S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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letzte Änderung: 31. Juli 2008
Kutter sank vor Frankreich
Saint-Quay-Portrieux, Département Côtes-d’Armor, Region Bretagne / Frankreich, 31.07.08 - Am 31.7. um 5.50 Uhr kollidierten zwei Kutter fünf Kilometer südöstlich von Saint-Quay-Portrieux (Côtes d'Armor). Dei beiden jeweils rund 12 Meter langen Schiffe kamen aus Saint-Brieuc. Es handelte sich um die «Illiade» und die «'Enfant d'Arvor». Die «Illiade» sank, und seine zweiköpfige Crew wurde von der mit einem Mann besetzten «Enfant d'Arvor» an Bord genommen, die anschließend Légué anlief. Die Kollision ereignete sich bei freundlichem Wetter und guter Sicht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
Wasserschutzpolizei löscht Brand auf Segelboot
Fischbach (Friedrichshafen), Bodenseekreis, Baden-Württemberg / DE, 31.07.08 - Eine Verletzte und Sachschaden von rund 4000 Euro hat ein Bootsbrand am 30.07. um 17.20 Uhr auf dem Bodensee vor Fischbach gefordert, berichtet die Polizei.
Die Besatzung der Wasserschutzpolizei hörte gestern Nachmittag die Hilferufe eines Mannes und einer Frau aus Friedrichshafen, auf deren Segelboot rund 300 Meter vom Hafen Fischbach entfernt ein Feuer ausgebrochen war.
Die Bootsinsassen konnten das Feuer nicht selbst löschen. Erst die Wasserschutzpolizei konnte die Flammen ersticken und die Segler aus ihrer misslichen Lage befreien.
Die 64-jährige Frau erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung sowie Verbrennungen an den Beinen und im Gesicht. Sie war ins Wasser gesprungen und wurde von einer Bootsbesatzung aufgenommen, die die Frau an Land brachte.
Als mögliche Ursache für den Unfall gilt eine Benzinverpuffung an Bord. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Friedrichshafen zur Brandursache dauern allerdings noch an. Das Segelboot wurde nach der Rettungsaktion in den Hafen von Fischbach geschleppt, wo die Feuerwehr aus Sicherheitsgründen bereits wartete.
Quelle: suedkurier vom 31.07.2008
Fähre "Isle of Inishmore" noch lahmgelegt
Update vom 30.07.08
Pembroke, Pembrokeshire , Wales / UK, 31.07.08 - Der Schaden auf der Fähre "Isle of Inishmore" ließ sich doch nicht so schnell beheben wie erhofft. Am Morgen des 31.7. lag die Fähre weiter am Kai in Pembroke. Ein Kesselraumbrand hatte das Schiff am Vortrag außer Gefecht gesetzt, als es nach Rosslare auslaufen wollte. Die Crew entdeckte das Feuer in einem frühen Stadium um 2.30 Uhr und konnte die betroffene Kesseleinheit abschotten. Die 227 Passagiere wurden auf die Musterungsstationen beordert, konnten aber an Bord bleiben. Um 6.45 Uhr rückte die Feuerwehr ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
42 Verletzte auf Kreuzfahrtschiff im Sturm
Auckland, Nordinsel / Neuseeland, 31.07.08 - 42 Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Pacific Sun", 47262 BRZ (IMO-Nr. 8314122), von P&O wurden verletzt, als das 224,8 Meter lange und 28 Meter breite Schiff am 30.7. gegen 20 Uhr 600 Kilometer nördlich von Auckland bei 50 Knoten Wind in sieben Meter hohe Wellen geriet. Als sie auf dem schwankenden Schiff herum geschleudert wurden, erlitten sie Brüche und andere Verletzungen. Das Schiff mit 1732 Passagiere und 671 Besatzungsmitglieder hätte am Morgen des 31.7. in Auckland einlaufen sollen, was sich jedoch wegen des Wetters um 24 Stunden verzögern dürfte. Es war auf einer achttägigen Pazifik-Kreuzfahrt und schon am 29.7. in das Schlechtwettergebiet geraten.
Das Schiff war 1985 in Malmö als "Jubilee" für Carnival Cruise Lines, Monrovia, erbaut worden. 2004 wurde sie zur "Pacific Sun" und wird seither für Kreuzfahrten im Pazifik genutzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
Unbeleuchteter Kutter überlaufen
Baliguian Island, Iloilo City / Philippinen, 31.07.08 - Vor Baliguian Island in Iloilo City wurde der vor Anker liegende Kutter "Karlyn 3" am 30.7. von dem Frachter Lady Teofila" gerammt und in Stücke zerbrochen. Ein Mann wurde anschließend vermisst. Drei Fischer konnten an Land schwimmen und sich retten. Der Kutter hatte keine Positionslaternen an und ankerte direkt im Fahrwasser, als er überlaufen wurde. Die "Lady Teofila" (IMO 8035881, Baujahr 1981) der Galaxy Shipping lief unterdessen in Cebu ein, wo die Küstenwache eine Untersuchung einleitete.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
Kommandant der "George Washington" nach Brand entlassen
San Diego, Kalifornien / USA, 31.07.08 - Zwei hohe Offiziere der US Navy sind am 30.7. entlassen worden als Folge des Feuers auf dem Flugzeugträger "George Washington", das am 22.5.08 12 Stunden lang vor Südamerika wütete. Das Schiff war im April 2007 von Norfolk, Virginia, nach Yokosuka, ausgelaufen, wo es die "Kitty Hawk" ersetzen sollte. Der Brand brach achtern in einem Hilfskesselraum aus, wo entflammbares Material, darunter 90 Gallonen Kompressoröl, lagerten. Das Feuer breitete sich durch Rohre durch den Schornsteineffekt in andere Schiffsbereiche aus, was die Brandbekämpfung verkomplizierte. Ein Mann erlitt Verbrennungen, 36 weitere wurden leicht verletzt. 400 Kabel verschmorten, und das Schiffsnetzwerk wurde beschädigt. 80 der insgesamt 3,800 Räume an Bord wurden dabei beschädigt. Am 27.5. lief der Havarist San Diego an. Die Reparatur dort kostete rund 70 Millionen Dollar.
Am 7.8. soll nun die "Kitty Hawk" Ausrüstung an die "George Washington" übergeben. Am 21.8. soll nach Abschluss der Reparaturen Kurs auf Japan genommen werden, wo ein Eintreffen Ende September erwartet wird.
Der Kommandant wurde seines Amtes entbunden, weil das Vertrauen in seine Fähigkeit, das Schiff zu führen, angezweifelt wurde. Ein Führungsoffizier wurde wegen schlechter Arbeit im Zusammenhang mit der Feuerbekämpfung entlassen. Beide seien ultimativ verantwortlich für das Schiff. Weitere Disziplinarverfahren werden folgen. Ausgelöst hatten den Brand rauchende Seeleute.
Neuer Kommandant wird der ehemalige der "Theodore Roosevelt", der im Moment Dienst im Stab des Pacific Command tut. Sein Vertreter wird der jetzige Führungsoffizier der "Dwight D. Eisenhower".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
Brand auf Binnenschiff
Snitser Mar, Provinz Friesland / Niederlande, 30.07.08 - Auf dem 31 Meter langen, ehemaligen Binnenfrachtschiff "Vrouwe Nieske", brach in den Mittagsstunden des 30.7. im Snitser Mar (Sneekermeer) ein Feuer aus, als das Schiff nach Amsterdam unterwegs war. Die achtköpfige Crew blieb unversehrt. Das Schiff war wohl wegen einer Überhitzung des Maschinenraums in Brand geraten, der sich auf das Ruderhaus ausweitete. Ein Polizeiboot half, das Schiff auf eine Bank im Princess Margrietkanaal zu setzen. Die Feuerwehr löschte das Feuer anschließend, jedoch war wegen an Bord festgestellten Kohlenmonoxyd ein Übernachten der Crew an Bord nicht möglich.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
Bootsbrand auf Vierwaldstätersee
Beckenried, Kanton Nidwalden / Schweiz, 30.07.08 - Am 30.7. um 14.52 Uhr geriet auf dem Vierwaldstättersee vor Rütenen (Beckenried) ein Boot aus Nidwalden in Brand. Der Skipper erlitt dabei Brandverletzungen und wurde ins Krankenhaus in Nidwalden gebracht. Beim Eintreffen der Seepolizei von Schwyz und Nidwalden stand das Holzboot bereits in Vollbrand. Unter Mithilfe eines Binnenschiffes sowie privaten Helfern konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Die Feuerwehren von Beckenried und Buochs brachten Ölsperren aus. Der Sachschaden beläuft sich auf über 50000 Franken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
26 Personen von brennendem Angelkutter gerettet
Calabash, Brunswick, North Carolina, USA, 30.07.08 - 26 Personen wurden am 30.7. von dem brennenden Angelkutter "Miss Calabash II" 17 Meilen östlich der Mündung des Little River (17 Meilen vor den Staaten Nord-Süd-Carolina) gerettet. Auf dem 41 Fuß langen Schiff war um 9.28 Uhr ein Feuer ausgebrochen, nachdem es aus Calabash (North Carolina) für eine 12-stündige Fahrt ausgelaufen war. Der Kapitän konnte, nachdem er Hitzeentwicklung wahrgenommen und das Maschinenraumluk geöffnet hatte, angesichts der Flammen binnen weniger Minuten die Löschbemühungen einstellen. Es gelang, noch einen Notruf absetzen und das Aufgeben des Schiffes anordnen. Helikopter aus Charleston und Savannah sowie Küstenwachboote der Stationen Georgetown und Oak Island wurden in Marsch gesetzt. Noch vor ihrem Eintreffen wurden die Fischer aber von der "Fisher of Men" und der "Jester" gerettet. Sie hatten, nachdem der Maschinenraumbrand ausgebrochen war, von ihrem Charterschiff ins Wasser springen müssen, wo sie sich in rauer See an Schlauchboote klammerten und zusehen mussten, wie ihr in Flammen stehendes Schiff auf 70 Fuß Tiefe versank. Wenige Minuten später trafen die Retter ein. Taucher sollen nun das Wrack untersuchen und feststellen, ob eine Bergung möglich ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
Vier Sportbootfahrer vor Teneriffa gerettet
Teneriffa, Kanarische Insel / Spanien, 30.07.08 - Ein Patroullienboot der Guardia Civil rettete am 29.07. vier Schiffbrüchige vor der Südküste der Kanareninsel Teneriffa. Ihr Sportboot war vor der Küste von San Miguel de Abona auf ein Riff aufgelaufen und gesunken. Aufgrund der relativ genauen Positionsangaben konnte das Patroullienboot "Rio Gallo" die Schiffbrüchigen kurze Zeit nach dem Notruf ausfindig machen Aufgrund des hohen Seegangs gestaltete es sich jedoch schwierig, die vier Besatzungsmitglieder des gesunkenen Sportbootes auf die "Rio Gallo" zu ziehen. Anschließend wurden die Geretteten in ein Medizinzentrum nach Arona gebracht, wo die Ärzte leichte Verletzungen und Alkoholkonsum bei allen vier Schiffbrüchigen diagnostizierten. Nun soll geklärt werden, wie es zu dem Unglück gekommen war und warum die Besatzung nach dem Auflaufen auf das Riff das EPIRB nicht aktiviert hat.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
Hoffen und Warten an "New Carissa"
Update vom 25.07.08
Coos Bay, Oregon / USA, 30.07.08 - Wegen Sturms wurden am 29.7. die Abbrucharbeiten an der "New Carissa" unterbrochen. Zuvor wurden Ketten an Zugpunkte angebracht, deren Öffnungen in einem Wettlauf gegen die Zeit in den vergangenen Tagen in den Rumpf des Frachters geschnitten wurden. Die Arbeiten konnten noch am Nachmittag abgeschlossen werden. Sechs Züge von 340 Tonnen Zugkraft wurden seit dem Morgen des 28.7. zur "Karlissa A" und "Karlissa B" ausgefahren. Wenn die Berger Glück haben, spült der Sturm das Schiffsfragment weiter frei. Die Bergungscrews zogen sich derweil auf die "Karlissa A" zurück. Es blieb vorerst nur Warten und sehen, was die Zugkraft ausrichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
Bagger barg Boot
Tønsberg, Provinz (Fylke) Vestfold / Norwegen, 30.07.08 - Am 27.7. lief ein 27 Fuß langes Motorboot mit zwei Personen an Bord im Tønsbergfjord auf Grund und schlug leck. Es begann über den Bug zu sinken. Das 12,35 Meter lange Rettungsboot "Simrad Færder" (RS 122) versuchte den Untergang abzuwenden und das sinkende Boot in flaches Wasser bei Kongskollen zu schleppen. Mithilfe eines rasch aktivierten Baggers und Tauchern konnte es dort gehoben und auf Land gezogen werden. Mit einem Laster wurde es abtransportiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
Schlepper vor Tropensturm versenkt
Bermuda, Inselgruppe im Atlantik, britisches Überseegebiet, 30.07.08 - Rechtzeitig vor dem Herannahen des Tropensturms "Bertha" wurde am 23.7. der 75 Fuß lange ehem. Schlepper "Forceful" vor den Bermudas versenkt. Er liegt in kurzer Distanz zu dem vor 24 Jahren ebenfalls versenkten, 55 Fuß langen Schlepper "King". Die 60 Fuß tief liegende Wrackposition kann vom Strand des Fairmont Southampton Resort erreicht werden. Blue Water Divers, Dive Bermuda zusammen mit der Bermuda Intact Wreck Initiative (BIWI) und das Bermudian Maritime Museum arbeiteten zusammen, das Schiff für die Versenkung zu reinigen und vorzubereiten. An den vorgesehenen Moorings ging das Schiff dann auf Grund und bildet mit rund 300 weiteren Wracks ein weiteres Puzzleteil der Unterwasserwelt der Bermudas. BIWI versenkte bereits den einstigen Marineschlepper "King" 1984, und im Januar 2007 die ausgediente Fähre "Sea Venture", die zwischen Somerset und Hamilton verkehrte. Weitere Wracks auf dem BIWI-Konto sind die "Xing-Da" und "Hermes".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
Feuer auf Kohlefrachter
Kertsch (Kerch), Krim / Ukraine, 29.07.08 - Der 1978 erbaute, 1,811 BRZ große Frachter "Black Pearl 3" (IMO-Nr. 7614537, ex-"Sea Shell", "Ter", "Jaral") geriet im Hafen von Kertsch am 28.7. in Brand. Das Feuer entstand in einer Ladeluke des mit Kohlen beladenen Schiffes. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Frachter fährt unter der Flagge von Sierra Leone (eine Republik in Westafrika).
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
Kutter sank vor Cap Finistère
Cap Finistère, Département Finistère, Region Bretagne / Frankreich, 24.07.08 - Am 24.7. um 15 Uhr funkte der 11 Meter lange Trawler "Nossi-Komba" (SB 523100) aus Paimpol (Côtes-d'Armor), dass er 33 Kilometer östlich des Kap Finistère sinke. Der Tonnenleger "
Blodwen", der in der Nähe operierte, wurde zum Havaristen geschickt, außerdem nahm das Rettungsboot "Beautemps-Beaupré" Kurs auf die Position. Der Tonnenleger war als erstes vor Ort und übernahm die beiden Männer der Nossi-Komba". Das Schiff sank um 16 Uhr auf 80 Metern Wassertiefe. Die "Blodwen" lief nach Conquet, wo sie um 17.30 Uhr eintraf und die Schiffbrüchigen an Land setzte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.07.2008
Schwedische Fähre lief auf Grund
Insel Ljusterö, Österåkers kommun, Provinz Stockholms län / Schweden, 30.07.08 - Am 30.7. gegen 10.30 Uhr lief die Fähre "Sjögull", 233 BRZ (IMO-Nr. 8129424) vor Norra Ljusterö auf Grund. Das 38 Meter lange Schiff hatte 180 Passagiere an Bord, niemand wurde verletzt. Aber die Propeller der "Sjögull" erlitten Schäden, sodass ein Ersatzschiff eingesetzt werden musste. Die Fahrgäste der "Sjögull" wurden mit Bussen nach Blidö und Furusund transportiert. Sie hatten ihre Reise morgens am Ström Quay in Stockholm begonnen.
Das Schiff war 1982 von der Marinteknik Verkstads Ab, Öregrund, erbaut worden für die AB Stockholms Skärgårdstrafik, Stockholm und deren Liniendienst Stockholm - Norra Skärgården. Am 8.9.1995 lief sie vor Svartlöga auf Grund und musste mit Propellerschaden nach Yxlan geschleppt werden. Im September wurde sie bei der Kummelnäs Varv, Nacka, repariert. Am 23.2.2000 ging sie an die Blidösundsbolaget Ab, Stockholm.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Sieben Tote bei Fährunglück befürchtet
Antalaha / Madagaskar, 30.07.08 - 3 Passagiere der Fähre "Fotobato" kamen am 29.7. ums Leben, als das Schiff vor Antalaha sank. Vier weitere wurden noch vermisst. Die "Fotobato" hatte 11 Passagiere und 15 Tonnen Vanille an Bord, als sie auf der 150 Kilometer langen Strecke von Mananara nach Antalaha am Abend sank. Der Kapitän konnte drei Passagiere und sich selbst retten.
Erst am 10.7. war vor Cap Masoala die "Tropicana II" auf dem Weg von der Insel Sainte-Marie nach Maroantsetra gekentert, wobei drei Chinesen ertranken und 10 weitere vermisst blieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Weiteres Öl aus Barge ausgelaufen
Update vom 28.07.08
New Orleans, Louisiana / USA, 30.07.08 - Aus der im Mississippi bei New Orleans gesunkenen Barge trat am 30.7. weiteres Öl aus, doch der Schiffsverkehr wurde nicht beeinträchtigt. Die Wrackteile liegen an einer Brücke, die den Ost- und Westteil von New Orleans miteinander verbindet. Als sie sich in der Strömung bewegte, kam Öl frei. Es war nicht bekannt, wieviel Ladung der ursprünglich 419,000 Gallonen Öl dabei auslief. Das meiste verlor die Barge bereits am 23.7. 85000 Gallonen wurden bislang aufgefangen. Zwei Drittel des Öls sind schätzungsweise aufgelöst. Mit 70 Schiffen, die am 29.7. den Southwest Pass passierten, ist inzwischen wieder das normale Verkehrsniveau erreicht. Am 12. August soll ein Hearing zum Unfall stattfinden..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Leichte Kollision auf Donau
Osterhofen, Landkreis Deggendorf, Bayern / DE, 30.07.08 - Am 29.7. gegen 16 Uhr kam es auf der Donau bei Flusskilometer 2270.8 nähe Osterhofen auf Höhe der Ortschaft Mühlham zu einer leichten Streifkollision zweier Schiffe. Ein ungarischer Schubverband mit zwei Schubleichtern befand sich auf der Bergfahrt . Bei der Begegnung mit einem talwärts fahrenden deutschen Binnenschiff kam es zu einer Berührung. Am Schubverband wurde dabei ein Poller ausgerissen und die Reling auf einer Länge von ca. vier Metern eingedrückt. Bei dem Güterschiff wurde die Außenhaut auf einer Länge von ca. 2,50 Metern eingedrückt. Beide Schiffe blieben fahrbereit, der Gesamtschaden wurde auf 10.000 Euro geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Schiff drohte in Heraklion zu sinken
Iraklio (Iraklion, Heraklion), Insel Kreta / Griechenland, 30.07.08 - Der Frachter "Marina" konnte im Hafen von Heraklion am 29.7. vor dem Sinken bewahrt werden. Das mit Altmetall beladene Schiff hatte im Maschinenraum einen Wassereinbruch durch ein 70x30 Zentimeter großes Leck erlitten. Wahrscheinlich hatte ein gesunkener Kran den Schiffsboden beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Motorboot sank vor Holnis
Glücksburg, Schleswig-Holstein / DE, 28.07.08 - Am 25.7. sank vor dem Strand "Drei" der Halbinsel Holnis das sieben Meter lange und 2,5 Meter breite 200-PS-Motorboot "Elvis". An Bord waren fünf Personen gewesen, als übers Heck große Wassermengen in das ankernde Boot des Typs "Tecnomarine" eindrangen. Das 2001 in Italien erbaute Schiff krängte, und der Hamburger Skipper konnte gerade noch einen Notruf absetzen, ehe das Boot sank. DLRG sowie das Rettungsboot "Werner Kuntze" aus Langballig waren rasch vor Ort und bargen die Schiffbrüchigen, die bis zum Hals im Wasser der Ostsee standen. Der Notfallschlepper "Scharhörn" konnte wegen zu großen Tiefgangs nicht an das Wrack herankommen. Das THW rückte daraufhin mit Tauchern aus Schleswig an und barg die "Elvis", von der nur noch einige Teile aus dem Wasser ragten, in den Abendstunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Feuer auf irischer Fähre
Pembroke, Pembrokeshire , Wales / UK, 30.07.08 - Die 227 Passagiere und 89 Mann Crew der irischen Fähre "Isle of Inishmore", 34031 BRZ, wurden am Morgen des 30.7. in Bereitschaft zur Evakuierung versetzt, nachdem um 2.30 Uhr ein Feuer im Maschinenraum auf Deck 2 ausgebrochen war. Die 1997 erbaute "Isle of Innishmore" (IMO-Nr. 9142605) lag zu dieser Zeit am Pembroke Dock, West Wales. Acht Löschzüge und ein Feuerlöschboot sowie ein Löschtender kamen zum Liegeplatz. Um 6.45 Uhr war der Brand gelöscht. Es wurde erwartet, dass die Fähre am Nachmittag auslaufen könnte.
Das Schiff war 1997 von Van der Giessen-De Noord, Holland, erbaut worden. Es ist 182,5 Meter lang und 27,8 Meter breit und vermag 2200 Passagiere und rund 850 Fahrzeuge zu transportieren. Es wurde zunächst auf der Rpoute Dublin - Holyhead, dann zwischen Pembroke und Rosslare eingesetzt. Seit März 2006 ist es unter zypriotischer Flagge registriert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Brandneuer, unversicherter Frachter in der Taiwan-Straße gestrandet
Fangliao, Pingtung County / Taiwan, 30.7.08 - Der werftneue Frachter "Kijang", 2989 BRZ; aus Jakarta erlitt auf dem Weg von China zur Ablieferung in Indonesien am 29.7. Maschinenausfall und strandete vor der Küste Pingtung in Süd-Taiwan. Die Küstenwache rettete die 15-köpfige Crew und brachte sie in Fangliao unter. Es handelte sich um 13 Indonesier und zwei Chinesen. Ihr Schiff befand sich auf dem Weg von Taizhou in der Zhejiang Provinz nach Tarakan (Indonesien), als es im Sturm antriebslos wurde und ins Treiben kam. Gegen 2 Uhr morgens lag es dicht vor der Küste, hatte die Anker ausgebracht, und eine Rettungsoperation wurde eingeleitet. Feuerwehren warfen Leinen aufs Schiff, an denen die Besatzung an Land klettern konnte. Binnen zwei Stunden war der Frachter geräumt. Wenig später brachen die Ankerketten, und hohe Wellen warfen den Havaristen aufs Ufer. An Bord sind rund 60 Tonnen Dieselöl. Ein Problem in Hinblick auf eine Bergung ist, dass der Frachter nicht versichert ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Info: Die Taiwan-Straße oder Formosa-Straße ist eine 180 km breite Meerenge zwischen dem Festland China und Taiwan (früher Formosa).
Kutter trieb zwei Wochen auf See
Trincomalee, Ostprovinz / Sri Lanka, 30.07.08 - Das Patroullienboot "Sayura" der Marine Sri Lankas fing am 29.7. 85 Meilen vor Foul Point, Trincomalee, einen Notruf des seit 13 Tagen hilflos in der See treibenden Trawlers "Hiruni II" auf. Das Schiff hatte Maschinenausfall erlitten, als es mit seiner fünfköpfigen Crew rund 52 Meilen vor Pulmoddai stand. Es wurde auf hohe See hinaus getrieben und erlitt Wassereinbruch durch einen Riss, der in rauer See im Raumpf entstand. Nachdem die "Sayura" das Boot erreicht hatte, wurde es am 29.7. nach Trincomalee eingeschleppt. Der Trawler "Hirnui II" gehört N.H Sugath und war am 4.7. aus Trincomalee ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Frachter im Sturm vor China gesunken
Shanghai / Volksrepublik China, 30.07.08 - Sechs chinesische Seeleute wurden am Abend des 29.7. von einem sinkenden, mit 4700 Tonnen Sand beladenen Frachter aus der Provinz Anhui gerettet. Das Schiff war in der Jangtse (Yangtse) - Mündung in einem Tropensturm in Seenot geraten, nachdem die Maschine ausgefallen war. Bei Windgeschwindigkeiten von über 20 Metern pro Sekunde begann der Frachter zu sinken und funkte um 18.16 Uhr Notrufe. Dei Retter hatten in dem schlechten Wetter große Schwierigkeiten, den Havaristen zu erreichen. Als Retter an Bord gingen, um die Crew abzubergen, lag der Bug des Schiffes bereits unter Wasser. Vier Schiffe waren eine Stunde lang im Einsatz, es zu evakuieren.
17 in der Flussmündung ankernde, große Schiffe rissen sich am Abend los, konnten aber durchweg wieder gesichert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Brennender Kutter bedrohte Marina
Tonawanda, Erie County, New York / USA, 30.07.08 - Zwei Fischer erlitten am Nachmittag des 29.7. Verbrennungen, als ihr Boot beim Verlassen der Mid River Marina in Tonawanda gegen 13 Uhr explodierte und in Flammen aufging. Vorher hatte es Schwierigkeiten gegeben, die Maschine anzulassen. Kurz nachdem sie lief, kam es zur Explosion. Beide Bootsinsassen sprangen über Bord des 21 Fuß langen Fiberglasbootes. Nachdem sie an Land geschwommen waren, wurden sie zur Behandlung ihrer Verbrennungen ins Erie County Medical Center gebracht. Als Feuerwehr und Küstenwache eintrafen, stand das Boot völlig in Flammen. Es trieb erst von der Marine weg, dann schob der Wind es zurück und bedrohte die Marina. Die Feuerwehr hielt es mit einem eigenen Boot ab, während sie gegen den Brand vorging. Der Kutter sank schließlich auf den Grund der Marina, Ölsperren wurden ausgelöst, um Trümmer oder Öl einzuschließen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Treibender Baumstamm versenkte Yacht
Update vom 29.07.08
Tory Channel, Marlborough Sounds, Südinsel / Neuseeland, 30.07.08 - Die Schifffahrt in der Cook-Straße wurde vor treibenden Trümmern gewarnt, die von einer Yacht stammen könnten, die am Abend des 28.7. dort gegen 22 Uhr sank. Die 10 Meter lange "Sedesh" war eine Viertelmeile vor dem Tory Channel untergegangen, nachdem sie eine Stunde zuvor mit einem unbekanntem Gegenstand, wahrscheinlich einem Baumstamm, kollidiert war. Die Bemühungen der zweiköpfigen Crew, das Boot zu lenzen, waren erfolglos, bald standen die Segler bis zur Hüfte im Wasser, sodass Hilferufe ausgesandet wurden. Die beiden, ein Mann und eine Frau, sowie der Bordhund aktivierten das EPIRB, flüchteten sich in ein Schlauchboot und blieben dicht bei der beleuchteten Yacht, bis sie von einem Kutter aus Okukari Bay geborgen wurden, der die Notrufe gehört hatte, auslief und bald Notsignale sichtete. Wenig später traf auch die Küstenwache mit einem Boot aus Picton ein und nahm die Sedesh" in Schlepp. Doch binnen Minuten sank die in Wellington beheimatete, nicht versicherte Yacht 60 Meter tief auf den Grund des Marlborough Sound.
Eine Flutwelle auf dem Wanganui River könnte am 7.7. viele Baumstämme flussabwärts getrieben haben, die ihren Weg südwärts in die Cookstraße fanden. Es sei überwiegend unmöglich, die zahlreichen Stämme, die mit der Tide umhertrieben, zu bergen. Einige bei Dieffenbach Point im Queen Charlotte Sound wurden von einem Schlepper ans Ufer gezogen. Probleme hatte auch die Fähre "Monte Stello" bereits am 16.7. gehabt, als auf der Überfahrt von Wellington nach Picton gegen 21 Uhr der Propeller von einem unbekannten Objekt zerstört wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Norwegische Fähre lief auf Grund
Insel Tarva, Bjugn Kommune, Provinz (Fylke) Sør-Trøndelag / Norwegen, 29.07.08 - Am Vormittag des 29.07. lief die 28,55 Meter lange norwegische "Fähre "Frøya" vor der Insel Tarva auf Grund. Sie hatte keine Fahrgäste an Bord. Das Unglück ereignete sich fünf Minuten vom Anleger entfernt. Es gelang später, die "Frøya" frei- und nach Tarva einzuschleppen. Fosen Trafikklag betreibt das Schiff, das zwischen Dypfest und Tarva verkehrt. Es wurde erwartet, dass das Schiff am 31.7. wieder in Fahrt gehen könnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Info: Die M/S "Frøya" ist ein Fracht- und Passagierschiff und wurde 1972 gebaut, kann 70 Passagiere und 4 PKW's (oder 1Lkw + 1 PKW) befördern.
"Clipper Pacific" verließ Tampa
Update vom 25.07.08
Tampa, Florida / USA, 29.07.08 - Das unter Bahamas-Flagge Kreuzfahrtschiff "Clipper Pacific" verließ am 29.7. nach Abschluss umfangreicher Reparaturarbeiten gegen 12 Uhr den Hafen von Tampas. Die Küstenwache gemeinsam mit dem Flaggenstaat sowie der Klassifizierungsgesellschaft Bureau Veritas hatten bis dahin sicher gestellt, dass auf dem Schiff alle internationalen Sicherheitsstandards erfüllt sind. Zu den Reparaturarbeiten gehörte auch der Ersatz einer an die Sechs Fuß langen Sektion im Schiffsrumpf sowie Reparaturen an den inneren Schiffsstrukturen. Die über 900 Passagiere waren während des Aufenthalts in örtlichen Hotels untergebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Kranbarge in Indian River noch nicht geborgen
Update vom 29.07.08
Titusville, Brevard County, Florida / USA, 29.07.08 - Eine Bergungsfirma aus Cocoa begann, die am 28.7. in der Titusville Municipal Marina gesunkene Kranbarge zu bergen. Der Rumpf liegt in 12-15 Fuß Tiefe. Nachdem ein Kompressor, ein Generator und andere Teile, die den Tauchereinsatz gefährden könnten, bis zum Abend des 29.7. geräumt waren, wurden die Arbeiten mit der Dunkelheit eingestellt. Frühestens am 31.7. könnten Cres von Beyel Brothers Inc. das Wrack aus dem Indian River räumen. Taucher stellten fest, dass die Barge ein großes und eine Reihe kleinerer Löcher hat, die abgedichtet werden müssen. Beim Untergang der 100x25 Fuß großen Barge waren 100 Gallonen Dieselöl ausgelaufen. Der Kranbetreiber John Toft Construction Co. aus New Smyrna Beach könnte einer Bestrafung entgegen sehen, falls die Küstenwache nach der Hebung Zeichen von Vernachlässigung aufweist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
Gewerkschaften machen griechische Häfen für Havarien verantwortlich
Athen / Griechenland, 29.07.08 - Schifffahrtsgewerkschaften haben eine schlechte Infrastruktur griechischer Häfen für die Serie von Havarien der vergangenen Wochen verantwortlich gemacht. Zuletzt waren die "Zenith" und die "Aegean Pearl" kollidiert, als diese nach Piräus einlief. Binnen eines Monats war dies der vierte derartige Vorfall. In der vergangenen Woche war eine Fähre mit 295 Fahrgästen vor Kythera, südlich des Peloponnes auf einen Felsen gelaufen, vor Andros rammte eine Fähre eine andere, die dort vertäut war. Ende Juni rammte eine Passagierfähre einen Felsen vor Oinousses in der Ostägäis. Bei allen Havarien kam es zwar zu Sachschäden, aber nicht zu ernsthaften Verletzungen. Gewerkschaftsvertreter sagten, dass dies weniger an einer schlechten Koordination der Besatzungen oder menschlichen Fehlern liege, sondern dass die Infrastruktur in Piräus und anderen Häfen schlecht sei. Die Piers seien nicht lang genug, große Kreuzfahrtschiffe zu beherbergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.07.2008
SAR-Hubschrauber aus Kiel rettet Segler vor Westerland
Westerland, Nordseeinsel Sylt, Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein, 29.07.08 - Die Besatzung eines SAR-Hubschraubers des Marinefliegergeschwaders 5 in Kiel hat am Dienstagabend (29.07.) vor Westerland einen Segler aus dem Wasser gerettet. Nach Angaben eines Marinesprechers waren zwei Männer mit ihrem Katamaran in der Nordsee gekentert. Es gelang ihnen, den Katamaran wieder aufzurichten. "Einer der beiden Männer fuhr mit dem Katamaran weiter, konnte ihn aber nicht mehr anhalten oder umkehren und blieb im Wasser", sagte der Sprecher. Der andere Segler, der eine Schwimmweste und einen Neopren- Anzug trug, wurde in ein Krankenhaus geflogen. Er sei wohlauf, sagte der Sprecher. Von dem zweiten Mann fehlte am Abend noch jede Spur.
Quelle: dpa vom 29.07.2008
Maschine der "MSC Napoli" wird gesprengt
Devon / England / UK, 29.07.08 - Mit Unterwassersprengsätzen soll die Maschine des Wracks der "MSC Napoli" vor Devon zerlegt werden. Versuche, sie zu zerschneiden, waren zuvor fehlgeschlagen. Die 1400 Tonnen schwere Maschine liegt unter Wasser in der weiter vor Ort befindlichen Hecksektion. Die Berger hoffen, die Maschine wird durch die Explosion in Stücke brechen, die den weiteren Einsatz von Tauchern mit Schneidegerät zulassen. Im Spätherbst soll die Wrackstelle geräumt sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Monsunseen branden über "Princess of the Stars"
Update vom 27.07.08
Manila / Philippinen, 29.07.08 - Die Philippine Coast Guard und Bewohner von Sibuyan Island in Romblon zeigten sich am 29.7. besorgt über schwere See, die, ausgehend vom Südwestmonsun, über das Wrack der "Princess of the Stars" brandete. Dies verstärkt Sorgen um den Zustand des Endolsufan und anderer Chemikalien im Innern des gekenterten Wracks. Durch Bewegungen des Schiffes könnten sie losgerissen werden und austreten. Das schlechte Wetter blockiert auch jegliche Arbeiten am Wrack. Es scheint sich zu bestätigen, dass die letztlich vergeblichen Appelle an Sulpicio, die Bergung so schnell wie möglich durchzuführen, nicht unbegründet waren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Schiff nach 2500 Jahren im Hafen
Gela, Provinz Caltanissetta, Region Sizilien / Italien, 29.07.08 - Nach 2500 Jahren kehrte ein griechisches Handelsschiff am 28.7. vor Sizilien an die Wasseroberfläche zurück. Sirenen heulten, und Applaus brandete auf, als ein Kran die Überreste des 21 Meter langen Fahrzeugs aus dem Wasser hob. Der 11 Meter lange Kiel und ein Teil des Hecks, die beide im Kleieboden konserviert worden waren, wurden dann nach Gela gebracht. Hier wird der Wrackrest in Tanks mit Chemikalien konserviert und dann in ein Laboratorium in Portsmouth, England gebracht, wo bereits andere Schiffsteile seit 2004 lagern. Es wird vermutet, dass das Schiff rund 500 v. Chr. in einem Sturm auf dem Weg von der damaligen griechischen Kolonie Sizilien kommend versank. Ein kleiner Teil seiner Ladung, traditionelle antike Vasen und getöpferte Gefäße, dekoriert mit roten Figuren, waren nach der Entdeckung des Wracks 1998 bereits gehoben worden. In Gela soll ein Museum errichtet werden, das Wrack wie Ladung zeigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
"EasyCruise One" leicht beschädigt
Ägina / Griechenland, 29.07.08 - Die Malta Maritime Authority (MMA) begann Untersuchungen zu einer Havarie des unter Zypern-Flagge fahrenden Kreuzfahrtschiffes "EasyCruise One" (ex Renaissance Two), 4077 BRZ. Das 88,30 Meter lange, 1990 erbaute Schiff hatte bei einer leichten Kollision am 28.7. im Hafen von Ägina Rumpfschäden erlitten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Kutter vor Blackpool in Seenot
Blackpool / Fleetwood, Fylde Halbinsel, Grafschaft Lancashire, England / UK, 29.07.08 - Drei Mann wurden gerettet, nachdem am 28.7. gegen 18 Uhr der englische Kutter "Dicky Mint" vor der Küste der Halbinsel Fylde leckgeschlagen war. Nachdem der Skipper Mayday gefunkt hatte, liefen die Rettungsboote von Fleetwood und Blackpool aus. Das Boot aus Fleetwood lokalisierte den Havaristen sieben Meilen vor Gynn Square, und es gelang, alle Fischer unbeschadet zu retten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Kommandant nach Strandung von Amt entbunden
San Diego, Kalifornien / USA, 29.07.08 - Der Kommandant des 185,60 Meter langen USS "Pearl Harbor" (LSD-52) aus San Diego wurde von seinem Amt entbunden, nachdem sein Schiff am 21.7. im Persischen Golf vor Kuwait auf Grund gelaufen war. Er wurde am vergangenen Wochenende entlassen, weil das Vertrauen in seine Fähigkeiten verloren gegangen sei. Er war seit November Kommandant des Docklandungsschiffes. Seit Mai 2008 war es in der Golfregion im Einsatz. Nach der Strandung hatte es sich aus eigener Kraft befreien können. An Bord waren Amphibienfahrzeuge und deren Crews.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Yacht sank im Marlborough Sound
Tory Channel, Marlborough Sounds, Südinsel / Neuseeland, 29.07.08 - In der Nacht zum 29.7. mussten zwei Bootsfahrer im Marlborough Sounds ihre 11 Meter lange Yacht "Sedesh" aufgeben. Sie war am 28.7. gegen 21.30 Uhr direkt vor dem Tory Channel leckgeschlagen. Die beiden, ein Mann und eine Frau mit ihren kleinen Hund gingen in eine Rettungsinsel und wurden von dem passierenden Fischerboot "Te Awa" gerettet. Ihr Boot liegt nun auf dem Grund des Sunds. Warum das Boot sank, ist unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Trawler "San Cuvier" ein Totalverlust
Update vom 27.07.08
Opotiki, Bay of Plenty, Nordinsel / Neuseeland, 29.07.08 - Am 29.7. gelang es Versicherern, Reedereivertretern von Sanford und Unfalluntersuchungs-Beauftragten, nach Wetterberuhigung das Wrack des gestrandeten, 18 Meter langen Trawlers "San Cuvier" zu betreten, der im flachen Wasser in einer Felsenbucht liegt. Danach hieß es, das Schiff sei wohl ein Totalverlust. Dessen ungeachtet soll der gesamte Diesel sowie sonstige umweltgefährdende Stoffe vom Wrack entfernt werden, sobald die Wetterlage dies zulässt. Zwei Mann der Crew, darunter der Skipper, waren bei der Strandung am Sonntagmorgen ertrunken
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Russischer Frachter abgedichtet
Update vom 27.07.08
Kertsch, Krim / Ukraine, 29.07.08 - Der russische Frachter "Borealis", (IMO-Nr. 8873740) der auf dem Weg von Rostov-on-Don nach Kavkaz mit einer Ladung von 2851 Tonnen Getreide am 27.7. mit dem Wrack der "Volnogorsk" in der Zufahrt zur Straße von Kertsch kollidiert war, hatte nach der Havarie fünf bis sechs Grad Schlagseite nach Backbord. Durch ein Leck in Ballasttank 1 drang Wasser ein. Die Hafenbehörden und der Kapitän entschieden, dass der Havarist Tuzla Bar anlaufen und dort in flachem Wasser ankern sollte. Um 4.40 Uhr war der mit Lenzpumpen ausgestattete Schlepper "Zaliv" längsseits. Es gelang am 28.7. , die Lecks mit Hölzern abzudichten. Auf fünf Metern Wassertiefe blieb das Schiff bei Ankerplatz 445, bis die Klasse erneuert wurde. Die "Borealis", 3574 tdw, wurde 1980 erbaut. Sie gehört der Kama Steamship Co. und ist 106 Meter lang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Yacht "Glorie" gerettet
IJmuiden, Provinz Nordholland / Niederlande, 28.07.08 - Am 28.7. gegen 16.50 Uhr schlug die holländische Yacht "Glorie" rund 40 Kilometer westlich von IJmuiden leck. An Bord war eine Person, die angab, das Boot aufgeben zu müssen. Das Rettungsboot von Ijmuiden lief aus, der finnische Frachter "Mistral" meldete, dass er sich drei Meilen von der Yachtposition entfernt befinde. Binnen einer Viertelstunde war er vor Ort und nahm den Schiffbrüchigen an Bord. Das Rettungsboot traf gegen 18 Uhr ein und setzte sofort zwei Mann mit Lenzpumpen auf die "Glorie" über. Es gelang, des Wassereinbruchs Herr zu werden und das Leck abzudichten. Dann nahm das Boot die Yacht in Schlepp. Sie wurde um 22.30 Uhr in Ijmuiden erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Schlepper konnte nicht abgeschleppt werden
Blaricum / Huizen, Provinz Noord-Holland / Niederlande, 28.07.08 - Der ehemalige holländische Schlepper "Cornelis" ran lief am Abend des 26.7. zwischen der Insel Huizerhoef und der Küste von Blaricumse in schwerer See auf Grund, nachdem der Anker nicht gehalten hatte. Die fünfköpfige Crew bat um Hilfe, und das Rettungsboot "Blaricum 1" sowie die "Huizen" des Jachtservice Huizen waren rasch vor Ort. Zeitweilig wurden sie bei ihren Bergungsbemühungen durch einen weiteren ehemaligen Schlepper verstärkt. Nachdem die Schlepptrosse vier Mal gebrochen war, wurden die Arbeiten nach 90 Minuten eingestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Boot explodierte auf Columbia River
Kennewick, Benton County, Bundesstaat Washington / USA, 28.07.08 - Nach der Explosion des Sportbootes "Scorpius" auf dem Columbia River in Franklin County am Nachmittag des 28.7. musste ein Mann ins Krankenhaus in Kennewick gebracht werden. Es handelte sich um den Eigner. Das Boot hatte mit drei anderen nahe der Blue Bridge im Päckchen gelegen, als auf einmal die Kajüte nach einem Explosionslaut in Flammen aufging. Wenig später war das gesamte Boot von Flammen eingehüllt, ein weiteres Boot erlitt Schäden. Insgesamt waren 11 Personen auf den Booten, davon vier auf dem, von dem das Feuer ausging. Alle konnten sich rechtzeitig durch einen Sprung ins Wasser retten, von wo aus sie ein Boot der Küstenwache aufnahm.
