S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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letzte Änderung: 30. Dezember 2008 - Die Angaben sind ohne Gewähr
Schiff mit Hilfsgütern vor Gaza gerammt
Tyros (Tyrus, Tyre) / Libanon, 30.12.08 - Ein israelisches Patrouillenboot hat am 30.12. rund 75 Meilen vor Gaza die "Dignity", ein Schiff, das mit 3,5 Tonnen medizinischen Hilfsgütern beladen war, gerammt. Das Schiff mit internationalen Aktivisten hatte versucht, die Blockade zum Gazastreifen zu durchbrechen. Zunächst wurde es aufgefordert, umzudrehen, dann wurden auch Warnschüsse abgegeben. Der Kapitän des 20 Meter langen Kabinenkreuzers versuchte aber, an dem israelischen Schiff vorbei zu manövrieren. Bei dem Zusammenstoß wurde, von den 16 Personen an Bord, niemand verletzt, beide Fahrzeuge aber leicht beschädigt. Die "Dignity" war am 29.12. aus Zypern ausgelaufen. Nach der Kollision ist sie in den libanesischen Hafen Tyros eingelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2008
"Fedra" rührt sich nicht vom Fleck
Gibraltar, 30.12.08 - Die Bergungsarbeiten an dem vorderen Teil der vor Gibraltar zerbrochenen "Fedra" haben begonnen. Die Schlepper "Warrior" und "Neftegaz 57" haben die Trossen am Wrack fest und versuchen, hohe Springtiden zum Abschleppen des Torsos zu nutzen. Doch seit sie vor drei Tagen anspannten, hat er sich trotz nennenswerten Eigenauftriebs noch nicht von der Stelle gerührt. Wenn die Bergung gelingt, soll er in tiefes Wasser an der Ostseite Gibraltars verholt und dann von Tauchern untersucht werden. Danach ist geplant, ihn in den Hafen einzuschleppen, wo er wohl beim Cammell Laird Shipyard abgewrackt werden soll. Hier wird derzeit auch der Aufbautenblock, der vor einigen Wochen abgetrennt und vom Schwimmkran "Taklift 6" dorthin gebracht wurde, zerlegt. Das gesunkene Achterschiff wird anders geborgen werden müssen. Die Bergung wird geleitet von Titan Salvage, die auch die Räumung der "New Flame" durchführen.
Die "Fedra", 63940 tdw, die von Dilek Transport operiert wurde, war am 10.10. unterhalb von Europa Point auf die Felsen getrieben, die 31-köpfige Crew wurde in einer riskanten Aktion in Zusammenarbeit spanischer Rettungsdienste und Personal von Titan Maritime vollzählig gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2008
Bergung von verlassener Vendée-Globe-Yacht aufgegeben
Perth, Western Australia / Australien, 30.12.08 - Der Versuch, die sechs Millionen Dollar teure Yacht "Generali" zu bergen, deren Skipper Yann Elies am 20.12. 1600 Kilometer südwestlich von Perth verletzt abgeborgen wurde, wurde abgebrochen, nachdem der Notsender ausgefallen ist. Der Segler erholte sich bis zum 30.12. in einem Krankenhaus in Perth und wurde vor Jahresende in Frankreich zurück erwartet. Er sagte, jeder Moment in der Kajüte, bis HMAS "Arunta" eintraf, sei eine Tortur gewesen. Nur millimeterweise sei er zuvor unter größter Anstrengung an einige Schmerztabletten herangekommen.
Zwei seiner Teamkameraden hatten einen Kutter gechartert, um die verlassen in der See treibende "Generali" zu besetzen und nach Fremantle zu segeln. Doch der Peilsender ist bereits seit dem 23.12. verstummt. Seit dem 26.12. gab es auch keine Signale des Notsenders mehr, nachdem die Yacht in bis zu acht Meter hohe Wellen geraten war. Ob sie gesunken ist oder nur die Elektrik versagte, ist unbekannt. Die Rettungsaktion wurde aber mangels Möglichkeit, das Boot zu orten, abgebrochen.
Die Devine Marine Group, eine Bergungsfirma aus Sydney, ist der Meinung, die "Generali" hätte gerettet werden können. Elies hätte seine Retter anweisen können, die Yacht auf Nordostkurs zu legen, so dass sie mit dem Wetter gelaufen wäre. Ein Treibanker hätte die Drift verlangsamen sollen. Aber da sie in nordwestlicher Richtung abtrieb, war die Gefahr von Seeschlagschäden und des nachfolgenden Untergangs absehbar. Ein Sprecher von Generali sagte, das Boot sei in der sichersten Position, die möglich war, zurückgelassen worden. Falls es auf Nordostkurs gelegt worden wäre mit dem Wind von achtern, wäre sie weiter auf See hinaus getrieben worden ohne Chance, sie zu erreichen. Dadurch, dass sie in den Wind gelegt wurde, sei ihre Fahrt fast gestoppt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2008
Hatfield hofft mit beschädigter Yacht Tasmanien zu erreichen
Hobart, Tasmanien / Australien, 30.12.08 - Derweil hat der Yachtie Derek Hatfield die erste Nacht mit seiner beschädigten Yacht überstanden, doch es wird wohl noch eine Woche dauern, bis er den nächstgelegenen Hafen in Tasmanien erreicht hat. Er gab sich aber optimistisch, mit seiner 18 Meter langen "Algimouss Spirit of Canada" das 900 Meilen entfernte Hobart ohne Hilfe zu erreichen, auch wenn der Masttopp des Bootes so beschädigt ist, dass er aus dem Vendée Globe ausscheiden musste. Es sei immer noch möglich, dass der Mast breche, er überwache die Lage und habe das Rig bestmöglich stabilisiert.
Hatfield ist sich der Diskussion um die vier Millionen Dollar teure Rettung von Yann Elies bewusst, und er will keine Hilfe der australischen Marine. Derzeit kommt die "Algimouss Spirit of Canada" mit etwa neun Knoten rund 200 Kilometer pro Tag voran. Der Bergungsleiter der Devine Marine Group ist aber auf standby in Hobart, falls Hatfield Hilfe braucht. Sie verfügt über ein 38 Meter langes Hochseeschiff, das 35 Tage auf See bleiben kann.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2008
Ausflugsboot "Forward" wird ins National Register
of Historic Places aufgenommen
Lake George, Bundesstaat New York / USA, 30.12.08 - Das Wrack eines der ersten benzinbetriebenen Ausflugsschiffe, das dem Multimillionär W.K. Bixby von Bolton Landing and St. Louis, gehörte, wurde jetzt ins National Register of Historic Places aufgenommen. Die "Forward" liegt in 40 Fuß Wassertiefe nahe einer Insel am südlichen Ende des Lake George, 50 Meilen nördlich von Albany. Das 45 Fuß lange Fahrzeug wurde 1906 erbaut und hatte zwei Maschinen von je 30 PS. Es wurde 1930 versenkt und von Amateurtauchern in den 1970ern wieder entdeckt. Bateaux Below Inc., eine Gruppe von sechs Unterasserarchäologen, machte die "Forward" zum Teil eines staatlich verwalteten Unterwassertauchparks im Lake George. Sie hatten sie in den 1980ern nahe Diamond Island, rund vier Kilometer nördlich von Lake George Village, geortet.
Die "Forward" war von der Gas Engine and Power Co. and Charles L. Seabury & Co., Consolidated of Morris Heights, New York, erbaut worden. Diese Werft wurde später Consolidated Shipbuilding, einer der wichtigesten Schiffbauer in beiden Weltkriegen, der in den 1950ern aber schloss. Der erste Eigner Bixby war Präsident der American Car and Foundry Co. in St. Louis. Sein Sohn Harold war 1927 Finanzier das Transatlantikflugs von Charles Lindbergh nach Paris mit der "Spirit of St. Louis". Die "Forward" war ein limousinenartiges Boot mit Fahrersitz vorn und weiteren Sitzen dahinter. Sie erreichte eine Geschwindigkeit von 22 Knoten und hatte ein Verdeck. Später wurde sie zu einem Ausflugsboot im Besitz von Leonard Irish und Alden Shaw.
1929 rettete sie die 11 Fahrgäste der "Miss Lake George", die auf dem See in Brand geraten war und sank. Die "Forward" wurde versenkt, als sie ausgedient hatte. Bug und Heck sind gut erhalten, beide Maschinen noch an Ort und Stelle. Mittschiffs ist das Boot stärker verfallen. Nun ist die "Forward" als erstes Wrack aus dem 20. Jahrhundert Teil des Unterwasserparks Submerged Heritage Preserves, dem ersten Taucherpark in New York. Er wird verwaltet vom Department of Environmental Conservation und umfasst sieben 1758 gesunkene Kolonialschiffe sowie die schwimmende Geschützbatterie "Land Tortoise". Über die Schiffswracks informierten unter Wasser angebrachte Informationsstationen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2008
Höri-Fähre wieder obenauf
Update vom 26.12.08
Gaienhofen, Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg / DE, 30.12.08 - Am Abend des 28.12. wurde nach stundenlanger Arbeit gegen 20 Uhr die Höri-Fähre "Liberty" wieder schwimmfähig gemacht. Sie war in der Nacht zum 26.12. bei starkem Ostwind vollgeschlagen und an ihrem Liegeplatz in Gaienhofen gekentert. Das Technische Hilfswerk und die Wasserschutzpolizei bargen nun die strukturell unbeschädigte Fähre. Das für 70 Personen zugelassene Schiff wird seit 1997 vom Schifffahrtsbetrieb Harald Lang sowohl für Kursfahrten als auch für Rund- und Sonderfahrten auf Untersee und Rhein eingesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2008
Fähre rammte Kai in Holyhead
Holyhead, Grafschaft Anglesey, Wales / UK, 30.12.08 - Am 27.12. kollidierte die irische Schnellfähre "Jonathan Swift", 5992 BRZ (IMO-Nr. 9188881) bei der 14.30-Uhr-Überfahrt von Dublin nach Holyhead mit dem dortigen Anleger. Dabei wurde ein Loch von der Größe eines Busses in die Bordwand gerissen. Das 86 Meter lange Schiff wurde aus dem Verkehr gezogen und zur Reparatur gedockt. Die Fahrten werden von der "Ulysses" übernommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2008
Fähre rammte Kai auf Kassos
Insel Kasos / Griechenland, 29.12.08 - Am Morgen des 29.12. rammte die griechische Fähre "Marina", 5953 BRZ (IMO-Nr. 7203467) eine Kai auf Kassos. Das 135 Meter lange Schiff der GA Ferries war mit 20 Passagieren und 45 Mann Crew klar zum Auslaufen gewesen, als es von hohen Wellen getroffen wurde. Das Schiff verließ zunächst den Hafen. Der Kapitän bat dann um Einlaufgenehmigung für Rhodos oder Piräus für Untersuchungen.
Die "Marina" verkehrt seit 1990 auf der Route Rhodos-Kassos-Santorini-Milos-Piräus. Sie war 1971 als "Green Ace" erbaut worden. Von 1982 an lief sie als "Okudogo No. 6".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2008
Info: Kasos ist eine griechische Insel, die zur Inselgruppe Dodekanes gehört. Die 66 km² große Insel liegt etwa 70 km nordöstlich von Kreta.
Bulkcarrier rammte Pier in New York
New York / USA, 29.12.08 - Am 29.12. gegen 12.30 Uhr rammte der 189 Meter lange, liberianische Bulkcarrier "Sanko Phoenix", 27011 BRZ (IMO-Nr: 9175638) eine Pier in Rensselaer, New York. Dabei entstand erheblicher Sachschaden. Der 140 Fuß lange Küstenwach-Schlepper "Penobscot Bay" aus Bayonne, New Jersey, wurde zur Schadensuntersuchung zur Unfallstelle geschickt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2008
Feuer auf ehemaliger Superfast-Fähre
North Sydney, Nova Scotia / Kanada, 29.12.08 - In einem der Kesselräume der Fähre "Atlantic Vision", 30285 BRZ (IMO-Nr. 9211509), der Marine Atlantic brach am späten Abend des 27.12. ein Feuer aus. Es wurde durch die Bilder einer Überwachungskamera gegen 23.50 Uhr bemerkt und die Feuerwehr North Sydney in St. John alarmiert. Es gelang zwar, den Brand binnen 25 Minuten unter Kontrolle zu bekommen, doch loderten die Flammen mehrfach wieder auf. Die Fähre sollte im März ihren Dienst aufnehmen, doch dieser Termin könnte nun fraglich werden. Die Schadenshöhe ist noch nicht untersucht.
Die "Atlantic Vision" lag seit zwei Wochen am North Sydney Terminal. Sie soll die Trailerfähre "Atlantic Freighter" 2009 ersetzen. Es handelt sich bei ihr um die 2002 bei der Howaldtswerke Deutsche Werft AG, Kiel, erbaute "Superfast IX", die nach ihrer Ablieferung zunächst auf der Route Rostock – Södertälje lief, später u.a. zwischen Hangö bzw. Helsingfors und Rostock. 2008 ging sie in Charter der Marine Atlantic und kam unter zypriotische Flagge. Am 7.12. traf sie in St. John auf Neufundland ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2008
Feuer auf Wagendeck einer Wightlink-Fähre
Fishbourne, Isle of Wight, England / UK, 29.12.08 - Am 26.12. brach auf einer Fähre von Wightlink ein Feuer aus, das sie zur Rückkehr nach Fishbourne auf der Isle of Wight zwang. Es war in einem Pkw auf dem oberen Wagendeck entstanden und kurz nach dem Auslaufen um 9.30 Uhr von einem Passagier entdeckt worden. Die Crew konnte es zunächst erfolgreich mit Bordlöschern bekämpfen, doch dann flammte es erneut auf. Nach der Rückkehr nach Fishbourne wurde der Brandherd von Einsatzkräften der Feuerwehr untersucht. Danach durfte das Schiff mit dem Autowrack noch an Bord nach Portsmouth laufen, wo das Auto entladen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2008
Bark 141 Jahre nach Untergang vor Rhode Island dem Vergessen entrissen
Newport, Rhode Island / USA, 29.12.08 - In 30 Fuß Tiefe entdeckten zwei Taucher im Hafen von Newport Anfang Dezember das Wrack der Bark "Trajan". Als sie Versteinerungen und in Algen, Seegras und Anemonen gehüllte Planken entdeckten, die sich acht Fuß über den Grund erhoben, wussten sie, dass sie die 125 Fuß lange Bark, die am 17.8.1867 gesunken war, gefunden hatten. Die beiden hatten Jahre nach dem Schiff, einem von Tausenden, das seit der Kolonialzeit vor Rhode Island sein Ende fand, gefahndet. Es war 1856 beim H. Merrian Yard in Rockland, Maine, erbaut worden und gehörte zu den zahlreichen Handelsschiffen, die im 19. Jahrhundert zwischen der Ostküste, Kuba und New Orleans im Einsatz waren.
Als die "Trajan" verloren ging, war sie mit einer Ladung Kalkstein von Rockland nach New Orleans unterwegs. Dies war eine gefährliche Ladung, weil Feuchtigkeit chemische Reaktionen auslösen konnte, die zu Feuer führten, das nicht mit Wasser zu löschen war. Genau dies geschah an einem stürmischen Tag auf der "Trajan" vor Newport. Die Crew steuerte nach Entdeckung des Brandes den Hafen an, doch alle Versuche, das Feuer zu löschen, scheiterten. Die majestätische "Trajan" verbrannte, die Reste versanken, und in den folgenden Jahren wurden Teile gesprengt oder geborgen, ehe die Hulk in Vergessenheit geriet.
Dieser wurde sie durch einen Taucher entrissen, der den größten Teil seiner Freizeit an Bord seiner 28 Fuß langen "Nauset Adventurer" mit Wrackforschung und Tauchen vor Rhode Island und Massachusetts verbringt. Er hörte Anfang der 1980er von ihr und versuchte, ihre Position ausfindig zu machen. In einer alten Karte war ein Wrack westlich von Goat Island verzeichnet, und es stellte sich heraus, dass dies der letzte Liegeplatz der "Trajan" sein konnte. Etliche Tauchgänge verliefen aber erfolglos, außer, das andere Wrackteile wie Ballast gefunden wurden. In den späten 1990ern stieß er auf alte Zeitungen, die über die Kollision einer Lustyacht mit einem versunkenen Wrack im Jahr 1901 berichteten. Gemeinsam mit einem anderen Taucher von Sound Underwater Survey, einer Gruppe zur Erforschung alter Wracks, machte er sich erneut auf die Suche. Mit Magnetometer und Side Scan Sonar wurde seit September der Grund abgesucht und Anomalien gefunden. Die Ergebnisse des Magnetometers wurden mit dem Sonarbild abgeglichen, und es wurde immer wahrscheinlicher, der "Trajan" auf der Spur zu sein. Am 6.12.08 konnte die Wrackstelle vermessen werden. Es handelte sich hauptsächlich um Kalkversteinerungen von 114 Fuß Länge und 55 Fuß Breite, was zu den Maßen der "Trajan" passte. Hummertöpfe hingen an den Wrackteilen, und wo sie auf den Schlamm des Hafens trafen, ragten schwere Schiffsplanken aus dem Grund. Verhärteter Kalkstein, der noch die Form von Fässern, in denen er einst transportiert worden war, lag auf dem Grund. Dort, wo das Magnetometer besonders starke Eisenvorkommen ausgewiesen hatte, fand sich ein kleiner Anker. Die Taucher dokumentierten ihren Fund, vermaßen das Trümmerfeld und wollen ihre Erkenntnisse dem Rhode Island Marine Archaeology Project (RIMAP) und der Rhode Island Historical Preservation and Heritage Commission zugänglich machen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2008
Schweden: Stelzenponton "MP 27" weiter kieloben
Update vom 28.12.08
Kalmarsund / Schweden, 29.12.08 - Das Pontonschiff "MP 27" liegt weiterhin kieloben drei Kilometer vor dem Leuchtfeuer Aluddens in Nordwest-Öland. Etwas Öl lief aus, das Wrack wurde mit einer Ölsperre umgeben. In den kommenden Tagen sollen Möbius und die schwedischen Schifffahrtsbehörden einen Bergungsplan erarbeiten. Das Schiff wird wohl mit einem Kran gedreht werden müssen. Es war bei der Verschleppung von Finnland nach Deutschland am Morgen des 28.12. nach Wassereinbruch im Kalmarsund gekentert. Zwei Beine und der Kiel sind noch sichtbar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2008
Fehler auf "Kaiserin Elisabeth" gefunden
Update vom 28.12.08
Linz / Österreich, 29.12.08 - Die Ursache der Havarie des Ausflugsschiffes "Kaiserin Elisabeth" am 26.12. auf der Donau in Linz, die zum Glück keine Verletzten gefordert hat, ist geklärt. Eine Batterie hatte einen Kurzschluss, wie sich am 29.12. herausstellte. Es handelte sich um eine von 24 Batterien, und zwar jene, die den Hauptcomputer speist. Der Defekt wurde repariert, und das Schiff ist damit früher als befürchtet, nämlich am 30.12., wieder einsatzbereit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2008
Neue Untersuchung der "Asgard II" in Kürze
Update vom 24.12.08
Dublin / Republik Irland, 29.12.08 - Noch in diesem Monat soll durch die irische Bergungsfirma Remote Presence eine zweite Untersuchung des 22 Kilometer vor der französischen Küste gesunkenen Zweimasters "Asgard II" stattfinden, um die Bergungsmöglichkeiten auszuloten. Binnen eines halben Tages soll das Wrack mit Unterwasserkameras begutachtet werden und danach binnen weniger Tage eine Entscheidung über die Hebung fallen. Die Kosten einer solchen Aktion werden auf zwei Millionen Euro geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2008
Cola, Rum und Bier für "Telcoinabox Meret" für Rettungsaktion
Update vom 28.12.08
Hobart, Tasmanien / Australien, 29.12.08 - Der Cruising Yacht Club sprach im Namen der Crew der gesunkenen Yacht "Georgia" den Seglern der "Telcoinabox Merit", der ehemaligen "Volvo 60", die nun in Airlie Beach in Queensland beheimatet ist, Dank für die Rettung und Assistenz aus. Sie lief am 29.12. in Hobart ein, wo bereits Kisten von Cola, Bier und Rum von der "Georgia"-Crew sie erwarteten.
Die Victorian Farr 53-Yacht "Georgia" lag zwei Meilen hinter dem Konkurrenten, als sie ihr Ruder verlor. Die sieben Segler der "Merit" liefen zu der Zeit mit 25 Knoten an 18. Stelle im mit hundert Booten besetzten Rennfeld. Sofort nachdem die Notmeldung weiter geleitet worden war, starteten sie den Motor und waren in einer runden halben Stunde beim Havaristen. Beim Eintreffen war klar, dass nicht mehr viel Zeit zur Rettung blieb – die Navigationslichter waren nur noch 2 Inches oberhalb der Wasserlinie. Die Crew stand in hüfttiefem Wasser. Sie mussten schnell aufgewärmt werden, und so wurden die Segler mit der Rettungsinsel der "Georgia" in zwei Fahrten übergesetzt. Danach wurde die Verbindung zur "Georgia" gekappt und die Insel an Bord gezogen. 10 Minuten nach der Evakuierung legte sich die "Georgia" auf die Seite. Unter Wasser konnten die Navigationslichter noch gesehen werden. In Batemans Bay übernahm das Polizeiboot "Nemesis" die Geretteten, und die "Telcoinabox Merit" ging mit Zeitgutschrift wieder ins Rennen, das sie als 28. beendete.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2008
Historisches Wrack vor Australien entdeckt
Darwin, Northern Territory / Australien, 29.12.08 - Eines der ersten Schiffe, das im 2. Weltkrieg vor Australien zerstört wurde, fanden Taucher jetzt vor den Tiwi Islands im Northern Territory. Vier Menschen starben, als das mit Sprengstoffen beladene USS "Florence D" von japanischen Bombern versenkt wurde, die sich auf dem Weg zur ersten Attacke auf Darwin im Februar 1942 befanden. Erst Stunden zuvor hatte es die Crew eines abgeschossenen Flugbootes an Bord genommen. Die Überlebenden erreichten die nahe Bathurst Island. Nun wurde das Wrack 85 Meilen nordwestlich von Darwin ausfindig gemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2008
Bei Bergungsarbeiten Wrack entdeckt
Galveston, Texas / USA, 29.12.08 - Unangenehme Überraschung für die Cavalla Historical Foundation: Beim Versuch, den am 13.9. von Hurrikan Ike an seinem Liegeplatz beim Seawolf Park auf Grund gedrückten 307 Fuß langen Weltkriegszerstörer USS "Stewart" (DE-238) aufzurichten, kam unter dem Schiffsrumpf ein weiteres Wrack zum Vorschein. Eigentlich sollten nur Sand und Trümmer unter dem krängenden Zerstörer beseitigt werden, um ihn wieder aufzurichten. Das Wrack ist rund 25 Fuß lang und stammt vermutlich von der Bolivar-Halbinsel.
Am 30.12. soll ein Bergungsunternehmen ausgewählt werden. Auch das Museums-U-Boot "Cavalla" war von dem Hurrikan von seinem Liegeplatz fortbewegt worden. Es liegt nun auf rund sechs Fuß niedrigerem Wasser, wodurch nun alle vier Torpedorohre sichtbar sind.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2008
Boot im Vendée Globe Race gekentert
Australien, 29.12.08 - Der kanadische Einhandsegler Derek Hatfield hat die Teilnahme am Vendée Globe abgebrochen, nachdem sein Boot sich 1600 Kilometer südlich Australiens kieloben drehte. Er selbst kam mit Rippenprellungen und einer Beinverletzung davon. Er hatte geschlafen, als die 60 Fuß lange "Algimouss Spirit of Canada" im Sturm von einer Welle gekentert wurde. Es waren keine Segel gesetzt, als sich der Mann auf der Kajütendecke wiederfand. Das Boot richtete sich zwar wieder auf, doch der Mast war durch die Kenterung so beschädigt, dass er unstabil geworden war und jeden Augenblick brechen konnte. Damit war die Yacht manövrierunfähig, und dem Segler ging es seitdem nur ums Überstehen des Sturms. Bereits 2003 wurde sein Boot bei einer Weltumrundung bei Kap Hoorn entmastet. Damals erreichte er Ushuaia in Feuerland.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2008
Japan: Fischer über Bord gegangen und ertrunken
Tahara, Präfektur Aichi / Japan, 28.12.08 - Der 11-Tonnen-Kutter "Yuryomaru" eines Fischers aus Hazucho wurde am Morgen des 28.12. gestrandet vor Tahara in der japanischen Aichi Präfektur entdeckt. Der Skipper wurde um 12.30 Uhr einen Kilometer vor der Küste tot unter Wasser entdeckt. Ein Kutter aus Ozaki hatte ihn dort gefunden. Die "Yuryomaru" war gegen 16 Uhr des 27.12. auf Fangfahrt gegangen. Offenbar fiel der Kapitän über Bord und ertrank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2008
Reparaturpläne für "Ushuaia" und "Endurance"
Punta Arenas, Región de Magallanes y de la Antártica Chilena / Chile, 28.12.08 - Die Reparatur des panamaischen Arktis-Kreuzfahrers "Ushuaia" in Punta Arenas wird rund 30 bis 40 Tage dauern. Das Schiff war Anfang des Monats mit 89 Passagieren und 33 Mann Crew auf Grund gelaufen und an drei Stellen aufgerissen worden. Am 18.12. kam es in Punta Arenas an. Am 24.12. wurde es bei Asmar Magallanes eingedockt, und der volle Umfang des Schadens wurde offenbar: Einige Bunkertanks, der Bilgenkiel im Bugbereich und ein hydrodynamisches System am Heck wurden in Mitleidenschaft gezogen, Propeller und Ruder blieben aber intakt. Wegen der Erfahrung der Werft u.a. mit den Reparaturen der "Antartic Dream" und dem Forschungsschiff "Humboldt", das 45 Tonnen neue Stahlplatten erhielt, wurden andere Reparaturoptionen in Buenos Aires und Talcahuano verworfen.
Derweil wird der Eisbrecher "Endurance", der am 16.12. 330 Kilometer westlich von Punta Arenas leckschlug, in der kommenden Woche nach England geschleppt. Momentan wird der Havarist auf die Überführung vorbereitet, nachdem der Maschinenraum vollständig gelenzt worden war. Außerdem wird das Leck im Doppelhüllenrumpf provisorisch abgedichtet. Alle Hauptmaschinen und Antriebssysteme wurden in Mitleidenschaft gezogen. In England werden Maschinen, Generatoren, Schalttafeln und Kontrollsysteme ausgetauscht werden müssen. Die "Endurance" wird mehrere Monate ausfallen. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2008
Jemenitischer Frachter nach Wassereinbruch gesichert
Sanaa (Sana'a) / Jemen, 28.12.08 - Der jemenitische Frachter "R-Princess-7" geriet am 25.12. mit einer Ladung von 9998 Tonnen Steinen vor der Küste Omans in Seenot. Nach einem Wassereinbruch 38 Meilen südöstlich von Salala, der einen Maschinenausfall verursachte, entwickelte er auf der Reise von Adan nach Ras Alkhaima Schlagseite und wurde von der 20-köpfigen Crew verlassen. Sie wurde von Rettungskräften des Oman geborgen. Der Frachter selbst wurde von einem Bergungsteam geentert und am 28.12. an einen sicheren Ankerplatz gelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2008
Kabelfähre endete auf Felsen
Update vom 26.12.08
Tiverton, Nova Scotia / Kanada, 23.12.08 - Die Hoffnungen für eine Bergung der New Brunswicker Kabelfähre "William Pitt", die am Abend des 18.12. sich von ihrem Schlepp losgerissen hatte und nahe Tiverton strandete, schwanden. Die Fähre war auf dem Weg zu Überholungsarbeiten beim A.F. Theriault and Son Shipyard auf dem Meteghan River, als sie sich bei Windgeschwindigkeiten von 25 Knoten selbständig machte und auf Felsen landete.
Die Coast Guard Station Westport untersuchte das Wrack und kam zum Schluss, dass es für eine Reparatur zu schwer beschädigt sei. Fischer fanden derweil in der Nähe treibende Schwimmwesten, die von Bord gespült wurden. Auch Souvenirjäger waren schon auf dem Schiff. Die für 18 Fahrzeuge ausgelegte Fähre des New Brunswick Department of Transportation, die auf dem Kennebecasis River zwischen Gondola Point und der Kingston Peninsula verkehrt hatte, war Ende 2007 bereits außer Dienst gestellt und durch die "William Pitt II" ersetzt worden. Nun hatte ein Schlepper der Dominion Diving aus Dartmouth sie auf dem Haken. Nachdem erstmals die Trosse gebrochen war, konnte ein Besatzungsmitglied übersteigen und die Schleppverbindung wieder herstellen. Danach gelang es ihm aber nicht mehr, an Bord des Schleppers zurück zu kommen. Die Coast Guard Westport wurde um Hilfe gebeten und der Mann aufgewinscht. Wenig später trieb die Fähre auf Felsen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2008
Schweden: Deutsches Pontonschiff gekentert
Kalmarsund / Schweden, 28.12.08 - Das 47,5 Meter lange, mit einem Bagger ausgestattete Stelzenponton "MP 27" der Josef Möbius Bau-Aktiengesellschaft Hamburg kenterte am 28.12. drei Meilen südöstlich vor der Felseninsel Blå Jungfrun (blaue Jungfrau) im nördlichen Kalmarsund. Menschen kamen nicht zu Schaden. In den Tanks waren 25 Kubikmeter Diesel. Das Ölbekämpfungsschiff "KBV 047" und das Patroullienboot "KBV 304" wie auch das Überwachungsflugzeug KBV 501 wurden zur Unglücksstelle entsandt, wo das Wrack kieloben lag. Am 29.12. sollte es gesichert werden, ehe Versuche, es zu lenzen, beginnen würden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2008
Info: Der Kalmarsund ist die Meerenge zwischen dem schwedischen Festland (Provinz Småland) und der schwedischen Ostsee-Insel Öland.
Taucherboot lief vor Brisbane auf Grund
Brisbane, Queensland / Australien, 28.12.08 - Ein Taucherboot lief gegen 20.30 Uhr am 27.12. auf einem Riff vor Brisbane auf Grund und schlug leck. Zuvor war eine Mooringleine in die Schraube geraten und das Schiff mit Wind und Strömung auf Drift gegangen. Nach dem Notruf gegen 22 Uhr wurden 18 Personen von dem auf dem Flinders Reef, 5 Kilometer nordwestlich von Cape Moreton festsitzenden Boot abgeborgen. Ein Rettungshubschrauber leuchtete die Szene aus, während Boote der Volunteer Marine Rescue und ein Boot der Wasserschutzpolizei den Havaristen evakuierten und die Fahrgäste nach Redcliffe brachten. Einer wurde leicht verletzt. Die dreiköpfige Crew blieb zunächst noch an Bord. Doch nachdem das Schiff bei Flut volllief, schossen sie am 28.12. um 5.30 Uhr rot und wurden abgeborgen. Nur noch die Aufbauten ragten aus dem Wasser. Das Boot war nicht mehr zu bergen und verbleibt auf dem Riff.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2008
Untergang der "Georgia" durch Kollision mit Treibgut
Update vom 26.12.08
Batemans Bay, New South Wales / Australien, 28.12.08 - Ein im Wasser treibender Gegenstand war es wohl, der am 26.12. die Karriere der 2 Millionen Dollar werten "Georgia" vor Australien beendete. Er hatte das Ruder ausgerissen und den Kiel beschädigt. Das 16 Meter-Boot lief unter Spinnaker mit einer Geschwindigkeit von 15 Knoten, als um 20.45 Uhr plötzlich zweimal ein lauter Knall zu hören war. Es war nicht zu sehen, womit die Yacht kollidiert war. Unmittelbar nach der Havarie wurde der Spinnaker geborgen. Versuche, den Wassereinbruch im Achterschiff, der dem Aufprall folgte, einzudämmen, blieben aber erfolglos, weil sich das Leck im Heck vergrößerte. Nach einer halben Stunde war klar, dass das Schiff aufgegeben werden musste. Nachdem die 14-köpfige Crew abgeborgen war, konnte sie die "Georgia" in der Dunkelheit allmählich untergehen sehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2008
Mexiko: Gesunkener Raddampfer wird abgewrackt
Ensenada, Bundesstaat Baja California / Mexiko, 28.12.08 - Seit dem 8.12. wird im Hafen von Ensenada der dort seit Spätsommer 1997 halb gesunken liegende Raddampfer "Catalina" abgewrackt. Damit endeten ebenso lang andauernde Versuche, das aus den 20er Jahren Schiff als Museum in San Pedro der Nachwelt zu bewahren. Zuletzt hatte die "Save the Catalina Association" die Arbeit der "SS Catalina Preservation Society", die 80000 Dollar zusammentragen konnte, fortgesetzt.
Der Bau des Schiffes hatte seinerzeit bei der Los Angeles Shipbuilding and Drydock Co. eine Million Dollar gekostet. Die 301 Fuß lange "Catalina" machte ihre Jungfernfahrt am 30.5.1924. Sie war bis 1974 zwischen Catalina Island und Kalifornien im Einsatz. Danach wollten neue Eigner ein schwimmendes Restaurant aus ihr machen, doch letztlich verkam das Schiff in Mexiko und sank. An ihrem Liegeplatz soll eine Marina entstehen. Die Abwrackarbeiten sollen mehrere Monate andauern. Selbst der Versuch, das Ruderhaus zu retten, scheiterte – es wurde bereits zerstört. Nur noch wenige Teile werden nach Ende der Abwrackarbeiten von dem einst stolzen Schiff künden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2008
Überwachungsschiff schlug vor New York leck
New York / USA, 27.12.08 - Das 34 Fuß lange Überwachungsschiff "Michele Jeanne" schlug beim Anlaufen von New York Harbor am 27.12. um 11:00 Uhr im Ambrose Channel leck. Das Wasser drang im Vorschiff ein, und die Lenzpumpen kamen nicht dagegen an. Ein Rettungsboot der Coast Guard Station Sandy Hook war binnen 16 Minuten vor Ort, nachdem der Skipper um Hilfe gebeten hatte. Zwei Retter kamen mit einer Lenzpumpe an Bord. Während der Lenzarbeiten kam das Küstenwachschiff "Line" längsseits. Drei seiner Männer dichteten das Leck ab, danach eskortierte die "Line" den Havaristen nach Elizabeth, New Jersey.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2008
Flusskreuzfahrer manövrierunfähig auf Grund gesetzt
Linz / Österreich, 27.12.08 - Am Abend des 26.12. wurde das Flusskreuzfahrtschiff "Kaiserin Elisabeth" auf der Donau auf Grund gesetzt, nachdem es zuvor manövrierunfähig geworden war. Gegen 19.00 Uhr war die "Kaiserin Elisabeth" mit 66 Passagieren, 14 Service- und drei Besatzungsmitgliedern stromabwärts unterwegs, als auf Höhe der Traunmündung ein Defekt am Autopiloten auftrat. Wahrscheinlich war bei einem Wendemanöver ein Generator ausgefallen. Für etwa 30 Sekunden wurde dadurch ein Notfallsystem ausgelöst, in dieser Zeit gab es nur noch Notbeleuchtung auf dem Schiff. Um ein mögliches größeres Unglück zu vermeiden, entschied sich der Kapitän sofort, die "Kaiserin Elisabeth" auf Grund zu setzen, um eine Kollision mit einer nahen Schleuse zu vermeiden. Mit Hilfe der Linzer Berufsfeuerwehr konnten sämtliche Personen das Schiff aus eigener Kraft verlassen. Sie wurden von den Einsatzkräften mit Decken aufgewärmt und konnten anschließend mit Bussen der Linz Linien zum Linzer Hafen gebracht, von wo aus sie ihre Heimreise antraten. Sechs Passagiere, darunter ein zehnjähriges Mädchen, wurden wegen leichter Panik vom Roten Kreuz versorgt.
Der Rumpf der "Kaiserin Elisabeth" blieb bis auf einen leichten Schaden am Lack unbeschädigt, im Schiffsinnern gab es Schäden durch heruntergefallenes Geschirr. Ein Sachverständiger war am 27.12. damit beschäftigt, auf dem in den Linzer Hafen verholten Schiff herauszufinden, warum es zu dem Defekt am Autopiloten kam. Die Fahrten wurden zunächst bis zum 30.12. abgesagt.
