S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
Juni 2 0 0 7 .
. |
|
optimiert für 1280 x 1024
letzte Änderung: 30. Juni 2007
"Pasha Bulker"- Bergung erneut verschoben
Newcastle / Australien, 30.06.07 - Die Bergungsversuche für die "
Pasha Bulker" vor Newcastle wurden weitere 24 Stunden verschoben. Die Tageslichtstunden reichten nicht aus, die Schlepper sicher neu zu positionieren. Am
1.7. soll ein neuer Versuch bei Hochwasser um 21 Uhr starten. Svitzer Salvage ersetzte am 30.6. das gebrochene Ankerkabel,. Die "
Keera" sollte im Tagesverlauf eine Verbindung aufbauen, die "
Pacific Responder" am Morgen des 1.7. Die täglichen Kosten belaufen sich auf 200,000 bis 300,000 Dollar pro Tag.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.06.2007
Barge in Gedenken an Taucher versenkt
Panama City, Florida / USA, 30.06.07 - Am 29.6. wurde zu Ehren des altgedienten Tauchers
Richard "Mac" McCullen's eine
Barge in St. Andrew Bay versenkt. Vier Jahre nach seinem Tod wurde sie als künstliches Riff 12 Meilen vor der Küste versenkt. Die Marine hatte das Schiff dem Panama City Marine Institute gestiftet. Es war zuvor zu Trainingszwecken von Bergungen jährlich versenkt und geborgen worden. Es liegt nun in 97 Fuß Tiefe und wurde mit einer Granitplakette versehen, die es als
"Mac's Reef" bezeichnet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.06.2007
Fähre rammte Kaimauer
Messina, Sizilien / Italien, 29.06.07 - Die Fähre "
Laurana" von Siremar rammte auf dem Weg nach Nepael eine Kaimauer im Hafen von der Insel Panarea. Die 130 Passagiere blieben unversehrt, als das Schiff beim Aufstoppen beim Einlaufen außer Kontrolle kam und mit dem Kai kollidierte. Schiff wie Hafenmauer wurden beschädigt. Die "Laurana" erlitt einen 90 Zentimeter langen Riss am Heck und musste die Reise unterbrechen. Die Fähre "
Isola di Stromboli" sollte die Gestrandeten am 30.6. nach Neapel bringen. Die beschädigte Fähre verließ derweil Panarea zur Reparatur. Bereits zuvor hatte sie Maschinenprobleme gehabt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.06.2007
Info: Die
Insel Panarea liegt im Tyrrhenischen Meer vor der Nordküste Siziliens. Sie gehört zu den Liparischen Inseln und hat eine Fläche von 3,4 km²
Gesunkenes Wohnschiff "Andrea" wird gehoben
Duisburg, Nordrhein-Westfalen, 29. 06.2007 - Das im Duisburger Innenhafen in Höhe des Pet-Marktes an der Schifferstraße gesunkene Wohnschiff "
Andrea" wird am Samstagmorgen, 30. Juni 2007, gehoben. Zu diesem Zweck kommt ein Schwimmkran zum Einsatz. Der Schiffsverkehr bis zum Holzhafen wird bis zum Beginn der Bergung nicht beeinträchtigt. Mit Beginn der Arbeiten gegen 7 Uhr wird die Zufahrt zur Marina und zum Holzhafen für die Schiffahrt gesperrt. Auch in Gegenrichtung wird eine Durchfahrt mit Wasserfahrzeugen nicht möglich sein. Wie lange die Bergungsarbeiten dauern werden, lässt sich nicht vorhersagen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.06.2007
Fahrgastschiff rammt Frachter
Essing, Landkreis Kelheim, Bayern / DE, 29.06.07 - Am Nachmittag des 28.6. fuhr ein gehöriger Schreck 80 Passagieren eines Kelheimer
Fahrgastschiffes in die Glieder, als ihr Schiff auf dem Main-Donau-Kanal bei Essing mit einem belgischen
Frachter kollidierte. Der deutsche Kapitän hatte gegen 17.30 Uhr aufgrund eines technischen
Defekts des Backbordruders kurzeitig die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Sein Schiff war dabei ins Gegenfahrwasser geraten und mit einem entgegenkommenden belgischen Gütermotorschiff frontal zusammengestoßen. Der Kapitän des Frachters konnte auch durch ein Notmanöver die Kollision nicht mehr verhindern. Die beiden Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt, der Gesamtschaden beträgt ca. 15 000 Euro. Die Wasserschutzpolizei Beilngries legte das Fahrgastschiff wegen des teilweisen Ausfalls der Ruderanlage still und beauftragte die Schiffsuntersuchungskommission (SUK) mit der Untersuchung der Unfallursache. Der belgische Frachter konnte seine Reise fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.06.2007
Feuer auf Forschungsschiff der Royal Navy
Plymouth, England / UK, 29.06.07 - Ein Besatzungsmitglied un ein Besucher des Forschungsschiffes HMS "
Echo" wurden vor der englischen Südwestküste bei einem
Brand verletzt. Die beiden wurden aus der Luft abgeborgen und in ein Hospital in Plymouth gebracht. Der Zwischenfall ereignete sich am 29.6. vor Rame Head. Nach dem Brand in einer Schalttafel hatte das Schiff Maschinenausfall und musste in die Base in Devonport geschleppt werden. HMS "Echo" war auf dem Weg zu einer Routineinstandsetzung in Falmouth. Es war nach langem Einsatz vor Arbaien und im Indischen Ozean und der Südchinesischen See gerade zurückgekehrt. Es hat 72 Mann Besatzung und wurde 2003 in Appledore in Norddevon erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.06.2007
Bergungsexperten an "DENDEN"-Wrack
Mangalore, Karnataka, Indien, 29.06.07 - Vier
Bergungsexperten, davon 2 Holländer, trafen an der Untergangsstelle der "
DenDen" vor Tannirbavi nahe Panambur ein, um Bergungsmöglichkeiten zu prüfen. Sie sollen die Ladung und den Diesel entweder von Land oder von See her leichtern. Weißer Schaum an der Untergangsstelle stammte aber nicht davon, sondern eventuell aus der Kombüse des Frachters. Es sei harmlos. Die Leichen von drei ertrunkenen Seeleuten wurden mittlerweile nach Eritrea gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.06.2007
Blitz beschädigte Schiff
Pictou, Nova Scotia / Canada, 29.06.07 - Das Museumsschiff "
Hector" am Pictou Heritage Quay in Pictou wurde am Morgen des 28.6. vom
Blitz getroffen. Dabei wurden alle drei Teile des Hauptmastes zersplittert. Der Museumskai wurde geschlossen. Glücklicherweise brach kein Feuer aus, so blieb der Schaden begrenzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.06.2007
Fähre rammte Mole in Hanstholm
Hanstholm, Amtsbezirk Viborg / Dänemark, 28.06.07 - Die norwegische Fjord Line Fähre "
Atlantic Traveller" ist am Morgen des 28.6. auf die östliche
Pier im Hafen Hanstholm aufgelaufen. Die Kollision verursachte einen
Riss von ca.
4-5 Meter Länge in der Außenwand oberhalb der Wasserlinie an der vorderen Steuerbord-Seite. Die Fähre kehrte sofort an die Anlegestelle in Hanstholm zurück. Alle Passagiere wurden informiert und konnten die Fähre verlassen. Inspektoren von Det Norske Veritas haben am Morgen in Zusammenarbeit mit der Reederei mit der Untersuchung des Schadens begonnen. Einige der wasserdichten Luftkammern müssen ausgetauscht werden und etwa 15 m² Stahl muss ausgebessert und ausgetauscht werden. Die Reparatur wird voraussichtlich 7 Tage in Anspruch nehmen, und wird in Hanstholm durchgeführt. Alle Abfahrten bis zum 4. Juli mussten abgesagt werden. Ursache der Kollision waren orkanartige Windboen, die das Schiff gegen die Mole gedrückt haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.06.2007
Versenkte Spionageschiff französischen Trawler?
Quimper, Bretagne, Frankreich, 28.06.07 - Das Mysterium des Todes von
5 französischen Fischern vor 3 Jahren wurde vergrößert, als ein Untersuchungsrichter sagte, dass ihr Schiff wohl von einem
Spionage-U-Boot bei einer NATO-Übung versenkt wurde. Dies sei eine Sackgasse in dem, was ohnehin mit einer Mauer des Schweigens umgeben war, die Frankreich, England und andere NATO-Staaten errichteten. Der Trawler "
Bugaled Breizh" sank im Januar 2004 vor Cornwall. Wahrscheinlich wurde er von einer Trosse, die sich an einem U-Boot verfing, unter Wasser gezogen. Es gilt als sicher, dass es sich um kein an der Übung teilnehmendes britisches oder holländisches Boot handelte. Da zunächst beschuldigte HMS "
Turbulent" lag zum Unglückszeitpunkt in Devonport, und HMS "
Torbay" war 100 Meilen, die holländische "
Dolfinj", war 9 Meilen entfernt. Damit war kein NATO-Schiff im Unglücksgebiet, also musste es sich um ein unbekanntes U-Boot gehandelt haben. Dieses ausfindig zu machen dürfte nicht möglich sein. Dies sehen auch die Angehörigen der Toten so.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.06.2007
Doppelstrandung vor der Küste von Porbandar
Porbandar, Gujarat / Indien, 27.06.07 - Vor Porbandar strandeten
zwei Frachter. Jeder hat rund 300 Kubikmeter Öl an Bord, eine Ölverschmutzung drohte. Die "
Arcadia Progress" und "
Shujaa 3" sollen vor einer Bergung geleichtert werden. Die Eigner der Arcadia Ship Private Limited und Agenten der "Shujaa 3" trafen am 27.6. mit Vertretern der Küstenwache zusammen. Die "Shujaa 3" hat 365 Tonnen und die "Arcadia Progress" 265 Tonnen Öl an Bord. Es wurde zunächst begonnen, diese in höher gelegene Tanks zu pumpen. Am 26.6. weigerte sich die Crew der "Arcadia Progress" noch, von Bord zu gehen, doch am 27.6. wurde begonnen, die 23 Mann aus der Luft abzubergen, nachdem ein Teil Evakuierungsbereitschaft gezeigt hatte. Die 29 Mann Crew der "Shujaa 3" erreichten den Strand am 26.6. in einem kleinen Boot.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.06.2007
Schiffsunfall auf der Weser
Maschinenausfall durch Softwareprobleme
Bremen / DE, 29.06.07 - Heute früh, ca. 08:05 Uhr, trieb das unter niederländischer Flagge fahrende Frachtschiff MS "NAVITAS" nach einem Maschinenausfall auf die Uferböschung - in Höhe Weser-Kilometer elf rechtes Weserufer. Es kam aufgrund der Ebbströmung frei und führte anschließend eine Notankerung durch.
Das 111 Meter lange, mit 6000 Tonnen Hüttensand beladene Schiff hatte kurz vorher den Bremer Industriehafen mit Fahrtziel Frankreich verlassen. Ein Zementfrachter, der ebenfalls in diesem Bereich mit Ladetätigkeiten beschäftigt war, wurde in einer Entfernung von ca. 50 Meter passiert. Gegen 08:45 Uhr bugsierten zwei Schlepper das manövrierunfähige Schiff in den Europahafen. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Maschinenausfall auf Softwareprobleme zurückzuführen ist. Es wurde ein Auslaufverbot bis zur Klassenbestätigung ausgesprochen. Die Ermittlungen durch die Wasserschutzpolizei dauern an.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 29.06.2007
2. Bergungsversuch des Frachters "Pasha Bulker" abgebrochen
Newcastle / Australien, 29.06.07 - Der nächste Bergungsversuch für die "
Pasha Bulker" soll am Abend des 30.6. stattfinden. Im ersten Anlauf waren
drei Anker gebrochen. Um 7 Uhr morgens des 29.6. brach mit explosionsartigem Knall die
Trosse zum Schlepper "
Pacific Responder", ein halbe Stunde später auch eine
Trosse zu einem der ausgelegten Anker. Zuvor war bereits die Verbindung zur "
Keera" gebrochen. Nun ist nur noch die "
Woona" mit dem Bulker verbunden. Bis zum Hochwasser, das 1,9 Meter hoch um 20.13 Uhr des 30.6. auflaufen soll, sollen die gebrochenen Verbindungen wiederhergestellt werden. Der in der Brandung aufstoßende Frachter soll bis dahin wieder mit Ballastwasser stabilisiert werden. In Newcastle wird stürmisches Wetter erwartet.
Insgesamt wurde im 1. Anlauf das Schiff
neun Grad gedreht. Der Seeanker wurde zur Untersuchung von der "Pacific Responder" in den Hafen gebracht. Deren Trosse soll am 30.6. mithilfe eines Helikotpers wieder verlegt werden. Die "Keera" soll bereits am 29.6 . wieder festmachen.
Im Rumpf des Frachters ist ein
Leck entstanden, dessen Größe aber unbekannt ist. Die Bergungsarbeiten können sich noch länger hinziehen. Das günstige Gezeitenfenster ist noch bis zum 4.7. offen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.06.2007
Frachter rammte Brücke
Drammen, Buskerud, Norwegen, 29.06.07 - Am Vormittag des 28.6. kollidierte das Kümo "
Linn Kristin", 597 BRZ (IMO Nr. 5048083), mit einer Straßenbrücke im norwegischen Drammen. Dabei wurde der Vormast des Schiffes abgeknickt. Die 53,22 m lange "Linn Kristin" lief nach Drammen ein, wo technische Untersuchungen und eine Vernehmung der Crew gestartet wurden. Die 1962 erbaute "Linn Kristin" (ex
Bonn) war erst wenige Tage zuvor in Svelvik auf Grund gelaufen. Sie gehört der Chainco AS.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.06.2007
Yachten vor England in Seenot
England / UK, 28.06.07 - Vor England kam am 28.6. es zu mehreren Yachtunfällen. Die "
Ralhala" kollidierte am Morgen des 28.6. mit dem Frachter "The Indempendent" vor Cornwall nahe der Lizard Halbinsel. Die Küstenwache schickte ein Boot aus Falmouth, dass den Skipper der Yacht unversehrt ausmachte. Die "Ralhala" wurde nur leicht beschädigt.
Isle of Man / UK, 28.06.07 - Bei 8 Bf geriet gegen in der irischen See die 33 Fuß lange Yacht "
Sirius" auf dem Weg vom Mull of Galloway nach Holyhead gegen 16.15 in Schwierigkeiten. Das RNLI-Boot aus Peel (Isle of Man) schleppte die vier Meilen vor der Küste treibende Yacht nach Peel ein.
Isle of Man / UK, 28.06.07 - In einer hohen
Welle wurde gegen 17.50 Uhr eine
Frau auf einer Yacht
15 Meilen südwestlich der Isle of Man bewusstlos geschlagen. Das
RNLI-Boot aus Port St. Mary und ein
Rettungshubschrauber kamen dem Boot zu Hilfe. Die 50-jährige wurde vom Rettungsboot abgeborgen und anschließend vom Helikopter aufgewinscht und ins Hospital auf der Isle of Man geflogen. Das Port St Mary-Rettungsboot setzte dann einen Rettungsmann auf die Yacht über, damit er gemeinsam mit der verbliebenen Crew das Boot in den Hafen bringen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.06.2007
Sportboot vor Portsmouth gerettet
Portsmouth, New Hampshire / USA, 28.06.07 - Am 28.6. um 12.30 rettete die US Coast Guard zwei Personen von dem sinkenden, 23 Fuß langen Bayliner-Sportboot "
Swamp Yankee". Dieses war in der Einfahrt von Portsmouth leckgeschlagen. Ein
25-Fuß-Rettungsboot lief aus und war um 11.20 Uhr vor Ort. Es barg die beiden Männer ab und begann das Boot zu lenzen. Auch ein
Feuerlöschboot kam zu Hilfe. So konnte die "Swamp Yankee" über Wasser gehalten und in die Pierces Island Marina eineinhalb Meilen nördlich von New Castle eingeschleppt werden. Als das Boot aus dem Wasser gezogen worden war, wurde ein Riss im Heck als Verursacher des Wassereinbruchs ausgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.06.2007
Mehrzweckversorger "Athena" gesunken
Pointe-Noire, Kongo, 28.06.07 - Der am 27.6. um 5.25 Uhr in Schwierigkeiten geraten Versorger "
Athena" der Bourbbon Flotte ist gesunken. Das Schiff hatte Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten, als es 15 Meilen vor der kongolesischen Küste stand zwischen den Ölfeldern von Likouala and East Tchibouela. Die 26 Crewmitglieder und 37 Techniker waren vorsorglich evakuiert und das Schiff von der "
Achille" in Schlepp genommen worden. Vor Pointe-Noire sollte das Schiff gelenzt und dann in ein Trockendock gebracht werden. Wegen schlechter Wetterbedingungen mussten die Arbeiten am Schiff in der Nacht zum 28.6. gestoppt werden. Das Schiff sank daraufhin auf
10-15 Meter Wassertiefe und entwickelte über 50 Grad Schlagseite. Smit Salvage wurde unter Kontrakt genommen, das Schiff zu bergen. Die Arbeiten wurden bereits eingeleitet. Eine Untersuchung des Unglücks wurde angeordnet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.06.2007
"Atlantic Seahunter" liegt auf der Seite
Kaohsiung / Taiwan - Nur noch die Steuerbordseite des 80m langen Trawlers "
Atlantic Seahunter" ragte aus dem Wasser, nachdem sich das im
Rohbau befindliche Schiff des Clearwater Seafoods Income Fund auf dem Weg von der Bauwerft zu einem nahen Trockendock in Taiwan 90 Grad auf die Seite legte. Das Wrack wurde von einem Ölschlängel umgeben. Das Schiff sollte ursprünglich Ende des Jahres an die Eigner in Halifax (Canada) abgeliefert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.06.2007
Hotelschiff MS "Mona Lisa" blockierte Elbe
Dresden, Sachsen / DE, 28.06.07 - Am 28.06.07 gegen 03:30 Uhr erhielt die Wasserschutzpolizei die Information, dass sich das 82 m lange Hotelschiff MS "Mona Lisa" auf der Elbe bei Dresden festgefahren hat. Ort des Geschehens war die Marienbrücke in Dresden. Es gab keine Verletzten und auch eine Evakuierung der Fahrgäste war nicht erforderlich. Auf Grund der Blockierung auf der Elbe wurde eine Schifffahrtssperre verhängt. Gegen 07:30 Uhr gelang es dem Schlepper "Saxonia" das Hotelschiff ins Fahrwasser zu ziehen.. Das Hotelschiff "Mona Lisa" befindet sich jetzt an der Anlegestelle Dresden. Die Schifffahrtssperre auf der Elbe wurde aufgehoben. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: Pressestelle Landespolizeidirektion Zentrale Dienste Dresden vom 28.06.2007
"Alexander von Humboldt" rettete Yacht-Crew im Sturm
Ostsee, 28.06.07 - In der Nacht zum 28.6. rettete die Crew des Dreimasters "
Alexander von Humboldt" gegen 2 Uhr morgens die Crew der polnischen Yacht "
Bloom", die in russischen Gewässern bei bis zu 11 Beaufort in Seenot geraten war. Die im Sturm schwer beschädigte Yacht ging nach der Evakuierung auf Drift. Die "Alexander von Humboldt" setzte ihre Reise nach Gdansk (Danzig) mit der geretteten Besatzung fort. Sie wird hier gegen Mitternacht erwartet. Die "Alexander von Humboldt" hatte zuvor gerade an der Kieler Woche teilgenommen und war Teilnehmerin einer Windjammerparade in diesem Rahmen am vergangenen Wochenende.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.06.2007
Vorwürfe gegen Kapitän der "Kloar Kimming" nach Sturmfahrt
Bremerhaven, Bremen / DE, 28.06.07 - Die Wasserschutzpolizei ermittelt nach der Sturmfahrt vom 26.6. wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen
Kapitän Gessert von der "
Kloar Kimming" . Es geht darum, ob er wegen seiner besonderen Verantwortung für seine 275 Passagiere Helgoland überhaupt verlassen durfte. "Für Schiff und Passagiere
bestand zu keiner Zeit Gefahr", sagte Reedereisprecherin Birte Dettmers am 27.6. Der Kapitän sei auf der Rückfahrt vom Wetter mit orkanartigen Sturmböen überrascht worden, der Sturm erst für den Abend angekündigt gewesen. Gessert, der seit 21 Jahren zwischen Helgoland und dem Festland wollte vor dem schlechten Wetter herfahren. Mehrere Passagiere erheben indes
schwere Vorwürfe gegen die Förde-Reederei Seetouristik (FRS) und haben Anwälte eingeschaltet. Die Seeberufsgenossenschaft inspizierte derweil das Schiff in Bremerhaven und hatte keine Einwände gegen ein Auslaufen, wenn die eingedrückte Scheibe an Steuerbord repariert ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.06.2007
Hochseeschlepper "Oceanic" barg Kutter vor Borkum
Borkum, Ostfriesische Insel, Niedersachsen / DE, 28.06.07 - Am Abend des 26.6. geriet der deutsche Fischkutter "
Mare Librium", Heimathafen Sassnitz-Rügen, mit schwerem Ruderschaden vor Holland in Seenot. Mit ausgefallener Maschine trieb das Schiff 28 Seemeilen nördlich von Schiermonnikoog. Der Hochseeschlepper "
Oceanic", der auf Position bei Langeoog lag. wurde um Hilfe gebeten. Die deutsche Seenotleitung (MRCC) in Bremen beorderte außerdem den deutschen Seenotrettungskreuzer "
Alfried Krupp" der Station Borkum zum Havaristen. Die Entfernung betrug rund 42 Seemeilen. Der Kreuzer lief sofort aus und benötigte bei grober See und bei zeitweise sieben Metern Wellenhöhe drei Stunden bis zur Kutterposition. Dort befanden sich jetzt auch das holländische Rettungsboot "
Koning Willem I" sowie
zwei holländische Hubschrauber, die daraufhin entlassen werden konnten. Um sechs Uhr des 27.6. gelang es der "Oceanic", eine Schleppverbindung zum Havaristen herzustellen. Der Konvoi nahm Kurs auf Borkum, wo er am späten Mittwoch Vormittag vor dem Südstrand eintraf. Vor Borkum hat die "Oceanic" dem Emder Schlepper "Finn" den Kutter übergeben. Die "Alfried Krupp" lief gegen 13.30 Uhr wieder ein, der deutsche Hochseeschlepper liegt wieder auf Seeposition.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.06.2007
Erster Bergungsversuch für "Pasha Bulker" gestartet
Newcastle / Australien, 28.06.07 - Um 17 Uhr ostaustralischer Zeit begann am 28.6. das Lenzen von Ballastwasser aus der gestrandeten "
Pasha Bulker". Damit ist die Bergung in ihrer "heißen Phase", ein Abschleppversuch sollte um 19 Uhr starten.
Erster Bergungsversuch an "Pasha Bulker" gescheitert
Die Bergung des Bulkcarriers "
Pasha Bulker" musste vor Nobby Beach in Newcastle unterbrochen werden, nachdem eine
Stahltrosse brach. Die "
Keera", einer der drei am Schiff festgemachten Schlepper, war am Bug festgemacht. Als sie versuchte, ihn herumzuziehen, riss die Trosse. Die anderen beiden Schlepptrossen und die drei ausgelegten Anker blieben intakt. Nach dem Fehlschlag verließ die "Keera" die Szene. Mittlerweile sinkt der Wasserstand wieder, sodass ein erneuter Bergungsversuch erst am
29.6. stattfinden dürfte. Die Bergungsarbeiten fanden bei kräftigem Wind und starkem Regen statt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.06.2007
Yacht sank nach Brand
Boston, Massachusetts / USA, 27.06.07 - Am 27.6. geriet nahe Plum Island, Massachussetts, ein 33 Fuß langes
Segelboot in Brand. Der Skipper aus Seabrook alarmierte die Küstenwache um 12.45 Uhr und gab an, das Boot aufgeben zu müssen. Die Station Merrimack River entsandte sofort ein
25- und ein 47-Fuß-Rettungsboot. Noch vor deren Eintreffen barg ein
19-Fuß-Motorboot den Schiffbrüchigen. Um 13.05 Uhr wurde er auf ein Küstenwachboot übergesetzt und zur Station Merrimack River gebracht. Er war unverletzt. Das Boot sank in 33 Fuß Wassertiefe. An der Untergangsstelle entstand ein 50x50 Fuß großes Trümmerfeld mit leichtem Ölfilm.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.06.2007
Dramatische Evakuierung von russischem Katamaran
Skurup, Skåne, Sweden, 27.06.07 - Gegen 17 Uhr trafen die 7 Geretteten des russischen Katamarans "
Taurus II" an Bord eines Helikopters auf dem Flugplatz Skurup ein. Ihr Boot hatte um 12.40 Uhr im Sturm 10 Meilen südwestlich des schwedischen Hafens Ystad Notsignale gesendet, nachdem das Ruder ausgefallen war. Der Wind blies zu dieser Zeit mit 22 Metern pro Sekunde, die Wellen waren 6-8 Meter hoch. Das 12 Meter lange Seenotrettungsboot "
Sjömanshuset" lief aus Ystad aus, musste aber später wegen zu schwerer See abdrehen. Um 13.38 war ein
Hubschrauber aus Ronneby über dem Schiff und begann mit dem Aufwinschen von dessen Crew. Um 14.22 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen. Auch ein dänischer
Hubschrauber aus Bornholm war im Einsatz. Unter den Geretteten waren drei Russen und ein Este. Wegen des treibenden Bootes wurde eine Navigationswarnung herausgegeben. Das Rettungsboot "
Gad Rausing" aus Skillinge wollte versuchen, es auf den Haken zu nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.06.2007
Wrackrest kommt ins Museum
Charlottetown, Prince Edward Island, Canada, 27.06.07 - Ein
Wrackteil, das in diesem Frühjahr auf dem Strand von
French River (Provincial Park, Ontario, Canada) aufgefunden wurde, soll nun ein wichtiger Bestandteil des P.E.I.'s Shipbuilding Museum in Green Park werden. Die Museum and Heritage Foundation hat ein großes Floss gebaut, auf dem die 2 Tonnen schwere Rumpfsektion zum Strand nahe des Museums verbracht werden soll. Hier wird ein Kran sie auf Land heben. Der Direktor der Stiftung, David Keenlyside, nimmt an, dass es sich um einen Überrest eines um
1850 erbauten Schiffes handelt. Er hofft, den Transport des empfindlichen, rund 10 Metrer langen Fragments in dieser Woche durchführen zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.06.2007
Wrackrest kommt in den Schmelzofen
Ocean Shores, Grays Harbor, Washington / USA, 27.06.07 - Bergungscrew sind derzeit damit beschäftigt, die letzten Reste des Fahrgastschiffes "
Catala" nahe Ocean Shores, Washington, zu zerschneiden, das dort seit dem 1.1.1965 liegt. Im vergangenen
Frühjahr hatten Strandgänger entdeckt, dass Öl aus den ansonsten vergessenen und versandeten Resten des 230 Fuß langen Wracks austrat. Daraufhin wurde die komplette Entfernung der Hulk beschlossen, die in einigen Wochen abgeschlossen sein soll. 32000 Gallonen Öl wurden aus den Tanks entfernt. Außerdem kamen zwei Lasterladungen Asbest zusammen. Die Räumungsarbeiten werden 6 Millionen Dollar kosten. Teile des Rumpfes sollen recycelt werden.Die "Catala" wurde
1925 erbaut.