Das Wrack der "Scorpius" wurde später aus dem Wasser gezogen. Es ist ein Totalverlust. Der Skipper, ein ehemaliger Kommodore und erfahrener Skipper, war Mitglied im Clover Island Yacht Club. Ermittlungen ergaben, dass ein Leck in einer Treibstoffleitung die Explosion in der Kajüte ausgelöst hatte. Daraufhin flogen die Flurplatten hoch, und Rauch und Flammen erfassten den Bootskörper.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Kranuntergang in Titusville
Titusville, Brevard County, Florida / USA, 28.07.08 - Am Morgen des 28.7. sind in Titusville, Florida, ein 90-Fuß-Kran sowie eine Barge in der Titusville Municipal Marina gegen drei Uhr teilweise gesunken. An Bord waren 600 Gallonen Dieselöl. Die Küstenwache und Feuerwehr rückten aus und legten eine Ölsperre um die Untergangsstelle aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Untersuchung zu Explosion in Perama eingeleitet
Update vom 27.07.08
Perama, Attika / Griechenland, 28.07.08 - Als es zu der Explosion auf dem Flüssiggastanker "Friendshipgas" am 24.7. in Perama kam, wurden gerade letzte Schweißarbeiten an dem Schiff ausgeführt. Die in Athen ansässigen Magnus Carriers gaben an, dass der 1981 erbaute Tanker am 18.7. in die Reparaturzone von Perama verholt hatte, nachdem er vorher in Drapetsona zur Überholung und Instandsetzung gedockt gewesen war.
Die letzten Stahlarbeiten hätten am 27.7. abgeschlossen werden sollen. Die Zugänge zu den Tanks wurden gerade geschlossen, als das Feuer in Nr. 3 ausbrach, in dem noch zahlreiche Arbeiter tätig waren. Sofort entwickelte sich dichter Rauch. Die Crew versuchte, den Brand durch Fluten des Raums zu löschen, während die Feuerwehr gerufen wurde. Acht Mann konnten nicht mehr entkommen und starben. Vier weitere kamen mit Atemproblemen oder Verbrennungen ins Krankenhaus. Unter den Toten ist auch der philippinische 1. Offizier des Tankers, die übrigen Opfer waren wohl Werftarbeiter. Gegen den Kapitän und den technischen Offizier der Raparaturfirma, die in Haft genommen wurden, leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen ein. Ein dritter verhafteter Mann wurde zwischenzeitlich entlassen. Das Schiffsmanagement und der P&I Club arbeiten voll mit den Behörden zusammen, um die Umstände des Unglücks aufzuklären.
In den vergangenen 10 Jahren sind 36 Menschen bei Unfällen in der Reparaturzone von Perama umgekommen. Die Höhe des Schadens am Tanker muss noch weiter untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Abgebrannter Kutter wurde identifiziert
Update vom 12.07.08
Risør, Provinz (Fylke) Aust-Agder / Norwegen, 28.07.08 - Am 12.7. löste ein brennender Kutter zwischen Frøyna und Barmen einen Großeinsatz von Rettungskräften aus. Feuerwehr, Luftambulanz und ein Seaking-Rettungshubschrauber waren im Einsatz, nachdem der 45 Fuß lange Kutter "Egjo" aus Kvalavåg in der Nacht in Brand geraten war. Weil es nicht bekannt war, ob sich Personen an Bord des bei Risør treibenden Havaristen befunden hatten, wurde Großalarm ausgelöst. Wie sich herausstellte, war das Schiff aber unbemannt gewesen. Mit schweren Schäden wurde es wieder am Kai vertäut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
"Pride of Telemark" nach Reparatur auf Probefahrt
Frederikshavn, Nordjütland / Dänemark, 25.07.08 - Am 25.7. ging die Kystlink-Fähre "Pride of Telemark" (IMO-Nr. 7907257), 28559 BRZ, von Frederikshavn erstmals nach ihrer Havarie auf Probefahrt. Nach einigen Stunden kehrte sie mit Schlepperassistenz in den Hafen zurück. Am 11.09.2007 war das Schiff beim Einlaufen nach Hirtshals nach einem Maschinenblackout mit einer Mole kollidiert und mit dem Vorschiff auf Grund gegangen. Am 25.9. war es nach Göteborg zur Cityvarvet verschleppt worden und am 22.11. zurück nach Hirtshals gekommen. Am 24.11. wurde sie zur Reparatur der umfangreichen Schäden an Maschinen und Decks nach Frederikshavn verholt, wo sie seither lag.
Das Schiff war 1993 als "Stena Jutlandica" von Chantiers du Nord et de la Méditerranée Dunkerque erbaut worden. Es ist 154,9 Meter lang und 28,48 Meter breit.
Am 31.3.1983 |
wurde sie an die Stena Line Ab, Göteborg, abgeliefert und ab dem 25.4. zwischen Göteborg und Frederikshavn eingesetzt. |
Im Dezember 1988 |
ging sie an Wallenius Safe Jasmina Ab, Stockholm, |
1990 |
an die Stena Rederi Ab Göteborg |
Im Juni 1996 |
wurde sie bei der Lloyd-Werft Bremerhaven, umgebaut und dann als "Stena Empereur" für die Crown Tours BV, Hoek Van Holland, registriert. |
1996 |
begann ein Liniendienst Dover-Calais, |
seit 1998 |
als "P&O SL Provence". |
2002 |
erfolgte die Umbenennung in "PO Provence", |
2003 |
in "Pride of Provence". |
Am 18.4.2004 |
kollidierte sie mit einem Kai in Dover. 18 Passagiere und 10 Mann der Crew mussten ins Krankenhaus. |
Am 14.5. |
war das Schiff zurück im Dienst. |
Ende 2004 |
wurde es in Dunkerque aufgelegt und 2005 in "Alkminia" umbenannt. |
2005 |
erfolgte ein Umbau in Griechenland, dabei entstand am 1.3. ein Feuer auf dem in Piräus liegenden Schiff. |
Im Mai 2005 |
begann eine Charter für Kystlink, und seit dem 18.6. lief die Fähre als "Pride of Telemark" zwischen Langesund und Hirtshals. Noch im selben Jahr erwarb Kystlink das Schiff. |
Am 13.7.2006 |
traten Probleme mit dem Bugvisier auf, die nach zwei Tagen gelöst waren. |
Seit dem 1.11.2006 |
lief die Fähre zwischen Langesund-Hirtshals und Strömstad. |
Am 18.5.2007 |
wurde sie an Boa RoRo A/S Trondheim mit Heimathafen Langesund veräußert. |
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Frachter "Rome Express" stieß auf Grund
Mobile, Alabama / USA , 25.07.08 - Der Hapag-Lloyd-Containerfrachter "
Rome Express" geriet am 23.7. auf den Grund des Mobile River Schifffahrtskanal. Hierher war er von Mobile umgeleitet worden wegen der
Sperrung des Mississippi nahe New Orleans. Das Schiff konnte danach aber am
24.7. planmäßig am
im Bau befindlichen
Mobile Container Terminal seine Ladung löschen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.07.2008
Yacht sank vor Neuharlingersiel
Neuharlingersiel, Samtgemeinde Esens, Landkreis Wittmund, Niedersachsen / DE, 28.07.08 - Nach der Kollision mit einer Fahrwassertonne in der Nordsee ist eine Familie mit zwei Kindern am 28.07., gegen 11:30 Uhr von ihrer sinkenden Yacht gerettet worden. Zwei Seemeilen vor Neuharlingersiel schlug die acht Meter lange "Ewigkeit" aus Eckwarden, Butjadingerland, leck. Beim Eintreffen der Retter standen die Eltern schon bis zu den Knien im Wasser . Die Kinder waren bereits zuvor von einer anderen Yacht aufgenommen worden. Die Familie wurde mit dem Seenotrettungsboot "Neuharlingersiel" gerettet und in den Hafen des gleichnamigen Ortes gebracht. Die Yacht konnte noch nicht geborgen werden. Am späten Nachmittag sollte bei Niedrigwasser untersucht werden, ob eine Bergung möglich ist. Zur Unfallzeit herrschten leichte nördliche Winde mit Stärken um drei Bf. Die DGzRS war durch eine Meldung aus der Rettungsleitstelle Wittmund auf das Unglück aufmerksam geworden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
"Ubena von Bremen" manövrierunfähig vor Büsum
Büsum, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 28.07.08 - Am 28.07. musste vor der Ditmarscher Küste ein DGzRS-Seenotrettungskreuzer der Hansekoggen-Replik "Ubena von Bremen" Hilfe leisten: Das Schiff trieb rund 15 Seemeilen vor dem Hafen Büsum manövrierunfähig in der Nordsee, nachdem sich eine Leine im Propeller verfangen hatte und der Antrieb ausgefallen war. Seit 6.00 Uhr war der Seenotkreuzer "Hans Hackmack" der Station Büsum dabei im Einsatz.
Erst hatte zehn Seemeilen westlich der Küste vor Dithmarschen ein Fischkutter wegen Maschinenschadens in den Büsumer Hafen geschleppt werden müssen. Anschließend lief der Seenotkreuzer aus, um der "Ubena von Bremen" Hilfe zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Info DGzRS: Insgesamt mussten die Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote der DGzRS am Wochenende an Nord- und Ostsee 80 Menschen retten. Navigationsfehler und Motorschäden waren die häufigsten Ursachen.
Kreuzfahrer fällt nach Kollision 2 Wochen aus
Update vom 28.07.08
Piräus / Griechenland, 28.07.08 - Die Kollision der Kreuzfahrer "Zenith" (IMO-Nr. 8918136) und "Aegean Pearl", 16607 BRZ, (IMO-Nr. 7111078) am 28.7. in Piräus hat für letzteres Schiff doch ernsthaftere Folgen als zunächst angenommen. Sie war von der unter maltesischer Fahne fahrenden "Zenith", 47255 BRZ, die 2.439 Menschen an Bord hatte, bei deren Einlaufen gerammt worden. Weder auf der "Zenith" noch auf der griechischen "Aegean Pearl" mit rund 850 Urlaubern und Besatzungsmitgliedern kam es zu Personenschäden. Die zuerst als relativ harmlos bewerteten Schäden waren aber doch größer als angenommen. An dem Schiff, das am 28.7. zu einer Kreuzfahrt nach Mykonos, Kusadasi in der Türkei und zu den griechischen Inseln Patmos, Kreta und Santorini hätte auslaufen sollen, müssen Reparaturen durchgeführt werden, die rund zwei Wochen dauern sollen. Aus diesem Grund wird die "Aegean Pearl" von zwei anderen Schiffen ersetzt.
Die "Zenith" durfte dagegen schon am 28.7. ihre Rundreise in der Ägäis und in der Adria fortsetzen.
Sie war 1992 von Jos. L. Meyer, Papenburg, für Celebrity Cruises Monrovia erbaut worden und ist 208 Meter lang. Seit 2002 ist sie unter Bahamas-Flagge geführt und läuft seit 2007 für Pullmantur Cruises.
Bei der "Aegean Pearl" handelt es sich um die 1971 bei Cant. Nav. dell Tirreno e Riuniti, Riva Trigoso, Italien, erbaute "Southward", ein Schiff von 168,38 Metern Länge. Es wurde für die Klosters Rederi, Oslo, erbaut und war am 30.11.1971 das erste europäische Kreuzfahrtschiff, das in den USA getauft wurde. Sie wurde für Kreuzfahrten in der Karibik eingesetzt. 1987 wurde sie für Kloster Cruise, Nassau, Bahamas, registriert und 1995 an Airtours Sun Cruises, Nassau, Bahamas, veräußert, die es als "Seawing" einsetzte. 2004 erwarb sie die Louis Hellenic Cruise Ltd, Limassol, und taufte sie in "Perla" um. In Charter der Golden Star Cruises erhielt sie 2008 den aktuellen Namen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Drei malaysische Fischer ertrunken
Kuantan, Bundeslandes Pahang / Malaysia, 28.07.08 - Zwei Fischer aus Johor ertranken, ein weiterer wurde vermisst, nachdem ihr Trawler in rauer See vor Pulau Tokong Burung, Rompin, sank. Eine Leiche wurde am 27.7. gegen 14 Uhr, eine zweite eine Stunde darauf von Fischern gefunden. Nach einem weiteren Mann wurde noch gesucht. Der vierte wurde von einer passierenden Fähre gerettet. Er sagte, dass das am 23.7. ausgelaufene Schiff um 1.30 Uhr sank, als es wegen Wetterverschlechterung umkehren wollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Kollision zweier Kreuzfahrer in Piräus
Piräus / Griechenland, 28.07.08 - Im Hafen von Piräus sind am 28.7. zwei Kreuzfahrtschiffe mit hunderten Menschen an Bord kollidiert. Verletzt wurde niemand, es entstand aber Sachschaden. Die unter maltesischer Flagge registrierte "Zenith" mit 1819 Passagieren und 619 Besatzungsmitgliedern an Bord prallte beim Anlegen gegen die griechische "Aegean Pearl", auf der sich 504 Passagiere und 349 Besatzungsmitglieder befanden. Vor einer Weiterfahrt der Schiffe muss der Schaden auf Anweisung des Ministeriums untersucht werden. Die Passagiere durften aber an Bord bleiben, da für sie keine Gefahr bestanden habe. Die "Aegean Pearl" sollte heute zu einer Kreuzfahrt nach Mykonos, Kusadasi in der Türkei und zu den griechischen Inseln Patmos, Kreta und Santorini auslaufen. Die "Zenith" kam aus Venedig und hatte Zwischenstopps in Kroatien sowie Rhodos, Mykonos und Santorini eingelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Selbst ist der Mann - Bootsbrand gelöscht
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen / DE, 28.07.08 - Ein Mann ist am 27.7. mittags bei Löscharbeiten auf seinem Kajütboot in Düsseldorf verletzt worden. Das Schiff lag im Yachthafen hinter der Theodor-Heuss-Brücke. Er hatte Reparaturarbeiten mit einem Schweißbrenner an dem Motorboot durchgeführt, das daraufhin in Brand geriet. Es entstand ein Sachschaden von rund 5.000 Euro. Zwei Passanten beobachteten aufsteigenden Rauch und alarmierten die Feuerwehr.
Die Feuerwachen Hüttenstraße und Münsterstraße sowie das Feuerlöschboot rückten zur Einsatzstelle aus. Unter Atemschutz betraten die Feuerwehrleute das Boot und holten den Mann, der zur Brandbekämpfung unter Deck war, auf das Deck. Der Schweißer hatte ein nicht mehr genutztes Bulleye mit einem Blech zuschweißen wollen. Die Funken des Schweißbogens erfassten die Styropor-Isolierung, die Holzverkleidung sowie einige Möbeleinbauten. Der Arbeiter hatte das Feuer bemerkt und die Flammen gelöscht. Dabei erlitt er Verbrennungen im Gesicht durch die herabtropfende, brennende Isolierung. Er wurde vom Notarzt ambulant behandelt. Die Feuerwehr löschte noch einige Glutnester ab. Hätte der Schiffseigner die Löscharbeiten nicht selbst aufgenommen, wäre das Boot ein Opfer der Flammen geworden. Der Einsatz dauerte 90 Minuten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Bremen: Frachtschiff kollidiert mit Molenkopf
Bremen, Schleuse Oslebshausen, Land Bremen / DE, 28.07.08 - Am 27.07.08 wollte das unter zypriotischer Flagge fahrende Frachtschiff M/S "Wilson Saga" (IMO: 8918461) Länge 112,94 m, Breite 15,20 m, Tiefgang 6,82 m, von See kommend in die Schleuse Oslebshausen einlaufen, zugewiesener Liegeplatz war T4. Das Schiff fuhr unter Lotsenberatung. Bei der Annäherung zum Schleusenvorhafen mit einer Geschwindigkeit von 3 Knoten wurde das Schiff von dem Flutstrom erfasst und gegen den Molenkopf gedrückt, was auch durch die Nutzung des Bugstrahlruders nicht verhindert werden konnte. Am Schiff entstand größerer Schaden im Bereich der Steuerbord-Verschanzung und durch erneute Berührung mittschiffs. Das Deck im Bereich der Verschanzung wurde gestaucht und eingerissen. Durch die dabei entstandenen Löcher im Deck ist das darunter liegende Kabelgatt nicht mehr wasserdicht. Das Schiff ist somit nicht mehr seetauglich.Das Schiff soll bis Mittwoch in Bremen liegen. Die Ermittlungen dauern an. Der Schaden am Molenkopf und dem Schiff beträgt mehrere tausend Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Mississippi-Verkehr läuft flüssiger
Update vom 27.07.08
New Orleans, Louisiana / USA, 28.07.08 - Mehr Schiffe dürfen jetzt die 100-Meilen-Sperrzone auf dem Mississippi durchlaufen, doch sie blieben angehalten, langsam zu fahren. Außerdem werden sie auf Verschmutzungen kontrolliert und ggf. gereinigt. Die Reinigungsstationen in New Orleans und an der Flussmündung prüften am 25.7. 23 Schiffe. Auch eine Reihe von Bargen waren Richtung Florida und Texas unterwegs. Die gesunkene, 610 Fuß lange Ölbarge könnte am 27.7. gehoben werden. Zunächst müssen alle Löcher zugeschweißt werden. Danach soll geprüft werden, wieviel Öl der ursprünglich geladenen 4190000 Gallonen noch in den Tanks ist. Bislang wurden rund 55000 Gallonen Öl ihrer ausgelaufenen Ladung aus dem Fluss geborgen. Ein Kran soll das Wrack aus dem Fluss heben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Bulkcarrier liegt weiter fest
Update vom 18.07.08
Albany, Western Australia / Australien, 28.07.08 - Der Bulkcarrier "Atlantic Eagle", der vor zwei Wochen (15.07.) sechs Meilen vor Albany bei der Kollision mit einem Unterwasserhindernis Schäden erlitt, wurde zwei Wochen später immer noch untersucht. Das Schiff, das im Dienst des Australian Wheat Board läuft, hatte Ruderschaden erlitten. Ein Hochsee- und zwei Hafenschlepper hatten den Havaristen in die Frenchman Bay geschleppt, wo er seither verblieb.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
U-Bootwrack nach 90 Jahren auf letzter Reise
Update vom 18.07.08
Dover, England / UK, 28.07.08 - 90 Jahre nach seiner Versenkung im Ärmelkanal während des Ersten Weltkriegs ist ein deutsches U-Boot in tiefere Gewässer geschleppt worden. Um größere moderne Frachter nicht zu gefährden, ist das "UB 38" gut drei Kilometer weit an einen neuen Platz gebracht worden. Nachdem das Wrack jahrzehntelang vor der südostenglischen Küstenstadt Dover in einer Tiefe von 23,5 Metern gelegen hatte, befindet es sich nun in 40 Meter Tiefe. Die für den Ärmelkanal zuständige Schifffahrtsbehörde Trinity House erklärte, die Umsetzung des U-Boots sei die bisher größte derartige Aktion gewesen, bei der viel Historie erhalten werden musste.
Die Schifffahrtsbehörde Trinity House bestätigte, dass es sich um das U-Boot "UB-38" handelt. Andere Medien sprachen von "UB-33".
"UB 38" war 1918 am Ende des Ersten Weltkriegs mit 27 Mann an Bord gesunken, als es auf der Flucht vor britischen Zerstörern in ein Minenfeld geriet. Eine Mine explodierte zwischen Turm und Achterschiff. Es sank dort, wo heute die Doverstraße-Verkehrstrennungszone nahe der Varne-Bank ist. In seiner zweijährigen Einsatzzeit soll es seinerseits über 40 Schiffe der Alliierten bzw. 47000 Tonnen Schifffsraum versenkt haben. Das Wrack wurde von dem Schwimmkran "Norma" von Scaldis einige Meter angehoben und zwei Meilen unter Wasser transportiert. Dabei galt besonderes Augenmerk den noch an Bord befindlichen sechs Torpedos sowie Geschützmunition sowie den sterblichen Überresten der Crew. Darum musste das Schiff während des Transports in waagerechter Lage bleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Info: Das U-Boot "UB-38" ist am 08.02.1918 unter dem Kommando von Kommandant Oblt.z.S. Günther Bachmann durch Minen in der "Dover-Sperre" gesunken.
Wrack von Trawler wird untersucht
Update vom 23.07.08
Suva, Insel Viti Levu / Fidschi (Fiji Islands), 28.07.08 - Das Maritime Surveillance Centre begann nach dem Einschleppen des taiwanesischen Trawlers "Shiang Fa", der von der Fiji Fish betrieben wird, nach Suva mit Untersuchungen zur Brandursache. Das Schiff war am Nachmittag des 21.7. vor Vanuatu in Brand geraten und von seiner 15-köpfigen Crew aufgegeben worden, die drei Stunden später von einem anderen Fischereifahrzeug gerettet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Rasch gesunken und gehoben
Hardinxveld-Giessendam, Provinz Südholland / Niederlande, 28.07.08 - Am 27.7. um 19.18 entwickelte der holländische Schlepper "Gepke III" auf der Merwede an einem Kai, in Höhe der Bunkerstation Dekker & Stam, Backbordschlagseite und begann zu sinken. Dank der raschen Hilfe der "Gepke", "RWS 16" und "Seven Atlantic" konnte der Havarist rasch aufgerichtet und gelenzt werden.
Das Schiff (Europa-Nr. 25.08544) war 1957 bei Van Goor, Monnickendam, als "Leonora Cornelia" erbaut worden. Es ist 20,15 Meter lang und 5,4 Meter breit. 1977 wurde es zur "Camerduin" und 2000 "Gepke III". Seit 2004 gehört es dem Schleppdienst Verschoor V.o.f. A.Verschoor & C.J.Advokaat, Zwijndrecht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Alptraum auf "Dream Away"
Louisbourg, Kap-Breton-Insel (Cape Breton), Provinz Nova Scotia / Kanada, 28.07.08 - Vier Fischer entkamen einem Brand auf ihrem Schiff am Nachmittag des 27.7. vor Cape Breton. Sie hatten um 12.30 Uhr Mayday gefunkt und gesagt, dass ihr Kutter "Dream Away" rund 150 Kilometer südöstlich von Louisbourg brenne. Der Containerfrachter "M.O.L. Endowment" erreichte als erstes den Havaristen, fierte ein Boot ab und barg die Crew des Kutters. Danach wurden sie auf den Kutter "Seven Wonders" übergesetzt, der Kurs auf Louisbourg nahm, wo die Geretteten am 28.1. um 1 Uhr erwartet wurden. Beide Kutter stammten aus Louisbourg. Ein Cormorant-Helikopter und eine Hercules des 14. Wing Greenwood waren ebenfalls aufgestiegen. Die aufgegebene "Dream Away" konnte bis zum Abend nicht lokalisiert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Freispruch nach Fährkatastrophe in Abwesenheit
Kairo / Ägypten, 27.07.08 - Ein ägyptisches Gericht hat die Eigner der Fähre "Al-Salam Boccaccio 98" von einer Mitschuld an deren Untergang freigesprochen, bei der vor zwei Jahren (3. Februar 2006) mehr als 1.000 Menschen ertrunken waren. Das Schiff war zuvor auf dem Weg von Saudi-Arabien nach Ägypten in Brand geraten. Die Rettungsarbeiten kamen nur langsam in Gang; die meisten Toten waren Ägypter. Den Besitzern wurden Fahrlässigkeit und Korruption vorgeworfen. Der Prozess in Hurghada fand in Abwesenheit der angeklagten Reeder - Vater und Sohn - statt. Es wird vermutet, dass sie sich in Europa aufhalten. Es hieß, Mamduh Ismail und sein Sohn Amr wären mithilfe hoher ägyptischer Regierungsbeamter geflohen. Auch der Kapitän der "Al-Salam Boccaccio 98" tauchte unter. Ein Anwalt der Hinterbliebenen reagierte schockiert auf den Freispruch und kündigte Berufung an. In dem Fall wurde bisher ein Angeklagter verurteilt: Der Kapitän einer anderen Fähre, der nicht auf den Notruf von Ismails Schiff reagiert hatte, erhielt sechs Monate Haft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
"Drowning Rat" im Nebel ertrunken
South Shields, Verwaltungsbezirk Tyne and Wear, England / UK, 27.07.08 - Das Powerboot "Drowning Rat" ging am 26.7. auf dem Weg zur Sunderland Airshow in dichtem Nebel verloren. Ein Rettungsboot von lief aus, als es nach 2 Stunden nicht wie geplant im Hafen war. Es war um 16.30 Uhr vom South Shields Slipway ausgelaufen. Es waren keine Kommunikationsmittel an Bord. Das Boot nahm südlich der Tyne bei 100 Metern Sichtweite die Suche entlang der mutmaßlichen Reiseroute auf. Auch das RNLI-Boot aus Sunderland suchte nördlich seines Heimathafens. Nach 45 Minuten erhielt die Humber Coastguard einen Anruf des Kapitäns des Kutters "Vickyjo IV", der die beiden Crewmitglieder nahe Sharpness Point eine halbe Meile nördlich der Tynemouth Pier im Wasser treibend entdeckt hatte. Sie klammerten sich an einen großen Kanister. Die beiden, die nach drei Stunden im Wasser an Unterkühlung litten, wurden von einem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Newcastle geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Giftfracht der "Ocean Papa" weiter verschwunden
Update vom 22.07.08
Iloilo City, Provinz Iloilo, Insel Panay / Philippinen, 27.07.08 - Tauchern mit Sonar-Unterstützung gelang es bislang nicht, die vermisste Giftfracht des vor Culasi gesunkenen Frachters "Ocean Papa" aufzuspüren. Das Sonarschiff, das von den Ocean Container Lines unter Kontrakt genommen war, untersuchte ein Seegebiet 1000 Yards beidseitig der Fahrtroute der "Ocean Papa". Drei Tauchteams sind mit einem Schlepper und einem SAR-Schiff vor Ort im Einsatz. Das Suchgebiet wurde unterdessen verändert von der Position des ursprünglichen Notsignals nach Mararison Island, 5,6 Kilometer von Culasi entfernt, wo das Wrack seit dem 21.6. kieloben liegt. Rund 60 Container von insgesamt 160 wurden an Land getrieben. Die 80 Tonnen mit 16 Tonnen TDI blieben aber bislang verschwunden. Die Suche geht weiter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Wird Weltkriegs-U-Boot Herzstück eines neuen Museums?
Nordirland / UK, 27.07.08 - 63 Jahre, nachdem das deutsche U-Boot "U 778" vor Irland sank, schlug ein nordirischer Politiker jetzt vor, es zu heben und in Londonderry (Derry) zu einem Museum zu machen. Das Gros der deutschen Nordatlantikflotte war nach der Kapitulation übergeben und vor Malin Head versenkt oder für Zielübungen benutzt worden. "U 778" wurde, wie Taucher herausfanden, weniger ausgeschlachtet als andere Boote und wäre von daher am ehesten geeignet für eine Museumsrolle in Londonderry.
"U 778" war im Mai 1944 vom Stapel gelaufen und hatte eine Feindfahrt unternommen, bevor sie in Bergen, Norwegen übergeben und dann nach Loch Ryan, Schottland abgeschleppt wurde. Das U-Boot liegt etwa 70 Meter tief, 11 Meilen vor Inistrahull Light, Malin Head.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Eisbrecher demoliert Wulstbug
Les Mechins, Quebec / Canada, 26.07.08 - Nach einer unbestätigten Meldung musste nach einer Kollision in Nordkanada der 138,10 Meter lange Schwergutfrachter "Rosaire A. Desgagnés" (IMO 9363534, ex Beluga Fortification) ins Trockendock von Les-Mechins Verreault's Shiprepair Yard. Er war vor einigen Tagen mit dem 88 Meter langen Eisbrecher CCGS "Terry Fox" der kanadischen Küstenwache zusammengestoßen und hatte sich Schäden am Wulstbug zugezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Gestrandeter Arktiskreuzfahrer wieder flott
Update vom 23.07.08
Spitzbergen / Norwegen, 24.07.08 - Das am 23.7. vor Spitzbergen gestrandete Kreuzfahrtschiff "Antarctic Dream", 2180 BRZ, konnte gegen 17 Uhr, sechs Stunden nach der Havarie, wieder flottgemacht werden. Es war mit 130 Passagieren nahe Alkefjellet in der Hinlopen Straße festgekommen. Das Schiff überstand die Havarie unbeschadet. Die "Antarctic Dream" der Antarctic Shipping SA of Santiago, Chile, ist 83 Meter lang und 11,9 Meter breit. Sie hieß zuvor "Piloto Pardo" und lief in diesem Sommer in den Gewässern um Svalbard. Sie wurde am 28.7. in Longyearbyen erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.07.2008
Straße von Kertsch: Frachter rammte Wrack
Kertsch, Krim / Ukraine, 27.07.08 - Der 106 Meter lange russische Frachter "Borealis" rammte am 26.7 in dem Ukrainischen Teil der Straße von Kertsch das Wrack der dort im November 2007 gestrandeten "Volnogorsk" in 11 Meter Tiefe. Dabei wurde der Rumpf des Schiffes beschädigt. Es kam zu Wassereintritt. Die Hafenbehörden und der Kapitän entschieden sich, vorsichtshalber das Schiff in seichtes Wasser zu steuern. Es wurde ein Loch im Backbord No1 Ballast-Tank gefunden. Der Schlepper "Zaliv" liegt neben dem Frachter mit Pumpen an Bord. Der Kapitän bat bislang nicht um Hilfe.
Der Frachter "Borealis" (IMO 8873740) mit dtw 3574 wurde 1980 gebaut. Der Eigner ist Kama Steamship Co., Manager: Vassilev Maritime Nakliyat, Turkey und fährt unter russischer Flagge. An Bord sind 14 Mann Crew.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Containerfrachter saß vor Breskens fest
Breskens, Gemeinde Sluis, Provinz Zeeland / Niederlande, 27.07.08 - Am 27.6. kam gegen 11:30 Uhr der unter Bahrein-Flagge laufende, 306 Meter lange Containerfrachter "Al Manamah" , 75000 BRZ, bei Breskens fest, nachdem die Maschine ausgefallen war. Der Frachter war unterwegs von Antwerpen nach Le Havre, als er seine Drift per Notankerung stoppen musste. Vier Schlepper kamen zur Assistenz. Gegen 12 Uhr wurden die Maschinen hochgefahren. Beim Lichten der Anker vertörnten sich die Ketten. Nachdem sie klariert waren, konnte der Frachter seine Reise fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Trawler von Mooloolaba Beach geborgen
Update vom 24.07.08
Mooloolaba Harbour, Queensland / Australien, 27.07.08 - Nach vier Tagen auf dem Strand der australischen Sunshine Coast gelang es am 27.7. gegen 13 Uhr, den Kutter "Miss Melissa" vor den Augen zahlreicher Zuschauer vom Vorstrand Mooloolabas zu bergen. Zuvor waren umfangreiche Baggerarbeiten nach Wetterberuhigung durchgeführt worden, ehe Trossen um den Havaristen ausgebracht werden konnten. Danach wurde er mit Hilfe eines Schleppers in tiefes Wasser geschleppt. Die Suche nach dem vermissten Crewmitglied wurde nur noch reduziert fortgeführt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Zwei Fischer nach Strandung ertrunken
Opotiki, Nordinsel / Neuseeland, 27.07.08 - Am Morgen des 27.7. lief gegen 3 Uhr bei Opotiki der Kutter "San Cuvier" aus Sanford auf Grund. Zwei Mann der vierköpfigen Crew des 18 Meter langen Schiffes kamen ums Leben. Die "San Cuvier" hatte um 3.30 Uhr 11 Kilometer östlich von Opotiki einen Notsender aktiviert. Daraufhin stieg ein Suchflugzeug aus, das aber Probleme mit der Ortung hatte. Es entdeckte die auf Felsen getriebene "San Cuvier" auf Grund liegend. Die Überlebenden wurden drei Stunden nach der Havarie um 6.30 Uhr von einem Helikopter von Felsen gerettet. Einer kam ins Whakatane Hospital. Ein Toter wurde ebenfalls geborgen, eine weitere Leiche trieb ab.
Die "San Cuvier" war normaler Weise in Auckland stationiert, machte aber auch Fahrten von Tauranga. Die tragisch geendete Fahrt hätte vier bis fünf Tage dauern sollen. Zeugen hatten gesehen, wie der Kutter zunächst Schutz suchte, ehe er in der Bay of Plenty strandete. Offenbar ging durch eine Winddrehung die See in der zuvor geschützten Bucht auf einmal hoch. Der Anker brach, und als die Crew an Deck kam, um wieder Fahrt aufzunehmen, war es bereits zu spät, und ihr Schiff trieb auf Grund, wo es sofort von schweren Brechern eingedeckt wurde. Daraufhin befahl der Skipper, das Schiff aufzugeben. An Bord des Kutters waren rund acht Tonnen Diesel, die keine großen Sorgen bereiteten. Auch das Wrack selbst stellte kein Schifffahrtshindernis dar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Binnenschiff bei Ausweichmanöver gestrandet
Wijdenes, Provinz Noord-Holland / Niederlande, 26.07.08 - Das belgische Binnenschiff "Amorsita" (Europa-Nr. 06003456) lief am 25.7. beim Enkhuizer Sand auf Grund, als es mit einer Ladung von 750 Tonnen unterwegs von Enkhuizen nach Amsterdam war. Zuvor hatte es einem Segelboot ausweichen müssen. Das Binnenschiff erlitt Wassereinbruch und musste von Tauchern der Rettungsstation Wijdenes erst abgedichtet werden, ehe das Wijdenes-Rettungsboot "Zeehond" es freischleppte. Die "Amorsita" konnte die Fahrt dann mit eigener Kraft fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Rettung für historisches Wrack
Melbourne, Bundesstaat Victoria / Australien, 26.07.08 - Der National Trust of Victoria wird 500,000 Dollar als ersten Schritt zur Sicherung des historischen Wracks des HMVS "Cerberus" geben. Dies wurde während eines Besuchs am Wrack, das als Wellenbrecher wenige hundert Meter vor dem Strand von Melbournes Half Moon Bay bei Black Rock liegt, bekannt gegeben. Das Schiff war 1868 fur die Victorian Colonial Navy erbaut worden und ist in der Liste des nationalen Erbes seit Dezember 2005 eingetragen. Es war zu seiner Zeit Australiens größtes Kriegsschiff. Ihre starke Eisenstruktur war der Prototyp späterer dampfgetriebener Schlachtschiffe des 19. Jahrhunderts. 1924 war sie ausgemustert und für 150 Pfund an eine Bergungsfirma verkauft. Als Wellenbrecher wurde er am 2. September 1926 in der Bucht von Melbourne (Half Moon Bay) versenkt.
1993 kam es zu einem gravierenden Einbruch des Rumpfes, der seitdem rund 16 Millimeter jährlich absackte. Das nun zur Verfügung gestellte Geld soll der Stabilisierung dienen, das Schiff soll vorsichtig angehoben und auf einer Unterwasser-Plattform platziert werden. Seit 2004 wird bereits am Erhalt gearbeitet, der mit dem Entfernen der vier je 18 Tonnen schweren Geschütztürme begann. Im nächsten Schritt werden ein Stützrahmen um das Schiff und die Unterwasserplattform erbaut. Das Wrack ist 1900 Tonnen schwer. Der Zustand des teilweise zusammengebrochenen Rumpfes erschwert die Operation.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Großverbrauch von Feuerlöschern bei Kutterbrand
Plymouth, Grafschaft Devon, England / UK, 26.07.08 - Auf dem 11,5 Meter langen Trawler "Charella" aus Plymouth brach am 25.7. drei Meilen südöstlich des Eddystone Leuchtturms im Ruderhaus ein Feuer aus. Die dreiköpfige Crew verbrauchte alle Löscher im vergeblichen Versuch, die Flammen niederzukämpfen, woraufhin die Brixham Coastguard das Rettungsboot aus Plymouth und einen Helikopter der RNAS Culdrose schickte. Außerdem kamen das Taucherschiff "Phoenix" und der Angelkutter "Simply Red" zu Hilfe und versorgten die Fischer mit weiteren Feuerlöschern. Der Skipper musste schließlich die Maschine stoppen, was hieß, das die bordeigenen Wasserpumpen ausfielen. Der Brand verhinderte das Betreten des Brückenhauses, weswegen auch kein Funk möglich war. Nach einer halben Stunde war das Rettungsboot vor Ort und löschte das Feuer mit einer mobilen Pumpe, danach wurde die "Charella" in den Plymouth Sound eingeschleppt. Nach einer Inspektion durch die Feuerwehr von Camels Head konnte der Kutter mit eigener Kraft zurück nach Sutton Harbour in Plymouth weiterfahren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Acht Tote bei Tankerexplosion
Update vom 25.07.08
Perama, Attika / Griechenland, 26.07.08 - Bei der Explosion auf dem Tanker "Friendshipgas" in Perama sind insgesamt acht Menschen ums Leben gekommen. Rettungsmannschaften konnten wegen starker Rauchbildung und hoher Temperaturen unter Deck in mühsamer Arbeit nur nach und nach die acht Leichen bergen, berichtete der staatliche griechische Rundfunk. Wegen der mangelnden Sicherheitsvorkehrungen kam es zu Demonstrationen griechischer Werftarbeiter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Russisches U-Boot geborgen
Update vom 27.06.08
Providence, Rhode Island / USA, 26.07.08 - Das U.S. Navy Mobile Diving und die Salvage Unit Two sowie die U.S. Army Dive Company bargen am 25.7. das 282 Fuß lange, ehemals russische U-Boot "Juliett 484", das im April 2007 in einem Sturm an seinen Moorings auf dem Providence River gesunken war. Die Bergung fand als Training statt und war bereits seit Mai 2007 vorbereitet worden. Der Bug kam gegen 18 Uhr über Wasser, danach musste das Boot stabilisiert werden. Mit hydraulischen Pumpen wurde der Bootskörper leergepumpt. Er hatte 15 Fuß tief im Schlamm bei einer Wassertiefe von 30 Fuß gelegen.
Das auch als "K 77" bekannte Boot war 1965 erbaut worden und hatte in der sowjetischen Nordmeerflotte Dienst getan. In den 1990ern wurde es zu einer Bar in Helsinki, 2002 öffnete es als Museum. Nun müssen die Besitzer, die Saratoga Museum Foundation, über das weitere Vorgehen entscheiden. Nach 15 Monaten unter Wasser wurden erhebliche Schäden an dem äußerlich stark bewachsenen Wrack erwartet. Ob es weiter als Museumsschiff dienen könnte, war unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Mindestens 45 Tote bei Fährunglück
Update vom 25.07.08
Kinshasa / Demokratischen Republik Kongo, 26.07.08 - Bei einem Schiffsunglück nahe Gbongi im Bosobolo-Territorium der Republik Kongo sind mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als hundert Menschen wurden noch vermisst. Die Fähre war in der Nacht zum 23.7. auf dem Fluss Oubangui auf einen Felsen aufgelaufen und gesunken. Insgesamt waren 182 Menschen auf dem Schiff, das nach Bangui unterwegs war. 60 Menschen konnten sich retten, 45 wurden tot geborgen, von 77 gibt es keine Nachricht. An Bord der Fähre war auch eine Ladung Mais sowie Ölfässer.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
"Riverdance" verliert ihr Herz
Update vom 16.07.08
Anchorsholme Beach, Cleveleys, Lancashire, England, 26.07.08 - Am 25.7. wurde die erste der zwei jeweils rund 40 Tonnen schweren Hauptmaschinen aus dem Rumpf der "Riverdance" vor Cleveleys gehoben. Teile der Maschine sollen weiterverwendet werden, sie wurde deshalb zu einer Ersatzteilfirma in Nordostengland gebracht. Wie bei der Entfernung des Bugs mit dem Schiffsnamen darauf wurde ein Mobilkran benutzt. Der Bug aber soll im Besitz der Berger bleiben als Erinnerung. Auch in Wyre und Lancashire ist man an Erinnerungsstücken interessiert. Wenn die Maschinen entfernt sind, folgen die Schweröltanks. Die "Riverdance" liegt seit dem 31.1. gegenüber von Anchorsholme Park.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Strömung versenkte Frachter
Chandpur / Bangladesch, 26.07.08 - Am 25.7. sank ein Frachter am Zusammenfluss der Meghna- und Dakatia-Flüsse in Chandpur. Ein Mann ertrank, zwei weitere Crewmitglieder nahe Alur Bazar, fünf Kilometer von der Stadt Chandpur entfernt, wurden am Nachmittag gerettet. Das Schiff war unterwegs von Bikalpa Launch Ghat nach Alur Bazar und hatte eine Ladung Nahrungsmittel an Bord. Er geriet in starke Strömungen, die ihn zum Sinken brachten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Fähre rettete Sportbootfahrer
Straße von Georgia (Strait of Georgia), Provinz British Columbia / Kanada, 26.07.08 - Die B.C.-Fähre "Queen of Cowichan" kam auf ihrem Weg von Nanaimo nach West Vancouver am 25.7. dem Skipper eines von Gabriola Island kommenden, 38 Fuß langen Sportbootes in der Strait of Georgia zu Hilfe, das im Sinken begriffen war. Der Skipper war von einem Alarm geweckt worden, als Wasser in sein Boot eindrang. Er verständigte über Telefon die Küstenwache, die binnen 20 Minuten seine Position 12 Kilometer westlich von Bowen Island lokalisierte. Die Fähre hörte den Notruf um 17:54 Uhr und war 10 Minuten später als erstes Schiff vor Ort. Von dem Sportboot ragte nur noch der Bug aus dem Wasser. Die Fährcrew zog den Skipper, der sich an eine Holzkiste klammerte, aus dem Wasser. Er wurde auf ein wenig später eintreffendes Hovercraft der Küstenwache übergesetzt und von diesem zur Behandlung einer Unterkühlung nach Sea Island gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Info: Die Straße von Georgia (Georgiastraße) ist eine rund 240 km lange und 25 bis 30 km breite Wasserstraße des Pazifischen Ozeans im südwestlichen Teil British Columbias, die das kanadische Festland von Vancouver Island trennt.
Entscheidung über U-Bootbergung in diesem Herbst
Moskau / Russland, 25.07.08 - Die russische Kriegsflotte will noch in diesem Jahr über die Bergung des Atom-U-Bootes "K-159" entscheiden, das im August 2003 auf dem Weg zu seiner Verschrottung in der Barentssee versunken war. Experten haben den Zustand des Wracks untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in diesem Herbst bekannt gegeben und danach wird über die Bergung entschieden. Zwei Lösungen in Erwägung gezogen: eine Bergung oder der Bau eines Sarkophags über dem Atom-U-Boot, der ein Austreten von Radioaktivität verhindern soll. Bislang blieb die Umwelt nach dem Untergang des U-Bootes unversehrt.
