde für 122 Passagiere eines Fahrgastkabinenschiffes auf dem Rhein: Aufgrund eines Navigationsirrtums des Schiffsführers fuhr das 110 Meter lange Schiff "Avalon Affinity" am 18.5. gegen 4 Uhr morgens auf einer Sandschwelle in der Rüdesheimer Aue fest. Wegen der Dunkelheit in den frühren Morgenstunden hatte der Schiffsführer das Wendemanöver mit Radarunterstützung gefahren und dabei zwei Signaltonnen verwechselt, so dass das Schiff außerhalb des Fahrwassers geriet. Durch das Abpumpen von rund 180 Kubikmeter Ballastwasser und dem dadurch verringerten Tiefgang kam das Schiff um 7.20 Uhr aus eigener Kraft von der Sandschwelle wieder frei. Nach einer kurzen Probefahrt setzte das Schiff um 8.40 Uhr mit Genehmigung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen seine Fahrt Richtung Koblenz, Cochem (Mosel) und dem Zielort Remich (Mosel-KM 233) fort. Die holländische "Avalon Affinity" der Avalon Waterways war erst am
11.5. in Volendam abgeliefert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
Ölbergung der "Sea Diamond" hat begonnen
Update vom 16.05.09
Kykladeninsel Santorin (Sandorini) / Griechenland, 18.05.09 - Gut zwei Jahre nach dem Untergang des Kreuzfahrtschiffes "Sea Diamond" vor Santorin wird jetzt der Treibstoff aus dem Wrack des Dampfers abgepumpt. Am Wochenende traf eine ganze Flotte von Spezialschiffen in Santorin ein, am 18.5. begannen die Arbeiten. Damit wird eine ökologische Zeitbombe entschärft: Schweröl und Dieseltreibstoffe aus dem Schiff, so war die Befürchtung, könnten im Laufe der Zeit durch Lecks aus den Tanks entweichen, die Bucht von Santorin verseuchen und die Strände verpesten. Binnen drei Wochen sollen nun die Tanks geleert und die Außenöffnungen verschlossen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
Bootsunglück in Sydney wird untersucht
Sydney, New South Wales / Australien, 18.05.09 - In Sydney begann am Glebe Coroner’s Court die Untersuchung der Kollision der Sydney HarbourCat Ferry "Pam Burridge" mit dem Sportboot "Merinda" am 28.3.2007, bei der vier Menschen umkamen. Insgesamt 12 Personen waren mit dem Boot unterwegs, als es unter der Sydney Harbour Bridge von der Fähre überlaufen wurde. Die "Merinda" hatte keine Navigationslichter geführt und nur Kabinenleuchten angehabt. Der Kapitän der "Pam Burridge" sagte aus, er habe das Boot erst Sekunden vor der Kollision wahrgenommen. Sie wurde entzweigeschnitten und sank augenblicklich. Der Kapitän galt als erfahren. Er war unterwegs vom Circular Quay nach Balmain. Nicht auszuschließen ist, dass er den Weg abkürzte, doch dies wird als unbedeutend eingeschätzt. Während der Untersuchung sollen rund 50 Zeugen gehört werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
Zwei Kutter in Malediven ausgebrannt
Malé / Malediven, 18.05.09 - Ein 75 Fuß langer Kutter, der in Makunudhoo zur Reparatur und Überholung gedockt war, wurde in der Nacht zum 16.5. bei einem Feuer zerstört. Das Schiff der Ansis Fishing Pvt. Ltd war im Tunfischfang in Male eingesetzt. Rund 30 Einheimische machten sich an die Brandbekämpfung, und als gegen Mitternacht die Polizei aus Kaditheemu und Kulhudhuhfushi eintraf, war das Feuer bereits von den Insulanern gelöscht worden.
In einem anderen Feuer wurde am selben Morgen der Kutter "Tharahgee" aus Khaassa Dhaftrharu, der in der Gulhi-Lagune im Kaafu-Atoll ankerte, völlig zerstört. Die dreiköpfige Crew konnte sich retten, der Brand, der im Maschinenraum ausgebrochen war, wurde durch die Maldives National Defense Force (MNDF) und die Polizei bekämpft. Eisboxen, Kajüte und andere Schiffseinrichtungen fielen dem Brand zum Opfer.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
Hubschrauber aus der Ostsee geborgen
Kaliningrad (bis 1946 Königsberg), Oblast Kaliningrad / Russland, 17.05.09 - Ein am 4. Mai in der Ostsee versunkener Hubschrauber des Typs Ka-27 der Baltischen Flotte ist am 16.5. geborgen worden. Die Ka-27 hatte am 4. Mai mit seinen Rotorblättern die Aufbauten des neuesten russischen Küstenschutzschiffes "Jaroslaw Mudryj" bei dessen Testfahrt gestreift und war in die Ostsee gestürzt. An Bord des Hubschraubers befanden sich fünf Personen, unter ihnen zwei Besatzungsmitglieder. Alle wurden gerettet. Experten sollen nun die Ursachen der Havarie klären. Die "Jaroslaw Mudryj" war für die russische Kriegsmarine in der Baltischen Werft Jantar in Kaliningrad erbaut worden. Der Ka-27 war Anfang der 1970er Jahre entwickelt worden und stellte eine Weiterentwicklung des U-Boot-Abwehrhubschraubers Ka-25 dar. Der Jungfernflug der Ka-27 fand am 24. Dezember 1973 statt. Nach den Erprobungen wurde der Hubschrauber im April 1981 in Serie gebaut. Die Hauptbestimmung ist die Suche, die Ortung und die Bekämpfung von U-Booten. Die Maschine kann auch bei Such- und Rettungsoperationen, der Evakuierung von Verletzten und beim Gütertransport eingesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
Zwei Mann von sinkendem Kutter gerettet
Bay St. Louis, Hancock County, Mississippi / USA, 17.05.09 - Die US Coast Guard rettete die zweiköpfige Crew des 53 Fuß langen Kutters "Cancer Free", der im Golf von Mexiko am 17.5. leckgeschlagen war. Das Schiff hatte sich rund fünf Meilen südlich von Bay St. Louis befunden, als es gegen 20 Uhr zu einem Wassereinbruch kam. Die Coast Guard schickte einen HH-65C-Rettungshubschrauber der Air Station New Orleans. Beide Fischer wurden aufgewinscht und zum Gulfport-Biloxi International Airport geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
Versenkungstag der "Gen. Hoyt S. Vandenberg" festgelegt
Update vom 11.05.09
Key West, Monroe County, Florida / USA, 17.05.09 - Die Projektorganisatoren, die die Transformation des augedienten Raktenüberwachungsschiffes "Gen. Hoyt S. Vandenberg"in ein künstliches Riff vor Key West koordinieren, haben als Tage der Versenkung nun unter der Voraussetzung günstigen Wetters auf den 27.5. festgelegt. Derzeit laufen im Hafen von Key West die letzten Vorbereitungen. Am 26.5. würde das 523 Fuß lange Schiff dann planmäßig von Schleppern zur Versenkungsposition gezogen und dort auf 140 Fuß Wassertiefe verankert werden. Voraussichtlich am späteren Morgen werden dann die Sprengladungen gezündet. Die Küstenwache wird während des Transits eine Sicherheitszone von 500 Yard Durchmesser um den Schlepp gewährleisten. Bei der Versenkung wird diese Zone zu Wasser und in der Luft auf eine Meile ausgedehnt. Wenn das Schiff gesunken ist, wird eine Kontrolle durchgeführt, ob es richtig auf dem Meeresboden aufgesetzt hat, und anschließend wird die Florida Keys National Marine Sanctuary Mooringbojen vor Ort verlegen. An diesen können dann die Tauchschiffe festmachen.
Bereits in den Mitt-70ern hätte ein Taifun die "Hoyt S. Vandenberg" fast versenkt. 38 Stunden lang ritt die Crew 25 Fuß hohe Wellen ab. Die Männer banden sich an Tische und Stühle und hofften, dass die Tonnen von Beton im Schiffsbauch das topplastige Schiff hinreichend stabilisieren würden.
Das Schiff überlebte diesen Taifun wie auch alle anderen Stürme. Es hatte sich bereits als Truppentransporter im 2. Weltkrieg bewährt und war gerade mit 3500 Armeeangehörigen von Frankreich nach Manila unterwegs, als die Nachrichten der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki eintrafen. Daraufhin wurde der Kurs nach New York geändert, wo sie stürmisch begrüßt wurde. Danach übernahm die "Gen. Harry Taylor" den Rücktransport von Truppen, in deren Verlauf insgesamt acht Millionen Amerikaner aus den Kriegsgebieten heimzubringen waren. Danach transportierte sie Flüchtlinge in die Vereinigten Staaten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
Kutter sank in Heiligenhafen
Heiligenhafen, Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein / DE, 16.05.09 - Der Fischkutter "Blondi" aus Heiligenhafeners sank in der Nacht zum 16.5. an seinem Liegeplatz. Bereits gegen sechs Uhr morgens hatte sich der Heiligenhafener Fischer Baltrusch zum Kommunalhafen aufgemacht, um nach seinem Kutter zu sehen. Da ragten nur noch Teile des Deckshauses und der Mast aus dem Wasser. Umgehend leitete der Heiligenhafener alles in die Wege, seinen Kutter zu bergen. Mit Hilfe eines Seilzugs versuchte er, das Schiff in flacheres Gewässer zu ziehen, um dann das Wasser aus dem Boot zu lenzen. Erschwerend kam dabei hinzu, dass das Wasser im Hafen etwas höher stand als sonst. Ein erster Versuch, die "Blondi" zu bergen, scheiterte, als der Seilzug der Belastung nicht standhielt. Am späten Nachmittag aber hatte Baltrusch es mit Hilfe einiger Fischerkollegen geschafft, die "Blondi" soweit aus dem Wasser zu ziehen, dass mit dem Leerpumpen des Kutters begonnen werden konnte. Nach dem Untergang war auch die Freiwillige Feuerwehr mit dem Einsatzboot "Graswarder" angerückt. Sie legte rund um den Fischkutter eine Ölsperre aus, um eine Verschmutzung des Gewässers zu verhindern. Die Ursache des Untergangs der "Blondi" ist noch ungeklärt. Erst wenn das Schiff komplett geborgen ist, kann untersucht werden, wie und vor allem wo das Wasser in die "Blondi" eingedrungen ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
Frachter auf Wolga gestrandet
Sysran (Syzran), Oblast Samara / Russland, 16.05.09 - Am 16.05. lief der 1976 erbaute, russische Frachter "Volgo-Don 5065", 3958 BRZ (IMO-Nr. 8872734) mit einer Ladung von 3694 Tonnen Schrott auf der Wolga bei Flusskilometer 1885.5 nahe Syzran auf Grund. Der Schlepper "Peleng" wurde zur Assistenz gerufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
Schlepper drohte zu sinken
Sankt Petersburg / Russland, 16.05.09 - Am 15.5. um 23.43 Uhr schlug der 1981 erbaute, russische Schlepper "Brigadir Gusev", 187 BRZ (IMO-Nr. 8929757), leck, als er am Kraftwerk Kanonerskiy, St. Petersburg, anlegen wollte. Dabei entstand ein Leck von 12 von vier Zentimetern. Weil der Schlepper zu sinken drohte, wurde er auf Grund gesetzt. Am 16.5. gelang es, das Leck gegen sechs Uhr mit einer Stahlplatte abzudichten. Danach wurde der Maschinenraum gelenzt und der Havarist von Schlepper "Grifon" sowie einem Taucherschiff abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
Container stürzten in Rotterdamer Hafen
Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 15.05.09 - In den Mittagsstunden des 15.4. kam das Binnenschiff "Calypso" in Schräglage, als der erste Container von der in insgesamt vier Lagen gestauten Ladung bei Uniport im Waalhaven von Rotterdam gelöscht werden sollte. Vier Container stürzten an Land, zwei wurden von Pollern aufgespießt, und 16 Container landeten im Wasser. Ein Decksmann der "Calypso" wurde schwer verletzt, als ein Container auf seine Beine stürzte. Er wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Das Kranschiff "Mercurius-Amsterdam" war binnen 30 Minuten vor Ort und begann, die im Hafen treibenden Container aufzulesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
Ägyptischer Frachter bei Piratenattacke leicht beschädigt
Mogadischu (Mogadishu) /Somalia, 14.05.09 - Schiffe der Combined Task Force (CTF) 151 kamen am 13.5. dem 225 Meter langen ägyptischen Frachter "Amira" (IMO-Nr. 9216248) zu Hilfe, der im Golf of Aden durch Piraten attackiert wurde. Sie hatten den Frachter 75 Meilen südlich von Al Mukalla im Yemen unter Feuer genommen. Mehrere Geschosseinschläge sowie ein Granattreffer richteten aber nur geringen Schaden an. Nachdem der Versuch, eine Leine an Bord zu befestigen, fehlgeschlagen war, gaben die Piraten auf, wurden aber von dem koreanischen Zerstörer "Munmu the Great" (DDG 976) und dem amerikanischen Lenkwaffenzerstörer USS "Gettysburg" (CG 64) gestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
"Alfried Krupp" unterstützte Kutterbergung bei Rottumer Plate
Eemshaven, Gemeinde Eemsmond, Provinz Groningen / Niederlande, 11.05.09 - Am 11.5. wurde die Crew des Rettungsbootes "Jan en Titia Visser" um 11.30 Uhr alarmiert, weil der 19,5 Meter lange Kutter "Lummetje" (UK 165) (CS PDQZ), 48 BRZ, von Johann Foppen aus Urk mit einem Netz in der Schraube manövrierunfähig nördlich der Rottumer Plate trieb. Durch Vor- und Zurück-Fahrmanöver im Bemühen, die Schraube wieder klar zu bekommen, war die Kupplung defekt geworden, die Hydraulikpumpe fiel aus, und das Schiff war nun gänzlich antriebslos. Die Netze hingen über Bord und konnten nicht mehr eingeholt werden. Um 12.45 Uhr war das Rettungsboot vor Ort und übergab eine Schlepptrosse. Der Kutter lag zu dieser Zeit vor Anker, aber er befand sich bereits in der Brandung der Plate. Alle hydraulischen Einrichtungen waren ausgefallen, sodass der Anker nicht mehr gelichtet werden konnte. Darum musste die Ankertrosse gekappt werden. Der Borkumer Rettungskreuzer "Alfried Krupp" war angesichts der kritischen Lage von 13 bis 15 Uhr auf Standby. Als der Seegang weniger wurde, kehrte er auf seine Station zurück. Nachdem angeschleppt worden war, stellte sich heraus, dass der Kutter von den außenbords hängenden Netzen fortwährend nach Backbord gezogen wurde, sodass zusätzlich ein Schlepper geordert wurde. Der "Jan en Titia Visser" war es alleine nicht möglich, den Havaristen gegen den Ebbstrom nach Eemshaven einzubringen. Um 17.25 Uhr war der Schlepper "Gruno IV" vor Ort und übernahm den Havaristen. Das Rettungsboot eskortierte den Schleppzug, bis er um 19.30 Uhr an einer Schwimmbrücke im Binnenhafen von Eemshaven fest war. Dabei fungierte es auch als Heckschlepper. Um 20.00 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.05.2009
Kreuzfahrtschiff "Astor" saß in Kopenhagen fest
Kopenhagen / Dänemark, 16.05.09 - Am 15.5. gegen 14 Uhr lief das unter Bahamas-Flagge registrierte Kreuzfahrtschiff "Astor", 20606 BRZ (IMO-Nr.: 8506373) mit 600 Passagieren an Bord in Kopenhagen auf Grund. Das 1987 bei HDW erbaute Schiff war tags zuvor in Kiel zu einer Ostseekreuzfahrt gestartet und wollte gerade von der Langelinie wegmanövrieren, als es direkt neben der Meerjungfrau festkam. Das Schiff lag sechs Meter vom Kai entfernt. Der dänische "Svitzer Mars" (IMO-Nr.: 9292852) machte eine Stunde später am Heck fest. Gegen 18.45 Uhr gelang es, unterstützt von den Bugstrahlrudern der "Astor", das 6,6 Meter tief gehende Passagierschiff wieder flott zu machen. Die dänische Polizei verhängte ein Auslaufverbot, bis Taucher den Rumpf untersucht hatten. Am 16.5. lief das Schiff dann statt, wie zuvor geplant, Oslo, um 12.30 Uhr den Hafen von Göteborg an. Erst vor wenigen Tagen war vor Kopenhagen das Kreuzfahrtschiff "Zenith" auf Grund gelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.05.2009
Wrack der "Sea Diamond" wird geleichtert
Update vom 08.05.09
Kykladeninsel Santorin / Griechenland, 16.05.09 - Gut zwei Jahre nach dem Untergang des Kreuzfahrtschiffes "Sea Diamond" wird jetzt das gesamte Schwer- und Dieselöl aus dem Kreuzfahrtschiff gepumpt. In etwa drei Wochen wird das Schiff ungefährlich für die Umwelt sein, sagte ein Sprecher der Reederei Louis Hellenic Cruises am 16. Mai. Die Aktion vor der griechischen Vulkaninsel Santorin, bei der Spezial-U-Boote eingesetzt werden, soll rund sechs Millionen Euro kosten. Die "Sea Diamond" war am 5. April 2007 beim Einlaufen in die Bucht von Santorin auf ein Riff gelaufen und einige Stunden später gesunken. 1547 Passagiere und Besatzungsmitglieder waren von Fischer- und Ausflugsbooten in Sicherheit gebracht worden. Zwei Menschen blieben vermisst. Die anschließende Untersuchung ergab im November 2008, dass das Schiff wegen eines Fehlers in einer offiziellen Seekarte auf das Riff lief. Die zyprische Reederei Louis Hellenic Cruises, der die "Sea Diamond" gehörte, hatte den Verlauf des Riffs vor der Insel durch Sachverständige prüfen lassen. Das Wrack liegt mit starker Schlagseite auf einem Unterwasser-Steilhang in etwa 100 Meter Tiefe. Es wird befürchtet, dass es bei Bergungsversuchen in mehr als 1500 Tiefe abrutschen könnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.05.2009
Intensive Suche nach vermisster Crew von Sandfrachter
Update vom 15.05.09
Erhekou, Suizhong County, Provinz Liaoning / China, 16.05.09 - Zwei Helikopter und 15 Suchschiffe waren am 16.5. im Einsatz, um 11 Vermisste des gesunkenen Sandfachters "Haida No. 8" aus Wuhan zu finden. Am 15.5. war ein Seemann tot aus der See vor Suizhong in der chinesischen Liaoning-Provinz gezogen worden. Taucher inspizierten das kieloben liegende Wrack, dessen Kiel drei bis vier Meter unter der Meeresoberfläche liegt. Trotz mehrere Tauchgänge entdeckten sie aber keine Angehörigen der Besatzung. Sie könnten sich aber noch im Schiffsinnern befinden, wo sich auch Lufttaschen gebildet haben könnten. Die "Haida No. 8" war am 14.4. im rauer See mit 5000 Tonnen Sand gekentert. An Bord waren 11 Männer und eine Frau.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.05.2009
Katamaran scheiterte auf Klippen bei Aberdeen
