S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
Januar 2 0 0 7 .
. |
|
optimiert für 1280 x 1024
letzte Änderung: 31. Januar 2007
Tödlicher Arbeitsunfall im Hamburger Hafen
Hamburg / DE - Unfallzeit: 31.01.07, 12:20 Uhr, Unfallort: Hamburger Hafen, Hansahafen, O´Swaldkai - Heute Mittag ist bei einem schweren Arbeitsunfall im Hamburger
Hafen ein Mann (52) ums Leben gekommen.
Nach bisherigen Erkenntnissen sollte die deutsche Motorjacht "Morgan" am O´Swaldkai mit einem Kran aus dem Wasser gehoben und auf einen Sattelauflieger an Land gesetzt werden. Der Eigentümer (52) sowie zwei weitere Männer (44, 46) befanden sich auf dem Achterdeck der Jacht. Aus bislang ungeklärter Ursache rutschte die Jacht beim "aus dem
Wasser heben" aus einem Gurt und stürzte in das Hafenbecken. Dabei zog sich der Eigentümer der Jacht derart schwere Verletzungen zu, dass er trotz Reanimationsversuchen am Unfallort verstarb. Die beiden anderen Männer wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert.
Das Landeskriminalamt 45 hat die Ermittlungen übernommen.
Quelle: Pressestelle Polizei Hamburg vom 31.01.2007
Hamburg - Barkasse kollidiert mit Zugangsbrücke einer Pontonanlage
Hamburg / DE - Unfallzeit: 31.01.07 gegen 11:40 Uhr, Unfallort: Hamburger Hafen, Norderelbe, Fähranleger Altona - Heute kollidierte die Barkasse "
Gertrud" mit der Zugangsbrücke des
Anlegers Altona. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
An Bord der Barkasse "Gertrud" befanden sich
zwei Lehrer und 10 Schüler. Einer der Lehrer war als Schiffsführer eingesetzt. Die Barkasse fuhr vom Parkhafen aus kommend elbaufwärts, um am Anleger Altona einen Schüler abzusetzen. Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei riss auf der Barkasse das
Getriebesteuerungsseil und wurde dadurch
manövrierunfähig. Die Barkasse "Gertrud" trieb um den Anleger herum und kollidierte anschließend mit der Zugangsbrücke des Anlegers. Dabei wurde das Ruderhaus der Barkasse zerstört.
Ein Lehrer (61) erlitt eine Prellung am Hinterkopf und wurde nach ambulanter Behandlung in einem Krankenhaus wieder entlassen. Die Schüler wurden nicht verletzt.
Der als Schiffsführer (58) eingesetzte Lehrer ist im Besitz eines nautischen und technischen Patentes.
Die weiteren Ermittlungen führt das Wasserschutzpolizeikommissariat 2.
Quelle: Pressestelle Polizei Hamburg vom 31.01.2007
Info: Erst im
Sommer 2006 hatte es im Hafen einen
Barkassenunfall mit einer Schulklasse gegeben. Damals wurden mehrere Schüler verletzt, nachdem ein Gashebel blockierte. Von den knapp 90 Hamburger Barkassen stammen rund zehn noch aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, gut zwei Dutzend wurden vor 1940 gebaut. Nur wenige sind in den vergangenen Jahren gebaut worden. "Wir gehen aber davon aus, dass die Technik der Barkassen sicher ist - auch wenn Schiffe schon älter sind", sagt eine Sprecherin der Hamburg Port Authority (HPA). Viele der alten und eher kleinen Barkassen dürften in den kommenden Jahren aus dem Hafenbild verschwinden. Grund sind neue EU-Sicherheitsanforderungen. Danach müssen in Hamburger Barkassen nach einer Übergangszeit zusätzliche Lufttanks eingebaut werden, um sie im Falle eines Wassereinbruchs länger schwimmfähig zu halten.
Quelle: Tim Schwabedissen
Schlaf am Ruder verursachte Untergang und Tod der Kuttercrew "Brothers"
Marine Accident Investigation Branch (MAIB), Southampton / UK, 31.01.2007 - Der Untergang des aus Banff stammenden Kutters "
Brothers" am
1.6.2006 war darauf zurückzuführen, dass eines der beiden Besatzungsmitglieder am Ruder eingeschlafen war, sagt ein jetzt veröffentlichter Report. Dies sei ein Hinweis, dass
Ausruhzeiten bei der harten Arbeit wichtig seien. Außerdem hatten beide Männer vor dem Auslaufen aus Gairloch Alkohol getrunken. Das Wrack der "Brothers" war am 3.6. nördlich von Eilean Trodday gefunden worden. Drei Wochen später war eine Leiche in Wester Ross angetrieben, der zweite Mann wurde nie gefunden. Außerdem wurde festgestellt, dass ein neues
Positionsangabesystem, das die beiden testeten, nicht funktioniert hatte. Es hätte ihnen aber wohl auch nicht das Leben retten können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.01.2007
Löscharbeiten an brennendem Trawler abgebrochen
Velsen-Noord, Nordholland / Niederlande -
Die Löscharbeiten auf dem am Morgen des 30.1. im holländischen Hafen Velsen-Noord in Brand geratenen Fischereifabrikschiff "
Willem van der Zwan - Sch 302" aus Scheveningen mussten am Abend gegen 22.50 Uhr eingestellt werden. Das 143 Meter lange Schiff hatte mittlerweile Schlagseite durch eingedrungenes Löschwasser und drohte zu kentern. Es brannte inzwischen in voller Länge. Es wurden Ölsperren bereit gelegt, falls der Rumpf bersten und Öl austreten sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.01.2007
Antarktis-Kreuzfahrer lief auf Grund
Deception Island , South Shetland Islands / Antarktis - Am Abend des 30.1. lief gegen 19 Uhr das 123 m lange norwegische Passagierschiff "
Nordkapp" in der Antarktis auf Grund. Es gelang ihm, aus eigener Kraft wieder freizukommen. Das Schiff wurde leicht beschädigt. Die 294 Passagiere und die Crew von 76 Personen blieb unversehrt. Die "
Nordnorge" nahm Kurs auf den Havaristen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.01.2007
Ölaustritt aus "Sierra Nava" gestoppt
Algeciras, Provinz Cádiz, Andalusien / Spanien - Aus dem unter Panama-Flagge laufenden Kühlschiff "
Sierra Nava", das vor Algericas auf Grund liegt, tritt derzeit kein weiteres Öl mehr aus. Am 31.1. sollten Taucher den Schaden am Frachter der Maritima del Norte begutachten. Rund
70 Tonnen Bunkeröl waren bei der Strandung des 108 Meter langen Frachters ausgelaufen und hatten die Küste auf einer Länge von einem Kilometer verschmutzt. Arbeiter des Umweltbehörden haben 100 Tonnen verseuchten Sands abtransportiert. Berger von Svitzerwijsmuller sollen das
Schiff nun auspumpen und das Öl leichtern. Die aus Spanien, Panama und Honduras stammende, 14-köpfige Crew war bei der Strandung des seit dem 7.1. in Ballast vor der Küste ankernden Schiffes von einem Helikopter am 28.1. abgeborgen worden. Der Strandung war ein Maschinenraumbrand vorausgegangen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.01.2007
"MSC Napoli"- Ladung trieb bis nach Büsum
Maritime and Coastguard Agency (MCA) / UK - Die Lage der "
MSC Napoli" vor Devon war am 30.1. stabil. Bislang wurden 2600 Tonnen Öl bei einem Löschtempo von 20 Tonnen pro Stunde geleichtert. Am Abend waren 43 Container gelöscht. Die erste Bargenladung wird am 1.2. in Portland erwartet. Bei der Sonarsuche nach gesunkenen Containern wurden 3 Ziele ausfindig gemacht.
In Büsum trieben derweil tausende von Plastikschüsseln an, die offenbar von einem Container des Frachters stammen, der bis Blauortsand getrieben war. Sie bedeckten die Grasnarbe des Außendeichs. Ölaustritte gibt es momentan nicht. Ein Ölfilm treibt 4,5 Kilometer vom Frachter entfernt in der See. Die Wetterbedingungen sind derzeit günstig.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.01.2007
Info: Tausende Lackschuhe und Plastikschüsseln sind in den vergangenen Tagen in der Meldorfer Bucht (Kreis Dithmarschen) angeschwemmt worden. Nach Angaben der Polizei stammt das Strandgut aus einer Ladung, die ein
Containerschiff vor drei Wochen bei Sturm in der
Elbmündung verloren hatte, also
nicht von der MSC Napoli.
Tankbarge lief auf Grund
Raritan Bay, New Jersey / USA - Am 30.1. lief um 18.30 Uhr die Tankbarge "
George Morris" beim Verlassen des Schifffahrtskanals (Fluss Raritan) Richtung See in Raritan Bay nahe Ward's Point Bend auf Grund. Sie befand sich im Schlepp der "
Rowan M. McAllister" und hatte 50000 Barrel Ethanol geladen. Der Rumpf blieb bei der Havarie intakt. Das Schiff soll geleichtert und dann geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.01.2007
5000-TEU-Frachter treibt im Golf von Alaska
Juneau, Alaska / USA - Der 938 Fuß lange, unter Panama-Flagge laufende Frachter "
Hyundai Confidence" geriet am 30.1. im Golf von Alaska 1200 Meilen westlich von Seattle nach Maschinenausfall in Seenot. Ein Kran war auf die Maschine gestürzt, als sich der Frachter heftig überlegte. Das Schiff trieb in 20 Fuß hohen Seen und rollte so heftig, dass 2 der 23 Mann Besatzung verletzt wurden. Eine C 130 startete in Kodiak, und der Küstenwachkutter "
Acushnet" nahm Kurs auf den Frachter. Er soll in 3 Tagen vor Ort sein. Auch das Küstenwachschiff "
Mellon" nahm Kurs auf den Havaristen. Der Frachter "
Suez Canal Bridge" wurde bereits am 31.1. um 01.30 Uhr vor Ort erwartet.
Die "Hyundai Confidence" war unterwegs nach Long Beach. Dort wurde der 5000-TEU-Frachter im Laufe der Woche am California United Terminal erwartet, wo von Hongkong und Korea kommend ein routinemäßiger Stop nach Pazifikquerungen stattfinden sollte. Die Crew versuchte derweil, die Maschine zu reparieren. Mit einem Hilfsmotor wurde der Frachter in den schweren Seen stabilisiert. Hyundai Merchant Marine nahm inzwischen einen Bergungsschlepper unter Kontrakt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.01.2007
EPIRB der "Lady of Grace" am Wrack gefunden
New Bedford, Massachusetts / USA - Bei der Suche nach den Opfern des Untergangs des Kutters "
Lady of Grace" aus New Bedford fanden Taucher das EPIRB, das sich offenbar beim Untergang nicht vom Schiff gelöst hatte. Das Wrack liegt in 40 Fuß Tiefe im Nantucket Sound. Am 30.1. fanden Taucher einen Toten im Brückenhaus des Bootes 12 Kilometer vor der Küste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.01.2007
Stahlplatten schlugen durch Rumpf
Bremen / DE, 28.01.07 - Bremen-Industriehafen, Terminal 2, Zeit: 27.Januar 2007, 14.00 Uhr - Mit einem großen Schrecken kamen mehrere Personen am Samstagnachmittag davon, als es zu einem Unfall beim Entladen eines Schiffes kam. Personen wurden nicht verletzt.
Beim Entladen des russischen Seeschiffs "Kalevala" waren sog. Stahlbrammen (Stahlplatten) in Rutschen geraten, als ein Kran die 9,4 Tonnen schwere Ladung in das Schiff heben wollte. Die Platten kippten unkontrolliert in den Laderaum des Schiffes. Durch die Wucht des Aufpralls wurden zwei ca. 40 cm große Löcher in die Bordwand und den Boden des Schiffes geschlagen. Ein sofort einsetzender Wassereinbruch resultierte aus den Beschädigungen der Ballasttanks. Eine Gefahr des Sinkens bestand zu keiner Zeit. Da eingesetzte Hafenarbeiter einen ausreichenden Sicherheitsabstand hielten, wurde niemand verletzt. Der Schaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.
Die Schäden an dem Schiff konnten bis zum späten Abend so beseitigt werden, dass ein zunächst ausgesprochenes Auslaufverbot wieder aufgehoben wurde
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 28.01.2007
Gütermotorschiff wurde freigeschleppt
Vilshofen an der Donau, Landkreis Passau, Bayern / DE, 30.01.07 -
Das holländische Gütermotorschiff, welches gestern (29.01.07) Abend auf der Donau Höhe Vilshofen auf einen Felsen aufgefahren ist, wurde heute (30.01.07) kurz vor 17.00 h von einem anderen Schiff freigeschleppt.
Eine vorgesehene Leichterung war nicht erforderlich.
Das Gütermotorschiff liegt derzeit an der Anlegestelle Vilshofen. Schadensbegutachtung erfolgt morgen.
Die Schifffahrt ist wieder zur Gänze frei. Bereits seit gestern nacht konnte die zuvor total gesperrte Unfallstelle passiert werden.
Quelle: Polizei Bayern vom 30.01.2007
Großbrand auf Fischereifabrikschiff in Nordholland
Velsen-Noord, Nordholland / Niederlande - Am Morgen des 30.1. brach im holländischen Hafen Velsen-Noord ein Feuer auf dem Trawler "
Willem van der Zwan - Sch 302" (Heimathafen Scheveningen) aus. Hohe Flammen und dichter Rauch kamen aus dem Schiff. Die Autobahn "A 9" musste wegen starker Rauchentwicklung zwischen Velsen und Beverwijk gesperrt werden. Die Feuerwehren kühlten das Schiff von außen. Die Velsender Feuerwehr bekam Unterstützung von den Feuerwehren aus Beverwijk, Haarlem, Haarlemmerliede & Spaarnwoude und Zandvoort. 50 Mann waren im Einsatz. Drinnen brannte mit großer Intensität Isoliermaterial. Es war bei Schweißarbeiten in Brand geraten. Ein Werftarbeiter kam mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Anwohner in Richtung Assendelft und Westzaan sollten Türen und Fenster geschlossen halten. Die "Willem van der Zwan" gehört einer gleichnahmigen Reederei. Sie sollte neue Kühleinrichtungen erhalten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2007
Havariertes Gütermotorschiff sitzt noch immer fest
Vilshofen an der Donau, Landkreis Passau, Bayern / DE, 30.01.07 - Um 13 Uhr beginnen die Umladearbeiten an dem
Frachtschiff, das auf der Donau bei Vilshofen auf Grund gelaufen ist. Rund 1.000 Tonnen Aluminiumblöcke müssen auf ein anderes Schiff gebracht werden. Die Schifffahrt ist mittlerweile nicht mehr komplett gesperrt, es kommt aber immer noch zu Behinderungen, weil immer nur ein Schiff die Unfallstelle passieren kann. Das holländische Güterschiff war gestern Abend aus unbekannter Ursache auf Grund gelaufen. Öl oder andere gefährliche Stoffe sind offenbar nicht ausgetreten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2007
Tanker vor Estland gestrandet
Tallinn / Estland - Vor der Küste Estlands ist am Abend des 29.1. der Tanker "
Weserstern" auf Grund gelaufen. Das Unglück ereignete sich bei stürmischem Wetter, kurz nachdem der Tanker den Hafen von Tallinn verlassen hatte. Das unter der Flagge der Isle of Man fahrende Schiff hat rund 10.000 Tonnen Diesel-Treibstoff an Bord. Da der Tanker jedoch über einen Doppelrumpf verfügt und die See an der Unglücksstelle weitgehend ruhig und der Grund an der Strandungsstelle weich ist, rechneten die estnischen Behörden nicht mit Umweltschäden. Der Tanker sollte am Morgen des 30.1. freigeschleppt werden. Bis dahin blieben die Behörden in Alarmbereitschaft. Erste Hilfsangebote der estnischen Behörden hatte der Kapitän ausgeschlagen, doch nun einen Schlepper angefordert. Zuvor waren Versuche, aus eigener Kraft freizukommen, fehlgeschlagen. Im benachbarten Litauen ist die Bergungsoperation für die gestrandete "Golden Sky" weiter im Gange. Sie sitzt seit dem 15.1. fest und verlor 400 Tonnen Bunkeröl.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2007
Gütermotorschiff blockierte Donau
Vilshofen an der Donau, Landkreis Passau, Bayern / DE - Am 29.01.2007 gegen 19.00 Uhr meldete der 60-jährige Kapitän eines holländischen Gütermotorschiffs bei der zuständigen Schleuse eine Grundberührung auf der Donau auf Höhe Vilshofen bei Km 2250.
Bei Eintreffen der Wasserschutzpolizei Passau wurde festgestellt, dass das Gütermotorschiff mit dem Bug auf einem Felsen aufgefahren ist. Dadurch hat sich das Schiff um 45 Grad gedreht und steht quer zur Fahrtrinne der Donau. Es wurde eine beidseitige Sperrung der Schifffahrtsstrasse zwischen Deggendorf und Windorf veranlasst.
Das Schiff liegt mit der rechten Heckseite am dortigen linken Flussufer auf Grund. Das Schiff ist mit Aluminiumblöcken beladen, deren Gesamtgewicht 1046 Tonnen beträgt. Das Schiff ist am Bug Leck geschlagen und im 1. Schott ist Wasser eingetreten. Wassergefährdende Stoffe sind bisher nicht ausgetreten. Die Besatzung versucht mit bordeigenen Pumpen mit Unterstützung der Feuerwehren Vilshofen, Windorf und Hofkirchen den Wassereinbruch zu verringern. Nach derzeitigen Erkenntnissen müssen die Aluminiumblöcke umgeladen, das Schiff in der Fachsprache "geleichtert" werden.
Nach ersten Schätzungen ist ein Sachschaden am Schiff von 20.000 Euro entstanden.
Bei der Besatzung handelt es sich um einen 60-jährigen Mann und dessen gleichaltrige Ehefrau aus Holland und einen 42-jährigen Matrosen aus Ungarn. Für die Besatzung bestand keine Gefahr. Bei dem Schiff handelt es sich um ein Gütermotorschiff mit einer Länge von 86 m, einer Breite von 9,50 m mit einem Tiefgang von 2.24 m. Die Ermittlungen der Unfallursache werden durch die Wasserschutzpolizei Passau geführt.
Quelle: Polizei Bayern vom 30.01.2007
Barge zur Bergung von "MSC Napoli"-Containern rammte Kutter
Maritime and Coastguard Agency (MCA) / UK - Am 29.1. begann das Löschen von Containern der "
MSC Napoli". Die Barge "
Bigfoot" konnte am Heck festgemacht werden. Um 11.15 Uhr wurde der erste Container abgehoben. Währenddessen sind zwei der Steuerbordtanks von Öl gereinigt. Landungsboote wurden in Beer Head eingesetzt, um angetriebene Container zu bergen. Einige liegen allerdings auf nahegelegenen Felsen. Von den 47 gesunkenen Containern wurde noch keiner geortet. Zu einem Unglück kam es in der Nacht des 29.1., als die Barge "
Pont Menai",
die zur Strandreinigung eingesetzt wurde, mit dem
Kutter "
Sea Seeker" vor Lyme Regis kollidierte. Der Kutter wurde schwer beschädigt, zwei Mann seiner Crew leicht verletzt. Einer wurde ins Dorset County Hospital in Dorchester gebracht. Die beiden anderen wurden in Lyme Regis medizinisch behandelt. Der Schaden an der Barge war minimal. Sie befand sich auf dem Rückweg in den Hafen Westbay, nachdem sie bei der Containerbergung in Branscombe Beach, Devon, geholfen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2007
Schlepper sank in Milwaukee
Milwaukee, Wisconsin / USA - Am 29.1. sank der 35 Fuß lange Schlepper "
Andrea J" im Milwaukee Inner Mooring Basin auf 25 Fuß Wassertiefe. Er war an einem anderen Schiff vertäut, als er an der Pier gegen 08.30 Uhr unterging. Zum Zeitpunkt des Unglücks war niemand an Bord. Die Küstenwache und der Eigner nahmen Arbeiten zur Bergung auf. An Bord sind rund 100 Gallonen Diesel. Die Reederei Edward E. Gillen Company, Milwaukee, ließ bereits umgegebendes Eis aufbrechen und eine Ölsperre auslegen. Taucher bereiteten die Hebung vor.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2007
Fähre rammte Sportboot - ein Vermisster
Cruz Bay, Insel St. John / U.S. Virgin Islands - Am 28.1. kenterte das 30 Fuß lange Sportboot "
Orio" gegen 20.30 Uhr mit vier Personen eineinhalb Meilen westlich von Cruz Bay, St. John, nach Kollision mit der Fähre "
Native Son Express". Drei der Personen wurden von der Fähre gerettet. Ein Mann wurde vermisst. Die Geretteten kamen ins Saint Thomas Hospital auf den Virgin Islands. Zwei wurden kurz darauf entlassen. Ein
25-Fuß-Rettungsboot aus St. Thomas und ein
HH 65-Dolphin Helikopter der Air Station Borinquen in Puerto Rico eilten zur Unglücksstelle. Der Vermisste wurde jedoch nicht gefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2007
Katamaran vermisst
San Francisco, Kalifornien / USA, 29.01.07 - Vor den Farallon Islands wird der 40 Fuß lange Katamaran "
Tenacious" vermisst. Die US-Küstenwache leitete eine Suchaktion in einem 4000 Quadratmeilen großen Gebiet westlich der Inseln ein. Daran beteiligt sind ein
C-130 Flugzeug, ein
HH-65 Dolphin Helikopter,
drei 87-Fuß-Patroullienboote,
ein 47-Fuß-Rettungsboot sowie
zwei Boote von 47 und 85 Fuß. Das Suchflugzeug und das 87-Fuß-Boot setzten die Suche in der Nacht fort. Der Katamaran war am 28.1. auf einer Rundreise von San Francisco zu den Farallon Islands. Als das Boot nicht zum geplanten Zeitpunkt einlief, alarmierte die Frau des erfahrenen Skippers die Küstenwache.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2007
Kutter sank vor den Scillies
Falmouth Coastguard, Cornwall, England / UK - 160 Meilen westlich der Scilly Isles empfing die Falmouth Coastguard am Morgen des 29.1. das Signal des EPIRB des Kutters "
Discovery". Ein irisches Marinepatroullienflugzeug sowie zwei britische Rettungshubschrauber und nahestehende Kutter und Handelsschiffe machten sich auf den Weg zur Position. Der Großtanker "
Front Commander" wurde zu zwei Rettungsinseln dirigiert, die das Suchflugzeug sichtete, und rettete daraus die 6-köpfige Crew. Ein Rettungshubschrauber winschte die Schiffbrüchigen, deren Schiff am Morgen gesunken war, von Deck des Tankers auf und brachte sie nach England. Ein Mann hatte leichte Unterkühlungen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2007
Suche nach vermissten Fischern eingestellt
Nantucket, Massachusetts / USA - Am 29.1. wurde die großangelegte Suchaktion der US Coast Guard nach den 4 Männern des 75-Fuß-Trawlers "
Lady of Grace" ergebnislos eingestellt. Das Schiff war zuvor in 36 Fuß Wassertiefe gefunden worden. Am Wrack gab es keine Anzeichen, dass sich jemand hätte retten können. Nach dem Schiff war seit dem 26.1. gesucht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2007
Beschädigter Frachter wird in Kiel repariert
Kiel, Schleswig-Holstein / DE, 29.1.07 - Die unter Antigua-Flagge registrierte "
Nikar G", 2301 BRZ, die nach ihrer Kollision mit der ebenfalls unter Antigua-Flagge laufenden "
Askö", 3183 BRZ, im Kieler Nordhafen festgemacht hatte, soll von ihrer Crew repariert werden. Bei der Kollision nahe Sehestedt war der Deckskran des 79 Meter langen Schiffes gegen das Brückenhaus gedrückt worden. Die ein Jahr alte, 85 Meter lange "Askö" wurde in Brunsbüttel von der Wasserschutzpolizei untersucht. Die "Nikar G" wird vor der Weiterfahrt vom Germanischen Lloyd begutachtet. Sie hatte durch die Kollision zwei Stunden in der Kanalböschung festgesessen, konnte sich selbst befreien.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.01.2007
Löscharbeiten an "MSC Napoli" mit Verzögerung
Maritime and Coastguard Agency (MCA) / UK - Am 29.1. sollte begonnen werden, die Container der "
MSC Napoli" zu löschen. Die beiden Bargen sollten am 28.1. am Wrack vermoort werden, doch nachdem eine Trosse brach, musste die Aktion verschoben werden. An der Löschkation sollen rund 20 Bergungsexperten beteiligt sein, darunter auch Taucher, die in das mit Öl und Wasser geflutete Schiff eindringen sollen. Wegen der gefährlichen Arbeit konnte auch nicht bestätigt werden, dass die Arbeiten planmäßig vorangehen. Das Schiff habe Schlagseite, es gebe zerstörte Container und umhertreibende Dinge. Container in gefährdeter Lage sollen mit schweren Ketten gesichert werden. Die 2291 Container werden nach Dringlichkeit entladen und schubweise von 90 Stück nach Portland gebracht. Die Arbeit könnte 5 Monate dauern. Französische Behörden prüfen derweil, ob Öl an der Bretagne aus dem Wrack der "MSC Napoli" stammt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.01.2007
Feuer auf Tankschiff
Krefeld, Nordrhein-Westfalen / DE - Am 28.1. geriet gegen 10.00 Uhr der Maschinenraum eines mit 1000 Tonnen Methanol beladenen
Tankschiffs auf dem Rhein in Brand. Feuerlöschboote aus Krefeld, Düsseldorf und Duisburg löschten das Feuer nach etwa einer Stunde. Die Ladung war nicht in Gefahr. Ursache des Feuers war eine defekte Kraftstoffleitung. Es gab keine Verletzten, und die Schifffahrt war nicht behindert. Der Tanker konnte längsseits eines anderen Fahrzeugs den Bestimmungshafen Krefeld-Uerdingen erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.01.2007
Gesunkener Trawler gefunden
Nantucket, Massachusetts / USA - Am 28.1. bestätigte die US Coast Guard, dass es sich bei dem mit Sonar im Nantucket Sound aufgespürten Wrack um den 75-Fuß-Trawler "
Lady of Grace" handelt. Er liegt in 36 Fuß Wassertiefe. Die einzige Rettungsinsel war noch am Schiff befestigt. Die vierköpfige Besatzung wurde noch nicht gefunden. Der Coast Guard Cutter "
Hammerhead" aus Woods Hole transportierte eine Tauchercrew zur Unglücksstelle. Nach dem Schiff war seit dem 26.1. gesucht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.01.2007
Kühlschiff strandete vor Algericas
Algeciras, Provinz Cádiz, Andalusien / Spanien - Der Kühlfrachter "
Sierra Nava", der in Gibraltar Bay geankert hatte, wurde am 28.1. losgerissen und um 12.05 Uhr auf die felsige Küste geworfen. Das 100 Meter lange Schiff lag danach in schwerer Brandung vor dem Estrecho National Park. Der Rumpf des 100 Meter langen Frachters riss auf, aus dem Maschinenraum lief Öl aus. An Bord sind 350 Tonnen Öl in 4 Tanks. Einer wurde beschädigt. Die
14-köpfige Besatzung wurde mit
Hubschraubern gerettet. Vor der Strandung war im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen. Die "Sierra Nava" lag ohne Ladung seit dem 7.1. in der Algeciras Bay. Unweit der Strandungsstelle befinden sich die Wrackreste des Frachters "
Dyva", der dort 1982 strandete.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.01.2007
Vier Schiffbrüchige vor Peterhead gerettet
Peterhead, Aberdeenshire, Schottland / UK - Die
vierköpfige Crew des Kutters "
Evening Star" wurde nach dessen Untergang 40 Meilen östlich von Peterhead aus einer Rettungsinsel geborgen. Die Aberdeen Coastguard hatte am 27.01. um 14.30 Uhr eine Meldung des in Buckie, Schottland beheimateten Schiffes aufgefangen, dass es leckgeschlagen sei und Hilfe brauchte. In Lossiemouth startete ein
Rettungshubschrauber, und das
Rettungsboot aus Peterhead lief aus. Vier nahestehende Bohrinselversorger reagierten ebenfalls, es waren die "
Sea Surveyor", "
Grampian Surveyor", "
Portosalvo" und "
Viking Endeavour". Der Rettungshubschrauber war bereits in einer Bergrettung beteiligt und musste erst zu einem Krankenhaus fliegen. Die Coastguard plante, Lenzpumpen auf den Havaristen überzusetzen, doch dessen Crew teilte dann mit, dass sich die Situation verschlechtere und sie das Schiff aufgeben müssten. Der Rettungshubschrauber ortete dann die Insel und winschte die Schiffbrüchigen binnen 25 Minuten auf. Sie wurden nach Aberdeen geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.01.2007
Erneute Havarie im Nord-Ostsee-Kanal
Schacht-Audorf, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein / DE, 28.01.07 - In der Nähe von Schacht-Audorf lief auf dem Nord-Ostsee-Kanal das Kümo "
Nikar G" in die Böschung. Das nachfolgende Kümo "
Askö" konnte nicht mehr rechtzeitig aufstoppen und fuhr frontal in den festliegenden Vorausfahrer. Der Kanal wurde im Unglücksbereich zeitweilig komplett gesperrt. Gegen 11 Uhr war die "Nikar G" wieder frei und lief Richtung Kiel. Hier machte sie mit sichtbaren Schäden am Deckskran und den Aufbauten am Nachmittag zu Untersuchungen fest. Über die Höhe der entstandenen Schäden ist momentan noch nichts bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.01.2007
Barge "Big Foot" bei der "MSC Napoli" eingetroffen
Maritime and Coastguard Agency (MCA) / UK - Am 28.1. befand sich ein Team von 30 Bergungsarbeitern auf der "
MSC Napoli". Der Rumpf sinkt derzeit rund 10 Zentimeter pro Tag ab. Dadurch verringerte sich die Schlagseite auf derzeit 16 bis 13 Grad. Das Bunkeröl aus den Tanks 5 und 6 wurde weitgehend entfernt. Auf der "
Forth Fisher" befanden sich 1830 Tonnen von 3512 Tonnen Öl. Die beiden Haupttanks an Steuerbord sind unter Wasser. Drei Ölflecken wurden bei einem Überflug am Morgen gesichtet. Das Öl tritt aus dem Maschinenraum und Laderaum 6 aus, der Zugang zum Maschinenraum hat. Bei Flut drückt das Wasser das Öl unter dem Lukendeckel hervor. Schaum am Heck stammte von Hochdruckpumpen an Bord.
