S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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Schiffsuntergang
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letzte Änderung: 30. April 2007

Frachter "Volgo Balt 209" hat Cuxhaven verlassen

Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 30.04.07 - Am 29. April lief der polnische Schlepper "Ares" in Cuxhaven zur Überführung des beschädigten Frachters "Volgo Balt 209" ein. Am 30.3. begann gegen 9 Uhr, assistiert von der "Taucher Otto Wulf 8", die ungefähr dreitägige Schleppreise nach St. Petersburg, wo das Schiff in der Baltisky Zavod Werft repariert werden soll.
Die "Volgo Balt 209" war am 23.3. auf dem Scharhörnriff gestrandet und nach der Bergung nach Cuxhaven geschleppt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

Schlepper half Yacht auf der Schelde

Doel, East Flanders / Belgien, 30.04.07 - Am 30.4. hat der Schlepper "Union 11" der gestrandeten Prager Yacht "Hebe 3" auf der Schelde bei Doel geholfen. Er barg das Boot gegen 15 Uhr und brachte es nach Lillo. Später hob er auch den liegengebliebenen Anker und lieferte ihn dort ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

Gericht verurteilte Eigner des gesunkenen Kutters "Mi Jay"

Neuseeland, 30.04.07 - Maritime New Zealand zeigte sich befriedigt über den Schuldspruch über den Eigner des Kutters "Mi Jay" aus Nelson, der im Dezember 2005 mit drei Mann verloren ging. Der Eigner wurde zu 350 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Er wurde schuldig befunden, das Schiff unnötigen Risiken ausgesetzt zu haben. Die "Mi Jay" hatte Nelson am 22. November verlassen. Die beiden Deckhands wurden am 19.12. tot in einer Rettungsinsel vor Kaikoura gefunden. Der Skipper und das Wrack wurden nie entdeckt. Es gab keine regelmäßigen Kontakte mit dem Eigner. Dieser hat auch keine Radiodienste alarmiert, dass das Boot sich hätte melden sollen. Der Eigner hatte seine Rolle in der Tragödie zugegeben. Als die "Mi Jay" sank, war er nicht telefonisch erreichbar. Niemand erfuhr, als sie in Schwierigkeiten war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

Acht Tote bei Bootsunglück in Vietnam

Ðà Nang, Vietnam, 30.04.07 - Ein unregistrierter Kutter mit 24 Personen an Bord kenterte am 29. April in Da Nang, Vietnam. Acht der 24 Insassen wurden Stunden später tot geborgen. Das Boot war nicht für Fahrgastverkehr zugelassen. Es kenterte rund 100 Meter vom Ufer entfernt. Die Überlebenden schwammen an Land. Der Kapitän wurde festgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

Zwei Mann aus Skiboot geschleudert

Pietermaritzburg / Südafrika, 30.04.07 - Zwei Fischer aus Pietermaritzburg wurden gerettet, nachdem ihr Skiboot "Strike it Lucky" in rauer See kenterte. Das Unglück ereignete sich eine Meile vor Bluff während der Durban Ski-Boat Fishing Competition am 28. April. Der 5,5 Meter lange Katamaran kenterte in 2-3 Meter hohen Wellen bei 20 Knoten Wind. Die beiden Insassen wurden ins eiskalte Wasser geschleudert, ihr Boot schwer beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

Kutter vor Singapur gestrandet

Singapur, 30.04.07 - Am 28. April lief gegen 11 Uhr eines von einer Flotte sechs neuer Fangschiffe am Terumbu Seligi Riff vor Singapur auf Grund. Das Feuerlöschboot "Api Api" hielt sich einsatzbereit. Bei fallender Tide lag der Havarist hoch und trocken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

"MSC Napoli" fast leer

Devon Coast, England / UK, 29.04.07 - Die "MSC Napoli" könnte schon 2 Monate vor dem bisherigen Plan gelöscht sein. Seit das Schiff vor Devon sank, wurden über 2000 Container abgeborgen. Nur noch 300 sind in den Laderäumen, und diese könnten binnen 2 Wochen auch gehoben sein. Wenn die Ladung von Bord ist, will Smit International eine Schadensanalyse mit dem Ziel der Hebung des Schiffes in einem Stück durchführen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

Rätsel um Rolle der "Bourbon Dolphin"

Aalesund / Norwegen, 29.04.07 - Bei der Anhörung zum Untergang der "Bourbon Dolphin" stellte sich jetzt heraus, dass das Schiff eigentlich nicht so eine schwere Aufgabe hätte durchführen sollen. Als die Arbeit geplant wurde, sollte das Schiff lediglich assistieren, so galt das Schiff auch als "assistant anchor handler". Der Direktor von Bourbon Offshore Norway, Trond Myklebust, weiß nicht, warum die Rolle geändert wurde. Viele der Tätigkeiten wurden vom Rig "Transocean Rather" geleitet. P&I club Gard sagte derweil, dass es noch Zeit brauche, einzuschätzen, ob eine Bergung des Wracks machbar sei, doch Anfang nächster Woche solle es dazu eine Aussage geben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

Tanker auf der Maas gestrandet

Botlek, Zuid-Holland / Niederlande, 29.04.07 - In den Mittagsstunden des 29.4. lief der Tanker "Chemical Trader" gegen 15 Uhr auf der Maas beim Einlaufen auf Grund bei Botlek. Der Schlepper "VS Rotterdam" war schnell vor Ort, doch der Tanker kam aus eigener Kraft wieder frei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

Historisches Wrack wird geschützt

Tofino, British Columbia, Canada, 29.04.07 - Über 107 Jahre, nachdem ein Sturm die "Hera" versenkte, wurde das Wrack vor Tofino von Freiwilligen geschützt. Über dem Wrack wurde eine orange-weiße Boje ausgelegt, damit Fischer das Wrack nicht mit Netzen beschädigen. Das Schiff ist samt seiner Ladung, darunter hunderte von Flaschen Rainier-Bier, bemerkenswert gut erhalten. Der in Boston erbaute Schoner war am 18.11.1899 unter anderem auch mit 11 großen Pianos an Bord von Seattle unterwegs, als es im Clayoquot Sound sank. Rund 50 Prozent des Schiffes sind verbrannt. Unterhalb des Hauptdecks ist der 1869 erbaute Dreimast-Schoner erhalten. Er segelte 30 Jahre zwischen San Franzisco, Australien und Portland sowie in der Beringsee. Auf der letzten Reise von Seattle nach Honolulu waren eine Getreideladung und Stückgüter an Bord. Nach Passage von Cape Flattery erfasste ein Südweststurm das Schiff und trieb es in Richtung Vancouver Island. Es machte Wasser. Weniger als eine halbe Meile vor Tofino's First Street Dock ging das Schiff unter. Es wurde 1974 von einem örtlichen Taucher lokalisiert, nachdem ein Fischer sich über verlorene Hummerfallen beschwert hatte. 2005 wurden rund 30 solcher Fallen vom Wrack entfernt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

Kasinoschiff rammte Kutter

Little River, South Carolina, USA, 29.04.07 - Das Kasinoschiff "Diamond Girl II" rammte bei der Rückkehr am Morgen des 29.4. den Kutter "Golden Retriever II" im Little River. Der Kapitän wurde routinemäßig einem Drogentest unterzogen, doch nimmt die US Coast Guard an, dass widriges Wetter das Unglück, bei dem der Kutter schwer beschädigt wurde, verursachte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

Boot stürzt ab - 16jähriges Mädchen wird vermißt

Holtwood, Lancaster, Pennsylvania / USA, 29.04.07 - Am 29.4. stürzte ein Boot über eine Staumauer auf dem Susquehanna River hinab. Das 16-Fuß-Boot fiel gegen 14.25 Uhr über den 60 Fuß hohen Holtwood Dam in Martic Township. Fünf Personen wurden gerettet, nach einer vermissten 16-jährigen suchten 40 Hilfskräfte in sechs Booten sowie Helikopter. Das Wrack wurde schwer beschädigt geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

"Sierra Nava"-Bergung abgeschlossen

Algeciras, Provinz Cádiz / Spanien, 26.04.07 - Svizter Salvage schloss am 26. April die Arbeiten an der Räumung des Kühlschiffes "Sierra Nava" ab, indem es das Wrack an neue Eigner übergab. Zuvor hatten die spanischen Behörden einer Verschleppung zugestimmt. Das 4,660 BRZ große Schiff war im Januar vor Algericas gestrandet. Am 21.3. wurde das Schiff geborgen. Die damaligen Eigner verkauften dann das Schiffund übergaben es neuen Eignern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

15 Tote bei Strandung überladener Fähre

Port-au-Prince / Haiti, 27.04.07 - 15 Passagiere kamen am 24.4. bei der Strandung der überladenen Fähre "Lazarus 1" ums Leben. Das 500 BRZ große Schiff war beim Auslaufen aus Jeremie auf eine Sandbank gelaufen, wobei eine Reihe Fahrgäste ins Wasser stürzten. Retter bargen 47 Verletzte. Das Schiff war für 250 Personen zugelassen, transportierte aber über 300. Der Havarist wurde freigeschleppt. Er läuft zwischen den Häfen von Haiti.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

Gestrandeter Tanker nach Leichterung wieder unterwegs

Maracaibo / Venezuela, 18.04.07 - Smit Salvage hat am 18.4. den Tanker "Phoenix Beta", der 66000 Tonnen Rohöl transportierte, geborgen. Er war kurz nach dem Verlassen von Maracaibo (Venezuela), auf Grund gelaufen. Am 4.4. wurde Smit mit der Bergung beauftragt. Eine sechsköpfiges Team wurde zum Havaristen entsandt. Dann wurden 21000 Tonnen Öl geleichtert und das Schiff mit 5 Schleppern flottgemacht. Dann übernahm die "Phoenix Beta" die Ladung wieder und setzte die Reise nach Liverpool fort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

"Wellington" nach Versenkung von neuem Leben erfüllt

Wellington / Neuseeland - Rund 17 Monate nach ihrer Versenkung vor Welligtons Südküste ist das Wrack der HMNZS "Wellington" mit neuem Leben erfüllt. Tauchuntersuchungen der Victoria University seit November 2005 zeigten, dass eine dickte Schicht Seegras das meiste des Schiffes bedeckt. Fischschulen nutzen die Nischen in dem zerbrochenen Wrack. Teile des Schiffes sind weitgehend intakt, die drei Teile sinken langsam in den sandigen grund ein. Die Brücke ist für Taucher erreichbar, die Geschütze sind noch in gutem Zustand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.04.2007

Gütermotorschiff in Brand geraten

Erlenbach am Main, Landkreis Miltenberg / Bayern, 30.04.07 - Am 27.04. setzte durch Funkenflug in Erlenbach ein Schiff in Brand. In einer Werft wurde an einem 85 Meter langen Gütermotorschiff mit einem Schneidbrenner gearbeitet. Über einen Durchstieg gelangten einige Funken in den unweit der Arbeitsstelle liegenden Maschinenraum des Schiffes. Hierdurch gerieten dort gelagerte Filter und ölige Putzlappen in Brand. Was ersten Feststellungen zu Folge als Schwelbrand begann, wurde durch ein Abluftgebläse zu einer offenen Flamme. Das verbrennende Öl verursachte eine weithin sichtbare Rauchsäule. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Reparaturkosten werden auf mindestens 50 000 Euro geschätzt.
Quelle: fnweb vom 30.04.2007

Mann stürzte mit Führerhaus vom Schiff in die Donau

Linz / Österreich, 29.04.2007 - Am Sonntagnachmittag (29.04.) ist ein 48-jähriger kroatischer Schiffsführer mitsamt dem Führerhausvon einem Frachtschiff im Linzer Hafen in die Donau gestürzt.
Der vier Tonnen schwere Steuerstand des Schiffes "Herzog Tassilo" kann per Hydraulik rund 13 Meter in die Höhe gefahren werden. Genau das wollte der Kroate laut Polizei am Sonntag ausprobieren, da das Gerät schon des Öfteren Probleme gemacht hatte.
Als er die Stange ganz ausgefahren hatte, brach diese jedoch ab, woraufhin der Steuerstand mitsamt dem Schiffsführer in die Donau stürzte. Passanten alarmierten sofort die Einsatzkräfte.
Drei Taucher der Feuerwehr suchten nach dem Verunglückten, berichtete der Einsatzleiter der Feuerwehr, Andreas Ilk. Da das Führerhaus aber mit der Fahrertür im schlammigen Boden des Hafenbeckens feststeckte, konnte der Mann nicht sofort befreit werden.
Als die Taucher bei ihm ankamen, war er sogar noch bei Bewusstsein. Unter Wasser hatte sich eine Luftblase gebildet, die ein sofortiges Ertrinken des 48-Jährigen verhinderte. Dem Eingesperrten gelang es sogar noch, ein Schiebefenster des Führerhauses zu öffnen, durch das ihn die Einsatzkräfte befreien konnten.
Nach seiner Bergung verlor er das Bewusstsein, wurde reanimiert und ins Allgemeine Krankenhaus nach Linz eingeliefert. Der Mann verstarb aber bereits auf dem Weg ins Spital. Das Schiff wurde bereits sichergestellt, Experten werden den genauen Unfallhergang überprüfen.
Quelle: ORF vom 29.04.2007

321 Schiffpassagiere vom Zürichsee-Dampfschiff «Stadt Rapperswil» evakuiert

Insel Ufenau, Zürichsee / Schweiz, 29.04.07 - Ausgerechnet am Tag der Schifffahrt hat ein Defekt das Zürichsee-Dampfschiff «Stadt Rapperswil» lahm gelegt. Das Schiff blieb am Sonntagnachmittag (29.04.) am Landesteg der Insel Ufenau liegen. Seine 321 Passagiere mussten auf andere Schiffe umsteigen.
Eine Störung am Brenner habe den Dampfer lahm gelegt, bestätigte die Sprecherin der Zürichsee Schifffahrtgesellschaft, eine Meldung von «Radio 24». Der Sensor des Brenners habe wegen einer Störung fälschlicherweise einen zu tiefen Wasserstand angezeigt. Deswegen sei der Brenner blockiert worden.
Ob der Dampfer von den ausgerückten Technikern vor Ort repariert werden kann oder ob er in die Werft nach Zürich-Wollishofen abgeschleppt werden muss, war zunächst noch nicht klar. Auf dem Zürichsee verkehren nach Angaben von Hürlimann zwei Dampfschiffe, bei denen es glücklicherweise selten zu Störungen komme.
Das Dampfschiff «Stadt Rapperswil» wurde nach Angaben auf der Website der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft 1909 gebaut. Es ist knapp 60 Meter lang und über 13 Meter breit und kann bis zu 750 Passagiere aufnehmen.
Quelle: sda vom 29.04.2007

Kutter brannte vor der Küste von Devon

Brixham Coastguard, England / UK, 29.04.04 - 33 Meilen vor der Küste von Devon geriet vor Salcombe am 29.4. der Kutter "Emma Jane" aus Salcombe in Brand. Ein Hubschrauber stieg in Portland nach dem Mayday-Ruf um 09.41 Uhr auf. Das Rettungsboot aus Torbay sowie die "AB Valencia" nahmen ebenfalls Kurs auf den Havaristen. Das Feuer konnte eingedämmt werden, das Schiff trieb ohne Maschinenkraft in der See. Das Rettungsboot schleppte den Kutter zurück in den Hafen von Salcombe. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.04.2007

Feuer auf Wikingerschiff

Stockholm / Schweden, 28.04.07 - Am Morgen des 28.4. brach um 4.30 Uhr in Stockholm ein Feuer auf dem Touristenboot "Svea Viking" aus. Es handelt sich um den Nachbau eines Wikingerschiffes. 25 Feuerwehrleute bekämpften den Brand. Das nachgebaute Wikingerschiff wurde durch den Brand völlig zerstört. Die Ursache des Feuers ist unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2007

"Volgo Balt 209" verlässt Cuxhaven

Cuxhaven, Niedersachsen / DE, 28.04.07 - Der Frachter "Volgo Balt 209" soll am 30.4. den Hafen von Cuxhaven verlassen und an der Trosse eines Schleppers Kurs auf Russland nehmen. Möglicherweise wird er in St. Petersburg repariert. Ansonsten droht dem Schiff nach der Strandung auf Scharhörn Riff der Schweißbrenner. In den vergangenen Tagen war die Kohleladung auf die "Volgo Balt 210" im Amerikahafen umgeladen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2007

Beschädigtes S-Boot "Gepard" soll Huckepack nach Deutschland

Limassol / Zypern, 28.04.07 - Die Bundesmarine sucht nach der Kollision ihrer Schnellboote "Gepard" und "Frettchen" ein Dockschiff zur Überführung der "Gepard" nach Deutschland. Das Boot muss in Deutschland repariert werden, nachdem die "Frettchen" am 20.4. sich in deren Steuerbordseite bohrte. Das Unglück ereignete sich vor der libanesischen Küste, als beide Boote die ebenfalls im UNIFIL-Einsatz befindliche Fregatte "Brandenburg" überholt hatten. Der Bugschaden an der "Frettchen" wird noch untersucht. Verletzt wurde niemand. Beide Boote waren erst im März von Warnemünde ins Einsatzgebiet vor Zypern überführt worden und hatten den Sommer über in dem Seegebiet verbleiben sollen. Nun sieht es so aus, als ob beide Boote längerfristig ausfallen. Über die Reparaturwürdigkeit der "Gepard" muss in Deutschland entschieden werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2007

Erdbeben schleuderte Torpedobootswrack auf Riff

Wellington / Neuseeland, 27.04.07 - Das mit Sprengstoff beladene Wrack eines Torpedobootes aus dem 2. Weltkrieg wurde von einem Erdbeben Anfang des Monats auf den Salomon-Inseln vom Grund des Pazifiks geschleudert. Es wurde auf einem Riff 10 Fuß über der Wasseroberfläche entdeckt. Die Hauptinsel Guadalcanal war Schauplatz heftiger Kämpfe im 2. Weltkrieg, die Küste ist übersät mit Wracks. Darunter befindet sich auch das Patroullienboot "PT 109", das vom späteren US-Präsidenten John F. Kennedy kommandiert wurde und 2002 vom Wrackexperten Robert Ballard gefunden wurde.
Das jetzt entdeckte Wrack hat einen intakten Rumpf mit einer nach wie vor gefährlichen Fracht. Ein Sprengstoffteam der Solomon Islands Police Force soll die Torpedos zur Explosion bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2007

Kutter kenterte auf Lake Erie

Marblehead, Ohio / USA, 27.04.07 - Drei Personen wurden nach dem Untergang eines Kutters auf dem Eriesee am 27.4. gerettet. Die Station Marblehead der Küstenwache erhielt am Nachmittag einen Notruf, dass das 21 Fuß lange Schiff übers Heck sinke. Als die Coast Guard eintraf, war das Heck bereits unter Wasser, die Crew flüchtete von Bord. Das Boot kenterte. Die Geretteten wurden vom Marblehead Personal untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2007

Kutter sank im Oregon Inlet

Elizabeth City, North Carolina / USA, 27.04.07 - Ein Coast Guard Helikopter rettete am 27.4. zwei Fischer, deren 38 Fuß langer Kutter "Esther Gail" südlich der Molen des Oregon Inlet auf Grund gelaufen war. Um 12.20 Uhr hatte der stark nach Steuerbord überliegende Havarist Notrufe gesendet. Die Station Oregon Inlet entsandte ein 47-Fuß-Boot, dass aber im flachen Wasser nichts ausrichten konnte. Daraufhin wurde ein Hubschrauber der Air Station Elizabeth City gerufen. Er erreichte die Unglücksstelle um 13.15 Uhr. Die Fischer wurden abgeborgen und zur Station Oregon Inlet geflogen. Der Kutter sank, nur noch Mast und Radar waren sichtbar. Das Schiff behindert die Schifffahrt nicht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2007

Mindestens 9 Tote bei Fährunglück vor Haiti

Port-au-Prince / Haiti, 26.04.07 - Eine 540 Tonnen große Fähre mit über 300 Personen an Bord lief vor der Südhalbinsel von Haiti am 24.4. auf eine Sandbank und legte sich auf die Seite. Dabei ertranken mindestens neun Personen, Dutzende wurden verletzt. Das Schiff war gerade beim Auslaufen aus Jeremie auf dem Weg nach Port au Prince. Das Schiff wurde später von einem größeren Fahrzeug geborgen und zum Ufer verholt. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2007
Info: Am 27.04.07 wurde bekannt, dass mindestens 15 Haitianer bei dem Fährunglück starben und Dutzende verletzt wurden.

Feuer auf Flüssiggastanker fordert 5 Verletzte

Marsa el Brega / Libyen, 26.04.07 - Auf dem 99.75 Meter langen libyschen Flüssiggastanker "Attahadi" kam es am 25.4. zu einem Brand, der 5 Mann der Crew verletzte, einen davon schwer. Das Unglück ereignete sich kurz nach dem Auslaufen des 1992 in Japan erbauten Schiffes aus Marsa al-Brega, wo das 3311-cbm-Schiff Ladung aufgenommen hatte. Die Sirte Oil & Production Co half bei der Brandbekämpfung und dem Transport der Brandverletzten in ein Spezialkrankenhaus in Tripoli.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2007

Kutter vor Sitka aufgegeben

Sitka, Alaska, USA, 26.04.07 - Ein Coast Guard Helikopter aus Sitka rettete am 26.4. drei Mann des vor Klag Bay gestrandeten Trawlers "Sea Bear". Die Schiffbrüchigen waren in einem Beiboot an Land gefahren. Von dort wurden sie um 11.44 Uhr aufgewinscht und nach Sitka gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.04.2007

Letzter Container aus Rhein geborgen

Köln, Nordrhein-Westfalen, 27.04.07 - Knapp fünf Wochen nach der Havarie der «Excelsior» auf dem Rhein bei Köln ist am 27.4. der letzte der bei dem Unglück ins Wasser gestürzten Container geborgen worden. Der noch mit Maschinenteilen beladene Behälter war bei Köln-Porz geortet worden. Er wurde nach der Bergung mit einem Kranschiff in den Hafen Köln-Niehl transportiert.
Am 25. März waren bei einem Wendemanöver des Frachtschiffes «Excelsior» 32 Container, darunter drei mit Gefahrgut, in den Rhein gestürzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007

Letzter Container der "Excelsior" gefunden

Köln, Nordrhein-Westfalen, 27.04.07 - Einen Monat nach der Havarie der "Excelsior" auf dem Rhein sind jetzt auch die letzten beiden von 32 verlorenen Containern gefunden worden. Am Morgen des 25.4. hatte der Kapitän des KD-Ausflugsschiffes "Wappen von Köln" bei Niedrigwasser einen Container an der Anlegestelle nahe der Deutzer Brücke entdeckt. Das Bergungsschiff "Kraanvogel" aus Düsseldorf hob den stark beschädigten Container aus dem Wasser. Die Holzstämme, mit denen er beladen war, haben sich jedoch verselbständigt.
Am 26.4. war dann auch der letzte Container geortet worden: Er hängt unter einer KD-Brücke auf Höhe des Zündorfer Yachthafens bei Porz fest. Am 27.4.sollte eine Tauchaktion Gewissheit bringen. Den letzten Container machten die Helfer nur durch Zufall ausfindig. Ein Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes hatte sich nochmals Luftbilder von der Unglücksstelle angeschaut und so herausgefunden, dass der noch fehlende Behälter unter den schwimmenden Anleger der Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt abgetrieben worden war. Er war mit Metall-Beschlägen beladen und konnte deshalb nicht von den Peilschiffen geortet werden.
Die Duisburger Staatsanwaltschaft geht weiter davon aus, dass das Schiff instabil beladen gewesen ist und deshalb verunglückte. Bereits die ersten Messungen der geborgenen Container hatten ergeben, dass die Behälter deutlich schwerer waren, als in den Ladelisten ausgewiesen. Beschuldigt sind der 64-jährige Kapitän der "Excelsior" und ein 48-Jähriger, der als zweiter Schiffsführer mit an Bord gewesen ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007

Frachter "Volgo Balt 209" in Cuxhaven geleichtert

Cuxhaven, Niedersachsen, 27.04.07 - Der seit seiner Strandung auf Scharhörn-Riff in Cuxhaven liegende Frachter "Volgo Balt 209" ist in den vergangenen Tagen von dem Schwesterschiff "Volgo Balt 210" geleichtert worden. Es übernahm im Amerikahafen die Kohleladung des Havaristen. Wohin der weitere Weg der "Volgo Balt 209" führt, ist weiterhin unklar. Mit den aufgerissenen Ballasttanks darf das Schiff nicht nach See auslaufen. Am 26.4. lag die "Volgo Balt 210" noch längsseits des Schwesterschiffes am Kai in Cuxhaven.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007
Info: Die "Volgo Balt 209" soll nach St.Petersburg in die Werft.

Feuer auf Trawler "Hercules" erloschen

Valparaíso / Chile, 27.04.07 - Das Feuer auf dem Trawler "Hercules" der Thor Fisheries ist erloschen. Am 26.4. waren Schlepper am Havaristen. Vor Schleppmanövern sollte die Stabilität des Rumpfes geprüft werden. Am selben Tag sollte in Valparaiso eine Anhörung zum Unglück stattfinden. Bereits vor rund 2 Jahren war es auf dem Schwesterschiff "Posdeidon" zu einem Feuer gekommen. Im selben Zeitraum brannte es auf der baugleichen "Sozidanie" vor Afrika.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007

Bootstragödie am Anzac Day wird untersucht

Auckland / Neuseeland, 27.04.07 - Nach dem Untergang eines 7,3 Meter langen Aluminiumbootes in Auckland, bei dem 2 Kinder ums Leben kamen, wurde das Wrack am 26.4. untersucht, um die Unglücksursache herauszufinden. Eine Familie aus Devonport hatte das Boot kurz zuvor gekauft und war auf der ersten Fahrt, als am Morgen des 24.4. Wasser in das geankerte Boot einbrach. Die 225-PS-Maschine wurde gestartet und Kurs auf die nahe Felsinsel Tarhiki Island östlich von Waiheke Island genommen. Doch vor dem Erreichen des Ufers sank das Boot mit dem Heck voran, und die beiden 5- und 8-jährigen Kinder wurden in der Kajüte eingeschlossen. Vier Erwachsene wurden nach 5 Stunden von den Felsen gerettet, nachdem ein passierendes Schiff sie entdeckt hatte.
Die toten Kinder wurden am "Anzac Day" um 8.30 Uhr aus dem Wrack geborgen. Die Polizei sicherte das Boot für Untersuchungen und begann mit Befragungen der Überlebenden. Sie gaben an, dass eine aufgegebene Ankertrosse sich möglicherweise am Propeller verfangen habe und das Boot beim Starten der Maschien zum Meeresboden zog. Die Mutter versuchte noch, ihre Kinder aus der Kajüte zu retten, in der sie bis zum Erreichen des Ufers hatten bleiben sollen., doch verletzte sie sich dabei am Kopf. Alles sei sehr schnell gegangen. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007
Info: ANZAC = Australian and New Zealand Army Corps. Der "ANZAC Day" am 25. April gilt als wichtiger nationaler Feiertag in Neuseeland und Australien. Der 25. April ist der Jahrestag der ersten Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen im Ersten Weltkrieg, der Landung auf Gallipoli im Jahr 1915.

Durchsuchung der "Lady of Grace" erfolglos beendet

Woods Hole, Barnstable, Massachusetts / USA, 26.04.07 - Die Massachusetts State Police und Ermittler der Coast Guard setzten am 26.4. ihre Suche nach den vermissten Besatzungsmitgliedern der "Lady of Grace" fort. Das Wrack des am 26.1. gesunkenen Fischereifahrzeuges liegt derzeit in Quonset, Rhode Island. Die physikalische Durchsuchung des Kutters wurde abgeschlossen, ohne dass sich Hinweise auf den Verbleib der Männer fanden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007

Erfolgreiche Rettungsaktion für Kutter vor Green Harbor

Plymouth, Massachusetts / USA, 26.04.07 - Am 26.4. gegen 20.50 Uhr kamen ein HH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Cape Cod, ein 47-Fuß-Rettungsboot der Station Point Allerton sowie ein 25-Fuß-Boot der Station Cape Cod Canal dem 40 Fuß (ca. 12 m ) langen Fischerbootes "Sea Princess" aus Plymouth zu Hilfe. Das Boot war direkt vor dem Hafen leckgeschlagen und war in Gefahr, zu sinken. Die Besatzung legte Überlebensanzüge an und machte die Rettungsinsel klar. Um 21.10 Uhr erreichte der Schlepper "Catherine Foss" gemeinsam mit dem Rettungsboot den Havaristen. Der Schlepper setzte Lenzpumpen über und übernahm die Besatzung des Kutters. Als das Boot fast vollständig gelenzt war, gingen die Fischer zurück an Bord. Es gelang um 22.15 Uhr sogar, die Maschine wieder zu starten. Das Rettungsboot eskortierte den mit 3 Mann besetzten Havaristen zurück nach Green Harbor, MA. Gegen Mitternacht machte die "Sea Princess" an der Fischereipier fest. Die anderen Rettungseinheiten waren bereits nach Eintreffen der ersten beiden Schiffe aus dem Einsatz entlassen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007

Suche nach Schiffbrüchigen der "Abra Cadabra" geht mit Hochdruck weiter

Santo Domingo / Dominikanische Republik, 26.04.07 - Nach dem Kentern des Kutters "Abra Cadabra" 20 Meilen vor Monti Cristi am 24.4. rettete die in Portsmouth stationierte, 270 Fuß lange "Forward" der US Coast Guard weitere drei Schiffbrüchige am Nachmittag des 25.4. 20 weitere sind weiterhin vermisst, 19 wurden gerettet. 13 von ihnen wurden von der "Forward" auf die "Bellatrix" der dominikanischen Marine übergeben zum Weitertransport an Land. Seit die intensive Suche am Nachmittag des Unglückstages begann, barg die "Forward" 16 Fischer, ein HH 65 Dolphin Helikopter der Air Station Borinquen einen und ein weiteres Hilfsschiff zwei.
Die "Abra Cadabra" war am 23.4. mit 39 Personen an Bord von Puerto Plata, Dominikanische Republik, zur Silver Bank 60 Meilen nördlich von Puerto Plata ausgelaufen. Gegen ein Uhr morgens kam es zum Untergang. Insgesamt wurden bislang rund 3000 Quadratmeilen in 21 Suchpatterns abgesucht. Die Suche steht unter starkem Zeitdruck, da die Verunglückten keine Rettungswesten mehr anlegen konnten. Auch der 210 Fuß lange Küstenwachkutter "Resolute" aus St. Petersburg, Florida, ist an de Rettungsaktion beteiligt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007

Vier Tote bei Tankerexplosion

Insel Sumatra / Indonesien, 26.04.07 - Am 25.4. kam es auf dem Siak River, Sumatra, zu einer Explosion auf dem in Charter der Pertamina laufenden Tanker "Maulana", 1439 BRZ. Dabei starben auf dem 1993 erbauten Schiff vier Besatzungsmitglieder. Der unter indonesischer Flagge registrierte Tanker war dabei, eine Ladung von Dieselöl aus Indonesien zu löschen. An Bord waren 16 Personen, darunter die 12 Mann Besaztung. Feuerwehren brauchten 2 Stunden, den anschließenden Brand zu löschen. Due Explosion könnte durch einen Fehler in der Bordelektrik verursacht worden sein. Die Überlebenden wurden nach ihrer Rettung zum Unglückshergang verhört.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007

Feuer auf Neubau der US-Marine

Marinette, Wisconsin, USA, 26.04.07 - Nach einem Feuer am Morgen des 25.4. auf einem 115 Meter langen Marineschiffsneubau in Marinette haben die Aufräumarbeiten begonnen. Der Brand war um 05.30 Uhr in der Kombüse ausgebrochen. Es konnte auf diesen Schiffsteil beschränkt werden. Es kam zu intensiver Rauchentwicklung, die auch andere Schiffsteile in Mitleidenschaft zog. Schweißarbeiten könnten den Brand bei Marinette Marine ausgelöst haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007

Yacht trieb hilflos im Solent

Bembridge, Isle of Wight, England / UK, 26.04.07 - Die Yacht "Lara" aus Gosport erlitt am Sonntag (22.4.) Ruderschaden und trieb im Hauptfahrwasser des Solent nahe No Man’s Land Fort. Das Portsmouth Lifeboat lief aus, scheiterte aber bei dem Versuch, die Yacht abzuschleppen. Daraufhin wurde die Bembridge Crew alarmiert. Ein Mechaniker wurde auf das Boot geflogen und die "Lara" dann mit ihrer 7-köpfigen Crew nach Portsmouth eingeschleppt. Von dort konnte mit eigener Kraft Kurs auf Gosport Marina genommen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007

