S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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letzte Änderung: 31. August 2007
Binnenschiff auf Rhein gestrandet
Rüdesheim am Rhein - Assmannshausen, Landkreis Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen / DE, 31.08.07 - Am 30.8. gegen 4.30 Uhr lief das holländische Binnenschiff "
Wiltura" auf dem Clemensgrund in Höhe von Assmannshausen bei Rhein-Kilometer 533,3 auf Grund. Das mit 3146 Tonnen Kies beladene Schiff war in Talfahrt auf der Reise nach Nijmegen, als es sich wegen technischer Probleme in Höhe der Burg Rheinstein quer legte. Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei galt ein Defekt am Ruderlagen-Anzeiger als Unfallursache wahrscheinlich. Das 135 Meter lange Schiff war unvermittelt aus dem Ruder gelaufen und kam außerhalb der Fahrrinne im flachen Wasser fest. Wegen des Schwungs drehte sich dabei das Schiff um 180 Grad und lag dann mit dem Bug bergwärts. Die Trechtingshäuser Reederei Loh kam mit drei Schleppern zur Hilfe. Da der Frachter aber sehr ungünstig lag, musste ein Teil der Ladung auf das Kranschiff "
Otto", das aus Walluf angefordert wurde, umgeladen werden, bevor man den Frachter frei bekommen konnte. Da die "Otto" aber jeweils nur rund 400 Tonnen Ladung aufnehmen konnte, dauerte das Leichtern den ganzen Nachmittag. Der Kies wurde unweit der Unfallstelle im Rhein verklappt.
Die
Wasserschutzpolizei und das
Wasser- und Schifffahrtsamt waren mit mehreren
Booten vor Ort, um die Unfallstelle zu sichern. Die Schifffahrt auf dem Rhein wurde nur geringfügig beeinträchtigt. Die passierenden Schiffe mussten ihre Fahrt verlangsamen. Nach dem Leichtern sollte der holländische Frachter zur Reparatur in die Binger Werft geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.08.2007
Passagierschiff versenkte Frachter – zwei Vermisste
Haifa / Israel, 31.08.07 - Vor der Küste Israels kollidierte am 30.8. das unter Limassol-Flagge registrierte Passagierschiff "
Salamis Glory" der Salamis Lines mit dem unter slowakischer Flagge laufenden, 1971 erbauten Frachter "
Shelly", 1599 BRZ (IMO Nr. 7306673) der Casp Cargo Lines Ltd, Israel. Das 1971 erbaute Schiff wurde in zwei Hälften zerteilt und sank binnen kurzer Zeit. 11 slowakische Seeleute wurden gerettet, zwei Mann vermisst. Es wurde befürchtet, dass sie mit dem sinkenden Frachter in die Tiefe gezogen wurden. An der Suche nach den beiden Vermissten beteiligten sich auch Militärhubschrauber. Die Geretteten wurden nach Haifa gebracht.
Hier legte auch die "
Salamis Glory", die 1962 in Split als brasilianische "
Anna Mery" erbaut worden war und später als "
Danaos Constellation", "
Morning Star" und bis 1996 als "
Regent Sun" der Regency Cruises lief, ein. Die unversehrt gebliebenen Passagiere gingen hier von Bord.
Ursache der Kollision war wahrscheinlich ein
Fehler in der
Navigationsausrüstung der "Shelly", die auf dem Weg nach Zypern gewesen war. Die "Salamis Glory", die mit 700 Passagieren von Zypern kam, rammte sie drei Kilometer vor der Küste von Haifa.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.08.2007
Antriebslos im Indischen Ozean
Wladiwostok, Region Primorje / Russland, 30.08.07 - Der russische Shrimpfänger "
Akwaresurs", 129 tdw, geriet nach Stromausfall am 19.8. bei den Seychellen im Indischen Ozean in Seenot. An Bord des 31 Meter langen und 8,8 Meter breiten Trawlers befanden sich sieben russische Besatzungsmitglieder, allesamt Russen. Der Trawler, der seither
antriebslos rund 450 Meilen südwestlich von Victoria driftete, sollte Ende des Monats einem vom Reeder in Maputo, Mosambik, gecharterten
Bergungsschiff abgeschleppt werden. Passierende Schiffe stellten die einzige Verbindung der Trawlercrew zur Außenwelt dar, da durch den Blackout auch kein Funkverkehr möglich war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.08.2007
Tanker lief auf Maas auf Grund
Rotterdam / Niederlande, 28.08.07 - Am 28.8. lief der unter der Flagge der Cayman Islands registrierte Tanker "
Stolt Skua", Heimathafen Georgetown (IMO 9199311) in der Botlek-Mündung auf der Maas auf Grund. Die Schlepper "
Eerland 23" und "
Maas" machten das 112 Meter lange und 19 Meter breite Schiff wieder flott.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.08.2007
Indonesischer Dreimaster "Arung Samudera" nach Brisbane geschleppt
Brisbane, Queensland, Australien, 30.08.07 - Der 35 Meter lange Dreimaster "
Arung Samudera" der indonesischen Marine lief in der Nacht zum 23.8. auf dem Weg zum
Apec Treffen in Sydney in schwerer See in einem Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 100 km/h vor Südost-Queensland auf Grund. Zuvor waren die Segel des Schiffes gerissen und das Ruder gebrochen. Zwei Anker und die Kraft beider Hilfsmaschinen konnten das Schiff nicht halten. Es kam auf ebenem Kiel direkt vor dem Rainbow Beach fest.
Das Großseglertreffen sollte mit 6 anderen Tallships am 2.9. stattfinden.
Das als Luxusyacht 1991 in Neuseeland erbaute Schiff wollte von Cairns kommend zuvor Brisbane anlaufen. Die 18-köpfige Crew rettete sich nach der Strandung auf den Rainbow Beach nahe Gympie, nördlich des Zielhafens. Sie wurde von Anwohnern nass, aber ansonsten unversehrt auf einer Straße am Strand entdeckt, zu einer Polizeistation gebracht und mit Kleidung und Essen versorgt. Die sechs Offiziere und 12 Mannschaften wurden zum Wochenende in Marineunterkünften in Bulimba, einem Vorort von Brisbane, untergebracht. Der Kommandant blieb zur Überwachung der weiteren Arbeiten vor Ort.
Am 24.8. wurde das
Schiff untersucht und festgestellt, dass es strukturell intakt geblieben war und kein Wasser in der Bilge hatte. Es saß aufrecht in der Brandung, sodass die Möglichkeit eines Abschleppens als günstig eingeschätzt wurde. Am 24. und 25. August waren die Wetterbedingungen so günstig, dass Öl und andere umweltgefährdende Stoffe abgepumpt werden und auf Trucks an Land verladen werden konnten. Die Berger holten auch persönliche Habseligkeiten von Bord. Sie fanden, nachdem das Schiff in der Brandung umhergeworfen worden war, ein großes Durcheinander losgerissener Dinge vor, das sie so weit wie möglich aufklarten. Das Schiff selbst war stabil. Seewasser, das in den Rumpf eingedrungen war, war hereingeschlagen und nicht durch Lecks eingedrungen.
Mit hohem
Wasserstand am 29.8. begann ein Schlepper aus Brisbane mit der Bergung. Um 19.30 Uhr war es soweit – die "Arung Samudera" schwamm auf. Ohne das gebrochene Ruder und mit beschädigtem Kiel wurde sie langsam nach Brisbane geschleppt, wo sie am 30.8. um 11.30 Uhr in Morningside festmachte. Vier Besatzungsmitglieder und zwei Angehörige der australischen Marine waren während der 16-stündigen Verschleppung an Bord.
Beim Eintreffen des
Dreimasters am Brisbane Slipway im Osten der Stadt wurde er von uniformierten Besatzungsangehörigen begrüßt. Die nächsten vier Tage musste das Schiff am Slip vertäut bleiben, bevor es zu einer Schadensanalyse und Reparaturarbeiten aus dem Wasser genommen werden konnte, denn die Slipanlage war bis dahin von einem anderen Schiff belegt. Die Crew sollte so lange in Bulimba bleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.08.2007
Ruder der "Pasha Bulker" wird Denkmal
Newcastle, New South Wales / Australien, 30.08.07 - Das 19 Tonnen schwere
Ruder der im Juni vor Nobby’s Beach in Newcastle gestrandeten "
Pasha Bulker" ist nun auch geborgen worden. Es war während der Bergung im Juli abgebrochen. Bei ruhiger See gelang es einem Berger im Auftrag der Schiffseigner Fukujin Kisen Co. Ltd, das 4x5 Meter große Ruder mithilfe einer Barge und einem Schlepper zu heben und nach Newcastle zu bringen. Hier hoben Mobilkräne das 10 Tonnen schwere Teil an Land. Dort drohte dem Ruder aber die Verschrottung, weil die japanischen Schiffseigner es an Abwracker verkaufen wollten. Statt dessen wurde vor Ort eine Übereinkunft erzielt, es zum
Gedenken an die Strandung öffentlich in Newcastle auszustellen. Dazu boten örtliche Stahlbaufirmen ihre Unterstützung an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.08.2007
"Repubblica di Genova" wird aufgerichtet
Antwerpen / Belgien, 30.08.07 - Im Rahmen der Arbeiten zum Aufrichten der am 8. März an Kai 1339 in Antwerpen gekenterten "
Repubblica di Genova" wurden in zweiwöchiger Arbeit Pfeiler in das Verrebroek Dock gerammt. Auf Deck des gekenterten Frachters wurden 16 Stahlwiderlager errichtet. Am 30.8. um 6 Uhr began das Aufrichten des Frachters. Bis zum Abschluss der Arbeiten wurde ein Schifffahrtverbot im Verrebroekdock verhängt. Es sollte maximal 72 Stunden bestehen bleiben. Das 216 Meter lange und gut 30 Meter breite Schiff war wegen eines technischen Fehlers am Kai gekenter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.08.2007
Kutter vor San Juan Island gekentert
San Juan Island, Washington / USA, 30.08.07 - Zwei Meilen westlich von San Juan Island kenterte am 29.8. im Puget Sound der 50 Fuß lange Kutter "
Esperanza" aus Everett, Washington. Das Unglück ereignete sich zwei Meilen westlich von Cattle Point auf der Insel. Die vierköpfige Crew wurde von anderen Schiffen unversehrt gerettet. Die "Esperanza" hatte beim Kentern ungefähr 300 Gallonen Dieselöl an Bord. Ein
25-Fuß-Boot der Coast Guard Station Port Angeles lief zur Unglücksstelle. Ein
Helikopter der Air Station Port Angeles sollte die Wrackposition überfliegen, um mögliche Wasserverschmutzungen zu kontrollieren. Die Eigner der "Esperanza" wollten eine Bergung veranlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.08.2007
Vier Sportbootfahrer im Öresund gerettet
Öresund / Dänemark, 30.08.07 - Am 30.8. erlitt im Öresund ein
Motorboot mit sechs Personen an Bord Wassereinbruch und war in Gefahr zu sinken. Ein dänischer
Rettungshubschrauber evakuierte vier der Bootsfahrer. Die beiden anderen wollten versuchen, das Boot auf Grund zu setzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.08.2007
Baggerschiff auf Grund gelaufen
Martha's Vineyard (Insel), Massachusetts, USA, 29.08.07 - Der 87 Fuß Bagger "
Oriental" lief am 29.8. gegen 1.45 Uhr nahe Martha's Vineyard, Massachusetts, auf Grund. Die 5-köpfige Crew blieb unversehrt. Das Schiff aus North Carolina wurde aber beschädigt. Ein
41-Fuß-Rettungsboot der Coast Guard Station Woods Hole life um 5.25 Uhr zum Havaristen und traf dort eine knappe halbe Stunde später ein. In den Mittagsstunden des 30.8. sollte der Bagger freigeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.08.2007
Kanadische Fähre rammte Pier in Port Hardy
Port Hardy, British Columbia / Kanada, 29.08.07 - Am Abend des 27.8. kollidierte die Fähre "
Queen of Chilliwack" der B.C. Ferries beim Anlegen in Port Hardy mit dem Kai. Das Schiff kam mit 148 Passagieren aus Bella Coola, als es um 8.45 Uhr die Geschwindigkeit bereits auf knapp zwei Knoten reduziert hatte und beim Versuch des Kapitäns, das Schiff aufzustoppen, einen Maschinenausfall erlitt. Fünf Passagiere wurden verletzt, etliche stürzten. Die meisten Verletzten hatten sich auf einem Niedergang befunden. Zwei wurden ins Krankenhaus in Port Hardy gebracht. Anleger und Fähre wurden auf Schäden untersucht. Der Fährdienst wurde für die Dauer der Untersuchungen eingestellt. Taucher, Ingenieure und Schadensexperten machten sich nach dem Entladen des Schiffes an die Arbeit.
Am 29.8. sollte der Fährbetrieb wieder aufgenommen werden. Die 29 Jahre alte Fähre, die im Winter auf der Earls Cove-Saltery Bay-Route und im Sommer in der Discovery Bay verkehrt, sollte eigentlich schon 2003 außer Dienst gestellt werden, erhielt aufgrund von Nachrüstungen aber durch Transport Canada eine Fahrerlaubnis bis 2012.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.08.2007
Vorschiff der "MSC Napoli" wird verschrottet
Belfast / Irland, 29.08.07 - Der Schlepper "
Anglian Earl" (IMO 8516964) der britischen Küstenwache, der am 9.8. begonnen hatte, den vorderen Teil der "
MSC Napoli" entlang der Küste Cornwalls Richtung Belfast zu ziehen, traf planmäßig am 13.8. vor Belfast ein. Am Vortag der Verschleppung war das Schiff vor Sidmouth auf Position gebracht worden. Gleichzeitig werden nun Kontrakte verhandelt, das Achterschiff mit dem Maschinenraum und den Aufbauten, der noch vor Devon auf Grund liegt, abzuwracken. Mit dem Verholen des Vorschiffs endete auch der Einsatz des Schleppers "
RT Magic" am Havaristen, der nach Rotterdam abging. Nach dem Eintreffen des halben Schiff vor Belfast wurde es zu einem Ankerplatz vor dem Hafen verbracht.
Am 17.8. wurde das Vorschiff der "MSC Napoli" nach Belfast eingeschleppt und bei Harland & Wolff vertäut. Hier wird es in einem Trockendock abgewrackt. 98 Prozent sollen recycelt werden.
Am 27. August begann das Abwracken des Schiffsteils. Binnen 15 Wochen soll die Arbeit beendet sein. Beschädigte Sektionen werden zuvor noch untersucht, um herauszufinden, was während des Sturms, in dem der Frachter leck schlug, genau geschah.
Das
Achterschiff der "
MSC Napoli" soll im Winter in einem Stück auf eine Barge verladen werden. Dazu erhielt die holländische Bergungsfirma Smit, die bereits die vorangegangenen Bergungsarbeiten durchgeführt hat, 10 Tage nach dem Abliefern der vorderen Schiffshälfte ebenfalls den Auftrag. Auf diese Weise sollen die Umweltrisiken minimiert werden. Die Hebung des Torsos soll voraussichtlich im November stattfinden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.08.2007
Speedboot sank im Solent
Newhaven, East Sussex, England / UK, 28.08.07 - Auf dem Fletcher-Speedboot "
Bubbles" kam es am 27.8. zu einer Explosion im Maschinenraum, als das Schiff vor Beachy Head unterwegs war. Danach brach auf dem 22 Fuß langen Luxusschiff ein Feuer aus, das den Eigner aus Eastbourne zwang, mit einer Schwimmweste über Bord zu springen. 20 Minuten später rettete ihn ein
Taucherschiff.
Die
Solent-Küstenwache wurde um 11.30 Uhr von Zeugen alarmiert. Als der Rauch immer intensiver wurde, gingen zahlreiche Anrufe ein. Ein
Boot aus Newhaven lief zu der Unglücksstelle eine Meile südlich von Birling Gap. Von dort kam ein weiteres
Boot, ein
Trawler hatte gestoppt und versuchte, das Feuer zu löschen. Das Boot sank aber rasch auf 25 Metern Wassertiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.08.2007
"New Flame" verliert zunehmend Stabilität
Gibraltar / UK, 27.08.07 - Am Abend des 20.8. wurden die Bergungsarbeiten an der halb gesunkenen "
New Flame" vor Gibraltar unterbrochen, nachdem den Bergern klar wurde, dass das Schiff nach über einer Woche in der See unstabil geworden war und Gefahr lief, zu zerbrechen. Der Bergungsleiter instruierte das Bergungsteam, das Schiff zu verlassen und sich an Bord der "
Fotiy Krylov" zu begeben. Die Berger gingen davon aus, dass das Achterschiff beim Auseinanderbrechen schwimmfähig bliebe und das Öl in dessen Tanks sicher ist. Das Achterschiff würde dann an einen sicheren Ort in der bucht von Gibraltar zur Inspektion verschleppt werden. Nach Abschluss dieser Untersuchungen sollte der Torso dann in den Bereich der Südmole gebracht und dort das verbliebene Öl abgepumpt werden.
Die "
Fotiy Krylov" versuchte anschließend vor den Augen hunderter Schaulustiger am Europa Point und überwacht von Hubschraubern, den Frachter kontrolliert auseinanderzureißen. Dies wurde als weniger riskant für den weiteren Ablauf eingeschätzt als abzuwarten, bis das Schiff von alleine auseinanderbricht. Im Laufe des Tages kam es zu einem geringfügigen Ölaustritt. Die Arbeiten wurden am Abend gestoppt, nachdem achtstündige Bemühungen ohne Ergebnis verlaufen waren. Der Schlepper blieb auf Position und mit dem Achterschiff verbunden, um im Falle eines Auseinanderbrechens des instabilen Schiffes sofort eingreifen zu können.
Tauchuntersuchungen ergaben unterdessen, dass die Stabilität des Rumpfes bei 60 % liege. Als Handlungsoption wurde deswegen auch erwogen, den Auftrieb des Vorschiffs zu erhöhen und es dann anzuheben, um so mithilfe zweier Schlepper doch das ganze Schiff bewegen und an eine sicherere Position zum Leichtern verholen zu können. An entsprechenden Berechnungen wurde gearbeitet. Das Ölleichtern wurde dessen ungeachtet am 23.8. wieder aufgenommen, am Folgetag wegen schlechten Wetters aber wieder unterbrochen.
Am Morgen des 27.8. wurden die
Bergungsarbeiten wieder aufgenommen, nachdem sich das Wetter beruhigt hatte. Der norwegische Schlepper "
Forti Krylo" hielt eine Trossenverbindung zum Havaristen aufrecht. Bereits am nächsten Tag folgte eine erneute Unterbrechung. Nach dem Einwirkung der Brandung auf den Rumpf wurde festgestellt, dass die Stabilität von 60 % auf 25 % gesunken war. Deswegen kam nach den Hoffnungen, das Schiff als Ganzes aufschwimmen zu lassen, die Option des Zerteilens wieder verstärkt in den Fokus der Überlegungen. Um einem unkontrollierten Auseinanderbrechen zuvorzukommen, das das Risiko in sich birgt, an ungünstigen Stellen zu erfolgen, könnte der Rumpf auseinandergeschweißt oder, ähnlich wie bei der "
MSC Napoli", durch Sprengungen in zwei Teile zerlegt werden. Diese Möglichkeit wurde durch Experten favorisiert. Der Druck, zu einer Entscheidung zu kommen, wurde durch die sich verstärkenden Schäden am Rumpf in den vergangenen Tagen erhöht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.08.2007
Gesunkene Barge in Schelde gehoben
Nieuwpoort / Belgium, 24.08.07 - Am 24.8. hob die Bergungsfirma Ship Support zusammen mit dem Taucherschiff "
Diver" eine gesunkene
Barge im Hafenkanal von Nieuwpoort auf der Schelde. Das mit Luftsäcken an die Wasseroberfläche gebrachte Gefährt wurde an einen Kai verholt und dort von einem Mobilkran aus dem Wasser gehoben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.08.2007
15 Opfer bei Bootskenterung in Indien befürchtet
Khagaria, Bundesstaat Bihar / Indien, 28.08.07 - Am 28.8. ertranken
fünf Menschen und
10 weitere wurden vermisst, als ein
Boot mit 28 Passagieren in dem durch Regenfälle angeschwollenen Burhi Gandak Fluss nahe Mahesaurhi im Khagaria Distrikt sank. Das Schiff war unterwegs nach Sansarpur und kenterte in starkem Wind, nur wenige Minuten nach dem Ablegen in Mahesaurhi. 13 Menschen gelang es, an Land zu schwimmen. Fünf Tote wurden aus dem Wasser gezogen und zur Autopsie ins Sadar Hospital gebracht. Taucher versuchten, mit Fischernetzen weitere Leichen zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.08.2007
Kapitän schlief - Tanker lief auf Grund
Wladiwostok, Region Primorje / Russland, 28.08.07 - In der Sobol Bucht bei Wladiwostok lief am 27.8. um 21.05 Uhr der 1989 erbaute Bunkertanker "
Mekhanik Rudenko", 738 BRZ, der Neftretrans Shipping (IMO 8907474) in der Japanischen See auf Grund. Das 64,25 Meter lange und 10 Meter breite Schiff hatte 200 Tonnen Brennstoff und 200 Tonnen Dieselöl an Bord. Der Schlepper "
Lazurit", das Taucherschiff "
VRD 1409", das Arbeitsschiff "
RP 178" mit Ölsperren und
zwei Bargen mit Ölskimmern eilten zu Hilfe und waren um Mitternacht vor Ort. Eine sofortige Tauchinspektion ergab, dass der Schiffsrumpf zwar eingedrückt, aber nicht leckgeschlagen war. Am 28.8. um 3.40 Uhr wurde das Dieselöl in die Bargen umgepumpt und eine Trossenverbindung zur "Lazurit" hergestellt, die das Schiff stabil hielt. Um 05.05 Uhr gelang es, das Schiff freizuschleppen und zu Inspektionen vor Anker zu legen. Der Tanker war unterwegs von Nakhodka nach Waldiwostok gewesen. Es kam zu keinen Ölverschmutzungen. Die "Mekhanik Rudenko" hat eine 6-köpfige Besatzung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.08.2007
Segelschiff rammte Barriere um Flugzeugträger
San Diego, Kalifornien / USA, 28.08.07 - Der Chartersegler "
Californian" kollidierte am 25.8. mit einer
Barrikade, die um den in der San Diego Bay liegenden Flugzeugträger "
Ronald Reagan" ausgebracht war. Der Unfall ereignete sich während einer um 13 Uhr begonnen Fahrt des Nachbaus eines Küstenwachklippers aus dem 19. Jahrhundert, der 1984 erbaut und 2003 vom San Diego Maritime Museum erworben worden war. An Bord waren um die 50 Fahrgäste. Die "Ronald Reagan" befand sich zur Überholung an der North Island Naval Air Station. Die Barriere soll kleine Boote abghalten. Ein Element wurde beschädigt und musste zur Reparatur fortgeschleppt werden. Das Unglück hatte sich ereignet, als die "Californian" mit dem Heck durch den Wind ging. Doch da die Windrichtung sich abrupt änderte, kam das Schiff trotz sofortigen Segelreffens und Motoreinsatzes nicht mehr frei. Menschen kamen nicht zu Schaden. Nun sollen Tests durchgeführt werden, warum sich das Schiff so bewegte, dass es zur Kollision kam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.08.2007
Info: Die "
Californian" ist ein Nachbau des 1847 gebauten Zollkutters "
C.W. Lawrence" (Revenue Cutter Service), der einer der schnellsten Schiffe in der Entwicklung des amerikanischen Marinezollwesens war. Takelagetyp: TOPPSEGELSCHONER. Der "
Revenue Cutter Service" war Vorgänger des heutigen
U.S. Coast Guard.
Trawler vor Sri Lanka aufgegeben
Colombo / Sri Lanka, 25.08.07 - Sechs Fischer aus Sri Lanka, die aus Tangalle am 8.7. mit einem Trawler ausgelaufen waren, wurden von der SLNS "
Shakthi" der Marine des Landes am 23.8. gerettet. Der Trawler "
Ishan Lahiru" war am 18. August in schwerer See vor Batticaloa in Seenot geraten. 640 Kilometer östlich von Trincomalee war er zunächst in Schlepp genommen worden, musste aber wegen des schlechten Zustandes und den Risiken eines weiteren Schlepp's in stürmischer See schließlich aufgegeben werden. Die sechsköpfige Crew wurde von der "Shakthi" an Bord genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.08.2007
Bohrinsel geriet bei Reparatur in Schräglage
Tema, Region Greater Accra / Ghana, 13.08.07 - Am 13.8. geriet der 90m lange und 69m breite Halbtaucher "
MG Hulme Jr" im Hafen von Tema in Ghana in Schwierigkeiten. Während Reparatur- und Überholungsarbeiten wurde ein Schwimmkörper komplett geflutet, die Bohrinsel entwickelte Schlagseite. Berger von Smit Salvage sollten den vollgelaufenen Bereich lenzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.08.2007
Erneut Schleusentor in Holtenau gerammt – Chaos im Kanal
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 27.08.07 - Am 26.8. um 3.15 Uhr rammte der Jorker Containerfrachter "
Jork Reliance" (IMO 9328041) das Tor der Neuen Nordschleuse in Kiel-Holtenau. Dadurch waren zwei der vier Schleusenkammern außer Betrieb. Am Nachmittag drehten bereits die ersten Schiffe ab und nahmen Kurs auf das Skagerrak. Am Abend betrug die Wartezeit vor den Schleusen bereits vier Stunden. Der Containerfrachter "Jork Reliance" hatte das Tor so schwer beschädigt, dass es sich nicht mehr öffnen ließ Der Amtsleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau verschaffte sich zusammen mit Technikern im Laufe des 26.8. vor Ort einen Überblick. Ein voll einsatzbereites Ersatztor steht nach der Havarieserie vom Winter noch nicht wieder zur Verfügung. Ein Tor liegt im Dock der Lindenau Werft, ein weiteres Reservetor befand sich noch im Kieler Nordhafen in der Ausrüstung.
Ob eine
provisorische Reparatur des Tores 3 möglich ist, sollten Techniker am 27.8. prüfen. Eine Notreparatur war kurzfristig nicht machbar, da dafür bei dem Amt kein Personal mehr zur Verfügung steht. Aufgrund von Reparaturmaßnahmen befindet sich auch eine der beiden alten Schleusenkammern außer Betrieb.
Bereits am
27.12.06 kollidierte der Tanker "
King Edward" (IMO 9290490) mit dem Schleusentor, allerdings hatte er, anders als die eisverstärkte "Jork Reliance", keinen Wulstbug. Jetzt wurde die Wallschiene auf der gesamten Breite eingedrückt. Die 141 Meter lange "Jork Reliance", 7987 BRZ, die die Flagge von Antigua/Barbuda führt, war erst am 29.3. an Bernd Becker in Jork von der holländischen Damen Werft abgeliefert worden. Sie war für die Hamburger Team Lines unterwegs nach Kotka. Nachdem sie die Schleuse gewechselt hatte, konnte sie mit nur leichten Schäden am Bug ihre Reise gegen 12 Uhr fortsetzen. Ursache der Kollision war eventuell ein Problem mit dem Verstellpropeller. Es gelang nicht rechtzeitig, das Schiff aufzustoppen.
Am 27.8. liefen die Arbeiten zur
Wiederinbetriebnahme des beschädigten Docktores auf Hochtouren, nachdem man sich zu einer Notreparatur entschlossen hatte. Während sich wartende Schiffe bis auf Höhe Strande in der Kieler Bucht stauten – die Wartezeitauf Reede betrug sechs bis zehn Stunden – machten ein
Taucherschiff, das Kranschiff "
Griep to", ein Ponton und das Arbeitsboot "
Regenpfeifer 2" in der Neuen Schleuse fest und dienten als Arbeitsplattform zum Abschweißen der beschädigten Stahlteile. Diese Arbeiten sollten bis zum Morgen des 28.8. abgeschlossen sein. Danach musste die geborstene Wallschiene, die dem Tor beim Fahren Halt gibt, durch am 28.8. aus Hamburg herbeitransportierte Stahlträger überbrückt werden.
Am 31.8., so die
Hoffnung, sollte das Tor wieder
einsatzklar sein. Dem Ersatztor, das überholt worden war, fehlten noch der Übergang zum Queren der Kammern, deswegen wurde es nicht in Benutzung genommen.
Derweil kam es in der durch die Havarie hervorgerufenen Whooling zu einer
weiteren Kollision. Der Kieler Raddampfer "
Freya", der auf einer Kanaltour im Stau gewesen war, wurde beim Manövrieren in der Schleuse auf dem Rückweg in den Heimathafen vom Sog des Propellers eines
Containerfrachters unter dessen Heck gezogen. Dabei wurde die "Freya" leicht am Bug beschädigt. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.08.2007
Rettungsboot kenterte bei Bergung von Schiffbrüchigen
Grimsby, England / UK, 27.08.07 - Am 27.8. um 10.39 Uhr sandte die Yacht "
Penn Player" ein Mayday vor Spurn Head, wo sie gestrandet war. Dabei war das Ruder verloren gegangen, und Rauch drang aus der Maschine. Die Humber Coastguard koordinierte die Rettung der dreiköpfigen Crew. Das
Humber RNLI Lifeboat lief zum Havaristen aus, ein kleineres Boot der Y-Klasse barg die Yachtcrew. Als das
kleine Boot die Geretteten beim Humber-Boot ablieferte,
kenterte es. Daraufhin eilte das
Cleethorpes RNLI Inshore Lifeboat zur Unglücksstelle, und alle Verunglückten wurden sicher geborgen. Zwei Schiffbrüchige, die an Schock und Unterkühlung litten, wurden von einem Helikopter aus Leconfield aufgewinscht und ins Grimsby Hospital geflogen. Die "Penn Player" wurde von dem Humber RNLI Lifeboat nach Grimsby abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.08.2007
Schmugglerfrachter gestrandet
Fort-de-France / Martinique (Karibik), 18.08.07 - In der Nacht zum 18.8. riss sich der Frachter "
Master Endeavour" von seinem Anker los und wurde im
Hurrikan Dean in der Bucht von Fort de France, Martinique, auf Grund getrieben. Das Schiff (IMO Nr. 7707102) war dort wegen Drogenschmuggels arrestiert worden. Es hatte keine Crew an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.08.2007
Info: Die
Insel Martinique gehört zu Frankreich, Département Martinique
Brand auf einem Gütermotorschiff
Duisburg, Nordrhein-Westfalen / DE, 26.08.07 - Am Sonntagmorgen, den 26. August, gegen 04.00 Uhr brach in der Matrosenwohnung des GMS "Discovery" aus bisher ungeklärter Ursache ein Brand aus. Der dort anwesende Matrose erlitt dadurch leichte Brandverletzungen und musste einem Krankenhaus zugeführt werden. Der Brand wurde vom Wasser aus durch den Einsatz eines Feuerlöschbootes bekämpft und gelöscht. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Polizei Duisburg vom 26.08.2007
Frachter kollidiert mit Schleuse in Kiel-Holtenau
Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE, 26.08.07 - Am 26.08. gegen 03:15 Uhr hat das 141 Meter lange Frachtschiff "Jork Reliance" das Schleusentor der neuen Nordschleuse in Kiel-Holtenau gerammt. Das unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Schiff hat das Tor erheblich beschädigt, so dass die Schleuse zunächst außer Betrieb genommen werden musste. Verletzt wurde niemand. Der Umfang des Schadens und die Schadenshöhe wird erst nach Begutachtung von Technikern am Montag feststehen. Das Frachtschiff habe nach einer Schadensbegutachtung seine Fahrt fortgesetzt.
Quelle: WSP und Abendblatt vom 26.08.2007
Datteln-Hamm-Kanal - Feuer auf Sportboot
Hamm, Nordrhein-Westfalen / DE, 25.08.07 - Am 25.08. mittags wurden Feuerwehr und Polizei zur Schleuse Hamm auf dem Datteln-Hamm-Kanal gerufen. Auf einem etwa 4,5 Meter langen Aluminium-Sportboot mit dem Namen "Anton" war ein Feuer ausgebrochen. Dieses war im Bereich des Benzintanks entstanden. Zur Brandursache kann derzeit nichts gesagt werden. Personen wurden nicht verletzt.
Eine Wasserverunreinigung durch eventuell ausgetretenen Kraftstoffes wurde nicht festgestellt. Die Schadenshöhe steht derzeit ebenfalls noch nicht fest.
Quelle: WSP NRW vom 25.08.2007
Schiffshavarie auf der Donau bei Deggendorf
Aicha a. d. Donau, Landkreis Deggendorf, Bayern / DE, 24.08.07 - Am Freitag, den 24. August 2007, gegen 09.50 Uhr havariert erneut ein Schiff auf der Donau bei Aicha. Diese Unfallstelle ist nur 600m von der Unfallstelle vom Vortage entfernt. Dort liegt noch das niederländische Motorschiff am Ufer. Dies hatte jedoch keinerlei Einfluß auf den erneuten Schiffsunfall.