Die "Kaiserin Elisabeth" wurde im November 2002 von der Donau-Touristik erworben. Früherer Eigner des Schiffes war die Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt AG, die das Schiff unter dem Namen "Rüdesheim" am Rhein betrieben hatte. Sie wurde 1987 erbaut, ist 65 Meter lang und kann bis zu 600 Passagiere aufnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2008
Bodensee-Fähre vom Sturm versenkt
Gaienhofen, Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg / DE, 26.12.08 - Ein Sturm, der in der Nacht von Osten her über den Untersee fegte, hat im Hafen von Gaienhofen die Höri-Fähre "Liberty" kentern lassen. Nur die Trossen, mit denen das Schiff an den Dalben des Gaienhofener Anlegestegs vertäut war, verhinderten das völlige Absinken des Schiffs auf den Grund des Hafenbeckens. Wasserschutzpolizei und Feuerwehr waren am Morgen es 26.12. sofort zur Stelle, konnten aber nicht viel ausrichten. Um das Schiff bergen und lenzen zu können, muss es zunächst aufgerichtet werden. Über die Ursache der Havarie gab es vorerst nur Vermutungen. Denkbar war, dass der Sturm eine Scheibe eingedrückt hat und der hohe Wellengang größere Wassermengen eindringen ließ.
Die "Liberty" ist 21 Meter lang und hat eine Fahrgastkapazität von 80 Personen. Sie wurde 1982 von der Bucher-Werft auf dem Vierwaldstätter See erbaut und ist beheimatet in Horn / Baden-Württemberg. Eigner ist der Schifffahrt & Bootsverleih Harald Lang. Das Schiff verkehrt auf dem Bodensee.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.12.2008
Yacht im Sydney-Hobart-Race gesunken
Batemans Bay, New South Wales / Australien, 26.12.08 - Das 2008 Sydney Hobart Yacht-Race nahm am 26.12. eine dramatische Entwicklung: die 16 Meter lange Farr 52-Yacht "Georgia" verlor ihr Ruder kurz vor Mitternacht. Die 14-köpfige Crew musste von der Yacht "Telcoinabox Merit", die sich am nächsten befand, gerettet werden. Die "Georgia" war im Sinken begriffen. Die "Telcoinabox Merit" nahm Kurs auf die Batemans Bay in New South Wales, wo die Geretteten von dem Polizeiboot "Nemesis" übernommen werden sollten.
Die in Victoria beheimatete "Georgia" gehörte den Seglern John Williams und Graeme Ainley, die bereits 49 Hobart-Races gesegelt hatten. Das Unheil ereilte sie um 21.25 Uhr Ortszeit, als ihr Boot 34 Meilen östlich von Ulladulla stand. Nach dem Ruderbruch kam es zu Wassereinbruch, die Bordelektrik fiel aus. Die Segler sandten Mayday, schossen rot und aktivierten das EPIRB. Die "Telecoinabox Merit" von Leo Rodriguez’ Volvo 60 war eine Meile entfernt und nahm ebenso wie die vier Meilen entfernte "Ragtime" des Amerikaners Chris Welsh Kurs auf die "Georgia". Diese setzte um 22.25 Uhr eine Rettungsinsel aus, auf der die ersten beiden Crewmitglieder zur "Telecoinabox Merit" übersetzten. Um 22.41 Uhr hatte sie sieben Mann an Bord, um 22.53 Uhr war die "Georgia" verlassen, und die "Merit" hatte auch die Insel und das EPIRB aufgenommen. Die "Georgia" war zu dieser Zeit bis zum Hauptdeck abgesunken, das Großsegel noch gesetzt, damit das Boot besser sichtbar blieb. Um 22.55 Uhr ging die "Ragtime" wieder ins Rennen. Vor der als Schifffahrtshindernis auf 35 29 S, 151.16.68 O ohne Lichter treibenden "Georgia" wurde gewarnt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.12.2008
Container hatten Schlagseite
Ochten, Provinz Gelderland / Niederlande, 26.12.08 - Am 25.12. lief bei Ochten ein Containerfrachter auf eine Kribbe. Feuerwehr, Polizei und Rijkswaterstaat waren rasch vor Ort. Die Containerladung hing nach der Strandung schief über Bord. Nachdem das Schiff wieder flott war, wurde es nach Ochten eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.12.2008
Viertes Opfer von "Kingfisher" angetrieben
Update vom 24.12.08
Cape St. Francis, Provinz Eastern Cape / Südafrika, 26.12.08 - Am 25.12. ist ein viertes Todesopfer des Untergangs des Trawlers "Kingfisher" gefunden worden. Das Schiff war im Sturm am 22.12. nahe der Oyster Bay in der östlichen Kapregion vor Südafrika mit 19 Mann Crew verunglückt. Die Suche nach den noch vermissten 10 Mann dauerte an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.12.2008
Segeltraum endete in Bulldozerschaufeln
Update vom 17.11.08
Playa del Rey, Los Angeles, Kalifornien / USA, 25.12.08 - Nach 25 Jahren endete der Traum einer Weltumsegelung für Larry Beane, besser bekannt als Captain Larry. Ein Sturm hatte seine 46 Fuß lange Yacht "Carmina Mare" am 9. November bei 35 Meilen Windgeschwindigkeit auf den Dockweiler State Beach in Playa del Rey getrieben. Am Morgen des 19.12. kamen zwei Bulldozer und zertrümmerten das Wrack. Zunächst hatten sie versucht, das Boot zu stabilisieren und in einem Stück zu bergen, doch das Heck brach zusammen, als an ihm gezogen wurde. Danach galt es nur noch, Berge von Fiberglas, Holz und Metall wegzubaggern. Beane hatte auf seinem Boot gelebt und es durch sein Unternehmen Free Spirit Sailing Adventures verchartert. Der Plan war, nach Charterreisen um Cabo San Lucas und Acapulco sowie Mexiko auf Westkurs über den Südpazifik zu gehen. Versuche einer Bergungsfirma, das Boot noch vom Strand zu bekommen, waren gescheitert. Beane konnte nur noch einige Habseligkeiten aus dem zusehends wrackgeschlagenen Boot bergen. Beane will jetzt wieder in seinen alten Beruf als Computerprogrammierer zurückkehren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.12.2008
Weihnachtskreuzfahrt fortgesetzt
Update vom 24.12.08
Wesel, Nordrhein-Westfalen / DE, 24.12.08 - Am 23.12. durfte das niederländische Flusskreuzfahrtschiff "Princess" nach einer provisorischen Reparatur seiner Kollisionsschäden die Reise fortsetzen. Sie wurde von der SUK zuvor freigegeben. Die Passagiere waren für die Dauer der Reparatur auf einer Busexkursion. Nun geht es von Düsseldorf, über Königswinter und Koblenz zurück nach Rotterdam, wo das Schiff am 28.12. in eine Werft gehen soll. Die "Princess" war am 22.12. mit der "Tiamo" auf dem Rhein kollidiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.12.2008
Witwenmacher vor letzter Reise
Providence, Rhode Island / USA, 24.12.08 - Die Betreiber des russischen U-Boots-Museums in Providence haben ihr Boot, die "K 77" bzw. "Juliett 484", als für sie nicht reparaturfähig erklärt. Das Museum will das Wrack der Rhode Island Recycled Metals übergeben, die es Ende Dezember zu ihrer Niederlassung an der Allens Avenue verschleppen soll. Falls es keine Interessenten am Boot gibt, wird das Schiff dort zerlegt. Untersuchungen hatten ergeben, dass das Boot nach 15 Monaten unter Wasser so stark beschädigt ist, dass das Museum eine Reparatur nicht leisten kann. Das 43 Jahre alte Boot war im Frühjahr 2007 an seinem Liegeplatz offenbar wegen während eines Regensturms geöffneter Luken untergegangen. Im Juli 2008 hatten Militärtaucher es gehoben.
Seither gab es keine realistischen Angebote, die dem Boot zu einer Zukunft als Museum oder auch künstliches Riff hätten verhelfen können. Es lag seit der Hebung am Collier Point, einem Park vor der Allens Avenue, der der Dominion Power Company gehört. Hier hatte das Schiff fünf Jahre als Museum gedient. Die Power Company drängt auf eine Räumung des Liegeplatzes, weil die Pier, an der die 3000 Tonnen große "K 77" liegt und die beim Untergang beschädigt wurde, nur nach deren Fortgang repariert werden kann. Eine letzte Chance für das Boot könnte derweil der fallende Schrottpreis sein – wurde der Schrottwert im Frühjahr noch auf 5 Millionen Dollar geschätzt, dürfte der Erlös jetzt erheblich geringer ausfallen. In jedem Fall sollen Periskope, Torpedorohrverschlüsse, Raketenabschussstationen, Maschinentelegraphen und andere Ausrüstungsgegenstände ausgebaut und museal genutzt werden.
"K 77" war 1965 in Dienst gestellt worden und war bis 1994 im aktiven Dienst. Danach war es ein Restaurant in der Nordsee und 2002 Kulisse in Harrison Fords Film "K-19: The Widowmaker".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.12.2008
Kutter vor England in Seenot
Amble, Northumbrian, England / UK 18.12.08 - Am 17.12. erlitt der 31 Fuß lange Kutter "Provider", mit einer 2-köpfigen Crew, vor Craster Wassereinbruch und die Lenzpumpe fiel aus. Die Die Notsituation ereignete sich rund zweieinhalb Meilen östlich des Hafens von Craster Skeers. Die Seahouses Rettungsstation wurde um 7.41 Uhr durch die Humber Coastguard alarmiert. Das RNLI-Boot erreichte bei unruhiger See die "Provider" um 8.25 Uhr. Eine Schleppleine wurde übergeben und der Havarist Richtung Amble abgeschleppt, weil die Wetterbedingungen für ein Einlaufen in Craster zu schlecht waren. Aus Amble lief nun auch das örtliche Rettungsboot aus und übernahm die "Provider" auf dem letzten Stück. Sie wurde kurz darauf sicher im Hafen festgemacht, wo sie repariert werden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.12.2008
Schweröl läuft beim Bunkern in die Weser
Brake, Landkreises Wesermarsch, Niedersachsen / DE, 24.12.08 - Schweres Heizöl, das Seeschiffen als Kraftstoff für die Hauptmaschinen dient, ist am 23.12. im Hafen im Bereich des Mittelpiers in die Weser gelangt. Durch Ölschlengel, die vom Technischen Hilfwerk mit Unterstützung durch die DLRG ausgelegt wurden, wurde ein Großteil des Schweröls wieder aufgefangen.
Nach Angaben des Wasserschutzpolizeikommissariats war es beim Bebunkern eines Motorschiffes unter portugiesischer Flagge, das in Brake Zellulose löschte, zu einem so genannten Overflow gekommen. Dabei gelangten etwa 200 Liter des Schweröls bei Ebbstrom in die Weser. Die verunreinigte Fläche betrug rund 500 x 100 Meter.
Als Ursache für den Overflow vermutet die Wasserschutzpolizei eine Luftblase, die sich auf Grund eines Rückstaus beim Bebunkern gebildet hatte. Dadurch lief der Kraftstoff über Austrittsöffnungen in die Weser.
Quelle: NWZ vom 24.12.2008
Weihnachtskreuzfahrt endete in Wesel
Update vom 23.12.08
Wesel, Nordrhein-Westfalen / DE, 24.12.08 - Schwer beschädigt lag das holländische Binnenschiff "Tiamo" am Tag nach der Kollision mit dem Flusskreuzfahrer "Princess" sowie anschließend dem Schubverband "Veerhaven IX" in Wesel . Die "Tiamo" rammte das mit 84 Passagieren belegte Fahrgastschiff, das gerade den Schubverband "Veerhaven IX" überholte, am Nachmittag des 22.12. Auch dieses wurde beschädigt, doch die "Tiamo" konnte nur durch stundenlange Lenzarbeit des Löschbootes der Weseler Feuerwehr über Wasser gehalten werden.
Alle drei Schiffe hatten ihr Radar bei dem dichten Nebel in Betrieb. Der Kapitän der "Princess" spekulierte über einen Ruderschaden auf der "Tiamo". Der Holländer hatte die talfahrende "Tiamo" lange auf dem Schirm ausgemacht und sah sie plötzlich gefährlich näher kommen. Je weiter er aber auswich, umso näher sei das andere Schiff gekommen. An Bord seines Schiffes waren 84 geistig Behinderte aus Holland sowie 13 Betreuer, 24 Mann Besatzung und die Kapitänstochter. Sie befanden sich auf einer Weihnachtsfahrt von Rotterdam über Nimwegen und Düsseldorf nach Königswinter, Koblenz und zurück. Beim Aufprall waren die Reisenden beim Mittagessen, so dass niemand durch Sturz zu Schaden kam. In Wesel war der Törn aber für sie zu Ende, denn auch die "Princess" muss mit einem vier Zentimeter weiten Riss im Bug erst repariert werden. Auf dem am Ufer vertäuten Schiff hieß es anschließend warten auf Vertreter der Reederei und der Versicherung Die Reisegruppe setzte ihre Tour am 23.12. mit Bussen fort. Unterhalb des Sporthafens Wesel kümmerten sich Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und Wasser-und Schifffahrtsamt um die beiden anderen Havaristen.
Die "Tiamo" war 1957 als "Phoenix" bei der Teltowwerft in Berlin für Bremer Auftraggeber erbaut worden. Später lief es als "Eyra" für die Bremer Dettmer-Reederei, ehe es 1971 zur "Animo 3" von P.J. Langen in Gendt wurde Heute gehört das Schiff (ENI Nr. 02313224) dem van Meel Scheepvaartbedrijf in Lith . Es ist 779 Tonnen groß und hat eine Länge von 62,1 Metern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.12.2008
Gerettete Fischer waren Ersatzkräfte
Update vom 23.12.08
Cape St. Francis, Provinz Eastern Cape / Südafrika, 24.12.08 - Die fünf Überlebenden des gesunkenen Trawlers "Kingfisher", darunter vier Mann aus Zimbabwe, konnten am 23.12. aus dem Isivivana Private Hospital in Humansdorp entlassen werden. Die Suchaktion musste nach erneuter Wetterverschlechterung indes eingestellt werden. Nur 19 leere Schwimmwesten hatten die Retter gefunden, aber keine Spur der 12 Vermissten. Dicker Schaumteppiche erschwerten die Suche, Hubschrauber versuchten, sie mit ihren Rotoren fortzublasen. Im Einsatz waren das Rettungsboot der NSRI St. Francis Bay, die "Spirit of St Francis II", Freiwillige der NSRI St. Francis Bay und Port Elizabeth in Strandfahrzeugen, zwei SA Air Force 15 Squadron Helikopter mit NSRI-Rettungsschwimmern an Bord, Polizeitaucher, das Disaster Management und ein Flugzeug des Citizen Force 108 Squadron.
Die geretteten Crewmitglieder sagten aus, ihr Schiff sei breitseits von "Monsterwellen" getroffen worden, die es zum Kentern gebracht hätten. Als sie in die See stürzten, sei nur ein Licht von einem fernen Berggipfel als Orientierung zu sehen gewesen. Zwei Mann kämpften sich durch eisige Dunkelheit, hohe Wellen und darüber peitschenden Wind zwei Kilometer weit an Land. Einer trieb gegen 21 Uhr des 22.12. in Gibson Bay nahe Cape St. Francis auf den Strand, drei Stunden nach dem Untergang des Schiffes. Er klopfte an die Tür eines nahen Hauses, in dem er aufgenommen und die Ambulanz gerufen wurde. Von den Überlebenden hatten nur zwei, darunter der Kapitän, die Zeit gefunden, noch Schwimmwesten anzulegen. Die Vermissten stammen aus Zimbabwe und Südafrika. Es handelte sich um kurzfristig engagierte Ersatzkräfte, weil die eigentliche Crew streikte. Vom Schiffseigner gab es bislang keine Reaktion, der Kapitän des Schiffes machte keine Aussagen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.12.2008
7 Vermisste - Wären sie doch an Bord geblieben
Insel Palawan / Philippinen, 24.12.08 - Sieben Besatzungsmitglieder des philippinischen Kutters "Kigi Super Cocoy" werden vor Palawan vermisst. Das Schiff hatte am 16.12. auf dem Weg von Negros nach Manila Maschinenschaden erlitten. Die sieben gingen in einem Rettungsboot von Bord. Neun andere blieben auf dem Havaristen und wurden nur von dem auf dem Weg nach Thailand befindlichen Tanker "Sun Investor" gerettet. Die philippinische Küstenwache will die neun Geretteten bei Binangkalan Point auf Saputan Island, fünf Meilen vor El Nido Palawan, von dem Tanker übernehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.12.2008
Drei Tote aus 134 Metern Tiefe geborgen
Update vom 05.12.08
Saint-Pierre / französisches Überseegebiet, 24.12.08 - Französische Taucher haben die Leichen dreier Besatzungsmitglieder aus dem in 134 Metern Tiefe liegenden Wrack des Frachters "Cap Blanc" geborgen, der Anfang des Monats. vor Neufundland sank. Die Taucher durchkämmten das Wrack und spürten dabei drei der vier Mann Crew auf. Das 37 Meter lange Schiff war auf dem Weg von Argentia nach St. Pierre am 2.12. rund 20 Kilometer vor Neufundlands Südküste südlich von Marystown mit einer Ladung Salz bei Windgeschwindigkeiten von 50 km/h gekentert. Es lief für die Alliances SP regelmäßig zwischen Neufundland und den Inseln von St-Pierre-Miquelon. Die Trauerfeier für die ertrunkenen Seeleute soll am 25.12. stattfinden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.12.2008
Info: Saint-Pierre und Miquelon ist eine kleine Inselgruppe östlich der kanadischen Küste, etwa 25 Kilometer vor Neufundland und ist französisches Überseegebiet.
Plan zur Ölbergung von "Sea Diamond" vorgelegt
Update vom 24.04.08
Athen / Griechenland, 24.12.08 - Core Marine, die die vor Santorin gesunkene "Sea Diamond" betrieb, hat dem Handelsministerium einen Plan vorgelegt, wie die mehreren 100 Tonnen Öl, die noch im Wrack sind, entfernt werden sollen. Die Inselbewohner hatten dies monatelang gefordert. Experten im Ministerium sollen den Plan nun prüfen unter Beteiligung der National Technical University von Athen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.12.2008
Entscheidung über Zukunft von "Asgard II" lässt auf sich warten
Update vom 24.11.08
Dublin / Republik Irland, 24.12.08 - Der irische Verteidigungsminister will eine zweite Unterwasseruntersuchung des gesunkenen Zweimasters "Asgard II" durchführen, ehe eine Entscheidung über eine Bergung getroffen wird. Die damit beauftragte Firma wird nicht vor dem 15.1. tätig werden können. Bei einer ersten Untersuchung des in 80 Metern Tiefe liegenden Wracks wurde festgestellt, dass es in verhältnismäßig gutem Zustand sei. Die Kosten der Bergung wurden seinerzeit auf 2 Millionen Euro geschätzt. Seitdem aber wurden mehrere passende Wetterfenster für eine solche Aktion ausgelassen, sodass die Aktion mittlerweile teurer und schwieriger sein dürfte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.12.2008
"San Cuvier" - Wrack ausgeflogen
Update vom 06.11.08
Opotiki, Nordinsel, Bay of Plenty / Neuseeland, 24.12.08 - Der nahe Opotiki in der östlichen Bay of Plenty im Juli gestrandete Fischerboot "San Cuvier", 97 BRZ, wurde nun abgewrackt. Bei der Havarie des 18 Meter langen Schiffes kamen zwei Mann ums Leben. In den vergangenen Wochen wurde es in Stücke geschnitten, die mit Hubschraubern abtransportiert wurden. Zuvor waren 11 Tonnen Diesel und sieben Tonnen sonstige Flüssigkeiten geleichtert worden. Nun deutet nur noch weniges auf das Schiffsunglück hin.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.12.2008
Chancen für 12 Vermisste südafrikanischen Trawlers schwinden
Update vom 23.12.08
Cape St. Francis, Provinz Eastern Cape / Südafrika, 23.12.08 - Zwei Besatzungsmitglieder des gesunkenen Trawlers "Kingfisher" wurden am 23.12. tot aufgefunden. Einer wurde am Morgen in der See gefunden, der andere war bereits in der Nacht an den Strand gespült worden. Die Chancen der 12 vermissten Seeleute sanken nach dem Untergang nahe Oyster Bay sanken kontinuierlich. Die in Port Elizabeth beheimatete "Kingfisher" sank gegen 17.20 Uhr des 22.12. eineinhalb Meilen vor der Küste in der Gibson Bay. Die Suchaktion wurde durch Sturm behindert. Die Sucher entdeckten bislang lediglich eine umgeworfene Rettungsinsel in der aufgewühlten See. Die Wellen waren bei Windgeschwindigkeiten bis 60 Knoten bis zu 10 Meter hoch. Der Skipper hatte mit einer Rettungsinsel, ein weiterer Mann die Küste schwimmend erreicht. Auf den Notruf des Trawlers sowie dessen EPIRB-Signal hin eilends aufgestiegene Helikopter bargen trotz der schlechten Wetterbedingungen wenig später drei weitere Überlebende. Einer musste wieder belebt werden und kam ins Krankenhaus, die anderen waren wohlauf. Im Einsatz waren zwei BK-117 Helikopter des 15. Air Force Squadron aus Port Elizabeth mit Rettungsschwimmern sowie ein Suchflugzeug. Auch die Küstenlinie wurde abgesucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2008
Schlepperbergung bereitet Kopfzerbrechen
Update vom 03.12.08
Tofino, Vancouver Island, British Columbia / Kanada, 23.12.08 - Starke Strömungen verursachten Probleme bei der Bergung des 64 Jahre alten Schleppers "Island Ranger", der seit Ende November halb gesunken auf der Seite in Tofinos Fischereihafen liegt. Eine Kranbarge der Island Ranger and Hustler Tug and Barge wurde zur Hebung des 20,4 Meter langen 110-Tonners herangeholt. Doch ihre Versuche, den eine Million Dollar werten Schlepper aufzurichten, scheiterten bislang. Zweimal war das Wrack aufrecht, kenterte jedoch immer wieder in der Strömung. Nun sollen 24-Inch-Stahlpfeiler längsseits in den Grund gerammt werden und das Schiff an sie gestützt gehoben werden. Die Bohrtechnik von B.C. Interior wird aber nicht vor dem 28.12. vor Ort sein. Wenn die Pfähle gerammt sind, soll der Schlepper binnen einer Woche aus dem Wasser geholt und nach Ladysmith zur Reparatur verholt werden. In den Tanks befinden sich noch rund 800 Gallonen Öl, die nach der Bergung ausgepumpt werden sollen.
Die "Island Ranger" war am 30.11. auf dem Rückweg vom Rankin Inlet vor dem Crab Dock auf Grund gelaufen und gekentert. Die dreiköpfige Crew konnte sich retten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2008
Historisches Wrack vor Block Island entdeckt
Mystic, New London County, Connecticut / USA, 23.12.08 - Eine Gruppe von Forschungstauchern hat das Wrack des 1903 nahe Block Island mit einem Dampfer kollidierten und gesunkenen Schoners "Jennie R. Dubois" identifiziert. Die Sound Underwater Survey-Gruppe und die Baccala Wreck Divers suchten seit 2002 in einem 17 Quadrameilen großen Gebiet nach dem Schiff. Bereits 2007 hatte sie Erfolg, doch erst nach weiteren Forschungen wurde am 22.12. die Öffentlichkeit informiert. Das Schiff liegt rund sechs Meilen südöstlich von Block Island. Der 2227 Tonnen große Fünfmaster war erst 19 Monate vor der Kollision von der Holmes Shipbuilding Co. aus Mystic abgeliefert worden. Das 100000 Dollar teure Schiff war das größte, das je auf dem Fluss in Connecticut entstand. Am 11.02.1902 wurde es vor 6000 Menschen getauft. Am 5.9.1903 stieß es mit dem Dampfschiff "Schönfels" rund sieben Meilen vor Block Island zusammen. Alle 11 Mann Crew wurden gerettet. Das Wrack wurde anschließend durch das Army Corps of Engineers gesprengt, weil es eine Schifffahrtsgefährdung darstellte. Anker, Größe und Lage erlaubten eine Zuordnung der verbliebenen Trümmer. Am 11.2.2009, dem 107. Geburtstag des Schoners, sollen die Funde im Mystic Yachting Center präsentiert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2008
Binnenschiff drohte nach Kollision auf Rhein zu sinken
Wesel, Nordrhein-Westfalen / DE, 23.12.08 - Am 22.12 gegen 14:16 Uhr kam es auf dem Rhein bei Kilometer 817 auf Höhe Wesel bei dichtem Nebel zur Kollision zwischen einem Schubverband, einem Fahrgastschiff und einem Motorschiff. Unterhalb der Einfahrt zum Weseler Yachthafen stieß das 80 Meter lange Fahrgastschiff "Princess" (ENI-Nr. 2323525), das in Richtung Duisburg unterwegs war, mit einem talfahrenden Binnenschiff zusammen. Während das Fahrgastschiff ohne größere Schäden den Weseler Hafen anlief, wurde der Kollisionsgegner erheblich am Bug beschädigt. Die "Princess" wollte nach den ersten Ermittlungen in Höhe des Yachthafens einen Schubverband mit sechs Leichtern überholen. Dabei stieß sie mit dem Richtung Emmerich laufenden Entgegenkommer zusammen. Weil es zu massivem Wassereinbruch in dessen Vorderschiff eindrang und er zu sinken drohte, wurde das Löschboot der Feuerwehr Wesel angefordert. Die 98 Fahrgäste der "Princess" sowie die Besatzungsmitglieder der beteiligten Schiffe blieben unverletzt. Weil das havarierte Motorschiff außerhalb der Fahrrinne lag, kam es zu keinen Behinderungen der übrigen Schifffahrt.
Die "Princess" wurde als "Husumer Krabbe" 1981 auf der Husumer Schiffswerft in Husum erbaut für die Berlin Hotelschiff GmbH & Co in Berlin. Später lief sie als "Sankt Halivard", seit 1998 für die Beijerland Handel & Scheepvaart BV in Zuid Beijerland, ehe sie 2001 den jetzigen Namen zunächst im Besitz der Princess Exploitatie Maatschappij BV in Kampen, von 2003 bis 2004 der Princess Riverline BV in Heesch erhielt. Derzeitiger Eigner ist die Cruisifix BV in Wijhe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2008
Kran riss Leck in Binnenschiff
Nieuwegein, Provinz Utrecht / Niederlande, 21.12.08 - Am 20.12. havarierte auf dem Amsterdamer Rheinkanal ein Binnenschiff beim Overeindseweg in Nieuwegein. Beim Anlegemanöver brach der überstehende Ladekran und riss ein Leck in den Rumpf des Schiffes. Die örtliche Feuerwehr dichtete die Leckage, ein längsseits liegendes Binnenschiff übernahm den Kran auf sein eigenes Deck.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2008
Suche nach 14 vermissten Fischern - Wettlauf gegen die Zeit
Cape St. Francis, Provinz Eastern Cape / Südafrika, 23.12.08 - Bei schwerer See sank am Abend des 22.12. in schwerer See vor Cape St. Francis (nahe Oyster Bay) der südafrikanische Trawler "Kingfisher". Zwei Rettungshelikopter und ein Flugzeug suchten nach 14 Vermissten. Die Chance, sie lebend zu bergen, sank stündlich. Zwei Besatzungsmitglieder, darunter der Kapitän, erreichten schwimmend den Strand, drei weitere wurden von Hubschraubern aus dem Wasser geborgen. Polizeitaucher und NSRI Teams waren seit dem ersten Morgengrauen des 23.12. im Einsatz, und das Marine Coastal Management Schiff "Ruth First" war bereits seit Mitternacht bei 50 Knoten Wind im Sucheinsatz. Die hohe See verhinderte bislang das Auslaufen von NSRI-Booten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2008
Info: Oyster Bay ist ein kleiner Küsten-Badeort und liegt etwa 14 km westlich von St. Francis Bay an der östlichen Kap-Küste von Südafrika.
Bergung ausgebrannter Yacht gescheitert
Update vom 15.12.08
Wormer, Nordholland / Niederlande, 22.12.08 - Trotz mehrerer Versuche gelang es am 19.12. nicht, die am Veerdijk des Flusses Zaan in Wormer ausgebrannte Yacht "White Ibis" zu heben. Ein Mobilkran von 160 Tonnen Hebekraft versuchte um 9.30 Uhr, das Wrack anzuheben, doch die Trossen waren nicht stark genug. Ein Taucher versuchte das Schiff so weit abzudichten, dass sein Gewicht durch Lenzen reduziert werden könnte. Doch nachdem dies zunächst gelingen zu schien, kam es im weiteren Verlauf zu erneutem Wassereinbruch.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2008
Update vom 23.12.08: Am 29.12. soll ein neuer Versuch gestartet werden , die 30 Jahre alte Motoryacht "White Ibis" zu bergen.
Kutter gestrandet und leckgeschlagen
Oregon Inlet, North Carolina / USA, 22.12.08 - Ein 47-Fuß-Rettungsboot der Coast Guard Station Oregon Inlet, N.C., assistierte am 22.12. dem 77 Fuß langen Kutter "U-Boys", der um 10.45 Uhr nahe der Oregon Inlet Channel Inlet in der Nähe der Tonne Nr. 3 auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Die Crew des Schwesterschiffes "Bald Eagle II" verständigte die Küstenwache, dass das Schiff mit seiner sechsköpfigen Crew in Seenot sei. Es gelang dem Kutter, aus eigener Kraft wieder freizukommen. Die Küstenwache half dann beim Lenzen. Wegen schwieriger Strömungsverhältnisse am Oregon Inlet nahm die "U-Boys" dann Kurs auf Portsmouth, Virginia.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2008
"New Carissa" könnte im Januar vollständig im Hochofen sein
Update vom 15.10.08
Empire, Coos Bay, Oregon / USA, 22.12.08 - Die geborgenen Reste der "New Carissa" sind in den vergangenen Monaten bis auf wenige 100 Tonnen Schrott geschrumpft, die derzeit noch am Sause Bros. Yard in Empire aufgetürmt liegen, so wie sie von einer Barge gelöscht wurden. Pacific Recycling zerschneidet den Stahl auf Stücke von 2x4 Fuß Größe, die dann vermarktet werden. Doch seit dem Beginn des Recyclings sank der Schrottwert von 325 Dollar pro Tonne auf 160 Dollar und weniger. Deswegen kam es zu Nachverhandlungen zwischen den Abwrackern und der Bergungsfirma Titan Salvage. Da diese nun abgeschlossen wurden, könnten die Schiffsreste im Januar endgültig verschwunden sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2008
Trimaran überschlug sich bei 60 Knoten
Port-Saint-Louis-du-Rhône, Département Bouches-du-Rhône, Region Provence-Alpes-Côte d’Azur / Frankreich, 22.12.08 - Am 21.12. wurden neun Mann Crew des französischen Hochgeschwindigkeitskatamarans "l’Hydroptère" verletzt, als sich das Boot bei einer Geschwindigkeit von über 60 Knoten vor der Südküste Frankreichs überschlug. Das Boot hält den Geschwindigkeitsrekord von einer Meile, und es wollte diesen noch einmal steigern, wozu eine Durchschnittgeschwindigkeit von 52 Knoten benötigt würde. Bei Windgeschwindigkeiten von über 45 Knoten verunglückte die "l’Hydroptère" vor dem Strand von Napoléon bei Port-Saint-Louis-du-Rhône nahe Marseille, als eine unerwartet starke Bö das Boot umschlug. Rettungscrews barg die Crew wenig später aus dem Wasser. Niemand wurde schwer verletzt. Der Mast des Trimarans war aber gebrochen, und eine Reparatur wird Monate dauern. Der Teamskipper Alain Thebault und seine Crew organisierten einen Schlepp des Bootes nach Fos sur Mer. Doch am 21.12. waren die Wetterbedingungen zu schlecht, den Trimaran aus dem Wasser zu bekommen, um im Trockendock den Schaden begutachten zu können. Es wurde auf günstigere Bedingungen am 22.12. gehofft. Die Stimmung im Team war trotz des Unglücks gut, wurden bis dahin doch Geschwindigkeiten bis zu 61 Knoten erzielt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.12.2008
Öl-Sünder aus der Nordsee überführt
Husum, Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein / DE, 22.12.08 - Internationale Zusammenarbeit der Polizei hat einen Öl-Sünder aus der Nordsee überführt. Das Tankschiff hatte vor gut einer Woche vor Helgoland eine Ölspur hinterlassen, jetzt wurde es in der Ostsee im Hafen der lettischen Hauptstadt Riga erwischt, teilte die Wasserschutzpolizei Husum am Montag mit.
Der Tanker hatte im Hamburger Hafen eine Ladung Biodiesel gelöscht. Nach Ermittlungen der Polizei ließ der Kapitän danach rund zehn Seemeilen nordwestlich von Helgoland die Laderäume von seiner Mannschaft illegal mit Seewasser reinigen. Die ölige Substanz bedeckte eine 7,35 Kilometer lange und 2,1 Kilometer breite Fläche.
Quelle: dpa vom 22.12.2008
Indien: 28 Mann von Kutter in Mangalore gerettet
Mangaluru (Mangalore) Bundesstaat Karnataka / Indien, 21.12.08 - Der Kutter "Suvarna Sagar" aus Mangalore lief am Morgen des 21.12. bei Bengre im Gurupur River auf das Wrack eines dort im vergangenen Jahr gesunkenen Schiffes und sank. Die 28 Fischer an Bord wurden von einem anderen Schiff gerettet. Die "Suvarna Sagara" hatte in den alten Hafen von Mangalore einlaufen wollen, als sie verunglückte. Das halb gesunkene Schiff wurde von anderen Fahrzeugen eingeschleppt, doch die Fischladung musste abgeschrieben werden. Auch der Schaden an dem bis zum Oberdeck versunkenen Kutter dürfte erheblich sein. Es handelte sich um den 30. Kutterunfall in der Region binnen 10 Jahren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2008
Tanker einen Tag nach Grundberührung freigegeben
Update vom 20.12.08
San Francisco, Kalifornien / USA, 21.12.08 - Der unter Marshall-Islands-Flagge fahrende Tanker "Cape Brasilia", der am 19.12. gegen fünf Uhr vor Rodeo im Pinole Shoal Channel in der San Pablo Bay auf Grund gelaufen war, konnte am Abend des 20.12. seine Reise fortsetzen. Das Schiff war zuvor von innen und außen durch die Küstenwache gründlich untersucht worden. Es hatte eine volle Ladung von 273000 Barrels Dieselöl von Martinze nach Chile bestimmt in den Tanks. Die Unglücksursache war noch unklar – möglicherweise war das 577 Fuß lange Schiff zu weit auf eine Kanalseite geraten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2008
Weihnachten in Torshavn ist gerettet
Update vom 20.12.08
Tórshavn / Färöer, 20.12.08 - Der unter zypriotische Flagge laufende Containerfrachter "Blikur" (IMO Nr: 9339076, Registrierhafen: Limassol) , der in der Nacht zum 19.12. im Hafen von Torshavn auf den Färöern auf Grund gelaufen war, konnte drei Stunden nach der Havarie von dem 64 Meter langen Küstenwachschiff "Brimil" (IMO-Nr. 9216767, Baujahr 2000) freigeschleppt werden. Der Frachter hat aber ein Leck davongetragen. Immerhin konnte seine aus Weihnachtsgeschenken bestehende Fracht sicher angelandet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2008
USA: Yacht aus Sturm vor Block Island gerettet
East Greenwich, Rhode Island / USA, 20.12.08 - Die Coast Guard rettete vier Segler in rauer See vor Rhode Island. Ihr 45 Fuß langes Boot "Moonshine" war in einem Wintersturm beschädigt worden. Es hatte am 19.12. East Greenwich mit Kurs Puerto Rico verlassen. Kurz darauf zerrissen in Sturmböen die Segel, und das Segelboot trieb hilflos in bis zu 12 Fuß hohen Seen vor Block Island. Ein Coast Guard-Helikopter und ein Rettungsboot trafen am Morgen des 20.12. an der durch den Notsender durchgegebenen Position ein. Doch das Boot war in bis zu 40 Knoten Wind bereits weiter abgetrieben. Die "Moonshine" konnte geortet werden, nachdem die Crew ein Leuchtsignal abgeschossen hatte. Es gelang, das Boot nach Long Island einzuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Rettung von "Generali"-Skipper gelungen
Australien, 20.12.08 - Bei der Vendée-Globe-Regatta der Welt ist das Augenmerk derzeit auf den französischen Skipper Yann Eliès gerichtet, der mit einem Oberschenkelbruch zwei Tage in seiner Kajüte lag. Ein Landsmann manövrierte mit seiner Yacht an die in der See treibende, 18 Meter lange "Generali" heran. Er segelte haarscharf an ihrem Heck vorbei und versuchte, ein Paket mit Wasser, Medikamenten, Brot und Pastete hinüber zu werfen. Einiges landete im Wasser, einiges im Cockpit. Eliès selbst ist nicht in der Lage, sich zu helfen. Er kann sich immer noch nicht bewegen, der Oberschenkel des Skippers ist geschwollen, die ganze linke Seite schmerzt, er hat einige starke Blutergüsse und seine Muskeln sind gereizt aufgrund seiner ungünstigen Lage. Er kann aber seine Zehen bewegen und hat eine gute Blutzirkulation im Bein", so der Rennarzt, der alle zwei Stunden Kontakt zu dem Verletzten aufnimmt. Für etwas Beruhigung sorgte die Nachricht, dass es Eliès gelungen war, an Schmerztabletten und etwas Nahrung - einen Müsliriegel, konzentrierten Zitronensaft und kondensierte Milch - zu kommen. Das Morphium aber, dass an Bord jeder der teilnehmen Yachten ist, blieb für ihn unerreichbar, da der Erste-Hilfe-Koffer seegangssicher gut in einem Schapp verstaut ist.