56 Container trieben bislang an den Strand,
47 sanken wohl. Eine 30-Tonnen-Raupe und eine 20-Tonnen-Raupe, die noch erwartet wird, sollen den Strand räumen.
5 Container wurden in Branscombe geräumt. Die Barge "
Big Foot" traf am 27.1. ein und ist dabei, Grundanker zu verlegen. Es wurde gehofft, noch am 28.1. den ersten Container vom Heck der "MSC Napoli" zu bergen. Die mit Side-scan Sonar ausgerüstete "
Explorer" nahm die Suche nach den vermissten Containern auf, bislang ohne Resultat. Immer noch sind Menschen in den gesperrten Strandbereichen anzutreffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.01.2007
Bulkcarrier blockiert Suezkanal
Suezkanal / Ägypten - Der unter Hongkong-Flagge registrierte, beladene Bulkcarrier "
Hebei Eagle" lief mit einem Tiefgang von 56'9 Fuß im Suezkanal auf Grund. Er war das 6. Schiff eines nordwärts laufenden Konvois unterwegs, als er am 27.1. um 16 Uhr bei Kanalkilometer 101 havarierte und acht dahinter folgende Schiffe blockierte. Schlepper wurden geschickt, den Frachter wieder flottzumachen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.01.2007
Frachter sank vor Panaji
Panaji, Bundesstaates Goa / Indien - Der mit 2000 Tonnen Eisenerz beladene Frachter "
Warren" sank am 27.1. vor dem Hafen von Panaji. Er war zuvor achtern von der ebenfalls mit Eisenerz beladenen "
Sea Horse" gerammt worden. Die "Warren" wollte ihre Ladung im Hafen löschen, doch dazu kam es nicht mehr. Wasser brach in den Laderaum ein, das Schiff sank binnen einer Stunde. Es stellt keine Gefährdung der Schifffahrt da, da es abseits des Fahrwassers auf See sank. Die Crew wurde gerettet. Beide Schiffe waren gerade drei Jahre alt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.01.2007
Suche nach vermisstem Kutter vor Nantucket
Nantucket, Massachusetts / USA - Die US Coast Guard sucht seit dem 26.1. nach dem 75 Fuß langen Kutter "
Lady of Grace", der im Nantucket Sound seit 22 Uhr vermisst wurde. Zu dieser Zeit fing die Coast Guard ein Signal des Systemtransponders über Satellit auf. Die "Lady of Grace" hat
4 Mann Besatzung. 11 Meilen vor Nantucket, der mutmaßlichen letzten Position, wurde ein Ölschimmer gesichtet. Boote der Küstenwache liefen dorthin aus. Das 47-Fuß-Boot aus Menemsha fand unter Einsatz von Unterwasserkameras und Sonar das Bild eines gesunkenen Kutters. Ein Taucherteam des 87 Fuß langen Patroullienbootes "
Hammerhead" aus Woods Hole wollte Taucher einsetzen, falls die Bilder eine sichere Identifizierung des Wracks als das der "Lady of Grace" erlaubten. Der Kutter hätte am 27.01. in Bedford Harbor einlaufen sollen. Seit diesem Morgen läuft die Suchaktion, die bislang über 6000 Quadratmeilen abdeckte. Zum Einsatz kamen ein
HU-25 Falcon Jet und ein HH-60 Jayhawk
Helikopter der Air Station Cape Cod. Zu Wasser waren die Küstenwachkutter "
Bainbridge Island", "
Hammerhead" und "
Seneca" sowie kleinere
Einheiten aus Menemsha, Brant Point und Woods Hole im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.01.2007
Party-Schiff sank nach Knall
Sheepshead Bay, Brooklyn, New York / USA - Am 27.1. sank das 89 Fuß lange Party-Schiff "
Sunset Queen" teilweise in Sheepshead Bay. Ein Wachmann hatte um 05.30 Uhr einen lauten Knall gehört. Gegen 13 Uhr kam Öl aus den Ventilen, weil die Treibstofftanks mit der Tide voll Wasser liefen. Es waren 1200 Gallonen Diesel an Bord. Sea Tow legte eine Ölsperre aus und saugte das austretende Öl auf. Das Heck des Schiffes war inzwischen vollständig unter Wasser. Der Wachmann sagte aus, dass das Schiff nach dem Knall Steuerbordschlagseite entwickelt hatte und langsam abgesunken war. Polizeitaucher sollten den Schaden untersuchen, Sea Tow einen Bergungsplan entwickeln.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2007
Suche nach vermissten Fischern wieder aufgenommen
Irland, 26.01.07 - Am 26.1. sollte die Suche nach sieben Vermissten zweier vor der englischen Südküste gesunkener Trawler fortgesetzt wreden. Das Wrack der "
Honeydew II" aus Kinsale (Irland) liegt rund 3,6 Meilen südöstlich von Ram's Head zwischen Ardmore und Dungarvan, County Waterford. Der Trawler sank mit zwei seiner Leute, darunter der Skipper. Ein Taucherteam hat bereits das Brückenhaus und die Kombüse durchsucht.
Das Wrack der "
Pere Charles" wurde 2 Meilen vor Hook Head im County Wexford, rund 4 Meilen von seinem Heimathafen Dunmore East, County Waterford (Irland), entfernt geortet. Die fünfköpfige Besatzung wird vermisst. Der 20 Meter lange Trawler wurde bereits vor einer Woche gefunden, jedoch verhinderte schlechtes Wetter seit dem Untergang am 11.1. Tauchgänge.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2007
Ein Drittel Öl von "MSC Napoli" geleichtert
Maritime and Coastguard Agency (MCA) / UK - Mehr als ein drittel des Bunkeröls war am 26.1. aus dem Wrack der "
MSC Napoli" abgepumpt. Um 5 Uhr morgens waren 1470 Tonnes zum Tanker "
Forth Fisher" gepumpt. Die "MSC Napoli" hat 4 Haupttanks und 2 kleinere Tanks. Momentan konzentrieren sich die Arbeiten auf die Steuerbordtanks 5 und 6. Die beiden Haupttanks liegen unter Wasser und sind wegen der Schlagseite schwieriger zu erreichen. Deswegen wurde ein spezielles System vorbereitet, die Tanks anzubohren und das Öl zu bergen. Die Haupttanks sind weiterhin intakt, der Ölaustritt belief sich auf 60-100 Tonnen. Gelegentlich tritt aus dem Maschinenraum Öl aus, das aber vor Ort eingefangen werden kann. Die Arbeiten werden noch eine Woche dauern. Währenddessen liefen die Vorbereitungen zum Leichtern der Container an. Die mit zwei Kränen ausgestattete Barge "
Bigfoot" wurde am Abend vor Ort erwartet. Sie soll die Containe auf die Barge "
Boa Barge 21" heben, die bereits eingetroffen ist. Zuerst sollen Container mit Chemikalien geborgen werden. Mit dem Entfernen der Ladung soll auch der Druck auf den Rumpf verringert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2007
Hälfte der "Safmarine Agulhas" geborgen
East London / Südafrika - Am Abend des 26.1. war die Vorderhälfte der "
Safmarine Agulhas" vor East London aufs Trockene gezogen. Ingenieuere an Bord überwachten den Fortschritt der Arbeiten und pumpten Wasser ab. Die Berger hatten einen Slip auf dem Wellenbrecher gebaut, auf dem das Wrack aus dem Wasser gezogen wurde. Die Arbeiten dauerten 2 Tage. Der Rumpf hing auf dem Meeresgrund fest, doch nachdem Luft in die Laderäume gepumpt worden war, kam er doch hoch. Die 8000 Tonnen Stahl werden nun verschrottet. Im April soll die Bergung abgeschlossen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2007
Rettungsaktion für lecken Kutter
Cameron, Louisiana / USA - Am Nachmittag des 26.1. schlug der Kutter "
Gulf Master" 25 Meilen südlich von Cameron leck. Ein Rettungshubschrauber und ein Rettungsboot aus Sabine machten sich mit mobiler Lenzpumpe zum Havaristgen auf. Die "Gulf Master" setzte 2 ihrer Leute auf die Ölplattform "
West Cameron 149" über und nahm Kurs aufs Ufer. Der HH-65C Dolphin Helikopter fierte die vom Rettungsboot herbeigebrachte Pumpe ab und übergab sie dem Schwesterschiff der "Gulf Master", der "
Brenda Lee", die zur Assistenz herbeigelaufen war. Die "Gulf Master" konnte so dass El Paso Shore Base Dock auf der Westseite von Cameron erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2007
Frachter "Tong Cheng" provisorisch repariert
Honolulu, Hawaii / USA - Am 26.1. wurden die Reparaturen am Leck des 485 Fuß langen, chinesischen Frachter "
Tong Cheng" in Oahu an Ankerplatz B abgeschlossen. Dann wurde das Schiff mit seiner 26-köpfigen Crew nach Kalaeloa Barbers Point Harbor für weitere Reparaturen eskortiert. Das Schiff war unterwegs in karibische Länder wie Costa Rica, Kuba, die Dominikanische Republik und Panama, wird aber jetzt nach China für weitere Inspektionen zurücklaufen. Zuvor wird die US-Küstenwache weitere Inspektionen durchführen. Auf Ankerplatz B hat ein Bergungstaucherteam der US-Marine die Stabilität der "Tong Cheng" erfolgreich erhöht. Seit dem 17.1. hatte die Luftwaffe das Schiff überwacht, als es noch 70 Meilen vor Oahu war und ein Ölfilm zu sehen war. Danach wurden keine Gewässerverunreinigungen mehr ausgemacht. Dennoch bleiben Ölbekämpfungsschiffe weiter in Bereitschaft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2007
46 Mann von brennendem Fischfänger gerettet
Puerto Deseado, Santa Cruz, Argentinien, 26.01.2007 - Alle 46 Besatzungsmitglieder des argentinischen Fischereifahrzeuges "
Puente America" wurden am Morgen des 26.Januar gerettet, nachdem das Schiff Feuer gefangen hatte und vor der Küste von Santa Cruz aufgegeben werden musste.Die "Puente America" stand 110 Meilen vor Puerto Deseado, als das Feuer, das in einem der Laderäume seinen Ausgang genommen hatte, außer Kontrolle geriet. Ein
Helikopter, ein
Flugzeug und ein
Küstenwachschiff kamen zu Hilfe, nachdem die in der Nähe fischende "
Carolina P" die Notrufe weitergeleitet hatte. Zunächst gingen 38 Mann in Zodiacs von Bord und wurden von der "Carolina P" aufgenommen. Der Kapitän versuchte mit sieben verbliebenen Besatzungsmitgliedern, den Brand zu bekämpfen. Dann wurde jedoch klar, dass sie keine Chance hatten, das Feuer einzudämmen, sodass sie auch von Bord gingen. Ein größeres argentinisches
Küstenwachschiff mit Feuerlöschausrüstung nahm Kurs auf den Havaristen. Die Aufgabe wurde angesichts schwerer See als schwierig eingeschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2007
Norwegischer Trawler gesunken
Kristiansund / Norwegen - Der norwegische Trawler "
Herøy" lief am 25.1. vor Atlanterhavsveien in Norwegen auf Grund. Die 8-köpfige Crew wurde von anderen Schiffen gerettet. Das Küstenwachboot "
Eigun" war vor Ort. Ein Schlepper konnte den Untergang nicht mehr abwenden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2007
Ein Toter bei Kutterunglück
Garibaldi, Tillamook, Oregon / USA - Vier Männer wurden am 25.1. von dem wrackgeschlagenen 58-Fuß-Kutter "
Starrigavin" an der Südmole der Tillamook Bay nahe Garibaldi gerettet. Einer war so schwer verletzt, dass er später im Tillamook County General Hospital, Oregon, starb. Die Küstenwache wurde um 21.25 Uhr vom EIRB des Schiffes alarmiert. Momente später sah ein Zeuge das verunglückte Schiff auch und meldete die Position. Die Coast Guard Station Tillamook Bay entsandte ein
47-Fuß-Rettungsboot und die Air Station Astoria einen
HH-60 Helikopter. Vor Ort wurde ein Funkgerät abgesetzt, und ein Mann der "Starrigavin" meldete einen verletzten Seemann. Er wurde aufgewinscht und an wartende Sanitäter übergeben, doch kam die Hilfe zu spät.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2007
Kein Verfahren gegen "Hoheweg"- Eigner
Oldenburg, Niedersachsen / DE, 26.01.07 - Die Staatsanwaltschaft Oldenburg, die den Untergang des Kutters "
Hoheweg" am 8.11.2006 untersuchte, stellte ihr Verfahren gegen den Eigner ein. Das Schiff wurde als hochseetauglich eingestuft, fahrlässiges Verhalten war nicht zu erkennen. Es war ein
Unglücksfall, sagte am 25. Januar ein Pressesprecher. Die Staatsanwaltschaft werde aus Ermittlungsgründen keine Bergung veranlassen. Sie hatte im Dezember routinemäßige das Verfahren gegen den Eigner eingeleitet, um zu prüfen, ob schuldhaftes Verhalten vorlag. Nach Aktenstudium und Erkundigungen bei der Werft, die die "Hoheweg" 2003 umgebaut hatte, könne ihm kein Vorwurf gemacht werden. Der Umbau habe nicht zur Seeuntüchtigkeit und damit nicht zum Untergang geführt, betonte er. Das Schiff sei problemlos in Fahrt gewesen und habe genügend Betriebsstunden ohne Störungen erfüllt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2007
Info: Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse sei ein
Tauchgang zum Wrack des Kutters bis Ende Januar nicht geplant, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Bremerhaven. Die Wellen seien derzeit zwischen 3,5 und 4,5 Metern hoch. Über das
Schicksal des Wracks, das für die Berufsschifffahrt kein Hindernis darstellt, ist noch nicht entschieden.
Tankmotorschiff auf Buhne festgefahren
Karlsruhe, Baden-Württemberg / DE - Offenbar aufgrund eines Fahrfehlers fuhr sich am späten Donnerstagabend (25.1.) ein unbeladenes Tankmotorschiff bei der Talfahrt unweit des Rheinstrandbades Rappenwört (Karlsruhe) rechtsrheinisch auf einer Buhne fest. Nachdem das in Basel beheimatete Schiff aus eigener Kraft nicht mehr freikam, wurde es schließlich am Freitagmittag mit Hilfe eines zweiten Schiffes zurück ins Fahrwasser gezogen.
Zur Begutachtung eventueller Schäden steuerte der Havarist anschließend den Karlsruher Ölhafen an. Der Schiffsverkehr war durch den Unfall lediglich während der etwa 40-minütigen Bergung beeinträchtigt. (pol).
Quelle: ka-news vom 26.01.2007
2 Havarien im Nord-Ostsee-Kanal
Nord-Ostsee-Kanal, Schleswig-Holstein / DE - Am Vormittag des 25.1. lief gegen 11 Uhr zwischen den Weichen Großnordsee und Schwartenbek der Containerfrachter "
Elisabeth", ca. 5000 BRZ in die Böschung gegangen, konnte sich aber aus eigener Kraft wieder befreien.
In der folgenden Nacht des 26.1. um 00:30 Uhr lief der Containerfeeder "
Dirhami", ca. 3000 BRZ, bei Dükerswisch in die Böschung. Da er nicht aus eigener Kraft freikam, kamen zwei Schlepper der Bugsier-Reederei aus Brunsbüttel zu Hilfe. Als das Schiff wieder im Fahrwasser war, nahm es Kurs auf Kiel, wo es im Nordhafen festmachte. Hier lag unterdessen auch die "
Oeland" nach ihrem Maschinenausfall.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2007
Leichter an "MSC Napoli" erwartet
Maritime and Coastguard Agency (MCA) / UK, 26.01.07 - Die
beiden Kranbargen, die beim Leichtern der "
MSC Napoli" helfen sollen, sind seit dem 24.1. auf dem Weg von Rotterdam und wurden am 26.1. vor Sidmouth erwartet. Sie sollen am 27.1. damit beginnen, die verbliebenen 2394 Container zu löschen. Sie sollen auf die norwegische Barge "
Boa Barge 21" verladen werden, die sie dann nach Portland bringt. Hier hatte die "MSC Napoli" eigentlich hingeschleppt werden sollen, was der verstärkte Wassereinbruch und das damit verbundene Tiefertauchen des Hecks unmöglich machte, da es vor Sidmouth aufsetzte. Die "
Bigmouth" soll am Heck festmachen, wo das Löschen beginnt. Damit kommt sie dem an Steuerbord festgemachten Tanker "
Forth Bridge" nicht ins Gehege. Das ausgeflossene Öl aus dem Frachter konnte derweil erfolgreich bekämpft werden. Das Leichtern des verbliebenen Bunkeröls macht rasche Fortschritte, bislang wurde ein drittel in den Tanker "Forth Bridge" gepumpt. Zwei der Schiffstanks liegen aber unter Wasser, und es könnte eine Woche dauern, sie zu lenzen.
Das Löschen der
Ladung wurde nun auf 5 Monate geschätzt. Rund die Hälfte der Container waren für Südafrika bestimmt.Volkswagen South Africa musste nach dem Verlust von 130 Containern mit Fahrzuegteilen die Produktion herunterfahren. Auch die Produktion südafrikanischen Weins ist beeinträchtigt, da dutzende von Holzfässern an Bord des Frachters waren. Der südafrikanische Stahlproduzent Columbus Stainless gab an, 1000 Tonnen Nickel auf dem Schiff transportiert zu haben. BMW Südafrika hatte 39 Motorräder und Fahrzeugteile an Bord. Die 856 Tonnen große "Union Beaver" dient mit Unterkünften für 28 Personen als schwimmende Bergungsbasis. Es soll versucht werden, nach dem Leichtern die "MSC Napoli" wieder aufzuschwimmen. Es wird aber noch einige Zeit dauern, ehe sich klärt, ob dies machbar ist. Provisorische Reparaturen umfassten das Abdichten von Rissen und dem abpumpen von Wasser aus den Laderäumen 3 und 4.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2007
Ladung von havariertem Frachter bereitet Sorge
Honolulu, Hawaii / USA, 26.1.07 - Die US-Küstenwache ist besorgt über die Ladung des vor Honolulu liegenden Frachters "
Tong Cheng". Eine Ladungsliste, die die Schiffsführung übergab, führt auch Munition auf. Art oder Menge sind aber nicht bekannt. Inzwischen wurde begonnen, das Schiff zu lenzen. Der Riss, durch den ein Laderaum voll lief, ist über 4 Fuß lang. Danach soll der Frachter in den Hafen geschleppt und dort die Ladung im Barbers Point Harbor gelöscht werden. Danach soll der Frachter
nach China zurückkehren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2007
Kümo trieb im Nord-Ostsee-Kanal
Nord-Ostsee-Kanal, Schleswig-Holstein / DE - Das 100 Meter lange Kümo "
Oeland", ca. 3000 BRZ, erlitt am 25.1. auf dem Nord-Ostsee-Kanal gegen 15.15 Uhr einen totalen Maschinenausfall. Es gelang der Crew, das hilflose Schiff an Dalben bei Kanalkilometer 26 nahe Hohenhörn festzumachen. Um 19 Uhr liefen zwei Schlepper von Brunsbüttel zum Havaristen, um ihn nach Brunsbüttel in den Landeshafen zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2007
Feuer auf Frachter in Hamilton
Hamilton, Ontario / Canada - Der Frachter "
Algoville" geriet am 24.1. in Hamilton in Brand. Feuerwehrleute gingen gegen die unter Deck wütenden Flammen vor. Das Feuer brach um 10.45 Uhr unter Deck aus, während Arbeiter die Maschine austauschten und dabei Stahl zerschnitten. 21 Feuerwehrleute kämpften sich durch dicken Rauch, den Ölprodukte verursachten. Sie konnten den Brandherd lokalisieren, der sich 2 Decks unter dem Hauptdeck befand. Ein Chemiewassermix löschte das brennende Öl. Die 12 Personen, die unter Deck gearbeitet hatten, blieben unversehrt. Das Schiff war während der Wintermonate in Hamilton aufgelegt. Es gehört der Algoma Steel, wurde vor 40 Jahren erbaut und transportiert Getreide und Eisen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2007
Vorschiff der "Safmarine Agulhas" wird geräumt
East London / Südafrika - Mammoet Salvage hat begonnen, die Reste des Frachters "
Safmarine Agulhas" zu räumen, das im Juni 2006 vor East London strandete. In den vergangenen 4 Wochen wurde dies vorbereitet. Dazu wurden Kettenzüge installiert und der Wellenbrecher verstärkt. Alle Portalkräne darauf sind einsatzklar. Die Räumung des Vorschiffs ist nun auf dem Weg und soll binnen kurzem abgeschlossen sein. Die Aufbauten und einer der drei Schiffskräne waren bereits entfernt worden. 12 holländische und südafrikanische Bergungsexperten sind mit den Arbeiten beschäftigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2007
Schwimmbagger im Suezkanal geborgen
Ismailia / Ägypten, 18.01.2007 - Smit Salvage hat im Suezkanal jetzt den gesunkenen Schwimmbagger "
Al Khattab" gehoben und an einen sicheren Platz geschleppt.
