S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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Schiffsuntergang
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letzte Änderung: 30. April 2008

Riverdance wurde Filmstar
Update vom 28.04.08

Anchorsholme Beach, Cleveleys, Lancashire, England, 30.04.08 - Bevor die Abwrackarbeiten beginnen, hat das Wrack der Fähre "Riverdance" noch eine Rolle im wahrsten Sinne des Wortes gespielt. Das mittlerweile in aller Welt bekannte Wrack vor Cleveleys, das der Region einen unerwarteten Touristenboom bescherte, ist nun Star eines Musikvideos geworden. Die deutsche Band "Fotos" spielte am 29.4. an der Strandungsstelle als Promotion für ihre Single Explosion. Die in London ansässige Produktionsfirma Draw Pictures sagte, der Direktor habe gedacht, die auf der Seite liegende Fähre würde einen interessanten Hintergrund darstellen. Die Band war begeistert, und nach einigen Telefonaten mit dem Tourismusbüro in Blackpool war auch dessen Unterstützung gesichert. Mit dem prominenten Wrack im Hintergrund unterscheidet sich der Video der Fotos von denen anderer Künstler wie Simply Red und Robbie Williams, die auch schon in Blackpool filmten – nur ohne Schiff... .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2008
Anteile an Goldschatz zu verkaufen

Lough Swilly, County Donegal / Irland. 29.04.08 - Anteile an 20 Goldbarren, die sich immer noch im Wrack der 1917 im Lough Swilly im County Donegal (4 Meilen südöstlich von Fanad Leuchtturm) gesunkenen 172 Meter langen SS "Laurentic" befinden sollen, können nun erworben werden. Das Schiff war im 1. Weltkrieg zum Goldtransport zur Bezahlung von Munition genutzt worden. Als es sank, hatte es 43 Tonnen Gold an Bord, von denen das Gros später geborgen wurde. Die verbliebenen Barren stellen einen Wert von rund 10 Millionen Pfund dar. Taucher stellten fest, dass das einst fünf Decks hohe Schiff inzwischen in sich zusammengebrochen ist. Es wurden mehrfach im Rahmen von Bergungsarbeiten Abbrucharbeiten durchgeführt, so dass die Chance, in den verbliebenen Trümmern auf die Barren zu stoßen, insgesamt eher gering ist. Vom 6.5. an kann jeder Interessierte für 49 Pfund Anteile am Gold erwerben, wobei die Chance, ob es je gehoben wird, ebenso unklar ist wie die Besitzverhältnisse. Denn auch die britische Regierung oder die Familie der einstigen Eigner könnte Ansprüche erheben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2008
Info: SS "Laurentic" war ein britischer Ozean Liner der White Star Line. Sie wurde von der Werft Harland and Wolff, Belfast, Nordirland gebaut. Jungfernfahrt war am 29. April 1909 von Liverpool nach Quebec und Montréal. Ab 1915 diente sie als Hilfskreuzer (H.M.S.). Am 25 Januar 1917 wurde sie durch 2 Minen versenkt. Nur 121 Personen von 475 an Bord überlebten. Beim Untergang waren 3211 Goldbarren an Bord.

Frachter blockiert Suezkanal

Ismaïlia / Ägypten, 29.04.08 - Am 29.4. lief der 142,81 Meter lange Frachter "Margaretha Green", IMO 9187033,11894 BRZ im Suezkanal auf Grund. Das 1999 erbaute Schiff war auf dem Weg ins Rote Meer gewesen, als die Maschinen ausfielen. Über 33 Schiffe waren blockiert, während Schlepper versuchten, den Havaristen wieder flottzumachen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2008

Norwegische Fähre lief auf Grund

Sulesund, Møre og Romsdal / Norwegen, 26.04.08 - Am 25.4. lief nach einem Ausfall des Bugantriebs um 21.20 Uhr die norwegische Fähre "Vardehorn" in Sulesund in Møre, Romsdal, nahe des Fährkais auf Grund. Das Schiff konnte sich um 22.30 Uhr aus eigener Kraft von der Steinmole befreien und lief zum Hareid Terminal, wo Taucher den Rumpf untersuchten. Sie fanden den Antrieb abgebrochen vor. Eine geringe Menge Öl war dadurch ausgelaufen. Das Schiff war zuvor auf der Fiskerstrand Verft überholt worden und befand sich auf einer Probefahrt, als das Unglück geschah. Die siebenköpfige Crew sowie zwei Mann Servicepersonal blieben unversehrt. Das Schiff der Ferge & Hurtigbåt soll nun gründlich bei der Myklebust Werft untersucht werden.
Die "Vardehorn" wurde 1999 erbaut und ist 112 Meter lang. Sie ist für 650 Passagiere zugelassen und lief zwischen Hareid und Sulesund. Nach der Überholung sollte sie zwischen Bognes und Skarberget in Nordland eingesetzt werden. Bereits am 6. Februar 2002 war sie in Hareid auf Grund gelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2008

Alte Fähre in Oslo geborgen

Oslo / Norwegen, 21.04.08 - Am 20.4. wurde in Oslo die am 6.1. am Rathauskai gesunkene Fähre "Tjeldsundfergen III" gehoben. Das als schwimmendes Restaurant genutzte Schiff soll nach Sjursøya zur Reparatur geschleppt werden und könnte im Sommer wieder einsatzklar sein. Das Schiff hatte von den 50er bis in die 80er Jahre Fährdienst in Nordnorwegen versehen und war in seiner letzten Rolle als Restaurant zuletzt stark reparaturbedürftig gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2008
Warum sank der "Amphi-Ranger" ?
Update vom 28.04.08

Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 29.04.08 - Dramatische Minuten gab es am Nachmittag des 27.4. nicht nur ein von der Flut eingeschlossener Wattwanderer, sondern nach deren Rettung auch die Besatzung des Amphibienfahrzeugs "Amphi-Ranger" der Cuxhavener Kurverwaltung: Es sank während der anschließenden Schwimmfahrt durch tiefes Wasser. Kurz nach 14 Uhr war das Fahrzeug dem Wattwanderer, der versucht hatte, die Strecke Festland – Neuwerk und zurück innerhalb eine Tide zu schaffen und sich unversehens brusthoch im auflaufenden Wasser befand, zu Hilfe gekommen.
Etwa 400 Meter von Rettungsbake 7 entfernt wurde der Mann vom Ranger aufgenommen, der für den Rückweg zum Strand kaum zwanzig Minuten gebraucht hätte. Plötzlich aber fiel der Motor aus, dann kenterte der Amphi-Ranger über Steuerbord und sank. Die "Hermann Helms", die routinemäßig in den Einsatz einbezogen war, fischte die Verunglückten mit ihrem Tochterboot "Biene" auf. Sie hatten sich zwar aus eigener Kraft aus dem sinkenden Fahrzeug befreien können, doch die Situation war dennoch kritisch: Der zuvor bereits unterkühlte Wattwanderer konnte gerade noch rechtzeitig aus dem mehr als zwei Meter tiefen Wasser geholt werden. Doch warum lief das 1994 erbaute Amphibienfahrzeug voll? Die Nordseeheilbad GmbH hat dafür derzeit noch keine Erklärung, vertraut aber weiterhin auf die Zuverlässigkeit dieses Rettungsmittels. Der geborgene Amphi-Ranger wird nach seiner Bergung nun untersucht. Erst einmal muss man aber auf die Kombination aus Traktor-Gespann und Rettungsboot zurückgreifen, denn ein weiterer, regulär in Sahlenburg stationierter Amphi-Ranger ist momentan ebenfalls nicht einsatzbereit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2008

Yacht saß vor Dordrecht fest

Dordrecht, Provinz Südholland / Niederlande, 29.04.08 - Am 28.4. lief um 12.57 Uhr die 10,5 Meter lange Yacht "Zeeuws Meisje" bei Dordrecht auf eine Untiefe des Nordergat. Das Rettungsboot "DRB 49" lief mit fünf Mann Crew binnen einer Viertelstunde aus. An Bord der Yacht befand sich ein Ehepaar aus Zeeland und ein Bordhund. Nach der Bergung wurde das Schiff untersucht. Um 14.30 Uhr war die "DRB 49" zurück in Dordrecht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2008

Noch zwei Mann der "Neftegaz 67" vermisst
Update vom 28.04.08

Hong Kong / China, 29.04.08 - 13 weitere Körper wurden bis zum 28.4. auf dem Wrack der "Neftegaz 67" vor Hongkong gefunden. Damit sind nur noch zwei Personen bei dem schwersten Unglück in der Region der vergangenen Jahre vermisst. Fünf Leichen wurden bereits geborgen, der Rest soll von Tauchern aus dem Wrack geholt oder mit fortschreitendem Lenzen von Bord geholt werden. Nachdem das Schiff am 22.3. gesunken war, waren 18 Mann der 25-köpfigen Crew zunächst vermisst worden. Nach 37 Tagen auf dem rund 37 Meter tiefen Grund wurde der Schlepper am 27.4. durch die "Hua Tian Long" gehoben und gedreht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2008

Technischer Defekt verursachte Brand auf "Bleckeder Löwe"
Update vom 28.04.08

Bleckede, Landkreis Lüneburg, Niedersachsen / DE, 28.04.08 - Die Ermittlungen der Lüneburger Brandermittler zum Feuer auf dem Fahrgastschiff "Bleckeder Löwe" ergaben am 28.4., dass es durch einen technischen Defekt verursacht wurde. Das Feuer brach am 27.4. um 1.30 Uhr in einem als Abstellraum genutzten Raum in Unterdeck aus. In diesem Raum ist auch der Dieseltank untergebracht. Ein Kurzschluss brachte ein im Raum befindliches Gas-Luft-Gemisch zur Entzündung. Der Brand konnte schließlich durch die Feuerwehr Bleckede unter Kontrolle gebracht werden, aber beide Decks brannten aus. Das Fahrgastschiff war bereits 1999 durch Brandstiftung ausgebrannt, war aber wiederhergestellt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2008

Dänische Hilfe für deutschen Segler mit Ruderschaden

Aarøsund, Sønderjylland (Südjütland) / Dänemark, 28.04.08 - Am Nachmittag des 28.4. geriet der deutsche Segler "Fragle" mit Ruderschaden vor Assens Insel Fyn (Fünen) in Schwierigkeiten. Das Rettungsschiff "Fyrholm" kam dem Havaristen zu Hilfe. Es gelang, ein Notruder zu installieren und mit eigener Kraft Årøsund anzulaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2008

Öl aus deutschem Kriegswrack geleichtert

Moss, Provinz (Fylke) Østfold / Norwegen, 28.04.08 - Die norwegische Küstenwache hat die Ölbeseitigungsarbeiten am Wrack des gesunkenen deutschen Frachters "Nordvard" abgeschlossen. Die Riise Underwater Engineering hat im Auftrag der Küstenwache 483 Tonnen Öl aus dem vor Moss liegenden Kriegswrack abgepumpt, das von englischen Bombern dort im 2. Weltkrieg versenkt worden war. Damit stellt das Schiff nun kein Umweltrisiko mehr dar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2008

Unglückskapitän muss fünf Jahre ins Gefängnis

Shanghai / China, 28.04.08 - Der Kapitän des Frachters "Jinyuanyou 9", der im Januar eine Kollision, die 15 Tote forderte, verschuldet hatte, wurde am 28.4. in Shanghai zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die Brückenwache des Frachters der China Ocean Aviation Group Inc. hatte beim Auslaufen aus dem Yangtse-Fluss am 30.1.2008 die vor Anker liegende "Jintaishun" der Chengyu Shipping Co. Ltd. übersehen und wegen falscher Maßnahmen des letzten Augenblicks gerammt. Als der Kollisionsgegner sank, konnten von dessen 17-köpfiger Crew nur zwei Mann gerettet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2008

Bergungsversuch für gesunkene Barge

Republik Singapur, Südostasien, 28.04.08 - Die in Singapur ansässige Swiber Holdings ist damit beschäftigt, ihre 120 Meter lange und 17000 Tonnen Halbtauchertransportbarge "Swiber Giant V", die kürzlich vor der Insel Batam Indonesien sank, zu Bergen. Dazu wurde der Ponton "Giant 2" von SMIT Salvage gechartert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2008

Holzbündel riss Schiffsrumpf auf

Virginia Beach, Virginia / USA, 28.04.08 - Das Army Corps of Engineers hat festgestellt, dass ein großes Holzbündel Schuld an der Havarie der "Spirit of Nantucket" im November 2007 war. Das 55 Tonnen schwere Bündel trieb auf dem Intercoastal Waterway und kollidierte mit dem Fahrgastschiff. Es könnte sich dabei um einen rund 50 Jahre alten Fender gehandelt haben oder ein Zielfloß der Marine. Die Holzteile beschädigten das Flusskreuzfahrtschiff bei einer 10-Tage Kreuzfahrt zwischen Alexandria und Charleston. Danach musste das leckgeschlagene Schiff auf Grund gesetzt werden. Alle 66 Personen an Bord blieben unbeschadet, doch das Schiff musste zur Reparatur in eine Werft in Norfolk.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2008

Drei Tote bei Bootskenterung in ostfriesischem Kanal

Warsingsfehn, Gemeinde Moormerland, Landkreis Leer, Niedersachsen / DE, 27.04.08 - Im ostfriesischen Moormerland kamen am Abend des 26.4. drei Menschen bei einem Bootsunglück ums Leben, darunter ein Säugling und ein Kind. Acht weitere Menschen wurden bei dem Unglück in dem nur rund anderthalb Meter tiefen Kanal verletzt. Ein fünf Meter langes Kajütboot war aus ungeklärter Ursache gekentert und hatte sich kieloben gedreht. An Bord waren zwei befreundete Familien aus der zwischen Leer und Aurich gelegenen Gemeinde Moormerland, die eine Ausflugstour machten.
Nach dem Kentern waren mehrere Menschen in dem Boot eingeschlossen. Fünf der elf Menschen konnten sich ans Ufer retten konnten und holten Hilfe in einem 800 Meter entfernt gelegenen Haus. Ein Retter schwamm in Unterhose und T-Shirt zum Boot: "Unter meinen Füßen habe ich einen Körper gespürt, aber wir konnten doch nichts tun, das Boot lag drauf", sagte er. Irgendwann hatten wir eine Motorsäge. Der eine Vater hat wie wild am Rumpf gesägt und immer gerufen "Da sind noch mein Baby und mein Vater drin".
Auch die Feuerwehr hatte mit der anfangs unübersichtlichen Lage zu kämpfen. Die Zahl der Verunglückten war zunächst unbekannt, und die Gefahr, dass bei einem schnellen Drehen des Bootes die verbliebene Luft austrat, groß. Es erwies sich als am sichersten, ein Loch in den Schiffsboden zu sägen. Doch die Sägen liefen heiß, weil der Kunststoffrumpf immer wieder zu schmelzen begann. Erst gegen 22 Uhr - eineinhalb Stunden nach der Alarmierung - war die Öffnung groß genug gewesen, um die Menschen aus dem kalten Wasser zu holen – zu spät für die jüngsten und den Ältesten an Bord. Das Wrack wurde schließlich gedreht und von Rettungsfahrzeugen ans Ufer gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2008

Sinkender Segler in Portland auf Grund gesetzt

Portland, Oregon / USA, 26.04.08 - Ein rund 50 Fuß langes Segelschiff lief am 26.4. um 20 Uhr auf dem Fluss Willamette nahe der St. John’s Bridge in Portland, Oregon, auf einen Damm. Es schlug leck und verlor eine geringe Menge Öl. Das Schiff wurde vom Skipper auf Grund gesetzt, um einen drohenden Untergang zu vermeiden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2008

Azipod und Ruder in Marquette geborgen
Update vom 28.04.08

Marquette, Michigan / USA, 25.04.08 - Am Morgen des 25.4. wurde im unteren Hafen von Marquette die Antriebseinheit der Schlepperbarge ATB "Dorothy Ann" der Interlake Steamship Co. geborgen, die nach dessen Kollision mit einem versunkenen Ruder abgebrochen war. Ein Kran barg am 24.4. das 16 Tonnen schwere Ruder, tags darauf wurde der Azipod gehoben und die Schifffahrtsbeschränkung im Hafen danach aufgehoben. Die 300 Gallonen Betriebsstoff des Azipods liefen nicht aus. Zwar war ein Flansch beschädigt, aber im Sand eingegraben, sodass kein Öl austreten konnte.
Die "Dorothy Ann" war am 21.4. mit der Barge "Pathfinder" zum Löschen einer Ladung Kalkstein zur Shiras Power Plant gelaufen und dann auf dem Weg zum Oberhafen gewesen, wo Eisenerz für Detroit geladen werden sollte. Beim Ablegen vom Shiras Dock kollidierte die "Dorothy Ann" mit dem bislang unbekannten Unterwasserhindernis, wobei der Steuerbord-Azipod abbrach und rund 30 Gallonen Ruderöl ausliefen. Die Reinigungsarbeiten dauerten bis zum 23.4. an. Dabei war die Marine Pollution Control and Mackinac Environmental Technology aus St. Ignace im Einsatz. Am 24.4. unternahm die "Dorothy Ann" Probefahrten unter Aufsicht der Küstenwache und lief am selben Tag Richtung Dearborn aus, um dort Eisenerz abzuliefern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2008
Info: ATB = Articulated Tug Barge, besteht aus einer Barge und einem Schlepper, die gelenkig miteinander verbunden und auch getrennt werden können.

"Riverdance"-Verschrottung soll diese Woche beginnen
Update vom 15.04.08

Anchorsholme Beach, Cleveleys, Lancashire, England, 28.04.08 - Im Laufe dieser Woche soll das Abwracken der "Riverdance" vor Blackpool durch die in Heysham ansässigen Hancock's Contractors beginnen. Die Vorbereitungen laufen, seit sie den Kontakt zur Verschrottung gewannen. Derzeit wird die notwendige Ausrüstung zusammengestellt. Als erstes wird die verbliebene Ladung entfernt, danach sichergestellt, dass jegliche Ölrückstände entfernt sind. Danach werden die oberen Decks des Wracks entfernt. Der Rumpf wird zuletzt abgebrochen, wobei massive Kräne zum Einsatz kommen. Bis Ende Juni, so die Hoffnung, soll die "Riverdance" verschwunden sein. Dies hängt aber nicht zuletzt vom Wetter ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

Einhandsegler musste Weltumsegelung abbrechen

Victoria, Provinz British Columbia / Kanada, 28.04.08 - Der Skipper Glen Wakefield aus Victoria musste seine Einhand-Weltumsegelung abbrechen, nachdem seine Yacht "Kim Chow" Wasser durch aufgebrochene Luken machte, die Selbststeueranlage defekt und der Motor ausgefallen war. Die Schäden waren entstanden, als das 12-Meter-Boot in einen Sturm vor Falkland Islands geraten war. Der Einhandsegler wurde am 215. Tag seiner Reise an Bord eines argentinischen Kriegsschiffes genommen, wo seine Verletzungen behandelt werden. Das Boot wurde sich selbst überlassen, der Segler wird von Argentinien aus seine Heimreise antreten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

Amphibienfahrzeug bei Rettungsaktion vor Cuxhaven gekentert

Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 28.04.08 - Bei der Rettung eines Wattwanderers ist ein Notfallteam der Cuxhavener Kurverwaltung am 27.4. selbst in Seenot geraten. Die beiden Einsatzkräfte konnten dem Mann zunächst helfen. Ihr schwimmfähiger Geländewagen kenterte jedoch wegen eines Lecks in der Außenwand. Glücklicherweise hatte die Besatzung des Cuxhavener Seenotkreuzers "Hermann Helms" den Notruf ebenfalls gehört und war auch ausgelaufen. So konnten die drei Männer schnell aus dem Wasser gezogen werden. Die Seenotretter versorgten sie mit trockener Kleidung und warmen Getränken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

Ehemaliger Trawler gesunken

Region Fiordland (Südwestspitze der Südinsel) / Neuseeland, 28.04.08 - Am Sonntag , den 27.4. sank die 14 Meter lange "Faith" in Fiordland vor Neuseeland. Die 500 Liter Diesel an Bord stellten keine Gefahr dar. Das Schiff sank im Bowen Channel 10 Meter vor dem Ufer auf eine Tiefe von rund 12 Metern. Das Dieselöl bildete einen 2.5 Kilometer langen und bis zu vier Meter breiten Film, der durch das erwartete schlechte Wetter sich rasch auflösen sollte. Die vierköpfige Crew des ehemaligen Trawlers hatte gegen 16 Uhr Uhr einen unbekannten Gegenstand gerammt. Sie rettete sich in einem Dingi und versuchte, den Havaristen an Bäumen auf den Fjordbänken festzumachen. Das Schiff legte sich auf die Backbordseite und sank binnen 20 Minuten. Zwei Schiffe bargen die Schiffbrüchigen, die in der folgenden Nacht mit einem Hubschrauber nach Te Anau transportiert wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

Schlepper "Nefftegaz 67" gehoben – weitere Tote gefunden
Update vom 25.04.08

Hong Kong / China, 28.04.08 - Der ukrainische Schlepper "Neftegaz 67" wurde am 26.4. in der Xianggang Bay gehoben. Das Schiff lag seit seiner Kollision mit dem chinesischen Bulker "Yao Hai" am 22.3. in starker Strömung kieloben in 37 Metern Tiefe vier Kilometer nordöstlich von Hongkongs Flughafen zwischen Lantau und den New Territories, was die Bergung kompliziert machte.
Am 27.4. wurde das Wrack in aufrechte Position gedreht, dann wurden die Treibstofftanks abgedichtet. Schlechtes Wetter sorgte für mehrfache Verzögerungen bei den Arbeiten. Rund 100 Bergungsarbeiter, darunter 30 Taucher, waren im Einsatz für die chinesische Guangzhou Salvage. Der Kraneinsatz kostete die Ukraine täglich 250,000 Dollar, die Gesamtkosten dürften sich auf rund 10 Millionen Dollar belaufen. Bei der ersten Durchsuchung des Wracks wurden vier der noch 15 vermissten Seeleute gefunden, während es noch in den Trossen der beiden Schwimmkräne "Hua Tian Long" und "Naniang" hing. Die Suche soll mit dem Fortschreiten des Lenzens fortgesetzt werden. Im Rumpf des Schleppers klaffte ein Loch von drei mal vier Metern. Es sollte versucht werden, es abzudichten, um das Wrack schwimmfähig zu machen. Ansonsten müsste es in den Trossen hängend unter Land verbracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

Bremer Yacht nach Kollision mit Fahrwassertonne abgeschleppt

Bremen / Niedersachen, Außenweser / DE, 27.04.08 - Erheblicher Sachschaden entstand am Morgen des 26.4. bei der Kollision einer Segelyacht aus Bremen mit Tonne 32 auf der Außenweser. Die 16 Meter lange Yacht eine Bremer Segelkameradschaft war mit 11 Mann Crew auf dem Weg von Bremerhaven nach Helgoland. Die Sicht des Skippers war durch Segelmanöver eingeschränkt, und er übersah die Fahrwassertonne. Die Yacht erlitt bei der Kollision starke Beschädigungen, darunter ein rund 30 Zentimeter großes Loch an Steuerbordseite sowie Schäden an Ruder- und Wellenanlage. Die Tonne erhielt ebenfalls einen langen Riss und muss durch einen Tonnenleger ausgetauscht werden. Die Yacht wurde mit einem Schlepper nach Bremen geschleppt, um die Schäden in einer Werft beheben zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

Fahrgastschiff auf der Elbe ausgebrannt

Bleckede, Landkreis Lüneburg, Niedersachsen / DE, 27.04.08 - Das Fahrgastschiff «Bleckeder Löwe» der Reederei Hans Jürgen Haak ist auf der Elbe in Bleckede, Kreis Lüneburg, bei einem Brand völlig zerstört worden. Aus noch ungeklärter Ursache war es am 27.4. um 01.30 Uhr vermutlich im Schiffsinneren zu einer Explosion mit anschließenden Feuer gekommen. Die Flammen griffen auf das gesamte 25 Meter lange Fahrgastschiff über. Es waren keine Personen an Bord des Schiffes, das für 125 Personen zugelassen ist. Es entstand ein Schaden von mehreren 100 000 Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

Binnenschiff drohte auf Süderelbe zu sinken
Update vom 26.04.08

Hamburg-Wilhelmsburg / DE, 27.04.08 - Das 100 Meter lange, 9,49 Meter breite und 2,8 Meter tief gehende Binnenschiff "Silke" (Europa-Nr. 4700050) aus Leer drohte am Morgen des 26.4. auf der Süderelbe zu sinken. Das Schiff hatte am Vorabend eine Ladung von 1750 Tonnen Steinkohle im Hamburger Sandauhafen geladen und sollte sie am 26.4. nach Salzgitter bringen. Am Morgen wurde festgestellt, dass ein Ballasttank leck war, im Vorschiff bereits die Wohnbereiche der Besatzung unter Wasser standen und das Schiff 30 Grad Backbordschlagseite hatte.
Es war nicht möglich, Lenzpumpen in den Ballasttank einzubringen, ohne einen Untergang an der Koppelstelle Finkenriek zu riskieren. Deswegen wurde beschlossen, den Havaristen auf Grund zu setzen. Feuerwehr- und Polizeiboote begleiteten die gewagte Fahrt zum Strand von Finkenriek auf Grund zu setzen. Die Feuerwehr begann dort damit, Wasser aus den Ballasttanks abzupumpen. Die Einsatzkräfte forderten Schuten an, um einen Teil der Ladung umzuladen. Gegen 18:30 Uhr waren rund. 400 Tonnen Steinkohle in die Schuten geleichtert. Die "Silke" schwamm dann auf und verholte dann mit eigener Kraft unter Begleitung des Funkstreifenbootes "WS 31" zum Kali-Kai. Dort wurde die noch an Bord verbliebene Kohle ebenfalls auf Schuten umgeladen. Es drang dann wegen des geringeren Tiefganges kein Wasser mehr ein. Die "Silke" blieb zunächst am Kali-Kai liegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

Kutter bei Notfallübung gesunken

Valdez, Alaska / USA, 26.04.08 - Am Abend des 24.4. sank der Kutter "City of Seldovia" bei einem Trainingsdrill der Alyeska Pipeline Service Co. in Port Valdez. Er schlug leck und sank in 18 Fuß Wassertiefe zwischen den Gold- und Mineral Creeks auf der Nordseite des Hafens. Die sechs Mann an Bord wurden von einem anderen Schiff des Alyeska's Ship Escort Response Vessel System (SERVS) gerettet. Rund 125 Gallonen Dieselöl waren an Bord, nach dem Untergang wurde ein Ölfilm gesichtet und eine Ölsperre um die Untergangsstelle ausgebracht. Die Eigner wollen versuchen, das Wrack zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

Boot lief bei Broekerhaven auf Grund

Enkhuizen, Provinz Nordholland der Region West-Friesland / Niederlande, 25.04.08 - Am 24.4. lief die Yacht "Briezo-3" mit zwei Mann Crew bei Broekerhaven auf Grund. Die beiden KNRM-Rettungsboote "Watersport" und "Rien Verloop" wurden zu Hilfe gerufen. Die "Watersport" stellte eine Schleppverbindung her. Dann kam das Boot rasch wieder frei und konnte seine Fahrt mit eigener Kraft fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

Azipod von Schlepperbarge geborgen

Sault Ste. Marie, Michigan / USA, 25.04.08 - Am Morgen des 24.4. wurde in Sault Ste. Marie von der Schlepperbarge "Dorothy Ann" das Steuerbord-Azipod(Antriebseinheit) geborgen. Taucher hatten sie zuvor abgedichtet. Dabei kamen geringe Ölmengen frei. Der Schlepper "Tenacious" von Ryba Marine sowie eine Kranbarge begannen um 13.30 Uhr mit der Hebung. Am Morgen des 25.4. wurde die Bergung abgeschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

Schwere Kollision vor Singapur

Republik Singapur, Südostasien, 25.04.08 - Am Morgen des 24.4. kollidierten vor Singapur während eines Bunkermanövers der 2004 erbaute Handymax "Sibulk Innovation", 53000 tdw, der in Charter der dänischen Eitzen Bulk A/S ist, mit dem ebenfalls 53000 Tonnen verdrängenden, 2007 erbauten Tanker "Li Ping Tan". Das Unglück ereignete sich am östlichen Ankerplatz beim Bunkern von 300 Tonnen Öl. Insgesamt hatte die " Sibulk Innovation" 770 Tonnen Motoröl und 74 Tonnen Dieselöl an Bord. Sie gehört der Eastern Muse S.A. Panama und war auf dem Weg von Indien nach China mit einer Ladung von 51,728 Tonnen Bauxit. Auf der "Sibulk Innovation" kam es zu Wassereinbruch in den Laderäumen zwei und drei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

"Hyundai Fortune" wird in China repariert

Zhoushan, Provinz Zhejiang / China, März 2008 - Der einstige Containerfrachter "Hyundai Fortune", der im Dezember 2007 vor Arabien in Flammen aufging, liegt derzeit beim Cosco Zhoushan Shipyard, China. Hier wird der von den neuen griechischen Eignern auf "Fortune" umgetaufte Havarist repariert. Er soll im Laufe dieses Jahres wieder in Fahrt kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2008

Binnenschiff in Süderelbe auf Grund gesetzt

Hamburg / DE, 26.04.08 - Am Sonnabendmorgen (26.04.) ist das mit 1.700 Tonnen Steinkohle beladene Binnenschiff "Silke" (Europa-Nr. 04700050, Länge: 100,00 m, Breite: 9,50 m, Tonnage: 1786 t) in der Süderelbe bei Hamburg auf Grund gesetzt worden. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei sollte so ein Untergehen des Schiffs aus dem ostfriesischen Leer verhindert werden, nachdem ein Leck im Ballast-Tank festgestellt worden war. Zwischenzeitlich habe der 100 Meter lange Frachter gut 30 Grad Schlagseite gehabt. Fachleute sollen die an der Badestelle Wilhelmsburg liegende "Silke" im Laufe des Tages untersuchen, die Feuerwehr installierte Pumpen. Die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority ließ einen Teil der Ladung löschen.
Quelle: NDR 90,3 vom 26.04.2008