Mehr Hilfe war nicht möglich: Beim einem Übersetzen Guillemots könnten die Masten sich verhaken und beide Yachten in Gefahr bringen. Deswegen hielt Guillemot einen Sicherheitsabstand zwischen einer und zwei Seemeilen und segelt auf einem parallelen Kurs mit einer Geschwindigkeit von 3,5 Knoten. Am 18.12. war nach kurzer Vorbereitung die Fregatte HMAS "Arunta" mit mehr als 100 Mann Besatzung von Perth ausgelaufen, um Eliès zu retten. Die Rettung des Skippers bei erwarteten 35 Knoten Windgeschwindigkeit, schwerem Seegang und einem bewegungsunfähigem Skipper wurde als äußerst riskant eingeschätzt. Um 21.30 Uhr Ortszeit erreichte die Fregatte das Boot. Speziell trainierte Retter setzten mit einem Zodiac über und bereiteten den Verletzten bei hohem Seegang auf den Transport vor. Eine Stunde später wurde er auf die Fregatte gebracht und medizinisch durch den Royal Flying Doctor Service versorgt. Nach dem Transport nach Perth wird er dort in ein Krankenhaus gebracht.
Auf der "Generali" wurde das Schott der Kajüte geschlossen und das Hauptsegel gesetzt. Ein Motorboot des Rennteams sollte aus Perth auslaufen, um zu versuchen, das Boot einzubringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Yacht vor Halifax leck und vereist
Halifax, Nova Scotia / Kanada, 20.12.08 - SAR-Personal aus Nova Scotia war zu Wasser und in der Luft tätig, um der 10,70 Meter langen Yacht "Amiro 3" zu helfen, die am 19.12. elf Kilometer südöstlich von Halifax leckgeschlagen und manövrierunfähig war. Das Küstenwachschiff "Sambro" hoffte, das Boot in der Nacht zu erreichen. Drei Mann waren an Bord der Yacht. Ob das Boot aufgegeben werden musste oder abgeschleppt werden könnte, war noch unklar. Die Maschine war ausgefallen, und es hatte Eisbildung gegeben, die die "Amiro 3" ins Rollen brachte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Update vom 20.12.08: Einige Stunden später hatte die "Sambro" die Yacht sicher im Hafen von Halifax.
Schubboot rammte Brücke in Berlin
Berlin-Spandau / DE, 20.12.08 - Am 19.12., gegen 08:30 Uhr kam es zu einer Brückenkollision auf dem Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal. Unter Alkoholeinfluss steuerte der Rudergänger eines Schubverbandes mit zwei Leichtern unter der Tegeler Brücke hindurch und rasierte dabei das komplette Dach des Steuerhauses ab. Der Mann erlitt mehrere Rippenbrüche. Sein Alkoholwert war 2,33 Promille. Die Straßenbrücke blieb heil. Offenbar war vergessen worden, das Ruderhaus abzusenken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Rebellenschiff vor Sri Lanka versenkt
Colombo / Sri Lanka, 20.12.08 - Am 20.12. versenkte die Marine von Sri Lanka Navy ein rund 30-40 Meter langes Schiff der LTTE. Es war um 1.30 Uhr rund 70 Meilen nordöstlich der Küste von Mullaithivu entdeckt worden. Es hatte größere Mengen Waffen an Bord, als es von Patroullienbooten aufgebracht wurde. Ein 30-minütiges Gefecht ließ das Schiff in Flammen aufgehen, ehe es durch die Wirkung schweren Geschützfeuers sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Frachter nahe Haugsholmen Feuer gestrandet
Sande, Fylke (Verwaltungsbezirk) Møre og Romsdal / Norwegen, 20.12.08 - Der unter Barbados-Flagge laufende 78,00 Meter lange Frachter "Wilson Ruhr" (IMO-Nr. 9145542, 1169 BRZ, Baujahr 1997) lief nahe Haugsholmen Feuer in der norwegischen Sande-Kommune auf Grund. Das Unglück ereignete sich am 19.12. um 22.30 Uhr. Schlepper, Küstenwach- und Rettungsfahrzeuge waren vor Ort, am 20.12. sollte gegen fünf Uhr ein Bergungsversuch starten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Überladener Kutter kenterte in China
Nanchang, Jiangxi Provinz / China, 20.12.08 - Ein überladener Kutter sank in dichtem Nebel am Abend des 19.12. gegen 17.30 Uhr auf dem ostchinesischen Sanjiang River im Nanchang County in der Jiangxi Provinz. 44 Menschen waren an Bord, als das Schiff bei der Flusspassage kenterte. Zugelassen war es nur für 10. 29 Personen wurden gerettet, 15 ertranken. Froschmänner suchten nach weiteren möglichen Opfern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Lage der "Endurance" war kritisch
Update vom 18.12.08
Punta Arenas, Región de Magallanes y de la Antártica Chilena / Chile, 20.12.08 - Am Morgen des 19.12. lief die havarierte "Endurance" mit 113 Mann Crew in Punta Arenas ein. Das Schiff hatte leichte Schlagseite, und weiterhin drang Wasser in den Maschinenraum ein und musste kontinuierlich gelenzt werden. Es befand sich im Schlepp der zwei Schlepper "Beagle" und "Aguila 3" und wurde mittlerweile bei der Asmar Werft gedockt. Hier sollen chilenische und englische Fachkräfte sofort mit der Reparatur beginnen. Der Schleppzug war von der "Punta Arenas" und dem FK-Schnellboot "Chipana" eskortiert worden. Die Rettung des antriebslosen Eisbrechers war nicht ohne Risiko gewesen, weil der Havarist in Richtung einer Felsenuntiefe im Tamer Channel getrieben war. Doch das Notankermanöver hatte die Drift gestoppt, und das Schiff lag anschließend so, dass die Schlepper Raum für ihre Operationen hatten. Nachdem zusätzliche Pumpen auf dem Schiff abgesetzt worden waren, konnte der geflutete Maschinenraum so weit wie möglich gelenzt werden. Als das Schiff auf dem Haken war, mussten die Anker geopfert werden, da es nicht mehr möglich war, sie zu hieven. Nach der Bergung hieß es, das Schiff wäre ohne die schnelle Nothilfe wohl nicht zu retten gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Containerfrachter sitzt in Torshavn auf Grund
Tórshavn / Färöer, 19.12.08 - Der 2007 in China erbaute, unter zypriotische Flagge laufende 129,57 Meter lange Containerfrachter "Blikur" (IMO Nr: 9339076, 7545 BRZ) , lief in der Nacht zum 19.12. im Hafen von Torshavn auf den Färöern auf Grund. Bei der Strandung der vormaligen "RBD Dalmatia" herrschten widrige Wetterbedingungen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Zwei Mann von Yacht abgeborgen
Thorofare Island, Maryland / USA, 19.12.08 - Am 19.12. baten zwei Segler um die Evakuierung von ihrer 43 Fuß langen Yacht "Mamie". Das Boot war um 18.07 Uhr nahe Thorofare Island in der Chesapeake Bay gestrandet. Um 18.55 Uhr war ein 41-Fuß-Boot der Coast Guard Station Crisfield, Maryland vor Ort und barg die Männer ab. Das Boot sollte am 20.12. geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Tanker lief vor San Francisco auf Grund
San Francisco, Kalifornien / USA, 19.12.08 - Am 19.12. um 5 Uhr erhielt die Coast Guard San Francisco Nachricht, dass der 577 Fuß lange, unter der Flagge der Marshall Islands fahrende Tanker "Cape Brasilia" im Pinole Shoal Channel auf Grund gelaufen war. Das Schiff war sofort von zwei Schleppern assistiert in tieferes Wasser zurückgekommen. Die Küstenwache schickte Fahrzeuge der Stationen Vallejo und San Francisco sowie bei Tagesanbruch einen HH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station San Francisco, um mögliche Ölverschmutzungen in der San Pablo Bay festzustellen. Die "Cape Brasilia" wurde durch das 41-Fuß-Boot aus San Francisco zu Ankerplatz 9 in der Francisco Bay eskortiert, wo es untersucht werden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Unsachgemäße Reparatur führte zu tödlichem Segelunglück
Galveston, Texas / USA, 19.12.08 - Die Kenterung des 38-Fuß langen Segelschiffes "Cynthia Woods", bei der am 7. Juni 2008 im Golf von Mexiko ein Student ums Leben kam und fünf andere 26 Stunden in der See trieben, ist durch unsachgemäße Reparatur von Strandungsschäden verursacht worden. Dies besagt ein am 19.12. von der U.S. Coast Guard veröffentlichter Report. Das Texas A&M University Racing Team war in einer Regatta, als das Unglück sich ereignete. Der Kiel war abgebrochen, der früher im Jahr nach einer Strandung wieder bei Payco Marine angefügt worden war. Nicht qualifizierte Studenten hatten weitere Reparaturen durchgeführt. Die Arbeiten waren nicht ordnungsgemäß überwacht oder abgenommen worden. Der Manager war einen Monat nach der Kenterung entlassen worden. Er hatte bei seiner Anstellung eine kriminelle Vergangenheit verschwiegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Sieben Fischer nach Kutterunglück gerettet
Hanoi / Vietnam, 19.12.08 - Die vietnamesische Coast Guard in der Quang Ngai Provinz barg am 18.12. das tags zuvor gesunkene Fischerboot "QNg 4082TS" aus Thanh Duc Village, in der Pho Thanh Commune, Duc Pho Distrikt. Das Schiff war in schwerer See vor der Küste der Quang Ngai Provinz verunglückt, die siebenköpfige Crew wurde gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Kutter schlug vor norwegischer Küste leck
Bodø, Provinz Nordland / Norwegen, 18.12.08 - Das 16,15 Meter lange Rettungsboot "Ruth Opsahl" wurde gerufen, nachdem am Nachmittag des 18.12. ein Fischereifahrzeug bei Landegode vor Bodø leckgeschlagen war. Das Schiff lag eine Meile vor Land. Auch ein Seaking-Helikopter stieg zur Hilfeleistung für die vierköpfige Crew auf. Das Schiff konnte mit eigener Kraft die Küste erreichen, während das Rettungsboot beim Lenzen assistierte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2008
Feuer auf dem Kühlschiff "Polarlight"
Bremerhaven-Kaiserhafen, Land Bremen / DE, 19.12.08 - Am Freitag, den 19.12.08, gegen 19:50 Uhr wurde die Feuerwehr zu einer Rauchentwicklung auf dem Kühlschiff "Polarlight" (IMO-Nr. 9189873, 11417 BRZ, Baujahr 1998) alarmiert. Das 154,00 Meter lange Schiff liegt wegen Reparaturarbeiten in einem Schwimmdock der Lloyd Werft Bremerhaven GmbH im Kaiserhafen.
Bei dem Eintreffen des 1. Löschzuges stellte sich heraus, dass die Rauchentwicklung durch einen Brand von Isolierschaum in einer Zwischendecke verursacht wurde.
Bei Stahlbrennarbeiten hatte die Isolierung Feuer gefangen und einen Entstehungsbrand mit starker Rauchentwicklung verursacht.
Die ersten Löscharbeiten wurden durch die Mitarbeiter der Werft eingeleitet, die sich dann aber durch die Rauchentwicklung aus dem Deck zurückziehen mussten.
Den Feuerwehreinsatzkräften gelang es dann unter Atemschutz, das Feuer zu löschen. Dazu mussten mehrere Quadratmeter Isolierung und Holz mit der Kettensäge aufgenommen werden. Mit Hilfe von Überdruckbelüftungsgeräten wurde der Rauch aus dem Schiffsinneren nach außen abgeleitet.
Quelle: Feuerwehr Bremerhaven vom 19.12.2008
Tankmotorschiff drohte im Hamburger Hafen zu sinken
Update vom 18.12.08
Hamburg-Moorburg / DE, 19.12.08 - Das mit Dieselöl beladene, knapp 80 Meter lange
Tankmotorschiff "
Angela Claudia", 1111 ts, aus Petershagen (ENI-Nr. 4020590)
drohte am Nachmittag des 18.12. im Hohe-Schaar-Hafen am Kattwykdamm in Moorburg
zu sinken. Das Tankschiff hatte ein 20 Quadratzentimeter großes Leck am Rumpf nahe des Maschinenraums. Beim Beladen der "
Angela Claudia" mit knapp 1000 Tonnen Diesel senkte sich das Schiff so weit, dass das Leck unter die Wasseroberfläche geriet und eine große Menge Wasser in den Maschinenraum eindrang. Gegen 14 Uhr ging die Alarmierung bei der Feuerwehr ein: "Binnenschiff droht zu sinken!" Die Feuerwehr rückte mit 45 Mann an. Gemeinsam mit Shell-Mitarbeitern wurde das Wasser aus dem Maschinenraum abgepumpt und das Leck abgedichtet. Dabei gelangte Öl auch in das Hafenwasser, weshalb die Wasseroberfläche von einer Reinigungsfirma gesäubert werden musste. Mit drei Tauchpumpen wurde das
Dieselöl wieder aus dem Laderaum geholt und auf ein anderes
Schiff geleichtert. Die "Angela Claudia" erhielt ein Auslaufverbot. Woher das Leck stammt, ist noch unklar. Der Rumpf könnte beim Durchqueren des Schiffshebewerks in Scharnebeck beschädigt worden sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.12.2008
Fundamentrohr für Leuchtfeuer auf Gelbsand durch Kollision versenkt
Update vom 18.12.08
Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 19.12.08 - Wo die Wasserbauer erst vor kurzem das 45 Meter lange Fundamentrohr für den Leuchtturm eingespült und aufgestellt hatten, ist nichts mehr zu sehen, nachdem das Containerschiff "Freya" (IMO-Nr. 9219874) das Rohr von vier Meter Durchmesser frontal gerammt, überfahren und unter Wasser gedrückt hat.
Bis Taucher den Schaden untersucht haben, sind die Folgen des Unfalls nur schwer abzuschätzen. Auf mindestens eine Million Euro schätzte der Projektleiter der Firma Ludwig Voss aus Cuxhaven den Schaden an der ohnehin schwierigen Wasserbaustelle in Höhe des Gelbsands, sechs Seemeilen seewärts von Cuxhaven. Ob das Rohr, das den künftigen Leuchtturm "Gelbsand Unterfeuer" tragen sollte, nur unter Wasser gedrückt wurde, geknickt oder gar gerissen ist, konnte bei einer ersten Besichtigung vor Ort nicht geklärt werden. Das Problem: An der Baustelle beträgt die Wassertiefe 11 Meter. Deshalb war das beladene, 118 Meter lange Frachtschiff mit einem Tiefgang von sechs Metern auch nicht vorher auf Grund gelaufen, sondern hat den Turm mit voller Fahrt gerammt. Die Baustelle war beleuchtet und mit einer vorgeschriebenen Kardinaltonne vorschriftsmäßig gekennzeichnet. Eigentlich sollte am Morgen nach dem Unfall begonnen werden, den oben offenen Stahlturm mit Sand zu verfüllen, um diesem mehr Festigkeit zu verleihen. Wie es weitergehen wird, war am 18.12. noch offen. Zunächst einmal ruhten die Arbeiten, das bisherige Konzept sollte noch einmal infrage gestellt werden. Der Turm für das Oberfeuer steht bereits und ist auch verfüllt. Die Fertigstellung der neuen Richtfeuerlinie ist Voraussetzung für die Inbetriebnahme der Schwerlastplattform bei Cuxport.
Das havarierte Schiff hatte zunächst auf Neuwerk-Reede geankert, durfte aber am 18.12. mit eigener Kraft nach Hamburg weiterfahren, wo in Kürze bei der Norderwerft mit der Reparatur begonnen wird. Der Wulstbug des Frachters war bei dem Zusammenstoß aufgerissen, die Vorpiek voll Wasser gelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.12.2008
Binnenschiffe im Nebel kollidiert
Kampen, Provinz Overijssel / Niederlande, 19.12.08 - Zwei Binnenschiffe kollidierten am 17.12. gegen 16 Uhr auf der Geldersche IJssel auf Höhe von Kampen. Ursache war dichter Nebel. Ein Schiff war unterwegs von Amsterdam nach Kampen. Das andere war mit Baggergut von IJsseloog nach Zwolle unterwegs. Besonders das nach Kampen laufende Schiff wurde beschädigt und musste von einem Schlepper in den Zielhafen gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.12.2008
Fahrgastschiff von Hurrikan aufgespießt
Bayou Caddy, Hancock County, Mississippi / USA, 19.12.08 - Einen traurigen Anblick bietet derzeit das 75 Fuß lange Fahrgastschiff "Dixie Queen" in Bayou Caddy im Hancock County. Das Vergnügungsschiff, das einst im Golf von Mexiko verkehrte, liegt seit dem Durchzug des Hurrikan Gustav am 1.9. auf der Backbordseite gegen eine Pier gelehnt. Dalben haben den Rumpf von unten durchbohrt. Aus dem Wrack lief seither Öl aus. Am 18.12. sollten Bergungsarbeiten beginnen, jedoch war davon vor Ort nichts zu sehen. Das Schiff hatte nahe des Hafens von Bayou Caddy geankert, als es vom Sturm gegen die Dalben getrieben wurde. Der Eigner des Schiffes ist nicht zu ermitteln. Einem Mann, der sich bereit erklärte, das Wrack zu räumen, wurde dafür vom 1.12. an eine 30-Tage-Frist gesetzt. Zunächst wollte der Mann Ölsperren ausbringen, dann das Schiff mit einem Kran anheben. Die Dalben sollten auf Wasserhöhe gekappt und die "Dixie Queen" dann aufgerichtet werden. In repariertem Zustand wäre die "Dixie Queen" 150,000 Dollar wert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.12.2008
Barge sank im Winterquartier
St. Louis, Missouri / USA, 18.12.08 - Am 19.12. sollte die Bergung einer Barge beginnen, die nahe Alton in Illinois nördlich von St. Louis, am 17.12. gesunken war. Sie diente als Unterstützungsschiff für den Bagger "Dubuque" und sank auf dem Mississippi nahe der Melvin Price Schleusen. Beide Schiffe waren dort zur Überwinterung am 15.12. eingetroffen. Auch drei Pontons rissen sich los, wurden aber bereit geborgen. An der Unglücksstelle entstand ein Ölfilm von 1500 Quadratfuß. Es wurde geschätzt, dass es sich um kaum mehr als 40 Gallonen handelte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.12.2008
Woher kam das Öl in Gibraltar ?
Algeciras, Provinz Cádiz, Region Andalusien / Spanien, 17.12.08 - Am 13.12. kollidierte der britische RoRo-Frachter "Ropax 1" (IMO-Nr. 7822861, ex Finnhawk, ex Malmö Link, 33163 BRZ, Baujahr: 1980) mit einer Treibstoffboje in Algericas Bay, nachdem sie sich im Sturm von ihren Moorings losgerissen hatte. Die Verteilungsstation gehörte der Cepsa Ölraffinerie und lag zwei Meilen vor der Küste. Nach der Kollision wurde die 192,59 Meter lange "Ropax 1" nach Algericas eingeschleppt, wo ein 1 Meter langer Riss entdeckt wurde. Die Eigner des Schiffes wurden mit 400000 Euro Strafe belegt. Die Boje erlitt derweil nur oberflächlichen Schaden. Rätselhaft blieb, warum größere Ölmengen nach der Kollision an der Küste von Gibraltar und Cádiz am Morgen des 14.12. antrieben.
Die "Ropax 1" lag seit dem 25.11. mit rund 20 Mann Crew in Algeciras Bay, nachdem sie von der Hafenbehörde von Màlaga wegen ungenehmigten Ankerns in spanischen Gewässern in die Kette gelegt wurde. Bei einer Inspektion waren zahlreiche Verstöße gegen internationale Sicherheitsregularien festgestellt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.12.2008
Trawler vor der englischen Küste in Not
Blyth, Northumberland, England / UK, 17.12.08 - Das Rettungsboot von Tynemouth lief nach dem Mayday des in Amble stationierten Trawlers "Aquarius" aus. Das Schiff war 10 Meilen östlich von Newbiggin-by-the-Sea leckgeschlagen. Die dreiköpfige Crew bereitete sich auf die Aufgabe des Schiffes vor. Zwei andere Kutter, die "Nimrod" und "Green Pastures", reagierten auf das Mayday und kamen ebenfalls zu Hilfe. Das Cullercoats RNLI-Boot und ein RAF Helikopter der RAF Boulmer waren ebenfalls im Einsatz. Der Helikopter setzte eine Pumpe und einen Rettungsmann auf dem 13 Meter langen 33-Tonner ab. Es gelang, den gefluteten Maschinenraum zu lenzen und die Leckage, ein undichtes Ventil, abzudichten. Die beiden Rettungsboote blieben vor Ort. Als das Leck dicht war, wurden das Rettungsboot aus Cullercoats und der Helikopter zurück gerufen. Das Boot aus Tynemouth schleppte die "Aquarius" nach Blyth ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.12.2008
Auricher springt mit brennender Kleidung ins Hafenbecken
Ditzum, Gemeinde Jemgum, Landkreis Leer, Niedersachsen / DE, 18.12.08 - Am Mittwochvormittag (17.12.) ist nach einer Verpuffung auf dem 17,62 Meter langen Fischkutter "Gertje Bruhns" (DIT 2) ein 20-Jähriger Lehrling aus Aurich mit lebensgefährlichen Verbrennungen ins Hafenbecken von Ditzum gesprungen.
Wie die Wasserschutzpolizei Emden am Mittwoch mitteilte, ist die Ursache für den schweren Zwischenfall im Maschinenraum des Kutters bisher nicht geklärt. Der Verletzte wusste sich keinen besseren Rat, als mit seiner brennenden Kleidung ins eiskalte Wasser zu springen. Der Mann wurde von einem Zeugen gerettet und kam in ein Krankenhaus in den benachbarten Niederlanden.
Quelle: NWZ vom 18.12.2008
Update vom 19.12.08: Der 20-jährige Mann aus Aurich, der am Mittwoch bei einem Feuer auf einem Fischkutter im Ditzumer Hafen schwer verletzt wurde, schwebt nach Angaben des Schiffeigners nicht mehr in Lebensgefahr. Er ist wegen seiner schweren Verbrennungen von den Ärzten einer Groninger Klinik in ein künstliches Koma versetzt worden.
Binnentanker im Hamburger Hafen leckgeschlagen
Hamburg / DE, 18.12.08 - Ein Binnentanker ist am 18.12. im Hamburger Hafen leckgeschlagen und drohte zu sinken. Das 60 Meter lange Binnenschiff hatte 1000 Tonnen Diesel an Bord. Durch die Beladung war eine Leckage an einer Rumpfseite unter Wasser geraten, der Maschinenraum lief voll. Die Feuerwehr pumpte das Wasser aus dem Schiff.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2008
"Endurance" trifft "Ushuaia" am Ende der Welt
Update vom 18.12.08
Punta Arenas, Región de Magallanes y de la Antártica Chilena / Chile, 18.12.08 - Das 330 Kilometer westlich von Punta Arenas auf der Fahrt nach Valparaiso am 16.12. leckgeschlagene britische Eisforschungsschiff "Endurance" lag am 18.12. vor Anker am westlichen Zugang der Magellanstraße und wartete auf den Schlepper "Beagle". Er soll das Schiff auf den Haken nehmen. Am 19.12. wurde es dann in Punta Arenas erwartet. Ein Patroullienflugzeug und ein Hubschrauber wurden bereit gehalten. In Punta Arenas wird HMS "Endurance" auf das Kreuzfahrtschiff "Ushuaia" stoßen, das vor knapp 2 Wochen in der Antarktis auf Grund lief und dort nun repariert werden soll. Sie soll bei den Asmar Naval Works in der kommenden Woche gedockt werden. Vier Abteilungen hatten Schäden erlitten, als sie über Felsen schrammte. Die Reparatur wird auf zwei bis drei Wochen Dauer geschätzt.
Nach der Notmeldung hatten die Schlepper "Pudù" und "Beagle" Kurs auf den Havaristen genommen. Die chilenische Marine schickte die "Casma" und Luftpatroullien sowie einen Dauphin-Helikopter. Das Kreuzfahrtschiff "Norwegian Sun" hatte wieder abdrehen müssen, nachdem ein erkrankter Passagier evakuiert werden musste durch einen chilenischen Hubschrauber. Dass die Situation rasch unter Kontrolle gebracht wurde, war offenbar nicht zuletzt dem intensiven Leckabwehrtraining der Crew in einem Simulator in Portsmouth zu verdanken gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2008
Weitere Aufgabe im Vendée Globe
Indischer Ozean, 18.12.08 - Der französische Segler Yann Elies wird seine 60 Fuß lange Yacht "Generali" aufgeben müssen, nachdem sie am 18.12. so heftig in eine Welle rammte, dass der Mann einen Beinbruch erlitt. Er war gerade auf dem Vorschiff mit einem Segel beschäftigt, als das Boot unvermittelt gestoppt wurde. Der Skipper wurde das jüngste Opfer des Vendée Globe Race. Es gelang ihm noch, ins Boot zu kriechen und sein Team zu kontakten. Sein Boot stand 1,300 Kilometer südlich Australiens im indischen Ozean. Die australischen Rettungsdienste wurden alarmiert und setzten die Fregatte "Arunta" aus Fremantle zur Rettung des Mannes in Marsch. Sie sollte die "Generali" am 21.12. erreichen. Zuvor erwartet den Verletzten, der bewegungsunfähig in der Kajüte liegt, noch ein Schlechtwettergebiet, das auch die Fahrt der Fregatte vermindern könnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2008
Suche nach vermissten Tauchern bei schlechter Sicht abgebrochen
Manila / Philippinen, 18.12.08 - Neuer Einsatz für die philippinische Coast Guard: Das Taucherboot "Maruja" hatte am Morgen des 18.12. Maschinenschaden gemeldet und war auf Drift gegangen. An Bord waren sieben Taucher, die zu einer Tauchexpedition nahe Boracay Island unterwegs waren. Wegen schlechter Sicht wurde die Suche gegen 18 Uhr ergebnislos abgebrochen und sollte am 19.12. wieder aufgenommen werden. An Bord der "Maruja" waren vier Philippinos und drei Spanier, als ihr Boot gegen 6.30 Uhr südöstlich von Sibay Island in Caluyan, Antique, in Schwierigkeiten geriet.
Währenddessen stieg die Anzahl von gefundenen Todesopfern des "Maejan"-Untergangs auf 45.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2008
Update vom 19.12.08: Am 19.12. gelang es den Tauchern, mit Mobiltelefonen wieder Kontakt herzustellen.
Weg frei zur Schaffung des zweitgrößten künstlichen Riffs der Welt
Norfolk, Virginia / USA, 18.12.08 - Am 17.12. ersteigerte die First State Bank of the Florida Keys auf einer Auktion in Virginia die 524 Fuß lange USNS "General Hoyt S. Vandenberg" für 1.35 Millionen Dollar und machte damit den Weg frei, das ausgemusterte Marineschiff zum zweitgrößten künstlichen Riff der Welt nahe Key West zu machen. Die 12-jährigen Vorbereitungen zu seiner Versenkung waren vor einer Woche gestoppt worden, weil Verhandlungen zwischen Bankkonsortium, einer Werft in Virginia und drei Subkontraktoren der Werft über 1,6 Millionen Dollar unbezahlter Rechnungen für Reinigung und Dekontaminierung des Schiffes gescheitert waren.
Der "Vandenberg" drohte daraufhin der Abwracker. Die First State Bank wurde zum Retter in letzter Minute in einer Bieterschlacht gegen den Colonna's Shipyard in Norfolk, wo das Schiff derzeit liegt. Nun ist der Weg frei für die Verschleppung der 524 Fuß langen, 14300 Tonnen großen "Vandenberg" von Virginia nach Key West, wo sie sechs Meilen vor der Küste versenkt werden soll. Die Aktion könnte nun Ende Februar oder Anfang März 2009 stattfinden. Zuvor braucht sie noch die Zustimmung der Küstenwache zur Verschleppung, vor Ort werden dann Öffnungen in den Rumpf geschnitten und andere dichtgesetzt, um die Sicherheit der Taucher zu gewährleisten. Dann beginnen die Vorbereitungen zur Sprengung, die das Schiff auf den Meeresgrund bringen soll. Schließlich wird das Schiff vor vier große Anker gelegt, um die Restarbeeiten auszuführen. Mit der Versenkung wird ein ökonomischer Aufschwung für Key West durch den Tauchtourismus erwartet, durch die die Region aufschließt zu Key Largo, wo die "Spiegel Grove" liegt und Pensacola, wo die "Oriskany" versenkt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2008
Kutter kollidiert mit Matanzas Pass Brücke
Fort Myers Beach, Florida / USA, 17.12.08 - Der 60 Fuß lange Shrimp-Kutter "Eunice Lemay" aus Mobile kollidierte am Nachmittag des 17.12. mit der Matanzas Pass Brücke (auch Fort Myers Beach Bridge genannt). Der Sachschaden blieb gering, als das Schiff, das an der Westseite der Brücke gelegen hatte und auf einen günstigen Wasserstand wartete, versuchte, die Brücke zu passieren. Die Ausleger waren zu hoch aufgestellt, um die Schiffslänge zu verkürzen. Dadurch sollte die Brückenpassage erleichtert werden. Zuvor war der Kutter nach zweifacher Grundberührung durch die Küstenwache untersucht worden. Der nach Abschluss der Überprüfung zu hohe Wasserstand führte dann zur Kollision mit deer Unterseite des Bauwerks. Der Verkehr auf der Brücke wurde für eine Stunde gesperrt, bis Coast Guard und das Lee County Sheriff’s Office den Schaden untersucht hatten.
Am 3.12. hatte ein 80 Fuß langer Kutter bereits Grundberührung im Matanzas Pass Kanal gehabt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2008
Dänemark: Frachter "Mirabelle" flottgemacht
Update vom 17.12.08
Svendborg, Insel Fünen / Dänemark, 18.12.08 - Der Frachter "Mirabelle", der westlich von Svenborg wegen eines Navigationsfehlers gestrandet war, konnte in der Nacht zum 18.12. vom Hafenschlepper "Ronja" vom Mosegrund abgebracht werden. Das Schiff wurde in den Hafen von Svendborg geschleppt und dort von Tauchern untersucht. Zuvor war ein Teil der Holzladung geleichtert worden. Wenn die Schifffahrtsbehörden es freigeben, kann es seine Reise zu einer Papierfabrik im schwedischen Mönsterås fortsetzen. Die 11-köpfige Crew, ein norwegischer Kapitän und 10 Osteuropäer, waren unversehrt geblieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2008
Frachter rammte Leuchtfeuerbaustelle auf Gelbsand
Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 18.12.08 - Die neue Richtfeuerlinie, die derzeit auf dem Gelbsand als Ersatz für die Leuchttürme Groden und Altenbruch gebaut wird, wurde am Abend des 16.12. vom holländischen Containerschiff "Freya" (IMO-Nr. 9219874, ex Frederika, ex Dalsland) gerammt. Das Bauwerk zwischen den Tonnen 22 und 24 gehört zum künftigen Unterfeuer der Richtfeuerlinie Gelbsand, die derzeit von der Firma Ludwig Voss im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamtes Cuxhaven querab der Einfahrt zum Neuwerk-Fahrwasser aufgebaut wird.
Das Schiff erlitt einen Riss im Wulstbug. Es war auf dem Weg von Hamburg nach Oslo, als es um 22.18 Uhr auflief. Der Havarist, dessen Vorpiek durch den Riss im Wulstbug voll Wasser gelaufen war, wurde zunächst auf Neuwerk-Reede beordert, wo der Schaden gestern von Sachverständigen und der Seeberufsgenossenschaft in Augenschein genommen wurde. Das Schiff wird für die Reparatur Hamburg anlaufen.
Zur Schadensfeststellung am Leuchtfeuerfundament müssen nun Taucher das Fund gestern Nachmittag (17.12.) noch nicht klar. Das Containerfeederschiff ist häufiger auf der Elbe unterwegs und fuhr ohne Lotsen. es gehört der niederländischen Reederei Teamlines, ist 117,90 Meter lang, 18 Meter breit und ist mit 5067 BRZ vermessen. Es wurde 2000 als "Frederika" von der Hamburger Sietas-Werft erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2008
Kutter vor Dänemark gekentert
Insel Møn / Dänemark, 18.12.08 - Am 17.12. kenterte um 14.34 Uhr ein Kutter in der Hjelm Bugt im Fahrwasser südlich von der Insel Møn. Andere Kutter, die das Unglück bemerkt hatten, funkten Mayday. Der Skipper, die einzige Person an Bord, wurde vom Boot der Rettungsstation Klintholm aus dem Wasser geborgen. Er wurde anschließend mit einem Helikopter nach Roskilde geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2008
Weiterer Wassereinbruch auf "Endurance"
Update vom 17.12.08
Punta Arenas, Región de Magallanes y de la Antártica Chilena / Chile, 18.12.08 - Das britische Forschungsschiff HMS "Endurance" lag nach Angaben der chilenischen Marine am 17.12. sicher in der Magellanstraße vor Anker. An Bord waren noch 128 Personen. Die Flutung des Maschinenraums hat zu einem Ausfall des Antriebs geführt. Am Morgen des 17.12. kam es zu einem weiteren Wassereinbruch. Die "Endurance" soll nun von dem Schlepper "Beagle" nach Punta Arenas geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2008
Rettungsschiff wird eingeschleppt
Update vom 17.12.08
Caluya Town, Antique Provinz / Philippinen, 18.12.08 - Die phillipinische Coast Guard hielt am 17.12. nach dem Untergang der "Maria Lourdes", 639.25 BRZ (IMO-Nr. 7911181), drei Meilen vor Sibay Island Ausschau nach möglichen Ölverschmutzungen. Das 1979 bei Mayon in Tabaco erbaute, 49,10 Meter lange Schiff war am Vortag nach Maschinenausfall gekentert und Stunden später gesunken. Die 19 Geretteten wurden nach Caluya gebracht.