Das deutsche Gütermotorschiff "Düsseldorf", beladen mit 1500 Tonnen Eisenerz fuhr zum Unfallzeitpunkt talwärts. Auch das deutsche Schiff lief auf Grund, drehte sich und stieß mit dem Ruder ans Ufer. Dabei brach das Ruder und das Schiff blieb manövrierunfähig liegen. Das Schiff wurde gesichert und festgemacht.
Die Wasserschutzpolizei nahm auch diesen Unfall auf. Die weitere Schifffahrt ist momentan nicht behindert. Über die Bergungsmodalitäten wird in den nächsten Tagen entschieden. Die Schadenshöhe lässt sich noch nicht beziffern.
Quelle: Polizeidirektion Straubing vom 24.08.2007
Schiffsunfall - 1.560 Tonnen Sojaschrot nicht gefährdet
Aicha a. d. Donau, Landkreis Deggendorf, Bayern / DE, 23.08.07 - Am Donnerstag, den 23. August 2007, fuhr gegen 08.00 bei Aicha das niederländische Gütermotorschiff "Cazador" die Donau talwärts. Das Schiff kam infolge einer Bodenberührung mit dem Heck an das linke Ufer, dabei brach das Ruder weg.
Weiterhin entstand ein Leck mit Wassereinbruch. Das Schiff konnte miteigener Kraft festmachen und mit bordeigenen Pumpen über Wasser gehalten werden. Die Ladung, bestehend aus 1.560 Tonnen Sojaschrot ist nicht gefährdet.
Derzeit wird versucht, das Schiff freizuschleppen. Sollte dies nicht gelingen, muß die Ladung geleichtert werden. Der Schiffverkehr ist nicht behindert.
Die Wasserschutzpolizei Deggendorf hat den Unfall aufgenommen und überwacht die Bergungsarbeiten. Der Schaden lässt sich momentan noch nicht beziffern.
Quelle: idowa vom 23.08.2007
Norwegische Expressfähre rammte Kai in Sollibotn
Eivindvik, Sogn og Fjordane, Norwegen, 23.08.07 - Die norwegische Expressfähre "
Fjordprins" rammte am Vormittag des 23.8. einen Kai in Sollibotn bei Eivindvik. Offenbar hatte einer der Jetantriebe nicht ausreichend Leistung erbracht. Die "Fjordprins" wurde leicht beschädigt, Menschen kamen
nicht zu Schaden. Das Schiff war mit 43 Fahrgästen unterwegs von Bergen nach Selje. Da die "Fjordprins" zur Reparatur nach Bergen zurücklief, mussten sie ihre Reise mit anderen Fähren fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.08.2007
Norwegische Fähre rammte Kai in Utne
Utne, Hordaland, Norwegen, 23.08.07 - Drei Personen wurden verletzt, vier Motorräder und 11 der 50 geladenen Autos beschädigt, als die norwegische Fähre "
Hardingen" am 23.8. um 12.25 Uhr den Kai von Utne rammte. Krankenwagen wurden zum Hafen geschickt, doch die
Verletzungen unter den 70 Passagieren waren
leichter Natur. Wegen eines technischen Versagens hatte die Maschine offenbar nicht stoppen können, als das Schiff von Kvanndal kommend in den Hafen einlief. Da die Fähre für die Untersuchungen und Reparaturen im Hafen bleiben musste, wurden Fahrgäste gebeten, die Fährrouten Kvanndal–Kinsarvik und Brimnes–Bruravik zu nutzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.08.2007
Sportboot auf Elbe gestrandet
Cuxhaven, Niedersachsen, 23.08.07 - Am 23.8. lief auf der Elbe nahe Tonne 41 das Motorboot "
Desperado" auf Grund gelaufen. Es konnte einige Stunden später mit Einsetzten der Flut freigeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.08.2007
Bei Autobergung Kutterwrack gefunden
San Diego, Kalifornien / USA, 23.08.07 - Auf der Suche nach einem
gestohlenen Auto in der Mission Bay in San Diego fanden Taucher am 23.8. ein versenktes, ebenfalls entwendetes
Boot. Es handelt sich bereits um den achten derartigen Fund in dieser Woche. Ein Zeuge hatte den gesunkenen Porsche in 5 Fuß Wassertiefe entdeckt am Ende der Bootsrampe in der De Anza Cove. Retter machten sich daran, das Autowrack zu bergen, als sie einen
20 Fuß langen Kutter in der Nähe entdeckten. Die Polizei fand heraus, dass das Schiff in einem anderen Teil der Bucht gestohlen gemeldet worden war. In den vergangenen Tagen waren bereits sieben andere gestohlene Fahrzeuge in verschiedenen Hafenteilen entdeckt worden. Einige waren zuvor ausgeplündert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.08.2007
Versicherungspoker um "WD Fairway"
Papendrecht, Provinz Südholland / Niederlanden, 23.08.07 - Der holländische Hopperbagger "
WD Fairway" der Royal Boskalis Westminster ist nach seiner schweren Kollision in China im Frühjahr mittlerweile in
Thailand eingetroffen. Die Diskussionen mit den Versicherern sind noch im Gange, sie haben aber noch nicht dazu geführt, das Schiff zum Totalverlust zu erklären. Deswegen wird der Buchwert des Baggers zunächst beibehalten und das Schiff weiter abgeschrieben. Wenn die "WD Fairway" zum konstruktiven Totalverlust erklärt wird, erwaret Boskalis eine Zahlung von über 165 Millionen Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.08.2007
Schlepper nach Notreparatur in Delfzijl eingetroffen
Delfzijl, Provinz Groningen / Niederlande, 23.08.07 - Nach dem Brand des Schlepper "
Watergeus", 134 BRZ, des Wagenborg Sleepdienst (IMO 9110860) in der Nacht zum 20.8. hat der Havarist den Kieler Scheerhafen am 22.8. um 15 Uhr wieder verlassen, nachdem es gelungen war, eine der beiden Maschinen wieder zum Laufen zu bekommen. Er traf am Folgetag um 12 Uhr in Delfzijl ein und soll endgültig bei Kon. Niestern Sander in Delfzijl repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.08.2007
Kutter vor Alaska gestrandet
Sitka, Alaska / USA, 23.08.07 - Am 22.8. gegen 21.50 Uhr lief 12 Meilen nordwestlich von Sitka der amerikanische Kutter "
Knik" auf Grund. Das 25-Fuß-Rettungsboot des 225 Fuß langen Coast Guard-Kutter "
Maple" aus Sitka blieb mit einer Crew und Lenzpumpen auf Standby, während auf die Flut um 9.30 Uhr des 23.8. gewartet wurde, mit der der Havarist wieder freikommen wollte. Der Kutter hatte um Hilfe ersucht, nachdem er vor Halleck Island festgekommen war. Der Skipper blieb an Bord. Ein
Helikopter der Air Station Sitka sollte die Strandungsstelle am Morgen des 23.8. überfliegen. Die "Knik" ist ein 44 Fuß langer Holzkutter aus Seattle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.08.2007
Zweites Sportboot binnen 10 Tagen in Delaware Bay gesunken
Little Creek, Delaware / USA, 22.08.07 - Am Morgen des 22.8. sank in der Delaware Bay ein 38 Fuß langes
Sportboot. Die zweiköpfige Crew wurde eine halbe Meile von Woodland Beach entfernt von Fischern gerettet. Sie hatten um acht Uhr morgens Wassereinbruch gemeldet, doch bevor eine Position durchgegeben werden konnte, brach die Verbindung ab. Die Handykoordinaten konnten ermittelt und Feuerwehren aus Leipsic und Little Creek in Marsch gesetzt werden. Feuerwehrleute verständigten ihrerseits Freunde, die am Fischen waren, und fragten, ob sie ein Boot in Not sähen. Tatsächlich entdeckten die Männer der 36 Fuß langen "
Katherine K" die Schiffbrüchigen in Schwimmwesten auf Deck ihres Schiffes und bargen sie. Eine Wasserpumpe, die an Bord gegeben wurde, funktionierte aber nicht. Das Sportboot sank 40 Minuten nach dem Wassereinbruch. Es war unterwegs gewesen von Baltimore über den Chesapeake & Delaware Canal nach New Jersey und war auf dem Rückweg zum Kanal nach Ausfall der Bilgenpumpe in Not geraten. Die Bergungsfirma Sea Tow soll sich des Wracks annehmen. Die Geretteten wurden zur Little Creek Feuerwache gebracht.
Bereits am
12.8. war in dem Seegebiet der 52 Fuß lange Kabinenkreuzer "
Apollo" vor
Reedy Island gesunken. Die dreiköpfige Crew hatte sich in eine Rettungsinsel geflüchtet. Das Boot wurde einige Tage darauf geborgen und zur Summit North Marina gebracht. Es hatte ein Unterwasserhindernis gerammt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.08.2007
Verdächtiger Frachter wird nach Untergang der "Sokalique" in Brest untersucht
Brest, Bretagne / Frankreich, 22.08.07 - Im Laufe der Untersuchungen, die nach dem Untergang des Kutters "
Sokalique" am 17.8. vor Brest durchgeführt wurden, geleitet von einem Flugzeug der französischen Marine sowie dem Zoll und dem Schlepper "
Malabar", zog ein Frachter, die "
Ocean Jasper" aus Kiribati, die Aufmerksamkeit auf sich. Er war unterwegs von St. Petersburg nach Istanbul und, wie die Rekonstruktion des Kurses ergab, zum fraglichen Zeitpunkt nahe der Position des Kutters. Eigner und Schiff wurden kontaktiert und angewiesen, für weitere Untersuchungen nach Brest einzulaufen. Hier traf es am 18.8. um 03.30 Uhr mit Eskorte der "
Le Henaff" sowie des Minensuchers "
Eridan" und des Zolls ein. Es machte in der Marinebasis fest und wurde für den Zeitraum der Untersuchungen mit einem Auslaufverbot belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.08.2007
Info: Kiribati ist ein Inselstaat im Pazifik. Das Staatsterritorium erstreckt sich über eine Vielzahl von Inseln Mikronesiens und Polynesiens, die über ein weites Gebiet nördlich und südlich des Äquators verstreut liegen.
Polnische Yacht auf Gotland gestrandet
Insel Gotland / Schweden, 21.08.07 - Die 11 meter lange polnische Yacht "Andromeda" strandete am 16.8. an der Südwestküste der Insel Gotland. Am 21.8. begannen Bergungsarbeiten an dem in Gdingen beheimateten Einmaster.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.08.2007
Info: Die Yacht wurde inzwischen geborgen und liegt jetzt zur Reparatur in Klintehamn / Gotland.
Achterschiff von "MSC Napoli" wird auf Barge gehoben
England / UK - Das Achterschiff der "
MSC Napoli" soll in einem Stück auf eine Barge verladen werden. Dazu erhielt die holländische Bergungsfirma
Smit, die bereits die vorangegangenen Bergungsarbeiten durchgeführt hat, nun den Auftrag. Auf diese Weise sollen die Umweltrisiken minimiert werden. Die Hebung des Torsos soll voraussichtlich im
November stattfinden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.08.2007
Indonesischer Dreimaster vor Queensland gestrandet
Rainbow Beach, Queensland / Australien, 23.08.07 - Der 35 Meter lange Dreimaster KRI "
Arung Samudera" der indonesischen Marine lief am 23.8.um 3:00 Uhr (Ortszeit) auf dem Weg zum Apec Treffen in Sydney in schwerer See vor Südost-Queensland auf Grund. Das Treffen sollte mit 6 anderen Tallships am 2.9. stattfinden. Das als Luxusyacht 1991 in Neuseeland erbaute Schiff wollte von Cairns kommend zuvor Brisbane anlaufen. Die 18-köpfige Crew rettete sich auf den Rainbow Beach nahe Gympie, nördlich des Zielhafens. Sie wurde von Anwohnern nass, aber ansonsten unversehrt auf einer Straße am Strand entdeckt, zu einer Polizeistation gebracht und mit Kleidung und Essen versorgt. Am 24.8. sollten Bergungsarbeiten an dem strukturell intakten Schiff beginnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.08.2007
Unerfahrener Rudergänger rammte Tanker
Sint Andries, Gelderland / Niederlande, 22.08.07 - Am 22.8. kollidierten auf der Waal bei Gelderse Hurwenen ein
Tanker mit einem
Frachter. Der Tanker wurde auf
35 Metern Länge und einem halben Meter Höhe aufgerissen. Der Autotransporter hatte ihn um 9.15 Uhr gerammt. Der Zusammenstoß wurde offenbar durch einen unerfahrenen Rudergänger verursacht, der das Schiff bei starkem Wind nicht auf Kurs halten konnte. Die Ladung des Tankers wurde in St. Andries auf einen anderen Tanker umgepumpt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.08.2007
Kutter vor Dänemark in Brand
Dänemark, 22.08.07 - Am 22.8. geriet ein
Kutter mit drei Mann Besatzung in der Nordsee ca. 80 Meilen vor Hvide Sande in Brand. Ein
Helikopter aus Karup wurde alarmiert, der Kutter "
Conni Winther", "
Marianne" und "
Lisbeth Frich" sowie der Schlepper "
Esvagt Gamma" und das Fischereiinspektionsschiff "
Nordsoen" nahmen Kurs auf den Havaristen. Der Hubschrauber brachte die Crew in Sicherheit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.08.2007
Bergungsarbeiten an mutmaßlichem Piratenschiff
Beaufort, North Carolina / USA, 22.08.07 - Ein Tauchteam soll am 22.8. mit der Bergung einer
Kanone und anderer
Artefakte der "
Queen Anne’s Revenge" des Piraten
Blackbeard beginnen. Die Bergungskampagne ist auf 12 Wochen ausgelegt. Bisher wurden für die Arbeiten am Wrack vor North Carolina 2 Millionen Dollar ausgegeben. Von den weiteren Arbeiten erhoffen sich die Forscher Klarheit, ob es sich tatsächlich um das Piratenschiff handelt. Die Taucher wollen ins Achterschiff und die hinteren Laderäume eindringen, hier vermuteten sie Artefakte aus der Kapitänskajüte und den Offiziersunterkünften. Die "Queen Anne’s Revenge" lief im Juni 1718 im Beaufort Inlet auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.08.2007
Walbeobachtungsschiff brannte vor Monterey
Moss Landing, Monterey, Kalifornien / USA, 22.08.07 - Das 55 Fuß lange Walbeobachtungsschiff "
Sur Clipper" geriet in der Monterey Bay in
Brand. Das Schiff der Monterey Bay Boat Charters war bereits einige Stunden in der Bucht unterwegs, als am Nachmittag des 21.8. Passagiere Rauch wahrnahmen. Das Feuer war im Schornstein ausgebrochen und weitete sich auf das Kajütdach des 40 Jahre alten Schiffes aus. Die Flammen schlossen den Bereich mit den Schwimmwesten ein. Die vierköpfige Crew ging mit Feuerlöschern gegen den Brand vor, die Passagiere halfen mit Eimern, doch das Boot brannte weiterhin, als es einen Liegeplatz in Moss Landing ansteuerte. Hier wurden die Passagiere evakuiert, und das Feuer war weitgehend gelöscht, als die Feuerwehr von Monterey County eintraf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.08.2007
Schlepper versucht havarierten Frachter auseinanderzureißen
Gibraltar / UK, 22.08.02 - Am Abend des 20.8. wurden die Bergungsarbeiten auf der "
New Flame" vor Gibraltar unterbrochen, nachdem den Bergern klar wurde, dass das Schiff nach über einer Woche in der See unstabil geworden war und
Gefahr lief,
zu zerbrechen. Der Bergungsleiter instruierte das Bergungsteam, das Schiff zu verlassen und sich an Bord der "
Fotiy Krylov" zu begeben. Die Berger gingen davon aus, dass das Achterschiff beim Auseinanderbrechen schwimmfähig bliebe und das Öl in dessen Tanks sicher ist. Das Achterschiff würde dann an einen sicheren Ort in der bucht von Gibraltar zur Inspektion verschleppt werden. Nach Abschluss dieser Untersuchungen sollte der Torso dann in den Bereich der Südmole gebracht und dort das verbliebene Öl abgepumpt werden.
Die "
Fotiy Krylov" versuchte anschließend vor den Augen hunderter Schaulustiger am Europa Point und überwacht von Hubschraubern, den Frachter kontrolliert auseinanderzureißen. Dies wurde als weniger riskant für den weiteren Ablauf eingeschätzt als abzuwarten, bis das Schiff von alleine auseinanderbricht. Im Laufe des Tages kam es zu einem geringfügigen Ölaustritt. Die Arbeiten wurden am Abend gestoppt, nachdem achtstündige Bemühungen ohne Ergebnis verlaufen waren. Der Schlepper blieb auf Position und mit dem Achterschiff verbunden, um im Falle eines Auseinanderbrechens des instabilen Schiffes sofort eingreifen zu können. Er sollte seine Arbeit am nächsten Morgen fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.08.2007
Drogenschmuggler versanken vor Mexiko
USCG Alameda, Kalifornien / USA, 22.08.07 - Vier mutmaßliche
Drogenschmuggler wurden am 20.August 300 Meilen südwestlich der Grenze von Mexiko und Guatemala von einer U.S. Coast Guard und U.S. Navy Crew gerettet , dazu wurde eine größere Menge Kokain sichergestellt. Ein
Überwachungsflugzeug hatte ihr sinkendes halbtauchendes
Fahrzeug entdeckt. Diese niedrig gebauten Schiffe können mehrere Tonnen Drogen transportieren. Das Schiff war rund 50 Fuß lang und musste kurz nach der Entdeckung aufgegeben werden. Wenig später sank es. Ein Boardingteam von USS "
Dewert" rettete die Crew und 11 aufgetriebene Ballen mit Kokain.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.08.2007
Sturm bringt Schiffe vor Bangladesh in Seenot
Golf von Bengalen / Bangladesh, 19.08.07 - Vor dem Hafen von Chittagong strandeten in rauer See
zwei Tanker, ein Frachter sank. Die "
Feroz Farzana" mit 700 Tonnen Zementklinkern sank vor Karnaphuli beim Versuch, den Hafen zu erreichen. Sie hatte die Klinker von einem koreanischen Frachter auf Reede übernommen. Die Hafenschlepper "
Kandari 1" und "
Kandari 2" versuchten im Sturm mehrfach vergeblich, das gesunkene Schiff zu lokalisieren. Die 12-köpfige Crew wurde von
Trawlern und
Booten gerettet. Das Schiff hatte seine Ladekapazität von 500 Tonnen überschritten.
Der Tanker "
Saima", der mit 13000 Tonnen Öl auf dem Weg von Patenga nach Dhaka war, sank im Sandwip Channel in demselben Sturm. Die Hafenschlepper bargen die 12-köpfige Crew.
Schließlich lief der Tanker "
Rajanigandha" mit 11000 Tonnen Öl bei Ramdaspur im südlichen Barisal Distrikt auf Grund. Die 13-köpfige Crew wurde von einem Hafenrettungsteam aus Khulna geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.08.2007
Barkasse drohte in Lübeck zu sinken
Lübeck, Schleswig-Holstein - Am 18.8 schlug auf der Trave in Lübeck die acht Meter lange Barkasse "
Oldenburg" leck. Das Schiff lag unterhalb des SAS Radisson vertäut. Der Feuerwehr gelang es, das bereits halb vollgelaufene Schiff zu lenzen und damit eine mögliche Gewässerverschmutzung zu verhindern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.08.2007
Zwei Vermisste bei Kutteruntergang vor Japan
Akkeshi, Hokkaido / Japan, 22.08.07 - Am Morgen des 22.8. kenterte der japanische Kutter "
Ryosei Maru No. 36", 9,7 ts, aus Hamanaka nahe Akkeshi. Das Wrack wurde um 2.50 Uhr kieloben treibend 3,7 Kilometer vor der Küste aufgefunden. Zwei Mann der Crew wurden von einem Segler gerettet, der in der Nähe war. Die beiden anderen, darunter der Kapitän, wurden noch vermisst. Hoher Seegang ließ nach Vermutungen der Küstenwache das Schiff kentern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Untersuchungsbericht zur "Excelsior"-Havarie vorgelegt
Duisburg, Nordrhein-Westfalen / DE, 22.08.07 - Vier Monate nach der Havarie der "
Excelsior" auf dem Rhein wurde der Staatsanwaltschaft in Duisburg das Gutachten zur Unglücksursache vorgelegt. Die Expertise bestätigte die ersten Einschätzungen nach dem Unfall, bei dem am 25. März 32 Container in den Strom gefallen waren:
Das Schiff war nicht nur überladen, die Container waren zudem völlig instabil gestapelt. An Steuerbord waren in den oberen Lagen schwere, an Backbord leichte Container gestapelt. Zeugen hatten schon vor der Havarie bemerkt, dass die "Excelsior" Schlagseite hatte. Die beiden Schiffsführer des Unglücks-Frachters sollten zum Gutachten nach dessen Abschluss Stellung nehmen. Sollte sich der Verdacht auf Fahrlässigkeit bestätigen, werde Anklage gegen die Verantwortlichen erhoben. Der entstandene Schaden wird auf mehrere Millionen Euro beziffert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Drei Schiffbrüchige aus Wasser gerettet
Bridgeport, Connecticut / USA, 22.08.07 - Am 21.8. sank die 27 Fuß lange "
Day Dream" zwei Meilen südlich von Stratford Point, Connecticut, gegen 13.45 Uhr. Die dreiköpfige Crew wurde von einem
Küstenwachboot nach 36 Minuten im Wasser mit leichter Unterkühlung gerettet. Die Schiffbrüchigen hatten die Küstenwache gegen 13 Uhr verständigt, dass ihr Boot leck sei. Es war in rauer See in Schwierigkeiten geraten, die Maschine war ausgefallen. Daraufhin wurde ein 41-Fuß-Boot aus Newhaven in Marsch gesetzt, dass die drei dank GPS rasch fand. Es brachte die Geretteten zum Bridgeport Ferry Terminal, von wo aus sie ins Bridgeport Hospital gebracht wurden. Ein zunächst angesetzter
Hubschraubereinsatz konnte daraufhin gestoppt werden. Am teilweise aus dem Wasser ragenden Wrack wurde ein Fender und ein Stroboskop-Licht befestigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Alle Personen von thailändischer Fähre gerettet
Krabi / Thailand - Nach dem Untergang eines
Schiffes vor der thailändischen Küste wurden am 21.8. zunächst mehrere Dutzend Menschen vermisst. Das für 250 Personen zugelassene Schiff kenterte mit 34 Passagieren und 4 Mann Crew bei starker Strömung und Winden auf dem Weg zu den bei Touristen beliebten Phi-Phi-Inseln. Das Unglück ereignete sich rund 40 Kilometer vom Festland entfernt in der Andamanensee. Vier der Geretteten mussten ins Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Zwei Liegeplätze in Kapstadt von Wracks geräumt
Kapstadt / Republik Südafrika, 21.08.07 - Die Bergung der beiden vor dem Ben Schoeman Dock und Duncan Dock in Kapstadt 2001 und 2002 gesunkenen Trawler "
Southern Harrier" und "
St. Enogat" wurde nun abgeschlossen. Die "Southern Harrier", 490 BRZ, war an Liegeplatz 702 in schwerem Sturm im Februar 2001 auf 10 Metern Wassertiefe gesunken, die "St. Enogat" kenterte im Oktober 2002 nach Steuerbord. Drei schwere Leckabdichtungen wurden für die "Southern Harrier" konstruiert, die hohem Druck standhalten sollten, wenn die Taucher begannen, Luft in die Laderäume zu pumpen. Diese mussten exakt platziert und fixiert werden. Alle Leckagen mussten abgedichtet werden- Eine 200 Tonnen-Kran wurde ans Achterschiff gelegt, während das Vorschiff mit Luft vollgepumpt wurde. Nachdem das Vorschiff hochgekommen war, wurde die vordere Abdeckung entfernt und der Laderaum gelenzt. Dann wurde dieselbe Prozedur in den beiden mittleren und achteren Räumen vorgenommen, danach konnte das Wrack an den Kai gelegt werden. Insgesamt dauerten die Bergungsarbeiten 2 Monate. Wenn der Bewuchs entfernt ist, sollen beide Schiffe an Abwracker verkauft werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Kutter sank in der Ugak Bay / Alaska
Kodiak, Alaska / USA, 21.08.07 - Der 42 Fuß lange Kutter "
Golden Girls" sank in der Ugak Bay nahe Kodiak Island am Morgen des 21.8. Zwei Mann der vierköpfigen Crew wurde vom Kutter "
Chiniak" gerettet. Die beiden anderen erreichten den Strand in Eagle Harbor. Um 8:44 Uhr hatte die Coast Guard einen HH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Kodiak in Marsch gesetzt, nachdem ein EPIRB-Signal aufgefangen worden war. Er war 15 Minuten später vor Ort, kehrte aber um, als klar war, dass alle Fischer gerettet waren. Teile der "Golden Girls" ragten noch aus dem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Bergungsarbeiten vor Gibraltar unterbrochen
Gibraltar / UK, 21.08.07 - Am Abend des 20.8. wurden die Bergungsarbeiten auf der vor Gibraltar nach Kollision mit der "
Torm Gertrud" halbgesunken liegenden "
New Flame" unterbrochen, nachdem den Bergern klar wurde, dass das Schiff
unstabil geworden war und Gefahr lief, zu zerbrechen. Der Bergungsleiter instruierte das Bergungsteam, das Schiff zu verlassen und sich an Bord der "
Fotiy Krylov" zu begeben. Die Berger gehen davon aus, dass das Achterschiff beim Auseinanderbrechen schwimmfähig bleibt und das Öl in dessen Tanks sicher ist. Das Achterschiff würde dann an einen sicheren Ort verschleppt werden.
Am 14.8. war um 6 Uhr der Bergungsschlepper "
Hua-An" vor Ort eingetroffen. Am Morgen des 19.8. kam die russische "Fotiy Krylov", 5250 t, hinzu. Der Schlepper, der zu den weltgrößten gehört, war zuvor in Norwegen tätig. Die Position der "New Flame" blieb derweil stabil. Am 16.8. begannen die Bergungsarbeiten. Das Bergungsteam konnten die Energieversorgung des Schiffes wieder in Betrieb nehmen, sodass die schiffseigenen Pumpen zum Abpumpen des Öls genutzt werden konnten. Das geborgene Öl wurde auf eine Bunkerbarge transferiert. Ein 210 Meter langer Ölschlängel wurde um das aufragende Achterschiff und die Barge ausgelegt, Ölskimgerät ist vor Ort. Bei günstigen Wetterbedingungen war die Hoffnung, bis zum Ende der Woche das Öl abgepumpt zu haben. Zunächst war die Aktion nach Auskunft der Berger planmäßig verlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Schrottautos brennen auf einem Schiff
Antwerpen / Belgien, 21.08.07 - Auf dem Frachter "
Baltik River" brach am 20.8. im Hafen von Antwerpen ein Feuer aus. Das Schiff hatte
Schrottautos geladen, in denen der Brand entstanden war. Die Feuerwehr brachte den Brand unter Kontrolle, der Schaden beschränkte sich auf die Ladung. Die Besatzung blieb während der Arbeiten an Bord. Wie die Polizei feststellte, hatte wohl ein Kurzschluss einen Lichtbogen ausgelöst. Weil zwischen die Autos
Matratzen gestopft worden waren, konnte ein Feuer entstehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Der letzte Untergang der "Robertson II"
Saturna Island, British Columbia / Canada, 21.08.2007 - Die Bergungsarbeiten an der "Robertson II" vor Saturna Island sind nun endgültig abgebrochen worden. Der frühere Eigner Roy Boudreau hatte versucht, das Schiff nach der Strandung am 1.7. zu retten und verkaufte ihn dann an den Schleppereigner Drew Clarke aus Saltspring Island. Dreiwöchige Schwerstarbeit endete am 20.8., als Clarke das Handtuch warf und sagte, er sei gescheitert. Es sei sehr intensiv versucht worden, die "Robertson II" vom Riff zu bekommen. Es sei dafür alles eingesetzt worden. Der Zustand des Schiffes habe sich während der Strandungszeit aber sehr verschlechtert. Eine Zeitlang sah es so aus, als würde die Bergung gelingen. Ein Teil des Kiels war unter einem Riffstück eingekeilt. Dieser Teil konnte befreit werden, doch am Achterschiff blieb das Schiff fest auf den Felsen sitzen. Dennoch gelang es, das Schiff aufzurichten und Wasser auszupumpen. Doch dann zeichnete sich ab, dass der Einsatz der Taucher, des Schleppers, eines Krans und Bargen nicht ausreichen würde. Nun wurde das Bergungsgerät abgezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Ein Toter bei Kenterung vor South Bristol
South Bristol, Maine / USA, 21.08.07 - Am 20.8. kenterte vor South Bristol, Maine, die 21 Fuß lange "
Parker" von William Merrill aus Windham, New Hampshire. Sie hatte mit drei Fahrgästen Christmas Cove verlassen und wurde von hoher Schwell getroffen. Zwei Mann wurden unter dem Rumpf eingeschlossen, einer von ihnen musste eineinhalb Stunden nach seiner Rettung im Hospital von Boothbay Harbor, Maine,
ein Mann aus Massachusetts, für tot erklärt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Zwei Trawler vor Südsachalin frei geschleppt
Korsakov, Sachalin / Russland, 21.08.07 - Am 16.8. lief der Trawler "
RSH 9369", 80 tdw, vor Kap Krilyon in der Straße von Laperuz, Südsacchalin, auf Grund, nachdem eine Trosse in die Schraube geraten war. Das Schiff der Double Co. hat neun Mann Crew und 10 Tonnen Öl an Bord. Der Eigner sendete ein anderes Schiff seiner Reederei, die "
PTR 50 Sookoiniy", 70 tdw, zur Strandungsstelle. Dabei kam es selbst fest.
Erst dem Schlepper "
Rubin" der Sakhalin State Salvage gelang es am 17.8., die "
RSH 9369" zu befreien. Sie hatte Wassereinbruch in Laderaum 2 und musste in den Hafen von Korsakov geschleppt werden. Zum Unglückszeitpunkt herrschte eine Wellenhöhe von 2 Metern. Am 18.8. kehrte die "
Rubin" zur "
PTR-50 Spokoiniy" zurück. Nach mehreren vergeblichen Bergungsversuchen war sie am 20.8. ebenfalls wieder frei und wurde nach Korsakov geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Info: Laperuz Strait = La-Pérouse-Straße = ist eine Meerenge, die den südlichen Teil der russischen Insel Sachalin vom Norden der japanischen Insel Hokkaido trennt.
Versenkte Schiffe schaffen neue Tauchziele vor Malaysia
Malaysia, 20.08.07 - Vor 30 Jahren sprang ein
Frachter vor
Pulau Pinang in der Redang Inselgruppe leck und sank. Vieles vom Schiff wurde abgewrackt, doch der Kiel und eine Hecksektion verblieben auf dem Riff. Heute sind diese Wrackreste mit Korallen bewachsen und Heimat vieler Fische. Diese Erfahrung trug dazu bei, in den vergangenen Jahren
viele Schiffe als künstliche Habitate und Tauchreviere vor Malaysia zu versenken. So wurden zwischen Pulau Paya und Pulau Kaca vor Kedah, auf halbem Weg zwischen Langkawi und Penang, drei konfiszierte Trawler auf den Meeresgrund geschickt, die nun beliebte Tauchziele darstellen. Vorherige Experimente mit alten Reifen waren weniger erfolgreich, sie wurden von Sediment bedeckt oder rissen sich los. Riffbälle aus Beton waren stabiler, aber auch teurer. Beim Schiffeversenken muss aber auch einiges bedacht werden. So müssen umweltgefährdende Stoffe entsorgt werden und sichergestellt sein, dass eine Mindestwassertiefe von sieben Metern über den Wracks eingehalten wird. Das heißt, dass der Meeresgrund am besten 40-50 Meter tief sein sollte. Vor der Ostküste gibt es aber auch historische Wracks zu betauchen – so liegen hier die britischen Schlachtkreuzer "
Prince of Wales" und "
Repulse".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Stabilität der "Bourbon Dolphin" in Zweifel gezogen
Ålesund / Norway, 10.08.2007 - Zwei Kapitäne der "
Bourbon Dolphin" haben in einer
Anhörung zum Untergang die Stabilität des Schiffes in Zweifel gezogen. Sie sagten, dass sie so oft wie möglich Bunker und Wasser an Bord genommen hätten, um die
Stabilität zu erhöhen. Das Schiff sei schwierig gewesen, wenn die Tanks nicht voll gewesen waren. Außerdem berichtete ein Kapitän, dass die "Bourbon Dolphin" sich bereits im April beim Arbeiten an einem Rig vor Mongstad mit drei anderen Ankerziehschleppern stark nach Backbord übergelegt habe. Sofort lief das Schiff nach Mongstad ein, um die Tanks zu füllen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Bulker sitzt auf dem Fluss Rio Magalena fest
Barranquilla, Provinz Atlántico / Kolumbien, 09.08.07 - Am Nachmittag des 9.8. lief der von Fednav operierte Bulkcarrier "
Federal Kivalina", 35750 tdw, auf dem Río Magdalena in Kolumbien auf Grund, kurz nachdem er vom Sociedad Portuaria del Norte Terminal in Barranquilla abgelegt hatte. Das Schiff hatte 20000 Tonnen Koks für die kanadischen Großen Seen geladen. Offenbar kam es durch einen Ruderversager vom Kurs ab. Ein Schlepper aus Santa Marta sollte den Havaristen wieder flottmachen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Ruder der "Pasha Bulker" geborgen
Newcastle, New South Wales / Australien, 09.08.07 - Das
Ruder der im Juni vor Nobby’s Beach in Newcastle gestrandeten "
Pasha Bulker" ist nun auch geborgen worden. Es war während der Bergung im Juli abgebrochen. Bei ruhiger See gelang es einem Berger am
9. August im Auftrag der Schiffseigner Fukujin Kisen Co. Ltd, das 4x5 Meter große Ruder mithilfe einer
Barge und einem
Schlepper zu heben und nach Newcastle zu bringen. Hier sollten Mobilkräne das 10 Tonnen schwere Teil an Land heben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.08.2007
Polizeiliche Maßnahmen an der "Hohe Weg" beendet
Bremerhaven, Fischereihafen, Land Bremen / DE, 21.08.07 - Am Freitag vergangener Woche wurden die letzten polizeilichen Durchsuchungsmaßnahmen am Wrack der "Hohe Weg" beendet. Der nach wie vor vermisste Kapitän wurde nicht im Kutter gefunden.