Kollision auf der Weser

Bremen-Blumenthal, Bremen / DE, 25.04.08 - Am 24.04. um 20.15 Uhr entstand hoher Sachschaden bei einer Kollision zwischen einer Fähre und einem Binnenschiff auf der Weser in Höhe des Stadtteils Bremen-Blumenthal. Gegen einen Schiffsführer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Zur Vorfallszeit war das Binnenschiff "Vivarium" (Europa-Nr. 04004470, Länge 85,00 Meter, Breite 8,20 Meter, 1183 t) beladen mit ca. 1000 Tonnen Zement auf dem Weg in den Neustädter Hafen. In Höhe Blumenthal bemerkte der 56-jährige Schiffsführer die ablegende Fähre "Rönnebeck", als diese die Weser queren wollte. Etwa in der Flussmitte kollidierten beide Wasserfahrzeuge. Der 43-jährige Kapitän der Fähre erklärte auf Vorhalt, das sich nähernde Binnenschiff nicht gesehen zu haben. Erst unmittelbar vor der Kollision versuchten beide Schiffsführer einen Zusammenprall zu vermeiden - ohne Erfolg: Das 85 Meter lange Binnenschiff "Vivarium" traf die Fähre ungefähr in der Mitte. Der Sachschaden wird auf ca. 50000 Euro geschätzt. Auf der Fähre befanden sich zur Unfallzeit Fahrgäste und PKW. Es entstanden nach ersten Erkenntnissen keine Personenschäden. Auch der Bug der "Vivarium" wurde beschädigt, schlug aber nicht Leck.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen und Tim Schwabedissen vom 25.04.2008

"Cutty Sark" - Wiederherstellung kommt voran

London, England / UK, 25.04.08 - Die Reparatur der "Cutty Sark" in Greenwich, die vor fast einem Jahr (21.5.07) von einem Großfeuer verwüstet wurde, erreichte einen Meilenstein. Ein sieben Tonnen schweres Eisensektion des Hecks wurde jetzt vorsichtig von einem Kran vom Rest des Schiffes entfernt. Neben der Rekonstruktion des Schiffes soll der Dreimaster auch für den erwarteten Touristenansturm zu den Olympischen Spielen 2012 vorbereitet werden. Die Ursache des Feuers ist immer noch ungeklärt, die Polizei will im Sommer einen Report veröffentlichen. Das Restaurationsprojekt kostet 35 Millionen Pfund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.04.2008

Kabelbrand auf Schnellboot "Wiesel"

Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 25.04.08 - Am 24.4. brach auf dem Schnellboot S 79 "Wiesel" (P 6129), das am Ausrüstungskai des Marinearsenals Kiel vertäut war, ein Feuer aus. Um 10.50 Uhr wurde Rauchentwicklung im Niedergang von Abteilung 6 im Vorschiff bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Noch vor deren Eintreffen war es der Löschtrupps der 34-köpfigen Besatzung mit Löschschaum gelungen, den Kabelbrand zu löschen. Die 1984 erbaute "Wiesel", die 57,60 Meter lang ist, gehört zum 7. S-Boot-Geschwader in Warnemünde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.04.2008

Situation auf "Stolt Innovation" stabil
Update vom 24.04.08

Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 25.04.08 - Die Situation auf dem norwegischen Tanker "Stolt Innovation" von Stolt Tankers war am 24.4. stabil. Die Temperatur an Bord des 10 Kilometer vor der holländischen Küste liegenden Tankers lag unter 50 Grad. Am 25.4. sollte das Schiff erneut von Experten kontrolliert werden und wahrscheinlich dann eine Einlaufgenehmigung nach Rotterdam erhalten, wo der durch die Hitzeentwicklung unterbrochene Löschvorgang fortgesetzt werden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.04.2008

Odyssee der "Sabine" geht weiter
Update vom 22.04.08

Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 25.04.08 - Die Odyssee des seit März in Brunsbüttel liegenden ukrainischen Frachters "Sabine" geht weiter. Am 24.4. verholte er vom Südkai in den Elbehafen, wo die unbeladene "Malaga" (MO-Nr. 7514440) ebenfalls festgemacht hatte, um die Ladung zu übernehmen. Im weiteren Tagesverlauf wurde die "Sabine" an den Südkai zurückverlegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.04.2008

Schlepper "Neftegaz 67" kurz vor Hebung
Update vom 23.04.08

Hong Kong / China, 25.04.08 - Die am 22.3. vor Hongkong gesunkene, ukrainische "Neftegaz 67" soll nun am 26.4. gehoben werden. Ursprünglich war eine Bergung bereits für den 24.4. angesetzt gewesen, doch die Vorbereitungen waren noch nicht weit genug fortgeschritten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.04.2008

Niederlande: Frachter auf der Waal gestrandet

Brakel, Provinz Gelderland / Niederlande, 24.04.08 - Am 24. April lief der unter Antigua -Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Lianne", (IMO-Nr. 9422275) auf der Waal bei Brakel auf Grund. Das 80 Meter lange Schiff aus St. John’s wurde von dem Schubschlepper "Flumar" wieder flottgemacht. Anschließend lief es nach Nijmegen ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.04.2008

Rettungsboot schleppte qualmenden Segler nach Schleswig ab

Schleswig, Schleswig-Holtein / DE, 24.04.08 - Am 23.04. brachte schnelle Hilfe die Besatzung des Seenotrettungsbootes "Juist" der Station Schleswig der DGzRS dem Motorsegler "Queen". Um 16.24 Uhr sichtete das Fahrgastschiff "Wikinger Princess" auf der Schlei einen, wie zunächst angenommen, brennenden Motorsegler und alarmierte die DGzRS. Eine halbe Stunde später war die "Juist" zur Stelle. Vor Ort stellte sich heraus, dass der neun Meter lange Finnclipper mit Maschinenschaden unter starker Qualmentwicklung manövrierunfähig in der Großen Breite nahe Tonne 74 auf der Schlei trieb.
Die Seenotretter nahmen den mit zwei Mann besetzten Havaristen auf den Haken und schleppten ihn in den vier Meilen entfernten Hafen von Schleswig. Um 17.49 Uhr war der Einsatz beendet. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Skipper hatte sein Boot zum Saisonstart vom Winterlager an seinen Liegeplatz in Schleswig überführen wollen. Anscheinend hat die Maschine während der mehrmonatigen Winterpause Schaden erlitten. Sie versagte ihren Dienst, woraufhin es zu der massiven Qualmentwicklung kam. Ein offenes Feuer brach jedoch nicht aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.04.2008

Niederlande: Yacht trieb manövrierunfähig vor Ter Heijde

Ter Heijde, Provinz Südholland / Niederlande, 24.04.08 - In der Nacht zum 24.4. havarierte die Yacht "Diankin Airco" vor der holländischen Küste. Im Propeller hatte sich ein Netz verfangen, sodass das Boot manövrierunfähig wurde. Das Rettungsboot "George Dijkstra" der KNRM-Station Ter Heijde wurde alarmiert und setzte nach Eintreffen am Boot zwei Mann über. Da das Netz von Bord der Yacht aus nicht zu entfernen war, zog die "George Dijkstra" es mit ihrem Anker vom Propeller. Nach einer gründlichen Kontrolle auf mögliche Leckagen setzte die Yacht die Fahrt mit eigener Kraft nach Scheveningen fort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2008

Natur setzt Bergungsstreit um "Seawyf" ein Ende
Update vom 03.04.08

Mangonui, Doubtless Bay, Region Northland / Neuseeland, 24.04.08 - Die Natur hat den Versicherungsstreitigkeiten über die Bergung des 100-Tonnen-Kutters "Seawyf" nach sieben Wochen ein Ende gesetzt. Schwere Seen haben das Wrack vom Fairway Reef in der Doubtless Bay sieben Kilometer nördlich der Einfahrt nach Mangonui geworfen und es am 22.4. auseinanderbrechen und jenseits der Riffkante vollständig sinken lassen. Die 20 Meter lange "Seawyf" war am 4.3.08 beim Einlaufen festgekommen, doch gab es keine Einigung zwischen Eignern und Versicherern darüber, wer für eine Wrackräumung aufkommen sollte. Das Dieselöl war bereits kurz nach der Strandung geleichtert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2008

Acht Firmen wollen "Sea Diamond" bergen
Update vom 07.04.08

Griechenland, 23.04.08 - Über ein Jahr nach dem Untergang der "Sea Diamond" vor Santorini haben bislang acht Bergungsfirmen Gebote zur Wrackräumung abgegeben. Ein Komitee soll am 29.4. zusammentreten um über die Angebote zu beraten. Es könnte sein, dass noch weitere Firmen ihren Hut in den Ring werden. Derweil wurde gesagt, dass der Ölaustritt aus dem 22000-Tonner unter Kontrolle sei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2008

Explosionsgefahr in Duisburg

Duisburg, Nordrhein-Westfalen / DE, 23.04.08 - Am 22.4 um 14.36 Uhr kippte ein Kran, der auf einem vor der Porthmouth-Damm-Brücke in Duisburg liegenden Schwimmponton stand, um. Dabei explodierte eine an Deck stehende Gasflasche. Der umstürzende Kranausleger fiel auf die Brückenkante. Auslaufender Kraftstoff entzündete sich und brannte auf der Wasseroberfläche weiter. Zeitweilig bestand Explosionsgefahr durch weitere an Deck des Pontons gelagerte Gasflaschen. Durch die Feuerwehr Duisburg konnte das Feuer gelöscht und die Gasflaschen gekühlt werden. Die Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Beiboot retten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2008

Leichte Kollision auf Rhein

Duisburg, Nordrhein-Westfalen / DE, 23.04.08 - Beim Einlaufen eines Schubverbandes in den Duisburger Mannesmann-Hafen kam es am 22.4. um 10.26 Uhr zu einer Kollision. Der Verband stieß vor der Hafeneinfahrt mit einem flussaufwärts laufenden Binnenschiff zusammen, wobei an beiden Fahrzeugen leichter Sachschaden entstand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2008

Erhitzter Chemikalientanker soll auf der Nordsee abkühlen
Update vom 23.04.08

Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 23.04.08 - Auf dem in Rotterdam liegenden Tanker "Stolt Innovation" (IMO-Nr. 910 2069) kam es am Abend des 22.4. zu Problemen, nachdem Druck und Temperatur in den Tanks anstiegen. Er hatte eine Ladung von MDI (Methylendifenyldiisocyanat) geladen, das mit Wasser reagiert. Aus bislang unbekannter Ursache war offenbar Wasser an die Kohlenwasserstoffladung gekommen, woraufhin eine Reaktion erfolgte, die zu einer Erhitzung und der Entstehung giftiger Gase führte. Die "Stolt Innovation" lag zu dieser Zeit in Petroleumhafen 3, verholte aber sicherheitshalber begleitet von den Schleppern "Thamesbank" und "Smit Mersey" zunächst zu einem Liegeplatz im Caland Kanal.
Die Feuerwehr versuchte, mit einer neutralisierenden Substanz die Verhältnisse wieder zu normalisieren. Dieser Prozess kann einige Tage in Anspruch nehmen. Der Chemikalientanker ging abends über die Maas vorsorglich auf eine Position 10 Kilometer vor der holländischen Küste. Vier Schlepper waren in Bereitschaft zur Assistenz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2008

Zwei Verletzte an Bord – französische Yacht nach Warnemünde eingeschleppt

Warnemünde, Mecklenburg Vorpommern / DE, 23.4.08 - Am Abend des 22.4., geriet die französische Yacht "Arakis" vor Warnemünde in Schwierigkeiten. Der Seenotkreuzer "Arkona" barg einen bewusstlosen, schwer verletzten Segler nach notärztlicher Versorgung ab und brachte ihn sowie einen weiteren Verletzten ins Krankenhaus. Die nicht mehr segelfähige Yacht mit drei weiteren Mann an Bord wurde nach Warnemünde eingeschleppt. Zur Unfallzeit herrschten Nordostwinde um sechs Beaufort und bis zu und zwei Meter hohe Wellen.
Über Funk hatte die"Arakis" etwa zehn Seemeilen vor Warnemünde in der Mecklenburger Bucht einen Notruf abgesetzt, der aber nur verstümmelt aufgefangen wurde. Der Seenotleitung Bremen gelang es kurzfristig, Kontakt zu dem Absender aufzunehmen. Es stellte sich heraus, dass der Skipper bei dem heftigen Seegang gestürzt und mit Kopfwunde bewusstlos geworden war. Beim Versuch der Hilfeleistung war ein zweiter Mann zu Schaden gekommen.
Der Seenotkreuzer "Arkona" lief zur "Arakis", doch es stellte sich bei dem heftigen Seegang als unmöglich heraus, bei der manövrierunfähigen Yacht längsseits zu gehen. Um weiteren Schaden zu vermeiden, wurde eine Leine übergeben und die Yacht nach Warnemünde eingeschleppt. Vor der Einfahrt zum Seekanal stieg der mit dem Tochterboot herbeigeholte Notarzt über und begann an Bord mit der Notfallbehandlung. Kurz darauf machte der Schleppzug Am Alten Strom fest. Die verletzten Segler wurden an den Landrettungsdienst übergeben, der sie in die Universitätsklinik beziehungsweise ins Südstadt-Klinikum einlieferte.
Die Segelyacht befand sich auf einer Überführungsfahrt von Schweden ins Mittelmeer.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2008

Kollidierte S-Boote wieder vereint
Update vom 18.04.08

Kiel, Schleswig-Holstein / DE - Die vor einem Jahr vor dem Libanon kollidierten-S-Boote "Gepard" und "Frettchen" sind wieder vereint - diesmal allerdings friedlich am Ausrüstungskai des Marinearsenals in Kiel, wo sie vor einigen Tagen festmachten. Im Juni sollen sie nach Abschluss der Ausrüstungsarbeiten wieder in Dienst stellen. Auf der "Gepard" wurde im Rahmen der Reparatur und begleitender Überholungsarbeiten auch ein Motor ausgetauscht.
Die bei ihrer Strandung vor Norwegen beschädigte "Grömitz" liegt noch zur Reparatur bei der Peene-Werft in Wolgast, wo auch die "Frettchen" wiederhergestellt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2008

Alarm im Rotterdamer Hafen
MDI-Ladung eines Tankers mit Temperaturanstieg

Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 23.04.08 - Auf dem in Rotterdam liegenden Tanker "Stolt Innovation" (IMO-Nr. 910 2069) kam es am Abend des 22.4. zu Problemen, nachdem Druck und Temperatur in den Tanks anstiegen. Die 176,75 Meter lange "Stolt Innovation" lag in Petroleumhafen 3 (Botlekgebiet), wurde aber sicherheitshalber zu einem sichereren Platz im Caland Kanal geschleppt. Es hat eine Ladung von MDI (Methylendiphenyldiisocyanat) geladen, das mit Wasser reagiert. Die Feuerwehr versuchte, mit einer neutralisierenden Substanz die Verhältnisse wieder zu normalisieren. Dieser Prozess kann einige Tage in Anspruch nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2008
Info: Methylendiphenyldiisocyanat wird zur Herstellung von Polyurethan verwendet, z.B. als für Weichschaumstoffe. Wichtigste Gefahren: Sensibilisierung durch Einatmen und Hautkontakt möglich. Schädlich für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben.

Binnenschiff beschädigte Hochspannungsleitung

Ensdorf, Landkreis Saarlouis, Saarland / DE, 23.04.08 - Das holländische Binnenschiff "Isabelle" hat bei der Annäherung an einen Baggerponton auf der Saar am Morgen des 22.4. um 6.07 Uhr bei Flusskilometer 66,8 nahe des Kraftwerks Ensdorf eine Hochspannungsleitung beschädigt. Es hatte einen Arbeitskran ausgefahren und berührte damit die 35 000-Volt-Hochspannungsleitung, die nahe dem Kraftwerk in zehn Metern Höhe über die Saar gespannt ist. Dadurch kam es zu einem Kurzschluss und einem Lichtbogen. Die sechs Mann an Bord der "Isabelle" und des Pontons wurden nicht verletzt. Es kam zu einer sofortigen automatischen Abschaltung der Leitung. Der genaue Sachschaden stand noch nicht fest. Die Saar musste im Bereich Ensdorf bis zum frühen Abend gesperrt bleiben, da beschädigte Leitungsteile ersetzt werden mussten. Das Schiff war an Baggerarbeiten in Höhe des Kraftwerks beteiligt gewesen. Offenbar hatte der Kapitän vergessen, den Kran niederzulegen, nachdem er an der Schleuse in Lisdorf zwei Autos geladen hatte. Die Hochspannungsleitung wurde bei dem Unfall nicht zerrissen. Die Polizei ging davon aus, dass sie über den ausgefahrenen Kran gerutscht war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2008

Tankschiff in kritischer Lage auf der Elbe

Gnevsdorf, Kreis Prignitz, Brandenburg / DE, 23.04.08 - Am 22.4. durfte der auf dem Weg von Hamburg nach Magdeburg am Morgen des 20.4. bei Elbkilometer 438 auf Höhe Gnevsdorf, Prignitz, gestrandete Binnentanker "Luka" seine Reise fortsetzen. Das Schiff war mit 1227 Tonnen leichtem Heizöl an Bord auf eine Buhne gefahren. Der Bruder des Kapitäns hatte das Ruder übernommen und wollte auf der Bergfahrt den Weg abkürzen. Doch bei einem Tiefgang des Schiffes von 2,52 Metern hatte er offensichtlich die Lage der Buhnen falsch eingeschätzt: Die Elbe hatte am Montag einen Wasserstand von 4,78 Metern, die Buhnen waren um etwa zwei Meter überströmt. Das Schiff lief auf die Buhne, drehte sich um 90 Grad und entwickelte quer zum Strom liegend Schlagseite. Versuche des Kapitäns, mit eigener Kraft wieder freizukommen, schlugen fehl. Da es sich bei der "Luka" um ein Einhüllenschiff handelte, war Eile geboten. So wurde ein Schubschlepper, der gerade einen Schubverband mit Steinen für das Wasser- und Schifffahrtsamt in Wittenberge gebracht hatte, angefordert. Er war allein aber nicht in der Lage, den havarierten Tanker frei zu schleppen.
Zwei Havarie-Sachverständige, einer für Ladungsinhalte und einer für Schiffe, begaben sich an den Unfallort. Es wurde beschlossen, das Schiff so weit zu leichtern, dass der Bug aufschwimmen und über die Buhne gedreht werden konnte. Gegen 18.45 Uhr traf dazu das Tankschiff "Nautic" ein. Gegen 19.30 Uhr begann das Leichtern. Insgesamt 500 Tonnen Heizöl wurden bis 21Uhr auf die "Nautic" gepumpt. Der Schuber und die "Nautic" gemeinsam konnten die "Luka" schließlich befreien. Sie wurde sofort auf Lecks und Funktionstüchtigkeit der Ruderanlage überprüft.
Sie erhielt eine Fahrerlaubnis unter der Maßgabe, dass die "Luka" in Magdeburg ihre Ladung löschen und dann sofort an Land einer gründlichen Schadensprüfung unterzogen werden muss, durfte sie dann ihre Fahrt fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2008

Deutsches Schnellboot im Sturm beschädigt

Glücksburg, Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein / DE, 23.04.08 - Das 375 Tonnen große Flugkörper-Schnellboot S74 "Nerz" (P 6124) der deutschen Marine ist am 18.4. bei einem Sturm vor der walisischen Küste beschädigt worden. Bei bis zu drei Meter hohen Wellen löste sich der rund 250 Kilogramm schwere Anker und durchschlug den Bug. Es kam zu einem Wassereinbruch, die Besatzung konnte die «Nerz» jedoch in den Hafen von Milford Haven, Wales, bringen. Dort wird das Schnellboot provisorisch repariert und soll wie geplant am 8. Mai wieder in Warnemünde einlaufen. Die 35-köpfige Crew wurde nicht verletzt. Das Boot war unterwegs zu einem internationalen Manöver vor Schottland.
Das Boot der Gepard-Klasse wurde 1982 bei Lürssen erbaut und gehört zum 7. Schnellbootgeschwader. Es hat eine Länge von 57,60 Metern, eine Breite von 7,80 Metern und einen Tiefgang von 2,60 Metern. Der Antrieb erfolgt über 4 MTU –DM von 18000 PS, die 38 Knoten bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2008

Fünf deutsche Bootsfahrer vor Holland in Not

Enkhuizen, Provinz Nordholland / Niederlande, 22.04.08 - Am 22.4. lief die 15 Meter lange Motoryacht "Pacific" bei Tonne KG 3 auf dem Kooizand auf Grund. An Bord war eine fünfköpfige deutsche Crew, die auf dem Ijsselmeer Urlaub machen wollte und mit dem Fahrgebiet nicht vertraut war. Das die Strandungsstelle passierende Fahrgastschiff "Friesland" alarmierte die KNRM, die ihre beiden Rettungsboote "Watersport" und "Rien Verloop" schickte. Mithilfe der "Rien Verloop" wurde bei starkem Nordostwind zunächst der Havarist gegen weiteres Vertreiben gesichert, bis die "Watersport" eintraf und eine Schleppverbindung herstellte. Nach einigen Minuten war die Yacht wieder frei und wurde auf tieferes Wasser gebracht. Sie konnte ihre Fahrt mit eigener Kraft fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2008

Feuer auf Binnentanker

Maassluis, Provinz Südholland / Niederlanden, 22.04.08 - Auf dem Binnentanker "Energie" brach in der Nacht zum 22.4. ein Feuer aus. Das Schiff lag zu dieser Zeit bei Govert van Wijnkade in Maassluis. Der Brand war in einem Werkzeugschapp entstanden. Die alarmierte Feuerwehr konnte ihn rasch löschen, Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2008

Binnenschiff rammte Schleuse

Hamm, Nordrhein-Westfalen / DE, 22.04.08 - Beim Einlaufen in die Schleuse Hamm driftete am 21.4. ein niederländisches Binnenschiff bei starkem Wind und durch den Sog der Wasserverteilungsanlage nach Steuerbord vom Kurs ab und kollidierte mit dem Kantenschutz des Schleusentores im Oberwasser. Am Schiff entstand am Steuerbord-Schanzkleid ein etwa 40 x 40 cm großen Loch. Der Kantenschutz am Schleusentor wurde ebenfalls beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2008

Giftiger Ölschlamm lief in Oslofjord

Oslo / Norwegen, 18.04.08 - Aus einem Leck in einem Tanker flossen 300.000 Liter giftiger Schlamm in den Oslofjord. Bereits vor einer Woche hatte man auf dem Schiff ein drei bis fünf Zentimeter großes Loch entdeckt. Ohne der zuständigen Behörde etwas zu melden, versuchte die Besatzung selbst das Loch zu stopfen. Jedoch ohne Erfolg. Am 18.4. leckte das Schiff erneut. Diesmal flossen aber rund 300 Kubikmeter giftiger Schlamm aus dem Leck. Mögliche Schäden für die Umwelt sind noch nicht abschätzbar, die Behörden gehen aber davon aus, dass sich diese in Grenzen halten werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2008

Bergungsflotte arbeitet an "Neftegaz 67"
Update vom 17.04.08

Hong Kong / China - Mit Hochdruck läuft derzeit die Bergung der "Neftegaz 67" vor Hongkong. Eine ganze Bergungsflotte ist über dem gesunkenen Schlepper in Stellung gegangen. Im Einsatz sind der 500-Tonnen-Schwimmkran "Nan Yang", die Bergungsbargen "Nan Tian Shun" und "Zhong Ren 103", die 4000 Tonnen große Kranbarge "Hua Tian Long", der 4000 PS starke Schlepper "De Xin", der 600 PS starke Schlepper "Suijiu Tuo 10", der 425 PS starke Schlepper "Suijiu Tuo 21", der 625 PS starke Schlepper "Richardo (YaoHang)" , der 15300 PS starke Ankerziehschlepper "De Jin" sowie der 3400 PS starke Hafenschlepper "De Hua".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2008

Schwierige Bergung von Binnentanker

Oberwesel, Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz / DE - Mühselig gestalteten sich die Versuche der drei Schlepper "Glarus", "Rheinland" und "Martinus" am 12.4., den auf dem Rhein zwischen St. Goar und Bingen auf Grund gelaufenen Tanker "Liburna" aus Moerdijk (Europanummer 2317586), 1392 ts, flottzubekommen. Das 86 Meter lange und 9,6 Meter breite Schiff war bei Oberwesel vom Kurs abgekommen und auf eine Kiesbank gelaufen.
Erst als das Containerschiff "Nova" (Europanummer 2323289) mit der Kraft seiner 2753PS-Maschine sich an den Bergungsversuchen beteiligte, gelang es, den Havaristen wieder flottzumachen. Zwei Containerschiffe, die dem Schiff, das vor seiner Strandung vom Kurs abgekommen war, auszuweichen versuchten und dabei kollidiert waren, konnten ihre Fahrt nach einer Inspektion fortsetzen. Während der Bergungsarbeiten an der "Liburna" musste der Fluss in dem betroffenen Abschnitt für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Erst am frühen Nachmittag des 12.04. wurde er wieder freigegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2008

"MSC Napoli" hatte strukturelle Schwächen

Southampton, Hampshire, England / UK, 22.04.08 - Am 21.4. legte der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) seinen Report zur Havarie der "MSC Napoli" vor. Er machte Designfehler für das Entstehen des Risses im Rumpf im Januar 2007 verantwortlich. 12 weitere Schiffe hätten vergleichbare Schwächen und müssten verstärkt werden.
Mehrere große Wellen hatten den 1991 erbauten Frachter im Englischen Kanal auf dem Weg von Antwerpen nach Portugal getroffen, als er mit 11 Knoten durch den Sturm dampfte. 45 Meilen südlich von Lizard Point, Cornwall, wurde der Maschinenraum geflutet, nachdem der Rumpf nachgegeben hatte. Vertikale Risse konnten auf beiden Seiten des Rumpfes unterhalb der Wasserlinie ausgemacht werden, was den Kapitän davon überzeugte, dass das Rückgrat des Schiffes gebrochen war. Eine Wand öligen Wassers sei durch die Risse geschossen, bevor es aufgegeben wurde. Die Risse seien durch einen Mangel an Stärke gegen Verwindungen im Maschinenraumbereich entstanden, heißt es nun im MAIB-Report. Eine geringere Geschwindigkeit hätte die Gefahr gleichwohl reduziert. Rund 1500 Schiffe ähnlicher Bauart wurden nach dem Unfall untersucht, von denen 12 strukturell nachgebessert werden müssen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.04.2008

Fregatte "Emden" schlug Piraten in die Flucht
Update vom 21.04.08

Potsdam, Brandenburg / DE, 22.04.08 - "Tanker wird durch Boot mit Waffen beschossen und getroffen", lautete ein Funkspruch, der die vor dem Yemen operierende Fregatte "Emden" auf den Plan brachte. Das Schiff war im Rahmen von Enduring Freedom am Horn von Afrika im Einsatz. Es nahm Kurs auf den von Piraten attackierten Supertanker "Takayama" (IMO Nr: 9052343), als Vorauskommando stieg ein Hubschrauber von Bord der Fregatte auf. Diese Drohgebärde genügte, um die Piraten von dem 150,053 BRZ großen, 264,457 Tonnen verdrängenden Schiff abzubringen. Der 332 Meter lange, 58 Meter breite und 29.5 Meter tiefgehende Tanker hatte mit erhöhter Fahrt versucht, die Angreifer abzuschütteln, die das Schiff mit mehreren Booten um 4.40 Uhr des 21.4. von beiden Seiten in die Zange genommen und viermal mit Raketen beschossen hatten. Erst nach einer Stunde drehten die Boote ab. Die 16 Philippinos und sieben Japaner blieben unversehrt. Das Schiff, das im Bereich des Maschinenraums von einer Rakete aufgerissen worden war und Treibstoff verlor, nahm Kurs auf Aden zur Reparatur. Es war auf dem Weg von Yanbu in Saudi Arabien gewesen, nachdem es zuvor in Ulsan in Südkorea gelöscht hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.04.2008

Gesunkener Schoner im Lake Michigan identifiziert

Holland, Michigan / USA, 22.04.08 - Eine Tauchgruppe aus Holland, Michigan hat auf dem Grund des Lake Michigan das Wrack des 1873 gesunkenen Zweimastschoners "Hamilton" entdeckt. Die Michigan Shipwreck Research Associates arbeitete ein Jahr lang, um die in 275 Fuß Wassertiefe vor Saugatuck ausgemachten Wrackteile zu identifizieren. Die "Hamilton" war 113 Fuß lang. Sie sank in einem Novembersturm mit einer Ladung Holz auf dem Weg von Muskegon nach Chicago. Die siebenköpfige Crew konnte sich in ein 17 Fuß langes Rettungsboot flüchten, das am nächsten Tag nahe South Haven angespült wurde. Die nichtkommerzielle Tauchgruppe will die Ergebnisse ihrer Forschungen am 3.5. präsentieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.04.2008

"Sabine" liegt weiter in Brunsbüttel fest
Update vom 08.04.08

Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 21.04.08 - Der leckgeschlagene ukrainische Frachter "Sabine" bleibt bis auf weiteres in Brunsbüttel arrestiert. Zertifikate, die die Seetauglichkeit des Schiffes bescheinigen, konnten nicht ausgestellt werden, nachdem weitere Lecks im Schiff entdeckt wurden. Es ist im Gespräch, ein anderes Schiff der Reederei nach Brunsbüttel kommen zu lassen, um die Ladung der "Sabine" zu übernehmen. Diese könnte dann provisorisch repariert werden, um eine Fahrerlaubnis zum Anlaufen einer Werft im Osten zu einer dauerhaften Reparatur zu erhalten..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.04.2008

