S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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letzte Änderung: 31. Oktober 2008 - Die Angaben sind ohne Gewähr
Schiffsverband bei Lorch am Rhein festgefahren
Lorch am Rhein, Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen / DE, 31.10.08 - Aufgrund eines Fahrfehlers fuhr sich am Freitag 31.10.2008, gegen 10.15 Uhr ein mit 165 Containern beladener niederländischer Schiffsverband fest. Der aus einem 110 m langem Gütermotorschiff und einem 77 m langem Güterschubleichter bestehende Verband befand sich auf der Fahrt von Ludwigshafen nach Rotterdam. Aufgrund der Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Rüdesheim muss davon ausgegangen werden, dass dem niederländischen Schiffsführer ein Fahrfehler unterlief und er anschließend am rechten Flussufer bei Lorch auf Grund fuhr. Eine Gefahr, dass Gefahrgut, welches auf dem Schiff unter anderem transportiert wurde, in den Rhein gelangte, bestand zu keinem Zeitpunkt. Die Bergungsmaßnahmen dauern derzeit noch an, da zunächst ein Ansteigen des Wasserstandes abgewartet werden soll. Mit Hilfe einiger Schleppschiffe wird das havarierte Schiff dann in tiefes Wasser gezogen.
Quelle: Hessisches Bereitschaftspolizeipräsidium vom 31.10.2008
Barge vor Südafrika droht zu zerbrechen
Update vom 30.10.08
Cape Vidal, iSimangaliso Park, Provinz KwaZulu-Natal / Südafrika, 31.10.08 - Versuche, die beiden 12 Kilometer nördlich von Cape Vidal gestrandeten Zementbargen "Dar 1" und "Dar 2" sind bislang fehlgeschlagen. Die Versuche, die "Dar 1" am 27. und 28.10. von den Felsen zu ziehen, verliefen ergebnislos. Die Arbeiten an der Barge gehen weiter. Schwieriger ist die Lage der "Dar 2", die in Gefahr war, nach weiteren Schäden durch das Arbeiten auf den Felsen auseinanderzubrechen. Wenn die Bergungsvorbereitungen abgeschlossen sind und das Wetter es zulässt, soll durch die "Smit Amandla", die aus Kapstadt im Anmarsch war und die am Nachmittag des 31.10. vor Ort erwartet wurde, ein Abschleppversuch unternommen werden. Dazu wurden bereits spezielle Schleppvorrichtungen auf der "Dar 2" angeschweißt. Wenn alles wie erhofft klappt, könnte die durch Pressluft mit mehr Auftrieb versehen Barge am Nachmittag des 1.11. auf tieferes Wasser gebracht werden.
Derweil haben auch die Eigner des Trawlers "Diomed", der am 26.10. 15 Kilometer südlich der Grenze zu Mosambik auf den Strand trieb, ihre Einwilligung in eine Bergungsaktion gegeben. Dazu wird der Schlepper "Indomitable" aus Durban herangeführt. Er soll die "Diomed" bergen und in ein Trockendock in Maputo zur Inspektion schleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2008
Aufräumen auf Mallorca
Update vom 29.10.08
Palma de Mallorca, Baleareninsel Mallorca / Spanien, 31.10.08 - Von dem Tanker, der in einem heftigen Sturme haben auf der spanischen Insel Mallorca gestrandet war, konnten 20 Tonnen Öl nach Abflauen des Sturms geleichtert werden. Das Schiff lag direkt unterhalb der Küste von Peguera im Bezirk Calvià in der Brandung. Die dreiköpfige Crew war geborgen worden.
Ein Franzose in San Telmo war am 29.10. indes ins Meer gerissen worden, als er sein Boot im Hafen festmachen wollte. Der Rettungsdienste konnten den Mann nur noch tot bergen.
In den Sporthäfen der Insel wurden Dutzende von Jachten und Booten vom Sturm losgerissen und beschädigt. Der Hafen der Inselhauptstadt Palma wurde zeitweilig geschlossen. Der Seenotrettungsdienst musste mehreren Schiffen zu Hilfe eilen, die in dem Unwetter in Not gekommen waren.
Inzwischen wurden Vorwürfe laut, dass zu spät vor den orkanartigen Winden gewarnt worden sei. Als die Alarmstufe Orange gegen 11.30 Uhr ausgelöst wurde, seien die Einsatzkräfte schon seit Stunden in vollem Einsatz gewesen, hieß es. In der Notrufzentrale der Landesregierung wurde darauf verwiesen, dass die Alarmstufe ab 10:14 Uhr galt, drei Minuten, nachdem die Unwetterwarnung eingegangen sei. Besonders in den Gemeinden Calvià und Andratx wurde jedoch kritisiert, dass man erst gewarnt worden sei, als das Wetter-Chaos bereits ausgebrochen war. Der Leiter des meteorologischen Instituts in Porto Pí, Agustí Jansà, erklärte, man habe zunächst lediglich Windgeschwindigkeiten bis zu 70 oder 80 Stundenkilometer erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2008
Angelkutter saß in Noordland fest
Noordland, Neeltje Jans, Provinz Zeeland / Niederlande, 30.10.08 - Am Morgen des 30.10. kam das KNRM-Rettungsboot "Koopmansdank" der Station Noordland dem 10 Meter langen Angelkutter "Jan van Gent" zu Hilfe, der mit fünf Personen an Bord an der Roompotschleuse auf Grund gelaufen war. Die Havarie ereignete sich in dichtem Nebel. Das Schiff legte sich mit ablaufendem Wasser nach Steuerbord über und fiel schließlich trocken. Deswegen unternahm die "Koopmansdank" auch keinen Bergungsversuch. Erst mit der Flut um 14 Uhr konnte das Rettungsboot "Harder" den Sportkutter freischleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2008
Versorger wurde ausgepumpt
Update vom 29.10.08
Den Helder, Provinz Nordholland / Niederlande, 30.10.08 - Der holländische Marineversorger "Hr. Ms Zuiderkruis" liegt wieder normal getrimmt in Den Helder. Am 30.10. gelang es, den Maschinenraum zu lenzen. Spezialisten untersuchen nun den entstandenen Schaden sowie die Ursache der Leckage, die am Vortag das Heck auf Grund gehen ließ.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2008
Düsseldorf - Frontalzusammenstoß zweier Motorschiffe
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen / DE, 30.10.08 - Am 29.10. gegen 21.20 Uhr kam es auf dem Rhein zu einer Kollision. Das 110 Meter lange belgische Binnenschiff "Love Story" (Europa-Nr. 6002845) von D. Behiels, Gent, war bei Kilometer 753 in Bergfahrt. Die entgegenkommende GMS "Eendracht" lief einen Kurs, auf dem Kollisionsgefahr bestand. Der Kapitän der "Love Story" warnte den Talfahrer mehrfach über Schiffsfunk und mit Lichtzeichen, dieser reagierte jedoch nicht, und es kam zu einer Bug-auf-Bugkollision. Die "Love Story" driftete dann zum rechten Flussufer, schlug quer und wurde noch im Bereich der achteren Mittelpollers durch den Bug der "Eendracht" beschädigt. Es entstand erheblicher Sachschaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2008
Kutter gestrandet und zerbrochen
Update vom 29.10.08
Dry Tortugas, Florida / USA, 30.10.08 - Am Morgen des 28.10. kam das Küstenwachschiff "Willow" aus Newport dem Kutter "Lou" zu Hilfe, der um sieben Uhr Wassereinbruch gemeldet hatte. Kurz danach gab die Crew den 75 Fuß langen Shrimper auf und aktivierte das EPIRB, das sie in die Rettungsinsel mitnahm. Die "Willow" war kämpfte sich bei 30 Knoten Wind durch 12 Fuß hohe Seen und traf um 9.15 Uhr vor Ort ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte bereits ein anderer Kutter die Schiffbrüchigen gerettet. Die "Willow" hielt Ausschau nach der "Lou" und fand sie mit schwerer Schlagseite auf einem Riff liegend. Ein Hubschrauber überflog wenig später die Strandungsstelle und beobachtete, dass der Kutter auf seiner Position rund sechs Meilen nördlich des Fort Jefferson National Park in den Dry Tortugas zerbrochen und gesunken war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2008
Info: Der Dry Tortugas (Fort Jefferson) Nationalpark ist ein US-Nationalpark im Golf von Mexiko, am Ende der Inselkette Florida Keys, 70 Meilen (113 km) westlich von Key West.
Datteln: Ramming in der Schleusenkammer
Datteln, Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen / DE, 30.10.08 - Am Dienstag, 28.10.2008, gegen 10:50 Uhr, stoppte ein leeres Tankmotorschiff bei der Einfahrt in die Schleuse Datteln, WDK –km 60.00, nicht rechtzeitig und rammte den Anstoßbalken. Dessen Holzverkleidung zersplitterte und das TMS hatte einen etwa 5 x 5cm großen Riss im Bugbereich. Verletzte gab es nicht, die große Schleusenkammer musste jedoch bis 13:00 Uhr gesperrt werden.
Quelle: WSP NRW vom 30.10.2008
Gestrandeter Tankverband blockierte Rhein
Gernsheim, Landkreis Groß-Gerau, Hessen / DE, 30.10.08 - Bei Gernsheim, Rheinkilometer 463, lief am 29.10. ein leerer Binnentanker mit längsseits angekoppeltem Verband gegen 16.10 Uhr auf eine Sandbank. Das Schiff befand sich auf Talfahrt in Höhe des Gernsheimer Hafenbeckens II, als die Maschine ausfiel. Die Besatzung brachte sofort einen Anker aus. Der Verband trieb mit dem Heck auf den Gernsheimer Grund und blockierte den Rhein in der dortigen Kurve auf ganzer Breite. Zuerst wurde versucht den Verband zu stabilisieren. Ein sich in der Nähe befindlicher Schubverband einer örtlichen Kiesfirma nahm den Havaristen längsseits und schleppte ihn zum Gernsheimer Hafenbecken II. Das 180 Meter lange Binnenschiff war von Basel nach Rotterdam unterwegs. Verletzt wurde niemand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2008
Drei Schiffe vor Finnland gestrandet
Update vom 29.10.08
Sankt Petersburg / Russland, 30.10.08 - Bis zum 29.10. verliefen Versuche, den russischen Frachter "Lotos", der vor Finnland gestrandet ist, erfolglos von einem Felsen zu ziehen. Am Nachmittag wurde ein zusätzlicher Schlepper aus St. Petersburg gerufen. Am Abend traf ein weiterer, stärkerer Schlepper ein. Ein Notfallschlepper blieb rund um die Uhr vor Ort. Taucher sollten den Schaden untersuchen. Der Frachter ist am Bug leckgeschlagen, und Wasser drang in die vordere Abteilung. Das Einhüllenschiff hat 37 Tonnen Brennstoff an Bord. Es sitz auf einem Inselchen mit einem Navigationslicht 10 Meilen südwestlich der Insel Suursaari. Die 12-köpfige Crew war nach der Strandung am Abend des 28.10. aus der Luft abgeborgen worden und kehrte am Folgetag nach Russland zurück. Die Ladung des Schiffes besteht aus verschiedenen Gütern, darunter medizinischer Ausrüstung.
Bereits am 23.10. war der Schlepper "Polaris" (IMO-Nr. 6411421) mit der Barge "Aragorn" westlich der Hanko-Halbinsel gestrandet. Ein Teil der Crew wurde nach der Havarie betrunken vorgefunden.
Am 25.10. trieb der 137 Meter lange polnische Frachter "Inowroclaw" (IMO-Nr. 7804053) auf der Insel Korkeasaari, der Heimat des Zoos von Helsinki, auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2008
Kollision auf Jungfernfahrt
Busdan / Südkorea, 30.10.08 - 36 indische Seeleute blieben unversehrt, als ihr Tanker "Desh Viraat", 319000 tdw, am Abend des 29.10. vor Südkorea mit einem kambodschanischen Schiff kollidierte. Der Kollisionsgegner sank, die 12-köpfige Crew aus Vietnam und China wurde von der koreanischen Küstenwache gerettet. 10 Mann wurden unmittelbar nach der Kollision geborgen, zwei weitere später aus einer Rettungsinsel. Die "Desh Viraat" ging zur Untersuchung in Busan vor Anker, der Kapitän und der 2. Ingenieur wurden zur Marinepolizei gebracht. Das Unglück ereignete sich bei 3 Bf und glatter See.
Die "Desh Viraat" war auf der Jungfernfahrt von Okpo nach Yosu in Südkorea. Sie wurde bei Daewoo Shipbuilding and Marine Engineering (DSME) in Okpo erbaut. Es handelt sich um den größten Tanker unter indischer Flagge. Die Shipping Corporation of India (SCI) hat noch ein Schwesterschiff im Bau.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2008
Kran soll Kran heben
Dintelsas, Provinz Noord-Brabant / Niederlande, 30.10.08 - Die Bergung des in Holland gesunkenen Schwimmkrans "Leendert Jan" begann am 29.10. Ein 400-Tonnen-Kran von GPS machte sich daran, das Wrack, dessen Ausleger 38 Meter hoch das Wasser der Dintel überragte, anzuheben. Am 25.10. war der 100-Tonnen-Schwimmkran der holländischen Firma BST vor der Manders-Schleuse in Dintelsas binnen einer halben Minute gesunken. Die Crew hatte sich auf einen Ponton retten können. Das Unglück ereignete sich, als das 26,00 Meter lange Fahrzeug, wie schon etliche Male zuvor, in die Schleuse einlaufen wollte. Da diese nur 11 Meter breit ist, Kran und angekoppelte Pontons aber 14 Meter breit waren, wurden diese losgeworfen. Die an Backbord befindlichen Gewichte, der leere Steuerbord-Brennstofftank sowie Wind von Steuerbord ließen den Kran kentern. Die Schifffahrt durch die Schleuse blieb möglich. Nun soll ein Kran von GPS den Kollegen heben, der aber ein Totalverlust sein dürfte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2008
Tödlicher Unfall auf Schleuse Brunsbüttel
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 29.10.08 - Eine gebrochene Leine hat einen Festmacher an der Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel tödlich verletzt. Der 33-Jährige wurde am Abend des 28.10. in die Tiefe gerissen, als eine der beiden Vorleinen des Tankers "Covadonga" (IMO-Nr. 9300489) brach. Er stürzte knapp sechs Meter in das Schleusenbecken ab. Die Trosse war beim Ablegemanöver des unter der Flagge von Panama fahrenden Schiffes aus bisher unbekanntem Grund gebrochen. Der Schleusenarbeiter war zum Loswerfen dieser Leine eingeteilt. Ein Kollege konnte ihn wenig später aus dem Wasser bergen und auf einen Holzfender ziehen. Wiederbelebungsversuche scheiterten jedoch. Ein Notarzt stellte kurz darauf den Tod des Mannes fest. Der 120 Meter lange Tanker konnte nach Abschluss der Ermittlungen an Bord noch in der Nacht die Reise nach Spanien fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2008
Keine Bergung dreier vor Südafrika gestrandeter Fahrzeuge in Sicht
Update vom 28.10.08
Cape Vidal, iSimangaliso Park, Provinz KwaZulu-Natal / Südafrika, 29.10.08 - Die Bargen "Dar 1" und "Dar 2", die nördlich von Cape Vidal am 23.10. strandeten, haben bislang Versuchen der "Thunderer", sie zu bergen, widerstanden. Nun wird die Ankunft eines zweiten Schleppers aus Kapstadt erwartet. Im Krankenhaus in Richards Bay gab derweil eines der beiden verletzten Besatzungsmitglieder zu Protokoll, dass sie im Ruderhaus gewesen seien, als eine gewaltige Welle über das Schiff brach und sie durch den Raum schleuderte. Dabei erlitten die beiden Männer Knochenbrüche. Der Schlepper war daraufhin gezwungen, die Versuche, die am 22.10. in der Richards Bay losgerissenen Bargen wieder einzufangen, abzubrechen. Ein Hubschrauber aus Richards Bay versuchte dann, einen Seenotretter auf dem Schlepper abzusetzen, doch dieser arbeitete in acht Meter hohen Wellen so schwer, dass der Versuch abgebrochen werden musste und der Schlepper nach Richards Bay einlief.
An der Lage des kurz darauf etwas nördlich gestrandeten, zypriotischen Trawlers "Diomed" hat sich ebenfalls wenig verändert. Er liegt weiterhin nahe der KwaZulu-Natal-und Mozambique-Grenze auf dem Strand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2008
Öl läuft aus Schlepperwrack aus
Update vom 29.10.08
New Orleans, Louisiana / USA, 29.10.08 - Die US Coast Guard arbeitete nach dem Untergang des Schleppers "Miss Janice" auf dem Mississippi am 28.10. mit örtlichen Behörden zusammen, eine Ölverschmutzung zu beseitigen. Der Hafenschlepper war gegen 11 Uhr untergegangen, seine vierköpfige Crew wurde von einem anderen Schiff gerettet. Das Schlepper gehört dem Western Rivers Boat Management, das die Oil Mop Inc. beauftragte, das ausgelaufene Öl zu beseitigen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2008
Seglerrettungsdrama vor Atlantic City
Atlantic City, New Jersey / USA, 29.10.08 - 102 Meilen südöstlich von Atlantic City, New Jersey, geriet am 29.10. eine Yacht mit drei Personen an Bord in Seenot. In einem Großeinsatz der Küstenwache gelang es, zwei der Segler lebend zu retten, ein dritter kam ums Leben. Die 44 Fuß lange "Freefall" hatte nach Aktivierung des EPIRB eine Suchaktion ausgelöst. Ein C-130J und ein MH-60 Jayhawk-Helikopter starteten von der Air Station Elizabeth City. Sie konnten aber bei 40-50 Fuß hoher See, bis zu 50 Knoten Wind und Regen die Segler nicht aufwinschen. Statt dessen stieg ein Rettungsschwimmer ab, und einer der Segler ging ins Wasser, um einen Rettungskorb zu besteigen. Doch dieser wurde, wie auch das Kabel, beim Versuch, ihn hochzuziehen, von einer großen Welle beschädigt. Daraufhin warf die Hubschraubercrew eine Rettungsinsel ab, in die der Segler bugsiert werden konnte. Dann verletzte eine weitere Riesenwelle den Rettungsschwimmer, und der Segler stürzte aus der Insel zurück in die See. Der Rettungsschwimmer konnte ihn nicht mehr erreichen.
Die Hubschraubercrew aktivierte das Emergency Recovery Device (ERD), um nun den Rettungsschwimmer aus dem Wasser zu bekommen. Diese manuelle Einrichtung wird nur in extremsten Umständen benutzt, und die Person, die sie nutzt, muss trainiert sein und eine Rettungsleine angelegt haben. Ohne Möglichkeit, noch etwas auszurichten, drehte der Hubschrauber nach erfolgreichen Durchführens dieses Manövers nach Atlantic City ab, wo der verletzte Rettungsschwimmer medizinisch versorgt werden sollte.
Die Coast Guard ließ statt dessen zwei MH-65 Dolphin-Helikopter aus Atlantic City sowie einen HU-25 Falcon-Jet und einen MH-60 Jayhawk Helikopter aus Cape Cod aufsteigen. Außerdem nahmen die jeweils 270 Fuß langen Küstenwachschiffe "Northland" und "Seneca" sowie die 87 Fuß lange "Mako" Kurs auf die "Freefall". Die Helikopter aus Atlantic City konnten die Position der Yacht bestimmen und an die herannahenden Retter aus Cape Cod weiterleiten. Sofort nach dem Eintreffen barg der Huschrauber aus Cape Cod den im Wasser treibenden Segler und flog ihn unverzüglich nach Atlantic City, wo er aber für tot erklärt werden musste. Einer zweiten MH-60 Jayhawk-Hubschraubercrew aus Elizabeth City gelang es, die beiden übrigen Segler von ihrem Boot abzubergen und zur Air Station Atlantic City zu fliegen. Hier wurden sie AtlatiCare Regional Medical Center eingeliefert. Sie hatten leichte Unterkühlungen, waren aber in insgesamt guter Verfassung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2008
Baggerponton auf der Elbe nahe Zerbst gesunken
Zerbst, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt / DE, 29.10.08 - Auf der Elbe nahe Zerbst (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) ist am Dienstagabend (28.10.) ein Baggerponton teilweise gesunken. Wie die Wasserschutzpolizei in Magdeburg am Mittwoch mitteilte, hat der Schiffsführer durch Ansteuern flacheren Wassers das vollständige Sinken des Pontons gerade noch verhindern können. Nach ersten Erkenntnissen war wegen zu hoher Geschwindigkeit Wasser in den Ponton eingedrungen. Im Tagesverlauf soll der Baggerponton geborgen werden. Die Schifffahrt auf der Elbe sei durch den Unfall nicht behindert, hieß es.
Quelle: mz-web vom 29.10.2008
Frachter strandete über Pipeline
Perth, Schottland / UK, 29.10.08 - Am 29.10. um 3.30 Uhr lief der unter Bahamas-Flagge registrierte Frachter "Celtica Hav", 1521 BRZ (IMO-Nr. 8422022), vor dem Elcho Castle in der Tay-Mündung nahe Perth auf Grund. Der Bug kam oberhalb einer Naturgaspipeline zu liegen, die sich 2,75 Meter unter dem Meeresgrund befindet. Die 224 Kilometer lange, von St. Fergus in Aberdeenshire nach Mosmorran in Cowdenbeath verlaufende Shell-Pipeline, in der Ethan, Propan und Butan transportiert wird, ist in Beton eingebettet. Sie blieb in Betrieb. Die "Celtica Hav" war mit Weizen beladen nach Perth unterwegs. An Bord waren sieben Mann Crew. Die Küstenwache hoffte, dass das Schiff mit der Flut um 15.30 Uhr wieder flottgemacht werden könnte. Tatsächlich gelang es bereits um 14.40 Uhr, den Frachter unter Assistenz des Hafenschleppers "The Fair Maid" zu befreien, und abends lief er ins vier Meilen entfernte Perth ein. Hier sollte die aus Deutschland kommende Weizenladung gelöscht werden. Die 82 Meter lange "Celtica Hav" war 1984 bei Peters in Wewelsfleth erbaut worden. Derzeit gehört sie dem Hav Shipmanagent in Oslo.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Frachterkollision vor Holland
Insel Vlieland, westfriesische Insel / Niederlande, 29.10.09 - Am 29.10. kollidierte auf der Nordsee der 133,60 Meter lange Containerfrachter "Aquarius J", 3218 BRZ (IMO-Nr. 9296987), mit dem 74 Meter langen, unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Frachter "Sina B" (IMO-Nr. 8407230), 1298 BRZ. Das Unglück ereignete sich 30 Kilometer nordnordwestlich von Vlieland. Beide Schiffe wurden leicht im Bugbereich beschädigt. Die unbeladene "Sina B" war unterwegs von Moerdijk, die "Aquarius J" unterwegs von Amsterdam nach Göteborg.
Die "Sina B" wurde 1984 bei Surken Hermann in Papenburg als "Neil B." erbaut. Derzeitiger Eigner ist die Bockstiegel-Reederei in Emden. Die unter derselben Flagge laufende "Aquarius J" entstand 2004 auf der Hegemann Rolandwerft in Bremen als "C2C Aquarius". Sie gehört den Jungerhans Maritime Services, Haren-Ems.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Marineversorger versackt
Den Helder, Provinz Nordholland / Niederlande, 29.10.08 - Am Morgen des 29.10. kam es auf dem 1974 erbauten holländischen Versorger "Hr. Ms. Zuiderkruis" (A 382) zu einem Wassereinbruch in der Marinebasis von Den Helder. Das Schiff sackte mit dem Achterschiff auf den Hafengrund. Das Heck lag zwei Meter tiefer als normal. Die Marinefeuerwehr versuchte, das Schiff zu lenzen. Eine Ölsperre wurde ausgelegt. Taucher stiegen ab, um die Ursache des Wassereinbruchs zu finden. Alle Motoren, Generatoren und elektrische Einrichtungen standen unter Wasser, sodass ein möglicher Totalverlust befürchtet wurde. Der Versorger lag zu Überholungsarbeiten am Kai. Es war keine Besatzung an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Stürme auf Mallorca - Kleiner Tanker gestrandet
Palma de Mallorca, Baleareninsel Mallorca / Spanien, 29.10.08 - Bei Peguera im Bezirk Calvià auf Mallorca wurde im Sturm ein kleines Tankschiff von den Wogen gegen einen Felsen geworfen und leckgeschlagen. Die drei Besatzungsmitglieder wurden geborgen. Zunächst war nicht bekannt, wie viel Treibstoff aus dem Schiff ins Meer gelangte. Der Tanker hatte allerdings nur ein Fassungsvermögen von 15 Tonnen.
In den Sporthäfen der Insel wurden Dutzende von Jachten und Booten vom Sturm losgerissen und beschädigt. Der Hafen der Inselhauptstadt Palma wurde zeitweilig geschlossen. Der Seenotrettungsdienst musste mehreren Schiffen zu Hilfe eilen, die in dem Unwetter in Not gekommen waren.
Ein Franzose ist in San Telmo ins Meer gerissen worden, als er sein Boot im Hafen festmachen wollte. Der Rettungsdienste konnten den Mann nur noch tot bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Deutscher Fischtrawler als Umweltsünder überführt
Bremerhaven-Fischereihafen, Land Bremen / DE, 29.10.08 - Umfangreiche Ermittlungen der Wasserschutzpolizei an Bord eines deutschen Fischtrawlers in Bremerhaven am 28.10.08 ergaben, dass das Schiff nördlich von Schottland ca. 800 Liter ölhaltiges Bilgenwasser illegal ins Meer gepumpt hat. Ursache war ein Defekt der Bilgenentöleranlage, der auf mangelnde Sorgfaltspflicht des verantwortlichen Ingenieurs zurückzuführen ist. Gegen den 58 Jahre alten deutschen Ingenieur wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Gesetzlich erlaubt ist die Einleitung von Bilgenwasser mit einer ölhaltigen Verunreinigung von 15 parts per million ( ppm ). Eine Laboranalyse ergab im vorliegenden Fall einen Wert von 244 ppm.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 29.10.2008
Holzfrachter auf Riff gelaufen
Munda, Insel New Georgia / Salomonen, 29.10.08 - Der 100 Meter lange chinesische Holzfrachter "Yin Hai" lief am 26.10. um 5.40 Uhr nahe Munda auf Grund. Seither wurden keine Bergungsversuche gestartet. Das Schiff liegt in einem geschützten Gebiet von Dunde, das als fischreicher Tauchgrund gilt. Der Rumpf sitzt zu 75 Prozent auf. Der Kapitän war 500 Meter nördlich vom Kurs abgekommen. Er machte ein fehlendes Licht auf dem Riff für die Strandung verantwortlich.
Die "Yin Hai" war unterwegs nach Süd New Georgia, um in dem Holzhafen Putagita Fracht zu nehmen. Bereits vor 10 Jahren war ein Holzfrachter auf dem Riff geestrandet und hatte schwere Schäden hinterlassen, für die keine Entschädigung gezahlt wurde. Diesmal sollte keine Bergung begonnen werden, bis eine Kompensation bezahlt ist. Drei Tage nach der Strandung war die Crew noch an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Info: Die Salomonen (Solomon Islands) sind ein Inselstaat im Südwesten des Pazifiks, östlich von Neuguinea.
Kollision im Ärmelkanal
Ärmelkanal (English Channel), 29.10.08 - Der 91,25 Meter lange englische Frachter "Scot Isles", 2.365 BRZ (IMO-Nr. 9243930), und der 184 Meter lange ägyptische Bulkcarrier "Wadi Halfa", 22.895 BRZ (IMO-Nr. 8309866), kollidierten am 29.10. um 4.30 Uhr 21 Meilen vor der Küste von Kent östlich von Ramsgate. Die 2001 als "Eclips" in Holland erbaute "Scot Isles" nahm danach mit einer Geschwindigkeit von rund vier Knoten Kurs auf Dunkerque (Dünkirchen, Frankreich) , wo sie untersucht werden sollte. Die 1985 in Ulsan (Südkorea) erbaute "Wadi Halfa" konnte ihre Reise nach Bremen fortsetzen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Dover Coastguard leitete eine Ermittlung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
20 Prozent der "Princess of the Stars" von Tauchern durchsucht
Update vom 27.10.08
San Fernando, Provinz Romblon / Philippinen, 29.10.08 - Taucher von Harbor Star haben am 28.10. rund 20 % des Wracks der "Princess of the Stars" durchsucht. Dabei wurden am 4. Tag der Aktion 17 Tote geborgen, womit die Gesamtanzahl geborgener Leichen auf 40 stieg. Deck C, der vordere Salon und der Speisesaal wurden bislang untersucht. Die Aktion soll zwei Wochen dauern. Die Toten werden in Leichensäcken an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Hubschrauber sollen Wrack entfernen
Bay of Plenty, Nordinsel / Neuseeland, 29.10.08 - Das 97 Tonnen - Fischerboot "San Cuvier", der am 27. Juli 2008 in der Bay of Plenty strandete, soll in Stücke zerschnitten werden, die ein Hubschrauber aus der entlegenen Ecke abtransportiert. Das 18 Meter lange Fischerboot steckt seit seiner Strandung zwischen Felsen fest. 18 Tonnen Schadstoffe wurden entfernt. Das übrige sollen nun ein Schwerlasthubschrauber sowie kleinere Helikopter binnen drei Wochen räumen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Frachter vor Finnland evakuiert
Sankt Petersburg / Russland, 29.10.08 - Am 28.10. um 21.27 Uhr lief der 86 Meter lange russische Frachter "Lotos", 1781 BRZ (IMO-Nr. 8876560) auf Felsen vor der Insel Gogland im finnischen Meerbusen auf 59.57.9 N 26.40.7 O. Zwei Abteilungen und die Vorpiek liefen voll. Das Schiff hatte eine Ladung von 220 Tonnen medizinischer Ausrüstung in Containern an Bord, die nach St. Petersburg bestimmt war, sowie 37 Tonnen Bunkeröl. Die russische "Kazakh" wurde zum Havaristen geschickt, bis am 29.10. um vier Uhr die Schlepper "Neptun" und "Vyborg" sowie das Küstenwachschiff "Korolev" vor Ort waren. Um 3.20 Uhr berichtete die "Lotos", das der Maschinenraum vollgelaufen sei. Vor Ort herrschte eine Wellenhöhe von 0,7 Metern. Das Rettungszentrum in St. Petersburg beschloss, dass die Crew evakuiert werden sollte. Weil es auf russischer Seite an Hubschraubern mangelte, wurde das finnische Rettungszentrum um Hilfe gebeten. Um 6.45 Uhr waren alle 12 Mann abgeborgen und wurden nach Kotka, Finnland gebracht. Das 1985 erbaute Schiff lag verlassen auf den Felsen. Es gehört der Small Business Credit Bank Rostov-on-Don und wird gemanagt von der JSC Riversea, Rostov-on-Don.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
"Britannic" soll Unterwassermuseum werden -
Neue Untergangstheorie zum Schwesterschiff "Titanic"
Griechenland, 29.10.08 - 92 Jahre nach ihrem Untergang am 21.11.1916 soll das Wrack von HMHS "Britannic" zu einem Unterwassermuseum werden. Das 269 Meter lange Schwesterschiff der "Titanic" war an jenem Tag um 8.12 Uhr bei Kea vor Griechenland auf eine Mine gelaufen, die das Vorschiff beschädigte. Mit unerwarteter Geschwindigkeit legte sich der als Hospitalschiff genutzte Liner nach Steuerbord über und musste aufgegeben werden. Fischer retteten die meisten der 1036 Besatzungsmitglieder, Ärzte und Krankenschwestern. 30 Personen kamen ums Leben. Sie starben, weil zwei Rettungsboote ohne Kenntnis der Schiffsführung abgefiert und von den Propellern zerschmettert wurden. Sie arbeiteten noch, weil das Schiff auf Grund gesetzt werden sollte. Doch eine halbe Stunde nach der Explosion lag es bereits auf seiner Steuerbordseite in 122 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund.
Die "Britannic" war im Februar 1914 in Belfast vom Stapel gelaufen und ging ein Jahr darauf nach seiner Ablieferung direkt in den Kriegsdienst. Nach dem Untergang blieb es bis zu seiner Wiederentdeckung durch den französischen Meeresforscher Jacques Cousteau 1975 in Vergessenheit. Seither stieg nur eine Handvoll Taucher zum Wrack ab. Dies könnte sich 2009 ändern. Der britische Historiker Simon Mills erwarb das Wrack 1996 von der US-Regierung. Er möchte mit mehreren U-Booten je drei bis vier Passagiere in die Tiefe bringen. Im Gegensatz zur "Titanic", die von Eisen fressenden Bakterien zusehends zersetzt wird, ist die "Britannic" hervorragend erhalten.
Um deren Untergang gibt es derweil neue Spekulationen. Angeheizt werden sie durch den Autor Brad Matsen, der für sein Buch "Titanic's last Secrets" in Archiven gestöbert und mit Computeranimationen gearbeitet hat. Er ist überzeugt, dass, um Gewicht zu sparen, die Konstrukteure wenig belastbares Material verbaut hatten. Die Stahlplatten waren nach Matsens Ansicht zu dünn, die Verbindungsnieten viel zu schwach. Deswegen sei die "Titanic" nicht wegen des eindringenden Wassers gesunken, sondern weil der Rumpf mittschiffs einriss. Das Ende sei völlig überraschend gekommen. Plötzlich brach das leckgeschlagene Schiff auseinander, die beiden Teile sanken dann binnen weniger Minuten. Matsens Meinung nach wusste die "White Star Line" schon kurz nach dem Unglück von den Konstruktionsmängeln. Aus Angst vor Klagen sollen die Verantwortlichen den Pfusch vertuscht haben. Die Theorie wird gestützt durch neue Wrackfunde: Taucher entdeckten an der Untergangsstelle Stahlteile, die eine Computeranimation dem Boden des von Rost und Schleim überzogenen Wracks zuordnete. Matsen kombinierte den Fund mit bislang unter Verschluss gehaltenen Akten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Gesunkener Schlepper gefährdet Trinkwasserversorgung
Gretna, Louisiana / USA, 28.10.08 - Auf dem Mississippi in Gretna sank nahe der 7th Street Wharf am Morgen des 28.10. ein Schlepper. Ein anderes Schiff, das die Unglücksstelle passierte, rettete die Crew. Wegen möglichen Dieselaustritts mussten die Wasserentnahmestellen in Gretna unterhalb der Unglücksstelle vorsorglich geschlossen werden. Ölsperren wurden ausgelegt. Die Anwohner wurden zum Wassersparen aufgerufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Info: Gretna ist eine Stadt im US-Bundesstaat Louisiana und liegt am Westufer des Mississippi River und gehört zur Metropolregion New Orleans, das am gegenüberliegenden Ufer liegt.
Schwergutfrachter verlor Rig im Atlantik
Nordatlantik, 28.10.08 - Der norwegische Schwergutfrachter "HeavyLift Ancora", 38722 GRT (IMO-Nr. 8616568), der Ocean Heavy Lift ASA (OHL) verlor in der Nacht zum 27.10. in schwerer See der auf Deck gestaute Jack-Up-Rig "KS Titan 1" der Casadilla Group, einem Joint Venture der Eta und KS Energy, im Nordatlantik. Der Unfall ereignete sich, nachdem der Frachter mit Maschinenschaden gestoppt lag und in schwerer See ins Rollen geriet. Die "KS Titan 1" rutschte nach Steuerbord, und kenterte, nachdem sie schließlich in die See gestürzt war. Die 1989 erbaute "Heavy Lift Ancora" erlitt nur leichte Schäden am Oberdeck, Menschen kamen nicht zu Schaden, und die Maschine konnte später repariert werden. Der Transport war unterwegs von Pascagoula im Golf von Mexiko nach Liverpool, doch nun wird das leere Transportschiff wohl in die USA zur Inspektion und zur Vorbereitung der nächsten Ladung zurückkehren.
Die mit Eigenantrieb ausgestattete "KS Titan 1" sollte für 817 Tage in Charter der Siemens Wind Power A/S bis zum 31.12.2010 in der Nordsee vor England und Dänemark bei der Installation von Windturbinen und Instandhaltungen tätig sein. Der Wert des Kontraktes betrug 43,9 Millionen Dollar. Gemanagt werden sollte "KS Titan1" durch die Atlantic Oilfield Services, einer Gesellschaft von KS Energy, die mit der "KS Titan1" zwei Rigs und einen Halbtaucher in der Nordsee gehabt hätte. Die Rigs sind die "Atlantic Rotterdam" und "Safe Esbjerg", die beide für Maersk Oil vor Dänemark tätig sind. Die "KS Titan 1" konnte in Wassertiefen bis zu 200 Fuß operieren und war mit Unterkünften für 50 Mann sowie zwei Kränen von je 180 Tonnen Hebekraft ausgestattet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Anhörung zum "Katmai"-Untergang fortgesetzt
Update vom 28.10.08
Anchorage, Alaska / USA, 28.10.08 - Die Anhörung des Marine Board of Investigation zum Untergang der "Katmai" ging am 28.10. in die zweite Runde. Zwei weitere Überlebende berichteten über ihre Sicht der Dinge, auch der Pilot des Rettungshubschraubers und zwei Rettungsschwimmer kamen zu Wort. Einer der Fischer, Schroder, war in 32 Jahren auf rund 100 Kuttern tätig. Er war im Juli 2008 auf die "Katmai" gekommen. Er sagte aus, wie er nach dem Wassereinbruch noch versucht hatte, einen Kran in Betrieb zu nehmen, um Gewichte auf dem Deck zu bewegen, doch es gab keine Energie mehr für den Kran. Beide Männer berichteten, wie nach dem Untergang die Rettungsinsel in den Wellen umhergeworfen wurde, und wie die Fischer immer wieder ins Wasser geschleudert wurden. Nach jedem Mal wurde durchgezählt, um festzustellen, ob und wer fehlte.
Die Seenotretter berichteten, wie sie die Überlebenden winken sahen. Ein Rettungsschwimmer wurde abgewinscht und half allen Schiffbrüchigen an Bord. Alle waren trotz der Strapazen noch in recht guter Verfassung.
In einem Blog des Küstenwachkutters "Acushnet" hieß es derweil, sie seien am 22.10. um 10 Uhr alarmiert worden, als sie vor einem Sturm, der nicht nur irgendein Sturm, sondern ein Monster gewesen sei, Lee im Beaver Inlet gesucht hätten. Der Wind heulte mit 110 Meilen, die Seen waren 35 Fuß hoch, als der Orkan, dessen Zentrum sich südlich der Aleuten befand, ostwärts zog. Die "Acushnet" befand sich 500 Meilen von der "Katmai" entfernt. Gegen den Sturm konnte das Schiff nur mit 10,5 Knoten angehen. Erst nach der Passage des Unalga Pass konnten 15 Knoten erreicht werden. Von der 24 Fuß hoch gelegenen Brücke waren bei den herrschenden Wellenhöhen mitunter nur Wasserwände zu sehen. Die hohe Geschwindigkeit konnte nur erreicht werden, weil das Schiff mit den Wellen ritt und nicht dagegen angehen musste. Wenn die "Acushnet" über den Wellenrücken glitt, musste extrem aufgepasst werden, dass sie nicht außer Kontrolle geriet und querschlug. Am Sequam Pass nahm der Sturm etwas ab, weil er südlicher als vorhergesagt passierte, und der Wind drehte zurück von Ost auf Nord, hatte aber immer noch Geschwindigkeiten über 75 Meilen. Die Schiffsführung beschloss, den Seguam Pass zu nehmen und die Aleuten als Windschutz zu nutzen, um mit maximaler Geschwindigkeit westwärts voranzukommen. Schnee und Eis behinderten die Retter zusätzlich.
Am 23.10. kurz vor Mitternacht war die "Acushnet" im Einsatzgebiet. Sie hatte in 37 Stunden 500 Meilen zurückgelegt. Vor Ort waren bereits mehrere Luftretter aus Kodiak und von der Alaska Air National Guard Aircraft. Der "Acushnet" wurde ein Suchpattern zugewiesen, und die nächsten Tage kämmte sie die See ab. Es fanden sich aber nur kleine Trümmerteile, der größte Fund war ein Eimer. Im Ausguck gaben die Seeleute zwar alles und blieben länger als vorgesehen freiwillig auf Posten, obwohl Schneeschauer vom Himmel fegten und der Wind stets über 25 Knoten blieb. Die Wellenhöhe betrug 18 Fuß. Nachdem die Küstenwache das Ende des Einsatzes verfügt hatte, durchfuhr die "Acushnet" ein letztes Mal das Seegebiet. Als sie abdrehte, hatten die Retter die Höhen – das Auffinden der vier Überlebenden durch einen HH 60 – und die Tiefen, die Entdeckung der Toten, durchlebt. Zwei Mann mussten für verloren erklärt werden, eine immer wieder harte Entscheidung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Kutter riss sich los und strandete
Searsport, Waldo County, Maine / USA, 28.10.08 - Am Morgen des 26.10. strandete ein Hummerkutter, der sich in Searsport losgerissen hatte, auf Felsen an der Küste. Das 30 Fuß lange Fiberglasschiff der Lobster Shack and Seafood in Waldo County wurde binnen zwei Stunden geborgen. Das Boot war von seinen Moorings von starkem Wind losgerissen worden und trieb in flaches Wasser, wo er gegen Felsen geschlagen wurde und im Kielbereich leckschlug. Dadurch sackte der Kutter ab, blieb aber teilweise über Wasser. Mithilfe der Otis Enterprises Marine Corps, Baxter Cook House & Building Movers und des Belfast Boatyard konnten Trossen von zwei Lastern aus an Bug und Heck festgemacht werden. Zwei Kräne hoben den Havaristen dann auf einen Truck und brachte ihn zum Belfast Boatyard. Der Kutter hat einen Wert von 100,000 Dollar. Obwohl der Motor unter Wasser stand, dürfte das Schiff reparaturfähig sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Kutter vor Finistère gesunken
Brest, Département Finistère, Region Bretagne / Frankreich, 27.10.08 - Am 27.10. gegen 14 Uhr geriet der Kutter "Keravel" aus Morlaix mit zwei Mann Crew acht Kilometer nördlich von Roscoff (Département Finistère) in Seenot und sank. Die "Garlizen" lief aus Morlaix aus und barg die beiden Fischer aus einem Rettungsboot. Auch der Trawler "Malouin Cézembre" lief zur Unglücksposition. Ein Hubschrauber sichtete bei einem Kontrollüberflug einen leichten Ölfilm, der von einer Tonne Diesel, die der Kutter an Bord hatte, herrühren dürfte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Kollision vor Azov
Update vom 20.10.08
Asow (Azov) Oblast Rostow / Russland, 24.10.08 - Am 23.10. um 6.45 Uhr kollidierte der 96 Meter lange russische Tanker "Tara 1", 3515 BRZ (IMO-Nr. 8960153), mit dem 138,30 Meter langen russischen Frachter "Volgo Don 5077", 3958 BRZ (IMO-Nr. 8866618) auf de Don-Fluss bei Kilometermarke 3170. Die Havarie bei Azov ereignete sich, als der 1982 erbaute Tanker der Palamli den 28 Jahre alten Frachter der North-West-Shipping aus St. Petersburg passierte. Beide Schiffe wurden leicht am Rumpf beschädigt. Sie mussten auf Azov Reede zur Inspektion vor Anker gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2008
Noch ein Frachter im Kieler Nordhafen festgelegt
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 28.10.08 - An den Trossen der Schlepper "Bugsier 2" und "Bugsier 14" wurde am 27.10. der beschädigte Frachter "Beluga Sensation" durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Hamburg gebracht. Er soll ab dem 29.10. für vier Tage zur Reparatur in eine Werft gehen. Der auf dem Weg von Klaipeda unversehens gestoppte Kollisionsgegner "Jerome H" lag derweil unverändert im Kieler Nordhafen.