Das U-Boot "K-159" war am 30. August 2003 in der Barentssee gesunken, als es zur Verschrottung in die Stadt Poljarny in Nordwestrussland unterwegs war. Von zehn Besatzungsmitgliedern des U-Bootes kamen neun ums Leben. Das U-Boot liegt in 237 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Der Atomreaktor war aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Sollte eine Bergung beschlossen werden, will das russische Verteidigungsministerium die Hilfe des zur niederländischen Reederei Dockwise gehörenden Spezialschiffs "Transshelf", das bereits für den Transport des ausgemusterten russischen Atom-U-Bootes "K-60" verwendet worden war, in Anspruch nehmen. Bei der "Transshelf" handelt es sich um ein 180 Meter langes und 40 Meter breites Spezialschiff für Schwertransporte mit einer Traglast von 35000 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Arbeiten an "Princess of the Stars" könnten im September beginnen
Manila / Philippinen, 25.07.08 - Titan Salvage will nach der Vertragsunterzeichnung mit Sulpicio binnen drei Wochen an der Untergangsstelle der "Princess of the Stars" arbeitsfähig sein. Der erste Schritt wird eine Untersuchung des Wracks stattfinden, und auf der Basis von deren Ergebnissen ein Plan zur Bergung der Chemikalien erarbeitet. Der Bergungskontrakt umfasst Kosten von 75 Millionen Dollar. Letzte finanzielle Details müssen noch geklärt werden. Der Startschuss für die Arbeiten könnte ungefähr am 1.9. fallen. Unter den aus dem Schiff zu entfernenden Substanzen befinden sich 250 Tonnen Öl aus vier Doppelbodentanks, 50 Tonnen Diesel von einem einzelnen Doppelbodentank, 10 Tonnen Endosulfan, 392 Kilo Antracol WP 70, 150 Liter Tamaron 600SL, 17.5 Kilo Trap 70 WP und 501 Kilo Fuerza GR 3. Die anschließende Bergung der Leichen soll durch ein anderes Unternehmen, die Philippine Technicial Divers, durchgeführt werden, jedoch soll Titan jeden Körper, der während deren Arbeiten auftaucht, ebenfalls bergen. Bislang wurden erst 32 Tote identifiziert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Mississippi wieder eingeschränkt freigegeben
Update vom 24.07.08
New Orleans, Louisiana / USA, 25.07.08 - Die Coast Guard hat den Schiffsverkehr auf dem Mississippi River in begrenztem Umfang am 25.7. wieder zugelassen. Es wird aber Tage dauern, den Stau von 200 Schiffen aufzulösen. 100 Meilen des Flusses waren seit dem 23.7. gesperrt, nachdem 419000 Gallonen Öl aus einer zerbrochenen Barge ausgelaufen waren. Bislang wurden erst 11000 Gallonen aus dem Fluss aufgenommen. Das erste Schiff, das die Flussmündung jetzt verließ, war die "Overseas New York". Taucher untersuchten derweil die Barge, die an der Mississippi River Bridge gehalten wird. Es wurde nicht erwartet, dass sie noch viel Öl enthielt, sie stellte aber auch kein Navigationshindernis oder eine Gefahr für die Brückenstruktur dar.
Wie bekannt wurde, ging bereits einige Tage vor dem Unglück mit der an der "Mel Oliver" angekoppelten Barge ein Schiff von deren Reederei DRD Towing of Harvey auf dem Fluss unter: Die "Ruby E", ein 56 Fuß langer Schlepper, sank am 12.7. nach Kollision mit der "Martin Challenger" nahe Westwego, vier Meilen flussaufwärts von der jüngsten Unglücksstelle auf 82 Fuß Tiefe. Die dreiköpfige Crew, hier im Besitz aller notwendigen Lizenzen, konnte sich retten, nachdem ihr Schiff vor den auf Südkurs befindlichen Schleppzug geraten war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.07.2008
Kongo: Mindestens 42 Tote bei Fähruntergang
Kinshasa / Demokratischen Republik Kongo, 25.07.08 - Bei einem Schiffsunglück in der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 42 Menschen ertrunken. Mehr als hundert Menschen wurden vermisst. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zum 23.7. auf dem Fluss Oubangui nahe Gbadolite (Provinz Équateur). Das Schiff sank, nachdem es auf einen Felsen aufgelaufen war. Es befanden sich 182 Passagiere aus dem Kongo und Zentralafrika an Bord. 22 Bootsinsassen wurden gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Zweimaster vor Bredene gehoben
Update vom 22.07.08
Blankenberge, Provinz Westflandern / Belgien, 25.07.08 - Der 15,80 Meter lange Zweimaster "Lucia", der am 20.7. vor Bredene sank, wurde am 24.7. gehoben und in den Hafen von Blankenberge geschleppt. Die Bergung erfolgte durch die Firma Ship Support aus Nieuwpoort. Die "Lucia" sollte anschließend nach Nieuwpoort geschleppt und repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Mindestens fünf Tote bei Tankerexplosion bei Athen
Perama, Attika / Griechenland, 25.07.08 - Am Donnerstag Nachmittag (24.07.) starben mindestens fünf Menschen, weitere drei wurden vermisst, nachdem bei Schweißarbeiten in Perama nach einer vorangegangenen Explosion ein Feuer auf dem 1981 erbauten, unter Panama-Flagge registrierten Tanker "Friendshipgas" (IMO-Nr. 8027688), 5.986 tdw, ausbrach. Das von Magnus Carriers Athen gemanagte und von Art Gas Marine Panama bereederte Schiff befand sich in einer Werft westlich von Athen. Am 25.7. setzte die Feuerwehr die Suche nach weiteren, möglicherweise im Schiff eingeschlossenen Menschen fort. Vier Menschen konnten verletzt gerettet werden. Zwei Arbeiter wurden wegen des Verdachts, gegen Sicherheitsregeln verstoßen und damit das Feuer verursacht zu haben, verhaftet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Info: Perama ist eine Hafenstadt und ein Vorort von Athen.
"Clipper Pacific" verbleibt weiter im Hafen von Tampa
Update vom 18.07.08
Tampa, Florida / USA, 25.07.08 - Die unter Bahamas-Flagge registrierte "Clipper Pacific" verbleibt im Hafen von Tampa, wo das Kreuzfahrtschiff am 21.7. von New York kommend zur Reparatur eingelaufen war. Die Coast Guard arbeitet mit den Behörden der Bahamas sowie dem Bureau Veritas daran, dass das Schiff wieder den internationalen Sicherheitsstandards genügt. Dazu gehört, eine 5-6 Fuß lange Sektion aus dem Rumpf zu ersetzen und Reparaturen an der internen Schiffsstruktur durchzuführen. Die über 900 Passagiere wurden derweil in umliegenden Hotels untergebracht. Sie durften nicht an Bord bleiben, bis die Küstenwache und die Feuerwehr einem Evakuierungsplan, den die Crew beizubringen hat, zugestimmt hat.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Fähre endeckt Trümmer im Lake Michigan
Muskegon, Michigan / USA, 25.07.08 - Die Lake Express Fähre geriet aus ihrem Fahrplan, als sie am 24.7. auf Trümmer eines zuvor gesunkenen Sportbootes stieß. Gegen 15 Uhr sichtete die Crew der nach Muskegon laufenden Fähre Trümmer im Lake Michigan, stoppte das Schiff und kontaktierte die Coast Guard. Im Wasser trieben u.a. ein Kühlschrank, eine Schwimmweste, ein Gastank und eine Couch.
Es stellte sich heraus, dass es sich um Überreste eines am 22.7. vor Pentland gesunkenen Motorbootes handelte, woraufhin die Fähre mit einer Stunde Unterbrechung ihre Fahrt fortsetzte. Das 55 Fuß lange Sportboot "Pizzaz" war zwei Tage zuvor eine halbe Meile vor dem Little Point Sable Leuchtturm gesunken, nachdem in fünf Fuß hohen Wellen der Bug abgerissen war. Nach einem Mayday-Ruf waren Küstenwachboote aus Ludington und Muskegon ausgelaufen. Als sie eintrafen, war das Boot bereits gesunken. Ein anderes Sportboot, die 45 Fuß lange "Upwords and Onwords" aus Grand Haven, hatte die zweiköpfige Crew aus der See geborgen und an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Gestrandeter Kutter droht zu zerbrechen
Update vom 24.07.08
Mooloolaba Harbour, Queensland / Australien, 25.07.08 - Ein Schlepper soll am Nachmittag des 26.7. versuchen, den vor Mooloolaba Beach an Queenslands Sunshine Coast gestrandeten, 18 Meter langen Kutter "Miss Elissa" freizuschleppen. Bagger begannen, um den Kutter herum Sand auszuheben, damit der Bergungsversuch mit der um 14.30 Uhr erfolgversprechend verläuft. Nachdem das Schiff in der Nacht in schwerer See lag, wurde befürchtet, es könne auseinanderbrechen. Eine Menge Trümmer und Ausrüstung gingen bereits über Bord, und nach Polizeiangaben sah es nicht gut für den Kutter aus. Die Suche nach dem vermissten Rudergänger wurde auf Strandgänge und einen Helikopterflug zwischen Mooloolaba und Noosa reduziert, weil ihm keine Überlebenschance eingeräumt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Boot mit Tauchtouristen sank in der Pattaya Bay
Pattaya / Thailand, 25.07.08 - Das Touristenboot "J.C. Hunter", das Tauchtouristen transportierte, geriet am 24.7. in der Pattaya Bay nach einem Maschinenschaden in Brand. Die 19 Personen an Bord wurden gerettet, doch das Tauchboot sank später. Das Feuer entstand, als die Tauchtouristen Korallenriffe am Koh Lan Island Beach in der Pattaya Bay besuchten und das Boot 17 Meilen vor der Küste vor Anker lag. Feuerlöschboote retteten die aus Amerika, Frankreich und Russland stammenden Fahrgäste, die Crew und einen Tourguide aus der See. Das Zweideckschiff stand zu der Zeit bereits in Flammen. Es gelang aber dennoch, einige Ausrüstung, darunter Sauerstofftanks, aus dem Schiff zu retten. Es wurde versucht, mit Feuerlöschern den Brand unter Kontrolle zu bekommen, doch er breitete sich weiter aus, und Wasser begann einzudringen. 20 Minuten später sank das Boot. Die Geretteten wurden zur Bali Hai Pier gebracht. Ob das Boot geborgen wird, ist noch nicht entschieden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Touristenboot sank vor der Insel Hulhule
Malé / Malediven, 25.07.08 - Am 23.07. sank vor der Insel Hulhule das Schnellboot "Villa Roalhi 15", das von den Villa Marine Services zum Touristentransfer benutzt wurde. Die "Villa Roalhi 15" war auf den südlichen Wellenbrecher gelaufen, als sie bei schwerer See nachts einlaufen wollte, um Touristen in Hulhule aufzunehmen. Das Schiff wurde schwer beschädigt, das Heck mit den Maschinen brach ab. Ein Mann wurde verletzt und nach Male zur Behandlung gebracht. Andere Crewmitglieder erlitten leichtere Verletzungen. Küstenwache und Feuerwehr versuchten später gemeinsam, das Boot zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Neuer Torpedo zerlegt Zerstörer vor Hawaii
USA / Australien, 25.07.08 - Das in Adelaide erbaute, australische U-Boot HMAS "Waller" der Collins Class hat jetzt einen ausgemusterten Zerstörer der US-Marine mit einem neuen Hi-Tech Torpedo am 16. Juli 2008 versenkt. Während des jährlichen Rimpac-Manövers (RIMPAC 08) vor Hawaii feuerte das Boot in der vergangenen Woche die neueste Version des Mark 48-Torpedo, die mit einem 295 Kilogramm schweren Sprengkopf versehen ist, auf den Zerstörer ab. Er detonierte wenige Meter unterhalb des Zerstörers und brachte ihn binnen Minuten zum Sinken. Übers Heck ging das Schiff, dessen Rückgrat gebrochen war, auf Tiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Info: Versenkt wurde der 171,60 Meter lange ehem. Zerstörer USS "David R. Ray" (DD-971) der Spruance-Klasse. Die Außerdienststellung war am 28. Februar 2002. Am 17. Juni 2008, wurde die Ex-USS "David R. Ray" von Bremerton, Washington von mehreren Schleppern nach Pearl Harbor, Hawaii geschleppt, um bei der jährlichen RIMPAC Übung versenkt zu werden.
Yacht orientierungslos vor Devon gerettet
Clovelly, North Devon, England / UK, 24.07.08 - Am 24.7. gegen acht Uhr erhielt die Swansea Coastguard einen Anruf von einem Skipper, der sich vor Morte Point in North Devon mit seiner 30 Fuß langen acht "Kirby" vermutete, deren Motor ausgefallen und die leckgeschlagen sei. Dann brach die Verbindung ab. Das Morthoe Rescue Team wurde auf die Klippen geschickt, um Ausschau zu halten, das RNLI Rettungsboot aus Ilfracombe sowie ein Helikopter der RAF Chivenor wurden in Marsch gesetzt und ein Mayday ausgestrahlt.
Einige Zeit später gelang es wieder, den Skipper über Mobiltelephon zu erreichen. Er sagte, an Bord seines Bootes seien zwei Personen, und das Schiff drifte in starkem Ostwind in hoher See, während sie Wasser ausschöpften. Die Segel seien gerefft, um eine weitere Drift zu verlangsamen. Es gebe keine Notsignale und kein Satellitennavigationssystem an Bord. Beide Segler hätten Schwimmwesten angelegt. In der Nähe könne er einen Leuchtturm und einen Radardom sehen. Dank dieser Beschreibung wurde angenommen, dass das Boot 17 Meilen weiter an der Küste sei, weswegen das Appledore Rettungsboot auslief, und ein weiteres Küstenwachteam nach Baggy Point geschickt wurde. Um 8.30 Uhr sichtete der Hubschrauber das Boot, und es befand sich tatsächlich erheblich näher zu Clovelly und Hartland Quays. Daraufhin lief das Clovelly-Rettungsboot aus und nahm die "Kirby" auf den Haken. Um 10.30 Uhr war das Boot sicher in Clovelly vertäut. Hier stellte sich heraus, dass es an Bord der Yacht keine Seekarten, kein Funkgerät und keine Rettungsinsel befand. Sie war von Weston Super Mare unterwegs gewesen, als die Maschine wegen überkommenden Wassers ausfiel, das durch das Cockpit ins Boot lief. Nun soll die Yacht mit einem Trailer nach Essex zurücktransportiert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Kutter vor Astoria geborgen
Astoria, Oregon / USA, 24.07.08 - Am 24.7. leistete die US Coast Guard dem Kutter "Mary L" Hilfe, der um 8.50 Uhr 40 Meilen westlich von Astoria, Oregon, leckgeschlagen war. An Bord war ein Mann. Der Coast Guard Cutter "Steadfast" und ein HH-60 Helikopter der Air Station Astoria kamen zu Hilfe. Ein Rettungsschwimmer sowie eine mobile Lenzpumpe wurden auf den Kutter gebracht. Danach konnte die "Mary L" gelenzt und in den Hafen der Steadfast eingeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Einhandsegler in Not über Handy geortet
Perkins Cove, Maine / USA, 24.07.08 - Crews der Coast Guard von Maine und Cape Cod koordinierten die Rettung eines Seemanns vor Maine, der an Bord der Yacht "Yare" auf dem Weg von Portland nach Groton, Conn. um 2.36 Uhr Notrufe gesendet hatte. Der Einhandsegler meldete, dass die Segel zerrissen waren und der Motor ausgefallen sei. In dem Seegebiet herrschten sechs Fuß hohe Wellen und Windgeschwindigkeiten von über 20 Meilen. Je ein 47-Fuß-Boot der Küstenwachstation Portsmouth Harbor und der Station South Portland sowie ein Falcon Jet der Air Station Cape Cod wurden in Marsch gesetzt. Der Skipper gab seine GPS-Position durch, doch als die Retter dort eintrafen, fanden sie keine Spur der 30 Fuß langen Yacht. Daraufhin wurde der Segler aufgefordert, eine Beschreibung der Küste vor sich durchzugeben. Mithilfe des Notrufes 911 sollte zudem seine Position ermittelt werden. Sie befand sich siebeneinhalb Meilen nördlich des Suchgebiets der Rettungskräfte. Um 17.13 Uhr erreichte das Boot aus Portsmouth Harbor die "Yare" und nahm sie auf den Haken. Um 18.30 Uhr wurde es in Perkins Cove festgemacht. Der Skipper kam zur medizinischen Betreuung in ein Krankenhaus in Maine. Es war das zweite Mal binnen 36 Stunden, dass die "Yare" Hilfe brauchte. Beim ersten Mal hatte der Kutter "Black Beauty" sie eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Kiel abgerissen – Yacht gesunken
Luzern / Schweiz, 24.07.08 - Am Mittwoch geriet ein Segelschiff auf dem Vierwaldstättersee in Seenot. Die Luzerner Wasserpolizei konnte die beiden Segler retten, und das Boot konnte gesichert werden. Am 23.7. kurz vor 17.30 Uhr meldete eine Seglerin, dass sie auf dem Vierwaldstättersee, Untermatt, in Seenot geraten und ihre Segelyacht am Sinken sei. Die sofort ausgerückte Wasserpolizei barg die Crew. Die Yacht stand bereits bis Deckhöhe unter Wasser und hatte ein Loch im Rumpf. Der Kiel war weggerissen und der Mast gebrochen. Die beiden Geretteten gaben an, dass es einen Knall gegeben habe und sie gemerkt hätten, wie der Kiel riss, woraufhin auch der Mast brach. Die Yacht wurde durch die Wasserpolizei gesichert und an Land geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Tanker rammte nach Maschinenversager Kai
Tuapse, Region Krasnodar / Russland, 24.07.08 - Der 1992 erbaute, unter Malta-Flagge registrierte Tanker "Relentless" (IMO-Nr. 8913629), 28223 BRZ, kollidierte am 23.7. um 5.16 Uhr mit einem Kai in Tuapse im Schwarzen Meer, nachdem die Maschine versagte, als sie rückwärts laufen sollte. Das Heck stieß gegen die Kaianlage. Taucher sollten den Rumpf untersuchen. Das Schiff steht unter dem Management des Toptanker Management Griechenland.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Suche nach vermisstem Kutterkapitän vor Atlantic City
Atlantic City, New Jersey / USA, 24.07.08 - Die US Coast Guard rettete am 24.7. zwei Fischer vor Atlantic City, der Skipper des 80 Fuß langen Kutters "Sea Breeze" aus Rhode Island blieb aber vermisst. Die "Sea Breeze" hatte am 23.7. gegen 22 Uhr Notsignale gefunkt. Zwei Helikopter aus Atlantic City und Elizabeth City, die ebenso wie das Küstenwachboot "Beluga" aus Norfolk in Marsch gesetzt worden waren, orteten das gekenterte und später gesunkene Boot dann 45 Meilen östlich von Atlantic City. Zwei wurden nach drei Stunden aufgewinscht, der Kapitän befand sich noch an Bord, als das mit 100000 pounds (45,36 Tonnen) Fisch schwer abgeladene Boot sich erst auf 45 Grad überlegte und dann binnen 10 Minuten kenterte. Es hatte bei höher gehender See angefangen, Wasser zu nehmen. Der Skipper hatte am Ruder stehend versucht, das Schiff noch unter Kontrolle zu bekommen, doch einer der beiden Ausleger war bereits tief unter Wasser. Die beiden Crewmitglieder, von denen einer beim Eintreten des Seenotfalls in der Koje gelegen hatte, versuchten noch, die Ausleger beizuklappen, doch das Kentern kam zu schnell.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Kutter schlug leck
Orleans, Barnstable County, Massachusetts / USA, 24.07.08 - Vor Rock Harbor schlug der Kutter "Columbia" leck. Ein Küstenwachboot und das Feuerlöschboot aus Orleans gingen längsseits und eskortierten das mit neun Personen besetzte Schiff nach Sesuit Harbor in Dennis. Warum das Schiff leckschlug, war unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
"New Carissa" um 400 Tonnen erleichtert
Update vom 16.07.08
Coos Bay, Oregon / USA, 24.07.08 - Dreieinhalb Wochen nach Beginn der Verschrottung des Torsos der "New Carissa" hat Titan Salvage nun 400 Tonnen der Hecksektion oberhalb der Wasserlinie entfernt. Das Wrack soll so leicht wie möglich gemacht werden, bevor versucht wird, den im Sand versunkenen Rest, darunter die 200 Tonnen schwere Maschine, hochzuziehen. Möglicherweise beginnt diese Phase bereits in der kommenden Woche. Sechs Kettenzüge mit über 300 Tonnen Zugkraft sollen dann an strategisch günstigen Punkten befestigt werden. Sie verfügen über mehr Kraft als Bergungsschlepper.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Bulkcarrier lief trotz Lotsen- und Schlepperhilfe auf Grund
Port of Hoping / Taiwan, 24.07.08 - In Hoping in Taiwan lief am 24.7. der 1998 in Japan erbaute 225.00 Meter lange Bulkcarrier "Angela Star" (IMO 9168489, 73798 tdw, GT: 38 372), der Excel Maritime Carriers Ltd. beim Einlaufen auf Grund. Das Schiff hatte Schlepperhilfe und zwei Lotsen an Bord. Es konnte später freigeschleppt und an einem Ladekai festgemacht werden. Wenn es gelöscht ist, muss es eine Werft zur Reparatur ansteuern, deren Dauer auf 45 Tage veranschlagt wird. Der dadurch entstandene Schaden word auf 1,4 Millionen Dollar geschätzt. Das Schiff hatte eine Ladung Kohle an Bord und befand sich seit Oktober 2006 in einer Tagescharter von täglich 26,500 Dollar für 24-26 Monate.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Boot sank vor Nanaimo
Nanaimo, British Columbia / Kanada, 24.07.08 - Am Nachmittag des 23.7. kam es gegen 14 Uhr zu einem Bootsbrand nahe Nanaimo. Das Feuer wurde von den Bootsinsassen zwei Meilen nordwestlich von Entrance Island, direkt hinter Snake Island entdeckt. Es war unter Deck ausgebrochen und hatte sich rasch ausgebreitet. Die zweiköpfige Crew sowie der Bordhund gingen in ein Beiboot und wurden von einem Kutter aufgenommen. Weil das brennende Boot nahe der Route der B.C. Ferries trieb, stoppte die "Coastal Renaissance" und bot Assistenz an. Auch ein Hovercraft der Küstenwache in Richmond kam, doch es konnte nur in einiger Distanz das Feuer auf der 48 Fuß langen Poweryacht beobachten, weil die Gefahr bestand , dass die Propangasflaschen explodierten. Zwei Küstenwachboote gingen schließlich mit Löschkanonen gegen das Feuer vor, doch das Boot sank gegen 17 Uhr. Die Crew wurde in Gabriola Island abgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Einhandsegler wie in der Waschmaschine
Update vom 24.07.08
Middleton, Provinz Nova Scotia (Neuschottland) / Kanada, 24.07.08 - Ein 66-jähriger Einhandsegler wurde von kanadischen Rettungskräften geborgen, nachdem seine Yacht "Seanine" in den Wirbelsturm Cristobal geraten war. Mehrere Schiffe, darunter der Küstenwache sowie Handelsschiffe, ein Hercules-Flugzeug und ein Cormorant Helikopter des CFB Greenwood kamen zu Hilfe.
Der amerikanische Skipper sagte nach seiner Rettung, er habe sich wie in einer Waschmaschine gefühlt, als er durch die Kajüte geschleudert wurde. Der aus Fairhaven stammende Einhandsegler war in der Nacht zum 22.7. 252 Kilometer südöstlich von Halifax von einem kanadischen Rettungshubschrauber aus dem Nordatlantik gerettet worden. Er hatte von Fairhaven zu den Azoren segeln wollen. Er hatte gehofft, nördlich vom Sturm ablaufen zu können, doch dieser hatte ihn am Abend erfasst. Als sein Boot kenterte, schöpfte er gerade Wasser aus der Kajüte. Eindringendes Wasser schleuderte ihn ins Vorschiff, zusammen mit verschiedener Bootsausrüstung, die ihm Schnittverletzungen zufügte. Dann richtete sich das gekenterte Boot wieder auf, und als der Skipper an Deck ging, sah er, dass der Mast gebrochen war. Er aktivierte den Notsender und ging wieder in die Kajüte.
Die Rettungszentrale in Halifax schickte ein Hercules-Suchflugzeug und eine n Cormorant-Helikopter. Ein Rettungsschwimmer wurde in die sieben Meter hohen Wellen abgefiert, während der Hubschraubre 25 Meter darüber hoverte. Er kraulte zur "Seanine" hinüber und ließ sich dann gemeinsam mit dem Skipper aufwinschen. Danach ging es zur Canadian Forces Base Greenwood im Annapolis Valley, Nova Scotia. Von dort wurde der Gerettete mit leichter Unterkühlung und Fleischwunden in das Krankenhaus in Middleton gebracht. Nach der Entlassung wollte er nach Massachusetts zurückkehren. Er hatte das Boot seit 28 Jahren und bereits einige Transatlantiktouren damit unternommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.07.2008
Acht Urlauber nach Kentern ihrer Boote gerettet
Malchin, Neubrandenburg / DE, 24.07.08 - Ein Fischer sowie Retter der Wasserwacht haben am Donnerstag zwei Urlauberfamilien aus dem Malchiner See und dem Woterfitzsee bei Boek (Müritzkreis) gerettet. Zwei mit jeweils vier Personen besetzte Paddelboote waren bei leichtem Wind gekentert, die Betroffenen kamen aus eigener Kraft nicht wieder in die Boote, sagte ein Polizeisprecher in Neubrandenburg der dpa. Alle acht Verunglückten blieben unverletzt. Die auf dem Malchiner See gekenterten Urlauber stammen aus dem niedersächsischen Oldenburg. Die Herkunft der zweiten Familie war nicht bekannt.
Quelle: dpa/mv vom 24.07.2008
Mississippi nach Tankerunglück bis zur Mündung gesperrt
Update vom 24.07.08
New Orleans, Louisiana / USA, 24.07.08 - Im Rahmen der Bemühungen, die Ölverschmutzung des Mississippi unter Kontrolle zu bekommen, wurde der Fluss am 24.7. vom Meile 97 bis 0 am Golf von Mexiko gesperrt. Rund 60 Schiffe waren davon betroffen. Wann die Schifffahrt nach New Orleans mit seinen Getreidesilos, Raffinerien, Kohleterminals und anderen Einrichtungen wieder laufen kann, ist unklar. Die Raffinerien aber werden auch per Pipeline versorgt. Sieben Trinkwasserentnahmestellen am Fluss mussten geschlossen weden, die Wasserversorgung von New Orleans scheint aber gesichert. Rund 90000 Fuß Ölsperren wurden bislang ausgebracht. Die Maßnahmen wurden nötig, nachdem am Morgen des 23.7. der Chemikalientanker "Tintomara" eine Barge mit 1590 Tonnen Öl an Bord gerammt und in zwei Teile zerlegt hatte. Der Tanker und die beiden Teile der Barge wurden am 24.7. weiter in der Nähe der Unglücksstelle auf Position gehalten, doch Bergungsoperationen sollten noch an diesem Tag beginnen. Die US Coast Guard leitete eine Untersuchung ein, insbesondere in Hinblick auf Hinwesie, dass die Crew des Schubschleppers "Mel Oliver" nicht im Besitz notwendiger Lizenzen war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Sportboot verkeilte sich an Restaurantschiff
Düsseldorf-Altstadt, Nordrhein-Westfalen / DE, 24.07.08 - Am Abend des 23.7. ist es auf dem Rhein in Höhe der Altstadt zu einer Havarie zwischen einem Sportboot und einem Restaurantschiff gekommen. Das Sportboot "Espadon" war in Richtung Luxemburg unterwegs und passierte gerade die Rheinkniebrücke, als der Motor plötzlich ausfiel. Der Kapitän versuchte vergeblich den Anker zu setzen, doch der Grund war zu abschüssig und bedeckt mit Kieselsteinen. Das Boot trieb talwärts ab und havarierte in Höhe der Pegeluhr mit der dort liegenden "Allegra", einem einstigen Baseler Binnenschiff, das jetzt als Restaurantschiff der Weißen Flotte Düsseldorf dient. Der Bootsrumpf verkeilte sich dabei mit dem Heck an der Schiffswand, der Bug drückte sich in die Spundwand des Rheinufers. Der Skipper rief die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr zu Hilfe. Es war zunächst unklar, ob Personen verletzt wurden. Deshalb alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr den Rettungshubschrauber "Christoph 9", das Feuerlöschboot, mehrere Rettungsboote von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr, einen Notarzt mit Rettungsdienst und zwei Löschzüge. Der Einsatzleiter konnte schnell Entwarnung geben. Der Havarist aber hatte sich dermaßen verkeilt, dass ein einfaches Freischleppen mit dem Feuerlöschboot misslang. Erst nach dem die Löschbootbesatzung die Ankerkette mit einem Trennschleifer kappte, konnte die "Espadon" aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Das Motorboot wurde in den Düsseldorfer Hafen geschleppt, der Schaden beträgt mehrere tausend Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Frachter "Lehmann Timber" wird vor Heimreise überholt
Update vom 22.07.08
Lübeck, Schleswig-Holstein / DE, 24.07.08 - Mitte August wird die "Lehmann Timber" der Lübecker Reederei Hans Lehmann in Deutschland erwartet. Das 120 Meter lange Schiff hat Stahlteile für Werften in Wismar und Warnemünde geladen. Die Besatzung wurde nach dem Einschleppen durch die "Dubai Moon" nach Salalah medizinisch betreut und wurde dann in ihre Heimatländer gebracht. Prokurist und Leiter der Reedereiabteilung im Hause Lehmann war persönlich in den Oman geflogen, um das Schiff und seine Besatzung – den russischen Kapitän, vier ukrainische Offiziere, einen Esten und neun Decksleute aus Burma – in Empfang zu nehmen. Die Männer hatten in den vergangenen Wochen Schlimmes durchgemacht. Ohne ausreichend Proviant und Wasser hatten sie es bei schwüler Hitze mehrere Wochen gemeinsam mit den Piraten auf der "Lehmann Timber" aushalten müssen.
Jetzt soll die "Lehmann Timber" erst einmal gereinigt und soweit instand gesetzt werden, dass eine neue Besatzung damit weiterfahren kann. In zwei bis drei Wochen soll die "Lehmann Timber" Rostock erreicht haben, um ihre dringend erwartete Ladung – Ladeluken für Schiffsneubauten – abliefern zu können. Sie war erst im Herbst 2007 in China vom Stapel gelaufen und auf ihrer Jungfernfahrt gekapert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Tankschiff "Undine" wird in Lauenburg untersucht
Update vom 22.07.08
Lauenburg / Elbe, Schleswig-Holstein / DE, 24.07.08 - Während die Ölverschmutzung der Elbe mittlerweile praktisch beseitigt ist, wird der Tanker "Undine" (Europa-Nr. 94801510), der sie ausgelöst hatte, derzeit in Lauenburg auf seine Reparaturwürdigkeit untersucht. Dazu verholte das Schiff am 17.7. zur dortigen Hitzler-Werft. Das Schiff war bereits 1957 bei der Lanke Werft in Berlin erbaut worden. Die Entscheidung, ob die ,Undine' überhaupt repariert wird oder ein Totalschaden ist, steht auf des Messers Schneide", erklärte gestern der Leiter der Reparaturabteilung der Werft. "Die Entscheidung wird wohl letztlich beim Eigner liegen", meint er.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Kontrakt mit Titan endlich unterzeichnet
Update vom 20.07.08
Manila / Philippinen, 24.07.08 - Sulpicio Lines haben am 24.7. im Traders Hotel in Manila mit Titan Salvage den Kontrakt zur Bergung der Fracht der "Princess of the Stars", die vor Romlon sank, unterzeichnet. Der 7,55-Millionen-Kontrakt beinhaltet die Entfernung des von Del Monte Philippines and Bayer CropScience an Bord der Fähre transportiertes Endosulfans und vier weiterer Chemikalien. Die Arbeiten vor Ort werden mit 30 Tagen veranschlagt, davor liegt eine Mobilisierungsphase von rund 2-3 Wochen, in der Ausrüstung aus den USA und Singapur vor Ort geschafft wird. Nachdem die Chemikalien entsorgt sind, sollen Taucher die Überreste der im Wrack ertrunkenen Menschen bergen. Außerdem gilt es das verbliebene Bunkeröl sowie die übrige Fracht zu leichtern. Der letzte Schritt wäre die Entfernung des Schiffes selbst aus den Gewässern von Romblon.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Historisches Wrack droht zu erodieren
Bracklesham Bay, West Sussex, England / UK, 24.07.08 - Das Wrack der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Fregatte "Hazardous" in Bracklesham Bay ist wegen fortschreitender Erosion in Gefahr, aus der Liste des maritimen Erbes verloren zu gehen. Darum soll versucht werden, in den kommenden zwei Jahren eine Grabung durchzuführen, doch es fehlt bislang am nötigen Geld. Archäologen hoffen auf eine Mitarbeit des Bracklesham und East Wittering Museum. Die "Hazardous" ist eines von 19 Schiffen, die im Heritage at Risk (HAR)-Register erscheinen.
Die HMS "Hazardous" (ex Le Hazardeaux, Baujahr 1698 / Frankreich, Länge etwa 137 Fuß, Verdrängung 875 Tonnen) war eine mit 54 Kanonen ausgestattete Fregatte, die 1703 von den Franzosen erobert worden war. Sie lief in einem Sturm im November 1706 in den Diensten der Royal Navy auf ein Riff in der Bracklesham Bay. Der Sturm brach das Schiff entzwei, und der Bug sank unter dem Gewicht der Geschütze in den Sand ein. Heck und Backbordseite sind erhalten. 1977 wurde das Wrack von Tauchern entdeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Rasche Rettung dank Monitorsystem
Newlyn, Cornwall, England / UK, 24.07.08 - Am 23.07. wurden zwei schiffbrüchige Fischer wurden nach dem Untergang ihres Kutters "Levan Mor" 20 Meilen vor Penzance aus einer Rettungsinsel geborgen. Um 15.52 Uhr war die Falmouth Coastguard vom RNLI Hauptquartier informiert worden, dass eine planmäßige Meldung durch das Monitorsystem des Schiffes aus Looe ausgeblieben war und die letzte Positionsangabe um 14.26 Uhr südlich von Pencance gekommen war. Nachdem Versuche, mit dem Schiff Kontakt aufzunehmen, vergeblich geblieben waren, startete ein Royal Navy Hubschrauber der RNAS Culdrose, und das Penlee RNLI Rettungsboot lief aus. Vor Ort sah der Hubschrauber Rauch, und wenig später entdeckte das Rettungsboot die Rettungsinsel vier Meilen von der zuletzt angegebenen Position entfernt. Die beiden Männer wurden aufgewinscht und ins Treliske Hospital in Truro gebracht. Sie hatten leichte Unterkühlungen erlitten. Das Rettungsboot barg die Insel und einige Trümmer des 10 Meter langen Kutters, der von Newlyn aus operierte. Die Geretteten sagten aus, sie hätten etwas extrem schweres im Netz gehabt. Im nächsten Moment hätten sie sich schon im Wasser befunden. Ihre rasche Rettung verdanken sie dem neuen Monitorsystem der RNLI.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Kutter im Nebel verloren
Waterford, County Waterford, Irland, 24.07.08 - Ein 10 Meter langer Kutter geriet in der Nacht zum 23.7. neun Meilen vor Hook Head in Schwierigkeiten, nachdem er in dichtem Nebel orientierungslos geworden war. Der Skipper alarmierte um 19.30 Uhr die Küstenwache, und ein Helikopter aus Waterford barg ihn kurz nach 20 Uhr ab. Wenig später sank sein Boot.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Trawler nach einem halben Jahr geborgen
Skatestraumen, Provinz (Fylke) Sogn og Fjordane / Norwegen, 24.07.08 - Am Vormittag des 23.7. wurde der norwegische Trawler "Remøybuen" von dem Osloer 400-Tonnen-Schwimmkran "Conlift" der Aker Marine gehoben. . Beteiligt waren auch Schlepper von Stadt Sjøtransport und Taucher des Nordfjord Dykkerservice. Das Schiff war am 08.01.08 in Skatestraumen auf dem Weg von Kalvåg nach Måløy zwischen Måløy und Bremanger gestrandet. Das Vorschiff war danach auf 30 Meter Tiefe gegangen, während Teile der Brücke und Masten noch aus dem Wasser ragten.
Das Rettungsboot "Halvdan Grieg" hatte zwar die zweiköpfige Crew gerettet, doch weder das Küstenwachboot "Eigun" noch das Rettungsboot "Simrad Færder" hatten das Schiff über Wasser halten können. Nun ist das Ende des 1967 erbauten, von der Remøyværingen AS, Herøy bereederten Trawlers nah. Es wurde nach Stord verbracht, wo es verschrottet wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Skipper verschwand vor Kutterstrandung
Mooloolaba Harbour, Queensland / Australien, 24.07.08 - Am 23.7. um 19.25 Uhr strandete der 10,60 Meter lange Kutter "Miss Melissa" beim Einlaufen nach Mooloolaba Harbour. Hier hatte er nach 16-tägiger Fangfahrt Schutz vor einer Wetterverschlechterung finden wollen. Die Strandung weckte zwei unter Deck schlafende Besatzungsmitglieder. Sie konnten an Land schwimmen. Vom Skipper, der am Ruder gestanden hatte, fehlte aber jede Spur. Die letzte Meldung vor der Strandung war eineinhalb Stunden her. Danach blieben Versuche, das Schiff zu kontakten, erfolglos. Wahrscheinlich war der nur mit T-Shirt und Shorts bekleidete Mann zwischenzeitlich über Bord gegangen. Das Ruderhaus wurde nach dem Auflaufen verlassen vorgefunden, eine Suchaktion musste wegen der Wetterverschlechterung schließlich abgebrochen werden. Vier Helikopter, ein Polizeiboot, drei Küstenwachboote und freiwillige Suchschiffe hatten 100 Quadratmeilen zwischen Mooloolaba und Noosa abgesucht, als die Aktion am 24.7. abgebrochen wurde. Vor Ort hatten sich derweil bei 40 Knoten Wind fünfeinhalb Meter hohe Wellen aufgebaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Bootsunglücke in Indien fordern zahlreiche Menschenleben
Patna, Bundesstaat Bihar / Indien, 24.07.08 - Mindestens acht Personen starben, und der Tod von 18 weiteren wurde in zwei separaten Bootsunfällen in Bihar's Purnia und den Supaul Distrikten am 23.7. befürchtet. Die acht ertranken, als ein überfülltes Boot im angeschwollenen Kosi River beim Dorf Kanpghat kenterte. 12 weitere wurde vermisst. Taucher gingen auf die Suche. 10 Personen retteten sich.
Sechs Menschen, darunter drei Kinder, ertranken wahrscheinlich, als ein mit 30 Personen besetztes Boot im Kosi River nahe Nirmali im Supaul-Distrikt kenterte. Das Boot war unterwegs von Rasuar-Navtoli nach Nirmal, als es sank. Die meisten Insassen konnten sich retten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Besatzungsmitglied bei Havarie verletzt
Köln, Nordrhein-Westfalen / DE, 24.07.08 - Am 22.07. gegen 06:15 Uhr befuhr ein mit Dieselkraftstoff beladenes belgisches Tankmotorschiff den Rhein im Bereich Köln zu Berg und zeigte einem mit Stahl beladenen Talfahrer die blaue Tafel für eine Begegnung Steuerbord / Steuerbord. Die Besatzung des Talfahrers achtete weder auf die Tafel, noch reagierte sie auf Funkansprache. Es kam zur Havarie, bei der das Tankmotorschiff im Bugbereich, oberhalb der Wasserlinie, beschädigt wurde und die Backbordseite des talfahrenden Motorschiffs auf etwa 25 Metern Länge aufgerissen wurde. Wasser drang in das Schiff ein. Anschließend kam der Talfahrer in Höhe Rhein-km 687,7 fest. An Bord des Bergfahrers wurde ein weibliches Besatzungsmitglied verletzt. Die Frau wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht.
Das festgefahrene Gütermotorschiff wurde gegen 20:40 Uhr freigeturnt. Für die Turnversuche musste zeitweilig die Schifffahrt gesperrt werden. Von den Sperrungen waren insgesamt 10 Berg- und 16 Talfahrer betroffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Tanker zerteilte Ölbarge
Update vom 23.07.08
New Orleans, Louisiana / USA, 24.07.08 - Die US Coast Guard sperrte am 23.7. um 3.30 Uhr 47 Kilometer des Mississippi bei New Orleans zwischen Meile 98 unterhalb der Harvey Schleuse, bis Meile 40 nahe Port Sulphur, nachdem der flussabwärts laufende, 183 Meter lange Doppelhüllentanker "Tintomara" eine Ölbarge (Länge 58 m) der American Commercial Lines aus Jefferson, Indiana, gerammt hatte, die auseinanderbrach und sank. Die Barge war an den Schubschlepper "Mel Oliver" angekoppelt gewesen, als sie um 1.30 Uhr überlaufen wurde, nachdem sie zuvor bei der Stone Oil Co. in Gretna Ladung für Memphis aufgenommen hatte. Schlepper versuchten, die in der Strömung abdriftenden Schiffsteile auf Position zu halten. Über 1500 Tonnen Schweröl liefen aus und breiteten sich über 58 Meilen aus. Die Kollision ereignete sich oberhalb der Crescent City Connection, einem Brückenpaar zwischen Ost- und West-New Orleans. Der Tanker hatte 15900 Tonnen Biodiesel für Rotterdam und 49000 Tonnen Styren für Hamburg an Bord. Er schlug nicht leck. Das Schiff wird betrieben von der Laurin Maritime (America) Inc. in Houston, einer Tochtergesellschaft der Göteborger Laurin Maritime AB. Der unter Liberia-Flagge laufende Tanker gehört der Whitefin Shipping Co. Ltd. in Gibraltar. Seine 22-köpfige Crew blieb unversehrt.