Motorkreuzer vor Holland geborgen

Urk, Provinz Flevoland / Niederlande, 21.04.08 - Am 21.4. um kurz vor 10 Uhr lief der neun Meter lange Motorkreuzer "Blue Note" nach Maschinenproblemen im Ketelmeer auf Grund. Die KNRM-Boote "Willemtje" und "Kapiteins Hazewinkel" wurden alarmiert und fanden nach einiger Suche den Havaristen. Die "Willemtje" übergab eine Schlepptrosse und hatte das Sportboot rasch freibekommen. Die zweiköpfige Besatzung war unversehrt geblieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.04.2008

Viktoriasee - Gesunkenes Kombischiff wird nicht gehoben

Kampala / Uganda, 21.04.08 - Die Planung für Bergungsarbeiten an dem am 8.5.2005 gesunkenen Kombischiff "Kabalega" auf dem Viktoriasee wurde durch das Ugandan Department of Works and Transport jetzt eingestellt. Die "Kabalega" der Ugandan Railways Corporation war rund 60 Meilen südlich von Port Bell nach Kollision mit der "Kaawa" samt einer Ladung von 840 Tonnen Weizen gesunken. Eine südafrikanische Bergungsfirma hatte kalkuliert, dass eine Bergung knapp 4,5 Millionen Dollar und die Reparatur weitere 11,4 Millionen Dollar kosten würde. Dies waren die Versicherer nicht bereit zu zahlen. Deswegen wurde das Vorhaben jetzt gestoppt. Der Unfall war durch Unaufmerksamkeit beider Brückencrews verursacht worden, sowie durch mangelhafte Kommunikationseinrichtungen und ein Nichtbeachten von Empfehlungen, die nach vorausgegangenen Havarien ausgesprochen worden waren. Außerdem hatte sich ein Mangel an befähigten SAR-Kräften herausgestellt. Nun soll bis August 2008 die "Pamba" als Ersatz für die Südroute nach Daressalam reaktiviert werden. Die Reparatur der "Kaawa" sollte zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.04.2008

Anklage gegen Schiffsführung der "Excelsior" fertiggestellt

Duisburg, Nordrhein-Westfalen / DE, 21.04.08 - Ein Jahr nach der Havarie der "Excelsior" auf dem Rhein bei Zündorf hat die Duisburger Staatsanwaltschaft die Anklage gegen die beiden Schiffsführer fertiggestellt. Den Beschuldigten wird Gefährdung des Schiffsverkehrs und fahrlässige Gefährdung der Umwelt vorgeworfen. In den kommenden Tagen wird das Schriftstück an das Schifffahrtsgericht in Duisburg-Ruhrort versandt; erst dann ist die Anklage offiziell erhoben. Fünf Tage lang war Europas wichtigste Wasserstraße im März 2007 gesperrt, nachdem 32 Container von der "Excelsior" über Bord gegangen waren. Sie mussten mit fünf Spezialschiffen, Tauchern und Pfeilschiffen geortet und geborgen werden. Rund 500 Schiffe stauten sich während der Sperrung auf dem Fluss.
Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ist die Instabilität des Frachters der Hauptgrund für das Unglück. "Die Container waren nicht so gestaut, wie sie es hätten sein müssen, um sie gefahrlos zu transportieren. Möglicherweise war auch eine Überladung des Schiffes mit Schuld an der Havarie. Nach dem Unglück hatte die Wasserschutzpolizei mitgeteilt, dass die Container zum Teil deutlich schwerer gewesen seien, als in den Ladelisten ausgewiesen.
Die beiden Schiffsführer sind anderer Ansicht. Sie ließen erklären, dass sie es nicht als ihre Pflicht angesehen hätten, den Frachter zu stoppen, bestritten aber nicht, dass das Schiff Schlagseite gehabt habe. Auf dem Weg von Mannheim nach Köln hatten mehrere Kapitäne den krängenden Frachter gesehen und ihre Beobachtungen später der Polizei mitgeteilt. Auch der Kölner Kapitän Heiko Dietrich hatte ein Unglück kommen sehen und die "Excelsior" angefunkt: "Ich habe den Kapitän gefragt, ob seine Schieflage nicht ein wenig zu arg sei". Darauf antwortete deren Kapitän: "Wir wären besser erst gar nicht gefahren". Die genauen Hintergründe und die Beweggründe der Schiffsführer, mit der "Excelsior" die Fahrt anzutreten, soll der noch nicht terminierte Prozess vor dem Amtsgericht ans Tageslicht bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.04.2008

Miami River von Barge blockiert

Miami, Florida / USA, 21.04.08 - Am Nachmittag des 19.4. musste der Schiffsverkehrt auf dem Miami River eingestellt werden, nachdem eine 195 Fuß lange Barge zwischen der Dolphin Expressway Bridge und der Northwest 12th Avenue Bridge erst eingeknickt, dann aufgerissen und schließlich gesunken war. Teile des Fahrzeugs lagen seither unter Wasser und führten zu einer Sperrung des Flusses für alle Fahrzeuge von mehr als 30 Fuß Länge. Möglicherweise war die Barge mit Sand überladen worden. Eine Inspektion im Januar 2008 hatte keine Mängel gezeigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.04.2008
Info: Am 24.04.08 wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Die Barge wurde am Mittwoch (23.04.) gehoben.

Binnenschiff lief auf Rheinkribbe

Leverkusen-Hitdorf, Nordrhein-Westfalen / DE, 21.4.08 - Am 20.04. fiel In Höhe Rheinkilometer 706,5 bei einem bergfahrenden Binnenschiff das Bugstrahlruder aus. Das dicht unter Land fahrende Schiff lief dadurch auf eine Längskribbe auf und kam im Vor- und Mitschiffsbereich fest. Der Havarist konnte wenig später wieder freigeschleppt werden. Schäden waren bei der Unfallaufnahme nicht erkennbar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.04.2008

Yacht kam auf Kribbe fest

Emmerich am Rhein, Nordrhein-Westfalen / DE, 21.4.08 - Am 19.4. kam eine Motoryacht aus Ortsunkenntnis bei hohem Wasserstand auf der Längskribbe oberhalb der Einfahrt zum Emmericher Yachthafen auf dem Rhein fest. Ein Schlepper zog die Yacht wieder herunter, die anschließend mit eigener Kraft in den Emmericher Yachthafen einlief. Eine dort durchgeführte Untersuchung ergab lediglich eine geringe Beschädigung am Unterwasserschiff.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.04.2008

Auffahrunfall in Rodder Schleuse

Rheine-Rodde, Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen / DE, 21.04.08 - Als zwei Binnenschiffe am 18.4. hintereinander in die Schleusenkammer der Schleuse Rodde in Bergfahrt einliefen, fuhr das zweite Schiff mehrfach gegen das Heck des Vordermanns. Der Schaden betrug rund 15.000 Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.04.2008

Drei Schiffe bei Münster kollidiert

Münster, Nordrhein-Westfalen / DE, 21.4.08 - Bei Münster erlitt am 18.4. ein Binnenschiff auf der Fahrt nach Uelzen Ruderversager. Das Schiff trieb nach Backbord ab und stieß mit seinem Vorschiff gegen das Vorschiff eines entgegenkommenden Bergfahrers. Der Anker des Bergfahrers riss den Rumpf auf einer Länge von einem Meter oberhalb der Wasserlinie auf. Durch den Aufprall wurde der Bergfahrer außerdem gegen ein festgemachtes Schiff gedrückt, wobei weiterer leichter Sachschaden entstand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.04.2008

Tanker vor Yemen von Rakete aufgerissen

Aden / Jemen, 21.04.08 - Am 21.4. wurde der japanische 150000-Tonnen-Tanker "Takayama" 440 Kilometer vor der Küste von Aden von einem unbekannten Boot attackiert. Er schlug leck und verlor Öl. Der Tanker von Noppion Yusen K.K. war am 4.4. aus Ulsan in Südkorea nach Saudi-Arabien ausgelaufen. Seine 23-köpfige Crew blieb bei dem Angriff unversehrt. Der Schaden, den die von dem Boot abgefeuerte Rakete verursachte, wurde untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2008

Kühlschiff brachte Anlegebrücke in Kiel zum Einsturz

Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 21.4.08 - Am Nachmittag des 18.4. rammte der unter Malta-Flagge laufende, 149,6 Meter lange Reefer "Electra" eine Pier des Kieler Ostuferhafens. Als das Heck des 1984 in Norwegen erbauten Schiffes auf einen Fender traf, wurde eine Sektion zum Einsturz gebracht. Der Schaden beträgt mehrere 10000 Euro. Nach Protokollierung durfte das Schiff am Abend die Reise nach Hamburg antreten. In Kiel war ein Schaden an der Hauptmaschine repariert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2008

Woods Hole ließ Wracks bergen

Provincetown, Cape Cod, Massachusetts / USA, 21.04.08 - Die Stadt Woods Hole (Cape Cod) wird insgesamt 110000 Dollar aufwenden, die Wracks des an der städtischen Pier gesunkenen Kutters "Chico and Jess" sowie ein an der New Bedford Pier gesunkenes Schiff zu bergen. Die "Chico and Jess" sank in der Nacht von Halloween. Hebungsversuche des Eigners aus Eastham verliefen bislang erfolglos.
In Falmouth wurden 35,000 Dollar bereitgestellt, die vor drei Wochen gesunkene, 56 Jahre alte "Mary Ann VII" zu heben. Das 59 Fuß lange Holzschiff eines Eigners aus Plymouth war von der Küstenwache vor dem Untergang dort in die Kette gelegt worden. Die Operation wurde am 14. und 15.4. durchgeführt, das Wrack zum Verschrotten nach Fairhaven gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2008

Kollision auf dem Main - Schiff rammt Hotel

Frankfurt am Main, Hessen / DE, 20.04.08 - Das 110 Meter lange französische Flusskreuzfahrtschiff "Symphonie" ist am Morgen des 20.4. gegen zwei Uhr auf dem Main bei Frankfurt mit dem schwimmenden Hotel "Schlott" zusammengestoßen. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon, doch die Hotelanlage wurde schwer beschädigt. Ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zufolge war ein Fehlverhalten des Kapitäns Ursache des Unfalls. Die vier Angestellten der schwimmenden Unterkunft und die 135 Passagiere an Bord des Schiffes blieben unverletzt. Der Schaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt des 110 Meter langen Passagierschiffes aus Straßburg, das am 21.4. zunächst untersucht werden sollte. Es hatte einige hundert Meter flussabwärts festgemacht. Einer der drei Motoren war durch den Zusammenstoß beschädigt worden. Die Fahrgäste wurden mit Bussen zu ihrem Ziel nach Koblenz gebracht.
Die Hotelanlage wurde zwar schwer beschädigt, bleib indes schwimmfähig. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Heck des Hotelschiffs gegen das Ufer gedrückt. Die Befestigungen, die das Hotel mit dem Ufer verbanden, wurden durchgedrückt und verbogen sich. Der Bug des Schiffs brach zur Flussmitte aus. Die Verankerungsseile hielten das Schiff zwar am Ufer, einer der schweren eisernen Verankerungsringe hielt dem Druck aber nicht stand und brach auseinander. Das Kopfsteinpflaster, in dem die Taue verankert waren, hob sich. Allein den Schaden am Ufer schätzte das Wasser- und Schifffahrtsamt auf 50 000 Euro.
Die eilends gerufenen Handwerker schafften es, dass zumindest die Sicherheitsvorschriften für das Restaurant der "Schlott" schon am frühen Morgen des 20.4. wieder eingehalten werden konnten. Einzig die Besucherterrasse wurde so stark beschädigt, dass sie geschlossen blieb.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2008

Yacht sank nach Bergung – Spinnaker schlang sich um Haus

North Queensferry, Schottland / UK. 20.04.08 - Die nur zwei Wochen alte 29 Fuß lange Yacht "Jezebel II" lief nahe Queensferry am Nachmittag des 20.4. auf Grund. Die siebenköpfige Crew funkte um 12.45 Uhr Mayday. Die Küstenwache alarmierte das South Queensferry RNLI Rettungsboot sowie Coastguard Rescue Teams aus South Queensferry und Kinghorn. Sieben Mann konnten sich an Land retten, einer blieb an Bord. Da der Spinnaker sich losgerissen und um das Dach eines nahen Hauses gewickelt hatte, musste er abgeschnitten werden, ehe das Rettungsboot die Yacht freischleppte. Danach aber sank die "Jezebel II" im Firth of Forth und kam auf drei Metern Wassertiefe zu liegen. Der Eigner, der an Bord geblieben war, wurde von dem Rettungsboot aufgenommen. Die Havarie wurde offenbar durch Fehler in der Ausrüstung verursacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2008

Dreifache Hilfe für Sportboote vor Holland

Harlingen, Provinz Friesland / Niederlande, 20.04.08 - Am Morgen des 20.4. wurde die Harlinger KNRM-Station alarmiert, weil auf den Boontjes die 10 Meter lange deutsche Yacht "Leonie" mit drei Mann Crew festsaß. Das Boot war unterwegs von Kornwerderzand nach Harlingen gewesen. Der starke Ostwind hatte das Wasser aber weniger hoch als normal auflaufen lassen, sodass die "Leonie" festkam. Die Harlinger Rettungsboote "Veronica Wiecher" und "Jap Visser-Politiek" waren schnell vor Ort. Die "Veronica Wiecher" nahm die "Leonie" auf den Haken und holte sie vom Sand. Da sie keinen Schaden erlitten hatte, konnte die Reise fortgesetzt werden, und die Rettungsboote kehrten auf ihre Staiton zurück, wo sie sich gegen 14 Uhr einsatzklar meldeten.
Enkhuizen, Provinz Nordholland / Niederlande, 20.04.08 - Ebenfalls am 20.4. kamen die beiden Rettungsboote "Watersport" und "Rien Verloop" dem Segler "Nil Desperandum" aus Volendam zu Hilfe. Es hatte mit drei Kindern und zwei Erwachsenen an Bord auf dem Weg von Stavoren nach Edam Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten. Die "Rien Verloop" war mit einer Lenzpumpe das erste Hilfsschiff vor Ort, dicht gefolgt von der "Watersport". Es gelang, das Wasser auszupumpen und das Schiff im Schlepp in den Compagnieshaven von Enkhuizen zu bringen.
Enkhuizen, Provinz Nordholland / Niederlande, 19.04.08 - Bereits am 19.4. waren die "Watersport" und "Rien Verloop" der 7,25 Meter langen Yacht "Goede Waar" aus Enkhuizen zu Hilfe gekommen, die mit zwei Mann Crew unterwegs von Alkmaar über Medemblik nach Enkhuizen war. Sie kam zu dicht unter die Küste und lief auf Grund. Die Yacht wurde von der Untiefe gezogen, nachdem die "Rien Verloop" für die zu tief gehende "Watersport" eine Schleppverbindung hergestellt hatte. Das Schiff wurde mit Ruderschaden in den Compagnieshaven von Enkhuizen eingebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2008

Gestrandetes Rettungsboot nicht mehr einsatzfähig

Portrush, Nordirland / UK, 18.04.08 - Die "Katie Hannan" der RNLI wird nach ihrer Strandung nahe Rathlin im Januar diesen Jahres nicht wieder in den aktiven Dienst gehen. Das 2 Millionen Pfund teure Schiff hatte während der zwei Wochen auf den Felsen schwere Schäden erlitten.
Ein neues Boot der Severn-Klasse wird in Portrush stationiert. Die "Katie Hannan" könnte noch für Trainings- und Ausbildungszwecke verwendet werden. Die Crew habe bei dem verhängnisvollen Einsatz keinen Fehler gemacht, hieß es. Auf Grund zu laufen sei ein konstantes Risiko für Rettungsboote beim Einsatz in flachen Gewässern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2008

Beschädigte RoRo-Brücke in Cuxhaven demontiert

Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 18.04.08 - Am 18.4. hat der Schwimmkran "LVP 1" den Unterfahrschutz sowie die obere Traverse der RoRo-Brücke des RoRo-Terminal Cuxhaven abgebaut. Die Brücke wurde am 22.12.2007 von dem englischen Containerfrachter "Perth", 24836 BRZ, gerammt und beschädigt. Die Versicherungsfrage ist noch nicht geklärt, aber aus Sicherheitsgründen musste nun eine Teildemontage der Brücke durchgeführt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2008

Frachterbrand in Istanbul

Istanbul / Türkei, 18.04.08 - Am 18.4. geriet der vor Anker liegende Frachter "Herex 4" am Südende des Pedik-Wellenbrechers (Istanbul) im Bosporus in Brand. Das Rettungsboot "Kıyı Emniyeti 7", die "Kurtarma 1" und vier Schlepper wurden nach der Notmeldung um 16.55 Uhr zum Havaristen geschickt. Es gelang, das Feuer zu löschen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2008

Aus "MSC Napoli" wurden 60000 Tonnen Stahl

Belfast, Nordirland / UK, 14.04.08 - Binnen zwei Wochen werden die letzten Teile des Vorschiffs der "MSC Napoli" verschrottet sein. Seit dem vergangenen August wurde das Wrack bei Harland and Wolff Stück für Stück zurückgebaut. Dabei waren 80 Arbeiter beschäftigt. Aus geschätzten fünf Kubiktonnen Ölresten wurden dabei tatsächlich 100 Tonnen. Übrig blieben nach Anschluss der Arbeiten rund 60000 Tonnen Schiffbaustahl. Ein Stück wurde zugunsten von bedürftigen Kindern verauktioniert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2008

Auslaufverbot für Fruchtschiff in Bremerhaven

Bremerhaven, Fruchtterminal, Land Bremern / DE, 18.04.2008 - Im Zuge einer Umweltschutzkontrolle hat die Wasserschutzpolizei Bremen - Polizeiinspektion Bremerhaven heute auf einem unter der Flagge von Liberia fahrenden Fruchtschiff mehrere Verstöße gegen Umweltvorschriften festgestellt. Das 141 Meter lange Frachtschiff (Reefer) "Eagle Bay" (IMO 9038488) liegt zurzeit am Fruchtterminal in Bremerhaven. Die Umweltfahnder bemerkten im Schiff ein stark mit öligen Rückständen verunreinigtes System zum Pumpen von klarem Wasser, was zum Lenzen der Laderaumbilgen verwendet wird. Zusätzlich bemerkten sie auch noch einen nicht funktionstüchtigen Öl-Wasser-Separator und Leckagen im Leitungssystem der Feuerlöschanlage. Die zuständige Schiffssicherheitsbehörde - Seeberufsgenossenschaft - erteilte ein Auslaufverbot für das 16 Jahre alte Frachtschiff. Weiterhin wurden Zwangsentsorgungen im Öl und Müllbereich sowie Reinigungs- und Reparaturarbeiten zur Auflage gemacht. Vor dem Auslaufen aus Bremerhaven wird noch eine Kontrolle durch eine Klassifikationsgesellschaft erfolgen. Aufgrund der festgestellten Verstöße wurde von den Umweltfahndern der Polizeiinspektion Bremerhaven ein Verwarnungsgeld erhoben. Die Ermittlungen dauern zurzeit noch an.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 18.04.2008

Schlepper "Wilhelmine" nach Kollision bei Kröger-Werft
"Gepard" wieder sprungbereit

Rendsburg, Schleswig-Holstein / DE, 18.04.08 - Hochbetrieb in der Reparaturabteilung der Rendsburger Kröger-Werft: Der Hamburger Schlepper "Wilhelmine" wurde bei der Werft in Schacht-Audorf auf Slip genommen, um einen bei einer Kollision erlittenen Schaden zu reparieren. Das Schiff war am Morgen des 6. April mit einem Containerfrachter kollidiert. Beim Übernehmen der Schleppverbindung war die "Wilhelmine" von dem Frachter gerammt und an der Backbordseite beschädigt worden. Deckshaus, Schanzkleid und Rumpf wurden verbeult, der Wulstbug des Frachters verursachte einen Wassereinbruch und Schäden in der Elektrik. Die Reparatur soll bis Anfang Mai dauern. Das Schiff von Petersen & Alpers wurde 1981 bei der Cuxhavener Mützelfeldt-Werft erbaut.
Nach mehrmonatiger Arbeit verließ derweil am 17.4. das Schnellboot S 71 "Gepard" (P 6121) die Kröger Werft. Das 57,60 Meter lange und bis zu 40 Knoten schnelle Flugkörperschnellboot war im April 2007 vor der Küste des Libanon durch einen Navigationsfehler von dem Schwesterboot S76 "Frettchen" (P6126) gerammt worden. Die "Frettchen" hatte die Bordwand der "Gepard" im Mittelschiffe großflächig eingedrückt. Der aus verleimtem Edelholz bestehende Rumpf konnte nur durch einen Fachbetrieb wieder saniert werden. Den Auftrag bekam die im Marineschiffbau bewährte Lürssen-Gruppe. Die zu dieser Gruppe gehörende Kröger-Werft tauschte die beschädigten Holzplatten aus. Die "Gepard" nahm nun Kurs auf das Marinearsenal Kiel.
Bei der Kollision ar auch die "Frettchen" am Bug erheblich beschädigt worden. Nach der Ausschreibung zur Reparatur dieses Schadens hatte die zur Hegemann-Gruppe gehörende Peene Werft in Wolgast den Auftrag bekommen.
Die beiden Einheiten gehören zu den zehn letzten Schnellbooten der deutschen Marine. Sie wurden zwischen 1979 und 1984 bei der Lürssen Werft in Lemwerder an der Weser gebaut und gehören heute zum 7. Schnellbootgeschwader in Warnemünde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2008

Ruderhaus machte sich selbständig - Brücke gerammt

Essen, Nordrhein-Westfalen / DE, 18.04.08 - Das in Ballast fahrende belgische Binnenschiff "Tiberias" aus Gent kollidierte am Abend des 17.4. gegen 21.30 Uhr auf dem Rhein-Herne-Kanal während der Fahrt von Essen nach Gelsenkirchen mit der Vogelheimer Brücke bei Kanalkilometer 17. Das 105 Meter lange Schiff hatte zuvor im Stadthafen eine Ladung Aluminium gelöscht. Das Ruderhaus hatte sich selbständig nach oben ausgefahren und so die Kollision verursacht. Dabei wurde das Dach des Ruderhauses abgeschert und stürzte auf das dahinter liegende Kajütdeck, wo zwei mitgeführte private Pkw durch die herabstürzenden Trümmer schwer beschädigt wurden. Die Wasserschutzpolizei Essen hat die Weiterfahrt des Tankschiffes untersagt. Ein Sachverständiger sollte am 18. April die Ursache für den technischen Defekt suchen. Die Polizei schätzt den Schaden auf 20 000 bis 40 000 Euro. Die Brücke überstand den Unfall schadlos.
Die 2433 Tonnen große "Tiberias" (Europa-Nr. 6004292) ist 105 Meter lang und 10,5 Meter breit. Der Kasko wurde 2007 bei Stig Jiangsu Machinery in Nanjing, China, erbaut und bei Ketels Werkhuizen Florimont in Antwerpen fertiggestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2008

Riesenbarge vor Caicos Island gestrandet

Turks and Caicos Island / BWI, 18.04.08 - Die American Salvage Association wurde nach der Strandung der Barge "Thor III", einem 250 Meter langen, 72 Meter breiten und 16.5 Meter tief gehenden Fahrzeug mit einer Ladung von 4000 Tonnen Geröll und Sand bei Turks und Caicos Island zu Hilfe gerufen. Es wurden rund 3500 Tonnen der Ladung geleichtert, danach der Rumpf abgedichtet und ausgepumpt, ehe mit Pressluft versucht wurde, die Barge mit dem 2000 PS starken Schlepper "El Morro" zu bergen.
Info: BWI = British West Indies (Britisches Überseegebiet im Atlantischen Ozean, Territorien in und um die Karibik herum). Turks and Caicos Islands liegen etwa 575 Meilen südlich von Miami, Florida / USA.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2008

Schuber lief in Terneuzen auf Grund

Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 18.04.08 - Am Abend des 17.4. lief der Schubschlepper "Scaldis" (ex "Crismar", Europe-No. 2318173) mit einer Barge im westlichen Außenhafen von Terneuzen auf Grund. Der Schlepper "Zeebrugge" kam zu Hilfe, brauchte jedoch nicht mehr einzugreifen, da die 16,86 Meter lange "Scaldis" mit eigener Kraft wieder freikam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2008

Gesunkener Kutter war nicht seetüchtig

Wellington / Neuseeland, 18.04.08 - Der Untergang des 14 Meter langen Kutters "Kotuku" am 13. Mai 2006 in der Foveaux Strait ereignete sich wegen Stabilitätsproblemen. Dies ist ein Ergebnis des jetzt publizierten Untersuchungsberichts der Transport Accident Investigation Commission. Bei dem Unglück waren sechs der 10 Menschen an Bord, darunter zwei Kinder, ums Leben gekommen. Zuvor war der Kutter von zwei großen Wellen getroffen worden. Dabei sammelte sich eine große Menge Wasser an Deck, weil die Speigatten geschlossen waren. Wegen einer großen Ladung lag das Schiff zudem tief im Wasser. Außerdem hat eine Reihe von Umbauten der "Kotuku" über mehrere Jahre hinweg dazu geführt, dass sie topplastiger geworden war. Der Report kommt zu dem Ergebnis, dass die "Kotuku" nicht seetüchtig war und nicht durch Inspektionen hätte kommen sollen. Offenbar haben die Untersuchungskommissionen und Maritime New Zealand ebenso wie Eigner und Skipper nicht realisiert, dass das Schiff ein Risiko darstellte, oder sie wussten es, ohne darauf zu reagieren. Die "Kotuku" hätte kein Fit For Purpose-Zertifikat haben sollen oder nur unter Auflagen.
Info: Foveaux Strait = Foveaux-Straße = ist eine Meerenge in Neuseeland. Sie befindet sich zwischen der Südküste der Neuseeländischen Südinsel und den Inseln: Solander Island, Stewart Island und Ruapuke Island.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2008

Schnellfähre in Norwegen gerammt

Bergen, Provinz (Fylke) Hordaland / Norwegen, 17.04.08 - Am 17.4. um 14.48 Uhr kollidierte die Katamaranfähre "Hardangerprins" der Bergen-Nordhordaland Rutelag mit dem Tanker "Sotraoil" der Bergen Tankers AS im norwegischen Puddefjorden auf dessen Laksevåg-Seite. Die beschädigte Fähre, eine der modernsten Fähren in dem Seegebiet, wurde erheblich beschädigt, konnte aber mit eigener Kraft zur Reparatur den Skjøndal Slip in Damsgård anlaufen. Die Polizei nahm routinemäßig Blutproben der beteiligten Besatzungen. Der Tanker wurde nur leicht beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2008

Tödliches Bargenunglück wird untersucht
Update vom 15.04.08

Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 17.04.08 - Die Verkehrs- und Wasserstraßeninspektion leitete eine Untersuchung des Untergangs einer Barge in den Mittagsstunden des 15.4. beim Erzumschlagbetrieb EECV im Rotterdamer Europoort ein, bei der ein Mann ertrank. Ein erst jetzt sich auswirkender Konstruktionsfehler oder Materialermüdung gelten als mögliche Ursachen des Untergangs. Die Barge wurde 1980 erbaut und hat damit für derartige Fahrzeuge kein hohes Alter. Als die Barge sank, standen im Rahmen von Beladungsarbeiten zwei Männer von EECV und zwei der Reederei ThyssenKrupp Veerhaven an Deck. Zwei wurden unmittelbar nach dem Vorfall von Kollegen aus dem Wasser gezogen, ein dritter kam nach seiner Rettung ins Krankenhaus. Der vierte blieb eine Stunde lang verschwunden, eher er tot aufgefunden wurde
Es handelte sich um das zweite derartige Unglück binnen weniger Tage. Am 11.4. war eine Barge, die von der "Veerhaven IV" transportiert wurde und wie rund 1000 andere Bargen und 10 Schubboote derselben Reederei aus Brielle gehört, die ihre Schiffe in Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam im Einsatz hat, im Hartelkanal gesunken. Bei EECV ging derweil ein Schwimmkran in Stellung, die gesunkenen Barge zu heben. Sie sollte Erz zu einem Hochofen in Duisburg bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2008

Kutter im Golf von Mexiko gesunken

Apalachicola, Franklin County, Florida / USA, 17.04.08 - Am Morgen des 17.4. sank im Golf von Mexiko der 38 Fuß lange Kutter "Elizabeth Mae" rund 50 Meilen südöstlich von Apalachicola, Florida. Um 5 Uhr morgens erhielt die Küstenwache die Meldung, dass das Schiff Wasser mache. In Mobile startete ein HU-25 Falcon Jet, der Küstenwachkutter "Seahawk" und ein HH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Clearwater wurden ebenfalls zum Havaristen in Marsch gesetzt. Der Jayhawk Helikopter barg zwei Mann aus einer Rettungsinsel. Der dritte Mann klammerte sich an einen aufgeschwommenen Kühler. Er trug keine Schwimmweste. Alle drei wurden zum Apalachicola Airport gebracht.
Bei einer Sicherheitsinspektion des Küstenwachschiffs "Stingray" auf der "Elizabeth May" Anfang Februar 2008 wurde moniert, dass das Schiff keine Rettungsinsel habe. Dass dies inzwischen der Fall war, könnte der Besatzung das Leben gerettet haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2008