Bootsunfall auf Smith Mountain Lake aufgeklärt

Smith Mountain Lake, Virginia / USA, 26.04.07 - Ein mechanisches Problem und stark böige Winde verursachten einen Bootsunfall auf dem Smith Mountain Lake in Virginia, bei dem ein Mann starb und sein Nachbau eines historischen Bootes (Hackercraft Boot) am 4.4. gekentert war. Ein anderer Mann wird seither vermisst. Das Boot kenterte nahe der Tonne R 17, nachdem das Kühlsystem versagte, ergab nun eine Untersuchung. Das Kühlwasser drang in das Boot ein und machte es unstabil in den bis zu 30 Meilen wehenden Winden. Zwei andere Bootsinsassen überlebten den Unfall. Sie wurden nach eine halben Stunde gerettet. Keiner der Verunglückten hatte eine Rettungsweste getragen. Das Wrack des 33 Fuß (10 Meter) langen Bootes, das bei Hacker Boat Co. of Silver Bay, N.Y., erbaut worden war, wurde mithilfe von Luftsäcken, die Taucher anbrachten, gehoben. Zuvor war das Wrack mit Sonar im tiefen, kalten Wasser ausfindig gemacht worden. Die Suche war durch alte Gebäudereste auf dem Seegrund und tote Bäume erschwert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007

Drei Tote bei Bootsunglück auf Big Bear Lake

Big Bear Lake, San Bernardino, Kalifornien / USA, 20.04.07 - Am 20.4. um 06.23 Uhr wurde auf dem Big Bear Lake, San Bernandino County, ein gekenterter, 14 Fuß langes Fischerboot aus Aluminium gesichtet. Die Big Bear Municipal Water District Lake Patrol und San Bernardino County Sheriff’s Department fanden wenig später drei Tote sowie Trümmer am Ufer des Sees in Fawnskin. Eine Leiche lag zwischen Marina Point und dem Sonnenobservatorium. Die beiden anderen waren an einen Plastikkanister (Bezintank) gebunden. Wahrscheinlich wollten sie ihn als Schwimmhilfe nutzen. Wahrscheinlich starben alle drei binnen einer Viertelstunde an Unterkühlung. Zwischen dem Abend des 19. April und dem frühen Morgen des 20.4. war das Boot offenbar bei widrigem Wetter gekentert, als es auf Westkurs war. Der Bootstrailer stand an der dortigen Bootsrampe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.04.2007

140 Jahre altes U-Boot wiederentdeckt

Santiago de Chile / Chile, 26.04.07 - Taucher haben vor dem Hafen der chilenischen Stadt Valparaiso offenbar eines der ältesten Unterseeboote der Welt entdeckt. "Wir sind uns fast sicher", dass es sich um das U-Boot "Flach" handele, sagte der Chef der Erkundungsarbeiten, Juan Enrique Benitez, am Mittwoch.
Die 12,5 Meter lange und 2,5 Meter breite "Flach" ähnelt im Aussehen einer aufgeblasenen Wärmeflasche. Das Unterwasser-Gefährt war mit zwei Kanonen ausgerüstet und verfügte über ein Sichtfenster. Angetrieben wurde es per Handkurbel. Die "Flach" sank am 3. Mai 1866 bei ihrer zweiten Testfahrt aus ungeklärter Ursache.
Die elf Besatzungsmitglieder und ihr Erfinder Karl Flach wurden mit in die Tiefe gerissen und starben. Es handelte sich um das zweite in Lateinamerika gebaute und weltweit fünfte U-Boot überhaupt. Um hundertprozentige Sicherheit über seine Identität zu bekommen, sollen die Taucher nun den Schlamm entfernen, der sich im Laufe der Jahrzehnte auf dem in 40 Meter Tiefe liegendem Boot ansammelte.
Quelle: APA vom 26.04.2007

Der 31. Container der »Excelsior« aus dem Rhein geborgen

Köln, Nordrhein-Westfalen, 26.04.07 - Am 25.4.07 gegen 10:30 Uhr meldete die "Wappen von Mainz" die Sichtung eines versunkenen Containers an einer Anlegestelle der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG im Bereich der Kölner Rheinpromenade auf Höhe des Pegelhauses.
Das Wasser- und Schifffahrtsamt Köln orderte umgehend das nächste verfügbare Kranschiff, welches sich aus dem Bereich Düsseldorf in Marsch setzte. In der Zwischenzeit wurde durch Taucher eines Kölner Unternehmens der Container auf Inhalt, Stabilität und noch intakte Festmachepunkte untersucht. 2 Boote der Wasserschutzpolizei sicherten die Bergungsstelle, um Sog und Wellenschlag durch die durchgehende Schifffahrt zu minimieren.
Nach dem Eintreffen des Kranschiffs gegen 20:00 Uhr gestaltete sich die eigentliche Bergung vollkommen problemlos. Um 21:00 Uhr war die Aktion abgeschlossen.
Da man von der Deutzer Brücke und der Promenade einen hervorragenden Blick auf die Ereignisse hatte, wurde das Ganze unter reger Anteilnahme des Publikums durchgeführt.
Quelle: WSA Köln vom 26.04.2007

Bergungsarbeiten in Dortmund haben begonnen

Dortmund, Nordrhein-Westfalen / DE, 25.04.07 - Am 24.4. rollten im Dortmunder Hardenberghafen drei Autokräne an, um die eingekeilte "Ulrike" von der Last des umgestürzten Krans zu befreien. Der Hardenberghafen, der nach dem Umsturz eines Verladekrans am 23.4. für jeglichen Schiffsverkehr gesperrt wurde, kann möglicherweise schon am 27.4. wieder freigegeben werden. Denn die Bergungsarbeiten gehen schneller über die Bühne, als die Wasserschutzpolizei zunächst befürchtet hatte. Nachdem der Sachverständige seine Untersuchungen vor Ort abgeschlossen hatte, gab die Kripo die Unglücksstelle bereits am Nachmittag des 24.4. frei. Am selben Tag wurde nicht nur das Bergungskonzept festgelegt. Es trafen sogar schon die drei Autokräne ein, mit deren Hilfe die Überreste des umgestürzten, 350 Tonnen schweren Verladekrans von dem Kohlefrachter auf den Kai gehievt werden sollen. Der Unterbau des Krans machte den Anfang. Am 25.4. folgten Mittel- und Oberbau.
Der 50-jährige Kranfahrer, der beim Aufprall des Krans auf das Binnenschiff "Ulrike" aus seiner Kanzel geschleudert worden war und dabei schwerste Kopfverletzungen erlitten hatte, war auch gestern noch nicht außer Lebensgefahr. Der Dortmunder wird in der Unfallklinik an der Münsterstraße behandelt und muss im künstlichen Koma gehalten werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.04.2007

13 Schiffbrüchige nach Untergang von Charterboot gerettet

Homer, Kenai Peninsula, Alaska / USA, 26.04.07 - Die US-Küstenwache rettete am 25.4. dreizehn Personen aus einer Rettungsinsel, nachdem das Charterschiff "Halibut Endeavor" nahe Homer (Kachemak Bay) gekentert war. Ein Passagier des Schiffes hatte gegen 16 Uhr die Polizei informiert, dass das 38 Fuß lange Schiff gegen 16 Uhr leckgeschlagen sei. Daraufhin liefen der Coast Guard-Kutter "Roanoke Island" und ein Hilfsschiff aus. Um 16.41 Uhr kenterte die "Halibut Endeavor", nachdem alle Personen an Bord in eine Insel gegangen waren. Das Hilfsboot war drei Minuten später vor Ort und barg die Schiffbrüchigen, die zunächst nach Roanoke Island gebracht wurden. Sie wurden gegen 18.30 zurück in Homer erwartet. Die Ursache des Untergangs ist noch unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.04.2007

Suche nach Opfern der "Lady of Grace" musste unterbrochen werden

New Bedford, Massachusetts, USA, 26.04.07 - Der Kutter "Lady of Grace" wurde am 25.4. 12 Meilen vor Hyannis, Massachusetts, gehoben. Hier war er am 26.1. gesunken. Das Wrack wurde von der Donjon Marine Co., Inc., gehoben und auf dem Deck einer Barge abgesetzt. Danach gingen Vertreter der Massachusetts State Police und der Küstenwache an Bord, um nach den zwei vermissten Seeleuten zu suchen. Wegen der Zustände unter Deck war es aber nicht möglich, das Wrack komplett zu durchsuchen. Am 26.4. soll die Suche mit zusätzlicher Ausrüstung fortgesetzt werden. Zwei Mann des Kutters waren von Tauchern im Frühjahr geborgen worden, die beiden anderen blieben verschwunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.04.2007

Ausflugsboot rammte Pier in Adelaide

Adelaide / Australien, 26.04.07 - Am 25.4. wurde die Fisherman's Wharf in Adelaide, Australien, schwer beschädigt, als das Ausflugsschiff "Port Princess" von Dolphin Cruise es rammte. Ein großes Stück der Brücke brach ab. Das dort ebenfalls liegende historische Polizeiboot "Archie Badenoch" kam mit nur leichten Schäden davon, ebenso wie die "Port Princess". Es gab keine Verletzten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.04.2007

Große Suchaktion nach rund 15 Vermissten im Atlantik

Santo Domingo / Dominikanische Republik, 26.04.07 - Vor der Dominikanischen Republik kenterte am 24.4. gegen 13 Uhr der 16 Meter lange Kutter "Abra Cadabra", der mit 34 nach anderen Angaben 39 Fischern an Bord zur Nordküste unterwegs war. Ein Küstenwachkutter der US Coast Guard rettete mehr als ein Dutzend Schiffbrüchiger aus dem Atlantik, doch 15 Personen wurden nach dem Unglück vermisst. Ein anderes Schiff rettete zuvor zwei Personen 20 Meilen nördlich der Stadt Montecristi und bat die Küstenwache um Hilfe. Diese schickte einen HU-25 Falcon Jet und zwei ihrer Schiffe sowie Helikopter und Flugzeuge der Basen in Borinquen, Puerto Rico; Clearwater, Florida, und Mobile, Alabama. Auch ein Schiff der dominikanischen Marine half bei der Suche. 16 Schiffbrüchige wurden von einem Küstenwachboot, ein weiterer von einem Helikopter gerettet. Sie wurden mit Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht. Die Suche wurde während der Nacht zum 25.4. fortgesetzt, doch ohne weitere Überlebende zu finden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.04.2007

Anhörung beleuchtet die letzten Momente auf der "Bourbon Dolphin"

Aalesund / Norwegen, 25.04.07 - In einer Anhörung in Norwegen wurden am 25.4. die letzten Augenblicke auf der "Borubon Dolphin" am 12.4. beleuchtet. Offenbar gab es vor dem Unglück bereits Probleme. Der erste Maat Geir Syversen sagte aus, eine Ankerkette über die Seite des Schiffes gezogen gesehen zu haben. Das Schiff begann dann rasch zu kentern. An der Operation war auch die "Highland Valour" beteiligt gewesen. Diese habe fünf Versuche gebraucht, den Anker zu bewegen, sagte der einzige Mann, der von der Brückencrew überlebte. Beim letzten Mal wurde der Anker auf die "Bourbon Dolphin" gezogen. Die "Highland Valour" wurde angewiesen, mehr nordwestlichen Kurs zu steuern. Dann kam der Kapitän auf die Brücke, nahm ein VHF-Funkgerät und fragte die "Highland Valour": "Kennt ihr den Unterschied zwischen Nordwest und Südost?" Es folgte ein Anruf des Chefingenieurs, dass die Bugstrahlruderleistung reduziert werden müsse, weil es überhitzte. Unter Deck wurden Steuerbordtanks gefüllt, um das Schiff stabiler zu halten. Dann verlor die "Highland Valour" wieder ihre Verbindung. Die "Bourbon Dolphin" versuchte daraufhin, den inneren Schlepphaken freizubekommen und den äußeren zu fassen zu bekommen. Dann begann sie zu kentern. Das Deck verschwand unter Wasser. Die beiden Hauptmaschinen stoppten. Das Notfallsystem zum Slippen der Kette wurde zwar ausgelöst, arbeitete aber nicht wie geplant. Dann rollte das Schiff auf die Seite.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.04.2007

Deutsche Schnellboote zusammengestoßen

Limassol / Zypern, 25.04.07 - Am 20.4. stießen die Schnellboote "Gepard" und "Frettchen" der Bundesmarine bei einer Verlegung vor der Küste des Libanon zusammen. Verletzt wurde bei der Havarie der beiden Schnellboote aus Rostock-Warnemünde mit je 70 Mann Besatzung niemand. Die "Frettchen" fuhr frontal in die Seite von "Gepard". Dabei wurden beide Boote beschädigt. Die "Gepard" wurde über der Wasserlinie ein großes Loch in der Bordwand gerissen. Ob die Besatzungen nach Hause zurückkehren können, blieb unklar. Wie es im UNIFIL-Einsatz (United Nations Interim Force in Lebanon), den die Deutsche Marine anführt, weitergehen soll, ist nicht bekannt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte die Havarie. Die Schiffe seien aus eigener Kraft in den Hafen von Limassol auf Zypern, von wo aus die Marine operiert, zurückgekehrt. Die Boote würden dort untersucht.
Die Boote gehören zum internationalen Flottenverband, der seit Oktober 2006 im Seegebiet vor Libanon den Waffenschmuggel verhindern soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.04.2007

Kutter sank nach Explosion und Feuer

Fairhaven, Massachusetts / USA, 25.04.07 - Am Nachmittag des 24.4. fing gegen 17.30 Uhr der 56 Fuß lange Sportkutter "Freedom" in der Cozy Cove Marine in Fairhaven nach einer Explosion Feuer. Die Feuerwehr konnte den Brand zwar innerhalb einer Stunde löschen, konnte aber nicht verhindern, dass das Wrack teilweise sank. Ein Feuerwehrmann wurde bei der Brandbekämpfung leicht verletzt. An Bord waren 800 Gallonen Dieselöl. Das Schiff lag vor dem Unglück bereits mehrere Jahre in der Marina. Noch in der Nacht wurde das Wrack gehoben, nachdem Taucher Luftsäcke angebracht hatten, und am 25.4. von einem Kran auf einen Laster verladen. Das ausgebrannte Wrack sollte nach Fish Island in New Bedford gebracht werden. Vertreter der Coast Guard, Fairhaven Police und des Fire Departments sowie des Department of Environmental Protection, der State Fire Marshal's Office und die Environmental Protection Agency waren während der Bergung vor Ort. Öl und anderes gefährliches Material wurde zuvor entfernt. Die Frank Corp. Environmental Services aus New Bedford wurde zur Beseitigung ausgelaufenen Dieselöls gerufen. Der Schaden wird auf 200,000 bis 350,000 Dollar geschätzt. Die Ursache des Feuers ist noch ungeklärt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.04.2007

Gesunkenes Rettungsschiff wird geborgen

Perth, Western Australia, Australien, 24.04.07 - Das einzige U-Boot-Rettungsschiff der australischen Marine wurde vier Monate nach seinem Untergang vor Perth entdeckt. Die "Remora" wurde nahe Rottnest Island von einem Suchteam der US-Marine ausgemacht. Das Wrack soll nun gehoben und binnen acht Monaten in Kanada repariert werden. Die Remora war am 5. Dezember 2006 während einer Übung untergegangen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.04.2007

Wrackteil auf Prince Edward Island angetrieben

Prince Edward Island / Canada, 24.04.07 - Ein 10 Meter langes Stück der Bordwand eines Wracks, das wahrscheinlich aus dem 19. Jahrhundert stammt, wurde auf den Nordstrand von Prince Edward Island gespült. Es trieb nahe Cavendish an. Wahrscheinlich wurde es von der Erosion nahe des Wellenbrechers von Cavendish losgerissen. Ein Anwohner sagte, es gebe viele Wracks in der Umgebung, u.a. die "Marco Polo". Die Wracks seien Teil der maritimen Geschichte. Vertreter des Green Park Shipbuilding Museum inspizierten das Artefakt. Auch der Direktor des P.E.I. Museum und der Heritage Foundation untersuchte das Schiffsholz und zeigte sich fasziniert. Er ist ein Experte in Unterwasserarchäologie des Atlantiks und könnte sich vorstellen, dass das Schiff im "Yankee Gale" 1851 sank. Es seien aber noch weitere Untersuchungen nötig. Das P.E.I. Museum and Heritage Foundation sollen das Wrackteil konservieren. Als erste Maßnahme wurde das rund 700 Kilogramm schwere Wrackteil verankert, damit es nicht wieder in die See hinausgetrieben wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.04.2007

Tauchexpedition schafft Gewissheit über U-Boot-Schicksal

Manitowoc, Wisconsin / USA, 24.04.07 - Als das U-Boot USS "Lagarto" am 28. Mai 1944 im Manitowoc River vom Stapel lief, war der Stolz hunderter Zuschauer groß. Nur ein Jahr später sank das Schiff im Golf vom Thailand beim Versuch, einer Attacke zu entkommen. Das letzte, was die Crew hörte, war vermutlich die Explosion von Wasserbomben. Seither liegt das Wrack aufrecht in 236 Fuß Wassertiefe mit eingedrückter Steuerbordsiete.
60 Jahre lang wusste niemand, wie das Schiff und seine 86-köpfige Crew ihr Ende fanden. 2005 entdeckte ein britischer Taucher das Wrack vor Thailand in einem Seegebiet, in dem Fischer wiederholt über zerrissene Netze klagten.
2006 bestätigten Marinetaucher, dass es sich bei dem Unterwasserhindernis um das Wrack der "Lagarto" handele. Damit bekamen die Familien der Gefallenen Gewissheit über deren letzte Ruhestätte. Was sie nicht wussten war, wie ihre Angehörigen zu Tode kamen. Zur Beantwortung dieser Fragen unternahme zwei bekannte Wracktaucher im März eine Reise nach Thailand und wurden vom Wisconsin Maritime Museum in Manitowoc unterstützt, Filmaufnahmen zu machen und das Schicksal des Wracks zu erforschen. Die Ergebnisse sollen in einer Dokumentation 2008 publiziert werden. Einiges Material wird bereits am 4. und 5.5. in einer Erinnerungszeremonie gezeigt werden. Die Taucher haben vier Tage an der "Lagarto" gearbeitet. Bei jedem Tauchgang hatten sie eine Stunde Zeit. Das Periskop des Wracks ragt in die Höhe, Netze haben sich daran verfangen. Es habe ausgesehen, als fahre das Schiff durch eine Wolke, sagte Richie Kohler, einer der beiden Taucher. Das Ruder habe in Hartruderlage nach Steuerbord gelegen. Alle Luken des Bootes waren verschlossen. Es habe also keine Möglichkeit für die Crew gegeben, auszusteigen. Alle Torpedorohre waren verschlossen. Als nächstes soll ein ROV versuchen, in das 24 Fuß lange Torpedorohr 4 einzudringen, um zu erforschen, ob der innere Verschluss offen steht. Weil das Schiff ein Kriegsgrab ist, haben die Taucher keinen Versuch unternommen, selbst in den Rumpf einzusteigen. Auch das ROV wird nicht weiter als in das Torpedoreohr gesteuert. Von außen machten die Taucher ein 18 Fuß hohes und an die 9 Fuß langes Loch an der Steuerbordseite vor dem Torpedoraum aus. Die äußere Hülle des Rumpfes war weggerissen, und die innere Hülle 3 Fuß weit eingedrückt. Ballast- und Brennstofftanks waren beschädigt.
Der letzte Kontakt zur "Lakarto" fand am 3.5.1945 statt. Eine Nachricht des japanischen Minenlegers "Hatsutaka" besagte, dass er ein US-U-Boot versenkt habe in einem Gebiet, das mit der Position der "Lakarto" übereinstimmte. Die US-Marine bestätigte lediglich, dass ihr Boot vermisst sei. Über ein Jahr später wurde seine Crew für tot erklärt. Später wurde die "Hatsutaka" selbst Opfer eines in Manitowoc erbauten U-Bootes, der USS "Hawkbill". Ein Rettungsring, den die Besatzung der "Hawkbill" aus dem Meer fischte, ist heute Teil der Sammlung des Schifffahrtsmuseums in Manitowoc. Angehörige, die bereits Bilder des Wracks sahen, zeigten sich erleichtert über die Gewissheit, die nun herrsche und bezeichneten den Anblick des von Seegras und Tang umwehten Schiffes als viel schöner als den eines ausgehobenen Grabes.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.04.2007

Nordwestmecklenburg gedenkt mit Radtour der "Cap Arcona"-Katastrophe

Grevesmühlen, Mecklenburg-Vorpommern / DE, 25.04.07 - Mit einer Fahrrad-Gedenktour will der Landkreis Nordwestmecklenburg am 5. Mai an die Opfer der "Cap Arcona"-Katastrophe vor 62 Jahren erinnern. Das Schiff mit mehreren tausend KZ-Häftlingen an Bord war kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs von britischen Flugzeugen in der Lübecker Buch versenkt worden. Die Radtour wird nach Angaben der Kreisverwaltung die Orte Grevesmühlen und Groß Schwansee miteinander verbinden, wo Gedenkstätten auf die verheerende Schiffskatastrophe aufmerksam machen.
Bei der Versenkung der KZ-Schiffe "Cap Arcona" und "Thielbek" starben in den frühen Nachmittagstunden des 3. Mai 1945 etwa 7.000 KZ-Häftlinge wenige Stunden vor Beendigung der Kampfhandlungen. Es ist die größte Schiffskatastrophe der Menschheitsgeschichte, doch es ist eine der vergessenen Tragödien.
Quelle: dpa vom 25.04.2007

Kranfahrer liegt nach Unglück in Dortmund im Koma

Dortmund, Nordrhein-Westfalen / DE, 25.04.07 - Ein lebensgefährlich verletzter Kranfahrer und ein bislang noch nicht zu beziffernder Sachschaden sind die vorläufige Bilanz des Unglücks im Dortmunder Industriehafen. Aus bisher noch ungeklärter Ursache war am 23.10. um 9.10 Uhr ein 350 Tonnen schwerer Verladekran im Kohlenhafen umgestürzt und hat das 105 Meter lange Gütermotorschiff "Ulrike" unter sich begraben. Der 51-jährige Kranfahrer wurde dabei aus der Führerkabine geschleudert und stürzte auf die Verladeluken auf dem Schiff. Mit lebensbedrohlichen Verletzungen wurde er in das Klinikum-Nord eingeliefert. Sein Gesundheitszustand ist kritisch: Er liegt im Koma. Das Schifferehepaar der "Ulrike" aus Eußenheim kam mit dem Schrecken davon, als der Verladekran umkippte und der Ausleger auf dem Schiff aufschlug. Das Schiff wurde aber beschädigt. Das Ausmaß der Schäden ist unklar, es hat kleinere Lecks gegeben. Der Kran selbst hat nur noch Schrottwert. Auch das Hafenbecken wurde beschädigt.
Genauere Informationen erhofft sich die Kripo der Wasserschutzpolizei in Duisburg von einem Gutachter, der sich am 24.10. den Unglücksort ansehen sollte. Dabei war auch zu prüfen, wie der Kran geborgen werden kann. Weder Schiff noch Kaimauer sollen weiter in Mitliedenschaft gezogen werden. Wie stark sich Kran und Schiff ineinander verkeilt haben, muss der Sachverständige erst feststellen
Mit Aufräumarbeiten sollte am 25.4. begonnen werden. Am 27.4. sollen drei Mobilkräne die Kranteile vom Schiff abheben. Die "Ulrike", die der Kranführer aus Dortmund gerade entlud, lief keine Gefahr zu sinken. Der Rumpf hat sich zwar beim Aufprall des Krans verzogen, und es dringt Wasser ein, aber nur in den Raum zwischen der Doppelwand. Das eindringende Menge kann mit Hilfe der Bord-Pumpen gelenzt werden, ansonsten steht die Feuerwehr bereit.
Bislang ist noch völlig unklar, was zu dem Umkippen des Schienenkrans geführt hat. Der Kran, Baujahr 1970, wurde regelmäßig vom TÜV geprüft. An einer Überladung kann es wohl nicht gelegen haben: Der Greifarm, der 12,5 Tonnen Kohle aus dem Bauch eines Schiffes heben kann, war leer. Das Verladebecken für Kohle im Industriehafen bleibt vorerst gesperrt. Der Dortmunder Hafen insgesamt ist jedoch nicht von dem Unglück betroffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.04.2007

Britisches Kriegsschiff rettet Schiffbrüchige nach 2 Tagen

Mittelmeer, 25.04.07 - Die britische Fregatte HMS "Montrose" (F236) rettete am 24.4. 11 türkische Seeleute zwei Tage nach dem Untergang ihrer "Sunshine". Die Schiffbrüchigen hatten zwei Tage bei hohem Seegang Rettungsinseln getrieben, als das in Plymouth stationierte Kriegsschiff sie fand. Zu diesem Zeitpunkt waren ihnen Essen und Wasser bereits ausgegangen. Der Schiffsarzt teilte nach Untersuchung mit, dass die Geretteten in guter Verfassung, aber teilweise traumatisiert seien. Die unter Panama-Flagge registrierte "Sunshine" war mit einer Ladung Marmor von Sizilien nach Ägypten unterwegs gewesen, als sie am 22.4. in schwerer See sank. Nachdem die Männer eingekleidet und verpflegt worden waren, wurden sie auf das türkische Kriegsschiff TCG "Gokceada" übergeben. Der Kommandant der "Montrose" sagte, wenn sie nicht jetzt entdeckt worden wären, hätten sie schlechte Überlebenschancen gehabt. Das Schiff war im Rahmen einer NATO-Übung im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.04.2007

Suche nach Kutter "Meridian" in der Nordsee eingestellt

MAIB, Southampton, England / UK, 24.04.07 - Die Suche nach dem gesunkenen Kutter "Meridian" aus Anstruther, Fife, wurde jetzt eingestellt, ohne dass sich eine Spur des Wracks in der Nordsee gefunden hätte. Nach dem Untergang des Kutters im Oktober 2006 wurde lediglich ein totes Besatzungsmitglied gefunden.
Am 20.4. war nach winterbedingter Unterbrechung eine weitere Suchaktion in dem Seegebiet 150 Meilen vor Aberdeen gestartet worden, in dem die "Meridian" verschwand. Die Ölfirma Talisman Energy, für die das Schiff im Einsatz gewesen war, sprach den Angehörigen der drei vermissten Crewmitglieder nochmals Mitgefühl aus sowie dass sie die Entscheidung, die Suche nun endgültig einzustellen, respektiere.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.04.2007

Eisbrecher nach Feuer zurück im Hafen

Puerto Belgrano, Buenos Aires, Argentinien, 21.04.07 - Der argentinische Eisbrecher "Almirante Irizar", 14899 tdw, traf am 20.4. im Schlepp in der Marinebasis Puerto Belgrano ein. Damit endete die Bergung, die am 15.4. begonnen hatte. Bereits am 11.4. waren der Zerstörer "Almirante Brown", die Korvetten "Granville" und "Robinson" sowie die Versorger "Gurruchaga" und "Suboficial Castillo" sowie das Küstenwachschiff "Thompson" am 121,30 Meter langen und 25,20 Meter breiten Havaristen eingetroffen. Rettungsteams hatten das Feuer endgültig gelöscht. Als der Schlepper "Libertador" am 15.4. hinzustieß, hatte der Eisbrecher 155 Grad Schlagseite durch Löschwasser. Schlechtes Wetter zwang das Schiff auf Rückkurs nach Puerto Madryn, doch in der Nacht zum 17.4. wurde er zurückgerufen. Die Schlagseite konnte auf 5 Grad reduziert werden. Dann wurde eine Schleppverbindung zur "Suboficial Castillo" hergestellt. Die "Libertador" assistierte. Am 20.4. erreichte der Schleppzug den Zufahrtskanal nach Bahía Blanca. Hier übernahm wegen besserer Manövrierfähigkeit die "Libertador" den Havaristen, achtern machte ein Hafenschllepper fest. Um 21 Uhr wurde in Puerto Belgrano festgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.04.2007

Angehörige suchen weiter nach Crew der "Kaz II"

Townsville, Queensland, Australien, 24.04.07 - Die offizielle Suche nach der Besatzung des Katamarans "Kaz II" vor der Küste Australiens wurde am 22.4. eingestellt. Doch die Angehörigen der Opfer wollen nicht daran glauben, dass die drei Segler tot sind. Sie wollen auf eigene Faust weitersuchen. Das Boot war verlassen im Meer treibend gefunden worden. Drei Charterboote sollten die Inseln der Region nach den Vermissten absuchen.
Die Familien hoffen, dass ihre Angehörigen sich schwimmend auf eine der Inseln retten konnten. Die Polizei befürchtet, die drei Männer könnten bei einem Sturm über Bord gegangen sein. Für die Theorie, sie seien von Piraten überfallen worden, fanden die Ermittler keine stichhaltigen Beweise. Ärzte räumten den Männern in dem kalten Wasser nur kurzzeitige Überlebenschancen ein, weshalb die Behörden die Suche einstellten.
Die verlassene Segelyacht war rund 80 Seemeilen vor der australischen Nordostküste nahe dem Great Barrier Reef von einem Zoll-Hubschrauber entdeckt worden. Die Behörden gingen davon aus, dass die drei Segler bereits bei einem plötzlichen Sturm am 15.4. verunglückten. Die Rettungskräfte hatten berichtet, bis auf ein stark zerfetztes Segel sei an Bord des zwölf Meter langen Katamarans alles normal gewesen. Rettungswesten und Notfall-Ausrüstung seien unberührt gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2007

Kran stürzte in Dortmund auf Schiff - Kranführer schwer verletzt

Dortmund, Nordrhein-Westfalen, 23.04.07 - Beim Verladen von Kohle ist am Morgen des 23.4. im Dortmunder Kanalhafen ein 350 Tonnen schwerer und 40 Meter hoher Verladekran auf die Kaimauer und ein Schiff gestürzt. Der Kranführer fiel aus seiner Kanzel auf das am Kai vertäute Schiff gefallen und wurde lebensgefährlich verletzt. Der Kran drohte vom Schiff abzurutschen und ins Hafenbecken zu stürzen. Um in der prekären Lage größere Wellen zu vermeiden, wurde der Industriehafen für den Schiffsverkehr gesperrt. Angaben zur Ursache des Unfalls konnte die Polizei noch nicht machen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2007

Mississippi nach Bargenuntergang gesperrt

New Orleans, Louisiana, USA, 23.04.07 - Am 23.4. gegen 13 Uhr kollidierte der Tanker "Stolt Creativity" auf dem Mississippi nahe Geismer mit dem Bargenschleppzug "Norb Whitlock", als er das Gewässer nahe Geismer querte. Eine der 16 mit Salz beladenen Bargen der "Whitlock" sank rund 800 Fuß von einer Sandbank entfernt. Zwei Meilen des Flusses von Meile 182 bis 184 wurden daraufhin von der Küstenwache gesperrt, bis die Lage der Barge untersucht worden ist. Beide Schiffe waren zum Zeitpunkt der Kollision flussaufwärts unterwegs.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2007

Yacht sank vor La Push

Seattle, Washington / USA, 23.04.07 - Am 21.4. kenterte nahe La Push, Washington, die 63 Fuß lange Yacht "Miss Mary". Um 14.14 Uhr kontaktierte der Kutter "Lady Cecilia" die Küstenwache und unterrichtete sie über das Unglück 24 Meilen westlich von Cape Johnson. Minuten später befand sich ein HH 65-Dolphin-Helikopter aus Port Angeles in der Luft. Aus Quillayute River lief ein Rettungsboot aus. Nachdem der Kapitän der "Lady Cecila" die Rettung der 3-köpfigen Crew durch sein Schiff gemeldet hatte, wurden beide Rettungseinheiten zu einem anderen Seenotfall, in dem ein Schiff leckgeschlagen war, beordert. Der Kutter brachte die Geretteten an Land.
Die "Miss Mary" sank am 21.4. rund 22 Meilen vor der Küste. An der Untergangsstelle breitete sich ein 50 Yards breiter und 2 Meilen langer Ölfilm aus. Das Boot hatte rund 1500 Gallonen Dieselöl an Bord gehabt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2007

Öl der "Sea Diamond" durchbrach schimmende Sperren

Insel Santorin / Griechenland, 23.04.07 - Das aus dem Wrack des Kreuzfahrers "Sea Diamond" ausgelaufene Öl durchbrach nach Berichten vom 22.4. die ausgelegten Ölsperren und breitete sich fünf Kilometer weit von der Untergangsstellle nahe Fyra aus. Bislang gibt es keine offiziellen Informationen zu einer Ölbergung und was für umweltgefährdende Substanzen an Bord des Schiffes waren. Die Louis Hellenic Cruise Lines sagten, sie würden für alle Reinigungskösten aufkommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2007

Kollision in Vlaardingen

Vlaardingen, Zuid-Holland, Niederlande, 22.04.07 - Am 21.4. um 10 Uhr kam es zu einer Kollision im Koningin Wilhelmina Hafen in Vlaardingen. Der Anker der "Icacia" riss ein vier Meter langes Leck in die "Volharding", die Wassereinbruch erlitt und 30 Grad Schlagseite einnahm. Eine geringe Menge Gasöl lief in den Hafen aus. Die Polizei ermittelte gegen den Kapitän der "Volharding", der nicht gemeldet hatte, dass er vom Ost- in den Westteil des Hafens verholen wollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2007

Baggerschiff sank in Beira

Beira, Mosambik, 22.04.07 - Das mosambikanische Baggerschiff "Rovuma" sank am 21.4. im Hafen von Beira. Bei den Eignern, der staatlichen Baggerfirma Emodrage,wurde vermutet, dass das Schiff ein unbekanntes Wrack gerammt haben könnte. Die "Rovuma", eines der wenigen Baggerschiffe des Landes, ist 45 Jahre alt. Es ist seit den frühen 1970ern in Mosambik im Einsatz und war seit 2000 in Beira.
Bereits 1975 sank es in Maputo, wurde aber gehoben rund repariert. In drei Monaten sollte es außer Dienst gestellt und abgewrackt werden, nachdem ein Ersatzschiff aus Japan erwartet wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2007