Die Eigner der Ölbarge sowie Ölbekämpfungsteams brachten 200 Helfer und 45000 Fuß Ölsperren zum Einsatz. Mit Ölskimmern und Vakuumlastern wurde das Öl abgeschöpft, weitere Ölsperren wurden in Bereitschaft gebracht. Das ausgelaufene Öl ist leichter als normales und verdunstet rasch, sodass keine Gefahren für ökologisch sensible Gebiete befürchtet wurden. Die Küstenwache brachte einen HH-65C Helikopter der Air Station New Orleans, ein 41-Fuß-Boot der Station New Orleans, die "Razorbill", ein 87 Fuß langes Patroullienboot, sowie zwei kleine Boote zum Einsatz. Die Reinigungsarbeiten dürften noch Tage andauern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Tauchattraktion wird verkauft
Bay of Islands, Far-North-Distrikt / Neuseeland, 24.07.08 - Das Wrack der einstigen neuseeländischen Fregatte "Canterbury", die im November 2007 in der Bay of Islands versenkt wurde, wechselt die Eigentümer. Das Wrack ist jetzt eine Tauchattraktion im Deep Water Cove. Es wurde durch eine in Rawhiti heimische Gruppe, darunter der Hauai Ahu Whenua Trust and the Patukeha und Ngati Kahu hapu of Ngapuhi, erworben. Der Bay of Islands Canterbury Trust, der das Schiff versenkte, hofft auf eine Belebung des Maori-Tourismus. Er erwarb die Fregatte von der Regierung für einen Dollar, doch das Docken in Auckland zur Reinigung kostete 70,000 Dollar. Mit den Versenkungskosten liefen Schulden von 150,000 Dollar auf, sodass der Verkauf an die Rawhiti Gruppe unumgänglich wurde. Ein Großteil des Geldes wurde bereits durch den Hauai Ahu Whenua Trust aufgebracht.. Einnahmen aus Tauchtourismus sind bisher eher gering, doch er soll mit der Einrichtung eines Tauchtrails, der die "Canterbury", ihr Schwesterschiff "Waikato" vor Ngunguru, das einstige Forschungsschiff "Tui" nördlich von Tutukaka sowie das Greenpeace-Schiff "Rainbow Warrior" in Matauri Bay ansteigen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Yacht kenterte in Wirbelsturm
Halifax, Provinz Nova Scotia (Neuschottland) / Kanada, 23.07.08 - Ein 66-jähriger Einhandsegler wurde von kanadischen Rettungskräften geborgen, nachdem seine Yacht "Seanine" in den Wirbelsturm Cristobal geraten war. Der Mast war gebrochen, und das Schiff gekentert. Es war unterwegs von Fair Haven, Connecticut, zu den Azoren. Der Skipper hatte das Notsignal am Abend des 22.07. aktiviert, nachdem das Boot 252 Kilometer südöstlich von Halifax verunglückt war. Mehrere Schiffe, darunter HMCS "Montreal" und die "Hudson" der Küstenwache sowie Handelsschiffe und ein Hercules-Flugzeug und ein Cormorant Helikopter des CFB Greenwood kamen zu Hilfe. Der Cormorant Helikopter hoverte über der Yacht, bis der Segler von einem Rettungsschwimmer geborgen war. Er wurde leicht verletzt in das Krankenhaus in Middleton, NS gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Schiff strandete wegen Unerfahrenheit des Brückenoffiziers
Juneau, Alaska / USA, 23.07.08 - Die Strandung des Fahrgastschiffes "Empress of the North" am 14.5.2007 war nach einem Report des National Transportation Safety Board durch das Versagen des Wachoffiziers und des Ausgucks verschuldet worden, als das Schiff durch eine Kurve bei Rocky Island navigieren sollte. Der Kapitän hatte den unerfahrenen 3. Offizier während der Nacht auf Brückenwache geschickt. Er war aber weder mit der Route, den Schiffseigenschaften sowie der Brückenausstattung hinreichend vertraut. Die 300 Fuß lange "Empress of the North" der Majestic America Line lief daraufhin auf einen in den Seekarten verzeichneten Felsen am Zusammenfluss Lynn Canal und Icy Strait in Südost- Alaska, rund 20 Meieln südwestlich von Juneau. Es hätte eine Westkurve fahren müssen, um aus dem Kanal in die Icy Strait zu gelangen, um von dort aus den nächsten Stopp Glacier Bay zu erreichen. An Bord waren 206 Passagiere und 75 Mann Besatzung. Das Schiff rammte den mit einem grünen Navigationslicht ausgestatteten Felsen. Danach wurde es evakuiert, es hatte Schäden an Steuerbordrumpf und am Antrieb erlitten. Dem Kapitän wurde nun angelastet, den unerfahrenen Junior auf Wache geschickt zu haben, der nicht die notwendigen Kenntnisse zur der Revierfahrt hatte, und damit Schiff und Menschen in Gefahr gebracht zu haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Wrack der "Ho Tsai Fa No. 18" nicht mehr zu bergen
Update vom 22.07.08
Insel Bali / Indonesien, 23.07.08 - Das Wrack der "Ho Tsai Fa No. 18" in Padang Padang ist mittlerweile über das Surfriff getrieben und wurde gegen Felsen am Ufer gedrückt. Während der Phasen des Niedrigwassers haben Ortsansässige und Mitglieder der Surfszene das Wrack von dem meisten Öl, Diesel und losgeschlagenen Teilen befreit. Taucher reinigten das Riff von Überbleibseln. Das 33 Meter lange Wrack dürfte aber binnen kurzem zerschlagen werden. Die Felsen schlugen mit jeder Tide größere Löcher in den Rumpf, wodurch auch theoretische Chancen einer Bergung sich inzwischen zerschlagen haben. Der in den Fischräumen verrottende Fang sorgt inzwischen für kräftigen Gestank. Von der Crew, die seit einem Monat jeden Kontakt abgebrochen hatte, fehlte weiter jede Spur. Die einzige Chance, das Wrack loszuwerden, wäre jetzt, es abzubrechen und die Teile mit einem Kran auf die Küstenklippen zu heben. Derweil scheint das Riff das Durchtreiben des Trawlers gut überstanden zu haben, und auch die Surfer haben wieder den angestammten Raum einnehmen können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Vier Schiffbrüchige von Seestreitkräften vor Kuwait gerettet
Emirat Kuwait, 22.07.08 - Ein kuwaitisches Schiff sank am 18.7. 15 Meilen vor der Küste. Das Kuwaiti Navy Operations Center kontaktierte das Hauptquartier der Vereinigten Seestreitkräfte und bat um eine SAR-Aktion für die vierköpfige Crew. Die Combined Task Force 158 übernahm nach Klärung diplomatischer Fragen die Leitung der Operation und schickte das amerikanische Patroullienboot "Wrangell" das in South Portland, Maine, beheimatet ist, sowie einen Helikopter des australischen Lenkwaffenzerstörers HMAS "Stuart". Der SH-70B-2 Seahawk lokalisierte die vier Schiffbrüchigen in der Dunkelheit und blieb vor Ort, bis die "Wrangell" sie an Bord nehmen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.07.2008
Trawler vor Fiji in Brand
Suva, Insel Viti Levu / Fidschi (Fiji Islands), 23.07.08 - Die 15-köpfige Crew des Trawlers "Shiang Fa" wurde am Abend des 21.7. gerettet, nachdem sein Maschinenraum in Brand geraten war. Das Schiff befand sich vor Fiji, als es auf 16.4 S 172.16 O in Seenot geriet. Drei Stunden nach dem Brandausbruch war ein anderes Fischereifahrzeug vor Ort und nahm die Crew auf. Ein Rettungsschiff eskortierte die "Shiang Fa" nach erfolgreicher Brandbekämpfung nach Suva.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.07.2008
Passagierschiff in der Arktis gestrandet
Spitzbergen / Norwegen, 23.07.08 - Das Kreuzfahrtschiff "Antarctic Dream" lief am 23.7. östlich von Spitzbergen vor dem Arctic Archipel von Svalbard (Spitzbergen) auf Grund. Das Expeditionsschiff hatte 130 Passagiere an Bord, als es um 11 Uhr nahe Alkefjellet in der Hinlopen Straße strandete. Schiff und Menschen waren nicht in Gefahr, ein Rettungsschiff bemühte sich am Nachmittag, den Havaristen flott zu machen. Die "Antarctic Dream" wird von der Antarctic Shipping SA Santiago, Chile, betrieben, und macht im Winter Reisen von Südamerika in die Antarktis. Die frühere "Piloto Pardo" verbrachte die vergangenen Monate um Svalbard und wird am 28.7. in Longyearbyen zurückerwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.07.2008
Info: Die Hinlopen Straße ist über 150 km lang und ist eine schwierig zu befahrene Wasserstraße zwischen Spitzbergen und Nord-Ostland (Nordaustlandet).
"Spinningdale" bleibt St. Kilda treu
Insel Hirta, St. Kilda-Inseln, Äußeren Hebriden / Schottland / UK, 23.07.08 - Das Wrack des Trawlers "Spinningdale", der im Februar 2008 vor St. Kilda strandete, wird mindestens bis 2009 dort liegen bleiben, falls er überhaupt geborgen wird. Das Schiff liegt in flachem Wasser vor der Insel Hirta. Öl und umweltgefährdende Stoffe sowie Ausrüstung wurden inzwischen geborgen. Doch einige Netze blieben an Bord, weil sie zu schwierig zu erreichen waren. Das Schiff selbst stellt nun keine Umweltgefahr mehr dar. Es sei zwar nicht einer Welterbestätte würdig, dass dort ein Wrack liege, sagte der Manager der Westinseln, doch ein Schiff dort zu bergen, sei sehr kompliziert. Eine Räumung des Trawlers könnte dem Vogelhabitat mehr Schaden zufügen, als ihn dort zu belassen, dies sei zu bedenken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.07.2008
Tanker zerteilte Ölbarge
New Orleans, Louisiana / USA, 23.07.08 - Die US Coast Guard sperrte am 23.7. um 3.30 Uhr 47 Kilometer des Mississippi bei New Orleans, nachdem der 183 Meter lange Doppelhüllentanker "Tintomara" eine 58 Meter lange Barge gerammt hatte und auseinanderbrach. Schlepper hielten die Schiffsteile auf Position. Über 1500 Tonnen Schweröl liefen aus. Die Kollision ereignete sich um 1.30 Uhr oberhalb der Crescent City Connection, einem Brückenpaar zwischen Ost- und West-New Orleans.
Der Tanker hatte 15900 Tonnen Biodiesel für Rotterdam und 49000 Tonnen Styren für Hamburg an Bord. Er schlug nicht leck. Das Schiff wird betrieben von der Laurin Maritime (America) Inc. in Houston, einer Tochtergesellschaft der Göteborger Laurin Maritime AB. Der unter Liberia-Flagge laufende Tanker gehört der Whitefin Shipping Co. Ltd. in Gibraltar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.07.2008
Binnentanker rammte Ausflugsschiff
Koblenz, Rheinland-Pfalz / DE, 23.07.08 - Ein mit 1900 Tonnen Dieselkraftstoff beladenes Tankschiff hat in der Nacht zum 23.7. das am Koblenzer Rheinufer festgemachte Ausflugsschiff "Viking Fontane" (ex: Theodor Fontane) und zwei Schiffsanleger gerammt. Das 94,80 Meter lange Kabinenschiff, auf dem über hundert Fahrgäste schliefen, wurde dabei im Bugbereich der Länge nach aufgerissen. Personen kamen nicht zu Schaden. Es kam zu dem Unfall, als das Tankschiff am Ufer anlegte, um seine Besatzung zu wechseln. Beim Ablegen neigte sich das Schiff, vermutlich durch eine Fehlbedienung des Bugstrahlruders, zum Ufer, rammte zunächst zwei Schiffsanleger und danach das unterhalb liegende Kabinenschiff. Der Tanker wurde bei den Kollisionen nur leicht beschädigt. Dieselkraftstoff trat nicht aus. Das Fahrgastschiff konnte seine Reise am 23.7. zunächst nicht fortsetzen, da der entstandene Riss erst geschweißt werden musste. Das Tankschiff wurde durch Sachverständige untersucht. Über den Sachschaden an den Schiffen und Anlegern konnte die Polizei derzeit noch keine Aussagen machen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.07.2008
Norwegischer Kutter drohte zu sinken
Båtsfjord, Provinz (Fylke) Finnmark / Norwegen, 23.07.08 - Der 11,4 Meter lange norwegische Kutter "Cantona", schlug am 22.4. gegen 16 Uhr bei Østernæringen leck. Da das Schiff zu sinken drohte, lief sofort das Rettungsboot "Ulabrand" aus Båtsfjord aus und es wurde ein Rettungshubschrauber in Banak in Bereitschaft versetzt. Als die "Ulabrand" die "Cantona" nördlich von Rossmålen erreichte, wurden zwei Rettungsmänner und eine mobile Lenzpumpe übergesetzt. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen und den Havaristen so zu stabilisieren, dass er nach Båtsfjord eingeschleppt werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.07.2008
Trawler kenterte vor Reparatur
Walvis Bay, Region Erongo / Namibia, 23.07.08 - Am 16.7. kenterte der namibische Trawler "Holmatindur", als er zur Überholung in ein Trockendock im Hafen von Walvis Bay gebracht werden sollte. Die Untersuchungen zur Ursache des Schiffsunglücks laufen auf Hochtouren. Das Schiff wurde in den Hafen geschleppt und befand sich schon am Landungssteg. Dann hat es zu schaukeln begonnen, konnte aber zunächst stabilisiert werden. Schließlich bekam es Schlagseite, legte sich auf die Seite und sank. Verschiedene Experten sind derzeit mit einem Konzept zur Bergung der "Holmatindur" beschäftigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.07.2008
Der Preis stimmt - Schrott soll nach 24 Jahren gehoben werden
New Jersey / USA, 23.07.08 - Als der Schlepper "Celtic" mit der Barge "Cape Race" auf dem Haken 1984 im Long Island Sound versank, geschah dies so schnell, dass die 6-köpfige Besatzung sich nicht mehr retten konnte. Die Leichen wurden zwar geborgen, doch die Ladung Schrott, die mit dem Schiff unterwegs war, verblieb seither auf dem Meeresgrund.
Nun will eine Firma aus New Jersey sie Bergen. Die Weeks Marine Inc. will die Bergungsrechte für das Wrack und seine rostige Ladung vor der Küste von Norwalk erhalten. Wenn dem Ersuchen nachgekommen wird, soll der Schrott, der einen Wert von 700000 Dollar haben soll, in diesem Sommer geborgen werden. Die "Cape Race" sitzt aufrecht in einer Tiefe von 70 Fuß. Die Bergung des Schrotts könnte binnen drei Tagen mittels einer Stahlklaue durchgeführt werden. Das Wrack selbst ist bei Sporttauchern beliebt, wurde allerdings auch schon geplündert. So wurde der Propeller entfernt.
Die "Celtic" war am 17.11.1984 nach dem Auslaufen aus Bridgeport in schwere See geraten. Nachdem der Schleppzug am nächsten Morgen nicht in Newark, New Jersey, eintraf, wurde er vermisst gemeldet. Ein Hummerfischer entdeckte dann einen Ölaustritt eine Meile vor Sheffield Island. Es stellte sich heraus, dass die Barge "Cape Race" bereits seit Tagen Leckagen hatte. Als sie sank, zog sie den Schlepper mit sich. Die Brückenuhr war um 22.30 Uhr stehengeblieben. Der Smut wurde in der Kombüse, der Ingenieur im oberen Maschinenraum und der Lotse an seinem Platz vorgefunden, ebenso hatte der Rudergänger noch das Ruder umfasst in einem vergeblichen Versuch, den Schlepper zu wenden in einem vergeblichen Versuch, den todbringenden Anhang loszuwerden. Die Untersuchung fand heraus, dass die "Cape Race" umfangreiche strukturelle Schäden hatte und dass die Eigner, die MJ Rudolph aus Staten Island, nur lückenhafte Aufzeichnungen über Instandhaltungen nachweisen konnten. Die Eigner der "Celtic", die Eklof Marine, wurde 1999 an die K-Sea Marine Transportation verkauft, ein Jahr nachdem Eklof eingewilligt hatte, 9,5 Millionen Dollar Strafe für die Ölverschmutzung vor Block Island zu zahlen.
Als jetzt der Preis für Stahl stieg, erinnerte sich Weeks an die aufgegebene Ladung. Vor drei Wochen wurde ein Taucherteam zur Untersuchung zur Untergangsstelle herabgeschickt und dokumentierte die Lage mit Video. Die Barge wurde in einer günstigen Lage für die Bergung vorgefunden. Die 1400 Tonnen Schrott stellten seinerzeit einen Wert von 90000 Dollar dar, heute könnte sich der Wert auf 500 Dollar pro Tonne belaufen. Wenn möglich, soll auch die "Cape Race" gehoben werden. Das rostzerfressene Wrack wird zwar nie mehr seetüchtig sein, aber mit seinen 350 Tonnen Stahl auch einen erheblichen Schrottwert darstellen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.07.2008
Hätte die Tragödie der "Simshar" verhindert werden können
Malta, 23.07.08 - Die Chancen, die Leiche des noch vermissten 11-jährigen Sohns des Skippers der vor Malta gesunkenen "Simshar" zu finden, sind auf ein Minimum gesunken. Wie sich aus den Vernehmungen des geretteten Vaters ergab, ist der Junge kurz vor dessen Rettung in den Armen des Vaters gestorben. Der Kutter war am 10.7. 60 Meilen vor Benghajsa Point gesunken, als der Junge auf einer Fahrt mit seinem Vater, dem Großater und zwei weiteren Männern war. Sie waren am 7.7. aus Marsaxlokk ausgelaufen.
Nachdem der Vater als einziger Überlebender am 18.7. von der "Grecale" gerettet wurde, sagte er, dass ein Mann am 12., einer am 13. und sein Vater am 14.7. gestorben seien. Sein Sohn selbst sei noch am 17.7. am Leben gewesen, ein anderer Fischer habe ihm seine Kleidung gegeben, damit er nicht auskühlte. Am selben Tag hätten sie ein Flugzeug gesehen, das sie aber nicht wahrnahm. Später an diesem Tag schloss der Junge die Augen und schien tot zu sein. Sein Vater hielt ihn noch, bis die Wellen ihn seinem Griff entrissen, nachdem eine Woche ohne Essen, Trinken oder irgendeinen Schutz ihn geschwächt hatten. Der Körper trieb davon, nachdem der Skipper selbst langsam in eine Bewusstlosigkeit glitt, die erst durch das Geräusch des Motors der "Grecale" unterbrochen wurde. Erst Stunden zuvor hatte die "Madonna tal-Karmnu" ein totes Besatzungsmitglied aus der See geborgen, das ein Helikopter in der See entdeckt hatte. Die "Grecale" stieß nach dem Fund hinzu und machte wenig später die lebensrettende Entdeckung: Die Schiffbrüchigen hatten sich aus Polystyren-Teilen und anderem Treibsel ein Floß zusammengebunden. Als die "Grecale" es entdeckte, sah es aus, als sei nur ein Toter darauf. Als das Boot sich auf 100 Meter angenähert hatte, hob Skipper Simon schwach eine Hand und wurde wenig später an Bord gezogen. Die "Grecale" kehrte am Morgen des 21.7. mit dem Geretteten in den Hafen zurück.
Inzwischen wurden Vorwürfe laut, dass die Suchaktion nur zögerlich verlaufen sei. Die Suchflugzeuge seien nur selten unterwegs gewesen, und die an der Suche teilnehmenden Fischer fanden über Funk heraus, dass ein in dem Seegebiet befindliches italienisches Patroullienboot ebenso wenig von dem vermissten Boot wusste wie sizilianische Fischer vor der Ostküste Maltas. Alle Kutter Maltas sollten an ein Monitor-System angeschlossen sein, dass dem Fischereiministerium die Position durchgibt. Es gibt dort aber nur einem Mann, der das System überwacht und im Sommer lediglich halbtags arbeitet. Er war nicht anwesend, als die "Simshar" verloren ging. Die Rettungsteams wiederum seien nicht vertraut mit der Suche nach Menschen auf See gewesen. Es sei zudem zu lange nach einem Schiff und nicht nach Schiffbrüchigen gesucht worden, obwohl klar hätte sein müssen, dass die "Simshar", hätte sie noch existiert, Notrufe gesendet hätte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.07.2008
Yacht versank in Fluss
Burnham-on-Sea, Shire county Somerset, England / UK, 22.07.08 - Die Yacht "She’s Mine" sank am 20.7. an ihrer Mooring auf dem Brue River in Burnham-on-Sea nahe des örtlichen Segelclubs. Bei Flut ragte nur noch der Mast aus dem Wasser. Am Nachmittag des 21.7. gelang es, das Boot zu heben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.07.2008
Schubverband drohte nach Kollision mit Rheinbrücke zu sinken
Update vom 22.07.08
Wesel, Nordrhein-Westfalen / DE, 22.07.08 - Ein 170 Meter langer Schubverband bestehend aus dem Schubschlepper "Truyere" und der angekoppelten "Aller" kollidierte in der Nacht zum 22.7. gegen drei Uhr auf dem Rhein bei Flusskilomter 814 mit der Weseler Rheinbrücke. Ein Pfeiler der Brücke bohrte sich drei Meter tief in den Steuerbordbug der "Aller" und riss ihn auf einer Fläche von 2x3 Metern auf. Dadurch kam es zu einem Wassereinbruch im Bugstrahlruderraum. Der Koppelverband ging einen Kilometer flussabwärts vor Anker, musste von der sechsköpfigen Crew aber dort außerhalb des Fahrwassers auf Grund gesetzt werden, weil er zu sinken drohte. Die Feuerwehr von Wesel war in den folgenden acht Stunden damit beschäftigt, minütlich 3,5 Tonnen Wasser aus dem Schiff zu befördern, ehe das Leck über Wasser kam und die schiffseigenen Pumpen den Wassereinbruch bewältigen konnten. Zeitgleich machte sich ein Kranschiff daran, die 4000 Tonnen von Koblenz nach Gent bestimmten Hüttensand zu leichtern. Bis zum Abend sollte dies abgeschlossen sein. Über eine Fahrgenehmigung zu einer Reparaturwerft hatte das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt in Wesel zu befinden. Der Rheinverkehr wurde nicht behindert, und die Stabilität der gleichwohl beschädigten Brücke wurde nicht beeinträchtigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
Yacht vor Norderney gesunken
Norderney, ostfriesische Insel, Landkreis Aurich / Niedersachsen / DE, 22.07.08 - Einen holländischen Segler und seine Begleiterin hat die Besatzung des Seenotkreuzers "Bernhard Gruben" der DGzRS am Vormittag des 21.7. zwei Seemeilen vor Norderney aus Seenot gerettet. Sie wurden von dem Tochterboot "Johann Fidi" aus dem 17 Grad kalten Wasser mit deutlichen Unterkühlungserscheinungen aufgenommen und in das Inselkrankenhaus eingeliefert. Die beiden Schiffbrüchigen waren kurz zuvor von Norderney mit der sieben Meter langen Segelyacht "Sjaantje" zu einem Segeltörn in die Nordsee ausgelaufen. Aus bislang ungeklärter Ursache war das Schiff vor dem Inselabschnitt Nordstrand im Dovetief gesunken. Die Besatzung einer anderen Segelyacht hatte das Unglück beobachtet und die Seenotleitung Bremen alarmiert. Zur Unfallzeit herrschten bei zwei Meter Seegang nordwestliche Winde um vier Beaufort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
Französische Fähre rammte Kai
Marseille, Départements Bouches-du-Rhône, Region Provence-Alpes-Côte d'Azur / Frankreich, 22.07.08 - Am Abend des 21.7. rammte die Fähre "Napoléon Bonaparte" (IMO Nr: 9104835), 44307 BRZ, beim Versuch, bei starkem Wind in Marseille einzulaufen, eine Pier. Das 1996 erbaute, 172 Meter lange Schiff hatte zwar Schlepperassistenz, doch die Trosse brach und die Fähre trieb gegen die Pier, wobei sie einen meterlangen Riss am Bug erlitt. Die beiden nächsten Fahrten nach und von Korsika wurden abgesagt. In den Mittagsstunden des 22.7. war die Reparatur noch im Gange. Das Schiff läuft auf der Route Marseille - Bastia - Ajaccio - Propriano - Ile Rousse.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
Dänische Fähre rammte Kai
Kolby, Insel Samsø / Dänemark, 22.07.08 - Die Samsø-Fähre "Kyholm" (IMO-Nr. 9183025), 3380 BRZ, rammte am Morgen des 21.7. die Außenmole in Kolby Kås auf Samsø. Das 1998 erbaute, 69,20 Meter lange Schiff kam gerade von Kalundborg. Die Mole erlitt ebenso Schaden wie das Backbord-Achterschiff der Fähre. Verursacht wurde die Kollision durch einen Maschinenausfall, als die "Kyholm" übers Heck in den Hafen lief. Der Schaden wurde im Laufe des Tages ausgebessert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
106jähriger Kutter in Seenot
Whitby, Grafschaft Yorkshire, England / UK, 22.07.08 - Der historische Heringslogger "Reaper" (FR 958), 63 BRZ, geriet am 20.7. um 23.30 Uhr nach Maschinenschaden vor Whitby in Seenot und benötigte die Hilfe des RNLI-Bootes aus Whitby. Der 21 Meter lange, über 100 Jahre alte Kutter, der zum Scottish Fisheries Museum in Anstruther nahe St. Andrews in Schottland gehört, war mit sieben Mann Crew auf dem Rückmarsch vom Festival of the Sea in Scarborough, als es in rauer See zu Maschinenschaden und Wassereinbruch kam. Um 4.45 Uhr wurde das Rettungsboot zur "Reaper" geschickt, setzte eine mobile Pumpe ein und nahm sie in Schlepp. Auf halber Strecke kam das Rettungsboot aus Hartlepool zur Verstärkung. Um 8.45 Uhr hatte der Schleppzug den Hafen von Hartlepool erreicht, da der Seegang ein Anlaufen von Scarborough oder Whitby unmöglich machte.
Die "Reaper" ist ein restaurierter Kutter, der 1901 bei J. & G. Forbes in Sandhaven erbaut wurde. Er war nach seiner Indienststellung 1902 in Fraserburgh registriert. ER verbrachte viele Jahre auf Heringsfang vor den Shetlands und erhielt vor dem 2. Weltkrieg erstmals eine Maschine. Im Krieg wurde er requiriert und meist als Sperrballon-Basis vor Südengland genutzt. Bis 1957 ging er anschließend wieder vor den Shetlands auf Fang, um später in die Frachtfahrt zu gehen. 1957 erwarb ihn das Scottish Fisheries Museum in Anstruther, Fife. Er wurde zurückgebaut auf das ursprüngliche Erscheinungsbild eines Zweimast-Loggers. In den Sommermonaten geht die "Reaper" regelmäßig in See.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
Schubverband drohte nach Kollision mit Rheinbrücke zu sinken
Wesel, Nordrhein-Westfalen / DE, 22.07.08 - In der Nacht zum 22.7. hat ein Schubverband (Koppelverband, Schubschiff mit Leichter) einen Pfeiler der Weseler Rheinbrücke gerammt. Verletzt wurde niemand, doch die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz, um das Schiff vor dem Sinken zu bewahren. Der Schubverband mit jeweils 2000 Tonnen Hüttensand muss geleichtert werden, ehe mit der eigentlichen Bergung begonnen werden kann. Der Brückenpfeiler hat sich drei Meter weit in des Rumpf des Leichters "Aller" gebohrt.
Die Kollision ereignete sich gegen drei Uhr nachts. Der Schubverband war Richtung Belgien unterwegs. Nach dem Zusammenstoß ging es ein Stück rheinabwärts vor Anker, drohte dort aber zu sinken, weil es starken Wassereinbruch hatte. Die Feuerwehr rückte aus und pumpte jede Minute 3500 Liter Wasser aus dem Schiff. Auch die Wasserschutzpolizei ist im Einsatz. Nun soll der Sand mit Hilfe eines Krans auf ein anderes Schiff umgeladen werden, damit das Leck über der Wasseroberfläche kommt. Der Verkehr auf dem Rhein konnte ungehindert weiterlaufen, weil der Schubverband am Ufer lag und die Fahrrinne nicht versperrte. Auch die Brücke musste nicht gesperrt werden.
Warum der Koppelverband, das deutsche Schubschiff "Truyere" mit dem Leichter "Aller" gegen den Pfeiler krachte, war nach Angaben der Wasserschutzpolizei noch unklar. Der Verband kam aus Koblenz und befand sich auf dem Weg in das belgische Gent.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
Entwarnung für die Elbe nach Tankerkollision
Update vom 19.07.08
Hamburg / DE, 22.07.08 - Knapp eine Woche nach der Kollision der "Undine" und der "Aldebaran" auf der Elbe bei Hamburg hat die Umweltbehörde am 21.7. Entwarnung gegeben. Die Analyse des ausgelaufenen Treibstoffs hat ergeben, dass es sich um eine Superdiesel-Sorte handelt, die zu 98 Prozent verdunstet. Von 300 ausgelaufenen Tonnen dürften nun noch etwa sechs Tonnen in oder an der Elbe sein. Weil aber auf der Elbe in Hamburg und Niedersachsen im Zuge der Ölbekämpfungsmaßnahmen mehr als fünf Tonnen Diesel abgefischt wurden, kann nur ein geringer Rest im Fluss verblieben sein. Die Situation werde weiter beobachtet, große Umweltschäden seien aber nicht zu erwarten, hieß es bei der Behörde. Beim Naturschutzgebiet Zollenspieker muss eventuelle der Schilfbereich geschnitten werden. Verschmutzte Vögel oder Fische wurden nicht entdeckt.
Die Unfallursache ist noch unklar, es wird aber ein Fahrfehler vermutet. Zur Höhe des Schadens gab es noch keine Schätzungen. Die Umweltbehörde hat die Versicherung der Reederei kontaktiert, der die "Undine" gehört.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
Frachter vor Oman aufgegeben
Arabisches Meer, 22.07.08 - Die 125 Meter lange Fregatte "Surcouf" (F 711) der französischen Marine assistierte vor Oman dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter "Karam Allah", der neun Tage zuvor Maschinenausfall wegen Treibstoffmangels erlitten hatte. Das Schiff trieb mit seiner 19-köpfigen Crew langsam in Richtung der Kuria Muria Islands. Mehrere Versuche der "Jaikur 1", einem Schwesterschiff des Havaristen, ihn in Schlepp zu nehmen, scheiterten in rauer See. Daraufhin wurde beschlossen, die "Karam Allah" aufzugeben. Die "Surcouf" organisierte einen Bootstransfer der Besatzung der "Karam Allah" zur "Jaikur 1".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
"Lehmann Timber" nach Salalah eingeschleppt
Update vom 21.07.08
Salala (Salalah) / Oman, 21.07.08 - Der deutsche Frachter "Lehmann Timber" machte am 21.7. in Salalah im Oman fest. Die "Lehmann Timber" wurde um 3 Uhr von der "Dubai Moon" in den Hafen geschleppt. Der Eigner sowie weitere Vertreter der KW-Bereederungs GmbH & Co KG und das Vermittlungsteam, das die Freilassung arrangiert hatte, gingen an Bord. Die aus Myanmar stammenden neun Crewmitglieder wurden an einen unbekannten Ort gebracht. Die Offiziere – der russische Kapitän, vier Ukrainer und ein Este, wurden in Hotelunterkünfte gebracht und untersucht.
Das Schiff war am 28.5. im Golf von Aden gekapert und gegen ein Lösegeld von 750000 Dollar freigegeben worden. Am 11.7. fiel die Maschine aus, am 15.7. wurde der Frachter von dem Schlepper auf den Haken genommen. An Bord waren 16 Mann Crew, 11 aus Myanmar, vier Ukrainer und ein russischer Kapitän, die sich in befriedigendem Zustand befinden sollen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
Update vom 22.07.08: Gestern Nachmittag wurde die "Lehmann Timber" bereits mit Treibstoff, Lebensmittel und frisches Wasser beliefert. Ein Technikerteam ist mit Ersatzteilen an Bord gegangen, um die erforderlichen Reparaturen durchzuführen. Es wird erwartet, dass der Frachter in 2-3 Tagen in Richtung Rostock auslaufen kann.
Kinder treiben in Schlauchboot auf Ostsee
Gelting, Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein / DE, 21.07.08 - Zwei Kinder im Alter von elf und vierzehn Jahren wurden am Sonntagnachmittag, den 20.07.2008, vorm Strand von Norgaardholz (ca. fünf Kilometer nordwestlich von Gelting/Ostsee) von den Seenotrettern der Station Gelting aus ihrem abtreibenden Schlauchboot geborgen. Bis auf eine leichte Unterkühlung kamen die beiden mit dem Schrecken davon.
Der Junge und das Mädchen aus Dülmen (Nordrhein-Westfalen), die mit ihren Eltern den Urlaub an der Ostsee verbringen, waren mit zwei seeuntüchtigen Schlauchbooten auf die ruhig erscheinende Ostsee hinausgepaddelt. Als sie aus dem Windschutz der Landabdeckung kamen, wurden die Gummiboote von starkem Westwind (5 bis 6 Beaufort) erfasst. Es gelang den beiden Kindern nicht, wieder zurück Richtung Land zu paddeln. Der Vater eines der Kinder hatte das Abtreiben bemerkt und versuchte vergeblich, die beiden schwimmend zu erreichen. Die Kinder kletterten nun gemeinsam in ein Schlauchboot und ließen das zweite treiben.
Inzwischen war über die Polizei die "Seenotleitung Bremen" der DGzRS informiert worden, die die Besatzung des Seenotrettungsbootes JENS FÜERSCHIPP der Station Gelting alarmierte. Wenige Minuten später lief die "Jens Füerschipp" mit vier Mann Besatzung aus. Nur kurze Zeit später konnten die frierenden, verängstigten Kinder an Bord genommen werden, wo sie mit warmer Kleidung und Decken versorgt wurden. An Land wurden die beiden an ihre Eltern übergeben.
Quelle:DGzRS Bremen vom 21.07.2008
Besatzungsmitglied beim Ankeraufholen schwer verletzt
Wesel, Nordrhein-Westfalen / DE, 21.07.08 - Ein Besatzungsmitglied eines niederländischen Tankmotorschiffs holte am 19.07. gegen 11.20 Uhr den Anker auf. Während des Manövers schlug ein in der Kupplung steckender Deckstopper um und prallte gegen das rechte Fußgelenk. Dabei zog sich der Geschädigte vermutlich eine Fraktur zu. Er wurde durch das Feuerlöschboot Wesel abgeborgen und in das Marienhospital Wesel verbracht, wo er stationär verblieb.
Quelle: WSP NRW vom 21.07.2008
Norwegischer Kutter ausgebrannt
Skjærvøy, Provinz (Fylke) Troms / Norwegen, 21.07.08 - In der Nacht zum 21.7. geriet der norwegische Kutter "Vestvær" (SF 149 B) in einem Fjord in Lyngen, Nord-Troms, in Brand. Der Rettungskreuzer "Skomvær III" wurde um 4.50 Uhr alarmiert. Bei seinem Eintreffen stand der Kutter vollständig in Flammen. Der Skipper wurde aus einem Beiboot gerettet, sein Schiff brannte aus. Auch das Küstenwachschiff "Nordkapp" konnte nichts mehr ausrichten. Der Kapitän der "Vestvær" wurde nach Skjærvøy gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
Suche nach Giftfracht der "Ocean Papa"
Update vom 21.07.08
Iloilo City, Provinz Iloilo, Insel Panay / Philippinen, 21.07.08 - Die philippinische Coast Guard will am 22.7. weitere Taucher zur Untergangsstelle der "Ocean Papa" vor Culasi schicken. Das Küstenwachboot "Nueva Vizcaya" soll bei der Bergung der Giftfracht helfen. Zwei Taucherteams von je 4 Mann sollen bei der Fahndung nach den 16 Tonnen TDI zum Einsatz kommen, außerdem ein Ölbekämpfungsteam. Die Taucher werden sich auf einen Bereich von 100 Metern um das Wrack konzentrieren. Ein Boot mit Sonarausrüstung soll Bereiche mit Wassertiefen von über 120 Fuß untersuchen. Tauchern der Küstenwache war es bisher nicht gelungen, die fehlenden Container, die aus der offenen Luke des Frachters stürzten, als er kenterte, zu orten.
Die Küstenwache gab derweil der Bergungsfirma, die das Schiff der Oceanic Container Lines Bergen will, grünes Licht. CJ Gaspar Salvage and Lighterage Company wollen in der kommenden Woche ihre Arbeit beginnen. Der Transport von Ausrüstung nach Culasi wird neun Tage dauern. Es gilt auch 86 Container zu bergen, die im Laderaum waren. Die gesamte Operation soll 102 Tage dauern.
Die "Ocean Papa" sank am 21.6. im Hurrikan Frank nahe Mararison Island, 5.6 Kilometer vor Culasi. Drei Mann ertranken, darunter der Kapitän, zwei weitere blieben vermisst, und 24 Mann wurden gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
Kampf gegen Folgen von Trawlerstrandung am Surfbeach
Update vom 18.07.08
Insel Bali / Indonesien, 21.07.08 - Die Havarie der "Ho Tsai Fa No. 18" hat sich von einer Bergungs. zu einer Schadensbegrenzungsoperation verändert. Der taiwanesische Trawler wurde am Wochenende von der Brandung bis direkt vor die Felsen von Padang Padang getrieben und weist mittlerweile schwere Rumpfschäden auf. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis der Fiberglasrumpf endgültig aufbricht. Anwohner und Surffreunde waren in den vergangenen Tagen damit beschäftigt, das Riff von losgerissenen Trümmern zu reinigen und Öl-Wasser-Gemisch aus dem bestmöglich mit Trossen gesicherten Schiff zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
Yacht vor Bredene gesunken
Bredene, Provinz Westflandern / Belgien, 20.07.08 - Zwei Kilometer vor dem Strand von Bredene ist am 20.7., gegen 16:00 Uhr der 15,80 Meter lange Zweimaster "Lucia" aus Oostende leck geschlagen und gesunken. Ein Seaking-Hubschrauber aus Koksijde barg die vierköpfige Crew. Nach dem Untergang ragten die Mastspitzen noch aus dem Wasser. Die Küstenwache prüft derzeit Möglichkeiten zur Bergung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
Brennender Kutter löste Großalarm aus
Risør, Provinz (Fylke) Aust-Agder / Norwegen, 12.07.08 - Bei Risør im Nordfjord brannte in der Nacht zum 12.7. ein Kutter aus Grimstad aus. Die Polizei wurde um 2.20 Uhr alarmiert, ein Seaking Helikopter und Rettungsboote sowie das Polizeiboot von Risør sowie ein vom Nordfjord nach Barmen laufendes Patroullienboot wurden alarmiert, nachdem das brennende Fahrzeug gesichtet worden war. Es fand sich aber keine Person an Bord oder im Wasser. Das Wrack wurde nach Risør zur Untersuchung geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.07.2008
"Lehmann Timber" nach Salalah eingeschleppt
Update vom 15.07.08
Salalah / Oman, 21.07.08 - Der deutsche Frachter "Lehmann Timber" machte am 21.7. in Salalah im Oman fest. Das Schiff war am 28.5. im Golf von Aden gekapert und gegen ein Lösegeld von 750000 Dollar freigegeben worden. Am 11.7. fiel die Maschine aus, am 15.7. wurde der Frachter von einem Schlepper auf den Haken genommen. An Bord waren 16 Mann Crew, 11 aus Myanmar, vier Ukrainer und ein russischer Kapitän, die sich in befriedigendem Zustand befinden sollen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.07.2008
Baggerschiff "Anke" wartet auf Schlepper
Update vom 14.07.08
Dagebüll, Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein / DE, 14.07.08 - Das vor Dagebüll in Brand geratene Baggerschiff "Anke" (IMO-Nr. 8423894, ex "Atlas", liegt weiterhin im Hafen. Das Problem ist die geringe Wassertiefe vor Dagebüll, die nur den Einsatz eines Schleppers, der es zu einer Reparaturwerft bringt, mit entsprechend wenig Tiefgang erlaubt. Ein solcher ist derzeit aber nicht zu bekommen. Die "Anke" wird mindestens drei Wochen ausfallen. Das 49,85 Meter lange und 8,34 Meter lange Schiff, das 584 Tonnen Verdrängung hat, wurde 1958 erbaut. Es gehört der Meyer & van der Kamp GmbH & Co KG in Varel.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.07.2008
Neuerliche Kollision in Hanstholm
Hanstholm, Jütland / Dänemark, 21.07.08 - Der Hochgeschwindigkeitskatamaran "Fjord Cat" (IMO-No. 9176060, ex Cat-Link V ex: Master Cat), 5619 BRZ, der Hanstholmer Fjordline kollidierte beim Auslaufen nach Kristiansand (Norwegen) am 20.7. um 7.30 Uhr mit der Kaimauer in Hanstholm. Keiner der 609 Passagiere wurde verletzt, aber der Backbordbug des 91,30 Meter langen Schiffes beschädigt, sodass die restlichen Abfahrten des Tages abgesagt werden mussten. Ein Teil der Passagiere konnte auf die Fähre "Bergensfjord" nach Egernsund umgebucht werden. Bei der Hanstholm Skibs Smedie wurde das Schiff über Nacht repariert und konnte am 21.7. wieder in Dienst gehen. Bereits am 13.7.2007 war der damals als "Master Cat" laufenden Fähre in Hanstholm ein ähnliches Malheur passiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.07.2008
Giftfracht von Hurrikanopfer soll aufgespürt werden
Update vom 16.07.08
Iloilo City, Provinz Iloilo, Insel Panay / Philippinen, 21.07.08 - Der Bürgermeister von Culasi hat die Regierung gebeten, die Bergung von 16 Tonnen Chemikalien des gesunkenen Frachters "Ocean Papa" zu beschleunigen. Die Küstenwache und das Umweltministerium wurden aufgefordert, die 80 Fässer so schnell wie möglich aufzuspüren. . Die "Ocean Papa" sank am 21.6. im Hurrikan Frank nahe Mararison Island, 5.6 Kilometer vor Culasi. Drei Mann ertranken, darunter der Kapitän, zwei weitere blieben vermisst, und 24 Mann wurden gerettet. Tauchern der Küstenwache war es bisher nicht gelungen, die fehlenden Container, die aus der offenen Luke des Frachters stürzten, als er kenterte, zu orten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.07.2008
Forschungsexpedition zu versenkten U-Booten
Morehead City, Carteret County, North Carolina / USA, 21.07.08 - Die National Oceanic and Atmospheric Administration leitete mit Partnern eine Untersuchung der Wracks dreier im 2. Weltkrieg vor North Carolina versenkter, deutscher U-Boote. Im Sommer 2009 sollen im Atlantik versenkte Schiffe der Alliierten untersucht werden. Es handelt sich um ein langfristig angelegtes Projekt zur Erforschung und Dokumentation von Wracks des 2. Weltkriegs. Vor dem Oregon Inlet galt das Augenmerk zunächst der Untergangsstelle von der 67,10 Meter langen "U 352" nahe Morehead City. Am 8.7. konnten sich die Forscher eine halbe Stunde am Boot aufhalten, jedoch war die Sicht wegen eines durchgezogenen Taifuns schlecht. Bei den Outer Banks waren dann "U-85" und "U-701" die nächsten Ziele. Neben der traditioneller archäologischer Kartierung wurden Videos und Fotos gemacht, die zusammengesetzt ein Gesamtbild ergeben. Da die 1942 versenkten Boote Kriegsgräber sind, war kein Eindringen in die Wracks vorgesehen. Zwei Boote, die "U-352" und "U-85", wurden allerdings durch Bergungsaktionen und Souvenirjäger in den vergangenen Jahrzehnten schwer beschädigt. "U 701" ist relativ intakt, weist aber auch schon Spuren illegaler Bergungsaktivitäten auf. Es war 1989 von Sportdauern entdeckt, dann von Sand bedeckt und 2004 wieder aufgespürt worden. Auch Stürme und altersbedingter Verfall haben ihre Spuren an den Booten hinterlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.07.2008
U-85 |
Typ: VII B |
Länge: 66,50 Meter |
Baujahr 1941 |
Versenkt durch Geschützfeuer des US Zerstörers "USS Roper" |
am 14.04.1942 |
45 Tote |
U 352 |
Typ: VII C |
Länge: 67,10 Meter |
Baujahr 1941 |
Verlust des Bootes durch Wasserbomben |
am 09.05.1942 |
14 Tote, 33 Überlebende |
U-701 |
Typ: VII C |
Länge: 67,10 Meter |
Baujahr 1941 |
Versenkt durch Luftangriff |
am 07.07.1942 |
39 Tote, 7 Überlebende |
Herrenlose Yacht treibt in Suva umher
Suva, Insel Viti Levu / Fidschi (Fiji Islands), 21.07.08 - Eine unbemannte, treibende Yacht sorgt für Sorge im Hafen von Suva. Das Boot liegt dort seit über drei Jahren und riss sich nun zum zweiten Mal in einem Monat von seiner Mooring los. Sie ist eine Gefahr für die Yachten, die in der Nähe liegen. Am 19.7. lag das Boot auf dem Strand. Die Fiji Islands Maritime Safety Administration und die Hafenverwaltung sollen sich jetzt des Geisterschiffs annehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.07.2008
Rettung von rottem Boot
Solano County, Kalifornien / USA, 20.07.08 - Am 20.7. begann ein Boot vor Chipps Island im Solano County zu sinken. Die U.S. Coast Guard rettete die dreiköpfige Crew. Das Boot war um 01:00 Uhr überfällig gemeldet worden, am 19.7. um 15 Uhr war es ausgelaufen. Die Küstenwache schickte Boote und einen Helikopter. Um 5.15 Uhr wurde das halb gesunken Wrack mit den Vermissten entdeckt. Sie wurden gerettet. Das Boot war in schlechtem Zustand gewesen und hätte vor dem Auslaufen eine neue Batterie benötigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.07.2008
Wrack der "Lusitania" wird dokumentiert
Irland, 20.07.08 - Am Wrack der vor 93 Jahren vor dem Old Head of Kinsale versenkten RMS "Lusitania" soll erstmals eine umfangreiche visuelle Dokumentation vorgenommen werden. Gregg Bemis, ein amerikanischer Unternehmer; der die Wrackreste 1968 für 1,000 Pfund von früheren Tauchpartnern übernahm, erhielt vom Umweltministerium jetzt eine Genehmigung, die gesamte Schiffsstruktur mit hoch auflösenden Bildern zu dokumentieren. Bemis will endlich herausfinden, was den raschen Untergang verursachte.