Weiteres Opfer der Robbenjagd

St. John’s, Provinz Neufundland und Labrador / Kanada, 17.04.08 - Ein dritter Kutter ging vor Neufundland bei der Robbenjagd verloren. Die "White Bay Challenger" war am 17.4., eskortiert von dem kanadischen Küstenwachschiff "Ann Harvey", nach Englee unterwegs, als sie von Eis aufgerissen wurde. Die drei Pumpen kamen nicht gegen den Wassereinbruch an, sodass die siebenköpfige Crew von der "Ann Harvey" abgeborgen wurde. Sie nahm mit den Schiffbrüchigen Kurs auf St. Anthony, N.L..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2008

Wrack von Zerstörer HMS "Hunter" nach 68 Jahren gefunden
Update vom 06.03.08

Norwegen / England, April 2008 - Als die norwegische Marine bei einem Manöver ein neues Echolot testete, entdeckte sie das Wrack der HMS "Hunter", des letzten bis dahin noch vermissten britischen Zerstörers aus dem Zweiten Weltkrieg. Die 42,50 Meter lange HNoMS "Tyr", ein spezielles Tauch- und Expeditionsschiff der Norweger, fand es während des Manövers auf dem Grund des Ofotfjord, wo er in der Schlacht um Narvik, der ersten großen Seeschlacht des Zweiten Weltkriegs, um 5.30 Uhr am 10. April 1940 gesunken war. 110 der 145 Mann Besatzung waren dabei ums Leben gekommen.
Die verschwundene "Hunter" war ein ideales Testobjekt für die "Tyr", die den Grund des Fjords Meter für Meter scannte, bis sie in 305 Metern Tiefe eine ungewöhnliche Struktur erfasste. Nun kam das ROV "Scorpio 21" zum Einsatz. Nach 14-stündiger Suche erfasste dessen Kamera die Konturen eines Wracks. Mit Ablagerungen bedeckt, Algen an der Reling, aber dennoch klar zu erkennen., boten sich die 1880 Tonnen Stahl eines Zerstörers dar. Klarheit brachte die Entdeckung des Wappens des Schiffes mit dem Schriftzug "Hunter".
Es war nicht der erste Wrackfund der "Tyr": Das Schlachtschiff "Scharnhorst" hat sie ebenso wie die deutschen U-Boote "U-864" bei Fedje und "U-735" bei Horten entdeckt. Im November 1999 war sie beteiligt, nach einem Fährunglück in der Nordsee die Toten aus der gesunkenen "Sleipner" zu bergen.
Nachdem das ROV der "Tyr" den Fundort der "Hunter" dokumentiert und vermessen hatte, nahmen die an demselben Manöver beteiligten Briten mit einer Zeremonie Abschied von den gefallenen Kameraden auf dem Fjordgrund. In Formation fuhren vier britische und ein norwegisches Kriegsschiff über das Wrack, das zum Kriegsgrab erklärt wird.
In England löste die Nachricht von dem Fund gemischte Gefühle bei den Überlebenden des Unglücks aus. Der heute 87-jährige John Hague aus Manchster erinnert sich noch heute an den Ruck, der durch das Schiff ging, als es von seinem Schwesterschiff HMS "Hotspur" gerammt wurde. Die Deutschen hatten die Ruderanlage der "Hotspur" außer Gefecht gesetzt. Die "Hunter" begann, sich stark überzulegen. Hague lief an Deckund sprang ins eisige Wasser. Kurze Zeit später zogen ihn deutsche Seeleute heraus. "Ich bin so glücklich und überwältigt, dass die HMS "Hunter" nach so vielen Jahren gefunden wurde", sagte Hague einem Sprecher der Royal Navy, als er von der Entdeckung erfuhr. Den heute 89-jährigen James Renshaw nahm die Entdeckung des Wracks sehr mit. "Ich bin geschockt", sagte er unter Tränen einem Sprecher der Royal Marines, der die Nachricht überbrachte. "Ich habe über einhundert Freunde, quasi meine Familie, verloren, als die "Hunter" sank. Seitdem ist kein einziger Tag vergangen, an dem ich nicht an sie gedacht hätte." .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2008

Größter Schwimmkran Asiens hebt "Neftegaz 67"
Update vom 07.04.08

Hong Kong / China, 17.04.08 - DieArbeiten zur Bergung des ukrainischen Schleppers "Neftegaz 67", der am 22.3. vor Hongkong sank, werden rund zwei Wochen dauern. Bisherige Versuche, das Wrack in flacheres Wasser zu verholen, scheiterten, weil der Mast des Schiffes sieben Meter tief im Meeresgrund steckt. Von der 25-köpfigen Crew wurden nach der Kollision nur sieben Mann lebend und weitere drei tot geborgen. Der größte Schwimmkran in asiatischen Gewässern, die "Hua Tian Long" wurde jetzt mit vier Schleppern und drei Bargen sowie einem Hebebock zur Untergangsposition gebracht, um die eine Sicherheitszone eingerichtet wurde, um ein sicheres Arbeiten der Taucher zu ermöglichen. Wenn das Wrack gehoben ist, soll als erstes eine Suche nach den 15 Vermissten durchgeführt werden, die sich noch im Schiffinnern sein können. Der Einsatz der "Hua Tian Long" kostet die Ukraine täglich 250000 Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2008

Rettungsaktion für 16 Schiffbrüchige vor Südafrika

St. Francis Bay, Eastern Cape Provinz / Südafrika, 17.04.08 - Am 16.4. um 19.46 Uhr wurde die NSRI St Francis Bay alarmiert, nachdem eine halbe Meile vor der Küste nahe des Leuchtturms St Francis Bay Notraketen gesichtet worden waren. Es stellte sich heraus, dass der Trawler "Bandido" in Seenot geraten war und seine 16-köpfige Crew mit roten Raketen auf sich aufmerksam zu machen suchte. Das Schiff war auf ein Riff gelaufen und begann bei sechs bis sieben Meter hohen Seen und 25 Knoten Wind aus Südwest zu sinken. Das Rettungsboot "Spirit of St Francis II" und weitere Rettungsdienste, die Polizei sowie die NSRI Port Elizabeth wurden alarmiert, ein Hubschrauber stieg auf. Nachdem die Schifffahrt informiert wurde, nahm der Kutter "Erongo" Kurs auf die Unglücksstelle und fand die "Bandido" sinkend vor. Nur noch das Heck ragte aus dem Wasser, verschwand aber auch rasch unter den Wellen. Die "Erongo" barg die Crew aus einer Rettungsinsel. Einige hatten Verletzungen von Brüchen bis zu Unterkühlung erlitten, waren aber in stabiler Verfassung. Das NSRI-Boot fand weitere fünf Schiffbrüchige im Wasser treibend. Alle 16 Mann hatten Schwimmwesten mit aktivierten Stroboskop-Lichtern angelegt, was die Lokalisierung erleichterte. Sie wurden zur NSRI-Basis gebracht. Bereits unterwegs ging ein Stationsarzt an Bord der "Erongo", um die Verletzten zu betreuen. Alle Geretteten wurden später in Krankenhäuser gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2008

Tanker rettete Schiffbrüchige vor Puerto Rico

San Juan / Puerto Rico, 16.04.08 - Am 15.4. koordinierte die US Coast Guard mithilfe eines HU-25 Falcon Jet die Rettungsaktion für 11 Seeleute vor Puerto Rico. Der koreanische Frachter "Tel Tale II" war 300 Meilen südlich von Puerto Rico gesunken, nachdem mehrere Brecher, die über die Steuerbordseite geschlagen waren, die Sandladung zum Übergehen gebracht hatten. Das Schiff war manövrierunfähig geworden, quergeschlagen und gekentert. Um 9.15 Uhr fing die Küstenwache San Juan Point ein EPIRB-Signal auf und schickten einen HU-25 Falcon Jet der Air Station Borinquen zur ermittelten Position. Mit dem Rettungssystem AMVER wurde versucht, in der Nähe befindliche Schiffe ausfindig zu machen. Der Tanker "Aegean Angel" reagierte auf den AMVER-Ruf und wurde zur Unglücksposition dirigiert. Die Crew des HU-25 Falcon Jet lokalisierte die Schiffbrüchigen mit Nachtsichtgläsern, während diese mit Blitzlichtern und Fackeln auf sich aufmerksam machten. Der "Aegean Angel" gelang es, alle Schiffbrüchigen unversehrt aus der Rettungsinsel aufzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2008

Kutter vor Queensland ausgebrannt

North Stradbroke Island, Queensland, Australien, 14.04.08 - Am 13.04. geriet der hölzerner Garnelen-Trawler "Paulette" vor der Küste von Queensland in Brand. Der Skipper hatte das Feuer acht Meilen nodöstlich von Jumpinpin Bar nahe North Stradbroke Island entdeckt und die Polizei alarmiert. Er verließ nach vergeblichen Versuchen, zusammen mit dem zweiten Crewmitglied die Flammen zu löschen, das Schiff, und beide wurden wenig später von nahestehenden Booten unversehrt gerettet. Der Kutter, der von Southport nach Townsville unterwegs war, wurde zerstört.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2008

Trawlercrew in Jacobs Bay gerettet

Saldanha, Saldanha Bay, Distrikt Westküste, Provinz Westkap / Südafrika,14.04.08 - Am 12.4. wurden eine Meile vor Swart Ried in der Jacobs Bay, 15 Meilen nördlich von Saldanha, rote Notraketen gesichtet und die NSRI Mykonos Station alarmiert. Nachdem die Schifffahrt informiert wurde, meldete sich der Trawler "Boetie Arkie", der in der Nähe stand. Es stellte sich heraus, dass die Raketen von dem 20 Meter langen Trawler "Silver Reaper" aus Port Elizabeth abgefeuert worden waren ,der auf Felsen gelaufen war. Wegen etlicher Untiefen konnte die "Boetie Arkie" nicht direkt an dem Havaristen herankommen, doch er bestätigte, dass das Schiff auf das Jacobs Reef gelaufen war. Das Rettungsboot "Spirit of Freemasonry" und weitere Rettungsfahrzeuge wurden in Marsch gesetzt. Ein Rettungsschwimmer erreichte die kleine Felsinsel, auf der die Crew der "Silver Reaper" gesichtet worden war. Alle 11 waren außer leichten Unterkühlungen wohlbehalten. Sie hatten ihr sinkendes Schiff schwimmend verlassen. Das Wrack war in der Nähe unter Wasser liegend sichtbar. Der Rettungsschwimmer sicherte alle 11 Mann, doch der zwei bis drei Meter hohe Wellengang zwischen den Felsklippen machte eine Wasserrettung zu riskant. Um 5.45 Uhr hob ein AMS-Helikopter mit einem NSRI-Luftrettungsteam ab. Er landete auf einem kleinen Felsplateau, sodass die Schiffbrüchigen dort einsteigen konnten. Sie wurden aufs eine Meile entfernte Festland gebracht, wo Ambulanzen und Rettungsteams sie erwarteten. Sie wurden mit leichten Unterkühlungen im Krankenhaus behandelt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2008

Umfangreiche Wrackräumung in Dublin

Dublin / Irland, 14.04.08 - Im Laufe des März haben Waterways Ireland 12 gesunkene und beschädigte Schiffe aus dem Grand Canal Basin in Dublin geräumt. Die Schiffe waren aufgegeben und stellten eine Gefährdung der Schifffahrt dar. Die Arbeiten dauerten zwei Wochen, beteiligt war auch ein Bergungstaucherteam, das von einem Ponton aus die Wracks abdichtete, damit sie mit einem Kran gehoben und ausgepumpt werden konnten. Alle Schiffe waren mindestens fünf Jahre gesunken und deswegen teilweise so verrottet, dass sie Stück für Stück entfernt werden mussten. Nach der erfolgreichen Bergung wurden sie entsorgt. Zuvor waren Versuche, die Eigner zu kontaktieren, fehlgeschlagen. Das Grand Canal Basin wurde im April 1796 eröffnet als Dock für seegängige Schiffe, die vom Liffey River kamen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2008

Norwegen: Frachter rammte Brückenpfeiler

Tromsø, Provinz (Fylke) Troms, Norwegen, 16.04.08 - Am Morgen des 16.4. um 7.15 Uhr rammte bei starkem Wind der norwegische Containerfrachter "Tege", 1560 BRZ, der Tollpost Globe einen Pfeiler der Tromsø-Brücke. Dabei wurde der Bug des 75 Meter langen Schiffes oberhalb der Wasserlinie beschädigt.
Erst am 10.2.2008 hatte es nach Maschinenschaden vor Stjernøya, Finnmark, von dem Rettungsboot "Ada Waage" nach Alta eingeschleppt werden müssen. Jetzt machte es in Breivika, Tromsø, zur Reparatur und Inspektion fest.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Binnenschiffs-Kollision bei Hünxe

Hünxe, Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen / DE, 16.04.08 - Gegen 03.25 Uhr erlitt ein Binnentanker kurz nach dem Auslaufen aus der Schleuse Hünxe in Bergfahrt einen Defekt am Bugstrahlruder. Der Kapitän nahm Funkenflug aus der Auspuffanlage wahr. Sein Schiff kam vom Kurs ab und kollidierte frontal mit einem Entgegenkommer. Das Tankschiff wurde dabei der Backbordseite stark beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Frachterbrand in Terneuzen

Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 16.04.08 - Am Abend des 15.4. brach auf dem Frachter "Present" in Terneuzen ein Feuer aus, das mit starker Rauchentwicklung einherging. Gegen 22 Uhr war bemerkt worden, dass Rauch aus dem Vorschiff austrat. Die Feuerwehr wurde gerufen. Sie brauchte einige Zeit, den Brandherd zu lokalisieren und das Feuer zu löschen. Das Schiff lag zu dieser Zeit zu Reparaturarbeiten bei Waterschap Zeeuws Vlaanderen, Kennedylaan.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Bilgepumpe ausgestellt – Kutter gesunken

Hyannis, Halbinsel Cape Cod, Barnstable County , Massachusetts / USA, 16.04.08 - Der 40 Fuß lange Kutter "Northern Approach" der Elaine Waldron of Damariscotta, Maine, erlitt in der Nacht zum 15.4. Wassereinbruch und kenterte an seinem Liegeplatz in Hyannis. Als das Boot sank, war niemand an Bord. Ein Besatzungsmitglied hatte die Bilgepumpen abgestellt, wodurch es zu dem Eindringen von Wasser kam. Ölschlängel wurden, nachdem um 7.10 Uhr das Unglück bemerkt worden war, um das Wrack ausgelegt, um auslaufendes Öl einzudämmen. Ein Kran richtete den Fiberglas-Kutter am Nachmittag mit Taucherunterstützung wieder auf. Weil das Boot vorschriftswidrig unbewacht gewesen war, wurden dem Eigner 50 Dollar Strafe auferlegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Suche nach 10 vermissten Fischern eingestellt
Update vom 12.04.08

China / Japan, 16.04.08 - Am 16.4. wurde die Suche nach zehn vermissten Fischern eingestellt, deren Kutter "Lurongyu 2177" am 11.4. um sechs Uhr nach Kollision mit dem panamaischen Tanker "Shinyo Sawako" (ex: Golden Stream) 80 Meilen östlich des Yangtse Flusses in der Ostchinesischen See gesunken war. Alle 14 Mann an Bord waren über Bord gegangen, vier hatten von der Crew des mit Stahl beladenen Kollisionsgegners gerettet werden können, drei waren unmittelbar danach tot aufgefunden worden. Über 30 Suchschiffe, darunter das japanische Patroullienboot "Osumi" und ein Hubschrauber aus der Zheijang Provinz und Shanghai waren tagelang im Einsatz gewesen, ohne weitere Überlebende zu entdecken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Ladearbeiter ertrank bei Untergang in Rotterdam

Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 15.04.08 - Ein Mann aus Rotterdam ertrank am 15.4. im Dintelhaven in Rotterdam Europoort, als ein Leichter gegen 17 Uhr aus unbekannter Ursache sank. Drei andere Männer, die wie er mit Ladearbeiten beschäftigt waren, konnten sich retten. Er wurde aber von der Strömung fortgerissen und später von Tauchern der Feuerwehr tot gefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Schnellfähre vor England in Brand

Ryde, Isle of Wight, England / UK, 15.04.08 - Die Fähre "Lady Pamela" geriet auf dem Weg von Portsmouth zur Isle of Wight am 15.4. um 16.32 Uhr in Brand. Das Feuer entstand in der Steuerbordmaschine des Schiffes des FastCat Wightlink Service. Das bordeigene Carbondioxid (CO2) System vermochte die meisten Flammen zu löschen, bis das Schiff Ryde erreichte, wo bereits die Feuerwehr wartete. Hier wurden die 85 Passagiere angewiesen, das Schiff schnellstmöglich zu verlassen. Niemand kam zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Kollision durch unaufmerksame Skipper verschuldet

Southampton, Hampshire, England / UK, 15.04.08 - Die Skipper zweier Kutter, die am 3. Oktober 2007 vor Falmouth kollidierten, haben nach einem jetzt veröffentlichten Report des Marine Accident Investigation Branch das Unglück durch nachlässigen Ausguck verursacht. Zunächst war angenommen worden, dass der Untergang der 8,53 Meter langen "Lady Hamilton" aus Helford durch den Zusammenstoß mit einem Baumstamm ausgelöst worden war. Erst später stellte sich heraus, dass sie mit der 5,2 Meter langen "Blithe Spirit" zusammengestoßen war, wobei deren Skipper verletzt wurde. Beide Fischer waren mit den Gewässern vertraut, und die See war ruhig. Die dreiköpfige Crew der "Lady Hamilton" war von einem Lotsenboot gerettet und von dem RNLI-Boot aus Falmouth an Land gebracht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Neue Diskussion: Ließen minderwertige Nieten "Titanic" sinken?

USA / England, UK, 15.04.08 - Neuer Disput um den Untergang der RMS "Titanic": Wissenschaftler haben in Archiven von Harland & Wolff in Belfast (Nordirland) Hinweise darauf gefunden, dass die Nieten des Schiffs minderwertig waren und so den Untergang des Schiffes zumindest beschleunigt haben könnten. Historiker hegten schon länger diesen Verdacht. Als entsprechende Hinweise vor zehn Jahren erstmals auftauchten, hatte Harland & Wolff die Vorwürfe zurückgewiesen.
Jetzt aber haben zwei Wissenschaftler neue Indizien in den Archiven der Werft gefunden. Demnach verloren bei der Kollision mit einem Eisberg zahlreiche Nieten ihre Köpfe und ließen große Mengen Meerwasser eindringen. Die Probleme hätten begonnen, als die Werft wegen ihrer ehrgeizigen Baupläne gezwungen war, sich auch von kleineren Schmieden beliefern zu lassen. Zudem habe Harland & Wolff für die Nieten der "Titanic" Eisen der Sorte "No. 3" bestellt, nicht solches der besseren Qualität "No. 4". Doch genau dieses Eisen hätten Schiffsbauer der damaligen Zeit für wichtige Bauteile wie Anker, Ketten und Nieten üblicherweise benutzt. Bei vielen der von der "Titanic" geborgenen Nieten haben die Forscher des National Institute of Standards and Technology hohe Konzentrationen von Asche gefunden. Sie entsteht bei der Verhüttung und kann Nieten brüchig machen.
Die Archive weisen den Wissenschaftlern zufolge auch darauf hin, dass Harland & Wolff nicht genügend erfahrene Nieter beschäftigte. Harland & Wolff habe Nieten per Hand hämmern lassen, anders als z.B. die Konkurrenz von Cunard, die bereits Jahre zuvor auf Stahlnieten umgestiegen sei. Diese seien stabiler und maschinell zu montieren gewesen. Bei der "Titanic" seien zwar auch Stahlnieten verwendet worden, aber nur in der Rumpfmitte, wo die größten Belastungen erwartet wurden. An Bug und Heck seien allerdings Eisennieten zum Einsatz gekommen.
1996 fanden Forscher bei einer Expedition zum "Titanic"-Wrack anders als überliefert kein großes Leck, sondern nur sechs schmale Spalten im Bug der "Titanic" - es waren die Stellen, an denen die Platten auseinandergebrochen waren. Damals hatten Experten erstmals den Verdacht geäußert, zu schwache Nieten könnten daran Schuld gewesen sein. Die aktuellen Erkenntnisse scheinen das zu bestätigen. Der Schaden am Rumpf ende nahe an der Stelle, wo die Eisen- in Stahlnieten übergehen.
Die Werft wies die Vermutungen abermals zurück. Mit dem Material sei alles in Ordnung gewesen, und das Schwesterschiff "Olympic" habe ohne Zwischenfälle 24 Jahre lang die Meere befahren, ehe sie außer Dienst gestellt wurde. Das dritte Schiff der Serie, die "Britannic", sank 1916, nachdem sie auf eine Mine gelaufen war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Containerfrachter in Savannah kollidiert

Savannah, Georgia / USA, 15.04.08 - Am Abend des 13..4. kollidierten am Garden City Terminal in Savannah, Galveston, die Containerfrachter "CSCL Ningbo" und "Vecchio Bridge". Die "CSCL Ningbo" lag an Liegeplatz 8, als sie sich losriss und flussabwärts trieb. Als sie die "Vecchio Bridge" rammte, riss diese sich ebenfalls los. Beide Schiffe konnten rasch wieder vertäut werden und erlitten nur geringe Schäden. Die "Vecchio Bridge" hatte an Steuerbord nahe des Hecks einen Riss von einer Länge von neun Inches oberhalb der Wasserlinie. Er wurde provisorisch repariert. Außerdem fanden sich einige Beulen und kleine risse am Heck. Die "CSCL Ningbo" erlitt nur einige Beulen und Schrammen. Beide Schiffe wurden von der Küstenwache und den jeweiligen Klassifizierungsgesellschaften inspiziert und für seetüchtig befunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Fähre lief vor Manhattan auf Grund

New York / USA, 14.04.08 - Am14.4. lief um 11.15 Uhr die 90 Fuß lange Fähre "Golden Sunshine" aus New Jersey nahe Liberty Island (Statue of Liberty = Freiheitsstatue) auf Grund. Sie kam auf Felsen an der Nordseite der Insel fest, als sie nach Manhattan unterwegs war. Ein Polizeiboot schleppte sie frei, ein Feuerlöschboot war ebenfalls vor Ort und assistierte. Der Küstenwachkutter "Line" wurde von einer Routinepatroullie zur Unglücksstelle geschickt und eskortierte die "Golden Sunshine" zu ihrem Liegeplatz an der Liberty Landing Marina im Morris Canal, New Jersey.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Schleppverband rammte Kutter

Petaluma, Sonoma County, Kalifornien / USA, 14.04.08 - Am 14.4. um 7:27 Uhr kollidierte ein 260 Fuß langer Schleppverband, bestehend aus dem Schlepper "Petaluma", sowie einer einer Barge voll Sand, der auf dem Petaluma River unterwegs war, mit einem in Haystack vertäuten, 34 Fuß langen Kutter. Dieser erhielt ein drei Fuß langes Leck an Backbord. Der Schlepper wurde nicht beschädigt. Ein 25-Fuß-Rettungsboot der Coast Guard Station Vallejo war um 8.35 Uhr vor Ort.
Der Schlepper gehört der Petaluma's Jerico Products Inc., deren 72 Fuß langer Schlepper "Trig Lind" im Januar 2008 mit einer 206 Fuß langen Barge eine Eisenbahnbrücke in der Flussmündung gerammt hatte. In beiden Havariefällen erklärte die Reederei sich für die Schadensreparatur verantwortlich.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Brücke durch Mast blockiert

Leeuwarden, Provinz Friesland / Niederlande, 14.04.08 - Ein Klipper kollidierte am 13.4. in den Mittagsstunden mit der Brücke Hermesburg in Leewarden. Der Brückenwärter war dabei, die Klappbrücke zu öffnen, als das Segelschiff mit seinem 20 Meter hohen Mast dagegen stieß. Er hatte noch kein grünes Licht erhalten. Der über die Brücke verlaufende Heliconweg musste zwischen 13.30 und 18.00 Uhr gesperrt werden, bis ein Kran den Mast von der Brücke zu lösen vermochte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Ein Toter bei Untergang von Holztransporter

Cebu City, Insel Cebu / Philippinen, 14.4.08 - Am Morgen des 13.4. sank die M/V "Joy" vor Camotes Island, als die Tropendepression Ambo das Gebiet von Visayas traf. Fünf Mann wurden gerettet, einer vermisst. Die M/V "Joy" wurde vor San Francisco auf Camotes Island, Cebu nach dem Auslaufen aus Tandag, Surigao del Sur, nach Cebu von großen Wellen getroffen und kenterte. Starke Strömungen trieben das Wrack vor die Strände von Liloan, Cebu. Zwei Mann wurden von einer Patroullie vor Barangay Cotcot, Liloan, gefunden. Einer von ihnen, ein 14-jähriger, wurde ins Vicente Sotto Memorial Medical Center in Cebu City gebracht. Am Nachmittag fand das Fahrgastschiff "Samar Star" auf dem Weg von Cebu City nach Leyt zwei weitere Schiffbrüchige zwischen Camotes Island und Cebu. Der Kapitän wurde von einem Kutter bei Barangay Catarman in Consolacion gefunden. Das Schiff war mit Baumstämmen unterwegs gewesen, als es verunglückte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Schwesterschiff der "Riverdance" untersucht
Update vom 10.04.08

Heysham, Lancashire, England / UK, 14.04.08 - Hancock’s Contractors inspizierten am 14.4. in Heysham das Schwesterschiff "Moondance" der vor Cleveleys gestrandeten "Riverdance", um eine Hilfestellung bei der Erarbeitung ihrer Pläne zu haben. Das Schiff ist identisch erbaut und wurde in gleicher Weise umgebaut wie die mittlerweile 4,4 Meter tief im Sand versunkene Schwester. Als erstes wird in deren Wrack ein Loch in die Bordwand gebrannt, um an die noch 26 an Bord befindlichen Trailer heranzukommen. Die meisten sind mit Holzplanken oder Metallschrott beladen. Bevor das eigentliche Abbrechen des Schiffes beginnt, soll nur noch eine leere Hülle übrig sein. Für die Arbeiten werden 14 Wochen veranschlagt. Sie können nur bei Ebbe durchgeführt werden, wenn die Strandungsstelle trocken liegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Antwerpen - Kirchenschiff drohte zu sinken

Antwerpen / Belgien, 14.04.08 - Am Abend des 13.4. entstand an dem 95,85 Meter langen Kirchenschiff "St-Jozef" in Antwerpen ein Leck. Es wurde vermutlich durch eine Kollision mit einem unbekannten Schiff verursacht. Die Feuerwehr lenzte das Schiff, das zu kentern gedroht hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Bergungsarbeiten an gesunkener Barge in Rotterdam
Update vom 11.04.08

Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 12.04.08 - Die verbliebenen drei Bargen des Rotterdamer Schubers "Veerhaven IV" wurden am 12.4. von einem anderen Schubschiff zu ihrem Zielhafen Duisburg weiter transportiert. Die "Veerhaven IV" lag an einem Steiger in Rotterdam, während ein Kranschiff sich daran machte, die gesunkene vierte Barge, von der nur noch ein Mast aus dem Wasser des Hartelkanals ragte, zu heben. Dies gestaltete sich langwieriger als zunächst erwartet. Die "P6" der Wasserschutzpolizei und Fahrzeuge der Hafenbehörden warnten die passierende Schifffahrt derweil vor dem Hindernis im Europoort. Auch der Smit Tauch- und Bergungsservice war vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Wracktaucher stiegen zu "Le Scipio" ab

Salt Lake City, Utah / USA, 10.04.08 - Die Bergungsfirma Deep Blue Marine, Inc. (DPBM) ging mit ihrem Schiff "Cap'n Tracy" über dem Wrack der "Le Scipion" vor Anker. Am 8.4. wurden erste Tauchgänge durchgeführt, um den Zustand der Untergangsstelle zu untersuchen. Das Wetter war ruhig, die Sicht betrug aber nur einen Fuß. Dennoch fanden die Taucherdas Wrack rasch. Sie werden es in den kommenden Wochen anhand in den vergangenen Monaten erarbeiteter Pläne erkunden und dokumentieren sowie Artefakte bergen.
Die "Le Scipion" war eines von 20 französischen Schiffen, die im Unabhängigkeitskrieg nach Amerika entsandt wurden. Sie war an der Blockade in der Chesapeake Bay vom 28. August bis zum 9. September 1781 beteiligt, die einen Wendepunkt in dem Krieg darstellte. Während der Vorbereitung zu einem Gefecht mit zwei britischen Schiffen verholte sie am 18.10.1872 in die Samana Bay in der Dominikanischen Republik. Als sie ankern wollte, rammte sie ein Korallenriff. Der Rumpf wurde aufgerissen, das Schiff rutschte vom Korallenriff ab und sank auf 30 Fuß Tiefe. Heute liegt sie in einem Winkel von 15 Grad auf dem Meeresgrund und ist überwiegend mit Sand bedeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

"Sydney"-Entdecker nimmt Hospitalschiff "Centaur" ins Visier

Perth, Western Australia / Australien, 10.04.08 - Nachdem das Forschungsschiff "Geosounder" seine Arbeiten an den Wracks der HMAS "Sydney" und HSK "Kormoran" beendet hat und in den Hafen zurückkehrte, zeigte sich Expeditionsleiter Meards bereit, die Suche nach dem am 14.5.1943 von dem japanischen U-Boot "I 177" vor Queensland versenkten, australischen Hospitalschiff AHS "Centaur", durchzuführen, das bislang gleichfalls noch nicht aufgespürt wurde. Das Schiff hatte seinerzeit auch 61 Überlebende der "Kormoran" aufgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.04.2008