"MSC Napoli" soll Ende Oktober gelöscht sein

Devon Coast, England / UK, 21.04.07 - Am 20.4. gingen Experten an Bord der "MSC Napoli", um die Struktur des Schiffes in Hinblick auf eine spätere Bergung zu untersuchen. Sie kamen zu der Einschätzung, dass nach Löschen der Ladung ein Abschleppen möglich sein müsste. Die Ladung aus den gefluteten Laderäumen soll bis Ende Oktober gelöscht sein.
Am Wochenende konnte der Kran "Big Foot" fast 60 Container bergen. Aus Laderaum 6 und dem Maschinenraum wird weiter Öl geskimmt. Die "MSC Grace" soll Ende der Woche zur Aufnahme einer weiteren Containerladung in Portland einlaufen. Am 20.4. wurde das Westende von Branscombe Beach nach Trümmerräumung wiedereröffnet. Die Strandreinigungsarbeiten werden fortgesetzt. Inzwischen wurden auch schon Rundfahrten um das Wrack des Containerfrachters angeboten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.04.2007

Eisbrecher sollen gefangene Robbenjäger retten

Kanada, 23.04.07 - Neue Hoffnung für die fast 500 im Packeis vor der Küste Neufundlands gefangenen Robbenjäger: Die kanadische Küstenwache will ihre festgefrorenen Boote in einer groß angelegten Aktion befreien. Am Sonntag (Ortszeit) wurden einem Bericht der "Washington Post" zufolge die drei schwersten Eisbrecher aus Halifax und Quebec vor die Nordostküste Kanadas beordert.
Sie sollen die kleineren Eisbrecher unterstützen und eine Fahrrinne freikämpfen. Der erhoffte Wetterumschwung ließ am Montag allerdings weiter auf sich warten. "Wir haben extreme Schwierigkeiten, unsere Eisbrecher durch dieses große Eisfeld zu bekommen", sagte Kapitän Brian Penney vom Kommandozentrum in St. John's, der Provinzhauptstadt von Neufundland und Labrador.
Die Robbenjäger sitzen seit gut zehn Tagen im Packeis fest. Ein plötzlich aufkommender Sturm hatte die sonst frei schwimmenden Eisschollen in großen Massen gegen die Küste gedrückt. Inzwischen ist das Eisfeld mehr als 100 mal 200 Kilometer groß. Nur zehn der ursprünglich rund 100 betroffenen Boote konnten sich selbst befreien. Andere wurden von den andrängenden Schollen aus dem Wasser gehoben und liegen seit Tagen wie gestrandet auf dem Eis fest. Mindestens ein Schiff ist so stark beschädigt, dass es voraussichtlich sinken wird, wenn das Eis nachgibt. Die Küstenwache versorgt die festsitzenden Seeleute inzwischen aus Hubschraubern mit Nahrungsmitteln und Wasser.
Die Robbenfänger gehen alljährlich etwa von Mitte März bis Mitte April im Sankt-Lorenz-Golf und vor Neufundland auf Jagd. Dieses Jahr hatte die kanadische Regierung 270.000 Robben zum Abschuss freigegeben. Regelmäßig protestieren Tierschützer weltweit gegen das "Abschlachten" der Tiere.
Quelle: APA vom 23.04.2007

Rohrleitung zur illegalen Entsorgung ölhaltiger Rückstände auf Frachter gefunden

Bremen, Industriehafen / DE, 23.04.07 - Am 20.04.2007 haben Umweltfahnder der Wasserschutzpolizei im Rahmen einer routinemäßigen Kontrolle an Bord eines in Bremen liegenden, unter türkischer Flagge fahrenden Frachters "Zeynep Kiran" eine Rohrleitung vorgefunden, mit der es möglich ist, illegal ölhaltige Rückstände ins Meer zu entsorgen. Ölanhaftungen in der Leitung legen zudem den Verdacht nahe, dass diese in der Vergangenheit auch zur illegalen Entsorgung benutzt wurde. Gegen den 67-jährigen Kapitän und zwei weitere verantwortliche Besatzungsmitglieder des Schiffes wurden daraufhin hohe Sicherheitsleistungen von mehr als 10.000 Euro zur Sicherung des weiteren Verfahrens angeordnet. Außerdem wurde ein Auslaufverbot verfügt, bis das Rohrleitungssystem im Maschinenraum des 181 Meter langen Motorschiffes wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand gebracht worden ist.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 23.04.2007

Frachter wollte den Friedrichsorter Leuchtturm auf der falschen Seite passieren

Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 23.04.07 - Am 20.04. gegen 23.30 Uhr kam der auf den Cook Islands registrierte Frachter "Fifita 500", 465 BRZ, beim Einlaufen in die Kieler Förde wegen eines Navigationsfehlers des Kapitäns fest. Der Schiffsführer wollte den Friedrichsorter Leuchtturm an der falschen Seite passieren. Gegen 02:50 Uhr kam das gestrandete Schiff nach Lenzen von Ballastwasser mit eigener Kraft frei und macht bis zur Bestätigung der Klasse im Scheerhafen in Kiel fest.Es wurde bis dahin ein Auslaufverbot ausgesprochen. Das Schiff machte kein Wasser, wassergefährdende Stoffe sind nicht ausgetreten.Die Wasserschutzpolizei Kiel nahm die Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2007

11 Tote bei Großfeuer auf Trawler von den Färöer-Inseln

Kopenhagen / Dänemark, 22.04.07 - Im Maschinenraum des dänischen Trawlers "Hercules" (IMO 8907060), 5000 tdw, brach am 20.4. um 20.45 Uhr Ortszeit westlich von Chile ein Feuer aus, das das ganze Schiff erfasste. Dabei kamen mindestens 11 Seeleute ums Leben. 105 Mann konnten gerettet werden. Ein Toter wurde bislang geborgen, die übrigen Seeleute wurden noch vermisst. Das Feuer hatte seinen Ursprung im Maschinenraum und breitete sich von dort rasch aus.
Um 1.16 Uhr des 21.4. funkte das Schiff Notrufe. Vier Trawler beteiligten sich an der Rettungsaktion 519 Kilometer südwestlich von Ancud. Die Überlebenden befanden sich in guter Verfassung. Es handelt sich um 70 Chinesen, 27 Russen, 9 Peruaner, 4 Ukrainer, 2 Dänen, 3 Norweger und ein Panamese. Sie befinden sich derzeit auf dem Schwesterschiff "Poseidon". Die "Hercules" trieb in Flammen stehend im Pazifik und dürfte ein Totalverlust sein.
Sie gehört zu einem von 15 in Vigo erbauten Schiffen der Vigo-Klasse und wurde 1991 in Dienst gestellt. Bereits drei Mal kam es zu Bränden auf Schiffen dieser Klasse. Die "Hercules" ist 105 Meter lang und 20 Meter breit. Erst im Februar war sie von der auf den Färöer-Inseln ansässigen Thor Fisheries übernommen worden. Ihre Fangfahrt sollte bis November 2007 andauern. Ein Schiff der chilenischen Marine wurde am 23.4. vor Ort erwartet. Wenn das Feuer niedergebrannt ist, sollte eine Crew an Bord des Wracks gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2007
Info: Ancud ist eine Stadt im Süden von Chile und liegt auf der zweitgrößten Insel des Landes Chiloé. Die Insel liegt etwa 1186 km südlich von Santiago.

Rettungsaktion für leckgeschlagenen Kutter

Seattle, Washington / USA, 22.04.07 - Am 21.4. schlug der 34 Fuß lange Kutter "Paul Revere" mit 4 Mann Crew 40 Meilen vor Neah Bay, Washington, leck. Gegen 15 Uhr erhielt die Coast Guard ein Signal des EPIRB. Versuche, das Schiff daraufhin über VHF zu erreichen, waren erfolglos. Ein HH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Port Angeles und ein 47-Fuß-Rettungsboot der Coast Guard Station Quillayute River wurden zu der Position entsandt. Außerdem stieg eine CC 115 der kanadischen Küstenwache auf. Als der Havarist erreicht war, setzte der Hubschrauber ein Funkgerät und das Flugzeug eine Lenzpumpe ab. Um 17.25 Uhr war auch das Rettungsboot eingetroffen und übergab eine weitere Pumpe auf den Havaristen. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen und das Schiff in Richtung des Heimathafens in Neah Bay abzuschleppen. Um 2.30 Uhr des 22.4. übernahm ein 41-Fuß-Rettungsboot aus Neah Bay die "Paul Revere" und brachte sie um 3.20 Uhr in Neah Bay an den Kai.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2007

Trawler vor Holland freigeschleppt

Den Helder, Noord-Holland, Niederlande, 22.04.07 - Am 20.4. lief der holländische Trawler "Freek en Janny - HD 80" nahe des Außenhafens von Den Helder auf Grund. Der Schlepper "Jutter" machte den Havaristen wieder flott und brachte ihn durch die Seehafenschleuse ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2007

Kutter explodierte - vier Verletzte

Honolulu, Hawaii / USA, 22.04.07 - Am Morgen des 21.4. explodierte vor dem Waianae Boat Harbor in Honolulu um 6.30 Uhr der Kutter "Nikki B". Dabei wurden vier Personen verletzt, drei waren an Bord, eine weitere war gerade dabei, das Schiff loszuwerfen. Minuten später sank das Boot. Ein Besatzungsmitglied wurde ins Wasser geschleudert, ein weiteres auf die Pier. Zwei der Verletzten wurden ins Queen's Medical Center eingeliefert, einer davon mit Brandverletzungen, der andere mit gebrochenem Bein. Die anderen beiden wurden mit leichten Verletzungen ins Waianae Comprehensive Center gebracht. Das Wrack wurde in zwei Teile gebrochen später zur Untersuchung der bislang unbekannten Unglücksursache geborgen und an Land abgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2007

Baggerschiff in China gehoben

Tinajin / China, 11.04.07 - Am 11.4. wurde der gesunkene Bagger "W.D. Fairway", 22700 BRZ; vor Tianhin von Chinese State Salvors gehoben. Das Schiff war vor 6 Wochen nach Kollision gesunken. Die Bergung dauerte 4 Wochen. Die chinesischen Berger wurden von Svitzer Salvage unterstützt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.04.2007

Schiff als Tauchziel im Vierwaldstättersee versenkt

Brunnen, Kanton Schwyz / Schweiz, 21.04.07 - Im Hafen Fallenbach bei Brunnen SZ ist am Morgen des 21.4. der ausgediente Nauen "Bruno" im Vierwaldstättersee versenkt worden. Das Wrack ist als Attraktion für Taucher gedacht und dient auch dem dortigen Tauchcenter. Die "Bruno" ist ein Binnenfrachtschiff von 25 Metern Länge, 6 Metern Breite und einem Gewicht von 30 Tonnen. Als sie noch benutzt wurde, vermochte es 60 Tonnen zu tragen. Nun wurde sie mit Wasser gefüllt und dann mittels eines Kranes kontrolliert versenkt. Ihr neuer «Liegeplatz» ist 50 Meter vom Ufer in einer Tiefe von 15 Metern. Organisiert wurde die Versenkung vom Tauch- und Wassersportclub Tawas in Brunnen. Er erhielt in einem langwierigen Verfahren die Bewilligung, den ausgedienten Nauen im See zu versenken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2007

Yacht im Glückstädter Hafen ausgebrannt

Glückstadt, Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein /DE, 21.04.07 - Eine Yacht ist in der Nacht zum 21.4. im Hafen von Glückstadt durch ein Feuer fast vollständig zerstört worden. Der Brand brach aus unbekannter Ursache kurz vor Mitternacht aus. Menschen wurden nicht verletzt. Zur Schadenshöhe gab es zunächst keine Angaben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2007

Leichtern der "Sea Diamond" soll keine Menschenleben gefährden

Athen / Griechenland, 21.04.07 - Die instabile Lage der "Sea Diamond" verlangsamt die Vorarbeiten, das Öl abzupumpen. Die Experten müssen einen detaillierten Plan entwickeln, wie das Öl ohne Menschenleben zu riskieren entfernt werden kann. Die 400 Tonnen zu leichtern wird mehrere Wochen dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2007

Geisteryacht trieb vor Australien

Townsville, Queensland, Australien, 21.04.07 - Australische Rettungskräfte haben eine Suche nach den drei Männern der Yacht "Kaz II" gestartet, die vor North Queensland mit laufender Maschine und gedecktem Tisch, aber leer gefunden wurde. Das Boot war am 15.4. aus Airlie Beach mit Ziel Townsville ausgelaufen. Der 12 Meter lange Katamaran wurde am 18.4. von einem Helikopter vor dem Great Barrier Reef treibend entdeckt. Am 20.4. ging ein Rettungsteam an Bord und fand das Schiff verlassen vor. Die Computer liefen, die Maschine war an, ein Laptop auf einem Tisch sowie ein Radio waren in Betrieb. Alle Segel waren gesetzt, wobei eines beschädigt war, und die Rettungswesten, Rettungsinsel sowie Dinghi waren unbenutzt.
Mit Hilfe des GPS wurde versucht, den Verbleib der Crew nachzuvollziehen und die Suche einzugrenzen. Vermutlich trieb die Yacht bereits seit dem 15.4. in der See. Die Vermissten aus Perth sind zwischen 56 und 69 Jahre alt. Sie wollten rund Nordaustralien nach Westaustralien segeln. Der letzte Kontakt fand eine halbe Stunde nach Auslaufen statt. 12 Flugzeuge, Wasserschutzpolizei, Marine und Hilfsfahrzeuge nahmen die Suche nach ihnen auf. Am 20.4. wurde die Yacht nach Townville eingebracht und forensisch untersucht. Es gibt aber keine Hinweise auf kriminelle Hintergründe wie Piraterie. Am wahrscheinlichsten erscheint derzeit, dass die Männer in schwerer See über Bord gingen.
Angesichts des Essens wurde in den Medien der Vergleich zur Brigg "Mary Celeste" gezogen, die 1872 im Atlantik vor Portugal von ihrer 10-köpfigen Crew verlassen aufgefunden wurde. Auch hier war die Crew so rasch verschwunden, dass sie das Essen auf der Back hinterließ.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2007

Erinnerung an Schiffbruch der SS "Samtampa"

Sker Point, Wales / UK, 21.04.07 - Angehörige eines der schlimmsten maritimen Desaster von Wales wollten am 21.4. der 60. Wiederkehr des Unglücks gedenken. Alle 39 Mann des Frachters SS "Samtampa" starben, als er am Sker Point strandete. Auch die acht Mann des Mumbles-Rettungsbootes "Edward, Prince of Wales" kamen beim Versuch der Hilfeleistung ums Leben.
Einem Gottedienst in Porthcawl wird einer in Mumbles am 23.4., dem Tag des Unglücks, folgen. Kränze werden auf See nahe der Unglücksstelle platziert. Die "Samtampa" war von Middlesbrough durch den Bristol Channel nach Newport zum Docken unterwegs gewesen. Ein schwerer Sturm herrschte, als sie beide Anker verlor und das Ende des Sker Point traf. Eine halbe Meile zu beiden Seiten wäre sie auf Land gelaufen. So aber begann sie rasch zu zerbrechen. Von der Küste sah man Crewangehörige auf der Brücke, als der Bug abbrach und auf die Riffplatte gehoben wurde. Das Schiff brach dann in drei sehr große Teile, der Boden wurde herausgerissen von den Felsen. Bei Ebbe gelang es, das Wrack zu erreichen. 5 Tote wurden entdeckt, aber keine Überlebenden. Das Mumbles Rettungsboot "Edward Prince of Wales" war ausgelaufen, doch es kam nie an. Es wurde später kieloben auf nahegelegenen Felsen aufgefunden. An seine Crew erinnert nun ein Bleifenster in der All Saints Church.
Das jetzt in Mumbles stationierte Boot will die Kränze der Angehörigen am Sker Point der See übergeben. Im Ty Hanes - Mumbles Heimatmuseum - wurde eine Ausstellung zu der Katastrophe eingerichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2007
Info: Sker Point ist eine Landspitze in Südwales zwischen Porthcawl und Kenfig in der Nähe von Port Talbot

Sportboot sinkend vor Everett geborgen

Everett, Washington, USA, 21.04.07 - 4 Personen und der Bordhund wurden am 20.4. von einem sinkenden, 22 Fuß langen Bayliner (Motorboot) gerettet, der vor Hat Island nahe Everett, Washington, leck geschlagen war. Das Boot hatte einen Notruf gesendet, auf den der Küstenwachkutter "Spar" aus Kodiak, der in der Nähe stand, reagierte. Er evakuierte das Sportboot und nahm das sinkende Boot auf sein Deck. Damit wurde eine Ölverschmutzung durch dessen 100 Gallonen Benzin verhindert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.04.2007

9 Vermisste nach Frachteruntergang in China

Haimen, Jiangsu / China, 20.04.07 - Nach dem Kentern eines chinesischen Frachtschiffes wurden in Haimen in der Jiangsu Provinz 9 Mann vermisst. Das mit Steinen beladene Schiff wollte am 20.4. um 3 Uhr morgens Ortszeit ankern, um sich vor starkem Wind in Sicherheit zu bringen. 2 Mann wurden gerettet. Das Schiff war unterwegs von Zhejiang, Ostchina, nach Changxing Island in Shanghai.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007

Bagger brannte in Schiffsladeraum

Immingham, North East Lincolnshire, England / UK, 19.04.07 - Ein Bagger geriet beim Entladen des Bulkcarriers "Suchada Naree" in Immingham am Morgen des 19.4. in Brand. Das Feuer drohte auf die Ladung Tierfutter überzugreifen. Die Feuerwehr von Humberside ging mit Wärmebildkameras bei der Brandbekämpfung vor. Es gelang, ein Übergreifen der Ladung auf die Ladung zu verhindern. Die genaue Brandursache war noch nicht klar, aber offenbar hatte ein Leck in einer Treibstoffleitung damit zu tun.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007

Ermittlungen zur "Excelsior"-Havarie dauern an

Duisburg, Nordrhein-Westfalen / DE, 20.04.07 - Die Ermittlungen zur Havarie des Binnenschiffes "Excelsior" auf dem Rhein bei Köln dauern an. Derzeit würden die Ergebnisse der Untersuchung des Schiffes in einer Werft in Speyer abgewartet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Duisburg. Dabei wird auch zu klären sein, inwieweit der am Vorschiff festgestellte Riss für den Unfall, bei dem Teile der Containerladung in den Rhein stürzten, mitverantwortlich war. Wann die Ergebnisse vorlägen, sei derzeit aber noch unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 64-jährigen Kapitän sowie dessen Stellvertreter. Der Vorwurf lautet auf Gefährdung des Schiffsverkehrs. Nach der Havarie hatte die Staatsanwaltschaft die vierköpfige Besatzung bereits über mehrere Stunden vernommen. Der erste Schiffsführer hatte sich jedoch nicht zur Sache eingelassen. Sollte es zu einer Anklage kommen, drohen den Verantwortlichen Haftstrafen von bis zu fünf Jahren. Bis auf zwei Container konnten mittlerweile alle Behälter geborgen werden. Die Suche nach den beiden vermissten Containern wird mit einem Schiff fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007

Bergungsarbeiten an "Edda" dauern an

Sassenburg-Grußendorf, Landkreis Gifhorn, Niedersachsen / DE, 20.04.07 - Die Bergung der halbgesunkenen "Edda" auf dem Elbe-Seitenkanal hat den ganzen 19.4. angedauert und für stundenlange Sperrung des Elbeseitenkanals gesorgt. Noch am Abend des 18.4. hatte ein Bagger 65 von insgesamt 300 Tonnen Schlamm aus dem Schubbehälter geschaufelt, bevor die Arbeiten für die Nacht unterbrochen wurden. Danach legten die Taucher eine Nachtschicht bis 4 Uhr morgens ein, um das Leck abzudichten. Nach anderthalb Stunden Schlaf hatten sie am Morgen des 19.4. wieder am Rumpf zu tun: Ein Schacht, durch den Wasser aus Auftriebstanks des Schubbehälters gepumpt werden sollte, sollte angepasst werden. Zusätzlich dockte eine leere Barge des Schwesterschiffs "Eddi" an, die für zusätzlichen Auftrieb sorgen sollte. Ab dem frühen Nachmittag des 19.4. wurde der Kanal wieder gesperrt, damit der Bagger weiter die Schlammladung herausschaufeln konnte. Der Bagger beendete die Arbeiten gegen 19.30 Uhr. Danach wurden die Pumpen angeworfen. Um 22 Uhr war Freigabe des Kanals für den Schiffsverkehr. Es wurde gehofft, den Leichter gegen 2 Uhr morgens am 20.4. gehoben zu haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007

Geisterschiff gibt australische Küstenwache Rätsel auf

Townsville, Queensland, Australien, 20.04.07 - Ein Patrouillenflugzeug entdeckte die 12 Meter lange "Kaz II" bereits am Mittwoch, doch erst am Freitag erreichten Rettungsmannschaften das Segelboot (Katamaran) in der Nähe des Great Barrier Reef. Sie fanden keinen Hinweis auf einen Unglücksfall oder technische Probleme. "Der Motor lief, die Computer liefen, ein Laptop stand einsatzbereit auf dem Tisch, das Funkgerät funktionierte", sagte ein Sprecher der Rettungsbehörden im Staat Queensland (EMQ) , John Hall. "Essen und Besteck standen auf dem Tisch, aber keine Spur von der Besatzung." Ein nicht entzündetes Leuchtfeuer sowie drei Rettungswesten und ein Schlauchboot waren unberührt. Auch die Segel waren gehisst, allerdings war das Focksegel zerrissen.
Die Polizei in Queensland bestätigte, dass drei Australier im Alter von 56, 63 und 69 Jahren vermisst würden. Die Küstenwache leitete eine groß angelegte Suchaktion mit neun Flugzeugen, zwei Hubschraubern und mehreren Booten ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007
Info: EMQ = Emergency Management Queensland

WSA will Wrack der "Hohe Weg" bergen lassen

Bremerhaven, Bremen / DE, 19.04.07 - Der im November 2006 in der Nordsee vor Cuxhaven gesunkene Fischkutter "Hohe Weg" soll voraussichtlich im Sommer gehoben werden. Das Wrack müsse zur Sicherheit der übrigen Schifffahrt geborgen werden, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Bremerhaven am 19.4.. Beim Untergang des 23 Meter langen Kutters aus Brake waren vier Fischer ums Leben gekommen. Die Unglücksursache ist unbekannt; die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat die Ermittlungen eingestellt. Die Bergung wird nach Schätzung des WSA rund 400 000 Euro kosten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007

Kutter in Fraserburgh in Flammen

Fraserburgh, Aberdeenshire, Schottland / UK, 19.04.07 - Auf dem Kutter "Denebula" kam es am Morgen des 19.4. gegen 10.30 Uhr im Hafen von Fraserburgh, Aberdeenshire, zu einem Feuer. 18 Feuerwehrleute waren mit Atemschutzgerät im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Das Schiff stand in hellen Flammen. Es wurde bei dem Unglück schwer beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007

600 Robbenfänger in Seenot

Ottawa / Canada, 19.04.07 - Die kanadische Coastguard ist damit beschäftigt, rund 600 Robbenfänger, die mit ca. 100 Booten im Packeis vor der Nordostküste Neufundlands eingeschlossen sind, zu retten. Bei schwerem Wetter wurden bereits etliche Boote leckgeschlagen, wurden beschädigt oder begannen zu sinken. Eine Crew musste ihr Schiff bislang aufgeben. Auch ein Eisbrecher der kanadischen Küstenwache, der den eingeschlossenen zu Hilfe kommen wollte blieb stecken. Die Wetterbedingunge vor Ort wurden als die schlechtesten der vergangenen 20 Jahre bezeichnet.
Die typischen Fangboote der Robbenjäger sind 11 bis 18 Meter lang und haben eine Besatzung von drei bis acht Personen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007

Binnenschiff zum dritten Mal binnen 15 Monaten auf der Westerschelde havariert

Breskens, Zeeland, Niederlande, 19.04.07 - Am Morgen des 19.4. lief das Binnenschiff "Zuigzand" in der Westerschelde in der Passage Springergeul auf Grund. In den Mittagsstunden gelang es, aus eigener Kraft freizukommen. Bereits am 12.5.2006 war das Schiff in demselben Gebiet gestrandet und wurde von der "Union 8" nach Antwerpen geschleppt. Am 26.1.2006 war es der Schlepper "Bravo", der dem Binnenschiff auf der Schelde zu Hilfe kommen musste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007
Info: Die Springergeul ist eine enge Passage zwischen den Sandbanken "Hoge Springer" und "Lage Springer" in der Westerschelde.

Frachter im Nebel auf Westerschelde gestrandet

Terneuzen, Zeeland / Niederlande, 19.04.07 - Am Morgen des 19.4. lief der norwegische Frachter "Lysblink", 7500 tdw, (IMO9197313) 500 Meter vor dem Westhafen von Terneuzen auf Grund. Die Schlepper "Hemiksem", "Anton V" und "Multratug 16" brachten das Schiff rasch wieder frei. Nach einer Inspektion konnte es ohne nennenswerte Schäden seine Reise fortsetzen. Unglücksursache war dichter Nebel. Die "Lysblink" wurde 2000 erbaut. Sie ist 129 Meter lang und wird von DFDS-Lys-Line gemanagt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007

Witwe mutmaßlicher "Sea Diamond"-Opfer weist Unterstellungen zurück

Athen / Griechenland, 19.04.07 - Die Witwe des auf der "Sea Diamond" vermissten Franzosen und der gemeinsamen Tochter hat sich heftig gegen Spekulationen des griechischen Handelsmarineminster zur Wehr gesetzt, dass sie die Meldung über deren Verschwinden verzögert habe und womöglich gar über deren Anwesenheit an Bord die Unwahrheit gesagt habe. Kefaloyiannis verwies auf offene Fragen. Die Passagierlisten seien drei Mal geprüft worden. Er fragte auch, warum die Witwe am 7.4. nach Frankreich zurückgekehrt sei, obwohl die Suche nach ihren Angehörigen noch im Gange gewesen war. Die Frau nannte die Unterstellungen absurd. Dass sie nach Frankreich zurückgekehrt sei, hieße nicht, dass sie nicht in Sorgen gewesen sei. Sie habe aber Unterstützung von Verwandten und Freunden gebraucht. Sie spreche jeden Tag mit der französischen Botschaft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007

Kalifornien - Segler nach Bootsuntergang vermisst

Newport Beach, Kalifornien / USA, 19.04.07 - Am 19.4. suchten Taucher und Küstenwache vor Arizone nach einem Mann, dessen 27 Fuß langes Segelboot am Nachmittag des 18.4. auf Felsen vor Orange County aufgelaufen und auseinandergebrochen war. Es war unklar, ob der erfahrene 61-jähirge Segler mit dem Boot untergegangen war oder es vor der Strandung 2,5 Meilen vor Dana Point aufgegeben hatte. Hier waren um 5 Uhr morgens Notraketen gesichtet worden. Das Boot war von Winden mit einer Geschwindigkeit von 45 Meilen auf Felsen vor Newport Harbor getrieben worden. Es war ein oder zwei Tage zuvor aus Los Angeles ausgelaufen und hatte die Channel Islands als Ziel. Der Wind ließ am 19.4. nach. Die Suche verlief bislang ergebnislos.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007

Fünf Tote bei Kutterunglück

Santhiveli / Sri Lanka, 19.04.07 - Fünf Menschen starben beim Kentern eines Bootes am Nachmittag des 17.4. in der Valaichchenai Lagune nahe Santhiveli. Bis zur Nacht wurden drei Tote von der Eravur Polizei geborgen. Sie kamen zur Autopsie ins Eravur District Hospital. Alle Opfer kamen aus der Gegend um Santhiveli, 25 Kilometer nördlich von Batticaloa. Fischer und Polizei suchten nach den anderen Vermissten. Das Unglück geschah, als die fünf, darunter eine Schülerin, mit dem Kutter Verwandte in Thihiliveddai auf der anderen Seite der Lagune aufsuchen wollten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007

Report über Untergang der "Seamus & Liam" veröffentlicht

Newport, Rhode Island / USA - Am 30.3. wurde ein Fallreport über den Untergang des 32 Fuß langen Kutters "Seamus & Liam", 12 t, am 18.1. vor Sakonnet Harbor veröffentlicht. Der Report der Küstenwache besagt, dass das Schiff südlich des Hafens auf Fang war, als der Skipper um 06.19 Uhr einen Notruf aussandte, dass das Schiff Wasser mache. Der Kutter "Gertrude H" leitete den Notruf an die Küstenwache weiter. Die Crew gab das sinkende Schiff auf und stieg in eine Rettungsinsel, aus der sie von dem Kutter "Terminator" gerettet wurden. An Bord erhielten sie trockene Sachen und wurden dann nach Sakonnet Harbor gebracht. Die Coast Guard schickte ihre "Tigershark" und einen Rettungshubschrauber, der aber seinen Einsatz abbrach, nachdem die Crew gerettet war. Ein 27-Fuß-Boot aus Point Judith barg die Rettungsinsel, der Kutter "Holly Green" entdeckte das EPIRB und holte es aus dem Wasser. Die "Seamus & Liam" sank in 88 Fuß Wassertiefe und war ein Totalverlust. Sie stellte einen Wert von 80-100000 Dollar dar. Die Ursache des Wassereinbruchs konnte nicht festgestellt werden. Zum Unglückszeitpunkt war regnerisches Wetter mit 15 Knoten Wind.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.04.2007

Wrack der "Hoheweg" wird gehoben

Bremen / DE, 19.04.07 - Der in der Außenweser gesunkene Fischkutter "Hoheweg" wird gehoben. Bei dem Unglück am 8. November 2006 waren die vier Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Gefunden wurden allerdings bislang nur zwei Leichen. Die beiden anderen könnten in dem Wrack sein.
Marinetaucher hatten wegen schlechte Wetterverhältnisse kurz vor Weihnachten ihre Arbeit eingestellt.
Quelle: Radio Bremen vom 19.04.2007

Elbe-Seitenkanal nach Kollision gesperrt

Sassenburg-Grußendorf, Landkreis Gifhorn, Niedersachsen / DE, 19.04.07 - Am Morgen des 18.4. kam es auf dem Elbe-Seitenkanal bei Grußendorf zu einer Kollision. Um 7.40 Uhrwar das Tankschiff "Ferntrans" Richtung Hamburg unterwegs, als vor ihm der Schubverband "Edda" die Fahrt wegen eines entgegenkommers verlangsamte. Die "Ferntrans" stoppteund versuchte rückwärts zu fahren. Dabei kam sie vom Kurs ab und kollidierte mit dem Schuber "Edda", der Schlamm geladen hatte. Die "Ferntrans" hatte Flüssigwachs an Bord. DerVerkehr auf dem Elbe-Seitenkanal wurde sofort gesperrt. Ein Baggerschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes Uelzen setzte sich in Bewegung, um die Schlammladung der teilweisegesunkenen "Edda" zu leichtern. Die Arbeiten dauerten am 19.4. noch an. Die "Edda, die eine Riss in der Bordwand erlitten hatte, wurde so umgetrimmt, dass das Leck über dieWasserlinie kam. Das Schiff lief die Liegestelle Weißes Moor an, wo ein Sachverständiger prüft, ob es die Fahrt bis zum Zielhafen Hamburg fortsetzen kann. Der Elbe-Seitenkanal wurde bis mittags gesperrt. Auch im Zuge der Bergungsarbeiten an der "Edda" ist mit Behinderungen zu rechnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.04.2007

Mängel in Ausbildung und Zustand von Kreuzfahrer "Calypso" nach Brand festgestellt

Southampton, England / UK, 19.04.07 - Schlechtes Feuertraining und nicht durchgeführte Erneuerungen an der Maschine wurden dem zypriotischen Kreuzfahrtschiff "Calypso" jetzt in einem Untersuchungsbericht zum Brand vor Beachy Head, East Sussex, am 6.5.2006 attestiert. Das Feuer wurde durch den Bruch eines Flansches an einem Brennstoffrohr an der Steuerbordmaschine ausgelöst. Das Schiff musste anschließend nach Southampton eingeschleppt werden. Es war mit überwiegend holländischen Passagieren von Tilbury, Essex, nach St Peter Port in Guernsey unterwegs gewesen, als das Feuer um 03.30 Uhr gemeldet wurde. Küstenwachhelikopter flogen Brandbekämpfer und medizinisches Personal zu dem 20 Meilen südwestlich von Beachy Head liegenden Schiffes, auch wurden Rettungsboote und Handelsschiffe zum Havaristen entsandt. Der Report des Marine Accident Investigation Branch (MAIB) stellt fest, das vergleichbare Vorfälle bereits mehrfach in den vorangegangenen 10 Jahren festgestellt worden seien. Mehrere Wechsel der Besitzverhältnisse können dazu beigetragen haben, warum Berichte der Schiffsingenieure von 1995 und 1999 keine Umsetzung fanden. Als das Feuer ausgebrochen war, stellten sich zudem Mängel in den Kenntnissen und der Erfahrung sowie im Training von Schiffsoffizieren im Umgang mit einer solchen Situation heraus. Ihre Aktionen folgten keiner guten Praxis. Glück war es, dass das Feuer mangels Nahrung erlosch, nachdem der wachhabende Offizier rasch die Brennstoffzufuhr stoppte. Der Kapitän und die Crew wären aber trotzdem zu würdigen, weil niemand verletzt wurde und die Passagiere lediglich Unannehmlichkeiten erlitten. Die "Calypso" wurde von den Louis Cruise Lines betrieben, die gerade den Totalverlust der "Sea Diamond" vor Santorin zu beklagen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.04.2007