Die "Lusitania" wurde im Mai 1915 vor Cork torpediert, wobei 1198 Menschen ihr Leben verloren. Nach dem Einschlag des Torpedos gab es aber noch eine zweite Explosion, die das Sinken beschleunigte. Benim will die Explosionsstelle finden und nachweisen, dass an Bord des von den USA kommenden Passagierschiffes kriegsrelevante Sprengmittel transportiert wurden.
2001 war dem damals 73jährigen eine Genehmigung zur Erforschung des Wracks noch verweigert worden. Mit der jetzt erteilten Lizenz darf er während einer Woche im Juli alle Bereiche erforschen und Dinge berühren oder bewegen, die das Eindringen ins Wrack behindern. Er soll auch den Verfall des Schiffes untersuchen. Zuletzt war Bemis 2004 an der "Lusitania" gewesen, damals betrug die Sicht 25 Fuß. Für die Arbeiten wurde die Odyssey Marine Exploration aus Florida kontraktiert, die die "Odyssey Explorer" als Basisschiff und als Rov die "Zeus II" einsetzen wird. An der Expedition nehmen auch Unterwasserarchäologen des Department of the Environment teil.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.07.2008
Gekenterter Kutter in der Leybucht gehoben
Update vom 11.07.08
Greetsiel, Gemeinde Krummhörn, Landkreis Aurich, Ostfriesland, Niedersachsen / DE, 20.07.08 - Der am 09. Juli 2008 gekenterte Krabbenkutter "Jan Looden" (GRE 13) ist am 19.7. in der Leybucht auf dem Hamburgersand nahe der Schleuse Leysiel geborgen worden. Der Eigner Johann Looden, der mit seinen beiden Crewmitgliedern von dem Kutter "Odysseus" gerettet worden war, lief am 17.7. mit dem 1969 erbauten Kutter "Sechs Gebrüder" (GRE 20), 49 BRZ, zur Wrackposition und barg zunächst das backbordseitige Fanggeschirr. Am 19.07.08 konnte mithilfe des Kutters das Wrack bei Hochwasser aufgerichtet werden. Mit an Bord der "Sechs Gebrüder" waren auch noch andere Fischer und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Greetsiel mit Hilfsaggregaten und schweren Tauchpumpen. Bei Niedrigwasser gelang es, das Schiff zu lenzen und schwimmfähig zu machen. In der Nacht zum 20.7.08 schleppte die "Sechs Gebrüder" die "Jan Looden" in den Hafen von Greetsiel ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.07.2008
Geklaute Braut landete im Wasser
Wolfgangsee / Österreich, 20.07.08 - Eine Hochzeitsgesellschaft ist am 19.7. auf dem Wolfgangsee in Seenot geraten. Zwei Boote waren beim "Brautstehlen" 50 Meter vom Aberseer Ufer gekentert. Als die Salzburger Wasserrettung eintraf, hieß es: 'Holt zuerst die Braut raus, den Brautstrauß hat sie auch noch in der Hand.' Und dann ist wirklich die Braut mit dem schönen, langen Dirndl im Wasser gewesen, und es ist natürlich nicht einfach, damit im Wasser zu schwimmen", sagte der Einsatzleiter "Und die ganzen Burschen, die dabei waren, hatten Lederhosen an, und das ist auch sehr schwierig, da die Hosen im Wasser enorm schwer werden." Die Einsatzkräfte sind dann sofort ins Wasser gesprungen und haben der Braut und natürlich auch die anderen Schwimmer aus dem Wasser geholfen. Dann wurde die Braut wieder zur Hochzeitsgesellschaft gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.07.2008
Wrackräumung im Indian River
Indian River County, Florida / USA, 20.07.08 - Die "Deep Venture" wurde einst benutzt, um Wracks zu erforschen. Nun liegt das Schiff selbst aufgegeben südlich des St. Sebastian River. Es ist das größte von acht Wracks in der Indian River Lagoon, die dort 2004 und 2005 von Hurrikanen hingeschleudert wurden. Ein Kontraktor aus Meblourne will im August und September mit Bargen und Kränen einige Fahrzeuge aus der Lagune ziehen und in eine Landgewinnungszone verbringen. Eine Bergung ist nicht geplant. Die Kommune hat einen 37,920-Dollar-Kontrakt mit der Absolute Marine Towing & Salvage Inc. aus Melbourne, Florida abgeschlossen, die seit Juni 2007 bereits 73 aufgegebene Boote im Brevard County geräumt hat. Nach dem Auftrag im St. Sebastian River warten in diesem Jahr noch 39 weitere Boote. Die "Deep Venture" indes wird noch nicht angetastet. Ihre Bergung würde allein 50000 Dollar verschlingen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.07.2008
Titan Salvage kein Unbekannter in Philippinen
Manila / Philippinen, 20.07.08 - Sulpicio Lines Inc. (SLI) will den Bergungskontrakt mit Titan Salvage zur Operation an der "Princess of the Stars" in der kommenden Woche fertig stellen. Er soll nach britischem Seerecht abgefasst werden. Nach der Unterschrift wird es rund drei Wochen dauern, das nötige Material nach Sibuyan Island zu mobilisieren. Dazu gehören Personal, Ausrüstung und Schiffe. Titan Maritime LLC hat bislang drei große Bergungsprojekte in den Philippinen durchgeführt.
Im Juli 2004 richtete sie die Fähre "Superferry 14", 10181 BRZ, die mit 3700 Tonnen Fracht auf dem Weg von Manila nach Bacolod City nahe Corregidor nach einem Brandanschlag gekentert war, wieder auf. Dabei kamen mobile Pumpen, Tauchausrüstung und schwere Kettenzüge zum Einsatz.
Im Juli 2006, wurde die antriebslose Tankbarge "Billy Star", die mit 1200 Tonnen Ladung nahe Sibuyan Island im Taifun Chanchu auf dem Weg nach Manila gestrandet und aufgerissen worden war, geborgen. Das Fahrzeug der Grand Asia Shipping war zum Keppel Shipyard verschleppt worden, wo die ätzende Ladung unter Einfluss von Seewasser ein Loch in einen der drei Tanks fraß, wodurch die Barge sank. Nach einem ersten Bergungsversuch, der an mangelnder Rumpfintegrität scheiterte, konnte eine Schwerlastbarge die "Billy Star" schließlich räumen.
Im August 2006 hatte die vor Davao ankernde "Boularibank" Feuer gefangen. Titan gelang es, den Brand in der Ladung unter Kontrolle zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.07.2008
Powerboot überlief Yacht – ein Toter
Update vom 19.07.08
New Bedford, Massachusetts, USA, 20.7.08 - Am Nachmittag des 18.7. kollidierte um 13.30 Uhr das 60 Fuß lange Powerboat "Reasons" mit der 35 Fuß langen Yacht "Priority" vor Padanaram. Dabei wurde ein Mann, der über Bord geschleudert wurde, getötet. Er wurde noch zur State Pier in New Bedford gebracht, aber später im St. Luke's Hospital in New Bedford für tot erklärt. Sein Mitsegler wurde dort mit Verletzungen behandelt, aber am 19.7. entlassen. Das Boot war von Padanaram kommend zu den Elizabeth Islands unterwegs, als es vom Powerboot förmlich umgepflügt wurde. Die "Reasons" war 1993 erbaut worden und hatte 3 Mann Crew an Bord, als sie die Yacht überlief. Sie gehört einem Eigner aus Gloucester.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.07.2008
Feuer auf britischem Versorger
Birkenhead, Grafschaft Merseyside, England / UK, 19.07.08 - Auf dem 185,10 Meter langen Versorger RFA "Fort Rosalie" (A 385) der Royal Navy brach am 19.7. um 10 Uhr in Birkenhead auf der Merseyside Shipyard ein Feuer aus. Das Schiff befand sich in der Überholung. Acht Löschzüge wurden zu dem Brand auf Deck 4 gerufen, wo Isolation Feuer gefangen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.07.2008
Touristenboot vor Border Island in Brand
Whitsunday Island, Queensland / Australien, 18.07.08 - Am Nachmittag des 18.7. brach um 15.30 Uhr auf dem Whitsunday Islands Touristenboot "Jet Reef" vor der Insel Border Island ein Feuer aus. Alle 63 Passagiere wurden von mehreren Schiffen evakuiert, ehe die Crew den Maschinenraumbrand löschte. Zuvor hatte sie es in flachem Wasser an der Südostecke der Insel auf Grund gesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.07.2008
Gestrandete Yacht vor Norwegen geborgen
Bjugn, Provinz (Fylke) Sør-Trøndelag (Mittelnorwegen) / Norwegen, 17.07.08 - Eine Yacht lief am 16.7. bei Tristeinen vor Bjugn um 16.30 Uhr auf Grund, als sie in den Tarvafjorden einlaufen wollte. Der Rettungskreuzer «Nils C.P.Aure» schleppte den 45 Fuß langen Havaristen frei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.07.2008
Flussboot von Debbie Reynolds gesunken
Green Cove Springs, Florida, USA, 17.07.08 - Das 75-Fuß lange Flussboot "Jean Mary" der Schauspielerin Debbie Reynolds sank letztes Wochenende im Fluss St. Johns River. Sie war auf dem Weg zum Debbie Reynolds-Museum in Pigeon Forge vor der Küste von Jacksonville, Florida. Reynolds hatte 350000 Dollar für das Boot bezahlt, mit an Bord waren Antiquitäten im Wert von 100000 Dollar. Am 16.7. wurde das Boot mithilfe eines Kranes gehoben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.07.2008
Französische Yacht vor Isle of Wight geborgen
Isle of Wight, Region South East England/ UK, 19.07.08 - Ein Coastguard-Helikopter aus Lee on Solent, das Needles Coastguard Rescue Team und ein RNLI-Rettungsboot aus Yarmouth kamen am Nachmittag des 18.7.der französischen Yacht "Jackpot" zu Hilfe, die vor der Isle of Wight mit Ruderproblemen auf eine Leeküste zudriftete. Die Solent Coastguard fing den Notruf gegen 16:00 Uhr auf. Da die Kommunikation schwierig war wurde die französische Küstenwache um Assistenz gebeten. Als die Rettungskräfte bei der Yacht eintrafen, fanden sie sie zwei Personen an Bord, mit einem schwer beschädigtem Ruder, treibend vor. Das RNLI-Rettungsboot nahm die Yacht in Schlepp und brachte sie nach Yarmouth.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Leckgeschlagender Tanker im Linzer Tankhafen
Linz, Bundesland Oberösterreich / Österreich, 19.07.08 - Im Linzer Tankhafen machte ein Binnentankschiff mit 1,2 Millionen Liter Biodiesel fest, das auf der Fahrt nach Grein auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Die Außenhaut des Schiffes hatte einen ein Meter langen Riss bekommen. Der Tanker lief noch bis ins Linzer Hafenbecken, wo die Linzer Berufsfeuerwehr eine Ölsperre errichtete. Weil der Riss nur wenige Millimeter breit ist, trat das Öl sehr langsam aus. Das Schiff muss jetzt ausgepumpt werden, um die Umweltgefahr zu bannen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Bulker nach halbjähriger Reparatur wieder in Fahrt
Norwegen, 19.07.08 - Der finnische 137,15 Meter lange Bulkcarrier "Tali" (IMO 917 3692) verließ am 19.7. die Reparaturwerft mit Kurs GMC / Rosenberg, nachdem in den vergangenen Monaten die umfangreichen Schäden behoben worden waren, die er bei seiner Strandung vor Jøssingfjord in Rogaland am 29.1. erlitten hatte. Die Fracht von 15000 Tonnen Illuminitt (Steine) war bereits zuvor weiter transportiert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Drei verletzte Kinder nach Bugwelle auf der Elbe
Wedel, Kreis Pinneberg, Schleswig-Holstein / DE, 19.07.08 - Bei einer Segel-Regatta auf der Elbe vor Wedel sind einem Bericht der NDR 1 Welle Nord zufolge am Freitagabend drei Kinder verletzt worden. Auslöser war nach Angaben der Wasserschutzpolizei die Bugwelle des Containerschiffes "Cristina A" (IMO 9337365, GT : 17665, Baujahr 2007, Werft: Peene Werft, Wolgast). Eine Gruppe von Kindern hatte sich dem Bericht zufolge gerade am Strand für eine Regatta fertig machen wollen, als plötzlich die riesige Bugwelle kam. Sie schleuderte die kleinen Jollen durcheinander. Dabei wurden drei Kinder im Alter von fünf, sieben und zwölf Jahren zwischen den Booten eingeklemmt. Der Zwölfjährige wurde wegen des Verdachts auf einen Milzriss in die Klinik gebracht. Die anderen beiden kamen mit starken Prellungen ins Krankenhaus.
Die Wasserschutzpolizei konnte weiter elbaufwärts kurz vor Cuxhaven das unter türkischer Flagge fahrende 184 Meter lange Containerschiff stoppen. Der Kapitän musste eine Sicherheitsleistung zahlen, bevor er weiterfahren durfte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs gegen ihn. Zwar gilt auf der Elbe bei Wedel keine Geschwindigkeitsbegrenzung, trotzdem sind Kapitäne verpflichtet, wie im Straßenverkehr auch mit angepasstem Tempo zu fahren.
Quelle: NDR 1 Welle Nord vom 19.07.2008
Ölbekämpfung auf Elbe beendet
Hamburg / Schleswig-Holstein / DE, 19.07.08 - Nach der Kollision der "Undine" und "Aldebaran" bei Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein) sind die Ölbekämpfungsmaßnahmen durch das THW am 18.7. eingestellt worden. Der Diesel war größtenteils verdunstet, es gab nur noch einen ganz dünnen Film. Die Umweltbehörde sprach inzwischen von rund 300 Tonnen, die in die Elbe geflossen seien - zuletzt waren die Behörden von 120 Tonnen ausgegangen. Die neue Angabe stamme vom Belader des verunglückten Schiffes. Zwei Drittel des Treibstoffs seien bereits verdunstet. Der Verbleib der restlichen 100 Tonnen soll bis spätestens 21.7. ermittelt werden.
Kommende Woche wollen Vertreter der Hamburger Umweltbehörde gemeinsam mit Umweltverbänden die Schäden vor Ort erneut in Augenschein nehmen. Bislang war lediglich ein toter Vogel gefunden worden. Die Ölbarrieren vor den Naturschutzgebieten Heuckenlock und Zollenspieker sollten vorerst liegen bleiben. Zudem werden verschmutzte Ufer weiter überprüft und gegebenenfalls gereinigt. Bei einem Hubschrauberflug über den betroffenen Elbabschnitt entdeckte die Polizei am 18.7. nur noch vereinzelte Ölflecken. Eine umfangreiche Reinigung der verschmutzten Ufer des Naturschutzgebiets Zollenspieker sei nicht sinnvoll, da durch den Eingriff mit schwerem Gerät möglicherweise mehr zerstört als behoben werde. Das Ufer der Schutzzone war leicht verschmutzt worden. Am Abend des 17.7. hatten Teile des Dieselölfilms offenbar den Zollkanal und das Nikolaifleet erreicht, sodass auch in der Innenstadt ein Dieselgeruch wahrnehmbar war. Die Domstraße in Rathausnähe wurde nach Anrufen von Einwohnern bei der Feuerwehr am Abend vorübergehend gesperrt, weil zunächst von einem Gasaustritt ausgegangen worden war. Das Oberhafenamt konnte aber bis auf den starken Geruch keine Verunreinigungen feststellen. Am Elbufer zwischen Oortkarten und Zollenspieker hatten rund 30 THW-Einsatzkräfte versucht, angeschwemmte Dieselrückstände mit Handsaugern aufzunehmen. Nach Angaben eines THW-Sprechers wurden so rund 15.000 Liter des Diesel-Wasser-Gemischs aufgefangen. Eine Spezialfirma soll die giftige Flüssigkeit nun reinigen.
Die Polizei vermutet menschliches Versagen als Unglücksursache: Der Frachter "Aldebaran" hatte gerade die Schleuse Geesthacht verlassen und wollte auf die Elbe in Richtung Hamburg einbiegen. Vor der Schleuse befand sich der Tanker "Undine". Das Schiff hatte in einer Harburger Raffinerie rund 920 Tonnen Diesel für ein Depot in Magdeburg geladen. Beide Schiffe hatten über Funk abgesprochen, auf welcher Schiffsseite sie aneinander vorbeifahren wollten. Doch während des Passierens habe die "Aldebaran" auf den Binnentanker zugedreht, sagte ein Polizeisprecher. Vermutlich wollte er entgegen der Absprache auf die rechte Fahrwasserseite der Elbe wechseln. Am Freitag teilte die Polizei mit, die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, ein technischer Defekt sei aber nach jetzigem Kenntnisstand auszuschließen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Vermisster Fischer nach acht Tagen gerettet
Malta, 19.7.08 - Einer der vermissten Fischer des Kutters "Simshar" wurde am 18.7. lebend entdeckt und gerettet. Zwei weitere Bootsinsassen wurden tot geborgen. Zwei weitere , ein 11-jähriger Junge und ein Fischer werden weiter vermisst. Der Eigner wurde am Abend um 19.45 Uhr nach acht Tagen von dem Kutter "Grecale", der an der Suche südwestlich von Malta teilnahm, kurz nach dem Auffinden der Toten entdeckt. Ein Handelsschiff hatte eine Leiche 60 Meilen südwestlich von Malta gegen 14 Uhr ausgemacht, ein Patroullienboot in der Nähe dann die zweite entdeckt.
Der 12 Meter lange Kutter war am 7.7. aus Marsaxlokk ausgelaufen und am 11.7. zurück erwartet worden. Der letzte Kontakt fand am 9.7. statt. Der Gerettete wurde ins Mater Dei Hospital gebracht. Er sagte aus, eine Explosion habe den Kutter zerstört. Es habe erst einen Knall im Maschinenraum gegeben, und als nach der Ursache geforscht wurde, riss eine Explosion das Schiff auseinander und schleuderte die Crew ins Wasser. Der Versuch, eine Rettungsinsel zur Entfaltung zu bringen, sei gescheitert. Daraufhin habe er aus Polystyrenteilen in einem Sack, die für die Fangleinen benutzt wurden, ein Floss zusammengestückelt, das nur knapp aus dem Wasser ragte. Einmal hatten die Überlebenden bereits geglaubt, ein Hubschrauber habe sie entdeckt. An der Suchaktion nahmen maltesische Einsatzkräfte zu Wasser und aus der Luft, libysche Fahrzeuge und Flugzeuge der italienischen und amerikanischen Marine sowie örtliche Fischer teil. Doch das Martyrium dauerte an, und bis auf den Eigner starben nach und nach alle anderen Besatzungsmitglieder an Unterkühlung und Austrocknung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Autotransporter auf Schelde gestrandet
Ossenisse, Provinz Zeeland / Niederlande, 18.07.08 - Der unter Panama-Flagge registrierte 187,51 Meter lange Autotransporter "Grand Dubai" (IMO Nr. 7325215, ex Dyvi Antwerpen, ex Dyvi Kattegat), 25615 BRZ, der Transcar Maritime S.A., lief am 18.7. um 18.30 auf der Westerschelde bei Ossenisse auf einen Damm. Das aus Antwerpen gekommene Schiff, die 1973 erbaute einstige "Dyvi Kattegat", befand sich 160 Meter außerhalb des Fahrwassers. Zwei Schlepper von Multraship und weitere Hilfsschiffe machten den Havaristen wieder flott. Er wurde nach Vlissingen geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Ankerkabel von Fähre auf Lek gerammt
Houten, Provinz Utrecht / Niederlande, 18.07.08 - Die Lek-Fähre "Culemborg" der A.D.W. Mason, 65 BRZ, die Houten und Culemborg (Provinz Gelderland) verbindet, musste am 18.7. aus dem Fährdienst genommen werden, nachdem ein deutsches Schiff das Ankerkabel gerammt hatte. Während die Fähre ihren Dienst nach eineinhalb Stunden wieder aufnehmen durfte, musste das deutsche Schiff in der Schleuse Hagestein für Untersuchungen festmachen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Info: Der Fluss Lek ist ein Mündungsarm des Rheins.
Über Bord gegangener Segler gerettet
Buzzards Bay, Massachusetts / USA, 18.07.08 - Nach der Kollision der 30 Fuß langen Yacht "Priority" mit der 60 Fuß langen "Reason" um 13.45 Uhr des 18.7. in Buzzards Bay, Massachusetts, startete die US Coast Guard Station Menemsha eine Rettungsaktion. Ein Segler war über Bord gegangen, meldete die dreiköpfige Crew der "Reason". Zwei Küstenwachboote, die "Ridley" und "Tybee" sowie ein 25-Fuß-Boot der Station Menemsha und ein Helikopter der Air Station Cape Cod wurden alarmiert. Das kleine Rettungsboot barg den Segler und brachte ihn nach New Bedford, wo eine Ambulanz wartete. Die "Ridley" eskortierte die "Reason" nach New Bedford.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Rasche Rettung dreier Schiffbrüchiger
Lihue, Insel Kaua'i, Hawaii / USA, 18.07.08 - Ein Coast Guard Helikopter der Air Station Barbers Point rettete in rauer See am 18.7. drei Fischer, deren Boot 3 Meilen nördlich vor der Insel Kaua'i gekentert war. Die 15 Fuß lange "Dauntless" hatte um 9 Uhr bei 20 Knoten Wind und sieben Fuß hoher See Notsignale gesendet, woraufhin ein HH-65 Dolphin Huschrauber von O'ahu aufstieg und die Schiffbrüchigen um 11:27 Uhr barg. Er war um 10.30 Uhr in der Hanalei Bay eingetroffen und hatte die Männer auf dem Kiel des gekenterten Bootes entdeckt. Ein Rettungsschwimmer half den Männern in einen Rettungskorb. Sie waren wohlauf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Kapitän mitschuldig am Tod von vier Fischern
St. John's, Newfoundland / Kanada, 18.07.08 - Der Kapitän der vor Neufundland am 12.9.2005 135 Kilometer vor Cape Bonavista gesunkenen "Melina and Keith II" wurde schuldig befunden, nicht sichergestellt zu haben, dass seine Crew im Umgang mit den Rettungsmitteln geübt war. Vier der acht Mann des 19 Meter langen Kutters ertranken. Vier andere klammerten sich an ein aufgeschwommenes Aluminiumboot und Trümmerteile, bis sie zwei Stunden später gerettet wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Feuer auf U-Boot
Groton, New London County, Connecticut / USA, 18.07.08 - Am Morgen des 18.7. brach auf dem amerikanischen U-Boot USS "Annapolis" auf der Naval Submarine Base New London in Groton ein Feuer aus. Gegen neun Uhr kam es zu dem explosionsartigen Brand im vorderen Ballasttank des in einem Trockendock zur Überholung liegenden Bootes. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden.
Die USS Annapolis (SSN-760) ist ein Atom-U-Boot der United States Navy und gehört der Los-Angeles-Klasse an. Sie hat eine Länge von 110,30 Meter, Breite: 10,00 Meter, Tiefgang: 9,40 Meter. und einen S6G-Reaktor Antrieb. Die Besatzung besteht aus 12 Offiziere und 115 Matrosen. Die Indienststellung des Atom-U-Bootes war am 11. April 1992.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Zoll verzögert Atbeitsbeginn an "Princess of the Stars"
Update vom 16.07.08
Manila / Philippinen, 18.07.08 - Der phillipinische Zoll verlangt von Titan Salvage Co., zur Einfuhr von Bergungsgerät für die Arbeit an der "Princess of the Stars" erst Zoll zu zahlen. Es hieß, nur das Finanzministerium könne über eine Befreiung entscheiden. Titan Salvage war von den Sulpicio Lines Inc. mit der Bergung der Giftfracht und der Toten sowie des Bunkeröls beauftragt worden. Titan Salvage hatte die Regierung um Befreiung von den Zollgebühren gebeten und zugesagt, die Ausrüstung sofort nach Abschluss der Arbeiten wieder auszuführen. Es geht um 18 Tonnen Fracht in einem Charterflugzeug. Es wird derweil befürchtet, dass die Giftfracht bei neuerlichen Stürmen freigesetzt werden könnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Russenfrachter ein zweites Mal in Kanalböschung gelandet
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 18.7.08 - Am Abend des 17.7 hatte der russische Frachter "Fedor Varaksin" (IMO Nr. 7625691), 10133 BRZ, erneut Pech. Nachdem er am Vorabend auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Projensdorf in die Böschung gelaufen war, kam er nach Reparaturarbeiten im Kieler Nordhafen nun bis zur Kurve Neuwittenbek, wo er nach neuerlichem Ruderversager wiederum auf Grund lief. Schlepper brachten den Havaristen wieder zum Voith Kai in Kiel zurück, wo er mit einem Auslaufverbot belegt wurde. Der 151,75 Meter lange Frachter hat nun am 18.07. den Weg um Skagen gewählt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Beschädigter Frachter nach Halifax eingebracht
Halifax, Nova Scotia / Kanada, 18.07.08 - Am 17.7. machte der am 3.7. durch einen Brand schwer beschädigte, 123,36 Meter lange holländische Frachter "Kent Explorer" (IMO Nr: 8511598), in Halifax fest. Er war durch den Schlepper "Atlantic Elm" eingebracht worden. Der Frachter war auf dem Weg von Bilbao (Spanien) nach Amerika in Brand geraten.
Der Frachter ist als "Scol Venture" 1986 auf der ehem. Werft Bremer Vulkan A.G. in Bremen gebaut und am 19.Juni 1986 in Dienst gestellt worden. Ab dem 21. Mai 1987 als "Weser-Harbour", 25. Mai 1988 als "Abitibi Orinoco", 12. Juni 2001 als "Weser-Harbour", 13. Januar 2003 als "Normed Istanbul" und ab dem 22. Dezember 2003 als "Kent Explorer".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.07.2008
Ölunfall bei Geesthacht ging glimpflich aus
Update vom 17.07.08
Hamburg / DE, 18.07.08 - Zwei Tage nach der Kollision der "Undine" und der "Aledebaran" auf der Elbe bei Hamburg hat die Polizei die Unfallursache noch nicht abschließend ermittelt. Als möglicher Grund galt weiterhin ein Fahrfehler, ein technischer Defekt sei nach jetzigem Kenntnisstand der Polizei auszuschließen. Größere Schäden im Ökosystem entstanden offenbar nicht. Starke Regenfälle hatten geholfen, den Ölfilm zu verdünnen. Die Ölbekämpfungsschiffe "Neuwerk" aus Cuxhaven sowie die "MPOSS" aus Hamburg wurden zurück gerufen, da sie nicht mehr sinnvoll tätig werden können. Versuche, das Öl in den Hafen von Oortkaten zu leiten, waren wegen des Windes, der das Öl anders als gedacht verteilte, gescheitert. Ölfunde fanden in einem Gebiet zwischen Geesthacht, den Norderelbbrücken und der Kattwayk-Brücke statt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.07.2008
Kaffenkähne in Werbellinsee werden erforscht
Altenhof, Gemeinde Schorfheide, Landkreis Barnim, Brandenburg / DE, 18.07.08 - Die Halbinsel bei Altenhof, Barnim, wird mitunter auch das Kap Hoorn Brandenburgs genannt. Wellen können sich hier bis zu einem halben Meter aufbauen, eine für deutsche Binnengewässer eher ungewöhnliche Höhe. Sturm und Wetterunbilden wurden deshalb einer Reihe Lastenseglern in den vergangenen 200 Jahren zum Verhängnis. Bis zu 30 der so genannten Kaffenkähne werden auf dem Grund des Werbellinsees vermutet.
Der See war einst ein Verkehrsknotenpunkt auf dem Wasserweg nach Berlin. Heute gilt er als das Gewässer mit der höchsten Wrackdichte Brandenburgs. In einer bislang einzigartigen Gemeinschaftsaktion wollen das Landesamt für Denkmalpflege, der Verein "Kaffenkahn" sowie der Verein für Unterwasserarchäologie Berlin-Brandenburg nun die Wracks erforschen.
Die Kaffenkähne gelten als Zeugnis der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, mit den Materialien, die die Kähne transportierten, wurde einst Berlin erbaut. Die gesunkenen Lastensegler sollen jetzt erstmals vermessen und ihre Standorte am Seegrund dokumentiert werden. Mitte Juli startete das erste Forschungscamp von einer schwimmenden Plattform. Beim ersten Tauchgang kamen Lot und Winkel zum Einsatz, bevor mit einem technisch aufwendigen Verfahren millimetergenau Maß genommen wurde.
Erstes Ziel war ein rund 30 Meter langer Ziegelkahn in gut 28 Metern Tiefe, der in einem relativ guten Zustand vorgefunden wurde, denn Beschädigungen durch Hobbytaucher oder Bootsanker sind in der Seemitte ausgeschlossen. Mithilfe eines Kompressors und eines 30-Meter-Schlauchs wurden mittels Pressluftstrom die Sedimentschichten abgesaugt und dabei bereits Stiefel, Werkzeuge, Messing-Knöpfe sowie Münzen zu Tage gefördert. Die Wrackkordinaten werden geheim gehalten, damit keine Laien angelockt werden, die die Ziegelei- und Kalkwracks unwiederbringlich zerstören. Durch Fehlverhalten und Unwissenheit von Hobbytauchern ist den Wracks laut Landesdenkmalamt bereits erheblicher Schaden zugefügt worden.
Ziel der Forschung ist auf lange Sicht die Errichtung eines Kaffenkahn-Museum, um an ein Stück Brandenburger Industriegeschichte zu erinnern. Der Nachbau eines Kaffenkahns ist in Fürstenberg, Oberhavel, bereits zu bewundern.
Die Kaffenkähne wurden rund 1000 Jahre nahezu unverändert gebaut und bis um 1880 genutzt. Die Bezeichnung "Kaffe" ist auf die Form von Bug und Heck zurückzuführen. Dabei handelte es sich um lange Spitzen, die dem Schiffer die Orientierung erleichterten. Die 30-Meter-Segler hatten eine Ladekapazität von bis zu 50 Tonnen, weshalb die Bordwände oft nur wenige Zentimeter über dem Wasserspiegel lagen.
Die zentrale Lage des Werbellinsees und die im 19. Jahrhundert erbauten Ziegeleien und Papiermühlen trugen dazu bei, dass beladene Kaffenkähne häufig vor allem in Richtung Berlin unterwegs waren. Starker Wind und hoher Wellengang führten oft zum Kentern der Lastensegler.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.07.2008
Frachter lief bei Kiel in Kanalböschung
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 18.07.08 - Am 16.7. um 22.45 Uhr erlitt der 155 Meter lange russische Frachter "Fedor Varaksin", (IMO Nr. 7625691), der Northern Shipping Co. Archangelsk Ruderversager, kurz nachdem er auf dem Weg von Kaliningrad nach Antwerpen die Schleusen in Kiel-Holtenau mit Kurs Brunsbüttel verlassen hatte. Das 1977 erbaute, 10133 BRZ große Schiff geriet außer Kontrolle und konnte nur durch ein Notmanöver aufgestoppt werden. Es lief bei Projensdorf auf Höhe der Bunkerstation in die Böschung. Der zufällig vor Ort befindliche, 16 Meter lange Schlepper "Helmut" konnte den Havaristen so lange stabilisieren, bis die beiden Kieler Schlepper "Bülk" und "Kitzeberg" der SFK eingetroffen waren. Sie zogen den Frachter aus der Böschung und verholten ihn zum Kieler Nordhafen, wo er gegen ein Uhr am Morgen des 17.7. am Voith-Kai, Liegeplatz 32, festgemacht wurde. Hier sollten Reparaturen durchgeführt werden. Am 18.7. war der Frachter noch im Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.07.2008
Überreste von verschollenem Robbenkutter gefunden
Halifax, Nova Scotia / Kanada, 18.07.08 - Mehrere Überlebensanzüge und eine Rettungsinsel wurden an einem Strand von Cape Breton entdeckt. Sie stammen von dem 12 Meter langen Robbenfänger "L’Acadien 2", der am 29. März 2008 nach einer Havarie im Schlepp des Eisbrechers "Sir William Alexander" 70 Kilometer nördlich von Cape Breton sank, wobei vier der sechs Mann Crew ertranken.
Fischer fanden die stummen Zeugen des Unglücks an einem Strand in der Nähe von Fourchu / NS, als sie ihre Hummerfallen am 17.7. einholten. Anhang der Seriennummer der Insel konnten sie dem Kutter zugeordnet werden. Die Funde wurden dem Küstenwachboot "Spindrift" übergeben und dann dem Transportation Safety Board zugeführt, das eine Untersuchung des Untergangs durchführt. Das Wrack selbst wurde nicht mehr gesichtet, seit es nach dem Umschlagen vom Eisbrecher losgeworfen wurde. Eine intensive Suche in einem Gebiet von 9600 Quadratkilometern verlief ergebnislos. Ein Mann blieb ebenfalls verschwunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.07.2008
Bergung von Trawler vor Bali gescheitert
Update vom 17.07.08
Insel Bali / Indonesien, 18.07.08 - Die Versuche, den am 12.7. vor Padang-Padang, Bali, gestrandeten Trawler "Ho Tsai Fa No. 18" freizuschleppen, sind am 17.7. gescheitert und wurden am 18.7. nicht wieder aufgenommen. Das Schiff wurde von hoher Schwell mittlerweile auf Riffe geschoben, auf dem sich Trümmer, Fischfanggerät und Öl ausbreiteten. Das Schiff wurde zudem geplündert, die Navigationseinrichtung von der Polizei sichergestellt. Da es nun nicht mehr direkt in der Brandung sitzt, ist die Gefahr eines völligen Auseinanderbrechens derzeit geringer. Allerdings verringerte sich gleichzeitig die Bergungschance. Inzwischen ist auch der taiwanesische Eigner in Bali aufgetaucht. Der Rip Curl Cup wurde vom 18. auf den 21.7. verschoben. Öl, das die Surfer-Halbinsel verschmutzt, wurden bis hin nach Uluwatu entdeckt.
Von der 12-köpfigen indonesischen Besatzung sowie den Kapitän fehlt jede Spur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.07.2008
"Clipper Pacific" zur Reparatur nach Tampa ausgelaufen
Update vom 17.07.08
New York / USA, 18.07.08 - Die US Coast Guard hat am 17.7. den Kreuzfahrer "Clipper Pacific" freigegeben, nachdem das Schiff den Sicherheitsanforderungen wieder genügte. Es erhielt allerdings lediglich die Erlaubnis, Tampa (Florida) anzulaufen, wo im Trockendock umfassende Reparaturen am Rumpf vorgenommen werden sollen. Am 13.7. war ein sechsköpfiges Team der Küstenwache an Bord gekommen, um eine Sicherheitsinspektion durchzuführen, nachdem der Kapitän eine Leckage beim Einlaufen gemeldet hatte. Dabei entdeckten sie 66 Mängel wie verstellte Fluchtwege, verschlossene Notausgänge oder defekte Rettungsmängel. Bis auf vier kleinere wurden in den vergangenen Tagen alle Mängel abgestellt. Den über 980 Passagieren wurde freigestellt, an Bord zu bleiben oder ihre Weltumrundung auf anderer Weise fortzusetzen. 108 verließen daraufhin das Schiff, neun kamen neu an Bord. Am 17.7. um 17 Uhr legte die "Clipper Pacific" mit 877 Passagieren und ihren 377 Mann Besatzung von Pier 92 in New York ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.07.2008
"Atlantic Eagle" liegt weiter vor Albany fest
Update vom 15.07.08
Albany, Western Australia / Australien, 18.07.08 - Der Frachter "Atlantic Eagle", der am 15.7. vor Albany mit einem Unterwasserhindernis kollidierte, sollte am 18.7. von Tauchern untersucht werden. Das Schiff ankerte seit der Kollision mit beschädigtem Ruder im King George Sound sechs Meilen vor der australischen Küste. Ein Schlepper traf in vergangenen Nacht von Fremantle kommend ein und sollte es dichter unter Land bringen. Ein Bergungsteam soll herausfinden, ob der Bulkcarrier nach Singapur zur Reparatur muss. Die "Atlantic Eagle" hat rund 20000 Tonnen Canola (Raps) von Albany nach Kwinana bestimmt in ihren zwei Laderäumen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.07.2008
Kollision bei Amsterdam
Amsterdam / Niederlande, 17.07.08 - Am 17.7. kurz nach Mitternacht kollidierte die Fähre "Hempont", die Amsterdam und Zaandam verbindet, kurz nach Mitternacht mit einem Binnentanker auf dem Noordzeekanaal (Nordseekanal). Ein Passagier wurde leicht verletzt, als der Tanker die Fähre am Steuerbordvorschiff traf. Offenbar hatte der Fährkapitän diesen übersehen. Auch das Vorschiff des Tankers erlitt Schäden, er erhielt eine Fahrerlaubnis zum Ansteuern einer Werft. Der Tanker war zwar leer, aber nicht entgast gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.07.2008
Sportboot rammte Eisberg
Juneau, Alaska / USA, 17.07.08 - Am 17.7. um 15.45 Uhr kollidierte das 55 Fuß lange Sportboot "Raven" 50 Meilen südöstlich von Juneau mit einem Eisberg und schlug leck. Die Coast Guard Air Station Sitka und die Station Juneau schickten einen Helikopter und ein 47-Fuß-Boot, die um 17.36 Uhr bzw. 18.15 Uhr vor Ort waren. Das Rettungsboot setzte einen Rettungsmann und eine mobile Lenzpumpe über, um der Crew der "Raven" beim Abdichten des Lecks zu helfen. Es gelang, den Wassereinbruch zu kontrollieren. Danach sollte die "Raven" nach Juneau eskortiert werden, wo sie zwischen Mitternacht und ein Uhr morgens erwartet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.07.2008
Hafenbau bedrohte Schiffswrack
Port Ryerse, Norfolk County, Ontario, Kanada, 17.07.08 - Ein Hafenbauprojekt im Young's Creek, Norfolk County (Long Point Region), drohte ein historisches Schiffswrack zu beschädigen. Ein schwerer Bagger hatte in den vergangenen zwei Tagen eine Grube ausgehoben, danach wurde ein neues Dock direkt überdem Bug des gesunkenen Dampfschleppers "Argyle" platziert. Nachdem dessen Gefährdung erkannt worden war, wurde entschieden, das Dock wieder zu entfernen. Im vergangenen Jahr hatte Norfolk County den Anwohnern von Port Ryerse versichert, dass ein ebenfalls im Bau befindliches Brückenprojekt über den Young’s Creek das historische Wrack nicht gefährden würde. Es zählt zum maritimen Erbe des Landes.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.07.2008
Rotterdam - Havarie mit Dock
Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 16.07.08 - Nachdem am 12.7. das Seeschiff "Navion Anglia" das Dock 1 im Rotterdamer Wiltonhaven gerammt hatte und dieses leckgeschlagen war, musste der darin gedockte Rotterdamer Frachter "Nirint Hollandia" (IMO 9374973) am 16.7. dieses an der Trosse der Schlepper "Eerland 23" und "Buizerd" verlassen, um in Dock C im Eemhaven wieder gedockt zu werden. Das Dock 1 wiederum soll ins Schwimmdock 8 gehen, damit die Schäden an der Außenhülle ausgebessert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.07.2008
Russisches U-Bootswrack bei Untersuchungen zu Ostseepipeline entdeckt
Finnland, 17.07.08 - Das deutsch-russische Konsortium Nord Stream gab am 16.7. bekannt, dass ein Forschungsschiff der norwegischen DOF Subsea, das den Seegrund für die Verlegung einer Ölpipeline untersucht, auf das Wrack eines sowjetischen U-Bootes gestoßen ist. Das Boot trug noch die Markierungen der Sowjetunion und sank wohl im 2. Weltkrieg. Es wurde in der finnischen Handelszone im Finnischen Golf gefunden. Die Behörden wie auch das finnische Verteidigungsministerium wurden über den Fund informiert.
Erst vor kurzem war über die Pläne zum Umgang mit einem anderen Hindernis im Streckenverlauf der Pipeline von Russland nach Lubmin berichtet worden - dem größten und längsten Schiffsmassengrab in der Geschichte. Südöstlich von Rügen sollte es 1715 die Dänen stoppen. Die schwedische Marine hatte dazu 20 ihrer größten Schiffe mit Gesteinsbrocken beladen und auf dem Grund des Greifswalder Boddens versenkt. Heute erscheint das unzugänglichste Bollwerk Europas aus der Luft als eine Kette von dunklen Flecken, die auf einer Länge von etwa einem Kilometer den Zugang zum Bodden versperren. Das Firmenkonsortium Nord Stream will noch in diesem Sommer Taucher zu den Wracks hinunterschicken. Die Taucher sollen erst die historische Wrackkette erkunden. Die Reste der unter Denkmalschutz stehenden Wracks waren 1990 wiederentdeckt und anschließend mit einem Spezialscanner vermessen worden. Voraussichtlich 2009 soll dann eines der Wracks geborgen und durch die so entstehende Lücke die Gaspipeline gelegt werden. Um Schäden an den im Meer zurückbleibenden Wracks auszuschließen, werden besonders morsche und instabile Teile der Schiffe mit Sandsäcken geschützt. Das geborgene Schiff wird zunächst an Land untersucht. Anschließend findet das Wrack seine letzte, nasse Ruhestätte in einem Baggersee in Mecklenburg-Vorpommern, in dem schon heute Reste von drei anderen Wracks liegen: Dort entsteht Deutschlands erstes "Museum unter Wasser", die Besucher werden Hobbytaucher sein. Die auf mehrere Zehntausend Euro geschätzten Kosten werden von Nord Stream übernommen. Die späte Rettung und Untersuchung der schwedischen Schiffswracks wird Archäologen mit Genugtuung aufgenommen, da sie sich neue Erkenntnisse zur damaligen Bauweise der Schiffe versprechen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Wrack der "Don Pedro" wird Europas größtes Tauchsportziel
Insel Ibiza, Region Balearen / Spanien, 17.07.08 - Das 140 (116,36 m) Meter lange Wrack der "Don Pedro" wurde vor Ibiza jüngst für Sporttaucher freigegeben. Der RoRo-Frachter sank im Juli 2007 zehn Minuten nach dem Auslaufen nach einer Grundberührung bei der Isla de Daus vor Ibiza Stadt. Die 200 Tonnen Bunkeröl hatten zu einer zeitweiligen Ölverschmutzung geführt, wegen der alle drei Strände Ibizas vorübergehend gesperrt werden mussten. Im Mai diesen Jahres hatte die Inselregierung beschlossen, das Schiff zu verschrotten. Zwei Monate später nun wurde dieser Beschluss zurückgenommen und die Untergangsstelle für Taucher geöffnet. Nun wird ein reger Zustrom von Tauchtouristen zu dem in einer Tiefe zwischen 43 und 25 Meter Tiefe liegenden, bereits reich bewachsenen Schiff erwartet. Tauchboote erreichen das Ziel binnen 15 Minuten. Die "Don Pedro" wird als das größte für Sporttaucher erreichbare Wrack Europas bezeichnet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Öl läuft aus gestrandetem Trawler vor Bali
Update vom 15.07.08
Insel Bali / Indonesien, 17.07.08 - Öl läuft aus dem vor Bali gestrandeten taiwanesischen Trawler "Ho Tsai Fa No. 18" aus, nachdem er auf dem Padang-Padang-Riff strandete. Wenn das Schiff nicht rasch geborgen werden kann, dürfte es in der meterhohen Brandung zerbrechen, fürchten Surfer und Umweltschützer. Eine kleine Flottille örtlicher Fischer versuchte am Donnerstag, den Havaristen freizuziehen, bevor zwei Meter hoher Seegang, der für die kommenden Tage prognostiziert wurde, ihn weiter aufreißen kann. Die acht Schiffe vermochten zunächst nichts auszurichten. Ob der Rip Curl Cup verschoben werden muss, war noch nicht entschieden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Brandneuer Frachter bei Kollision beschädigt
Antwerpen / Belgien, 17.07.08 - Am 16.7. wurde der holländische Frachter "Flintercarrier" (erbaut 2007/8, IMO Nr. 9365960), 9500 tdw, bei einer Kollision in Antwerpen beschädigt. Das 141 Meter lange Schiff lag an einem Kai, als ein anderes Schiff nahe der Antwerpener Miniaturstadt außer Kontrolle geriet, weil die Maschine falsch bedient wurde und dadurch das Schiff vom Kurs abkam. Beide Kollisionsgegner wie auch der Kai wurde beschädigt.