Aberdeen, Schottland / UK, 16.05.09 - Sechs Meilen östlich von Aberdeen erlitt der Katamaran "Gang Dry" auf dem Weg von Northumberland nach Inverness am 15.5. gegen 11.30 Uhr Wassereinbruch. Die RNLI in Aberdeen RNLI wurde von der dreiköpfigen Crew informiert, dass Wasser durch eine Luke eindringe und es nicht möglich sei, diese abzudichten. Ein Rettungsboot war eine halbe Stunde später vor Ort und evakuierte die Segler. Es wurde dann versucht, den Katamaran in Richtung Aberdeen abzuschleppen, durch erwies sich das Boot dabei als so unstabil, dass die Schleppverbindung vier Meilen vor Nigg Bay gelöst wurde. Später erlitt die "Gang Dry" Schiffbruch, als sie gegen die Klippen von Doonies Yawns nahe der Nigg Bay getrieben wurde. Um 16.30 Uhr war das Boot in Stücke zerschlagen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.05.2009
Gestrandete Yacht blockiert Hovercrafts
Southsea, Portsmouth, Portsea Insel, Grafschaft Hampshire, England / UK, 15.05.09 - Die Yacht "Mayberry" strandete am 15.5. um 17.45 Uhr bei 6-7 Bf Wind in schwerer See vor dem Hovercraft-Slip in Southsea. Die Hovercraft-Dienste zur Isle of Wight wurden dadurch blockiert, die Passagiere mussten an der Mole nahe der Clarence Pier warten, ehe sie auf den Folgetag vertröstet wurden. Es war den Schiffen nicht möglich, um die auf ihrer Steuerbordseite liegende Yacht herum zu manövrieren. Die acht Fahrten zwischen 17.15 und 20.35 Uhr wurden abgesagt. Die sechsköpfige Crew der Yacht, deren Maschine ausgefallen war, blieb unversehrt. Die Charteryacht sollte bis zum 16.5. geborgen werden. Um acht Uhr, so hoffte man, wäre der Landeplatz wieder frei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.05.2009
Yacht in acht Meter hohen Wellen aufgegeben
Dunbar, Schottland / UK, 15.05.09 - Am 15.5. geriet die 25 Fuß lange Yacht "Ouhm" rund 35 Meilen nördlich von Dunbar in der Nordsee in Seenot. Die zweiköpfige Crew kontaktierte Forth Coastguard gegen 17 Uhr. Vor Ort herrschten an die 40 Knoten Wind und acht Meter Wellenhöhe. Das Rettungsboot aus Dunbar lief aus .Der Schlepper "RT Magic" machte Standby, bis die Seenotretter vor Ort waren. Wegen des Wetters war es nicht möglich, die Yacht in Schlepp zu nehmen. Deswegen wurde das an Bord befindliche Paar evakuiert und unversehrt nach Dunbar gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.05.2009
Schiffsunglück nach 35 Jahren aufgeklärt
Aberdeen, Schottland / UK, 15.05.09 - Die Angehörigen der Crew eines Trawlers, der vor fast 35 Jahren sank, zeigten sich erleichtert, dass nun ein Report über das Unglück publiziert wurde. Die in Peterhead registrierte 80 Fuß lange "Trident" sank im Oktober 1974 vor Caithness, wobei alle sieben Mann ums Leben kamen. Am 15.5. wurde den Hinterbliebenen eine Expertise übergeben auf den Ergebnissen von Untersuchungen auf der Basis von mehreren Unterwasser-Untersuchungen des Wracks, die stattfanden, nachdem Amateurtaucher das Wrack 2001 entdeckt hatten. Am 24. Juni wird beim Aberdeen Sheriff Court noch ein Hearing stattfinden. Die Angehörigen hatten immer bezweifelt, dass das 18 Monate alte Schiff ein Opfer einer großen Welle geworden war. Sie waren von Stabilitätsproblemen ausgegangen. Der Report sagt, dass das Schiff in der Tat unstabil war. Das Schwesterschiff "Silver Lining" wurde nach dem Untergang der "Trident" 10 Fuß verlängert und die Tanks versetzt, um das Rollen in schwerer See zu reduzueren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.05.2009
Unwillkommenes Weihnachtsgeschenk soll verschrottet werden
Oslo / Norwegen, 15.05.09 - Die AF Gruppen Norge AS mit der AF Decom soll den Zuschlag zur Räumung des 211 Meter langen russischen Kreuzers "Murmansk" erhalten. Das Schiff befand sich auf der Verschleppung zum Verschrotten, als es vor Sørvær bei Sørøya an der Finnmarksküste am 24.12.1994 strandete und sank. Nach Auffassung der Küstenwache haben die AF Gruppen das beste Umweltknowhow und dabei das günstigste Angebot. Die Verschrottung soll in einem künstlichen Dock, das durch Bau einer Mole geschaffen wird, erfolgen und bis 2011 abgeschlossen sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.05.2009
Nachlässige Brückenwache verursachte Kollision
Southampton, Hampshire County, England / UK, 14.05.09 - Nachlässiger Ausguck war nach einem Untersuchungsbericht Schuld an der Kollision der "Scot Isles" mit dem ägyptischen Bulkcarrier "Wadi Halfa" in der Straße von Dover am 29.10.2008. Dabei waren 60 Tonnen Öl ausgelaufen, und die 89,95 Meter lange "Scot Isles" hatte zur Reparatur der aufgerissenen Steuerbordseite Dünkirchen anlaufen müssen. Die Brückenwache auf "Scot Isles" hat nach Auffassung des Marine Accident Investigation Branch (MAIB) die "Wadi Halfa" übersehen. Der Ausguck der "Wadi Halfa" sah zwar die "Scot Isles", konnte die Kollision aber nicht mehr abwenden. Die "Scot Isles" war auf dem Weg von Rochester in Kent nach Antwerpen gewesen. Sicherheitsvorkehrungen, die die Brückenoffiziere beider Schiffe hätten warnen sollen, waren außer Betrieb. Auf den Brücken fand kein hinreichender Ausguck statt, und Radar und andere Brückenausrüstung wurden nicht effektiv genutzt. Die 184,90 Meter lange "Wadi Halfa" war leichter beschädigt worden und hatte ihre Reise nach Bremen fortsetzen können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.05.2009
Expedition zum Wrack der SMS "Wiesbaden" geplant
Eckernförde, Schleswig-Holstein / DE, 15.05.09 - Im Juli will ein sechsköpfiges Team das Wrack des kaiserlichen Kreuzers SMS "Wiesbaden" in der Nordsee erforschen. Die Taucher um den erfahrenen Extremtaucher Hilbert sowie Expeditionsleiter Frank Olbert wollen zu den Überresten des Schiffs in 52 Meter Tiefe vordringen und eine Gedenktafel an dem Wrack anbringen. Der 145 Meter lange Kleine Kreuzer "Wiesbaden" war in der Nacht zum 1. Juni 1916 bei der Schlacht im Skagerrak gesunken, nachdem er zuvor durch einen Volltreffer manövrierunfähig geschossen worden war und danach weitere Treffer bekommen hatte. Dabei fanden 589 Menschen den Tod. Nur ein Heizer überlebte den Untergang. Unter den Opfern war auch der niederdeutsche Dichter Johann Kinau, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Gorch Fock. Erst im Juni 1983 fanden Taucher der Marine das Wrack bei einer Übung auf dem Meeresgrund. Sie bargen einige Artefakte, die heute im Wrackmuseum Cuxhaven ausgestellt sind. Doch die Tauchprotokolle der Marine aus dieser Zeit sind verschwunden, auf denen auch die Position des Wracks verzeichnet war. Deshalb kaufte Hilbert die GPS-Daten. Die Position des Wracks ist nur einer Handvoll Menschen bekannt, und das soll auch so bleiben. Sollte sich bei einem Probetauchgang in den kommenden Wochen herausstellen, dass es sich bei dem Wrack an der Position tatsächlich um die "Wiesbaden" handelt, könnte ein Patengeschenk der Stadt Wiesbaden verspätet sein Ziel finden. Nach dem Stapellauf des Kreuzers am 30. Januar 1915 hatte die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung für insgesamt 5000 Reichsmark Patengeschenke in Form von Tafelsilber, Büchern, Musikinstrumenten und zwei Bildern der Stadt gekauft. Sie sollten ursprünglich nach Friedensschluss feierlich an die Besatzung übergeben werden. Bis heute liegt das 17-teilige Tafelsilber im Tresor. Es besteht aus insgesamt 223 Einzelteilen vom Eislöffel bis hin zur Hummergabel. Der Oberbürgermeister von Wiesbaden zeigte sich bereit, die geplante Gedenktafel und auch eine Replik eines Stückes des Tafelsilbers beizusteuern. Im Rahmen der Expedition soll auch eine Fernsehdokumentation entstehen. Verhandlungen mit dem NDR laufen derzeit. Noch sucht das Team allerdings nach Sponsoren, denn die Kosten der mehrtägigen Expedition werden voraussichtlich mehrere Zehntausend Euro betragen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.05.2009
12 Vermisste nach Frachteruntergang vor China
Erhekou, Suizhong County, Provinz Liaoning / China, 15.05.09 - Am Abend des 14.5. sank vor der Küste des Bezirks Suizhong in der nordostchinesischen Liaoning - Provinz der Frachter "Haida No. 8" aus Wuhan. An Bord waren 12 Personen. Das Schiff hatte 5.000 Tonnen Sand geladen. Es kenterte in schwerer See gegen 21 Uhr. Gegen Nachdem der Untergang drei Meilen südlich des Hafens von Erhekou Port in Suizhong bekannt wurde, leiteten acht Schiffe eine Suche nach der vermissten Crew ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.05.2009
Russischer Frachter lief auf Grund
Wolga-Ostsee-Kanal / Russland, 14.05.09 - Der 108 Meter lange russische Frachter "Omskiy-141", 2460 BRZ (IMO 8873764) wurde am 14.5. um 00.10 Uhr auf dem Weg von Cherepovetsk nach St. Petersburg, von Eis und Wind im Wolga-Ostsee-Kanal bei Kilometer 898.3 auf Grund getrieben. Mithilfe des Schleppers "MB-1212" konnte der 1989 erbaute Frachter wieder flottgemacht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.05.2009
Leiche von vermissten Segler gefunden
Bad Zwischenahn, Landkreis Ammerland, Niedersachsen / DE, 14.05.09 - Die Leiche eines seit Freitag vermissten Seglers aus Oldenburg ist am 13.5. im Zwischenahner Meer gefunden worden. Der Mann war mit seinem Segelboot gekentert.
Der Kapitän eines Fahrgastschiffes hatte auf einer Rundfahrt am 8.5. das gekenterte Segelboot entdeckt und die Leitstelle alarmiert. Diese setzte sowohl die Polizei als auch Rettungsschwimmer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Marsch. Das Rettungsboot war kurze Zeit später bei dem gekenterten Boot. Von dem 73-jährigen Segler fehlte jedoch jede Spur. Die DLRG richtete das Boot vom Typ Pirat auf und schleppte es zur Wachstation am Rostruper Meerufer.
Ein anderer Segler entdeckte nun am 13.5. die auf dem Wasser treibende Leiche, sagte ein Sprecher der Polizei in Oldenburg. Der Verunglückte war vermutlich alleine und ohne Rettungsweste unterwegs gewesen.
Quelle: FPresse vom 14.05.2009
Schlechtes Wetter setzt Kühlschiff "Petrozavodsk" weiter zu
Update vom 13.05.09
Bäreninsel (norwegisch: Bjørnøya) Territorium Svalbard / Norwegen, 14.05.09 - Die Lage des russischen Kühlschiffes "Petrozavodsk" an der Südspitze von Bjørnøya hat sich seit der Strandung unter dem Einfluss der Brandung stark verschlechtert. Schlechtes Wetter verhinderte weiterhin eine Annäherung an das Wrack, aber auch Überwachungsflüge und den geplanten Flug einer Gruppe von Umweltexperten zur Strandungsstelle. Der Helikopter musste am 13.5. wegen zu starken Windes in Longyearbyen am Boden bleiben. Er sollte die Gruppe an Bord des Küstenwachbootes "Harstad" bringen, von wo aus Auswirkungen auf die Umwelt untersucht werden sollten. Ein Überwachungsflugzeug wartete in Tromsø auf Wetterbesserung. Vor Ort herrschten zwei Meter Wellenhöhe und Winde von drei Metern pro Sekunde. So konnte bislang nur von See her die Lage in Augenschein genommen werden. Ein Aufenthalt an Bord wäre auch durch Steinschlag von den Klippen gefährlich gewesen. Bei der Beobachtung wurden aber bereits erhebliche Schäden an der Backbordseite ausgemacht. Durch das andauernde Arbeiten des Rumpfes auf den Felsen wurde der Rumpf perforiert. Maschinen- und Laderäume dürften unter Wasser stehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.05.2009
Kutter sank unter dem Retter weg
Isle of Harris, Äußeren Hebriden, Schottland / UK, 14.05.09 - Am Nachmittag des 13.5. kam ein Hubschrauber der Stornoway Coastguard dem sinkenden, 11 Meter langen Kutter "Kalahari", vor der Küste von Rodel (Isle of Harris), zu Hilfe. Um 16.39 Uhr hatte der Skipper des Kutters "Phoenix" gemeldet, dass das Schiff in seiner Nähe in Seenot sei. Sofort wurde ein Hubschrauber mit Lenzpumpen geschickt. Ein Rettungsmann wurde mit der Pumpe auf das Deck der "Kalahari" abgesetzt, doch es gelang nicht, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Eilends mussten die beiden Fischer und der Rettungsmann vom Kutter abgeborgen werden, der förmlich unter ihnen wegsank. In Stornoway wurden die Schiffbrüchigen vorsorglich ins Western Isles Hospital gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.05.2009
Verlorene Container bleiben auf dem Meeresgrund
Update vom 22.04.09
Cape Moreton, Moreton Island, South East Queensland /Australien, 14.05.09 - Die 31 Container, die der Frachter "Pacific Adventurer" am 11.3. auf 120 Metern Wassertiefe vor Cape Moreton verlor, werden nicht geborgen. Die Trawlerfischerei wurde in dem betreffenden Gebiet untersagt. Hierfür einen Ausgleich zu zahlen ist erheblich billiger als eine aufwändige Hebung. Die Queensland Seafood Industry Association forderte zwar weiterhin eine Hebung der in einem guten Fanggebiet liegenden Container. Dem wird aber entgegen gehalten, dass mit den zwei Knoten Strömung in der Tiefe die Boxen recht schnell versanden und korrodieren würden. Von den 620 Tonnen des Düngemittels Ammoniumnitrat geht keine weitere Gefahr aus. Sie werden sich auflösen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.05.2009
"Viking Vulcan" beim Abwracker
Update vom 20.04.09
Teesport, Borough of Redcar and Cleveland, North Yorkshire County, North-East of England / UK, 13.05.09 - Der ausgebrannte Versorger "Viking Vulcan" erreichte jetzt das Ziel seiner letzten Reise. Am Nachmittag des 13.5. wurde er von dem Schlepper "Inge" in den Tees geschleppt. In Teesport soll das Schiff bei der TERRC-Werft nun abgewrackt werden. Es hatte am 21.4. die Leith-Docks in Edinburgh an der Trosse der "Forth Drummer" verlassen. Hier war das aufgelegte Schiff am 14.6.2008 trotz des Einsatzes von 35 Feuerwehrleuten vollständig ausgebrannt und danach zum Totalverlust erklärt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.05.2009
Yacht geriet bei Überholung in Brand
St. Pete Beach, Pinellas County, Florida / USA, 13.05.09 - Die 45 Fuß lange Yacht "Holo Mala" geriet am 13.5. um 12.30 Uhr in St. Pete Beach in Brand. Das 24 Jahre alte Boot wurde gerade überholt, um dann nach Key West zu versegeln. Der Eigner hatte ein Geräusch gehört und den Brand entdeckt. Die Feuerwehr löschte das Feuer, konnte aber nicht verhindern, dass das Achterschiff des Bootes zerstört wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.05.2009
Trawler "Mar-Gun" nach über zwei Monaten geborgen
Update vom 09.05.09
St. George Island, Bering Sea, Alaska / USA, 13.05.09 - Am 13.5. um 1.04 Uhr gelang es Bergern und der US Coast Guard, den 38 Meter langen Trawler "Mar-Gun" (Bild) aus Seattle (MMSI-Nr.: 367669000) vom Staraya Beach am Nordende von St. George Island in der Beringsee zu bergen. Das Schiff wurde anschließend nach Zapadni Harbor auf St. George Island gebracht, wo eine sorgfältige Schadensuntersuchung durchgeführt wird. Danach wird der Schlepper "Redeemer" aus Dutch Harbor die "Mar-Gun" nach Dutch Harbor zur Reparatur schleppen. Der Transit wird rund 30 Stunden dauern. Der Erfolg der Berger wurde erzielt mit drei seeseitig ausgebrachten Ankern von acht- bis zehntausend Pfund Gewicht sowie einem Winschensystem, um die "Mar-Gun" während zahlreicher Hochwasserphasen langsam in tieferes Wasser zu ziehen. Zuvor waren 19000 Gallonen Diesel und 660 Gallonen Ölgemisch geleichtert worden. Die "Mar-Gun" war am 5.3. 200 Yards vor dem Nordende der Insel gestrandet, ein Hubschrauber hatte die fünfköpfige Crew abgeborgen und nach St. Paul geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.05.2009
USS "New Orleans" wieder einsatzklar
Update vom 28.04.09
Manama / Bahrain, 13.05.09 - Das amphibische Transport-Dockschiff USS "New Orleans" aus San Diego, das am 20. März in der Straße von Hormus mit dem U-Boot USS "Hartford" kollidiert war, verließ am 12.5. die Arab Shipbuilding and Repair Yard in Manama, Bahrain, nach Abschluss der Reparaturarbeiten an Rumpf, Treibstoff- und Ballasttanks.
Derweil ist USS "Hartford" auf dem Weg in den Heimathafen Groton, Connecticut., wo die Schäden an Bugflosse und der Backbordseite des Turmes repariert werden sollen. Experten des U.S. Naval Sea Systems Command hatten festgestellt, dass diese Schäden nicht in Bahrain repariert werden konnten. Es verließ die Region nach Absolvierung von Testfahrten am 24.4. Bei der Kollision waren 15 Mann des Bootes verletzt worden. Die 350 Mann der "New Orleans" blieben unversehrt, aber aus dem aufgerissenen Rumpf des Transportschiffes waren 25,000 Gallonen Dieselöl in den Persischen Golf ausgelaufen. Der U-Bootskommandant war drei Wochen später seines Kommandos entbunden worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.05.2009
Vermisster Fischer tot aus "Lady Mary"-Wrack geborgen
Update vom 06.05.09
Cape May, New Jersey / USA, 13.05.09 - Bergungstaucher haben am 12.5. die Leiche eines Vermissten des am 24.3. gesunkenen Kutters "Lady Mary" 75 Meilen östlich von Cape May, New Jersey, aus 210 Fuß Tiefe geborgen. Es handelte sich um Tarzon "Bernie Mac" Smith. Die Küstenwache wurde um 20 Uhr informiert und der Körper ins Shore Memorial Hospital in Somers Point gebracht, wo er am 13.5. per Autopsie identifiziert werden konnte.
Zuvor waren zwei Mann des Kutters, Royal Smith Jr. und Timothy Smith tot und Jose Luis Arias lebend geborgen worden. Bei dem jetzt aufgefundenen Toten handelte es sich um den Bruder des Bootseigners Royal Smith Sr., der zwei Söhne bei dem Unglück verlor. Der Tote trug Socken, einen Schlafanzug und ein T-Shirt. Er befand sich in der Nähe eines Überlebensanzuges, was darauf hindeutete, dass er keine Zeit mehr gefunden hatte, ihn vor dem Untergang anzulegen. Royal Smith Sr. sagte, er sei vom Tod seines Bruders überzeugt gewesen, aber der Fund der Leiche sei eine Erleichterung für die Familie und helfe, die Tragödie zu bewältigen.