Am Morgen des 17.12. war die "Davao del Norte", deren Maschine bei der Rettungsaktion für die 20-köpfige Frachtercrew ausgefallen war und mit der die Kommunikation zeitweilig abbrach, von einem Chopper der Küstenwache mehrere Meilen vor Sibay Island nahe dem Touristenrestor Boracay gesichtet und sichergestellt, dass alle 13 Mann wohlauf waren. Die Crew hatte über Mobiltelefone ihre Position durchgegeben. Nach der Sichtung verließ die Besatzung das Schiff. Die "BRP 3504" (208 gt) wird nun durch die "Superferry 9" in den Hafen von Iloilo geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2008
Sturm ließ Boote in Port Angeles stranden
Port Angeles, Clallam County, Bundesstaat Washington / USA, 17.12.08 - In einem Sturm strandete die 46 Fuß lange Yacht "Esther Marie" gemeinsam mit zwei weiteren Booten am 14.12. nahe Hollywood Beach. Das Boot kam auf Felsen unterhalb des Red Lion Hotel zu liegen. Der Eigner konnte noch nicht sagen, wie eine Bergung vonstatten gehen soll. Das Boot nach Port Angeles abzuschleppen, würde rund 4600 Dollar kosten, Geld, das er nicht hat. Ein Motorboot, das nahe der Rayonier Inc. Mühle strandete, wurde bereits am 15.12. geborgen. Ein 36 Fuß langes Powerboot trieb unterhalb der Oak Street an.
Der Eigner der "Esther Marie", Skipper Zimmerman aus Sequim, der Teile seiner Kindheit auf der Yacht verbrachte, hatte zeitweilig im Yachthafen von Port Angeles gelegen, blieb aber mit Liegeplatzgebühren im Rückstand. Das Boot war vom Vater des Skippers vor über 30 Jahren in Anchorage, Alaska, erbaut worden und kam dann nach San Diego. Seit 22 Jahren ist es in Port Angeles, wo Zimmerman jahrelang mit seiner Frau darauf wohnte, bis das Boot zu klein für die nunmehr sechsköpfige Familie wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2008
Bulk Carrier "Weser Stahl" auf der Außenweser auf Grund gelaufen
Update vom 16.12.08
Bremerhaven, Land Bremen / DE, 17.12.08 - Am 16.12. kam das von Bremen in Ballast kommende 192 Meter lange, unter der Flagge von Zypern fahrende Bulk Carrier "Weser Stahl" (IMO-Nr. 9186687, 28.564 BRZ, Baujahr: 1999) gegen 04.40 Uhr in der Außenweser im Bereich der Weser-Fahrwassertonne 25 an der westlichen Seite, außerhalb des Fahrwassers, fest. Ziel der Reise war der Hafen von Rotterdam. An Bord befinden sich 27 Mann Besatzung, ausschließlich indischer Nationalität.
Vermutlicher Grund für das Festkommen war ein Maschinenausfall des Schiffes. Dadurch verlor es seine Manövrierfähigkeit und das Auflaufen war nicht mehr zu verhindern. Personen wurden nicht verletzt. Öl- und andere Betriebsstoffe sind nicht ausgelaufen, so dass auch keine Gefahr für die Umwelt besteht. Die "Weser Stahl" lag auf Wattboden fest. Ein erster Versuch gegen 06.00 Uhr, das Schiff mit Hilfe zweier Schlepper freizuziehen, misslang. Gegen 10.40 Uhr kam der Frachter aus eigener Kraft frei und lief mit eigener Maschinenkraft Richtung Bremerhaven.
Auf Anordnung der zuständigen Schiffssicherheitsbehörde musste das Schiff zunächst Kurs auf Bremerhaven nehmen, damit Untersuchungen am Schiffsboden und weiterer sicherheitsrelevanter Bauteile des Schiffes vorgenommen werden können. Das für die Verkehrssicherheit zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Bremerhaven wies den Schiffsführer des Frachters an, einen Schlepper zur Begleitung zu ordern. Daneben beteiligten sich auch Schiffe des WSA an den Begleit- und Sicherungsmaßnahmen. Das Polizeiküstenboot "Bremen 3" der Polizei Bremen, Inspektion Bremerhaven, begleitete den Havaristen nach Bremerhaven und führte entsprechende Verkehrssicherungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der Revierzentrale des Wasser- und Schifffahrtsamt in Bremerhaven durch. Die Besatzung des Polizeiküstenbootes nahm daneben auch weitere Ermittlungen zum genauen Unfallhergang vor. Nachdem der Bulk Carrier (Massengutfrachter) "Weser Stahl" gegen 13.00 Uhr in Bremerhaven festmachte, wurden die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei fortgeführt. Das Havariekommando in Cuxhaven war informiert.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 17.12.2008
Update vom 18.12.08: Der Bulk Carrier "Weser Stahl" ist nach einer Inspektion in Bremerhaven wieder ausgelaufen und ist bereits im Hafen von Rotterdam angekommen.
Philippinen: Frachter gesunken - Rettungsschiff in Not
Caluya Town, Antique Provinz / Philippinen, 17.12.08 - Am Abend des 16.12. sank vor der Küste von Antique in Western Visayas der philippinische Frachter "Maria Lourdes" (IMO-Nr. 7911181, Baujahr 1979). Das Schiff hatte um 16.30 Uhr Notrufe gesendet, nachdem in schwerer See die Steuerbordmaschine ausgefallen war. Gegen 21 Uhr ging es vor Caluya Island unter. Die Küstenwache schickte die "Davao del Norte" zum Havaristen, die zu der Zeit an dem Wrack der "Princess of the Stars" in Romblon gelegen hatte, sowie die "Batangas (SARV-004)"und die "Habagat" (TB-271).. 19 Mann wurden gerettet und sollten nach Caluya Island gebracht werden, der Chefingenieur kam ums Leben. Auch seine Leiche wurde geborgen. Die "Ma. Lourdes" der Candano Shipping war am 13.12. um 22 Uhr aus Iligan City mit Kurs San Jose in der Antique Provinz ausgelaufen. Sie hatte 22000 Säcke Zement geladen.
Im Rahmen der Rettungsaktion kam es zu einer weiteren Havarie: Zur "Davao del Norte - SARV-3504" brach der Kontakt am 17.12. gegen 7.10 Uhr ab, als sie neun Meilen südwestlich von Sibay Island nahe Semirara stand. Eine Suchaktion wurde gestartet. Gegen 11 Uhr wurde sie mit Maschinenschaden lokalisiert, die 22 Menschen an Bord waren in guter Verfassung. Sie wurden abgeborgen und zum Caticlan Airport in Aklan geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2008
Nun 44 Opfer des "Maejan"-Untergangs gefunden
Update vom 15.12.08
Calayan Islands, Provinz Cagayan / Philippinen, 17.12.08 - Nachdem 17 Leichen am 17.12. in einer Entfernung von bis zu 20 Meilen vom Wrack der "Maejan" an der Küste der nördlichen Cagayan Provinz antrieben, stieg die Bilanz des Untergangs der philippinischen Fähre am 14.12. auf nunmehr 44 Tote. Neun Menschen wurden noch vermisst. Einige der Opfer konnten nicht mehr identifiziert werden. Die Suche sollte bei weiterhin widrigen Wetterbedingungen fortgesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2008
Einstige "Karen Danielsen" diesmal im Svendborgsund verunglückt
Svendborg, Insel Fünen / Dänemark, 17.12.08 - Am Abend des 16.12. gegen 17.30 Uhr strandete beim Auslaufen aus Svendborg der 89 Meter lange maltesische Frachter "Mirabelle", (IMO-Nr. 8500070), 3120 BRZ, am Ausgang des Svendborgsundes. Das Schiff hatte eine Ladung Holz mit Bestimmung Schweden an Bord, als es eine halbe Stunde nach Auslaufen auf dem Mosegrund vor Vindeby festkam. Nach Tagesanbruch sollten Bergungsarbeiten anlaufen und der unter Arrest gestellte Frachter anschließend in Svendborg untersucht werden. Das Gewässerschutzschiff "Marie Miljø" begab sich nach der Havarie an die Unglücksstelle.
Das Schiff ist als Unglücksrabe in dänischen Gewässern kein Unbekanntes: Als "Karen Danielsen" machte es Schlagzeilen im Jahr 2005, als es am 3.3. die Große-Belt-Brücke in der Ostsee rammte. Der Rudergänger kam dabei ums Leben, vier Besatzungsmitglieder wurden zum Teil schwer verletzt. In die 1998 eingeweihte Brücke wurde ein fünf Meter großes Loch gerissen. Der stark beschädigte Frachter hatte sich nach der Kollision brennend unter der Brücke verkeilt, konnte aber relativ schnell von den Schleppern "Egil" und "Etis" freigeschleppt werden.
Zuletzt war der Frachter in Dänemark aktenkundig geworden, als stürmischer Wind ihn am 10.11. im Hafen von Køge losgerissen hatte und er quer durch den alten Hafen von Køge getrieben war, ehe er vor einer Tankerpier gestoppt wurde.
Das 88 Meter lange Schiff war 1985 bei der Sietas-Werft Hamburg auf deutsche Rechnung erbaut und als ""Esperanza" abgeliefert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2008
Keine Rettung für "Aurora"
Update vom 16.12.08
Imperial Beach, San Diego County, Kalifornien / USA, 17.12.08 - Keine Rettung für die Sloop "Aurora". Zwei Tage nach der Strandung lag das Boot in Stücken im Sand des Imperial Beach. Versuche, es in einem Stück an Land zu ziehen, waren gescheitert. Deswegen wurde am 16.12. fieberhaft daran gearbeitet, die Wrackteile des 42 Fuß langen Einmasters zu bergen, ehe sie von der Brandung davon getragen würden. Das Boot war in der Nacht zum 14.12. gestrandet, die beiden Personen an Bord sprangen über Bord und konnten von Rettern wohlbehalten aus dem Wasser gezogen werden. Die Yacht machte in den folgenden Stunden immer mehr Wasser und sank mit dem Bug ab, sodass die Bergung an der Masse eingedrungenen Wassers und Sandes scheiterte, die das Boot zu schwer machten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2008
10 Mann nach Wassereinbruch von HMS "Endurance" abgeborgen
Punta Arenas, Región de Magallanes y de la Antártica Chilena / Chile, 17.12.08 - Im Maschinenraum des Forschungsschiffes "Endurance" der britischen Marine gab es vor der Küste Chiles in der östlichen Mündung der Magellanstraße am 16.12. einen Wassereinbruch, der zu einem Ausfall des Antriebs führte. 10 Passagiere, Angehörige eines Filmteams, wurden von einem Puma-Helikopter der chilenischen Marine vorsorglich abgeborgen und zum Leuchtturm Felix geflogen. Eine Person wurde leicht verletzt. Der chilenische Schlepper "Padu" und ein Helikopter nahmen Kurs auf die treibende "Endurance", die nach Punta Arenas gebracht werden sollte. Auch das Kreuzfahrtschiff "Norwegian Sun" änderte Kurs auf den Havaristen, um im Bedarfsfall den 122 an Bord verbliebenen Personen beistehen zu können. Es gelang unterdessen, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, das Schiff lag sicher vor Anker. Die in Portsmouth stationierte "Endurance" ist während sieben Monaten des Jahres auf Patrouille in der Antarktis und im Südatlantik.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2008
Frachter saß auf Mellumplate
Bremerhaven, Land Bremen / DE, 16.12.08 - Der 192 Meter lange, zypriotische Frachter "Weser Stahl", 28.564 BRZ (IMO-Nr. 9186687), lief kam am 16.12. gegen 4:15 Uhr bei Mellum auf Grund. Gegen 12 Uhr kam wieder Bewegung ins Schiff, und knapp zwei Stunden darauf machte es an der Columbuspier in Bremerhaven fest. Das 1998 erbaute Schiff wird von der Hamburger Schulte-Gruppe gemanagt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2008
"Libertas" wieder frei
Update vom 16.12.08
Corona del Mar, Orange County, Kalifornien, 16.12.08 - Am 16.12. gelang es, die auf dem Strand von Inspiration Point angetriebene, 30 Fuß lange Yacht "Libertas" freizuschleppen. Zuvor hatte der Eigner das Boot bereits fast aufgegeben, weil die Bergungskosten den Wert des Bootes überstiegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2008
Wohnschiff in Rom gesprengt
Rom / Italien, 15.12.08 - In der italienischen Hauptstadt Rom musste vor der Engelsburg (Castel Sant' Angelo) am 15.12. ein Schiff teilweise gesprengt werden, das sich an den Pfeilern der Tiberbrücke Sant'Angelo verkeilt hatte. Der Tiber führt nach schweren Regenfällen Hochwasser, dessen Strömung dazu führte, dass sich Schiffe und Hausboote von den Ufern losrissen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.12.2008
Frachter "Sarmat 1" beschädigt nach Baku eingeschleppt
Update vom 16.12.08
Baku / Aserbaidschan, 16.12.08 - Entgegen vorherigen Berichten ist der Frachter "Sarmat 1" nicht gesunken, sondern mittlerweile nach Baku eingeschleppt worden. Er wird nun von den Grenzbehörden untersucht. Bis dahin musste die 11-köpfige Crew der mit 1750 Tonnen Stahl- und Holzprodukten beladenen "Sarmat-1" das Schiff nicht verlassen. Die "Vadim Seyidov" hatte das vom Untergang bedrohte Schiff gerettet. Es soll nun auf einer noch nicht benannten Werft repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Aus für Yachten im Vendée Globe
Port-aux-Français / Kerguelen-Archipel, 16.12.08 - Die Vendée-Globe-Yacht "Cheminées Poujoulats" konnte schwer beschädigt freigeschleppt werden, nachdem die Yacht bei der nächtlichen Ankunft im Hafen Portes de Francais, Kerguelen, auf Grund gelaufen war. Am Morgen des 16.12. gelang es, das Schiff frei zu bekommen. An der Operation, die rund drei Stunden in Anspruch nahm, waren ein Lastwagen, das Versorgungsschiff "Marion Dufresne" und ein Team von Tauchern beteiligt. Segeln kann die "Cheminées Poujoulats" allerdings nicht mehr. Zwar sind Rigg und Kiel relativ gut davongekommen, aber die Backbord-Seite des Rumpfes ist aufgerissen, und das Schiff war voll Wasser gelaufen. Auf den Kerguelen gibt es keine Werft, die diese Schäden fachgemäß reparieren kann. Die Hoffnung ruhte darauf, das Boot auf die "Marion Dufresne" laden zu können, die die Kerguelen am 17.12. verlässt.
Probleme meldet auch der bisherige Spitzenreiter Jean Pierre Dick, dessen "Paprec-Virbac 2" mit einem unbekannten treibenden Objekt, möglicherweise auch einem Wal, kollidierte. Dabei wurde das leeseitige Ruder beschädigt, der Skipper musste die Segelfläche drastisch verkleinern, um manövrierfähig zu bleiben. Es sollte eine Reparatur mit Bordmitteln versucht wreden.
Das Aus kam auch für den britischen Extremsegler Golding: Eine 55-Knoten-Bö legte seine Yacht "Ecover 3" aufs Ohr, wobei der Mast komplett abrasiert wurde – nicht einmal ein Stummel blieb an Deck stehen. Golding schnitt das Rigg frei, der Schiffsrumpf bliebso von größeren Schäden verschont. Den Baum konnte Golding retten, die Segel gingen verloren. Die "Ecover 3" stand rund 940 Meilen südwestlich von Perth und Adelaide. Auch mit einem Notrigg könnte sie lediglich raumschots vorwärts bewegt werden. Golding war bereits im Vendée Globe 2001 entmastet worden.
Aufgegeben hat schließlich auch der Franzose Jean-Baptiste Dejeanty auf der "Maisonneuve". Zum einen funktionierten seine Selbststeuerungsanlagen nicht mehr, zum anderen gab es schwerwiegende Probleme mit dem Großfall. Er änderte seinen Kurs Richtung Port Elizabeth in Südafrika, den er trotz reduzierter Geschwindigkeit in spätestens zehn Tagen zu erreichen hoffte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Info: Port-aux-Français ist eine ganzjährig bewohnte Forschungsstation auf den Kerguelen-Archipel und ist eine subantarktische Inselgruppe im südlichen Indischen Ozean. Er liegt etwa 435 km nordwestlich des australischen Außengebiets der Heard und McDonaldinseln. Die Inselgruppe ist Teil des französischen Süd- und Antarktisterritoriums.
Einzigartiges Kanonenbootwrack identifiziert
Saint George’s Harbour / Bermuda (britisches Überseegebiet), 16.12.08 - Archäologen haben herausgefunden, dass auf dem Grund von St. George's Harbour ein Wrack von einzigartiger historischer Signifikanz liegt. Das Team der Meeresarchäologen der East Carolina University meinen, dort HMS "Medway" identifiziert zu haben, die eine touristische Attraktion darstellen würde und unter allen Umständen geschützt werden müsse. Deswegen wurden Pläne zum Bau einer neuen Marina modifiziert, um das Wrack nicht zu beeinträchtigen, das unter Schutz gestellt wurde.
Bei HMS "Medway" oder, die zweite Möglichkeit, HMS "Medina", handelt es sich um ein stähleres britisches Kanonenboot, das im späten 19. Jahrhundert die Darrell's- und Tucker's Islands bewachte, damit dort gehaltene Kriegsgefangene nicht fliehen konnten. HMS "Medway" war ein Boot der 12 Einheiten umfassenden Medina-Klasse und wurde 1876 bei Charles Palmer in Jarrow in Nordostengland erbaut. HMS "Medway" wurde 1904 außer Dienst gestellt und war wahrscheinlich dann noch als Leichter genutzt worden und bis in die 1930er Jahre als Bergungsschiff. Dann sank es an der Marginal Wharf, wurde von der US Navy gehoben und zum Meyer's Slip gebracht, wo sie als Wellenbrecher diente.
Es ist das letzte bekannte Kanonenboot seiner Klasse auf der Welt und befindet sich in erstaunlich gutem Zustand. Die Boote waren mit geringem Tiefgang für Flussfahrt ausgelegt und hatten Antrieb sowohl vorn wie auch achtern. Sie verfügten über eine Dampfmaschine und je drei Barkentinen-geriggte Masten. Das Wrack, bei dem es sich wahrscheinlich um die "Medina" handelt, liegt weniger als 200 Fuß vom Ufer entfernt, Teile von Bug und Heck sind bei Niedrigwasser sichtbar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Drei Yachten auf Hawaii verunglückt
Hawaii / USA, 16.12.08 - Zwei Bootseigner sind derzeit damit beschäftigt, ihre in der vergangenen Woche im Gebiet von Ala Moana verunglückten Boote zu bergen. Die 55 Fuß lange "Manukai" war am 13.12. vor dem Bootshafen von Ala Wai nach Maschinenschaden gekentert.
Bereits am 11.12. zerbrach die 40 Fuß lange Yacht "Sailvation" in schwerer See auf Felsen vor Magic Island. Dabei war Dieselöl in die Lagune gelaufen. Das Boot muss auf den Felsen abgebrochen werden.
Wiederum am 13.12. gegen 22.30 Uhr strandete die 40-50 Fuß lange Yacht "Cosmic California" rund 700 Fuß vor Kapapa'a Island in der Kaneohe Bay. Der Zweimaster war unbemannt. Helikopter der Coast Guard und des Honolulu Fire Department suchten in der Nacht nach der Crew, ein Coast Guard HH-65 Helikopter nahm die Suche am 14.12. wieder auf. Später stellte sich heraus, dass der Eigner bei starkem Regen unversehrt die Küste erreicht hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Drittes Opfer von Baggeruntergang entdeckt
Update vom 24.10.08
Koszalin (früher Köslin), Woiwodschaft Westpommern / Polen, 16.12.08 - Am 12.12. fanden Taucher im Wrack des in der Ostsee gesunkenen Baggerschiffes "Rozgwiazda" eine dritte Leiche. Das Schiff war am 17.10. acht Meilen vor Kolobrzeg (Kolberg) in Nordpolen gesunken, die gesamte fünfköpfige Crew kam ums Leben. Am 16.12. wurde die geborgene Leiche obduziert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Frachter im Kaspischen Meer gesunken
Baku / Aserbaidschan, 16.12.08 - Am 15.12. um 12.21. Uhr Moskauer Zeit geriet im Kaspischen Meer der russische Frachter "Sarmat-1", 2063 tdw (IMO-Nr. 8868056) in Seenot, nachdem in stürmischer See das Schanzkleid abgerissen wurde und es zu einem Wassereinbruch in den Ruderraum kam. Auf 40.54.0 N 50.05.0 O bat das Schiff, dicht unter der aserbaidschanischen Küste treibend, um Assistenz. Das MRCC in Aserbaidschan schickte den Versorger "Vadim Seidov" der Caspneftegazflot Co. Am 16.12. war der Havarist um 00.00 Uhr auf dem Haken und wurde nach Baku abgeschleppt, wo er gegen acht Uhr erwartet wurde. Das Wetter machte indes einen Strich durch die Rechnung: Der Wind hatte Geschwindigkeiten von 22 Metern/Sekunde und baute Seen von vier Metern Höhe auf. 30 Meilen vom Hafen Dyubendi entfernt kenterte der Frachter.
Die "Sarmat-1" war auf dem Weg vom russischen Astrakhan nach Enzeli im Iran. Sie hatte eine Ladung von 1750 Tonnen Stahl und Holz. Die 11-köpfige Crew blieb unversehrt. Der 1986 erbaute Frachter gehört der CSC Navigator Rostov-on-Don.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Japanischer Zerstörer in Kollision verwickelt
Yokosuka, Präfektur Kanagawa / Japan, 16.12.08 - Der 159 Meter lange japanische Zerstörer "Shirane" (DDH-143) kollidierte am 15.12. gegen 8.30 Uhr beim Auslaufen aus dem Marinehafen Yokosuka südlich von Tokio mit dem Arbeitsboot "Honeimaru Nr. 6" mit 2 Mann an Bord. Bei dem Unglück rund 2 Kilometer vor dem Hafen blieb das gerammte Boot schwimmfähig, Menschen kamen nicht zu Schaden.
Zuletzt hatte im Februar der japanische Zerstörer "Atago" einen Thunfisch-Kutter im Pazifik in zwei Teile zerrissen, wobei zwei Fischer ums Leben kamen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Drei Seeleute möglicherweise mit ihrem Schiff versunken
Update vom 15.12.08
Limassol / Zypern, 16.12.08 - Die Suche nach den drei Vermissten des unter moldavischer Flagge registrierten Frachters "Farouk M" (IMO-Nr. 7036577), 1285 BRZ, dauerte auch zwei Tage nach dem Untergang an. Das 78 Meter lange Schiff war am Morgen des 14.12. vor Limassol gesunken. An der Rettungsaktion sind Polizeihubschrauber sowie Fahrzeuge von Marine und Polizei beteiligt. Der Frachter hatte am 12.12. den ägyptischen Hafen Alexandria mit Kurs Latakia verlassen. Am 14.12. um 7.30 funkte es von einer Position 115 Meilen südlich von Limassol SOS. Das Signal wurde über Satellit in Zypern aufgefangen. Ein Hubschrauber stieg wenige Stunden darauf auf, konnte aber nach Erreichen der angegebenen Position gegen 11 Uhr nur noch einen Ölfleck in der See ausmachen. Zwei Stunden später drehte er ohne weitere Sichtungen ab.
Die "Thiseas" der Hafenpolizei wurde am Nachmittag aus Limassol ins Unglücksgebiet geschickt. Gegen 18 Uhr entdeckte sie 99 Meilen südlich von Limassol eine Rettungsinsel. Darin befanden sich sieben ägyptische Seeleute. Sie wurden an Land transportiert und in einem Hotel in Limassol untergebracht. Sie sagten nach ihrer Rettung aus, die vermissten drei Seeleute nicht in einem Rettungsmittel gesehen zu haben, sodass sie sich möglicherweise beim Untergang der "Farouk M" noch an Bord befanden und mit dem Schiff versanken. Die Suche mit Patroullienbooten soll so lange fortgesetzt werden, bis jede Überlebenschance ausgeschlossen werden kann.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Feuer auf Bulkcarrier gelöscht
Update vom 15.12.08
Vilagarcía de Arousa, Provinz Pontevedra, Region Galicien / Spanien, 16.12.08 - Das Feuer, das am frühen Morgen des 15.12. auf dem zypriotischen Bulkcarrier "Doxa", 16158 BRZ (IMO-Nr.: 8029167), der vor Vilagarcia de Arosa ankerte, ausgebrochen war, konnte im Laufe des Tages gelöscht werden. Die Aufbauten wurden bei dem Brand zerstört, das Schiff hatte leichte Steuerbordschlagseite. In einem Laderaum wurde die Leiche des vermissten Seemanns gefunden. 20 Mann hatten gerettet werden können. Am Havaristen waren die spanischen Rettungsschiffe "Don Inda", "Maria Pita" und "Sebastian de Ocambo" sowie die beiden Hafenschlepper "Doctor Pintado" und "Pau da Luz" im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Frachter "Crete Cement" 27 Tage nach Havarie im Hafen
Update vom 15.12.08
Holmestrand, Provinz Vestfold / Norwegen, 15.12.08 - Nach rund einem Monat endete fürs erste die Reise der "Crete Cement", die im Oslofjord eine ungeplante Unterbrechung in der Bucht von Fagerstrand erfahren hatte. Nachdem das Schiff dort am 19.11. auf Grund gesetzt worden war, machte es nach rund achtstündiger Schleppreise am 15.12. um 16.05 am Kai von Holmestrand fest. Die Verschleppung war ohne Zwischenfälle verlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Sturm treibt Yacht "Libertas" am Strand
Corona del Mar, Orange County, Kalifornien, 15.12.08 - Die 30 Fuß lange Yacht "Libertas" riss sich vor Corona Del Mar am 15.12. bei starkem Wind von ihrem Anker los und trieb auf den Strand. Die Hafenpolizei von Orange County war gegen 10.30 Uhr im Einsatz wegen eines Wasser machenden Bootes. Während der Bergungsaktion für das Boot wurde die "Libertas" auf ihrer Steuerbordseite am Strand liegend entdeckt. Der Sturm hatte bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 Meilen 12 Fuß hohe Seen aufgebaut. Am 16.12. sollte der Schaden am Boot und dessen Bergungsmöglichkeit untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Gute Hoffnung auf Bergung der "Aurora"
Update vom 15.12.08
Imperial Beach, San Diego County, Kalifornien / USA, 15.12.08 - Am Morgen des 15.12. blockierte schweres Bergungsgerät die Descanso Avenue nahe des Seacoast Drive in Imperial Beach. Ein Bergungsunternehmen und Küstenretter waren mit den Vorbereitungen zur Bergung der 42 Fuß langen "Aurora" beschäftigt, die dort am 14.12. gegen drei Uhr morgens gestrandet war. Die Sloop lag nahe der Imperial Beach Pier auf Sandgrund, wobei der Kiel festsaß und das Boot selbst noch in den Wellen arbeitete, was die Hoffnung auf ein Flottmachen mit der Flut um 10.20 Uhr erhöhte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Schnelle Hilfe für brennendes Hausboot
Wallasea Island, Rochford, Grafschaft Essex, England / UK, 14.12.08 - Am 14.12. brach auf dem 62 Fuß langen Hausboot "Dudley Thomas" gegen 11.15 Uhr ein Feuer aus. Das Boot lag in der Essex Marina auf Wallasea Island. Fünf Löschfahrzeuge und das Löschboot aus Burnham kamen zu Hilfe. Sie setzten Sägen ein, um das hinter hölzernen Wandverkleidungen wütende Feuer zu löschen. Mit Wärmebildkameras wurde untersucht, ob sich der Brand ausgebreitet hatte. Wegen der schnellen Alarmierung der Feuerwehr durch die Bootsbewohner konnte aber der Schaden begrenzt werden. Offenbar war es durch die Hitze des Ofens entfacht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.12.2008
Binnenschifffahrt: Matrose ertrunken, Leiche gefunden
Duisburg-Walsum, Nordrhein-Westfalen / DE, 15.12.08 - Am 14.12., gegen 11:40 Uhr, entdeckten zwei Angler bei Voerde-Ork die Leiche des am Freitag (12.12.) ertrunkenen Matrosen. Der Leichnam trieb in Ufernähe im Rhein.
Der 32jährige Matrose war bei Rhein km 791, Duisburg Walsum, auf dem Weg zum Vorschiff von den Ladeluken zunächst ins Gangbord und dann ins Wasser gefallen. Ein weiterer Matrose bekam ihn nicht mehr zu fassen, da er schnell im Wasser versank. Der Schiffsführer leitete ein Notmanöver ein und bat über den Schiffsfunk die in der Nähe befindlichen Schiffe zur Mithilfe auf. Die gemeinsame Suche, auch Wasserschutzpolizei, Feuerlöschboot und ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera waren dabei, blieb leider ohne Erfolg. Der Matrose trug bei dem Unfall keine Rettungsweste.
Der mit 1900t Kohle beladene niederländische Frachter setzte inzwischen seine Reise fort.
Quelle: WSP NRW vom 15.12.2008
Nun 28 Tote bei philippinischem Fährunglück
Update vom 15.12.08
Calayan Islands, Provinz Cagayan / Philippinen, 15.12.08 - Die Opferzahl beim Untergang der philippinischen Fähre "Maejan" stieg im Laufe des 15.12. auf 28. 34 Personen wurden noch vermisst. 46 konnten sich retten, nachdem das Schiff an der Küste von Ballesteros gekentert war. Das Holzwrack lag derweil kieloben in der Brandung nahe des Ortes. Das Schiff war am 14.12. um 20.30 Uhr nur 300 Meter vom Anleger in Pallok entfernt gekentert, nachdem der Versuch, einzulaufen, in schwerer See gescheitert war. Taucher von Marine und Küstenwache halfen bei der Bergung der Opfer. Unter den Toten waren auch der Schiffseigner und seine Tochter. Bisher wurden 11 Tote identifiziert. Der Kapitän war noch nicht vernehmungsfähig.
Die 28,05 Tonnen große "Majean" war 21 Meter lang, drei Meter breit und hatte 1,8 Meter Tiefgang. Sie war zugelassen für 40 Passagiere und 10 Mann Crew.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Suche nach vermissten Seeleuten im Mittelmeer fortgesetzt
Update vom 15.12.08
Kairo / Ägypten, 15.12.08 - Die Suche nach den drei Ägyptern, die nach dem Untergang ihres Frachters 115 Meilen südlich von Zypern vermisst wurden, dauerte am 15.12. an. Ein zypriotischer Helikopter war bereits am 14.12. gerufen worden, nachdem Notrufe des Frachters aufgefangen worden waren. Er barg sieben Seeleute aus einer Rettungsinsel. Das unter moldavischer Flagge registrierte Schiff war in schwerer See mit einer Ladung von Keramik auf dem Weg von Ägypten nach Syrien, nachdem 20 Container sich verschoben hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Kanalhavaristen werden in Wewelsfleth und Brunsbüttel repariert
Update vom 12.12.08
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 15.12.08 - Nach der Kollision der "RMS Saimaa" und "Nordic Diana" auf dem Nord-Ostsee-Kanal haben nun die Reparaturarbeiten begonnen. Am 14.12. zogen die Schlepper "Hans" und "Helmut" die "RMS Saimaa" zur Wewelsflether Peterswerft. Der Schlepp durfte nur mit dem Heck voraus erfolgen, weil ein neuerlicher Wassereinbruch andernfalls befürchtet wurde.
Die "Nordic Diana" verholte derweil zum Südkai in Brunsbüttel, wo Stellagen am Bug errichtet wurden, um eine Reparatur vor Ort zu ermöglichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
14 Schiffbrüchige nach zweitägiger Drift gerettet
Batam Island, Provinz Riau Kepulauan / Indonesien, 11.12.08 - Am 10.12. rettete der unter Singapur-Flagge laufende Tanker "Summer Spirit" 14 Mann des gesunkenen indonesischen Frachters "Mega Permai". Er war am 8.12. vor Bintan untergegangen. Am 11.12. wurden die Geretteten von dem Marineschiff "Cucut" aufgenommen. Sie wurden zur medizinischen Betreuung ins Batam Hospital gebracht.
Die "Mega Permai" war mit Nachrungsmitteln unterwegs von Kalimantan nach Tanjungpinang, Sumatra, als sie sank. Die indonesische Marine hatte nach dem Untergang eine Suche mit einem Helikopter und eine Kriegsschiff gestartet, die aber durch schwere See erschwert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Ägyptischer Frachter im Mittelmeer gesunken
Kairo / Ägypten, 15.12.08 - Nach dem Untergang eines ägyptischen Frachters wurden am Morgen des 15.12. drei Mann der Crew noch vermisst. Das Schiff kenterte vor der Küste Zyperns, etwa 150 Seemeilen vor dem zypriotischen Hafen Limassol, in schwerer See. Sieben Mann wurden gerettet, nach drei Ägyptern wurde noch gesucht. Das Schiff gehörte der Moro Company und war unterwegs vom nordägyptischen Hafen Alexandria nach Latakia in Syrien.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Ein Toter bei Frachterbrand
Vilagarcía de Arousa, Provinz Pontevedra, Region Galicien / Spanien, 15.12.08 - Der 172 Meter lange zypriotische Bulkcarrier "Doxa", (IMO-Nr. 802916700) geriet am Morgen des 15.12. gegen drei Uhr im spanischen Hafen Villagarcia de Arosa in Brand. Das Schiff ankerte bei Ria de Arosa, als im Brückenhaus das Feuer ausbrach. Die Rettungsschiffe "Maria Pita" und "Salvamar Sargadelos" kamen zu Hilfe. 21 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, ein Mann kam ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Frachter "Crete Cement" verließ Fagerstrand
Update vom 12.12.08
Fagerstrand, Oslofjorden, Fylke (Provinz) Akershus / Norwegen, 15.12.08 - Am Morgen des 15.12. um 7.45 Uhr verließ der Frachter "Crete Cement" nach fast einem Monat die Bucht von Fagerstrand, wo er am 19.11. sinkend auf Grund gesetzt worden war. SMIT Salvage wurde beauftragt, das Wrack nach Holmestrand zu ziehen, wo die zu einem Betonblock erstarrte Zementladung aus dem Laderaum entfernt werden soll. Am örtlichen Kai wurde der Schleppzug sechs Stunden nach Beginn der Aktion erwartet. Der Schlepper "Belos" hatte während der Passage des Oslofjords Vertreter der Küstenwache an Bord. Auch das Küstenwachschiff "Nornen" war vor Ort und folgte dem Schleppzug gemeinsam mit dem Rettungsboot "Odd Fellow 2". Ein Helikopter überwachte die Aktion aus der Luft. Währenddessen gingen die Küstenwachschiffe "Oljevern 03", "Gyltingen" und "Hortensjenta" an der Strandungsstelle daran, diese aufzuklaren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Deutscher Tanker saß 12 Stunden auf der Seine fest
Rouen, Départements Seine-Maritime, Region Haute-Normandie / Frankreich, 15.12.08 - Am Vormittag des 14.12. lief gegen 11 Uhr der 177,75 Meter lange deutsche Tanker "Seaturbot", 21353 BRZ, (IMO-Nr. 9204764) in der Seinemündung nahe der Stadt Tancarville auf der Fahrt nach Rouen in Nordwestfrankreich auf Grund. Es hatte eine Ladung von 28000 Kubikmetern Dieselöl an Bord. Drei Schleppern der Reederei Boluda (ex-Abeilles) aus Le Havre gelang es nach 12 Stunden, den in Bremen beheimateten Tanker wieder flottzumachen und an einen nahe gelegenen Liegeplatz zu verholen, wo er untersucht werden sollte. Die übrige Schifffahrt wurde durch die Havarie nicht beeinträchtigt. Die "SEATURBOT" von German Tankers war 2000 von der Kieler Lindenau-Werft erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Motoryacht in Wormer durch Feuer zerstört
Wormer, Provinz North Holland / Niederlande, 15.12.08 - In der Nacht zum 14.12. geriet die Yacht "White Ibis" am Veerdijk in Wormer in Brand und sank in den Morgenstunden. Das Feuer brach gegen zwei Uhr aus. Die Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass das Schiff sank. In einem ersten Angriff war es gelungen, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Doch um ca. 5.15 Uhr schlugen erneut Flammen aus dem Schiff. Nun war das 1970 erbaute Boot nicht mehr zu retten, es legte sich zusehends auf die Seite, obwohl die Feuerwehr überwiegend Schaum eingesetzt hatte, um ein Kentern des Bootes durch Löschwasser zu verhindern, und sank am Kai.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Neuerliches Fährunglück vor Philippinen
Calayan Islands, Provinz Cagayan / Philippinen, 15.12.08 - Mindestens 22 Menschen kamen ums Leben, 34 weitere wurden vermisst, als in den nordöstlichen Philippinen die Inselfähre "Maejan" kenterte. 46 Personen wurden bislang gerettet. Das Schiff war mit mindestens 102 Passagieren an Bord auf dem Weg nach Aparri in der Cagayan Provinz und kurz vor Ende der siebenstündigen Fahrt von den Calayan Islands, als am Abend des 14.12. nahe der Mündung des Cagayan River in rauer See und bei starker Strömung einer der Bambusausleger abbrach. Die Passagiere mussten in die Wellen springen und erreichten, zum Teil an aufgetriebene Wasserkanister und andere Hilfsmittel geklammert, schwimmend den Strand. Hier wurden sie durchgefroren gegen Mitternacht aufgefunden.
