S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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Schiffsuntergang
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letzte Änderung: 31. Oktober 2007

Historischer Raddampfer schlug leck

Genf / Schweiz, 31.10.07 - Am 31.10. ist in Genf der Schaufelrad-Dampfer «Simplon» leckgeschlagen. Das 1915 erbaute Schiff wurde nach einem missratenen Manöver von der Strömung an die Kaimauer gedrückt. Dabei wurde der Bug aufgerissen, Wasser drang ein. Der Kapitän hatte beim Anlegen die Maschine rückwärts laufen lassen wollen. Die Maschine reagierte jedoch nicht sofort, und das 92-jährige Schiff wurde die Mole gedrückt. Dabei wurde der Bug aufgerissen. Am Kai wurde ein Anlegeponton beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 50'000 Franken. Die 2005 restaurierte «Simplon» wird nun in die CGN-Werft in Ouchy bei Lausanne laufen. In zehn Tagen soll das Schiff wieder flott gemacht sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2007

Feuer auf Frachtschiff "Pearl"

Birkenhead, Halbinsel Wirral, Grafschaft Merseyside, England / UK, 31.10.07 - Am Nachmittag des 30.10. wurde die Feuerwehr zum Trockendock in der Cammell Laird Werft in Wirral, Birkenhead, gerufen. Dort war durch Funken, die bei Schweißarbeiten entstanden, ein Feuer im Maschinenraum der MV "Pearl" ausgebrochen. Durch den Funkenflug hatten sich Dieseldämpfe entzündet. Zunächst hieß es, Arbeiter seien eingeschlossen worden, doch während der Rettungsarbeiten, die durch 25 Feuerwehrleute durchgeführt wurden, stellte sich heraus, dass niemand zu Schaden gekommen war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2007

Strömung macht Tauchern an "Omer N" zu schaffen

Brabrand, Århus / Dänemark, 30.10.07 - Die Bergungsfirma Svitzer soll das Wrack der "Omer N" vor Lolland heben. Zunächst gilt es, zu untersuchen, wie viel der 170 Tonnen Bunkeröl sich noch in den Tanks befinden und wo die Tanköffnungen genau liegen. Bei ersten Untersuchungen am 30.10. machte den Tauchern kräftige Strömung zu schaffen. Für das Leichtern des Öls werden zwei Arbeitstage veranschlagt. Insgesamt werden für diesen Arbeitsschritt zwei Wochen veranschlagt. Die eigentliche Hebung, die durch Schwimmkräne durchgeführt wird, kann sich bis Dezember 2007 hinziehen. Das Wrack liegt in einer ungeschützten Position, und so ist eine mehrere Tage andauernde ruhige Wetterlage Voraussetzung für den Kraneinsatz. Vor Ort ist ein dänisches Patroullienboot, das Ölbekämpfungsschiff "Gunnar Thorson" bleibt in Bereitschaft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2007

Containerabsturz auf Bunkerboot

Rotterdam, Provinz Südholland / Niederlande, 30.10.07 - Am Morgen des 30.10. stürzte von dem 334 Meter langen Maersk-Frachter "Maersk Sana", der im Europport im Rotterdamer Coloradoweg lag, ein Stapel fünf leerer Container über die Backbordseite während Beladungsarbeiten auf das Vorschiff des längsseits liegenden Wasser-Leichters "Beethoven". Der Hafendienst schickte einen Schlepper, um die Situation zu überprüfen und die Container zu sichern. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, wie es zu dem Absturz kommen konnte. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2007

Binnentanker in Duisburg auf Grund gelaufen

Duisburg, Nordrhein-Westfalen / DE, 30.10.07 - Ein Binnentanker kam am 29.10. beim Auslaufen aus dem Duisburger Rheinpreußenhafen fest. Das Schiff war zuvor mit 998 Tonnen Diisopropylether beladen worden und wollte auf Talfahrt. Der Bereich der Tanks 2 bis 5 lag auf der gesamten Schiffsbreite auf. Ladung trat nicht aus. Das Fahrzeug wurde am 30.10. geleichtert. Den genauen Unfallhergang ermittelt die Besatzung der "WSP 11".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2007

Binnentanker rammte Brücke

Lüdinghausen, Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen / DE, 29.10.07 - Am 29.10. gegen 21:00 Uhr rammte ein mit 1000 Tonnen Ballastwasser beladener Binnentanker auf dem Dortmund-Ems-Kanal bei Lüdinghausen die Eisenbahnbrücke bei Kanalkilometer 36,281. Dabei wurde das Ruderhaus vollkommen zerstört. An der Brücke entstand kein nennenswerter Schaden. Die Wasserschutzpolizei Datteln hat die Ermittlungen aufgenommen..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2007

Schute in Brake gekentert

Brake, Landkreis Wesermarsch, Niedersachsen / DE, 29.10.07 - Eine Schute, die von dem Schubschlepper "Kap Horn" des Wasserbaubetriebes Peter Janssen, Jemgum/Ems, in den Binnenhafen von Brake geschleppt worden war, kenterte in der Nacht zum 27.10. am Kai. Tags zuvor war sie dort mit Steinen beladen worden. Bei dem Unfall ging die gesamte Ladung über Bord. Personen kamen nicht zu Schaden auch am Schlepper entstand kein Sachschaden. Warum sich das Fahrzeug kieloben drehte, ist noch unbekannt. Nach Ermittlung der Wasserschutzpolizei lag das zu einem Schleppverband gehörende Schiff fest vertäut an seinem Liegeplatz.
Ein erster Versuch zweier Mobilkräne, die Schute am 29.10. zu heben, scheiterte. Die "Kap Horn", ein einstiger Werftschlepper der Leeraner Jansen-Werft, verblieb am Kai.
Quelle: NWZ / Tim Schwabedissen vom 31.10.2007

Frachter kollidierte mit Holtenauer Schleuse

Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE - Der Frachter "Tramp", 1865 tdw, blieb beim Passieren der Holtenauer Schleuse am Abend des 27.12. von Amsterdam nach Falkenberg laufend in einer Tornische der Neuen Nordschleuse hängen. Bei der Kollision um 21.52 Uhr erlitt das Schiff Schäden an Backbordseite oberhalb des Ankers. Zur Reparatur des rund 2 Meter langen Risses machte der mit 1865 BRZ vermessene Havarist im Kieler Scheerhafen fest. Hier wird das Loch vom Arbeitsponton "Hörn 20" aus geflickt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.10.2007

Fahrfehler der "Aura" verursachte Kollision im Nord-Ostsee-Kanal

Brunsbüttel, Schleswig-Holstein / DE - Gegen den Kapitän des 138 Meter langen Containerfrachters "Aura", der im Nord-Ostsee-Kanal am 28.10. den Chemikalientanker "Deira", 6601 BRZ, rammte, wird wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs ermittelt. Als er in Brunsbüttel festmachte, musste er bei der örtlichen Polizei eine Sicherheitsleistung hinterlegen, bevor er die Reise nach Hamburg fortsetzen konnte. Die 123 Meter lange "Deira" liegt weiterhin bei Total in Brunsbüttel, nachdem die "Aura" den Ballastwassertank 2 des Doppelhüllentanks aufgerissen und erhebliche Schäden an Backbordseite verursacht hatte.
Nach der Kollision hatte die Crew der "Deira" ihr Schiff mit Hilfe der Bordpumpen wieder auf ebenen Kiel gebracht. Das Unglück wurde dadurch verursacht, dass die "Aura" beim Einlaufen in die Weiche Oldenbüttel westlich Rendsburgs zu nahe an das Nordufer gekommen war. Bei der anschließenden Absetzbewegung kam sie auf die falsche Fahrwasserseite, wo die "Deira" auf den Entgegenkommer gewartet hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2007

Sorge um Öl im Wrack der "Omer N"

Dänemark / Deutschland, 29.10.07 - Nach dem Untergang der "Omer N" gilt das Hauptaugenmerk der deutschen und dänischen Behörden nun den 170 Tonnen Öl in den Bunkertanks. Bei einer Untersuchung des Wracks durch dänische Taucher wurde am Nachmittag des 29.10. zunächst die einzige Frau der Crew tot im Schiff entdeckt. Wenig später entdeckten die Rettungskräfte auch die Leichen von zwei vermissten Besatzungsmitgliedern. Lebenszeichen wurden in dem auf der Seite liegenden Schiff nicht geortet.
Bereits um 11.30 Uhr hatten die dänischen Behörden die aus Deutschland stammenden Rettungs- und Sicherungsschiffe entlassen. Zeitweise waren acht Einheiten von DGzRS, Schifffahrtsverwaltung und Bundespolizei im Einsatz. Darunter befanden sich die DGzRS-Boote "John T. Essberger", "Berlin", "Arkona", "Nis Randers" und "Emil Zimmermann" sowie das Mehrzweckschiff "Scharhörn" aus Kiel und die Schlepper "Bugsier 16" und "Fairplay 26". Von Kiel aus war ein Sea-King-Hubschrauber des MFG 5 aufgestiegen und sechs Stunden an der Suche beteiligt gewesen, weiterhin nahm ein mit Seeraumüberwachungsaufgaben betrauter Helikopter der Bundespolizeifliegerstaffel Nord an der Suchaktion teil. Das Bundespolizeiamt See hatte seine Tauchergruppe gemeinsam mit acht Tauchern der Landespolizei Schleswig-Holstein geschickt. Das On-Scene-Command hatte das Küstenwachboot "Neustrelitz BG 22" übernommen, das zufällig vor Ort gewesen war. Von dänischer Seite waren ein Rettungsboot und zwei Schlepper, darunter die "Fenja", ausgelaufen. Die von deutscher Seite in Marsch gesetzten Polizeitaucher wurden morgens von den Dänen aus dem Einsatz entlassen. Zuvor hatten die dänischen Behörden sich um 11 Uhr offiziell für das Engagement bedankt.
Wegen der Gefahren durch den Kraftstoff entschied das deutsche Havariekommando, dass zumindest auf absehbare Zeit deutsche Fahrzeuge in Bereitschaft bleiben. Sollte Öl auslaufen und sich der Wind drehen, könnte das Öl innerhalb weniger Stunden über den Belt an die Strände Fehmarns treiben. Weniger Gefahr ging von den 1980 Tonnen Ammoniumnitrat für Nantes aus. Es handelt sich um Düngemittel.
Das Søværnets Operative Kommando stellte seine Operationen um 15.50 Uhr des 29.10. ein. Taucher waren bereits drei Stunden nach dem Kentern des Frachters um 16 Uhr des 28.10. vor Ort gewesen, jedoch war das Wrack zunächst zu unstabil gewesen, um es zu betauchen. Dies gelang nach stürmischer Nacht erst, als es sich vor Lolland auf Grund gelegt hatte. Als nächstes sollen Taucher das Wrack gründlicher untersuchen. Eine Untersuchung zur Unfallursache wird durch die Søfartsstyrelsens Opklaringsenhed durchgeführt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2007

Zwei Verletzte bei Sportbootexplosion

Long Beach, Kalifornien / USA, 29.10.07 - Am Morgen des 29.10. explodierte im Long Beach Schifffahrtskanal das 39 Fuß lange, 1946 erbaute Sportboot "Consolidated", dabei wurden zwei Männer verletzt und das Boot zerrissen. Der Zwischenfall ereignete sich um 10.50 Uhr nahe Per C in Kanal Nr. 3 westlich der Pico Avenue und dem Los Angeles River. Ein Mann erlitt Verbrennungen zweiten Grades und Brüche, der andere wurde leichter verletzt. Nur Teile des Tops des hölzernen Bootes blieben neben Metall- und Holztrümmern sichtbar. Die beiden Männer hatten es von der Colonial Marina in Wilmington nach Long Beach zur Überholung bringen wollen. Nach einstündiger Fahrt explodierte das mit zwei gasbetriebenen Maschinen ausgestattete Boot ohne Vorwarnung. Die Verletzten wurden von Zeugen geborgen und dann ins St. Mary Medical Center transportiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2007

Untergang der "Ouzo" vor Gericht

Winchester, England / UK, 29.10.07 - Vor dem Winchester Crown Court wurde am 29.10. der Untergang der Yacht "Ouzo" im August 2006 im Englischen Kanal untersucht. Dabei wurde klar, dass der Offizier der 177 Meter langen P&O-Fähre "Pride of Bilbao", 37500 BRZ, die die 25 Fuß lange, 1984 erbaute Sloop "Ouzo" vor der Isle of Wight versenkte, wohl nicht der Tötung dreier Männer bezichtigt würde, hätte er die Hinweise auf ein Unglück nicht ignoriert. Selbst als während der Rücktour der Fähre am 22.8. von Bilbao die Meldung eines Leichenfunds 10 Meilen südlich des Nab Tower vor der Isle of Wight durchgegeben wurde, blieb Hubble still.
Die am 20.8. aus Bembridge auf der Isle of Wight nach Devon zur Dartmouth Regatta ausgelaufene "Ouzo" war am 21.8. nicht auf dem Radarschirm erschienen. Ausguck Smith sah die Lichter eines Bootes dicht an Steuerbord um 01.07 Uhr am 21.8. Der Kapitän war um 12.30 Uhr schlafen gegangen, und das Schiff lief unter Offizier Hubble 21 Knoten. Der Ausguck hatte seine Wache um 1 Uhr übernommen und sah ein Objekt vor der Fähre, das ihn alarmierte. Ihm wurde klar, dass das Schiff von Steuerbord kommend vor dem Bug passieren würde. Er warnte zweimal. Als er das Boot an Steuerbord sichtete, rannte er über die Brücke, weil er sofort an einen Notfall dachte, dann verlor er die Yacht aus den Augen. Er erkannte noch ein rotes Licht in der See. Zu diesem Zeitpunkt kam auch Hubble nach Steuerbord und sah ein weißes Licht achteraus an Steuerbord. Dies brachte ihn zu der Annahme, es gäbe kein Problem.
Ein Dialog auf der Blackbox gibt wider, wie über die nahe Yacht auf der Fährenbrücke geredet wurde:
Smith: "Mach zu, mach zu, sie ist ganz schön nah."
Hubble: "Ist es eine Yacht?"
Smith: "Ja."
Hubble: "Wo?"
Smith: "Genau dort."
Hubble drehte die Fähre dann nach Backbord und anschließend nach Steuerbord, um der Yacht auszuweichen.
Hubble: "Alles klar?"
Smith: "Wir werden sehen."
Hubble: "Ich kann nicht glauben, dass sie so schnell aufkam."
Trotz dieser Unterhaltung, so Ankläger Christopher Parker, tat Hubble nichts und erwähnte den Zwischenfall noch nicht einmal im Logbuch. Der Tod der Schulfreunde wurde durch das Ausbleiben von Aktionen verursacht. Wenn Hubble den Kapitän alarmiert hätte, hätten sie eine Überlebenschance gehabt. Ein Segler starb an Unterkühlung 12 Stunden nach dem Unglück, die beiden anderen, wie Untersuchungen ergaben, nach drei Stunden im Wasser. Sie wurden in ihren Schwimmwesten treibend gefunden.
Hubble verteidigte sich, er habe am Heck ein Licht gesichtet und angenommen, die Yacht sei bei der Annäherung unbeschadet geblieben. Hierüber hat er jedoch keine Bestätigung gesucht, sondern fuhr nach Bilbao weiter.
Das Wrack der "Ouzo" wurde nie gefunden. Die Verhandlung wird fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2007

Rätsel um leeren Trimaran wohl gelöst

St. Helier / Jersey, 29.10.07 - Rettungsdienste haben die Suche nach einer aufgegebenen Yacht eingestellt, nachdem sechs Meilen vor dem Südwestende von Jersey ein halb vollgeschlagener Trimaran gefunden wurde. Das Rettungsboot aus St. Helier wurde gerufen, das am 28.10. nahe Corbiere treibende Boot einzubringen. Es dürfte sich dabei um eine zuvor in St. Malo vermisst gemeldete Yacht handeln. Die französische Küstenwache kontaktierte den Eigner und sagte, das Boot habe sich entweder von seinen Moorings losgerissen, als es sechs Tage zuvor verschwand, oder sei gestohlen worden. Da der Kompass noch abgedeckt und die Batterien abgeklemmt waren, wurde angenommen, dass niemand an Bord war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2007

Drei Tote bei zwei Schiffsuntergängen vor China befürchtet

Provinz Liaoning / China, 29.10.07 - Ein Mann starb und 15 wurden vermisst, nachdem ein Schiff vier Meilen vor der nordöstlichen Provinz Liaoning in China kenterte und sank. Das Schiff der Shanghai Yinghai Shipping Company. Ltd, sank am 28.10. um 8:08 Uhr, als es von Bayuquan nahe Yingkou City nach Shanghai unterwegs war. An Bord des mit 50 Tonnen Öl beladenen Schiffes waren 16 Personen. Die Ursache ist unbekannt.

Shandong Provinz / China, 29.10.07 - Weiterhin zwei Personen von insgesamt 23 Mann Crew wurden nach dem Untergang der nordkoreanischen "Jinshan", die auf dem Weg nach Longkou war, als sie im Sturm sank, trotz der Suche durch rund 2000 Helfer vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2007
Amerikanischer Lenkwaffenzerstörer versenkt Piratenboote

Mogadishu / Somalia, 29.10.07 - Am 28.10. versenkte die amerikanische USS "Porter" (DDG - 78) zwei Piratenboote vor der Küste von Somalia. Sie waren längsseits eines Handelsschiffes, um es zu entern. Das Schiff sandte Notrufe, und der seit August vor Somalia operierende Lenkwaffenzerstörer der Arleigh Burke Klasse, der im Rahmen der Kearsarge Expeditionary Strike Group mit 320 Mann Crew im Einsatz ist, antwortete. Als die Boote versenkt wurden, wusste die "Porter" allerdings nicht, dass das dahinter liegende Schiff mit hoch entflammbarem Benzin beladen war. Ein zweites Schiff, die ebenfalls in Norfolk stationierte USS "Arleigh Burke", eskortierte den Tanker auf seinem weiteren Kurs.
Am selben Tag war der japanische Tanker "Golden Nory", 12000 tdw, von Piraten aufgebracht und in somalische Gewässer verbracht worden
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2007

Flüchtlingswrack strandete an kalabrischem Strand

Roccella Jonica, Region Kalabrien / Italien, 28.10.07 - Am 28.10. trieb an der kalabrischen Küste nahe Roccella Jonica ein Teil eines am 27.10. in drei Teile auseinandergebrochenen, 30 Meter langen Kutters an. Mit ihm wollten Flüchtlinge wohl Italien erreichen. Sechs Personen ertranken. Ihre Leichen wurden am Morgen des 28.10. entdeckt. Insgesamt waren wohl fast 120 Personen an Bord gewesen, die anderen wurden gerettet. Männer der Guardia di Finanza Polizei untersuchten das Wrack. In einem anderen Zwischenfall ertranken 14 Migranten vor Süditalien.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2007

Yacht in Düsseldorf leck geschlagen

Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen / DE, 28.10.07 - Die Betreiber der Marina Düsseldorf meldeten der Wasserschutzpolizei, dass eine in der Marina liegende Motoryacht Wasser machte. Die Besatzung der "WSP 2" stellte fest, dass die Plicht (cockpit) der Yacht bereits voll Wasser gelaufen war. Die Feuerwehr Düsseldorf konnte das Boot leer pumpen und ein Feuerwehrtaucher das Leck provisorisch abdichten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.10.2007

Suche nach Vermissten der "Omer N" abgebrochen

Kopenhagen / Dänemark, 29.10.07 - Wie die dänische Seenotrettungszentrale in Århus am 29.10. mitteilte, fanden Taucher bei der Durchsuchung des auf der Backbordseite westlich von Rödby auf Grund liegenden Wracks der "Omer N" die Leichen von zwei Männern und der einzigen Frau unter den elf Besatzungsmitgliedern. Über ein Dutzend dänische und deutsche Tauchspezialisten hatten unter schwierigsten Bedingungen im Innern des Wracks nach möglichen Überlebenden gesucht: «Man kann sich für Taucher nichts Schlimmeres vorstellen. Alles war totales Chaos bei extrem schlechter Sicht», sagte ein dänischer Taucher nach dem Einsatz. Vier Seeleute blieben weiter vermisst. Sie sind wahrscheinlich in ihren Kabinen eingeschlossen worden. Die Suche wurde am Nachmittag eingestellt, nachdem klar war, dass keine Lufttaschen im Wrack verblieben waren, die Überlebenden eine Zuflucht hätten bieten können. Nur noch Teile der Steuerbordseite ragten aus dem Wasser, das Heck war gänzlich versunken. Auch war nach der verstrichenen Zeit keine Chance mehr, im Wasser zu überleben.
Die dänischen Behörden vermuteten als Unglücksursache Wasser im Laderaum als Folge eines Lecks. Überlebende hatten ausgesagt, dass das Schiff vor dem Kentern zusehends instabil geworden sei und begonnen hätte, von einer Seite zur anderen zu rollen.
Die Bergungsfirma Svitzer soll das Schiff heben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2007

Wernsdorfer Schleuse gerammt

Königs Wusterhausen-Wernsdorf, Landkreis Dahme-Spreewald, Brandenburg / DE, 29.10.07 - Ein Binnenschiff prallte am 28.10. gegen 8:30 Uhr wegen eines Fahrfehlers unkontrolliert gegen die Schleusenwand der Wernsdorfer Schleuse und verursachte einen Sachschaden von etwa 10.000 Euro. Dem Schiffsführer wurde die Weiterfahrt von der Wasserschutzpolizei untersagt. Die beschädigte Schleusenkammer musste wegen der Schäden vorerst gesperrt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2007

Vermutlich acht Tote nach Schiffsunglück in der Ostsee

Rødsand, Insel Lolland / Dänemark, 29.10.07, 19:00 Uhr - Beim Kentern des Frachters "Omer N" im Fehmarnbelt zwischen Deutschland und Dänemark sind wahrscheinlich acht Besatzungsmitglieder ertrunken. Wie die Seenotrettungszentrale in Århus am Montag mitteilte, fanden Taucher bei der Durchsuchung des seitlich auf Grund liegenden Schiffes die Leichen von zwei Männern und der einzigen Frau unter den elf türkischen Besatzungsmitgliedern. Der mit Dünger beladene Frachter war gestern aus bislang ungeklärter Ursache gekentert.
Nach Angaben deutscher Behörden liefen nach dem Unglück weder Öl noch andere Schadstoffe ins Wasser des Fehmarnbelts.
Quelle: AFP vom 29.10.2007

Bundespolizei beendet Unterstützung bei Schiffsunfall im Fehmarnbelt

Neustadt, Schleswig-Holstein / DE, 29.10.07 - Gestern Nachmittag gegen 15:20 Uhr kenterte die "Omer N" in der dänischen Ausschließlichen Wirtschaftszone im Fehmarnbelt. Das Schiff war mit Dünger beladen und auf dem Weg von Gdansk nach Nantes, als es sich aus noch ungeklärten Gründen nach Backbord neigte und kenterte. 3 Crewmitglieder wurden von einem in der Nähe befindlichen russischen Frachter gerettet und eine Person konnte von einem dänischen Rettungshubschrauber geborgen werden, verstarb jedoch kurze Zeit später.
Zum Unglückszeitpunkt befand sich das Bundespolizeischiff BP 22 "Neustrelitz" auf Streife im Nahbereich des Havaristen. Der Kommandant der Bundespolizei übernahm in Absprache mit der dänischen Einsatzleitung sofort die Aufgabe des Koordinators für den Rettungseinsatz bei der Suche nach den 7 vermissten Crewangehörigen. Neben dem Einsatzschiff BP 22 "Neustrelitz" wurde auch der Bundespolizeihubschrauber der Bundespolizeifliegerstaffel Nord bei der Suche eingesetzt, der sich in der Seeraumüberwachung aus der Luft für das Bundespolizeiamt See befand.
Da noch weitere Crewangehörige in dem Schiff vermutet wurden, hat das Bundespolizeiamt See seine Tauchergruppe gemeinsam mit 8 Tauchern der Landespolizei SH unverzüglich zum Havaristen in Marsch gesetzt, um die dänische Einsatzleitung bei der Suche und Bergung der Vermissten zu unterstützen.
Während die Suche nach den vermissten Seeleuten durch dänische Rettungskräfte fortgesetzt werden, sind heute Morgen gegen 11:30 Uhr die deutschen Einsatzkräfte von der dänischen Einsatzleitung aus dem Einsatz entlassen worden und befinden sich zur Zeit auf den Rückmarsch aus dem Einsatzgebiet.
Quelle: Bundespolizeiamt See vom 29.10.2007

Keine Überlebenden in der "Omer N" gefunden

Rødsand, Insel Lolland / Dänemark, 29.10.07 - Nach dem Kentern des 73 Meter lange slowakische Frachters "Omer N" (IMO 8131154), am 28. Oktober gegen 16 Uhr im Fehmarnbelt bleibt es bei drei Überlebenden. Die DGzRS-Rettungskreuzer "Arkona" und "John T. Essberger" sowie die "Berlin" aus Laboe, die "Emil Zimmermann" und die "LW Dam" des dänischen Seenotrettungsdienstes und zwei deutsche und drei dänische SAR-Hubschrauber eilten zur Unglücksstelle 15 Meilen westlich von Gedser, die von der "Neustrelitz" der Küstenwache abgesichert wurde. Ein Mann, der von einem Hubschrauber gegen 20.20 Uhr aus dem Wasser gezogen wurde, war tot. Es handelte sich um den Schiffsingenieur. Der Notfallschlepper "Fairplay 26" und das Mehrzweckschiff "Scharhörn" wurden am Abend angefordert und wurden gegen 20 Uhr vor Ort erwartet. Auch die "Bugsier 16" beteiligte sich an der Rettungsaktion. Der Frachter lag kieloben mit der Backbordseite unter Wasser, war aber noch nicht gesunken.
Im Laufe des Abends trieb er vor der Küste der Insel Lolland bei Rødsand auf Grund. Taucher versuchten, in das Wrack einzudringen, mussten die Bemühungen aber wegen Wetterverschlechterung abbrechen. Auch gelang es nicht, den Rumpf aufzurichten. Trümmer und Ladungsteile trieben um das Wrack. Die Suche nach den Vermissten sollte am Morgen des 29.10. fortgesetzt werden. Überlebende berichteten, dass der Kapitän ins Wasser gestürzt und wohl ertrunken war. Die übrigen Seeleute wurden eingeschlossen im Schiffswrack vermutet. Die Überlebenschancen wurden bei 10 Grad Wassertemperatur als minimal eingeschätzt. Die Taucher des Søværnets Frømandskorps und der dänischen Standard Flex waren um 20 Uhr an der Wrackposition 15 Seemeilen westlich von Gedser eingetroffen. Sie waren mit einem Helikopter der Flugstation Skrydstrup gekommen.
Am Morgen des 29.10. gelang es den Tauchern, in das aus dem Wasser ragende Wrack einzudringen. Sie fanden aber niemanden im Innern. Damit gibt es keine Hoffnungen mehr, Überlebende zu finden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2007

Frachter vor China gesunken

Shandong Provinz / China, 29.10.07 - Nach dem Untergang des nordkoreanischen Frachters "Jinshan" vor der Küste der chinesischen Shandong Provinz am 28.10. wurden am 29.10. noch zwei Mann seiner Crew vermisst. Das Schiff hatte insgesamt 23 Mann Besatzung. Der Frachter war vier Meilen vor der Küste gekentert. Danach startete eine Suchaktion der Marine, Dutzender Handelsschiffe und Kutter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2007

Chemikalientanker auf Nord-Ostsee-Kanal leckgeschlagen

Brunsbüttel, Schleswig-Holstein, 29.10.07 - Am 28.10. kurz nach 19 Uhr kollidierten der Containerfrachter "Aura", ca. 7000 BRZ, und der Chemikalientanker "Deira"´, ca. 5000 BRZ auf dem Kiel Canal bei Oldenbüttel. Die "Deira" schlug leck, es kam zu einer Wasserverunreinigung nach Wassereinbruch. Das Schiff entwickelte Schlagseite und wurde gelenzt. Es sollte im Kanal umdrehen und nach Brunsbüttel zurückgehen, weil es wegen gefährlicher Ladung in Rendsburg und Kiel nicht angenommen wurde. Es kehrte daraufhin nach Brunsbüttel zurück und machte dort an Brücke 6 von Total fest. Die "Aura" konnte ihre Fahrt nach Brunsbüttel fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2007

Yacht verlor Ruder vor Südafrika

Kapstadt / Südafrika, 29.10.07 - Das südafrikanische National Sea Rescue Institute (NSRI) wurde zu einer in Seenot geratenen Yacht des Double Cape Yacht Race von Kapstadt nach Simon’s Town und zurück gerufen. Das Rettungsschiff "Spirit of Safmarine III" lief am 28.10. zur 46 Fuß langen "High Fidelity" aus. Sie war mit 14 Mann Crew 2 Meilen vor Bakoven bei Windgeschwindigkeiten bis zu 35 Knoten manövrierunfähig geworden. Das Boot konnte zum Royal Cape Yacht Club in Kapstadt eingeschleppt werden. Das Ruder war abgebrochen und gesunken, als die "High Fidelity" den Rückkurs beginnen wollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2007

Kanadisches Fahrgastschiff saß mehrere Stunden fest

Vancouver, British Columbia / Canada, 29.10.07 - Fast 400 Passagiere des in Vancouver beheimateten, 140 Fuß langen Fahrgastschiffs "Abitibi" mussten am Abend des 27.10. drei Stunden ausharren, nachdem das Schiff auf dem False Creek weniger als 100 Fuß von seinem Liegeplatz entfernt festgekommen war. Nach einer dreistündigen Gästefahrt waren etliche Fahrgäste sehr betrunken und wurden aggressiv. Die Coastguard und das Vancouver Police Marine Squad waren vor Ort, konnten dem Havaristen aber nicht helfen. In mehreren Anläufen wurden die Passagiere zwischen 2 und 5 Uhr morgens dann von einem anderen Schiff der Reederei an Land gebracht. Ursache der Strandung war niedriger Wasserstand. Mit steigendem Wasser kam die "Abitibi" wieder frei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2007

Suche auf Loch Lomond abgebrochen

Dumbarton, Schottland / UK, 27.10.07 - Am Abend des 28.10. wurde die Suche nach einem vermissten Fischer im Loch Lomond abgebrochen. Der Vermisste war eine von fünf Personen an Bord eines Fischerbootes, das um 18.15 Uhr nahe Inchmurrin Island gesunken war. Ein Toter war kurz nach dem Unglück gefunden worden, drei weitere Schiffbrüchige wurden gerettet. 20 Boote waren zum Ende der Fischfangsaison ausgelaufen und in raue See geraten. Die Wellen gingen vier Fuß hoch. Für Verwirrung hatte deshalb die Auffindung dreier weiterer Angler gesorgt, deren Boot gleichfalls gesunken war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2007

Wird "Pasha Bulker" verschrottet?

Australien, 26.10.07 - Die Zeichen mehren sich, dass der erst 2006 erbaute Bulkcarrier "Pasha Bulker" als konstruktiver Totalverlust abgeschrieben werden könnte. Die japanischen Eigner führten darüber Gespräche mit der Versicherung wegen des Ausmaßes der Schäden am Rumpf. Nach der Bergung waren in Newcastle nur provisorische Reparaturen an dem 225 Meter langen Havaristen durchgeführt worden. Danach war er nach Hon Khoi in Südvietnam überführt worden, wo er vor der Küste vor Anker liegt, ohne dass weitere Arbeiten durchgeführt wurden.
Der Bulkcarrier war während eines heftigen Sturm am 8. Juni 2007 am Strand von Nobbys Beach in Newcastle, New South Wales, Australien gestrandet..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2007

Fischernetz machte Tanker manövrierunfähig

Saint-Nazaire , Region Pays de la Loire, Frankreich, 24.10.07 - Am Morgen des 24.10. gegen 10.30 Uhr geriet das Netz des Trawlers "Ar Raok 2" aus St. Nazaire in den Propeller des griechischen Tankers "Deep Blue", der von Primorsk nach St. Nazaire unterwegs war. Das Unglück ereingnete sich 38 Kilometer westlich von Herbaudière auf der Insel Noirmoutier. Der Tanker war danach manövrierunfähig. Es gelang später, das Netz zu befreien. Die "Ar Raok 2" konnte ihre Fahrt fortsetzen, ebenso wie die "Deep Blue", die am Abend in St. Nazaire erwartet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.10.2007

Frachter in der Ostsee gekentert - 1 Mann tot

Dänemark / Deutschland, 28.10.07 - Der 73 Meter lange slowakische Frachter "Omer N" (IMO 8131154), 1446 BRZ, kenterte am 28. Oktober gegen 15 Uhr im Fehmarn Belt vor auf 54°29.894' N 11°31.974' O. Das Schiff war auf dem Weg nach Nantes, wo es am 2. November hätte eintreffen sollen. Zuvor hatte es in Sczeczin (Stettin) Erdnüsse gelöscht. Der in Sichtweite laufende russische Frachter "Sormovskiy 50" gab Seenotalarm und leitete Rettungsmaßnahmen ein. Die DGzRS-Rettungskreuzer "Arkona" und "John T. Essberger" sowie die "Berlin" aus Laboe und die "Emil Zimmermann" und die "LW Dam" des dänischen Seenotrettungsdienstes und zwei deutsche und drei dänische SAR-Hubschrauber eilten zur Unglücksstelle 15 Meilen westlich von Gedser, die von der "Neustrelitz" der Küstenwache abgesichert wurde.
Nach Medienberichten barg ein russischer Frachter sieben Mann, andere Schiffe und Lufteinheiten die übrigen vier Mann Crew. Ein Mann, der von einem Hubschrauber aus dem Wasser gezogen wurde, war danach tot. Das Havariekommando bestätigte lediglich die Rettung von vier Mann.
Der Notfallschlepper "Fairplay 26" und das Mehrzweckschiff "Scharhörn" wurden am Abend angefordert und wurden gegen 20 Uhr vor Ort erwartet. Der Frachter lag auf der Seite, war aber noch nicht gesunken. Es wurde erwartet, dass er bei Rödby, Insel Lolland (Dänemark) auf Grund treibt.
Die 2175 Tonnen verdrängende "Omer N" wurde 1984 als "Lottelith" auf der Nordsoe Vaervet in Ringköping erbaut und lief bis 1996 für John Christensen Jespergaard. Bis 2005 hieß sie "Sea Maid", dann "Can Gio" für die Sea Saigon Shipping. Erst unlängst wurde sie zur "Omer N".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2007
Info: Meldung 21:00 Uhr - Von der 11-köpfigen Besatzung konnten drei Besatzungsmitglieder bei der eingeleiteten Bergungsaktion von einem anderen Schiff aus gerettet werden. Ein weiterer Seemann war tot, als ihn die Einsatzkräfte eines Hubschraubers aus dem Wasser holten. Die Suche nach den sieben Vermissten blieb bis jetzt ergebnislos. Es wird vermutet, dass sie sich im gekenterten Schiff befinden.