Ein Toter bei Bargenkenterung

Brielle, New Jersey / USA, 19.04.07 - Am Abend des 18.4. wurde die Leiche eines Arbeiters aus dem Manasquan River nahe Brielle, New Jersey, gefunden. Der Mann wurde entdeckt, als die gekenterte Barge, auf der er gearbeitet hate, unter der Route 70-Brücke geborgen wurde. SAR-Kräfte der Coast Guard Station Manasquan Inlet in Point Pleasant Beach waren um 15.50 Uhr von dem Vorfall unterrichtet worden. Daraufhin startete eine Suche mit dem 25-Fuß-Boot der Küstenwachstation sowie einem Boot der New Jersey State Police sowie einem Helikopter der Coast Guard Air Station Atlantic City und der "Avalon" des New Jersey Fire Department. Ein anderer Mann, der bei dem Unfall ins Wasser gestürzt war, wurde wenig später gerettet und in ein Hospital gebracht. Aus der Barge lief Dieselöl aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.04.2007

Vier Mann von sinkendem Sportboot gerettet

Corpus Christi, Texas, USA, 18.04.07 - Am Morgen des 18.4. sank ein Sportboot vor der Mole von Matagorda, Texas. Die Wache des Coast Guard Sector Corpus Christi fing um 9.47 Uhr ein Mayday auf, dass das Boot mit 4 Mann an Bord sinke. Daraufhin wurde ein HH-65C Dolphin Helikopter alarmiert, der nach dem Kentern des Bootes alle Insassen aus dem Wasser barg und zur Coast Guard Station Port O'Connor, Texas, brachte. Von dort wurden sie zur medizinischen Betreuung ins Memorial Medical Center in Port Lavaca, Texas, transportiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.04.2007

Drei Segler von sinkendem Katamaran gerettet

Elizabeth City, North Carolina / USA, 18.04.07 - Am Nachmittag des 17.4. schlug ein 35 Fuß langer Katamaran 290 Meilen östlich von Elizabeth City vor North Carolina leck. Nachdem das drei Fuß lange Leck aufgetreten war, wurde die Küstenwache durch die Aktivierung des EPIRB verständigt, die einen HH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth City entsandte. Dieseer war kurz nach 17 Uhr vor Ort. Ein Rettungsschwimmer verletzte sich beim Abseilen, als sein Arm sich in dem Seil verfing. Trotzdem konnte er alle drei Personen aus Canada sicher bergen. Sie wurden nach Bermuda geflogen. Der Katamaran sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.04.2007

Suche nach "Meridian" wird wieder aufgenommen

MAIB, Southampton, England / UK, 18.04.07 - Die Suche nach dem im Oktober 2006 mit vier Mann Crew gesunkenen Kutter "Meridian" aus Anstruther, Fife, in der Nordsee soll wieder aufgenommen werden. Nach dem Untergang war ledglich ein Toter aufgefunden worden. Eine Suche nach dem Wrack war im November 2006 eingeleitet, doch im Folgemonat wegen der winterlichen Wetterverhältnisse unterbrochen worden. In den nächsten Tagen soll das Suchschiff "Kommandor Iona" seine Arbeit wieder aufnehmen. Auslaufen aus Aberdeen ist für den 20.4. geplant. Die "Meridian" hatte Arbeiten für die Ölfirma Talisman Energy durchgeführt, als sie 160 Meilen vor Aberdeen verschwand. Zwei Männer aus Fife und einer aus Aberdeen blieben seither verschwunden. Talisman Energy unterstützt die Suche nach Wrack und Vermissten. Die Angehörigen wurden über das Vorhaben unterrichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.04.2007

Suche nach Crew von gesunkenem Schiff im Osterfjord

Bergen / Norwegen, 18.04.07 - Rettungskräfte zu Wasser und in der Luft sollen nach der Besatzung eines um 09.35 Uhr am 18.4. vor Hamre im norwegischen Osterfjord gesunkenen Frachtschiffes suchen. Das 22 Meter lange Frachtschiff hatte offenbar Schlagseite gehabt. Zuvor hatte es längere Zeit in Knarvik gelegen. An der Unglücksstelle ist das Wasser 560 Meter tief.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.04.2007

Küstenwache half leckem Kutter

Juneau, Alaska / USA, 17.04.07 - Am 17.4. um 14.46 funkte der Kutter "Lorelie L" nahe Ketchikan in Alaska Notrufe. Der mit einem Mann besetzte Kutter war leckgeschlagen. Ein 47-Fuß-Boot sowie ein 25-Fuß-Boot liefen aus der Küstenwachstation Ketchikan aus, in Sitka stieg ein HH 60-Hubschrauber auf. Der Skipper des Kutters gab an, er wollte versuchen, die Hidden Bay zu erreichen. Hier legte er das Schiff vor Anker und erwartete Schlepphilfe. Seine Lenzpumpen kamen gegen das eindringende Wasser an. Das 25-Fuß-Rettungsboot eskortierte den Havaristen dann zur Kendrick Bay Lodge, wo er repariert werden sollte. Zum Unglückszeitpunkt herrschten 15 Knoten Wind. Die Ursache des Lecks ist unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.04.2007

Untergang der "Bourbon Dolphin" weckt Erinnerungen an Untergang der "Stevns Power"

England, 17.04.07 - Der Untergang der "Bourbon Dolphin", der als einzigartig dargestellt wurde, ist dies höchstens für den Bereich der Nordsee. Ein vergleichbares Unglück ereignete sich z.B. mit der dänischen "Stevns Power" am 19.10.2003 vor Nigeria. Das 1976 erbaute Schiff war dabei, einen von 12 Ankern des Rohrverlegers "Castoro Otto" zu verlegen, ein Manöver, dass in den vorangegangenen 2 Jahren regelmäßig durchgeführt worden war. Die "Castoro Otto" verlegte eine Gasleitung und musste dazu wiederholt die Position ändern. An diesem Nachmittag war die Verlegung von Anker Nr. 10 geplant. Die "Stevns Power" hob den Anker und meldete, dass dies vollzogen war. Daraufhin begann die "Castoro Otto", den Ankerdraht mit einer Winsch anzuheben. Währenddessen manövrierte der Ankerziehschlepper rückwärts. Als er ein Drehmanöver vollführte, wohl, um das Ankerkabel in einer geraden Linie zur neuen Position zu halten, legte er sich unvermittelt über. Es sah aus, als ob das Heck unterschnitt, und binnen einer Minute war der Wassereinbruch so stark, dass er kentert. Nur noch der Bug ragte aus dem Wasser. Die 11-köpfige Crew konnte nicht mehr gerettet werden. Eine Untersuchung ergab, dass zwischen der "Castoro Otto" und der "Stevns Power" keine notwendigen Sicherheitsprozeduren durchgeführt wurden. Die Praxis, nur geringen Freibord zu haben, um die Ankerboje leicher heben zu können, wurde im Unglücksfall zum Verhängnis. Das Drehmanöver und die Geschwindigkeit, mit der der Ankerdraht vom Rohrverleger eingeholt wurde, haben das Unterschneiden begünstigt. Dabei machte der Ankerziehschlepper zu viel Fahrt achteraus. Offene Luken und womöglich offene Schotten ließen die "Stevns Power" schnell volllaufen. Das Offenlassen mag in der Hitze in der Region begründet gewesen sein. Weitere Faktoren können der Ankerdraht, ein möglicher Ruderversager aus der "Stevns Power" und Mangel an Erfahrung des Rudergängers oder eine Erschöpfung gewesen sein, doch dies konnte nicht als unglücksauslösend nachgewiesen werden. Der Unglücksreport mahnte die Crews, nicht schneller, sondern sicherer arbeiten zu sollen. Einige Minuten seien nicht das risiko eines Unfalls wert. Die Arbeit des Ankerziehens sei immer gefährlich, auch wenn man es mit erfahrenen Crews zu tun habe, die diese Manöver immer und immer wieder durchführten.
Meist unbeachtet von der Öffentlichkeit führen die Crews der Ankerjäger jeden Tag diese Arbeiten weltweit durch. Ob die Tragödie der "Bourbon Dolphin" ähnliche Ursachen hat wie der längst vergessene Verlust der "Stevns Power" und ihrer Männer, ist noch unklar. Klar ist aber, dass auch ein Routinemanöver jederzeit von einem Moment zum Nächsten zu einer Tragödie wie jetzt wieder erlebt werden kann.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.04.2007

Schlechtes Wetter hält "Almirante Irizar" fest

Argentinien, 16.04.07 - Der argentinische Eisbrecher "Almirante Irizar" liegt nach seinem Brand weiter auf einer Position 140 Meilen vor Puerto Madryn vor Anker. Bevor er verschleppt werden kann, muss erst eine Wetterbesserung eintreten. Derzeit fegen Stürme mit hohen Wellen über das Seegebeit. Der Kapitän ist mit 30 Mann Besatzung und einem Taucherteam dabei, die Bergung vorzubereiten und abzusichern, dass das 5 Tage an Bord wütende Feuer an Bord definitiv aus ist. Das Schiff ist unter Kontrolle und nautisch sicher. Ein Problem mit der Ruderanlage konnte durch die Fixierung des Ruders gelöst werden, sodass es die Verschleppung nicht beeinträchtigt. Die Ursache des Großfeuers ist noch unbekannt und kann nicht vor dem Eintreffen in Puerto Belgrano oder Puerto Madryn untersucht werden. Fünf Marine- und Küstenwachschiffe sind bei dem Havaristen. Es handelt sich um den Zerstörer "Almirante Brown", die Korvetten "Robinson" und "Granville" sowie die "Lieutenant Oliveri" und "Lieutenant Olivieri", die mit Werkezeug, Generatoren, Ketten und anderer Ausrüstung für die Operation bestückt sind. Die Verschleppung soll zwischen 3 Tagen und einer Woche dauern. Die Reparatur selbst wird af bis zu zwei Jahre Dauer eingeschätzt.
Die "Almirante Irizar" ist das logistische Rückgrat der argentinischen Antarktisoperationen. Sie kam gerade von der Kampagne 2006/7 zurück, als das Feuer in einem Generatorenraum ausbrach. Daraufhhin wurden die 241 Mann Besatzung und wissenschaftliches Personal evakuiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.04.2007

Feuer auf der Lloyd Werft

Bremerhaven, Bremen, 18.04.07 - Kurz vor Abschluss der Umbauarbeiten hat es am späten Montagnachmittag (16.4.) auf dem Kreuzfahrtschiff "Ocean Village Two", das zurzeit in der Lloyd Werft liegt, gebrannt. Nach Angaben der Feuerwehr hatte in einer Teeküche im Bereich des Fitnessstudios ein Kühlschrank Feuer gefangen. Durch das schnelle Eingreifen habe eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden können. Zum Zeitpunkt des Unglücks arbeiteten 1200 Menschen an Bord des Schiffes; keiner von ihnen kam zu Schaden.
Quelle: NZ vom 18.04.2007

Spekulationen um vermisste Franzosen der "Sea Diamond"

Athen / Griechenland, 18.04.07 - Am 17.4. wurde geprüft, ob die Crew der "Sea Diamond" die Sicherheitschecks über Verlassen und Boarden (an Bord gehen) des Schiffes gewissenhaft durchgeführt hat. Die Untersuchung wurde eingeleitet, nachdem bekannt wurde, dass ein Tischler aus der Crew des Schiffes in Kreta von Bord gegangen war, aber niemand seine Abwesenheit bis zur Evakuierung des Schiffes vor Santorin bemerkt hatte. Die Hafenbehörden in Santorin erhielten überdies Passagierlisten mit Mehrfacheinträgen. In diesem Licht wird auch das Schicksal der vermissten beiden Franzosen neu überdacht. Es wird nicht ausgeschlossen, dass sie ebenfalls in Kreta das Schiff unregistriert verließen. Diese Spekulationen werden angeheizt durch die Tatsache, dass die Frau und Tochter der Vermissten nach dem Auslaufen aus Kreta lediglich zwei statt wie zuvor vier Mahlzeiten bestellten.
Währenddessen gibt es weiterhin keine Angaben, wann das Leichtern des Bunkeröls beginnt. Hierzu sind weitere Treffen des Handelsmarineministers mit Vertretern von Santorin anberaumt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2007

Schnelle Bergung der "Wilson Muuga" nach 4 Monaten

Hafnarfjördur / Island, 18.04.07 - Am 17.4. gegen 18 Uhr wurde der vor Island am 19.12.2006 gestrandete Frachter "Wilson Muuga" von dem Schlepper "Magni" flottgemacht. Schon im ersten Anlauf kam der Havarist nach 10 Minuten frei. In den Vortagen hatte eine Bergungscrew an Bord Verstärkungsarbeiten durchgeführt. Mit dem Frachter im Schlepp nahm die "Magni" dann Kurs auf Hafnarfjörður., wo der Schleppzug eine Stunde nach der Bergung eintraf und um 23 Uhr festgemacht hatte. Bei der Rettungsaktion für die Crew der "Wilson Muuga" war ein Mann ums Leben gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2007

Ein Verletzter bei Kompressorexplosion

Bluff Harbour / Neuseeland, 17.04.07 - Am 16.4. kam es auf der "Adelaide Pearl" zu einer Explosion vor der Südküste von Neuseeland. Nahe der Auckland Islands, südlich der Stewart Insel, explodierte am Nachmittag ein Kompressor. Dabei wurde ein Mann verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das Schiff lief dazu nach Bluff Harbour ein. Der Vorfall wird nun untersucht, Ergebnisse sind in einem Monat zu erwarten, hieß es bei Maritime New Zealand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2007

Überlegungen zu Bergung der "Bourbon Dolphin"

Herøy / Norwegen, 17.04.07 - Über eine mögliche Bergung des Wracks des Ankerziehschleppers "Bourbon Dolphin" wird derzeit von Experten nachgedacht. Daran beteiligt sind auch die Versicherer Gard. Arnulf Goskoeyr, der Bürgermeister von Heroey, wo die meisten Opfer herkamen, appellierte an die Regierung, die Kosten für eine solche Aktion zu übernehmen. Er sagte, er wisse, dies sei eine technische Herausforderung und sehr teuer, aber wenn es technisch machbar sei, wolle er drängen, es unabhängig von den Kosten zu machen. Dadurch könne auch die Ursache der Havarie herausgefunden werden. Außerdem könnten die Toten bestattet werden. Die offiziellen Untersuchungen der norwegischen Marine Commission sollen nicht vor nächster Woche beginnen.
Smit Salvage gab derweil Details zur misslungenen Bergungsaktion bekannt. Nachdem sie von der Bourbon Offshore Norway AS beauftragt worden waren, hatten sie sofort das notwendige Personal und Ausrüstung mobilisiert. Sieben Mann wurden auf die Shetlands geflogen, der Ankerziehschlepper "Zeus" mit Tauch- und Bergungsausrüstung lief aus Den Helder aus. Darüber hinaus wurde die "Highland Valour" in Lerwick gechartert. Wegen Nebels kam es aber zu Verzögerungen bei den Flügen und der Absage von Helikopterdiensten. Derweil wurden Diskussionen über das Losschneiden des Schiffes von der Bohrinsel geführt. Dies wurde als notwendig angesehen, weil das Wrack eine Gefährdung für Plattform und Personal darstellte. Am Abend des 14.4. wurde die Trosse durchtrennt. Die "Olympic Hercules" hielt das Wrack auf Position und erwartete das Eintreffen der Berger. Am frühen Nachmittag des 15.4. aber meldete sie eine Verschlechterung der Lage. Gegen 18 Uhr war der Bergungsinspektor vor Ort und konstatierte, dass die "Bourbon Dolphin" instabil sei und die Schwimmfähigkeit verliere. Der Wind kam mit 5 Beaufort aus Südwest und die Schwell ging 4-5 Meter hoch. Es wurde als unsicher angesehen, Tauchuntersuchungen durchzuführen und das Abschleppen zu starten. Um 21.15 Uhr war die "Bourbon Dolphin" auf der Position 61º 03.53N 003º 48.92W gesunken. Die Schlepper verblieben zur Überwachung der Untergangsstelle vor Ort.
Geir Syversen ist einer der sieben Überlebenden . Er sagte inzwischen aus, er sei sicher gewesen, zu ertrinken. Er war auf der Brücke, als das Schiff sich plötzlich überlegte. Zuerst machte er sich keine Sorgen. Dann aber begannen Alarmsignale zu ertönen und das Telefon des Maschinenraums zu klingeln. Der Skipper versuchte, das Schiff aufzurichten, aber es gelang ihm nicht. Dann begann es schlecht auszusehen. Als das Schiff kenterte, waren sechs Personen auf der Brücke, die Syversen fluchtartig verließ. Er versuchte auf den Rumpf zu klettern, verfing sich aber im Schleppgeschirr. Der Wind blies mit 32 Knoten, Wellen waren bis zu 9 Metern hoch und das Wasser drei Grad kalt. Syversen trug keine Schwimmweste. Plötzlich ließ der Wind nach, und die Sonne brach durch die Wolken. Er erblickte ein anderes im Wasser treibendes Crewmitglied, und gemeinsam gelang es den Männern, ein Rettungsboot zu erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2007

Fährkollision in Algeciras

Algeciras / Spanien, 18.04.07 - Im Hafen von Algeciras wurde die RoRo-Fähre "Al Mansour", 5443 BRZ, (IMO 7360629) von kräftigen Winden erfasst und mit der Backbordseite gegen die Fähre "Ciudad de Malaga", 8851 BRZ, (IMO. 9080015) getrieben. Über die Schäden ist nichts bekannt.
 
  RoRo-Fähre "Al Mansour"
Die "Al Mansour" wurde 1975 von der Rickmers Werft Bremerhaven erbaut. Sie ist 120,88 Meter lang, 19,51 Meter breit und hat 5,30 Meter Tiefgang. Die Verdrängung beträgt 2793 Tonnen, 10385 kW bringen 18,5 Knoten. Das Schiff ist auf 1200 Passagiere und 450 Pkw ausgelegt.
Am 28.11.1975wurde sie als "Sten Nordica" abgeliefert und vom 12.2. bis Februar 1976 zwischen Göteborg und Kiel eingesetzt.
Bis 1978 erfolgten mehrere weltwiete Chartern, dann als "Hellas" ein Einsatz zwischen Volos und Lattakia (Syrien).
Im April 1974wurde sie wieder zur "Stena Nordica", 1980 erneut zur "Hellas". Dieser Wechsel erfolgte noch mehrfach, ehe 1982 "Stena Nautica" neuer Name wurde mit Registrierung für die Nautica Ltd, Oostende, Belgien.
1983 ging sie an Maritieme Transport, Oostende, als "Reine Astrid".
Am 26.5.1986 geriet sie in Oostende auf Grund.
Am 21.2.1987 erlitt sie ins stprmischer See einen Schaden an der Bugpforte und wurde in Antwerpen repariert.
Im Februar 1997 erwarb sie die Onorato Overseas Transport Maritima Ltda, Funchal, Madeira und taufte sie in "Moby Kiss" um. zum Einsatz zwischen Oostende und Livorno.
Im Mai 1997 begann eine Charter der Compagnie Marocaine de Navigation, Casablanca, Marokko, die sie in "Al Mansour" umbenannte und seither zwischen Algericas und Tanger einsetzte. Dabei kam es am 6.8.2001 zu einer Kollision mit dem Bulker "Indalo" vor Gibraltar. Die Fähre musste nach Algericas eingeschleppt werden zur Reparatur, die am 22.8. abgeschlossen war.

Die "Ciudad de Malaga" wurde 1998 von Astilleros de Huelva SA, Huelva, Spanien erbaut. Sie ist 139,70 Meter lang, 18,40 Metrer breit und hat 3,80 Meter Tiefgang. Die Verdrängung beträgt 2384 Tonnen, 10590 kW bringen 19,5 Knoten. Sie kann 1180 Passagiereund 460 Pkw transportieren. Seither verbindet sie Almeria mit Mellila oder Nador.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2007

Tanker half Sportboot im Sturm

San Diego, Kalifornien / USA, 14.04.07 - Der Tanker "Sea King" half am 12.4. einer Familie, die in der Nacht an Bord des 30 Fuß langen Kabinenkreuzers "Victory at Sea" in einem Sturm vor Oceanside, Kalifornien, geraten waren., Die Bootsinsassen waren von San Diego nach Catalina unterwegs, als das Boot von Winden von 30 Meilen und 15 Fuß hohen Seen erfasst wurde. Sie wendeten und versuchten, nach San Diego zurückzukommen. Dies gestaltete sich in der schweren See aber kompliziert. Der Tanker, der gerade vor Oceanside leichterte, nahm eine Frau und ihre beiden Kinder an Bord. Ihr Mann und eine weitere Person sowie die Hunde der Familie verblieben auf der "Vicotry at Sea", die in Lee des Tankers Schutz vor den Wellen suchte. Dieser eskortierte dann das Boot nach San Diego, wo es vom Küstenwachboot "Sea Otter" fünf Meilen vor der Küste gegen 20.30 Uhr empfangen wurde. Das Schiff begleitete den Kreuzer dann in die Bucht von San Diego.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.04.2007

Gewässerverunreinigung im Nord-Ostsee-Kanal

Kiel, Schleswig-Holstein / DE - Am 17.04.2007, gegen 11:05 Uhr, kam es bei der Bunkerstation Bominflot, im Nord-Ostsee-Kanal zu einem Ölunfall. Das 67 Meter lange Tankschiff MS "Finja" löschte an der Bunkerstation Gasöl. Aufgrund einer zu großen Gattlage während des Löschvorgangs traten etwa 500 Liter Gasöl aus dem Sloptank aus und gelangten in den Nord-Ostsee-Kanal. Durch die Firma Bominflot und die Besatzung des MS "Finja" wurden sofort Maßnahmen zur Bekämpfung von Ölunfällen durchgeführt. Der Bereich um das MS wurde mit einem Ölschlängel eingeschlängelt und somit eine weitere Ausbreitung verhindert. Das Öl wurde anschließend durch eine Fachfirma von der Wasseroberfläche abgesaugt und entsorgt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang durch die Wasserschutzpolizei Kiel dauern an.
Quelle: Landespolizeiamt Schleswig-Holstein vom 17.04.2007

Tanker rammte Yacht vor England

Lowestoft, England / UK, 17.04.07 - Nach der Kollision der Yacht "Whispa" am Abend des 16.4. sieben Meilen südöstlich von Lowestoft, Suffolk, mit dem Gastanker "Gas Monarch", 4000 BRZ, wurde das leckgeschlagene 45-Fuß-Boot abgeschleppt. Das Lowestofter Rettungsboot lief nach dessen Mayday-Ruf zu dem sieben Meilen vor der Küste liegenden Havaristen, der 2 Mann Crew an Bord hatte, und schleppte ihn in den Hafen von Lowestoft ein. Der mit 2500 Tonnen Propangas beladene Tanker, der bis dahin auf standby geblieben war, konnte seine Reise nach Portugal fortsetzen. Die Sicht zum Kollisionszeitpunkt war schlecht gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2007

Öl der "Sea Diamond" beunruhigt Insulaner

Athen / Griechenland, 17.04.07 - Das Leichtern der 430 Tonnen Dieselöl aus der "Sea Diamond" wird nicht vor dem Ablauf von 10 Tagen beginnen. Auf Santorin wird darum der Ruf lauter, die Regierung solle die Operation durchführen. Das Handelsministerium hatte einen Plan präsentiert, nach dem die Aktion mindestens 2 Monate dauern soll. Vor Ort wird befürchtet, dass das Schiff jederzeit von Strömungen bewegt und aufgerissen werden könnte. Das Pumpen müsse deswegen so schnell wie möglich erfolgen. In Athen findet heute ein Treffen zu dem Thema statt. Währenddessen hieß es, dass die Suche nach den vermissten Franzosen womöglich unvollständig war. Die Kabine habe nur zu 70 Prozent von der ferngesteuerten Kamera erfasst werden können. So könnten sich die Leichen durchaus noch in dem Raum befinden.
Die Ergebnisse zur Ursache des Unglücks werden mindestens einen Monat auf sich warten lassen. So lange dauert die Auswertung der Informationen aus dem Datenrekorder. Er wurde zum Entschlüsseln jetzt in die USA gesandt. Die Befragungen von Kapitän und Crew beginnen in der nächsten Woche. Ihre Darstellungen werden dann mit den Informationen aus der "Black Box" abgeglichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2007

Smit-Berger verließen "Bourbon Dolphin"-Untergangsstelle

Shetland-Inseln / UK, 17.04.07 - Nur noch ein Schlepper von Smit Salvage hielt sich am 16.4. an der Untergangsstelle des Ankerziehschleppers "Bourbon Dolphin" auf. Das Schiff war am Vortag um 21.16 Uhr gesunken, während 2 Fahrzeuge der Bergungsfirma die Verschleppung unter Land vorbereiteten. Vier Spezialtaucher und ein Bergungsinspektor waren vor Ort gewesen. Als aber nach dem Lösen der Verbindung zur Bohrinsel das Wetter sich verschlechterte und sich bei 25 Knoten Wind aus Südwest sich Wellen von vier Metern Höhe aufbauten, wurde das kieloben treibende Wrack unstabil und sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2007

"Aleksandrov" überstand Strandung gut

Vlissingen, Provinz Zeeland / Niederlande , 17.04.07 - Nach der Bergung des russischen Frachters "Aleksandrov" auf der Westerschelde durch Schlepper von Multraship Salvage B.V. und URS Salvage & Maritime Contracting hat die Inspektion des Schiffes in Vlissingen ergeben, dass bei der Strandung keine nennenswerten Schäden entstanden sind. Das Schiff war auf dem Weg nach Antwerpen mit dem Backbordvorschiff auf einer Sandbank bei Hansweert festgekommen. Es war mit Maschinenteilen und Stahl nach Antwerpen unterwegs gewesen, als es am 15.4. um 16.50 festkam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2007

Frachter vor Japan auf Grund gesetzt und evakuiert

Tokio / Japan, 17.04.07 - Alle 17 russischen Besatzungsmitglieder des Frachters "Jane", 4643 BRZ, der am Morgen des 16.4. vor der Nordküste Japans bei Honshu strandete, wurden am 17.4. unversehrt gerettet. Die Rettungsaktion wurde mit 2 Helikoptern durchgeführt. Das unter der Flagge von Saint Vincent und den Grenadines registrierte Schiff hatte mit einer Ladung voon 5248 Tonnen Kohle den russischen Hafen Kholmsk in Sacchalin am 10. April verlassen. Es hat auch 92 Tonnen Diesel- und anderes Öl an Bord. Das Schiff lag in Soma, als sich ein Sturm näherte und der Kapitän beschloss, aus Sicherheitsgründen auszulaufen. Dann aber kam es zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum, und der Frachter wurde zum Abwenden eines drohenden Untergangs auf Grund gesetzt. Drei Patroullienboote liefen zum Havaristen aus, nachdem er Notrufe gesendet hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2007

Fischer versorgten Gestrandete mit Nudeln

Manila / Philippinen, 17.4.07 - Am 15.4. saßen die Passagiere der Fähre "Samar Star" der Maypalad Shipping Lines, Cebu, vor Matalom für 15 Stunden fest. Die Fähre kam von Liloan und sollte nach Cebu, als sie in flaches Wasser trieb und um 23.15 nordwestlich des Tuod Leuchtturms festkam. Es war um 19 Uhr ausgelaufen und hatte145 Passaigere und 31 Mann Crew an Bord. Geplantes Einlaufen war 3 Uhr morgens. Am 16.4. kamen Fischerboote und versorgten die hungrigen Passagiere, die nur noch Reis an Bord erhielten, mit Nudeln. Um 14 Uhr saß das Schiff noch unverändert fest.
Nach der Strandung der Fähre "Samar Star", 233 BRZ, vor Leyte wurden die 145 Passagiere von dem SAR-Schiff "BRP Batangas" am 16.4. gegen 14 Uhr abgeborgen. Sie hatten seit dem Auflaufen der Fähre der Maypalad Shipping Lines auf dem Weg nach Cebu City auf dem Havaristen ausgeharrt, der auf einer Sandbank aufsaß. Sie wurden wie auch die 31-köpfige Crew in Schlauchbooten der Küstenwache aufgenommen. Die Strandung war beim Versuch, eine Fähre von Gothong zu passieren, geschehen. Nachdem das Schiff schon wieder auf Kurs gegangen war, wurde es von einer kräftigen Strömung erfasst und auf Grund gedrückt. Eine Untersuchung des Rumpfes ergab keine Hinweise auf Schäden. In der Nacht zum 17.4. sollte das Schiff mit Hochwasser wieder flottgemacht werden.
2005 war es im Hafen zu einem Feuer im Laderaum des Schiffes gekommen, bei dem der damalige Kapitän verletzt worden war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2007

Suche nach "Sea Diamond"-Opfern eingestellt

Insel Santorin / Griechenland, 16.04.07 - Elf Tage nach dem Untergang des Kreuzfahrtschiffes "Sea Diamond" vor der Insel Santorin ist die Suche nach zwei Vermissten am 16.4. eingestellt worden. Wie das griechische Fernsehen berichtet, konnten Experten zwar eine an einem ROV montierte Kamera in die Kabine der beiden Franzosen lenken. Dort wurde aber nichts gefunden, sodass die Toten in einem unbekannten Winkel des Schiffsinnern zu vermuten sind. Wahrscheinlich kann das Schicksal des Mannes und seiner Tochter nie aufgeklärt werden.
Rettungskräfte haben derweil begonnen, Tonnen von umweltschädlichen Substanzen aus dem Wrack abzupumpen. Der Datenrekorder wurde in ein Speziallabor auf dem Festland geschickt. Er war am 13.4. an die Staatsanwaltschaft übergeben worden und soll nun dekodiert werden. Aus der Auswertung werden Erkenntnisse erhofft, warum das Schiff den in den Seekarten eingezeichneten Felsen rammte und ob der Untergang hätte abgewendet werden konnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2007

Mississippi wieder freigegeben

St. Louis, Missouri / USA, 16.04.07 - Am 15.4. um 15.30 Uhr wurde der obere Mississippi zwischen den Meilen 130 und 145 von der Küstenwache wieder für den Verkehr freigegeben. Der Abschnitt war nach der Havarie des Schleppers "John Paul Eckstein" der Marquette Transportation Lines mit 25 Getreidebargen gesperrt worden, nachdem eine Barge sank. Die Coast Guard erabreitete mit dem U.S. Army Corp of Engineers und örtlichen Repäsentanten der maritimen Industrie einen möglichst effizienten Weg, 21 verspätete Schiffe auf den Weg zu bekommen. Mithilfe eines Multi-Beam Sonars auf der "Boyer" des Army Corp war die gesunkene Barge nahe Flussmeile 142.3, rund 1.5 Meilen südlich der Unfallstelle, geortet worden. Das Sonar half auch, die Befahrbarkeit des Fahrwassers sicherzustellen. Die "Pathfinder" des Army Corp markierte die gesunkene Barge mit Bojen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2007

Verlorene Ladung keine Gefahr für Schifffahrt in Wellington

Wellington / Neuseeland, 16.04.07 - Am 14.4 . gegen 3 Uhr morgens kenterte im Wellingtoner Hafenkanal die 28 Meter lange Barge "Kimihia". Ihre Ladung von rund 300 Tonnen Gestein stürzte nördlich des Barret Reef ins Wasser. Der Hafenmeister teilte nach einer hydrographischen Untersuchung mit, dass die Ladung keine Gefahr für die Schifffahrt darstelle und hob die vorsorglich erlassenen Schifffahrtsbeschränkungen auf. Die Barge wurde von dem kleinen Schlepper "Nautilus III" von Tarakohe zum Hutt River gezogen, als sie verunglückte. Das noch schwimmfähige Fahrzeug wurde kieloben zur Miramar Wharf gebracht und dort festgemacht. In den nächsten Tagen soll es von einer Bergungsfirma aufgerichtet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2007

Sechs Tote bei Fährunglück in China befürchtet

Fuzhou, Fujian / China, 15.04.07 - Am 15.4. kenterte gegen 10.30 Uhr eine Fähre in Nanyu in der chinesischen Fujian Provinz. Dabei kamen vier Menschen ums Leben, 2 wurden vermisst. Das Schiff war mit 14 Personen an Bord mit einem Sandfrachter auf dem Minjiang Fluss kollidiert. 30 Boote und rund 100 Personen begannen eine Rettungsaktion und bargen acht Überlebende. Es gab keine Hinweise auf Überladung der regelmäßig den Fluss befahrenden Schiffe. Einsatzkräfte setzten die Suche nach den Vermissten fort und begannen mit Arbeiten, das Wrack zu heben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2007