Dort landete im Laufe des Tages aus ganz anderem Grunde noch ein weiterer mit einem Fahrverbot belegter Frachter: Die von Klaipeda nach Ghent unterwegs befindliche, dominikanische "Baltiyskiy 109" (IMO: 7612515) war auf dem Nord-Ostsee-Kanal von ihrem Lotsen notgestoppt worden, weil dieser festgestellt hatte, dass der Kapitän des Schiffes angetrunken war. Der Lotse hatte während der Fahrt von Holtenau gen Rendsburg bemerkt, dass etwas nicht stimmte. In Absprache mit der Revierzentrale gab er die Anweisung, in der Weiche Groß-Nordsee an die Dalben zu gehen. Über einen dort befindlichen Steg konnte die alarmierten Polizei um neun Uhr an Bord gelangen. Nach kurzer Befragung und einem Atemalkoholtest, der einen Wert von 1,8 Promille ergab, erklärte sich der Kapitän bereit, den Beamten zum Revier zu folgen. Dort wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Damit war nicht nur für den Kapitän die Fahrt vorerst beendet, sondern auch für das Schiff. Der Lotse ließ den 95 Meter langen Frachter danach auf dem Kanal wenden und nach Kiel zurückfahren. Dort machte die "Baltiyskiy 109" gegen 12 Uhr direkt neben der "Jerome H" im Nordhafen fest. Der Kapitän wurde nach dem Abschluss der Untersuchung an Bord zurückgebracht. Er durfte die Reise mit dem Schiff erst fortsetzen, wenn eine neuerliche Kontrolle des Atemalkohols einen Wert von null Promille ergab. Für das zu erwartende Verfahren und die Kosten der Bearbeitung musste der Kapitän eine Sicherheitsleistung von 1000 Euro hinterlegen. Gegen Mitternacht war es soweit – die "Baltiyskiy 109" warf die Leinen wieder los und ging ein weiteres Mal auf Westkurs.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2008
Leichtern der "New Oriental" geht weiter
Update vom 20.10.08
Tuy An Distrikt, Phu Yen Provinz / Vietnam, 28.10.08 - Bislang wurden über 350 Tonnen Diesel der insgesamt gebunkerten 500 Tonnen von Bord des seit dem 2.10. auf einem Unterwasserriff vor der vietnamesischen Phu Yen Provinz gestrandeten, panamaischen Frachters "New Oriental" (IMO-Nr. 8131582) abgepumpt. Schlechtes Wetter hat den Fortgang der Arbeiten behindert, und ausgelaufenes Öl breitete sich auf einer Fläche von 25 Hektar um das Wrack aus. Die Berger warten derweil auf besseres Wetter, um auch noch einiges der Ladung von über 10000 Tonnen Eisenerz, mit denen der Frachter von Thailand nach China unterwegs war, zu löschen. Das 150 Meter lange Schiff war 1981 bei der Neptun Werft in Rostock erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2008
Zeugen sagten über die letzten Momente auf der "Katmai" aus
Update vom 27.10.08
Anchorage, Alaska / USA, 28.10.08 - Das Marine Board of Investigation begann am 27.10. mit der Anhörung zum Untergang der "Katmai" vor Alaska, der sieben Seeleute am 22.10. zum Opfer fielen. Als erstes trat der Kapitän Henry Blake auf, gefolgt von Adam Foster und endend mit den operativen Manager der Katmai Fishing, Inc.
Blake sagte aus, seit 1989 Kutterkapitän zu sein und 2003 erstmals auf der "Katmai" angemustert zu haben. Auf seiner letzten Reise war es auf dem Rückmarsch von der Bering See nach Dutch Harbour, als die Probleme begannen. Eine Luke zur achtersten Abteilung hatte sich geöffnet, und es kam zu einem Wassereinbruch, der zum Ausfall von Pumpsystemen führte. Diese Achillesferse hatte bereits beim Kapitän zu Sorgen geführt, weil es dafür kein Back-Up-Sysstem gab. Er hatte gehofft, dass ein solches nach Abschluss der Fangsaison eingebaut würde. Eigentlich sollte ein wasserdichtes Schott eine Flutung verhindern, doch möglicherweise hatte ein im Sturm losgerissenes Ausrüstungsteil an Oberdeck dieses aufgebrochen.
Nach dem aus dem Wassereinbruch resultierenden Ausfall des Ruders hatte Blake Foster befohlen, den Chefingenieur Robert Davis zu informieren. Als Davis und Foster die Ruderanlage inspizieren wollten, stellten sie in dem sogenannten Lazarett Wassereinbruch fest. Das Schiff entwickelte etwas Backbordschlagseite. Doch noch waren Kapitän wie auch Ingenieur zuversichtlich gewesen, das Wasser auspumpen zu können. Es habe auch zunächst gute Fortschritte gegeben. Der Kapitän war zuversichtlich genug gewesen, den zunächst ergangenen Befehl an die Crew zum Anlegen der Überlebensanzüge durch die Crew wieder rückgängig zu machen. Die Lage begann sich plötzlich zu verschlechtern, als das Schiff sich von Backbord nach Steuerbord überlegte, und Wasser unter Deck in die Fabrikations- und Maschinenräume einzudringen begann. Erneut musste die Crew in die Überlebensanzüge schlüpfen. Die Besatzung wurde nun auf ein mögliches Verlassen des vorbereitet. Als der Kapitän das Ruderhaus verließ, um sich von dem Fortgang der Vorbereitungen zur Aufgabe zu überzeugen, sah er, dass das Heck wegzusacken begann. Es sei ein langsames, aber unaufhaltsames Rollen gewesen. Die Besatzung sprang eilends über Bord. Blake und sechs seiner Männer erreichten schwimmend eine bereits neben dem Schiff treibende Rettungsinsel. Was mit den anderen Leuten geschah, konnte der Kapitän nicht verfolgen. Foster sagte aus, er habe gesehen, wie drei Mann versuchten, die zweite Rettungsinsel auszubringen. Er sei sich aber nicht sicher, ob sie es geschafft hatten.
Die Rettungsinsel der zunächst sieben Überlebenden war in den folgenden Stunden 20 bis 30 Mal umgeschlagen, wobei es drei Seeleute nicht wieder zurück in die Insel schafften. Sie verschwanden, ebenso wie die Überlebensausrüstung auf der Insel, spurlos in der See. Nur Blake und drei weitere Männer konnten sich 17 Stunden lang auf der Insel halten, bis die Rettung eintraf.
Marty Morin, der Vertreter von Katmai Fisheries, beschrieb schließlich, wie Reparaturen und Instandhaltung des Schiffes sich in den vergangenen Jahren verändert hatten. Das Schiff war zuletzt 1996 einem Stabilitätstest unterzogen worden, hätte also erneut diese Prozedur durchlaufen müssen, als die Fangmethoden verändert wurden. Dieser Umstand war Morin nicht bekannt. Er gab zur Ausstattung der "Katmai" an, eine der beiden Rettungsinseln sei 24 und die andere 20 Jahre alt gewesen. Seither hat es, auch wenn sie nach wie vor zulässig seien, eine Reihe von technischen Verbesserungen an Rettungsmitteln gegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2008
10 Jahre nach "Pallas"-Strandung:
Ruf nach einer einheitlichen Küstenwache wird lauter
Husum, Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein / DE, 27.10.08 - Johannes Oelerich ist Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) in Husum. Seit Anfang des Jahres gibt es dort auch ein Lage- und Einsatzzentrum, das für die Sicherheit an der Küste zuständig ist. Seit dem 15. September 2008 hat der LKN eine zentrale Rufbereitschaft eingerichtet für Schadstoffunfälle und andere Gefahrenlagen wie Sturmflut oder Hochwasser. In diesem Zusammenhang kontrollierten seine Leute zuletzt Anfang des Monats das Wrack der "Pallas" vor Amrum. Sie konstatierten Ölfreiheit. Maschinen- und Laderäume des Schiffes liegen wieder offen zur See, nachdem die Brandung die 1999 angebrachten Abdeckungen und Aufbautenreste zerschlagen hat. Mancherorts war bereits gemutmaßt worden, es habe weitere Demontagearbeiten auf dem Frachter gegeben.
Vor 10 Jahren war Oelerich Einsatzleiter für Ölbekämpfung beim für die "Pallas" zuständigen Staatlichen Umweltamt Schleswig. In der seither vergangenen Zeit habe es rechtlich wie auch strukturell wesentliche Verbesserungen gegeben, sagt Oelerich. Schleswig-Holstein habe einen Beitrag geleistet zu einem fachübergreifenden Sicherheitssystem mit klaren Kompetenzen und straffer Struktur. Schrittweise seien die Kompetenzen auf immer weniger und jetzt nur noch eine zentrale Behörde konzentriert worden. Oelerich ist überzeugt davon, dass Schleswig-Holstein "für den jederzeit wieder möglichen Unfall heute besser vorbereitet ist".
Bei größeren Unfällen wird seit fünf Jahren das Havariekommando in Cuxhaven tätig. Die Schaffung dieser Zentrale, die Zugriff auf alle Schiffe und Geräte haben soll, bezeichnet Bernd Scherer, Referatsleiter im Landwirtschaftsministerium, als den "Durchbruch". Eine einheitliche deutsche Küstenwache - für die auch das Land weiterhin kämpfe - gebe es zwar noch nicht, aber mit dem Havariekommando seien "neun von zehn Schritten zur Küstenwache erreicht". Das Havariekommando kann derzeit auf 30 Spezialschiffe - 19 in Nordseehäfen oder in Hamburg und elf in Ostseehäfen - zurückgreifen. Zum Jahresanfang 2011 sollen zwei vom Bund in Auftrag gegebene Neubauten den Dienst aufnehmen. Wann allerdings der von der Landesregierung in Niedersachsen aufrecht erhaltene Widerstand gegen eine einheitliche Küstenwache gebrochen werden kann, ist derzeit nicht absehbar.
Naturschutzverbänden wie auch Vertretern der Inseln und Küstengemeinden reicht das bisher erreichte folglich noch nicht aus. Vieles sei zwar inzwischen auf den richtigen Weg gebracht worden, sagt Rudolf-Eugen Kelch, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN), doch die von ihr seit nunmehr 18 Jahren geforderte Deutsche Küstenwache bleibe das Ziel. SDN-Vorstandssprecher Hans von Wecheln verweist auf die umstrittene Greenpeace-Aktion zum Schutz des Sylter Außenriffs, bei der die deutschen Behörden durch Erklärungen von Nichtzuständigkeit fast 14 Tage sprachlos gewesen seien. Ein derartiger Zustand zehn Jahre nach der Strandung der "Pallas" zeige erneut auf, dass noch längst nicht alles so geregelt ist, wie manche Politiker und Behördenvertreter verkünden: "Wir fordern eine Eingreiftruppe nach französischem Vorbild, die im Notfall auch das Kommando über ein havariertes Schiff übernehmen kann", heißt es wiederum bei der Schutzstation Wattenmeer, die die deutsche Nordseeküste auch heute noch als nicht ausreichend vor Schiffshavarien geschützt sieht. Auch die Insel- und Halligkonferenz kritisiert, dass es immer noch keine nationale Küstenwache gibt. Sie hat für den 29. Oktober, den zehnten Jahrestag der Strandung der "Pallas" vor Amrum, Fachleute zur Konferenz nach Cuxhaven geladen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2008
Über 100 Mängel auf Frachter "Nicolas" in Bremen
Bremen-Neustädter Hafen, Bremen / DE, 27.10.08 - Umweltfahnder der Wasserschutzpolizei Bremen haben Ende letzter Woche auf dem maltesischen Frachter "Nicolas" (IMO-No. 9120736), 7617 BRZ, im Neustädter Hafen bei einer Routinekontrolle im Ballastsystem des Schiffes große Mengen von Altöl vorgefunden. Da dieses aus den Ballasttanks direkt ins Meer gepumpt werden kann, ist diese Art der Lagerung als unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen verboten. Da außerdem noch andere Mängel festgestellt wurden, erhielten sowohl der Flaggenstaat als auch die See-Berufsgenossenschaft Kenntnis über den schlechten Zustand des Schiffes. In der Folge wurde eine Hafenstaatkontrolle an Bord des Schiffes durchgeführt, die über 100 Beanstandungen ergab. Die 125,76 Meter lange "Nicolas" durfte Bremen deshalb nicht verlassen und würde voraussichtlich mehrere Tage benötigen, um die Mängel zu beheben. Durch die Staatsanwaltschaft Bremen wurden gegen die verantwortlichen Besatzungsangehörigen des Schiffes Sicherheitsleistungen wegen Verdachts des unerlaubten Umganges mit gefährlichen Abfällen angeordnet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2008
Bunkerboot auf Kribbe gedrückt
Neerijnen, Provinz Gelderland / Niederlande, 27.10.08 - Am Nachmittag des 24.10. lief ein Bunkerboot auf der Waal bei Neerijnen auf eine Kribbe. Das Schiff lag längsseits eines 108 Meter langen, mit langsamer Fahrt stromabwärts laufenden, unter Limassol-Flagge laufenden Frachters . Während des Verholens war das Boot mit Vor- und Achterleine an Steuerbord am mit Lotsenberatung fahrenden Kümo fest, der Pumpvorgang war gestoppt, und ein Bunkerschlauch nicht angekoppelt. Wegen entgegenkommenden Verkehrs wich der Frachter nach Steuerbord aus, wurde aber vom Seitenwind zusätzlich zur Seite gedrückt. Dabei streifte das Bunkerboot den Fuß der Kribbe und riss sich los. Eine geringe Menge Gasöl lief aus. Das Bunkerboot konnte sich zwar mit eigener Kraft befreien, könnte aber Schaden an Ruder und Propeller davon getragen haben. Das Kümo und die Kribbe wurden nicht beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2008
Südafrika: Bargenbergung hängt von Wetter ab
Cape Vidal, iSimangaliso Park, Provinz KwaZulu-Natal / Südafrika, 27.10.08 - Am 26.10. war die Bergungsaktion für die beiden 12 Kilometer nördlich von Cape Vidal auf 28 01S, 32 34.5O vor Südafrika gestrandete Bargen "Dar 1" und "Dar 2" im Gange. Der Fortgang beim Bemühen, die am 23.10. angetriebenen, je 125 Meter langen Fahrzeuge von der Küste des iSimangaliso Wetland Park zu räumen, wurde aber vom Wetter beeinträchtigt. Die aus Freeport kommenden und unbeladenen Zementbargen waren an der Trosse des 1977 erbauten amerikanischen Schleppers "Thunderer" von Durban mit Ostkurs gen Dubai unterwegs gewesen, als sie sich am Abend des 22.10. in schwerer See losrissen.
Beim Brechen der Trossen wurden zwei Seeleute des Schleppers durch überkommende Seen verletzt. Der Versuch, sie aus der Luft abzubergen, schlug fehl. Der Schlepper musste seine Bemühungen, die Schleppverbindung wieder herzustellen, abbrechen und statt dessen nach Richards Bay ablaufen, wo die Verletzten zur medizinischen Betreuung ins Krankenhaus gebracht wurden. Die jeweils 125 Meter langen Schleppanhänge trieben derweil davon. Eine kam auf voller Länge auf einem flachen Riff fest, während die zweite teilweise auf Grund sitzt. Da die Strandung auf dem Höhepunkt einer Nipptide stattfand und eine Periode von Springfluten erwartet wird, wurden die Bergungschancen als gut eingeschätzt.
Ein Team der in Durban ansässigen Firma Subtech war bereits am 24.10. vor Ort und begann mit Vorbereitungen, die Bargen unter Mithilfe der "Thunderer" sowie des Schleppers "Reier" aus Richards Bay flottzumachen. Die Bargen stellen indes kein ökologisches Risiko dar, da sie weder Fracht noch Chemikalien noch sonstige umweltgefährdende Stoffe an Bord haben. Die Strandungszone ist frei von nennenswertem marinen Leben. Der eigentlichen Bergung sollte eine Unterwasserinspektion vorausgehen. Danach sollten die Bargen nach Richards Bay geschleppt werden. Wie es vorangehen würde, war letztlich eine Frage des Wetters.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2008
Frachterkollision in Südholland
Dordrecht, Provinz Südholland / Niederlande - Am 23.10. wurde der unter Bahamas-Flagge laufende Frachter "Mango", 2693 BRZ (IMO-Nr. 8003058), bei einer Kollision nahe Dordrecht erheblich am Bug beschädigt. Das 89 Meter lange Schiff musste zur Reparatur die van Brin-Werft anlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2008
Schiffskollision im Kieler Nordhafen
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 27.10.08 - Erheblicher Sachschaden entstand Morgen des 26.10. im Kieler Nordhafen nach einem Maschinenversager des unter Gibraltar-Flagge laufenden Containerfrachters "Beluga Sensation", 7660 BRZ (IMO-Nr. 9255763). Das 134 Meter lange Schiff war gegen sechs Uhr von der Ostsee kommend aus der Holtenauer Schleuse mit Kurs Hamburg ausgelaufen und sollte auf Höhe des Nordhafens auf Gegenverkehr warten. Bei dem Warten in der Weiche im Nordhafen kam es an Bord zu einem Umsteuerungsproblem mit der Hauptmaschine. Die Maschinenanlage des der Bremer Reederei Beluga Shipping gehörenden Containerfrachters wurde ungewollt auf Rückwärtsfahrt eingekuppelt und ließ sich nicht sofort abschalten. Der Frachter lief daraufhin rückwärts und rammte zunächst die Pier des Lokomotivherstellers Voith.
Nach dem Aufprall trieb die "Beluga Sensation" dann im Bereich des Silos den dort liegenden Frachter "Jerome H". Das unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte, 75 Meter lange Kümo, 1297 BRZ (IMO-Nr. 8505927) der Helms Reederei Bremerhaven wurde von dem unter der Flagge Gibraltars fahrenden Containerfrachter so schwer am Bug getroffen, dass alle Leinen brachen und es quer über den Kanal bis in die Böschung unterhalb des Restaurants Villa Hoheneck auf Holtenauer Seite trieb. Bei der Kollision wurden auch das Heck der "Jerome H" sowie das Kanalufer beschädigt. Am Nordhafen hatte die Kraft der Kollision u.a. einen Poller aus der Kaimauer gerissen.
Die Höhe des Gesamtschadens an der Voith-Pier sowie an beiden Schiffen lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, beträgt aber in jedem Falle mehrere 100000 Euro. Beide Frachter erhielten ein Auslaufverbot. Die am Heck beschädigte "Beluga Sensation", deren Ruder zudem abgeknickt war, wurde am 27.10. gegen neun Uhr von zwei Schleppern Richtung Hamburg bugsiert, die "Jerome H" lag weiter an Liegeplatz 32b.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Erfolgreiche Rettungsaktion für Charterschiff
Pensacola, Escambia County, Florida / USA, 27.10.08 - Die Coast Guard kam am 27.10. 32 Personen auf dem 12 Meilen südlich von Pensacola vom Untergang bedrohten Charterboot "New Florida Girl" zu Hilfe. Um 9.30 Uhr hatte der Kapitän gemeldet, dass sein Schiff durch schwere Seen leckgeschlagen worden sei. Eine HU-25 Falcon-Jet-Crew startete vom Aviation Training Center Mobile, Alabama, und warf Lenzpumpen ab. Zwei 41-Fuß-Rettungsboote der Station Pensacola und der 87 Fuß lange Coast Guard cutter "Seahawk" aus Carrabelle liefen aus. Es gelang der "New Florida Girl", mit eigener Kraft Destin Harbor zu erreichen, eskortiert von der "Seahawk".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Gestrandetes Binnenschiff wird vor Ort versorgt
Update vom 20.10.08
Osterhofen, Landkreis Deggendorf, Bayern / DE, 27.10.08 - Wenig Aussichten auf eine baldige Weiterfahrt hat derzeit die Besatzung des rumänischen Binnenschiffes "Diana Maria", das seit 19. Oktober bei Mühlham auf einer Kiesbank festliegt. Weil es aufgrund seiner "verfahrenen Situation" auf mehr Wasserstand in der Donau warten muss, um loszukommen, kümmerten sich Ende letzter Woche die Beamten der Wasserschutzpolizeistation Deggendorf um die Besatzung und fuhren mit den Rumänen zum Einkaufen. In Kooperation wurden auch die ehrenamtlichen Helfer der Wasserwacht Osterhofen gebeten, sich um die Besatzung zu kümmern. Regelmäßig sehen außerdem sowohl die Angehörigen der Wasserwacht wie auch die Wasserschutzpolizei Deggendorf bei und auf dem Schiff nach dem Rechten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Globale Rettungsaktion für schiffbrüchige Frachtercrew
Falmouth Coastguard, Cornwall, England / UK, 27.10.08 - Am Abend des 26.10. um 21.50 Uhr erhielt die Falmouth Coastguard eine Bitte des MRCC Den Helder, der holländischen Küstenwache, in einem Unglücksfall 340 Meilen westlich der Kapverdischen Inseln zu assistieren. In Den Helder war ein Notruf des in Togo registrierten Frachters "Prince Karim" eingegangen, in dem es hieß, dass das Schiff leckgeschlagen sei und Steuerbordschlagseite habe. Die 11-köpfige Crew bat um rasche Hilfe. Die Falmouth Coastguard sollte über Satelliten (EGC Safetynet) in einem Radius von 100 Meilen um den Frachter alle darin befindlichen Schiffe alarmieren. Daraufhin meldete die "Sea Wave" nach Den Helder, dass sie Kurs auf die "Prince Karim" genommen habe. Um 00.30 Uhr am Morgen des 27.10. war die "Prince Karim" gesunken. Die Crew war in einer Rettungsinsel, und die "Sea Wave" mit guter VHF-Kommunikation und dem Search and Rescue Transponder ( SART) gut funktionierend war es möglich, den Kontakt aufrecht zu erhalten. Die "Sea Wave" konnte 10 Mann bergen. Einer von ihnen, der Kapitän, war unterdessen verstorben. Nach dem vermissten letzten Besatzungsmitglied wurde eine Suchaktion eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Binnenschiff rammte Motorboot auf Rhein
Bonn-Mehlem, Nordrhein-Westfalen / DE, 27.10.08 - Ein niederländisches Binnenschiff hat am 26.10.2008, gegen 16:15 Uhr, auf dem Rhein ein kleines Motorboot gerammt. Dessen Skipper stürzte ins Wasser und schwamm ans Ufer. Das Motorboot mit einem Sechs-PS-Außenbordmotor befand sich in der Bergfahrt Richtung Remagen. Das unbeladene Motorschiff war auf dem Weg von Krefeld nach Mainz, als es das kleinere Boot rammte.
Der Kapitän des Holländers hatte das Boot offenbar übersehen, erst der Führer eines in der Nähe fahrenden Schiffes machte ihn auf den Vorfall aufmerksam. Der Skipper des Sportboots wurde mit Unterkühlungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Boot ging bei der Kollision nicht unter, wurde aber erheblich beschädigt. Es wurde zu weiteren Untersuchungen von der Wasserschutzpolizei sichergestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Dritte Strandung in einer Woche
iSimangaliso Wetland Park, Provinz KwaZulu-Natal / Südafrika, 27.10.08 - Am 26.10. strandete der unter zypriotischer Flagge registrierte Trawler "Diomed" nördlich des iSimangaliso Wetland Park, nachdem ihm der Brennstoff ausgegangen war. Die Unglücksposition befand sich 15 Kilometer südlich der Grenze von Mosambik. Erst in der Vorwoche waren zwei unbeladene Zementbargen 12 Kilometer nördlich von Cape Vidal gestrandet. Bergungsarbeiten für alle drei Havaristen wurden vorbereitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Die ersten Leichen aus der "Princess of the Stars" geborgen
Update vom 25.10.08
San Fernando, Provinz Romblon / Philippinen, 27.10.08 - Einen Tag nach Beginn ihrer Suchaktion am 26.10. hatten Taucher 15 Leichen in fortgeschrittenen Verwesungszuständen aus dem Wrack der "Princess of the Stars" geborgen. Die 16 Taucher hoffen, täglich 25 bis 30 Leichen bergen zu können. Die sterblichen Überreste werden an Bord der "Tacloban Princess" dann zur Identifizierung nach Cebu gebracht. DANN-Untersuchungen werden im Laboratorium der International Commission for Missing Persons in Sarajevo durchgeführt. Derzeit konzentrierten sich die Taucher auf die Economy-Longe, wo beim Kentern des Schiffes viele Fahrgäste in der Falle saßen. Als die Fähre kenterte, waren 864 Personen an Bord. Rund 350 Tote wurden seit dem Unglück am 21.6. bislang geborgen, nur 56 hatten es überlebt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Freude über Bergung von Binnenschiff währte nur kurz
Update vom 21.10.08
Irlbach, Landkreis Straubing-Bogen, Bayern / DE, 27.10.08 - Am 25.10. schwamm das kroatische Binnenschiff "Sveti Filip i Jakov" auf der Donau auf, nachdem ein Schwimmbagger von dem bei Irlbach festsitzenden Frachter rund 300 Tonnen Sojaschrot auf ein spezielles Niederwasserschiff umgeladen hatte . Mit verringertem Tiefgang schwamm der Havarist auf und löste sich von der Kiesbank. Der ersten Erleichterung folgte dann die Enttäuschung. Es wurde festgestellt, dass die Ruderanlage des Schiffes beim Festkommen auf der Kiesbank Schaden genommen hatte und damit eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war. Die Deggendorfer Wasserschutzpolizei musste aus diesem Grund zusammen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt ein Weiterfahrverbot für den Havaristen aussprechen. Das Schiff blieb bei Irlbach vor Anker, bis es am 27. oder 28.10. von dem Schubboot "Istar" zur Raparatur in eine Werft nach Linz gebracht werden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Schlepper rasch geborgen
Leverick Bay / British Virgin Islands, 27.10.08 - Ein Schlepper von Meridian sank am 26.10. in Leverick Bay, kurz nachdem das Abgasrohr leckgeschlagen war und das Schiff flutete. Vor den Augen zahlreicher Schaulustiger versank das Schiff, bis nur noch das Ruderhaus teilweise aus dem Wasser ragte. Danach lief Dieselöl aus, das mit einer Crew von Mosquito Island aufgenommen wurde. Unverzüglich starteten Bergungsarbeiten. Eine Barge und ein Kran von Meridian gingen bei Prickley Pear Island vor Anker. Die Speedy's-Fähre positonierte die Barge, die danach den Havaristen hob, der gelenzt und nach Tortola zur Reparatur geschleppt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Info: Die Britischen Jungferninseln (British Virgin Islands) sind eine Inselgruppe der Kleinen Antillen in der Karibik, etwa 100 km östlich von Puerto Rico gelegen. Sie sind ein britisches Überseegebiet.
Ehemalige Fähre in Moss gesunken
Moss, Fylke (Provinz) Østfold / Norwegen, 26.10.08 - Die einstige Fähre "Melderskin", 346 BRZ, die seit 2005 das schwimmende Restaurant "Lystbåten" ist, sank am Morgen des 26.10. an seinem Liegeplatz im norwegischen Moss nahe des Anlegers der Bast-Fähre. Nur die Aufbauten des 35,10 Meter langen Schiffes ragten mit 45 Grad Steuerbordschlagseite noch aus dem Wasser, als die Polizei um 7.30 Uhr alarmiert wurde. Die Feuerwehr wurde gerufen, um gegen möglicherweise austretendes Dieselöl vorzugehen.
Als die ehem. Fähre sank, war niemand an Bord gewesen. Die "Lystbåten" hatte eine Restaurantkapazität von 120 Personen. 1963 war sie bei der Ankerløkken-Werft in Florø für den Fährdienst zwischen Kinsarvik und Kvanndal sowie weitere Routen in Sunnhordland erbaut worden. Als solche hatte sie eine Kapazität von 260 Passagieren und 22 Pkw. 1995 wurde sie zum Restaurant mit Einsatzort Aker Brygge in Oslo umgebaut. Bis 1995 war sie von der Hardanger Sunnhordlandske Dampskipsselskap (HSD), Bergen, bereedert worden. Von 1995 bis 1996 gehörte sie der Fergekroen Restaurantdrift, Oslo, von 1997 bis 2000 der Skarpsno Driftselskap, Oslo, ehe sie an die Schrøder Restaurant AS, Oslo, ging, die sie nach Moss brachte. Seit 2003 gehörte sie der Lysthuset AS, Moss.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Containerriese saß auf der Westerschelde fest
Ossenisse, Gemeinde Hulst, Provinz Zeeland / Niederlande, 26.10.08 - Am Nachmittag des 25.10. lief um 14.05 Uhr der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "Kota Lagu", 42000 BRZ (IMO-Nr. 9322308) von Antwerpen kommend auf der Westerschelde nach einem Maschinenblackout bei Ossenisse auf Grund. Sofort machten sechs Schlepper von Multraship Salvage B.V. und URS Salvage & Maritime Contracting N.V., die "Multratug 5", "6" und "9", die "Bravo", "Evergem", "Gent" und "Zeeland" an dem 206 Meter langen Schiff fest. Auch Rettungsdienste wurden alarmiert, da das Schiff auch Gefahrgüter an Bord hatte. Der erste Versuch, den Havaristen flottzumachen, musste gegen 16.30 Uhr wegen fallenden Wasserstandes abgebrochen werden. Bei der nächsten Flut gegen 11 Uhr hatten zwei weitere Schlepper, die "Kodiak" und "Multratug 16", an dem Frachter festgemacht. Am 26.10. um 00.30 Uhr gelang es, ihn von der Sandbank zu ziehen. Anschließend ging es zur Untersuchung an der Scheldewerft in Vlissingen, wo der Schleppzug gegen fünf Uhr eintraf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Suchaktion vor Alaska eingestellt
Anchorage, Alaska / USA, 26.10.08 - Am 26.10. um 9.26 Uhr gab die US Coast Guard bekannt, dass die Suche nach den beiden noch vermissten Besatzungsmitgliedern des 100 Meilen westlich von Adak Island in den Aleuten Gewässern gesunkenen Fischfabrikationsschiffes "Katmai" eingestellt wurde. Seit dem Untergang am Morgen des 22.10. hatten der Coast Guard Cutter "Acushnet" aus Ketchikan, MH-60 Jayhawk-Helikopter und HC-130 Hercules-Suchflugzeuge der Coast Guard Air Station Kodiak, eine Air National Guard HC-130 Hercules des 211th Rescue Squadron, ein HH-60 Pave Hawk des 210th Rescue Squadron und Pararescue-Fallschirmspringer des 212th Rescue Squadron 4871 Quadratmeilen Meeresfläche abgesucht.
Die 93 Fuß lange und aus Eisen gebaute "Katmai" mit einer 11-köpfigen Besatzung gehörte zu einer in Seattle ansässige Firma namens Katmai Fischerei Inc. Das Boot wurde in 1987 in einer Werft in Florida gebaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Öl wird aus Trawlerwrack gepumpt
Update vom 20.05.08
Port William, Falkland Islands (Falklandinseln, britisches Überseegebiet), 26.10.08 - Taucher an Bord des koreanischen Fischereifahrzeuges "Tasnui" sind derzeit dabei, verbleibende Öllecks im Wrack der gesunkenen "Ocean 8" abzudichten und Öl aus den Tanks des Wracks abzupumpen. Der koreanische Trawler war am 19.5. diesen Jahres im Berkley Sound gesunken. Zunächst hatte es beim Bohren von Löchern in die 17 Tanks technische Probleme gegeben, doch mittlerweile war die Ölbergung in vollem Gang. Das Gasöl konnte mit einer Geschwindigkeit von rund fünf Tonnen pro Stunde geleichtert werden. Jeder der Tanks enthielt zwischen fünf und 10 Tonnen. Das Gewässerschutzschiff "Protogat" überwachte die Arbeiten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Kutter vor Chatham geborgen
Chatham, Barnstable County, Massachusetts / USA, 26.10.08 - Am 25.10. kam die US Coast Guard dem nahe seines Heimathafens Chatham auf Grund gelaufenen 40-Fuß-Kutter "Ocean Lady" zu Hilfe. Die zweiköpfige Crew hatte um 16 Uhr einen Notruf an die Küstenwache in Woods Hole ausgesandt, dass ihr Schiff festsäße und leckgeschlagen sei. Ein 42- und ein 44-Fuß-Boot der Station Chatham waren um 16.16 Uhr vor Ort. Sie fanden den Havaristen mit Steuerbordschlagseite liegend und von Brechern überflutet vor. Da kein Funkkontakt mehr hergestellt werden konnte, riefen die Retter mit Lautsprechern hinüber, dass die Fischer Schwimmwesten anlegen sollten, doch durch den Wind und das Wellengeräusch kam keine Kommunikation zustande. Die geringe Wassertiefe machte ein Längsseitsgehen unmöglich, und so wurde ein Helikopter der Air Station Cape Cod in Marsch gesetzt. Ein Rettungsschwimmer und eine Lenzpumpe wurden zum Kutter abgefiert. Das Feuerlöschboot aus Chatham traf außerdem ein und half dem 44-Fuß-Rettungsboot, eine Schleppverbindung zum Kutter herzustellen, der schließlich freigeschleppt und leicht beschädigt nach Chatham eingebracht werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Drei Seenotfälle vor Shetlands
Baltasound, Insel Unst, Shetlandinseln, Schottland / UK, 25.10.08 - Viel Arbeit hatte am 25.10. die Shetland Coastguard, nachdem ein Sturm mit bis zu 12 Bf über den Landstrich fegte. Das Lerwicker Rettungsboot musste um 13.50 Uhr auslaufen, nachdem der 26 Meter lange Kutter "Shemarah II" mit vier Mann an Bord sich im Baltasound Hafen losgerissen und auf auf eine Sandbank im Baltasund gelaufen war. Der Kutter "Valhalla" aus Fraserburgh hatte versucht, ihn freizuschleppen, doch kam er dabei selbst fest. Noch während das RNLI-Boot im Anmarsch war, schleppte ein anderes Schiff die "Valhalla" frei. Sie musste mit beschädigtem Propeller in den Hafen. Um 16.00 Uhr hatte das Rettungsboot den Unglücksort nach zweistündigem Kampf gegen die Wellen erreicht, machte eine Schlepptrosse auf der "Shemara II" fest und brachte sie wieder flott. Anschließend wurde sie zur Baltasound Pier auf der Insel Unst gebracht. Nachdem das Rettungsboot eine Wetterberuhigung im Hafen abgewartet hatte, machte es sich auf den Rückmarsch nach Lerwick.
Fair Isle Channel, Shetlandinseln, Schottland / UK, 25.10.08 - Um 16.45 Uhr wurde die Shetland Coastguard darauf aufmerksam, dass das mit 23 Mann besetzte russische Kühlschiff "Sapphire" im Fairisle Channel in Schwierigkeiten war. Das AIS hatte es als 'not under command' ausgewiesen. Der Kapitän des Frachters bestätigte nach Kontaktaufnahme, dass er Probleme mit der Hauptmaschine habe. Das Schiff stand 20 Meilen westsüdwestlich der Insel Foula. Der Küstenwachschlepper "Anglian Sovereign" nahm Kurs auf den in stürmischer See treibenden Havaristen. Es gelang der Crew unterdessen, die defekte Öleinspritzpumpe zu reparieren und mit langsamer Fahrt Kurs auf die Färöer zu nehmen.
Vidlin, Shetland Islands, Schottland, UK, 26.10.08 - Am 26.10. meldete die Hjaltland Seafarms schließlich, das seine Barge vor dem Ness of Setter, nördlich von Vidlin, leckgeschlagen sei. Die Coastguard kontaktierte angesichts von einer Tonne Dieselöl an Bord die Shetland Islands Council’s Pollution Control in Sella Ness, doch bevor größeres Unheil eintreten konnte, gelang es Arbeitern der Lachsfarm, das Leck ausfindig zu machen und abzudichten. Dann wurde die Barge gelenzt und damit der drohende Untergang abgewendet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
10 Jahre nach der "Pallas"-Strandung:
Keine Einigkeit der Länder über Küstenwache
Schleswig-Holstein / DE, 25.10.08 - Vor 10 Jahren nahm das Drama um den mit Holz beladenen, brennenden Frachter "Pallas" vor Amrum seinen Lauf. Von der Insel aus war das Schiff auf den Sänden nun zu sehen, Brandgeruch zog vom Meer heran. Zuvor waren mehrere Bergungsversuche bei meterhohen Wellen gescheitert, sodass das Schiff schließlich vor Amrum aufgesetzt hatte. Ein englisches Bergungsunternehmen musste seine Versuche, es noch einmal flottzumachen, wegen unzureichender Revierkenntnisse abbrechen, die zu Ausfällen der beiden Schlepper geführt hatten. Die zuvor durchgeführten brachialen Bergungsversuche ließen den vom Brand ermüdeten Rumpf nach einigen Tagen einknicken. Das Schiff schlug leck, und in der Folge verendeten rund 16 000 Vögel an ausgetretenem Öl.
Die Havarie der "Pallas" wurde vor zehn Jahren als eine große Katastrophe empfunden. Das Unglück erhitzte die Gemüter nicht nur der Nordfriesen, entfachte eine Debatte über Schiffssicherheit, beschäftigte ein Jahr lang einen Untersuchungsausschuss in Kiel und setzte die Landesregierung Schleswig-Holsteins unter Druck. Denn beim Versuch, die Havarie zu bewältigen, offenbarte sich ein Kompetenzwirrwarr von Wasserschutzpolizei und Marine über Bundesgrenzschutz, Feuerwehr, Fischereiaufsicht und Zoll bis hin zu privaten Rettungsdiensten.
Auch die Abstimmung mit den Dänen, vor deren Küste das Unglück begann, klappte nicht. Stundenlang blieben zudem wichtige Informationen beim "Zentralen Meldekopf" in Cuxhaven liegen, nachdem die "Pallas" am 25. Oktober 1998 in Brand geraten war und nach der Evakuierung führungslos im Sturm umher trieb. Alle Versuche, sie unter Kontrolle zu bekommen, scheiterten. Als Konsequenz aus der Havarie und den Pannen im Katastrophenmanagement entstanden in der Folge das Havariekommando des Bundes und der Küstenländer in Cuxhaven und das Maritime Sicherheitszentrum. Vor allem Schleswig-Holstein dringt aber weiter auf die Einrichtung einer einheitlichen deutschen Küstenwache. Der Kieler Innenminister ist darin einig mit der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste. Das schleswig-holsteinische Modell einer deutschen Küstenwache sieht dabei nicht die Schaffung einer neuen Mammutbehörde des Bundes vor. Das Maritime Sicherheitszentrum kann nur ein erster Schritt zu einer einheitlichen Küstenwache sein. Es ist rund um die Uhr besetzt und versorgt die Bundes- und Landesbehörden mit Informationen. Das Sicherheitszentrum müsste jedoch von einer Informationsbörse zu einem Einsatzzentrum für Sofortentscheidungen ausgebaut werden. Gegen die Pläne wehrt sich insbesondere Niedersachsens Innenminister. Nach seiner Ansicht gibt es keinen Grund von den Landesstrukturen abzuweichen, sagt ein Ministeriumssprecher in Hannover. Eine einheitliche Küstenwache sei "nicht zwingend erforderlich". In Kiel meint man zwar, dass Bund und Länder heute wesentlich besser für solche Unglücke gerüstet seien, doch eine einheitliche Küstenwache mit weitreichenden Kompetenzen weiter erstrebenswert sei. Den Beweis, besser gerüstet zu sein als bei der "Pallas", mag im Norden niemand führen - weder an den Küsten noch in den Landesregierungen.
Die letzte Ruhestätte der "Pallas" ist auf der Position 54 Grad, 32,5 Minuten Nord und 8 Grad, 17,2 Minuten Ost in den Seekarten eingetragen. Wie der Buckel eines gestrandeten Wales ragt der Mittschiffsbereich rostbraun aus den Wellen. Die nach dem Abbruch von Aufbauten und Deckskränen angeschweißten Abdeckungen hat die See längst wieder zerschlagen. Ansonsten herrscht heute Ruhe um das Wrack. Für Flora und Fauna ist es heute ein Glücksfall – der aus dem kargen Sandboden aufragende Rumpf wurde in den vergangenen Jahren reichlich besiedelt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2008
Sportboot brannte vor einer Bootshalle
Bremen-Seehausen, Bremen / DE, 25.10.08 - Am 25.10.08 um 02.56 Uhr wurde der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Bremen ein Bootsbrand am Sportboothafen Hasenbüren, im Ortsteil Seehausen, gemeldet. Es rückten die Kräfte der Feuerwachen 1 und 4, der Einsatzleitdienst und der Freiwilligen Feuerwehr Bremen Seehausen aus.
Beim Eintreffen brannte ein ca. 6,00 Meter langes Sportboot, auf einem Trailer, vor einer Bootshalle, in voller Ausdehnung. Das Tor der Bootshalle war bereits durchgebrannt. 3 Trupps unter Atemschutz mit 2 C-Rohren und einem Schaumrohr bekämpften den Brand. Durch den schnellen Löschangriff konnte eine Brandausbreitung auf die gesamte Bootshalle verhindert werden. Um 03.30 Uhr konnte `Feuer aus´ gemeldet werden. Die verqualmte Halle wurde mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und gelüftet. Der Einsatzleiter der Feuerwehr schätzt den Brandschaden auf ca. 40.000 Euro. Die Polizei hat die Ermittlung zur Brandursache aufgenommen.
Quelle: Feuerwehr Bremen vom 25.10.2008
Gibt es eine Rettung für die "City of Ottawa"?