Zwei Boote im Loch Lomond gesunken

Loch Lomond (See), Schottland / UK, 28.10.07 - Am 27.10. um 18.15 erhielt die Clyde Coastguard einen Notruf einer Person, die angab ihr Boot sinke mit fünf Mann im Loch Lomond. Das Helensburgh Coastguard Rescue Team, Rescue Helicopter 177 und das Luss Rescue Boat wurden alarmiert. Um 19 Uhr hatte das Rettungsboot drei Mann am Strand entdeckt, die angaben, ihr 15 Fuß langer Kutter sei gesunken. Allerdings seien nur drei Personen an Bord gewesen und kein Notruf gesendet worden. Deswegen wurde die Suche fortgesetzt.
Es stellte sich heraus, dass tatsächlich noch ein 19 Fuß langes Boot überfällig war. Versuche, es zu kontakten, schlugen fehl. Dann wurden nördlich der Insel Inchmurrin drei Schiffbrüchige vom Rettungsboot entdeckt. Sie waren bereits zwei Stunden im Wasser, trugen aber Überlebensanzüge. Zwei waren dennoch schwer unterkühlt. Um 20.25 Uhr entdeckte das Luss Rescue Boat eine weitere Person tot, ein weiterer Fischer blieb noch vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2007

Trunkener Kapitän übersah "Nils Dacke"

Trelleborg / Schweden, 28.10.07 - Bei der Kollision der unter Zypern-Flagge laufenden Fähre "Galileusz" aus Stettin mit der "Nils Dacke" im Hafen von Trelleborg wurde sie auf 25 Metern Länge an Backbord beschädigt. Der polnische Kapitän schien im Vollrausch das deutsche Schiff einfach übersehen zu haben: Es lag bereits im Hafen, als die "Galileusz" sie rammte. Die Passagiere der Fähre kamen mit dem Schrecken davon, nach Angaben der schwedischen Polizei wurde niemand verletzt. Die Brückenbesatzung der Fähre wurde vernommen. Die "Galileusz" gehört der Stettiner Reederei Euroafrica Line und läuft für die "Unity Line". Die Fähre wurde 1994 erbaut, hat 150 Meter Länge und 23 Meter Breite. Auf ihren 3 Decks kann sie bis zu 100 LKWs aufnehmen. Die "Galileusz" wurde inzwischen abgeschleppt. Die "Nils Dacke" durfte und unter Aufsicht der schwedischen Marine, den Hafen von Trelleborg wieder verlassen.
Die letzte größere Havarie einer polnischen Fähre ereignete sich am 31. Januar 2005 - südlich von Malmö: die aus Swinoujscie (Swinemünde) kommende polnische Fähre "Pomerania" kollidierte auf der Fahrt nach Kopenhagen mit dem schwedischen Tanker "Rio Grande". 140 Passagiere und 79 Mann Besatzung auf der Fähre blieben ebenso wie die Crew des Tankers unverletzt. Die "Pomerania" konnte ihre Fahrt mit einer Eskorte der Küstenwache fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2007
Info: siehe Meldung auch vom 27.10.2007

Keine Rettung für lecken Kutter

Key West, Florida / USA, 27.10.07 - Am 27.10. rettete der Coast Guard Cutter "Key Biscayne" vier Fischer vom 42 Fuß langen Kutter "Madame Glenda", der rund 53 Meilen nordwestlich von Key West, Florida, mit einem unbekannten Gegenstand kollidiert und gesunken war. Am 26.10. um 20 Uhr war ein Notruf des Kutters weitergeleitet worden. Die Coast Guard schickte einen HU-25 Falcon Jet und einen HH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Miami sowie das 110 Fuß lange Küstenwachschiff "Key Biscayne". Um 21 Uhr hatte die Falcon-Crew die "Madame Glenda" gefunden und warf zwei Lenzpumpen ab. Beide bereiteten aber Probleme. Um 22.30 Uhr war "Key Biscayne" vor Ort und brachte zwei weitere Pumpen. Crewmitglieder stiegen über und machten mehrere Versuche, den Wassereinbruch zu stoppen, der durch ein drei mal sechs Fuß großes Leck gerfolgte. Um 5.15 Uhr des 27.10. wurde beschlossen, die "Madame Glenda" zu evakuieren. Alle Ventile wurden geschlossen und dann der Havarist aufgegeben. Die "Key Biscayne" nahm mit den Geretteten Kurs auf Key West, wo sie um 1.30 Uhr erwartet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2007

Bulker wieder flott

Dumbarton, Schottland / UK, 27.10.07 - Die "Ocean Light", 24748 BRZ, die fast 12 Stunden auf einer Sandbank im Clyde festgesessen hatte, wurde gegen ein Uhr am 27.10. von fünf Schleppern flottgemacht. Danach wurde sie in den Great Harbour in Greenock zur Schadensfeststellung verholt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2007

Havaristen werden in Brunsbüttel repariert

Brunsbüttel, Schleswig-Holstein / DE, 27.10.07 - Schwerarbeit leisteten in den vergangenen Tagen Arbeiter auf der "Rika", die nach ihrer Kollision mit der "Sormovskiy 45" in Brunsbüttel lag, um die Lecks an Steuerbord provisorisch mit Stahlplatten abzudichten. Nach Abschluss der Arbeiten sollte der Frachter elbaufwärts gehen, um in der Norderwerft in Hamburg repariert zu werden. Die "Sormovskiy 45", die inzwischen vom Kieler Nordhafen nach Brunsbüttel ging, soll dort am Südkai repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2007

Strandräuber können Motorräder behalten

Southampton, England / UK, 26.10.07 - Strandräuber, die Strandgut der "MSC Napoli" vor Devon vom Strand gebracht haben, können alles BMW-Eigentum behalten. 17 Motorräder und tausende Ersatzteile waren nach der Havarie angespült und geborgen worden. Wenn die Strandgänger die Bergung der Waren binnen 28 Tagen gemeldet hatten, gehen sie nun in ihr Eigentum über. Dies wird der "Receiver of Wreck" in Southampton nun den Findern schriftlich mitteilen. Kriminelle Handlungen blieben die Aneignung von Waren, wenn sie nicht gemeldet wurden. 13 der je 12000 Pfund werten Motorräder wurden angemeldet, zwei von der Polizei gefunden, zwei blieben verschwunden. Jedoch riet BMW, das Strandgut nicht zu nutzen, weil es wegen Wasserkontakt unsicher sein könnte. Der Gesamtwert der BMW-Güter in den 70 Containern betrug zehn Millionen Pfund, 10 Prozent davon ging über Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.10.2007

Nun 21 Tote bei Bohrinselkollision

Mexico City / Mexico, 27.10.07 - Mindestens 21 Menschen sind nach dem Zusammenstoß der zwei Ölförderanlagen im Golf von Mexiko ertrunken. Am 26.7. bargen die Rettungskräfte auf offener See zwei weitere Leichen, zwei Arbeiter der Förderanlage wurden noch vermisst. Die Suche wurde fortgesetzt. Insgesamt 63 Arbeiter konnten nach der von einem schweren Sturm ausgelösten Kollision gerettet werden. Pemex und die mexikanische Regierung versprachen eine eingehende Untersuchung der Unglücksursache. Mexikanische Umweltbehörden erklärten am 26.10., nach der Kollision seien rund 500 Barrel Rohöl (knapp 80.000 Liter) ausgetreten. Pemex teilte mit, es sei vor allem Erdgas entwichen. Es werde mehrere Tage dauern, das Leck abzudichten. Zu dem Unfall war es am 23.10. etwa 30 Kilometer vor dem Hafen von Dos Bocas gekommen. Bei acht Meter hohem Wellengang und Sturmböen bis 130 Kilometern in der Stunde stieß die mobile Bohranlage «Usumacinta» mit dem Bohrturm «Kab 101» zusammen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2007

Kollision wegen Trunkenheit

Trelleborg / Schweden, 27.10.07 - Am Nachmittag des 26.10. rammte die zypriotische Fähre "Galileusz" der polnischen Unity-Line in Trelleborg die 179,59 m lange TT-Line-Fähre "Nils Dacke". Da diese nur geringfügig beschädigt wurde, konnte sie später fahrplanmäßig nach Travemünde abgehen. Der Kapitän der "Galileusz" wurde in Gewahrsam der Polizei genommen, nachdem ein Alkoholtest positiv verlaufen war. Die Abfahrt des 150,37 m langen Schiffes ins polnische Swinoujscie (Swinemünde) verzögerte sich bis zum Abschluss der Untersuchungen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2007

Bulker auf Clyde gestrandet

Dumbarton, Schottland / UK, 27.10.07 - Am 26.10. lief 13.30 Uhr auf dem Clyde bei Langbank der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Ocean Light", 24748 BRZ, auf Grund. Das Schiff kam bei Dumbarton Castle bei fallendem Wasserstand fest. Das mit Soja, Mais und Pellets nach Hamburg bestimmte Schiff kam flussabwärts von King George V Dock in Glasgow und ging seewärts. Drei Schlepper versuchten drei Stunden lang vergeblich, den 195 Meter langen Bulker flottzumachen. An Bord waren 23 Mann Crew. Ein zweiter Versuch sollte am 27.10. um 2 Uhr mit der Flut gestartet werden. Nach der Bergung sollte das Schiff zur Untersuchung zum Greenock Ocean Terminal gebracht werden. Polizei und Küstenwache waren vor Ort..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.10.2007
Info: Der Frachter "Ocean Light" wurde von 5 Schleppern frei gezogen und befindet sich nun in Greenock zur Untersuchnung.


Halbtaucherschiff
"Mighty Servant 3"

Die "Mighty Servant 3" war am 6.12.2006 nach dem Abladen der Bohrinsel "GSF Aleutian Key" eine Meile vor der Küste von Nordangola nahe der Hafeineinfahrt von Luanda 62 Meter tief gesunken. Nur noch der Ladekran hatte aus dem Wasser geragt.
Smit Salvage holte das Wrack des 1984 erbauten Schwerlastschiffes in aufwändiger Arbeit vom Meeresgrund, zuerst das Vorschiff, dann das Heck. Am 26. Mai 2007 konnte die "Mighty Servant 3" an die Eigentümer zurück gegeben werden. Das Schwerlast-Schiff wurde nach Kapstadt geschleppt, wo es am 17. Juni 2007 eintraf.
Zur Zeit liegt das Schiff an einer Kai in Kapstadt, Südafrika.
Mighty Servant 3

Die Aufnahmen wurden am 14. Oktober 2007 gemacht und stammen von Burkhard.

Großbrand auf Binnenschiff in Minden

Minden, Kreis Minden-Lübbecke, Nordrhein-Westfalen / DE, 26.10.07 - Bei Reparaturarbeiten im Maschinenraum des in Minden im Alten Weserhafen auf Slip liegenden deutschen Binnenschiffes "Cherie", 914 Tonnen, kam es am 25.10. um 9 Uhr aus bisher unbekannten Gründen zu einem Brand. Er brach im Maschinenraum aus und breitete sich auf die Kajüte aus. Die Feuerwehr rückte mit starken Kräften an. Aufgrund der starken Hitzeentwicklung war es schwierig, den Brand zu löschen. Die Löscharbeiten dauerten bis 12 Uhr an. Auf dem Schiff befanden sich noch Diesel und eine Gasanlage, was den Einsatz erschwerte. Das Eignerehepaar befand sich zum Brandzeitpunkt an Bord. Eine Person erlitt leichte Rauchvergiftungen. Völlig hilflos stehen die beiden Binnenschiffer aus Baden-Württemberg vor den Trümmern ihrer Existenz. Ihr Schiff ist nach dem Brand zunächst unbewohnbar. Es war 9.08 Uhr am 25.10., als die Mindener Berufsfeuerwehr die Nachricht erreichte, dass im Alten Weserhafen ein Frachtschiff brenne. Das Eignerehepaar befand sich bei Ausbruch des Feuers an Bord, konnte sich aber rechtzeitig vor den Flammen in Sicherheit bringen. Die Frau erlitt eine leichte Rauchvergiftung. Das Ehepaar wurde vom Rettungsdienst betreut. Beide standen unter Schock.
30 Einsatzkräfte waren im Alten Weserhafen vor Ort, darunter die Berufsfeuerwehr Minden und die Löschgruppen Dankersen, Meißen sowie Rechtes Weserufer. Probleme bereiteten die hohen Temperaturen. Der Einsatz musste komplett unter Atemschutz stattfinden. Der Maschinenraum wurde mit Löschschaum geflutet. Die Trupps benutzten zwei C-Rohre und zwei Schaumrohre. Schwierigkeiten hatten die Feuerwehrleute wegen der Enge im Brandbereich. Im Kajütbereich mussten immer wieder Brandnester gelöscht werden. Dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass kein größerer Schaden entstanden ist: So hat die Maschine keinen Schaden erlitten, so dass das Schiff nach Reparaturarbeiten u.a. an der Außenhaut wieder bewohn- und nutzbar sein wird. Über die Schadenshöhe können die Ermittler bislang keine Auskunft geben. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache hat die Wasserschutzpolizei des Polizeipräsidiums Duisburg übernommen.
Der Sozialdienst der Stadt Minden hat das Paar derweil in einer Notunterkunft untergebracht. Die "Cherie", Europanummer: 4015130, ist in Mannheim beheimatet. Sie ist 66,95 Meter lang, 8,22 Meter breit und hat 2,5 5Meter Tiefgang. Sie wurde 1957 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.10.2007

Frachter vor Norwegen gestrandet

Steigen, Nordland, Norwegen, 26.10.07 - Der norwegische 600-Tonnen-Frachter "Ocean Sun" lief am 25.10. gegen 14.20 Uhr bei Grøtøyleia im norwegischen Steigen auf Grund. Das in Ballast fahrende, 40 Meter lange Schiff war in Gefahr, zu sinken. An Bord waren sechs Mann Crew. Das Rettungsboot "Gjert Wilhelmsen" lief aus Ballstad aus, um zu versuchen, den auf Felsgrund mit dem Vorschiff aufsitzenden Havaristen freizuschleppen. Um 3.30 Uhr des 26.10. konnte der Havarist abgebracht werden. Er machte sich auf dem Weg nach Harstad.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.10.2007

Vier Verletzte bei Kutterexplosion

Doha, Katar, 26.10.07 - Am 25.10. gegen 7 Uhr geriet ein Kutter bei Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten an einer Mole in Corniche in Brand. Vier Mann wurden verletzt, einer davon schwer. Eine Explosion hatte drei der vier Männer ins Wasser gefegt. Ein Mann wurde im Boot eingeschlossen. Er wurde zur HMC's Intensive Care Unit gebracht. Die Verletzten stammen alle aus dem südindischen Kerala. Der zerstörte Kutter sank in flachem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.10.2007

Anzahl der Opfer von Bohrinselkollision stieg auf 19

Mexico City / Mexico, 25.10.07 - Die Suche nach Ölarbeitern der verunglückten Plattform "Usumacinta" im Golf von Mexiko ging am 25.10. weiter. Die Insel war aufgegeben worden, nachdem die Gasdämpfe hohe Werte erreicht hatten und die Atemgeräte ausgegangen waren. Vier Mann wurden noch vermisst, ebenso wie nach einer Nacht auf See noch weitere Überlebende sowie ein Toter gefunden worden und damit die Anzahl der Geretteten auf 63 stieg. Bislang sind 19 Mann der Kollision mit der "Kab 101" zum Opfer gefallen. Die meisten ertranken, nachdem sie die Plattform verlassen hatten und ihre Inseln von der stürmischen See überwältigt wurden. Ob die Vermissten in der See trieben oder in einem Rettungsmittel zu suchen waren, war unklar. Acht Helikopter und vier Boote der mexikanischen Marine waren im Einsatz Ein zerstörtes Rettungsboot trieb an einem Strand an, die Fiberglashülle war in den 25 Fuß hohen Wellen, die sich bei Windgeschwindigkeiten von 80 Meilen aufgebaut hatten, auseinandergerissen. Auch Rettungsinseln wurden vom Sturm aufgerissen.
Das Versagen der Rettungsmittel löste in Mexiko einen Skandal aus. Der Petroleos Mexicanos-Direktor Jesus Reyes Heroles kündigte eine Untersuchung an. Derweil waren Einsatzkräfte dabei, zu untersuchen, wie die Leckage auf der Plattform gestoppt werden konnte, aus der Gas und Rohöl austrat. Unter den Toten sind vier Arbeiter von Petroleos Mexicanos, sieben Beschäftigte der Betreiber des Rigs, ein Mann eines Rettungsboots sowie sechs andere Arbeiter und eine Arbeiterin.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.10.2007

Bulker strandete vor Beira

Beira, Mozambique, 25.10.07 - Der Bulkcarrier "Kuiseb", 18964 BRZ, der Unicorn Shipping lief am Morgen des 25.10. auf einer Sandbank bei Beira auf Grund, nachdem der Anker nicht mehr im Grund gehallten hatte. Das Schiff war einer Dockung in China unterzogen worden und war nun mit einer vollen Ladung Dünger auf dem Rückweg nach Afrika. Einiges Schwergut war in Durban entladen worden, dann sollte es nach Maputo und Beira weitergehen. Mit Hochwasser kam das Schiff ohne Fremdhilfe wieder frei und ankerte auf einer Seeposition, um eine Unterwasseruntersuchung durch aus Südafrika erwartete Taucher abzuwarten. Nach dem Löschen der Ladung soll das Schiff, wie vor der Dockung, für Salztransport von Walvis Bay nach Richards Bay und Zuckertransport nach Namibia eingesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.10.2007

Fähre "Crown of Scandinavia" drohte auf Grund zu laufen

Oslo / Norwegen, 25.10.07 - Die dänische DFDS-Fähre "Crown of Scandinavia" hatte am 25.10. um acht Uhr einen Maschinenblackout in the Drøbak Sund 900 Meter vom Hafen entfernt. Das Schiff kam vom Kurs ab und konnte erst rund 10-15 Meter vom Ufer entfernt gestoppt werden. Nachdem eine weitere Maschine angefahren werden konnte, erlangte der Kapitän wieder Kontrolle über sein Schiff, das die Reise nach Oslo fortsetzte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.10.2007

Historisches Wrack bei Savannah entdeckt

Savannah, Georgia / USA, 25.10.07 - Unterwasserarchäologen fanden am 25.10. im Vernon River südlich von Savannah starke Hinweise, dass dort das Wrack des Kanonenbootes "Water Witch" in 10 Fuß tiefem Schlamm liegt. Das Schiff war von den Konföderierten in einer blutigen Attacke 1864 erobert worden und segelte damit unter beiden Flaggen der kriegführenden Parteien der Konföderierten und Unionisten.
Als die Archäologen jetzt mit einer 20 Fuß langen Lanze den Schlamm durchstießen, fanden sie solides Holz und Metall darunter. An dieser Stelle wurde das Schiff nach den Überlieferungen 1865 in Brand gesetzt, um zu verhindern, dass General William T. Sherman es zurückeroberte. Wenn die Annahme der Wissenschaftler aus Georgia richtig ist, wäre die "Water Witch" das dritte Wrack neben der CSS "Georgia" und dem Blockadebrecher CSS "Nashville", das von Dutzenden weiterer im Bürgerkrieg in den Gewässern von Georgia gesunkener Schiffe gefunden worden wäre.
Der jetzige Suchauftrag kam zustande, weil das Department of Transportation einen Teil des Vernon River untersuchen musste, weil er mit einer Parkplatzerweiterung überbrückt werden soll. Dabei wurde es möglich, einen zwei Meilen entfernten Platz – die mutmaßliche Grabstätte der "Water Witch" – mit zu untersuchen. Ein Magnetometer machte dort große Eisenobjekte über eine Distanz von 200 Fuß aus. Das Schiff war 160 Fuß lang und 1851 von der US-Marine erbaut worden. Es war ein Hybrid alter und neuer Technologien – es war mit einer Dampfmaschine, die Schaufelräder antrieben, ebenso wie mit 90 Fuß hohen Masten mit Besegelung ausgestattet. Sie patrouillierte vor Alabama, Florida und South Carolina und überwachte die Blockade ebenso wie in den Gewässern des Ossabaw Sound zwischen Ossabaw Island und Georgia 15 Meilen südlich von Savannah. Der Konföderierten-Leutnant Thomas Pelot sollte das Schiff am frühen Morgen des 3. Juni 1864 ausschalten. Er leitete eine Gruppe von 120 Soldaten, die mit kleinen Booten unbemerkt längsseits kamen. An Bord der "Water Witch" waren nur 65 Mann. Die Überraschung gelang, doch es kam zu einem Kampf, der 40 Tote und Verwundete forderte. Auch Pelot starb, ebenso Dallas Moses, ein mit 100 Dollar monatlich entlohnter Sklave, der den Konföderierten als Lotse diente. Er hatte das Führungsboot in der Attacke gelotst und hätte die eroberte "Water Witch" zurück nach Savannah bringen sollen. Wegen seines Todes kam das Schiff nie mehr nach Savannah. Die Konföderierten wagten es nicht, ihre Prise zurück auf See zu navigieren, wo die Kriegsschiffe der Unionisten es erwarteten, und die Binnenwasserstraßen waren zu flach. Die "Water Witch" verblieb in den Gewässern nahe Ossabaw Sound für rund sechs Monte, bis die Unionistentruppen Savannah eroberten.
Wegen der Gefahr, dass dann das Schiff in ihre Hände zurückfiele, setzten die Konföderierten es in Brand. Vorher war es seiner Geschütze, Munition und Ausrüstung entledigt worden. Ob das Wrack nun weiter untersucht wird, hängt von der Finanzierung einer Expedition durch die örtliche Regierung ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.10.2007

Seglertragödie auf Lake Michigan

Chicago, Illinois / USA, 25.10.07 - Drei Segler kamen ums Leben, als ihr 35 Fuß langes Boot "Jason" in der Nacht zum 25.10. auf dem Lake Michigan auf einen Wellenbrecher trieb. Die erfahrenen Segler wollten nach Crowley und hatten Kurs auf die 95th Street Marina genommen und waren gerade dabei, die Segel zu reffen, als ein Mann über Bord ging. Kurz nachdem die anderen die Küstenwache informierten, trieb ihr Schiff auf den Wellenbrecher, und alle gingen über Bord. Das Boot zerbrach. Die U.S. Coast Guard erhielt den Mayday-Ruf gegen 20.15 Uhr. Rettungseinheiten mit einem Helikopter wie auch die Polizei eilten zum Unfallort. Taucher fanden die Verunglückten, doch nach einer Dreiviertelstunde im kalten Wasser waren drei an Unterkühlung gestorben. Es war schwierig, die Männer bei hohem Wellengang zu bergen. Die Segler galten als erfahren und trugen Schwimmwesten.
Der Überlebende wurde in einem Krankenhaus behandelt. 2005 nahm das Boot an einer Regatta zwischen Chicago und Mackinac Island, Michigan, teil. Es war seetüchtig und hätte damit trotz einer Warnung für kleine Schiffe fahren können. Es wurde als ungewöhnlich bezeichnet, dass so ein Boot verunglücke, ebenso wie dass jemand über Bord ginge. Der Verunglückte war ebenfalls Teilnehmer am Mackinac Rac gewesen. Als er über Bord ging, müssen Dinge auf der "Jason" außer Kontrolle geraten sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.10.2007

Massengutfrachter "New Flame" wird nun zerschnitten

Gibraltar, 25.10.07 - Die Arbeiten zum Auseinanderschneiden der "New Flame" haben in dieser Woche begonnen. Die Berger haben zunächst vorbereitende Arbeiten durchgeführt, darunter das Positionieren der Schiffe mit dem Schneidedraht. Am 25.10. sollte das Zerschneiden beginnen. Danach soll das Achterschiff kontrolliert aufschwimmen und dann zum Leichtern der Ladung in die Bucht verholt werden. Anschließend soll es am Südkai des Hafens festmachen. Die Dauer der Aktion wird auf drei Tage veranschlagt.
Am 12. August 2007 kollidierte der Massengutfrachter (Bulkcarrier) "New Flame" mit dem dänischen Tanker "Torm Gertrud" vor Gibraltar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.10.2007

Ladung auf "Maersk Naples" brach zusammen

Durban / Südafrika - Der 214 Meter lange Containerfrachter "Maersk Naples" lief nach Abschluss von Reparaturarbeiten jetzt aus Durban aus. Einige Tage zuvor waren eine Reihe Container zusammengebrochen. Als das Schiff auf Reede lag, wurde der Schaden bemerkt. Mehrere Stapel waren eingestürzt und eine Box hing über die Steuerbordseite herab. Daraufhin wurde der Frachter in den Hafen gebracht und ging zu einem Reparaturplatz in Bayhead.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.10.2007

Trawler in Mossel Bay in Seenot

Mossel Bay, Western Cape, Südafrika - In Mossel Bay geriet 14,5 Meilen vor der Küste am 18. Oktober der Trawler "Ulanda 2" mit Wassereinbruch in Seenot. Die siebenköpfige Crew konnte das eindringende Wasser lenzen. Das Rettungsboot "Vodacom Rescuer" lief aus und fand die Situation unter Kontrolle vor. Die Crew hatte Schwimmwesten angelegt und pumpte Wasser über Bord. Dann nahm es mit eigener Kraft Kurs auf den Hafen. Dabei wurde es bei ruhiger See von dem Rettungsboot eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.10.2007

Barge riss zwei Schlepper mit in Untergang

Hebron, Newfoundland and Labrador / Canada - Bei der Strandung der Barge "McNally Olympic" am 8.10. südwestlich von Hebron Labrador gingen auch zwei Schlepper verloren: Die "Maistique" sowie die "Le Taureau" befanden sich auf dem Deck der Barge, als sie in Seenot geriet. Beide Schiffe sind mittlerweile als Totalverluste aufgegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.10.2007
Info: siehe auch Meldung vom 22.10.07

Brand auf einem Frachtschiff

Minden, Kreis Minden-Lübbecke, Nordrhein-Westfalen / DE, 25.10.07 - Im Alten Weserhafen in Minden liegt derzeit ein 67 Meter langes und knapp 900 Tonnen schweres deutsches Frachtschiff auf Helling. Bei Arbeiten im Maschinenraum ist es am Donnerstagmorgen (9:00 Uhr) aus bisher unbekannten Gründen zu einem Brand gekommen. Die alarmierte Feuerwehr rückte mit starken Kräften an. Aufgrund der starken Hitzeentwicklung war es schwierig, den Brand zu löschen. Um 12:00 Uhr war das Feuer gelöscht. Auf dem Schiff befinden sich noch die Brennstofftanks mit Schiffsdiesel und eine Gasanlage. Die Schiffsführerfamilie befand sich zum Schadenzeitpunkt an Bord. Mit Ausnahme einer leichten Raucheinwirkung ist es zu keinen Personenschäden gekommen. Jedoch ist nach derzeitigem Eindruck das Schiff unbewohnbar geworden. Die Kripo der Direktion Wasserschutzpolizei des Polizeipräsidiums Duisburg hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.
Quelle: WSP NRW vom 25.10.2007

Segler sank – 30 Vermisste

Jakarta / Indonesien, 25.10.07 - Neuerliches Unglück vor Sulawesi: Vor der indonesischen Insel Sulawesi ist am Donnerstag ein Segelschiff leck geschlagen und gesunken. 30 Menschen wurden vermisst. Rettungskräfte suchten mit sechs Schiffen bei ruhigem Wetter das Meernahe Kendari ab, bisher jedoch ohne Erfolg. Erst in der vergangenen Woche war in der Region eine Fähre mit dem Verlust von 30 Menschenleben gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2007

Historischer Haikutter wieder flott

Bremerhaven-Fischereihafen, Land Bremen / DE, 25.10.07 - Am Morgen des 24.10. wurde der Kutter "Hansine FN 121", 35,63 BRZ, der in Bremerhaven auf Grund gelaufen war, um 11 Uhr wieder flottgemacht und am Westkai vertäut. Die Havarie lief glimpflich ab.
Bei dem Schiff handelt es sich um einen einstigen schnellen Arbeitsegler vom wegen seiner Bauweise so genannten Typ Hai-Kutter. Er wurde 1898 als "Cimbria" bei J.N.Olsen in Frederikshavn erbaut. Er hat eine Länge von 18.90 Metern, eine Breite von 4,96 Metern und einen Tiefgang von 2,01 Metern. Erster Eigner war A/S Fiskekutteren Cimbria. 1909 ging die "Cimbria" an C.A.P Jakobsen in Bangsbostran. Während des ersten Weltkriegs wurde das Schiff an A/S Havfiskeriet verkauft. 1918 kaufte Frederik Wormstrup das Schiff, das 1922 auf "Eskild" umgetauft wurde. Die "Eskild" fischte bis in die Regionen von Island. 1938 wurde sie "Hansine III" getauft. Während des zweiten Weltkriegs war sie als Minensuchboot eingesetzt. 1951 ging sie an H.Willadsen. In den folgenden Jahren lief sie in einmal Hirtshals auf Grund, und auf Fischfang bei Petershead brach vor Schottland der Mast. 1976 endete die Zeit als Fischfänger, als das Ehepaar Smith die "Hansine III" in Skagen übernahm. Es baute das Schiff für private Nutzung um und lebte zeitweilig auch an Bord. 1990 wurde der Dieselmotor ausgebaut. 2004 suchte Frau Smith jemanden der in der Lage war, der "Hansine" den Glanz vergangener Zeiten zurückzugeben. Sie hatte nach dem Tod ihres Mannes das Schiff 20 Jahre als Erinnerung an einer Pier im Hafen von Saeby instand gehalten. Doch der Zahn der Zeit und vor allem Vandalismus und Plünderungen hatten deutliche Spuren hinterlassen.
Durch einen Zufall erfuhren die jetzigen Eigner Lilli und Wolfgang Weis von dem Schiff. Der erste Besuch an Bord im März 2004 war sehr ernüchternd, doch nach einem zweiten Besichtigungstermin im April 2004 fiel die Entscheidung, das marode Schiff zu übernehmen. Die "Hansine" wurde zur Instandsetzung zu einer Werft in Hobro geschleppt, später nach Egernsund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2007

Tanker auf Rhein-Herne-Kanal leck

Gelsenkirchen, Nordrhein-Westfalen / DE, 25.10.07 - Ein Binnentanker hatte am 24.10. beim Auslaufen aus dem Stadthafen Gelsenkirchen in den Rhein-Herne-Kanal bei Kilometer 24,19 Grundberührung. Beim Anlegen im Unterwasser der Schleuse Wanne-Eickel bemerkte die Besatzung des Tankers Ladungsaustritt. Ein angeforderter Taucher stellte im Kimmgang in Höhe des steuerbordseitigen Tanks 1 einen Riss von etwa 3 cm Länge und 1 mm Breite fest. Das Leck konnte abgedichtet werden. Rund 50 Liter Benzin sind ausgelaufen. Für die Dauer der Sicherungsmaßnahmen wurde die Schifffahrt von 20:30 Uhr bis 23:20 Uhr gesperrt. Ein Berg- und ein Talfahrer waren betroffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2007

Schweres Bohrinselunglück vor Tabasco

Mexico City / Mexico, 24.10.07 - Am 23.10. kam es in der Bucht von Campeche im Golf von Mexiko zu einem schweren Bohrinselunglück. Das 1982 bei Bethlehem Steel in Singapur erbaute Jackup Rig "Usumacinta" vom Typ JU-200-MC Mat Cantilever Drilling Rig, das von der Perforadora Central betrieben wird, kollidierte 20 Meilen vor dem Hafen Dos Bocas mit der leichten Produktionsplattform "Pemex Kab 101". Die Ölarbeiter an Bord gaben die Insel auf. Die See ging 25 Fuß hoch, der Wind wehte mit 80 Meilen Geschwindigkeit, sodass Häfen an der Küste geschlossen worden waren. Dies behinderte die Rettungsarbeiten. 10 Personen starben, 58 wurden gerettet, mindestens 18 weitere wurden noch vermisst. Sie könnten in Rettungsinseln in der See treiben, eine Insel wurde auch ausgemacht, konnte aber wegen der Wetterbedingungen noch nicht erreicht werden. Die Rettungsarbeiten dauerten im Sturm an. Der Ölaustritt ist noch nicht unter Kontrolle. Es wird aber vornehmlich Erdgas frei. Das Abdichten der Rohre wird drei bis fünf Tage dauern.
Bei dem Bohrinselunglück handelt es sich um das schwerste seit 1986, als beim Kentern des Rigs "Ocean Express" in schwerer See 13 Menschen starben. Sie kamen um, als ihre Rettungskapsel von einer Welle umgeworfen und leckgeschlagen wurde, bevor ein Schlepper sie aufnehmen konnte. In diesem Monat mussten bereits dreimal Arbeiter von Pemex-Fahrzeugen evakuiert werden.
Am 11.10. starb ein Mann, zwei wurden vermisst, nachdem im Maschinenraum des mexikanischen Frachters "Seba'an" ein Feuer ausgebrochen war. Das 373 BRZ große Schiff transportierte für die Petroleos Mexicanos 168 Ölarbeiter von Ciudad del Carmen an der Nordküste der Yucatan Halbinsel zu verschiedenen Ölplattformen in der Bucht von Campeche.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2007

Untersuchungsbericht zur "Bourbon Dolphin" veröffentlicht

Norwegen, 24.10.07 - Eine Kombination verschiedener Faktoren verursachte den Untergang des Versorgers "Bourbon Dolphin", stellte jetzt ein vorläufiger Report für die Versicherung fest. Das Schiff war am 12. April gesunken, acht Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Es war nicht möglich, eine einzige, exakte Unglücksursache zu erarbeiten. Es gab auf jeden Fall Stabilitätsprobleme, möglicherweise wegen der teilweisen Füllung eines Ballastwassertanks. Das Gewicht der Ankerkette reduzierte weiterhin die Schiffsstabilität. Weitere Faktoren waren das Gewicht des Wassers an Deck sowie der Maschinenausfall. Ein offizieller Untersuchungsbericht wird Anfang 2008 publiziert werden. Während der Anhörungen in Alesund hatte sich bereits herausgestellt, dass die "Bourbon Dolphin" schon im Dezember 2006 fast umgeschlagen wäre.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2007

