S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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letzte Änderung: 27. Februar 2009 - Die Angaben sind ohne Gewähr
Binnenschiff auf dem Main quergeschlagen
Karlstadt, Landkreis Main-Spessart, Bayern / DE, 27.02.09 - Am 27.11. kurz vor 11 Uhr schlug das deutsche, 100 Meter lange Binnenschiff "Senator" (ENI-Nr. 4011650) auf dem Main bei Karlstadt quer. Beim Auslaufen aus dem Hafen des Zementwerks Schwenk flussabwärts war es mit dem Bug am gegenüberliegenden Ufer auf Grund geraten. Das Heck wurde am Karlstadter Ufer auf Grund gedrückt. Die derzeit starke Strömung presste das 1500 Tonnen Zementklinker beladene, in Würzburg beheimatete Schiff fest. Ein anderes Schiff, die 100 Meter lange "Bavaria 80", die gerade im Hafen lag, zog den Havaristen vom Grund. Dazu mussten zunächst 400 Tonnen Zement geladen werden, damit die Schraube weit genug ins Wasser eintaucht, ehe die "Bavaria 80" mit ihren 2000 PS an der "Senator" festgemacht werden konnte.
Der erste Versuch, die "Senator" übers Heck flott zu machen, scheiterte gegen 14.30 Uhr wegen des starken Drucks, den die Mainströmung auf sie ausübte. Eine Viertelstunden später wurde auch der zweite Versuch abgebrochen, bei dem die Stahltrosse neben dem Führerhaus befestigt worden war. Für den dritten Versuch wurde die "Bavaria 86" zu Hilfe geholt. Sie hatte stromaufwärts in Himmelstadt befunden und wurde rückwärts bis nach Karlstadt manövriert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2009
Trawler sitzt bei Tromsø fest
Sommarøy, Provinz (Fylke) Troms / Norwegen, 27.02.09 - Am Morgen des 27.2. lief der 78 Meter lange norwegische Trawler "Kings Bay" bei Tromsø auf Grund. Das Schiff wollte bei Norway Pelagic in Sommarøy 680 Tonnen Fisch löschen, als es unweit des Kais auf sechs Metern Wassertiefe festkam. Der Kapitän hoffte, sein mit Backbordschlagseite festsitzendes Schiff mit steigendem Wasser gegen 14 Uhr wieder flott machen zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2009
"MP 27" bereitet Bergern Kopfzerbrechen
Update vom 22.02.09
Kalmarsund / Schweden, 27.02.09 - Auch der Schwimmkran "Samson" hat sich die Zähne an dem im Kalmarsund gesunkenen deutschen Pontonschiff "MP 27" die Zähne ausgebissen. Trotz des Einsatzes aller Mittel gelang es nicht, das Wrack an die Wasseroberfläche zu bringen. Am 23.2. wurde der Versuch abgebrochen. Am 27.2. wurde nun ein Katamarankran an der Untergangsstelle erwartet, der mithilfe zweier Hebepontons erfolgreicher sein soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2009
Frachter demolierte Brunsbütteler Außenmole
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 27.02.09 - Am 26.2. gegen zwei Uhr rammte der 192 Meter lange zypriotische Bulkcarrier "Weser Stahl", 28.564 BRZ (IMO-No.: 9186687), die Außenmole 4 in Brunsbüttel. Er wollte von Bremen nach Stettin laufend die Kanalschleusen ansteuern. Trotz Schlepperassistenz und Beratung durch einen Brunsbütteler Lotsen krachte der Frachter in die zuletzt im vergangenen Jahr von einem Schiff aufs Korn genommene Mole. Geländer und Lampen wurden demoliert und Zementplatten verschoben, sodass die Mole unverzüglich für die Öffentlichkeit gesperrt wurde. Das Wasser- und Schifffahrtsamt konnte einen Schaden in Millionenhöhe nicht ausschließen.
Die "Weser Stahl" erlitt nur geringfügige Schäden am Bug und durfte die Reise im Laufe des Tages fortsetzen. Am Morgen des 27.2. erreichte sie ihr Fahrtziel. Der Frachter war bereits am 18.8.2008 havariert, als er zeitweilig auf der Mellumplate festkam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2009
Ein Toter bei Explosion auf Arbeitsschiff
Genemuiden, Gemeinde Zwartewaterland, Provinz Overijssel / Niederlande, 27.02.09 - Einen Toten forderte eine Explosion auf dem holländischen Arbeitsschiff "Zwartewater" der Firma Tebezo (Grond- Water- en Wegenbouw Genemuiden) am Nachmittag des 26.2. Das Unglück ereignete sich auf dem unteren Rhein bei Amerongen (Provinz Utrecht), wo das Schiff mit Wartungsarbeiten an Leuchttonnen beschäftigt war. Eines der drei Besatzungsmitglieder wurde von der Wucht der Detonation über Bord geschleudert. Ein passierendes Binnenschiff entdeckte ihn, und es gelang dessen Kapitän, den im Wasser treibenden so lange zu sichern, bis er von der Feuerwehr geborgen wurde. Der zweite Mann lag schwer verletzt an Deck. Beide wurden ins UMC-Krankenhaus von Utrecht gebracht, wo einer der aus Genemuiden stammenden Verletzten am Abend starb.
Die "Zwartewater" ist 42 Meter lang, hat eine Breite von 8,08 Metern und eine Ladekapazität von 270 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2009
Berger müssen sich von Felsen abseilen
Update vom 26.02.09
Dutch Harbor (Unalaska), Aleuten, Alaska / USA, 27.02.09 - Die US Coast Guard und der Eigner des 58 Fuß langen "Icy Mist" arbeiteten nach der Strandung des Schiffes auf Akutan Island, 40 Meilen östlich von Dutch Harbor, an einem Plan zur Entfernung umweltgefährdender Stoffe wie Öl, Ölschlamm und Hydrauliköl. An Bord befanden sich rund 2,700 Gallonen Diesel, 150 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch sowie 200 Gallonen Hydrauliköl. Das Schiff hatte bei der Strandung außerdem 60000 Pfund Kabeljau an Bord. Magone Marine wurde mit dem Abpumpen des Öls beauftragt und begann unverzüglich mit der Mobilisierung des notwendigen Gerätes. Mit einem Helikopter, der binnen 24 Stunden aus King Salmon eintreffen sollte, wird das notwendige Gerät angelandet und das Öl dann in Fässern verfrachtet werden. Das Personal soll oben auf den Klippen abgesetzt werden und sich dann zum Felsenstrand abseilen. An der Strandungsstelle ist eine Arbeit mit Schwimmfahrzeugen wie Bargen undenkbar. Am Tag nach der Havarie bauten sich bei 40 Meilen Windgeschwindigkeit noch 12 Fuß hohe Seen auf. Als die "Icy Mist" strandete, gab es Böen von bis zu 120 Meilen. Das hoch auf den Strand getriebene Schiff lag derweil in einigermaßen geschützter Lage, und seine Breite von 29 Fuß ließ es aufrecht bleiben. Eine Bergung des Schiffes selbst könnte erst nach Leichtern des Öls und wohl auch der Fischladung in einem passenden Wetterfenster angegangen werden. Sie ist derzeit noch kein Thema.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2009
Mehrere Schiffshavarien rund um Unalaska
Dutch Harbor (Unalaska), Aleuten, Alaska / USA, 26.02.09 - In der Beringsee zerschmetterte am 25.2. um 14.45 Uhr eine große Welle mehrere der Scheiben des Ruderhauses auf dem 112 Fuß langen, Washingtoner Trawlers "Alyeska". Dadurch kam es zu einem Ausfall der Navigationsausrüstung. Mit VHF konnte die Kommunikation aufrecht erhalten werden. Das Unglück ereignete sich 131 Meilen nördlich von Akutan, wo am selben Tag der Trawler "Icy Mist" vom Sturm auf Grund getrieben wurde. Der Hecktrawler "Pacific Challenger" aus Seattle eskortierte den Havaristen nach Dutch Harbor. Am Morgen des 26.2. war um 10.30 Uhr Unalaska erreicht. In dem Seegebiet herrschten bei bis zu 70 Meilen Windgeschwindigkeit Wellenhöhen von 27 Fuß.
Um 15.25 Uhr kam es in derselben Region auf dem 210 Fuß langen Fabrikationsschiff "Ocean Peace" zu einem Brand in der Müllverbrennungsanlage. Er konnte erfolgreich bekämpft werden, die 51-köpfige Crew blieb unversehrt. Das ebenfalls in Seattle beheimatete Schiff war auf dem Rückmarsch nach Unalaska, wo es gegen 22 Uhr festmachte.
Ein weiterer Zwischenfall dort beschäftigte die Coast Guard außerdem: Ein Hausboot hatte sich im Hafen losgerissen und trieb über die Bucht. Die beiden Bewohner retteten sich mit einem Sprung an Land, doch ihr Hausboot sank am Kraftwerk von Alyeska. Die Berger von Magone Marine, die auch an der "Icy Mist" zum Einsatz kommen, erhielten von der Küstenwache den Auftrag, es zu heben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.02.2009
Feuer auf "Costa Romantica" schnell im Griff
Update vom 24.02.09
Montevideo / Uruguay, 26.02.09 - Auf dem italienischen Kreuzfahrtschiff "Costa Romantica", 53700 BRZ (IMO-No.: 8821046), das sich mit 1400 Fahrgästen vor Uruguay befand, brach in der Nacht zum 26.2. ein Feuer in einem Generator aus. Es führte zu einem kurzen Blackout an Bord. Das Schiff ging sieben Meilen vor Uruguay vor Punta del Este vor Anker. Es war am 23.2. aus Rio do Janeiro ausgelaufen und sollte am Morgen des 26.2. Buenos Aires erreichen. Der Brand war rasch durch die Crew eingedämmt, und mit Notgeneratoren wurde die Bordenergie binnen kurzem wieder hergestellt. Ein Expertenteam aus Uruguay unterstützt durch die örtliche Coast Guard kam an Bord, um den Schaden zu untersuchen und zu reparieren. Nachdem dies aber nicht gelang, wurde beschlossen, die 1420 Passagiere auszubooten. Sie wurden im Laufe des Tages ins 13 Kilometer entfernte Seebad Punta del Este gebracht. Die Wetterverhältnisse vor Ort waren exzellent, und die Fahrgäste blieben ruhig. Die meisten waren Brasilianer, Argentinier, Chilenen und Mexikaner. Warum das Feuer in dem Stromerzeuger ausbrach, war noch unklar.
Die 220 Meter lange "Costa Romantica" wurde 1993 bei Fincatieri in Venedig erbaut und 10 Jahre darauf grundüberholt. Sie hat 678 Kabinen, 1.697 Kojen und eine Crew von 596.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2009
Überlebten Seeleute 17 Stunden lang in sinkendem Schiff?
Update vom 24.12.08
Halifax, Nova Scotia / Kanada, 24.02.09 - Mindestens einer der vier Seeleute des Frachters "Cap Blanc" überlebte dessen Kenterung am 2.12.2008. Das Schiff war mit einer Ladung Salz von Argentia (Provinz Neufundland und Labrador) nach St-Pierre-Miquelon unterwegs gewesen. Als Stunden später ein Bergungsschiff vor Ort war, erschien es zu riskant, Taucher in das Wrack zu schicken. Derzeit untersucht das Office of Inquiries and Analysis of Sea Accidents mit Assistenz des kanadischen Transportation Safety Board den Vorfall. Möglicherweise, so hieß es am 24.2., waren auch zwei oder drei Seeleute in einer Lufttasche im kieloben treibenden Frachter noch 17 Stunden lang am Leben. Das Patroullienboot "Murray" der RCMP hörte kräftige Schläge gegen den Rumpf, doch sie hatte keine hinlänglich ausgerüsteten Taucher an Bord. Auch war das EPIRB noch aktiviert worden, doch es wurde ebenfalls unter dem Schiff gefangen und sandte nie ein Signal. Falls es aufgeschwommen wäre, hätte Hilfe Stunden früher eintreffen können. Erst nach 10 Stunden war eine großangelegte SAR-Aktion angelaufen, nachdem der Kontakt zum Schiff schon länger unterbrochen war. Ein Tiefseetauchboot barg später drei der vier Leichen, der vierte Mann wurde nie gefunden. Der Untersuchungsbericht soll Ende März vorliegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2009
"AIDALuna" in Hamburg gedockt
Update vom 23.02.09
Hamburg / DE, 26.02.09 - Das Kreuzfahrtschiff "AIDAluna" (IMO-No: 9334868) verließ Eemshaven am 25.2. um 12.54 Uhr und passierte gegen Mitternacht mit 10,7 Knoten Geschwindigkeit Brunsbüttel. Am 26.2. lag sie gegen vier Uhr vor Dock Elbe 17 von Blohm & Voss in Hamburg, wo sie nach der Dockung einer technischen Inspektion unterzogen wird. Diese war nötig geworden, weil bei der Einstellungsfahrt vor Borkum plötzlich ungewohnte Geräusche an Bord zu hören waren. Außerdem bewegte sich das Schiff nicht normal. Es wurde vermutet, dass auf der Probefahrt ein Fischernetz oder ein anderer Gegenstand in den Propeller geraten war und möglicherweise Schäden angerichtet hat.. Wie lange das 315 Millionen Euro teure Schiff im Dock Elbe 17 bleibt, war noch unklar. Dennoch soll die "AIDAluna" aber wie geplant am 16. März an die Reederei AIDA Cruises übergeben werden. Die Jungfernfahrt wird dann am 22. März starten und nach Palma de Mallorca. Führen, wo das Schiff am 4. April getauft wird. Die "AIDAluna" ist das dritte von sechs Kreuzfahrtschiffen der Rostocker AIDA-Reederei, die die Papenburger Meyer-Werft bis 2012 baut. Sie ist 252 Meter lang und rund 32 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2009
Frachter traf nach Explosion in Dordrecht ein
Update vom 24.02.09
Dordrecht, Provinz Südholland / Niederlande, 26.02.09 - Nachdem die Untersuchungen zur Explosion auf dem 135 Meter langen, holländischen Frachter "Medemborg", 6540 BRZ (IMO-Nr.: 9142514), am 23.2. im Kattegat vor Skagen abgeschlossen waren, konnte der Frachter der Wagenborg-Reederei mittlerweile seine Reise von Russland nach Holland fortsetzen und lag am 26.2. in Dordrecht, wo die Kohleladung gelöscht wurde. Einer der beiden verletzten Philippinos, die von einem dänischen Hubschrauber in der Aalbæk-Bucht mit Brandverletzungen abgeborgen und in ein Krankenhaus in Aalborg geflogen worden waren, wurde unterdessen ins Reichskrankenhaus in Kopenhagen verlegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2009
Abbruch der "Kolmanskop" in kritischer Phase
Update vom 05.12.08
Swakopmund, Region Erongo / Namibia, 26.02.09 - Nachdem die Aufbauten entfernt waren, begann auf dem bei der Swakopmunder Vierkantklippe (Walvis Bay) gestrandeten Schiffstrawler "Kolmanskop" für die Abbrecher der kritische Teil, denn bei Hochwasser erschwerte nun der raue Seegang die Demontage. Immer wieder mussten die Arbeiten wegen der hohen Wellen unterbrochen werden. Bis zu einem Meter unter der Hochwasserlinie soll das Schiff zerlegt werden. Lediglich bei Ebbe wird der Rumpf dann noch zu sehen sein. Der Schiffseigner hofft, dass der Rest des Wracks dann rasch in sich zusammenfallen wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2009
Wind und Brandung förderten Schiffsgräber zutage
Kaipara Harbour, North Auckland Peninsula (Nordinsel) / Neuseeland, 26.02.09 -Ein wahrscheinlich über 200 Jahre altes Segelschiffswrack, das unlängst am Northland Beach in Neuseeland nördlich der Hafeneinfahrt von Kaipara freigelegt worden war, ist nach nur einem Tag wieder unter Sand begraben worden. Tausende von Tonnen Sand waren durch Welleneinwirkung in Bewegung geraten und hatten vier Meter darunter liegende Schiffsteile sichtbar erden lassen.
Bei Ebbe waren der Bug und rund 25 % des Rumpfes sichtbar, dessen Konstruktionsweise vermuten ließ, dass es sich um ein im späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert erbautes Schiff handelte. Wahrscheinlich war es auf Legerwall geraten und gestrandet. Das Unglück ereignete sich in jedem Fall nur kurze Zeit nach der ersten Entdeckungsreise von Captain James Cook mit HMS "Endeavour" nach Neuseeland im Jahre 1769. Das Entdeckerschiff war ähnlich konstruiert. Eine Bergung des Wracks wäre technisch zwar möglich, aber zu teuer. Taucher hatten den Torso in der Ebbezeit inspiziert, ehe die Brandung wieder Sand darüber schob. In diesem Küstengebiet sind 153 Schiffsverluste aktenkundig. Die Gegend rund um Kaipara Harbour war als Schiffsgrab berüchtigt.
Erst vor sechs Wochen war südlich der Hafeneinfahrt ein Schiffsmast mit einem Alter von rund 140 Jahren entdeckt worden, nachdem starker Wind eine Sanddüne abgetragen hatte. Er wurde geborgen und ist nun im Dargaville Museum ausgestellt. Er befand sich in bemerkenswert gutem Zustand. Um den Mast gewickelt fanden sich auch Reste des stählernen Riggs, doch dieses zerfiel beim Ausbaggern des Mastes in Stücke. Eine Absuche der Umgebung mit einem Magnetometer brachte keine Resultate.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2009
Binnenschiff in Rotterdam gehoben
Update vom 25.02.09
Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 25.02.09 - Am 25.2. wurde das gesunkene Binnenschiff "Gaea" im Mississippihafen von Rotterdam durch die Bergungsfirma GPS Marine mit ihren Schwimmkränen "GPS Apollo" und "GPS Ajax" gehoben. Die "Zeepia" und "Hunter" brachten, nachdem das Schiff wieder über Wasser war, die Barge "Roman" längsseits, und das Kranschiff "Sanitas" machte sich daran, die verbliebene Kohle zu leichtern. Vorsorglich war das Ölbekämpfungsschiff "OSR36" während der Aktion auf standby.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2009
Rettung von entlegener Insel bei hurrikanartigem Wind
Dutch Harbor (Unalaska), Aleuten, Alaska / USA, 25.02.09 - Das Coast Guard Rescue Coordination Center in Juneau leitete zu Wasser und aus der Luft am 25.2. eine Rettungsaktion ein, nachdem der 58 Fuß lange Trawler "Icy Mist" mit vier Mann Crew an Bord um 4.38 Uhr vor Akutan Island Mayday gefunkt hatte. Er hatte Wassereinbruch erlitten und trieb auf die Insel zu, auf deren Felsen er dann bei Windgeschwindigkeiten von 45 Meilen strandete. Er drohte, in der Brandung auseinanderzubrechen. Das Küstenwachschiff "Munro", zwei MH-60 Jayhawk-Helikopter aus St. Paul und ein HH-65 Dolphin-Helikopter aus Dutch Harbor wurden in Marsch gesetzt. Wegen der Abgelegenheit der 80 Meilen östlich von Dutch Harbor gelegenen Akutan Island wurde das Mayday zunächst von der "Arctic Fox" aufgefangen und dann nach Northern Glacier weitergeleitet, von wo aus die Küstenwache kontaktiert wurde.
Der Versuch, die Schiffbrüchigen bei inzwischen bis zu 90 Meilen Windgeschwindigkeit und 15 Fuß hoher Brandung zu retten, scheiterte zunächst. Der um 6.40 Uhr eingetroffene HH-65 Dolphin-Helikopter aus Dutch Harbor musste wegen der extremen Wetterbedingungen unverrichteter Dinge wieder abdrehen. Um 9.30 Uhr trafen eine C-130 Hercules sowie die beiden MH-60 Jayhawks ein. In der Zwischenzeit hatte sich die Crew der "Icy Mist" unversehrt auf den Strand und von dort auf einen besser erreichbaren Hügel gerettet, von wo aus eine der Hubschraubercrews sie gegen 11 Uhr bei nunmehr 110 Meilen Windgeschwindigkeit aufwinschte. Die "Munro" überwachte das Geschehen von einer Position vier Meilen vor der Insel. Die Geretteten wurden anschließend nach Dutch Harbor geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2009
Info: Akutan Island ist eine Insel der Fox Islands, einer Inselgruppe in den östlichen Aleuten, Alaska. Die Insel ist etwa 31 km lang, bis zu 24 km breit und hat eine Landfläche von 334,13 km².
Tanker-Triple-Kollision auf Solent
Hamble Harbour, Hampshire County, England / UK, 25.02.09 - Am Morgen des 25.2. gegen 11 Uhr erlitt im Solent der 176 Meter lange, italienische Tanker "Vallermosa", 25,063 BRZ (IMO-Nr.: 9251559) , Ruderprobleme beim Anlaufen der BP-Mole von Hamble und kollidierte trotz Assistenz der Schlepper "Svitzer Sarah" und "Lyndhurst" mit zwei anderen Schiffen. Danach gelang es, den Tanker gegen 11.55 Uhr festzumachen. Die Kollisionsgegner waren der unter Panama-Flagge laufende Tanker "BW Orinoco", 43797 BRZ (IMO-Nr.: 9324320), die durch die Wucht des Aufpralls losgerissen und deren Liegeplatz ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde, sowie der 242 Meter lange, unter Bahamas-Flagge laufende Tanker "Navion Fennia", 51.136 BRZ (IMO-Nr: 9020687), der nach der Havarie an Liegeplatz 101 verholte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2009
U-Boot vor Fedje soll gehoben werden
Update vom 29.01.09
Oslo / Norwegen, 25.02.09 - Das deutsche U-Boot "U-864", das 1945 von dem britischen U-Boot HMS "Venturer" versenkt wurde, soll nach dem Willen der norwegischen Regierung gehoben werden. Die Quecksilber-Ladung stelle eine Zeitbombe dar, die einzigartig in der norwegischen Geschichte sei. Pläne, das Wrack in einen 40 Fuß dicken Beton-Sarkophag einzubetten, wurden verworfen.
Die Fischereiministerin Helga Pedersen sagte, sie habe dem Gefühl der Unsicherheit der Bevölkerung wie auch den Belangen der Fischereiindustrie im Falle einer möglichen Meeresverschmutzung Sorge getragen. Ein großer Container soll das Wrack aufnehmen und zurück an die Wasseroberfläche bringen. Die "U-864" war mit Motorenteilen für Messerschmidt-Flugzeuge sowie 65 Tonnen Quecksilber für Waffenproduktion auf geheimer Fahrt nach Japan, als sie nach dreistündiger Jagd am 9.2.1945 mit der gesamten Crew von 73 Mann mit einem Torpedo versenkt wurde. Sie war das einzige U-Boot, das unter Wasser von einem anderen U-Boot versenkt wurde. 2003 wurde das in zwei Teile zerbrochen Wrack in 500 Fuß Tiefe vor Fedje entdeckt, und 2006 zeigte sich, dass die 1856 Kanister mit der Giftladung korrodierten. Seitdem forderten Fischer und Anwohner eine Bergung des Wracks, die zunächst aber als zu riskant abgelehnt wurde.
Im Dezember 2008 präsentierte die holländische Bergungsfirma Mammoet Salvage Pläne zu einer sicheren Bergung, die jetzt von der Regierung befürwortet wurden, aber noch vom Parlament abgesegnet werden müssen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2009
Gestrandeter Autotransporter wird verschrottet
Update vom 17.11.068
Keelung, Taipei County, Region Nord Taiwan / Taiwan, 25.02.09 - Das Wrack des am 10.11.2008 westlich von Keelung gestrandeten Autotransporters "Morning Sun" wird nun abgebrochen. Derzeit ist eine Straße vom Land her zur Strandungsstelle hinaus im Bau. Auf ihr soll das technische Gerät zum Abbruch des über Wasser gelegenen Schiffsbereiches herangeführt werden. Anschließend ist geplant, den Rest mit Kettenzügen auf den Strand zu ziehen und dort zu verschrotten. Das unter Panama-Flagge laufende Schiff war 300 Meter vor der Küste festgekommen. Aus dem aufgerissenen Rumpf waren danach 100 Tonnen Öl ausgelaufen und hatten die Küste auf drei Kilometern Länge verschmutzt. Die übrigen knapp 400 Tonnen Öl wurden geleichtert. Der 14000-Tonner war mit 21 Mann Crew unbeladen von Singapur nach Busan unterwegs, als er vor starkem Wind Schutz suchte, aber dann auf Grund getrieben wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.02.2009
Kollision dreier Schiffe auf dem Rhein
Königswinter, Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen / DE, 25.02.09 - Auf dem Rhein bei Königswinter, Flusskilometer 643, kam es am 25.2. gegen 6.15 Uhr zu einer Kollision zwischen dem unbeladenen Binnentanker "Vopak.Galileo" (ENI-No. 02323495), 3548 ts, und dem Binnencontainerschiff "Quinto", 2866 ts, (ENI-No. 02324438) sowie der angekoppelten, 65 Meter langen "Malta", 749 ts (ENI-No. 2317081). Zum Unglückszeitpunkt herrschten 200 Meter Sichtweite auf dem Fluss, was auch Auslöser des Unglücks gewesen sein dürfte. Bei dem Zusammenstoß wurde das Vorschiff der "Vopak.Galileo" backbordseitig auf 2,5 x 2 Metern aufgerissen. Aus dem getroffenen Bugstrahlruderraum lief etwas Dieselöl in den Rhein. Boote der Feuerwehren Königswinter und Bonn erkundeten zunächst die Schiffe. Sie wurden gesichert und auf Höhe Oberdollendorf vor Anker gelegt. Feuerwehr und Rettungsdienst gaben nach Erkundungen zu Wasser und zu Land Entwarnung. Die Beschädigungen befanden sich oberhalb der Wasseroberfläche und stellen keine unmittelbare Gefahr für Schiff oder Umwelt dar. Im Einsatz befanden sich die Berufsfeuerwehr Bonn mit einem Löschboot und zwei Boote der Einheiten Altstadt und Niederdollendorf. Weitere Kräfte der Feuerwehr Bad Honnef und ein Löschboot der herbei gerufenen Berufsfeuerwehr aus Köln konnten ebenso wie der städtische Rettungsdienst ohne Maßnahmen den Einsatz abbrechen, nachdem die Situation geklärt war. Die Wasserschutzpolizei koordinierte alle weiteren Maßnahmen. Ob und wann und wie die jetzt bei Oberdollendorf ankernden Schiffe freigeschleppt werden oder ob sie aus eigener Kraft einen Hafen ansteuern können oder ob die vor Ort repariert werden, stand noch nicht fest. Auf dem Schubverband wurden das Schanzkleid im Vorschiffsbereich sowie die vordere Pollerbank abgerissen und das Deck ein Stück aufgerissen. Er war unterwegs von Rotterdam nach Basel, die "Galileo" von Mannheim nach Duisburg.
Der Tanker "Vopak.Galileo" wurde 1999 als "Dordrecht 42" bei De Biesbosch in Dordrecht erbaut. Im Jahr 2000 wurde er in "Vopak.Galileo" umbenannt und 2007 an die Vopak Barging BV in Dordrecht verkauft.
Der Casco der "Quinto" entstand 2000 bei der JSC Yantar-Werft in Kaliningrad, er wurde dann bei van Wijk in Werkendam ausgerüstet. Eigner ist Vof. Quinto (L. Nanninga) in Zwijndrecht.
Die "Malta" wurde 1964 bei Janathijs in Rumst erbaut und gehört F. Leinenga in Nijmegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2009
Feuer auf "Zillertal"
Finnischer Meerbusen (Gulf of Finland), 25.02.09 - Auf dem holländischen Frachter "Zillertal", 5602 BRZ (IMO-Nr. 8918734), brach auf der Reise von Rotterdam nach St. Petersburg am 25.2. ein Maschinenraumbrand aus. Der Maschinenraum wurde abgeschottet und mit CO2 geflutet. Das Schiff trieb auf 60.02.1N 028.46.1 O nahe Seskar island im finnischen Golf. Der russische Eisbrecher "Kapitan Sorokin" war in der Nähe und bot Assistenz an. Um 3.05 Uhr ging die Crew der 110 Meter langen, 1996 erbauten "Zillertal" in den Maschinenraum und fand kein Feuer mehr vor. Um 4.30 Uhr war der Raum belüftet, und die Maschine wurde untersucht. Über das weitere Vorgehen sollte mit der Reederei beraten werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2009
Bergung von Binnenschiff in Rotterdam läuft an
Update vom 20.02.09
Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 25.02.09 - Am 25.2. begann die Hebung des am 19.2. im Rotterdamer Hafen gesunkenen Binnenschiffes "Gaea". Seit dem 20.2. hatte GPS Marine aus Sliedrecht die 1550 Tonnen Kohle aus den Laderäumen des Wracks mithilfe des 66,52 Meter langen Kranschiffes "Novamente" der Baggerfirma P.T. Pols geleichtert.
Am 23.2. traf der erste für die Hebung benötigte Schwimmkran von GPS Marine, die "Apollo" an der Untergangsstelle im Mississippihafen ein. Die Berger begannen, das Hebegeschirr vorzubereiten und zogen bis zum 24.2. die nötigen Hebestropps unter dem Rumpf der "Gaea" hindurch. In den Mittagsstunden der 24.2. traf auch der zweite Kran, die "GPS Ajax", ein. Wenn alles nach Plan läuft, werden die Schwimmkräne am 26.2. die "Gaea" auf der Helling der Hoogerwaard-Werft absetzen, wo das Schiff vor dem Untergang auch sechs Wochen lang überholt worden war. Die dann anstehenden Untersuchungen sollen Klarheit über die Untergangsursache sowie die Reparaturwürdigkeit des Binnenschiffes bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2009
Binnenschiff fuhr in Marina
Arnhem (Arnheim), Provinz Gelderland / Niederlande, 25.02.09 - Das 85 Meter lange Binnenschiff "Argus", 1800 ts, verwüstete in der Nacht zum 24.2. eine Marina in Arnhem auf dem Rhein. Das mit Sand beladene Schiff, das vermutlich mit Autopilot fuhr, zerstörte den Steg vom Segel- und Motorboot Club Jason im Malburgerhaven auf einer Länge von 50 Metern. Neun Sportboote mit einer Länge zwischen 10 und 12 Metern wurden beschädigt, drei davon so schwer, dass sie wohl Totalverluste sind. Ein Kran begann am 24.2. mit den Aufräumungsarbeiten. Der Schaden wurde auf 500000 Euro geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2009
Gestrandeter Frachter wird versenkt
Saipan / Nördliche Marianen (Außengebiet der USA im Pazifischen Ozean), 25.02.09 - Der Frachter "Charito", der vor mehreren Jahren bei den Seeflugzeugrampen nahe Saipan gestrandet war, soll in der Lau Lau Bay als neue Tauchattraktion versenkt werden. Das Schiff soll an seiner Strandungsstelle zunächst gemäß der U.S. Environmental Protection Agency-Standards gereinigt werden, ehe USNS "Safeguard" den rostigen Frachter freischleppt und zur Versenkungsstelle bringt. Die "Charito" soll dann auf Sandgrund mit Betonankern fixiert werden, um auch bei Stürmen sicher zu liegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2009
Diskussion um Untergang spanischen Trawlers
Update vom 23.02.09
St. John’s, Neufundland / Kanada, 24.02.09 - Spanien will eine Untersuchung des Untergangs der "Monte Galineiro" vor Neufundland einleiten in Hinsicht auf den Verdacht, das Schiff könne vorsätzlich versenkt worden sein. Dies sagte der spanische Generalkonsul, nachdem er in St. John zur Betreuung der Crew eingetroffen war. Ein kanadischer Politiker hatte zuvor gemutmaßt, mit einer Versenkung könnte die Inspektion durch die kanadische Coast Guard verhindert worden sei. Es sei unklar, wie ein moderner Trawler in nur 20 Minuten sinken könne, ohne zuvor einen Eisberg gerammt oder eine massive Explosion erlitten zu haben. Gerettete Besatzungsmitglieder hatten ausgesagt, sie hätten zwar den Schiffsalarm, nicht aber eine Explosion wahrgenommen. Vom Kapitän wurde vor dem Verlassen Kanadas keine Aussage erwartet. Er hatte nach der Rettungsaktion für seine Crew in St. John angegeben, es habe eine Reihe von explosionsartigen Erschütterungen im Maschinenraum und Flammenentwicklung gegeben, als die "Monte Galineiro" zu sinken begann. Von der "Leonard J. Cowley, die eigentlich auf eine Wetterberuhigung wartete, um Inspektoren auf den Trawler überzusetzen, war bei der Annäherung kein Feuer ausgemacht worden. Der ghanaische Smut hatte ebenfalls kein Feuer wahrgenommen, jedoch in einem Interview gesagt, etwas sei im Maschinenraum geschehen, und das Wasser sei von dort gekommen. Ein Besatzungsmitglied war auch mit Rauchvergiftung nach St. John geflogen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2009
Feuer auf U-Boot in Hawaii
Honolulu, Hawaii / USA, 23.02.09 - Am 23.2. gegen sechs Uhr brach auf dem 100 Fuß langen Fahrgast-U-Boot "Atlantis XIV" von Atlantis Adventures an der Pier 40 in Honolulu ein Feuer aus. Ein Arbeiter stellte Rauchentwicklung aus dem Schiff fest und alarmierte die Feuerwehr. Es gelang, das Halon-Feuerlöschsystem zu aktivieren. Der Brand war in der Pilotenkonsole entstanden und um 7.57 Uhr gelöscht. Am 24.2. sollte der Schaden beseitigt werden. Das Boot vermag 68 Passagiere aufzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2009
"Ocean Nova" wird in Ushuaia repariert
Update vom 19.02.09
Ushuaia / Argentinien, 23.02.09 - Das Kreuzfahrtschiff "Ocean Nova" von Quark Expeditions, das am 17.2. in der arktischen Marguerite Bay auf Grund gelaufen war, lief am 22.2. in Ushuaia ein. Eine Inspektion zeigte, dass der Rumpf an vier Stellen eingedrückt war. Die Reparatur wird drei Tage dauern, deswegen musste eine Kreuzfahrt abgesagt werden. Die Passagiere wurden auf die 18-tägige Antarktiskreuzfahrt der "Polar Star" der Polar Star Expeditions umgebucht, die am 24.2. begann. Die Passagiere, die sich bei der Strandung an Bord der "Ocean Nova" befanden, waren am 19.2. auf die "Clipper Adventurer" gebracht worden, die am 22.2. um 7.20 Uhr in Ushuaia einlief. Sie wurden anschließend in Hotels untergebracht, ehe sie sich auf die Heimreise machten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.02.2009
Vermessungsboot saß auf Elbe fest
Hamburg / DE, 24.02.09 - Ein acht Meter langes Vermessungsboot ist am 24.2. auf der Elbe auf Grund gelaufen, weil seine Besatzung vermutlich nicht darauf geachtet hatte, wann das Niedrigwasser einsetzte. Das Stahlschiff kam auf einem Leitdamm fest. Es entstand ein Schwellschaden. Verletzt wurde niemand. Den Kapitän des Schiffes erwartet jetzt ein Bußgeld.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
Frachtercrew nach Kollision im Gefängnis
Update vom 21.02.09
Barishal (Barisal) / Bangladesch, 24.02.09 - Während der Frachter "Sanim" Seite an Seite mit dem Wrack der Barkasse "Fahmida Happy Express" in der Stadt Barisal liegt, unweit derer die beiden Schiffe am 19.2. auf dem Kirtankhola River kollidierten, wurde gegen den Eigner Mir Al Mamun sowie die seit dem 20.2. inhaftierte, achtköpfige Frachtercrew Anzeige erstattet. Nachdem bereits die Polizei Ermittlungen aufnahm, hat nun auch Fährbesitzer Ilyas zur Sicherung von Kompensationsforderungen Anzeige erstattet. Der Chief Judicial Magistrate in Barisal wies die Barisal Kotwali Polizeistation an, den Fall aufzunehmen. Die Anzahl der Todesopfer lag am 23.2. bei 41, die der Vermissten bei 14.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
Bergungsarbeiten auf Ohio-River
Update vom 24.02.09
Owensboro, Kentucky / USA, 24.02.09 - Die U.S. Coast Guard überwachte am 24.2. die Bergungsarbeiten an dem auf dem Ohio River gesunkenen Schubschlepper "Loyd C", nachdem dieser am Vortag bei Owensboro gesunken war. Die 2-köpfige Crew war von dem gemeinsam mit der "Loyd C" arbeitenden Schlepper "Theresa Ann" gerettet. Nach dem Untergang breitete sich ein kleiner Ölfilm auf 60 x 160 Fuß aus. Der Eigner, die Evansville Marine Services, ließ Ölsperren ausbringen und heuerte Taucher, um die Tanks dichtzusetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
Methanoltanker brannte auf Rhein
Millingen am Rhein (Millingen aan de Rijn), Provinz Gelderland / Niederlande, 24.02.09 - Am 23.2. brach gegen 23 Uhr im Maschinenraum des holländischen Binnentankers "Dolfijn" (ENI-No. 2324337), 1609 ts, auf dem Rhein bei Millingen ein Feuer aus. Das Schiff hatte 1.200 Tonnen Methanol geladen und kam aus Rotterdam. Mithilfe des Löschbootes "Gelderland" aus dem Waalhafen in Nijmegen wurde Feuerwehr an Bord gebracht. Die Polizei räumte den Deich an der Bodewes-Werft in Millingen wegen der Explosionsgefahr von Schaulustigen. Um 1.30 Uhr am 24.2. war das Feuer gelöscht, und das Schiff konnte zu einem Notanleger in Lobith geschleppt werden. Der Brand war durch einen technischen Fehler entstanden.
Der Kasko des 85,69 Meter langen Tankers war 2000 bei St. Barbarga in Eisden als "Christina", die Ausrüstung erfolgte bei Smits in Krimpen an der Lek für die Linsen Scheepvaart BV in Wessem. 2005 erfolgte der Verkauf an I.W.T. Wilsto in Zwijndrecht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
"Don Pedro" bleibt unangetastet
Update vom 03.12.2008
Ibiza-Stadt, Balearen-Insel Ibiza / Spanien, 24.02.09 - Eine Experten-Kommission hat unter den monatelangen Streit um die Zukunft des im Sommer 2007 vor Ibiza gesunkenen RoRo-Schiffes "Don Pedro" einen Schlussstrich gezogen. Die Kommission kam einhellig zu der Auffassung, dass es unter Abwägung der Gesamtumstände die beste Lösung sei, die "Don Pedro" am Meeresgrund zu belassen.