Der ägyptische Schwimmbagger mit 45 Menschen an Bord war am 13.09.2006 im Suez-Kanal gesunken. Bei dem Unglück sind 2 Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Der Bagger war damit beschäftigt gewesen, Sand aus dem Suezkanal zu entfernen, der die Durchfahrt der Schiffe behinderte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2007
Bundespolizeiamt See ermittelte auf dem Fischereifabrikschiff "JAN MARIA"
Neustadt in Holstein, Schleswig-Holstein / DE - Auf dem deutschen Fischereifabrikschiff "JAN MARIA" (7546 BRT) kam es März 2006 im Seegebiet nordwestlich von Irland zu einem Arbeitsunfall mit Todesfolge. Beim Ausbringen des 600 m. langen Schleppnetzes wurde ein deutscher Seemann von einer Trosse erfasst und mitgerissen. Der Tote hinterlässt seine Ehefrau mit einem Kleinkind. Die Umstände des tödlichen Arbeitsunfalls wurden durch eine Ermittlungsgruppe des Bundespolizeiamtes See im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bremerhaven vor Ort untersucht.
An Bord des 125 m. langen Fischereifabrikschiffes wurde auf See, gemeinsam mit der Seeberufsgenossenschaft und Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung, eine Begutachtung der Aussetztechnologie des Schleppnetzes durchgeführt. Bei der Rekonstruktion und Dokumentation des Arbeitsablaufes, mit den für das Aussetzen verantwortlichen Seeleuten, wurden Sicherheitsmängel in der Handhabung festgestellt, die zu den tödlichen Verletzungen bei einem der vier an Deck arbeitenden Seeleute führten. Als Ermittlungsergebnis steht fest, dass die auf der "Jan Maria" praktizierte Arbeitsweise, zum Aussetzen des Fangnetzes, ursächlich für den Tod des deutschen Seemannes war. Gegen die Verantwortlichen auf der Brücke und an Deck besteht für die Staatsanwaltschaft Bremerhaven der Tatverdacht der fahrlässigen Tötung.
Das Fischereischiff "Jan Maria" (BX 783) wurde 1988 auf der Bremerhavener Schichau Seebeck-Werft gebaut. Im Jahre 2000 wurde die Jan Maria auf der Bredo-Werft in Bremerhaven von 99m auf 125,60m verlängert. Sie ist mit einer Besatzung von 40 Mann im Einsatz und dient vor allem zum Fang von Hering, Makrele, Holzmakrele und Blauem Wittling in europäischen Gewässern, aber auch zu Einsätzen vor der Küste Westafrikas. Nach dem Umbau können 5.500 Tonnen pro Reise gefangen und verarbeitetet werden. Eigner ist die Doggesbank Seefischerei GmbH in Bremerhaven.
Quelle: Bundespolizeiamt See vom 25.01.2007
Fischerboot im Ärmelkanal gekentert - drei Tote
Saint Cast le Guildo, Bretagne / Frankreich, 25.01.07 - Nach dem Kentern eines französischen Kutters im Ärmelkanal ist ein dritter Fischer tot geborgen worden. Wie die Behörden mitteilten, wurde die Leiche des Mannes an den Strand von Saint-Cast le Guildo gespült. Die elf Meter lange "Le Manureva" war am Montag (22.1.) ausgelaufen und einen Tag später kieloben treibend vor der kleinen Hafenstadt in der Bretagne entdeckt worden. Nur einer der vier Seeleute an Bord hatte das Drama überlebt; er war am Dienstag mit Unterkühlung und einem Schock ins Krankenhaus gebracht worden.
Quelle: AFP vom 25.01.2007
Wasserschutzpolizei hindert Kühlschiff "Caribbean Mermaid" am Auslaufen
Bremerhaven, Bremen / DE - Ort: Bremerhaven Zeit: 24. Januar 2007, 10.00 Uhr. Unhaltbare Zustände offenbarten sich den Beamten der Wasserschutzpolizei Bremen während der Kontrolle eines in Bremerhaven liegenden Kühlschiffes. Im Maschinenraum des 140 Meter langen Schiffes wurde ein äußerst schlechter Allgemeinzustand des Rohrleitungssystems festgestellt. An mindestens 15 Stellen (!) waren Rohrleitungen nur provisorisch durch die philippinische Besatzung repariert worden. Das Hauptnotlenzventil ließ sich nicht öffnen. Im
Falle eines Wassereinbruchs wäre ein Sinken des Schiffes nicht zu verhindern gewesen. Außerdem wurden auch gravierende Undichtigkeiten im Feuerlöschsystem des erst 14 Jahre alten Schiffes ermittelt.
Darüber hinaus wurden ölhaltige Verunreinigungen in der Reinwasserleitung des Bilgenwasseraufbereitungssystem festgestellt. Die Ermittlungen dazu dauern an. Aus gefahrenabwehrenden Gründen wurde gegen das Schiff nach Rücksprache mit der Seeberufsgenossenschaft ein Auslaufverbot verhängt. Das unter liberianischer Flagge fahrende Kühlschiff "Caribbean Mermaid"darf den Hafen von Bremerhaven erst nach Reparatur der Schäden und Abgabe aller ölhaltiger Abfälle wieder verlassen.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 25.01.2007
Reparierter Containerfrachter abgeliefert
Wismar, Mecklenburg-Vorpommern / DE - Die Aker-Werft in Wismar lieferte am 25.1. das Containerschiff "
Cape Martin" ab. Dieses erste einer Serie von acht Schiffen eines Typs für das Emissionshaus König & Cie. GmbH & Co. KG in Hamburg war vor wenigen Tagen im Sturm wie berichtet bei der Kollision mit einer Kaimauer beschädigt worden. Nach inzwischen erfolgter Reparatur soll es am 26.1. zur Jungfernfahrt nach Philadelphia (USA) auslaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.01.2007
Virus-Erkrankung auf Kreuzfahrtschiff "Queen Elizabeth 2"
San Francisco, Kalifornien / USA - Auf der "Queen Elizabeth 2", einem der größten Kreuzfahrschiffe der Welt, sind hunderte Passagiere an einem Magen-Darm-Virus erkrankt. Wie der "San Francisco Chronicle" berichtet, haben sich seit dem Auslaufen des Schiffes in Fort Lauderdale (Florida) 276 Passagiere und 28 Besatzungsmitglieder mit dem Virus infiziert, der Erbrechen und Schwindel auslöst. Das Schiff lief nun in San Francisco ein. Mitarbeiter der US-Gesundheitsbehörde sind an Bord, um den Ozeanriesen gründlich zu desinfizieren.
Quelle: dpa vom 25.01.2007
Leichtern der "MSC Napoli" in vollem Gang
Lyme-Bucht, Devon, Dorset, England / UK, 24.1.07 - Die Reederei
CGA CGM hat Spekulationen zurückgewiesen, nach denen der Zustand ihres einstigen Schiffes nach dessen Strandung 2001 als "
CMA CGM Normandie"nicht einwandfrei gewesen sein könnte, als es 2002 an Zodiac verkauft wurde. Zodiac bestätigte derweil, dass das Abpumpen des Öls der jetzigen "
MSC Napoli" seit dem Nachmittag des 24.1. im Gange sei. Pro Stunde können 30 Tonnen abgepumpt werden. Bis in die Mittagsstunden des 24.1. waren 275 Tonnen aus Steuerbordtank 6 geleichtert. Danach ging es an Steuerbordtank 5. Dazu müssen die Berger durch schmale Mannlöcher im Deck kriechen, ausgerüstet mit Atemgeräten, und Schläuche ins Tankinnere einbringen und damit das Öl staubsaugerartig abzusaugen. Die Berger dürfen aus Sicherheitsgründen nur zwischen Tageslicht und Mitternacht arbeiten und müssen festgelegte Pausen einhalten.
Eine zweite Crew ist unterwegs, sodass das Abpumpen nach deren Eintreffen rund um die Uhr stattfinden kann. Das Öl wird von der aus Falmouth hinzugezogenen "
Forth Fisher" aufgenommen, im Lauf der Woche kommt dazu die Barge "
Bigfoot" mit einem 500 und einem 250-Tonnen-Kran, die am 25.1. aus Rotterdam auslaufen sollte und am 26.1. oder 27.1. vor Bransconb erwartet wird. Sie soll die Containerladung auf eine weitere, aus Rouen herangeschaffte
Barge verladen, die sie dann an Land bringt. Außerdem ist seit dem 24.1. das Bergungsschiff "
Union Beaver" vor Ort, dass dem Smit-Bergungsteam als Basis dient.
Die Wetterbedingungen sind mit nördlichen Winden derzeit günstig, das Schiff liegt dabei recht windgeschützt. Derweil gab es am 23.1. einen neuen Ölaustritt von rund 5 Tonnen aus einem Lüftungsrohr des Frachters, das inzwischen abgedichtet wurde. Der Ölfilm erstreckte sich über eine Länge von mehreren Kilometern und war 30 Meter breit. Er trieb Richtung offener See. Es wurde versucht, ihn mit Ölsperren einzufangen und zu binden. Insgesamt sind bislang rund 200 Tonnen Öl ausgelaufen und haben rund
990 Seevögel verölt auf den Strand treiben lassen. 354 wurden zur Behandlung in RSPB Centres geschafft. Die Flüsse Brid und Axe wurden mit Ölsperren abgeschottet. Bei Änderungen der Windverhältnissen würden weitere Flüsse abgesperrt. Der Wetterbericht für die nächsten Tage sagt mit 17-18 Knoten Wind aus Nordnordost günstige Bedingungen voraus.
Die Anzahl der verlorenen Container wird nunmehr mit
103 beziffert. 50 wurden am Strand identifiziert, 20 schwimmen im Meer und sollen geborgen worden. 33 sind verschwunden und wohl gesunken. Sie sollen mit einem vom Schiffseigner gecharterten Schiff mit Sonar lokalisiert werden. Ein Flugzeug stellt aus der Luft sicher, dass keine treibenden Container die Schifffahrt gefährden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.01.2007
"Golden Sky" wird mit Huschraubern entladen
Riga / Lettland, 24.01.07 - Hubschrauber sind derzeit dabei, die Ladung des nahe Ventspils am 14. Januar gestrandeten griechischen Frachters "
Golden Sky" zu leichtern. Das Schiff war in stürmischer See nach Maschinenproblemen ins Treiben geraten, nachdem der ausgebrachte Anker gebrochen war. Das Löschen der Düngerladung wird längere Zeit andauern, da die
Helikopter nur geringe Mengen zur Zeit fortschaffen können und Schnee die Operation behindert. Die "Golden Sky" hatte 400 Tonnen Bunkeröl an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.01.2007
Frachter sank vor Ningbo - 19 Mann gerettet
Ningbo, Provinz Zhejiang / China - Am 23.1. sank der kambodschanische Frachter "
Nobel", 6913 BRZ, vor Ostchina. Die 19-köpfige russische Crew des 1975 erbauten Schiffes, darunter 2 Frauen, wurden von einem nahestehenden Schiff gerettet, nachdem es begonnen hatte, Wasser zu nehmen und sich auf die Seite zu legen. Es hatte am 22.1. von Vanino, Ostrussland mit einer Ladung von 8500 Kubikmetern Holz kommend den Hafen von Ningbo erreicht. Am folgenden Morgen begann es Schlagseite zu entwickeln, woraufhin es Notrufe funkte. Die Ursache des Untergangs ist unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.01.2007
Frachter mit Hilfsgütern Ziel von Sprengstoffanschlag
Kankesanthurai / Sri Lanka, 23.01.07 - Der Frachter "
City of Liverpool" wurde am 21.01. vor Sri Lankas Nordküste von einem Sprengboot der Tamil Tigers gerammt. Das Schiff wurde in den Hafen von Kankesanthurai auf der Jaffna-Halbinsel abgeschleppt. Die "City of Liverpool" hatte Hilfsgüter für Zivilisten in Jaffna geladen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.01.2007
Gesunkenes Auto bei Torgau geborgen
Torgau, Sachsen / DE - Die Wasserschutzpolizei hat den in der Nacht zum Mittwoch in der Elbe bei Torgau versunkenen Pkw geborgen. Das Auto wurde von einem Peilschiff geortet. Das Fahrzeug war etwa 300 Meter elbabwärts getrieben und in Höhe des Torgauer Schlosses an Land gebracht worden. Der Pkw war von einem Parkplatz in die Elbe gerollt. Nach ersten Erkenntnissen hatte die Besitzerin die Handbremse nicht angezogen.
Quelle: MDR 1 vom 25.01.2007
Versunkenes Auto blockiert Elbe-Schifffahrt
Torgau, Sachsen / DE - Wegen eines versunkenen Autos ist die Elbe bei Torgau für den Schiffsverkehr gesperrt. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei stehen bereits drei Schleppkähne im Stau. Zur Stunde werde mit Booten und Peilsendern nach dem Auto im Fluss gesucht. Wegen des sehr kalten Wasser können Taucher nicht eingesetzt werden. Ersten Erkenntnissen zufolge war das Auto von einem Parkplatz in die Elbe gerollt.
Quelle: MDR 1 vom 24.01.2007
Binnentanker rammte Brückenpfeiler
Duisburg-Baerl, Nordrhein-Westfalen / DE - In der Nacht zum 24.1 rammte ein deutscher
Binnentanker gegen 01.00 Uhr einen Pfeiler der Eisenbahnbrücke in Duisburg-Baerl. Der Tanker war mit 1044 Tonnen Erdöldestillat beladen auf Talfahrt und wollte das kleine Brückenjoch durchfahren. Dabei stieß er mit der Backbordseite gegen den Brückenpfeiler und zog sich eine Leckage in Höhe des Laderaums 1 zu. Es trat keine Ladung aus, aber es lief Wasser in den Laderaum. Die Ladung wurde in ein anderes Tankschiff umgepumpt. Ein leicht verletztes Besatzungsmitglied konnte nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus verlassen. Die Wasserschutzpolizei verbot dem Schiffsführer vorläufig die Weiterfahrt und begann Ermittlungen zur Unfallursache.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.01.2007
Strand von Sidmouth wurde eingezäunt
Sidmouth, Devon, England, UK - Am 23.1. wurde der Strand von
Sidmouth zur Baustelle erklärt, damit die britische Polizei eine rechtliche Handhabe hatte, das Areal mit Bauzäunen abzusperren. Damit sollte der andauernde Zulauf von Strandräubern an der Strandungsstelle der "
MSC Napoli" gestoppt werden. Inzwischen waren organisierte Banden am Strand aufgetaucht, um sich an den angetriebenen Containern zu schaffen zu machen. Strandräuber trampelten auch über umliegende Grundstücke und machten sich an Containern mit persönlichen
Habseligkeiten zu schaffen. Inzwischen wurde schon geborgenes Strandgut wie Airbags von BMW bei Ebay angeboten.
Im abgesperrten Bereich sollte um 7 Uhr des 24.1. mit dem Aufräumen begonnen werden und eine Plattform errichtet werden, die Container zu bergen oder zu zerlegen. Derzeit würden weitere aufschwimmende Container nach Winddrehung nach See hin treiben. Ein Taucherteam dichtete derweil mit Metallplatten einen Riss im Schiff ab, aus dem Öl ausgelaufen war. Bevor das Leichtern des Bunkeröls begonnen werden kann, muss es noch erhitzt werden. Der Tanker "
Forth Fisher" ist vor Ort und soll das Schweröl aufnehmen. Das Leichtern kann eine Woche dauern.
1100 Vögel wurden bislang von Öl verunreinigt. Sie wurden in einem Bereich von 25 Meilen um die "MSC Napoli" gefunden. Der Ölaustritt an Steuerbord wurde inzwischen gestoppt. Hier waren rund 60 Tonnen Ölwassergemisch aus dem Maschinenraum ausgetreten. Das treibende Öl wurde mit Dispersionsmitteln besprüht und begann sich aufzulösen. Außerdem wurde es mit einer Ölsperre eingefangen. Für das Löschen der rund 2300 Container wurde ein Jahr veranschlagt. Bargen sind bereits unterwegs, in Rotterdam wird ein Kran ausgerüstet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.01.2007
Lecker Frachter ankert vor Hoholulu
Honolulu, Hawaii / USA, 23.1.07 - Der chinesische Frachter "
Tong Cheng" liegt momentan nahe Pearl Harbour zur Reparatur eines 56 Fuß langen Risses im Vorschiff unterhalb der Wasserlinie. Die 26-köpfige Crew muss an Bord bleiben, während der Havarist vor dem Flughafen von Honolulu verbleibt. Die Ladung des Frachters besteht aus Stahl, Holz, Dieselmotoren, PVC, Kleidung und Munition. Es war von Südkorea auf dem Weg in die Karibik. Bereits am 13.1. war die Küstenwache informiert worden, dass Laderaum 2 an Steuerbord leck sei. Daraufhin wurden eine C 130 und der Küstenwachkutter "
Walnut" zum Frachter der Shanghai Ocean Shipping Co. geschickt. Am 19.1. wurde ein Ölfilm entdeckt, als die "Tong Cheng" 75 Meilen west-südwestlich von Honolulu stand. Am 21.1. war ein Bergungsteam der Küstenwache vor Ort, und eine provisorische Abdichtung wurde über das Leck gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.01.2007
"Samson" soll Docktor bergen
Fehmarn, Schleswig-Holstein / DE, 23.01.07 -
Die Bergung des vor mehr als drei Wochen havarierten
Dock-Tores vor der Ostseeinsel Fehmarn rückt näher. Eine dänische Firma habe bereits mündlich den Auftrag erhalten, das Tor nach Kiel oder Rostock zu schleppen, heiß es am 22.1. beim Havariekommando Cuxhaven. Der dafür erforderliche Schwimmkran "
Samson" sei bereits von Flensburg nach Kiel gebracht worden. Das 100 Meter lange Tor war am 31. Dezember nordöstlich von Fehmarn auf Grund gesetzt worden, weil es zu sinken drohte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.01.2007
Binnentanker droht vor Holland zu sinken
Urk, Provinz Flevoland / Niederlande - Am Abend des 23.1. kollidierten 2 Binnenschiffe in den Morgenstunden im Ijsselmeer. Die mit Kalkstein beladene "
Aquarant" stieß mit dem Binnentanker "
Columbus" drei Kilometer westlich von Urk zusammen. Die "Columbus" erhielt einen Riss von 3,5 Metern Länge und drohte auseinanderzubrechen und zu sinken. Rettungsboote aus Urk waren vor Ort. Weil Öl aus dem Havaristen auslief, entwickelte sich ein 150 Meter langer Ölfilm. In den Mittagsstunden war die Situation unter Kontrolle. Die beiden Kapitäne wurden zum Unfall verhört. Die "Columbus" erhielt gegen Mittag die Erlaubnis zur Weiterfahrt. Die "Aquarant" wurde von einem anderen Tanker geleichtert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.01.2007
Bulkcarrier vor Spanien gestrandet
Cádiz, Andalusien / Spanien, 23.01.07 - Am 22. Januar lief in der Bucht von Cadiz der Bulkcarrier "
Ocean Globe", 43000 tdw, mit 38000 Tonnen Kohle an Bord auf Grund.
Vier Schlepper liefen zu dem 1995 erbauten Schiff, doch sollten zunächst 600 Tonnen Bunkeröl geleichtert werden. Der Handymax-Bulker gehört dem griechischen Reeder George Fidakis und wird betrieben vom Globus Shipmanagement. Er ist eines von zwei Schwesterschiffen, die die Restis-Gruppe ein halbes Jahr zuvor an Fidakis verkauft hatte. Die vormalige "
Ocean Ranger" kostete mehr als 25 Millionen Dollar. Sie ist klassifiziert vom Bureau Veritas, hat ein Sicherheitszertifikat von Lloyd's Register und Versicherungsschutz durch den Norwegian Skuld Club.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.01.2007
Brennender Frachter evakuiert
Nagoya, Präfektur Aichi auf Honshu / Japan - Die zehnköpfige chinesische Besatzung wurde am 23.1. von dem brennenden Frachter "
Ping Yang No 8", 1424 BRZ, gerettet. Das unter Belize-Flagge laufende, 1987 erbaute Schiff war am Nachmittag 70 Meilen vor der Küste von Nagoya, Südostjapan, in Brand geraten und trieb danach im Pazifik. Die "Ping Yang No 8" war unterwegs von Funabashi nahe Tokio nach Haimen nördlich von Shanghai. Sie hatte u.a. Schrottmetall und Abfall geladen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.01.2007
Smit soll Schwergutfrachter bergen
Breda, Provinz Nordbrabant / Niederlande, 23.01.07 - Die Firma "Dockwise Shipping B.V." hat die Bergungsfirma SMIT Salvage mit der Hebung des vor der nordangolanischen Küste gesunkenen Schwergutfrachters "
Mighty Servant 3" beauftragt. Das Wrack liegt seit
Dezember 2006 auf rund 203 Fuß Wassertiefe. In den vergangenen Wochen hat Smit bereits eine komplette Tauchuntersuchung des Wracks vorgenommen, um den Zustand festzustellen und umweltgefährdende Stoffe zu entfernen. Nun ist alles Bunkeröl von Bord, und der Schwimmkran "
Taklift 7" wird das Schiff an den Haken nehmen, während gleichzeitig Pressluft in verschiedene Schiffssektionen gedrückt wird. Nach der Bergung soll die Ursache des Untergangs geklärt werden. Dann soll eine Reparaturwerft gefunden und das Schiff planmäßig im ersten Quartal 2008 wieder in Dienst gestellt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.01.2007
Binnenschiff in Holland geborgen
Tholen, Provinz Zeeland / Niederlande - Das Binnenschiff "
Enrico", das durch überkommende Wellen am 18.1. in der Bergse Diepsluis, Tholen, sank, wurde am 22.1. durch die Bergungsfirma Polderman aus Hansweert gehoben. Die 1999 erbaute "Enrico", die eine Länge von 30 Metern und eine Breite von 3 Metern hat, wurde dann zur Werft Van Duyvendijk in Tholen gebracht. Hier soll untersucht werden, ob sich eine Reparatur des Schiffes lohnt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.01.2007
Feuer vor Papua Neu Guinea unter Kontrolle
Golf von Papua / Papua-Neuguinea - Das Feuer in Laderaum 1 eines
Frachters vor Papua Neu Guinea konnte durch ein Team von SvitzerWijsmuller Salvage unter Kontrolle gebracht, aber noch nicht gelöscht werden. Es war am 19.1. ausgebrochen. Der Feuerlöschschlepper "
Fifi 1" hatte den Havaristen tags darauf erreicht. Zeitgleich war Svitzwisjmuller vor Ort. Es wurde sofort begonnen, die Flammen in Laderaum 1 zu bekämpfen und ein Übergreifen auf Laderaum 2 zu verhindern. Unterstützungsteams aus Singapur und Holland waren seit dem 21.1. vor Ort. Am 22.1. war der Brand eingedämmt. Nun soll das Öl in den Tanks unterhalb des Brandbereichs entfernt werden. Weitere Schiffe zum Löschen und Öltransfer wurden in Marsch gesetzt. Darunter befand sich auch der australische Notfallschlepper "
Pacific Responder". Der Frachter treibt unweit des Great Barrier Reef.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.01.2007
Fischerboot im Ärmelkanal gekentert - vier Vermisste
Saint Cast le Guildo, Bretagne / Frankreich - Am 23.1. ist am Ärmelkanal ein französisches Fischerboot gekentert. Vier Besatzungsmitglieder würden vermisst, teilte die französische Seenotrettung am Dienstag mit. Demnach wurde das elf Meter lange Boot am Morgen kieloben vor der nordwestfranzösischen Hafenstadt Saint-Cast le Guildo entdeckt. Die "Le Manureva" war am Montag (22.1.) aus der Stadt Saint-Brieuc ausgelaufen. Zwei Hubschrauber und Schiffe suchten um die Unglücksstelle herum nach möglichen Überlebenden..