Fähre "Ålandsfärjan" fällt länger aus

Mariehamn, Åland / Finnland, 24.10.07 - Die von Kapellskär kommend beim Einlaufen nach Mariehamn südlich von Marhällan auf Grund gelaufene schwedische Fähre "Ålandsfärjan", 6172 BRZ, wird nach Angaben des technischen Leiters der Viking Line mit eigener Kraft zur Reparatur in eine Werft nach Tallinn, Estland verholen. Die Reparatur des beschädigten Schiffsbodens wird voraussichtlich bis zum 9.11. dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2007

Wrack bei Sonarübung gefunden

Muskegon County, Michigan / USA, 24.10.07 - Die Muskegon County Marine Divison sucht nach dem Eigner eines Schiffswracks, das während einer Sonarübung am 22.10. im Muskegon Lake gefunden wurde. Eine Zeugin erinnerte sich, dass 1974 zwei Fischer an Land schwammen, nachdem ihr Boot leckgeschlagen war. Das Boot konnte nicht geborgen werden. Das nun gefundene Wrack lag 300 Fuß des Muskegon Chanel nahe des Stadtstrandes. Es wurde vermutlich in den 50ern oder 60ern erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.10.2007

Fähre Ålandsfärjan wird in Tallinn repariert

Mariehamn, Åland / Finnland, 24.10.07 - Die von Kapellskär kommend beim Einlaufen nach Mariehamn auf Grund gelaufene schwedische Fähre "Ålandsfärjan", 6172 BRZ, wird nach Angaben des technischen Leiters der Viking Line zur Reparatur in eine Werft nach Tallinn, Estland verholen.
Das in Norrtalje beheimatete Schiff (IMO 7211074) läuft seit 1986 als "Ålandsfärjan", davor war sie als "Tiger", "N.F. Tiger" und "Kattegatt" im Einsatz. Es wurde 1972 in Helsingor erbaut, ist 104,4 Meter lang, 11,56 Meter breit und hat 4,61 Meter Tiefgang. Es vermag 1500 Passgiere zu fassen und hat eine Autokapazität von 180 Pkw.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2007

Kollision auf Main-Donau-Kanal bei Bamberg

Strullendorf, Landkreis Bamberg, Bayern / DE, 23.10.07 - Glimpflich verlief für die 161 Fahrgäste und 42 Besatzungsmitglieder eines 125 Meter langen Fahrgastkabinenschiffes am 23.10. die Kollision mit einem Frachtschiff auf dem Main-Donau-Kanal im Schleusenbereich von Strullendorf. Gegen 5.45 Uhr wollte der Kapitän des Passagierschiffes bei Dunkelheit in die Schleuse einlaufen. Zur selben Zeit legte ein 110 Meter langes Binnenschiff in entgegen gesetzter Richtung mit Kurs Nürnberg ab. Durch einen Fahrfehler geriet dabei der 11,45 m breite Frachter in den Kurs des Entgegenkommers. Trotz eines Notmanövers auf dem Fahrtgastschiff, bei dem das Heck Grundberührung am gegenüberliegenden Ufer des Main-Donau-Kanals hatte, kam es zur Kollision. Dabei wurden die Reling auf einer Länge von 20 Metern, die Außenhaut und zwei Scheiben einer Kabine des Fahrgastschiffes vom Heck des Binnenschiffes eingedrückt.
Viel Glück hatten dabei die schlafenden Passagiere, in deren Kabine die 2,2 Meter hohe Glasscheiben fielen. Taucher überprüften den ganzen Tag über das Passagierschiff auf Schäden unter Wasser. Die Wasserschutzpolizei ermittelt gegen den niederländischen Kapitän, der erst seit drei Wochen das Kommando über das werftneue Binnenschiff hatte. Kollisionsursache war offenbar ein Fahrfehler des Frachtschiff-Kapitäns. Da Taucher den ganzen Tag über damit beschäftigt waren, den Rumpf des Hotelschiffs nach Schäden zu untersuchen, konnte es zunächst seine Fahrt nicht fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2007

Fähre vor Mariehamn auf Grund gelaufen

Mariehamn, Åland / Finnland, 23.10.07 - Beim Einlaufen nach Mariehamn hatte die schwedische Fähre "Ålandsfärjan" am 23.10. um 15 Uhr Grundberührung. Das Schiff konnte aus eigener Kraft freikommen und um 15.45 Uhr den Hafen von Mariehamn anlaufen. Die 134 Passagiere blieben unversehrt. Da das Schiff zur Reparatur gedockt werden muss, fällt es bis zum 1.11. aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2007

Fährunglück in China fordert mehrere Menschenleben

Harbin, Provinz Heilongjiang, China, 23.10.07 - Mindestens vier Menschenleben forderte der Untergang eines Bootes im Hulan River in Harbin, der Hauptstadt der nordostchinesischen Heilongjiang Provinz am Morgen des 23.10. Über 10 Personen waren zum Unglückszeitpunkt an Bord. Retter machten sich auf den Weg zur Unglücksstelle, um die exakte Anzahl der Passagiere und die Umstände des Untergangs festzustellen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2007

Sportkutter in Flammen

Islamorada, Monroe County, Florida / USA, 23.10.07 - Der 45 Fuß lange Sportfischkutter "Man O Man" wurde bei der Holiday Isle bei Meile 84 am 22.10. um 10.15 Uhr durch ein Feuer schwer beschädigt. Die Monroe County Fire Rescue, die U.S. Coast Guard und das Florida Fish and Wildlife gingen gegen die Flammen vor und hatten sie gegen 11.30 Uhr unter Kontrolle. Zeitweilig war die nahe Straße wegen der starken Rauchentwicklung gesperrt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2007

Kapitän legte nach Kollision Seeprotest ein

Thessaloniki, Zentralmakedonien / Griechenland, 23.10.07 - Nach der Kollision der Frachter "Geo Milev" aus Bulgarien und "Helena" aus Panama drei Meilen vor der griechischen Hafenstadt Thessaloniki am Morgen des 21.10. hat der Kapitän der "Geo Milev" einen so genannten Seeprotest bei den griechischen Behörden eingereicht. Diese haben eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Nach Angaben des Bulgarischen Schifffahrtszentrum ist die "Geo Milev" schwer beschädigt worden und muss dringend repariert werden. Alle Schäden werden vom Versicherer gedeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.10.2007

Haikutter sitzt in Bremerhaven fest

Bremerhaven-Fischereihafen, Land Bremen / DE, 23.10.07 - Während einer Probefahrt am Nachmittag des 22.10. geriet der ehemalige Haikutter "Hansine" vermutlich aufgrund eines Navigationsfehlers im Bremerhavener Fischereihafen II außerhalb des betonnten Fahrwassers auf Grund. Der Schiffsführer hatte den knapp 20 Meter (LüA. 18,90 m) langen Kutter zuvor mit Hilfe seiner Frau und eines weiteren Helfers von Dänemark nach Bremerhaven überführt und am 21.10. im Fischereihafen festgemacht. Ein erster Versuch am frühen Abend, das Schiff freizuschleppen, schlug fehl. Nun wird am 23.10. ein weiterer Versuch gestartet, das Schiff freizubekommen. Die durchgehende Schifffahrt wird nicht behindert. Die Beamten der Wasserschutzpolizeiinspektion Bremerhaven sowie der Polizei Bremen ermitteln noch die genaueren Umstände der Strandung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2007

Kutter im Snohomish River gestrandet

Everett, Washington, USA, 23.10.07 - Am 21.10. um 19 Uhr lief der Kutter "New Queen" nahe der Mündung des Snohomish River auf Grund. Die Besatzung verständigte die Coast Guard um 4 Uhr morgens am 22.10. Ein Berger wartete auf hohes Wasser, um das Schiff flottzumachen, während Vertreter des State Department of Ecology und der Coast Guard vor Ort waren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2007

Mann entkam bei Rettungsversuch knapp dem eigenen Tod

Antioch, Kalifornien, USA, 22.10.07 - Ein Feuer zerstörte am 22.10. ein Sportboot östlich der Antioch Marina. Um 11.44 Uhr wurde das Feuer auf dem 28 Fuß langen Kabinenkreuzer "Carvin" gemeldet, der auf dem San Joaquin River 100 Fuß vom Ufer entfernt in Flammen stand. Es gelang, das Feuer um 12.22 Uhr zu löschen. Zuvor war ein Mann, wohl ein Bekannter des Eigners, zu dem Boot hingeschwommen und hatte versucht, an Bord zu kommen. Als er das Boot erreichte, kam es plötzlich zu einem größeren Flammenausbruch, sodass er forttauchen musste. Als er zum Ufer zurück schwamm, explodierten Propangastanks an Bord. Der Mann kämpfte um sein Leben. Eine Frau sprang ebenfalls ins Wasser und zog ihn an Land. Wie sich herausstellte, hatte sich das Boot von einer Holzpier losgerissen und war herrenlos. Es brannte bis zur Wassserlinie herunter. Das Wrack wurde dann abgeschleppt. Der Eigner sagte, er habe eventuell eine brennende Kerze vergessen, als er das Boot mit einem Dinghi verließ. Er hatte es erst einige Wochen zuvor erworben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2007

Hubschrauber rettete Fischer vom Kiel ihres Bootes

Port Mansfield, Texas, USA, 22.10.07 - Die U.S. Coast Guard rettete am 22.10. zwei Fischer, deren Boot gegen 11 Uhr in einer Schlechtwetterfront im Port Mansfield Channel gekentert war. Die Coast Guard Air Station Corpus Christi schickte einen HH-65C Dolphin Helikopter zur Rettung. Als er eintraf, standen beide Fischer auf dem Kiel ihres Bootes. Sie wurden bei starkem Wind aufgewinscht und ins Valley Baptist Medical Center-Harlingen geflogen. Beide Geretteten waren stabil. Das Boot wurde später auf den Strand von South Padre Island getrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2007

Autopilot setzte Kutter auf Strand

Vilano Beach, St. Johns, Florida, USA, 22.10.07 - Am Morgen des 22.10. trieb der in Jacksonville beheimatete, 45 Fuß lange Kutter "Miss Linda" auf den Strand von Vilano Beach. Offenbar hatte der Skipper den Autopiloten aktiviert und war dann eingeschlafen. Das Schiff grub sich bei Ebbe in den Sand. Es sollte bei Flut wieder flottgemacht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2007

Die Rettung aus der Luftblase

New York / USA, 22.10.07 - Ein Fischer überlebte das Kentern eines 24-foot Baha-Bootes in New York eineinhalb Stunden in einer Luftblase in der Kajüte. Eine weitere Person war über Bord geschleudert und von einem Partyboot gerettet worden, dessen Skipper die Polizei verständigte. Zwei Mann kamen ums Leben. Einer war kurz nach dem Kentern von der starken Strömung in eine andere Abteilung des Bootes gezogen worden und ertrank. Das Sportfischerboot war, wie berichtet, am späten Samstagabend (20.10.), 6 Meilen südlich der Verrazano Bridge im Ambrose Channel mit der Schlepptrosse der "Melvin Lemmerhirt" kollidiert und gekentert.
Ein Polizeitaucher, der sich seinen Weg durch herabhängende Netze und andere Hindernisse unter das Boot gebahnt hatte, schilderte die Rettung des Eingeschlossenen so: "Auf einmal kam eine Hand herab und packte meine Schulter, was ich zweifellos nicht unter Wasser in der Dunkelheit erwartete. Mir wurde klar, wir hatten einen Überlebenden gefunden". Der andere Eingeschlossene war beim Warten im kalten Wasser in der Dunkelheit einem Herzinfarkt erlegen. Der Überlebende war gleichzeitig erleichtert wie auch einer Panik nahe, als er gefunden wurde. Er hielt immer noch den Toten, damit er nicht von der Strömung davongetragen wurde. Der Taucher zog sich in die Luftblase und begann mit dem zitternden Mann zu reden: "Hör zu, entspann dich und bleibe ruhig. Wir haben eine ganze Menge Leute draußen, die dich nach Hause bringen werden". Es war sehr dunkel und die See rau, schilderte ein Pilot, der die Polizeitaucher vor Ort gebracht hatte, die Lage. Die ersten zwei Taucher fanden zunächst eine Leiche. Ein Rettungsboot der NYPD kam wenig später und setzte zwei weitere Taucher in der 3-5 Fuß hohen See ab. Sie retteten den Überlebenden "Steven Jackson" und bargen dann den Toten, stets der Gefahr gegenwärtig, dass das Boot ganz sinken könnte. "Um ehrlich zu sein", sagte ein Taucher zum Überlebenden , "ich hatte nicht erwartet, dich hier drin zu finden. Bist du fertig?" Jackson sagte: "Lass uns bloß gehen".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2007
Info: siehe Bericht auch vom 22.10.2007

"Ethie"-Überlebende aus Posttasche gestorben

St. John’s, Newfoundland and Labrador, Canada, 22.10.07 - Die Überlebende der "Ethie"-Strandung, die in Neufundland 1919 in dicke Decken gehüllt als Baby in einer Posttasche an Land gebracht wurde, ist jetzt gestorben. Hilda Menchions war am 22.6.1918 geboren worden und 18 Monate alt, als die SS "Ethie" der Reid Co zwischen Bonne Bay und Battle Harbour auf Grund gesetzt wurde, nachdem sie am 10.12.1919 in einen schweren Blizzard geraten war. Das Schiff war stark vereist, und ein junger Mann gab dem Kapitän einen Tipp, wo er die "Ethie" auf einen Sandstrand aufsetzen konnte. 30 Meter davor kam sie auf einem Riff fest. Die Crew brachte eine Leine mit einem Bootsmannsstuhl an Land aus, an der alle Passagiere übergesetzt wurden. Die Mutter von Hilda Menchions sorgte erst dafür, dass der Großvater des Babys an Land kam, um die Tasche entgegenzunehmen. Dann schwebte das kleine Kind in einer Posttasche über die kochende See in Sicherheit, anschließend folgte die Mutter. Später wurde Menchions Lehrerin.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2007

Binnenschiff riss sich bei Voerde los

Voerde, Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen / DE, 21.10.07 - Am 21.10. gegen 13.25 Uhr trieb ein niederländisches Binnenschiff führerlos nahe Voerde auf dem Wesel-Datteln-Kanal bei Kilometer 1,85. Es gelang, das Fahrzeug zunächst zu sichern, bis es von einem Boot des Wasser- und Schifffahrtsamts zu einer 900 Meter entfernten Liegestelle verholt werden konnte. Beamte der Wasserschutzpolizei Dorsten stellten fest, dass drei Festmacher und drei Antennen auf dem Ruderhaus beschädigt waren. Weitere Ermittlungen ergaben, dass die Besatzung das Schiff am 19.10. gegen 19:45 Uhr, verlassen hatte. Vermutlich hatte der Sog eines zu schnell vorbeifahrendes Fahrzeugs das Schiff von seinen Moorings los gerissen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.10.2007

Wieder Kollision vor Thessaloniki

Thessaloniki, Zentralmakedonien / Griechenland, 22.10.07 - Neuerliches Unglück in Nordgriechenland: Der bulgarische Frachter "Geo Milev" kollidierte am Morgen des 21.10. mit der unter Panama-Flagge registrierten "Helena" drei Meilen vor Thessaloniki. Beide Schiffe wurden beschädigt, waren aber nicht in Gefahr, zu sinken. Binnen 10 Tagen ist es damit zu drei Kollisionen vor dem griechischen Hafen gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Fähre rammte Pier

Hyannis, Barnstable, Massachusetts / USA, 22.10.07 - Am 21.10. um 18.15 Uhr kollidierte die Fähre "Great Point" mit einer Pier in Hyannis Harbor, Massachusetts, und anschließend mit einem dort vertäuten Kutter. Ein 41-Fuß-Boot der Küstenwachstation Woods Hole. Die "Great Point" hatte 100 Fahrgäste an Bord. Sie wurde nur leicht beschädigt. Die Pier wurde auf 10 Fuß Länge erheblich beschädigt, der Kutter trug keine Schäden davon. Die Fähre, die der Hy-Line Harbor Tours gehört, lief nach Hyannis von Nantucket kommend ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Ein Toter bei Sportbootkollision

Charleston, South Carolina, USA, 22.10.07 - Ein Sportfischerboot, das mit 55 Meilen Geschwindigkeit auf dem Cooper River unterwegs war, rammte am 21.10. ein Aluminiumboot. Dessen zwei Insassen wurden bei der Kollision um 13.30 Uhr ins Wasser geschleudert und landeten nahe der Rice Hope Plantage. Eine Frau wurde rasch gerettet, doch der Mann blieb vermisst. Nachdem Taucher einige Wrackteile fanden, konnte das Suchgebiet eingegrenzt und der Körper des Vermissten in ungefähr 25 Fuß Wassertiefe entdeckt werden. Die 20 Fuß lange "Stratus" landete im Schlamm. Dessen Skipper war unmittelbar nach dem ins Wasser gesprungen, um die Verunglückten zu retten. Rettungsdienst, Coast Guard, das Department of Natural Resources und das Pimlico Fire Department waren im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Kutter binnen weniger Stunden zweimal rettender Engel

New Jersey / USA, 22.10.07 - Als das 24 Fuß lange Sportboot "Baja" mit der Trosse des Schleppers "Melvin Lemmerhirt", der eine Barge mit Baggergut durch den Ambrose Channel nach Sandy Hook zog, rammte, kenterte es. Zwei Mann kamen ums Leben, zwei andere, darunter der Skipper, wurden gerettet. Das Unglück ereignete sich am 20.10. um 22.54 Uhr in der Lower New York Bay. Eine Person wurde kurz nach der Kollision von dem Kutter "Captain Dave" aus Sheepshead Bay gerettet und einem Küstenwachboot übergeben. Ein anderer wurde durch Taucher der Polizei gerettet und per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Rettungsboote der Coast Guard Stationen New York und Sandy Hook waren Minuten nach der Kollision vor Ort, die Polizei schickte zwei Hubschrauber. Drei Bootsfahrer waren nach der Kenterung unter dem Boot eingeschlossen und wurden von Polizeitauchern hervorgezogen. Nach rund einer Stunde im kalten Wasser war aber nur noch einer am Leben gewesen.
Zuerst hatte das Sportangelboot versucht, vor dem Bug des Schleppers zu passieren, dann fiel es zurück und geriet zwischen Schlepper und Anhang. Das Funkgerät an Bord war ausgestellt, sodass der Versuch des Schlepperkapitäns, Kontakt herzustellen, fehlschlug. Der Kapitän beleuchtete daraufhin die Schlepptrosse, doch offenbar übersah dies der Skipper der "Baja" und geriet darunter, sodass das Boot kenterte. Der Schlepper sandte sofort einen Notruf aus. Der Skipper der "Sea Queen VII" hörte ihn, war selbst aber zu weit entfernt und verständigte die "Captain Dave". Deren Kapitän hatte den Schleppzug vor der Kollision bereits gesehen und hörte, wie er Signale gab. Dann stoppte er auf einmal. Zuerst dachte der Kapitän, dies geschehe, um die Trosse zu verkürzen, doch dann entdeckte er das gekenterte Boot. Wenig später zog er einen Mann aus dem Wasser.
Stunden später, um 14 Uhr des 20.10., war er schon wieder an einer Rettung beteiligt, diesmal galt sie einem seit sechseinhalb Stunden an seinem Surfbrett geklammerten Surfer.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Crew von gesunkenem Kutter gerettet

Wick, County Caithness, Schottland / UK, 21.10.07 - Drei Männer wurden am 21.10. von ihrem sinkenden, 60 Fuß langen Kutter "Prolific" aus Wick vor der Nordostküste von Schottland gerettet. Das Schiff hatte um 7.10 Uhr Notrufe gesendet, dass es zehn Meilen östlich von Wick Wasser mache. Als das Wick -Rettungsboot eintraf, befanden sich die Fischer bereits in der Rettungsinsel, aus der sie sicher geborgen wurden. Auch ein Rettungshubschrauber der RAF Lossiemouth stieg auf, konnte aber nichts mehr ausrichten. Der Kutter sank kurz nach der Bergungsaktion durch das Rettungsboot.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Gerettete und vermisste Bootsfahrer

Houston, Texas, USA, 21.10.07 - Am 20.10. rettete die US-Coast Guard die Crew eines sinkenden Segelbootes im Houston Ship Channel. Das 30 Fuß lange Boot hatte um 19.14 Uhr Notrufe von einer Position zwei Meilen südlich von Red Fish Island gesendet. Die Coast Guard Houston/Galveston schickte ein Boot, das die zwei Mann abbarg und später einem Bergungsschiff unversehrt übergab.
Port Arthur, Texas / USA, 20.10.07 - Im Sabine Lake nahe Port Arthur, Texas, suchte die Küstenwache nach einem Vermissten. Um 16.45 Uhr war der Untergang eines Bootes Pleasure Island gemeldet worden, der Versuch, einen Funkkontakt herzustellen, schlug fehl. Die Coast Guard Station Sabine schickte ein Boot und konnte zwei Mann von dem gekenterten Schiff retten und zur medizinischen Betreuung zur Pleasure Island Marina bringen. Dann suchte sie nach einem weiteren vermissten Mann. Dabei wurde sie unterstützt durch eine Helikoptercrew der Guard Air Station Houston, der Polizei von Port Arthur, Feuerwehr und Angehörigen der Texas Parks and Wildlife.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Weitere Zwischenfälle auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 21.10.07 - Neben der Kollision bei Kudensee kam es auf dem Nord-Ostsee-Kanal am Wochenende zu weiteren Zwischenfällen: Am 21.10. um 10.45 Uhr ist in der neuen Nordschleuse in Brunsbüttel beim Festmachen des Containerfrachters "OOCL Nevskiy", ca. 9000 BRZ, die Vorspring gerissen. Ein Ende ist in die Tür eines Stores neben dem Schleusenmeisterausguck geschnellt. Es wurde aber niemand verletzt. Nach der Protokollierung konnte das Schiff seine Fahrt zur Ostsee fortsetzen.
Am 18.10. hat der Autotransporter "Nobleza", ca. 29000 BRZ, beim Einlaufen in die neue Südschleuse in Brunsbüttel mit dem Heck die Mauer der Schleuse gerammt und nach oben gedrückt..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Nach vermissten Kutter-Kapitän wird weiter gesucht

Bud, Møre og Romsdal / Norwegen, 21.10.07 - Am 21.10. wurde die Suche nach dem weiterhin vermissten Kapitän des vom Tanker "Doris" gerammten Kutters "Skarbak" vor Norwegen wieder aufgenommen. Am Morgen begann die "Platou", die mit einem ROV und Unterwasserkameras ausgerüstet ist, mit der Suchaktion an der Unglücksstelle, an der das Meer 200 Meter tief ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Drei Tote bei Kenterung von Touristenboot

Ubolrat Staudamm, Khon Kaen Province / Thailand, 21.10.07 - Drei Touristen wurden vermisst, sechs weitere verletzt, als in Nordwestreservoir des Ubolrat Staudamms am Abend des 20.10. ein Boot kenterte. Das Touristenboot hatte neun Fahrgäste an Bord. Das Wetter war zum Unglückszeitpunkt stürmisch.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Havaristen müssen nach Kollision bei Kudensee in die Werft

Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 20.10.07 - Nach seiner Kollision mit der "Sormovskiy 45" wurde am Südkai in Brunsbüttel ein Fahrverbot durch die Seeberufsgenossenschaft über den unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Frachter "Rika" (erbaut 1978 J.J. Sietas, Hamburg, 1925 BRZ, ex-Namen: "Hanni" "G.H. Ehler"; IMO-No.: 7724564; Länge 75,21 Meter, Breite 12, 8 Meter, Tiefgang 5,8 Meter, Eigner: Thielen KG, Deutschland) verhängt. Das Schiff, dessen Rumpf und Ladung an mehreren Stellen beschädigt wurde, muss vor der Weiterfahrt nach Wicklow in eine Werft.
Dasselbe gilt für die 110 Meter lange "Sormovskiy 45", 2478 BRZ, die mit mehreren Rissen im Bug im Kieler Nordhafen festmachte. Sie war unterwegs nach Kolding. Auslöser des Unglücks war ein Maschinenblackout der "Rika", der sie manövrierunfähig vor den Bug des russischen Frachters treiben ließ.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Kutter-Skipper stand bei tödlichem Unfall unter Drogen

Portland, Oregon, USA, 20.10.07 - Der Skipper des Kutters, der im Januar 2007 in die Tillamook Mole (Oregon) krachte, wobei ein Mann starb, wird der Tötung beschuldigt. Er stand unter dem Einfluss von Methamphetaminen, als die 58 Fuß lange "Starrigavan" am 25.1. mit 5000 Pfund Krabben an Bord die Tillamook Bay kreuzte. Sie wurde von einer Welle getroffen und geriet ins Rollen. Dies wiederholte sich zwei Mal, ehe das Stahlschiff in die Felsen fuhr.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Sportboot rammte Brücke - eine Tote

Sydney, New South Wales / Australien, 20.10.07 - Überhöhte Geschwindigkeit spielte wohl eine Rolle, als am 20.10. ein 5-Meter-Boot in Südsydney einen Pylon der Captain Cook Bridge auf dem Georges River bei Sans Souci, rammte. Dabei kam eine Frau ums Leben, ein Mann wurde gerettet. Das Boot, das sank, sollte am 21.10. gehoben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Zwei Mann von havarierter Yacht geborgen

Elizabeth City, North Carolina / USA, 20.10.07 - Am 19.10. rettete ein HH-60 Jayhawk Helikopter aus Elizabeth City zwei Bootsfahrer im Pamlico Sound vor der Küste von North Carolina. Sie wurden um 21:08 Uhr von einer Yacht aufgewinscht, die leckgeschlagen und in der Wysocking Bay auf Grund gelaufen war. Die Männer wurden zur Air Station Elizabeth City geflogen. Auch ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard Station Hatteras Inlet war im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Yacht trieb leer in der See

St. Petersburg, Florida / USA, 19.10.07 - Am 18.10. startete die Coast Guard eine Suchaktion nach einem Segler aus Maryville, Tennessee, dessen 37 Fuß lange Yacht "Tranquility" am Vortag 65 Meilen westlich von Johns Pass, Florida, beschädigt in der See treibend gefunden worden war. Die Küstenwache St. Petersburg war um 15.15 von dem Fund durch die "Sundancer" informiert worden. Die Yacht habe aufgegeben und mit gebrochener Reling in der See getrieben. Die Küstenwache erlaubte der "Sundancer", das Schiff zu untersuchen. Es wurde festgestellt, das der letzte Logbucheintrag vom 15.10. stammte, als der Skipper ankern wollte. Er war auf dem Weg von Panama City nach Tampa. Die Suchaktion wurde durch zwei HH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Clearwater und den Coast Guard Cutter "Hawk" sowie eine AC 130 Hercules der Air Station Clearwater durchgeführt. Die Yacht wurde eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

U-Bootwrack verliert Öl

Stockholm / Schweden, 19.10.07 - Vor der schwedischen Küste verliert das Wrack eines U-Bootes aus dem 2. Weltkrieg Öl. Das deutsche Boot, eines von 249 registrierten Wracks vor der schwedischen Westküste, sank 1945. Ein Fischer entdeckte nun Ölflecken auf dem Wasser. Das Boot liegt in einer Tiefe von 65 Metern und hatte 113 Tonnen Dieselöl an Bord, als es sank. Außerdem birgt es Batteriesäure. Eine Bergung des Öls ist aber wegen nicht explodierter Torpedos im Boot unwahrscheinlich.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Suche nach vermissten Fischern

San Juan / Puerto Rico, 18.10.07 - Am 17.10. startete die US Coast Guard und die Polizei von Puerto Rico eine Suchaktion nach zwei seit dem 15.10. überfälligen Fischern aus Aguadilla, Puerto Rico. Sie hatten Crash Boat Beach, Aguadilla mit der 20 Fuß langen "Eduardoño" mit Ziel Pichincho oder Los Rabos, rund sechs Meilen westlich von Aguadilla verlassen. Das Boot hat einen 90-PS-Motor. Nachdem sie an diesem Tag nicht, wie erwartet um 17 Uhr zurückgekehrt waren, suchten HH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Borinquen, Aguadilla, ein HU-25 Falcon Jet der Air Station Cape Cod, eine HC-130 Hercules der Air Station Clearwater und der Coast Guard Cutter "Sapelo" aus San Juan nach den Vermissten. In fünf Suchpatterns wurden danach 1751 Quadratmeilen durchkämmt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Suche nach vermisstem Einhandsegler

Honolulu, Hawaii / USA, 17.10.07 - Am 17.10. suchten Lufteinheiten der Coast Guard Air Station Barbers Point nach einem Vermissten 30 Meilen westlich von Oahu. Seine 25 Fuß lange Yacht "H20 IQ" war leer und beschädigt 30 Meilen westlich von Waianae treibend durch einen Coast Guard Helikopter um 9.30 Uhr entdeckt worden. Ein Rettungsschwimmer wurde abgesetzt und untersuchte das Boot. Er stellte fest, dass eine Signalrakete fehlte. Der Coast Guard Cutter "Kiska" schleppte das Boot zur Pier des Coast Guard Integrated Support Command Honolulu.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Verlassener Tanker sank in Lagos

Apapa, Lagos Island / Nigeria, 17.10.07 - Der Tanker "Efunya" sank am vergangenen Wochenende in Apapa in Lagos, nachdem er länge Zeit verlassen vor sich hin rostete. Weil das Wrack abtreiben und andere Schiffe gefährden könnte, soll es geräumt werden. Die unter nigerianischer Flagge registrierte "Efunya" war von der Marine wegen illegalen Bunkerns aufgebracht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Barge brach auf Felsen auseinander

Hebron, Newfoundland and Labrador / Canada, 11.10.07 - Am 8.10. riss sich die Barge "McNally Olympic" vom Schlepper "Jerry Newberry" los und trieb 10 Kilometer südwestlich von Hebron Labrador auf Felsen. Die mit Öl und Ölresten beladene Barge kam von Deception Bay und war in 15-20 Fuß hohen Seen ins Treiben geraten. Sie brach auseinander und ist ein Totalverlust.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.10.2007

Unbekannte lösen Taue eines Museumsschiffs

Basel / Schweiz, 21.10.07 - Am Sonntag, 21. Oktober, gegen 5.30 Uhr, löste eine unbekannte Täterschaft die Schiffstaue des Museumsschiffs MS Vlotburg, welches vertäut am St. Johanns-Rheinweg vor Anker lag. Glücklicherweise wurde das Rheinschiff, auf welchem sich zwei Personen und zwei Pferde befanden, von der Strömung nicht abgetrieben.
Dank der schnellen Reaktion der Besatzung konnte ein Unglück verhindert werden. Erste Ermittlungen des Kriminalkommissariates ergaben, dass sich Unbekannte unbefugterweise Zutritt auf das Schiffsdeck verschafft, die Stromversorgung unterbrochen und drei der vier Taue (Seite Steuerbord) gelöst hatten.
Daraufhin trieb das Schiff vom Ufer weg und wurde nur noch durch das Bugseil zurückgehalten. Die Besatzung wurde zufälligerweise durch ihren Hund geweckt, welcher offensichtlich aufgeschreckt worden war. Daraufhin hielt sie Nachschau und es gelang ihr, dass Schiff, welches bereits teilweise quer auf dem Rhein lag, noch rechtzeitig an Land zu manövrieren. Das Kriminalkommissariat in Basel sucht zeugen.
Quelle: Kriminalkommissariat Basel vom 21.10.2007
Info: Das aus den Niederlanden stammende, 50 Meter lange Wandermuseum erscheint wie eine Burg auf dem Wasser und zeigt in seinem Inneren, welche Gewänder man im Hochmittelalter trug, welches Essen man zu sich nahm und wie es hergestellt wurde.