Trawler strandete auf neuem Riff

Honiara / Salomonen, 13.04.07 - Ein Hubschrauber der US Navy barg über 20 Mann von einem taiwanesischen Trawler ab, der vor den Solomonen Hilfsgüter für Tsunami-Opfer transportierte und auf ein Riff gelaufen war. Das taiwanesische Schiff war am 11.4. vor Gizo aufgelaufen. Der Hubschrauber barg 17 Rote Kreuz-Mitarbeiter, zwei Patienten, ein verletztes Crewmitglied und ein medizinisches Hilfsteam ab. Der Hubschrauber war vom Marine-Versorgungsschiff USNS "GYSGT Fred W. Stockham", die in Munda nach dem Tsunami am 2.4. Hilfe leistete. Das Riff, auf dass der Trawler auflief, war in keiner Seekarte verzeichnet. Möglicherweise ist es durch das Erdbeben neu entstanden. Die Polizei warnte die Schifffahrt, extrem vorsichtig zu manövrieren. Die Versuche zweier Polizeiboote, den Trawler freizuschleppen, scheiterten derweil - drei Mal brach die Schlepptrosse.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.04.2007

Frachter auf Schelde freigeschleppt

Vlissingen, Provinz Zeeland / Niederlande , 16.04.07 - Der zypriotische Frachter "Aleksandrov", der am Vortag auf der Westerschelde auf Grund gelaufen war, wurde am 16.4. um 01.30 Uhr von den Schleppern "Union Ruby", "Zelzate", "Multratug 10" und "Bravo" wieder freigeschleppt. Der Havarist wurde anschließend zu Untersuchungen in den Schleusenhafen von Vlissingen verholt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.04.2007

Zweites Opfer von "Kiek Ut"-Untergang gefunden

Mainz, Rheinland-Pfalz / DE, 16.04.07 - Gut eine Woche nach dem tödlichen Unfall mit dem Rheinschlepper "Kiek Ut" bei Mainz ist am Abend des 15.4. der zweite Tote geborgen worden. Der vermisste 65 Jahre alte Schiffseigner wurde an einer Steganlage bei Mainz-Mombach gefunden. Die Identität wurde zweifelsfrei festgestellt. Der 76-jährige Decksmann war bereits kurz nach dem Unglück tot geborgen worden.
Die Suche nach dem Leichnam des Schiffseigners war trotz des Einsatzes von Polizeihubschraubern und mehrerer Streifenboote zunächst erfolglos geblieben. Das Unglück hatte sich am 7.4. ereignet. Die zweiköpfige Besatzung sollte eine Plattform in Mainz abholen und nach Nierstein etwa 20 Kilometer rheinaufwärts bringen. Offenbar liefen Heckwellen anderer Schiffe über das Deck des etwa vier Meter breiten und 15 Meter langen Arbeitsschiffes. Durch mehrere Öffnungen war dann Wasser in den Maschinenraum gelangt, was dazu geführt haben dürfte, dass das Schiff schließlich kenterte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.04.2007

Vorsorge gegen Ölaustritt aus gesunkener Yacht vor Kea

Athen / Griechenland, 16.04.07 - Besatzungsmitglieder eines Rettungsbootes haben am 14.4. vor der Insel Kea Ölschlängel um das knapp unterhalb der Wasseroberfläche liegende Wrack der holländischen Yacht "Mata" ausgebracht. Damit soll der Austritt von Gasolin und anderer umweltschädigender Stoffe kontrolliert werden. Die "Mata" sank rund 50 Kilometer südöstlich von Athen, nachdem sie einen Felsen gerammt hatte und leckgeschlagen war. Die 11 Passagiere des Kabinenkreuzers blieben unversehrt und wurden sicher an Land gebracht. Die Ursache des Unglücks ist unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.04.2007

"Bourbon Dolphin" auf 1100 Meter Tiefe gesunken

Shetland-Inseln / UK, 16.04.07 - Der Ankerziehschlepper "Bourbon Dolphin" ist am 15.4. um 21.15 Ortszeit auf 1100 Metern Tiefe gesunken. Damit schwand die Hoffnung, die vermissten Seeleute sowie den 14-jähirgen Kapitänssohn aus dem Wrack bergen zu können, falls dieses in Landnähe hätte geschleppt werden können. Am Strand von Lerwick fand zuvor noch eine Veranstaltung zum Gedächtnis an die Verstorbenen statt, bevor die Angehörigen mit dem Flugzeug zu dem kieloben treibenden Wrack geflogen wurden.
Der Überlebende Egil Hafsas schilderte dabei, wie er auf Deck war, als das Schiff sich plötzlich überlegte. Er rannte in die Unterkünfte auf dem Hauptdeck, griff sich eine Rettungsweste und rief, dass alle herauskommen sollten. Augenblicke später rollte das Schiff auf die Seite. Er sprang mit zwei jungen Anwärtern in die See. Der Tod der anderen überschattete die Freude über seine Rettung. Nachdem die "Bourbon Dolphin" von der Ölrig "Transocean Rather" losgeworfen war, begann sie langsam zu sinken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.04.2007

Mississippi-Abschnitt nach Bargenuntergang gesperrt

St. Genevieve, Missouri / USA, 15.04.07 - Am 15.4. erlitt der Schlepper "John Paul Eckstein" auf dem oberen Mississippi Maschinenausfall. Mit seinem Anhang von 25 Bargen rammte er eine Hafenanlage bei Meile 144 rund 20 Meilen oberhalb von St. Genevieve. Der Anhang riss sich los, und die Bargen gingen auf Drift. Eine Barge sank, sechs andere wurden beschädigt. Der Fluss wurde zwischen den Meilen 130 und 144 geschlossen. Wenn die Position der gesunkenen Barge ausfindig gemacht wird, soll der Fluss wieder für den Verkehr geöffnet werden. Die Küstenwache arbeitet dabei mit dem Bargeneigner Marquette Transportation und dem US Army Corps of Engineers zusammen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.04.2007

Frachter auf Schelde gestrandet

Vlissingen, Provinz Zeeland / Niederlande , 15.04.07 - Der zypriotische Frachter "Aleksandrov" (IMO 880 1632), 6030 BRZ, lief am 15.5. um 16.50 Uhr bei Tonne 54 auf der Westerschelde auf Grund. Das 113 Meter lange Schiff kam zwischen Walsoorden und Baalhoek fest. Erster Schlepper vor Ort war die "Bravo", es folgte die "Multraship Responder" mit einem Bergungsinspektor. Die "Zelzate" sowie die später eingetroffene "Union Ruby" machten achtern fest, die "Drado" am Backbordvorschiff. Die "Hemiksem" war auf Standby. Ein erster Bergungsversuch scheiterte, ein zweiter sollte abends folgen.
Das 9595 tdw große Schiff war 1989 bei MMiho, Shimizo, erbaut worden als "Steelca". Später lief sie als "Aleksandr Ovchinnikov" für Sovkomflot. 2003 wurde sie zur "Aleksandrov" unter Zypern-Flagge und hatte 2004 ein Zwischenspiel als "Tasman Chief". Die Containerkapazität beträgt 564 TEU, der Antrieb von 4413 kW bringt 14,1 Knoten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.04.2007

Perfekt gereinigter Zerstörer wird versenkt

Victoria, British Columbia / Canada, 15.04.07 - Nach einer über 4 Millionen Dollar teuren, 18 Monate langen Reinigung kann der 35 Jahre alte kanadische Zerstörer HMCS "Huron" nun versenkt werden. Die Versenkung soll im Mai im Rahmen eines Manövers vor der Westküste stattfinden. Über 227 Tonnen Recycling-Material wurden aus dem Schiff entfernt. Das meiste ging an Berger und Schrotthändler. Ein Team von Marineingenieuren aus Montreal untersuchte den Rumpf auf gefährliches Material. Hunderte von Proben wurden entnommen. Kilometerlange Leitungen mussten entfernt werden. Zeitweilig waren 120 Arbeitskräfte damit beschäftigt. Dasselbe galt für Öl und Schmierstoffe. Jeder Raum musste gereinigt werden. Nun könnte man theoretisch vom Boden den der Bilge essen, hieße es. Ein amerikansicher Bergungsingenieur sprach von der perfektesten Reinigung, die er je gesehen hätte. Insgesamt kostet die Entsorgung des Schiffes die Marine rund 7,5 M;illionen Dollar. Am 31.3. zertifizierte die Umweltbehörde die Reinigung des Schiffes und genehmigte die Versenkung auf See.
Am 12.5. soll das Schiff aus dem Hafen von Esquimalt geschleppt werden und eineinhalb Tage später ein Übungsgebiet 100 Kilometer vor der Westküste von Vancouver Island erreicht haben. Hier wird die Hulk im Rahmen einer internationalen Übung mit Sea Sparrow Lenkwaffen, Maschinengewehren von FLugzeugen und Schiffsartillerie sowie Torpedos auf einer Wassertiefe von 2000 Metern versenkt. Damit wird sie ein letztes Mal der Marine nützlich sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.04.2007

Wrack von Fahrgastschiff vor Golden Beach geräumt

Golden Beach, Florida / USA, 12.04.07 - Der am 26.3. gesunkene, 93 Fuß lange Passagier-Katamaran "Anzhela Explorer" wurde 2 Wochen nach seinem Untergang vor Golden Beach von Sea Tow mit einem Kran geborgen. Die Arbeit dauerte 4 Stunde. Teile des Wracks waren nach dem Untergang auf die Strände zwischen Miami-Dade bis Broward County getrieben und Schäden an einem Korallenriff vor Golden Bach angerichtet. Teile der Trümmer waren bereits zum Recyceln nach Pelican Bay in North Bay Village gebracht worden. Dazu wurden Luftsäcke verwendet. Das Schiff war nach Abriss eines Abluftrohres gesunken, die 3-köpfige Crew von der Küstenwache gerettet worden. An Bord waren 4000 Gallonen Betriebsstoff gewesen. Eine große Barge aus Cape Canaveral assistierte bei der Räumung des Wracks aus 23 Fuß Tiefe. Das 2.2 Millionem Dollar teure Schiff gehört dem Connally Yacht Service, einer Charterfirma in Puerto Rico. Es konnte auf drei Decks 30 Passagiere aufnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.04.2007

Untersuchungsbericht bestätigt Versenkung der Yacht "Ouzo" durch Kanalfähre

Southampton, England, UK, 12.04.07 - Die Yacht "Ouzo", die mit ihrer 3-köpfigen Crew im Solent verloren ging, wurde nach einem jetzt veröffentlichten Untersuchungsbericht von der Kanalfähre "Pride of Bilbao" versenkt. Das Boot verschwand in den Frühstunden des 21.8.2006 nach dem Auslaufen aus Bembridge mit Ziel Dartmouth, Devon. Das Wrack wurde nie gefunden. Der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) sagte, er sei der festen Überzeungung, dass das Schiff entweder von der Fähre gerammt wurde oder so dicht passiert, dass es von den Wellen untergepflügt wurde. Der 60-jährige Brückenausguck der Fähre sah die Yacht, als sie bei unsichtigem Wetter weniger als 300 Meter voraus war. Auf dem Radarschirm war das Boot nicht erschienen. Eine Kollision war nach Meinung der Brückencrew durch ein Manöver des letzten Augenblicks abgewendet worden. Deswegen setzte die Fähre die Fahrt nach Bilbao fort. Der Wachoffizier Hubble aus Folkestone in Kent erschien im Februar vor Gericht wegen des Verdachts der Tötung durch Nachlässigkeit. Der Prozess ist wegen gesunheitlicher Probleme unterbrochen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.04.2007

Ladung der "Runner 4" soll geborgen werden

Estland, 07.04.07 - Der Frachteigner des mit der "Runner 4" versunkenen Aluminiums ist an einer Bergung von den 5600 Tonnen Ladung interessiert. Die Bergung soll im Juni durch Mammoet durchgeführt werden. Dadurch würden die Kosten der im November vor Estland durchgeführten Ölbergung reduziert werden können. Im Rahmen der anstehenden Aktion soll auch verbliebenes Restöl ausgepumpt werden.
Der Frachter "Runner 4" sank am 5. März 2006 nach einer Kollision mit dem Frachter "Svyatitel Apostol Andrey" im Finnischen Meerbusen, vor der Küste von Estland.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.04.2007

Yacht in der Ägäis gesunken

Athen / Griechenland, 14.04.07 - Am Samstag ist ein Yachtunfall in der Ägäis glimpflich ausgegangen. Die Küstenwache brachte alle elf Griechen und die Crew in Sicherheit, nachdem die 15 Meter lange Yacht vor der Insel Kea ein Felsen, ca. 50 km südöstlich von Athen, gerammt hatte. Die niederländische Yacht sei anschließend gesunken, berichtete das Ministerium für die Handelsmarine.
Quelle: AP vom 14.04.2007

Kollision vor England

Grimsby, England, UK, 14.04.07 - Um zwei Uhr morgens des 14.4. kam es zu einer Kollision zwischen der MS "Leonis" und der MS "Audacity" in der Humbermündung. Die "Leonis" lief nach Grimsby ein, als sie mit der auslaufenden "Audacity" zusammenstieß. Sie wurde an Backbord vier Meter oberhalb der Wasserlinie aufgerissen, konnte ihre Fahrt aber fortsetzen. Die "Audacity" musste die Reise für eine Reparatur abbrechen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2007

Die Bergungsvorbereitungen für die "Bourbon Dolphin" haben begonnen

Shetland-Inseln / UK, 14.04.07 - Das holländische Bergungsunternehmen Smit war am 14.4. mit den Arbeiten am Wrack der "Bourbon Dolphin" beauftragt worden. Spezialisten sind vor Ort und hoffen, die Ankerkette, mit der das Schiff immer noch mit der Bohrinsel verbunden ist, zu heben. Ein Smidt-Schlepper mit Bergungs- und Tauch-Ausrüstung soll bei den Shetlands am Sonntag ankommen. Es soll dann versucht werden, das kieloben liegende Schiff an Land zu schleppen. Die Küste ist 86 Meilen entfernt.
Die Überlebenden wurden derweil aus dem Krankenhaus entlassen und in Hotels untergebracht. Sie sagten aus, das Kentern hätte weniger als 5 Minuten gedauert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2007

Die "Black Box" der "Sea Diamond" geborgen

Insel Santorin / Griechenland, 14.04.07 - Griechische Ermittler haben den Datenschreiber (Black Box) des gesunkenen Kreuzfahrtschiffs "Sea Diamond" geborgen. Das Handelsmarineministerium erklärte am Samstag, das Gerät sei mit Hilfe eines ferngesteuerten U-Bootes aus rund 85 Metern Tiefe an die Oberfläche geholt worden. Von ihm erhoffen sich die Ermittler Aufschluss über die Ursache für das Unglück vom 5. April.Der Großteil des "Sea Diamond" liegt in mehr als 100 Metern Tiefe vor der Insel Santorin. Gegen den Kapitän des Schiffes und fünf weitere Besatzungsmitglieder wird wegen Fahrlässigkeit ermittelt. Zwei französische Touristen gelten seit dem Untergang vor einer Woche als vermisst, fast 1.600 weitere Passagiere konnten gerettet werden. Derweil geht auf Santorin der Kampf gegen das Öl weiter, von dem bislang 120 Tonnen ausgelaufen sind.
Quelle: AFP vom 14.04.2007

Keine Hoffnung mehr für die Vermissten der "Bourbon Dolphin"

Shetland-Inseln / UK, 14.04.07 - Für vier Mann Crew, darunter den Kapitän und seinen 15-jährigen Sohn, der als Praktikant mitfuhr, auf der gekenterten und kieloben in der Nordsee treibenden Ankerziehschlepper "Bourbon Dolphin" gab es 24 Stunden nach dem Unglück keine Hoffnung mehr. Neun Angehörige der sieben Überlebenden kamen am Abend des 13.4. in Lerwick ein, wo sie für die kommenden Tage in einem Hotel untergebracht wurden.
Von den Vermissten befanden sich zum Zeitpunkt des Kenterns zwei auf der Brücke und drei im Maschinenraum, wo sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch befinden. Taucher der Marinebasis Faslane drangen drei Mal in das Wrack ein und inspizierten die Brücke. Sie suchten mit Wärmebildkameras nach Lebenszeichen. Ein weiterer Einstieg in das Wrack wurde wegen dessen instabiler Lage zu riskant: Die Suche musste ergebnislos abgebrochen werden, nachdem die Strömung zu stark wurde und das Risiko eines vollständigen Untergehens anstieg. Ein Bergungsteam traf in der Nacht mit dem Notfallschlepper "Anglian Sovereign" ein. Es sollte einschätzen, ob es möglich wäre, die Ankerkette, an der das Schiff weiterhin mit dem Ölrig "Transocean Rather" verbunden ist, zu kappen. Nach dem Ende der Suche nach Überlebenden stand im Fokus der Arbeiten seither die Bergung des Schiffes.
Der Chef von Bourbon Offshore , Trond Myklebust, sagte, eine eigene Untersuchung einzuleiten, parallel zu der, die bereits von der Grampian Police und dem Marine Accident Investigation Board gestartet wurde. Er sagte, es gebe Spekulationen und Gerüchte, doch es habe nie Probleme mit dem Schiff gegeben. Überlebende sagten derweil aus, der Unfall habe sich bei einem Routinemanöver in sehr schneller Zeit ereignet. Der Wind habe 7 Bf betragen, es habe hohe Dünung und starke Strömung gegeben. Als die "Bourbon Dolphin" eine Kette der Insel aus dem Wasser hob, begann der Ankerziehschlepper, sich nach Backbord überzulegen. Erst schien er sich wieder aufzurichten, doch dann krängte er stärker als zuvor und rollte auf die Seite, um dann binnen weniger Minuten zu kentern. Mehrere Crewmitglieder rannten, um Schwimmwesten zu ergreifen, und gingen über die Steuerbordseite zu Wasser. Einige erreichten Rettungsinseln, andere klammerten sich an Trümmer. Ein 39-jähriger trieb 25 Minuten im fünf Grad kalten Wasser, bevor er gerettet wurde. Er habe andere Besatzungsmitglieder in der Nähe treiben und auch sterben sehen. Die Geretteten befanden sich noch im Gilbert Bain Hospital. Alle waren zwischen 15 und 25 Minuten im Wasser gewesen und hatten außer Unterkühlungen keine weiteren Verletzungen. Sie sind ausnahmslos stabil. In Fosnavåg bei Ålesund, wo viele der Crew herkamen, wurde in der Nacht ebenso ein Gottesdienst abgehalten wie in der norwegischen Basis von Bourbon Offshore.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2007

Chemikalientanker bei Montreal gestrandet

Montreal /Canada, 13.04.07 - Am Abend des 11.4. lief der Chemikalientanker "Sichem Aneline" der japanischen Eitzen Chemical im St. Lawrence River auf Grund. Er kam um 17.30 Uhr fest, als er eine Ladung leicht entzündlichen benzinhaltigen Chemikalien nach Philadelphia bringen sollte. Grund der Havarie war offenbar fehlerhaftes Navigationsgerät. Am 12.4. gelang es, den Tanker freizuschleppen und nach Montreal einzubringen. Wenige Minuten vor dem Einlaufen meldete der Kapitän Ruderprobleme, doch am Ende war das Schiff mit rund 20 Personen an Bord sicher im Hafen. Es war nicht leckgeschlagen. Vor der Genehmigung zur Weiterreise wird es Untersuchungen unterzogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.04.2007

Für fünf vermisste Seeleute besteht kaum Hoffnung

Shetland-Inseln / UK, 13.04.07 - Nach dem Untergang des Versorgers "Bourbon Dolphin" vor den schottischen Shetland-Inseln mit mindestens drei Toten bestand am 13.4. nur noch wenig Hoffnung für fünf vermisste Seeleute aus Norwegen. Dennoch setzten Taucher der britischen Marine die Suche fort. Derweil wurde bekannt, dass einer der fünf Vermissten ein 15-jähriger Junge ist, der an Bord des norwegischen Schleppers ein Praktikum absolvierte. Auch sein Vater ist unter den Vermissten. Rettungsteams gingen davon aus, dass sie unter Wasser in dem Schiff eingeschlossen sind. Zehn Besatzungsmitglieder konnten am Abend des 12.4. aus dem Wasser geborgen werden. Acht wurden direkt nach dem Kentern, zwei weitere Stunden darauf von Helikoptern gerettet. Gegen Mitternacht stellten die Hubschrauber ihre Suche ein. Einige Stunden später teilte die Küstenwache mit, dass drei von ihnen gestorben sind.
Die sieben Überlebenden wurden in das Krankenhaus von Lerwick auf den Shetlands geflogen. Die Reederei Bourbon Offshore Norway charterte ein Flugzeug, um Verwandte der Seeleute nach Lerwick zu bringen. «Dies ist der schlimmste Tag in der Geschichte des Unternehmens», sagte ein Firmensprecher.
Die "Borubon Dolphin" sank 1800 Meter vom Ölrig "Transocean Rather" entfernt gegen 17.15 Uhr. Das Rig gehört Transocean und arbeitet für Chevron. Seine 99-köpfige Crew wurde von 3 Hubschraubern evakuiert. Von den 15 Mann der "Bourbon Dolphin" waren 14 Norweger überwiegend aus Fosnavag sowie ein Däne.
Die "Olympic Hercules", "Viking Victory" und "Highland Valour" sowie dem Taucherschiff "Subsea Viking" wurden zum Unglücksort geschickt. 6 Taucher wurden eingeflogen, die Vermissten im Wrack zu suchen, wo sie vermutlich eingeschlossen wurden. Die Überlebenden waren von drei schnellen, kleinen Rettungsbooten aufgenommen. Die See ist ruhig vor Ort mit einer Dünung, die zur Nacht hin höher wurde. Die Schiffseigner Bourbon Offshore Norway haben eine Untersuchung eingeleitet. Derzeit ist die Unglücksursache rätselhaft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.04.2007

Suche nach Vermissten der "Bourbon Dolphin" fortgesetzt

Shetland-Inseln / UK, 12.04.07 - Die Suche nach 5 vermissten Seeleuten der "Bourbon Dolphin" 75 Meilen vor den Shetlands wurde am Morgen des 13.4. fortgesetzt. Drei Männer wurden bislang tot geborgen. Ein Überleben der Vermissten würde aber nach Einschätzung der Küstenwache einem Wunder gleichen. Sieben Überlebende befanden sich nach ihrer Rettung in Krankenhäusern. Die Suche mit Hubschraubern war während der Nachtstunden unterbrochen worden, während Marinetaucher aus Faslane on Clyde pausenlos im Einsatz waren. Die Taucher versuchten, das Wrack zu untersuchen, was sich wegen der umgedrehten Lage des Schiffes und dessen unsicherer Stabilität als schwierige Operation erwies. Dabei wurde der Charakter einer SAR-Aktion inzwischen zu einer "Suche und Bergungs"-Aktion gewandelt. Das Wasser ist lediglich fünf Grad warm. Vier Helikopter und bis zu sieben Schiffe waren zudem im Einsatz.
Das Wrack des Versorgers war derweil immer noch mit der Bohrinsel "Transocean Rather´" verbunden. Vorsorglich wurde von der mit 99 Mann besetzten Insel nicht benötigtes Personal mit Hubschraubern evakuiert, weil das Wrack mit der Tide gegen die Insel treiben könnte. Berichte über Schäden an der Insel geb es nicht.
Die "Bourbon Dolphin" hatte erst vor wenigen Wochen die Bergung des vor Norwegen gestrandeten deutschen Minenjagdbootes "Grömitz" durchgeführt. Sie ist noch kein Jahr alt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.04.2007

"Kronprins Frederik" fällt länger aus

Gedser, Insel Falster / Dänemark, 13.04.07 - Die am 10.4. im dänischen Hafen Gedser havarierte Scandlines-Fähre "Kronprins Frederik" konnte entgegen ursprünglichen Planungen in den Mittagsstunden des 12.4. noch nicht wieder den Reparaturhafen Rostock verlassen. Insgesamt mussten nach dem Unfall acht Fahrten zwischen Rostock und Dänemark gestrichen werden. Nach einem kurzzeitigen Stromausfall hatte das Schiff manövrierunfähig die Kaimauer in Gedser gerammt. Dabei war die Hydraulik der Bugklappe so beschädigt worden, dass sich diese nicht mehr öffnen ließ. Da es für die Heckrampe des Schiffes in Gedeser keinen passenden Anleger gibt, musste die Fähre zum Löschen der Ladung nach Rostock zurückkehren. An Bord waren 73 Pkw, 21 Trailer und ein Bus. Die 22 Passagiere, die kein Auto mitführten, waren in Gedser von Bord gegangen. Der Verkehr zwischen den beiden Häfen wurde während der Ausfallzeit der Fähre auf die Route Puttgarden -Rødbyhavn umgeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.04.2007

"Scan Fjell" bei Strandung leckgeschlagen

Mandal / Norwegen, 13.04.07 - Der vor Mandal gestrandete dänische Frachter "Scan Fjell" wurde, wie Untersuchungen zeigten, erheblich beschädigt. Ein Ballasttank sowie der Bugstrahlruderraum sind vollgelaufen, sodass das Schiff umfangreiche Reparaturen benötigt. 2 Schlepper hatten den Havaristen am 11.4. übers Heck von den Felsen gezogen, auf denen er mit Backbordschlagseite festlag.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.04.2007

Yacht vor Fire Island geborgen

Fire Island, New York / USA, 13.04.07 - Eine Coast Guard Rettungscrew barg die Yacht "Outrageous" mit 2 Personen vor Fire Island. Das Schiff wurde in einer riskanten Aktion in 10 Fuß hohen Seen und bei 25 Knoten Wind beschädigt in Schlepp genommen. Das 47-Fuß-Rettungsboot sowie ein Rettungshubschrauber aus Cape Cod und ein Polizeiboot der Suffolk County Police waren auf den von einer Barge weitergeleiteten Mayday-Ruf des Bootes zum Einsatz gekommen. Der Hubschrauber hatte das Boot zunächst nicht finden können. Erst ein dritter Notruf, den der Coast Guard Sector Long Island Sound auffing, konnte die Position der Yacht klären. Ein Rettungsschwimmer wurde auf dem Boot abgesetzt und untersuchte den Zustand der Besatzung. Ein Mann war beim heftigen Rollen der Yacht verletzt worden. Der Rettungsschwimmer half, eine Schleppverbindung zum Rettungsboot herzustellen, das danach trotz seiner Schäden zur Coast Guard Station Fire Island abgeschleppt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.04.2007

Eine Tote bei Kollision von Schnellfähre mit Wal

Busan (Pusan), Südkorea, 13.04.07 - Bei der Kollision der japanischen Hochgeschwindigkeitsfähre "Kobee" vermutlich mit einem Wal in Südkorea ist eine 75-jährige Frau getötet worden. Außerdem wurden weitere 27 Menschen verletzt. Die aus der japanischen Stadt Fukuoka kommende Fähre war auf dem Weg nach Busan gewesen, als sie am Abend des 12.4. 25 Kilometer südöstlich von Busan wohl mit einem Wal zusammenstieß. Es wurde angenommen, dass es sich um einen Wal handelte, weil sich das Wasser um das Schiff herum rot färbte. Passagiere hatten einen lauten Knall wahrgenommen, ehe das Schiff sich abrupt überlegte. An Bord der Fähre waren rund 200 Personen aus Korea gewesen. Die meisten waren nicht angeschnallt gewesen, sodass es mehr Verletzte gab als zunächst angenommen. Im vergangenen Jahr habe es zwei ähnliche Vorfälle gegeben.Südkoreanische Marineschiffe wurden zur Unglücksstelle geschickt, um die Passagiere nach Busan zu bringen und die Fähre in den Hafen einzuschleppen. Die japanische Küstenwache entsandte 2 Schiffe zur Untersuchung des Vorfalls. Die "Kobee" war um 15.45 Uhr aus Hakata ausgelaufen und hätte Busan um 18.40 Uhr erreichen sollen. Die High-Speed Fähren der Miraejet Co. und Kyushu Railway Co. machen 4-5 Überfahrten pro Tag.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.04.2007

"Nordkapp" kurz vor Wiederherstellung

Bremerhaven, Bremen / DE - Die zur Zeit bei der Bredo-Werft in Bremerhaven nach ihrer Strandung in der Antarktis in Reparatur befindliche Hurtigruten-Fähre "Nordkapp" soll am 17. oder 18.4. fertiggestellt sein und dann direkt nach Bergen laufen. Von dort soll sie am 6. Mai wieder in den Hurtigruten-Fahrplan eingespleißt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.04.2007
Info: Die Werft muß ca. 80 Tonnen verbeulten Stahl auswechseln.