Quelle: AFP vom 23.01.2007
Strandraub an der Küste von Dorset
Lyme-Bucht, Devon, Dorset, England / UK, 23.1.07 - Britische Polizei patrouilliert jetzt die Strände in Devon, wo die Container der "
MSC Napoli" an Land gespült werden. Bislang sind rund 200 der 2323 Container des Schiffes über Bord gegangen und trieben bis nach Westbay in Dorset. Alle Straßen in die Umgebung wurden gesperrt. Strandgängern wurden Formblätter ausgehändigt, auf denen angegeben werden sollte, was die Menschen sich beim Aufbrechen der Container angeeignet hatten. Denn bis dahin hatten sich bereits hunderte von Menschen in vitalster Strandräubertradition am Inhalt der rund 40 auf den Branscombe Strand getriebenen Container zu schaffen gemacht. Rund 50 BMW-Motorräder wurden so im Schutz der Dunkelheit mit jeweils 8-10 Personen über die Klippen abtransportiert. Anderes Strandgut waren ein Traktor, eine Mercedes-Limousine, Auspuffrohre oder Lenkräder von Autos sowie
Schönheitscreme. Mehrere Gefahrgutcontainer, die aus Sicherheitsgründen oben an Deck gestaut waren, wurden gleichfalls in die See gespült. Insgesamt waren über 300 der 2394 Container mit umweltgefährdenden Stoffen beladen. Die Polizei warnte, dass es Gesetzesbruch sei, die Einfuhr der Waren nicht binnen 28 Tagen anzumelden.
Die Küstenwache schätzte derweil, dass es
eine Woche dauern könnte, die
3500 Tonnen Bunkeröl abzupumpen.
600 Vögel wurden bislang verölt aufgefunden zwischen Chesil Beach und Portland, Dorset. Das Wrack der "MSC Napoli" liegt rund eine Meile vor der Küste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2007
Deutscher Containerfrachter strandete vor Le Havre
Le Havre, Normandie / Frankreich - Der unter deutscher Flagge fahrende Containerfrachter "
Maersk Denton" ist am 23.1. beim Auslaufen aus dem nordfranzösischen Hafen Le Havre auf Grund gelaufen. Er konnte jedoch nach rund zwei Stunden wieder freigeschleppt werden. Der 281 Meter lange Frachter war mit 25 Mann Besatzung auf dem Weg nach New York. Drei Schlepper wurden eingesetzt, um das Schiff mit einer Ladekapazität von 4100 TEU mit steigender Flut wieder freizubekommen. Kurz vor 9.30 Uhr löste sich der Frachter vom Grund und konnte zu einer Inspektion auf mögliche Schäden in den Hafen zurückkehren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2007
Frachter vor Honolulu leck geschlagen
Honolulu, Hawaii / USA, 23.1.07 - Der 485 Fuß lange chinesisches Frachter "
Tong Cheng" erlitt vor Honolulu einen Riss unterhalb der Wasserlinie. Das Schiff bat am 22.1. um Einlaufgenehmigung. Die Küstenwache entsandte ein
C130-Flugzeug, ein
Mehrzweckschiff und ein Untersuchungsteam zum Havaristen. Um das Schiff war eine Wasserverschmutzung unbekannter Herkunft zu sehen. Das Schiff lag ungefähr 50 Meilen südwestlich von Oahu. Ein Team von technischen Experten der Küstenwache, eine mobile Tauchbergungseinheit der Marine und weitere Kräfte sollten die strukturelle Integrität des Havaristen prüfen, um zu einer Entscheidung zu kommen, ob der angeschlagene Frachter die Erlaubnis zum Einlaufen nach Honolulu erhalten sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2007
Frachter vor Sikrags wieder flott - Besatzung war betrunken
Riga / Lettland - Der lettische Frachter "
Nijord" (IMO No: 8007157), der am 21.1. auf dem Weg von Polen nach Lettland nahe Sikrags am 21.1. gestrandet war, konnte am 22.1. um 16 Uhr von dem lettischen Schlepper "
Ventspils" wieder flott gemacht werden. Er machte sich anschließend auf den Weg zu einer Werft in Riga. Bei der Havarie waren offenbar fünf der neun Mann Besatzung betrunken, darunter der Kapitän. Das Schiff hatte keine Ladung, als es strandete. Warnungen über Funk, den gefährlichen Kurs zu ändern, hatten keine Reaktion erzeugt. Derzeit sind Repräsentanten von Küstenwache, Grenzschutz und Polizei an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2007
10 Vermisste im ostchinesischen Meer
China, 20.1.2007 - Vier Gerettete und zehn Vermisste ist die Bilanz nach dem Kentern zweier Schiffe vor Ostchina. Am 19.1. kenterte ein
Kutter mit drei Mann in schwerer See vor
Pinghai in der Fujian Provinz. Ein Mann wurde gerettet.
Ein
Frachter mit einer Ladung Sand sank in den Frühstunden des 20.1. auf dem Weg nach Xiuyu in Pusan. Er sprang leck, während er auf See ankerte, und ging unter, Drei der 11 Seeleute, die sich im Schlaf befanden, konnten sich in eine Rettungsinsel flüchten, als sich das Schiff auf die Seite legte. Eine Flotte von rund 20 Schiffen suchte nach den übrigen Seeleuten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2007
Holländische Fähre rammte Anleger
Den Helder, Nordholland / Niederlande - In Den Helder rammte die Fähre "
Molengat" am 18.1. mit hoher Geschwindigkeit eine Hafenbrücke, Passagiere stürzten eine Treppe hinab. Autos verschoben sich an Bord. Das Schiff musste zurück nach Texel laufen. Wegen technischer Störungen konnten auch die Rampen nicht mehr ordnungsgemäß bedient werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2007
Explosion auf kollisionsgeschädigtem Frachter
Swinoujscie (Swinemünde) / Polen, 12.1.2007 - Am 12. Januar um 8 Uhr morgens wurden 6 Werftarbeiter bei einer Explosion mit nachfolgendem Feuer auf der schwedischen "
Skagern", 6150 tdw, in Swinoujscie, Polen, verletzt. Das 1983 erbaute Schiff wurde dort nach der Kollision mit dem 2006 erbauten 804-TEU-Containerfrachter "
Samskip Courier" vor England im Juni 2006 repariert. Das Unglück ereignete sich bei Schweißarbeiten an einem Ballasttank. 5 Verletzte mussten ins Krankenhaus. Die Explosion könnte durch unzureichende Ventilation nach Farbarbeiten ausgelöst worden sein. Die "Skagern" hatte bei der Kollision einen Riss im N1-Laderaum erlitten. Sie wird von Barber, Hong Kong, betrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2007
Japanisches Fischerboot vor Kurilen aufgebracht
Tokio / Japan - Die russische Grenzpolizei hat vor einer der Kurileninseln ein japanisches Fischerboot mit sechs Mann Besatzung aufgebracht. Wie die japanische Küstenwacht am Montag mitteilte, wurde das Boot am Sonntag (21.1.) vor der Insel Kunashiri von den Russen gestoppt. Schüsse fielen dabei offenbar nicht. Im August war ein japanischer Fischer durch die Schüsse eines russischen Patrouillenboots getötet worden. Russland hatte die Kurilen kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs besetzt. Der Streit um die Inseln hat bis heute einen Friedensvertrag zwischen Russland und Japan verhindert.
Quelle: AP vom 22.01.2007
Sechs Seeleute vor der libanesischen Küste gerettet
Nikosia /Zypern - Geltow, Brandenburg / DE - Die vor der libanesischen Küste stationierten deutschen Marineeinheiten haben am Montag (22.1.) sechs Seeleute eines gesunkenen nordkoreanischen Frachters aus Seenot gerettet. Am frühen Morgen habe die Fregatte «Karlsruhe» zunächst einen Seemann in einer Rettungsinsel vor der libanesischen Küste geborgen, teilte das Einsatzführungskommando am Montag in Geltow bei Potsdam mit. Der Gerettete habe angegeben, dass noch eine weitere Insel mit fünf Seeleuten im Meer treibe. Die Männer seien später von einem zypriotischen Rettungshubschrauber entdeckt und zur Fregatte «Brandenburg» gebracht worden. An Bord wurden die geretteten Seeleute medizinisch versorgt und anschließend nach Zypern zur weiteren Behandlung geflogen.
Der nordkoreanische Frachter «Haj Jamal» befand sich den Angaben zufolge mit sieben Besatzungsmitgliedern auf dem Weg vom ägyptischen Damietta ins syrische Tartus und hatte 1300 Tonnen Zucker geladen. Bei den Geretteten habe es sich um sechs syrische Staatsbürger gehandelt. Bis zum Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche nach dem siebten noch vermissten Seemann ohne Erfolg fortgesetzt.
Quelle: ddp vom 22.01.2007
Ölbergung auf "MSC Napoli" startet heute
Lyme-Bucht, Devon, England / UK, 22.1.07 - Rund 200 Tonnen Öl sind bislang aus dem Containerfrachter "
MSC Napoli" ausgelaufen. Sie kommen wohl aus dem überfluteten Maschinenraum. Der Ölfilm ist derzeit 8 Kilometer ab, reißt aber in der See auf. Bisher scheinen keine der wesentlichen Schweröltanks aufgerissen zu sein, sondern lediglich kleine Tanks im Maschinenraum. Etwas Öl trieb in den Regionen Branscombe und Sidmouth, erreichte aber bislang keinen Strand. Einige verölte Vögel wurden registriert, doch ist der Umweltschaden bislang gering. 63 der verlorenen Container konnten bisher identifiziert und ihre Positionen geplottet werden. 49 wurden durch ihre Referenznummer zugeordnet, sodass der Inhalt bekannt ist. 98 Prozent des Ladungsmanifestes sind ebenfalls identifiziert.
Die "MSC Napoli" blieb in den vergangenen Stunden in stabiler Position und krängt je nach Tide zwischen 25 Grad bei
Hochwasser und 18 Grad bei Ebbe. Acht Mann eines Bergungsteams gingen an Bord und konnten an Steuerbord einen Grundanker ausbringen. Außerdem schafften sie sich einen Zugang zum Tank Nr. 6 an Steuerbord. Die Reederei engagierte einen Sicherheitsdienst zur Bewachung der angetriebenen Container. Es wurde auch schon ein Auftrag zu deren Beseitigung erteilt. Die Räumung soll am
23.1. beginnen. Bergungsausrüstung wurde an Bord des Frachters gebracht, sodass mit dem Morgengrauen des 21.1. die Ölleichterung
starten konnte. Im Laufe des Tages soll ein Plan für die Ölbergung entwickelt werden. Die "
River Axe" und "
River Bird" haben Ölsperren ausgelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.01.2007
Böschungsstrandung und Schleusenkollision im Kiel Canal
Nord-Ostsee-Kanal, Schleswig-Holstein / DE - Zwei Schiffsunfälle ereigneten sich am 21.1. im Nord-Ostsee-Kanal. Um 14.22 Uhr lief der unter Panama-Flagge registrierte Bulkcarrier "
Efi Theo" bei der Lotsenstation Rüsterbergen nahe Rendsburg wegen stürmischer Böen in die Böschung. Die Havarie des 189 Meter langen und 32,2 Meter breiten Schiffes ereignete sich trotz Assistenz durch den Schlepper "
Bugsier 20". Der Kanal wurde gesperrt, bis es dem Hamburger Schlepper rund eine Stunde später gelang, den Havaristen zu befreien. Er lief anschließend mit Schlepperbegleitung zu Untersuchungen nach Kiel, wo er am späten Abend festmachte.
Um 22.15 Uhr ist beim Einlaufen in die Brunsbütteler Südschleuse der Autotransporter "
Elbe Highway", ca. 23000 BRZ, mit dem Leitwerk der Südschleuse kollidieren. Durch das sofortige Werfen beider Buganker brachen zwar zwei Ketten von Fendern in der Schleusenkammer, konnte jedoch das Schiff aufgestoppt und so eine Kollision mit dem Schleusentor selbst verhindert werden. Der Schaden am Carcarrier blieb gering.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.01.2007
Frachter vor Lettland gestrandet
Sikrags / Lettland - Der 89,36 m lange und unter maltesische Flagge fahrende Frachter "
Nijord" (Baujahr 1980) lief am 21.1. um 23 Uhr bei Sikrags, Lettland, auf Grund. Fünf der neunköpfigen Besatzung , einschließlich den Kapitän, standen unter Einfluß von Alkohol. Der unbeladene Frachter kam von Frankreich und war auf dem Weg nach Riga.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.01.2007
2. Meldung:
Riga / Lettland - Vor der lettischen Ostseeküste ist das Frachtschiff «
Nijord» auf Grund gelaufen. Bei den Rettungsarbeiten am Sonntagabend stellte sich heraus, dass fünf der neun Besatzungsmitglieder nennenswerte Alkoholmengen zu sich genommen hatten, berichteten die lettischen Schifffahrtsbehörden am Montag in Riga. Beim Kapitän sei ein Wert von 1,4 Alkoholpromille im Blut gemessen worden.
Der unter der Flagge Maltas fahrende, unbeladene Frachter war bei günstigen Wetterbedingungen nahe dem Golf von Riga am Küstenabschnitt Irbe Straits vom Kurs abgekommen. Die Crew habe auch auf wiederholte Warnungen per Funk nicht reagiert. Eine aktuelle Gefahr für die Umwelt bestehe nicht, hieß es. Man arbeite daran, die «Nijord» wieder manövrierfähig zu bekommen. Innenminister Ivars Godmanis sagte im Fernsehen, «es ist eine Gefahr, diese Seeleute wieder aufs Meer zu lassen» und kündigte eine eingehende Untersuchung der Vorfälle an.
Quelle: N24.de vom 22.01.2007
"Prinsesse Ragnhild" erreichte mit Seeschlagschäden Stavanger
Stavanger / Norwegen - Mit 11-stündiger Verspätung erreichte die Fähre "
Prinsesse Ragnhild" am 21.1. gegen 17 Uhr Stavanger. Sie war während der Passage des Skagerak kam in schweren Sturm geraten. Das Schiff begann in hohen Wellen zu rollen. Plötzlich zerbarsten dann Scheiben auf mehreren Decks, und Wasser drang ein. Laut Kapitän bestand zu keiner Zeit ein
Sicherheitsrisiko, dennoch brach unter den rund 700 Passagieren Panik aus. Niemand wurde verletzt. Der Sturm war nach Reedereiangaben viel stärker gewesen als im Wetterbericht vorhergesagt. Nach Einlaufen in Stavanger wurden die Schäden begutachtet. Die Fähre lief inzwischen nach Bergen, wo die Reparatur kurzfristig durchgeführt werden kann. Die Abfahrt von Stavanger nach Hirtshals am 22.1. wurde gestrichen, da erst die Schäden repariert werden müssen. Die Fracht wurde auf die "Christian IV" (Hirsthals
- Kristiansand) und "Peter Wessel" (Hirsthals - Larvik) umgebucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.01.2007
Verschütteter Matrose schnell gerettet
Bremen / DE - Ort: Bremen, Weserport Terminal 3 - Am 21.01.2007, gegen 19:15 Uhr, war ein 32.-jähriger indischer Matrose, an Bord des zypriotischen MS " Weserstahl " mit Ladungsarbeiten in der Luke beschäftigt. Es sollte feines, leicht feuchtes Eisenerz, vom Lukenboden gelöst werden. Bei diesen Arbeiten kam es plötzlich zum Abrutschen, der zum Kegel aufgeschütteten Resterzladung. Der Matrose wurde komplett von der Ladung verschüttet.
Der zweite in der Luke arbeitende Matrose begann unverzüglich mit der Freilegung des Verschütteten. Gleichzeitig stoppte der an der Luke sichernde Bootsmann, mittels Notstop, die Entladungsmaschinen und begab sich, zusammen mit dem 1. Offizier des Schiffes, in die Luke. Der Verschüttetet war nach ca. 2 Minuten befreit, Er atmete selbstständig, war bei Bewusstsein und hatte normalen Puls. Der angeforderte RTW und Notarzt untersuchte den verunglückten Seemann vor Ort. Eine abschließende ambulante Behandlung fand im ZKH-Mitte statt. An Verletzungen wurden eine Platzwunde am Hinterkopf, eine leichte Gehirnerschütterung und ein Schock festgestellt. Der Seemann wurde anschließend zurück an Bord gebracht. Mittlerweile hat das Motorschiff den Bremer Hafen mit Reiseziel Narvik verlassen.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 22.01.2007
Feuer auf Traditionssegler "Ethel von Brixham"
Eckernförde, Schleswig-Holstein / DE - Am 20.01. um 3:50 Uhr bricht ein Feuer im Maschinenraum des Traditionsseglers "Ethel von Brixham" im Hafen von Eckernförde aus. Es brannte der Steuerstand des Segelschoners. Die Feuerwehr des Marinestützpunktes griff mit zwei Löschfahrzeugen ein und verhinderte Schlimmeres. Der Eigner des Schiffes spricht von einem Schaden in Höhe von mehreren 1000 Euro. Nachdem anfangs ein technischer Defekt vermutet wurde, hält es die Polizei inzwischen für sehr wahrscheinlich, dass auch dieses Feuer unter die Brandstiftungs-Serie fällt. Ein Brandstifter versetzte in der Nacht zum Sonnabend Bewohner der Altstadt von Eckernförde und Teile von Borby in Angst und Schrecken. Eine Serie von insgesamt sieben Bränden zog sich wie eine Schnur durch Eckernförde.
Quelle: kn vom 22.01.2007
Toter Lotse gefunden
Galveston, Texas / USA - Das T & T Dive Team fand am Sonntag den Körper des vermissten
Lotsen, dessen Boot am 20.1. vor Galveston gekentert war. Er befand sich im Innern des
Bootes. Es war nach Aufnahme eines Lotsen von einem in der Galveston Bay ankernden Forschungsschiffes umgeschlagen. Ein anderes Lotsenboot hatte daraufhin Mayday gefunkt. Die Küstenwache hatte mit einem Boot aus Galveston und einem Hubschrauber aus Houston seitdem nach dem Mann gesucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.01.2007
Blitzschlag setzte zwei Tanker in Brand
Sheshkharis, Krasnodar / Russland - Der unter Singapur-Flagge registrierte Tanker "
Eagle Phoenix", 56346 BRZ (IMO 9161259, Baujahr 1998) sowie die griechische "
Yannis P", 83616 BRZ (IMO 9247376, Baujahr 2002), wurden am 20.1. am Ölterminal von Sheskharis, Novorossiysk, von Blitzen getroffen. Tankventilationsöffnungen fingen Feuer auf beiden Schiffen. Die Crews konnten die Brände um 19.35 Uhr bzw. um 19.54 Uhr löschen. Das Feuerlöschboot "
Mars" und die Hafenschlepper "
Tolkovy" und "
Toroplivy" waren binnen Minuten ebenfalls vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.01.2007
Atom-U-Boot soll gehoben werden
Moskau / Russland, 20.01.07 - Englische Experten planen, im kommenden Sommer gemeinsam mit der russischen Flotte das 2003 gesunkene Atom-Unterseeboot "
K-159" zu heben. Das Boot sank am
30. August 2003 in der Barentssee während der Überführungsfahrt zur Verschrottung nach der Hafenstadt Polarni. Neun von zehn Besatzungsmitgliedern ertranken bei dem Unglück. Die englischen Tauchspezialisten, die ihre russischen Kollegen bei der Bergung unterstützen wollen, sagten, die Aktion könne nur unter günstigen Voraussetzungen stattfinden. So muss erst die Stärke der Strahlung ermittelt werden, die vom Wrack ausgeht. Falls sie zu hoch sei, müsse das U-Boot für immer auf dem Meeresgrund gelassen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.01.2007
Feuer auf Frachter im Golf von Papua
Golf von Papua / Papua-Neuguinea - SvitzerWijsmuller Salvage Singapore wurde am 19.1. kontraktiert, einen
Frachter zu bergen, auf dem im Golf von Papua 250 Meilen westlich von Port Moresby ein Brand in der Holzladung ausgebrochen war. Das Feuer startete in Laderaum 1, und die Besatzung musste das Schiff aufgeben. Ein
Feuerlöschschlepper ist zur Assistenz vor Ort, weitere Bergungsexperten wurden am 20.1. am 100 Meter langen Havaristen erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.01.2007
Viel Arbeit für Berger in Afrika
Pointe-Noire / Kongo - Der Hopperbagger "
Nautilus", der bei Baggerarbeiten für den Hafen von Pointe-Noir im Kongo am
30.11.2006 kenterte, soll von SMIT Salvage gehoben werden. Dafür wird der Schwimmkran "
Taklift 7" eingesetzt. In Rotterdam wurde am 15. und 16.1. die "
Smit Magura" mit Bergungsausrüstung beladen, ehe sie Richtung Las Palmas auslief, wo die "Taklift 7" lag. Dort soll die Ausrüstung auf den Kran umgeladen werden.
Nach der Bergung soll der Kran zur Bergung des in Angola auf Grund liegenden Schwergutfrachters "
Super Servant 3" eingesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.01.2007
Love Music" in schwerer See
Der unter Malta-Flagge registrierte Ro-Ro-Frachter "
Love Music" havarierte auf dem Weg von Singapur nach Nordeuropa in schwerer See. Ein Deckskran wurde beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.01.2007
Hamburger Frachter rettete Schiffbrüchige
Hamburg / DE - Bereits am
12.1. rettete der Hamburger Containerfrachter "
San Clemente", 20.300 tdw, vor der
indonesischen Küste zwei Schiffbrüchige. Der Ausguck des 1512 TEU-Frachters entdeckte am Morgen die Männer, die auf Position 05¡32' N, 097¡25' E bei ruhiger See in einer schrankgroßen Fischkiste trieben. Der Kapitän des Frachtgers der Reederei C.P. Offen ließ die "San Clemente" stoppen und rettete die beiden. Es handelte sich um zwei Fischer aus Aceh. Als ihr Boot sank, hatten sie sich an eine Fischkiste und
eine Kühlbox geklammert. Sie sagten, dass noch zwei weitere Besatzungsmitglieder ganz in der Nähe treiben würden. Nach kurzer Suche wurden auch sie gefunden und völlig erschöpft an Bord der "San Clemente" gerettet. Eine Stunde später setzte der Frachter seine Reise fort. Die Fischer sollten im nächsten Hafen -
Nhava Sheva bei Bombay /Indien - an Land gesetzt werden
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.01.2007
Container und Öl treiben von "MSC Napoli" an Land
Sidmouth, Devon, England, UK, 21.1.07 - 200 Tonnen
Öl sind bislang aus der "
MSC Napoli" aus einem aufgerissenen Tank ausgelaufen. Es bildete einen 5 Meilen langen Film, der nach Lyme Regis driftete. Das Öl überwand am 20.1. die Ölsperre, als der Schlängel am Heck angehoben wurde, damit er nicht von treibenden Containern beschädigt wurde. Auch in den angrenzenden Flussmündungen wurden Ölsperren ausgelegt. Die Berger hoffen, am 22.1. mit dem Leichtern von Öl beginnen zu können. Mittlerweile fand die Polizei 40 von ingesamt nun
158 von Bord gespülten Containern am Strand. Nach den anderen, die bis 6 Meilen in der See hinaus getrieben oder gesunken sein sollen, wurde am 21.1. gesucht. Die meisten der 160 Container mit giftigem Inhalt sollen innerhalb der Laderäume sein.Es soll zudem versucht werden, mit Ankern und Ballastwasser ein weiteres Krängen des Wracks zu verhindern. Die Situation wird als derzeit nicht unter Kontrolle bezeichnet. Das Schiff könne jederzeit kentern oder brechen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.01.2007
"MSC Napoli" droht auseinanderzubrechen
Erinnerung an "Torrey Canyon"
Sidmouth, Devon, England, UK, 21.1.07 - Der Containerfrachter "
MSC Napoli", der am 20.1. bei Sidmouth, Devon, auf Grund gesetzt worden war, liegt mittlerweile mit dem Achterschiff unter Wasser und hat 35 Grad Steuerbordschlagseite. Wahrscheinlich wird es unter den Schlägen der Brandung Vorkante Aufbauten früher oder später abbrechen, nachdem sich die strukturellen Schäden während der vorangegangenen Nacht so vergrößert hatten, dass eine schnellstmögliche Strandung zur Priorität wurde. Es könnte sich auch weiter auf die Seite legen, sodass die bereits teilweise unter Wasser liegenden Container ins Meer Stürzen. Es handelt sich um das grösste Wrack vor der Küste seit der Strandung des Tankers "
Torrey Canyon" auf dem Seven Stones Riff vor rund 40 Jahren, deren Folgen als erste Ölpest in die Geschichte eingingen.