1962 diente sie als Hotel für die Seattle Worlds Fair. Dann riss es sich aber von den Moorings in Ocean Shores los und endete auf dem Strand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.06.2007
Container gingen im Sturm über Bord
Arabisches Meer (Arabian Sea) - In einem zwischen dem
16. und 19 Juni wütenden Sturm in der Arabischen See mit Wellenhöhen bis zu 10 Metern aus verschieden Richtungen verlor der in Trieste, Italien beheimatete, 238,9 Meter lange und 32,3 Meter lange 3450-TEU-Containerfrachter "
Ital Florida", 36483 BRZ, ( Baujahr 2007) bei knapp 16 Knoten Fahrt
mehrere voll beladene Container und erlitt Seeschlagschäden. Die Schiffsführung gab eine Warnmeldung über die treibenden Ladungsteile heraus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.06.2007
Katamaran vor Schweden in Seenot
Ystad, Skåne / Sweden, 27.06.07 - Schwedische Rettungskräfte haben am 27.6.
sieben Besatzungsmitglieder eines russischen Katamarans in Sicherheit gebracht, der bei Sturm und meterhohen Wellen in der Ostsee einen Motorschaden erlitten hatte. Der Katamaran "
Taurus II" hatte gegen Mittag ein Notsignal gesendet. Windböen von mehr als 80 Kilometern pro Stunde und acht Meter hohe Wellen machten eine Rettung des Katamarans rund 35 Kilometer vor der schwedischen Stadt Ystad durch die Marine unmöglich. Ein Helikopter brachte die siebenköpfige Crew schließlich nach Schweden. Unter der Besatzung sind drei Russen und ein Este, über die Nationalität der anderen war zunächst nichts bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Kreuzfahrtschiff vor Grönland gestrandet
Godhavn / Grönland, 27.06.07 -Am 27. Juni lief das unter Bahamas-Flagge registrierte Passagierschiff "
Quest", die ehemalige "
Disko 2" und "
Saqqit Ittuk", vor Godhavn, Grönland, auf Grund. Das Schiff saß bei ruhiger See hoch und trocken auf einer Sandbank. Weil es Schlagseite hatte, wurden die 52 Passagiere und 2 Guides (Reiseführer) vorsorglich evakuiert und in einer Sportarena untergebracht. Die Crew des Doppelhüllenschiffes blieb an Bord. Es wurde gehofft, dass es mit höherem Wasserstand am 28.6. wieder flottgemacht werden könnte. Die Fahrgäste waren Dänen. Die Reiseleitung von Albatros Travel wollte die Passagiere, die auf Walsafari waren, auf ein anderes Schiff bringen. Die "Quest" ist unter Management der International Shipping Partners in Florida.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Schiffsunfall am Datteln-Hamm-Kanal
Lünen, Kreis Unna, Nordrhein-Westfalen / DE, 27.06.07 - Am 26.07.2007, gegen 20:55 Uhr, ereignete sich bei Datteln-Hamm-Kanal, km 9,6, Ortslage Lünen, zwischen Fußgängerbrücke Minister Achenbach und Brunnenstraßen-Brücke, ein Schiffsunfall. Der Schiffsführer des niederländischen Gütermotorschiffes wollte mittels bordeigenem Kran seinen Pkw auf dem Schiff umsetzen. Dabei übersah der Schiffsführer eine über dem Kanal verlaufende Hochspannungsleitung. Der Kran knickte ab und der Pkw stürzte in den Kanal. Der Pkw ging jedoch nicht unter, da er noch im Krangeschirr hing. Personen wurden nicht verletzt. Die Wasserschutzpolizei Datteln sperrte sofort den Kanal für die Schifffahrt und sicherte die Schadensstelle ab. Die Feuerwehr Dortmund konnte mittels Autokran den Pkw bergen. Der bordeigene Kran des Schiffes blieb durch den Anstoß in einer Stellung stehen, die es dem Schiffsführer unmöglich machte, weiterzufahren. Daher wurde der Kran abgebrannt und an Deck verstaut. Der Verantwortliche der RWE konnte zunächst keine Beschädigungen an der Hochspannungsleitung feststellen. Eine genaue Inaugenscheinnahme soll am heutigen Morgen bei Tageslicht erfolgen. Die Wasserschutzpolizei Datteln hob die Schifffahrtssperre gegen 03:45 Uhr auf. Zu Verkehrsbehinderungen ist es nicht gekommen.
Quelle: WSP NRW vom 27.06.2007
"Kloar Kimming" in stürmischer See vor Helgoland beschädigt - mehrere Verletzte
Bremerhaven, Bremen / DE, 27.06.07 - Am 26.06.2007 gegen 15:45 Uhr, geriet das 68 Meter lange Seebäderschiff "
Kloar Kimming" mit 275 Passagieren an Bord auf der Fahrt von Helgoland nach Bremerhaven kurz nach dem Auslaufen in
schwere See geraten. Dadurch stürzten zwei Fahrgäste und zogen sich
Kopfplatzwunden zu. Die Verletzten wurden nach dem Erreichen Bremerhavens fünf Stunden später ambulant im Krankenhaus versorgt. Die Brecher schlugen bis hoch aufs Oberdeck. Die
Scheibe eines
Außenfensters auf der Steuerbordseite wurde
eingedrückt und völlig zerstört. Splitter verletzten Passagiere. Zudem wurden fast alle Passagiere während der Passage seekrank. Die Abfahrt für den 27.6. wurde gestrichen. Auch die Abfahrten des "
Halunder Jet" ab Hamburg, Wedel und Cuxhaven wurden für den 27.6. storniert.
440 Passagiere des Schiffes hatten am Vortag auf
Helgoland nächtigen müssen, weil die Schiffsverbindung nach Hamburg eingestellt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Bergungsversuch für "Pasha Bulker" aufgeschoben
New South Wales Küste / Australien, 27.06.07 - Versuche zur Bergung des gestrandeten Bulkcarriers "
Pasha Bulker" vor Newcastle Beach wurden auf den Abend des
28.6. verschoben. Starke Winde und drei Meter hohe Wellen haben die Terminänderung verursacht. Bergungsausrüstung konnte zudem nicht rechtzeitig auf Deck des Havaristen klargemacht werden. Der Countdown wird beginnen, wenn Seewasser, das zur Stabilisierung des Havaristen auf dem Grund an Bord genommen wurde, ausgepumpt wird. An Bord des Schiffes sind nach wie vor rund
700 Tonnen Bunkeröl und
100 Tonnen Chemikalien. An der Küste der Hunter Region sind Winde von 70 km/h vorhergesagt. Ein Tief soll die Küste von New South Wales entlangziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Schiffskollision im Regensburger Westhafen
Regensburg, Bayern / DE, 27.06.07 - Am Dienstag, den 26.06. gegen 07.00 Uhr, setzte der Hafenmeister des Westhafens in Regensburg die Wasserschutzpolizei von der Kollision zweier Frachtschiffe in Kenntnis. Die Ermittlungen ergaben, dass ein 45-jähriger Bulgare aus dem Westhafen ausfahren wollte. Offensichtlich aus Unkenntnis über das Fahrverhalten des Schiffes, es handelte sich um die erste Fahrt des Kapitäns mit dem Schiff, kam er zu nah an das Nordkai und streifte ein dort festgemachtes Frachtschiff. Dieses wurde auf der gesamten Backbordseite beschädigt. Da auch die Vorrichtung zum Verschieben der Lukendeckel in Mitleidenschaft gezogen wurde, war die vorgesehene Beladung des Schiffes nicht möglich. Glücklicherweise wurde bei der Havarie niemand verletzt. Der Sachschaden beträgt ca. 30.000 Euro.
Quelle: kanal8 vom 27.06.2007
Schiff mit 15 Personen vor Nissan vermisst
Buka Island / Papua New Guinea, 27.06.07 - 15 Menschen wurden vor Nissan Island in Bougainville vermisst. Ihr Boot gehört dem Bougianville Health Department. Es war am
18.6. mit fünf Passagieren und Medikamenten an Bord zu den Nissan Atollen aus Buka ausgelaufen. Es sollte am Abend des
24.6. mit 15 Personen zurückkehren. Grenzpatroullien auf den Solomon Islands und anderen Gebieten wurden alarmiert, nach dem Schiff oder seinen Insassen Ausschau zu halten. Ein Rettungsteam leitete eine Suchaktion auf hoher See ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Schlagseite der "Taharoa Express" noch 12 Grad
Cape Egmont, Taranaki , Neuseeland, 27.07.07 - Die Schlagseite des 146,859-tdw-Bulkcarriers "
Taharoa Express" konnte am 26.6. auf
12 Grad reduziert werden. Seit dem 25.6. wurde mit eingeflogenen Pumpen Wasser aus den Laderäumen gepumpt. Die Arbeiten auf dem 1990 erbauten Schiff werden noch mehrere Tage andauern. Die technischen Schiffsmanager von Hachiuma Steamship gaben derweil an, dass am 21.6. die Ladearbeiten des Schiffes vor Taharoa auf Empfehlung des örtlichen Lotsen wegen schlechten Wetters gestoppt wurden und das Schiff auf See geschickt wurde. Dies sei eine übliche Vorgehensweise. Auf dem Weg von Taharoa Bay zur Cook Strait entwickelte das Schiff dann Steuerbordschlagseite, wohl weil freies Wasser, das im Rahmen der Beladungsarbeiten aufgenommen worden war, die Ladung zum Übergehen brachte. Daraufhin kamen Schiffsführung und Lotse überein, dass es das Beste sei, umzudrehen und in der Tasman Bay zu ankern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Kollision in Novorossiysk
Noworossijsk, Region Krasnodar / Russland - Im Hafen von Novorossiysk kollidierte der maltesische Frachter "
Clipper", 6066 BRZ (Manager Chian Denizcilik Petrol, IMO 8802337), mit dem 1978 erbauten Tanker "
Desna", 893 BRZ (Manager Novorossiysk Sea Commercial Port, IMO 8899794), der am Liegeplatz 4 festgemacht war. Die 1987 erbaute "Clipper" ging nach der Havarie zu Untersuchungen im Hafen vor Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Versorger der Bourbon-Flotte erlitt Wassereinbruch
Pointe-Noire, Kongo, 26.06.07 - Am Morgen des 26. Juni um 5.25 Uhr geriet das Mehrzweckversorgungsschiff "
Athena", das zur Bourbon-Flotte gehört und unter Konrakt der Total E&P Congo steht, in Seenot, nachdem ein technischer Fehler zu Wassereinbruch im Maschinenraum führte. Das Schiff stand 15 Meilen vor der Küste von Kongo und war auf dem Transit von den Ölfeldern von Likouala nach Osttchibouela. Das Schiff wurde vor Anker gelegt und die Maschinenabteilungen abgeschottet. An Bord waren 63 Personen, 26 Mann Crew und 37 Techniker. Sie wurden sofort auf eine Barge von Total evakuiert. Dann wurde die "Athena" von der "
Achille", einem weiteren Bourbon-Ankerziehschlepper unter demselben Kontrakt, auf den Haken genommen und auf die Reede von Pointe-Noire verschleppt, wo sie um 19 Uhr eintraf. Hier wurde das Wasser ausgepumpt und der Rumpf abgedichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Hausboot sank in Duisburg
Duisburg, Nordrhein-Westfalen / DE, 26.06.07 - Im Binnenhafen von Duisburg sank am 26.6. die "
Andrea", ein 20 Meter langer einstiger Kutter, der seine Karriere in den 1940er Jahren als
Minenräumer und -leger begann. Seit dem Jahr 2000 hatte es als
Wohnschiff eines Hafenmeisters gedient. Nach dem Untergang ragte am Morgen des 26.6. nur noch ein Teil des Ruderhauses aus dem Wasser. Motor- und Dieselöl traten aus und trieben auf der Wasseroberfläche.
Erst im März hatte ein Niederländer die "Andrea" erworben. Er hatte das im Holzhafen liegende Schiff am vergangenen Wochenende nach Holland überführen wollen. Doch er schaffte nur die gut 200 Meter bis zur anderen Seite der Marina im Innenhafen. Ein Defekt zwang ihn zum Festmachen knapp hinter der Buckelbrücke. Die geplante Reparatur hat sich nun erledigt. Irgendwann vor 4.30 Uhr sank das Schiff. Kurz nach dem Alarm legte die Feuerwehr eine Ölsperre um das Wrack aus. Zur Sicherheit wurden auch am Pier der Marina noch zwei kleine Sperren gelegt. Gegen 8.30 Uhr musste die durch starken Wind verschobene Sperre noch einmal korrigiert werden. Mit einem Spezialvlies versuchten Spezialisten einer Krefelder Firma vom Deck der "Hafag 38", das zentimeterdick auf dem Wasser treibende Motoröl und Dieselöl zu binden und aufzunehmen. Mit Haken fischten sie zudem nach Holzstücken und anderen Dingen, die aus dem Schiff an die Wasseroberfläche gespült worden waren. Wann die "Andrea" gehoben werden soll, stand noch nicht fest. Der Eigner wurde frühestens am Abend vor Ort erwartet.
Bis vor kurzem war einer der
Hafenmeister Eigner der "Andrea". Im Jahr 2000 hatte er das zu der Zeit ziemlich marode Holzschiff erstanden und für sich und seine Familie zum Wohnschiff umgebaut. Die Nachricht vom Verkauf des Schiffes im Frühjahr löste bei der "Innenhafen Duisburg Entwicklungsgesellschaft" keine Trauer aus. Zwar war das Schiff, auf dem der neue Eigner zu leben plante, seetüchtig gemacht worden, waren die defekte Ruderanlage und der Motor wieder einsatzklar, doch wegen eines Getriebeschadens wollte er es dann doch nicht riskieren, den Rhein zu befahren. Falls eine Reparatur nicht gelänge, sollte das Schiff nach Holland verschleppt werden. Nun muss die "Andrea" erst einmal mit einem Schwimmkran gehoben werden, ehe absehbar ist, ob sie jemals wieder fahrtüchtig gemacht wird.
Am bisherigen Liegeplatz der "Andrea" soll Eurogate, ein
Büro-, Hotel- und Konferenzgebäude, das mit seiner Fassade die sichelförmig gebogene Uferlinie aufnimmt, entstehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Zweimaster auf der Oosterschelde gestrandet
Wemeldinge, Zeeland, Niederlande, 26.06.07 - Am Morgen des 26.6. lief gegen 9 uhr die norwegische Yacht "
Kanjiff" bei stürmischem Nordwest auf den Strand von Wemeldinge auf der Oosterschelde. Der Schlepper "
Zephyrus" und die "
Mistral", beide in Charter der Multraship Terneuzen, kamen zu Hilfe und brachten den Zweimastrer in schwerer See vom Grund ab. Das Schiff war mit acht Mann Crew unterwegs von Norwegen nach Spanien.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Deutsches Binnenschiff trieb auf dem Terneuzen-Gent-Kanal
Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande, 26.06.07 - In den Mittagsstunden des 26.6. erlitt das deutsche 80m lange Binnenschiff "
Nawatrans II" auf dem Schifffahrtskanal von Gent nach Terneuzen
Maschinenausfall. Es trieb hilflos mitten auf der Wasserstraße. Rasch war Hilfe durch den Schlepper "
Drado" da. Er nahm das Schiff auf den Haken und brachte es an den Goese Kai.
Bereits am Morgen hatte das Schiff Probleme beim Passieren der Schleuse gehabt und benötigte die Hilfe der "
Veborunner" und "
VB 6".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Frachter in Arabischer See evakuiert
Manama / Bahrain, 26.06.07 - Die französische "
Dupleix" (D 641) und die amerikanische USNS "
Kanawha" (T-AO 196) retteten die
Crew eines nordkoreanischen
Frachters, der am 25.6. um 18.26 Uhr Notrufe in der Arabischen See gefunkt hatte. Es lag instabil vor Anker, hatte einen ausgefallenen Diesel und keine Vorräte mehr an Bord. In 12 Fuß hohen Wellen drohte das Schiff zu sinken. Die Combined Task Force 150 dirigierte die beiden Marineschiffe zur Schiffsposition, um die 13 Inder, 2 Burmesen und einen Mann aus Sri Lanka zu evakuieren. Dies ging nicht mit den Rettungsbooten des Frachters, weswege die Kriegsschiffe eigene Boote einsetzten. Um 9.35 Uhr wurden die Boote der "Duplex" und "Kanada" ausgesetzt und nahmen die 16 Seeleute binnen 50 Minuten sicher an Bord. Die unter französischem Kommando stehende CTF 150 ist verantwortlich für Operationen im Golf von Oman, Golf von Aden, dem Roten Meer, der Nordarabischen See und Teilen des indischen Ozeans.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Pontonboot kippte über Damm
Austin, Minnesota / USA, 26.06.07 - In der Nacht zum 25.6. strandeten
vier Personen auf einem
Pontonboot auf einem Damm in Austin. Die vier waren auf einer Ausflugstour, als der Motor ausfiel. Der Ponton saß eine Viertelstunde auf dem Damm fest, während Feuerwehrmänner versuchten, die Bootsfahrer zu befreien. Das achtere Ende konnte angehoben werden, so dass der Ponton über die Dammkrone kam. Danach sank der Ponton im Fluss. Die Ausflügler samt Hund wurden gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Boot sank vor Tube Island
Tube Island, Georg / USA, 26.06.07 - Vor Tube Island sank am 22.6. ein 60 Fuß langes
Sportboot. Nur noch Teile der Aufbauten ragten aus dem Wasser. Bei Instandsetzungsarbeiten am Fort Pulaski erst am 22.6. bemerkt worden, dass das Boot gegen eine Brücke getrieben war. Es dauerte einige Zeit, das Boot von der Brücke freizubekommen. Es wurde dann zu dem Liegeplatz verbracht und verankert, wo es dann sank. Der Eigner begann, Angebote für eine Bergung einzuholen. Der Zeitpunkt ist noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Schnelle Rettung von Skipper in Seenot
Rettungs-Koordinations-Zentrum Portsmouth, Virginität / USA, 25.06.07 - 345 Meilen östlich von Cape Henry wurde am 25.5. der
Skipper der 20 Fuß langen Yacht "
Tuches" aus Knet West, Florida, von dem Kreuzfahrtschiff "
Clown Princes's" gerettet. Zuvor hatte die Coast Guard am Nachmittag ein Electronic Locater Transmitter (ELT) Signal des Bootes erhalten. Die 947 lange "Crown Princess" war eines von mehreren mit dem Automated Mutual Assistance Vessel Rescue (AMVER) ausgerüsteten Schiffen in der Region, die auf den Notfall reagierten. Der Gerettete wird mit dem auf den Bahamas registrierten Schiff nach New York weiterreisen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Bergung der "MSC Napoli" für den 2.7. geplant
Smit International, Niederlande, 25.06.07 - Der Containerfrachter "
MSC Napoli" soll ab dem
2.7. wieder flottgemacht werden. Smit International sagte, an diesem Morgen würde damit gestartet und nach Hoffnung der Berger binnen 24 Stunden Erfolg erzielt. Die "MSC Napoli" war am
20.1. vor Sidmouth auf Grund gesetzt worden. Die Berger sind zuversichtlich, dass das Schiff in einem Stück hochkommt. Ein Unsicherheitsfaktor für die Pläne ist das Wetter, das zu einem Aufschieben des Bergungsversuches führen kann, wenn es nicht ruhig ist. Das weitere Vorgehen mit dem Wrack ist noch unklar. Eine Option ist, es auf hohe See zu schleppen und dort zu versenken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Niedrigwasser bringt Schlepperwrack zum Vorschein
Gargantua - Lake Superior Provincial Park, Ontario, Canada, 25.06.07 - Bei niedrigem Wasserstand kam im Lake Superior Provincial Park das Wrack der dort gesunkenen "
Columbus" zum Vorschein. Im Hafen von Gargantua sind nun Kessel und Maschinenteile des Schiffes sichtbar geworden. Der Lake Superior führt derzeit erheblich weniger Wasser als normal. Gargantua Harbour war einst ein lebhafter Hafen mit großem Becken und zahlreichen Schiffsanläufen. Am
10.9.1909 fing hier der 150 Fuß lange
Holzschlepper "Columbus" Feuer. Um das Hafenbecken und umliegende Häuser nicht zu gefährden, wurde die "Columbus" losgeworfen. Sie driftete umher, bis sie auf Grund lief und bis zur Wasserlinie abbrannte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Schiffsneubau gekentert
Halifax, Nova Scotia, Canada, 25.06.07 - Ein 50 Millionen Dollar teures
Greiferschiff, das für
Clearwater Seafoods Income Fund erbaut worden war, kenterte und sank bei der Verschleppung von einer Werft in
Taiwan in ein naheglegenes Schwimmdock in flachem Wasser. Die an die 40 Arbeiter an Bord wurden nicht verletzt und konnten das Schiff vor dem Untergang räumen. Die Ablieferung des Schiffes wird sich dadurch verzögern. Das Schiff hatte Ende des Jahres in Kanada eintreffen sollen. Experten wurden aus Singapur und Japan zur Untersuchung des Schadens und der Bergungsmöglichkeit eingeflogen.
Im
Dezember 2006 war ein anderes Schiff von Clearwater, die "
Atlantic Pursuit" durch Wellenschlag am Brückenhaus beschädigt worden. Es musste nach St. Johns zur Reparatur eingeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Bulker saß im Suezkanal fest
Ismaïlia / Ägypten, 24.06.07 - Der indische Bulkcarrier "
ABG Narayana", 47442 tdw, lief am Morgen des 24.6. nahe Ismailia im Suezkanal auf Grund. Die Navigationssysteme des 1983 erbauten Schiffes waren offenbar ausgefallen. Das Schiffsmanagement Eurasia Maritime Management in Mumbai sagte, es habe aber keinen Maschinenausfall gegeben. Der Handymax Bulker war auf Südkurs mit einer Ladung Eisenschrott von der Türkei nach Qatar unterwegs. Er hatte einen Lotsen und Schleppereskorte, als er vom Kurs abkam und zeitweilig festsaß.
Sieben Tanker auf Nordkurs hatten ihre Reise für zwei Stunden zu unterbrechen. Die "ABG Narayana" konnte ihre Reise fortsetzen, nachdem sie wieder flott war. Sie gehört der ABG Shipping in Mumbai.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Gestrandeter Tanker nach einem Jahr geborgen
Ayeyarwady-Division / Myanmar, 18.06.07 - Der vor Myanmar gestrandete Tanker "
Bina", 2200 tdw, ist nach einem Jahr geborgen worden. Das Schiff war auf dem Weg von Jakarta nach Chittagon in der Bucht von Bengal am
2.7.2006 im Sturm auf eine Sandbank gelaufen. 120 Menschen gruben einen Kanal ins tiefere Wasser, der nun von Monsunregen gefüllt wurde. Ein indonesischer
Schlepper machte am
8.6. den Tanker wieder flott. Dann gelang es, den Havaristen in die Gewässer von Myanmar nahe Lape Island zu bringen.
Die
13-köpfige Besatzung war bereits kurz nach der Strandung von dem Schlepper "
Seabird Badamya" gerettet worden, doch alle folgenden Versuche, das Schiff mithilfe von Schleppern aus Singapur und Indonesien zu bergen, waren gescheitert.
Derzeit befindet sich die "Bina" auf
Schleppreise nach
Indonesien zurück. Sie gehört der Australia-Bangladesh Trading Company.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.06.2007
Seenotretter vor Frankreich im Dauereinsatz
Frankreich, 26.06.07 - Der Frachter "
Burhou I" erlitt am 25.6. im Sturm vor Corbiere Point im Englischen Kanal einen Maschinenausfall und bat um Hilfe. Das St Helier
Rettungsboot sowie der Schlepper "
Duke of Normandy" liefen aus. Es gelang, die Maschine wieder anzufahren. Das Schiff wurde dann nach St. Helier eskortiert. Das Rettungsboot war kurz vorher erst von einem Einsatz für
zwei Yachten zurückgekehrt, die ebenfalls nach St. Helier eingebracht werden mussten. Außerdem ging vor Le Havre
ein Mann über Bord, der von einem französischen Rettungshubschrauber gefunden und in ein Hospital in
Le Havre geflogen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.06.2007
Frachter vor Brunswick freigeschleppt
Brunswick, Georgia / USA, 26.06.07 - Der bulgarische Frachter "
Koznitsa", der am 23.6. neun Meilen östlich der Hafeneinfahrt von Brunswick gestrandet war, konnte am 25.6. gegen 16 Uhr wieder flottgemacht werden.