Nach sehr aufwändigen Suchmaßnahmen im Dock einer Bremerhavener Werft, bei der große Mengen Schlick unter schwierigen Bedingungen entfernt worden waren, bestand nur noch eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, den Kapitän in den sog. Fischräumen zu finden. Diese sehr vage Möglichkeit wurde im Zuge der Abwrackarbeiten überprüft. Am Freitag letzter Woche stand fest, dass sich die Leiche des Kapitäns nicht an Bord der "Hohe Weg" befand.
Die polizeilichen Maßnahmen an dem Kutter sind somit beendet. Ein abschließendes Untersuchungsergebnis zur Unfallursache wird durch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen (BSU) in Zusammenarbeit mit der Direktion Wasserschutz- und Verkehrspolizei der POLIZEI BREMEN (Inspektion Bremerhaven) erarbeitet und dürfte in den nächsten Wochenvorliegen.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 21.08.2007
Rettungsaktion für lecken Kutter
Key West, Monroe County, Florida / USA, 21.08.07 - Der 42 Fuß lange Kutter "
Madame Glenda" aus St. Petersburg, Florida, schlug 30 Meilen nordwestlich von Key West in bis zu 10 Fuß hohen Seen am 20.8. leck und erlitt Maschinenausfall. An Bord waren vier Mann, die um 1.55 Uhr das EPIRB aktivierte. Die Küstenwache Key West assistierte dem Schiff. Ein
HU-25 Falcon Jet und ein
HH-65 Dolphin Helikopter stiegen von der Air Station Miami auf. Außerdem wurden der 210 Fuß lange Küstenwachkutter "
Dependable" aus Cape May und ein 47-Fuß-Boot der Station Key West alarmiert. Der Falcon Jet lokalisierte den Havaristen nach Abfeuern einer Notrakete um 4 Uhr und setzte eine Lenzpumpe ab. Zwei Stunden später traf auch der Helikopter ein und setzte eine weitere Pumpe ab, die allerdings nicht funktionierte. Darum nahm er sie wieder auf und steuerte zum Austausch das Rettungsboot an. Dieses war um 8.30 Uhr vor Ort und begann mit Sicherungsarbeiten auf dem Kutter. Eine Stunde später war auch die "Dependable" vor Ort und übergab eine Schlepptrosse. Daran wurde der Havarist Richtung Key West abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Plattbodensegler vor Cuxhaven geborgen
Cuxhaven, Niedersachsen, 21.08.07 - Mit voller Fahrt rammte am 19.8. die niederländische Plattbodenjacht "
Nettie" westlich von Cuxhaven eine
Fahrwassertonne und schlug leck. Durch das Loch im Bug drohte der Segler zu sinken. Der Skipper setzte das Schiff in einem Priel vor Neuwerk bei ablaufendem Wasser auf Grund, so dass die Gefahr eines Untergangs nicht mehr bestand. In der Zwischenzeit hatten die Segler, eine Familie mit sechs Personen, Hilfe durch den Seenotkreuzer "
Hermann Helms", das Mehrzweckschiff "
Neuwerk" und die "
Vogelsand" vom Wasser- und Schifffahrtsamt sowie dem Polizeiboot "
Bürgermeister Brauer" bekommen. Der Seenotrettungskreuzer brachte Lenzpumpen auf den Havaristen. Damit wurde das eingedrungene Wasser aus dem Schiff gepumpt. Gleichzeitig bemühten sich die Helfer zusammen mit der Crew darum, das Loch mit einem Lecksegel abzudichten. Das gelang auch soweit, dass das Plattbodenschiff am 20.8. aus eigener Kraft nach Cuxhaven fahren konnte. Unter Begleitung des Rettungskreuzers wurde die Klappbrücke passiert und der Schleusenpriel angelaufen. Dort warteten Mitarbeiter der Boots- und Schiffswert bereits auf die "Nettie" . Mit Hilfe eines Autokrans sollte das schwere Schiff für die Reparatur an Land gehoben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Motorboot brannte vor Dänemark
Karrebaksminde, Storstrom / Dänemark, 20.08.07 - Ein schwedisches
Motorboot geriet am 20.8. 4,7 Meilen vor Karrebæksminde, Dänemark, in Brand. In Flyvevåbnets stieg ein
Rettungshubschrauber auf und brachte die beiden Insassen nach Karrebæksminde. Die "
Bopa" der Marine schleppte das Schiff danach ebenfalls in den Hafen ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Trainingsschiff lief vor Angelsey auf Grund
Holyhead, Isle of Anglesey, Wales, UK, 20.08.07 - Am 20.8. um 10.50 Uhr erhielt die Holyhead Coastguard einen Notruf des 1989 erbauten Forschungsschiffes "
Smit Cymyran", 105 BRZ, dass es auf den East Platters Rocks östlich der Skerries gestrandet sei. Es saß sieben Meilen östlich des Skerries-Leuchtturms fest, einem Seegebiet, das für zahlreiche Wracks berüchtigt ist. An Bord waren 6 Mann Crew. Ein Rettungshubschrauber der RAF Valley stieg auf, das Holyhead
Lifeboat lief aus. Die Crew des 26 Meter langen Schiffes wurde dann von einem
SAR-Hubschrauber, der auf einem Trainingsflug bei den Skerries war, aufgewinscht und zur Holyhead Coastguard Station geflogen. Das Schiff, das 6 Tonnen Gasöl in den Tanks hatte, lag zu dieser Zeit mit 30 Grad Schlagseite fest. Am frühen Nachmittag gelang es, den Havaristen trotz Wassereinbruchs mit der Flut flottzumachen und zum Borthwen Strand nahe Holyhead zu bringen. Lediglich eine Abteilung war aufgerissen, und mobile Lenzpumpen, die von der RAF Valley abgesetzt wurden, konnten den Wassereinbruch stoppen. Die "Smit Cymyran" ist unter Kontrakt des Verteidigungsministeriums, um RAF Valley-Hubschraubern bei SAR-Einsätzen zu assistieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Schubverband saß in Terneuzen fest
Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 20.08.07 - Am 20.8. lief das belgische Schubschiff "
Barzabel" aus Luxemburg mit drei angekoppelten Bargen auf den östlichen Hafendamm des Westhafens von Terneuzen auf der Westerschelde. Die Schlepper "
Ghent", "
Zeeland", "
Multratug 6" und "
Multratug 16" waren rasch vor Ort und bargen die beladenen Bargen sowie den Schuber. Der Verband hatte rechtwinklig zur Fahrrinne festgesessen. Nach der Bergung wurden die Einheiten im Westhafen von Terneuzen festgemacht und untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Erneut betrunkener Kapitän aus Osteuropa gestoppt
Wittenberge, Landkreis Prignitz, Brandenburg / DE, 20.08.07 - Die Wasserschutzpolizei stoppte am 19.8. einen 114 Meter langen
Schubverband auf der Elbe bei Wittenberge. Der Kapitän war per Funk aufgefordert worden, wegen eines Bootscorsos zum 175. Hafengeburtstag Wittenberge die Fahrt zu verlangsamen. Dann wurden das Schiff und sein polnischer Kapitän kontrolliert. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von
1,99 Promille. Ein Lotse brachte den Schubverband in den Hafen, die Weiterfahrt nach Hamburg wurde vorläufig untersagt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Küstenwache rettete drei Mann aus einem Mast
Savannah, Georgia, USA, 20.08.07 - Der 38 Fuß lange Kutter "
Kristine" lief bei einer Überführungsfahrt von Beaufort, South Carolina, nach Tampa, Florida, am 19.8. um 23.50 Uhr drei Meilen östlich von St. Catharine’s Sound, Georgia, auf Grund. Die dreiköpfige Crew bat über VHF um Hilfe. Dann rollte das Schiff auf die Seite, das Deck geriet unter Wasser und die Kommunikation brach ab. Ein
Rettungsboot der Station Tybee Island lief aus, und ein
Flugzeug startete von der Air Station Savannah. Sie war 30 Minuten nach dem Mayday vor Ort. Nur noch die Segel des Kutters ragten aus dem Wasser, und die Besatzung hielt sich am Mast fest. Ein Rettungsschwimmer wurde abgesetzt und half den Schiffbrüchigen, aus der Takelage zu kommen, damit der Hubschrauber sie sicher aufwinschen konnte. Sie wurden nach Savannah geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Kreuzfahrer in Alaska auf Grund gelaufen
Whittier, Valdez-Cordova, Alaska / USA, 20.08.07 - Das 143 Fuß lange Passagierschiff "
Spirit of Columbia" der Cruise West lief an der Ostseite von Evans Island in der Latouche Passage nahe Whittier am 19.8. um 9.53 Uhr auf Grund. An Bord waren 51 Passagiere und 21 Mann Crew. Der Küstenwachkutter "
Sycamore" aus Cordova und
2 HH-60 Helikopter sowie eine
C-130 aus Kodiak wurden zur Assistenz gerufen. Auf der "Spirit of Columbia" wurde kein Schaden festgestellt und daraufhin die Luftretter entlassen. Die "Sycamore" eskortierte die "Spirit of Columbia" zurück nach Whittier. Im Seegebiet herrschten bis zu 4 Fuß hohe Seen und eine Sicht von 4-6 Meilen. Die Küstenwache Anchorage untersuchte den Vorfall nach dem Einlaufen in Whittier.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Frachter brennt seit Tagen
Dampier, Western Australia, Australien - Am 14.08.07 brach auf dem 101,5m langen Massengutfrachter "
BBC Islander" der BBC Chartering and Logistics 15km vor der Küste vor Dampier in Australien einen Brand aus. Der Frachter hat eine Ladung mit Chemikalien an Bord. Das Feuer war am 20.8. noch nicht niedergekämpft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Schlepper brannte in der Ostsee
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 20.08.07 - Am 19.8.07 um 21.30 Uhr wurde der Seenotkreuzer "
Arkona" von der Station Warnemünde zu dem niederländischen Schlepper "
Watergeus" gerufen, auf dem es auf dem Weg nach St. Petersburg mit der Barge "
Stemat 77" im Schlepp etwa 25 Seemeilen nordöstlich der Küste zu einem Maschinenraumbrand gekommen war. Die Besatzung des Schleppers konnte einen Verschlusszustand herstellen und durch die Flutung mit CO2 das Feuer löschen. Der Seenotkreuzer ging zur Sicherung auf Standby, bis der Schlepper "
Taucher Otto Wulf 5" eingetroffen war, um den Havaristen nach Kiel einzuschleppen. Die "
Arkona" war am 20.8. um 3.15 Uhr wieder einsatzklar am Liegeplatz in Warnemünde. Beim Eintreffen in Kiel liefen das dortige Löschboot "
Kiel" sowie das Mehrzweckschiff "
Scharhörn" dem Schleppzug entgegen. Die Feuerwehr ging mit Atemschutz in den Maschinenraum und sicherte ihn. Der Schlepper "
Falckenstein" der Kieler SFK brachte die "
Stemat 77" an die Nordmole des Scheerhafens. Hier wurde auch die "
Watergeus" festgemacht, sie muss zur Reparatur ihrer Schäden in die Werft. Die "Stemat 77" soll mit einem aus Holland gerufenen Schlepper die Reise ins Baltikum fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Kutter in Cuxhaven gestrandet
Cuxhaven, Niedersachsen, 20.08.07 - Am 18. August 2007 lief der in Cuxhaven beheimatete Kutter "
Paula Helling", der mit Gästen an Bord den dortigen Fährhafen ansteuerte, auf Grund. Da er sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte, wurde Hilfe durch die
DGzRS angefordert. Das Tochterboot "
Biene" des Seenotrettungskreuzers "
Hermann Helms" wurde zu Wasser gelassen. Die Besatzung übergab eine Schlepptrosse auf den Kutter, doch die Kraft der "Biene" reichte nicht aus, ihn ins tiefere Wasser zu ziehen. Auch der Rettungskreuzer schaffte es bei ablaufendem Wasser nicht mehr. Um Schäden am Kutter zu vermeiden, werden zunächst keine weiteren Bergungsversuche unternommen. Die Passagiere wurden mit der "Biene" auf die "Hermann Helms" übergesetzt. Die Küstenwache sperrte während der Evakuierung des Kutters das Hafenbecken ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Kapitän nach Brückenkollision verhaftet
Guangzhou, Guangdong / China, 03.08.07 - Im Zusammenhang mit dem Einsturz der
1600 Meter langen Jiujiang Brücke in der südchinesischen Provinz Guangdong wurde jetzt der Kapitän des Frachters "
Nanguiji 035" in Haft genommen. Bei dem Unglück kamen am 15.6.
acht Menschen ums Leben,
einer ist noch vermisst. Vier Autos waren in den Xijang Fluss gestürzt. Der Frachter hatte die Brücke in dichtem Nebel gerammt. Der Kapitän wurde nun verantwortlich gemacht, trotz des dichtem Nebels die Reise fortgesetzt zu haben, selbst nachdem aus dem Hauptfahrwasser abgekommen und mit einer
Fahrwassertonne kollidiert war. Die Brücke war 1988 erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Feuer auf Museumsflugzeugträger
Corpus Christi, Texas / USA, 01.08.07 - Auf dem außer Dienst gestellten Flugzeugträger USS "
Lexington" kam es an seinem Liegeplatz am 1.08. um 11:00 Uhr in Corpus Christi, Texas, zu einem Feuer. Es brach in einem
Raum mit alten Karten und Flaggen unterhalb des Hangardecks aus und wurde binnen einer Stunde unter Kontrolle gebracht. Danach musste das Schiff entlüftet werden. Die Besucher und das Personal an Bord mussten das Schiff verlassen. Der Carrier der Essex-Klasse nahm am 2. Weltkrieg und den Korea- und Vietnam-Kriegen teil, ehe er 1991 außer Dienst gestellt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.08.2007
Werftarbeiter in Bremerhaven bei Feuer verletzt
Bremerhaven, Land Bremen / DE, 20.08.07 - Am 20.08 sind beim Brand eines Schweröl-Tanks auf einem Frachter im Dock der Bremerhavener MWB-Werft drei Werftmitarbeiter verletzt worden. Sie kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Nach Angaben der Feuerwehr war der Brand aus bislang ungeklärter Ursache im Treibstofftank der "Nirint Atlas" ausgebrochen. Einem werfteigenen Löschtrupp war es gelungen, die Flammen vor Eintreffen der Feuerwehr zu löschen. Die Feuerwehr entlüftete den Schweröltank anschließend.
Quelle: Radio Bremen vom 20.08.2007
Einsätze vom Wochenende: Seenotretter helfen 119 Menschen
Schlepper brennt in der Ostsee – Besatzung unverletzt
DGzRS Bremen / DE, 20.08.07 - Zu insgesamt 35 Einsätzen in Nord- und Ostsee wurden die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vom Freitag, den 17.8. bis Sonntag, den 19.8.07 gerufen. Insgesamt 119 Personen konnten dabei aus Notlagen befreit werden.
Neustadt (Holstein), Schleswig-Holstein - Vor Neustadt / Holstein war bereits am Freitagabend (17.8.07) ein ungefähr 14 Meter langes Speedboot in Brand geraten. Wegen eines Schwelbrandes in der Steuerbord-Maschine hatte der Bootsführer die Motoryacht zwischen Haffkrug und Sierksdorf auf Grund gesetzt.
Als erste war die Besatzung des Seenotrettungsbootes "HANS INGWERSEN" / Station Travemünde vor Ort, die zu diesem Zeitpunkt gerade auf Kontrollfahrt war. Sie schleppte das Boot in Abstimmung mit der örtlichen Feuerwehr an die Haffkruger Seebrücke, wo das Feuer gemeinsam bekämpft wurde. Die inzwischen ebenfalls herbeigerufene Besatzung des Seenotrettungsbootes "CREMPE" / Station Neustadt, übernahm die medizinische Versorgung des Bootsführers, der eine leichte Rauchvergiftung erlitten hatte.
Cuxhaven, Niedersachsen - Die Besatzung des Seenotkreuzers "HERMANN HELMS" / Station Cuxhaven befreite am Samstagabend (18.8.07) 27 Gäste einer Kutterfahrt aus einer misslichen Lage: Nachdem der Kutter "Paula Helling" im Fährhafen festgekommen war, wurden die Passagiere vom Seenotkreuzer an Land gebracht.
Am Sonntagmorgen (19.8.07) brachte die "HERMANN HELMS" einen Notarzt zu einem vor Cuxhaven auf Reede liegenden Schiff. Ein erkranktes Besatzungsmitglied der MS "Tessa Kosan" wurde abgeborgen und an den Rettungstransportwagen übergeben.
Rostock-Warnemünde, Mecklenburg-Vorpommern - Ein weiterer Angelkutter musste am Samstag (18.8.07) vom Seenotkreuzer "ARKONA" (Station Warnemünde) mit 19 Personen an Bord eingeschleppt werden. Das Schiff hatte einen Maschinenschaden erlitten.
Die "ARKONA" wurde erneut am Sonntagabend (19.8.07) um 21.30 Uhr in den Einsatz gerufen. Auf dem niederländischen Schlepper "Watergeus" war es etwa 25 Seemeilen (ca. 45 km) nordöstlich der Küste zu einem Maschinenraumbrand gekommen. Die Besatzung des Schleppers, der einen Ponton im Anhang hatte, konnte den Maschinenraum schließen (den Verschlusszustand herstellen) und durch die Flutung mit CO2 das Feuer löschen. Der Seenotkreuzer ging zur Sicherung auf Standby, bis ein Schlepper eingetroffen war, um den Havaristen nach Kiel einzuschleppen. Die Besatzung blieb unverletzt. Die ARKONA war um 3.15 Uhr wieder einsatzklar am Liegeplatz in Warnemünde.
In weiteren Fällen in Nord- und Ostsee führten bei Segel- und Motoryachten Maschinenschäden, Schäden an der Besegelung oder Navigationsschwierigkeiten zu Notlagen. Die Seenotretter konnten jeweils frühzeitig eingreifen, bevor es zu schlimmeren Notsituationen gekommen wäre.
Insgesamt neun Mal mussten Verletzte oder Erkrankte von Inseln, Passagier- oder Handelsschiffen und Sportbooten zum Transport ins Krankenhaus geholt werden.
Quelle: DGzRS Bremen vom 20.08.2007
Kajakfahrer gekentert und vermisst
Bremen-Hastedt / DE, 20.08.07 - Am 19.08 um 19:00 Uhr wird ein Kajakfahrer vermisst, nachdem er offenbar am Weserwehr mit seinem Boot gekentert war. Eine aufwändige Suche verlief bislang ergebnislos. Zeugen hatten zur Vorfallszeit gemeldet, dass ein Paddler mit seinem Kajak am Weserwehr gekentert sei. Der Mann war offenbar in die dortige Strömung geraten und untergegangen. Die Zeugen hatten die Hilferufe gehört und einen Rettungsring ins Wasser geworfen. Trotzdem versank der Mann kurze Zeit später im Fluss und blieb verschwunden. Eine umfassende Nachsuche nach dem Mann unter Einsatz von Tauchern der Feuerwehr verlief ergebnislos. Dazu wurden zwei Wehrklappen durch Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes geschlossen, um eine Gefährdung der Taucher zu minimieren. Lediglich das zerbrochene Kajak und ein Paddel wurden gefunden. Es wurde auch eine sog. Wärmebildkamera eingesetzt.
Quelle: Polizei Bremen vom 20.08.2007
Einhandsegler in letzter Minute gerettet
Boulby, Redcar and Cleveland, England / UK, 20.08.07 - Am Abend des 19.8. um 18.15 Uhr wurde das MRCC Humber über den Mayday-Ruf einer Yacht informiert. Rettungsteams aus Staithes und Skinningrove, ein Helikopter sowie die Rettungsboote von Staithes und Redcar wurden alarmiert. Das RNLI-Boot von Staithes entdeckte die 9 Meter lange Yacht "
Joan of Arc", die gegen Felsen bei Boulby, nördlich von Staithes, geschleudert wurde. An Bord war eine Person. Der bewusstlose Skipper wurde vom Heliopter aufgewinscht und ins James Cook Hospital in Middlesborough gebracht. Bei 5 Bf wurde die Yacht nur fünf Minuten nach dem Aufwinschen des Seglers in der Brandung
total zerstört. Der Skipper erlitt einen Handbruch beim Schiffbruch.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.08.2007
Ein Toter bei Kutteruntergang vor Schottland
Campbeltown, Schottland / UK, 20.08.07 - Ein Mann wurde nach dem Untergang eines
Kutters in der See vor Campbeltown vermisst. Er war mit zwei Familienangehörigen auf Fangfahrt, als das Boot nahe Davaar Island am 19.8. sank. Die beiden Mitfahrer wurden von der Küstenwache gerettet und sagten aus, der
Skipper sei mit dem Boot untergegangen. Die Küstenwache war von der Frau eines Fischers mit Mobiltelephon alarmiert worden, daraufhin waren ein Helikopter, Rettungsboote und nahestehende Schiffe zur Suche eingesetzt worden. Die beiden Geretteten wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.08.2007
Ein Toter bei Bootskenterung in South Brevard
Sebastian Inlet, Florida / USA, 20.08.07 - Am Morgen des 19.8. kenterte ein
Pontonboot im Sebastian Inlet in der Gemeinde South Brevard. Andere Boote retteten alle
sechs Insassen des kieloben treibenden Bootes, doch einer starb wenig später. Die Überlebenden gaben an, sie seien zum Fischen ausgelaufen, als sich das Wetter verschlechterte. Als sie versuchten, zum Ufer zurückzukommen, warfen raue Seen ihr Boot um.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.08.2007
10 Personen von sinkendem Kutter gerettet
Cape Henry, Virginia / USA, 20.08.07 - Am 19.8. schlug der Kutter "
Pura Vida" mit 10 Personen an Bord 27 Meilen östlich von Cape Henry, Virginia, am Abend leck. Ein HH-60 Jayhawk Hubschrauber der Air Station Elizabeth City, North Carolina, winschte
alle Schiffbrüchigen gegen 19.30 Uhr auf. Eine C 130 Herkules sicherte den Luftraum während der Rettung ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.08.2007
Havariertes Kupfer-Schiff sicher in chilenischem Hafen
Chile / England, 20.08.07 - Das an der Südküste von Südamerika auf Grund gelaufene Schiff mit 45.000 t Kupferkonzentrat aus den Minen Escondida und Collahuasi an Bord ist am vergangenen Samstag (18.08.) sicher im chilenischen Hafen Puerto Montt eingetroffen. Wie ein Sprecher der Bergungsgesellschaft Five Oceans Salvage Consultants Ltd mitteilte, hat die "Ocean Crown" noch ihre gesamte Ladung an Bord. Sowohl das Schiff als auch die Ladung seien in Sicherheit, es sei aber noch nicht entschieden, wie die Angelegenheit weiter geht.
Die "Ocean Crown" war am 7. August auf ihrem Weg nach Indien in der Magellanstraße auf Grund gelaufen.
Quelle: DJN/DJG/bdz vom 20.08.2007
Havarist bei Bergungsaktion verschwunden
Collier County, Florida / USA, 19.08.07 - Am 19.8. rettete die US Coast Guard
fünf Menschen 23 Meilen südwestlich von Cape Romano, Florida, nachdem ihr
Boot am 19.8. gesunken war. Das Unglück bahnte sich am 18.8. an, als gegen 16 Uhr eine Bergungsfirma zwei Schiffen, denen der Treibstoff ausgegangen war, assistierte. Nachdem eines der Schiffe eingeschleppt war, kehrte der Schlepper zur Position des anderen zurück, fan des jedoch nicht mehr vor.
Daraufhin wurde die Küstenwache alarmiert, die
HU-25 Falcon Jet der Air Station Miami sowie den Küstenwachkutter "
Dependable" auf die Suche schickte. Die Crew des Jets entdeckte dann ein
25 Fuß-Boot in der See und warf Essen, Trinken und ein VHF-Radio ab. Es stellte sich daraufhin heraus, dass der Schiffbrüchige sein Boot hatte aufgeben müssen, nachdem es leckgeschlagen und gegen Mitternacht gesunken war. Der Falcon Jet war eine Rettungsinsel ab und informierte die Rettungszentrale in St. Petersburg. Die "Dependable" startete ihren Helikopter zur Suche nach den Schiffbrüchigen. Um 9 Uhr wurden vier Personen in der See entdeckt. Sie wurden von einem Boot der "Dependable" aus der See geborgen. Danach übernahm ein 33-Fuß-Rettungsboot der Station Fort Myers die Geretteten und brachte sie zur Caxambas Park Boat Ramp nahe Marco Island, von wo sie ausgelaufen waren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.08.2007
Küstenwache rettete vier Personen aus Wasser
Hallandale Beach, Florida, USA, 18.08.07 - Am 18.8. gegen 18 Uhr barg die US Coast Guard
vier Personen, deren
25-Fuß-Boot gekentert und im Sinken begriffen war, acht Meilen vor Hallandale Beach, Florida. Es war den Schiffbrüchigen noch gelungen, ein Mayday über VHF abzusetzen. Die Küstenwache entsandte ein
Boot der Station Fort Lauderdale und einen
HH-65C Dolphin Helikopter der Air Station Miami. Die Hubschraubercrew entdeckte die Schiffbrüchigen und dirigierte das 33-Fuß-Rettungsboot zu der Position. Sie klammerten sich im Wasser aneinander und wurden eine halbe Stunde nach dem Unglück gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.08.2007
Bergungsarbeiten an "Maersk Neuchatel" gehen voran
Tema / Ghana, 18.08.07 - Die Bergungsarbeiten an dem am 20.7. vor Tema in Ghana gestrandeten Frachter "
Maersk Neuchatel", 25674 BRZ, gehen voran. Ende des Monats soll versucht werden, ihn durch
Svitzer Salvage wieder flottzumachen. Das 207 Meter lange, rund 33700 Tonnen verdrängende Schiff wird dazu um insgesamt 10 % seiner Ladung geleichtert, nachdem vorangegangene Bergungsversuche u,.a. durch die "
Maersk Beater" scheiterten. Das Bunkeröl wurde in höhere Tankbereiche umgepumpt. Die "Maersk Neuchatel" liegt drei Meter aus der Last, ein Ballasttank ist leck.
Die zum A.P. Møller-Konzern gehörende Volkswerft GmbH, Stralsund, hatte den 2474-TEU-Containerfrachter als "
Natalie Schulte" für die Reederei Thomas Schulte GmbH & Co. KG, Hamburg, erbaut. Er war ursprünglich im September 2003 von der Hamburger Reederei Claus-Peter Offen bestellt worden. Der Baukontrakt war aber im Juli 2004 an die Reederei T. Schulte weitergegeben worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.08.2007
Gasflasche auf Yacht explodiert
Emsworth, England / UK, 19.08.07 -
Zwei Personen wurden verletzt, als ein
Gasflasche auf ihrer sechs Meter langen
Yacht am Morgen des 19.8. an den Dolphin Quays in Emsworth, Hampshire,
explodierte. Sie wurden an der Seite des Bootes hängend mit Verbrennungen geborgen und ins Krankenhaus gebracht. Die Yacht wurde durch Explosion und nachflogenden Brand schwer beschädigt. Nach Polizeiermittlungen handelte es sich um einen Unfall.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.08.2007
Feuer auf TT-Line-Fähre
Trelleborg / Schweden, 18.08.07 - Auf der Travemünde-Trelleborg-Fähre "
Peter Pan" brach auf der Überfahrt nach Schweden am Vormittag des 18.8. ein Feuer aus. Es gelang der Crew, den Brand einzudämmen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Nach dem Eintreffen in Trelleborg gingen Kriminaltechniker an Bord.
Die 190 m lange und 29,5 m breite "
Peter Pan", 36.468 BRZ, wurde 2001 in Dienst gestellt. Ihre Geschwindigkeit beträgt 22 Knoten. Sie kann 744 Passagiere und 160 LKW befördern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.08.2007
Kanadische Fähre lief auf Grund
Harrington Harbour, Québec / Kanada, 17.08.07 - Die Fähre "
Nordik Express", die Orte entlang der Nordküste Quebecs verbindet, lief am 17.8. beim Einlaufen in Harrington auf Grund. Die 25 Mann Crew und 156 Passagiere, überwiegend Touristen, blieben unverletzt. Zu einer Inspektion des Schiffes mussten sie die "Nordik Express" verlassen. Die Ursache der Grundberührung ist unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.08.2007
Schonerbrigg vor Schweden gestrandet
Öregrund, Uppsala / Sweden, 18.08.07 - Am 18.8. lief die schwedische Schonerbrigg "
Gerda" auf einer Charterfahrt mit 44 Passagieren gegen 11 Uhr vor Öregrundsgrepen nahe des Bellona-Leuchtfeuers auf Grund. Die Passagiere wurden vom Rettungsboot "
Olof Wallenius" aus Öregrund und einem anderen
Schiff evakuiert. Eine Bö hatte den Zweimaster aus dem Fahrwasser getrieben. Taucher untersuchten den Rumpf in Vorbereitung der Bergung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
Fähre krachte in Kai
Gudvangen, Sogn og Fjordane / Norwegen, 18.08.07 - Die norwegische Fähre "
Gudvangen" rammte in den Mittagsstunden des 18.8. den Kai in Gudvangen.
13 Personen wurden verletzt. An Bord waren 334 Passagiere. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser Lærdal und Voss gebracht. Ein Fehler in der Maschine verursachte die Havarie der Fähre, die Flåm und Gudvangen verbindet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
Kutter vor Norwegen in Seenot
Kristiansund, Møre og Romsdal / Norway, 18.08.07 - Am Morgen des 18.8. geriet ein 46 Fuß langer
Kutter mit drei Deutschen an Bord vor Norwegen in Seenot. Um 06.30 Uhr funkte er Mayday. Das Schiff trieb mit ausgefallener Maschine in rauer See. Im Vormittag wurde der Havarist nach Kristiansund eingeschleppt. An der Rettung waren die «Bourbon Topas» und ein Sea King-Helikopter aus Ørlandet beteiligt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
Suche nach vermisstem Kutter eingestellt
Fraserburgh, Aberdeenshire, Schottland / UK, 18.08.07 - Fast eine Woche nach dem letzten Kontakt hat die britische Küstenwache die Suche nach dem vermissten Skipper des 30 Fuß langen Kutters "
Ellie May" FR976 aufgegeben. Örtliche Fischer aus Burghead wollen weiter nach dem Schiff Ausschau halten. Der Fischer war am Nachmittag des 11.8. aus dem Moray Firth ausgelaufen mit Kurs Cromarty. Hier kam der Mann aus St. Combs nahe Fraserburgh aber nie an. Sein Partner hatte am Morgen des 16.8. die Küstenwache in Aberdeen alarmiert, als das Schiff überfällig war. Ein RAF
Helikopter und ein Nimrod-
Suchflugzeug fanden keine Spur. Fischer aus Burghead patrouillierten am 17.8. im Seegebiet, ohne etwas zu finden. Der Kutter mit dem Fischereikennzeichen "
FR976" ist in Fraserburgh registiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
Brandneues Fahrgastschiff auf Grund gesetzt
Achenkirch, Tirol / Österreich, 18.08.07 -Am 18.8. wurde das Motorschiff "
Stadt Innsbruck" der Achensee-Schifffahrt, nach einem technischen Defekt an der Steuerung, auf Grund gesetzt. Die 150 Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. Gegen 14 Uhr versuchte das Fahrgastschiff drei Mal vergeblich, in Achenkirch anzulegen, konnte aber nicht aufstoppen. Daraufhin wurde es nach Warnung an die Badegäste auf den Strand gesetzt und kam 2 Meter vom Ufer entfernt zu liegen.