Nachdem Stürme über das Schiff hinweggingen, sind bereits rund 50 Container mit BMW-Motorrädern, Autoteilen und leeren Ölfässern vom Achterdeck in die See gerissen worden. Einige drifteten in der Bucht. Auch wurde ein leichter Ölfilm sichtbar.
Schaulustige wurden vor einer Gefährdung durch die antreibenden 40-Fuß-Container gewarnt. Oberste Priorität hat nun das Entfernen von Bunkeröl und umweltgefährdender Ladung aus dem Wrack. An Bord des Schiffs waren 2394 Container. In einigen der Behälter sind insgesamt rund 1700 Tonnen Giftstoffe gelagert. Dabei handelt es sich nach Angaben der Küstenwache um Parfüm sowie Chemikalien für Industrie und Landwirtschaft. Umweltteams sind vor Ort. Wahrscheinlich enthielten zwei bereits über Bord gespülte Container Gefahrgut in Form von Batteriesäure und Parfüm.
Die französiche "
Argonaut" legte einen Ölschlängel aus. Das Schiff ist in der Lage, 1500 Tonnen Bunkeröl aufzunehmen. Der englische Küstenwachschlepper "
Anglian Princess" übernimmt in Portland derzeit Bergungsausrüstung, darunter auch Pumpen. Auch die "
Black Rock" und ein weiterer
Schlepper sollen an der Leichteroperation teilnehmen. Eine Gruppe aus dem
Devon Council,
Natural World England,
Environment Agency,
Fisheries und der Heath & Protection Agency trat zusammen, um das weitere Vorgehen zu klären. Um das Wrack wurde eine Gefahrenzone von 3 Meilen Länge und 2000 Fuß Breite eingerichtet. Der Havarist, nun ein halb unter Wasser liegendes Wrack, konnte wegen Niedrigwasser und widrigen Wetters nicht so weit auf den Strand gezogen werden, wie erhofft. Es herrschte aber Erleichterung darüber, dass die "MSC Napoli" den nächtlichen Sturm überstanden hatte, ohne aufzubrechen.
Extreme Wetterbedingungen herrschten auch, als die Retter der Royal Navy die 26 Mann der "MSC Napoli" aus ihrer Rettungsinsel holten. Die Wellen gingen höher als die Helikopter flogen, und die fliegende Gischt behinderte die männer zusätzlich. Ein Helikopter verlor zwei Taue beim Versuch, eine Leine zur Insel abgewinscht zu bekommen. Die Insassen litten an extremer Seekrankheit und Unterkühlung, obwohl sie erst rund 2 Stunden in der Insel waren. Zunächst wurde der Taucher Jay O'Donnell abgeseilt. Die Insel rollte erbärmlich in der See. Es dauerte 90 Minuten, alle Insassen mit einer Leiner zu sichern, sodass sie hochgezogen werden konnten. Sie waren in schlechter Verfassung, übergaben sich heftig und standen unter Schock. Obwohl die Insel für 32 Personen ausgelegt war, herrschte drangvolle Enge. Die Hubschrauber schwebten 40-60 Fuß über der Insel und waren z.T. auf Wellenhöhe, wobei einige Wellen über die Hubschrauber gingen. Bei der Evakuierung der Schiffbrüchigen aus ihrer Insel war das fahrstuhlartige Auf- und Niedergehen ein riesiges Problem. So erscheint es wie ein Wunder oder aber als Resultat hochprofessionellen Handelns der Retter, dass niemand ernsthaft zu Schaden kam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.01.2007
Wassereinbruch auf "Prinsesse Ragnhild"
Stavanger / Norwegen - In der Nacht des 20.1. geriet die Color-Line-Fähre "
Prinsesse Ragnhild" einmal mehr in Schwierigkeiten. In schwerem Wetter wurden einige Fenster an der Frontseite der Aufbauten auf der Nordsee eingeschlagen und verursachten erheblichen Wassereinbruch. Es war die Rede von Panik unter den Passagieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.01.2007
Erneute Havarie auf dem Main
Ginsheim-Gustavsburg, Kreis Groß-Gerau, Hessen / DE - Ein
Schubschiff hat am 20.1. auf dem Main bei Kostheim den Trenndamm einer Schleuse gerammt. Der Frachter wurde leicht beschädigt. Er konnte aber die Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen. Der Schiffsverkehr wurde nicht beeinträchtigt.
Als Unfallursache nahm die Wiesbadener Wasserschutzpolizei einen Fahrfehler des Kapitäns an. Bereits am 17.1. war der Schiffsverkehr einige Kilometer flussabwärts stundenlang zum Erliegen gekommen, nachdem sich vier Binnenschiffe, wie berichtet, nacheinander festgefahren hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.01.2007
Retter selbst in Not
Urk, Provinz Flevoland / Niederlande - Am 20. Januar rief das holländische Binnenschiff "
Orlando" aus Zwolle im Ijsselmeer um Hilfe, nachdem der Motor ausgefallen war und es auf Grund zu laufen drohte. Ein
KNRM-Rettungsboot evakuierte vorsorglich die Frau des Kapitäns und deren 4 Kinder. Auf dem Weg nach Urk schlugen plötzlich Flammen aus einem Motor des Rettungsbootes, sodass es selbst nach Urk eingeschleppt werden musste, wo bereits Feuerwehr wartete. Die "Orlando" wurde inzwischen nach Lelystad eingebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.01.2007
Rasche Hilfe für lecken Kutter
Mallaig, Highland, Schottland / UK - Am 20.1. funkte der Kutter "
Our Heritage" Mayday, weil er Wassereinbruch erlitten hatte. Das Mallaig
RNLI Rettungsboot lief aus, ein
Helikopter aus Stornoway startete mit Pumpen. Es gelang, den Wassereinbruch nach Eintreffen des RNLI-Bootes 40 Minuten später rasch unter Kontrolle zu bringen. Das Rettunsboot schleppte die "Our Heritage" dann nach Mallaig ab, wo sie von einem Rettungsteam erwartet wurde. Der Huschruber wurde entlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.01.2007
Kollision in der Straße von Bosporus
Istanbul / Türkei - Der unter russischer Flagge laufende, in Istambul registrierte Frachter "
Yedipe S" wurde nach Maschinenausfall in der Bosporus-Straße manövrierunfähig. Er kollidierte mit der dort ankernden 113 m langen "
Volgo-Balt 246", 2600 BRZ (erbaut 1983, IMO 8728050). Die "Volgo Balt 246" wurde auf 32 Metern beschädigt, in Laderaum 1 ein Loch von 1,4x0,5 Metern gerissen sowie das Vorschiff in Mitleidenschaft gezogen. Beide Schiffe wurden von den Hafenbehörden für Untersuchungen mit einem Fahrverbot belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.01.2007
Lotsenboot vor Galveston gekentert
Galveston, Texas / USA - Ein
Lotsenboot kenterte am 20.1. am Südende der Galveston Mole in Texas. Nach dem Alarm um 12.08 Uhr liefen das
Rettungsboot der Station Galveston aus, und ein
Hubschrauber stieg in Houston auf. Ein Mann wurde aus dem Wasser gezogen und zum University of Texas Medical Branch in Galveston gebracht. Der Küstenwachkutter "
Manowar" aus Galveston suchte gemeinsam mit dem Rettungsboot weiter nach dem zweiten Mann an Bord des havarierten Lotsenbootes.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.01.2007
"MSC Napoli" auf Grund gesetzt
Falmouth Coastguard, Cornwall, England / UK - Da sich das Wetter
in der Nacht zum 20.1. nicht verbesserte, wurde beschlossen, den Containerfrachter "
MSC Napoli" auf Grund zu setzen. Während der Nachtstunden hatten sich die Risse in 5 Meter hoher Schwell vergrößert, das Achterschiff sackte weiter ab. Der Wind war mit Südwest-West 6-8, in Böen 9 vorhergesagt.. Am Vormittag wurde die "MSC Napoli" dann eine Meile vor der Küste von Dorset bei Branscombe in der Lyme Bay auf Grund gesetzt. Der Versuch, das Schiff noch nach
Portland zu bekommen, scheiterte daran, dass das
Heck abzubrechen begann. Das Schiff liegt jetzt in einer den Wellen stark ausgesetzten Lage, sodass das Risiko groß ist, dass das Achterschiff in schwerer See komplett abbricht. Smit will versuchen, nun die Ladung zunächst zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
Berger kämpfen um "MSC Napoli"
Falmouth Coastguard, Cornwall, England / UK - Die "
MSC Napoli" wurde in der Nacht zum 20.1. von den beiden Bergungsschleppern "
Abeille Bourbon" und "
Abeille Liberté" Richtung Lime Bay and Guernsey vorbei mit 6 Knoten abgeschleppt. Für mögliche Umweltschäden lag die "
Argonaute" in Bereitschaft. Die "
Anglian Princess" eskortierte den Schleppzug. Smit International, die den Bergungskontrakt haben, mobilierten in Holland Ausrüstung für Lyme Bay, wo entweder die Ladung gelöscht oder vorläufige Reparaturen vorgenommen werden sollen. Der Havariste hat 2394 Container bzw. 41773 Tonnen geladen. Etwas 1684 Tonnen sind Gefahrgut. Außerdem sind 3498 m³ Öl in den Bunkern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
Von "Kyrill" leck geschlagene "MSC Napoli" wird nach England gezogen
Portland Harbour (Weymouth), England / UK - Die manövrierunfähige "MSC Napoli" werde von zwei französischen Schleppschiffen zum Hafen von Portland gezogen, sagte eine Sprecherin der Küstenwache. Das Schiff soll dort nach ihren Angaben am Samstagmorgen eintreffen. Die "MSC Napoli" war am Donnerstag inmitten des Sturmwetters in Seenot geraten. Der 275-Meter-Frachter wies mehrere Risse auf, durch die auch Wasser in den Maschinenraum eindrang, weswegen ein Auseinanderbrechen befürchtet wurde.
Die Besatzung wurde per Hubschrauber gerettet. An Bord des Schiffs sind 2394 Container, von denen einige giftige Stoffe enthalten.
Quelle: AFP vom 20.01.2007
Bargen liegen weiter im Ohio River
Louisville, Kentucky / USA, 20.1.07 - Die Bergung zweier
Bargen auf dem Ohio River wird nicht vor dem 21.1. beginnen können. Die Bargen waren eine Woche zuvor losgerissen und strandeten bei den McAlpine Locks (Schleuse im Ohio River). Zwei Bargen waren geborgen worden, zwei liegen nun halbgesunken zwischen den Sherman Minton und K & I Brücken, eine weitere liegt halbgesunken am McAlpine Dam. Eine Barge verlor ihre Salzladung, eine andere 1450 Tonnen Dünger.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
"Cala Palma"-Reparaturauftrag vergeben
Bremerhaven, Bremen / DE, 19.01.07 - Nach monatelangen Verhandlungen hat die Bremerhavener Lloyd Werft jetzt den Auftrag erhalten, den schwer brandgeschädigten Kühlfrachter "
Cala Palma" zu reparieren. 2000 Tonnen Stahl sind auszutauschen und eine neue Isolierung sowie Kühlanlage einzubauen. Die Arbeiten sollen im November abgeschlossen sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
Tanker havarierte bei Holtenau
Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE, 19.01.07 - Der Tanker "
Happy Falcon" wurde im Sturm Kyrill in Kiel Holtenau bei einem Wendemanöver vom Wind auf die Kanalböschung gedrückt. Er konnte aber von Schleppern mit nur geringen Schäden abgebracht und an einen Liegeplatz in Kiel verholt werden. Insgesamt war der Kanal rund 6 Stunden dicht, 20 Schiffe warteten in Holtenau, rund 50 in Brunsbüttel. Um 21.45 Uhr gings weiter mit Schleusen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
Mann über Bord - Seemann gerettet
Cuxhaven, Niedersachsen / DE -
Am 19.1. um 8.53 Uhr ist ein Besatzungsmitglied des 178 Meter langen Massengutfrachters "Lena" in die 6 Grad kalte Nordsee gestürzt. Um 9.22 Uhr wurde der Mann vom Helgoländer SAR-Hubschrauber "Rescue 8960" aus dem Wasser gezogen. Mit starker Unterkühlung wurde der Seemann zu einem Krankenhaus nach Oldenburg geflogen. Obwohl die Körpertemperatur bereits auf 22 Grad abgesunken war, konnte der Mann während des Fluges reanimiert und in einem Wärmebett stabil gehalten werden.
Nach Angabe des Schiffsmeldedienstes ereignete sich der Unfall in der Elbmündung, knapp westlich der Ansteuerungsposition Elbe 1. Dank des schnellen Eintreffens des SAR Hubschraubers konnte der Seemann in letzter Sekunde gerettet werden. Neben Lotsenversetzern beteiligten sich auch der zur Zeit als Aushilfskreuzer in Cuxhaven stationierte Rettungskreuzer "Vormann Jantzen", das Bundespolizei-Schiff "Bad Bramstedt", "Neuwerk", "Meerkatze" und der Helgoländer Rettungskreuzer "Hermann Marwede".
Der Massengutfrachter "Lena" (IMO 8103846) war auf dem Weg nach Hamburg.
Quelle: CN vom 20.01.2007
Havarist auf Schelde geborgen
Terneuzen, Provinz Zeeland / Niederlande - Die am Vortag gesunkene "
Wiljaco F9" wurde am 19.1. von dem Arbeitsschiff "
Walrus" geborgen und von der "
Multratug 15" nach Terneuzen geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
Suche nach verlorenen Containern dauert an
Schanghai / China, 19.1.07 - Nach dem Untergang des Containerfrachters "
Shengsong 1", 2993 BRZ, nach Kollision im Yangtse-Fluss begann eine intensive Suche nach auftreibenden Containern. Das Schiff der Jiangsu Company hatte 165 Container geladen, davon 33 an Deck. Die 14-köpfige Crew wurde von 6 Booten und einem Schlepper sowie Flussreinigungsbooten und Rettungsschiffen geborgen, die auch die Suche nach verlorenen Containern aufnahmen. Das Unglück ereignete sich bei Nebel nahe Waigaoqiao. Bislang wurden 59 Container geborgen. Vier Patroullienboote setzten die Suche fort, da die Container die Schifffahrt gefährdeten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
Orkanböen rissen Containerfrachter los
Wismar, Mecklenburg-Vorpommern / DE - Am 18.1. kurz nach 21 Uhr haben Orkanböen im Wismarer Hafen die Breitseite des fast fertigen Containerfrachters "
Cap Martin" getroffen. Sie waren so heftig, dass der Poller, der die Leinen des Achterschiffes hielt, aus der Verankerung gerissen wurde. Daraufhin trieb der 221,6 Meter lange Frachter mit dem Heck zur gegenüberliegenden Pierseite des Technologie- und Forschungszentrums und riegelte den Westhafen ab. Es dauerte mehrere Stunden, bis mit
Schlepperhilfe und mit Unterstützung des Timmendorfer
Lotsenbootes der jüngste Aker-Neubau wieder in seiner ursprünglichen Position festgemacht werden konnte. Nun hat er eine Beule. Der Schaden soll bis zur Übergabe und Taufe des Schiffes am 24.1. behoben sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
Das brandgeschädigte Fischfabrikschiff nach Dutch Harbour geschleppt
Dutch Harbor, Aleuten, Alaska / USA - Die 316 Fuß lange Fischfabrik "
Stellar Sea" wurde am 18.1. um 16 Uhr in Dutch Harbor, Alaska, erwartet. Das Küstenwachboot "
Mellon" wurde aus dem Einsatz entlassen. Das Fischereischiff war 90 Meilen nördlich von Dutch Harbor durch ein Feuer im Maschinenraum manövrierunfähig geworden. Die 142 Mann an Bord blieben unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
Kreuzfahrer wieder frei
Buenos Aires / Argentinien, 18.01.07 - Am 18.1. konnte der Kreuzfahrer "
Sky Wonder" mit seinen 1.612 Passagieren überwiegend Brasilianer, am Nachmittag von der River Plate freikommen, wo er 20 Stunden festsaß. Das Schiff war beim Anlaufen von
Punta del Este in Uruguay gestrandet. Vermutlich war starker Wind Schuld. Die Reisenden mussten sich danach weitere 4 Stunden gedulden, bis die Untersuchungen abgeschlossen waren. Die "Sky Wonder" wurde von drei Schleppern geborgen, 2 Küstenwachboote und ein Hubschrauber überwachten die Aktion. Ein Passagier musste mit Herzproblemen evakuiert werden. Die "Sky Wonder" gehört Royal Caribbean Cruises Ltd. und lief zuvor als "
Pacific Sky" und "
Sky Princess". Sie lief 1984 vom Stapel und hat 46000 BRZ. Sie ist 240 Meter lang, 27,8 Meter breit und hat 8 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
Binnenschiffsunfall in Obrigheim / Neckar
Obrigheim, Landkreis Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-Württemberg / DE - Beim Beladen eines
Binnenschiffes am Obrigheimer Zementwerk kam es am Morgen des 18.1. gegen 06.45 Uhr zu einem folgenschweren Unfall: Zum Beladen wurde ein Ausleger der Verladeanlage über ein Binnenschiff geschwenkt, von welchem über ein Förderband Zement in die Laderäume transportiert werden sollte. Nach einer Viertelstunde sollte das Schiff einige Meter nach vorne verholt werden, um einen weiteren Laderaum zu füllen. Das Schiff wurde aber nicht rechtzeitig aufgestoppt, und das Ruderhaus des Schiffes prallte gegen den Ausleger. Dabei wurde das Steuerhaus stark beschädigt. Auch entstanden am Ausleger schwere Schäden, möglicherweise wurde die Statik des Auslegers beeinträchtigt. Wegen der anstehenden Reparaturen fällt die Anlage für längere Zeit aus und ein Beladen von Schiffen ist in dieser Zeit nicht möglich. Die Höhe des Schadens beläuft sich auf mehrere tausend Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
Abgeschnittener Finger ließ "Server" stranden
Bergen / Norwegen, 17.01.07 - Ein schwerer Unfall in der Kombüse der "
Server" spielte eine Rolle an der Strandung des Schiffes vor Fedje. Am 16.1. wurde angesichts der sich verstärkenden Ölverschmutzung ein Versuch unternommen, das Öl einzudämmen. Das Wrack brach derweil nördlich Bergens weiter auf. Die Küste war von Öl braun verfärbt. Bisher konnten von denn 585 Tonnen Bunkeröl nur 135 Tonnen geborgen werden. Einer der Tanks im Vorschiff war noch intakt und sollte gelenzt werden. Im Achterschiff wurde kein intakter Tank vermutet. Das Wetter unterbrach aber die Arbeiten. Mehr als
1000 Vögel starben bislang durch die Havarie des Schiffes der Athener Avena Shipping. Die letzte Inspektion hatte wenige Tage vor dem Untergang in Årdalstangen stattgefunden, bevor die letzte Reise gen Murmansk begann. Sie wurde unterbrochen, als der
Smut sich einen Finger abschnitt bei der Arbeit und der Kapitän Landschutz suchte, um Hilfe erlangen zu können. Doch mangels Ballastwasser wurde das Schiff dann ein Spielball des Sturms, es konnte nicht auf Westkurs von Fedje freigehalten werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
Mann versenkte aus Geiz Schiff
Gloucester, Massachusetts, USA, 17.01.07 - Ein Mann aus Gloucester wurde verurteilt, weil er vor der Küste sein Charterschiff versenkte. Die 62 Fuß lange "
Nicole Renee" wurde auf 100 Fuß Tiefe versenkt. Zuvor war das Bunkeröl und anderes Material entfernt war, pumpte der Mann mit einer Bilgepumpe solange Wasser ins Schiff, bis es übers Heck sank. Er wollte das Schiff kostenlos loswerden. Nun ist eine Strafe von 2,000 Dollar fällig.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2007
Tankmotorschiff läuft in Kehl (am Rhein) auf Grund
Kehl (am Rhein), Baden-Württembergs / DE - Am 19. Januar gegen 07:00 Uhr fuhr das unter Deutscher Flagge fahrende Tankmotorschiff "Eiltank 230" rheinabwärts. Der Schiffsführer kam kurz unterhalb der Kehler Europabrücke zu nahe an den Uferbereich und fuhr dort auf eine unter der Wasseroberfläche liegenden Buhne auf . Die Ladung, des mit mehreren Tonnen Heizöl beladene Tanklastschiff lief nicht aus. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei in Kehl war das Schiff von Birsfelden bei Basel kommend zum Ölhafen in Karlsruhe unterwegs, als es auf Grund lief. Zur Bergung der "Eiltank 230" wurde ein im Straßburger Hafen befindliches leeres Tankschiff an die Unglücksstelle gebracht. In dieses wurde soviel Öl umgepumpt, dass die "Eiltank 230" aus eigener Kraft den Rheinhafen Kehl ansteuern konnte. Das Leichtern des aufgelaufenen Schiffes dauerte etwa eine Stunde. Im Kehler Hafen nahm die "Eiltank 230" dann ihre Ladung wieder auf. Im Anschluss konnte sie gegen 14:30 Uhr ihre Fahrt nach Karlsruhe fortsetzen.
Quelle: WSP Kehl vom 19.01.2007
MSC Napoli wird in den Hafen von Le Havre geschleppt
London / UK, 19.01.07 - Das vor der britischen Küste in Seenot geratene Containerschiff "MSC Napoli" mit einer Ladung von u.a. mindestens 1.000 t Nickel werde in den Hafen von Le Havre geschleppt, erklärte der Schiffsagent am Freitag. Die Schifffahrtsgesellschaft Mediterranean Shipping Co (MSC) schreibt in einer Mitteilung an die Kunden, unter diesen Umständen würden die Lieferungen mit Verspätung in Südafrika eintreffen. In Le Havre werde ein anderes Schiff für die Ladung ausgesucht.
Quelle: vwd.de vom 19.01.2007
Bangen um die "MSC Napoli"
Falmouth Coastguard, Cornwall, England / UK - Die Bergungsarbeiten an dem Containerfrachter "
MSC Napoli" vor Cornwall wurden am Morgen des 19.1. fortgesetzt. Das Schiff hatte auf dem Weg nach Sines in Portugal mit einer Ladung von 2394 Containern, darunter auch mehrere mit Pestiziden und Insektiziden, auf beiden Seiten unterhalb der Brücke hat sie Meter breite Risse in der Bordwand erlitten, die zu einer Überflutung des Maschinenraums geführt hatten. Die Crew war in einer riskanten Bergungsaktion aus einer Rettungsinsel gewinscht worden, nachdem
sie längere Zeit in der 9 Meter hohen See getrieben hatte.
Nachdem eine Runnercrew mit Hubschrauber auf dem Havariten abgesetzt werden konnte, gelang es den Schleppern "
Anglian Princess", "
Abeille Bourbon" und "
Abeille Liberté", eine Schleppverbindung herzustellen. Die Verschleppung in einen sicheren Hafen könnte mehrere Tage dauern. Am Morgen brach die Schleppverbindung in weiterhin 5 Meter hoher See 32 Meilen vor Perros-Guirec, als der Schleppzug auf Ost-Nordostkurs war. Das Ruder der "MSC Napoli" ist verklemmt. Eine Crew von 6 Mann soll versuchen, die Schleppverbindung wieder herzustellen. Außerdem soll sie versuchen, das Ruder mittschiffs auszurichten. Ein mögliches Ziel soll nach Abschluss der Untersuchungen bestimmt werden.
Der in London beheimatete Frachter war durch die Maritime and Coastguard Agency zuletzt im Mai 2005 inspiziert
worden. Die "MSC Napoli" war am 27.3.2001 noch als "
CMA CGM Normandie" auf dem Weg von Malaysia nach Indonesien mit 22 Knoten Geschwindigkeit auf ein Korallenriff in der Straße von Malakka 6 Meilen vor Singapur aufgelaufen. Damals hatte sie 3312 Container geladen. Zwei Laderäume waren komplett geflutet worden. Erst am 22.4. des Jahres konnte der Havarist freigeschleppt werden und ging zur Reparatur in die Danang Werft in Vietnam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
Sturm wirbelt Schifffahrt in Holland durcheinander
Niederlande, 19.01.07 - Der Containerfrachter "
CMA CGM Claudel" riss sich in den Mittagsstunden des 18.1. von seinen Moorings in Rotterdam los und rammte den Kai des Maasvlakte Olie Terminal (MOT). Eine Ölpipeline wurde beschädigt, Öl floss aus. Inzwischen ist das Schiff wieder vertäut und der Ölaustritt gestoppt.