Rätsel um Verschleppung der "Sera Diamond"

Insel Santorin / Griechenland, 12.04.07 - Die griechischen Behörden lenken den Fokus ihrer Aktivitäten an der "Sea Diamond" nun auf das Auspumpen des Öls. Die Bekämpfung der Ölverschmutzung wurde verstärkt. Das ROV "Thetis" soll am 13.4. einen weiteren Tauchgang zum Wrack unternehmen, sobald die Wetterbedingungen dies zulassen. Am 12.4. war der Wind zu stark für einen Einsatz gewesen.Ein spezielles Sonargerät, das aus den USA eingeflogen wurde, soll helfen, den Datenrekorder aufzuspüren. Dieser konnte wegen der Schlagseite des Schiffes vor dem Untergang nicht mehr gesichert werden.
Die bisherigen Filmaufnahmen der "Thetis" zeigen, dass die Brücke der "Sea Diamond" beim Untergang zerstört wurde. Dies macht ein Aufspüren schwieriger.
Weiterhin wird versucht, offene Fragen zu klären, wie z.B., wer den Befehl gab, das Schiff von seiner ursprünglichen Strandugsstelle wegzuschleppen zu dem Ort, wo es letztlich sank. Die Louis Cruise Lines erklärten sich für nicht verantwortlich für die Verschleppung.
Der Kapitän gab an, dass er das Schiff an einen anderen Ort bringen wollte, wo es nicht hätte sinken können. Auf die Frage, wohin bringt ihr das Schiff, sei auf entsprechende Befehle verwiesen worden. Die Frage, von wem sie stammten, wurde trotz wiederholten Nachhakens nicht beantwortet. Offenbar gab es Anweisungen auf Santorin, das Schiff nicht zwischen die Bojen 3 und 4 zu legen, wo die See nur 40 Meter tief ist. Die Hafenbehörde in Santorin sagte, keinen Befehl zum Verschleppen gegeben zu haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.04.2007

Bulkcarrier in Kalifornien wieder flott

Pittsburg, Kalifornien / USA, 12.04.07 - Die US Coast Guard untersucht die Strandung des Bulkcarriers "Spar Lyra", 53500 tdw, der Spar Shipholding Bergen. Das Schiff hatte sich von seinen Moorings losgerissen und war am 11.4. vor einer Insel im San Joaquin River gestrandet. Am Abend war es gelungen, das Schiff freizubekommen. Zwei Schlepper eskortierten es zurück an seinen Liegeplatz. Bis zum Abschluss von Unterwasseruntersuchungen wurde ein Auslaufverbot verhängt. Am 12.4. war das Wasser allerdings zu trübe für Taucheinsätze. Es wurde geplant, das Schiff in der Nacht an einen nahen Ankerplatz zu verholen und dort am 13.4. die Untersuchung durchführen zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.04.2007

Tanker vor St. Petersburg freigeschleppt

St. Petersburg / Russland, 11.04.07 - Der Tanker "Baltic Seagull", der im Seekanal von St. Petersburg am 9.4. gestrandet war, konnte wieder flottgemacht werden. Vorher war ein Teil der Ölladung geleichtert worden. Das Schiff war von St. Peterburg nach Vysotzk unterwegs, als es mit einer Ladung von 2910 Tonnen Ölprodukten festkam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.04.2007

Versorger vor den Shetlands gekentert - 4 Vermisste

Shetland-Inseln / UK, 12.04.07 - Nach dem Kentern des norwegischen Bohrinselversorgers "Bourbon Dolphin", 2500 tdw, wurden am Nordende der Shetlands am Abend des 12.4. noch vier Mann vermisst. Es wurde befürchtet, dass sie in dem Wrack 75 Meilen westlich der Küste eingeschlossen sind. 10 Mann wurden gerettet. 2 Rettungshubschrauber und eine RAF Nimrod waren im Einsatz. Die "Bourbon Dolphin" war beim Ablaufen von einer Bohrinsel verunglückt. Das gesunkene Schiff ist 75,2 Meter lang, 17 Meter breit und hat einen Tiefgang von 6,5 Metern. Es ist mit 2974 BRZ vermessen und läuft 17,5 Knoten. Es kann bis zu 35 Mann aufnehmen. Das neu gebaute Schiff war in der Nähe des Rosebank Ölfeldes tätig.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007, 21:00 Uhr

Versorger vor den Shetlands gekentert

Shetland-Inseln / UK, 12.04.07 - Ein norwegischer Bohrinselversorger kenterte am 12.4. vor Nordschottland. Von den 14 Mann Besatzung wurden sechs vermisst. Acht Männer wurden nach dem Unglück am Nordende der Shetlands gerettet. Zwei Küstenwachhubschrauber und drei Offshore-Schiffe eilten zur Unglücksstelle. Alle verfügbaren Schiffe wurden alarmiert. Auch Taucher wurden benötigt, um zu untersuchen, ob die Vermissten im Rumpf eingeschlossen wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007, 17:00 Uhr

Suche nach Containern im Rhein geht weiter

Köln, Nordrhein-Westfalen / DE, 12.04.07 - Die Suche nach den zwei noch im Rhein verschollenen Containern des Frachters "Excelsior" soll ohne zeitliche Begrenzung fortgesetzt werden. "Wir suchen, bis wir sie irgendwann gefunden haben", sagte die Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamts Köln am 12.4. "Wir setzen uns kein zeitliches Limit." Zuletzt war ein Behälter vor einer Woche geborgen worden. Am 12. und 13.4. sollten weiterhin zwei Peilschiffe im Einsatz sein. Danach soll eines der Schiffe nach Duisburg zurückkehren. Mit dem eigenen Peilschiff will das Wasser- und Schifffahrtsamt Köln dann bis zum Erfolgsfall weiterarbeiten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007

Frachter "Scan Fjell" wieder frei

Mandal / Norwegen, 12.04.07 - Der vor Norwegen gestrandete dänische Frachter "Scan Fjell" wurde am Nachmittag des 11.4. von zwei Schleppern wieder flottgemacht. Das Schiff hatte mit Backbordschlagseite direkt vor der felsigen Küste festgesessen. Der Kapitän gab an, die Strandung sei durch einen Navigationsfehler verursacht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007

Hohe Strafe nach desaströser Bergungsaktion gefordert

Saipan, Northern Mariana Islands / USA (Nördlichen Marianen), 12.04.07 - Die Bergungsfirma Smithbridge Guam Inc. soll wegen Vertragsbruch und Nachlässigkeit for insgesamt 670,000 Dollar Strafe zahlen an den Vertragspartner IOTA, der Bergungsabreiten am Wrack der 1601 vor Rota gesunkenen "Santa Margarita" leitet. Die Bergungskooperation basiert auf einem 1997 geschlossenen Agreement zwischen IOTA und dem CNMI Government. Auf dessn Basis erhielt IOTA eine Reihe von Genehmigungen durch das U.S. Army Corps of Engineers, Coastal Resources Management Office, Division of Environmental Quality sowie anderen Institutionen, die das Vorgehen regeln.
Ein Resultat ist, dass die Arbeiten nur in einer kurzen Sommerperiode jeden Jahres durchgeführt werden können. 2005 erklärte IOTA, dass in der Saison 2006 schwere Ausrüstung zur Beseitigung von Felsen und toten Korallen von Nöten sei. Das Grabungsgerät musst auf Tagesbasis auf der Riffkante eingesetzt werden. Dabei sollte kein Schaden an lebenden Korallen entstehen. Smithbridge sagte, mit derlei Ausgrabungen große Erfahrungen zu haben und die nötige Expertise zu bieten. IOTA und Smithbridge schlossen am 6. August 2006 einen Kontrakt ab. Smithbridge sollte Grabungsgerät und Personal stellen sowie weitere benötigte Ausrüstung. Am 22. August 2006 begann Smithbridge, Planken an der Grabungsstelle zu verlegen unter der Leitung des Rota CRM. Hierauf sollte das Grabungsgerät bewegt werden. Als dieses darüber fuhr, begannen die Planken zu brechen. Am 23.8 . wurde die Aktion abgebrochen, weil von den Planken Material ins Wasser stürzten. IOTA wurde angewiesen, die Stelle zu säubern. Bis September dauerten die Arbeiten zur Wiederherstellung der vorgefundenen Zustände.
Statt Bergungsarbeiten an der "Santa Margarita" vorzunehmen, musste IOTA das Grabungsgerät zur Bergung der Planken und anderer Trümmer verwenden. Das Gerät versagte allerdings selbst auch seinen Dienst. Schon nach wenigen Minuten kam es am 24.8. zu einem Defekt, und insgesamt war das Gerät über 31 Tage nur 10,25 Stunden im Einsatz. Am 18.9.2006 wurde die Grabungskampagne für dieses Jahr beendet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007

Bulkcarrier riss sich los und strandete

Pittsburg, Kalifornien / USA, 12.04.07 - Am 11.4. strandete der norwegische, 602 Fuß lange Bulkcarrier "Spar Lyra" im San Joaquin River in Kalifornien. Das Schiff hatte sich von seinen Moorings an der Pittsburg Tesoro Raffinerie gegen 14 Uhr losgerissen und war dann vor Brown`s Island in New York Slough festgekommen. Schlepper gingen längsseits, und gegen 20 Uhr sollten Versuche, das Schiff flottzumache und an die Tesoro Pier zurückzubringen, gestartet werden. Dann muss der Schiffsboden untersucht und die Klasse erneuert werden. Bis zur Bergung wurden die Brennstofftanks des vollgeladenen Schiffes kontinuierlich überwacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007

Erfolgreiche Suche nach gekentertem Katamaran

Tampa, Florida / USA, 12.04.07 - Am 11.4. gegen 21 Uhr barg ein Helikopter aus Clearwater die zweiköpfige Crew des gekenterten Katamarans "Paradox". Das Schiff trieb 175 Meilen südwestlich von Tampa. Es war von der Isla Mujeres, Mexiko, nach Anclote, Florida. unterwegs gewesen. Nach der Kenterung aktivierte sich das EPIRB, dessen Signale vom Coast Guard's Seventh District Command Center in Miami aufgefangen wurden. Gegen 17 Uhr startete ein Suchflugzeug und hatte das Boot eine Stunde darauf geortet. Es führte den Hubschrauber heran, der gegen 20.25 UIhr eintraf und die beiden Schiffbrüchigen aufwinschte. Um 23 Uhr war er in Clearwater zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007

Schleppleine verletzt Seemann

Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 11.04.07 - Am 11.04.07 gegen 04:00 Uhr sollte auf dem in die Kieler Förde einlaufenden polnischen Schleppverband "Atlant", Hhf. Stettin, 336 BRZ, die Schlepptrosse an den deutschen Schlepper "Hans" übergeben werden. Nachdem die Schleppverbindung auf dem Schlepper "Atlant" gelöst worden war, verfing sich die Schlepptrosse in seiner Schraube. Dadurch kam soviel Zug auf die Trosse, dass das lose Ende über das Deck des Schleppers schleuderte und einen polnischen Seemann am Körper traf. Dieser wurde dabei schwer verletzt.
Der Seenotrettungskreuzer "Berlin" barg den Verletzten ab und übernahm die Erstversorgung. Anschließend wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er zurzeit intensiv behandelt wird. Der Schlepper ging manövrierunfähig auf der Holtenauer Reede vor Anker.
Der Schleppverband sollte den Casco "Kaja Josephine" bei der Friedrichs Werft in Kiel-Friedrichsort abliefern. Aufgrund des zu großen Tiefgangs des polnischen Schleppers sollte die "Hans" vorher die Schiffssektion übernehmen.
Auch der Schlepper "Irbis" machte mit dem Rohbau "DMS Hawk" mittags am Tiessenkau fest. Er brauchte einen Techniker für Reparaturen.
Der Frachter "Daniel K" wartete nach dem Feuer vor Fehmarn im Nordhafen weiter auf Ersatzteile zur Reparatur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007

Untersuchungen und Aussagen zum Untergang der "Sea Diamond"

Insel Santorin / Griechenland, 11.04.07 - Am 11.4. sagte Giorgos Koubenis, Vertreter der zypriotischen Louis Cruise Lines, die Strandung des Kreuzfahrtschiffes "Sea Diamond" vor Santorin sei auf menschliches Versagen zurückzuführen gewesen. Es war die erste Stellungnahme der Reederei zur möglichen Unglücksursache. Dem Kapitän und 5 Crewmitgliedern wird Nachlässigkeit und Verstöße gegen internationale Sicherheitsregeln und daraus resultierende Umweltverschmutzung vorgeworfen.
Derweil wird an der Untergangsstelle versucht, 100 Tonnen Öls Herr zu werden. Aus dem Wrack tritt weiter Öl aus. Es wird versucht, die Situation weiter unter Kontrolle zu halten. Mit der Reinigungsoperation ist die griechische Environmental Protection Engineering SA beauftragt worden. In einem ersten Schritt zum Leichtern der Treibstofftanks war am 10.4. ein ROV zum Wrack getaucht. Priorität ist das Auffinden des Lecks, aus dem das Öl austritt, damit der aufgerissene Tank schnell ausgepumpt werden kann. Tritt das Öl weiter unkontrolliert aus, kann die Situation sich bei einer Wetterveränderung leicht verschlechtern. Das Wrack liegt auf seiner Steuerbordseite in einer Tiefe von 97 Metern in einem vulkanischen Krater. der vor 3200 Jahren entstand. Das ROV nimmt bei seinem Einsatz eine Dokumentation des Wracks und eine Prüfnung seiner Stabilität vor, ehe Taucher zum Einsatz kommen. Bei dem Taucheinsatz wurde klar, dass diese aber nicht den mutmaßlichen letzten Aufenhaltsort zweier wohl ertrunkener Franzosen werden erreichen können.
Die Staatsanwalt vor Ort hat inzwischen örtliche Bootsbetreibern zu der größten Evakuierungsaktion seit dem Untergang der "Express Samina" im September 2000 vor Paros, bei der 80 Menschen ertranken, befragt. Sie sagten, es habe eine halbe Stunde gedauert, ehe sie den Kapitän zum Erhalt von Instruktionen erreichten. Dieser hatte angegeben, Strömungen hätten sein Schiff Minuten vor dem Ankern vor Santorin erfasst. Passagiere hatten mangelnde Versorgung mit Schwimmwesten und geringe Führung durch Besatzungsmitglieder beklagt. Diese Vorwürfe wies die Crew zurück. Schiffsingeneur Stelios Peroulis sagte, Crewmitglieder hätten ihr Leben riskiert, um die Passagiere von Bord zu bekommen.
Die Suche nach den zwei vermissten Touristen des vor Santorin untergegangenen Kreuzfahrtschiffes «Sea Diamond» kann nicht im Schiff fortgesetzt werden. Das Deck, in dem die Leichen vermutet werden, könne von Tauchern nicht erreicht werden, sagte der Einsatzleiter Giorgos Chronis im griechischen Rundfunk. Gestern konnten die Experten das Schiffswrack mit einem unbemannten U-Boot erreichen. Die Kameras zeigen, dass der Schiffsbug rund 90 und das Heck rund 170 Meter tief auf dem steilhangartigen Meeresboden liegt. Die Witwe des ertrunkenen 45-jähirgen Franzosen sagte am 11.4. zu den Ereignissen, die sie ihre Familienangehörigen verlieren ließ, aus. Sie war bei der Strandung mit ihrem Mann und der 16-jähirgen Tochter in der in einem tiefgelegenen Deck befindlichen Kabine. Der Sohn war oben auf Deck. Rasch nahm das Schiff 12 Grad Schlagseite ein. Die Familie merkte zunächst nichts, bis das Geräusch eindringenden Wassers zu hören war. Es kam wenig später unter der Kabinentür hindurch geflossen. Die Franzosen dachten, ein Pool sei übergelaufen wegen der Krängung, und schlossen die Tür. Dann aber stieg das Wasser so rasch an, dass sie ihre Sachen auf die Betten legten. Doch diese wurden auch schnell durchnässt, und dann wurde klar, dass die Kabinentür gegen das eindringende Wasser nicht geöffnet werden konnte. Die Tochter sagte, sie habe Angst. Ihre Mutter beschloss, die Rezeption anzurufen und die Situation zu schildern. Eine englischsprachige Person sagte, sie sollten warten, bis ein französischsprechendes Crewmitglied gefunden sei. Als ein solches gefunden war, gab es die Anweisung, zu bleiben, bis ein Besatzungsmitglied zur Kabine käme.
Während die drei aber warteten, stieg das Wasser vor der Kabine im Gang weiter, bis die Kabinentür unter dem Wasserdruck aufbrach. Eine große Welle spülte in den Raum hinein. Die Französin fand sich unvermittelt unter Wasser im Korridor wieder. Da sie keine gute Schwimmerin ist, hatte sie große Angst, schwamm aber einige Meter unter Wasser, bis sie auf der rechten Seite des Korridors auftauchte. Sie schöpfte Luft und drehte sich zur Kabine zurück. Von dort sah sie niemanden folgen. Da sie wusste, dass ihre Angehörigen gute Schwimmer waren, beschloss sie, nach ihrem Sohn zu schauen und selbst weitere Hilfe zu suchen. Derweil war die Evakuierung der 1153 Passagiere und 391 Mann Besatzung im Gange.
Ein Augenzeuge auf der "Aegean II" berichtete, dass die "Sea Diamond" bei deren Eintreffen gegen 16 Uhr bereits begonnen hatte, Passagiere auszuschiffen. In Tendern wurden Fahrgäste, die Bustouren an Land gebucht hatten, von Bord gebracht. Nach Fira, wo Busse zum Wasser hinunter gelangen können, waren es 15 Bootsminuten. Wenig später hatte die "Agean II" ein Notsignal der "Sea Diamond" erhalten und machte sich bereit, einen ersten Tender zu schicken. Eine Flottille von Booten aus Santorini umrundete den Havaristen. Aus dessen Schornstein stieg noch Rauch auf, aber die Propeller wurden nicht mehr benutzt.
Die rasche Entwicklung von Schlagseite war offenbar durch das Schließen der Schotten gestoppt worden. Gegen 16.15 Uhr wurden Fallreeps vom Promenadendeck herabgelassen an Backbord. Das Bootsdeck hatte sich mit Passagieren gefüllt. Eine halbe Stunde später wurden die beiden großen Rettungsboote an Backbord abgefiert. Durch eine Luke, die geöffnet worden war, wurden die Passagiere ausgeschifft. Ähnliches geschah an Steuerbord, wo auch Rettungsinseln ausgebracht wurden. Derweil war der Havarist dicht an die Felsen von Santorini herangetrieben. Die kleiner Fähre "Nissos Thirassia" versuchte, das Schiff von dort wegzubugsieren. Die "Sea Diamond" hatte aber bereits die Felsen getroffen. Der Schlepper "Leon" schaffte es, Schlimmeres zu verhüten.
Die "Nissos Thirassia" nahm derweil Passagiere von der geöffneten Heckrampe auf. Die letzten Evakuierungen fanden durch das tiefgelegenste offene Achterdeck an Steuerbord statt, hier verließ die verbliebene Crew das Schiff über ein Fallreep und wurde von Tendern aufgenommen. Gegen 18.30 war das Schiff geräumt. Eine Stunde später hatte sich der Wassereinbruch erheblich verstärkt. Um halb acht war der Name des Schiffes am Bug nicht mehr sichtbar. Es wurde noch in eine abgelegenere Ecke vor Santorin geschleppt, wo es wenige Stunden später sank. Die "Aegean II" nahm 200 Passagiere der "Sea Diamond" zum Rücktransprot nach Piräus auf, wo die Kreuzfahrt beider Schiffe am 2.4. begonnen hatte. Sie schliefen in der Discovery Lounge auf Matratzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007

Durfte Crew bei Feuer auf Tanker vor Irland keine Hilfe rufen?

Brandon Head / Irland, 11.04.07 - Der 90 Meter lange maltesische Chemikalientanker "West Sailor", 4387 tdw, geriet am 11.4. vor der Küste von Kerry in Brand. Das Feuer brach um 2 Uhr am Morgen in einem Lagerraum des Maschinenraums des mit 15 Mann Crew besetzten, 1981 erbauten Schiffes aus, als es 16 Meilen nördlich von Brandon Head, Südwestirland, stand. Das Schiff gehört der Velma Marine, Gibraltar, und wird von der polnischen Vestland Marine betrieben. Es gelang, den Brand zu löschen, doch das Schiff trieb danach antriebslos in der See. Die Küstenwache war vor Ort, Feuerwehren aus Dublin wurden in Bereitschaft versetzt und sollten das Schiff im Tagesverlauf inspizieren.
Das Schiff hatte vor dem Unglück Sulfursäure in Limerick’s Aughinish Island gelöscht und sollte nach Belgien fahren. Die "West Sailor" ging in der Nacht 5 Kilometer vor Brandon Head in der Shannon-Mündung vor Anker, wo eine Schadensuntersuchung begann. Das Fenit Rettungsboot blieb auf standby. Nach dem Unglück blieben einige Fragen offen, u.a., ob es der philippinischen Crew untersagt worden war, Hilfe zu suchen, und ob sie ordnungsgemäß bezahlt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007

Touristenboot vor Mosambik gesunken

Maputo / Mosambik, 11.04.07 - Das Charterschiff "Hakuna Matata" (Motor-Katamaran) aus Durban sank letzte Woche in schwerer See vor Mosambik. Das 15,5 Meter lange Schiff hatte eine Boje gerammt und war dann in schwerer See gekentert, als es zu einer mosambikansichen Insel unterwegs war. Alle am Bord befindlichen Personen wurden gerettet. Am Mittwoch (11.04.) wurde der Katamaran gehoben, indem man Luft in das Boot gepumpt hatte, um ihn an die Oberfläche zu holen. Anschließend wurde die "Hakuna Matata" nach Maputo gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007

Eisbrecher "Almirante Irizar" vor Patagonien nach Feuer aufgegeben

Buenos Aires / Argentinien, 11.04.2007 - Auf dem einzigen größeren Eisbrecher Südamerikas, der argentinischen "Almirante Irizar", ist am Abend des 10.4. 40 Meilen vor Puerto Madryn ein Feuer ausgebrochen. Das Flaggschiff der argentinischen Marine drohte zu sinken, nachdem das Feuer rasch außer Kontrolle geraten war. Es war auf dem Weg zu seiner Basis in Buenos Aires gewesen. Alle 296 Besatzungsmitglieder und Passagiere konnten sich in der Nacht jedoch mit 24 Rettungsbooten in Sicherheit bringen. Die Schiffbrüchigen wurden einige Stunden später im Südatlantik von einem Tanker und einem Trawler aufgenommen.
Das Feuer war aus zunächst unbekannter Ursache im Generatorenraum ausgebrochen. Das Schiff trieb daraufhin lichterloh brennend etwa 200 Kilometer vor der Küste Patagoniens, rund 1.300 Kilometer südlich der Hauptstadt Buenos Aires.
Das knapp 15.000 Tonnen schwere Schiff wurde 1977 in Finnland gebaut. Mit 19 000 PS kann es selbst meterdicke Eisschichten brechen.
2002 kam die "Irizar" dem im Packeis eingeschlossenen deutschen Frachter "Magdalena Oldendorff" zur Hilfe. Zwar gelang es ihm nicht, das deutsche Schiff aus dem Eis zu befreien, aber die "Irizar" konnte der Besatzung Proviant für eine Überwinterung bringen.
Die "Almirante Irizar" wurde 1978 von der argentinischen Marine übernommen und wurde zur Versorgung von Basen in der Antarktis eingesetzt. Sie transportierte militärische wie wissenschaftliche Güter und Personal und war auch im Falklands-Krieg 1982 im Einsatz. Sie wurde am 12.4. in Buenos Aires zurückerwartet, nachdem es in der Antarktis militärisches Personal aufgenommen hatte. Ohne den Eisbrecher würde die Versorgung der argentinischen Antarktisstationen extrem schwierig
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007
Info 12.04.07: Das Feuer ist inzwischen aus, und das Schiff soll nach einer Überprüfung von der argentinischen Navy nach Puerto Belgrano geschleppt werden.

Frachterwrack wird Kriegsgrab

Hastings, East Sussex, England / UK, 10.04.07 - Das Wrack des Frachters SS "Storaa" wird das erste je gesunkene Handelsschiff, das als offizielles Kriegsgrab deklariert wird. Das britische Verteidigungsministerium war einverstanden, vollen Schutz zu gewähren für den 1967-Tonnen -Frachter, der 7.75 Meilen südlich von Hastings in 37 Metern Wassertiefe liegt. Das Schiff hatte Panzer und Stahl transportiert, als es in einem den Englischen Kanal passierenden Konvoi im November 1943 von deutschen S-Booten torpediert und versenkt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007

Tanker vor Indien gestrandet

Paradeep, Orissa / Indien, 10.04.07 - Am 09.04. strandete vor der indischen Nordostküste der Produktentanker "Punita", 51300 tdw, der Mercator Lines. Das 1984 erbaute Schiff hatte 22000 Tonnen Öl an Bord, als es eine Meile vor Paradeep festkam. Hier hatte es gerade 20000 Tonnen der Gesamtladung von 42000 Tonnen Öl und Kerosin gelöscht. Es kam aus New Mangalore und sollte die Restlandung in Haldia löschen. Zur Bergung muss ein Teil der Ladung geleichtert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.04.2007

Frachter vor Norwegen gestrandet

Mandal / Norwegen, 11.04.07 - Am 11. April gegen 2 Uhr morgens lief der 76 Meter lange dänische Frachter "Scan Fjell" nahe dem norwegischen Havneholmen auf dem Weg nach Mandal auf Grund. Am Vormittag sollten Vertreter der Küstenwache zu Untersuchungen an Bord gehen. Das Schiff hat 120 Kubikmeter Öl in seinen Tanks.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2007

Bald wieder Ersatztor für Kiel-Holtenau verfügbar

Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 10.04.07 - Während der Ostertage haben die Schwimmkräne "Enak" und "Samson" das am 2.1. vom Tanker "Bow Sirius" gerammte Holtenauer Schleusentor in das Schwimmdock 1 der Kieler Lindenau-Werft gehoben. Nun ist der ganze Schaden sichtbar, den der Wulstbug des Tankers angerichtet hat. Die Reparatur wird rund 3 Monate dauern. Das Tor, das von der "King Edward" beschädigt worden war, wird derzeit im Kieler Nordhafen repariert. Die Arbeiten sollen noch im April abgeschlossen werden. Damit endet die 3-monatige Phase, in der im Falle eines erneuten Rammings kein Ersatztor verfügbar gewesen war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2007

Binnenschiff auf Main gestrandet

Gemünden-Langenprozelten, Main-Spessart-Kreis, Bayern / DE, 10.04.07 - Ein in der Nähe von Würzburg auf Grund gelaufener Frachter hat am 10.4. zeitweise die Mainschifffahrt blockiert. Das mit Mais beladene Schiff aus Rumänien war bei Gemünden auf Grund gelaufen. Beim Versuch, sich mit eigener Kraft zu befreien, legte sich das Schiff quer und blockierte in Höhe des benachbarten Langenprozelten das Fahrwasser. Am Abend sollte das Schiff mit einem Schlepper der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung flott gemacht werden. Zu größeren Schäden und Gewässerverschmutzungen ist es nicht gekommen. Zur Ursache machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2007

Wieder Grimaldi-Frachter havariert

Terneuzen, Zeeland / Niederlande, 10.04.07 - Der 214 Meter lange Grimaldi-Frachter "Grande Argentina" (IMO 9198135), 26195 tdw, lief nach Maschinenblackout und anschließendem Ruderversager auf der Westerschelde nahe Terneuzen am 10.4. um 12.30 Uhr über Steuerbordseite auf Grund. Er war unterwegs von Antwerpen nach Dakar mit Fahrzeugen und Containern. Acht Schlepper von Multaship Salvage B.V. und MURS Salvage sowie Maritime Contracting N.V. zogen das Schiff gegen 13.40 Uhr frei und verholten es nach Flushing zur Inspektion des Schiffsbodens durch Taucher.
Bereits am 18.1. war das Schiff nach Ruderschaden von Antwerpen kommend bei Windstärke 10 fast bei Terneuzen gestrandet. Eine Schlepperflotte hatte den Frachter unter Kontrolle gehalten, bis der Wind abflaute und das Schiff nach Flushing geschleppt werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2007

"Kronprins Frederik" rammte Pier in Gedser

Gedser, Insel Falster / Dänemark, 10.04.07 - Die dänische Fähre "Kronprins Frederik" kollidierte am 10.4. mit einem Anleger in Gedser. Dadurch wurde der Backbordbug beschädigt, sodass die Rampe nicht mehr geöffnet werden konnte. Nach 5-stündigeer Liegezeit in Gedser wurde gegen 21 Uhr beschlossen, dass das Schiff nach Rostock zurückläuft. Hier sollten die 21 Trucks, 73 Pkw und ein Bus über die Heckrampe gelöscht und Reparatur en vorgenommen werden. Die 248 Passagiere und 54 Mann Besatzung an Bord blieben unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2007

Barge kenterte vor Gig Harbor

Gig Harbor, Washington / USA, 10.04.07 - Am 9.4. kenterte die Barge "ITB-260" mit 3324 Tonnen Kies nördlich von Gig Harbor, Washington.Das Unglück geschah bei auflaufender Flut um 19.50 Uhr. DIe Ladung stürzte auf den Grund. Um 16.25 Uhr hatte der Schlepper "Island Breeze", der die Barge zog, der Küstenwache berichtet, dass sein Anhang Wasser machte. Drei Stunden darauf schob er die Barge auf Grund, um einen Untergang zu vermeiden. Der Schleppzug kam aus Dupont und war unterwegs nach Kenmore. Die "Island Breeze" gehört Island Tug and Barge in Seattle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2007

Alter Schaden führte offenbar zu Untergang der "Kiek Ut"

Wiesbaden, Hessen / DE, 10.04.07 - DerUntergang des Niersteiner Schleppers "Kiek Ut" am 7.4. auf dem Rhein bei Ginsheim ist wahrscheinlich von einer vor dem Untergang aufgetretenen Schlagseite des Arbeitsschiff's ausgelöst worden. Nach Ansicht eines Gutachters hatte das Schiff wegen eines noch unbekannten Schadens bereits längere Zeit eine Krängung von 16 Zentimetern nach Backbord. Nachlaufende Heckwellen von entgegenkommenden Schiffen sind offenbar über das Deck der insgesamt sechs Meter hohen "Kiek-ut" gelaufen. Vermutlich über die vier bis fünf Zentimeter großen Entlüftungslöcher an Deck drang das Wasser in den Maschinenraum ein. Die Schlagseite wurde dadurch verstärkt und das Schiff ist gekentert", so der Mainzer Oberstaatsanwalt Puderbach aus dem Gutachten. "Wenn das Wasser übers Deck hineinfließt, kann es sehr schnell gehen". Außerdem war das Schiff im Verhältnis zu seiner Höhe von sechs Metern mit nur vier Metern nicht sehr breit. Das erleichterte das Kentern. Beladen war das 15 Meter lange und vier Meter breite Schiff auf seinem Weg von Nierstein nach Mainz höchstens mit Arbeitsmaterial. Als Schubschiff zog oder schob die "Kiek-ut" meist Leichter. In Mainz hatte das Schiff den Auftrag, einen maroden Leichter, das letzte "Wäschbriggelche", aus dem Winterhafen nach Nackenheim zu schleppen. Nur noch auf dem Neckar fährt ein anderes Schiff in der Bauart der "Kiek-ut". Das Schiff hat eine einzigartige Konstruktion, mit der sich das Boot um die eigene Achse drehen konnte.
Ein 76-jähriger Decksmann war nach dem Unglück tot geborgen worden. Die Suche nach dem Schiffseigner blieb auch am 10.4. erfolglos: Trotz intensiver Suche mit Polizeihubschrauber und mehreren Streifenbooten wurde der 65-Jährige nicht gefunden. Der Körper ist vermutlich von der starken Strömung abgetrieben worden. Eine Tasche, die der Eigner bei sich führte, wurde bei Heidenfahrt aufgefunden. Die "Kiek-Ut" hatte eine Arbeitsplattform in Mainz abholen und nach Nierstein etwa 20 Kilometer rheinaufwärts verholen sollen. Das Wrack der "Kiek Ut" liegt noch immer im Wiesbadener Rheinhafen Schierstein, wo es weiter untersucht wird. Die Bulleyes des Wracks, das derzeit auf dem Gelände der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung liegt, sind zerschlagen und der Deckskran des Schubbootes ist verbeult.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2007
Info: Weschbriggelche, Wäschbriggelche = Waschbrücke, fest am Rheinufer verankertes Schiff mit flachem Boden auf dem Hausfrauen früher Wäsche waschen konnten.

Feuer auf Frachter in Busan

Busan, Südkorea, 06.04.07 - Auf dem 2673 BRZ großen russischen Kühlfrachter "Ozersk" ( IMO 8226973) brach am 6.4. im koranischen Hafen Busan ein Feuer in den Mannschaftsunterkünften aus. Es erfasste auch die Brücke des 87 Meter langen Schiffes. Gegen 22.00 Uhr hatten Crew und Hafenfeuerwehr den Brand unter Kontrolle. Mehrere Kabinen wurden ebenso wie die Brücke teilweise zerstört.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.04.2007

U-Boot sucht Vermisste - Zwei Franzosen immer noch vermisst

Insel Santorin / Griechenland, 10.04.07 - Vier Tage nach dem Untergang der "Sea Diamond" in der Ägäis ist am Dienstag das Wrack des Schiffes in etwa 100 Meter Tiefe gesichtet worden. Ein ferngesteuertes unbemanntes U-Boot versuchte zunächst aber ohne Erfolg, die zwei vermissten Touristen aus Frankreich zu finden. Das berichtete der staatliche griechische Rundfunk. Experten bemühten sich, den Riss zu orten, der zum Untergang des Schiffes geführt hatte und mit dem U-Boot das Deck zu erreichen, auf dem die zwei Vermissten vermutet wurden.
Für das Unglück sind nach Einschätzung des griechischen Schifffahrtsministers Manolis Kefalogiannis der Kapitän und die Besatzung auf der Brücke verantwortlich: "Es war offenbar ein menschlicher Fehler", sagte er in Athen. Der Kapitän hatte bereits kurz nach dem Unglück "voll und ganz" die Verantwortung für das Kentern des Schiffs übernommen.
Vermisst wurden ein 45-jähriger Franzose und seine 16 Jahre alte Tochter. Sie sind vermutlich bei der Havarie ertrunken. Griechische Zeitungen vermuteten am Dienstag, die zwei Touristen seien nach der Schließung aller Luken des Schiffes "in die Falle" geraten und ertrunken. Bis Dienstagnachmittag waren rund 90 Tonnen Treibstoff aus dem Wrack ausgelaufen. Noch mindestens 350 Tonnen Diesel wurden im Schiff vermutet. Spezialboote versuchten, das Öl von der Meeresoberfläche abzusaugen. Nach Angaben des Ministers ist die Verschmutzung "unter Kontrolle".
Die "Sea Diamond" war am Donnerstag mit 1547 Menschen an Bord bei der Einfahrt in die Bucht von Santorin auf ein Riff gelaufen. 15 Stunden später ging sie unter. Bis auf die zwei Vermissten waren alle Passagiere und Besatzungsmitglieder von Fischer- und Ausflugsbooten in Sicherheit gebracht worden. Deutsche waren nicht an Bord.
Quelle: dpa vom 10.04.2007

Gütermotorschiff auf dem Neckar in Not

Heidelberg, Baden-Württemberg / DE, 10.04.07 - Einen Notfall meldete der Kapitän eines Gütermotorschiffes in der Nacht zum Samstag gegen 2 Uhr. Das mit Granitsteinen beladenes Frachtschiff lief vor der Schleuse Neckargemünd auf Höhe der Orthopädischen Klinik in Schlierbach mit Wasser voll. Die bordeigene Pumpe reichte nicht aus, um mit dem Wassereinbruch fertig zu werden, weshalb die Feuerwehr benachrichtigt wurde. Als die Helfer eintrafen, stand der Maschinenraum des Bugstrahlruders bereits zwei Meter unter Wasser. Dennoch gelang es den Einsatzkräften mit mehreren Tauchpumpen, das Schiff zu stabilisieren. Anschließend stellte ein Taucher ein etwa 50 Zentimeter langes Leck fest, das er notdürftig abdichten konnte. Um eine Verschmutzung des Neckars zu verhindern, legte die Feuerwehr eine Ölsperre um die Unfallstelle. Dennoch gelang nach Polizeiangaben eine geringe Menge Öl ins Wasser.
Das beschädigte Frachtschiff wurde teilweise entladen und vor Ort festgemacht. Heute soll ein Experte untersuchen, ob und wann eine Weiterfahrt möglich ist. Da der Schiffsführer erklärte, er habe sich das Leck möglicherweise beim Befahren der Schwabenheimer Schleuse zugezogen, wurde die betreffende Kammer dort gesperrt. Taucher werden sie heute auf Schäden überprüfen.
Quelle: SWR vom 10.04.2007

Brand auf M/S "Daniel K"

Kiel, Schleswig-Holstein, 10.04.07 - Bereits am 07.04.07, gegen 22:00 Uhr, kam es auf dem M/S "Daniel K ", Heimathafen Delfzijl, 3037 BRZ, zu einem Brand im Maschinenraum. Durch einen Defekt an der Kraftstoffpumpe trat ein Brennstoffnebel aus, der sich an der Abgasanlage entzündete. Durch schnelle Brandbekämpfung der Besatzung konnte dass Feuer schnell gelöscht werden. Verletzt wurde niemand. Das M/S "Daniel K" ging zunächst vor Anker. Nach einer Reparatur konnte es seine Reise zunächst bis Kiel unter Begleitung des GSS "Scharhörn" fortsetzen. Hier wurden die Ermittlungen durch die Kieler Wasserschutzpolizei aufgenommen und bis zur Bestätigung der Klasse durch den GL ein Auslaufverbot verhängt.
Quelle: Landespolizeiamt Schleswig-Holstein vom 10.04.2007