Die "
Stadt Innsbruck" wurde am späteren Nachmittag freigeschleppt. Das neue Schiff wurde erst letzte Woche in Betrieb genommen, sie ist 46 Meter lang und hat Platz für 450 Fahrgäste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
Restaurantschiff auf dem Nil gesunken
Kairo / Ägypten, 18.08.07 - Am 17.08. abends ist in Ägypten das Restaurantschiff "Princess Hidy" mit den Gästen einer Hochzeitsfeier auf dem Nil gesunken. An Bord waren mehrere Hundert Menschen, die sangen und tanzten, als sich das Schiff zur Seite neigte und sank. Alle konnten nach Behördenangaben gerettet werden.
Nur neun Menschen seien verletzt worden, auch ihnen gehe es inzwischen wieder gut, sagte Provinzgouverneur Ahmed Saki Abdine. Das Schiff lag in der Nähe der Ortschaft Beni Suef, etwa 200 Kilometer südlich von Kairo, am Ufer vor Anker.
Augenzeugen berichteten von einer chaotischen Situation. Zahlreiche Teilnehmer der Feier seien in der Dunkelheit ins Wasser gesprungen. Viele von ihnen konnten sich aus eigener Kraft ans Ufer retten.
Quelle: ORF vom 18.08.2007
Schubverband kollidiert mit Schleusenwand
Iffezheim, Landkreis Rastatt, Baden-Württemberg / DE, 18.08.07 - Ein Fahrfehler eines 55 Jahre alten Schiffsführers war die Ursache eines Schiffsunfalls, der sich am gestrigen Freitagabend bei der Schleuse Iffezheim ereignete. Wie die Polizei Karlsruhe berichtet, wollte ein in Richtung Straßburg fahrender Güterschubverband kurz nach 21.30 Uhr in die rechte Kammer der Schleuse Iffezheim einlaufen. Dabei kollidierte der mit 264 Containern beladene Schubverband mit der Trennwand der beiden Schleusenkammern.
Durch die Kollision entstand an dem aus drei Schubleichtern bestehenden Schiffsverband ein Schaden von zirka 50.000 Euro, an der Schleuse ein Schaden von zirka 1.000 Euro. Nach der Aufnahme des Unfalls und einer Überprüfung des Schubverbands, an dem keine Leckage festgestellt wurde, durch die Wasserschutzpolizei konnte der Schiffsführer seine Talfahrt fortsetzen.
Quelle: Polizeipräsidium Karlsruhe vom 18.08.2007
Angelkutter gesunken
Windmill Point, Virginia, USA, 18.08.07 - Vier Mann konnten sich retten, als am 17.8. ihr
Boot auf dem Rappahannock River vor Windmill Point in Brand geriet. Sie versuchten den Brand auf dem 40 Fuß langen
Kutter zu bekämpfen, mussten dann aber mit Schwimmwesten in den Fluss springen, wo sie ein anderes
Schiff aufnahm und einem Küstenwachboot übergab. Der Kutter sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
Altes Wrack in Südfrankreich entdeckt
Arles, Provence-Alpes-Côte d’Azur / Frankreich, 17.08.07 - Archäologen haben in der
Rhône in Südfrankreich ein
rund zweitausend Jahre altes Schiffswrack entdeckt. Das römisch-keltische Schiff liegt im Flussbett bei Arles und ist anscheinend sehr gut erhalten, soweit das bei der schlechten Sicht unter Wasser festzustellen sei. Es konnte noch nicht ermittelt werden, wo das Schiff an der Rhône gebaut worden ist, aber fest steht, dass die Stadt Arles im Altertum Schiffswerften hatte. Holzproben wurden dem Wrack entnommen, um mit der Radiocarbonmethode das Alter des knapp dreißig Meter langen Schiffes feststellen zu können. Das Wrack sei beim Bau einer Landungsbrücke in Arles entdeckt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
Sportboot vor Miami gerettet
Miami, Florida / USA, 17.08.07 - Am 16.8. rettete die Crew des Küstenwachkutters "
Tampa" zwei Personen vom 15 Meilen westlich von Bimini sinkenden 28-Fuß-Boot "
Big Mess". Sie hatten um 18 Uhr Mayday gefunkt, auf das die "Tampa" und ein
HU Falcon Jet aus Miami reagierten. Die "Tampa" setzte ein Boot aus und half, den 12 Inch langen Riss im Boot zu dichten. Es gelang, mit einer Lenzpumpe den Wassereinbruch zu stoppen. Ein 41-Fuß-
Rettungsboot aus Miami Beach kam ebenfalls zu Hilfe und schleppte das Boot, das unterwegs nach Bahamas gewesen war, dann ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
U-Boot soll zum 2. Mal versenkt werden
London / England / UK, 17.08.07 - Das deutsche U-Boot "
UB 33", 324 t, das im
1. Weltkrieg 13 Schiff im Englischen Kanal und in der Nordsee versenkte und selbst acht Meilen vor Dover am
11.4.1918 nach Minentreffer auf der Varne Bank sank, kommt nicht zur Ruhe. Das Schiff liegt mit seiner
28-köpfigen Crew in so flachem Wasser, dass befürchtet wird, es könnte durch darüber laufende Schiff an die Oberfläche gerissen werden und die Schifffahrt gefährden. Das Wrack liegt in 77 Fuß Tiefe, die Mindesttiefe in dem Seegebiet, in dem Fähren verkehren, sollte 87 Fuß betragen. Nun liegt ein
Warnschiff an der Untergangsstelle. Der Plan, das Schiff zu sprengen, wurde aufgegeben, weil es sich um ein Kriegsgrab handelt. Die Option einer großen Warntonne wurde verworfen, weil der Verkehr in dem Gebiet allzu dicht ist. Eine
Alternative wäre eine Verbringung in tieferes Wasser. Taucher haben das Wrack bereits untersucht.
Das Boot unternahm in den drei Jahren seiner Dienstzeit 17 Fahrten, neben den 17 Versenkungen gab es zwei Beschädigungen und drei Prisen. Es stand unter dem Kommando von Fritz Gregor. Die letzte Fahrt begann in Zeebrugge am 10.4.1918, einen Tag später wurde es durch eine Mine zerstört. Von 182 im 1. Weltkrieg versenkten U-Booten liegen
133 vor Englands Küste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
Betrunkene versenkten Boot
Sankt Gilgen, Salzburg / Österreich, 17.08.07 - Bei einem Bootsunfall auf dem Wolfgangsee bei St. Gilgen wurden am Abend des 16.8. drei Personen leicht verletzt. Das
Boot rammte in der hereinbrechenden Dunkelheit ein an einer Boje befestigtes
Elektroboot. Dass Motorboot versank an Ort und Stelle. Der Bootsbesitzer aus Strobl hatte mit dem Schiff in Ufernähe Runden gedreht. Mit an Bord waren noch zwei Niederländer. In der Dunkelheit scheint der Mann das Elektroboot übersehen haben und rammte es mit voller Wucht. Die drei Passagiere wurden ins Wasser geschleudert, alle drei konnten sich aber mit leichten Verletzungen ans Ufer retten. Sie waren betrunken. Die Feuerwehr St. Wolfgang sowie die Wasserrettung aus St. Gilgen bargen das Wrack und brachten das ebenfalls beschädigte Elektroboot ans Ufer.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
Chronik einer Rettung
England, 17.08.07 - Der Kapitän der "
Maersk Kendal", die auf ihrer Jungfernfahrt am 8.August
19 Thais rettete, gab nun Details der Rettungsaktion bekannt. Das Schiff war 15 Tage auf See, als es den Notruf der 1973 erbauten "
Pailin Maritime", die Baumstämme von den Solomon Islands nach Ho Chi Min City, Vietnam, brachte, auffing. Obwohl er 200 Meilen entfernt war, änderte der Kapitän den Kurs und war erstes Schiff vor Ort. Er begann eine systematische Suche. Nach über vier Stunden sichtete der Ausguck einige leere Schwimmwesten. Inzwischen war die "
Rio Imperial" der britischen Zodiac Maritime, London, ebenfalls vor Ort. Im Wasser trieben viele Baumstämme. Dann ein lebloser Körper. Ein Boot wurde ausgesetzt, und während der nächsten eineinhalb Stunden alle Schiffbrüchigen aufgenommen.
| Um 17.20 Uhr |
wurden Ladungsteile gesichtet und die "Rio Imperial" auf Nordostkurs geschickt. |
| Um 17.25 Uhr |
wurde der treibende Körper gesichtet. |
| Um 17.30 Uhr |
wurden Notraketen in weniger als einer Meile an Steuerbord gesichtet. |
| Um 17.57 Uhr |
war ein Boot zu Wasser, der Frachter machte Lee. |
| Um 18.03 Uhr |
waren 2 Mann gerettet. Dann fiel der Antrieb des Bootes aus, und es musste von einem anderen Boot zurückgebracht werden. |
| Um 18.52 Uhr |
sichtete die "Rio Imperial" besetzte Rettungsinseln 3 Meilen nordöstlich. Inzwischen ist bekannt, dass der gesunkene Frachter 24 Mann an Bord hatte und 2 Inseln ausgesetzt wurden. Die "Rio Imperial" barg 13 Überlebende |
| Um 19:03 Uhr |
sichtete die "Maerks Kendal" eine Insel eine Meile entfernt an Steuerbbord. Das Schiff wurde auf die Insel zutreiben gelassen. Es war nun dunkel. |
| Um 19.36 Uhr |
werden vier Personen gerettet, und die Insel wird treiben gelassen. Die Rettungsaktion ist beendet. |
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
Altes Wrack identifiziert
England / Kanada, 17.08.07 - Vor Nordwales haben Taucher das Wrack eines im 1. Weltkrieg erbauten
Minensuchers identifiziert. Das Schiff war in Kanada erbaut worden. Im Januar 1929 sank das 38 Meter lange Schiff mit der
14-köpfigen Crew. Das Wrack galt bei Tauchern lange als das der "
Kincorth", die in den 1940ern sank. Doch nachdem ein anderes Wrack als diese identifiziert wurde, versuchten Taucher aus Liverpool die Identität des anderen Schiffes zu klären. Eine Bronzeglocke, die in den 1980ern von dem in 35 Metern Tiefe liegenden Wrack vor der Insel Anglesey (Wales) geboren wurde, brachte sie auf die Spur. Sie wurde identifiziert als
No. 4 einer Serie kanadischer Minensucher, erbaut 1917. "
TR 4" wurde nach dem 1. Weltkrieg nach Fleetwood in England verkauft. 1928 wurde das Boot, das als Fischerboot diente, an das brasilianische Marineministerium weiterverkauft, die das Boot in "
Cartagena" umbenannte. Bei der Überführungsfahrt ging sie am
15.1.1929 verloren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
"MSC Napoli" an Abwrackwerft
Belfast, Nordirland / UK, 17.08.07 - Am 17.8. wurde das
Vorschiff der "
MSC Napoli" nach Belfast eingeschleppt. Hier wird es bei
Harland & Wolff abgewrackt. 98 Prozent sollen recycelt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
Oldtimerfrachter wieder frei
Norsholm, Östergötland, Sweden, 17.08.07 - Der 101 Jahre alte schwedische Frachter "
Tunia", der vor Roxen gestrandet war, wurde am 16.8. von einem
Schlepper aus Södertalje freigeschleppt. Zuvor war die Schlepptrosse drei Mal gerissen. Die "Tunia" hat ein Leck erlitten, Ruder und Schraube wurden beschädigt. Dennoch konnte sie mit eigner Kraft
Norsholm anlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.08.2007
Zingster Seenotretter holen Wassersportler aus dem Grabower Bodden
DGzRS Bremen / DE, 17.08.07 - Zwei gekenterte Faltbootfahrer konnten gestern, Donnerstag, den 16.8.2007, von den Seenotrettern der Station Zingst mit dem Seenotrettungsboot "Zander" aus dem Grabower Bodden stark unterkühlt gerettet werden. Die beiden Wassersportler (Jahrgang 1979 und 1980) waren im Grabower Bodden bei starkem Wind mit ihrem besegelten Faltboot gekentert. In dem 17 Grad kalten Wasser hielten sie sich an dem kieloben treibenden Boot fest. Erst nach etwa einer halben Stunde wurden sie von einem Segler bemerkt, der ihnen zu Hilfe eilte. Der Besatzung der Segelyacht gelang es u.a. durch Motorenprobleme in dem zunehmend stürmischen Wetter nicht, die beiden an Bord zu nehmen. Sie stellten eine Leinenverbindung zu dem gekenterten Boot her, an dem die beiden Schiffbrüchigen hingen.
Die um 15.25. Uhr alarmierten Seenotretter der Freiwilligen-Station Zingst liefen sofort aus, wobei sich die angegebene Unfallposition zunächst als falsch erwies. Vormann Siegfried Tornow und zwei weitere freiwillige Besatzungsmitglieder konnten die beiden Wassersportler jedoch kurz darauf durch die Bergepforte des Seenotrettungsbootes in Wasserhöhe an Bord nehmen. Einer der beiden Männer war bereits derartig unterkühlt, dass er nicht mehr aktiv an seiner Rettung mitwirken konnte.
Vormann Tornow alarmierte sofort die Rettungsleitstelle und erbat Rettungstransportwagen für die Unterkühlten, die an Bord in wärmende Decken gewickelt wurden.
Zehn Minuten später wurden die beiden in Barth an den Notarztwagen übergeben. Die "Zander" barg wenig später auch das Faltboot der Verunglückten und brachte es nach Barth.
Bei zunehmend stürmischer werdendem Wetter erreichte die Seenotretter auf dem Weg in den Heimathafen durch ein Fahrgastschiff die Meldung, dass bei einer Segelschule mehrere Jollen mit Kindern in der durchziehenden Schlechtwetterfront gekentert waren. Kurz vorm Eintreffen vor Ort waren jedoch alle Kinder bereits durch Helfer der Segelschule aus dem Wasser geborgen worden. Kein Kind wurde verletzt.
Am Abend um 20.35 Uhr wurden die Seenotretter erneut alarmiert. Eine Segelyacht hatte bei Windstärke acht bis neun schweren Schaden am Vorsegel erlitten. Da der Motor nicht ansprang, war die Yacht manövrierunfähig. Ein Fahrgastschiff hatte das seltsame Verhalten bemerkt und die Seenotretter informiert.
Der Besatzung des Seenotrettungsbootes gelang es, eine Leinenverbindung mit dem Havaristen herzustellen, der erst dann seine Segel bergen konnte. Die Yacht wurde nach Barth eingeschleppt. Die beiden Personen an Bord blieben unverletzt.
Quelle: DGzRS Bremen vom 17.08.2007
Ein Toter bei Kutteruntergang vor Brest
Brest, Bretagne / Frankreich, 17.08.07 - Sechs Fischer wurden verletzt, einer starb, als ihr 20 Meter langer Kutter "
Sokalique" nach einer Kollision vor der nordwestfranzösischen Küste sank. Das EPIRB wurde um 03.30 Uhr 100 Kilometer vor der Ile d’Ouessant bei Brest aktiviert. Rettungshubschrauber fanden eine Rettungsinsel mit
sechs Mann. Eine weitere trieb leer in der See. Wenig später wurde der noch vermisste
siebente Seemann tot aufgefunden. Womit der Kutter zusammenstieß, war zunächst nicht bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
Segler in der Ostsee gerettet
Deutsche und polnische Seenotretter im Einsatz
DGzRS Bremen / DE, 17.08.07 - Ein mustergültiges Beispiel internationaler Zusammenarbeit haben in der Nacht vom Mittwoch auf den Donnerstag (15./16.08.) der polnische Seenotrettungsdienst (Polskie Ratownictwo Okretowe) und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Bremen, praktiziert. Ein deutscher Segler, der im Ostseerevier vor Miedzyzdroje (Misdroy), 35 Kilometer nordöstlich Swinoujscie (Swinemünde), außenbords gestürzt war, wurde heute früh um 01.35 Uhr von polnischen Seenotrettern aus der 19 Grad kalten Ostsee geborgen.
Zum Überleben hat mit Sicherheit auch beigetragen, dass er eine ohnmachtsichere Rettungsweste trug, nachdem er vom Mastbaum bei einem Wendemanöver am Kopf getroffen worden war. Diese Rettungswesten bringen einen Schiffbrüchigen automatisch in die Rückenlage und halten den Kopf über der Wasseroberfläche.
Kurz vor Mitternacht erreichte die SEENOTLEITUNG BREMEN ein Anruf der Polizeistation Anklam (Mecklenburg-Vorpommern). Eine Angehörige hatte gemeldet, ihr Bekannter Stefan R. (42) hätte sie von Bord der 10-m-Segelyacht "Marianne" per Mobiltelefon angerufen. Der Skipper Marko W. (35) sei außenbords gestürzt und in kürzester Zeit in die offene Ostsee vertrieben. Die Frau informierte umgehend die Polizei in Anklam, die den Alarm an die SEENOTLEITUNG BREMEN weiterleitete.
Auf Grund der seit Jahrzehnten erprobten Zusammenarbeit mit dem polnischen Seenotrettungsdienst gelang es, in kurzer Zeit einen polnischen Seenotkreuzer und einen Hubschrauber in das Suchgebiet zu entsenden.
Um 01.35 Uhr meldete MRCC Swinoujscie den Bremer Seenotrettern, dass der Vermisste geborgen sei und an Bord des Seenotkreuzers "R28" versorgt würde. Sein mitreisender Segelfreund war zuvor aufgenommen worden. Das Segelboot wurde eingeschleppt.
Quelle: DGzRS Bremen vom 17.08.2007
Taucherboot explodiert
Charlotteville, Tobago / Trinidad and Tobago, 17.08.07 - Am 13.8. kam es in Charlotteville zu einer Explosion an Bord eines
Taucherschiffes der Tobago Dive Experience in Speyside. Dabei wurde ein Mann, der sich allein an Bord befand, aus dem Boot ins Wasser geschleudert. Er konnte an Land schwimmen und wurde ins Scarborough Regional Hospital gebracht. Das Bootsinnere wurde zerstört. Die Ursache der Explosion wird von der Polizei untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
Frachter in Moerdijk geborgen
Moerdijk, Provinz Nordbrabant / Niederlande, 16.08.07 - Der in der Nacht zum 13.8. in Moerdijk gekenterte Frachter "
Al Shaymaa" ist geborgen. Dazu mussten die noch im Schiff verbliebenen 65 Rollen gelöscht werden, um das Schiff wieder auf ebenen Kiel zu bekommen. Zur Stabilisierung des Schiffes wurde der Kran "
Amsterdam" am Achterschiff angesetzt. Die Bergungsschlepper "
Barracuda", "
Furie 3" und "
Zephyrus" gingen auf Standby. Die verbliebene Ladung wurde gelöscht mithilfe von Mobilkränen, dann das Schiff beballastet und so wieder aufgerichtet. Am 16.8. war die Bergung durch die am Morgen des 15.8. kontaktierte Multraship, die gemeinsam mit der belgischen URS arbeitete, abgeschlossen, das Schiff an die Eigner zurückgegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
Zweimal Mayday vor Dänemark
Dänemark, 15. / 16.08.08 - Am 15.8. um 23:20 Uhr funkte ein
Segler, der vor Møns Klingt (Insel Møn) gestrandet war, Mayday, und feuerte Notraketen ab. Sein Boot lag mit schwerer Schlagseite fest. Das Rettungsboot aus Klintholm schleppte es frei und eskortierte es nach Klintholm.
Auch vor Marstal (Insel Ærø) gab es am 16.08. ein Mayday von einem
Freizeitsegler, der auf Grund gelaufen war. Ein Rettungshubschrauber stieg auf. Der Skipper wurde nach Marstal geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
Zwei Schubverbände liegen noch auf Oder fest
Reitwein / Sophienthal, Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg / DE, 16.08.07 - Am 16.8. war die Oder wieder auf ganzer Länge befahrbar. Der Kasko der "
Manuel" war am Morgen freigekommen und hatte nach Passage von Hohensaaten tieferes Wasser erreicht. Der südlich von Reitwein (Märkisch-Oderland) festliegende Kasko der "
Dresden" schwamm kurzzeitig auf und vertrieb einen Kilometer talwärts. Er kam bei Kilometer 603,2 direkt bei der "
Jaguar" außerhalb der Fahrrinne fest. Während die Schubverbände hier auf steigenden Wasserstand warteten, blieb die Stelle für andere Schiffe passierbar. Die drei Schubverbände waren am 14.8. auf Grund gelaufen. Die Oder führt derzeit Niedrigwasser, ein kurzfristiger Wasseranstieg ist nicht in Sicht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
Charterkutter strandete nach Maschinenschaden
Cape Disappointment, Washington / USA, 16.08.07 - Am 15.8. lief nach Maschinenausfall der 42 Fuß lange Charterkutter "
Sea Venture" in den Ilwaco Gates nahe Cape Disappointment, Washington, auf Grund. Die Coast Guard Astoria wurde alarmiert, und ein
47-Fuß-Boot lief aus Cape Disappointment aus. Alle nicht benötigten Personen wurden evakuiert, der Kapitän und sein Maat blieben an Bord. Mit steigendem Wasser kam das Schiff wieder frei, und es konnte mit eigener Kraft nach Ilwaco einlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
Boot in Ottawa gesunken
Ottawa / Kanada, 16.08.07 - Am Nachmittag des 16.8. wurde ein in der Nacht zum 15.8. im Rideau Canal in Ottawa gesunkenes Boot geborgen. Die 9 Meter lange "
Dayliner" war nahe des National Arts Centre um 19.30 Uhr untergegangen. Vor zahlreichen Schaulustigen wurde das halb unter Wasser liegende Wrack gelenzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
Frachter rettete auf Jungfernfahrt 19 Schiffbrüchige
England / UK, 16.08.07 - Der britische Frachter "
Maersk Kendal" rettete auf seiner Jungfernfahrt in der südchinesischen See 19 thailändische Seeleute in schwerer See. Die Rettungsaktion begann am
8. August, als das Schiff einen Notruf des Frachters "
Pailin Maritime" auffing, der mit Holz unterwegs von Solomon Islands nach Ho Chi Min City, Vietnam. war.
Die "
Maersk Kendal" war an ihrem 15. Seetag 200 Meilen entfernt und änderte ihren Kurs zum Havaristen. Nach mehrstündiger Suche im Seegebiet wurden zunächst nur leere Schwimmwesten gesichtet. Ein zweites Schiff, die auf dem Weg nach Singapur befindliche britische "
Rio Imperial" der Zodiac Maritime in London, traf wenig später ebenfalls ein und unterstützte die Suche. Wenig später wurden die Schiffbrüchigen des thailändischen Frachters gefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
Seemann von Frachter vor Kap Arkona abgeborgen
Kap Arkona, Insel Rügen, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 15.08.07 - Die Besatzung des Bundespolizeischiffs "
BP26" hat am 15.8. einen
erkrankten finnischen
Seemann von seinem Schiff nach Sassnitz ins Krankenhaus gebracht. Am Morgen hatte der Kapitän des finnischen Frachters "
Laura" nördlich von Kap Arkona über Seefunk um Hilfe gebeten. Das Polizeischiff erreichte den Frachter nach 30 Minuten und übernahm den Erkrankten auf See. Er wurde mit Höchstfahrt nach Sassnitz gebracht, wo ein Notarzt die weitere Betreuung übernahm. Die 120 Meter lange "Laura" setzte dann die Fahrt nach Hamina in Finnland fort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
Freizeitschiffer verloren die Orientierung auf der Nordsee
Bremerhaven, Land Bremen, 15.08.07 - Waghalsigkeit und Unkenntnis wurden in der Nacht zum 15.8. zwei Mann auf dem Sportboot "
Courage" fast zum Verhängnis. Die beiden Skipper wollten das 11,40 Meter lange Motorboot von Glückstadt nach Bremerhaven überführen. Die
nötigen Seekarten hatten sie allerdings
nicht an Bord. Der alte Eigner und der neue Eigentümer des Bootes verloren bei Dunkelheit völlig die Orientierung. In Höhe des Leuchtturms Tegeler Plate in der Außenweser, rund 22 Seemeilen von Bremerhaven entfernt, warfen die Männer den Anker und meldeten bei der Seenotleitstelle der DGzRS einen Seenotfall. Der 23 Meter lange Rettungskreuzer "
Hermann Rudolf Meyer" wurde daraufhin geschickt und sollte das Sportboot nach Bremerhaven lotsen. Im Kielwasser des voll beleuchteten Rettungskreuzers verloren die beiden Sportschiffer in Höhe des Wremer Lochs erneut die Orientierung. Sie
rammten gegen 1.50 Uhr die Buhnentonne 21. Dabei entstand am Motorboot ein etwa 20 mal 30 Zentimeter großes Loch oberhalb der Wasserlinie an Steuerbord, es kam zu einem leichten Wassereinbruch. Nun nahm ein Rettungsmann der "Hermann Rudolf Meyer" auf der "Courage" das Ruder in die Hand und brachte Schiff und Besatzung sicher in den Fischereihafen. Gegen den Bootsführer wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
Kutterwrack wird feierlich verbrannt
Newburgh, Schottland / UK - Am 19.8. soll der Kutter "
LK 760" am Ufer des Tay River feierlich verbrannt werden. Damit wird symbolisch der Erwerb des Landes, an dessen Ufer er lange vor sich hin rottetete, durch die Gemeinde Newburgh zelebriert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
"Robertson II" aufgerichtet, aber noch nicht geborgen
Saturna Island, British Columbia / Canada, 15.08.2007 - Die wochenlangen Bergungsarbeiten an der "
Robertson II", 98 ts, haben einen Fortschritt erzielt. Die Hoffnung ist gewachsen, das Schiff könnte bald in den 13 Meilen entfernten Ganges Harbour auf Sapt Spring Island eingeschleppt werden. Am
14.8. hatte die Bergung einen kritischen Punkt erreicht. Die neun federführenden Berger waren zu dieser Zeit in einem Zustand starker Erschöpfung. Sie hatten am 11.8. die Arbeiten am Wrack vor Saturna Island begonnen und seitdem fast ohne Pause durchgearbeitet. Das 40 Meter lange Schiff war in dieser Zeit aufgerichtet worden, danach wurde versucht, es abzudichten. Das Vorschiff lag weiterhin unter Wasser, der Kiel auf dem Riff. Die Wettervorhersage für die kommenden Tage war eher ungünstig.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
Schiffbrüchige von Bug gerettet
Cypremort Point, Louisiana / USA, 15.08.07 - Nach einem Sturm wurde vor Cypremort Point in der Vermillion Bay seit Montag (13.08.) ein
Kutter vermisst. Der Sheriff bat deshalb
zwei Shrimpfänger, nach dem Schiff Ausschau zu halten. Tatsächlich entdeckten sie
dreißig Minuten später einen Mann, der sein T-Shirt über dem Kopf schwenkte. Danach entdeckten sie einen
zweiten, der sich ebenfalls auf dem aus dem Wasser ragenden Bug eines Kutters befand. Ein
dritter Mann war ertrunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.08.2007
Container fielen von Bord des Containerschiffes "Florence"
Bremerhaven, Stromkaje, Land Bremen / DE, 16.08.07 - Am 16. August 2007, gegen 09.50 Uhr, fielen drei leere Container von Bord des an der Stromkaje von Bremerhaven liegenden Containerschiffes "Florence" in die Weser. Zwei Container konnten umgehend durch in der Nähe befindliche Hafenschlepper geborgen werden. Der dritte Container verkeilte sich durch die ablaufende Strömung zwischen Pier und der Bordwand des Containerschiffes "Maersk Surabaya". Später gelang es einem Fahrzeug des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bremerhaven den Container freizuschleppen. Die Bergungsarbeiten wurden durch das Polizeiboot "Visura" gesichert.
Als Unfallursache stellten die Beamten der Wasserschutzpolizei der Polizei Bremen fest, dass beim Entladen der Container von Bord des MS "Florence" ein Twistlock (Sicherungsverbindung) eines 40-Fuß-Containers noch mit dem Lukendeckel des Schiffes verbunden gewesen war. Auf diesem Lukendeckel standen auch die drei leeren
20-Fuß-Container. Als die Containerbrücke den Container auf dem Lukendeckel entladen wollte, wurde dieser durch die bestehende Verbindung mit dem Twistlock leicht angehoben. Dabei fielen die bereits zum Entladen vorbereiteten Container über Bord. Personen kamen nicht zu Schaden. Am Schiff wurde die Reling auf ca. einen Meter Länge beschädigt.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 16.08.2007
Einstiger deutscher Minensucher versenkt
Cirkewwa / Malta, 15.08.07 - Nahe des Wracks der "
Rozi" wurde vor Malta am 14.August 2007 der ehemalige DDR-Minensucher "
Boltenhagen" als neue Tauchattraktion versenkt. Um sieben Uhr morgens wurde das Schiff aus dem Hafen von Valetta in Richtung Cirkewwa geschleppt. Gereinigt und für den Untergang vorbereitet erreichte es im kleinen Konvoi am frühen Nachmittag das Zielgebiet. Die vorbereiteten Öffnungen im Rumpf wurden geöffnet, und das Schiff sank wie geplant mit dem Bug voran ab. Es kam auf ebenem Kiel in einer Tiefe von 37 Metern zu liegen.
Das 1970 gebaute Schiff war nach der Außerdienststellung im Jahre 1996 an die maltesische Marine verkauft worden. Unter dem Namen "
P 29" patrouillierte der Minensucher mit den Aufgabenbereichen Grenzsicherung und Überwachung des Seegebietes rund um die Mittelmeerinsel. Die "P 29" mit einer Länge von über 51 Metern und einer Breite von über 7 Metern verspricht nun eine neue Attraktion der Unterwasserwelt Maltas zu werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.08.2007
Info: Cirkewwa (Marfa Point) liegt im Nordwesten von Malta. Hier befindet sich eine Fährstelle für die Fähre nach Mgarr auf Gozo.
Forschungsschiff auf der Suche nach Wrack von Kreuzer "Sydney"
Australien, 15.08.07 - Ein australisches Marineschiff wurde ausgesandt, um zu prüfen, ob es sich bei einem vor Westaustralien vor einer Woche entdeckten
Wrack um die HMAS "
Sydney" handelt. Die vor Ort arbeitende Bergungsfirma verweigerte bislang die Herausgabe der Koordinaten des Objekts.
Vor 65 Jahren sank das Schiff
mit allen 645 Mann Besatzung, seither ist die Position unbekannt. In er vergangenen Woche hatte das Bergungsteam behauptet, es sei fast sicher, den am
19.11.1941 im Gefecht mit dem deutschen Hilfskreuzer "
Kormoran" ( ex Frachter Steiermark) gesunkenen Kreuzer gefunden zu haben. Dieser sank später selbst, im Gegensatz zur "Sydney" gab es aber
316 Überlebende. Nun liegt die Hoffnung auf dem Sonar und anderer Ausrüstung des Marineforschungsschiffes HMAS "
Leeuwin", Klarheit über die unterseeische Grabstätte zu gewinnen. Wegen der Position des Wracks gibt es aber erhebliche Zweifel daran, ob es sich um die "Sydney" handelt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.08.2007
Info: Einige Presseagenturen berichten, dass das Wrack in der Nähe von Cape Inscription am Nordende der Insel "
Dirk Hartog Island", ungefähr 150 Meter im Wasser, an der Westküste Australien liegen soll.
Mehrere Schubverbände liegen auf der Oder fest
Reitwein / Sophienthal, Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg / DE, 15.08.07 - Im Laufe des 14.08.2007 kam es zu mehreren Festfahrungen auf der
Grenzoder. Bei Sophienthal musste die Oder für die Schifffahrt vorübergehend gesperrt werden, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde.
Südlich der
Ortschaften Reitwein/Gorzyca lief bei Oderkilometer 602,3 ein polnischer
Schubverband aus einem Schuber und dem Kasko des Bugteils für den Neubau für den Tanker "
Dresden" auf Grund. Der Havarist konnte jedoch auf einer Fahrrinnenbreite von 20 Metern am polnischen Ufer vorsichtig passiert werden.
Einen
Kilometer weiter südlich, bei Oderkilometer 603,2 kam ein weiterer polnischer
Schubverband bestehend aus einem Schuber und dem Kasko für den des Frachters "
Jaguar" fest. Auch hier konnte der Havarist auf einer Fahrrinnenbreite von 40 m, am polnischen Ufer vorsichtig passiert werden.
Auf Höhe der
Ortschaften Sophienthal/ Chlewice kam es bei Oderkilometer 629,8 zur Strandung eines polnischen
Schubverbandes bestehend aus einem Schubschlepper und dem Kasko des Heckteils für den Neubau des Tankers "
Manuel". Hier musste die Oder vorübergehend für den Schiffsverkehr gesperrt werden.
Die zuständigen
Außenbezirke Frankfurt (Oder) und
Gozdowice planten, in diesem Streckenabschnitt gemeinsame Peilungen im Gewässerbett ausführen, um eine
neue Fahrrinne zur Passage des Havaristen festzulegen und zu kennzeichnen.
Festfahrungen von Schiffen auf der Oder sind
während des Sommers indes nichts Ungewöhnliches. Die Oder führt ein sehr feinkörniges sandiges Geschiebe, sodass bei Grundberührungen meist keine Schäden an den Havaristen entstehen. Gefahren für die Umwelt sind in den aktuellen Fällen nicht zu befürchten, da es sich bei allen Havaristen um Neubaukasko handelt, die ohne Ladung zu ihren Endausbauwerften überführt werden sollen.