Kollision im Nord-Ostsee-Kanal

Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 20.10.07 - Am 20.10. um kurz nach 15 Uhr kollidierten die beiden Frachter "Sormovskiy 45" und die "Rika" auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Kanalkilometer 10 bei Kudensee. Die "Rika" hatte einen Blackout in der Ruderanlage erlitten, beide Schiffe gingen durch den Zusammenstoß quer in de Böschung. Die "Sormovskiy 45" konnte sich selber befreien und die Fahrt bis Kiel-Holtenau fortsetzen.
Die "Rika" musste mit Schlagseite von den beiden Schleppern "Bugsier 11" und "Bugsier 15" an den Haken genommen und nach Brunsbüttel geschleppt werden. Sie war an Steuerbordseite kurz vor dem Maschinenraum aufgerissen, und auch das Vorschiff war eingedrückt. Es wurden keine Personen verletzt und es wurde kein Wassereinbruch und auch keine Gewässerverunreinigung festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Feuer auf Fahrgastschiff vor Sylt

Hörnum (Sylt), Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein / DE, 20.10.2007 - Am 20.10. um 11:06 Uhr brach rund 2 Meilen südwestlich von Hörnum-Odde vor der Insel Sylt ein Feuer im Maschinenraum des Fahrgastschiffes "Adler VI" (IMO-No: 7904906 aus. Beim Versuch, das Feuer zu löschen, erlitt der Kapitän eine Rauchgasvergiftung. Die 10 Passagiere wurden durch die "Adler Express" abgeborgen. Ein Feuerlöschtrupp wurde durch den Sylter Seenotrettungskreuzer "Minden" an Bord gebracht, das Feuer gelöscht und das manövrierunfähige Schiff zurück in den Hafen von Hörnum geschleppt. Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Husum ergaben einen technischen Defekt am Hilfsdiesel als Brandursache.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Neun Tote bei Bootsunglück befürchtet

Hyderabad, Bundesstaat Andhra Pradesh / Indien, 20.10.07 - Eine Person kam um und acht Menschen, alles Frauen und Kinder, wurden vermisst, nachdem ein Boot am 20.10. im Fluss Ogeru nahe Annavaram in Andhra Pradesh's Guntur Distrikt kenterte. Die Landarbeiter wollten den Fluss auf dem Weg zur Arbeitssuche in einem nahen Ort queren. Drei Personen konnten sich retten. Schwere Regenfälle behinderten die Rettungsarbeiten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Fähre rammte Anleger in Travemünde

Lübeck-Travemünde, Schleswig-Holstein / DE, 19.10.07 - Die finnische RoRo-Fähre "Finnmaid" kollidierte am Abend des 19.10. auf der Trave mit einem Anleger in Lübeck-Travemünde. Nach dem Zusammenstoß lag sie vor ihrem Anleger fest und wartete auf Schlepperhilfe, damit sie wieder festmachen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Schlepper schlug quer und sank

Rotterdam, Südholland / Niederlande, 19.10.07 - Ein Kapitän aus Dordrecht wurde am 19.10. aus dem Wasser gerettet, nachdem sein Schiff gesunken war. Ein Kümo hatte den Schlepper nahe einer Werft in Oostdijk zum Untergang gebracht. Das achtere Schleppschiff war dwars zu liegen gekommen und hatte begonnen, Wasser zu machen. Der andere Schlepper sowie das Kümo kamen zu Hilfe und zogen den Schiffer aus dem Wasser. Er wurde mit Unterkühlungen ins Krankenhaus Rotterdam-Süd gebracht. Die Seehafenpolizei leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Tanker mit Fischöl gestrandet

Haugesund / Norwegen, 20.10.07 - Der unter Bahamasflagge registrierte Tanker "West Stream", 1834 BRZ (Eigner: Vestland Marine, Länge 80 Meter, Breite 13 Meter), lief in der Nacht zum 20.10. vor der westnorwegischen Küste auf Grund. Er hatte 1300 Tonnen Fischöl geladen. Der Doppelhüllenrumpf blieb intakt. Bei der Strandung waren beide Kapitäne und der 3. Steuermann auf Wache. Das Schiff kam um 2.39 Uhr nordwestlich von Vibrandsøy nahe Haugesund fest. Es lag mit leichter Backbordschlagseite zwischen hoch aufragenden Felsen. Es war zu diesem Zeitpunkt unterwegs gewesen von Island über Vesterålen nach Karmsundet und wollte nach kurzem Stop nach Husøy weiterlaufen. Die achtköpfige litauische Crew blieb unversehrt. Drogentests verliefen negativ. Taucher untersuchten den Rumpf. Zwei Schleppern der Reederei Østensjø gelang es gegen 17 Uhr, den Tanker wieder flottzumachen. Er nahm mit eigener Kraft Kurs auf Garpaskjærskai in Vibrandsøy.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Kapitän der "Diamond 1" im Maschinenraum gefunden

Thessaloniki, Zentralmakedonien / Griechenland, 20.10.07 - Griechische Taucher fanden am Nachmittag des 19.10. die Leiche des seit dem Untergang des Frachters "Diamond 1" am 17.10. vermissten zypriotischen Kapitän im Aufgang des Maschinenraums. Das Wrack liegt knapp zwei Kilometer vor Thessaloniki. Bereits am 12.10. war nahe Thessaloniki eine Fähre mit einem Kutter 23 Kilometer vor der Küste kollidiert. Die sechs Fischer wie auch die 143 Passagiere blieben unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Terminplan für "MSC Napoli" vorgelegt

Devon Coast, England / UK, 20.10.07 - Es wird nach Angaben des Bergungsteams vom 19.10. ein halbes Jahr dauern, die Reste der "MSC Napoli" vor Devon zu beseitigen. Schneidegerät wird aus La Rochelle herangebracht. Die Arbeiten sollen im November beginnen und ungefähr zwei Monate dauern. Wenn das Gewicht des Achterschiffs auf 4000 Tonnen reduziert ist, soll es auf eine Barge gehoben und zum Abwracken gebracht werden. Dies könnte je nach Wetterlage Ende März stattfinden und 12 Tage dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Wassereinbruch auf Schwergutfrachter

Mokpho / Südkorea, 20.10.07 - Der von Sapporo Shipping, Vladivostok gemanagte, 1979 erbaute Schwergutfrachter "Almira G" erlitt auf 34.47 N 125.31 O, 50 Meilen westlich von Mokpho, Südkorea, Wassereinbruch im Frachtraum durch Risse im Rumpf. Die koreanische Küstenwache rettete die Crew mit zwei Booten. Bergungsschlepper sollten versuchen, den Frachter in den nächsten Hafen zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Rätsel des Ankerwracks gelöst?

Charleston, South Carolina / USA, 20.10.07 - Eines der größten maritimen Rätsel von Lowcountry scheint gelöst. Die Spanten eines Wracks waren lange Zeit nur als Ankerwrack bekannt. Sie liegen in 100 Fuß Tiefe in der Bulls Bay und zogen Taucher und Fischer an. In den Chroniken von Charleston fand sich aber kein passender Schiffsverlust aus dem 19. Jahrhundert. Die Wrackreste aus zwei großen Kesseln und drei Ankern achterlich des Bugs gaben auch keinen Aufschluss. Eine alte Zeitungsgeschichte brachte nun die Lösung. Ein Taucher aus Florida las über das Wrack des norwegischen Dampfers "Leif Eriksson" vor Cape Romain in Florida vor einem Jahrhundert. Mike Barnett, der bereits die "Andrea Doria", die USS "Monitor"-Untergangsstelle und das Schwesterschiff der "Titanic", die "Britannic", betauchte, lebte Jahre lang in der Region.
1905, so las er nun, zog ein schwerer Sturm über die Region. Am 4.2. stand 30 Meilen nordöstlich von Charleston der 274 Fuß lange norwegische Dampfer "Leif Eriksson", an Bord 22 Mann Besatzung. Er dampfte von Kuba kommend blind durch den Eissturm. Das Schiff war mit Zucker im Wert von 250,000 Dollar unterwegs von Matanzas nach Philadelphia. Im Nebel kam es dann zur Kollision mit der "City of Everett". Dieses Schiff der Standard Oil war 1894 erbaut worden, fünf Jahre nach der "Leif Eriksson". Es hatte als erstes amerikanisches Dampfschiff den Suezkanal passiert und die Welt umrundet. Sie war jetzt auf Südkurs von New York kommend unterwegs nach Sabine Pass, Texas, um eine Ladung Öl aufzunehmen. Der zigarrenförmige Bug der "City of Everett" bohrte sich in den Norweger, weil die Schiffe sich in Sturm und Nebel nicht wahrnehmen konnten. Der Rumpf der "Leif Eriksson" wurde aufgerissen, die Besatzung versuchte in Panik die zwei Rettungsboote abzufieren. In der Konfusion wurden zwei Mann und ein Boot verloren. Weniger als 10 Minuten nach der Kollision war der Frachter gesunken. Die "City of Everett" war ebenfalls zu schwer beschädigt, um nach Texas weiterfahren zu können. Doch statt in Charleston einzulaufen und den Unfall zu melden, drehte der Kapitän und lief mit den 20 Geretteten des Frachters New York an. Fünf Tage danach ging sie dort ins Trockendock. Weil die Telegrafendrähte unter Schnee und Eis gerissen waren, kam die Nachricht nie nach Charleston. Das Wrack, das 1889 mehr als 200,000 Dollar gekostet hatte, wurde für fünf Dollar an eine Bergungsfirma verkauft. Sie hielt eine Bergung für eine leichte Sache, doch offenbar kam es nie dazu, und das Schiff geriet in Vergessenheit. Ein Taucher, der viel Zeit am Wrack vor dem Hafen verbrachte, konnte als einziges Indiz ein Ventil mit Aufschrift Göteborg bergen. Dies allein reichte nicht als Beweis. Doch als er in Museen in Norwegen forschte, fand er ein Bild der "Leif Eriksson". Einige Dinge kamen ihm sehr bekannt vor. Sollte dies die Lösung des Rätsels des Ankerwracks sein? Er ist sich zu 99 Prozent sicher.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Hubschrauber rettete Schiffbrüchigen aus Meer

Miami, Florida / USA, 19.10.07 - Am 19.10. rettete ein Helikopter der U.S. Coast Guard den Skipper eines sinkenden, 21 Fuß langen Sportbootes drei Meilen vor Key Biscayne. Der Mann hatte um 9:30 Uhr Notrufe gesendet, nachdem sein Boot leckgeschlagen war. Als der Hubschrauber eintraf, trieb der Mann mit Schwimmweste im Meer, von seinem Boot ragte nur noch der Bug aus dem Wasser. Der Schiffbrüchige wurde aufgewinscht und zum Opa-locka Executive Airport geflogen. Er war in guter Verfassung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

"Adele" hatte Bauch voll Wasser

Berlin / DE, 19.10.07 - Der Wassereinbruch im Berliner Ausflugsschiff "Adele" war ernster als zunächst angenommen. Die 30 Menschen an Bord waren an der Liebknecht-Brücke in Berlin-Mitte in Sicherheit gebracht worden, nachdem der Maschinenraum vollgelaufen war. Die Polizei gab an, es sei eine «ganze Menge Wasser» in das Schiff gelaufen. Ursache des Unfalls am späten Nachmittag des 18.10. war vermutlich eine defekte Keramikdichtung. Die alarmierte Feuerwehr und Techniker der zuständigen Reederei mussten das Schiff mit mobilen Pumpen lenzen. Das Schiff wurde dann in Begleitung der Wasserschutzpolizei zu einer Werft am Rummelsburger See geschleppt. Die "Adele" wurde 2004 bei der Bolle Werft GmbH in Derben erbaut für die Berliner Wassertaxi-Stadtrundfahrten. Sie ist 26,23 Meter lang und 5,08 Meter breit. Das Schiff ist für 120 Passagiere zugelassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Bulker trieb im Puget Sound

Seattle, Washington / USA, 19.10.07 - 13 Schiffe rissen sich bei starkem Wind am 18.10. von ihren Moorings im Puget Sound los. Der Bulkcarrier "Nurten Ana" trieb mit schleifendem Anker in der Commencement Bay. Die Küstenwache schickte einen Schlepper, denn der Propeller der "Nurten Ana" war durch Holz und Trümmer blockiert, sodass die Crew die Drift ihres Schiffes nicht stoppen konnte. Die "Wendell Foss" hielt mit einer Schlepptrosse den Frachter so lange auf Position, bis die Schraube klariert war und das Schiff vor Anker gelegt werden konnte. Das Schiff musste sich auf Anweisung der Küstenwache einer Unterwasserinspektion unterziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Handymanie verursachte Fähruntergang

Jakarta / Indonesien, 19.10.07 - Bei dem Untergang der indonesischen Fähre "Acita 3" am Abend des 18.10. vor Bau Bau, Buton, sind offenbar 60 Menschen ums Leben gekommen. Die mit fast 200 Passagieren völlig überladene Fähre war auf dem Weg von der Insel Sulawesi nach Buton gewesen. Der Untergang wurde dadurch verursacht, dass viele Passagiere gleichzeitig aufs obere Deck gingen, um ihre Angehörigen per Handy über die baldige Ankunft zu informieren. Dadurch war das Schiff, das offiziell nur über eine Kapazität von 90 Passagieren verfügte, instabil geworden und gekentert. Bis zum 20.10. wurden 31 Leichen geborgen, drei davon im Wrack an diesem Tag. Weitere 29 Menschen galten noch als vermisst. Die Küste wurde weiter abgesucht. Die Marine, SAR-Kräfte, Küstenwache und Anlieger beteiligten sich an der Aktion.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Weiteres Opfer der "Seagull Express" gefunden

Mersing, Johor / Malaysia, 19.10.07 - Nach dem Untergang der Fähre "Seagull Express" vor Tampoi, Malaysia, wurde ein fünfter Körper von SAR-Teams geborgen. Zwei weitere Fahrgäste sind noch vermisst. Inzwischen wurde bekannt, dass das Schiff keine Betriebserlaubnis hatte. Nachdem die letzte im März 2006 ausgelaufen war, war sie wegen Sicherheitsmängeln nicht erneuert worden. Die "Seagull Express" der Seagull Express and Accommodation war unterwegs von Mersing zur Insel Tioman, als ein Feuer in der Elektrik des Schiffes im Maschinenraum ausbrach und dann das ganze Schiff erfasste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Trümmer übersäter Strand weiter gesperrt

Amelia Island, Nassau County, Florida / USA, 18.10.07 - Gestrandete Schiffe gibt es häufiger auf den Stränden von Amelia Island, doch ein dermaßen auf Trümmer reduziertes Schiff, wie es die am 12.10. verloren gegangene "Miss Cindy II" darstellt, ist ungewöhnlich. Mächtige Wellen reduzierten den 30 Jahre alten und 66 Fuß langen Kutter aus Mayport in ein Trümmerfeld, das auf das Südende der Insel trieb. Unter dem Treibgut waren Laufschuhe und Spielzeuge, gesplitterte Decksplanken und das komplette Fiberglasdach der Brücke. Wegen Verletzungsgefahr wurde der Strand für unbestimmte Zeit gesperrt. Es ist nicht einfach, Räumgerät an den Strand zu bekommen. Aus den angetriebenen drei Bootstanks wurden 200 Gallonen Ölwassergemisch geborgen, doch der meiste Brennstoff landete in der See, als das Schiff südlich von Georgia aufbrach. Das Boot war auf dem Rückweg nach Mayport von Brunswick, als es in Seenot geriet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Neubau machte sich selbständig

Erigli, Zonguldak / Türkei - Der Neubau "Olivia" riss sich im Hafen von Erigli, Türkei, von den Moorings seiner Bauwerft los und trieb in der Nähe der Werft in flachem Wasser auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.10.2007

Mindestens 30 Tote bei Fährunglück in Indonesien

Jakarta / Indonesien, 19.10.07 - Mindestens 30 Personen ertranken, Dutzende wurden vermisst, nachdem die indonesische Fähre "Acita 03" nahe Bau Bau in der südöstlichen Sulawesi-Provinz sank. Die meisten der bislang gefundenen Toten waren im Wrack eingeschlossen. Gleichzeitig wurden 125 Überlebende gerettet. Das Schiff war von Wakatobi nach Bau Bau unterwegs gewesen, als sie nur 500 Meter vom Ufer entfernt in der Nacht zum 19.10. in schwerer See unterging. Anwohner und örtliche Fischer hörten die Hilferufe. Die Fähre hatte keine Passagierliste, doch sie war eindeutig überladen, weil statt der zulässigen 35 Personen fast 200 an Bord waren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.10.2007

Feuer auf Frachtschiff

Bremerhaven, Land Bremen / DE, 19.10.07 - In Brand geratene Ölreste im Schweröltank des Frachters "Nirent Iberia" haben gestern Nachmittag die Feuerwehr zum Betriebsgelände der Motorenwerke (MWB) eilen lassen. Die Helfer wurden bei ihrem Eintreffen von der MWB-Brandsicherheitswache auf eine starke Rauchentwicklung auf der Backbordseite des Schiffes hingewiesen. Die MWB-Mitarbeiter hatten bereits mit der Bekämpfung des Brandes begonnen und ihn gelöscht, wie die Feuerwehrleute später feststellten. Zwei Angehörige der Brandsicherheitswache mussten mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.
Die "Nirent Iberia" (ex Cec Apollon, ex Beluga Indication) fährt unter der Flagge von Antigua & Barbuda, ist 134,15 Meter lang und hat eine Breite von 20,40 Meter. Baujahr ist 08.2000 und ist von der Schiffswerft Dalian Shipyard, Dalian, P.R. of China gebaut worden.
Quelle: NZ vom 19.10.2007

Fahrgastschiff in Berlin evakuiert

Berlin / DE, 19.10.07 - 30 Fahrgäste haben am Nachmittag (18.10.) ein Berliner Fahrgastschiff an der Liebknecht-Brücke in Berlin-Mitte verlassen müssen. Der Kapitän hatte bemerkt, dass Wasser in den Motorraum eindrang, wohl wegen defekter Wellendichtung des Motors. Das Schiff konnte in Begleitung der Wasserschutzpolizei in eine Werft in der Rummelsburger Bucht in Alt-Stralau geschleppt werden. Dort soll es repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.10.2007

Hamburger Frachter rettete neun Fischer

Hamburg / DE, 19.10.07 - Neun Fischer aus Kambodscha und Laos wurden am 17.10. von dem Hamburger Containerfrachter "San Clemente" aus dem Golf von Thailand gerettet, kurz bevor ihr Schiff mit dem Heck voran auf Tiefe ging. Sie hatten sich an den aus dem Wasser ragenden, auf einer Luftblase treibenden Bug ihres Kutters geklammert, als der 3. Offizier der "San Clemente", die auf dem Weg von Laem Chabang bei Bangkok nach Ho-Chi-Minh-Stadt war, sie in vier Meilen Distanz entdeckte. Kapitän Jürgen Petersen ließ nach der Sichtung um 10.05 Uhr sofort den Kurs ändern, und die "San Clemente" hielt auf den sinkenden Fischkutter zu. Um 10.12 Uhr war das Schiff in 25 Metern Distanz an Steuerbord. Keiner der Schiffbrüchigen trug eine Schwimmweste, auch ein Rettungsfloß war nicht in Sicht. Ein erster Annäherungsversuch schlug fehl, die "San Clemente" ging zurück und stoppte um 10.16 Uhr. Im 2. Anlauf gelang es, sich auf 20 Meter anzunähern. Um 10.22 war der erste Schiffbrüchiger am ausgebrachten Fallreep. Um 10.23 Uhr verließ der letzte Schiffbrüchige den sinkenden Kutter, um 10.25 Uhr waren alle Mann gerettet. Der Versuch, mit der Hafenkontrolle in Laem Chabang Kontakt aufzunehmen, schlug fehl. Um 10.30 Uhr ging die "San Clemente" wieder auf Kurs. Die Schiffbrüchigen werden bis zum Erreichen des Zielhafens an Bord bleiben.
Es war nicht die einzige Rettungsaktion, die das Hamburger Schiff in diesem Jahr in asiatischen Gewässern erfolgreich beenden konnte. Bereits im Januar hatte die Besatzung der "San Clemente" vor der indonesischen Küste zwei Fischer entdeckt. Sie trieben in einer schrankgroßen Fischkiste. Die "San Clemente" stoppte, und die beiden Männer wurden an Bord genommen. Sie berichteten von zwei weiteren Kollegen, die noch im Wasser treiben mussten. Nach kurzer Suche wurden auch diese Fischer gefunden und völlig erschöpft an Bord geholt.
Die "San Clemente" wurde 1994 von den Nordseewerken in Emden gebaut. Sie ist 166 Meter lang und hat eine Kapazität von 1514 TEU. Das Schiff der Hamburger Reederei Claus-Peter Offen ist zurzeit in Charterfahrt für die Reederei OOCL (Orient Overseas Container Line Ltd).
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.10.2007

Binnenschiff überlief Yacht – eine Tote

Lelystad, Provinz Flevoland / Niederlande, 18.10.07 - Am 18.10. gegen 12 Uhr rammte das holländische Binnenschiff "Admiralengracht" eine Yacht nördlich von Lelystad in der Einfahrt zur Houtribschleuse. Die Yacht sank. Eine Person konnte von der Crew des Binnenschiffs kurz nach dem Unglück gerettet werden. Nach der anderen begann eine Suche durch die "Koningin Beatrix" des Rettungsdienstes aus Urk, zwei Helikoptern und Polizeibooten. Das Rettungsboot fand die Frau und nahm sie an Bord. Ein Rettungshubschrauber flog sie in ein Krankenhaus in Amsterdam, wo sie für tot erklärt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.10.2007

Pride of Telemark" ausgedockt

Göteborg / Schweden, 18.10.07 - Assistiert von dem Schlepper "Lars" traf am 18.10. um 12.35 Uhr die estnische Fähre "Fantaasia" bei der Ciyvarvet in Göteborg ein, wo sie bis zum 24.10. ausgerüstet wird, um die "Pride of Telemark" im Dienst zwischen Hirtshals und Langesund zu ersetzen. Die Charter dauert mindestens drei Monate. Die "Pride of Telemark" sollte am Morgen des 19.10. das Schwimmdock in Göteborg verlassen und gegen 18 Uhr aus dem Hafen auslaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.10.2007

Rettung für ältestes Taucherschiff

Batangas / Philippinen, 18.10.07 - In Batangas wird derzeit das weltweit größte und älteste Taucherschiff repariert. Es soll im November repariert sein und im Dezember in sein Revier in der Chuuk Lagune zurückkehren. Die SS "Thorfinn" war am 8. Juni 07 beim Auslaufen aus Ponape, Mikronesien, wo sie gebunkert hatte, auf ein unkartiertes Riff aufgelaufen und drohte zu sinken. Um einen Untergang des Schiffes zu verhindern, setzte der Kapitän die "Thorfinn" auf die Riffkante. Es vergingen Tage, bis Material und benötigte Werkzeuge aus Hawaii und Saipan eingeflogen werden konnten, um das Schiff abzudichten. In dieser Zeit setzte die Dünung der "Thorfinn" schwer zu. Manch anderes Schiff hätte den Naturgewalten wohl nicht widerstehen können. Die "Thorfinn" überstand die Zeit auf dem Riff dank dem verstärkten und eismeertauglichen Rumpf relativ gut. Die Crew arbeitete rund um die Uhr, um das Schiff vor weiteren Schäden zu bewahren. Nach langen Verhandlungen zwischen Regierungsstellen wie Umweltbehörde oder Staatsanwaltschaft, der Hafenbehörde und den Versicherungsgesellschaften konnte schließlich mit Hilfe eines lokalen Baugeschäftes der Treibstoff abgepumpt werden. Taucher inspizierten den Rumpf und reparierten die Schäden provisorisch. Nach 37 Tagen gelang mit Hilfe der regierungseigenen "Caroline Voyager" die Bergung. Dann konnte die "Thorfinn" im Hafen von Ponape anlegen. Hier wurde sie auf ihre nächste Reise vorbereitet: 2`000 Seemeilen war es nach Batangas auf den Philippinen, wo die nächste Reparaturkapazität war. Die "Don Juan Tenorio" schleppte die "Thorfinn" 15 Tage lang über die See, bis sie Anfang September ins Trockendock gehen konnte. Dort wird das Schiff nun völlig überholt und gleichzeitig modernisiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.10.2007
Info: Die SS "Thorfinn" ist ein ehemaliger Walfänger und 1954 in Norwegen gebaut worden. Sie ist 58m lang, 10m breit und hat einen Tiefang von 5,50m. Sie ist in Chuuk / Mikronesien registriert.

"MSC Napoli" zu schwer für Hebung

Devon, England / UK - Die Arbeiten zur Räumung des Achterschiffs der "MSC Napoli" vor Devon könnten sich bis in das kommende Frühjahr hinziehen. Offenbar ist das Achterschiff mit dem Maschinenblock zu schwer, um in einem Stück bewegt werden zu können. Damit wächst an der Küste wieder die Sorge vor weiteren Ölproblemen. Vor einem Anheben des Schiffstorsos müssen wahrscheinlich erst die Aufbauten entfernt werden, sodass anschließend die Maschine zugänglich ist und ausgebaut wird. Danach wäre das Achterschiff leicht genug, um auf eine Barge gehoben zu werden. Diese Arbeiten können sich wegen der zu erwartenden Winterstürme aber hinziehen.
Die Versicherung hat derweil begonnen, Kompensationen an betroffene Fischer zu zahlen. Insgesamt wird mit einer Entschädigungssumme von 100 Millionen Pfund gerechnet. Die "MSC Napoli" war im Januar 2007 auf dem Weg von Antwerpen nach Südafrika in Seenot geraten. Das Vorschiff wird derzeit in Belfast abgewrackt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.10.2007

Suche nach Kapitän der "Diamond 1"

Thessaloniki, Zentralmakedonien / Griechenland, 18.10.07 - Taucher von EMAK und der Hafenbehörden setzten am 18.10. die Suche nach dem mutmaßlich ertrunkenen Kapitän des Frachters "Diamond 1" fort, der sich geweigert hatte, sein Schiff aufzugeben. Es war bei guten Wetterbedingungen mit der 187 Meter langen "Dubai Guardian" kollidiert und binnen 20 Minuten vor Thessaloniki gesunken. Das Schiff war vorher beim Auslaufen vom Kurs abgekommen, und der Kapitän hatte eine Kurskorrektur durchführen wollen. Die 26 Mann der "Dubai Guardian" blieben unverletzt. 2 Küstenwachschiffe nahmen an der Rettungsaktion teil.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.10.2007

Kanone von "Queen Anne’s Revenge" geborgen

Morehead City, Carteret, North Carolina / USA, 18.10.07 - Am 15.10. wurde die 11. Kanone aus dem Wrack, das die "Queen Anne's Revenge" sein könnte, geborgen. Sie war verkrustet mit einer Fülle anderer Objekte, die jetzt untersucht werden. Sofort wurde mit der Konservierung, die 3-5 Jahre dauert, begonnen.
Am 17.10. wurde sie aber noch einmal im N.C. Maritime Museum am Gallants Channel ausgestellt. Die Wrackstelle war im November 1996 von der Intersal, Inc. Entdeckt worden. Seit über 11 Jahren unterstützen staatliche Archäologen deren Arbeit. Bisher wurden über 2000 Artefakte von der Stelle vor Atlantic Beach geborgen. In den nächsten drei Jahren sollen 24 weitere Kanonen gehoben werden. Die jetzt geborgene war 1998 entdeckt worden. Sie hatte bereits im vergangenen Herbst gehoben werden sollen, doch es fehlte geeignete Hebekapazität. Diese war nun in Form eines Schiffes des Cape Fear Community College vorhanden, die die Aufgabe im Rahmen eines Trainings für sein Maritime Technology Program durchführte. Die 8 Fuß lange Kanone konnte 6-Pfund-Kugeln schießen. Sie war wohl geladen, als das Schiff sank. Genaueres wird sich erst sagen lassen, wenn die dicke Kruste entfernt ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.10.2007

Zweimaster in Seenot

Garibaldi, Tillamook, Oregon / USA, 17.10.07 - Am 16.10. kam die Coast Guard dem 65 Fuß langen Zweimaster "Hawaiian Chieftain" zu Hilfe. Das Schiff war in schwerer See in Tillamook Bay, Oregon, mit 12 Personen an Bord manövrierunfähig geworden. Um acht Uhr bat es um Hilfe. Die Coast Guard Station Tillamook Bay schickte ihr 47-Fuß-Boot zur Unterstützung. Um 14:15 Uhr war der Havarist im Hafen. Im Schutz der Mole konnte der Segler aus eigener Kraft die Garibaldi Marina erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.10.2007

Schatzsucher aufgebracht

Madrid / Spanien, 16.10.07 - Am 16.10. brachte die spanische Zivilgarde die "Odyssey Explorer" auf, die an der Bergung eines über 500 Millionen Dollar werten Schatzes beteiligt ist, als sie aus Gibraltar auslief. Beim Einlaufen in spanische Hoheitsgewässer wurde es zum Anlaufen von Algeciras gezwungen. Die Garde arbeitete im Auftrag der spanischen Justiz, die beide Schiffe der Odyssey Marine Exploration, Inc. Beim Vrelassen Gibraltars aufbringen wollte.
Die "Ocean Alert" war im Juli eine Woche festgehalten worden. Die in Tampa ansässige Bergungsfirma gab im Mai bekannt, ein Wrack aus der Kolonialzeit im Atlantik auszubeuten. Es handele sich um einen Fund von über 500000 Silbermünzen mit einem Gewicht von über 17 Tonnen, Goldmünzen, Gold und anderer Artefakte. Die Funde sollten von Gibraltar nach Florida geflogen werden. Spanien erhebt Ansprüche auf Anteile, weil das Schiff ein spanisches sein solle. Das unter dem Codenamen "Black Swan" gehandelte Wrack soll nach Angaben der Berger in internationalen Gewässern liegen. Die Polizei durchsuchte die "Odyssey Explorer" im Hafen. Der Kapitän wurde für einen Tag festgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.10.2007

Schwere Kollision vor Thessaloniki

Thessaloniki, Zentralmakedonien / Griechenland, 17.10.07 - Nach der Kollision (17.10.) mit dem 614 Fuß langen, unter Panama-Flagge registrierten Frachter "Dubai Guardian" sank der mit Kohl beladene Frachter "Diamond 1" vor Thessaloniki. Der Kapitän ging mit dem Schiff unter, die sieben anderen Crewmitglieder des griechischen, 220 Fuß langen Schiffes wurden gerettet. Die "Diamond 1" war dabei, aus Thessaloniki auszulaufen, als sie mit der "Dubai Guardian", die mit Eisenerz aus Singapur kam, zusammenstieß. Der Kollisionsgegner wurde in den Hafen geschleppt. Taucher stiegen inzwischen zu dem Wrack der "Diamond 1" ab, die in 52 Fuß Tiefe liegt. Ölschlängel wurden ausgebracht, um auslaufendes Öl einzufangen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2007

Boot auf Themse gesunken

London, England / UK, 17.10.07 - In der Themse nahe Teddington Lock ging am Abend des 16.10. ein Boot in Flammen auf. Die Feuerwehr wurde um 21.30 Uhr zu dem Sportboot nahe der Broom Road, Twickenham, gerufen. Sie konnte aber nicht verhindern, dass das Schiff komplett zerstört wurde und sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2007
Info: Teddington Lock ist der Name einer Schleuse und eines Wehrs am Fluss Themse in London. Über das Wehr führen zwei Brücken für Fußgänger, welche die Stadtteile Teddington und Ham miteinander verbinden.

Mindestens 35 Tote bei Bootsunfall in Gambia befürchtet

Banjul / Gambia, 17.10.07 - Mindestens 35 Senegalesen werden vermisst, nachdem ihr Boot an der Küste von Gambia gekentert ist. Das Boot sank am vergangenen Donnerstag (11.10.) wegen schlechten Wetterbedingungen, sagte ein gambischer Retter am Mittwoch (17.10.). Mehr als 50 Menschen waren an Bord und die Piroge (Bootstyp) war mit 50 Säcke Zucker, je 20 Kilogramm, beladen. Alle Passagiere hatten keine Rettungswesten getragen. 15 Menschen wurden gerettet und drei Leichen wurden aus dem Wasser gefischt. Das Boot kam aus dem gambischen Ort Tanji und war auf dem Weg nach Senegal, um dort zu Hause das Ende des Ramadan zu feiern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2007

Binnenschiff riss Ruderhausdach ab

Bramsche, Landkreises Osnabrück, Niedersachsen, 17.10.07 - Bereits am 13.10. stieß ein beladenes Binnenschiff in Höhe des Sperrtores III bei Bramsche gegen ein Hängegerüst, wodurch das Dach des Steuerhauses abgerissen wurde und in den Mittellandkanal fiel. Die Schifffahrt in diesem Bereich musste für zwei Stunden gesperrt werden. Von der Sperrung waren zwei Tal- und zwei Bergfahrer betroffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2007

"Karen L" geborgen

Barnegat Light, New Jersey / USA, 17.10.07 - Am 15.10. barg ein Schwimmkran den gekenterten, 57 Fuß langen Kutter "Karen L" aus der Barnegat-Mündung nahe dem Barnegat Leuchtturm. Dort war das Schiff am vergangenen Wochenende auf Grund gelaufen und musste aufgegeben werden. Der Kran richtete das auf der Seite liegende Wrack nun auf, ehe es von der Strandungsstelle entfernt werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2007

"Fantaasia" ersetzt "Pride of Telemark"

Göteborg / Schweden - Die finnische Fähre "Fantaasia", die die "Pride of Telemark" ersetzen soll, wird am 18.10. bei der Citycarvet in Göteborg erwartet, wo sie für den Kystlink-Dienst zwischen Moss und Frederikshavn ausgerüstet werden soll, der am 24.10. wieder aufgenommen wird. Währenddessen sind auf der "Pride of Telemark" umfangreiche Schäden, die durch Flutung von Maschinenraum, Hilfsmaschinenraum, Kofferdamm, Werkstätten und Pumpenräumen, dem Bugstrahlruderraum und von Kabinen auf Deck 2 sowie an den elektrischen Schalttafeln entstanden sind, zu reparieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2007

Stabilisieren der "Repubblica di Genova" langwierig

Antwerpen / Belgien, 16.10.07 - Die Arbeiten zum Stabilisieren und löschen des Frachters "Repubblica di Genova" in Antwerpen gehen langsamer voran als erwartet. Die geborgene Ladung wird auf Seepontons zu Verschrottungsbetrieben gebracht. Die Ballasttanks müssen mit großen Lenzpumpen geleert werden. Das Schiff hat immer noch eine Steuerbordschlagseite von 9 Grad und ist gegen einen 30 Meter breiten Ponton gedrückt, der zwischen Wrack und Kai gelegt wurde. Am vergangenen Wochenende wurde versucht, verkantete Bulldozer aus dem Ladedeck an Steuerbord zu bekommen. Erst nach Löschen der Ladung wird das Wrack stabil sein. Derweil ist die Firma Roegiers aus Kruibeke dabei, die 15 Meter tief im Grund steckenden Widerlager zu beseitigen. Dies soll bis November geschafft sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2007

2 Sportbootunglücke in Smiling Cove

Saipan / Nördliche Marianen (Pazifischer Ozean) / USA, 16.10.07 - Am Morgen des 13.10. sank ein Sportboot in der Smiling Cove Marina. Der Bayliner wurde am selben Morgen gehoben. Das Schiff war am Vortag um 16.30 Uhr eingelaufen. Am nächsten Tag war es gesunken.
Am Morgen des 12.10. strandete außerdem ein 14-Fuß-Boot westlich von Managaha Island. Ein Zodiac III Rettungsboot lief aus, den Skipper zu retten, dann wurde das Boot zur Smiling Cove Marina geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2007

Motorboot vor Curacao evakuiert

Willemstad, Curaçao / Niederländischen Antillen, 15.10.07 - Am 15.10. um 14.15 erhielt das Rettungszentrum von Curaçao einen Notruf des Motorboots "Poppegem". An Nord waren drei Personen. Das Schiff war unterwegs von Bonaire nach Curaçao und hatte begonnen, Wasser zu machen. Die "Antje" des Citro-Rettungdienstes lief aus, eine Fokker 60 der Küstenwacht und der Küstenwachkutter "Panter" wurden ebenfalls alarmiert. Die "Panter" rettete die Crew in guter Verfassung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2007

Versenkung von "Texas Clipper" terminiert

Austin, Texas / USA, 15.10.07 - Am 15. November 2007 soll das einstige Passagierschiff "Texas Clipper" 17 Meilen vor Port Isabel / South Padre Island, Texas, versenkt werden. Das Schiff wird, wenn das Wetter es zulässt, am 14.11. zu der Versenkungsstelle geschleppt und am folgenden Morgen auf den Meeresgrund geschickt. Bei ungünstigem Wetter bleibt das Schiff in Brownsville, Texas, bis die See ruhig ist. Sie darf höchstens 4 Fuß hoch gehen und der Wind nicht stärker als mit 15 Knoten wehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2007

Kollision bei Antwerpen

Antwerpen / Belgien - Der belgische Minensucher "M 915 ASTER" kollidierte mit dem Binnentanker "Verdi" nahe der Zandvliet Schleuse bei Antwerpen. Dabei erlitt das Marineschiff Schäden am Vorschiff.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2007

Feuer auf mexikanischen Frachter

Campeche / Mexico, 12.10.07 - Am 11.10. starb ein Mann, zwei wurden vermisst, nachdem im Maschinenraum des mexikanischen Frachters "Seba'an" ein Feuer ausgebrochen war. Das 373 BRZ große Schiff transportierte für die Petroleos Mexicanos 168 Ölarbeiter von Ciudad del Carmen an der Nordküste der Yucatan Halbinsel zu verschiedenen Ölplattformen in der Bucht von Campeche. Das Schiff wurde evakuiert, dann das Fehlen zweier Personen festgestellt. Die Fähre ist für den Transport von Ölarbeitern gechartert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.10.2007
Info: siehe auch Meldung vom 12.10.07 - Ein Toter und zwei Vermisste bei Schiffsbrand

Mindestens 100 Tote bei Fährunglück in Bangladesh

Dhaka / Bangladesh, 16.10.07 - Mindesten 100 Menschen kamen am 16.10. beim Untergang einer Fähre in Süd-Bangladesh um. Über 100 Passagiere wurden nach Augenzeugenberichten in dem Wrack eingeschlossen. An Bord des Schiffes, das in einem Sturm 85 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka sank, waren rund 250 Passagiere, zumeist Familien auf Urlaubsfahrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2007
weitere Meldungen aus Bangladesh:
Fünf Trawler mit mehr als 50 Fischer werden seit dem letzten Wochenende in Kuakata, südlichen Bangladesh, vermisst.
Im Fischereihafen von Barguna, Division Barishal im südwestlichen Bangladesch, werden seit Montag 8 Fischerboote, die in einem Sturm geraten waren, vermisst.