Die "Flintercarrier" war erst am 29.5. in Rotterdam getauft worden und nach Probefahrten am 10.7. nach Antwerpen ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Kampf gegen Ölfilm auf der Elbe
Update vom 16.07.08
Hamburg / DE, 16.07.08 - Bei der Kollision der "Undine" und "Aldebaran" am 16.7. südöstlich von Hamburg könnte deutlich weniger Diesel in die Elbe gelaufen sein als zunächst angenommen. Die Überprüfung der verbliebenen Dieselmenge im Tankschiff "Undine" durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg ergab, dass nur 120 Tonnen Kraftstoff ausgelaufen sein dürften. Zunächst war die Feuerwehr von bis zu 400 Tonnen Diesel ausgegangen. Auf dem Fluss bildete sich derweil ein zehn Kilometer langer Dieselölteppich, der von 150 Feuerwehrleuten bekämpft wurde. Der Treibstoff bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 3,5 Stundenkilometern mit den Tiden auf dem Fluss. Er bildete keine geschlossene Decke, sondern einen Flickenteppich. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk versuchten, den Treibstoff im Hafenbecken von Oortkaten zu sammeln und abzusaugen. Flussabwärts zudem zwei Ölbekämpfungsschiffe in Position gebracht, die den Diesel absaugen sollen, wenn er weiter Richtung Hamburg treibt. Es wurde damit gerechnet, dass die Arbeiten bis zum Wochenende andauern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Feuer auf Schlepper in Eemshaven
Eemshaven, Provinz Groningen / Niederlande, 16.07.08 - Auf dem holländischen Schlepper "Waterpeil" (erbaut 1982 bei Bloemsma B.V., Makkum, Eigner: Wagenborg Sleepdienst B.V., Delfzijl) brach am Abend des 16.7. in Eemshaven ein Feuer aus. Passanten sahen Rauch aus dem Ruderhaus aufsteigen und alarmierten die Feuerwehr. Es wurde versucht, das Ruderhaus abzudichten, um dem Brand den Sauerstoff zu entziehen. Dann gingen zwei Löschzüge gegen das Feuer vor und brachten es rasch unter Kontrolle. Von außen wurde das Ruderhaus mit Wasser gekühlt. Das Feuer wurde wohl durch einen Kurzschluss in einem Radio verursacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Anker der "MSC Napoli" in Branscombe aufgestellt
Branscombe, Grafschaft Devon, England / UK, 16.07.08 - Ein Anker des Containerfrachters "MSC Napoli" wurde 18 Monate, nachdem das Schiff dort auf Grund gesetzt worden war, jetzt in Branscombe aufgestellt. Der 13,5 Tonnen schwere Anker ist der Kern einer Erinnerungsstätte an das Unglück. Das am 18.1.2007 vor Cornwall seinen Lauf nahm. Währenddessen werden die Reste des Schiffes weiter vor Sidmouth abgewrackt. Bis Ende Oktober 2008 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Bergungsarbeiten werden bis dahin rund 50 Millionen Pfund gekostet haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Kutter sank vor China
Weihai City, Shandong Provinz / China, 16.07.08 - Am 16.7. kenterte morgens vor Weihai City in der ostchinesischen Shandong Provinz ein Kutter, wobei ein Mann ums Leben kam und drei weitere vermisst wurden. Das in der nordöstlichen Liaoning Provinz registrierte Boot sank nach Kollision mit einem anderen Fahrzeug rund 37 Kilometer östlich der Rongcheng Bay. Alle sieben Mann der Crew stürzten ins Wasser. Drei wurden gerettet und ,einer davon schwer verletzt, ins Krankenhaus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Einhandsegler erschöpft von Boot abgeborgen
San Diego, Kalifornien / USA, 16.07.08 - Die US Coast Guard barg mit einem Helikopter am 16.7. um 10 Uhr den Skipper der 34 Fuß langen Yacht "Dreamweaver" ab. Das Boot des Einhandseglers stand 140 Meilen westlich von San Diego, als es aufgegeben wurde. Der Mann war am 9.7. aus Catalina, Kalifornien, mit Kurs La Haina, Hawaii, ausgelaufen. Doch nachdem er über 48 Stunden gegen schwere See ankämpfen musste und völlig erschöpft in Gefahr war, über Bord zu fallen, hatte er die Küstenwache um Hilfe gebeten. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter und eine C-130 stiegen auf und retteten den Mann von seinem Boot.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Mehrere Tote bei Kollision auf Titikakasee
La Paz / Bolivien, 16.07.08 - Mindestens sechs Personen kamen bei einer Kollision auf dem Titikakasee ums Leben, eine wurde noch vermisst. Insgesamt waren 48 Personen auf den beiden Schiffen, als sie am Abend des 15.7. um 19.30 Uhr in der Straße von Tiquina zusammenstießen. Eines, die "Cisne", wurde von der "Mercurio" in zwei Teile zerrissen. Alle Toten sind Bolivianer, an Bord des anderen Schiffes waren Brasilianer.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
USA: Heckraddampfer geborgen
Green Cove Springs, Florida, USA, 16.07.08 - Am 15.7. um 23 Uhr wurde in Jacksonville der 80 Fuß lange Heckraddampfer "Jean Mary" beim Reynolds Industrial Park in Green Cove Springs, Florida, geborgen. Das Schiff war dort am Morgen des 13.7. leckgeschlagen und in vier bis acht Fuß Wassertiefe an der Pier gesunken. Danach wurden 600 Gallonen Bunkeröl durch die Jacksonville Pollution Control Company aus dem Schiff entfernt sowie ausgelaufenes Öl beseitigt. Die Küstenwache fand nach der Hebung mehrere Risse im Rumpf des Schiffes.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Kreuzfahrer in New York mit Leck und Sicherheitsmängeln in die Kette gelegt
New York / USA, 16.07.08 - Das 637 Fuß lange Kreuzfahrtschiff "Clipper Pacific", 2300 5BRZ (IMO-Nr. 7005190), das mit etwa 1200 meist japanischen Passagieren und Crew von Grönland kommend nach New York eingelaufen war, wurde wegen eines beim Einlaufen erlittenen Rumpfschadens und nachfolgend festgestellter Sicherheitsmängel am 15.7. mit einem Auslaufverbot belegt. Eine Sicherheitsinspektion hatte 66 Mängel offenbart.
Ein sechsköpfiges Untersuchungsteam der Coast Guard New York war am 13.7. gegen acht Uhr an Bord des auf den Bahamas registrierten Schiffes gegangen, um vor dem Einlaufen nach New York eine Routineuntersuchung durchzuführen. Dabei wurde festgestellt, dass Wasser in den Rumpf eindrang. Dann wurden 66 Mängel in punkto Feuersicherheit, Rettungsbooten und Schwimmwesten festgestellt. Die Inspektion dauerte bis zum Abend des 15.7. an.
Taucher der Randive Incorporated aus Perth Amboy, New Jersey, untersuchten den Rumpf und führten am 13. wie auch am 14.7. Reparaturen durch, wobei ein Riss von einem Inch Länge an Backbord abgedichtet wurde. Vertreter der Bahama Flag Administration und der Bureau Veritas Classification Society waren während der gesamten Inspektion vor Ort. Am 15.7. um 16.30 Uhr wurde die "Clipper Pacific" in die Kette gelegt, bis der Kapitän einen Reparaturplan vorlegt und die Küstenwache sowie die Klassifizierungsgesellschaft diesem zugestimmt haben. Bis dahin bleibt das Schiff an Pier 92 in Westmanhattan liegen. Planmäßig hätte das Schiff bereits am 14.7. nach Venezuela weiterlaufen sollen. Nun steht für den 17.7. eine neuerliche Inspektion an, die über die Weiterfahrt entscheidet. Ende August wird das Schiff in Japan zurück erwartet.
Die "Clipper Pacific" war 1970 als "Song of Norway" von der Oy Wärtsilä Ab, Helsingfors. Finnland, erbaut worden. Sie ist nach einer Verlängerung 194,32 Meter lang bei einer Breite von 23,96 und einem Tiefgang von 6,70 Metern und verdrängt 4525 Tonnen. Der Antrieb besteht aus vier Sulzer-Wärtsilä Dieseln, deren 14560 kW 20,5 Knoten bringen. Das Schiff ist nach dem Umbau für 1196 Passagiere zugelassen.
| 1970 |
Nach der Ablieferung der "Song of Norway" an die Royal Caribbean Cruises in Oslo am 5.10.1970 war das Schiff in der Karibik auf Kreuzfahrt. |
| 1978 |
Vom 30.8.1978 bis zum 26.11. wurde es um 26 Meter bei Wärtilä, Finnland verlängert. |
| 1997 |
1997 ging es im Mai an Airtours Sun Cruises in Nassau und wurde in "Sundream" umbenannt. Es folgten Kreuzfahrten in Nordeuropa und dem Mittelmeer. |
| 2004 |
2004 ging es an die Tumaco Navigation Co, Limassol, und lief bis 2006 als "Dream Princess". |
| 2007 |
Einem Verkauf an die Lance Shipping Co. Limassol folgten die Umbenennung in "Dream" und Kreuzfahrten von Dubai aus. |
| 2007 |
2007 wurde die "Dream" in Rhodos" bei Kreuzfahrten im Mittelmeer gestoppt und dann an die Clipper Group veräußert. |
| 2007 |
Im Dezember 2007 wurde sie nach Umbau in der Türkei in "Clipper Pearl" umbenannt. |
| 2008 |
Im Mai 2008 umbenannt in "Clipper Pacific" |
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Sorge vor Öl der "Montebello"
Kalifornien / USA, 16.07.08 - Das Öl eines zwei Wochen nach dem Angriff auf Pearl Harbor versenkten US-Tankers könnte die Küste Kaliforniens bedrohen. Die "Montebello" wurde am 23. Dezember 1941 sechs Meilen vor Cambria von dem japanischen U-Boot "I-21" torpediert und sank um 6:45 Uhr. Die 36-köpfige Crew konnte sich retten, aber mit dem Schiff versanken über drei Millionen Gallonen Rohöl der Union Oil Raffinerie in Avila Beach.
Ein Unterwasserarchäologe leitete 1996 und 2003 Tauchexpeditionen zu dem in 900 Fuß Tiefe auf Sandgrund liegenden Wrack. 1996 war das Wrack in gutem Zustand, sogar die Bemalung noch erhalten. 2003 fanden sich große Roststellen in der Mitte jeden Tanks. Nun soll die U.S. Navy überzeugt werden, das Öl abzupumpen, bevor es die Küste Cambrias verschmutzt. Das Öl lagert in Abteilungen von je 50 Fuß Länge und 59 Fuß Breite sowie 32 Fuß Höhe. Bei ungünstigen Strömungen könnte freiwerdendes Öl das Monterey Bay National Marine Sanctuary bedrohen, vor dessen Grenzen die 1921 erbaute "Montebello" liegt. Wahrscheinlicher wäre aber eine Drift gen Moonstone Beach, Morro Bay und Avila Beach.
Die Küstenwache sagte bislang aber nichts außer einer allgemeinen Überwachung zu. Ein Forscher der Monterey Bay National Marine Sanctuary beschrieb das Wrack als mit Netzen bedeckt und eine Heimstatt für zahlreiche Fischarten. Die National Oceanic and Atmospheric Administration habe das Schiff auf dem Monitor, weil eine Ölverschmutzung gravierende Folgen hätte. Das Öl dürfte allerdings in der Meerestiefe und den dort herrschenden Temperaturen eine pastenartige Konsistenz haben. Es besitzt allerdings dennoch bei einem Freiwerden Auftriebskräfte.
Umweltschützer verweisen auf die positiven Erfahrungen mit der 17 Meilen vor Golden Gate liegenden "Jacob Luckenback", aus der 2002 mittels Erwärmung durch heißen Dampf 460 Tonnen Öl geleichtert werden konnten. Dieses Verfahren des "Hot Tapping" könnte auch bei der "Montebello" angewandt werden, wobei allerdings die Wassertiefe und die zahlreichen Abteilungen eine große Herausforderung darstellen würden. 80,000 Barrels Öl harren dort einer Bergung, die nach wie vor einen Wert von über 11 Millionen Dollar darstellen würden. Damit könnte eine Bergungsaktion finanziert werden. Ein erster Schritt könnte sein, über dem Wrack eine Barge zu verankern, die mit einem Ölwarnsystem ausgestattet ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Schlepper sank auf Mississippi
New Orleans, Louisiana / USA, 14.07.08 - Nach dem Untergang des 56 Fuß langen Schleppers "Ruby E" am Morgen des 13.7. hat die US Coast Guard auf dem Mississippi eine Sicherheitszone zwischen den Meilen 101 und 102 eingerichtet. Hier ist nur Einbahnverkehr erlaubt. Das Wrack der "Ruby E" liegt in der Nähe von Westwego. Inspektoren an Bord der "General Kelly" aus New Orleans erarbeiteten einen Bergungsplan.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.07.2008
Ölverschmutzung in der Elbe nach Kollision
Hamburg / DE, 16.07.08 - Nach einer Schiffskollision auf der Elbe bei Hamburg sind am frühen Morgen des 16.7. an die 400 Tonnen Diesel in den Fluss gelaufen. Die Elbe wurde an
der Kollisionsstelle für den Schiffsverkehr gesperrt. Um 3.37 war es auf der Oberelbe, Stromkilometer 591/592, im Bereich Altengammer Hauptdeich unterhalb der Schleuse Geesthacht zu dem Zusammenstoß zwischen dem deutschen Binnentanker "Undine" und dem deutschen Binnenschiff "Aldebaran" gekommen. Dabei sind bis zu 400 Tonnen Gasöl ausgelaufen.
Die mit 1.550 Tonnen Split beladene "Aldebaran" (Länge 94,98 m, Breite 9,48 m, 1.775 tdw, Reederei: Kroll-Schiffahrt GmbH Seevetal) war auf dem Weg von Geesthacht nach Cuxhaven. Der Binnentanker "Undine" (Länge 81,83 m, Breite 8,20 m, 1.119 tdw) war mit 920 Tonnen Diesel beladen und befuhr die Oberelbe aus dem Hamburger Hafen kommend elbaufwärts in Richtung Geesthacht. Dabei berührten sich die beiden Binnenschiffe aus bislang ungeklärter Ursache an ihren jeweiligen Steuerbordseiten. Der Anker der "Aldebaran" riss die Außenhaut der "Undine" unterhalb der Wasserlinie im Bereich von vier der acht Tanks auf, die ausliefen. Die "Aldebaran" wurde am vorderen Anker beschädigt und konnte die Fahrt bis zur Koppelstelle Finkenriek im Hamburger Hafen fortsetzen. Die "Undine" erreichte noch den unteren Schleusengraben Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg), wo sie eingeschlängelt und von dem Binnentanker "Dettmer Tank 95" geleichtert wurde. Feuerwehr und Wasserschutzpolizei machten sich gleichzeitig daran, die Lecks abzudichten. An der Unfallstelle wurden Ölsperren ausgelegt, um eine weitere Ausbreitung des Treibstoffs zu verhindern. Zwei Ölbekämpfungsschiffe waren im Einsatz.
Über das Ausmaß der Verschmutzung verschaffte sich die Polizei von einem Hubschrauber aus einen Überblick . Auf dem Fluss bildete sich ein zehn Kilometer langer Ölteppich. Dieser sollte gegen Mittag beim Hamburger Ortsteil Oortkaten in eine Ausbuchtung geleitet werden, bevor er den Hafen der Hansestadt erreichte. Rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Vorsorglich wurden zudem die Norderelbe-Sperrwerke geschlossen und beim Naturschutzgebiet Heuckenlock an der Süderelbe Ölsperren verlegt. Der Treibstoff bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 3,5 km/h Richtung Hamburg. Die ersten Ermittlungsergebnisse der Polizei in Hinblick auf die Unglücksursache deuteten auf menschliches Versagen hin. Alkohol war nicht im Spiel. Die Kapitäne wurden zum Unglückshergang vernommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.07.2008
Info: Oortkaten = Ortsteil von Hamburg-Ochsenwerder im Bezirk Hamburg-Bergedorf. - Das Naturschutzgebiet Heuckenlock liegt auf der Elbinsel Wilhelmsburg in Hamburg und erstreckt sich auf gut 3 km Länge am Nordufer der Süderelbe.
Ostseepipeline reißt Lücke in Wrackkette
Lubmin, Landkreis Ostvorpommern, Mecklenburg-Vorpommern, 16.07.08 - Zwei Jahre vor dem geplanten Bau der Ostseepipeline beginnt die Nord Stream AG in Kürze mit der Erkundung einer historischen Wrackkette vor der deutschen Küste. Die vor fast 300 Jahren vor dem Greifswalder Bodden versenkten Schiffe sollen in diesem Sommer von Tauchern erforscht werden.
Voraussichtlich im kommenden Jahr wird eines der Wracks geborgen. Durch die so entstehende Lücke in der Wrackkette soll später die Gaspipeline gelegt werden. Nach Angaben des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege von Mecklenburg-Vorpommern sollen die Eingriffe an den unter Denkmalschutz stehenden Schiffswracks so gering wie möglich gehalten werden. Das geborgene Wrack soll voraussichtlich in einer abgelegenen Kiesgrube in Vorpommern versenkt und später Hobbytauchern zugänglich gemacht werden. Die auf mehrere zehntausend Euro geschätzten Kosten werden von Nord Stream übernommen.
Die schwedische Marine hatte im Jahre 1715 südlich von Rügens Halbinsel Mönchgut 20 Schiffe mit Steinen beladen und anschließend versenkt. Die etwa 980 Meter lange Wrackkette sollte dänischen Eroberern den Zugang zum Greifswalder Bodden versperren. Die Reste der unter Denkmalschutz stehenden Wracks waren im Jahre 1990 wiederentdeckt und anschließend mit einem Spezialscanner vermessen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.07.2008
Schiff und Kapitän mit Schlagseite
Schweinfurt, Bayern / DE, 16.07.08 - Ein Schiff und ein Kapitän, die beide Schlagseite aufwiesen, haben am Nachmittag des 15.7. Beamte der Wasserschutzpolizei Schweinfurt beschäftigt. Bei einem Schubverband war die Ladung übergegangen. Beim Kapitän wurden 1,8 Promille festgestellt, und die Weiterfahrt untersagt. Gegen 16 Uhr wurde die Schweinfurter Wasserschutzpolizei durch das Wasser- und Schifffahrtsamts Schweinfurt informiert, dass ein Frachtschiff, das an der Schleuse Schweinfurt angelegt habe, vermutlich überladen sei.
Sofort machte sich eine Streifenbesatzung auf den Weg und traf den Schubverband an, der an der "Blum-Lände" festgemacht hatte. Der Schubleichter hatte Schlagseite hatte, und das Gangboard lag bereits vollständig unter Wasser. Auf Nachfragen gab der Kapitän an, dass die aus fast tausend Tonnen Sand bestehende Ladung bei einem Fahrmanöver verrutscht sei. Die Annahme, dass eine Überladung vorlag, bestätigte sich jedoch nicht.
Da die Beamten beim Schiffsführer eine Fahne wahrnahmen, wurde er zum Alkoholtest gebeten. Er gab zu, in der Nacht zuvor am Sander Weinfest reichlich dem Alkohol zugesprochen zu haben. Ein Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamts erteilte ein Fahrverbot. Der Schiffseigner aus dem Landkreis Haßberge beorderte einen Radbagger einer in Schweinfurt ansässigen Baufirma zu dem Schubverband, der die Arbeiten zum Umladen des verrutschten Sandes vornahm. Die Wasserschutzpolizei prüfte weiterhin, ob der zweite Mann an Bord die notwendige Qualifikation als Matrose hatte, und ob das Übergehen der Ladung möglicherweise auch auf einen Unfall zurückzuführen war. Gegen den Kapitän wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.07.2008
Suche nach Kutter vor Malta dauert an
Update vom 14.07.08
Malta, 16.07.08 - Eine Woche nach dem Verschwinden des 12 Meter langen Kutters "Simshar" und seiner fünfköpfigen Crew, darunter ein 11-jähriger Junge, gab es bis zum 15.7. weiter keine Spur von dem Schiff vor Malta. Sucheinheiten Maltas, der USA und der in Sigonella stationierten italienischen Marine waren ohne Ergebnis im Einsatz. Die Suche sollte auch am 16.7. fortgesetzt werden, jedoch sank mit jedem Tag die Wahrscheinlichkeit, das überfällige Schiff aus dem Fischerdorf Marsaxlokk zu finden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.07.2008
Frachter saß an Esasmusbrücke fest
Rotterdam / Niederlande, 16.07.08 - Am 15.7. um 15 Uhr verfing sich der Anker des unter Barbados-Flagge registrierten, 75 Meter langen Frachters "Wilson Maas" (IMO Nr. 9145554), 1169 BRZ, in der Kette einer südöstlich der Rotterdamer Erasmusbrücke ausgelegten Tonne. Das Schiff driftete über den Backbordbug gegen den Kollisionsschutz der Maas-Brücke und kam rechtwinklig zum Fluss zu liegen. Die Wasserschutzpolizeiboote "RPA 10" und "11" sowie "P 4" waren rasch vor Ort. Dann nahm der Schlepper "Buizerd" den Havaristen auf den Haken und zog ihn um 15.45 Uhr in Richtung Parkkade.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.07.2008
Weiteres Wrack mit Giftfracht vor Philippinen
Iloilo City, Provinz Iloilo, Insel Panay / Philippinen, 16.07.08 - Der Frachter "Ocean Papa", der im Taifun Frank (Fengshen) am 21.6. vor Antique sank, hatte, wie auch die Fähre "Princess of the Stars", giftige Ladung an Bord. 16 Tonnen Di-Isocyanat waren in 80 Fässern an Bord gestaut, als das Schiff nahe Mararison Island, rund 5,6 Kilometer vor der Stadt Culasi, auf der Fahrt von Iloilo City nach Manila in schwerer See unterging.
Zwei Mann wurden ertrunken aufgefunden, zwei sind weiterhin vermisst. 24 Mann wurden gerettet. Das Umweltministerium warnte die örtliche Regierung in Culasi vor einer möglichen Wasserkontamination durch den Stoff, der zur Produktion von synthetischem Schaum und Kunstleder, Farben usw. gebraucht wird. Anwohner wurden gewarnt, antreibende Fässer zu öffnen. Taucher der Coast Guard versuchten, die Fässer zu lokalisieren. Es könnte aber auch sein, dass die Fahrzeuge, auf denen die Fässer standen, in tieferem Wasser verloren gingen, da es bislang nicht gelang, sie ausfindig zu machen.
Die "Ocean Papa" liegt wie auch die "Princess of the Stars" kieloben mit dem Bug aus dem Wasser, das dort 10 Fuß tief ist, während das Heck in einer Wassertiefe von 50 Fuß liegt. Der Eigner, die Ocean Container Lines Inc., gab an, nichts von der Giftfracht gewusst zu haben. Die Fässer sind durch die Wallem Philippines Shipping Inc. nach Pusan gebracht worden und mit "Polyther Polyvol GP3001" ausgezeichnet gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.07.2008
Titan Salvage erarbeitet Bergungsplan für "Princess of the Stars"
Update vom 14.07.08
Manila / Philippinen, 16.07.08 - Sulpicio Lines Inc. (SLI),, die Eigner der "Princess of the Stars", haben sich einverstanden erklärt, binnen 40 Tagen die Toten und die Giftfracht aus dem Fährwrack zu Bergen. Am 16.7. sollten die Einzelheiten des Bergungsplanes mit Titan Salvage festgelegt werden. Dabei sei sekundär, ob die Fähre geborgen würde oder nicht, Vorrang habe das Entfernen der Leichen sowie der zwei Giftcontainer aus dem Wrack. In den vergangenen Tagen trieben an den umliegenden Stränden wiederholt Leichen an, die wohl aus der Fähre stammten. Wegen des fortgeschrittenen Verwesungszustandes wurden sie sofort beerdigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.07.2008
Schwerverletzter bei Sportbootunfall
Köln, Nordrhein-Westfalen / DE, 16.07.08 - Am 15.07. überfuhr der Bootsführer eines Sportbootes die, von einem anderen Sportboot erzeugte Heckwelle. Bei diesem Manöver stürzten die beiden Insassen aus dem Boot, wobei sich ein 53-jähriger Mann schwere Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule zuzog.
Das nun führerlose Sportboot fuhr mit hoher Geschwindigkeit, stetig Linkskreise ziehend, weiter zu Tal. Die Besatzung des zweiten Bootes begleitete das Fahrzeug und warnte die Schifffahrt und Personen am Ufer vor der Gefahr. Nach circa 3 Kilometern fuhr das Boot am rechten Ufer in die Steine, wo es von der Feuerwehr gesichert werden konnte.
Quelle: WSP NRW vom 16.07.2008
Motorbrand auf einer Yacht
Update vom 15.07.08
Münster, Nordrhein-Westfalen / DE, 16.07.08 - Am 15.07. gegen 13:30 Uhr kam es im Stadthafen Münster zu einem Motorbrand auf der Yacht eines Ehepaares, das auf dem Weg nach Castrop-Rauxel war. Ursache für den Brand, den der Eigentümer mit eigenen Mitteln löschen konnte, war vermutlich ein rutschender Keilriemen. Vorsorglich wurden die beiden Personen einem Krankenhaus zugeführt. Der Verdacht, dass sie eine Rauchgasvergiftung erlitten hatten, bestätigte sich zum Glück nicht.
Quelle: WSP NRW vom 16.07.2008
Havarie an der Großschifffahrtsschleuse Hemelingen
Bremen-Hemelingen / DE, 15.07.08 - Am 15.7. ereignete sich gegen 6.30 Uhr eine Havarie in der Großschifffahrtsschleuse Hemelingen. Beim Ausschleusen eines 67 Meter langen und 8 Meter breiten Binnenschiffes in Richtung Unterweser kollidierte dieses mit dem sich wieder schließenden Stemmtor der Schleuse. Dabei kam es zu Schäden am mit 800 Tonnen Kies beladenen Binnenschiff. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen schaltete die Wasserschutzpolizei für weitere Ermittlungen ein und beauftragte einen Sachverständigen mit der Beurteilung des entstandenen Schadens am Binnenschiff. An der Schleuse entstanden keine Schäden, sodass der Schleusenbetrieb nach kurzer Inspektion wieder aufgenommen werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.07.2008
Ein Drittel der "New Carissa" ist weg
Update vom 03.07.08
Coos Bay, Oregon / USA, 15.07.08 - Titan Salvage hat bislang 30 % des Hecks der "New Carissa" abgebrochen. Von außen hat sich der seit 1999 unveränderte Anblick des Torsos nun drastisch verändert, das Schiffsinnere wurde zusehends sichtbar. In den nächsten Wochen wird sich nicht so viel am Anblick verändern, da die Bergungscrews dann im Innern des Wracks arbeiten und die aufragenden äußeren Rumpfteile dabei als Wellenbrecher dienen werden. Gleichzeitig werden Anker installiert, um den Versuch zu starten, den unteren Schiffsbereich aus der Umklammerung des Sandes zu lösen. Berger Parrot zeigte sich aber zuversichtlich, auch diese Herausforderung zu meistern Die Wellen haben um das Wrack einen Kolk von 15-18 Fuß Tiefe ausgespült. Dadurch sitzt der Schiffsrest nicht allzu tief im Sand. Gelingt das Heraufziehen, wären Maschinenraum und Propeller zugänglich, ohne dass unter Wasser gearbeitet werden müsste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.07.2008
Lob für "Riverdance"-Schrotter
Update vom 10.07.08
Anchorsholme Beach, Cleveleys, Lancashire, England, 13.07.08 - Die Abbrecher der "Riverdance" wurden für den Schutz der Umwelt von der Marine Fisheries Agency und dem Secretary of State's Representative (SOSREP) gelobt. Anfängliche Befürchtungen, Öl könnte aus dem Wrack auslaufen, hätten sich nicht bewahrheitet. Mittlerweile sei fast alles Öl beseitigt. Hancock's Contractors Ltd und der Subunternehmer PGC Demolition Ltd. machten große Fortschritte. Die schwierigste verbliebene Aufgabe sei die Entfernung der Maschinen und restlicher Öltanks, danach sollte der Rest rasch erledigt sein. Es gebe immer noch ein wenig Restöl in den Tanks. Unter dem Wrack verläuft auch eine Pipeline, die zwar durch das Gewicht des Rumpfes leichte Schäden erlitt, aber nicht mehr in Gefahr sei, zu brechen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.07.2008
Toter Kapitän lag im Wasser unter seinem Schiff
Hannover - Anderten, Niedersachsen / DE, 15.07.08 - Am Dienstagnachmittag hat die Wasserschutzpolizei den leblosen Körper eines 58-Jährigen Mannes aus dem Mittellandkanal bei Anderten geborgen. Der polnische Staatsbürger wurde seit dem Morgen vermisst. Er war Kapitän eines Binnenschiffes, das in Anderten mit Zement beladen werden sollte.
Mitarbeiter des Zementwerkes Teutonia hatten am Morgen die Polizei gerufen, nachdem die Besatzung des polnischen Binnenschiffs aus Byogoszcz nicht rechtzeitig zum Ladetermin im Betriebshafen erschienen war.
Die Beamten entdeckten einen betrunkenen 39-jährigen Matrosen an Bord. Der Mann gab an, seinen Chef seit dem späten Sonntagabend nicht mehr gesehen zu haben. Angeblich war der 58-Jährige zu einem Stadtbummel aufgebrochen.
Die Wasserschutzpolizei suchte mit Tauchern und ihrem hochmodernen Sonarboot nach dem Verschwundenen. Am Nachmittag fanden sie die Leiche unterhalb des Schiffes.
Nach ersten Ermitlungen der Polizei liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Der Matrose wurde mit einem Alkoholpegel von 2,5 Promille in eine Ausnüchterungszelle gebracht.
Quelle: HAZ vom 15.07.2008
Bulkcarrier havarierte vor Australien
Albany, Western Australia / Australien, 15.07.08 - Der Bulkcarrier "Atlantic Eagle" der Inchcape Shipping Services lief am 15.7. um 10 Uhr 5 Meilen vor Albany auf einen unbekannten Gegenstand. Das Schiff läuft für das Australian Wheat Board. Es warf nach der Kollision Anker. Zwei Schlepper waren im Hafen von Albany auf Standby. Der Havarist sollte, wenn möglich, nun Kwinana (Western Australia) anlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.07.2008
Kran stürzte auf deutschen Frachter
Lagos / Nigeria, 15.07.08 - Ein Kran stürzte am 12.7. an den APM Terminals’ Apapa in Lagos, Nigeria, auf das Deck eines für Maersk laufenden 207 Meter langen Containerfrachters. Der Schaden an dem 2001 erbauten, unter deutscher Flagge laufenden, 2506 TEU-Frachter "Santa Alina" (IMO 9209104) war gering, doch verzögerte sich das Auslaufen aus Lagos auf unbestimmte Zeit, weil erst der Kranausleger vom Deck geräumt werden musste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.07.2008
Wurde Kapitän von gestrandetem Trawler ermordet?
Update vom 14.07.08
Insel Bali / Indonesien, 15.07.08 - Die Strandung des Trawlers "Ho Tsai Fa No. 18" hat die World Surfing Championship in Bali ins Chaos gestürzt - das Schiff liegt in der besten Surf fest. Das 30 Meter lange Schiff strandete am 12.7. vor dem Strand von Padang Padang. Die Polizei sucht immer noch nach der indonesischen Crew und dem taiwanesischen Kapitän. Taiwanesische Behörden hatten bereits vor Wochen die Assistenz Indonesiens gesucht, als das Schiff von einer Fangreise vor Papua nicht zurückkehrte.
Vor drei Wochen war es von einem anderen taiwanesischen Schiff gesichtet worden, aber lief mit hoher Fahrt davon, als es sich annäherte. Dies nährte den Verdacht einer Meutrei. Das Monitor-System war seit dem 13.5. abgeschaltet, und die Versuche, Funkkontakt aufzunehmen, verliefen ergebnislos. Balinesen nährten Gerüchte, dass die 12 Crewmitglieder ihren Kapitän ermordet und über Bord geworfen hatten, um dann zu versuchen, heimzukehren. Dabei verloren sie vor Bali die Kontrolle über das Schiff, das daraufhin strandete. Im Mai war es von Greenpeace beim illegalen Langleinenfischen erwischt worden. Die Suche nach der Crew dauert an. Versuche, das Schiff zu bergen, scheiterten an den Wetterbedingungen. Sicherheitshalber wurde nun die Rückkehr der World Surfing Championship nach Bali nach 11-jähriger Unterbrechung abgesagt. Auch der Rip Curl Cup, die indonesische Surfmeisterschaft, ist betroffen. Sie sollte in dieser Woche stattfinden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.07.2008
Yacht brannte auf dem Dortmund-Ems-Kanal
Münster, Nordrhein-Westfalen / DE, 15.07.08 - Am 15.07. um 13.31 Uhr wurde ein Brand auf einer 8m-Yacht in Höhe der Manfred-von-Richthofen-Straße gemeldet. Die Elektronik hatte Feuer gefangen. Die Feuerwehr rückte sofort mit zwei Löschzügen aus. Zwei Personen auf dem Schiff mussten mit Rauchvergiftungen in das Krankenhaus eingeliefert werden.
Neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr waren auch die Taucher und das Feuerwehrboot im Einsatz. Ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr stand während des Einsatzes in Bereitschaft. Das brennende Boot lag am Anleger im Bereich des IdF-Münster. Ein dort befindlicher Lehrgang hatte die Feuerwehr alarmiert.
Wie es zum Brand der Elektronik kommen konnte, ermitteln derzeit Wasser- und Schifffahrtspolizei. Auch die genauen Ausmaße des Schadens stehen noch aus, das Boot ist jedoch fahruntüchtig.
Quelle: muensterschezeitung.de vom 15.07.2008
Wieder Seenotfall vor Darßer Ort
Darßer Ort, Halbinsel Darß-Zingst, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 15.07.08 - Erneut ist eine Segelyacht unmittelbar vor dem geschlossenen Schutzhafen Darßer Ort in schwere Seenot geraten. Bei Windstärken um sechs Beaufort und einem Seegang von ca. zwei Metern brach auf der Segelyacht "Mistral" gestern, am 14.07.2008, eine Seemeile (ca. 1,8 km) vor der Untiefentonne Darßer Ort der Mast. Teile des Riggs stürzten auf die zweiköpfige Besatzung. Wie durch ein Wunder blieben beide unverletzt.
Die Freiwilligen-Besatzung der Station Zingst der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) konnte im starken Seegang mit dem sieben Meter langem Seenotrettungsboot "Zander" nur mit großem persönlichen Risiko Hilfe leisten. Erst eineinhalb Stunden später traf der große Seenotkreuzer "Theo Fischer" ein, der bis zur Schließung des Schutzhafens Darßer Ort dort seinen festen Liegeplatz gehabt hat.
Um 17.10 Uhr ging bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS der Notruf ein. Die Wachleiter alarmierten daraufhin die freiwilligen Seenotretter der Station Zingst, die über ein Seenotrettungsboot verfügen, das über den Strand zu Wasser gelassen werden kann. Gleichzeitig wurde der Seenotkreuzer "Theo Fischer" alarmiert, der von seinem ursprünglichen Liegeplatz im Schutzhafen von Darßer Ort nur wenige Minuten zum Havaristen unterwegs gewesen wäre. Von seinem jetzigen Liegeplatz in Barhöft hat die "Theo Fischer" eine Anreise von über eineinhalb Stunden in das besonders unfallträchtige Gebiet vor Darßer Ort.
25 Minuten nach der Alarmierung war das Seenotrettungsboot "Zander" mit drei Mann Besatzung vor Ort beim Havaristen. Das gebrochene Rigg mit der Besegelung hing größtenteils über Bord. Im starken Seegang war es deshalb nicht möglich, an der Segelyacht längsseits zu gehen. Die Besatzung des Havaristen stand unter Schock und konnte selbst nicht zu der Rettungsaktion beitragen.
Der Vormann manövrierte die "Zander" im schweren Seegang an den Bug der Segelyacht. Einem Besatzungsmitglied des Seenotrettungsbootes gelang es, auf den Havaristen überzusteigen, um das Rigg loszuschneiden und eine Schleppleine vom Seenotrettungsboot zu übernehmen.
Langsam bewegte sich dann der Schleppzug an der extrem ungeschützten Küste entlang, bis nach eineinhalb Stunden die "Theo Fischer" eintraf und den Havaristen übernehmen konnte. Um 21.30 Uhr wurde endlich Barhöft erreicht. Vor dem Hafen musste das Tochterboot der "Theo Fischer" zu Wasser gelassen werden, um den Havaristen an einen Liegeplatz zu bugsieren.
Der Seenotkreuzer "Theo Fischer" liegt seit Monaten behelfsmäßig in dem weit binnen liegenden Hafen von Barhöft. Trotz der dortigen sehr guten Unterstützung von Hafenbetreiber und Gemeinde ist der Hafen für die "Theo Fischer" nur sehr bedingt geeignet, da vor allem in den Sommermonaten zu wenig Platz zum Manövrieren ist. Die Bedingungen für das Einschleppen von Havaristen bei Schlechtwetter sind äußerst ungünstig. Das besonders schwierige Seegebiet vor Darßer Ort, an dem sich im Revier die meisten Unfälle ereignen, ist von Barhöft aus nur in eineinhalb bis zwei Stunden zu erreichen. Extremes Schlechtwetter würde die Anfahrt deutlich weiter verzögern.
Quelle: DGzRS Bremen vom 15.07.2008
Schlepper soll Odyssee der "Lehmann Timber" beenden
Update vom 14.07.08
Lübeck, Schleswig-Holstein / DE, 15.07.08 - Die Maschine ausgefallen, der Treibstoff ausgegangen, vier bis viereinhalb Meter hohe Wellen, weder Proviant noch Wasser an Bord – die 15 Seeleute der "Lehmann Timber" (IMO Nr. 9418286) befanden sich in einer dramatischen Lage, als sie am 13.7. Notrufe funkten. Zuvor hatten sie mit dem letzten Rest Treibstoff noch die gefährlichen Gewässer am Horn von Afrika verlassen können. Seither dümpelte die "Lehmann Timber" etwa 300 Meilen vor Oman. Nach einem Tag bangen Wartens kam erste Hilfe in Gestalt des amerikanischen Zerstörers USS "Momsen", der 5. US-Flotte, die ihren Sitz im Königreich Bahrain im persischen Golf hat. Der Bordhubschrauber der "USS Momsen" versorgte die gebeutelte Besatzung des Frachters mit Verpflegung und Getränken. Die bordeigenen Vorräte waren verdorben.
Der Prokurist der Reederei Hans Lehmann traf derweil im Oman ein, wo er die "Lehmann Timber" und ihre Besatzung in Empfang nehmen will. Er sprach von einer "Verkettung unglücklicher Umstände". Auf der Suche nach Hilfe für die "Lehmann Timber" hat die Reederei den Schlepper "Dubai Moon" eingechartert, der den Frachter am 15.7. auf den Haken nehmen sollte. Der Schlepper befand sich in der Nähe auf Seeposition. Binnen der kommenden 2-3 Tage soll vermutlich Salalah, die Hauptstadt des Sultanats, angesteuert werden.
Die "Lehmann Timber" war am 28. Mai vor der somalischen Küste von Piraten überfallen und 41 Tage lang festgehalten worden. Erst vor einer Woche gelang eine dramatische Lösegeldübergabe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.07.2008
Münzschatz in schwedischer Fregatte gefunden
Moskau / Russland, 15.07.08 - Unterwasserarchäologen haben 300 schwedische Münzen in der in der Mitte des 18. Jahrhunderts in der Vyborg Bucht nahe St. Petersburg gesunkenen Fregatte "Zemira" entdeckt. Das mit 44 Kanonen bestückte, schwedische Schiff sank während der Schlacht von Vyborg am 22.6.1790, nachdem es in Brand geraten und explodiert war. Die Münzen wurden in Stockholnm in den 1730ern geprägt. Das Wrack, das sie beherbergte, liegt in einer Tiefe von 25 Metern. Sechs große Fragmente sind übrig. 2007 waren 14 Eisenkanonen entdeckt worden, und in diesem Jahr zwei Bronzekanonen sowie ein Anker. Die Expedition "Memory of the Baltic" hat in den 19 Jahren ihrer Tätigkeit bislang rund 20 Wracks untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.07.2008
Sechs Verletzte bei Kutterbrand
Panama, Zentralamerika, 15.07.08 - Der in Panama registrierte Kutter "Chung Kuo No. 96" geriet am 14.7. in den Gewässern von Punta Chame (Panama) in Brand. Dabei wurden sechs von acht an Bord befindlichen Vietnamesen verletzt, drei von ihnen schwer. 11 Chinesen blieben unversehrt. Das Schiff gehört einer Reederei in Taiwan und hatte insgesamt 19 Mann Crew an Bord. Es operiert vor Panama und bringt seine Fänge nach Vaca Monte Bay.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.07.2008
Kollision in Rotterdam
Rotterdam / Niederlande, 14.07.08 - Am 14.7. um 15.15 kam es zu einer Kollision des Binnencontainerschiffes "Jura" mit dem Bunkertanker "Atlantic Supplier" im Eemhaven von Rotterdam. Die "Jura" kam achteraus laufend vom Beatrixhafen und wollte zum Alexanderhafen, die "Atlantic Supplier" verließ diesen gerade übers Heck. Beide Schiffe krachten mit ihren Achterschiffen aneinander, wobei erheblicher Sachschaden entstand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.07.2008
Explosion auf "Alfred Josef" forderte nun ein Todesopfer
Update vom 07.07.08
Nürnberg, Bayern / DE, 14.07.08 - Das beim schweren Schiffsunfall auf dem Binnentanker "Alfred Josef" bei Karlstadt vor rund zwei Wochen lebensgefährlich verletzte Besatzungsmitglied ist am 13.7. gestorben. Der Mann erlag in einer Nürnberger Spezialklinik seinen schweren Verbrennungen, die er bei der Explosion im Maschinenraum des Schiffes erlitten hatte. Mittlerweile steht fest, dass ein falsch mit Benzin und anderen Flüssigkeiten befüllter Tank zu dem schweren Feuer geführt hat. Ausgasende Dämpfe führten dann zur Explosion.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.07.2008
Fähre "Block Island" nach Kollision wieder hergestellt
Update vom 11.07.08
Block Island, Rhode Island / USA, 14.07.08 - Die US Coast Guard wird eine eigene Untersuchung der Kollision der Interstate Navigation Fähre "Block Island" mit dem 140 Fuß langen Eisbrecherschlepper "Morro Bay" am 2.7. durchführen. Offenbar hatte das Küstenwachschiff die Fähre im Nebel nicht gesehen. Die "Morro Bay" hatte mit der Steuerbordseite die Fähre getroffen und dann bei einem Voll-Zurück-Manöver eine Beule am Backbordbug hinterlassen. Die 300 Passagiere hatten zwei Stunden an Bord der Fähre ausharren müssen, ehe die Küstenwache sie zurück zum Alten Hafen auf Block Island eskortierte.