"Excelsior" wird in Speyer repariert

Speyer, Rheinland-Pfalz / DE, 10.04.07 - Der vor gut zwei Wochen auf dem Rhein bei Köln havarierte Frachter «Excelsior» liegt seit dem Morgen des 10.4. in der Speyerer Schiffswerft Josef Braun auf dem Trockenen. Größere Schäden waren bislang aber nicht zu erkennen. Bis zum 11.4. sollen nun vor allem allgemeine Reparaturarbeiten an dem Frachter vorgenommen werden. Voraussichtlich am 12.4. wird das Schiff dann wieder zu Wasser gelassen.
Bei Köln wurde unterdessen die Suche nach zwei noch vermissten Containern im Rhein fortgesetzt. Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes sind zwei Peilschiffe im Einsatz. Ein drittes Schiff kann bei Bedarf eingesetzt werden. Ostersonntag und Ostermontag war die Suche nach den Containern ausgesetzt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2007

Rhein wieder frei

Wiesbaden, Hessen / DE, 09.04.07 - Das auf dem Rhein bei Ginsheim-Gustavsburg nahe Mainz bei Kilometer 491,5 gesunkene Schleppschiff "Kiek-ut" ist am Morgen des 9.4. gegen 4 Uhr geborgen worden und wurde zum Hafen Wiesbaden-Schierstein geschleppt. Einse Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied im Wrack verlief ergebnislos. Die Schifffahrt werde am Vormittag wieder freigegeben. In der Nacht war das havarierte Schiff ausgepumpt und gesichert worden. Die Unfallstelle war während der 13-stündigen Arbeiten für den Verkehr komplett gesperrt. Das 15 Meter lange und etwa vier Meter breite Fahrzeug war am Vormittag des 7.4. gekentert und gesunken. Rettungskräfte konnten einen Mann nur tot bergen. Am Abend konnten die Schiffe per Einbahnstraßenregelung zeitweise wieder fahren. Zuvor war diese Stelle fast zwölf Stunden lang gesperrt gewesen, da das gekenterte Schiff die Fahrrinne blockierte. Ein erster Bergungsversuch mittels zweier Kräne verlief erfolglos, nachdem lediglich das Heck vom 6 Meter tiefen Flussgrund angehoben werden konnte. Warum das Schiff binnen kurzem sank, ist noch ungeklärt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2007

Mittellandkanal wieder freigegeben

Hörstel, Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen / DE, 09.04.07 - Der Mittellandkanal ist in der Nacht zum 9.4. wieder für die Schifffahrt frei gegeben worden. Nach der Kollision des deutschen Tankers "Anna" mit dem polnischen Binnenschiff "Ina" war eine Sperrung im Einmündungsbereich zum Dortmund-Ems-Kanal bei Hörstel verfügt worden. Mindestens 10 Tonnen ausgelaufenen Biodiesels wurden weitgehend aufgenommen. Am 8.4. war es Tauchern gelungen, das Leck in der "Anna" abzudichten. Das Ankergeschirr der "Ina" hatte einen 250-Tonnen-Tank des mit insgesamt rund 1000 Tonnen Diesels beladenen Schiffes unterhalb der Wasserlinie auf drei Meter Länge aufgerissen. Nachdem ein Großteil des ausgelaufenen Öls abgepumpt worden war, konnte der 86 Meter lange Tanker zum Hafen nach Bergeshövede fahren. Die "Ina", die ca. 1000 Tonnen Schrott geladen hatte, lag nach dem Unfall in der Nähe des Ufers vor Anker. Etwa 30 Binnenschiffer mussten bei Hörstel eine Zwangspause einlegen, weil gestern am Zusammenfluss beider Wasserstraßen ein mit 1000 Tonnen Biodiesel beladener Tanker auf den Frachter geprallt war, wie die Wasserschutzpolizei in Duisburg mitteilte. Die Ursache des Unfalls ist noch nicht ermittelt. Der Mittellandkanal soll bis zum Morgen an der Unglücksstelle gesperrt bleiben, ebenso der Dortmund-Ems-Kanal.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2007

Ermittlungen gegen Kapitän der "Sea Diamond"

Insel Santorin / Griechenland, 09.04.07 - Gegen den Kapitän des vor der griechischen Insel Santorin gesunkenen Kreuzfahrtschiffes «Sea Diamond» wird möglicherweise auch wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Sollten die zwei noch vermissten französischen Touristen nicht gefunden werden, droht eine Ausweitung der Klage gegen den Kapitän und vielleicht gegen weitere Besatzungsmitglieder. Diese Ermittlungen könnten jedoch noch Wochen dauern. Die Staatsanwaltschaft hatte am 8.4. den Kapitän und fünf weitere Besatzungsmitglieder auf freien Fuß gesetzt. Bisher sind sie wegen diverser Verstöße gegen Navigationsbestimmungen und Fahrlässigkeit angeklagt, die zum Schiffbruch und zur Umweltverschmutzung geführt haben sollen.
Bis zum 9.4. gab es noch immer keine Spur von dem 45-jährigen Franzosen und seiner 16-jährigen Tochter. «Taucher sind vor Ort. Doch die können das Wrack nicht erreichen, weil es zu tief liegt», sagte ein Offizier der Küstenwache. Es gebe eigentlich keine Chance, die Vermissten lebend zu finden. Er gehe davon aus, dass sie im Schiff ertrunken seien. Taucher der Küstenwache hatten das Bulleye der 4-Kojen-.Kabine aufgebrochen, konnten von den Vermissten aber keine Spur entdecken. Möglicherweise wurde ihnen der Fluchtweg durch die geschlossenen Schotten abgeschnitten.
Der Bug der 22 000 Tonnen schweren «Sea Diamond» liegt Schätzungen zufolge in einer Tiefe von 70 Metern, das Heck etwa 170 Meter tief. Um das Wrack zu erreichen, wird am 10.4. ein Spezial-U-Boot aus Piräus eingesetzt. Möglichst bald sollen die rund 410 Tonnen Diesel aus dem Schiff gepumpt werden, um größere Umweltschäden zu vermeiden. Bis zum 9.4. waren rund 20 Tonnen aus dem Wrack herausgeflossen. Ein Spezialboot versuchte, die Flüssigkeit von der Meeresoberfläche aufzunehmen.
Dem Kapitän wurde mittlerweile allenthalben attestiert, die Evakuierung des Schiffes engagiert durchgeführt zu haben. Unter Einsatz des Lebens hatten Besatzungsmitglieder versucht, die schnell überfluteten unteren 5 Decks zu räumen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2007

Yacht, Kaninchen und Hund gerettet

Island of Mull, Schottland / UK, 09.04.07 - Am 8.4. schlug eine 41 Fuß lange Yacht "Blue Note" vor der Isle of Mull leck. Gegen 19.10 hatte die mit sieben Mann besetzte Yacht Mayday gefunkt. Das Tobermory Rettungsboot und ein Hubschrauber wurden zum Havaristen geschickt. Als das Rettungsboot eintraf, hatte die Yacht 2 Fuß Wasser an Bord, die Lenzpumpen kamen nicht gegen das eindringende Wasser an. 5 Mann, ein Kaninchen und der Bordhund wurden evakuiert. Eine Lenzpumpe wurde an Bord und der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht. Dann wurde das Boot mit den zwei Besatzungsmitglieder, die an Bord geblieben waren, nach Tobermory geschleppt. Die Yacht war von der Insel Tiree nach Iona unterwegs gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2007

Erfolgreiche Suche nach Vermissten

Port Canaveral, Florida / USA, 09.04.07 - Am 8.4. rettete die US Coast drei Menschen vor Port Canaveral aus einer Rettungsinsel. Gegen 23.50 Uhr wurden die Schiffbrüchigen der 40 Fuß langen Yacht "Aqua Mist" aus Port Canaveral 60 Meilen vor der Küste entdeckt. Ihr Boot war auf dem Weg zu den Bahamas gesunken. Als es nicht wie geplant eintraf, hatten Freunde der Crew die Küstenwache alarmiert, die mit einem HU 25-Falcon Jet aus Miami und einer c 130 Hercules aus Clearwater eine Suche startete. Die Hercules sichtete Leuchtsignale und dirigierte ein Rettungsschiff zur Position. Von diesem nahm ein Helikopter der Air Station Clearwater sie auf und brachte sie nach Port Canaveral.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2007

Demontagearbeiten an der "Rokia Delmas"

Brest, Bretagne / Frankreich, 09.04.07 - Nach dem Feuer auf dem Wrack der "Rokia Delmas" vor der Ile de Ré wurden am Osterwochenende die Demontagearbeiten durch die Bergungsfirmen Smit, Scaldis und Abeilles International fortgesetzt. Die Heck- und Seitenrampen des Schiffes wurden demontiert, auf den Bargen "Rambiz" und "Gerald" abgesetzt und nach La Pallice gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2007

Kranponton im Yachthafen von Nieuwpoort gesunken

Nieuwpoort, Westflandern, Belgien, 09.04.07 - Ein im Yachthafen von Nieuwpoort am Donnerstagabend (5.4.) gesunkener Kranponton von Van Brisom wurde am 8.4. mit Hilfe des Kranpontons "Valke" von Herbosch & Kriere unter Assistenz der Schlepper "Zeeleeuw" und "Zeerover" gehoben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2007

Küstenwache rettet 6 Personen vom gestrandeten Schiff

Venice, Louisiana / USA, 07.04.07 - In der Mündung des Mississippi winschte ein HH 65C-Rettunghubschrauber am 6.4. sechs Menschen von ihrem nahe Venice gestrandeten Schiff. Er war um 19 Uhr gerufen worden. Die Geretteten, drei Kinder und 3 Erwachsene, wurden zur Coast Guard Air Station New Orleans geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2007

Boot stürzt über Staudamm - 4 Personen gerettet

Bay City, Texas, USA, 07.04.07 - Am 06.04. abends rettete die Küstenwache vier Personen, deren Boot auf dem Colorado River über einen Staudamm in der nähe von Bay City, Texas, 150 Fuß in die Tiefe gestürzt war. Ein Rettungshubschrauber setzte einen Rettungsschwimmer ab, der zwei Kinder (2 Jungs 5 und 7 Jahre alt) und 2 Erwachsene aus dem strudelnden Wasser bergen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.04.2007

20 Vermisste nach Schiffsunglück

Shanghai / China, 09.04.07 - Nach dem Zusammenstoss zweier Schiffe im Ostchinesischen Meer haben Rettungskräfte am Montag 20 vermisste Seeleute gesucht. Der Frachter "Harvest" kollidierte nach Behördenangaben am Sonntag (8.4.) südlich von Shanghai mit dem chinesischen Schiff "Jinhaikun". Bei den Vermissten handele es sich um 19 Chinesen und einen Indonesier, die auf der «Harvest» arbeiteten, hiess es weiter. Der Frachter war nach Angaben der «Shipping Times» mit 5000 Tonnen Stahl beladen, als er auf dem Weg nach Vietnam sank.
Quelle: AP vom 09.04.2007

Containerschiff gegen Schleusentor

Roth, Mittelfranken, Bayern / DE, 09.04.07 - Ein mit 54 Container beladenes Gütermotorschiff wollte am Main-Donau-Kanal am 06.04.2007 gegen 10.30 Uhr, als zweite Einheit aus der Schleusenkammer der Schleuse Eckersmühlen in Bergfahrt ausfahren. Plötzlich stellte die Lichtzeichenanlage von Grün- auf Rotlicht. Das sofort eingeleitete Aufstoppmanöver reichte nicht mehr aus und das Frachtschiff havarierte am Obertor der Schleuse. Das Tor wurde auf die gesamte Länge eingedrückt und das Fahrzeug am Bugsteven leicht beschädigt. Der Gesamtschaden dürfte bei mindestens 15 000 Euro liegen. Wegen der erforderlichen sofortigen Reparaturen am Schleusentor war die Schifffahrt für knapp fünf Stunden gesperrt. Die Wasserschutzpolizei ermittelt in der Angelegenheit.
Quelle: Polizeipräsidium Mittelfranken vom 09.04.2007

Schiffskollision auf dem Mittellandkanal

Hörstel, Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen / DE, 08.04.07 - Erneutes Schiffsunglück in Deutschland: Nach dem Zusammenstoß zweier Binnenschiffe bleibt der Mittellandkanal im Einmündungsbereich zum Dortmund-Ems-Kanal über die Osterfeiertage gesperrt. Bei der Kollision sollen rund zehn Tonnen Diesel ausgelaufen sein. Verletzt wurde niemand. Um das Öl abzupumpen und eine Verschmutzung des Gewässers zu verhindern, bleibe die Wasserstraße gesperrt. Bei dem Zusammenstoß der Schiffe entstand ein Schaden von rund 20.000 Euro.
Auf dem Rhein bei Mainz ist der Verkehr inzwischen wieder freigegeben worden. Dort war gestern aus noch ungeklärter Ursache ein Arbeitsschiff gesunken. Dabei kam ein Mann ums Leben, ein weiterer wird noch vermisst.
Das Schiff liegt weiter auf Grund. Es soll nun mit Hilfe von Spezialkränen geborgen werden. Durch die Sperrung hatte sich auf dem Rhein ein Stau gebildet.
Quelle: AP vom 08.04.2007

Yacht im Solent evakuiert

Cowes, Isle of Wight, England, UK, 08.04.07 - Die Crew der Motoryacht wurde am Nachmittag des 7.4. im östlichen Solent von der Küstenwache gerettet. Die 36 Fuß lange Yacht hatte um 15.26 Uhr im Maschinenraum Feuer gemeldet. Sie hatte 6 Mann an Bord. Die Solent Coastguard entsandte das Gosport und das Hamble Rettungsboot. Die Yacht wurde evakuiert. dann nach Hillhead gebracht. Ein Feuerlöschteam aus Hamsphire wurde zur Yacht gebracht. Es wurde entschieden, die Yacht nach Cowes zu schleppen. Eskortiert vom Polizeiboot "Earl Mountbatten of Burma" wurde sie an den Stadtkai gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2007

Frachter vor Chios auf Grund gelaufen

Insel Chios / Griechenland - Der 6.4. war in jeder Hinsicht ein schlechter Tag für die Schifffahrt in der Ägäis: Auch der türkische Bulkcarrier "Tahir Kiran", 38000 tdw, lief am Morgen vor Chios auf Grund. Das 1987 erbaute Schiff kam aber binnen einer Stunde aus eigener Kraft frei. Die 23-köpfge Crew blieb unversehrt. Das Schiff war in Ballast unterwegs nach Istanbul und kam von Alexandria.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.04.2007

Schiffsunglück auf dem Rhein

Ginsheim-Gustavsburg, Hessen / DE, 07.04.07 - Bei einem Schiffsunfall auf dem Rhein bei Ginsheim-Gustavsburg ist am Samstag ein 77-jähriger Mann ums Leben gekommen. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, war ein fast fünfzehn Meter langes Arbeitsboot aus Friesenheim (Kreis Mainz-Bingen) aus bislang ungeklärter Ursache gekentert und gesunken. Dabei starb der Schiffsführer. Für die Dauer der Bergungsarbeiten sollte der Rhein mindestens bis zum Samstagabend komplett für die Schifffahrt gesperrt bleiben.
Unterdessen suchte die Polizei mit Tauchern, Hubschraubern und Rettungsbooten nach dem 66-jährigen Besitzer des Bootes, der ebenfalls an Bord gewesen sein soll. Darüber hinaus befanden sich offenbar keine weiteren Personen an Bord. Die Suche der Taucher gestaltete sich einem Polizeisprecher zufolge wegen der Strömung des Flusses als «äußerst schwierig». Weil das Boot mit dem Kiel nach oben seitlich im Wasser liege, könne niemand ins Innere gelangen.
Das Schiff liegt den Angaben zufolge in fünf Metern Tiefe auf dem Grund des Rheins und sollte noch am Samstag von einer Spezialfirma mit Booten und Kränen geborgen werden. Anschließend wollte die Wasserschutzpolizei den Rhein wieder für den Schiffsverkehr freigeben. Blieben die Bergungsversuche bis zum Abend ohne Erfolg, werde man den Fluss während der Nacht eingeschränkt für den Schiffsverkehr freigeben, sagte der Sprecher.
Der Führer eines vorbeifahrenden Fahrgastschiffes hatte die Polizei am Morgen gegen 8.30 Uhr von dem Unfall informiert. Nach bisherigen Erkenntnissen war kein zweites Schiff beteiligt. Das Boot hatte sich nach Polizeiangaben auf dem Weg zu einem Arbeitseinsatz befunden. Mit Schiffen dieser Größe können beispielsweise Sportboote geschleppt werden.
Quelle: ddp vom 07.04.2007

Frachter vor Japan gesunken

Tokio / Japan - Am Samstag (7.4.) ist vor der Küste Japans der japanische Frachter "Eifuku Maru No. 7" nach einer Kollision mit dem Frachter "Yin He No. 1" gesunken. Laut japanischen Medien wird ein Besatzungsmitglied des gesunkenen japanischen Schiffs vermisst. Bei dem anderen Schiff handele es sich um einen unter kambodschanischer Flagge fahrenden Frachter mit zehn chinesischen Seeleuten. Wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte, ist noch unklar.
Quelle: AP vom 07.04.2007

Kreuzfahrtschiff in der Ägäis gesunken

Athen / Griechenland, 06.04.2007 - Vor der griechischen Mittelmeerinsel Santorin ist ein Kreuzfahrtschiff havariert und gesunken. Etwa 1150 Passagiere und 390 Besatzungsmitglieder waren zuvor von der «Sea Diamond» evakuiert worden. Zwei französische Touristen galten am Freitag noch als vermisst. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass sie in ihrer Kabine ertrunken sind. Deutsche waren nicht an Bord.
Die «Sea Diamond» war am Donnerstag bei der Einfahrt in die Bucht von Santorin in der Ägäis auf einen Felsen aufgelaufen und in Seenot geraten. In das Schiff drang nach dem Unfall Wasser ein, und es neigte sich immer mehr zur Seite. Zunächst habe niemand realisiert, was eigentlich passiert sei, berichtete Tiffany Gittens, eine Touristin aus New York. «Wir saßen im Speiseraum, als das Schiff in Schieflage geriet.» Gläser seien durch die Luft geflogen, aber die meisten Menschen hätten Ruhe bewahrt. «Die Crew hat gute Arbeit geleistet, sie waren gut vorbereitet», lobte Gittens.
Nach dem Navigationsfehler, der zur Havarie auf dem in allen Seekarten eingezeichneten Felsen-Riff führte, gelang es dem Kapitän nach Einschätzung der Küstenwache, rechtzeitig Schotten zu schließen und damit einen sofortigen Untergang abzuwenden.
Die Evakuierung der «Sea Diamond» dauerte drei Stunden. An der Rettung der rund 1.195 Passagiere und 391 Besatzungsmitglieder beteiligten sich neben der Küstenwache und der Marine auch Fischerboote und Fähren. Die Menschen kletterten über Strickleitern in Rettungsboote oder überquerten schmale Landungsbrücken zu anderen Schiffen.
Zunächst hieß es, alle Passagiere und Besatzungsmitglieder seien gerettet worden, es habe keine Verletzten gegeben. Später bestätigten die Behörden, dass von einem 45-jährigen Franzosen und seiner 16-jährigen Tochter jede Spur fehle. Tourismusministerin Fanny Palli Petralia sagte, sie habe mit der Frau des Vermissten gesprochen. Diese habe erzählt, ihre Kabine sei mit Wasser vollgelaufen, sie habe sich nur mit Mühe retten können. «Sie war sich nicht sicher, ob ihr Mann und die Tochter es nach draußen geschafft haben, weil alles so schnell ging», sagte Petralia. Das zweite Kind der Familie sei an Deck gewesen und in Sicherheit gebracht worden.
Die «Sea Diamond» sank am Freitagmorgen kurz vor 07:00 Uhr (06:00 Uhr MESZ), 15 Stunden nachdem sie auf Grund gelaufen war. Die Stelle des Untergangs ist nach Angaben von Fischern zwischen 150 und 200 Meter tief. Beim Untergang konnten Augenzeugen ein unheimlich anmutendes, tiefes Dröhnen und Krachen hören. Bei den Passagieren des Kreuzfahrtschiffes handelte es sich überwiegend um Amerikaner. Deutsche waren nach Angaben des Auswärtigen Amts nicht an Bord.
Die 143 Meter «Sea Diamond» gehörte der zyprischen Reederei Louis Cruise Lines. Das Schiff, das überwiegend im östlichen Mittelmeer unterwegs war, wurde 1986 gebaut und 1999 komplett überholt.
Die "Sea Diamond" war am 29.10.1985 bei Valmet Helsingin Telakka-Vuosaari in Helsinki vom Stapel gelaufen. Sie wurde als "Birka Princess" am 22.4.1986 an die Birka Line Mariehamn abgeliefert und unternahm Kreuzfahrten von Stockholm nach Mariehamn. Im März 1999 wurde sie bei der Lloyd Werft Bremerhaven umgebaut und war dann 22712 BRZ groß. Sie vermochte 1537 Passagiere aufzunehmen. 2006 wurde sie nach Griechenland verkauft und umbenannt. Das Schiff verdrängte 1680 Tonnen, war 141,03 Meter lang und 25,15 Meter breit. Es wurde von vier 12-Zyl.-Dieseln von 17600 kW auf 18 Knoten gebracht. Ursprünglich hatte es eine Transportkapazität von 80 Pkw.
Quelle: AP und Tim Schwabedissen vom 06.04.2007

Autotransporter verholt zur Bremerhavener Lloyd Werft

Bremerhaven-Überseehafen, Bremen / DE, 06.04.07 - Heute Nachmittag (6.4.) verholte der 176 Meter lange und 31 Meter breite Autotransporter "Coral Leader" zur Reparatur in die Lloyd Werft. Der Autotransporter "Coral Leader" war am 3.4. in Bremerhaven von einer Windböe gegen eine Pier gedrückt und dabei stark beschädigt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde die Außenhaut des erst sechs Monate alten Schiffes auf einer Länge von zehn Metern eingedrückt und zum Teil aufgerissen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.04.2007

"Excelsior" geht in Speyer auf Slip

Speyer, Rheinland-Pfalz / DE, 06.04.07 - Der Frachter "Excelsior" soll am 10.4. in Speyer aufgeslippt werden. Er werde erst noch im Wasser vor allem auf Schäden an der Antriebsanlage begutachtet, sagte Betriebsleiter Trauth von der Speyerer Schiffswerft Braun. Anschließend werde das Schiff auf zwölf so genannten Hellingwagen mit synchron laufenden Winden auf einer schrägen Ebene an Land gezogen und weiter untersucht. Dabei seien unter anderem auch ein Havariekommissar und ein Experte der Staatsanwaltschaft zugegen. Noch ist unklar, wie lange der Unglücksfrachter in Speyer bleibt. "Wir wissen noch gar nicht, ob überhaupt was kaputt ist." Möglicherweise könne der Frachter schon nach ein paar Stunden wieder die größte Werft am Oberrhein verlassen - oder bei einem größeren Schaden erst nach einer Reihe von Tagen. An dem Schiff war zwar kürzlich ein Riss als möglicher Unfallursache festgestellt worden. Entstanden war dieser Schaden allerdings wohl schon im September 2006. Bei der Havarie des Frachters "Excelsior" bei Köln waren vor elf Tagen 32 Container über Bord gegangen.
Die "Excelsior" war unterdessen in den Mannheimer Hafen zurückgekehrt. Am 5.4. wurde das Schiff dort entladen. Schiffs- und Versicherungsexperten nahmen vor Ort den Frachter und seine Ladung unter die Lupe. Auch ein Experte der Wasserschutzpolizei Duisburg war in Mannheim vor Ort gewesen, um das Nachwiegen der Container im Zuge der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu überwachen. Die in Köln geborgenen Container wurden ebenfalls nachgewogen. Die Ergebnisse werden anschließend von einem Gutachter für Stabilität bewertet. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Duisburg waren eine instabile Beladung und möglicherweise auch zu schwere Container der Grund für die Havarie. Am 5.4. wurde der am Vortag geortete drittletzten Behälter geborgen. Er war stark beschädigt und leer.
Die Suche nach den 2 noch im Rhein vermissten Containern geht auch am Osterwochenende weiter. Zudem bleiben die Bergungsmannschaften an den Feiertagen in Rufbereitschaft. Am 7.4. sollen die Sucharbeiten fortgesetzt werden. Bei der Suche zwischen Köln-Zündorf und Leverkusen soll aber nur noch ein Peilschiff eingesetzt werden. An den beiden weiteren Osterfeiertagen soll die Suche ausgesetzt und erst am 10.4. wieder aufgenommen werden, falls bis dahin weiterhin Container vermisst werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.04.2007

Barge rammte Brücke und verschwand

Clarksville, Tennessee / USA, 6.04.07 - Am 30.3 wurde die Coast Guard Marine Safety Unit Paducah gegen 11:30 Uhr unterrichtet, dass die R. J. Corman Railroad Brücke bei Meile 126.5 auf dem Cumberland River offenbar durch eine Barge beschädigt worden war. Der Verursacher konnte jetzt ermittelt werden. Die Betreiber der "Samuel J." gaben zu, dass eine ihrer Bargen, die sie schleppten, die Brücke beim Transit am 29. März gerammt habe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.04.2007

Rettungseinsatz für Trawler vor Belgien

Oostende, Provinz Westflandern / Belgien - Ein Maschinenblackout führte am Abend des 4.4. zu einem Rettungseinsatz vor Oostende. Dem Trawler "CC 686897 Aravis" kamen die "Zeearend" , das "Redeboot 8" und "Redeboot 4" die Schlepper "Brandaris" von Shipsupport und die "Ensor" von URS zu Hilfe. Die "Ensor" und die "Brandaris" schleppten den Havaristen gegen Mitternacht in den Fischereihafen ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.04.2007

Kreuzfahrtschiff vor der griechischen Insel Santorin gestrandet

Athen / Griechenland, 05.04.2007 - Das Kreuzfahrtschiff "Sea Diamond", 22400 BRZ, ist mit mehr als 1400 Menschen an Bord vor der griechischen Insel Santorin auf einen Felsen gelaufen. Das Schiff entwickelte 20 Grad Steuerbordschlagseite und drohte zu kentern. Die vorwiegend deutschen und amerikanischen Passagiere wurden mit Rettungsbooten und fünf Marine-Hubschraubern evakuiert. "Das Schiff weist Schlagseite auf. Die Besatzung lässt die Rettungsboote zu Wasser. Ich sehe viele Fischer mit ihren Booten sowie Schiffe der Küstenwache rund um das Schiff, die die Leute rausholen", sagte ein Augenzeuge.
Die Küstenwache geht davon aus, dass die "Sea Diamond" auf einen Felsen aufgelaufen ist. Die Maschinen des Schiffes liefen noch. Der Kapitän versuchte, flaches Wasser zu erreichen, um einen Untergang des Schiffes abzuwenden. Am Abend wies die "Sea Diamond" etwa 12 Grad Schlagseite auf und hatte den Hafen der Insel vor dem Hauptort Fira mit dem Bug tief im Wasser erreicht. Das Unglück ereignete sich etwa eine halbe Seemeile vor dem Hafen von Santorini ereignet.
Wie die griechische Tourismusministerin Fani Petralia am Abend mitteilte, sind alle Reisenden unverletzt von der "Sea Diamond" gerettet worden. An Bord waren laut Reederei 1.170 Passagiere und 117 Besatzungsmitglieder."Wir wollten alle Menschen und zuerst die Touristen vom Schiff holen. Das war unsere Priorität", sagte der griechische Handelsschifffahrtsminister Manolis Kefalogiannis.
Wie der Sprecher der zyprischen Reederei "Louis Hellenic Cruises", Giorgos Stathopoulos, im Fernsehen berichtete, war das Schiff "bei der Einfahrt in die Bucht von Santorin auf einen Felsen aufgelaufen". Dies bestätigten auch Passagiere: "Wir waren fast alle auf Deck, um die Einfahrt zu fotografieren. Dann hörten wir einen Krach und das Schiff bekam Schlagseite", sagte eine Reiseleiterin am Telefon. "Es herrschte eine gewisse Panik. Die Besatzung aber behielt die Nerven und sofort waren mehrere Boote zu unserer Rettung vor Ort. Wir hatten Riesenglück!", meinte eine junge Reisende aus den USA im Fernsehen. Beide waren zuvor von einem Ausflugsboot in Sicherheit gebracht worden. Das Schiff befand sich auf einer 5-tägigen Ägäiskreuzfahrt und sollte am Morgen des 6.4. nach Piräus zurückkehren.
Bei der "Sea Diamond" handelt es sich um die 1986 in Finnland erbaute einstige "Birka Princess". Sie ist 143 Meter lang, 25 Meter breit und hat 6 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2007

Ein Toter bei Sicherheitsübung auf Kreuzfahrtschiff "Astoria"

Korfu / Griechenland, 05.04.2007 - Während einer Sicherheitsübung der Besatzung auf dem Kreuzfahrtschiff "Astoria", 18591 BRZ, ist es am Morgen des 5.4. zu einem Unfall im Hafen Kerkyra / Korfu gekommen. Ein Rettungsboot hat sich beim Abfieren ins Wasser aus einer Halterung gelöst. Dabei ist ein Besatzungsmitglied tödlich verunglückt, vier Besatzungsmitglieder wurden leicht verletzt.
Der Unfall ereignete sich im Rahmen einer regelmäßigen Sicherheitsübung, bei der die Rettung von Passagieren und Besatzung simuliert wird. Diese Übung findet gemäß der internationalen Vorschriften SOLAS (International Convention for the Safety of Life at Sea) wöchentlich statt. Hierfür werden unter anderem Rettungsboote zu Wasser gelassen, die gemäß dieser Vorschriften mit speziell geschulten Mitgliedern der Schiffsbesatzung besetzt sind. Als Folge des Unfalls hat der weltweit tätige Germanische Lloyd die "Astoria" in Korfu am 5.4. geprüft und einer Weiterfahrt zugestimmt, da die »Astoria« trotz des Vorfalls allen erforderlichen Sicherheitskriterien entspricht.
Die "Astoria" von Transocean Tours wurde 1981 von HDW Kiel erbaut und läuft unter Bahamas-Flagge. Sie ist 164 Meter lang und 22 Meter breit. Sie kann 500 Passagiere aufnehmen und hat 220 Besatzungsmitglieder.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2007

"Samson" hebt Ponton im Kieler Marinehafen

Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 05.04.07 - Der dänische Schwimmkran "Samson" ist im Kieler Tirpitzhafen derzeit damit beschäftigt, einen im Februar am Kai gesunkenen Ponton zu heben. Er gehörte früher zu einer Schwimmbrücke, an der Marineeinheiten festgemacht wurden, und wurde zuletzt als Arbeitsplattform eingesetzt. Als er sank, waren an Deck Spundwandbohlen gelagert, die zwischenzeitlich bereits geborgen wurden. Ein Auftrag bei der Lindenau-Werft war nun günstig, um den Kran in der "Nachbarschaft" ebenfalls einzusetzen. Bei der Bergung assistiert die Schleppfirma Otto Wulf, von Land aus ist zudem ein Mobilkran im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2007

Weiterer Container im Rhein geortet

Köln, Nordrhein-Westfalen / DE, 05.04.07 - Ein Peilschiff hatte am Vormittag des 4.4. im Rhein einen der drei noch nicht geborgenen Container des Frachters "Excelsior" geortet. Der Behälter liegt etwa fünf Meter von der Kaimauer des Rheinauhafens entfernt. Vom Taucherglockenschiff "Carl Straat" aus befestigten die Bergungsmannschaften Haken an dem Container und sicherten diesen mit Ketten am Ufer, so dass die starke Strömung den Behälter über Nacht nicht wieder mit sich reißen konnte. Heute sollte er mit einem Hebebock aus dem Wasser gezogen werden. Die Mannschaft des Kranschiffes war noch in Wiesbaden, deshalb konnte die Bergung jetzt erst beginnen. Von den übrigen noch fehlenden Containern fehlt weiterhin jede Spur. Immer wieder gibt es bei den Peilfahrten Verdachtsmomente, ohne bislang Erfolg zu zeitigen.
Der Frachter "Excelsior" hat auf seinem Weg zur Braun-Werft in Speyer zunächst im Mannheimer Hafen festgemacht. Am Morgen des 5.4. wurde das Schiff entladen. Schiffs- und Versicherungsexperten begutachteten vor Ort den Frachter und seine Ladung. Die "Excelsior" hatte noch 71 Container an Bord, darunter einen Gefahrgut-Behälter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2007

Notankerung in der Straße von Dover

Dover, England / UK, 05.04.07 - Am Nachmittag des 4.4. kam die Dover Coastguard dem Containerfrachter "MSC Tampa" zu Hilfe, der in der Straße von Dover Maschinenschaden erlitten hatte. Das Schiff musste in der belebten Schiffahrtsstraße nach dem Verlust des Antriebs notankern. Der Notfallschlepper "Anglian Monarch" wurde gerufen, um das Schiff auf den Haken zu nehmen und zu einem sicheren Ankerplatz 2 Meilen südlich von Folkestone zu verbringen. Er war binnen 15 Minuten vor Ort. Vor Folkestone soll die Maschine repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2007