Drei Schlepper aus den Häfen Savannah und Brunswick befreiten den Havaristen. Sie waren kurz vor Hochwasser eingetroffen und hatten den Frachter wenig später flott. Die "Koznitsa" ging für Inspektionen vor Anker. Wenn diese ergeben, dass keine gravierenden Schäden vorliegen, will der Küstenwachleiter von Savannah das Schiff freigeben. Der 612 Fuß lange Frachter gehört der Navigation Maritime Bulgare. Er hatte Getreide in Brunswick geladen und war nach See unterwegs, als er strandete.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.06.2007
Mutter von Rettungsmann wurde Lebensretterin
Lochgilphead, Argyll and Bute, Schottland / UK, 25.06.07 - Im Loch Sween in Argyll wurde am 25.6. um 12.40 Uhr ein
Speedboot von einer Welle zum Kentern gebracht und die dreiköpfige Crew ins Wasser geschleudert. Die
Mutter eines örtlichen Seenotretters sah den Unfall und alarmierte ihren nicht im Dienst befindlichen Sohn. Dieser erreichte mit seinem Boot
16 Minuten später die eine Meile vor der Küste befindliche Unfallstelle. Bei fünf Windstärken gelang ihm die Rettung der Männer, von denen 2
keine Rettungswesten trugen. Wenig später trafen das Islay Rettungsboot und ein Royal Navy Helikopter ein. Die Geretteten wurden in ein Hospital in Lochgilphead eingeliefert. Ein Sprecher der Küstenwache sagte, hätte die Mutter des Rettungsmanns nicht das Unglück bemerkt, hätte es wohl niemand überlebt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.06.2007
Bergungsvorbereitungen für "Pasha Bulker" schreiten voran
New South Wales Küste / Australien, 25.06.07 - Bergungsteams haben drei Anker von der vor Newcastle, New South Wales, gestrandeten "
Pasha Bulker" aus seewärts ausgelegt und Trossen daran befestigt. Schlepper positionierten die Anker erfolgreich. Wenn alles planmäßig verläuft, könnte der Frachter Ende der Woche freigeschleppt werden. Nun werden Informationen über die Wassertiefen rund um die Strandungsstelle eingeholt. Derzeit arbeiten 20 Menschen auf dem seit dem 8.6. festsitzenden, erst im vergangenen Jahr erbauten 40000-Tonner. Der Bergungsexperte Captain Brett Devine äußerte hingegen Bedenken, dass die Bemühungen fehlschlagen könnten, weil das Schiff zu starke strukturelle Schäden erlitten habe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.06.2007
Kreuzfahrtschiff rammte Kutter vor Alaska
Küstenwache Juneau, Alaska, USA, 25.06.07 - Das Kreuzfahrtschiff "
Spirit of Yorktown" kollidierte mit dem in Seattle beheimateten, 58 Fuß langen Kutter "
Adirondack". Das Unglück ereignete sich am 25.6. gegen 1 Uhr in der Chatham Strait am Südostende von Catherine Island in Südostalaska. Die Küstenwache bat den vier Meilen entfernt stehenden Kutter "
Guardian" zur Hilfeleistung an dem erheblich beschädigten, mit 4 Mann besetzten Kutter, um zu prüfen, ob er Assistenz benötigte. Es war nach dem Zusammenstoß
manövrierunfähig. Die "Guardian" schleppte die "Adirondack" dann nach Sitka ab. Hier wurde es am Nachmittag des 26.6. erwartet. Die "Spirit of Yorktown" sollte um 13 Uhr des 26.6. in Petersburg einlaufen und dort inspiziert werden. Es handelt sich um ein 257 Fuß langes Schiff der Cruise West in Seattle mit 40 Mann Crew und Platz für 138 Passagiere. 2006 war das Schiff in Washington auf Grund gelaufen. Es führt ganzjährig Alaskakreuzfahrten und Karibiktouren durch.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.06.2007
Kutter zum dritten Mal in einem halben Jahr geborgen
Tynemouth, North Tyneside, England / UK, 25.06.07 - Der Kutter "
Abbie Rose" geriet eine Meile vor Tynemouth am 24.6. in Seenot, nachdem der Propeller abgefallen war. Die 2-köpfige Crew sandte Notrufe aus, woraufhin das RNLI-Boot aus Tynemouth zu Hilfe kam und das Boot einschleppte. Bereits im
Februar war die "Abbie Rose" mit Maschinenausfall in Scotswood in Seenot geraten und dann mit demselben Problem vor dem Strand von South Shields. Ein Rettungsmann sagte, er habe es kaum glauben können, dass es schon wieder die "Abbie Rose" gewesen sei, die um Hilfe rief. Einige seiner Crew seien an allen drei Bergungen beteiligt gewesen und würden die Maschine nun in- und auswendig kennen. Ein RNLI-Sprecher ergänzte, dass Seeleute sicher gehen sollten, dass Maschine und mechanische Einrichtungen funktionierten, wenn sie ausliefen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.06.2007
Fischer schnitt Finger ab, um sinkendem Boot zu entkommen
Grays Harbor County, Washington / USA, 25.06.07 - Ein Fischer, der in seinem sinkenden
Boot eingeklemmt war, hat
zwei Fingerkuppen mit seinem Taschenmesser abgeschnitten, um sein Leben zu retten. Das Boot war am 24.6. auf dem oberen Wynooche River auf Fang gewesen, als es in eine Stromschnelle geriet und in eine Anhäufung von Bäumen gedrückt wurde. Das Boot nahm Wasser über und begann zu sinken. Die Hand des 51-jährigen war zwischen Baumstämmen und Boot eingeklemmt worden. Einzige Rettungsmöglichkeit blieb das Abschneiden der eingeklemmten Fingerglieder. Was er nicht wusste, die
Rettung war nur Minuten entfernt. Die Fingerkuppen wurden später gefunden und sollten dem Fischer im Harborview Medical Center in Seattle
wieder angenäht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.06.2007
Strandung der "Denden" durch Ingenieursfehler verursacht
Mangalore / Indien, 25.06.07 - Der Fehler eines Ingenieurs führte zum Maschinenausfall des Frachters "
Denden", der seinen Untergang am 23.6. nach sich zog. Das Schiff war am 20.6. um 6.30 Uhr aus New Mangalore ausgelaufen. Der 2. Ingenieur hatte von der dieselbetriebenen Hauptmaschine auf eine ölbetriebene umgeschaltet, bevor die Temperatur auf optimaler Höhe war. Dadurch fiel der Antrieb aus. Das Schiff benutzte nach Aussage von Captain Abraham Kwaw, der nach seiner Rettung in einem örtlichen Hospital behandelt wird, zwei Maschinen, eine, um den Kanal zu kreuzen und eine für die Fahrt auf offener See. Die Temperatur des Öls muss 95 Grad erreicht haben, bevor die 2. Maschine angefahren werden, doch sie hatte erst 40 Grad erreicht. Der Chefingenieur bestätigte dies. Danach ging der Frachter zur Reparatur vor Anker. Die Treibstoffeinspritzung wurde gereinigt und wieder eingebaut, doch die Maschine ließ sich weiterhin nicht anfahren. Der Kapitän, der das Kommando über den Frachter seit 20 Jahren inne hatte, informierte seine Reederei, die ihn anwies, die Einspritzdüsen mit örtlicher Hilfe vor Ort zu reparieren. Am Morgen des 21.6. schickten die Schiffsagenten ein Boot, um die 24 Einspritzdüsen an Land zu bringen.
Am 22.6. begannen die
Probleme, als der Anker in auffrischendem Wind nicht mehr hielt und es in Richtung Tannir Bhavi, 4 Meilen vor dem Hafen, vertrieb. Nach der Strandung lag das Schiff zunächst acht Grad nach Steuerbord über. Der Kapitän kontaktierte die Reederei, die ihn anwies, das Schiff bis auf eine Restcrew zu räumen.
Am 23.6. um 9 Uhr bat der Kapitän die Küstenwache um Hilfe. Doch als deren Eintreffen durch die widrigen Wetterbedingungen auf sich warten ließ, verließen 12 Mann den Havaristen überhastet in einem Boot. Nur 10 Meter vom Frachter entfernt kenterte es in einer hohen Welle. Zwei Mann verloren ihre Rettungswesten, wohl weil sie nicht richtig angelegt waren. Beide ertranken in der Brandung. Als die Schlagseite 18 Grad erreicht hatte, befahl Kapitän Kwaw die Aufgabe des Schiffes. Mit Rettungsinseln versuchte die verbliebene Crew, den nahen Strand zu erreichen. Weitere 12 konnten so gerettet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.06.2007
Wird russisches Atom-U-Boot gehoben?
United Kingdom, 20.06.07 - Eine detaillierte Sonaruntersuchung des gesunkenen russischen U-Bootes "
K 159" soll durch ein
ROV der NATO durchgeführt werden. Außerdem soll eine Trümmerräumung um die Untergangsstelle und das Beproben des Wassers dort durchgeführt werden. Das U-Boot sank
1993, 30 Jahre nachdem es als sowjetisches Atom-U-Boot in Dienst gestellt worden war. Ziel der Operation ist in Übereinstimmung mit internationalen Abkommen die Beseitigung der von dem Reaktor ausgehenden Gefahren.
"K 159" war am 15.8.1962 bei der Sevmash Werft auf Kiel gelegt worden. Sie lief am 6.6.1963 vom Stapel und wurde am 9.10.1963 in Dienst gestellt. Am 2.3.1965 kam es zu einem Unfall bei dem durch lecke Rohre Radioaktivität in die Dampfgeneratoren eindrang. Die gesamte Antriebseinheit wurde kontaminiert. Erst von 1967 bis 1968 wurden die Dampfgeneratoren bei einer Überholung ausgetauscht. Ein weiterer Werftaufenthalt folgte von 1970 bis 1972 sowie von 1979 bis 1980. Am 30.5.1989 wurde "K 159" außer Dienst gestellt und in Gremikh aufgelegt. Hier verblieb sie ohne Instandhaltung 14 Jahre, in denen die äußere Rumpfhülle teilweise auf die Stärke von Folie korrodierte.
Im Sommer 2003 gaben 5 Länder in Sorge um die verrottenden Atom-U-Boote der einstigen Sowjetflotte
200 Millionen Dollar zur Beseitigung der Hulken. In Erwartung dieser Gelder ließ der Kommandeur der Nordflottte, Admiral Gennady Suchkov, alle 16 in Gremikha aufgelegten Boote zu Werften verholen, wo sie verschrottet werden sollten. "K 159" war das 13. zur Verschleppung anstehende Boot. Sie konnte nur durch das Anschweißen großer leerer Tanks überhaupt flott gehalten werden. Diese in den 1940ern erbauten Tanks waren nicht luftdicht und ebenso rott wie die Hülle des U-Bootes. Am 28.8.2003 wurden Boot und Pontons bemannt und in Richtung Polyarny verschleppt. Eine Crew hielt die Pontons unter Pressluft und pumpte den Rumpf des U-Bootes aus. In den Morgenstunden des 30.8. aber rissen einige der Auftriebskörper in hohem Seegang ab. Um 01.20 Uhr wurde die Nordflotte von der Lage informiert. 20 Minuten später traf Admiral Suchkov im Hauptquartier ein. Er unternahm nichts zur Rettung der Runner-Crew. Um 3 Uhr versank "K 159" in der Barentssee, 3 sm nord-westlich der Insel Kil’din, in 238 Metern Tiefe. Neun Mann gingen mit ihr unter, außerdem 800 Kilogramm kontaminierten Öls. Der Militärankläger beschuldigte hauptsächlich den für die Schleppoperation verantwortlichen 2.-Klasse-Kapitän Sergei Zhemchuzhnov. Er wurde vom seiner Position entfernt.
Die russische Regierung denkt jetzt über die Möglichkeit, "K 159" zu bergen, nach. Man solle keine nuklearen Objekte auf dem Seegrund liegen lassen. Ursprüngliche Pläne, dies bereits im Herbst 2004 durchzuführen, wurden verschoben. 2007 erhielten sie neuen Schwung durch das britische Verteidigungsministeriums.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.06.2007
Schiffsandacht gedenkt der Opfer der Seefahrt
Carolinensiel, Landkreises Wittmund, Niedersachsen, 24.06.07, 11:00 Uhr - Ein Raunen ging durch die Carolinensieler Deichkirche, als mit der
Glocke des
1854 vor Spiekeroog verunglückten Auswandererschiffes "
Johanne" der Schiffsuntergänge des vergangenen Jahres gedacht wurde. Dieter Mader vom Spiekerooger Museumsverein verlas gemeinsam mit Thomas Wiethorn die Liste der nach Flaggenregistrierung geordneten Staaten mit den jeweiligen Verlustzahlen:
120 Schiffsverluste mit 1770 Todesopfern aus fast allen Ländern dieser Erde. Insbesondere wurde auch den
Angehörigen der
verunglückten Seeleute gedacht. Witterungsbedingt fand die Carolinensieler Schiffsandacht erstmals in der Deichkirche statt, die voll besetzt war. Begrüßt wurden die Besucher von Pastorin Arnhild Bösemann.
Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 25.06.2007
Yacht vor Dover gesunken
Felixstowe, England / UK, 25.06.07 - Am Abend des 24.6. wurden zwei Schweden aus einer
Rettunginsel 55 Meilen nordöstlich von Dover gerettet, nachdem ihre Yacht "
Atlanta" gesunken war. Die beiden hatten um 23.30 Uhr Mayday gefunkt und gaben an, dass sie in die Insel gingen, nachdem ihr Boot Wassereinbruch erlitten hatte und Schlagseite entwickelte. Die Dover Coastguard plottete die Yacht mit Radar und AIS. Die Thames Coastguard entsandte einen Helikopter aus Wattisham sowie eine Einheit aus Felixstowe. Der Ro-Ro-Frachter "
Louise Russ" wurde von der Küstenwache gebeten, Ausschau zu halten, da er auf dem Weg von Tilbury nach Rotterdam in der Nähe stand. Er sichtete Notraketen und nahm wenig später die beiden Schiffbrüchigen sicher auf. Sie wurden dann von dem Hubschrauber zur Base in Wattisham geflogen. Die "Atlanta" trieb zu dieser Zeit halb unter Wasser in der See und würde sich nicht mehr lange halten können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
Schlagseite der "Taharoa Express" langsam verringert
Cape Egmont, Taranaki , Neuseeland, 25.07.07 - Die Schlagseite des Bulkcarriers "
Taharoa Express", 74364 BERZ, konnte durch das Aufnehmen von Ballast am Ankerplatz in Tasman Bay bei Nelson am 24.6. langsam verringert werden. Bei abnehmender See konnte ein Sicherheitsinspektor an Bord gebracht werden. Ausrüstung und weitere Pumpen wurden von einem Helikopter aus Nelson herbeigeschafft. Die Arbeiten werden noch andauern, weil das Umtrimmen mit großer Sorgfalt zu geschehen hat.
Die "
Taharoa Express (IMO: 8903117) wurde 1990 in Hyundai in Ulsan erbaut. Das 138.585 Tonnen verdrängende Schiff hat eine Länge von 259 Metern und eine Breite von 43 Metern. Es war bei Windgeschwindigkeiten von 50 Knoten in Schwierigkeiten geraten, als die Ladung nach Steuerbord überging. Die 25-köpfige Crew, zu deren Sicherheit ein Helikopter auf Standby gegangen war, blieb unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
Luxusyacht in Lancashire zerstört
Preston, England / UK, 25.06.07 - Die 1.5 Millionen Pfund teure Luxusyacht "
Ocean Quest" sank am 24.6. nach einem Brand in Preston Dock in Lancashire. Umliegende Boote wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert. Sechs Löschzüge waren im Einsatz an der New Waterfront pub auf dem Navigation Way. Das 20 Meter lange Schiff war gegen 22.55 Uhr in Flammen aufgegangen und sank sechs Stunden darauf an seinem Liegeplatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
Frachter vor Brunswick gestrandet
Brunswick, Georgia / USA, 25.06.07 - Am Morgen des 23.6. strandete der 612 Fuß lange bulgarische Frachter "
Koznitsa" neun Meilen östlich der Einfahrt des Hafens von Brunswick. Zuvor war er von dort ausgelaufen. Das Schiff wurde von seiner Crew auf Schäden untersucht. Es hat Getreide an Bord. Die Küstenwache warnte die Schifffahrt, während der Bergungsarbeiten eine sichere Distanz zum Havaristen zu wahren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
Schlepper geriet vor England in Brand
Lowestoft, England, UK, 24.06.07 - 12 Angehörige der Maritime Incident Response Group (MIRG National Response) sowie speziell ausgebildete Feuerwehrleute des Suffolk Fire and Rescue Service wurden zu einem Brand auf den Schlepper "
HT Blade" gerufen. Er sollte im Laufe des 24.6. nach Lowestoft geschleppt werden. Dazu wurden die Schlepper "
Grey Salvor" und "
Grey Vixen" engagiert. Auf dem 30 Meter langen Havaristen war gegen 8 Uhr ein Brand im Maschinenraum ausgebrochen, als er 2 Meilen nordöstlich von Cromer stand. An Bord waren 3 Mann Crew. Die alarmierte Yarmouth Coastguard beauftragte Rettungsteams aus Lowestoft, Cromer und Felixstowe sowie das Cromer RNLI
Rettungsboot mit der Hilfeleistung. Ein Helikopter aus Wattisham transportierte die Eingreifgruppe vor Ort. Die Besatzung der "HT Blade" wurde vom Rettungsboot aufgenommen. Dieses sowie der Frachter "
RMS Riga" bekämpften das Feuer von außen. Die Temperatur auf dem Schiff konnte herabgesenkt werden. Wenn der Schlepper nach Lowestoft eingebracht ist, soll dort der Suffolk Fire and Rescue Service die weiteren Arbeiten durchführen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
Tragödie vor indischer Küste
Australien, 23.06.07 - 24.06.07 - Mindestens
zwei Seeleute aus Bahrain und Afrika fielen dem Untergang des eriträischen Frachters "
DENDEN", 6469 BRZ, nahe Thannirbhavi zum Opfer. Sie ertranken, als sie zum 300 Meter entfernten Strand
schwimmen wollten. Ein
weiterer wurde in der See vermisst. 21 Mann der Crew wurden von örtlichen Fischern in einer dramatischen Aktion gerettet. Sie wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Das Schiff hatte sich am Tag nach seiner Strandung vollständig auf die Steuerbordseite gelegt und ragte kaum noch aus der aufgewühlten See. Es hatte 8000 Tonnen Schlackeprodukte an Bord. Sie waren bei der Kudremukh Iron and Steel Company geladen worden und für die Vereinigten Arabischen Emirate bestimmt gewesen.
Der
Seenotfall hatte am
22.6. gegen 20 Uhr begonnen, als das Schiff sich in hochgehender See vom Anker losriss, nachdem es wegen technischer Probleme vor Anker gegangen war. Zunächst aber gab der Kapitän im Kontakt mit der Küstenwache, die Hilfe anbot, an, keine solche zu benötigen. Erst nach der Strandung gegen 23.30 Uhr sendete er erstmals
SOS, ein weiterer Notruf ging am 23.11. gegen 11 Uhr ein, als der Frachter zu sinken begann. Mehrere Versuche, den Havaristen zu erreichen, waren an der stürmischen See gescheitert. Der Einsatz von Helikoptern aus Goa und Calicut wurde abgelehnt wegen schwerer Regenfälle und des stürmischen Windes. Auch die Küstenwachboote "
Savithribai Phule" und "
Annie Besant" mussten sich wieder zurückziehen. Als die "Denden" gegen 12.45 Uhr fast gänzlich gekentert war, blieb den zu dieser Zeit an Bord verbliebenen Seeleuten nur der
Sprung in die Brandung. 21 Männer erreichten den Strand, zwei ertranken. Gegen 16 Uhr ragte nur noch die Backbordflanke der "Denden" aus den Wellen. Mittlerweile begann Öl aus dem Wrack auszutreten.
Die "
Denden" wurde 1977 bei Naikai,Setoda erbaut. Das 8626 Tonnen verdrängende, 127,3 Meter lange und 18 Meter breite Schiff, das 17 Knoten lief hieß zunächst "
El Jem". 1997 wurde es zur "
Sea Gem" und 1999 zur "
Denden". Es gehörte den Eritrean Shipping Lines in Asmara.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
Wrack der "Brisbane" erfolgreich als Tauchattraktion
Australien, 24.06.07 - Über 16000 Taucher haben vor Queensland bislang das Wrack des Lenkwaffenzerstörers HMAS "
Brisbane" besucht. Das Schiff war im Juli 2005 auf gut 20 Metern Wassertiefe 10 Kilometer vor der Küste versenkt worden. Die Geschütztürme, Schornsteine und Schotts waren an Bord belassen worden, um interessante Tauchgänge zu ermöglichen. Maschinen- und Kesselräume sowie Mannschaftsunterkünfte sind zugänglich. Neben der SS "
Yongala" vor Townsville konnte damit ein neuer
Tauchschwerpunkt in Maroochydore und Mooloolaba etabliert werden. Bislang wurden aus der Vergabe von Tauchlizenzen Einnahmen von 240,000 Dollar erzielt. Der Zerstörer, der in Vietnam und im 1. Golfkrieg im Einsatz geweesen war, war vor der Versenkung für 3 Millionen Dollar umweltgerecht vorbereitet worden. Der Schornstein liegt nun 4 Meter, das Hauptdeck liegt 20 Meter darunter und Kiel befindet sich auf 27 Metern Tiefe. 270 Fischarten haben sich seit der Versenkung an dem bereits reich bewachsenen Wrack angesiedelt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
23 Verletzte bei Kollision in Shanghai
Shanghai / China, 24.06.07 - 23 Touristen wurden bei der Kollision der Fähre "
Shikumen" mit einem Frachter am 23.6. gegen 18.40 Uhr auf dem Huangpu River nahe Downtown Shanghai verletzt. An Bord waren insgesamt 216 Passagiere, als die einander entgegen kommenden Schiffe zusammenstießen. Die Verletzten, darunter acht aus Japan und drei aus Spanien, wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Die "Shikumen" konnte an einer nahen Pier vertäut werden, während Polizei an Bord des Frachters ging.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
Feuer in Rotterdam
Rotterdam / Niederlande, 23.06.07 - Ein Feuer auf der "
Otapan" im Rotterdamer Waalhaven konnte am Samstagabend (23. Juni, ca. 19:45 Uhr) nach einer Stunde gelöscht werden. Sorgen hatte bei der Brandbekämpfung an Bord befindliches Asbest bereitet.
Der mit
Asbest verseuchte Chemikalientanker "
Otapan" (1965/15536, ex "Harry C. Webb" - 1994) soll fachkundig abgewrackt werden. Der ursprünglich im Herbst 2006 in der Türkei geplante Abbruch war von den türkischen Behörden verhindert worden, nachdem sich herausgestellt hatte, dass nicht wie angekündigt eine Tonne, sondern 54 Tonnen Asbest an Bord waren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
Erfolgreiche Suche nach vermisster Kuttercrew vor Kodiak
Kodiak, Kodiak Island, Alaska / USA, 23.06.07 - Am 22.6. wurde gegen 15 Uhr der Kutter "
Magnum" in der Shelikof Strait überfällig gemeldet. Das 56 Fuß lange Schiff war unterwegs von Wide Bay nach Kodiak, wo es am Nachmittag des 21.6. hätte einlaufen sollen. An Bord waren vier Mann Crew. Ein HH-60 Jayhawk Helikopter und eine HC-130 der Coast Guard Air Station Kodiak stiegen auf. Am
23.3. wurde die Crew in einer
Rettungsinsel 17 Meilen südwestlich von Halibut Bay in der Shelikof Strait entdeckt. Der Kutter "
Sea Storm" machte die Insel um 10:30 Uhr aus. Alle vier waren bei ihrer Rettung in guter Verfassung. Sie sollten am Abend an Bord der "Sea Storm" Kodiak erreichen. Sie gaben an, ihr Schiff am 20.6. gegen 23 Uhr nahe Jute Bay sinkend aufgegeben zu haben.
Die Suchaktion hatte am 22.6. um 15.15 aus der Luft begonnen und war zur See vom Küstenwachkutter "
Spar" aus Kodiak unterstützt worden, der gegen vier Uhr des 23.6. im Suchgebiet eingetroffen war. Insgesamt waren die Sucheinheiten 30 Stunden im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
Schwimmdock in Kroatien gesunken
Rijeka / Kroatien - Bei der Viktor Lenac Werft Rijeka in Kroatien sank am 21.6. gegen 22.30 Uhr das
Schwimmdock Nr. 7. Der Untergang wurde verursacht durch den Ausfall der Elektrizität, mit der die hydraulischen Pumpen betrieben wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
Dock nach Kentern in Århus gesunken
Århus, Jütland / Dänemark - Die dänische Salvage & Towing Co. soll das in Århus gesunkene
Schwimmdock bergen. Es war 1980 in Venecia erbaut worden und am 21.6. mitsamt dem Trawler "
Ruth" (IMO 9191539) gekentert. Offenbar war das Schiff zu schwer für das Dock gewesen, daraufhin hatten Pallen den Dockboden durchbohrt und einen Wassereinbruch verursacht. Das Dock legte sich daraufhin auf die Seite und sank. Die "Ruth", die nach Stunden geborgen werden konnte, wurde 1998 erbaut und ging 2003 an die jetzigen Eigner in Dänemark.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
"Bourbon Dolphin" war nur dritte Wahl bei letztem Einsatz
Ålesund / Norwegen - Der Ankerziehschlepper "
Bourbon Dolphin", der unter Verlust von acht Menschenleben am 12. April vor Shetland sank, war bereits im vergangenen
Dezember bei einem ähnlichen Zwischenfall
fast gekentert. Dies ergab die derzeitige Anhörung in Alesund. Der Manager des Bourbon Offshore in Norwegen sagte aus, die "Borubon Dolphin" sei für den Job an der Chevron Ölplattform
bestenfalls dritte Wahl gewesen. Der Schleppmeister auf dem Halbtaucher "
Transocean Rather" hatte es abgelehnt, mehr Lose auf den Schleppdraht zu geben. Der Kapitän der "Bourbon Dolphin" hatte dies erbeten, um mehr Raum zum Manövrieren zu haben. Als der Kapitän der "
Olympic" gefragt wurde, ob seiner Meinung nach das Unglück durch mehr Lose hätte verhindert werden können, antwortete er mit Ja. Die Lose hätte der "
Olympic Hercules" erlaubt, trotz starker Strömung und sechs Meter hoher Wellen auf Position zu bleiben. Der Schleppmeister ersuchte die "Bourbon Dolphin", nachdem er die Probleme erkannt hatte, den Job zu beenden und das Gebiet zu verlassen. Sieben Anker befanden sich zu dieser Zeit bereits auf Position, sodass die Situation nicht als kritisch erachtet wurde. Der Leiter von Bourbon Offshore Norway, Trond Myklebust, sagte, die "Bourbon Dolphin" hätte
nie das Hauptschiff bei der Aktion sein sollen. Selbst größere Schiffe als sie wären in Schwierigkeiten geraten. Als an einem Punkt die "Bourbon Dolphin" um Assistenz der erheblich größeren "Olympic Hercules" bat, wurde dies vom Schleppmeister der "Transocean Rather" abgelehnt. Die "Olympic Hercules" hat eine Zugkraft von
270 Tonnen, die "Borubon Dolphin" verfügte nur über
194 Tonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.06.2007
Passagierschiff rammt zwei Schiffe
Lindau (Bodensee), Bayern / DE, 24.06.07 - Am Samstag, den 23. Juni, gegen 17 Uhr ereignete sich im Lindauer Hafen ein Schiffunfall, an dem drei Boote beteiligt waren. Das Passagierschiff "Großherzog Ludwig" der Bodensee-Schiffsbetriebe rammte beim Anlegen im Lindauer Hafen zwei Schiffe, die dort vertäut lagen, das Einsatzboot der Feuerwehr Lindau und das Einsatzboot "Hecht" der Wasserschutzpolizei Lindau. An Bord des Passagierschiffes waren neben der Schiffsbesatzungen zirka 70 bis 80 Passagiere. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird nach vorsichtigen Schätzungen auf insgesamt 6000 Euro beziffert. Die Wasserschutzpolizei Friedrichshafen wurde mit der Unfallaufnahme betraut. Derzeit wird von einem technischen Defekt als Unfallursache ausgegangen.
Quelle: ddp vom 24.06.2007
Motor eines Frachters in Brand geraten
Düsseldorf-Volmerswerth, Nordrhein-Westfalen / DE, 24.06.07 - Auf dem Rhein war am Samstagmorgen (23.06.) in Höhe Volmerswerth ein Frachter in Brand geraten. Gegen 6.23 Uhr bemerkte der Kapitän der "Sanitas", dass der Motor Feuer gefangen hatte. Geistesgegenwärtig steuerte er das Schiff zur Seite und setzte es am Ufer auf Grund. So konnte er wenigstens verhindern, dass die "Sanitas" manövrierunfähig auf dem Rhein trieb.
Die beiden Feuerwehrboote aus Düsseldorf und Neuss sowie ein Löschzug und die Taucherstaffel wurden zur Unglücksstelle gerufen. Die Retter setzten mit einem kleinen Boot über und stellten mit Hilfe einer Wärmebildkamera fest, dass die Verkleidung des Steuerbordmotors in Brand geraten war.
Nachdem die Flammen gelöscht waren, musste der Maschinenraum gelüftet werden. Verletzte gab es nicht. Da auch Stromleitungen beschädigt wurden, war eine Notreparatur vor Ort nicht möglich. Der Kapitän eines Schubverbandes eilte zu Hilfe und nahm die "Sanitas" ins Schlepptau.
Quelle: NRZ-Nachrichten vom 24.06.2007
Gestrandeter Frachter vor Mangalore gekentert
Mangaluru (Mangalore), Bundesstaat Karnataka / Indien, 23.06.07 - Der Frachter "
DENDEN", der vor Mangalore gestrandet war, ist nahe Tannir Bavi wie befürchtet gekentert. Es sank am Samstag (23.6.) vor den Augen tausender Augenzeugen. 24 Personen waren an Bord,
3 kamen ums Leben, 3 sind in ernstem Zustand, 18 weitere wurden gerettet. Die Seeleute mussten in schwerer Brandung in die See springen. Die "Denden" aus Eritrea hatte am 19.6. Hochofenschlacke bei KISKO geladen und war nach Dubai unterwegs. Durch technische Probleme wurde das Schiff aber aufgehalten und ankerte einige Meilen entfernt. Der Kapitän hoffte, aus eigener Kraft die Probleme lösen zu können. Doch am 22.6. driftete das Schiff Richtung Tannir Bavi wegen stürmischer See und lief auf Grund. An Bord waren 3 Pakistanis, 16 Eriträer und je 2 Männer aus Sudan, Ghana und Sri Lanka. Örtliche Fischer ergriffen angesichts ausbleibender Rettungsarbeiten die Initiative zur Rettung der an Bord gefangenen Crew, als das Schiff sich in der Brandung zusehends nach Steuerbord überlegte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.06.2007
Endet die "Pasha Bulker" auf dem Strand von Newcastle?