Das achtköpfige Taucherteam entdeckte auch starke Schäden im Heckbereich der "Lady Mary" und dokumentierte sie. Die Froschmänner waren, die Fahrtzeit eingerechnet, 16 Stunden lang im Einsatz. Um 19 Uhr liefen sie wieder nach Cape May ein. Es war ihnen nicht gelungen, das ganze Wrack zu erkunden. Sie planten, wieder zur Untergangsstelle zurückzukehren in der Hoffnung, weitere Tote zu finden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.05.2009
Fährpassagiere von Juist saßen stundenlang im Watt fest
Update vom 12.05.09
Insel Juist / Norddeich, Ostfriesland, Niedersachsen / DE, 12.05.09 - Rund 200 Fährpassagiere von der Insel Juist haben am Dienstag stundenlang im Watt vor der Küste festgesessen. Das Schiff hatte sich am Dienstagnachmittag bei ungewöhnlich tiefem Wasserstand vor der Insel festgefahren und konnte erst bei Hochwasser um frühen Mittwochmorgen seine Fahrt fortsetzen, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen mitteilte. Das Schiff erreichte später dann den Zielhafen Norddeich.
Die 52 Meter lange «Frisia 6» war im Wattfahrwasser etwa eine Seemeile nach dem Auslaufen aus dem Inselhafen steckengeblieben. Bei starkem Ostwind sei den Angaben zufolge das Wasser aus der Fahrrinne regelrecht herausgedrückt worden und habe damit einen extrem niedrigen Wasserstand verursacht.
Das Schiff habe die Fahrt mitten in der Nacht aus eigener Kraft fortsetzen können. Die Gäste seien dann gegen 3.30 Uhr in Norddeich angekommen, hieß es von der Reederei weiter. Acht Passagiere wurden aus gesundheitlichen Gründen mit einem Seenotrettungsboot noch am Abend zurück nach Juist gebracht. Fünf von ihnen seien von dort per Flugzeug zum Festland gebracht worden.
Die Passagiere an Bord wurden nach Angaben der Reederei beköstigt und bekamen an Land kostenlos Zimmer für den Rest der Nacht. Laut Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatten starke Ostwinde der Stärke fünf für den extrem niedrigen Wasserstand gesorgt.
Quelle: dpa vom 13.05.2009
Norwegen: Boot gekauft und gesunken
Lillesand, Provinz (Fylke) Aust-Agder / Norwegen, 13.05.09 - Ein 34 Fuß langer Kabinenkreuzer mit zwei Mann Crew wurde am Nachmittag des 12.5. von dem Rettungsboot "Sundt Flyer" vor Lillesand gerettet. Das Boot hatte auf dem Weg von Risør nach Flekkerøy in Kristiansand Wassereinbruch erlitten und hatte Notrufe gefunkt. Um 15.32 Uhr lief die "Sundt Flyer" aus Arendal aus. Sie fand die beiden Männer, die das 1973 in Schweden erbaute Boot der Storø-Klasse gerade in Moss erworben hatten, auf einer Schäre vor. Eine Jolle hate sie gerettet und dort abgesetzt. Das Motorboot war binnen weniger Minuten vollgelaufen. Es konnte zwischen den zwei Rettungsfahrzeugen "Kaptein Egil J. Nygar" und der "Sund Flyer" festgemacht und gelenzt werden. Gegen 20 Uhr wurde es nach Langbrygga in Lillesand eingeschleppt und mit einem Kran an Land gesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.05.2009
Erste tote Seevögel nach Strandung der "Petrozavosk" entdeckt
Update vom 12.05.09
Bäreninsel (norwegisch: Bjørnøya) Territorium Svalbard / Norwegen, 12.05.09 - Am 12.5. forderte die norwegische Küstenwache die Hilfe der schwedischen Kollegen an dem gestrandeten russischen Kühlschiff "Petrozavodsk" vor Björnöya an. Das schwedische Überwachungsflugzeug KBV 501, das in Svalbard stationiert ist, sollte das Seegebiet um die Strandungsstelle in Hinblick auf herumtreibendes Öl in Augenschein nehmen. Nachdem der Rumpf des Frachters in schwerer Brandung leckgeschlagen ist, lief eine unbekannte Menge Öl aus, das Lummenkolonien in der Nähe bedroht. Bislang wurden erst wenige tote Seevögel gefunden. Ein Kontakt zu den Eignern des Havaristen in Hinblick auf eine Räumung des vermutlich wrackgeschlagenen Frachters ist bislang nicht zustande gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.05.2009
Gestohlene Ölbarge versenkt
Port Harcourt, Bundesstaat Rivers / Nigeria, 12.05.09 - Eine Barge mit 2000 Tonnen gestohlenen Öls wurde am 10.5. von ihrer Crew nahe des Forcados Ölterminal des Royal Dutch Shell Joint Venture im Delta-Staat vor der Küste Nigerias versenkt. Die Ladung lief aus. Die Crew floh vor dem Untergang schwimmend an Land. Sie fürchteten wohl, vom Militär gestellt zu werden. Vorher war ein Boot entdeckt worden, mit dem Öl von den Ölinstallationen im Niger-Delta abgezapft werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.05.2009
Betrunkener Kapitän setzte Frachter vor Estland auf Grund
Muuga, Maardu, Kreis Harju / Estland, 11.05.09 - Der norwegische Kühlfrachter "Framnes", 2380 BRZ (IMO-Nr. 7823982), der Fjord Shipping AS lief auf dem Weg von St. Petersburg nach Muuga und weiter nach Island am Abend des 10.05. um 23.45 Uhr 14,5 Kilometer vom estnischen Hafen Muuga entfernt auf Grund. Es saß mittschiffs fest. Das Küstenwachboot "Pikker" wurde zur Strandungsstelle geschickt, und ein Helikopter in Alarmbereitschaft versetzt. Ein Schlepper wurde zur Bergung angefordert, estnische Taucher untersuchten den Rumpf. Die 10-köpfige Besatzung blieb unversehrt. Beim russischen Kapitän wurde anschließend ein Promillegehalt von 0,99 festgestellt. Die "Framnes" ist 80,20 Meter lang und 13,27 Meter breit. Sie wurde 1979 in Frederikshavn erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.05.2009
Kein Verschulden der Reederei an Fährunglück mit 20 Toten
Albany, Bundesstaat New York / USA, 11.05.09 - Ein Gericht hat jetzt ein Verfahren gegen die Reederei, die das Ausflugsschiff "Ethan Allen" umbaute, verworfen. Das für 50 Passagiere ausgelegte Boot war am 2. Oktober 2005 im Lake George in New York gesunken, wobei 20 der 47 Passagiere, 19 von ihnen Senioren aus Südost-Michigan ums Leben, kamen. Sie befanden sich auf einer Ausflugsfahrt in die Adirondack Mountains. Es gab nach Ansicht des Gerichts keine Hinweise, dass das Schiff durch den Ersatz einer Dachkonstruktion aus Stahl und Segeltuch durch Holz unstabil geworden ist. Die Montage hatte die Scarano Boat Building Co. durchgeführt.
Ein weiteres Verfahren ist noch gegen den Staat New York wegen der Sicherheitsinspektionen anhängig. Bootseigner James Quirk bezahlte bestehende Ansprüche im Jahr 2008. Ein Gericht in New York war bereits im Juni 2007 zu dem Schluss gekommen, dass Shoreline Cruises und Kapitän Richard Paris sich keiner kriminellen Handlungen schuldig gemacht hatten, die Kenterung sei nicht vorhersehbar gewesen. Das 40 Fuß lange Boot war nach Einschätzung des National Transportation Safety Board von einem oder mehreren anderen Fahrzeugen durch deren Wellen ins Schlingern gebracht worden. Nach dem Unglück gab es eine Reihe von Empfehlungen, die Sicherheit solcher Fahrzeuge zu verbessern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.05.2009
Australische Kriegsschiffe in Kochi kollidiert
Kochi (bis 1996 Cochin), Bundesstaat Kerala / Indien, 09.05.09 - Bei einem Stopover in Indien kollidierten am 09.5. die beiden australischen Marineschiffe HMAS "Sydney" und "Ballarat". Die beiden Schiffe wollten in den südindischen Hafen Kochi einlaufen, doch dabei stießen sie mit ihren Hecks gegeneinander. Dabei wurden auf der "Sydney" Flugdecknetze zerrissen. Die Schiffe sind auf einer sechsmonatigen Fahrt durch Nordamerika, Europa und Nordasien.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.05.2009
Fähre sitzt vor Juist fest
Insel Juist / Norddeich, Ostfriesland, Niedersachsen / DE, 12.05.09 - 200 Passagiere auf der ostfriesischen Inselfähre "Frisia 6", 768 BRZ (IMO-Nr. 8827179) mussten eine am Nachmittag des 12.5. unfreiwillige Unterbrechung auf der Überfahrt von der Insel Juist nach Norddeich am Dienstagnachmittag (12.05.09) hinnehmen. Das Schiff war im Wattfahrwasser etwa eine Seemeile vor dem Inselhafen festgekommen. Die Besatzung des Seenotrettungsboots "Woltera" der DGzRS hat nach Rücksprache mit der Schiffsführung acht Passagiere übernommen, die aus gesundheitlichen Gründen das Schiff verlassen wollten, und brachte sie auf die Insel. Von hier aus wurden sie per Flugzeug ans Festland gebracht. Starke Ostwinde mit Stärken um 5 Beaufort hatten im Lauf des Tages das Wasser aus den Prielen regelrecht herausgepresst und damit einen extrem niedrigen Wasserstand verursacht. Mit dem nächsten Hochwasser sollte gegen Mitternacht ein erneuter Versuch unternommen werden, mit Hilfe der Seenotretter freizukommen. Das Schiff der Norden Frisia-Reederei in Norderney wurde 1968 erbaut. Es ist 54,81 Meter lang und 10,30 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.05.2009
Schubverband rammte Hamburger Brücke
Hamburger Hafen, Peutekanal / Hamburg / DE, 05.05.09 - Bereits am Nachmittag des 5.5. um 14.45 Uhr kollidierte ein Schubverband des Schleppers "Jörn" im Hamburger Peutekanal mit der Peutebrücke im Peutekanal. Die 1926 erbaute, 2,4 Meter tief gehende "Jörn" von Walter Lauk war mit drei leeren Schuten auf dem Weg vom Südwesthafen in den Müggenburger Kanal. Nachdem der Schiffsführer den Verband von der Norderelbe in den Peutekanal eingedreht hatte, wollte er bei Hochwasser die Peutebrücke durchfahren. Dabei unterschätzte der Schiffsführer vermutlich die Durchfahrtshöhe. Daraufhin kollidierte die letzte Schute des Verbandes mit der Unterkante der Peutebrücke. Brücke und Schute haben jeweils Farbabschürfungen davongetragen. Beamte des Einsatzzuges der Wasserschutzpolizei waren mit dem Polizeiboot "WS 40" in unmittelbarer Nähe. Sie übernahmen die ersten wasserschutzpolizeilichen Ermittlungen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.05.2009
Barkassen in Hamburg kollidiert
Hamburger Hafen, St. Pauli Landungsbrücken / Hamburg / DE, 05.05.09 - Bereits am 5.5. um 10:20 Uhr kam es zwischen den Hafenrundfahrt-Barkassen "Nordsee VII" und "Randolf 1" zu einer leichten Kollision. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Die Barkasse "Nordsee VII" von Kapitän Prüsse legte mit 44 Fahrgästen von der Sammelstation Brücke 3 ab und fuhr mit dem Flutstrom in Richtung Hafentor. Die Sicht des Schiffsführers auf das vor ihm liegende Fahrwasser war eingeschränkt, da zwischen den Brücken 1 und 2 drei Barkassen im Päckchen lagen. Der "Nordsee VII" kam die 1942 in Hamburg erbaute Barkasse "Randolf 1" des Barkassenbetriebs R. Landsch & Co., die 90 Passagiere aufnehmen kann, ohne Fahrgäste entgegen. Obwohl die beiden Schiffsführer versuchten, ihre Barkassen auf ihrer Fahrwasserseite rechts zu halten und gleichzeitig ein "Voll-zurück-Manöver" einleiteten, kam es zu einer leichten Kollision im Bugbereich. Es wurden keine Personen verletzt. Beide Barkassen erlitten Farbabschürfungen an den Wallschienen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.05.2009
Amerikanische Yacht nach 500 Meilen Drift auf Strand getrieben
Dargaville, Region Northland, Nordinsel / Neuseeland, 12.05.09 - Nach einer Drift von 500 Meilen strandete die verlassene amerikanische Yacht "Boundless" am 9.5. auf Ripiro Beach nahe Dargaville, Das Boot war 169 Meilen westlich von Kaitaia von seiner dreiköpfigen Crew auf dem Weg von Brisbane nach Auckland Ende April aufgegeben worden. Ein Hubschrauber von Northland Electricity hatte die Segler in schwerem Sturm gerettet. Er hatte eigentlich zusätzliches Öl an Bord bringen sollen, doch da bereits ein weiteres Tief sich dem angeschlagenen Boot näherte, hatte die Crew beschlossen, sich abbergen zu lassen. Nun trieb die "Boundless" 20 Kilometer südlich von Glinks Gully an. Die Versicherer beautragten den örtlichen Berger Tom Newlove damit, zu versuchen, das Boot vom Strand zu bekommen. Ein für den 11.5. geplanter Versuch musste wegen unbefriedigender Strandverhältnisse, starken Windes und hoher Brandung aber abgeblasen werden. Die Yacht soll mit einem Kran und Transporter vom Strand geholt werden, sobald sich die Verhältnisse bessern. Bis dahin wird sie bewacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.05.2009
Vollbeladener Tanker brannte in Hengelo
Hengelo, Provinz Overijssel, Region Twente / Niederlande, 11.05.09 - Am Morgen des 11.5. brach auf dem 75,1 Meter langen holländischen Binnentanker "Iris", 950 ts, (ENI Nr.: 3310492) ein Feuer aus. Das Schiff lag im Binnenhafen von Hengelo. Es war voll beladen mit Benzin, sodass wegen der drohenden Explosionsgefahr um 10.10 Uhr bei der Feuerwehr in Hengelos Großalarm gegeben wurde. Es gelang, den Feuer auf den Maschinenraum zu begrenzen und diesen mit Löschschaum zu fluten. Um 11.05 Uhr war der Brand unter Kontrolle, und der gesperrte Hafen konnte wieder geöffnet werden. Ob die "Iris" vor einer Weiterfahrt geleichtert werden musste, war noch nicht entschieden. Der Tanker entstand 1963 bei den Gebr. van de Werf, Deest und wird bereedert von der Iris B.V. in Oosterhout.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.05.2009
Feuer auf Frachter vor Holland
Vlissingen, Provinz Zeeland / Niederlande, 11.05.09 - Am 11.5. brach auf dem mit Zement beladenen, zypriotischen Frachter "Cemvale", 2894 BRZ (IMO-Nr.: 9048287) im Oostgat vor Vlissingen ein Feuer im Maschinenraum aus. Das 1992 bei der Peters-Werft in Wewelsfleth erbaute Schiff der Brise Bereederung in Hamburg ankerte, und die "Union 6" war schnell zur Brandbekämpfung vor Ort. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurde Multrahip beauftragt, es einzuschleppen. Die "Multratug 9" nahm den Frachter mit Kurs Biileveldt-Hafen in Vlissingen auf den Haken. Später machte die "Multratug 11" als Steuerschlepper zusätzlich fest, bis Middelburg in Ost-Vlissingen erreicht war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.05.2009
Gestrandetes Kühlschiff verliert Öl
Update vom 11.05.09
Bäreninsel (norwegisch: Bjørnøya) Territorium Svalbard / Norwegen, 11.05.09 - Der zwei Meilen südlich von Bjørnøya gestrandete, russische Kühlfrachter "Petrozawodsk", 1264 BRZ (IMO-No.: 8016457) schlug im Laufe des 11.5. leck und verlor eine unbekannte Menge Dieselöl. Dies stellte das Küstenwachboot "Svalbard" fest, das um 13.30 Uhr an der Strandungsstelle eintraf. Die "Harstad" sowie der Schlepper "Beta" wurden am 12.5. gegen drei Uhr vor Ort erwartet. Der Frachter lag weiter in schwerer Brandung auf den Felsen. An seinem Wulstbug wurde ein Schaden festgestellt. Die Tanks des Havaristen enthielten ursprünglich rund 50 Kubikmeter Diesel. Die Schiffsoffiziere wurden unterdessen nach Longyearbyen gebracht, wo sie am 12.5. zum Unglückshergang befragt werden sollten. Die übrige Crew wurde nach Hammerfest geflogen. Der Kapitän sollte nach Absolvieren der üblichen Drogentests auf die "Svalbard" transportiert werden. Möglicherweise ist ein Navigationsfehler Schuld an dem Unglück. Nach bisherigen Erkenntnissen lief die "Petrozawodsk" zu dicht unter der Küste. Bevor Bergungsversuche unternommen werden können, soll zunächst das Öl geleichtert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.05.2009
Holländisches Fahrgastschiff rammte Brücke
Zutphen (Zütphen), Provinz Gelderland / Niederlande, 11.05.09 - Am 9.5. um 22.45 Uhr rammte ein Fahrgastschiff die Brücke über die Gelderse IJssel bei Zutphen. Es war unterwegs von Arnhem (deutsch Arnheim) nach Kampen. Die Kollision könnte durch eine Fehleinschätzung der Durchfahrtshöhe durch den Kapitän verursacht worden sein. Die 39 Passagiere und die Crew blieben unversehrt. Nach dem Zusammenstoß gelang es, das Schiff an Dalben nahe Zutphen zu bringen, wo die Fahrgäste von Bord gingen. Das Ruderhaus wurde beim Anprall schwer beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.05.2009
Frachter nach Fahrerflucht gestellt
Update vom 11.05.09
Shanghai / China, 11.05.09 - Das Schiff, das den nahe der Mündung des Yangtse-Flusses ankernden, chinesischen Kutter "Dai Zhe Nr. 04637" aus Zhoushan in der Ost-Zhejiang-Provinz am 11.5. um 3.40 Uhr überlief und versenkte, konnte nun identifiziert werden. Es handelt sich um den unter Thailand-Flagge laufenden Frachter "Sea Utility", 5986 BRZ (IMO-Nr.: 7429920). Der 120 Meter lange Frachter, der 1975 auf der Shin Kurushima-Werft in Tokio entstand, war auf dem Weg auf die Philippinen. Bislang sind weiterhin nur zwei Mann der 11-köpfigen Kuttercrew lebend gerettet. Sie befanden sich in stabilem Zustand in einem Krankenhaus in Zhejiang. Der Kapitän war zwar aus der See gezogen worden, erlag aber seinen schweren Verletzungen. Die Suche nach den acht Vermissten wurde mit über 30 Schiffen fortgesetzt. Ein Rettungshubschrauber brach seinen Einsatz am Nachmittag ab. Die "Sea Utility" der Sang Thai & Sinsimon Bangkok ankerte in Sanchagang nahe Shanghai. Der Kutter wird auf dem Meeresgrund verbleiben, da er kein Navigationshindernis darstellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.05.2009
Kutter drohte ohne Lenzpumpen zu sinken
Kodiak, Kodiak Island Borough, Alaska / USA, 11.05.09 - Ein Coast Guard MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Kodiak kam mit zwei Lenzpumpen am 11.5. um 7.50 Uhr dem 50 Fuß langen Kutter "Jaime Marie" zu Hilfe. Das Schiff war 44 Meilen westlich von Kodiak leckgeschlagen. Die zweiköpfige Crew meldete, dass sie keine Pumpen an Bord habe, woraufhin der Hubschrauber startete. Außerdem kam der Kutter "Halcyon" zu Hilfe. Um 8.10 Uhr meldete die Crew der "Jaime Marie", dass sie mithilfe der Lenzpumpen den Rumpf trockenlegen konnte und Kurs auf den Heimathafen Kodiak genommen habe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.05.2009
11 Bootsinsassen nach Explosion gerettet
Tampa, Hillsborough County, Florida / USA, 11.05.09 - Ein mit Zwillingsmotoren ausgestattetes, 33 Fuß langes Sportboot ist am 9.5. nach einer gewaltigen Explosion vor der Insel "Pine Key Island" (bekannt als Beer Can Island) in Tampa, Florida, in Flammen aufgegangen und gesunken. Das Eignerpaar, seine drei Kinder und sechs Enkel sowie fünf weitere Personen waren an Bord und ankerten vor einer kleinen Insel, als plötzlich die gewaltige Detonation das Schiff erschütterte. Es gelang allen, schwimmend an Land zu kommen. Rasch waren andere Sportboote zur Hilfeleistung vor Ort. Die schwerer verletzten wurden mit Hubschraubern ins Tampa General Hospital gebracht. Wahrscheinlich löste eine undichte Gasleistung das Unglück aus, durch die sich im Achterschiff Gase entwickeln konnten, die sich entzündeten. Die Wrackreste sollten am 12.5. geborgen und in den kommenden Wochen untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.05.2009
Kühlschiff in der Barentsee gestrandet