Barther Kutter als Tauchattraktion in Nordhausen versenkt

Nordhausen-Sundhausen, Thüringen / DE, 14.04.08 - In einem Kiessee bei Nordhausen wurde am 12.4. mit einem Kran der ausgediente Fischkutter "Charlotte III" versenkt. Im Sundhäuser Kiessee wurde das Wrack in 21 Metern Tiefe anschließend von Tauchern auf dem Grund vertäut. Die Versenkung der "Charlotte" wurde zuvor durch technische Probleme am Ponton, mit dessen Hilfe das Schiff auf die Untergangsposition manövriert werden sollte, verzögert. Der Kutter hatte seit 2006 beschäftigungslos im Hafen von Barth, Mecklenburg-Vorpommern gelegen, bis der Chef der Nordhausener Tauchbasis von ihm erfuhr. Er hatte zuvor bereits zwei Schiffe dort erworben und in Nordhausen versenkt. Zum Schrottpreis erwarb er die "Charlotte III". In ihr können nun geübte Taucher das Wrack-Tauchen perfektionieren und Anfänger sich ausbilden lassen. Die erst vor zweieinhalb Jahren eröffnete Tauchbasis ist bereits in ganz Deutschland bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2008

Fahrgastschiff von Felsen gezogen

Houhora, Northland, Neuseeland, 14.04.08 - Ein Boot mit neun Fahrgästen lief am 12.4. auf Felsen nördlich von North Cape. Die 45 Meter lange "Pursuit" konnte am 13.4. um 23.15 Uhr freigeschleppt und nach Houhora Harbour, 80 Kilometer nördlich von Kaitaia, eingeschleppt werden. Der Skipper hatte am 12.4. die Northland Coastguard über die Strandung informiert, jedoch erlaubten es die Wetterbedingungen nicht, die Fahrgäste abzubergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2008

Kollision bei Bramsche

Bramsche, Landkreis Osnabrück / Niedersachsen, 14.04.08 - Am 10.4. kam es auf dem Mittellandkanal bei Bramsche zu einer Kollision zwischen einem talfahrenden Arbeitsponton und einem bergfahrenden Binnenschiff. Aus bislang noch ungeklärter Ursache stießen sie zusammen, wobei leichter Sachschaden entstand. Die Wasserschutzpolizei Bramsche versucht nun, den Unfallhergang zu klären.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2008

Drei Tote bei Kenterung eines Tauchbootes

Gansbaai Distrikt Overberg, Provinz Westkap / Südafrika, 13.04.08 - Eine Riesenwelle hat am 13.4. nahe Gansbaai in Südafrika das 36 Fuß lange Taucherboot "White Shark" zum Kentern gebracht, drei Touristen ertranken, 16 Menschen wurden verletzt. Auf dem Schiff wurde eine halbe Meile vor Kleinbaai gerade der erste Tauchkäfig zur Beobachtung weißer Haie vorbereitet worden, als bei sonst ruhiger See mit einer Schwell von zwei Metern die wie aus dem Nichts kommende Welle um 10.15 Uhr das Boot traf und zum Kentern brachte. Die zehn Passagiere und neun Besatzungsmitglieder stürzten ins Wasser, 16 konnten von anderen Booten in der Nähe gerettet werden. Bei den Todesopfern handelte es sich um zwei amerikanische und einen norwegischen Touristen.
Das NSRI Hermanus schickte das Rettungsboot "South Star" sowie Strandrettungsfahrzeuge. Ein Alouette III-Helikopter der Feuerwehr und ein weiterer des Roten Kreuzes, beide auf einer Routineübung bei Hermanus im Einsatz, wurden zur Unglücksstelle geschickt. Beim Eintreffen waren von den 19 Menschen an Bord 17 aus dem Wasser gezogen und fünf in örtliche Arztpraxen gebracht worden. Eine Person wurde tot geborgen. Später wurden auch die beiden übrigen Toten gefunden. Die "South Star" schleppte die "White Shark" in gekentertem Zustand nach Gansbaai Harbour ein, wo der Verband am 13.4. gegen 18 Uhr erwartet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2008

Rettungsboot schleppte Frachter ein

Rørvik, Insel Vikna, Fylke (Verwaltungsbezirk) Nord-Trøndelag / Norwegen, 13.04.08 - Am 13.4. um 12.30 Uhr schleppte das norwegische Rettungsboot "Harald V" den havarierten Frachter "Nordland" der Norlines mit 7-8 Knoten Fahrt über Folla nach Rørvik ein. Das mit Stückgut beladene Schiff hatte nach einem Maschinenschaden südlich von Bessaker, Roan, ankern müssen. Der Frachter "Gullhav" war auf standby gegangen bis zum Eintreffen der "Harald V". Auch das Rettungsboot "Ragna Berg" aus Brekstad war vor Ort. Die 85 Meter lange "Nordland" war auf dem Weg nach Rørvik gewesen, als der Schaden sie stoppte. Sie soll dort bleiben, bis die Maschine repariert ist, und dann ihre Reise entlang der Küste fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2008

Gefängniswärter bei Kollision verletzt

Angola, Louisiana / USA, 13.04.08 - Bei einer Kollision auf dem Mississippi in Louisiana sind am Abend des 13.4. 18 Menschen verletzt worden, darunter zwei schwer. Ein mit Personal eines Hochsicherheitsgefängnisses besetztes Boot stieß bei Angola rund 60 Kilometer flussaufwärts von Baton Rouge mit einem Schubverband mit zwei Bargen zusammen. Das Boot sollte das Gefängnispersonal nach Dienstschluss von einem Ufer des Flusses zum anderen übersetzen. An Bord befanden sich 20 Menschen. Die Havaristen machten anschließend in Angola fest.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2008

Suche nach Sportboot vor Winchester Bay

Winchester Bay, Douglas County, Oregon, USA, 13.04.08 - Am Morgen des 13.4. wurde die US Coast Guard informiert, dass vor der Küste von Winchester Bay das Sportboot "Rubber Ducky" in Schwierigkeiten sei. Erst wurde gemeldet, Nahrung und Wasser an Bord seien ausgegangen, später wurde ergänzt, dass das Schiff Wasser nehme. Ein Rettungsboot und ein Helikopter stiegen auf, konnten bislang aber keine Hinweise auf ein Sportboot ausmachen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2008

Strandung bei Trier

Trier, Rheinland-Pfalz / DE, 13.04.08 - Das mit Kohlen beladene Binnenschiff "Truvere" ist am Abend des 12.4. gegen 22 Uhr oberhalb der Römerbrücke in Trier auf Grund gelaufen. Das Schiff war durch starke Strömung nach Backbord vom Kurs abgekommen. Es wurde freigeschleppt und anschließend zu einer nahen Schleuse verholt, wo es untersucht und repariert wird. Im Einsatz waren die Wasserschutzpolizei sowie die Trierer Berufsfeuerwehr.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2008

Yacht "No Worries" machte ihrem Namen keine Ehre

San Francisco, Kalifornien / USA, 13.04.08 - Die US Coast Guard und die Feuerwehr San Francisco gingen am 12.4. gegen den Brand auf dem 43 Fuß langen Sportboot "No Worries" eine Meile östlich von Treasure Island vor. Die Küstenwache war um 17.20 Uhr alarmiert worden, dass das Schiff in Flammen stünde. Sie schickte sofort ein 41-Fuß-Boot der Station San Francisco und verständigte die Feuerwehr, die ihr Löschboot "Phoenix" in Marsch setzte. Ein anderes Schiff meldete, die dreiköpfige Crew an Bord genommen zu haben, nachdem diese ihr Schiff aufgegeben hatte. Sie wurden dann auf das Küstenwachboot übergesetzt und zur Emeryville Marina gebracht. Die Motoryacht brannte bis zur Wasserlinie ab und sank. Nur einige Trümmer blieben über Wasser zurück. Sie hatte 150 Gallonen Dieselöl in den Tanks.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2008

Rhein nach Kollision und Strandung gesperrt

Oberwesel, Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz / DE, 12.04.08 - Nach einer Kollision musste der Rhein in der Nacht zum 12.4. zwischen Bingen und St. Goar zwei Stunden lang gesperrt werden. Ein Binnentankschiff war bei Oberwesel vom Kurs abgeraten und hatte ein entgegenkommendes Containerschiff zu einem Ausweichmanöver gezwungen. Zwar konnte ein Zusammenstoß dieser beiden Schiffe verhindert werden, allerdings stieß das ausweichende Schiff mit einem hinter dem Tankschiff fahrenden anderen Containerschiff zusammen. Die Havaristen konnten ihre Fahrt nach einer Inspektion der Schäden fortsetzen. Das Tankschiff kam auf einer Kiesbank fest und musste von Schleppern befreit werden. Während der Bergungsarbeiten war der Fluss gesperrt. Erst am frühen Nachmittag wurde der Rheinabschnitt wieder für den Schiffsverkehr freigegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2008

Japan: Frachter kollidiert mit Fischerboot

Insel Kyushu / Japan, 12.04.08 - Bei der Kollision des Großtankers "Shinyo Sawako" (IMO 9083964) mit dem chinesischen Fischerboot "Lurongyu 2177" vor der Südküste Japans sind bis zu 16 Menschen ertrunken. Das Fischerboot sank kurz nach dem Zusammenstoß, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Ein Sprecher der japanischen Küstenwache sagte, es seien drei Leichen geborgen worden, 13 Menschen würden vermisst, zwei wurden gerettet. Die Ursache des Unglücks war zunächst nicht bekannt. Der an der Kollision beteiligte Tanker stammt den Angaben zufolge aus Hongkong. Die Schiffe kollidieren Freitag Nacht auf hoher See um 20:00 Uhr (0500 GMT), ca. 350 Kilometer (217 Meilen) südlich von Takarajima Island, das Teil der Tokara-Inselkette südlich von der Insel Kyushu.
Quelle: FRpresse vom 12.04.2008

England: Feuer auf "Stella Transporter"

Harwich, Grafschaft Essex, England / UK, 12.04.08 - Auf der Fähre "Stella Transporter" brach am Morgen des 12.4. ein Feuer aus, als das Schiff in Harwich am Parkstone Quay lag. Feuerwehren eilten zu dem Schiff und brachten den Brand unter Kontrolle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2008

Arbeitsboot sinkt im Hafen

Bremerhaven-Überseehäfen, 12.04.08 - Ein Arbeitsboot der Festmacher ist gestern gegen 11:00 Uhr im Kaiserhafen gesunken. Das 6 Meter lange Boot hing an einem Ponton, den ein Schlepper zog. Querab vom Schwimmdock der Lloyd Werft kenterte das Boot dann plötzlich und ging unter. Personen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: NZ vom 12.04.2008

Containerschiff "Anne Sibum" wieder in Bremerhaven

Bremerhaven, Land Bremen / DE, 12.04.08 - Gut ein halbes Jahr nach ihrer Fertigstellung ist die 151,72 Meter lange "Anne Sibum" (IMO 9396696, GT 10565) wieder in Bremerhaven. Das Containerschiff (Feeder-Frachter) liegt bei den Motorenwerken Bremerhaven (MWB) im Dock: Bodenschäden. Über Einzelheiten kann man, bei MWB noch nicht viel sagen. Zunächst wird noch der Schaden begutachtet. Das Containerschiff, das bei SSW als Typschiff "SSW Super 1000" einer ganzen Serie gebaut worden ist, ist in finnischen Gewässern auf Grund gelaufen. Das Containerschiff gehört der Reederei Bernd Sibum und fährt unter der Flagge von Zypern mit Heimathafen Limassol.
Quelle: NZ vom 12.04.2008

Kanada: Suche nach vermissten Fischer eingestellt
Update vom 05.04.08

Halifax, Nova Scotia / Kanada, 12.04.08 - Die Suche nach dem Wrack der "L`Acadien II" sowie dem vermissten Besatzungsmitglied wurde am 11.4. eingestellt. Bis dahin hatte die Küstenwache 9600 Quadratmeilen abgesucht. Der 12 Meter lange Kutter war am 29.3. in der Cabot Strait im Schlepp eines Eisbrechers gekentert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2008

Schlepper nach Kollision gekentert

Klaipėda / Litauen, 12.04.08 - Der 149.0 Meter lange Frachter "Magdalena" (IMO Nr. 8302234) kollidierte am 11.4. mit dem Schlepper "Barga" in Klaipeda. Der Schlepper kenterte auf flachem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2008

Hoffnung für Plattbodenwrack vor Bützfleth

Stade-Bützfleth, Niedersachsen / DE, 11.04.08 - Die 14,5 Meter lange "Osterhöft", ein ehemals holländischer Schlepper und nun ein Spezialschiff der "Niedersachsen Ports" mit moderner Unterwasser-Ortungstechnik , überwacht seit Jahresbeginn vor dem Seehafen Bützfleth das in 18 Metern Tiefe liegende Plattbodenschiff, das 150 Meter von der Fahrrinne entfernt gefunden wurde. Das 14 Meter lange Wrack des ältesten je in der Elbe gefundenen Plattbodenschiffes stammt aus der Zeit um 1630. Das Boot hatte die marinearchäologische Sensation im Dezember 2007 mit dem Fächer-Echolot entdeckt. Die Strömung hat das Schiffsdenkmal seither nicht bewegt, auch wurde es nicht mit Sand überspült. Noch weiß niemand, ob der archäologisch bedeutsame Schiffsfund jemals gehoben werden kann: Die Finanzierung ist noch offen. Derweil plant der Energiekonzern Electrabel, am Fundort einen Kohleanleger zu errichten. Bei den Arbeiten würde das Wrack zerstört werden. Eigentümer sind je zur Hälfte "Niedersachsen Ports" als Finder des Wracks und der Bund als Betreiber der Bundeswasserstraße Elbe.
Für eine Bergung wurden unterdessen Gespräche mit einer Bergungsfirma aus Hamburg begonnen, und das Deutsche Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven würde ebenfalls mitarbeiten. Dort sind Spezialisten für die Konservierung großer archäologischer Funde aus nassem Holz. Voraussichtlich würden sie das 400 Jahre alte Stader Elb-Wrack mit dem Kunstwachs Polyethylenglykol vor dem Verrotten bewahren. Bis dahin wacht die "Osterhöft" mit Echolot, Bewegungssensor und Schallgeschwindigkeits-Messsonde über den Fund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2008

England: Yacht in Poole gestrandet

Poole, Grafschaft Dorset, England / UK, 11.04.08 - Die 30 Fuß lange Yacht "Ray Humphries" erlitt am Morgen des 11.4. um 10.07 Uhr in Poole Harbour Maschinenschaden. Das Boot trieb auf die Hafenmole zu. Ein Tender, der zu Hilfe kam, geriet ebenfalls in Schwierigkeiten. Daraufhin kamen Rettungsboote aus Poole, zwei Polizeiboote und ein Schlepper zu Hilfe. Die Yacht lief auf Felsen, und die zweiköpfige Crew wurde evakuiert. Um 11.30 Uhr gelang es, sie freizuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2008

"Sea Venus" wartet halb verlassen auf Schlepper
Update vom 11.04.08

Halifax, Nova Scotia / Kanada, 11.04.08 - Die kanadische Fregatte "Toronto" ging nach der Hilfeleistung für den Autofrachter "Sea Venus" am Morgen des 11.4. auf Heimatkurs. Sie hatte 14 Mann von dem Havaristen abgeborgen, der 1900 Kilometer östlich von Cape Cod trieb. Die Geretteten wurden später auf die "Olympian Highway" übergeben. Die verbliebenen neun Mann warteten auf einen Schlepper aus Nova Scotia, der am 13.4. erwartet wurde. Er soll das unbeladene Schiff nach Halifax bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2008

Die Rettung der "Born"-Crew
Update vom 09.04.08

Elizabeth City, North Carolina / USA - Ein jähes Ende nahm der Atlantik-Törn der Yacht "Born", die aus Amerika in die Ostsee überführt werden sollte, am 8.4. Erst brach der Mast und ging über Bord. Dann verfingen sich Teile des Riggs in der Schraube, so dass das Schiff manövrierunfähig wurde. Die Besatzung wurde von der US-Coast Guard mit einem Hubschrauber geborgen. Alle waren wohlauf.
Um 6.10 Uhr jenen Tages brach der Hauptmast und ging außenbords. Die Wache weckte die übrige Crew. Rund 200 Seemeilen vor der amerikanischen Küste war sie in ernsten Schwierigkeiten. Eile war geboten. Alle Verbindungen zum neben dem Rumpf stampfenden Rigg mussten gekappt werden, denn in der rauen See drohte das Rigg den Rumpf leck zu schlagen. Außerdem war eine Wetterverschlechterung mit Windstärke acht vorausgesagt. Es gab nur zwei Alternativen: Auf eine Schlepperhilfe warten, die in 24 Stunden bei schlechterem Wetter da sein könnte, oder eine Bergung durch einen Helikopter. Die Crew entschied sich auch nach Rücksprache mit dem Schiffseigner für die zweite Alternative. Ein Notsignal wurde abgegeben, bald kreiste ein Suchflugzeug über der "Born". Der Rettungshubschrauber folgte etwa eine Stunde später. Zur sicheren Bergung mussten die fünf Deutschen ins Wasser springen. Wichtige elektronische Geräte, die in einem Rucksack verstaut worden waren, wurden unbrauchbar. Das Deck der "Born" war wegen des noch stehenden zweiten Mastes, der die Retter gefährdet hätte, zum Evakuieren nicht geeignet. Ein Rettungsschwimmer half der Besatzung in einen Bergekorb. Der Helikopter brachte sie dann in einem 90-Minuten-Flug nach Elizabeth City in North Carolina. Dort wurden sie zunächst in einem Krankenhaus betreut. Die Born war anschließend aber nur noch ein Versicherungsfall.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2008

Strandung der "Minerva Concert" untersucht

Ringkøbing / Dänemark, 10.04.08 - Die Strandung des Tankers "Minerva Concert" auf Hatter Barn Riff am 14.5.2007 wurde durch mangelnde Aufmerksamkeit von Lotsen, Kapitän, des 2. Offiziers, der auf Wache war sowie einem Mangel an Kommunikation zwischen ihnen verursacht, stellte eine Untersuchung jetzt fest. Das Schiff war mit einer Ladung von 81268 Tonnen Rohöl auf dem Weg von Fredericia nach Rotterdam via Grenå auf Grund gelaufen. Der Lotse hatte keinen Reiseplan mit dem Kapitän abgesprochen, als er entschied, in den Hatter Barn Kanal einzulaufen. Das Schiff hatte 12,5 Meter Tiefgang. Während der Fahrt unterhielt sich der Lotse mit einem Trainee in Dänisch, ohne den Wachoffizier über die Kursänderung zu informieren. Nach einigen Stunden lief der Tanker auf der falschen Seite der Tonne 19 auf Grund. Der Lotse sagte, der Schiffskompass habe eine Deviation von +5° Grad gehabt, doch Experten hatten nach der Bergung, die vier Tage dauerte, hierfür keine Bestätigung gefunden. Das Schiff war nach dem Leichtern und Bergen bis zum 25.8.2007 in Hamburg repariert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2008

Kanalinsel-Fähre wieder in Dienst

Jersey, Kanalinseln, 09.04.08 - Die Condor-Fähre "Vitesse", die während der Ostertage in St. Malo beschädigt worden war, als sie beim Auslaufen wegen Sturms eine Mole rammte, kehrte in den Fährdienst zurück. Sie war anschließend in Weymouth repariert worden. Nun ist sie mit ihrer vollen Passagierkapazität von 400 wieder im Einsatz zwischen Poole, Guernsey und Jersey.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2008

Barge mit Erz in Rotterdam gesunken

Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 11.04.08 - Am Morgen des 11.4. sank in Rotterdam eine Barge des Schubverbandes "Veerhaven IV" mit einer Ladung Erz im Hartelkanal nach dem Auslaufen aus dem Dintelhaven kurz nach Passage der Suurhofbrücke. Die sinkende Barge riss sich vom übrigen Verband los, der von Schleppern in den Dintelhaven zurückbugsiert wurde. Die Schifffahrt wurde nicht beeinträchtigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2008

Zehn Vermisste nach Kollision vor China

Shanghai / China, 11.04.08 - Ein chinesischer Kutter kollidierte am Morgen des 11.4. im Ostchinesischen Meer (East China Sea) mit einem anderen Schiff. 10 Mann der 14-köpfigen Crew wurden nach dem Zusammenstoß, der sich um 6 Uhr nahe Shanghai ereignete, vermisst. Vier Mann wurden vom Kollisionsgegner gerettet. 30 Schiffe, darunter einige örtliche Kutter, suchten nach den Vermissten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2008

Brand auf Autofrachter wird mit Handlöschern bekämpft

Halifax, Nova Scotia / Kanada, 11.04.08 - Die auf Fischereipatroullie befindliche kanadische Fregatte HMCS "Toronto" kam am 10.4. dem 1900 Meilen östlich von Cape Cod im Atlantik in Brand geratenen, 176 Meter langen Autofrachter "Sea Venus" (IMO-Nr. 8211514) zu Hilfe. Sie erreichte den in der See treibenden, unter Panama-Flagge registrierten Havaristen am Nachmittag.
Am 11.4. übernahm die Fregatte "Toronto" 13 Mann vom Havaristen. Ein Besatzungsmitglied hatte Verletzungen erlitten. Drei Handelsschiffe waren ebenfalls auf standby gegangen und arrangierten ein Abschleppen des Schiffes, das am 11.4. wohl nach Halifax beginnen sollte. Die See vor Ort ging drei Meter hoch.
Auf dem Weg von Rhode Island nach Belgien war es am Morgen gegen 7.30 Uhr zu einem Maschinenraumfeuer gekommen, das die gesamte Energieversorgung lahmgelegt hatte. Als die Fregatte "Toronto" eintraf, war der Brand noch im Gange, erlosch aber später. Ein Untersuchungsteam wurde auf den Havaristen übergesetzt, um die Feuerlöscheinrichtungen wieder zu aktivieren. Während der Brandbekämpfung war das Carbondioxid ausgegangen, sodass die 23-köpfige Crew zuletzt mit Handfeuerlöschern und Wasser im Einsatz war. Nachdem es zunächst gelungen war, den Brand niederzukämpfen, war er später erneut aufgeflammt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2008

Frachterbrand in Århus

Århus, Ost-Jütland / Dänemark, 10.04.08 - Am Nachmittag des 10.4. kam es in einem Laderaum des Frachters "Carola" (IMO 9214173) im Hafen von Århus zu einem Brand. Das 129,45 Meter lange Schiff lud Flügel für Windkraftanlagen in den USA, als möglicherweise bei Schweißarbeiten das Feuer ausbrach. Die Feuerwehr ging mit Atemschutzgerät gegen den Brand vor, der rasch und ohne Schaden an der Ladung anzurichten gelöscht werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2008

Lob für Kutterkapitän nach Strandung

Southampton, County Hampshire, England / UK, 10.04.08 - Eine Untersuchungskommission (MAIB) hat den Skipper des Kutters "Horizon", der am 4.3.2008 auf Felsen in Saldana Point in Lough Swilly, Donegal / Irland, strandete, für die Maßnahmen zur Rettung seiner Besatzung gelobt. In der Untersuchung wurde aber auch Schlafmangel als mögliche Unglücksursache gerügt.
Zwei Rettungsboote aus Lough Swilly, der Rettungshubschrauber der Irish Coastguard sowie ein Klippenrettungsteam aus Mulroy hatten seinerzeit die siebenköpfige Crew bei schlechten Wetterbedingungen retten können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2008

USA: Zwei Fähren kollidierten in Manhattan

New York / USA, 10.04.08 - Am 10.4. um 7.10 Uhr kollidierte im Hafen von New York die 65 Fuß lange Fähre "Enduring Freedom" mit der 78 Fuß langen "Christopher Columbus", als sie Pier 11 in Manhattan ansteuerte. Sie rammte dabei die gerade ablegende "Christopher Columbus". Einer deren Passagiere wurde leicht verletzt. Insgesamt waren jeweils rund 150 Fahrgäste auf den Fähren. Beide Schiffe gehören der Billy Bey Ferry Company. Zum Kollisionszeitpunkt herrschten rund 10 Meilen Windgeschwindigkeit und bis zu zwei Fuß hohe Wellen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2008

Deutsches U-Boot wird Kriegsgrab

Schottland / UK, 09.04.08 - Das Wrack des deutschen U-Bootes "U-714", das im 2. Weltkrieg im Firth of Forth, versenkt wurde, wurde nun zum geschützten Kriegsgrab erklärt. Es wurde am 14. März 1945 durch Wasserbomben der südafrikanischen Fregatte HMS "Vivern" (8 Meilen von St Abb's Head, Scottish Borders früher: Berwickshire, Schottland) versenkt, alle 50 Mann der Crew kamen um. Ein Besatzungsmitglied der "Vivern" sowie der Sohn des deutschen U-Bootkommandanten hatten eine Kampagne zur Erlangung dieses Status initiiert. "U-714" war vor eineinhalb Jahren von Tauchern des South Queensferry Sub Aqua Club entdeckt worden. Die Taucher hielten die Wrackposition seither geheim, um Störungen der Totenruhe zu verhindern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2008
Info: Firth of Forth ist ein Meeresarm (Förde) an der Ostküste von Schottland und gleichzeitig die Mündung des Flusses Forth in die Nordsee.

"Riverdance" wird abgewrackt
Update vom 07.04.08

Blackpool, Region North West England / UK, 10.04.08 - Nach längerer Evaluation haben die Eigner der "Riverdance" Pläne fertig, die Fähre auf dem Strand von Blackpool abzuwracken. Das Projekt wird 12-14 Wochen dauern, wenn das Wetter dies zulässt. Bei der nun gewählten Methode werden zunächst Fracht, Trailer und Maschinen entfernt sowie alle umweltgefährdenden Stoffe, ohne dass der Rumpf geöffnet wird. Das Schiff wird in 10 Teilen von innen her abgewrackt, bis nur noch die äußere Hülle übrig ist. Diese Arbeiten sollen rund vier Wochen dauern. Der ausgeschlachtete Rumpf wird dann in vier bis sechs Teile zerlegt und mit zwei Mobilkränen abtransportiert. Alle Beteiligten waren einig, dass dies die sicherste und umweltschonendste Methode ist. Bis zum Beginn der Arbeiten überwacht SMIT weiterhin das Schiff. Den Auftrag zum Abwracken erhielt die in Heysham ansässige Firma Hancock. United Utilities hatte befürchtet, dass bei dem Versuch, das Wrack doch noch aufzurichten und aufzuschwimmen, die Regenabwasserleitung von Cleveleys beschädigt werden könnte. Wenn das Wetter mitspielt, könnte die Fähre bis Ende Juni vom Strand verschwunden sein und Blackpool damit eine Touristenattraktion weniger haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2008

Regensburg: Schiff kollidiert mit Brückenpfeiler

Regensburg-Schwabelweis, Bayern / DE, 10.04.08 - Ein unter österreichischer Flagge laufender Schubverband hatte in den frühen Morgenstunden des 10.04.2008 eine Kollision an der Schwabelweiser Eisenbahnbrücke. Gegen 01.30 Uhr meldete der 46-jährige ukrainische Kapitän, dass er mit seinem 170 m langen Schubverband, gegen den nördlichen Pfeiler der Schwabelweiser Eisenbahnbrücke gefahren sei.
Das Schiff war mit etwa 3.200 t Eisenerz beladen und befand sich auf Talfahrt Richtung Straubing. In der Folge stellte sich heraus, dass keinerlei umweltgefährdende Substanzen aus dem Schiffsinnern in die Donau drangen, allerdings draangen über einen Riss etwa 50 t Wasser in den Ballasttank ein. Der Schubverband, bestehend aus einem Gütermotorschiff u. einem davor gesetzten Leichter, konnte aus eigener Kraft in den Regensburger Osthafen fahren. Dort wird unter Hinzuziehung eines Tauchers der Schaden unterhalb der Wasserlinie in Augenschein genommen. Zur Schadenshöhe gibt es seitens der Regensburger Wasserschutzpolizei derzeit noch keine Erkenntnisse. Ursächlich könnte, so auch die Einschätzung des 46-jährigen Kapitäns sein, dass er den derzeit herrschenden erhöhten Wasserstand u. die damit einhergehende Fließgeschwindigkeit unterschätzt hatte u. deshalb gegen den Brückenfuß fuhr.
Quelle: VPI Regensburg vom 10.04.2008

Eine Tote bei Explosion von Patroullienboot

Kalokol, Turkana District / Kenia, 09.04.08 - Bei der Explosion eines Patroullienbootes des Kenya Wildlife Service an der Grenze von Kenia und Sudan wurde auf dem Lake Turkana (Turkanasee) am 9.4. eine Frau getötet, sechs Menschen wurden verletzt. Drei von ihnen wurden von der Explosion über Bord geschleudert. Das Boot war mit 14 Personen unterwegs zum Sibiloi National Park. Fünf der Verletzten wurden nach Nairobi ins Krankenhaus gebracht. Das Schiff hatte vor der Explosion schon mechanische Probleme gehabt. Das Boot mit einer Kapazität von 18 Personen ist mit einem Zwillingsmotor von 85 PS ausgestattet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2008

Computer setzte Frachter in Brand

Bunawan, Mindanao Island / Philippinen, 09.04.08 - Am Nachmittag des 9.4. brach am Kai der Terminal Facilities and Services Corp. in Bunawan ein Feuer auf dem Frachter "Tropical Sky" (IMO 8408882) der Dole Philippines aus. Es ging vom Funkraum aus, während die Besatzung mit Ladearbeiten beschäftigt war, Die Feuerwehr hatte den Brand nach einer halben Stunde unter Kontrolle. Ursache war ein Kurzschluss in einem Computer, der zu dessen Überhitzung führte. Es entstand erheblicher Sachschaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2008