Küstenwachschiffe und ein Suchflugzeug begaben sich zur Unglücksstelle. Hohe See behinderte aber die Sucharbeit. Vom Pazifik kam ein Sturm mit 60 Meilen Windgeschwindigkeit auf. Die "Maejan" war um acht Uhr bei gutem Wetter aus Calayan in der Luzon-Straße ausgelaufen und hätte um 16 Uhr ihr Ziel erreichen sollen. Eine halbe Meile davor ereilte sie ihr Schicksal. Die 28 Tonnen große "Maejan" war für 50 Fahrgäste zugelassen. Die meisten Opfer stammten von der Insel Calayan.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Zwei Mann von gestrandeter Yacht gerettet
Imperial Beach, San Diego County, Kalifornien / USA, 15.12.08 - Am Morgen des 14.12. lief gegen 03:30 Uhr die 42 Fuß lange Sloop "Aurora" südlich von Imperial Beach auf Grund. Retter fanden das Boot rund 200 Yards vor der Küste in der Brandung liegen vor. Der Skipper und ein Mitsegler waren noch an Bord. Sie wurden angewiesen, über Bord zu springen, um dann von Rettungsschwimmern empfangen zu werden. Beide wurden unversehrt an Land gebracht. Der Kiel des Bootes war acht bis 10 Fuß tief versandet.
Die Küstenwache kontrollierte die Strandungsstelle auf Umweltschäden. Bei Niedrigwasser sollte das Boot gelenzt und die Stabilität kontrolliert sein, um es in der Nacht mit der Flut zu bergen. Andernfalls sollte es von Land her geräumt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Tanker trieb manövrierunfähig auf Rhein
Bingen am Rhein, Landkreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz / DE, 15.12.08 - Am 13.12. havarierte gegen 5 Uhr ein Binnentanker bei Trechtingshausen (Landkreis Mainz-Bingen) auf dem Rhein. Er befand sich mit einer Ladung von 1200 Tonnen Gasöl auf der Fahrt von Rotterdam nach Frankreich. Im Bereich des Klemensgrunds wurde ein Abfall der Maschinenleistung bemerkt. Das Schiff wurde manövrierunfähig und trieb in Richtung des rechten Ufers. Dort riss es eine rote Fahrwassertonne ab. Die Kette der Tonne verfing sich in der Schiffsschraube. Zwar wurden sofort beide Buganker geworfen, rissen jedoch nacheinander ab, sodass der Tanker hilflos mit der Strömung talwärts driftete.
Der Kapitän eines von dort kommenden Schubverbandes reagierte sofort und ging mit seinem Verband längsseits des Tankers. Es gelang, ihn bis zum Eintreffen von zwei Schleppern auf Position zu halten. Diese nahmen den Havaristen auf den Haken und schleppten ihn nach Bingen ein. Dort wurden Schraube und Ruderanlage von einem Taucher untersucht und die darin verfangene Kette entfernt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Außenbezirk St. Goar suchte in der Zwischenzeit nach den beiden Bugankern. Es gelang, sie im Laufe des Tages zu orten und zu bergen. Bis um 15.30 Uhr war die linksrheinische Fahrwasserseite im Bereich der Unfallstelle gesperrt. Für die durchgehende Schifffahrt bestand bis zu diesem Zeitpunkt ein Überhol- und Begegnungsverbot.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Gestrandeter Zweimaster verlassen aufgefunden
Kapapa Island, Honolulu County, Hawaii / USA, 14.12.08 - 700 Fuß vor der Küste von Kapapa'a Island strandete am 13.12. um 22.30 Uhr der rund 50 Fuß lange Zweimaster "Cosmic California". Das Schiff war bei der Grundberührung leckgeschlagen und wurde, nachdem die Küstenwache durch sein EPIRB-Signal alarmiert wurde, von dieser leer aufgefunden. Ein HH-65 Helikopter der Air Station Barbers Point sowie die Feuerwehr von Hawaii machten sich, zunächst ohne Erfolg, auf die Suche nach der Crew. Am Nachmittag des 14.12. meldeten sich die beiden Vermissten: Sie hatten sich mit einem Kayak gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
iPhone half, gestrandetes Charterschiff zu orten
San Francisco, Kalifornien / USA, 14.12.08 - Der 52 Fuß lange Kabinenkreuzer "Giant Feet" lief am 13.12. gegen 23 Uhr auf den Felsen vor Coyote Point in der San Francisco Bay auf Grund. Zunächst gab die Situation keinen Anlass zu größerer Sorge, doch am Morgen des 14.12. um 3.58 Uhr wurde die Küstenwache durch einen Notruf alarmiert, dass das Schiff leck geschlagen sei. An Bord waren 26 Personen. Da das GPS nicht in Betrieb war, war der Skipper nicht in der Lage, eine Position durchzugeben. Daraufhin wurde das Boot mit einem iPhone geortet, das eine integrierte GPS-Funktion hatte.
Die Coast Guard kam um 4.30 Uhr am Morgen des 14.12. gemeinsam mit drei Booten der Feuerwehren von Foster City, San Mateo County und Menlo Park zu Hilfe. Sie schickte das 41-Fuß-Boot der Station San Francisco, das um 4.50 vor Ort war. Bereits um 4.30 Uhr traf auch ein HH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station San Francisco ein. Wegen der geringen Wassertiefe von nur 1-2 Fuß konnte kein Hilfsschiff an den Havaristen herankommen. Der Hubschrauber warf eine Rettungsinsel ab und winschte einen Rettungsschwimmer ab. Gemeinsam mit einem Schlauchboot der Feuerwehr von Foster City gelang es, alle Gestrandeten in Vierergruppen aufzunehmen und zur Kommandostelle der San Mateo County Feuerwehr an der Coyote Point Marina zu bringen, wo sie medizinisch betreut wurden. Am Nachmittag des 14.12. nahm die Schlagseite der "Giant Feet" zu, während es sich auf den Wellenbrecher legte, bis es mit steigendem Wasser ganz auf die Seite legte. Die Küstenwache kontrollierte die Strandungsstelle auf Spuren von Umweltschäden und arbeitete mit dem Bootseigner an einem Bergungsplan. Das Wrack wurde mit Ölsperren umgeben. Ursache der Strandung war, dass der Skipper nicht wusste, dass die Coyote Point Marina von einem Wellenbrecher umgeben ist, der bei Flut zwei Fuß hoch unter Wasser liegt. Außerdem hielt er ein gelbes Licht für jenes der Oyster Point Marina, seinem eigentlichen Ziel.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Kutter vor Chile gesunken
Santiago de Chile / Chile, 14.12.08 - Der unter Panama-Flagge registrierte, spanische Kutter "Aquiles" sank am Morgen des 12.12. 1100 Meilen vor Iquique, der Hauptstadt von Chiles Nordregion. Nachdem Notrufe beim National Maritime Authority's Search and Rescue Center aufgelaufen waren, wurde das in der Nähe befindliche Fabrikschiff "Tusapesca" kontaktiert, das die Crew rettete und sie nach Callao in Peru brachte. Der Kapitän berichtete, das Schiff habe im Achterschiff Wassereinbruch erlitten, als es von Abfall gereinigt wurde. Ein Orion-Flugzeug der chilenischen Marine überflog die Untergangsstelle, um mögliche Ölverschmutzungen zu kontrollieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2008
Taiwan: Frachter sank vor Keelung
Keelung / Taiwan, 14.12.08 - Der mit Bausand und Kies beladene Frachter "Lienmeng", 1177 BRZ, kenterte am Abend des 14.12. 5,2 Meilen vor Keelung. Sechs der 10 Mann Crew wurden gerettet. Ein Schiff der Coast Guard und ein Helikopter bargen sie aus der See, die Suche nach den Vermissten dauerte an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2008
Vier Segler aus Rettungsinsel geborgen
Wilmington, North Carolina / USA, 13.12.08 - Ein Coast Guard-Helikopter der Air Staion Elizabeth City barg am 12.12. vier Segler aus einer Rettungsinsel 172 Meilen östlich von Wilmington. Die Coast Guard North Carolina erhielt um 9:15 Uhr über VHF die Nachricht, dass die 50 Fuß lange Yacht "Kekoa" leckgeschlagen war. Eine HC-130 Hercules der Air Station Elizabeth City war um 10:53 Uhr an der gemeldeten und über EPIRB erfassbaren Position, an der die Yacht in 20-25 Fuß hohen Seen zerschlagen wurde. Sie blieb vor Ort, bis ein MH-60 Jayhawk-Helikopter eingetroffen war, der die inzwischen in eine Insel gegangenen Schiffbrüchigen aufwinschte und sie ins New Hanover Regional Medical Center in Wilmington flog. Alle Geretteten waren in guter Verfassung. Die Schifffahrt wurde vor dem treibenden Wrack gewarnt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.12.2008
Wrack von Peter dem Großen gefunden
Sankt Petersburg / Russland, 13.12.08 - Taucher haben auf dem Grund des Finnischen Meerbusens ein Schiff gefunden, das vermutlich zur Flottille des russischen Zaren Peter des Großen gehört hatte. Das teilte der Direktor des Projekts "Unterwasser-Erbe Russlands", Sergej Kobyljanski, am 12.12. in St. Petersburg mit. Das Schiff wurde vermutlich 1710 gebaut und ging 1713 bei einem Finnland-Eroberungszug unter, der unmittelbar von Peter I. befehligt wurde. Das Wrack liegt genau an der Stelle, wo die künftige Ostsee-Gaspipeline Nord Stream verlaufen soll. Die Teilnehmer der Expedition beschlossen, das Wrack zu heben und detailliert zu untersuchen. Sie wollten sich an Gazprom mit der Bitte wenden, bei diesen Arbeiten zu helfen. Das Projekt "Unterwasser-Erbe Russlands" war vor sieben Jahren unter der Schirmherrschaft der Baltischen Maritimen Gesellschaft gestartet worden. Darin sind russische Historiker, Taucher und Seefahrer vereint, die sich mit der Unterwasser-Archäologie befassen. Bislang wurden etwas mehr als 200 gesunkene Schiffe von großem historischen Wert gefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.12.2008
Tangtrawler in Seenot
Rørvik, Provinz (Fylke) Nord-Trøndelag / Norwegen, 08.12.08 - In der Nacht zum 8.12. kam das Rettungsboot "Harald V" der dreiköpfigen Crew des 50 Fuß langen, norwegischen Seegrastrawlers "Biotrål" zu Hilfe, der vor Rørvik in Nord-Trøndelag Wassereinbruch erlitten hatte. Das Schiff konnte das Fahrwasser noch mit eigener Kraft verlassen, obwohl das Achterschiff teilweise überflutet war. Die "Harald V" barg die drei Fischer ab, ehe der Havarist gelenzt und in den Hafen geschleppt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.12.2008
Motoryacht sinkt im Rheinhafen Maxau
Karlsruhe, Baden-Württemberg / DE, 12.12.08 - Am 12.12. morgens ist eine acht Meter lange Motoryacht im Hafen Maxau in Karlsruhe aus bislang ungeklärter Ursache gesunken. Den Schaden schätzt die zuständige Wasserschutzpolizei auf rund 40.000 Euro. Die nicht besetzte Yacht war über die Steuerbordseite gekentert. Um das havarierte Boot musste eine Ölsperre gelegt werden. Ein Hafenschlepper richtete die Yacht mit Hilfe eines Krans auf, so dass die Feuerwehr den Treibstoff abpumpen konnte. Anschließend wurde die Yacht angehoben und an Land gesetzt.
Quelle: hitradioohr vom 12.12.2008
Gütermotorschiff "Düsseldorf" wieder flott
Update vom 10.12.08
Winzer, Landkreis Deggendorf, Bayern / DE, 12.12.08 - Am Vormittag des 12.12. begann um 10.30 Uhr die Leichterung des auf der Donau bei Winzer gestrandeten Binnenschiffes "Düsseldorf". Ein Teil der Ladung, 1.464 Tonnen Eisenerz, wurde mit Hilfe eines Schwimmbaggers der Firma Domarin aus Vilshofen auf das Binnenschiff "Hecht", ebenfalls aus Vilshofen, umgeladen. Dadurch schwamm die "Düsseldorf" gegen 12.30 Uhr auf und kam frei. Das Schiff konnte mit nur geringen Beschädigungen die Talfahrt wieder aufnehmen, die Schifffahrt war damit zwischen Deggendorf und Hofkirchen wieder unbehindert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2008
Kutter im Nebel ohne Radar blind - gestrandet
Svelvik, Provinz Vestfold / Norwegen, 10.12.08 - Am 9.12. um 12.18 Uhr lief der 60-Fuß lange norwegische Kutter "Tarzan II" (CS LLCS) südlich von Svelvik im Drammensfjorden auf eine Sandbank. Zuvor hatte das Schiff einen Ausfall der Bordelektrik erlitten. Ohne Radar wurde der Kapitän in dichtem Nebel orientierungslos. Um 13.35 Uhr war das 13,80 Meter lange Rettungsboot "Odd Fellow II" am Havaristen, schleppte ihn frei und eskortierte ihn in den Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2008
Böschungsberührungen auf dem NOK
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 12.12.08 - Am 12.12., gegen 09.50 Uhr kam es auf dem Nord-Ostsee-Kanal, Höhe Brunsbütteler Hochbrücke, zu einer Böschungsberührung des west-ost fahrenden 80,10 Meter langen Frachters "RMS Saimaa" (IMO: 9313694, 2.069 gt, Flagge:Antigua & Barbuda). Nach Berührung der Südböschung setzte die "RMS Saimaa" ab, geriet anschließend in die Nordböschung und drehte dann in die entgegengesetzte Fahrtrichtung.
Der entgegenkommende, ost-west fahrende niederländische Frachter "Nordic Diana" (IMO: 9116010, 2774 gt) geriet im Zuge eines eingeleiteten Ausweichmanövers in die Nordböschung.
Von der "RMS Saimaa" wurde Wassereinbruch in den Bugstrahlraum gemeldet. Derzeit liegt der Frachter "RMS Saimaa" am Südkai in Brunsbüttel, der 89,72 Meter lange Frachter "Nordic Diana" an den Bahnhofsdalben.
Zum Zeitpunkt der Kollisionen herrschten Sichtbehinderungen durch Nebel etwa 100 - 200 Meter. Umfangreiche Ermittlungen durch die WSP Brunsbüttel dauern an.
Quelle: Polizeidirektion Itzehoe vom 12.12.2008
Wrack der "Fedra" geschrumpft
Gibraltar, 12.12.08 - Viel Arbeit für den Schwimmkran "Taklift 6" vor Gibraltar. Er war mit der Räumung des gesunkenen Frachters "New Flame" beschäftigt, hob im vergangenen Monat die einstige "Hein Godenwind" und hob nun die vom Wrack des Bulkcarriers "Fedra" abgeschweißten Aufbauten ab, wo sie am 11.12. in den Hafen von Gibraltar zur Verschrottung angekommen ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2008
Käufer für "Princess of the Stars" gefunden
Update vom 11.11.08
Manila / Philippinen, 12.12.08 - Sulpicio Lines Inc., die Eigner der gesunkenen Fähre "Princess of the Stars" haben einen Käufer für das Wrack gefunden, aber noch keinen Berger benannt, der den kieloben liegenden Torso vor Sibuyan Island räumen will. Sulpicio will das Wrack an die Royal Jessan Petromin Resources Inc. veräußern. Sollte bis zum 25.12. kein Berger benannt sein, drohen der Reederei Strafen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2008
Historisches Schoner-Wrack im Lake Ontario entdeckt
Oak Orchard, Orleans County, Bundesstaat New York / USA, 12.12.08 - Zwei Unterwasserforscher haben das Wrack eines 200 Jahre alten Schoners rund 10 Meilen vor Oak Orchard, Orleans County entdeckt. Offenbar waren Eisenteile, Anker und selbst die Kajüten von dem Schiff entfernt worden, bevor es sank. Möglicherweise hat es sich von seinen Moorings nahe Toronto während eines Umbaus ca, 1812 losgerissen.
Dass es absichtlich versenkt wurde, galt als unwahrscheinlich, weil es dazu nicht so weit in den See hinausgezogen hätte werden müssen. Das Schiff könnte sich auch im Schlepp befunden haben, als es sich losriss und sank. Das 55 Fuß lange Wrack wurde Anfang September während einer Sonar-Untersuchung des Lake Ontario gefunden. Mit einem ROV wurde es anschließend näher untersucht. Der Name blieb aber bislang unbekannt. Deswegen suchen die beiden Forscher Kennard und Scoville nun nach weiteren Informationen, um die Identität des historischen Wracks zu klären. Schiffe der Bauart des Schoners waren nur für eine kurze Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts auf dem Lake Ontario im Einsatz. Sie hatten einen verlängerbaren Kiel, der für mehr Stabilität sorgen sollte. Im flachen Hafenwasser konnte das sogenannte "Dagger Board" eingezogen werden.
Bislang war kein "Langkieler" auf den Great Lakes gefunden worden. Die beiden Forscher haben bislang über 200 Wracks identifiziert. Im Mai fanden sie den "Heiligen Gral" der Schiffswrackjäger, das Wrack von HMS "Ontario". Das mit 22 Kanonen ausgestattete britische Kriegsschiff war 1780 in einem Sturm im Lake Ontario untergegangen und das älteste je in den Großen Seen gefundene Wrack sowie das letzte britische Kriegsschiff jener Ära, das noch existiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2008
Kollision vor Frankreich
Saint-Gilles-Croix-de-Vie, Département Vendée, Region Pays de la Loire / Frankreich, 11.12.08 - Am 11.12. kollidierte der 89,99 Meter lange irische Frachter "Arklow River", 2999 BRZ (IMO-Nr. 9238404) auf dem Weg von Sables d'Olonne nach Hamburg mit dem französischen Kutter "Joann Jordan" aus Saint-Gilles-Croix-de-Vie. Der Zusammenstoß ereignete sich rund 18 Kilometer nordöstlich der Sables d'Olonne.
Die "Arklow River" stoppte sofort, informierte den Rettungsdienst CROSS d'Etel und schlug eine Assistenz für den Kutter vor. Diese war von dessen Kapitän wegen nur geringer Schäden abgelehnt worden. Die "Arklow River" verblieb vor Ort und erwartete die Polizei. Inzwischen stellte sich heraus, dass die "Joann Jordan" durch ein kleines Leck Wassereinbruch hatte. Sie wurde deshalb von dem Patroullienboot "Iris" sowie zwei anderen Kuttern nach Saint-Gilles-Croix-de-Vie eskortiert. Das Polizeiboot "Vertone" ging derweil bei der "Arklow River" längsseits, die nach dem Abschluss der Untersuchung die Reise nach Hamburg wieder aufnahm.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2008
Heck von "Crete Cement" schwimmfähig
Update vom 09.12.08
Fagerstrand, Oslofjorden, Fylke (Provinz) Akershus / Norwegen, 11.12.08 - Am 12.12. sollte der Frachter "Crete Cement" seinen mehrwöchigen Liegeplatz in der Grisebucht vor Fagerstrand verlassen. Mittlerweile gelang es, das Achterschiff schwimmfähig zu machen. Der Bug des Havaristen saß noch auf den Felsen, sollte aber im Laufe des Tages heruntergezogen werden. Danach sollten Taucher ein weiteres Mal den Rumpf untersuchen, ehe die Schleppreise zu einem Löschplatz für die 5000 Tonnen Zement im Schiffsbauch beginnt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2008
Update vom 12.12.08: Der Frachter "Crete Cement" schwimmt wieder, man wartet jetzt auf die notwendige Genehmigung, um ihn zu einem Löschplatz zu schleppen.
Bolivar-Fähre lief auf Grund
Galveston, Texas / USA, 11.12.08 - Die Coast Guard Galveston war am 11.12. im Einsatz, nachdem die Fähre "Ray Stoker Jr." 60 Yards vom Fähranleger entfernt um 8.30 Uhr auf Grund gelaufen war. An Bord waren 38 Fahrgäste und 20 Pkw auf dem Weg von der Bolivar-Halbinsel nach Galveston Island gewesen. Nach einer Stunde war die Fähre wieder flott. Die Küstenwache verhängte ein Fahrverbot über die "Ray Stoker Jr.", bis sicher gestellt war, dass sie keine Schäden erlitten hatte. Dazu untersuchten Taucher den Rumpf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2008
Anhörung zum "Katmai"-Untergang fortgesetzt
Update vom 07.11.08
Seattle, Bundesstaat Washington / USA, 10.12.08 - Nach einem Leben in der Fischerei vor Alaska und Russland hatte Lloyd Cannon den Einsatz der "Katmai" als letzte Gelegenheit gesehen, mit Fischfang Einnahmen zu erzielen. Die Familie des alternden Fischerei-Tykons aus Edmonds und Gründers der all-Alaskan Seefoods, managte den Einsatz des 93 Fuß langen Trawlers. Sie waren nach dem einstigen Betrieb von 50 Fischereifahrzeugen in der Abwicklung des Fischerei-Business begriffen gewesen, als der Untergang der "Katmai" am 22. Oktober sie traf. Dies erklärte der 78-jährige Cannon in einer weiteren Anhörung zum Unglück vor dem Marine Board of Investigation am 10.12, bei dem 11 Seeleute ums Leben kamen. Der Kapitän des Schiffes hatte versucht, eine gefährliche Inselpassage während eines Sturms zu durchqueren, während andere Schiffe vor dem Sturm Schutz gesucht hatten.
In der Anhörung kam auch ein früheres Besatzungsmitglied zu Worte, das von einer Schwachstelle des Schiffes sprach, wo eine unsachgemäße Reparatur stattgefunden hatte, bei der versucht worden war, Aluminium mit Stahl zu verschweißen. Ein Riss unterhalb der Stelle habe zu eindringendem Wasser in den Fabrikationsbereich geführt.
Auch wurde versucht, herauszufinden, warum eine der Rettungsinseln nicht aufging. Es war nach der Bergung der Insel festgestellt worden, dass eine Karbondioxid-Patrone fehlte, die für die Entfaltung der Insel notwendig gewesen wäre.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2008
Segelschulschiff "Gorch Fock" wieder zurück
Update vom 17.09.08
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 11.12.08 - Überschattet von dem Tod der Kadettin Jenny auf hoher See hat das deutsche Segelschulschiff "Gorch Fock" nach rund 100 Tagen Ausbildungsreise Kurs auf seinen Heimathafen Kiel genommen. Am Donnerstag wurden auf dem Dreimaster letzte Vorbereitungen für die Heimkehr getroffen, um am Freitag in Kiel einzulaufen. Auf der Fahrt (151. Ausbildungsreise) hatte die Bark unter anderem in Portugal und Irland angelegt. Schon zu Beginn der Reise Anfang September war die Offiziersanwärterin Jenny bei einem Unglück 20 Kilometer nördlich von Norderney (4. September) über Bord gegangen und ertrunken. Die Ermittlungen der Kieler Staatsanwaltschaft zum Tod der 18- Jährigen aus dem nordrhein-westfälischen Geilenkirchen dauern an.
Quelle: dpa vom 11.12.2008
Kranschiff saß auf Spundwand fest
Walsoorden, Gemeinde Hulst, Provinz Zeeland / Niederlande, 11.12.08 - Polderman Berging aus Hansweert barg am 10.12. das Kranschiff "Maritiem" von Leenman Maritiem BV. im Veerhaven Perkpolder (nähe Walsoorden) . Es war im Veerhaven (Fährhafen) auf eine Spundwand gelaufen und leck geschlagen. Bei fallendem Wasser saß der Bug auf der Spundwandkante und ragte in die Luft. Der Schlepper "Bravo" lenzte das Schiff, zog es dann von der Spundwand herunter und verholte es zur Klerk Werft in Walsoorden, wo provisorische Reparaturen durchgeführt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2008
Kutterkapitän im letzten Augenblick gerettet
Newport, Isle of Wight, England / UK, 11.12.08 - Ein Hubschrauber der Solent Coastguard konnte in letzter Minute den Skipper des acht Meter langen Kutters "Sea Raider" von der Isle of Wight retten, bevor dessen Schiff sank. Er wurde anschließend ins St. Marys Hospital in Newport auf der Isle of Wight geflogen. Der Fischer hatte am 10.12., um 23.44 Uhr Mayday gefunkt, nachdem sein Schiff wegen Wassereinbruchs zu sinken begonnen hatte. Es befand sich eine Meile vor der Küste mitten im Solent. Die Distanz nach East of Cowes betrug zwei Meilen. Das Cowes RNLI Boot sowie ein Boot aus Gosport und Fareham liefen aus. Der Rettungshubschrauber 104 wurde zum Havaristen geschickt und winschte den Kutterkapitän noch vor Eintreffen der Rettungsboote auf. Die "Colette", die mit der "Sea Raider" auf Fang gewesen war, lief ebenfalls zur Unglücksposition. Den Rettungsbooten blieb nur noch, aufgeschwommene Trümmerteile einzusammeln. Gegen ein Uhr waren sie zurück auf ihren Stationen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2008
Zwei Mann vor Schiffsbrand gerettet
Miami, Florida / USA, 11.12.08 - Am 10.12. geriet die 56 Fuß lange "Lady Francis" gegen 19.45 Uhr zwei Meilen vor Government Cut in Miami in Brand. Das Küstenwachschiff "Chandeleur" kam der zweiköpfigen Crew zu Hilfe, nachdem Notraketen gesichtet worden waren. Die beiden Männer retteten sich durch einen Sprung ins Wasser und wurden sicher an Bord des auf Patrouille befindlichen Schiffes gezogen. Anschließend brachte sie die "Chandeleur" zur medizinischen Betreuung nach Miami. Die Feuerwehr Miami-Dade und Bergungsschiffe liefen zur brennenden "Lady Francis", doch diese sank auf 600 Fuß Wassertiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2008
Untersuchungsbericht: Fischer hätte Untergang überleben können
Alameda, Kalifornien / USA, 11.12.08 - Ein Fischer, dessen Boot 2007 vor Pont Reyes sank, könnte noch am Leben sein, wenn eine umfassende Suchaktion nach ihm stattgefunden hätte. Zu diesem Schluss kommt ein am 10.12. von der Küstenwache publizierter Report des 1th Coast Guard District in Alameda.
Der 28 Fuß lange Kutter "Buona Madre" aus Santa Cruz war am 13.7. vergangenen Jahres in dichtem Nebel mit dem unter Bahamas-Flagge registrierten, 291 Fuß langen Frachter "Eva Danielsen" zusammengestoßen. Diese hatte anschließend dem Coast Guard's Vessel Traffic Service mitgeteilt, dass Radarsignale die Kollision mit einem kleinen Kutter anzeigten. Zwei Küstenwachschiffe liefen daraufhin aus. Doch da die "Eva Danielsen" keine Hinweise auf ein verunglücktes Schiff fand und alle in der Region befindlichen Kutter unversehrt zu sein schienen, wurde 30 Minuten nach der ersten Meldung beschlossen, dass wohl ein Fehlalarm vorlag.
Die "Eva Danielsen" ging wieder auf Nordkurs, und die Küstenwachschiffe brachen den Einsatz eineinhalb Stunden vor Erreichen des Suchgebiets unverrichteter Dinge ab. Am nächsten Morgen wurde die Leiche des Kutterkapitäns mit Schwimmweste in der See treibend entdeckt. Er könnte die Kollision noch sechs Stunden überlebt haben, eine Autopsie ergab, dass er ertrunken war. Der Report fand etliche Faktoren, die zum Tod des Mannes beitrugen. So war die Frachterbrücke nur mit einem Mann besetzt. Der Frachter hatte sein Nebelhorn nicht an. Es gab keine Hinweise, dass der Fischer sein Funkgerät in Betrieb hatte und andere Schiffe über seine Anwesenheit informierte.
Die Entscheidung des Küstenwachkommandos in San Francisco, die Suchschiffe zurück zu rufen, sei falsch gewesen und hätte auf einer höheren Kommandoebene gefällt werden müssen. Zwar wurden vorgeschriebene Checklisten und Routinen im Wesentlichen korrekt abgearbeitet, doch das Resultat sei falsch gewesen. Seither wurden die Vorschriften geändert, um eine Wiederholung zu vermeiden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2008
Mehrere Haftstrafen wegen Kollision der "Hebei Spirit" mit Kranbarge verhängt
Seoul / Südkorea, 10.12.08 - Vor einem Jahr löste der Zusammenstoß des Supertankers "Hebei Spirit" mit einer Kranbarge vor der Küste Südkoreas die schlimmste Ölpest des Landes aus. Jetzt wurde der Kapitän des Tankers in einem Berufungsverfahren verurteilt.
Er und der erste Offizier des Supertankers "Hebei Spirit" wurden am 10.12. zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt Der indische Kapitän muss 18 Monate, der erste Offizier acht Monate ins Gefängnis. Das Gericht befand, dass beide fahrlässig gehandelt hätten und damit mitverantwortlich für den Unfall gewesen seien.
Im Juni waren beide in erster Instanz freigesprochen worden. Der Tankereigner Hebei Spirit Shipping muss ebenso wie die südkoreanische Werft Samsung Heavy Industries, der die Barge gehörte, eine Strafe von 30 Millionen Won zahlen.
Das Kranschiff hatte sich am 7. Dezember 2007 von einem seiner zwei Schlepper losgerissen und drei Löcher in die Außenwand des vor Anker liegenden Tankers gerissen. Mehr als 12.500 Tonnen Rohöl liefen aus. Der Küstenabschnitt südwestlich von Seoul wurde von dem ausgelaufenen Öl auf einer Strecke von 300 Kilometern verschmutzt. Zahlreiche Familien, die von der Fischzucht lebten, wurden ihrer Lebensgrundlage beraubt. Die Hauptschuld für die Kollision liege zwar bei Samsung, doch die Besatzung des Tankers habe nach Auffassung des Gerichts nicht schnell genug die angemessenen Maßnahmen zur Vermeidung des Unglücks getroffen.
Die Schuldsprüche gegen die zwei Schlepperkapitäne wurden bestätigt, deren Haftstrafen jedoch von zuvor drei auf zweieinhalb Jahre beziehungsweise von einem Jahr auf acht Monate verkürzt. Der Kapitän der Kranbarge erhielt eine 18-monatige Freiheitsstrafe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2008
Kutterkollision – ein Wunder, dass niemand zu Schaden kam
Update vom 09.12.08
Harlingen, Provinz Friesland / Niederlande, 10.12.08 - Am Abend des 9.12. ging der Eigner Willem Brands in Harlingen an Bord seines schwer angeschlagenen Trawlers "Hendrik Senior". Nachdem er den entstandenen Schaden in Augenschein genommen hatte, bezeichnete er es als kaum glaublich, dass niemand zu Schaden gekommen sei. Fünf Crewmitglieder waren in den Kojen gewesen, als die "Birka Exporter" in die Steuerbordseite des Schiffes rammte. Die Schäden erstrecken sich vom Bug bis hin zum Ruderraum sowohl ober- als auch unterhalb der Wasserlinie. Am 11.12. sollte der Kutter bei Welgelegen gedockt werden.
Die "Birka Exporter" (IMO Nr: 8820860), die am 9.12. durch die Nordschleuse nach Amsterdam eingelaufen war, wurde am 10.12. bei Shipdock Amsterdam zur Reparatur eingedockt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2008
Rund 40 Menschen vor Kamerun vermisst
Limbe / Kamerun, 10.12.08 - Rund 40 Menschen wurden vermisst, nachdem auf dem Weg von Nigeria nach Gabon am 8.12. ein Fährboot vor Kamerun sank. Sechs Personen, vier aus Burkina Faso und zwei aus Nigeria, wurden von Fischern vor Limbe gerettet und ins Krankenhaus gebracht. Sie hatten sich an eine losgerissene Planke des Bootes geklammert. Insgesamt waren rund 60 Menschen an Bord des motorisierten Holzbootes. Es war am 6.12. aus Lagos mit Kurs Libreville ausgelaufen. Zwischen der Insel Bioko in Equatorial Guinea und Kamerun wurde es in einem Sturm im Golf von Guinea zerschlagen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2008
Feuer auf Kanalfähre schnell gelöscht
Hull, Region Yorkshire and the Humber, England / UK, 09.12.08 - Auf der P&O-Fähre "Pride of Hull", 59925 BRZ (IMO-Nr. 9208629) brach auf dem Weg von Rotterdam nach Hull am 9.12. um 5.30 Uhr ein Feuer aus. An Bord waren mehrere hundert Passagiere. Das Schiff trieb kurzzeitig 80,5 Kilometer vor der englischen Küste. Binnen 15 Minuten konnte der Brand gelöscht werden. Nachdem beide Hauptmaschinen geprüft waren, wurden sie wieder angefahren, und mit nur 20 Minuten Verspätung machte das Schiff um 8.20 Uhr in Hull fest. Die "Pride of Hull" wurde 2001 von Fincantieri abgeliefert. Sie ist 215,1 Meter lang, 31,5 Meter breit und vermag 1360 Passagiere zu fassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2008
Kollision auf Schelde
Rotterdam / Niederlande - Am 5.12. kollidierte der niederländische Produktentanker "Ardea", 2600 BRZ (IMO-Nr. 9190327), mit dem italienischen Autotransporter "Grande Mediterraneo", 18461 BRZ (IMO-Nr.9138393) auf der Schelde. Der Tanker erlitt Schäden im Bugbereich und ging in die Van Brink Werft in Rotterdam zur Reparatur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2008
Tanker saß auf Nord-Ostsee-Kanal fest
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 10.12.08 -
Der 141,65 Meter lange voll beladene britische Tanker "Pascale Knutsen" (IMO Nr: 9070905), 11688 BRZ, lief westwärts fahrend am Vormittag des 10.12. im Nord-Ostsee-Kanal nahe der Kanalfähre Fischerhütte auf Grund. Das Unglück ereignete sich 800 Meter vom Fähranleger entfernt in dichtem Nebel nach Ruderversager. Der 24,43 Meter lange Hamburger Schlepper "Monsun", der hinter dem Tanker gelaufen war, wurde um Assistenz gebeten. Nach einer Stunde hatte er mit seinen 12 Tonnen Pfahlzug den 1993 erbauten Tanker wieder flott und lief nach Brunsbüttel weiter. Hier sollte der Rumpf von Tauchern untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2008
Alle Hände voll zu tun für Deggendorfer Wasserschutzpolizei
Deggendorf, Bayern / DE, 10.12.08 - Am Vormittag des 9.12. kollidierte das knapp 110 Meter lange und 10,5 Meter breite deutsche Binnenschiff "Düsseldorf", 2629 ts (ENI-No. 5501640), auf der Donau bei Irlbach mit einer Fahrwassertonne und zog sie zunächst hinter sich her. Dann kam das Schiff in dichtem Nebel nach Steuerbord vom Kurs ab und lief bei Winzer (Landkreis Deggendorf) auf eine Kiesbank. Es war mit 1646 Tonnen Eisenerz auf dem Weg von Rotterdam nach Linz. Schuld an der Havarie war ein Fahrfehler. Die "Düsseldorf" setzte bei fallendem Wasserstand mit der gesamten Steuerbordseite auf der Untiefe auf.
Der Kapitän, der sich nach eigener Auskunft auf seiner letzten Fahrt vor seiner Rente befand, versuchte vergeblich, aus eigener Kraft freizukommen. Wann und wie die Bergung des Schiffes ablaufen soll, war noch nicht bekannt. Wasser- und Schifffahrtsamt sowie die Wasserschutzpolizei Deggendorf waren vor Ort und peilten die Lage.