Die "Morro Bay" liegt weiterhin in New London. Die "Block Island" kehrte in dieser Woche in den Fährdienst zwischen Block Island und Point Judith zurück, nachdem sie in Providence repariert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.07.2008
Galgenfrist für gesunkenen Kutter
Galliano, Lafourche, Louisiana / USA, 14.07.08 - Noch vor einem halben Jahr lag der Shrimpkutter "Lady Leota" unversehrt in Bayou Lafourche. Eines Morgens begann das 50 Fuß lange Schiff Wasser zu ziehen, bis der Bug komplett unter Wasser lag. Seither hat sich an der Position nichts geändert. Das Schiff ist nun eines von zwei Wracks im Hafen von Bayou Lafourche. Dem Eigner wurde eine Frist gesetzt, das für eine Bergung notwendige Geld aufzubringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.07.2008
Verrauchte Walbeobachtungstour
Update vom 14.07.08
Plymouth, Massachusetts / USA, 14.07.08 - Am 14.7. um 8.30 Uhr kamen fünf Schiffe der US Coast Guard dem rauchenden Walbeobachtungsschiff "Capt. John & Son" zu Hilfe, der sich mit 35 Personen, 26 Fahrgästen und neun Mann Crew, an Bord sechs Meilen östlich des Gurnet Lighthouse in Plymouth, Massachusetts, befand. Boote der Stationen Cape Cod Canal, Point Allerton, Provincetown und Scituate liefen aus. Mehrere Hilfsschiffe versammelten sich um den in Rauch gehüllten, 77 Fuß langen Schiffes. Dann wurden die Fahrgäste auf das Schwesterschiff "Tails of the Sea" übergesetzt, auf der sie ihre Seefahrt fortsetzten. Danach nahm ein anderes Schwesterschiff, die "Andy Lynn VI", den Havaristen auf den Haken. Der Schleppzug wurde eskortiert von einem 41-Fuß-Rettungsboot der Station Point Allerton. Sicher erreichte der Konvoi Plymouth. Hier stellte sich heraus, dass anders als angenommen nicht die Maschine in Brand geraten war. Ein Ölleck hatte zur Bildung extrem dichten Rauches im Maschinenbereich geführt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.07.2008
Havarist konnte schnell wieder freigeturnt werden
Bonn, Nordrhein-Westfalen / DE, 14.07.08 - Ein bergfahrender, mit Kohle beladener Schubverband fuhr sich am 12.07. gegen 07:30 Uhr bei Rhein -km 647,8 am rechten Ufer fest. Nachdem die Genehmigung des Wassers- und Schifffahrtsamts eingeholt worden war, wurde der Verband von einem anderen Fahrzeug wieder freigeturnt. Schäden wurden weder an dem schiebenden Fahrzeug, noch an dem Leichter festgestellt.
Quelle: WSP NRW vom 14.07.2008
USA: Heiße Walbeobachtungstour
Plymouth, Massachusetts / USA, 14.07.08 - Die Passagiere des 77 Fuß langen Walbeobachtungsschiffes "Capt. John & Son" mussten vor der Küste von Plymouth von Bord evakuiert werden, nachdem im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen war. Das Schiff befand sich vor der Küste von Plymouth sechs Meilen vor dem Gurnet Leuchtturm, als das Feuer um 8.30 Uhr des 14.7. ausbrach. An Bord waren 36 Fahrgäste, die auf ein Schwesterschiff übergesetzt wurden, die "Tales of the Sea", auf der die Walbaobachtungstour fortgesetzt wurde. Fünf Küstenwachschiffe und andere Fahrzeuge kamen dem Havaristen zu Hilfe, der schließlich zurück nach Plymouth geschleppt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Feuer auf Baggerschiff vor Dagebüll
Dagebüll, Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein / DE, 14.07.08 - Am 13.07.08 um 22.50 Uhr brach auf dem 49,85 Meter langen Baggerschiff "Anke" (IMO 8423894, ex Atlas, 584 tdw, Baujahr 1958) wenige hundert Meter vor dem Hafen in Dagebüll bei Aushubarbeiten zur Vertiefung der Fahrrinne ein Feuer im Maschinenraum aus. Das Schiff konnte noch aus eigener Kraft in den Hafen einlaufen. Nach den Löscharbeiten, bei denen drei örtliche Feuerwehren eingesetzt worden waren, wurde der Motorraum besichtigt. Als vorläufige Brandursache kommt ein technischer Defekt infrage. Weitere Untersuchungen folgen am Tage. Das Schiff verbleibt zunächst manövrierunfähig im Hafen. Der Sachschaden dürfte mehrere zehntausend Euro betragen. Personen wurden nicht verletzt.
Bereits am 6.6. war die "Anke" in Wilhelmshaven mit Wassereinbruch in Schwierigkeiten geraten. Den Schaden hatte seinerzeit die Neue Jadewerft behoben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Alter Glückstädter Kutter sank in Minden
Minden, Kreis Minden-Lübbecke, Nordrhein-Westfalen / DE, 14.07.08 - Ein alter Krabbenkutter ist am 12.7. gegen 10 Uhr im Hafenbecken der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Minden gesunken. Auslaufender Dieselkraftstoff wurde von der Mindener Feuerwehr beseitigt. Das Schiff lag zur Generalüberholung im Betriebshafen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Minden. Wahrscheinlich hatte das Holz des alten Kutters, der ursprünglich als Krabbenkutter auf der Elbe bei Glückstadt im Einsatz war, die Umstellung auf das Süßwasser nicht vertragen.
Das Schiff war von seinem neuen Eigner in Glückstadt gekauft worden und sollte im Binnenland repariert werden. Da der Kutter in Rusbend (Landkreis Schaumburg, Niedersachsen) jedoch bereits zu sinken drohte, war er vor einigen Tagen zur Überholung in den Hafen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung geschleppt worden. Durch das Sinken des Schiffs kam es zum Dieselaustritt. Aufgrund des vorherrschenden Westwindes wurde die Dieselölfahne in Richtung Mittellandkanal getrieben. Die hinzu gerufene Feuerwehr brachte im Bereich der Hafenausfahrt sowie um den gesunkenen Kutter zwei Ölsperren aus. Der Kanal wurde während dieser Zeit kurzfristig gesperrt. Unter dem Kutter wurden sodann mit Unterstützung von Tauchern Sicherungstrossen angebracht. Weitere Kräfte übernahmen Lenzarbeiten während der Schiffshebung. Dann wurde das Wrack an Land gebracht. Neben der Berufsfeuerwehr waren die Freiwillige Feuerwehr mit Bootsführern des Löschzuges Ost II, Kräfte des Löschzuges Stadtmitte sowie die Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Petershagen vor Ort tätig. Der Einsatz war gegen 19.30 Uhr beendet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Rauch über La Caleta de Vélez
La Caleta de Vélez, Costa del Sol, Andalusien / Spanien, 14.07.08 - Auf der "Verano Azul II" kam es am 13.7. um 18.15 Uhr zu einem Großbrand im Hafen von La Caleta de Vélez. Ein Fehler in der Elektrik löste das Feuer, das zu starker Rauchentwicklung führte, aus. Das Boot wurde zerstört.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Trawler landete auf Riff von Surfspot
Insel Bali / Indonesien, 14.07.08 - Einer der attraktivsten Surfspots von Bali, Padang Padang, ist noch spektakulärer geworden, nachdem der illegal fischende Trawler "Ho Tsai Fa No. 18" aus Taiwan hier am 12.7. um 5 Uhr strandete. Es kam auf einem Riff in der Mitte der Take-Off-Zone der Surfer fest.
Der 150 Fuß lange Trawler war bereits 2003 mit einem illegalen Fang von 60 Tonnen Haiflossen in Costa Rica ertappt worden. Nach der Strandung floh die Crew von Bord. Einheimische sicherten sich rund 500 Fische aus dem Fang, darunter Thunfische, Barrakudas und Haie. Sie bargen auch Deckstühle, Kleidung sowie Radarausrüstung. Der Trawler schlug nach der Strandung leck. Versuche mehrerer kleiner Boote, ihn herumzuziehen, hatten keinen Erfolg.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Chinesen vor Madagaskar vermisst
Antananarivo / Madagaskar, 14.07.08 - Neun Chinesen, darunter acht taiwanesische Geschäftsleute wurden seit dem 10.7. vor Nordost-Madagaskar vermisst, nachdem das Schiff auf dem Weg von Sainte Marie Island nach Masoala (Halbinsel im Nordosten von Madagaskar) gegen 18 Uhr Maschinenschaden und Wassereinbruch erlitten hatte. Gegen Mitternacht ging der Kontakt zu dem Schiff verloren. Am 11.7. begann eine Suchaktion. Zwei Mann von der sechsköpfigen Crew wurden am Samstagmorgen gerettet, doch von den übrigen Personen an Bord fehlte jede Spur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Kutter vor Malta vermisst
Malta, 14.07.08 - Nach dem 11,80 Meter langen Kutter "Simshar" wurde vor Malta eine Suchaktion eingeleitet, nachdem das mit fünf Personen besetzte Schiff nicht, wie geplant, am Abend des 11.7. eingelaufen war. Der Kutter war am 07. Juli ausgelaufen. Versuche, per Funk Kontakt aufzunehmen, verliefen ebenso wie Überflüge eines Suchflugzeugs ergebnislos. Der letzte Kontakt mit dem Kutter war am Mittwoch. Bislang wurden einmal 2100 und einmal 1800 Quadratmeilen abgeflogen. Die Suche konzentriert sich derzeit westlich von Malta und südlich von Lampedusa.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Sulpicio kontraktierte Salvtug für Arbeiten an "Princess of the Stars"
Update vom 08.07.08
Manila / Philippinen, 14.07.08 - Sulpicio Lines haben für die Arbeiten an der "Princess of the Stars" die Malayan Towage and Salvage Corp. (Salvtug) angeheuert. Die Bergungsarbeiten werden zwischen 50 und 100 Millionen Dollar kosten. Nun wartet Salvtug auf das Eintreffen ihrer überseeischen Partner, um Aspekte der anstehenden Operation zu erörtern. Unklar ist weiterhin, wer die Kosten übernimmt, da Sulpicio keinen Schutz eines P&I Club besitzt, was nach philippinischen Regularien nicht vorgeschrieben ist.
Sulpicio hat eine lange Geschichte von Havarien vor dem Untergang der Fähre, dem 7. Untergang eines Schiffes der Reederei. Insgesamt gab es laut Lloyds MIU seit 1980 45 Zwischenfälle. Sechs mal gab es Kollisionen, sechs mal kam es zu Bränden, sieben Mal gab es Maschinenprobleme und 19 Mal Strandungen.
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Untergänge |
1980 |
Keine Menschenleben forderte der Untergang der "Sulpicio Container I" 1980. |
1987 |
Die schlimmste Katastrophe war der Untergang der "Doña Paz" nach Kollision mit dem Tanker "Vector" 1987, als 4300 Personen starben, |
1987 |
1987 sank die "Carmen", |
1988 |
gefolgt vom Untergang der "Doña Marilyn" im Oktober 1988 |
1990 |
im Dezember 1990 die "Bohalana Princess". |
1998 |
sowie dem der "Princess of the Orient" im September 1998 mit je 150 Opfern. |
2008 |
Nun folgte die "Princess of the Stars", von der nur 57 der 864 Menschen an Bord überlebten, als das Schiff am 21.6. auf dem Weg von Manila nach Cebu City sank. |
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Kollisionen |
| 1992 |
Das gleiche gilt für die Kollisionen der "Palawan Princess", die 1992 im Nordhafen Manilas mit der "Wilcon VI" zusammenstieß, |
| 1993 |
"Filipina Princess" mit einem Uni-Modest-Schiff 1993 in der Hafeneinfahrt von Manilas Nordhafen, |
| 1997 |
der "Iloilo Princess" mit der "Solid Pearl" 1997 nahe Manilas Nordhafen, |
| 2000 |
der "Sulpicio Container V" mit der "Asia Malaysia" in Fort San Pedro, Iloilo 2000, |
| 2003 |
der "Princess of Paradise" mit der "LSC Cagayan de Oro" vor Cebu 2003 |
| 2005 |
und der "Sulpicio Express Dos" mit der Tankbarge "Golden Arowana 3" vor Corregidor 2005. |
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Feuer |
| 1989 |
Feuer gab es 1989 auf der "Philippine Princess", |
| 1997 |
1997 der "Princess of the Orient" beim Bunkern in Mnila, |
| 2000 |
der "Dipolog Princess" 2000 bei der Reparatur in Cebu, |
| 2002 |
der "Tacloban Princess" in Ormoc 2002, wobei zwei Menschen starben, |
| 2005 |
der "Iloilo Princess" 2005 in Cebu |
| 2005 |
und der "Princess of the World" vor Siocon, Zamboanga del Norte in 2005. |
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Maschinenausfälle |
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Maschinenausfälle erlitt die "Filipina Princess" im November 1992 und März 1996, |
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die "Cotabato Princess" im Juli 2002 und März 2004, |
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sowie gleich dreimal die "Princess of the Ocean" im Oktober 2002, im März 2004 und Juni 2007. |
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Auf Grund |
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Auf Grund liefen die Sulpicio Lines-Schiffe "Doña Paulina" 1980, |
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die "Don Victoriano I" 1982, |
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die "Sulpicio Container X" 1986, |
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die "Philippine Princess" 1990 und 1997, |
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die "Palawan Princess" 1990 und 1995, |
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die "Cagayan Princess" 1990, |
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die "Surigao Princess" 1996, |
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die "Princess of the Caribbean" 1998, |
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die "Tacloban Princess" 1999, |
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die "Cotabato Princess 2001, |
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die "Dipolog Princess" 2003 und 2007, |
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die "Cebu Princess" 2003, |
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die "Princess of Paradise" 2003, |
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die "Princess of the Pacific" 2004, |
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die "Filipina Princess" 2006 |
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und die "Princess of the Universe" 2006. |
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Lloyd's MIU sammelt seit 300 Jahren Informationen zu Schiffsbewegungen, Eignern, Unfällen etc. |
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Fahrgastschiff "Gmund" auf Grund
Bad Wiessee, Landkreis Miesbach, Bayern / DE, 13.07.08 - Das Fahrgastschiff "Gmund" der Bayerischen Seenschifffahrt GmbH lief am 12.7. kurz vor Mitternacht auf dem Weg von Tegernsee nach Bad Wiessee-Abwinkl kurz vor dem Einlaufen auf Grund. Der Kapitän war in einem Gewitterregen offenbar nach Osten vom Kurs abgekommen. Beim Versuch der Kurskorrektur kam die 20 Meter lange, 1968 erbaute und für 130 Fahrgäste zugelassene "Gmund" dann an der Nordseite der Ringseeinsel fest. Die 66 Passagiere mussten von der Wasserwacht ausgebootet werden.
Fünf Minuten nach der Havarie machte das erste Boot an der "Gmund" fest. Die unverletzt gebliebenen 66 Fahrgäste wurden von den Wasserwachten Bad Wiessee, Tegernsee, Gmund und Rottach-Egern sowie den Feuerwehren Tegernsee, Bad Wiessee, Rottach-Egern mit Booten geborgen und nach Bad Wiessee an Land gebracht. Dort wurden die Passagiere registriert und nach Verletzungen befragt. Mit dem Polizeiboot "WSP 44" wurden die Arbeiten unterstützt. Die Polizei Bad Wiessee nahm vor Ort die Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Rennen endete auf Meeresgrund
Valencia / Spanien, 13.07.08 - Am letzten Tag (13.07.) der Ausscheidungen des Trofeo S.M. Reina-Rolex Cup sank die Yacht "TP52 CAM" vor Valencia's Küste. Damit endete ihre Teilnahme an der dreitägigen Regatta, an der 130 Boote teilnahmen. Das Boot ging binnen 10 Minuten trotz aller Versuche, sie zu halten, über den Bug auf Tiefe bei einer Wellenhöhe von zwei Metern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
"Lehmann Timber" treibt in der See
Arabische Meer, 13.07.08 - Der Lübecker Frachter "Lehmann Timber", der 41 Tage in der Hand von Piraten war, ist weiter in Nöten. Der Kapitän sandte am 12.7. um 21 Uhr Ortszeit auf 14.11.6 N 58.21.4 O (etwa 200 km nordöstlich der Insel Socotra) im Arabischen Meer Notrufe, nachdem die Maschine ausgefallen und das Schiff auf Drift gegangen war. Es war einen Tag lang nicht gelungen, die Maschine wieder in Gang zu bekommen, während sich gleichzeitig das Wetter vor Ort verschlechterte und sich hohe Seen aufbauten.
Am Nachmittag des 13.7. sollte ein US Marineschiff eintreffen und abgeschätzt werden, ob das Schiff aufgegeben werden oder die Ankunft eines Schleppers aus Salalah (Oman) abgewartet werden solle. Ein Bulkcarrier kam zur Assistenz und versuchte, die nach der Gefangenschaft ohnehin erschöpfte Crew mit Nahrungsmitteln zu versorgen mithilfe eines Bootes. Der Bulker wollte bis zur Ankunft des Marineschiffes auf Standby bleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Update: Inzwischen ist der 156 Meter lange Zerstörer USS "Momsen" (DDG 92) vor Ort, ein Hubschrauber versorgte die 14-köpfige Crew mit Lebensmitteln, und der AHTS "Dubai Moon" soll die "Lehmann Timber" auf den Haken nach Salalah im Oman nehmen.
Historische Wrackfunde in der Ostsee
Moskau / Russland, 13.07.08 - Unterwasserarchäologen haben in der Ostsee das Wrack eines russischen Kriegsschiffes, das Peter der Große in Amsterdam hatte bauen lassen und das eine Schlüsselrolle im Sieg über Schweden 1719 gespielt hatte, entdeckt. Die mit 54 Kanonen bestückte "Portsmouth" wurde in 12 Metern Tiefe vor Kotlin nahe Kronstadt in der vergangenen Woche ausfindig gemacht im Rahmen eines dreimonatigen Projektes.
Das Schiff war auf dem Weg nach Kronstadt gemeinsam mit der "London" untergegangen. Ob es sich bei Wrackteilen in der Nähe der Portsmouth um Reste der "London" handelte, war noch nicht klar. Insgesamt fanden die Forscher 11 Wracks, darunter die "Oleg," ein 1901-1903 in St. Petersburg erbauter und am 8. Juli 1919 gesunkener Kreuzer, ein 1944 abgeschossenes Flugzeug sowie die Schleswiger "Frida Horn", ein im 19. Jahrhundert gesunkener Segler. Die 1892 erbaute "Hanhoot," die "Jigit" und die "Haezdnik", beide 1856 erbaut. Die Sucharbeiten erstreckten sich auf den Finnischen Golf, den Volkhov-Fluss und den Ladogasee.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Info: Kotlin ist eine russische Insel im finnischen Meerbusen, 30 km westlich von Sankt Petersburg in der Ostsee. Die Festungstadt Kronstadt liegt auf der Insel, die durch einen Straßendamm mit St. Petersburg verbunden ist.
Gestrandeter Kutter und verlorene Container vor Taranaki
Port Taranaki, New Plymouth, Region Taranaki, Nordinsel / Neuseeland, 13.07.08 - Am 12.07. verlor der Containerfrachter "Maersk Fuji" beim Einlaufen nach Port Taranaki drei leere Container, die vor dem Wellenbrecher sanken. Das Schiff war in den Mittagsstunden in schwerer See ins Rollen gekommen. Die Container sanken außerhalb des Fahrwassers.
New Plymouth, Region Taranaki, Neuseeland, 13.07.08 - Am selben Tag (12.07.) lief der 15 Meter lange Kutter "Gleaner" vor Ngamotu Beach auf Grund, nachdem er sich am Morgen in der Marina von Taranaki losgerissen hatte. Das 30-Tonnen-Schiff lief auf Felsen am Strand von New Plymouth. Da das Schiff zu schwer beschädigt war, um mit Hochwasser aufzuschwimmen, wurde es gegen 16 Uhr von einem Kran auf einen Transporter gehoben. Dabei wurden große Löcher im Schiffsboden sichtbar. Das Bunkeröl war zuvor geleichtert worden. In der Nacht zum 12.7. waren Windgeschwindigkeiten von 38 Knoten in New Plymouth gemessen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Großbrand in Marina von Belmont
Chicago, Illinois / USA, 12.07.08 - Am späten Abend des 11.7. ging in Belmont Harbor (Cook County, Illinois) eine 42 Fuß lange Yacht in Flammen auf, ein Nachbarboot wurde ebenfalls zerstört und zwei weitere wurden schwer beschädigt. Eine Kerze löste den Brand aus. Viele Bootsbewohner, die ganzjährig auf ihren Booten sind, mussten sich mit einem Sprung ins Wasser des Lake Michigan retten oder rannten davon. Starker Wind fachte die Flammen an. Vom Boot, das den Brand auslöste, ragte nach Ende der Löscharbeiten nur noch der Bug aus dem Wasser. Die gegenüber liegende Yacht "Honey Girl" war nur noch eine Masse von verbogenem, schwarzen Metall und Fiberglas. Der Schaden an zwei weiteren Booten beträgt rund 50,000.Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Kapitän der "Theofilos" gute Reaktion bescheinigt
Athen / Griechenland, 11.07.08 - Marinebehörden versicherten in der vergangenen Woche, dass trotz der Havarie der "Theofilos" am 28.6. griechische Fähren generell sicher seien. Die "Theofilos" der Lesvos Shipping Company (NEL Lines) war auf ein kartiertes Riff zwischen Hios und Oinousses gelaufen und hatte sich dabei einen 20 Meter langen Riss an Seuerbord zugezogen. Der anschließende Ölaustritt hatte keine Strände in der Umgebung beeinträchtigt. Nach der Strandung war die Entscheidung von Kapitän Manolis Frangiadakis, zwischen den Inseln hindurch zu laufen statt Oinousses zu runden, kritisiert worden. Er wollte wohl rund 300 Euro Brennstoffkosten einsparen. Das Schiff strandete, als es mit dem 1. Offizier auf der Brücke sich Hios annäherte, um dort Passagiere aufzunehmen. Die an Bord befindlichen 475 Fahrgäste waren danach aufgefordert worden, Schwimmwesten anzulegen und sich auf eine Notevakuierung vorzubereiten. Als sich aber abzeichnete, dass die schnell entstandene Schlagseite von zwei Grad sich nicht weiter verstärkte, änderte der Kapitän seine Absicht, die Boote auszusetzen, und wartete auf Hilfsschiffe aus Hios. Zwei Stunden später war die Räumung durch kleine Boote vollzogen.
Die Entscheidung des Kapitäns sei perfekt gewesen, sagte der Vorsitzende der Masters and Mates' Union of the Green Greek Merchant Marine. Die Hafenbehörden von Hios seien binnen acht Minuten nach der Havarie informiert und eine Lageabschätzung abgegeben worden. Dies sei bei einer krisenhaften Situation eine sehr schnelle Zeit. Die Strandung selbst aber sei vermeidbar gewesen und bedürfte einer Untersuchung. Der Seeraum zwischen den Inseln ist 2000 Meter breit und hat ausreichende Wassertiefe für Seeschiffe. Von daher sei die Passage nicht gefährlicher als die Rundung der Insel. Sie sei weder unüblich noch verboten. Der 1. Offizier sagte derweil aus, dass starke Winde das 150 Meter lange, mit 18 Knoten laufende Schiff vom Kurs abgebracht hätten. Er habe die Schiffskoordinaten nicht oft genug geprüft. Als er den Kurs nach Steuerbord änderte, blieb das Schiff in einer Backbordbewegung. Der Wind betrug allerdings nur 2-3 Bf. Der Kapitän sagte, er habe dem Offizier strikte Kursanweisungen gegeben, vom Unterwasserriff klar zu bleiben. Er räumte aber ein, er hätte auf der Brücke sein sollen.
Nach dem Untergang der "Sea Diamond" im März 2007 vor Santorin und dem der "Express Samina" vor Poros 2000, wobei insgesamt 84 Menschen starben, hatte die jüngste Havarie wieder Zweifel an der Sicherheit griechischer Fähren laut werden lassen. Tatsächlich hat aber Die Handhabung des Zwischenfalls mit der "Theofilos" einen hohen Sicherheitsstandard gezeigt, hieß es bei Lloyd's Register. Wenn man an die Anzahl der griechischen Fährrouten denke, handele es sich um eine sehr sichere Transportform. Griechische Schifffahrt habe einen guten Ruf, und die Reaktion im aktuellen Fall zeigen, dass die Instruktionen des IMO-Codes befolgt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Neuer Report zum Untergang der "Lady Luck"
North Hampton, New Hampshire, USA, 11.07.08 - Die U.S. Coast Guard hat einen überarbeiteten Report zum Untergang des 52 Fuß langen Kutters "Lady Luck" und dem Tod dessen Crew am 1.2.2007 publiziert. Der Report kommt aber erneut zur zentralen Einschätzung, das zuviel Wasser an Deck zum Kentern geführt hatte. Der Report war überarbeitet worden, nachdem Angehörige der ertrunkenen Besatzung gegen die Einschätzung, eine nachträglich eingebaute Netzwinde habe die Stabilität des Schiffes beeinträchtigt. Die Küstenwache will bestehende Regularien, nachdem Boote unter 79 Fuß keine Stabilitätstests durchlaufen müssen, dahingehend ändern, dass solche bereits ab 50 Fuß Länge obligatorisch sind.
Ein weiteres Augenmerk galt der Rettungsinsel. Sie kam zwar aus ihrem Behälter frei, doch der Mechanismus, sie vom Boot zu lösen, versagte. Videobilder nach dem Untergang zeigten die immer noch mit dem Boot verbundene Insel auf dem Meeresgrund. Während die Insel selbst von Sicherheitsinspektoren verpackt wird, wird der Freigabemechnismus von den Fischern installiert. Normalerweise besteht er aus einem weichen Metallclip, der aufbricht. Möglicherweise wurde dieser durch einen zu stabilen Clip ersetzt.
Die "Lady Luck" war am Morgen des 1.2.2007 aus Portland auf Fang gegangen und wollte am kommenden Morgen nach Newburyport einlaufen. Dreieinhalb Stunden nach Verlassen des Hafens sank sie 30 Meilen südöstlich von Portland auf 50 Fuß Wassertiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.07.2008
Tanker am Ufer des Bosporus gestrandet
Istanbul / Türkei, 12.07.08 - Der 244 Meter lange Tanker «Aral Sea» (IMO 9161314, ex: Bali Sea, 58129 GT, Baujahr 1999) ist am 12. Juli in Istanbul wegen eines Ruderschadens am Ufer des Bosporus gestrandet und beschädigte dabei ein Spielplatz. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Dogan brach unter Anwohnern im nördlichen Stadtbezirk Sariyer Panik aus, aber niemand wurde verletzt. Die Behörden entsandten Rettungsschiffe, um den unter der Flagge Singapurs fahrenden leeren Tanker abzuschleppen.
Quelle: AP vom 12.07.2008
Indien: Ein Toter und ein Vermisster bei Kollision
Rameswaram, Tamil Nādu, Indien, 12.07.08 - Bei der Kollision eines Kutters mit einem Baggerschiff im Sethusamudram Shipping Channel kam am Morgen des 12.7. ein Fischer ums Leben, zwei wurden verletzt. Ihr Boot kam von Kodiakarai im Nagapattinam Distrikt und sank unmittelbar nach dem Zusammenstoß. Ein Mann der Crew wurde noch vermisst, die indische Küstenwache nahm die Suche nach ihm auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Info: Sethusamudram-Kanal: Geplanter Schifffahrtsweg zwischen Sri Lanka und Indien, der seit 2005 in Bau ist.
Yacht vor Berrow gestrandet
Burnham-on-Sea, Grafschaft Somerset, England, / UK, 12.07.08 - Die Yacht "Reds" lief auf dem Weg von Norfolk nach Cardiff am 12.7. vor Berrow auf Grund. Der Skipper bemühte sich, das Schiff wieder flottzubekommen. Die Küstenwache und Rettungsboote aus Burnham waren vor Ort, weil sie bei stürmischem Wind und rauer See Sorge um die Sicherheit des Seglers hatten. Das Hovercraft "Light of Elizabeth" lief aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Skipper von Explosion über Bord geschleudert
Cape Elizabeth, Maine / USA, 12.7.08 - Am 12.7. gegen 10.30 Uhr explodierte und sank der 45 Fuß lange Kutter "Kimberly Maine" vor Cape Elizabeth, Maine. Der Skipper alarmierte die Coast Guard Northern New England in Südportland, dass sein Boot brenne und er Hilfe brauchte. Er legte einen Überlebensanzug an und stieg auf die Heckplattform. Minuten später fegte ihn eine Explosion ins Wasser. Die Küstenwache schickte einen Jayhawk Helikopter der Air Station Cape Cod, ein 47-Fuß-Rettungsboot der Station South Portland und ein Flugzeug. Ein 18-Fuß-Kutter in der Nähe barg den Verunglückten. Er wurde auf ein Patroullienboot aus Maine gebracht und in ein Krankenhaus eingeliefert. Das Rettungsboot sicherte das Seegebiet um den brennenden Hummerkutter. Noch während der Löscharbeiten sank das Schiff auf 140 Fuß Tiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Katamaran nach Kollision gekentert
Grand Banks of Newfoundland (Neufundlandbank) / Kanada, 12.07.08 - Die achtköpfige Crew des französischen Katamarans "Traidunion" musste am 11.7. um 21 Uhr 160 Meilen östlich von St. John`s nach Kollision mit dem Kutter "August Gale" aus Neufundland gerettet werden. Der Katamaran war gekentert, der Kutter barg seine Crew. Sie wurde anschließend auf das Küstenwachboot "Wilfred Grenfell" übergesetzt und zurück nach St. John’s gebracht. Der Katamaran war ein Boot einer Flotte, die von den Feierlichkeiten zum 400. Geburtstag Quebecs nach Frankreich zurückliefen. Das gekenterte Boot trieb in der See.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Binnenschiff rammte Steiger
Sneek, Provinz Friesland / Niederlande, 12.07.08 - Am 11.7. lief das Binnenschiff "Belladonna" gegen 17.30 Uhr in Sneek aus dem Ruder und rammte eine Schwimmbrücke samt daran vertäuten Motoryachten. Das Schiff war unterwegs vom Schuttevaerhaven zum Tophaven. Als es achteraus lief und den Bug mithilfe des Bugstrahlruders auf Kurs halten wollte, fiel dieser aus. Das Vorschiff driftete gegen die Pier. Es gelang dem Kapitän, sein Schiff mit einer Trosse festzumachen und die Maschine zu stoppen. Die Brücke wurde auf einer Länge von 40 Metern beschädigt, ebenso trugen zwei Yachten Schäden davon.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Kutter vor Point Pleasant gehoben
Update vom 04.07.08
Point Pleasant, New Jersey / USA, 12.7.08 - Am 10.7. wurde der 69 Fuß lange Kutter "Susan II" auf eine Barge gesetzt, nachdem er aus 30-40 Fuß Wassertiefe 800 Yars nordöstlich der Manasquan Mündung vor Point Pleasant, New Jersey, gehoben worden war. Das Schiff war am 2.7. gesunken. Das Wrack sollte nach Staten Island transportiert werden. Gegen den Kapitän aus Massachusetts wird wegen Trunkenheit am Ruder ermittelt. Das Schiff gehört der Northstar II Fisheries Inc. Aus Gloucester. Es machte Tagestripps vom Manasquan Inlet aus. Beim Auslaufen hatte ein Defekt im Autopilot dazu geführt, dass das Schiff im Kreis fuhr, sich überlegte und volllief.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Schlepper kenterte in Aarhus
Århus (Aarhus), Ost-Jütland / Dänemark, 11.07.08 - Der dänische Hafenschlepper "Thyra" sank am 11.7. um 13 Uhr im Hafen von Aarhus, während er einen für monegassische Eigner bestimmten Luxusyachtneubau manövrierte. Der Schlepper wurde von starken Strömungen, die die Propeller der Yacht verursachten, zum Kentern gebracht. Die zweiköpfige Crew rettete sich durch einen Sprung ins Wasser und wurde von dem anderen assistierenden Schlepper, der "Thor", geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Binnenschiff "Melissa" mit Winde flottgemacht
Update vom 07.07.08
Aicha an der Donau, Landkreis Deggendorf / Bayern, 11.07.08 -
Die Schifffahrt im Bereich Aicha an der Donau ist wieder ungehindert möglich. Das rumänische Binnenschiff "Melissa", das seit einer Woche bei Aicha an der Donau festsaß, wurde am 11.7. flottgemacht. Morgens wurde die Ladung geleichtert. Danach konnte die "Melissa" mit einer Winde vom Grund gezogen werden werden. Das Schiff war vor einer Woche wegen eines Fahrfehlers des Kapitäns an einem Buhnenkopf hängen geblieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Schwedische Fähre freigeschleppt
Update vom 11.07.08
Örnsköldsvik, Västernorrland / Sweden, 11.07.08 - Am 10.7. um 22 Uhr lief die schwedische Fähre "Ulvön" vor Ronön, südöstlich von Örnsköldsvik, auf dem Weg nach Trysunda und Ulvön auf Grund. An Bord waren 63 Passagiere und 3 Mann Crew. Nach der Havarie wurden alle evakuiert. Das Küstenwachboot "KBV 285" ging zur Vorbeugung gegen Umweltschäden in Stellung. Schlepper aus Docksta und das Küstenwachschiff "Fyrbjörn" machten das Schiff am 11.7. wieder flott. Es lief mit eigener Kraft eine Werft in Docksta an, wobei sie von der "KBV 285" eskortiert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Autotransporter auf Brunswick River gestrandet
Brunswick, Georgia / USA, 11.07.08 - Am Morgen des 11.7. lief der 653 Fuß lange, unter Panama-Flagge laufende Autotransporter "Amity Ace" auf dem Brunswick River auf Grund. Das Schiff hatte um 5 Uhr Maschinenausfall erlitten und war auf der Nordseite des Schifffahrtskanals, zwei Meilen östlich der Sydney Lanier Bridge, auf Grund getrieben. Einige Stunden später gelang es, den Frachter freizuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Zweimaster trieb gegen Eisenbahnbrücke
Vancouver, Clark County, Bundesstaat Washington / USA, 11.07.08 - Am 11.7. um 3.30 Uhr kollidierte auf dem Columbia River der 86 Fuß lange Zweimaster "Radiance" mit einer Eisenbahnbrücke. Dabei blieb ein Mast in Leitungen auf der Brücke hängen. Das Boot hatte sich zuvor von seinen Moorings am Red Lion Hotel losgerissen. Die fünfköpfige Crew blieb unversehrt. Es dauerte Stunden, bis ein Schlepper aus Tidewater den Havaristen freibekam. Die "Radiance" hatte am 12.7. nach Seattle auslaufen sollen. Es wurde nach der Havarie nach Vancouver verbracht. Der Schaden am Mast wurde auf 100,000 Dollar geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Beschädigter Frachter nach Vancouver eingeschleppt
Update vom 20.06.08
Seattle, Bundesstaat Washington / USA, 11.07.08 - Am 11.7. wurde der 783 Fuß lange Containerfrachter "India Lotus", der am 20.6. 1400 Meilen vor Washington in Brand geraten war, auf der Schleppreise zur Reparatur nach Vancouver durch die Jan de Fuca-Straße gezogen und am Abend des 12.7. in Vancouver erwartet. Die Coast Guard von Seattle überwachte den Transit gemeinsam mit Washington Department of Ecology, Transport Canada Marine Safety, Crowley Towing, Titan Salvage und den Eignern und Versicherern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Schicksal der "Don Pedro" klärt sich im August
Insel Ibiza, Region Balearen / Spanien, 11.07.08 - Vor einem Jahr (11.07.2007 um 03:00 GMT) sank die "Don Pedro" in der Zufahrt von Ibiza Stadt und hatte schwere Umweltschäden verursacht. Seither liegt das Wrack auf dem Grund vor der Stadt und wurde mittlerweile ein Tauchspot. Mittlerweile wurden rund 90 Prozent der seinerzeit aufgetretenen Verschmutzungen beseitigt. Es besteht nunmehr keine Gefahren für Ökologie und Tourismus mehr. Ob das Wrack geborgen wird oder am Meeresgrund verbleibt, sollen technische Experten im nächsten Monat klären.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Kutter vor Borkum in bedrohlicher Lage
Borkum, Ostfriesische Insel, landkreis Leer, Niedersachsen / DE, 11.07.08 - Am 9.7. erreichte gegen 10.25 Uhr den auf Borkum stationierten Seenotrettungskreuzer "Alfried Krupp" die Meldung vom Fischkutter "Conradi", dass ein im Seegebiet vor Borkum fischender niederländischer Kutter mit dem Kennzeichen "ZK 92" mitten auf der Sandbank in schwerer Brandung lag. Der Seenotkreuzer war allerdings nicht durch das in Seenot befindliche Schiff zur Hilfeleistung aufgefordert worden, dennoch konnte man die Situation durch Radarbeobachtung als "sehr gefahrvoll" einstufen.
Die "Alfried Krupp" lief bei schwerer See und Windstärke 6 bis 7 aus westlicher Richtung sofort aus und blieb zunächst in unmittelbarer Nähe des Havaristen. Dieser saß zeitweise auf der Horsbornplate fest, wurde aber mit der Strömung wieder herunter getrieben, dabei setzte der Kutter mehrmals schwer auf und gelangte auf der anderen Seite der Sandbank wieder ins Fahrwasser. Dank der stabilen Bauweise des 16-Meter-Kutters bestand dieser die extreme Belastungsprobe unbeschadet. An Bord befanden sich zwei Fischer, die sich vor Borkum auf Krabbenfang befanden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Wassereinbruch auf "Spirit of Glacier Bay"
Update vom 11.07.08
Wrangell, Alaska, USA, 11.07.08 - Die "Spirit of Glacier Bay", die am 7.7. im Tarr Inlet auf Grund gelaufen war, hatte am 10.7. auf dem Weg von Juneau zur Reparatur nach Ketchikan (Alaska) Wassereinbruch. Das Schiff nahm Kurs auf Wrangell, wo ein kleiner Riss im Schiffsboden entdeckt und umgehend repariert wurde. Binnen einer Stunde waren zuvor rund 10 Gallonen Wasser eingedrungen. Der Wassereinbruch war nur in einer Abteilung und konnte kontrolliert werden. Während des Transits waren 12 Mann Crew an Bord. Cruise West will das Schiff Ende des Monats zurück im Dienst haben. Nach Abdichtung des Lecks wurde die Reise nach Ketchikan am Morgen des 11.7. wieder aufgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.07.2008
Schwedische Fähre lief auf Grund
Örnsköldsvik, Västernorrland / Sweden, 11.07.08 - Die schwedische Fähre "Ulvön" lief am 10.7.08 gegen 22 Uhr vor Ronön südöstlich von Örnsköldsvik auf Grund. Die mit 63 Passagieren und drei Mann Crew besetzte Fähre hatte keine Chance, wieder freizukommen, sodass alle Personen evakuiert wurden. Das Küstenwachboot "KBV 285" kontrollierte die Strandungsstelle auf Gewässerschäden. Am Morgen des 11.7. wurden Schlepper aus Docksta vor Ort erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.07.2008
Brite nach Sturz von Kanalfähre ertrunken
Le Havre, Region Haute-Normandie, Département Seine-Maritime / Frankreich, 11.07.08 - Nach einem Sturz von einer 163,61 Meter langen Fähre ist ein Brite im Ärmelkanal ertrunken. Der 35-Jährige stürzte nach Angaben des Unternehmens LD Line in der Nacht zum Freitag, etwa 4:15 Uhr, vom siebten Deck der "Norman Spirit" (IMO: 8908466, Baujahr 1991) ins Meer. Verwandte warfen ihm eine Rettungsboje zu, die der Mann jedoch nicht erreichte. Das Schiff fuhr auf der vergeblichen Suche nach dem Passagier zwei Stunden lang an der Unglücksstelle im Kreis. Erst Stunden später wurde der Leichnam von der Besatzung eines französischen Hubschraubers geborgen. Der Mann war auf dem Weg zu einem Oldtimer-Treffen in Le Mans.
Quelle: AFP vom 11.07.2008
Skipper setzt nagelneue Jacht auf Grund
Stahlbrode, Gemeinde Reinberg, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 11.07.08 - Ein Skipper hat am Donnerstagabend (10.07.) vor der Insel Rügen eine nagelneue Jacht auf Grund gesetzt. Der Norweger hatte das Schiff gemeinsam mit seiner Familie erst wenige Stunden zuvor von einer Greifswalder Werft abgeholt. Höhe Stahlbrode lief die Jacht dann auf eine Untiefe auf, wie ein Sprecher der Zollverwaltung am Freitag sagte. Ein Zollkreuzer habe das Pech des Bootsführers bemerkt und das Schiff in den nahen Hafen Stahlbrode geschleppt. Offenbar hatte die Jacht nur geringen Schaden genommen, die Familie konnte kurze Zeit später erneut die Heimreise auf dem Seeweg antreten.
Quelle: nnn.de vom 11.07.2008
Schiffsführer stürzt ins Wasser
Niederkassel-Lülsdorf, Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen / 10.07.08 - Großes Glück hatte am 10.08. gegen 16:40 Uhr ein Schiffsführer, als er im Hafen Lülsdorf, vom Hafenbüro kommend, beim Überstieg zum Fahrzeug, zwischen Schiff und Spundwand ins Wasser fiel. Er konnte sich selbst an Bord retten. Offensichtlich hatte er keine äußeren Verletzungen, stand aber unter Schock.