Update vom 25.09.08
Rhyl, Grafschaft Denbighshire, Wales / UK, 25.10.08 - Pläne, das Wrack des kanadischen Dreimasters "City of Ottawa" ganz oder teilweise zu erhalten, könnten an den Kosten scheitern. Es gibt aber Streit darüber, ob eine solche Aktion 300000 Pfund oder gar bis zu 150 Millionen Dollar kosten könnte. Die Wrackreste liegen seit 1906 in der Mündung des River Clwyd. Im vergangenen Jahr erhob ein kanadischer Anwalt Besitzansprüche, doch der Denbighshire Council möchte das Wrack entfernen, weil es Flutbauwerke gefährden könnte, und könnte seinerseits Besitzansprüche geltend machen. Ein Marinearchäologe aus Bangor schätzte nun, dass eine Ausgrabung eher 300000 Pfund kosten würde. Die 45 Meter lange "City of Ottawa" war 1860 in Ottawa, Kanada erbaut worden und in der weltweiten Handelsfahrt tätig gewesen, ehe sie nach einem Sturmschaden in Foryd Harbour aufgelegt und teilweise abgewrackt wurde. Einige Spanten ragen seither bei Ebbe aus dem Wasser, doch der 200 Tonnen schwere Hauptteil ruht tief im Schwemmsand. Während es für England nicht historisch bedeutsam ist, gilt es als wichtiges Zeugnis von Kanadas Schifffahrtsgeschichte, und dort gibt es den starken Wunsch, Artefakte nach Ottawa zurück zu führen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2008
Leichenbergung vor Romblon startet
San Fernando, Provinz Romblon / Philippinen, 25.10.08 - Am 26.10. soll nun die Bergung der Leichen aus dem Wrack der "Princess of the Stars" vor Sibuyan Island beginnen. Zuvor wird es einen Gottesdienst vor Ort geben. Zuvor musste noch zertifiziert wreden, dass das Schiff nicht mehr in signifikanter Menge Giftstoffe enthält. Nicht zu bergen waren u.a. 10 Kilo Antracol, 1 Liter Tamaron und 6500 Liter Hydrocarbon. Doch die Berger Titan und Harbor Star sagten, sie hätten das Wrack durchsucht und könnten diese Stoffe nicht bergen. Für die nun anstehende Aktion ist derweil die notwendige Ausrüstung vor Ort. Taucher sollten am 25.10. Trümmer räumen, damit Taucher schneller bei ihrer Arbeit vorankommen. Die Bergung der menschlichen Überreste ist komplizierter als die der umweltgefährdenden Stoffe, weil die abzudeckende Fläche erheblich größer ist und Taucher schädlichen Bakterien ausgesetzt sein könnten. Die geborgenen menschlichen Überreste sollen nach Cebu gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2008
Suche nach vermissten Fischern der "Katmai" dauert an
Update vom 24.10.08
Anchorage, Alaska / USA, 25.10.08 - Auch am 24.10. ging die Suche nach den beiden noch vermissten Besatzungsmitgliedern des Fischfabrikationsschiffes "Katmai" aus Helena und Demington unverändert weiter. Für Rettungsschwimmer Dave Coats war es ohnehin ein Wunder, dass es ihm gelungen war, vier Überlebende des Unglücks zu bergen. Als sein Hubschrauber aus Cold Bay über die aufgewühlte See flog, war bereits gegen 13 Uhr ein Toter geborgen worden. 15 Stunden waren vergangen, seit das Signal des EPIRB Alarm ausgelöst hatte. In der See trieben Trümmer und eine teilweise aufgeblasene Rettungsinsel neben einem leeren Überlebensanzug. Eine C-130 aus Kodiak, die um 7.30 Uhr vor Ort gewesen war, hatte in der Dunkelheit drei Stroboskoplichter gesichtet und vier Rettungsinseln abgeworfen. Als der Tag anbrach, waren diese weiterhin unbenutzt. Dann aber sichtete um 16.30 Uhr der Mechaniker eine Rettungsinsel mit vier Personen darin, die zu winken begannen. Rettungsschwimmer Coats griff nach seinen Handschuhen, der Maske und den Taucherflossen und stieg ins Wasser ab. Trotz seines Kälteschutzanzuges spürte er die niedrigen Pazifik-Temperaturen. Es war ein mühsamer Weg, zur Insel zu schwimmen, doch endlich wurde er nach mehreren Anläufen in die Insel gezogen. Darin waren mit rot gefrorenen Gesichtern vier zitternde Fischer, die sagten: Gott sei Dank sind Sie hier. Drei von ihnen zeigten auf den vierten und sagten, dieser sei im schlechtesten Zustand und solle zuerst gerettet werden. Er brachte ihn zu Wasser und half ihm in den vom Hubschrauber herabgelassenen Rettungskorb. Dann wandte sich der Rettungsschwimmer zur Insel zurück und sah, dass diese bereits wieder 200 Yards abgetrieben ab. Der Helikopter ließ den Korb wieder herab, und an ihm geklammert wurde er in Richtung der Insel gezogen. Nun konnte der zweite Mann gerettet werden, und nach einer halben Stunde waren alle an Bord.
Der Pilot wollte sie ins eine Flugstunde entfernte Adak fliegen, doch die Geretteten sagten, sie wollten keine Zeitverzögerung bei der Suche und baten, der Helikopter möge weitersuchen. Als klar war, dass keiner sofortige medizinische Hilfe brauchte, stimmten die Küstenwachmänner zu und blieben vor Ort. Doch die folgenden Stunden vergingen, ohne dass weitere Überlebende gefunden wurden. Der Hubschrauber nahm Kurs auf Adak, und von dort wurden die Geretteten nach Anchorage gebracht. Hier sollten sie am 24.10. befragt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2008
Kuttercrew vor Savannah gerettet
Savannah, Georgia / USA, 24.10.08 - Ein Coast Guard SAR-Team rettete am Abend des 24.10. die vierköpfige Crew des 65 Meilen südöstlich von Savannah gesunkenen, 45 Fuß langen Kutters "Old Smokey". Das in Little River, South Carolina, beheimatete Schiff war leckgeschlagen und hatte Mayday gefunkt. Das 700 Fuß lange Handelsschiff "Tamesis" leitete den Notruf an die Küstenwache weiter und blieb bis zu deren Eintreffen vor Ort. Ein Hubschrauber war um 17.30 Uhr an der Unglücksstelle, an der die Fischer in einer Rettungsinsel trieben. Um 18.10 Uhr waren alle unversehrt aufgewinscht und wurden zur Air Station Savannah gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2008
Kutter eingeklemmt
Florø, Provinz (Fylke) Sogn og Fjordane / Norwegen, 24.10.08 - Am 24.10. um 8.20 Uhr geriet der 50 Fuß lange, norwegische Kutter "Guttormsen Senior" in Florø in Bedrängnis. Eine losgerissene Schwimmpier drückte ihn gegen die Mole des Küstenmuseums, sodass er dazwischen eingeklemmt wurde und sich nach Backbord überlegte. Das Rettungsboot "Kristian Gerhard Jebsen" machte eine Schlepptrosse am Bug des Kutters fest und zog ihn aus der Falle zu einem sicheren Ankerplatz nördlich von Florø.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2008
Yacht "Blown Away" auf den Strand geblasen
Hampton, Rockingham County, New Hampshire / USA, 24.10.08 - Am 20.10. strandete die 30 Fuß lange Pearson-Flyer-Racing Yacht "Blown Away" am North Beach in Hampton. Das Boot war auf dem Weg nach Portmouth und York gewesen, als es in schwere See geriet. Der Skipper hatte die Küstenwache gefragt, ob er das Boot vor Plaice Cove in Hampton ankern konnte, und deren Zustimmung erhalten. Doch in der Nacht war es dann trotz ausgebrachten Ankers ins Treiben gekommen und hatte zudem Mastbruch erlitten. Bei der Strandung brach das Ruder, und Felsen rissen ein Loch in den Rumpf. Leinen, die an der Yacht und einem Jeep festgemacht wurden, verhinderten, dass sie bei Hochwasser gegen einen Wellenbrecher driftete. Am 23.10. lag sie weiterhin auf dem Strand. Der Eigner, der das Boot im Sommer erworben und darauf gelebt hatte, suchte derweil in der Region von Hampton nach Hilfe z.B. in Form eines Kranes. Die Küstenwache hatte bereits abgewinkt, weil von dem Boot keine Gefahr ausging, und Schleppunternehmen aus Newburyshire waren angesichts der schwierigen Lage in der Brandung und der Tatsache, dass die "Blown Away" nicht versichert war, auch nicht zu einer Bergung zu motivieren. Mit jedem Tag auf dem Strand schwinden indes die Chancen, dass das Boot je, wie einst geplant, an der Hampton River Marina festmacht. Statt dessen nähert sich sein Zustand zunehmend einem Totalverlust.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2008
Zerstörer in Samsun auf Grund gelaufen
Norfolk, Virginia / USA, 24.10.08 - Der 154 Meter lange amerikanische Lenkwaffenzerstörer "Barry" (DDG-52) aus Norfolk lief am 23.10. um 10.30 Uhr beim Einlaufen in den türkischen Hafen Samsun auf Grund. Der Unfall ereignete sich bei einem Drehmanöver 200 Yards von der Pier entfernt. Ein Lotse war an Bord. Türkische Küstenwachtaucher inspizierten die Lage, dann wurde das Schiff von Schleppern wieder flottgemacht. Anschließend machte es an der Samsun-Pier fest und wurde untersucht. Die "Barry" war im August aus Norfolk ausgelaufen und operierte im Schwarzen Meer.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2008
Drei Tote bei Untergang von Kutter
Naha, Präfektur Okinawa / Japan, 24.10.08 - 1,8 Kilometer südlich von Minna Island in Motobucho in der japanischen Okinawa Präfektur kollidierten am 23.10. um 4.50 Uhr der 167 Meter lange Frachter "Shuri", 9813 BRZ (IMO-Nr. 9276274), und der Kutter "Kohei Maru, 14,75 BRZ. Die Crew wurde über Bord geschleudert. Von den sechs Mann des Kutters kamen drei ums Leben, drei wurden verletzt.
Die "Shuri" gehört zur Kinkai Yusen Logistics Co. Sie war unterwegs nach Naha Port. Ihre 11 Mann Crew blieben unversehrt. Die Schiffbrüchigen wurden zwei Stunden nach der Kollision von der Küstenwache gerettet und in ein Hospital in Nago gebracht, wo drei verstarben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2008
Lorelei versunken
Update vom 01.09.08
Hermanus, Distrikt Overberg, Provinz Westkap / Südafrika, 24.10.08 - In der vergangenen Woche waren Bergungsarbeiten an dem Wrack der "Lorelei" im Gange, die in der ersten Septemberwoche in einem schweren Sturm in Hermanus gesunken war. Atlatech Salvors and Divers hatten zuerst mit ausgelaufenem Diesel zu kämpfen, das Wasserleitungen für Farmen gefährdete. Das meiste Öl konnte abgeschöpft werden. Am 20.10., nachdem diese Arbeiten weitgehend abgeschlossen waren, wurden Schwimmkörper am Wrack angebracht, und am Abend ragte es bereits hoch aus dem Wasser. Doch die Flut lief nicht hoch genug auf, und es hatte zu starke Schlagseite, um auf einen Slip gezogen zu werden. So wurde es aus dem Weg geräumt und nochmals versenkt. Am Ende des Monats soll ein weiterer Anlauf starten, die "Lorelei" zu heben. Danach soll sie abgewrackt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2008
Kutter in Campbeltown geborgen
Campbeltown, Verwaltungsbezirk Argyll and Bute, Schottland / UK, 24.10.08 - Das Rettungsboot von Campbeltown war am 23.10. 13 Stunden im Einsatz, um den in Tarbert beheimateten Kutter "Destiny" zu retten. Dieser war während einer Fangfahrt nach Claonaig südlich des Claonaig-Fähranlegers am Morgen auf Grund gelaufen. Das RNLI-Boot "Ernest and Mary Shaw" lief mit sieben Mann Crew um vier Uhr aus. Auch der Helikopter 177 von HMS "Gannet" stieg auf und barg die vierköpfige Kuttercrew ab. Das Rettungsboot blieb auf Standby und wartete auf steigendes Wasser, um das Boot zu bergen. Da es die Sorge gab, das eine Lenzpumpe nicht ausreichen würde, eingedrungenes Wasser zu lenzen, wurde eine zweite angefordert. Mit der Flut gelang es, die auf der Seite liegende "Destiny" wieder flott zu machen. Ein anderer Kutter brachte sie, eskortiert vom RNLI-Boot, zurück nach Campbeltown, wo sie zur Reparatur aufgeslippt wurde. Die einstige "Stella Maris" war in den 1970ern für einen Auftraggeber in Campbeltown gebaut worden und ist nun in Tarbert registriert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2008
Killerwale verhindern Bergungsarbeiten
Victoria, Provinz British Columbia / Kanada, 24.10.08 - Die Arbeiten, die Fracht einer gekenterten Barge in der Robson Bucht vor Vancouver Island zu bergen, wurden aufs Frühjahr 2009 verschoben. Vor über einem Jahr (20. August 2007) stürzten Maschinen und ein Tanklaster mit 10 Tonnen Öl an Bord 290 Kilometer nordwestlich von Vancouver ins Meer. Weil sich jetzt aber Killerwale in der Gegend aufhalten und das Wetter sich verschlechtert, wurde die Aktion verschoben. Der Schlepperkapitän und die Bargeneigner sowie die Eigentümer der Fracht wurden bereits mit Strafen belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2008
Schiffbrüchige der "Katmai" machten schwere Stunden durch
Update vom 23.10.08
Alaska / USA, 24.10.08 - Der Tod von sechs Besatzungsmitgliedern des vor Alaska gesunkenen Fischfabrikationsschiffes "Katmai" ist mittlerweile so gut wie gewiss. Zwei Männer wurden am Abend 23.10. noch vermisst. Vier Überlebende, darunter der Skipper, waren nach 15 Stunden aus einer in einem Trümmerfeld treibenden Rettungsinsel gerettet worden. Ein Rettungsschwimmer war auf die Insel herabgelassen worden und hatte den Schiffbrüchigen geholfen, in einen vom Hubschrauber herabgelassenen Rettungskorb zu gelangen. Alle hatten vor dem Schiffsuntergang noch Zeit gehabt, ihre Überlebensanzüge anzuziehen. Die Geretteten litten nach den langen Stunden in der eiskalten Beringsee dennoch an Unterkühlung, auch waren sie hungrig und durstig. Sie sagten nach ihrer Rettung aus, ursprünglich seien sieben Männer in der Insel gewesen, doch diese sei gekentert, und dabei waren drei der Schiffbrüchigen in die See geschleudert worden. Die Suche nach den Vermissten wurde durch Küstenwache und Hilfsschiffe zu Wasser und aus der Luft fortgesetzt. Die Crew des Trawlers stammte aus Washington, Oregon und Alaska. Sie wurden nach ihrer Rettung ebenso wie die geborgenen Toten, die sich an Bord der "Courageous" befanden, nach Adak gebracht.
Die "Katmai" war in Schwierigkeiten geraten, nachdem bei der Rückreise vom Kabeljaufang bei Adak Island nach Dutch Harbor Wassereinbruch im Achterschiff stattgefunden hatte. Der Trawler "Blue Ballard" hatte am Abend des 21.10. von der "Katmai" eine Email erhalten, wobei diese von einem Ruderausfall und eindringendem Wasser in die abgeschlossene Sektion mit der Ruderanlage berichtete. Die Pumpen kamen nicht gegen den Wassereinbruch an, und so kam es zu dem Ausfall des Ruders. Das Schiff konnte nun den Bug nicht mehr gegen die vom Sturm aufgepeitschten Wellen halten, schlug hilflos quer und rollte binnen kurzer Zeit über. Die Küstenwache empfing kein Mayday, aber ein EPIRB-Signal am 22.10. um ein Uhr, wonach die Suchaktion mit einem Marathonflug mehrerer Sucheinheiten in das entlegene Seegebiet anlief. Ein HH 60-Jayhawk-Helikopter sichtete in deren Verlauf die in chaotischen Seen taumelnde Rettungsinsel. Die Wellen hatten die Höhe zweistöckiger Häuser.
Es handelte sich bereits um die zweite große Rettungsaktion der Coast Guard im Zusammenhang mit einem Fischfabrikschiff in der Beringsee in diesem Jahr. Ostern (23.03.08) waren 42 der 47 Männer von der 187 Fuß langen gesunkenen "Alaska Ranger" gerettet worden.
Eigner der 1987 erbauten und durch Pacific Boat Brokers mit einem Wert von 647.5000 Dollar taxierten "Katmai" waren die Katmai Fisheries, die Lloyd Cannon gehören, einem Pionier der Fischerei in Kodiak, der jetzt in Edmonds lebt. Er war 1976 Mitbegründer der All-Alaskan Seafood, die 1990 über 700 Menschen in der Fischverarbeitung beschäftigte.
Sie blieb von den zahlreichen Todesfällen und Unglücken in der Fischerei nicht verschont:
• 1988 kam der 1. Maat der 165 Fuß langen "Pacific Apollo" ums Leben, als er von einem Hummertopf in die See gezogen wurde.
• Im Oktober 1990 sank die "Pacific Apollo" nach Wassereinbruch im Maschinenraum, nur ein Mann der vierköpfigen Crew wurde gerettet.
• 1994 forderte bei einem Brand auf einem Fischfabrikschiff ein Menschenleben. Die Untersuchung stellte einen Mangel an Training und schlechte Sicherheitsstandards an Bord fest.
Der bislang schlimmste Vorfall in der Geschichte der amerikanischen Fischerei war der Untergang der 92 Fuß langen "Arctic Rose" aus Seattle am 02.04.2001, die vor Alaska (775 Meilen südwestlich von Anchorage) 15 Mann in die Tiefe riss.
Die 93 Fuß lange "Katmai" war ein Fischfänger mit Gefriereinrichtungen an Bord.
Sicherheit an Bord zu verbessern war seither ein vorrangiges Anliegen der Küstenwachen in Alaska und Seattle. Doch die "Katmai" war nicht in dem Sicherheitsprogramm, in dessen Rahmen die Fischereifahrzeuge überwacht und Verbesserungen durchgeführt wurden. Sie hatte aber Dockinspektionen 2006 und 2008, in deren Rahmen auch die Ausstattung mit Überlebensanzügen und das Training der Mannschaft überprüft wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2008
14 Schiffbrüchige nach Frachterunglück gerettet
Qalansiyah, Insel Sokotra / Jemen, 24.10.08 - Die jemenitische Küstenwache rettete vor Socotra Island am 23.10. die 14-köpfige Crew eines gekenterten Frachters. Das indische Schiff war von Bombay nach Mogadischu unterwegs und hatte 850 Tonnen Fracht an Bord. Das Unglück ereignete sich direkt vor der Stadt Qalansiyah der Insel Sokotra in einem Tropensturm, der über den Golf von Aden fegte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2008
Schiffbrüchige Angler bei Hiddensee gerettet
Bergen, Insel Rügen, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 23.10.08 - Zwei Angler wurden am Morgen des 23.10. aus dem 9,5 Grad kalten Wasser der Ostsee rund eine Seemeile westlich von Hiddensee bei Rügen gerettet, nachdem ihr sechs Meter langes Angelboot gesunken war. An der Rettung beteiligt waren der Seenotkreuzer "Theo Fischer" sowie Christoph 47, ein Hubschrauber der DRF Luftrettung und das Rettungsboot "Nausikaa". Einer der Angler hatte die Rettungsleitstelle Bergen angerufen und berichtet, dass sein Angelboot sinken würde. Über die Position des in Not befindlichen Schiffes herrschte Unklarheit.
Das Seenotrettungsboot "Nausikaa" der Station Vitte/Hiddensee sowie der Seenotkreuzer "Theo Fischer", der momentan in Barhöft seinen Liegeplatz hat, liefen sofort aus. Gleichzeitig wurden die DRF Luftrettung sowie Einheiten der Wasserschutzpolizei alarmiert. Gegen zehn Uhr sichtete die Besatzung von Christoph 47 die Schiffbrüchigen im Wasser und warf eine Rettungsinsel ab. Ein Rettungsschwimmer des Hubschraubers ging ins Wasser und half den beiden Männern hinein. Die "Theo Fischer" nahm die Geretteten und den Rettungsschwimmer anschließend auf und versorgte sie mit heißem Tee und trockener Kleidung. Ein inzwischen per Boot auf dem Seenotkreuzer eingetroffener Arzt untersuchte die beiden Schiffbrüchigen und stellte eine leichte Unterkühlung fest. In Barhöft wurden sie an einen Rettungswagen zur Weiterfahrt ins Krankenhaus übergeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2008
Öl tritt aus gekentertem Baggerschiff aus
Update vom 20.10.08
Szczecin, (früher Stettin), Woiwodschaft Westpommern / Polen, 23.10.08 - Der gesunkene polnische Bagger "Rozgwiazda", der am 17.10. um 6.58 Uhr bei der Verschleppung vom nordpolnischen Swinoujscie in der Ostsee nach Abriss vom Schlepper kenterte, könnte eine Umweltgefahr darstellen. In seinen Tanks befinden sich noch 25 Tonnen Öl. Bislang vereitelte starker Wind und hohe See den Abstieg von Tauchern zu dem Wrack, über dem sich ein Ölfleck gebildet hatte. In Stettin wurde ein Krisenzentrum eingerichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2008
Schubverband rammt Steinböschung
Bonn-Mehlem, Nordrhein-Westfalen / DE, 22.10.08 - Am Dienstag, 21.10.2008, gegen 18:50 Uhr, geriet ein Schubverband (Motorschiff u. Schubleichter) bei Rhein -km 644,2, Ortslage Bonn-Mehlem, nach Problemen mit der Ruderanlage linksrheinisch in die Steinböschung. Anschließend konnte der Schiffsführer den Verband mit Hilfe von Anker und Hauptmaschine vor Anker legen. Durch den Aufprall hatte offenbar der Bugstrahlraum ein Leck davon getragen und Wasser lief hinein. Bei einem Wasserstand von 1,70m setzte das Fahrzeug auf Grund auf. Die Schifffahrt war nicht behindert, da der Verband außerhalb des Fahrwassers lag.
Am 22.10., gegen 07:00 Uhr, nahm ein niederländisches Containerschiff den in Österreich beheimateten Schubverband längsseits, gab Pumpenhilfe und brachte ihn zu weiteren Untersuchungen in den Hafen Köln Niehl. Die 1900 Tonnen Sojabohnen aus Regensburg kommen nun erst mit Verspätung in Amsterdam an.
Quelle: WSP NRW vom 24.10.2008
Tote und Verletzte bei Tankerexplosion in China
Haikou, Hainan Provinz / China, 22.10.08 - Drei Menschen kamen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt, als es am Morgen des 22.10. auf einem zur Reparatur bei der Qiongcheng Auto Repair Plant in der südchinesischen Hainan Provinz liegenden Tanker zu einer Explosion kam. Das Unglück ereignete sich um 9.20 Uhr aus ungeklärter Ursache. Vorher waren zwei Arbeiter auf den leeren Tanker gegangen, um die Ursache der Blockade einer Ölleitung zu erkunden. Einer wurde durch Dämpfe ohnmächtig, bevor sich die Explosion ereignete. Die Männer hatten wohl restliche Gase eingeatmet, die bis dahin nicht ausgelüftet worden waren. Die Verletzten, von denen drei schwere Verbrennungen erlitten hatten, wurden ins Hainan Provincial People's Hospital gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2008
Binnenschiff kam auf dem Rhein bei Spyck fest
Spyck (nahe Kleve), Nordrhein-Westfalen / DE, 20.10.08 - Am 18.10. geriet beim Verlassen der Liegestelle vor den Ölwerken von Spyck ein niederländisches Binnenschiff gegen 17.00 Uhr mit dem Bug auf Grund. Es saß auf einer Länge von etwa 15 Metern auf. Gegen 19.20 Uhr gelang es einem Schlepper, den Havaristen freizubekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2008
Frontalkollision zweier Binnentanker
Dorsten, Nordrhein-Westfalen / DE, 20.10.08 - Ein mit 1000 Tonnen Propylen beladenes Binnentankschiff kollidierte am 18.10. gegen 01.30 Uhr auf dem Wesel-Datteln-Kanal bei Dorsten in Bergfahrt mit einem unbeladenen Tankschiff, das ihm entgegenkam. Die Schiffe stießen unter der Havester Straßenbrücke frontal zusammen, wodurch erheblicher Sachschaden entstand. Bei dem Talfahrer wurde der Anker herausgerissen, und es entstand 80 Zentimeter über der Wasseroberfläche ein Loch im Bereich der Ankerklüse.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2008
Kutter vor Frankreich gesunken
Saint Quay Portrieux, Départements Côtes-d’Armor, Region Bretagne / Frankreich, 16.10.08 - In der Nacht zum 16.10 geriet kurz nach Mitternacht der 11 Meter lange Kutter "Petite Margot" aus Saint Brieuc 15 Kilometer nordöstlich vor der Insel Bréhat in Seenot. Rettungsboote aus Saint Quay Portrieux und Logivy la Mer sowie zwei Hubschrauber stiegen auf. Um 1.15 Uhr wurde der Skipper, der allein an Bord war, von einem Dauphin-Helikopter, der in eine Rettungsinsel gegangen war, gefunden und aufgewinscht. Er gab an, dass sein Kutter nach Wassereinbruch im Achterschiff gesunken sei. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2008
Dreiköpfige Crew von Yacht aus höchster Gefahr gerettet
Ardrossan, North Ayrshire, Schottland / UK, 23.10.08 - Am Abend des 22.10. wurden drei Besatzungsmitglieder der 36 Fuß langen Yacht "Encore" ins Krankenhaus gebracht. Ihr Boot war zuvor auf Felsen vor Horse Island an der Küste von Ardrossan auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Die Crew alarmierte die Clyde Coastguard gegen 19 Uhr über die Havarie, die in schwerer See stattgefunden und Winden von acht Beaufort hatte. Die Küstenwache beauftragte das Ardrossan Coastguard Rescue Team damit, die beschädigte Yacht zu lokalisieren. Ein Helikopter von HMS "Gannet" stieg auf und war binnen Minuten vor Ort, und auch das RNLI-Boot aus Troon lief aus. Die dreiköpfige Crew wurde aus der Luft abgeborgen und ins Crosshouse Hospital in Kilmarnock gebracht. Die Yacht lag abends unverändert auf den Felsen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2008
Treibender Frachter von Notfallschlepper auf den Haken genommen
Stornoway, Insel Lewis, Äußere Hebriden, Schottland / UK, 23.10.08 - Am Morgen des 22.10. meldete der mit Holz beladene Frachter "Mekahnik Semakov", 2489 BRZ (IMO-Nr. 8904393) der Stornoway Coastguard, dass er Antriebsprobleme habe und mit 0,3 Knoten in nordöstlicher Richtung auf Drift sei. Ein Schwesterschiff des Russen, die "Mekhanik Kraskovksi", machte zunächst standby. Die "Mekahnik Semakov" befand sich 2.6 Meilen vor der Isle of Skye und wurde von der Küstenwache Isle of Lewis überwacht. Der Notfallschlepper "Anglian Prince" wurde zum 85 Meter langen Havaristen in Marsch gesetzt, um in Bereitschaft zu sein, während die Maschinenreparatur durchgeführt wurde. Bis 9.30 Uhr war das Problem nicht gelöst, woraufhin die "Anglian Prince" angewiesen wurde, die "Mekahnik Semakov" auf den Haken zu nehmen und zu einem sicheren Ankerplatz in der Broad Bay, Isle of Lewis, zu verbringen. Um 12.30 Uhr war der Havarist auf dem Haken, und der Schlepp begann.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2008
Selbstmordanschlag auf zwei Frachter in Sri Lanka glimpflich ausgegangen
Update vom 22.10.08
Myliddy, North Eastern Provinz / Sri Lanka, 23.10.08 - Der Versuch der Sea Tigers, der Seeorganisation der Tamil Tigers, am 21.10. gegen fünf Uhr zwei Versorgungsschiffe mit Nahrungsmitteln bei Myliddy, nahe des Hafens von Kankesanthurai, zu versenken, ist dank der Aufmerksamkeit der Marineeskorte im Wesentlichen fehlgeschlagen. Die Frachter "Ruhuna" und "Nimalawa" waren von drei Selbstmordbooten angegriffen worden. Eines explodierte nahe der "Nimalawa" und beschädigte sie. Sie war mit 2350 Tonnen Nahrungsmitteln, wie Reis, Zucker, Speiseöl u.a. sowie Dünger und Medizin aus Colombo gekommen. Die "Ruhuna" hatte 3800 Tonnen Zement, der von Trincomalee nach Kankesanthurai bestimmt war, an Bord. Als sie Myliddy erreicht hatten, bemerkte die Marineeskorte drei kleine Boote, die im Verdacht standen, zur LTTE zu gehören, und eröffnete das Feuer. Zwei der Boote explodierten, eines war zuvor noch in die Nähe der "Nimalawa" gelangt. Die Insassen der Boote kamen ums Leben. Das dritte Boot wurde von der Marine erobert, die Insassen kamen zum Teil ebenfalls um oder konnten fliehen. In dem Boot wurden weitere Explosivstoffe entdeckt. Die Marine nimmt an, dass die LTTE die Frachter für Truppentransporter hielt. Nach dem Anschlag wurden beide Frachter in dem kleinen Hafen von Myliddy entladen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2008
Arbeiten an "Ocean Papa" unterbrochen
Update vom 21.10.08
Iloilo City / Philippinen, 23.10.08 - Die Bergungsarbeiten am Wrack der "Ocean Papa" vor Malalison Island in Culasi, Antique, wurden auf Weisung der Küstenwache vorläufig unterbrochen, nachdem zwei Taucher bei Schweißarbeiten 65 Fuß unter der Wasseroberfläche verletzt worden waren. Sie waren im Maschinenraum tätig gewesen, als Funken die Explosion auslösten. Einer der Männer ist still in kritischem Zustand im Don Rafael Tumbukon Memorial Hospital in Kalibo, Aklan. Der andere wurde mittlerweile entlassen. Bis zur Unterbrechung der Arbeiten waren 84 % der "Ocean Papa" zerschnitten und aus dem Wasser gezogen worden. Dazu müssen die Berger zuvor Löcher in die Wrackteile schneiden. Die Küstenwache bemängelte, dass Öl aus dem Wrack ausgelaufen sei. Es könne aber noch aufgenommen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2008
Große Suchaktion nach Überlebenden eines Kutteruntergangs
Kodiak, Alaska / USA, 22.10.08 - Am 22.10. leitete die Coast Guard in Alaska eine Suchaktion nach der 11-köpfigen Crew des 93 Fuß langen Trawlers "Katmai" aus Kodiak ein, dessen EPIRB um 1.08 Uhr rund 100 Meilen westlich von Adak aktiviert worden war. Zwei C-130-Langstreckenflugzeuge stiegen in Kodiak auf, ebenso ein HH-60 Jayhawk-Helikopter. Dieser sichtete nach seinem Eintreffen gegen 11 Uhr einen treibenden Überlebensanzug sowie das EPIRB mit seinen Stroboskoblichtern sowie eine teilweise aufgeblasene Rettungsinsel. Zwei weitere wurden von einer der C 130, die ab 8.20 Uhr vor Ort waren, abgeworfen. Das Küstenwachschiff "Acushnet", das gegen 22 Uhr des 23.10. vor Ort erwartet wurde, eine weitere C 130 und ein Blackhawk-Helikopter wurden zur Verstärkung der Sucheinheiten in Marsch gesetzt. Vor Ort herrschte Nordwind mit Geschwindigkeiten um 30 Knoten, der auf bis zu 50 Knoten auffrischte, die See ging bis zu 20 Fuß hoch.
Einer der MH-60 Jayhawks entdeckte vier Überlebende in gutem Zustand im Amchitka Pass in einer Rettungsinsel. Sie wurden aufgewinscht und zur medizinischen Betreuung nach Adak geflogen. Ein weiterer Hubscharuber fand gegen 13 Uhr einen Toten in der See. Der an der Suchaktion beteiligte Kutter "Courageous" barg gegen 16 Uhr eine weitere Leiche, einen Überlebensanzug und einen Rettungsring der "Katmai". Der Kutter "Patricia Lee" entdeckte gegen 17.30 Uhr einen, dann um 20.40 Uhr zwei Tote. Die Suche nach den noch vermissten zwei Fischern wurde während der Nacht fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2008
Forscher suchen Rätsel um Wrack in St. Augustine zu lösen
St. Augustine, Florida / USA, 22.10.08 - Forscher glauben, ein im flachen Wasser vor St. Augustine Beach vor einigen Wochen freigespültes Wrack identifiziert zu haben. Wissenschaftler des Lighthouse Archaeological Maritime Program (LAMP) haben die Relikte untersucht. Die Arbeiten gestalteten sich schwierig, da das Wrack in der Brandungszone liegt und weiterhin größtenteils unter dem Sand begraben ist. Das Wrack liegt zu weit vom Strand entfernt, um manuell tätig zu sein, und zu nah an der Küste, um schweres Gerät von See her einzusetzen. Unzweifelhaft ist aber nun, dass der Rumpf aus Stahl ist, und dies führte zu der Annahme, dass es sich um ein Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhundert gestrandetes Schiff handelt. Auf der Basis vorhandener Daten könnte es sich um ein Schiff namens "Fortuna II" handeln. Um mehr Sicherheit zu erhalten, müssen die Maße des Wracks ermittelt werden. Die "Fortuna II" war 80 Fuß lang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2008
Vorschlag zur Bergung des größten Schlachtschiffes der Welt
Manila / Philippinen, 22.10.08 - Fast exakt 64 Jahre nach der Versenkung des 263 Meter langen japanischen Schlachtschiffes "Mushashi" am 24.10.1944 hat die schweizerische Swiss Global Connect Überlegungen zu einer Bergung des Wracks vom Grund der Sibuyan Sea publik gemacht. In einem Brief an die Asian Countries and Islands Optical Fiber Communication Establishment and Philippines Properties in Asia (AIPAC) sagte der Direktor, seine Firma sei in der Lage, das einst mächtigste Schlachtschiff der Welt an die Wasseroberfläche zu bringen. Danach solle es auf Carabao Island / Philippinen als Symbol der Freundschaft und als Touristenattraktion ausgestellt werden. Finanzmittel seien bereits vorhanden. Das Schiff versank einst mit seiner 1023-köpfigen Crew nach Angriffen durch amerikanische Luftstreitkräfte auf 1000 Metern Wassertiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2008
Isländischer Trawler nach Brand gesunken
Reykjavík / Island, 22.10.08 - Auf dem isländischen 7-Tonnen-Kutter "Mávanes" brach am 21.10. gegen 19 Uhr ein Maschinenraumbrand aus. Ein Hubschrauber der Küstenwache stieg auf und nahm Kurs auf den in der Faxaflói Bucht treibenden Havaristen, drehte aber wieder ab, als die zweiköpfige Crew in Sicherheit war. Sie hatte eine Rettungsinsel bestiegen und war von der "Sólborg" aufgenommen und nach Reykjavík gebracht worden. Versuche, die inzwischen völlig in Flammen stehende "Mávanes" abzuschleppen, mussten aufgegeben werden. Wenig später sank das Schiff.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2008
50 Tonnen der "Riverdance" liegen noch tief im Sand
Update vom 10.10.08
Anchorsholme Beach, Cleveleys, Lancashire, England, 22.10.08 - In zwei bis drei Wochen soll das letzte Wrackteil der "Riverdance" vor Cleveleys geräumt sein. Alle sichtbaren Reste sind bereits verschwunden, doch ein Segment von 50x30 Fuß Umfang und einem Gewicht von an die 50 Tonnen liegt noch an die fünf Meter tief im Sand begraben. Es zu beseitigen wird nicht einfach sein und rund eine Woche Arbeitszeit benötigen, sich aber angesichts der Tatsache, dass nur bei Ebbe und günstigem Wind gearbeitet werden kann, entsprechend verlängern. In den vergangenen Wochen hatten die Abwracker ohnehin mit schwieriger werdenden Wetterbedingungen zu kämpfen. Wenn die Sektion geborgen ist, soll mit Sonargerät der Sand zwei Tage lang auf verbliebene Reste hin durchleuchtet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2008
Zwei Versorger vor der Küste von Sri Lanka beschädigt
Jaffna, Nordprovinz / Sri Lanka, 22.10.08 - Am Morgen des 22.10. haben Tamil Tigers vor der Küste von Kangesanthurai an der nördlichen Jaffna-Halbinsel das srilankanische Versorgungsschiff "Nimalawa" sowie die "Ruhuna" mit einem Selbstmord-Boot angegriffen und nach eigenen Angaben beschädigt. Die Marine von Sri Lanka versuchte, die Schiffe zu bergen, doch offenbar war die "Nimalawa" im Sinken begriffen und das andere Schiff beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2008
"Captain Calamity" zum zweiten Mal in zwei Tagen gerettet
Burnham-on-Sea, Grafschaft Somerset, England / UK, 22.10.08 - Am 21.10. wurde zum 2. Mal binnen 48 Stunden eine Suchaktion nach dem 25 Fuß langen Trimaran "Star of Burnham" vor der Küste von Burnham-on-Sea gestartet. Zwei Tage zuvor war das Schiff in demselben Seegebiet bereits in Not geraten. In schwerer See hatte es im Bristol Channel gegen 18.30 Uhr Motorausfall gehabt, meldete es der Küstenwache Swansea, dann brach der Funkkontakt ab. Es wurde von einem RAF-Helikopter aus Chivenor, Devon, dann geortet und vom Ilfracombe-Rettungsboot und später dem Barry Dock-Rettungsboot in der Nacht zum 19.10. nach Barry eingeschleppt. Dort wurde bei einer Inspektion festgestellt, dass weder Schwimmwesten, Fackeln, Seekarten noch VHF an Bord waren. Am Morgen des 21.10. kontaktierte der Eigner der "Star of Burnham" um 11.45 Uhr die Swansea Coastguard, um ihr mitzuteilen, dass er nach Burnham-on-Sea auslaufe. Doch dabei strandete er westlich von Stert Island. Zwei Rettungsboote aus Burnham spürten ihn dort auf und brachten das Boot mit "Captain Calamity" und seine Mitseglerin gegen Mitternacht in den Hafen ein, wo es an den Pontons des örtlichen Segelclubs vertäut wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2008
Zwei Verletzte bei Explosion auf Bulker
Newcastle, New South Wales / Australien, 22.10.08 - Bei einer Explosion an Bord des 289 Meter langen, unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarriers "Cape Lotus", (IMO-Nr. 9201695) 83.849 BRZ, erlitten zwei philippinische Besatzungsmitglieder am Morgen des 21.10. gegen drei Uhr schwere Brandverletzungen. Das auf dem Weg nach Holland befindliche Schiff befand sich zum Unglückszeitpunkt vor der Küste von Newcastle, New South Wales. Ein Westpac-Retttungshubschrauber stieg auf und brachte die Verletzten von dem 75 Kilometer vor der Küste liegenden Schiff ins John Hunter Hospital in Newcastle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2008
Strandungen zweier Bulkcarrier machen Fortschritte und Versäumnisse deutlich
Update vom 21.10.08
Gibraltar / 22.10.08 - Der stellvertretende Ministerpräsident Gibraltars hat einen neuen Plan zur Vermeidung von Verschmutzungen für die gesamte Bucht von Gibraltar überfällig genannt. Gleichzeitig sagte er aber, die Koordination der Rettungsdienste von Spanien und Gibraltar habe sich bei den Havarien der "Fedra" und "Tawe" als verbessert gezeigt. Dennoch habe das Doppelunglück gezeigt, dass ein formalisiertes Vorgehen vonnöten sei. Dies sei auf der Agenda der Regierung auf einer oberen Position. Im Falle eines Unglücks solle man wissen, was für Ressourcen es gäbe und wie man gemeinsam agieren könne, anstatt wie kopflose Hühner umherzurennen. Die Strandung der "Fedra" hat die Forderung nach strengeren Kontrollen in dem dicht befahrenen Seegebiet aufgebracht. Doch sie zeigte auch die Verbesserung der Beziehungen Spaniens und Gibraltars in Sachen der maritimen Kooperation auf. Ohne diese wäre man nicht so erfolgreich gewesen.
Die Untersuchungen zum Havariehergang sind noch nicht abgeschlossen, doch es sieht so aus, dass die "Fedra" zu Reparaturen an der Maschine vor Anker lag. Ein Teil der Maschine war auseinander gebaut, als der Anker nicht mehr hielt. So war das Schiff faktisch tot, als der Wind auf Hurrikanstärken von 180 Stundenkilometern zunahm. Der Kapitän kommunizierte diese Information aber nicht dem Hafen, was ein Verstoß gegen die Hafenbestimmungen ist. Er und zwei Offiziere wurden bereits zeitweilig in Haft genommen wegen Verdachts des Verstoßes gegen Hafenregularien. Sie kamen gegen Meldeauflagen wieder auf freien Fuß, eine Bestrafung wird aber erwartet. Berger sind noch dabei, das Wrack der "Fedra" zu untersuchen und Wege zu finden, es von den Felsen bei Europa Point zu entfernen. Das meiste ausgelaufene Öl wurde inzwischen beseitigt.
Am Abend des 20.10. wurde derweil die "Tawe", 24646 BRZ, von seiner Strandungsstelle vor Algericas von den beiden Schleppern "Artico" und "Sertosa 8" auf tieferes Wasser geschleppt. Zuvor waren 150 Tonnen Bunkeröl abgepumpt worden. Nach einer Untersuchung wurde der Havarist zur Ausbesserung der Bodenschäden zur nahen Cernaval-Werft in Campamento geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2008
Ro-Ro-Frachter verursachte Ölverschmutzung in Lübeck
Lübeck-Travemünde, Schleswig-Holstein / DE, 21.11.08 - Ein Schwerölteppich hat am Morgen des 21.10. am Travemünder Seelandkai Aufregung verursacht. Auf einer Fläche von rund 40 000 Quadratmetern war eine Verunreinigung der Trave deutlich sichtbar. Möglicherweise durch einen technischen Defekt im Leitungs- und Pumpsystem an Bord der dort festgemachten, aus Estland gekommenen Londoner Ro-Ro-Frachter "Longstone", 23.235 BRZ (IMO-Nr. 9234082), war das Öl ausgelaufen. Das 193 Meter lange Schiff wurde mit einem Auslaufverbot belegt. Das Dienstboot "Habicht" der Wasserschutzpolizei dämmte gemeinsam mit Kräften der Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Wehr einen Teil der betroffenen Fläche ein. Auch der für die Entsorgung zuständige Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN in Husum) wurde informiert. Die Lübecker Firma Bitunamel-Feldmann wurde mit der Reinigung des Gewässers beauftragt, um die "Longstone" wurden Ölsperren ausgelegt. Die polizeilichen Ermittlungen dauerten an. Die Seeberufsgenossenschaft Hamburg wurde ebenfalls eingeschaltet. Die Staatsanwaltschaft Lübeck ordnete die Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 10 000 Euro an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2008
Zweites Binnenschiff Opfer von niedrigem Donau-Wasserstand
Irlbach, Landkreis Straubing-Bogen, Bayern / DE, 21.10.08 - Das kroatische Gütermotorschiff "Sveti Filip i Jakov" kam in der Nacht zum 19.10. ebenfalls auf der Donau bei Irlbach im Landkreis Straubing-Bogen fest, denn über Nacht war der Wasserstand um 40 Zentimeter gefallen. Wo am Vortag noch ausreichend Wassertiefe gewesen war, saß das Schiff mit seiner Ladung von rund 1.000 Tonnen Sojaschrot auf einer Kiesbank auf. Der Kapitän hatte sich bei der Prognose von Zuladung und zu erwartendem Wasserstand verkalkuliert. Da die "Sveti Filip i Jakov" außerhalb der Fahrrinne liegt, ist die Schifffahrt derzeit nicht behindert. Es ist vorgesehen, das Schiff am 22.10. zu leichtern und durch die Verringerung des Tiefganges es wieder flott zu bekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2008
Zweimaster "Planet" erholt sich von zweiter Havarie
Update vom 21.10.08
Beaumaris, Isle of Anglesey, North Wales / UK, 21.10.08 - Der Zweimaster "Planet" lag am Tag nach seiner 2. Havarie binnen eines Monats in Beaumaris vertäut, und sein Eigner soll nach Stoke-on-Trent heimgefahren sei. An der Struktur der Pier, unterhalb der seine 40 Fuß lange Ketsch am 20.10. gestrandet war, entstand kein Schaden, und auch die "Planet" hat die Havarie mit nur leichten Schäden überstanden.