In
Niedrigwasserzeiten wird seitens der regionalen Wasserwirtschaftsverwaltung
Wroclaw gelegentlich eine Welle aus den
Speicherbecken im Oberlauf der Oder abgelassen, um den Wasserstand der Oder künstlich aufzuhöhen und der Schifffahrt tagesweise eine Passage des Mittellaufes der Oder zu ermöglichen. Mit diesen Wellen fahren dann oft ganze Konvois von Schubverbänden die Oder talwärts. Gerade die Werften in Wroclaw können mit der Auslieferung Ihrer Neubaukaskos oft nicht auf steigende Wasserstände im Herbst warten und versuchen, ihre Schiffe auf solchen Wellen in tiefere Gewässer zu überführen. Dabei kommt es immer wieder zu Festfahrungen im Bereich von Untiefen. Die Pegel am Mittellauf der Oder eine weitere kleine Welle erwarten mit einem Wasserstandsanstieg von bis zu 20 Zentimetern, sodass die festgefahrenen Fahrzeuge möglicherweise schon bald wieder freikommen. Nicht auszuschließen ist aber, dass sich die Havaristen nach einem Freikommen wenige Kilometer talwärts erneut festfahren, so dass die gesamte Strecke zwischen Lebus und Hohenwutzen mit hoher Aufmerksamkeit befahren werden muss.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.08.2007
Tanker sank in Bijela
Bijela / Montenegro, 14.08.07 - An der Küste von Monenegro herrscht nach dem teilweisen Untergang des griechischen Tankers "
Mexica" im Hafen von Bijela Angst vor einer Ölverschmutzung. Das Heck des Schiffes, das 215 Tonnen Öl an Bord hat, liegt auf dem Grund. Das Schiff der griechischen Reederei Zamounis and Associates sank am
10.8. in schwerem Sturm in der Boka Kotorska Bucht. Es hatte zu Reparaturarbeiten die Adriatic Shipyard Company angelaufen und sollte in 2 Wochen wieder auslaufen. An Bord sind 200 Tonnen Schwer- und 15 Tonnen leichtes Öl. Binnen einer Woche sollen nun die Bergungsarbeiten anlaufen, für die es jedoch erst eine ministerielle Genehmigung bracht. Einiges Öl und sonstiges Treibgut befinden sich im Wasser um das Wrack, doch dies sei nichts ungewöhnliches, hieß es, weil es in einem Industriegebiet liege.
Am 10. August sank beim Bijela Shipyard in Montenegro der unter Panama-Flagge registrierte Frachter "
Mexica" (IMO 8410287), 10018 BRZ. Das 150 Meter lange, 12768 Tonnen verdrängende Schiff ging mit dem Heck auf Grund und hat Steuerbordschlagseite. Der Bug ragt in die Luft. Die "Mexica" wurde 1984 beim
VEB Neptun, Rostock, erbaut und lief zuvor als "
Rydal" und "
Lara Bay".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.08.2007
Lübecker Ausflugsschiff blieb unter Brücke stecken
Lübeck, Schleswig-Holstein, 10.08.07 - Am 10.8. blieb das Ausflugsschiff "
Hertha Quandt" auf der
Trave unter der Drehbrücke stecken, kurz nachdem es um 16 Uhr vom Hansahafen zu einer Rundfahrt um die Altstadtinsel Lübecks abgelegt hatte. An Bord waren 22 Fahrgäste. Die Hoffnung des Kapitäns auf eine Befreiung des Schiffes durch fallenden Wasserstand bewahrheitete sich nicht, der Wasserspiegel stieg sogar weiter. Deswegen wurde die
Brücke 15 Zentimeter angehoben, sodass die 22 Meter lange "Hertha Quandt" wieder frei kam. Die Passagiere waren
90 Minuten gefangen gewesen. Achteraus ging die "Hertha Quandt" für Untersuchungen an den Liegeplatz Hansahafen zurück. Niemand wurde verletzt, am Schiff entstanden nur geringe Schrammschäden. Der Schaden an der Brücke wurde noch untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.08.2007
Feuer auf einer schottischen Ölplattform
Nordsee, britischer Sektor, 15.08.07 - Um 18.20 am Abend des 14.8. brach im Maschinenraum der "
Ocean Guardian", eine Halbtaucher-Ölplattform, der Diamond Offshore Ltd, Aberdeen, etwa 120 Meilen nordöstlich von Aberdeen (Schottland), ein Feuer aus. An Bord waren 87 Personen. 32 nicht benötigte Menschen wurden evakuiert.
Zwei Zivilhubschrauber, die sich in der Nähe befanden, wurden zu dem Rig dirigiert. Außerdem flogen die
Jigsaw 1 und die
norwegische Saver die Ölplattform an. 19 Mann wurden zur nahen
Andew-Plattform, 13 auf die
Britannic-Plattform gebracht. Nach einer Stunde war das Feuer mithilfe der bordeigenen Löschsysteme unter Kontrolle gebracht, die Evakuierung wurde daraufhin gestoppt. 55 Arbeiter sind noch an Bord, die Lage wurde nach Löschen des Brandes neu eingeschätzt. Außerdem startete eine Untersuchung der Brandursache.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.08.2007
Segelyacht vor Fehmarn gesunken
Fehmarn, Ostseeinsel, Schleswig-Holstein / DE, 15.08.07 - Am 14.08. ist eine deutsche Segelyacht südlich von Fehmarn gesunken. Die beiden 47 und 29 Jahren alten Segler konnten von der Besatzung einer anderen Segelyacht gerettet werden, wie die Wasserschutzpolizei am Mittwoch mitteilte. Die Unglücksursache war zunächst unklar.
Der 47 Jahre alte Bootsführer der 8,70 Meter langen Yacht hatte am späten Nachmittag ein lautes Krachen vernommen, konnte aber nichts Auffälliges feststellen. Rund eine halbe Stunde später bemerkten die Segler schnell ansteigendes Wasser im Schiffsinnern. Mit Hilfe von Leuchtmunition gelang es dem Skipper, Segler einer Yacht in der Nähe auf seine Seenot aufmerksam zu machen.
Quelle: ddp vom 15.08.2007
Betrunkene Kapitäne in Brunsbüttel gestoppt
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 14.08.07 - Am 14.8. kam es zu einem weiteren Fall: Als der 95 Meter lange russische Frachter "
Baltiyskiy 109" in der Alten Brunsbütteler Schleuse festmachte, ergab ein Alkoholtest beim Kapitän
2,15 Promille. Er musste eine Sicherheitsleistung von 1500 Euro zahlen, das Schiff bis zur Ausnüchterung in Brunsbüttel bleiben. Der Lotse hatte die Polizei gerufen, nachdem ihm der Verdacht der Trunkenheit gekommen war.
Die Wasserschutzpolizei hatte bereits am 12.8. in der Kanalschleuse Brunsbüttel den mit 3057 Tonnen Raps beladenen georgischen Frachter "
Volgo Balt 107", 2457 BRZ, mit volltrunkener Besatzung gestoppt. Dem Lotsen war Alkoholgeruch aufgefallen. Als das Schiff in der Alten Schleuse festgemacht hatte, kam die Brunsbütteler Polizei zur Alkoholkontrolle an Bord. Der aus Georgien stammende Kapitän stand mit
2,06 Promille am Ruder, während im Maschinenraum sein Chefingenieur so betrunken war, dass er
nicht einmal mehr einen Atemalkoholtest ablegen konnte. Beide Männer mussten Bluttests abgeben, der Kapitän eine Sicherheitsleistung von 1800 Euro hinterlegen. Das 114 Meter lange Schiff war von der litauischen Hafenstadt Klaipeda (Memel) nach Hamburg unterwegs. Bis zur Ausnüchterung der Männer musste das Schiff an den Bahnhofsdalben in Brunsbüttel liegen bleiben. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.08.2007
Minenjagdboot nahm Kiel unter Feuer
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 14.08.07 - Bei Reparaturarbeiten auf dem Minenjagdboot "
Bad Rappenau" haben sich am 14.8. in Kiel versehentlich
fünf Schüsse aus einem
Geschütz gelöst. Zwar wurde niemand verletzt, aber die Ursache ist völlig unklar. Die Schüsse des Kalibers 27 Millimeter lösten sich beim Einbau des Leichtgeschützes der "Bad Rappenau" während einer Prüfung der Ladetätigkeit. Eigentlich hätte nur Übungsmunition zum Einsatz kommen können, doch statt dessen gingen fünf
scharfe Geschosse los, verfehlten den Schwimmkran "
Hiev" nur knapp und gingen an noch unbekannter Stelle im Raum Ellerbek nieder. Eine Explosivladung haben die Geschosse nicht. "Wir wissen nicht, wo die Schüsse eingeschlagen sind und wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte", sagte Fregattenkapitän Peter Krüger. "
Wir sind heilfroh, dass es glimpflich abgelaufen ist."
Polizei und Feldjäger der Bundeswehr haben Ermittlungen zur Untersuchung der Unfallursache aufgenommen. Die mit einer Sonaranlage ausgestattete "Bad Rappenau" kann Minen auf dem Meeresgrund finden und beseitigen. Dazu hat das Boot eine fernsteuerbare Unterwasserdrohne an Bord. Das Boot hat 42 Mann Besatzung und gehört dem 5. Minensuchgeschwader in Kiel an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.08.2007
Schuldbekenntnis nach Schiffbruch der "Selendang Ayu"
Anchorage, Alaska / USA, 14.08.07 - Die Eigner der "
Selendang Ayu" haben sich schuldig am Schiffbruch ihres Frachters vor Alaska bekannt und sind bereit, eine Strafe zu zahlen. Die IMC Shipping Co. Pte. Ltd. (IMC), Singapur, nahm auch die Schuld am Tod hunderter Seevögel und Otter auf sich, nachdem der 738-foot (225 Meter) lange Frachter an der Nordseite von Unalaska Island am
8.12.2004 auf dem Weg von Tacoma nach China verloren gegangen war. Das Schiff hatte rund
442000 Gallonen Bunkeröl an Bord, von denen
336000 Gallonen austraten, ebenso wie die Ladung von 66000 Tonnen Sojabohnen. 37 Meilen der Küste wurden kontaminiert. Während der Rettungsaktion war zudem ein
Küstenwachhubschrauber abgestürzt, wobei
sechs der 10 von ihm gerade geretteten Crewmitglieder starben. Die Strafe wird 10 Millionen Dollar betragen, die auf Kosten, die aus den Folgen des Schiffsverlustes entstanden, aufgeteilt werden. Vorher hatte IMC bereits hundert Millionen Dollar für die Reinigungsarbeiten bezahlt. Am 22.8. soll der Schuldspruch gefällt werden. Zivilrechtliche Ansprüche werden nicht tangiert.
Die "
Selendang Ayu" hatte während ihrer letzten Fahrt Maschinenprobleme gehabt. Daraufhin war die Maschine gestoppt worden, um den Schaden zu reparieren. Das Schiff trieb zwei Tage in der See, und als der Frachter auf Unalaska Island zutrieb, war es nicht mehr gelungen, die Maschine zu starten. Es waren auch keine Schlepper vor Ort, die ausreichend Zugkraft gehabt hätten. Die "Selendang Ayu" trieb auf Grund und zerbrach wenig später. Der Kapitän der "Selendang Ayu", Kailash Bhushan Singh, hatte sich bereits im April 2005 schuldig bekannt, während der Unfalluntersuchung ein falsches Statement zu der Zeit, in der die Maschine gestoppt worden war, abgegeben zu haben.
Das
Vorschiff des Wracks war kurz nach der Strandung versunken. Das Achterschiff drehte sich und blieb mit dem Heck über Wasser, sodass die Arbeiten zur Demontage der Aufbauten und Teilen der Maschinenanlage zu Ende geführt werden konnten. Ursprünglich geplante weitergehende Verschrottungsarbeiten hingegen fanden nicht mehr statt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.08.2007
Brennendes Sportboot trieb auf Brücke zu
Chincoteague, Virginia / USA, 14.08.07 - Am 14.8. um 8.06 Uhr wurde die Coast Guard Station Chincoteague über ein Bootsfeuer nahe der Queen Sound Bridge informiert. Ein
23-Fuß-Boot war rasch vor Ort und fand ein in Flammen stehendes
Sportboot vor, das in südlicher Richtung den Cockle Creek in Richtung der Cockle Creek Bridge trieb. Der Skipper des Bootes war bereits an Land geschwommen. Die örtliche Feuerwehr bekämpfte das Feuer von der Brücke aus, währenddessen wurde der Verkehr um das Boot gestoppt. Danach wurde das Boot zur Queen Sound Boat Ramp abgeschleppt. Hier brach das Feuer erneut aus, doch die Feuerwehr war vor Ort und konnte die Flammen sofort ersticken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.08.2007
Frachter in Moerdijk gekentert
Moerdijk, Provinz Nordbrabant / Niederlande, 14.08.07 - In der Nacht zum 13.8. entwickelte der in Alexandria beheimatete Frachter "
Al Shaymaa" (IMO No: 7612400), 5744 BRZ, der FAMCO im Hafen von Moerdijk starke Steuerbordschlagseite. Das Schiff legte sich gegen den Kai des Containerterminals. Ein Landkran wurde leicht beschädigt. Das 1981 erbaute, 8207 Tonnen verdrängende Schiff, die vormalige "
Gehan al Sadat", war dabei, je 50 Tonnen schwere Stahlrollen zu löschen, als es sich plötzlich wegen Stabilitätsproblemen auf die Seite legte. Die rund 30-köpfige Besatzung flüchtete an Land.
Im vergangenen
Monat war das Schiff bereits 16 Tage wegen
Sicherheitsmängeln vor allem in der Löscheinrichtung, aber auch der Rettungseinrichtungen und der Elektrik in Antwerpen in die Kette gelegt worden. Auch Inspektionen in Bremen und Cartagena hatten Mängel ergeben. 2005 lag das Schiff in Spanien in der Kette. Nun sollen die noch im Schiff verbliebenen 65 Rollen gelöscht werden in der Hoffnung, das Schiff dann wieder auf ebenen Kiel zu bekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.08.2007
Kutter sank vor Frankreich
Douarnenez, Departement Finistère, Bretagne / Frankreich, 13.08.07 - Am 12.8. gegen 7 Uhr rettete ein
Segelschiff die zweiköpfige Crew des 10,6 Meter langen Kutters "
P`tit Boudet" vor Pointe du Van, Finistère. Die Geretteten stammten aus Saint-Brieuc. Sie erlitten leichte Unterkühlungen. Der Kutter war in der Nacht gegen 2 Uhr unvermittelt gesunken. Das EPIRB hatte sich
nicht aktiviert, und es war auch keine Zeit geblieben, Notrufe abzusetzen. Die Fischer wurden nach
Audierne gebracht, wo sie betreut wurden. Am Nachmittag des 13.8. wurde versucht, die Position des Wracks zu finden. Eine Untersuchung zum Unfallhergang wurde eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.08.2007
Segler verursacht Ölverschmutzung in Helgoland
Insel Helgoland, Deutsche Bucht, Schleswig-Holstein / DE, 14.08.07 - Eine Zwangspause musste der norwegische Traditionssegler "
Spleis" im Helgoländer Südhafen einlegen. Es hatte in den Maschinenraum eingedrungenes Wasser gelenzt. Dabei trat Dieselöl aus. Der
Ölfilm erstreckte sich auf einer Fläche von 150 mal zwei Metern. Der Wassereinbruch hatte sich bereits am 30. Juli, als der Segler London verließ, ereignet. Seitdem liefen ständig die Lenzpumpen. Nach der Ölverschmutzung erteilte die Seeberufsgenossenschaft dem Skipper die Auflage, mit einem geeigneten Begleitfahrzeug die Büsumer Werft anzulaufen und den Schaden dort reparieren zu lassen. Bis dahin bleibt das Schiff in Helgoland. Gegen den Skipper wurde eine Strafanzeige erstattet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
"MSC Napoli" beendete letzte Reise
Belfast, Nordirland / UK, 14.08.07 - Der Schlepper "
Anglian Earl" (IMO 8516964) der britischen Küstenwache, der am 9.8. begonnen hatte, den
vorderen Teil der "
MSC Napoli" entlang der Küste Cornwalls Richtung Belfast zu ziehen, traf dort nach fünftägiger Reise ein. Am Vortag war das Schiff vor Sidmouth auf Position gebracht worden. Gleichzeitig werden nun Kontrakte verhandelt, das Achterschiff mit dem Maschinenraum und den Aufbauten, der noch vor Devon auf Grund liegt, abzuwracken. Mit dem Verholen des Vorschiffs endete auch der Einsatz des Schleppers "
RT Magic" am Havaristen, der nach Rotterdam abging. Am 13.8. traf das halbe Schiff vor Belfast ein und wurde zu einem Ankerplatz vor dem Hafen verbracht. Im Laufe der Woche sollte es seinen letzten Liegeplatz bei Harland & Wolff einnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
Mayday nach Mastbruch im Skagerrak
Hirtshals, Nordjylland, Dänemark, 14.08.07 - Am Morgen des 14.7. funkte eine norwegische
Yacht im Skagerrak nach Mastbruch Mayday. Ein Rettungsboot aus Hirtshals lief zur Hilfeleistung aus. Es gelang, den Mast zu bergen. Dann konnte der Havarist seine Reise Richtung Norwegen fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
Deilmann-Flusskreuzfahrer rammte Donaubrücke
Wien / Österreich, 14.08.07 - Das deutsche Flusskreuzfahrtschiff "
Mozart" der Neustädter Reederei Deilmann hat am frühen Abend des 13.8. die Wiener Nordbahnbrücke über die Donau beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die ÖBB schränkten aber vorübergehend den Zugverkehr über die Brücke ein. Die beiden Schornsteine des Schiffes krachten gegen 17.30 Uhr gegen die Eisenbahnbrücke. Dabei wurden die am Heck des Schiffes befindlichen Schornsteine zusammengestaucht. Warum sie nicht heruntergeklappt waren, steht noch nicht fest. Die Schifffahrtsaufsicht des Verkehrsministeriums begann eine Untersuchung des Unfalls. Die Brücke trug nur geringe Schäden davon. Der zweite Schienenstrang wurde in den Abendstunden des 13.8. repariert, da es zu Verschiebungen gekommen sei. Ab 20.00 Uhr war wieder ein Gleis befahrbar. Im Zuge der Reparaturarbeiten wird auch eine statische Untersuchung des Unterbaus des Gleises durchgeführt. Die "Mozart" legte nach dem Zwischenfall im Schifffahrtszentrum der DDSG an.
Das 1987 erbaute Schiff ist 120 Meter lang und 22 Meter breit. Sie fasst 200 Passagiere in 100 Kabinen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
Frachter strandete in Magellanstraße
Chile, 14.08.07 - Am 7.8. lief der Frachter "
Ocean Crown" auf dem Weg von Chile nach Indien in der Magellanstraße auf Grund. Das Schiff ist mit 45000 Tonnen Kupferkonzentrat beladen. 40.000t Konzentrat aus der Kupfermine Escondida und 5.000t aus Collahuasi. Die chilenische Marine überwacht die Bergungsarbeiten, die in einigen Tagen abgeschlossen sein dürften.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
Ausflugsschiff in Plymouth leckgeschlagen
Plymouth, Grafschaft Devon, England / UK, 13.08.07 - Am 13.8. um 14 Uhr schlug das Ausflugsschiff "
Plymouth Sound" von Tamar Cruising nahe Cremyll in Plymouth leck. An Bord waren 95 Personen, die eine Hafenrundfahrt machten. Die Brixham Coastguard und das
Rettungsboot von Plymouth wurden alarmiert. Der Havarist wurde von einem
Küstenwachschlepper zur Barbican Area gebracht, wo die Schiffsinsassen ausstiegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
Betrunkener Kapitän in Brunsbüttel gestoppt
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 13.08.07 - Die Wasserschutzpolizei hat am 12.8. in der Kanalschleuse Brunsbüttel einen mit Raps beladenen georgischen
Frachter mit volltrunkener Besatzung gestoppt. Der Kapitän stand mit
2,06 Promille am Ruder, während im Maschinenraum sein erster Maschinist so betrunken war, dass er nicht einmal mehr einen Atemalkoholtest ablegen konnte. Das gut 100 Meter lange Schiff war von der litauischen Hafenstadt Klaipeda nach Hamburg unterwegs. Bis zur Ausnüchterung der Männer musste das Schiff auf Reede liegen bleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
Oldtimerkümo strandete in Schweden
Östra Harg, Östergötland, Sweden, 13.08.07 - Das 20 Meter lange schwedische Kümo "
Tunia", 80 BRZ, lief am 12.8. vor Grytudden, Östra Harg, auf Grund. Das Schiff war 1906 erbaut worden. Ein Bergungsversuch sollte am 14.8. durch ein Schiff aus Södertälje unternommen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
Brennender Kutter aufgegeben
Placentia Bay, Neufundland / Kanada, 13.08.07 - Am 13.8. musste die zweiköpfige Crew des Kutters "
Glass Lady" ihr Schiff vor Neufundland nach einem Feuer aufgeben. Sie waren unterwegs von Petite Forte, Placentia Bay, nach St. Lawrence, als die Maschine ausfiel. Wenig später zwang der Brand die beiden in eine Rettungsinsel. Sie erreichten Rocky Cove, wo die Coast Guard sie um 5.30 Uhr aufnahm und nach Petit Forte brachte. Der Küstenwachkutter "
Three Sisters" hatte die abgefeuerten Notraketen gesichtet. Ihr Kutter brannte 1.6 Kilometer vor dem Hafen bis zur Wasserlinie ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
Toter in Bootswrack entdeckt
Guernsey, britische Kanalinsel / UK, 13.08.07 - Nach einem Bootsunfall in der Nacht zum 12.8. wurde im Englischen Kanal ein Mann vermisst. Er war mit einem anderen zusammen auf dem in Jersey registrierten Speedboat "
Blue Lady" von dem Hafen
St. Peter Port, Guernsey ausgelaufen. Das Boot lief gegen Mitternacht auf einem Felsen vor Corbiere. Ein Mann konnte an Land schwimmen und die Polizei alarmieren. Daraufhin begannen Rettungsdienste eine Suche nach dem Vermissten. Am 12.8. morgens wurde seine Leiche im Wrack des Bootes gefunden, das halbgesunken weitergetrieben war und von der Channel Island Air Search nahe des Leuchtturms Demie de Pas entdeckt wurde. Der Schlepper "
Duke of Normandy" soll das Wrack bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
Katamaran vor der West Dorset Küste gekentert
Lyme Regis, Dorset, England / UK, 13.08.07 - Vor der Küste von West Dorset kenterte am Wochenende ein
Sportboot mit zwei Personen an Bord. Der Katamaran trieb danach kieloben vor Charmouth. Zeugen alarmierten die Rettungsdienste. Das
Lyme Regis-Rettungsboot und die Lyme Coastguard bargen die beiden Verunglückten (Vater mit seinem 11-jährigen Sohn). Sie wurden in den Hafen von Lyme Regis gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
Binnenschiff rammte Schleusentor
Dorsten, Nordrhein-Westfalen / DE, 12.08.07 - Am 12.8. gegen 06.15 Uhr fuhr ein unbeladenes luxemburgisches
Binnentankschiff zu Berg in die Schleuse Dorsten ein. Während der Bergschleusung machte das Schiff offensichtlich aus Unachtsamkeit der Besatzung weiter Vorausfahrt. Dadurch geriet der Bug des Schiffes unter eine Strebe des Laufgitters des Schleusentores, die Strebe brach ab. Die Funktionsfähigkeit der Schleuse wurde nicht beeinträchtigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
Acht Verletzte bei Sportbootkollision
Bay Shore, New York / USA, 12.08.07 - Am 11.8. gegen 22 Uhr kollidierten zwei
Sportboote nahe der Bay Shore Marina auf Fire Island, New York. Acht Personen (
drei Erwachsene und fünf Kinder) wurden zum Teil schwer verletzt. Das Ausflugsschiff "
Lauren Kristy" rettete zwei Personen aus dem Wasser. Ein
Polizeiboot barg zwei weitere, und eine fünfte Person konnte auf eines der beschädigten Boote zurückklettern. Drei Bootsfahrer waren an Bord geblieben. Alle acht wurden zur Bay Shore Marina gebracht, von wo sie ins Southside Hospital gebracht wurden. Beide Boote wurden schwer beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.08.2007
Kollision im Marmara-Meer
Istanbul / Türkei, 13.08.07 - Am 13.8. kollidierte in der türkischen Meeresenge Bosporus die Fähre "
Salih Reis" mit dem ukrainischen Frachter "
Semjon Rudnew". Der Vorfall ereignete sich um 10.55 Ortszeit, als die "Semjon Rudnew" vor Anker lag. Das ukrainische Schiff wurde leicht am Bug beschädigt. Die Fähre konnte selbständig anlegen. An Bord der Fähre erlitten zwischen 30 und 40 Menschen Verletzungen, einige davon schwer. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Ursache des Unfalls ist noch nicht geklärt, die Fähre wollte vom europäischen Teil von Istanbul zum asiatischen übersetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Feuer auf Kutter vor England
St. David’s Head, Wales / UK, 13.08.07 - Der französische Kutter "
Tourmalet" funkte am Morgen des 13.8. um 3.52 Uhr mit sieben Mann Crew Mayday, nachdem im Maschinenraum 16 Meilen westlich von St. Davids Head in der Irischen See ein Feuer ausgebrochen war. Mehrere
Schiffe, darunter die Fähre "
Isle of Inishmore", meldeten sich, und es gelang der Crew, den Brand zu löschen, während die Fähre standby machte. Das
Rettungsboot aus St. Davids Head traf gegen fünf Uhr ein und schleppte den Havaristen nach Milford Haven ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Frachterwrack soll als Touristenattraktion erhalten bleiben
London - Imam Khomeini Port / Iran, 13.08.07 - Der griechische Frachter "
Emperor Horn", der beim Auslaufen aus Imam Khomeini Port
1966 strandete, wird derzeit wissenschaftlich untersucht, um Möglichkeiten herauszufinden, ihn zu verstärken. Es liegt vor der Küste von Kish und weist mittlerweise starke Rostschäden auf. Er ist aber seither eine Touristenattraktion, die erhalten werden soll. Die Kish Free Trade Zone Organization versucht dies, seit sie das Wrack übernahm, und wandte sich gegen Vorschläge, das Wrack zu versenken. Es lief vor der westlichen Kish-Insel fest, und nachdem Versuche eines holländischen Schleppers, ihn zu bergen, scheiterten, blieb er dort seither. Das 7061-Tonnen-Schiff ist 136 Meter lang. Es wurde 1943 von der William Hamilton Company in Schottland erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Frachter in Bangladesh gesunken
Bangladesh, 13.08.07 - Der Frachter "
Baba Lichu Shah" sank am 12.8. auf dem Weg von Bhola Sadar nach Monpura mit einer Ladung von 800 Säcken Dünger und 50 Säcken Reis in stürmischem Wetter, als er im Meghna River in Borhanuddin, Bangladesh, ankerte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Drei Tote bei Trawlerunglück befürchtet
Bangladesh, 13.08.07 - Ein
Trawler mit 16 Mann Crew kenterte am 12.8. in Kachchapia in Charfashion, Bangladesh. Drei Mann der Crew wurden vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Kabinenkreuzer sank in Newport
Newport Beach, Kalifornien / USA, 13.08.07 - Ein 60 Fuß langer
Kabinenkreuzer rammte am 11.8. um 21.30 Uhr Felsen an der Westmole von Newport Beach und sank in der Nacht. Zuvor waren Versuche der Hafenpatroullie, es zu lenzen, fehlgeschlagen. Der Riss im Rumpf war zu groß. Alle sechs Insassen der "
Crescendo" konnten sich unversehrt retten. Eine Bergungsfirma soll ab dem 13.8. versuchen, das in 135 Fuß Tiefe südwestlich der Newport Boje liegende Wrack zu bergen und einen Dieselaustritt aus dem Schiff einzudämmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Feuer auf dem Kutter "Cormoran" in Büsum
Büsum, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 12.08.07 - Die traditionelle Kutter-Regatta in Büsum, wurde am Nachmittag des 12.8. durch ein Feuer überschattet. Beim Einlaufen in den Hafen geriet um 15.15 Uhr auf dem Greetsieler Kutter "
Cormoran –
Gre 36", 25 BRZ, der Maschinenraum in Brand. Alle 28 Menschen an Bord wurden gerettet, sie kamen mit dem Schrecken davon. Ein Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten einen
Stromschlag, er musste ins Heider Kreiskrankenhaus eingeliefert werden.
Der Kutter war in der Klasse D gestartet und nach der zu absolvierenden Strecke über die Ziellinie vor der Mole gefahren. Kurz nach Einlaufen in den Hafen fing es zu brennen an. Schnell legte der Kutter im Hafenbecken II an, alle Menschen sprangen an Land. Die
Freiwillige Feuerwehr Büsum, die
Wasserschutzpolizei mit dem Boot "
Helgoland" und der Rettungskreuzer "
Hans Hackmack" waren kurz nach der Alarmierung vor Ort. Mit Wasser und Schaum wurden die Flammen erstickt. Da eine Explosion zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, sperrten die Rettungskräfte die Gegend um den Kutter großräumig ab. Zu diesem Zeitpunkt waren viele tausend Menschen im Hafengebiet unterwegs. Schließlich war dort die bunte Regatta-Meile mit vielen Buden und Fahrgeschäften aufgebaut. Da die "Cormoran" nur noch bedingt schwimmfähig war, wurde sie bis zum Nachthochwasser des 13.8. mit einer Lenzpumpe schwimmfähig gehalten und ging dann bei der Büsumer Werft auf Slip. Die Brandursache stand zunächst noch nicht fest.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Schiffsunglück vor Gibraltar
Gibraltar / UK, 12.08.07 - Nach der Kollision des dänischenTankers "
Torm Gertrud" (IMO 9240885) mit dem unter Panama-Flagge registrierten Bulkcarrier "
New Flame" (IMO 9077393), 43814 tdw, der Transmar Shipping waren die spanischen Rettungseinheiten "
Salvamar Algericas", "
Salvamar Alkaid" und "
Miguel de Cervantes" vor Ort. Sie versuchten, vor Europa Point in Gibraltar den vollständigen Untergang des mit Schlacke und Schrott beladenen Bulkers zu verhüten. Taucher und Berger wurden zur Unterstützung der Bergungsaktion von Spanien geschickt. Die "New Flame" lag mit dem Vorschiff tief unter Wasser auf 23 Metern Tiefe, in den Tanks 300 Tonnen Bunkeröl. Sie hatte gerade in Gibraltar gebunkert. Das Wrack lag noch stabil. Vorrangig gilt es, das Öl abzupumpen, dann das Schiff wieder aufzuschwimmen.
Das
Lenzen des Öls sollte am 13.8. beginnen. Der Frachter hat die Laderäume eins und zwei komplett geflutet. Deswegen musste er von der 23-köpfigen Crew auch aufgegeben werden. Die Tanks der mit 39.000 Tonnen Rohöl beladenen "Torm Gertrud" wurden bei dem Unglück im Süden der Iberischen Halbinsel nicht beschädigt. Das Schiff ging sicher in der Algericas Bay vor Anker. Sie war unterwegs von Augusta nach Port Everglades und hatte am 12.8. von 6 bis 22 Uhr in Algericas Bay ankern sollen. Die "New Flame" hatte in Albany ihre Ladung aufgenommen.