Ein Aktionsplan soll an der Unglücksstelle dafür sorgen, dass in den nächsten drei Jahren nur autorisierte Taucher Zugang zum Wrack der "Don Pedro" erhalten. Eine Entwicklung der "Don Pedro" zur Touristenattraktion für Hobby-Taucher soll durch diese und weitere Maßnahmen verhindert werden. Im Sommer 2007 sank der Frachter knapp zwei Seemeilen vor dem Hafen von Ibiza-Stadt und löste damit für große Umweltschäden an der Küste Ibizas gesorgt. Fast alle Strände an der Südküste Ibizas mussten mehrere Tage für den Badebetrieb gesperrt und mit immensem Aufwand gesäubert werden. Wie die Kommission mitteilte, sei bei einer Bergung und anschließenden Entsorgung der "Don Pedro" an Land mit weiteren Negativfolgen für die Umwelt auf Ibiza zu rechnen, weshalb man sich nun für die einfachste Lösung entschieden habe. Eine Gefahr für die Schifffahrt gehe von dem Wrack der "Don Pedro" nicht aus, so die Kommission abschließend.
Die "Don Pedro" war 1984 bei Ast, Santander, Spanien, erbaut und an die Compania Iscomar S.A. Algeciras abgeliefert worden. Die Fähre war 103,3 Meter lang und 18,7 Meter breit. Im März 2006 ging sie von der Fletamentos Canarios, Gran Canaria, an die Lerma Sorel, Palma De Mallorca. Am 7.11.2007 lief sie auf ein Riff vor der Insel Daus und sank auf einer Wassertiefe von 45 Metern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
"Yasa Golden Dardanelles" nach vier Tagen wieder flott
Update vom 24.02.09
Galveston, Texas / USA, 24.02.09 - Am 24.2. kam der 22 Meilen vor Galveston gestrandete, unter der Flagge der Marshall-Islands laufende Tanker "Yasa Golden Dardanelles", 110828 tdw, einen Tag nach Beginn des Leichterns von über 80000 Barrels Öl um 12.08 Uhr wieder frei. Bevor der Tanker eine Einlaufgenehmigung in den Hafen erhielt, untersuchten Taucher den Rumpf auf Schäden. Techniker und Inspektoren der Klassifizierungsgesellschaft nahmen das Schiff ebenfalls unter die Lupe. Das Schiff war am 20.2. mit 26 Mann Crew und einer Ladung von über 620,000 Barrels Öl beim Warten auf den Lotsen festgekommen, der ihn durch den Houston Ship Canal hätte leiten sollen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
Empörung und Schuldzuweisungen nach Versenkung der "New Star"
Update vom 20.02.09
Russland / China, 24.02.09 - Drei chinesische Seeleute, die den Untergang des Frachters "New Star" überlebten, durften am 24.2. von Russland aus ihre Heimreise antreten. Insgesamt waren acht Männer, sieben Chinesen und ein Indonesier, aus der See gerettet worden.
Derweil hat Moskau die aus Peking erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen und den Frachter-Kapitän für den Zwischenfall verantwortlich gemacht. Ein Sprecher des russischen Außenministeriums erklärte am 21.2., der Beschuss des Frachters sei eine erzwungene Maßnahme gewesen: "Die objektiven Umstände weisen darauf hin, dass dieser Zwischenfall auf das Handeln des Kapitäns der "New Star" zurückzuführen ist. Dieser muss das Geschehene verantworten". Die "New Star" habe den russischen Hafen Nachodka am 12. Februar ohne Zollabfertigung und Behördengenehmigung verlassen. Als der Frachter von Grenzschiffen im Japanischen Meer eingeholt worden sei, habe der Kapitän viele Stunden lang alle Forderungen nach Umkehr, Signale und letztendlich sogar Warnschüsse ignoriert. Erst nachdem direkt auf den Frachter geschossen worden sei, habe dieser den Rückweg angetreten. Als die Schiffe dann in einen Sturm gerieten, verließen die Seeleute den Frachter mit Flößen, anstatt Rettungsboote zu benutzen, betonte der Sprecher. Sie seien von den großen Wellen schnell weggespült worden und hätten bei Temperaturen unter Null kaum Überlebungschancen gehabt. Trotzdem hätten russische Grenzer alles Mögliche getan, um ihnen zu helfen, hieß es weiter.
Die Regierung in Peking hatte sich zuvor über den Zwischenfall "erschüttert" gezeigt und eine lückenlose Aufklärung gefordert. "Dass die russische Seite ein ziviles Schiff beschossen, die Besatzung nicht rechtzeitig gerettet und China über die Ermittlungsergebnisse nicht gebührend informiert, findet die chinesische Seite inakzeptabel. Die Regierung in Peking forderte Moskau zu einer rückhaltlosen Aufklärung des Zwischenfalls auf. China sei "schockiert", sagte der stellvertretende Außenminister Li Hui am 20.2.. Das Außenamt bestellte den russischen Botschafter Sergej Rasow ein und teilte ihm mit, Russland müsse alles tun, um die vermissten acht Seeleute zu finden. Der in Hongkong ansässige Reeder hatte Russland Verstöße gegen das Völkerrecht vorgeworfen. Chinesischen Medienberichten zufolge forderte er ebenfalls eine objektive Ermittlung, aber auch eine schriftliche Entschuldigung sowie Schadenersatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
Reparatur ausgebrannten Eisbrechers kostet hundert Millionen Dollar
Update vom 25.04.2007
Buenos Aires / Argentinien, 24.02.09 - Der argentinische Eisbrecher "Almirante Irizar" wird in rund 30 Monaten wieder einsatzbereit sein. Bis dahin werden in seine Reparatur rund 100 Millionen Dollar investiert worden sein. Am Ende der arktischen Saison 2006/07 war er in Brand geraten und nur knapp einem Totalverlust entgangen. Derzeit liegt das in Finnland erbaute Schiff am Tandanor Shipyard.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
Explosion auf Kühlschiff vor Dänemark
Skagen, Region Nordjylland / Dänemark, 23.02.09 - Zwei Besatzungsmitglieder eines holländischen Kühlschiffes mussten am Vormittag des 23.2. in der Bucht von Aalbæk evakuiert werden, nachdem es in einem Laderaum zu einer Explosion gekommen war. Ein dänischer Rettungshubschrauber flog die schwer Verletzten ins Krankenhaus von Aalborg. Das Schiff blieb vor Anker liegen und wurde nach dem Unglück einer Inspektion unterzogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
"Yasa Golden Dardanelles" wird geleichtert
Update vom 22.02.09
Galveston, Texas / USA, 23.02.09 - Nachdem die Versuche zweier Schlepper, den 22 Meilen vor Galveston gestrandeten, 245,5 Meter langen Tanker "Yasa Golden Dardanelles", 110000 tdw, freizuschleppen, scheiterten, machte am 23.2. an dessen Backbordseite der Tanker "SPT Crusader" (IMO-Nr. 9336426) aus Nassau fest. Das 57657 BRZ große Schiff der Bergshav Shuttle Tankers soll rund ein Drittel der Ladung, das wären 3,5 Millionen Gallonen, leichtern. Personal der Coast Guard überwacht den Transfer und die Schiffstanks. Ein Schiff der Marine Spill Corporation wurde ebenfalls vor Ort stationiert, um freiwerdendes Öl sofort aufnehmen zu können. Ein Krisenstab wurde in Galveston gebildet, dem National Oceanic and Atmospheric Association, dem Texas General Land Office, dem United States Mineral Management Service, der Tower Navigation, Inc., Titan Salvage, O'Brien's Response Management, der Marine Spill Response Organization SPT Inc. sowie die Coast Guard Marine Safety Unit Galveston angehören.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
Schwimmende Marina versank in Huntington
Huntington, West Virginia / USA, 23.02.09 - Am Morgen des 23.2. sank auf dem Ohio River in Huntington eine Barge mit einem schwimmenden Restaurant in der Showboat Marina. Zeugen hörten ein "pop" aus dem unteren Schiffsbereich, und binnen weniger Momente kam es zu starkem Wassereinbruch. Eine Stunde später lag die Barge auf dem Flussgrund. Rund 10 Personen waren zu diesem Zeitpunkt auf der Barge und daran festgemachten Sportbooten. Vier Menschen, die an Bord lebten, retteten sich über eine Gangway an Land. Die sechs Sportbootfahrer wurden von einem Boot gerettet. Einige Boote wurden beschädigt. Die Feuerwehr von Huntington, U.S. Coast Guard, das Ohio River Road Volunteer Fire Department und die Salvation Army waren nach dem Untergang vor Ort. Die American Electric Power wurde benachrichtigt, die Energieversorgung abzuschotten. Rost könnte über die Jahre an dem Rumpf des rund 60 Jahre alten Gefährts gefressen haben. Die Eigner der schwimmenden Marina sollen es nun wieder an die Wasseroberfläche bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
Schuber sank auf Ohio-River
Owensboro, Kentucky / USA, 23.02.09 - Auf dem Ohio River eine halbe Meile südlich der Owensboro Blue Bridge sank am Nachmittag des 23.2. gegen 15 Uhr ein Schubschlepper. Die Coast Guard brachte Ölsperren um das Schiff aus, von dem die Aufbauten noch aus dem 12 Fuß tiefen Wasser ragten. Geringe Ölmengen traten aus. Mit Trossen sollte das Wrack so gesichert werden, dass es nicht vertreiben konnte. Zwei Personen wurden von dem sinkenden Schlepper evakuiert, einer wurde mit Brustschmerzen ins Krankenhaus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
Philippinisches Kombischiff wieder flott
Update vom 23.02.09
Lapu-Lapu City, Provinz Cebu / Philippinen, 23.02.09 - Die am 23.2. um 3.30 Uhr, wenige Stunden vor Erreichen von Cebu City, gestrandete "South Pacific", 230 BRZ, der Southern Pacific Transport, wurde am selben Tag gegen 11 Uhr wieder flott gemacht. Das Schiff war 0.6 Meilen nordöstlich von Bantolinao Point bei Lapu-Lapu City festgekommen. Zwei Schlauchboote, eine Barkasse und ein Patroullienboot hatten danach die 131 Passagiere und 18 Mann Crew des unbeladenen Kombischiffs abgeborgen und zur Ouano Wharf in Mandaue City gebracht. Die Evakuierung war gegen acht Uhr abgeschlossen. Sie war angeordnet worden, weil der Havarist mitten im Schifffahrtsweg lag. Die "South Pacific" hatte am 22.2. um 21 Uhr Bato in Leyte verlassen und kam mit dem Vorschiff nahe Bantolinao Point fest. Nach der Bergung wurde sie zur Nordreede des Cebu International Port gebracht, wo eine Untersuchung eingeleitet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.02.2009
"Aida Luna" mit Problemen auf Probefahrt
Emden, Ostfriesland, Niedersachsen / DE, 23.02.09 - Das neue Kreuzfahrtschiff der Papenburger Meyer Werft, die "AIDAluna", 62500 BRZ (IMO-Nr. 9334868), hat am 23.2. seine Probefahrt in der Nordsee vor Borkum kurzfristig abbrechen müssen und ist unplanmäßig in den Hafen von Eemshaven eingelaufen. Während der Einstellungsfahrt war dem 252 Meter langen Passagierschiff ein bislang unbekannter Gegenstand in einen der beiden Propeller geraten. Es könnte sich um ein Fischernetz handeln. "Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist und wie groß der Schaden ist", sagte ein Werft-Sprecher. Wir gehen derzeit nicht von einem großen Schaden aus", so der Sprecher.
Die Übergabe an die Reederei AIDA Cruises sei nicht gefährdet. Taucher, die in Eemshaven den Propeller untersuchten, kamen indes zu keinen Resultaten. Das Schiff blieb nach Angaben der Werft zwar weiterhin vollständig manövrierfähig und seetauglich, jedoch kam es zu Leistungsabfall bei der betroffenen Maschine, sodass sie außer Betrieb genommen wurde und somit die Geschwindigkeit sich herabsetzte. Eine genaue Untersuchung des möglichen Schadens wurde angeordnet. Die Inspektion soll in Dock 17 bei Blohm + Voss in Hamburg durchgeführt werden. Voraussichtlich wird die "AIDAluna" am 25. oder 26.2. in das Trockendock gehen. Der unplanmäßige Stopp in Eemshaven und die Fahrt nach Hamburg sorgte bei der Meyer Werft aber nicht für größere Unruhe. Man liege weiterhin gut im Zeitplan, sagte der Sprecher, werde die eigentlich von Emden aus geplante technische und nautische See-Erprobung in Richtung Norwegen jetzt aber von Hamburg aus starten. Jungfernfahrt und Taufe seien "absolut ungefährdet". Eigentlich sollte die "AIDAluna" nach ihrer ersten Erprobung vor Borkum vom 23.2. an bis zum 26.2. am Emder Omya-Kai liegen. Dort hatte die Stadt Emden noch bis zuletzt an den Vorbereitungen für die erwarteten Schaulustigen gearbeitet. Unter anderem waren ein Riesenrad und ein Gastronomiebetrieb aufgebaut worden. Jetzt stellt man sich in Emden auf die Rückkehr der "AIDAluna" in der nächsten Woche ein. Dann soll das Schiff endausgerüstet werden und voraussichtlich bis zum 16. März in Emden bleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
Frachter lief auf Sandbank vor Teignmouth
Teignmouth, Devon, England / UK, 23.02.09 - Das Kümo "Sea Ruby", 1382 BRZ (IMO-No.: 9006447), lief bei Teignmouth am 23.2. um 7.15 Uhr auf eine Sandbank. Es hatte eine Ladung von Zement an Bord. Die 77 Meter lange, auf den Cayman Islands registrierte "Sea Ruby" hatte sechs Mann Crew an Bord. Das 1992 erbaute Schiff war in keiner unmittelbaren Gefahr. Ein Schlepper war längsseits und sollte die "Sea Ruby" mit der Flut gegen 18 Uhr wieder flottmachen. Punktgenau schwamm der Havarist dann auch um 18.14 Uhr auf und wurde nach Teignmouth gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
Frachter in Norwegen gestrandet
Porsgrunn, Provinz Telemark / Norwegen, 23.02.09 - Der unter Barbados-Flagge laufende Frachter "Wilson Gdynia", 3500 tdw (IMO: 9056064), lief am 23.2. zwischen den Brücken von Porsgrunns und Kulltangen auf Grund. Nachdem ein Schlepper das Schiff wieder flottgemacht hatte, musste es zur Werft in Porsgrunn. Der 87,9 Meter lange, mit 2506 BRZ vermessene Frachter der Haugesundrederiet wurde 1994 bei der Slovenska Lodenice AS in Komarno erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
"Asgard II" wird nicht geborgen
Update vom 09.02.09
Dublin / Irland, 23.02.09 - Die irische Brigantine "Asgard II" wird nicht gehoben. Dies teilte der irische Verteidigungsminister Willie O’Dea am 23.2. mit. Das Coiste An Asgard hat die Optionen intensiv diskutiert und dann empfohlen, das Wrack auf dem Meeresgrund vor Frankreich zu belassen. Zwei Millionen Euro für eine Bergungsaktion mit unsicherem Ausgang zu investieren sei zu unsicher. Das Schiff könnte sich als irreparabel erweisen. Das 30 Jahre alte Schiff würde ohnehin immer teurer im Erhalt sein, und ein gesunkenes Schiff sei nie dasselbe wie zuvor. Stattdessen solle ein neues, auch Behinderten gerechtes Stahlschiff gebaut werden. Bis dahin wird die "Creidne" ein reduziertes Segelprogramm anbieten, und einige irische Trainees können auf der norwegischen "Christian Radich" während Tall Ships Races einstegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
Gerettete der "Monte Galineiro" auf dem Heimweg
Update vom 23.02.09
St. John’s, Neufundland / Kanada, 23.02.09 - Am Morgen des 23.2. traf die gerettete Crew des Trawlers "Monte Galineiro" in St. John ein und wurde nach Erledigung der Zollformalitäten in ein Hotel einquartiert. Einer der Männer sagte, es habe ein Durcheinander gegeben, als die Crew sich auf die Evakuierung vorbereitete. Er habe in der Koje gelegen, als er von einem Alarmton geweckt wurde. Er traf Kapitän und Offiziere an Deck und fragte, was ist geschehen. Niemand wusste die Antwort.
Alle wurden angewiesen, von Bord zu gehen, weil zu viel Wasser im Maschinenraum war. Er zog seine Rettungsweste an und sprang ins eisige Wasser und schwamm zu einer der Rettungsinseln. Dort waren rund 10 weitere Männer. Einer war in Unterwäsche. Die "Cowley" war binnen 10 Minuten nach dem Mayday vor Ort gewesen. Zu dieser Zeit sah der Trawler noch von außen normal aus. Dann legte er sich auf die Seite und stellte sich binnen weniger Minuten aufs Heck. Nach kurzer Zeit wurden die Fischer von der "Leonard J. Cowley" aufgenommen. Zuerst kamen die im Wasser schwimmenden an der Reihe, dann der Rest. Alle wurden mit trockener Kleidung und Nahrungsmitteln versorgt und konnten ein heißes Bad nehmen. Einige der Männer waren bei der Rettung in schlechter Verfassung gewesen. Als sie die "Cowley" verließen, lächelten sie wieder. Vertreter der Küstenwache statten sie mit Overalls und Boots aus, denn die Seeleute hatten keine Zeit, irgend etwas anderes als sich selbst und einige ihre Ausweise und wenige persönliche Gegenstände zu retten. Ob es ein Feuer oder eine Explosion an Bord gab, war umstritten, jedoch nahm das Unglück seinen Ausgang im Maschinenraum, und als das Wasser aus ihm ins übrige Schiff flutete, begann es rasch abzusacken. An Bord des Schiffes waren sechs Ghanaesen, 14 Spanier, ein Marokkaner, ein Rumäne sowie eine Vertreterin der Northwest Atlantic Fisheries Organization. Die Crew wird als nächstes nach Halifax fliegen, um dann über Heathrow nach Vigo zurück zu kehren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
149 Personen von gestrandetem Kombischiff geholt
Lapu-Lapu City, Provinz Cebu / Philippinen, 23.02.09 - Die philippinische Coast Guard rettete am Morgen des 23.2. 131 Passagiere und 18 Mann Besatzung des Kombischiffes "South Pacific", das vor Lapu-Lapu auf Grund gelaufen war. Der Frachter der Southern Pacific Corporation war am 22.2. gegen 21 Uhr aus Bato in Leyte ausgelaufen. Nahe Bantolinao Point kam er bei der Passage des Cebu North Channel um 3.30 Uhr fest. Die Küstenwachstation Cebu organisierte die folgende Rettungsaktion. Dazu wurde auch das Fahrgastschiff "Eagle Express 2" eingesetzt. Um sieben Uhr waren alle Schiffbrüchigen zur Ouano Wharf in Cebu gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
Untersuchung bringt Licht in Fragen zum Untergang des Goldschiffes
Update vom 21.02.09
Patagonian Küste / Argentinien, 23.02.09 - Die chilenische Nautilus Sermares wurde von den Eignern des 23 Meter langen ehemaligen Trawlers "Polar Mist" angefragt, zu versuchen, die 16 Millionen US-Dollar werte Gold- und Silberladung ihres vor Patagonien gesunkenen Schiffes zu bergen. Die Berger verfügen über zwei ROVs, die "Seaeye 600" und die "Seaeye Tiger". Die Firma machte in den 1990ern Schlagzeilen, als sie Artefakte von dem 1915 versenkten deutschen Kreuzer "Dresden" vor Robinson Crusoe Island barg. Das Wrack der "Polar Mist" wird in 80 Metern Tiefe zwischen Punta Dungenes und Rio Gallegos, der Provinzhauptstadt von Santa Cruz, etwas 37 Kilometer vor der Küste vermutet.
Inzwischen wurden auch mehr Details über die letzten Stunden, die Ladung und den Einsatz des chilenischen Schleppers "Beagle" bekannt. Nach dem Ladungsmanifest des argentinischen Zolls war die "Polar Mist" mit 9.359 Kilo unterschiedlicher Metallbarren in See gestochen. Davon waren 10% Gold und 90% Silber. 6.931 Kilo waren Eigentum der Cerro Vanguardia, der Rest von Triton. Die 6.931 Kilo waren in London für 16.4 Millionen US-Dollar transportversichert. DieCerro Vanguardia unternimmt monatlich zwei Verschiffungen im Monat von Gold und Silber aus zwei Minen in der patagonischen Provinz Santa Cruz von Rio Gallegos nach Punta Arenas, von wo die Fracht mit Flugzeug nach Santiago und zur Veredelung weiter in die Schweiz verfrachtet wird.
In der Nacht des 17.1. nahm die "Beagle" die verlassen treibende "Polar Mist", die einen Tag zuvor in einem Sturm aufgegeben worden war, in Schlepp. Die siebenköpfige Crew war bei 10 Metern Wellenhöhe von einem Hubschrauber der argentinischen Küstenwache zuvor gerettet worden. Die Maschine war noch in Betrieb, und es waren keine schweren Schäden zu entdecken. Vor einem Gericht in Rio Gallegos gab die Schiffsführung der "Beagle" an, dass sie mit der "Polar Mist" am Haken Kurs auf Chile genommen hatten, als sie von einem Helikopter der argentinischen Küstenwache gesichtet und angewiesen wurden, Kurs auf Rio Gallegos zu nehmen. Am 18.1. hofften die Berger den Hafen zu erreichen, doch gegen Mitternacht entwickelte der umgebaute Trawler erhebliche Schlagseite. Eine Stunde später sank er.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
Kutter vor Hiddensee gestrandet und gesunken
Insel Hiddensee, Landkreis Rügen, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 23.02.09 - Aus unmittelbarer Lebensgefahr wurden zwei Polen am Abend des 22.2. geborgen, nachdem sie mit ihrem elf Meter langen Kutter "Seadog" nahe Hiddensee gestrandet waren. Gegen 20.30 Uhr hatten die Besatzung des Seenotkreuzers "Theo Fischer", der derzeit in Barhöft liegt, sowie die Seenot-Küstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS einen Mayday-Ruf empfangen. Der dänische Kutter war auf der Überführungsfahrt nach Danzig vor der unbewohnten, im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gelegenen Insel Bock gestrandet. Die beiden polnischen Besatzungsmitglieder hatten zunächst die Hoffnung, dass die "Seadog" freigeschleppt werden könnte. Das Tochterboot "Ströper" des Seenotkreuzers konnte zunächst trotz starkem Westwind mit fünf bis sechs Beaufort eine Schleppverbindung zum Havaristen herstellen. Nachdem die Crew des Kutters jedoch starken Wassereinbruch meldeten, wurde die Schleppleine gelöst. Das Tochterboot übernahm die Schiffbrüchigen und brachte sie nach Barhöft.
Dort wurden sie von der Wasserschutzpolizei in Empfang genommen, die sich um die Unterbringung der beiden für die Nacht kümmerte. Der Kutter wurde derweil weitgehend überflutet, Bug und Teile der Aufbauten ragten am 23.2. noch mit starker Backbordschlagseite aus der Brandung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
Arbeitsboot im Altrhein gesunken
Eggenstein-Leopoldshafen, Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg / DE, 23.02.09 - Ein zum Kiesabbau genutztes Arbeitsboot ist am Vormittag des 22.2. im Altrhein bei Leopoldshafen gesunken. Gegen 10 Uhr stellte der Schiffsführer fest, dass es komplett untergegangen war. Das Boot war vor einiger Zeit ordnungsgemäß an einem Steiger im so genannten "Schmugglermeer" festgemacht worden. Der Steiger selbst wurde von dem sinkenden Boot teilweise mit unter Wasser gezogen und hing schräg im Wasser. Wegen teilweise ausgelaufenen Dieselkraftstoffes schlängelte die Freiwillige Feuerwehr Eggenstein-Leopoldshafen den Havaristen ein. Nachdem Taucher der DLRG Taue um das gesunkene Boot gelegt hatten, konnte es gegen 18.30 Uhr durch einen 45-Tonnen-Autokran an Land gehoben werden. Eine erste vorläufige Begutachtung ergab, dass an mehreren Stellen unterhalb der Wasserlinie Wasser eingedrungen war. Sowohl die eingeschaltete Versicherung als auch die Wasserschutzpolizei Karlsruhe haben die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Der Sachschaden wird von der Polizei vorläufig auf rund 30.000 Euro geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
Segler trieben 40 Tage im Kreis
London, England / UK, 23.02.09 - Ein britisches Paar wurde nach 40 Tagen Drift auf ihrer 13 Meter langen Yacht "Sara" am 22.2. im Atlantik von dem italienischen Tanker "Indian Point" gerettet und befinden sich nun auf dem Rückweg nach England. Die beiden waren erschöpft, aber unverletzt, als ihre sechswöchige Odyssee endete.
Das Drama begann am 9.1., sechs Tage nach dem Verlassen der Kapverden in Richtung Antigua, wo bis zum April geankert werden sollte. Doch auf halber Strecke der 2550-Meilen-Etappe verklemmte sich das Ruder nach Steuerbord. Versuche, es wieder loszubekommen, schlugen fehl. Zu dieser Zeit befanden sich die beiden, die auf der Yacht in Mallorca lebten, 1200 Meilen vor Antigua, ein Segeletmal von fünf Tagen und jenseits der Erreichbarkeit durch Rettungsdienste. Das Boot segelte ein ums andere Mal im Kreis. Alle Versuche, den Kurs zu ändern, z.B. mit ausgebrachten Treibankern, scheiterten. Zunächst war die Lage undramatisch, weil genügend Trockenmahlzeiten an Bord waren und auch ausreichend Wasser und Energie. Eher war es für die sieben- bzw. vierfachen Atlantikquerer eine Herausforderung. Über Funk wurden die Küstenwachen in Amerika und England informiert. Nach rund 10 Tagen fiel die Bordenergie aus. Es gab nur noch Strom durch eine kleine Solarzelle, mit der das Satellitentelefon versorgt werden konnte. Aber nun konnte kein Trinkwasser mehr aufbereitet werden. Die Küstenwache in den USA überwachte die Position, während die "Sara" mit der Strömung langsam in Richtung Karibik trieb. Stürme beutelten die Yacht, doch sie vermochten den Seglern nichts anzuhaben. Nach über einem Monat begann die Situation sich zu verschlechtern. Die Vorräte gingen zur Neige. Rund 320 Meilen östlich der Bermudas galt es einen weiteren Hurrikan zu überstehen, und die Küstenwache warnte, das weitere starke Stürme im Anmarsch waren. Nun wurde eine Notlage erklärt und der Notruf von der von Südamerika nach Amsterdam laufenden "Indian Point" aufgefangen. Der 183 Meter lange Tanker nahm sofort Kurs auf den Katamaran, der zwar ramponiert, aber strukturell intakt in der See trieb. Es gelang dann, in hoher nördlicher Schwell den 30000 Tonnen-Tanker an die "Sara" heranzubringen, sodass die beiden Bootsfahrer an Bord genommen werden konnten. Die Yacht schlug dabei andauernd gegen den Rumpf, sodass kein Fallreep ausgebracht werden konnte. Stattdessen wurden die Segler mit Seilen gesichert und dann an Bord gezogen. Die Aktion dauerte zwei Stunden. Am 1.3. wird die "Indian Point" in Amsterdam erwartet. Die "Sara" erwartet Kreise ziehend der Untergang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
Küstenwächter wurden zu Schutzengeln vor Neufundland
St. John’s, Neufundland / Kanada, 22.02.09 - Einen Schutzengel hatten die 22 Besatzungsmitglieder des spanischen Trawlers "Monte Galineiro" (3A VI 5504), 545 BRZ (IMO-Nr.: 9329239). Ihr Schiff war am 22.2. 400 Kilometer östlich von St. John's in Brand geraten, hatte sich rasch auf die Seite gelegt und begann zu sinken. Dies geschah so schnell, dass bei der Evakuierung des Trawlers einige noch nicht einmal Zeit hatten, Rettungswesten anzulegen, bevor sie in die ausgebrachte Rettungsinsel gingen. Andere sprangen, so wie sie waren, in die See. Doch binnen zehn Minuten war das kanadische Küstenwachschiff "Leonard J. Cowley" zur Rettung vor Ort. Es befand sich auf einer Routine-Patroullie und hatte in deren Rahmen ohnehin vorgehabt, Inspektoren auf der "Monte Galineiro" abzusetzen, als das Mayday einging. Sofort wurden auch eine Hercules sowie ein Cormorant Helikopter des 9. Wing Gander alarmiert. Die Schiffbrüchigen waren so rasch aus dem Wasser geholt, dass trotz eisiger Temperaturen nur eine Person mit Unterkühlung an Bord der "Cowley" behandelt werden musste. Ein Mann wurde wegen Rauchvergiftung per Hubschrauber ins Hospital in St. John's geflogen. Die übrigen wurden am 23.2. an Bord der "Leonard J. Cowley" im Hafen erwartet.
Die "Monte Galineiro", die unmittelbar nach Ende der Rettungsaktion mit dem Heck voran auf Tiefe gegangen war, entstand 2005 bei der Montajes Cies im spanischen Vigo. Sie war 34,63 Meter lang und 10 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
Seeleute seit Jahresbeginn gestrandet
Hamriyah Port, Schardscha (Sharjah) / Vereinigte Arabische Emirate, 22.02.09 - Seit dem 5.1. liegt der in Panama registrierte Tanker "Tasoulis L" in der Hamriyah Free Zone auf dem Strand. Die achtköpfige indische Crew wartet verzweifelt auf Geld, um in die Heimat zu kommen. Das Schiff war mit 400 Tonnen Diesel an Bord aus dem iranischen Bandar Abbas gekommen und wartete vor Sharjah auf Einlaufgenehmigung, als starker Wind es auf Land drückte. Ein Notankermanöver konnte das driftende Schiff nicht mehr aufhalten, da die Ketten brachen. Die Crew wurde von den Schiffseignern, der in Ajman ansässigen Al Boom Shipping Company angewiesen, das Schiff zu leichtern. Sie ist immer noch an Bord und erhielt nach der Havarie keine Versorgung. Inzwischen geht auch der Diesel für die Generatoren zur Neigung. Die Reederei will die Seeleute erst auszahlen, wenn die "Tasoulis L" als Schrott verkauft ist. Sie beklagt den Verlust von 100 Tonnen Diesel, die nach Angaben der Schiffsbesatzung durch drei Löcher in den Sand sickerten. Die Reederei hatte keine Bergungsversuche unternommen, wobei die Crew der Meinung ist, bei schnellen Abschleppversuchen hätte es eine gute Bergungschance gegeben. Eine Bergungsfirma hat 600,000 Dollar für das Schiff geboten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
Millionenyacht wurde Raub der Flammen
Miami, Florida / USA, 22.02.09 - Vier Bootsfahrer aus Cleveland konnten sich nur mit einem Sprung von Bord der eine Million werten, 56 Fuß langen Yacht "Halcyon" retten, nachdem diese in Flammen aufging. Es hatte mit zwei Freunden von Pier 66 in Fort Lauderdale am 22.2. gegen 9 Uhr abgelegt, 500 Gallonen Diesel getankt und waren auf Südkurs gegangen. Zwei Meilen vor Elliott Key, nahe Key Biscayne, sah der Skipper Rauch aus der Maschine kommen. Er versuchte, die Feuerlöschanlage zu aktivieren, doch diese funktionierte nicht. Auch andere Versuche, das Feuer einzudämmen, schlugen fehl. Daraufhin gab er die Schiffskoordinaten über Mobiltelefon durch, und alle vier sprangen ins Wasser. Das Feuer wurde von anderen Booten rasch entdeckt, sodass die Schiffbrüchigen umgehend gerettet wurden. Die Feuerwehr von Miami-Dade County und der City of Miami löschten den Brand auf der Sunseeker-Yacht, die aber auf 35 Fuß Tiefe sank. Sea-Tow-Crews begannen am 23.2., das Wrack zu heben. Es sollte mit Luftkissen angehoben und dann Richtung Küste gezogen werden. Nur ein Stück des Bugs des kieloben liegenden Bootes ragte aus den Wellen. Nach dem Erreichen von Key Biscayne sollte es ganz gehoben und untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
Leichte Ölverschmutzung nach Schiffsbrand im Puget Sound
Orcas Island, San Juan County, Bundesstaat Washington / USA, 21.02.09 - Am 20.2. geriet in der West Sound-Marina auf Orcas Island die 47 Fuß lange "Coho" in Brand und sank. Am 21.2. stiegen Taucher zum Wrack ab und stellten fest, dass die Schiffstanks, in denen 250 Gallonen Diesel waren, leer sind. Das meiste war verbrannt, und rund 50 Gallonen liefen aus. Geringe Restölmengen lösten sich von selbst auf, und wenn kein Öl mehr aufgefangen werden konnte, sollte die ausgebrachte Sperre eingeholt werden.
Die "Coho" von Peter McCorison aus Eastsound war nach Ausbruch des Feuers im Puget Sound auf Drift gegangen. Das 87 Fuß lange Küstenwachschiff "Blue Shark" aus Everett löschte den Brand, konnte aber den Untergang auf 57 Fuß Wassertiefe nicht verhindern. Die Island Oil Spill Association, Ballard Diving and Orcas Island und die Friday Harbor Fire Departments waren mit dem Löschboot "Confidence" ebenfalls im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.02.2009
Bergungsaktion für Binnenschiff auf Gent-Terneuzen-Kanal
Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 22.02.09 - Am Abend des 21.2. schlug das 79,95 Meter lange, holländische Binnenschiff "Vagrant", 1221 ts (Eni-No. 2314078), auf dem Gent-Terneuzen Kanal leck. Die "V 64" war rasch mit einer Lenzpumpe vor Ort, ebenso wie die Berger von Multraship und URS. Es gelang ihnen, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, sodass die Schlepper "Holland" und "Gent" auf standby bleiben konnten. Das Binnenschiff "Henja" ging längsseits, um mit Hilfe der "Carla" die Getreideladung zu übernehmen.
Die "Vagrant" wurde 1970 bei der tschechischen Werft Ceske Lodenice in Melnik für die Maresma Reederei GmbH in Lübeck als "Mars 1" erbaut. 2008 ging sie an die derzeitigen Eigner in Nederhemert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2009
Neuerliche Bergungsarbeit an Möbius-Pontonschiff
Update vom 17.02.09
Kalmarsund / Schweden, 22.02.09 - Am 21.2. nahm der Schwimmkran "Samson" wieder die bereits mehrfach unterbrochenen Bergungsarbeiten an dem gesunkenen Stelzenschiff "MP 27" im Kalmarsund auf. Es gelang mittlerweile, das Wrack ein Stück anzuheben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2009
Kutter gekentert - Fischer vermisst
Año Nuevo Point, San Mateo County, Kalifornien / USA, 22.02.09 - Nachdem der 36 Fuß lange Kutter "Della C" aus Moss Landing am 21.2. vor der Küste von San Mateo kenterte, wurde ein Mann der Crew vermisst. Zwei weitere wurden mit Unterkühlungen aus einer Rettungsinsel geborgen. Der Kutter war um 13.30 Uhr vor Año Nuevo Point auf Fangfahrt von einer Welle umgeschlagen worden und sank. Das Küstenwachschiff "Steadfast" suchte während der ganzen Nacht nach dem dritten Mann. Niemand hatte Überlebensanzüge an. Bei Tagesanbruch sollte ein Helikoper aus der Luft das Seegebiet absuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2009
Tanker sitzt weiter vor Galveston fest
Update vom 21.02.09
Galveston, Texas / USA, 22.02.09 - Die U.S. Coast Guard war am 21.2. weiter damit beschäftigt, den 800 Fuß langen Tanker "Yasa Golden Dardanelles" freizubekommen. Er war mit 600000 Barrels Öl am Vortag beim Anlaufen des Houston Ship Channel auf dessen Nordseite gestrandet, als es auf den Lotsen wartete. Bislang kam es zu keiner Wasserverschmutzung. Wenn das Schiff nicht wie erhofft mit höherem Wasserstand aufschwimmt, muss die Ladung geleichtert werden. Wegen widrigen Wetters wäre dies aber nicht vor dem 23.2. machbar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2009
Schwere Kollision vor Kagawa
Sakaide, Präfektur Kagawa / Japan, 20.02.09 - Der 77,08 Meter lange japanische Containerfrachter "Takasago" der Imoto Lines in Kobe, 499 BRZ, kollidierte am Morgen des 20.2. vor Kagawa mit dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter "Marine Star" (IMO-Nr. 9228629, 7382 BRZ). Er lief mit dem Steuerbordbug um 6.15 Uhr 2,2 Kilometer nordöstlich von Kosei Island vor Sakaide in das Heck der "Marine Star". Dieses wurde vier Meter hoch und 10 Meter breit aufgerissen, es lief Öl aus. Patroullienboote gingen gegen die Ölverschmutzung vor. Die fünf Mann auf der "Takasago" und die 17 der "Marine Star" blieben unversehrt. Die "Takasago" kehrte in den Hafen von Sakaide zurück. Die 108,50 Meter lange "Marine Star" war mit einer Ladung Holz unterwegs von Sakaide nach Marugame Port in der Kagawa Präfektur. Sie musste nach Sakaide eingeschleppt werden. Die "Takasago" befand sich auf der Reise von Moji in der Fukuoka Präfektur nach Kobe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.02.2009
"Nordlicht" rammte Emder Kai
Emden, Ostfriesland, Niedersachsen / DE, 21.02.09 - Pech im Endspurt – am Tag der Probefahrt nach einer Grundüberholung in Emden kollidierte am 21.2. die 36,10 Meter lange Katamaranfähre "Nordlicht" der AG Ems, 435 BRZ (IMO-Nr: 8816015) mit einer dortigen Kaianlage und erlitt Schäden am Backbordsteven sowie einer Ankertasche. Das Schiff kehrte zur Reparatur zu den Nordseewerken zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2009
Vier weitere Opfer von Fährunglück in Bangla Desh entdeckt
Update vom 20.02.09
Barishal (Barisal) / Bangladesch, 21.02.09 - 42 Stunden nach Ende der Rettungs- und Suchaktion auf dem Kirtonkhola-Fluss nach der Kollision des Fährbootes "Fahmida Happy Express" mit dem Frachter "Sanim" wurden am 20.2. vier weitere Opfer des Zusammenstoßes entdeckt. Ein Toter wurde von von Arbeitern am Barisal Marine Workshop an der Mole, wo das geborgene Schiff sowie der Kollisionsgegner lagen, entdeckt. Er wurde gegen 11 Uhr im Maschinenraum aufgefunden. Um 17.30 Uhr entdeckten Angehörige vermisster Passagiere drei weitere Tote im Fluss nahe der Unglücksstelle. Damit liegt die Anzahl der Opfer jetzt bei 31 – 14 Männer, 10 Frauen und sieben Kinder. Die offizielle Bergungsaktion war am 19.2. um 17 Uhr beendet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2009
Tanker vor Texas gestrandet
Galveston, Texas / USA, 21.02.09 - Am 20.2. lief vor der Küste von Texas im Golf von Mexiko der unter der Flagge der Marshall-Islands registrierte, 800 Fuß lange Tanker "Yasa Golden Dardanelles" mit 620,000 Barrels Öl an Bord auf Grund. Das Schiff kam 22 Meilen vor der Küste an der Nordseite der Galveston Sicherheitszone auf Sandgrund fest. Titan Salvage wurde mit der Bergung beauftragt. Es wurde auf das 17-Uhr-Hochwasser des 21.2. gehofft. Der Tanker wurde im Frühjahr 208 von der Mitsui Engineering & Shipbuilding Co. in Japan an die Yasa Tanker and Transportation S.A. in Istanbul abgeliefert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2009
Notrakete setzte Küstenwachboot in Brand
Hamilton / Bermuda (britisches Überseegebiet), 20.02.09 - Auf dem kanadischen Küstenwachschiff HMCS "Glace Bay" brach am 20.2. gegen 13.30 Uhr in Hamilton ein Feuer aus, nachdem eine an Bord gelagerte Leuchtrakete sich versehentlich entzündet hatte. Dichter Rauch, der aus den Schiffsöffnungen quoll, alarmierte Rettungskräfte. Offenbar hatte Salzwasser Kontakt zu der Rakete bekommen und sie in Brand gesetzt. Auch die Crew der benachbart liegenden HMCS "Shawinigan" der Küstenwache kam mit Feuerlöschern zu Hilfe. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Die "Glace Bay" sollte am 23.2. wieder von Bermuda in den Heimathafen Halifax auslaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2009
Schatzschiff vor Argentinien gesunken
Argentinien, 20.02.09 - Der chilenische Kutter "Polar Mist", der mit sieben Tonnen Rohgold und –silber beladen war liegt seit einem Sturm am 16.1. in etwa 100 Metern Tiefe im Südatlantik. Die 6900 Kilogramm Mineralien haben einen Wert von rund 110 Millionen Dollar. Die siebenköpfige Crew und ein Mitfahrer wurden an jenem Tag Augenblicke vor dem Untergang von zwei Helikoptern der argentinischen Marine gerettet. Die "Polar Mist" war am 15.1. in See gestochen und hatte tags darauf SOS funken müssen. Der chilenische Schlepper "Beagle" hatte vergebens versucht, sie noch auf den Haken zu nehmen. Beim Aufgeben des Schiffes ließ die Crew die Maschine laufen in der Hoffnung, durch den Treibstoffverbrauch Umweltschäden zu vermeiden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.02.2009
Leichtern von Binnenschiffwrack begann
Update vom 20.02.09
Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 20.02.09 - Am Morgen des 20.2. begann im Rotterdamer Hafen das Leichtern des gesunkenen Binnenschiffes "Gaea" (ENI-No. 04017870), 1407 ts. Das Wrack liegt mit dem Heck zum Hartel- und mit dem Bug im Mississippi-Hafen. An Backbordseite ging an Liegeplatz Nr. 7100 das Kranschiff "Novamente" auf Position und begann gegen acht Uhr, die Kohleladung aus dem gefluteten Laderaum zu baggern. Die eigentliche Hebung soll nach bisherigem Stand am 23.2. starten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Frachter rammte Kai in Wismar
Wismar, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 20.02.09 - Der 93 Meter lange, norwegische Frachter "Line" (IMO-Nr.: 7508271, 2973 BRZ), ist am Abend des 19.12. beim Manövrieren im Wismarer Holzhafen mit dem Steven gegen eine Kaimauer gestoßen. Auf mehreren Metern wurde dabei der Steuerbord-Bug des Schiffes aufgeschlitzt. Was am Unterwasserbereich noch zusätzlich passiert ist, musste noch untersucht werden. Auch ein Poller und eine Stromversorgungsstation wurden bei dem Unfall erheblich beschädigt. Als Grund für die Havarie wurde ein Defekt am Antriebssystem des Verstellpropellers vermutet. Kapitän und Lotse reagierten sehr umsichtig nach dem Ausfall des Bugstrahruders im Bemühen, Schlimmeres zu verhindern. Ein Aufstoppen war nicht mehr möglich, denn das Schiff konnte der zu dem Zeitpunkt gelaufenen Geschwindigkeit auf keinen Fall den Liegeplatz fünf anlaufen. Deswegen ließ der Kapitän im Bereich des Werfthafens einen Drehkreis fahren, um die Geschwindigkeit zu reduzieren. Dadurch wurde versucht, das manövrierunfähige Fahrzeug so zu navigieren, dass eine Kollision mit einem anderen Schiff vermieden werden konnte. Letztlich kam es zu der Kollision dann in einem Bereich, wo sich kein Schiff befand.