Am 29.9. war das Boot auf dem Weg von Plymouth nach Holyhead in 10 Fuß hohen Wellen sechs Meilen vor Anglesey in Seenot geraten, nachdem ein Baum gebrochen war und sich das Segel um den Mast gewickelt hatte. Zunächst war die Fahrt unter Motor fortgesetzt worden, doch dann hatte auch dieser drei Meilen vor der Küste den Dienst versagt. Das Boot trieb wieder auf See hinaus. Da durch Beschädigung der Antennen die Funkausrüstung ebenfalls ausgefallen war, brannte der Skipper in seiner Bedrängnis Notfackeln ab, die in der Nacht von der Irish-Ferries-Fähre "Ulysses", die mit über 1000 Passagieren von Dublin nach Holyhead unterwegs war, gesichtet wurden. Deren Kapitän alarmierte die Küstenwache und nahm Kurs auf die Position. Er machte mit der hohen Flanke seines Schiffes Lee und setzte dann ein Rettungsboot aus, das die zweiköpfige Crew aufnahm. Später nahm das Rettungsboot von Holyhead die treibende Ketsch auf den Haken und schleppte sie ein. Dabei wurde die mit zwei Seenotrettern besetzte Yacht von meterhohen Wellen zeitweilig so eingedeckt, dass die Schleppgeschwindigkeit reduziert werden musste. In Holyhead trafen Retter, Geretteter und Yacht dann wieder aufeinander.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2008
Angebote für Hebung von Zweimaster "Asgard II" gesucht
Update vom 03.10.08
Dublin / Irland, 21.10.08 - Für eine eventuelle Bergung des Segelschulschiffes "Asgard II", das auf dem Meeresgrund vor der französischen Nordwestküste liegt, werden derzeit Angebote durch das irische Verteidigungsministerium gemeinsam mit der Schiffsversicherung eingeholt. Von diesen und den darin aufgeschlüsselten Kosten wird eine Hebung des Wracks aus 80 Metern Tiefe abhängen. Die Brigantine war am 11.9. gesunken, alle 25 Personen an Bord waren 22 Kilometer westlich der Belle-Ile von französischen Rettungskräften geborgen worden. Das Schiff war zur Überholung und Teilnahme an einem maritimen Fest auf dem Weg nach La Rochelle leckgeschlagen und gesunken. Das Wrack liegt, wie Aufnahmen eines ROV zeigten, verhältnismäßig intakt und in aufrechter Position auf dem Meeresgrund. Auf den Bildern war auch die für den Untergang verantwortliche Plankenbeschädigung zu erkennen, die möglicherweise durch Kollision mit einem treibenden Lukendeckel entstanden sein könnte. Die "Asgard II" ist für 3.8 Millionen Euro versichert, eine Bergung könnte rund 2 Millionen Euro kosten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2008
Ein Verletzter bei Schlepperbrand
Honolulu, Hawaii / USA, 21.10.08 - Ein Feuer an Bord des Schleppers "Mamo" wurde am 21.10. von Feuerwehrleuten und zwei Angestellten der Young Bros. Ltd. an Pier 22 in Honolulu gelöscht. Einer der Männer erlitt eine Rauchvergiftung und musste ins Krankenhaus. Der Brand war um 15.41 Uhr im Aufenthaltsraum des 3300-PS-Schiffes der Hawaiian Tug & Barge ausgebrochen, der sich unterhalb der Brücke befindet. Die Feuerwehr war auf Rauchentwicklung aufmerksam geworden und fand die beiden Männer beim Versuch, die Flammen zu ersticken, vor. Um 15.53 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und um 16.10 Uhr hieß es Feuer aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2008
Forschungsschiffkapitän zum zweiten Mal binnen eines halben Jahres gerettet
Update vom 20.10.08
Cape May, New Jersey / USA, 20.10.08 - Der am 19.10. im Atlantik von einem Hubschrauber der Coast Guard Air Station Atlantic City, N.J. gerettete Kapitän des leckgeschlagenen Forschungsschiffes "Robert E. Hayes" war auch Schiffsführer der im Mai in einem Sturm vor Delaware gestrandeten "Russel W. Peterson". Bei deren Havarie war ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen. Auf die verlassene "Robert E. Hayes" nahm derweil ein Schlepper von Shamrock Marine Towing Kurs, um sie zu Bergen. Die 72 Fuß lange "Robert E. Hayes", die vier 75 Fuß lange hydraulische Beine hat, gehört der Aqua Surveys Inc. aus Flemington, New Jersey. Sie sucht den Meeresgrund nach Munition ab und führt Untersuchungen im Vorfeld des Baus von Offshore-Windkraftanlagen durch.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2008
Verein kümmert sich um Seglerwrack
Dordrecht, Provinz Südholland / Niederlande, 21.10.08 - Die Vereinigung De Binnenvaart will das Wrack der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Tjalk "Jacob" auf einer Barge als Museumsschiff in Dordrecht ausstellen. Die "Jacob" war 2006 aus dem Dordtsche Kil geborgen worden. Sie war 1858 auf Höhe Willemsdorp, dem südlichsten Punkt der Insel von Dordrecht, dort gesunken. Das Achterschiff blieb erhalten und liegt derzeit bei Rijkswaterstaat in Dordt. Die Vereinigung De Binnenvaart sucht noch Sponsoren für benötigte Finanzmittel in Höhe von 175.000 Euro. Außerdem möchte der Verein einen dauerhaften Liegeplatz in Dordrecht erhalten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.10.2008
Zwei Verletzte bei Explosion auf "Ocean Papa"
Update vom 20.10.08
Kalibo, Provinz Aklan / Philippinen, 21.10.08 - Zwei Bergungstaucher wurden am 21.10. verletzt, als es im Maschinenraum der vor Malalison Island in Culasi, Antique, gesunkenen "Ocean Papa" zu einer Explosion kam. Die beiden Taucher transportierten elektrische Ausrüstung, die die Explosion verursacht haben könnte. Seit August sind Arbeiten im Gang, das Schifffahrtshindernis zu räumen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.10.2008
Binnenschiff auf Donau sitzt weiter fest
Update vom 20.10.08
Osterhofen, Landkreis Deggendorf, Bayern / DE, 21.10.08 - Ein Fahrfehler und das seit Tagen herrschende Niedrigwasser auf der Donau sind Schuld daran, dass seit den Mittagsstunden des 19.10. ein rumänisches Gütermotorschiff kurz vor Mühlham fest sitzt. Wann die "Diana Maria" ihre Fahrt fortsetzen kann, ist derzeit nicht absehbar. Das flussaufwärts laufende Schiff, das mit 720 Tonnen Raps beladen war, wollte einem Entgegenkommer ausweichen und lief dabei am Fahrwasserrand auf einer Kiesbank auf Grund. Gleich nach der Havarie versuchte ein Schlepper vergeblich, das Schiff flottzumachen. Am Vormittag des 20.10. überprüfte die Wasserschutzpolizei den Zustand des Havaristen. Dabei wurde festgestellt, dass das Schiff bis zu 40 Zentimeter tief in der Kiesbank eingesunken war, und ein Freikommen aus eigener Kraft daher unmöglich war. Auch bestünde dabei das Risiko erheblicher Beschädigungen an der Fahrrinne der Donau.
Deshalb hieß es zunächst abwarten. Ob ein Teil der Ladung geleichtert oder ob versucht werden sollte, das Schiff so freizuschleppen, sollte im Lauf der Woche geklärt werden. Die einfachste Lösung wäre indes, wenn einsetzender starker Regen den Wasserstand in der Donau ansteigen lassen und das Schiff dadurch von selber freikommen könne, derzeit aber gibt es eher einen stagnierenden bis fallenden Wasserstand. Die Schifffahrt wurde an der Havariestelle nicht behindert. Am Vormittag des 20.10. brachte das Schubschiff "Regensburg" Wasser zur "Diana Maria".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.10.2008
Feuer auf holländischem Binnenschiff
Sluiskil, Gemeinde Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 21.10.08 - Am 20.10. brach gegen 14..45 Uhr auf dem Binnenschiff "Ma-Londa 2" in Sluiskil ein Feuer aus. Das Schiff lag am Wervenweg auf der Industrieinsel. Die Feuerwehr Terneuzen rückte mit zwei Fahrzeugen zur Brandbekämpfung an. Das Feuer war mit starker Rauchentwicklung verbunden. Schadenshöhe und Ursache waren noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.10.2008
"Tawe" 10 Tage nach Strandung vor Algericas freigeschleppt
Update vom 15.10.08
Algeciras, Provinz Cádiz, Region Andalusien / Spanien, 21.10.08 - Ein Team von Svitzer S. Wijsmuller hat am Abend des 20.10. den am 11.10. gestrandeten, liberianischen Fracher "Tawe" in Algeciras Bay freigeschleppt. Er sollte anschließend Campamento de San Roque Dock in Cádiz geschleppt werden, wo die beschädigten Bodentanks repariert werden sollen.
Die Beseitigung von aus der "Tawe" ausgelaufenem Öl, das auf 400 Metern Länge bei San Juan García Point angetrieben war, wurde am 20.10. abgeschlossen. Rund 230 Kubikmeter wurden vom Strand von El Chinarral beseitigt.
Ausgelaufenes Öl der in demselben Sturm gestrandeten "Fedra" trieb weiterhin in der Umgebung Gibraltars. In der vergangenen Woche trieb es auf Ceuta an, nun wurden geringe Mengen in Getares Cove und auf dem La Concha-Strand in El Rinconcillo entdeckt. Kleine Ölkugeln fanden sich auf einer Länge von 250 Metern an der Küste von Tarifa zwischen Los Lances und der Mündung des Jara-Flusses. Vier Ölbekämpfungsschiffe, die "Salvamar Alkaid", "Salvamar Algecrias", "Clara Campoamor" und "Bahía II", waren weiter im Einsatz, das Öl auf See aufzufangen. Fischer von Algeciras, Tarifa und La Línea waren von den Ölverschmutzungen betroffen. Die im Wrack noch vermuteten 150 Tonnen Öl sollen in den kommenden Tagen abgepumpt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.10.2008
Ehemaliges Lotsenboot explodiert
Saint Petersburg, Pinellas County, Florida / USA, 21.10.08 - In St. Petersburg explodierte das 56 Fuß lange ehemalige Lotsenboot "Aloma II" am 20.10. Propangasflaschen detonierten, Trümmer flogen ins Wasser, ein Feuer brach aus. Die Feuerwehr und Küstenwache bekämpfte den Brand in der Demens Landing Marina und verhinderte, das er weitere Boote erfasste. Das Feuer war um 13.48 Uhr ausgebrochen und um 17 Uhr unter Kontrolle. Rauch war über den nahen Albert Whitted Airport hinweggezogen. Die Feuerwehr brach das Deck auf, um Schaum darunter ins Schiff zu einzubringen. An Bord des Holzschiffes lebte ein Paar, das aber nicht an Bord war. Die Ursache des Feuers in Dock 4 war unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.10.2008
Yacht unter Pier gedrückt
Beaumaris, Isle of Anglesey, North Wales / UK, 21.10.08 - Die 36 Fuß lange Ketsch "Planet", die vor drei Wochen erst von der Fähre "Ulysses" gerettet worden war, wurde bei starkem Wind am 19.10. unter die Beaumaris Pier gedrückt. Die RNLI wurde gegen sieben Uhr alarmiert. Das Boot war unterwegs zu einer Mooring in Beaumaris Bay, als sie in Schwierigkeiten geriet. Nach einer provisorischen Reparatur wurde der Havarist zu seiner Mooring geschleppt.
Am 1.10. war die Yacht in 10 Fuß hohen Wellen sechs Meilen vor Anglesey nach Bruch des Mastbaums und Motorausfall in Schwierigkeiten geraten und hatte von der mit 1000 Fahrgästen von Dublin nach Holyhead laufenden "Ulysses" Hilfe erhalten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.10.2008
Binnentanker stand in Rotterdam in Flammen
Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 20.10.08 - Am 20.10. brach auf dem 67 Meter langen, holländischen Binnentanker "Zeelandia" (Europa-Nr. 02316888), 1062 ts, der Sovflot BV, Zwijndrecht, ein Feuer aus. Es entstand durch eine Überhitzung im Maschinenraum, als das Schiff auf dem Caland-Kanal unterwegs war. Da auch die Hilfsmaschine ausfiel, trieb das Schiff hilflos auf dem Kanal, ehe es auf dem Botlek in den Londonhaven geschleppt und dort am Anleger der Cobelfret-Fähren vertäut wurde. Es hatte 350 Tonnen Öl geladen. Die Feuerwehr Rotterdam-Rijnmond kam mit starken Einsatzkräften zu Wasser und zu Lande zum brennenden Schiff.
Die "Zeelandia" war 1961 bei Bodewes in Millingen für Shell Den Haag als "Shell 37" erbaut worden. Seit 1988 lief sie nach einem Zwischenspiel als "Skylark" für die jetzigen Eigner.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.10.2008
Fünf Mann nach Trawlerbrand abgeborgen
Rescue Coordination Centre (RCC) - Halifax, Nova Scotia / Kanada, 20.10.08 - Ein kanadischer Cormorant Helikopter des 103 Search and Rescue Squadron Gander wurde am Nachmittag des 20.10. zu dem nahe Baffin Island in Brand geratenen neufundländischen Fabrikationstrawler "The Newfoundland Linx" geschickt. Er barg am Abend fünf der 27 Besatzungsmitglieder ab, die eine Rauchvergiftung erlitten hatten, und brachte sie ins Gesundheitszentrum in Iqaluit. Auf dem Shrimper der Ocean Choice International war in der Hudson-Straße nahe Resolution Island, rund 300 Kilometer südöstlich von Iqaluit, am 19.10. gegen 20 Uhr im Fabrikationsbereich ein Feuer ausgebrochen, das aber gelöscht werden konnte, nachdem die betroffene Sektion abgeschottet war. Die Trawler "Acadienne Gale II" und "Mersey Phoenix" gingen am Morgen des 20.10. bei dem Havaristen, der Antriebsausfall in Folge des Feuers erlitten hatte, längsseits und assistierten. Im Tagesverlauf wurde der entstandene Schaden untersucht, und die Crew versuchte, die Schiffsenergie wiederherzustellen. Die See war zum Unfallzeitpunkt ruhig.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.10.2008
Havarist auf dem Haken
Update vom 20.10.08
Juneau, Alaska / USA, 20.10.08 - Am 20.10. nahm das Küstenwachschiff "Spar" den 270 Meilen südöstlich von Kodiak auf dem Weg in den Heimathafen Petersburg leckgeschlagenen Kutter "Equinox" mit Kurs Kodiak, Alaska in Schlepp. Der 58 Fuß lange Longliner war am Morgen des 19.10. bei 30 Knoten Wind und 17 Fuß hohen Wellen in Seenot geraten. Mittlerweile beruhigte sich das Wetter, und bei 4-6 Fuß hohen Wellen und nur noch bis zu 10 Knoten Wind wurde der Schleppzug am 21.10. gegen acht Uhr im Hafen erwartet. Die dreiköpfige Crew blieb unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.10.2008
Sportboot von Feuer zerstört
Insel Grassy Key, Florida Keys, Florida / USA, 20.10.08 - Am 18.10. wurde die 65 Fuß lange "Catherine Howard", eine 1972 erbaute Durbeck, vor Grassy Key durch ein Feuer zerstört. Der Eigner aus of Monroe County hatte sie gerade in Fort Lauderdale erworben und wollte sie zur Überholung nach Key West überführen. Als Offiziere der Florida Fish & Wildlife Conservation Commission eintrafen, stand das Schiff komplett in Flammen. Zwei Personen waren in Rettungsboote gegangen. Das Schiff brannte die ganze Nacht über, die Reste versanken auf fünf Fuß Tiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.10.2008
Drei Vermisste bei Baggeruntergang
Update vom 17.10.08
Kołobrzeg, (früher Kolberg), Woiwodschaft Westpommern / Polen, 20.10.08 - Nach dem Kentern des Baggerschiffes "Rozgwiazda" (oder auch "Starfish" acht Meilen vor Kolobrzeg in Polen um sieben Uhr am 17.10. wurden bislang zwei Tote gefunden. Die drei anderen wurden weiterhin vermisst. Der Untergang hatte die 5-köpfige Crew wohl überrascht. In der Nähe des Wracks wurde auch ein kieloben treibendes Rettungsboot entdeckt. Die Suchaktion wurde mit sechs Schiffen und einem Helikopter fortgesetzt. Die Ursache des Untergangs ist noch nicht geklärt, doch dürfte starker Wind und hohe See eine Rolle gespielt haben. Die Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 km/h behinderten auch die Suchaktion. Die "Rozgwiazda" wurde 1968 in Holland erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2008
Binnenschiff sitzt auf Donau fest
Osterhofen, Landkreis Deggendorf, Bayern / DE, 20.10.08 - Auf der Donau bei Osterhofen lief am Sonntagmittag (19.10.) das rumänische Gütermotorschiff "Diana Maria" mit einer Ladung von 720 Tonnen Raps nach einem Navigationsfehler des Kapitäns auf Grund. Ein erster Freischleppversuch scheiterte, weil die Donau derzeit Niedrigwasser führt. Am 20.10. sollte entschieden werden, wie der Havarist wieder flott gemacht werden kann. Die Schifffahrt auf der Donau wurde nicht beeinträchtigt.
Am Montagvormittag wurde festgestellt, dass das Schiff bis zu 40 cm tief in der Kiesbank einsitzt; ein Loskommen mit eigenen "Turnversuchen" ist deshalb nicht möglich und würde zu erheblichen Beschädigungen an der Fahrrinne der Donau führen. Derzeit muss gewartet werden, bis sich der Wasserstand der Donau wieder erhöht hat.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2008
Binnenschiff "Riad" auf Außenmaas geborgen
Update vom 17.10.08
Heinenoord, Gemeinde Binnenmaas, Provinz Südholland / Niederlande, 20.10.08 - Am Vormittag des 19.10. wurde das auf der Außenmaas bei Heinenoord gesunkene Binnenschiff "Riad" von dem Schwimmkran "Apollo" sowie zwei weiteren Kränen gehoben. Danach setzten die Kräne das Wrack auf einem Ponton ab, der von dem Schubschlepper "Milla" um 15.10 Uhr in Richtung Dordrecht abtransportiert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2008
Arbeitsboot trieb im Sturm
Cape May , New Jersey / USA, 20.10.08 - Am 19.10. barg die Coast Guard die zweiköpfige Crew des in schwerer See treibenden Arbeitsschiffes "Robert E. Hayes" 14 Meilen vor Cape May ab. Die Männer hatten um 16.06 Uhr die Küstenwache alarmiert, das ihr Schiff Maschinenausfall habe. Ein Rettungsboot der Coast Guard Station Cape May und ein Helikopter der Air Station Atlantic City wurden in Marsch gesetzt. Der Hubschrauber barg die beiden Männer ab und brachte sie nach Atlantic City. Ein Schlepper nahm Kurs auf den verlassenen Havaristen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2008
Gestrandeter Frachter soll weiter geleichtert werden
Update vom 19.10.08
Tuy An Distrikt, Phu Yen Provinz / Vietnam, 20.10.08 - Von dem unter Panama-Flagge registrierten Frachter "New Oriental" pumpte ein Vo Anh Hung (VAH)-Tanker aus Nha Trang 65 Tonnen Dieselöl und 303 Tonnen Betriebsstoff ab. Während der Leichteroperation stiegen etliche der Crewmitglieder des auf einem Unterwasserriff festsitzenden Frachters auf den Bunkertanker über, nachdem der Kapitän die Aufgabe des Schiffes befohlen hatte. Wegen Überfüllung warf der Tanker dann vom Frachter los. Mittlerweile sind alle 25 Mann an Land. Die Küstenwache überwachte den verlassenen Frachter, um eine Plünderung zu vermeiden. Die "Hop Thanh 09" war am Havaristen und wartete auf das Eintreffen einer Barge, die weitere Teile der noch an Bord befindlichen 10200 Tonnen Ladung aufnehmen sollte. Außerdem sollte versucht werden, die verbliebenen 130 Tonnen Öl an Bord zu bergen.
Der Frachter war mit 11,500 Tonnen Eisenerz auf dem Weg von Thailand nach China gewesen, als er in schwerer See Maschinenausfall erlitt und nahe des Tuy An Distrikts in der vietnamesischen Phu Yen Provinz auf einem Riff festkam und leckschlug. Mittlerweile liegt der Havarist halb unter Wasser und hat 5 Grad Schlagseite.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2008
34 Mann von brennender Bohrinsel evakuiert
North Yorkshire Küste, England / UK, 19.10.08 - Am 18.10. wurde ein Teil der Crew des Jack up-Rig "Energy Enhancer" wegen eines Feuers abgeborgen. Helikopter der RAF brachten 34 der 79 Mann auf einen Versorger. Die Humber Coastguard wurde um 22.45 Uhr alarmiert, weil der Mannschaftsbereich verqualmt war. Hubschrauber der RAF Leconfield und RAF Boulmer transportierten die Männer auf den Versorger "Vos Canna".
Die "Energy Enhancer" befand sich auf einer Position 73 Meilen östlich von Whitby, North Yorkshire, als ein kleiner Brand im Besatzungsbereich entstand, der zwar eingedämmt werden konnte, jedoch zu starker Rauch- und Hitzeentwicklung führte. Um 2.30 Uhr des 19.10. war der Brand gelöscht, und die Hubschrauber wurden entlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2008
Noahs Arche gestrandet
Oregon Inlet, North Carolina / USA, 19.10.08 - Am 19.10. rettete ein Coast Guard-Helikopter drei Mann von der in schwerer See in Schwierigkeiten geratenen Yacht "Noah’s Ark II" nahe des Oregon Inlet. Das Schiff wurde von den Wellen hin und her geworfen, und der Propeller war blockiert. Die Coast Guard-Station Oregon Inlet sichtete die Yacht und lief mit einem 47-Fuß-Boot aus. Noch bevor es aber die "Noah’s Ark II" erreichte, wurde diese auf Grund getrieben. Da das Wasser an der Strandungsstelle zu flach für die Retter war, gingen diese vor Anker. Ein HH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Elizabeth City stieg auf und barg die dreiköpfige Bootscrew ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2008
Kutter vor Alaska in Seenot
Kodiak, Alaska / USA, 19.10.08 - Im Golf von Alaska geriet am 19.10. gegen vier Uhr der Kutter "Equinox" in Seenot. Das 58 Fuß lange Schiff hatte 270 Meilen südöstlich von Kodiak Maschinenausfall wegen Wassereinbruchs. Die dreiköpfige Crew bat die Küstenwache um Hilfe. Das Küstenwachschiff "Spar" nahm Kurs auf den Havaristen, dessen Generator noch betriebsfähig war, und sollte ihn am 20.10. gegen zwei Uhr erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2008
Servicestation des gesunkenen Kutters ausgeraubt
Update vom 17.10.08
Cairns, Queensland / Australien, 19.10.08 - Ein Unglück kommt selten allein: Nachdem der 20 Meter lange, 500000 Dollar werte Kutter "Kimiss Lee" mit einem Fang von Garnelen im Wert von 50000 Dollar am 16.10. 39 Kilometer nordöstlich von Coconut Island in der Torres Strait gesunken war, wurde dessen Servicestation in Cairns am 18.10. um 1170 Dollar beraubt.
Dem Eigner ist aber das wichtigste, dass seine Leute in Sicherheit waren: Die "Lady Morton" hatte die drei Schiffbrüchigen nach 30 Stunden am 17.10. gerettet und später auf das Schwesterschiff "Samantha J" übergeben. Eine Bergungscrew sollte derweil versuchen, das Wrack der "Kimiss Lee" zu finden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2008
Wrack der "Ocean Papa" bald verschwunden
Update vom 18.10.08
Manila / Philippinen, 19.10.08 - In zwei bis drei Wochen soll das Wrack der am 21.6. vor Antique gesunkenen "Ocean Papa" komplett geräumt sein. Es stellte ein Schifffahrtshindernis dar. Bislang wurden 80 % abgebrochen, Bis spätestens Anfang November soll der Rest folgen. Der Schrott wird mit einer Barge zum Recyceln abtransportiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2008
Vietnam: Gestrandeter Frachter dem Untergang geweiht
Tuy An Distrikt, Phu Yen Provinz / Vietnam, 19.10.08 - Am Morgen des 19.10. begann der unter Panama-Flagge registrierte Frachter "New Oriental" (IMO: 8131582) nahe des Tuy An-Distrikts in der Phu Yen Provinz von Vietnam mit dem Bug voran zu sinken. Ein vietnamessischer Tanker hatte bis zuletzt Öl aus dem Havaristen abgepumpt, der mit 11500 Tonnen Eisenerz auf dem Weg von Thailand nach China in schwerer See Maschinenausfall erlitten hatte und auf Grund getrieben war. Dabei war der Schiffsboden aufgerissen worden. Die 25-köpfige chinesische Crew wurde am 18.10. abgeborgen. Bis zum Nachmittag wurden die Rettungsbemühungen darauf konzentriert, Öl und Ladung aus dem Schiff zu bekommen, um seinen Untergang noch abzuwenden. 1400 Tonnen Eisenerz wurden noch geleichtert, wobei die Arbeiten einerseits durch den Seegang, andererseits wegen der Sorge um einen Stabilitätsverlust nur langsam vorangingen. Als das 150 Meter lange Schiff versank, befanden sich noch 500 Tonnen verschiedener Öle an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.10.2008
Delphin-Beobachtungsschiff "Flipper" gekentert
Port Aransas, Nueces County, Texas / USA, 18.10.08 - Die Coast Guard und andere Hilfsschiffe retteten am Morgen des 18.10. 21 Menschen 100 Yards südlich der Molen in Port Aransas, Texas, aus dem Wasser. Gegen 11.10 Uhr war von einem Boot aus beobachtet worden, dass das Delphin-Beobachtungsschiff "Flipper" gekentert war. Drei Personen wurden von dem Boot gerettet, die alarmierte Coast Guard schickte das Rettungsboot der Station Port Aransas. Es lokalisierte die gekenterte "Flipper" und nahm die 18 übrigen Personen unter Assistenz eines anderen Bootes an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.10.2008
Hawaii: Zweimaster wird geborgen
Honolulu, Hawaii / USA, 18.10.08 - Vier Tage (14.10.) nach seiner Strandung am Strand des Kaena Point State Park (Insel O'ahu) sollte ein Zweimaster am 18.10. geborgen werden. Das Boot lag auf seiner Backbordseite. Batterien und andere umweltgefährdende Stoffe waren in der Zwischenzeit von Bord geholt worden. Ein Schlepper sollte mit Hochwasser den Havaristen aufs offene Meer ziehen. Der Strand wurde für die Bergungsaktion gesperrt und sollte erst wieder freigegeben werden, wenn das Boot fort ist und Trümmer geräumt sind.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.10.2008
Malaysia: Frachter nach Explosion gesunken
Port Klang, Bundesstaat Selangor / Malaysia, 18.10.08 - In Port Klang sank nahe der Northport-Liegelätze am 18.10. der 68 Meter lange Frachter "Ing Hua Foo No. 9", der aus Penang kommend dort festgemacht hatte, um Stahlprodukte für Bintulu, Sarawak, zu laden. Um 16.20 Uhr ereignete sich eine Explosion, und in einem Feuerball gehüllt sank der Frachter binnen Minuten auf den Hafengrund. Die Explosion hatte den Schiffsboden aufgerissen. Das Brückenhaus blieb in dem sechs Meter tiefen Wasser sichtbar. Die 10 Besatzungsmitglieder, Malayen und Indonesier, blieben unversehrt. Das Schiff war evakuiert worden, nachdem auf einmal Rauch aufgestiegen war. Der erst ein Jahr alte Frachter ist in Kuching (Bundesstaat Sarawak / Malaysia) registriert und gehört einer Reederei in Sarawak. Das Hafenmanagement war unsicher, was das Schiff in Penang geladen hatte, weil es seine Fracht nicht deklariert hatte. Es hatte um 9 Uhr festgemacht und sollte 798 Tonnen Stahlprodukte laden. Nachdem 240 Tonnen an Bord waren, kam es zu dem Unglück. Die Druckwellen der Detonation waren noch in drei Kilometern Entfernung zu spüren. In Häusern wurden Fenster aus ihren Rahmen gedrückt. Die Feuerwehr und Hafenpolizei sperrten die Unglücksstelle ab. Ölsperren wurden um das Wrack herum ausgelegt. Die Polizei mutmaßte, Chemikalien könnten explodiert sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.10.2008
Info: Der Name des Frachters "
Ing Hua Fu No.9" oder
"Ing Hua Foo No. 9" muss noch geklärt werden.
Fähre rammte Kai
Jektevik, Provinz (Fylke) Hordaland / Norwegen, 18.10.08 - Die norwegische Fähre "Utstein" kollidierte am 18.10. um 6.50 Uhr beim Anlegen mit dem Fährkai in Jektevik. An Bord waren 7 Passagiere und drei Autos. Menschen kamen nicht zu Schaden, doch der Bug der Fähre wurde eingedrückt, sodass sie auf der Route Jektevik - Huglo - Hodnanes ausfiel. Die Fähre hatte in den vergangenen Monaten bereits mehrfach technische Schwierigkeiten gehabt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.10.2008
Schubverband lief auf Grund
Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 18.10.08 - Ein Schubverband bestehend aus dem 18,5 Meter langen Schubschlepper "Willem Lourens", 64 BRZ, (Europe-Nr. 02322650) und den beiden Bargen "Aruba" und "Corsica" mit einer Gesamtlänge von 195 Metern Länge lief am 17.10. auf dem Ostdamm des östlichen Außenhafens von Terneuzen auf Grund. Die Schlepper "Patrol" von Multraship und die "Gent" von URS waren rasch vor Ort und machten den Koppelverband wieder flott. Er wurde im Hafen festgemacht.
Die 1987 in Dordrecht erbaute "Willem Lourens" hatte bereits in diesem Jahr Pech gehabt: Sie war am 14.2. nach Kollision mit dem Hopperbagger "Swalinge" auf dem Gent-Terneuzen-Kanal teilweise gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.10.2008
Giftfässer bleiben am Meeresgrund
Manila / Philippinen, 18.10.08 - Nach über einmonatiger Suche hat die philippinische Küstenwache die Suche nach vermisster Giftfracht der "Ocean Papa" eingestellt. Rund 80 Fässer mit 16 Tonnen TDI konnten von den Tauchern nahe Mararison Island nicht aufgespürt werden. Vom Wrack selbst waren bis zum 15.10. 587 Tonnen Stahl geborgen und an Land gebracht worden, dies entspricht einer Bergung von rund 77 %.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.10.2008
Schiffsfriedhof auf Severn River bedroht
Purton, Gloucestershire, England / UK, 18.10.08 - Auf den Bänken des Severn River dämmern seit Jahrzehnten die sogenannten Purton Hulks vor sich hin. Die Wracks erstrecken sich auf eineinhalb Meilen Länge und sollten der Erosion der Flussufer entgegenwirken. Nach Meinung örtlicher Historiker sind die Wracks zwar nicht mit der "Mary Rose" vergleichbar, doch sind dennoch geschichtliche Zeugnisse. Es handele sich um den größten Schiffsfriedhof Englands, sei aber leider bislang nicht unter Schutz gestellt. Zwischen 1909 und 1963 wurden rund 80 Schiffe in Purton auf Grund gesetzt. Vorausgegangen war ein massiver Landverlust zwischen dem Fluss und dem parallel laufenden Gloucester Canal. Danach wurden örtliche Schiffseigner gebeten, alte ausrangierte Boote auf Grund zu setzen, um die Bresche zu schließen. Schiffe wurden herangeschleppt und vor der Flut losgeworfen, sodass sie in die Bank trieben. Bei fallendem Wasser wurden die Rümpfe angebohrt und füllten sich erst mit Wasser, dann auch mit Schlick und Sand.
Die Methode hatte Erfolg: Wo einst eine schmale Flussbank war, erstreckt sich jetzt Grasland. Die darin eingebetteten Wracks ziehen Historiker und Schiffsliebhaber an. Von einigen sind nur einige Planken sichtbar, andere sind ganz unter Gras verschwunden. Von dem 127 Fuß langen Schoner "Katherine Ellen", der 1921 wegen Waffenschmuggels für die IRA beschlagnahmt wurde, blieb nur eine Bilgenpumpe. Intakter ist die "Harriet", eine Kennet Canal-Barge. Der Name ist noch am Heck erkennbar. Die "Edith" wurde 1963 auf Grund gesetzt, ein Arbeitsschiff speziell für diesen Fluss, der die zweithöchste Tide der Welt hat. Die imposantesten Relikte sind jene der Betonbargen, große Leichter, die im 2. Weltkrieg in Zeiten des Stahlmangels erbaut wurden. Sie waren Vorläufer der Pontons, die zur Invasion in der Normandie 1944 eingesetzt wurden. 19 der Wracks sind mit Plaketten versehen, die auf ihre Identität hinweisen.
Es gibt auch geführte Touren über den Schiffsfriedhof. Doch das historische Erbe ist gefährdet, entweder durch Souvenirjäger oder Vandalismus. Bootsplanken wurden in der Vergangenheit einfach verfeuert oder Wrackreste vorsätzlich in Brand gesetzt. Ein Appell, das Wrackfeld als English Heritage zu schützen, wurde abgelehnt in diesem Jahr. Ein Wrack im Meer kann durch den Wreck Act geschützt werden, und es gibt Schutzgesetze fürs Land. Doch auf dem Vorland greift kein Schutzgesetz. Für 2010 wird die Marine Bill erwartet, die eine weitere Chance bieten könnte. Bis dahin aber werden die Wracks weiter verfallen und anders als die "Cutty Sark" oder "Mary Rose" finanziell unterstützt werden - ihr Wert für die Seegeschichte ist aber wohl vergleichbar, nur weniger spektakulär.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.10.2008
Frachter auf Grund getrieben
Fort-de-France, Martinique (Karibik) / Frankreich, 17.10.08 - Der 48,14 Meter lange Frachter "Lady Grace" (IMO-Nr. 6402080) 514 BRZ, lief am 16.10. in Fort de France Roads, Martinique, auf Grund. Die Ankerkette war bei starkem Wind gebrochen, und bei hohem Seegang, den der Hurrikan Omar verursacht hatte, driftete das Schiff gegen eine Steinmole. Maschinen- und Laderäume schlugen leck, als das Schiff gegen die Stein gedrückt wurde.
Das Kümo war 1964 in Frederikshavn als "Modens Graesborg" erbaut worden. 10 Jahre später wurde es zur "Sorvang", im Jahr 2000 zur "Miss Tini", bis es 2005 den aktuellen Namen erhielt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.10.2008
Info: Martinique ist eine Insel in der Karibik und gehört zu den kleinen Antillen (Inselkette in der östlichen Karibik).
Zwei Tote bei Untergang eines polnischen Baggerschiffes
Kołobrzeg, (früher Kolberg), Woiwodschaft Westpommern / Polen, 17.10.08 - Am 17.10. um 6.55 Uhr sank der in Gdansk stationierte Eimerkettenbagger "Rozgwiazda", 747 BRZ, aus Sczeczcin, 747 gt, auf 54.18 N 15.46 O. (Acht Meilen vor der Ostsee-Küste, höhe des Dorfes Gąski, in der Nähe der Hafenstadt Kołobrzeg) Das Schiff befand sich im Schlepp der "Stefan". Bei 6-7 Bf Wind war zuvor die Schlepptrosse gebrochen. Von der fünfköpfige Crew kamen 2 Mann ums Leben. Drei waren am Freitag Abend noch nicht gefunden worden. Der 51,4 Meter lange Bagger war 1968 bei IHC Vershure & Co., Amsterdam erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Kapitän der "Wisdom" war betrunken
Update vom 16.10.08
Heinenoord, Gemeinde Binnenmaas, Provinz Südholland / Niederlande, 17.10.08 - Der russische Kapitän des holländischen Kümos "Wisdom", das am 13.10. auf der Außenmaas das Binnenschiff "Riad" rammte und versenkte, war nach Ermittlungen der holländischen Wasserschutzpolizei betrunken. Blutproben ergaben mehr als die zulässigen 0,8 Promille bei dem Russen.
Derweil sind an der Untergangsstelle der "Riad" am 17.10. zwei Schwimmkräne in Stellung gegangen. Als zweiter Kran wurde gegen 19 Uhr die "Apollo" herangeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Alex Thomson mal wieder in Not
Les Sables-d'Olonne, Departement Vendée, Region Pays de la Loire / Frankreich, 17.10.08 - Bei den Vorbereitungen zum Vendée Globe-Einhand-Round-the-World Race erlitt die Yacht "Hugo Boss" am Morgen des 17.10. einen Rückschlag. Das Boot wurde erheblich beschädigt, als es zwei Meilen vor Les Sables d'Olonne, dem Start- und Zielhafen in Westfrankreich, gegen 2.30 Uhr kurz nach dem Eintreffen aus dem Heimathafen Gosport in Hampshire von einem 60 Fuß langen, französischen Kutter gerammt wurde. Der Kutterkapitän hatte die britische Yacht, die vor den Schleusen aufs Einlaufen wartete, übersehen, obwohl Navigationslicht und Stroboskop aktiviert waren. Der Kutter riss in die Steuerbordseite der "Hugo Boss" ein Loch, und der Mast brach. Mast und Segel wurden abgeschnitten, und die Yacht lief unter Maschine in den Hafen ein. Mast und Segel wurden später ebenfalls geborgen.
Skipper Alex Thomson war zum Zeitpunkt der Kollision mit zwei weiteren Seglern an Bord der 2.5 Millionen-Euro-Yacht. Ein neuer Mast würde rund 600000 Euro kosten. Auf der "Hugo Boss" wurde er 2007 Zweiter im Barcelona World Race mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20.9 Knoten.
2004 musste er den Vendée Globe abbrechen, als sein Boot in einem 36-stündigen Sturm schwer beschädigt wurde.
2006 verlor seine Yacht den Kiel im Velux 5 Oceans Race und musste aufgegeben werden. Thomson wurde von seinem britischen Rivalen Mike Golding gerettet, dessen Boot wenig später selbst Mastbruch erlitt.
2007 erlitt die "Hugo Boss" eine Kollision mit einer anderen Yacht im Solent shortly kurz vor dem Start des Round the Island Race. Der Schaden betrug damals 30,000 Pfund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Frachter "Federal Kivalina" auf dem Weg zur Reparatur
Update vom 11.10.08
Sunndalsøra, Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 17.10.08 - Der Kapitän des unter Hongkong-Flagge laufenden Frachters "Federal Kivalina" (IMO Nr. 9205885) wurde wegen falscher Navigation zu einer Strafe von 30000 norwegischen Kronen verurteilt. Sein 199,99 Meter langes Schiff war am 6.10. auf dem Weg vom Sunndalsfjord nach Gdansk bei Årsundøya am 6.10. auf Grund gelaufen. Am 17.10. warf es nachmittags vom A-Werkskai los und verließ den Sunndalsfjord mit eigener Kraft mit Kurs Gdansk / Polen, wo es zur Reparatur gedockt werden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Strelasund: Vier Schiffe in Brückenleitwerk verkeilt
Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 17.10.08 - Führerlos im Wasser treibende Schiffe sind am Morgen des 17.10. mit der den Strelasund querenden Ziegelgrabenbrücke kollidiert. Die Trossen zweier kleinerer Frachtschiffe und zweier Sportboote waren zuvor von Unbekannten gelöst worden. An Bord hielten sich keine Personen auf. An der Klappbrücke gab es keine größeren Schäden, ihre Funktion blieb unbeeinträchtigt. Ein Tonnenleger des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund befreite die im Leitwerk der Brücke verkeilten Schiffe und schleppte sie anschließend zu ihren nahen gelegenen Liegeplätzen. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Ro-Ro-Fähre "Finnmaster" fällt wochenlang aus
Update vom 10.10.08
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 17.10.08 - Am 16.10. hat die finnische Fähre "Birka Trader" auf dem Weg von Antwerpen nach Helsinki im Kieler Ostuferhafen festgemacht, um dort die Ladung der vor rund einer Woche im Nord-Ostsee-Kanal havarierten Finnlines Ro-Ro-Fähre "Finnmaster" (IMO-Nr.: 9192129) aufzunehmen und zum Zielhafen weiter zu transportieren. Um 19 Uhr warf sie wieder los. Der Lagerschaden der "Finnmaster" hat sich inzwischen als ernster herausgestellt als befürchtet. MAN-Techniker sind vor Ort, um ihn zu reparieren, doch die Fähre könnte rund vier Wochen ausfallen, was einen wirtschaftlichen Schaden von mehreren hunderttausend Euro bedeutet.
Erst vor wenigen Monaten hatte die Fähre "Chihuahua Star" mit ähnlichem Schaden am MAN-Getriebe rund 2 Monate im Ostuferhafen festgelegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Polnischer Zweimaster vor Schweden gestrandet
Vändburg, Insel Gotland / Schweden, 17.10.08 - Ein polnischer Zweimaster mit der Rumpfaufschrift "Warszwaska Nike Pol 150" an der Seite und "Harcersky Osrodek Wodny" am Heck strandete auf der Reise Liepaja-Gotland-Polen mit sechs Personen an Bord nördlich von Vändburg im Südosten von Gotland. Die Crew konnte an Land gebracht werden. Das Schiff lag 15 Meter vom Ufer entfernt auf der Backbordseite. Es hatte rund 100 Liter Diesel an Bord, die entfernt werden sollten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Schiffbrüchige nach 30 Stunden zufällig gerettet
Cairns, Queensland / Australien, 17.10.08 - In der Torres Strait kenterte am Morgen des 16.10. der Kutter "Kimiss Lee" aus Cainrs. Die Crew, zwei Männer und eine Frau, wurden 30 Stunden nach dem Untergang zufällig von einem Helikopterpilot entdeckt, der Alarm auslöste. Daraufhin lief eine Suchaktion an, in deren Verlauf die Schiffbrüchigen am Morgen des 16.10. aus den haiverseuchten Gewässern gerettet wurden. Der Kutter war 30 Kilometer östlich, nordöstlich von Coconut Island so rasch gesunken, dass kein Notsender hatte aktiviert werden können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Info: Die Torres-Straße (Straße von Torres) ist eine Meerenge zwischen der nordostaustralischen Halbinsel Cape York und der Südküste von Neuguinea Die Meerenge ist etwa 185 km breit und mit Korallenriffen, Klippen, Sandbänken und Inseln übersät.
Schubschlepper sinkt im Ijsselmeer
Enkhuizen, Provinz Nordholland, Region West-Friesland / Niederlande, 16.10.08 - Um 18.30 Uhr wurde die KNRM Station Enkhuizen alarmiert, weil der Schubschlepper "Willeke" in Schwierigkeiten auf dem Ijsselmeer war. Das Schiff hatte fünf Meilen nördlich von Enkhuizen zunächst eine 50 Meter lange Barge verloren. Als es danach Schlagseite entwickelte, stellte eines der beiden Besatzungsmitglieder bei der Ursachenforschung einen Wassereinbruch fest. Die Rettungsboote "Watersport" und "Rien Verloop" waren binnen zehn Minuten nach dem Alarm aus Enkhuizen ausgelaufen und nahmen die beiden Schlepperfahrer an Bord. Nur fünf Minuten später kenterte die "Willeke" und war um 19.10 Uhr gänzlich gesunken. Die Wrackposition wurde mit einer Boje markiert, anschließend starteten die Rettungsboote die Suche nach der auf Drift gegangenen Barge. Diese wurde ein Stück weit entfernt gefunden und von "Watersport" auf den Haken genommen. Der Schlepper "Catharina-4" bot Assistenz an und übernahm den Schleppzug dann.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Binnenschiff schlug im Ketelmeer leck
Urk, Provinz Flevoland / Niederlande, 16.10.08 - Am 16.10. schlug das mit Sand beladene, holländische Binnenschiff "Maaike" aus Krimpen nach Kollision mit einem Unterwasserhindernis im Ketelmeer nahe Ketelbrug leck. Das Schiff wurde von anderen Binnenschiffen bis einen Kilometer vor Ketelbrug eskortiert, wo das Rettungsboot von Urk es um 16.30 Uhr in Empfang nahm. Vorsorglich wurden eine Frau und ein Kind evakuiert. Das Wasser im Vorschiff stand einen halben Meter hoch. Der Havarist wurde an einem Ponton im Hafen festgemacht, und das Kranschiff "Christina P" begann, die Ladung zu leichtern, um die Ursache der Leckage ausfindig machen zu können. Der Taucher Harnm Bonsink aus Zwartsluis machte sich daran, das Leck abzudichten. Die bordeigenen Lenzpumpen hatten den Wassereinbruch unter Kontrolle. Das Schiff würde wahrscheinlich die Fahrt nach Genemuiden, dem eigentlichen Zielhafen, antreten, um dort zur Reparatur auf Slip zu gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Info: Die Ketelbrug ist die Brücke im Ketelmeer zwischen den Noordoostpolder und Flevoland. Die Autobahn A6 läuft über sie. Ein Teil davon ist eine Klappbrücke.