"MSC Lugano" wird nach Fremantle eingeschleppt
Update vom 07.04.08

Fremantle, Western Australia / Australien, 09.04.08 - Der Containerfrachter "MSC Lugano", der vor Esperance in Brand geraten war, befindet sich derzeit am Haken des Bergungsschleppers "Wambiri". Das Schiff wird samt seiner 25-köpfigen Besatzung am 11.4. in Fremantle erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2008

Letzte Reise der "Server" endete in Esbjerg
Update vom 04.04.08

Esbjerg, Südjütland / Dänemark, 09.04.08 - Das Vorschiff des vor Norwegen zerbrochenen Bulkcarriers "Server" (IMO No: 8307117) liegt nun in Esbjerg, wo es verschrottet werden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2008

England: Sprengungen beginnen an "MSC Napoli"
Update vom 28.03.08

Branscombe Beach, Devon, England / UK, 09.04.08 - Am 10.4. soll begonnen werden, Propeller, Ruder und den Propellerschaft der "MSC Napoli" mit kleinen Sprengungen zu zerlegen. Schrottbargen werden das gewonnene Material mittels eines Kranes aufnehmen. Binnen fünf Monaten soll dann der letzte Rest des Containerfrachters von Branscombe Beach, der während der Arbeiten offen bleibt, entfernt sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.04.2008

USA: Deutsche Yacht entmastet vor Elizabeth City

Elizabeth City, North Carolina / USA, 08.04.08 - Am 8.4. um 6.40 Uhr empfing die Coast Guard ein EPIRB-Signal der deutschen Yacht "Born". Ein HH-60 Jayhawk Hubschrauber wurde zu der ermittelten Position 170 Meilen östlich von Elizabeth City geschickt. Er fand das 43 Fuß (13,10 Meter) Schiff entmastet und mit beschädigtem Propeller vor. Es wurde beschlossen, die fünfköpfige Crew abzubergen. Das Boot war am 30.3. von Washington, D.C., zu den Azoren ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.04.2008

USA: Kutter wird sich selbst überlassen

Morro Bay, San Luis Obispo County, Kalifornien / USA, 08.04.08 - Der 30 Fuß lange Kutter "Wild Thing," der verlassen 240 Meilen westlich von Santa Barbara aufgefunden wurde, wird sich selbst überlassen. Das Schiff war am 04.04. vor Morro Bay vermisst gemeldet worden. Er war am 03.04. um 06:00 Uhr zum Einholen seiner Netze ausgelaufen und nicht zurück gekehrt. Die Küstenwache startete eine 900 Quadratmeilen abdeckende Suche und sichteten das Boot am 05.04. Fallschirmspringer landeten gegen 17.15 Uhr an Bord, fanden aber keine Spur des Skippers aus Moss. Die Suche wurde um 19 Uhr abgebrochen Für eine Bergung des Bootes haben die Angehörigen kein Geld. Die Küstenwache warnte die Schifffahrt vor dem treibenden Schiff.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.04.2008

Erneut Kollision vor Hongkong

Hong Kong / China, 07.04.08 - Am Morgen des 06.04. kollidierte der Containerfrachter "Hubstella" vor Hongkong mit dem südkoreanischen Chemikalientanker "World Dystany". Dabei erlitt der Frachter einen sechs Meter langen Riss. Das Schiff machte im Hafen fest. Der Tanker wurde nicht nennenswert beschädigt. Das Unglück ereignete sich bei schlechter Sicht nahe Po Toi Island. Niemand wurde verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.04.2008

Norwegen: Fähre rammte Kaianlage

Lauvvik, Provinz Rogaland, Norwegen, 03.04.08 - Am 3.4. rammte die Fähre "Strand" den Fährkai in Lauvvik. Alle 30 Fahrzeuge an Bord mussten entladen werden, weil das Schiff erst in eine Werft musste. Die Fähre "Frafjord" sprang bis zum 10.4. als Ersatzfähre ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.04.2008

USA: Flusskreuzfahrer nach Feuer evakuiert

Maryhill, Klickitat County, Bundesstaat Washington / USA, 08,04.08 - Das amerikanische Flusskreuzfahrtschiff "Queen of the West" musste, auf dem Columbia River, östlich von Dalles am 8.4. wegen eines um 12.30 Uhr ausgebrochenen Maschinenraumbrands evakuiert werden. Es hatte 177 Personen, davon 124 Fahrgäste, an Bord. Ein HH 60-Hubschrauber aus Astoria sowie ein Küstenwachboot aus Portland begaben sich zur Unglücksstelle. Der Havarist wurde nach Ausbruch des Feuers zum Maryhill State Park geschleppt und dort auf einer Flussbank kontrolliert auf Grund gesetzt, wo eine Evakuierung gut möglich war.
Drei Besatzungsmitglieder wurden vor Ort mit Rauchvergiftungen medizinisch behandelt. Das Feuer auf dem 70.10 Meter (230 Fuß) langen Schiff konnte rasch gelöscht werden. Eine Brandwache blieb an Bord. Die Passagiere und die Hälfte der Crew wurden in ein Hotel gebracht. Die andere Hälfte der Besatzung blieb an Bord, während ihr manövrierunfähiges Schiff 75 Meilen flussabwärts von dem Schlepper "Challenger" zur Sundial Marine in Troutdale nahe Portland verholt wurde.
Die "Queen of the West", ein Schwesterschiff der im vergangenen Jahr auf Grund gelaufenen "Queen of the North", wurde 1995 erbaut. Sie hat ein dreistöckiges Schaufelrad und eine Passagierkapazität von 124 Personen. Sie wird betrieben von Majestic Cruise. Das Schiff war am 6.4. aus Portland, Oregon, ausgelaufen, und sollte am 13.4. zurückkehren. Die Reederei bietet u.a. Flussfahrten von Astoria und Portland nach Clarkston, Washington, auf dem Columbia- und Snakefluss an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2008

Frachter "Sabine" macht kein Wasser mehr
Update vom 28.03.08

Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 08.04.08 - Die Reparaturen auf dem Frachter "Sabine", der immer noch am Südkai in Brunsbüttel lag und bis zu Beginn des Monats weiter gelenzt wurde, wurden am 8.4. abgeschlossen. Nach der für diesen Tag anberaumten Abnahme durch die Klassifizierungsgesellschaft sollte das Schiff Brunsbüttel in den Abendstunden mit Zielhafen Bremen verlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2008
Info: Weil angeblich Papiere aus St. Petersburg fehlen, soll die Klassifizierungsgesellschaft die "Sabine" noch nicht freigegeben haben.

Frachter lief vor Portsgrunn aufs Ufer

Porsgrunn, Provinz Telemark / Norwegen, 08.04.08 - Am 8.4. um 4.30 Uhr rammte der in Sarpsborg beheimatete, 72 Meter lange Frachter "Sveabulk" die Uferbefestigung in Porsgrunnselva. Das Unglück ereignete sich bei Nebel mit Sichtweiten um 25 Meter. Der estnische Kapitän bekam sein Schiff mit eigener Kraft wieder frei, es lief nach Nenset weiter. An der Uferbefestigung vor dem Fredsmonumentet (Friedensdenkmal) nahe der Porsgrunns Brücke wurden ca. 10-15 Kubikmeter Stein und Mörtel herausgebrochen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2008

Reparatur der "Artemis" hat begonnen
Update vom 02.04.08

Harlingen, Provinz Friesland / Niederlande, 08.04.08 - Der holländische Frachter "Artemis", der im vergangenen Monat auf den Sables-d'Olonnes strandete, liegt mittlerweile zur Reparatur bei Shipdock Harlingen. Der Boden des 90 Meter langen Schiffes ist schwer beschädigt. Die Arbeiten zur Wiederherstellung begannen am 8.4. und sollen bis Mitte Mai andauern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2008

Explosion auf Tanker in Skagen

Skagen, Region Nordjylland / Dänemark, 08.04.08 - Am 7.4. kam es auf dem unter Färöer-Flagge registrierten Tanker "Magn" auf der Karstensens Skibsværft in Skagen zu einer Explosion. Dabei wurden zwei Arbeiter, die mit Tankreinigungsarbeiten beschäftigt waren, verletzt. Der eine, ein Angestellter der Werft, war im Tank, der andere, der bei Skagen Kloakservice arbeitet, stand an Deck. Der Werftarbeiter war noch in der Lage, aus dem Tank zu flüchten. Dann wurden beide ins Rigshospitalet (Reichskrankenhaus) Kopenhagen gebracht. Ob die Explosion durch eine Lampe, Funken eines Eisenwerkzeugs oder Dämpfe verursacht wurde, war noch unklar. Die "Magn" wurde in Skagen zum Einsatz für neue Eigner in Torshavn überholt, für die sie als "Amalie" laufen soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2008

Schwelbrand auf Bunkerboot

Datteln, Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen / DE, 08.04.08 - Am 7.4. gegen 15:15 Uhr, bemerkte ein Passant eine starke Rauchentwicklung aus dem Maschinenraum eines Bunkerboots in Höhe der Dattelner Uferpromenade. Die alarmierte Feuerwehr konnte den Schwelbrand schnell löschen. Durch die Wasserschutzpolizei wurde ermittelt, dass zwei durchrutschende Keilriemen heiß gelaufen waren und es dadurch zu der Rauchentwicklung kam. Der Sachschaden wird auf 1000€ geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2008

Kutter brennend vor Prince Edward Island gesunken
Update vom 07.04.08

Souris, Prince Edward Island, Kanada, 08.04.08 - Am Morgen des 7.4. fing vor Prince Edward Island der 45 Fuß lange Kutter "Cape Toker" Feuer. Die zweiköpfige Crew, die die Flammen beim Öffnen des Maschinenraumluks entdeckt hatte, musste nach 10-minütigem Bemühen die Brandbekämpfung aufgeben und sich nach Abgabe eines Notrufs in eine Rettungsinsel flüchten. Ein Kutter, der drei Kilometer entfernt das Mayday aufgefangen hatte, lief sofort aus. Die Boote der Coast Guard waren noch im Winterlager in Souris. Als der Kutter die "Cape Toker" erreichte, stand sie vollkommen in Flammen. Einer der beiden Fischer, die das Boot dann aufnahm, hatte eine leichte Rauchvergiftung. Die Geretteten konnten nur noch zusehen, wie ihr Boot ausbrannte. Es begann im Lauf des Nachmittags, über den Bug zu sinken. Die Küstenwache vergewisserte sich, dass keine Gefahr einer Ölverschmutzung bestünde und riet, das Wrack treiben zu lassen. Ein SAR-Hubschrauber und ein Patroullienflugzeug waren ebenfalls im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2008

Sportboot rammte Brücke in Münster

Münster, Nordrhein-Westfalen / DE, 08.04.08 - Beim Auslaufen aus der großen Kammer der Schleuse Münster stieß am 5.4. ein Sportboot gegen die Eisenbahnbrücke Nr. 87 in Münster. Dabei wurden der Radarmast des Sportbootes und eine rot-weiß schraffierte Warnbake an der Brücke beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Schiffs- und Schienenverkehr wurden nicht beeinträchtigt. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2008

Rettungsboote der "Sydney" entdeckt
Update vom 04.04.08

Australien, 07.04.08 - Bei den Untersuchungen des Wracks von HMAS "Sydney" konnte nun nachgewiesen werden, dass die Crew keine Chance zur Flucht hatte. Bislang wurden über die Hälfte der Rettungsboote durch die "Geosounder" auf dem Meeresgrund entdeckt. Alle konnten dank eines Ankeremblems sicher identifiziert werden. Vier Boote wurden noch nicht entdeckt. Zuvor hatten Bilder der leeren Bootsdavits Fragen aufgeworfen, ob sich doch einige Männer in die Boote hatten flüchten können, als das Schiff im November 1941 m Gefecht mit dem Hilfskreuzer "Kormoran" 250 Kilometer vor Westaustralien sank. Einige Boote zeigten Spuren von Geschützfeuer, in einem Fall lagen zwei Boote aufeinander. Dies unterstützt die These, dass wenige Boote nach dem Gefechts abgefiert werden konnten.
Das ROV der "Geosounder" hat derweil auch den abgetrennten Bug der "Sydney" sowie Teile der schwer beschädigten Aufbauen, Masten, einen Schornstein, unbenutzte Torpedos und eine Reihe schwarzer Schuhe in 2500 Metern Tiefe dokumentiert, die bei der letzten Fahrt in die Tiefe vom Wrack freikamen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2008

Eigner von Wrack inhaftiert

Navarre, Santa Rosa, Florida / USA, 07.04.08 - Der Eigner des Fahrgastschiffes "Symphonia" wurde jetzt in Haft genommen. Das 112 Fuß lange Wrack, das halb gesunken in Santa Rosa liegt, stellt eine Umweltgefährdung dar. Es wurde in den 1920ern für Charles Ringling of Ringling Bros. erbaut und liegt im Santa Rosa Sound östlich der Navarre Beach Bridge.
Die ersten Beschwerden kamen am 4.9.2006. Am 3.10. sank es, seitdem begann auch Öl aus dem mit dem Heck unter Wasser liegenden Schiff auszulaufen. Es gehört den in Pensacola ansässigen Southern Starr Developers und Jason Anthony Dean, dem nun eine Gefängnisstrafe droht.
Die Jungfernfahrt hatte das luxuriös ausgestattete Schiff rund 90 Jahre zuvor von New York nach Sarasota geführt. Das Schiff sollte dann vor Florida kreuzen. Es wurde von zwei 150-PS- Speedway Maschinen auf 10 Meilen Geschwindigkeit gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2008

Komplizierte Bergung von Sandsauger

Kloosterhaar, Provinz Overijssel / Niederlande, 05.04.08 - Kompliziert gestaltet sich die Bergung des gesunkenen, 27 Meter langen Sandsaugers "Nautilus" in der Abbaustelle der Kalkzandsteen BV in Kloosterhaar. Das 150 Tonnen schwere Wrack liegt in 34 Metern Tiefe kieloben. Der Vorteil ist, dass so kein Öl auslaufen kann. Die Bergung wird von Nautic Air Services in Hasselt durchgeführt, die die Lage des Wracks mit Sonar prüfte. 20 große Pressluftsäcke sollen dem Wrack Auftrieb verleihen. Zuerst muss es dazu aber mit an einer Seite angebrachten Ballons unter Wasser gedreht werden. Dann gilt es, bei einer Sichtweite von 50 Zentimetern die Tanköffnungen abzudichten, um einen Austritt der 17 Tonnen Dieselkraftsoff zu verhindern, und die weiteren Ballons anzubringen. Zurück an der Wasseroberfläche sollen zwei 400-Tonnen-Kräne den Rest übernehmen. Zur Vorbereitung sind sechs Taucher von Nautic Air Services im Einsatz, die jeweils eine halbe Stunde in der Tiefe arbeiten können, um dann vier Dekompressionsstufen von je 25 Minuten zu durchlaufen. Als Bergungsplattform dient die "Calypso". Im Hafen ist ein Dekompressionstank für Notfälle einsatzklar. Die eigentliche Bergung könnte, wenn alles gut geht, am 11.4. erfolgen.
Der Bagger sank in der Nacht zum 17.3. bei der Calduran Kalkzandsteen BV. Der Kapitän bemerkte den Untergang erst nach Tagesanbruch.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2008

Bargenverband wird vorsichtig geräumt
Update vom 03.02.08

São Francisco do Sul, Bundesstaat Santa Catarina / Brasilien - Bis Ende Juni ist die Bergungsfirma Svitzer noch mit der Bergung der Schlepper-Bargenkombination "Norsul" beschäftigt, die im vergangenen Monat begann. Der Verband war nahe São Francisco do Sul mit einer Stahlladung knapp außerhalb des Fahrwassers zum Hafen gekentert. Sie sollen an einem sicheren Ort aufgerichtet warden. Dafür muss zunächst ein Teil der Aufbauten, auf denen die Schiffe derzeit liegen, entfernt werden. Die "Norsul" kenterte am 30.01.2008 und die 12 Mann Crew und der Lotse wurden gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2008

Kanada: Kutter bei Souris ausgebrannt

Souris, Prince Edward Island, Kanada, 07.04.08 - 800 Meter vor Howe Point geriet am 7.4. bei Souris der kanadische Kutter "Cape Toker" gegen 11 Uhr in Brand. Die zweiköpfige Besatzung flüchtete in eine Rettungsinsel, nachdem die Brandbekämpfung scheiterte. Ein anderes Schiff aus Souris nahm sie unversehrt auf. Ein SAR-Hubschrauber und ein Patroullienflugzeug waren ebenfalls im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

Hong Kong: Bergung der "Neftegaz 67" hat begonnen
Update vom 31.03.08

Hong Kong / China - Der ukrainische Schlepper "Neftegaz 67", der am 22.3. in Hongkong sank, soll am 23.4. gehoben werden. Bisherige Versuche, das Schiff in flacheres Wasser zu verbringen, waren daran gescheitert, dass der Mast des 2723 Tonnen-Schiffes sieben Meter tief im Grund steckt. Die Bergungsarbeiten begannen am 2.4. Nach der Hebung soll das Leck bis zum 27.4. abgedichtet werden, sodass anschließend weitere Reparaturen im Hafen durchgeführt werden können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

Wieder Kutter vor Südkorea versenkt

Jeju Island / Südkorea, 07.04.08 - Am 7.4. kam es zu einem neuerlichen Untergang eines chinesischen Kutters mit einem 16400 Tonnen großen, südkoreanischen Frachter. Nach dem Zusammenstoß 175 Kilometer südwestlich von Mara Island, Südkorea, wurden sechs Chinesen vermisst. Zwei Mann wurden wohlbehalten von dem Frachter gerettet. Das Unglück ereignete sich um 08:45 Uhr Ortszeit in dichtem Nebel, als der Kutter "Lujiao Yu" mit dem Frachter "Panbless" zusammenstieß. Erst zwei Tage zuvor waren fünf Seeleute vor Mara Island mutmaßlich ertrunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

USA: Holländischer Frachter lief bei Providence auf Grund

Narragansett Bay, Rhode Island / USA, 07.04.08 - Am 6.4. lief der 388 Fuß lange holländische Frachter "Alexandergracht" in Ostpassage der Narragansett Bay auf Grund, nachdem der Anker nicht gehalten hatte. Das Schiff hatte eine Fracht von Yachten und Schrott an Bord. Um 12.50 Uhr bat er die Coast Guard New England um Hilfe. Ein 41-Fuß-Boot der Coast Guard Station Castle Hill sowie die Schlepper "Rainbow" und "Reliance" liefen zur Strandungsstelle. Es gelang dem Frachter jedoch, mit steigendem Wasser aus eigener Kraft freizukommen. An einem sicheren Ankerplatz sollte er untersucht werden. Ein Schlepper blieb vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008
Info: Providence ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Rhode Island.

Australien: "MSC Lugano" auf dem Haken
Update vom 04.04.08

Fremantle, Western Australia / Australien, 07.04.08 - Die "MSC Lugano", die 150 Meilen vor Esperance trieb, ist eine Woche nach dem Maschinenraumbrand unterwegs nach Fremantle. Nachdem schwere Seen das Schiff gefährdet hatten, hatte die Australian Maritime Safety Authority (AMSA) die Schlepper "Cape Pasley" und "Greshanne" zum Havaristen entsandt. Sie sicherten ihn, bis der Schlepper "Wambiri" von Svitzer ihn auf den Haken nahm. Die "MSC Lugano" wird am 11.4. in Fremantle erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

Japan: Suche nach vermisster Kuttercrew

Aomori / Japan, 07.04.08 - Am 5.4. sank der 5,1 Tonnen große japanische Kutter "Nikko Maru" vor Kugurizaka. Er war um 2 Uhr ausgelaufen und hätte rund 12 Stunden später zurückkehren sollte. Als er nicht einlief, wurde die Küstenwache alarmiert, die eine Suche nach der achtköpfigen Crew einleitete. Ein Mann wurde im Wasser gefunden, war aber bereits tot. Am 6.4. fanden die Einsatzkräfte eine zweite Leiche.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

Antwerpen: Autofrachter setzte Brücke matt

Antwerpen / Belgien, 06.04.08 - Der norwegische Autotransporter "Tagus", IMO-Nr. 830 9579, kollidierte am Morgen des 6.4. mit der Farnesebrücke (Farnesebrug) im Hafen von Antwerpen. Die Klappbrücke konnte danach nicht mehr betrieben werden. Die Reparatur könnte ein Jahr dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

Vier Vermisste tot im chinesischem Frachter gefunden
Update vom 27.03.08

Ningbo, Provinz Zhejiang / China, 06.4.08 - Am 6.4. wurden die Leichen der vier seit dem 27.3. vermissten Seeleute des chinesischen Frachters "Qinfeng 128" geborgen, die seit der Kollision des Schiffes mit einer Brücke in der Zhejiang Provinz vermisst waren. Das Schiff konnte am 4.4. aus den Trümmern der Brücke herausgezogen werden. Danach war es möglich, in die zerstörten Aufbauten einzudringen. Alle Toten waren in ihren Kabinen eingeschlossen worden, als die 60 Meter lange und 3000 Tonnen schwere Brückensektion auf den Frachter stürzte. Der Kapitän sowie der Ausguck übernahmen die Verantwortung für die Kollision. Der Kapitän hatte eine falsche Route gewählt, und der Ausguck war unaufmerksam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

"Pasha Bulker" ist repariert und erhält neuen Namen

Australien, 06.04.08 - Der Frachter "Pasha Bulker", IMO-Nr. 9317729, ist zurück. Das Schiff, das am 8.6.2007 vor Nobby’s Head spektakulär gestrandet war, wurde in einer Werft im südvietnamesischen Nha Trang repariert und bunkerte Ende März in Singapur nach Abschluss der Werfterprobung. Das Schiff heißt nunmehr "Drake", untersteht aber immer noch dem selben Management. Die Eigner haben immer noch nicht die 2 Millionen-Dollar-Forderung der Regierung von New South Wales für die Hubschrauberrettung der 22-köpfigen Crew, die Arbeiten zum Abdichten der Öllecks und den Schaden am Strand beglichen. Der Bulkcarrier war erst 2006 von Saebo H.I. Co Ltd. abgeliefert worden. Das 40042 BRZ große Schiff ist 225 Meter lang und 32 Meter breit. Als Eigner firmiert nun die Drake Line Inc., das Management liegt bei Fukujin Kisen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

USA: Schiffbrüchige Schleppercrew flüchtete auf Barge

Panama City, Florida / USA, 06.04.08 - Am 4.4. funkte der Schlepper "Ramrod" 90 Meilen südlich von Destin, Florida, dass er mit Wassereinbruch im Golf von Mexiko sinke. Die vierköpfige Crew flüchtete auf eine der im Schlepp befindlichen Bargen. Die US Coast Guard schickte einen HU-25 Falcon Jet des Aviation Training Center in Mobile und den Coast Guard Cutter "Seahawk" aus Carrabelle. Die "Seahawk" rettete die Schiffbrüchigen und brachte sie zur St. Andrews Marina in Panama City. Die treibenden Bargen wurden von der "Lucky Seven" geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

Frachter vor Hjartholm gestrandet

Mosterhamn, Kommune Bømlo, Fylke (Provinz) Hordaland / Norwegen, 05.04.08 - Am 5.4. lief um 6.30 Uhr der Bulkcarrier "Nyvåg", 600 tdw, bei Hjartholm vor Sveio, Hordaland, auf Grund. Das Schiff kam mit einer Geschwindigkeit von 10 Knoten fest und erlitt Schäden in Vorpiek und Laderaum. Nach der Bergung wurde das Schiff in Mosterhamn, Bømlo, für Inspektionen festgemacht. Es war mit einer vierköpfigen Crew und einer Ladung Sand unterwegs von Lervik nach Ryfylke.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

Proteste am Jahrestag des "Sea Diamond"-Untergangs

Insel Santorin / Griechenland, 05.04.08 - Dutzende Fischkutter und Ausflugsboote drängten sich am Jahrestag des Untergangs der "Sea Diamond" in der Bucht der Vulkaninsel Santorin. Rote Leuchtraketen stiegen auf, Sirenen heulten, Nebelhörner tuteten. Bengalische Fackeln mit ihrem orangefarbenen Licht tauchten die heuer regenverhangene Bucht in Zwielicht. Am 5. April 2007 eilten die Fischer von Santorin den Passagieren des Kreuzfahrtschiffes "Sea Diamond" zur Hilfe, das in der Bucht auf ein Riff gelaufen war und zu sinken begann. In einer dramatischen Rettungsaktion konnten bis auf zwei Vermisste alle 1547 Passagiere und Besatzungsmitglieder geborgen werden. Zum Jahrestag der Havarie machten am 5.4. die Menschen von Santorin mit der Schiffs-Demo in der Bucht und läutenden Kirchenglocken an Land ihrer Empörung Luft.
Denn Tag für Tag strömen Schweröl und Diesel aus dem Wrack. Das Öl wird zwar mit Ölschlängeln aufgefangen und abgeschöpft, doch die Bewohner von Santorin fürchten, dass die vielen Tonnen Treibstoff, die noch in den Tanks des Havaristen lagern, das Meer und die Küsten der malerischen Ferieninsel verseuchen könnten. "Hebt endlich die "Sea Diamond" skandierten Demonstranten. Fachleute des Meeresforschungsinstituts Archipelagos bezeichneten das Wrack als Zeitbombe, die das Ökosystem der ganzen Region gefährde. Es befänden sich außerdem Flüssigkeiten und Gase in den Klimaanlagen, Schwermetalle wie Blei und Quecksilber in Computern, Fernsehern und anderen Geräten und auch Brom, mit dem auf Schiffen Teppichböden, Möbel und Textilien behandelt werden, um sie schwer entflammbar zu machen.
Vergangene Woche kam EU-Umweltkommissar Stavros Dimas nach Santorin, um sich ein Bild zu machen. Viel versprechen konnte auch er nicht. Die Reederei des gesunkenen Kreuzfahrtschiffes, die zyprische Louis Cruises, hat das Wrack aufgegeben. Anfang Januar stellte die Reederei ihre Reinigungsarbeiten in der Bucht ein. Sie seien "mit absolutem Erfolg" abgeschlossen worden, die Strände nun "sauberer als vor dem Unglück", hieß es beim Unternehmen.
Das griechische Ministerium für die Handelsmarine forderte indes von der Reederei, sie müsse das Schiff bergen. Bußgelder von rund 5,6 Millionen Euro hat das Ministerium dem Schiffseigner bereits aufgebrummt. Doch Louis will das in rund 120 Metern Tiefe liegende Wrack nicht heben lassen: Dies sei technisch zu schwierig und beschwöre neue Umweltgefahren herauf. Der Streit dürfte wohl noch lange andauern. Die Jahrestagsveranstaltung könnte weitere Auflagen erfahren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

USA: Bargen werden für "New Carissa"-Einsatz ausgerüstet

Coos Bay, Oregon / USA, 05.04.08 - Die zwei Jack-Up-Bargen von Titan Maritime, die Ende März in Coos Bay eintrafen, um als Arbeitsplattformen für die Räumung der "New Carissa" zu dienen, sollen ihre Arbeit am 15.5. beginnen. Am 1.5., so der Zeitplan, müssen sie vor Ort sein. Sie können nur bei absolute ruhiger See positioniert warden mit Wellengang unter drei Fuß. Bis zu ihrem Einsatz werden sie bei der Sause Brothers Ocean Towing Facility in Empire gedockt. Die 150 Fuß langen Beine, auf denen die Bargen aufgespindelt werden, mussten zum Transport von der Dominikanischen Republik in je drei Teile zerschnitten werden, zwei von 60 und eines von 30 Fuß Länge. Sie werden später 30 Fuß tief in den Sand einrammt.
Derzeit wird der 300-Tonnen-Kran der "Karlissa B", auch "Big Red" genannt, repariert und überholt, bevor er installiert wird. Der andere Kran kommt auf die "Karlissa A". Er wurde von örtlichen Firmen im Central Dock zusammengesetzt. Knutson Diesel and Machine baut den 31 Fuß hohen Turm, der 1000 Fuß von der "New Carissa" entfernt den Landpunkt der sechs Tonnen tragenden Kabelbahn darstellen wird, über die die Bargen erreicht werden sollen. Die Konstruktion beginnt frühestens Ende April, wenn die erforderlichen Genehmigungen da sind. Außerdem muss eine behelfsmäßige Umgehungsstraße zum North Spit gebaut werden. Mithilfe der Kräne wird die "New Carissa" schließlich Stück für Stück abgetragen. Das gesamte Schrottmetall wird bis zum Ende der Aktion auf den Decks der Bargen gestaut. Der erste Abschnitt wird als einfach eingeschätzt. In den ersten Wochen wird das Wrack rasch kleiner werden. Doch die Demontage der 250-Tonnen-Maschine und die Arbeiten in den tiefer liegenden Schiffsteilen werden komplizierter. Sechs Zugmaschinen sollen mit schweren Ankerketten den erleichterten Torso aus dem Sand ziehen. Titan kann den versandeten Teil auch vor Ort belassen, doch das Ziel von Titan ist es, nichts zurückzulassen. Dies wäre technisch einfacher, weil sonst Taucher am Grund zu schneiden hätten, was in der Brandungszone gefährlich ist. Die Strandungsstelle bietet einzigartige Herausforderungen. Der Projektingenieur Reed, der seit 1993 bei Titan tätig ist, sagte, er habe noch nie in einer so aktiven Brandungszone gearbeitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

Frachter "Max" hatte Blackout

Rotterdam / Niederlande, 05.04.08 - Am 4.4. erlitt der 71 Meter lange Frachter "Max" (IMO-Nr. 8017011) aus Bratislava, Slowakei einen Maschinenblackout auf dem Nieuwe Waterweg, Rotterdam, bei Tonne 11. Das Schiff lief auf Grund und warf Anker, bis der Schlepper "Buizerd" vor Ort war. Auch die "RPA 16" und die "P 5" der Hafenpolizei Rotterdam waren vor Ort. Es gelang, die "Max" freizuschleppen und in den Wiltonhaven in Schiedam zu schleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