Schlepper zogen den Havaristen anschließend zum vorgesehenen Liegeplatz, damit er dort die Holzladung löschen konnte. Dabei wurde das Steuerbordvorschiff etwa einen Meter weit aufgerissen. Die Höhe des Schadens an Schiff und Hafenanlagen konnte noch nicht beziffert werden. Die 1976 bei der Sietas-Werft erbaute "Line" muss voraussichtlich zur Reparatur in die Werft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Binnenschiff drohte zu sinken
Hilpoltstein, Landkreis Roth, Bayern / DE, 20.02.09 - Einen rund zehnstündigen Rettungseinsatz bescherte die Havarie des 80 Meter langen deutschen Binnentankers "Carmen", 1293 ts, den Einsatzkräften auf dem Main-Donau-Kanal bei Hilpoltstein am 19.2. Gegen 8.30 Uhr war bei der Fahrt durch dickes Eis ein daumengroßes Leck im Rumpf entstanden. Bis nach Einbruch der Dunkelheit waren Helfer der Hilpoltsteiner Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks damit beschäftigt, das Leck abzudichten und sich darum zu kümmern, dass der ölhaltige Schmutz nicht ins Wasser gelangte. Der Tanker, der sich ohne Ladung auf dem Weg nach Rotterdam in eine Werft befand, lag im Unterwasser der Schleuse Hilpoltstein fest.
Zunächst gelang es der Besatzung noch, mit bordeigenen Mitteln das eindringende Wasser abzupumpen. Dabei aber gelangten Ölreste ins Kanalwasser. Die Feuerwehr und das THW mussten anrücken. Zuerst wurde um das Schiff eine Ölsperre ausgelegt, damit das verschmutzte Wasser nicht weiterfließen konnte. Der Großteil floss auf das Eis. Danach rückten Berufstaucher an, um das Leck unter erheblichen Schwierigkeiten abzudichten. Die Beatmungsgeräte der Taucher begannen einzufrieren, sodass mussten die Tauchgänge zunächst abgebrochen werden. Der inzwischen starke Wassereinbruch im Maschinenraum und das drohende Sinken des Tankers konnten die Hilfskräfte durch massiven Einsatz ihrer Pumpen verhindern. In Zusammenarbeit mit der Tauchergruppe des Wasser- und Schifffahrtsamtes gelang es schließlich in den späten Nachmittagsstunden, das Schiffsleck abzudichten. Auch wurden weitere kleinere Lecks des 46 Jahre alten Einhüllenschiffs festgestellt und geschlossen. Anschließend pumpten die Helfer das Öl-Wasser-Gemisch aus dem Inneren der Ölsperre in die leeren Tanks des Schiffes. Ein Bagger wurde dann noch nötig, um die ölverschmierten Eisschollen ebenfalls aus der Ölsperre zu baggern und diese zuletzt an Land zu ziehen. Die Arbeiten dauerten von 11.30 Uhr bis 20 Uhr. Das Tankschiff wurde mit einem Fahrverbot belegt und darf die Fahrt erst nach Begutachtung einer Untersuchungskommission fortsetzen. Die Wasserschutzpolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Gewässerverunreinigung ein.
Die "Carmen" (ENI-No. 5300020) entstand 1963 auf der Arminius Yard in Bodenwerder. Derzeitiger Eigner ist Ruckwarth Berthold in Bielefeld.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Binnenschiff sank in Rotterdam
Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 20.02.09 - Das 84,74 Meter lange Binnenschiff "Gaea" (ENI-No. 04017870), 1407 ts, von Gerard van Winssen in Eijsden sank am Abend des 19.2. im Rotterdamer Mississippihafen mit einer Ladung von 1550 Tonnen Kohle. Das Schiff hatte die nach Bottrop bestimmte Ladung am Vortag beim EMO-Terminal aufgenommen und war für die Nacht an die Pfähle gegangen. Am Morgen bemerkte der Kapitän erheblichen Wassereinbruch. Die Schiffspumpen kamen nicht gegen das eindringende Wasser an. Die Überlegung, das Schiff am EMO-Kai zu leichtern, wurde wegen der akuten Sinkgefahr verworfen. Die Anforderung eines Schwimmkrans zur Stabilisierung kam zu spät. Skipper, seine Frau und deren Baby konnten noch rechtzeitig das Schiff verlassen, ehe es Bug voran versank. Nur noch die Oberkante des Ruderhauses bliebe sichtbar. Ölsperren wurden ausgelegt. Am Morgen des 20.2. began die Bergungsfirma GPS Marine aus Sliedrecht mit dem Leichtern der Ladung, erst danach kann das Wrack gehoben werden.
Die "Gaea" wurde 1973 als "Eurydike" bei der Werft Rasche Uffeln in Vlotho auf deutsche Rechnung erbaut. 2008 erwarb Vof. Winssen & Ramakers in Eijsden das Schiff von Brunswich Barge in Hamburg.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Gerettete nach Untergang der "Unora" wieder in Ventspils
Update vom 18.02.09
Ventspils / Lettland, 20.02.09 - Die vier Besatzungsmitglieder des gesunkenen lettischen Trawlers "Unora" bekamen am 19.1. um 13 Uhr wieder festen Boden unter die Füße. Sie erreichten den Hafen von Ventspils an Bord des ebenfalls lettischen Fischereifahrzeugs "Bonivars". Die "Unora" war am 17.2. 37 Meilen vor Bornholm gekentert. Das Schiff war beim Netzeinholen, als es von einer großen Welle getroffen wurde und sich überlegte. Eine zweite Welle brachte es zum Kentern. Nur die vier Decksmänner konnten eine Rettungsinsel, die sich automatisch löste und öffnete, erreichen. Der Kapitän und ein Ingenieur, die auf der Brücke waren, wurden wohl dort eingeschlossen und ertranken. Der Schiffseigner Aleksandrs Blohins muss wohl zu allem Unglück nach dem Verlust der "Unora" auch noch einige seiner Arbeiter entlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Keine Hoffnung auf Überlebende der "Dhanna III"
Update vom 16.02.09
Abu Dhabi / Vereinigte Arabischen Emirate, 20.02.09 - Der Untergang des Inselfrachters "Dhanna III" am 11.2. hat acht Menschenleben gefordert. Das Schiff war auf dem Weg von Jebel Al Dhana nach Jirneen Island mit einer Ladung von vier Trucks im Sturm gesunken. 17 Stunden nach dem Untergang schaffte es ein Mann, ein pakistanischer Lasterfahrer, an Land. Er wankte am 12.2. gegen 11.30 Uhr durch eine Tür eines Hauses auf einer Insel, nur mit einer Jacke und einer Schwimmweste bekleidet. Nachdem er versorgt war, stachen die Insulaner mit enem Boot in See, fanden aber nur ein gekentertes Rettungsboot, das sie an Land zogen. Bis heute wurden nur zwei weitere Menschen tot aufgefunden. Sechs Seeleute sind noch vermisst. Das Wrack des Frachters wurde halb gesunken 15 Meilen vor der Küste von Zirku Island entdeckt. Hier wurde auch ein anderer pakistanischer Fahrer am 18.2. in einem Gang entdeckt. Eine weitere Absuche des Wracks brachte keine Resultate. Angesichts andauernden schlechten Wetters wird den Vermissten keine Chance mehr gegeben, auch wenn weiter Ausschau gehalten wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Kutter als Schrott geborgen
Update vom 06.02.09
Sande, Fylke (Verwaltungsbezirk) Møre og Romsdal / Norwegen, 20.02.09 - Das demolierte Wrack des 19,12 Meter langen norwegischen Kutters "Vårøybuen" (VA 16 LS) der vor Sandsøy gestrandet war, wurde am 19.2. von dem Schlepper "Stadt Sjøtransport" von den Felsen gezogen. Wegen erheblicher Rumpfschäden sank der Kutter unmittelbar darauf wenige Meter vor dem Ufer. Er wurde aus dem Wasser gehoben und kieloben auf einer Barge abgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Kollision auf Mittellandkanal
Wolfsburg, Niedersachsen / DE, 20.02.09 - Am 18.2. stießen auf dem Mittellandkanal in Wolfsburg auf Höhe des VW-Verwaltungsgebäudes zwei Binnenschiffe und ein Baustellenfahrzeug zusammen. Alle beteiligten Schiffe wurden beschädigt. Vor dem VW-Hochhaus besteht derzeit wegen Bauarbeiten eine Engstelle im Kanal. Gegen 15.50 Uhr fuhr ein unbeladenes belgisches Binnenschiff Richtung Vorsfelde langsam in die Enge ein. Das deutsche Binnenschiff "Marienberg" folgte, war aber offensichtlich zu schnell. Das Schiff konnte nicht rechtzeitig aufstoppen und stieß mit dem Belgier sowie einem Baustellenfahrzeug zusammen.
Die "Marienberg" der Imperial Reederei &. Spedition GmbH aus Duisburg erwischte es am schwersten, sie erlitt einen Riss im Steuerbordvorschiff oberhalb der Wasserlinie. Die Polizei hat daraufhin die Weiterfahrt untersagt. Die Reparatur des Schiffes begann am Morgen des 19.1..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
"Sinegorsk" wieder unterwegs nach Ägypten
Update vom 26.01.09
Southampton, County Hampshire, England / UK, 20.02.09 - Der russische Frachter "Sinegorsk", der am 19.1. Teile seiner Holzladung vor der Küste von Kent verloren hatte, verließ am 18.2. um 20.25 Uhr den Hafen von Southampton, um, wenn nun alles planmäßig verläuft, am 1.3. den ägyptischen Zielhafen Alexandria zu erreichen. 800 Tonnen des in Oskarshamn an Bord genommenen Holzladung waren an die Strände zwischen Ramsgate und Broadstairs getrieben. 600 Tonnen wurden von Bergern geräumt, rund 200 Tonnen von Strandgängern. In den vergangenen Wochen waren die am Frachter entstandenen Schäden repariert und die verbliebene Ladung neu gestaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Suche nach Vermissten der "New Star" abgebrochen
Update vom 19.02.09
Wladiwostok (Vladivostok), Region Primorje / Russland, 20.02.09 - Die Suche russischer Rettungskräfte nach den acht vermisten Seeleuten des versenkten Frachters "New Star" wurde am 18.2. eingestellt, das Suchschiff "Lazurit "nahm Kurs auf Wladiwostok. Russland macht derweil den Kapitän des in Freetown beheimateten Frachters für die Tragödie verantwortlich, während die in Hongkong ansässigen Schiffseigner J-Rui Lucky Shipping Russland des Mordes und der unterlassenen Hilfeleistung bezichtigten. Nach russischer Auffassung hat er nicht alles Machbare unternommen, sein vier Jahre altes Schiff zu retten. Außerdem seien die Rettungsmittel nicht in brauchbarem Zustand gewesen und habe die Crew keine Überlebensanzüge getragen. China verlangte unterdessen von Russland eine Untersuchung des Vorfalls.
Der russische Ankläger in Nakhodka sagte, der Kapitän sei über Funk angerufen und mit Lichtsignalen zum Stoppen aufgefordert worden. Er habe einen Warnschuss ignoriert und sei mit voller Fahrt in Richtung der chinesischen Handeszone unterwegs gewesen. Danach seien mehrere hundert Schüsse aus einer automatischen Kanone von 30 mm abgegeben worden. Dieses hatte schließlich gewendet, war aber in dem aufkommenden Sturm wegen der erlittenen Schäden gesunken. Eine halbe Stunde danach hatte eines der beiden russischen Patroullienboote acht Überlebende aus einer Rettungsinsel aufgenommen. Die anderen dürften rasch an Unterkühlung gestorben sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Gestrandeter Lenkwaffenkreuzer beschädigte Korallenriff
Update vom 12.02.09
Honolulu, Hawaii / DE, 20.02.09 - Der Lenkwaffenkreuzer USS "Port Royal" (CG 73) wurde am 18.2. im Trockendock des Pearl Harbor Naval Shipyard gedockt, um die Schäden der Strandung einer halbe Meile südlich von Honolulu Airport am 5.2. zu beseitigen. Die Reparatur wird mehrere Monate dauern. Derweil stellte sich heraus, dass das Schiff nicht auf Sand und Fels, sondern auf einem Korallenriff gesessen hatte, das dabei beschädigt wurde. Marinetaucher sind damit beschäftigt, abgebrochene Teile mit schnell bindendem Zement zu sichern und losgerissene Brocken, die weitere Schäden verursachen können, auf tieferes Wasser zu verbringen..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Kutter vor Senja auf Grund gelaufen
Husöy, Insel Senja, Provinz (Fylke) Troms / Norwegen, 19.02.09 - Der 35 Fuß lange, norwegische Kutter "Cindy" (M-69-H) erlitt am 19.2. bei Torsken nahe der Insel Senja um 12.01 Uhr Wassereinbruch im Maschinenraumbereich. Um 12.06 Uhr wurde die Seenotrettung informiert. Der Kutter wurde bei Spanhellneset auf Grund gesetzt. Um 12.55 Uhr wurde der Skipper des Kutters vom Rettungsboot "Dagfinn Paust" abgeborgen. Sein Schiff sackte inwischen schon über die Backbordseite nach achtern ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
27 Tote nach Fährunglück in Bangladesh entdeckt
Update vom 19.02.09
Dhaka / Bangladesch, 19.02.09 - Von den rund 100 Passagieren der "ML-Happy", die in Südbangladesh auf dem Weg von Barisal nach Mehendiganj nach Kollision mit dem mit Sand beladenen Frachter "SM-Selim" sank, wurden bislang 27 tot geborgen. 26 wurden nach der Hebung am 19.2. gegen 16.50 Uhr Ortszeit entdeckt, nachdem das Wrack des Schiffes teilweise aus dem Kirtonkhola River, rund 170 Kilometer von Dhaka entfernt, gezogen worden war. 80 Personen wurden nach dem Zusammenstoß gerettet oder erreichten schwimmend das Ufer. Diejenigen, die im sinkenden Schiff eingeschlossen wurden, hatten wenig Überlebenschancen. Etwas 10 Personen waren noch vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Rechtsstreitigkeiten um Ladung der "Riad"
Update vom 20.10.08
Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 19.02.09 - Die Frachtversicherung der ELG Haniel Trading GmbH in Duisburg und die südafrikanische Hernic Ferrochrome (PTY) Ltd werden komplett für die Bergung der Fracht des Binnenschiffes "Riad", das am 13.10. 2008 nach Kollision mit dem Kümo "Wisdom" auf der Außenmaas sank, aufkommen. Die Gesamtkosten der Bergung betrugen 554,704.71 Euro, davon 34,000 Euros für das Schiff.
Die "Riad" wurde inzwischen vom holländischen Staat an Abbrecher verkauft. Der Schiffswert hatte sich derweil von vormals 350,000 Euro auf 90,000 Euro reduziert. Die weitgehend unversehrt gebliebene Ladung wird derzeit in Vlaardingen gelagert. Der Ladungseigner ELG Haniel Trading GmbH verwies zum weiteren Vorgehen auf die Rechtsvertretung AKD Prinsen Van Wijmen der Transportversicherer. ELG Haniel Trading und Hernic Ferrochrome hatten eine Garantie erwirken wollen, für die Sicherung der Ladung nicht aufkommen zu müssen. Das Ferrochrom wurde beschlagnahmt, doch das Gericht in Den Haag hob die Beschlagnahme auf. Auch die "Wisdom" war zeitweilig in die Kette gelegt worden, bis deren P&I-Club-Versicherung 925,000 Euro als Garantie zusicherte. Die Schuldfrage an der Kollision ist weiter ungeklärt. Sicher ist, dass der russische Kapitän der "Wisdom" betrunken war, als er die "Riad" rammte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Kutter strandete in Tampa Bay
Madeira Beach, Florida / USA, 19.02.09 - Am 18.2. strandete gegen 18.45 Uhr der 45 Fuß lange Kutter "Candace Eve" nach Maschinenproblemen im John's Pass in Madeira Beach, Florida. Der Kapitän informierte die Coast Guard St. Petersburg nach der Strandung, die sich beim Queren der Tampa Bay ereignete, über die Havarie. Am 19.2. beauftragte diese, nachdem das Schiff weiterhin auf dem Strand saß, angesichts eines aufkommenden Sturmes die Southern Waste Services damit, rund 350 Gallonen Dieselöl und andere umweltgefährdende Stoffe vom Kutter zu leichtern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Erneut Kollision vor Dubai
Dubai / Vereinigte Arabische Emirate, 19.02.09 - Am Abend des 18.2. kollidierten vor der Küste von Dubai erneut zwei Schiffe. Beide wurden leicht im Bugbereich beschädigt. Die "Rageeb 1" kam von Al Bisra Port im Irak mit 86 beladenen und 55 leeren Containern, als sie mit dem Bulkcarrier "Azeez", der mit 19800 Tonnen Eisen von Hamriya Port nach Bandar Abbas im Iran unterwegs war, im Schifffahrtskanal zwischen Al Hamriya und der Palm Deira-Baustelle zusammenstieß. Boote der Polizei retteten die 23 Seeleute der "Rageeb 1" und die 10 Mann der "Azeez".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Kasinoschiff bei Sunset Key gestrandet
Sunset Key, Key West, Florida / USA, 19.02.09 - Das 84 Fuß lange Casinoschiff "Pair-O-Dice" riss sich am Morgen des 17.2. von seiner Mooring los und trieb bei Sunset Key vor Key West auf Grund. Inzwischen wurde das Schiff zum Wrack erklärt durch die staatliche Fish and Wildlife Conservation Commission und zur Robbie's Marina auf Stock Island gebracht. Da der Eigner nicht in vorgeschriebener Frist der Pflicht zur Räumung des Schiffes, das ein Schifffahrtshindernis darstellte, nachgekommen war, wurden Berger damit beauftragt. Der Oil Spill Liability Trust Fund organisierte, dass ein Leck im Rumpf abgedichtet wurde. Anschließend wurden etwa 360 Gallonen Dieselöl, 70 Gallonen sonstiges Öl und 20 Batterien von Bord geholt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Dreadnought aus dem 1. Weltkrieg im Mittelmeer entdeckt
Update vom 09.02.09
Italien, 19.02.09 - Auf ein gesunkenes französisches Kriegsschiff aus dem ersten Weltkrieg stießen englische Geophysiker unerwartet, als sie die Route einer neuen Unterwasser-Gaspipeline zwischen Algerien und Italien erforschten. Das Wrack der "Danton" liegt in aufrechter Position am Meeresgrund in 1.000 Meter Tiefe und besitzt noch mehrere intakte Geschütztürme. Der Dreadnought stellte zu seiner Zeit eines der modernsten Kriegsschiffe dar, ehe es 1917 von einem deutschen U-Boot versenkt wurde. Gefunden wurde das Wrack bereits im Dezember 2007 50 Kilometer südlich von Sardinien im Tyrrhenischen Meer.
Auf seiner Schicksalsfahrt war es auf dem Weg zur Otranto-Straße zwischen Italien und Albanien, wo es eine Schiffsblockade unterstützen sollte. Es hatte zuvor das Mittelmeer im Zickzack-Kurs gequert, um den deutschen U-Booten zu entkommen. Doch am 19. März 1917 wurde es zur Mittagszeit von "U-64" torpediert. Von den rund 1.000 Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt an Bord befanden, konnten 806 vom Zerstörer "Massue" gerettet werden. Eine Dreiviertelstunde später sank das Schiff und riss die 296 Besatzungsmitglieder in die Tiefe, denen der Weg aus dem Schiffsbauch nicht mehr gelungen war. Als "außergewöhnlich" bezeichnet Rob Hawkins, Projektsleiter der Forschungsfirma Fugro GeoConsulting Limited http://www.fugro.co.uk den Zustand des Wracks. "Nachdem die Danton von Torpedos getroffen wurde, drehte sie sich mehrmals um die eigene Achse. Man kann deutlich nachverfolgen, wo sie am Weg in die Tiefe Teile ihres Unterbaus verlor und schließlich auf dem Meeresgrund aufschlug." Dort sei sie noch ein Stück weitergeschlittert, ehe sie zur Ruhe kam. Die französische Regierung versucht nun, das Unterwassergrab zu schützen und einen kleinen Umweg der Gaspipeline in der Region zu erwirken. Für Überraschung sorgte auch die genaue Untergangsposition des Schiffes, die man zuvor mehrere Seemeilen entfernt vermutet hatte. Das könne aber auf die Ungenauigkeit der früheren Navigationsgeräte gegenüber heutigen GPS-Methoden zurückgeführt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.02.2009
Info: Dreadnought = Schlachtschiff
Antarktis: "Ocean Nova" schwimmt wieder
Update vom 17.02.09
Antarktis / Argentinien, 19.02.09 - Das gestrandete Kreuzfahrtschiff "Ocean Nova" ist wieder frei. Um 23 Uhr Ortszeit des 18.2. konnte es sich mit dem Hochwasser von den Felsen befreien. Zuvor hatten Taucher des spanischen Marineschiffes "Hespérides" den Rumpf des 73 Meter langen Schiffes untersucht. Offenbar überstand er die Strandung unbeschadet. Nachdem es wieder flott war, nahm das Schiff Kurs auf Ushuaia in Feuerland, wo es gründlich inspiziert werden soll. Falls sich keine Hinweise auf Schäden ergeben, könnte am 22.2. die nächste Tour, eine 20-Tages-Reise in die Antarktis, nach Südgeorgien und zu den Falklands starten.
Zuvor waren alle 65 Passagiere der "Ocean Nova" mit Zodiacs zur "Clipper Adventurer", die ebenso wie der Havarist von dem US-Reiseunternehmen Quark Expeditions betrieben wird, übergesetzt worden, die ihrerseits Kurs auf Ushuaia nahm. Ein Versuch, um 1.30 Uhr freizukommen, war an widrigem Wetter gescheitert, sodass der Beschluss zur Evakuierung vorsorglich gefällt wurde.
Zuletzt war im Dezember 2008 das Kreuzfahrtschiff "Ushuaia" auf Grund gelaufen, und im November 2007 sank das kleine Kreuzfahrtschiff "Explorer" in arktischen Gewässern. Der Tourismus in dem ökologisch sensiblen Gebiet ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2009
Haben russische Grenzschützer den Tod von acht Seeleuten verschuldet?
Haben russische Streitkräfte den Untergang des Frachters "New Star" verursacht und den Ablauf des Geschehens vertuscht?
Update vom 18.02.09
Russland / China, 19.02.09 - Der Frachter hatte im russischen Hafen Nachodka eine Ladung Reis für einen Abnehmer in Sibirien angeliefert. Doch die Ware erwies sich als verdorben: Während des Transports war der Reis durch Seewasser aufgequollen. Die Empfänger wollten deshalb den Schiffseigner, eine Hongkonger Reederei, auf 120 Mio. Rubel (ca. 2,67 Mio. Euro) Schadenersatz verklagen – worauf das Schiff in die Kette gelegt wurde.
Der Kapitän lief am 13.2. ohne Genehmigung der russischen Behörden aus dem Hafen aus. Daraufhin schickte die russische Küstenwache zwei Patrouillenboote hinterher, die den Flüchtigen vor Erreichen der internationalen Gewässer wieder einfangen sollten. Auf Licht- und Funksignale reagierte die New Star nicht, weshalb die Grenzschützer den Frachter mit Leuchtkugeln und schließlich auch ihren Bordwaffen zum Anhalten zwingen wollten. 515 Projektile wurden abgefeuert – erst ohne Resultat vor den Bug, schließlich auch auf das Heck, um Schiffsschrauben und Ruder zu treffen. Nachdem schwerer Sturm aufkam, begann die "New Star" im Laufe von 24 Stunden Schlagseite zu entwickelnd und zu sinken. Ob die russischen Grenzer nun unter diesen Bedingungen der Besatzung mögliche und nötige Hilfe verweigerten, ist momentan noch unklar. Jedenfalls ging die Crew bei sieben Meter hohen Wellen in zwei Rettungsinseln. Eine von ihnen erreichte ein russisches Patrouillenschiff, die andere wurde abgetrieben und ist vermutlich gekentert. Eine drei Tage dauernde Suchaktion nach den acht Insassen blieb erfolglos. Die Staatsanwaltschaft in Wladiwostok prüft nun, inwieweit der indonesische Kapitän, die Hafenbehörde von Nachodka und der Seerettungsdienst Schuld an der Tragödie haben. Das Vorgehen der Grenzschützer kann hingegen nur von der Militär-Staatsanwaltschaft durchleuchtet werden.
Eine chinesische Zeitung berichtete derweil, die russischen Seeleute hätten zunächst über fast 24 Stunden "nicht auf die Hilferufe der Besatzung geantwortet". Erst danach durfte die Crew aus China und Indonesien in zwei Rettungsinseln umsteigen.
Die in Hong Kong ansässige J-Rui Lucky Shipping Company wies die Vorwürfe des Schmuggels unterdessen zurück und bezichtigte die Russen des Mordes. Sie habe die "New Star" 2006 an die Tongyu Shipping Company in der Zhejiang Provinz verchartert. Sie sei mit einer Ladung von 4978 Tonnen Reis am 29.1. in Nachodka eingelaufen, doch die russischen Käufer hätten die Entladung abgebrochen und 330,000. Dollar Schadensersatz gefordert. Am 11.2. seien die Löscharbeiten wieder aufgenommen und am folgenden Tag abgeschlossen worden. Der russische Agent habe nicht kooperiert bei den Bemühungen, eine Auslaufgenehmigung für die "New Star" zu erlangen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, eine Freigabe durch en Zoll zu erhalten, habe die Tongyu Shipping Company den Kapitän angewiesen, am Abend des 12.2. auszulaufen. Am 13.2. wurde die Verfolgung aufgenommen und das Schiff mehrere Stunden lang mit Artillerie und schweren Maschinengewehren unter Feuer genommen, wodurch der Rumpf schwere Schäden erlitten habe. Dann wurde die "New Star" aufgefordert, trotz der Schäden nach Nachodka abzudrehen. Dabei begann das Schiff zu sinken. Am 15.2. um 3.06 Uhr habe der Kapitän Tongyu über die kritische Lage informiert und um Hilfe gebeten, wenig später sei der Kontakt abgerissen.
Die russischen Marineoffiziere hätten keine Hilfe geleistet beim Versuch der 10 Chinesen und sechs Indonesier, an Bord von deren Schiffen zu gelangen. Statt dessen hätten sie verfolgt, wie die Inseln abtrieben und im Sturm von den Wellen überwältigt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2009
Viele Tote bei Fährunglück in Bangladesh befürchtet
Barishal / Bangladesch, 19.02.09 - Die Fähre "ML Happy" wurde am Morgen des 19.2. auf dem Kirtankhola River nahe Barisal in Süd- Bangladesh von einem Sandtransporter gerammt und sank. Eine Frau wurde tot geborgen. Etliche Fahrgäste konnten sich schwimmend ans nahe Land flüchten, doch wurde befürchtet, dass eine Reihe der rund 60 Passagiere im Innern des Wracks eingeschlossen wurde und ertranken. Die Polizei beschlagnahmte den Frachter und befragte dessen zweiköpfige Crew. Die "ML Happy" war unterwegs gewesen von Barisal ins nahe Pathaghata, als sie verunglückte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2009
Brückenwache schlief ein – Schiff demoliert
Southampton, County Hampshire, England / UK, 19.02.09 - Die Strandung des 87,90 Meter langen Frachters "Antari", 2466 BRZ, auf dem Weg vom schottischen Corpach nach Belgien am 29. Juni 2008 vor der Küste von Antrim wurde dadurch verschuldet, dass die Brückenwache eingeschlafen war. Dies wurde jetzt in einem Untersuchungsbericht festgestellt. Als das mit 2360 Tonnen Schrott beladene Schiff auf den Strand nördlich von Larne lief, war niemand auf der Brücke, der das drohende Unheil hätte abwenden können. Es war eine ruhige, mondscheinlose Nacht, in der der russische Wachoffizier in seinem Stuhl an Steuerbordseite vor einem der Radarschirme einnickte. Der Alarm war ausgeschaltet, und um 3.21 Uhr lief der Frachter nahe St Drumnagreagh Port zwischen Larne und Glenarm auf den Strand. Um 6.12 Uhr gelang es dem Havaristen, wieder freizukommen. Allerdings waren 70 Prozent des Schiffsbodens beschädigt, zur Reparatur mussten 25 Tonnen Stahl ausgetauscht werden.
Der Marine Accident Investigation Branch kritisierte in diesem Zusammenhang den Rhythmus von sechs Stunden Wache und sechs Stunden Freiwache der beiden zur Brückenwache befugten. Diese Routine auf Küstenfahrern kann zu riskanten Erschöpfungszuständen führen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2009
Inseln nach Fährstrandung abgeschnitten
Provinz Malaita / Inselstaat Salomonen, 19.02.09 - Auf den Malaita Outer Islands auf den Solomonen gibt es derzeit ein Transportproblem. Die Fähre "Belama" lief am 2.2. auf ein Riff vom Pelau Island, als sie auf dem Weg nach Lord Howe und zurück nach Honiara war. Inzwischen ist das Schiff leckgeschlagen und könnte nicht mehr zu bergen sein. Nun nahm die "Bikoi 1" Kurs auf Lord Howe, um die Lage der "Belama" zu untersuchen. Sie wurde von David Holosive, dem früheren Ministerpräsidenten der Malaita Outer Islands, für den Inselverkehr erworben und gemanagt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2009
Sinkende Motoryacht gerettet
Santa Barbara Harbor, Kalifornien / USA, 18.02.09 - Die 49 Fuß lange Motoryacht "Fevik" schlug am 18.2. gegen 11 Uhr nach Rumpfschaden leck. Die Coast Guard Los Angeles-Long Beach fing einen Notruf der dreiköpfigen Crew auf und entsandte sofort ein 47-Fuß-Boot der Station Channel Islands sowie einen HH-65-Hubschrauber der Air Station Los Angeles. Die in der Nähe befindliche "Mr. Clean III" assistierte mit einer Pumpe, die jedoch nicht gegen den Wassereinbruch ankam. Ein Rettungsschwimmer wurde mit einer weiteren Pumpe abgesetzt, und nun gelang es, das drei Fuß hoch gestiegene Wasser aus dem Boot zu lenzen. Nachdem die "Fevik" stabilisert war, wurde sie nach Santa Barbara Harbor eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2009
Glückliche Rettung eines verunglückten Skippers
Los Angeles, Kalifornien / USA, 18.02.09 - Ein Bootsfahrer wurde am 17.2. vor Ventura County aus dem Meer gerettet, nachdem er fünf Stunden zuvor von seinem 35 Fuß langen Powerboat "Gray Light" gefallen war. Das Boot war unterwegs vom Channel Islands Harbor nordwestlich von Los Angeles zum Westende von Anacapa Island ein Dutzend Meilen vor der Küste. Das Schiff fuhr mit Autopilot, als eine große Welle den Skipper gegen neun Uhr über Bord schleuderte. In sechs Fuß hohen Wellen sah der Mann sein Boot davon fahren. Er hatte nur ein langes T-Shirt, Shorts und Tennisschuhe an. Er schwamm, bis er von Arbeitern auf einer Offshore-Plattform entdeckt wurde. Sei ließen eine Leiter hinab, waren aber nicht in der Lage, ihn hochziehen. Daraufhin wurde ein Hubschrauber der Coast Guard Los Angeles gerufen, der einen Rettungsschwimmer absetzte, der den Verunglückten so lange sicherte, bis ein Boot der Küstenwachstation Channel Islands ihn gegen 14 Uhr aufnahm. Er wurde ins St. John's Regional Medical Center in Oxnard.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2009
Seepfadfinder ohne Boot
Port Sonoma, Kalifornien / USA, 18.02.09 - Das 33 Fuß lange Powerboat "Tiburon" der Novato-Seepfadfinder wurde am 16.2. gesunken auf dem Grund der Port Sonoma Marina auf dem Petaluma River entdeckt. Offenbar fiel es einem Sturm zum Opfer. Kleine Mengen Öl liefen aus und wurden mit Ölsperren eingefangen. Ein Taucher schloss die Ventile der Bootstanks. Am Nachmittag des 18.2. sollte das Boot mit einem Kran gehoben werden. Der Schaden an dem 1967 Drake Craft, das 2006 vom Tiburon Fire Department gespendet wurde, könnte 20,000 Dollar betragen. Die Novato Sea Scouts lehren Teenagers aus Novato und Petaluma das Bootsfahren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2009
Zwei Kollisionen binnen einer Stunde
Niederlande, 18.02.09 - Bei der Krammerschleuse in Bruinisse (Gemeinde Schouwen-Duiveland, Provinz Zeeland) und der Volkerakschleuse in Willemstad (Gemeinde Moerdijk, Provinz Nordbrabant) kam es am 16.2. zu Kollisionen. Ein Kümo und ein Binnentanker auf dem Weg in den nördlichen Vorhafen stießen in Bruinisse gegen 21.40 Uhr zusammen. Das Binnenschiff lief in das Heck des Kümos. Es kam zu geringem Sachschaden, die Schuldfrage war noch ungeklärt.