Australien, 23.06.07 - Möglicherweise ist die vor Newcastle gestrandete "
Pasha Bulker" nicht mehr zu bergen und muss abgebrochen werden. Die Kosten einer Bergung und die Stabilisierung des beschädigten Rumpfes könnten sich auf
41 Millionen Australiendollar belaufen, hieß es am 23.6. Ein Abbruch vor Ort würde rund ein halbes Jahr dauern. Das Schiff besteht aus 11-12000 Tonnen Stahl in einem Wert von mehreren Millionen Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.06.2007
Bulkcarrier nach Übergehen der Ladung in Seenot
Cape Egmont, Taranaki , Neuseeland, 23.07.07 - Der Bulkcarrier "
Taharoa Express" geriet am 22.6. gegen 2.30 Uhr vor Cape Egmont, Taranaki Coast, in schwerer See in Seenot und entwickelte starke Steuerbordschlagseite. Das Schiff hatte eine Ladung von Eisensand, als sechs Meter hohe Wellen diese übergehen ließ und damit eine 20 Grad-Schlagseite auslösten. An Bord des 140,000-Tonners waren 25 Mann Crew. Um 6 Uhr morgens des
23.6. erreichte der Havrist Golden Bay, wobei acht Meter hohe Wellen und Windgeschwindigkeiten von 80 Stundenkilometern die Geschwindigkeit herabgesetzt hatten. Inzwischen liegt der Havarist 30 Kilometer nördlich von Nelson, Tasman Bay, vor Anker.
Am 23.6. sollte das Schiff untersucht und wieder aufgerichtet werden. Bislang wurde die Krängung durch Aufnahme von Ballastwasser um 2 Grad reduziert. Die Arbeiten sind langwierig, weil die schiere Größe des Schiffes die Aufnahme von tausenden von Tonnen Wasser nötig macht. Bereits 2004 geriet das Schiff in Schwierigkeiten, als es nach Maschinenausfall vor der Westküste von Auckland ins Treiben geriet. Es verkehrt regelmäßig zwischen China oder Japan und Port Taharoa, Waikato.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.06.2007
Frachter trieb auf Strand von Thanveerbavi
Mangaluru (Mangalore), Bundesstaat Karnataka / Indien, 23.06.07 -Am Morgen des 23.6. strandete ein Frachter mit 24 Mann Crew vor der Küste von Thanveerbavi nahe Mangalore. Das Schiff lag mit Steuerbordschlagseite in schwerer Brandung. Die Besatzung war nicht in unmittelbarer Gefahr, es bestand Funkkontakt. Zwei Boote wurden zur Rettung ausgesandt, die Marine und die Küstenwache alarmiert. Das schlechte Wetter erschwerte den Einsatz von Rettungskräften aus der Luft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.06.2007
Drei Sportbootfahrer vor Rochester in Seenot
Rochester, New York, USA, 23.06.07 - Am 22.6. gegen 5 Uhr funkte das Sportboot "
Spirit Wind" vor Rochester (Lake Ontario) Mayday. Die Küstenwache rettete die dreiköpfige Crew aus den Wasser. Ein Rettungsboot zog den Havaristen zurück in den Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.06.2007
Tanker rammte Kühlfrachter in St. Petersburg
Sankt Petersburg / Russland, 23.06.07 - Der norwegische Produktentanker "
Ek-Star", 8829 BRZ, (erbaut 1999, IMO 9164524) kollidierte am 18.6. in St. Petersburg mit dem philippinischen Kühlfrachter "
Humboldt Rex", 7637 BRZ (erbaut 1998, IMO 9179397). Die "Humboldt Rex" war dabei, anzulegen, als sie mit der "Ek-Star" zusammenstieß und an Steuerbord beschädigt wurde. Auch die "Ek-Star" erlitt leichte Schäden. Am 21.6. verließ die "Ek-Star" nach Abschluss der Inspektionsarbeiten den Hafen um 11.30 Uhr mit Kurs Karlshaven. Die "Humboldt Rex" verließ St. Petersburg am 22.6. gegen 15 Uhr.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.06.2007
Video gibt Aufschluss über Kollision deutscher Schnellboote
Deutsche Marine, Glücksburg, Schleswig-Holstein / DE - Vor vier Wochen kollidierten vor der libanesischen Küste die beiden deutschen Schnellboote "
Frettchen" und "
Gepard". Ein
Video des Crashs, der jetzt im
Internet kursiert, zeigt, dass sich der Kommandant der "Frettchen" offenbar einen Spaß erlauben wollte. Es zeigt die "Frettchen", die vor der libanesischen Küste quer über die Bugwellen der deutschen Fregatte "
Brandenburg" lief. Einer der Beobachter sagte: "Mann sieht das geil aus". Kurze Zeit später aber riefen einige andere "Scheiße, Scheiße". Denn die "Frettchen" konnte nach dem Ritt über die Bugwellen nicht mehr der "Gepard" ausweichen, einem zweiten Schnellboot, das parallel zur "Brandenburg" lief.
Derzeit werden die bei der Kollision schwer beschädigten Boote auf
Zypern repariert. Die Marine hat eine Kommission eingesetzt, die den Vorfall untersucht. Alle Beteiligten werden verhört. Sicher ist nach Angaben eines Marinesprechers nur, dass die Schiffe auf dem Rückweg von einer Zeremonie waren, mit der die Fregatte "Brandenburg" in die Heimat verabschiedet wurde. Bei diesen Zeremonien sei es üblich, nochmal an den Heimkehrern vorbeizufahren und zu winken. Die Schiffe gehörten zu einem internationalen Flottenverband unter dem Kommando der Deutschen. Er kreuzt vor der libanesischen Küste und soll Waffenschmuggel verhindern. Insgesamt setzen die Deutschen zwei Fregatten, vier Schnellboote und zwei Versorgungsschiffe ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.06.2007
Beschädigtes Docktor in Kiel ausgedockt
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 22.06.07 - Am 21. Juni hoben die beiden Schwimmkräne "
Enak" und "
Samson" bei der Kieler Lindenauwerft das Schleusentor zurück ins Wasser, das am 2.1. von dem Tanker "
Bow Sirius" in Holtenau gerammt und schwer beschädigt worden war. Seit dem März hatte das 1000 Tonnen schwere Tor in Kiel-Friedrichsort im Schwimmdock gelegen, wo etliche Stahlträger und –platten ausgewechselt worden und die aufgerissenen Trimmtanks wieder abgedichtet worden waren. Bis zum Sommer soll das Tor wieder einsatzklar sein und damit werden wieder zwei Ersatztore zur Verfügung stehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.06.2007
Helikopter brachte Segler vor Kiel zum Kentern
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 22.06.07 - Am 22.06.2007 gegen 11:13 Uhr flog bei der Kieler Woche ein deutscher
Hubschrauber in extremen Tiefflug (ca. 30 m) über die Regattabahn "Golf" und bringt durch seinen Abwind mehrere
Regattateilnehmer zum Kentern. Personen kamen nicht zu Schaden. Weiter überflog er in gleicher Höhe auch die Bahnen "Echo", "Delta" und "Alpha". Der Pilot konnte ermittelt werden. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr aufgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.06.2007
Motorboot nach Wellenschlag gekentert
Köln, Nordrhein-Westfalen / DE, 22.07.07 - Nach einem Bootsunfall auf dem Rhein bei Köln sind sieben Männer unverletzt geborgen worden. Das Motorboot der Männer war am Donnerstagabend (21.06.) vermutlich durch Wellenschlag gekentert, wie die Feuerwehr am Freitag mitteilte. Fünf der Verunglückten hielten sich in Höhe der Deutzer Brücke an dem kieloben treibenden Motorboot fest. Sie wurden von einem Rettungsboot der Feuerwehr übernommen. Zwei weitere Männer klammerten sich zunächst an einer Radartonne fest, sie schwammen dann zum Ufer und wurden dort versorgt. Die Männer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren stammen aus dem Sauerland und machen derzeit Urlaub auf einem Kölner Campingplatz. Da sie unverletzt waren, wurden sie mit einem Mannschaftstransportbus der Feuerwehr dorthin zurückgebracht. Das etwa eine Tonne schwere und vier Meter lange Motorboot trieb zunächst weiter stromabwärts und wurde schließlich von der Besatzung eines Löschboots gesichert. Es wurde später an der Deutzer Werft mit Hilfe eines Feuerwehrkrans geborgen. Im Einsatz waren etwa 40 Kräfte der Feuerlöschbootstation, ein Hubschrauber sowie Wasserschutzpolizei und Rettungsdienst.
Quelle: ddp vom 22.06.2007
Nicht ausreichene Verankerung führte zu Strandung
Southampton, County Hampshire, Englands / UK, 22.06.07 - Der Frachter "
Harvest Caroline" lief nach einem Bericht des Marine Accident Investigation Branch (MAIB) im Oktober vor Tanera Mhor, Summer Isles (Schottland), im vergangenen Oktober (
31.10.06) auf Grund, weil die Ankerposition falsch und die Länge des Ankerkabels zu kurz war. Das Schleifen des Ankers wurde übersehen, weil die
Ankerwache im Bett lag. Auch hatte der Betreiber des Fischfarmversorgers wenig Erfahrung. Die "Harvest Caroline" hatte vor der Strandung Maschinenschaden erlitten. Die Frau des Skippers wurde anschließend von Bord evakuiert. Das Schiff transportierte 60 Tonnen Fischfutter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.06.2007
Info: Tanera Mhor (Tanera Mor) ist die größte Insel der
Summer Isles group und liegt 1,5 Meilen vor der Kleinstadt Achiltibuie (im nordwestlichen Hochland von Schottland)
Dänischer Trawler im Dock umgekippt
Århus, Jütland / Dänemark, 22.06.07 - Am Morgen des 22.6. gegen 9.30 Uhr stürzte der 61,82 m lange Trawler "
Ruth HG 264", 1800 ts, aus Hirtshals im Dock der
Århus Skibsværft auf die
Backbordseite. Niemand wurde verletzt, aber einige Werftarbeiter sprangen vom Schiff ins Hafenwasser.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.06.2007
Bergungsvorbereitungen für "Pasha Bulker" angelaufen
Newcastle, New South Wales / Australien, 22.06.07 - Die erste Phase zum Flottmachen des Bulkers "
Pasha Bulker" vor Newcastle Beach hat begonnen. Das Schiff war am 8.6. vor Nobbys Beach gestrandet. Die Hoffnung liegt auf Springtiden Ende Juni. Jetzt begann das Auslegen seewärtiger Anker. Sie werden ungefähr 400 Meter weit ausgefahren. Trossen zum Schiff sollen diesem helfen, mit den Bordwinschen den Zug der Schlepper zu unterstützen.
Vier Schlepper werden eingesetzt. Um den Havaristen wurde eine Sperrzone von 1,8 Quadratmeilen eingerichtet. Der 64 Meter lange Schlepper "
Pacific Responder" ist seit dem 21.6. vor Ort. Es soll mit den 15 Tonnen schweren Ankern beladen werden. Außerdem sind die "
Woona" und "
Keera" sowie ein
Schlepper aus Newcastle im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.06.2007
"Mighty Servant 3" im Dock
Kapstadt / Südafrika, 22.06.07 - Der Dockwise-Schwergutfrachter "
Mighty Servant 3", der von Smit Salvage in Luanda Bay geborgen worden war, ging am 21.6. in Kapstadt ins
Trockendock, einige Tage nachdem er den Hafen im Schlepp erreicht hatte. Hier soll der Schaden gründlich untersucht werden. Das Schiff hatte 5 Monate in 60 Metern Tiefe gelegen, nachdem es am 6.12. beim Absetzen der Bohrinsel "Aleutian Key" gesunken war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.06.2007
Bergung der "Hohe Weg" vorbereitet
Bremerhaven, Bremen / DE, 21.06.07 - In Vorbereitung der Bergung und des Einsatzes des schweren Bergegeschirrs hat die Fa. Otto Wulf am 19. und 20. Juni 2007 die Lage und den Zustand des Fischkutters "Hohe Weg" durch ihre eigenen Bergungstaucher untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass der Havarist seit dem letzten Tauchgängen durch die Wracktaucher des BSH nahezu unverändert auf seiner Steuerbordseite liegt. Auch die Versandung ist unverändert geblieben, der Kolck hat sich nicht weiter ausgedehnt. Ebenso treiben die Netze weiter bis ca. 2m unter der Wasseroberfläche in der Strömung.
Bei den Tauchgängen konnten aufgrund stabiler und ruhiger Wetter- und Strömungsverhältnisse bereits die Drähte zum Durchziehen der starken Bergungsdrähte vorn und achtern unter dem Havaristen ausgebracht werden. Diese schweren Bergungsdrähte werden dann über die bei diesem Einsatz gesetzten Zugdrähte mit dem für die Bergung vorgesehenen Schwimmkran "Samson" eingezogen. Die Schwimmkran besitzt einen Ausleger von 16 Metern Höhe und kann 900 Tonnen heben.
Damit sind bereits jetzt die Voraussetzungen für eine zügige Bergung des Fischkutters "Hohe Weg" getroffen. Anvisiert sind die zweite oder dritte Juliwoche.
Die "Hohe Weg" sank am 8. November 2006 bei den Nordergründen, etwa 16 Seemeilen südlich von Helgoland. Den Auftrag für die Bergung hat das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven vergeben. Die "Hohe Weg" liegt in etwa acht Metern Tiefe in einem viel befahrenen Gebiet und stellt somit eine Gefahr für die Schifffahrt dar. Außerdem befinden sich noch zirka 20 Tonnen Treibstoff in dem Schiff, die eine Umweltgefahr darstellen.
Quelle: WSA Bremerhaven vom 21.06.2007
Explosion auf holländischem Kutter
Bergen aan Zee, Noord-Holland, Niederlande, 21.06.07 - Am Donnerstagmorgen, den 21. Juni kam es auf dem holländischen Kutter "
Esther Jenke" (WR291 = Wieringen-291) um 4 Uhr zu einer Maschinenraumexlosion. Der Kutter befand sich ungefähr 2 Kilometer vor der Küste von Bergen aan Zee. Anschließend brach ein Feuer aus. Das
KNRM-Rettungsboot aus Egmond sowie der Notschlepper "
Waker" liefen zum Havaristen und waren eine Viertelstunde später vor Ort. Das
Rettungsboot aus Ijmuiden brachte Feuerwehrkräfte, die das Feuer um 5 Uhr unter Kontrolle hatten. Ein anderer Kutter bot seine Hilfe an, das fahruntüchtige Schiff in den Hafen von IJmuiden zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.06.2007
Keine Bergung der "Sea Diamond" beabsichtigt
Zypern, 21.06.07 - Die
Louis Cruise Lines haben keine Absichten, die vor Santorini gesunkene "
Sea Diamond" zu bergen, hieß es am 21.6. Die Gefahr weiterer Umweltschäden würde dadurch erhöht. Die aktuelle Gefahr, die von dem Wrack mit geschätzten 200 Tonnen Öl an Bord ausgeht, wurde als minimal eingeschätzt. Die Reederei ist der Meinung, alles machbare unternommen zu haben und will gegen die Strafe von 1,17 Millionen Euro angehen. Sie empfindet die Strafe als unfair. Die Struktur des Wracks, sein Zustand und die Wassertiefe habe Experten zu dem Schluss kommen lassen, dass jeder Versuch, Öl abzupumpen, extrem gefährlich für Taucher und auch für die Umwelt sei. Versuche, die "Sea Diamond" zu heben, würden die Gefahr unkontrollierbarer Ölaustritte mit sich bringen. Stattdessen sollen die Ölsperren erneuert werden und damit die ohnehin abnehmenden Ölaustritte weiter kontrolliert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.06.2007
Vor 157 Jahren gesunkener Dampfer gefunden
Vermilion, Ohio / USA, 21.06.07 - Der vor 157 Jahren im Lake Erie gesunkene Dampfer "
General Anthony Wayne" wurde jetzt acht Meilen nördlich von Vermilion in 50 Fuß Tiefe gefunden. Das 157 Fuß lange Schiff war nach einer Kesselexplosion am
28.4.1850 mit ca. 100 Menschen an Bord gesunken. Mit Sidescan-Sonar wurde das Wrack im September 2006 ausfindig gemacht. Inzwischen wurden zwei Tauchgänge zu ihm unternommen. Das Wrack soll nun ausführlich untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.06.2007
Losgerissene Propellerwelle führte zu Wassereinbruch
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 20.06.07 -
Eine gelöste Propellerwelle war es, die die Yacht "Basset" aus Travemünde am 20.6. vor Kiel in Bedrängnis gebracht hatte. Dadurch war Wasser durch das Stevenrohr in den Rumpf eingedrungen. Den Wasereinbruch konnte erst der Laboer Seenotkreuzer "Berlin" unter Kontrolle bringen . Die 10 Meter lange Motoryacht hatte in den Mittagsstunden gefunkt: Mayday, Wassereinbruch, wir sinken", und damit den Einsatz mehrerer Schiffe ausgelöst, der mit dem Einschleppen des Havaristen nach Laboe endete. Die zweiköpfige Crew blieb unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.06.2007
Missionsschiff "Logos II" rammte Kutter
Victoria Pier, St. Helier, Jersey, Kanalinsel / UK, 21.06.07 - Das Missionsschiff "
Logos II" kollidierte am 20.6. mit einem
Austerkutter an der Victoria Pier in Jersey. Als die "Logos II" zu einem bis zum 26.6. geplanten Besuch in den Abendstunden anlegen wollte, rammte das Missionsschiff den Kutter und beschädigt ihn.
Die "Logos II" wurde 1968 als "
Antonio Lazaro" für die Union Levante SA in Valencia erbaut und als Fähre nach Marokko eingesetzt. Sie hatte eine Passagierkapazität von 600 Personen. Später verkehrte sie zwischen Spanien und spanischen Gebieten in Nordafrika. 1988 wurde sie von Educational Book Exhibits Ltd gekauft, überholt, umgebaut und in "Logos II" umbenannt.
Der
Vorgänger der "
Logos II", die als Hurtigruten-Fähre erbaute "Logos", strandete 1988 in Patagonien und ging total verloren. Ihr Wrack ragt heute noch halb aus dem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.06.2007
Zwei Schlepper im Päckchen gesunken
Krotz Springs, Louisiana / USA, 20.06.07 - Am 20.6. sanken
2 Schlepper, die im Hafen des Atchafalaya River in Krotz Springs vertäut waren. Um 4 Uhr erhielt die Küstenwache die Nachricht der 50 Fuß langen "
Miss Marjorie" sowie der 62 Fuß langen "
Amy Sue", die längsseits vertäut lag, dass die "Miss Marjorie" Wasser mache. Die Schiffe lagen im Päckchen an der Valero Raffinerie. Ein Decksmann, der den Wassereinbruch bemerkte, weckte Kapitän und Crew unmittelbar vor dem Untergang. Dabei wurde die "Amy Sue" mit unter Wasser gezogen. Drei Mann sprangen auf die Pier, der Kapitän an Land. 500 Gallonen Öl liefen aus. Es gab nur minimale Mengen Dieselöl, die aufnehmbar waren. Die Bergung soll am 22.6. beginnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.06.2007
Info: Der
Atchafalaya River ist ein Nebenfluss des Mississippis und des Red River's, ungefähr 270 Kilometer lang, in zentralem Südlouisiana in den USA und ist schiffbar.
Glocke von Kreuzer "Dresden" kehrte vom Meeresgrund nach Kiel zurück
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 20.06.07 - 91 Jahre lag die
Schiffsglocke des
1915 selbstversenkten deutschen Kreuzers "
Dresden" vor Chile auf dem Meeresgrund. 2006 wurde die "
Stimme der Dresden" begleitet von großem öffentlichen Interesse durch ein deutsch-chilenisches Forschungsteam geborgen. Nun kehrte die 155 Kilogramm schwere bronzene Glocke mit der Inschrift "
SMS Dresden" fast unversehrt nach Deutschland zurück und wurde am 20.6. in Kiel von der chilenischen Botschafterin Marigen als Leihgabe an den deutschen Vizeadmiral Wolfram Kühn übergeben. Nach der Konservierung, Restaurierung und Entsalzung durch das Archäologische Landesmuseum in Schleswig soll die Glocke, die von einem Reichsadler mit Anker und Eichenlaub-Umkränzung geziert wird, im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden ausgestellt werden.
"Die Schiffsglocke bestimmte den Rhythmus an Bord", sagte Willi Kramer, marinearchäologischer Denkmalpfleger. Der 58-Jährige war selbst dabei, als die Glocke aus den Fluten des Pazifiks gezogen wurde. Zuvor hatten schon illegale Plünderer versucht, sie zu bergen, wie am Wrack aufgefundene Stahlseile bewiesen. Am
14. März 1915 schlug die Glocke der "Dresden" zum letzten Mal. Das Wrack des 118 Meter langen kleinen Kreuzers liegt weiterhin in 65 Metern Tiefe vor der Insel. Er wurde 1907 bei Blohm + Voss in Hamburg erbaut. Ausgangspunkt der letzten Reise war das Seegefecht vor der chilenischen Hafenstadt Coronel am 1. November 1914. Die Briten erlebten durch das deutsche Ostasiengeschwader, zu dem die Dresden gestoßen war, die erste Seeniederlage seit mehr als 100 Jahren, 1000 Briten starben. Am 8. Dezember 1914 kam es bei den vor Argentinien gelegenen Falklandinseln zu einem weiteren Gefecht. Die "Dresden" entging als einziges Schiff des Ostasiengeschwaders der Vernichtung durch die Briten. Es folgte eine monatelange Flucht. Die Briten wollten unbedingt die Scharte von Coronel auswetzen. Mit Unterstützung des deutsch-chilenischen Lotsen Albert Pagels gelang es der "Dresden" aber, sich in verwinkelten Kanälen Patagoniens zu verstecken. Agenten versuchten den Aufenthaltsort des Kreuzers zu erfahren. Als sich der Druck erhöhte, brach der Kreuzer im März 1915 in Richtung Pazifik durch.
650 Kilometer vor dem Festland ging die "
Dresden" bei der Crusoe-Insel, die zum Archipel Juan Fernández gehört, vor Anker. Die Mannschaft war erschöpft, die Kohlenvorräte fast aufgebraucht und die Maschinen von einer schweren Sturmfahrt angeschlagen. Per Funkspruch aus Berlin stellte es Kaiser Wilhelm II. der Mannschaft frei, sich internieren zu lassen. Die Kreuzer "
Kent" und "
Glasgow" spürten vorher aber die "Dresden" auf und schossen sie zusammen, weshalb Lüdecke die Versenkung durch Fluten befahl. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrten die meisten Seeleute der "Dresden" nach Deutschland zurück, einige wurden aber auch Viehzüchter und blieben in Chile.
Ein besonderer Fall war
Wilhelm Canaris. Der damalige Adjutant flüchtete noch 1915 aus Chile und wurde unter Hitler im Zweiten Weltkrieg Chef der deutschen Abwehr. Im Süden Chiles, wo zahlreiche Deutschstämmige und Nachfahren von "Dresden"-Matrosen leben, erinnern bis heute
Gedenksteine an das Schicksal des deutschen Kreuzers.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.06.2007
Lotsenboot brannte vor Harwich
Harwich, Essex, England, UK, 20.06.07 - Am 20.6. kam es auf dem Lotsenboot "
Haven Hawk" aus Harwich 2 Meilen östlich von der "Feuerschiffstation Sunk" zu einem Maschinenraumbrand mit starker Rauchentwicklung. Das Harwich Rettungsboot lief aus, zwei Handelsschiffe kamen zu Hilfe und ein Rettungshubschrauber stieg auf, um die zwei Mann Crew und den Lotsen aufzuwinschen. Als das RNLI-Boot eintraf, kam Rauch aus den Ventilatoren des Maschinenraums, und Deck- und Brückenhaus waren beschädigt. Mit voller Feuerlöschausrüstung konnte die Rettungsbootcrew die Luke des Maschinenraums öffnen und den Brand niederkämpfen. Anschließend schleppte sie die "Haven Hawk" nach Harwich zurück, wo eine Untersuchung eingeleitet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.06.2007
Trawler nach Feuer evakuiert
Nazaré / Portugal, 20.06.07 - Der Trawler "
Mar da Galega" geriet 17 Meilen vor Nazaré am 20.6. in Brand. Das ozeanografische Forschungsschiff "
D. Carlos I" rettet die Crew. Einer der Männer war schwer verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.06.2007
Chinesisches Schiff hauptschuldig am Tod von 16 Seeleuten
Beijing / China, 19.06.07 - Am 19.6. wurde vom
Ministerium für Kommunikation Beijing in China die Crew des in St. Vincent registrierten chinesischen Containerschiffes "
Jinsheng" für die Kollision mit der koreanischen "
Golden Rose" im Mai verantwortlich gemacht, bei der
6 Menschen starben und
10 weitere seither vermisst sind. Eine Teilschuld trifft auch die "Golden Rose", die nichts unternahm, die Kollision zu vermeiden, als die "Jinsheng" auf Kollisionskurs ging. Beide Schiffe hätten gegen internationale Regeln verstoßen und seien zu schnell gewesen. Die "Golden Rose" sank so schnell, dass die Besatzung keine Chance hatte, sich zu retten. Die "Jinsheng" hat das Unglück nicht sofort den örtlichen SAR-Stellen mitgeteilt, obwohl es seine Betreiber informierte. Erschwerend aktiviertne sich das GMDSS und das EPIRB nicht. Das von der Shandong Lufeng Shipping Company Ltd. operierte Schiff verließ die Unglücksstelle, ohne eine Suche durchgeführt zu haben. Dies wird noch weitere Untersuchungen und Anklagen nach sich ziehen.