Bäreninsel (norwegisch: Bjørnøya) Territorium Svalbard / Norwegen, 11.05.09 - Das 67 Meter lange russische Kühlschiff "Petrozawodsk", 1264 BRZ, (IMO-No.: 8016457), der Karelian Navigation in Murmansk lief am Morgen des 11.5. gegen fünf Uhr am Südende von Bjørnøya zwischen Norwegen und Spitzbergen auf Grund. Vor Ort herrschten Wellenhöhen von 3,5 Metern. An Bord waren 12 Mann Crew, die Überlebensanzüge anlegten und sich auf das Verlassen des Havaristen vorbereiteten. Nach dem SOS-Ruf des Frachters wurde ein Seaking-Rettungshubschrauber von Air Base Svalbard geschickt. Auch vier russische Trawler nahmen Kurs auf die Strandungsstelle. Gegen 10 Uhr war die Crew aus der Luft evakuiert. Die Männer wurden zunächst zur meteorologischen Station auf Bjørnøya gebracht und dann mit einem Helikopter von Airlift in Longyearbyen weiter aufs norwegische Festland transportiert. Sorgen bereiteten die 54 Kubikmeter Öl sowie weitere ölhaltige Substanzen an Bord. In unmittelbarer Nähe der Strandungsstelle befinden sich ökologisch sensible Gebiete it großen Vogelpopulationen. Die Küstenwachschiffe "Svalbard", die um 12.30 Uhr vor Ort erwartet wurde, und "Harstad" wurden zur Strandungsstelle geschickt. Der1982 in Papenburg erbaute, norwegische Versorger "Beta" der Bugser and Bjerging Oslo, 1751 BRZ (IMO-Nr.: 8108781) nahm ebenfalls Kurs auf die "Petrozawodsk".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.05.2009
Fährunglück in Bangladesh
Chandipur / Bangladesh, 11.05.09 - Nach dem Untergang einer Fähre am 10.5. auf dem Mehgna-Fluss im Distrikt Uttar Matlab Upazila wurden bis zum 11.5. acht der 150 Fahrgäste tot geborgen. Fünf Tote waren um 18.30 Uhr des Unglückstages aus dem Wasser gezogen worden. Insgesamt wurden rund 20 Personen vermisst. Das Bergungsschiff "Agrapathik" der Bangladesh Inland Water Transport Authority versuchte mit zwei Tauchern, das Wrack zu bergen. Die Fähre war aus Jahirabad nach Char Umed unterwegs gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.05.2009
Suche nach acht Vermissten nach Kollision vor Yangtse
Shanghai / China, 11.05.09 - Ein Mann kam ums Leben, acht weitere wurden vermisst, nachdem am Morgen des 11.5. um 3.40 Uhr (CST) ein Kutter aus der Zhejiang-Provinz mit der Registrierungsnummer "04637" mit einem anderen Schiff in der Mündung des Jangtse (Yangtse-Flusses) in Shanghai kollidierte und sank. Um 4.10 Uhr wurden drei Personen gerettet, von denen eine aber schweren Verletzungen erlag. 30 Rettungsschiffe und ein Helikopter waren vor Ort im Einsatz. Das andere Schiff hatte nach der Kollision nicht gestoppt. Es handelt sich um das 120 Meter lange und 19 Meter breite Thai-Schiff "Sea Utility".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.05.2009
Info: Zeitzone: China Standard Time (CST) UTC+8 (keine Sommerzeit)
Kreuzfahrer lief vor Kopenhagen auf Grund
Update vom 10.05.09
Kopenhagen / Dänemark, 11.05.09 - In der Nacht zum 10.5. lief der unter Malta-Flagge laufende Kreuzfahrer "Zenith" 47255 BRZ (IMO-Nr.: 8918136) kurz nach dem Verlassen des Hafens von Kopenhagen mit Ziel Gdynia auf eine Sandbank im Øresund. Offenbar hatte der Kapitän falsche Informationen bezüglich der Wassertiefe - die "Zenith" hatte einen Tiefgang von 7,7 Metern - ihn erwartet ein Strafverfahren in Dänemark. Das Gewässerschutzschiff "Mette Miljø" wurde zur Strandungsstelle geschickt. Nachdem das Schiff mit steigendem Wasserstand sich wieder befreien konnte, wurde es zu Untersuchungen des Rumpfes durch Taucher samt seiner 550 Passagiere zurück nach Kopenhagen geschickt, wo auch ein Bunkertanker längsseits ging. Am 11.5. war es unterwegs zum nächsten Zielhafen Stockholm, wo es am 12.5. um 11 Uhr festmachen sollte.
Die "Zenith" wurde bei der Meyer-Werft in Papenburg für die Celebrity Cruises in Monrovia erbaut und im Februar 1992 abgeliefert. Anschließend begann sie Kreuzfahrten von Florida aus. Später wurde sie nach Europa verlegt und operiert derzeit für Pullmantours. Am 28.7.2008 kollidierte sie mit dem 168 Meter langen Kreuzfahrer "Aegean Pearl" in Piräus. Das Schiff ist 208 Meter lang und 29 Meter breit. Es kann bis zu 1774 Passagiere aufnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.05.2009
Sportboot saß auf Pfeilerresten fest
Keyport, New Jersey / USA, 11.5.09 - Am 9.5. kam gegen 11.40 Uhr die 31 Fuß lange "Jersey Dawn" auf Holzpfeilern nahe Keyport, New Jersey, fest. Eine Coast Guard-Crew der Station Sandy Hook kam den sechs Bootsfahrern um 14.30 Uhr zu Hilfe und nahm vier von ihnen auf. Ein anderes Schiff rettete die beiden anderen. Alle wurden zur Keyport Marina gebracht. Das Boot war mit seinem Propeller auf dem Weg nach Keyport auf das Unterwasserhindernis gelaufen. Es sollte mit steigendem Wasser geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.05.2009
Restauriertes Schaufelrad erinnert jetzt an gesunkenen Raddampfer
Point Pleasant, Mason County, West Virginia / USA, 11.05.09 - Am 2.11. 1970 sank die "Weber W. Sebald" im Kanawha River. 38 Jahre darauf fanden zwei Männer aus Point Pleasant, es sei an der Zeit, einige Teile zu bergen. Es gelang ihnen auch, das Schaufelrad dem Fluss zu entreißen. Der Vater eines der beiden war 1927 einer der ersten Ingenieure an Bord des Schiffes.
Die "Weber W. Sebald" war in jenem Jahr als "John W. Weeks" in Dubuque, Iowa, zum Einsatz auf dem oberen Mississippi erbaut worden. 1948 wurde sie im Dienst der Armco Steel in 1948 zur "Weber W. Sebald". 1960 wurde sie außer Dienst gestellt und kam nach Ashland, wo sie in einer Marina als Vereinsheim diente. 1969 wurde sie zu einer Anlegestelle auf dem Kanawha River verholt, wo sie am 2.11.1970 sank. Die Madison Coal & Supply Company barg das Schaufelrad im Jahr 2008 mithilfe eines Tauchers und eines Krans. Es wurde in die Nähe des Point Pleasant River Museum gebracht. Dort begann die Arbeit, es originalgetreu zu rekonstruieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.05.2009
Der Kampf um die "Endurance"
Falklandinseln / England, 11.05.09 - Während das britische Forschungsschiff HMS "Endurance" derzeit in England repariert wird, ist die Untersuchung des Beinah-Verlustes des Schiffes immer noch Gegenstand einer Untersuchung. Bisher ist klar, dass das Wasser zunächst am 16.12. 2008 gegen 16 Uhr in den Maschinenraum eindrang. Da alle Hauptmaschinen sich in der betroffenen Abteilung befanden, kam es rasch zu einem Verlust von Energie und Antrieb. Auch die Kommunikationseinrichtungen fielen aus. Nur noch über Satellitentelefone war Kontakt mit der Außenwelt möglich. Während der nächsten acht Stunden versuchte die Crew, den Wassereinbruch zu kontrollieren. Der Maschinenraum musste rasch aufgegeben werden, und das Wasser flutete weiter in die Unterkünfte. Zu dieser Zeit wurde das Schiff von bis zu 50 Knoten starkem Nordwestwind durch die See getrieben und rollte 30 Grad zu jeder Seite. Das eingedrungene Wasser reduzierte die Stabilität der "Endurance" weiter. Als sie in die Nähe von Felsen in der westlichen Magellan-Straße trieb, war die Lage sehr ernst. Teams im englischen Hauptquartier in Northwood und Abbey Wood wurden gebildet und untersuchten anhand der Schiffspläne Stabilitätsfragen und kamen zum Schluss, dass die Notwendigkeit einer Evakuierung sehr wahrscheinlich war. Das erste Schiff, das Hilfe anbot, war das Lotsenboot "Pudu", das allerdings wegen seiner geringen Größe keine Unterstützung sein konnte. Als nächstes wurde der Kreuzfahrer "Norwegian Sun" kontaktiert, der sich mit 3000 Passagieren an Bord auf den Weg zur "Endurance" machte. Diese trieb weiter mit zwei Knoten durch die See. Es wurde beschlossen, den Steuerbordanker 250 Meter lang auszustecken. Zunächst stoppte dies die Drift aber nicht, nur die Änderung der Richtung gab der Crew etwas mehr Zeit. Zu dieser Zeit passierte das Schiff die einzige Untiefe in diesem Teil der Magellanstraße, und gegen 23 Uhr fand der Anker auf einer Felsnadel Halt. Das Schiff drehte in den Wind. Hätte der Anker nicht gefasst, wäre der nächste Schritt gewesen, den Havaristen zu verlassen. Nachdem der Backbordanker auch ausgebracht war, nahm das starke Rollen ab, und Pläne, die "Endurance" an einen geschützten Platz zu schleppen, wurden diskutiert. Wegen der 3000 Passagiere an Bord und der drohenden Felsen in nur 100 Metern Distanz wurde die Idee, die "Norwegian Sun" zu nutzen, verworfen. Schließlich brachte ein chilenischer Schlepper die Rettung. Nachdem die Anker gekappt worden waren – auch die Schiffshydraulik war beschädigt – gelang es, binnen zwei Stunden ruhiges Wasser zu erreichen. Danach wurde die "Endurance" zu den Falklands verholt, ehe sie nach Portsmouth zurückkehrte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.05.2009
Kranbarge von Multraship geborgen
Update vom 09.05.09
Dover, Grafschaft Kent, England / UK, 10.05.09 - Die 67 Meter lange Kranbarge "Goliath" (MMSI-Nr.: 245829000) lag nach ihrer Havarie vor Dover zeitweilig halb gesunken in der Langdon Bay vor Kingsdown in der Grafschaft Kent. Der Schlepper "Sea Alfa" war weiterhin an einer 30 Meter ausgesteckten Trosse an dem Fahrzeug fest, doch sollte eine Bergung erst nach Aufspüren des Lecks in Angriff genommen werden. Der Schlepper "Viking" aus Delfzijl lief gegen 13 Uhr von Holland aus mit Bergungsmaterial für Multraship in Richtung des Havaristen.
Der Schleppzug hatte am 7.5. Terneuzen mit Kurs Killybegs verlassen. Gegen Mitternacht wendete er nach Passieren von Dover südlich von Eastbourne, nachdem der Wassereinbruch auf der unbesetzten Barge entdeckt worden war. Gegen drei Uhr nachts war Dover wieder erreicht, doch der Plan, einzulaufen, wurde geändert und das sinkende Fahrzeug weiter nördlich nach Walmer Castle geschickt, wo es auf den Strand gesetzt wurde.
Nachdem am Abend des 8.5. der Bergungsschlepper "Viking" eingetroffen war, gelang es am 9.5., die Kranbarge "Goliath" durch Multraship vom Strand bei Walmer zu bergen. Zuvor wurde ein Haarriss an Backbordseite abgedichtet und ein nicht ordnungsgemäß verschlossenes Ventil zum Hauptmaschinenraum gesichert. Die Tanks mit 130 Tonnen Öl hatten die Strandung unbeschadet überstanden. Im Tagesverlauf wurde die Barge zu einem sicheren Ankerplatz verholt, wo Taucher den Rumpf inspizierten. Die "Goliath" erreichte am Nachmittag des 10.5. an der Trosse der Schlepper "Viking" und "Sea Alfa" die Maas. In Rozenburg ging ein Lotse an Bord. Der Schlepp wurde von dem Polizeiboot "RPA 13" nach Moerdijk begleitet.
Erst am 24.1.2009 war der größte hydraulische Baggerkran der Welt bei der Van Oord Werft in Moerdijk getauft worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.05.2009
Deutscher Binnentanker gestrandet
Everingen, Westerschelde, Zeeland / Niederlande, 10.05.09 - Am 10.5. lief der voll beladene deutsche Binnentanker "Siam", 3175 ts (ENI Nr.: 7001499), in der Everingen auf Grund. Die "Patrol" von Multraship war rasch vor Ort, gefolgt von den Schleppern "Holland" und "Multratug 11" aus Terneuzen. Die "Siam" kam aber aus eigener Kraft wieder frei und nahm Kurs auf Hansweert/ Antwerpen. Die Schlepper kehrten in ihre Häfen zurück.
Die "Siam" entstand 1987 als schweizerische "Katinka" auf der Tille-Werft in Kootstertille. Seit 2008 ist sie Eigentum der Binnenschiff Siam GmbH in Marktheidenfeld. Sie ist 110 Meter lang und 11,05 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.05.2009
Sieben Personen von brennendem Boot gerettet
Hood Canal, US-Bundesstaat Washington / USA, 10.05.09 - Das Sportboot "Not Logical" geriet auf dem Hood Canal am 9.11. um 17.45 Uhr südlich der Marine-Base Kitsap-Bangor in Washington in Brand. Die sieben Personen an Bord retteten sich in ein kleines Beiboot, in dem sie durch ein Sicherungsschiff der US-Marine an Land geschleppt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.05.2009
Versenkung der "Vandenberg" rückt näher
Key West, Monroe County, Florida / USA, 09.05.09 - Die Versenkung der "Gen. Hoyt S. Vandenberg" sieben Meilen südlich von Key West wurde nun auf einen Zeitraum zwischen dem 26.5. und 1.6. festgelegt. Seit dem 22. April wird das Schiff auf seine letzte Mission vorbereitet. Es liegt hinter USS "Mohawk" am East Quay Wall im Truman Annex Harbor. Arbeiter müssen noch hunderte von Löchern in die Aufbauten schneiden, damit das Schiff aufrecht versinkt. Die Stadt Key West hatte die "Gen. Hoyt S. Vandenberg" für 1.35 Millionen Dollar erworben. Fast dreiviertel der Projektkosten von 8.6 Millionen Dollar verschlang die Reinigung des Schiffes von 71 Kubikyards Asbest, 193 Tonnen krebserregenden Substanzen, Farbe und Material, das Mercurium enthält. Der frühere Truppentransporter "Harry Taylor" aus dem 2. Weltkrieg wurde 1963 zur "Vandenberg". Sie sollte Teil eines Schutzschirms gegen Raketen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.05.2009
Mutmaßliches Wikingerschiffswrack in Schweden entdeckt
Vänersee, Västergötland / Schweden, 09.05.09 - Auf dem Grund des Vänern-See in Schweden entdeckten Taucher möglicherweise das erste je in Schweden gefundene Wrack eines unter Wasser liegenden Wikingerschiffes. Frühere Funde waren stets Grabbeigaben gewesen. Das 20 Meter lange Boot lag in der Mitte einer Inselgruppe unter drei Fuß Schlamm, aus dem eine Spante herausragte. Eine Probe des Holzes sowie eines Eisenschwertes wird derzeit im Vänern Museum untersucht, um das Alter festzustellen. Die Taucher entdeckten in einem Umkreis von 300 Fuß um die Fundstelle noch sechs weitere Wracks, deren Alter noch gänzlich unbekannt ist. Der Vänern westlich von Stockholm ist eine Seekette im Gotha-Kanal-System, das Stockholm und Göteborg verbindet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.05.2009
Frachter lief im Nord-Ostsee-Kanal in die Böschung
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 10.05.09 - Am Morgen des 10.5. lief von Holtenau kommend der norwegische Frachter "Indian", 1.920 gt, (IMO-No.: 7359149), bei Kudensee in die Böschung des Nord-Ostsee-Kanals. Der folgende Schiffsverkehr konnte rechtzeitig aufstoppen, und das Schiff kam aus eigener Kraft wieder frei. Der 1975 erbaute Frachter lief anschließend nach Brunsbüttel weiter und machte in der Südschleuse fest, wo die Wasserschutzpolizei zur Untersuchung der Havarie an Bord ging. Im Laufe des Vormittags setzte die "Indian" ihre Reise nach Rotterdam, fort, wo sie am 11.5. festmachen soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.05.2009
Kreuzfahrer saß vor Kopenhagen fest
Kopenhagen / Dänemark, 10.05.09 - In der Nacht zum 10.5. lief der unter Malta-Flagge laufende Kreuzfahrer "Zenith" 47255 BRZ (IMO-Nr.: 8918136) kurz nach dem Verlassen des Hafens von Kopenhagen mit Ziel Gdynia (Gdingen, Gotenhafen) auf eine Sandbank im Øresund. Offenbar hatte der Kapitän falsche Informationen bezüglich der Wassertiefe - die "Zentih" hatte einen Tiefgang von 7,7 Metern - ihn erwartet ein Strafverfahren in Dänemark. Das Gewässerschutzschiff "Mette Miljø" wurde zur Strandungsstelle geschickt. Nachdem das Schiff mit steigendem Wasserstand sich wieder befreien konnte, wurde es zu Untersuchungen des Rumpfes durch Taucher samt seiner 550 Passagiere zurück nach Kopenhagen geschickt. Die "Zenith" wurde 1992 bei der Meyer-Werft in Papenburg erbaut, wo ein Bunkertanker längsseits ging.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.05.2009
Kranbarge "Goliath" wieder flott
Update vom 08.05.09
Dover, Grafschaft Kent, England / UK, 09.05.09 - Nachdem am Abend des 8.5. der Bergungsschlepper "Viking" eingetroffen war, gelang es am 9.5., die 67 Meter lange Kranbarge "Goliath" durch Multraship vom Strand bei Walmer (zwischen Kingsdown und Deal) zu bergen. Zuvor wurde ein Haarriss an Backbordseite abgedichtet und ein nicht ordnungsgemäß verschlossenes Ventil zum Hauptmaschinenraum gesichert. Das Schiff soll, wenn die Seetüchtigkeit wieder hergestellt ist, nach Moerdijk in Holland geschleppt werden. Die Tanks mit 130 Tonnen Öl haben die Strandung unbeschadet überstanden. Im Tagesverlauf wurde die Barge zu einem sicheren Ankerplatz verholt, wo Taucher den Rumpf inspizierten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.05.2009
Vietnamesischer Kutter strandete auf Korallenriff
Da Nang City / Vietnam, 09.05.09 - Das Marineschiff "Hoa Sen 951" des Navy Zone 3 Command in Da Nang wurde nach Hoang Sa (Paracels Islands) geschickt, um 11 vietnamesische Fischer, deren Boot im Sturm verloren gegangen war, aufzunehmen. Die Schiffbrüchigen stammten aus der An Hai-Kommune im Ly Son Island Distrikt der Quang Ngai Provinz. Ihr Kutter "QNg 96419-TS", das von Bui Van Nhan bereedert wurde, war am 6.5. gegen 10 Uhr auf dem Weg nach Hoang Sa, wo es den Tropensturm Chan Hom abwettern wollte, 220 Meilen vor Da Nang auf einem Korallenriff gestrandet. Alle Männer erreichten schwimmend die Ducan Islands. Hier wurden sie von der chinesischen "Nan Hai Cuu 101" gerettet, von dem sie am Nachmittag des 9.5. auf das Marineschiff übergeben wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.05.2009
Schwierige Bergungsarbeiten am Ende der Welt
Update vom 17.04.09
St. George Island, Alaska / USA, 08.05.09 - Es war ein Morgen im März, als der Skipper des Trawlers "Mar-Gun" der Küstenwache über VHF mitteilte, dass er mit fast 19.000 Gallonen Öl in den Tanks und fünf Mann Crew auf St. George Island, Alaska, gestrandet war. Die Strandungsstelle auf Staraya Beach liegt gegenüber einer historischen russischen Siedlung auf den Aleuten. Das Öl des Schiffes stellte eine Bedrohung für Seelöwenkolonien und Vögel dar, für die dieser Ort einen wichtigen Rückzugspunkt in der rauen Beringsee darstellt. So wurden nach der Rettung der Crew die Aktivitäten sofort auf eine Verhinderung von Umweltschäden konzentriert. Eine sechsköpfige Gruppe wurde durch das National Strike Force Pacific Strike Team gebildet. Es brauchte 30 Stunden, um von Novato in Kalifornien nach St. George Island zu kommen. Das Pacific Strike Team ist eines von drei Spezialteams der National Strike Force. Sie sind darauf trainiert, auch unter den ungünstigsten Bedingungen zu arbeiten. Die Männer flogen zwei Stunden nach der Alarmierung von San Francisco über Seattle nach Anchorage. Hier wurde die notwendige Ausrüstung zusammengestellt, die in der Ft. Richardson Army Base lagerte. An Bord einer C 130 der Coast Guard Air Station Kodiak gelangten Männer und Material auf die Insel. Sie wurden unterstützt von Küstenwachpersonal auf Westalaska sowie zivilen Helfern, die der Eigner der "Mar Gun" geheuert hatte. Zwei Tage nach der Strandung blies der Wind mit bis zu 40 Meilen, Schnee verwandelte sich in Eis, und die Temperaturen fühlten sich an wie - 20 Grad. An die 10 Fuß hohe Wellen wuchteten an dem Trawler hoch. Dennoch gelang es, ein System von Schläuchen zu installieren. Das eigentliche Leichtern dauerte sechs Tage. Das gesamte nicht benötigte Öl wurde von Bord gepumpt. Eine Woche nach der Strandung wurde ein leichter Dieselölverlust festgestellt, doch verdunstete das ausgelaufene Öl, bevor es den Strand erreichte. Die anschließenden Bergungsvorbereitungen dauerten den gesamten April an und werden möglicherweise auch im Mai noch nicht abgeschlossen werden können.