Ölbergung aus "Welheim" hat begonnen
Update vom 10.07.2008
Florø, Provinz (Fylke) Sogn og Fjordane / Norwegen, 16.10.08 - Das Abpumpen von Dieselöl aus dem Wrack der "Welheim" vor Florø hat am 16.10. begonnen. Bislang wurden 20 Kubikmeter aus dem Schiff abgepumpt aus Maschinenraum und Tanks. Riise Underwater Engineering hat das Wrack zuvor untersucht und die Lage der Tanks im Mittschiffs- und Achterschiffsbereich ausfindig gemacht. Als Basis diente das 31,70 Meter lange Tauchschiff "Risøy". Der deutsche Frachter "Welheim" war von einem norwegischen Torpedoboot am 28.11.1944 versenkt worden. Das Wrack liegt seither 10 Kilometer südlich von Florø auf einer Wassertiefe zwischen 30 und 65 Metern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Kollision im Großen Belt
Kerteminde, Fyn (Insel Fünen) / Dänemark, 16.10.08 - Das 71 Meter lange schwedische Kümo "Nordtrader" (IMO-Nr. 7615012), 1690 BRZ (erbaut 1977 als deutsche "Tafelberg" bei J.J. Sietas in Hamburg) kollidierte in der Nacht zum 15.10. mit dem 10 Meter langen dänischen Kutter "Guldsand", 7 BRZ. Das Unglück ereignete sich im Großen Belt nahe der Große-Belt-Brücke. Während der Frachter unbeschädigt blieb, erhielt der Kutter ein Leck, und die Fischausrüstung wurde beschädigt. Der Havarist wurde von dem dänischen Patroullienboot "Søløven" in seinen Heimathafen Kerteminde eskortiert. Die"Nordtrader" konnte ihre Reise von Søby auf der Insel Ærø nach Varberg fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Kutter gesunken und gehoben
Portsmouth, New Hampshire / USA, 16.10.08 - Der 27 Fuß lange Kutter "Renegade" sank am Morgen des 16.10. auf dem Piscataqua River bei Peirce Island. Nur die Antennen ragten nach dem Untergang, der sich zwischen 18 Uhr am 15.10. und dem 16.10. ereignet haben musste, noch aus dem Wasser. Niemand war an Bord. Das Schiff wurde am Nachmittag gehoben und sollte am 17.10. untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Schlepper auf Wood River wieder flott
Update vom 09.10.08
Aleknagik, Dillingham Census Area, Alaska / USA, 16.10.08 - Der Crowley-Schlepper "Twi-lite" wurde am 15.10. auf dem Wood River nahe Aleknagik wieder flottgemacht. Die Coast hatte gemeinsam mit Crowley-Personal rund eine Woche an der Bergung gearbeitet. Der Schlepper war am 7.10. um 22 Uhr mit einer Barge gestrandet und hatte im Maschinenraum durch ein Leck Wassereinbruch erlitten. Nach der Havarie war der Betriebsstoff zunächst auf die Barge gepumpt und dann die Leckage abgedichtet worden. Anschließend konnte der Maschinenraum gelenzt und damit eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Bergung geschaffen werden. Anschließend wurde das Fahrzeug zum Aleknagik Lake geschleppt, wo es am Betriebsgelände von Crowley aus dem Wasser genommen und repariert werden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Wrack gab sein Geheimnis preis
Nantucket, Massachusetts / USA, 16.10.08 - Die Identität eines alten Wracks auf dem Grund des Atlantik konnte am vergangenen Wochenende gelüftet werden. Als Taucher Eric Takakjian Seeanemonen vom Ruderrad abkratzte, wurde die Inschrift "Newcastle City Liverpoole" lesbar. Damit wurde Gewissheit geschaffen über das Wrack, das Takakjians in Fairhaven stationiertes Team im August nach mehreren Jahren von Forschung und Sonaruntersuchungen südlich von Nantucket ausgemacht hatten. Es war der britische Dampfer SS "Newcastle City", der am 23.12.1887 nach Strandung auf einer unkartierten Untiefe auf dem Weg von South Shields nach New York gesunken war. Die 26 Mann Crew und der einzige Passagier ruderten binnen sechs Stunden zum Feuerschiff Nantucket. Das Schiff hatte eine recht einzigartige Kombination aus Besegelung und Dampfantrieb.
Quest Marine Services lokalisierten das knapp 300 Fuß lange Wrack am 24.8.08, als sie mögliche Untergangsstellen sondierten. Es lag auf der Seite auf sandigem Grund. Der Rumpf war überwiegend kollabiert, doch Teile von Bug und Heck noch intakt, ebenso wie die beiden großen Kessel und eine Zwei-Zylinder-Dampfmaschine. Doch erst am vergangenen Wochenende gelang es, Gewissheit zu erlangen, die "Newcastle City" gefunden zu haben. Dazu sollten auch die Ladung und die Größe der Maschine untersucht werden. Doch schon nach zwei Tauchgängen entblößte das Wrack sein Geheimnis unter dem Bewuchs. Die Taucher bargen einige Artefakte, wollen aber die Schiffsposition zum Schutz vor Plünderung geheim halten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Kein Öl mehr in Fährwrack
Update vom 14.10.08
San Fernando, Provinz Romblon / Philippinen, 16.10.08 - Das Abpumpen von Öl aus der am 21.6. vor Romblon gesunkenen Fähre "Princess of the Stars" wurde am 16.10. abgeschlossen. Rund 200 Tonnen wurden aus den Tanks entfernt, die nun zur Weiterverwendung aufbereitet werden sollen. Die philippinische Coast Guard wollte anschließend mit Vertretern von Titan Salvage und Harbor Star das weitere Vorgehen erörtern und auf der Basis eines Reports Taucher informieren, wie am und um das Wrack vorgegangen werden kann, um die menschlichen Überreste zu Bergen. Diese Arbeit wird nicht vor dem 20.10. beginnen können, zumal dafür andere Ausrüstung herangeschafft werden muss. Die Sperrzone von einem Kilometer um das Wrack bleibt aufrechterhalten. Sulpicio Lines Inc. werden ein Schiff schicken, dass die geborgenen Leichenreste nach Cebu zur Untersuchung und Identifizierung bringen wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Ein Toter bei Brand auf Autofrachter "Pyxis"
Präfektur Miyagi, Region Tohoku , Hauptinsel Honshu / Japan, 15.10.08 - Am 14.10. brach um 9.45 Uhr Ortszeit auf dem Frachter "Pyxis", (IMO-Nr. 8514083) 43425 BRZ, der Autos der Toyota Motor Corp. transportierte, vor der nordjapanischen Miyagi Präfektur ein Feuer aus. Der Chefingenieur wurde leblos an der Brandstelle aufgefunden. Nachdem der betroffene Schiffsteil abgeschottet war, konnte der Brand gelöscht werden. Das 199 Meter lange und 32 Meter breite Schiff lief in Charter der Toyofuji Shipping Co. und war seit dem 12.10. mit 3,900 Fahrzeugen an Bord auf dem Weg von der zentraljapanischen Aichi Präfektur unterwegs nach Portland, Oregon. Es waren 22 Mann Crew an Bord. Die "Pyxis" wurde 1986 bei Shin Kurushima in Tokio erbaut und gehört der Feng Li Maritime Panama.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2008
Feuerlöschboot bringt Passagiere in Sicherheit
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen / DE, 16.10.08 - Am 14.10. gegen 14:10 Uhr meldete der Schiffsführer eines Personenmotorschiffs bei Rhein -km 744 den Totalausfall der Hauptmaschinenanlage. Beide Buganker grasten und das Fahrzeug trieb langsam zu Tal. Dem Schiffsführer gelang es, mit Hilfe des Bugstrahlruders, das Schiff stromrecht zu halten. Das bergfahrende Feuerlöschboot "Alfons Frings" aus Neuss konnte die 21 Fahrgäste an Bord nehmen und sicher zum Altstadtufer bringen. Anschließend wurde das Fahrzeug durch zwei Boote des Wasser- und Schifffahrtsamts in den Hafen Düsseldorf verbracht, wo die genaue Ursache des Maschinenausfalls ermittelt und behoben werden soll.
Quelle: WSP NRW vom 16.10.2008
Betrunkener Passagier verursachte Brand auf "Color Fantasy"
Update vom 15.10.08
Oslo / Norwegen, 16.10.08 - Auf der Color-Line-Fähre "Color Fantasy" (IMO-Nr. 9278234) wurde am Morgen des 15.10. auf der Überfahrt von Oslo nach Kiel gegen fünf Uhr Feueralarm ausgelöst. Eine Zigarette hatte in einer Kabine einen Brand verursacht, der zu solcher Rauchentwicklung führte, dass sich auf Deck 9 die Sprinkleranlage aktivierte. Ein norwegischer Passagier, der sich in der Kabine befand, wurde in Arrest genommen und wurde bei der Rückkehr nach Oslo am Morgen des 16.10. der örtlichen Polizei übergeben. Zuvor waren er wie auch drei an der Rettung des Mannes aus seiner Kabine beteiligte Besatzungsmitglieder in Kiel im Krankenhaus wegen Rauchvergiftung behandelt worden. Die übrigen 966 Passagiere und 279 Crewmitglieder blieben unversehrt, die Brandroutine lief fehlerfrei ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2008
Bergung der "Riad" lässt noch auf sich warten
Update vom 13.10.08
Heinenoord, Gemeinde Binnenmaas, Provinz Südholland / Niederlande, 16.10.08 - Das auf der Außenmaas gesunkene Binnenschiff "Riad" aus Maasbracht wird voraussichtlich am 20.10. gehoben. Seit dem 15.10. ist ein Baggerschiff dabei, die 800 Tonnen Ladung zu leichtern. Dies dürfte zwei Tage dauern. Das Befestigen von Bergungsstropps wird ebenfalls rund zwei Tage in Anspruch nehmen. Der Yachthafen von Rhoon ist weiterhin mit Ölsperren abgeriegelt. Ölflecken wurden im Polder Koewacht bei Barendrecht beseitigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2008
Frachtercrew in südchinesischer See gerettet
Update vom 15.10.08
Dongfang, Inselprovinz Hainan / China, 15.10.08 - Alle 10 Mann des vor der Hainan Provinz am 14.10. gesunkenen Frachters "HUE-09" (IMO 8893635, Baujahr 1986) wurden am 15.10. von der passierenden "Nahico" gerettet. Um 16.15 Uhr hatte am Vortag die "HUE-09" gemeldet, dass sie 40 Meilen vor Dongfang sinke. Er war unterwegs mit 400 Tonnen Kohle von der vietnamesischen Quang Ninh Provinz, als er in schwerer See in Schwierigkeiten geriet..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2008
Containerfrachter auf Schelde gestrandet
Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 15.10.08 - Der 257 Meter lange, unter Marshall Islands-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Bali", (IMO-Nr. 7820930), 32629 BRZ (ex "Sea Land Explorer") lief am 14.10. um 17.30 Uhr auf der Westerschelde nahe Tonne 27 auf Grund. Vorausgegangen war ein Maschinenausfall auf dem aus Antwerpen kommenden Schiff sowie die Kollision mit einem Schlepper. Gegen 19 Uhr gelang es den Schleppern "Multratug 6", "Drado" "Holland", "Gent" und "Zelzate" , das Schiff wieder flottzumachen und nach Vlissingen zu Untersuchungen und Reparaturen zu verholen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2008
Schiff fuhr in Schlangenlinien
Kehl, Ortenaukreis, Baden-Württemberg / DE, 15.10.08 - Beamte der Wasserschutzpolizei sahen am 14.10. gegen 12.40 Uhr, dass ein Binnenschiff im Kehler Hafen in Schlangenlinien fuhr und die Uferböschung sowie ein im Hafen liegendes Schiff rammte. Der Kapitän war alkoholisiert, ihm wurde eine Blutprobe entnommen. An dem gerammten Schiff gab es nur geringen Schaden. Taucher sollten am 17.10. untersuchen, ob die Uferböschung in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2008
USA: Taucherschiff geborgen
Update vom 15.10.08
Port Everglades, Florida / USA, 15.10.08 - Das 80 Fuß lange Taucherschiff "Nekton Rorqual", das am Nachmittag des 14.10. vor dem John U. Lloyd State Park gestrandet war, konnte aus der Brandung gezogen werden. Vor der Strandung hatte der Kapitän Ruderprobleme vor Port Everglades gehabt, die das Schiff manövrierunfähig machten. Der SWATH-Katamaran wurde von Tow Boat U.S.A geborgen. Der Schaden ist noch unbekannt. Taucher sollten auch das Riff, auf dem das Schiff gesessen hatte, untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2008
Restaurantschiff auf dem Landwehrkanal flambiert
Berlin-Kreuzberg / DE, 15.10.08 - Frühestens in drei Monaten können die Gäste wieder im Restaurantschiff "Iskele" am Kreuzberger Urbanhafen einkehren. Das 1904 erbaute Schiff war am frühen Morgen des 13.10. ausgebrannt. Kurz vor fünf Uhr früh hatte ein Anwohner des Planufers Qualm gesehen und die Feuerwehr alarmiert. Die Löscharbeiten dauerten bis acht Uhr. Die Kriminalpolizei ging von einem technischen Defekt in einem Lagerraum als Brandursache aus. Die Kripo hat das Schiff für die Ermittlungen beschlagnahmt. Am 14.10. suchten Experten nach Spuren. Eigner Yilmaz berichtete, dass erst am 10.10. Unbekannte in das Schiff eingebrochen seien. Sie hätten merkwürdigerweise nichts gestohlen, selbst gefüllte Geldbörsen liegenlassen. Man könne sich keinen Reim darauf machen.
Im Februar 2007 war im Treptower Hafen die "Marlene" der Ausflugsreederei Stern und Kreis ausgebrannt. Unbekannte hatten nachts eine Scheibe eingeschlagen und Feuer gelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2008
Schiff nach 37 Jahren geborgen
Narayanganj / Bangladesh, 15.10.08 - Ein von der pakistanischen Marine genutztes 688-Tonnen-Schiff, das am 30.10.1971 durch eine Minenexplosion im Dakatia River im Chandpur Distrikt gesunken war, wurde jetzt von der Bergungsfirma Moktar and Rafique gehoben und nach Narayanganj gebracht. Die 180 Fuß lange, mit Nahrung beladene MV "Ekram" war nach der Minenattacke gekentert. Nun wird über einen Erhalt des Schiffes diskutiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2008
Australien: Autotransporter eingeschleppt
Brisbane, Queensland / Australien - Am Abend des 10.10. erlitt der unter Panama-Flagge laufende, 188 Meter lange Autotransporter "Cosmos Ace" 46346 BRZ (IMO-Nr. 9153563) 25 Meilen vor Fraser Island, Queensland Maschinenausfall und trieb in südlicher Richtung ab. Svitzer Salvage Australasia erhielt einen Bergungskontrakt. Sofort lief der Schlepper "Wistari" aus Gladstone aus und erreichte den Havaristen am Morgen des 12.10. Bei starkem Wind und hohem Seegang wurde der Havarist Richtung Brisbane abgeschleppt. Am Morgen des 13.10. stand der Schleppzug vor Point Cartwright, wo ein Lotse an Bord ging. Der 32 Meter lange Svitzer-Schlepper "Wilga" machte zusätzlich am Heck fest, und vor der Querung des Brisbane River wurde die "Svitzer Colmslie" noch hinzugezogen. Nach der Passage von Moreton Bay wurde der 10 Jahre alte Frachter an einer Reparaturwerft abgeliefert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2008
Taucherschiff auf Hundestrand
San Diego, Kalifornien / USA, 15.10.08 - Bereits am Abend des 4.10. lief ein Taucherschiff mit 13 Fahrgästen südlich von Mission Bay (nahe San Diego) auf Grund. Die 32 Fuß lange "DND II" der Dive Connections, Inc. funkte gegen 19 Uhr Mayday. Zwei Boote und andere Helfer eilten in Richtung des Schiffes, das auf dem Dog Beach in Ocean Beach festsaß. Die Passagiere wurden unversehrt abgeborgen. Die See war nur 2-3 Fuß hoch. Ein anderes Taucherschiff wollte den Havaristen freischleppen, dies wurde aber durch die Küstenwache untersagt. Stattdessen machte sich die Küstenwache mit eigenem, stärkerem Gerät an die Bergung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2008
Feueralarm auf der Color-Line-Fähre "Color Fantasy"
Oslo / Norwegen, 15.10.08 - Auf der 223.75 Meter lange Color-Line-Fähre "Color Fantasy" (IMO 9278234) wurde am Morgen des 15.10. auf der Überfahrt von Oslo nach Kiel Feueralarm ausgelöst. Eine Zigarette hatte einen kleinen Schwelbrand verursacht, der zu solcher Rauchentwicklung führte, dass sich auf Deck 9 die Sprinkleranlage aktivierte. Ein norwegischer Passagier wurde an Bord der Fähre in Arrest genommen und sollte bei der Rückkehr nach Oslo am Morgen des 16.10. der örtlichen Polizei übergeben werden. Die 967 Passagiere und 282 Crewmitglieder blieben unversehrt, die Brandroutine lief fehlerfrei ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2008
Fracht der "Dimitrios P" kommt zurück ans Tageslicht
Derince, Provinz Kocaeli / Türkei, 15.10.08 - An der Untergangsstelle des unter Panama-Flagge registrierten, 45 Meter langen Frachters "Dimitrios P.", der vormaligen Istanbuler "H. Hatice Cetinkaya", 700 BRZ, sind Bergungstaucher und ein Mobilkran in Stellung gegangen. Das Schiff war am 13.9. an Pier 5 in Derince in der nordwesttürkischen Provinz Kocaeli beim Beladen binnen einer Viertelstunde gesunken, nachdem es die Stabilität verloren hatte. Nur die Mastspitze des 1992 erbauten Schiffes blieb sichtbar. Die 10-köpfige Crew hatte sich retten können. Jetzt machten sich Berger daran, die Fracht von Stahlprofilen, Drahtrollen, Brückenteilen und Baufahrzeugen aus dem Wasser zu holen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2008
Taucherschiff auf dem Trockenen
Port Everglades, Florida / USA, 14.10.08 - Vor dem John U. Lloyd Beach State Park lief am 14.10. das 78 Fuß lange Taucherschiff "Nekton Rorqual" auf Grund. Das für 36 Personen zugelassene Schiff war auf dem Weg zum Bunkern in Port Everglades, als es gegen 15 Uhr auf Grund lief. Die Küstenwache begab sich zur Strandungsstelle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2008
Vietnamesischer Frachter sank in Tropendepression
Dongfang, Inselprovinz Hainan / China, 14.10.08 - Vor der Hainan Provinz in der südchinesischen See geriet am 14.10. um 16.15 Uhr der vietnamesische Frachter "HUE-09" in Seenot. Er funkte, dass er 40 Meilen vor Dongfang City, Hainan Island, am Sinken sei. Von einer nahen Bohrinsel wurde ein Boot zu der Position geschickt und fand den Frachter in kritischer Lage vor. Er hatte 10 Mann Crew an Bord. Eine tropische Depression hatte in dem Seegebiet für Windgeschwindigkeiten von fast 60 Kilometern gesorgt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2008
Kutter sank mit Pilgern
Jamnagar, Bundesstaat Gujarat / Indien, 14.10.08 - Mindestens acht Menschen kamen ums Leben, als der mit rund 45 Personen besetzte Kutter "Al Mehboob Shah" vor der Küste von Bedi nahe Jamnagar in Gujarat am 14.10. um 11.15 Uhr sank. 15 Überlebende wurden in Jamnagar ins Guru Gobind Singh Hospital eingeliefert. Örtliche Fischer bargen Verunglückte gemeinsam mit Marine und Rettungsdiensten. Das Schiff war von Bedi zur 12 Meilen entfernten Pirotan Island unterwegs gewesen. Es hatte neben den Fahrgästen auch Wasser transportiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2008
Ölbekämpfung in Südspanien macht Fortschritte
Update vom 14.10.08
Gibraltar / Spanien, 14.10.08 - Die vier Ölbekämpfungsschiffe "Salvamar Alkaid", "Salvamar Algecrias", "Clara Campoamor" und "Bahía II" setzten am 14.10. die Beseitigung der Ölverschmutzung nach der Strandung der "Fedra" fort. Rund 30 Kutter mussten wegen der Ölverunreinigungen in den Hafen zurückkehren. Die noch in den Tanks vermuteten 150 Tonnen Betriebsstoff sollen in den kommenden Tagen geleichtert werden.
Im Falle der "Tawe" wird von einem Auslaufen von 30 deren 230 Tonnen Bunkeröls ausgegangen. Rund 230 Kubikmeter Leichtöl waren auf einer Länge von 400 Metern auf den Strand von El Chinarral angespült worden, dessen Reinigung am 14.10. abgeschlossen wurde. Die 22-köpfige Crew ist weiterhin an Bord des Havaristen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2008
Bargen verließen "New Carissa"-Strandungsstelle
Coos Bay, Oregon / USA, 13.10.08 - Am 11. und 12.10. wurden die beiden Bergungsbargen "Karlissa A" und "B" von Titan Salvage abgespindelt, nachdem sie während der vergangenen Monate die Strandungsstelle der "New Carissa" überragt hatten. Während das Manöver bei der "Karlissa B" unkompliziert verlief, stellte sich bei der "A" heraus, dass die Beine sich beim heftigen Ziehen an den Wrackteilen südwärts verzogen hatten. Deswegen dauerte es länger als erwartet, die Barge abzusenken, sodass sie bei Ebbe festsaß und die Crew auf die Flut warten musste, ehe sie abgeschleppt werden konnte.
In der Zwischenzeit wurde die mit Schrott beladene Transportbarge in Empire gelöscht. Hier werden die Reste der "New Carissa" von der Pacific Recycling aus Eugene zerschnitten. Der Propeller wurde von der 100-Tonnen-Sektion, an der er noch sitzt, losgeschweißt und ins Coos Historical & Maritime Museum gebracht. Auch die Arbeitsstäte am Strand von North Spit wurde abgerüstet. Als erstes wurde der Kabeltransporter zur "Karlissa A" am Morgen des 12.10. abmontiert. In dieser Woche wird der große Turm, an dem das Transportgefährt hing, abgebaut. Die Bergungsbargen haben noch einen weiteren Job in Sause Bros., dann werden sie auf den nächsten Einsatz zu warten haben. Die Berger sind bereits abgereist – es gibt genug Arbeit zu tun.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2008
Rettende Engel für gestrandete Yacht
Nuku'alofa / Tonga, 07.10.08 - Am Morgen des 4.10. lief die 53 Fuß lange Yacht "Caro Vita" auf ein Riff vor Nuku’alofa, Tonga. Das norwegische Taucherunterstützungsschiff "Nor Sky" und das hydrographische Forschungsschiff "Resolution" der neuseeländischen Marine waren nach dem Mayday binnen einer Dreiviertelstunde vor Ort. Zusammen mit einem Kutter und einem Boot der "Resolution" konnte die Yacht binnen einer halben Stunde gerettet werden. Das Boot legte die Yacht auf die Seite, um deren Tiefgang zu reduzieren, nachdem es eine Leine am Mast befestigt hatte. Dann zog die "Nor Sky" das Boot vom Riff (Hakau Mama'o Reef). Nachdem die Stabilität der Yacht kontrolliert war, lief sie unter Segeln in die Nuku’alofa Marina zur Reparatur.
Die HMNZS "Resolution" war an 22.9. aus der Devonport Naval Base ausgelaufen, um im Pazifik hydrographische Untersuchungen durchzuführen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2008
Niederlande: Großbrand auf historischer Werft
Lelystad, Provinz Flevoland / Niederlande, 14.10.08 - Auf der Bataviawerft in Lelystad brach in der Nacht zum 14.10. ein Großbrand in der Segelmacherei aus. Die historische Replik der "Batavia" lag aber außerhalb der Gefahrenzone, ebenso wie die noch im Rohbau befindliche Replik der "Zeven Provinciën". Verloren ging in den Flammen allerdings die gesamte Besegelung der "Batavia", insgesamt 1180 Quadratmeter. Sie befanden sich in der niedergebrannten Segelmacherei. Die Feuerwehr meldete gegen Mitternacht, dass das Feuer fast unter Kontrolle sei und damit die Gefahr des Übergreifens der Flammen auf die Holzschiffe gebannt. Es waren 75 Feuerwehrleute aus Lelystad und Almere im Einsatz.
Der Verlust der Segel von der "Batavia" ist groß, weil es während eines Zeitraums von zehn Jahren von einem kleinen Team von begeisterten Freiwilligen, Mitglieder und Mitarbeiter mit viel Enthusiasmus hergestellt wurde. Die Segel sind nirgendwo in der Welt zu verkaufen. Es ist eine enorme Aufgabe, um sie wieder herzustellen und kostet eine Menge Zeit, Geld und Energie.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.10.2008
Kinder retteten sich mit Sprung in die Böschung
vorm Zusammenstoß mit Binnenschiff
Neuss, Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen / DE, 14.10.08 - Am Montag, 13.10.2008, gegen 17:55 Uhr, konnten sich fünf Kinder im Hafen Neuss nur durch ein Notmanöver und dem Sprung in die Böschung vor dem Zusammenstoß mit einem belgischen Motorschiff retten. Die jungen Ruderinnen und Ruderer im Alter von 12 und 13 Jahren blieben unverletzt, allerdings musste das Ruderboot dran glauben. Der Schaden dürfte nach ersten Schätzungen mindestens 2000 Euro betragen. Das mit fünf Personen besetzte Ruderboot "Berlin", Vierer mit Steuermann, war in das Hafenbecken II des Neusser Hafens eingefahren, während ein 55m langes Motorschiff rückwärts heraus kam. Besatzungsmitglieder warnten die Kinder noch mit lautem Rufen, sich von dem Schiff fern zu halten.
Der Steuermann des Ruderbootes unterschätzte offenbar die Größe des Schiffes und den eigenen Abstand zu dem Fahrzeug und leitete eine Kursänderung in die Böschung ein. Kurz vor dem Ufer sprangen die Insassen ins Wasser. Bei dem Aufprall in die Böschung wurde der Bug des Ruderbootes beschädigt. Zu einer Kollision zwischen dem GMS und dem Ruderboot kam es nicht. Die Wasserschutzpolizei Düsseldorf hat die Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: Polizeipräsidium Duisburg vom 14.10.2008
Vier Tote und drei Vermisste nach Kollision
Dhaka / Bangladesch, 14.010.08 - Mindestens drei Personen wurden nach einer Kollision auf dem Buriganga-Fluss in Keraniganj am Morgen des 13.10. vermisst. 33 weitere Personen, überwiegend Arbeiter auf dem Weg nach Gabtali, retteten sich schwimmend von der sinkenden, mit Sand beladenen "Muktadi-2" an Land. Taucher bargen vier Tote aus dem Wrack. Die "Muktadi-2" war unterwegs von Munsiganj's Gazaria nach Gabtali. Die Arbeiter, die das Schiff entladen sollten, waren in Pagla gegen Mitternacht an Bord gekommen. Der Kollisionsgegner, der Frachter "Gazaria", rammte den Entgegenkommer dann gegen 4.30 Uhr bei Dhaka Udyan. Kapitän und der Decksmann wurden von der Polizei festgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.10.2008
Beinah-Kollision auf Bodensee
Konstanz, Region Hochrhein-Bodensee, Baden-Württemberg / DE, 14.10.08 - Auf dem Bodensee kam am 12.10. das werftneue Fahrgastschiff "Sonnenkönigin" in gefährliche Nähe zu einem anderen Fahrgastschiff. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die "Sonnenkönigin" befand sich in Charter der Deutschen Telekom. Augenzeugen zufolge verhinderte nur ein "Manöver des letzten Augenblicks" eine Kollision. Polizei wie auch die Bodensee Schiffsbetriebe (BSB), Eigner des anderen Schiffes, bestätigten, dass es einen Vorfall gegeben habe, man aber dazu keinerlei Stellung nehmen wolle, da ein laufendes Verfahren anhängig sei. Der Kapitän der "Sonnenkönigin" bezeichnete das Fahrmanöver als einen "ganz normalen Bremsvorgang", der sich aus der Situation ergeben habe. Das Radar habe einen Erfassungsradius von 400 Metern gehabt, das dort aufgetauchte Schiff, das sich auf die "Sonnenkönigin" zubewegt habe, sei mit Nebelsignalen kontaktiert worden, habe aber die Fahrt fortgesetzt. Daraufhin habe man einen Bremsvorgang eingeleitet, bei dem die Maschinen in Gegenrichtung laufen mussten. Bei akuter Gefahr, so Kapitän Hans Wüstner, werde das sogenannte "Crash-Stop-Verfahren" eingeleitet, das man auch als Passagier deutlich wahrnehmen würde und mit dem das Schiff binnen kurzer Zeit aufgestoppt würde. Die Geschwindigkeit gab der Kapitän mit "18 bis 20 Stundenkilometern an, dem Nebel entsprechend". Es habe es zu keiner Zeit eine ernste Gefahr für die Besatzung und die Passagiere gegeben. Bei dem anderen Schiff soll es sich um die "Uhldingen" gehandelt haben, ein 30 Meter langes und damit deutlich kleineres Schiff als die "Sonnenkönigin", das 300 Passagiere an Bord nehmen kann.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.10.2008
Untersuchung der "Fedra" begann
Update vom 13.10.08
Gibraltar, 14.10.08 - Die Polizei in Gibraltar hat am 12.10. den Kapitän und zwei Offiziere der "Fedra" verhaftet, die auf den Klippen vor Europa Point zerschellt war. Nach einer Befragung wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen der Polizei laufen routinemäßig parallel zu jenen der Gibraltar Maritime Authority. Ziel ist, den genauen Ablauf der Geschehnisse zu rekonstruieren. Die "Fedra" hatte zunächst am Morgen des 10.10. Maschinenschaden erlitten und trieb dann trotz ausgebrachten Ankers auf die Felsen zu. Den gesamten Nachmittag versuchten Schlepper, das Schiff in Schlepp zu nehmen, doch scheiterten sie ein ums andere Mal. Auch der Versuch, die Maschine wieder in Gang zu bringen, schlug fehl.
Am 13.10. war ein Ölbergungsschiff am Wrack im Einsatz. Einiges Öl trieb im Bereich von Rosia und Camp Bay sowie am Strand von Campo und bis hin nach Tarifa in Südspanien an, weiteres trieb in der Bucht von Gibraltar. Fischer mussten ihre Fangfahrten abbrechen.
Am Europa Point wurde erstmals nach der Strandung das Wrack bestiegen, um seinen Zustand zu untersuchen in Vorbereitung eines Bergungsplans. Die Bugsektion hat noch etwas Auftrieb und könnte möglicherweise abgeschleppt werden. Das Heck hingegen liegt auf dem Grunde der Klippen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.10.2008
Bergungsarbeiten vor Philippinen gehen voran
Update vom 13.10.08
San Fernando, Provinz Romblon / Philippinen, 13.10.08 - Am 17.10. könnte nach Einschätzung der philippinischen Coast Guard die Bergung von Toten aus dem Wrack der "Princess of the Stars" beginnen. Das Leichtern des Bunkeröls könnte drei bis vier Tage dauern, bis zum 13.10. waren 30 % der Arbeit geschafft. Bis Dezember könnte dann auch die Bergung der Leichenreste abgeschlossen sein.
Derweil sind 75 % der Räumung des Wracks der ebenfalls im Taifun Frank im Juni gesunkenen "Ocean Papa" vor Western Visayas abgeschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.10.2008
Rettung aus haiverseuchtem Meer
Robinson Crusoe Island / Fidschi (Fiji), 14.10.08 - Drei Segler aus Neuseeland und Australien wurden in den haiverseuchten Gewässern vor Fiji gerettet und in das Tropeninsel-Resort Robinson Crusoe gebracht. Sie waren am 12.10. mit der 10 Meter langen Ketsch "Timella" in schwere See geraten. Am Morgen waren sie aus Suva ausgelaufen und hatten Kurs aufs südliche gelegene Kandavu Island genommen. Dann aber kam es zu einer Wetterverschlechterung, der Wind nahm auf 70 km/h zu, die Maschine fiel aus, und kochend heißes Wasser spritzte aus einem Radiator über eine Frau. Beim Versuch, eine Passage zwischen zwei Inseln zu nehmen und dahinter Schutz an der Südwestküste von Viti Levu zu finden, lief die Yacht in fünf Meter hohen Seen gegen Mitternacht auf das Bega Island-Riff und begann zu sinken. Als das Oberdeck unter Wasser lag, gaben die Segler das Schiff auf und gingen in ein Dinghy, nachdem sie noch Mayday abgesetzt hatten. Wellen schleuderten das Dinghy aber gegen das Wrack, und als dessen Mast brach, riss er ein Leck in das Beiboot. Die Schiffbrüchigen klammerten sich an das Boot, aus dem die Notausrüstung herausgespült wurde. Sieben Stunden trieben sie in der See und wurden von Korallen verletzt. Die Marine von Fiji konnte wegen des schlechten Wetters nicht eingreifen, aber ein Charter-Katamaran mit einer amerikanischen Familie bekam das Mayday weitergeleitet und nahm Kurs aufs Bega-Riff. Am 13.10. um 6.30 Uhr barg er die Verunglückten und brachte sie nach Robinson Crusoe Island. Am 14.10. sollten die Geretteten nach Brisbane (Australien) geflogen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.10.2008
Frachter rammte Schleusentor
Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 13.10.08 - Der 120 Meter lange finnische Frachter "Laura" (IMO-No 9126223), 5239 BRZ, rammte am 12.10. um 18.30 Uhr das seeseitige Tor der Westschleuse in Terneuzen. Dabei wurde das Tor beschädigt. Es blieb zwar einsatzfähig, konnte von Autos und Fußgängern aber nicht mehr passiert werden. Die "Laura" wurde 1996 von der Sietas-Werft in Hamburg erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.10.2008
Kutter sank im Atlantik
Ploumanac'h, Département Côtes d'Armor, Region Bretagne / Frankreich, 13.10.08 - Am 13.10. kurz nach 12 Uhr geriet der 8,6 Meter lange Trawler "L’Espoir" 10 Kilometer nordöstlich von Ploumanac'h in Seenot. Die in der Nähe befindliche "Aventure Vad" alarmierte den Rettungsdienst und nahm Kurs auf den Havaristen, um den Skipper wenige Minuten darauf aufzunehmen. Das Fanggeschirr der "L’Espoir" hatte sich am Grund verhakt und das Schiff war dann gekentert beim Versuch, freizukommen. Das Schiff sank auf 46 Meter Wassertiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.10.2008
Frankreich: Untergang nach Bergung
Saint-Quay-Portreix, Département Côtes-d'Armor, Region Bretagne / Frankreich, 13.10.08 - Am Morgen des 11.10. gegen 6 Uhr strandete der 11 Meter lange Kutter " Enyleve" aus Brieuc nahe des Semabphors in Saint-Quay-Portrieux. Das Unglück ereignete sich bei der Rückkehr von einer Fangfahrt. Die zweiköpfige Crew ging in ein Rettungsfloß und wurde von einem Boot der SNSM aus Saint-Quay-Portrieux gerettet. Am Nachmittag des 13.10. konnte der Havarist unter Mitwirkung des 16 Meter langen Trawlers "Balbuzard" aus Saint-Quay-Portrieux flottgemacht werden und nach Saint-Quay-Portrieux gegen 15.40 Uhr abzuschleppen. Dabei wurde er von einem Feuerlöschboot gelenzt. 900 Meter nördlich des Hafens allerdings sank das Schiff unter Einwirkung von Wellenschlag auf 14 Metern Wassertiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.10.2008
Havarierter Frachter wird in Bremerhaven repariert
Bremerhaven, Land Bremen / DE, 08.10.08 - Eine weite Reise hatte der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte, 208 Meter lange Containerfrachter "CSCL Kelang" (IMO-Nr. 9228538), 30024 BRZ, hinter sich, als er am 05.10. am Haken des Schleppers "Sumatras" in Bremerhaven eintraf. Bei einer Grundberührung vor Brasilien hatte sich der Frachter Schäden am Schiffsboden zugezogen sowie einen Propellerflügel verloren. Den Auftrag zur Reparatur erhielten die Motorenwerke Bremerhaven (MWB). Die Schleppreise über den Atlantik hatte gut sechs Wochen gedauert. Das 2001 bei der Stoocznia Gdynia Werft erbaute Schiff gehört der Hansa Treuhand Hamburg.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.10.2008
Niederlande: Binnenschiff "Riad" wird geborgen
Update vom 13.10.08
Heinenoord, Gemeinde Binnenmaas, Provinz Südholland / Niederlande - Am 14.10. sollte die Bergung des gesunkenen Binnenschiffes "Riad" auf der Außenmaas beginnen. Zuerst müssen die 800 Tonnen Ferrochrom, mit denen das Schiff von Rotterdam ins Ruhrgebiet unterwegs gewesen war, geleichtert werden, um das Gewicht des Wracks zu reduzieren. Die Arbeiten wurden auf rund eine Woche Dauer veranschlagt.
Nach dem Untergang des Binnenschiffes war Gasöl ausgetreten, das in Westrichtung trieb und in Barendrecht zu Geruchsbelästigungen führte. Die Naturschutzgebiete Rhoonse Grienden und Carnisse Grienden sowie der Yachthafen von Rhoon wurden abgeriegelt. Das Öl konnte wegen Wind und Strömung aber nicht aufgefangen werden.
Das Schiff war am 13.10. gegen vier Uhr nach Kollision mit dem aus Richtung Dorndrecht kommenden, in Delfzijl beheimateten Frachter "Wisdom" (IMO-Nr. 9195559), 1583 BRZ, untergegangen. Der 82 Meter lange Frachter musste seinerseits mit einem Leck außerhalb des Fahrwassers auf Grund gesetzt werden. Zuvor hatte er das Schifferehepaar der "Riad" gerettet, das anschließend von einem Patroullienboot von Rijkswaterstraat an Land gebracht wurde.
Die "Wisdom" aus Delfzijl wurde um 5.30 Uhr nach einer Notreparatur wieder flottgemacht. Nach Lenzen der Vorpiek wurde sie auf einen Ankerplatz verholt. Sie muss zunächst gelöscht werden, ehe sie eine noch nicht benannte Reparaturwerft anlaufen kann.
Das Bergungsschiff "Smit Waalhaven 4" begann kurz nach der Kollision, einzelne Teile der "Riad", so auch das mit dem Schiff versunkene Auto des Skippers, aus der Maas zu ziehen.
Die "Wisdom" erhielt nach einer Notreparatur eine Fahrerlaubnis.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Niederlande: Kollision beim Einlaufen in Schleuse
Hansweert, Gemeinde Reimerswaal, Provinz Seeland / Niederlande, 13.10.08 - Am Morgen, des 13.10. rammte gegen neun Uhr der 107 Meter lange russische Frachter "Kapitan Ezovitov" (IMO-Nr. 8891560) Dalben zwischen den beiden Schleusen in Hansweert. Das Unglück ereignete sich nach einem Maschinenblackout beim Einlaufen in die Westschleuse. Die Dalben, die als Anprallschutz dienen, blieben unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Feuer auf Küstenwachschiff könnte gelegt worden sein
Update vom 13.10.08
Dartmouth (Halifax Regional Municipality), Provinz Nova Scotia / Kanada, 13.10.08 - Nach dem Feuer auf dem einstigen Küstenwachschiff "Caruso" ermittelt die Polizei in Halifax wegen des Verdachts der Brandstiftung. Das Feuer war um 4.30 Uhr am 11.10. am Dartmouth Marine Slips am Alderney Drive festgestellt worden. Es hatte seinen Ausgang im Helikopterhangar genommen. Fünf Feuerwehrzüge mit 30 Mann bekämpften den Großbrand. Zwischenzeitlich machte auch eine zunehmende Steuerbordschlagseite den Männern zu schaffen, doch um 16.45 Uhr war das Feuer niedergekämpft. Ob die Schiffsstrukur Schaden nahm, war noch unklar, doch die Ausstattung war komplett zerstört.
Die "Caruso" war als "Tupper" 1959 in Sorel, Quebec erbaut und am 30.11.1999 außer Dienst gestellt worden. Für 199,969 Dollar ging sie an die italienische Exploration Commercial Charter Yachts in Livorno. Diese wollte die "Caruso" in eine Luxuscharteryacht umbauen lassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Rügen: Erforschung von Wrackkette hat begonnen
Putbus-Lauterbach, Landkreis Rügen, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 13.10.08 - Im Seegebiet vor Rügen hat am 13.10. die Erkundung einer historischen Wrackkette begonnen. Bis Ende November sollen acht Forschungstaucher unter Leitung von Archäologen zunächst ein Wrack des 1715 errichteten Sperrwerks untersuchen und Vorschläge für eine Bergung erarbeiten.