Kesselschaden zwang Containerfrachter zur Umkehr

Durban / Südafrika, 05.04.07 - Der japanische Containerfrachter "Iwashiro", 18619 BRZ, der NYK Line musste eine Woche nach dem Auslaufen in den Hafen von Durban zurückkehren, nachdem vor Madagaskar im Kesselraum technische Probleme auftauchten. Der 185 Meter lange, 1995 erbaute Frachter verkehrt zwischen Fernost und Südafrika und war vor Singapur unterwegs, als die Probleme auftauchten. Das 22000 Tonnen verdrängende Schiff wird am 8.4. vor Durban erwartet. Hier muss die Containerladung gelöscht werden. Da aber die Kapazitäten am Durban Container Terminal (DCT) ausgebucht sind, muss es hier aber 4 weitere Tage warten, ehe die rund 700 Container abgeladen und das Schiff zum Reparaturkai gehen kann. Messrs Dormac erhielt den Auftrag zur Reparatur. Die gelöschten Container sollen mit einem anderen Schiff weiter transportiert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2007

Yacht vor Curaçao gestrandet

Willemstad, Curaçao / Niederländischen Antillen, 03.04.07 - Am Morgen des 1.4. lief um 5.15 Uhr vor Curaçao die französische Yacht "Tchao" auf Grund. Das Schiff kam an der Nordküste von Klein Curaçao fest. Boote von Küstenwache und Rettungsdienst Citro liefen zur Unglücksstelle. Citro setzte die "Cornelis Zwaan" und die "Antje" in Marsch. An Bord der "Tchao" waren vier Personen. Abschleppversuche waren wegen eines gravierenden Kielschadens der in der Brandung sitzenden Yacht aussichtslos, deswegen wurde das Boot aufgegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.04.2007

Windböe drückt Schiff gegen Kaje

Bremerhaven-Überseehafen, Bremen / DE, 04.04.07 - Am 3.4. kollidierte das unter der Flagge der Bahamas fahrende MS "Coral Leader" bei der Passage der Drehbrücke in Bremerhaven mit der südwestlichen Ecke der Einfahrt. Dabei wurde am erst sechs Monate alten Schiff erheblicher Sachschaden verursacht. Auf einer Länge von ca. 10 Metern wurde die Außenhaut des Schiffes oberhalb der Wasserlinie stark verformt. Teilweise wurde die Außenhaut aufgerissen, im Schiffsinneren brachen einige Spannten. An der Pier wurde die Rollschicht aus Beton beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden. Nach Angaben der Schiffsführung wurde das 176 Meter lange Schiff trotz des Einsatzes zweier Hafenschlepper durch eine plötzliche Windböe gegen die Pier gedrückt. Aufgrund der Schäden wurde gegen das Schiff ein Auslaufverbot verhängt. Über die Schadenshöhe kann noch keine Aussage getroffen werden. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei der Polizei Bremen dauern an..
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 04.04.2007

Die deutsche Yacht " Germany 1" musste vor Valencia aufgeben

Valencia / Spanien, 04.04.07 - Eine leichte Kollision mit einer anderen Yacht hat die dritte Wettfahrt bei der letzten Vorregatta zum America's Cup für Team Germany vorzeitig beendet. Nachdem die "Germany 1" und die italienische "+39" mit den Mastspitzen zusammengestoßen waren, musste die Crew von Skipper Jesper Bank am Mittwoch vor Valencia aufgeben. Eine knappe halbe Stunde nach dem Start kam es zu der Kollision, bei der der italienische Mast brach und beim Herunterfallen auch Teile des deutschen Riggs beschädigte. Der Schweizer Cup-Verteidiger Alinghi beendete die Wettfahrt als Sieger. Die "Germany 1" kann voraussichtlich am (morgigen) Donnerstag wieder an den Start gehen.
Quelle: dpa vom 04.04.2007

Drittletzter Container gefunden

Köln, Nordrhein-Westfalen / DE, 04.04.07 - Zehn Tage nach der Havarie der "Excelsior" auf dem Rhein bei Köln hat ein Peilschiff am 4.4. einen von drei noch vermissten Containern im Rhein aufgespürt. Der Container wurde am linken Rheinufer auf der Höhe von Köln-Rheinauhafen gefunden. Ein Taucherglockenschiff begann mit der Sicherung des Containers, wodurch der Schiffsverkehr nicht beeinträchtigt wurde. Der Frachter "Excelsior" hatte bei der Havarie insgesamt 32 Container verloren. Zwei davon werden nun noch vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2007

Fähre läuft in Island auf Grund

Seydisfjördur / Island, 04.04.07 - Neuerliches Pech der pannengeplagten Fähre: Beim Auslaufen aus dem Hafen von Seydisfjördur in Island ist die Auto- und Passagierfähre "Norröna" der Smyril Line am Abend des 3.4. wegen starken Windes abgetrieben worden und auf Grund gelaufen. Sie konnte sich jedoch selbst wieder befreien. Über Schäden am Schiff ist noch nichts bekannt. Isländische Taucher sind angefordert, um das Unterwasserschiff zu inspizieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2007

Barge auf Kieler Förde gestrandet

Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 04.04.07 - Am 03.April gegen 17.00 Uhr, havarierte der unter Panama-Flagge laufende Schlepper "Vornaes", 515 BRZ, mit der Barge "Iholm II", 5071 BRZ, auf der Holtenauer Reede. Bei einem Maschinenmanöver geriet dem Schlepper die Schlepptrosse in die Schraube, so dass sie riss. Bei norddöstlichem Wind vertrieb die Barge in Richtung Marinefliegergeschwader 5 und lief an der dortigen Böschung auf Grund. Die Barge konnte mit zwei anderen Schleppern freigeschleppt und zur Scheermole verholt werden. Der manövrierunfähige Schlepper "Vornaes" wurde ebenfalls dorthin geschleppt. Dort sollten die Fahrzeuge von Tauchern untersucht werden. Für den Schleppverband wurde ein Auslaufverbot erteilt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern noch an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2007

"Danica Hav" nach Bergung im Hafen von Flensburg untersucht

Flensburg, Schleswig-Holstein / DE, 04.04.07 - Die vor Flensburg-Holnis gestrandete "Danica Hav" wurde am Nachmittag des 3.4. mithilfe der 4000 Ps der Kieler SFK-Schlepper "Kitzeberg" und "Falckenstein" freigeschleppt. Nördliche Winde hatten das Wasser in der Flensburger Förde höher auflaufen lassen. Binnen 10 Minuten gelang es im ersten Anlauf, das Schiff übers Heck zurück ins Fahrwasser zu ziehen. Danach lief das in Nassau beheimatete Schiff aus eigener Kraft Flensburg zur Taucheruntersuchung des Schiffsbodens an. Diese wird Erkenntnisse bringen, ob das Schiff die Strandung auf Sandboden überstanden hat oder repariert werden muss. Die Anschlussfracht in Schweden ist in jedem Fall verloren. Beim Einlaufen wurde die "Danica Hav" vorsorglich vom Gewässerschutzschiff "Scharhörn" begleitet. Die beiden Schlepper kehrten nach der erfolgreichen Bergung in den Heimathafen zurück. Unklar ist bislang die Identität des Schiffes, dem angeblich der russiche Kapitän ausweichen musste und sein Schiff dann jenseits der Schwiegermuttertonne auf Grund setzte.
Bereits am 22.5.2003 war das Schiff in deutschen Gewässern aufgefallen: Mit 2,9 Promille Alkohol im Blut war der Kapitän der "Danica Hav" von der Wasserschutzpolizei auf der Elbe erwischt worden. Der Russe war aufgefallen, als sein Schiff trotz mehrfacher Aufforderung nicht auf der richtigen Fahrwasserseite fuhr. Die Beamten verfolgten das aus England kommende Schiff und gingen an Bord. Ein Lotse steuerte das Schiff sicher nach Cuxhaven. Dort musste es liegen blieben, bis der Kapitän wieder nüchtern war .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2007

Küstenwache half leckem Kutter

Brunswick, Georgia / USA, 04.04.07 - Am Nachmittag des 3.4. erlitt der 78 Fuß lange Kutter "Fran and Lloyd" im St. Andrew Sound nahe Brunswick gegen 14.50 Uhr Wassereinbruch. Das in Brunswick beheimatete Schiff meldete der Küstenwache 3-4 Fuß Wasser im Maschinenraum und bat um Hilfe. Coast Guard-Mannschaften der Air Station Savannah und der Station Brunswick kamen den beiden Fischern zu Hilfe. Der Helikopter aus Savannah war als erstes vor Ort und fierte eine Lenzpumpe ab. Wenig später war die Bootscrew aus Brunswick eingetroffen und eskortierte den Havaristen sicher zur Brunswick Landing Marina. Nachdem das Schiff sicher vertäut war, stellte sich heraus, das der Wassereinbruch von einer defekten Frischwasserpumpe verursacht worden war .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2007

Vier Verletzte bei Explosion auf Bulkcarrier

Newcastle, New South Wales / Australien, 04.04.07 - Am 2.4. kam es auf dem unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Shirane", 77700 tdw, zu einer Explosion. Das 2000 erbaute, mit Kohle beladene Schiff der NYK-Line befand sich vor der Küste von Newcastle, New South Wales, als um 12.30 Uhr australischer Zeit ein Kessel explodierte und vier philippinische Besatzungsmitglieder verletzte. Drei der Männer erlitten schwere Verbrennungen an Armen und Gesichtern. Hubschrauber flogen zu dem 10 Kilometer vor Nobby`s Head vermoorten Schiff und brachten die Verletzten in Krankenhäuser. Das Australian Transport Safety Bureau (ATSB) leitete eine Untersuchung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2007

Lob für Crew der "Tireless"

Devonport, Plymouth, England / UK, 03.04.07 - Der Unfall auf dem U-Boot "Tireless" am 21. März, der 2 Seeleute tötete, war bisher einmalig in der Royal Navy. Das Schiff, das nur geringfügige Schäden erlitt, wird derzeit repariert. Es war auf einer gemeinsamen Operation mit der US-Marine nahe Alaska, als eine Sauerstoffkerzein einer Abteilung oberhalb der Schlafquartiere explodierte.
Ein leicht verletzter Mann löschte direkt nach dem Unglück mehrere Brände in der Abteilung. Es war ihm gelungen, trotz erlittener Verbrennungen eine Atemmaske anzuziehen und in kompletter Dunkelheit und bei Null Sicht in dem verrauchten Raum die kleinen Feuer zu löschen und den Feuerlöschmannschaften und medizinischen Einsatzkräften Einlass zu verschaffen. Danach wurde er in ein Militärhospital in Alaska geflogen und nach seiner Entlassung nach England zurückgeflogen.
Die Sauerstoffkerze war im Jahr 2001 auf HMS "Tireless" eingebaut worden. Sie gehört nicht zur Hauptsauerstoffversorgung und befindet sich in der vorderen Fluchtabteilung. Dies ist ein stiller Schiffsteil, in dem sich Besatzungsangehörige ausruhen können, wenn sie wachfrei haben. Vorsorglich wurde seine Nutzung nach dem Unglück auf anderen U-Booten untersagt, bis Sicherheitsuntersuchungen abgeschlossen sind. Nach der Explosion war es der professionell agierenden Crew trotz des Rauches binnen Minuten gelungen, die Situation unter Kontrolle zu bringen und binnen einer Stunde sicher aufzutauchen.
Jetzt wurden die Boote der Trafalgar-Klasse als sichere Schiffe bezeichnet, deren Design und Konstruktion sowie Allgemeinzustand es ermöglicht, auch einen solchen Zwischenfall ohne ernsthaften Schaden zu überstehen. Nach der Explosion absolvierte die "Tireless" noch einen Unterwassermarsch von 6 Tagen unter dem Eis.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2007

"Excelsior" wird in Speyer repariert

Köln, Nordrhein-Westfalen / DE, 03.04.07 - Mehr als eine Woche nach der Havarie des Frachtschiffes «Excelsior», 2878 BRZ, bei Köln fehlt weiter jede Spur von drei Containern. Die Suche wurde am Abend des 3.4. unterbrochen worden und sollte am Morgen des 4.4. fortgesetzt werden. Es gibt auch weiter keine Anhaltspunkte, wo die vermissten drei Container liegen. Die Suche soll auf jeden Fall bis zum 6.4. andauern.
Die «Excelsior» hat inzwischen Köln verlassen und machte sich auf dem Weg nach Mannheim. Dort werden die noch verbliebenen, inzwischen sicher verlaschten 71 Container, darunter einer mit Gefahrgut, gelöscht. Anschließend geht das Schiff zur Josef-Braun-Werft nach Speyer zur Reparatur. Die "Excelsior" war 1987 als "Jean Bossler" bei Ebert und Söhne in Neckarsteinach erbaut worden und lief als solche bis 1994, dann 1994 als holländische "Berdina", ehe sie den heutigen Namen erhielt. Sie ist 105,1 Meter lang, 11,4 Meter breit und hat 3,48 Meter Tiefgang.
Die "Excelsior" war nach Erkenntnissen der Ermittler seit dem Auslaufen aus Mannheim instabil beladen und hatte möglicherweise auch zu schwere Container an Bord. Das Schiff hatte einen Teil seiner Fracht an einem Terminal im Mannheimer Rheinhafen geladen, das bestätigte am 2.4. die Mannheimer Hafengesellschaft (HGM). Über den Beladevorgang selbst könne man nichts sagen, so der Hafendirektor , das sei Sache zwischen dem privaten Terminalbetreiber und den Schiffsführern.
Die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Wasserschutzpolizei sehen die Instabilität "im Wesentlichen" als Ursache für die Havarie auf dem Rhein vor acht Tagen, hieß es am 2.4. in einer gemeinsamen Erklärung in Duisburg. Zudem werde geprüft, ob die Instabilität des Schiffs noch durch eine Überladung verschärft worden sei. Einiges spreche dafür, dass die Container zum Teil deutlich schwerer gewesen seien als in den Ladelisten ausgewiesen. Ermittelt werde gegen zwei Schiffsführer unter anderem wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs, des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen und Gütern sowie der Gewässerverunreinigung. Alle Container werden jetzt noch einmal gewogen. Die gesamte Ladung des Schiffes ist dazu sichergestellt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2007

Feuer auf Wrack der "Rokia Delmas"

La Rochelle, Poitou-Charentes / Frankreich, 02.04.07 - Am 2.4. kam es zu einem Brand an Bord der vor Frankreich gestrandeten "Rokia Delmas". Das Feuer entstand auf Deck 4 und erfasste Deck 3. Der Schlepper "Abeille Languedoc" wurde zum Schiff beordert. Am Nachmittag wurde das Feuer unter Mithilfe der "Bison" unter Kontrolle gebracht. Die Arbeiten am Schiff wurden um rund 48 Stunden in Verzug gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2007

Tanker vor Salvador geborgen

Salvador / Brasilien, 30.03.07 - Der unter Panama-Flagge laufende Produktentanker "Cabo Pilar" wurde am 28.3. von einer Sandbank in der Mündung der All Saints Bay (Todos os Santos Bay) nahe Salvador freigeschleppt. Das Schiff musste auf Order des Hafenkapitäns auf Tiefwasser verbleiben, bis eine Inspektion abgeschlossen war. Der Kapitän des Tankers gab an, es sei kein Schaden entstanden. Die "Cabo Polar" hatte den von Patronats betriebenen Madre de Deus Terminal am Abend des 25.3. mit Kurs Bahamas verlassen, war aber kurz vor Mitternacht gestrandet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.04.2007

Frachter vor Flensburg freigeschleppt

Flensburg, Schleswig-Holstein / DE - Die vor Flensburg gestrandete "Danica Ha" wurde am Nachmittag des 3.4. von den Kieler SFK-Schleppern "Kitzeberg" und "Frankenstein" freigeschleppt. Danach lief das unter Nationalflagge laufende Schiff aus eigener Kraft Flensburg zur Untersuchung des Schiffsbodens an. Die beiden Schlepper kehrten nach der erfolgreichen Bergung in den Heimathafen Kiel zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.04.2007

"Excelsior" wird zur Untersuchung in Mannheim erwartet

Mannheim, Baden-Württemberg / DE, 03.04.07 - Der Frachter "Excelsior" war nach Erkenntnissen der Ermittler seit seinem Auslaufen aus Mannheim instabil beladen und hatte möglicherweise auch zu schwere Container an Bord. Das Schiff hatte einen Teil seiner Fracht an einem Terminal im Mannheimer Rheinhafen geladen, das bestätigte am 2.4. die Mannheimer Hafengesellschaft (HGM). Über den Beladevorgang selbst könne man nichts sagen, so der Hafendirektor , das sei Sache zwischen dem privaten Terminalbetreiber und den Schiffsführern. Derzeit erwartet man im Mannheimer Hafen die Rückkehr des Frachters, möglicherweise läuft die "Excelsior" noch am 3.4. ein.
Die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Wasserschutzpolizei sehen die Instabilität "im Wesentlichen" als Ursache für die Havarie auf dem Rhein vor acht Tagen, hieß es am 2.4. in einer gemeinsamen Erklärung in Duisburg. Zudem werde geprüft, ob die Instabilität des Schiffs noch durch eine Überladung verschärft worden sei. Einiges spreche dafür, dass die Container zum Teil deutlich schwerer gewesen seien als in den Ladelisten ausgewiesen. Ermittelt werde gegen zwei Schiffsführer unter anderem wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs, des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen und Gütern sowie der Gewässerverunreinigung. Alle Container werden jetzt noch einmal gewogen. Die gesamte Ladung des Schiffes ist dazu sichergestellt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.04.2007

Fast Halbzeit an der "MSC Napoli"

Devon Coast, England / UK, 03.04.07 - Ungefähr Halbzeit ist der Stand bei den Löscharbeiten an der "MSC Napoli". 43 Prozent der 2318 Container wurden inzwischen gelöscht. 853 Container wurden vom Oberdeck abgeborgen, 343 Container bislang aus den tiefer gelegenen Decks. 88 Container wurden aus der Se geborgen. 26 Boxen sind gesunken, einige davon wurden entdeckt, andere nicht. Die Suche dauert mit Sonar an. Der Inhalt aller gesunkenen Container ist bekannt. 998 Container sind noch unter Deck des Wracks gestaut. Die Kranbarge "Big Foto" muss nun umgerüstet werden, um schwerere Container heben zu können und eine größere Auslage zu erhalten. Viele Container sind durch eingedrungenes Wasser schwerer. Bis zum Abschluss der Umrüstungsarbeiten sind die Arbeiten am Wrack unterbrochen. Die gereinigten Container werden nach der Bergung von der "MSC Grade" vom Hafen Portland nach le Harre transportiert. Der Zustand der "MSC Napoli" blieb zuletzt unverändert. Das Skimmen von Öl aus Maschinenraum und Laderaum 6 dauert an. Kontinuierlich werden Wasserproben in den gefluteten Laderäumen gezogen und untersucht. Eine Ausschreibung zur Wrackräumung endet am 4.4. An den umliegenden Stränden wurden nur geringe Mengen Trümmer angetrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.04.2007

Fähre gestrandet - Passaigiere kletterten an Land

Port Richard, Washington / USA, 03.04.07 - Am 2.4. lief um 16.41 Uhr die Fähre "Carlos II", die Fußgänger zwischen Bremerton und Port Richard befördert, in Port Richard, Washington, auf Grund. Das Schiff kam 50 Fuß vor dem Kitts Passenger Fernruf Terminal in Port Richard fest. Die Küstenwache entsandte 4 schnelle 25-Fuß-Boote, ein 41-Fuß-Boot sowie einen HH-65 Dolphin Helikopter. Einige Menschen waren von Bord der Fähre über Felsen ans Ufer geklettert. Das Schwesterschiff "Admiral Peter" brachte rund 70 Personen an Land. Die anderen verblieben an Bord, bis der Havarist aus eigener Kraft wieder freikam und um 17.12 Uhr am Kitts Terminal festmachte. Ein Fahrgast wurde mit leichten Verletzungen behandelt. Die Küstenwache Seattle inspizierte das Schiff.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.04.2007

Öl der "Solar I" geborgen

Insel Guimaras / Philippinen, 02.04.07 - Die Arbeit an den letzten beiden Tanks des vor Guimaras 2006 gesunkenen Tankers "Solar I" ist kurz vor dem Abschluß. Rund 5000 Liter Bunkeröl wurden von der "Allied Schild" von Sonsub Singapur geborgen. Der Tanker hatte 2,1 Millionen Liter geladen, als er am 11.8. unterging. 8 der 10 Tanks wurden im Rahmen der Aktion geöffnet. Da jeder Tank noch 210 Liter Kapazität hat, könnten ca. 400 Liter noch im Wrack sein, eine Menge, die keine Umweltgefährdung darstellt. Die Aktion in Barcelona war am 10.3. angelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.04.2007

Motoryacht kam auf Schelde fest

Hansweert, Zeeland, Niederlande, 31.03.07 - Im Außenhafen von Hansweert lief am 31.3. gegen 5 Uhr eine Motoryacht auf den westlichen Hafendamm. Auf der Schelde herrschte zu der Zeit dichter Nebel, der Ursache der Havarie gewesen sein dürfte. Der Schlepper "Delta" von I. Poldeman Berging lief zur Strandungsstelle und machte das bei Ebbe trockengefallene Schiff mit steigendem Wasser wieder flott. Nach einer Inspektion konnte es seine Fahrt fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.04.2007

Trawler an der südlichen Kap-Küste von Südafrika gestrandet

Stilbaai, Western Cape, Südafrka, 30.03.07 - Am 30.3. lief der Trawler "Mary Jo" am Strand von Stilbaai an der südlichen Kap-Küste vor Südafrika auf Grund. Ein anderer Trawler sollte versuchen, den Havaristen mit Hochwasser herumzuschwingen und wieder flottzumachen. Ursache der Strandung des Schiffes aus Mossel Bay war ein Maschinenausfall. Freiwillige des NSRI, Metro Ambulance und Rettungsdienste bargen die sechsköpfige Crew. Der Kapitän wurde leicht verletzt. Die "Mary Jo" erlitt geringe Schäden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.04.2007

Erste Ermittlungsergebnisse zu den Ursachen der Havarie der "Excelsior"

Köln, Nordrhein-Westfalen / DE, 02.04.07 - Nach den bisher durchgeführten Ermittlungen sehen die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Wasserschutzpolizei die Unfallursache im Wesentlichen darin, dass das Containerschiff seit Mannheim instabil beladen war. Die Container werden daher gewogen und die festgestellten Gewichte mit den Ladelisten und den Zollpapieren abgeglichen, um zu klären, ob das Problem der Instabilität noch durch eine Überladung verschärft wurde. Zu diesem Zweck wurde die komplette Ladung des Schiffes durch die Staatsanwaltschaft sichergestellt. Nach den am vergangenen Samstag durchgeführten ersten Verwiegungen spricht Einiges dafür, dass die Container z.T. deutlich schwerer waren als in den Ladelisten ausgewiesen.
Inwieweit der im Vorschiff festgestellte Riss, der nach den aktuellen Erkenntnissen bereits im September 2006 aufgetreten und durch den am Tag der Havarie Wasser in das Vorschiff gelangt ist, bedarf weiterer Abklärung durch den eingeschalteten Sachverständigen. Das Ermittlungsverfahren richtet sich seit den am Samstag durch die Staatsanwaltschaft und die Wasserschutzpolizei Köln durchgeführten Vernehmungen nicht mehr nur gegen den ersten Schiffsführer der "MS Excelsior", einen 64jährigen Deutschen als Hauptverantwortlichen, sondern auch gegen einen 48 Jahre alten Tschechen, der als zweiter Schiffsführer an Bord war. Ermittelt wird u.a. wegen des Vorwurfs der Gefährdung des Schiffsverkehrs, des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen und Gütern und der Gewässerverunreinigung. Außer dem zweiten Schiffsführer wurden auch die beiden weiteren Besatzungsmitglieder zeugenschaftlich vernommen, ein 27jähriger Deutscher und ein 34jähriger Tscheche. Auch im Übrigen dauern die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei und der Staatsanwaltschaft an.
Die gute Nachricht aus Sicht der Umwelt besteht darin, dass sich die Befürchtung, es seien bis zu 15 Tonnen eines ätzenden Vorgerbstoffes in den Rhein gelangt, nicht bestätigt hat. Trotz der erheblichen Beschädigungen an dem Gefahrstoffcontainer sind nur relativ geringe Mengen umweltgefährdender Stoffe in den Rhein gelangt. Das Landesumweltamt hat während der vergangenen Woche Messungen durchgeführt und keine schädlichen Auswirkungen festgestellt.
Quelle: WSP NRW vom 02.04.2007

Warten auf mehr Wasser in der Flensburger Förde

Flensburg, Schleswig-Holstein / DE - Der niedrige Wasserstand in der Flensburger Förde wird Bergungsversuche an dem 82 Meter langen Frachter "Danica Hav" nicht vor dem 3. April ermöglichen. Das Schiff mit einem Tiefgang von 2,8 Metern war am Abend des 31.1. außerhalb des Fahrwassers auf der Untiefe "Holnishaken", an der eine Wassertiefe von nur 0,7 Metern herrscht, aufgelaufen. Ursache war ersten Ermittlungen zufolge ein missglücktes Ausweichmanöver, zu dem der Kapitän wegen eines Seglers gezwungen war. Das unter antiguanischer Flagge fahrende Schiff war nach dem Löschen seiner Zellulose-Ladung aus dem Flensburger Hafen ausgelaufen. Der russische Kapitän sagte aus, dass er von einem anderen Schiff behindert wurde und ein Notmanöver fahren musste. Der Kapitän des anderen Schiffes - eines Segelbootes - hat sich bislang nicht gemeldet. Plötzlich lag die berüchtigte "Schwiegermutter"-Tonne vor der Halbinsel Holnis nicht mehr an Steuerbord, sondern an Backbord, wenig später saß der Frachter fest. Auch die 5000PS des Schleppers "Falckenstein" konnten das Schiff nicht wieder ins Fahrwasser befördern, da der Wind das Wasser aus der Flensubreger Förde herausdrückte. Sobald der Wasserstand gestiegen ist, soll ein neuer Bergungsversuch mit zwei Schleppern unternommen werden. Der Frachter scheint unbeschädigt zu sein, doch vorsichtshalber wurde das Mehrzweckschiff "Neuwerk" in die Förde beordert. Die übrige Seefahrt ist durch den Havaristen nicht behindert, da er außerhalb der Fahrrinne liegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2007
Info: In den Tanks des Frachters sind sich nach Angaben der Polizei etwa 45.000 Liter Dieselöl. Zurzeit gehe von dem Schiff aber keine Gefahr für die Umwelt aus. Das Schiff hatte eine Ladung Zellulose nach Flensburg transportiert und befand sich auf dem Rückweg nach Schweden.

Weiterer Container auf Rhein geborgen

Köln, Nordrhein-Westfalen / DE, 02.04.07 - Spaziergänger hatten am 1.4. erst nur einen Schatten im Wasser gesehen, die Wasserschutzpolizei sorgte dann für Gewissheit: Einer der vier vermissten Schiffscontainer der havarierten "Excelsior" wurde an der Kölner Severinsbrücke geortet Nach dem Hinweis tasteten sich Beamte der Wasserschutzpolizei mit einem Patrouillenboot vorsichtig heran. Dennoch kollidierte ihr Boot mit dem einen Meter unter der Wasseroberfläche liegenden Container. Es wurde aber nicht beschädigt. Ob die Ladung noch in dem Container enthalten war, war noch unklar. Drei der vier vermissten Container hatten eine Holzladung.Für die Berufsschifffahrt war der im Wasser liegende Container ungefährlich. Aber für den Sportbootverkehr wurde der Rheinabschnitt gesperrt. Gegen 02:50 Uhr in der Nacht zum 2.4. wurde der im Bereich des rechtsrheinischen Brückenjochs der Severinsbrücke von den Schwimmkränen "Grizzly" und "Kraanvogel" mit Taucherhilfe geborgen. Der durchgehende Schiffsverkehr war nicht beeinträchtigt. Nach der Bergung wurde auch die Sperrung des rechtsrheinischen Brückenjochs sowie die Sperre zur Ein- und Ausfahrt des Hafens Köln-Deutz wieder aufgehoben. Die Suche nach den drei nun noch vermissten Containern wird mit unverminderter Intensität fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2007

Frachter vor Miami in Not

Miami, Florida / USA, 30.03.07 - Am Morgen des 30.3. schlug gegen 7.05 Uhr der Frachter "Lady K" vor Miami leck und wurde unstabil. Daraufhin wurde vorsichtshalber die Ladung im Baker's Haulover Inlet geslippt. Das Schiff hatte 2 Autos an Deck und 1055 Gallonen Öl und Diesel in den Tanks. Als die Küstenwache eintraf, lag das Schiff halb unter Wasser, 55 Gallonen Dieselöl waren bereits ausgelaufen. Das Wrack wurde mit Ölschlängeln umgeben. Bergungsunternehmen begannen mit dem Aufnehmen ausgelaufenen Öls.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2007

"Nordkapp" wird in Bremerhaven repariert

Bremerhaven-Fischereihafen, Bremen / DE, 28.03.07 - Am 27.3. lief das bei seiner Strandung in der Antarktis beschädigte Hurtigruten-Schiff "Nordkapp" in den Fischereihafen in Bremerhaven ein. Die Bremerhavener Dockgesellschaft (Bredo) hat sich den Reparaturauftrag gesichert. Nach der Havarie schaffte es die "Nordkapp" mit eigener Kraft bis Rio de Janeiro, wo sie eingedockt und notdürftig repariert wurde. Das beste Angebot für die endgültige Reparatur gab die Bredo-Werft ab. Deren Experten hatten das Schiff im Dock in Rio besichtigt und konnten den günstigsten Preis und die kürzeste Liegezeit anbieten. Bevor die "Nordkapp" am letzten Märzwochenende ins Dock ging, standen zuvor genaue Vermessungen an. Denn die Grundberührung hat nicht nur ein Loch in die Außenhaut gerissen, sondern auch die Decks darüber in Mitleidenschaft gezogen: Die Crewmesse wurde beschädigt, ein Fahrstuhlschacht verzogen, der Kompressorraum verbeult. Unklar war, ob Maschine und die Welle auch beschädigt wurden. Von dem Ergebnis der Vermessung hing ab, wie lange die "Nordkapp" in Bremerhaven bleibt. Allein die Reparatur der bereits bekannten Schäden soll rund zwei Wochen in Anspruch nehmen.
Das Kreuzfahrtschiff "Nordkapp" lief am 30. Januar in der Antarktis auf Grund. Die spektakuläre Havarie vor Deception Island machte seinerzeit weltweit Schlagzeilen. Ein Tank des Schiffes war aufgerissen; Wasser drang ein. Doch ein Sturm verhinderte die Evakurierung der 294 Passagiere. Erst am nächsten Tag konnten sie in Gummibooten auf das Schwesterschiff "Nordnorge" übersetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.04.2007

Einer von noch 4 vermissten Containern gefunden

Köln, Nordrhein-Westfalen / DE, 01.04.07 - Unter der Severinsbrücke in Köln, wurde im Bereich des rechtsrheinischen Brückenjochs einer von den noch 4 vermissten Containern gefunden. Der Container soll noch heute von den Schwimmkränen "Grizzly" und "Kraanvogel" unter zusätzlichen Einsatz von Tauchern geborgen werden. Der Bereich des rechtsrheinische Brückenjochs der Severinsbrücke, sowie die Einfahrt zum Deutzer Hafen ist aus diesem Grund zur Zeit gesperrt. Der durchgehende Schiffsverkehr wird hierdurch nicht beeinträchtigt.
Quelle: Wasser -und Schifffahrtsamt Köln vom 01.04.2007

Frachter vor Flensburg gestrandet

Flensburg, Schleswig-Holstein / DE - Am 31.03.07, gegen 18.10 Uhr, ist der unter Bahamas-Flagge registrierte, 82,45 Meter lange lange Frachter "Danica Hav" in der Flensburger Förde auf Grund gelaufen. Vor Ort wurde durch Beamte der Wasserschutzpolizei Flensburg festgestellt, dass der Frachter mit 2,80 m Tiefgang auf der Untiefe "Holnishaken" (Wassertiefe 0,7 m) aufgelaufen ist. Mit eigener Kraft konnte das von einer russischen Crew besetzte Schiff nicht wieder frei kommen.
Ein am 01.04.07 durchgeführter Bergungsversuch durch den aus Kiel gekommenen Schlepper "Falckenstein" misslang, weil der Wasserstand in der Förde sank und das Schiff immer schwerer auflag. Ein erneuter Bergungsversuch mit zwei Schleppern wird erst bei steigendem Wasserstand erfolgversprechend sein, so dass das Schiff weiterhin auf der Untiefe festliegt. Mit einem Anstieg des Pegels wird nicht innerhalb der nächsten 48 Stunden gerechnet.
Unfallursache scheint ein mißglücktes Ausweichmanöver zu sein, zu dem der Kapitän durch das Fehlverhalten eines Seglers gezwungen wurde. Ermittlungen hierzu dauern noch an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.04.2007

Die Angaben sind ohne Gewähr

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