Die "Redeemer" der Magone Marine brachte unterstützt von einem Helikopter drei Anker, zwei von 10000 und einer von 8000 Pfund Gewicht. Von diesen wurden die Ketten zur "Mar-Gun" hin ausgefahren und an ein Zugsystem gekoppelt, so dass das Schiff mit dem Heck voran vom Strand gezogen werden kann. Dies scheint bei dem flachen Wasser an der Strandungsstelle effektiver zu sein als zu versuchen, einen Schlepper einzusetzen. Wenn die Bergung gelingt, soll nach einer Überprüfung auf Seetüchtigkeit entweder eine Notreparatur vorgenommen werden oder das Schiff gleich durch die "Redeemer" (Erlöser) nach Dutch Harbor geschleppt werden. Falls die Aktion fehlschlägt, könnte es beim Timing weiterer Bergungsanläufe bei dem nächsten günstigen Wasserstand allerdings Konflikte mit dem Schutz von Seehunden, die dann in die nahe Kolonie einziehen, geben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.05.2009
Leiche vermissten Ingenieurs gefunden
Update vom 04.05.09
Port Zayed / Emirat Abu Dhabi, 07.05.09 - Die Leiche eines philippinischen Ingenieurs des gesunkenen Schleppers "Abu Dhabi 1" wurde am 7.5. nahe der Insel Ras al Gharab, acht Meilen vor Abu Dhabi, im Wasser treibend gefunden. Die anderen vier Besatzungsmitglieder hatten nach dem Untergang des Schleppers am 30.4. gerettet werden können. Der Körper wurde zur forensischen Untersuchung nach Abu Dhabi gebracht. Die 2002 erbaute "Abu Dhabi 1" war beim Verholen des 225 Meter langen Frachters "JM Hong Kong" von diesem nach Maschinenausfall gerammt und versenkt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.05.2009
Schwergutfrachter auf Geisterfahrt durch Santos
Santos, Bundesstaat São Paulo / Brasilien, 06.05.09 - Am 5.5. um 15.30 Uhr riss sich der Schwergutfrachter "Zhen Hua 27" (IMO-Nr.: 8710182) im Hafen von Santos, São Paulo, von seinem Liegeplatz am TECON Terminal bei Winden von bis zu 90 Stundenkilometern los. Das Schiff sollte dort drei Containerkräne löschen. Es trieb ins Fahrwasser und kollidierte zunächst mit dem Tanker "Amalthia" (IMO-Nr.: 9396294), der es mit Öl versorgen sollte, und rammte dann den Kai des TGG-Terminal samt des dort vertäuten monrovianischen Bulkcarrier "Kyla" (IMO-Nr.: 8000460. Dieser wurde dabei im Heckbereich erheblich eingedrückt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.05.2009
Fünf Verletzte bei Kaikollision in Stockholm
Stockholm / Schweden, 08.05.09 - Die Fährfahrt zwischen Djurgården und Slussen nahm am 8.5. ein abruptes Ende, als eine Djurgårdfähre gegen einen Kai in Stockholm prallte. Nach dem Alarm um 16.30 wurden mehrere Krankenwagen zur Unglücksstelle geschickt und fünf Personen ins Sankt Görans-Krankenhaus, das Söderkrankenhaus und ins Karolinska Universitätsklinikum gebracht. Offenbar hatte ein Problem mit der Maschine das Unglück verursacht. Beim Versuch, das Schiff aufzustoppen, war sie ausgefallen. Die Unglücksfähre wurde aus dem Verkehr gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.05.2009
Binnentanker auf der Maas gestrandet
Maassluis, Provinz Südholland / Niederlanden, 08.05.09 - In den Mittagsstunden des 8.5. lief der Binnentanker "Indus" beim Versuch, in die Maasschleuse einzulaufen, auf Grund. Der Kutter "Stellabel" war als erstes Schiff vor Ort und machte am Heck fest. Seine Bemühungen, den Havaristen wieder flott zu machen, wurden später von dem Schlepper "Havendienst 13" aus Rotterdam unterstützt. Auch das Tankschiff half mit voll zurück laufender Maschine, bis es zurück auf tiefes Wasser rutschte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.05.2009
Kranbarge wird von Multraship geborgen
Update vom 08.05.09
Dover, Grafschaft Kent, England / UK, 08.05.09 - Die 67 Meter lange Kranbarge "Goliath" von Van Oord lag nach der Havarie vor Dover halb gesunken in der Langdon Bay vor Kingsdown in der Grafschaft Kent. Der Schlepper "Sea Alfa" war weiterhin an einer 30 Meter ausgesteckten Trosse an dem Fahrzeug fest, doch sollte eine Bergung erst nach Aufspüren des Lecks in Angriff genommen werden. Der Schlepper "Viking" aus Delfzijl lief gegen 13 Uhr von Holland aus mit Bergungsmaterial für Multraship in Richtung des Havaristen. Der Schleppzug hatte am 7.5. Terneuzen mit Kurs Killybegs verlassen. Gegen Mitternacht wendete er nach Passieren von Dover südlich von Eastbourne, nachdem der Wassereinbruch auf der unbesetzten Barge entdeckt worden war. Gegen drei Uhr nachts war Dover wieder erreicht, doch der Plan, einzulaufen, wurde geändert und das sinkende Fahrzeug weiter nördlich nach Walmer Castle geschickt, wo es auf den Strand gesetzt wurde. Es sollte mit der Flut noch höher auf diesen gezogen werden. Vor Ort wurde aber ein bis zu acht Bf auffrischender südlicher Wind mit rauer See erwartet.
Erst am 24.1. war der größte hydraulische Baggerkran der Welt bei der Van Oord Werft in Moerdijk getauft worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.05.2009
Sinkende Barge auf Grund gesetzt
Dover, Grafschaft Kent, England / UK, 08.05.09 - Am 8.5. kam die Dover Coastguard einem Schleppzug zu Hilfe, der in der Langdon Bay zu sinken drohte. Um 4.41 Uhr funkte der Schlepper "Sea Alpha", der mit fünf Mann Crew sowie einem Lotsen an Bord sowie der Barge "Goliath" am Haken unterwegs nach Dover war, um Hilfe. Der Plan, nach Dover einzulaufen, wurde aufgegeben, nachdem es auf der Barge zu massivem Wassereinbruch gekommen war. Der Schleppzug wurde zum Downs-Ankerplatz umdirigiert, einem flacheren Teil der Bucht. Das Rettungsboot von Dover und der Notfallschlepper "Anglian Monarch" wurden mit zusätzlicher Lenzkapazität in Marsch gesetzt. Weil die 67 Meter lange Barge 138 Kubikmeter Öl und andere ölhaltige Stoffe wie auch Hydrauliköl an Bord hatte, wurde auch ein Team zur Bekämpfung von Ölverschmutzungen alarmiert. Vor Ort herrschten bis zu acht Bf Wind aus südlichen Richtungen und raue See. Als der Morgen dämmerte, war klar, dass die brandneue Barge im Sinken begriffen und ihr Maschinenraum mittlerweile geflutet war. Sie wurde daraufhin am Strand zwischen Deal und Kingsdown (Grafschaft Kent) auf Grund gesetzt. Bergungsexperten aus den Niederlanden machten sich auf den Weg zur Unglücksstelle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.05.2009
Trawler saß vor schottischer Küste fest
Lochinver, District of Sutherland, Highlands, Schottland / UK, 08.05.09 - Starker Wind führte am 7.5. zur Havarie des spanischen Trawlers "Anchousa", die gegen Mittag mit 15 Personen an Bord vor Lochinver auf Grund lief. Das örtliche Rettungsboot lief zur Assistenz aus. Mit der Flut kam das Schiff gegen 14.20 Uhr wieder frei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.05.2009
Ölleichterung der "Sea Diamond" beginnt
Athen / Griechenland, 08.05.09 - Am 16.5. soll die Operation zum Leichtern des im Wrack des Kreuzfahrtschiffes "Sea Diamond" verbliebenen Öls beginnen. In den kommenden Tagen beginnt der Transport der dazu benötigten Ausrüstung auf die Insel Santorin. Am 6.5. wurde ein entsprechender Kontrakt unterzeichnet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.05.2009
Kutter ausgebrannt und gesunken
Rockport, Essex County, Massachusetts / USA, 07.05.09 - Am 7.5. gegen 16.30 Uhr geriet der 42 Fuß lange Kutter "Catch-a-Tuna" zwei Meilen südlich von Rockport, Massachusetts, in Brand. Um 16.32 Uhr alarmierte der dortige Hafenmeister die Coast Guard Station Gloucester und berichtete, dass das Schiff zwischen Rockport Milk und den Thacher Island in Flammen stehe, aber dass sich der Skipper aus Wilmington in einem Dinghy gerettet habe. Ein 25-Fuß-Rettungsboot lief aus, und das 110 Fuß lange Küstenwachschiff "Grand Isle" aus Gloucester nahm Kurs auf den Havaristen. Bei ihrem Eintreffen stieg dicker, schwarzer Rauch vom Deck des Fiberglasschiffes auf. Es erschien angesichts der Explosionsgefahr eines 20-Pfund-Propangasbehälter sowie der 130 Gallonen Öl an Bord aber als zu riskant, eine Brandbekämpfung zu beginnen. Das brennende Fahrzeug trieb bei steifem Südwestwind noch eine Meile weiter, bis der Brand gegen 7.30 Uhr von selbst erlosch, nachdem der Trawler bis zur Wasserlinie abgebrannt war. Die "Catch-a-Tuna" sank dann auf 60 Fuß Wassertiefe. Am Morgen des 8.5. überflog ein Jayhawk-Helikopter der Air Station Cape Cod die Untergangsstelle, um eventuelle Umweltschäden festzustellen. Warum das Feuer ausbrach, war unklar. Der Kapitän sagte nach seiner Rettung, er habe Rauch gerochen, von der Brücke geschaut und dann gerade noch Zeit gehabt, in sein Rettungsboot zu kommen. Er war unterwegs von Hingham nach Portland, Maine, als das Feuer aus unbekannter Ursache ausbrach.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.05.2009
Dreifache Brandstiftung auf Vogelflugfähre
Dänemark, 07.05.09 - Am Abend des 5.5. brachen gleich drei Feuer auf der dänischen Scandlines-Fähre "Prins Richard", 14621 BRZ (IMO-Nr.: 9144419) aus. Erst brannte es in einem Fahrer-WC, als nächstes Abfall auf dem Wagendeck und schließlich eine weitere Toilette. Das Feuer hier breitete sich rasch aus und führte zu starker Rauchentwicklung. Als Verursacher der Brände konnte ein 16-jähriger festgestellt werden. Er wurde am 6.5. in in Nykøbing verhört. Die 142 Meter lange "Prins Richard" befand sich auf dem Weg von Rødby (Insel Lolland, Dänemark) nach Puttgarden und hatte 193 Passagiere an Bord, als es zu den Brandstiftungen kam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.05.2009
Feuer auf kanadischer Fregatte
Nova Scotia / Kanada, 07.05.09 - Im vorderen Maschinenraum der kanadischen Fregatte HMCS "Fredericton" brach am 30.4. gegen 22 Uhr ein Feuer aus. Der Brand könnte in der ölhaltigen Bilge entstanden sein. Er wurde binnen Minuten von dem automatischen Halonsprinklersystem gelöscht. Ein Brandbekämpfungsteam der Crew stieg danach in den Raum ein und stellten binnen einer Stunde sicher, dass das Feuer vollständig erloschen war. Das Schiff befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf einer Trainingsfahrt vor Nova Scotia. Nach dem Zwischenfall lief es nach Halifax ein, wo ein Untersuchungsteam an Bord ging, doch tags darauf verließ es den Hafen bereits wieder. Von der 225-köpfigen Crew war niemand zu Schaden gekommen. Im Juni soll die höchste Gefechtsbereitschaft auf dem Schiff hergestellt sein und es sich dann auf den Weg in den Indischen Ozean machen, um anschließend an der Piratenbekämpfung vor Somalia teilzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.05.2009
Ölförderschiff fällt nach Feuer für den Rest des Jahres aus
USA / Australien, 07.05.09 - Die erste Ölproduktion im Apache Corp's (APA.N) Van Gogh-Feld vor West-Australien wird nicht vor dem ersten Quartal 2010 stattfinden, weil der Schaden, den ein Feuer auf dem Produktionsschiff "Ningaloo Vision" bei der Keppel-Werft in Singapur größeren Schaden angerichtet hat, als zunächst angenommen. Bislang war von einem Produktionsstart noch in diesem Jahr ausgegangen worden. Bei dem Brand im April waren wichtige Instrumentenräume beschädigt worden, in denen Schalttafeln zur Steuerung der Ölförderung sich befanden sowie Kontroll-, Energie- und Notabschaltsysteme. Das Schiff gehört der Prosafe Production Public Ltd. in Limassol und wird von Apache geleast, wenn es im Van Gogh-Feld, rund 33 Meilen nordnordwestlich von Exmouth eingetroffen ist. Die Förderkapazität wird 63,000 Barrel Öl pro Tag liegen, die Lagerkapazität bei 620,000 Barrels.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.05.2009
90 Reisende trieben im Wattenmeer
Neuharlingersiel, Landkreis Wittmund, Niedersachsen / DE, 07.05.09 - Die 33,61 Meter lange Fähre "Spiekeroog 3", 153 BRZ (IMO-Nr.: 6715102) erlitt am 7.5. auf dem Weg von Neuharlingersiel nach Spiekeroog Maschinenausfall und trieb im Fahrwasser. An Bord waren 90 Fahrgäste. Das Rettungsboot "Neuharlingersiel" brachte den Havaristen zurück nach Neuharlingersiel. Sie kamen dann nach Spiekeroog an Bord der "Spiekeroog 1".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.05.2009
Vergessliche Kapitäne verursachten 150000 Euro Schaden
Knetzgau, Landkreis Haßberge, Bayern / DE, 07.05.09 - Im Laufe des 6.5. sind an der Schleuse Knetzgau auf dem Main gleich zwei Schiffe an einem Fußgängersteg hängen geblieben. Dabei wurde jeweils das Steuerhaus schwer beschädigt. Der Gesamtschaden belief sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 150.000 Euro.
Der erste Unfall ereignete sich um die Mittagszeit, als das 101,28 Meter lange und 11,2 Meter breite schweizerische Flusskreuzfahrtschiff "Swiss Crystal" (ENI-Nr. 7001643) der Scylla Tours AG in Basel in die Schleuse Knetzgau Richtung Schweinfurt einlaufen wollte.
Dem holländischen Kapitän war noch aufgefallen, dass das Ruderhaus zu weit hochgefahren war, um unbeschadet unter der über die Schleuse führenden Fußgängerbrücke hindurch zu kommen. Obwohl er es daraufhin schnell nach unten fuhr, blieb das Dach an der Brücke hängen. Dabei wurde das Ruderhaus abgeschert und rund 20 Meter weit nach achtern verschoben. Außerdem wurden alle Aufbauten, die sich auf dem Ruderhaus befanden sowie elektrische Leitungen abgerissen. Nach ersten Schätzungen entstand hier ein Schaden in Höhe von etwa 50.000 Euro. Zum Zeitpunkt des Unfalls hielten sich von den 110 Gästen, die von Passau nach Straßburg unterwegs waren, lediglich 24 an Bord auf. Für sie bestand keine Gefahr.