Die
Gibraltar Maritime Administration begann eine Untersuchung der Kollision. Sie ereignete sich am Morgen des 12.8. in britischen Hoheitsgewässern unmittelbar vor dem Hafen Gibraltars. Der Frachter hatte den Hafen gerade verlassen. Dabei war er dem entgegenkommenden Tanker so nahe gekommen, dass keines der Schiffe mehr ausweichen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Kabinenkreuzer sank nach Explosion
Oregon City, Oregon, USA, 12.08.07 - Ein 1967 erbauter, 26 Fuß langer
Kabinenkreuzer explodierte am Morgen des 11.8. eine halbe Meile von Willamette Fällen, als der Skipper aus Oregon die Maschine starten wollte. Ein Mann wurde
sechs Fuß in die Luft geschleudert. Danach sprangen
alle 10 Insassen in den Willamette River. Während sie an Land schwammen, erschütterte eine weitere
Explosion das in Flammen gehüllte Boot, das dann sank. Fünf Personen kamen mit Verbrennungen ins Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Marineversorger bei Feuer schwer beschädigt
Boston, Massachusetts / USA, 11.08.07 - Der amerikanische
Marinetransporter USNS "
Sisler", der in South Boston zur Reparatur lag, geriet am 10.8. in Brand. Das Feuer wurde um 3 Uhr entdeckt und rief die Feuerwehr von Boston auf den Plan, die mit schwerem Gerät gegen das Feuer in der Drydock Avenue angingen. Dichter Rauch drang aus etlichen Schiffsöffnungen. Das Feuer verursachte einen Schaden von 750000 Dollar, mehrere Personen, darunter ein Feuerwehrmann, wurden leicht verletzt. Um den Brandherd im Ruderraum zu erreichen, mussten 600 Fuß Wasserschläuche verlegt werden, um das dritte der 15 Decks des Versorgers zu erreichen. Die Temperaturen im Schiffsinnern betrugen über 100 Grad. Binnen einer halben Stunde war der Brandherd ausgemacht und in der folgenden halben Stunde war das Feuer niedergekämpft. Das Schiff ist benannt nach dem Vietnamhelden
George K. Sisler. Es ist 950 Fuß lang und wird von Zivilbediensteten der Maesk Line betrieben. Es war zu einer fast abgeschlossenen Routineüberholung seit Juni in Boston. Zuvor hatte es Militärausrüstung in den Mittleren Osten gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Ausflugsschiff vor Long Island auf Grund gelaufen
New York / USA, 11.08.07 - Am 10.8. lief das 119 Fuß lange Ausflugsschiff "
Nautical Empress", ein Long Island-Rundfahrtschiff in New York, im Sea Dog Creek nördlich von Point Lookout um 23 Uhr auf Grund. Die 103 Passagiere wurden gegen 2.30 Uhr von einem anderen Ausflugsschiff, der 58 Fuß langen "
Freeport V" der R&S Nautical Charter Co., aufgenommen. Das Schiff steckte in dickem Schlamm bei Tonne 7 westlich der Loop Bridge auf sechs Fuß Wassertiefe fest. Ein 25-Fuß-Boot war binnen einer halben Stunde vor Ort. Es gelang ihm ebensowenig wie einem Nassau County Marine
Polizeiboot, den Havaristen zu befreien. Während der Nacht wurden Untersuchungen am Schiff und der Besatzung durchgeführt. Am 11.8. kam die "Nautical Empress" mit der 5-Uhr-Flut frei. Der Rumpf wurde danach von Tauchern untersucht und kein Schaden festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Abwracken der "Hoheweg" vor Abschluss
Bremerhaven-Fischereihafen, Land Bremen, 11.08.07 - Auf der Bredo-Werft ging in den vergangenen Tagen das Abwracken des Kutters "
Hoheweg" voran. Große Stücke des Rumpfes fehlen bereits, Löcher klaffen in der Außenhaut. Am 14.8. soll das im November vor der Außenweser gesunkene Schiff komplett zerlegt sein. Der Schrott wird verwertet, Propeller und Kort-Düse sollen weiter genutzt werden. Die Wasserschutzpolizei überwacht den Abbruch des Wracks im Dock. Aus den Fischräumen des Kutters wurden zuletzt Tonnen von Sand und Schlick herausgeholt. Der
vermisste Kapitän wurde erwartungsgemäß auch dort
nicht gefunden, er bleibt vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Leichenfund an altem Wrack
Swanage, Dorset, England / UK, 10.08.07 - Am 08.08. wurde vor der Küste von Swanage, Dorset die
Leiche eines
Tauchers nahe des Wracks der "
Kyarra" vor Anvil Point gefunden. Ein Tauchteam der Polizei brachte den Körper an Land. Er soll mithilfe einer DNA-Analyse identifiziert warden. Nahe des in 30 Metern Tiefe liegenden Wracks wurden seit
2005 zwei Taucher vermisst. Beide waren separat voneinander von dem Tauchboot "
Killer Prawn" abgestiegen und kamen nicht wieder aufgetaucht. Der 6953 Tonnen große Dampfer "Kyarra" war 1918 von einem deutschen U-Boot torpediert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Leichte Kollision auf der Schelde
Kallo, East Flanders, Flemish Region, Belgien, 09.08.07 - Am 9.8. kollidierte das Schubschiff "
Thor", als er die Schelde abwärts fuhr, mit einem
Seeschiff der Stolt Reederei, das aus der Schleuse von Kallo kam. Es war an zwei Bargen gekoppelt. Da wegen des Wasserstandes keine Möglichkeit bestand, zwischen die Fahrwassertonnen auszuweichen, stießen die Schiffe zusammen. Eine Trosse zum Schleppanhang brach. Nach der Reparatur konnte die "Thor" ihre Fahrt fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Vorbereitungen zum Aufrichten der "Repubblica di Genova" gehen voran
Antwerpen / Belgien, 07.08.07 - Die Arbeiten an der "
Repubblica di Genova" gehen planmäßig voran. Nun wurde begonnen, Pfeiler in das Verrebroek Dock in Antwerpen zu rammen. Dies soll binnen zwei Wochen abgeschlossen sein. Auch auf Deck des gekenterten Frachters geht das Errichten von Stahlwiderlagern voran. Fast alle Stahlträger sind befestigt. Weitere Vorarbeiten zum Aufrichten des Schiffes folgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.08.2007
Gütermotorschiff kollidiert mit Riemenvierer
Castrop-Rauxel, Nordrhein-Westfalen / DE, 12.08.07 - Am Sonntag (12.08.) gegen 17:00 Uhr, befuhr ein deutsches beladenes Gütermotorschiff den Rhein-Herne-Kanal zu Tal. Zur gleichen Zeit fuhr ein Riemenvierer ohne Steuermann des Ruderverein Rauxel den Rhein-Herne-Kanal zu Berg. In Höhe Henrichenburg-Becklem kam es zwischen den beiden Fahrzeugen zu einem Zusammenstoß, in dessen Verlauf zwei Kohlefaserriemen stark beschädigt wurden. Verletzt wurde niemand. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: WSP NRW vom 12.08.2007
Zwei Verletzte bei Explosion auf Schiff
Genf, Schweiz, 12.08.07 - In Genf ist es heute um die Mittagszeit auf einem Schiff zu einer Explosion gekommen. Ein älterer Mann und seine erwachsene Tochter wurden verletzt, befinden sich aber nicht in Lebensgefahr. Die Explosion wurde beim Auftanken des Schiffs verursacht.
Die Besitzer des Schiffs, ein älteres Ehepaar mit seinen zwei Kindern, hätten beim Auftanken plötzlich einen Benzingeruch festgestellt, teilte die Genfer Kantonspolizei mit. Anstatt den Schiffsraum zu lüften, wie dies nötig gewesen wäre, starteten sie jedoch den Motor und lösten so die Explosion aus.
Der 1933 geborene Vater und seine 1964 geborene Tochter wurden dabei verletzt. Die Feuerwehr ist derzeit daran, den Schiffsraum auszupumpen und für Sicherheit zu sorgen.
Quelle: SDA vom 12.08.2007
Motoryacht auf der Elbe Leck geschlagen und gesunken
Grünendeich, Niedersachsen / DE, 11.08.07 - Am 11. August ist am niedersächsischen Ufer der Elbe zwischen Lühesand und Lühe eine Motoryacht gesunken. Einsatzkräfte der Feuerwehr Grünendeich, DLRG Horneburg, DLRG Buxtehude, Feuerwehr Stade, DLRG Stade, THW AB Dekon haben das Boot mit vereinten Kräften geborgen.
Gegen 10:20 wurden die oben genannten Einsatzkräfte zu einem Havaristen gerufen, der zwischen Tonne 115 und 117 mit Wassereinbruch lag. Nach Eintreffen der ersten Kräfte
konnte das Boot nur noch gesichert werden. Das Motorboot ging kurz danach unter. Nachdem Taucher der DLRG das Loch im Bug des Havaristen abgedichtet hatten, wurden diverse Pumpen zum Lenzen des Bootes eingesetzt. Zusätzlich wurden 3 Bergekissen am Boot befestigt. Nach Aufschwimmen der Motoryacht wurde es mit dem Boot DLRG 66/41 zum ehemaligen Pionier-Übungsplatz in Grünendeich geschleppt, wo es durch die Hilfe des ansässigen Yachtzentrums mit einem Kran auf einen Trailer verlastet werden konnte.
Die 10,4m lange Motoryacht befand sich auf der Überführungsfahrt von Hamburg nach Eckernförde. In Höhe der Tonne 116 fielt die Ruderanlage aus und das Schiff rammte manövrierunfähig eine Fahrwassertonne.
Quelle: FF + DLRG Grünendeich vom 11.08.2007
Passagierin stirbt nach Fährunglück vor Sizilien
Trapani, Sizilien / Italien, 11.08.07 - Nach dem Fährunglück vor Sizilien, bei dem am Donnerstagabend 15 Menschen verletzt wurden, ist eine Frau ihren schweren inneren Verletzungen erlegen. Die 52-jährige Mailänderin sei am Samstag in einem Spital in Palermo gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Sie hatte unter anderem eine schwere Gehirnerschütterung und innere Verletzungen erlitten.
Das Tragflügelboot "Giorgione" der Gesellschaft Siremar war bei der Einfahrt in den Hafen von Trapani gegen Klippen geprallt und anschliessend langsam untergegangen. Unter den mehr als 180 Passagieren brach Panik aus, als durch die Lecks Wasser in die Fähre eindrang. Für das Unglück sei ein Defekt am Steuer verantwortlich gewesen, sagte der Kapitän.
Quelle: SDA vom 11.08.2007
Schnellfähre vor Sizilien gesunken
Trapani, Sizilien / Italien, 10.08.07 - 15 Menschen wurden verletzt, als am Donnerstagabend (9.8.) das Tragflügelboot "Giorgione" vor Sizilien gesunken ist. Die Schnellfähre der Gesellschaft Siremar war aus ungeklärter Ursache bei der Einfahrt in den Hafen von Trapani gegen die Klippen geprallt und dann langsam untergegangen.
180 Passagiere befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf der Fähre - Davon mussten 15 Menschen mit zum Teil leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Eine Frau habe schwere Verletzungen davongetragen und musste operiert werden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Erst als alle Reisenden von den Hilfstrupps gerettet wurden, verließen der Kapitän und seine Besatzung das Schiff. Die Schnellfähre war von der Insel Favignana unterwegs zum Festland..
Quelle: AP vom 10.08.2007
Info: Favignana ist eine der Ägadischen Inseln im Mittelmeer vor der Westküste Siziliens.
Skipper ausgefallen
Yacht drohte in Elbmündung zu stranden
Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 10.08.07 - Das Bundespolizeischiff "
Bayreuth BP 25" fing am 9.8. der Notruf einer acht Meter langen
Segelyacht in der Elbmündung auf. Der Skipper war beim Segelbergen auf dem Vorschiff zusammengebrochen. Bei Winden um 6 Bf brachen danach der Baum und die Dirk, gleichzeitig blockierte eine Leine die Schiffsschraube. Das Boot vertrieb sehr schnell und drohte auf den Elbsänden zu stranden. Die Beamten der Bundespolizei erreichten den Havaristen nach kurzer Zeit und gingen zur Hilfeleistung an Bord. Der
Skipper wurde durch einen
SAR-Rettungshubschrauber aufgewinscht und zur ärztlichen Behandlung nach Cuxhaven geflogen. Danach konnte eine Leinenverbindung zum
Tochterboot des herbeigerufenen Seenotrettungskreuzers "
Hermann Helms" hergestellt werden, um eine Strandung zu vermeiden. Die Yacht wurde anschließend mit der an Bord befindlichen
Lebensgefährtin des Skippers und der Unterstützeung der BP-Beamten nach Cuxhaven geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.08.2007
Tanker "Weichselstern" rammte russisches Schiff
Russland, 10.08.07 - Der 21823 tdw verdrängende, 1999 erbaute Tanker "
Weichselstern" (IMO 9183829) kollidierte in Russland mit der an einem Kai liegenden, 14184 BRZ großen "
Ivan Papanin", während er sie mit Lotsen an Bord passierte. Der Lotse gab an, dass ein Maschinenversager vorangegangen sei. Die "Ivan Papanin" wurde oberhalb der Wasserlinie beschädigt. Die unter englischer Flagge fahrende "Weichselstern" wurde für die Zeit der Untersuchungen mit einem Auslaufverbot belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.08.2007
Bordkran zerriss Hochspannungsleitung über Mittellandkanal
Minden, Nordrhein-Westfalen / DE, 10.08.07 - Am 9.8. gegen 21.00 Uhr hat ein mit 35 Containern beladenes deutsches
Binnenschiff beim Ausfahren des bordeigenen Krans eine im Osthafen Minden den Mittellandkanal kreuzende Hochspannungsleitung abgerissen. Das Schiff, das auf der Fahrt von Bremerhaven nach Hannover war, wollte im Osthafen Minden festmachen und dort die Nacht verbringen. Zuvor wollte der Kapitän noch sein an Bord befindliches Auto mit dem
Deckskran an Land setzen. Der Kran wurde hierbei zu hoch ausgefahren, so dass er an die
Stromleitung stieß. Die Leitung fiel daraufhin in den Mittellandkanal und auf das Gelände einer Firma. Nach Angaben des Stromversorgers bestand keine Gefahr für die an Bord befindliche Besatzung. Die Schifffahrt wurde hieraufhin von der Wasserschutzpolizei gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.08.2007
Frachter "Wan Hai 307" nach Bergung gelöscht
Yokohama, Präfektur Kanagawa / Japan, 10.08.07 - Am 29.7. wurden die vor Japan treibenden Frachter "
Wan Hai 307", 25836 BRZ,und "
Alpha Action", 77221 BRZ, getrennt. Es bestand keine Untergangsgefahr mehr. Die griechische "Alpha Action" hatte die "Wan Hai 307" am Morgen des 27.7. vor der Izu Halbinsel 7,5 Kilometer vor Toshima an Steuerbord gerammt. Danach trieben die Havaristen ineinander verkeilt ostwärts, bis sie gegen 17 Uhr des 29.9. 90 Kilometer nordöstlich von Cape Nojima in der Chiba Präfektur auseinander gezogen werden konnten. Die "Wan Hai 307" wurde mit geflutetem Maschinenraum von einem japanischen Schiff abgeschleppt und lag am 5.8. in Yokohama. Teile der Containerladung hingen achtern über Bord, große Teile der Ladung des Achterdecks waren schwer zerstört. Am 7.8. wurde der stark achterlastige Havarist mit Schleppern von der Honmoku Pier an die Daikoku Pier verholt, wo die zerstörten Container bis zum
9.8. gelöscht wurden. Wo die Schiffe letztlich repariert werden, war noch nicht bekannt. Die Küstenwache will beide Schiffsführungen zum Unglückshergang hören.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.08.2007
Berger vor Küste Floridas geborgen
Jacksonville, Florida / USA, 09.08.07 - Am 9.8. rettete eine Coast Guard-Crew
zwei Berger vor der Küste von Ponte Vedra Beach, Florida. Eine halbe Meile nördlich von Mickler's Landing war deren
Schlepper beim Versuch, ein im vergangenen Monat dort gestrandetes
Segelschiff zu bergen, offenbar wegen dessen zu großen Gewichtes gekentert. Ein Boot der Station Mayport lief aus und barg die Verunglückten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.08.2007
Feuer auf der Schnellfähre "Sardinia Express"
Bastia, Korsika / Frankreich, 09.08.07 - Auf der 1995 erbauten italienischen Schnellfähre "
Sardinia Express", 3560 BRZ, der Sardinia Ferries (IMO 9108245) kam es am 9.8. gegen 3 Uhr morgens zu einem
Maschinenraumbrand, als sich das Schiff mit 229 Passagiere an Bord auf der Fahrt von Sardinien und dem italienischen Festland befand. Ausgelöst wurde der Brand durch einen technischen Zwischenfall im Maschinenraum. Die Fähre trieb zunächst hilflos in der ruhigen See vor Korsika. Ein
Mann erlitt bei dem
Feueralarm einen Herzinfarkt und wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Er befindet sich außer Lebensgefahr. 14 Personen, davon vier Besatzungsmitglieder, erlitten leichte Rauchvergiftungen.
Die Fähre "
Mega Express III" traf um 5 Uhr am Havaristen ein und übergab eine Schlepptrosse.
Helikopter und
Schlepper wurden in Marsch gesetzt. Gegen sieben Uhr war ein Feuerlöschteam mit Hubschraubern an Bord gebracht worden. Kurzzeitig erwog die Feuerwehr, die Menschen an Bord der Fähre mit Rettungsbooten in Sicherheit zu bringen, weil das Feuer sich schnell und heftig ausbreitete. Mit Verstärkung gelang es aber, den Brand binnen einer Stunde einzudämmen. Das Schiff wurde fünf Stunden nach Ausbruch des Feuers durch die "
Mega Express III" und später durch den Schlepper "
Rable" nach Bastia abgeschleppt. Der Schlepper "
Carangue" und die italienischen Rettungsboote "
CP 313" sowie "
CP 901" begleiteten den Konvoi, der am Abend im Hafen einlief.
Die "
Sardinia Express" kann 535 Passagiere und 150 Fahrzeuge transportieren. Sie ist 103 Meter lang und 14,5 Meter breit. Erbaut wurde die Fähre als "HSC Corsica Express" bei Cant. Nav. Rodriquez S.p.A., Pietra Ligure, Italien. Sie verdrängt 1068 Tonnen und läuft mit 19308 kW 37 Knoten (70 km/h). 1997 wurde sie zur "Sardinia Express" und läuft zwischen Civitavecchia und Golfo Aranci.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.08.2007
Vermisster Frachter "Reef Azania" für gesunken erklärt
Sansibar / Tansania, 09.08.07 -Der seit über einem Monat vermisste im Indischen Ozean vermisste Frachter "
Reef Azania", 2173 BRZ, ist vermutlich samt seiner 14-köpfigen Crew, davon acht aus Tansania, die weiteren aus Indien, Myanmar (Birma) und Pakistan, gesunken. Da es keine andere Möglichkeit gebe, werde den Angehörigen die Versicherung ausgezahlt, sobald die britische Salvage Association Co. den Verlust bestätigt, teilte der tansanische Verkehrsminister Adam Mwakanjuki am 9.9. mit. Das Schiff der Zambezi Dubai Shipping Company hatte am 20. Juni Dubai mit Kurs Seychellen verlassen und sollte am 8. Juli mit seiner Containerfracht in Sansibar einlaufen. Den letzten Kontakt gab es am 24. Juni. Es war auf 16 Grad nördlicher und 59 Grad östlicher Länge in schwere See geraten. Unglücksursache war vermutlich der Sturm.
Vermisst werden in demselben Seegebiet auch die "
Sea Prince" aus Südkorea seit dem 11.5. vor Berbera und die "
Infinity Marine 1" aus Panama, zu der am 26.6. der letzte Kontakt bestand, als es von Mogadischu nach Dubai unterwegs war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.08.2007
"MSC Napoli" auf letzter Reise
Lyme Bay, England / UK, 09.08.07 - Ein Schlepper der britischen Küstenwache hat am 9.8. begonnen, den vorderen Teil der "
MSC Napoli" entlang der Küste Cornwalls Richtung Belfast zu ziehen. Die "
Anglian Earl" begann um 16 Uhr, das Wrackstück aus der Lyme Bay in Richtung Cloghan Point in Belfast Lough zu ziehen. Hier wird es auf eine Warteposition gehen, bevor es am 17.8. in Belfast einlaufen soll. Der Secretary of State's Representative in Maritime Salvage and Intervention (SOSREP) ist während der Passage an Bord der "Anglian Earl". Beim Einlaufen wird David Carlisle, Marine Casualty Offizier des MCA Belfast Office, hinzustoßen. Die Portland Salvage Control Unit wird am Nachmittag des 10.8. die Zelte abbrechen und am 13.8. bei der Belfast Coastguard weitermachen. Während der Passage wird es tägliche Berichte geben. Gleichzeitig werden nun Kontrakte verhandelt, das Achterschiff mit dem Maschinenraum und den Aufbauten, der noch vor Devon auf Grund liegt, abzuwracken. Mit dem Verholen des Vorschiffs endete auch der Einsatz des Schleppers "
RT Magic" am Havaristen, der nach Rotterdam abging.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.08.2007
"Robertson II" will nicht untergehen
Vancouver, British Columbia / Kanada, 09.08.07 - Die Rettungsbemühungen für den gestrandeten Schoner "
Robertson II" vor Saturna Island hören nicht auf. Am kommenden Wochenende soll ein neuerlicher Bergungsversuch an dem seit sechs Wochen auf Grund liegenden Schiff starten.
Zwar gaben die
Eigner das Wrack inzwischen offiziell auf, doch ein an den bisherigen Arbeiten Beteiligter übernahm das Schiff. Es handelt sich um einen ehemaligen Fischer, der nun die Schleppfirma
Blue Angel Towing in Saltspring betreibt. Er gab sich optimistisch, mit einer Gruppe Freiwilliger, darunter professionelle Berger und Taucher, die "
Robbie" doch noch flott machen zu können. Der Bergungsversuch soll vom 11. bis zum 12.8. andauern. Dabei werden Luftsäcke eingesetzt, die das Schiff aufrichten sollen. Die Regierungschefs von British Columbia und Nova Scotia wurden um finanzielle Unterstützung gebeten, der Rockmusiker Bill Henderson wurde angefragt, ein Benefizkonzert zu veranstalten.
Die
Hebekosten werden mit 50000 Pfund veranschlagt. Im Falle einer Bergung solle die "Robertson II" nach
Shelburne, Nova Scotia, wo sie erbaut wurde, als Gabe der Westküste zurückkehren. Eine Untersuchung habe ergeben, dass der Rumpf im Ganzen stabil sei, auch wenn der Kiel ausgebrochen ist, doch die Verbindungen im Bug- und Heckbereich hielten noch. Eine Planke an Steuerbord sei gebrochen, der letzte Bergungsversuch verursachte einen sechs Meter langen Riss. Die 1940 in Shelburne erbaute, 39 Meter lange "Robertson II" war der letzte kommerzielle Grand Banks-Kutterschoner, bis er 1974 zu einem Abenteuersegelschiff an der Westküste wurde. Als er strandete, war er auf einer privaten Canada Day-Fahr.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.08.2007
Drei Mann von gestrandetem Boot gerettet
Schottland / UK, 09.08.07 - Vor einer Insel in Argyll lief ein Boot auf Grund. Ein Royal Navy Helikopter der HMS "
Gannet" und zwei
Rettungsboote wurden nach dem Mayday-Ruf vor der Insel Jura am 9.8. in Marsch gesetzt. Die dreiköpfige Crew des Havaristen wurde von Handelsschiffen gerettet, daraufhin wurden der Hubschrauber und ein RNLI-Boot zurückgerufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.08.2007
Vorschlag für Kriegsschiffversenkung vor Sussex
Seaford, Grafschaft East Sussex, England / UK, 07.08.07 - Marineeinheiten könnten vor der Küste von Sussex versenkt warden, um gewaltige künstliche Riffe zu bilden. Ein Geschäftsmann hat jetzt einen Plan zur Schaffung einer solchen
Unterwasserattraktion dem Seaford Town Council übergeben. Im Jahr 2005 war als erstes künstliches Riff die Fregatte HMS "
Scylla", 2500 ts, nahe Plymouth Hoe versenkt worden. Der jetzige Plan würde einen Aufwand von
einer Million Pfund bedeuten, aber dieselbe Summe binnen einen Jahres durch Tourismus wieder einbringen. Jetzt müssen die Environment Agency, die Newhaven Community Development Association, SEEDA, Lewes District Council und der East Sussex County sowie die Bewohner von Seaford zu einem Urteil kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.08.2007
Identität von "Titanic"-Todesopfer korrigiert
Ottawa / Kanada, 02.08.07 - Kanadische Wissenschaftler haben die
Identität eines
Babys korrigiert, das nach dem Untergang der "
Titanic" vor 95 Jahren tot aus dem Nordatlantik geborgen worden war. Bei dem Jungen handle es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um den 19 Monate alten Briten
Sidney Leslie Goodwin und nicht, wie seit
2002 angenommen, um den 13 Monate alten Finnen
Eino Viljami Panula, sagte der Leiter des Forschungsteams an der Universität von Lakehead (Ontario), Ryan Parr, am 1.8. Vor fünf Jahren hatten die Wissenschaftler noch gedacht, mit Hilfe einer DNA-Analyse das Rätsel um das anonym beerdigte Baby (in einem Kirchhof in Halifax, Neuschottland, Kanada) gelöst zu haben, dessen lebloser Körper sechs Tage nach dem Untergang der "Titanic" im April 1912 in einer Schwimmweste treibend im Meer gefunden worden war. Laut Parr wies die DNA der beiden Jungen "
sehr große Ähnlichkeiten" auf. Weitere Gen-Analysen sowie der Fund von Schuhen legten nun aber den Schluss nahe, dass es sich bei dem Baby um den älteren Jungen gehandelt haben müsse.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.08.2007
Abstürzende Gletscherbrocken bringen Schiff ins Wanken
Oslo / Norwegen, 09.08.07 - Beim Ausflug eines russischen Schiffes in die Arktis sind nach Behördenangaben 18 Menschen durch ins Meer stürzende Gletscherbrocken verletzt worden, vier von ihnen schwer. Die Eisteile hätten sich vom Gletscher Horn gelöst und seien nah am russischen Ausflugsschiff "Alexej Marischew" ins Meer gestürzt, teilten die norwegischen Behörden mit. Dadurch seien hohe Wellen entstanden, die die 48 britischen Passagiere und 19 russischen Besatzungsmitglieder auf dem Schiff heftig hin- und hergeschleudert hätten.
Nach norwegischen Polizeiangaben wurden die vier Schwerverletzten - drei Briten und ein russisches Besatzungsmitglied - im nordnorwegischen Tromsö ins Krankenhaus eingeliefert. "Ihr Zustand ist ernst, sie schweben aber nicht in Lebensgefahr", sagte Polizeisprecher Jan Tommervold. Die Leichtverletzten wurden in Longyearbyen behandelt, der Hauptstadt der norwegischen Inselgruppe Svalbard rund 1000 Kilometer vor dem Nordpol. Der britische Reiseveranstalter Discover the World sprach von nur sieben Verletzten unter den Passagieren.
Die Behörden vernahmen den Kapitän des Schiffs und die Organisatoren der Arktis-Tour zum genauen Hergang des Unglücks, das sich bereits am Mittwochnachmittag (08.08.) ereignete. Dem Reiseveranstalter zufolge gehört die "Alexej Marischew" dem niederländischen Unternehmen Oceanwide, mit dem Discover the World seit mehr als 20 Jahren zusammenarbeite.
Die MS "Aleksey Maryshev" (Alexej Marischew) ist 66m lang, 12,80m breit und fährt mit einer Geschwindigkeit von 12,5 Knoten. Sie ist als Forschungsschiff für das Hydrographic Institut von St. Petersburg 1990 in Finnland gebaut worden. Das eisverstärkte Schiff hat einen langfristigen Vertrag bei "Oceanwide Expeditions" und wurde als Expeditionskreuzfahrtschiff in den Niederlanden umgebaut.
Quelle: AFP vom 09.08.2007
Ist altes Flusswrack einstiges Nantucket-Feuerschiff?
Haverhill, Massachusetts / USA, 07.08.08 - Das
Wrack liegt schon rund 70 Jahre im
Merrimack River, so lange, dass vier große Bäume, Gras und Gestrüpp darauf wachsen. Bei Flut sind die Bewuchsinseln das einzige, was aus dem Wasser ragt. Es soll sich um ein altes
Feuerschiff handeln. Bisher hat niemand die Hulk dokumentiert, es ist nicht mehr als ein Stück Lokalhistorie unterhalb der Brücke, Haverhill und Groveland verbindet. Ein 28-jähriger Unterwasserarchäologe will nun die Geschichte des Schiffes erforschen.
Wann kam es nach Haverhill? Wann sank es, und wie?
Die Arbeitstheorie geht davon aus, dass es sich um ein aus dem 19. Jahrhundert stammendes Feuerschiff mit Holzrumpf handelt, das einst vor Nantucket lag. Seit Juni ist der Absolvent der Amesbury High School dabei, das Schiff zu dokumentieren und zu vermessen sowie auf der Basis der gewonnenen Daten eine dreidimensionale Computerdarstellung zu erarbeiten.
Manches deutet darauf hin, dass es sich um das
Feuerschiff "
LV 1" handeln könnte, erbaut 1855 in Portsmouth, New Hampshire, und für viele Jahre auf den südlichen Untiefen vor Nantucket im Einsatz. Die Bauweise mit Holzplanken, die durch Kupfernägel verbunden waren sowie der Einsatz von Öllampen und der Antrieb ausschließlich durch Segel in Schonertakelung untermauert diese Vermutung. Jedoch war "LV 1" 103 Fuß lang, und das Wrack im Fluss ist nur 80 Fuß lang. Sein Bug liegt in Richtung Newburyport and und Atlantik in einem Winkel von 45 Grad zum Ufer. Wenn Ebbe herrscht, kommt man zu Fuß an Bord, und nur der Kiel bleibt tief im Schlick verborgen. Es könnte sein, dass die Groveland Sea Scouts, eine Art Wasserpfadfinder, das Schiff in den 1930er Jahren erhielten.
Eine andere
Version ist, dass die Haverhill Sea Scouts es erwarben und an ihre Nachbarn in Groveland spendeten. Dann soll die Flut von 1936 das Schiff von seinen Moorings losgerissen haben, und es trieb an die Stelle, an der es seither im Fluss liegt, oder aber es geschah im Winter vor dem schweren Eisgang. Klar ist jedenfalls eines: Es gibt viel Arbeit für den jungen Forscher, die Geschichte des Wracks im Fluss der Vergangenheit zu entreißen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.08.2007
Segler über Bord gegangen und verstorben
Hamburg / DE, 07.08.07, 17:00 Uhr - Ein 66-jähriger Skipper ist gestern Abend auf der Elbe Höhe Otterndorf über Bord gegangen und verstorben. Die Wasserschutzpolizei führt die
Ermittlungen. Die Verkehrszentrale Cuxhaven informierte die Wasserschutzpolizei, dass der Helgoland-Katamaran "Halunder-Jet" soeben gemeldet habe, dass bei den Fahrwassertonnen 37 und 39 eine Person im Wasser treibe.
Ermittlungen ergaben, dass auf der Segelyacht "Kleiner Lump" (Länge ca. 7 m, Heimathafen Glückstadt) beim Bergen des Großsegels der Segelbaum von rechts nach links schwenkte und dabei gegen den auf der Reling stehenden 66-jährigen Eigner der Yacht prallte. Dadurch fiel der Skipper ins Wasser. Einem Mitsegler (59) an Bord der Yacht
gelang es nicht, den 66-Jährigen wieder an Bord zu ziehen. Er hielt ihn längere Zeit fest und informierte die Rettungsleitstelle. Auch mit Hilfe der Besatzung eines weiteren Segelbootes gelang es nicht, den 66-Jährigen aus dem Wasser zu ziehen. Erst mit Unterstützung des Beibootes des "Halunder-Jet" konnte der bewusstlose Mann aus dem Wasser gezogen werden. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der Mann.
Der Leichnam wurde mit dem Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms" nach Cuxhaven gebracht. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.
Quelle: Polizei Hamburg vom 08.08.2007
Japan fordert von Russland Rückgabe der "Hoshinmaru"
Tokio / Japan, 08.08.07 - Unter Berufung auf eine Entscheidung des Internationalen Seegerichtshofs in Hamburg hat Japan von Russland die Freigabe des Fischerboots "Hoshinmaru" gefordert. Die Regierung in Tokio erwarte, dass das Schiff und seine 17-köpfige Besatzung "prompt" freigegeben werden, erklärte das japanische Außenministerium am Mittwoch. Das Hamburger Gericht hatte am Montag eine Kautionszahlung von zehn Millionen Rubel (gut 285.000 Euro) festgesetzt.
Die "Hoshinmaru" war am 1. Juni 2007 von der russischen Küstenwache gestoppt und in den Hafen der sibirischen Stadt Petropawlowsk-Kamtschatskij gebracht worden. Sie habe zu viel Rotlachs gefischt und 20 Tonnen davon als eine billigere Lachssorte deklariert, lautete der Vorwurf. Dieses Vergehen des Kapitäns sei "nicht als ein geringeres Vergehen, vor allem nicht als ein rein technisches Vergehen einzustufen", erklärte am Montag der Seegerichtshof. Die Russische Föderation habe das Recht, Regeln zur Fischerei in ihren Gewässern zu erlassen und ihre marinen Ressourcen "gegen eine Übernutzung zu sichern". Die russische Forderung von 22 Millionen Rubel sei jedoch zu hoch gewesen. Japan hatte acht Millionen für "angemessen" gehalten.
Der Internationale Seegerichtshof wurde im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen zu dessen Durchsetzung geschaffen. Das 1994 in Kraft getretene Übereinkommen regelt Nutzung und Ressourcen des gesamten Meeresraums.
Quelle: AFP vom 08.08.2007
Italienisches Forschungsschiff überlaufen:
Kapitän unter Mordanklage
Sizilien , Italien, 08.08.08 - Am Morgen des 3.8. sank das italienische 200-Tonnen-Forschungsschiff "
Thetis" des National Research Council (CNR) nach Kollision mit dem panamaischen Containerfrachter "
MSC Eleni", 55000 BRZ. 13 der 14 Mann des 31,5 Meter langen Schiffes, das acht Forscher und sechs Mann Crew an Bord hatte, wurden bei dem Zusammenstoß sieben Kilometer vor der Küste Siziliens in dichtem Nebel gerettet. Ein Italiener erlitt schwere Verletzungen. Die Geretteten sagten aus, es sei wie eine Apokalypse gewesen, als der Bug des anderen Schiffes aus dem Nebel auftauchte und das kleine Forschungsschiff förmlich durchschnitt. Es sank binnen Minuten auf den rund 40 Meter tiefen Meeresgrund vor Mazara del Vallo, wodurch keine Zeit blieb, Rettungsboote auszubringen. Hier hatte es Untersuchungen zur Biomasse vorgenommen.