Der Schlepper "
Dennis F" mit der angehängten, mit Kohle beladenen "
Wiljaco F9" machte bei Tonne 35 auf der Westerschelde Wasser durch Wellenschlag und drohte zu sinken. Er wurde von den Schleppern "
Multraship Responder", "
Multraship 12" und "
Holland" auf Grund gesetzt. Am 19.1. sollte ein Bergungsversuch erfolgen, die "Holland" und "Multrasalvor" blieben auf Standby.
Auch der Autotransporter "
Grande Argentina" von Grimaldi Lines brauchte Schlepperassistenz auf der Westerschelde, als er von Antwerpen aus seewärts lief. Das 214 Meter lange Schiff musste nach Ruderproblemen von vier Schleppern unter Kontrolle gehalten werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
66 Vermisste nach Schiffsunglück
Hyderabad / Indien, 19.01.07 - Nach dem Untergang eines Schiffes am Nachmittag des 18.1. im Süden Indiens werden noch 66 Menschen vermisst. Man müsse befürchten, dass sie ertrunken seien, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Unter den Vermissten seien auch 36 Frauen und Kinder. Derzeit werde noch mit Hubschraubern und Tauchern nach ihnen gesucht. Das Schiff hatte Pilger an Bord, die auf dem Rückweg von einem Hindu-Festival waren. Nach Angaben der Polizei war das Boot überladen. Das Boot hatte nur eine Kapazität von 35 Personen. Das Unglück ereignete sich auf dem Fluss Krishna im Bundesstaat Andhra Pradesh.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
Sicherheitsseminar als Konsequenz aus Kutteruntergang
Belfast, Nordirland, UK, 19.01.07 - Der Tod eines Fischers aus County Down (Nordirland), dessen Schiff nach Kollision mit einem Felsen sank, hat eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen in Nordirland nach sich gezogen. Die Familie des Mannes, der nie gefunden wurde, forderte weitere Maßnahmen. Der Fischer aus Ballynahinch und ein weiterer Mann starben beim Untergang des Trawlers "
Greenhill" nahe Ardglass im Januar 2006. Der Kapitän überlebte. Eine Untersuchung ergab, das beim Unfall niemand im Brückenhaus war und niemand eine Schwimmweste anhatte.
Diese
Praxis war weit verbreitet, und die gesamte Branche sollte umdenken. Sicherheitsseminare sollen dazu in Portavogie, Kilkeel und Ardglass abgehalten werden, alle in Nordirland registrierten Kuttereigner werden eingeladen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
Brandung setzt "Rokia Delmas" zu
La Rochelle, Poitou-Charentes / Frankreich, 19.01.07 - Seit Jahresbeginn wurden die Leichterarbeiten an der vor Frankreich gestrandeten "
Rokia Delmas" fortgesetzt. Es sind noch 85 Container an Bord. Der Rumpf arbeitet weiter, aber der Verformungsvorgang scheint sich verlangsamt zu haben. Eine Stauchung ist auf der Backbordflanke erschienen, ohne einen Riß zu verursachen. Das Auftreten von Rissen und Lecks ist aber möglich. Bei einer Sitzung der zuständigen Präfektur am 10.1. wurde beschlossen, u.a. Netze auf beiden Seiten des Schiffes zu befestigen, die das unkontrollierte Austreten von Ladung verhindern sollen, falls der Frachter zerbricht. Bis 7.2. sollen Bergungsgesellschaften einen Bergungsplan vorstellen. Die Arbeiten können bis in den Herbst dauern.
Der RoRo-Frachter "
Rokia Delmas" lief am Morgen des
24.10.2006 wegen Maschinenausfall in der Nähe der Ile de Ré bei La Couarde-sur-Mer auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
Kutter sank vor Rhode Island
Newport, Rhode Island / USA - Drei Fischer vom Kutter "
Seamus Liam" wurden am Nachmittag des 18.1. aus dem Rhode Island Sound gerettet, nachdem sie ihr Schiff aufgeben mussten. Um 15.12 Uhr hatte es einen Mayday-Ruf an den Coast Guard Sector Southeastern New England abgesetzt, nach dem der Maschinenraum fast völlig voll Wasser gelaufen war und der Wassereinbruch nicht gestoppt werden konnte. Ein 47-Fuß-Rettungsboot der Küstenwachstation Point Judith, ein 27-Fuß-
Boot der Station Point Judith, ein 41-Fuß-
Boot aus Castle Hill und das 87 Fuß lange Küstenwachboot "
Tigershark" aus Newport liefen zur Unglücksstelle. Außerdem meldeten sich
4 Kutter in der Nähe. Um 15.33 Uhr sichteten das Boot aus Point Judith sowie der Kutter "
Terminator" eine rote Fackel. Die "Terminator" war als erste vor Ort und barg die Schiffbrüchigen aus einer Rettungsinsel. Ihr Schiff war rasch gesunken, sodass nicht einmal Zeit blieb, Überlebensanzüge anzulegen. Sie mussten jedoch nur 20 Minuten im kalten Wasser aushalten. Die "Terminator" brachte die drei in den Heimathafen ihres Kutters, Sakonnet Harbor, wobei sie von einem Boot der "Tigershark" eskortiert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
Containerfrachter sank nach Kollision
Schanghai / China - Das Containerschiff "
Shengsong No.1" sank nach Kollision mit dem Frachter "
Yueshun" in der Nacht zum 18.1. in der Mündung des Yangtse-Flusses. Die Kollision wurde durch Nebel verursacht. Die 14-köpfige Crew der "Shengsong No.1" wurde Stunden später aus dem kalten Wasser gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
Handelsfahrer unter Schutz gestellt
London / UK, 18.01.07 - Das Wrack der "
Rooswijk" der Dutch East India Company, das von Tauchern vor Kent 2004 entdeckt worden war, soll unter Schutz gestellt werden. Das bewaffnete Handelsschiff war in einem Sturm im Dezember
1739 gesunken, alle 250 Mann an Bord starben. Der Kulturminister verfügte jetzt auf Empfehlung von English Heritage den Schutz. Das Wrack enthält eine Fülle von Informationen über den Handel zwischen Europa und Ostindien im 18. Jahrhundert. Es liegt in der Kellet Gut Area der Goodwin Sands und ist
gut erhalten. Um das Schiff wird eine 150 Meter lange Schutzzone nach dem Protection of Wrecks Act 1973 errichtet. Es ist das
59. historische Wrack, das in England unter Schutz gestellt wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
Zwei Mann bei Kutteruntergang ertrunken
Cape Point / Südafrika, 18.01.07 - Am 17.1. sank ein Kutter 20 Meilen vor Cape Point. Es wurde befürchtet, dass zwei Mann der Crew der 40 Fuß langen "
Shaka" ertranken. Das Schiff hatte einen plötzlichen Wassereinbruch im Maschinenraum und ging rasch unter. Der Kutter "
Growler" war rasch vor Ort und rettete 2 Mann der vierköpfigen Crew, nachdem er Seenotfackeln gesichtet hatte. Die Suche nach den Vermissten wurde am 18.1. fortgesetzt. Mehrere Rettungsboote aus Hout Bay und Simon's Town, ein Flugzeug der 35 Squadron und ein Helikopter der 22 Squadron der South African Air Force beteiligten sich daran.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
Passagierschiff sitzt mit 1600 Fahrgästen fest
Buenos Aires / Argentinien, 18.01.07 - Das 240 m lange Kreuzfahrtschiff "
Sky Wonder" in Charter der CVC Cruises lief 3 Kilometer vor Buenos Aires am 17.1. auf Grund. Es hat 1600 Passagiere an Bord. Drei Schlepper versuchten, den Havaristen ins Fahrwasser zurückzubekommen. Der portugiesische Kapitän machte offenbar einen Navigationsfehler, und das Schiff geriet auf eine Sandbank der Río de la Plata.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
Frachter hatte Wassereinbruch
Wladiwostok, Primorskiy, Russland - Der kambodschanische Frachter "
Orient Wind", 2463 BRZ, funkte Notrufe nach Wassereinbruch im Maschinenraum in Wladiwostok. Das 1973 erbaute Schiff der südkoreanischen Strofcom Shipping wurde von dem Bergungsschiff "
Lazurit" mit Taucherhilfe untersucht und Reparaturarbeiten eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
Barge rammte Schleuse
Louisville, Kentucky / USA, 16.01.07 - Eine mit Dünger beladene
Barge riss sich von ihrem
Schleppboot los und wurde in Louisville gegen die McAlpine Lock (Schleuse im Ohio River) und den Damm gedrückt. Die Küstenwache überwacht die eingeleiteten Bergungsaktionen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
Kutter sank vor Irland
Waterford, Irland, 16.01.07 - Der Kutter "
Renegade" funkte am 16.1. nach Wassereinbruch
Mayday auf dem Weg nach Dublin. Dann sank er östlich des Tuskar Rock Feuers. Die zweiköpfige Crew wurde gerettet und mit einem Hubschrauber nach Waterford geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2007
"MSC Napoli" nicht gesunken
Falmouth Coastguard, Cornwall, England / UK - Die 26-köpfige Crew der "
MSC Napoli" wurde gerettet, nachdem sie das Schiff aufgegeben hatte. Niemand wurde ernsthaft verletzt. 2 Hubschrauber aus Culdrose (Cornwall, England, UK) winschten alle Mann auf. Die "MSC Napoli" hatte zuvor durch ein 1x0,5 Meter großes Loch Wasser genommen. Die Geretteten wurden nach Culdrose gebracht. Trotz des Orkans gelang es, über dem Rettungsboot zu schweben und die Männer zu retten. Der erste Hubschrauber brauchte bei "furchtbaren Bedingungen" 45 Minuten zur Rettung von 13 Mann. Der zweite rettete die übrigen, wobei das Schiff nach Aussage des Piloten fast auf den Wellen surfte. Die Crew umfasste britische Kadetten sowie Männer aus Bulgarien, der Ukraine, der Türkei, Indien und den Philippinen. Die Ladung bestand aus 2394 Containern. Das Schiff konnte 45 Meilen südöstlich von Lizard stabilisiert werden, die "
Anglian Prince" und ein französischer
Schlepper sind vor Ort. Ein Bergungsteam wurde von einem Helikopter abgesetzt, um die Integrität und damit die Schleppfähigkeit des Schiffes zu prüfen. Der Frachter hat derzeit Backbordschlagseite und schien nicht zu sinken. Die umgebende Schifffahrt wurde vor dem treibenden Riesen gewarnt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2007
Britisches Containerschiff im Ärmelkanal in Seenot
Falmouth Coastguard, Cornwall, England / UK - Bei dem schweren Orkan "Kyrill" ist im Ärmelkanal heute (18.01.) zwischen England und Frankreich ein britisches Container-Schiff in Seenot geratenen. In einer dramatischen Bergungsaktion sind die 26 Besatzungsmitglieder gerettet worden. Die in Rettungsbooten dahintreibenden Männer wurden am Donnerstagnachmittag von 2 Hubschraubern gerettet und in Sicherheit gebracht. Die Crew hatten die 275 Meter lange "MSC Napoli" Stunden zuvor 80 Kilometer vor der Südwestküste Englands aufgeben müssen, nachdem durch ein Leck der Maschinenraum überflutet worden war. Die Rettungsarbeiten, in die auch die französische Küstenwache eingeschaltet war, wurden durch meterhohe Wellen erschwert. Das Schiff trieb am Nachmittag mit schwerer Schlagseite steuerlos in der aufgewühlten See. An Bord waren 2394 Container, von denen laut der Küstenwache einige "gefährliche Materialien" enthalten.
Quelle: AFP vom 18.01.2007
Info: Die "MSC Napoli" (IMO Nr.: 9000601) wurde 1991 von der Samsung Shipbuilding &Heavy Industries Co. Ltd., Koje Shipyard - South Korea gebaut. Sie wurde unter "CGM Normandie" 1992 in Dienst gestellt. 1995 bis 2000 als "Nedlloyd Normandie" . 2001 wurde sie umbenannt in "CMA CGM Normandie". Ab Dezember 2005 als "MSC Napoli".
Sie hat eine Länge von 275,66 Metern, eine Breite von 37,10 Metern und einen Tiefgang von 13,5 Metern. Die Geschwindigkeit beträgt 24 Knoten und hat eine Containerkapazität von 4688 TEU. Die Tragfähigkeit beträgt 62277 tdw und hat eine Vermessung von 53409 t (Gross Tonnage). Die "MSC Napoli" wird von der MSC (Mediterranean Shipping Company) eingesetzt und der Eigner ist: Zodiac Maritime, London, United Kingdom. (Stand: Sep. 2006)
Bergungsarbeiten an "Golden Sky" vom Wetter beeinträchtigt
Ventspils / Lettland - Sturm und hohe Wellen behindern die Bergung des zyprischen Frachters "
Golden Sky", der vor der lettischen Ostseeküste auf Grund gelaufen war. Der Kapitän und die Besatzung haben das Schiff inzwischen vollzählig verlassen. Jetzt wollen die Behörden die von der «Golden Sky» ausgehenden Gefahren für die Umwelt bannen. Das etwa 800 Meter vor dem Hafen von Ventspils liegende Schiff hat 25.000 Tonnen mineralischen Dünger geladen. Trotz fünf Meter hoher Wellen wurde am 17.1. ein Kran errichtet. Auch wurde ein Generator aufgestellt, um genug Licht für die Fortsetzung der Arbeiten in der Nacht zu haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2007
Vier Binnenschiffe fahren sich innerhalb kurzer Zeit auf dem Rhein fest
Oestrich-Winkel, Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen / DE - Am Dienstag, den 16.1.2007, gg. 17.30 Uhr kam es zu einer Festfahrung des niederländischen Gütermotorschiffes "
Awakenigs" auf dem Rhein in Höhe Oestrich-Winkel. Das Fahrzeug war mit Erde beladen auf der Fahrt von Mainz in die Niederlande. Die Ermittlungen ergaben, dass das Fahrzeug für den vorherrschenden Wasserstand einen zu großen Tiefgang hatte. 550 Tonnen der Ladung wurden noch in der Nacht durch ein Spezialschiff entladen. Anschließend kam das Fahrzeug mit Unterstützung von zwei Schleppschiffen frei. Die Maßnahmen dauerten bis ca. 03.00 Uhr .
Am Morgen des 17.1.2007, um 5.58 Uhr wurde die Festfahrung des niederländischen Tankmotorschiffes "
Dissidentia", ebenfalls in Höhe Oestrich-Winkel, durch die WSP Mainz hier bekannt. Das Fahrzeug war auf der Fahrt aus den Niederlanden nach Ludwigshafen und hatte 2.200 Tonnen einer brennbaren Flüssigkeit geladen. Auch dieses Fahrzeug hatte einen zu großen Tiefgang für den derzeitigen Wasserstand an der Unfallstelle, wie die WSP Mainz ermitteln konnte. Dieses Fahrzeug kam gegen 8.25 Uhr frei und konnte nach erfolgter Unfallaufnahme die Reise nach Ludwigshafen fortsetzen.
Unmittelbar nach dem Tankmotorschiff "Dissidentia" fuhren sich das niederl. Tankmotorschiff "
Omega" und das deutsche Tankmotorschiff "
Piz Stanley" (beide auf Talfahrt) ebenfalls an der o.g. Örtlichkeit fest. Das Tankmotorschiff "Omega" (beladen mit einem Mineralölprodukt, 1687 t) hatte für den Wasserstand nur geringfügig zu tief abgeladen. Das Tankmotorschiff "Piz Stanley" (Beladen mit 675 Tonne Rapsöl) hatte nicht zu tief abgeladen, sondern kam aufgrund eines Ausweichmanövers, um nicht auf das vorausfahrende TMS "Omega" aufzufahren, außerhalb des Fahrwassers fest.
Die Fahrzeuge konnten zwischenzeitlich mit Schleppschiffen frei gezogen werden und ihre Fahrt fortsetzen. Bei keinem der beteiligten Fahrzeugen kam es zu einem Ladungsaustritt.
An der Unfallaufnahme und den Bergungsmaßnahmen waren die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und die WSP-Stationen Mainz, Bingen und Wiesbaden beteiligt, die Maßnahmen sind zwischenzeitlich abgeschlossen.
Aufgrund der
Schifffahrtssperre, die über mehrere Stunden andauerte, mussten ca. 10 Talfahrer in Niederwalluf / Budenheim und 25 Bergfahrer im Bereich Bingen Rüdesheim die Fahrt unterbrechen.
Quelle: Polizei Hessen vom 17.01.2007
weitere Informationen: Ein
Peilschiff untersuchte anschließend die Fahrrinne auf mögliche Untiefen. Dabei wurden laut Wasserschutzpolizei an vier Stellen so genannte Fehltiefen festgestellt, wo die Fahrrinne 20 bis 30 Zentimeter flacher war als angenommen. Diese Verschiebungen auf dem Grund des Rheins könnte den Angaben zufolge aber auch von dem ersten, wegen Überladung festgefahren Schiff verursacht worden seien, als der Kapitän erfolglos versuchte, seinen Kahn aus eigener Kraft wieder flott zu bekommen.
Die gefährlichen Stellen wurden mit
Warnzeichen markiert, bevor die Strecke wieder für die Schifffahrt freigegeben wurde. In den nächsten Tagen soll dort nun die Fahrrinne durch ein Baggerschiff vertieft werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2007
Rätselraten um Ursache der Kollision vor Messina
Messina, Sizilien / Italien - Da die Wetterbedingungen am späten Nachmittag des 15.1. gut waren, gingen Ermittler von einem möglichen menschlichem Versagen des Kapitäns der Schnellfähre «
Segesta Jet», 490 BRZ, bei deren Kollision aus. Wahrscheinlich hat er den Abstand und die Geschwindigkeit des
Frachtschiffes falsch kalkuliert. Jedoch habe er durch ein Manöver des letzten Augenblicks vermutlich viele Menschenleben gerettet. Statt frontal kollidierte die Schnellfähre seitlich mit dem Containerschiff "
Susan Borchard". An dieser Stelle ist das Schiff besonders robust. Der Frachter sei von Steuerbord gekommen und habe deshalb Vorfahrt gehabt, hiess es. Inzwischen ist nach der Auswertung von Zeugenaussagen allerdings auch von einer Frachtfähre die Reede, die zum Kollisionszeitpunkt die Sicht womöglich behindert hat. Klarheit soll die Auswertung von Radaraufzeichnungen des Kontrollturms bringen. Die Sicherheitsprobleme in der nur 3,2 Kilometer breiten Meerenge von Messina sind seit langem bekannt.
Bei dem Unglück, dem ein
Feuer folgte, waren drei Besatzungsmitglieder und der Kapitän der "Segesta Jet" ums Leben gekommen. An Bord der Fähre waren 130 Passagiere auf dem Weg von Reggio Calabria nach Messina. Rund 90 Personen wurden bei der Kollision verletzt, sieben davon schwer. Das Schiff war 1998 von Cantiere Navale Leopolde Rodriques, Messina, erbaut worden. Es ist 50,5 Meter lang, 8,8 Meter breit und hat 1,3 Meter Tiefgang. Zwei MTU Diesel bringen 4000 kW respektive 28 Knoten. Das Schiff ist für 500 Fahrgäste ausgelegt und hat 3 Schwesterschiffe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2007
Fischfabrikschiff treibt nach Feuer vor Alaska
Dutch Harbor, Insel Amaknak, Aleuten, Alaska / USA, 17.01.07 - Das Fischfabrikschiff "
Steller Sea" hatte in der Nacht des 16.1. in der Bering Sea ein Feuer im Maschinenraum und trieb danach antriebslos 90 Meilen nördlich von Dutch Harbor. Das Feuer war um 22.20 Uhr aus unbekannter Ursache auf dem 316 Fuß langen Schiff ausgebrochen und war um 23.15 Uhr gelöscht. An Bord waren 142 Personen. Das Coast Guard North Pacific Search and Rescue Coordination Center erhielt einen Notruf der "Stellar Sea" und entsandte die "
Mellon" zur Assistenz. Sie nahm das Schiff in Schlepp, während ein ziviler
Schlepper aus Dutch Harbor erwartet wurde. Das Manöver wurde durch günstiges Wetter erleichtert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2007
Fähre wird vor Bermuda versenkt
Bermuda, Inselgruppe im Atlantik / UK, 17.01.07 - Bermuda wird noch in diesem Jahr eine neue Tauchattraktion erhalten, die 75 Fuß lange Fähre "
Sea Venture". Das Schiff wird derzeit in einer Werft dazu gereinigt und vorbereitet, im Mai soll es vor Eastern Blue Cut versenkt werden. Die Bermuda Intact Wreck Initiative hatte bereits seit einigen Jahren nach einem passenden Schiff Ausschau gehlaten, als das Ministry of Transport approached die ausgediente Fähre anbot. Im vergangenen Jahr wurde das Schiff fast sämtlichen Interieurs wie Sitze, mechanische Teile un Kunststoff entledigt. Öffnungen wurden vergrößert, sodass Taucher gut in die drei Decks einsteigen können. Nun wartet die Gruppe auf die Versenkungsgenehmigung durch die Umweltbehörde. Dann soll die "Sea Venture" in 60 Fuß Wasser versenkt werden, sodass siebis auf 30 Fuß unter der Wasseroberfläche aufragt.
Bermuda ist mit rund
250 Wracks vor der Küste ein beliebtes Tauchrevier. Die Schiffe umfassen eine Periode von 4 Jahrhunderten und 15 Ländern. Eines der populärsten Wracks ist der ehemalige US-Frachter "
The Hermes". Das 1943 erbaute, 265 Fuß lange Schiff wurde 1984 vor Warwick Long Bay versenkt. Das letzte für Taucher versenkte Schiff war die "
Xing Da", ein chinesisches Schmuggelschiff, das 6 Meilen vor Dockyard im Mai 1997 vor Eastern Blue Cut auf 105 Fuß Tiefe ging.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2007
Küstenwache rettete Kutter
Provincetown, Massachusetts / USA - Die US Coast Guard schleppte den 77 Fuß langen Kutter "
Direction" aus Westport mit 5 Mann an Bord nach Provincetown, nachdem es 50 Meilen östlich von Nantucket am 16.1. gegen 16.30 Uhr gestrandet war. Der Bostoner Coast Guard-Kutter "
Seneca" kämpfte sich durch 12 Fuß hohe Seen bei 30 Knoten Wind und Temperaturen unter Null zum Havaristen. Das Schiff sollte um 15 Uhr des Folgetags bei der Küstenwachstation Provincetown, Massachussetts, eintreffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2007
Strandraubtradition vor Hillgroven wiederbelebt
Hillgroven, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE - (18.01.07) Filmreife Szenen spielen sich zurzeit am Strand von Hillgroven im Amtsbereich Wesselburen ab. Auf einer mehrere 100 Meter langen Fläche sind Schuhe angespült worden, und viele Küstenbewohner haben sich von dem originellen Strandgut in bester Strandräubermanier einige Exemplare gesichert. Die Schuhe stammen offenbar von der "JRS Canis", die am 12.1. in der Elbmündung zehn Container verloren hatte. Das zypriotische Schiff befand sich auf der Reise von Bremerhaven nach St. Petersburg. Wegen des Sturmes hatten sich die Spannstangen gelöst, mit denen die Container gesichert waren. Zwei Container konnte die Wasserschutzpolizei bergen, acht sind verschollen. Einige davon scheinen sich inzwischen geöffnet zu haben – zumindest wurden in den vergangenen Tagen schon einige Dinge an der Westküste angespült. In der Nacht zum 15.1. wurden am Strand von St. Peter-Ording Korbwaren, Gummihandschuhe und Stoffballen gefunden angetrieben. In der Nähe der Hillgrovener Schleuse strandeten nun unzählige Schuhe. Diese sind durchaus noch tragbar, berichtet Bürgermeister Henning Hinz, der sich wie viele andere auch schon eine Schubkarre voll gesichert hat: Sie sind anscheinend gut imprägniert, denn sie sind nicht aufgequollen. Lediglich getrocknet werden müssen die Schuhe von ihren Findern noch. Danach soll eine Erinnerungsstätte eingerichtet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2007
Havarierte Fähre im Hafen von Messina festgemacht
Messina, Sizilien / Italien - Bei der Kollision vor der sizilianischen Küste haben sich dramatische Szenen abgespielt. Menschen sprangen in Panik ins Wasser, als das Containerschiff "
Susan Borchard" die "
Segesta Jet" rammte. Die Schnellfähre wurde von der Wucht der Kollision beinahe in zwei Teile gerissen. "Plötzlich wurden wir auf der rechten Seite getroffen und dann gingen die Lichter aus", beschrieb ein Passagier den Unfall. "Der Bug des Schiffes, das uns traf, kam auf uns zu, auf der rechten Seite. Wir konnte die Aufschrift erkennen."