Zu der zweiten Havarie kam es um 21.45 Uhr, als das 135 Meter lange und 11 Meter breite holländische Binnenschiff "Providence", 4467 ts (ENI-Nr. 02330726), nach der Schleusung aus der Schleuse in Richtung Bamberg auslaufen wollte. Der Kapitän hatte ebenfalls vergessen, den Steuerstand herunterzufahren und blieb deshalb auch an dem Fußgängersteg hängen. Dabei riss nahezu die Hälfte des Daches des Ruderhauses ab. Dort hielten sich zum Unfallzeitpunkt der Kapitän und seine Ehefrau auf. Über ihren Köpfen wurde das Dach nach hinten geschoben, sie kamen aber mit dem Schrecken davon. Das Schiff befand sich ohne Ladung auf dem Weg von Antwerpen nach Budapest, um dort Fracht aufzunehmen. An Bord waren auch zwei Decksleute, die ebenfalls ohne Verletzungen davon kamen.
Der Kasko der "Providence" entstand 2008 bei Hans Boost in Trier, der Endausbau erfolgte bei Veth Motoren, Papendrecht. Reeder ist die Vof. Arcotrans (C. Heuvelman) in Krimpen an der IJssel.
Wegen der Beschädigungen war eine Weiterfahrt für beide Schiffe nicht möglich. Wie lange die Reparaturarbeiten dauern würden, stand noch nicht fest. Die Schifffahrt auf dem Main wurde durch die Unfälle nicht behindert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.05.2009
Zwei Kutterfischer nach Untergang gerettet
Burton Bradstock, Dorset, England / UK, 07.05.09 - Zwei schiffbrüchige Fischer wurden am 2.5. vor Burton Bradstock nach dem Untergang ihres Kutters "Wendy Jay" aus Westbay gerettet. Das Schiff war gegen acht Uhr gekentert. Zeugen alarmierten die Seenotrettung, die die Boote aus Weymouth und Lyme Regis in Marsch setzte. Als das Rettungsboot "Tegan Moy" aus Lyme Regis eintraf, schwammen die beiden schon 10 Minuten ohne Rettungswesten im Wasser. Ihr Krabbenkutter war zwei Meilen südöstlich des Heimathafens gesunken. Die Fischer wurden in West Bay an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.05.2009
Frachter nach sieben Jahren gehoben
Monrovia / Liberia, 07.05.09 - Nach über sieben Jahren wurde der Frachter "Torm Alexandra" im Freihafen von Monrovia gehoben. Das Schiff war am 25.7.2001 wegen Stabilitätsproblemen am Kai beim Löschen von Containern gekentert. Die Container waren nach Steuerbord übergegangen und ließen den Frachter binnen einer halben Stunde sinken. Seitdem blockierte das Schiff der dänischen Reederei Fabricius Marine einen der vier Liegeplätze . Nun wurde die Bergung durch die Buchanan Renewables aus Genua durchgeführt. Nun wartet der Abwracker auf den Frachter. Die Ladung verschwand bereits vor geraumer Zeit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.05.2009
Wieder Steintransporter in Chittagong gesunken
Chittagong / Bangladesch, 07.05.09 - Nur einen Tag nach der Räumung des Wracks des Steintransporters "Seven Circle 25" im Fahrwasser von Chittagong sank am Morgen des 7.5. ein ebensolches Schiff auf der Außenreede. Die "Titu-9" übernahm gerade Zementklinker von dem unter Honduras-Flagge registrierten Frachter "Morris", als sie von der "Metro Glorobis-2" gerammt wurde. Die "Titu-9" wurde so schwer beschädigt, dass sie binnen einer Viertelstunde sank. Die 13-köpfige Crew konnte sich auf ein anderes Schiff retten. Die Untergangsstelle wurde von der Hafenbehörde mit einer Tonne markiert.
Am 21.4. war der Steintransporter "Seven Circle-25" im Fahrwasser des Hafens in der Karnaphuli-Mündung gekentert und der Hafenbetrieb erst am 5.5. nach der Räumung des Wracks wieder vollständig freigegeben worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.05.2009
"Fast Forward" langsam vom Riff geholt
Update vom 04.05.09
Honolulu, Hawaii / USA, 06.05.09 - Die 44 Fuß lange Yacht "Fast Forward", die am 3.5. 150 Yards vor Kahala gestrandet war, während der Eigner an Land gerudert war, konnte am Nachmittag des 5.5. wieder flottgemacht werden. Nach dreistündiger Arbeit kam sie um 16.15 Uhr vom Riff ab. Zuvor war der Mast des Bootes gelegt und dieses dadurch aufgerichtet worden. Zur Gewichtsreduzierung wurde zudem die Maschine und weitere Ausrüstung ausgebaut. Die "Fast Forward" wurde dann nach Sand Island geschleppt. Ein Biologe sollte das Riff auf Schäden durch den Kiel prüfen und versuchen, den Kiel, der bei der Strandung verloren ging, zu finden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.05.2009
Robinson von Yacht verschwunden
Kapstadt, Provinz Westkap / Südafrika, 06.05.09 - Der Segler Nick Robinson aus Kapstadt wird vermisst, nachdem seine 54 Fuß lange Schoneryacht "Sea Jade" 450 Meilen südlich von St. Helena treibend im Atlantik entdeckt wurde. Dies ist für seine Familie die zweite Tragödie, nachdem seine Lebensgefährtin zuvor auf St. Helena verstorben war.
Das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) in Kapstadt war von den Angehörigen alarmiert worden, nachdem die "Sea Jade" drei Tage nach der geplanten Ankunft in Walvis Bay immer noch nicht eingelaufen war. Das MRCC bat daraufhin alle Schiffe in dem Seegebiet, nach dem Boot Ausschau zu halten. Die "Amalia" entdeckte die "Sea Jade" daraufhin am 29.4., ohne aber ein Lebenszeichen an Bord auszumachen. Versuche, mit Typhonsignalen oder Funk Kontakt aufzunehmen, schlugen fehl. Das Wetter war allerdings zu schlecht, um die Yacht zu boarden. Der Frachter manövrierte sich immerhin bis auf fünf Meter an sie heran, doch dreimal scheiterten Versuche, jemanden überzusetzen. Die Besatzung warf derweil Gegenstände gegen den Yachtrumpf, um eine Reaktion zu erhalten, allerdings ohne Erfolg. Das MRCC instruierte die "Amalia", vor Ort zu bleiben, bis das Wetter sich besserte. Da dies jedoch nicht der Fall war, bat sie um Erlaubnis, weiterfahren zu dürfen, die am 1.5. erteilt wurde. Das MRCC bat als nächstes den Bulkcarrier "Friendly Seas", auf die Yacht zuzuhalten in der Hoffnung, dass sich bis zu seinem Eintreffen das Wetter beruhigt haben könnte. Der Bulker traf am Morgen des 3.5. ein, und tatsächlich gelang es dessen Crew, die Yacht zu durchsuchen. Sie fand sie leer vor. Die Rettungsinsel befand sich noch an Bord, auch wurden keine Schäden festgestellt. Die Crew war nicht in der Lage, Erkenntnisse über das Schicksal des Einhandseglers zu gewinnen. Daraufhin wurde der Frachter entlassen, und das MRCC gab Warnungen vor dem verlassenen Boot heraus. Es birgt selbst keine Schiffe, wenn Menschenleben nicht in Gefahr sind. Robinson hatte mit seiner Freundin Kapstadt im Arpi 2008 verlassen, war dann monatelang in Walvis Bay geblieben und dann nach Angola aufgebrochen. Im November erreichten sie St. Helena, wo es im Januar zum Tod der Frau nach Einnahme einer Überdosis von Medikamenten kam. Sie hatte psychische Probleme gehabt. Im April lief Robinson dann nach Walvis Bay aus. Er hatte die "Sea Jade" vor sechs Jahren gekauft. Sie galt als schwierig in der Handhabung für Einhandsegler.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.05.2009
Frachter und Crew seit Monaten gestrandet
Update vom 23.02.09
Emirat Schardscha (Shariqah, engl. Sharjah), 06.05.09 - Vier Monate, nachdem der Frachter "Tasoulis L" auf einem Strand vor Sharjah strandete, leben die achtköpfige indische Crew und ihr Kapitän weiter an Bord. Eine Bergung des Schiffes wird nicht mehr erwartet, auch haben die Männer seit vier Monaten keine Heuer mehr erhalten. Versuche der örtlichen Seefahrtsmission, mit den Eignern in Kontakt zu treten, scheiterten bislang. Drei verschiedene Partner seien Eigentümer des Schiffes. Ein Crewmitglied verlor seit der Strandung seine Mutter, die Frau des Kapitäns ist schwer erkrankt. Die Seeleute erhalten von den Schiffseignern lediglich Nahrung und Wassser. Die in Panama registrierte, 1969 erbaute "Tasoulis L" war am 5.1. in der Hamriyah Free Zone gestrandet, nachdem die Ankerkette bei starkem Wind gebrochen war, als das Schiff auf eine Einlaufgenehmigung wartete. Die alte Maschine war nicht schnell genug auf Touren gekommen, um das treibende Schiff zu stoppen. Es war zuvor mit einer Ladung Diesel vom Iran gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.05.2009
"Marida Mimosa" nach Kollision unterwegs nach Hamburg
Update vom 06.05.09
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 06.05.09 - Nachdem er auf seiner Reise von Antwerpen mit der Ketsch "Freddy" bei Gut Schwartenbek auf dem Nord-Ostsee-Kanal am 5.5. kollidiert war, hat der 128 Meter lange Tanker "Marida Mimosa", 8505 BRZ (IMO-Nr. 9445667) der Schiffahrts Gmbh & Co KG, Haren-Ems), am 6.5. Brunsbüttel nach Abschluss der Untersuchungen wieder verlassen und lief gegen Abend Elbe aufwärts in Richtung des Zielhafens Hamburg. Die 27 Meter lange "Freddy" hatte, als sie gegen den Rumpf des Tankers schlug und anschließend auf Grund lief, Schäden am Vorschiff erlitten. Sie war ebenfalls nach Hamburg unterwegs gewesen, um dort ab dem 7.5. am diesjährigen Hafengeburtstag teilzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Tanker lief vor Skagen auf Grund
Skagen, Nordjylland / Dänemark, 06.05.09 - Am Vormittag des 6.5. lief der italienische Produktentanker "East Point", 30053 BRZ (IMO-No.: 9318022) bei Skagen-Riff auf Grund. Das 2006 erbaute Schiff der Omnia Point Shipping hatte gerade die Spitze Skagens gerundet und war auf Südkurs Richtung Aalbæk-Bucht gegangen, als sie auf dem äußeren Riff festkam. Das dänische Küstenwachschiff "Thurø", das Gewässerschutzschiff "Mette Miljø" und das Patroullienboot "Søløven" nahmen Kurs auf den unbeladenen Havaristen. Am Nachmittag gelang es dem Schiff nach mehreren vergeblichen Versuchen, nach dem Leichtern von Ballastwasser wieder freizukommen. Es wurde zu einem Ankerplatz vor Aalbæk zur gründlichen Untersuchung durch Taucher beordert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Rheinfähre verlor Laderampe
Königswinter-Niederdollendorf, Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen / DE, 06.05.09 - Am 4.5. verlor die 100 Tonnen große Rheinfähre "Konrad Adenauer" der Autoschnellfähre Bad Godesberg GmbH, die zwischen Niederdollendorf und Bad Godesberg verkehrt, eine ihrer beiden Laderampen. Das Unglück ereignete sich kurz nach dem Ablegen in Niederdollendorf. Die Wasser- und Schifffahrtsbehörde legte ein Warnfloß aus. Am Nachmittag konnte die rund fünf Tonnen schwere, fünf Meter lange und sechs Meter breite Rampe auf dem Flussgrund lokalisiert werden. Die dezimierte Fähre wurde derweil durch das zweite Schiff der Reederei, die "St. Christophorus", ersetzt. Taucher brachten Hebestropps an der Rampe an und zogen sie zunächst hinter eine Buhne, wo sie vor der Flussströmung besser geschützt war. Am 6.5. erschien sie am Haken einer Kranbarge gegen 11.30 Uhr wieder an der Wasseroberfläche und wurde auf dem Deck der "Konrad Adenauer" abgelegt. Anschließend steuerte sie zur Reparatur eine Werft in Oberwinter an.
Die Fähre entstand 1967 auf der Ferdinand Clausen-Werft in Oberwinter. Sie ist 40 Meter lang, hat eine Breite von 11,9 Metern und eine Transportkapazität von 250 Passagieren und 21 Pkw.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Bergungskontrakt für "Fedra"-Rest vergeben
Hillside, New Jersey / USA, 06.05.09 - Die amerikanische Bergungsfirma Donjon Marine Co. Inc., erhielt den Kontrakt am 24. März 2009 zur Räumung der Wrackreste des Bulkcarriers "Fedra", der am 10.10.2008 vor Gibraltar gestrandet und dessen Achterschiff an der Ostseite von Europa Point auf 20 Fuß Wassertiefe gesunken war, nachdem das Schiff am vorderen Ende von Ladeluke 6 auseinander brach. Die Vorderhälfte mit fünf erhaltenen Laderäumen wurde nach ihrer Bergung mittlerweile komplett abgebrochen. Die Bergung soll Mitte bis Ende Mai beginnen, wesentliche Teile der notwendigen Ausrüstung werden Anfang Juni von den USA kommend vor Ort eintreffen. Zu Einsatz werden die 400-Tonnen-Kranbarge "Columbia" aus New York, der 7000-PS-Schlepper "Atlantic Salvor" und eine 1400-Tonnen-Barge von Donjon zum Materialtransport kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Schiffbrüchige Segler werden in Maine erwartet
Update vom 02.05.09
England, 05.05.09 - Zwei Umweltaktivisten aus Jersey und Bristol gerieten auf dem Rückweg von einer ökologischen Grönland-Expedition mit der 40 Fuß langen Yacht "Fleur" am 1.5. in Seenot. Die Probleme des Bootes, das mit Solarzellen und einer Windturbine ausgestattet war, begannen bereits am 30.4., als der Wind auf 60 Knoten auffrischte. Ein ausgebrachter Treibanker sollte die rasende Fahrt der Yacht abbremsen, doch ohne Erfolg. Erst fielen die Navigationsinstrumente aus, dann erlitt die Yacht bei drei Kenterungen strukturelle Schäden. Winde mit 12 Bf ließen das Boot der Carbon Neutral Expeditions zu einem Spielball der Natur werden. Wegen zunehmender Lebensgefahr wurde die Falmouth Coastguard alarmiert. Weitere Brecher zerschmetterten die Solarzellen und den Generator, und nun wurde offiziell der Seenotfall erklärt. Rettung kam in Gestalt des 280 Meter langen 113,000-Tonnen-Tankers "Overseas Yellowstone", (IMO-Nr.: 9394959), der mit 680,000 Barrels Rohöl unterwegs war. Drei Tage nach der Bergung wird der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Tanker Portland, Maine / USA erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Segler von Tanker angesaugt
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 06.05.09 - Am 05.05 kam es gegen 08.53 Uhr auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Kanalkilometer 93 während eines Überholmanövers zu einer Kollision zwischen dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Chemikalientanker "Marida Mimosa", 8505 BRZ (IMO-Nr. 9445667), und dem 27 Meter langen deutschen Traditionssegler "Freddy". Der Tanker überholte das Segelschiff. Während des Überholvorgangs wurde die Galeasse angesaugt und kollidierte leicht mit dem Handelsschiff. Anschließend geriet es mit dem Bug in die Nordböschung. Personen wurden nicht verletzt, am Segelschiff entstand leichter Sachschaden im Bugbereich. Es kam aber aus eigener Kraft wieder aus der Böschung frei. Beide Schiffe konnten ihre Fahrt nach Brunsbüttel fortsetzen, wo die "Freddy" zur Untersuchung am späten Nachmittag am Südkai festmachte. Es wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und eine Sicherheitsleistung angeordnet.
Die 13.174 Tonnen verdrängende "Marida Mimosa" wird bereedert von der OMCI in Haren-Ems.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Ausflugsschiff strandete auf Riff und sank
Malé / Malediven, 06.05.09 - Das maledivische Ausflugsschiff "Vindhu" lief mit neun deutschen und einem indischen Fahrgast auf dem Farukolhu Fushi-Riff auf dem Weg vom Kaafu-Atoll Dhihfushi nach Male auf Grund. Insgesamt waren bei der Havarie am 5.5. um 20.15 Uhr 13 Personen an Bord, neben den Passagieren der Bootseigner und zwei Mann Crew aus Indien und Bangladesh. Ein Polizeiboot brachte die Gestrandeten sowie ihre Surfausrüstung nach Male. Stunden darauf sank die "Vindhu" auf dem Riff.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Ermittlungen zu Kollision vor Hualien gehen voran
Update vom 18.04.09
Hualien / Taiwan, 06.05.09 - Die Ermittlungen zum Untergang des Kutters "Hsing Tong Chuan No. 86" nach Kollision mit dem in Panama registrierten, 330 Meter langen Tanker "Tosa", 159927 BRZ (IMO-Nr. 9343388), am 17.4. kamen weiter voran, nachdem ein Aufzeichnungssystem von der Küstenwache in Hualien entschlüsselt wurde. Das Maritime Patrol Directorate General der Küstenwache hatte die Informationen des Datenrekorders der "Tosa" ausgewertet. Auf deren Basis erwies es sich, dass der 2. Offizier der "Tosa" noch vergeblich versucht hatte, durch Kursänderung die Kollision abzuwenden. Er wurde inhaftiert. Zuerst hatte die Schiffsführung der "Tosa" versucht, die Reise nach Singapur fortzusetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Bunkerboot hatte Wasser im Bauch
Scheveningen (Stadtteil von Den Haag), Provinz Südholland / Niederlande, 05.05.09 - Am 5.5. erlitt das 28,05 Meter lange holländische Bunkerboot "Geo", 108 ts (ENI-Nr. 2310277) im 2. Binnenhafen von Scheveningen Wassereinbruch im Maschinenraum und entwickelte Schlagseite. Das Rettungsboot "Kitty Roosmale Nepveu" wurde gerufen und konnte mit seinen Lenzpumpen den Wassereinbruch unter Kontrolle bringen. Nachdem diese Arbeit abgeschlossen war, stellte sich heraus, dass offenbar eine defekte Pumpe für die Havarie auf dem 1958 erbauten Schiff der Geo BV in Heerjansdam verantwortlich war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Schiffsverkehr vor Chittagong wieder frei
Update vom 05.05.09
Chittagong / Bangladesch, 05.05.09 - Nach der Räumung des Wracks der am 21.4. gesunkenen "Seven Circle 25" in der Nacht zum 4.5. war das Fahrwasser des Hafens von Chittagong seit 21.30 Uhr wieder ohne Risiko zu passieren. Am 5.5. sollte der Verkehr nach abschließenden Untersuchungen freigegeben werden. Das Wrack des Frachters liegt nun nahe des Strandes des Naval Academy Point. Versuche, es näher an den Khejurtala Point zu ziehen, dauerten derweil an. Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Jahren 13 Schiffswracks aus den Gewässern von Chittagong geräumt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Wrack der "Ocean Monarch" wird untersucht
Update vom 22.03.09
Nikiski, Alaska / USA, 05.05.09 - Taucherteams haben begonnen, den Zustand des Wracks des 166 Fuß langen Versorgers "Ocean Monarch" zu untersuchen, der bei einer Versorgungsfahrt für die Granite Point-Plattform am 15. Januar 15 Meilen vor Nikiski gesunken war. Die Operation soll bis zum 15.5. andauern. Das Schiff war, nachdem die siebenköpfige Crew es aufgegeben hatte, 10 Fuß vom südwestlich gelegenen Beines der Plattform entfernt in 86 Fuß Wassertiefe gesunken. Nun wird die Option, 34000 Gallonen Öl aus dem Wrack zu leichtern, geprüft. Der Betreiber des Schiffes, die Ocean Marine Services Inc. in Nikiski, will soviel Trümmer und umweltgefährdendes Material wie möglich bergen lassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Feuer auf gedocktem Trawler
Seattle, King County, Bundesstaat Washington / USA, 05.05.09 - Am Nachmittag des 5.5. kam es am Nordende des Lake Union zu einem Brand auf einem 100 Fuß langen, im Trockendock am N. Northlake Way liegenden Kutter. Das Feuer, das im Vorschiffsbereich durch einen Kurzschluss ausgelöst wurde, richtete einen Schaden von rund 20000 Dollar an. Zwei Feuerwehren konnten es rasch bekämpfen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Einziger Überlebender berichtete von den letzten Minuten auf der "Lady Mary"
Update vom 05.05.09
Cape May, New Jersey / USA, 05.05.09 - Vor dem Untersuchungsausschuss des Coast Guard-National Transportation Safety Board hat jetzt der einzige Überlebende des Hummerkutters "Lady Mary", Jose Luis Arias, von den letzten Augenblicken des Schiffes berichtet. Das 71 Fuß lange Schiff stampfte in bis zu 12 Fuß hohen Seen und legte sich nach Backbord über. Ein Drittel der Länge des Arbeitsdecks waren überflutet, als die Besatzung versuchte, im stürmischen Wind die Überlebensanzüge anzulegen. Frank Credle rief auf der Leiter zum Ruderhaus stehend den darin befindlichen Brüdern Royal "Bobo" Smith Jr. und Timothy Smith zu, das Schiff nach Steuerbord zu legen und die 30-Grad-Schlagseite zu korrigieren. Als das Schiff 65 Meilen südöstlich von Cape May zu sinken begann, brach Panik an Bord aus.