Zwei
Hubschrauber und
Küstenwachboote nahmen die Suche nach einem zunächst vermissten russischen Forscher auf. Drei Tage nach dem Untergang der "Thetis" wurde am 6.8. die Leiche des vermissten russischen Forschers gefunden. Der Körper Bioakustikexperten wurde von Tauchern im Wrack des Forschungsschiffes entdeckt und geborgen. Der Moskauer war wohl bei der Arbeiten in einem Labor unter Deck eingeschlossen worden. Die Taucher sagten aus, dass die "Thetis" schwer beschädigt sei. Die Wissenschaftler von CNR hoffen, auch einige der teuren Instrumente an Bord bergen zu können.
Die "
MSC Eleni" war auf dem Weg nach Israel nach Spanien gewesen und hatte die Fahrt
zunächst fortgesetzt, ohne Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Ein Überlebender sagte, er sei zum Heck gerannt, dann getaucht und so schnell wie möglich fortgeschwommen. Es sei eine surreale Szene gewesen, als er zurückblickte, kein Geräusch, kein Schiff, und das große Frachtschiff weiterfahrend, als sei nichts geschehen. Der Schweizer
Kapitän des Containerfrachters wurde von der Staatsanwaltschaft in Marsala in der Trapani Provinz, wo der Fall untersucht wird, unter
Mordanklage gestellt.
Die
Hafenbehörden in Sizilien hatten die "MSC Eleni" wiederholt vor anderen Schiffen im Seegebiet gewarnt. Außerdem war am 24.7. eine Order herausgegeben worden, dass alle Schiffe einen Mindestabstand zur "Thetis" von 1000 Metern einzuhalten hätten.
Die "Thetis" war im Jahr 2000 erbaut worden und war für biologische, geologische und chemische Forschung ausgerüstet. An Bord waren Instrumente im Wert von 1,4 Milllionen Dollar. Sie war eines von drei Forschungsschiffen des italienischen National Research Council (CNR). Russische und italienische Meeresbiologen arbeiten hier seit über 20 Jahren zusammen und erwarben dabei hohe Kompetenz auf den Gebieten der Meeresbiologie und Meeresbodenvermessung. Ob es für die "Thetis" ein Ersatzschiff geben wird, ist noch fraglich.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.08.2007
Reinigung von "Monitor"-Geschützturm abgeschlossen
Newport News, Virginia / USA, 08.08.07 - Konservatoren haben jetzt die Arbeiten, Sand, Sedimente und Versteinerungen aus dem Geschützturm von USS "
Monitor" zu entfernen, abgeschlossen. Das Relikt aus dem amerikanischen Bürgerkrieg war im
August 2000 vor Cape Hatteras (North Carolina) geborgen worden. In diesem Sommer wird Arbeit im Mariners Museum in Newport News abgeschlossen. Dabei wurden über ein Dutzend unerwartete Artefakte wie Silber, Kugeln und Verschlüsse gefunden. Der 21,5 Fuß breite Geschützturm machte Geschichte, als er auf die CSS "Virginia" am
9.2.1862 vor Hampton Roads feuerte und damit die Ära der Schlachtschiffe eingeläutet wurde. Die Ausgrabungen an der späteren Untergangsstelle der "Monitor" brachten nicht nur hunderte von Artefakten, sondern auch menschliche Überreste zu Tage. Nun muss der Geschützturm vor Rost geschützt werden. Das korrodierte Dach wurde bereits verstärkt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.08.2007
Schwere Explosion in Marina in Kentucky
Aurora, Marshall, Kentucky / USA, 07.08.07 - Am Nachmittag des 6.8. kam es in der Marina von Jonathan Creek im Kentucky Lake zu einer verheerenden
Explosion, die einen
Toten und
drei Verletzte forderte. Das Feuer war um 15.30 Uhr ausgebrochen, zerstörte
zwei Boote und beschädigte weitere
sieben Yachten,
Hausboote und
Kabinenkreuzer. Die Feuerwehren von Aurora-Ross, Palma-Briensburg, Fairdealing-Olive und East Marshall brachten den Brand unter Kontrolle. Zuerst hatten Yachteigner versucht, das Feuer mit Löschern und Wasserschlauch zu bekämpfen, doch sie hatten keine Chance.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.08.2007
Kollision zweier Kreuzfahrtschiffe im Geirangerfjord
Geiranger, Provinz Møre og Romsdal / Norwegen, 07.08.07 - Am 7.8. kollidierten gegen 15 Uhr im norwegischen Geirangerfjord das 214,70 Meter lange zypriotische Kreuzfahrtschiff "
Thomson Spirit" (ex: Nieuw Amsterdam) von Thomson Cruises mit der 135 Meter langen portugiesischen "
Ocean Majesty" der Majestic International Cruises. Sie drifteten gegeneinander, während sie in dem Fjord ankerten. Es entstand geringer Sachschaden. Ein Tenderboot wurde beschädigt. Von den 1848 bzw. 535 Passagieren kam niemand zu Schaden. Offenbar gab es vor dem Unglück Kommunikationsprobleme.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.08.2007
"MSC Napoli" vor letzter Reise
Branscombe Bay, Devon, England / UK, 07.08.07 - Berger bereiten das Abschleppen des Vorschiffs der "
MSC Napoli" von Devon nach Belfast zum Abwracken vor. Hier soll es bei Harland & Wolff verwertet werden. Die Verschleppung könnte diese Woche beginnen, doch brauchen die Berger ein fünf Tage langes ruhiges Wetterfenster. Ein Küstenwachschlepper soll den Rumpf von Cornwall in die Irische See verschleppen. Die bisherigen Kosten der Bergungsaktion belaufen sich auf über 50 Millionen Pfund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.08.2007
Nach 32 Jahren: Rettungsring der SS "Edmund Fitzgerald" gefunden
Whitefish Point, Chippewa, Michigan, USA, 06.08.07 - Am 3.8. machten drei Ausflügler am Ufer des Lake Superior (Keweenaw Peninsula) einen spektakulären Fund: einen Rettungsring des 1975 mit seiner 29-köpfigen Crew gesunkenen Great Lakers SS "
Edmund Fitzgerald". Der orangefarbene Ring lag unter einer umgestürzten Pinie. Darauf waren noch die Wortfragmente Ed und Fitz erkennbar. Der Fund fand nahe der Keweenaw Peninsula statt, rund 200 Meilen vom Untergangsort entfernt. Der Farmer brachte den Fund ins Great Lakes Shipwreck Museum in Whitefish, dessen Direktor sagte, es gebe keinen Zweifel an der Echtheit des Fundes. Der Rettungsring soll nun in den Besitz des Museums, das bereits einen anderen Ring des Erzfrachters hat, übergehen. Die offizielle Übergabe ist für den 10. November, den 32. Jahrestag des Verschwindens des Schiffes, geplant.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.08.2007
Vorbereitungen zur Bergung der "Repubblica di Genova" abgeschlossen
Antwerpen / Belgien - Die Vorbereitungen zur Aufrichtung des gekenterten Frachters "
Repubblica di Genova" sind abgeschlossen worden. Auf dem Schiff, das in Antwerpen auf der Seite liegt, wurden große Stahlgerüste aufgestellt, die mit Ketten und Trossen verbunden wurden. Mit deren Hilfe soll das Schiff nun wieder in die Waagerechte gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.08.2007
Lotse schuldig gesprochen
Australien - Der Lotse des Containerschiffes "
OOCL Sydney", 65000 BRZ, der im Oktober 2005 einen
Kutter in Port Phillip Bay (Australien) überlief, wurde wegen Nachlässigkeit jetzt zu 5000 Dollar Strafe verurteilt. Das 235 Meter lange Schiff war auf dem Weg zum Swanton Dock und fuhr durch einen Pulk von Kuttern. Das versenkte Schiff hatte zwei Mann Besatzung, die sich nur durch einen Sprung über Bord hatten retten können und von anderen Booten aufgenommen wurden. Der Kapitän, so hieß es nun, habe gegen Sicherheitsregeln verstoßen. Er selbst bekannte sich ebenfalls schuldig.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.08.2007
Philippinischer Seemann vermutlich ertrunken
Hamburg / DE, 07.08.07 - Von einem 27 Jahre alten philippinischen Seemann fehlt nach einem Bad in der Elbe bei Bützfleth (Kreis Stade) weiterhin jede Spur. "Wir gehen davon aus, dass der Mann ertrunken ist", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Die Suche mit Booten und zwei Hubschraubern wurden erfolglos abgebrochen. "Alle Suchmaßnahmen sind vorläufig eingestellt worden", sagte der Sprecher. Der Mann war am Sonntag von Bord des Tankers "Fostraum", in die Elbe gesprungen und von der Strömung abgetrieben worden. Ein anderer Seemann schwamm hinterher und versuchte erfolglos ihn zu erreichen. Der Mann wurde ebenfalls abgetrieben, konnte aber von einem Boot gerettet werden.
Quelle: dpa vom 07.08.2007
Yacht wird aus 100 Metern Tiefe geborgen
Friedrichshafen, Bodenseekreis, Baden-Württemberg / DE, 07.08.07 - Die am
11. Juni vor Seemoos im Bodensee gesunkene Motoryacht "
Amarone" aus Konstanz wird zwischen dem
20. und dem 24.8. gehoben. Die Bergung wird von der Spezialfirma Nautik GmbH Keppler + Vitt aus Sasbach am Rhein mit Hilfe von Tauchern durchgeführt. Die Arbeiten werden mit Spezialtauchern und schwerem Gerät die Bergung vollzogen. Derzeit werden durch Bergungsfirma und die Details geplant. Der Eigner hatte seine einzige Motoryacht zum Untergangszeitpunkt an mehrere Kunden aus Stuttgart verchartert. Nach der Bergung soll geklärt werden, aus welcher Ursache das Boot kenterte und sank. Bei dem Unglück konnten alle Bootsinsassen gerettet werden.
Die
Nautik GmbH wird einen Ponton aufs Wasser bringen, diesen exakt über der gesunkenen Yacht verankern und anschließend einen Trimix-Taucher in die Tiefe schicken. Das Boot liegt rund 100 Meter tief.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.08.2007
An die 100 Tote bei Kenterung auf Ganges befürchtet
Patna, Bundesstaates Bihar / Indien, 07.08.07 - In den indischen Überflutungsgebieten ist am 6.8. ein
überladenes Schiff mit bis zu 100 Menschen an Bord in den angeschwollenen Fluten des Ganges bei Shahpur Patori in Samastipur Distrikt von Bihar gekentert. Die Wahrscheinlich kamen die meisten Insassen ums Leben. Nur
elf Menschen gelang es, aus eigener Kraft an Land zu schwimmen. Es ist zu befürchten, dass die anderen ertrunken sind. In der Gegend rund 150 Kilometer nördlich von Bihars Hauptstadt Patna war der Ganges auf das Doppelte seiner gewöhnlichen Breite angeschwollen. Die nächtliche Suche auf dem Fluss gestaltete sich schwierig und gefährlich.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.08.2007
Deutscher Containerfrachter barg Schiffbrüchige im Sturm
Asien, 06.08.07 - Alle fünf Mann des Kutters "
Zhu Wan 4209" konnten nach dessen Untergang in einem Tropensturm vor den Xisha Inseln (Paracel-Inseln) im Südchinesischen Meer am
3.8. gerettet werden. Das deutsche Containerschiff "
Northern Faith", 35500 BRZ, war Minuten nach dem Unglück vor Ort und barg die vier Chinesen und einen Malayen. Das Schiff war auf dem Weg nach Europa gewesen, als es einen weitergeleiteten Mayday-Ruf von der Küstenwache in Hongkong erhielt. Er nahm sofort Kurs auf den Havaristen und barg die Fischer in letzter Sekunde aus der See. Am 6.8. wurden die Männer in Malaysia an Land gebracht. Inzwischen wurde durch die dortige chinesische Botschaft die Rückreise der Schiffbrüchigen nach China arrangiert. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.08.2007
Info: Die "
Northern Faith" wurde 1994 auf der Werft Hyundai Heavy Industries Co. Ltd., Südkorea gebaut. Sie hat eine Länge von 241 m, Breite: 32,2 m und ein Tiefgang von 11,72 m. Die Tragfähigkeit beträgt 42.050 tdw und hat eine Kapazität von 3.538 TEU. Die Geschwindigkeit beträgt 22,5 Knoten. Bereedert wird sie von der NSB Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG in Buxtehude.
Noch keine Entscheidung über juristische Aufarbeitung
der "Excelsior"-Havarie
Duisburg, Nordrhein-Westfalen / DE, 06.08.07 - Auch mehr als vier Monate nach der Havarie des Frachtschiffes «
Excelsior» auf dem Rhein bei Köln ist unklar, ob der Unfall ein gerichtliches Nachspiel hat. Derzeit dauern die Untersuchungen des Schiffes in einer Werft in Speyer an. Sobald das Gutachten abgeschlossen sei, werden die Beteiligten darüber informiert. Sie erhalten dann die Möglichkeit, sich dazu zu äußern. Anschließend wird die Staatsanwaltschaft prüfen, ob sie Anklage gegen die an dem Unfall beteiligten Personen erhebt oder die Ermittlungen - möglicherweise gegen Zahlung einer Geldbuße - einstellt. Die Entscheidung dazu wird in den kommenden Monaten erwartet. Bei einem Wendemanöver der «Excelsior» waren am 25. März 32 Container, darunter drei mit Gefahrgut beladene, in den Rhein gestürzt. Die Schifffahrt auf Europas wichtigster Wasserstraße war wegen der Hindernisse im Fluss tagelang unterbrochen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.08.2007
Toter Forscher in Wrack von italienischem Forschungsschiff gefunden
Sizilien / Italien, 05.08.07 - Am 3.8. sank das italienische Forschungsschiff "
Thetis" des National Research Council (CNR) nach Kollision mit dem panamaischen Containerfrachter "
MSC Eleni". 13 Mann des 31,5 Meter langen Schiffes, das acht Forscher und sechs Mann Crew an Bord hatte, wurden bei dem Zusammenstoß vor Sizilien in dichtem Nebel gerettet. Das Schiff war vier Meilen vor Mazara del Vallo überlaufen worden. Zwei Hubschrauber und Küstenwachboote suchten vergeblich nach dem Vermissten. Die "MSC Eleni" war auf dem Weg nach Israel nach Spanien gewesen und hatte die Fahrt zunächst fortgesetzt. Drei Tage nach dem Untergang der "Thetis" wurde am 6.8. die Leiche des vermissten russischen Forschers gefunden. Der Körper Mannes wurde im Wrack des Forschungsschiffes entdeckt und geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.08.2007
Info: Bei dem panamaischen Containerfrachter handelt es sich um die "
MSC Eleni" und nicht wie voher berichtet von der "
Heleni"
Sieben Schiffbrüchige aus Solent gerettet
Portsmouth, England, UK, 06.08.07 - Am Morgen des 6.8. wurde die Solent Coastguard um 1.30 Uhr durch einen Mobiltelefonanruf informiert, dass sieben Passagiere des 8 Meter langen Motorbootes "
Deep Purple" im Wasser des Solent trieben. Das Schiff hatte ein Unterwasserhindernis gerammt und war rasch übers Heck gesunken. Fünf Personen hatten Schwimmwesten, von den vier Männern und drei Frauen waren zwei unter 18. Ein
Rettungshubschrauber sowie die
Rettungsboote aus Bembridge, Calshot, Gosport und Fareham, ein
Patroullienboot und das Polizeiboot "
Humphrey Gale" wurden in Marsch gesetzt. Es gelang, alle Schiffbrüchigen mit Unterkühlungen und einer Kopfverletzung zu bergen. Die Geretteten wurden zu den Camber Docks, Old Portsmouth, gebracht, wo Krankenwagen, Küstenwache und Polizei sie erwarteten, bevor der Weitertransport Queen Alexandra Hospital in Portsmouth stattfand. Womit die "Deep Purple" kollidiert war, konnte nicht zuletzt wegen der unklaren Position nicht ermittelt werden, möglicherweise war es eine Mooring-Boje.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Seemann in der Elbe vermisst
Hamburg / DE, 06.08.07 - Am 05.08 hörte die Besatzung des Funkstreifenbootes "WS 2" über Funk, dass das Sportboot "Christian" in Höhe Grauerort Reede (Unterelbe, bei Abbenfleth, nahe Bützfleth) einen Mann aus dem Wasser gerettet habe und ein weiterer vermisst wird. Die Wasserschutzpolizisten leiteten umfangreiche Suchmaßnahmen ein. Der Vermisste ist Besatzungsmitglied des auf Reede liegenden norwegischen Tankers "Fostraum". Der Seemann war gegen 17:30 Uhr zum Baden über Bord gesprungen und kam durch die starke Strömung nicht mehr an das Schiff zurück. Der gerettete Seemann (21) war dem 27-Jährigen hinterhergesprungen, konnte ihn aber nicht retten. Suchmaßnahmen mit zwei Helikoptern, zahlreichen Fahrzeugen des DLRG, der Beruffschiffahrt und weiteren privaten Booten verliefen bisher ohne Erfolg. Die Suche nach dem Vermissten wird heute fortgesetzt.
Quelle: Polizei Hamburg vom 06.08.2007
Autotransporter im Nord-Ostsee-Kanal gegen Dalben gedrückt
Nord-Ostsee-Kanal, Schleswig-Holstein / DE, 05.08.07 - Am 5.8. wurde der unter Monrovia-Flagge registrierte Autotransporter "
Nobleza" von UECC auf dem Weg von Brunsbüttel nach Kiel-Holtenau im Nord-Ostsee-Kanal auf Höhe der Weiche Oldenbüttel von einer Bö erfasst und auf die linke Kanalseite getrieben. Hier verpasste er nur knapp ein in Richtung Brunsbüttel laufendes Sportboot und landete an den Dalben. Mit einigen Schrammen konnte das Schiff die Fahrt fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Frachtschiff "Jork" in der Nordsee gesunken
Norfolk, England / UK, 05.08.07 - Am 4.8. gegen 18 Uhr rammte der in Buxtehude beheimatete Frachter "
Jork", 3169 tdw, die unbemannte
Gas-Öl-Plattform "
Viking Echo" von Conoco 40 Meilen nordöstlich von Cromer, Norfolk. Das 95 Meter lange Schiff war gegen 18 Uhr bei guter Sicht und ruhiger See in die 500 Meter umfassende Sperrzone eingelaufen und kollidierte dann mit der unbemannten Insel. Das unter Barbuda/Antigua-Flagge registrierte Schiff war auf dem Weg von Lübeck nach New Holland in Ostengland mit einer Ladung Weizen. Die Versorger "
Putford Puffin" und "
Putford Terminator" eilten zur Unglückstelle. Die "Jork" hatte rasch Steuerbordschlagseite entwickelt und lag binnen einer Stunde 30 Grad über. Sechs Mann Crew gingen mit Schwimmwesten in die See und wurden von dem Versorger "
Putford Puffin" aufgenommen. Der Havarist lag mit gestoppter Maschine eine Meile von der Insel entfernt. Der Kapitän versuchte, das eindringende Wasser zu lenzen, doch das Schiff senkte sich mit dem Bug immer tiefer, sodass auch er schließlich von Bord ging. Inzwischen war auch ein
Rettungshubschrauber der RAF Wattisham eingetroffen.
Am 5.8. gegen acht Uhr sank der Frachter, nachdem der aufquellende Weizen den Rumpf gesprengt hatte, auf 26 Metern Wassertiefe. Nach der Rettung wurde die polnische Crew von der Polizei in Norfolk verhört. Der Kapitän wurde verhaftet, während die übrigen Besatzungsmitglieder in ein Hotel kamen. Ein Alkoholtest ergab, dass der Kapitän
offenbar betrunken war. Die Produktion der nur leicht beschädigten Plattform wurde während der Schadensuntersuchung gestoppt.
Die "
Jork" wurde 1978 bei J.J. Sietas in Hamburg als "
Pirat" erbaut. Das Schiff, IMO 7726988, ist mit 1922 BRZ vermessen und lief bei einer Maschinenleistung von 1104 kW 12,5 Knoten. Es life von 1987 bis 1991 als "
Solveig", dann bis 2001 als "
Ortrud" und bis Ende 2006 als "
Runner" für den Marner Reeder Strahlmann
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
"Wan Hai 307" nach Kollision eingeschleppt
Yokohama, Präfektur Kanagawa / Japan, 05.08.07 - Nach seiner Kollision vor Japan lag der Containerfrachter "
Wan Hai 307" am 5.8. im Hafen von Yokohama. Er ist an Steuerbordseite im Heckbereich schwer beschädigt, Teile der Containerladung hängen über Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Vier Segler aus stürmischer See gerettet
Point Arena, Mendocino, Kalifornien / USA, 05.08.07 - Am Morgen des 5.8. um 1.30 Uhr schlug die 42 Fuß lange Yacht "
Cherokee Rose" 12 Meilen südwestlich von Point Arena in 10-15 Fuß hohen Seen leck. Die Küstenwache Humboldt Bay wurde durch einen Notruf von der Lage der 4 Mann an Bord informiert, ehe sie sich in eine Rettungsinsel flüchten mussten. Die Küstenwache schickte das
47-Fuß-Boot der Station Noyo River zur 50 Meilen entfernten Position. Außerdem startete ein HH65
Helikopter der Air Station San Francisco. Um 3.50 Uhr wurde die Insel lokalisiert, nachdem die Insassen eine Notrakete abgefeuert hatten. Der Hubschrauber barg zwei Mann mit einem Rettungsschwimmer. Wegen Benzinmangels drehte er dann ab. Die Rettungsbootcrew nahm daraufhin die verbliebenen zwei an Bord und barg auch die Insel. Um 7 Uhr war die Rettung abgeschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Segelboot nach Großfeuer gesunken
Capitola, Santa Cruz, Kalifornien / USA, 05.08.07 - Ein
Segelboot geriet Samstag Nacht (04.08., um ca. 22.15 Uhr) in Monterey Bay in Brand und sank, nachdem die Flammen das gesamte Boot erfasst hatten. Die Skipperin und ihr Labrador entkamen in einem Dinghi. Das Schiff brannte stundenlang, ehe ein
Löschboot aus Monterey die Flammen löschte. Dann versank das Boot ungefähr 500 Yards vor der Capitola Wharf. Es soll geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Kohlenmonoxydvergiftung auf Sportboot
New York City, New York / USA, 05.08.07 - Am 04.08 mussten
neun Personen auf dem Sportboot "
Lady V". einem 35 Fuß langen Carver-Kabinenkreuzer aus Staten Island, in Jamaica Bay gerettet werden, nachdem zwei Kinder durch Einatmen von
Kohlenmonoxyd ohnmächtig geworden waren. Die Geretteten wurden medizinisch betreut. Ein Generator unter Deck hatte wohl die Gase erzeugt, hier waren auch die Kinder. Das Boot war unterwegs zum Mill Creek Basin in der Gateway National Recreation Area. Feuerwehrkräfte aus Brooklyn lokalisierten das Boot nach dem Notruf nahe der Marine Parkway Bridge. An Bord fanden sie zwei Kinder ohne Bewusstsein vor und zwei, die wieder erwacht waren. Das Boot wurde zum U.S. Park Police dock nahe Fort Tilden gebracht, von dort brachte ein Hubschrauber zwei Kinder und einen verletzten Erwachsenen ins Jacobi Medical Center in der Bronx. Drei weitere Kinder kamen ins Coney Island Hospital, zwei Kinder und ein Erwachsener ins Peninsula Hospital Center auf der Rockaway Halbinsel. Alle werden ohne bleibende Schäden genesen..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Sportbootexplosion verletzte fünf Familienmitglieder
Connelly, Ulster, New York / USA, 05.08.07 - Am Nachmittag des 4.8. kam es zu einer
Explosion auf einem
Sportboot auf dem Hudson River. Dabei erlitten 5 Personen Verbrennungen. Sie wurden vom Rondout Yacht Basin in Connelly ins Westchester Medical Center in Valhalla gebracht. Das Boot war in einer Reihe anderer, um aufzutanken. Als der Eigner es starten wollte, ereignete sich die Explosion. Er, seine Frau und der 12-jährige Sohn wurden mit Helikoptern ins Westchester Medical Center geflogen. Zwei Teenager kamen mit Krankenwagen ins Benedictine Hospital in Kingston, wurden später aber auch nach Westchester geflogen. Alle fünf erlitten schwere Verbrennungen. Die 36 Fuß lange Wooden-Craft sank teilweise, geriet aber nicht in Brand. Ein Zeuge sagte, es habe ausgesehen, als ob die vorderen zwei Fünftel des Bootes vom Bug bis zum Cockpit sechs oder sieben Fuß hoch in die Luft flogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Explosion auf russischen Trawler
Petropavlovsk-Kamchatskiy, Kamchatka / Russland, 05.08.07 - Am 4.8. kam es auf dem 207 tdw großen,1989 erbauten russischen Trawler "
Utashud" der Kamchatka Company in dem ostrussischen Hafen Petropavlovsk-Kamchatskiy zu einer
Explosion. Dabei wurde eine Person getötet, eine weitere verletzt. Die Crew konnte den anschließenden Brand selbst löschen. Die Explosionsursache ist noch unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Vier Verletzte, als Sportboot auf Hindernis lief
New London, Connecticut / USA, 05.08.07 -
Vier Personen wurden verletzt, als am 4.8. ihr Boot um 15.30 Uhr mit einem Unterwasserhindernis kollidiert und vier Meilen nordöstlich von Orient Point, Long Island, leckgeschlagen war. Nach dem Notruf der 33 Fuß langen "
Something Fishy" wurde ein 41-Fuß-Boot aus New London entsandt. Es war um 3.55 Uhr vor Ort und brachte drei Passagiere nach New London. Der Eigner des Bootes wollte an Bord bleiben. Bald kam ein Bergungsschiff von Sea Tow und lenzte den Havaristen. Danach wurde der abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Küstenwache rettete drei Sportbootfahrer
Galveston Bay, Texas / USA, 04.08.07 - Am Morgen des 4.8. um 11.17 Uhr rettete die US Coast Guard rescued
drei Mann, deren
Boot gekentert war, in Galveston Bay nahe Bolivar Point, Texas. Der Kapitän des Baggers "
Edward Fisher" hatte gemeldet. dass ein 20 Fuß langes
Boot eine
Barge gerammt habe und das Motorboot dann nahe der Einfahrt zum Intracoastal Waterway gekentert war. Zwei Rettungsbootcrews der Station Galveston, ein Helikopter der Air Station Houston und die Feuerwehr von Bolivar rückten aus und waren mit ersten Einheiten um 11.47 Uhr vor Ort. Die Bootscrews retteten zwei Mann aus dem Wasser und schnitten dann den Bootsrumpf auf, unter dem der dritte eingeschlossen war. Alle wurden zur Station Galveston gebracht und medizinisch betreut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Schiffsunglück in Brasilien
São Luís, Bundesstaat Maranhão / Brasilien, 04.08.07 - Mindestens
sieben Menschen sind in Brasilien beim Untergang eines
Schiffs ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zum
3.8. in der Guajerutiua-Bucht vor der Küste des nordöstlichen Bundesstaates Maranhao. Das Boot ging mit 23 Menschen an Bord aus noch ungeklärter Ursache unter. Fünf Menschen, zwei Frauen und drei Kinder, werden noch vermisst. Die Bergungs- und Rettungsarbeiten wurden am 4.8. fortgesetzt, es werden Taucher und ein Hubschrauber eingesetzt. Bei den meisten Passagieren handelte es sich um ältere Menschen aus dem Dorf Carrapato, die in der Nachbargemeinde Cururupu ihre monatliche Pension abholen wollten
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Brand auf türkischem Schiff
Sotschi, Region Krasnodar / Russland, 04.08.07 - Russische Feuerwehrleute haben am 4.8. im Schwarzmeerhafen Sotschi ein Feuer an Bord der türkischen Fähre "
Boztepe" unter Kontrolle gebracht. Die unter der Flagge von Sierra Leone fahrende "Boztepe" hatte Autos und Obst sowie Marmor geladen. Sie geriet am 3.8. einen Kilometer vor Golovinka entfernt in
Brand und entwickelte Schlagseite. Alle 21 Besatzungsmitglieder und zehn Passagiere wurden in Sicherheit gebracht. Das Feuer wurde möglicherweise durch einen Funken in einem Geländewagen an Bord ausgelöst. Die Schiffseigner haben darum gebeten, dass die «Boztepe» zurück in die Türkei geschleppt wird.
Die "
Boztepe" wurde 1978 von Tokushima Ziosen Sangyo K.K. in Komasutjima als "
Catherine Schiffino" erbaut. Das 108,64 Meter lange und 16 Meter breite Schiff (IMO 770 7976) hat 3825 kW und läuft 17 Knoten. Es wurde 1978 zwischen Ostende und Dover eingesetzt. 1984 lief es Ramsgate-Ostende. 1989 wurde es zur "
Saint Charles", Heimathafen Nassau. Es folgte ein Einsatz als "
Cap Afrique" ab 1990, seit 2004 lief sie als "
Boztepe".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Staastanwaltschaft ermittelt gegen Lotsen wegen Erzeugung von Riesenwellen
Lühe-Anleger, Altes Land, Niedersachsen, 04.08.07 - Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den
Lotsen des malaysischen Containerschiffs "
Bunga Seroja Satu" eingeleitet. Das Schiff hatte am 19. Dezember 2006 auf der Elbe eine Riesenwelle ausgelöst und den Mini-Wellenbrecher am Lühe-Anleger zerstört. Der Schaden betrug
40 000 Euro. Der Vorwurf lautet auf Gefährdung des Schiffsverkehrs durch grob pflichtwidriges Verhalten mit Gefährdung für Menschen oder Sachen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Der Beschuldigte bestreitet seine Verantwortlichkeit. Eventuell muss ein Sachverständiger diese Frage klären. Der Kapitän, der laut Polizei zu schnell auf dem Weg nach Altenwerder war, musste damals eine Sicherheitsleistung in Höhe von 150 Euro leisten. Eine Verurteilung des Lotsen - ihm droht eine Geldstrafe - könnte auch zivilrechtliche Ansprüche nach sich ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Aktivität auf "Forest-1" in Emden
Emden, Ostfriesland, Niedersachen / DE, 04.08.07 - Am Nachmittag des 2.8. verholte der russische Frachter "
Forest-1" von seinem Langzeitliegeplatz im Emder Industriehafen zum Terminal II nahe der Cassens-Werft. Hier begann am Morgen des 3.8. das Löschen der aus gut 2000 Tonnen Nadelholz-Baumstämmen bestehenden Ladung mithilfe eines Hydraulikbaggers von Deck und Laderaum. Die Ladung ist für die Türkei bestimmt und wird nun in Emden zwischengelagert. Der Frachter soll wohl verkauft werden. Im Mai waren zwei Seeleute bei einer Rettungsbootübung in Emden ertrunken, zuvor hatte das Schiff bereits in der Kette gelegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Havarierte Luxusyacht wird in Cuxhaven repariert
Cuxhaven, Niedersachen / DE, 03.08.07 - Am Morgen des 3.8. traf die beschädigte norwegische Luxusyacht "
Blue Ocean" am Haken des Schleppers "
Wulf 3" in Cuxhaven ein. Das Schiff hatte nach seiner Grundberührung vor Helgoland im dortigen Hafen gelegen. Im Cuxhavener Vorhafen wurde es von der "
Wasserbau 1" übernommen und zur Detzkeit-Werft verholt. Hier wurde das Schiff unverzüglich zur Reparatur aus dem Wasser genommen. Dabei zeigten sich die schweren Schäden an Rumpf und Schraubenwelle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Feuer auf Schiff vor Port Townsend gelöscht
Port Townsend, Washington, USA, 03.08.07 - Am 3.8. brach auf der "
Kalika Michele" hundert Yards vor Indian Island Magazine Pier nahe Port Townsend, Washingon, ein Feuer aus. Der Küstenwachkutter "
Sea Lion" löschte den Brand, woraufhin die "Kalika Michele" zurück nach Port Townsend geschleppt werden konnte. Auch die Jefferson County Feuerwehr war im Einsatz und löschte den Brand schließlich. Außerdem waren ein
HH-65C Dolphin Helikopter aus Port Angeles und ein 25-Fuß-Boot der Station Port Angeles im Einsatz. Der Skipper des Schiffes wurde unversehrt geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Schwerer Fund in Piratenschiff
Provincetown, Barnstable, Massachusetts / USA, 03.08.07 - Am 02.08. wurde an der Untergangsstelle der "
Whydah", einem
Piratenschiff, das 1984 vor Cape Cod aufgespürt wurde, nun die bisher größte Entdeckung gemacht. Das Bergungsteam holte eine 10000 Pfund schwere Versteinerung vom Meeresgrund, die Kanonen, Gold, Münzen und weitere Artefakte enthalten soll. Eine solche Versteinerung entsteht, wenn Eisen und Salzwasser chemisch miteinander reagieren. Die felsartige Masse soll in einem Labor in Brewster geröntgt werden, um ihr Innenleben zu erforschen. Die "Whydah" war als Sklavenschiff
1715 erbaut worden und wurde Captain "Black Sam" Bellamy zwei Jahre später gekapert. Es sank in einem heftigen Sturm
1717 vor Cape Cod, wobei Bellamy und 143 weitere Männer ums Leben kamen. Nur zwei konnten sich retten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Kutter sank vor New Jersey
Little Egg Inlet, New Jersey / USA, 03.08.07 - Am 31.7. lief um 15.45 Uhr der 59 Fuß lange Kutter "
Rough Seas" im Little Egg Inlet, New Jersey, auf Grund. Der Bootseigner wurde abgeborgen. Eine Crew der Coast Guard Station Barnegat Light, sicherte den Havaristen und legte einen Ölschlängel um den Rumpf. Als der Kutter sank, trieben zahlreiche Trümmerteile auf, die sich dann innerhalb der Sperre befanden. Sea Tow und die Umweltbehörden wollten einen Plan zur Reinigung und Bergung entwickeln.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Propeller der "Wik" kehrte nach 63 Jahren nach Amrum zurück
Wittdün, Insel Amrum, Landkreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein / DE, 31.07.07 - Was für die Besatzung des Wracksuchschiffes "
Wega" des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie als routinemäßige Vermessungsfahrt begann, geriet plötzlich zur "Schatzsuche": Westlich der Insel Sylt spürte ein Taucher der "Wega" am
19. Juli 07 den Schiffspropeller des 1944 gesunkenen Tonnenlegers "Wik" auf.
Das 1903 von der Werft Gebrüder Sachsenberg in Köln-Deutz gebaute Schiff war sehr eng mit Nordfriesland verbunden. Gemeinsam mit anderen Spezialschiffen wurde es für das Ausbringen, Einholen sowie die Wartung von Seezeichen sowie das Kenntlichmachen von Fahrrinnen eingesetzt. Zunächst in der Ostsee eingesetzt, kam es ab 1927 in die Nordsee. Fortan stand der knapp 37 Meter lange und 8 Meter breite Dampfer in den Diensten des Wasserbauamtes Tönning. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die "Wik" in die Dienste der Kriegsmarine gestellt.