Feuer auf Stena-Hochgeschwindigkeitsfähre

Belfast, Nordirland / UK, 16.10.07 - Am Morgen des 15.10. brach um 10.40 Uhr auf der Hochgeschwindigkeitsfähre "Stena Voyager" auf dem Weg von Stranraer nach Belfast ein Feuer in einer der Antriebsmaschinen aus. Das Schiff hatte 601 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord. Der Kapitän verständigte die Clyde Coastguard und lief um 15 Uhr Belfast an. Inzwischen hatte die Crew das Feuer gelöscht. Hier sollen Spezialisten die Maschine untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2007

Fährunglück auf dem Nil

Abu Qurqas, Provinz al-Minya / Ägypten, 16.10.07 - Nach dem Fährunglück auf dem Nil in Ägypten ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens neun gestiegen, darunter mehrere Kinder.Mindestens vier Menschen galten am Dienstag nach Angaben aus Polizeikreisen noch als vermisst.
Dutzende von Fahrgästen hatten am 14.10. (Sonntagabend), als sie in Abu Kirkas (Abu Qurqas) an Bord der Fähre drängten, eine Rampe und einen Teil der Reling zum Einsturz gebracht. Der Andrang an der Anlegestelle war grösser gewesen als an einem normalen Werktag, weil wegen der drei Feiertage zum islamischen Fest des Fastenbrechens (Samstag bis Montag) besonders viele Familien Ausflüge und Verwandtschaftsbesuche unternommen hatten.
Quelle: dpa vom 16.10.2007
Info: Der Ort Abu Qurqas liegt in der Nähe der Stadt Minya, etwa 200 km südlich von Kairo.

Kanone von mutmaßlichem Piratenschiff gehoben

Morehead City, Carteret, North Carolina / USA, 16.10.07 - Am 15.10. wurde von Unterwasserarchäologen vor Beaufort eine acht Fuß (2,44m) lange Kanone mit einem Gewicht von 2500 Pfund gehoben, die von dem Wrack des "Queen Anne's Revenge" stammen könnte. Die Aktion wurde am Nachmittag abgeschlossen. Am 17.10. soll die Kanone am N.C. Maritime Museum im Gallants Channel in Beaufort ausgestellt werden. Historiker nehmen an, dass das Schiff von Kapitän Blackbeard im Juni 1718 in Beaufort strandete. Die Grabungsstelle wird seit 10 Jahren untersucht, bisher fehlt aber der letzte Beweis für die Identität des Schiffes. Während der im August gestarteten, dreimonatigen Kampagne sollen tausende von Artefakten geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2007

Rettung nach 18 Stunden auf kieloben treibendem Boot

Carrabelle, Franklin County, Florida / USA, 16.10.07 - Am Nachmittag des 13.10. gerieten zwei Fischer aus Carrabelle in Seenot. Sie waren gegen 18 Uhr mit der 20 Fuß langen "Cobia" zu einem Fangplatz 10 Meilen südlich von Dog Island ausgelaufen. Gegen 23 Uhr war das Fanggeschirr ausgebracht. Als die zuvor moderate See durch einen Sturm sieben bis acht Fuß hoch aufgewühlt wurde, beschlossen sie, einzulaufen. Um 23.30 Uhr wurde das Boot schwer von Wellen getroffen und nahm Wasser. Es gelang nicht mehr, Notrufe zu senden oder das Boot auszupumpen. In der inzwischen bis zu 12 Fuß hohen See kenterte der Kutter. Es gelang den Fischern, ihre Rettungswesten anzulegen und auf das kieloben treibende Schiff zu klettern.
Am 14.10. um 7 Uhr wurden die beiden als vermisst gemeldet, und die Coast Guard leitete eine Suche ein. Mehrere Flugzeuge und Hubschrauber stiegen auf. Die Schiffbrüchigen sichteten sie auch mehrfach, und einer der beiden tauchte unter das Boot, um eine Packung Signalfackeln zu erreichen. Es gelang, und beim Überflug einer Sucheinheit wurden drei Fackeln gezündet. Doch das Flugzeug drehte ab, ohne die beiden gesehen zu haben. Dann warfen die Fischer Dinge in die See, die eine Art Suchpfad darstellen sollten. Um 15 Uhr wurde ein Wrackteil gesichtet und führte die Sucheinheiten auf die richtige Fährte. Ein Flugzeug warf Notfallausrüstung ab und blieb über der "Cobia", bis die "J.J. Brown" der Florida Wildlife Commission um 16.30 Uhr eingetroffen war und die erschöpften Männer auf einer Position rund 70 Meilen südwestlich von Dog Island aufnahm. Ihr Albtraum endete nach 18 Stunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2007

Strand nach Strandung von Wracktrümmern gesperrt

Amelia Island, Nassau County, Florida / USA, 16.10.07 - Trümmer des 66 Fuß langen Shrimpkutters "Miss Cindy II" trieben seit dem 12.10. auf einer Viertelmeile Länge am Amelia Island State Park an. Der Strand wurde bis zur Räumung der Wrackteile gesperrt, weil die Nägel gespickten Stücke Menschen gefährden könnten. Außerdem trieben drei Tanks, zwei davon mit jeweils 100 bis 200 Gallonen Öl und Wasser, an.
Die in Mayport beheimatete "Miss Cindy II" hatte sich vier Meilen vor Cumberland Island in Georgia befunden, als sie leckschlug und in der Nacht zum 12.10. von ihrem Skipper aufgegeben werden musste. Er wurde von der Coast Guard gerettet und das Boot sich selbst überlassen. Als die Küstenwache bei Tageslicht zurückkehrte, fand sie von dem Schiff keine Spur mehr. Das Schiff war aus Stahl gebaut und hatte Aufbauten aus Fiberglas. Sie befand sich auf dem Weg zu einer Inspektion, als die Probleme begannen. Die Aufräumarbeiten am Strand sollen einen Tag dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2007

Explosion auf Hausboot tötet Mann

Tamworth, Staffordshire, England / UK, 15.10.07 - Bei einer Explosion auf einem Hausboot im Fazeley Canal nahe Tamworth in Staffordshire kam am 15.10. ein Mann ums Leben. Das Boot war nahe der Fazeley Marina an der Coleshill Road vertäut. Anlieger hörten einen Knall, danach brach ein Feuer auf dem Boot aus. Der Tote konnte noch nicht identifiziert warden. Der Kanalabschnitt wurde für die Dauer der polizeilichen Ermittlungen gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2007

Kreuzfahrtschiff "Flamenco" wieder auf der Donau

Passau, Bayern / DE, 15.10.07 - Das größte Donau-Kreuzfahrtschiff, die 135 Meter lange "Flamenco", traf am 15.10. nach zwei Wochen Werftaufenthalt in Linz wieder in Passau ein. Beim Unfall des Schiffes an der Schleuse Abwinden waren drei Passagiere verletzt und das Schiff schwer beschädigt worden.
Am 2. Oktober um 0.15 Uhr hatte der zweite Kapitän aus Wien das Ruder übernommen. Vor der Einfahrt in die Schleuse des Kraftwerks Abwinden/ Asten (Oberösterreich) sollte er aufstoppen. Unklar ist derzeit, ob er dabei den Rückwärts– mit dem Vorwärtsschub verwechselte. Klar ist, mit einer Geschwindigkeit von 5 km/h rammte das Fahrgastschiff ein Stoppseil, daraufhin löste sich eine 170 Tonnen schwere Kranbrücke aus der Verankerung und stürzte auf den Bug. Zum Glück befanden sie sich zu dieser Zeit die meisten Passagiere in der Koje und nur noch wenige im Salon unterhalb der Aufprallstelle.
Zwei deutsche Frauen erlitten einen Schock. Eine Schweizerin trug eine Platzwunde am Kopf davon. Der Kapitän, bei dem ein Alkoholtest negativ verlief, gab an, dass der sogenannte Umkehrschub der 2176 PS starken Maschinen nicht funktioniert habe Ihn erwartet vermutlich ein Verfahren vor dem Landgericht Linz wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.
Der Ausfall des für 200 Passagiere ausgelegten Schiffes, das fast immer ausgebucht ist, war für Reederei und Veranstalter ein schwerer Schlag: Hunderte Buchungen auf der beliebten Strecke Passau-Budapest mussten nach dem Unfall storniert werden. Während der Reparatur in der Linzer Werft wurden Radaranlage, Ankerwinde, Deckaufbauten und Panoramafenster des großen Salons, die bei der Havarie zerstört worden, repariert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2007

Kümo auf der Ostsee in Seenot

Nynäshamn, Provinz Stockholm / Sweden - Am Morgen des 15.10. entwickelte der mit Zement beladene "Sydfart" auf dem Weg von Gotland mit einer Ladung Zement starke Backbordschlagseite in der Ostsee. Das 31,69 Meter lange Schiff sandte vor Landsort, südlich von Nynäshamn stehend, Notsignale. Helikopter stiegen auf und blieben auf, bis das Schiff vor Nynäshamn war. Hier übernahm die schwedische Küstenwache und half, den Havaristen sicher an einen Kai zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2007

Flugzeug stürzte in Donau nach Kollision mit Trosse von Rollfähre

Spitz an der Donau, Österreich, 14.10.07 - Am 13.10. kollidierte ein Flugzeug vom Typ Piper 28 mit dem Hochseil der Rollfähre in Spitz, Krems-Bezirk, über die Donau und stürzte in den Fluss. Boote mit Ketten suchten das Flussbett nach den vier Insassen der Maschine und dem Wrack ab. Bislang konnte nur das Kabinendach geborgen werden. Rund 125 Mann standen bis in die späten Abendstunden im Sucheinsatz. Sie konnten jedoch weder die Vermissten noch Teile der abgestürzten Maschine entdecken. Am Tag danach wurde die Suche mit 50 Mann der Feuerwehr und neun der Wasserrettung wiederaufgenommen. Die Führungsseile der Fähre wurden beschädigt und sprangen von ihren Rollen. Der Fährbetrieb wurde bis zum Abschluss der Unfalluntersuchungen eingestellt. Die Rollfähre verbindet die Orte Spitz und Arnsdorf. Sie besteht aus zwei miteinander verbundenen Schwimmkörpern, hat eine Tragkraft von 20 Tonnen und befördert sowohl Personen als auch Autos.
Gehalten wird das Schiff von einem 485 Meter langen Tragseil, das über die Donau gespannt und an den Ufern in Türmen verankert ist. Die Passagiere, die zum Zeitpunkt des Unglücks an Bord der Rollfähre waren, blieben unverletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2007
Info: An Bord der Piper P-28 befanden sich nach Angaben der Behörden der Pilot, eine Frau und ihre zwei Kinder im Alter von 10 und 13 Jahren.

Frachter verlor Propeller

Wolga-Don-Kanal / Russland, 13.10.07 - Der 1984 erbaute, 2871 BRZ große Tanker "Brothers-12" (IMO 8881371) der Palmali Shipping verlor auf dem Weg von Tatyanka nach Kerch, Russland, seinen Propeller. Der Unfall ereignete sich, als das mit Gasöl beladene Schiff auf dem Volgo-Don-Channel am 12.10. um 21.15 Uhr in Schleuse 6 festmachen wollte. Der Schiffsverkehr musste von 22 Uhr bis nach Mitternacht gestoppt werden, während der auf dem Kanalgrund liegende Propeller gesucht wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2007

Russischer Frachter gestrandet

St. Petersburg / Russland, 13.10.07 - Auf dem Weg nach St. Petersburg lief der 1989 erbaute, 2470 BRZ große Frachter "Omskiy-140" am 12.10. um 19.35 Uhr mit 2093 Tonnen Stahl im Malonevskiv Range auf Grund. Der Grund war hoher Seegang in der Bucht von Finnland. Vor Bergungsversuchen wird ein höherer Wasserstand abgewartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.10.2007

Vier Tote bei Fährbrand vor Pahang

Mersing, Bundesstaat Johor / Malaysia, 14.10.07 - Die unter Malaysia-Flagge laufende Fähre "Seagull Express" geriet auf dem Weg zur Insel Toman vor der Ostküste von Pahang am 13.10. gegen 12.30 Uhr in Brand und sank später. Vier Personen kamen ums Leben, vier wurden verletzt. Sie wurden ins Mersing Hospital gebracht- Das Schiff wollte Mersing von der beliebten Touristeninsel Pulau Tioman kommend mit 100 Fahrgästen anlaufen, als sieben Meilen vor Genting in Pulau Tioman das Feuer im Maschinenraum ausbrach. Kutter und Touristenboote retteten 94 Passagiere nach dem Notruf. Die vier Toten trieben im Wasser. Alle Fahrgäste waren ins Wasser gesprungen. Die Polizei suchte die Unglücksstelle nach weiteren Personen ab, weil möglicherweise mehr Menschen an Bord waren, als die Passagierlisten auswiesen. Das Schiff war überladen gewesen und nur für 75 Passagiere zugelassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

Boot brannte auf Shrewsbury River

Sandy Hook, Monmouth, New Jersey, USA, 14.10.07 - Am 14.10. wurden 4 Personen durch die 45 Fuß lange "Morning Mist" von dem 24 Fuß langen Sportboot "Resourceful" gerettet, das beim Ankern auf dem Shrewsbury River in den New Jersey Highlands um 16.10 Uhr in Brand geraten war. Ein fünfter bekämpfte das Feuer. Eine Rettungscrew der Coast Guard Station Sandy Hook war um 16.18 Uhr vor Ort und fand das Schiff zwar gelöscht, aber stark verqualmt vor. Ein Rettungsmann ging an Bord, um sich zu überzeugen, dass der Havarist gesichert und das Motorfeuer aus war. Dann wurde er um 16.50 Uhr zur Bahr’s Marina nördlich der Highlands Bridge geschleppt. Hierher wurden auch die evakuierten Bootsfahrer gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

Skipper wird vor den Kapverdischen Inseln gerettet

CROSS Rettungszentrum Gris Nez / Frankreich, 14.10.07 - Am 13.10. um 17.42 Uhr fing der französische Rettungsdienst in Gris Nez ein Notsignal 55 Kilometer westlich der Kapverden auf. Das Schiff war die 6,5 Meter-Yacht "Tabon", die an der Transat 6,5-Etappe von Fort Bayard nach Salvador de Bahia in Brasilien teilnahm. Die Fregatte "Germinal" befand sich rund 360 Kilometer entfernt und schickte einen Helikopter zur angenommenen Position. Um 23.15 Uhr wurde der Skipper in einem Dinghi entdeckt, in dass er sich nach Untergang seines Bootes geflüchtet hatte. Der Mann wurde an Bord der Fregatte geflogen, wo er mit Unterkühlung behandelt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

Drei Fischer aus der Luft gerettet

Newbiggin-by-the-Sea, Northumberland, England, UK, 13.10.07 - Am 13.10. konnten drei Fischer beim Kentern ihres 14 foot (4,27 m) langen Kutters vor der Küste von Northumberland gerettet werden. Eine große Welle hatte das Boot nahe der Fekseb Cresswell Scars bei Newbiggin kentern lassen. Ein RAF Helikopter barg die Schiffbrüchigen und brachte sie ins Wansbeck General Hospital. Sie wurden dort mit Schock und Unterkühlung behandelt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

Containerfrachter auf Schelde gestrandet

Niederlande / Belgien, 13.10.07 - Am 13.10. um 14 Uhr erlitt der liberianische Containerfrachter "MSC Bulgaria", (IMO 8302143, 30824 BRZ) Maschinenschaden auf der Schelde. Er kam auf Höhe Süd Saeftinghe vom Kurs ab und strandete in der Zufahrt von Antwerpen bei Tonne 80. Mit auflaufender Flut gelang es den Schleppern "Union Grizzly", "Union 9" und "Union 7", das Schiff wieder flottzumachen. Es ging für Inspektionen vor Schaar Ouden Doel (Belgien) vor Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

"Pasha Bulker" - Strandung durch Fehler der Schiffsführung verursacht

Sydney, New South Wales / Australien, 13.10.07 - Mehr als vier Monate nach der Strandung der "Pasha Bulker" wurde ein staatlicher Report veröffentlicht, der einige Versäumnisse nachweist. Der Kapitän des Bulkcarriers war am Frühstücken, als der 40000-Tonner außer Kontrolle kam und unter der in Panik geratenen jungen Führungscrew vor Nobby’s Beach strandete.
Die Reihe von Versäumnissen begann am 7.6., als Warnungen über den aufziehenden Sturm gesendet wurden und 56 Schiffe vor Newcastle ankerten. Die " Pasha Bulker", die 58000 Tonnen Kohle löschen wollte, war eines von 10 Schiffen, deren Kapitäne entschieden, 200 Meter vor Stockton Beach abzuwarten. Um 5.30 Uhr am 8.7. gab es eine neuerliche Sturmwarnung. Um 7 Uhr betrugen die Windgeschwindigkeiten 100 Kilometer. Als der Kapitän nun einsah, handeln zu müssen, machte er einen Fehler. Während der "Sea Confidence" mit schleifenden Ankern auf See hinausging, versuchte die "Pasha Bulker" die Anker zu heben, bevor sie ablief. Dabei wurde nach den üblichen Prozeduren langsame Fahrt voraus gemacht, damit die 200 Meter ausgesteckte Kette sich heben und eingehievt werden konnte. Dabei war das Schiff dann schon 10 Minuten in der Surf. Um acht Uhr wurde der Wind weiterhin stärker, die See ging immer höher, als der erste Versuch gemacht wurde, Vorausfahrt aufzunehmen. Zu dieser Zeit rief der Kapitän den wie er aus Korea kommenden Chefingenieur zum Frühstück. Die "Pasha Bulker" bewegte sich entlang der Küste in Richtung Port Stephens, ohne viel Raum zum Strand zu gewinnen gegen den Seegang. Sue hatte drei Kilometer Weg zurückgelegt, als der Kapitän das Kommando über sein außer Kontrolle geratenes Schiff übernahm. Um 8.30 Uhr war das Schiff in 18 Meter hohen Wellen im Kreis herumgetrieben worden und trieb auf Nobby’s Beach zu. Statt nun zu versuchen, hart Steuerbord zu gehen, gab der in Panik geratene Kapitän Voll zurück, wodurch er erst recht in die über Deck brechenden Wellen geriet. Das Heck wurde emporgehoben, wodurch die Steuerfähigkeit verloren ging, der Propeller schlug in der Luft. Dann surfte der 225 Meter lange Frachter förmlich auf den Strand zu und rammte den Big Ben Reef um 9.15 Uhr. Dabei bog sich das Schiff durch, woraufhin der Kapitän die komplette Aufgabe des Schiffes befahl, obwohl erkennbar keine Sinkgefahr bestand. Die Rettung der 22 Mann, außer den beiden Koreanern durchweg Philippinos, wurde durch Helikopter durchgeführt. Auf der "Pasha Bulker" wurden die Schäden größer. Die Spanten des Maschinenraums wurden schwer beschädigt, und sämtliche Ballast- und Brennstofftanks aufgerissen. Während die Wellen das Schiff ein ums andere Mal aufsetzten, brach das Ruder ab, und sämtliche Flügel des Propellers wurden verbogen. An Bord waren zu dieser Zeit 700 Tonnen Öl, 38 Tonnen Diesel und 40 Tonnen Ölschlamm. Die Bergungscrews mussten sie in Seitentanks des Maschinenraums pumpen.
Am 2.7. gelang die Bergung. Das Schiff wurde trotz Warnungen, es könnte sinken und den Einfahrtskanal monatelang blockieren, nach Newcastle eingeschleppt. Gewaltige Stahlverstärkungen wurden dort angebracht, bevor der Havarist im Schlepp nach Na Trang, Vietnam, ging. Zur Reparatur muss er hier in der Mitte durchgeschnitten werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

Frachterstrandung in Russland I

Russland - Am 13. Oktober lief um 17.30 Uhr der Frachter "Volgo-Balt 153" in Ballast auf der Wolga bei Flusskilometer 1288 auf Grund. Das in Ballast fahrende Schiff hatte ein Nebenfahrwasser mit dem Hauptfahrwasser verwechselt. Das Schiff sollte durch Auspumpen von Ballastwasser wieder freikommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

Frachterstrandung in Russland II

Russland - Am 13.10. lief um 20.11 Uhr der Frachter "Medon" in der Nevskiy Bucht an der Wendeposition des Molanovskiy Kanals nach Petrovskiy nahe den Tonnen 11 und 12 auf Grund. Das Schiff hat eine Ladung von 2600 Tonnen Steinen an Bord. Es sollte geleichtert und dann mit einem Schlepper wieder flottgemacht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

Suche nach Skipper der "Skarbak" eingestellt

Nordmøre og Romsdal / Norwegen, 12. / 13.10.07 - Das Suchschiff "Geofjord" hat am 13.10. die Suche nach dem vermissten Skipper der "Skarbak" vor Norwegen abgeschlossen, ohne dass es mit seiner Sonar-Ausrüstung fündig geworden wäre. Derweil ergab ein Hearing zur Kollision mit dem Tanker "Doris" weitere Hinweise darauf, dass der Kutter Wegerecht hatte. Ein Funkgespräch zwischen den Schiffen verlief folgendermaßen:
«Skarbak»: Annäherndes Schiff, wollen Sie Ihre Fahrt verlangsamen?
«Doris»: Sind sie 19 oder 20 Fuß lang?, Ich denke, sie sollten aufstoppen.
«Doris»: Wenn Sie nicht voll zurück gehen, werden wir zusammenstoßen!
«Skarbak»: Ich laufe wie derTeufel zurück! Machen Sie schlechte Witze?
«Doris»: Dies ist die Doris. Wir haben einen Kutter überlaufen.
Die Sicht war beim Zusammenstoß gut gewesen, und wegen falscher Echos auf dem Radar war mit optischen Mitteln navigiert worden. Der Tanker hatte sein Suchlicht auf den Kutter gerichtet, bevor es zum Zusammenprall kam. Offenbar hatte der Kutter seine Fahrt verlangsamt. Der Ausguck hatte ihn in einer Entfernung von 1,37 Meilen erstmals ausgemacht, die "Doris" lief zu der Zeit 16 Knoten. Die "Doris" wollte nach Steuerbord drehen und ging im letzten Moment voll zurück, wobei drei mal Kurz gegeben wurde. Dann überlief die "Doris" den Kutter mittschiffs. Sofort wurde von ihr eine Leuchtboje ausgesetzt, und die SAR-Operation lief an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

Fähre rammte Kutter

Port Aransas, Texas / USA, 13.10.07 - Am 12.10. wurden drei Personen ins Wasser geschleudert, als ihr Kutter mit der Port Aransas-Fähre "R.E. Stotzer Jr." kollidierte. Der 25 Fuß lange Kutter hatte die Fähre bei Harbor Island passieren wollen. Sofort wurden von der "Stotzer" Rettungsringe herabgeworfen, dann rettete ein anderer Kutter die Schiffbrüchigen. Die Küstenwache zog den sinkenden Kutter aus dem Wasser. Die Geretteten wurden ins Bay Area Medical Center gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

Suche nach Skipper der "Flourish" abgebrochen

Bridlington, England / UK, 12.10.07 - Am 12.10. wurde die Suche nach dem vermissten Skipper der "Flourish" endgültig eingestellt, dessen Boot 28 Meilen vor Flamborough Head gesunken war. Nachdem die Küstenwache bereits am Vortag die Suche abgebrochen hatte, hatten Freunde und Kollegen aus Bridlington mit Kuttern und Booten die See einen weiteren Tag abgesucht, bis jegliche Hoffnung geschwunden war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

Alte Fähre soll Tauchattraktion auf Ostschelde werden

Tholen, Zeeland / Niederlande, 11.10.07 - Die ausgediente Fähre "Anna Jacobapolder", die seit 1988 im Hafen von Antwerpen vor sich hinrostet, soll als Tauchattraktion in der Ostschelde versenkt werden. Der holländische Unterwassersportbund will sie auf 10 Metern Tiefe auf Grund legen. Es wäre das größte als Tauchattraktion vor Holland versenkte Objekt. Im vergangenen Sommer wurde das Cockpit einer alten Boeing 707 in De Beldert versenkt. In den Rumpf der Fähre werden zusätzliche Löcher geschnitten, sodass Taucher gut ins Innere sehen können. Die Umweltbehörden hegen keine Bedenken, sondern hoffen auf vielfältiges marines Leben im Wrack. Im nächsten Sommer könnte die gereinigte Fähre ihre letzte Reise antreten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

Strandung der "Maersk Neuchatel" bringt Werft 3 Monate Arbeit

Kolobrzeg (Kolberg) / Polen, 08.10.07 - Die Strandung des Containerfrachters "Maersk Neuchatel", der im Juli in Guinea Bay festgesessen hatte, wird der Remontowa Werft in Polen 90 Tage Arbeit bringen. Nach der Bergung hatten Taucher etliche Löcher und substanziellen Schaden am Rumpf festgestellt. Die deutsche Reederei Thomas Schulte GmbH & Co. gab Remontowa den Zuschlag, und das Schiff lief hier am 25. September ein. Bis zum 22.12. sollen 600 bis 1000 Tonnen Stahl ersetzt, der Propeller ersetzt und repariert sowie der Propellerschaft geprüft werden. Es handelt sich um die größte Schiffsbodenreparatur, die die Werft je ausführte. Die "Maersk Neuchatel" wird von Maersk Line unter Liberianischer Flagge betrieben. Sie wurde 2005 bei der Volkswerft Stralsund GmbH erbaut, ist 207.4 Meter lang, 29.8 Meter breit und hat 11,4 Meter Tiefgang. Das Schiff läuft 20,7 Knoten und hat eine Containerkapazität von 2474 TEU.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.10.2007

Drei Verletzte bei Schiffsunfall

Hamburg-St. Pauli / DE, 14.10.07 - Am 13.10. sind mittags bei einem Unfall an den St. Pauli-Landungsbrücken drei Menschen verletzt worden. Ein 11-jähriger Junge, seine Mutter (38) und deren Lebensgefährte (44) wurden von der gebrochenen Festmacherleine eines Ausflugsschiffes getroffen und verletzt. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Die drei Geschädigten befanden sich auf der Pontonanlage der Brücke 6 an den St. Pauli Landungsbrücken. An der Brücke legte zur gleichen Zeit der Schaufelraddampfer "Mississippi Queen" an. Nachdem das Schiff festgemacht worden war, brach die Achterspring (Festmacherleine) des Schiffes. Die gebrochene Leine schlug hoch und traf die Geschädigten. Der 11-Jährige erlitt dabei schwere Verletzungen am Oberkörper und am Hals und war zunächst nicht ansprechbar. Er wurde in ein Krankenhaus transportiert. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte am heutigen Morgen befindet sich der Gesundheitszustand des Jungen bereits auf dem Wege der Besserung. Er wird nach 1 bis 2 Tagen das Krankenhaus wieder verlassen können. Seine Mutter und ihr Lebensgefährte erlitten leichtere Verletzungen und konnten das Krankenhaus bereits gestern nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.
Nach der ersten Inaugenscheinnahme durch Beamte der Wasserschutzpolizei wurden die Festmacherleinen des Schaufelraddampfers als nicht mehr betriebsbereit erachtet. Für das Schiff wurde deshalb zunächst ein Weiterfahrverbot erteilt. Der Schiffsführer (57) hat inzwischen neue Leinen angebracht. Das Fahrverbot ist aufgehoben.
Quelle: Polizei Hamburg vom 14.10.2007

Passagierschiff kollidiert mit Kutter

Thessaloniki (Saloniki), Zentralmakedonien / Griechenland, 12.10.07 - Das Passagierschiff "Samothraki" kollidierte mit 143 Personen an Bord am Morgen des 12.10. mit dem Kutter "Chrisoula" im Golf von Thermaikos Das Unglück ereignete sich 14 Meilen östlich von Nea Moudania und wurde durch schlechte Sicht und Regenfälle verursacht. Von den Menschen auf der "Samothraki" sowie der sechsköpfigen Crew wurde niemand verletzt. Die "Samothraki" lief anschließend Thessaloniki an, der Kutter musste nach Nea Michaniona abgeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.10.2007

Rettungsmittel waren beim Kentern nicht erreichbar

St. John’s, Newfoundland and Labrador, Canada, 12.10.07 - Ein unstabiles Schiff und schlecht angebrachte Rettungsinseln waren die Hauptprobleme, die das Transportation Safety Board of Canada in seinem Report über den Untergang des Kutters "Melina and Keith ll" und dem Tod von vier Fischern anführte. Die Anordnung der Inseln auf dem Dach des Ruderhauses war problematisch, weil die Besatzung sie beim Kentern nicht erreichen konnte. Der 19 Meter lange Longliner war am 12. September 2005 in rauer See 135 Kilometer vor Cape Bonavista in Seenot geraten. Vier Besatzungsmitglieder konnten sich an ein kleines Aluminiumboot sowie andere aufgeschwommene Trümmerteile klammern. Die Kommission empfahl, Rettungsboote und –inseln so zu positionieren, dass ihr Zuwasserlassen nicht durch das Rigg oder die Aufbauten im Notfall behindert wird. Außerdem war der Kutter sehr unstabil. Die Crew trug keine Schwimmwesten bei der Arbeit an Deck.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.10.2007

Suchaktion nach Skipper gesunkenen Kutters eingestellt

Bridlington, England / UK, 12.10.07 - Am 11.10. wurde die Suche nach dem vermissten Skipper des Kutters "Flourish" aus Bridlington eingestellt, dessen Kutter nach Kollision mit der "Nautica" um 14.14 Uhr gesunken war. Nach dem Zusammenstoß 28 Meilen südöstlich von Flamborough Head war eine SAR-Aktion ausgelöst worden, bei der drei Mann des Kutters kurz nach dem Unglück durch die "Nautica" gerettet werden konnten. Ein Helikopter der RAF Leconfield suchte gemeinsam mit zwei weiteren Hubschraubern das Gebiet ab. Zur See beteiligt waren auch die "Rosalie", die "Newton", neun schnelle Rettungsboote, die "Centrica Pride", das Humber RNLI-Rettungsboot und Kutter. Das Bridlington RNLI-Boot übernahm die Geretteten und brachte sie an Land.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.10.2007

Ein Toter und zwei Vermisste bei Schiffsbrand

Mexico City / Mexico, 12.10.07 - Ein Transportschiff der staatlichen mexikanischen Ölgesellschaft Petroleos Mexicanos, fing im Golf von Mexiko am 11.10. Feuer. Von den 176 Ölarbeitern kam einer ums Leben, zwei wurden vermisst. Das Schiff transportierte Arbeiter von Cotemar und MMM zu Ölplattformen von Pemex im Golf, als im Maschinenraum um 19.14 Uhr ein Brand entstand. Fünf Schiffe bargen 173 Personen ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.10.2007

Main nach Leichtern von Havaristen wieder frei

Lohr am Main, Landkreis Main-Spessart, Bayern / DE, 11.10.07 - Der 185 Meter lange deutsche Schubverband, der mit einer Ladung von 2900 Tonnen Sonnenblumenkernen auf dem Main bei Nebel gestrandet war, kam am Abend des 10.10. wieder frei. Das Schiff hatte auf Höhe der Firma Hunger bei Lohr, Landkreis Main-Spessart, von Regensburg kommend auf dem Weg nach Amsterdam nach seiner Havarie den Main blockiert. Nachdem zwei Bergungsversuche durch Schlepper fehlschlugen, wurde gegen 18 Uhr mit einer Teilentladung des Schubverbands begonnen. Nach mehr als 15 Stunden Sperrung konnte der Fluss für die Schifffahrt am Abend wieder freigegeben werden. Mit Hilfe eines Luftkissens konnte der vordere Teil des Schubverbandes angehoben werden und wurde anschließend am Ufer von Tauchern auf Lecks untersucht. Über die Höhe des verursachten Schadens ist noch nichts bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.10.2007

Kutter vor Barnegat gekentert

Barnegat Light, New Jersey / USA, 11.10.07 - Der 57 Fuß lange Kutter "Karen L" lief am 11.10. in der Barnegat-Mündung nahe des Barnegat-Leuchtturms auf Grund. Als sich das Schiff binnen Minuten stark nach Steuerbord überlegte, rief die zweiköpfige Crew die Küstenwache um 7.51 Uhr. Die beiden legten Überlebensanzüge an und wurden unmittelbar nach Verlassen des Schiffes aus dem Wasser gerettet. Ein Küstenwachboot der Station Barnegat Light transportierte sie anschließend zur Coast Guard Station Barnegat Light. Die "Karen L" legte sich danach im flachen Wasser 90 Grad auf die Seite. Der Eigner kontaktierte die Bergungsfirma Seatow zur Erarbeitung eines Bergungsplans.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.10.2007

Wrack der "Calypso" auf riskanter Verschleppung

Concarneau, Département Finistère, Bretagne / Frankreich, 11.10.07 - Auf eine riskante Reise musste sich am 11.10. das einstige Forschungsschiff "Calypso" des Meeresforschers Jacques-Yves Cousteau machen. Zur Instandsetzung in einer Werft in der Bretagne wurde es aus dem Hafen von La Rochelle geschleppt, wo es seit 1998 lag. Ziel war das rund 300 Kilometer entfernte Concarneau, das zwischen dem Abend des 11. und den Mittagsstunden des 12.10. erreicht werden sollte. Wegen des schlechten Zustands des Schiffs galt die Schleppaktion als extrem heikel. Der 1997 verstorbene Cousteau hatte die "Calypso" Anfang der 50er Jahre gekauft. Vier Jahrzehnte lang unternahm er mit dem 42 Meter langen Schiff Fahrten über die Weltmeere und begeisterte ein Millionenpublikum durch seine Filme und Bücher. 1996 wurde die "Calypso" im Hafen von Singapur gerammt und sank. Sie wurde behelfsmäßig wieder flottgemacht und nach Frankreich geschleppt. Cousteaus Witwe Francine will aus dem Schiff nun ein Museum machen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.10.2007

Zwei Personen von Yacht abgeborgen

Panama City, Florida, USA, 11.10.07 - Am 10.10. lief südlich der Tyndall Air Force Base die 28 Fuß lange Yacht "Tipsy Gypsy" um 21.47 Uhr auf Grund. Das Boot war mit zwei Personen besetzt. Die Coast Guard Air Station New Orleans schickte einen HH-65C, der die Gestrandeten aufwinschte und zum Panama City-Bay County International Airport flog, wo sie medizinisch betreut wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.10.2007

Russischer Frachter lief auf Grund

Kavkaz, Krasnodar, Russland - Am 10.10. lief der Frachter "Leninskiy Komsomol" kurz nach Mitternacht auf Grund, als er seinen Ankerplatz in Kavkaz im Asowschen Meer (Sea of Azov) verließ. Das Schiff hatte 3458 Tonnen Getreide an Bord und war unterwegs von Taganrog nach Israel. Ein Schlepper wurde zur Bergung entsandt. An der Strandungsstelle gingen die Wellen bei Ostwind von 6-8 Metern pro Sekunde einen halben Meter hoch.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.10.2007

M/S "Fantaasia" ersetzt "Pride of Telemark"

Langesund, Telemark, Norwegen, 11.07.07 - Die Reederei Kystlink will offenbar ihre derzeit in Göteborg in Reparatur befindliche Fähre "Pride of Telemark" durch die kleinere "Fantaasia" der Reederei Tallink ersetzen. Ein entsprechender Kontrakt wurde vom Kystlink-Direktor unterzeichnet. Die 136 Meter lange finnische "Fantaasia" soll den Einsatz Anfang November beginnen. Nach dem Ausfall der 155 Meter langen "Pride of Telemark" durch die Grundberührung in Frederikshavn hatte die Reederei kein Ersatzschiff gehabt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

Missklang beim Einlaufen der "MSC Sinfonia"

Valencia / Spanien, 11.07.07 - Beim Einlaufen nach Valencia rammte das Kreuzfahrtschiff "MSC Sinfonia" den Containerfrachter "Teresa del Mar" am 10. Oktober. Das Unglück ereignete sich bei einem Wendemanöver des Passagierschiffs, das dabei den am Kai festgemachten Frachter touchierte. Dabei wurden zwei Passagierdecks im Heckbereich an Steuerbord eingedrückt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

Verstieß Tanker bei Kutterkollision gegen Ausweichpflicht?