Eine Stunde später rammte ein Binnenschiff einen Leichter in einem Schubverband. Es war auf dem Weg zum östlichen Vorhafen der Krammerschleuse. Die Sicht war durch heftigen Regen schlecht. Aus der Schleuse kamen ein leerer Binnentanker und der Schubverband. Es entstand eine unübersichtliche Situation, in der das unbeladene Binnenschiff die backbordseitig an einen Schuber angekoppelte Barge rammte. Der Bug des Binnenschiffes erlitt einen Schaden einen Meter oberhalb der Wasserlinie. Es wurde an der Nordseite des Vorhafens festgemacht. Der Schubverband konnte seine Reise in Richtung der Volkerakschleuse fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.02.2009
Schiffsbrand in Hamburg
Hamburg, Bezirk Hamm-Süd / DE, 18.02.09 - Auf dem Bullenhuser Kanal kam es in Hamburg am Nachmittag des 17.2. zu einem Brand auf einem 19 Meter langen Stahlschiff. Es lag an einem Steg bei einer Werft am Hammer Deich. Der Eigner hat das Feuer im Inneren des Schiffes durch Schweißarbeiten verursacht. Er verließ das brennende Schiff, nachdem er alle Luken geschlossen hatte, sodass sich ein Schwelbrand entwickelte. Er erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde in einem Rettungswagen behandelt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2009
Schiff sank auf Flucht vor russischen Behörden
Update vom 16.02.09
Nachodka (Nakhodka), Region Primorje / Russland, 18.02.09 - Der Kapitän der "New Star", 2855 BRZ, die am 15.2. vor der russischen Pazifikküste gesunken war, hatte aus Sorge vor einer Anklage das Hoheitsgebiet Russlands verlassen. Das Schiff war aus Nakhodka ausgelaufen, nachdem er versucht hatte, eine Ladung minderwertigen Reis abzuliefern. Der russische Ladungsempfänger hatte die Annahme verweigert und gedroht, das Schiff in die Kette legen zu lassen. Daraufhin wies der Schiffseigner aus Hongkong den Kapitän an, den Hafen ohne vorliegende Auslaufgenehmigung zu verlassen. Das Schiff verließ illegal die russischen Hoheitsgewässer. Zwei russische Grenzschutzschiffe wurden beauftragt, den Frachter zu stoppen, doch der Kapitän ignorierte die Warnsignale. Selbst nach Warnschüssen setzte er die Fahrt fort. Wenig später sandte er Notsignale, nachdem die "New Star" leckgeschlagen war. Von der 16-köpfigen Crew konnte nur die Hälfte gerettet werden. Die Aktionen der beiden Patroullienschiffe wird nun von einem Militärankläger untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2009
Suche nach vermisstem Kutter vor Australien
Western Australia / Australien, 18.02.09 - Seit dem 12.2. wird der 42 Fuß lange Kutter "Sea Hawk" vermisst. Das Schiff war unterwegs von Kalbarri nach Useless Loop, 150 Meilen von Shark-Bay in Westaustralien entfernt. Die Polizei und SAR-Kräfte aus Canberra suchen nach Boot und Skipper, nachdem er nicht, wie erwartet, am 16.2. an seiner Arbeitsstelle erschienen war. Vier Flugzeuge starteten eine Suche zwischen Kalbarri und Dirk Hartog Island bis auf 130 Kilometer vor der Küste. Ein Helikopter überwachte die Küstenlinie von Kalbarri, samt Dirk Hartog Island bis nach Bernier Island vor Carnarvon. Versuche, das Schiff über Funk zu erreichen, waren ergebnislos. In dem Seegebiet herrschte grobe See und starker Wind. Die "Sea Hawk" hätte von Kalbarri nach Useless Loop 18 Stunden gebraucht, doch seit dem Auslaufen am 12.2. gegen 13 Uhr gibt es keine Spur mehr. Der Kutter hatte noch einen analoges EPIRB, doch der Satellit, der diese überwacht, wurde am 1.2. deaktiviert, und Schiffseignern war empfohlen worden, zu neuen digitalen EPIRBs zu wechseln. Dennoch hätte ein analoges EPIRB-Signal empfangen werden können von den Flugzeugen im Suchgebiet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2009
Versenkung der "Canterbury" fördert Tauchbetriebe
Whangaruru, Region Northland / Neuseeland, 18.02.09 - Die vor 14 Monaten als künstliches Riff nahe Cape Brett versenkte "Canterbury" hat sich als Stützte der örtlichen Tauchbetriebe erwiesen. Seit das Wrack im Deepwater Cove liegt, stiegen die Kundenzahlen von Northland Dive in Whangaruru um 50 Prozent. Rund 50 Taucher wurden jede Woche zum Wrack gebracht, dessen Bekanntheitsgrad kontinuierlich anwächst. Shuttle and Dive bietet seit eineinviertel Jahren Tauchexpeditionen an und haben seither mehr als 300 Taucher zum Wrack geführt. Für Dive HQ Bay stellt die "Canterbury" eine gute Alternative dar, wenn die See zu rauh ist, um zur "Rainbow Warrior" nahe der Cavalli Islands abzusteigen. Viele Taucher bleiben länger in der Region, um beide Schiffe zu betauchen. Vor Ort herrscht eine Sicht von bis zu 30 Metern, sodass bei ruhiger Sicht die Kommandobrücke schon von der Wasseroberfläche ausgemacht werden kann. Die Firma Island Das Wrack wird auch zusehends bewachsen, über die Hälfte der Relings sind bereits mit Korallen und Anemonen besetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2009
Kutter vor Bornholm in Not
Rønne, Insel Bornholm / Dänemark, 17.02.09 - Am Morgen des 17.2. kenterte ein 25 Meter langer lettischer Kutter 16 Meilen östlich von Bornholm in hohem Seegang. Das Rettungsboot "Mads Jacobsen" der Rønne Redningsstation, das Fischereiinspektionsschiff "Havørnen", ein dänischer und ein schwedischer Rettungshubschrauber sowie ein maltesischer Frachter beteiligten sich an der um 9.15 Uhr angelaufenen Suche nach der sechsköpfigen Crew. Die Helikopter entdeckten nach dem Eintreffen an der Unglücksstelle den in der See treibenden Peilsender sowie Wracktrümmer. Vier Männer wurden wenig später in den Wellen entdeckt und aufgewinscht. Zwei noch vermisste Seeleute wurden vermutlich im Schiffsinnern eingeschlossen, als das Schiff unvermittelt überrollte. Der Untergang kam so unerwartet, dass niemand Zeit hatte, eine Rettungsweste anzulegen. Die Fischer mussten in die kalte Ostsee springen. Die Suche dänischer Rettungskräfte nach den Vermissten wurde am Nachmittag des 17.2. ergebnislos eingestellt. Die Geretteten kamen mit Unterkühlungen in ein Krankenhaus auf Rønne.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2009
Segler aus der Themse gerettet
Gravesend, Verwaltungsbezirk Kent, England / UK, 17.02.09 - Am 17.2. um 11.15 Uhr funkte die 27 Fuß lange Yacht "Muddy Waters" Mayday. Kurz nachdem die Thames Coastguard es auffing, brach der Funkkontakt ab. Kurz danach meldete ein Zeuge, dass zwei Personen matschverschmiert ans Ufer kämen und zwei weitere sich im Wasser befänden. Die London Coastguard ließ zwei Boote auslaufen, auch das RNLI-Boot aus Gravesend wurde alarmiert. Binnen Minuten waren die Retter vor Ort und retteten alle vier Verunglückten. Nur der Skipper hatte eine Rettungsweste an. Das Boot war unterwegs von Whitstable nach London gewesen, als sie auf ein Unterwasserhindernis am Nordstrand nahe Gravesend lief. Alle vier Geretteten wurden ins Krankenhaus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2009
Sportboot sank vor Oakland
Oakland, Kalifornien / USA, 17.02.09 - In der Oakland-Mündung lief der 36 Fuß lange Kabinenkreuzer "Sea Gypsy" am 17.2. um 8.48 Uhr auf Grund und schlug leck. Die Küstenwache San Francisco fing einen Notruf auf, dass das Schiff schwere Schlagseite habe und Wasser eindringe. Sofort wurde ein 41-Fuß-Boot der Station San Francisco und ein HH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station San Francisco dem Skipper zu Hilfe geschickt. Der Mann wurde aufgewinscht und medizinisch betreut. Das Schiff sank an der Strandungsstelle, ein leichter Ölfilm wurde sichtbar. An Bord waren zwei Tanks mit einer Kapazität von 600 Gallonen Diesel.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2009
Öl lief aus halbgesunkenem Boot aus
San Francisco, Kalifornien / USA, 17.02.09 - Die U.S. Coast Guard ging am 17.2. gegen eine leichte Ölverschmutzung vor, die von der halbgesunkenen "Pabo Grande" ausging. Das Schiff lag bei Clipper Cove südwestlich von Yerba Buena Island in der San Francisco Bay. Um 10 Uhr wurde die Küstenwache über einen Ölaustritt informiert. Um das Wrack wurde nachmittags eine Ölsperre ausgelegt. Am 18.2. sollte das Boot aufgerichtet und das verbliebene Öl entfernt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2009
Taucher untersuchten Entdeckerwrack
Belgien / Norwegen, 17.02.09 - Das Wrack vor der nordnorwegischen Stadt Harstad (Provinz (Fylke) Troms) liegenden Dreimastseglers "Belgica" könnte geborgen werden. Zu diesem Schluss kam ein Taucherteam, das das Wrack untersucht hatte. Bei der "Belgica" handelte es sich um das Schiff des belgischen Entdeckungsreisenden Adrien de Gerlache, der mit ihm 1897 zum Südpol auslief. Am 15. April 1898 war der Polarkreis erreicht, doch dann kam das Schiff im Eis fest, und die Expedition musste am Südpol überwintern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2009
Info: Adrien Gerlache hatte sein Schiff einige Jahre nach seiner ersten Expedition in die Antarktis an die norwegische Armee verkauft. Während des Zweiten Weltkriegs war die "Belgica" ein schwimmendes Munitionsdepot der Engländer. 1941 brachten es die deutschen Truppen ohne es zu zerstören zum Sinken.
Rheinfrachter lief auf Grund
St. Goarshausen-Ehrenthal, Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz / DE, 16.02.09 - Das holländische Binnenschiff "Waalkade" (ENI-Nr. 02325556), 2945 ts, lief am 15.2. gegen 15 Uhr auf dem Rhein bei St. Goarshausen- Ehrenthal, Flusskilometer 560, auf Grund. Dabei schlug es im Vorschiffsbereich leck, und der Bugstrahlruderraum lief voll. Die "Waalkade" war unterwegs nach Krotzenburg mit einer Ladung von 2016 Tonnen Kohle. Ein Polizeiboot eskortierte den Havaristen ans Ufer in St. Goar. Mit zwei Tauchpumpen lenzte die Feuerwehr dort das Vorschiff, anschließend wurde die"Waalkade" nach Lahnstein geschleppt. Hier sollte die Ladung geleichtert und eine Notreparatur durchgeführt werden. Anschließend sollte der Frachter in Holland wieder instandgesetzt werden. Die Schifffahrtsbehörde untersuchte den Rheingrund an der Strandungsposition, konnte aber keine Unnormalitäten feststellen.
Die "Waalkade" ist 107 Meter lang, 11,4 Meter breit und läuft seit 2008 für W. de Beyer in Kekendom. Sie wurde 1984 bei Ebert & Sohne in Neckarsteinach als "Stolzeneck" erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.02.2009
Wieder Kreuzfahrer in Antarktis gestrandet
Antarktis, San Martin Basis / Argentinien, 17.02.09 - Das unter Bahamas-Flagge laufende Antarktis-Kreuzfahrtschiff "Ocean Nova", 2118 BRZ (IMO-Nr. 8913916) lief mit 61 Passagieren und einer Crew von 41 am 17.2. zwei Meilen von der argentinischen San Martin-Basis entfernt auf Felsen. Das Schiff kam mit dem Heck auf 68.08 S 67.06 W in der Marguerite Bay, westlich von Debenham Island, fest. Ursache der Strandung war extrem starker Wind. Bei einer ersten Untersuchung wurden keine Schäden am Schiff festgestellt.
An Bord befanden sich 21 Amerikaner, 18 Philippinos, 17 Briten, sieben Kanadier, vier Deutsche, fünf Iren, fünf Südafrikaner, drei Holländer, drei Neuseeländer, drei Dänen, zwei Argentinier und neun Passagiere anderer Länder. Sie waren auf dem 8. Tag einer zweiwöchigen Fahrt entlang des Polarkreises, die in Ushuaia ihren Ausgang hatte. Ihr Programm wurde planmäßig fortgesetzt.
Die Hoffnung, dass das Schiff mit steigendem Wasser gegen 13 Uhr Ortszeit mit eigener Kraft wieder freikommen würde, bewahrheitete sich wegen widrigen Wetters indes nicht. Gegen Mitternacht sollte ein weiterer Versuch gestartet werden, bis dahin würde auch die "Hespedrides" der spanischen Marine, die bei der Strandung 120 Kilometer entfernt war, eingetroffen sein. Vor Ort herrschten 40-50 Knoten Windgeschwindigkeiten. Die Passagiere sollten evakuiert werden, falls auch dieser Versuch fehlschlägt. Dazu nahm die "Clipper Adventure", ein anderes Schiff der Quarks-Flotte, Kurs auf die Strandungsstelle. Sie würde die Fahrgäste nach Ushuaia bringen. Auch das argentinische Forschungsschiff "Castillo" wurde um Assistenz gebeten. ging auf Standby. Auch ein Marineflugzeug wurde zur Strandungsstelle entsandt.
Die "Ocean Nova" wird bereedert von der Nova Cruising Ltd. das Management liegt bei der International Shipping, Miami. Es handelt sich bei ihr um die vormalige "Sarpik Ittuk". Sie entstand 1992 bei der , Ørskov Staalskibsværft in Frederikshavn, ist nach Verlängerung 73 Meter lang und 11,1 Meter breit. Sie wurde im März 1992 an die Arctic Umiaq Line A/S, Nuuk, Grönland, abgeliefert und für Grönland-Kreuzfahrten eingesetzt. Im Februar 2000 wurde das ursprünglich knapp 50 Meter lange Schiff bei Remontowa, Polen, verlängert. Im November 2006 ging sie an die Nova Cruising Ltd, Nassau und wurde im Mai 2007 auf den Namen "Ocean Nova" umgetauft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2009
Tanker geriet vor der türkischen Küste in Brand
Kefken Adası / Türkei, 17.02.09 - Am 16.2. brach im Schwarzen Meer auf dem türkischen Tanker "RTS Haldos", 2050 BRZ, um 17.45 Uhr ein Feuer aus. Das 91 Meter lange Schiff befand sich vor Kandira auf Position 41 17 885 N - 030 17.486 O, als der Brand im Maschinenraum des unbeladenen Schiffes entstand. Zwei Mann der Crew wurden verletzt, die übrigen 14 konnten sich unversehrt in Rettungsbooten in Sicherheit bringen. Die Rettungseinheiten "Kurtarma 4", "Liyi Emniyeti 5" sowie die "Tahlisiye" kamen zu Hilfe, und um 18.25 Uhr waren alle 16 Mann an Bord der "Tahlisiye". Am 17.02 um 07:00 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und um 14:00 war das Feuer gelöscht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2009
Kollision vor Rügen
Swinoujscie (Swinemünde) / Polen, 17.02.09 - Am 17.2. kam es um 1.20 Uhr auf der Ostsee zu einer Kollision zwischen der polnischen Fähre "Skania", 23663 BRZ (IMO-No. 9086588), sowie dem Heiligenhafener Kutter "Gitte". Der Unfall ereignete sich 12 Meilen östlich der Insel Rügen. Die 173,7 Meter lange Fähre war unterwegs vom polnischen Hafen Swinoujscie (Swinemünde) nach Ystad in Schweden, als sie in die Steuerbordseite der "Gitte" lief. Sie konnte nach Abschluss der Untersuchungen durch die Neustädter Polizei die Reise fortsetzen und sollte von den schwedischen Behörden nach dem Einlaufen in Ystad gründlich untersucht werden. Die "Gitte" wurde angewiesen, nach Sassnitz einzulaufen. Sie hatte Anker, Ankerkette sowie Teile der Seereling verloren. Das Schanzkleid wurde eingedrückt, der Vormast abgebrochen. Die Bundespolizei See hat im Auftrag der Lübecker Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr aufgenommen. In diesem Rahmen müssen die Kapitäne vernommen und beide Schiffe untersucht werden.
Bei der "Skania" handelt es sich um die 1995 bei der Schichau Seebeckwerft, Bremerhaven, erbaute "Superfast 1". Sie wurde im März 2008 an die Polish Steamship Co, (Unity Line), verkauft und am 15.5. "Skania" benannt. Seit dem 1.9.2008 verbindet sie Swinoujscie mit Ystad.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2009
Ruderhaus stürzte ab
Zeebrügge, Provinz Westflandern / Belgien, 17.02.08 - Das seegehende, belgische Binnencontainerschiff "Amberes", 5154 ts (ENI-Nr. 06000249), wurde am Abend des 12.2. bei einem Zwischenfall am Containerterminal von OCHZ in Zeebrugge beschädigt. Als der Kapitän das Ruderhaus per Knopfdruck absenken wollte, stürzte es förmlich ab und wurde von unten her durchbohrt. Dabei erlitt der Kapitän mehrere Knochenbrüche und musste ins Krankenhaus in Blankenberge eingeliefert werden. Die gesamte Brückeneinrichtung wie auch die Fenster wurden zerstört. Das manövrierunfähige Schiff musste zur Reparatur nach Holland abgeschleppt werden. Die 2008 in Dienst gestellte "Amberes" verkehrt als Shuttle zwischen dem binnenländischen Containerterminal in Meerhout am Albertkanal sowie Zeebrugge und Vlissingen. Das Schiff hat eine Länge von 134 Metern und eine Breite von 14,5 Metern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2009
Rätselraten über Räumung gesunkenen Schleppers
Lautoka / Fidschis (Fiji), 17.02.09 - Seit nunmehr einem Monat liegt der gesunkene Schlepper "Tug Number 9" an der Lautoka Wharf in Fiji. Von der Fiji Ports Corporation Limited war bislang nichts über eine Bergung des auf der Seite liegenden Wracks zu erfahren. Der Schlepper von Andrew Tinger war in stürmischer See untergegangen, der Eigner ist derzeit nicht zu erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2009
Verbrannte Leiche in gehobenem Wrack entdeckt
Stratford, Connecticut / USA, 16.02.09 - Am 16.2. wurde das Wrack des 40 Fuß langen Sportkutters "Stir it UP" in der Ferry Boulevard Marina in Stratford gehoben. Das Schiff sank bei einem Feuer am 14.2., wobei der Eigner im Boot eingeschlossen wurde und durch Rauchvergiftung ums Leben kam. Seine verbrannte Leiche war an Bord entdeckt worden. Der Brand war vor drei Tagen um 12.24 Uhr entdeckt worden. Zwei Feuerwehrleute gelangten nach dem Alarm noch an Bord des brennenden Schiffes und stellten fest, dass sich jemand an Bord befand, wurden jedoch von dichtem Rauch zurückgedrängt, bevor sie ihn erreichten, ehe schließlich das Boot sank. Bei der Untersuchung des Wracks stellte sich heraus, dass der Bootseigner wohl einer Propangasheizung, die in Brand geraten war, zum Opfer fiel.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2009
Stadt der Vernachlässigung eines Wracks beschuldigt
Donaldsonville, Louisiana / USA, 17.02.09 - Am 16.2. wurde gegen die Stadt Donaldsonville Anklage erhoben wegen der mangelnden Aufsicht über das Wrack des Nachbaus einer Fregatte aus dem 17. Jahrhundert. Die Cooper/T. Smith Stevedoring Company Inc., in Mobile, Alabama, beschuldigt die Stadt, dass das Wrack eines ihrer Schiffe beschädigt habe. Die "Le Pelican" ist ein Nachbau des Schiffes, das 1697 von Pierre le Moyne, Sieur d’Iberville, auf dem Hudson Bay in Kanada befehligt wurde. Die Stadt erwarb den Dreimaster im Mai 2002 für 55000 Dollar von der Fort Butler Foundation in Donaldsonville. Das Schiff sollte an der Waterfront von Donaldsonville eine Touristenattraktion werden. Tatsächlich aber sank "Le Pelican" im November 2002 auf dem Mississippi, wurde zwar wieder geborgen, ging jedoch im März 2004 erneut auf Grund. Trotz einiger Bergungsversuche verblieb sie seither dort. Am 30.6.2007 kollidierte die Kranbarge "Bill Hines" aus Darrow, die von Cooper/T. Smith betrieben wird, mit dem versunkenen Rumpf. Sie hatte Baggerarbeiten an der Anlegestelle von Donaldsonville durchgeführt, als sie gegen das nicht hinreichend markierte Wrack stieß. Seit Januar 2008 ist nun eine Leuchttonne nahe der "Le Pelican" ausgelegt. Vorher war auch noch ein Schlepper in das Wrack gefahren, wobei einer der drei Treibstofftanks aufgerissen wurde und 30 Gallonen Diesel den Mississippi auf einer Länge von 10 Meilen verschmutzten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2009
Bergung der "MP 27" zieht sich hin
Update vom 27.01.09
Kalmarsund / Schweden, 17.02.09 - So zäh wie befürchtet verläuft die Bergungsarbeit an dem Pontonschiff "MP 27" der Josef Möbius Bau-Aktiengesellschaft. Es war in schwerer See drei Meilen südöstlich von Blåjungfrun in den Gewässern von Nord-Kalmarsund gekentert. Inzwischen ragte nur noch ein kleines, vereistes Stück des Wracks an der Untergangsstelle aus dem Wasser. Der dänische Schwimmkran "Samson" wurde am 16.2. ein weiteres Mal von dem Schlepper "Asterix" zur Unglücksposition geschleppt und ging in Stellung. Doch die Berger hatten ein weiteres Mal Pech: Wegen einer Wetterverschlechterung musste auch dieser Hebeversuch abgebrochen werden. Ein Küstenwachboot aus Västervik wurde zur Untergangsstelle geschickt, um das Wrack auf neuerliche Beschädigungen zu untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2009
"Sveti Filip I Jakov" nach Feuer noch in Rheindürkheim
Update vom 16.02.09
Worms-Rheindürkheim, Rheinland-Pfalz / DE, 17.02.09 - Nach dem Maschinenraumbrand auf dem 80 Meter langen kroatischen Binnenschiff "Sveti Filip i Jakov" lag der Havarist weiter in Rheindürkheim. Hierher hatte ihn ein anderes Binnenschiff unmittelbar nach Brandausbruch am Nachmittag des 14.2. gegen 16 Uhr verschleppt, wo die Feuerwehr Worms mit 40 Mann gegen das Feuer, das auch die holzgetäfelte Kajüte in Brand zu setzen drohte, vorgingen. Da das Schiff manövrierunfähig ist, muss es zur Reparatur in eine Werft geschleppt werden. Bereits am 19.10.2008 war das 1924 erbaute Binnenschiff auf der Donau gestrandet und hatte erst am 25.10. wieder flottgemacht werden können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2009
Schwerer Brandschaden auf Trawler "Alida"
Update vom 14.02.09
Hansweert, Gemeinde Reimerswaal, Provinz Seeland / Niederlande, 17.02.09 - Bei dem Feuer auf dem holländischen Hecktrawler "Alida" (SCH 6), 2625 BRZ, am 14.2. wurde Deck 4 komplett zerstört. Das Schiff hatte eine Komplettüberholung bei der Reimerswaal-Werft in Hansweert fast beendet, als der Brand im Kabelgatt ausbrach. Die Feuerwehren von Reimerswaal, Kapelle, Goes und Borsele hatten den Brandherd zwar schnell unter Kontrolle, doch die Arbeit in den engen, verrauchten Gängen gestaltete sich langwierig. Außerdem mussten Schiff und Umgebung geräumt werden. Löschwasserschaden entstanden auch an allen übrigen Decks. Am 16.2. nahmen Experten ihre Untersuchungen zur Schadenshöhe auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2009
Suche nach Vermissten vor Indonesien dauert an
Update vom 16.02.09
Provinz Banten, Insel Java / Indonesien, 16.02.09 - Die SAR-Teams aus Banten nahmen ihre Suche nach fünf Vermissten der gesunkenen "Moring Jagad Samudra" am 16.2. wieder auf. Das Schiff war in den Gewässern von Tanjung Pujut Suralaya, Merak, West-Java, am Abend des 14.2. mit 11 Mann an Bord gekentert und gesunken. Der Kapitän wurde tot nahe des Kraftwerks von Suralaya treibend entdeckt. Die Suchteams durchkämmen die Gewässer von Tanjung Pujut Suralaya bis zur Sunda Strait. Immer noch herrschte raue See vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2009
Explosion beim Filteraustausch
Naples, Collier County, Florida / USA, 15.02.09 - Am 14.2. barg die U.S. Coast Guard zwei Seeleute mit Verbrennungen 2. und 3. Grades von der 473 Fuß langen Barge "Valiant" ab. Gegen vier Uhr war es auf der Barge 180 Meilen vor der Küste von Naples beim Auswechseln von Treibstofffiltern zu einer Explosion gekommen. Eine Coast Guard Rettungscrew wurde von Clearwater aus per Helikopter zur "Valiant" geflogen und erreichte sie zwei Stunden nach dem Notruf. Beide Männer wurden ins Tampa General Hospital geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.02.2009
Zwei Atom-U-Boote im Atlantik kollidiert
Update vom 11.02.09
United Kingdom / Frankreich, 16.02.09 - Ein britisches und ein französisches U-Boot mit ballistischen Raketen kollidierten in der Nacht zum 4.2. auf 1000 Fuß Wassertiefe im Atlantik. Offenbar haben die Einrichtungen, die vor anderen Booten warnen sollen, auf beiden Fahrzeugen komplett versagt. Weil sich beide Boote in langsamer Fahrt befanden, erlitten sie keine strukturellen Schäden. "Le Triomphant", eines von vier strategischen U-Booten der ‘Force de Frappe’, kehrte von einer 70-tägigen Reise zurück, als sie mit HMS "Vanguard" zusammenstieß. Dabei wurde der Sonardom des französischen Bootes zerstört, also genau der Teil, der die "Vanguard" hätte entdecken sollen. Die 101-köpfige Crew blieb unversehrt. Zunächst waren die Franzosen davon ausgegangen, das Boot habe gegen Ende seiner 70-tägigen Routine-Mission einen Container gerammt, da die 101 Mann starke Crew vor dem Zusammenprall keine Geräusche gehört hatte, wie sie normalerweise bei einem Objekt mit Antrieb zu erwarten wären. Das Boot erreichte drei Tage später die Heimatbasis L’Île Longue nahe Brest. Es muss zur Reparatur mindestens drei bis vier Monate im Trockendock verbringen. Der Schaden wurde auf 50 Millionen Pfund geschätzt. HMS "Vanguard" musste in die Basis Faslane in Schottland zurück geschleppt werden, wo sie mit deutlich sichtbaren Schrammen und Beulen am 14.2. eintraf. Auch ihre 135 Mann Crew kamen mit dem Schrecken davon.
Beide Boote sind rund 150 Meter lang und hatten 16 M45-Atomraketen mit einer Reichweite von 5000 Meilen an Bord mit einem Gewicht von je 35 Tonnen und sechs Sprengköpfen.
Im März 2007 war es zu einem schweren Zwischenfall auf dem britischen Atom-U-Boot "Tireless" gekommen, als ein Sauerstoffgenerator explodierte, während sich das Boot unter dem arktischen Eis befand. Weil die Explosion ein Schott verzogen hatte, erreichten die Retter zwei im Rauch eingeschlossene Männer nicht mehr rechtzeitig, sie konnten nur noch tot geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2009
Binnenschiff schlug auf Donau leck
Vilshofen, Landkreis Passau, Bayern / DE, 16.02.09 - Am 15.2. lief auf der Donau bei Kilometer 2251,1 nahe Pleinting ein Schubverband, bestehend aus dem Schlepper "Köszeg" sowie der Barge "MRHT 1809/B", auf Grund. Dabei kam es im vorderen Teil zu einem Wassereinbruch. Es gelang, den Verband nach Vilshofen zu bringen, wo die alarmierte Feuerwehr mit mobilen Lenzpumpen den Wassereinbruch bekämpfte, während ein Taucher das Leck provisorisch abdichtete. Danach gelang es, das eingedrungene Wasser vollständig abzupumpen, sodass der Verband nach Enns / Österreich weiterlaufen konnte. Nachdem hier die Ladung geleichtert wurde, ging es anschließend nach Linz zur endgültigen Reparatur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2009
Rasche Hilfe für brennendes Rheinschiff
Worms, Rheinland-Pfalz / DE, 16.02.09 - Dank der schnellen Hilfe eines geistesgegenwärtigen Rheinschiffers und dem schnellen Eingreifen der Wormser Feuerwehr verlief ein Brand im Maschinenraum eines unter kroatischer Flagge fahrenden Binnenschiffes glimpflich. Auf dem 1924 erbauten. mit Kies beladenen Frachter brach das Feuer am 14.2. gegen 16 Uhr aus, als es sich in Talfahrt auf Höhe der Wormser Rheinbrücke befand. Ein anderes Binnenschiff konnte das nahezu manövrierunfähige Fahrzeug längsseits nehmen und bis zu einer Anlegestelle bei Schill/Proland in Rheindürkheim schleppen. Die mit mehreren Fahrzeugen und 40 Mann angerückte Feuerwehr hatte den Brand, der zeitweise auch auf den angrenzenden Wohnraum und die dortige Holzvertäfelung überzugreifen drohte, rasch unter Kontrolle. Das Schiff, das mit zwei Mann Besatzung und einem Lotsen unterwegs war, verblieb am 15.2. in Rheindürkheim. Da es nur im Bugbereich noch zu steuern ist, muss es abgeschleppt und zur Reparatur in eine Werft geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2009
US-Zerstörer rammte Kutter
Yokosuka, Präfektur Kanagawa / Japan, 16.02.09 - Der 155,30 Meter lange amerikanische Lenkwaffenzerstörer USS "Lassen" (DDG 82) kollidierte am 15.2. gegen 12.25 Uhr nahe Yolosuka mit dem 34 Fuß langen, japanischen Kutter "Sumomo II". An Bord des Kutters, der auf Fangfahrt war und Schäden an Bug und Steuerbordseite erlitt, waren vier Personen, die unversehrt blieben. Das Schiff blieb fahrtüchtig. Die "Lassen" kehrte nach dem Zusammenstoß in den Hafen zurück. Sie erlitt keine nennenswerten Schäden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2009
15 Personen aus Sturm gerettet
Jakarta / Indonesien, 16.02.09 - Vor Bokor Island sank ein Fährboot am 14.2. in Wellen von drei Metern Höhe. An Bord waren 11 Passagiere und vier Mann Crew auf dem Weg von Muara Angke, Nord-Jakarta, nach Pramuka Island. Die Wellen rissen den Rumpf auf, und Wasser drang ein. Fischer retteten die Schiffbrüchigen..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2009
Acht Seeleute bei Untergang von Frachter ertrunken
Yuzhno-Sakhalinsk, Insel Sachalin / Russland, 15.02.09 - Acht Seeleute, davon fünf Indonesier und drei Chinesen, kamen ums Leben, als der Frachter "New Star", 2855 BRZ (IMO-Nr. 9021904) am 15.2. vor der russischen Pazifikküste sank. Insgesamt hatte der unter der Flagge von Sierra Leone registrierte Frachter 16 Mann Crew. Er hatte am 14.2. Nakhodka nach Löschen seiner Ladung verlassen und war 50 Meilen vor dem Hafen in schwerem Sturm in Seenot geraten. Zunächst entwickelte er 30 Grad Steuerbordschlagseite, die sich weiter verstärkte, sodass die Crew in zwei Rettungsinseln ging. Die Hälfte von ihnen wurde von einem Patroullienboot aus Primorye gerettet. Zwei Mann wurden von einer großen Welle aus der anderen Insel gespült und gingen verloren. Der Versuch, die verbliebenen sechs zu bergen, scheiterte bei Windgeschwindigkeiten von 25 Stundenkilometern und Wellenhöhen von sechs Metern.
Das 5000 Tonnen verdrängende Schiff von Tongyu Shipping in Zehjiang war 98 Meter lang und 15,8 Meter breit. Es war 2005 als "Xin Tong Yu 108" erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2009
Feuer auf Frachter in Nachodka
Nachodka (Nakhodka), Region Primorje / Russland, 15.02.09 - Kurz nach dem Einlaufen in Nahodhka brach auf dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter "Nancy", 23566 BRZ (IMO-Nr. 7919810) ein Feuer aus. Alle 23 Mann Crew wurden gerettet. Der Kapitän blieb an Bord. Die drei russischen Schiffe "Captain Sokolov", "Engineer Marchenko" und "Taifun" begannen mit der Brandbekämpfung an Bord des 201 Meter langen Frachters. Das Rettungsschiff "Predanny" lief zur Hilfeleistung aus Wladiwostok aus.
Das Schiff war 1980 in Varna als "Falcon Sea" erbaut worden. 1999 wurde es zur "Loyal Master", 2002 zur "Newcastle City" und 2003 zur "Africa". Seit 2005 gehört es der Kassab International Shipping Ajman in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Bulkcarrier ist 201 Meter lang und 27,82 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2009
Fähruntergang vor Indonesien
Provinz Banten, Insel Java / Indonesien, 15.02.09 - Vor der indonesischen Banten-Provinz sank in der Nacht zum 14.2. die Fähre "Moring Jagad Samudra". Das Schiff hatte 11 Passagiere und sechs Mann Crew an Bord, als es vor Westjava in starken Seegang geriet. Fischer zogen den Kapitän tot aus dem Wasser, die übrige Crew wurde vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2009
Hoffnungen auf Überlebende der "Dhanna III" sinken
Update vom 14.02.09
Abu Dhabi / Vereinigte Arabischen Emirate, 16.02.09 - Die Hoffnungen auf Überlebende der 480 Tonnen großen Fähre "Dhanna III" schwanden am 15.2. Das 48 Meter lange, 1979 erbaute Schiff war in schwerer See vor Abu Dhabi gesunken. Suchteams waren weiter zwischen Jebel Dhanna, an der Westküste von Al Gharbia sowie um Jurnain Island, wohin das Schiff bestimmt war, im Einsatz. An Bord waren vier Pakistanis, drei Inder, ein Bangladeshi und ein Indonesier gewesen. Fünf von ihnen gehörten zur Besatzung, die anderen vier waren pakistanische Trucker, die ihre Lastzüge begleiteten.
Wegen ungünstiger Wetterprognosen für den 11.2. hatte der Kapitän abends vor Zirku Island ankern wollen, doch das Wetter verschlechterte sich früher als erwartet, und bei Wellenhöhen von 10 Fuß und Windgeschwindigkeiten um 40 Knoten rissen sich die an Bord gestauten Fahrzeuge los. Als die Fähre zu wenden versuchte, kenterte sie gegen 17 Uhr, als die Ladung endgültig überging. Am 14.2. wurde die Suche, die wegen anhaltenden Sturms hatte gestoppt werden müssen, mit sechs Rettungsbooten der Marine und zwei Helikoptern wieder aufgenommen. Das Wrack der "Dhanna III" wurde 15 Meilen vor Zirco Island, auf der sich eine Ölförderstätte der Zakum Development Company (Zadco) befindet, geortet.
Bereits vor zwei Monaten hatte die Fähre auf dem Weg von Mugharaq nach Jurnain im Sturm Schwierigkeiten gehabt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.02.2009
Feuer auf Trawler in Hansweert
Hansweert, Gemeinde Reimerswaal, Provinz Seeland / Niederlande, 14.02.09 - In der Nacht zum 14.2. brach gegen 2 Uhr im Maschinenraum des Hecktrawlers "Alida" (SCH 6), 2625 BRZ, ein Feuer aus. Der Brand auf dem 88,24 Meter langen Schiff von W. van der Zwan in Scheveningen, das zu Überholungsarbeiten an der Werft Reimerswaal in Hansweert lag, war von starker Rauchentwicklung begleitet. Der Versuch von Werftarbeitern, des Brandes Herr zu werden, scheiterte. Daraufhin wurden die Feuerwehren von Kapelle, Kruiningen, Goes, 's-Gravenpolder und Arnemuiden alarmiert, die nach zwei Stunden "Feuer aus" melden konnten. Danach musste das Schiff gründlich entlüftet werden. An der Isolation entstand erheblicher Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2009
Norwegischer Kutter fing Feuer und sank
Moskenes, Provinz (Fylke) Nordland, Lofoten / Norwegen, 14.02.09 - Am 14.2. fing der 14 Meter lange norwegische Kutter "Mirsel" (N-0017-MS) aus Sørvågen gegen sechs Uhr rund 15 Kilometer südlich von Moskenes auf den Lofoten Feuer. Das Rettungsboot "Gjert Wilhelmsen" wurde um 7.30 Uhr alarmiert. Zu dieser Zeit hatte der 12 Meter lange Kutter "Fire Brødre" bereits die zweiköpfige Crew der in Flammen stehenden "Mirsel" aufgenommen. Sie wurde auf die "Gjert Wilhelmsen" übergeben, die noch vergeblich versuchte, den Brand auf dem Kutter der Rartredreit Mirsel ANS zu löschen. Das Schiff sank wenig später.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2009
Suche nach sieben vermissten Seeleuten von Sandstürmen behindert
Abu Dhabi / Vereinigte Arabischen Emirate, 14.02.09 - Rettungsteams entdeckten am 14.2. das Wrack der seit dem 11.2. vor der Westküste von Abu Dhabi vermissten Fähre "Dhanna III". Am selben Tag trieb die Leiche eines der neun Besatzungsmitglieder am Strand von Mubarad Island, 46 Kilometer von der Untergangsstelle entfernt, an. Der Kontakt zwischen den Hafenbehörden von Jebel Dhanna und der Fähre war in einem schweren Sandsturm nach dem Auslaufen des Schiffes vom Hafen der Insel Jurnain abgebrochen. Es transportierte Laster und Pkw. Ein Mann wurde danach gerettet, sieben Männer sind nun noch vermisst. . Die Suche nach den Seeleuten wurde mit sechs Militärbooten und zwei Hubschraubern fortgesetzt, doch erschwerten andauernde Sandstürme die Aktion. Das Wrack des Schiffes der Dalma Cooperative Society wurde 28 Kilometer vor Zirco Island, zwischen Jebel Dhanna und Jurnain, geortet. An der Rettungsaktion sind die Critical National Infrastructure Authority (CNIA), das Supreme Petroleum Council (SPC), und die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) beteiligt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2009
Weltkriegsgranate beschädigte dänisches Baggerschiff
Fredericia, Region Syddanmark / Dänemark, 14.02.09 - Am 13.2. gegen 13.30 Uhr explodierte auf dem dänischen Saugbagger "Gefion R", 2985 BRZ (IMO: 8510829) , eine Granate. Das 96,50 Meter lange Schiff war vor der estnischen Küste tätig, als die Detonation das Pumpenhaus beschädigte. Während die Crew versuchte, den Laderaum auszupumpen, steuerte das Schiff die Fredericia Værft an, wo sie ins Trockendock ging und die Ladung vom Søværnets Minørkorps untersucht wurde. Es fand insgesamt 21 Granaten, 15 des Typs 40 mm, und sechs des Typs 76 mm. Sie wurden bis zum Morgen des 14.2. aus dem Laderaum geborgen und sollten gegen Mittag kontrolliert gesprengt werden. Die "Gefion R", die bis in 45 Meter Tiefe arbeiten kann, wird betrieben von der Rohde Nielsen A/S.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2009
Sechs Vermisste nach Frachteruntergang
Yangjiang, Provinz Guangdong / China, 13.02.09 - Die sechsköpfige Crew des Frachters "Changhai 178" wurde vermisst, nachdem das Schiff am Morgen des 13.2. vor der südchinesischen Guangdong Provinz gekentert und gesunken war. Der Frachter war mit einer Ladung von 1700 Tonnen Stahl unterwegs nach Guangxi, als er nahe Hailing Island vor Yangjiang gegen 1.30 Uhr unterging. Ein Besatzungsmitglied wurde 12 Stunden später von einer Kutterbesatzung im Meer treibend entdeckt. Der Gerettete gab an, das Schiff sei so schnell gesunken, dass es keine Zeit mehr gegeben habe, Rettungsmittel zu benutzen. Rettungsboote und Helikopter starteten eine Suche nach den vermissten Seeleuten. Die "Changhai 178" gehörte der Changle Sea Transportation Co. in der benachbarten Fujian Provinz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2009
Atlantikschwimmerin musste nach Untergang von Begleitschiff aufgeben
Tobago (Inselstaat Trinidad und Tobago), 13.02.09 - Die Atlantikschwimmerin Jennifer Figge aus Davenport musste den versuch der Querung abbrechen, nachdem der 50 Fuß lange Katamaran, der sie mit fünf Personen begleitete, am Nachmittag 12.2. vor der Küste von Tobago sank. Die Crew und Figge wurden gerettet, doch der Versuch, 3000 Meilen von den Cap Verden nach Trinidad zu schwimmen, war damit nach rund 250 Meilen gescheitert. Der Katamaran hatte an beiden Schwimmern Schäden erlitten, als er gegen 13.15 Uhr auf Felsen vor der Küste von Tobago trieb, und langsam zu sinken begonnen. Tags zuvor war er in Tobago eingelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2009
Schlechtes Sicherheitsmanagement nach Fährenhavarie attestiert
Southampton, County Hampshire, England / UK, 10.02.09 - Der Marine Accident Investigation Branch veröffentlichte einen Report über die Strandung Seatruck-Fähre "Moondance" im Juni vergangenen Jahres (29 Juni 2008). Die Havarie war dem Verlust des Schwesterschiffes "Riverdance" vor Cleveleys gefolgt. In dem Bericht werden fundamentale Überprüfungen des Sicherheitsmanagements von Seatruck-Fähren gefordert. Nach den Havarien der "Ice Prince", "Riverdance" oder "Explorer" ergab sich die Frage, wie nach einer Beschädigung solcher Schiffe die Stabilität gewährleistet werden kann.