Quelle: WSP NRW vom 11.07.2008
Feuer an Bord eines Fahrgastschiffs
Bergkamen, Kreis Unna, Nordrhein-Westfalen / DE, 08.07.08 - Am 08.07. gegen 12:30 Uhr befuhr ein Fahrgastschiff den Datteln-Hamm-Kanal bei -km 24 von Bergkamen nach Henrichenburg. An Bord befanden sich 143 Fahrgäste, von denen sich 70 auf dem Achterdeck unter dem Sonnensegel aufhielten. Ein Fahrgast bemerkte plötzlich, dass ein brennender Grillanzünder auf dem Sonnensegel lag und dort feststeckte. Der Grillanzünder wurde offensichtlich von einer unbekannten Person vom Ufer auf das Schiff geworfen. Das nichtbrennbare Material des Sonnensegels verhinderte größeren Sach- bzw. Personenschaden. Zeugen werden gebeten, sich an die Wasserschutzpolizei Datteln zu wenden
Quelle: WSP NRW vom 11.07.2008
Asphalttanker bedrohte Schildkrötenkolonie
Pattaya / Thailand, 11.07.08 - Am 10.7. um 3.15 Uhr geriet der mit 1000 Tonnen Asphalt beladene, 62 Meter lange Tanker "Delta 3" beim Einlaufen nach Bangkok von Rayong kommend auf Grund. Das Schiff war um 2 Uhr von der IRPC Raffinerie ausgelaufen und in einen schweren Gewittersturm geraten. Die Strandung erfolgte nahe Kang Kao Cave auf der wegen Schildkrötenvorkommen geschützten Insel Kram Island in schwerer See. Der Bug des Schiffes wurde beschädigt, jedoch lief keine Ladung aus. Der von Alfa Maritime bereederte Tanker saß auf 12 N 40 100 O 46 fest. Eine Tauchinspektion ergab, dass der Rumpf unbeschädigt geblieben war. Mit steigendem Wasser machten Schlepper den Havaristen wieder flott, und er wurde vor dem Hard So Beach verankert, wo Reparaturen durchgeführt werden sollten, ehe es erneut ans Einlaufen nach Bangkok ging.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.07.2008
Kutter "Jan Looden" wohl ein Totalverlust
Update vom 10.07.08
Greetsiel, Gemeinde Krummhörn, Landkreis Aurich, Ostfriesland, Niedersachsen / DE, 10.07.08 - Der in der Leybucht gekenterte Krabbenkutter "Jan Looden" (GRE 13) ist wahrscheinlich ein Totalverlust. Die Kasko-Versicherung signalisierte, dass die Bergungskosten den Restwert des Kutters überstiegen. Das Schiff werde möglicherweise zum Wrack erklärt. Der Kutter legte sich derweil vollständig auf Grund und wird bei Flut überspült. Bei Ebbe ragt das Wrack aus dem dann nur 1,6 Meter tiefen Wasser. Wie es zu dem Unglück in der Leybucht zwischen Greetsiel und Norden kam, war noch unklar. Erste Befragungen der Crew ließen bislang keine Rückschlüsse auf die mögliche Ursache der Havarie zu. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung kennzeichnete inzwischen die Unfallstelle, die genau im Fahrwasser der Ley liegt, mit Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.07.2008
Schubschlepper in Holland geborgen
Update vom 09.07.08
Rozenburg, Provinz Südholland / Niederlande, 10.07.08 - Am 10.7. gegen drei Uhr hob die Bergungsfirma Smit mithilfe des Schwimmkrans "GPS Atlas" den rund 24 Stunden zuvor in Rozenburg gesunkenen Schubschleppers "Virgo" (ENI-No. 02006314), 45 BRZ. Anschließend wurde der Kran samt des in den Trossen hängenden, 21 Meter langen und 5,22 Meter breiten Schiffes von dem Schubschlepper "Hunter" in Richtung Rotterdam auf den Haken genommen, wo der Schleppzug am Morgen des 11.7. bei Berge Stahl erwartet wurde.
Die "Virgo" war 1942 bei De Haan & Oerlemans in Heusden als Schlepper "Ijsselmeer" erbaut worden für Amsterdamer Eigner. Für die deutsche Kriegsmarine kam sie im selben Jahr als "Hapsal" in Fahrt. 1944 kam sie nach Schweden und lief ab 1946 wieder als "Ijsselmeer" für verschiedene Eigner. 1966, 1981 und 1999 erhielt das Schiff neue Maschinen. 1993 erfolgte bei De Haas in Maassluis ein grundlegender Umbau zum Schubschlepper. Seit 2008 war sie für die Reederei de Jong in Rotterdam tätig.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.07.2008
Vier Kreuzfahrten der "Spirit of Glacier Bay" abgesagt
Update vom 09.07.08
Juneau, Alaska / USA, 10.07.08 - Der Kreuzfahrer "Spirit of Glacier Bay" wird nach Angaben der Coast Guard im Juli nach seiner Strandung nahe der Glacier Bay ausfallen. Die nächsten vier Kreuzfahrten wurden durch die Reederei mittlerweile abgesagt, die Passagiere erhalten ihr Geld zurück.
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Am 7.7. um 7.42 Uhr Uhr lief das 178 Fuß lange Kreuzfahrtschiff "Spirit of Glacier Bay" im Tarr Inlet im Nordwesten der Glacier Bay in Alaska auf Grund. |
Zeugnisse von Alaskas Staatswerdung werden geborgen
Homer, Alaska / USA, 10.07.08 - Das 225 Fuß lange Küstenwachschiff "Hickory" aus Homer wird die Bemühungen zur Bergung von 140 Jahre alten Artefakten, darunter Pforten und einer Kupfertoilette, der USS "Torrent" unterstützen, die nahe Port Graham 2007 entdeckt wurden. Die Funde sollen dann ins Pratt Museum in Homer gebracht werden, wo sie von der Staatswerdung Alaskas zeugen sollen.
Die "Torrent" transportierte 1868 kurz nachdem Alaska von den Russen erworben worden war, Truppen durchs Cook Inlet, als sie auf einen Felsen lief. Alle Mann an Bord konnten sich bei der Coal Cove an Land retten und wurden Monate später von einem Passagierschiff entdeckt. Die exakte Position der "Torrent" war bis zum Sommer 2007 unbekannt, als ein Taucher sie nahe Port Graham entdeckte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.07.2008
Yacht nach Kollision mit Baumstamm in Seenot
Vancouver, British Columbia / Kanada, 10.07.08 - Am 10.7. um acht Uhr kollidierte die Charteryacht "Malecite" der Malecite Yacht Charters beim Auslaufen von Granville Island zum nördlichen Fraser River und der dortigen Shelter Island Marina vor Wreck Beach mit einem Baumstamm. Das Boot schlug leck, doch die wasserdichten Abteilungen und Sicherheitsvorkehrungen hielten es über Wasser, bis Marine Rescue den Havaristen die Kitsilano Coast Guard Station schleppen konnte. Hier wurde die ca. 1950 erbaute "Malecite" mit schwerer Backbordschlagseite gegen 10 Uhr festgemacht und von der Küstenwache gelenzt und gesichert. Die zweiköpfige Crew blieb unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.07.2008
Block Island-Fähre nach provisorischer Reparatur wieder fahrbereit
Update vom 03.07.08
Block Island, Rhode Island / USA, 10.07.08 - Nachdem der 44 Inch lange Riss im Bug der Interstate-Navigation-Fähre "Block Island", der drei Meilen nördlich der gleichnamigen Insel am 2.7. bei der Kollision mit dem 140 Fuß langen Küstenwachboot "Morro Bay" entstanden war, mit einer Stahlplatte geflickt wurde, wurde die Fähre jetzt wieder in Dienst gestellt. Die Reparatur wurde bei Promet Marine Services Corp. in Providence durchgeführt. Nach dem Labor Day soll eine endgültige Reparatur durchgeführt werden. Die jetzt angebrachte Stahlplatte hält das Wasser ab, die strukturelle Integrität des Schiffes wurde nicht gefährdet.
Die Coast Guard untersucht weiterhin die Ursache des Zusammenstoßes der Fähre mit dem einstigen Eisbrech-Schlepper, der jetzt als Tonnenleger dient. Die "Morro Bay" war unterwegs nach New London gewesen, als sie am 2.7. um 12.15 Uhr in dichtem Nebel mit der mit 257 Passagieren und 18 Mann Crew besetzten "Block Island" kollidierte. Danach waren ein 47-Fuß-Boot Coast Guard Station Point Judith, und das 87 Fuß lange Küstenwachschiff "Tiger Shark" aus Newport zu Hilfe gekommen. Die Passagiere der Fähre hatten kurz vor dem Zusammenstoß wahrgenommen, dass sie auf Rückwärtsfahrt umsteuerte. Einige Passagiere legten Schwimmwesten an, während die nach dem Zwischenfall vor Anker gegangene "Block Island" untersucht wurde. Größerer Schaden wurde abgewendet durch die solide Konstruktion der für 1000 Fahrgäste und über 30 Lkw ausgelegten Fähre, die 1997 die fast 30 Jahre alte und nur gut ein Drittel so große "Manitou" ersetzte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.07.2008
Info: Labor Day = Tag der Arbeit, ein Nationalfeiertag in den USA und Kanada seit 1894. Findet immer am ersten Montag im September statt.
Touristenschiff in Norwegen auf Grund gelaufen
Telemarkkanal, Region Telemark / Norwegen, 10.07.08 - Das historische norwegische Fahrgastschiff "Victoria" (erbaut 1882) lief am 10.07. vormittags auf dem Telemarkkanal im Kviteseidfjord auf Grund. Da es durch ein defektes Ventil zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum kam, setzte der Kapitän es vorsorglich auf Grund. Danach konnte es gelenzt werden. Die Passagiere mussten ihre Kanalfahrt nach Ulefoss mit Bussen fortsetzen. Am Nachmittag gelang es dem 1907 erbauten Kanalschiff "Henrik Ibsen", die "Victoria" wieder flottzumachen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Trawler nach Brand vor Irland gesunken
Loop Head, County Clare, Provinz Munster / Irland, 10.07.08 - Die 10-köpfige Besatzung des brennenden französischen Trawlers "Koaxi" wurde von dem französischen Fischereifahrzeug "Concerto" am 10.07. unversehrt gerettet. Die 40 Meter lange "Koaxi" war vor der Küste des County Clare in Brand geraten und hatte um 09:10 Uhr Mayday gesendet. Drei Stunden später sank das Schiff 30 Meilen westlich von Loop Head.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Binnenschiff auf Donau gestrandet
Irlbach, Landkreis Straubing-Bogen / Bayern, 10.07.08 - Am 09.07. lief auf der Donau bei Irlbach ein das Binnenschiff "Viking" (Eigner: Ho. Ridderkerk, Länge 102 Meter, Breite 10,20 Meter, 2000 ts, Europa-Nr. 2302636) gegen 23.30 Uhr bei einem Ankerversuch auf Grund. Der Kapitän unternahm noch in der Nacht einige nicht genehmigte Versuche freizukommen, die aber missglückten. Er erhielt deshalb eine Anzeige. Das Schiff war mit über 900 Tonnen Raps beladen lagaußerhalb der Fahrrinne. Die Schifffahrt wurde nicht behindert. Derzeit wird über mögliche Bergungsmaßnahmen beraten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Schiffsunfall beim Schiffshebewerk Niederfinow
Niederfinow, Landkreis Barnim, Brandenburg / DE, 10.07.08 - Am 09.07. gegen 8.40 Uhr hat der Kapitän eines polnischen 111 Meter langen Schubverbandes auf der Oder-Havel-Wasserstraße bei der Einfahrt ins Schiffshebewerk Niederfinow vergessen, das Ruderhaus rechtzeitig einzuziehen. Das polnische Schiff blieb mit dem Ruderhaus an der Arbeitsplattform für die Laufkatze hängen, wobei das Ruderhaus schwer beschädigt wurde. Derzeit liegt das Schiff oberhalb des Schiffshebewerkes. Ob es ohne Schlepper aus eigener Kraft in eine Werft zur Reparatur weiterfahren kann, muss zuvor von Fachleuten entschieden werden. Das Schiffshebewerk wurde durch den Unfall in seiner Funktionstüchtigkeit nicht beeinträchtigt.
Quelle: MOZ vom 10.07.2008
Einhandsegler im Sturm gerettet
Bulgarien / USA, 10.07.08 - Der Frachter "Bella L", 24000 tdw, der bulgarischen Reederei Varna Shipping&Trading (VST) rettete den tschechischen Skipper der Yacht "Phoenix" am 9.7. 1000 Meilen vor der US-Küste. Die "Phoenix" hatte in extrem schlechtem Wetter um 1.50 Uhr Mayday gefunkt. Das Rettungszentrum in Norfolk bat die "Bella L" als einziges in der Nähe stehendes Schiff um Hilfe. Die Rettungsaktion dauerte mehrere Stunden, doch schließlich war der Einhandsegler sicher an Bord. Die "Bella L", die von Milos nach Claymont in den USA unterwegs war, wurde dort mit dem Geretteten am 12. Juli erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Binnenschiffe auf Albert-Kanal kollidiert
Herentals, Region Flandern, Provinz Antwerpen / Belgien, 03.07.08 - Am 3.7. kollidierte auf dem belgischen Albert-Kanal, in der Höhe von Herentals, das seegehende Binnenschiff "Amberes", dessen Kasko 2007 in China erbaut und bis Januar 2008 bei Smits Machinefabriek en Scheepsreparatie B.V. in Krimpen an der Lek fertiggestellt wurde (Eigner: FV Maes-Gasten, Antwerpen, Länge 134 Meter, 5154 tdw), mit dem 110 Meter langen Binnenschiff "Linjad" ex "Jantina" (Europa-Nr. 6004256), 2499 ts, aus Antwerpen. Dabei wurde die "Amberes" am Steuerbordbug schwer beschädigt und aufgerissen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Kutter vor Greetsiel gesunken
Greetsiel, Gemeinde Krummhörn, Landkreis Aurich, Ostfriesland, Niedersachsen / DE, 10.07.08 - Der 14 Meter lange, Greetsieler Krabbenkutter "Jan Looden" (GRE 13) ist am 9.7. im Seegebiet der Osterems, etwa drei Meilen vor dem Sperrwerk Leysiel in Höhe der Tonne L 4, bei Windstärke 6 gekentert und gesunken. Die dreiköpfige Besatzung konnte von dem Greetsieler Kutter "Odysseus" geborgen werden. Ein Fischer wurde leicht verletzt. Um 13.50 Uhr erfolgte auf UKW-Kanal 16 der Notruf einer Jemgumer Yacht, die die Kenterung des Fischkutters in der Leybucht nördlich von Emden zwischen Greetsiel und Norden beobachtet hatte. Bereits wenig später waren mehrere Fahrzeuge, darunter der Seenotkreuzer "Alfried Krupp" aus Borkum und die "Woltera" aus Juist sowie ein SAR-Seaking vor Ort und unternahmen Sicherungsarbeiten.
Um 15.30 Uhr verließ die "Woltera" die Unfallstelle, um einer aufgelaufenen Segelyacht zu Hilfe zu kommen.
Die Ursache der Kenterung ist bislang unbekannt. Das Schiff befand sich auf der Heimfahrt, als es bei hoher achterlicher See und starkem Wind aus dem Ruder lief und dann umschlug. Der Kapitän wurde in Norddeich zum Unglückshergang befragt. Die Backbordflanke des Wracks ragte abends noch aus dem rund vier Meter tiefen Wasser. Ob das Schiff noch schwamm oder in flachem Wasser vom Meeresboden gestützt wurde, war nach Polizeiangaben unklar. Über eine mögliche Bergung des Kutters habe auch die Versicherung zu entscheiden. Der Kutter gehört Kapitän Johann Looden und wurde bei Bültjer Ditzum erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Yacht orientierungslos vor Norderney
Norderney, ostfriesischen Insel, Landkreis Aurich, Niedersachsen / DE, 09.07.08 - Bis in die frühen Morgenstunden des 9.7. war die Besatzung des Seenotkreuzers "Bernhard Gruben" der Station Norderney im Einsatz, um die orientierungslose Besatzung einer deutschen Segelyacht in Sicherheit zu bringen. Eine Viertelstunde nach Mitternacht lief eine regelrechte Serie von Notrufen bei der Seenotleitung Bremen der DGzRS auf, die vom Skipper der 9-Meter-Yacht ausgelöst wurden. Mit Frau und Kind an Bord wollte er von Helgoland nach Norderney segeln. 10 Seemeilen vor der Insel wurde er nach Ausfall der Navigationsanlage orientierungslos. Der Seenotkreuzer sichtete die Yacht gegen 00.20 Uhr und eskortierte sie bei Sturm mit Stärken um 9 Beaufort, Gewitterböen und heftigen Regenschauern nach Norderney. Um vier Uhr war er zurück auf Station.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Darsser Ort nicht nutzbar – Rettung von Yacht in Kadetrinne verzögert
Deutschland / Dänemark, 09.07.08 - In der Ostsee war am 8.7. am Nordostausgang der Kadetrinne der Seenotkreuzer "Theo Fischer" im Einsatz für eine 12 Meter lange dänische Motoryacht, die wegen Motorschadens manövrierunfähig ca. 14 Seemeilen vor Dänemark im deutschen Seegebiet bei frischen bis starken südwestlichen Winden und 2,5 m hohen Wellen trieb.
Nach der Alarmierung über die dänische Seenotleitung in Aarhus war zunächst die Position unklar. Handelsschiffe, ein Hubschrauber und ein Schiff der Bundespolizei sichteten schließlich die Yacht. Die Seenotretter mussten von der weiter östlich gelegen Station Behelfs-Station Barhöft ausrücken. Normalerweise wäre der Zeitaufwand zur Anfahrt von der zwischenzeitlich wegen Versandung nicht mehr nutzbaren Station Darßer Ort um 1,5 Stunden geringer gewesen. Der Seenotkreuzer schleppte die Yacht schließlich in den dänischen Hafen Klintholm.
DGzRS: Bei weiteren Einsätzen in Nord- und Ostsee mussten zwölf Freizeitskipper die Hilfe der Seenotretter in Anspruch nehmen. Ursachen waren Grundberührungen nach Navigationsfehlern und Maschinenausfall.
Quelle: DGzRS, Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Motorboot rammte Kreuzer "Aurora"
Sankt Petersburg / Russland, 10.07.08 - Ein Motorboot hat am 10.07. in St. Petersburg den legendären Kreuzer "Aurora", das Symbol der russischen Oktoberrevolution 1917, gerammt. Es fuhr gegen 5 Uhr morgens in dessen Seite, wobei ein Bootsinsasse schwer verletzt wurde, anschließend musste das Boot abgeschleppt werden.
Ein Schuss der "Aurora" war 1917 das Signal für die Erstürmung des Winterpalastes, dem Hauptquartier der provisorischen Regierung. Heute ist der Kreuzer ein schwimmendes Museum.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Abbrecher erreichen Maschinenraum der "Riverdance"
Update vom 24.06.08
Anchorsholme Beach, Cleveleys, Lancashire, England, 10.07.08 - Der Abbruch der Fähre "Riverdance" vor Cleveleys könnte sich noch bis September hinziehen. Schlechtes Wetter sorgte in den vergangenen Wochen immer wieder für Arbeitsverzögerungen. Dennoch ist das Wrack bereits stark geschrumpft. Wasser steht über der Steuerbordseite des aufgeschnittenen Rumpfes, die im Sand eingesunken ist. Leitern und Türen hängen in der Luft. Die Arbeiter von PGC Demolition arbeiten derzeit im Maschinenraum. Um die Maschinen zerlegen zu können, müssen sie zunächst hinreichend große Öffnungen ins Unterdeck schneiden. Dann soll ein Kran die Motoren aus dem Rumpf heben. Zunächst aber steht eine weitere Arbeitsunterbrechung an – für die nächsten Tage soll die Flut hoch auflaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Spätfolgen der "Kiperousa"-Strandung
East London / Südafrika, 10.07.08 - Spätes Nachspiel des Untergangs des Holzfrachters "Kiperousa" vor East London: Eine bei den Bergungsarbeiten beschädigte, 90 Meter lange Barge, die in den vergangenen drei Jahren in East London aufgelegen hatte, wurde nun zum Abbruch verkauft. Die 900 Tonnen große Barge "GC 55" wurde am 8.7. von Steelpile in ein Trockendock verholt, wo sie zerlegt warden soll. Sie war 2005 aus den Vereinigten Arabischen Emiraten herangeführt worden, jedoch während der monatelangen Schleppreise in rauer See beschädigt worden. Danach waren lediglich provisorische Reparaturen durchgeführt worden, um sie schwimmfähig zu halten. Eine Gesamtreparatur erschien nicht ökonomisch. So wurde die "GC 55" zum Verkauf angeboten, und ein örtlicher Abwracker erwarb sie. Binnen zwei Wochen soll auch sie Geschichte sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Info: Die Bulk-Carrier "Kiperousa" lief am 7. Juni 2005 in der Nähe von East London / Südafrika mit einer Ladung tropischer Hölzer (Baumstämme) auf Grund.
Französische Yacht entmastet vor Devon
Lynton, North Devon, England / UK, 09.07.08 - Am 9.7. um 14.05 Uhr lief bei der Swansea Coastguard ein Mayday der französischen Yacht "Capmonde" auf, dass sie entmastet zwei Meilen nördlich von Lynton in North Devon treibe. Die Kommunikation mit dem 6,5 Meter langen Boot war schwierig, es konnte auch keine exakte Position gegeben werden. Daraufhin stieg der RAF Helikopter 169 aus Chivenor auf, das Ilfracombe RNLI-Rettungsboot sollte hinzustoßen, sobald eine Sichtung vorlag. Das Lynmouth Coastguard Rescue Team (Devon) sichtete die Yacht von der Höhe einer Klippe aus. Der Hubschrauber nahm Kontakt auf und klärte, dass beide Crewmitglieder wohlauf waren. Das Rettungsboot nahm das Boot dann Kurs Swansea auf den Haken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Öl der "Welheim" wird geleichtert
Florø, Provinz (Fylke) Sogn og Fjordane / Norwegen, 09.07.08 - Riise Underwater Engineering AS erhielt den Auftrag, das im Wrack des deutschen Frachters "Welheim" befindliche Bunkeröl abzupumpen. Er war am 28.11.1944 zehn Kilometer südlich von Florø von einem norwegischen Torpedoboot torpediert und auf 30-65 Metern Tiefe versenkt worden. Die Arbeiten sollen vom August bis Oktober dauern. An Bord sind zwischen 300 und 1200 Tonnen Treibstoff, von denen geringe Mengen wiederholt austraten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Frachter verlor Holzladung
Napier, Nordinsel / Neuseeland, 08.07.08 - In stürmischer See ging südlich von Gisborne (zwischen Mahia Peninsula und Gisborne) die Holzladung des 167 Meter langen Frachters "Sunny Napier II" über und teilweise über Bord. Das Schiff war auf dem Weg von Napier nach Japan am 6.7. in extrem schlechtes Wetter geraten. Es fuhr anschließend mit langsamer Fahrt nach Napier zurück, wo die Ladung inspiziert wurde. Das Holz stammte von der Pan Pac-Mühle in Whirinaki nördlich von Napier. 40 % der Decksladung waren in die See gestürzt, was einem Wert von einer Million Dollar entsprach.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Schoner "Kathleen and May" von Tauen gefangen
Appledore / Bideford, North Devon, England / UK, 08.07.08 - Dem historischen englischen Schoner "Kathleen and May" musste am Nachmittag des 6.7. von einem Rettungsboot in Appledore geholfen werden. Das in Bideford stationierte Schiff hatte dort die Mooringtaue der Rettungsbootsstation ins Ruder bekommen und war manövrierunfähig geworden, als er flussabwärts lief. Da zuvor absehbar war, dass die drei 100 Fuß hohen Masten wegen des hoch auflaufenden Wassers nicht mehr unter der Torridge Bridge hindurch passen würden, hatte die Rettungsbootcrew ihren Ersatzliegeplatz angeboten. Doch wegen starker Strömung konnte der Schoner nicht aufstoppen und verfing sich in den Tauen. Ein Taucher klarierte das Ruder, und die Rettungsbootcrew zog die Trossen aus dem Wasser. Danach konnte das 100 Jahre alte Schiff die Reise fortsetzen. Es war unterwegs zum Brest International 2008 Tall Ships Festival.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.07.2008
Schubschlepper sank in Holland
Hoek van Holland, Südholland / Niederlande, 09.07.08 - Am 9.7. um 2.45 Uhr sank der Schubschlepper "Virgo" im Caland-Kanal bei Den Helder. Als das Rettungsboot "Jeanine Parqui" der KNRM-Station Hoek van Holland um 3 Uhr an der Unglücksstelle eintraf, ragte nur noch der Bug des Schiffes, der an eine Barge angekoppelt war, aus dem Wasser. Zwei Mann hatten sich auf die Barge retten können, von wo aus sie dem Kapitän eine Rettungsboje zuwarfen. Er hatte nur noch ins Wasser springen können und hielt sich daran fest. Er wurde rasch von der "Jeanine Parqui" aufgenommen und nach Berghaven gebracht. Er war in guter Verfassung. Die "Virgo" war aus dem Nieuwe Waterway gekommen und hatte den Kanal durch die Breediep angelaufen. Für die Bergung muss ein Kran heran geschafft werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.07.2008
Schiffsunfall auf dem Neckarkanal
Ladenburg, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg / DE, 09.07.08 - Am 08.07. gegen 13.40 Uhr fuhr ein 45 Jahre alter Schiffsführer mit seinem Schubverband auf dem Neckarkanal zu Berg, als er aufgrund der falsch eingestellten Durchfahrtshöhe am Hochwassersperrtor der Kanalbrücke zwischen lvesheim und Ladenburg hängen blieb. Dadurch wurde die Radarantenne abgerissen und das Steuerhaus schräg nach hinten eingedrückt. Ebenso wurde die Stahlkonstruktion des Sperrtores geringfügig eingedrückt. Hier entstand ein Sachschaden von rund 3000 EUR, die Statik wurde nicht beeinträchtigt. Über die Schadenshöhe am Schubverband liegen noch keine Angaben vor. Allerdings kann aufgrund der nunmehr defekten Hebeschere der Steuerstand selbst nicht mehr auf und ab bewegt werden, so dass die ursprünglich geplante Fahrt nach Stuttgart unterbrochen werden muss. Der Schubverband liegt zur Reparatur im Ladenburger Hafen.
Quelle: Polizei Mannheim vom 09.07.2008
Schiffe von Cruise West nach Havarie der "Spirit of Glacier Bay"
im Visier der Küstenwache
Update vom 08.07.08
Juneau, Alaska / USA, 09.07.08 - Am Nachmittag des 8.7. gestatte die US Coast Guard dem Fahrgastschiff "Spirit of Glacier Bay", nach Auke Bay zu laufen. Das Schiff sollte dabei von einem Schlepper und einem Ölbekämpfungsschiff eskortiert werden. Tauchinspektionen hatten zuvor ergeben, dass die Außenhülle des Schiffes intakt geblieben war. Doch Inspektionen führten zur Entdeckung struktureller Schäden, die die Integrität des Rumpfes gefährdeten. Vor einer Wiederaufnahme des Kreuzfahrtprogrammes müssen diese beseitigt werden.
Die 1967 erbaute, für 102 Passagiere zugelassene "Spirit of Glacier Bay" ist keine Unbekannte in den Annalen der Küstenwache. Als "Spirit of Nantucket" hatte sie erst am 8. November 2007 eine Kollision mit Treibholz gehabt, als sie im Intracoastal Waterway in Virginia Beach unterwegs war, und schlug leck. Der Kapitän setze das mit 66 Passagieren belegte Schiff anschließend vorsichtshalber auf Grund. Es wurde in Norfolk repariert.
Die neun Schiffe der in Seattle ansässigen Cruise West hatten bislang zwei Strandungen und drei technische Störungen erlitten, weswegen die Küstenwache Gespräche mit der Reederei führen will über die Hintergründe und die Sicherheitsstandards an Bord. Außerdem sollen die Schiffe intensiv überwacht und inspiziert werden.
Am 4.6.2008 |
hatte die "Spirit of Alaska" mit 63 Passagieren an Bord eine Grundberührung im Gletscherfjord Tracy Arm, rund 45 Meilen südlich von Juneau. Mit Ruderschaden wurde das Schiff nach Auke Bay geschleppt. |
Am 10.5.2008 |
hatte die "Spirit of Columbia" Maschinenausfall 80 Meilen südlich von Juneau. Zwar konnte die Crew die beiden Generatoren reparieren, doch eine Maschine fiel weiterhin aus. Die 89 Passagiere wurden unter Aufsicht der Küstenwache nach Auke Bay zurückgebracht. |
Am 19.8.2007 |
lief die "Spirit of Columbia" mit 51 Passagieren und 21 Mann Crew nahe Evans Island während einer Bärbeobachtung bei Niedrigwasser auf Grund. Bei Hochwasser wurde sie wieder flott und kehrte nach Whittier zurück. |
Am 25.6.2007 |
kollidierte die "Spirit of Yorktown" mit 58 Fuß langen Kutter "Adirondack" in der Chatham Strait, der schwer beschädigt wurde und von einem anderen Kutter nach Sitka abgeschleppt werden musste. |
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.07.2008
Kutter verlor Orientierung im Nebel und sank
Morro Bay, San Luis Obispo County, Kalifornien / USA, 09.07.08 - Am Morgen des 8.7. sank der 38 Fuß lange Trawler "Josephine" nach Kollision mit der Hauptmole von Morro Bay in dichtem Nebel. Der Eigner Dan Crowell war mit seinem Vater um 4.30 Uhr am Auslaufen gewesen, al ser die Orientierung verlor. Die Küstenwache barg die beiden Männer von ihrem sinkenden Schiff. Es kam anschließend zu leichtem Ölaustritt. Am Nachmittag suchte Crowell nach einer Bergungsfirma. Das Ruderhaus des Kutters ragte noch aus dem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.07.2008
Vater und Sohn ertranken bei Kutteruntergang
Strahan, Insel Tasmanien / Australien, 09.07.08 - Der 14 Meter lange Kutter "Yoothamurra" sank am 8.7. gegen drei Uhr vor der Südküste Tasmaniens in ruhiger See. Der Skipper und sein Sohn ertranken. Eine Rettungsinsel, die über dem Wrack lag und mit ihm durch eine Leine verbunden war, war unbenutzt und wohl beim Untergang aufgetrieben. Ein anderer Kutter fand die Toten gegen 7.50 Uhr inmitten von Trümmern und Fangausrüstung nahe Low Rocky Point, südlich von Strahan. Polizeitaucher fanden das Wrack rund 500 Meter von der Küste entfernt in 20 Metern Wassertiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.07.2008
Mehrere Tote bei Untergang von Fährboot
Gazaria village, Jamalganj Upazila (Bezirk), Sunamganj Distrikt / Bangladesh, 09.07.08 - Am 8.7. sank ein Fährboot im Surma River. Dabei kamen fünf Personen ums Leben, fünf weitere wurden vermisst. Alle Opfer kamen aus Gazaria village in im Sunamganj Distrikt. Das Motorboot hatte Früchte geladen und 20 Passagiere an Bord, als es auf dem Weg von Mohanganj nach Banglabazar nahe des Kandarpur Bazar in Jamalganj Upazila gegen 17.30 Uhr bei starkem Wind sank. Fischer und Anwohner entdeckten die Toten. Die Suche nach den Vermissten dauerte am Abend an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.07.2008
Kutter in Anker verfangen
Stellendam, Südholland / Niederlande, 08.07.08 - Der holländische Kutter "OD 7" kam am 7.7. um 15:50 Uhr zwei Meilen westlich des Leuchtturms Stellendam in Bedrängnis, als sich seine Netze in einem Anker verfingen. In grober See bei sieben Beaufort aus West legte sich das Schiff nach Steuerbord über und musste das Rettungsboot "Prinses Margriet" zu Hilfe rufen. Ein Rettungsmann wurde übergesetzt, und gemeinsam mit der vierköpfigen Kuttercrew gelang es ihm, das Netz zu befreien. Als der Kutter wieder flott war, kehrte "Prinses Margriet" nach Stellendam zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.07.2008
Historische Yacht im Englischen Kanal gesunken
Frankreich / England, 08.07.08 - Der 147 Fuß lange Schoner "Tho Pa Ga" sank am 8.7. vor Brest. Die Fähre "Pont Aven" von Brittany Ferries, die sich auf dem Weg von Santander nach Plymouth befand, war am Morgen an der Rettung der Crew beteiligt. Sie barg die fünf Spanier aus einer Rettungsinsel. Drei wurden von einem französischen Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.
Der Zweimaster "Tho Pa Ga", der 1924 bei Navarro Brothers in Spanien als "Tres Hermanos" erbaut wurde und in Ibiza seine Basis hatte, war auf dem Weg nach Brest zu dem Yachtfestival Brest 2008, als er um 1.35 Uhr Wassereinbruch erlitt. Die "Pont Aven" war zu der Zeit 25 Meilen entfernt. Als sie eintraf, war der Segler bereits in vier bis fünf Meter hohen Wellen und bei 25 Knoten Windgeschwindigkeit gesunken. Nach der Rettung der Crew lief sie mit eineinhalbstündiger Verspätung in Plymouth ein.
Die Schiffbrüchigen kehrten inzwischen nach Frankreich zurück. Die "Tho-Pa-Ga" war ursprünglich in der Frachtfahrt zwischen Ibiza, Frankreich und Nordafrika tätig und konnte 230 Tonnen transportieren. Bis 1984 war sie in der Handelsschifffahrt tätig, danach diente sie als Charterschiff für bis zu 14 Fahr- bzw. 150 Tagesgäste. Sie war 42 Meter lang, 7,2 Meter breit und hatte 3,6 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.07.2008
Lofotenkutter gestrandet
Båtsfjord, Provinz (Fylke) Finnmark / Norwegen, 08.07.08 - Am Morgen des 8.7. lief der in Napp auf den Lofoten beheimatete, 1967 erbaute Kutter "Ny-Trofast" (Rufzeichen LM3815) beim Einlaufen nach Båtsfjord nördlich von Skrovneset auf Grund. Das Schiff saß in zwei Meter hoher Schwell mit Backbordschlagseite direkt vorm Ufer in flachem Wasser auf Felsgrund. Das Küstenwachschiff "Farm" sowie das Rettungsboot "Ulabrand" liefen aus Båtsfjord aus und waren um 8.55 Uhr vor Ort. Die "Farm" brachte eine mobile Lenzpumpe ein, und 10 Minuten später stand auch eine Schleppverbindung. Um 10.20 Uhr war der Kutter wieder flott und wurde nach Båtsfjord eingeschleppt, wo Taucheruntersuchungen stattfanden. Das Schiff muss zur Reparatur auf Slip genommen werden. Die "Ny-Trofast" ist 15,7 Meter lang und gehört Kjell T. Einarsen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.07.2008
Vergebliche Suche nach Delilah
USCG - 7th District Command Center Miami, Florida / USA, 08.07.08 - Am 4.7. fing die US Coast Guard einen Notruf der "Delilah" von einer Position 140 Meilen von Savannah, Georgia, auf. Das Schiff habe sechs Personen an Bord und einen Wassereinbruch erlitten. Mehrere Suchflüge zweier C 130 Hercules aus Clearwater sowie Elizabeth City und eine Suchaktion der Küstenwachschiffe "Yellowfin" und "Spencer" und anderer Schiffe in einem Suchgebiet von 6705 Quadratmeilen blieben in den folgenden drei Tagen ergebnislos. Am Abend des 6.7. wurde die Aktion eingestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.07.2008
Angelkutter sank vor China
Hangzhou, Provinz Zhejiang, China, 06.07.08 - Nach dem Untergang eines chinesischen Kutters in der ostchinesischen See am 4.7. wurden am 6.7. zwei Tote gefunden, womit die Anzahl der Opfer auf drei stieg. Eine Person wurde noch vermisst. Die beiden Toten kamen aus dem Jiaojiang Distrikt und Pan Guanzeng. Ein Mann aus Taizhou war bereits kurz nach dem Untergang des Schiffes gegen 17 Uhr gefunden worden. Es war mit neun Fahrgästen und drei Mann Crew auf Angeltour zu den Yijiangshan Inseln gewesen. Acht Personen wurden gerettet und ins Krankenhaus gebracht.
Bereits zwei Tage zuvor hatte ein Tornado in dem Seegebiet einen Kutter mit 15 Mann Crew zum Kentern gebracht. 12 Seeleute bleiben vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.07.2008
Trawler sank vor Südafrika
MRCC Cape Town / Südafrika, 08.07.08 - Vor der Ostküste des südlichen Afrika geriet der spanische Trawler "Galaecia" am 8.7. in Brand und sank. Die 36-köpfige Crew wurde von dem von Durban aus operierenden spanischen Trawler "Galaxy" gerettet. Ihm wurde assistiert durch die "Niko Maru No 1" aus Walvis Bay. Der Satellitenalarm wurde ausgelöst, als die "Galaecia" 872 Meilen östlich von East London stand. Das Rettungszentrum in Reunion (Insel La Réunion, Indischen Ozean) fand über Funk heraus, dass das Schiff brannte. Um 3.30 Uhr wurde bekannt, dass die Crew in Rettungsboote ginge. Der spanische Trawler "Valencia" war zur Unterstützung unterwegs. Als ein Mayday verbreitet wurde, meldeten sich auch die "Galaxy" und "Niko Maru No1". Nach der Evakuierung begann die "Galaecia" langsam zu sinken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.07.2008
"Princess of the Stars" soll unter Land geschleppt werden
Update vom 07.07.08
Manila / Philippinen, 08.07.08 - Das Wrack der gesunkenen philippinischen Fähre "Princess of the Stars" soll nach Ansicht der Sulpicio Lines Inc. lediglich weiter unter Land geschleppt werden, um die darin eingeschlossenen Toten sicher bergen und die Giftstoffe sowie die 250 Tonnen Öl aus dem Schiff holen zu können. Dies soll drei Monate dauern. Bis zum 9.7. soll die Reederei eine Bergungsfirma benennen. Ein Aufrichten des Wracks in tieferem Wasser oder ein Heben vor Ort wäre erheblich aufwändiger. Für die größere Sicherheit der an der Bergung Beteiligten würde auch der Schaden an den Korallenriffen in Kauf genommen. Das Bunkeröl dürfte nicht auslaufen, weil das meiste Öl im Servicetank war und dort sicher sein soll. Lediglich ein Bodentank wäre gefährdet. Um das Wrack wurde nach dem Untergang eine Ölsperre ausgelegt, täglich werden Wasserproben gezogen.
In dem Taifun "Frank", der die Fähre am 21.6. in der küstennahen Brandung zum Kentern brachte - vermutlich beim Versuch, sie auf Grund zu setzen, sanken 22 weitere größere Schiffe, wobei 44 Seeleute ums Leben kamen und 89 weiterhin vermisst sind. Tote, die in Quezon und umleigenden Inseln antrieben und zunächst der "Princess of the Stars" zugeordnet wurden, waren Opfer dieser Untergänge. 19 Seeleute wurden nach 12 Tagen in der See treibend lebend entdeckt. Grund für die hohe Zahl von Untergängen war eine Kursänderung von Frank, der die Schutz suchenden Schiffe direkt in dessen Zentrum laufen ließ.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.07.2008
Frachter "New Flame" soll zerlegt werden
Gibraltar, 08.07.08 - Die Arbeiten zur Räumung des Wracks der "New Flame" vor Gibraltar haben nun begonnen. In den vergangenen Wochen haben sechs Schiffe von Titan Salvage die Ladung von 30000 Tonnen Schrott aus dem Wrack geleichtert. Der Torso soll in drei Teile zerlegt werden. Die "New Flame" war am 12.8.2007 in Algericas Bay mit dem Tanker "Torm Gertrud" kollidiert und erst teilweise, später ganz gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.07.2008
Weitere Leichenfunde auf Transportboot in Orissa
Update vom 07.07.08
Visakhapatnam, Bhubaneswar / Indien, 08.07.08 - Die Bergung des Polizeibootes, das in Orissa nahe Andhra Pradesh am 29.6. versenkt worden war, konnte am 8.7. abgeschlossen werden. Weitere fünf Tote wurden im Schiffsinnern geborgen, drei weitere an der Untergangsstelle. Damit wurden nun 33 Tote geborgen, fünf Mann sind noch vermisst. Insgesamt waren 66 Greyhound-Angehörige an Bord, die nach Andhra unterwegs waren. 28 Mann schwammen an Land.
Marinetaucher und Suchteams holten das Wrack zwei Tage, nachdem es vom 50 Meter tiefen Grund des Reservoirs angehoben war, mithilfe dreier Ballons von je 10 Tonnen Hebekapazität am 7.7. ans Ufer. Mit schweren Stahltrossen und Winden wurde es tags darauf endgültig geborgen. Zuvor waren Versuche, es mit einem Schwerlasthubschrauber anzuheben, gescheitert. Da der Rumpf des Bootes unbeschädigt war, ist es wohl gekentert, als die Insassen auf einer Seite Deckung vor der Attacke suchten, als die Maoisten es mit Raketen und Maschinengewehren angriffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.07.2008
Weiter Feuer auf "Atlantic"
Update vom 07.07.08
Miami, Florida / USA, 08.07.08 - Das Feuer auf dem 200 Fuß langen Frachter "Atlantic" auf dem Miami River ist immer noch nicht endgültig gelöscht. Rund 60 Feuerwehrleute befanden sich am 8.7. weiter im Einsatz. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil der Frachter mit Autos, Matratzen und Fahrrädern voll beladen war. Mittlerweile hat der Frachter Schlagseite entwickelt, es wurde aber versucht, ihn mit Schleppern und Trossen zu stabilisieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.07.2008
Erstmals künstliches Riff der indischen Marine geschaffen
Karwar, Distrikt Kanada Uttara, Bundesstaat Karnataka / Indien, 08.07.08 - Die ausgediente "T 54" der indischen Marine wurde am 30. Januar 2008 vor Karwar versenkt und fand nun nach 23 Jahren aktiven Dienstes seine letzte Verwendung als Tauchattraktion. Das Grenzpatrouillienboot war im September 1982 in Dienst gestellt worden und hieß auch 'The Ever Vigilant' und wurde am 20. Januar 2006 außer Dienst gestellt.
Zuvor waren elektrische Installationen, Ölreste, die Waffensysteme und Maschinen sowie weitere umweltgefährdende Stoffe entfernt worden. Zwei Minenexplosionen brachten erst das Heck, dann den Rest des 162-Tonners zum Untergehen. Es war das erste derartige Projekt der indischen Marine. Das Wrack ist sowohl für Sporttaucher zugänglich wie für Passagiere von Glasbodenbooten zu sehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.07.2008
Rennboot kenterte vor Weymouth
Weymouth Bay, Grafschaft Dorset, England / UK, 08.07.08 - Das Rennboot "Juvenile Delinquent" kenterte und sank mitten in einem Rennen in Weymouth Bay. Das Unglück ereignete sich bei der J24 National Championships am Eröffungswochenende des Spirit of the Sea Maritime Festival. Der Skipper und seine vierköpfige Crew konnten sich am sinkenden Boot festhalten, bis die "Jinseng" und "St James" sie bargen und auf ein Sicherungsboot brachten. Die Position des Schiffes wurde mit GPS festgehalten, ob es geborgen wird, muss die Versicherung entscheiden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.07.2008
Trawler lief vor Norwegen auf Grund
Larsnes, Møre og Romsdal / Norwegen, 8.07.08 - Am 5.7. gegen 17 Uhr lief der 37,15 Meter lange und 10 Meter breite norwegische Fischtransporter "Rofisk" (AAS 161) vor Valderøya auf Grund. Das Schiff kam aus eigener Kraft wieder frei, wurde aber danach zur Reparatur bei der Larsnes Mek. Verksted auf Slip genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.07.2008
Yachtbergung durch Schaulustige blockiert
Macleay Valley, New South Wales / Australien, 08.07.08 - Am Morgen des 5.7. wurde die fünfköpfige Crew der 15 Meter langen und 750000 Dollar teuren Yacht "Vida" von einer Küstenpatrouille vor Macleay Valley gerettet. Das Boot war am 4.7. auf Nordkur