Arias und Timothy Smith hatten sich gegen Mitternacht am 24.3. schlafen gelegt, während die übrige Crew eine Ladung Hummer bearbeitete. Fünf Stunden später erwachte er, weil Smith ihm zurief, das Boot sei am Sinken. Beide eilten aus der Kajüte im Vorschiff durch einen knietief überfluteten Gang zum Deckshaus und dann auf das achtern gelegene Arbeitsdeck. Minutenlang war Arias verwirrt und versuchte, einen Plan zu machen. Dann griff er sich im Ruderhaus einen Überlebensanzug, während er sah, dass Captain Bobo das Ruderrad umklammerte und verzweifelt versuchte, die Kontrolle über das Schiff zurück zu erlangen. Es hatte Backbordschlagseite, und das Arbeitsdeck war bis zu der Winde, mit der der schwere Hummergreifer bedient wurde, unter Wasser. Die Maschine arbeitete, aber das Schiff bewegte sich nicht voran – ein Indiz dafür, dass sich der Greifer an einem Hindernis verfangen hatte. 12 Fuß hohe Seen liefen über das Deck. Crewkamerad Frankie Reyes hielt auf dem Deck seinen Überlebensanzug in den Händen und war offensichtlich in Panik geraten. Frank Credle kletterte schreiend auf eine Leiter, die ins Rigg des Greiferkrans führte. Dann fiel die Maschine aus, als der Maschinenraum absoff, und Dunkelheit fiel über die "Lady Mary". Arias wusste, dass es Zeit war, sie zu verlassen, und sprang an Backbord in die See, bevor die "Lady Mary" sank. Zuvor hatte er, wie im Überlebenstraining gelernt, dessen Verschluss zugezogen und sich dann rückwärts über Bord fallen lassen. Er sah eine acht Fuß lange Planke über Bord gehen und schwamm zu ihm hin, um sich daran festzuklammern. Er hörte jemanden in der Dunkelheit rufen und antwortete, erhielt aber keine Antwort. Nach einer geschätzten Stunde im Wasser kam die Morgendämmerung, und die Sonne ging auf. Drei Stunden nach dem Untergang erschien ein Coast Guard-Helikopter und rettete Arias. Beide Smith-Brüder wurden in der Nähe treibend entdeckt. Einer war tot, ein anderer starb während des 45-minütigen Flugs zum Festland.
Ein anderer Zeuge war der Fischer Michael A. Duvall, der von 2002 bis 2007 Skipper der "Lady Mary" war. Es sei ein gutes Schiff gewesen. Man habe nur den Greifer auf derselben Seite einsetzen müssen, von der die See kam. Man habe ihn nicht als Anker nutzen dürfen. Das Schiff würde sich dann mit dem Heck zur See drehen. Ihm sei dies geschehen, und dabei wurde auch das Arbeitsdeck geflutet. Sofort habe er die Arbeitsluken geöffnet, damit das übergekommene Wasser abfließen konnte, und nahm dabei den Verlust der Decksladung in Kauf. Wäre das Deckshaus offen gewesen, wäre der Maschinenraum geflutet worden. Der Zwischenfall ereignete sich bei nur sechs bis sieben Fuß hoher See. Ansonsten hätten dem Schiff auch 20 Fuß hohe Seen aber keine Probleme bereitet. Duvall arbeitete fünf Jahre mit Bobo Smith, der 1. Maat war, ehe dieser selbst Kapitän für die Smith & Smith Co. wurde. Ihr Verhältnis trübte sich aber in dieser Zeit, wie Smith allzu eigene Vorstellungen von dem Arbeiten mit dem Schiff hatte, wegen denen sich letztlich die Wege im Streit trennten.
Stevenson Weeks, der Rechtsbeistand von Smith Sr., zog die Verlässlichkeit von Duvall in Zweifel, indem er eine Strafeandrohung von 90,000 Dollar erwähnte, als die National Oceanic and Atmospheric Administration ihn beschuldigte, 2002 außerhalb der Grenzen der Hudson Canyon-Hummerzone gefischt zu haben. Der Vorfall mit der "Lady Mary" war erst Jahre darauf bei der Überprüfung von Daten aufgefallen, und Duvall machte einen Fehler am Bordcomputer verantwortlich.
Arias sagte, Smith sei ein guter, wenn auch launischer Mann gewesen, doch war er einig mit Duvall, dass ihm die nötige Erfahrung gefehlt habe im Umgang mit dem Schiff. Er habe aber bis zuletzt um dessen Überleben gekämpft.
Rechtsmedizinische Untersuchungen hatten Spuren von Marihuana in dessen wie auch seines Bruders Blut gefunden, doch war unklar, wann der Konsum stattgefunden hatte und ob er das Verhalten des Kapitäns zum Unfallzeitpunkt beeinflusst habe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.05.2009
Hilfsschiff "Dignity" im Sturm gesunken
Limassol / Zypern, 05.05.09 - Am 4.5. sank das 66 Fuß lange Hilfsschiff "Dignity" des Free Gaza Movement bei der Verschleppung von Larnaca nach Limassol, wo es repariert werden sollte. Es kenterte unterwegs von der Larnaca Marina in den Alten Hafen von Limassol. Starker Wellengang hatte dem Schiff so zugesetzt, dass es Wassereinbruch erlitt und schließlich umschlug. Am 1.6. hätte es wieder nach Gaza starten sollen. Das Schiff war am 30.12.2008 53 Meilen vor Haifa von einem israelischen Kriegsschiff auf dem Weg nach Gaza gerammt und beschädigt worden. Das Schiff hatte sich in den Libanon retten können und wurde später nach Zypern gebracht. Seither war an dem Schiff gearbeitet und das große Leck, das in den Rumpf gerissen worden war, mit Holzbrettern abgedichtet worden. Offenbar war die Abdeckung, die nur von innen angebracht war, damit das Leck weiter von außen sichtbar blieb, nicht stabil genug gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.05.2009
Gesunkener Frachter aus dem Fahrwasser geräumt
Update vom 24.04.09
Chittagong / Bangladesch, 05.05.09 - Am 4.5. wurde das Wrack des gesunkenen Frachters "Seven Circle 25", 1025 BRZ, aus dem Fahrwasser nach Chittagong geräumt. Es gelang, das Schiff mithilfe von sechs Bargen, die an ihm festgemacht worden waren, einen Viertelkilometer weit in nördliche Richtung zu ziehen. Die Aktion, die sechseinhalb Stunden dauerte, begann um 16 Uhr und wurde durch die Bergungsfirmen PSM Marine Services, Al Madad Salvage & Company sowie Genuine Enterprise durchgeführt. Die Schifffahrt wird durch das Wrack nun nicht mehr eingeschränkt. Ob der Frachter später vor Ort abgewrackt oder gehoben wird, ist noch nicht entschieden. Ein Mann kam beim Untergang der "Seven Circle 25" am 21.4. im Sturm ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.05.2009
Unterwasserdetektive decken Versicherungsbetrügereien auf
San Diego, Kalifornien / USA, 05.05.09 - Die Wirtschaftskrise führt in den USA zu einem Anstieg von Versicherungsbetrug, der sich auf hoher See abspielt. Bootseigner versenken ihre Fahrzeuge, um die Versicherungssumme zu erhalten. Doch bevor die Versicherer zahlen, führen sie natürlich Untersuchungen durch, wenn nötig, auch auf dem Meeresgrund. Ein solcher Fall spielt sich gerade vor Südkalifornien ab, wo in 170 Fuß Tiefe ein Boot liegt, von dem unklar ist, ob es versenkt oder Opfer einer Havarie wurde. Mit einem ROV wird das Wrack nun dokumentiert. Dabei gilt ein besonderes Augenmerk Auffälligkeiten wie z.B. zerschnittenen oder herausgezogenen Schläuchen ebenso wie der Position der Schalter für die Bilgenpumpe. Mitunter werden Ventile weit offen vorgefunden, obwohl die Maschine ausgestellt war, was darauf hin deutet, dass vorsätzlich Wasser in den Rumpf gepumpt wurde. Im aktuellen Fall wurde ein Bulleye offen vorgefunden. Eine große Luke stand offen, und die Bordelektrizität war ausgeschaltet. Wenn nötig, kann ein Wrack auch gehoben werden, so wie im vergangenen Jahr in der Mission Bay. In anderen Fällen ist ein Wrack diesen Aufwand nicht wert. Bei der Untersuchung eines 52 Fuß langen Bootes vor Point Loma mit Video zeigte die Menge an Seepocken am Unterwasserschiff, dass das Schiff sich in vernachlässigtem Zustand befunden hatte, als es sank. In einem solchen Fall sind die Versicherer besonders aufmerksam, wenn es zu einem Verlust des bei einem Verkauf praktisch wertlosen Fahrzeugs kommt. Das gewonnene Videomaterial wird später einem Experten für Versicherungsbetrug übergeben, der die Aussagen des Versicherungsnehmers mit den Bildern abgleicht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.05.2009
Abwrackschiff erst gesunken und dann abgebrannt
Miami, Florida / USA, 05.05.09 - Am Morgen des 4.5. geriet die 75 Fuß lange "Ella", die zum Abwracken an der Hurricane Cove Marina auf dem Miami River lag, in Brand. Die Miami Fire Rescue konnte das Feuer binnen acht Minuten löschen, nachdem sie um 9.20 Uhr an der Marina eingetroffen war, wo das alte Schiff lag. Die "Ella" hatte zuvor halb gesunken im Fluss gelegen. Nun war sie nur noch ein Trümmerhaufen aus Holz und Stahl.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.05.2009
Unterwasser-Video gibt Hinweise zum Untergang der "Lady Mary"
Update vom 29.04.09
New Jersey / USA, 05.05.09 - Der Untergang des Hummerkutters "Lady Mary" am 24.3. vor Cape May könnte dadurch ausgelöst worden sein, dass die Fangausrüstung sich in einem anderen Schiff oder einem Gegenstand auf dem Meeresgrund verfangen hat. Zu diesem Schluss kam der Anwalt des Eigners nach Sichtung des Videomaterials, das in der vergangenen Woche an der Untergangsstelle aufgenommen worden war. Es scheint, dass das Schiff nicht gekentert ist, da es aufrecht in 200 Fuß Tiefe liegt mit dem Hummerfang auf Deck.
Der Wachoffizier der Coast Guard in Delaware Bay sagte dem Marine Board of Investigation bei der Wiederaufnahme der Untersuchung, dass sich zum Zeitpunkt des Untergangs um 5.10 Uhr fünf andere Schiffe in einem Umkreis von acht Meilen befunden hätten, drei davon in einer Distanz von weniger als einer Meile. Eines von ihnen, die "Cap Beatrice", war unterwegs nach Philadelphia und war ungefähr eine Meile entfernt gewesen. Er unterstützte die These, dass das Video Auffälligkeiten am Fanggeschirr aufweist, ohne jedoch deren Herkunft benennen zu können. Die Baggereinrichtung, mit der der Boden auf der Suche nach Hummern aufgerissen wurde, war von ihrem Kabel losgelöst. Dies könnte darauf hindeuten, dass eines der Besatzungsmitglieder das Kabel entfernt hatte, um ein Problem zu lösen. Taucher würden diese Spur weiter verfolgen können. Da das ROV nicht die Fähigkeit hat, ins Schiffsinnere vorzudringen, plant die Coast Guard den Einsatz von privaten Tauchern, sobald dies das Wetter zulässt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.05.2009
Frachter riss Verladepier in Stücke
Stansbury, Yorke Peninsula, South Australia / Australien, 05.05.09 - Der 108 Meter lange Frachter "Accolade II", 8000 BRZ, rammte beim Versuch, auf der Yorke Peninsula anzulegen, eine Verladepier und zerstörte sie auf einer Länge von 50 Metern. Das Unglück ereignete sich am Montag (04.05.) an der Klein Point-Mine südlich Stansbury, als der Frachter der Adelaide Brighton Cement wie jeden Tag zur Aufnahme von Kalkstein von Birkenhead kommend einlief. Arbeiter, die am Molenkopf warteten, um mit der Beladung zu beginnen, waren nach dem Einsturz des mittleren Teiles zeitweilig abgeschnitten. Der Schaden an der Pier betrug nach ersten Schätzungen mehrere Hunderttausend Dollar. Auch der Rumpf der "Accolade II" wurde beschädigt. Die Unglücksursache war noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.05.2009
Kutter in Flammen – drei Tote
Kaohsiung / Taiwan, 04.05.09 - Drei Besatzungsmitglieder des Kutters "Hwa Fong 707" kamen am 4.5. ums Leben, zwei weitere wurden verletzt, als im Fischereihafen von Cijin nahe Kaohsiung ein Brand an Bord ausbrach. Das Feuer entstand um 18.19 Uhr im Maritime Work Boat Basin in Cijin und erfasste rasch das gesamte Schiff. Mit 14 Löschfahrzeugen und einem Boot ging die Feuerwehr gegen die Flammen vor und hatte sie nach einer Stunde unter Kontrolle. Drei an Bord eingeschlossene Fischer wurden befreit und in drei Krankenhäuser gebracht, doch kam die Hilfe für sie zu spät. Sie hatten allesamt schwere Verbrennungen erlitten und waren bereits beim Eintreffen in den Krankenhäusern tot.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.05.2009
Frachter im Rovdefjord auf Drift
Region Sunnmøre (Süd-Møre), Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 04.05.09 - In der Nacht zum 4.5. erlitt der britische Containerfrachter "Maersk Flensburg", 9990 BRZ (IMO-Nr.: 9252773) Maschinenschaden im Rovdefjord bei Sunnmøre. Das Rettungsboot "Emmy Dyvi" aus Fosnavåg wurde um fünf Uhr alarmiert, nachdem das mit 15 Mann besetzte Schiff, das seit 2007 zwischen Vestlandet und Bremerhaven verkehrt, Hilfe erbeten hatte. Der Havarist wurde auf den Haken genommen und um 8.30 Uhr westlich von Rovde verankert.
Die "Maersk Flensburg" wird von der Quadrant Bereederung in Hamburg betrieben. Sie wurde 2002 bei den Daewoo Heavy Industries in Mangalia als "Pioneer Ocean" erbaut. Das Schiff ist 134,44 Meter lang, 22,75 Meter breit, hat 8,7 Meter Tiefgang und verdrängt 11135 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
Kanalfahrgastschiff nach Strandung evakuiert
Oxelösund, Provinz Södermanlands län / Schweden, 04.05.09 - Das schwedische Fahrgastschiff "Diana", 289 BRZ (IMO-Nr.: 8634120), das auf dem Götakanal verkehrt, lief am 4.5. um 3.50 Uhr zwischen Kittelö und Langö, nordöstlich von Oxelösund, mit 53 Personen an Bord auf Grund. 40 davon waren Passagiere aus Norwegen und Kanada. Sie wurden von dem mit Backbordschlagseite festsitzenden Schiff mithilfe des Rettungsbootes "Arkösund", dreier weiterer Hilfsschiffe sowie einem Helikopter aus Visby abgeborgen und unversehrt nach Oxelösund transportiert. Vier Mann der Crew blieben an Bord. Nachmittags untersuchten Taucher den Rumpf, der dicht geblieben war, und um 20 Uhr kam die "Diana" wieder frei. Sie durfte mit Schleppereskorte, die Weiterreise nach Stockholm antreten. Das Schiff befand sich auf einer viertägigen Fahrt von Göteborg nach Stockholm.