Die "
Golden Rose" hatte 5900 Tonnen Stahl an Bord, als sie nahe Yantai City am
12.5.2007 gegen 3 Uhr sank. Drei koreanische Opfer wurden am 30.5. in die Heimat überführt, ein Seemann aus Myanmar wurde in Yantai beerdigt. Zwei weitere wurden am 31.5. nach Myanmar geflogen. 34 Taucher sind immer noch dabei, die übrigen Vermissten zu suchen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.06.2007
Taucher fanden historisches Wrack vor Australien
Cape Schanck, Victoria, Australien, 12.06.07 - Taucher fanden vor Cape Schanck in Victoria jetzt das Wrack der SS "
Alert", die am
27.12.1893 in den rauen Gewässern von Australien Bass Strait sank. Die Crew hatte gemeutert, weil das für die geschützten schottischen Gewässer erbaute Schiff nach Australien lief. Es machte die Reise dennoch mit einer Ersatzcrew, die eine Gefahrenzulage erhielt, doch dann ereilte es sein Schicksal. Die Taucher hoffen, Hinweise zu finden, wie die Crew versuchte, ein Rettungsboot auszusetzen, das dann von einer See zerschmettert wurde. Dies berichtete der einzige Überlebende, die anderen 16 Mann ertranken. Der Smut hatte sich an eine Kabinentür geklammert und wurde auf einen nahen Strand getrieben. Die "Alert" liege aufrecht auf dem Meeresgrund, berichteten die Amateurtaucher nun.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.06.2007
Sportboot drohte vor Kiel zu sinken
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 20.06.07 - Am 20.06.2007 gegen 12:40 Uhr, kam es in der Kieler Bucht ca. 1 Seemeile südöstlich des Kieler Leuchtturms zu einem Sportbootunfall. Ein 9 Meter langer
Motorsegler mit zwei Personen an Bord machte plötzlich über das Stevenrohr Wasser und drohte zu sinken. Die Besatzung setzte über Seefunk einen Notruf ab. Dieser wurde von MRCC Bremen und Fahrzeugen in der Nähe aufgefangen. Der Seenotrettungskreuzer "
Berlin", das Polizeiboot "
Eider" und die "
Scharhörn" der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung machten sich umgehend auf den Weg zum Havaristen. Die Fahrzeuge erreichten fast zeitgleich um 12:42 Uhr den Einsatzort. Die Besatzung des Segelkutters, die unverletzt blieb, wurde geborgen. Mit einer vom Tochterboot der "Berlin" ausgebrachten Tauchpumpe konnte der Segelkutter soweit lenz gehalten werden, dass er in den Hafen von Laboe geschleppt werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Skipper von sinkender Yacht gerettet
Clearwater, Florida / USA, 20.6.07 - Eine Rettungscrew der Coast Guard Air Station Clearwater, Florida., barg am 20.6. einen Segler von dem 15 Meilen südlich des Econfina River sinkenden 25-Fuß-Boot "
El Tigre". Das Boot hatte Ruderbruch erlitten und nahm rasch Wasser. Ein Helikopter aus Clearwater, ein Rettungsboot der Yankeetown und ein HU-25 Falcon Jet der Air Station Mobile wurden in Marsch gesetzt. Der Segler hatte das Boot aufgegeben und war um 12.22 Uhr in seinem Rettungsfloß gegangen. Um 13.20 Uhr war der Helikopter vor Ort und winschte ihn auf. Er wurde nach Clearwater geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Kutter sank vor Sunderland
Sunderland, England, UK, 20.06.07 - Am 20.6. um 11 Uhr bat der Kutter "
Anya" bei der Humber Küstenwache um Assistenz für den Kutter "
Swifty" vor Whitburn, Sunderland. Die "Swifty" hatte einen blockierten Propeller, beim Versuch, ihn freizubekommen, kam es zu einem Wassereinbruch. Die "Anya" barg den Skipper von seinem sinkenden Schiff. Er wurde dann auf das Sunderland Rettungsboot übergesetzt und an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Chemikalientanker sinkt vor der Insel Sokotra
Insel Sokotra / Jemen, 20.06.07 - Am 20. Juni um ca. 05.50 GMT sank der unter panamesichen Flagge fahrenden Chemikalientanker "Alexander C" im Norden des jemenischen Archipels Sokotra. Der Chemikalientanker ging bei schlechten Wetter und hoher See unter. Die Crew verließ das Schiff, nachdem der Maschinenraum überflutet war. Die neuzehnköpfige Mannschaft, die sich in einem Rettungsboot befanden, wurde von dem panamesichen Chemikalientanker "Fairchem Steed" gerettet. Die Mannschaft (1 Georgier und 18 Türken) werden am Wochenende in einem indischen Hafen erwartet um sie dort zurück nach der Türkei zu fliegen.
Quelle: seanews vom 20.06.2007
Containerschiff auf der Unterelbe auf Grund gelaufen
Hamburg / DE, 20.06.07 - Heute Morgen ist das finnische Containerschiff "Linda" (Länge 141,20 m, Breite 21,30 m, BRZ 8.950) auf der Unterelbe auf Grund gelaufen. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Um 02:35 Uhr wurde die Wasserschutzpolizei über den Festkommer informiert. Nach ersten Erkenntnissen war die Hauptmaschine des Containerschiffes wegen einer verstopften Brennstoffleitung ausgefallen.Bei einem Tiefgang von 7,30 Metern und einer Wassertiefe von 6,50 Metern lief die "Linda" schließlich zwischen Stadersand und Bützfleth auf Grund. Gegen 03:45 Uhr ist das Containerschiff durch das auflaufende Hochwasser wieder frei gekommen. Zunächst wurde ein vorläufiges Weiterfahrverbot ausgesprochen. Der Germanische Lloyd genehmigte später die Weiterfahrt bis Rotterdam mit der Auflage, in Rotterdam die Klasse neu bestätigen zu lassen.
Quelle: Polizei Hamburg vom 20.06.2007
Zwei Fährunfälle in Paturia Ghat
Paturia, Dhaka, Bangladesh, 19.06.07 - 15 Personen wurden verletzt, als zwei BIWTC-Fähren in Paturia Ghat auf dem Padma River am 19.6. frontal zusammenstießen. Die nach Paturia laufende "
Shah Paran" rammte die "
Enayetpuri" kurz vor dem Ankern um 14.30 Uhr. Beide Fähren waren voll beladen.
Bei einem anderen
Zwischenfall lief die BIWTC-Fähre, "
Bir Sreshtho Matiur Rahman", mit 19 Autos nahe Paturia Ghat um 1:30 Uhr auf Grund. Ein BIWTA Bergungsschiff lief zur Strandungsstelle. 400 Autos warteten auf die Flusspassage sowie tausende Passagiere.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Tanker riss sich los und kollidierte
Ho Chi Minh City, Vietnam, 19.06.07 - Der Tanker "
Quang Duc", 1800 tdw, riss sich in starker Strömung am 19.6. von seinen Moorings auf dem Nha Be River in Vietnam los. Das 1979 erbaute Schiff rammte ein anderes
Schiff und wurde auf 3 Metern Länge aufgerissen. An Bord waren 1,7 Tonnen Betriebsstoff, 400 Liter liefen aus. Der Ölfilm wurde in den folgenden Stunden aufgenommen, das Schiff abgedichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Louis Cruise muss hohe Strafe zahlen
Athen / Griechenland, 18.06.07 -
Eigner, Betreiber und Kapitän der "
Sea Diamond", die vor Santorini sank, wurden für Meeresverschmutzung am 18.6. mit
1,57 Millionen Dollar bestraft. Aus dem Wrack sind rund 300 Tonnen Öl ausgelaufen, seit das Schiff am 5.4. unterging. Den Beschuldigten wurde auch vorgeworfen, keinen Aktionsplan zum Abpumpen des Restöls vorgelegt zu haben sowie die Auswirkungen auf die See überwacht zu haben. Die Hafenbehörde Santorini verlangte tägliche
Schadensersätze von
12000 Dollar pro Tag, bislang rund 750000 Dollar. Der Kapitän und 5 andere Besatzungsmitglieder erwarten zudem eine Anklage wegen Nachlässigkeit. Louis Group wollte keinen Kommentar abgeben. Eine Sprecher aber verteidigte die bisherigen Reinigungsarbeiten, die ein griechischer Vertragspartner durchführt. Die Arbeiten an den Stränden seien fast abgeschlossen. Das Gebiet sei sauber. Er schätzte, das meiste Öl sei inzwischen ausgelaufen, von den 450 Tonnen wurden 250-300 Tonnen auf See und ein Teil am Strand aufgenommen. Die Reinigung des Meeres werde noch Monate andauern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Erfolgreicher Einsatz für lecke Yacht
Sandy Hook, Monmouth, New Jersey / USA, 18.06.07 - Am 18.6. schlug die 37 Fuß lange Yacht "
Double Eagle" aus Houston drei Meilen südlich von Sandy Hook, New Jersey, leck. Sie hatte drei Personen an Bord. Die Crew versuchte mit zwei Pumpen den Wassereinbruch zu bekämpfen. Zwei Rettungsbootcrews aus Sandy Hook und ein Hubschrauber aus Atlantic City waren binnen einer halben Stunde vor Ort. Zwei weitere Lenzpumpen stabilisierten das Boot. Danach wurde es in eine Marina in Atlantic Highlands eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Great Laker gestrandet
Algonac, St. Clair, Michigan / USA, 18.06.07 - Der unter kanadischer Flagge laufende Bulker "
Agawa Canyon" lief auf dem unteren St. Clair River aus dem Ruder und wurde von der Strömung auf die Küste von Angonac, Michigan,gedrückt, wo er in 10-15 Fuß Wassertiefe festkam. Das Schiff war mit Steinen beladen. Das Schiff wurde von den Schleppern "
Superior" und "
Vermont" am 17.6. freigeschleppt und setzte seine Reise gegen Mitternacht fort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Schärenschiff auf Grund gelaufen
Maritime Such- und Rettungsleitstelle Göteborg, 18.06.07 - Am 18. Juni, um 15.40 Uhr, ist das schwedische Schärenschiff (Inselfähre) MS "
Stockholm" ( Eigner: Strömma kanalbolagets linjer, Stockholm ) östlich von der Insel Fjäderholmarna wegen eines Maschinenschadens auf Grund gelaufen. Eine andere Fähre übernahm die 12 Passagiere. Mit Unterstützung von zwei Schleppern ( "
Tug" und "
KBV 311") wurde das Schärenschiff wieder flott gemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Sorge um "Pasha Bulker" wegen weiterer Stürme
Newcastle /Australien, 18.06.07 - Am 21.6. wird der 64 Meter lange Schlepper "
Pacific Responder" an der vor Newcastle, Australien, gestrandeten 40000-Tonnen-Bulker "
Pasha Bulker" von Cairns, Queensland, kommend erwartet. Der Frachter liegt nur 20 Meter vor Nobbys Beach auf einer Sandbank, nachdem er am 8.6. dort im Sturm auf Grund trieb. Er soll Seeanker und Ketten auslegen. Der Bergungsplan schließt drei weitere Schiffe ein, die Bergungsschlepper "
Woona" aus Sydney und "
Keera" aus Melbourne sowie das Ölbekämpfungsschiff "
Shirley Smith". Diese soll in Newcastle während der Ölbergungsarbeiten in Bereitschaft liegen. Diese sollen bis zum 22.6. durchgeführt werden.
Das Öl wird von tieferen in sicherere Tanks umgepumpt. Danach sollen
Springtiden helfen, die "Pasha Bulker" wieder flott zu machen. Derweil gibt es Sorge, der 225 Meter lange Kohlentransporter könnte in neuen Stürmen auseinanderbrechen. Am 19.6. wurden Winde von 125 km/h erwartet. In der äußeren Hülle des Schiffes wurde ein Riss entdeckt, doch die innere Hülle ist derzeit intakt. Einer der sieben Laderäume wurde mit Wasser geflutet, damit das Schiff fester auf dem Seegrund sitzt. Die 22-köpfige Crew des Bulkers wurde bereits am Tag der Strandung mit Helikoptern evakuiert, nachdem schwerste Brecher über das Schiff gingen. Einige gingen später mit den Bergungsteams wieder an Bord. Die "Pasha Bulker" wurde 2006 erbaut. Als sie strandete, war sie in Ballast. In den Brennstofftanks sind 700 Tonnen Öl. Die Energieversorgung an Bord wurde mittlerweile wiederhergestellt. Mit der Bergung wurde Svitzer Salvage beauftragt. Als erste Schlepper waren die "
Leona" aus Sydney und die "
Cara" aus Melbourne vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Gefahr für Santorini nach Untergang der "Sea Diamond" nicht gebannt
Insel Santorin, Ägäischen Meer / Griechenland, 18.06.07 - Einige ölverschmierte Gummiwülste, ein Dutzend Bojen, mehrere Spezialschiffe, die auf dem Wasser dümpeln: viel mehr erinnert vor der griechischen Kykladeninsel Santorin nicht an den Untergang des Kreuzfahrtschiffes "
Sea Diamond" Anfang April. Eine befürchtete Ölpest schien zunächst abgewendet, doch die Gefahr einer Umweltkatastrophe sei keineswegs gebannt, warnen Fachleute jetzt. Die Reederei des gesunkenen Luxusliners, die zyprische Louis Hellenic Cruises, gerät zunehmend in die Kritik.
Kapitän Giannis Marinos hatte die 22.400 Tonnen große "Sea Diamond" am 5. April bei der Einfahrt in die Bucht von Santorin auf ein allgemein bekanntes und in den Seekarten deutlich verzeichnetes Riff gesteuert – warum, ist dem Schiffsführer noch heute "unerklärlich". Die "Sea Diamond", deren Rumpf bei der Kollision auf mehr als zehn Metern Länge aufgeschlitzt wurde, bekam schnell schwere Schlagseite. In einer dramatischen und von Passagieren als "chaotisch" beschriebenen Rettungsaktion konnten fast 1600 Touristen und Besatzungsmitglieder in Sicherheit gebracht werden. 15 Stunden nach der Havarie sank das Schiff. Ein 45-jähriger Franzose und seine 16-jährige Tochter werden seit dem Untergang vermisst.
In den Tanks der "Sea Diamond" befanden sich etwa
430 Tonnen Schweröl und
80 Tonnen Dieseltreibstoff - genug, um die Bucht von Santorin und die Strände benachbarter Kykladeninseln mit einem Ölteppich zu überziehen. Bisher sind geschätzte 250 Tonnen Treibstoff aus dem Wrack an die Oberfläche gestiegen. Sie konnten dort zum Teil, aber nicht ganz abgeschöpft werden: Etwa fünf Kilometer Küstenlinie wurden bisher verseucht, darunter auch ein Strand, der allerdings bereits wieder gesäubert werden konnte.
Noch Anfang Mai hieß es, aus dem Wrack trete
kein Öl mehr aus. Das erwies sich als Irrtum. Inzwischen steigt pro Tag etwa eine Tonne Öl an die Oberfläche – mit verheerenden Folgen für die Meeresfauna, wie Umweltschützer fürchten. Trotz mehrfacher Aufforderungen hat die Reederei noch immer keinen Plan vorgelegt, wie sie den restlichen Treibstoff aus dem Wrack zu entsorgen gedenkt. Die Staatsanwaltschaft auf Naxos, dem Verwaltungssitz der Kykladen, erließ deshalb vergangene Woche Haftbefehle gegen Kapitän Marinos, fünf Offiziere der "Sea Diamond" und 2 Vertreter der Reederei. Fachleute äußern Zweifel, ob sich das Öl überhaupt aus dem Wrack bergen lässt. Nick Haslam von der Beratungsfirma London Offshore Consultants (LOC) fürchtet, dass die Treibstofftanks bereits geborsten sind. Dadurch könnte sich das Öl inzwischen im gesamten Wrack verbreitet haben. Ein Absaugen dieses Öls wäre ein "extrem komplexes Vorhaben", sagt Haslam.
Gefahren gehen aber nicht nur von dem Öl aus. Die griechische Meeresbiologin Anastasia Milliou fürchtet die Verseuchung des Meeres durch
zahllose andere Giftstoffe an Bord, wie Säuren aus Batterien, Flüssigkeiten und Gasen aus Klimaanlagen und Reinigungsmittel: "Das alles sind toxische Zeitbomben", warnt die Wissenschaftlerin. Schwierig ist die Situation auch wegen der instabilen Lage des Wracks. Santorin ist eine Vulkaninsel. Der Vulkankrater bildet die bis zu 300 Meter tiefe Bucht von Santorin. Die "Sea Diamond" liegt am Steilhang der Kraterwand in etwa 150 Meter Tiefe. Eine Bergung des Schiffes gilt als sehr schwierig: das Wrack könnte in noch größere Tiefe abrutschen und auseinanderbrechen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Yacht vor Nordirland in Seenot
Ardglass, Nordirland / UK, 18.06.07 - Am 17.6. assistierte die Belfast Coastguard der Crew einer 34-Fuß-Yacht 14 Meilen östlich von Kilkeel. Die "
Red Ruth" hatte zwei Mann an Bord und Wassereinbruch in der Bilge. Die Crew versuchte, den Wassereinbruch zu stoppen. Das Newcastle-Rettungsboot und das Kilkeel-Boot kamen zu Hilfe und halfen der Yacht mit Lenzpumpen. Danach gelang es, die Maschine wieder in Betrieb zu nehmen und Kurs auf Ardglass Harbour unter Eskorte des Newcastle-Rettungsbootes zu nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Kutter rammte Bagger
Rameswaram / Indien, 17.06.07 - Vor dem Sethusamudram Ship Canal Project (SSCP) vor der Palk Straits kollidierte am 17. Juni ein
Kutter mit einer vierköpfigen Besatzung mit einem
Baggerschiff. Die Baggercrew hatte vergeblich versucht, den Kutter zu warnen. Die Fischer behaupten, dass das Baggerschiff schuld ist und verlangten nun ein Ausgleich.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Kollision im Nord-Ostsee-Kanal
Nord-Ostsee-Kanal, Schleswig-Holstein, 16.06.07 - Am 16. Juni kollidierten der 133 m lange englische Feeder "Nathalie Ehler" und das Kümo "Helga" im Nord-Ostsee-Kanal. Dabei wurde "Nathalie Ehler" an der Backbordseite beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Vermeintliche Schiffbrüchige waren in einer Frühstückspension
Fishguard, Pembrokeshire, Wales / UK, 16.06.07 - Am 16.6. koordinierte die Milford Haven Coastguard die Suche nach der Crew der 17 Fuß langen Yacht "
Eos", die auf Newport Sands gestrandet aufgefunden worden war. Mehrere Boote und Hubschrauber wurden alarmiert. Die 2-köpfige Crew wurde schließlich in einem lokalen Frühstückspension in Fishguard gefunden. Wahrscheinlich hatte sich die Yacht unbemerkt von der Vertäuung im Hafen von Fishguard losgerissen und war zu den Newport Sands getrieben worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Frachter vor Schweden gestrandet
Hörvik, Blekinge / Schweden, 14.06.07 - Am 12. Juni lief der 80 Meter lange norwegische Frachter "
Bewa" vor Laxgrund zwischen Hörvik und Blekinge in Schweden auf Grund. Die 8-köpfige polnische Crew blieb unversehrt. Die Küstenwachboote "
KBV 201" and "
202" und der Schlepper "
Frigga" liefen zur Strandungsstelle. Taucher untersuchten den Schiffsboden. Das Schiff hatte 17 Tonnen Dieselöl an Bord. Es war unterwegs von Mukran (Rügen) nach Karlshamn. Am 13.6. wurde es flottgemacht und lief nach Polen zur Reparatur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Küstenwache rettete Kutter
Warrenton, Oregon / USA, 13.6.07 - Die Coast Guard und das Warrenton Fire Department retteten den 42 Fuß langen Kutter "
Doreen", der im Warrenton Boat Basin in Warrenton, Oregon, am 13.6. zu sinken drohte. Der Eigner hatte um 23.47 Uhr Notrufe gesendet, nachdem sein Schiff rasch Wasser machte. Die Küstenwache schickte Lenzausrüstung und legte einen Ölschlängel um das Schiff aus. Es gelang, die "Doreen" zu stabilisieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
"MSC Alexa" versenkt Kutter – 7 Tote befürchtet
Tanger / Marokko, 13.06.07 - Am 12.6. kollidierte das marokkanische Fischereischiff "
Tikrit" mit dem Containerfrachter "
MSC Alexa" in der Straße von Gibraltar. Bei der Kollision gegen 15 Uhr sank der Kutter sofort. Die "MSC Alexa" lief Tanger an. Von der siebenköpfigen Crew des Kutters wurde
ein Mann tot geborgen, die anderen sind vermisst. Eine Suchaktion lief fünf Meilen westlich von Cape Spartel an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Das älteste aktive Vollschiff lief auf Grund
Oslo / Norwegen, 13.06.07 - Der Dreimaster "
Sørlandet" lief am 12.6. im Oslofjord auf Grund und musste evakuiert werden. Das Schiff war auf einen Felsen gelaufen weniger als 30 Meter entfernt vom Ufer. Zuerst lehnte der Kapitän Hilfe ab, dann aber wurden die 126 Fahrgäste von Fährbooten im Fjord von Bord geholt. Der Segler lag mit Schlagseite fest. Am nächsten Tag kam er mit höherem Wasserstand wieder frei. Das in Kristiansand beheimatete Schiff ist das
weltgrößte Vollschiff, der noch aktiv ist. Er wurde 1927 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Vier Mann von sinkendem Kutter gerettet
Gloucester, Massachusetts / USA, 13.06.07 - Am 12.6. sank der Kutter "
Virginia Surf" 70 Meilen östlich von Chatham. Er hatte um 21.15 Notrufe gesandt, dass er Wassereinbruch habe. Die "
Lily Jean" nahm Kurs auf den Havaristen, zu dem der Funkkontakt abgebrochen war. Ein
Falcon Jet aus Cape Cod und der Küstenwachkutter "
Campbell" aus Kittery liefen ebenfalls zur Position. Nachdem die vier Mann der "Virginia Surf" von der "Lily Jean" aufgenommen worden waren, wurden die Küstenwachkräfte zurückgerufen. Die Geretteten wurden in Gloucester an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Kutter sank vor der Küste von Chatham
Gloucester, Massachusetts / USA, 13.06.07 - Der Kutter "
Virginia Surf" aus Gloucester funkte die US Coast Guard vor Chatham, Cape Cod, stehend, um Hilfe an, und sank wenig später am 12.6. Der nahe stehende Kutter "
Lily Jean" rettete die vierköpfige Crew und brachte sie nach Gloucester zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Frachter im Asowsches Meer (Azov Sea) in Seenot
Kavkaz, Krasnodar, Russland, 13.06.07 - Der 3,629 BRZ große, 1969 erbaute Frachter "
Capital Star" entwickelte auf dem Weg von Eisk (Jejsk, Yeysk) nach Alexandria mit 4,022 Kubikmetern Holz nach Maschinenausfall am 12.6. Schlagseite. Die Krängung entstand durch falsches ballasten. Der nahe stehende Frachter "
Volgo Don 5044" kam zu Hilfe. Der Schlepper "
Mercury" lief zur Unglücksposition auf 46.07.3 N 037.05.8 O. Er schleppte die 15 Grad überliegende "Capital Star" zum nächstgelegenen Hafen Kavkaz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Frachter rammte Seebäderbrücke
Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 13.06.07 - Am 11. Juni rammte der britische Frachter "
Norrbotten", ex "Gotland" (IMO : 9191931/ 5450 tdw) die Seebäderbrücke in Cuxhaven beim Anlegen. Das 99,9 Meter lange Schiff wurde am Steuerbordvorschiff beschädigt. Es verholte an den Lübbertkai, wo der Schaden ausgebessert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Kutter lief vor New Jersey auf Grund
Mantoloking, New Jersey / USA, 12.06.07 - Am Morgen des 11. Juni lief vor Mantoloking, New Jersey, der 48 Fuß lange Kutter "
Danielle" aus Cape May auf Grund. Die Coast Guard Station Manasquan Inlet in Point Pleasant Beach kam zu Hilfe. Statt das Boot wieder flott zu machen, wurde der Kutter von einer Abruchfirma auseinander genommen und entsorgt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Tanker lief vor Rio auf Grund
Rio de Janeiro / Brasilien, 12.06.07 - Am 9.6. lief der von Transpetro betriebene Produktentanker "
Torm Signe" in Guanabara Bay, Rio de Janeiro, auf Grund. Das 72,718 dwt verdrängende, in Singapur registrierte Schiff transportierte 55000 Tonnen Öl, als es bei schlechter Sicht und starkem Wind strandete. Es hatte Ankern wollen. Der Tanker wurde am 11.6. wieder flott gemacht und vor Anker gelegt für Inspektionen. Sieben Prozent der Ladung waren zuvor geleichtert worden. Später wurde das Schiff zu Petrobrass Ilha D’Agus auf Governor’s Island in Guanabara Bay zu weiteren Untersuchungen verholt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
12 Tote bei Untergang afrikanischer Fähre
Rukwasee / Tansania, 12.06.07 - Die Passagierfähre "
Butterfly" kenterte am 8.6. auf dem Lake Rukwa (Rukwasee, Tansania ) wegen
Überladung in schwerer See.
12 Menschen, darunter drei Kinder, ertranken. Das Boot kenterte in der Nähe des Dorfes Mbangala im Chunya Bezirk.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Sportboot kenterte nach Kollision mit Schlepper
Kings Point, Nassau, New York / USA, 10.06.07 - Am 10.6. rammte der Schlepper "
Donald C" gegen 14.15 mit einem 24 Fuß langen
Sportboot, das nahe der Execution Rocks vor King's Point, New York, kenterte. Zwei Bootsfahrer wurden verletzt, als das Boot kenterte. Ein weitere blieb unversehrt. Der Schlepper ging mit seiner Barge vor Anker und erwartete ein Coast Guard Boarding Team der Station Eatons Neck. Das halbgesunkene Sportboot wurde nach Harry Tappen Beach, Glenwood Landing auf Long Island geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Schiffe sanken im Zyklon Gonu
Bandar Abbass / Iran, 09.06.07 - Am
6. Juni sank im "
Zyklon Gonu" im Persischen Golf vor der Mole von Haghani in Bandar Abbas ein
Frachter. Das Schiff war zuvor von der Küstenwache wegen illegalen Öltransports aufgebracht worden. Die Crew wurde gerettet.
Fujairah / Dubai, 09.06.07 -
11 der 21 Seeleute der "
Dubai Tranz" wurden am
6. Juni vor Fujairah von dem Tanker "
Shino" aus Hongkong gerettet, als das Schiff in dem "
Zyklon Gonu" sank. Es handelt sich um 9 Inder, einen Sudanesen und einen Eriträer. Die "Dubai Tranz" ging vor Ras Al Had, Oman, verloren. Sie wurde von der Majid Abdullah Maritime Company betrieben. Die Geretteten wurden nach Fujairah gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Mehrere Tote bei Untergang in China
Guangzhou, Guangdong / China, 09.06.07 - Am 5.6. fanden Retter acht Tote von einem im südchinesischen Pearl River gesunkenen
Frachter. Das 1181-Tonnen-Schiff hatte 11 Mann an Bord und transportierte Sand, als es um 2.42 Uhr in der Guangzhou Sektion des Flusses sank. 2 Personen wurden gegen 3 Uhr gerettet. Das Wrack wurde zweineinhalb Stunden darauf gehoben. Das Unglück ereignete sich bei einem Wendemanöver in starker Strömung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
"Queen of the North" bleibt unangetastet
Victoria, British Columbia / Canada, 08.06.07 - B.C. Ferries werden keinen Versuch unternehmen, die "
Queen of the North" zu bergen oder die Ölreste aus den Tanks zu entfernen, weil das Schiff beim Rammen einer Insel vor British Columbia am
22. März 2006 sehr schwer beschädigt wurde. Versuche, am Schiff zu arbeiten, würden die Umwelt mehr gefährden als es so zu lassen wie es ist, hieß es übereinstimmend von der Küstenwache und 2 Bergungsfirmen. Mehrere der insgesamt 10 Schiffstanks wurden ohnehin beim Auflaufen auf Gil Island aufgerissen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Touristenschiff erreichte mit 2 lecken Abteilungen Hafen
Anacortes, Fidalgo Island, Washington / USA, 08.06.07 - Das Walbeobachtungsschiff "
Island Explorer II" der Island Adventures, Inc., Anacortes, lief am 7.6. abends ca. 50 Meilen nördlich von Seattle mit 52 Passagieren an Bord am Nordende von Whidbey Island auf Grund. Das Schiff erlitt Wassereinbruch in 2 Abteilungen, jedoch konnten Pumpen das Wasser kontrollieren. Das Schiff konnte zurück in seinen Heimathafen Anacortes einlaufen. Zehn Personen wurden in ein örtliches Krankenhaus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Fünf Fischer von brennendem Kutter gerettet
Killybegs, Donegal / Irland, 08.06.07 - Am Morgen des 07.Juni wurden fünf Fischer von dem brennenden Kutter "
Eternal Dawn" abgeborgen. Das 65 Fuß lange Schiff aus Killybegs war vor Mayo mit brennendem Maschinenraum in Seenot geraten. Das Schiff stand 32 Kilometer östlich von Erris Head. Die Geretteten wurden ins Sligo General Hospital gebracht. Der SAR-Helikopter aus Sligo hatte eine
Tragödie vermieden, indem er rechtzeitig eintraf. Die "Eternal Dawn" gehört der Fintra Trawling Company. Das Rettungsboot aus Ballyglass blieb auf Standby. Das Feuer war erloschen, aber es gab Sorge über eine Explosion des Öls an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Ein Vermisster nach Feuer auf Trawler
Murmansk / Russland, 08.06.07 - Auf dem Weg nach Norwegen brach am 5. Juni im Maschinenraum des Trawlers "
Kapitan Bug", 1810 tdw, ein Feuer aus, als er 270 Meilen vor der Küste stand. Das 103 Meter lange und 16 Meter breite Schiff aus Murmansk mit einer Besatzung von 72 Mann, das 2004 erbaut wurde, trieb auf 5.33 N, 002.04 W. Der Maschinenraum wurde zerstört,
ein Ingenieur wird vermisst. Der Trawler "
Nikolay Afanasyev" machte standby, der Bergungsschlepper "
Purga" lief aus Murmansk aus und wurde am 9.6. vor Ort erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Schlepper sank in Zyklonausläufer
Mumbai (Bombay) / Indien, 08.06.07 - Beim Schleppen einer leeren Barge sank vor Dwarka im Sturm der Schlepper "
Akash". Die 14-köpfige Crew wurde gerettet. Der Schleppzug war unterwegs von Sikka nahe Jamnagar nach Mumbai. Zunächst war der Maschinenraum überflutet worden, und in rauer See konnte die Crew nichts unternehmen. Sie sandte SOS und begab sich dann auf die Barge.