Die "Moondance" lief auf Grund, als sie von einem Aufliegeplatz zum Fährhafen in Warrenpoint Harbour (Nordirland) versegelte. Nach der Grundberührung kam es zu einem Blackout der Bordelektrizität. Die Ruderanlage wurde beschädigt. In dem Bericht wurde herausgestellt, dass der Backbord-Generator kurz vor dem Ablegen Alarm gab. Der 2. Ingenieur arbeitete fieberhaft, aber ohne Aufsicht an dem Problem mit der Wasserversorgung, informierte aber nicht den Leitenden Ingenieur. Wenig später ging der Alarm aus, es folgte ein Total-Blackout. Die Propeller verharrten in voll-zurück-Lage, und in der Folge lief das Schiff auf Grund. Die Situation in dem Maschinen-Kontrollraum wurde nach der Havarie als chaotisch bezeichnet, und es gab wenig Kommunikation zwischen Maschine und Brücke.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.02.2009
USA: Forschergruppe auf Abenteuerfahrt
Rockland, Maine / USA, 13.02.09 - Die US Coast Guard eskortierte am 13.2. den 120 Fuß langen Trawler "Endurance" nach Wassereinbruch rund fünf Meilen südlich von Matinicus Island, Maine. An Bord des von New Bedford aus operierenden Schiffes befand sich auch ein Forschungsteam der National Oceanic and Atmospheric Administration. Es war unterwegs nach Portland, Maine, als das Schiff um 4.50 Uhr leckschlug. Über VHF-FM wurde die Coast Guard in Northern New England in Portland über die Situation informiert, die daraufhin ein 47 Fuß-Boot der Station Rockland sowie einen Falcon-Jet und einen Jayhawk-Helikopter der Air Station Cape Cod in Marsch setzte. Der Kapitän der "Endurance" sagte, zwar kämen die Bilgenpumpen gegen das eindringende Wasser an, doch aus Sorge, dass eine Pumpe ausfiele, erbat er zusätzliche Pumpkapazität. Das Rettungsboot traf um 6.25 Uhr ein, der Jet um sieben, und weil die Situation stabil war, kehrte der Hubschrauber zu seiner Basis zurück. Während die "Endurance" sich auf dem Weg zur Journey's End Marina in Rockland machte, blieb sie in viertelstündlicher Kommunikation mit dem 47-Fuß-Boot.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2009
Tampa Bay nach Kollision gesperrt
Tampa, Florida / USA, 13.02.09 - Am 13.2. um 10.52 Uhr wurde die Tampa Bay wieder für den gesamten Schiffsverkehr freigegeben, nachdem sie im Gefolge einer Kollision zwei Meilen nordwestlich von Manbirtee Key, Florida, zur Bekämpfung einer Dieselölverschmutzung am 12.2. gegen 20 Uhr gesperrt worden war. Der 80 Fuß lange Trawler "Maranatha" aus Irvington, Alabama., war mit der "Coastal", einer 95 Fuß langen Barge, zusammengestoßen. Dabei war in den Rumpf des Trawlers ein Leck von vier mal acht Inch gerissen worden. Aus dem vorderen Brennstofftank an Steuerbordseite, der rund 4000 Gallonen Dieselöl enthielt, liefen zwischen 800 und 1000 Gallonen in die Bucht. Das Leck konnte wenig später abgedichtet werden, um das Schiff wurde eine Ölsperre ausgelegt. Inzwischen wurde der "Maranatha" die Weiterfahrt zur East Bay mit einer Eskorte der Coast Guard gestattet. Ein HH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Clearwater, der 87 Fuß lange Coast Guard Cutter "Hawk" aus St. Petersburg, ein 25-Fuß-Boot der Station St. Petersburg sowie das Florida Department of Environmental Protection, die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission, die National Oceanic and Atmospheric Administration und das Hillsborough County Sheriff's Office waren bei der Bekämpfung der Ölverschmutzung im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2009
Deutsche Fregatte erlitt Leck am Sonardom
Catania, Insel Sizilien / Italien, 11.02.09 - Die deutsche Fregatte "Lübeck" (F 214) liegt derzeit im Hafen Catania auf Sizilien fest, nachdem die Kollision mit Treibgut auf der Fahrt von Lissabon nach Sizilien zu einer Leckage am Sonardom im Vorschiff führte. Wahrscheinlich handelte es sich bei dem Gegenstand um im Sturm über Bord gegangenene Frachterladung. Für das 130 Meter lange Schiff sucht die Marine nun ein Dock, in dem der Schaden repariert werden kann. Die Teilnahme an dem U-Jagd-Manöver "Noble Manta" des Einsatzausbildungsverbandes musste wegen der Havarie abgebrochen werden.
Die Fregatte "Lübeck" (F 214) misst in der Länge 130,50 Meter, Breite 14,6 Meter, Tiefgang 6 Meter. Das Schiff hat eine Wasserverdrängung von 3.680 Tonnen. Der Diesel- und
Gasturbinenantrieb leistet bis zu 38.000 kW (52.000 PS). Damit erreicht das Schiff eine Geschwindigkeit von 30 Knoten (rund 55 km/h). Indienststellung: 6. März 1990. Besatzungsstärke: 219 Soldaten. Gemeinsam mit ihren sieben Schwesterschiffen wurde die"Lübeck", als jüngste Einheit der "Bremen-Klasse", für die U-Boot-Jagd und Seezielbekämpfung konzipiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2009
Norwegischer Trawler in Notlage
Ålesund, Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 13.02.09 - Am Nachmittag des 12.2. wurde das 20,40 Meter lange Rettungsboot "Emmy Dyvi" aus Ålesund zu dem norwegischen Kutter "Sulavåg" (NT-0056-V), 45 BRZ gerufen. Das 21 Meter lange Schiff der Sulavåg AS in Rørvik hatte südlich von Svinøy Feuer Wassereinbruch im Maschienraum erlitten. Zwar war die Crew in der Lage, gegen das eindringende Wasser anzukommen, doch war der Einsatz der "Emmy Dyvi" vonnöten, um den Maschinenraum zu lenzen und den Havaristen nach Ålesund abzuschleppen, wo er sicher am Kai der Fischölfabrik Langevåg festgemacht wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2009
Feuer auf Forschungsschiff
Kōbe, Insel Honshū / Japan, 13.02.09 - Am Morgen des 12.2. kam es gegen neun Uhr zu einem Feuer auf dem japanischen Forschungsschiff "Yokosuka", 4439 ts, das im Hafen von Kobe lag. Bei den Löscharbeiten wurden drei Besatzungsmitglieder durch Rauchvergiftung leicht verletzt. Als der Brand ausbrach, waren rund 100 Arbeiter und Besatzungsmitglieder auf dem Schiff tätig. Das Feuer entstand durch Funken bei Schweißarbeiten. Die "Yokosuka" gehört der regierungseigenen Agency for Marine-Earth Science and Technology.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2009
Tragflächenboot von Plastiktasche lahmgelegt
Amsterdam, Provinz Noord-Holland / Niederlande, 12.02.09 - Eine vom Kühlwassersystem angesaugte Plastiktasche legte am 12.2. die holländische Tragflächenboot "Klaas Westdijk" von Connexxion lahm. Nachdem die Maschine auf dem Weg von IJmuiden nach Amsterdam auf dem Nordsee-Kanal ausgefallen war, gelang es dem Kapitän noch, die Fähre an einen kleinen Anleger im Kanal zu bringen. Die Crew beruhigte die Passagiere, und nach kurzer Zeit wurden sie von einer anderen Connexxion-Fähre aufgenommen, um die Reise fortzusetzen. Den Tag über wurde vergeblich versucht, die Tasche aus dem Kühlwassersystem zu entfernen, schließlich musste ein Taucher gerufen werden.
Erst vor einigen Tagen war das Schwesterschiff "Rosanna" auf die Uferböschung gelaufen. Die Tragflächenboote von Connexxion können 79 Passagiere aufnehmen im Einsatz zwischen Velsen und Amsterdam.
Der Kasko der "Klaas Westdijk" entstand in der Ukraine, die Ausrüstung bei der Bodewes-Werft in Hasselt und die Taufe am 10.9.2008.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2009
Verrottete Bananen drohen Frachter in die Luft zu jagen
Odessa / Ukraine, 12.02.09 - Von dem 159 Meter langen Frachter "Amfitrite 1" (IMO: 8003773, 10364 BRZ, Baujahr 1982), der seit geraumer Zeit im Hafen von Odessa liegt, geht Explosionsgefahr aus. Die Hafenbehörden versuchen intensiv dem Problem Herr zu werden, das von der Ladung von 3000 Tonnen verrotteter Bananen ausgeht. Die Hafenbehörden warnten, dass bei einer Methankonzentration von 5-15 % eine Explosion stattfinden könnte.
Die unter der Flagge von Panama fahrende "Amfitrite 1" wurde am 14. September 2008 beschlagnahmt, weil Zollbeamte 11 kg Kokain im Maschinenraum gefunden hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2009
Explodierter Kutter gesunken
Update vom 09.02.09
Wrightsville Beach, North Carolina / USA, 12.02.09 - Der 60 Fuß lange Kutter "Beau Vin" aus Fort Macon, der am 8.2. explodiert war, scheint gesunken zu sein. Ein C 130- Suchflugzeug konnte am 9.2. das Wrack nicht mehr lokalisieren. Der Kapitän war 20 Minuten, nachdem er Mayday gefunkt und das EPIRB aktiviert hatte, gerettet worden. Er gab nach seiner Rettung an, vor der Explosion sei es zu einem Feuer an Bord gekommen. Als es ihm nicht gelang, die Flammen zu löschen, sei er in die Rettungsinsel gegangen, aus der er 20 Meilen vor dem Masonboro Inlet von der "Sea Swirl" gerettet und mit geringfügigen Verbrennungen zur Küstenwach-Station Wrightsville Beach gebracht wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.02.2009
Kollision im Nord-Ostsee-Kanal
Kiel / Schleswig-Holstein / DE, 12.02.09 - Am 12.2. kam es gegen drei Uhr morgens zu einer Kollision auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Der 120 Meter lange, unter Zypern-Flagge laufende Tanker "Vasi", 8247 BRZ (IMO-Nr. 9435806), hatte gerade die Holtenauer Schleusen verlassen und war mit einer Ladung Harnstoff nach Rouen unterwegs. Als er versuchte, den 88 Meter langen, unter Singapur-Flagge registrierten Tanker "Birthe Theresa", 2094 BRZ (IMO-Nr. 9083184), zu überholen, rammte er diesen mit seiner Steuerbordflanke, woraufhin die "Birthe Theresa" in die Uferböschung auf Höhe Projensdorf gedrückt wurde. Die "Vasi" erlitt ebenso wie der Kollisionsgegner Einbeulungen. Die "Birthe Theresa", die gerade von der Bunkerstation am Kieler Nordhafen abgelegt hatte, machte nach dem Zusammenstoß im Holtenauer Binnenhafen fest, konnte aber bald ihre Reise gen Nordsee fortsetzen. Die schwerer beschädigte "Birthe Theresa" lief noch nach Brunsbüttel weiter, wo sie dann an den Marinedalben festmachte und ein Taucher den Schaden inspizierte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2009
"Moby Dick" nimmt wieder Form an
Update vom 08.11.08
Remagen-Oberwinter, Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz / DE, 12.02.09 - Seit drei Monaten das Bonner Fahrgastschiff "Moby Dick" in einer Werft in Oberwinter auf dem Trockenen, wohin das Fahrgastschiff "Poseidon" das demolierte Schiff im November geschleppt hatte. Ein holländischer Binnentanker hatte am 6. November das am Ufer vertäute Schiff der Bonner Personenschifffahrt (BPS) gerammt.
Anhand der Schäden konnten die Eigner inzwischen rekonstruieren, wie spektakulär der Zusammenstoß auf dem Rhein gewesen sein muss. Mit 3 000 Tonnen Gewicht stieß der mit Heizöl beladene Tanker seinerzeit gegen das Passagierschiff. Dieses neigte sich erst Richtung Flussmitte, krachte noch einmal auf den Frachter und wurde schließlich auf den Ponton Richtung Ufer gedrückt, wo es hängen blieb. Zunächst sah es wegen der Schlagseite sogar so aus, als würde die "Moby Dick" sinken. Glück im Unglück: Es drang kein Wasser ins Schiff. Und auch durch den Steiger, der sich beim Unfall bis auf den Fußweg am Rheinufer verschoben hatte, wurde niemand verletzt. Der Maschinenraum war nach dem Aufprall des Tankers auf der Backbord-Seite praktisch nicht mehr vorhanden. Die Stahlwand war wie Alufolie zusammengeknüllt worden. Auch der Fahrgastraum und die Kombüse war schwer verwüstet worden, Schränke waren aus der Verankerung gerissen, Saft aus zerbrochenen Flaschen war in die Zwischendecken und Verkleidungen gelaufen. Mitarbeiter der Personen-Schifffahrt sind seit nunmehr einem Vierteljahr auf der Werft dabei, die Schäden zu beheben. Außerdem geben sich dort neben vier bis sechs Schiffsbauern Installateure, Schreiner und Elektriker die Klinke in die Hand. Nach zehn Arbeitswochen sind die äußeren Schäden beseitigt. In Kürze werden die Wände wieder verkleidet, Lampen installiert und auch die runden Glasscheiben, die beim Unfall heile geblieben waren, wieder eingesetzt.
Am Ostermontag soll das Schiff von Bonn nach Köln die Saison starten. Bereits Mitte März soll das einem Wal nachempfundene Fahrzeug ins nasse Element zurückkehren. Wenn die "Moby Dick" dann ans Bonner Rheinufer zurückkehrt, müssen die Mitarbeiter der Bonner Personen Schiffahrt noch Putzen und Einräumen. Das Schiff wurde 1976 in Oberkassel erbaut. Es ist 45 Meter lang und 11,17 Meter breit und verkehrt vornehmlich zwischen Koblenz und Bonn.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2009
Rasche Rettung aus eisiger See
Dunoon, Argyll and Bute, Schottland / UK, 12.02.09 - Im eisigen Wasser des Flusses Clyde kenterte am 11.2. gegen 14 Uhr der 40 Fuß lange Kutter "Jubilee Star", als seine ausgebrachten Netze sich am Grund südlich der Gantocks, einer Felsformation vor Dunoon, verfingen. Der dreiköpfigen schottischen Crew des in Belfast registrierten Fahrzeugs, das von Troon in Ayrshire aus auf Fang ging, blieben nur Sekunden, um auf Geheiß des Skippers über Bord ins sechs Grad kalte Wasser zu springen, ehe ihr Schiff versank. Ein RNLI.Boot lief aus Helensburgh aus, die Dunoon Coastguard und ein Royal Navy-Helikopter auf HMS "Gannet", die in Prestwick lag, wurden ebenfalls alarmiert. Wenig später wurden die drei von dem in Kircaldy registrierten Kutter "Guide Me", der sich nahe der Untergangsstelle befunden hatte, aus dem Wasser gezogen. Deren Skipper war telefonisch noch über die missliche Lage informiert worden und hatte im nächsten Augenblick die "Jubilee Star" kentern und sinken sehen. Minuten später trieb deren Rettungsinsel auf. Einer der Männer konnte sich hineinziehen, ein anderer klammerte sich an deren Seite, der dritte schaffte es nicht, sie zu erreichen. Dieser wurde als erstes gerettet. Nach mehr als fünf Minuten waren alle an Bord der "Guide Me". Sie wurden nach Dunoon gebracht, wo sie an der örtlichen Pier an das RNLI-Boot übergeben wurden. Dieses lief mit hoher Geschwindigkeit die 200 Yards zum Strand, wo eine Ambulanz wartete. Die Schiffbrüchigen wurden mit Unterkühlungen ins District General Hospital eingeliefert, aber noch in derselben Nacht wieder entlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2009
Historisches Wrack vor Nantucket entdeckt
Update vom 17.10.2008
Nantucket Island, Massachusetts / USA, 12.02.09 - Ein Forschungsteam der Quest Marine Services hat vor Nantucket das Wrack des aus dem 19. Jahrhundert stammenden britischen Dampfers "Newcastle City" lokalisiert und identifiziert. Das Forschungsschiff "Quest" spürte den Dampfer südlich von Nantucket Island auf. Die "Newcastle City" war auf der Reise von South Shields in England nach New York am Morgen des 23.12. 1887 auf eine unkartierte Untiefe gelaufen. Dabei wurde der Rumpf schwer beschädigt und füllte sich langsam mit Wasser, sodass das Schiff Stunden später sank. Die 26-köpfige Crew und der einzige Passagier erreichten nach mehreren Stunden Ruderns mit ihrem Rettungsboot das Feuerschiff Nantucket, auf dem sie zwei Wochen ausharren mussten, ehe sie der Tender "Verbena" an Land brachte.
Die "Newcastle City" war als Kombifrachter 1882 in Newcastle erbaut worden. Neben der Dampfmaschine hatte das Stahlschiff auf ein Brigantinen-Rigg, typisch für die Ära des Übergangs von Segel- zu Maschinenantrieb. Das Wrack wurde nach umfangreicher Feldforschung in den Jahren 2006 und 2007 ausfindig gemacht. Ende 2007 gab es erste Verdachtsmomente auf Sonarbildern. Taucher stiegen am 24.8.2008 ab und fanden ein 300 Fuß langes Wrack. Es lag auf Sandboden, der Rumpf war weitgehend eingestürzt, Bug und Heck blieben besser erhalten. Zwei große Kessel sowie eine 2-Zylinder-Dampfmaschine erhoben sich 15 Fuß hoch vom Meeresgrund. Etliche Artefakte und Reste der Takelage liegen um den Rumpf herum verstreut, sie stammen vom Schiff selbst und seiner Ladung. Ein Trotman-Anker fand sich acht Fuß vom Bug entfernt auf dem Grund, nahebei ein ebenso seltener Porter-Anker. In weiteren Tauchgängen wurde der Wrackfund ausführlich dokumentiert und das Schiff vermessen. Die Ausmaße der Dampfmaschine stimmten genau mit den für die "Newcastle City" im Lloyd's Register of Shipping angegebenen Maßen überein. Außerdem wurde das Ruderrad mit der Gravur NEWCASTLE CITY LIVERPOOLE entdeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2009
Bergungsaktion vor Honolulu dauert an
Update vom 11.02.09
Honolulu, Hawaii / USA, 12.02.09 - Taucher der US Navy haben eine Woche nach dessen Havarie noch nicht alle von der "Port Royal" abgeschorenen Propellerblätter wieder entdeckt, die verloren gingen, als der 9600-Tonnen-Kreuzer auf einer felsigen Untiefe südlich des Honolulu Airport strandete. Taucher der Mobile Diving Salvage Unit One bargen am 11.2. einen Anker sowie eine Kette und ein Propellerblatt. Am 10.2. hatten sie bereits einen der beiden Buganker sowie die dazugehörigen Ketten aus 20 Fuß Wassertiefe geborgen. Erst im vierten Anlauf hatte das Schiff von neun Schleppern geborgen werden können, nachdem 600 Tonnen Ballastwasser, Anker samt Ketten und 135 Seeleute von dem Schiff entfernt worden waren, um es leichter zu machen. Der 567 Fuß lange Kreuzer soll in der kommenden Woche beim Pearl Harbor Naval Shipyard ins Trockendock gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2009
Vier Schiffe trieben gegen Brücke
Surat, Bundesstaat Gujarat / Indien, 12.02.09 - Am Morgen des 11.2. kollidierten mehrere Reparaturschiffe, die sich von dem Kai des Agrawal Brothers Group (ABG) Shipyard in Magdalla (Distrikt Surat) losgerissen hatten, mit der Magdalla Brücke und beschädigten sie schwer. Sie musste für den Verkehr zunächst gesperrt werden, erlitt aber offenbar keine strukturellen Schäden. Hochwasser auf dem Tapi-Fluss hatte zunächst einen 53 Meter langen und 870 Tonnen großen Versorgerneubau der englischen Lamnalco-Company losgerissen. Drei längsseits festgemachte Neubauten folgten und demolierten die Brücke auf einer Länge von hundert Metern. Fünf Personen auf den Fahrzeugen konnten sich rechtzeitig retten, indem sie in den Fluss sprangen. Personal des ABG Shipyard kam mit zwei Kranschiffen und zog die Ausreißer zurück an ihren Liegeplatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2009
Drei Tote bei Beschuss von Trawlern
Karatschi, Provinz Sindh / Pakistan, 12.02.09 - Die Kontroverse zwischen Fischern aus Sindh und Balochistan führte dazu, dass zwei nach Karachi laufende Kutter beschossen wurden, wobei drei Mann ums Leben kamen und fünf verletzt wurden. Die Trawler "Al-Rahm-o-Karam" und "Al-Khizr" hatten Karachi am 27.01. mit zusammen 21 Mann Crew verlassen und gingen vor Balochistan auf Fang. Am 9.2. wurden sie unter Feuer genommen, wobei die "Al-Rahm-o-Karam" schwere Schäden davontrug. Ein Speedboot der Maritime Security Agency (MSA) wurde herbeigerufen, um die Verletzten und Toten zu bergen. Das Balochistan Coastal Department hatte Trawlern eine Nutzung ihrer Gewässer in einer 12-Meilen-Zone verboten. Die Crews der Trawler kamen aus Muhammadi Colony in Karachi.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2009
Mühselige Verschleppung nach Maschinenausfall
Tromsø, Provinz (Fylke) Troms / Norwegen, 11.02.09 - Am 4.2. erlitt der Trawler "Keltic", 520 BRZ, gegen 23 Uhr Maschinenausfall 65 Meilen nördlich von Torsvåg Feuer. Das Rettungsboot "Oscar Tybring IV" lief zu dem mit 300 Tonnen Fisch (Kabeljau) beladenen Havaristen und nahm ihn an einer 220 Meter langen Schlepptrosse auf den Haken. Mit 2,5 Knoten Geschwindigkeit bewegten sich die in rauer See stark vereisenden Schiffe dann auf die norwegische Küste zu. Nach einer Schleppreise von 226 Meilen erreichten sie am 7.2. um vier Uhr morgens den Hafen von Tromsø.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2009
Paar auf Jagd nach Hausboot im Eis gefangen
Oregon, Ogle County, Illinois / USA, 11.02.09 - Am Nachmittag des 10.2. wurden die U.S. Coast Guard und das Chicago Fire Department zur Rettung eines Paares aus Oregon gerufen, das mit einem Boot auf dem vereisten Rock River südlich von Oregon gefangen war. Die Feuerwehr von Oregon barg die beiden Verunglückten wie auch ihren Hund unversehrt aus ihrer Zwangslage gegenüber des Castle Rock State Park-Ausgucks. Sie waren einem losgerissenen Hausboot nachgefahren, das gemeinsam mit seinem Anlegesteg eine Meile flussaufwärts gelegen hatte. Dabei waren sie vom Treibeis eingeschlossen worden. Die beiden, die auf einer Insel eine Meile südlich von Oregon wohnen, trugen keine Schwimmwesten. Da die Küstenretter nicht auf das Eis wollten und kein Helikopter zur Verfügung stand, wurde ein Eisrettungsteam von der Calumet Harbor Station in Chicago herbei gerufen. Es gehört zu den Chicago Fire Department Air Services. Doch noch vor deren Eintreffen hatte sich die Lage geändert: Durch Bewegungen des Eises kam das Boot näher an den Oststrand am Lowden Miller State Forest, wo Feuerwehrleute sich über Pferdepfade ans Ufer arbeiteten und eine Leine übergaben, an der sie die beiden an Land ziehen konnten. Um 15 Uhr, dreieinhalb Stunden nach dem ersten Alarm, waren die Verunglückten in Sicherheit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2009
Halbtaucher tauchte zu tief
Ciudad del Carmen, Bundesstaat Campeche / Mexiko, 11.02.09 - Der Halbtaucher "Safe Lancia", der als Unterkunft für die Petroleos Mexicanos (Pemex) in der Bay of Campeche vor Mexiko liegt, begann am 4.2. gegen 22.30 Uhr Schlagseite zu entwickeln. Durch ein Problem mit einem Ballasttank legte sich die Insel bis zu neun Grad über, ehe die Crew den Halbtaucher stabilisieren konnte. Kurz vor Mitternacht war die Schlagseite auf drei Grad reduziert. Nachdem Pemex's Centro Regional de Atencion a Amergencias gegen 22.40 Uhr über die Lage in Kenntnis gesetzt worden war, hatte diese Boote und Helikopter zu der mit 514 Personen besetzten Insel in Marsch gesetzt. Am 5.2. liefen die Arbeiten, der "Safe Lancia" wieder zu normalem Einsatz zu verhelfen. 198 Arbeiter waren im Rahmen normaler Wechsel von der Plattform nach Puerta de la Laguna Azul in Ciudad de Carmen gebracht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2009
Dockteil wieder aufgetaucht
Rijeka / Kroatien - Am 6.2. begann die Bergung der dritten Sektion von Dock VII, das am Victor Lenac Shipyard in Rijeka gesunken war. Sie wurde von dem niederländischen Schwimmkran "Cormorant" (IMO-Nr. 7328073) von Multraship gehoben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2009
Kaiserbrücke wird abgebrochen
Update vom 06.02.09
Lübeck-Travemünde, Schleswig-Holstein / DE, 07.02.09 - Nach dem Rammstoß durch die Marseiller RoRo-Fähre "MN Pelican"wurden in Lübeck-Travemünde in den vergangenen Tagen die Reste der zerstörten Kaiserbrücke aufgeräumt. Die städtischen Mitarbeiter der Port Authority waren von den Arbeitspontons "Luba" und "Butt" aus dabei, die umgeknickten Pfähle der Brücke Stück für Stück aus dem Wasser zu heben. Zum Teil mussten sie zuvor mit Hilfe eines Schweißgeräts abgetrennt werden. Die Firma Taucher Hock inspizierte im drei Grad kalten Wasser die Schäden unter Wasser, um heraus zu bekommen, was erneuert werden muss und wie groß die Schadenshöhe ist. Die Port Authority will die Brücke so schnell wie möglich wieder aufbauen , doch zum Saisonbeginn ist dies wohl nicht mehr zu schaffen.
Derweil ging die Untersuchung des Unfalls weiter. Derzeit steht fest, dass ein kurzfristiger Ausfall der Hauptmaschine die Unfallursache war, aber noch nicht, ob dem Ausfall ein technischer Defekt oder eine Fehlentscheidung des Ingenieurs im Maschinenraum vorausging. Sollte es zu einem Strafverfahren gegen den Kapitän der "MN Pelican" wegen einer Schifffahrtsgefährdung kommen, würden auch die französischen Behörden unterstützend tätig werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.02.2009
Kollision bei Dubai wird untersucht
Update vom 10.02.09
Dubai / Vereinigte Arabische Emirate, 11.02.09 - Nach der Kollision der "Sima Saman" mit der "Kashmir" vor Jebel Ali am 10.2. haben nun Untersuchungen zur Ursache des Unfalls begonnen. Beide Schiffe hatten Hafenbedienstete, die als Lotsen fungierten, an Bord. Die Sicht betrug zum Kollisionszeitpunkt rund 100 Meter. Das Nebelhorn des Tankers wurde regelmäßig betätigt. Eine technische Ursache auf der "Sima Saman" wurde derzeit als Unfallursache für unwahrscheinlich gehalten. Sie rammte mit ihrem Backbordbug in die Backbordseite des Tankers, der eine Ladung Leichtöl für Enoc an Bord hatte. Nach Auskunft der italienischen Firma Martinoli Consulting, die die "Kashmir" betreibt, war der von dem Frachterbug aufgerissene Tank indes unbeladen. Das nach dem Zusammenstoß ausgebrochene Feuer konnte in gemeinsamer Bemühung von Mubarak und dem Hafenbetreiber DP World binnen weniger Stunden gelöscht werden. Sechs Schiffsoffiziere kehrten unterdessen an Bord zurück, um zu prüfen, wie man das Schiff sicher in den Hafen bekommen könnte.
Die "Sima Saman" wird vor der Weiterfahrt nach Khalid in Sharjah sowie Bandar Abbas im Iran wohl repariert werden müssen, auch wenn sie fahrtüchtig blieb. Vertreter der Reederei hofften, am 12.2. an Bord gehen zu dürfen.
Die "Kashmir" war unter dem Namen "Cape Horn" bereits am 22.3.2003 einmal schwer beschädigt worden, nachdem sie von Chile kommend mit 14000 Tonnen Methanol in Livorno eingelaufen war. Als an Bord ein kleines Feuer ausgebrochen war, wurde sie auf See geschleppt. Dies erwies sich als vorausschauende Maßnahme, denn dort explodierte einer der Ladetanks. Das Feuer wurde zwar rasch gelöscht, doch der Rumpf war großflächig aufgegebrochen. Danach wurde das Schiff für zwei Millionen Dollar nach Italien verkauft und repariert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Motoryacht brannte im Innenhafen Duisburg aus
Duisburg, Nordrhein-Westfalen / DE, 11.02.09 - Am 11.02.09 kam es gegen 01.00 Uhr auf einer im Innenhafen liegenden Motoryacht aus Duisburg zu einem Brand. Dabei brannte die Yacht komplett aus. Eine daneben liegende Segelyacht wurde durch den Brand teilweise beschädigt. Die Brandursache und die Höhe des Sachschadens stehen derzeit noch nicht fest. Personen wurden nicht verletzt.
Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen handelte es sich bei der Brandursache mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen technischen Defekt. Ein Fremdverschulden konnte ausgeschlossen werden. Der Gesamtschaden dürfte bei ca. € 200.000,-- liegen.
Quelle: POL NRW vom 11.02.2009
Binnentanker rasiert
Oberhausen, Nordrhein-Westfalen / DE, 11.02.09 - Am 10.02.09 kollidierte gegen 17.15 Uhr ein mit 1562 Tonnen Dieselkraftstoff beladene Tankschiff "Rita" aus Zandvliet in den Niederlanden auf dem Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen gegen die Sterkrader Straßenbrücke. Dabei wurde das Ruderhausdach des Schiffes abgerissen, rutschte über die Kajüte und riss anschließend das Beiboot und den Bootskran über Bord. Durch die beschädigte Schiffselektrik fielen die für das Manövrieren notwendige Aggregate aus. Mit Hilfe eines anderen Schiffes konnte das manövrierunfähige Schiff an das Ufer gedrückt und festgemacht werden. Wegen treibender Trümmerteile musste der Rhein-Herne-Kanal bis 19.40 Uhr gesperrt werden. Durch die Sperrung mussten 5 Schiffe ihre Fahrt unterbrechen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Ausflugsboot landete auf Strand
Poio, Provinz Pontevedra, Region Galicien / Spanien, 11.02.09 - Das spanische Ausflugsboot "Playa de Torrevieja", 50,66 BRZ, strandete bei stürmischem Wetter auf dem Strand von A Seca in Poio und wurde erheblich beschädigt. Das 17 Meter lange und knapp sechs Meter breite Schiff der Cruceros Turisticos wurde 1989 bei Astilleros Tarraga ´Martinez erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Binnentanker vom Sturm auf Grund getrieben
Update vom 10.02.09
Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 11.02.09 - Bei stürmischem Nordwest-Wind mit 8-9 Bf lief der 3000 Tonnen große Binnentanker "Intensity" am 10.2. auf eine Steinböschung an der Ausfahrt des Braakmanhavens nach Terneuzen. Das 110 Meter lange, unbeladene Schiff war vom Wind breitseits getroffen worden. Das 450 PS starke Omega-Bugstrahlruder war zu schwach, um den Tanker auf Kurs zu halten. Rasch war die "Veborunner" der Verenigde Bootlieden in Terneuzen zur Stelle und fuhr eine Schlepptrosse zur "Multratug 9" aus. Binnen 10 Minuten gelang es dem Schlepper, mit Unterstützung der 2000 PS der Caterpillar-Hauptmaschine des Tankers, den Bug herumzuziehen und auf tieferes Wasser zu gelangen. Danach verholte die "Intensity" in den Westhafen zu Untersuchungen des Schiffskörpers. Der Schlepper "Gent" war während der Bergungsaktion auf standby, brauchte aber nicht mehr einzugreifen. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass der Tanker den Zwischenfall unbeschadet überstanden hatte, erhielt er wieder eine Auslaufgenehmigung, verblieb aber sicherheitshalber an seinem Liegeplatz.
Die "Intensity" war 2005 als "Laemer" erbaut worden.
Derselbe Sturm hatte u.a. auch dem 162,5 Meter langen belgischen RoRo-Frachter "Valentine" (IMO-Nr.: 9166625) Probleme beim Anlegen in Rotterdam bereitet, wozu er Hilfe der Schlepper "Union Emerald" und "Union Pearl" benötigte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Atom-U-Boot "Nerpa" von indischen Experten untersucht
Wladiwostok, Region Primorje / Russland, 11.02.09 - Indische Fachleute untersuchten am 10.1. in der Wostok-Werft in Primorje-Region den technischen Zustand des Atom-U-Bootes "Nerpa", dessen Havarie am 8.11.2008 20 Menschenleben gefordert hatte. Eine Kommission aus sechs Mitgliedern sollte die Sicherheit des Atom-U-Bootes bewerten, das im Laufe des Jahres an die indische Marine übergeben werden soll. Dabei wurden auch der Zeitpunkt besprochen, an dem die "Nerpa" in See stechen sollte. Auf der "Nerpa", die in Amur erbaut und noch nicht an die russischen Marine übergeben wurde, hatte sich am 8.11.2008 während einer Probefahrt im Japanischen Meer aus ungeklärten Gründen das Feuerlöschsystem in zwei Abteilungen aktiviert, wobei das Gas Freon ausströmte, das im Brandfall der Luft den Sauerstoff entzieht. Dabei kamen 20 Menschen ums Leben. Weitere 21 mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. An Bord des Atom-U-Bootes befanden sich zu dieser Zeit insgesamt 208 Personen, darunter 81 Marineangehörige. Die übrigen waren Zivilpersonal, hauptsächlich Schiffbauexperten, die das U-Boot auf der Testfahrt begleiteten. Experten vermuteten menschliches Versagen als Unglücksursache.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Sechs Vermisste nach Schiffsuntergang vor Indonesien
Provinz Nusa Tenggara Timur (Ost-Nusa Tenggara) / Indonesien, 11.02.09 - Sechs Seeleute wurden nach dem Untergang der "Anugerah Mulia" am Morgen des 10.2. vor der indonesischen Ost-Nusa Tenggara-Provinz vermisst. Das Schiff war vier Tage zuvor aus Dili in Ost-Timor mit Kurs Kupang in West Timor ausgelaufen. Unterwegs erlitt das Schiff in fünf Meter hohen Wellen Wassereinbruch. Die indonesische Marine und SAR-Teams machten sich auf die Suche nach den Vermissten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Gestrandeter Kreuzer pumpte Abwasser in die See
Update vom 09.02.09
Pearl Harbor, Insel Oahu, Hawaii / USA, 11.02.09 - Neuerliche Aufregung um den amerikanischen Kreuzer USS "Port Royal": Nun stellte sich heraus, zwischen dem 7. und dem 8.2. rund 5000 Gallonen ungeklärte Abwässer ins Meer gepumpt worden waren, ohne das Gesundheitsministerium darüber in Kenntnis zu setzen. Dieses wies nach Bekanntwerden des Vorgangs die Öffentlichkeit an, nicht ins Wasser vor dem Reef Runway zwischen dem Keehi Channel und dem Pearl Harbor Channel zu gehen. Das Brauchwasser musste abgepumpt werden, damit es nicht ins Schiff zurückdrängt, erklärte ein Pressesprecher der amerikanischen Pazifikflotte. So sei die Gesundheit der Crew geschützt worden. Der Zeitpunkt des Abpumpens wurde so gesetzt, dass es so wenig Schaden wie möglich anrichtete, also bei Ebbe, sodass das Abwasser auf die offene See trieb. Ob die Information vorsätzlich zurückgehalten wurde, lag im Bereich des Spekulativen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Baggerschiff saß fest
Fredericia, Region Syddanmark / Dänemark, 10.02.09 - In der Nacht zum 10.2. lief das 1960 erbaute, dänische Baggerschiff "Argonaut", 562 BRZ (IMO-Nr. 7232690), im Kleinen Belt auf Grund. Es gelang dem Schlepper "Fenja", den 63 Meter langen Havaristen um 12.50 Uhr wieder flottzumachen. Er wurde nach Fredericia gebracht, wo er untersucht wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Schwierige nächtliche Rettungsaktion geglückt
Santa Rosa Island, Kanalinsel Nationalpark, Kalifornien / USA, 10.02.09 - Ein Hubschrauber der US-Coast Guard rettete in der Nacht zum 10.2. den Skipper des nahe Santa Rosa Island gestrandeten Kutters "Katie Rae". Das 37 Fuß lange Schiff war in der Becher's Bay auf Grund gelaufen. Nachdem der Fischer die Küstenwache mit Mobiltelefon alarmiert hatte, stieg ein HH-65--Helikopter von der Air Station Los Angeles auf, außerdem wurde das 47-Fuß-Rettungsboot der Coast Guard Station Channel Islands in Marsch gesetzt. Bei starkem Wind und trotz Dunkelheit und der Nähe von Klippen gelang es dem Hubschrauber, den Schiffbrüchigen aufzuwinschen. Als ein Rettungsschwimmer zu dem Kutter herabgelassen wurde, hatte der Hubschrauber weniger als 20 Yards Raum zwischen den 50 Fuß hohen Klippen. Der Gerettete wurde unversehrt zum Oxnard Airport geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Info: Die Insel Santa Rosa befindet sich etwa 26 Meilen (42 km) vor der Küste von Santa Barbara, Kalifornien.