Die "Düsseldorf" wurde 1994 bei der Arminiuswerft in Bodenwerder für die R. Lange GmbH & Co KG in Berlin erbaut und gehört derzeit der B. Dettmer Reederei GmbH & Co. KG in Bremen.
Am Nachmittag desselben Tages funkte der belgische Kapitän des Binnenschiffes "Aquality" (ENI-Nr. 02326705) auf der Fahrt Donau abwärts kurz vor Deggendorf um Hilfe. Der 26-Jährige hatte erhebliche gesundheitliche Probleme und musste sein Schiff mit laufender Maschine notdürftig festmachen. Dann brach er auf der Brücke zusammen. Ein Lotse war kurz zuvor von Bord gegangen. Sanitäter versorgten den Mann, während das Polizeiboot "WSP 14" die "Aquality" zu einer besser zugänglichen Anlegestelle bugsierte, wo der Mann in die Obhut eines Notarztes übergeben wurde. Er kam nach der Erstversorgung ins Klinikum Deggendorf. Die Wasserschutzpolizisten fuhren zur "Aquality" zurück, machten das beladene Schiff ordnungsgemäß fest und stellten die Maschine ab. Das 70 Meter lange Schiff gehört Y. Helsen in Brugge. Es wurde 1964 als "Rocca Porrena"bei Langerbrugge in Gent auf belgische Rechnung erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2008
Notarzt setzte mit Rettungsinsel über
Update vom 05.12.08
Ostseebad Laboe; Kreis Plön, Schleswig-Holstein / DE, 05.12.08 - Vermutlich zu hohe Geschwindigkeit war Schuld an dem Unfall eines Zodiacs am 4.12. in Laboe. Die Wucht des Aufpralls auf die steinerne Außenmole war so heftig gewesen, dass der Bug des Bootes über die Mole hinausragte. Das mit einem 250-PS-Motor ausgerüstete Boot eines Laboer Yachtservice war gegen 23.30 Uhr von der Hörn in Kiel kommend auf die Laboer Hafeneinfahrt zugelaufen. Dass es auf die Mole der Baltic Bay Marina raste, blieb an Land unbemerkt. Der Eigner des Bootes, Inhaber eines Laboer Yachtservice, starb noch am Unfallort. Die beiden Mitfahrer wurden schwer verletzt. Einer von ihnen konnte um 23.39 Uhr mit Mobiltelefon Rettungskräfte alarmieren. Zwar war rasch die "Steppke", das Tochterboot des Laboer Rettungskreuzers "Berlin", vor Ort, gefolgt vom Polizeiboot "Brunswik", dem Rettungsboot "Bottsand" und dem Zollboot "Rendsburg". Doch Unfallopfer wie Boot waren auf den Schüttsteinen der Schutzmole im Dunkeln vom Wasser wie vom Lande her schwer zu erreichen.
Den rettenden Einfall hatte die Crew des Zollboots "Rendsburg". Sie ließ eine Rettungsinsel zu Wasser, auf der sich ein Notarzt zu der Unfallstelle treiben lassen konnte. Alle Reanimierungsversuche des tödlich Verletzten blieben jedoch erfolglos. Die beiden Schwerverletzten wurden dem Rettungsdienst übergeben. Das Boot wurde zur kriminaltechnischen Untersuchung beschlagnahmt. Die Lage des Bootes ließ bereits die Vermutung zu, dass die auf der Förde zulässige Geschwindigkeit von zehn Knoten überschritten wurde. Routinemäßig wurde auch auf Blutalkohol geprüft.
Der Havarist ist ein Festrumpfschlauchboot, auch Rigid Inflatable Boat (RIB) genannt, und etwa zwei Tonnen schwer. Es erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 55 Knoten. In die Ermittlung der Ursache wurde auch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in Hamburg eingeschaltet.
Bei den Ermittlern wurden derweil Erinnerungen an den 19. Juni 1994 wach. Damals starben bei der nächtlichen Kollision des Rennbootes "Bacardi Feeling" mit der Tonne 18 vor Heikendorf auf der Kieler Förde zwei Männer.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.12.2008
Bergung der "Crete Cement" unterbrochen
Update vom 05.12.08
Fagerstrand, Oslofjorden, Fylke (Provinz) Akershus / Norwegen, 09.12.08 - Böse Überraschung bei der Bergung des am 19.11. gesunkenen Frachters "Crete Cement" im Oslofjord. Am 9.12. gelang es nicht wie geplant, den Schiffsrumpf parallel zum Anheben des Wracks zu lenzen. Taucher machten sich auf die Suche nach der Ursache des beständigen Wassernachflusses. Sie fanden heraus, dass durch entstandene Schäden am Schiffsboden, aus dem Bugstrahlruderraum durch einen Tunnel, der den Schiffsbauch durchzieht, Wasser in den Maschinenraum nachlief. Nun muss erst der Bugstrahlruderraum von dem Tunnel abgeschottet werden. Die Hebung wurde deswegen unterbrochen und soll am 10.12. fortgesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2008
Retter über 12 Stunden für Kutter im Einsatz
Update vom 08.12.08
Harlingen, Provinz Friesland / Niederlande, 09.12.08 - Gegen 19 Uhr des 8.12. endete ein langer Rettungseinsatz für den Kutter "Hendrik Senior" im Hafen von Harlingen. Begonnen hatte der Tag für die Retter um 6.45 Uhr, als die Meldung von der Kollision des Schiffes mit der "Birka Exporter" herein kam. Die Vlieländer "Graaf van Bylandt" war um 8.10 Uhr erstes Boot vor Ort, gefolgt von der "Arie Visser" sowie dem Kutter "LT 60 Wilhelmina" und dem Schlepper "Tempest". Rettungsmänner gingen mit Pumpen auf den schwer angeschlagenen Kutter, doch wegen der erheblichen Schäden erwies es sich als schwierig, die Pumpen so anzusetzen, das sie ihre volle Kapazität entfalten konnten. Als die Situation unter Kontrolle schien, wurde die "Tempest" entlassen. Am demolierten Ruderhaus wurden einige Reparaturen durchgeführt, und der Kutter nahm Kurs auf Texel, wo ein Reparaturplatz an einer Werft reserviert war.
Doch durch den hohen Seegang nahm das Schiff wieder mehr Wasser über, und nachdem die Pumpen ausfielen, drang Wasser durchs Kabelgatt in den Maschinenraum ein. Dadurch wurde ein Maschinenausfall verursacht. Die "Arie Visser" eilte zu dem Notfallschlepper "Waker" , der derweil den Frachter, der ein 3x6 Meter großes Loch im Bug hatte, nach Amsterdam eskortierte. Dort wurden weitere Pumpen abgeholt, und um 13 Uhr war das Rettungsboot zurück. Dann wurde die "Graaf van Bylandt" nach Vlieland entlassen. Die Entscheidung, wegen günstigerer Seebedingungen Harlingen statt Texel anzulaufen, schien sich als richtig zu erweisen, bis Stortemelk, das Fahrwasser nach Harlingen zwischen Vlieland und Terschelling, erreicht war. Hier fiel die Maschine des Kutters ein weiteres Mal aus. Binnen einer Stunde konnte das Problem gelöst werden, und die zurück gerufene "Graaf van Bylandt" eskortierte den Kutter den Rest des Weges in den Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2008
Ladung von Taifunopfer wird versteigert
Yangon (Rangun) / Myanmar (Birma), 09.12.08 - Die staatliche Myanmar Five Star Line, will 3000 Tonnen Holz aus der Ladung der "Cosmic Leader" auktionieren. Der Frachter der japanischen Eastern Car Liners war im Taifun Nargis im Mai nahe Haigyigyun Island gestrandet. Im Oktober wurde das Schiff aufgegeben. Angebote werden bis zum 12.12. entgegen genommen. Der Bieter mit dem höchsten Gebot kann das Holz dann mit eigenen Mitteln bergen. Myanmar hat bislang 32 von 40 in dem Taifun gesunkenen Schiffe geborgen. Die Arbeiten an den verbliebenen acht Wracks sollen bis Jahresende abgeschlossen werden. Der Zyklon Nargis zog vom 02. bis 03.05.08 über Ayeyawaddy, Yangon, Bago, Mon und Kayin hinweg.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2008
"Ushuaia" nach vier Tagen flott gemacht
Update vom 05.12.08
Wilhelmina-Bucht, Antarktis, 09.12.08 - Im zweiten Versuch lief in der Nacht zum 8.12. das Wasser an der Strandungsstelle des Kreuzfahrers "Ushuaia" hoch genug auf, dass der 58,30 Meter lange chilenische Marine-Schlepper ATF-67 "Lautaro" gegen vier Uhr Ortszeit anschleppte und ihn um 5.45 Uhr von den Felsen ziehen konnte. Während der Bergungsarbeiten befanden sich die Passgierschiffe "Ocean Nova" und "Polar Star" in der Nähe für den Fall, dass weitere Assistenz vonnöten gewesen wäre.
Ein erster Abschleppversuch am 7.12. war fehlgeschlagen. Vor der Bergung waren nachmittags 120 Kubikmeter Dieselöl in Lagertanks an Bord der "Lautaro" geleichtert und 100 Kubikmeter Wasser aus den Frischwassertanks abgepumpt worden. Nach der Bergung nahm die "Ushuaia" mit eigener Kraft, aber unter Eskorte der "Lautrao", Kurs auf die Paradise Bay. Während des Transits wurde kein Ölverlust wahrgenommen. Im Schutz der Bucht sollten weitere Untersuchungen durchgeführt werden.
Die "Ushuaia" war am 4.12. auf 64¼35.5' S 062 ¼25' W am Eingang der Wilhelmina Bay nahe Cape Anna mit 82 Passagieren und 42 Mann Besatzung auf Grund gelaufen. Dabei waren die Dieseltanks 4 an Steuerbord und 5 mittschiffs aufgerissen worden. Am 5.12. wurden die Passagiere mit Zodiacs an Bord der AP 41 "Aquiles"(Achilles) der chilenischen Marine gebracht. Am 6.12. wurden sie mit einer Hercules-Maschine nach Ushuaia geflogen. Nach einem Besuch im Feuerland-Nationalpark traten sie inzwischen ihre Heimreise an. Ein anderer Kreuzfahrer, die "Antarctic Dream", hatte derweil standby gemacht.
Die unter Panama-Flagge registrierte "Ushuaia" ist das einstige Forschungsschiff "Malcolm Baldridge" der NOAA. Es war von American Shipbuilding in Toledo, Ohio, 1978 erbaut und 1996 außer Dienst gestellt worden. Seit 2003 operiert sie von Ushuaia aus in der Antarktis. Sie ist 84,73 Meter lang und mit 2932 Tonnen vermessen. Nach Aufzeichnungen von Lloyds List hatte das Schiff bereits 2005 in Kanada eine Strandung. Die letzte Hafenstaatenkontrolle zeigte mehrere Mängel in Sicherheits- und Umweltbelangen. Laut Equasis wurden bei einer Inspektion 2005 in St John’s sechs Probleme im Zusammenhang mit dem International Safety
Management Code, Rettungsrichtlinien und dem Anhang 1 der Maritime Pollution Convention festgestellt. Bei einer Inspektion in Hampton Roads 2001, als das Schiff noch "Malcolm Baldrige" hieß, gab es fünf Mängelberichte, in einem Fall die strukturelle Sicherheit betreffend.
Die Strandungen der "Ushuaia" bildet das bislang letzte Glied einer Kette von Havarien in der ökologisch sensiblen, aber zunehmend von Passagierschiffen befahrenen Antarktis:
Am 30.12.2007 trieb das Hurtigruten-Schiff "Fram" nach Maschinenausfall gegen einen Eisberg.
Am 24.11.2007. sank das Kreuzfahrtschiff "Explorer" vor King George Island, South Shetland Islands, nach Kollision mit einem Eisberg. An Bord waren 210 Kubikmeter Öl und Schadstoffe.
Am 31.1.2007 lief die "Nordkapp" bei Deception Island auf Grund und verlor etwas Öl.
Am 15.11.2006 strandete die "Luybov Orlova" vor Deception Island, Erst 15 Stunden später funkte sie Notrufe. Die Bergung glückte schließlich binnen drei Stunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2008
Betrunkener Kapitän setzte Kutter auf Grund
Rostock-Warnemünde, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 08.12.08 - Am 06.12. um 00.18 Uhr lief nördlich von Darßer-Ort der dänische Fischkutter "Austria" auf Grund. Der Fischkutter konnte unbeschädigt und aus eigener Kraft freikommen. Beamte des vor Ort befindlichen Küstenwachschiffes der Bundespolizeiinspektion See Warnemünde, "BP 21 Bredstedt", leiteten erste Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr ein. Eine an Bord des Fischkutters durchgeführte Atemalkoholprobe beim Kapitän ergab einen Wert von 1,62 Promille. Durch die Beamten wurde ein vorläufiges Fahrverbot ausgesprochen und eine durch die zuständige Staatsanwaltschaft angeordnete Sicherheitsleistung erhoben. Der in Thyborön beheimatete Kutter musste einstweilen in Rostock festmachen..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2008
Angeschlagener Kutter nach Harlingen umdirigiert
Update vom 08.12.08
Insel Vlieland, Provinz Friesland / Niederlande, 08.12.08 - Nach Abflauen des Windes nahm der auf 53.26.5 N, 004.31.8 O gut 20 Meilen nordwestlich von Vlieland mit dem unter britische Flagge laufenden Kutter "Hendrik Senior" (LT 62, IMO- Nr. 9038543) kollidierte Frachter "Birka Exporter" im Laufe des 8.12. Kurs auf Ijmuiden. Am Abend wurde es in Amsterdam erwartet. Dabei wurde das am Bug erheblich beschädigte Schiff vom Küstenwachschlepper "Waker" eskortiert. Bei 6 Bf aus Südwest und Wellenhöhen bis drei Meter hatte der Bug zuvor vorsorglich aus dem Wind gedreht werden müssen.
Das widrige Wetter führte auch zu einer Umplanung bei der "Hendrik Senior - LT 62", 428 BRZ. Das Schiff nahm Kurs auf Harlingen, wobei es von einem anderen Kutter sowie einem Rettungsboot eskortiert wurde. Der Kutter machte Wasser in Lade- und Maschinenraum, konnte aber mithilfe zusätzlicher Lenzpumpen der Rettungsboote "Arie Visser" und "Graaf van Bylandt" aus Vlieland und Terschelling schwimmfähig gehalten werden. Auch die Schlepper "Hurricane" und "Tempest" von Noordgat waren vor Ort. Der Steuerbordbug war bei dem Zusammenstoß stark zerstört worden, auch das Ruderhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Die "Hendrik Senior" (LT 62), ist 40 Meter lang und wurde 1991 erbaut. Der ehemalige Colner Trawler "St.Martin" war 2003 an VOF Brands in Urk gegangen und in "Hendrik Senior" umbenannt, wobei Manager die Colne Shipping Co Ltd. blieb. Der Trawler hat jetzt Harlingen als Heimatbasis.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2008
Frachter rammte Kutter vor Holland
Insel Vlieland, Provinz Friesland / Niederlande, 08.12.08 - Am 08.12 um 06:30 Uhr kollidierte nordwestlich von Vlieland vor der holländischen Küste der finnische RoRo-Frachter "Birka Exporter" (IMO-Nrr. 8820860) 6620 BRZ, mit dem holländischen Kutter "Hendrik Senior - LT 62, 428 BRZ. Der 40 Meter lange Kutter aus Harlingen schlug im Maschinenraumbereich leck und musste mithilfe von Lenzpumpen der holländischen Rettungsboote "Arie Visser" und "Graaf van Bylandt" aus Vlieland und Terschelling über Wasser gehalten werden. Auch die Schlepper "Hurrican" und "Tempest" von Noordgat liefen zur Unglücksstelle auf 53.26.5 N & 004.31.8 O. Der Trawler sollte nach Abschluss der Sicherungsarbeiten Texel anlaufen. Der Frachter erlitt Schäden am Bug und änderte seinen Kurs daraufhin vom Zielhafen Antwerpen nach Amsterdam, wo er repariert werden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2008
Feuer auf russischer Fregatte fordert ein Todesopfer
Baltijsk (früher Pillau), Oblast Kaliningrad / Russland, 08.12.08 - Bei einem Brand an Bord eines russischen Kriegsschiffes ist ein Besatzungsmitglied getötet worden. Der Brand auf der Fregatte "Neukrotimy – 731" brach in dem Ostseehafen Baltijsk aus. Das Feuer wurde schnell gelöscht. Bei einer Besichtigung der Räume der Fregatte wurde die Leiche eines Offiziers gefunden. Die "Neukrotimy" wurde auf die Ausmusterung aus dem Bestand der Baltischen Flotte vorbereitet und hatte keine Waffen mehr an Bord.
Sie wurde schon 2005 einmal schwer beschädigt. Bei dem Vorfall explodierte Übungsmunition an Bord. Der Maschinenraum wurde drei Meter weit aufgerissen und geflutet, das Schiff drohte daraufhin in St. Petersburg am Vorabend des Marinefeiertags auf der Neva zu sinken. Die Krivak-2-Fregatte "Neukrotimy" war 1978 erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2008
Barge nach drei Wochen von Rottumer Plate geborgen
Update vom 26.11.08
Rottumerplaat, (unbewohnte westfriesische Insel), Provinz Groningen / Niederlande, 08.12.08 - Am 7.12. um 2 Uhr nachts gelang es mit der Flut, die unter Hondouras-Flagge registrierte 135 Meter lange und 42 Meter breite Barge "Stema Barge II" (12641 BRZ), die sich am 16.11. vom Schlepper "Hellas", 606 BRZ (IMO Nr. 7419690) der Gigilinis Salvage & Towage losgerissen hatte und auf der Rottumer Plate gestrandet war, zu bergen. Zuvor war von der bei Flut inzwischen bereits teilweise überspülten Barge ein Teil der Ladung von 24000 Tonnen Basaltsteinen durch die "Multrabarge 2" geleichtert worden. Danach waren die Schlepper "Watergeus", "Uran", "Sea Bravo", "Fairplay 30", "Leendert Muller" in der Lage, die Barge vom Sand zu ziehen. Während sie kontinuierlich gelenzt wurde, wurde sie im Laufe des Tages nach Eemshaven eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2008
Dänischer Containerfrachter bei Piratenangriff beschädigt
Dänemark, 08.12.08 - Somalische Piraten haben am 6.12. den Containerfrachter "Maersk Regensburg" (IMO: 9332676) von A.P. Moller-Maersk unter Feuer genommen. Das 147 Meter lange Schiff war unterwegs von Tansania nach Oman, als es mit Maschinengewehren und Granatwerfern angegriffen wurde. Das Schiff erlitt Schäden, konnte aber durch Erhöhung der Fahrt auf 20 Knoten den Piraten entkommen. Das Schiff fährt unter der Flagge von Hong Kong und die 20-köpfige asiatische Mannschaft blieb unverletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2008
Feuertaufe für neuen Küstenwachmann
Wanchese, North Carolina / USA, 08.12.08 - Im Roanoke Channel nahe Wanchese, North Carolina, geriet am 6.12. der 43 Fuß lange Kutter "Reel Nauti" in Brand. Das 21-Fuß-Boot der Küstenwachstation Oregon Inlet war gerade bei einer Übung, in deren Rahmen ein neues Crewmitglied mit dem Gewässer vertraut gemacht werden sollte, als die Rauchentwicklung wahrgenommen wurde. Das Boot war deshalb um 15.56 Uhr, eine Minute, nachdem auch eine Alarmmeldung einging, vor Ort. Die Retter bargen zwei Mann von dem binnen Augenblicken in Flammen stehenden Kutter ab. Ein 47-Fuß-Boot kam hinzu und hielt andere Schiffe auf Distanz. Die "Reel Nauti" brannte völlig aus und sank, wobei Wrackreste zwei bis drei Fuß weit über Wasser blieben. Sobald das Wetter es zulässt, sollten Bergungsarbeiten eingeleitet werden. Bis dahin wurde die Schifffahrt vor dem im Fahrwasser liegenden Wrack gewarnt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2008
Zwei Vermisste bei Untergang eines Frachters
Tripolis / Libyen, 08.12.08 - Beim Untergang des Frachters "Sundus" (IMO: 8203488) der AFA Shipping Ltd. Co. / Türkei, der in einem Sturm in der libyschen Hafenstadt Tripolis am 4.12. sank, werden zwei Georgier vermisst. Ein weiterer Georgier überlebte das Unglück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2008
Gesunkene Yacht in Charleston geborgen
Charleston, South Carolina / USA, 08.12.08 - Die am 27. November nach Kollision mit dem Wellenbrecher in Charleston gesunkene, 63 Fuß lange Yacht "Royta" wurde gehoben und zur Reparatur in den Nordhafen gebracht. Das Wrack war auf 30 Fuß Wassertiefe gesunken, nur ein Teil des 75 Fuß hohen Mastes hatte den Unglücksort gekenntzeichnet. Am 4.12. begannen Charleston Marine Services die Arbeit, das große Boot aus dem Wasser zu bekommen. Große Luftsäcke wurden unter den Rumpf gebracht, sodass Taucher darunter Hebestropps festmachen konnten. Ein auf einer Barge montierter 400-Tonnen-Kran hob die "Royta" dann langsam an, während Schlamm und Wasser gleichzeitig gelenzt wurden. Ein Schlepper zog die Barge mit der am Kran hängenden Yacht dann den Cooper River aufwärts zur Werft der Charleston Marine Services auf dem Gelände der einstigen Charleston Marinebasis. Die Aktion dauerte 18 Stunden. Wenn das Leck in der Yacht geflickt und das Bootsinnere wieder hergerichtet ist, kann sie wieder in Fahrt gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2008
Binnentanker saß auf Schelde fest
Vlissingen, Provinz Zeeland / Niederlande, 07.12.08 - Berger von Multraship aus Terneuzen und der URS Salvage & Maritime Contracting N.V. aus Antwerpen haben am Morgen des 7.12. gegen 8.20 Uhr, eine Stunde vor Hochwassser, das am Vorabend gestrandete, knapp 110 Meter lange Binnentankschiff "Atlantic Transport", 3877 ts, freigeschleppt. Der Tanker war mit 3200 Tonnen Öl am Vorabend gegen 21.30 Uhr auf dem Weg von Rotterdam nach Vlissingen bei Tonne 16 auf der Westerschelde im Everingen-Fahrwasser zwischen Ellewoutsdijk und Vlissingen eineinhalb Stunden nach Hochwasser gestrandet.
Ein erster Bergungsversuch kurz vor Mitternacht scheiterte wegen des rapide fallenden Wasserstandes. Vorsorglich wurde von Rijkswaterstraat das Ölbekämpfungsschiff "Octopus" gerufen. Drei Schlepper begannen gegen ein Uhr mit den Bergungsarbeiten. Als der Tanker wieder auf tiefem Wasser war, durfte er nach Schadensuntersuchungen aus eigener Kraft nach Vlissingen weiter laufen. Offenbar hatte die Crew, bestehend aus dem Kapitän aus Katwijk und dem Rudergänger aus Arnhem, die Orientierung in der Dunkelheit verloren.
Die "Atlantic Transport" der Reederei Atlantic Transport Vof in Geeradsbergen (ENI Nummer: 6002074) war 1974 bei der belgischen Werft Fulton in Ruisbroek, als "Hendrik Johan" erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2008
Hebeschiff bekämpft Feuer auf Kutter
Galveston, Texas / USA, 07.12.08 - Am Morgen des 6.12. brach auf dem Garnelenkutter "Master Ryan", etwa 10 Meilen vor der Küste von Galveston ein Feuer aus. Das Jack-Up-Schiff "A.J. Burios" bekämpfte den Brand mit zwei Löschmonitoren, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Sie wurde im Laufe des Tages durch die "Manowar" abgelöst. Das Hebeschiff hatte den Brand gegen neun Uhr der Coast Guard Houston-Galveston gemeldet. Daraufhin wurden ein MH-65 Dolphin Helikopter, ein 47-Fuß-Boot sowie das Küstenwachschiff "Manowar" in Marsch gesetzt. Wenig später ging die dreiköpfige Crew des Kutters in eine von einem anderen Hubschrauber abgeworfene Rettungsinsel und wurde von der "High Pressure" unversehrt gerettet. Das Küstenwachboot brachte sie nach Galveston. Die See war zum Zeitpunkt des Unglücks ruhig. Der Garnelenkutter "Master Tony" schleppte den Havaristen "Master Ryan" am Samstag Abend zurück nach Galveston.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2008
Feuer auf Fähre vor Malaysia
Kuah, Langkawi Island / Malaysia, 05.12.08 - Die thailändische Passagierfähre "Southern 1" fing vor Penarak, rund fünf Meilen vor der Mole von Kuah, am 4.12. nach Maschinenproblemen Feuer. Der Zwischenfall ereignete sich um 15.45 Uhr. An Bord waren 67 Personen, davon acht Mann Crew. Das Schiff war unterwegs von Satun in Thailand nach Langkawi. Unter den Passagieren befanden sich auch Touristen aus England, Dänemark, der Schweiz, Thailand und Kanada. Der Havarist wurde zur Brandbekämpfung zurück nach Kuah geschleppt und vom malayischen Marine Department den thailändischen Behörden zur Untersuchung übergeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2008
Info: Die Insel Langkawi liegt nördlich der Straße von Malakka in der südlichen Andamanensee, nahe der Grenze zwischen Malaysia und Thailand.
Schräge Party auf Eventschiff
Köln-Rodenkirchen, Nordrhein-Westfalen / DE. 06.12.08 - Eine Ü 30-Party auf dem Kölner Eventschiff "Rhein Roxy" endet in der Nacht zum 6.12. mit einem Feuerwehreinsatz. Durch eine ungewollte Schlagseite gelangen rund 30 Tonnen Wasser in den Schiffsbauch. Mit Lenzpumpen konnte die Feuerwehr Schlimmeres verhindern. Gegen zwei Uhr morgens schoss plötzlich Wasser durch eine Tür im Rumpf des Schiffes. Die Leute 200 Gäste wurden von Bord evakuiert. Wenig später rückte die Feuerwehr am Rodenkirchener Rheinufer an. Als die Retter in den Schiffsbauch geklettert waren, stand das Wasser dort bereits kniehoch. Durch massiven Pumpeneinsatz wurde Schlimmeres verhindert. Offenbar hatten die Partygäste ungewollt zur Schieflage des Rhein Roxy beigetragen. Die meisten der 200 Gäste standen im hinteren Teil des Schiffes. Durch die Krängung war Wasser durch ein Schott eingedrungen.
Erst vor drei Wochen hat das Wasser- und Schifffahrtsamt das Partyboot begutachtet und keine Mängel festgestellt. Eigner Frank Engels will die Tür im Rumpf des Bootes nun höher legen lassen. Dass sein Boot durch eine ungünstige Verteilung der Gäste in Schieflage gerät, hat Engels noch nicht erlebt. Bereits am Abend des 6.12. hat das "Rhein Roxy" wieder seine Pforten für die nächste Party geöffnet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.12.2008
Frachter lief vor Tuvsjyen auf Grund
Tuvsjyen, Provinz Nordland / Norwegen, 06.12.08 - Der 48 Meter lange norwegische Frachter "Nidarø" (Nidaroe, IMO: 6511984, 551gt) lief am Morgen des 6.12. gegen ein Uhr beim Einlaufen nach Tuvsjyen auf dem Saltstraumen auf Grund. Es saß auf Felsen vor Tuvsjyen, das Rettungsboot "Ruth Opsahl" kam zur Assistenz. Der Havarist kam aus eigener Kraft wieder frei und lief nach Tuvsjyen ein. Das Schiff gehört der Frakto AS aus Harstad und wurde 1965 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.12.2008
Fünf Vermisste nach Untergang vor Nordspanien
Update vom 05.12.08
Burela, Region Galicien / Spanien, 06.12.08 - Der 34,50 Meter lange portugiesische Trawler "Rosamar" (L-605-C) sank am 5.12. um 9 Uhr in starkem Sturm 24 Meilen nördlich von San Cibrao. Nachdem das EPIRB sich aktivierte, schickte das MRCC in Finisterre die Rettungshubschrauber "Pesca II" und "Helimer Cantabrico" sowie die Rettungsboote "Salvamar Alioth" und "Salvamar Shaula", das Suchflugzeug "Rosalia de Castro" sowie die Bergungsschlepper "Maria de Maeztu" und "Hermanos Garcia Nodal" ins Unglücksgebiet.
Der Helikopter "Pesca II" barg fünf Überlebende und drei Tote. Die Suche nach den fünf Vermissten dauerte an. Die "Rosamar" ist registriert in Leixoes (nahe Porto) Portugal, opertierte aber von Burela, Spanien aus. Die 13-köpfige Crew kam aus Portugal und Indonesien.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.12.2008
Info: San Cibrao (San Ciprián) liegt etwa 8 km westlich von Burela (Provinz Lugo).
Kollision vor der Meeresenge Dardanellen
Ankara / Türkei, 03.12.08 - Vor der Dardanellen-Straße kollidierte am Abend des 2.12. der ukrainische Frachter "Danapris 2" (IMO-Nr. 8889397, 2360 gt) , der von Russland nach Italien mit einer Ladung Sonnenblumensamen unterwegs war, mit der unter Panama-Flagge laufenden "Emerald 1" (IMO-Nr. 8903052, 2236 gt). Das Unglück ereignete sich nahe Bozcaada Island, rund 12 Meilen vor der türkischen Westküste südlich der Dardanellen. Motorboote der Küstenwache wurden zur Kollisionsstelle gerufen. Beide Havaristen wurden zu sicheren Ankerplätzen geschleppt. Die 12-köpfige Crew der "Danapris-2" und die acht Mann der "Emerald-1" blieben unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.12.2008
Antarktis-Kreuzfahrttouristen gerettet
Update vom 04.12.08
Wilhelmina-Bucht, Antarktis, 05.12.08 - Alle 89 Passagiere des nahe der Antarktis in Seenot geratenen Kreuzfahrtschiffes "Ushuaia" sind am 5.12. von der chilenischen Marine gerettet worden. Darunter befanden sich auch neun deutsche Seereisende. Die Urlauber wurden am frühen Morgen von dem 103 Meter langen chilenischen Marine-Transporter AP 41 "Aquiles" (Achilles) etwa 1300 Kilometer südlich von der argentinischen Hafenstadt Ushuaia auf Feuerland übernommen. Sie wurden zunächst zur chilenischen Antarktisstation "Frei" gebracht, von wo sie anschließend am 6.12. in zwei Gruppen nach Ushuaia / Argentinien ausgeflogen werden sollten.
Die 33 Besatzungsmitglieder der 85 Meter langen "Ushuaia" blieben an Bord. In dem Seegebiet herrschte raues Wetter, aber der Havarist lag sich relativ geschützt vor der Bucht von Guillermina. Die "Ushuaia" hatte am Vortag einen Felsen gerammt. Durch ein Loch in der Bordwand drang Wasser ein, und aus einem 28 Kubikmeter großen Tank floss Treibstoff ins Meer. Da das Loch jedoch nur relativ klein war, bestand zu keinem Augenblick eine unmittelbare Gefahr für die Menschen an Bord. Der Rumpf der "Ushuaia" ist extra für Fahrten im Eismeer verstärkt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
Acht Tote bei Untergang vor Spanien befürchtet
A Coruña, Region Galicien / Spanien, 05.12.08 - Mindestens drei Fischer ertranken am 5.12., als der portugiesische Trawler "Rosamar" (IMO-Nr. 7312426, Baujahr 1973) vor Nordwestspanien in der Nähe von Burela (Provinz Lugo) sank. Wähend fünf Mann der Crew noch vermisst wurden, gelang es, drei Tote aus der See zu bergen. Fünf der insgesamt 13 Portugiesen und Indonesier an Bord wurden lebend geborgen und in die Universitätsklinik in La Coruña gebracht. Die Suche mit Hubschraubern, Schiffen und einem Flugzeug dauerte an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
Piraten aus Seenot gerettet, Boot versenkt
Jemen, 05.12.08 - Die HDMS "Absalon" der dänischen Marine hat am Morgen des 5.12. sieben schiffbrüchige Piraten aus Somalia an die Küstenwache in Jemen ausgeliefert. Die Besatzung rettete die Männer in der Nacht aus Seenot. Sie hatten zuvor acht Tage mit Motorschaden und ohne Nahrung und Trinkwasser im Golf von Aden getrieben. Die dänischen Soldaten versenkten das Boot der Piraten, in dem sie vier Panzerabwehrraketen und AK 47-Gewehre gefunden hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
Info: Die 137,60 Meter lange HDMS "Absalon" (L16) ist das Typschiff der Absalon-Klasse, eines Kommando- und Unterstützungsschiffes der Dänischen Marine.
Bergung der "Crete Cement" läuft an
Update vom 28.11.08
Fagerstrand, Oslofjorden, Fylke (Provinz) Akershus / Norwegen, 05.12.08 - Die Bergung des im Oslofjord gesunkenen Frachters "Crete Cement" soll am 8.12. beginnen. Am 1.12. wurde das Auspumpen aller Tanks abgeschlossen. Das Kranschiff "Uglen" wird zur Hebung des Frachters nach Fagerstrand verlegt. Wenn es anpackt, soll gleichzeitig der Maschinenraum gelenzt werden. Verläuft alles nach Plan, wird die "Crete Cement" am 9.12. wieder schwimmen und dann nach Sjursøya geschleppt, wo die Zementladung gelöscht werden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
Zustimmung zu Versenkung australischen Amphibienbootes
Gold Coast, Queensland / Australien, 05.12.08 - Die Pläne von Mark Salter zur Schaffung eines künstlichen Riffes vor der australischen Gold Coast kommen voran: Der Verteidigungsminister Joel Fitz-Gibbon stellte in Aussicht, dass ein passendes Kriegsschiff 2012 zur Verfügung gestellt werden könne. Es handelt sich um HMAS "Tobruk", ein 1981 erbautes, 126 Meter langes Landungsschiff von über 5000 Tonnen, das in jenem Jahr ersetzt werden soll.
"Sharky" Salter, Besitzer der Queensland Scuba Diving Company, ist seit Jahren bemüht, ein künstliches Riff als Tauchattraktion zu schaffen. Nun soll verstärkt Propaganda für den Plan gemacht werden. Salter selbst steuert 500,000 Dollar bei. Wracktauchen ist ein stetig wachsender Touristmuszweig, und so wird erwartet, dass die Kosten rasch refinanziert werden können.
Allein in den USA wurden 300 künstliche Riffe bislang geschaffen, Kanada versenkte bereits sechs Schiffe und eine Boeing 737 rund um British Columbia. Das größte künstliche Riff der Welt, die einstige USS "Oriskany" vor Florida, generiert monatlich 200000 Dollar an Einnahmen in der Tourismusbranche, in British Columbia handelt es sich um rund 15 Millionen Dollar pro Jahr. In Thailand werden derzeit vor Phuket ausrangierte Militärflugzeuge versenkt, um das größte künstliche Riff des Landes zu schaffen, eine Option, für die Salter auch offen ist. Man müsse nicht nach einem Schiff aufhören. Es könnten Transportflugzeuge und andere Objekte versenkt werden. Surfers Paradise habe die besten Strände, aber bislang keinen Tauchspot.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
Tödlicher Schlauchbootunfall vor Laboe
Ostseebad Laboe; Kreis Plön, Schleswig-Holstein / DE, 05.12.08 - Bei einem Unfall mit einem Schlauchboot kam in Laboe am 4.12. ein Mann ums Leben, zwei weitere wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus. Das Boot war um 23 Uhr gegen eine Steinmole geprallt, der als Wellenbrecher dient. Die Männer waren aus Kiel nach Laboe zurückgekommen und sollten die Verhältnisse vor Laboe eigentlich gut gekannt haben. Bei dem Aufprall auf die Mole wurde der Bootseigner aus dem Boot geschleudert und erlitt tödliche Verletzungen. Die beiden anderen Männer wurden schwer verletzt. Einer von ihnen konnte übers Mobiltelefon um 23.25 Uhr die Polizei verständigen.