Molde, Møre og Romsdal, Norwegen, 11.07.07 - Der Bergener Chemikalientanker "Doris", 9956 BRZ, hatte den Kutter "Skarbak" auf kreuzendem Kurs von Steuerbord und wäre nach den Schifffahrtsregeln ausweichpflichtig gewesen, als er ihn vor Norwegen rammte. Die AIS-Daten der "Doris" wurden mittlerweile als Beweismittel gesichert. Als die Kollision sich am 09.10. um 19.19 Uhr ereignete, hatte der Tanker eine Fahrt von 16 Knoten und war hart nach Steuerbord abgedreht. Die "Skarbak" hatte sich mit einem Makrelenfang auf nordnordöstlichem Kurs auf der Rückfahrt nach Vesterålen befunden. Vertreter der Reederei Utkilen gingen am 10.10. an Bord der "Doris", um Kapitän und Crew des Schiffes zu unterstützen, die von der örtlichen Polizei verhört wurden. Inzwischen wurde die "Doris" freigegeben zur Weiterfahrt. Eine Untersuchung wird am 12.10. in Molde durchgeführt. Die "Doris" (IMO 9172210), wurde 1998 erbaut und ist 140,2 Meter lang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

Color-Line-Fähre rammte Stena-Fähre

Frederikshavn, Nordjütland / Dänemark, 10.10.07 - Am Morgen des 10.10. kollidierte die in Nassau beheimatete Schnellfähre "Silvia Ana" der Color Line im Hafen von Frederikshavn mit der Fähre "Stena Danica" der Stena Line. Trotz Schlepperassistenz durch die "Garm" wurde das Achterschiff der Fähre bei starkem Südwestwind gegen den Duckteil der Göteborger Fähre gedrückt und dieser eingedrückt. Dabei wurde auch das Achterschiff der "Silvia Ana" mehrere Meter oberhalb der Wasserlinie an Backbord aufgerissen. Das Schiff ging in Trockendock III der Orskovs Werft. Arbeiter der Werft machten sich auch zur Stena-Fähre auf, um den Schaden am Liegeplatz zu beheben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

Gestrandeter Schubverband blockiert Main

Lohr am Main, Landkreis Main-Spessart, Bayern / DE, 10.10.07 - Nach einem Schiffsunfall auf dem Main bei Lohr wurde die Schifffahrt bis auf weiteres gesperrt. Ein Schubverband mit einer Länge von 185 Metern kam am Morgen des 10.10. Kurs Frankfurt laufend bei Mainkilometer 195,75 auf Höhe Lohr in dichtem Nebel fest. Beim Versuch sich frei zu manövrieren, kam die Ankerkette einer Fahrwassertonne in die Schiffsschraube. Der Schubverband wurde dadurch vollends manövrierunfähig. Zwei Bergungsversuche schlugen am Nachmittag fehl. Nach Eintreffen einer Spezialfirma sollte eine teilweise Leichterung durchgeführt werden, die nicht vor 18.00 Uhr beginnen konnte. Wie lange sich die Bergung hinziehen würde, war nicht abzuschätzen. Nach der Bergung muss vor Freigabe des Schiffsverkehrs noch die Fahrrinne auf Hindernisse geprüft werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

Sportboot sank brennend vor Norfolk

Norfolk, Virginia / USA, 10.10.07 - Am Morgen des 10.10. fing ein Boot in Norfolk 300 yards (274,32 Meter) vor Willoughby Feuer. An Bord des 24 Fuß (7,32 Meter) langen Fahrzeugs waren drei Personen, die sich ins Wasser retteten, ehe das in Flammen gehüllte Boot sank. Die Untergangsstelle wurde markiert, und eine Bergungsfirma soll das Wrack räumen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

200 Jahre altes Wrack im Tar River aufgetaucht

Tarboro, North Carolina / USA, 10.10.07 - Ein an die 200 Jahre altes Holzschiff tauchte jetzt bei niedrigem Wasserstand in North Carolinas Tar River auf. Das 80 Fuß lange Wrack könnte nach Einschätzung eines staatlichen Archäologen ein einstiges Polarschiff aus den 1820er Jahren sein. Es wurde nahe der Old Sparta Bridge in Tarboro entdeckt. Die Stadt, die rund 60 Meilen östlich von Raleigh liegt, war einst ein wichtiger Hafen. Wahrscheinlich wurde das ausgediente Schiff einfach sich selbst überlassen. Das Wrack soll nun weiter erforscht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

Ölleckagen auf Wrack der "Nordvard" dichtgesetzt

Moss, Østfold / Norwegen, 10.10.07 - Im Laufe des 9.10. gelang es, die Hauptleckage des Wracks des deutschen Frachters "Nordvard" zu stoppen. Die Arbeiten wurden an den folgenden Tagen mit dem Abdichten zweier weiterer kleiner Lecks fortgesetzt. Eine Untersuchung durch ein ROV und Taucher ergab, dass eine bereits 1993 vorgenommene Abdichtung sich gelockert hatte. Sie wurde am Abend durch einen Expansionsstopfen aus Metall und Gummi ersetzt. Der Rumpf selbst weist im Bereich der Leckage eine hinreichende Stabilität auf. Im Laufe der Woche will die norwegische Küstenwache einen Plan über die endgültige Leichterung des im Wrack befindlichen Öls an das Fischerei- und Küstenministerium senden. Die Heugesunder Firma Riise U. E. wird die Untersuchungen und Dichtungsarbeiten an den Lecks der "Nordvard" im Auftrag der Küstenwache durchführen. Die "Nordvard" wurde im 2. Weltrkieg (28.12.1944) auf 35 Metern Tiefe im Mossesund vor der Moss Aktiemøller versenkt. Das Schiff hatte Treibstoff und Munition geladen. 1992 wurden bereits fünf Tonnen geleichtert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

Bangen um Zukunft der "Mary Rose"

Portsmouth, England / UK, 10.10.07 - Das vor 25 Jahren aus dem Solent gehobene Wrackfragment der "Mary Rose" ist in Gefahr. Der Mary Rose Trust braucht 35 Millionen Pfund, um die Konservierung abzuschließen und das Schiff in einem neuen, ständigen Museum unterzubringen – er kann aber nur 14 Millionen aufbringen. Damit ist das Schicksal des Schiffes einmal mehr in der Hand des Heritage Lottery Fund, der überlegt, die fehlenden 21 Millionen Pfund zu geben. Im vergangenen Jahr wurde eine Bitte um 13,5 Millionen Pfund abschlägig beschieden. Bisher gibt es ein kleines Museum mit einer vorläufigen Ausstellung, das in den frühen 80er Jahren mit einer Lebenserwartung von 10 Jahren errichtet wurde. Der Erhalt des Provisoriums kostet tausende von Pfund pro Jahr. Falls das Schiff aber nicht mehr präsentiert werden könnte, würde auch das öffentliche Interesse zurückgehen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Wrack mit konservierenden Chemikalien besprüht, die das Seewasser verdrängten. In einem neuen Museum könnte das dann getrocknete Schiff aus seinem nebelverhangenen Kokon auferstehen, in dem es bislang sieben Millionen Menschen besichtigten, und mit den Artefakten des nahegelegenen Mary Rose Museums zusammengebracht werden sowie weiteren 14000 Funden, die derzeit nicht präsentierbar sind. Darunter sind Kanonen und Kanonenkugeln, Holzplatten und Tudor-Goldmünzen, die nach 437 Jahren unter Wasser und 11-jähriger Vorbereitung vom dem Seebett ans Tageslicht zurück gebracht wurden.
Als die "Mary Rose" im Oktober 1982 gehoben wurde, war nur der halbe Rumpf aufgefunden worden. Seitdem wurden auch Teile des Vorschiffs und der Anker, der während der ersten Kampagne nicht gefunden wurde, gehoben. Die chemische Konservierung soll 2011 abgeschlossen sein, dann sollte die "Mary Rose" in einem neuen Museum, das über dem derzeitigen Liegeplatz in einem Trockendock in Portsmouth, vis à vis der "Victory" von Lord Nelson, errichtet wird, ausgestellt werden. Die fehlende Schiffshälfte soll als virtuelle Hülle dargestellt werden. Im Jahr 2016 soll die "Mary Rose" sich so wie am Tag des Untergangs präsentieren. Die "Mary Rose" war das Flaggschiff von Henry VIII gewesen. Sie hatte 91 Kanonen. Die neuartige Aufstellung dicht über der Wasserlinie verursachte aber wohl auch ihren Untergang am 19.7.1545 nach 34 Jahren im Einsatz, während dem sie in zwei Kriegen gegen Frankreich und Spanien zum Einsatz kam.
Der Heritage Lottery Fund gibt derzeit keinen Kommentar zu den Erfolgsaussichten des Antrag ab, sieht jedoch die "Mary Rose", das weltweit einzige geborgene Kriegsschiff des 16. Jahrhunderts, als höchst wichtiges Teil des maritimen Erbes von England an. Eine Entscheidung wird am 22. Januar fallen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

Prozess wegen Untergangs mit zwei Toten

Ardglass, Nordirland / UK, 10.10.07 - Gegen den Skipper des Kutters "Greenhill", der im Januar 2006 auf Felsen nahe Ardglass lief und sank, wurde jetzt der Prozess eröffnet. Bei dem Unglück überlebte er als einziger von drei Mann. Ein Bootsinsasse ist bis heute vermisst. Dem Skipper wird vorgeworfen, seine Pflichten vernachlässigt und keinen angemessenen Ausguck gehabt zu haben. Der Beschuldigte war gegen Kaution aus dem Gefängnis freigekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

Kühlfrachter wurde heiß

St. Petersburg / Russland, 10.10.07 - Auf dem Kühlfrachter "Sun Light", 9417 BRZ (IMO 8222991), brach am 8.10.um 18.15 Uhr in Laderaum IV ein Feuer aus. Das 1984 erbaute Schiff lag an Liegeplatz 2 des Baltic Ship Repair Yard in St. Petersburg. Um 01.20 Uhr konnten Feuerwehr und Besatzung die Flammen löschen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

Strum verzögert Versenkung der "Canterbury"

Bay of Islands, Far-North-Distrikt / Neuseeland, 10.10.07 - Die Versenkung der einstigen neuseeländischen Fregatte HMNZS "Canterbury" als Tauchattraktion in der Bay of Islands, die für den 13.10. anberaumt gewesen war, musste wegen widriger Wetterbedingungen verschoben werden. Das Schiff hatte am Morgen von der Opua Wharf seine letzte Reise zur Versenkungsstelle im Deep Water Cove vor Cape Brett am Südeingang der Bay of Islands antreten sollen. Nach abschließenden Vorbereitungen wären dann am Nachmittag die Sprengsätze gezündet worden.
Ein neuer Termin wurde nun für den 26.10. oder, je nach Wetterlage, 3.11. anberaumt. Dann soll eine 14-jährige die Sprengung auslösen, die die "Canterbury" auf den Meeresgrund schickt. Ihre Eltern hatten das Recht dazu für 19,200 Dollar auf einer Auktion ersteigert. Die 3000 Tonnen große "Canterbury" liegt seit Februar 2007 in Opua, wo sie für die Versenkung präpariert wurde. Vorher hatte sie in der Devonport Naval Base gelegen, wo der Rumpf im Trockendock gereinigt worden war. Die Kosten für die Aktion betragen 700000 Dollar. Durch den Verkauf von Ausrüstung und Schrott konnte davon ein großer Teil refinanziert werden. Die "Canterbury" wird sich in eine Kette vor der Ostküste der Nordinsel versenkter Schiffe einreihen, die dort in den vergangenen Jahren als Tauchattraktionen aufgereiht wurden. Darunter sind die einstigen Marineschiffe "Waikato" und "Tui" vor Tutukaka und das frühere Greenpeace-Flaggschiff "Rainbow Warrior" nahe der Cavalli Islands vor Matauri Bay.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

Kreuzfahrer nach Stromausfall evakuiert

Nizza, Alpes-Côte d'Azur / Frankreich, 30.09.07 - Bereits am 30. September wurden alle Passagiere des Kreuzfahrers "Island Star", ehemals "Horizon" und "Celebrity Horizon", in die Rettungsboote evakuiert. Während eines Sturmes war aufgrund eines mechanischen Fehlers der Bordstrom ausgefallen und hatte das Schiff in Dunkelheit getaucht. Der Kapitän entschied, die Kreuzfahrt nahe Nizza zu beenden. Die Passagiere wurden bei starkem Regen samt ihres Gepäcks in Tenderboote verfrachtet. Ein erster Energieausfall war aufgetreten, als das Schiff von Genua kommend Richtung Südfrankreich lief. Zunächst wurden technische Experten zu der "Island Star" geflogen, während diese Kurs auf Nizza nahm. Währenddessen fiel der Strom erneut aus, woraufhin der Kapitän die Notfallevakuierung anordnete.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.10.2007

Suchaktion nach Kollision von Tanker mit Kutter vor Norwegen

Bud, Møre Og Romsdal Norwegen, 10.10.07 - Am 9.10. kam es zwei Meilen vor der Küste Norwegens nördlich von Bjørnsund zu einer Kollision des 140 Meter langen Chemikalientankers "Doris", 16028 tdw, mit dem 40 Fuß langen Kutter "Skarbak N-96-80" aus der Bø Kommune in Vesterålen. Der Kutter brach in zwei Teile und kenterte. Die Rettungsboote "Det Norske Veritas", "Emmy Dyvi" und "Kjøpstad" waren eine halbe Stunde später vor Ort, um nach dem vermissten Skipper des 2001 erbauten Kunststoffkutters zu suchen. Insgesamt 10 Schiffe waren an der Suche beteiligt, darunter die "Kjøpstad" aus Aukra, die Hurtigruten-Fähren "Finnmarken" und "Lyngen", der Frachter "Norsund", die "Straumberg" und "Dalfoss". In der Luft waren ein Ambulanzhubschrauber aus Ålesund, ein Rettungshubschrauber des 330. Squadrons aus Ørlandet sowie ein Bereitschaftshubschrauber der Plattform "Heidrun" im Einsatz. Die Suche nach dem Vermissten wurde am 10.10. fortgesetzt.
Wrackteile, eine Kaffeetasse und eine Seenotboje wurden aus dem Wasser gefischt. Inzwischen wurde auch geklärt, dass man es wohl mit einer vermissten Person zu tun habe. Ein Teil des stark zerstörten Wracks gegen 21 Uhr in Richtung Land gezogen. Dort wurde es von der "Roaldsen BO ES" gehoben und gegen 23.30 Uhr in Harøysund an Land gesetzt. Von dem Fischer fand sich keine Spur. Das Ruderhaus war komplett zerdrückt, der Rumpf auseinandergerissen. Zu einem ersten VHS-Kontakt zwischen der "Doris" und der "Skarbak" wegen einer drohenden Kollision war es um 19.20 Uhr gekommen. Wenig später antwortete der Kutter nicht mehr, um 19.26 Uhr hatte sich der Tankerbug über ihn geschoben und zermalmt. Die "Doris" wurde um 21 Uhr nach Elnesvågen entlassen, wo sie zu Untersuchungen festmachte. Die 17-köpfige, aus Philippinos, Norwegern, Engländern und Holländern zusammengesetzte Crew der "Doris" blieb unversehrt, das Schiff wies keine sichtbaren Schäden auf.
Der Doppelhüllentanker war 1998 in Norwegen erbaut worden. Er ist registriert im Norwegian International Ship Register (NIS) und klassifiziert durch Det Norske Veritas (DNV). Es gehört der Omya Utkilen Shipping KS.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2007

Schlepper rutschte vom Slip

Den Helder, Provinz Nordholland / Niederlande, 10.10.07 - In den Mittagsstunden des 9.10. rutschte der britische Schlepper "Taktow" bei der holländischen Visser-Werft vom Slip, als er aus dem Wasser gezogen wurde. Das 23 Meter lange Schiff prallte gegen einen daneben liegenden Trimaran und kam mit Backbordschlagseite halb im Wasser zu liegen. Die Schadenshöhe ist noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2007

Havarist nach über 80 Stunden im Hafen

Wenzhou, Provinz Zhejiang / China, 10.10.07 - Am Nachmittag des 9.10. konnte nach 80 Stunden im Taifun Krosa der Frachter "Aladdin Dream" in den Hafen geschleppt werden. Das Schiff hatte 80 Stunden mit Maschinenschaden vor der ostchinesischen Zhejiang Provinz ausharren müssen. Ein Schlepper des Salvation Center of East China Sea zog den Havaristen um 17 Uhr nach Wenzhou ein. Die 27-köpfige Crew aus Russland, Indien und den Philippinen war wohlauf. Der mit 12000 Tonnen Stahl beladene Frachter war 28 Meilen vor Wenling am 6.10. vom Taifun erfasst worden. Acht Schiffe und 200 Retter wurden in Marsch gesetzt, doch die Windgeschwindigkeiten von 110 Stundenkilometern vereitelten eine Bergung. Die Retter blieben auf Standby, bis am Morgen des 9.10. eine Schleppverbindung nach Wetterberuhigung hergestellt werden konnte. Der Taifun zerstörte auch Schiffe in der vietnamesischen Zentralprovinz Quang Binh.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2007

Behindertenfreundliches Schiff versenkt

Friendship, Maine / USA, 10.10.07 - Der Kutter eines behinderten Hummerfischers wurde an seinem Liegeplatz in Friendship, Maine, am Morgen des 8.10. versenkt aufgefunden. Jemand hatte eine Wasserleitung für die Maschine zerstört und die Bilgepumpen sabotiert, sodass das Schiff vollaufen konnte. Freunde und Verwandte halfen, das Schiff auszupumpen und an eine Stelle zu verholen, wo es zur Reparatur aus dem Wasser gezogen werden konnte. Das Boot ist speziell für das Handikap des Skippers ausgerüstet, der damit seinen Lebensunterhalt bestreitet. Die Maine Marine Patrol nahm Untersuchungen auf. Wer für die Versenkung in der Nacht verantwortlich ist, konnte aber noch nicht herausgefunden werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2007

Feuer zerstörte Sportboote

Stockton, Kalifornien / USA, 09.10.07 - Bei einem Feuer am Morgen des 8.10. wurden mehrere Sportboote beim Turner Cut Resort nahe Stockton beschädigt. Der Brand war der Coast Guard um 1.30 Uhr gemeldet worden. Er hatte sechs Boote erfasst. Die Feuerwehr wurde gerufen und kämpfte das Feuer nieder. Sie konnte jedoch nicht den Untergang einiger Boote verhindern. Um vier Uhr morgens waren Umweltexperten der Küstenwache vor Ort, weil rund 500 Gallonen Öl ausgelaufen waren. Die Coast Guard machte sich mit der Wasserreinigungsfirma Parker Diving daran, die Wasserverschmutzung zu beseitigen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2007

Schiffbrüchige nach acht Tagen gerettet

Indien, 09.10.07 - Zwei Schiffbrüchige wurden nach achttägiger Odyssee aus der Arabischen See gerettet. Die beiden, eine Israelin und ein Italiener, waren auf dem Weg von den Malediven ins Rote Meer, als ihre Yacht von einem Monsunsturm zum Sinken gebracht wurde. Am 3.10. fand sie der belgische Schlepper "Alphonse Letzer". Die indische Küstenwache übernahm die beiden von dort. Sie wurden in der indischen Stadt Kochi im Krankenhaus behandelt. Am 8.10. ging es zurück nach Italien.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2007

Neuerlicher Unfall in Milford Haven

Milford Haven, Pembrokeshire, Wales, UK, 09.10.07 - Am 9.10. kam es um 7.30 Uhr zur Kollision des Schleppers "Smit Barracuda" mit einer Reihe von Booten, die in Milford Haven wegen der gemeldeten Bargenkenterung zu Sicherungszwecken vor Ort waren. Zwei Männer, die nahe der Flüssiggasmole von Pembrokeshire ins Wasser geschleudert worden waren, mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Bei dem vorangegangenen Unfall am 6.10. waren ein Mann getötet und sieben verletzt worden. Die Plattform "Adrianus Van Ham", die für Kranarbeiten genutzt worden war, war zusammengebrochen. Am Abend des 7.10. konnte der getötete Holländer geborgen und die Plattform gesichert und in aufrechte Position gebracht werden.
Als der Schlepper in die Unfallstelle hineinlief, waren acht Mann an Bord tätig. Mehrere stürzten bei der Kollision in den Hafen, eine SAR-Aktion von Küstenwache, Polizei, Feuerwehr und medizinischen Helfern wurde ausgelöst. Fünf Verunglückte klammerten sich an das Rig. Während der folgenden Untersuchungsarbeiten wurde der betroffene Teil von Milford Haven für die Schifffahrt gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2007

Mühevolle Wrackbergung in Norriego Point

Destin, Florida / USA, 09.10.07 - In Norriego Point begann am 8.10. die Bergung des Bootes "Santé" von "Bicycle Bob" oder "Boat Bob". Der 65-jährige hatte zwei Jahre auf dem segellosen Schiff, das einen gebrochenen Mast hatte, gelebt. Er hatte es gekauft, nachdem es in einem Hurrikan in Destin gesunken war. Nach der Hebung wollte er es restaurieren und nach Costa Rica segeln. Nachdem der Eigner aber ins Gefängnis kam, sank vor einem Monat die "Santé" wegen eines großen Lecks. Am 8.10. sollte ein niedriger Wasserstand helfen, das gesunkene Achterschiff auszupumpen und das Schiff auf Strand zu setzen. Doch die Pumpe verstopfte wegen angesaugten Mülls, und beim Versuch, den Rumpf mit einem Bulldozer an Land zu ziehen, brach die Trosse. Am 9.10. sollten die Versuche fortgesetzt werden. Eine Umweltgefährdung geht von dem Wrack nicht aus, nachdem alle Flüssigkeiten bereits aus dem Rumpf gespült wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.10.2007

Auslaufverbot für "American Pride"

Long Beach, Kalifornien / USA, 09.10.07 - Die U.S. Coast Guard hat ein Auslaufverbot über den Dreimaster "American Pride" verhängt, der am 5.10. Wassereinbruch erlitten hatte. Das Leck, das eine größere Rettungsaktion zwischen Catalina Island und Long Beach auslöste, wurde zwar nicht als großes Problem angesehen, doch vorsorglich sollte das Holzschiff stillgelegt bleiben, bis es erneut inspiziert ist. Die notwendigen Reparaturen sollen in den kommenden Tagen durchgeführt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2007

35 Tote auf Meghna River befürchtet

Dhaka / Bangladesch, 08.10.07 - 35 Menschen sind vermutlich ertrunken, als am 8.10. ein Fährboot im Narsingdi Distrikt, 45 Kilometer nordöstlich von Dhaka, sank. Das Schiff war mit 50 Passagieren auf dem Meghna River unterwegs gewesen, als es gegen 18 Uhr in einem Regensturm sank. 15 Fahrgäste schwammen an Land, die übrigen werden noch vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2007

Englische Fähre saß fest

Feock, Cornwall, England / UK, 08.10.07 - Die Fähre "King Harry" lief am Morgen des 8.10. auf Grund. Sie verkehrt auf dem Fal River zwischen Feock und Philleigh auf der Roseland Halbinsel. Das Schiff sollte mit dem Nachmittagshochwasser wieder freikommen. Die Fähre kann bis zu 34 Autos aufnehmen. Von dem Zwischenfall wurden hunderte von Fahrgästen betroffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2007

Mehrere Verletzte bei Kollision in Amsterdam

Amsterdam / Niederlande, 08.10.07 - Am Morgen des 8. Oktober kollidierte um 8.15 Uhr das Tragflügelboot "Rosanna" der Reederei Connexxion im Amerikahafen von Westamsterdam (im Nordseekanal) mit dem Patroullienboot "Wijckemeer RV 162" der Militärpolizei. An Bord der "Rosanna", die von Velsen nach Amsterdam unterwegs war, befanden sich 33 Fahrgäste, von denen drei schwer verletzt wurden. Vier weitere Menschen, darunter der Kapitän der "Wijckemeer", wurden leicht verletzt. Die "Rosanna" wurde im Achterschiffsbereich an Backbord aufgerissen und schlug leck. Der Kollisionsgegner erlitt Bugschaden. Beide Schiffe machten am Siciliëwe fest.
Bereits am 18.10.2003 war ein Tragflügelboot von Connexxion in Amsterdam in eine Kollision verwickelt gewesen, damals gab es 25 Verletzte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2007

Vom Geisterschiff zum künstlichen Riff

Moorestown, New Jersey / USA, 08.10.07 - Im kommenden Frühjahr wird ein Veteran des 2. Weltkriegs vor Floridas Key West als künstliches Riff versenkt. Eine in Moorestown ansässige Firma wird dann die 530 Fuß lange "General Hoyt S. Vandenberg" in 140 Fuß Wassertiefe auf den Grund schicken. Das Schiff wurde als "General Harry Taylor" erbaut. 1963 erhielt es Satellitenausrüstung und wurde als Raketenabwehrschiff in der US Navy verwendet, bis es Teil der sogenannten Geisterflotte in der James River Reserve Fleet aufgelegt wurde. Die Versenkung kostet 5,7 Millionen Dollar. Teile des Schiffes werden bis zu 40 Fuß an die Wasseroberfläche reichen. Es wird die "Spiegel Grove" als zweitgrößtes für Sporttaucher versenktes Schiff nach der "Oriskany" ablösen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2007

Zwei Boote bei Brand gesunken

Detroit / Grosse Pointe Farms, Wayne County, Michigan / USA, 08.10.07 - Am 7.10. gerieten auf den Grosse Pointe Farms, Michigan, mehrere Sportboote in Brand. Ein Skipper der am Pier Park liegenden Boote wurde verletzt und kam ins St. Joseph Hospital, Detroit. Die Küstenwachstationen Belle Isle und St. Clair Shores assistierten bei der Brandbekämpfung. Zwei Boote brannten bis zur Wasserlinie ab und sanken an den Slips 61 and 62. Eine Reihe anderer Boote wurden leicht beschädigt, die Marina wurde gerettet.
Beide Bootswracks sollten am 8.10. geborgen werden. Das Grosse Pointe Farms Public Safety Department nahm Untersuchungen zur Brandursache auf. Nach bisherigen Ermittlungen hatte der Verletzte Gasöl auf seinem 30-Fuß-Speedboot eingefüllt. Dann verholte er vom Grosse Pointe Yacht Club zum Pier Park auf dem Lake Shore in Moross. Als er später eine Zigarre rauchte, entdeckte er Feuer im Bereich der Tanks. Er versuchte, es mit Wasser zu löschen, doch das Boot wurde von den Flammen gänzlich erfasst. Dann griffen sie auf einen 35 Fuß langen Kabinenkreuzer über. Die Kosten der Wrackräumung werden auf 100,000 Dollar geschätzt, die Boote selbst hatten einen Wert von 95,000 Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2007

Norwegischer Trawler gestrandet

Værøy, Nordland, Norwegen, 08.10.07 - Am 7. Oktober lief der norwegische Kutter "Ligrunn" auf dem Weg nach Værøy auf Grund. Das 65 Meter lange Schiff konnte sich aus eigener Kraft wieder befreien.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2007

Ein Toter bei Bargenunglück in Milford Haven

Milford Haven, Pembrokeshire, Wales, UK, 07.10.07 - Am Nachmittag des 6.10. kenterte eine jack-up Barge (Plattform) am LNG Terminal in Pembrokeshire. Ein Arbeiter starb, sieben weitere wurden gerettet. Küstenwache, Polizei, Ambulanzen und die Milforder Hafenbehörde sowie die Feuerwehr starteten eine Rettungs- und Suchaktion. Am 7.10. wurde der vermisste Arbeiter, ein Niederländer, gefunden. Das britische Health and Safety Executive (HSE) leitete am South Hook Terminal eine Untersuchung ein. Es wurden Vorsorgemaßnahmen gegen Wasserverschmutzung getroffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2007

14 Tote bei Kenterung von Fährboot

Kampala, Uganda, 08.10.07 - Am Morgen des 7.10. ertranken in Kampala im Bulisa Distrikt 14 Menschen, als ein Fährboot am Butiaba Anleger auf dem Lake Albert kenterte. Es war mit 25 Passagieren an Bord auf dem Weg nach Panyamuru im Nebbi Distrikt. Bis zum Morgen des 8.10. wurden nur vier Tote entdeckt. Das Schiff war überladen gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2007

Frachter auf St. Louis Lake gestrandet

Lake Saint Louis, Québec, Canada, 06.10.07 - Der Frachter "Federal Patroller" (IMO 9190092) lief am 6.10.2007 auf eine Untiefe, als sie auf dem St. Louis Lake unterwegs war. Beim Versuch, nach Steuerbord abzudrehen, wurde der Maschinenraum aufgerissen und geflutet. Das Schiff machte an einem Notliegeplatz im St. Lawrence Seaway am Kahnawake Mohawk Reservat oberhalb der Canadian Pacific Eisenbahnbrücken fest. Die Reparaturen sollen bis zum 11.10. dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2007

"Repubblica di Genova" frei im Wasser

Antwerpen / Belgien, 06.10.07 - Am 5.10. begann nach einmonatiger Vorbereitung das Aufschwimmen der "Repubblica di Genova" in Antwerpen. Eine längsseits liegende Barge stabilisiert das Wrack, während es ausgepumpt wird. Während des vergangenen Monats waren nach dem Aufrichten zahlreiche Tests durchgeführt worden. Inzwischen ist der Rumpf des Schiffes frei vom Grund, und über 55000 Tonnen Wasser wurden in einer speziell entwickelten Sequenz gelenzt, sodass ein Maximum an Stabilität gewährleistet wurde. Die Schlagseite beträgt derzeit 5,5 - 6 Grad nach Steuerbord. Die Arbeiten werden fortgesetzt, bis es möglich ist, die verbliebene Ladung zu löschen. Eine der weiterhin gefluteten Abteilungen ist der Maschinenraum. Er wurde voll Wasser belassen, damit keine Luft unter Wasser liegende Teile erreicht und Rostschaden verursacht. Der Maschinenraum wird erst gelenzt, wenn sofort Bergungsteams mit der Konservierung beginnen können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.10.2007

Ältestes Wrack Amerikas entdeckt

Anchorage, Alaska / USA, 08.10.07 - In flachem Wasser im Lower Cook Inlet nahe der Spitze der Kenai Halbinsel hat ein Taucherteam in Alaska die Überreste des möglicherweise ältesten Schiffswracks in Alaska entdeckt. Es handelt sich um den 576 Tonnen großen (square-rigged) Segelschiff "Torrent", der nahe Port Graham 1868 auf ein Riff gelaufen und gesunken war. An Bord waren 130 Soldaten zum Teil aus dem Bürgerkrieg. Sie sollten das erste amerikanische Fort in Alaska errichten. Zwar war ein Lotse an Bord gewesen, jedoch der Kapitän war betrunken. Die Schiffbrüchigen mussten auf dem nahen Land 18 Tage auf Rettung und die Rückkehr nach Kodiak warten, während ihr Schiff vor der Küste aufbrach und sank. Später gelang es den Soldaten, Fort Kenay 1869 zu errichten.
Bis Juli 2007 blieb die Untergangsstelle 139 Jahre unangerührt, ehe ein Team von Tauchern am Ende einer zweijährigen Suche auf ein 200 Fuß langes Trümmerfeld und Wrackteile stieß. Neben einigen Teilen des hölzernen Rumpfes konnten sie das Ruder, Anker, Teile des Riggs, zwei Kanonen, eine Toilette, Ballast und weitere Relikte bewachsen und zum Teil versandet ausmachen. Die Taucharbeiten wurden durch starke Tiden erschwert. Die Entdeckung wurde bis in die vergangene Woche geheim gehalten, damit der Staat notwendige Schritte zum Schutz und Erhalt der Wrackstelle ergreifen konnte. Sie wurde in dem Nationalregister historischer Stätten aufgenommen. Im Cook Inlet sanken nur wenige Schiffe, darunter 1910 der Dampfer "Farallon". Nun werden die Funde wissenschaftlich ausgewertet und über eine Bergung einzelner Teile Überlegungen angestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Kabinenkreuzer hatte Wassereinbruch

Atlantic Highlands, New Jersey / USA, 08.10.07 - Am 7.10. geriet gegen 16 Uhr das 43 Fuß lange Sportboot "Enigma" aus Montreal im Ambrose Channel in Seenot. Es hatte nahe Tonne 1 Wassereinbruch durch einen Riss im Rauchabzug an Steuerbord. Ein 41 Fuß langes Rettungsboot aus Sandy Hook half mit Pumpen, den Kabinenkreuzer zu lenzen. Es stand bereits acht Inch hoch im Schiffsinnern. Danach wurde er zur Atlantic Highlands Municipal Marina geschleppt, während die Lenzarbeiten weitergingen. Beide Bootsinsassen blieben unverletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Norwegischer Ankerjäger lief auf Grund

Måløy, Sogn og Fjordane, Norwegen, 07.10.07 - Der norwegische Ankerziehschlepper "Normand Ferking" lief am 7.10. um 20.30 Uhr bei Hornelflua in Skatestraumen auf Grund. Er kam aus eigener Kraft wieder frei und steuerte Måløy an, wo sie um 22.30 Uhr für Inspektionen des Unterwasserschifffes durch Taucher eintraf. Das 89 Meter lange und 21 Meter breite Schiff war von Hornelflua nach Skatestraumen unterwegs gewesen. Das Rettungsboot "R.S. Platou" war nach der Strandung aus Måløy ausgelaufen, kam aber nicht mehr zum Einsatz. Die 18-köpfige Crew des Schiffes der Solstad-Gruppe blieb unversehrt. Die "Normand Erking" war zuletzt im Mai in einer Werft gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007
Info: Der Ankerziehschlepper wird auch "Ankerjäger" genannt, ist aber meist auch ein Versorgungsschiff.