Trawler wird nach Kollision repariert
Update vom 09.02.09
Ålesund, Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 10.02.09 - Der beschädigte Trawler "Research" verblieb nach seiner Kollision mit dem Trawler "Fiskeskjer" im Hafen von Aalesund (Ålesund). AM 10.2. wurde bei SKAMEK Service begonnen, die Schäden am Vorschiff auszubessern. Der Kollisionsgegner "Fiskeskjer" lief am 10.2. mit Westkurs in die Nordsee aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Havarierte Frachter warten auf Überführung in den Libanon
Update vom 06.02.09
Haugesund, Provinz (Fylke) Rogaland / Norwegen, 10.02.09 - Einträchtig liegen derzeit die beschädigten Frachter "Crete Cement" und "Mirabelle" nebeneinander am Garpeskjærskai im norwegischen Haugesund. An den Schiffen wurden nach ihren jeweiligen Grundberührungen mit nachfolgenden teilweisen Untergängen noch keine Reparaturarbeiten durchgeführt. Es heißt aber, die Schiffe seien gemeinsam an einen libanesischen Interessenten verkauft worden, der sie in Kürze in den Libanon verschleppen lassen will.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
U-Boot kollidierte mit Container
Île Longue, Finistère Département, Region Bretagne / Frankreich, 06.02.09 - Anfang der Woche kollidierte das 138 Meter lange französische U-Boot "Le Triomphant" auf dem Weg zu seiner Heimatbasis in Nordwestfrankreich mit einem unbekannten Objekt. Vermutliche handelte es sich um einen Container. Dabei wurde der Sonardom des mit Atomwaffen bestückten Bootes beschädigt. Die Sicherheit von Waffen und Boot sei aber nicht beeinträchtigt worden, hieß es. Die französische Marine verfügt über vier insgesamt U-Boote, die mit Atomwaffen bestückt werden können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Gestrandeter Versorger nach über vier Monaten freigeschleppt
Istanbul / Türkei, 06.02.09 - Der Versorger "Siem Pilot", der im Sturm am 26.9.2008 vor Anadolu Karaburun strandete, ist wieder frei. Der 88 Meter lange Neubau der Siem Meling Offshore DA wurde bei günstigen Wetterbedingungen am 6.2. vom Schlepper "Baracuda" des Salvage Assistance Service von seiner Strandungsstelle auf 41 12'.711 N 029 21',945 O am Nordeingang der Straße von Istanbul (Bosporus) auf tieferes Wasser gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Fünf Vermisste nach Untergang von Frachter
Dubai / Vereinigte Arabische Emirate, 06.02.09 - Auf dem Weg nach Dubai sank der unter Panama-Flagge registrierte Frachter "Soraya" am Morgen des 04.02. in iranischen Hoheitsgewässern. 12 Seeleute wurden von einem passierenden Schiff gerettet und nach Siri Island gebracht, fünf weitere, ausnahmslos Inder, wurden noch vermisst. Die Suche der Dubai Coast Guard verlief bislang ergebnislos. Die "Saraya" transportierte 3000 Tonnen Zement und sollte am 05.2. in Dubai einlaufen. Das Schiff lag in flachem Wasser halb versunken auf der Seite und wurde von schweren Seen überschüttet. Die Eigner und die Küstenwache wollten versuchen, es zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.02.2009
Binnenschiff kollidierte mit Kaimauer
Karlsruhe, Baden-Württemberg / DE, 10.02.09 - In Karlsruhe kollidierte am 10.2. im Stadthafen ein unbeladenes Binnenschiff beim Auslaufen aus dem Hafen in den Rhein durch die starken Windböen mit der Befestigung der Hafeneinfahrt und wurde beschädigt. Es musste in den Hafen zurückkehren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2009
Binnentanker auf Grund getrieben
Braakmanhaven, Provinz Zeeland / Niederlande, 10.02.09 - Bei stürmischem Wind mit 8-9 Bf lief der Binnentanker "Intensity" am 10.2. auf eine Steinböschung an der Ausfahrt des Braakmanhavens nach Terneuzen. Ein Versuch, mit eigener Kraft freizukommen, scheiterte. Daraufhin nahm die "Multratug 9" den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn auf tieferes Wasser. Danach steuerte er den Westhafen an. Der Schlepper "Gent" war auf standby, brauchte aber nicht mehr einzugreifen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2009
Tanker geriet nach Kollision vor Dubai in Brand
Dschabal Ali (Jebel Ali) / Vereinigte Arabische Emirate, 10.02.09 - Nach der Kollision mit dem unter Singapur-Flagge registrierten 1440-TEU-Containerfrachter "Sima Saman", 15995 BRZ (IMO-Nr.: 9330903), brach vor Dubai am 10.2. um 12.35 Uhr Ortszeit (08:35 GMT) ein Feuer auf dem 180 Meter langen und 32 Meter breiten Tanker "Kashmir", 27611 BRZ (IMO-Nr. 8800248) in einem Zufahrtskanal zum Hafen von Jebel Ali aus. Eine dichte Rauchwolke stand zeitweilig über dem unter Malta-Flagge registrierten Tanker. Er war mit einer Ladung von ungefähr 30000 Tonnen Ölkondensat im Wert von neun Millionen Dollar unterwegs vom Iran zum Enoc Terminal in Hebel Ali, als ihm rund fünf Meilen vor dem Hafen von Jebel Ali der entgegenkommende Frachter in einem 45-Grad-Winkel in die Backbordseite rammte. Beide Schiffe hatten Lotsenassistenz. Einer der 22 Tanks des Tankers fing sofort Feuer, und es kam zu einer starken Rauchentwicklung, wegen der auch ein naher Flugplatz zeitweilig geschlossen wurde. Der Schlepper "Namer" (IMO-Nr. 9400617) traf ebenso wie Polizeieinheiten und andere Hilfsschiffe wenig später an der "Kashmir" ein. Von der 20-köpfigen Tankercrew wurden zwei Mann mit leichten Verletzungen aus dem Wasser gezogen. Die gesamte Tankercrew wurde nach Jebel Ali gebracht. Auf dem Tanker konnte das Feuer nach rund drei Stunden gelöscht und das Schiff von Schleppern auf den Haken genommen werden. Gegen 15 Uhr war auch der Schifffahrtsweg zu dem Hafen wieder passierbar.
Die "Kashmir", die 45003 Tonnen verdrängt, wurde 1988 als "Cape Horn" von Shin Kurushima in Tokio erbaut und wird seit 2003 bereedert von der Maxime Shipping in Malta und lief in einer Charter der Jumbo Line Shipping LLC.
Die 20000 Tonnen verdrängende "Sima Saman" war gerade aus Jebel Ali mit Kurs Khalid in Sharjah ausgelaufen, als sie havarierte. Das backbordseitig auf dem Vorschiff ausgebrochene Feuer konnte von der 19-köpfigen Crew mit Unterstützung von Feuerlöschschleppern rasch gelöscht werden. Der Frachter ging auf Dubai Reede vor Anker. An der Containerladung, deren Wert mit 10 Millionen Dollar beziffert wurde, entstand kein Schaden. Das 176 Meter lange und 25 Meter breite Schiff entstand 2006 auf der Peene-Werft in Wolgast für die Simatech Shipping LLC Dubai.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2009
U-Bootswrack soll Tourismus fördern
Birkenhead, Grafschaft Merseyside, England / UK, 10.02.09 - Am 10.2. soll das das Wrack des U-Boots "U-534" nach der Übernahme durch Merseytravel erstmals wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Boot wurde in mehrere Sektionen zerteilt und verglast. Es ist nun in Woodside in Birkenhead ausgestellt. Eine begleitende Ausstellung mit zahlreichen Artefakten erzählt die Geschichte. Der Themenpark "U 534" soll zu einer Touristenattraktion werden und die finanzielle Zukunft der Mersey Ferries sichern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2009
Ausgebranntem Donauschiff droht der Abwracker
Ulm, Baden-Württemberg / DE, 10.02.09 - Das bei einem Brand im Mai 2008 schwer beschädigte Event-Schiff "Berblinger" auf der Donau wird wohl verschrottet. Dies bestätigte der bisherige Eigner, der Ulmer Gastronom Ebo Riedmüller.
In der Nacht zum 3.5.2008 war das Event-Schiff am Ulmer Donauufer bei einem nächtlichen Brand schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Sachschaden betrug rund 200000 Euro. Seit dem Feuer lag das Wrack der "Berblinger" am Ulmer Donauufer. Spätestens im April soll das Schiff abgeschleppt und am Kraftwerk Böfinger Halde an Land gebracht werden. Falls sich dort kein Käufer findet, der die "Berblinger" repariert, wird Riedmüller das Schiff verschrotten.
Die Staatsanwaltschaft Ulm hat die Ermittlungen zum Brand auf dem Event-Schiff "Berblinger" bereits im September 2008 eingestellt. Der Brandverursacher habe trotz aufwendiger Untersuchungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei nicht ermittelt werden können. Ein technischer Defekt wurde als Ursache allerdings ausgeschlossen. Die Ermittler gingen von Brandstiftung aus, konnten aber nicht sagen, ob es sich um eine vorsätzliche oder fahrlässige Tat gehandelt hat. Die Brandausbruchstelle befand sich auf der rechten Seite des Übergangs vom Schiff zu einem benachbarten Ponton, wo sich durch eine fremde Zündquelle die dort gelagerten Klapptische entzündeten. Wegen der schlechten Einsehbarkeit blieb das Feuer lange unbemerkt. Es konnte sich durch die ungehinderte Sauerstoffzufuhr im Freien gut entwickeln und im weiteren Verlauf von außen nach innen auf das Schiff übergreifen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2009
Sechs Vermisste nach Kollision
Bantayan Island, Provinz Cebu / Philippinen, 10.02.09 - Sechs Mann des Kutters "Linda J", 34 BRZ, werden noch vermisst, nachdem das Schiff am Morgen des 8.2. vor Bantayan Island in Cebu sank. Es war mit dem Frachter "Chrysler", 699 BRZ, der in Cebu City ansässigen Matsya Shipping Lines Corporation kollidiert. Der Frachter kam aus Cebu City und war unterwegs nach Mariveles, Bataan, als er mit dem aus Kabak kommenden Kutter kollidierte. Die "Chrysler" rettete 13 Schiffbrüchige, bevor der Kutter eine halbe Meile vor dem Tanguigui Islet nahe der Stadt Madridejos auf Bantayan Island gegen 5.20 Uhr sank. Die sechs Vermissten wurden wahrscheinlich im Schiffsinnern eingeschlossen. Ein Ingenieur und drei Mann Maschinenpersonal waren im Antriebsraum, zwei weitere in ihren Kojen, als der Frachter ins Achterschiff rammte. Die "Chrysler" erlitt ein Leck von fünf Inch Durchmesser im Backbordbug oberhalb der Wasserlinie. Die 22 Mann Crew blieben unversehrt. Das Schiff durfte nach einer Untersuchung durch die philippinische Coast Guard nach Bataan weiterlaufen, um dort eine Ladung Sojabohnen aufzunehmen. Die Küstenwache setzte die Suche nach den vermissten Fischern vor Bantayan Island fort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2009
Mangelhafte Isolation führte zu Großbrand in Marina
Update vom 07.02.09
Picton, Region Marlborough, Neuseeland, 10.02.09 - Das Abgasrohr der "Prjima-D" hat das Großfeuer in der Waikawa Marina verursacht. Es war zu dicht an dem entzündlichem Holz der Aufbauten montiert und setzte den 13 Meter langen Kutter am 4.2. gegen 5.40 Uhr in Brand. Das Feuer war dann auf die Motorboote "Superstar" und "Sancerre" an Mole 5W übergesprungen, als der in Flammen stehende Kutter einem Brander gleich auf die Westseite der Marina hinüber trieb. Die beiden Boote waren von der Feuerwehr versenkt worden, um andere Boote an der Mole zu retten. Der Kutter war in die Bucht hinaus geschleppt worden. Die Originalmaschine des Kutters war vor rund 14 Jahren ausgetauscht worden. In der folgenden Zeit hatte die extreme Hitze des neu verlegten Rohres das umliegende Holz allmählich angegriffen, bis es den Zustand von Holzkohle erreichte und nun zu einem Schwelbrand führte, nachdem das Schiff am Abend des 3.2. festgemacht hatte. Am folgenden Morgen kam es dann zu dem Brandausbruch. Ob das Schiff repariert oder durch ein anderes ersetzt würde, konnte der Eigner, der es von 1991 bis 1994 erbaut hatte, noch nicht sagen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2009
Kollision in Grönland
Nuuk (Godthåb) / Grönland, 09.02.09 - Am 8.2 .kollidierte der dänische Frachter "Irena Arctica", 8939 BRZ (IMO-Nr.: 9100255), beim Manövrieren im Hafen von Nuuk mit einer Kaianlage. Kai wie auch Schiff wurden dabei beschädigt. Nach provisorischer Ausbesserung des Schadens nahm der 109 Meter lange Frachter Kurs auf Aalborg. In Dänemark sollte auch eine vollständige Reparatur vorgenommen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2009
Beschädigter Tanker wird in Gdingen repariert
Update vom 20.01.09
Gdynia (Gdingen, Gotenhafen) / Polen, 06.02.09 - Der dänische Tanker "Orasila", 2194 BRZ (IMO-Nr. 9336725), der Ende Januar südlich von Grönland erst zwei Besatzungsmitglieder beim Kentern eines Bootes verlor und anschließend im Laufe der Suchaktion nach den beiden Männern auf Grund lief, steuerte nun die Nauta-Werft in Gdingen zur Reparatur des Strandungsschadens an. Das Schiff hatte 24 Stunden festgesessen, ehe es nach Leichtern eines Teils der Ladung hatte freigeschleppt werden können und zum Löschen der Restladung anschließend in Qaqortoq festmachte. Ein Sturm hielt das Schiff danach mehrere Tage im Hafen fest, und es wurde beschlossen, vor Ort nur eine provisorische Reparatur der an Rumpf und Propeller entstandenen Schäden durchzuführen und dann das 2006 in Tuzla in der Türkei erbaute Schiff erstmals nach drei Jahren nach Europa zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.02.2009
Trawlerkollision in Ålesund
Ålesund, Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 09.02.09 - Der 70,70 Meter lange, auf den Shetlands stationierte Trawler "Research" (LK 62), (IMO-Nr.: 9278258, Baujahr 2003, 1774 BRZ), wurde am 9.2. im Hafen von Ålesund von dem 67,40 Meter langen, norwegischen Trawler "Fiskeskjer" (M-525-H), (IMO-Nr. 9195781, Baujahr 1999), gerammt und schwer beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Frachter sank vor Norwegen
Frøya, Provinz (Fylke) Sør-Trøndelag / Norwegen, 09.02.09 - Der norwegische Frachter "Bulk Star", 539 BRZ, (IMO-Nr. 7411650) funkte am 9.2. um 12.59 Uhr nach Wassereinbruch Mayday. Zwei Mann der vierköpfigen Crew wurden von einem Sea King-Helikopter aus Ørlandet vom sinkenden Schiff abgeborgen, die anderen beiden von einem Rettungshubschrauber, der sich gerade auf dem Weg von der Offshore-Plattform Heidrun nach Kristiansund befand und um Mithilfe gebeten worden war. Der Seaking war um 13.45 Uhr vor Ort, um 14.03 Uhr war die Rettung abgeschlossen. Noch während der Bergungsaktion kenterte der tief im Wasser liegende Frachter, und die verbliebenen Seeleute mussten in die See springen. Alle vier wurden aber unversehrt gerettet und nach Kristiansund gebracht. Die "Bulk Star" sank Bug voran in 100 Metern Wassertiefe vor Frøya unweit von Titran. Der Rettungskreuzer "Askerbæringen", der um13 Uhr aus Smøla ausgelaufen war, traf um 13.55 Uhr vor Ort ein und blieb auf Standby, bis das Schiff nach einer Stunde 900 Meter vor der Küste auf Tiefe gegangen war. Die "Bulk Star" hatte zuvor bei Visneskalk südlich von Kristiansund am 9.2. von zwei bis vier Uhr Baggerarbeiten ausgeführt. Es war 2006 bereits einmal in Tustna auf Grund gelaufen, war nach der Bergung aber repariert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
US-Kreuzer wieder frei
Update vom 09.02.09
Pearl Harbor, Insel Oahu, Hawaii / USA, 09.02.09 - Am Morgen des 9.2. gelang es, den Lenkwaffenkreuzer "Port Royal" freizuschleppen. Zuvor waren 500 Tonnen Seewasser abgepumpt und war das Ankergeschirr mit einem Gewicht von weiteren 100 Tonnen über Bord gegangen. Das Bergungsschiff USNS "Salvor", die "Dove" sowie sieben Schlepper der Marine und privater Berger begannen um 2 Uhr morgens anzuziehen, und binnen 40 Minuten war der Kreuzer flott. Nach einer ersten Inspektion wurde der hoch aus dem Wasser ragende Kreuzer nach Pearl Harbor für eingehendere Inspektionen und Schadensfeststellung sowie die Entwicklung eines Reparaturplans eingeschleppt. Es wurde an Pier Mike 3 vertäut, wo Marinetaucher mit einem ROV den Schiffsboden begutachteten. Das Ölbekämpfungsschiff des Clean Islands Council, die "Clean Islands", folgte dem Schleppzug in den Hafen. Die Dockung beim Pearl Harbor Naval Shipyard könnte binnen einer Woche abgeschlossen werden. Bei der Strandung gingen die Blätter zweier Propeller verloren und wurde der Sonarwulst am Bug beschädigt. In den folgenden Tagen sollen Anker, Ankerketten und andere Trümmer, die in 17 bis 22 Fuß Tiefe auf dem Meeresgrund vor dem Honolulu Airport Reef Runway zurück blieben, geortet und geborgen werden.
Die "Port Royal" war am 5.2. gegen 20.30 Uhr auf Grund gelaufen, als Personal ausgebootet wurde. Versuche, das Schiff in den folgenden drei Tagen zu bergen, waren gescheitert. Der Bergungsversuch der "Salvor", "Dove" und sieben weiterer Schlepper dauerte acht Stunden. Immerhin war es dabei gelungen, den Kreuzer 20 Grad herumzuziehen.
Nur Stunden nach der Bergung des Schiffes wurde der Kommandant, Captain John Carroll, vorläufig seines Amtes entbunden. Er hatte das Kommando erst im Oktober 2008 übernommen.
Die in Pearl Harbor stationierte "Port Royal" war am 9.7.1994 in Dienst gestellt worden. Sie hatte gerade die erste Probefahrt nach einer viermonatigen Überholung absolviert.
Die U.S. Coast Guard und staatliche Umweltexperten Hawaiis bestätigten derweil, dass es keine Gefahr einer Gewässerverschmutzung durch die "Port Royal" gegeben habe. Ein HH-65 Dolphin-Helikopter überflog die Strandungsstelle, an der ein rund eine Meile langer und 100 Yards breiter Ölfilm entdeckt worden war. Es wurde festgestellt, dass es sich um einen sehr dünnen Dieselfilm handelte, der sich rasch auflöste und bestenfalls eine Menge von acht Gallonen darstellte. Ob es sich um Öl von der "Port Royal" oder einem der neun an der Bergung beteiligten Schiffe handelte, konnte nicht verifiziert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Binnenschiff erneut auf Donau gestrandet
Mariaposching, Landkreis Straubing-Bogen, Bayern / DE, 09.02.09 - Am Abend des 6.2. lief das rumänische Binnenschiff "Diana Maria" auf der Donau bei Mariaposching auf Grund. Die "Diana Maria" war unterwegs von Regensburg nach Budapest und hat rund 430 Tonnen Sojaschrot geladen. Grund für die Havarie dürfte gewesen sein, dass der rumänische Kapitän auf der falschen Seite einer Fahrwassertonne passierte. Nach dem Auflaufen auf der Kiesbank versuchte der Kapitän nicht genehmigte Versuche, freizukommen. Vermutlich muss aber ein Teil der Ladung der "Diana Maria" geleichtert werden.
Das rumänische Binnenschiff war erst am 19.10.2008 auf der Donau gestrandet und saß wochenlang bei Osterhofen, Flusskilometer 2269,7, fest. Die Crew war von Ortsansässigen und der Polizei versorgt worden. Auch in diesem Fall war die Ladung, die aus 720 Tonnen Raps bestand, vor der Bergung teilweise geleichtert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Feuer auf norwegischem Kutter
Kleppestø, Insel Askøy, Provinz (Fylke) Hordaland / Norwegen, 07.02.09 - Der norwegische Kutter "Dolstind" (M 47-S), 28 BRZ, geriet am im Hafen von Kleppestø bei Askøy in der Nacht zum 7.2. in Brand. Die Feuerwehr wurde um 5.11 Uhr alarmiert und hatte das Feuer um 5.50 Uhr unter Kontrolle. Sie konnte aber nicht verhindern, dass es zu erheblichen Zerstörungen im Bereich des Ruderhauses kam und der Gesamtschaden so groß ist, dass dem Schiff der Totalverlust drohte. Der 18,85 Meter lange Kutter war 1909 bei Bjoerkedalen erbaut, 1935 bei der Ulstein-Werft umgebaut und 1948 bei der Vik Baatbyggeri in Hoeydalen verlängert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Segelschulschiff "Asgard II" bleibt wohl auf dem Meeresgrund
Update vom 3.01.09
Dublin / Irland, 09.02.09 - Der irische Verteidigungsminister soll einen Nachbau der "Asgard II" für das nationale Segeltrainingsprogramm in Auftrag zu geben. Das vor Nordwestfrankreich gesunkene, hölzerne Vorgängerschiff soll aus Sicherheits- und Kostengründen durch ein Stahlschiff ersetzt werden. Dies wurde dem Minister durch das Komitee, das das Schulprogramm organisiert, geraten. Die 27 Jahre alte Brigantine "Asgard II" war 22 Kilometer westlich der Belle-Ile am 11. September 2008 auf dem Weg nach La Rochelle gesunken. Alle 25 Personen an Bord hatten gerettet werden können. Das Wrack war anschließend zweimal in 83 Metern Wassertiefe untersucht und die Möglichkeit einer Bergung gründlich erörtert worden. Das Komitee kam zu dem Schluss, dass die 3.8 Millionen Euro Versicherungssumme am besten für einen Neubau verwendet wären. Stahlschiffe seien sicherer und billiger im Unterhalt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Kutter schlug vor Shetlands leck
Lerwick, Shetland-Inseln, Schottland / UK, 09.02.09 - Am 8.2. gegen 20.25 Uhr meldete der Kutter "Carisanne II" der Shetland Coastguard Wassereinbruch und Maschinenausfall. Das Schiff befand sich 30 Meilen östlich von Unst und hatte sechs Mann Crew. Der Kutter "Rosemount", mit dem die "Carisanne II" gemeinsam gefischt hatte, war auf Standby und versuchte auch, den Havaristen in Schlepp zu nehmen. Ein Rettungshubschrauber der Shetland Coastguard startete mit mobilen Lenzpumpen an Bord, die auf der "Carisanne II" abgesetzt wurden. Die beiden Kutter nahmen Kurs auf Lerwick, der Helikopter kehrte nach Sumburgh zurück. Das Wetter war mit 4-5 Bf moderat.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Retter gerieten selbst in Seenot
Surabaya, Provinz Jawa Timur (Ostjava) / Indonesien, 09.02.09 - Das indonesische Kriegsschiff "Kupang-582" des Eastern Fleet Command ware bei einer Hilfsaktion für einen in Seenot geratenen Kutter beinahe selbst gesunken. Das Schiff war von hohen Wellen westlich von Surabaya in Ost-Java am 7.2. leckgeschlagen worden. An Bord waren 26 Mann Crew, die einen gekenterten Kutterfischer retten wollten. Nachdem eine Ladeluke eingeschlagen worden war, funkte das Schiff gegen 17 Uhr Notrufe. Die "Slamet Riyadi", die nach Surabaya unterwegs war, erreichte den Havaristen um 4.30 Uhr des 8.2. und barg die Crew, Waffen und Dokumente.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Suchaktion nach "Hans Hedtoft" geplant
Dänemark, 08.02.09 - Eine dänische Expedition will im Sommer versuchen, südlich von Kap Farvel das vor einem halben Jahrhundert auf seiner ersten Reise am 30.1.1959 verschollene Grönlandschiff "Hans Hedtoft", 2875 BRZ, aufzuspüren.
Derzeit wird daran gearbeitet, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen. Die Suchaktion soll zwischen dem 15.7. und 15.8. stattfinden. Die "Hans Hedtoft"-Expedition soll durch die dänische Tauchfirma No Limits Diving durchgeführt werden und zwei Millionen Kronen kosten. Das Wrack wird in 1700 Metern Tiefe vermutet. Es könnte mit Unterwasserrobotern und Kameras dokumentiert werden. Dabei soll auch eine Theorie untersucht werden, nach der die "Hans Hedtoft" wegen eines Konstruktionsfehlers sank.
Es war 1959 von der Königlich Dänischen Handelsgesellschaft in Dienst gestellt worden und für die Fahrt in arktischen Gewässern durch Verstärkung von Bug und Rumpf sowie mit modernsten navigatorischen Hilfsmitteln besonders ausgestattet. Zahlreiche Schiffbauexperten sagten aber bereits bei den Probefahrten der "Hans Hedtoft", sie sei falsch konstruiert worden, rolle zu tief, und es sei gefährlich, sich mit dem Schiff in die Gewässer Grönlands zu begeben.
Am 7. Januar 1959 war die "Hans Hedtoft" von der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zur Jungfernfahrt nach Grönland ausgelaufen. Mit einer Ladung Fisch und Stückgut trat sie am den 30. Januar von Julianehaab aus die Rückfahrt an. Um 16:45 Uhr kollidierte die "Hans Hedtoft" rund 50 km von Kap Farvel, der südlichsten Spitze Grönlands, entfernt mit einem Eisberg. Der erste SOS-Ruf lautete, dass sie unter der Wasserlinie leckgeschlagen sei und Wasser in den Maschinenraum eindringe. Das Schiff sinke.
Der letzte Funkspruch lautete: "Hans Hedtoft" sinkt langsam – benötigen sofort Hilfe von allen Schiffen in der Nachbarschaft." Dieser Funkspruch wurde mit dem Notsender des Schiffes abgegeben und konnte nur von der Küstenfunkstelle "Prins Christiansund Radio" und dem deutschen Fischdampfer "Johannes Krüss" aufgefangen werden. Danach schwieg der Sender des Schiffes. Schneetreiben, Sturm und Eisgang vereitelten aber eine Rettungsaktion für das Schiff. Alle 55 Passagiere sowie 40 Besatzungsmitglieder der "Hans Hedtoft" kamen ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Explosion auf Kutter "Beau Vin"
Masonboro Inlet, North Carolina / USA, 08.02.09 - 20 Minuten, nachdem der Skipper des 60 Fuß langen Kutters "Beau Vin" gegen 13:30 Uhr am 8.2. Mayday gefunkt hatte, war er bereits gerettet. An Bord des Schiffes hatte es 20 Meilen vor dem Masonboro Inlet eine Explosion gegeben. Der Skipper musste in eine Rettungsinsel gehen und aktivierte das EPIRB. Daraufhin setzten die Coast Guard-Stationen Wrightsville Beach und Oak Island Boote in Marsch. Derweil nahm der Skipper der "Sea Swirl" bereits die Insel längsseits und barg den Schiffbrüchigen. Er wurde dann auf das Boot der Station Oak Island übergesetzt und zur Station Wrightsville Beach gebracht, wo er wegen leichter Verbrennungen an den Händen medizinisch betreut wurde. Vor dem aufgegebenen Kutter, der brennend in der See trieb, wurde gewarnt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
"Port Royal" rührte sich nicht vom Fleck
Update vom 07.02.09
Pearl Harbor, Insel Oahu, Hawaii / USA, 08.02.09 - Der US-Lenkwaffenkreuzer "Port Royal"saß nach mehreren gescheiterten Bergungsversuchen weiterhin vor Hawaii fest. Am Wochenende wurde behonnen, 800 Tonnen Treibstoff und Wasser abzupumpen, zudem ging die Hälfte der 360-köpfigenBesatzung von Bord, um den Kreuzer leichter zu machen. Das Leichtern musste allerdings unterbrochen werden, weil Wellengang die längsseits des Kreuzers gegangene Tankbarge gegen den Rumpf schlug und sie zu beschädigen drohte. Nach den gescheiterten Bergungsversuchen wurde auch begonnen, das 40 Tonnen schwere Ankergeschirr von Bord zu geben. Zuletzt hatten vier Schlepper am 8.2. zwischen 1.30 und 5.30 Uhr versucht, die "Port Royal" flottzumachen. Die eine Milliarde Dollar teure "Port Royal" lag auf einer Sand- und Felsbank rund einen Kilometer südlich des Internationalen Flughafens von Honolulu auf Grund. In eine Unterwasserabdeckung am Bug, die Sonargeräte schützt, ist inzwischen Wasser eingedrungen. Am 9.2. sollte ein neuerlicher Bergungsversuch durch dann vier Bergungs- und vier Marineschlepper unternommen werden. Bei einem neuerlichen Scheitern müsste ein Kanal ausgebaggert werden.
USS "Port Royal (CG-73)" ist ein Lenkwaffenkreuzer und das letzte Schiff der Ticonderoga-Klasse, von der 27 Einheiten in Dienst gestellt wurden. 2008 waren noch 22 aktiv. Durch das Aegis-Kampfsystem, das auf diesen Schiffen erstmals eingesetzt wurde, gehören sie zu den modernsten Kreuzer-Typen der Welt. Die Schiffe werden als Geleitschutz in jeder amerikanischen Flugzeugträgerkampfgruppe eingesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Info: Am
09.02. wurde der Lenkwaffenkreuzer "
Port Royal" von 7 Schleppern
freigeschleppt und zur Inspektion nach Pearl Harbor gezogen worden.
10 Tote bei Fährunglück in Bangladesh
Dhaka / Bangladesch, 08.02.09 - Am 8.2. sank ein Fährboot in Ost-Bangladesh nach Kollision mit einer größeren Fähre. Dabei kamen 10 der 50 Passagiere auf dem Titas River im Brahmanbaria Distrikt ums Leben. Die übrigen erreichten schwimmend das Ufer, drei kamen ins Krankenhaus. Die größere Fähre, die nicht beschädigt wurde, verließ die Unfallstelle nach der Kollision. Am Abend des 8.2. wurde die Suche nach den Vermissten – ausschließlich Frauen und Kindern – abgebrochen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Japaner setzen akustische Waffen gegen Tierschützer ein
Update vom 06.02.09
Rossmeer (Ross Sea), Antarktis, 08.02.09 - Am 6.2. kam es erneut zu einer Kollision zwischen japanischen Walfangschiffen und der holländischen "Steve Irwin" der Sea Shepherd Conservation Society. Gegen 18 Uhr stieß diese mit der "Yushin Maru No. 3" in der antarktischen Ross Sea zusammen. Die "Yushin Maru No. 3" sowie die "Yushin Maru No.1" hatten versucht, an der "Steve Irwin" vorbeizukommen, um das Fabrikschiff "Nisshin Maru" zu erreichen, wo erlegte Wale abgeliefert werden sollten. Die "Steve Irwin" blockierte den Zugang zur "Nisshin Maru". Wer letztlich die Kollision verursachte, blieb zwischen dem japanischen Institute of Cetacean Research und Sea Shepherd umstritten. Der Kapitän der "Steve Irwin" gab an, er sei von akustischen Waffen, die die Walfänger eingesetzt hätten, irritiert worden. Die Japaner bestätigten den Einsatz solcher tieffrequenten Waffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Gestrandetes Wohnschiff nach acht Wochen geborgen
Update vom 02.02.09
Port Angeles, Bundesstaat Washington / USA, 08.02.09 - Acht Wochen nach seiner Havarie wurde in Port Angeles Harbor die schwer beschädigte "Montana Drifter" gehoben. Das 36 Fuß lange Boot wurde am Nachmittag des 7.2. halbgesunken von seinem Liegeplatz nahe Rayonier zur Port Angeles Marina geschleppt. Hier soll es nun abgewrackt werden. Das Boot war am 14.1.2009 in einem Sturm auf Felsen unterhalb der Ennis Street getrieben. Der größte Teil des Rumpfes wurde zerbrochen, dreieinhalb Fuß hoch stand der Schlamm danach in den verbliebenen Schiffsteilen. Am 17.1. war der Eigner aufgefordert worden, das Wrack zu räumen, lehnte dies aber mangels Finanzmitteln ab. Daraufhin wurden Berger mit der zwischen 4000 und 6000 Dollar teuren Wrackräumung beauftragt. Um die 2,5 Meilen in den Hafen zu bewältigen, wurden Wrack und die lose daran hängende Maschine mit sechs großen Hebesäcken mit je 25000 Pfund Hebekapazität stabilisiert. Es lag versandet und von Felsen umgeben wie in einer Festung, aus der es mit der Flut gegen neun Uhr mit einem 140 PS starken Boot herausgeholt und binnen sechs Stunden in die Marina gezogen wurde. Ein weiteres Boot mit Generatoren folgte und sorgte für den sicheren Sitz der Luftkissen. Während der Bergung und dem Aufkranen des Wracks in der Marina kam es zu geringfügigen Ölaustritten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Ein Verletzter bei Strandung
St. Petersburg, Florida / USA, 07.02.09 - Bei der Strandung des 40 Fuß langen Silverton-Bootes "Razzle Dazzle" auf einer Sandbank 2000 Yards vor Coquina Key wurde am Nachmittag des 7.2. eine Person verletzt. Insgesamt waren drei Personen an Bord. Der Verletzte wurde mit Knochenbrüchen zur St. Petersburg Coast Guard-Station gebracht und von dort ins Bayfront Medical Center transportiert. Die Bootsfahrer kehrten von der Gasparilla Parade zurück, als sich der Unfall ereignete.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.02.2009
Reefer mit Steuerbordschlagseite in Vigo eingeschleppt
Vigo, Provinz Pontevedra, Region Galicien / Spanien, 07.02.09 - Der 1993 erbaute, unter Liberia-Flagge registrierte Kühlfrachter "Falcon Bay", 10374 BRZ, (IMO Nr.: 9070137) entwickelte vor Vigo in schwerer See Steuerbordschlagseite. Mit 10 Grad Krängung wurde er am 6.2. in den Hafen eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.02.2009
US-Kreuzer in Pearl Harbor sitzt weiter fest
Update vom 06.02.09
Pearl Harbor, Insel Oahu, Hawaii / USA, 07.02.09 - Das USS "Port Royal", ein in Pearl Harbor stationierter, 9600 Tonnen großer Lenkwaffenkreuzer, saß am 7.2. nach seiner Strandung am 5.2. eine halbe Meile südlich der Landebahn des Honolulu International Airport weiter auf Grund. Bei der Havarie 1,5 Meilen von der Hafeneinfahrt wurde niemand der 360-köpfigen Crew verletzt. Versuche, das Schiff mit der Flut freizuschleppen, verliefen bis zum 7.2. erfolglos. Marineschlepper und das Bergungsschiff USS "Salvor" waren im Einsatz. Die Marine plante daraufhin, Treibstoff und Wasser vom Kreuzer zu leichtern. Das Schiff war auf dem Weg zu einer ersten Probefahrt nach einer Routineüberholung. Die Havarie ereignete sich, als an Land stationierte Marineangehörige, darunter ein Admiral, ausgeschifft werden sollten. Das Ölbekämpfungsschiff "Clean Islands" wurde zur Strandungsstelle beordert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.02.2009
Zwei Trawler brannten in Macao
Macao ( Macau) / Volksrepublik China, 07.02.09 - Am Morgen des 6.2. brach gegen fünf Uhr ein Feuer auf zwei Trawlern aus Hong Kong aus. Drei Mann wurden von den brennenden Schiffen gerettet. Mehrere Boote kamen zur Brandbekämpfung, die gegen sieben Uhr erfolgreich war. Bei den Schiffen handelte es sich um die "Zhu Wan 3951" und "Zhu Wan 3589". Im Löscheinsatz waren die "Green Island II", "A1" und "A2". Das Feuer auf der "Zhu Wan 3589" konnte rasch niedergekämpft werden, doch die "Zhu Wan 3951" driftete während der Löscharbeiten ab, ehe es an Liegeplatz 27 gesichert werden konnte. Die Oberdecks beider Schiffe wurden zerstört. Die "Green Island II" der Maritime Administration blieb vor Ort und pumpte weiter Wasser auf die Schiffe, um die Temperaturen abzusenken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.02.2009
Millionenschaden in Waikawa-Marina
Update vom 06.02.09
Picton, Region Marlborough, Neuseeland, 06.02.09 - Nach dem verheerenden Brand, der eine Marina nahe Picton in einen Feuerball verwandelte, wurde nach der Ursache des Feuers gesucht. Die Anwohner von Waikawa waren am Morgen des 5.2. um 5.45 Uhr vom Geräusch explodierender Gasflaschen geweckt. Da standen die jeweils 11 Meter langen Luxusyachten "Sancerre" und "Superstar" sowie der Kutter "Prijima D" bereits in hellen Flammen, die 30 Fuß hoch schossen. Die Feuerwehr konnte ein weiteres Ausbreiten des Feuers verhindern, doch die Yachten waren nicht mehr zu retten und sanken. Auch der Kutter war binnen Minuten zerstört. Nachdem seine Mooringleinen durchgebrannt waren, war er einem Brander gleich auf die Fiberglasboote zugetrieben. Ein Feuerwehrmann konnte den Kutter schließlich mit einer Trosse, die am Heck festgemacht wurde, stoppen, sodass er an einen unbelegten Platz geschleppt werden konnte. Um acht Uhr war der Brand unter Kontrolle. Der Schaden allein an den Yachten wurde auf 2-3 Millionen Dollar geschätzt. Ölsperren wurden ausgelegt, allein in einem der Boote waren 18 Tonnen Öl.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.02.2009
Schwierige Bergung nach Großbrand in Oak Island-Marina
South Harbour Village, Oak Island, North Carolina / USA, 06.02.09 - Am Morgen des 5.2. kam es zu einem Großbrand in der South Harbor Village Marina auf Oak Island. Ein Autofahrer bemerkte es von der Oak Island Bay-Bridge um 5.30 Uhr Der Brand fraß sich durch drei Boote und versenkte eines. Am 6.2. waren die Feuerwehr von Oak Island, die Polizei und andere Helfer den Tag über beschäftigt, das Wrack zu bergen. Es handelte sich um die aus Aluminium gebaute "Carolina Striker". Die Bergung begann mit einem Kran um neun Uhr, er sollte das Wrack auf eine Barge heben. Am Abend lag es aber weiterhin auf Grund. Zwar war es gegen 14 Uhr angehoben worden, doch sank beim Versuch, es zu bewegen, erneut in den Schlamm.