Der Rettungseinsatz war schwierig, weil weder die beteiligten Boote von Polizei, Zoll oder Seenotrettungskreuzer an dem Wellenbrecher festmachen konnten. Daraufhin wurde eine Rettungsinsel aufgeblasen, auf der dann der Notarzt zu den Verletzten übersetzte. In dem Fahrtgebiet gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 Knoten. Unter normalen Umständen, so Fachleute, sollte ein Aufprall bei dieser Geschwindigkeit keine tödlichen Folgen haben. Ob die Schlauchbootfahrer sich an die Begrenzung gehalten haben, muss sich im Rahmen der Ermittlungen noch zeigen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
Bulkcarrier "Maystar" nach Bruch der Schlepptrosse gesunken
Update vom 03.12.08
Valletta / Malta, 05.12.08 - Der Bulkcarrier "Maystar" (IMO-Nr. 7406760) sank am 4.12. um 21.55 Uhr 34 Meilen südöstlich von Malta. Das unter kambodschanischer Flagge registrierte, 88 Meter lange Schiff war am 1.12. 26 Meilen vor Malta aufgegeben worden, nachdem es Steuerbordschlagseite entwickelt hatte. Ein Schlepper nahm es am 2.12. mit Kurs Malta auf den Haken. Am Abend hate es eine Position 13 Meilen nordöstlich des Grand Harbour erreicht, doch gab es bis dahin keine Anfrage, maltesische Gewässer anlaufen zu dürfen. Es wurde eine Prüfung eingeleitet, ob es eine Einlaufgenehmigung erhalten könne.
In schwerer See brach aber am 4.12. um 3.30 Uhr die Schlepptrosse, und das verlassene Schiff trieb noch eine Zeitlang halb gesunken 29 Meilen östlich von Delimara. Nach den zwischenzeitlich in Valetta einquartierten indischen Besatzungsmitgliedern erhielten am 4.12. auf die fünf Bangladeshis ihre Flugtickets vom Eigner. Zuvor hatten sie zwei Tage in der Basis des Maritime Squadron der Armed Forces of Malta in Haywharf verbracht. Nur der Kapitän und der 2. Ingenieur waren noch auf Malta.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
"Dana Sirena" kollidierte mit Kaianlage
Esbjerg / Dänemark, 05.12.08 - Die Fähre "Dana Sirena" (IMO-Nr. 9212163), 10500 BRZ, kollidierte am 4.12. beim Einlaufen nach Esbjerg mit einer Kai. Dabei entstand ein Loch im Rumpf. Die Passagiere konnten das Schiff verlassen. Da der Schaden nur geringfügig war, lief die Fähre am Abend wieder nach Harwich aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
Suche nach vermisster Frachtercrew zurückgefahren
Update vom 04.12.08
Marystown, Newfoundland and Labrador / Kanada, 05.12.08 - Die Suche nach der vermissten Crew des französischen Frachters "Cap Blanc" wurde am 4.12. zurückgefahren. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem in 119 Seestunden und 28 Luftstunden 10000 Quadratkilometer durchkämmt worden waren. Es gebe nichts mehr, was man zur Lokalisierung der Vermissten tun könne, hieß es im Rettungszentrum in Halifax. Die SAR-Aktion würde nun zu einem Fall von vermissten Personen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
"Bonanza Express" wieder ab vom Strand
Update vom 04.12.08
Teneriffa, kanarische Insel / Spanien, 04.12.08 - Mit insgesamt 250 Technikern und Helfern ist die auf Grund gelaufene Fähre "Bonanza Express" der Reederei Fred Olsen am 4.12. vom Strand in Los Cristianos gezogen worden. Das Schiff soll in Santa Cruz repariert werden. Die manövrierunfähige Fähre war auf Grund gelaufen, nachdem beide Diesemotoren beim Anlegemanöver ausgefallen waren. Sie hatte zwei Tage lang in der Nähe des Badestrandes in Los Cristianos am Ufer gelegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
Unvorschriftsmäßige Ladungssicherung ließ "Finnbirch" sinken
Stockholm / Sweden, 04.12.08 - Nachlässiges Verlaschen der Ladung verursachte den Untergang der schwedischen 155,99 Meter langen RoRo-Fähre "Finnbirch" am 1.11.2006 im Ostseesturm. Nach einer jetzt abgeschlossenen Untersuchung des schwedischen Accident Investigation Board, SHK, behielt das Schiff seine hohe Geschwindigkeit von 18 Knoten bei, als die Wellengeschwindigkeit ebenfalls 128 Knoten betrug. Deswegen hatte die "Finnbirch" die Wellenkämme relativ lange mittschiffs, was die Stabilität beeinträchtigte. Daraufhin legte sich das Schiff über, nicht in extremem Maße, aber genug, um die nicht sachgemäß gestaute Ladung zum Übergehen zu bringen. Daraufhin entwickelte die Fähre starke Backbordschlagseite. Wie das SHK feststellte, wurden die Vorschiften zur Ladungssicherung nicht eingehalten. Auch hatte der Charterer Finnlines eigene Ladungssicherungsprozeduren. Anomalitäten wurden nicht berichtet, und so war weder Schiffseigner Lindholm Shipping noch das schwedische Maritime
Safety Inspectorate der Abweichungen in dem Handling der Ladungssicherung von den Vorschriften gewahr. SHK kritisierte auch einen Teil der Rettungsarbeiten und riet, die Erfordernisse für die Größe von Überlebensanzügen zu prüfen. Eines der Opfer des Untergangs starb an Unterkühlung, weil sein Überlebensanzug voll Wasser gelaufen war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
Riskante Bergungsarbeiten vor Südafrika
Update vom 11.11.08
Walvis Bay, Region Erongo / Namibia, 04.12.08 - Unter Lebensgefahr sind Taucher damit beschäftigt, Teile des auf dem Vierkantklip in der Walvis Bay gestrandeten Trawlers "Kolmanskop" abzubrechen. Die Arbeiten werden Kosten von vier Millionen Dollar verursachen. Sie begannen vor drei Wochen, als ein Transportsystem vom Wrack zum Strand installiert wurde, das abgetrennte Schiffsteile an Land hieven und Ausrüstung aufs Schiff bringen kann. Zunächst wurde begonnen, alles Holz von Bord zu holen, das dort in Form von Schränken, Tischen und Bettgestellen vorhanden war. Danach sollten die Schweißarbeiten beginnen. Die Aufbauten werden in Stücke von der Größe von Broten zerlegt, weil sie für das Seilzugsystem nur ein begrenztes Gewicht haben dürfen. Deswegen werden die Arbeiten Monate andauern. Das Schiff wird aus Sicherheitsgründen bis zur Niedrigwasserlinie abgewrackt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
Sturm verursachte Schiffschaos auf Bosporus
Istanbul / Türkei, 24.11.08 - Bereits am 22.11. verursachte ein Sturm im Bosporus eine Reihe von Havarien: Der Frachter "Feya" (IMO-Nr. 8214205, ex Kirsten Sobye, Kis Sobye, Poul Sobye, Geornik), der wegen illegalen Treibstoffhandels in der Kette lag, sowie die beiden Tanker "Geylan Bey" (IMO Nr: 5219955) und "Transpetrol 2" (ohne IMO-Nr.) liefen nach Bruch ihrer Trossen vor Harem auf Grund.
Die "Lider Kartal" (IMO-Nr. 8420919) und "Tokyo" (IMO-Nr. 7707425) rissen sich von ihren Ankerketten los und strandeten vor Pendik. Der Schlepper "Söndüren 4", der am Vortag vorsorglich in Tuzla stationiert worden war, wurde unverzüglich zur Strandungsstelle geschickt. Die "Tokyo" kam aus eigener Kraft wieder frei. Die "Lider Kartal" konnte zunächst geborgen werden, ging dann aber erneut auf Drift und wurde von der "Söndüren 4" zum Yildirim Dock geschleppt.
Eine Strandung der "Lider Ceylan" (IMO-Nr. 8410263) und "Caner" (IMO-Nr.: 7628851) konnte mit knapper Not abgewendet werden. Der RoRo-Frachter "Cenk Car" (IMO-Nr. 8611984), der am Haydarpasa Port lag, riss sich los und wurde von der "Kutarma 4" gesichert.
Der türkische Tanker "Kanarya 1" (ohne IMO-Nr.) riss sich vom Anker los und wurde von der "Kutarma" gesichert.
Die Ankerketten des Schleppers "Captain Michalis S" (IMO-Nr. 7127481) verfingen sich in denen der "CGY Svetlana" (IMO-Nr. 7117979), woraufhin die Ketten beider Schiffe brachen. Die "Kutarma 3" nahm die "CGY Smetlana" auf den Haken und verholte sie nach Ahirkapi.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2008
Passagierschiff in der Antarktis in Seenot
Wilhelmina-Bucht, Antarktis, 04.12.08 - In der antarktischen Wilhelmina-Bucht, 186 Kilometer südwestlich von der argentinischen Marambio Militärbasis, ist am 4.12. ein argentinisches Kreuzfahrtschiff mit 122 Menschen an Bord in Seenot geraten. Die unter Panama-Flagge registrierte "Ushuaia" (IMO-Nr. 6901907), 1907 tdw, lief auf Grund, schlug leck und verlor Treibstoff. Es bestand aber keine Gefahr, dass das Schiff, das 89 Passagiere und 33 Mann Crew an Bord hatte, sinkt.
Ein weiteres Passagierschiff, die "Atlantic Dream" eilte zum Havaristen, um vor dem Start von Bergungsarbeiten am 5.12. die Passagiere zu übernehmen. Auch ein chilenisches Kriegsschiff nahm Kurs auf die Strandungsstelle. Taucher sollten den Rumpf der "Ushuaia" untersuchen. Sie war am 30.11. aus dem Hafen der gleichnamigen argentinischen Stadt auf Feuerland zu der Kreuzfahrt durch die Antarktis ausgelaufen.
Die 84,80 Meter lange "Ushuaia" wurde 1970 in den USA als Ozeanographisches Schiff für die Behörde NOAA (National Oceanographic & Atmospheric Administration) erbaut und 2002 zum Antarktis-Kreuzfahrer umgerüstet. Das Schiff der Antarpply Expeditions wird von Ushuaia aus eingesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
Brand auf Baggerschiff in Wewelsfleth
Wewelsfleth, Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein / DE, 04.12.08 - Am 4.12. gegen 10 Uhr brach auf dem 71,95 Meter langen holländischen Baggerschiff "Pieter Hubert" ein Feuer aus. Das 1962 erbaute Schiff lag zu Reparaturarbeiten im Trockendock der Peterswerft Wewelsfleth. Der Brand entstand im Vorschiff durch eine Schweißflamme und erreichte Temperaturen an die 1000 Grad. Die Feuerwehren Wewelsfleth, Brokdorf und Beidenfleth waren mit rund 50 Mann vor Ort. Sie drangen unter Atemschutz in das Schiff vor und bekämpften den Brand mit Schaum. Ein Fachberater der SEG Schiffssicherung der Feuerwehr Brunsbüttel beriet die Einsatzleitung bei der Brandbekämpfung. Die Feuerwehr Glückstadt hat eine Wärmebildkamera vor Ort gebracht, mit der die Schiffsräume, nachdem der Brand gegen Mittag niedergekämpft war, kontrollierten.
Der Eigner des Baggerschiffes "Pieter Hubert" ist: Jade Sand - Meyer & van der Kamp GmbH & Co. KG in Varel.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
Norwegischer Fischtransporter gestrandet
Finnsnes, Provinz (Fylke) Troms / Norwegen, 04.12.08 - Der 43,68 Meter lange norwegische Fischtransporter "Tonny" aus Åkrehamn (IMO-Nr. 5262263, ex "Andrea", Baujahr 1942 als "Krebs"), 499 BRZ, lief im Gisundet (Meerenge) zwischen der Gisundbrua (Gisundbrücke) und der Stadt Finnsnes am Abend des 3.12. auf Grund. Die vierköpfige Besatzung rettete sich in einem Gummiboot an Land. Rettungswagen, Feuerwehr und Polizei waren nach der Strandung vor Ort. Auch die Küstenwachschiffe "Valkyrien" und "Heimdal" wurden alarmiert. Der Schlepper "Lupus" wurde aus Tromsø gerufen, um das krängende Schiff wieder flott zu machen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
Info: Brønnbåt "Tonny" = ist ein spezielles Schiff für den Transport von lebenden Fischen = Fischtransporter
Katamaranfähre sitzt noch auf Teneriffa fest
Update vom 03.12.08
Teneriffa, kanarische Insel / Spanien, 04.12.08 - Die Schnellfähre "Bonanza Express", 5191 BRZ, die am 2.12. gegen 20 Uhr in Los Cristianos auf Teneriffa rund 50 Meter von ihrem Anleger entfernt auf Grund gelaufen war, sollte am 4.12. freigeschleppt werden. Das 95 Meter lange Schiff, das zwischen den Inseln El Hierro, La Gomera und Teneriffa verkehrt, hat bereits mit einem defekten Motor in San Sebastian auf La Gomera abgelegt, der zweite Motor versagte dann im Hafenbecken von Los Cristianos. Mit geringer Geschwindigkeit lief die Fähre daraufhin mit Getöse auf dem Strand von Los Tajarales auf Grund. Die 191 Personen an Bord, davon 16 Besatzungsmitglieder, waren anschließend mit dem Patroullienboot "Rio Adaja" unversehrt an Land gebracht werden, wo sie von der Guardia Civil und dem Cruz Roja betreut wurden. Die Reederei bot ihnen Hotelplätze vor Ort an, die von 50 Passagieren in Anspruch genommen wurden. Mitarbeiter des Medio Ambiente haben derweil Ölschlängel um das Schiff auf dem Wasser verteilt um ein Austreten von Schweröl zu verhindern. Aus dem beschädigten 10-Tonnen-Tank waren zwei bis drei Tonnen Öl ausgelaufen, ehe der Rest in einen anderen Tank umgepumpt werden konnte. Bei der Strandung war ein Öltank aufgerissen.
Ein erster Abschleppversuch war mangels ausreichender Flut gescheitert. Die noch an Bord befindlichen Fahrzeuge stellten wegen ihres Gewichts ein Problem dar. Es wurde nun überlegt, wie man sie entladen könnte. Techniker und Spezialtaucher begannen am 3.12., das Leck an Steuerbord abzudichten. Nach der Bergung wird die 1999 in Dienst gestellte "Bonanza Express" zur Reparatur ins Trockendock geschleppt werden müssen. Die Schnellfähre kann mit bis zu 38 Knoten 800 Passagiere und 235 PKW befördern. Vor der Havarie hatte sie in ihren neun Dienstjahren Los Cristianos über 5000 Mal ohne Zwischenfälle angelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
Fischfabrikschiff wird zwei Jahre nach Totalverlust wieder hergestellt
Vlissingen-Oost, Provinz Zeeland / Niederlande, 04.12.08 - Die Reparatur der 142 Meter langten Fischfabrikschiff "SCH 302 - Willem van der Zwan" (IMO: 9187306) kam am 3.12. einen großen Schritt voran, als das Schiff aus dem überdachten Trockendock der Scheldepoort Werft in Ost-Vlissingen ausgeschwommen wurde. Das Schiff hatte Anfang 2007 (30.01.07) vier Tage lang in Velsen-Nord in Flammen gestanden. Danach war es von der Versicherung zu einem Totalverlust erklärt worden. Nur kleine Bereiche von Bug und Heck sowie der Doppelboden waren nicht verwüstet worden. Doch die Eigner beschlossen, das weltgrößte Fabrikschiff dennoch reparieren zu lassen, weil ein Neubau vier Jahre gedauert hätte. So kam die Scheldepoort-Werft zu ihrem bislang größten Reparaturauftrag, bei dem 1800 Tonnen Stahl neu verbaut wurden. Im März 2009 soll das Schiff zu Restarbeiten nochmals gedockt werden, um im April wieder auf Fang zu gehen
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
Gab es noch Klopfzeichen vor dem Untergang der "Cap Blanc"?
Update vom 02.12.08
Marystown, Newfoundland and Labrador / Kanada, 04.12.08 - Für die Besatzung des am 2.12. vor Marystown gesunkenen Inselfrachters "Cap Blanc" (IMO-Nr: 8328147) gibt es wohl keine Hoffnung mehr. Warum die Routinefahrt in einer Katastrophe endete, ist noch ungeklärt, allerdings waren die Wetterbedingungen sehr schlecht, und in den flachen Gewässern der Placentia Bay kann sich eine hohe See aufbauen. Der starke Südwestwind von 70 km/h dürfte den Frachter erfasst haben, als er das Gewässer querte. Die Suchaktion war erst in Gang gekommen, als das Schiff nicht wie geplant in St. Pierre einlief.
Um 20.30 Uhr des 1.12. war die Küstenwache aufmerksam geworden, weil ein vereinbarter Kontakt nicht zustande gekommen war. Das Küstenwachschiff "George R. Pearkes" verfolgte die mutmaßliche Schiffsroute ergebnislos. Eine groß angelegte SAR-Aktion kam erst in Gang, nachdem 10 Stunden lang kein Funkkontakt hergestellt werden konnte. Am 2.12. stieg um acht Uhr ein Suchflugzeug auf. Die kanadische Hercules entdeckte den Bug des Schiffes gegen 11 Uhr vor der Burin Peninsula. Wie lange es zu dieser Zeit schon gekentert war, war unbekannt.
Als das Patroullienboot "Murray" vor Ort eintraf, stellte es Geräusche im Schiffsinnern fest. Rettungstaucher machten sich bereit und waren gerade dabei, die Sicherheit eines Einsatzes zu prüfen. Doch dann, noch bevor etwas für den oder die womöglich im Innern Eingeschlossenen getan werden konnte, versank der RoRo-Frachter am frühen Nachmittag endgültig in der Tiefe. Warum es keinen Notruf gab und sich das EPIRB nicht aktivierte, war noch ein Rätsel. Möglicherweise hatte es sich beim offenbar sehr schnellen Kentern am Schiff verfangen. Bis zum Abend des 3.12. war keine Spur der vermissten Seeleute entdeckt worden. Ein RCMP-Boot fand lediglich einige Trümmer sowie eine leere Rettungsinsel.
Die "Cap Blanc" gehörte der Alliance SA, die mit kleinen Frachtern die Inseln im St. Lawrence Golf und Neufundland verbindet. Sie hatte in Argentia eine Ladung Streusalz in Säcken aufgenommen. Die zuständige Firma A. Harvey and Co. konnte aber über Menge und Art der Verladung keine Auskunft geben. Möglicherweise ging die Ladung im Sturm über und ließ den Frachter so umschlagen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
Brand auf Binnenschiff von Crew selbst gelöscht
Update vom 03.12.08
Zwartsluis, Gemeente Zwartewaterland, Provinz Overijssel / Niederlande, 03.12.08 - Unter keinem glücklichen Stern stand die Wiederherstellung des Binnenschiffes "Jolling" auf der Geertman-Werft in Zwartsluis. Zu dem Schaden am Bug, den sich das Schiff bei der Kollision mit der "Keizersgracht" am 5.11. zugezogen hatte, kam nun noch der Brandschaden im Maschinenraum am 2.12. Erste Meldungen, nach denen der Maschinenraum ausgebrannt sei, trat Schiffer Jan Geertman aber entgegen. Die Besatzung habe das Feuer bereits vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht. Ein vorbeifahrendes Schiff hatte aufsteigenden Rauch bemerkt und die Crew gewahrschaut. Als die Einsatzkräfte fünf Minuten später mit mehreren Fahrzeugen vor Ort waren, war die Situation bereits unter Kontrolle. Die Feuerwehrmänner führten eine Nachkontrolle des Brandherdes durch.
Die "Jolling" war im vergangenen Monat mit dem Binnenschiff "Keizersgracht" im Markermeer, acht Kilomter östlich von Marken, kollidiert. Dabei war die "Jolling" im Bugbereich aufgerissen worden und hatte unterzugehen gedroht. Das Binnenschiff "Confiant" war längsseits gegangen und hatte den Havaristen, der wohl auf seinen Tanks schwamm, stabilisiert. Die zweiköpfige Crew blieb unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
Sechs Seeleute in der Ostsee vermisst
Liepāja (deutsch: Libau) / Lettland, 03.12.08 - Die lettische Küstenwache hat am 3.12. nach der Besatzung eines vor der Küste gesunkenen Kutters gesucht. Die sechs Seeleute hatten Hilfe abgelehnt, als sie mit einem Maschinenschaden am Vorabend in schwerer See in Bedrängnis geraten waren. Binnen einer Viertelstunde sank die "Beverena" dann aber knapp sechs Kilometer südlich der südlettischen Hafenstadt Liepaja nach einer Wetterverschlechterung. Vorher war die Energieversorgung an Bord ausgefallen. Eine Suchaktion in der Nacht verlief erfolglos. Am 3.12. wurden die Suchkräfte durch einen schwedischen Helikopter verstärkt. Die "Beverena" gehört der lettischen Baltic Fish Company.
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Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
Frachter nach Versenkung von Leuchtfeuer wieder freigegeben
Update vom 01.12.08
Hanstholm, Amtskommune Viborg / Dänemark, 03.12.08 - Der 83 Meter lange, unter georgischer Flagge registrierte Frachter "Yamburg" (IMO-Nr. 7601061), der in Hanstholm durch die dänische Polizei mit einem Auslaufverbot belegt worden war, durfte am 3.12. den Hafen verlassen und nahm Kurs auf Kaliningrad. Zuvor waren Maschinenteile, die ausgebaut worden waren, um das Schiff an einem ungenehmigten Auslaufen zu hindern, wieder eingesetzt worden. Der Kapitän musste eine Sicherheit von 2 Millionen dänischen Kronen hinterlegen. Damit kann der Leuchtturm von Svitringen Rende sieben Meilen vor Hals wieder aufgebaut worden. Das Schiff steht unter dem Verdacht, das Feuer an der Einfahrt des Limfjords ohne Lotsen von Aalborg kommend versenkt zu haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
Sieben Chinesen nach Kollision vermisst
Zhoushan, Provinz Zhejiang / China, 03.12.08 - Nach der Kollision eines Kutters mit einem Frachter am Morgen des 3.12. vor der ostchinesischen Provinz Zhejiang wurden sieben Seeleute vermisst. Der Zusammenstoß ereignete sich um 4.40 Uhr südöstlich der Insel Zhujiajian vor Zhoushan City. Die gesamte achtköpfige Kuttercrew ging über Bord, als das Schiff weniger als 10 Minuten nach der Kollision kenterte. Nur ein Mann wurde von einem anderen Kutter gerettet. Er sagte, es habe sich angefühlt, als sei das Boot auf einen Berg gestoßen, dann sei Wasser hereingeflutet. Die Suchaktion dauerte an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
Frachter im Randersfjord wieder frei
Update vom 02.12.08
Randers, Ost-Jütland / Dänemark, 03.12.08 - Der maltesische Frachter "Hagland Bona", (IMO-Nr. 9132038) 2456 BRZ, der am 1.12. nach Kollision mit dem Frachter "Bluebird" auf Grund gelaufen war, kam am 2.12. aus eigener Kraft wieder frei. Er wurde von der Küstenwache angewiesen, eine Werft zur Schadensuntersuchung anzulaufen. Die "Hagland Bona" nahm Kurs auf Fredericia. Die "Bluebird" wiederum lief nach Randers ein, wo die Ladung gelöscht und der Rumpf auf mögliche Unterwasserschäden hin von Tauchern untersucht wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
Volvo Ocean Racer mit Wal kollidiert
Kochi, Bundesstaat Kerala / Indien, 02.12.08 - Die 70 Fuß lange niederländische Rennyacht "Delta Lloyd" kollidierte auf dem 2. Teilstück des Volvo Ocean Race auf halbem Wege mit einem Wal. Der Zusammenstoß ereignete sich im südlichen Pazifik ca. 1000 Seemeilen von der Küste entfernt. Als das Boot im Ziel zur Schadensuntersuchung aus dem Wasser gehoben wurde, wurde ein Schaden von 30 Zentimetern Länge im Bugbereich festgestellt, der nun repariert wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
St. George Reef hätte fast ein weiteres Opfer gefunden
Crescent City, Del Norte County, Kalifornien / USA, 02.12.08 - Durch die Zuarbeit eines Hilfsschiffes konnte die U.S. Coast Guard am Abend des 1.12. das 27 Fuß lange Sportboot "Miss Beverly" davor bewahren, auf den Felsen des St. George Riffes zu zerschellen.
Das Riff ist für ein tragisches Unglück berüchtigt, bei dem 1865 225 Menschen ums Leben kamen, als die "Brother Jonathan" auf eine unkartierte Unterwasserklippe lief. Danach wurde dort ein nach dem Schiff benannter Leuchtturm errichtet.
Die Küstenwache war gegen 17 Uhr darüber informiert worden, dass die "Miss Beverly" weniger als eine Meile vor den Klippen mit zwei Mann an Bord trieb. Ein Helikopter der Air Station Humboldt Bay und ein 47-Fuß-Boot der Chetco River Coast Guard Station wurden alarmiert. Derweil reagierte auch die "Lori" aus Crescent City auf den Notruf des hilflosen Bootes. Es gelang ihr, eine Leine an dem Motorboot festzumachen und damit ein weiteres Abtreiben des Bootes zu verhindern, bis die Küstenwache eintraf. Danach hieß es, eine SAR-Aktion wäre nur knapp abgewendet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2008
Gütermotorschiff "Astrea" wieder frei
Update vom 03.12.08
Deggendorf , Bayern / DE, 03.12.08 - Am 03.12., nachmittags konnte das rumänische Gütermotorschiff "Astrea" in der Isarmündung der Donau bei Deggendorf frei geschleppt werden. Ursache hierfür war ein Maschinenschaden, die Schifffahrt war durch den Havaristen blockiert. Aufgrund der starken Strömung an der Ankerstelle wurde das Schiff trotz Werfens von zwei Ankern etwa 200 Meter weit abgetrieben. Wasser- und Schifffahrtsamt sowie Wasserschutzpolizei holten das holländische Gütermotorschiff "Kasbah" hinzu und konnten damit die "Astrea" zum Hafen Deggendorf zur Reparatur schleppen. Die Sperre für die Schifffahrt dauerte insgesamt rund zwei Stunden.
Quelle: idowa.de vom 04.12.2008
Donau nach Notankerung blockiert
Deggendorf , Bayern / DE, 03.12.08 - Die Wasserschutzpolizei Deggendorf wurde am 3.12. um 13 Uhr auf der Donau zur Isarmündung unterhalb von Deggendorf gerufen. Dort hatte zur Mittagszeit das flussaufwärts fahrende, rumänische Gütermotorschiff "Astrea" nach einem Kupplungsschaden an der Maschine eine Notankerung vornehmen müssen. Das knapp 70 Meter lange Schiff war auf der Fahrt von Linz nach Nürnberg und lag anschließend direkt bei der Isarmündung, die Schifffahrt wurde von dem Frachter blockiert. Die "Astrea" war mit 450 Tonnen Kunstdünger beladen. Wasser- und Schifffahrtsamt und die Wasserschutzpolizei versuchten, ein Schubboot zu finden, das dem Havaristen helfen könnte. Die Wasserschutzpolizei Deggendorf sicherte einstweilen mit zwei Booten die Havariestelle ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Brandgeschädigte Fähre nach Turku geschleppt
Turku, Provinz Westfinnland / Finnland, 03.12.08 - In der Nacht zum 3.12. wurde die manövrierunfähige Fähre "Sea Wind" (IMO-Nr. 7128332) von dem Notfallschlepper "Algot Johansson" sowie zwei weiteren Schleppern von seinem Ankerplatz in einer Schäre vor Mariehamn auf den Haken genommen und nach Turku zurück gebracht. Die Fähre "Silja Europa" (IMO-Nr. 8919805) hatte die am Vortag von dem Schiff abgeborgenen Lkw-Fahrer bereits wieder nach Turku zurück transportiert. Hier soll nach Löschen der Ladung die Reparatur erfolgen soll. Ursache des Brandes war nach ersten Erkenntnissen eine gebrochene Treibstoffleitung an der MaK-Hauptmaschine.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Lotse hätte Brille gebraucht – Tanker gestrandet
Dublin / Irland, 03.12.08 - Der irische Lotse des schwedischen 7937-Tonnen-Tankers "Bro Traveller" (IMO-Nr. 8705321), der am 17.9.2005 in der Dublin Bay strandete, hätte eine Brille benötigt. Dies war während einer medizinischen Untersuchung festgestellt worden. Dies stellte sich bei einer Untersuchung des Vorfalls heraus. Die "Bro Traveller" war mit einer vollen Ladung von 11000 Tonnen Öl in der Einfahrt des Hafens von Dublin auf weniger als zwei Metern Wassertiefe gestrandet. Die Untersuchung des Marine Casualty Investigation Board (MCIB) brachte den Seefehler des Lotsen zutage. Um solche Probleme zu vermeiden, müssen sich Lotsen nun regelmäßigen Augenuntersuchungen unterziehen. Außerdem wurde festgestellt, dass weder Lotse noch Wachoffizier den Kurs des Tankers beim Einlaufen überwacht hätten. Es habe zudem Kommunikationsprobleme zwischen Kapitän und Lotsen gegeben.
Die Strandung war die zweite binnen weniger Monate in Dublin gewesen. Drei Monate zuvor war der norwegische Tanker "Sten Embla" ebenfalls in der Hafeneinfahrt auf Grund gelaufen, konnte aber Stunden später erfolgreich abgebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Feuer bei Reparatur
Zwartsluis, Gemeente Zwartewaterland, Provinz Overijssel / Niederlande, 03.12.08 - Bei der Geertmanwerft in Zwartsluis geriet am Abend des 2.12. ein Binnenschiff in Brand, das hier zur Reparatur lag. Das Feuer entstand im Maschinenraum. Die Feuerwehren von Zwartsluis und Hasselt gingen gegen das Feuer vor. Der Maschinenraum wurde erheblich beschädigt. Vor der Fortsetzung der Überholungsarbeiten musste nun erst ein Versicherungsexperte den Schadensumfang aufnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Katamaranfähre auf Teneriffa gestrandet
Teneriffa, kanarische Insel / Spanien, 03.12.08 - Am 2.12. gegen 20.00 Uhr lief die 96 Meter lange norwegische Katamaranfähre "Bonanza Express" (IMO-Nr. 9200225, Baujahr: 1999) auf den Strand von Los Cristianos auf Teneriffa. Zahlreiche Restaurantgäste im Gran Hotel Arona wurden Zeuge, wie das Schiff strandete. Das Unglück wurde beim Anlaufen des Hafens durch einen Maschinenausfall ausgelöst. Der Katamaran war mit 177 Passagieren unterwegs von Teneriffa nach La Gomera. Niemand kam zu Schaden. Polizeiboote brachten die Fahrgäste an Land.
Die 95,47 Meter lange und 26,16 Meter breite "Bonanza Express" gehört der Fred Olsen S.A. und ist seit 1999 auf den Kanaren im Einsatz. Die Passagierkapazität liegt bei 800. Die maximale Geschwindigkeit liegt bei 38 Knoten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Kurzer Törn endete auf dem Meeresgrund
Ballina, New South Wales / Australien, 03.12.08 - Am 2.12. wurde eine 12 Meter lange Yacht sechs Meilen vor Ballina von einer Explosion zerrissen. Der 77-jährige Skipper konnte sich retten und wurde an der Ballina Jet Boat Surf Rescue Base an Land gebracht, von wo ein Krankenwagen ihn ins Ballina Hospital brachte. Er hatte auf dem Boot gelebt und konnte sich auf ein kleines Beiboot retten, Augenblicke bevor sein Boot in einer gewaltigen Explosion verschwand. Auf dem Wasser fanden sich danach nur noch herumtreibende Trümmerteile. Der Skipper hatte nur einen kurzen Schlag machen wollen, als er sich beim Küstenwachturm abmeldete. Die Explosion wurde um 9.20 Uhr wahrgenommen, und eine Flotte von Booten wurde alarmiert. Ein Polizeioffizier eilte auf einem Jetboot zur Unglücksstelle. Wahrscheinlich war eine Kochstelle Auslöser der Detonation, die außergewöhnlich stark für ein Boot dieser Größe war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Frachter aufgegeben – Crewmitglieder gestrandet
Valletta / Malta, 03.12.08 - Am 1.12. geriet der 88 Meter lange kambodschandische Bulkcarrier "Maystar" (IMO-Nr. 7406760, Baujahr: 1975) mit einer Ladung Holz 25 Meilen nordöstlich von Malta in Seenot, nachdem er schwere Steuerbordschlagseite entwickelt hatte. Das Schiff der Exploration Navigation in Belize funkte gegen 15 Uhr Mayday, Minuten später ging die Crew in die Boote. Alle 16 Mann, 11 Inder und fünf Bangadeshis, konnten von der "Sea Flower" gerettet werden. Danach wurden sie auf die "Melita" übergesetzt, die sie zur Hayworth Maritime Base brachte.
Die Stabilitätsprobleme der "Maystar" wurden von einem Fehler im Ballasttanksystem ausgelöst. Das Unglück ereignete sich bei moderaten Wetterbedingungen. Die indischen Crewmitglieder konnten nach einer Hotelübernachtung in Valletta heimfliegen. Die indische Botschaft in Tripoli wurde gebeten, mit der Botschaft von Bangladesh Kontakt aufzunehmen, damit auch die Heimreise der fünf anderen Schiffbrüchigen finanziert werden könnte. Die Bangladeshis verblieben derweil in der Maritime Squadron Base in Haywharf.