Segler vor Oregon in Seenot

Newport, Oregon, USA, 07.10.07 - Die Coast Guard assistierte am 7.10. dem havarierten, 47 Fuß langen Segler "Reverie" 100 Meilen westlich der Küste von Zentraloregon. Der Skipper hatte um 4 Uhr einen Ruderverlust gemeldet. Ein HH-60 Helikopter der Coast Guard Air Station Astoria, stieg ebenso auf wie ein C-130 Flugzeug der Air Station Sacramento. Der Coast Guard Cutter "Fir" kam zu Hilfe und eskortierte die "Reverie" zwei Stunden lang, ehe ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Yaquina Bay es um 17.35 Uhr in Schlepp nahm Am Morgen des 8.10. wurde die "Reverie" im Hafen erwartet. Die See ging 11 Fuß hoch, es herrschten Windgeschwindigkeiten bis zu 35 Knoten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Gemälde drohte Teil künstlichen Riffs zu werden

Brownsville, Texas, USA, 07.10.07 - Einem Gemälde des bekannten Malers "Saul Steinberg" drohte die Versenkung. Es hatte sich auf dem Passagierschiff und Truppentransporter "Texas Clipper I" befunden, war aber 1976 von Dekorateuren mit einem Spiegel verdeckt worden. Als es vor seiner Versenkung als künstliches Riff 17 Meilen vor der südtexanischen Küste nun ausgeräumt wurde, wurde es durch Arbeiter des Texas Parks and Wildlife Department wiederentdeckt. Ein Kran hob das Bild bei der Brownsville Werft von Bord. Nun soll das immer noch durch Tapete und Klebe teilweise bedeckte Bild in einem Museum restauriert werden. Kuratoren der Houston's Menil Collection, die eine Reihe Bilder des aus Rumänien stammenden Künstlers ihr eigen nennt, prüft derzeit den Zustand und die Möglichkeiten einer Restaurierung.
Die American Export Lines hatten 1976 die U.S.S. "Queens" und drei Schwesterschiffe in Passagierschiffe, die 250 Fahrgäste auf 45-Tages-Reisen zwischen New York und dem Mittelmeer transportieren sollten, umgebaut und als "Excambion" mit moderner Kunst ausgestattet. 1996 war sie außer Dienst gestellt worden. Die spätere "Texas Clipper I" rostete dann vor sich hin und lag 10 Jahre gesunken in einem Hafenbecken in Beaumont, bevor sie im November 2006 gehoben und nach Brownsville geschleppt wurde. Die U.S. Environmental Protection Agency überwacht seither die Vorbereitungen zur Versenkung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Vermisster Container auf der Waal gefunden

Tiel, Provinz Gelderland / Niederlande, 07.10.07 - Der nach der Kollision der "Estate 2" und "Dilsberg" auf der Waal vermisste Container wurde am 7.10. in einer Entfernung von 300 Metern von der Unglücksstelle in einem Gat gefunden. Die Schiffe waren bei Gelderse Neerijnen in dichtem Nebel kollidiert, wobei ein Container über Bord ging. Rijkswaterstaat hatte auf einer Länge von 30 Kilometern mit Sonar nach dem Hindernis gesucht. Nach Lichtung des weiter herrschenden Nebels sollte die Bergung des Containers, der keine Gefahrstoffe enthält, beginnen. Die Containerbinnenschiffe "Estate 2" aus Rotterdam, 3269 BRZ, und "Dilsberg", 2728 BRZ, aus Neckargemünd, waren am 3.10. um 20 Uhr frontal kollidiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Letztes Seeschiff der Tamil Tigers versenkt

Colombo / Sri Lanka, 07.10.07 - Am Morgen des 7.10. wurde das 3000 Tonnen große und 70 Meter lange Schiff "Matshusima" der Tamilen-Rebellen von der Marine Sri Lankas rund 1700 Kilometer südöstlich von Dondra Point angegriffen und versenkt. Es wurde angenommen, dass das Schiff mit Waffen und Sprengstoffen sowie Hochgeschwindigkeits-Wasserscootern, Tauchausrüstung und Funkausrüstung ausgestattet war. Marineschiffe hatten sich in den Weg der "Matshusima" gelegt und dann Warnschüsse abgegeben. Nachdem dieser erwidert wurden, erfolgte die Versenkung, bei der mindestens 12 Mann an Bord ums Leben kamen. Damit wurde binnen 13 Monaten nun das letzte von einst sieben hochseetüchtigen Schiffen der Tamil Tigers auf dem Meeresgrund geschickt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

"Sea Diamond" fordert weiteres Todesopfer

Insel Santorin, Kykladen / Griechenland, 07.10.07 - Bei einem Tauchgang am Wrack der "Sea Diamond" vor Santorin kam am 6.10. ein Taucher ums Leben, als er zu schnell zur Wasseroberfläche aufstieg. Als er in eine Klinik auf der Insel kam, wurde er für tot erklärt. Er hatte das Wrack des im April gesunkenen Kreuzfahrers auf Umweltgefährdungen hin kontrollieren sollen. Seit das Schiff auf 140 Meter Tiefe sank, sind Reinigungsarbeiten im Gange.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Taifun verhinderte Rettung von Frachtercrew

Wenling, Zhejiang / China, 07.10.07 - Der in Hong Kong registrierte Frachter "Aladdin Dream" erlitt im Taifun Krosa Maschinenausfall. An Bord waren 27 Mann Crew aus Indien, Russland und den Philippinen, als das Schiff vor Wenling südöstlich der Zehjiang Provinz am 6.10. in Seenot geriet. Wegen des Sturms konnten chinesische Rettungsschiffe nicht auslaufen. Der Frachter hatte Anker geworfen und war nicht in unmittelbarer Gefahr. Sobald sich das Wetter bessere, sollten SAR-Helikopter aufsteigen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Drei Fischer aus Weißensee gerettet

Neusach, Kärnten / Österreich, 05.10.07 - Drei Männer und ihre Ausrüstung sind Mittag des 5.10. beim Kentern ihres Kutters auf dem österreichischen Weißensee von ihrem Boot aus ins 60 Meter tiefe Wasser gefallen. Ein anderer Fischer hatte den Vorfall beobachtet und die Männer in sein Boot gezogen. Sie blieben unverletzt. Der Retter hatte gesehen, dass die drei Männer auf Höhe von Neusach beim Hantieren mit ihrer Ausrüstung das Gleichgewicht verloren hatten und in den See gestürzt waren. Ein weiterer Augenzeuge hatte vom Ufer aus den Vorfall beobachtet und der Polizei gemeldet, die die Geretteten, darunter einen Nichtschwimmer, mit einem Polizeiboot ans Ufer zurück brachte. Verletzt wurde niemand. Der Wert der versunkenen Fischerausrüstung beträgt rund 500 Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Frachter auf Weser gestrandet

Bremen / DE, 05.10.07 - Wegen Ruderversagens ist am Morgen des 5.10. auf der Weser der Frachter "Dana 1" auf Höhe Weser-Kilometer 17 auf eine Böschung am westlichen Weserufer aufgelaufen. Das Schiff, das nach Bremen unterwegs war, konnte aus eigener Kraft nicht mehr freikommen, so dass der Schlepper "Blumenthal" gerufen wurde. Er konnte die "Dana 1" gegen 10:00 Uhr freischleppen und anschließend zu seinem Liegeplatz an der Viehbrücke im Industriehafen bringen. Bis zur Mangelbeseitigung wurde durch die Seeberufsgenossenschaft ein Auslaufverbot erteilt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Museumsschiff drohte zu sinken

Zierikzee, Insel Schouwen-Duiveland, Provinz Zeeland / Niederlande, 05.10.07 - Zum zweiten Mal binnen eines halben Jahres musste die Feuerwehr dem in Arnemuiden erbauten, holländischen Museumsschiff "ARM 27" zu Hilfe kommen, das im Museumshafen von Zierikzee restauriert wird. Durch eine Stromunterbrechung war eine Lenzpumpe ausgefallen, die das in den Rumpf eindringende Wasser kontrollierte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Frachter nach Unterwasserkollision auf Grund gelaufen

St. Petersburg / Russland, 05.10.07 - Am 4.10. lief der 1986 erbaute Frachter "Nevskiy 28", 1500 BRZ, auf dem Weg von Seskar Island nach St. Petersburg mit 3500 Tonne Sand nach Kollision mit einem Unterwasserhindernis auf Grund. Das Schiff erlitt nach dem Zusammenstoß, der vermutlich mit einem Rohr erfolgte, Wassereinbruch in den Bugstrahlruderraum und die Ballasttanks auf Höhe der Tonnen 33-34. Schlepper, ein Schwimmkran und "Nevskiy 30" wurden zum Leichtern und Bergen des Schiffes entsandt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Großsegler in schwerer See leckgeschlagen

Long Beach, Kalifornien / USA, 05.10.07 - Sieben Meilen südlich von Long Beach schlug am 5.10. der Großsegler "American Pride" mit 40 Personen, davon 35 Schüler, an Bord in rauer See leck. Rettungseinheiten der Coast Guard, Long Beach und Los Angeles Feuerwehren, der Long Beach und Los Angeles-Polizei und Los Angeles County-Retter kamen zu Hilfe. Der 130 Fuß lange Dreimaster der Children's Maritime Foundation konnte mit eigener Kraft in den Hafen zurückkehren. Die Pumpen konnten den Wassereinbruch kontrollieren, bis das Schiff um 14.30 Uhr im Rainbow Harbor in Long Beach fest war.
Der Schoner war auf dem Rückweg von einer Fünftagereise nach Santa Catalina Island gewesen, an Bord die Studenten und vier Lehrende der Pasadena's Polytechnic School. Auf halber Strecke der 4 ½-stündigen Etappe war es zu dem Wassereinbruch durch zwei Holzplanken an der Steuerbordseite des 66 Jahre alten Schiffes gekommen, die nachgegeben hatten. Zu dieser Zeit hatte kräftiger Wind 10 bis 12 Fuß hohe Wellen aufgebaut. Rasch stand das Wasser im Innern einen halben Fuß hoch. Als eine Lenzpumpe ausfiel, konnte das Wasser nicht mehr kontrolliert werden, und die Küstenwache wurde alarmiert. Ein Helikopter und mehrere Rettungsboote kamen dem Schiff sieben Meilen vor der Küste zu Hilfe.
Wegen des schlechten Wetters waren auch drei weitere Boote in Schwierigkeiten geraten. Eine 23 Fuß lange Yacht hatte von Avalon kommend Wassereinbruch. Sie konnte nach Avalon zurückgebracht werden. Ein 32 Fuß langes Boot mit zwei Insassen erlitt vor Malibu Mastbruch und wurde nach Marina del Rey eingeschleppt. Ein weiteres Boot musste im San Pedro Channel zwischen Catalina und Long Beach Harbor durch ein Feuerlöschboot nach Alamitos Bay geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Barge bei Unalaska gestrandet

Unalaska, Alaska / USA, 05.10.07 - Nahe Unalaska lief am 05.10. eine 271 Fuß lange Frachtbarge auf Grund. Die Barge hatte sich gegen 5.30 Uhr von ihren Moorings losgerissen. Um 8 Uhr wurde die Coast Guard in Anchorage verständigt, dass sie auf Grund gelaufen sei. Der Havarist wurde vom Coast Guard Marine Safety Detachment Unalaska um 9.40 Uhr von Land aus inspiziert und ein Schaden an der Steuerbordseite des Hecks festgestellt. Ein Taucher nahm eine genauere Untersuchung vor, wurde jedoch durch schlechte Unterwassersicht behindert. Die Barge lag auf Felsen an der Nordostseite der Summer's Bay. Das Coast Guard Marine Safety Detachment Unalaska stimmte sich mit den Eignern, der Zidell Marine Corp., Ward Cove, über deren Bergungsplan ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Mühselige Bergung seit 2 Jahren gestrandeter Luxusyacht

Key West, Florida / USA, 05.10.07 - Der Hurrikan Wilma trieb die 158 Fuß lange Luxusyacht "Legacy" im Oktober 2005 bei Key West auf Grund. An Bord waren sieben Personen, die beschlossen hatten, statt den Hurrikan auf hoher See abzureiten, den Anker fallen zu lassen und den Sturm in Küstennähe abzuwarten – eine fatale Fehlentscheidung. Die Anker hielten nicht, und im Sturm setzte die Yacht mehrfach auf, die Crew legte Schwimmwesten an, weil sie ein Aufbrechen des Rumpfes befürchtete. Doch die Yacht hielt, war indes Meilen vom Ankerplatz entfernt in ein Schutzgebiet zwei Meilen vor der Küste getrieben, das mit seinen Seegrasbeständen ein Fischhabitat darstellt. Die Wassertiefe beträgt weniger als einen Fuß.
Nach der Strandung blieben der Eigner, sein Skipper und zwei Besatzungsmitglieder an Bord. Ein halbes Jahr später begannen sie, auf acht aneinander vertäuten Hausbooten in der Nähe zu wohnen. Seitdem blieb aus Ungarn emigrierte Eigner an Bord oder hielt sich auf den Hausbooten in der Nähe auf, um sein Boot vor Dieben oder Piraten zu schützen, und stritt mit der Regierung über die Bergung. Er hat nach eigenen Angaben bisher eine Million Dollar zur Bergung aufgebracht. Beim Freischleppen dürfen die Seegrasflächen nicht beschädigt werden, andernfalls drohte eine Millionenstrafe. Im Laufe der Zeit sind Mast und Bugsprit verschwunden, der dunkelblaue Rumpf ist wettergegerbt, ebenso wie das hölzerne Deck. Doch der Rumpf ist nach Ansicht des Eigners dicht und schwimmfähig. Im Januar kam es zu einer grundsätzlichen Einigung, der Eigner erklärte sich einverstanden, beschädigte Seegrasflächen nachzupflanzen. Mitte September begannen Berger mit einer Maschine, einen Kanal in den Seegrund zu pflügen. Eine große Winsch auf einem seewärts liegenden Boot soll mithilfe zweier starker Trossen die "Legacy" in tieferes Wasser ziehen. Die "Legacy" wurde seither rund 10 Fuß am Tag bewegt, insgesamt sind 1300 Fuß zu überwinden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Vergebliche Suchaktion nach Bootsstrandung

San Francisco, Kalifornien / USA, 05.10.07 - Am 5.10. lief nachmittags ein 30 Fuß langes Boot vor Baker Beach auf Grund. Die Küstenwache fand in einer dreistündigen Suche zur See, zu Lande und aus der Luft keine Spur der Besatzung. Die Überreste des Bootes waren um 15.30 Uhr entdeckt worden. Die Trümmer wiesen auf ein altes und möglicherweise unbenutztes Boot hin, das binnen Minuten zerstört worden war. Es könnte sich also um ein aufgegebenes, unbesetztes Schiff gehandelt haben. Aus den Trümmern ging nichts zur Identifizierung hervor.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Lotsenboot drohte zu sinken

Port Elizabeth / Südafrika, 05.10.07 - Am 5.10. begann ein Lotsenboot im Zufahrtskanal nach Port Elizabeth zu sinken. Drei Boote des NSRI (National Sea Rescue Institute) bargen die Besatzung ab. Das Boot konnte gesichert werden, bevor es nahe Algoa Bay sinken konnte. Es sollte kurzfristig wieder in Dienst gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Zementfrachter gestrandet

Kralendijk, Insel Bonaire / Niederländischen Antillen, 04.10.07 - Der 1968 erbaute, 50 Meter lange Frachter "Jentrader" lief an der Ostküste von Bonaire mit einer Ladung Zement auf Grund. Die Schlepper "Smit Tahiti" und "Smit Lukaya" machten den Havaristen wieder flott. Der Küstenwachkutter "Panter" der Antillen hatte zuvor eine Schleppverbindung hergestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Longliner zum 2. Mal in 3 Tagen havariert

La Valletta, Malta, 04.10.07 - Zum zweiten Mal binnen 3 Tagen erlitt der 1978 erbaute Longliner "Tuna Pro No. 1" aus Conakry, Guinea, in Malta Maschinenschaden. Beim Auslaufen aus Valetta zur Ta`Mattew Tuna Ranch vor Delimara fiel die Maschine aus. Der Schlepper "Pawlina" brachte das notgeankerte Schiff zur Laboratory Wharf. Erst am 1.10. war das Schiff mit dem RoRo-Frachter "Eurocargo Valencia" kollidiert und beinah auch mit dem unter Sierra Leone-Flagge laufenden Frachter "Mara". Hier hatte der Schlepper "Mari" geholfen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Bayliner an Mole zerschmettert

Dana Point, Kalifornien / USA, 04.10.07 - Am 4.10. sank ein Boot nach Kollision mit der Westmole von Dana Hafen, nachdem es auf Hummerfang manövrierunfähig geworden war. Die vier Fahrgäste konnten gerettet werden. Der 27 Fuß lange Bayliner hatte um 19.27 Uhr Notrufe gesendet, nachdem eine Leine von den ausgebrachten Netzen in den Propeller geraten war. Momente später trieb das Boot auf Felsen auf der Seeseite der Mole, und um 7.35 Uhr war es ein Totalverlust. Nur der Bug ragte noch drei Fuß aus der aufgewühlten See. Von den vier Personen aus San Clemente konnten zwei auf die Mole springen, zwei stürzten in die See, von wo sie von einem anderen Boot aufgenommen wurden. Alle vier wurden zum Hafenbüro in Dana Harbor gebracht. Sie hatten nur leichte Verletzungen erlitten. Am 5.10. sollte bei Tageslicht die Gefahr einer Verschmutzung durch den Tank oder der Schifffahrt durch Trümmer abgeschätzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

2 Vermisste und 26 Gerettete nach Frachteruntergang

Andaman / Indien, 03.10.07 - Am Morgen des 2.10. wurden nach dem Untergang des Frachters "Heng Tai" aus Belize in der Andaman Sea vor Westthailand 2 Seeleute vermisst. Die anderen 26 wurden von der "Ocean Glory", "Great Tribune" und "Ataraxia" gerettet, Unter den beiden Vermissten ist auch einer von zwei Pakistanis, die Interesse gezeigt hatten, das 1977 erbaute Schiff zu kaufen. Es war unterwegs von Singapur nach Haldia in Indien, als es Wassereinbruch durch einen Riss im Rumpf erlitt und Notrufe sandte. Die Crew gab den Frachter auf 10 13N, 95 44O auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Wrack von Angelkutter eingeschleppt

Burry Port, Wales / UK, 03.10.07 - Das Wrack der 14 Fuß langen "Shane", bei deren Kentern zwei Angler umkamen, wurde gefunden und geborgen. Ein Flugzeug hatte es nahe Whiteford Leuchtfeuer gesichtet und die Küstenwache verständigt. Das Burry-Rettungsboot lief aus und entdeckte ein Wrack, das gesichert und nach Burry eingeschleppt wurde. Eine Riesenwelle hatte das Angelschiff am 2.10. eineinhalb Meilen vor der Küste von Nord-Gower zum Kentern gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.10.2007

Schubverband auf Donau freigeschleppt

Gemeinde Mariaposching, Landkreis Straubing-Bogen, Bayern / DE, 06.10.07 - Der am 5.10. auf Grund gelaufene bulgarische Schubverband konnte heute in den Mittagsstunden wieder freigeschleppt werden.
Auf Höhe Sommersorf in der Straubing-Bogener Gemeinde Mariaposching war der Verband gestern Vormittag von Nebel behindert auf Grund gelaufen. Schuld war aber auch ein Fahrhelfer des Schiffsführers, der die Situation falsch eingeschätzt hatte. Da sich das Missgeschick außerhalb der Fahrrinne ereignete, war der Schifffahrtsverkehr nicht behindert. Ein zwischenzeitlicher Bergungsversuch mit einem eigenen Schiff der bulgarischen Firma schlug jedoch fehl.
Die beiden Schiffe "St. Nicholas" und "Rubischip 5" waren mit rund 130 Tonnen Maschinenteilen beladen und lagen auf einem Kiesbett.
Quelle: kanal 8 vom 06.10.2007

Suche nach Skipper der "Nadine II" eingestellt

Aberdeen, Schottland / UK, 05.10.07 - Die Suche nach dem aus Portlethen stammenden Skipper der vor Aberdeenshire auf den Felsen zerbrochenen "Nadine II" wurde am 4.10. abgebrochen. Die Reste seines Kutters waren am Vortag vor Craigmaroinn in Portlethen Bay gesichtet und eine leere Schwimmweste aufgefunden worden. Taucher haben ihren Einsatz beendet, die Küstenwache wurde zurückgeordert. An der Suche hatten Einheiten der Coastguard, Rettungsboote, ein RAF-Helikopter und speziell ausgebildete SAR-Hunde teilgenommen. Auch örtliche Krankenhäuser waren abgesucht worden. Zuletzt war der Fischer am 31.10. gegen sechs Uhr gesehen worden. Sein Boot wurde um 12.55 Uhr vor Newtonhill und um 14 Uhr vor Portlethen gesichtet. Drei Stunden später wurden seine Trümmer an der Küste entdeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2007

Kollision ohne Kollisionsgegner ?

Falmouth, England / UK, 05.10.07 - Offenbar war es doch kein Baum, der den Kutter "Lady Hamilton" aus Helford auf den Grund der See vor Falmouth schickte. Die Marine and Coastguard Agency (MCA) geht nun davon aus, dass das Schiff mit dem Kutter "Blithe Spirit" aus Falmouth kollidierte. Die jeweiligen Skipper konnten keine schlüssigen Erklärungen für den Vorfall am Morgen des 4.10. abgeben. Die "Blithe Spirit" erreichte mit demoliertem Bug einen Hafen, der Skipper war leicht verletzt. Er sagte aus, er habe sich auf dem Boden wiedergefunden, als das Schiff durch einen Zusammenstoß erschüttert wurde. Er hatte eine Geschwindigkeit von rund 20 Knoten, als er die Manacle Rocks ansteuerte. Er sah aber kein anderes Boot. Dasselbe sagte der Skipper der "Lady Hamilton". Er möchte das Wrack seines Kutters heben, weil seine Existenz vom Fischfang abhängt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2007

Mindestens 33 Tote bei Kollision in Nigeria

Birnin Kebbi, Kebbi / Nigeria, 05.10.07 - Bei der Kollision zweier Schiffe im Bundesstaat Kebbi in Nordwest-Nigeria starben Mittwoch Nacht (03.10.) auf dem Dole-Kaina River mindestens 33 Menschen, acht weitere wurden schwer verletzt. Auf einem der Schiffe befanden sich 48 Passagiere, die sich wahrscheinlich nicht retten konnten. Leichen wurden aus dem Fluss gezogen und sofort am Ufer begraben. Die Verletzten kamen in ein nahes Krankenhaus. Die meisten Opfer waren Händler, die von einem Markt kamen, als ihr Fährboot mit einem Frachter kollidierte, der Petroleumprodukte geladen hatte. Das Fährboot ging nach dem Zusammenstoß in Flammen auf und wurde vom Feuer zerstört.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2007

Arendsee Dorado für Unterwasserarchäologen

Arendsee, Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt / DE, 05.10.07 - Im Arendsee im Altmarkkreis Salzwedel haben Archäologen eine Reihe wertvoller Entdeckungen gemacht. Bei Tauchgängen wurden seit 2004 unter anderem mehrere Schiffe aus dem Mittelalter gefunden. An diesem Wochenende treffen sich im Ort Arendsee Unterwasserarchäologen aus Deutschland und Europa zu ihrer 14. Jahrestagung. Im Mittelpunkt stehen die Funde in dem See. Der erste spektakuläre Fund gelang Mitgliedern des Tauchclubs Arendsee 2004 in Form eines Einbaums. Daraufhin suchten sie Kontakt zum Landesamt für Denkmalpflege in Halle, und mittlerweile wurde das Baumstamm-Boot gehoben und konserviert. Er stammt wahrscheinlich vom Ende des 14. Jahrhunderts und diente der Versorgung eines Benediktiner-Nonnen-Klosters durch Fischer. Bei weiteren Tauchgängen wurde dann ein Prahm entdeckt. Das 13 Meter lange und zweieinhalb Meter breite Lastschiff aus dem 13. Jahrhundert gilt nach Meinung der Experten als ein Unikat im norddeutschen Binnenland. Wahrscheinlich es zum Transport der Klosterbewohner genutzt, möglicherweise aber auch zum Transport von Materialien beim Klosterbau. Das Wrack konnte bisher noch nicht geborgen werden. Bei der Erforschung der Unterwasserwelt des Arendsees sind die Archäologen auf die Hilfe der Hobbytaucher angewiesen. Die Tauchclubmitglieder fotografieren neue Funde und sichern sie. Experten führen dann die weiteren Arbeiten durch. Mit knapp 30 Metern Tiefe gilt der Arendsee als einer der tiefsten Seen in Norddeutschland.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2007

Kann historisches Kriegsschiff geborgen werden?

Southampton, Ontario, Canada, 05.10.07 - Das gesunkene Kriegsschiff "General Hunter", dessen Überreste derzeit im Sand des Strandes von Southampton begraben sind, könnte einen Liegeplatz im Bruce County Museum and Cultural Centre erhalten. Das Einverständnis von Bruce County ist ein erster Schritt zu einer möglichen Bergung des Wracks aus dem 19. Jahrhundert. Eine Bergung würde 3 Millionen, eine dauerhafte Unterbringung in ein neues Ausstellungshaus und die Konservierung dort würde 4 Millionen Dollar erfordern. Das Geld müsste durch Spenden aufgebracht werden.
Die "General Hunter" wurde 1806 in Amherstburg, Ontario, erbaut. Das britische Schiff wurde in der Schlacht auf dem Eriesee im Herbst 1813 besiegt, als britische und amerikanische Kräfte versuchten, die Kontrolle über das heutige Kanada zu erringen. Nachdem das Schiff in amerikanische Hände gefallen war, wurde es in ein Versorgungsschiff für die Großen Seen umgebaut. 1816 wurde sie von einem Sturm auf die Felsen vor Southampton getrieben. Die Crew konnte sich retten. Im Winter 2004 wurden die Spanten des Schiffes am Strand sichtbar, als sich das Eis zurückzog.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2007

10 Vermisste und ein Toter nach Kollision

Dandong, Liaoning, China, 03.10.07 - Am Morgen des 3.10. rammte um 4.10 Uhr ein chinesischer Frachter 56 Kilometer südwestlich von Dandong einen Kutter und brachte ihn zum Kentern. Ein Seemann starb, zehn weitere wurden noch vermisst. Der Tote wurde eine Stunde nach der Kollision von der Küstenwache der Liaoning Provinz nördlich von Beijing aus der See gezogen, er starb wenig später. Bei dem Frachter handelte es sich um ein 10000-Tonnen-Schiff aus Dalian.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2007

Wrack der "Kvarts" in 15 Metern Tiefe entdeckt
Tod der gesamten Crew befürchtet

Aberdeen, Schottland / UK, 04.10.07 - Khabarovsk, Russland, 03.10.07 - Am 3.10. machte ein Helikopter das gesunkene Wrack des russischen Frachters "Kvarts", 150 tdw, in einer Wassertiefe von 15-17 Metern in der Bucht von Sacchalin aus. Es gelang dem Bergungsschiff "Agat" wegen zahlreicher Sandbänke nicht, die Position zu erreichen. Die 33 Meter lange, sieben Meter breite und 3 Meter tief gehende "Kvarts" von Inskove hatte um 00.56 Uhr des 2.10. Notrufe ausgesandt. Sie hatte 80 Tonnen Fisch geladen, als sie auf 53.27N 141.41 O in Seenot geriet. Um 3.25 Uhr war die "Agat" aus Moskalvo ausgelaufen, ein Helikopter stieg um 04.45 Uhr in Nikolayevsk-on-Amur auf. Zu dieser Zeit herrschte bei Windgeschwindigkeiten von 17-24 Metern/Sekunde eine Wellenhöhe von drei bis vier Metern. Am Abend sichtete der Helikopter leere Rettungsinseln. Am 3.10 beteiligte sich auch der Frachter "Omskiy 122", der Kutter "Nainu", weitere Helikopter aus Nikolaevsk-on-Amur und Sakhalin Energy Co., Nogliki, an der Suche nach den fünf Mann der "Kvarts". Zwei weitere leere Rettungsinseln wurden von örtlichen Fischern gefunden, dann vier Tote, von denen zwei Überlebensanzüge und zwei Schwimmwesten trugen, sowie zwei EPIRB. Auf der Zotova-Bank trieb ein Container an. Die " Kvarts" hatte zwei 40-Fuß-Container an Bord. Die Wellenhöhe war inzwischen auf einen halben Meter zurückgegangen, der Wind blies noch mit bis zu 10 Metern/Sekunde. Die Suche nach dem letzten vermissten Besatzungsmitglied wurde fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2007

Zerschneiden der "New Flame" steht bevor

Gibraltar - Die Regierung von Gibraltar gratulierte den Bergern von Tsavliris zum erfolgreichen Abschluss ihrer Operation zur Entfernung des Öls aus dem Wrack der "New Flame" binnen eines Monats. Kein Öl war ausgetreten. Nun wird der zweite Schritt vorbereitet, das Schiff zwischen Laderaum 2 und 3 zu zerteilen. Das Wrack wird dabei mit einem Schneidedraht zerlegt, der auf zwei stabilen, mit Winschen ausgestatteten Plattformen verankert ist. Diese werden auf Ankerziehschleppern eingerichtet. Am Ende der 1. Oktoberwoche soll die Arbeit beginnen. Dann kann das aufschwimmende Achterschiff fortgeschleppt werden. Im nächsten Schritt wird das Vorschiff mit den Laderäumen 1 und 2 gehoben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2007

Schnellfähre gestrandet

Iloilo / Philippinen, 01.10.07 - Die Coast Guard rettete am 30.September Passagiere und Besatzung der vor Iloilo Town gestrandeten Schnellfähre "Weesam Express I". Das Schiff kam kurz nach dem Auslaufen aus Bacolod Port bei starkem Wind auf schlammigem Grund fest. Die 67 Passagiere und 17 Mann Besatzung sollten von der "BRP Edsa 2" aufgenommen werden. Der hohe Seegang verhinderte dies aber. Deshalb machten zwei Schlepper die Fähre wieder flott und schleppten sie nach Dumangas ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2007

Arbeitsreicher September für SVITZER Salvage

SVITZER Salvage B.V., Niederlande - Alle Hände voll zu tun hatten die Berger von SVITZER Salvage im vergangenen Monat.
Am 6.9. wurde der gestrandete Containerfrachter "Maersk Neuchatel" an seine Eigner zurückgegeben, nachdem er am 31.8 .geborgen, anschließend stabilisiert und in den Hafen gebracht worden war.
Am 8.9. war SVITZER England an der Bergung des Frachters "Fingal", 1409 BRZ, beteiligt. Das mit Holz beladene Schiff war am Abend des 7.9. im Mull of Kintyre gestrandet. Die "Svitzer Mallaig" lief aus Greenock zum Havaristen, schleppte ihn am folgenden Morgen frei und brachte ihn nach Troon. Am Nachmittag des 8.9. war der Einsatz abgeschlossen.
Am 11.9. konnte ein Lukendeckel aus der südlichen Nordsee geborgen werden. Er stammte von dem vor der englischen Ostküste gesunkenen, deutschen Frachter "Jork" und war vom Wrack losgerissen. Da der stählerne Lukendeckel die Schifffahrt gefährdete, wurde er vom Küstenwachschlepper "Waker" gesichert. Dann wurde er zur SVITZER Basis in Ijmuiden geschleppt, wo ein Multicat-Bergungsschiff ihn vor dem Wellenbrecher aufnahm. Die "Svitzer Marken" war während der Operation auf Standby. Im Hafen angelangt, wurde der Lukendeckel an Land gehoben und den Behörden übergeben.
Vor Ibiza wurde am 17.9. die Ölbergung aus dem in 45 Metern Wassertiefe gesunkenen RoRo-Frachters "Don Pedro" abgeschlossen. Insgesamt wurden 400 Tonnen Öl ausgepumpt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2007

Kutter vor Norwegen gehoben

Molde, Møre og Romsdal, Norway, 28.09.2007 - Das Bergungsschiff "Geofjord" von DOF Subsea hat bereits am 28.9. den am 20.8. gesunkenen, norwegischen Kutter "Steinar" vor Buagrunnen gehoben. Das Wrack hatte in 75 Metern Tiefe gelegen. Das aus Fiberglas gefertigte und mit Aluminiumplatten an den Seiten verstärkte Schiff, das an Steuerbord eine starke Deformation aufwies, wurde anschließend nach Molde gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.10.2007