Vier Schiffe, darunter das Coast Guard-Schiff "
Samar", nahmen Kurs auf den Havaristen. Die Crew der "Samar" versuchte die gesamte Nacht zum 4.6., eine Schleppverbindung herzustellen zur rollenden
Barge, ehe es gelang, sie nach Okha einzubringen. Das Küstenwachboot "
Meera Behn" überwachte die treibende "Akash", die 20 Tonnen Diesel an Bord hatte, bis sie sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Viel Arbeit für Mammoet
Mammoet Salvage, Schiedam, Provinz Südholland / Niederlande, 06.06.07 - Mammoet Salvage soll vor Mexiko das Wrack der "
Ocean Leader" bergen. Außerdem soll die Firma eine Ladung von Aluminium aus dem Golf von Finnland bergen. Dazu wurden zwei spezielle
Unterwasserbagger entwickelt. Die Bergung soll im August durchgeführt werden. Derzeit ist Mammoet noch mit der Räumung der "
Safmarine Agulhas" vor East London beschäftigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Schiffbrüchige flüchteten auf Barge
Port Hardy, British Columbia / Canada, 06.06.07 - Am 6.6. wurden vier Personen nach dem Untergang des Schleppers "
Glen Shiel" der Moore Marine in Seymour Narrows gerettet. Das Schiff der Moore Marine war am Morgen bei einem
Wendemanöver in starker Strömung gekentert. Er schleppte eine Barge mit Holz, als er umgerissen wurde. Das EPIRB wurde aktiviert und das Signal von einem SAR-Satelliten aufgefangen. Daraufhin wurde das Rettungsboot aus Port Hardy entsandt sowie das Buffalo and Cormorant Rettungsflugzeug. Die Schiffbrüchigen hatten sich auf die
Barge gerettet und dort ein Feuer entzündet, sodass sie leicht auszumachen waren. Die Geretteten wurden nach Port Hardy gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Landungsschiff landete auf Sandbank
St. Austell, Cornwall, England / UK, 06.06.07 - Am 04. Juni lief an der Küste von Cornwall ein holländisches
Landungsschiff bei einer Landungsoperation vor Pentewan nahe St. Austall auf Grund. Zahlreiche Strandgänger wurden Augenzeugen des Vorfalls.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Norwegische Fähre gestrandet
Solfjellsjøen, Nordland, Norwegen, 05.06.07 - Am Morgen des 5.6. lief die norwegische Fähre "
Nesna" zwischen Vandve und Dønna auf Grund. Sie war zwischen Solfjellsjøen und Vandve als Ersatz für die in Überholung befindliche "
Dønna" im Einsatz. Die Havarie wurde durch Navigationsfehler verursacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Rettungsschwimmer rettete Kutter
Port Aransas, Mustang Island, Texas / USA, 05.06.07 - Ein 32 Fuß langer
Kutter mit 3 Mann Besatzung wurde am 5.6. 45 Meilen östlich von Port Aransas von einer Welle getroffen und am Bug beschädigt, sodass er leck schlug. Ein Notruf wurde von einem
Versorger aufgefangen und an die Coast Guard weitergeleitet. Ein Rettungsschwimmer wurde abgesetzt und half, das Boot zu stabilisieren. Ein Küstenwachboot eskortierte ihn nach Port Aransas.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Sportboot nach Wells geschleppt
Wells, Norfolk, England / UK, 05.06.07 - Das 36 Fuß lange Sportboot "
Viking" aus Lowestoft beschädigte sich am 4. Juni 10 Meilen nordöstlich von Wells das Achterschiff und schlug leck. Die 2-köfige Crew funkte Mayday. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Das Rettungsboot aus Wells, die "
Doris M Mann of Ampthill ", kam zu Hilfe und schleppte das Boot zurück nach Wells. Der Frachter "
Wisdom", der nach Holland laufend auf standby gegangen war, setzte dann seine Reise fort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
2 Verletzte bei Frachterbrand
Chittagong / Bangladesh, 05.06.07 - Am 4. Juni wurden 2 Mann bei einem Feuer an Bord des unter Hong Kong Flagge laufenden Bulkcarriers "
Jon Chang", 35900 BRZ, in Bangladesh verletzt. Das Feuer auf dem 1977 erbauten Frachter richtete erhebliche Schäden an. Es wurde durch einen
Kurzschluss ausgelöst und drei Stunden später gelöscht. Der Bulker war mit einer Eisenladung in Chittagong eingelaufen. Er wird gemanagt von der Ocean Longevity Shipping aus Hong Kong.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Kutter sank vor Berwick
Berwick-upon-Tweed, England / UK, 05.06.07 - Am 4.6. sank der 7,9 Meter lange Kutter "
Salar" vor Berwick. Nach Sichtung einer roten
Notrakete wurde das Berwicker Rettungsboot alarmiert. Der Fischer, der alleine auf seinem Kutter war, wurde auf einem Rettungsfloß 1,5 Meilen nördlich von Berwick bei Shapers Head gefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
U-Boot-Rettungsschiff gehoben
Washington, District of Columbia / USA, 04.06.07 - Die Phoenix International, Inc. barg das australische U-Boot-Rettungsschiff "
Remora" aus 460 Fuß Tiefe vor Rottnest Island, Westaustralien. Es war im
Dezember 2006 gesunken, als es ein gebrochenes Kabel bergen sollte. Das 18,4 Tonnen schwere Vehikel wurde unter Leitung des U.S. Navy’s Supervisor of Salvage and Diving (SUPSALV) geborgen. Zuerst wurde mit dem ROV "
Curv III" der Zustand des Bootes untersucht und es dann zur Bergung vorbereitet. Mit dem Fly-away Deep Ocean Salvage System der US-Marine und einem 200 Tonnen hebenden Kran wurde das Gefährt zur Wasseroberfläche zurückgebracht. Die "
Seahorse Standard" diente dabei als Basisschiff.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Binnenschiff in Harlingen von Untergang bedroht
Harlingen, Provinz Friesland / Niederlande, 04.06.07 - Am Morgen des 4. Juni drohte Im Hafen von Harlingen die "
Corina" (1686 ton) nach einer Kollision zu sinken. Das Binnenschiff wurde von der Feuerwehr gelenzt, damit das Dieselöl geborgen werden konnte. Das Schiff liegt nahe der Marconistraat mit einer Ladung Sand. Ein
Anker hatte den Rumpf aufgerissen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Trawler auf Felsen geworfen
St. Francis Bay / Südafrika, 04.06.07 - Am 3.6. strandete der Trawler "
Karen" in der Einfahrt von St. Francis Bay in Südafrika. Das Schiff war kurz nach dem Auslaufen am späten Nachmittag auf eine Sandbank aufgelaufen und trieb in 3 Meter hoher Schwell rasch auf die Felsen entlang der Küste, wo es sich rund 90 Grad auf die Steuerbordseite legte. Alle 23 Mann an Bord konnten mit der Assistenz von Anwohnern und des National Sea Rescue Institute (NSRI) die Felsküste erklimmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Luxusliner rammte Pier in Tinos
Insel Tinos, Ägäis / Griechenland, 04.06.07 - Am Morgen des 2.6. rammte der Luxusliner "
Serenade", 14173 BRZ, eine Pier in Tinos. Das 1957 erbaute Schiff der Louis Cruise Lines wurde nur leicht beschädigt. Nach dreistündiger Untersuchung durfte es die Reise fortsetzen. Das unter Bahamas-Flagge registrierte Schiff war auf einer 7-Tage-Kreuzfahrt durch die griechischen Inseln, die in Limassol begonnen hatte. An Bord waren 671 Passagiere und 258 Mann Crew.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Trawler zerbrach vor Francis Bay
St. Francis / Südafrika, 03.06.07 - Am 3.6. lief ein
Trawler vor Francis Bay auf Grund und begann auseinanderzubrechen. Das Schiff war zuvor aus St Francis ausgelaufen und war gegen 17.30 Uhr gestrandet. Es herrschten 3 Meter hohe Wellen.
Alle 23 Mann an Bord wurden gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.06.2007
Gesunkener Kutter "Hohe Weg" soll gehoben werden
Bremerhaven, Bremen /DE, 19.06.07 - Das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven hat den Auftrag erteilt, den Fischkutter "Hohe Weg" zu bergen. Ein Cuxhavener Unternehmen wird das Wrack voraussichtlich im Zeitraum zwischen dem 9. und 20. Juli 2007 versuchen zu heben, teilte die Behörde mit. Voraussetzung sei entsprechend windstilles Wetter. Die Bergung des Schiffes ist notwendig, weil der Kutter in geringer Wassertiefe und in einem stark befahrenen Bereich zwischen der Weser- und Elbmündung in der Nordsee liegt. An Bord befinden sollen sich noch rund 20 Tonnen Treibstoff befinden. Die Kosten der Bergung von rund 400.000 Euro übernimmt das Bundesverkehrsministerium.
Vermisst wird noch immer der 27 Jahre alte Kapitän des Schiffes. Drei weitere Seeleute wurden tot aus der Nordsee geborgen.
Quelle: Radio Bremen vom 19.06.2007
Frachter mit Kaimauer kollidiert
Walvis Bay / Namibia - Am 17.06.07 ist der 152 m lange Frachter "Santa Fe" im Hafen von Walvis Bay, nachdem ein Schleppseil des Schleppers "Onyati" aus bisher noch ungeklärter Ursache gerissen ist, mit einer Kaimauer kollidiert. Es ist nur ein leichter Schaden am Bug entstanden. Nach der Reparatur konnte der Frachter am 18.06 seine Fahrt fortsetzen. Der Frachter war Walvis Bay nur angelaufen um Kraftstoff zu bunkern. Die "Santa Fe", die unter zyprische Flagge läuft, ist auf dem Weg von Durban (Südafrika) nach Konakry, Guinea.
Quelle: mnews vom 19.06.2007
Frachter lief in die Böschung
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 18.06.07 - Der 133.60 m Meter lange Frachter "
Herm J" lief am Morgen des 18.6. um 5.30 Uhr nahe Kiel in die Böschung des
Nord-Ostsee-Kanals. Der SFK-Schlepper "
Holtenau"
wurde zu Hilfe gerufen und machte das Schiff wieder flott. Ursache der Strandung war dichter Nebel.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.06.2007
Halbtaucherschiff "Mighty Servant 3" in Kapstadt
Kapstadt / Südafrika, 18.06.07 - Am 17.06.07 wurde die "Mighty Servant 3" nach einer erfolgreichen Bergung in die "Table Bay" (Tafelbucht vor Kapstadt) geschleppt. Das Halbtaucherschiff "Mighty Servant 3" war am 6.12.2006 nach dem Abladen einer Bohrinsel vor der Küste von Nordangola nahe der Hafeineinfahrt von Luanda in 52 Meter tief gesunken. Das Schiff wird jetzt in Kapstadt einen kompletten Check unterzogen, um eine Übersicht zu erhalten, welche Reparaturen für eine Wiederherstellung nötig sind.
Quelle: ports.co.za vom 18.06.2007
Motoryacht vor dem Untergang gerettet
Geesthacht, Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein / DE, 18.06.07 - Einsatzkräften der Feuerwehr und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist es am Sonntagabend (17.6.) in Geesthacht gelungen, eine Leck geschlagene Motoryacht vor dem Untergang zu retten. Wie ein Feuerwehrsprecher berichtete, war der Freizeitkapitän offenbar über eine Mauer unter dem Wasserspiegel der Elbe gefahren und hatte sich dabei den Bug aufgerissen. Mit Pumpen wurde das eindringende Wasser abgepumpt, bis ein Kran die Yacht an Land heben konnte.
Quelle: dpa vom 18.06.2007
Fischerboote auf Sarnersee von Feuer zerstört
Sachseln, Kanton Obwalden / Schweiz, 17.06.07 - Auf dem Sarnersee in Sachseln sind am späten Samstagabend (16.06.) zwei Fischerboote durch Feuer zerstört worden. Ein drittes Boot wurde durch die Flammen beschädigt. Der Sachschaden wird auf 50 000 Franken geschätzt. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Das Feuer war der Polizei kurz nach 23 Uhr von Anwohnern gemeldet worden. Als die Feuerwehr eintraf, brannten die beiden Fischerboote lichterloh. Das Feuer griff bereits auf ein drittes Boot über. Die Feuerwehr konnte laut Polizei-Communiquè vom Sonntag verhindern, dass weitere Boote in Flammen aufgingen. Der Brand ereignete sich am Bootssteg Chilebach, der rund 40 Bootsplätze aufweist.
Quelle: SDA vom 17.06.2007
Neun Vermisste nach Einsturz von chinesischer Brücke
Beijing (Peking) / China, 16.06.07 - Nach dem Einsturz einer Verkehrsbrücke in China werden einem Agenturbericht zufolge noch neun Menschen vermisst. Dabei handle es sich um sieben Fahrzeuginsassen und zwei Arbeiter, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Brücke befunden hätten, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Insgesamt seien bei dem Unglück am Freitag vier Autos in den Fluss Xijiang gestürzt. Taucher und 10 Boote suchen nach den Vermissten. Ein Teil der stark befahrenen Brücke war in den Strom gestürzt, nachdem ein Frachter einen Pfeiler gerammt hatte. Zum Unglückszeitpunkt waren auf der 1,6 Kilometer langen Brücke etwa 130 Fahrzeuge unterwegs. Die Brücke verbindet die Städte Foshan und Heshan..
Quelle:Reuters vom 16.06.2007
DGzRS retten sieben Seeleute und bergen Kutter
DGzrS Bremen / Insel Borkum / DE, 15.06.07 - Seenotretter haben in der Nacht zum Freitag durch ihren schnellen Einsatz sieben Menschen von dem auf Grund gelaufenen Kutter "Nils Randers" in Sicherheit gebracht.
Der Kutter, der für Touristenfahrten eingesetzt wird, war wegen eines Navigationsfehlers havariert. Ein Verletzter musste in einem Krankenhaus behandelt werden.
Gegen Mitternacht schleppte der Seenotkreuzer "Alfried Krupp" den 15 Meter langen, umgebauten Kutter in den Schutzhafen der Insel.
Nachdem am Donnerstagabend gegen 22 Uhr über den internationalen Notrufkanal 16 ein kaum verständlicher Hilferuf bei der Seenotleitung Bremen der DGzRS empfangen worden war, peilte die
Revierzentrale "Deutsche Bucht" die Funksignale. In der Seenotleitung Den Helder (Niederlande) wurden ebenfalls Signale aufgenommen. Anrufe der Seenotretter über Funk an den havarierten Kutter blieben ohne Antwort. Daraufhin lief Vormann Ralf Schäfer mit dem Seenotkreuzer Alfried Krupp / Station Borkum aus; zur Unterstützung kam von der Station Juist das Seenotrettungsboot "Wolterea" zum Einsatz. Eine knappe Meile südlich (etwa zwei Kilometer) der Hafenausfahrt klärte sich die Situation: Der Kutter war - direkt in der Ansteuerung zur Insel Borkum - auf den Leitdamm in der Fischerbalje gelaufen. Mit dem Tochterboot wurde er frei geschleppt und in den Borkumer Schutzhafen bugsiert. Zur Unfallzeit herrschten starke nordöstliche Winde mit Stärken um sechs Beaufort.
Quelle: DGzRS / dpa vom 15.06.2007
Frachter bringt Autobahnbrücke in China zum Einsturz
Beijing (Peking) / China, 15.06.07 - Ein Frachter kollidierte heute in China mit einem Brückenpfeiler und brachte diesen zum Einsturz. Dabei stürzte gegen 5 Uhr morgens Ortszeit ein Teil einer stark befahrenen Autobahn in den Fluss Xijiang. Medienberichten zufolge waren zum Zeitpunkt des Einsturzes 130 Fahrzeuge auf der 1,6 Kilometer langen Brücke in der Provinz Guangdong unterwegs. Fünf Fahrzeuge werden noch vermisst, wie ein Regierungssprecher im Radiosenders RTHK in Hongkong mitteilte. Taucher suchten nun nach Überlebenden.
Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, ein etwa 150 Meter langes Brückenstück sei direkt auf das Schiff gefallen. Der Frachter, der Sand transportierte, sei daraufhin sofort gesunken. Nach Angaben der örtlichen Polizei trugen zwei Mitglieder der zehnköpfigen Besatzung Verletzungen davon. Die Brücke geht über den Fluss Xijiang und verbindet die Städte Foshan und Heshan. Über Todesfälle ist bislang laut einer Internetseite der Regierung noch nichts bekannt.
Die 1.600-Meter-Brücke wurde 1988 errichtet. Bei einer Überprüfung im Jahr 2005 wurde die Brücke in einem Bericht als "sicher" bezeichnet.
Quelle: Reuters vom 15.06.2007
Auto von Kaimauer auf Binnenschiff gestürzt
Magdeburg, Sachsen-Anhalt / DE, 15.06.07 - Ein 49 Jahre alter Wachmann ist beim Sturz seines Autos von der Kaimauer im Magdeburger Hafen glimpflich davon gekommen. Der Mann wurde bei dem Unfall in der Nacht zu Freitag leicht verletzt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Bei einer Kontrollfahrt im Kanalhafen in Rothensee war der Mann beim Rückwärtsfahren von der Kaimauer mit dem Auto fünf Meter tief auf das Deck eines im Hafen liegenden Binnenschiffes gestürzt. Das Auto blieb mit der Beifahrerseite auf dem so genannten Schubprahm liegen. Das Auto und das Schiff wurden dabei beschädigt.
Quelle: ddp vom 15.06.2007
Dritter vermisster Seemann des Fischkutters "Hohe Weg" gefunden
Flensburg, Schleswig-Holstein / DE, 14.06.07 - Sieben Monate nach dem Untergang des Fischkutters "Hohe Weg" in der Nordsee ist die Leiche eines dritten Seemannes identifiziert. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Flensburg heute mit. Bei dem Toten handele es sich um einen 18 Jahre alten Auszubildenden aus Hooksiel (Niedersachsen), bestätigte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Bremerhaven. Die Besatzung einer Segelyacht hatte die Leiche am vergangenen Wochenende südöstlich von Helgoland entdeckt. Weiter vermisst wird der 27 Jahre alte Kapitän aus dem niedersächsischen Brake.
Das 23 Meter lange Schiff war am 8. November 2006 bei rauer See auf dem Weg zu einer Fangreise vor der Wesermündung gesunken. Anfang Dezember waren bei Pellworm und Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) die Leichen des 38 Jahre alten Decksmanns und des 47 Jahre alten Steuermannes von der Insel Rügen angespült worden.
Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatten nach dem Untergang zunächst nur die automatische Funkboje des Kutters entdeckt. Sie hatte ein Notsignal gesendet. Nahe der Sandbank Nordergründe wurden außerdem Ausrüstungsteile des Schiffes gesichtet. Sieben Tage nach dem Unglück ortete das Suchschiff "Atair" das Wrack in acht Metern Wassertiefe.
Schlechtes Wetter vereitelte danach wochenlang alle Versuche von Tauchern, in das Wrack vorzudringen. Dort wurden die vermissten Seeleute vermutet. Hohe Wellen, starke Strömung und treibende Netze erschwerten immer wieder die Unterwasserarbeiten.
Für die Bergung des Wracks prüft das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven derzeit Angebote. Die Auftragsvergabe soll bald erfolgen und das Schiff voraussichtlich im Juli gehoben werden, sagte ein Sprecher. Die Kosten übernimmt das Bundesverkehrsministerium.
Quelle: lno vom 14.06.2007
Haftbefehl gegen Kapitän und 2 Mitarbeiter
der Reederei
"Louis Hellenic Cruise Lines"
Insel Naxos, Ägäischen Meer / Griechenland, 14.06.07 - Am 13. Mai wurde von der Staatsanwaltschaft von Naxos Haftbefehl gegen den Kapitän und zwei Mitarbeiter der Reederei des Kreuzfahrtschiffes "Sea Diamond", der im April vor der Insel Santorini sank, erlassen. Den jetzt erlassenen Haftbefehl begründete die Staatsanwaltschaft damit, der Kapitän und Mitarbeiter der Reederei hätten die ordnungsgemäße Entsorgung der Treibstoffe des gesunkenen Schiffes versäumt.
Drei Tage nach der Havarie des zyprischen Kreuzfahrtschiffs "Sea Diamond" hatte die Staatsanwaltschaft von Naxos bereits wegen Fahrlässigkeit, Verstoßes gegen die Navigationsregeln und Umweltverschmutzung Anklage gegen den Kapitän der "Sea Diamond" und fünf weitere Offiziere erhoben.
Das 22 400 Tonnen schwere und 143 Meter lange Schiff war am 5. April vor der Insel Santorin auf ein Riff gelaufen und in der folgenden Nacht gesunken. Fast 1600 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden in einer dramatischen dreistündigen Rettungsaktion in Sicherheit gebracht.
Vermisst werden seit dem Untergang ein 45-jähriger Franzose und seine 16 Jahre alte Tochter. Sie wurden vermutlich in ihrer Kabine von eindringendem Wasser überrascht und mit dem sinkenden Schiff in die Tiefe gerissen. Ihre Leichen wurden trotz des Einsatzes von Tauchern und ferngesteuerten Kameras nicht gefunden.
Aus dem Wrack der "Sea Diamond" waren in den Tagen nach der Havarie mehrere Tonnen Dieselöl an die Wasseroberfläche gestiegen. Die befürchtete Umweltkatastrophe in der Bucht von Santorin blieb aus, weil Spezialschiffe den Treibstoff abschöpften. Nach wie vor sind mehrere Tonnen Diesel und andere Schadstoffe an Bord des Schiffes in etwa 160 Metern Tiefe.
Quelle: kathimerini vom 14.06.2007
Fischer retten 25 Flüchtlinge
Madrid/ Spanien, 14. 06. 2007 - Spanische Fischer haben vor der Küste Libyens 25 Afrikaner vor dem Ertrinken gerettet. Wie das Außenministerium in Madrid am Donnerstag mitteilte, entdeckte die Besatzung eines spanischen Kutters die Flüchtlinge 90 Seemeilen (knapp 170 Kilometer) nördlich von Tripolis in einem sinkenden Boot. An Bord des Flüchtlingsschiffes befand sich auch ein Toter.
Die Spanier versuchten zunächst, das Boot abzuschleppen. Als dieses sank, nahm der Kutter die Afrikaner an Bord. Die Flüchtlinge wollten von Nordafrika nach Europa gelangen. Das spanische Außenministerium bat Libyen darum, die Flüchtlinge aufzunehmen.
Quelle: oe24 vom 14.06.2007
Schiffswrack mit Porzellan aus der Ming-Dynastie entdeckt
Beijing (Peking) / China, 13.06.07 - An der Küste der Provinz Guangdong im Südchinesischen Meer haben chinesische Archäologen ein Schiffswrack entdeckt, dessen Ladung aus Porzellan aus der Ming-Dynastie besteht. Das ca. 16 Meter lange Wrack liegt in einer Tiefe von etwa 18 Metern und wurde "South China Sea II" getauft.
Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Schiff vor etwa 400 Jahren gesunken ist, nachdem es ein Riff gestreift hatte.
Die Existenz des Wracks kam zu Tage, als die Polizei Fälle von illegalen Bergungen am 25. / 26. Mai untersuchte.
Dabei fielen ihnen mehrere hundert Stücke des Porzellans in die Hände, unter anderem auch auf Fischkuttern in einem bestimmten Seegebiet. Als Forscher in diesem Gebiet ein anderes Schiff bergen wollten, fanden sie auch die "South China Sea II".
Die "South China Sea I" wurde 1987 entdeckt. Es war das erste Schiff, der im Bereich entlang der "Maritimen Seidenstraße" entdeckt wurde.
Quelle: AP vom 14.06.2007
Urteil im "Erika"-Prozess fällt im Januar
Paris / Frankreich, 13.06.07 - Im Prozess um den Untergang des Öl-Tankers "Erika" fällt Anfang kommenden Jahres das Urteil. Wie das Pariser Strafgericht am Mittwoch zum Abschluss der Verhandlung mitteilte, ist der 16. Januar 2008 für die Verkündung vorgesehen. Die 25 Jahre alte "Erika" war im Dezember 1999 in einem Sturm im Golf von Biscaya auseinander gebrochen. 20.000 Tonnen Öl gelangten aus dem angerosteten Tankschiff ins Meer. 400 Kilometer französische Küste wurden verschmutzt und 150.000 Seevögel starben.
In dem im Februar begonnenen Verfahren sind 15 Gesellschaften und Akteure angeklagt. Die härteste Strafe hatte die Staatsanwaltschaft für den italienischen Reeder Giuseppe Savarese verlangt: Ihm droht ein Jahr Gefängnis und eine Geldstrafe von 75.000 Euro. Zwei Gesellschaften des französischen Ölkonzerns Total sollen jeweils 375.000 Euro zahlen ebenso wie das italienische Schiffsregister Rina, dass das Schiff zugelassen hatte. Der indische Kapitän der "Erika" soll eine Strafe von 10.000 Euro erhalten.
Quelle: AFP vom 14.06.2007
Containerschiff verursacht Sachschaden an Arbeitsplattform in der Außenweser
Bremerhaven, Bremen, Außenweser / DE, 14.06.07 - Am Morgen des 12. Juni 2007 beschädigte ein unter deutscher Flagge fahrendes Containerschiff durch Wellenschlag eine Arbeitsplattform, die mit Konservierungsmaßnahmen am Leuchtturm "Alte Weser" in der Außenweser beauftragt war. Die ca. 25 Meter lange Arbeitsplattform lag durch ihre Ankerpfähle gesichert am Leuchtturm " Alte Weser", um eine Konservierung der Außenhaut des Leuchtturms vorzunehmen. Durch das vorbeifahrende 119 Meter lange Containerschiff wurde die Rampe der Arbeitsplattform gegen den Leuchtturm geschlagen. Dabei wurde die Rampe, ein Hydrauliksteiger und ein Höchstdruckwasserstrahlgerät beschädigt. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 15.000 bis 20.000 Euro. Personen kamen nicht zu Schaden.
Als Unfallursache wurde eine zu hohe Geschwindigkeit und die daraus resultierende hohe Wellenbildung des vorbeifahrenden Containerschiffes ermittelt. Die erforderliche Rücksichtnahme der Schifffahrt auf die Arbeiten am Leuchtturm wurde in der stündlichen Lagemeldung der Revierzentrale Bremerhaven ausgestrahlt. Außerdem wurde das Containerschiff vor dem Passieren des Leuchtturms auf das dortige Langsamfahrgebot und die Rücksichtnahme durch die Revierzentrale hingewiesen.
Gegen den verantwortlichen 58 Jahren alten Kapitän wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 14.06.2007
Tanker auf Grund gelaufen - Steuermann alkoholisiert
Hamburg / DE, 13.06.07 - Heute Morgen nach 4:00 Uhr ist der niederländische Tanker "Bernice" (Länge 73 m, Breite 11,30 m, 1262 BRZ) aus dem Fahrwasser auf Grund gelaufen. Der Vorfall ereignete sich auf der Unterelbe zwischen den Tonnen 14 und 16 auf dem Großen Vogelsand. Der Tanker war unter Ballast auf dem Weg von Hamburg nach Amsterdam.