Zu den zerstörten Booten gehört auch der Charterkutter "The Boss Lady", der ein Totalverlust wurde, sowie die "Fishebel". Die drei zerstörten Boote werden in einer nahe gelegenen Werft untersucht. Bis die "Carolina Striker" gehoben ist, wurde die Marina als mögliche Stätte einer Straftat gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.02.2009
Russischer Seemann tödlich verunglückt
Hamburg-Waltershof, Dradenauhafen / DE, 06.02.09 - Am 06.02. ist am frühen Morgen ein 53-jähriger russischer Seemann tödlich verunglückt. Der Seemann war mit weiteren Besatzungsmitgliedern damit beschäftigt, den Laderaum des 115 Meter langen russischen Seeschiffes "AMUR 2525" (IMO: 8721519, 3.086 BRZ, Baujahr 1988) zu reinigen. Als der Seemann den Laderaum über eine Steigeleiter verlassen wollte, stürzte er aus ca. sieben Metern Höhe in den Laderaum. Dabei zog er sich derart schwere Verletzungen zu, dass er noch am Unfallort verstarb. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Quelle: Polizei Hamburg vom 06.02.2009
Feuer auf Kümo vor England gelöscht
Update vom 06.02.09
Kingston upon Hull (Hull), Region Yorkshire, England / UK, 06.02.09 - Das Feuer auf dem 89 Meter langen niederländischen Kümo "Saline" (IMO: 9048641, 1990 BRZ, Baujahr 1993), wurde im Laufe des Vormittags des 6.2. gelöscht und ein gemeinsamer Einsatz der Küstenwache, der Feuerwehr Humberside, der RNLI und der Royal Air Force damit zu einem glücklichen Ende gebracht. Das MIRG-Team, das mit einem Hubschrauber auf dem brennenden Frachter abgesetzt worden war, wurde vom Rettungsboot aus Humber zurück nach Immingham gebracht. Die "Saline" samt ihrer siebenköpfigen Crew wurde von den Schleppern "Lady Stephanie" und "Svitzer Moira" in Richtung des Albert Dock in Hull abgeschleppt. Vorher war sie auf einer Tiefwasserposition vor Spurn's Head gesichert worden. Sie hat als Folge des Feuers nur noch Energie aus den Hilfsmaschinen. Das 90 Meter lange Schiff gehört der Reederei Vertom in Holland und wurde 1993 bei Bodewes erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Frachter nach Feuer evakuiert
Wladiwostok, Region Primorje / Russland, 06.02.09 - An Bord des unter georgischer Flagge registrierten Frachters "Almira G" (IMO Nr. 7811719, 2044 BRZ, ex Elger, Plitvice, Lewis, Baujahr 1979) brach auf der Fahrt von Pusan nach Wladiwostok in der Nacht zum 6.2. gegen ein Uhr ein Feuer aus. Die 10-köpfige Crew wurde evakuiert, neun Mann, darunter sieben Russen und zwei Philippinos, wurden nach Slavianka gebracht. Der 81,21 Meter lange Havarist befand sich nahe der Insel Bolshoy Pelis. Der Bergungsschlepper "Lazurit" nahm den brennenden Havaristen mit Kurs Wladiwostok auf den Haken, wo er gegen 13 bis 14 Uhr erwartet wurde. Das Schiff war mit Baumaterial, Nahrungsmitteln und technischer Ausrüstung beladen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
"Crete Cement" nach Haugesund geschleppt
Update vom 23.01.09
Horten, Fylke (Provinz) Vestfold / Norwegen, 06.02.09 - Der durch Strandung und Untergang beschädigte Zementfrachter "Crete Cement" (IMO-Nr.: 9037161) verließ am Morgen des 6.2. gegen 10 Uhr den Hafen von Horten an der Trosse des Schleppers "BB Connector". Das Schiff soll in Haugesund (Provinz (Fylke) Rogaland) gedockt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Übersteht Kutter Bergungsversuch?
Update vom 04.02.09
Sande, Fylke (Verwaltungsbezirk) Møre og Romsdal / Norwegen, 06.02.09 - Der 63 Fuß lange Kutter "Vårøybuen" (VA 16 LS) aus Lindesnes, der seit seiner Strandung auf Felsen vor Sandøy liegt, sollte am 6.2. geborgen werden. Der Skipper befürchtete allerdings, dass das Schiff weiteren Schaden nehmen oder gar sinken könnte. Das Schiff strandete nach einem Fehler des Autopiloten, der es vom Kurs abbrachte. Das Schiff dürfte ein Totalverlust sein, einige Ausrüstung wurde in den vergangenen Tagen bereits geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Fähre demolierte Travemünder Kai
Update vom 05.02.09
Lübeck-Travemünde, Schleswig-Holstein / DE, 06.02.09 - Die 154 Meter lange französische RoRo-Fähre "MN Pelican", 12076 BRZ (IMO-Nr. 9170999) aus Marseille kollidierte am Morgen des 5.2. um 5.44 Uhr beim Einlaufen in Travemünde mit der Kaiserbrücke an der Vorderreihe. Das mit einem Lotsen besetzte Schiff befand sich auf der Reise von Hanko, Finnland und wollte bei schlechter Sicht den Seelandkai ansteuern. Wesentliche Teile der Brücke wurden bei dem Aufprall erheblich zerstört. Knapp die Hälfte des 30 Meter langen und bis zu 40 Meter breiten Bauwerks zersplitterte.
Auf der Kommandobrücke bekam der Kapitän die Situation schnell wieder in den Griff. Binnen kurzer Zeit wurde die Fähre wieder manövrierfähig und zurück in die Fahrrinne gesteuert. Ohne weitere Zwischenfälle machte sie wenig später in Siems am Lehmannkai 2 fest. Beamte der Travemünder Wasserschutzpolizei gingen dort an Bord und leiteten Untersuchungen ein. Bis zur endgültigen Klärung des Sachverhaltes wurde ein vorläufiges Auslaufverbot über die "MN Pelican" verhängt. Nach Auslesen geschriebener Daten, Befragungen und Technischen Überprüfungen an Bord verursachte ein kurzfristiger Maschinenausfall den Unfall. Wie dieser entstanden ist, muss nun durch weitere fachtechnische Untersuchungen ermittelt werden.
Das Schiff hatte als Schaden einige Dellen, Farbabriebe und Holzstücke im Wulstbug davongetragen. Die Seeberufsgenossenschaft und das Bundesamt für Seeunfalluntersuchung in Hamburg werden später die weitere Bearbeitung übernehmen. Kurz vor Mitternacht durfte das Schiff Lübeck wieder verlassen.
Die Kaiserbrücke wurde sofort nach der Kollision gesperrt. Vereinzelt treibende Holzteile wurden durch Mitarbeiter des Lübecker Wasser- und Hafenbauamtes geborgen. Eine kurzfristige Sperrung der Seeschifffahrtsstraße Trave konnte am Vormittag des 5.2. wieder aufgehoben werden. Gegen Mittag traf ein Bagger vom Wasser- und Schifffahrtsamt an der Unglücksstelle ein und räumte lose liegende Teile von der Brücke ab. Zudem wurden die Taucher der Firma Hock ins Wasser geschickt, um den Grund der Trave abzusuchen und so Gefährdungen für die Fahrrinne auszuschließen.
Nach einer ersten Schadensbegutachtung an der Kaiserbrücke wurde bilanziert, dass neben den Anlege-Dalben aus Stahl, die jeweils einen Durchmesser von 1,10 Metern haben, auch gut ein Dutzend der 32 mit Beton verfüllten Pfähle beschädigt wurden. Wann die 2003 für 250 000 Euro erneuerte Brücke wieder einsatzfähig ist, ist noch nicht absehbar. Auch das Segelschulschiff "Mir", das im Mai an der Kaiserbrücke festmachen wollte, muss wohl einen anderen Liegeplatz bekommen.
Die "MN Pelican" hatte in ihrem Transfennica-Dienst erst im Januar die "Longstone" ersetzt, die zu der Zeit bereits in Kiel zur Reparatur von Kollisionsschäden lag, die sie im Dezember 2008 in Travemünde verursacht hatte. Danach ging sie in einen Fährdienst von Dänemark nach Finnland.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Frachter geriet vor Humbermündung in Brand
Kingston upon Hull (Hull), Region Yorkshire, England / UK, 06.02.09 - Im Maschinenraum des mit Bauxit beladenen, holländischen Frachters "Saline", 1990 BRZ, brach am Morgen des 6.2. um 3.34 Uhr in der Humber-Mündung ein Feuer aus. Der Mayday-Ruf des Schiffes wurde von der Humber Coastguard aufgefangen. Die Crew des Havaristen hatte den Maschinenraum derweil mit CO2 geflutet. Ein RAF-Helikopter aus Leconfield sowie das Rettungsboot aus Humber wurden alarmiert, um nötigenfalls die siebenköpfige Besatzung zu evakuieren. Der Feuerlöschschlepper "Lady Stephanie" aus Immingham nahm die "Saline" drei Meilen vor Spurn Point auf den Haken, während ein Feuerlöschteam der Wehr Humberside mit Hubschrauber an Bord abgesetzt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Hebung von Barge fehlgeschlagen
Update vom 22.01.09
Hopewell, Virginia / USA, 06.02.09 - Die Barge "SL 119", die im vergangenen Monat im James River vor Hopewell sank, wird nach ihrer Bergung, die frühestens nächste Woche stattfindet, wohl abgewrackt werden. Die Barge der Sea-Land Transport Co. aus Urbanna war am 12.1. mit 3,2 Millionen Pfund Ammoniumsulfat an der Honeywell Plant untergegangen. Mindestens 2/3 der Düngerladung traten in den Fluss aus.
Ein Versuch der Coastal Environmental Services of Virginia Inc., das Wrack mit Luftkissen zu heben, schlug fehl. Nun soll die Barge mithilfe einer Kranbarge gehoben werden. Die "SL 119" wurde 1994 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Frachter nach Bergung in die Kette gelegt
Update vom 16.12.08
Baku / Aserbaidschan (Azerbaidshan), 06.02.09 - Der russische Frachter "Sarmat-1", der im Dezember 2008 aus Seenot gerettet wurde, wurde jetzt nach einer Entscheidung eines Gerichts in Azerbaidshan in die Kette gelegt wegen ausstehender Forderungen der State Company of Caspian Oil Fleet. Diese will 70000 Dollar Bergelohn für die Bergung des Schiffes und seiner Fracht aus Eisen- und Holzprodukten, mit denen es von Astrakhan nach Enzeli unterwegs gewesen war, als es in einem Sturm vor der Absheron Halbinsel manövrierunfähig wurde. Die "Sarmat 1" wurde nach der Bergung in Baku repariert und könnte jetzt wieder auslaufen. Doch die Versicherung des Frachters hält die Forderungen der State Company of Caspian Oil Fleet für überzogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
US-Kreuzer in Pearl Harbor gestrandet
Pearl Harbor, Insel Oahu, Hawaii / USA, 06.02.09 - Das USS "Port Royal" (CG-73), ein in Pearl Harbor stationierter 173 Meter langer Lenkwaffenkreuzer, lief am 5.2. gegen 21 Uhr eine halbe Meile südlich der Landebahn des Flughafens Honolulu auf Grund. Bei der Havarie 1,5 Meilen von der Hafeneinfahrt wurde niemand der 360-köpfigen Crew verletzt. Der Schaden an dem 1994 in Dienst gestellten Kreuzer wird noch zu untersuchen sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Schubverband rammte Brücke
Louisville, Kentucky / USA, 06.02.09 - Der Schubschlepper "Helen Lay", der mit 15 mit Kohle beladenen Bargen unterwegs war, kollidierte am 5.2. gegen fünf Uhr mit der Sherman Minton Bridge, woraufhin die Interstate 64 drei Stunden gesperrt werden musste. Dies führte zu langen Staus in Süd-Indiana. Nach intensiven Untersuchungen stellte sich aber heraus, dass die Brücke nur leichten Schaden erlitten hatte, ebenso wie der Schlepper, der offenbar manövrierunfähig geworden war. Die "Helen Lay" war flussaufwärts unterwegs. Er operiert von Paducah aus und wird betrieben von der Lay Leasing Inc. Die American Electric Power in Chesterfield, die das Schiff in Charter hat, sandte Experten aus Paducah zur Unglücksstelle, die gemeinsam mit der Küstenwache die Havarie untersuchen sollten. Schlepper und Bargen wurden derweil eine halbe Meile flussabwärts verholt, wo ein anderer Schlepper die Bargen aufnahm.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Info: Die
Sherman Minton Bridge mit einer Gesamtlänge von 625,70 Meter überspannt den
Ohio River und verbindet die Städte Louisville, Kentucky mit New Albany, Indiana
Schwergutfrachter wird "Endurance" heimbringen
Update vom 21.01.09
Portsmouth, Grafschaft Hampshire, England / UK, 05.02.09 - Die auf den Bermudas ansässige Firma Dockwise wurde kontraktiert, das beschädigte Eisforschungsschiff HMS "Endurance" nach England zurück zu bringen. Das Schwerlastschiff "Target" soll nach bisheriger Planung Ende Februar die "Endurance" auf Deck nehmen und um den 20.3. herum vor Portsmouth eintreffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
2000 Gallonen Öl von havarierter Fähre verschwunden
Update vom 03.02.09
Ketchikan, Alaska / USA, 05.02.09 - Die beschädigte Fähre "Lituya" wartet auf den Beginn der Reparatur des Strandungsschadens bei der Werft Alaska Ship and Drydock in Ketchikan. Nach bisherigen Untersuchungen erlitt sie Schäden am steuerbordseitigen Kühlwassersystem. Auch in Abteilung 4 ist ein Leck entstanden. Das eindringende Wasser wurde kontinuierlich mit einer mobilen Pumpe gelenzt. Auch die inneren Schiffsstrukturen sollen noch untersucht werden, ebenso wie die Ruderanlage. Die Arbeiten werden aber frühestens an diesem Wochenende starten. Während der Untersuchungen zur Havarie wurde festgestellt, dass der Verbleib von rund 2000 Gallonen Dieselöl unbekannt ist. Nach der Strandung auf Scrub Island am Morgen des 30.1. war nur ein 5 Fuß langer Ölfilm von fünf Fuß Breite beobachtet worden. Als später aber der Tankinhalt laut Aufzeichnungen mit dem realen Füllstand verglichen wurde, wurde eine Diskrepanz festgestellt. Vermutlich ist das fehlende Öl ins Wasser von Port Chester ausgelaufen, wurde aber durch die raue See rasch aufgelöst. Während der Verschleppung nach Ketchikan und nach dem Eintreffen dort wurden keine weiteren Ölaustritte festgestellt. Wahrscheinlich lief das fehlende Öl aus dem steuerbordseitigen Tank aus, als sich das Schiff bei Ebbe bis zu 15 Grad auf die Seite legte. Die anstehenden Reparaturen sollen von der Coast Guard Ketchikan überwacht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Kollision von Tierschützern mit Walfangboot
Friday Harbor, San Juan County, Washington / USA, 05.02.09 - Die "Steve Irwin" der Sea Shepherd Conservation Society kollidierte in der Ross-See mit einem japanischen Walfangschiff. Nach Angaben der Tierschützer versuchte die Crew der "Steve Irwin" das Hochziehen eines erlegten Wales auf das Verarbeitungsschiff "Nisshin Maru" zu sabotieren. Dieser sollte gerade von der "Yushin Maru No. 2" zur Fischfabrik gezogen werden, als das Fangschiff "Yushin Maru No.1" direkt vor den Bug der "Steve Irwin" lief, um diese zu blockieren. Diese konnte nicht nach Steuerbord ausweichen, ohne dabei die "Yushin Maru No. 1" zu rammen. Der Versuch, mit herabgesetzter Geschwindigkeit den Zusammenstoß abzuwenden, wurde durch die Manöver der "Yushin Maru No. 2" unmöglich gemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Rettungsaktion für lecke Yacht
Santa Barbara, Kalifornien / USA, 05.02.09 - Die 36 Fuß lange Yacht "Patience" schlug am 5.2. vor Goleta leck. Das Boot ankerte 200 Yards vor der Küste, als es gegen vier Uhr zum Wassereinbruch kam. Ein Hubschrauber der Küstenwache Los Angeles stieg auf den Notruf hin auf. Doch es gelang, mithilfe der Bilgenpumpe den Wassereinbruch zu kontrollieren, und die Yacht konnte von einem Küstenwachboot nach Santa Barbara eingeschleppt werden. Der Helikopter hoverte über der Yacht, bis das Boot der Küstenwachstation Channel Islands die "Patience" erreicht hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Bootsunglück vor Philippinen
Claveria, Provinz Cagayan / Philippinen, 05.02.09 - Ein Transportboot sank am Nachmittag des 5.2. vor der Küste von Claveria in der Cagayan-Provinz. Das Unglück ereignete sich vor Fuga Island, zwei Helikopter machten sich auf die Suche nach der unbekannten Anzahl von Bootsinsassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Havarie auf Überführungsfahrt
Gulfport, Mississippi / UK, 05.02.09 - Am Morgen des 5.2. kollidierten im Mississippi Sound, rund 2,5 Meilen südwestlich von Bayou Caddy, die Yacht "Sound Advice" und der Schlepper "Velma C", der mit drei leeren Bargen unterwegs war. Die "Sound Advice" befand sich nach einem Verkauf auf der Überführungsfahrt von New Orleans nach Florida. Beide Schiffe gingen an der Kollisionsstelle vor Anker, sollten aber noch im Laufe des Tages ihre Fahrt fortsetzen können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Feuer zerstörte drei Boote
Picton, Region Marlborough, Neuseeland, 05.02.09 - Ein Feuer zerstörte drei Boote in Pictons Waikawa Marina und verursachte einen Million Dollar Schaden. Zwei Fiberglas-Luxusyachten von 10.6 Metern Länge sanken, ein 12 Meter langer Kutter lag als rauchendes Wrack an seiner Mooring. Die vor 15 Jahren erbaute "Prjima-D" wurde binnen Minuten zerstört.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Wrack nach 127 Jahren aufgetaucht
Lakes Entrance, Victoria, Australien, 05.02.09 - Im Osten von Victoria wurden Reste eines 127 Jahre alten Wracks entdeckt. Der Dampfer "Pretty Jane" war 1882 vor Ninety Mile Beach nahe Lakes Entrance gesunken. Zuvor war er mit einem anderen Schiff kollidiert, auf eine Sandbank gelaufen und auf dem Weg von Lakes Entrance nach Melbourne in schwerem Sturm schließlich gesunken. Das 34 Meter lange, in Schottland erbaute Stahlschiff verschwand bis zum Januar 2009, als Parkranger auf rostige Trümmer am Strand von Loch Sport in East Gippsland aufmerksam wurden. Es handelte sich um Überreste des Kessels und einiger Spanten. Es wurde vermutet, dass der gesamte Schiffsboden noch mehr oder weniger im Sand begraben erhalten blieb.
Das Unglück der "Pretty Jane" begann, als sie mit der "Magnolia" vor Gabo Island, und der Grenze zwischen Victoria und New South Wales, kollidierte. Sie nahm dann Kurs auf Lakes Entrance in East Gippsland, wo sie aber auf eine Sandbank lief und eine Woche festsaß, ehe die Bergung gelang. Nach Ausbesserung der Schäden in Lakes Entrance nahm sie Kurs auf Melbourne, wo eine dauerhafte Reparatur stattfinden sollte. Doch 35 Kilometer westlich von Lakes Entrance geriet das angeschlagene Schiff in schweren Sturm. Da die Crew um ihr Leben bangte, entschied der Kapitän, das Schiff auf den Strand zu fahren. Die Besatzung hatte danach gerade sicher das Land erreicht, als eine große Welle den Dampfer breitseits auf den Strand drückte, wo er zerbrach. Nach einem Tag auf dem Strand nahm ein Raddampfer die Schiffbrüchigen auf und brachte sie nach Bairnsdale. Das Wrack ist nun nach dem Australian Government's Historic Shipwrecks Act geschützt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Historisches Wrack soll geschützt werden
Woodman Point, Western Australia, Australien, 05.02.09 - Wissenschaftler wollen eines der historisch bedeutsamsten Wracks in Westaustralien, die "James Matthews", vor der Strömung schützen. Plastikbarrieren sollen ringförmig um das Wrack im Cockburn Sound nahe Woodman Point ausgelegt werden, damit das Wrack im Sand begraben wird. Dadurch würde der Abtrag von Sedimenten gestoppt, sodass das Holz des Wracks nicht den Elementen und Wurmfraß ausgesetzt wird. Die "James Matthews", ein einstiges Sklavenschiff, das zum Handelsfahrer umgebaut wurde, sank 1841 und wurde in den 1970er Jahren 100 Meter vor der Küste wieder entdeckt und ausgegraben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.02.2009
Fähre demolierte Travemünder Kai
Lübeck-Travemünde, Schleswig-Holstein / DE, 05.02.09 - Die 154 Meter lange französische RoRo-Fähre "MN Pelican", 12076 BRZ (IMO-Nr. 9170999) aus Marseille kollidierte am Morgen des 5.2. um 5.44 Uhr beim Einlaufen in Travemünde mit der Kaiserbrücke. Das Schiff befand sich auf der Reise von Hanko, Finnland und wollte den Seelandkai ansteuern. Wesentliche Teile der Brücke wurden bei dem Aufprall erheblich zerstört. Die Anlage wurde sofort gesperrt. Vereinzelt treibende Holzteile wurden durch Mitarbeiter des Lübecker Wasser- und Hafenbauamtes geborgen. Eine kurzfristige Sperrung der Seeschifffahrtsstraße Trave wurde am Vormittag des 5.2. wieder aufgehoben.
Beamte der Travemünder Wasserschutzpolizei ermitteln jetzt an Bord des verursachenden Schiffes. Bis zur endgültigen Klärung des Sachverhaltes wurde ein vorläufiges Auslaufverbot über die "MN Pelican" verhängt. Das Schiff hat einige Dellen, Farbabriebe und Holzstücke im Wulstbug. Die Seeberufsgenossenschaft und das Bundesamt für Seeunfalluntersuchung in Hamburg werden später die weitere Bearbeitung übernehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2009
4000 Tonnen Kohle wieder auf Fahrt
Update vom 04.02.09
Xanten-Vynen, Nordrhein-Westfalen / DE, 05.02.09 - Das mit 4000 Tonnen Kohle beladene niederländische Binnenschiff, das am 4.2. gegen Mittag in Höhe Vynen auf Grund gelaufen war, kam noch am selben Tag wieder frei. Ein Teil der Fracht musste entladen werden, ehe das auf Bergfahrt befindliche, 135 Meter lange Schiff gegen 21 Uhr aufschwamm und später mit voller Ladung seine Fahrt fortsetzte. Grund der Strandung war, dass der Kapitän hatte Platz machen wollen, als zeitgleich zwei Binnenschiffe überholten. Er kam dabei aber zu nah ans Ufer gekommen und lief auf den Kiesgrund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2009
Bohrinselversorger bei Kollision beschädigt
England / UK, 04.02.09 - Nach der Kollision des 2007 erbauten Bohrinselversorgers "Supply Express", 3600 tdw, mit dem Ölrig "Ensco 92" in der Nordsee halten die holländischen Schiffseigner Vroon derzeit Ausschau nach einem geeigneten Reparaturplatz. Gleichzeitig lief eine Untersuchung an, wie es zu dem Zusammenstoß mit dem 45 Meilen ostnordöstlich von Flamborough Head (Yorkshire Küste von England) stehenden Jack-up-Rig kommen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2009
Untergang der "New Flame" war vermeidbar
Update vom 29.01.09
Gibraltar, 04.02.09 - Die Kollision mit dem beladenen Tanker "Torm Gertrud", 30058 BRZ, die den Bulkcarrier "New Flame", 26284 tdw, im August 2007 auf den Meeresgrund vor Gibraltar schickte, war vermeidbar und resultierte u.a. aus blinden Verlass auf elektronische Navigationshilfen in einem verkehrsreichen Gebiet. Keines der Schiffe war sich der Position des anderen hinreichend bewusst oder plottete den Kurs mit. Beide Schiffswachen verließen sich ausschließlich auf RAD und AIS, statt Ausguck zu halten. Dabei könnten einige der elektronisch gewonnenen Informationen fehlerhaft gewesen sein, weil sie die Bewegungen anderer Schiffe aufnahmen. Beide Schiffsführungen hätten mehr Raum geben müssen. Dies fand eine Untersuchung der Gibraltar Maritime Administration heraus, die auch auf unzulängliche Kontrolle der Schiffsbewegungen um Gibraltar als Schwachstelle stieß. Es gab Mängel in den formalen Abläufen zwischen den Häfen von Gibraltar und Algeciras. Beide Häfen teilen sich die schmale Bucht, in der an jenem Tag die "New Flame" von Gibraltar kam, während die "Torm Gertrud" nach Algeciras einlief. Der Untersuchungsbericht empfahl den Einsatz von Lotsen für die Westreede von Gibraltar verlassende Schiffe.
Nach über einem Jahr Bergungsarbeit liegt immer noch mehr als die Hälfte des Wracks der "New Flame" in flachem Wasser eine Meile vor Europa Point. Der Report empfiehlt, hier eine verkehrsbeschränkte Zone einzurichten. Derzeit ist dies faktisch wegen der dort liegenden Wracks der "New Flame" und "Fedra" ohnehin der Fall.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2009
Feuer auf iranischer Ölplattform
Iran, 04.02.09 - Auf einer mit 100 Mann besetzten iranischen Förderplattform der National Iranian Offshore Oil Company (NIOOC) brach nach Auftreten eines Gaslecks ein Feuer aus. Das Unglück ereignete sich, als in 300 Metern Wassertiefe ein Loch gebohrt wurde. Deswegen wurde die Produktion von bis zu 60,000 Barrels Rohöl am Tag am 3.2. gestoppt. Nun werden Wasser und Zement in Plattform AB im Abuzarfeld injiziert, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Das Ölfeld Abuzar ist eines der produktivsten im Persischen Golf, normalerweise haben die hier stationierten drei Plattformen einen Output zwischen 195,000 und 220,000 Barrels pro Tag.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2009
Kutter sank in Portland
Portland, Maine / USA, 04.02.09 - Am Morgen des 4.2. sank an der Cumberland Wharf in Portland der 45 Fuß lange Kutter "Stella G". Nur noch Teile des Ruderhauses ragten an seinem Liegeplatz aus dem Wasser. Teile der 200 Gallonen Öl in den Tanks liefen aus, das Wrack wurde mit Ölschlängeln umgeben. Die U.S. Coast Guard und Clean Harbors waren vor Ort und damit beschäftigt, einen Bergungsplan zu entwerfen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2009
Propeller von Kreuzfahrer beschädigt
Miami, Florida / USA, 04.02.09 - Das Kreuzfahrtschiff "Explorer of the Seas" der Royal Caribbean Cruise Line erlitt am 29.1. beim Auslaufen aus Semana in der Dominikanischen Republik bei der Kollision mit einem unbekannten Gegenstand einen Propellerschaden. Das Anlaufen von Labadee, Haiti, musste wegen des verbogenen Propellers abgesagt werden, und das Schiff kehrte am 1.2. nach Cape Liberty, New Jersey, zurück. Auf der folgenden Reise wurde der Anlauf von San Juan, Puerto Rico, abgesagt und statt dessen Kurs auf St. Thomas genommen, wo Taucher den Schaden reparierten. Gegen 23 Uhr sollte das Schiff den Hafen wieder verlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.02.2009
Binnenschiff auf Rhein gestrandet
Xanten-Vynen, Nordrhein-Westfalen / DE, 04.02.09 - Am Vormittag des 4.2. lief auf dem Rhein bei Kilometer 829,5 auf Höhe Xanten-Vynen ein mit 4000 Tonnen Kohle beladenes, 135 Meter langes, niederländisches Binnenschiff am linksrheinischen Ufer auf Grund. Der Kapitän war auf dem Weg von Amsterdam nach Duisburg zu dicht ans Ufer geraten. Nach einstündigen Bergungsversuchen durch ein anderes Binnenschiff brach die Schlepptrosse. Die Schifffahrt war zwischenzeitlich gesperrt und insgesamt 30 Fahrzeuge mussten ihre Reise kurz unterbrechen. Am Nachmittag sollte ein weiterer Versuch, den Havaristen flott zu machen, gestartet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2009
Kollision auf Westerschelde
Bath, Provinz Zeeland / Niederlande, 04.02.09 - Auf der Westerschelde bei Bath sind am 4.2. der 304 Meter lange, unter Liberia-Flagge laufende Containerfrachter "Pangal", 73.934 BRZ, (IMO-Nr.: 9306160) und der 99 Meter lange russische Frachter "Kholmogory", 2.986 BRZ (IMO-Nr.: 9109081), kollidiert. Aus unbekannter Ursache gerieten die beiden Schiffe aneinander und lagen eine halbe Stunde fest. Danach liefen sie mit leichten Schäden nach Vlissingen zur Inspektion. Beide Schiffe waren unterwegs von Antwerpen nach Vlissingen. Die 2006 erbaute "Pangal" wird von der Dohle Schifffahrt in Hamburg bereedert. Die "Kholmogory" wurde 1985 als "Jenna Catherine" bei der Kröger-Werft in Rendsburg erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2009
Vier Mann von gestrandetem Kutter vor Norwegen evakuiert
Sande, Fylke (Verwaltungsbezirk) Møre og Romsdal / Norwegen, 04.02.09 - Am 4.2. lief gegen sechs Uhr der 63 Fuß lange Kutter "Vårøybuen" (V 16 LS) aus Lindesnes an der Nordküste von Sandsøya in Sande auf Grund. Die vierköpfige Crew funkte um 7.08 Uhr Mayday. Drei Mann konnten sich an Land retten und wurden nach Sandshamn gebracht, der Kapitän war zunächst noch an Bord geblieben in der Hoffnung, dass das Schiff freikommen könnte. Um 8.43 Uhr musste aber auch er sein in schwerer Brandung liegendes Schiff aufgeben und wurde durch ein Boot des Küstenwachschiffes "Ona" aufgenommen. Das Küstenwachschiff "Njord" sowie das Rettungsboot "Emmy Dyvi" nahmen Kurs auf die Strandungsstelle, um Schäden und Umweltgefahren auszuloten. Ein Rettungshubschrauber aus Ørlandet sowie ein Hubschrauber der Luftambulanz konnten zurück gerufen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2009
Feuer auf Binnenschiff
Urk, Provinz Flevoland / Niederlande, 03.02.09 - Das 72,2 Meter lange holländische Binnenschiff "Desando" (ENI-No. 02318620), 1018 ts, geriet am Morgen des 3.2. in Urk in Brand. Das Feuer entstand aus bislang ungeklärter Ursache im Vorschiff. Die Urker KNRM-Boote "Kapiteins Hazewinkel" und "Willemtje" sowie ein Schiff von Rijkswaterstaat wurden alarmiert. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit Löschschaum aus der Kanone der "Kapiteins Hazewinkel". Das Eignerehepaar und sein Kind blieben unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2009
Deutscher Frachter nach Eemshaven geschleppt
Eemshaven, Provinz Groningen / Niederlande, 03.02.09 - Am 3.2. erreichte gegen 14 Uhr der Hamburger Frachter "Containerships VIII", 9902 BRZ (IMO-Nr. 9336244), am Haken der beiden Wagenborg-Schlepper "Waterman" und "Waterstraat" den Hafen von Eemshaven. Das 2006 erbaute, 155 Meter lange Schiff war vor der Insel Borkum mit Maschinenschaden bei rauer See in Bedrängnis geraten und war zunächst von dem deutschen Notfallschlepper "Oceanic" gesichert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2009
"Little Liza" in Mangroven gefangen
Everglades City, Collier County, Florida / USA, 03.02.09 - Der 45 Fuß lange Hummerkutter "Little Liza" liegt einen Monat nach seiner Strandung weiterhin in den Mangroven von Panther Key westlich von Everglades City. Die zweiköpfige Crew hatte den Autopiloten an, als sie von Fangfahrt zurück kehrte. Ein Alarm, der die Annährung an Land hätte vermelden sollen, funktionierte nicht. Das Schiff rauschte bei ungewöhnlich hohem Wasserstand 105 Fuß weit auf die Mangroveninsel im Ten Thousand Islands National Wildlife Refuge, dabei eine 26 Fuß breite Schneise schlagend. Bergungsarbeiten, bei denen das Boot mithilfe von Luftkissen zurück ins Wasser befördert werden soll, könnten am 6.2. starten. An Bord des Havaristen sind immer noch 125 Gallonen Öl.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2009
Rekord-Weltumsegelung endete tödlich
Australien, 03.02.09 - Ein 72 Jahre alter Slowene, der der älteste Mann werden wollte, dem eine Non-Stop-Weltumsegelung mit einem nicht motorisierten Boot gelingt, ist wohl ein Opfer seines Vorhabens geworden. Er war an Bord seiner neun Meter langen Yacht "Lunatic" am 25. Oktober 2007 von Tauranga in Neuseeland aus gestartet. Danach hatte es mehrfach Probleme gegeben, so versagte nach 350 Meilen bereits das Wasseraufbereitungsgerät sodass der Segler nochmals umkehren musste.
Anfang 2008 überstand Sterk einen schweren Sturm bei der Rundung von Kap Hoorn. Nach der Rundung des Kaps der Guten Hoffnung gab es vor Südafrika anschließend offenbar Probleme, die ihn zwangen, Kurs auf Neuseeland zu nehmen. Der letzte Kontakt fand Anfang Januar statt, als Jure Sterk sich 900 Kilometer vor Australien befand. Er hatte zuvor um Weihnachten herum schweres Wetter überstanden und Kurs auf Albany anliegen.
Am 3.1. wurde die the Australian Maritime Safety Authority (AMSA) von einem Funker informiert, dass die Kommunikation mit Sterk abgebrochen sei. Am 26.1. entdeckte das Handelsschiff "Aida" dann das verwüstete Boot 1200 Kilometer westlich von Perth. Das Rettungsboot fehlte. Wegen des schlechten Wetters war es nicht möglich, an Bord zu gehen, doch augenscheinlich war die Yacht verlassen. Wahrscheinlich sank sie mittlerweile vollständig. Für eine Rettungsaktion per Helikopter befand sie sich zu weit auf offener See. Die australischen Behörden informierten die slowakischen Kollegen über den mutmaßlichen Tod des Seglers, der bereits von 1991 bis 1994 eine Weltumsegelung unternommen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2009
Algenkutter soll künstliches Riff werden
Wheatland, Kalifornien / USA, 02.02.09 - Die nichtkommerzielle Gruppe California Ships to Reefs aus Wheatland, die Schiffe als künstliche Riffe versenkt, hofft, in diesem Jahr die 50 Fuß lange "Ocean Harvest" am Avalon's Casino Point Dive Park vor Santa Catalina Island versenken zu können. Der alte Algenfänger liegt derzeit bereits seiner Maschine entledigt in Morro Bay und wurde von der Gruppe für einen Dollar erworben. Nach einer Reinigung soll er in diesem Frühjahr nach Avalon verschleppt werden. Die vorgesehene Versenkungsstelle bietet einen flachen Boden und liegt in der Nähe eines populären Tauchparks, der bislang aber nur kleinere Boote und Schiffsteile beinhaltet. Nun muss der Avalon City Council noch zustimmen und dann die letzte Reise der "Ocean Havest" im März oder April starten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.02.2009
Tödlicher Unfall in der Nordsee
Bremen / Deutsche Bucht, 03.02.09 - Tragisch verlief die Fangreise des in Urk beheimateten Kutters "Adriaantje": In der Nacht zum 3. Februar ging rund 70 Seemeilen nordwestlich von Helgoland ein Besatzungsmitglied über Bord und stürzte in die fünf Grad kalte Nordsee. Die DGzRS startete nach dem gegen 22 Uhr aufgelaufenen Notruf umgehend eine umfangreiche Suchaktion. An der Suche beteiligten sich die Seenotkreuzer "Bernhard Gruben" aus Norderney, die "Alfried Krupp" von Borkum, ein Schiff der Bundespolizei, eine Fregatte der dänischen Marine, das Mehrzweckschiff "Mellum" der Wasser- und Schifffahrtsbehörde, zehn niederländische Fischkutter sowie zwei Hubschrauber mit Infrarot-Geräten. Die Suche dauerte bis in die frühen Morgenstunden des 3.2., von dem vermissten Fischer fehlte zunächst aber jede Spur. Lediglich ein treibender Rettungsring wurde gefunden. Vor Ort herrschten bei stürmischem Ostwind Wellenhöhen bis zu vier Metern.
In den Mittagsstunden fanden die niederländischen Fischer schließlich den Leichnam ihres Kollegen, einen 53-jährigen aus Delfzijl, und bargen ihn aus der See. Einer alten Tradition folgend hatten die Besatzungen der zehn Fischkutter mit ausgebrachten Netzen nach dem Opfer. Die an der Suchaktion beteiligten Schiffe und Einheiten kehrten anschließend in ihre Heimathäfen zurück.