Niederlande - Waal nach Kollision gesperrt

Dreumel, Gelderland / Niederlande, 04.10.07 - Auf der Waal sind die Containerbinnenschiffe "Estate 2" aus Rotterdam, 3269 BRZ (erbaut 2001 Astrahan/Breko), der Estate Shipping BV und "Dilsberg", 2728 BRZ, aus Neckargemünd am 3.10. um 20 Uhr frontal kollidiert. Der Zusammenstoß ereignete sich bei Dreumel, Flusskilometer 919. Ein Container ging über Bord, zwei weitere wurden aufgerissen. Der Fluss wurde für den Verkehr gesperrt, bis die Rijkswaterstraat mit Sonar sichergestellt hatte, dass die Fahrrinne frei war. Die Kollision ereignete sich in dichtem Nebel.
Die "Estate", Register Nr. 23.24818, hat eine Länge von 109,96 Metern und eine Breite von 11,44 Metern. Die "Dilsberg", Register Nr. 48.00800, ist 135 Meter lang und 11,5 Meter breit. Sie gehört der Reederei Seibert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Kutter vor Aberdeen zerschmettert

Aberdeen, Schottland / UK, 04.10.07 - Auf Felsen an der Küste von Aberdeen wurde am 3.10. der zertrümmerte Kutter "Nadine II" kieloben aufgefunden. Das Wrack lag in Craigmaroinn in Portlethen Bay. Der Skipper, ein Hummerfischer, war am Morgen aus Portlethen ausgelaufen. Rettungsboote, Küstenwachteams und ein Helikopter suchten bis zum Abend nach dem Vermissten. Um 17.10 Uhr wurden die Wrackteile gefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Wrackräumung im Snohomish River

Everett, Washington / USA, 04.10.07 - Am 3.10. wurde das Wrack des 141 Fuß langen Fischereifahrzeugs "Heron" am 100 E Marine View Drive in Everett, Washington, geräumt. Die Bergungsfirma Global Diving and Salvage war beauftragt worden, alle umweltgefährdenden Stoffe aus dem Schiff zu entfernen und das im Snohomish River auf Grund liegende Wrack zu beseitigen. Bereits 2005 war festgestellt worden, dass die "Heron" leck war und Öl verlor. Im März 2005 waren 38000 Gallonen, im Februar 2006 weitere 80000 Gallonen veröltes Wasser aus der Hulk entfernt worden.
Bei Beginn der jetzigen Arbeiten wurde ein Vogelnest mit 2 Jungvögeln auf dem Hauptmast entdeckt. Die Mastspitze wurde abgeschnitten und an anderer Flussstelle wieder aufgestellt. Seit dem Beginn der Wrackräumung im September wurden erneut 22000 Gallonen veröltes Wasser entfernt. Außerdem sind Bunker- und Hydrauliköl und Farben sowie Lösungsmittel an Bord. Die "Heron" soll im Laufe des Oktobers entfernt sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Norwegischer Trawler drohte zu kentern

Steinesjøen, Insel Langøya, Nordland / Norwegen, 04.10.07 - Am Morgen des 2.10. legte sich der norwegische Trawler "Isafold" in Steinesjøen binnen Sekunden auf die Steuerbordseite, nachdem das Schiff sich beim Manövrieren mit dem Schlingerkiel am Grund verfangen hatte. Das Rettungsboot "Knut Hoem" kam dem Havaristen zu Hilfe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

14 Seeleute der "Mia" von Haien gefressen?

Palawan / Philippinen, 03.10.07 - Für 14 Vermisste des gesunkenen Frachters "Mia" gibt es nur noch wenig Hoffnung. Ein Überlebender sagte, die Gewässer vor West-Palawan seien mit Haie verseucht gewesen. Die "Mia" war am 29.9. 28 Meilen südöstlich von Cagayancillo in schweren Seen, die die tropische Depression "Hanna" ausgelöst hatte, gesunken. Die philippinische Marine und Küstenwache hatten nach dem Auffinden von vier Überlebenden eine bislang erfolglose Suchaktion nach den übrigen Seeleuten eingeleitet.
Bei der "Mia" könnte es sich um die 1970 in Korneuburg erbaute "Gertrud Bos" handeln (IMO 7028453). Später lief sie als "Zepforwarder", "Bell Champion", "Zepforwarder", "Coueron", "Mistelle", "Miss Annie", "Miss Elly", "Hafra", "Nour Allah", "Feeder B", "Feeder Trader" und "Blue Feeder".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Fünf Tote bei Untergang von russischem Frachter befürchtet

Vanino, Khabarovsk, Russland, 03.10.07 - Am 3.10. wurden die Leichen zweier Seeleute des gesunkenen Frachters "Kvarts" in der Okhotischen See gefunden. Die Suche nach drei weiteren Besatzungsmitgliedern dauerte an. Das Schiff war mit zwei 40-Fuß-Containern aus Okhotsk in Sacchalin nach Vanino in Khabarovsk ausgelaufen und hatte am 2.10. Notsignale gesendet. Es gehörte der in Khabarovsk ansässigen Inskoye Co. und hatte fünf Mann Crew. An der gemeldeten Position sichteten Rettungskräfte, die mit Helikoptern aus Sacchalin gekommen waren, nur noch Wrackteile und zwei leere Rettungsinseln. Das Rettungsschiff "Agat" traf am Morgen des 3.10. ein und fand die beiden Leichen in der See.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Kutter sank nach Kollision mit Baumstamm

Falmouth, England / UK, 03.10.07 - Zwei Meilen vor der Küste von Cornwall sank am 3.10. der Kutter "Lady Hamilton" aus Helford nach Kollision mit einem Gegenstand, möglicherweise einem treibenden Baumstamm. Die dreiköpfige Crew wurde vom Falmouth-Rettungsboot an Land gebracht. Zuvor hatte sie das örtliche Lotsenboot vor Pendennis Point aus dem Wasser gezogen. Die Küstenwache hatte vor dem treibenden Baum gewarnt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Neue Aussagen zu Untergang der "Queen of the North"

Victoria, British Columbia / Canada, 03.10.07 - Auf der Brücke der kanadischen Fähre "Queen of the North" war nur ein unerfahrenes Besatzungsmitglied, als sie im vergangenen Jahr gegen Felsen lief und anschließend sank, sagten BC Ferries am 3.10. Die Brückenoffiziere waren demnach nicht auf ihren Posten gewesen. BC Ferries bestätigte, dass diese Erkenntnis im Widerspruch zu einem Report vom März steht, der zu dem Schluss kam, dass zwar menschliches Versagen den Untergang verursacht habe, aber auch die Anwesenheit mindestens eines Offiziers auf der Brücke angenommen hatte.
Die Fähre war auf dem Weg von Prince Rupert nach Port Hardy in der Nacht des 22.3.2006 nahe Hartley Bay, British Columbia, verloren gegangen. Von den 101 Passagieren wurden 99 gerettet. Die beiden verantwortlichen Brückenoffiziere hatten die Aussage verweigert, zuvor aber gesagt, sie hätten noch versucht, das Unglück durch Ausschalten des Autopiloten abzuwenden. Zwei nicht auf der Brücke beschäftigte Besatzungsmitglieder hatten nach Veröffentlichung des März-Reports die Untersuchungskommission kontaktiert. Der Untergang wird weiterhin vom Transportation Safety Board untersucht, dessen Report Ende 2007 erwartet wurde. Die neuen Aussagen könnten die Veröffentlichung aber verzögern. Der Report von BC Ferries hatte Fehlfunktionen des Autopiloten für möglich gehalten, nach denen das Schiff vor der Kollision 14 Minuten lang einen falschen Kurs anliegen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Feuer auf Schubschlepper

Paducah, Kentucky / USA, 03.10.07 - Am 3.10. um 11.30 Uhr brach auf dem Schubschlepper "Marie D" ein Feuer auf dem Mississippi bei Flussmeile 923 aus. Es war im Maschinenraum ausgebrochen. Die Crew aktivierte die Feuerlöschrolle, installierte das Feuerunterdrückungssystem, stoppte die Ventilation, drückte die drei angekoppelten Bargen aufs Ufer und verließ das Schiff. Die Coast Guard koordinierte die Löscharbeiten mit der Fulton County Emergency Management Agency in Kentucky und der Mississippi County Emergency Management Agency in Missouri. Das Schiff wurde an einer Kai verholt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Sieben Tote nach Bootskenterung in Indien

Varanasi, Uttar Pradesh / Indien, 03.10.07 - Am 3.10. ertranken sieben Personen, als ihr Fährboot in der Mitte des Ganges (Ganga)-Flusses nahe Prahlad Ghat im Varanasi Distrikt von Uttar Pradesh kenterte. 15 Menschen wurden gerettet und in Krankenhäuser gebracht..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Taucher starb bei Filmarbeiten an U-Bootwrack

Malin Head, Grafschaft Donegal / Irland, 03.10.07 - Der Körper eines Tauchers, der an der Untergangsstätte des deutschen U-Bootes "U 778" ums Leben kam, wurde am 3.10. geborgen. Der Ire war an Filmarbeiten an dem Schiff am 2.9. 16 Meilen vor Malin Head ums Leben gekommen. Das übrige Tauchteam hatte die Unglücksstelle noch am selben Tag verlassen.
Das U-Boot, das überhaupt nicht mehr im 1. Weltkrieg zum Einsatz gekommen war, war auf der Verschleppung zum Abwracken auf dem Weg von Schottland nach Londonderry gesunken. Das Derry City Council plant, das Wrack zu heben und zu einem Museum zu machen. Es liegt in 70 Metern Tiefe. Es wird geschätzt, dass rund 150 U-Boote vor Malin Head liegen, zumeist Opfer des 2. Weltkriegs.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Kollision der "Flamenco" nicht durch technisches Versagen verursacht

Linz , Oberösterreich / Österreich, 03.10.07 - Ein Gutachter hat die Untersuchungen an Bord des Flusskreuzfahrers "Flamenco, der in Abwinden-Asten mit einer Donau-Schleuse kollidiert war, abgeschlossen. Technisches Ursachen als Auslöser des Unglücks konnte er nicht finden.
Der Kapitän hatte als Unglücksursache ein technisches Versagen verantwortlich gemacht. Das Schiff hatte, statt die Geschwindigkeit zu drosseln, weiter Vorausfahrt gemacht. Durch die Kollision fiel ein 200 Tonnen schwerer Betonträger auf das Vorschiff der "Flamenco", die mit 170 Passagieren und 44 Besatzungsmitgliedern besetzt war. Das havarierte Schiff lief am 3.10. zur Linzer Werft. Die beschädigte Schleusenkammer wird 2007 nicht mehr befahrbar sein.
Kurz vor Mittag des 2.10. waren die 170 Passagiere von Bord gegangen und fuhren in Bussen zurück nach Passau, von wo aus das maltesische Schiff Richtung Schwarzes Meer gestartet war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Frachter auf Wellenbrecher gestrandet

Noushehr, Kaspische Meer / Iran, 03.10.07 - Der 1,839 BRZ große russische Frachter "Samur 10" (IMO 8872588), lief am 30.9. auf dem Weg von Astrakhan nach Noushehr mit einer Ladung von 2590 Tonnen Stahl auf die Felsen des östlichen Wellenbrechers im iranischen Hafen Noushehr. Der Rumpf des 1987 erbauten Frachters wurde aufgerissen, und das Schiff erlitt Wassereinbruch in einen Laderaum und Mannschaftsunterkünfte. Es entwickelte 10 Grad Schlagseite. Der Havarist wurde am Wellenbrecher gesichert und soll nun geleichtert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Kutter mit 12 Mann Crew vermisst

Jakarta / Indonesien, 03.10.07 - Seit dem Morgen des 29.9. wird ein Kutter mit 12 Personen an Bord in den Gewässern der North Sulawesi Provinz in Ostindonesien vermisst. Rettungteams konnten wegen schwerer See das Gebiet, in dem der Kontakt verloren ging, noch nicht erreichen. Beim letzten Funkkontakt war das Schiff durch schwere Brecher leckgeschlagen worden. Es war am 28.9. von Bitung nach Ternate, der Hauptstadt der Gorontalo Provinz, ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Wrack auf dem Grund des Lake Ontario identifiziert

Rochester, New York / USA, 03.10.07 - Auf dem Grund des Lake Ontario haben zwei Unterwasserforscher das Wrack der 1858 (8. Mai 1858) gesunkenen Schoners "Orcadian" entdeckt. Der kanadische Zweimaster liegt in 245 Fuß Tiefe in der Sodus Bay acht bis 10 Meilen vom Ufer entfernt. Die "Orcadian" war mit Weizen nach Oswego unterwegs gewesen, als sie mit "Lucy Latham" die mit 800 Fässern Salz nach Chicago unterwegs war, zusammenstieß. Der Kapitän, zwei Mann Crew und die Kapitänsgattin konnten sich retten.
Das Wrack war mit Sonar gefunden worden, es dauerte aber Monate, es zu identifizieren. Es liegt zerbrochen und in Stücken auf dem Grund. Das Taucherteam fand bereits zuvor die besser erhaltene "Etta Belle".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Mord an Bord – Geschosshülsen gefunden

Miami, Florida / USA, 02.10.07 - Kriminaltechniker fanden Geschosshülsen an Bord des Charterkutters "Joe Cool", dessen vierköpfige Crew weiter vermisst ist. Die beiden Geretteten, die wegen Straftaten gesucht wurden, hatten Messer und Waffen sowie umfangreiches Gepäck bei sich, als sie nahe Kuba – einem Land, das Straftäter nicht an die USA ausliefert - in einer Rettungsinsel gefunden wurden. Sie waren am 22.9. an Bord gegangen. Einen Tag danach hatte der letzte Kontakt zum Schiff stattgefunden, am 24.9. wurden die Charterer sowie das aufgegebene Schiff von der Küstenwache gefunden.
Die Kriminaltechniker warten nun auf Ergebnisse eines DNA Tests von Blut, das im Schiffsheck gefunden wurde. Die Mordverdächtigen bleiben in Miami in Haft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

Kutter vor den Færøern vor Untergang bewahrt

Klaksvík / Färöer-Inseln, 02.10.07 - Am Nachmittag des 30.9. sprang der unter Flagge der Færøer registrierte Kutter "Karlamagnus" 30 Meilen südwestlich der Færøer in schwerer See leck. Dann fiel die Maschine aus. Das Schiff erbat Hilfe, die in Form der dänischen "Triton" kam. Das Marineschiff sandte als erstes einen Helikopter mit mobiler Lenzpumpe und zwei Mann Rettungscrew. Diese begann sofort, den vollgelaufenen Maschinenraum zu lenzen. Drei Stunden später war die "Triton" auch da und nahm die "Karlamagnuns" samt ihrer zweiköpfigen Crew in Schlepp. Sie erreichte Klaksvik Reede am 1. Oktober. Hier übernahm das Rettungsboot "Ziska" den Havaristen und brachte ihn an die Kai.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.10.2007

MS "Nordlys" kollidierte mit Kai in Honningsvåg

Honningsvåg, Gemeinde Nordkapp, Bezirk Finnmark / Norwegen, 28.09.2007 - Das 121,80 m lange norwegische Hurtigrutenschiff MS "Nordlys" hat am vergangenen Freitag (28.9.07) beim Anlegen im Hafen von Honningsvag die Kai gerammt. Dadurch wurde die seitliche Ladeklappe stark beschädigt und das Schiff muß in die Werft. Die Ursache war starker Sturm. Von den 208 Passagieren wurde niemand verletzt.
Die MS "Nordlys" gehört der Reederei TFDS in Tromsø. Sie wurde 1994 von der Volkswerft Strahlsund gebaut. Sie kann 691 Passagiere bei normaler Küstenfahrt, 750 Personen mit Besatzung, 486 Passagiere bei internationaler Fahrt aufnehmen. Auf dem Schiff ist Platz für 50 Kfz. Die Geschwindigkeit des Schiffes beträgt 18 Knoten.
Quelle: D.Schmidt vom 03.10.2007
2.Meldung: Am 28.9. um 12 Uhr kollidierte bei starkem Wind die Hurtigruten-Fähre "Nordly" mit einem Kai in Honningsvåg, als sie dort anlagen wollte. Die Rampe an Backbordseite wurde dabei beschädigt. Die 208 Passagiere – 165 für eine Rundreise gebuchte und 30 Reisende nach Kirkenes – blieben unversehrt. Die Passagiere nach Kirkenes wurden mit anderen Verkehrsmitteln an ihr Ziel gebracht, die übrigen nach Bergen transportiert, wo sie die Reise mit der auf Nordkurs fahrenden "Midnatsol" fortsetzen konnten. Die 1994 bei der Volkswerft Stralsund erbaute "Nordlys" muss zur Reparatur in eine Werft. Dafür wurde sie provisorisch in Honningsvåg instand gesetzt. Die Reisen nach Kirkenes und Bergen mussten abgesagt werden, die Rückkehr in den Liniendienst wird für den 10. Oktober erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff "Helga"gehoben

Hamburg / DE, 02.10.07 - Das am 27.9. im Billekanal in Hamburg-Rothenburgsort gesunkene Binnenschiff "Helga" ist gehoben worden. Taucher dichteten erst das Leck abg. Anschließend wurde das Schiff entladen und gehoben. Es war mit 800 Tonnen Split an Bord in die Bille gefahren und dort auf Grund gelaufen. Obwohl der Kapitän noch versuchte, das Wasser abzupumpen, sank das Schiff im Laufe der folgenden Nacht. Die bei dem Unfall ausgelaufenen Betriebsstoffe wurden von der Feuerwehr beseitigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

Flusskreuzfahrtschiff "Flamenco" wird untersucht

Asten, Oberösterreich / Österreich, 02.10.07 - Noch in der Nacht zum 3.10. wurden erste Ermittlungsergebnisse nach der Kollision der "Flamenco" erwartet. Der Kapitän hat jede Schuld an dem Unfall von sich gewiesen. Am Schiff untersuchten im Laufe des 2.10. Sachverständige, warum es ungestoppt in die Schleuse gefahren ist. Der Kapitänsagte aus, er habe das Manöver zum Aufstoppen eingeleitet, der Retourgang habe aber nicht reagiert. Er gehe von einem technischen Defekt aus. Sobald feststeht, wie groß der Schaden am Schiff ist, soll es, falls möglich, mit eigener Kraft nach Linz fahren und dort repariert werden. Kurz vor Mittag waren die 170 Passagiere von Bord gegangen und wurden in Bussen zurück nach Passau gebracht, von wo aus das maltesische Schiff Richtung Schwarzes Meer gestartet war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

Sinkender Kutter ging in Flammen auf

Frankston, Victoria / Australien, 02.10.07 - Ein 18 Fuß langer Kutter ging vor Frankston in Flammen auf. Ein Feuerball und aufsteigender Rauch wurde 2-3 Kilometer vor Oliver’s Hill beobachtet. Die drei Fischer hatten an Bord ein Feuer entzündet, um auf sich aufmerksam zu machen, nachdem der Kutter zu sinken begonnen hatte. Es gelang, den Havaristen zum Ufer zurück zu schleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

Herabstürzender Betonträger klemmte Flusskreuzfahrer ein

Schleuse Abwinden-Asten, Oberösterreich / Österreich, 02.10.07 - Der mit 170 Passagieren und 44 Crewmitgliedern besetztes Flusskreuzfahrer "Flamenco" rammte in der Nacht zum 2.10. gegen Mitternacht die Schleusenkammer des Donaukraftwerkes Abwinden-Asten. Das Schiff wurde dabei durch einen herabstürzenden Betonträger in der Schleuse eingeklemmt. Einen Manövrierfehler des Kapitäns scheint das Unglück verursacht haben: Das Kabinenschiff war mit 5-10 Stundenkilometern, einer zu hohen Geschwindigkeit, in die Schleusenkammer eingelaufen und stieß gegen das am Ende der Schleusenkammer zum Schutz des Schleusentores angebrachte Sicherungsseil. Durch den heftigen Aufprall wurde ein Kranbahnträger des Kraftwerkes aus seiner Verankerung gerissen und stürzte auf den Bug des Schiffes. Der tonnenschwere Kranbahnträger klemmte das Schiff in der Schleuse ein.
Beim Aufprall wurden mehrere Passagiere wurden zu Boden geschleudert. Drei Verletzten wurde an Bord Erste Hilfe geleistet. Am Kraftwerk sowie am Schiff entstand schwerer Sachschaden. Zwei Wochen hätte die Donaukreuzfahrt auf der "Flamenco" dauern und von Passau ans Schwarze Meer führen sollen. Das Schiff musste für die Untersuchung durch Sachverständige in der Schleuse bleiben. Die Passagiere blieben zunächst an Bord und sollten am Vormittag des 2.10. nach Passau zurückgebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

Sieben Vermisste nach Bootskenterung in Indien

Patna, Bihar, Indien, 02.10.07 - Sieben Personen wurden vermisst, nachdem ein Boot auf dem Dagrain Patwariya Fluss bei Bhadaur in Barh am Abend des 1.10. kenterte. Das Schiff hatte rund 30 Personen an Bord gehabt und war von Pandarak nach Bhadaur unterwegs gewesen. Das Boot hatte zuerst einen Brückenpfeiler gerammt und war dann gekentert. Die meisten Insassen konnten an Land schwimmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

Kutter vor Indonesien vermisst

Jakarta / Indonesien, 02.10.07 - Am 2.10. suchten Rettungsteams nach einem in Ostindonesien vermissten Kutter mit 12 Personen an Bord. Das Schiff wird seit dem 28.9. vermisst. Es war am Nachmittag aus Bitung in der Nordsulawesi-Provinz mit Kurs Ambon in Maluku, ungefähr 2.400 Kilometer nordöstlich von Jakarta, ausgelaufen und in schwere See geraten. Nach 14 Stunden Fahrt hatte die Crew gemeldet, dass das Schiff durch große Wellen leck geschlagen war. Am Morgen des 2.10. waren drei Marineschiffe und ein Nomad-Suchflugzeug im Einsatz. Weitere vor Indonesien operierende Marineeinheiten sollten in die Suche eingebunden werden. Das Flugzeug wurde in ein Suchgebiet vor den Singihe Islands nordöstlich von Sulawesi geschickt in der Hoffnung, dass Überlebende dort an einen Strand getrieben sein könnten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

Frachter vor Philippinien gesunken

Brooks Point, West-Palawan / Philippinen, 02.10.07 - Mindestens 14 Seeleute aus Cebu wurden vermisst, nachdem am 28.9. der philippinische Frachter "Mia" der JPS Shipping Lines mit 880 Tonnen Zement in 22000 Säcken vor Cabile Island zwischen den Tubbataha- und Cagayancillo Islands in Palawan sank. Die Coast Guard und Marine suchten auf der letzten bekannten Position nach Überlenden und Ölverschmutzungen, die die Korallenriffe von Palawan Island gefährden könnten. Vier Seeleute waren am 30.9. von dem Kutter "Alester" der Irma Fishing Corporation gerettet worden. Die "Mia" hatte Cebu am 26.9., mit einer Ladung für die Engineering Equipment in Brooks Point auf West-Palawan, verlassen. Am 28.9. hätte sie dort gegen sechs Uhr eintreffen sollen. Der Kapitän meldete aber um 15.55 Uhr, dass schwere See, verursacht durch den Taifun Hannah, das Einlaufen um einen Tag verzögern würde und er hoffte, Um 1 Uhr des 29.9. im Hafen zu sein. Wenig später brach die Kommunikation mit dem Frachter ab. Es wurde gehofft, dass er vor dem Sturm Schutz gesucht hatte, doch die Hoffnung trog: Die "Mia" erreichte den Hafen jedoch überhaupt nicht mehr.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

12 Gerettete und 2 Vermisste bei Schiffunglücken vor Phuket

Phuket / Thailand, 02.10.07 - In schweren Regenfällen kenterte am Nachmittag des 30.9. ein Kutter vor Koh Racha in der Phuket Provinz. Er war von fünf Personen für eine Angeltour gechartert worden. Drei wurden gerettet. Ein Marinehelikopter suchte nach den beiden Vermissten, musste aber wegen Dunkelheit und schlechten Wetters die Suche einstellen. Die beiden Vermissten stammen aus Phuket.
Vor der Küste der Provinz Satun wurden 9 Mann eines Kutters gerettet, deren Schiff im Sturm gesunken war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

Thunfischfänger rammte Fähre in Malta

Malta, 02.10.07 - Am 1.10. um 16.24 Uhr erlitt der unter Guinea-Flagge registrierte Longliner "Tuna Pro No. 1" beim Einlaufen in den Großen Hafen von Malta Maschinenausfall und rammte das italienische RoRo-Schiff "Eurocargo Valencia". Sofort wurde der Schlepper "Mar" zur Unfallstelle geschickt und schleppte die "Tuna Pro No. 1" um 16.57 Uhr zum French Creek. Nachdem der Havarist gesichert war, wurde er um 17.15 an den Labrador-Anleger verschleppt. Die "Eurocargo Valencia" verließ nach einer Untersuchung Malta mit Kurs Catania auf Sizilien um 19 Uhr. Die 1974 erbaute "Tuna Pro No. 1" gehört der TA Mattew Tuna Ranch und operiert von Malta aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

Kümo bei Yerseke geborgen

Yerseke, Zeeland / Niederlande, 01.10.07 - Am 1.10. um 7 Uhr haben der Schlepper "Zephyrus" von Multraship und "Delta" von Polderman das englische Kümo "Pipit" auf der Oosterschelde nahe bei Yerseke wieder flott gemacht. Das Schiff war mit 1400 Tonnen Muscheln unterwegs von England nach Yerseke gewesen, als es am Abend des 30.9. bei Hochwasser strandete. Der Versuch eines Muschelkutters, den Havaristen noch am Abend wieder freizuschleppen, scheiterte. Weitere Bergungsangebote lehnte der Kapitän ab, weil er hoffte, aus eigener Kraft wieder freizukommen. Erst am Morgen sah er ein, dass dies nicht klappte und forderte professionelle Bergungshilfe an. Nach dem Freischleppen wurde die "Pipit" nach Yerseke gebracht. Über Schäden am schiff war noch nichts bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

Boot strandete auf einstigem Leuchtturmfelsen

Hampton, Virginia, USA, 01.10.07 - Ein 48 Fuß langer Sportkutter lief auf Felsen, auf denen einst der Back River Leuchtturm gestanden hatte. Das Rettungsboot aus Hampton kam dem festsitzenden Boot nach dessen um 20.45 Uhr erfolgten Notruf zu Hilfe und barg die sechs Personen an Bord sowie einen Hund ab. Die See ging 2-3 Fuß hoch, was zusammen mit starker Strömung und kräftigem Wind die Rettung von den glitschigen Felsen erschwerte. Zwei Personen wurden mit einer Leine von Bord geholt. Die Rettungsaktion war um 21.20 Uhr abgeschlossen. Das Boot blieb mit zum Himmel ragendem Bug zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

Betrunkener Russenkapitän verursachte Kollision in Vlissingen

Vlissingen, Zeeland / Niederlande, 01.10.07 - Am 28.9. kollidierten in Vlissingen zwei Frachter aus Bermudas und England. Der russische Kapitän des Unfallverursachers aus Bermuda war betrunken. Er wurde einem Alkoholtest unterzogen und musste eine Sicherheitsleistung von 2000 Euro hinterlegen. Er erhielt ein 12-stündiges Fahrverbot und erwartet nun ein Strafverfahren. An beiden Schiffen entstand Sachschaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

Felsen begrub Boot unter sich

Lake Canyon, Utah / USA, 01.10.07 - Am 28.9. wurde eine Frau getötet, als im Lake Canyon ein Felsbrocken auf ein Boot stürzte. Eine weitere Person wurde vermisst. Insassen eines Bootes, das 20 Minuten zuvor dieselbe Stelle passiert und den beiden Insassen noch zugewinkt hatten, fanden das Boot später gekentert vor. Ranger bargen eine Tote und stellten fest, dass ein Sandsteinbrocken von 250 Quadratfuß Umfang abgebrochen und auf das Boot gekracht war. Die Wassertiefe in dem Gebiet beträgt 150 Fuß.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.10.2007

Schnellfähre vor Philippinien gestrandet

Iloilo / Philippinien, 30.09.07 - Eine Fähre des Weesam Express lief am 30.9. zwischen Guimaras Island und Iloilo auf Grund. Die 48 Passagiere und 10 Mann Crew wurden von der philippinischen Küstenwache unverletzt evakuiert. Die Coast Guard und das Weesam Express Management wollen untersuchen, ob das Schiff von großen Wellen, die die tropische Depression Hanna mit sich brachte, vom Kurs abgebracht wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2007

Vier Personen von havarierter Yacht abgeborgen

Sequim, Washington / USA, 30.09.07 - Am 30.9. assistierte die US Coast Guard der havarierten 38-Fuß-Yacht "Eliska", die mit fünf Personen an Bord in 10 Fuß hohen Wellen vor Smith Island, Washington, trieb. Der Skipper hatte gegen 16 Uhr um Hilfe gebeten, nachdem das Boot manövrierunfähig geworden war und beschädigte Segel hatte. Minuten lief ein 41-Fuß-Boot der Coast Guard Station Port Angeles aus und nahm das Boot in Schlepp. Um 8.25 Uhr stieß der 87 Fuß lange Küstenwachkutter "Sea Lion" hinzu. Ein HH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Port Angeles startete, nachdem von Bord der "Eliska" bekannt wurde, dass mehrere Insassen seekrank und dehydriert waren. Vier Personen wurden aufgewinscht und ins Olympic Memorial Hospital geflogen. Der Skipper blieb an Bord, während sein Boot zur John Wayne Marina in Sequim geschleppt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2007
Info: Smith Island liegt in der östlichen Straße von Juan de Fuca, mitten zwischen Admiralty Inlet und Lopez Island.

Angelkutter lief auf Grund

Niantic, New London, Connecticut / USA, 30.09.07 - Am 29.9. lief der 65 Fuß lange Charterkutter "Black Hawk II" aus Niantic auf Felsen in der Mündung der Niantic Bay. Das Schiff kam gegen 14 Uhr bei der zweiten Tagesausfahrt westlich Millstone Point fest. Die 29 Angler an Bord wurden binnen 20 Minuten sicher evakuiert. Die mit leichter Schlagseite hoch aus der Last liegende "Black Hawk II" sollte mit Hilfe des Hochwassers wieder flottgemacht werden, jedoch scheiterte ein erster Abschleppversuch. Sicherheitshalber wurden daraufhin 400 Gallonen Öl durch United Oil Recycling aus den Betriebsstofftanks geleichtert und ein Ölschlängel um den Rumpf gelegt. Die Crew hatte zwei Stunden nach der Strandung einen Ölfilm am Havaristen entdeckt. Ungefähr sieben Gallonen Öl-Wassser-Gemisch waren ausgelaufen. Der Bootseigner Greg Dubrule sagte, das Schiff sei beschädigt, aber nicht in Gefahr zu sinken. Er hatte zum Unfallzeitpunkt am Ruder gestanden. TowBoat US und Sea Tow, beides kommerzielle Bergungsfirmen, reagierten ebenso wie die Coast Guard, das Connecticut Department of Environmental Protection und das Goshen Fire Department auf die Strandung. Die sechsköpfige Crew blieb an Bord.
Am 30.9. gelang die Bergung durch einen Schlepper von Douglas Marine. Mit eigener Kraft lief der Kutter den Noank Shipyard in Noak, Connecticut, an, wo eine Untersuchung durchgeführt werden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2007

Kurzes Glück an neuem Schiff

Marineland, Flagler, Florida / USA, 30.09.07 - Nachdem der Betriebsstoff ausgegangen war, wurde ein 40 Fuß langer Sportkutter von starkem Wind auf die felsige Küste nahe Marineland in Flagler County getrieben und zerstört. Das Schiff war am Nachmittag des 29.9. ins Treiben geraten, und da der Anker im Grund nicht hielt, wurde es von starker Surf auf die Felsen gedrückt und brach auseinander. Der Eigner hatte es kurz zuvor in South Carolina gekauft und war dabei, es nach Brevard County zu überführen. Die Crew konnte sich retten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2007

Sechs Seeleute vor China vermisst

Huludao, Liaoning / China, 30.09.07 - Am 29.9. kollidierten in der Bohai See vor Huludao in der nordostchinesischen Liaoning Provinz zwei Sandtransporter. Beide Schiffe kenterten und sanken. Insgesamt gingen 22 Seeleute in die See. 16 von ihnen konnten rasch gerettet werden, nach sechs Vermissten wurde eine bis zum 30.9. gesucht. Gleichzeitig begann das Auffangen von auslaufendem Öl vor Huludao City.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2007

Feuer auf Katamaran

Coromandel Peninsula / Neuseeland, 29.09.07 - Am Morgen des 29.9. brach auf einem 30 Fuß langen Katamaran vor der Küste von Coromandel in Deep Cove ein Feuer aus. Die sechsköpfige Crew wurde gerettet. Das Boot ankerte vor Whangaui Island in Coromandel Harbour, als es um 5 Uhr zu dem Unglück kam. An Bord waren zwei Erwachsene und vier Kinder, die mit Verbrennungen und Unterkühlungen im Waikato Hospital behandelt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2007

Kutter vor Nantucket gesunken

New Bedford, Massachusetts / USA, 28.09.07 - 40 Meilen südöstlich von Nantucket wurden am 28.9. sechs Personen von dem Kutter "Jacob Allen" aus Plymouth gerettet. Sie wurden von dem Kutter "Sancor" gegen 18 Uhr aus einer Rettungsinsel aufgenommen und nach New Bedford gebracht. Hier wurde sie am 29.9. gegen sechs Uhr erwartet. Die Küstenwache warnte vor dem halb gesunkenen Wrack der "Jacob Allen".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2007

"Free Jupiter" muss befreit werden

Philippinen - Die Bergungsfirma SMIT Salvage ist derzeit dabei, den Frachter "Free Jupiter" zu leichtern. Das Schiff war nahe Cebu, Philippinen, am 21. September 2007 auf Grund gelaufen. Um es flott zu bekommen, muss ein Teil der Fracht entladen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2007

Fähre trieb hilflos in der See

Indischer Ozean, 27.09.07 - Die 180 Fuß lange, unter der Flagge von Tansania registrierte Fähre "Spice Island" geriet vor der Küste von Somalia auf dem Weg von Oman nach Tansania am 25.9. ins Treiben und bat um Hilfe. Der amerikanische Zerstörer USS "Stout" (DDG 55) und ein Helikopter von USS "James E Williams" (DDG 95) reagierten auf die Notrufe. Der Helikopter war als erstes vor Ort und stellte Sprechverbindung her. Am Abend traf die "Stout" ein und blieb bis Sonnenaufgang auf Standby. Dann ging ein Boarding-Team an Bord und inspizierte das Schiff. Anschließend wurde es in Schlepp genommen und 7800 Gallonen Öl umgepumpt. Das Schiff hatte keinerlei Brennstoffvorräte oder Nahrung mehr an Bord. Nachdem die Maschine wieder gestartet war, nahm die "Spice Island" aus eigener Kraft Kurs auf Tansania.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.10.2007

Die Angaben sind ohne Gewähr

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