Andere Augenzeugen berichteten , dass Passagiere nach dem Zusammenstoß in Panik ins Meer gesprungen seien. Viele riefen mit ihren Mobiltelefonen Hilfe herbei. Das Tragflächenboot wurde bei dem Zusammenstoß mit dem Frachtschiff am frühen Abend nahe der Hafeneinfahrt fast in zwei Teile gerissen. Die Feuerwehr ging bei den Bergungsarbeiten äußerst vorsichtig vor, weil sie ein Sinken des Wracks befürchtete. Mittlerweile wurde das zum Heben des Lecks nach Backbord umgetrimmte Schiff im Hafen festgemacht.
Wie es zu dem Zusammenstoß in der Straße von Messina kam, war zunächst unklar. Das Wetter war zum Zeitpunkt des Unfalls gut.
Das Schiffsunglück kostete vier Besatzungmitglieder der Fähre das Leben. Nach Angaben eines Sprechers der Bahn, die die Fähre betreibt, wurden 71 Menschen verletzt, fünf davon schwer. An Bord des Tragflächenboots befanden sich rund 150 Menschen. Es war auf dem Weg von Reggio Calabria nach Messina.
Bei der "
Susan Borchard" handelt es sich um die ehemlaige "
Maria Sibum". "Susan Borchard" ist der von der Borchard Lines, London gewählte Chartername. Eigner und Reeder der "Susan Borchard" ist die Reederei Bernd Sibum aus Haren/Ems.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2007
Australien verliert populäres Wrack
Queensland / Australien, 16.01.07 - Im nächsten Monat soll das Wrack der "
Cherry Venture", einer Touristenattraktion an Queenslands Sunshine Coast "Teewah Beach", beseitigt werden. Das Schiff soll vom 5.Februar 2007 an von Abwrack- und Asbestbeseitigungsexperten verschrottet werden. Das unter Singapur-Flagge registrierte Schiff war in einem Zyklon im
Juli 1973 auf dem Weg von Auckland nach Brisbane gestrandet, die letzten Bergungsbemühungen scheiterten 1977. Touristen hatten das Wrack seither als Attraktion entdeckt und ignorierten Warnungen, es zu betreten. Inzwischen ist durch den Verfall des Schiffes aber die Unfallgefahr gestiegen. Es könnte jederzeit zusammenbrechen. Eine Monitorstation soll während der Räumung eingerichtet werden, die Metall, Sand und Luft auf Asbestbelastung prüft. Außerdem wird während der 6-wöchigen Arbeiten eine Verbotszone eingerichtet. Danach soll eine Erinnerungsstätte eingerichtet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2007
Auch Oregon verliert populäres Wrack
Coos Bay, Coos, Oregon / USA, 16.01.07 - Das Wrack der "
New Carissa", das seit 8 Jahren in der Surf von Coos liegt, wird im kommenden Jahr von den beiden Jack-Up-Barges Karlissa A und B von Titan Marine beseitigt. Sie sollen die 1200 Tonnen schwere Sektion räumen.
Die beiden Karlissas beseitigten momentan Folgen des Hurricanes Katrina. Jede kann auf 6 Beinen bis 30 Fuß über die Brandung gespindelt werden, sodass die 30 Bergungsarbeiter sicher arbeiten können. Es handelt sich um Taucher und Schweißer, die das Wrackteil zerlegen sollen. Eine Barge hat einen Kran von 300 Tonnen Hebefähigkeit. Die Wrackstücke werden dann mit Schiffen abtransportiert, ihre Verwertung soll $25,000 erbringen. Falls das 40 Fuß tief im Sand liegende Wrack nicht ganz geborgen werden kann, soll es auf Höhe des Grundes abgeschnitten werden. Die Operation beginnt Frühling 2008. Binnen 8 Monaten soll sie abgeschlossen werden, davon sind 3 Monate Arbeit am Wrack. Die "New Carissa" strandete
Februar 1999. Das 639 Fuß lange Schiff war nach Japan unterwegs, um eine Holzladung zu nehmen. Es wollte ankern, um einen Sturm abzureiten. Das Vorschiff mit den Laderäumen wurde von der US Navy nach mehrfachen Bergungsversuchen mit Torpedoschüssen versenkt. Es wurde kritisiert, dass mit der Räumung der verbliebenen Reste eine Touristenattraktion verloren ginge.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2007
140 Jahre alter Raddampfer bei Bauarbeiten entdeckt
New Iberia, Louisiana, USA, 15.01.07 - Ein vor 140 Jahren gesunkenes Schiff wurde während einer Ausgrabung des New Iberia-Architekten Paul Allain entdeckt. Es war unter vier Fuß Schlamm im Bett des Teche-Nebenarms begraben. Seit der ersten Entdeckung 2005 wurde ein vorläufiger Report der privaten Archäologenfirma Coastal Environments Inc. gefertigt. Er kam zu dem Schluss, es handelte sich bei dem Wrack um den
Schaufelraddampfer "Teche". Es ist rund 95 Fuß lang, 20 Fuß breit und einst "
Tom Sugg". Es wurde von den Konföderierten im Bürgerkrieg eingesetzt, von den Unionisten 1863 erobert und dann von der U.S. Navy als USS "
Tensas" verwendet. 1865 erwarb es Captain Trinidad aus New Iberia auf einer Auktion und taufte es "Teche". Unter den späteren Eignern war Alfred Duperior aus St. Martin Parish 1866 und die Attakapas Mail Transportation Company 1867. Das Schiff liegt nun teilweise auf privatem Grund. Falls Artefakte geborgen werden, gehen diese an die Division of Archaeology Curation Facility in Baton Rouge. Sie könnten auch im New Iberia Museum National Registry of Historic Places ausgestellt werden. Bislang wurden nur einige wenige Teile geborgen, bevor man sich der historischen Tragweite bewusst wurde. Der Rest soll im Stück vor Ort bleiben. Die Entdeckung wurde bei den Bauvorbereitungen für eine Auspumpstation für Sportboote hinter dem Flussarm gemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2007
Kutter vor Aberdeenshire wieder frei
Peterhead, Aberdeenshire, Schottland / UK, 15.01.07 - Der in Peterhead beheimatete Kutter "
Rosemount", der nahe dem St Fergus Gasterminal in Aberdeenshire gestrandet war, ist wieder frei. Nachdem Bergungsbemühungen des örtlichen Rettungsbootes und mehrerer Kutter am 14.1. scheiterten, konnte der Havarist mit der Flut der folgenden Nacht wieder flottgemacht werden und wurde in den Hafen von Peterhead eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2007
Kollision vor Japan
Japan - In einer Kollision vor Japan wurden zwei russische Schiffe beschädigt. Das 88400-cbf-Kühlschiff "
Tatarstan" (Baujahr 1977) stieß mit der 1975 erbauten "
Pioner Kholmska", 5590 BRZ in der Tsugaru Straße (
Meerenge) zwischen den Inseln Honshu and Hokkaido am Abend des
15.1. zusammen. Der Reefer (Kühlschiff) wurde im Bereich der Tanks beschädigt, der Frachter oberhalb der Wasserlinie. Beide Schiffe konnten die Fahrt fortsetzen, die "Tatarstan" ins russische Vanino und die "Pioner Kholmska" nach Wladiwostok. Die "Pioner Kholmska" wird von der Sakhalin Shipping Co bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2007
4 Tote bei Fährkollision in Italien
Messina, Sizilien / Italien - Beim Zusammenstoß der Schnellfähre "
Segesta Jet" mit dem Containerfrachter "
Susan Borchard" in der Straße von Messina sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Über 80 Passagiere wurden verletzt, mindestens fünf von ihnen schwer. Bei den
Opfern handelte es sich um
Besatzungsmitglieder der Fähre, die von Reggio Calabria unterwegs nach Messina war. Zwei der Toten, darunter der Kapitän, wurden auf der Kommandobrücke gefunden, zwei weitere unter Deck. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in Kalabrien auf dem Festland und auf Sizilien transportiert.
Das Unglück ereignete sich am frühen Abend (15.1.), als viele Pendler vom italienischen Festland nach Sizilien zurückfuhren. Die Einsatzkräfte retteten mehrere Menschen, die über Bord gegangen waren, andere waren zwischen Trümmern eingeklemmt gewesen. Unter den Fahrtgästen brach nach dem Unglück Panik aus. "Ich habe einen heftigen Knall gehört und bin drei Meter nach vorne geschleudert worden. Ich dachte, ich würde sterben", sagte eine Italienerin, die leicht verletzt wurde. Küstenwache und Feuerwehr waren stundenlang im Einsatz, um eventuell weitere eingeklemmte Passagiere zu retten. Die Fähre war bei der Kollision leckgeschlagen und drohte zeitweilig zu sinken.
Wie es zu dem Zusammenstoß in der Straße von Messina kam, ist noch unklar. Die Brücke des Tragflächenboots wurde vollständig zerstört. Die Schnellfähre der italienischen Staatsbahn hatte 130 Menschen an Bord.
Der 130 Meter lange Frachter, der unter der Flagge von Antigua und Barbuda fuhr, war mit zehn Besatzungsmitgliedern unterwegs gewesen. Die genaue Ursache für die Kollision war noch unklar. Eventuell hatte das Containerschiff "Susan Borchard" der Fähre den Weg abgeschnitten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2007
Fregatte kehrt wegen defekter Radaranlage nach Wilhelmshaven zurück
Wilhelmshaven, Niedersachsen / DE - Wegen eines technischen Defekts hat die Fregatte «Sachsen» eine Fahrt über den Atlantik abgebrochen und wieder in Wilhelmshaven festgemacht. Es seien Probleme mit der Navigationsradaranlage aufgetreten, sagte Marinesprecher Jörg Schrader am Dienstag auf ddp-Anfrage in Wilhelmshaven. Aus Sicherheitsgründen habe der Kapitän deshalb kurz nach dem Auslaufen am Freitag entschieden, in den Heimathafen zurückzukehren.
"Wir gehen davon aus, dass das Schiff in Kürze wieder auslaufen kann", sagte der Marinesprecher. Die Fregatte werde dann wie vorgesehen zum ständigen Einsatzverband der NATO stoßen, der vor Kanada Einsatzszenarien probt und als schnelle Eingreiftruppe zur Verfügung steht. Von der nordamerikanischen Ostküste werde die «Sachsen» zunächst in die Ostsee und anschließend ins Nordmeer fahren, ehe sie Ende Juni wieder in Wilhelmshaven erwartet wird.
Quelle: ddp vom 16.01.2007
Frachter vor Lettland gestrandet
Ventspils / Lettland - Am 15. Januar kurz nach 02.00 Uhr lief der unter zypriotische Flagge fahrende Bulkcarrier "
Golden Sky" (Baujahr 1985), im Sturm, 1km vor der lettischen Küste bei Ventspils auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.01.2007
2. Meldung: Ventspils / Lettland - 16 der 24 phillipinischen Besatzungsmitglieder des vor Ventspils gestrandeten Frachters "
Golden Sky" wurden von Rettungskräften mit Hubschraubern geborgen werden. Acht Besatzungsmitglieder sollten nach einer Entscheidung des Kapitäns weiter an Bord bleiben. Der unter zyprischer Flagge fahrende Frachter habe neben 25.000 Tonnen Mineraldüngemittel auch rund 500 Tonnen Öl an Bord, teilte ein Sprecher der Hafenbehörde im lettischen Ventspils mit.
Hubschrauber sollen nun überwachen, ob der Frachter Öl verliert, da bis zu drei Meter hohe Wellen und orkanartige Böen die Rettungsarbeiten behinderten. Es besteht allerdings derzeit keine Gefahr, dass die "Golden Sky" sinkt. Die 26,300 tdw große "Golden Sky", die 1985 erbaut wurde und der Samios Shipping in Piräus gehört, liegt auf einer Sandbank eine Meile vor der Nordostküste Lettlands. Das Schiff liegt vollständig auf Grund und hat Rumpfschäden sowie Wassereinbruch im Maschinenraum. Ein Bergungskontrakt wurde mittlerweile unterzeichnet. Die "Golden Sky" war unterwegs von Ventspils nach Indien mit 25000 Tonnen Dünger.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2007
Versenkte mangelnder Ballast den Frachter "Server"?
Bergen / Norwegen - Zu
wenig Ballast könnte die Strandung des zypriotischen Frachter's "
Server", 33000 tdw, vor Fedje verursacht haben. Das Schiff war unterwegs von Årdalstangen im Sogne Fjord nach Murmansk, als es beim Versuch, von der Küste freizukommen, nach Verlassen des Windschutzes von bis zu 8 Meter hohen Wellen erfasst wurde. Die "Server" wurde wie eine Nussschale getrieben und war, da der Propeller häufig austauchte, manövrierunfähig. Das gesunkene Achterschiff wurde am 15.1. von Tauchern untersucht. Das Vorschiff liegt nördlich von Bergen vor der Offshore Basis Ågotnes. Ein Teil des Ölteppichs wurde vom Wind aufgerissen und vertrieb nach See.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2007
Strandung in Prince Rupert Harbour
Prince Rupert, British Columbia / Canada - Am Morgen des 15.1. riss sich der monrovianische Frachter "
Pacific Paradise", 74000 tdw, von seinen Moorings (Vertäuung) im kanadischen Prince Rupert Harbour los und lief auf Grund. Winde von 75 Km/h behinderten Versuche, den 225 Meter langen Bulker von den Felsen zu ziehen. Die Coast Guard ist vor Ort. Sieben Schlepper sollen den Havaristen freischleppen. Auch zwei andere Schiffe gerieten im Sturm ins Treiben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2007
Kutter vor Korea gesunken
Seoul / Südkorea - Am Abend des 15.1. kollidierten vor Nordkorea ein süd- und ein nordkoreanisches Schiff, dabei sank der nordkoreanische Kutter. Drei Mann wurden vermisst. Nur einer von den vier nordkoreanischen Fischern wurde gerettet. Der Kollisionsgegner, die 1538 Tonnen große "Hyunsung-ho" aus Südkorea, kam von Nordkorea, wo er Sand geladen hatte. Die 10 Besatzungsmitglieder blieben unverletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2007
Binnenschiff in Holland abgeschleppt
Urk, Provinz Flevoland / Niederlande - Am Nachmittag des 14.1. geriet das holländische Binnenschiff "
Sagitta" aus Katwijk vor Urk nach Maschinenausfall in Schwierigkeiten. Das Rettungsboot "
Koningin Beatrix" der KRNM Station Urk schleppte es nach Lelystad ab. Die "Sagitta" war mit 2 Mann Crew nach Sneek unterwegs gewesen. Mittags erreichte sie die Houtribs Schleuse, wo sie von der "
Ecliptica" aus Lemmer übernommen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2007
Ladung auf Frachter ging vor England über
Harwich, Essex, England / UK - Am Morgen des 15.1. erreichte der 108,5m lange Frachter "
Claudia" (Baujahr 1999) den Hafen von Harwich mit schwerer Backbordschlagseite, nachdem die Stahlladung in schwerer See übergegangen war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2007
Kutter bei Strandung beschädigt
Tórshavn / Färöer - Der färöische Kutter "
Drelnes" lief am 10.1. vor Island auf Grund und liegt derzeit zur Reparatur bei Tórshavnar Skipasmiðja. Das Schiff (IMO 5007326) wurde im norwegischen Brattvaag 1961 erbaut. Es ist in Tvøroyri auf den Färöern beheimatet und hieß vorher "
Jónrit", Heimathafen Akraborg.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2007
Ölbekämpfung nach "Server"- Havarie langwierig
Bergen / Norwegen, 15.01.07 - Bei der Havarie des zypriotischen Bulkcarriers "Server", 33333 BRZ, der am 12.1. um 18.30 Uhr vor Fedje gestrandet und um 22.55 Uhr zerbrochen war, sind bisher rund 370 Tonnen Öl ausgelaufen, von denen knapp die Hälfte geborgen wurde. Die Reinigungsarbeiten, die weiter durch schlechtes Wetter behindert werden, können sich noch ein halbes Jahr hinziehen. Vor Ort sind die Küstenwachschiff "
Eigun", "
Ålesund" und "
Tromsø", die 130 Tonnen Öl-Wasser-Gemisch aufnehmen konnten. Es wurden vor Ort eine Reihe verölter Vögel entdeckt
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.01.2007
Frachter im Nord-Ostsee-Kanal gestrandet
Brunsbüttel, Schleswig-Holstein / DE - Um 17.30 Uhr des 14.1. lief bei Kilometer 44 im Nord-Ostsee Kanal der Containerfeeder "
BCL Iwona", ca. 6000 BRZ, nach einen Blackout der Maschine in die Böschung. Der Verkehr durfte die Unfallstelle einspurig umfahren. Die Schlepper "
Bugsier 14" und "
Steinbock" machten sich von Brunsbüttel aus auf den Weg zum Havaristen. Ein erster Bergungsversuch schlug fehl. Erst im zweiten Anlauf gelang es um 22.20 Uhr, den Frachter freizubekommen. Er wurde zur Untersuchung nach Brunsbüttel geschleppt. (Quelle Olaf Kuhnke)
Info: Tim Schwabedissen vom 15.01.2007
Kutter gestrandet
Peterhead, Aberdeenshire, Schottland / UK - Der Kutter "
Rosemount" aus Peterhead lief am 14.1. nahe des St Fergus Gasterminals in Aberdeenshire auf Grund. Ein Rettungsboot und mehrere Kutter vermochten das Schiff nicht vom Sandgrund bei Rattray Head zu befreien. Die Versuche sollten bei Hochwasser fortgeführt werden, das Schiff ist stabil und die Crew an Bord verblieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.01.2007
Zwei Ruderboote auf dem Rhein gekentert
Bonn, Nordrhein-Westfalen / DE - Am Sonntag, 14.01.2007, 13.40 Uhr, kenterte bei Rhein-km 652 linksrheinisch, ein Ruderboot. Der Doppeldreier ohne Steuermann, "Semester 53", war bergfahrend in die Wellen eines überholenden Schiffes geraten, lief voll Wasser und kenterte. Die drei Insassen blieben am Boot und trieben zu Tal. Der Versuch von Vereinskameraden, den Treibenden mit einem zweiten Boot Hilfe zu leisten, scheiterte. Dieses Boot kenterte ebenfalls. Alle Personen konnten glücklicherweise mit eigener Kraft und unverletzt das Wasser verlassen. Sogar die Boote konnten sie bergen.
Quelle: WSP NRW vom 15.01.2007
Zusammenstoß von zwei Schiffen auf dem Rhein
Neuss, Nordrhein-Westfalen / DE - Am Samstag, 13.01.2006, 21.32 Uhr, stießen auf dem Rhein bei Neuss, Rhein-km 740 zwei sich entgegen kommende Schiffe „Kopf auf Kopf“ zusammen. Das zu Tal fahrende deutsche Tankmotorschiff, beladen mit 1900 Tonnen Erdöldestillat, erlitt starke Schäden im Bugbereich und es kam zu leichtem Wassereinbruch im vorderen Ballasttank. Aus dem total zerstörten Bugstrahlraum trat eine geringe Menge Gasoel aus. Ladung trat nicht aus. Der Schiffsführer erlitt eine Kopfverletzung, die ambulant im Krankenhaus behandelt wurde. Die Ladung des Tankmotorschiffes übernahm ein anderer Tanker und das beschädigte Schiff brachte ein weiteres Schiff längsseits gekuppelt in den Neusser Hafen. Das bergfahrende, mit Containern beladene niederländische Motorschiff erlitt bei dem Zusammenstoß ebenfalls Schäden im Bugbereich. Es erhielt die Genehmigung für die einmalige Fahrt nach Wörth und anschließend zu einer niederländischen Werft. Hier gab es keine Verletzten.
Die Wasserschutzpolizei Düsseldorf ermittelt zurzeit den Unfallhergang.
Quelle: WSP NRW vom 15.01.2007
Container wehten über Bord
Hamburg / DE - Als der Containerfrachter "
Vera" am Morgen des 13.1. in den Hamburger Parkhafen einlief, erfasste eine Windbö drei Leercontainer und riss sie über Bord. Die Container wurden von einem Schwimmbagger aus der Elbe geborgen. Gegen den Kapitän wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen mangelnder Ladungssicherung eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.01.2007
Ölunfall im Eckernförder Hafen
Eckernförde, Schleswig-Holstein / DE - Die Eckernförder Feuerwehr hat am Sonnabendmorgen (13.1.) nach einem Ölunfall im Hafen durch schnellen Einsatz größere Schäden verhindert. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei hatte der Schubschlepper "Manfred" eine unbekannte Menge Öl verloren. Bei einem Rundgang habe Hafenmeister Günter Stephan gegen 10.30 Uhr den sich schnell ausbreitenden Ölteppich auf dem Hafengewässer entdeckt und die Rettungsleitstelle alarmiert. Die Eckernförder Wehr rückte kurz darauf mit einem Löschzug samt Einsatzboot "Kadeker" an und legte eine Ölsperre und Vlies um den am Wochenende nicht besetzten Schlepper einer Hamburger Bugsierfirma. Als Ursache stellte die Feuerwehr eine übervolle Ölauffangwanne an Deck des Bootes fest.
Die Wasserschutzpolizei zog mehrere Proben aus dem verunreinigten Hafengewässer. Zusätzlich wurden mehrere unbefestigte Ölkanister an Bord des Schiffes entdeckt. Die Polizei erstattete Anzeige wegen Gewässerverunreinigung und unerlaubten Umgangs mit umweltgefährdenden Stoffen.
Quelle: Kieler Nachrichten vom 15.01.2007
Reparatur Kieler Kanalschleusentore beginnt
Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE, 13.01.07 - Nach den Kollisionen der Tanker "
Bow Sirius" und "
King Edward" mit zwei Schleusentoren in Kiel-Holtenau sind die Aufträge zur Reparatur jetzt vergeben worden. Die Arbeiten werden in den nächsten Tagen beginnen. Sie werden rund drei Millionen Euro kosten. Zuerst soll das Tor repariert werden, das am 27. Dezember durch die "Kind Edward" gerammt wurde. Bei diesem Tor sind die Schäden nicht so schwerwiegend. Es soll nach dem Austausch von Stahlplatten
Ende März 2007 soweit klar sein, dass es notfalls als Ersatztor eingesetzt werden kann, auch wenn es dann noch nicht ganz fertig ist. Die Reparatur wird am Kai neben dem Anleger der Wik-Holtenauer Fähre "Adler 1" im Holtenauer Binnenhafen erfolgen.
Das von der "Bow Sirius" am 2. Januar schwer beschädigte Tor 4 muss zur Lindenau Werft in Kiel-Friedrichsort ins Dock, wo es zuvor gerade überholt worden war. Die Schäden sind so schwerwiegend, dass sie nicht an der Pier behoben werden können.
Unter dem Eindruck der Havarien wurde beim Wasser- und Schifffahrtsamt über Verbesserungsmöglichkeiten im Kollisionsschutz nachgedacht. Die Tatsache des hohen Alters der Bauwerke ist aber ein gravierendes Hindernis für die Einführung von Neuerungen. Quer über die Schleuse gespannte Fangleinen oder Ketten erscheinen aus statischen Gründen nicht empfehlenswert. Das Problem bei den Havarien dabei vorrangig die Masse, die ein einlaufendes Schiff von 20000 Tonnen darstellt. Würden Ketten diese Kräfte aufnehmen, müssten sie gewaltige Verankerungen haben. Die sind in den rund 100 Jahre alten Schleusenbauwerken aber nicht einfach einzubauen. Wenn zudem bei Fangseilen die Verankerungen das Mauerwerk beschädigen, wäre dies schwerer zu kompensieren als der Ausfall von austauschbaren Schleusentoren.
Auch eine Lösung wie am Panamakanal, wo Lokomotiven Schiffe in die Schleusen ziehen, erscheint in Kiel nicht praktikabel. Die Panamakanal-Schleusen sind erheblich schmaler als die neuen Holtenauer Schleusen. In Holtenau können Schiffe auch nebeneinander in den Kammern festmachen. Die Lok-Lösung funktioniert indes nur, wenn die Schiffe hintereinander festmachen, da jedes Schiff auf beiden Seiten von Lokomotiven geführt werden muss. Dies würde die Schleusenzeit deutlich verlängern.