Die "Diana" wurde 1931 für den Einsatz auf dem Götakanal erbaut. Sie kann auf drei Decks in 28 Kabinen 55 Passagiere beherbergen und wird von der AB Göta Kanal bereedert. Sie überstand bereits mehrere Strandungen: Am 9.8.1963 lief sie bei Lurö in Vänern mit 50 Passagieren auf Grund und schlug leck. Die Reparatur erfolgte bei der Bohus-Werft. Am 23.6.1967 saß sie das nächste Mal fest, dann am 14.8.1984 vor Trosa nahe Bokö, wo sie von der "Wilhelm Than" flottgemacht wurde. Die bislang letzte Havarie war am 10.6.1987 in Trollhättan, wo das Schiff so schweren Wassereinbruch erlitt, dass es ohne den Einsatz schwerer Lenzpumpen gesunken wäre.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
"Weser Stahl" kam wieder mal vom Kurs ab
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 04.05.09 - Wieder einmal ist der 192,27 Meter lange, zypriotische Bulkcarrier "Weser Stahl" (IMO Nr.: 9186687) havariert. Am 2.5. lief das 7,3 Meter tief tauchende auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Kilometer 38 am Nordufer auf Grund. Das Schiff, das nach Bremen unterwegs war, konnte sich mit einigen Manövern selbst befreien und lief dann zu Untersuchungen des Rumpfes nach Brunsbüttel. Statt wie geplant am Abend des 3.5. lief der Frachter nun am Morgen des 4.5. den Zielhafen an. Der Unglücksfrachter war zuvor am 26.2.09 mit der Mole 4 in Brunsbüttel kollidiert und lief am 15.12.2008 in der Außenweser auf der Mellumplate auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
Kutter nach Feuer explodiert und gesunken
San Juan / Puerto Rico, 04.05.09 - Die Crew des 110 Fuß langen Küstenwachbootes "Cushing" aus San Juan rettete am Morgen des 3.5. einen Mann au seiner Rettungsinsel, nachdem sein Schiff 20 Meilen südlich Cabo Rojo, Puerto Rico, in Brand geraten und nach einer Explosion gesunken war. Der in Cape May, New Jersey, beheimatete Mann war mit dem 71 Fuß langen Kutter "Doris Jean" mit Ausrüstungsteilen für eine Farm von Jacksonville, Florida, in die Dominikanische Republik unterwegs gewesen, als das Feuer an Bord ihn zwang, sein Schiff aufzugeben. Die Coast Guard in Portsmouth, Virginia, fing das Signal des EPIRB auf und alarmierte die Coast Guard San Juan, die einen HH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station Borinquen in Marsch setzte. Der Tanker "Tarantella" meldete, er könne schwarze Rauchwolken sehen und nahm ebenfalls Kurs auf die "Doris Jean". Seine Crew entdeckte auch den Skipper, der unversehrt an Bord der "Cushing", die kurz darauf eintraf, gebracht und von ihr nach Mayaguez, Puerto Rico, gebracht wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
"Fast Forward" jäh gestoppt
Honolulu, Hawaii / USA, 04.05.09 - In der Nacht zum 3.4. lief vor Kahala (Honolulu) gegen ein Uhr die 44 Fuß lange Yacht "Fast Forward" aus Ala Wai auf Grund und schlug leck. Das Boot kam bei Ebbe rund 150 Yards vor der Küste zwischen innerem und äußerem Riff fest. Etwas Öl lief aus einem 5-Gallonen-Tank aus, der ins Meer gespült und später aufgefischt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
Schleppzug rammte Brücke
Florence, Illinois / USA, 03.05.09 - Der Schlepper "Sam Litrico" kollidierte am 3.5. gegen 7.30 Uhr mit der Florence Railroad Bridge, die über den Illinois River nahe Florence in Illinois führt. Die "Sam Litrico" war mit 15 mit Getreide beladenen Bargen auf Südkurs, als sie gegen den Kollisionsschutz stieß und diesen erheblich beschädigte. 10 Bargen rissen sich los, konnten aber rasch geborgen werden. Die Brücke wurde bis zu einer Reparatur gesperrt, der Schiffsverkehr wurde an der Unglücksstelle mit Einschränkungen vorbei geführt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
Suche nach fünftem Mann verlief ergebnislos
Update vom 02.05.09
Port Zayed / Emirat Abu Dhabi, 03.05.09 - Immer noch wird ein philippinisches Besatzungsmitglied des gekenterten Schleppers "Abu Dhabi 1" vermisst. Die Küstenwache der Critical National Infrastructure Authority (CNIA) hatte vier Mann, einen Bahrani und vier weitere Philippinos, gerettet, nachdem das Schiff vor Zayed Port in Abu Dhabi am 30.4. um 21.45 Uhr gesunken war. Sie wurden ins Khalifa Hospital gebracht, mittlerweile aber wieder entlassen.
Der Schlepper hatte den 225 Meter langen Frachter "JM Hong Kong" in den Hafen bringen sollen, als es plötzlich zu einem Maschinenausfall kam. Der Anhang scherte nach Steuerbord aus und rammte dann den Schlepper ins Heck. Dieser schlug sofort um. Die Verkehrskontrollzentrale in Mina Zayed schickte sofort ein Coastguard-Team der CNIA in Abu Dhabi zur Unglücksstelle, die bis zum 1.5. an der Unglücksstelle mit drei Booten im Einsatz war. Mehrere Tauchgänge in das Wrack, dessen Bug kieloben noch aus dem Wasser ragte, verliefen ergebnislos. Starke Strömungen und schlechte Sicht behinderten den Einsatz und verhinderten eine Bergung des Schleppers. Die "Abu Dhabi 1" entstand 2002 in Singapur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
Sportboot auf Rhein ausgebrannt
Köln, Nordrhein-Westfalen / DE, 02.05.09 - Auf dem Rhein bei Köln ging am 1.5. um 16:40 Uhr die 7,5 Meter lange Motoryacht "Fabian" in Flammen auf. Innerhalb weniger Minuten wurde das Schiff zum Feuerball. Die DLRG rettete die drei Bootsfahrer unverletzt von dem Boot. Die Yacht selbst brannte völlig aus. Der Eigner hatte das Boot erst am selben Tag gekauft. Die Wrackreste wurden von einem Feuerlöschboot abgelöscht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
Kutter vor Brunswick gestrandet
Brunswick, Georgia / USA, 02.05.09 - Am Nachmittag des 2.5. wurden drei Fischer von ihrem gestrandeten Kutter "Miss Savannah II" gerettet. Das Schiff war im St. Simons Sound nahe Brunswick auf 31 06.54 N 0.81 26.75 W auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Rettungscrews der Coast Guard Station Brunswick und des Georgia Department of Natural Resources kamen dem mit Steuerbordschlagseite festsitzenden Boot zu Hilfe. Eine Ölsperre wurde um das 61 Fuß lange Schiff ausgebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
Rettung im letzten Augenblick
Morehead City, North Carolina / USA, 01.05.09 - Rettungsboote der Coast Guard-Stationen Fort Macon und Emerald Isle assistierten am Morgen des 30.4. der 37 Fuß langen Yacht "The Admiral", die am Abend im Beaufort Inlet leckgeschlagen war. Ein 25-Fuß-Boot der Station Emerald Isle traf gemeinsam mit einem Boot von Sea Tow ein, als das Wasser bereits einen halben Fuß hoch an Deck stand. Mithilfe einer Lenzpumpe gelang es, die Yacht zu retten. Sie wurde durch das Beaufort Inlet unter ständigem Lenzen zur Portside Marina, Morehead City eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
"Divy Pacific" nun "Diving Pacific"
Update vom 27.04.09
Shadong /China, 30.04.09 - Der brandneue Autofrachter "Dyvi Pacific" wurde wenige Wochen vor seiner geplanten Ablieferung zum Totalverlust erklärt. Das 200 Meter lange Schiff war am 23.4. beim Auslaufen zu einer Erprobungsfahrt auf Felsen gelaufen und leckgeschlagen. Es war noch gelungen, an den Ausrüstungskai zurückzukommen, doch hier kenterte das Schiff und legte sich mit 90 Grad Backbordschlagseite auf Grund. Die "Dvyi Pacific" war das erste von drei jeweils 6,500 Fahrzeuge fassenden Schiffsserie für die Fleischer & Co A/S in Oslo, die für Høegh Autoliners eingesetzt werden sollen. Jedes Schiff kostet rund 80 Millionen Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
US-Zerstörer "Conolly" bei Sinkex versenkt
Florida / USA, 01.05.09 - Am Morgen des 29.4. wurde vor Florida im Atlantik im Rahmen der jährlichen Übung UNITAS Gold der amerikanische Zerstörer USS "Connolly" (DD 979) versenkt. Der Angriff auf das 172 Meter lange und 16,8 Meter breite 9200-Tonnen-Scihff begann um 9.30 Uhr, als ein kolumbianischer AS-555 Fennec-Helikopter der "Almirante Padilla" (FL 51) das Feuer mit Maschinenkanonen begann. Wenig später feuerte ein mexikanischer B0-105 Bolkow-Helikopter der Fregatte "Mina" (F-214) 2.75"-Raketen ab. Sechs Stunden später hatten 15 Schiffe und 12 Flugzeuge und Hubschraiuber über 450 Einschläge auf dem Schiff erzielt, darunter eine Maverick- drei Harpoon- und zwei Sea Sparro-Raketen, die beiden 2.75"-Flugkörper und vier MK-83. Zwei B 52, die vorsorglich in Barksdale bereitstanden, mussten nicht mehr gerufen werden. Die "Connolly" lag nach dem multinationalen Beschuss auf dem Meeresgrund.
An der SINKEX waren Streitkräfte aus Brasilien, Kanada, Chile, Kolumbien, Ecuador, Deutschland, Mexiko, Peru, den USA und Uruguay vom 20.4. bis 5.5. beteiligt.
USS "Conolly" gehörte zur Spruance-Klasse, die bei der Ingalls Shipbuilding Division der Litton Industries at Pascagoula, Mississippi, entstand. Sie lief am 19.2.1977 vom Stapel und stellte am 14.10.1978 in Dienst. Am 12.7. 1994 war sie an der Rettung von 62 Personen der panamaischen Fähre "Al Loloa" beteiligt, die in Brand geraten war. 61 Ägypter wurden in fünf Rettungsinseln aufgefunden. Ein Boardingteam inspizierte das Schiff, auf dem das Feuer außer Kontrolle wütetete, und fand dabei das letzte Besatzungsmitglied. Die "Conolly" wurde am 18.9.1998 außer Dienst gestellt und an der Philadelphia Naval Intermediate Ship Maintenance Facility aufgelegt. Ein Versuch, sie in Illinois zu erhalten, scheiterte, sodass die Versenkung stattfinden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
"Morning Sun" wird auf den Strand gezogen
Update vom 26.02.09
Keelung, Taipei County, Region Nord Taiwan / Taiwan - Der japanische Autofrachter "Morning Sun", der am 11.11.2008 nordöstlich von Keelung in Taiwan gestrandet war, wurde jetzt von Nippon Salvage begonnen, das Wrack mithilfe dreier Kettenzüge von je 300 Tonnen Zugkraft, unterstützt von dem Schlepper "Smit Kueen Yang 401" auf den Strand zu ziehen. In den vergangenen fünf Monaten war zunächst das Öl geleichtert und dann der Havarist bis auf Höhe des Frachtdecks III abgebrochen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.05.2009
Yacht vor Cape Lookout evakuiert
Elizabeth City, North Carolina / USA, 02.05.09 - Am 2.5. rettete ein US Coast Guard-Helikopter der Air Station Elizabeth City 90 Meilen südöstlich von Cape Lookout gegen 19 Uhr die zweiköpfige Crew der 39 Fuß langen Yacht "Risque", die ihr Ruder verloren hatte und um Assistenz bat. Das Rescue Coordination Center Den Helder hatte die Kollegen in Portsmouth, Virginia, alarmiert. Die Crew der "Risque" hielt Funkkontakt, bis ein Flugzeug und ein Helikopter vor Ort waren und die beiden aufgewinscht und nach Elizabeth City gebracht wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.05.2009
42 Personen von Schlepper bei Ausflugsfahrt gerettet
Wewelsfleth, Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein / DE, 02.05.09 - Der ehemalige Schlepper "Flensburg", 62 BRZ (ex: "Bugsier 9", MMSI-Nr: 211435612) aus Glückstadt lief mit knapp vier Dutzend Ausflüglern an Bord am 1.5. auf der Elbe nahe Wewelsfleth auf Grund. Es hatte das Elbfahrwasser in Richtung der Störmündung verlassen und kam dort fest. Da das 22 Meter lange Ausflugsschiff 30 Grad Schlagseite entwickelte, retteten Wasserschutzpolizei und Freizeitskipper mit ihren Sportbooten die Passagiere von Bord. Verletzt wurde bei der Havarie niemand. Zur Ursache der Havarie gab es zunächst keine Erkenntnisse, jedoch könnte der Versuch, eine Abkürzung zu nehmen, sie ausgelöst haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.05.2009
Crew hat genug vom Sturm – Yacht aufgegeben
Falmouth Coastguard, Grafschaft Cornwall, England / UK, 01.05.09 - Am Morgen des 1.5. erhielt die Falmouth Coastguard einen Notruf der englischen Yacht "Fleur", die auf dem Weg von Falmouth nach Nuuk in Grönland in Schwierigkeiten geraten war. Sie war am 21.4. aus Cornwall ausgelaufen und stand 800 Meilen vor Grönland, wo sie am 5.5. erwartet wurde. Es handelte sich um einen 40 Fuß langen Island Packet 380-Kutter. Alle Instrumente waren bei 11 Bf ausgefallen und der Skipper am Kopf verletzt. Die Windgeschwindigkeit lag über 60 Knoten, die Wellenhöhe zwischen 20 und 30 Fuß. Zunächst wurde abgemacht, regelmäßigen Kontakt zu halten. Am nächsten Morgen meldete der Skipper, dass er nach nur zwei Stunden Schlaf sehr erschöpft sei. Das Schiff habe seine Sprayhood verloren. Die Crew wollte den Sturm abreiten und dann auf Rückkurs nach Irland gehen. Wenig später wurde geringer Schaden und ebensolcher Wassereinbruch gemeldet. In den Mittagsstunden aber sagte der Skipper, er habe genug, und er wolle mit seiner Crew das Boot aufgeben. Das Boot befand sich 300 Meilen westlich der irischen Küste. Als die Küstenwache nach Schiffen in der Nähe suchte, meldete sich der Tanker "Yellowstone", der um 17.30 Uhr 19 Meilen von der "Fleur" entfernt war und mit VHF Kontakt aufnahm. Ein irisches Suchflugzeug stand über dem Havaristen und stellte den Kontakt mit dem Rettungszentrum in Kinloss sicher. Gegen 21 Uhr sollte der Tanker vor Ort sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.05.2009
Polnischer Kutter vor Bornholm mutmaßlich gesunken
Dänemark / Polen , 01.05.09 - Am Nachmittag des 1.5. wurde die Suche von 13 Rettungsschiffen aus Dänemark, Schweden und Finnland sowie von vier Helikoptern nach dem 25 Meter langen polnischen Trawler "WLA 127" und seiner fünfköpfigen Crew ergebnislos abgebrochen. Das Schiff war zuletzt gegen 2 Uhr in der Nacht am 30. April nahe der dänischen Insel Bornholm mit einem polnischen Kollegen in Funkkontakt gewesen. Hubschrauber der dänischen Marine, die mit 23 Einheiten aus sieben Ländern ein Manöver abhielt, hatten gegen 5 Uhr morgens südöstlich von Nexö ein leeres Rettungsboot, das vermutlich zu dem vermissten Kutter gehörte und schwer beschädigt war, verschiedene Schutz- Kleidungsstücke sowie einen Ölfleck im Wasser entdeckt. Der Trawler war am 27.4. aus Darlowo ausgelaufen, um zwei Wochen lang um Bornholm auf Fang zu gehen. In der Nacht des Verschwindens herrschten sturmartige Winde auf der Ostsee.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.05.2009
Zum dritten Mal Boot bei Konstanz gesunken
Konstanz-Wallhausen, Baden-Württemberg / DE, 01.05.09 - Zum dritten Mal innerhalb eines drei viertel Jahres ist ein Boot in Häfen rund um Konstanz gesunken. Am Morgen des 30.4. sind Wasserschutzpolizei und Feuerwehr zum Einsatz in Wallhausen gerufen worden. Wieso das Motorboot im Hafen Wallhausens gesunken ist, stand noch nicht fest. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, drohte das Boot weiter unterzugehen. Das Heck war bereits unter Wasser. Feuerwehr und Wasserschutzpolizei stabilisierten es mit Seilen und konnte es so vor einem weiteren Sinken bewahren.
Im September 2008 war bereits ein 30 Jahre altes Motorboot an einem privaten Steg zwischen Fährehafen in Staad und Hohenegg untergegangen. Im 1,20 Meter tiefen Wasser lief es auf Grund, nachdem es vom Steg losgerissen worden war. Im Unterwasserschiff klaffte ein Leck, durch das Wasser ins Bootsinnere gelangen konnte. Auch damals hob die Feuerwehr Konstanz das Boot mit Spezialgerät. Der Schaden lag laut Polizei bei etwa 2000 Euro. Aus dem gesunkenen Schiff war geringfügig Treibstoff ausgelaufen. Ende Juli 2008 war im Hafen von Dingelsdorf ein größeres Motorboot gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.05.2009
Frachter versenkte Schlepper bei Auffahrunfall
Port Zayed / Emirat Abu Dhabi, 01.05.09 - Am 30.4. kenterte vor Abu Dhabi der Hafenschlepper "Abu Dhabi 1". Vorher war bei der Verschleppung eines 225 Meter langen Schiffes die Maschine ausgefallen. Der Anhang rammte daraufhin ins Heck des Schleppers, der durch den Aufprall umschlug. Für eines der fünf Besatzungsmitglieder aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Asien gab es keine Rettung. Alle waren ins Wasser gestürzt, doch die Rettung war bei schlechter Sicht und starker Strömung schwierig.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.05.2009
Privater Löscheinsatz rettete Boot
Juneau, Alaska / USA, 01.05.09 - Am 29.4. brach um 19.26 Uhr auf dem 36 Fuß langen Sportboot "Foxy Lady" in Harris Harbor in Juneau ein Feuer aus. Helfer konnten den Brand auf dem Uniflite-Boot mit drei Feuerlöschern bereits bekämpfen, bevor die Feuerwehr eintraf. Ein Leck in einem Tank hatte eine Explosion ausgelöst. Der Schaden betrug rund 8000 Dollar, wäre ohne die rasche Hilfe aber erheblich höher ausgefallen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.05.2009
Ein Toter nach Bruch von Treibstoffleitung
Dung Quat Port, Provinz Quang Ngai / Vietnam, 01.05.09 - Ein Schiff aus Ho Chi Minh City geriet am 29.4. vor der Provinz Quang Ngai in Brand, nachdem eine Treibstoffleitung gebrochen war. Das Feuer konnte nach 45 Minuten unter Kontrolle gebracht werden. Dies war zu spät für ein Besatzungsmitglied, das in den Flammen umkam. Der Havarist wurde in den 28 Kilometer entfernten Hafen Dung Quat Port geschleppt. Die übrigen 30 Mann an Bord blieben unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.05.2009
Brennende Pier setzte Marineschiff in Brand
Solomons, Maryland / USA, 01.05.09 - Auf dem Patuxent River geriet am 28.4. gegen 18.30 Uhr eine Pier in Brand. Zwei 92 Fuß lange Schlepper sowie andere Hilfsschiffe kamen aus der Chesapeake Bay herbei, ebenso wie Feuerwehren aus Southern Maryland. Der Wind begünstigte den Brand auf der Pier, der sich auf die 180 Fuß lange "Hugo" (NS-8201) der US-Marine ausbreitete. Zwei Schiffsräume im Vorschiffsbereich fingen Feuer, das aber durch eine Freiwillige Feuerwehr bekämpft wurde, bis die Schlepper vor Ort waren und halfen, es zu löschen. Die "Hugo", ein Schulschiff, war von der brennenden Pier losgeworfen worden und wurde in Sicherheit geschleppt. Das gesamte Feuer war gegen 21 Uhr gelöscht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.05.2009
Frachter bei Piratenattacke beschädigt
Rom / Italien, 30.04.09 - Nachdem der italienische Frachter "Jolly Smeralda", 29119 BRZ (IMO: 7722231), am 29.4. bereits einer Attacke der Seeräuber entkommen war, überstand er am 30.4. gleich zwei weitere Angriffe. Piraten nahmen das Schiff der im norditalienischen Genua ansässigen Reederei Messina am Morgen mit Kalaschnikows und Panzerfäusten unter Beschuss, um den Frachter zum Beidrehen zu zwingen. Es wurde bei den Angriffen beschädigt, die 23 Besatzungsmitglieder blieben jedoch unverletzt. Auf dem Schiff befanden sich 13 Italiener, sieben Ukrainer, zwei Rumänen und ein Russe. Beim Kaperungsversuch der Piraten am 29.4. war es dem Kapitän der "Jolly Smeraldo" gelungen, den Seeräubern mit geschickten Wendemanövern auf hoher See auszuweichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.05.2009
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