Die Verkehrszentrale Cuxhaven meldete der Wasserschutzpolizei, dass auf dem Großen Vogelsand die "Bernice" auf Grund gelaufen ist. Die "Bürgermeister Brauer" (WS1) und der Seenotrettungskreutzer "Hermann Helms" liefen zu dem Havaristen.
An Bord der "Bernice" stellten die Beamten bei dem ukrainischen Steuermann (51), der zum Zeitpunkt des Aufgrundlaufens verantwortlicher Schiffsführer war, Alkoholgeruch fest. Ein Alkotest ergab 1,43 Promille. Der Kapitän war nüchtern. Mit dem einsetzenden Flutstrom kam die "Bernice" aus eigener Kraft wieder frei und lief unter Auflagen nach Cuxhaven.
Die Beamten sprachen ein Weiterfahrverbot bis zur Bestätigung der Klasse aus. In Cuxhaven sollen Experten das Schiff auf mögliche Beschädigungen untersuchen.
Gegen den Steuermann wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehr eingeleitet. Zudem wurde ihm eine Blutprobe entnommen und eine Sicherheitsleistung in Höhe von 4.129 Euro eingezogen. Die Ermittlungen des Wasserschutzpolizeireviers 4 dauern an.
Quelle: WSP-Hamburg vom 13.06.2007
Mann über Bord - Tanker verliert Besatzungsmitglied
Swansea, Wales / UK - Seit dem 12. Juni, 16:00 Uhr wird ein Besatzungsmitglied des schwedischen Tankers "Bro Joinville" vermisst. Er ist etwa 4 Meilen südlich von Break Sea Point in der Nähe von Barry, Südwales im Bristolkanal über Bord gegangen. Eine umfangreiche Suche wurde am Dienstag ohne Erfolg durchgeführt. Die Suche wurde am Mittwoch wieder aufgenommen. Es ist unwahrscheinlich das der Seemann ein Philippino noch lebt.
Quelle: newswales vom 13.06.2007
Dänische Seeleute in der Gewalt somalischer Piraten
Kopenhagen / Dänemark, 13.06.07 - Fünf Seeleute aus Dänemark werden seit mehr als zehn Tagen von somalischen Piraten auf dem eigenen Schiff "Danica White" gefangen gehalten. Wie die Nachrichtenagentur Ritzau gestern berichtete, haben die Seeräuber ein Lösegeld in nicht genannter Höhe von der zuständigen Reederei Folmer & Co. verlangt. Ob auch die dänische Regierung über die Freilassung der Gefangenen mit verhandelt, wollte das Außenministerium in Kopenhagen nicht mitteilen.
Das mit Bomben beladene Schiff war Anfang des Monats auf dem Weg zum kenianischen Hafen Mombasa von den Piraten mit schnellen Motorbooten verfolgt worden. Die Seeräuber brachten das Schiff mit Waffengewalt unter ihr Kommando und zwangen die Besatzung, Kurs auf die Küste von Somalia zu nehmen. Obwohl ein US-Kriegsschiff die Piraten verfolgte, erreichte das Schiff den Hafen von Hobyo, wo es seitdem ankert. Somalia verfügt über keine funktionierende Regierung.
Sprecher der Internationalen Schifffahrtsorganisation IMB verlangten wegen zunehmender Piraten-Angriffe internationale Maßnahmen. Die IMB verwies auf 15 Attacken allein vor der somalischen Küste im vergangenen Jahr. Derzeit sind dort mehr als 100 Seeleute in der Gewalt von Piraten.
Quelle: dpa vom 13.06.2007
Schiff löst große Welle aus - Vier Verletzte am Elbstrand
Hamburg / DE, 12.06.07 -
Ein zu schnell fahrendes Schiff hat auf der Elbe in Hamburg starke Wellen ausgelöst und dadurch vier Badegäste am Elbstrand verletzt. Die 214 Meter lange ''Grande Nigeria'' passierte am Montag (11.06.) den Strand mit einer Geschwindigkeit von 15 Knoten, teilte die Polizei am Dienstag mit. Normal sind 12 Knoten. Durch den Sog lief das Wasser zunächst schnell ab. Die Badegäste wurden von der zurücklaufenden Welle erfasst und gegen eine Uferbefestigung geschleudert. Sie erlitten schwere Schürfverletzungen. Gegen den Kapitän des italienischen Schiffes und gegen einen Lotsen wurden Strafverfahren wegen Gefährdung des Schiffverkehrs eingeleitet.
Der Unfall ereignete sich am Elbstrand in Höhe des Fähranlegers Wittenbergen. Von der Heckwelle wurden zwei Frauen, ein Mann und ein Kind am Elbstrand erfasst. Sie erlitten zum Teil erhebliche Schürfverletzungen und mussten ärztlich behandelt werden. Viele Strandgänger flüchteten auf höher gelegene Bereiche, als sie erkannten, dass die Welle mit aller Macht auf sie zukam. Die Wasserschutzpolizei sicherte die Radarbilder, um weitere Erkenntnisse über die Ursache für die ungewöhnliche Wellenbildung zu erhalten.
In der Vergangenheit kam es durch große Containerschiffe auf der Elbe wiederholt zu ähnlichen Unfällen. Am 8. August 2003 wurden sechs Kinder verletzt, die in der Außenelbe bei Cuxhaven badeten, als eine 1,50 Meter hohe Welle sie überraschte, bis zu hundert Meter wegtrieb und unter Wasser drückte. Die Welle war durch das 279 Meter lange koreanische Containerschiff ''Hanjin Berlin'' ausgelöst worden
.
Quelle: dpa vom 12.06.2007
Sportboot fuhr auf kleineres Boot auf
Waren, Landkreis Müritz, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 12.06.07 - Bei einem Unfall auf der Müritz-Elde-Wasserstraße ist am Wochenende (10.06.) eine 54-jährige Frau aus Waren schwer verletzt worden. Es war der erste schwere Unfall der Wassersportsaison 2007 an der Seenplatte, teilte die Wasserschutzpolizei in Waren am Dienstag mit. Die Geschädigte und ihr Mann fuhren mit ihrem Boot im Elde-Kanal bei Waren, als am Sonntagabend ein deutlich größeres Sportboot von hinten auf ihr Boot auffuhr. Die Frau musste per Rettungshubschrauber ins Klinikum Neubrandenburg gebracht, ihr Boot musste abgeschleppt werden. Zu Schaden und Ursache werde noch ermittelt. Zeugen vermuten, dass der Auffahrende in einem so genannten Bay-Liner zu schnell war.
Quelle: dpa vom 12.06.2007
Schwerverletzter bei Schiffskollision auf der Donau
Vilshofen an der Donau, Landkreis Passau / Bayern / DE, 11.06.07 - Beim Zusammenstoß zwischen einer Donaufähre und dem Sportboot "Anja" ist am Montag (11.06.) ein Mann schwer verletzt worden. Die Sandbacher Fähre befand sich rund 200 Meter vom Ufer bei Vilshofen entfernt, als sie von dem Motorboot gerammt wurde, wie die Polizei mitteilte. Vergeblich hatte die 45-jährige Fährfrau der Gierseilfähre noch versucht, das heranrasende Boot mit Hupsignalen zu warnen. Das Kajütenboot des 68-jährigen Unfallverursachers schlug leck und trieb manövrierunfähig ab. Die Feuerwehr barg es und brachte den Fahrer mit Kopfverletzungen und einem Armbruch ins Krankenhaus. Die Führerin der Seilfähre blieb unversehrt. Der Schaden an den beiden Schiffen wird auf rund 30 000 Euro geschätzt.
Quelle: ddp vom 11.06.2007
Motorboot mit elf Insassen auf Bodensee gesunken
Friedrichshafen, Landkreis Bodenseekreis, Baden-Württemberg / DE, 11.06.07 - Auf dem Bodensee vor Friedrichshafen ist am Montag (11.06.) ein mit elf Menschen besetztes Motorboot gesunken. Nach Polizeiangaben konnten alle Insassen von einer anderen Bootsbesatzung gerettet werden. Einige erlitten jedoch Schocks und Unterkühlungen. Zwei Personen mussten unter Deck die Fensterscheiben zertrümmern, um sich aus dem sinkenden Boot zu befreien. Sie wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Die Schiffbrüchigen stammen aus dem Großraum Stuttgart und hatten das Motorboot in Konstanz gechartert. Zur Ursache der Havarie lagen zunächst keine Informationen vor. Die Wasserschutzpolizei hat Ermittlungen eingeleitet.
Quelle: ddp vom 11.06.2007
Ausflugsdampfer in Schleuse eingekeilt
Wendisch Rietz, Landkreis Oder-Spree, Brandenburg / DE, 11.06.07 - Fast drei Stunden lang saß ein Ausflugsdampfer am Sonntag (10.06.) in der Schleuse Wendisch-Rietz (Oder-Spree) fest. Noch während das mit Ausflüglern besetzte Fahrgastschiff in die Schleuse fuhr, schloss sich das Tor, berichtete die Polizei am Montag. Das Schiff wurde eingekeilt. Nach knapp drei Stunden gelang es einem Techniker, das Schleusentor zu öffnen und das Schiff zu befreien. Es wurde niemand verletzt, das Schiff nicht beschädigt. Der Schaden am Tor betrug etwa 5000 Euro. Die Ermittlungen dauern an. Zur Anzahl der Passagiere an Bord konnten zunächst keine Angaben gemacht werden.
Quelle: dpa vom 11.06.2007
Kontrolle auf dem Jungfernsee
Potsdam, Brandenburg / DE, 11.06.07 - Unter Alkoholeinfluss befuhr ein Mann am Sonntagabend (10.06.) mit seinem Sportboot den Jungfernsee. Angehörige der Wasserschutzpolizeiwache Potsdam kontrollierten den Fahrzeugführer um 21.25 Uhr, weil das Boot kein amtliches Kennzeichen trug. Dabei stellten die Beamten Alkoholgeruch fest, der Test ergab 0,64 Promille. Es handelt sich um einen 60 Jahre alten Bürger aus Nordrhein-Westfalen, der mit seiner Ehefrau unterwegs war.
Quelle: WSP-Brandenburg vom 11.06.2007
Info: Der Jungfernsee ist ein Becken- und Rinnensee. Er wird heute von der Havel durchflossen und gehört daher zu den Berlin-Potsdamer Havelgewässern. Der Jungfernsee ist Bundeswasserstraße der Binnenwasserstraßenklasse IV.
Betrunkenen Bootsführer vom Schwielochsee "gefischt"
Glowe, Landkreis Oder-Spree, Brandenburg / DE, 11.06.07 - 1,3 Promille pustete ein Sportbootsführer am Sonntag gegen 14 Uhr bei einer Kontrolle der Wasserschutzpolizei auf den Schwielochsee bei Glowe. Der Mann musste mit zur Blutprobe ins Beeskower Krankenhaus und sieht sich jetzt einer Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr gegenüber.
Quelle: WSP-Brandenburg vom 11.06.2007
Fahrwassertonnen und Schifffahrtszeichen gerammt
Bamberg, Regierungsbezirk Oberfranken / Bayern / DE, 11.06.07 - Fünf Fahrwassertonnen und ein Schifffahrtszeichen auf einem Schwimmkörper wurden in der Nacht zum Samstag (09.06.) auf dem Main-Donau-Kanal in Bamberg von einem gewerblichen Schiff angefahren und teilweise mehrere hundert Meter weit verschleppt.
Ohne die Beschädigung zu melden setzte der Kapitän seine Fahrt fort. Die Wasserschutzpolizei konnte ermitteln, dass ein 190 Meter langer Schiffsverband von der Donau kommend entsprechende Farbspuren vom Anstoß im Bugbereich hatte. Der Schiffsführer, konnte mit seinem Güterschiff zwischen Würzburg und Aschaffenburg gestoppt werden und gab nach anfänglichem Leugnen zu, die Austonnung der Flussbaustelle in Bamberg überfahren zu haben.
Quelle: tv-oberfranken vom 11.06.2007
Zwei Fischer vor Provincetown gerettet
Provincetown, Massachusetts / USA, 11.06.07 - Zwei Fischer aus Massachusetts wurden Samstag Nacht (9. Juni) gerettet, nachdem ihr Fischerboot "Sea Princess" nahe Provincetown sank. Die Fischer meldeten der Küstenwachstation Provincetown auf Kanal 16 VHF-FM um 17:46 Uhr, dass ihr 14m langes Fischerboot mit Heimathafen Green Harbor voll Wasser gelaufen ist und sie nun das Boot verlassen müssen. Die Rettungsmannschaft lief mit Ihrem Boot um 17:55 Uhr aus und erreichten in wenigen Minuten die Fischer in ihrem Rettungsfloß. Die "Sea Princess" ist in ungefähr 60 Meter Wassertiefe gesunken. Die Geretteten wurden sicher zur Station Provincetown gebracht.
Quelle: Küstenwachstation Provincetown vom 11.06.2007
Tote bei Brand auf philippinischer Fähre
Manila / Philippinen, 10.06.07 - Beim Brand auf einer philippinischen Fähre sind am Sonntag fünf Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die Küstenwache mit. Von der «MV Catalyn D» seien 255 Menschen gerettet worden. Das Schiff sei 170 Kilometer südöstlich von Manila auf dem Weg nach Palawan in Brand geraten. Die Menschen seien vor den Flammen ins Wasser geflüchtet. Sieben Menschen erlitten Verletzungen. Die Fähre sei bis zum Rumpf ausgebrannt.
Quelle: AP vom 10.06.2007
Explosionsgefahr beim Betanken eines Motorbootes
Altendorf, Kanton Schwyz / Schweiz, 09.06.07 - Ein technischer Defekt und eine Unachtsamkeit beim Betanken eines Bootes haben am Freitagabend zu einer Explosionsgefahr in einer Werft in Altendorf geführt. Die Feuerwehr, der Seerettungsdienst und die Polizei konnten die Gefahr bannen, wie die Schwyzer Polizei mitteilte. Der Führer eines Motorbootes hatte nicht bemerkt, dass sich beim Betanken des Bootes der Schlauch vom Einfüllstutzen gelöst hatte.
Ein Teil der 140 Liter Benzin floss in den Bilgenraum des Bootes, wodurch die Gefahr einer Explosion und einer Gewässerverschmutzung entstand. Die Feuerwehr Altendorf und der Seerettungsdienst Pfäffikon zogen das Boot auf den See hinaus, wo es eingeschäumt wurde. Danach wurde laut Polizeimeldung das Motorboot an das Ufer gezogen, eine Ölsperre errichtet und das Boot ausgepumpt. Eine Gewässerverschmutzung konnte vermieden werden.
Quelle: Zisch vom 09.06.2007
Seemine im Fischernetz
Kappeln, Schleswig-Holstein / DE, 08.06.07 - In den frühen Morgenstunden des 8. Juni hatte der Fischkutter "Sirius" eine brisante Fracht im Netz. Beim Fischen in der Ostsee vor Schleimünde wurde vermutlich durch das Schleppnetz des Kutters ein verdächtiger Gegenstand an die Wasseroberfläche geholt. Er stellte sich letztlich als eine scharfe Ankertaumine aus dem Zweiten Weltkrieg dar. Die Mine wurde gegen 13:00 h von der Munitionsräumgruppe des Landes Schleswig-Holstein vor Ort gesprengt. Die Absicherung übernahmen das Polizeiboot "Eider" und die "Kormoran" des WSA Kappeln.
Quelle: Pressestelle WSP-SH vom 08.06.2007
Schwerverletzter bei Kollision auf der Donau
Zwentendorf - Pischelsdorf, Bezirk Tulln /Österreich, 08.06.07 - Einen Verletzten hat eine Kollision auf der Donau in Niederösterreich gefordert. Zu Mittag ( 8.6.) war auf Höhe Zwentendorf / Pischelsdorf - einige hundert Meter flussabwärts von der Verladestelle der Donau-Chemie - ein Sportboot mit einem slowakischen Schubschiff zusammengestoßen. Der Führer des Sportbootes aus dem Bezirk Tulln erlitt schwere Kopf- und Schnittverletzungen.
Da das Ausmaß des Unfalls zunächst nicht bekannt war, entsandte die NÖ Rettungsleitstelle LEBIG zwei Rettungsfahrzeuge und den Notarztwagen des Roten Kreuzes Tulln. Das Wasserfahrzeug war nur über Stegleitern zu erreichen.
Das Rettungsteam versorgte den verletzten 50-Jährigen noch auf seinem Boot, ehe gemeinsam mit Feuerwehrkräften die schwierige Bergung durchgeführt wurde. Mittels Zillen der Feuerwehr wurde der Verletzte zum Ufer gebracht und per Kran über die Böschung gehoben. Anschließend wurde er ins Krankenhaus Tulln gebracht.
Ursache für Kollision
Zur Ursache der Kollision auf der Donau teilte die NÖ Sicherheitsdirektion mit, dass der Motorbootfahrer vermutlich alkoholisiert war. Der slowakische Kapitän hatte noch versucht, den 50-Jährigen mittels Hupzeichen zu warnen.
Der Motorschubschiffverband mit drei Schleppern - davon zwei aneinander gekoppelt und einer vorne dran - war von Altenwörth kommend stromabwärts unterwegs gewesen, das Motorboot stromaufwärts. Als es etwa auf Höhe des Schiffverbandes war, fuhr der 50-Jährige plötzlich aus seiner Sicht gesehen nach links direkt auf den vorderen Schlepper zu. Das Motorboot streifte mit der Steuerbordseite den Bug des Schleppers im rechten Bereich.
Nach Angaben der Feuerwehr Tulln hatte ein Beschäftigter der Donau -Chemie die Landeswarnzentrale um 12.07 Uhr über die Kollision informiert. Beim Eintreffen der Feuerwehren war das beschädigte Sportboot bereits provisorisch am Schubverband befestigt. Nach der Bergung des Verletzten wurde das stark beschädigte Boot mit Hilfe zweier Feuerwehrboote stromaufwärts in den nahen Yachthafen Klein Schönbichl geschleppt.
Quelle: apa vom 08.06.2007
Info: Zille = ist ein flacher Bootstyp mit einem geringem Tiefgang. Die Länge der Boote liegen zwischen 4 bis 12 Meter. Der Bootstyp wird in Österrreich noch als Arbeits-, Fischer- und Freizeitboot eingesetzt. Die Feuerwehr benutzt spezielle Feuerwehrzillen.
Rettungsbootunfall auf einem Frachter
Zhangjiagang, Jiangsu, China - Am 8.06.07 hat sich ein Rettungsbootunfall auf dem Frachter M/V KRATEROS (Malta, 25905gt) im Hafen von Zhangjiagang ereignet. Bei Wartungsarbeiten an einem Rettungsboot ist beim Fallen ein Drahtseil gerissen. 3 Männer wurden verletzt.
Quelle: isntc vom 08.06.2007
Wasserschutzpolizei ermittelt wegen Umweltverstöße auf Motorschiff
Bremerhaven, Bremen / DE, 08.06.07 - Bereits am 05. Juni 2007 stellten Beamte der Wasserschutzpolizei der Polizei Bremen auf dem unter englischer Flagge registrierten Motorschiff "MS PERTH", welches sich zu Reparaturarbeiten im Hafen von Bremerhaven aufhält, mehrere Verstöße gegen Umweltvorschriften fest. Im Rahmen der zunächst routinemäßigen Kontrollen fanden die ermittelnden Beamten über 110m³ illegal gelagertes Öl-Wassergemisch im sog. Maschinenraumkofferdamm. Dieser Kofferdamm dient normalerweise dem Brandschutz. Mit brennbaren Flüssigkeiten gefüllt, bewirkt er das Gegenteil. Bei nachfolgenden Ermittlungen wurden weitere erhebliche Mängel festgestellt. So gelangten über eine defekte Propellerabdichtung täglich ca. 60 Liter Hydrauliköl in die Meeresumwelt, und das über einen Zeitraum von mehreren Monaten.
Des Weiteren floss durch einen technischen Defekt Schweröl in den Wasserraum eines Dampfkessels. Trotz Kenntnis dieses Umstandes und der dadurch bedingten Folgen, wurde der betroffene Kessel weiter in Betrieb gehalten, was eine erhebliche Gefährdung für die Menschen an Bord darstellte.
Von der Staatsanwaltschaft wurden wegen der o.a. Verstöße gegen die verschiedenen Verantwortlichen Sicherheitsleistungen in Höhe von 5500 Euro festgesetzt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 08.06.2007
Schiffe wegen Sturm vor Australien in Seenot
Newcastle, Bundesstaat New South Wales / Australien, 08.06.07 - In einem der schwersten Stürme seit 30 Jahren sind vor der australischen Ostküste drei Schiffe in Seenot geraten. Der Kohlefrachter "Pasha Bulker" lief an der Küste von Newcastle in New South Wales auf Grund, zwei weitere sendeten Notsignale aus, wie die Küstenwache berichtete.
"Der Wind peitscht mit 100 Kilometern in der Stunde", berichtete der Wetterdienst. Die aufgewühlte See mit bis zu 17 Meter hohen Wellen hatte das 40 000-Tonnen-Schiff "Pasha Bulker" heute Morgen um 9.15 (AEST) vom Anker gerissen.
Die Crew von 22 Mann wurde mit Helikoptern gerettet. Schlepper versuchten, das 225 Meter lange Schiff vom Sand zurück aufs Meer zu ziehen. Der Frachter liegt 100 Meter vom Nobbys Beach im flachen Wasser.
Die beiden anderen Kohlefrachter lagen nur einen Kilometer vor der Küste und alarmierten die Küstenwache, weil ihre Anker bereits über den Meeresboden schleiften.
Der Massengutfrachter "Betis" wird ungefähr zwei Seemeilen von Swansea verankert und die "Sea Confidence" hat noch nicht um Hilfe gebeten. Sie liegt etwa 1 Meile an der Küste von Stockton nördlich von Newcastle.
Newcastle, das rund 100 Kilometer nördlich von Sydney liegt, hat den grössten Kohlehafen der Welt.
Quelle: dpa vom 08.06.2007
Info: AEST = Australian Eastern Standard Time (UTC+10)
Feuer auf Fähre - Fünf Verletzte
Insel Capri, Golf von Neapel / Italien, 08.06.07 - Beim Brand auf einer Fähre zwischen den italienischen Touristeninseln Capri und Ischia haben am späten Donnerstagabend vier Passagiere und ein Besatzungsmitglied leichte Rauchvergiftungen erlitten.
Das Feuer war am Donnerstagabend (7. Mai) auf der Fähre "Flash" mit mehr als 130 Passagieren an Bord kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Capri ausgebrochen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Das Schiff sei aus eigener Kraft in den Hafen Marina Grande zurückgekehrt. Die meisten Verletzen konnten ihre Fahrt später mit einem anderen Schiff fortsetzen, eine hochschwangere Frau musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Allerdings wurde das Schiff kurz darauf wieder aus dem Hafen von Capri geschleppt werden, weil das Feuer zeitweise drohte, sich auf andere Schiffe auszubreiten. Die Flammen auf dem brennenden Schiff seien in der Nacht weithin sichtbar gewesen, hieß es. Die Ursache des Feuers sei zunächst völlig unklar, hieß es weiter.
Quelle: n-tv vom 08.06.2007
Gütermotorschiff rammt Uferbefestigung
Lübeck, Schleswig-Holstein / DE, 08.06.07 - Am 7. Mai gegen 16:00 Uhr kollidierte ein rund 80 Meter langes Hamburger Gütermotorschiff hinter der Possehlbrücke in Lübeck mit der Uferbefestigung. Das Frachtschiff kam von Büssau.
Der 59jährige Schiffsführer geriet beim Ausweichmanöver gegenüber einem Ruderboot mit der Backbord-Bugseite seines Fahrzeuges leicht gegen die dortige geklinkerte Mauerfläche. Das Ruderboot, offensichtlich ein Vierer mit Steuermann, war dem Schiff auf der falschen Fahrwasserseite des Elbe-Lübeck-Kanales entgegen gekommen. Zu einer Berührung beider Fahrzeuge kam es nicht. Das Ruderboot setzte seine Fahrt allerdings fort, ohne sich um eine Regulierung zu kümmern.
Die Beamten der Lübecker Wasserschutzpolizei stellten später bei der Unfallaufnahme am Schiff nur einen geringen Farbabrieb im vorderen Bereich fest. An der Uferbefestigung wurden durch die Berührung etwa 3 m² Mauerwerk leicht beschädigt. Die Unfallermittlungen der Wasserschutzpolizei sind noch nicht abgeschlossen.
Quelle: HL-live vom 08.06.2007
Gesunkenes Segelboot aus dem Edersee geborgen
Edertal, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen / DE - Das vor drei Tagen im nordhessischen Edersee gesunkene Segelboot (Start-Zielschiff "Jumbo") ist geborgen. Taucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG befestigten heute, am 7. Juni, eine Schwimmplattform an dem in zwei Meter Tiefe liegenden Boot, meldete die Polizei. Damit konnte die Wasserschutzpolizei das etwa 6,50 Meter lange Schiff zu einem Schiffskran schleppen, wo es leergepumpt wurde. Das herausheben des Bootes erfolgte vor den Augen zahlreicher Schaulustiger im Hafen Rehbach. Das Boot war am Sonntagnachmittag (3.Juni) auf der Rückfahrt von einer Regatta leck geschlagen und gesunken, nur noch der Mast ragte aus dem Wasser. Der 24 Jahre alte Schiffsführer blieb unverletzt. Laut Polizei war er zu schnell gefahren und hatte den Motor überlastet.
Quelle: dpa vom 07.06.2007
Brand auf Motoryacht
Minden-Hahlen, Nordrhein-Westfalen / DE, 06.06.07 - Am 5.6.2007, gegen 19.35 Uhr, stellte der Eigner einer Motoryacht, welche im Hafen des Mindener Yachtclubs in Hahlen lag, plötzlich Brandgeruch im Vorschiffbereich fest. Als er nachschauen wollte, schlug ihm schon starker Rauch entgegen. Mit Hilfe eines Feuerlöschers konnte er den Brand löschen, so dass die hinzu gerufene Feuerwehr unter Atemschutzgeräten nur noch die Nachaufsicht und die Suche nach dem Brandherd übernehmen musste. Die weiteren Ermittlungen erfolgen durch die Kriminalpolizei der Wasserschutzpolizei.
Quelle: Pressestelle WSP NRW vom 06.06.2007
Anklage wegen «Erika»-Katastrophe
Paris / Frankreich, 05.07.07 - Sieben Jahre nach der schlimmsten Ölkatastrophe in Frankreich geht der Prozess gegen die Verantwortlichen in die entscheidende Phase. Der Ölkonzern Total, die Reederei und der Kapitän werden angeklagt.Die Staatsanwaltschaft forderte gestern Abend eine Geldstrafe von 375.000 Euro für den Ölkonzern Total sowie eine einjährige Haftstrafe für den Reeder der «Erika». Der einwandige Tanker war am 12. Dezember 1999 in stürmischer See auseinander gebrochen. 400 Kilometer der Bretagne-Küste wurden verseucht, 75.000 Vögel verendeten im Ölteppich.
«Immer wieder wird auf Kosten der Sicherheit gespart», sagte Staatsanwalt Laurent Michel in seinem Plädoyer. Experten kamen zu dem Schluss, dass Risse im Deck zum Auseinanderbrechen der «Erika» führten. Der italienische Reeder Antonio Pollara soll die Rostschäden aus Kostengründen nicht repariert haben. Total hatte den Tanker für vorherige Aufträge wegen seines schlechten Zustandes nicht gebucht, sagte der Staatsanwalt. Die Geldstrafe für Total forderte er wegen Verschmutzung des Meeres. Den Vorwurf gegen den Konzern, Menschenleben in Gefahr gebracht zu haben, zog er zurück.