Florida: Ölbarge freigeschleppt
Update vom 04.04.08

Egmont Key, Florida / USA, 04.04.08 - Am 4.4. wurden der Schlepper "Yankee" sowie eine Ölbarge um 17.15 Uhr erfolgreich geborgen und machten sich mit eigener Kraft auf den Weg zu einem Ankerplatz neun Meilen westlich von Egmont Key, Florida. Hier wird die Barge vom American Bureau of Shipping sowie Vertretern der Coast Guard untersucht, bevor eine Genehmigung zur Weiterfahrt zum Weeden Island Power Plant in St. Petersburg. Hier soll eine gründlichere Tauchinspektion durchgeführt werden.
Bevor der Verband flottgemacht werden konnte, hatte ein Schleppverband der Bouchard Transportation Company seit 14 Uhr rund 20000 Barrels Öl geleichtert. Die Leichterbarge machte sich ebenfalls auf den Weg zur Power Plant.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

"MSC Sabrina" unterwegs nach Montreal
Update vom 04.04.08

Trois-Rivières, Provinz Québec / Kanada, 04.04.08 - Nach einer Inspektion in Trois-Rivières durfte der panamaische Containerfrachter "MSC Sabrina" seine Reise von Le Havre nach Montreal am 4.4. fortsetzen, wo die verbliebene Ladung gelöscht werden soll. Das Schiff war am Morgen gegen 3 Uhr von der Flussbank auf dem St. Lawrence River geborgen worden, wo es seit dem 8.3. festgesessen hatte.
Die "MSC Sabrina" war in der vergangenen Woche um 5000 Tonnen geleichtert worden. Schmelzwasser führte jetzt zu einem Hochwasser, dass es den fünf Scheppern von Groupe Ocean "Duga", "Ocean Bravo", "Ocean Delta", "Ocean Jupiter" und "Ocean K. Rusby" ermöglichte, das Heck von der Bank zu ziehen, sodass die "MSC Sabrina" ihre eigene Maschine unterstützend einsetzen konnte. Die "MSC Sabrina" wurde 1989 in Südkorea erbaut und wird gemanagt von der Mediterranean Shipping Company S.A.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

Russland: Tanker rammte Verladepier

Noworossijsk (Novorossiysk), Region Krasnodar / Russland, 03.04.08 - Der 4,807 Tonnen verdrängende, unter Belize-Flagge registrierte Tanker "Tigran Martirosyan" (IMO 9394480, Baujahr 2006) kollidierte am 2.4. gegen 19 Uhr mit der Verladepier des Sheskharis Ölterminal in Novorossiysk. Die Mole wurde beschädigt, der Tanker musste für Inspektionen vor Anker gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

Gebote für Räumung der "Riverdance" eingereicht
Update vom 01.04.08

Blackpool, Region North West England / UK, 03.04.08 - Zehn Bergungsfirmen haben Gebote zur Räumung der "Riverdance" vor Blackpool abgegeben. Eine Entscheidung wird nicht vor dieser Woche erwartet, die Küstenwache hofft, dass bis zum 8. oder 9.4. alle Aspekte erwogen sind. Die Auftriebshilfen wurden mittlerweile vom Wrack entfernt, nachdem klar war, dass das Schiff nicht wieder flottgemacht werden kann. Die "Riverdance" nimmt derweil zusehends Schaden, so wurde in den vergangenen Tagen das Peildeck vom Brückenhaus abgerissen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.04.2008

Vermisste Fischer auf dem Atlantik entdeckt

Las Palmas, Gran Canaria / Spanien, 05.04.08 - Ein zyprisches Schiff hat zwei Spanier auf dem Atlantik entdeckt, die vor drei Wochen mit ihrem Boot verschwunden waren. Die beiden Männer seien knapp 260 Kilometer südlich der Kanareninsel Teneriffa entdeckt worden, sagte ein Sprecher der kanarischen Provinzregierung.
Die beiden Seemänner sind mit einem Helikopter von ihrem Boot "Saulo" nach Las Palmas in ein Krankenhaus gebracht worden. Offiziellen Angaben zufolge geht es den Männern gut, obwohl ihnen bereits vor acht Tagen Essen und Trinkwasser ausgegangen waren.
Die beiden erfahrenen Seemänner waren am 13. März in der südspanischen Stadt Algeciras mit einem 10 Meter langen Boot, ohne Funkgerät, zum Fischen aufs Meer herausgefahren. Der Grund für ihre Seenot ist bislang nicht bekannt.
Quelle: FrPresse vom 05.04.2008

England: Zwei Personen von Kutter abgeborgen

Spurn Head, Yorkshire, England / UK, 05.04.08 - Am 5.4. brach auf dem Kutter "Matthew Hardy" vor East Yorkshire ein Feuer aus. Ein Rettungsboot von der Küstenwache Humber und ein Helikopter der RAF Leconfield wurden alarmiert. Zwei Personen (ein Mann und eine Frau) wurden von dem zwei Meilen vor Spurn Point liegenden Schiff aus der Luft abgeborgen, der Skipper blieb an Bord, während es nach Grimsby abgeschleppt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2008

Fünf Vermisste nach Kutteruntergang vor Südkorea

Insel Jeju / Südkorea, 05.04.08 - Am 5.4. um 8.40 Uhr, Ortszeit (23:40 Uhr GMT, Freitag) sank ein chinesischer Kutter vor der Südküste Südkoreas (etwa 370 km südlich der Mara Insel) nach Kollision mit dem südkoreanischen Frachter "Bright Ace", 6049 BRZ. Mindestens fünf Seeleute wurden vermisst, zwei von dem Kollisionsgegner wurden gerettet. Ein Küstenwachboot von Jeju Island kam zur Suche und wurde am Abend vor Ort erwartet. Einige chinesische Kutter waren ebenfalls zur Stelle. Der Frachter war mit 6000 Tonnen Stahl am 3.4. aus Masan nach Singapur ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2008

Kanada: "MSC Sabrina" geborgen
Update vom 02.04.08

Trois-Rivières, Provinz Québec / Kanada, 04.04.08 - Am 4.4. um 12.45 Uhr gelang es, die "MSC Sabrina" auf dem St. Lawrence River nahe der Stadt Trois-Rivières durch die Schlepper "Intrepid", "Ocean Bravo", "Duga" und "Ocean Delta" freizuschleppen. Das Schiff wurde anschließend in einen örtlichen Hafen geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2008

Suche nach Trawler vor Cape Breton wieder aufgenommen

Cape Breton Island, Nova Scotia / Canada, 04.04.08 - Am 4.4. sollte der Eisbrecher CCGS "Terry Fox" sich an der Suche des seit dem Untergang der 12-Meter langen "L`Acadien II" vor Cape Breton vermissten Seehundjäger sowie dem Wrack beteiligen. Die kanadische Küstenwache hatte die Suche mit zwei leichten Eisbrechern bereits am 3.4. wieder aufgenommen, nachdem es Proteste wegen eines zu schnellen Abbruchs der Suchaktion gegeben hatte. Das Suchgebiet ergab sich aus der letzten Position des Trawlers unter Berücksichtigung von Driftpatterns und Eisverhältnissen. Auch ein Suchflugzeug stieg auf, Taucher wurden in Bereitschaft gehalten, falls das Wrack geortet würde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2008

Frankreich: Kutter vor Toulinguet kollidiert

Brest, Bretagne, Département Finistère / Frankreich, 03.04.08 - Am 2.4. gegen 10 Uhr kollidierten 30 Kilometer südöstlich von Toulinguet, Finistère, zwei Kutter. Die 13 Meter lange "Kan An Ael" aus Guilvinec erlitt ein vier Meter langes Leck. Dei drei Mann Crew wurden von dem Kollisionsgegner, der 16 Meter langen "Balbuzard II" aus Saint-Brieuc, aufgenommen. Der französische Minensucher "Andromède" kam zu Hilfe und dichtete das Leck mit Hilfe seiner Bordtaucher ab. Danach machte sich die "Kan An Ael", eskortiert von dem Marineschiff, mit geringer Fahrt auf den Weg nach Camaret.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2008

Saudi-Arabien: Havarierter Tanker wird geleichtert
Update vom 07.03.08

Yanbu' al-Bahr (Yanbu), Provinz Medina / Saudi-Arabien, 03.04.08 - Der dominikanische Tanker "Polar", der Anfang vergangenen Monats auf der Fahrt nach Jordanien nach Maschinenausfall im Roten Meer auf Drift gegangen war und Korallenriffe vor Yanbu gefährdet hatte, wird immer noch geleichtert. 31000 Tonnen Öl sollen in Lagertanks von Saudi am King Fahd Industrial Port in Yanbu gelagert werden. Das Leichtern soll bis zu vier Tage dauern. Der Rest des Öls wird von der "Hellas Warrior" aufgenommen und nach Aqaba gebracht, was 700 Kilometer nördlich liegt.
Die 20 Jahre alte "Polar" der griechischen Venture Navigation Co., Ltd. Hatte am 2. März 200 Kilometer vor Yanbu Maschinenausfall erlitten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2008

Tenderboot in Guam gekentert

Hagatna, Guam / USA, 04.04.08 - Am 4.4. gegen 6 Uhr kenterte ein Tenderboot, das mit dem Schlepper "June T" operierte, im Hagatna Boat Basin in Guam. Die US Coast Guard startete anschließend eine Suchaktion nach dem vermissten Insassen. Das Unglück hatte sich ereignet, als das Tenderboot die Brandungszone in der Hafeneinfahrt querte. An Bord waren zwei Personen, von denen eine gerettet wurde. Die schwere Brandung stellte für die Sucheinheiten ein großes Problem dar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

"RMS Neudorf" wieder in Fahrt

Kotka, Provinz Südfinnland / Finnland, 04.04.08 - Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "RMS Neudorf" (IMO-Nr. 892 0256), 1985 BRZ, der am 29.3. von Vyborg in Russland kommend nach Maschinenschaden nach Kotka eingeschleppt und dort bei Steveco vertäut worden war, konnte nach Reparatur seine Reise nach Joensuu (Joenssuu) auf dem Saimaa-See, Finnland am Nachmittag des 3.4. fortsetzen. Das 82,50 Meter lange Schiff wurde 1990 von der Damen Shipyards, Gorinchem / NL erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

Erste Bilder der "Sydney" publiziert
Update vom 24.03.08

Perth, Western Australia / Australien, 04.04.08 - Am 2.4. wurden erstmals Fotos des Wracks des australischen Kreuzers "Sydney" publiziert. Das Schiff wurde von der Finding Sydney Company in fast 2500 Metern Tiefe aufrecht auf dem Meeresboden sitzend gefunden. Nach der Versenkung des Schiffes durch den Hilfskreuzer "Kormoran" am 19.11.1941, bei der alle 645 Mann des Kreuzers ums Leben kamen, hatte es immer wieder Theorien gegeben, nach denen tatsächlich ein japanisches U-Boot ihn torpediert habe, oder dass die Crew der "Kormoran" die Überlebenden der "Sydney" mit Maschinengewehren getötet habe.
Die australische Regierung will nun eine Untersuchung des nie offiziell aufgeklärten Untergangs einleiten. Die Fotos der "Sydney" zeigen große Geschosseinschläge entlang der Backbordseite, die Brücken- und Aufbautenbereiche sind ebenfalls schwer beschädigt. Ein Teil des Bugs fehlt, wohl infolge einer großen Explosion. Das Deck wurde aufgerissen und über den Rohren von Turm A zusammengefaltet. Dennoch macht das Wrack noch einen imposanten Eindruck.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

Florida: Ölbarge vor Egmont Key gestrandet

Egmont Key, Florida / USA, 04.04.08 - Am 2.4. um 5.45 Uhr lief drei Meilen westlich von Egmont Key, Florida, eine Barge auf Grund. Der 138 Fuß lange Schlepper "Yankee" der K-Sea Operating Partnership LP war mit der 441 Fuß langen Barge von Houston nach Tampa unterwegs, als sie auf einer Sandbank festkam. Das Doppelrumpffahrzeug hatte eine Ladung von 119,000 Barrels Öl an Bord. Die US Coast Guard schickte sofort eine HC-130 der Air Station Clearwater. Der Schlepper "Buccaneer" versuchte die Barge mit der Abendflut vergeblich freizuschleppen. Für einen weiteren Bergungsversuch wurden die Schlepper "Tampa" und "Gasparilla" zusätzlich angefordert. Nötigenfalls muss die Barge geleichtert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

Laker-Reparatur gut im Zeitplan
Update vom 23.01.08

Duluth, Minnesota / USA, 04.04.08 - Nachdem vor fast drei Monaten der Laker "Walter J. McCarthy" beim Anlaufen von Hallett Dock Nr. 8 teilweise gesunken war, ist die Reparatur in einer gemeinsamen Arbeit der American Steamship Company, Frasier Shipyards sowie der U.S. Coast Guard nun dem Zeitplan voraus. Am 2.4. sollte eine Inspektion stattfinden, um die Schweißarbeiten abzunehmen. Ein Schutzkasten um die Leckage wurde zuvor entfernt, und der Rumpf zeigte sich wieder intakt. Es bleibt aber noch eine Menge Arbeit zu tun. Nun muss die Maschinenanlage überholt werden. Die Küstenwache sagte, ein noch größerer Schaden sei abgewendet worden, indem die Crew sofort nach der Havarie viele der elektronischen Anlagen an Bord abgeschottet hätten. Deswegen besteht nun die Hoffnung, den Frachter bis Mitte Mai wieder klar zu haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

Barge trieb in der Elbmündung

Cuxhaven, Niedersachsen, 03.04.08 - Eine Barge der holländischen Nepune Marine Service in Aalst riss sich in der Elbmündung auf Höhe Elbe 1 von dem in Kingstown registrierten Schlepper "Charlotte W". los. Sie hatte große Trommeln mit Seekabel geladen und war auf dem Weg nach Rotterdam. Die "Charlotte W." hielt die Barge mit Notschleppgeschirr, bis aus Cuxhaven die "Taucher Otto Wulf 3" eingetroffen war. Sie schleppte die Barge an die Wulf-Pier in Cuxhaven ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

Binnenschiffsunfälle in Holland

Utrecht / Niederlande, 03.04.08 - in den Mittagsstunden des 3.4. wurde ein Binnenschiff auf dem Amsterdam-Rheinkanal bei Lage Weide (bei Utrecht) manövrierunfähig und rammte eine Kaimauer. Die erste Abteilung des Schiffes wurde aufgerissen. Ein anderes Schiff kam zu Hilfe und zog den Havaristen in den Protonhafen. Hier waren Feuerwehr und Taucher zur Stelle und halfen beim Lenzen. Die Ursache der Havarie war ein Defekt in der Ruderanlage.
Ebenfalls auf dem Amsterdam-Rheinkanal unterwegs war am 3.4. ein anderer Havarist, die vor einigen Tagen vor Lemmer gesunkene "Princess". Sie wurde vom Schlepper "Zuidpool" zu einer Reparaturwerft geschleppt.
Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 03.04.08 - Am Nachmittag des 3.4. hatte das Binnenschiff "Benfica" auf der Westerschelde bei Tonne 26 Maschinenprobleme. Wegen verstopfter Brennstofffilter fiel der Antrieb schließlich gänzlich aus, und der Kapitän rief den Schlepper "Zeeland" zu Hilfe, der das Schiff längsseits kam. Der Schlepper "Multratug 9" und das Bergungsboot "Brandaris II" begeleiteten den Schleppzug in den Osthafen von Terneuzen.

Nijmegen (Nimwegen), Provinz Gelderland / Niederlande, 03.04.08 - Ebenfalls in holländischen Gewässern lief der Schlepper "Salween" am 01.04. mit zwei leeren Bargen einen Kilometer von Nijmegen entfernt auf Grund und kam quer zum Ufer zu liegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

"Server"-Wrack unterwegs nach Esbjerg
Update vom 27.02.07

Høylands Bucht, Kvinnherad Kommune, Provinz Hordaland / Norwegen, 03.04.08 - Das Vorschiff des am 13.1.2007 vor Fedje zerbrochenen Bulkcarriers "Server" begann am 2.4. am Haken des Schleppers "Stadt" eine Schleppreise von seinem Langzeitliegeplatz in der Høylands Bucht ins dänische Esbjerg, wo er abgewrackt werden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

Drei Havarien vor Mecklenburg-Vorpommern

DGzRS Bremen / DE, 03.04.08 - Um 14.40 Uhr des 2.4. musste das Seenotrettungsboot "Dornbusch" der DGzRS-Station Breege auf Rügen einem manövrierunfähig im Jasmunder Bodden treibenden Kutter zu Hilfe kommen, der einen Getriebeschaden erlitten hatte. Der Havarist wurde samt seiner zweiköpfigen Crew nach Breege eingeschleppt.
Ein weiterer Kutter rief am 2.4. um 15.05 Uhr um Hilfe: Er war mit fünf Personen an Bord in der Ostsee bei der Insel Walfisch südlich von Poel auf Grund gelaufen. Das in Timmendorf stationierte Seenotrettungsboot "Günther Schöps" lief aus und schaffte es binnen fünf Minuten, das Schiff frei zu bekommen.
Das Seenotrettungsboot "Putbus" der Station Lauterbach im Südosten Rügens wurde am 2.4. um 17.45 Uhr von dem Skipper einer Segelyacht um Hilfe gebeten, die außerhalb des Fahrwassers nahe des Thiessower Hakens nach Grundberührung festsaß. Auch hier konnte das havarierte Fahrzeug rasch freigeschleppt und in den Hafen von Lauterbach gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

"MSC Lugano" wird auf hohe See geschleppt
Update vom 01.04.08

Fremantle, Western Australia / Australien, 03.04.08 - Der antriebslose Containerfrachter "MSC Lugano" (IMO No: 8714217) wurde weiter von der westaustralischen Küste fortgeschleppt. Das 241,13 Meter lange Schiff war unterwegs von Adelaide nach Fremantle, als ein Maschinenraumfeuer es 150 Meilen vor Esperance lahmlegte. Seitdem trieb das Schiff vor der Küste. Der Kapitän hatte gehofft, nach dem Herunterkühlen des Maschinenraums die Reise nach Fremantle fortsetzen zu können. Am 2.4. schickte aber die Australian Maritime Safety Authority (AMSA) die beiden Schlepper "Shoal Cape" und "Cape Pasley" der Mackenzie Tug Services aus Esperance. Am 3.4. wurden sie durch den stärkeren Schlepper "Wambiri" aus Fremantle abgelöst. Die "MSC Lugano", 35,959 BRZ, läuft zwischen Nordwesteuropa und Australien sowie Neuseeland. Sie hat eine Crew von 25.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

USA: Havarie bei Coos Bay

Charleston, Coos County, Oregon / USA, 03.04.08 - Am 3.4. nahm das Rettungsboot "Intrepid" der US Coast Guard das "Sea Weed" längsseits, nachdem es in Charleston Harbor, Oregon, in Brand geraten war. Das Feuer brach nahe Coos Bay gegen 6.30 Uhr aus. Die Rettungscrew aus Coos Bay konnte den Brand mit Löschschaum ersticken und den Havaristen anschließend im Hafen von Charleston festmachen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

Zwei Tote bei Feuer auf Wladiwostoker Schlepper

Wladiwostok, Region Primorje / Russland, 02.04.08 - Am 2.4. brach auf dem in einer Werft in Wladiwostok gedockten Schlepper "Bulayevo" um 2.47 Uhr bei Schweißarbeiten ein Feuer aus. Die Werksfeuerwehr konnte zusammen mit örtlichen Rettungseinheiten um 4.11 Uhr den Brand löschen. Zwei Personen, der Chefingenieur sowie ein Werftarbeiter, starben wegen Rauchvergiftung. Die "Bulayevo" (IMO-Nr. 8935043) verdrängt 303 Tonnen und wurde 1972 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

Japan: Kühlschiff "Volga" in Schlepptau

Kamui Point, Insel Hokkaido / Japan, 02.04.08 - Das russisches Schiff, der Reefer "Volga", musste am 1.4. um 4.45 Uhr 7,4 Meilen vor Kamui Point, Hokkaido, manövrierunfähig Anker werfen. Am 2.4. um 5 Uhr nahm der Bergungsschlepper "Atlas" den Havaristen Kurs Morzh Cove, Aniva Bay, auf den Haken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

"Hope Bay" und "Ocenanic" wieder mit Klasse
Update vom 27.03.08

Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 28.03.08 - Die Probefahrten des Reefers "Hope Bay", die am 28.3. in der Deutschen Bucht begannen, wurden mit der Abnahme durch den Germanischen Lloyd erfolgreich abgeschlossen. Bereits Ostern hatte der Lloyd die "Oceanic" nach ihrer Rückkehr von der Bremerhavener Bredowerft am Kühlhauskai in Cuxhaven abgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2008

Festfahrung einer Segelyacht bei Düsseldorf

Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen / DE, 03.04.08 - Vermutlich war Unachtsamkeit und Unkenntnis der örtlichen Verhältnisse der Grund für einen Schiffsunfall am 03.04. gegen 01:50 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt fuhr eine Segelyacht bei Rhein -km 743 zu Tal und kam am linken Ufer fest. Durch die Feuerwehr Düsseldorf konnte die Besatzung geborgen werden.
Quelle: WSP NRW vom 03.04.2008

Schleppverband verliert 90 Tonnen Ladung

Hamburg / DE, 03.04.08 - Am 02. 04., gegen 17:30 Uhr verrutschte auf einem Schleppverband, bestehend aus der Barkasse "Claus" (Länge 16,46 m, Breite 3,77 m) und zwei fest miteinander verbundenen Schwimmpontons (Länge 12,15 m, Breite 3,80 m), die Ladung. Infolge der Schlagseite gingen 30 Betonteile mit einem Gesamtgewicht von rund 90 Tonnen über Bord und versanken in der Elbe. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Der Schleppverband transportierte 90 Tonnen Betonteile vom Neuhöfer Kanal zur Baustelle Bei den St. Pauli Landungsbrücken. In Höhe des Fährkanals querte der Schleppverband das Fahrwasser der Norderelbe, um in den westlichen Niederhafen einfahren zu können. Dabei bekam einer der Schwimmpontons Schlagseite und die gesamte Ladung rutschte über Bord. In diesem Moment wies der Schiffsführer (61) seinen Decksmann an, die Schleppverbindung zwischen Schlepper und Ponton zu lösen. Der Ponton blieb schwimmfähig und wurde an den St. Pauli Landungsbrücken fest vertäut. Die durchgehende Schifffahrt wird nicht behindert. Die Gefahrenstelle wurde mit Tonnen gekennzeichnet.
Die Ermittlungen zur Klärung der Unfallursache dauern an. Die Betonteile sollen heute im Laufe des Tages gehoben werden.
Quelle: Polizei Hamburg vom 03.04.2008

Cimbria-Bergungsfirma verlässt Borkum

Borkum, Ostfriesische Insel, Niedersachsen / DE, 03.04.08 - Im Mai 2007 kam die Cimbria Operation Ltd. & Co. KG mit einem Team von Tauchern nach Borkum, um von hier aus Bergungsarbeiten an der 1883 vor Borkum gesunkenen "Cimbria" vorzunehmen. Mit einiger Technik und einem ehemaligen Kriegsfischkutter ging das Team um Projektmanager Stefan Schins im Hafen von Borkum vor Anker. Im vergangenen Sommer erfolgten dann nicht nur zahlreiche Tauchgänge zu dem Wrack in der Nordsee vor Borkum, auch wurde ein kleiner Laden mit einer Ausstellung eröffnet. In diesem Monat verlässt das Team die Insel wieder, denn laut Bergungsleiter glaubt man nicht mehr, noch etwas Bedeutsames finden. Das Wrack liege zu sehr im Grund vergraben, viele Stellen könnten nicht mehr erreicht werden. Die Ausstellung mit den geborgenen Artefakten soll nun in Hamburg gezeigt werden.
Bei einer ersten Bergungskampagne 2001 wurden u.a. Porzellanobjekte aus böhmischen Manufakturen, die als Musterkollektionen mit der "Cimbria" nach New York gebracht werden sollten und für den amerikanischen Markt bestimmt waren, gehoben. Neue Projekte hat das Team bereits in Planung, so soll unter anderem vor Helgoland getaucht werden.
Die "Cimbria" , ein 1867 bei J. Caird & Co., Greenock/Schottland erbautes Segeldampfschiff, war am 18.1.1883 nach Kollision mit dem englischen Dampfer "Sultan" gesunken und gilt seither als "deutsche Titanic", weil sie für das schwerste Unglück der deutschen Handelsschifffahrt in Friedenszeiten steht. Sie hatte 3.037 BRT und eine Passagierkapazität von 678 Personen sowie 120 Mann Besatzung. 437 Menschen auf der "Cimbria". die neben der Besatzung 402 Auswanderer an Bord hatte, ertranken. Sie kamen überwiegend aus Russland, Preußen, Österreich und Ungarn. 56 Überlebende konnten sich in Rettungsboote und in die aus dem Wasser ragenden Masten retten und wurden von der Bremer "Diamant" und der englischen Bark "Theta" geborgen. Ein drittes Boot erreichte Borkum mit neun Überlebenden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.04.2008

Überlebende berichten von der Rettung aus "L'Acadien II"
Update vom 31.03.08

Îles de la Madeleine, Québec, Canada, 03.04.08 - Während die Opfer des Kenterns der "L’Acadien II" am Nachmittag des 2.4. in einem Hubschrauber heimgeflogen wurden, gaben die beiden Überlebenden einen Bericht über ihre Erlebnisse ab. Einer sagte aus, er habe im Ruderhaus gestanden, das sich aber 180 Grad gedreht hatte. Er habe Atem geschöpft und sich vorgenommen, abzuwarten, bis das Wasser zu den Ohren stehen würde, um dann leichter zu entkommen. Sein Crewkamerad erneuerte den Vorwurf, niemanden auf dem Coast Guard-Eisbrecher "Sir William Alexander" gesehen zu haben während der fünf Minuten, bevor das 12 Meter lange Boot kenterte. Auch Versuche des nachfolgenden Bootes, das die beiden Überlebenden aus dem Wasser zog, mit dem Eisbrecher Kontakt aufzunehmen, waren gescheitert.
Das Unglück hatte sich angebahnt, als die 12 Meter lange "L'Acadien II" am Nachmittag beim Passieren dicken Eises am 28.3. Ruderprobleme einige Kilometer nördlich von Cape Breton hatte. Nach mehreren Anläufen bestätigte der Eisbrecher gegen 20 Uhr, das ser das Boot gegen 23 Uhr freischleppen wolle. Es wurde dann mit einer 100 Meter langen Schlepptrosse auf Ostkurs in Richtung eines weiteren havarierten Kutters geschleppt. Die "Madelinot War Lord" folgte nach. Nach der ersten halben Stunde übergab der Eigner das Ruder an seinen Sohn und legte sich schlafen. Der Schlepp dauerte eine weitere Stunde, aber er endete abrupt beim Erreichen eines weiteren Eisfeldes, als das Boot sich erst zweimal unter dem Druck tischgroßer Eisschollen überlegte und bei der Kollision mit einer weiteren sehr schnell kenterte. Die beiden Seeleute auf Wache versuchten, ihre schlafenden drei Kameraden zu wecken. Es wurde versucht, den Eisbrecher über Funk zu erreichen, dann brach Wasser durch die Scheiben des Brückenhauses ein. Der Wasserdruck riss T-shirt und Boxershorts von einem der Überlebenden. Er zwang sich durch ein kleines Fenster seinen Weg ins Freie. Dann schwamm er zu einer Eisscholle, von der er kurz darauf von der "War Lord" abgeborgen wurde. Zwei Tote, die im Innern des gekenterten Kutters eingeschlossen worden waren, wurden später von Tauchern der Küstenwache geborgen. Ein Mann ist weiterhin verschollen. Die geborgenen Toten werden am 5.4. beerdigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.04.2008

Bergungsarbeiten an vor 118 Jahren gesunkenem Schiff

Istanbul / Türkei, 02.04.08 - Ein türkisches Forschungsinstitut ist dabei, persönliche Dinge der Crew des am 16.9.1890 vor der japanischen Kii Peninsula gesunkenen "Ertugrul Firkateyni" zu bergen. Das Kriegsschiff war vor Kushimoto, Wakayama Präfektur, von einem Taifun erfasst und auf ein Riff geschleudert worden. Drei Monate vorher war das Schiff in Yokohama eingelaufen und befand sich mit 650 Mann Crew auf dem Heimweg. Nur 69 Mann wurden gerettet und von den japanischen Kriegsschiffen "Hiei" und "Kongou" in ihre Heimat gebracht. Die Arbeiten des archäologischen Instituts begannen im Januar, am 19.2. wurde bekannt gegeben, dass rund 1170 Artefakte geborgen worden waren, darunter Uniformknöpfe, Linsen von optischen Geräten oder die Sohle eines Lederschuhs. Das Projekt wird von der Versicherungsgesellschaft Yapi Kredi Pension finanziert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.04.2008