Bereits am 16. Januar hatten die Seenotretter der Station Helgoland Kontakt mit der "Adriaantje": Bei stürmischem Südost-Wind mit sieben Beaufort war der 42 Meter lange Kutter mit zwei Mann Besatzung manövrierunfähig auf Helgoland zugetrieben, nachdem sich das Fangnetz in den Propeller gezogen hatte. Es gelang, den Havaristen rechtzeitig auf den Haken zu nehmen und ihn durch das Tochterboot "Elsa" des Seenotkreuzers "John T. Essberger" in den Schutzhafen nach Helgoland einzuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2009
Herrenloser Bunkertanker beschädigte Fahrgastschiff auf Elbe
Hamburg / DE, 03.02.09 - Unbekannte Täter haben in der Nacht zum 3.2. ein rund 40 Meter langes Bunkerboot im Hamburger Hafen losgeworfen und vom Kai wegtreiben lassen. Die "Odin 1" war mit vier Trossen gesichert gewesen, die von den Unbekannten gelöst wurden.Polizisten bemerkten die mit Gasöl beladene "Odin 1" um 4.30 Uhr im Brandenburger Hafen bei der Überseebrücke, nachdem sie bereits gegen ein Fahrgastschiff getrieben war. Den Beamten gelang es, das Schiff wieder zu vertäuen. Das Fahrgastschiff wurde bei der Kollision leicht beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2009
Kreuzfahrtpassagiere in Tenderboot gestrandet
Kingscote, Kangaroo Island (Känguru-Insel), South Australia / Australien, 03.02.09 - Rund 50 Kreuzfahrtpassagiere saßen am 2.2. zeitweilig vor Kangaroo Island fest, nachdem ihr Tender, der sie von der "Athena", 15614 BRZ (IMO-Nr. 5383304) an den Strand bringen wollte, auf Grund lief.
Es handelte sich um die erste Reise der "Athena" nach Südaustralien. Beim Anlaufen der Insel hatte das Tenderboot Maschinenschaden, wurde von der Tidenströmung erfasst und lief gegen 11 Uhr vier Kilometer vor Kingscote auf Grund. Ein zweiter Tender, der sich mit drei Mann Crew auf dem Rückweg von der Insel zur "Athena" befand, nachdem er seine Insassen abgesetzt hatte, versuchte dem anderen Boot zu helfen, kam aber selbst auf der Sandbank fest. Die Gestrandeten wurden von ihrem Mutterschiff aus mit Nahrung und Wasser versorgt, bis sie gegen 14.30 Uhr von einem anderen Boot aufgenommen und zurück auf die "Athena" gebracht wurden.
Ein örtliches Flachbodenboot schleppte dann die beiden festsitzenden Tender mit der Flut in tieferes Wasser zurück. Inzwischen wurde auch der beschädigte Bootsmotor repariert. Die Kosten für den ausgefallenen Ausflug wurden den betroffenen Fahrgästen zurück erstattet.
Bei der "Athena" handelt es sich um die einstige "Stockholm", die 1948 von den Ab Götaverken in Göteborg abgeliefert wurde.
| Am 25.7.1956 |
kollidierte sie vor Nantucket mit der "Andrea Doria" auf 40 30 N 69 53 W. 47 Personen kamen auf der "Andrea Doria" und fünf auf der "Stockholm" ums Leben, der Kollisionsgegner sank, die 160 Meter lange "Stockholm" erreichte schwer beschädigt New York. Nach Reparatur bei den dortigen Betlehem Steel Works kam sie am 5.11. des Jahres wieder in Fahrt. |
| 1959 |
erwarb sie der Freie Deutscher Gewerkschaftsbund, Rostock, registriert wurde sie 1960 für die VEB Deutsche Seereederei, Rostock als "Völkerfreundschaft". |
| 1985 |
ging sie an die Neptunus Rex Enterprises, Panama, und erhielt den Namen "Volker". Sie war danach erst in Holmestrand, dann in Southampton aufgelegt. |
| 1986 |
wurde sie zur "Fridtjof Nansen" und diente in Oslo bis 1989 als Flüchtlingsunterkunft. Dem Verkauf an die Star Lauro Societeta per Anzoni in Neapel folgte eine weitere Aufliegezeit von 1989 bis 1992 in Genua. |
| 1993 |
wurde sie nach Umbau bei der dortigen Varco Chiapella Werft erst zur "Italia 1", dann zur "Italia Prima". |
| Bis 1998 |
war sie auf Karibik-Kreuzfahrt, ehe sie nach wirtschaftlichen Problemen von Neckermann Seereisen erneut in Genua auflag. |
| 1998 |
erfolgte die Umbenennung in "Valtur Prima" in Charter der Air Maritim Seereisen (Valtur Tourist), |
| 2002 |
der Verkauf an die Festival Cruises und der Einsatz als "Caribe". |
| Von 2004 bis 2005 |
lag sie in Lissabon auf und läuft seither für die Classic International Cruise als "Athena". |
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2009
Kollision auf Mittellandkanal
Haldensleben, Landkreises Börde, Sachsen-Anhalt / DE, 02.02.09 - Auf dem Mittellandkanal sind am 2.2. bei Haldensleben ein Tank- und ein Güterschiff kollidiert. Der Kapitän des Binnenfrachters hatte das Ruderhaus abgesenkt, um die niedrigen Brücken des Mittellandkanals zu passieren. Wegen der eingeschränkten Sicht schätzte er den Abstand zu dem vor ihm fahrenden Tankschiff falsch ein und rammte diesen von achtern aufkommend. Dabei wurde das Heck des Tankschiffs oberhalb der Wasserlinie beschädigt. Nach der Unfallaufnahme konnten beide Schiffe ihre Fahrt fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2009
Betrunkener Kapitän beschuldigte nach Strandung wachfreien Rudergänger
Druten, Provinz Gelderland / Niederlande, 02.02.09 - Am 1.2. lief auf der Waal bei Druten ein Binnentanker auf Grund. Als die Polizei den Vorfall untersuchte, stellte sie beim Rotterdamer Kapitän 1,4 Promille Alkohol im Blut fest. Das Schiff war mit einer Ladung Gasöl um 13.45 auf eine Kribbe im nördlichen Teil der Waal festgekommen. Der Skipper, den die Polizisten am Ruder antrafen, behauptete, dass der Steuermann zum Unfallzeitpunkt am Ruder war und einen Fehler begangen habe. Dieser beteuerte indes, in der Koje gelegen zu haben. Dies wurde durch ein weiteres Besatzungsmitglied bestätigt. Das Schiff kam später ohne Schaden wieder von der Kribbe frei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2009
Nach Fund im Ärmelkanal hoffen Schatztaucher auf millionenschweren Schatz
Update vom 01.02.09
Tampa, Florida / USA, 02.02.09 - Auf den Fund von vier Tonnen Gold hoffen die amerikanischen Schatzsucher, die das 250 Jahre verschollene Wrack von HMS "Victory" im Ärmelkanal entdeckten. Am 5. Oktober 1744 war der 53 Meter lange Dreimaster, der mit hundert Kanonen bestückt war, im Ärmelkanal in einen Sturm geraten. Er erwischte ihn auf dem Heimweg von Gibraltar, wo er einen französischen Verband in die Flucht geschlagen hatte. Das Kommando führte Sir John Balchin, der zweithöchste Befehlshaber der Royal Navy. Balchin war ein erfahrener Kapitän, 58 Jahre hatte er im Dienste des Königs die Weltmeere befahren. Doch es war ihm nicht vergönnt, die fast 2000 Tonnen schwere "Victory" in den Heimathafen Portsmouth zu führen. Die Fahrt sollte die letzte vor seinem Ruhestand sein, es wurde die letzte seines Lebens. Der Sturm verschlang sein Schiff mit 1100 Mann und vier Tonnen Gold an Bord, niemand konnte sich retten. Für England war der Verlust des damals weltgrößten Kriegsschiffes eine nationale Tragödie, zum Gedenken wurde ein Marmorsarkophag in Westminster Abbey aufgestellt. Einzelne Wrackteile wurden im Lauf der Zeit auf den Kanalinseln an Land gespült, doch das Wrack selbst blieb mehr als 250 Jahre lang verschwunden.
In einer monatelangen, im geheimen durchgeführten Operation hat die US-Firma Odyssey Marine Exploration das Wrack nun aber auf dem Grund des Ärmelkanals in 100 Metern Tiefe ausfindig gemacht. Nach 23 Tauchgängen zwischen Mai und Oktober 2008 gibt es laut einem Untersuchungsbericht keinen Zweifel mehr an der Identität des Wracks. Die Koordinaten der Fundstelle verrieten die Wracksucher bei der Vorstellung des Fundes am 2.2. in London nicht. Aus Angst vor Konkurrenz nennen sie den Fundort nur "Site 25C". Auf einem Areal von 61 mal 22 Metern sollen dort 41 Bronzekanonen liegen, darunter acht tonnenschwere 42-Pfünder. Moderne Fischernetze, die über den Meeresgrund geschleift wurden, haben die meisten Kanonen so verschoben, dass sie nun parallel zum Schiffskiel liegen. Inmitten von Müsli-Schachteln, Glasflaschen, einer Videokassette und anderem Zivilisationsmüll fanden die Forscher noch andere Überbleibsel aus dem 18. Jahrhundert: einen Kochkessel aus Kupfer, zwei Anker sowie das zehn Meter lange Ruder des Schiffs.
Durch Grabungen im Sand hofft Odyssey, die restlichen der 100 bis 110 Kanonen freizulegen, und, noch wichtiger aus ihrer Sicht, einen vier Tonnen schweren Goldschatz. Die "Victory" soll auf ihrem Weg von Gibraltar nach Portsmouth in Lissabon vor Anker gegangen sein und dort 400.000 Pfund Sterling an Bord genommen haben, wahrscheinlich in Form von 100.000 Goldmünzen. Auch soll Balchin auf dieser letzten Fahrt vor der Rente mehrere französische Handelsschiffe aufgebracht haben.
Für Unterwasserarchäologen ist schon der Fund an sich eine Sensation. Mit Hilfe des ferngesteuerten Tauchroboters "Zeus" haben die Schatzsucher zwei der Bronzekanonen, einen 12-Pfünder und einen 42-Pfünder, geborgen. Die eine Kanone trägt das Wappen von König George I., die andere das von George II. Die Herstellungsdaten 1726 und 1734 stimmen mit der Bauzeit der "Victory" überein. Es handelte sich bei ihr um das letzte große Kriegsschiff der Royal Navy, das mit Bronzekanonen bestückt worden war, ehe die Fertigung der Geschütze aus Eisen begann. Für die Bergung der beiden Kanonen hatte Odyssey sich die Erlaubnis des britischen Verteidigungsministeriums geholt, denn das Kriegsschiff ist Eigentum des britischen Staates geblieben, auch wenn es in internationalen Gewässern gefunden wurde. Mit Regierungen haben die kommerziellen Schatztaucher bereits schlechte Erfahrungen gemacht, daher gehen sie nun sehr diplomatisch vor.
Besonders mit Spanien steht Odyssey seit Jahren auf Kriegsfuß. 2006 hatten die Amerikaner bei Gibraltar die 1694 gesunkene HMS "Sussex" entdeckt, doch der vermutete Milliardenschatz wurde bis heute nicht gehoben. Die spanische Regierung stellte sich quer, das Projekt liegt seither auf Eis.
Eine zweite Operation vor der spanischen Küste, die ein Wrack mit dem Codenamen "Black Swan" zum Ziel hatte, war 2007 insofern teilweise erfolgreich, als Odyssey heimlich hunderttausende Münzen bergen und in die USA ausfliegen konnte. Doch erhob Spanien nachträglich Anspruch auf den Schatz. Der Fall wird nun vor einem US-Gericht verhandelt.
Für die Aktionäre von Odyssey ist der Fund der "Victory" die erste gute Nachricht seit langem. Selbst wenn der Goldschatz nicht gefunden werden sollte, lässt sich aus der Geschichte des berühmten Wracks Kapital schlagen. Eine mehrteilige Fernsehdokumentation für den Sender Discovery Channel wurde bereits produziert.
Derzeit verhandelt Odyssey mit der britischen Regierung, wie der Schatz aus dem Ärmelkanal geborgen und aufgeteilt werden soll. Odyssey schwebt ein Partnerschaftsabkommen vor: Die Firma geht in Vorleistung und sorgt für die sachkundige Bergung und Konservierung sämtlicher Fundstücke. Dafür wird ihr hinterher ein Prozentsatz des Gesamtwerts ausgezahlt.
Unterwasserarchäologen sehen das Treiben der Schatzsucher grundsätzlich mit Misstrauen. Aus ihrer Sicht sind Schatztaucher im Grunde nur an materiellen Werten interessiert, und um diese zu finden, nehmen sie auch die Zerstörung wertvollen Kulturguts und die Störung der Totenruhe in Kauf. Der Tauchroboter "Zeus" hat bereits Rippenknochen und Schädelreste rund um das "Victory"-Wrack gefunden. De Schatztaucher halten den Kritikern entgegen, dass die Wracks ohne das Gerät und Kapital von Odyssey ohnehin verrotten und von den Schleppnetzen der Fischer langsam zerrieben würden. So verstehen sich die Schatztaucher auch als Forscher. Mit wissenschaftlicher Leidenschaft betrachten sie den 3,40 Meter langen 42-Pfünder, den sie geborgen haben und der nun auf einer Marinebasis in Portsmouth lagert. Es soll die einzige Schiffskanone dieser Größe auf der Welt sein.
Das
Wrack wurde mehr als
50 Kilometer entfernt von der Position, an der man die "
Victory" bis dato vermutete, entdeckt. Bisher waren Historiker davon ausgegangen, dass sie wie Hunderte anderer
Schiffe auch an den Casquets zerschellt war,
einer Felsformation vor der Kanalinsel Alderney, die als "
Friedhof des Ärmelkanals" bekannt ist. Mit dem Fundort im offenen Meer scheinen sowohl "
Victory"-Kommandant Balchin als auch der
Leuchtturmwärter der Casquets rehabilitiert, denen bislang die Schuld an dem Unglück gegeben worden war. Der wahren Grund für das Unglück wird in einem Konstruktionsfehler in der Schiffskonstruktion vermutet: Das Verhältnis von Höhe und Breite der "Victory" könnte direkt verantwortlich sein für ihren Untergang. Bei hohem Wellengang, so die These, konnte das stolze Schiff einfach kentern. Auch gebe es Hinweise, dass die britischen Schiffsbauer der damaligen Zeit das Bauholz nicht richtig gelagert hätten. Eine ganze Generation von Kriegsschiffen habe deshalb zum Teil aus Holz bestanden, das anfällig für Verrottung war. Die Mängel wurden erst beim Nachfolgemodell behoben. Die nächste "
Victory" sollte zu einem der
ruhmreichsten Kriegsschiffe aller Zeiten werden: Sie war das Flaggschiff von
Admiral Horatio Nelson in der
Seeschlacht von Trafalgar im Oktober 1805 und liegt heute in Portsmouth - als
perfekt restauriertes Museumsschiff.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2009
"Lituya" wird in Ketchikan repariert
Update vom 02.02.09
Ketchikan, Alaska / USA, 02.02.09 - Die Fähre "Lituya" des Alaska Marine Highway System (AMHS), die am 30.1. nahe Metlakatla auf Grund getrieben war, wurde von den Schleppern "Cape Muzon" und "Ethan B", die sie am selben Tag um 14.10 Uhr geborgen hatten, nach Abschluss der Bodenuntersuchungen nun zur Werft Alaska Ship and Dry Dock in Ketchikan verschleppt. Hier soll der entstandene Schaden – die Felsen hatten einen Riss im Rumpf verursacht – repariert werden.
Die "Lituya" wurde 2004 beim Conrad Shipyard in Morgan City, Louisiana, erbaut. Es handelt sich um die kleinste Fähre der Reederei. Sie bedient seit 2006 die 16.5 Meilen lange Route Metlakatla-Ketchikan. Das Schiff ist in Metlakatla beheimatet und hat sechs Mann Crew. Das Design basiert auf dem eines Versorgers, es handelt sich somit auch um die einzige Fähre von AMHS, die ein offenes Autodeck hat. Neben 18 Fahrzeugen vermag sie 149 Passagiere zu befördern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2009
Donau wieder frei befahrbar
Update vom 02.02.09
Gabčíkovo, Region Podunajsko / Slowakei, 02.02.09 - Die durch einen havarierten deutschen Schubverband südöstlich von Bratislava blockierte Donau war in der Nacht zum 1.2. wieder passierbar. Vorläufig war aber nur eine der beiden Durchfahrtsschleusen des Donaukraftwerks Gabcikovo befahrbar. An der anderen war der deutsche Schiffsverbund festgemacht worden, um ihn zu löschen und zu sichern. Der Verband aus einem Schubschlepper und zwei Leichtern war mit 600 Tonnen Stahl an Bord von Österreich in Richtung Ungarn unterwegs, als kurz vor den Schleusen des Donaukraftwerks Gabcikovo ein Leichter Schlagseite entwickelte. Die vierköpfige ungarische Besatzung wurde evakuiert, weil der Verband dadurch zu sinken drohte. Mögliche Schäden an den Kraftwerksschleusen und den Schiffen wurden noch von Experten untersucht. Als Unfallursache wurde eine unsachgemäße Stauung der Ladung angenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.02.2009
Tragflügelboot raste auf Kanalufer
Amsterdam, Provinz Noord-Holland / Niederlande, 02.02.09 - Am 2.2. gegen 10 Uhr lief das Tragflächenboot "Rosanna" auf dem Noordzeekanal in Amsterdam zwischen Amsterdam-Nord und Zaandam mit 25 Fahrgästen auf Grund. Die Feurewehr half den Passagieren von dem auf dem Ufer liegenden Fahrzeug. Einer hatte leichte Verletzungen erlitten. Das Boot der Reederei Connexxion war unterwegs nach Amsterdam und kam von IJmuiden-Velsen. Es wurde 2004 von Connexxion in Dienst gestellt. Im Oktober 2007 war es bei einer Kollision mit einem Patroullienboot erheblich beschädigt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Wie wird Port Angeles sein Wrack los?
Port Angeles, Bundesstaat Washington / USA, 02.02.09 - Am 16.2. endet die Frist, binnen der das 36 Fuß lange Hausboot "Montana Drifter", das im Dezember bei der Rayonier-Mühle am Ende des Ennis Creek auf Felsen strandete, aus Port Angeles geräumt werden muss. Der Eigner hat indes kein Geld für eine Bergung. Wenn das Boot zum Wrack erklärt wurde, müssen der Port of Port Angeles, die Stadt Port Angeles und dem Department of Natural Resources über eine Bergung entscheiden. DNR würde 90 Prozent der Kosten übernehmen.
Der letzte Eigner lebte auf der "Montana Drifter", bis sie am 14.12. nach einem Sturm zu sinken begann. Der Eigner zog sie zwar von der Strandungsstelle, doch sank sie im Hafen auf Felsgrund ab. Sie hat mehrere Lecks. Die fünf Gallonen Öl an Bord stellen immerhin kein Umweltrisiko dar. Zwei andere Fahrzeuge, die in demselben Sturm strandeten, wurden zwischenzeitlich geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Ausflugsschiff "Fitzcarraldo" hat wieder Oberwassser
Update vom 31.01.09
Linz / Österreich, 01.02.09 - Am Vormittag des 1.2. wurde das halb gesunkene Flussfahrgastschiff "Fitzcarraldo" in Linz von zwei Mobilkränen gehoben und zur Linzer Schiffswerft abgeschleppt. Auslöser des Untergangs war nach bisherigen Erkenntnissen die geplatzte Außenbord-Zuleitung zur Wasserpumpe. Das 1,5 Zoll starke Rohr hatte dem Frost nicht standgehalten hatte.
Am 31.1. war die Linzer Berufsfeuerwehr gerufen worden, weil das am Restaurant-Schiff "Lido" auf der Urfahraner Flussseite vermoorte Ausflugsschiff "Fitzcarraldo" erhebliche Schlagseite hatte. Ölsperren wurden gegen auslaufendes Öl ausgebracht. Das Schubschiff "Melk" wurde von der DDSG gerufen, um das sinkende Schiff zu stabilisieren. Außerdem wurden Stahlseile unter dem Rumpf hindurchgezogen. Ein Mobilkran sicherte den Havaristen ab. Die Feuerwehr pumpte stundenlang Wasser aus, ehe gegen 20 Uhr die Leckage abgedichtet werden konnte. Gegen Mitternacht war der Einsatz der Feuerwehr nach 12 Stunden beendet.
Das Schiff war 1990 von Bernhard Luger in Obermühl in Eigenregie erbaut und seither auf der Donau in Linz eingesetzt worden. Die "Fitzcarraldo" wurde1998 vom Schärdinger Reeder Manfred Schaurecker erworben, dessen Tochter sie überholen ließ und seit 2001 in Linz für Charterfahrten anbot. Sie ist 19 Meter lang und für 60 Passagiere zugelassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Frachter vor Dubai gerettet
Dubai / Vereinigte Arabische Emirate, 01.02.09 - Sieben iranische Seeleute wurden von der Polizei Dubais und Zivilschutzkräften gerettet, nachdem ihr 22 Meter langer 30-Tonner auf dem Weg vom Iran nach Al Hamriya Port in Dubai am 31.1. leckgeschlagen war. Das mit Nahrungsmitteln beladene Schiff befand sich rund 30 Kilometer vor der Küste, als es Notrufe sendete, weil Wasser in den Maschinenraum eindrang. Ein Team der Rescue Operations Unit der Polizei eilte zu dem Havaristen und fand, dass die Bilgenpumpe zu schwach war, um das Wasser, das den Generator überflutet hatte, auszupumpen. Die Schiffscrew wurde gerettet, und ein Team des Department of Civil Defence half mit einer ausreichend starken Lenzpumpe aus, sodass der Frachter in den Hafen geschleppt werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Suche nach 13 Fischern von zwei Trawlern
Bangeojin, Ulsan / Südkorea, 01.02.09 - Der 59 Tonnen große Trawler "Youngjin" wird seit dem Morgen des 30.1. 50 Kilometer östlich von Ulsan vermisst. Neun Küstenwachschiffe, Helikopter und fünf Zerstörer nahmen die Suche nach der neunköpfigen Crew 60 Stunden nach dem letzten Kontakt, der am Morgen des 30.1. stattgefunden hatte, auf. Es hatte um 14 Uhr nach Bangeojin einlaufen wollen, hatte der Kapitän in einem Satelliten-Telefongespräch mit dem Eigner gesagt. Ein Patroullienflugzeug entdeckte 10,8 Kilometer von der letzten bekannten Position 50 Kilometer östlich Bangeojins entfernt am 31.1. um 16.25 Uhr Dieselöl auf dem Wasser.
In demselben Seegebiet sank auf der 132 Tonnen große Trawler "92 Sail" am 31.1. Er ging nahe Geoje Island vor der Süd-Gyeongsang-Provinz unter. Die vierköpfige Crew, drei Koreaner und ein Chinese, wurden ebenfalls vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Gedenken an "Taube"-Opfer - Segler hatten keine Vorahnung von Gefahr
Update vom 30.01.09
Leipzig, Sachsen / DE, 01.02.09 - Am 30.1. fand in Leipzig eine kleine Gedenkveranstaltung für die vermisste Crew der deutschen Yacht "Taube" statt, und von Seiten der "Migrobirdo"-Projekt-Mitglieder gibt es derzeit Überlegungen, in etwa einem Monat eine etwas größere in Süddeutschland zu machen.
Fast zwei Wochen, nachdem die "Taube" vom marokkanischen Larache aus zu ihrer letzten Reise in Richtung Süden aufbrach, schilderte die mutmaßlich einzig Überlebende den Gründern des Projektes "Migrobirdo" ihre Sicht des tragischen Unglückes. Am Abend des 19. Januar habe der Plan der Crew gelautet, nach Mohammedia zu segeln – rund 200 Kilometer südlich von Larache gelegen, dies vor allem deshalb, da sich die sieben Crewmitglieder durch die häufigen, unfreundlichen Kontrollen der Behörden im Hafen von Larache unwohl fühlten. Doch da einige mit Seekrankheit zu kämpfen hatten, entschieden sie sich am Abend des 20.1., trotz widrigen Wetters Mahdia anzusteuern. Sie waren sich der besonders gefährlichen Brandung vor Mahdia nicht bewusst. Für die "Migrobirdo"-Gründer ist dies deshalb unverständlich, da der Skipper schon seit längerer Zeit in diese Funktion an Bord gewesen war und über einen Sportbootführerschein verfügte. Kurz vor der Hafeneinfahrt habe sich das Boot plötzlich stark nach vorne geneigt. Zwei Fensterscheiben zerbarsten, woraufhin Wasser ins Innere des Bootes drang. Die Überlebende selbst befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Kajüte, verließ diese aber so schnell es ging und wurde von der nächsten Welle über Bord gespült. Soweit sie es beurteilen konnte, hatten zu diesem Zeitpunkt alle Crewmitglieder das sinkende Boot verlassen. Als sie im Wasser schwamm, habe sie nichts mehr vom Schiff gesehen, nur noch eine andere Person auf einem weiter entfernten Wellenberg. Sie habe sich an einer Isomatte festgehalten, die neben ihr trieb, und sei auf das Land zugeschwommen, wo ihr Fischer eine sichere Stelle zeigten, um an Land zu gehen. Sie schätzte, dass sie höchstens 20 Minuten im Wasser gewesen sei.
An Seenotausrüstung habe zwar alles Erdenkliche zur Verfügung gestanden, aber der Großteil der Personen hatte zum Zeitpunkt des Unglücks keine Schwimmweste an. Nach Ansicht der Gründer des Projekts "Migrobirdo", die das Schiff im Zeichen der Völkerverständigung zur Verfügung gestellt hatten, spielte die Art des Bootes keine Rolle für sein Kentern. Kein Sportschiff habe ernsthafte Chancen, derartige Verhältnisse heil zu überstehen. Die extreme ablandige Strömung im Bereich der Unglücksstelle, erkläre, warum sich nur eine Person ans Ufer retten konnte.
Von den fünf Vermissten fehlt weiterhin jede Spur. Dass außer der 19-jährigen Deutschen noch eine Person das Unglück überlebt haben könnte, gilt als höchst unwahrscheinlich. Bisher wurde aber nur die Leiche einer jungen Dänin einige Kilometer von der Unglücksstelle entfernt gefunden.
Bei der "Taube" handelte es sich um eine Kielschwert-Yacht aus Stahl. Das heißt sie hatte einen massiven, breiten Kiel aus Stahl, der mit Zement und vermutlich Blei gefüllt war, um Kentersicherheit zu erzielen. Mit diesem hatte sie einen Tiefgang von etwa 0,95 m. Ein Schwert aus Edelstahl konnte mit Hilfe einer Winde hinab gelassen werden, womit sie einen Tiefgang von ca. 1,60 m hatte. Die Projekt-Gründer gehen davon aus, dass sie über einen für Yachten üblichen Stabilitätsumfang, d. h. Kentersicherheit, verfügte. Dieser Bootstyp hat in Gezeitengewässern wie der Nordsee Tradition.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Schatzschiff im Ärmelkanal gefunden?
Tampa, Florida / USA, 01.02.09 - Eine Bergungsfirma gab an, im Ärmelkanal das Wrack des 1744 gesunkenen, englischen Linienschiffs HMS "Victory" gefunden zu haben. Die Odyssey Marine Exploration aus Florida hofft auf den Fund von Rund 100.000 Goldmünzen, die beim Untergang an Bord gewesen sein sollen. Das Wrack sei schon im Mai 2008 entdeckt worden. Der Fundort liege etwa 80 Kilometer von der bislang vermuteten Unglücksstelle entfernt. Es seien bereits mehrere Kanonen und andere Gegenstände des in 100 Meter Tiefe gelegenen Wracks geborgen worden. Die Gegenstände ließen definitiv den Schluss zu, dass es sich um die "Victory" handele.
Das 53 Meter lange Schiff war seinerzeit das größte und mit 110 Bordkanonen das am stärksten bewaffnete Kriegsschiff und die Vorgängerin der bekannteren "Victory", die das Flaggschiff von Admiral Horatio Nelson in der Schlacht von Trafalgar war und heute in Southampton liegt. Die ältere "Victory" sank am 4. Oktober 1744 während eines Sturms im Ärmelkanal mit mindestens 900 Menschen an Bord. Sie befand sich auf dem Rückmarsch von Lissabon nach England und hatte vermutlich fünf Tonnen portugiesischer Goldmünzen für Kaufleute geladen.
Das jetzt am Wrack tätige US-Unternehmen hatte bereits vor zwei Jahren aus einem 1804 vor der portugiesischen Küste gesunkenen spanischen Schiff 17 Tonnen Silbermünzen im Wert von umgerechnet knapp 390 Millionen Euro geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Gestrandete Fähre leicht beschädigt geborgen
Update vom 30.01.09
Metlakatla, Annette Island, Alaska / USA, 01.02.09 - Lediglich eine geringer Ölverschmutzung war zu beklagen, nachdem die von 181 Fuß lange Fähre "Lituya" am 30.1. in Metlakatla gestrandet war. Das Schiff war weniger als eine Meile nördlich seines Anlegers von stürmischem Wind losgerissen und auf das kleine Scrub Island getrieben worden, wo sie bis zu 15 Grad Schlagseite entwickelte.
Die "Lituya" verkehrte zweimal täglich zwischen der 1400-Einwohner-Stadt Metlakatla an der Westküste von Annette Island, und Ketchikan. Sie kann 18 Fahrzeuge und 149 Passagiere befördern.
Als sie sich am 30.1. gegen ein Uhr losriss, blies der Wind mit 26 Meilen Geschwindigkeit und Böen von über 80 Meilen und baute an die acht Fuß hohe Seen auf. Die Crew aus Metlakatla war nicht an Bord. Ein Polizeioffizier hatte auf seiner Patrouille den leeren Liegeplatz entdeckt. Da lag das Schiff bereits auf dem 3600 Fuß östlich gelegenen Scrub Island fest. Crews des Marine Highway System, des Department of Environmental Conservation und der Coast Guard wurden alarmiert. Bei einer Inspektion wurde Schaden am Kiel und einer Stabilisierungsflosse festgestellt. In den Tanks waren 7,000 Gallonen Dieselöl, und ein 75 Fuß langer Ölfilm wurde um das Schiff herum entdeckt. Gegen sieben Uhr konnten der Kapitän und der Chefingenieur an Bord gelangen, deaktivierten den Generator und schlossen die Schotten sowie die Treibstoffventile. Zu dieser Zeit betrug die Schlagseite neun Grad. Die Southeast Alaska Petroleum Resource Organization legte eine Ölsperre um die "Lituya" aus und pumpte 550 Gallonen Öl auf eine Barge. Eine Trosse eines Schleppers stabilisierte das Schiff bis zum Hochwasser. Eine halbe Stunde vor dem Höchststand kam Bewegung in die Fähre, und die Schlepper "Cape Muzon" und "Ethan B" zogen sie am Nachmittag des 30.1. von den Felsen. Taucher untersuchten den Rumpf, ehe der Havarist zur Reparatur nach Ketchikan abgeschleppt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Feuerlöschboot von Kreuzfahrer gerammt
Washington D. C. (District of Columbia) / USA, 31.01.09 - Das Feuerlöschboot "John Glenn" wurde am 31.1. von dem 160 Fuß langen Kreuzfahrtschiff "Spirit of Washington" auf dem Potomac River gerammt. Starker Wind hatte es gegen das Löschboot und gegen eine ebenfalls dabei beschädigte Pier gedrückt. Die "John Glenn" erlitt einen 15 Fuß langen und einen Fuß breiten Riss an Steuerbord und wird einige Zeit außer Gefecht sein. Außerdem wurden zwei massive Holzdalben abgebrochen. Die "John Glenn" gehörte ursprünglich dem New York Fire Department und wurde 1962 in Dienst gestellt. 1977 wurde es von DC Fire and EMS für eine Million Dollar erworben und später grundüberholt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Crew von brennenden Kutter evakuiert
Bowen, Queensland, Australien, 31.01.09 - Vier Fischer wurden am Morgen des 31.1. gerettet, nachdem ihr Kutter "Julian" 100 Kilometer vor Bowen, Queensland, in Brand geraten war. Der Maschinenraumbrand zerstörte das Schiff vollständig. Rettungshubschrauber hatten während der Rettung mit starkem Wind zu kämpfen. Sie erreichten die "Julian" eine Stunde nach dem gegen 11 Uhr eingegangenen Notruf und hatten die vier Männer 10 Minuten später unversehrt an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Havarierter Schubverband blockierte Donau
Gabčíkovo, Region Podunajsko / Slowakei, 31.01.09 - Die Havarie eines deutschen Schubverbandes in der Slowakei hat die Donauschifffahrt südöstlich von Bratislava am 30.1. blockiert. Der aus einem Schubschlepper und zwei parallel gekoppelten Bargen mit einer Ladung von 600 Tonnen Stahl bestehende Verband war von Österreich in Richtung Ungarn unterwegs. Kurz vor den Schleusen des Donaukraftwerks Gabcikovo entwickelte eine der Bargen Schlagseite. Dadurch wurde der ganze Schiffsverband manövrierunfähig und drohte zu sinken. Die Blockade der Donauschifffahrt sollte noch in der Nacht zum 01.02. beseitigt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Barge im Sturm evakuiert
Maryport, Grafschaft Cumbria, England / UK, 31.01.09 - Die Besatzung der Barge "UR 101" musste am 30.1. im Solway Firth evakuiert werden, nachdem die Ankerdrähte im Sturm gebrochen waren. Die Barge hatte Ausrüstung für den Robin Rigg-Offshore-Windpark geladen und war mit vier Ankerkabeln vermoort, von denen zunächst drei brachen. Die Küstenwache wurde um 7.30 Uhr informiert, wenig später brach auch das vierte Kabel. Der Schlepper "King Craig" und zwei weitere Hilfsschiffe, die "Voe Jarl" und "Maggy M", bargen zunächst 33 Mann ab. Neun Mann blieben auf der Barge, wurden aber ebenfalls evakuiert, als sich die Situation in bis zu fünf Meter hohen Wellen und bei 48 Knoten Wind weiter verschlechterte. Dazu wurden ein Rettungsteam aus Maryport, ein RAF-Helikopter des ARCC Kinloss sowie das Workingtoner RNLI-Boot gerufen. Gegen halb 10 konnte nach Wetterbesserung eine Trosse an der 4000 Tonnen großen Barge vom Union Romeo-Typ festgemacht und die Barge mit Kurs Barrow abgeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Historisches Wrack stoppt Brückenbau
Mackay, Queensland, Australien, 30.01.09 - Die 90 Jahre alten Überreste des Wracks der "Brinawarr" wurden jetzt im - Pioneer River an der Baustelle einer Ersatzbrücke für die Forgan Bridge entdeckt, was zu einem Stopp der Bauarbeiten führte. Die "Brinawarr" sank auf der Nordseite des Flusses in einem Wirbelsturm 1918. Als jetzt ein Steinwall entfernt wurde, kam der 1890 erbaute Dampfer zum Vorschein. Er war seit 1893 in der Handelsfahrt in Mackay tätig gewesen.
Eine Unterwasser-Untersuchung an der vermuteten Untergangsstelle war zuvor ergebnislos geblieben, und dies lag, wie man nun weiß, an dem Steinwall, unter dem das Holzwrack sich verbarg. Da es sich bei der "Brinawarr" um ein historisches Wrack, das in die Australian National Shipwreck Database eingetragen ist, handelt, steht sie unter Schutz, und die Environmental Protection Agency EPA veranlasste einen Stopp der Bauarbeiten zur Untersuchung des Wracks. Unterwasserarchäologen der James Cook University sollen diese durchführen und eine Strategie zum Schutz des Wracks und möglicher Artefakte entwickeln. Bislang wurden einige Teile, wie der Kompass und Ornamente, geborgen. Sie sollen konserviert und dann in örtlichen Museen ausgestellt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Frachter zwei Wochen nach Strandung aufgegeben
Maumere, Ost Nusa Tenggara / Indonesien, 30.01.09 - Die "KAL Balibo" der indonesischen Marine evakuierte am 29.1. die neunköpfige Besatzung des an der Nordküste von Maumere in Ost-Nusa Tenggara.gestrandeten, 70 Meter langen Frachters "Mujur I", 960 BRZ. Das Schiff war unterwegs von Timor Leste, wo es eine Ladung Zement gelöscht hatte, nach Surabaya, Ost-Java, als es in Tanjung Watu Payung, nördlich von Pulau Besar, 15 Meilen nördlich von Flores, am Maschinenschaden erlitt. Die Crew des in Myanmar registrierten Schiffes hatte an Bord bleiben wollen, als es am 13.1. strandete, doch nun gingen die Nahrungsmittel aus. Die Geretteten wurden nach Surabaya gebracht. Das Schiff wurde derweil ausgeplündert. Es ist aber bislang nicht leckgeschlagen und soll nach bisherigen Planungen in der kommenden Woche von der Marine geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Riffschaden nach Strandung von 26,9 Millionen Dollar
Update vom 22.01.09
Belize City / Belize, 30.01.09 - Zwei Wochen nach der Strandung des Containerfrachters "Westerhaven" aus Groningen auf dem Barrier Reef von Belize wurde der Schaden an dem Riff auf 26,9 Millionen Dollar beziffert. Der Frachter hatte es auf einer Fläche von 11000 Quadratmetern in Mitleidenschaft gezogen. An der Strandung wurde der Kapitän für schuldig befunden. Er hatte den Autopiloten an, ans es auf das Riff lief. Am 30.1. verließ er Belize und ließ seine 14-köpfige Crew zurück. Ein anderer Kapitän übernahm das Kommando auf der "Westerhaven". Den größten Riffschaden indes hinterließ im Jahr 2005 die "Transfer", die auf dem Lighthouse Reef strandete. Die Crew floh, das Wrack liegt immer noch dort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
Zweiter Kutter binnen 48 Stunden auf Gironde havariert
La Maréchale, Département Gironde, Region Aquitanien, Frankreich, 28.01.09 - Am 28.1. kollidierte in der Gironde-Mündung gegen neun Uhr der neun Meter lange Kutter "Christine Sylvie" aus Bordeaux mit Treibgut und schlug leck. Das Unglück ereignete sich auf Höhe des Hafens La Maréchale in der Saint-Seurin-de-Cadourne-Kommue (Gironde). Der Skipper wurde von dem in der nähe befindlichen Kutter "Marelu" aufgenommen. Die "Christine Sylvie" trieb auf der linken Fahrwasserseite auf Grund. Das SNSM-Boot aus Port-Médoc wollte ihn gegen 15 Uhr mit steigendem Wasser zu bergen versuchen. Das Unglück ereignete sich nur 48 Stunden, nachdem der Kutter "Valanza II" nach Kollision mit Treibgut gesunken war. Stürme treiben derzeit gestürzte Bäume die Gironde herab, die dann die Schifffahrt gefährden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.02.2009
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