Der Havarist konnte am Abend auf eine Position 13 Meilen nordöstlich des Grand Harbour geschleppt werden, es war aber unklar, ob er nach Malta einlaufen durfte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Kanadischer Schlepperveteran auf Felsen gesetzt
Tofino, Alberni-Clayoquot Regional District, Provinz British Columbia / Kanada, 03.12.08 - Am Abend des 30.11. lief gegen 18 Uhr der 62 Jahre alte Schlepper "Island Ranger" aus Ladysmith vom Rankin Inlet kommend in der Browning Passage vor dem Crab Dock in Tofino auf einen Felsen. Die dreiköpfige Crew kam unversehrt von Bord. Der Eigner der "Island Ranger and Hustler Tug and Barge" will in drei bis vier Tagen eine Kranbarge vor Ort haben, die sich des 20,4 Meter langen 110-Tonners annehmen soll. Zunächst galt es 800 Gallonen Dieselöl abzupumpen. Um das auf der Backbord-Seite liegende Wrack, dessen Bug noch aus dem Wasser ragte, wurde ein Ölschlängel ausgelegt. Der Kapitän machte falsch gesetzte Navigationslichter auf dem Felsen für das Unglück verantwortlich.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Nach Frachteruntergang leeres Rettungsboot gefunden
Update vom 02.12.08
Marystown, Newfoundland and Labrador / Kanada, 02.12.08 - Am 2.12. gegen 13.30 Uhr kenterte und sank der 36,50 Meter lange Frachter "Cap Blanc" (IMO-Nr: 8328147) 16 Kilometer südlich von Marystown. Das Schiff war gegen Mitternacht mit einer Ladung Streusalz aus Argentia in der Placentia Bay auf Neufundland zur 12-stündigen Fahrt nach St. Pierre-Miquelon, einer von 5000 Menschen bewohnten französischen Inselgruppe vor Kanada, ausgelaufen. Es geriet dabei in schweres Wetter mit Windgeschwindigkeiten von 50 km/h. Das Schiff versank offenbar auf rund 130 Metern Tiefe. Es gab keinen Notruf der vierköpfigen Crew. Am Morgen des 2.12. wurde es als überfällig gemeldet. Im Rahmen einer Suchaktion wurde bislang lediglich ein leeres Rettungsboot vor Marystown entdeckt. Zwei Cormorant-Helikopter aus Gander und eine Hercules aus Greenwood, Nova Scotia, führten die vom RCC in Halifax koordinierte Suche aus der Luft durch. Das Patroullienboot "Murray" und der Küstenwacheisbrecher "George R. Pearkes" waren zu Wasser im Einsatz. Am Morgen des 3.12. verstärkte das Küstenwachschiff "W. Jackman" die Flottille. Die "Cap Blanc" gehörte der Alliances SP und verkehrte zwischen den kleinen Inseln im St. Lawrence-Golf und vor Neufundland.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Ein Toter bei Kutteruntergang
Saint-Malo, Département Ille-et-Vilaine, Region Bretagne / Frankreich, 02.12.08 - Am 2.12. um 8.35 Uhr sank der 12 Meter lange Kutter "Emmanuel Jean" mit drei Besatzungsmitglieder aus Cherbourg, fünf Kilometer nördlich von Saint Lunaire. Ein Dragon-Helikopter des Zivilschutzes wurde alarmiert, während drei in der Nähe befindliche Kutter die Schiffbrüchigen aus dem Wasser zogen. Einer war bewusstlos. Um 9.10 Uhr wurden sie in St. Malo an Land gebracht. Es gelang nicht mehr, den leblosen Fischer wieder zu beleben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Dock trieb auf Strand
Chiclana de la Frontera, Provinz Cádiz, Region Andalusien / Spanien, 02.12.08 - Das Schwimm- und Baudock "Mare del Teide" von FCC (Fomento de Construcciones y Contratas) trieb am 29.11. auf dem Strand von Barossa, Chiclana in Spanien an. Es hatte sich zuvor von dem Schlepper "Charuca Silveira" in schwerer See auf dem Weg von Las Palmas nach Rota (Region Andalusien) losgerissen. Das Dock liegt auf flachem Sandgrund auf und ist nicht beschädigt. Alle Versuche, sie von dort wieder freizubekommen, sind bisher gescheitert. Nach aktuellen Angaben der Betreiberfirma FCC könnte die Flut am Freitag (05.12.) für einen weiteren Rettungsversuch ausreichen. Wenn dies nicht der Fall ist, erlaubt die Situation der Gezeiten erst am kommenden Dienstag wieder einen weiteren Versuch.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Zwei gestrandete Yachties gerettet
Oregon Inlet, North Carolina / USA, 02.12.08 - Die 46 Fuß lange Yacht "Palomar" geriet am 1.12. um 20.27 Uhr in flaches Wasser nahe der Mole des Oregon Inlet, North Carolina. Für die Berger von Towboat US erwies sich das Wasser als zu flach für eine Hilfeleistung, deswegen wurde die Küstenwachstation Oregon Inlet alarmiert. Ein Rettungsboot der Station konnte ebenfalls nicht nahe genug an das gestrandete Boot herankommen. Darum wurde ein Helikopter der Air Station Elizabeth City gerufen, der die zweiköpfige Crew abbarg und sie zur Station Oregon Inlet flog, wo sie medizinisch versorgt wurde. Am 2.12. gelang es Towboat US, die "Palomar" freizuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Drei Fischer von Kutter abgeborgen
New Orleans, Louisiana / USA, 02.12.08 - Die US Coast Guard rettete am Abend des 1.12. die dreiköpfige Crew des 90 Fuß langen Shrimpkutters "Capt. Kyle". Das Schiff war 25 Meilen südlich des Southwest Pass im Golf von Mexiko in schwere See geraten und hatte Backbordschlagseite entwickelt. Ein HH-65C-Helikopter der Air Station New Orleans stieg auf und barg die drei Männer ab. Sie wurden zur Hubschrauberbasis geflogen, wo sie medizinisch betreut wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Vier Kreuzfahrer binnen einer Woche in Zwischenfälle verwickelt
Port Canaveral, Brevard County, Florida / USA, 02.12.08 - Die Canaveral Port Authority untersuchte nach dem Abreißen eines Landgangs vom Kreuzfahrtschiff "Disney Wonder" (IMO-Nr. 9126819) den entstandenen Schaden. Das Unglück hatte sich am 30.11. ereignet, als starker Wind das 294 Meter lange Schiff von seinem Liegeplatz am Cruise Terminal 8 losriss. Danach stürzte die Brücke ins Wasser. Es hatte sich niemand auf ihr befunden. Der Kreuzfahrer war danach zu einer anderen Pier verholt worden, wo die Passagiere für die Fahrt nach Nassau problemlos an Bord gebracht werden konnten. Mit einstündiger Verspätung verließ das Schiff den Hafen noch am selben Tag.
Bereits am 22. und 23.11. war es zu Zwischenfällen mit Kreuzfahrern gekommen – erst kollidierte die "Costa Concordia" (IMO-Nr. 9320544) mit einer Pier in Palermo, am selben Tag rammte die "Carnival Imagination" (IMO-Nr. 9053878) einen Kai in Cozumel, und die "Boudicca" (IMO-Nr. 7218395) von Fred Olsen kollidierte beim Verholen in Barbados mit einem Kai, als sie der "Ventura" (IMO-Nr. 9333175) Platz machen sollte. Dabei entstand ein sieben Fuß langer Riss, der die Abfahrt verzögerte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Entscheidung über "Don Pedro" in Kürze erwartet
Insel Ibiza, Region Balearen, 01.12.08 - In den kommenden Tagen wird eine Entscheidung über das Schicksal der im Juli 2007 vor Ibiza gesunkenen RoRo-Fähre "Don Pedro" erwartet. Das Innenministerium der autonomen Balearenregierung will nach Einsicht in den Abschluss-Bericht einer unabhängigen Experten-Kommission eine Entscheidung fällen, ob das inzwischen beliebte Tauchwrack auf dem Meeresgrund verbleibt. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Bergung der 142 Meter langen "Don Pedro" stehen die umweltrelevanten Punkte im Mittelpunkt der Überlegungen. Trotz der übertriebenen Berichterstattung über das Ausmaß einer Ölverschmutzung nach dem Untergang in einigen spanischen und internationalen Medien hielten sich die negativen Auswirkungen der Havarie der "Don Pedro" auf den Ibiza-Tourismus in überschaubaren Grenzen. Von den 56 Stränden waren damals lediglich drei betroffen gewesen, die aber schon bald wieder für den Badebetrieb geöffnet worden seien, wie der Tourismusrat von Ibiza erklärte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Kabinenkreuzer vor Strandung bewahrt
Santa Barbara, Kalifornien / USA, 01.12.08 - Am 30.11 wurde die US Coast Guard zu einem 32 Fuß langen Kabinenkreuzer gerufen, dessen Ankerleine sich im Propeller verfangen hatte, weswegen er auf die Felsen von Lady's Harbor auf Santa Cruz Island zu treiben drohte. Ein Helikopter der Air Station Los Angeles und ein 47-Fuß-Boot der Station Channel Islands kamen ebenso zu Hilfe wie ein Rettungsboot des National Park Service (NPS). Es gelang dem NPS-Boot, das Motorboot vor der Strandung zu bewahren. Das Küstenwachboot schleppte es anschließend zurück nach Santa Barbara Harbor.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Kutter-Unglück vor Tillamook wird untersucht
Update vom 01.12.08
Tillamook Bay, Oregon / USA, 01.12.08 - Die US Coast Guard will die Ursache der Kenterung des Kutters "Network" aus Garibladi, Oregon, untersuchen. Bei dem Unglück vor Tillamook waren zwei Fischer aus Gardiner und der North Olympic Peninsula ertrunken. Die Suche wurde inzwischen eingestellt. Der 42 Fuß lange Kutter war beim Queren der Barre von Tillamook, einer schmalen Öffnung zum Atlantik zwischen zwei Molen, am 28.11. von 11 Fuß hohen Wellen zum Kentern gebracht worden und zerbrochen. Die Fischer hatten Hummertöpfe ausbringen wollen. Nur ein Mann konnte schwimmend die Felssteine der nahen Mole erreichen, wo er gerettet und ins Tillamook County General Hospital gebracht wurde. Inzwischen konnte er entlassen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.12.2008
Vier Vermisste nach Untergang eines Frachters
Marystown, Newfoundland and Labrador / Kanada, 02.12.08 - Nachdem der 36,50 Meter lange Frachter "Cap Blanc" (IMO-Nr: 8328147) vier Meilen vor Marystown am 2.12. kenterte und sank, fehlte von seiner vierköpfigen Crew jede Spur. Das Schiff war am 1.12. aus Argentia mit Kurs St. Pierre ausgelaufen. Ein Cormorant-Helikopter aus Gander und eine Hercules aus Greenwood, Nova Scotia, stiegen auf, und die Küstenwachschiffe "George R. Pearkes" und "W. Jackman" wurden in das Unglücksgebiet entsandt. Die "Cap Blanc" war einer von zwei Frachtern, die zwischen Neufundland und St. Pierre verkehrten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2008
Schlepper in Terneuzen von Bagger gerammt
Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 02.12.08 - Am 1.12. wurde der 28,87 Meter lange holländische Schlepper "Multratug 15" in Terneuzen bei der Kollision mit einem Baggerschiff beschädigt. U.a. wurde der Radarmast abgeknickt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2008
11 Passagiere von brennender Ostseefähre abgeborgen
Turku, Provinz Westfinnland / Finnland, 02.12.08 - Am 02.12., um 1:37 Uhr (schwedische Zeit) brach, auf dem Weg von Turku nach Stockholm auf der 154,41 Meter langen Fähre "Sea Wind" (IMO-Nr. 7128332, 15887 BRZ) 12 Meilen vor Mariehamn ein Maschinenraumbrand aus. Küstenwachboote aus Mariehamn und Storklubb sowie Feuerlösch- und weitere Hilfsfahrzeuge liefen auf den Notruf hin aus. Drei Hubschrauber stiegen auf. Die elf Fahrgäste – ausschließlich Lkw-Fahrer aus Finnland, Estland und Russland – wurden mit Rettungshubschraubern evakuiert und nach Mariehamn gebracht. Die 28-köpfige Besatzung konnte den Brand unter Kontrolle bringen, das unter schwedischer Flagge fahrende Schiff treibt mit ausgefallenen Maschinen auf der Ostsee und soll im Tagesverlauf zu einem Ankerplatz südöstlich von Mariehamn vor Åland geschleppt werden. Die Fähre, die von einer Tochtergesellschaft der AS Tallink Group betrieben. Die Ursache des Brandes war wohl eine gebrochene Treibstoffleitung.
Das Schiff ist in Deutschland bekannt als "Svealand", als die sie für Trave Lines von 1972-1981 Helsingborg - Travemünde lief und ab dann für TT-Saga Linjen Trelleborg - Travemünde. 1982 wurde sie bei HDW Kiel umgebaut und kam als "Saga Wind" von 1984 bis 1986 nochmal zwischen Trelleborg und Travemünde zum Einsatz. Nach Umbau bei der Seebeckwerft, Bremerhaven, verkehrte sie auf anderen Ostseerouten. 1989 wurde sie bei Blohm & Voss, Hamburg zur Kombifähre umgebaut und heißt seither "Sea Wind". Für die SeaWind Line läuft sie zwischen Stockholm und Åbo.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2008
"New Oriental" wird Bergern übertragen
Update vom 28.10.08
Ho-Chi-Minh-Stadt / Vietnam, 02.12.08 - Die Eigner der vor Zentralvietnam auf einem Riff verloren gegangenen "New Oriental", 10389 BRZ (IMO-Nr. 8131582), haben die Bao Tran Pte Diving and Salvage autorisiert, das Wrack zu bergen. Die Firma will versuchen, das 150 Meter lange Schiff zur Weiterverwertung an Land zu bringen. Die "New Oriental" war am 2. Okt. 2008 mit 11500 Tonnen Eisenerz auf dem Weg von Thalland nach China vor der Küste der Phu Yen-Provinz auf ein Unterwasserriff gelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2008
Rätsel um verschwundenen Katamaran gelöst
Cairns, Queensland, Australien, 02.12.08 - Die Polizei in Cairns konnte nach über einem Jahr das Rätsel um den neun Meter langen Katamaran "Silver Raider" lösen. Im November 2007 hatte er an einer Regatta rund Neuseeland teilgenommen, als er havarierte und aufgegeben werden musste. Das Wrack wurde nie geortet oder geborgen. Nun hat ein Fischer in der Princess Charlotte Bay einen der beiden Rümpfe treibend entdeckt. Er schleppte das Wrackstück in den Merrett River, wo der Name "Silver Raider" entdeckt wurde. Da Nachforschungen der australischen Behörden ohne Ergebnis blieben, hatte das Rescue Co-ordination Centre (RCC) Australia die Kollegen in Neuseeland kontaktiert, die vom Verschwinden der "Silver Raider" wussten. Das australische Zollboot "Botany Bay" wurde daraufhin in den Merrett River geschickt und fotografierte das Wrackteil. Es wurde von der Wasserschutzpolizei in Cairns dann durch Vergleich mit Fotos der "Silver Raider" vor dem Unglück positiv identifiziert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2008
Info: Prinzessin Charlotte Bay ist eine große Bucht an der Küste von Queensland an der Cape York Halbinsel, 350 km nordwestlich von der Stadt Cairns.
Frachterkollision vor Dänemark
Randers, Ost-Jütland / Dänemark, 01.12.08 - Im dänischen Randers-Fjord kam es am 1.12. gegen 21 Uhr zu einer Kolision zwischen dem in Ballast auslaufenden, 88 Meter langen maltesischen Kümo "Hagland Bona" (IMO-Nr. 9132038), 2456 BRZ, und dem unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden, 67 Meter langen Frachter "Blue Bird" (IMO-Nr. 8027391), 1115 BRZ. Dieser war mit einer Ladung von 700 Tonnen Eisen nach Randers unterwegs. Beide Schiffe wurden oberhalb der Wasserlinie beschädigt.
Die "Hagland Bona" lief nach der Kollision in der Mitte des Fjords auf Grund. Die "Blue Bird" wurde in Randers für die Dauer der Untersuchungen mit einem Auslaufverbot belegt. Nach dem Bekanntwerden der Havarie nahmen das Patroullienboot "Freja" und das Ölbekämpfungsschiff "Marie Miljø" Kurs auf die Unglücksstelle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2008
"Aure" ein Jahr nach Strandung nun nach Kollision ausgefallen
Hundeidvik, Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 01.12.08 - Die 49,08 Meter lange, norwegische Autofähre "Aure", 246 BRZ (IMO-Nr: 6523975) kollidierte am 1.12. um 19.30 Uhr mit einer Kai in Hundeidvik, als die Umsteuerung ausfiel und das Schiff nicht mehr aufgestoppt werden konnte. Dabei wurden die Bugrampe wie auch eine landseitige Pumpstation beschädigt. Die sechs Passagiere blieben wie auch die drei an Bord befindlichen Fahrzeuge unversehrt. Die Fähre muss aber in eine Werft und wird wohl auf der Fährroute Hundeidvik-Festøy durch die "Bolsøy" ersetzt, die zuvor in Vegsund lag.
Die "Aure" war bereits am 12.1.2007 havariert – damals lief sie mit 10 Passagieren, einem Trailer und fünf Pkw an Bord vor Hundeidvika auf Grund und fiel wegen der notwendigen Reparaturen einen Monat lang aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2008
Nur knapp an einer Katastrophe vorbei – Geldstrafe für "Polarstern"-Kapitän
Update vom 01.12.08
Emden, Ostfriesland, Niedersachsen / DE, 01.12.08 - "Es fehlte nicht viel, dann wäre es zu einer Katastrophe gekommen": Als Richter Daniel Hunsmann am 1.12. Zeugenberichte über den schweren Seeunfall des Hochsee-Katamarans "Polarstern" zitierte, hielten die Zuhörer im Emder Amtsgericht den Atem an: "Es schepperte überall. Durch die zerborstene Frontscheibe strömten Wassermassen. Panik kam auf, die Leute sprangen hoch und liefen durcheinander." So beschrieben Passagiere die Schreckensfahrt von Helgoland nach Borkum am 4. August. Vier Monate nach dem Seeunfall mit 26 Verletzten ist der Kapitän des Schiffs wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 6300 Euro verurteilt worden. Ihm war zugute gekommen, dass er zuvor ein Geständnis abgelegt und Fehler eingeräumt hatte. Die Reederei will ihn wegen bis dahin guter navigatorischer Leistungen weiterhin behalten. Ein Damoklesschwer stellt aber die noch anstehende Seeamtsverhandlung in Kiel dar, die im Falle eines Patententzugs seine Existenz bedrohen würde.
Mit 42 Knoten war der Katamaran zum Unglückszeitpunkt das schnellste Schiff in der Deutschen Bucht gewesen. 357 Passagiere hatten sich an dem Tag eigentlich auf einen gemütlichen Ausflug gefreut, doch die Zeichen standen auf Sturm. Das Hamburger Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie registrierte 2,69 Meter hohe Wellen. Die Höchstgrenze für das Schiff lag bei 2,50 Meter Wellenhöhe. Die "Polarstern" lief dennoch aus. Der Kapitän habe alle Informationen für seine Entscheidung genutzt, sagt sein Anwalt. Als das Schiff aus dem Windschutz der Insel Helgoland in die offene See kam, trafen bereits schwere Wellen den Rumpf. Teile der Innenverkleidung lösten sich. Nach gut einer Stunde knickte ein Teil der Reling ab. Ein großer Fender, der beim Anlegen den Rumpf vor der Hafenmauer schützen soll, habe die Reling "bearbeitet", vermutete Staatsanwalt Burghard Grulich. Der Kapitän kehrte jedoch nicht um und drosselte auch nicht das Tempo von 16 bis 18 Knoten. Stattdessen hielt er weiter Kurs auf Borkum.
Er wollte auch kein Crewmitglied an Deck schicken, um das Bruchstück zu sichern oder über Bord zu werfen. "Das hat sich im Nachhinein als falsch erwiesen", räumte der Verteidiger ein. Bis zu diesem Zeitpunkt machten sich noch einige wenige Passagiere über den wilden Ritt lustig und fühlten sich "wie auf einer Karussellfahrt". Viele litten jedoch bereits unter Schmerzen und konnten sich kaum in den Sitzen halten. Ein Mann schlug in der Toilette mit dem Kopf gegen die Wand und wurde bewusstlos. Als die Reling schließlich die Scheibe zerschmetterte und Wasser eindrang, kam es zu teilweise chaotischen Szenen. "Es war so, als wenn wir selbst ins Wasser gefallen wären", berichtete ein Zeuge. Die Liste der Verletzungen war lang und reicht von schmerzhaften Prellungen bis zu Schocks. Einige Passagiere waren noch Wochen später arbeitsunfähig. Die Versicherung der Reederei zahlte nach Angaben des Anwalts an 38 Opfer Schmerzensgeld und Entschädigungen. Nur über einige wenige, weit überhöhte Forderungen gebe es noch keine Einigung.
Der Kapitän zeigte in seinem Schlusswort klare Worte der Reue: "Es tut mir unwahrscheinlich leid für die Passagiere und besonders für die Verletzten." Nach mehr als 60 Fahrten mit dem Schiff auch bei Wind und Wetter bedauere er den Unfall "zutiefst". "Für die Reederei ist der Imageschaden das kleinste Übel", sagte eine Sprecherin. "Es tut uns sehr leid für die Verletzten, und wir sind froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist." "Der Kapitän wird diesen Fehler nicht wieder machen", sagte Richter Hunsmann in seinem Schlusswort. Die "Polarstern" befindet sich inzwischen auch nicht mehr im Besitz der AG Ems – sie wurde wegen zu hohen Treibstoffverbrauchs verkauft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2008
Ökologische Zeitbombe in Baltimore entschärft
Baltimore, Maryland / USA, 01.12.08 - Die US Coast Guard hat mit örtlichen Institutionen zusammen 100,000 Gallonen Treibstoff aus einem Frachterwrack im Patapsco River gepumpt. Die Coast Guard, das Maryland Department of the Environment (MDE) und die Maryland Port Administration (MPA) hatten am 14.11. ein gemeinsames Kommando zur Reinigung der "Seawitch" gebildet. Am 1.12. wurden die Arbeiten zum Schutz von Baltimore und der Chesapeake Bay abgeschlossen. Wasser. Öl und Abfallstoffe waren vor der Verschleppung des Wracks nach Sparrows Point entfernt worden. Dort wird es verschrottet und der Stahl zur Bethlehem Steel Mill transportiert.
Die "Seawitch" war ein Frachter, der 1973 in eine Kollision in New York verwickelt war. Die vordere Schiffshälfte wurde danach in Baltimore für Bergungs- und Lagerzwecke einer Abwrackfirma genutzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.12.2008
Verteidiger des "Polarstern"-Kapitäns
räumt Fehler seines Mandanten ein
Emden, Ostfriesland, Niedersachsen / DE, 01.12.08 - Vor dem Amtsgericht Emden beginnt am 1.12. der Prozess um den schweren Seeunfall des Katamarans "Polarstern" am 4.8. auf der Nordsee. Der Kapitän des Schiffes muss sich wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Der Anklage zufolge hatte sich auf der Rückfahrt von Helgoland nach Borkum die Reling des Schiffes der Reederei AG Ems losgerissen und war gegen eine Scheibe geschlagen. Durch splitterndes Glas erlitten mehrere der insgesamt 357 Passagiere Schnittwunden. Insgesamt wurden 26 Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Augenzeugen hatten von teils chaotischen Szenen während der Havarie berichtet. Die Anklage wirft dem Schiffsführer Untätigkeit vor. Er habe die von den Wellen losgeschlagene Bugreling nicht sichern oder über Bord werfen lassen. Das schnelle Schiff habe zudem weder das Tempo gedrosselt noch den Kurs verändert. Durch die harten Bewegungen des Katamarans seien weitere Passagiere durch Prellungen und Gehirnerschütterungen verletzt worden.
Einen Tag vor Beginn des Prozesses hat sich der Verteidiger überraschend an die Öffentlichkeit gewandt. Er führte aus, der Kapitän habe entscheiden müssen, ob er trotz hohen Seegangs einen Seemann zur Bergung der abgerissenen Reling nach draußen schicken solle oder nicht. Er habe sich in der konkreten Situation dagegen entschieden, um Leib und Leben seines Besatzungsmitglieds nicht aufs Spiel zu setzen. Diese Entscheidung habe sich im Nachhinein als falsch erwiesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Update: Vier Monate nach dem Seeunfall des Katamarans "Polarstern" in der Nordsee mit 26 Verletzten ist der Kapitän des Schiffs wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 6300 Euro verurteilt worden.
Fähre vor Norwegen gestrandet
Tromsø, Provinz (Fylke) Troms / Norwegen, 01.12.08 - Die 1982 erbaute, norwegische Fähre "Safir" (IMO-Nr. 8112689), 1175 BRZ , lief am 30.11. nahe Laksvatn auf dem Weg nach Bergneset im Balsfjord auf Grund. Im Laufe des Tages kam es aus eigener Kraft wieder frei und konnte Tromsø anlaufen. Hier sollten Taucher den Rumpf auf Schäden untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Kümo rammt Leuchtfeuer
Hanstholm, Amtskommune Viborg / Dänemark, 01.12.08 - Die dänische Polizei hielt den unter georgischer Flagge laufenden Frachter "Yamburg" (IMO-Nr. 7601061) in Hanstholm fest, weil der Kapitän der Kollision mit einem der Leuchttürme in der Einfahrt des Limfjords bei Hals Barre bezichtigt wurde. Der ukrainische Kapitän stritt die Vorwürfe ab, gegen das Seezeichen gestoßen zu sein, das in der See verschwunden war. Doch AIS-Überwachung wies nach, dass das Kümo beim Kurshalten auf die nördliche Fahrwasserseite den Turm ins Visier genommen hatte. Das 81,69 Meter lange Schiff war 1977 als "Parnass" bei Sietas in Hamburg erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Schiffbrüchige Forscher als vermeintliche Schmuggler verhaftet
Kaohsiung / Taiwan,01.12.08 - 15 Fahrgäste eines taiwanesischen Versorgungsschiffes, das an der Nordküste der Philippinen gestrandet war, kehrten am 30.11. nach Kaohsiung zurück. Die "You Tai No. 1" war am 28.11. auf Felsen vor der Küste von Ilocos Norte gestrandet, als es von einer Versorgungsfahrt zu den Nansha (Spratly) Islands in der südchinesischen See auf dem Rückweg nach Taiwan war. An Bord waren 15 Passagiere - alles Studenten, die Schildkröten erforscht hatten - und 14 Mann Crew. Sie wurden nach ihrer Rettung zunächst festgehalten unter dem Verdacht, Schmuggler zu sein. Etliche hatten keine Pässe bei sich. Durch den Vertreter Taiwans auf den Philippinen konnte aber eine Freilassung der 29 Taiwanesen am 29.11. erreicht werden.
Am 30.11. nahmen die 15 Fahrgäste einen Flug von Manila nach Kaohsiung, während die Crew in Laoag die Reparatur ihres durch ein Schiff einer taiwanesischen Zementfirma dorthin geschleppten Schiffes abwartete. Die Fahrgäste vermuteten, das Schiff sei auf Felsen gelaufen, als der mit den Gewässern nicht vertraute Kapitän vor einem Sturm ablaufen wollte. Deswegen sei die "You Tai No. 1" unwillentlich in Philippines Territorium geraten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Öleinsatz an Untergangsstelle von Ausflugsschiff beendet
Update vom 28.11.08
Doubtful Sound, Fiordland-Nationalpark, Südinsel / Neuseeland, 01.12.08 - Environment Southland hat die Ölüberwachung an der Untergangsstelle des Touristenbootes "Waverley" eingestellt, nachdem der größte Teil der 700 Liter ausgelaufenen Öls sich verflüchtigt hatte. Am 29.11. wurde festgestellt, dass nur minimale Mengen von Diesel aus dem Wrack noch austraten. Dies könnte sich noch wochenlang fortsetzen. Der , Doubtful Sound soll weiter überwacht werden, und falls ein größerer Ölaustritt festgestellt würde, könnten sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Trawler drohte gegen Brücke zu treiben
Tromsø, Provinz (Fylke) Troms / Norwegen, 01.12.08 - Auf dem Trawler "Kvitungen" aus Tromsø kam es in der Nacht zum 28.11. im Tromsøysund gegen 1.11 Uhr zu Rauchentwicklung im Maschinenraum. Als zudem die Maschine ausfiel, drohte das Schiff gegen die Tromsø-Brücke zu treiben. Das Rettungsboot "Gideon" konnte den Havaristen so lange sichern, bis um 1.40 Uhr ein Schlepper vor Ort war und die "Kvitungen" um zwei Uhr sicher festmachen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
1. Sektion des U-Bootes "U 534" nach Merseyside verschifft
Merseyside, England / UK, 30.11.08 - Das nach seiner Bergung ehemals in Birkenhead ausgestellte 76,76 Meter lange deutsche U-Boot "U 534" (Typ: IXC/40) soll im Frühjahr 2009 wieder eröffnen. Ein Transportkonsortium aus Merseyside hatte "U-534" für einen Euro erworben, als das Kriegsschiffsmuseum schließen musste. Das Boot wurde mithilfe eines speziellen Diamantdrahtschneiders in vier Sektionen zerlegt und über den Fluss zu seiner neuen Heimat am Woodside Fährterminal transportiert, wo es wieder aufgebaut wurde. Jede der Sektionen wog bis zu 240 Tonnen. Die gesamte Verschiffung dauerte rund einen Monat. Das Boot soll in Merseyside zu einer Touristenattraktion werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Frachter gestrandet, zerbrochen und in Brand
Quy Nhon, Provinz Bình Ðinh / Vietnam, 30.11.08 - Am 27.11. strandete der Frachter "Golden Star" vor Vietnam. An Bord waren 23 Mann Crew, die allesamt von Fischern und Soldaten in der Binh Dinh Provinz gerettet wurden. Der Rumpf des Frachters riss auf, und er begann rasch zu sinken. An Bord waren über 100 Tonnen Öl, mit deren Auslaufen gerechnet wurde. Die "Golden Star" war von Ho Chi Minh City nach China unterwegs gewesen. Sie wollte in Quy Nhon zum Laden einlaufen, als das Unglück passierte. Am 30.11. brach auf dem Achterschiff des Wracks ein Feuer aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Yacht "Nor Easter II" in schwerer See
Cape May, New Jersey / USA, 30.11.08 - Am 30.11. retteten Hilfsschiffe und die Coast Guard sechs Personen von der 46 Fuß langen Yacht "Nor’ Easter II", die drei Meilen vor Cape May zu sinken drohte. Das Boot hatte um acht Uhr Wassereinbruch gemeldet. Ein Rettungsboot aus Cape May übergab eine Lenzpumpe, und die Rettungscrew konnte auch die Leckage orten und abdichten. Danach wurde die "Nor' Easter II" mit zwei Mann Crew zur South Jersey Marina in Cape May geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Zwei Tote in gekentertem Kutter entdeckt
Pillar Point Harbor, San Mateo County, Kalifornien / USA, 30.11.08 - Die U.S. Coast Guard fand in dem Wrack des gekenterten, 22 Fuß langen Kutters "Grady White" am 29.11. zwei Tote. Das Boot war gegen 10 Uhr eine Meile vor Pillar Point Harbor in der Half Moon Bay entdeckt worden. Es wurde gegen 15 Uhr in den Hafen geschleppt. Als es aufgerichtet wurde, wurden die Leichen entdeckt. Es handelte sich um zwei Cousins aus Milpitas, die als erfahrene Fischer galten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Reste der Fähre "Riverdance" vom Strand geräumt
Update vom 23.10.08
Blackpool, Grafschaft Lancashire, England / UK, 29.11.08 - Nach 10 Monaten wurde jetzt das letzte Stück der Fähre "Riverdance" vom Strand Cleveleys geräumt und die Sperrzone aufgehoben. Es hatte Probleme bereitet, weil es metertief in den Sand eingesunken war. Vor etwa 10 Tagen ergab eine Untersuchung des Strandes, dass er keine Metallfragmente mehr enthielt. Damit endete eine mühselige Arbeit für PGC Demolition. Nach Abschluss der Arbeiten wurde der Erfolg allseitig gelobt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Hawaii: Sorgen mit "No Worries"
Insel Moloka'i, Hawaii / USA, 29.11.08 - Am 29.11. barg die U.S. Coast Guard drei Männer von der havarierten 40-Fuß-Yacht "No Worries" 4,5 Meilen östlich von Moloka`i ab. Der Skipper der Yacht hatte gegen 21 Uhr gefunkt, dass das Boot östlich von Hale O' Lono Harbor gestrandet sei und in der Brandung liege. Ein HH-65 Dolphin-Helikopter aus Barbers Point winschte sie von dem Boot auf und brachte sie zu seiner Base zur medizinischen Betreuung. Am folgenden Tag sollte versucht werden, die Yacht zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Frachter vor Bataan aufgegeben
Manila / Philippinen, 29.11.08 - Am Morgen des 29.11. sprang der koreanische Frachter "S-1 SKY" der IBK Captiol vor Corregidor Island leck und entwickelte starke Steuerbordschlagseite. Das Schiff, das von Manila nach Indonesien unterwegs war, musste gegen drei Uhr von seiner 17-köpfigen Crew 30 Meilen westlich von La Monja Island vor der Bataan-Provinz aufgegeben werden. Die sieben Koreaner, acht Burmesen und zwei Philipinos wurden von in der Nähe befindlichen Handelsschiffen gerettet und an Bord eines unter Singapur-Flagge laufenden Schiffes zum Manila International Container Port gebracht, wo sie medizinisch betreut wurden. Der Frachter trieb weiter vor Bataan, Küstenwachteams wollten versuchen, es in Schlepp zu nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
100 Vermisste und fünf Tote bei Fährunglück in Kongo
Mbandaka, Provinz Équateur / Kongo, 29.11.08 - Mindestens fünf Menschen ertranken, rund 100 wurden vermisst, als am Morgen des 28.11. eine Fähre auf dem Ruki-Fluss, rund 40 Kilometer von Mbandaka entfernt im Kongo sank. Die Leichen von vier Kindern und einer Frau wurden aus dem Wasser gezogen. Das Fährboot war mit 150 Personen und Agrarprodukten stark überladen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Suche nach zwei vermissten Fischern eingestellt
Tillamook Bay, Oregon / USA, 29.11.08 - Am 28.11. um 16.31 Uhr wurde die Suche nach zwei Fischern nahe der Nordmole von Tillamook Bay, Oregon, abgebrochen. Sie hatten zur Besatzung des 42 Fuß langen Krabbenkutters "Network" aus Garibaldi gehört, der um 7.42 Uhr dort gestrandet und auseinandergebrochen war. Zwei 47-Fuß-Boote der Station Tillamook Bay und drei HH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Astoria hatten nach dem Unglück sieben Stunden lang ein 15 Quadratmeilen großes Seegebiet abgesucht. Die Kenterung in 16 Fuß hohen Wellen war durch die Crew eins der Rettungsboote bekannt gemacht worden, die die Havarie beobachtet hatte. Beim Versuch, einzulaufen, hatte eine Brandungswelle an der Nordmole den Bug des Kutters abgerissen, der daraufhin umschlug. Nur einer der drei Fischer an Bord, der Skipper, war in der Lage gewesen, sich schwimmend auf die Mole in Sicherheit zu bringen, wo er aufgelesen und ins Tillamook Hospital gebracht wurde.
Ein Ölbekämpfungsteam aus Portland wurde zur Unglücksstelle geschickt, da die "Network" rund 400 Gallonen Diesel in den Tanks gehabt hatte. An der Unglücksstelle war ein leichter Ölfilm zu sehen. Mit ursächlich für das Unglück wurde der schlechte Zustand der Molen von Tillamook Bay gemacht. Die Nordmole, an der die "Network" beim Versuch, einzulaufen, scheiterte, wurde im 1. Weltkrieg erbaut und 1931 auf 5700 Fuß Länge erweitert, verlor aber seither 370 Fuß in der Pazifikbrandung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Baggerschiff geborgen
Update vom 05.11.08
Heysham (City of Lancashire), England / UK, 29.11.08 - SVITZER Salvage BV barg am 25.11. das Baggerschiff "Abigail H", das am 2.11. im Hafen von Heysham gesunken war. Am 17.11. begann die Mobilisierung von Personal und Material in den Niederlanden. Das Wrack lag mit 20 Grad Schlagseite auf schlammigem Grund. Der Schwimmkran "Mersey Mammoth" brachte nach einwöchiger Vorarbeit das Wrack wieder ans Tageslicht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Deutscher Frachter vor Dänemark gestrandet
Nakskov, Insel Lolland / Dänemark, 28.11.08 - Der deutsche Frachter "Hela" (IMO-Nr. 6702284), 861 BRZ, lief am 28.11. gegen Mitternacht bei Enehøje im dänischen Nakskovfjord auf Grund. Das Ölbekämpfungsschiff "Marie Miljø" aus Korsør ging vorsorglich auf Standby. Im Laufe des Tages machte der Schlepper "Storesund" der Svendborg Bugser’s am Havaristen fest und zog ihn am Abend gegen 22 Uhr vom Grund. Danach lief der Frachter nach Nakskov, um seine Ladung zu löschen. Hier sollten Taucher auch den Rumpf auf Schäden untersuchen.
Die 61,76 Meter lange "Hela" wurde 1966 auf der Sietas-Werft erbaut und ist in Stralsund beheimatet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Zwei Mann von brennendem Kutter abgeborgen
Bodø, Provinz Nordland / Norwegen, 28.11.08 - Zwei Mann wurden vor Landegode mit einem Rettungshubschrauber von ihrem brennenden Kutter geborgen. Das Feuer war gegen 16 Uhr ausgebrochen, um 16.15 Uhr waren die Fischer in Sicherheit. Sowohl die Hurtigruten-Fähre "Skogsøy" wie auch das 16,15 Meter lange Rettungsboot "Ruth Opsahl" aus Bodø nahmen Kurs auf den Havaristen. Nachdem die Crew in Sicherheit war, ging die Fähre wieder auf Kurs, das Rettungsboot versuchte, den Maschinenraumbrand zu bekämpfen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
Zwei Tanker bei Kollision leckgeschlagen
Ho-Chi-Minh-Stadt (früher Sàigòn) / Vietnam, 28.11.08 - Der mit 700 Tonnen Dieselöl beladene, vietnamesische Tanker "Gia Dinh SG 4193" und der mit Pflanzenöl beladene Tanker "Imextrans 16" kollidierten am 26.11. vor Saigon. Der vietnamesische Tanker war gerade am Auslaufen, als sich das Unglück ereignete. Beide Schiffe schlugen bei der Kollision leck, Öl lief aus. Auf dem Long Tau River wurden Ölsperren ausgebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2008
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