Am
22. Februar 1944 ereilte Schiff und Besatzung das Schicksal: Abends lief die "
Wik" rund zehn Seemeilen nordwestlich der Insel Sylt auf eine Grundmine, die einem englischen Bomber abgeworfen worden war. Nur eines der elf Besatzungsmitglieder überlebte. Zu den Opfern gehörte der WBA-Oberseekapitän Wilhelm Meyer, der die "Wik" seit 1928 als Kapitän geführt hatte. Als Würdigung seiner Leistungen von Meyer wurde 1950 in Bremerhaven der Tonnenleger "Kapitän Meyer" gebaut, der 1983 außer Dienst gestellt wurde.
Dass die "Wega"-Besatzung auf den rund eine Tonne schweren Propeller stieß, war ein reiner Zufall, für Kapitän Hartmut Brunn sogar eine "
wundersame Fügung". Denn bei seinem Routinetauchgang entdeckte der "Wega"-Taucher den Propeller frei liegend auf dem Meeresgrund in gut zwölf Meter Wassertiefe. Der Propeller ist erstaunlich gut erhalten. Es handelt sich wohl um den Reservepropeller, weil er frei auf dem Grund lag und keine Verbindung zur Welle hatte. Für die Besatzung der "Wega" stand sofort fest: Der Propeller gehört wieder in die Obhut des heutigen Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning. Dieses hat eine Dependance im Hafen Wittdün auf der Insel Amrum, wo die "Wik" stationiert war, bevor sie in die Kriegsmarine-Dienste kam. Dort wurde nun der Propeller nun bei einer Feierstunde übergeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.08.2007
Kutter "Hoheweg" wird abgewrackt
Bremerhaven-Fischereihafen, Land Bremen / DE, 03.08.07 - Am Montag sollen die Abwracker auf dem Kutter "Hoheweg" anfangen. Das Schiff steht nach dem Abschluss der Untersuchung zum Untergang noch im Dock der Bredo-Werft. Das Wrack geht ins Eigentum des Cuxhavener Bergungsunternehmens über, das die "Hoheweg" vor fast zwei Wochen vor der Außenweser gehoben hat. Bei dem Unglück im vergangenen November kamen vier Fischer ums Leben. Der 27-jährige Kapitän aus Brake gilt noch immer als vermisst. Ursache für das Unglück war laut Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) eine blockierte Antriebsschraube.
Quelle: NZ vom 04.08.2007
Verunglückter Segler vor der Ostseeküste gerettet
Graal-Müritz, Landkreis Bad Doberan, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 03.08.07 - Am 03.08. haben Rettungsschwimmer vor der Küste von Mecklenburg-Vorpommern einen Segler aus Hamburg vor dem Ertrinken bewahrt. Nach Angaben der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) war der 49-jährige Sportler mit seinem Boot allein unterwegs und am Morgen bei stark auflandigem Wind bei Graal-Müritz über Bord gefallen.
Drei Einsatzkräfte am Strand, die gerade ihren Wachdienst angetreten hatten, sprangen daraufhin ins Wasser und retteten in einer dramatischen Rettungsaktion den Mann etwa 400 Meter von der Seebrücke des Ostseebades entfernt. "Wegen des heftigen Windes konnten wir kein Rettungsboot nutzen", sagte der Einsatzleiter. Der völlig entkräftete Segler sei gerade noch in letzter Minute in Sicherheit und in ein Krankenhaus gebracht worden. Er sei inzwischen aber außer Lebensgefahr. Das havarierte Segelboot strandete im Tagesverlauf an die Küste bei Graal-Müritz.
Quelle: ddp vom 03.08.2007
Frachter überlief Forschungsschiff
Mazara del Vallo, Provinz Trapani, Sizilien, Italien, 03.08.07 - Der in Panama registrierte Frachter "
Heleni" kollidierte auf dem Weg von Israel nach Spanien am 3.8. mit dem Forschungsschiff "
Thetis" des wissenschaftlichen Forschungsinstituts CNR, das Meeresforschungen vor den Küsten von Mazara del Vallo auf Sizilien durchführte. Das 31,5 Meter lange Forschungsschiff wurde praktische durchgeschnitten und sank augenblicklich. Ein
russischer Forscher wurde vermisst, die anderen 13 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden und kamen ins Krankenhaus. Schlechte Sichtverhältnisse aufgrund von Nebel hatten wahrscheinlich zu dem Unglück geführt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.08.2007
Schiff kenterte vor Sierra Leone
mindestens 50 Menschen sind umgekommen
Freetown, Sierra Leone, 03.08.07 - Am 02.07. um 22:00 Uhr Ortszeit (00.00 MESZ) sind bei einem schweren Schiffsunglück vor der Küste Sierra Leones mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 148 Menschen werden noch vermisst. Das Schiff war in rauer See vor der Nordküste des afrikanischen Landes in der Mündung des Great Scarcies River nahe dem Küstenort Bailor gekentert, der durch heftige Regenfälle angeschwollen war. Das Schiff war unterwegs von Freetown nach Rokupr und hatte wohl an die 200 Menschen an Bord, außerdem hatte das Schiff 300 Säcke Reis geladen. Bislang wurden nur 2 lebend gerettet. Die Marine und örtliche Fischer suchten nach den Verunglückten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.08.2007
Norwegische Fähre bei Kollision mit Kai beschädigt
Skarberget, Nordland / Norwegen, 03.08.07 - Am Morgen des 3.8. rammte die norwegische Fähre "
Vikingen" einen Kai in Skarberget. Das Schiff, das zwischen Bogenes und Skarberget verkehrt, erlitt Schäden an den Bugtüren. Es lief nach Bogenes zur Reparatur. Bereits vor einigen Tagen erlitt sie Maschinenschaden und musste eingeschleppt werden. Bis zur Reparatur wird sie durch die "Rørsund" ersetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.08.2007
Drei Taucher beim Wracktauchen vor England ertrunken
Whitsand Bay, Cornwall, England / UK, 03.08.07 - Binnen weniger Tage kamen vor der englischen Küste
drei Taucher bei Wracktauchgängen ums Leben. Vor Cornwall wurden am 2.8. die Körper
zweier Taucher gefunden, die den Bug der in Whitsand Bay (nähe Plymouth) als künstliches Riff 2004 versenkten Fregatte "
Scylla" untersuchen wollten. Das Paar aus Gloucestershire wurde im Innern des Wracks entdeckt, nachdem eine große Suchaktion ausgelöst worden war, weil sie nicht wieder aufgetaucht und zum Taucherschiff "
Maid Maggie" zurückgekehrt waren.
Rettungsboote,
Yachten,
Kutter und
2 Helikopter der "
Campbeltown" und "
Nottingham" der Royal Navy hatten auf das Mayday der Brixham Coastguard hin eine Suche gestartet. Seit der Versenkung der "Scylla" haben bereits tausende von Tauchern dem Schiff einen Besuch abgestattet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.08.2007
Info: Die Fregatte der Leander Klasse, die 113m lange HMS "
Scylla" (F71) wurde am
27.3.2004 vor der Küste Cornwalls in der Whitsand Bay nach jahrelanger Vorbereitung als künstliches Riff versenkt.
Russischer Trawler sank vor Färöern
Kalbaks Fjord / Färöer, 03.08.07 - Am 2.8. gegen 20 Uhr lief der russische Trawler "
Olshana" (IMO 8422864) vor den Färöern bei Flesjumum im Kalbakssund auf ein markiertes Riff. Ein Versuch des Küstenwachschiffes "
Tjaldrid", ihn freizuschleppen, scheiterte. Auch das dänische Fischereischutzschiff "
Triton" sowie das Inspektionsschiff "
Tjaldrið" der Færøer vermochte nichts auszurichten. Es kam zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum, Öl lief in die See. Zunächst wurde dann ein Teil der 34-köpfigen Besatzung abgeborgen. Später verschlechterte sich die Lage, sodass das 62 Meter lange und 14 Meter breite Schiff gänzlich evakuiert wurde und am Morgen des 3.8. sich immer mehr nach Steuerbord überlegte und dann mit dem Heck voran steil auf 70 Meter Tiefe ging. Die Besatzung wurde in einem Hotel in Torshavn untergebracht. Das Schiff kam aus Kollafirði und hatte 270 Tonnen Gasöl an Bord, die es in Koldefjord gebunkert hatte. 15 Tonnen davon liefen bislang aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.08.2007
Seepolizei evakuiert Passagiere von Bord der MS "Helvetia"
Horgen, Kanton Zürich / Schweiz, 03.08.07 - Am 02.08. abends hat die Seepolizei, nachdem das Zürichseeschiff MS "Helvetia" mit einem Getriebeschaden vor Horgen liegen blieb, die 27 Passagiere auf dem Schiff an Land gebracht. Für die Evakuation musste das Polizeiboot zwei Mal vom Schiff zum Landesteg übersetzen, wie die Kantonspolizei Zürich am Freitag mitteilte. Die MS Helvetia wurde später am Abend von einem anderen Schiff der Zürcher Schiffahrtsgesellschaft (ZSG) abgeschleppt. Nach Angaben der ZSG ist am liegengebliebenen Motorschiff die Kupplung defekt.
Quelle: sda vom 03.08.2007
Hubschrauber rettete gestrandeten Einhandsegler
Lord-Howe-Insel / Australien, 02.08.07 - Am 2.8. wurde ein britischer Einhandsegler von einem australischen Marinehelikopter von seiner
Yacht abgeborgen, die auf dem Elizabeth Riff im Südpazifik gestrandet war. Der Sea Hawk winschte den Mann bei kräftigem Wind und hoher Schwell von dem Riff auf. Er war im September 2006 in London gestartet. Am 1.8. hatte er ein Notsignal gesendet, nachdem sein Boot
185 Kilometer nördlich von Lord-Howe-Insel gescheitert war. Eine Fregatte, die für den Fall eines Misserfolgs der Luftrettung in Marsch gesetzt worden war, brauchte nicht mehr eingreifen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.08.2007
Info: Die
Lord-Howe-Insel ist eine zu Australien gehörende Insel in der Tasmanischen See. Die Lord-Howe-Insel liegt etwa 630 km östlich der Küste des australischen Bundesstaates New South Wales.
Kreuzfahrer rammte Parkpalette in Manhattan
Manhattan, New York / USA, 02.08.07 - Das Kreuzfahrtschiff "
Carnival Victory" rammte am 2.8. um 7.15 Uhr in Manhattan eine Parkpalette auf Pier 92. Das Unglück ereignete sich, als das Schiff mit über 4300 Personen an Bord verlegt wurde. Der 895 Fuß Kreuzfahrer erlitt leichte Schäden am Bug. Die Schäden an der Parkpalette sollen im Rahmen von Routinearbeiten ausgebessert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.08.2007
Rettungsaktion für "Clandara" wird zum Wettlauf gegen die Zeit
Indischer Ozean, 02.08.07 - Nicht vor dem 4.8. werden Hilfskräfte die havarierte Yacht "
Clandara" erreichen, die 1200 Kilometer südöstlich von
Reunion auf dem Weg von Durban nach Australien entmastet wurde und inzwischen auch kein Öl mehr hat. Das Schiff hat inzwischen ein Leck und macht Wasser. Neben einer
französischen Fregatte hält auch ein russischer Frachter auf die in Durban erbaute Yacht zu, die mit drei Südafrikanern und einem Australier an Bord an neue Eigner in Australien abgeliefert werden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.08.2007
Info: Nach einer unbestätigten Meldung am 2.8. soll die Yacht "
Clandara" gesunken und die vierköpfige Besatzung an Bord des Frachters "
Nena M" sein. Der Frachter ist auf dem Weg nach Japan und wird in 17 Tagen dort ankommen. Nach der Meldung handelt es sich um einem liberischen Frachter mit einer 19-köpfigen Besatzung aus der Ukraine.
Wracksuchschiff feiert Geburtstag
Hamburg / DE, 02.08.07 - Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie feiert am 4.8. mit einem Open Ship in Hamburg den
20. Geburtstag seines Wracksuch- und Forschungsschiffes «
Atair». Das Spezialschiff habe bislang rund 229 000 Seemeilen zurückgelegt und 311 zuvor unbekannte Unterwasserhindernisse aufgespürt. Auch der vor einer Woche geborgene Fischkutter «
Hohe Weg» wurde von der «Atair» im November 2006 nach fünftägiger Suche in der Wesermündung unter schwierigen Bedingungen gefunden.
Das Schiff kehrte am 2.8. von der Nachuntersuchung der Wrackstelle nach Hamburg zurück. Die «Atair» kontrollierte in den 20 Jahren seiner bisherigen Laufbahn insgesamt 762 bekannte Wrackpositionen. Dazu zählten die Untersuchungen der 1990 westlich von Sylt gesunkenen und später teilweise abgewrackten Wohnplattform «
West-Gamma», des 1992 vor der Außenweser gesunkenen und später geborgenen RoRo-Frachters «
Seki Rolette», der 1993 östlich von Rügen gesunkenen Fähre «
Jan Heweliusz» und des 1999 in der Nordsee vor der dänischen Küste gesunkenen Küstenmotorschiffes «
Petit Folmer». Wegen Bewegungen von Wracks im Grund kann es immer wieder zu Veränderungen der Wassertiefe darüber kommen, sodass diese regelmäßig geprüft werden.
Die «
Atair» wurde 1986/1987 auf der Kröger-Werft in Rendsburg gebaut und am 3. August 1987 in Dienst gestellt. Sie hat16 Besatzungsmitglieder und Platz für 7 Wissenschaftler. Das Schiff liefert wie auch die anderen vier BSH-Schiffe «
Komet», «
Capella», «
Wega» und «
Deneb» regelmäßig neue topografische Informationen über die nautisch bedeutsamen Veränderungen in Nord- und Ostsee.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.08.2007
Angelschiff sank vor Whittier
Esther Island, Alaska / USA, 02.08.07 - Am 1.8. fing der 40 Fuß lange Kutter "
Johnita" des kanadischen Senators John Cowdery nahe Whittier Feuer und sank. Zwei Fischer auf der 22 Fuß langen "
Live and Learn" retteten ihn und drei weitere Bootsinsassen, nachdem sie Mayday gefunkt hatten. Das Feuer war um 18.40 Uhr ausgebrochen, als das Schiff an der Südwestseite von Esther Island war. Es ging mit starker Rauchentwicklung einher.
Bereits im
Jahr 2000 verlor der Republikaner aus Anchorage ein Sportboot, die 50 Fuß lange "
Johnita II". Sie ging im Winter im Whittier Hafen unter, wurde aber geborgen und repariert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.08.2007
"Alfried Krupp" leistete Amtshilfe bei Großfeuer in Eemshaven
Eemshaven, Provinz Groningen / Niederlande, 01.08.07 - Bei einem Großbrand im niederländischen Eemshaven nahe Groningen leistete der Borkumer Seenotkreuzer "
Alfried Krupp" am 31.7.
Löschhilfe. Sechs große Lagerhallen brannten im Hafen, dunkle Rauchschwaden lagen über dem Industriegebiet, nachdem morgens um 5.30 Uhr das Feuer in dem Hallenkomplex ausgebrochen war. Nachdem es der dortigen Feuerwehr zunächst nicht gelang, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, wurde gegen
10.20 Uhr um Unterstützung durch die Borkumer Seenotretter gebeten. Sofort nach ihrem Eintreffen um 11.16 Uhr übernahm der Seenotkreuzer die Brandbekämpfung von der Seeseite aus. Zur optimalen Positionierung des Schiffes am Einsatzort hatten Schlepper zuvor einen Schwimmponton im Hafen platziert. Die "
Alfried Krupp" mit ihrer besonders leistungsfähigen
Feuerlöschtechnik stellte in dieser Situation ein optimales Einsatzmittel dar. Sie war in der Lage, mit den beiden Löschmonitoren bis zu 33000 Liter Wasser pro Minute über eine Distanz von über 100 Metern in die Flammen zu werfen. Immer wieder mussten auch angrenzende Gebäude gekühlt werden, um ein Übergreifen des Brandes zu verhindern. Die Löscharbeiten dauerten bis zum frühen Abend an. Dabei konnte nicht verhindert werden, dass alle
sechs Lagerhallen bis auf das Fundament niederbrannten. In der Schlussphase des Einsatzes mussten einzelne Brandnester bekämpft werden, um ein Entflammen der auf einem angrenzenden Grundstück gelagerten Textilballen zu verhindern. Gegen 19.00 Uhr wurde der Seenotkreuzer von der Einsatzleitung entlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.08.2007
Kollision auf Main
Offenbach-Kaiserlei, Hessen / DE, 30.07.07 - Am 30.07.2007 gegen 15.15 Uhr stießen auf dem Main, km 39,2 bei Kaiserlei (Stadtgrenze zu Frankfurt am Main) zwei
Binnenschiffe zusammen. Das Heck eines talfahrenden Tankschiffes geriet ins schwojen, sodass ein entgegenkommendes Güterschiff nicht mehr ausweichen konnte. Die Schiffe stießen mit dem Bug zusammen, dabei entstand Sachschaden. Beide Schiffe konnten aber ihre Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen. Die übrige Schifffahrt wurde nicht behindert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.08.2007
Tankmotorschiff fuhr sich zwischen Walluf und Eltville
nach missglücktem Ankermanöver fest
Eltville am Rhein, Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen / DE, 02.08.07 - Am Mittwoch, dem 01.08.2007, gegen 20.00 Uhr fuhr sich ein Tankmotorschiff mit dem Heimathafen: Ludwigshafen zwischen Walluf und Eltville auf dem sog. Galgengrund (einer Untiefe außerhalb der Fahrrinne am rechten Ufer zwischen Eltville und Walluf) fest.
Das Schiff befand sich mit seiner Ladung (Heizöl) auf der Fahrt von Antwerpen nach Hanau.
Der 66 jährige deutsche Schiffsführer wollte mit seinem Tankmotorschiff, oberhalb des Galgengrundes ankern, um dort die Nacht zu verbringen. Da der Anker im Flussgrund nicht hielt, trieb das Tankmotorschiff auf die o.g. Untiefe und kam aus eigener Kraft nicht mehr frei.
Nachdem die Versuche das TMS in der Nacht freizuschleppen nicht glückten, wurden unter strengen Sicherheitsauflagen am heutigen Vormittag 120 t der Ladung in ein anderes Tankmotorschiff umgepumpt. Anschließend kam das havarierte Fzg. frei und konnte die Fahrt nach Hanau fortsetzen.
Am Fahrzeug entstand kein Sachschaden und es kam zu keinem Ladungsaustritt.
Quelle: POL-HBPP vom 02.08.2007
"Unsinkbare" Segelyacht aus 36 Metern Tiefe geborgen
Steckborn, Kanton Thurgau / Schweiz, 02.08.07 - Am 01.08.07 wurde in einer sechsstündigen Bergungsaktion eine gesunkene deutsche Yacht vom Grund des Bodensees bei Steckborn geborgen. Wie der Bote vom Untersee und Rhein schreibt, befand sich die erst rund drei Monate alte Yacht in 36 Metern Tiefe im Bodensee. Gesunken ist die eigentlich als "unsinkbar" geltende Segelyacht wegen eines Gewitters. Seit Freitag, den 20. Juli, lag die 7,30 Meter lange Yacht vom Typ «Majestic 24» am Grund des Untersees. Mit Hilfe von Säcken, die unter Wasser mit Pressluft gefüllt wurden, gelang nun am Mittwoch die Bergung der rund 30.000 Euro teuren Segelyacht. Die Yacht wurde nach der Bergung zum Liegeplatz im Hafen Hornstaad in Deutschland gebracht.
Quelle: shn.ch vom 02.08.2007
Sechs Sportboote in Brand gesetzt
Horsey Mill, Norfolk, England / UK, 01.08.07 - Am 01.08 um 04:50 Uhr sanken drei Boote in Norfolk nach einer Brandstiftung. Ein Halbdecker und zwei kleinere Boote wurden in Horsey Mill in der nähe von Great Yarmouth zerstört. Drei weitere Boote konnten aber mithilfe eines Löschbootes gerettet werden, obwohl sie ebenfalls brannten. Vier Meter des Kais wurden ebenso beschädigt. Trümmer im Wasser riefen die Umweltbehörde auf den Plan. Es wurden Sperren ausgelegt. Ein Fischer hatte die Brandstiftung am frühen Morgen entdeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.08.2007
Motoryacht strandete auf Schelde
Zierikzee, Zeeland, Niederlande, 01.08.07 - Am Abend des 31.7. strandete die Motoryacht "
Prinses" auf einem Damm auf der Ost-Schelde auf Höhe von Zierikzee. Die Versuche der Bergungsfahrzeuge "
Mistral" und "
Zephyrus" von Berge, Stavenisse, scheiterten wegen des rasch fallenden Wassers. Ein weiterer Bergungsversuch sollte am folgenden Tag starten. Bis dahin blieb das Schiff mit in die Luft ragendem Heck und nur wenigen Zentimetern Wasser am Bug liegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.08.2007
Motorkreuzer sank nach Explosion
Maryport Küstenwache, Cumbria, England / UK, 31.07.07 - Am 31.7. geriet das 10,98m lange Motorboot "
Spedeworth" vor Flimby nahe Maryport nach einer Explosion im Maschinenraum in Brand. Das Paar an Bord funkte um 14.30 Uhr Mayday. Das nahestehende Handelsschiff "
Titon Explorer" evakuierte die beiden und brachte sie von dem in Flammen eingehüllten Wrack in Sicherheit. Sie wurden von Maryport mit Schock und Unterkühlung in das Krankenhaus "West Cumberland Hospital" in Whitehaven gebracht. Währenddessen versuchten die
Rettungsboote aus Silloth Workington das Feuer zu bekämpfen. Bei einem Versuch, den Motorkreuzer in flaches Wasser zu schleppen, während das Workington-Boot es zu lenzen versuchte, sank er eine Viertelmeile vor der Küste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.08.2007
Hilfsaktion für entmastete Yacht
Indischer Ozean, 31.07.07 - Die südafrikanische Yacht "
Clandara" wurde bei einem Sturm im Indischen Ozean 1200 Kilometer südöstlich von Reunion entmastet. Das 45 Fuß lange Boot war unterwegs von Durban nah Australien, als es in den Sturm geriet. An Bord waren vier Mann Crew. Es wurde versucht, mit Motorhilfe Mauritius zu erreichen, doch dabei ging das Öl aus, sodass die Crew Notrufe aussandte. Ein französisches Kriegsschiff lief aus Reunion zur Assistenz aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.08.2007
Update: 01.08.07 - Ein russisches
Handelsschiff ist unterwegs um die vier Männer vom Katamaran "
Clandara" zu retten, berichtete die SABC am Mittwoch. Das russische Schiff wird voraussichtlich Donnerstag Morgen die Verunglückten erreichen. An Bord der "Clandara" befinden sich drei Südafrikaner und ein Australier.
Info:
SABC = South African Broadcasting Corporation, ist die öffentliche Radio- und Medienanstalt von Südafrika.
Endet "MSC Napoli" an "Titanic"-Geburtsstätte?
Branscombe Bay, Devon, England / UK, 31.07.07 - Es gibt Anzeichen, dass das Vorschiff der "
MSC Napoli", das weiterhin vor Lyme Bay verankert liegt, bei
Harland & Wolff in Belfast, wo einst die "
Titanic" erbaut wurde, verschrottet werden soll. Wenn es dort eingetroffen ist, sollen Verwertungsteams die umweltfreundlichste Weise des Recyclings herausfinden. Der Bug liegt seit der Lossprengung vom Achterschiff vor Anker. Berger waren an Bord und haben ein Schlepprigg installiert. Schlechtes Wetter hatte weitere Arbeiten verhindert. Die Verschrottung des Achterschiffes wurde inzwischen ausgeschrieben. Kleine Ölmengen sind in den vergangenen Tagen aus beiden Schiffssektionen ausgetreten. Ölfilme wurden vor Beer Head, Dorset, Charmouth, Westbay, Seaton sowie Branscombe gesichtet und werden nach Möglichkeit beseitigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.08.2007
Mindestens 28 Tote bei Bootsunglück in Indien
Lakhnau, Bundesstaates Uttar Pradesh / Indien, 01.08.07 - Beim Kentern eines
Bootes, das Menschen aus einem Überflutungsgebiet evakuierte, kamen nahe des nordindischen Ortes Maharajganj, Uttar Pradesh
mindestens 28 Menschen ums Leben. 45 Menschen konnten sich schwimmend ans Ufer des Roshin River in Sicherheit bringen. Das Boot war umgeschlagen, als 50-55 Menschen versuchten, auf das im Dorf Harkpura ankernde Schiff zu gelangen. Die Suche durch Taucher und Polizei dauerte an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.08.2007
Segelboot im Kattegat gekentert
Sjællands Odde, Sjælland / Dänemark, 01.08.07 - JRCC Dänemark erhielt am 01.08., nachmittags eine Meldung, dass ein Segelboot mit 3 Personen im südlichen Kattegat gekentert war. JRCC alamierte daraufhin ein Rettungshubschrauber von der Luftwaffe. Die drei Personen wurden von einem Kutter gerettet.
Quelle: JRCC Dänemark vom 01.08.2007
Totalverlust von "Robertson II" bestätigt
Saturna Island, British Columbia / Canada, 01.08.2007 -
Der Eigner des vor einem Monat gestrandeten Schoners "
Robertson II" hat nun bestätigt: Das letzte Kapitel über die "
Robbie" ist geschrieben. Beim Aufschwimmen zeigte sich, dass der Rumpf erheblich beschädigt war. Das Abbringen vom Riff verursachte weiteren Schaden. So wurde ihr erlaubt, ihren letzten Ruheplatz anzusteuern. Alle, die mit ihr in Kontakt waren, werden sie vermissen. Aber hoffentlich werden Taucher in der Lage sein, sie zu erforschen."
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.08.2007
Yachtcrew rettete Bewusstlosen aus der See
Isle of Wight, England / UK, 01.08.07 - Um 14.20 Uhr des 31.7. wurde die Solent Coastguard von der 33-Fuß-Yacht "
Timolisa" kontaktiert, nachdem sie einen
72-jähirgen aus dem Wasser gerettet hatte. Das Boot war auf einem mehrtägigen Törn, als die Crew 1,3 Meilen westlich der Hafeneinfahrt von Cowes, Isle of Wight einen Mann entdeckte, der mit dem Gesicht im Wasser trieb. Nachdem die Küstenwache verständigt war, sprang ein Segler ins Wasser und barg den Treibenden über die Schwimmplattform am Heck der Yacht. Es stellte sich später heraus, dass der Mann mit einem
Speedboot unterwegs gewesen war, dass nach einer Beschädigung am Heck rasch gesunken war. Die Solent Coastguard alarmierte das Bembridge Coastguard Rescue Team, schickte einen Hubschrauber und verständigte eine Ambulanz auf der Isle of Wight. Da die Retter auf der Yacht von der Aktion erschöpft waren, assistierte der Kutter "
Provider" als Plattform für den Hubschrauber bei der Bergung des Mannes. In einem Krankenhaus auf der Isle of Wight erholte er sich nach seiner Wiederbelebung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.08.2007
Frachter saß vor Perth fest
Perth, Schottland / UK, 01.08.07 - Auf dem Fluss Tay bei Perth lief am 31.7. der unter Malta-Flagge laufende, 90 Meter lange Frachter "
Baltiyskiy 201" gegen 5 Uhr auf Grund. Als er in den schottischen Hafen einlaufen wollte, kam er vom Kurs ab und strandete auf einer Sandbank nur wenige Meter vom Hafen entfernt. Bei Flut kam das Schiff wieder frei. Erste Untersuchungen ergaben, dass es die Havarie wohl ohne Schäden an Rumpf und Holzladung überstanden hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.08.2007
Autotransporter drohte vor Südafrika zu stranden
Südafrika, 31.07.07 - Der unter Singapur-Flagge registrierte Autotransporter "
Tigris Leader", 30572 BRZ, von LYK erlitt in der Nacht zum 30.7. vor der Halbinsel von Kapstadt Maschinenausfall. Das Schiff begann auf die Felsküste zwischen Camps Bay und Llandudno zuzutreiben und sandte Notrufe aus. Glücklicherweise war die "
Smit Amandla" von SMIT Amandla Marine auf Standby in Kapstadt. Binnen 20 Minuten war sie auf See und nahm mit voller Kraft Kurs auf den Havaristen, der wenige Meilen vor der Küste trieb. Als eine Schlepptrosse übergeben werden konnte, trennten nur noch einige hundert Meter das Schiff von der Felsküste.
Die ehemalige "
John Ross" sicherte den Carrier auf einer Seeposition. Am 31.7. verblieb der Autotransporter, der 3,150 Pkw zu transportieren vermag, vor der Küste, während versucht wurde, die Maschine zu reparieren. Eigentlich wurde das Schiff am 2.8. in Durban erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.08.2007
Motoryacht strandete auf eine Steinböschung
Bremen-Nord, Weser in Höhe Farge/Rekum, 30. Juli 2007, 16.00 Uhr - Besonderes Pech hatte der Skipper eines Sportbootes, als die Maschine seines Fahrzeugs am Montagnachmittag ausfiel. Das Boot trieb bei Hochwasser auf eine Steinböschung und liegt dort immer noch - mangels Hochwasser.
Die Maschine der neun Meter langen "Rainbow" hatte zunächst Probleme bereitet und war dann in Höhe des Bunkers Farge (Weserkilometer 28) gänzlich ausgefallen. Das Stahlschiff trieb dann bei starkem Wind in den alten Huntearm, das sog. "Rekumer Loch". Der Versuch, das Boot mittels Anker zu fixieren misslang, und so trieb die "Rainbow" auf
eine Steinböschung, um dann bei Ebbstrom trocken zu fallen. Die Motoryacht wurde durch den 55-jährigen Schiffseigner mit Leinen an der Böschung gesichert. Da das Hochwasser zur Vorfallszeit ca. 1,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser ausgefallen war, gelang es bei einem nächtlichen Bergungsversuch mit dem nachfolgenden Hochwasser nicht, das Boot frei zu bekommen: Dieses Hochwasser war nur 0,75 Meter höher als das mittlere Hochwasser! Eindeutig zu wenig.
Zur Zeit wird geprüft, ob ein Kran von der Landseite das Boot bergen kann. Ansonsten wird der Schiffsführer wohl das nächste Hochwasser mit mindestens 1,5 Meter über Normalhochwasser abwarten müssen, um weitere Bergungsversuche starten zu können. Der Sachschaden an dem Stahlboot hält sich in Grenzen.
Quelle: Polizei Bremen vom 01.08.2007
Die Angaben sind ohne Gewähr