500 Millionen Euro-Schadenersatzforderungen
Ein miserables Krisenmanagement war den Ermittlungen zufolge am gewaltigen Ausmass der Katastrophe schuld. Für den indischen Kapitän Karun Mathur verlangte Michel eine Geldstrafe von 10.000 Euro. Er sei für die Katastrophe mitverantwortlich, weil ihm der desolate Zustand das Tankers bekannt gewesen sein soll.
Der Prozess begann vor knapp vier Monaten. In den vergangenen beiden Wochen haben auch die von der Ölpest betroffenen Regionen und Gemeinden Schadensersatzforderungen gestellt. Die Gesamtsumme beläuft sich auf mehr als 500 Millionen Euro. Das Verfahren soll am 13. Juni abgeschlossen werden, mit den Urteilen wird nicht vor Ende des Jahres gerechnet.
Quelle: AP vom 05.06.2007
Schiffsunfall auf der Weser
Bremen, Höhe Yachthafen Hasenbüren / DE, 04.06.2007, 08.10 Uhr - Heute Morgen befuhr das 125m lange MS "Brega Star", Heimathafen: Kingstown, Flagge: St. Vincent & Grenadines, aufwärtslaufend die Weser, als in Höhe des Yachthafen Hasenbüren plötzlich die Steuerung des Schiffes aus bisher ungeklärter Ursache versagte. Aufgrund dessen lief das Schiff auf die Böschung der Hasenbürener Seite. Wenig später konnte das Fahrzeug seine Fahrt fortsetzen und machte mit eigener Kraft an seinem Liegeplatz im Neustädter Hafen am Schuppen 22 fest. Personenschaden entstand nicht. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Das Schiff hat aufgrund des Unfalles Auslaufverbot.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 04.06.2007
Seenotretter bergen Kapitän von Fischkutter
DGzRS, Bremen / DE, 04.06.07 - Von den Seenotrettern musste der Kapitän eines Fischkutters gestern, am 3.6.2007, abgeborgen werden, nachdem er durch die allergische Reaktion auf einen Insektenstich zusammengebrochen war. Der Mann war mit einem Helfer beim Fischen, als er am späten Nachmittag einen Stich in den Nacken spürte. Sofort setzte eine heftige allergische Reaktion ein. Sein Helfer alarmierte unmittelbar die Seenotretter.
Der Seenotkreuzer "Hans Hackmack" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Station Büsum, informierte die Rettungssanitäter, die nur zwei Minuten später am Liegeplatz an Bord gingen. Wenig später trafen die Retter am Fischkutter ein. Das Längsseits-Gehen war wegen des Fanggeschirrs nicht möglich. Per Tochterboot wurden die Sanitäter übergesetzt. Nach einer Erstbehandlung wurde der Kapitän übernommen, zum Hafen gebracht und dort mit dem Rettungstransportwagen ins Krankenhaus gebracht.
Ein befreundeter Fischer stieg auf den Kutter über und übernahm das Ruder.
Nur eine halbe Stunde später wurde die "Hans Hackmack" wieder in den Einsatz gerufen. Ein weiterer Fischkutter hatte im Fahrwasser der Norderpiep einen Ruderschaden erlitten. Er wurde auf den Schlepphaken genommen und sicher in den Hafen verbracht.
Auch der Seenotkreuzer "Hermann Helms" / Station Cuxhaven, kam am frühen Morgen (3.6.07) einem Fischer zu Hilfe: Ein Kutter hatte ein Netz in der Schraube und drohte, manövrierunfähig auf der Sandbank Großer Vogelsand zu stranden. Er konnte ebenfalls rechtzeitig auf den Haken genommen werden.
Quelle: Pressestelle DGzRS vom 04.06.2007
Segelboot im Edersee gesunken
Edertal, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen / DE - Am Sonntagnachmittag den 3. Juni ist ein Segelboot ist im nordhessischen Edersee gesunken. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, war das Boot auf der Rückfahrt von einer Regatta, als der 24 Jahre alte Skipper eine Wassereinbruch am Heck bemerkte. Etwa 50 Meter vom Ufer entfernt sank das Boot auf den 3,50 Meter tiefen Grund. Der Skipper wurde gerettet. Die unmittelbar verständigte DLRG Waldeck und Rehbach bargen den Außenbordmotor mit Tank. Betriebsstoffe traten nicht aus. Die genaue Unfallursache stand zunächst noch nicht fest, die Wasserschutzpolizei vermutet aber einen Zusammenhang mit dem Austausch des Schiffsmotors vor kurzem. Die Bergung des Schiffes, von dem nur noch ein Teil des Mastes aus dem Wasser ragt, ist für Donnerstag geplant.
Quelle: dpa vom 04.06.2007
Mit Sprung in den Bodensee gerettet
Höchst, Vorarlberg / Österreich, 04.06.07 - Am Sonntagabend (2.6.) ist auf dem Bodensee ein Sportboot in Brand geraten, fünf Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Sie wurden von einem Privatboot aufgefischt, verletzt wurde niemand.
Das Boot aus Bregenz war gegen 18.00 Uhr in Höchst unterwegs, als der Motor plötzlich an Leistung verlor. Die Besatzung bemerkte Rauch aus dem Motorraum, kurz darauf schlugen Flammen heraus. Vier Mitfahrer sprangen voll bekleidet in den Bodensee, um sich vor den Flammen zu retten. Ein weiterer befand sich als Wasserskifahrer bereits im See.
Ein Hubschrauber versuchte das in Flammen stehende Boot zu löschen - doch mit wenig Erfolg. Das völlig ausbrannte Motorboot wurde in den Hafen von Höchst geschleppt. Die Ursache für den Brand ist noch unklar, vermutet wird ein technischer Defekt. Der Eigentümer hatte das gebrauchte Boot erst kürzlich erworben, es war seine erste Fahrt damit.
Quelle: ORF vom 04.06.2007
Tanker zum 2. Mal in 2 Monaten vor England in Not
Island of Stroma, Pentland Firth, Schottland / UK, 04.06.07 - Der 1981 erbaute polnische Chemikalientanker "
West Sailor", 4387 tdw, trieb am 2.Juni vor der britischen Küste im Pentland Firth nahe der Orkneys, nachdem ein Leck im Kühlsystem am Morgen den Antrieb lahmgelegt hatte. Das unter Malta-Flagge registrierte Schiff der Vestland Marine in Gdingen hatte 5000 Tonnen Schwefelsäure an Bord und war unterwegs von Norwegen nach Eastham. Der Kapitän ignorierte Weisungen der Küstenwache, aus dem Firth zu laufen, ehe Reparaturen durchgeführt werden. Daraufhin ging das Schiff auf Drift. Die 13-köpfige Crew blieb unversehrt.
Bereits im
April (11.04.2007) war derTanker vor Irland in Brand geraten. Die Reparaturarbeiten im Maschinenraum waren bis zum 26.4 in Cork durchgeführt worden. Die Reederei negierte jetzt einen Zusammenhang zwischen beiden Zwischenfällen.
Quelle: Tim Schwabedissen
Kollision in Oostende
Oostende / Belgien, 02.06.07 - Am Nachmittag des 2.6. kollidierte die Fähre "
CFF Seine" (IMO 8009040) von Ferryways mit der Ostpier in Oostende. Das 1984 erbaute, unter Bahamas-Flagge laufende Schiff lief in den Hafen ein, als es die Pier rammte. Obwohl viele Menschen auf ihr waren, kam niemand zu Schaden.
Bereits Anfang Mai war "CFF Seine" mit dem Schlepper "
Ensor" (IMO 9163910) und der "
Zeearend" (IMO 5398048) zusammengestoßen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.06.2007
Schlepper riss sich los und strandete
Burnie, Tasmanien, Australien, 31.05.07 - Der Schlepper "
Fullerton Cove" riss sich vor Tasmaniens Nordwestküste von seiner Verankerung los und lief auf Grund. Das 330 Tonnen-Schiff hat 20 Tonnen Bunkeröl an Bord. Es liegt stabil und soll mithilfe eines anderen Schleppers flottgemacht werden. Der Schlepper gehört zur North West Shipping and Towage company.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.06.2007
Kollision im Hamburger Hafen
Hamburg / DE, 31.05.07 - Am Nachmittag des 30.5. kam es in Hamburg um 14.54 Uhr zu einer Kollision zwischen dem britischen Containerschiff "
Vaermland" (Länge 125 m, 19,50 m) und dem deutschen Containerschiff "
MSC Geneva" (Länge 275 m, 32,20 m). Die "Vaermland" wollte mit ihrer Steuerbordseite am Predöhlkai im Waltershofer Hafen anlegen. Dabei trieb die "Vaermland" mit der hinteren Steuerbordseite gegen das Heck der am Predöhlkai 6 liegenden "MSC Geneva". An beiden Schiffen entstanden Sachschäden. Auf der "Vaermland" wurde ein Container aus der Halterung gerissen und ca. 40 cm nach vorne verschoben. Außerdem entstand eine Beule im Lukendeckel. Im Heckbereich der "MSC Geneva" wurde nur Farbe abgerieben. Die Seeberufsgenossenschaft sprach für die "Vaermland" ein vorläufiges Auslaufverbot aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.06.2007
Gasöl lief nach Kollision in Rhein
Duisburg-Schwelgern, Nordrhein-Westfalen / DE, 01.06.07 - Nach einer Havarie auf dem Rhein in Höhe des Hafens Schwelgern gelangten 15 Tonnen Gasöl in den Rhein. Das mit 1150 Tonnen Gasöl beladene belgische Tankschiff "
Palestel 29" war in der Nacht zum 1.6. kurz vor Mitternacht auf dem Rhein in Richtung Ruhrort unteregs . Bei Rheinkilometer 789,8, Ortslage Binsheim in Höhe Hafen Schwelgern, passierte das Tankschiff einen stillliegenden
Verband von vier leeren Schubleichtern. Dabei stieß das Tankschiff mit der Steuerbordseite gegen einen der Leichter und riss sich auf einer Länge von 50 cm das hintere Oberdeck auf. Aus diesem Riss traten rund 15 Tonnen Gasöl aus und flossen in den Rhein. Durch das Umpumpen der Ladung aus dem beschädigten Tank in andere Laderäume des Schiffes, konnte schließlich ein weiterer Ladungsaustritt gestoppt werden. Das Wasser- und Schifffahrtsamt erteilte dem Schiffsführer die Genehmigung für die Weiterfahrt nach Duisburg, wo nun im Hafenmund eine genauere Begutachtung des Schadens stattfindet. Das Schiff war auf der Fahrt von Antwerpen nach Andernach. Die "Palestel 29" ist 80 Meter lang und 8,2 Meter breit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.06.2007
Schiffsunglück auf Viktoriasee in Uganda
Kampala / Uganda, 02.06.07 - Bei einem Schiffsunglück in Uganda sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 22 der insgesamt 69 Passagiere würden vermisst, seit am Freitagabend ein Schiff auf dem ugandischen Teil des Viktoriasees gekentert war, teilte die Polizei mit. Bis zum Morgen seien 17 Menschen gerettet worden. Das Schiff war demnach auf dem Weg aus dem Ort Waka Waka im Bezirk Bugiri, rund 165 Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernt, in den Bezirk Mabuye gewesen, als es kurz vor Erreichen des Ziels sank.
Als mögliche Unglücksursache nannte die Polizei ein Gewitter, in dessen Folge der Motor des Schiffes ausgefallen sei. Die Untersuchungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen. Auf dem Viktoriasee kommt es häufig zu Schiffsunglücken, insbesondere wegen schwieriger Wetterbedingungen und technischer Probleme der Schiffe. Afrikas größter See erstreckt sich auf den Gebieten von Uganda, Kenia und Tansania.
Quelle: AFP vom 02.06.2007
Französische Fregatte entdeckt Leichen im Mittelmeer
Paris / Frankreich, 02.06.07 - Eine Fregatte der französischen Marine hat bei einer Patrouillenfahrt vor der Küste von Malta 18 Leichen im Meer entdeckt. Wie Marinesprecher Emmanuel Dinh mitteilte, befand sich kein Boot oder Schiff in der Nähe. Die Toten hätten bereits zwei oder drei Tage im Wasser gelegen.
Es handele es sich vermutlich um Flüchtlinge, die versucht hätten, illegal nach Europa zu kommen, sagte Dinh. Die Leichen wurden am Freitag geborgen. Die Besatzung der Fregatte «La Motte Picquet» entdeckte sie rund 200 Seemeilen (360 Kilometer) südlich von Malta zwischen der Insel und der libyschen Küste im Mittelmeer. Die Identifizierung werde wegen der fortgeschrittenen Verwesung der Leichen schwierig, erklärte der Sprecher.
Quelle: AP vom 02.06.2007
Mehere tausend Stämme gefährden Ostseeschifffahrt
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 01.06.07 - Mehrere tausend etwa fünf Meter langer und bis zu 40 Zentimeter dicken Stämme treiben derzeit nördlich von Rostock in der Ostsee. Das finnische Kreuzfahrtschiff "
Kristina Regina" war am 29.5. gegen 1.30 Uhr im Nebel mit einer von der "
Pioneer" gezogenen Holzbarge kollidiert. Bei der Kollision und während der anschließenden Fahrt nach Wismar verlor der Schleppzug die Fichtenstämme. Zunächst war nur von 100 Stämmen die Rede. Wie viele genau über Bord gegangen sind, ist aber unbekannt. Seit dem 30.5. sucht eine Flotte aus deutschen und dänischen Schiffen die Gewässer zwischen Gedser, Lübeck, Fehmarn und der Kieler Bucht ab. Allein das Kieler Mehrzweckschiff "
Scharhörn" sammelte fast 2000 Stämme aus der Ostsee. Sie wurden am 1.6. beim Tonnenhof in Kiel-Holtenau abgeladen.
Neben der "Scharhörn" sind
vier weitere Schiffe an der Suche beteiligt, darunter auch der Kieler Notfallschlepper "
Bülk" und ein Aufklärungsflugzeug der Marine. Dänemark schickte das Spezialschiff "
Gunnar Seidenfaden", das den Fehmarnbelt und den Großen Belt abfährt. Die Stämme stellen für kleinere Schiffe und Sportboote eine erhebliche Gefahr dar, deshalb wird alles versucht, um so viele Stämme wie möglich zu finden. Die Suchmaßnahme bis in die nächste Woche fortgesetzt werden. Dabei kostet allein der Einsatz der "Scharhörn" 50.000 Euro pro Tag, die der Versicherung in Rechnung gestellt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.06.2007
Glimpflicher Verlauf von Kutterkollision
Gloucester, Massachusetts / USA, 01.06.07 - Am 1.6. assistierte die US Coast Guard zwei Kuttern, die 17 Meilen südöstlich von Gloucester gegen 15.40 Uhr kollidiert waren. Die "
Carry My Rods" aus Lynn, Massachusetts, und die "
Harvest Moon" aus Gloucester, Massachusetts. Die Coast Guard schickte ein 47-Fuss-Rettungsboot und ein 25-Fuß-Boot, die gegen 16.20 Uhr vor Ort waren. Die "Harvest Moon" hatte geringen Rumpfschaden erlitten, die "Carry My Rods" war am Backbordheck beschädigt und nahm Wasser. Das kleinere Rettungsboot setzte eine Lenzpumpe über, dann wurden beide Havaristen nach Gloucester eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.06.2007
Fähre rammte Leitwerk
Mukilteo, Washington / USA, 01.06.07 - Die Fähre "
Cathlamet" rammte am 1.6. den äußeren Liegeplatz des Mukilteo Terminal nördlich von Seattle. Dabei wurde eine Person durch Treppensturz verletzt, das Schiff und Dalben wurden beschädigt. Auf der "Cathlamet" entstand ein Leck über der Wasserlinie. Sie war mit hoher Geschwindigkeit um 6 Uhr morgens eingelaufen und hatte die Leitdalben gerammt. Es wurde zur Untersuchung von einem Schlepper vom Terminal wegbugsiert, der am Nachmittag durch eine Ersatzfähre wieder in Betrieb genommen wurde. Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Die 328 Fuß lange "Cathlamet" kann 1200 Passagiere und 124 Autos transprtieren. Sie verkehrt zwischen Mukilteo und dem 21 Meilen entfernten Clinton.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.06.2007
Trawler vor Mayo evakuiert
Donegal / Ireland, 31.05.07 - Fünf Fischer aus Donegal wurden von ihrem Schiff durch einen Hubschrauber gerettet, nachdem ihr Trawler am 31.5. vor Mayo gegen 10 Uhr in Brand geraten war. Als das
Feuer im
Maschinenraum ausbrach, stand das Schiff 20 Meilen vor Erris Head, Mayo. Ein Coastguard-Helikopter aus Sligo wurde zu dem 22 Meter langen Havaristen entsandt. Es wurde eine Explosion an Bord befürchtet. Nach der Evakuierung wurden die Männer nach Burton Port gebracht. Während der Luftrettung war das
Ballyglass Rettungsboot -standby-, ebenso eine Reihe Kutter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.06.2007
Zweiter Tanker binnen 2 Wochen zur Reparatur von Strandungsschäden
bei Blohm & Voss im Dock
Hamburg / DE, 01.06.07 - Der griechische Großtanker "
Minerva Concert", der am 30.5. zur Reparatur in Hamburg eingetroffen war, ging am 1.6. ins Trockendock Elbe 17 bei Blohm & Voss. Zuvor waren an der Pier im Köhlfleethafen die Tanks gereinigt worden. Das 241 Meter lange Schiff war am 14. Mai auf einem Riff vor der dänischen Insel Samsæ aufgelaufen und beschädigt worden. Erst am 20.5. hatte ein anderer durch Strandung beschädigter Tanker, die "
Propontis", Blohm & Voss nach wochenlanger Reparatur und dem Austausch von rund 1000 Tonnen Stahl Richtung Nordsee verlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.06.2007
Kreuzfahrer rammte Kieler Feuerlöschboot
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 01.06.07 - Am 31.05.2007 kam es gegen 19.15 Uhr beim Ablegemanöver des in Nassau beheimateten Kreuzfahrschiffes "
Delphin Voyager", 21906 BRZ, am Kieler Bollhörnkai zu einer Kollision mit dem dort an einem RoRo-Anleger vertäuten Feuerlöschboot "
Kiel". Das 174 Meter lange Schiff hatte versucht, ohne Schlepperhilfe mit dem Heck voran zwischen diesem und einem am Norwegenkai liegenden Baustellenponton hindurch zu manövrieren. Dabei wurde es von einer Windbö erfasst und gegen die "Kiel" gedrückt, deren Schanzkleid am Vorschiff sowie zwei Spanten eingedrückt wurden. Nach der Kollision ging der 1990 erbaute Kreuzfahrer zurück an den Liegeplatz Bollhörnkia Nord. An der "Delphin Voyager" konnten lediglich Farbabschürfungen im achteren Bereich an Steuerbordseite festgestellt werden. Die "Delphin Voyager" konnte nach Rücksprache mit der Seeberufsgenossenschaft Hamburg die Reise nach Stockholm gegen 21 Uhr fortsetzen. Dazu forderte sie diesmal allerdings die Assistenz des SFK-Schleppers "
Falckenstein" an.
Für das
Feuerlöschboot wurde wegen der Möglichkeit eines Rumpfschadens ein vorläufiges
Auslaufverbot bis zur endgültigen Entscheidung der Fachbehörde erlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.06.2007
Millionenyacht sank vor Miami
Miami, Florida, USA, 01.06.07 - Der Coast Guard Cutter "
Dolphin" rettete am 31.5. vier Erwachsene und zwei Kinder von der sinkenden 65-Fuß-Motoryacht "
Imagination" 13 Meilen östlich von Miami Beach. Sie hatten am Morgen gegen 8.30 Uhr die Bayside Marina in Downtown Miami verlassen und waren unterwegs nach Bimini auf den Bahamas. Der Skipper verständigte gegen 10 Uhr die SAR-Koordination im Coast Guard Sector Miami mit VHF, dass in den Maschinenraum des Schiffes Wasser eindringe. Das Schiff stand da vor
Government Cut. Zuvor war bereits ein Wasserscooter achtern über Bord gegangen. Als der Skipper ihn bergen wollte, hatte er den Wassereinbruch bemerkt. Die "Dolphin" sowie ein weiteres Hilfsschiff waren schnell zur Stelle und bargen die Bootsfahrer ab. Sie wurden dann zur Bayside Maria zurückgebracht. Ihr vor einem Jahr für
1,2 Millionen Dollar erworbenes Schiff versank binnen einer halben Stunde übers Heck.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.06.2007
Info: Government Cut = ist ein künstlich hergestellter Schifffahrtskanal zwischen Miami Beach und Fisher Island.
Mississippi eingeschränkt wieder frei
St. Louis, Missouri / USA, 01.06.07 - Am 31.5. um 14.30 Uhr gab die Coast Guard den Mississippi zwischen den Meilen 180 und 184 in begrenztem Umfang wieder für Schiffsverkehr frei. Er war gesperrt worden, nachdem eine
Barge die McKinley Bridge in Downtown St. Louis gerammt hatte und gesunken war. Örtliche Schleppdienste dürfen bei Tageslicht mit maximal 2 Bargen in nördlicher Richtung und maximal einer Barge mit Südkurs die Unfallstelle passieren. Die Bergung der gesunkenen Barge soll am 1.6. beginnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.06.2007
Gesunkenes Motorboot aus Hudson River geborgen
Fishkill, New York / USA, 01.06.07 - Ein am 28.5. im Hudson River gesunkenes
Motorboot wurde am 31.5. geborgen und nach Newburgh abgeschleppt. Sea Tow Hudson River leitete die Operation, bei der Taucher Luftsäcke am Wrack anbrachten. Als es aufschwamm, wurde es mit Pumpen gelenzt und abgedichtet. Das 20 Fuß lange 1989 Ski Centurion Boot war am Nachmittag des 27.5. gesunken, nachdem der Propeller gegen ein Hindernis geschlagen war und die Antriebswelle samt Propeller verlorenging und einen Wassereinbruch verursachte. Der Eigner und seine drei Passagiere, darunter 2 Kinder, waren von einem Patroullienboot des Dutchess County Sheriff's Office gerettet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.06.2007
Kutter rammte Pier und strandete
Nyksund, Nordland / Norwegen, 31.05.07 - Der 70 Fuß lange norwegische Kutter "
Kvitholmen R 29 B" kollidierte am Nachmittag des 30.5. gegen 16.30 Uhr mit einer Kai in Nyksund und wurde am Morgen des 31.5. gegen 6 Uhr gestrandet vor Holmsnes mit laufender Maschine gefunden. Er hatte starke Steuerbordschlagseite. Ein
Rettungsboot machte den Havaristen wieder flott. Polizei und Küstenwache erwarteten das Schiff bereits, um der Crew in Stormarkes
Blutproben abzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.06.2007
Suche nach Vermissten der "Northsea" eingestellt - Tanker sinkt
Falmouth Küstenwache, England / UK, 31.05.07 - Am 29.1. übergab der Tanker "
Toledo Spirit"
21 Gerettete des nach Blitzeinschlag in Brand geratenen Produktentanker "
Northsea" an den Versorger "
Brado", der sie an Land bringen soll.
Vier Tote wurden gleichfalls übergeben.
Drei Mann, darunter der Kapitän, blieben trotz einer intensiven Suche, an der auch der Tanker "
Astro Phoenix" teilnahm, in sieben Meilen Umkreis bei guten Wetterbedingungen verschwunden. Die Suchschiffe nahmen nach Abbruch der Suche um 4.10 Uhr örtlicher Zeit wieder ihren ursprünglichen Kurs auf. Die "Northsea" brannte weiter und war bereits bis auf Höhe des Hauptdecks gesunken. Die "Northsea" war bereits zur
Verschrottung vorgesehen gewesen, hatte aber offenbar einen Zeitaufschub durch Einsätze vor Westafrika erhalten. Dies wurde ihr nun zum Verhängnis.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.06.2007
Lotsenfehler verursachten Strandung der "New Delhi Express"
New York, New York / USA, 30.06.07 - Am 30.5. gab das amerikanische
National Transportation Safety Board bekannt, dass die Strandung des Frachters "
New Delhi Express" einem Fehler der
Hafenlotsen zuzuschrieben war, der beim Navigieren im Kill Van Kull Waterway nicht alle Navigationshilfen genutzt hat. Außerdem haben sie kein optimales Brückenressourcenmanagement betrieben. Der Vorsitzende monierte, dass es seit 1974 zahlreiche Vorfälle zu monieren gegeben habe, bei denen Brückenoffiziere und Lotsen nicht als Team zusammengearbeitet haben. Der Containerfrachter "New Delhi Express" war am
15. April 2006 nach Atlantikpassage beim Einlaufen nach New York mit 22 Mann Crew und drei Passagieren an Bord festgekommen und leckgeschlagen. Dem Sandy Hook Lotsen war zuvor noch ein Hafenlotse zur Seite gestellt worden. Die Sicht war gleich null, als das Unglück passierte. Zwei der drei Assistenzschlepper wurden ebenfalls beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.06.2007
Skipper rettete Familie im Alleingang aus East River
Queens, New York / USA, 30.05.07 - Am 26.5. wurde eine
6-köpfige Familie von einem
Skipper aus Garden City aus dem East River gerettet, als ihr Boot "
Bite Me" sank. Das 17 Fuß lange Boot war von den Wellen eines passierenden
Schleppers zum Kentern gebracht worden. Das Unglück ereignete sich am Hell's Gate, das für gefährliche Strömungen berüchtigt ist. Die Schiffbrüchigen hielten sich aneinander und einem aufgetriebenen Stück fest, während
2 Boote ohne zu stoppen passierten. Der Skipper eines 31 Fuß langen Bootes sah die im Wasser treibenden und zog sie einzeln an Bord. Wenig später trafen Helikopter und ein Boot der Coast Guard ein, doch da war die Aktion bereits abgeschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.06.2007
Ölverschmutzung vor Südkorea nach Tankerkollision
Ulsan, Republik Korea (Südkorea), 30.05.07 - Ein unaufmerksamer Ausguck verursachte am
21. Mai eine Kollision zwischen dem Produktentanker "
Sam Jin No 1", 2000 tdw, und dem Schlepper "
Cheonbu No. 1" eine Meile vor dem Hafen von Ulsan in Südkorea. Bei dem Zusammenstoß wurde ein Tank aufgerissen,
63 Tonnen Gasöl traten aus. 10 Ölbekämpfungsschifffe wurden zum Unfallort geschickt. Inzwischen haben sie ihre Arbeiten abgeschlossen. Die koreanische Küstenwache leitete Untersuchungen zu dem Unglück ein, dass sich nur wenige Tage nach einer anderen Kollision in der Region am 12.5. ereignete.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.06.2007
Kapitän ohne Patent nach Untergang seines Schiffes im Gefängnis
South Bend, Indiana / USA, 18.05.07 - Das
U.S. Attorney's Office verurteilte am 16. Mai den
Kapitän der "
Margaret Ann" zu einer Haft von 30 Monaten wegen Führen eines Schiffes
ohne gültiges Patent und Vernachlässigung seiner Wachaufgaben. Dies führte am
31. März 2005 zum Untergang des Schleppers "Margaret Ann" der Holly Marine Towing im Lake Michigan (nähe Hammond) und einer Ölverschmutzung durch 250 Gallonen Diesel. Der Mann aus Michigan City (Indiana), wurde außerdem zu einer Strafe von 750.000 Euro verurteilt. Das harte Urteil soll ein Signal für die Schifffahrtswelt sein, heiß es bei der Coast Guard Marine Safety Unit Chicago.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.06.2007
Die Angaben sind ohne Gewähr