Zweiter Bargenuntergang binnen einer Woche auf Mississippi

Vicksburg, Mississippi / USA, 01.04.08 - Am 1.4. wurde um 12.30 Uhr der Mississippi zwischen den Meilen 422 und 440 gesperrt, nachdem der Schlepper "Ray A Eckstein" der Marquette Transportation Co. Inc. Mit der Vicksburg's Highway 80 Brücke kollidiert war und in der Folge eine mit Stahl beladene Barge sank. Kurz vor Mitternacht war am 31.3. die "Ray A. Eckstein" mit 25 Bargen gegen die Pier 4 der Brücke gefahren, wobei die gesamte Ladung in den Fluss stürzte. Zwei Bargen waren unbeladen gewesen, die anderen hatten Getreide und Stahl geladen. Gegen Mittag wurde der Flussverkehr wieder freigegeben, nachdem das Wrack der Barge mittels Sonar gegen 11 Uhr vom Army Corps of Engineers aus Vicksburg bei Meile 435.8 auf einer Wassertiefe von über 90 Fuß geortet wurde. Die Schifffahrt ist wegen der großen Wassertiefe nicht beeinträchtigt.
Die Untergangsstelle befindet sich in der Nähe des Wracks einer Barge, die in der Vorwoche sank. Vor einer Woche war die U.S. 80 Brücke in Vicksburg von der "Keith Darling" mit 30 Getreidebargen gerammt worden. Die in Vicksburg ansässige Big River Ship Builders & Salvage wurde von den in St. Louis ansässigen AEP River Operations, Eignern der "Keith Darling", mit der Bergung deren Barge beauftragt. Bisher haben der hohe Wasserstand und starke Strömung aber Bergungsarbeiten verhindert.
Die Big River Ship Builders & Salvage wurde auch von der in Paducah ansässigen Marquette Transportation Company, Eigner der "Ray A. Eckstein", mit der Bergung von deren Barge beauftragt. Dies ist wegen der schweren Stahlladung ein schwieriges Unterfangen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.04.2008

Kutter "Seawyf" weiter auf Riff
Update vom 12.03.08

Mangonui, Doubtless Bay, Region Northland / Neuseeland, 26.03.08 - Das Wrack des 100-Tonnen-Kutters "Seawyf" liegt seit dem 4. März nach seiner Strandung immer noch auf dem Fair Way Reef in der Einfahrt des Mangonui Hafens im neuseeländischen Northland. Die Eigner Te Rarawa Fisheries und Versicherer sind sich über die Bergung uneins. Der Northland Regional Council verlangte die Räumung des Wracks, deren Kosten mit mindestens 100,000 Dollar beziffert werden. Das Dieselöl war bereits kurz nach der Strandung abgepumpt worden.
Die 20 Meter lange "Seawyf" war bereits im August 2005 im French Pass in den Marlborough Sounds wegen Ruderproblemen auf Grund gelaufen. Während sie damals aber geborgen und repariert werden konnte, ist sie nun wegen schwerer Schäden ein Totalverlust.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.04.2008

Trawler trieb vor Norwegen

Måløy, Gemeinde Vågsøy, Provinz Sogn og Fjordane / Norwegen, 01.04.08 - Am 1.4. wurde der Trawler "Leik" vor Måløy manövrierunfähig, nachdem seine Schrauben durch Trossen blockiert wurden. Um 23 Uhr hatte das Rettungsboot "Halfdan Grieg" den 100 Meilen westlich seiner Position treibenden Havaristen erreicht und nahm ihn auf den Haken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2008

Yacht im Ijsselmeer gestrandet

Enkhuizen, Provinz Nordholland / Niederlande, 01.04.08 - Beim Enkhuizer Sand lief im Ijsselmeer die Bavaria-36-Yacht "Sail Today" auf die Untiefe De Staart. Die Rettungsboote "Watersport" und "Rien Verloop" wurden alarmiert und hatten binnen 10 Minuten die Yacht, die mit drei Mann besetzt war, erreicht. Die Segler gaben an, auf dem Weg von Enkhuizen nach Urk mit der Charteryacht gewesen zu sein und sich über die Untiefen dazwischen im Unklaren gewesen zu sein. Da die Yacht schon trocken fiel, stellte die "Watersport" rasch eine Schleppverbindung her und hatte den Havaristen bald wieder flott. Die Rettungsboote kehrten nach Urk und Enkhuizen zurück, nicht ohne die Freizeitsegler zuvor mit brauchbaren Seekarten ausgestattet zu haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2008

Yacht von tückischer Sandbank befreit

Great Yarmouth, Grafschaft Norfolk, England / UK, 01.04.08 - Die 42 Fuß lange Bermuda Sloop "Bosun of Forth" lief am 1.4. vor Great Yarmouth mit drei Mann Crew auf Grund. Das 45 Jahre alte Schiff war am Morgen aus Lowestoft nach Grimsby ausgelaufen, kam jedoch binnen einer Stunde in Schwierigkeiten. Um 13 Uhr kontaktierte die Yacht die Yarmouth Coastguard, weil sie zwei Meilen östlich Great Yarmouth auf den Corton Sands festsaß. Hier, am Südende der Scroby Sands, sind in der Vergangenheit bereits etliche Schiffe gescheitert. Auch die "Bosun of Forth" arbeitete bei Nordwestwind von bis zu 8 Bf schwer in der Brandung.
Das Gorleston RNLI-Boot sowie Atlantic 75-Strandrettungsboote liefen unverzüglich aus, die RAF Wattisham schickte einen Hubschrauber, der über dem Boot hoverte und es überwachte. Auch der Kutter "Even Tide" bot Hilfe an und blieb in der Nähe, obwohl er wegen der geringen Wassertiefe nicht direkt an die Yacht herankam. Das Gorleston Coastguard Rescue Team überwachte die Lage von Land aus. Zuerst hatten die Rettungsboote große Schwierigkeiten, an die in der Brandung liegende Yacht heranzukommen, doch dann konnte ein Strandrettungsboot eine Schleppleine übergeben. Wenig später wurde die "Bosun of Forth" freigeschleppt und von dem Rettungsboot aus Gorleston nach Great Yarmouth gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2008

Frachter trieb vor Schottland

Ullapool, County Ross and Cromarty, Schottland / UK, 01.04.08 - Der Frachter "Sava Ocean", 2026 BRZ, aus Lettland hatte vor Cape Wrath, Nordschottland, Maschinenausfall. Versuche, sie wieder hochzufahren, scheiterten in der Nacht zum 1.4. Der Notfallschlepper "Anglian Prince" kam dem Schiff und seiner siebenköpfigen Crew zu Hilfe. Er nahm es mit Kurs Ullapool auf den Haken. Der Frachter war unterwegs von Wismar nach Runcorn gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2008
Info: Cape Wrath liegt in Sutherland, Highland, im Norden von Schottland und ist der nordwestliche Punkt von Großbritannien.

"MSC Sabrina" sitzt nach Leichterung weiter fest
Update vom 01.04.08

Trois-Rivières, Provinz Québec / Kanada, 01.04.08 - Am 1.4. machte sich der Containerfrachter "MSC Jasmine" mit der von der "MSC Sabrina" geleichterten Ladung auf den Weg nach Montreal. Die Bergungsoperation an dem gestrandeten Frachter musste allerdings verschoben werden. Am 4. oder 5.4. werden Springtiden erwartet, die das Wasser rund 1,3 Fuß höher auf dem St. Lawrence River nahe Trois-Rivières auflaufen lassen und mit deren Hilfe das Schiff freigeschleppt werden könnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2008

"Artemis" verursachte Schäden an Sables d’Olonne
Update vom 21.03.08

Farmsum, Gemeinde Delfzijl, Provinz Groningen / Niederlande,01.04.08 - Der Eigner der holländischen "Artemis", die Amasus Shipping in Farmsum, wurde jetzt verantwortlich gemacht für Schäden, die bei der Strandung seines Schiffes auf den Sables-d'Olonne entstanden. Beim Wegschleppen des Havaristen sei ein Dränagesystem in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Versicherung des Schiffes untersuchte die Angaben. Das Schiff selbst wurde auch erheblich im Bodenbereich beschädigt. Es soll aber bis Ende Mai wiederhergestellt sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2008

Hearing zum Untergang der "Alaska Ranger" fortgesetzt
Update vom 31.03.08

Seattle, King County, Bundesstaat Washington / USA, 01.04.08 - Im Hearing zum Untergang der "Alaska Ranger" wurde am 31.3. gesagt, dass etliche Schotts auf dem Schiff in schlechtem Zustand gewesen seien. Auch die Notfallübungen an Bord seien schlecht kommuniziert worden. Es sei lediglich darüber geredet, aber wenig praktiziert worden. Es habe keine Prozeduren im Falle einer Aufgabe des Schiffes gegeben. Auch der Alkoholkonsum kam zur Sprache. Einige Überlebende sagten, sie hätten nie Alkohol oder Drogen an Bord gesehen. Andere konnten dies nicht bestätigen. Crewmitglieder hätten aus kleinen Tassen getrunken, die nach Alkohol gerochen hätten. Die Reederei hatte Drogenkonsum untersagt.
Zwei Mitglieder der Notfallgruppe des Schiffes berichteten, wie sie sich ihren Weg zum Rampenraum an Backbord bahnten und dort eineinhalb Fuß Wasser vorfanden. Sie wurden daraufhin ins Brückenhaus befohlen, um die Überlebensanzüge anzulegen. Eine Vollzähligkeitskontrolle wurde durchgeführt. Dann kam eine Welle über das Heck, das Schiff rollte auf die Seite und richtete sich nicht wieder auf. Daraufhin wurden die Rettungsinseln klar gemacht und an der Reling vertäut. Zwei Inseln schwammen auf, eine davon riss sich aber los. An den Inseln herrschten starke Unterströmungen, sodass es unmöglich war, sich an den herabhängenden Leinen zu halten. Die Crew bildete im Wasser eine Kette.
Beim Hearing am 1.4. wurde ein japanischer Techniker befragt. Er war vom Fischmeister um 2.30 Uhr geweckt worden, weil es ein Problem im Ruderraum gebe. Als er den Ruderraum erreichte, war die Luke verschlossen, doch er sah Wasser um die Abdeckung herum lecken und öffnete sie deshalb nicht. Er hämmerte die Verriegelung zu, um die Leckage zu stoppen. Dann wurden die Luken zur Fischverarbeitung manuell geschlossen, falls die Hydraulik durch Energieausfall versagen würde. Dann checkte der Techniker den Maschinenraum und sah Wasser in der Bilge aufsteigen. Es habe eine Undichtigkeit im Schott zwischen Ruder- und Maschinenraum gegeben. An den Kühlrohren, die durch das Schott liefen, fehlten 3-5 Zentimeter Schweißnaht. Er kontrollierte den Maschinenraum bis zur Aufgabe des Schiffes insgesamt vier Mal. Jedes Mal war das Wasser gestiegen. Beim letzten Mal sei das Licht ausgefallen, und er habe sich zur Brücke gegeben. Der Techniker begab sich anschließend mit den anderen japanischen Crewkameraden zur Steuerbordseite. Der Fischmeister verließ als erster der Gruppe das Schiff in Richtung Rettungsinsel und fordere ihn auf, zu folgen. Als er die Insel erreichte, war der Fischmeister nicht dort.
Weiter sagte der Techniker aus, die "Alaska Ranger" habe an die 10000 Fischkisten in den Kühlräumen eins und zwei gehabt, als sie aus Dutch Harbour auslief. Insgesamt passen 23000 Kistein von rund 20 Kilogramm Gewicht hinein.
Ein weiterer Zeuge japanischer Nationalität hatte bereits vier Jahre auf der "Alaska Ranger" und insgesamt über 40 Jahre in der Fischerei gearbeitet. Er wurde zur gleichen Zeit wie der Techniker, mit dem er die Kammer teilte, geweckt und begleitete diesen auf seinen Kontrollgängen. Er bestätigte vorangegangene Aussagen, nachdem die "Alaska Ranger" sich nach Steuerbord überlegte, nachdem die Maschine ausgefallen war. Außerdem wurde sie zusehends hecklastig, weswegen die Rettungsinseln aufs Vorschiff gebracht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2008

Von der Bergung in die Kette
Update vom 29.02.08

Petropawlowsk-Kamtschatski, Halbinsel Kamtschatka / Russland, 31.03.08 - Die Bergung des in Sakhalin beheimateten Kühlschiffes "Kurilsk", das in der Avacha Bay (Awatscha-Bucht) am 28.2. im Sturm strandete, wurde jetzt in Kamchatka (Kamtschatka) abgeschlossen. Das Schiff wurde am 30.3. auf offene See gebracht. Die Crew von 12 ist wohlauf, und das Schiff einsatzfähig. Es war zusammen mit dem ebenfalls in Sachalin (Sakhalin) beheimateten Trawler "Korsar" gestrandet. Dieses mit 10 Mann besetzte Schiff wurde bereits am 26.3. geborgen. Beide Schiffe wurden nach ihrer Bergung wegen Verstößen gegen Fischereigesetze in der Achava Bay in die Kette gelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2008

Bergung herrenlosen Motorbootes angeordnet

Seattle, King County, Bundesstaat Washington / USA, 29.03.08 - Der Schlepper "Archie" der Global Diving and Salvage barg am Nachmittag des 27.3. die 36 Fuß lange Motoryacht "Jubilee" vom Grund des Murden Cove. Die 1961 erbaute Chris-Craft hatte seit dem 23.3. in flachem Wasser gestrandet gelegen, nachdem sie im mittleren Puget-Sound aufgegeben worden war. Sie war am 22.3. aus Eagle Harbor nach Seattle für einen Werftaufenthalt ausgelaufen. Auf halber Strecke erlitt es Wassereinbruch nahe Bill Point. Ein kleines Boot der US Coast Guard in Seattle ging längsseits. Da es das Boot leer vorfand, wurde es sich selbst überlassen. Der Eigner war bereits in einem Dinghy von Bord gegangen und wurde von einem passierenden Schiff gerettet.
Er hatte die "Jubilee" gerade von den Vorbesitzern in Arizone erworben. Er gab an, es habe eine Explosion im Maschinenraum beim Queren des Sunds gegeben, danach sei das Boot leckgeschlagen. Die "Jubilee" trieb herrenlos weiter vor Bainbridge, bis sie am Murden Cove festkam. Sie wurde mit Ankern gesichert. In den folgenden Tagen trieben Trümmer- und Ausrüstungsteile von dem bei Flut überschwemmten Boot ab.
Als nichts weiter geschah, beauftragte das Department of Natural Resources im Rahmen des Derelict Vessel Removal Program die Firma Global Salvage aus Seattle, die die Bergung erfolgreich durchführte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2008

Fischfabrikschiff treibt im Atlantik

Clyde Küstenwache, Schottland / UK 01.04.08 - Die Clyde Coastguard überwachte am 1.4. den Fortschritt beim Abschleppen des 73 Meter langen, russischen Fabriktrawlers "Aquamarine", der auf dem Weg nach Killybegs war. Er war von der 93 Meter langen "Mikhail Borodin" am Nachmittag des 31.3. in Schlepp genommen worden, doch bei Weststurm mit vier Metern Wellenhöhe musste die Verbindung geslippt werden. Das Schiff treibt nun 240 Meilen nördlich von Killybegs, nachdem die Propeller des Schiffs durch ein Unterwasserhindernis beschädigt wurden, während die Crew die Netze aufholte. Die Drift betrug 2 Knoten. Die 39 Mann Crew waren nicht unmittelbar gefährdet. Die "Mikhail Boronin" blieb in einer Distanz von drei Meilen und behielt das Schiff in Sicht und auf dem Radarschirm. Sie soll der Küstenwache regelmäßig berichten. Die Eigner in Murmansk wurden informiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008
Info: Killybegs ist eine Hafenstadt in der Grafschaft Donegal / Irland

Hochzeitsgesellschaft in Nigeria ertrunken

Bundesstaat Kano / Nigeria, 01.04.08 - Ein Boot mit einer Hochzeitsgesellschaft kenterte auf einem Fluss in Nigeria. 26 Personen kamen ums Leben, drei wurden bei dem Unglück am Abend des 31.3. gerettet. Rund ein Dutzend Menschen wurden noch vermisst, darunter die Braut aus dem Dorf Badau, Bagwai Bezirk. Das Boot kollidierte mit einem unter Wasser liegenden Baum.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

Australien: Hilfsaktion für "MSC Lugano" angelaufen
Update vom 31.03.08

Esperance, Bundesstaat Westaustralien / Australien, 01.04.08 - Ein Schlepper lief aus Fremantle aus, ein weiterer ist auf Standby in Esperance, um dem nach Maschinenraumbrand 70 Meilen südsüdöstlich von Esperance treibenden Containerfrachter "MSC Lugano" zu helfen. Die Hafenbehörden von Esperance wollen einen Hafenschlepper in Marsch setzen, falls das Schiff auf die Küste zutreibt. Am Nachmittag des 31.1. herrschte raue See, aber es war eine Wetterberuhigung vorhergesagt. Die Australian Maritime Security Authority stimmte ihre Aktionen mit dem Rescue Co-ordination Centre in Canberra ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

Australien: Kutter vor Kangaroo Island gestrandet

Känguru-Insel (Kangaroo Island), South Australia / Australien, 01.04.08 - In der Nacht zum 1.4. sollte versucht werden, einen auf Felsen vor Kangaroo Island's Südküste gestrandeten Kutter zu bergen. Das in Robe beheimatete Boot lief am 31.3. auf Knobby Isle östlich der Vivonne Bay um ein Uhr nachts auf Grund. Über Schäden war nichts bekannt, ein Polizeiboot lief zum Havaristen aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008
Info: Der Ort Robe liegt ca. 300km südlich von Adelaide in der Provinz South Australia.

Bergungsversuch für "MSC Sabrina" steht bevor
Update vom 31.03.08

Trois-Rivières, Provinz Québec / Kanada, 01.04.08 - Am 31.1. war der Frachter "MSC Jasmine" noch an Steuerbord der "MSC Sabrina" am Leichtern. Am 1.4. sollte ein erster Bergungsversuch auf dem St. Lawrence River nahe Trois-Rivières unternommen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

Mittellandkanal gesperrt, nachdem Binnenschiff Stromleitung zeriss

Minden-Leteln, Nordrhein-Westfalen / DE, 01.04.08 - Am 31.1. gegen 07.10 Uhr geriet ein Binnenschiff auf dem Mittellandkanal in Höhe Leteln mit seinem ausgefahren Autokran gegen eine 30.000 Kilovolt führende Stromoberleitung. Zwei Drähte der Oberleitung wurden zerrissen und stürzten in den Mittelandkanal und auf eine Straße. Die Leitungen wurden innerhalb von Millisekunden durch den Netzschutz automatisch ausgeschaltet. Der Zwischenfall führte nicht zu einem Stromausfall, da die Leitung eine Übertragungsleitung ist, die unmittelbar keine Kunden versorgt. In einigen Bereichen von Minden war die Störung durch ein Flackern des Lichtes spürbar. Bis zur Beseitigung der Stromkabel durch eine Fachfirma wurden der Mittelandkanal und die betroffene Straße für ca. eine Stunde voll gesperrt. Am Schiff entstand geringer Sachschaden. Die Schadenshöhe an der Stromoberleitung beträgt ca. 20.000,- €. Personen wurden nicht verletzt. Offenbar hatte der Kapitän mit dem Autokran am Abend zuvor seinen Wagen von Bord gehievt und den Kran ausgefahren gelassen. Als er am nächsten Morgen den Wagen an einer anderen Stelle wieder verladen wollte, geriet er während der Fahrt mit dem Kranmast gegen die Stromleitung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

Kutter vor Hong Kong gesunken

Hong Kong / China, 01.04.08 - Fünf Fischer eines in Taiwan registrierten Kutters wurden am 31.3 fast fünf Stunden nach dessen Untergang nahe Hongkong von einem passierenden Schiff gerettet. Die "Manqingshun 6" sank gegen 18:05 Uhr 50 Meilen östlich Hongkong, alle Mann an Bord retteten sich in eine Rettungsinsel. Zwei Stunden später erhielt das China Maritime Search and Rescue Center einen Report der Chinese Salvage Association in Taipei und leitete eine SAR-Operation ein. Aus Guangdong und Hongkong liefen Rettungsschiffe aus. Es war die "Anshengji 2" die die Schiffbrüchigen gegen 22.50 Uhr entdeckte und aufnahm.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

Schottland: Kutter vor Arran Islands in Seenot

Campbeltown, Argyll and Bute, Schottland / UK, 31.03.08 - Der Kutter "Quantas" geriet am 31.3. vor der Insel Pladda durch Wassereinbruch in Seenot. Ein Royal Navy Sea King Helikopter winschte zwei Mann vom Havaristen auf, während der Skipper an Bord blieb. Er begann, mit zusätzlichen Lenzpumpen das Wasser auszupumpen. Zwei Rettungsboote liefen ebenfalls aus, nachdem um 10.40 Uhr Alarm gegeben worden war. Die in Kirkcaldy registrierte "Quantas" wurde dann nach Campbeltown in Argyll eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008
Info: Die Insel Pladda liegt vor der Insel "Arran" im Meeresarm von Firth of Clyde vor der Westküste Schottlands. Auf der Insel befindet sich ein Leuchtturm mit dem gleichen Namen.

Holländischer Kutter geriet in Brand

Yerseke, Gemeinde Reimerswaal, Provinz Zeeland / Niederlande, 31.03.08 - Am Morgen des 31.1. brach auf dem holländischen Kutter "Yerseke 91" in Yerseke. um 9.45 Uhr ein Feuer aus. Das Schiff lag im Beatrixhafen am Meerpaal-Weg. Die Feuerwehr von Yerseke rief wegen der Explosionsgefahr einer Gasflasche die Kameraden von Kapelle zu Hilfe, und es gelang, den Brand niederzukämpfen. Er war offenbar beim Hantieren mit Gas entstanden. Der Kutter erlitt Brand- und Wasserschaden. Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

Touristenströme zu "Riverdance" bringen Probleme für Anlieger
Update vom 27.03.08

Blackpool, Region North West England / UK, 31.03.08 - Der Bürgermeister von Anchorsholme, Tony Williams, verlangte eine Lösung des Problems des anschwellenden Fahrzeugstroms derer, die das Wrack der "Riverdance" ansehen wollen. Er sagte, während das Schiff den Handel in Cleveleys ankurbele, sei die Situation für die Anlieger der Huntingdon Road und der Umgebung die Hölle. Die Leute parkten selbst auf Grasflächen und Privatgrundstücken und hinterließen Müll. Die Anfragen ans Cleveleys Tourist Information Centre stiegen um über ein Drittel, seit die "Riverdance" auf dem Strand liegt.
Der Bürgermeister fürchtet, die Bergungsteams hätten die Fähre einfach sich selbst überlassen. Die Situation sei schlimmer denn je, und die Fähre sinke immer tiefer in den Sand. Sie vor Ort zu verschrotten, sei auch eine furchtbarer Aufwand, denn es könne nur in Zeiten von Ebbe und ruhigen Wetters gearbeitet werden. Dies könne Jahre dauern. Die einfachste Option für die Berger ware also, das Schiff zu lassen, wie es ist, und die Leute von Blackpool hätten ein dauerhaftes rostendes Wahrzeichen. Es sei von weiteren Verzögerungen die Rede, und es sehe so aus, als ob den Bergern nichts mehr einfiele und auch die Kostenfrage offen sei.
Währenddessen strandete während des Hochwassers am 27.03. um 14:30 Uhr das Motorboot "Coco Leoni" auf den Sänden bei Lytham. Drei Männer wurden aus dem Boot gerettet.
Es wird erwartet, dass eine Bergung erst in rund zwei Wochen möglich ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

Sinkender Frachter vor Frankreich evakuiert

La Rochelle, Départements Charente-Maritime, Region Poitou-Charentes / Frankreich, 31.03.08 - Das 88 Meter lange Kümo "Advance", 1939 BRZ, geriet 250 Kilometer südöstlich von Penmarch, Département Finistère (Region: Bretagne) mit einer Ladung Ton am 30.3. um 11 Uhr in Seenot. Das unter der Flagge von St. Vincent-Grenadines registrierte Schiff hatte im vorderen Laderaum im Golf von Gascogne Wassereinbruch erlitten. Die Fregatte "Tourville" wurde zum Havaristen geschickt, ein Super-Frelon Helikopter stieg um 19.30 Uhr von der Basis Lanvéoc-Poulmic auf, um zwei Lenzpumpen zum Havaristen zu bringen. Der Frachter sollte versuchen, begleitet von der Marinefregatte den Hafen von La Rochelle anzulaufen.
Der Bergungsschlepper "Abeille-Langeuedoc", erst kürzlich bei der Bergung der holländischen « Artemis » erfolgreich, sowie die "Alcyon" sollten in der Nacht zum Konvoi stoßen. Um 00.15 Uhr hatte sich die Situation aber so weit verschlechtert, dass die sechs Mann Crew, vier Litauer und zwei Russen, sowie die Techniker, die auf dem Havaristen abgesetzt worden waren, von dem Bordhubschrauber der "Tourville" abgeborgen werden mussten. Um drei Uhr war der Frachter evakuiert. Das Schiff sank 140 Kilometer vor der Küste auf 1000-1500 Metern Wassertiefe. Die Geretteten wurden auf die "Abeille Languedoc" geflogen und nach La Rochelle gebracht. An Bord der "Advance" waren 67 Kubikmeter Gasöl sowie 2600 Tonnen Ladung, beides stellte keine relevante Umweltgefahr da. Trotzdem sollten am 31.1. ein Lynx und ein Falcon 50-Jet das Meer auf Verschmutzungen untersuchen. Warum das Schiff Wassereinbruch erlitten hatte, war unklar.
Die "Advance" (IMO-Nr.; 8111910) wurde 1982 bei J.J. Sietas Hamburg als "Niederelbe" erbaut. Sie verdrängte 2,890 Tonnen, war 87.95 Meter lang, 11,3 Meter breit und hatte 4,68 Meter Tiefgang. Sie wurde von einer Deutz SBV8M628-Maschine von 735 kW angetrieben. 2002 bis 2005 lief sie als "Humber". Letzter Eigner war die Lighthouse Shipping A/S, Norwegen, Manager die Inter Marine, Farsund, Norwegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

Mehrere Boote in Miami Beach von Feuer zerstört

Miami Beach, Florida / USA, 31.03.08 - In der Miami Beach Marina fing am 31.3. ein Boot Feuer. Zwei Menschen wurden im Innern von den Flammen eingeschlossen und mussten nach ihrer Rettung ins Krankenhaus. Der Brand brach gegen fünf Uhr aus. Der Kapitän eines Charterbootes sah, wie die Eingeschlossenen mit den Armen aus Bulleyes winkten. Das Boot stand zu dieser Zeit zu drei Vierteln in Flammen. Beide kamen nach ihrer glücklichen Rettung ins Mount Sinai Medical Center. Der Brand sprang derweil auf die benachbarte "Vera D." über, die komplett zerstört wurde. Außerdem wurde "Hope Floats" schwer beschädigt, nachdem durch ungünstige Winde das Feuer auch auf dieses Boot übergriff. Die Küstenwache rettete alle betroffenen Bootsfahrer. Die Polizei ermittelte, ob Brandstiftung am Feuer schuld war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

Kollision von Barge mit Yacht forderte vier Menschenleben
Update vom 28.03.08

Florence, Alabama / USA, 31.03.08 - Am 30.1. wurden die Leichen zweier weiterer Todesopfer der Kollision zwischen einer Barge und einer Yacht von Tauchern nahe des Wracks der Yacht auf dem Grund des Tennesse River gefunden. Ein Toter war bereits am 29.3. aus dem Wasser gezogen worden, nachdem der von einem Schlepper gezogene Bargenverband östlich des Wilson Dam mit dem 32 Fuß langen Aluminium-Kabinenkreuzer kollidiert war.
Die Suche nach einer vierten Vermissten wurde am 31.1. fortgesetzt. Das Boot wurde aus 80 Fuß Tiefe gehoben und zur Inspektion abgeschleppt. An der Rettungsaktion waren das Army Corps of Engineers, Colbert and Lauderdale EMAs, das Colbert County Tauchteam, die TVA Polizei, die Alabama Marine Police, die Florence Polizei und die U.S. Coast Guard beteiligt. Das Corps of Engineers sandte am 30.1. Taucher, die mit Tieftauchausrüstung ausgestattet waren.
Das Unglück geschah am 27.03. kurz nach 8 Uhr östlich von Wilson Dam auf dem Tennesse River.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

"Sky Wonder" wieder flott
Update vom 27.03.08

Kusadasi, Provinz Aydin / Türkei, 30.03.08 - Am 30.3. gelang es Schleppern, den gestrandeten Kreuzfahrer "Sky Wonder" nahe Kusadasi freizuschleppen. Hier war das Schiff am 25.3. auf Grund gelaufen. Offenbar hat das Schiff die Havarie ohne gravierende Schäden überstanden. Die Passagiere wurden bereits kurz nach der Strandung in die Heimat geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

Gestrandete Fischer bei New Orleans gerettet

New Orleans, Louisiana / USA, 29.03.08 - Am 29.3. rettete die US Coast Guard zwei Fischer, deren Boot 22 Meilen südlich von New Orleans gestrandet war. Nach der Notmeldung um 21.15 Uhr schickte die Coast Guard Air Station New Orleans einen HH-65C Dolphin Helikopter, der die gestrandeten Fischer lokalisierte, aufnahm und zur Basis brachte, wo sie von Angehörigen erwartet wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

Großfeuer auf Werft in Dubai

Al-Jaddaf, Dubai, Vereinigten Arabischen Emirate, 29.03.08 - Zwei Fährboote, ein Seeschiff und sieben weitere Boote wurden bei einem Feuer, das am 29.3. um 3.30 Uhr in einer Werft in Jaddaf, Dubai, ausbrach, zerstört. Menschen kamen nicht zu Schaden. Das Feuer brach auf einer im Trockendock liegenden Fähre aus und sprang auf die benachbarten Fahrzeuge über. Die Feuerwehr brauchte neun Stunden, den Brand zu löschen. Die Dubai Polizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2008

Die Angaben sind ohne Gewähr

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