Im kommenden Jahr sollen die Reste des historischen Holzschiffs gehoben werden. Durch die so entstandene Lücke wird später die geplante deutsch-russische Erdgastrasse nach Lubmin verlegt. Die auf mehr als 10 000 Euro geschätzten Kosten werden von Nord Stream übernommen. Die schwedische Marine hatte vor fast 200 Jahren südlich von Rügens Halbinsel Mönchgut 20 Schiffe mit Steinen beladen und anschließend versenkt. Die etwa 980 Meter lange Wrackkette sollte dänischen Eroberern den Zugang zum Bodden versperren. Reste der Wracks waren 1990 wiederentdeckt und anschließend mit einem Spezialscanner vermessen worden. Sie stehen unter Denkmalschutz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Binnenschiff sank nach Kollision
Heinenoord, Gemeinde Binnenmaas, Provinz Südholland / Niederlande, 13.10.08 - Am Morgen des 13.10. sank in der Maasmündung bei Heinenoord das holländische Binnenschiff "Riad" (Europa-Nr. 2314051), 989 ts, nach Kollision mit einem Frachter. Die Crew wurde gerettet. Die "Riad" hatte keine Gefahrgüter an Bord, das Küstenmotorschiff war unbeladen. Die "Riad" ist 67 Meter lang und 8,2 Meter breit. Sie wurde 1960 bei der D.W.I. Berlin erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Koppelverband quer auf der Donau
Metten, Landkreis Deggendorf, Bayern / DE, 13.10.08 - Nur knapp konnte eine Kollision zwischen zwei Schiffen kam es am 11.10. um 12.35 Uhr auf der Donau bei Metten vermieden werden. Der flussabwärts fahrende rumänische Koppelverband "Metaltrade-1" wollte backbordseitig an dem donauaufwärts fahrenden Gütermotorschiff "Wertheim" vorbeifahren. Beide Schiffsführer hatten dies über Bordfunk so abgesprochen. Weil aber der rumänische Kapitän einen Fahrfehler machte, geriet sein Koppelverband vom Kurs ab, schlug quer und trieb auf das andere Schiff zu. Nur durch ein gewagtes Ausweichmanöver aus der Fahrrinne heraus konnte der deutsche Kapitän einen Frontalzusammenstoß verhindern. Dieser zeigte den Sachverhalt sofort bei der Wasserschutzpolizei in Deggendorf an, die Beamten überprüften beide Kapitäne, Alkoholtests blieben negativ. Die gesamte Fahrsituation war durch eine Radaraufzeichnung des deutschen Schiffes beweisbar, so dass die Beamten den rumänischen Kapitän wegen Verstoßes gegen schifffahrtsrechtliche Vorschriften anzeigten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Ölbergung vor Romblon in Gang
Update vom 08.10.08
San Fernando, Provinz Romblon / Philippinen, 13.10.08 - Das Abpumpen von Öl aus der gekenterten "Princess of the Stars" war am 13.10. in vollem Gang. Bis dahin waren 32 von 250 Tonnen geleichtert. Die Arbeit könnte in 10 Tagen beendet sein. Alles Öl wurde auf eine Barge gepumpt, die am 12.10. vor Ort eingetroffen war. Während des Leichterns muss darauf geachtet werden, die Stabilität des Wracks nicht zu verändern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Glühende Container von "APL Peru" gelöscht
Update vom 11.10.08
Seattle, Bundesstaat Washington / USA, 13.10.08 - Die US Coast Guard, das Washington Department of Ecology, Vertreter der American President Line und das Seattle Fire Department (SFD) sowie der Zoll waren am Wochenende am Containerfrachter "APL Peru" in Seattle im Einsatz. Qualmende, von der Hitze verzogene Container wurden aus Laderaum 5 des Schiffes geholt und von der Feuerwehr abgelöscht. Es wurde weiterhin Karbondioxid in den betroffenen Laderaum gepumpt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Ein Toter bei Unfall auf Blohm & Voss
Hamburg / DE, 12.10.08 - Bei einem der schwersten Arbeitsunfälle der vergangenen Jahre in Hamburg stürzten am 11.10. im Trockendock 17 bei Blohm + Voss drei Arbeiter 20 Meter tief ab. Einer starb. Auf einem Gerüst hatten sie in dem Dock Korrosionsschutzarbeiten am Heck des Autotransporters "Toba" (IMO-Nr. 7705972). durchgeführt. Kurz vor 19 Uhr gab es plötzlich ein lautes Krachen. Mehrere Gerüstböden brachen ein. Die Arbeiter konnten sich nicht halten und stürzten auf den harten Betonboden des Trockendocks. Zwei Arbeiter erlitten Frakturen und innere Verletzungen. Sie wurden von Feuerwehrmännern gerettet und in Krankenhäuser gebracht. Dem dritten konnten die Retter nicht mehr helfen. Er starb noch an der Unfallstelle. Mehrere Kollegen der Opfer und Zeugen des Unfalls erlitten einen Schock. Warum die Gerüstböden gebrochen waren, stand noch nicht fest. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. Auch das Amt für Arbeitsschutz wurde eingeschaltet.
Vor viereinhalb Jahren waren bei einem Arbeitsunfall bei "Blohm + Voss" zwei Arbeiter schwer verletzt worden, als sie die "Methane Artic" betreten wollten, aber die Gangway abriss und sie in die Tiefe stürzten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Update vom 13.10.08 - Nach dem Tod eines 52-Jährigen bei einem Arbeitsunfall auf der Hamburger Werft "Blohm + Voss" ist am Sonntag auch ein 23-Jähriger seinen Verletzungen erlegen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang und zur Unfallursache dauern an.
Barge lief im Sturm auf Grund
Petropawlowsk-Kamtschatski, Region Kamtschatka / Russland, 13.10.08 - Die Barge "SPP-17" lief in der Karaga-Bucht, an der östlichen Küste der Kamtschatka-Halbinsel, auf Grund. Das Schiff war mit 62 Tonnen Material beladen, als es am 12.10. um 10.05 Uhr bei 30 Metern Windgeschwindigkeit auf Grund getrieben wurde. Die neunköpfige Crew blieb an Bord und erwartete die Ankunft eines Schiffes aus Ivashka. Dieses sollte die Ladung leichtern.
Am 14.10. soll ein Bergungsversuch unternommen werden. Inzwischen nahm der Wind auf 8-10 Meter pro Sekunde ab. Die motorisierte "SPP 172 der Alan Company ist 33,5 Meter lang und vermag 125 Tonnen zu transportieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Schwierige Brandbekämpfung auf brennendem Küstenwachkutter
Update vom 11.10.08
Dartmouth (Halifax Regional Municipality), Provinz Nova Scotia / Kanada, 13.10.08 - Das Feuer auf dem ehemaligen Küstenwachschiff "Sir Charles Tupper", das in Halifax liegend nun in "Carouso" umbenannt ist, konnte erst am Nachmittag des 11.10. unter Kontrolle gebracht werden. Es hatte sich durch mehrere Decks des 70 Meter langen Schiffes gefressen. Darum war die Brandbekämpfung schwierig, und das Marinefeuerlöschboot "Firebird" wurde um Unterstützung gebeten. Derweil kämpften sich die Feuerwehrleute Kabine um Kabine durch das krängende Schiff voran und löschten nach und nach die Brände. Der ursprüngliche Brand auf dem Oberdeck hatte am Morgen rasch niedergekämpft werden können, doch breitete er sich derweil auf die tieferen Decks aus. Zeitweilig mussten sich die Feuerwehren zurückziehen. Als Hitze und Brandintensität etwas zurück gegangen waren, starteten sie einen neuen Anlauf, das in Dartmouth liegende Schiff, das beim Halifax Shipyard überholt werden sollte, zu löschen.
Der größte vergleichbare Brand war 2001, als der japanische Frachter "Kitano" auf dem Weg von New York nach Halifax Feuer gefangen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Philippinen: Fährunglück vor Pata Island
Pata Island, Provinz Sulu / Philippinen, 13.10.08 - Vor Pata Island kenterte in der philippinischen Sulu-Provinz am 11.10. ein Fährboot. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, einer wurde noch vermisst. 14 Personen wurden gerettet. Das Boot war unterwegs von Daongdong nach Pata Island, als es bei starken Wellen kenterte und sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Einstiges Schiff von John Wayne wegen Feuer evakuiert
Newport Beach, Orange County, Kalifornien / USA, 12.10.08 - Am 12.10. musste die Yacht "Wild Goose" in Newport Beach evakuiert werden, nachdem am Schornstein ein Brand entstanden war. Die Feuerwehr wurde gegen 14 Uhr alarmiert, dass das Schiff, das einst dem Schauspieler John Wayne gehört hatte, brenne. Sie konnten das Feuer rasch löschen, der Schaden blieb gering. Der 1942 erbaute einstige Minensucher wird von Hornblower Cruises and Events betrieben. Er war 1965 durch John Wayne erworben worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Motorboot machte Salto
Rathenow-Göttlin, Landkreis Havelland, Brandenburg / DE, 12.10.08 - Ein betrunkener Freizeitskipper ist am 11.10. bei einem Unfall mit seinem Motorboot auf der Havel verletzt worden. Der 49- Jährige war nahe Göttlin auf die Uferböschung gelaufen, woraufhin sich das Boot überschlug und nach fünf Metern kopfüber auf dem Land liegen blieb. Der Mann wurde bei dem Unfall am Samstag aus dem Boot geschleudert und musste verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei stellte bei ihm einen Alkoholwert von 0,93 Promille fest.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Nach Wetterberuhigung Kampf gegen Öl in Südspanien
Update vom 11.10.08
Gibraltar / Spanien, 12.10.08 - Aus den beiden im Orkan vor Südspanien und Gibraltar gestrandeten Frachtern "Fedra" und "Tawe" lief am Wochenende Öl aus. Die "Fedra" hatte rund 300 Tonnen, die "Tawe" 1000 Tonnen Bunkeröl in den Tanks. Von den 300 Tonnen der "Fedra" ist bislang wohl die Hälfte ausgelaufen. Es kam aber zu keinen größeren Küstenverunreinigungen, und es wurden keine nachhaltigen Umweltschäden erwartet. Der größere Teil der ausgelaufenen und flüchtigen Bunkerstoffe wird sich wohl auf See auslösen. In der Bucht von Algericas wurden zwischen 300 und 400 Metern verschmutzt.
Auf der "Tawe", 24642 BRZ, die auf Felsgrund in der Bucht von Algericas festliegt, sind derweil alle vier Laderäume leckgeschlagen. Ihre 22 Mann Crew sind aber an Bord geblieben. Die "Tawe" (IMO-Nr. 8309294), 24646 BRZ, ist 182 Meter lang und 30 Meter breit. Sie verdrängt 41574 Tonnen und wurde 1987 bei Mitsui Engineering & Shipbuiliding in Ichihara als argentinische "Hansa Merchant" erbaut. Eigner ist seit 2005 die liberianische UN Navigation.
Die Regierung von Gibraltar hat inzwischen den an der Rettung der 31-köpfigen, aus rumänischen Offizieren und philippinischen Seeleuten bestehenden Crew der "Fedra" Beteiligten Lob und Dank ausgesprochen. Das Schiff war am 10.10. gegen 19 Uhr am Leuchtturm Europe Point aufgelaufen, nachdem die Bergungsschlepper das Schiff bei 12 Bf nicht hatten unter Kontrolle bekommen können. Die Wucht der Brandung zerbrach das Schiff dann auf Höhe von Laderaum 6, Teile des Rumpfes kollabierten. Ein spanischer Rettungshubschrauber hatte zunächst fünf Mann abgeborgen, musste dann aber seinen Einsatz abbrechen. Die wegen der Bergung der "New Flame" vor Ort befindlichen Männer von Titan Salvage hatten dies vorausgesehen und einen Kran und Transportkorb auf die Klippen gebracht. Die Arbeiten waren bei dem in Hurrikan-Stärke blasenden Wind und durch Kalkstein, das der an den Felsen arbeitende Frachter losriss und das über die Felsen getrieben wurde, extrem schwierig und gefährlich. Gegen Mitternacht musste der Einsatz nach Rettung von 15 Mann unterbrochen werden. Zu groß war das Risiko, dass der Stahlkorb sich an dem auf und ab gehenden Bug der "Fedra" vergangen würde und den Kran von den Klippen reißen könnte. Schließlich riss der Bug die Spitze der Klippe samt Ummauerung in die Tiefe, und die Retter mussten um ihr eigenes Leben rennen. Die verbliebenen 11 Schiffbrüchigen signalisierten mit Lampen, dass sie noch am Leben waren, auch wenn die Befürchtung zu der Zeit groß war, sie zu verlieren. Sie kauerten zwischen den Laderäumen 1 und 2. Gegen sieben Uhr am Morgen des 11.10. gab es ein Wetterfenster, in dem der Wind mit lediglich 70 Knoten pfiff. Sofort startete ein neuer Rettungsversuch, in dem alle 11 Mann sich in den Rettungskorb drängen mussten und an Land gehoben wurden.
Nachdem sich am 12.10. das Wetter beruhigt hatte, zeigte sich, dass der zunächst parallel zu den Felsen liegende Rumpf sich quer dazu gedreht hatte und mit dem Bug landeinwärts zeigte, während das Achterschiff mit den Aufbauten abgesackt war. An Backbord ist das Metall des Bugs durch das Arbeiten an den Felsen förmlich zermahlen. Ein Schlepper konnte an Steuerbord festmachen. Nun muss ein Plan erarbeitet werden, die Wrackteile zu sichern und später zu bergen.
Die "Fedra" (IMO-Nr. 8208713) war ein Doppelhüllenbulker der Panamax-Klasse. Die Vermesserung betrug 35886 BRZ, die Verdrängung 3940 Tonnen. Das Schiff war 1984 vom Stapel gelaufen und wurde gemanagt von der Dilek Transporting in Athen. Es war 225 Meter lang und 32,24 Meter breit. Am 9.4.1984 war es bei Burmeister & Wain A/S in Kopenhagen vom Stapel gelaufen und am 10.8. abgeliefert worden als "Marine Ranger" auf Rechnung der Lübecker Rhenania Shipping. Flagge war Liberia. Die nächsten acht Jahre wurde es von Egon Oldendorff gemanagt. Von 2002 bis 2004 lief es dann als unter Malta-Falgge "Tenacity", ehe es für die Fedra Navigation S.A. als "Fedra" betrieben wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Weitere Strandung in Südspanien
Algeciras, Provinz Cádiz, Region Andalusien / Spanien, 12.10.08 - Derselbe Sturm, der die "Fedra" und "Tawe" stranden ließ, brachte auch das 1114 Fuß lange Taucherunterstützungsschiff "Mareverma" in Seenot. Der einstige Trawler "LT 526" aus Lowestoft strandete am 11.10. in Rinconcillo in Algeciras. Eigner ist die Pro Diving and Salvage Gibraltar.
Bereits am 21.6.2007 war das Schiff vor Plymouth in Cawsand Bay gestrandet. Damals waren Rettungsboote aus Plymouth, der Trawler "Hercules", ein Tamar Coastguard team und die Motoryacht "Princess" dem mit vier Mann besetzten Schiff zu Hilfe gekommen, das freigeschleppt und zur Victoria Wharf in Plymouth geschleppt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Zwei Yachten auf der Westerschelde gestrandet
Westerschelde, Provinz Zeeland / Niederlande - 12.10.08 - Am 11.10. lief auf der Westerschelde die Motoryacht "Calypso" auf Grund. Die Yacht "Heaven" und die "Spotter" aus Terneuzen boten Hilfe an, doch das Wasser war bereits zu stark gefallen für erfolgversprechende Schleppversuche. Es wurde ein Anker ausgebracht, um mit dem folgenden Hochwasser aus eigener Kraft freizukommen.
Paulinapolder, Westerschelde, Provinz Zeeland / Niederlande - Im Paulinapolder erwischte es die Yacht "Skadi". Das 18,80 meter lange Rettungsboot "Zeemanshoop" war rasch vor Ort, doch auch hier musste wegen ablaufenden Wassers die Bergung bis zur Flut der Folgenacht warten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Passagiere von brennendem Ausflugsschiff evakuiert
Alexandria Bay, Jefferson County, Bundesstaat New York / USA, 12.10.08 - Auf dem St. Lawrence River geriet am 11.10. gegen 16 Uhr das Ausflugsboot "Alexandra Belle" in Brand. Die 102 Passagiere mussten von zwei anderen Schiffen evakuiert werden. Der Dreidecker wird betrieben von Uncle Sam's Boat Tours. Nach zweistündiger Fahrt war Rauchentwicklung wahrgenommen worden. Die Crew orderte die Fahrgäste aufs Vorschiff. Küstenwache und Feuerlöschboote kamen zur Brandbekämpfung zu Hilfe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.10.2008
Bulkcarrier vor Kristiansund freigeschleppt
Update vom 09.10.08
Kristiansund, Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 11.10.08 - Der Bulkcarrier "Federal Kivalina", der vor Skarveberget gestrandet war, konnte am 11.10. um 09.40 Uhr von sechs Schleppern flottgemacht werden. Mit drei Schleppern wurde er gegen 10 zu einem Ankerplatz bei Ørnvikneset verholt. Nach Taucheruntersuchungen sollte der Havarist nach Sunndalsøra eingeschleppt werden. Die Bergungsfirma Taubåtkompaniet hatte dazu Schlepper von dem in Kristiansund ansässigen Taubåtservice eingechartert. Vor der Bergung waren 3500 Tonnen Aluminiumoxid geleichtert worden. Bei Hydro Sunndal soll der Rest gelöscht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2008
Feuer auf ehemaligen Küstenwachschiff
Dartmouth (Halifax Regional Municipality), Provinz Nova Scotia / Kanada, 11.10.08 - Am Morgen des 11.10. musste die Feuerwehr von Halifax einen Brand auf dem ausgedienten Coast Guard-Schiff "Tupper" bekämpfen, das in Dartmouth vertäut lag. Der Brand war um 4.30 Uhr gemeldet worden und hatte die oberen zwei Decks erfasst. Auf dem Schiff fanden Reparaturarbeiten statt. Am Vormittag war das Feuer unter Kontrolle und sollte anschließend endgültig niedergekämpft werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2008
Fedra brach während der Evakuierung in zwei Teile
Update vom 11.10.08
Gibraltar, 11.10.08 - Während der Rettung der letzten der 31 Mann Crew der gestrandeten "Fedra" vor Gibraltar über ein improvisiertes Kransystem brach der Bulkcarrier am 11.10. in schwerem Sturm hinter dem achteren Maschinenraum auseinander. Das Wrack wurde von schwerster Brandung auf den Felsen herumgeworfen. Ein spanischer Rettungshubschrauber hatte seinen Einsatz nach dem Abbergen von fünf Crewmitgliedern abbrechen und eine Notlandung in Gibraltar durchführen müssen, weil die Gischt das Rotorensystem beeinträchtigt hatte. Die ortsansässige Baufirma Euro Gruas wurde gerufen. Sie installierte einen Käfig an einem großen Kran, mit dessen Hilfe die auf dem Vorschiff versammelte Crew an Land gehoben wurde. Die Geretteten kamen ins Caleta Hotel, einer wegen Erschöpfung ins St Bernard’s Hospital.
Die "Fedra" war im August vergangenen Jahres in China mit einem Auslaufverbot belegt worden, weil 18 Beanstandungen waren. Drei bezogen sich auf Antrieb und Hilfsmschinen. Auch bei Inspektionen in diesem Jahr fanden sich Mängel.
Algeciras, Provinz Cádiz, Region Andalusien / Spanien, 11.10.08 - Derweil ist auch der vor Punta San García gestrandete Bulker "Tawe" (IMO-Nr: 8309294), der unter liberianische Flagge fährt, leckgeschlagen. Das 182,00 Meter lange Schiff ohne Ladung verliert Treibstoff. Die 22-köpfige Crew ist aber wohlauf. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2008
Dramatische Bergung der Crew
von gestrandetem Bulkcarrier im Sturm vor Gibraltar
Update vom 10.10.08
Gibraltar, 11.10.08 - Am Nachmittag des 10.10. ging der 1984 erbaute, unter liberianischer Flagge laufende Bulkcarrier "Fedra" (IMO-Nr 8208713), 35886 BRZ, nach Maschinenausfall an der Ostküste von Gibraltar auf Drift. Der ausgebrachte Anker konnte den Frachter nicht halten. Versuche, die Maschine wieder zu starten, scheiterten derweil. Schlepper, darunter der spanische Bergungsschlepper "Clara Campoamor", bekamen den 225 Meter langen Frachter dann zwar zunächst unter Kontrolle, doch wegen einer Wetterverschlechterung mit Winden von 83 km/h trieb der Havarist dann mit dem Heck auf die Klippen direkt unterhalb des Leuchtturms am Europa Point. Er schlug dann auf einer Wassertiefe von unter 10 Metern in schwerer Brandung liegend quer. An der Rettungsaktion waren auch Berger von Titan Maritime beteiligt, die in der Nähe am Wrack der "New Flame" arbeiteten.
Die 31 Mann Crew wurden in der Nacht abgeborgen. In einer gemeinsamen Aktion der Rettungsdienste von Gibraltar und Spanien wurden sie an Land gebracht, Um 22.30 Uhr barg ein spanischer Rettungshubschrauber drei Mann ab, die Crew hatte sich zuvor auf dem Bug versammelt. Doch die Dunkelheit und der Sturm machten die Operation zu gefährlich.
Das Schiff wird bereedert von Med Fos, Clara Canpoamor, Warrior und VB Artico Es wurde 1984 bei Burmeister & Wain in erbaut. Das Schiff wurde als "Marine Ranger" erbaut und lief bis 2006 als "Tenacity".
Algeciras, Provinz Cádiz, Region Andalusien / Spanien, 11.10.08 - Am selben Tag strandete außerdem nur wenige Meilen entfernt der ebenfalls liberianische Bulkcarrier "Tawe", 24.646 BRZ, in Punta San Garcia, Algeciras. Nach seinem Einsatz an der "Fedra" lief die "Clara Campoamor" sofort weiter zur Strandungsstelle, hatte aber noch keine Trosse fest. Das Schiff liegt genau dort, wo im Januar 2007 die "Sierra Lara" strandete. Die 182 Meter lange "Tawe" wurde 1987 bei Mitsui Engineering & Shipbuilding Tokyo erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2008
Zwei driftende Schiffe vor England in Sicherheit gebracht
Dover, Grafschaft Kent, England / UK, 10.10.08 - Am 10.10. um 8.30 Uhr erlitt der maltesische Chemikalientanker "Ruth Theresa", 5713 BRZ, im englischen Kanal Maschinenausfall und rief die Dover Coastguard. Eine halbe Stunde später erbat der Kapitän Schlepphilfe, woraufhin die "Anglian Monarch" zu dem in der Zufahrt zur Südwestzone des Dover Strait Traffic Separation Scheme treibenden Tanker geschickt wurde. Er verbrachte die "Ruth Theresa" zu einer Ankerposition vor Margate, wo die Maschine repariert werden sollte. Sie war unterwegs von Immingham nach Brest.
Pwllheli, Gwynedd, Wales / UK, 10.10.08 - Am selben Morgen war die Milford Haven Coastguard bereits von der Falmouth Coastguard über das Auffangen eines EPIRB-Signals informiert worden. Es handelte sich um den Scalloper (Muschelfänger) "Tide II". Der kontaktierte Eigner bestätigte, dass das Schiff unterwegs von Troon nach Milford Haven mit zwei Mann Crew sein sollte. Der türkische Bulkcarrier "Gokhan Koran" nahm Kurs auf die ermittelte Position und sichtete ein rotes Notsignal. Es stellte sich heraus, dass der Kutter bei Südsüdwest von 9 Bf und 20 Fuß hohen Seen auf Drift war, nachdem die Maschine ausgefallen war. Ein Rettungshubschrauber und das Porthdinllaen-Rettungsboot wurden herangeführt und der Havarist mit Kurs Pwllheli auf den Haken genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2008
Brennender Containerfrachter machte in Seattle fest
Update vom 08.10.08
Seattle, Bundesstaat Washington / USA, 10.10.08 - Der 873 Fuß (265.98 Meter) lange Containerfrachter "APL Peru" (IMO-No. 9252230) wurde am Abend des 10.10. in Seattle erwartet. Das Schiff kam von Hongkong und hatte am 5.10. Feuer an Bord gemeldet, nachdem Rauch aus einem Laderaum gedrungen war und sich Ladeluken erhitzt hatten. Das Feuerlöschsystem wurde aktiviert und danach kein weiterer Rauch gesichtet. Der betroffene Laderaum 5 hielt seine Temperatur. Doch vor einer Inspektion müssen erst Deckscontainer und der Lukendeckel abgenommen werden. Er wurde zudem nochmals mit Carbondioxid geflutet.
Coast Guard und Teams des Seattle Fire Department gingen bereits in Port Angeles an Bord, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Die Container in dem betroffenen Laderum enthalten verschiedene Frachten wie Elektronika, Haushaltsgüter und Kleidung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2008
Sportboot in Not
San Diego, Kalifornien / USA, 10.10.08 - Eine Coast Guard-Crew aus San Diego assistierte am Morgen des 10.10. acht Bootsfahrern auf dem 40 Fuß langen Sportboot "Ocean Alexander" in der San Diego Bay. Um 11.40 Uhr hatten sie gemeldet, dass das Boot brenne und leckgeschlagen sei. Ein 41-Fuß-Boot der Coast Guard Station San Diego und die Hafenpolizei kamen zu Hilfe. Es stellte sich heraus, das Wasser aus einem gebrochenen Abgasrohr die Bilge flutete und auf den erhitzten Abgasleitungen starke Rauchentwicklung verursachte. Die Küstenwache dichtete das Rohr ab, eine Sea Tow-Crew lenzte das Wasser mit einer mobilen Pumpe. Danach wurde die "Ocean Alexander" zur Fiddler's Cove Marina abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2008
Frachter in Nord-Ostsee-Kanal in die Böschung gelaufen
Nord-Ostsee-Kanal, Schleswig-Holstein / DE, 10.10.08 - Am 10.10 gegen 15 Uhr lief der 2004 erbaute, 149 Meter lange Londoner Containerfrachter "Alana" (IMO-Nr. 9297589), 11662 BRZ, nach Ruderversager direkt unterhalb der Grünenthaler Hochbrücke auf dem Nord-Ostsee-Kanal auf Grund. Ein Notankermanöver hatte das auf Westkurs befindliche Schiff nicht rechtzeitig aufstoppen können. Um 16 Uhr war der Schlepper "Vorwärts" vor Ort und stabilisierte den Havaristen, bis eine Stunde später die "Bugsier 14" aus Brunsbüttel eintraf und den Havaristen binnen einer halben Stunde aus der Böschung zog. Danach lief er mit eigener Kraft nach Brunsbüttel weiter. Das Schiff wird bereedert von der Dohle Schiffahrt Hamburg.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2008
Frachter saß vor Cuxhaven fest
Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 10.10.08 - Am 10.10. lief der 1964 in Hamburg erbaute, deutsche Frachter "Helgoland" (IMO-Nr. 6417657, ex "Helios II), 385 BRZ, von Helgoland kommend nahe der Kugelbake vor Cuxhaven auf Grund. Der Rettungskreuzer "Hermann Helms" war binnen weniger Minuten vor Ort und schleppte den 46 Meter langen Havaristen im zweiten Anlauf frei. Er machte anschließend zur Untersuchung in Cuxhaven fest. Offenbar hatte an der Strandungsstelle weniger Wasser gestanden als vom Kapitän erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2008
Frachter vor Gibraltar auf Klippen getrieben
Gibraltar, 10.10.08 - Am Nachmittag des 10.10. ging der 1984 erbaute, unter liberianischer Flagge laufende Bulkcarrier "Fedra" (IMO-Nr 8208713) nach Maschinenausfall an der Ostküste von Gibraltar auf Drift. Schlepper bekamen den 225 Meter langen Frachter zunächst unter Kontrolle, doch wegen einer Wetterverschlechterung trieb der Havarist dann mit dem Heck auf die Klippen direkt unterhalb des Leuchtturms am Europa Point und schlug dann quer. Die 30 Mann Crew sollten in der Nacht abgeborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2008
Schnellboot vor Taiwan geborgen
Update vom 30.09.08
Chiayi / Taiwan, 10.10.08 - Ein Bergungsteam der chinesischen Marine hat am 10.10. das 150-Tonnen-Schnellboot "Kuang Hua No. 6" vor Chiayi in Südtaiwan freibekommen. Das Schiff wurde nach Budai eingeschleppt. Der Rumpf wurde in befriedigendem Zustand vorgefunden, wies allerdings fünf Lecks auf. Nach provisorischen Abdichtungsarbeiten im Hafen soll das Schiff zurück nach Kaohsiung zur Reparatur geschleppt.
Das 34 Meter lange und 7,6 Meter breite Flugkörperschnellboot der Seagull-Klasse war am 25.9. in dem Manöver Han Kuang 24 in schwerer See gestrandet. Die 14 Mann Crew wurden wenig später abgeborgen, danach wurden die vier Hsiung Feng Anti-Schiffs-Raketen entfernt sowie das Navigationssystem und andere wichtige Ausrüstung, zumal dem Schiff zeitweilig der Totalverlust drohte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2008
Rettungsboot schleppte Fährschiff ab
Neuharlingersiel, Samtgemeinde Esens, Landkreis Wittmund, Niedersachsen / DE, 10.10.08 - Am Vormittag des 9.10. erlitt die 1967 erbaute, deutsche Fähre "Spiekeroog III" (IMO-Nr. 6715102) auf einer Sonderfahrt von Neuharlingersiel über Spiekeroog nach Langeoog, als die Besatzung einen Motorschaden. In Höhe der Seehundbänke bat die Reederei die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger um Hilfe, um die Sicherheit der 91 an Bord befindlichen Passagiere zu gewährleisten. Das 320 PS starke, 9.5 Meter lange Rettungsboot "Neuharlingersiel" schleppte die 33,5 Meter lange Passagierfähre in den Hafen von Neuharlingersiel zurück, eine Distanz von etwa siebeneinhalb Kilometern. Der Einsatz der "Neuharlingersiel" dauerte eineinhalb Stunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2008
Frachter "Finnmaster" wird gelöscht
Update vom 09.10.08
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 10.10.08 - Der mit Maschinenschaden im Nord-Ostsee-Kanal havarierte Londoner Frachter "Finnmaster" wurde am Nachmittag des 9.10. von den SFK-Schleppern "Kiel", "Falckenstein" und "Holtenau" von dem Notliegeplatz im Kieler Nordhafen in den Ostuferhafen verholt, wo die Ladung zum Weitertransport mit einem anderen Schiff gelöscht werden sollte. Über eine Reparatur war noch keine Entscheidung gefallen. Am selben Tag ging der Havarist aus der Finnlines Charter an die Norbulk Shipping Glasgow zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2008
Yacht reibt acht Monate nach Aufgabe weiter auf See
Neuseeland, 10.10.08 - Die vor acht Monaten aufgegebene, 7,90 Meter Yacht "Air Apparent" wurde letzte Woche südlich von Norfolk Island treibend von dem französischen Patroullienboot "La Moqueuse" entdeckt. Es war unterwegs von Noumea (Neukaledonien) nach Nelson (Neuseeland), als es die verlassene Yacht sichtete.
Die "Air Apparent" war am 25.3.08 im Sturm vor Kaipara evakuiert worden, nachdem die Crew gegen den Willen des Skippers den EPIRB aktiviert hatte. Ein Hubschrauber hatte daraufhin die vier Mann abgeborgen. Am 27.5. wurde das Boot mit im Wasser treibendem Segel dann 210 Meilen vor dem Nordkap gesichtet. Die Versicherung hatte den Skipper bereits ausgezahlt. Er hatte ausgesagt, das nichts wirklich schlimmes geschehen war, als das Boot in drei Meter hohen Wellen bei 30 Knoten Wind auf dem Weg von Auckland nach Nelson aufgegeben wurde. Lediglich die Batterien seien leer gewesen, und als der Motor nicht mit der Hand gestartet werden konnte, sei die Crew in Panik geraten. Die Yacht ist nun Eigentum der Versicherung Vero, die im Falle einer Versenkung oder Bergung behilflich sein will. Das Boot befindet sich innerhalb der neuseeländischen SAR-Region, aber außerhalb der Hoheitsgewässer, sodass lediglich Warnungen vor der Geisteryacht herausgegeben werden können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2008
Info: Die Norfolkinsel (Norfolk Island) ist eine Insel im Pazifischen Ozean, die zu Australien gehört. Nördlich von ihr liegt Neukaledonien, westlich Australien, südlich Neuseeland.
Autofrachter manövrierunfähig in der Dover-Straße
Dover, Grafschaft Kent, England / UK, 09.10.08 - Am 9.10. um 5.15 Uhr rief der unter Panama-Flagge registrierte, dänische RoRo-Frachter "Victoria VI", 2865 BRZ, (IMO-Nr. 7728699) Dover Coastguard, weil er mit gebrochener Schraubenwellenhalterung hatte ankern müssen. Der Küstenwachschlepper "Anglian Monarch" wurde zum 103 Meter langen, 1980 erbauten Havaristen geschickt, der in der Zufahrt der Südwestseite des Dover-Straßen-Verkehrstrennungsgebiets lag. Die Schifffahrt wurde gewarnt, während die Crew versuchte, das Schiff zu reparieren. Als dies nach mehreren Stunden noch nicht gelungen war, wurde der Kapitän angewiesen, Schlepperhilfe anzunehmen. Die "Victoria VI" war unterwegs von Antwerpen nach Alexandria. Das 103 Meter lange Schiff wurde zu einer sicheren Ankerposition vor Margate verholt, wo die Reparaturarbeiten fortgesetzt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2008
Zwei Mal Wassereinbruch auf Yachten in niederländischen Häfen
Breskens, Gemeinde Sluis, Provinz Zeeland / Niederlande, 09.10.08 - Am 08.10 hatte in Vlissingen die Yacht "Dagaz" Probleme mit eindrigendem Wasser. Sie lag im Michiel de Ruijter-Hafen. Das Rettungsboot "Zeemanshoop" aus Breskens kam dem mit zwei Personen besetzten Boot zu Hilfe. Die Yacht hatte eine Leine in die Schraube bekommen und an der Wellenabdichtung Wassereinbruch erlitten. Das Boot wurde gelenzt und nach Breskens geschleppt, wo es an der Yachtwerft Delta mit einem Kran aus dem Wasser genommen wurde.
Den Helder, Provinz Nordholland / Niederlande, 09.10.08 - Am Abend des 7.10. wurde das Rettungsboot "Francine Kroesen" aus Oudeschild alarmiert, nachdem die deutsche Yacht "Meitemi" aus Bad Homberg leckgeschlagen war und Schlagseite entwickelte. Das Boot lag im Hafen von Oudeschild, wo es von Lemmer aus kommend eingelaufen war. Die dreiköpfige deutsche Crew wollte Texel besuchen. Ein Taucher stieg ab, um die Leckage am Propeller abzudichten, die "Francine Kroesen" übergab eine Lenzpumpe. Dann sollte das 13 Meter lange Boot nach Den Helder zur Yachtwerft van Dozy verschleppt werden, wozu die "Joke Dijkstra" eingesetzt wurde. Der Schlepp wurde von der "Francine Kroesen" eskortiert. Die bordeigene Pumpe konnte nun das Wasser halten, bis das Boot aus dem Wasser war. Gegen 11 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2008
Schlepper auf Wood-River geleichtert
Update vom 09.10.08
Anchorage, Alaska / USA, 09.10.08 - Der in Alaska beheimatete Crowley-Schlepper "Twi-Lite" lag am 9.10. weiter auf dem Wood River nahe Aleknagik, nördlich von Dillingham in Westalaska fest. 1900 Gallonen Dieselöl wurden vom Havaristen auf die Barge "Sea-Lite" umgepumpt, die der Schlepper vor dem Unfall transportiert hatte. Um beide Fahrzeuge wurde eine Ölsperre ausgelegt. Am Morgen des 10.10. wurde ein weiterer Crwoley-Schlepper vor Ort erwartet. Die 975 PS starke, 1981 erbaute "Twi-Lite" ist 74 Fuß lang und hat knapp vier Fuß Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2008
Sportboot sank während Rettungsaktion
Kodiak, Alaska / USA, 09.10.08 - Am Nachmittag des 8.10. lief auf dem Prince William Sound ein Sportboot auf Felsen. Gegen 14.30 Uhr alarmierte der Skipper das Seward Police Department. Der Notruf wurde an die Coast Guard Anchorage weitergeleitet. Das Boot saß im Passage Canal fest. Die Küstenwache wies den Skipper an, vor Ort zu bleiben, während ein MH-60 Jayhawk Helikopter von der Air Station Kodiak aufstieg. Nach einstündigem Flug erreichte der Hubschrauber den Passage Canal und lokalisierte den Bootsfahrer um 17.43 Uhr auf einem Felsen neben seinem leckgeschlagenem Boot. Er trug einen Überlebensanzug und hatte sich in einen Schlafsack gehüllt. Ein Rettungsschwimmer wurde abgesetzt und dann der Schiffbrüchige in einem Rettungskorb an Bord geholt. In Whittier wurde er mit leichter Unterkühlung medizinisch betreut. Während der Rettungsaktion riss sich sein Boot von den Felsen los, kenterte und trieb kieloben sinkend ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2008
"Riverdance" soll in 10 Tagen verschwunden sein
Update vom 23.09.08
Anchorsholme Beach, Cleveleys, Lancashire, England, 08.10.08 - Die letzten Reste der "Riverdance" vor Cleveleys sollen in 10 Tagen verschwunden sein. Schwierige Wetterverhältnisse und Tiden haben in den vergangenen Tagen eine Arbeit an dem seit dem 31.1. auf dem Strand liegenden Wrack verhindert. Doch OGC Demolition ist zuversichtlich, am 20.10. das Wrack komplett geräumt zu haben. Danach wird für ein Scannen der Strandungsstelle und die Wiederherrichtung des Strandes ein weiterer Arbeitsmonat veranschlagt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2008
Niederlande: Yacht brennt auf dem Veluwemeer
Elburg, Provinz Gelderland / Niederlanden, 09.10.08 - Am 9.10. um 09.25 Uhr brach auf der Motorjacht "Synergy" auf dem Veluwemeer ein Feuer aus, das die zwei Crewmitglieder nicht löschen konnten. Daraufhin gingen sie in ein Rettungsboot, aus dem sie von einem passierenden Fahrzeug gerettet wurden. Das KNRM-Boot aus Elburg lief mit Einsatzkräften der Feuerwehr Harderwijk und Elburg zur Unglücksstelle. Um 10.30 Uhr war der Brand gelöscht. Danach wurde das Lenzwasser ausgepumpt und die Yacht gesichert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
Schiffbrüchiger trieb in Rettungsinsel auf der Nordsee
DGzRS Bremen / DE, 09.10.08 - Aus einer in der Nordsee treibenden kleinen Rettungsinsel hat die Besatzung des Seenotkreuzers "Bernhard Gruben" der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) heute früh (Donnerstag, 9. Oktober 2008) um 03.45 Uhr einen 56 Jahre alten polnischen Segler gerettet.
Der aus Gdynia stammende Mann war mit seiner neun Meter langen Segelyacht "Szaman" ca. zwei Seemeilen westlich der Insel Juist in Seenot geraten. Nach einer Grundberührung im flachen Wasser an der Untiefe "Kachelot-Plate" riss der Kiel ab. Wasser strömte in den Rumpf. Die Yacht sank.
Skipper Jerzy B., der als Einhandsegler vom Mittelmeer kommend nach Cuxhaven segeln wollte, setzte sofort über den Notrufkanal 16 einen "Mayday"-Ruf ab, der von der Küsten-Seenotfunkstelle "Bremen Rescue Radio" aufgefangen wurde.
Die Seenotkreuzer "Alfried Krupp" / Station Borkum, "Bernhard Gruben" / Station Norderney, das Seenotrettungsboot "Woltera" / Station Juist und zwei Fischkutter wurden von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS in das Einsatzgebiet entsandt.
Gegen 03.30 Uhr wurde das Wrack der Segelyacht in der Brandung auf der Kachelot-Plate von der Besatzung des Seenotkreuzers "Bernhard Gruben" entdeckt. Mit dem Tochterboot wurde der Schiffbrüchige von der Rettungsinsel abgeborgen. Vormann Christian Koprek: "Wir haben den Mann bei uns im Bordhospital erstversorgt und anschließend zur ärztlichen Beobachtung ins Inselkrankenhaus auf Norderney überwiesen. Die zerstörte Yacht und die Rettungsinsel liegen noch draußen."
Quelle: DGzRS Bremen vom 09.10.2008
Info: Die Kachelotplate ist eine Sandbank, die im niedersächsischen Wattenmeer der Nordsee liegt und nur per Boot erreichbar ist. Sie befindet sich etwa 5 km westlich der Insel Juist, etwa 3 km nordwestlich der Vogelinsel Memmert und rund 7 km östlich der Insel Borkum.
Binnenschiff legte Schleuse in Brandenburg lahm
Brandenburg an der Havel, Land Brandenburg / DE, 09.10.08 - Das polnische Binnenschiff "Lyko-3" (ENI Nummer 02315220), 888 ts, kollidierte am 8.10. in Richtung Magdeburg fahrend auf der Oberhavel mit dem Tor der Nordkammer der Vorstadtschleuse in Brandenburg, weil sich die Maschine wegen eines Getriebeschadens nicht auf Rückwärtsfahrt umsteuern ließ. Das havarierte Schiff wurde nach der Kollision aus der Kammer gezogen und am Oberhavelufer festgemacht. Nach Behebung des Getriebeschadens sollte es mit einer Ausnahmegenehmigung zur Reparatur bis zur Werft Genthin weiterfahren.
Die Nordkammer der Schleuse musste vorläufig gesperrt werden. Der amtliche Havariekommissar und ein Versicherungsvertreter untersuchtendas Ausmaß des Schadens an der Schleuse, die im Schwenkbereich (Unterhaupt) des Stemmtores trockengelegt wurde. Dazu wurden an zwei horizontale Stützen vertikal mehrere Rohre nebeneinander gelehnt und davor Platten eingeschoben, die vom Wasserdruck dagegen gepresst wurden. Das 80,5 Meter lange und 8,20 Meter breite Schiff war in Ballast gefahren und mit dem Eigengewicht von lediglich 400 Tonnen aufgeprallt, voll beladen wären es bis zu 1096 Tonnen gewesen.
Die Wasserschutzpolizei untersuchte zusammen mit der Schiffsunfallkommission die Unfallursache. Sie prüfte, ob technisches oder menschliches Versagen im Spiel war.
Die in Szczecin beheimatete "Lyko 3" wurde 1953 bei der Meidricher Schiffswerft in Duisburg-Ruhrort als "DKD 3" erbaut für die Deutsche Kohlen Depot Transport AG in Essen. Als "Harpen 113" fuhr sie für die Harpener Bergbau GmbH in Ruhrort bis 1978, als sie die "Mikcojos 3" im Besitz von C.H. Remmen in Gorinchem wurde. 2007 ging sie nach Polen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
Niederlande: Feuer auf Tanker im Dock
Hansweert, Gemeinde Reimerswaal, Provinz Zeeland / Niederlande, 09.10.08 - In einem Dock der Werft Reimerswaal in Hansweert brach am Abend des 8.10. ein Feuer auf dem in Limassol beheimateten, zypriotischen Gastanker "Mistral". 3494 BRZ (IMO-Nr. 9009190), aus, der dort seit eineinhalb Wochen zu Routineüberholungen lag. Gegen vier Uhr entstand das Feuer im Vorschiff des 100 Meter langen Tankers. Eine Brandwache entdeckte es und alarmierte die Feuerwehr von Reimerswaal. Gegen acht Uhr war das Feuer gelöscht. Die Ursache des Brandes war unbekannt. In den betroffenen Räumen lagerten Trossen und Arbeitsmaterialien. Auf dem Schiff hatten zur nächtlichen Stunde keine Arbeiten stattgefunden. Ob das Schiff wie geplant Ende kommender Woche wieder in See gehen kann, war noch unklar.
Das Schiff wurde 1990 bei der Kanrei Shipbuilding in Tokushima als "Derwent" erbaut und wird bereedert von der Bernhard Schulte-Gruppe in Hamburg.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
Rhein-Herne-Kanal nach Brückenkollision gesperrt
Herne, Nordrhein-Westfalen / DE, 09.10.08 - Am 8.10. gegen 16:20 Uhr kollidierte ein mit 1840 Tonnen Koks beladenes Binnenschiff auf dem Rhein-Herne-Kanal bei Herne in Talfahrt mit der Hafenbahnbrücke. Zu spät hatte der Kapitän bemerkt, dass das Steuerhaus nicht tief genug abgesenkt war. Es gelang ihm noch, sich flach auf den Boden des Steuerhauses zu werfen. Das Steuerhausdach wurde komplett abgerissen und blieb an der Hafenbahnbrücke hängen. 200 Meter unterhalb der Unglücksstelle konnte das Schiff festgemacht werden. Durch die Kollision wurden zwei Kabel an der Brücke durchtrennt. Da die Beseitigung des Hindernisses Probleme machte, musste der Rhein-Herne-Kanal in dem Bereich komplett für die Schifffahrt gesperrt werden. Von der Sperre waren über zwanzig Fahrzeuge betroffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
Mattenleger angefahren
Lüdinghausen, Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen / DE, 09.10.08 - Am 8.10. kollidierte ein bergfahrendes Binnenschiff bei Lüdinghausen, Dortmund-Ems-Kanal-Kilometer 35,83, mit einem Mattenleger (Spezialschiff, zum Verlegen von Matten in Flüssen). An dem Motorschiff entstand ein ca. 5 x 2 Zentimeter großes Loch oberhalb der Wasserlinie. Auf dem Mattenleger wurden die Aufhängungen einer Matte verbogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
"Seas A Lady"-Reste werden geräumt
Update vom 03.10.08
Fort Lauderdale, Florida / USA, 09.10.08 - Über eine Woche nach der Strandung des Kutters "Seas A Lady" bei Fort Lauderdale wurde am Morgen des 9.10. ein Bergungsteam vor Ort erwartet, das die Überreste des Schiffes vom Strand räumen sollte. Am Vortag hatte die Stadtkommission beschlossen, für die Aktion zu bezahlen und aus einem Staatsfond eine Refinanzierung zu erwirken. Die Polizei suchte derweil weiter nach dem Eigner. Der 50 Fuß lange Kutter war erstmals am 26.9. vor der Küste treibend gesichtet worden. Die Küstenwache hatte das verlassene Schiff verankert, doch riss es sich wieder los und endete bei Galt Ocean Mile.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
Sportbootwrack vor Los Angeles gehoben
Update vom 08.10.08
San Pedro, Los Angeles, Kalifornien / USA, 09.10.08 - Am 8.10. wurde er 26 Fuß lange Bayliner "Sanchez and Avila" von Tauchteams mithilfe von Hartplastik-Ballons aus 150 Fuß Tiefe vor Los Angeles gehoben. Nach der Bergung des 26-Fuß-Bayliners entdeckten Taucher die Leichen der beiden vermissten Bootsfahrer im Innern des Wracks. Es handelte sich um den Bruder zweier kalifornischer Kongressabgeordneten sowie dessen Freundin. Nachdem das Wrack bis an die Wasseroberfläche gebracht war, wurde das Boot zur Untersuchung mit Planen abgedeckt auf den Kai von Liegeplatz 87 in Los Angeles gehoben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
"Federal Kivalina" wird geleichtert und gelöscht
Update vom 08.10.08
Kristiansund, Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 09.10.08 - Am 8.10. begann das Leichtern von Öl aus der am 5.10. östlich von Kristiansund gestrandeten "Federal Kivalina". Der Frachter "Kanutta" sowie die "Maribo" erreichten den gestrandeten Frachter und machten jeweils an Backbord fest, um Ladung aus den Räumen zu holen. Die Schiffe wurden aus Sunndalsfjorden herangeführt. Gleichzeitig begann der Tanker "Griptank" mit dem Leichtern von Bunkeröl. Nach Abschluss dieser Arbeit sowie dem Leichtern eines Teils der Ladung soll der Havarist vom Felsgrund gezogen werden. Danach wird er nach Sunndalsøra geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
"Finnmaster" blockierte Nord-Ostsee-Kanal
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 09.10.08 - Ein Maschinenausfall sorgte für ein Verkehrschaos auf dem Nord-Ostsee-Kanal: Am 7.10. um 21.18 Uhr schaltete sich die 12600-kW-Hauptmaschine der britischen RoRo-Fähre "Finnmaster", (IMO-Nr.: 9192129) 11530 BRZ, bei Kanalkilometer 34 wegen stark steigender Temperaturen an der Kurbelwelle ab. Der Kapitän konnte eine Grundberührung durch ein Notankermanöver abwenden, jedoch blockierte das im Fahrwasser liegende Schiff zunächst den Kanalverkehr. Es war auch nicht mehr gelungen, mit der Restfahrt in die Weiche Fischerhütte zu kommen.
Weil das Schiff mit dem Heck herumzukommen drohte, orderte die Kanallenkung die Kanalfähre Fischerhütte zum Havaristen, um ihn mit ihren 250 kW so lange zu stabilisieren, bis die Schlepper "Bugsier 14" und "Bugsier 17" aus Brunsbüttel um 00.30 Uhr eingetroffen waren. "Bugsier 14" wurde in Höhe Rade von der aus Kiel herbeigerufenen "Holtenau" abgelöst. Mit 4 Knoten Geschwindigkeit ging es dann zum Notliegeplatz im Kieler Nordhafen, wo die "Finnmaster" am 8.10. um 10 Uhr fest war. Hier stiegen Taucher ab, um Ruder und Propeller auf mögliche Schäden durch Grundberührung hin zu überprüfen. Außerdem wurde hier die Maschine untersucht, um in Hinblick auf die Reparaturdauer eine Entscheidung treffen zu können, ob die Container- und Trailerladung auf ein anderes Schiff umgeladen werden muss.
Die "Finnmaster" wurde 2000 beim Jinling Shipyard, Nanjing, Kina, erbaut. Sie ist 162,58 Meter lang und 20,6 Meter breit. Sie wurde am 31.5. an die Nordic Holdings Ltd, London, abgeliefert und ging in eine Charter von Finnlines Oy zum Einsatz zwischen Rauma und Hull. 2005 erwarb sie die norwegische Parline RoRo KS, wobei die Fähre unter britischer Flagge verblieb und zwischen Hull und Helsingfors zum Einsatz kam. Am 14.12.2006 erforderten Maschinenprobleme bereits eine Werftzeit in Visby. Am 17.3.2008 kaufte DFDS Tor Line den Frachter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
Motoryacht auf Rhein gestrandet
Köln, Nordrhein-Westfalen / DE, 09.10.08 - Am 6.10. gegen 17:50 Uhr kam auf dem Rhein eine niederländische Motoryacht bei Flusskilometer 698 auf der rechten Flussseite fest. Der Skipper fuhr außerhalb der Fahrrinne auf eine Kiesrippe. Das Fahrzeug konnte freigeschleppt werden und seine Fahrt zum Sportboothafen Hitdorf fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
Anklage gegen "Polarstern"-Kapitän erhoben
Aurich, Ostfriesland, Niedersachsen / DE, 08.10.08 - Die Staatsanwaltschaft Aurich hat am 8.10. Anklage gegen den Kapitän des im August 2008 auf der Fahrt von Helgoland nach Emden 30 Kilometer nördlich von Juist havarierten Katamarans "Polarstern" erheben. Nach ihren Erkenntnissen hat er keine geeigneten Maßnahmen ergriffen, um eine durch die starke See erheblich beschädigte Reling zu sichern oder über Bord werfen zu lassen. Die an Deck liegende Stahlkonstruktion durchschlug eine halbe Stunde später bei weiterhin extremen Seegang das Panoramafenster der "Polarstern". Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet auf "fahrlässige Körperverletzung mehrerer Personen": Durch herumfliegende Glassplitter waren 26 der 357 Passagiere verletzt worden, elf von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. "Obwohl ihm zwischen 17.15 Uhr und 17.45 Uhr als verantwortlicher Schiffsführer der 'Polarstern' mitgeteilt worden war, dass ein Großteil der Bugreling auf dem Vorderdeck durch Seeschlag abgerissen worden war, unternahm er keine Handlungen, um diese Reling zu sichern oder diese außenbords werfen zu lassen. Da der Angeschuldigte die Geschwindigkeit der von ihm geführten 'Polarstern' nicht verminderte und er auch nicht das Schiff beidrehte, um vor dem Wellengang und dem Wind östlich zu fahren, wurde durch die außerordentlich harten Schiffsbewegungen (...) ein weiterer Teil der Passagiere durch Prellungen und Gehirnerschütterungen verletzt."
Jetzt entscheidet das Emder Amtsgericht über die Aufnahme eines Prozesses. Dies könnte noch in diesem Jahr geschehen. Nach dem Unfall war lange über die Höhe der Wellen diskutiert worden und darüber, ob der Kapitän überhaupt hätte abgelegen dürfen. An Bord war es während der Überfahrt zu teilweise chaotischen Zuständen gekommen. Für die Staatsanwaltschaft ist jetzt nicht mehr von Bedeutung, ob das Schiff überhaupt den Hafen von Helgoland hätte verlassen dürfen oder dahin zurückkehren müssen. Die Anklage konzentriere sich jetzt auf die Vorgänge, nachdem die Reling beschädigt worden war. Die Staatsanwaltschaft bekräftigte zudem das "besondere öffentliche Interesse". Diese juristische Formel besagt, dass die Staatsanwaltschaft auch im Namen der verletzten Passagiere Anklage erhebt, die selbst keine Strafanzeige gestellt haben. Für die Emder Reederei AG Ems ist die jetzt offizielle Anklage der Auricher Staatsanwaltschaft keine Überraschung. Sie bereitet sich nun mit ihren Anwälten auf den Prozess vor.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
Brand auf holländischen Binnenschiff
Badhoevedorp, Gemeinde Haarlemmermeer, Provinz Noord-Holland / Niederlande, 08.10.08 - Auf dem holländischen Binnenschiff "Victorie" aus Purmereend brach am Morgen des 8.10. in Badhoevedorp ein Feuer aus. Der mit starken Einsatzkräften herbei geeilten örtlichen Feuerwehr gelang es rasch, den brennenden Generator im Vorschiff des an dem Kai von Nieuwemeerdijk liegenden Schiffes zu löschen. Nach einer Stunde konnte das Löschen der Sandladung fortgesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
Kranbarge kenterte bei Staten Island
New York / USA, 08.10.08 - Die Barge "CB Sussex" kenterte am 8.10. um 9.30 Uhr nahe Staten Island. Dabei stürzte ein an Deck transportierter Kran teilweise ins Wasser. 50 Gallonen Öl liefen aus. Die Verschmutzung wurde durch die Küstenwache eingedämmt und von Weeks Marine beseitigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
Schlepper lief auf Felsen im Wood River
Aleknagik, Dillingham Census Area, Alaska / USA, 08.10.08 - Die Coast Guard Anchorage kam in Aleknagik dem gestrandeten Crowley-Schlepper "Twi-Lite" zu Hilfe. Das Schiff war am 7.10. um 22 Uhr auf einen Felsen eine halbe Meile südlich von Aleknagik auf dem Wood River, 14 Meilen nördlich von Dillingham, gelaufen. Das Schiff transportierte eine leere Ölbarge, die nicht beschädigt wurde. Der Schlepper hingegen erlitt ein 18x3 Inches großes Leck im Maschinenraum, vier Fuß achterlich der inneren Brennstofftanks. Die Crew konnte den Wassereinbruch mithilfe von Holz und überzähligen Schwimmwesten stoppen. Das Wasser stand dann vier Fuß hoch im Maschinenraum. Ein Mann wurde bei einer Schadenskontrolle verletzt und in die Aleknagik Klinik gebracht. Der Schlepper brachte den Anker aus, ein Ölschlängel wurde um den Schubverband ausgelegt.
Am Morgen 10.10. wurde ein Schlepper vor Ort erwartet, der die "Twi-Lite" wieder flott machen soll. Danach sollte er eine halbe Meile flussabwärts bei einer Liegenschaft von Crowley repariert werden. Das unter US-Flagge laufende Dreischrauben-Schiff ist 74 Fuß lang und wurde 1981 erbaut..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
Feuer auf englischem Baggerschiff
Southampton, County Hampshire, England / UK, 07.10.08 - Am Abend des 6.10. kam es auf einem englischen Baggerschiff zu einem Feuer in den Southampton Docks. Feuerwehren aus St Mary's und Redbridge waren am Queen Elizabeth II Cruise Terminal im Einsatz, nachdem der Brand gegen 18.15 Uhr im Maschinenraum des 60 Meter langen Fahrzeugs ausgebrochen war. Als die Wehren eintrafen, waren die Flammen selbst zwar schon von der Crew gelöscht, doch war ihr Schiff stark verraucht. Bei der Untersuchung des Brandes fand die Feuerwehr heraus, dass die Abdeckung des Schornsteins Feuer gefangen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2008
Ölleichterung von "Federal Kivalina" hat begonnen
Update vom 07.10.08
Kristiansund, Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 08.10.08 - Die Taubåtkompaniet in Trondheim hat den Auftrag erhalten, die "Federal Kivalina" zu bergen. Am Vormittag des 8.10. begann das Leichtern von Öl aus dem Havaristen. Auch die 35000 Tonnen Aluminiumoxid aus Brasilien, die einen Wert von 70 Millionen norwegischen Kronen darstellen, müssen zumindest teilweise geleichtert werden. Dies könnte am 10.10. beginnen, sagte der Bergungsinspektor.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Die Hälfte der Pestizide aus "Princess of the Stars" ist geborgen
Update vom 06.10.08
San Fernando, Provinz Romblon / Philippinen, 08.10.08 - Am 24.10. soll nach bisherigen Planungen die Bergung menschlicher Überreste aus dem Wrack der "Princess of the Stars" beginnen. Derzeit sind Titan Salvage und Harbor Star noch mit der Bergung von Pestiziden beschäftigt, ungefähr 50 % konnten bis zum 8.10. aus dem Wrack geräumt werden. Danach steht das Leichtern der 250 Tonnen Bunkeröl auf der Agenda. Eine Barge mit 400 Trommeln voll Endosulfan sollte am 8.10. Romblon verlassen und wurde am 9.10. gegen 20 Uhr am Batangas Port erwartet. Es soll dann getrocknet und neu verpackt nach Israel verschifft werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Rhein nach drei Tagen wieder frei
Update vom 06.10.08
Remagen-Oberwinter, Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz / DE, 08.10.08 - Das 110 Meter lange Rotterdamer Binnenschiff "La Primavera" (Europa-Nr. 2322373), das am Morgen des 4.10. auf dem Rhein beim Pegel gestrandet war, konnte am 7.10. wieder flott gemacht werden. Das Unglück hatte sich beim Ankerlichten ereignet, als das mit 1578 Tonnen Splitt beladene Schiff mit der Strömung, gegen die der 500 PS starke Bugstrahler nicht ankam, Rhein abwärts trieb und auf dem Oberwinterer Grund festkam. Nachdem sich am Wochenende Beamte der Wasserschutzpolizei Neuwied einen Überblick über die Situation verschafft hatten und ein erster Bergungsversuch mit einem Schlepper gescheitert war, wurde am 7.10. ein Teil der Ladung auf die am Morgen längsseits gegangene "Christine" geleichtert. . Die Mitarbeiter der örtlichen Außenstelle des Wasserschifffahrtsamtes übernahmen derweil mit der "Hammerstein", den Pendeldienst zwischen dem Rheinufer und den beiden Schiffen.
Der Havarieexperte einer Düsseldorfer Versicherung wollte sich einen Überblick auf dem havarierten Schiff verschaffen. Beschädigungen am Rumpf oder am Antrieb wurden dabei nicht festgestellt. Nachdem rund 400 Tonnen der Ladung geleichtert waren, schwamm die "La Primavera" wieder auf. Anschließend wurde der Splitt zurück gebaggert, und das Schiff erhielt die Genehmigung, die Reise nach Rotterdam fortzusetzen.
Der Frachter war 1958 in Dresden-Übigau als "Brandenburger Tor" für Berliner Eigner erbaut worden. Seit 2004 läuft sie als "La Primavera" für Spoelstra Grooten Vof in Rotterdam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Dramatische Rettung dreier Fischer
Yarmouth, Nova Scotia / Kanada, 08.10.08 - Am Morgen des 7.10. sank der 45 Fuß Kutter "Fundy Legend". Das Schiff befand sich nach dreitägiger Fangfahrt auf dem Rückweg nach Yarmouth. 45 Meilen südlich des Hafens, in dem der gute Fang angelandet werden sollte, kam es zu einem Wassereinbruch. Die dreiköpfige Besatzung setzte Notrufe ab und rettete sich in ein Boot. Dieses wurde aber immer wieder gegen den sinkenden Kutter geschleudert und verhakte sich an der Netztrommel, sodass schließlich alle drei Fischer im Wasser landeten, inmitten von Trümmern und Öl. Die Schiffbrüchigen wurden nach rund 15 Minuten von dem Kutter "Midnight Mariner" gerettet und nach Pinkney’s Point gebracht.
Ein Cormorant-Helikopter, eine Hercules und das Küstenwachschiff "Spray" wurden ebenfalls in Marsch gesetzt. Ein Mann wurde von dem Hubschrauber dann aufgewinscht und ins Yarmouth Regional Hospital geflogen. Am 7.10. gegen 14 Uhr machte die "Midnight Mariner" mit den übrigen Geretteten an Pinkeys’s Point Wharf fest.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Geisterbarge vor Green Island
Green Island / Taiwan, 08.10.08 - Eine Barge mit über 30 schweren Maschinenteilen, aber ohne Crew driftete am 07.10. nördlich von Green Island. Die "Maimunah" trieb nördlich hinter der Insel vorbei. Sie hatte eine Plattform in der Größe zweier Basketballfelder geladen, außerdem neun Kräne, 17 Kieslaster, vier Bulldozer, fünf Generatoren und weitere Maschinenteile. Von einer Crew fand sich keine Spur. Zwar war am Heck die Aufschrift "Transtar 2501 Singapore" sichtbar, doch konnte zunächst kein Eigner ermittelt werden. Die Küstenwache befestigte eine Warnung für die Schifffahrt an der herrenlosen Plattform.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Schlepperflotte bringt hilflose "MSC Rafaela" in den Hafen
Felixstowe, Suffolk, England / UK - Am 5.10. erlitt der 244,15 Meter lange, unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Rafaela" (IMO-Nr. 9129885), 42307 BRZ, einen totalen Maschinenausfall beim Anlaufen von Felixstowe. Dies führte zu einem Schleppergroßeinsatz: Nicht weniger als fünf von ihnen, die "Svitzer Brightwell", "Svitzer Melton", "Svitzer Intrepid" und "Svitzer Shotley" wurden zur Assistenz des Frachters mobilisiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Frachter nach Kollision wieder auf Kurs
IJmuiden, Gemeinde Velsen, Provinz Noord-Holland / Niederlande, 08.10.08 - Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Larch", 2119 BRZ, der am 1.10. mit der Mittelschleuse in Ijmuiden kollidiert war, wurde mit Bordmitteln repariert. Die Kollision des 92,10 Meter langen Schiffes hatte sich durch einen Ausfall des Bugstrahlruders ereignet, in dessen Folge kräftiger Wind das unbeladene Schiff erfasst hatte, sodass auch das Notankermanöver mit dem Steuerbordanker konnte die Drift nicht mehr aufhalten hatte können. Bereits am 2.10. verließ das Schiff nach Aufnahme einer Ladung den Hafen von Ijmuiden mit Kurs Irland.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Trawler "Holmatindur" geborgen und zum Schrott
Walvis Bay / Namibia - In der vergangenen Woche wurde das Wrack des Trawlers "Holmatindur" von Wesco Salvage in der Walvis Bay aufgerichtet und gehoben. Beteiligt waren auch Walvis Bay Divers und Namib Marine Services. Das Schiff wurde zum Totalverlust erklärt und soll verschrottet werden. Die Bergung, die mithilfe von Pumpen, Luftsäcken und Wassergewichten durchgeführt wurde, wurde erschwert durch die begrenzte Tragfähigkeit des Kais, an dem der gekenterte Trawler lag, und einer daraus resultierenden Begrenzung der von dort eingesetzten Zugkraft von 20 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Brand auf deutschem Containerfrachter
Nordpazifik, 07.10.08 - Am 5.10. brach auf dem unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Containerfrachter "APL Peru", 53,554 tdw (IMO-No. 9252230) im Nordpazifik ein Feuer aus, das erheblichen Schaden anrichtete. Der 265.98 Meter lange Frachter befand sich auf dem Weg in die USA und wird in Seattle am 11.10. erwartet. Das 2002 als "HLL Atlantic" bei Hanjin Heavy Industries in Pusan erbaute Schiff, das von 2003 bis 2005 als "Delaware Bridge" lief, gehört der Hanseatic Lloyd Bremen und ist mit 41834 BRZ vermessen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Gestrandeter Kutter im Drammensfjord geborgen
Drammen, Provinz (Fylke) Buskerud / Norwegen, 07.10.08 - Der 65 Fuß lange, norwegische Kutter "Sjanse" (SF-47-SU) (ex Bøgutten, Gangstad Junior, Gangstad, Utvær Senior, Certina, Daniel Johan, Asbjørnsson, Notbas, Strømøyvåg, erbaut 1958 bei Hjelmås Slip), 55 BRZ, lief am Morgen des 5.10. im Drammensfjord nahe Dyno auf Grund. Das Rettungsboot "Odd Fellow II" wurde um neun Uhr alarmiert. Der Kutter hatte Wassereinbruch in der Fischluke erlitten und lag mit neun Tonnen im Bauch mit Backbordschlagseite an der Felsküste. Nachdem das Schiff, das 70 Liter Öl im Tank hatte, gelenzt war, konnte es freigeschleppt werden. Es gehört seit 2004 der Nord-Solund Fiskeriselskap KS, Hardbakke und ist registriert in Florø.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Erster Abstieg zur S. S. "Portland"
Boston, Massachusetts / USA, 07.10.08 - Fünf Taucher aus Massachusetts waren die ersten Menschen, die die "Titanic von New England", die am 26.11.1898 von Boston kommend vor Massachusetts sank, erreichten. Der 281 Fuß lange Schaufelraddampfer "Portland" war in einem schweren Sturm von Bostons India Wharf kommend und nach Portland bestimmt mit 190 Menschen an Bord untergegangen. Der Sturm hatte Windgeschwindigkeiten von 200 Meilen erreicht und die Wellen 60 Fuß hoch aufgetürmt, sodass das Schiff keine Chance hatte. Der Kapitän hatte wohl gehofft, vor dem Unwetter ablaufen zu können.
Die Taucher sind in den vergangenen Wochen drei Mal zum Wrack abgestiegen. Sie sagten, in den Wrackteilen hätten sie Geschirr, Waschbecken und Toiletten sowie einige Medizinflaschen einer Apotheke in Maine entdeckt, aber keine menschlichen Überreste. Das Wrack liegt in 460 Fuß Tiefe, deswegen blieb pro Tauchgang nur eine runde Viertelstunde Zeit.
Die S.S. "Portland" war 1989 lokalisiert worden, ohne dass ihre Identität aber gesichert werden konnte. 2002 wurde die Position in der Stellwagen Bank National Marine Sanctuary zwischen Cape Ann und Cape Cod durch ROV's und Sonar eines National Oceanic and Atmospheric Administration-Teams bestätigt. Die Position des Wracks wird als Schutz gegen Plünderer weiter geheim gehalten, deswegen verstand es sich auch, keine Artefakte zu entfernen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Vermisstes Sportboot auf dem Meeresgrund entdeckt
Update vom 05.10.08
San Pedro, Los Angeles, Kalifornien / USA, 07.10.08 - Polizeitaucher haben am 7.10. in 150 Fuß Wassertiefe das kieloben liegende Wrack des verschwundenen 26-Fuß-Bayliners "Sanchez and Avila" lokalisiert, das seit einer mutmaßlichen Kollision mit der Barge "Islander" und deren Schlepper "Rebel II" vermisst wurde. Die Suche nach dem Boot und seinen beiden Fahrern hatte am 2.10. begonnen, nachdem Wrackteile fünf Meilen südlich der Hafeneinfahrt von Los Angeles gefunden worden waren. Offenbar befanden sich die beiden Toten noch im Wrack. Am 9.10.. soll das Boot gehoben und untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Kutter nach Kollision schwer beschädigt
Kochi, Bundesstaat Kerala / Indien, 07.10.08 - Der Kutter "Madonna" aus Kanyakumari wurde bei einer Kollision mit einem Handelsschiff am 4.10. 63 Meilen nordwestlich von Kochi schwer beschädigt. Die 10-köpfige Crew aus Tamil Nadu wurde gerettet. Der Maschinenraum wurde bei dem Zusammenstoß komplett zerstört. Der Havarist konnte nach Kochi eingeschleppt und im dortigen Fischereihafen verankert werden. Er war am 3.10. von dort ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2008
Feuer auf drei Motorbooten im Yachthafen Lippe
Lippe (Ostsee), Amt Lütjenburg, Kreis Plön, Schleswig-Holstein / DE, 07.10.08 - Aus bislang ungeklärter Ursache geriet im Sportboothafen Lippe (Hohwachter Bucht), am 07.10.08, um ca. 00:30 Uhr, ein Sportboot in Brand. Durch die Hitzeentwicklung fingen auch zwei weitere Sportboote Feuer. Unter Einwirkung des Feuers explodierten die Benzintanks und eine Signalrakete. Ebenfalls beschädigt wurden zwei Kunststoffdalben der Steganlage und drei weitere Boote auf der gegenüberliegenden Seite des Steges. Nach dem Eintreffen von fünf freiwilligen Feuerwehren aus dem Umland konnten die Brände zunächst mit Wasser und anschließend mit Schaum bekämpft und um 01:35 Uhr gelöscht werden. Die drei Bootswracks konnten durch die Feuerwehr noch mit einem kleinen Boot zu der südlichen Spundwand des Hafens geschleppt werden, bevor sie sanken. Die Boote sollen zeitnah geborgen werden. Austretendes Öl wurden mit Bindemitteln aufgenommen. Eine Schadenshöhe steht noch nicht fest. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an.
Quelle: Landespolizeiamt Schleswig-Holstein vom 07.10.2008
Viel Pech für Besatzung eines Schubverbands
Münster, Nordrhein-Westfalen / DE, 07.10.08 - Viel Pech hatte die Besatzung eines tschechischen Schubverbands bei der Fahrt zwischen Rees und Münster. Am 2. Oktober, gegen 07:30 Uhr, wurde der Anker bei Rees (Kreis Kleve) aufgenommen. Dabei kam der mit Kohle beladene Verband am linken Ufer fest. Nach einem erfolgreichen Turnversuch konnte die Fahrt fortgesetzt werden. Eine Leckage oder andere Schäden entstanden nicht.
Am 4. Oktober fand die Reise dann in Münster ihr vorläufiges Ende. Gegen 12:55 Uhr kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Maschinenbrand. Dieser konnte zwar durch den Schiffsführer gelöscht werden, jedoch musste das Fahrzeug von der Wasserschutzpolizei Münster festgelegt werden.
Nach ersten Untersuchungen durfte die Fahrt am Sonntag nach Hannover fortgesetzt werden, um dort die Ladung zu löschen. Anschließend geht die Fahrt weiter zur Werft nach Magdeburg.
Quelle: WSP NRW vom 07.10.2008
Frachter "Federal Kivalina" muss geleichtert werden
Update vom 06.10.08
Kristiansund, Provinz (Fylke) Møre og Romsdal / Norwegen, 07.10.08 - Bevor der östlich von Kristiansund beim Einlaufen in den Freifjord am 6.10. um 5.17 Uhr gestrandete Frachter "Federal Kivalina" (Bild) geborgen werden kann, muss wohl erst die Ladung von 35000 Tonnen nach Sunndalsøra bestimmte Aluminiumoxid geleichtert werden. Zuvor sollen aber 40 Tonnen Diesel, 180 Tonnen Bunkeröl und 30 Tonnen andere Öle geleichtert werden. Das Schiff liegt mit drei aufgerissenen Ballastwassertanks im Vorschiffsbereich auf rund der Hälfte seiner Länge auf Felsen auf. Für den Havaristen bestand am 6.10. keine unmittelbare Gefahr, auch wenn mehr Wasser eindrang, als die bordeigenen Pumpen zu bewältigen vermochten. Das Anglo East Management in Hongkong arbeitete am 6.10. mit der norwegischen Küstenwache an einem Bergungsplan. Am Morgen des 7.10. begannen Taucher der von den Eignern mit der Bergung beauftragten Taubåtkompaniet mit Untersuchungen des Rumpfes.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.10.2008
Schatzbergung im Kampf gegen die Zeit
Update vom 26.09.08
Oranjemund / Namibia - Nur noch drei Tage bleiben, etliche 500 Jahre alte Goldmünzen, riesige Stoßzähne aus Elfenbein, alles Teile des der wahrscheinlich größten Schatz, der je in Schwarzafrika gefunden wurde, zu bergen. Am 10. Oktober wird das, was bis dahin nicht von Archäologen gesichert werden konnte, ein weiteres Mal und dann vermutlich für immer vor der Küste Namibias im Atlantik verschwinden. Länger kann die namibische Regierung es sich nicht mehr leisten, die Bergungsexpedition zu unterstützen. Dass die Archäologen überhaupt so lange auf Schatzsuche gehen konnten, verdanken sie dem namibischen Kulturministerium und der staatlichen Diamantengesellschaft. Die Minengesellschaft schützt die Fundstelle mit Sandwällen vor dem Meer. Jeder Expeditionstag kostet den Staat 100 000 namibische Dollar. Allerdings beziffern die Forscher den Wert des Schatzes auf mehr als 100 Millionen Dollar.
Vor sechs Monaten waren Bergarbeiter der namibischen Diamantengesellschaft Namdeb an der legendären Skelettküste auf das Wrack eines rund 500 Jahre alten portugiesischen Schiffs gestoßen. Mit Hilfe von Sandwällen hatten sie einen Teil des Meeres trockengelegt. Einer der Arbeiter entdeckte auf dem bloß gelegten Meeresgrund dann ungewöhnliche Holzmuster und runde Steine. Die vermeintlichen Steine entpuppten sich wenig später als alte Kanonenkugeln. Dass an dieser Stelle ein Wrack gefunden wurde, war an sich noch nicht so sensationell: An der gefährlichen Skelettküste gingen im Laufe der Jahrhunderte schon Hunderte Schiffe unter. Doch dieser Fund war etwas Besonderes. Das Schiff entpuppte sich der besterhaltene Wrackfund jener Epoche außerhalb Portugals. An Bord fanden sich riesige Mengen an Goldmünzen. Nicht zuletzt aber kulturell war die Entdeckung unbezahlbar. 13 Tonnen Kupferbarren, mehr als 2300 Goldmünzen mit einem Gesamtgewicht von 21 Kilogramm und 1,5 Kilogramm Silbermünzen, sechs Bronzekanonen, acht Tonnen Zinngeschirr und mehr als 50 Elfenbeinstoßzähne konnten die Forscher bisher bergen. Anfangs glaubten die Wissenschaftler, nach mehr als 500 Jahren das verschollene Schiff des portugiesischen Entdeckers Bartolomeo Diaz gefunden zu haben. Diaz hatte als erster Europäer 1488 die Südspitze Afrikas umsegelt. Jahre später verschwand der Seefahrer mit seinem Schiff. Die Hoffnung, dass das Wrack an der Skelettküste dem berühmten Entdecker gehört haben könnte, zerschlug sich jedoch bei der Untersuchung der Funde: Einige der Münzen waren im Oktober 1525 in Portugal geprägt worden, also 25 Jahre nach Diaz’ Verschwinden. Damit bleibt die Herkunft des Wracks ein Rätsel. Etwa 70 Prozent der Münzen stammen aus Spanien, der Rest aus Portugal. Die Kupferbarren weisen hingegen dreigezackte Kerben auf, die für die deutsche Kaufmanns- und Bankfamilie Fugger typisch waren, die in jener Zeit Handel mit Portugal betrieben hatte.
Wenn am 10. Oktober die Wälle eingerissen sind, werden die Schiffsüberreste wieder den Elementen überlassen. Der Schatz gehört nach internationalem Seerecht Namibia. Die Münzen sollen vorerst in einen Tresor kommen. Später will das Land die Fundstücke in einer Ausstellung zeigen. Und irgendwann soll in Oranjemund ein Museum gebaut werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.10.2008
Feuchter Abschied von der Queen
Greenock, Schottland / UK, 06.10.08 - Die englische TV-Moderatorin Muriel Gray und ihre Familie hatten am 5.10. wenig Glück mit ihrer Begleitfahrt der Abschiedtour der "Queen Elizabeth 2" in Greenock. Sie musste mit ihren sechs Begleitern aus dem Fluss Clyde gerettet werden, nachdem das 24 Fuß lange Motorboot "Eilleanach" leckgeschlagen und gesunken war. Es hatte sich auf der Rückfahrt nach Rosneath befunden, als es mit dem Heck voran in 100 Yards Entfernung von HMS "Bulwark" im Bugbereich Wassereinbruch bekam und wegen des Gewichts des Motors und der sich dort sammelnden Bootsinsassen gegen 16 Uhr versank. Das Militärboot "Vigilance" rettete die Schiffbrüchigen und übergab sie einem Boot der Polizei von Strathclyde. Sie hatten beim Unglück alle Schwimmwesten getragen und waren bis auf leichte Unterkühlungen und Schock unversehrt.
Die "Queen Elizabeth II" war am 3.10. aus Liverpool ausgelaufen und wird auf ihrer Abschiedstour Belfast und Edinburgh anlaufen, bevor sie in den Heimathafen Southampton zurückkehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.10.2008
Schwedisches Segelschulschiff im Sturm eingeschleppt
St. Peter Port / Guernsey, 06.10.08 - Am Abend des 4.10. geriet gegen 19.30 Uhr der 44 Meter lange Dreimaster "Alva" mit 40 Personen an Bord zwischen Guernsey und Jersey im Sturm in Seenot. Er wurde am Morgen des 5.10. von dem Rettungsboot "Spirit of Guernsey" aus St Peter Port in den Hafen geschleppt. An Bord des Segelschulschiffes befanden sich schwedische Teenager auf dem Weg von Gosport in Portsmouth über St. Malo nach Vigo in Spanien. Ihr Schiff war bei Windstärke 8-9 war durch große Mengen von Netzen, die Ruder und Propeller blockiert hatten, vor den Kanalinseln manövrierunfähig geworden.
In schwerer See versuchte der Schlepper "Duke of Normandy" eine Schleppverbindung herzustellen. Dies gelang wegen der Wetterbedingungen aber nicht, und der Schlepper musste nach St Helier zurückkehren, zumal sich ein Crewmann verletzt hatte. Auch die "Alexander Coutanche", das Rettungsboot aus St Helier sowie der Schlepper "Abeille Liberté" aus Cherbourg liefen aus.
Die "Alva" trieb derweil aber immer näher von Jersey fort und an die Küste von Guernsey heran, sodass beschlossen wurde, das dortige Rettungsboot in Marsch zu setzen und die Einheiten aus Jersey zurückzuziehen. Wind und Tide waren dabei auf Seite der Retter, weil sie den Segler von den berüchtigten Felsklippen der Minquiers forttrieben. Um 1.45 Uhr war die "Spirit of Guernsey" vor Ort. Gemeinsam mit dem Arbeitsboot "Sarbua" und dem Lotsenboot "Golden Spur" aus Guernsey gelang es, das hilflose Segelschulschiff binnen dreieinhalb Stunden nach St. Peter einzubringen. Dem Vormann wurde nach der erfolgreichen Bergung von den Kapitänen der "Alva" wie auch des Bergungsschleppers "Abeille Liberté" hohes Lob gezollt. Nach einigen Reparaturarbeiten sollte die "Alva" am 7.10. wieder auslaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.10.2008
Erfolgreiche Rettung aus der Brandung
Corona Del Mar, Kalifornien / USA, 06.10.08 - Am 4.10. lief der Hummerkutter "Sassy" an der Felsküste von Santa Barbara Island, 45 Meilen westlich von Los Angeles, auf Grund. Auf einen Notruf hin schickte die US Coast Guard einen Helikopter der Air Station Los Angeles, doch wegen der steilen Felsen, an deren Fuß der Kutter in der Brandung lag, vermochte er nichts auszurichten. Das hinzu gezogene Küstenwachschiff "Narwhal" setzte ein kleines Boot aus, das die Crew der "Sassy", die sich auf einen schmalen Sandstrand gerettet hatte, aufnahm. Dazu musste es durch die vier Fuß hohe Brandung, in der dichter Tang eine weitere Gefahr darstellte, hindurch kommen. Es gelang letztlich, die Schiffbrüchigen (2 Fischer und 2 Hunde) von dem abgelegenen Inselstrand zu retten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.10.2008
Berger strandeten bei Bergungsversuch
Lemmer, Gemeinde Lemsterland, Provinz Friesland / Niederlande, 05.10.08 - Bei 6 BF aus Südwest geriet im Ijsselmeer vor Lemmer am 5.10. gegen 15 Uhr der Bavaria 33-Motorkreuzer "Wouter" mit einem holländischen Ehepaar an Bord in Seenot. Das Bergungsschiff "No Limit" geriet beim Versuch, das Sportboot aus der Brandung der "Steilen Bank" (Steile bank) zu bekommen, ebenfalls auf Grund. Das Rettungsboot "Anna Dorothea" zog erst das Motorboot wieder auf tiefes Wasser, und es gelang anschließend, das eingedrungene Wasser zu lenzen. Das Boot war unterwegs von Hoorn nach Lemmer gewesen. Nachdem das Sportboot in Sicherheit war, wurde auch die "No Limits" wieder flottgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.10.2008
Frachter vor Norwegen gestrandet
Arsundoya, Tingvoll kommune, Provinz (Fylke) More og Romsdal / Norwegen, 06.10.08 - Der 200 Meter lange, unter Hongkong-Flagge laufende Frachter "Federal Kivalina" (IMO-Nr. 9205885) 20.659 BRZ, lief am 6.10. um 5.17 Uhr auf dem Weg nach Sunndalsøra bei Årsundøya in Tingvoll auf Grund. Drei Ballastwassertanks wurden aufgerissen, das Schiff entwickelte Steuerbordschlagseite. Der Frachter hatte 35000 Tonnen Aluminiumoxid geladen und 21 Mann Crew an Bord. Das Rettungsboot "Det Norske Veritas" kam aus Kristiansund und half, den Havaristen zu stabilisieren. Das erste Schiff vor Ort war die "Nordmøre" gewesen, die sich auf der Überfahrt von Seivika nach Tømmervåg. Sie versuchte, eine Schlepptrosse festzumachen. Diese wurde später an das Küstenwachschiff "Njord" übergeben, die nach ihrem Eintreffen das on-scene-command übernahm. Ein Seaking überflog das Schiff und landete dann in Kvernberget, wo er in Bereitschaft blieb. Die Crew des Frachters versammelte sich derweil auf der Schiffsbrücke. Die Versorger "Seven Seas" und "Scandi Captain" gingen in der Nähe des Frachters auf Standby, das Eintreffen weiterer Schlepper wurde erwartet.
Die "Federal Kivalina" wurde 2000 bei Oshima Shipbuilding in Saikai erbaut und gehört der Fednav Gruppe in Montreal.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.10.2008
Binnenschiff sitzt auf Rhein fest
Remagen-Oberwinter, Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz / DE, 06.10.08 - Ein seit dem 4.10. auf dem Rhein nahe Remagen-Oberwinter festsitzendes Binnenschiff soll voraussichtlich am 7.10. seine Fahrt fortsetzen können. Bisherige Versuche, das mit rund 2000 Tonnen Kies beladene Güterschiff abzuschleppen, waren fehlschlagen. Am 7.10. soll nun der Kies auf ein anderes Schiff umgeladen werden. Da das Schiff nach bisherigen Erkenntnissen nicht beschädigt sei, gehe man davon aus, dass der Frachter aus eigener Kraft weiterfahren könne, sagte ein Polizeisprecher. Das Schiff war am 4.10. durch einen Fehler des Schiffsführers beim Hieven der Anker gestrandet. Die Schifffahrt auf dem Rhein wurde nicht beeinträchtigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.10.2008
Bergungsarbeiten an "Princess of the Stars" in 2. Phase
Update vom 05.10.08
San Fernando, Provinz Romblon / Philippinen, 06.10.08 - Einen Tag nach dem Abschluss der Endosulfan-Bergung auf der "Princess of the Stars" begann am Morgen des 6.10. die zweite Bergungsphase, in der Pestizide aus dem Laderaum geborgen werden. Mit einem ROV drangen die Berger von Harbor Star und Titan in den Laderaum ein, um die Lage der Fracht zu erkunden. Möglicherweise wird es nötig, ein weiteres Loch in den Rumpf zu schneiden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.10.2008
Katamaranskipper nach Kollision abgeborgen
Clearwater, Pinellas County, Florida / USA, 05.10.08 - Am 5.10. um 12 Uhr wurde der Skipper des mit zwei Personen besetzten, 44 Fuß langen Katamarans "Dream On" 10 Meilen südwestlich von Cedar Key, Florida, von seinem Boot abgeborgen. Er hatte eine halbe Stunde zuvor bei der Kollision mit dem 40 Fuß langen Kutter "Cindy Lee" Verletzungen erlitten, sodass ein HH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Clearwater ihn ins Blake Memorial Hospital in Sarasota brachte. An Bord der "Cindy Lee" aus Cedar Key waren drei Mann Crew. Ihnen gelang es, ihr leckgeschlagenes Schiff in den Heimathafen zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.10.2008
Taucher fanden Toten im Fährwrack
Update vom 02.10.08
Bandirma, Provinz Balikesir / Türkei, 05.10.08 - Am 5.10. wurde im Wrack der Fähre "Hayat N", die am 14.September Minuten nach dem Auslaufen aus Bandirma sank, der Körper eines weiteren Toten entdeckt. Taucher fanden ihn bei Arbeiten zum Ölleichtern aus dem Schiff. Versuche wurden gestartet, die Leiche zu bergen. Nach dem Untergang des Schiffes waren ein Mann tot aufgefunden worden und drei Mann vermisst geblieben. Einer wurde am 1.10. an der Küste angetrieben. Die "Hayat N" hatte 73 Trucks und zwei Pkw geladen, als sie sank. An Bord waren 95 Personen, davon 68 Fahrgäste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.10.2008
Strandung wegen Hafenversandung
Malpeque, Prince Edward Island / Kanada, 05.10.08 - Ein mit zwei Mann besetzter, 40 Fuß langer Hummerkutter lief am 2.10. beim Einlaufen nach Malpeque auf eine Untiefe. Das Schiff wurde von der Brandung wieder in tieferes Wasser geschoben. Dabei erlitt es erhebliche Schäden. Ein halbes Dutzend anderer Schiffe kam dem Kutter zu Hilfe. Der Schaden betrug an die 15000 Dollar. Grund der Strandung war eine Versandung der Hafeneinfahrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.10.2008
Inselbewohner zerschneiden altes Wrack
Insel Rota / Commonwealth der Nördlichen Marianen, 05.10.08 - Das Wrack des 165 Fuß langen Kutters "Nam Sung", 270 BRZ, der 1982 in einem Sturm vor Rota strandete, wird von den Inselbewohnern wegen der von ihm ausgehenden Umweltgefahren gereinigt und geräumt. Vor zwei Jahren begannen die Planungen, die derzeit mithilfe der National Oceanic and Atmospheric Administration realisiert wird. Im Laufe der Arbeiten brach zu allem Überfluss ein Feuer auf dem Schiff aus. Freiwillige wurden aber gefunden, das Wrack in kleinere Stücke zu zerschneiden, und der größere Teil des auf dem Riff rostenden Wracks wurde inzwischen entfernt. Wie die Arbeiten weitergehen, hängt weiterhin von dem Einsatz der Ortsansässigen ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.10.2008
Kutter droht nach Überleben des Hurrikans Ike der finanzielle Untergang
Tarpon Springs, Pinellas County , Florida / USA, 04.10.08 - In Tarpon Springs liegt heftig ramponiert der 62 Fuß lange Kutter "Pete’s Dream", 65 BRZ, und wartet auf eine rettende Finanzspritze, nachdem er dem Hurrikan Ike in letzter Sekunde entrinnen konnte, aber Schäden von 50000 Dollar am Rumpf und weitere 30000 Dollar an der Elektronik davontrug. Die Eigner, die das Schiff 1994 erwarben, baten nun den Gouverneur um Hilfe, doch bislang gab es keine Reaktion. Außerdem begannen sie Geld zu sammeln, um das Schiff, das ihre Lebensgrundlage darstellt und in das vor einigen Monaten gerade erst 100000 Dollar investiert worden waren, zu retten.
Der Kutter hatte seinen Heimathafen Tarpon Springs am 21.8. verlassen. Nach dem Fang von 21800 Pfund Fisch war er am 9.9. auf Heimatkurs gegangen. Da hoffte die Crew noch, dem Hurrikan zu entkommen, der über Kuba gehen sollte. In dieser Zeit wollte man den Hafen erreicht haben. Nach Rundung der Westküste Kubas aber verschlechterte sich das Wetter rasch, das Schiff kam statt mit 8,5 Knoten nur noch mit zwei Knoten voran. Der Wind blies mit 100 Meilen Geschwindigkeit, der Regen fegte waagerecht über die See. Am 10.9. befand sich der Kutter 300 Meilen vor der Küste in den Fängen des Taifuns und wurde wie in einem Whirlpool in Wellen, die die Höhe fünfgeschossiger Häuser hatten, herumgeschleudert worden. In die Kajüte wurde am Morgen an Steuerbord von einer Riesenwelle ein gewaltiges Loch gerissen, durch das unablässig Wasser eindrang. Die Pumpen wurden von Trümmern verstopft. Während die Crew verzweifelt versuchte, den Maschinenraum zu lenzen, hielt Skipper Kris Geidel das Boot in 50 Fuß hohen Wellen auf Kurs. Er konnte jedoch nicht verhindern, dass das Schiff immer weiter in den Wirbelsturm hineingezogen wurde. Seine Frau erhielt um 15.48 Uhr einen Anruf der Coast Guard mit der Bitte um eine Beschreibung des Bootes. Dann wurde die Verbindung getrennt. Als sie zurückrief, wurde ihr gesagt, die Küstenwache könne ihrem Mann nicht helfen. Die Coast Guard war zuvor von dem National Oceanic and Atmospheric Administration Fisheries Office of Law Enforcement in St. Petersburg informiert worden, das die Situation von Handelsschiffen überwachte und die Nähe des Kutters zum Wirbelsturm entdeckt hatte.
Während der kommenden zwei Tage wurde der Kutter im Auge behalten und seine Position an die Küstenwache weitergeleitet. Diese Aktion fand im Rahmen des Vessel Monitoring System, das von einigen Schiffseignern bei seiner Einführung als Big Brother kritisiert worden war, statt. Am Abend überflog ein Falcon Jet der Küstenwache den Kutter vier bis fünf Mal und warf dann eine Lenzpumpe ab, die fünf Fuß neben dem Schiff niederging. Sie wurde geborgen, und während der kommenden 36 Stunden wurde unablässig Wasser aus der Bilge gelenzt, während der Kutter heimwärts humpelte. Am 12.9. war es geschafft – die "Pete’s Dream" lief nach Tarpon Springs ein. Der Schaden war groß, der Fang zum großen Teil ruiniert.
Das Schiff wurde 1986 vom führenden Schiffbauer Tarpon Springs, George Saroukos, erbaut. Es hat bereits mehrfach Hurrikane abgewettert. In den späten 80ern wurde es in Nikaragua wegen des Vorwurfs illegaler Fischerei in die Kette gelegt, einen Monat später aber freigelassen. Es ist heute etwas wie eine Ikone in Tarpon Springs – allerdings nun eine in ihrer Existenz stark bedrohte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.10.2008
Schwere Kollision im Markermeer
Amsterdam / Niederlande, 03.10.08 - Auf dem Markermeer bei Amsterdam kollidierten am 2.10. gegen 21.30 Uhr zwei Binnenschiffe. Dabei entstand ein Sachschaden von über 150000 Euro. Eines der Schiffe hatte 750 Tonnen Kies für Pampusgeul geladen und war mit Kurs Lelystad unterwegs. Das andere Schiff war unbeladen und beschädigte die Steuerbordseite des Entgegenkommers. Nach der Kollision liefen die Havaristen in den Hafen Blocq van Kuffeler in Almere zur Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.10.2008
Ukrainisches Baggerschiff sinkt in Georgien
Kulevi / Georgien, 03.10.08 - Am 30.09. kenterte in Georgien am Kulevi-Terminal in schwerem Sturm das ukrainische Baggerschiff "Skadovsk". Es sollte die Hafeneinfahrt von Kulvevi vertiefen. Es trieb erst auf Grund und legte sich dann auf die Seite. Ein Mann starb und zwei Besatzungsmitglieder werden noch vermisst, darunter der Kapitän.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.10.2008
Update 06.10.08: Bei dem Unglück sind vier Menschen ums Leben gekommen. Die Leiche des aus der Ukraine stammenden Kapitäns wurde am Montag gefunden. Er war in der Brücke eingeklemmt. Auch eine weitere Leiche wurde gefunden und soll in den kommenden Tagen geborgen werden. Das Schiff hat noch 30 Tonnen Öl an Bord, die nun durch ein Leck auslaufen und die Küste des Schwarzen Meeres bedrohen. Um die Schäden zu verringern, soll das Schiff auf das offene Meer hinaus geschleppt werden.
Bug der "New Flame" im Hafen
Update vom 20.08.08
Gibraltar, 03.10.08 - Am 3.10. wurde die abgeschnittene Bugsektion des vor Gibraltar gesunkenen Frachters "New Flame" von dem Schwimmkran "Taklift 6" nach seiner Hebung in den Hafen eingebracht und an der Cammell Laird-Werft abgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.10.2008
Kreuzfahrtschiff kollidiert im Hafen von Piräus
Athen / Griechenland, 05.10.08 - In der griechischen Hafenstadt Piräus ist am frühen Sonntagmorgen das Kreuzfahrtschiff "Crystal Serenity" mit insgesamt 1040 Menschen an Bord mit dem Bau-Gerüst eines alten Leuchtturms an der engsten Stelle des Hafens kollidiert. Wie das Ministerium für die Handelsmarine in Athen mitteilte, wurde dabei niemand verletzt. Auch der Sachschaden halte sich in Grenzen. Die 250 Meter lange "Crystal Serenity" (IMO-Nr. 9243667) mit 400 Passagieren und 640 Besatzungsmitgliedern an Bord ging in Piräus, dem Hafen von Athen, vor Anker. Dort sollte sie auf mögliche Schäden überprüft werden.
Das Schiff war in Monaco am 24. September für eine Kreuzfahrt nach Italien, Griechenland und in die Türkei gestartet. Die Reise endete planmäßig in Piräus. Am Montag soll das unter der Flagge der Bahamas fahrende Schiff in Richtung des nordgriechischen Hafenstadt Volos auslaufen.
Quelle: fpresse vom 05.10.2008
Norwegen: SOS im Ånnelandsund
Ånnelandsund, Provinz (Fylke) Sogn og Fjordane / Norwegen, 05.10.08 - Das 47,5 Meter lange Fischereifahrzeug "Arctic Senior" lief am Morgen des 5.10. um 06.18 Uhr nördlich von Gryteneset im Ånnelandsund auf Grund und schlug leck. Das Rettungsboot Utvær", der Schlepper "Baut" aus Mongstad und das Coastguard-Schiffvessel "Ålesund" eilten zum Havaristen der Artic Shipping. Um 10.15 Uhr war die Situation unter Kontrolle, und das Schiff sollte nach einer Inspektion durch Taucher nach Solund laufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2008
Feuer im Maschinenraum eines Schubverbandes
Eggenstein-Leopoldshafen, Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg / DE, 05.10.08 - Ein Feuer im Maschinenraum eines Schubverbandes auf dem Rhein forderte am vergangenen Freitag (03.10.) die Feuerwehr auf den Plan. Als der Kapitän der zu Berg fahrenden "Roelanda" bei Rhein-Kilometer 370 in Höhe Eggenstein bemerkte, dass ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen war, legte er sofort seinen 200 Meter langen Schubverband außerhalb der Fahrrinne an, um die Feuerwehr zu alarmieren.
Ein Mitglied der Besatzung musste dabei mittels eines Ladebaumes versuchen soweit wie möglich an Land zu schwingen, um das Schiff an den Pollern sicher zu vertäuen. Der Mann stürzte dabei ins Wasser, blieb jedoch unverletzt. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte an der Fähre in Leopoldshafen sah man aus dem Bereich des Maschinenraums schwarze Rauchschwaden kommen. Die Brandbekämpfung gestaltete sich äußerst schwierig und man entschloss sich, den Maschinenraum mit Schaum zu fluten, berichtet die Feuerwehr in einer Pressemeldung.
Während der Löscharbeiten bemerkten die Einsatzkräfte, dass ein Tank des Schiffes sich durch die Hitze aufgebläht hat und zu platzen drohte. Der Rhein wurde für die Schifffahrt gesperrt. Nach rund einer Stunde war die Gefahr, die von den Tanks ausgegangen war, auf ein Minimum gesunken und auch die übrigen Glutnester konnte die Feuerwehr bald löschen.
Quelle: ka-news vom 05.10.2008
Gestrandeter Kutter schnitt Dorf ab
Lancaster, Lancashire, England / UK, 05.10.08 - Ein Dorf in Lancashire wurde von der Außenwelt abgeschnitten, als der 8-Tonnen-Kutter "Laday Barbara" am 3.10. auf der einzigen Straße aus dem Dorf heraus strandete. Der Kutter wurde von der Flut auf die Straße aus Sunderland Point, südlich von Morecambe Bay, getrieben. Um 12 Uhr wurde das Boot von der Straße gehoben und Sunderland Point wieder mit der Welt verbunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2008
Endosulfan vor Romblon geborgen
Update vom 02.10.08
San Fernando, Provinz Romblon / Philippinen, 05.10.08 - Die Bergung von 402 Fässern mit Endosulfan aus dem Wrack der "Princess of the Stars" wurde am 5.10. um 13 Uhr abgeschlossen. Nun kann an die Bergung weiterer Chemikalien aus dem Laderaum gegangen werden. Die geborgene Fracht wird nach Manila gebracht, von wo sie zurück nach Israel geschickt werden sollen. Die nächste Phase nach der Ladungsbergung wird das Leichtern des Öls sein, ehe es an das Entfernen von rund 560 Toten aus dem Wrack geht. Dies könnte einen Monat dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2008
Frachter sitzt auf Korallenriff - Rasche Bergung wird gefordert
Update vom 22.09.08
Tagbilaran, Provinz Bohol / Philippinen, 05.10.08 - Am 20.09.08 lief vor Puntod Island nahe Panglao der Frachter "San Padre Pio II", 248 BRZ, mit über 29000 Säcken Zement auf Grund. Das Schiff kam auf einem Korallenriff fest und entwickelte 40 Grad Schlagseite. Es lag in der Nähe eines 200 Meter tiefen Grabens. Zwei Korallenäste hielten den Frachter. Das auf dem Weg nach Jagna Port havarierte Schiff soll wegen des Korallenriffes umgehend geborgen werden. Die 22-köpfige Crew blieb unversehrt.
Ein Taucher hat nun die Unfallstelle untersucht und festgestellt, dass ein großes Korallengebiet zerstört worden ist. Das Ausmaß der Zerstörung kann nur festgestellt werden, nachdem das Schiff geborgen und die Ladung Zement von dem Meeresboden entfernt worden ist. In einer Sitzung wurde die Wiederflottmachung des Schiffes umgehend gefordert, um eine weitere Zerstörung des geschützten Korallenriffs zu verhindern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2008
Ofen setzte Kutter in Brand
Lowestoft, Suffolk, England / UK, 04.10.08 - Am Morgen des 4.10. brach auf dem 53 Fuß langen Trawler "Maxwell" in der Lowestoft Marina ein Feuer aus. Die Küstenwache Great Yarmouth erhielt einen Anruf des Skippers, das beim Versuch, einen Ofen anzuheizen, ein Brand ausgebrochen war. Die beiden wurden samt Bordhund durch das South Broads-Rettungsboot evakuiert, und um 1.51 Uhr die Feuerwehren Normanhurst und Clifton Road alarmiert. Das South Broads-Lifeboat brachte Feuerwehrmänner und Ausrüstung zum qualmenden Kutter. Mit Wärmebildkameras wurden zwei Hot Spots erkannt und nach einer Stunde das Feuer gelöscht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2008
Frachter "Lehmann Timber" nun in der Kette
Hamina, Provinz: Südfinnland / Finnland, 04.10.08 - Der Frachter "Lehmann Timber" (IMO-Nr. 9418286), der erst von Piraten vor Somalia aufgebracht worden war und nach seinem Freikauf mit Maschinenschaden geborgen werden musste, steht weiter unter keinem guten Stern. Er wurde am 2.10. beim Entladen der Stahl-Ladung, im finnischen Hamina in die Kette gelegt, wegen der Beschädigung der Ladung für eine russische Organisation, die nun Schadenersatz fordert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2008
Zwei Personen fielen Kollision zum Opfer
Update vom 03.10.08
San Pedro, Los Angeles, Kalifornien / USA, 04.10.08 - Die Kollision vor San Pedro kurz nach Mitternacht am 2.10. wird weiter untersucht. Nach bisherigen Erkenntnissen ist ein 26-Fuß Bayliner mit zwei Mann Crew (ein Mann und eine Frau) mit der Barge "Islander", die sich im Schlepp der "Rebel II", gesunken. Taucher und Sonar sollen nun versuchen, das Wrack aufzuspüren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2008
Zwei Mann vor Feuer gerettet
Burnham-on-Crouch, Essex, England / UK, 03.10.08 - Am Abend des 3.10. wurden zwei Männer von ihrem brennenden, 106 Fuß langen Schiff, ein ehem. Minensuchboot, auf dem River Crouch, nördlich von Southend, gerettet. Die RNLI schickte Boote aus Burnham. Auch die Feuerwehr von Essex war vor Ort. Die beiden Rettungsboote evakuierten die Schiffbrüchigen, von denen einer eine Rauchvergiftung erlitten hatte. Das Feuer im Maschinenraum wurde gelöscht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2008
Schnelle Rettung von Kuttercrew
Clearwater, Pinellas County, Florida / USA, 03.10.08 - Am 3.10. sank der 32 Fuß lange Kutter "Lady Juanita" aus Madeira Beach nach Wassereinbruch im Golf von Mexiko 32 Meilen westlich von Clearwater, Florida. Die Besatzung hatte erst festgestellt, dass ihr Schiff tief im Wasser lag. Als ein Mann die vordere Abteilung öffnete, sah er, dass sie geflutet war. Vier Fuß hohe Wellen begannen über den Bug zu gehen und verstärkten den Wassereinbruch,, sodass um 6.26 Uhr Notrufe abgesetzte wurden. Um 6.33 Uhr gab die Crew das Schiff auf, das dann kenterte und sank. Ein Helikopter aus Clearwater lokalisierte die Schiffbrüchigen um 7.11 Uhr und begann, sie an Bord zu winschen. Die vierköpfige Crew war um 7.40 Uhr an Bord des Hubschraubers.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2008
Kollision vor Dubai
Dubai, Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), 03.10.08 - Am Morgen des 2.10. kollidierte die unter Liberia-Flagge laufende 174.20 Meter lange LPG-Tanker "SCF Tobolsk", IMO: 9324746, 25000 tdw, vor dem Oman mit dem von Maersk bereederten, 81,577 Tonnen verdrängenden und 304,00 Meter langen Containerfrachter "Sealand Illinois" (IMO-Nr. 9197545, registriet in Griechenland). Diese war auf dem Weg von Belgien nach Dubai, als sie mit dem Sovcomflot-Tanker der Ammoniak von Al Jubail in Saudi-Arabien nach Indien brachte, 75 Meilen nördlich von Dubai zusammenstieß. Die "Sealand Illinois" ging vor Anker, die "SCF Tobolsk" lief zur Inspektion und Reparatur nach Dubai ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2008
Frachter lief auf Azov-Don-Kanal auf Grund
Asow, Oblast Rostow / Russland, 02.10.08 - Am 1.10. um 3:10 Uhr lief der 1980 erbaute, unter Saint Kitts-Flagge laufende Frachter "A plus-1" (IMO-Nr. 7811032, ex "Sibisrkiy 2111"), 6858 BRZ, auf dem Azov-Don-Kanal in einer Kurve auf dem Weg von Azov in die Türkei auf Grund. Das Schiff hatte 3757 Tonnen Weizen an Bord. Der Frachter wartet nun auf einen höheren Wasserstand, um wieder frei zu kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2008
Skipper treibt nach Maschinenausfall auf der Ostsee
Lübeck-Travemünde, Schleswig-Holstein / DE, 04.10.08 - Am 04.10. um 16:20 Uhr erhielten die Rettungsmänner der DGzRS-Station Travemünde ein Notruf, dass sich ein Skipper mit seinem Boot in einer Notlage befindet. Daraufhin nahm das 9,5-Meter-Klasse-Seenotrettungsboot "Hans Ingwersen" Kurs auf die angegebene Position "Tonne Brodten Ost". Dort hatte ein Skipper, der alleine mit seinem Motorboot unterwegs war, einen Maschinenausfall erlitten. Sein Boot trieb steuerlos Richtung Küste und drohte vor Pelzerhaken auf Grund zu laufen. Der zweiköpfigen Besatzung der "Hans Ingwersen" gelang es, eine Leinenverbindung zum Havaristen herzustellen und das Boot in Richtung Travemündung zu schleppen. Auf der Höhe des Ostpreußenkai in Travemünde nahm die "Hans Ingwersen" das Motorboot längsseits und verholte es sicher in den Fischereihafen.
Quelle: fpresse vom 04.10.2008
Ausflugsschiff auf Grund gelaufen - 25 Personen von Schiff geborgen
Ottensheim, Bundesland Oberösterreich / Österreich, 04.10.08 - Am Samstagnachmittag, den 04.10. ist ein 15 Meter langes Ausflugsschiff auf der Donau bei Ottensheim im Bezirk Urfahr-Umgebung rund 400 Meter oberhalb einer Schleuse auf Grund gelaufen. 25 Personen mussten von Einsatzkräften der Feuerwehr geborgen werden. Grund dürfte ein technischer Defekt gewesen sein, der das Boot unmanövrierbar machte. Die Besatzung wurde mit Feuerwehrbooten an Land gebracht, verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.
Quelle: diepresse vom 04.10.2008
Segelschulschiff "Asgard II" von ROV untersucht
Dublin / Irland, 03.10.08 - Die Bergungschance für das irische Segelschulschiff "Asgard II" könnte sich erhöht haben, nachdem mithilfe eines ROV festgestellt wurde, dass der Rumpf des Schiffes senkrecht und weitgehend intakt auf dem 80 Meter tiefen Meeresgrund aufsitzt. Eine Planke des Wracks weist aber einen deutlichen Bruch auf. Es konnte aber nicht gesagt werden, ob es sich um eine Folge des Aufschlags auf den Meeresgrund oder einer Kollision z.B. mit einem treibenden Lukendeckel handelte. An der Stelle, an der der Schoner am 11.09.08 22 Meilen westlich der Belle-Île vor Frankreichs Westküste sank, hat einen Sandboden. Der Verteidigungsminister Irlands wollte sich aber vor dem Abschluss weiterer Untersuchungen nicht zu einer Bergungsoption äußern. Die "Asgard II" war für 3,8 Millionen Pfund versichert. Eine Bergung könnte 2 Millionen Pfund kosten. Ein Ersatzschiff zu bauen würde in jedem Fall teurer.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.10.2008
Überreste von US-U-Boot gefunden
Pearl Harbor, Hawaii / USA, 03.10.08 - Die US-Navy hat bestätigt, dass es sich bei einem im vergangenen Jahr vor der Insel Kiska (Aleuten) gefundenen Wrack um das amerikanische U-Boot USS "Grunion" handelt, das im 2. Weltkrieg verschwand. Videobilder und Fotos eines Expeditionsteams ermöglichten die Identifizierung der Wrackstücke. Damit können die Familien der rund 70 umgekommenen Crewmitglieder über das Schicksal ihrer Angehörigen Sicherheit erlangen. Der letzte Kontakt zur "Grunion" war am 30.7.1942.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.10.2008
Info: Die Aleuten sind eine Inselkette zwischen Nordamerika und Asien am Südrand des nordpazifischen Beringmeers.
Wrack der "Seas A Lady" bleibt Sorgenkind
Update vom 02.10.08
Fort Lauderdale, Florida / USA, 03.10.08 - Kopfzerbrechen bereitet weiterhin das Wrack der "Seas A Lady" beim Oakland Park Boulevard hinter Galt Ocean Mile. Am 2.10. wurden einige Teile geräumt, doch der größere Teil liegt noch in der Brandung. Beach Raker, die Pompano Beach-Strandreinigungsfirma, die unter Kontrakt de Anwohner von Galt Ocean Mile arbeitet, entfernte mit mehreren Traktoren größere Stücke des Wracks, doch das Hauptteil ist zu groß, um von deren Gerät bewegt zu werden. Doch wer eine andere Firma bezahlen sollte, ist unklar. Die bisherige Arbeit hat 2,800 Dollar gekostet, für den Rest wären rund 8,000 Dollar aufzuwenden. Die Suche nach einem Eigner war bislang ergebnislos.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.10.2008
Untergang auf dem Weg von Florida nach Dänemark
Ocean City, Maryland / USA, 03.10.08 - Bereits am 27.9. sank ein 41 Fuß langes Sportboot in schwerer See 22 Meilen vor Ocean City nur 10 Minuten nachdem es in Seenot geraten war. Die beiden dänischen Bootsfahrer retteten sich in ein Beiboot, ehe sie eine Stunde später von dem Charterkutter "Muff Diver" geborgen wurden. Das Schiff war unterwegs von Fort Lauderdale, Florida, wo die Bootsfahrer es erworben hatten, zur Überführung über Grönland nach Dänemark, als es in stürmischer See unterging. Die Coast Guard schickte einen Helikopter, doch es wurde aus Sicherheitsgründen entschieden, dass die "Muff Diver"´die Geretteten selbst nach Ocean City bringen sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.10.2008
Yacht vor St Marys gerettet
Insel St. Mary’s, Scilly-Inseln, Cornwall, South West England / UK, 02.10.08 - Am 2.10. um 14.30 Uhr geriet die 54 Fuß lange Yacht "Taloa" aus St Marys auf den Isles of Scilly in Seenot, nachdem es zu einem Wassereinbruch gekommen war. An Bord waren drei Mann Crew. Die Falmouth Coastguard schickte einen Helikopter und das Rettungsboot St Marys, beide mit Lenzpumpen ausgestattet. Vor Ort wurden die Pumpen von zwei Rettungsmännern an Bord der Yacht gebracht. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bringen, und das Boot konnte in den Hafen von St Marys eskortiert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.10.2008
Frachter "Ice Flowers" nach Den Helder eingeschleppt
Den Helder, Provinz Nordholland / Niederlande, 02.10.08 - Svitzer Salvage erhielt einen LOF, das in der Nordsee treibende Kühlschiff "Ice Flowers", das am 30.9. nach Ausfall der Hauptmaschine mit einer Bohrinsel zu kollidieren gedroht hatte, zu bergen. Die "ETV Waker" erreichte den Frachter um 3.34 Uhr des 1.10. und stellte eine Schleppverbindung her. Danach wurde der Havarist nach Den Helder gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.10.2008
Info: LOF = Abkürzung für engl.: Lloyd's Open Form = Bergungsvertrag
Barge versenkte Sportboot
San Pedro, Los Angeles, Kalifornien / USA, 02.10.08 - Am 2.10. sichtete die US Coast Guard ein Trümmerfeld, das zu einem von Long Beach nach Two Harbors auf Santa Catalina Island vermissten 28 Fuß langen Bayliners gehören könnte. Wahrscheinlich wurde das Sportboot bei der Kollision mit einer Barge versenkt. Auf der Barge wurde Fiberglas gefunden, das zu dem Boot gehören könnte. Die Coast Guard Stationen Los Angeles, Air Station Los Angeles, der Coast Guard Cutter "Narwhal" und die Baywatch Redondo waren auf der Suche nach den vermissten Bootsfahrern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.10.2008
Philippinen: Giftfracht-Bergung kommt voran
Update vom 01.10.08
San Fernando, Provinz Romblon / Philippinen, 02.10.08 - Die Bergung der Endosulfan-Fracht aus dem Wrack der "Princess of the Stars" geht voran. Bis zum 2.10. um 15 Uhr wurden insgesamt 117 Behälter aus dem vor Sibuyan gekenterten Schiff geholt, davon 36 an diesem Tag, 47 am 1.10. und 34 am 30.9. Die Behälter werden auf einen Containerwagen gebracht, der sie abtransportiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2008
Tod auf Rückfahrt von Hochzeitsfest
Anshun, Guizhou-Provinz / China, 02.10.08 - Am 01.10. wurden mindestens acht Menschen vermisst, nachdem ein Kutter, die Gäste einer Hochzeit über den Yelang-See in der südwestchinesischen Guizhou-Provinz transportierte, kenterte. Das Schiff verunglückte nahe Anshun. Nur zwei Überlebende wurden gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2008
Suche nach Vermissten der "Helios 3" dauert an
Update vom 30.09.08
Fujian Provinz / Volksrepublik China, 02.10.08 - Retter setzten am 1.10. die Suche nach fünf vermissten Seeleuten der am 29.09. vor der Küste der chinesischen Zhejuang-Provinz gesunkenen "Helios 3" fort. Das Suchgebiet wurde dabei erweitert. Nach dem Untergang des unter Panama-Flagge registrierten Frachters am Nachmittag des 30.9. waren neun Menschen gerettet worden. Ein Toter war um 13.10 Uhr entdeckt und als der Schiffskapitän identifiziert worden. Die Crew kam aus Korea, Burma und Indonesien. Der Frachter war mit 6000 Tonnen Holz auf der Reise von Myanmar (Burma) nach Jiaxing in Zhejiang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2008
Verunglückte Fährbarge treibt vor Port Klang
Update vom 01.10.08
Port Klang, Distrikt Klang, Bundesstaat Selangor / Malaysia, 02.10.08 - Stürmische See behinderte die Bemühungen, das Wrack der Fährbarge "KM Saudara", das am 30.0. gegen 7.30 Uhr fünf Kilometer vor Port Klang nahe Pulau Pintu Gedong kenterte, zu sichern. Das Wrack war auf Drift und stellte eine Gefahr für andere Schiffe dar. Das Fahrzeug war umgeschlagen, als es ca. 140 Menschen an Bord hatte, von denen mindestens 12 umkamen. Zwei Boote der Selangor Marine Police patrouillierten in der Hafeneinfahrt. Die 125 Geretteten, 88 Männer, 32 Frauen, vier Kinder und ein acht Monate altes Baby, wurden am 1.10. der indonesischen Botschaft übergeben. Die sechsköpfige Crew kam in Haft. Von 18 Schiffbrüchigen, die verletzt ins Tengku Ampuan Rahimah Hospital in Klang kamen, konnten sechs an diesem Tag entlassen werden. Hier wurden auch die Toten hintransportiert.
Die Barge verunglückte 10 Minuten nach dem Ablegen von Pulau Che Mat Zin ins 12 Fahrstunden entfernte Tanjong Balai in Sumatra. Der Tanker "Arowana Liverpool" war als erstes Schiff vor Ort und hatte 50 Indoensier lebend gerettet sowie ein halbes Dutzend tot geborgen. Nach Bekanntwerden des Unglücks wurden 60 Angehörige der Marinepolizei für eine Suchaktion, and er auch zwei Flugzeuge und ein Hubschrauber teilnahmen, in Marsch gesetzt. Sie fanden weitere Überlebende, die sich an treibenden Trümmern festhielten. Die nur fünf Meter lange Barge hatte eine Kapazität zum Transport von 70 Passagieren. Eigentlich war sie ohnehin nur für Gütertransport ausgelegt. Die Passagiere waren sogar im Motorenraum untergebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2008
Schildkrötengelege verhindern Wrackräumung
Fort Lauderdale, Florida / USA, 02.10.08 - Der am 21.9. an den Strand bei Galt Ocean Mile bei Fort Lauderdale angetriebene, 50 Fuß lange Kutter "Seas A Lady" kann nicht geborgen werden. An der Strandungsstelle befinden sich geschützte Schildkröteneier, und darf kein Räumgerät auf den Strand gebracht werden. Stürme haben die Markierungen der Eier fortgewaschen, und deswegen ist ihre Lage nun unbekannt. Das Wrack wurde derweil in Stücke geschlagen, und große Stücke trieben in einen Bereich südlich von Galt Ocean Mile.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2008
"Prinsesse Ragnhild" nahm zum Abschied Bootssteg mit
Sandefjord, Fylke (Provinz) Vestfold / Norwegen, 01.10.08 - Beim Verlassen des Sandefjords mit Kurs Freeport verfing sich der Backbord-Anker der einstigen Kiel-Oslo-Fähre "Prinsesse Ragnhild", 35855 BRZ (IMO-Nr. 7904891) in einem Bootssteg des Framnes Marine Center. Der Steg samt mehrerer Sportboote, die daran vertäut waren, wurde losgerissen und trieb in den Sandefjord hinaus. Dort war das Schiff der Color Line monatelang aufgelegt gewesen, bis es von den Celebration Cruise Holdings, Nassau, übernommen wurde, um als "Bahamas Celebration" in der Karibik eingesetzt zu werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2008
Vermisster Passagier der "Hayat N" angetrieben
Update vom 19.09.08
Bandirma, Provinz Balikesir / Türkei, 01.10.08 - Am 1.10. wurde ein weiteres Opfer des Untergangs der 122,80 Meter langen türkischen RO-RO-Fähre "Hayat N" (IMO: 7826685) entdeckt, die am 14.9. Minuten nach dem Auslaufen aus Bandirma gesunken war. Es handelte sich um einen von vier noch vermissten Männern. Die Leiche war 500 Meter vom Hafen entfernt angetrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2008
Neue Tauchattraktion in Grenada
Port Louis Marina /Grenada, 01.10.08 - Grenada hat eine neue Tauchattraktion. Ein 50 Fuß langer kubanischer Kutter wurde jetzt das 17. Tauchwrack vor der Küste. Er wurde aus der Port Louis Marina entfernt und vor dem Grand Anse Beach am Boss Reef versenkt. Das Schiff wurde in den 1970ern erbaut, der Rumpf besteht aus Beton. Damit versuchte Kuba seinerzeit die Schiffbaukosten zu senken. Das Wrack erhielt den Namen "Daiy" zu ehren des Bargenreeders, der das Wrack aus der Port Louis Marina entfernte. Vor sechs Wochen hat er eine Barge von Port Louis zur Versenkung in der Dragon Bay gebracht. Bereits 2007 hatte die as Peter de Savary Group die "Hilda" vor Mollinierre als Tauchspot versenkt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2008
Niederlande: Frachter rammte Schleuse
IJmuiden, Gemeinde Velsen, Provinz Noord-Holland / Niederlande, 01.10.08 - Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Larch", 2119 BRZ (IMO-Nr. 8415689), kollidierte nach Ausfall des Bugstrahlruders in der mittleren Schleuse von IJmuiden am Morgen des 1.10. mit der Südmole. Nach einem Notankermanöver des Kapitäns schwang das Schiff herum und drohte noch einen Anleger auf der Nordseite zu rammen, bevor es unter Kontrolle gebracht werden konnte. Der Sachschaden blieb gering.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2008
Mosel einen Tag nach Kollision wieder frei
Update vom 30.09.08
Enkirch, Landkreis Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz / DE, 01.10.08 - Einen Tag nach der Kollision der niederländischen Binnenschiffe "Jordi Jan" und "Credo" auf der Mosel bei Enkirch, hat sich der Schiffsverkehr am 1.10. wieder normalisiert. Die Schifffahrt wurde nach 13 Stunden Sperrung am Abend des 30.9. gegen 18.30 Uhr wieder aufgehoben. Der Stau von insgesamt 21 wartenden Schiffen löste sich auf.
Die Mosel hatte gesperrt werden müssen, da die beiden Frachter genau in der Fahrrinne lagen und nicht fahrtüchtig waren. Die Bug-auf-Bug-Kollision hatte in die 135 Meter lange "Jordi Jan" ein mannsgroßes Loch gerissen. Nachdem Taucher es provisorisch abdichteten, kann das Schiff einen Teil seiner Eisenerz-Ladung wie geplant nach Luxemburg transportieren. Der andere Teil der Ladung wurde zuvor vom Schiff geleichtert. Anschließend soll es in einer Werft repariert werden. Die Sandladung der 86 Meter langen "Credo" wurde zunächst im Hafen Bullay gelöscht. Nach einer provisorischen Reparatur soll das Binnenschiff über den Rhein seitlich an ein anderes Schiff gekoppelt die Heimreise antreten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2008
Ölrig in der Nordsee wegen Kollisionsgefahr geräumt
Den Helder, Provinz Nordholland / Niederlande, 01.10.08 - Am Abend des 30.9. wurden 175 Arbeiter eines Ölrigs in der Nordsee durch zwei Hubschrauber der holländischen Küstenwache evakuiert. Der 91 Meter lange, unter Panama-Flagge laufende Kühlfrachter "Ice Flowers" (IMO-Nr: 7507033) 3124 BRZ) drohte nach Ausfall der Hauptmaschine mit starker Strömung und bei kräftigem Wind gegen das Rig zu treiben. Da auf die Schnelle kein Schlepper verfügbar war, die gefährliche Drift zu stoppen, wurde beschlossen, das Rig der Total E&P Nederland, das 80 Kilometer nordwestlich von Den Helder steht, zu evakuieren. Von den 198 Mann an Bord blieben nur 23 an Bord. Der Rest wurde auf eine Nachbarinsel gebracht.
Um 00.45 Uhr passierte die hilflose "Ice Flowers" die Insel, ohne mit ihr zu kollidieren, woraufhin die Ölarbeiter zurück geflogen wurden. Später gelang es, die "Ice Flowers", die auf dem Weg nach Brest war, auf den Haken zu nehmen und ihn vor der Küste von Callantsoog, Provinz Nordholland zu schleppen. Hier ging er vor Anker um Reparaturmaßnahmen einzuleiten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2008
12 Tote bei Fährunglück vor Malaysia
Port Klang, Distrikt Klang, Bundesstaat Selangor / Malaysia, 01.10.08 - 12 Indonesier ertranken, als die Fähr-Barge "KM Saudara" mit 130 Personen vor der Küste Malaysias am 30.9. kenterte. 125 Überlebende wurden geborgen. Die Tragödie ereignet sich um 7.30 Uhr in der Nähe von Pintu Gedong vor Port Klang. Das Fahrzeug war auf dem Weg nach Tanjung Balai in Sumatra, Indonesien. Grund des Unglücks war Überladung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2008
Cayman Islands wollen neue Unterwasser-Attraktion
für Taucher schaffen
Update vom 23.09.08
Kaimaninseln (Cayman Islands), Karibik / britisches Überseegebiet, 01.10.08 - Am 30.9. wurde auf den Cayman Islands der Plan, die ausgediente "Kittiwake" der US Navy zu versenken, publik gemacht. Der 76 Meter lange 2290-Tonner soll im Oktober von der US-Regierung übernommen werden. Dann werden umweltgefährdende Stoffe aus dem Schiff entfernt, bevor es 2009 zu einem künstlichen Riff in der Karibik wird.
Das 1945 erbaute Schiff war jahrelang zwischen den rostenden Hulken der James River Reserve Fleet, bekannt als "Geisterflotte", in St. Eustis, Virginia, verankert. Nach der Versenkung wird erwartet, dass sich rasch große Fischschulen in den verlassenen Räumen ansiedeln. Die Seefahrttradition, das Interesse an Tourismus und das Bedürfnis, etwas für die Umwelt zu tun, haben die Entscheidung zur Akquirierung der "Kittiwake" motiviert. Bereits jetzt sind die Cayman Islands in Taucherkreisen beliebt. 1996 wurde ein russischer Zerstörer in 18 Metern Wassertiefe vor Cayman Brac versenkt. Es ist heute dick mit Korallen überzogen und zieht Fische wie Taucher gleichermaßen an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2008
Neuseeland: Alter Trawler wir Tauchattraktion
Whakatane, Region Bay of Plenty, Nordinsel / Neuseeland, 01.10.08 - In der östlichen Bay of Plenty werden Taucher in Kürze eine neue Attraktion vorfinden. Der 44 Meter lange Trawler "Seafire" wird südlich von Whale Island vor Whakatane in 35 Metern Tiefe seinen letzten Liegeplatz finden. Zuvor waren Maschine und andere Ausrüstung in Wellington ausgebaut worden. Seaquest Marine, die die Versenkung organisiert, hofft, das Schiff vor Weihnachten auf dem Meeresgrund zu haben. Einige Restarbeiten, wie die Entfernung einiger Kabeln und Holzpaneele, die verrotten und Probleme bereiten könnten, sind bis dahin noch zu erledigen. Die "Seafire" ist ca. 40 bis 50 Jahre alt. Sie wird in den geschützten Gewässern um Whale Island eine lange Zeit erhalten bleiben. Sie ist das zweite in den vergangenen Jahren in der Bay of Plenty versenkte Schiff. Nördlich von Motiti Island nahe Mount Maunganui wurde im Jahr 2000 bereits der 1944 in Schottland erbaute Dampfschlepper "Taioma" in 27 Metern Tiefe auf Grund geschickt. Um die Nordinseln wurden etliche Schiffe, darunter vier der Marine, zu Tauchattraktionen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2008
Bergungsarbeiten an "Princess of the Stars"
durch Tropensturm unterbrochen
Update vom 30.09.08
San Fernando, Provinz Romblon / Philippinen, 01.10.08 - Die Bergung des Endosulfans aus der "Princess of the Stars" vor San Fernando wurde am 30.9. wegen starker Winde, die durch den Tropensturm Pablo (Internationaler Codename Higos) verursacht wurden, unterbrochen. Vor Ort hatte sich starker Seegang aufgebaut, weswegen die Taucher sicherheitshalber zurückgerufen wurden. Bis dahin waren 22 der 400 Packungen von je 25 Kilogramm Gewicht mit Endosulfan geborgen worden. Sie wurden an Bord der am Wrack verankerten Barge einzeln in Stahlfässern gesichert. Die gesamte Bergungsaktion soll, wenn das Wetter dies zulässt, binnen 12 bis 16 Tagen abgeschlossen sein. Wenn alle Giftstoffe aus dem Wrack entfernt sind, sollen die im Schiff befindlichen menschlichen Überreste geborgen werden. Dies könnte bis Weihnachten dauern.
Zum Leichtern der 250 Tonnen Bunkeröl wurden sechs Flansche an verschiedenen Tankbereichen angebracht. Dort müssen Löcher in den Rumpf gebohrt werden, um anschleißend im Hot-Tap-Verfahren das Öl abzupumpen.
Derweil strandete ein Rettungsschiff der philippinischen Marine, das an der Bergungsaktion beteiligt gewesen war, in schwerer See vor dem Hafen von Culasi in Roxas City.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2008
Munitionsfund auf "Lusitania" löst historisches Rätsel
Irland, 01.10.08 - Der Receiver of Wrecks könnte nach der Bergung von Munition aus dem Wrack der "Lusitania" vor Irland versuchen, den Besitzer herauszufinden. 10 Remington 303-Kartuschen wurden von Tauchern, die im Autrag eines Geschäftsmanns New Mexico am Wrack tätig sind, in dieser Woche an die Wasseroberfläche geholt. Der Customs Service sagte, er müsse nach dem Salvage and Wreck Act von 1993 per Annonce nach dem Besitzer suchen. Wenn sich binnen eines Jahres niemand meldet, geht das Bergungsgut in den Besitz des Bergers über. Doch dass sich ein Besitzer meldet, ist mehr als unwahrscheinlich. Die britische Regierung hatte stets verneint, dass sich an Bord der in 100 Metern Wassertiefe 12 Meilen vor dem Old Head of Kinsale liegenden Schiffes Munition befinden könnte. Die Versenkung der "Lusitania" vor Cork am 7. Mai 1915, die zum Tod von 1198 Menschen führte, hatte zum Kriegseintritt der USA beigetragen. Jedoch hatte es nach Zeugenaussagen 18 Minuten nach dem Einschlag des Torpedos von "U 20" eine bis heute ungeklärte, zweite Explosion gegeben, die zum raschen Untergang des Schiffes führte. Wäre diese durch Munition ausgelöst worden, wäre die Torpedierung wegen des Transports kriegswichtigen Material,s anders als bei einer Versenkung als rein zivilen Passagierschiffes, rechtens gewesen.
Der heutige Eigentümer des Wracks glaubt, dass die britische Regierung noch in den 50er Jahren versuchte, das Wrack zu zerstören, um weitere Untersuchungen zu der mysteriösen Explosion ein für alle Mal zu vereiteln. Er prozessierte gegen England, um Tauchrecht am Wrack zu erhalten, und erhielt letztlich eine 5-Jahres-Lizez zu einer "forensischen Expedition". Das Wrack steht als historisches Erbe unter Schutz. Bereits vor zwei Jahren hatte der Cork Sub Aqua Club Munition an Bord der "Lusitania" entdeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2008
Rainbow Warrior wird zu einer Taucherlegende
Matauri Bay, Nordinsel / Neuseeland, 01.10.08 - Während die "Rainbow Warrior", das einstige Greenpeace-Flaggschiff, unter Wasser allmählich verfällt, wird es mehr und mehr zu einer internationalen Taucherlegende. Das Schiff war 1985 vom französischen Geheimdienst wegen der Aktionen gegen Atomtests an der Marsden Wharf in Auckland gesprengt und versenkt worden, als es in den Pazifik zu Protestaktionen auslaufen wollte. Der Fotograf Fernando Pereira kam dabei ums Leben. Nachdem das Wrack gehoben war, wurde im Dock herausgefunden, dass zwei Haftminen das Schiff versenkt hatten.
In Devonport wurde das Wrack im Trockendock verschleppungsfähig gemacht und im Dezember 1987 vor der neuseeländischen Nordküste in der Matauri Bay als Tauchattraktion und Fischhabitat versenkt. Inzwischen sind die Aluminium-Aufbauten des Schiffes stark zerstört. Dennoch, so sagt das Paihia Dive HQ, wächst die Popularität des attraktiv bewachsenen Schiffes unter Tauchern ständig. Wöchentlich sind 100 Taucher in diesem Sommer am Wrack gewesen. Angesichts des Verfalls sei man sich aber auch bewusst, dass dies nicht immer so weiter gehen werde. Nicht zuletzt aus solchen Erwägungen wurde im November 2007 bereits die einstige Fregatte HMNZS "Canterbury" im Deep Water Cove nahe der Einfahrt zu den Bay of Islands als weiteres Tauchziel versenkt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2008
Suche nach Seeleuten der "Tolstoy" auf See eingestellt
Update vom 29.09.08
Sofia / Bulgarien, 01.10.08 - Wegen schlechten Wetters wurde am 30.9. die Suche nach den noch vermissten acht Seeleuten, einem Russen und sieben Ukrainern, des gesunkenen Frachters "Tolstoy" im Schwarzen Meer eingestellt. Es wurde aber nicht ausgeschlossen, dass die Seeleute noch an der Küste der Türkei oder Bulgariens antreiben könnten. Deswegen wurde hier verstärkt Ausschau gehalten. Gleichzeitig wurde eine Untersuchung des Totalverlusts eingeleitet
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2008
Binnenschiff saß auf Donau fest
Deggendorf, Bayern / DE, 30.09.08 - Am 29.9. gegen 12 Uhr lief das rumänische Frachtschiff "Asterea" auf der Donau zwischen Regensburg und Enns in Österreich auf Grund. Zu dieser Zeit herrschte Nebel mit einer Sichtweite von rund 100 Meter. Aufgrund eines Navigationsfehlers des rumänischen Kapitäns hatte das Schiff, das mit 330 Tonnen Magnesium beladen war, nahe Niederalteich (Landkreis Deggendorf) außerhalb der Fahrrinne Grundberührung, drehte sich um 180 Grad und blieb dann an einer Kiesbank hängen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt erteilte zunächst ein Weiterfahrverbot. Durch ein anderes vorbeifahrendes Schiff und dessen Wellenschlag kam die "Asterea" gegen 15.20 Uhr selbständig wieder frei und konnte ihre Fahrt fortsetzen
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2008
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