Trotz der jetzigen Häufung sind schwere Havarien in den Kanalschleusen grundsätzlich sehr selten. Die Zahl liegt im Verhältnis zur Schiffszahl im Promille-Bereich. Eine Kollision vergleichbar in der Schwere der der "Bow Sirius" gab es zuletzt im Mai 1997. Damals rammte der Frachter "
Merkur" ebenfalls das Tor 4 der Südschleuse.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.01.2007
Bulkcarrier brach vor Norwegen auseinander
Oslo / Norwegen - Am 12.1. lief auf dem Weg nach Murmansk der 180 Meter lange, zypriotische Bulkcarrier "
Server" (IMO 830 7717) gegen 18.30 Uhr Ortszeit nordwestlich von Bergen bei der Insel Fedje auf Grund. Zunächst blieb die 25-köpfige Crew, überwiegend Indonesier sowie norwegische Offiziere, an Bord, doch als sich in den folgenden vier Stunden die Lage des Schiffes in stürmischer, sieben Meter hoch gehender See rasch verschlechterte, wurden die Männer in einer nächtlichen Rettungsaktion ab 21.30 Uhr von vier Hubschraubern abgeborgen und nach Bergen gebracht. Sechs Mann waren zunächst noch an Bord des in rauer See festliegenden Havaristen, wurden eine halbe Stunde später aber auch aufgewinscht. Dann brach der Frachter vor den Aufbauten auseinander. Nur Teile der Brücke und Masten blieben vom Achterschiff unterhalb des Hellesoy Leuchtturm vor Hordaland sichtbar. Das Vorschiff mit den leeren Laderäumen des 1985 erbauten, von der Avena Shipping bereederten Bulkers blieb mit starker achterlicher Trimmung schwimmfähig und wurde am 13.1. von Schleppern nach Bergen eingebracht. Aus einem Tank an der Bruchstelle des Frachters traten bislang 290 Tonnen Schweröl aus und verschmutzten bereits die Westseite von Fedje. Insgesamt hatte das Schiff 585 Tonnen Bunkeröl und 72 Tonnen Diesel in den Tanks. 300 Tonnen davon befanden sich im Vorschiff und konnten gesichert werden. Vier Schlepper und vier Küstenwachfahrzeuge sowie Mannschaften an Land begannen sofort mit der Ölbekämpfung. Die Arbeit wurde durch die raue See erschwert. Die Ursache der Strandung ist noch unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.01.2007
1. Meldung:
Frachtschiff vor Norwegen zerbrochen
Oslo / Norwegen - Am 12.1. ist in schwerem Sturm vor der Südküste Norwegens der zyprische Frachter "
Server" mit 25 Besatzungsmitgliedern auf Grund gelaufen. Zwei Rettungshubschrauber warteten über dem 180 Meter langen Schiff auf den Einsatzbefehl zur Evakuierung. Um 21:30h wurde die Mannschaft mit Hilfe von 3 Helikoptern evakuiert. Das zum Unglückszeitpunkt unbeladene Schiff war auf dem Weg zum russischen Hafen Murmansk. Bis zu sieben Meter hohe Wellen und Windgeschwindigkeiten von 54 Stundenkilometern erschwerten den Einsatz. Später ist die "Server" bei der Insel Fedje (nördlich von Bergen) in
zwei Teile zerbrochen. 582 Tonnen Bunkeröl und 72 Tonnen Diesel sollen sich an Bord befinden, 300 Tonnen davon dürften ins Meer geflossen sein. Die Bugpartie wurde am 13.1. in ruhiges Fahrwasser gezogen, das Heck sank. Umweltschützer befürchten nun, dass das Öl ein nahe gelegenes Vogelschutzgebiet verseuchen könnte, das vielen Tieren als Winterquartier dient.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.01.2007
Havarierter Autotransporter nach Antwerpen geschleppt
Vlissingen, Provinz Zeeland / Niederlande - Der auf der Schelde bei Vlissingen leckgeschlagene Grimaldi-Autotransporter "
Grande Portogallo" wurde am 13.1. nach einer provisorischen Reparatur von Schleppern in den Hafen von Antwerpen verholt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.01.2007
Frachter in Douala geborgen
Douala / Kamerun, 13.01.07 - Im Hafen von Douala lief der Frachter "
Gold River" auf Grund. Der Havarist wurde zunächst entladen, dann gelang die Bergung durch ein Team von Smit Salvage.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.01.2007
Sieben Vermisste beim Untergang zweier Trawler vor Irland
Irland, 14.01.07 - Helikopter retteten am 11.1.
zwei Fischer aus der See vor Irlands Südostküste, doch
sieben weitere waren noch vermisst, nachdem
zwei Trawler gesunken waren. Die beiden Geretteten gehören zu der 24 Meter langen MFV "
Honeydew II", die von Kinsale, Irland aus operierte und am 10.01. sank. Sie wurden nach 20 Stunden Drift in rauer See aus einer Rettungsinsel geborgen und ins Waterford Regional Hospital geflogen. Nach den anderen beiden Männer des Trawlers wurde durch einen Helikopter, ein Marineschiff und ein Rettungsboot weiter gesucht.
Die Suche nach der fünfköpfigen Crew der 20 Meter langen "
Pere Charles" aus Dunmore East, Ireland, die um 18 Uhr am 11.1. Notrufe gesendet hatte, wurde während der Nacht eingestellt. Das Schiff war 4 Kilometer vor Rosslare gesunken, eine leere Rettungsinsel trieb am 12.1. auf den Strand. An Bord waren vier Iren und ein Litauer.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.01.2007
Kranbarge im Sturm gestrandet
Breezand, Nordholland / Niederlande - Am 11.1. riss sich die Kranbarge "
Avontuur" vor der holländischen Küste im Ijselmeer von ihren Moorings los und wurde auf den Außendeich geworfen. GPS Marine Services BV, Sliedrecht, erhielten den Bergungskontrakt und waren am Morgen des 12.1. vor Ort. Das Schiff lag mit acht Grad Schlagseite auf Grund. Um 13 Uhr war es flottgemacht und wurde nach Breezand geschleppt. Hier konnte es nach Abschluss von Untersuchungen um 16.30 Uhr an die Eigner zurückgegeben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.01.2007
Havaristen vor England auf den Haken genommen
Großbritannien, 12.01.07 - Das Taucherunterstützungsschiff "
CSO Orelia", das den Hauptantrieb 115 Meilen nordöstlich von Aberdeen nach Sturmschaden verloren hatte, wurde von dem Schlepper "
Pacific Blade" auf den Haken genommen und nach Invergordon (Schottland) verholt. Ein zuvor am Havaristen eingetroffener Schlepper, die "
Far Sovereign", konnte aus dem Einsatz entlassen werden. Die 94 Personen an Bord sind wohlauf.
Auch zum 90 Meter langen Frachter "
Vindo", 4516 BRZ, konnte am 12.11. eine Schleppverbindung aufgebaut werden. Sie wurde trotz rauer See und weiterhin 10 Bf Wind vom Schlepper "
Red Wolf" auf den Haken genommen und wurde in Richtung des 100 Kilometer entfernten Humber River verschleppt. Der Wind wehte weiterhin mit einer Geschwindigkeit von 55-63 Knoten. Die acht Mann an Bord waren wohlauf. Die unter Antigua/Barbuda-Flagge registrierte, 2004 erbaute "Vindo" war am 10.1. auf dem Weg von Seaham nach St. Petersburg beladen mit 4200 Tonnen Düngemitteln 90 Meilen vor der Küste von Lincolnshire bei 10 Bf nach Maschinenausfall auf zwei Gasförderplattformen in 14 Kilometern Entfernung zugetrieben.
Die 30-köpfge Crew der "
Murdoch" Plattform war daraufhin von 2 RAF-Helikoptern evakuiert worden, die "Vindo" passierte ihn in nur einer Meile Entfernung. Es war kurz zuvor gelungen, die Maschinen zu starten. Nach neuerlichem Antriebsausfall verfehlte sie wenig später die unbemannte "
Caister"-Plattform um lediglich 630 Meter.
Die "
Vindo" war im September 2006 bereits mit dem Frachter "
Dealer" 17 Meilen vor der Küste von North Foreland, Kent, kollidiert. Beide Schiffe hatten einigen Schaden erlitten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.01.2007
Ölverschmutzung nach Tankerkollision vor Singapur
Singapur (Inselstaat in Südostasien) - 200 Tonnen Öl liefen bei der Kollision der unter Singapur-Flagge registrierten Tanker "
Seafalcon" und "
Frontac" 500 Meilen südlich Singapurs am 10.1. ins Meer. Einer der 10 Ladetanks der "Seafalcon" war aufgerissen worden. Außerdem wurde der Bug der "Frontek" beschädigt. Fünf Fahrzeuge zur Ölbekämpfung wurden zur Unglücksstelle geschickt und begannen unverzüglich mit der Reinigung des Wassers. Um die "Seafalcon" wurde ein Ölschlängel ausgelegt. Das verbliebene Öl wurde in einen Leichtertanker gepumpt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.01.2007
Gestrandeter Schlepper wird verschrottet
Wilhelmshaven, Niedersachsen / DE, 11.01.07 - Die Anfang November 2006 vor Wilhelmshaven gestrandete und anschließend abgeborgene "
Harle Füer" wird verschrottet. Noch liegt die 1954 auf der Stralsunder Volkswerft gebaute "Harle Füer" auf dem Jade-Dienst Gelände. Nun wird es bei "Jade Stahl" verschrottet und vorher ausgeschlachtet. Eine zukünftige "neue" Harle Füer liegt auch schon bereit. Es handelt sich um die ehemalige "
ADLER-POLAR", die 1959 erbaut wurde. Die "Harle Füer" war 1954 bei VEB Volkswerft Stralsund erbaut worden und hieß vor der Verwendung für die Reederei Warrings "
Südperd", "
Arkona" und "
Sperling I". Sie war mit 44 BRT vermessen, hatte eine Länge von 18,50 m, eine Breite von 4,92 m und eine Geschwindigkeit von 12 Knoten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.01.2007
Tanker vor Phuket in Brand
Phuket / Thailand - Der unter Singapurflagge laufende, 6,089 tdw große Bitumen & Asphalt-Tanker "
Bitumen Glory" (erbaut 1985) fing am 10.Januar vor Thailand Feuer. Die 19-köpfige Crew wurde aus der Andaman Sea (Andamanisches Meer) von dem rumänischen Bulker "
Valeria" (erbaut 1976) gerettet. Der Tanker brannte rund 60 Meilen vor Phuket. Das Schiff war von Penang bzw. Singapur aus unterwegs. Er war bereits 2 Mal 2003 und 2006 in
Havarien vor Japan involviert gewesen. Er gehört der Mutual P&I Association, Luxembourg.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.01.2007
Containerfrachter verlor Ladung in der Elbmündung
Brunsbüttel, Schleswig-Holstein / DE, 12.01.07 - Ein Schiff hat am frühen Freitagmorgen bei schwerer See in der Elbmündung vor Brunsbüttel zehn Container verloren. Eine Serie von drei dicht aufeinander folgenden Wellen mit einer Höhe von sieben bis acht Metern war dafür die Ursache dafür. Der unter der Flagge von Zypern fahrende Containerfrachter "
JRS Canis" befand sich auf der Reise von Bremerhaven nach St. Petersburg und musste nach dem Vorfall eine Zwangspause in Brunsbüttel einlegen. Dort wurden den Angaben zufolge weitere, zum Teil schwer beschädigte Container ausgemacht. Das Schiff hatte kein Gefahrgut geladen. Für genaue Untersuchungen musste es aber einen weiteren Zwischenstopp in Hamburg einlegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2007
Erneut sturzbetrunkener Kapitän auf der Elbe
Cuxhaven / Niedersachsen, 12.01.07 - Erneut hat ein betrunkener Kapitän sein Schiff durch die Elbmündung in Richtung Nord-Ostsee-Kanal gesteuert. Der Frachter «Mare» sei in der Nacht durch einen «wilden Schlingerkurs» aufgefallen, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Cuxhaven. Ein Lotse fand den Kapitän und den 1. Offizier an Bord des 78 Meter langen Frachters volltrunken vor. Bereits am Mittwoch hatte die Wasserschutzpolizei auf der Elbe einen alkoholisierten Kapitän aus dem Verkehr gezogen.
Quelle: Radio Bremen vom 12.01.2007
Tote und Gerettete im Sturm vor England
Irland / Großbritannien, 12.01.07 - Vor der Küste
Irlands ertranken mindestens fünf Fischer bei stürmischer See. "Es hat nur Sekunden gedauert, bis die aufgewühlte See die "
Pere Charles" verschlungen hat", sagte später ein Einsatzleiter der irischen Küstenwache. Acht Stunden später verlor die Besatzung der "
Honey Dew II" ihren Kampf gegen die Atlantikwellen. Männer eines Rettungsschiffes zogen zwei der vier Männer der "Honey Dew II" aus der tobenden See. Die anderen beiden wurden vermisst. Die Chancen, die sieben vermissten Seeleute aus Irland, Litauen und Polen lebend zu finden, wurden von den Rettungsdiensten nur noch als gering eingeschätzt. "Leider sieht es so aus, als ob wir nur noch nach Leichen suchen", sagte eine Sprecherin der Küstenwache. Mehr als 24 Stunden nach dem Unglück wurde eine dritte Rettungsinsel leer gefunden.
Zwei vor
Großbritannien in Seenot geratene Schiffe mit insgesamt 103 Menschen an Bord wurden von Rettungsschiffen auf den Haken genommen. Beide Schiffe, die "
Vingo" und die "
Orelia", wurden in sichere Häfen gebracht, niemand wurde verletzt. Die "Orelia" hatte 94 Personen, meist Ölarbeiter, an Bord, als 200 Kilometer vor Aberdeen ein Brecher die Brückenscheiben eingedrückt und der daraus resultierende Zusammenbruch der Elektrik einen Maschinenausfall nach sich gezogen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2007
Frachter treibt an Gas-Förderplattformen vorbei
London / UK - In der Nordsee vor der britischen Küste ist der Frachter "
Vindo", am Donnerstagnachmittag (11.1.) in stürmischer See, in Seenot geraten.
Der Frachter "Vindo" trieb dann nach Angaben der Küstenwache am frühen Freitagmorgen rund 700 Meter an der unbesetzten Gas-Förderplattform "
Caister" vorbei. Kurz zuvor war es an der Plattform "
Murdoch" vorbeigezogen, die wegen der drohenden Kollision weitgehend evakuiert worden war. Nun stünden zunächst keine weiteren Plattformen mehr im Weg des 4500-Tonnen-Frachters, hieß es. Die in Antigua registrierte "Vindo" mit Düngemitteln an Bord treibt mit einem
Maschinenschaden in der aufgewühlten See mit bis zu sechs Meter hohen Wellen in Richtung offene See. Die neunköpfige Besatzung versuche weiterhin, die Maschine zu starten und das Schiff wieder flottzumachen, erklärte die Küstenwache.
Quelle: Reuters vom 12.01.2007
2. Meldung: Vor der englischen Nordseeküste geriet am Abend des 11.1. der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "
Vingo", 4516 BRZ, nach Maschinenausfall in Seenot. Nachdem das Schiff die Gasförderplattform "
Murdoch", von der die 30-köpfige Crew vorsorglich mit Hubschraubern evakuiert und zur Plattform "
Ensco 101" geflogen wurde, nur knapp verfehlt hatte, gelang es der 9-köpfigen Crew zeitweilig, die Maschine zu starten und den Anker fallen zu lassen. Dann aber trieb das Schiff auf die Plattform "
Caister" zu. Vor Ort waren 50 km/h Windgeschwindigkeit. Die "
Putford Viking" machte Standby. Inzwischen ist der Frachter frei von den Plattformen. Im Laufe des 12.1. sollte versucht werden, ihn mit einem Schlepper in einen Hafen zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2007
Tanker trieb vor der holländischen Küste
Den Helder, Provinz Nordholland / Niederlande - Am Abend des 11.1 hatte ein
Tanker Maschinenprobleme und wurde in der selben Nacht von SvitzerWijsmuller Salvage B.V. geborgen. Der Tanker war nach Antriebsproblemen vor Holland ins Treiben geraten. Die Anker des 85 Meter langen Schiffes hielten nicht im Grund. Dann brach die Kette, kurz bevor die Anker über Unterwasserpipelines geschleift wären. Die Schlepper "
Waker" und "
Hunter" liefen zur Assistenz aus. Um 23 Uhr wurde ein Bergungskontrakt gezeichnet, kurz nach Mitternacht hatte die "Waker" den Havaristen weniger als drei Meilen vor der Küste Texels an den Haken. Nur 15 Minuten später hätte Strandungsgefahr bestanden. Das Schiff sollte mit Tageslicht nach Den Helder gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2007
Schiff vor Schottland nach Maschinenausfall in Seenot
Aberdeen, Schottland / UK, 12.01.07 - Auf der stürmischen Nordsee ist bei Schottland das Schiff (DSV) "
CSO Orelia" mit fast hundert Menschen an Bord in Seenot geraten. Die "CSO Orelia" trieb etwa 250 Kilometer nordöstlich von Aberdeen, nachdem der Hauptantrieb ausgefallen war. Eine Extremwelle hatte während der Nacht Brückenfenster des Schiffes zerschmettert und die Schiffselektrik unter Wasser gesetzt. Rettungsschiffe wurden ausgesandt, um zu versuchen, die "CSO Orelia" in Sicherheit zu schleppen. Auf dem Schiff befanden sich 94 Mann vor allem Mitglieder von Reparaturteams für Öl- und Gasplattformen in den Nordsee, darunter viele Taucher, die alle einstweilen an Bord blieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2007
Info: Die "
CSO Orelia" ist ein Taucherversorgungsschiff, Unterstützungsschiff für Reparaturtaucher (
DSV = Diving Support Vessels)
Sturm riss Autotransporter vor Kiel los
Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE, 11.01.07 - Der auf Reede vor Holtenau liegende Autotransporter "
Le Castellet" riss sich von seinen zwei Ankern los. Er trieb Richtung Friedrichsort, bis er an Dalben der dortigen Bundeswehr-Messstelle prallte. Er wurde von Schleppern in den Scheerhafen verholt. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2007
Autotransporter in Vlissingen leck
Vlissingen, Provinz Zeeland / Niederlande, 11.01.07 - Berger von Multraship Salvage BV, Terneuzen, und URS Salvage & Maritime Contracting, Antwerpen, kamen dem leckgeschlagenen Autotransporter "
Grande Portogallo" im Sloehaven von Vlissingen zu Hilfe. Das 176,5 Meter lange und 31,10 Meter breite Schiff hatte Wassereinbruch erlitten und Schlagseite entwickelt. Mit zusätzlichen Lenzpumpen wurde der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht. Mehrere Schlepper assistierten. Die "Grande Portogallo" wurde dann von Tauchern abgedichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2007
Tanker vor Singapur kollidiert
Singapur (Inselstaat in Südostasien) - Am 11. Januar sind bei dem Zusammenstoß von zwei Tankern südlich von Singapur 200 Tonnen Öl ins Meer ausgelaufen. Die Verschmutzung konnte aber innerhalb weniger Stunden weitgehend beseitigt worden. Die beiden in dem Stadtstaat registrierten Schiffe (1,080-Tonnen "
Seafalcon" und der 2,570-Tonnen "
Frontek"), die als schwimmende Tankstellen für andere Schiffe dienten, fuhren vor der zu Singapur gehörenden Insel St. John's aus entgegengesetzten Richtungen aufeinander zu und rammten sich. Die Ursache dafür wird noch untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2007
Donau wieder frei
Aholfing, Landkreis Straubing-Bogen, Bayern / DE - Nach der Kollision zweier Schiffe auf der Donau bei Aholfing erhielt der Schiffsverkehr am Abend des 11.1. wieder freie Fahrt. Die Löscharbeiten auf der "
Johanna" waren am späten Donnerstagabend abgeschlossen. Die Unfallstelle wurde inzwischen vollständig geräumt. Nach einer ersten Befragung der beiden Schiffsführer wurden gegen beide Männer strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs eingeleitet. Die von dem Binnenschiff «Johannes» transportierten 1000 Tonnen Sojaschrot wurden fast vollständig von einem Bagger auf einer Schute auf ein Leichterschiff umgeladen, so dass für den mittschiffs auf zwei Metern Länge aufgerissenen und eingeknickten Schiffsrumpf keine Gefahr mehr bestand. Zunächst hatten die Einsatzkräfte befürchtet, die «Johannes» könnte auseinander brechen und sinken. Der
andere am Unfall beteiligte Schiffsverband, die mit 1600 Tonnen Mais beladene rumänische «
Giurgiu 29» hatte die Fahrt bereits am Nachmittag aus eigener Kraft fortsetzen können. Einer ihrer Leichter hatte sich bei der Kollision losgerissen und war im Bereich des Vorschiffs leckgeschlagen. Der Schuber war bereits am 3.5.1999 in eine Kollision auf der Donau verwickelt gewesen. Der rund 180 Meter lange Schubverband hatte die 100 Meter lange «Johannes» in einer Kurve gerammt, wo das Fahrwasser 200 Meter breit ist. Danach war der mittlere Teil der "Johannes" bis zur Wasserlinie vollgelaufen. Das schwer beschädigte Schiff wurde inzwischen von einem anderen Schiff in das Oberwasser der Schleuse Straubing gezogen. Ein Gutachter soll nun klären, wie der Havarist zur Reparatur in eine Werft kommt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2007
Drei Tote vor Borneo befürchtet
Kuala Lumpur / Malaysia, 9.1.2007 - Vor der Küste Borneos haben malaysische Rettungskräfte am Dienstag (9.1.) sieben Überlebende eines Schiffsunglücks gerettet, darunter fünf ausländische Touristen. Von den ursprünglich zehn Menschen an Bord wurden noch zwei vermisst. Ein Malaysier war bei dem Unglück ertrunken. Die Touristen stammten aus Australien, Großbritannien und Neuseeland. Das
Schiff war bei starkem Seegang und heftigem Regen nahe der Stadt Sandakan an der Ostküste Borneos gekentert. Die Touristen verbrachten einen Abenteuerurlaub in Borneos malaysischer Provinz Sabah.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2007
Havarierter Schiffsverband konnte Fahrt fortsetzen
Umfangreiche Maßnahmen zur Bergung erforderlich
Linkenheim-Hochstetten, Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg / DE, 12.01.07 - Sehr schwierig gestaltete sich die Bergung des aus den Niederlanden stammenden Schiffsverbandes, der sich am Donnerstag (11.1.) auf dem Rhein im so genannten "Apothekergrund" an einer Buhne festgefahren hatte und sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien konnte. Am Morgen (12.1.) hatte ein Leichterschiff längsseits an dem rund 170 Meter langen Schiffsverband festgemacht und zunächst rund 500 Tonnen Dieselöl aus den Kammern abgepumpt. Obwohl sich das Schiff bereits sichtbar gehoben hatte, misslangen mehrere Versuche, das Schiff frei zu turnen. Erst nachdem weitere 300 Tonnen Dieselöl in das Leichterschiff gepumpt worden waren, konnte der 56 Jahre alte Schiffsführer den Verband gegen 13.45 Uhr nach rund fünf Stunden aus eigener Kraft wieder befreien.
Auch während des Leichterns gelang keinerlei Dieselöl in den Rhein, bedingt auch durch die Tatsache, dass das Schiff mit einem doppelwandigen Rumpf ausgestattet ist. Während der Bergung des Schiffsverbandes warnte sowohl die Wasserschutzpolizei als auch ein Boot des Wasser- und Schifffahrtsamtes die Schiffart in Höhe des Hochstetter Altrheins und auf Dettenheimer Gemarkung. Den an dem Schiff durch die Kollision mit der Buhne entstandenen Sachschaden beziffern die Beamten der Wasserschutzpolizeistation Karlsruhe nach ersten vorsichtigen Schätzungen auf mehrere zehntausend Euro. Klarheit wird dabei erst eine genauere Untersuchung des Schiffsrumpfs im Hafen Straßburg bringen. .
Quelle: Polizei Karlsruhe vom 12.01.2007
Autofrachter prallt mit Heck gegen Kaimauer
Bremerhaven - Kaiserhafen / Land Bremen / DE - Am 11.01.2007, gegen 15.20 Uhr brachen sturmbedingt bei dem 180 Meter langen und mit 51770 BRZ vermessenen Autotransporter "Maersk Wave" mehrere Festmacherleinen. Das Heck des Schiffes vertrieb von seinem Liegeplatz, Kaiserhafen III Ostseite, und stieß gegen die Kaimauer der westlichen Hafenseite im Überseehafen von Bremerhaven. Nach dem Zusammenstoß wurde das Schiff mit der Hilfe von 4 Schleppern zurück an den alten Liegeplatz gedrückt und dort wieder sicher vertäut.
Der Autotransporter wurde im Heckbereich, steuerbordseite eingedrückt und die Pier auf einer Länge von ca. 20 Metern beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden und es traten keine umweltschädlichen Stoffe aus. Die Ermittlungen zur Unfallursache wurden durch die Direktion Wasserschutz- und Verkehrspolizei Bremen aufgenommen. Die zuständige
See-Berufsgenossenschaft und die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung erhielten Kenntnis.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 11.01.2007
Tankschubverband fährt sich auf Buhne fest
Linkenheim-Hochstetten, Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg / DE, 11.01.07 - Ein mit insgesamt über 3.500 Tonnen Diesel beladener Tankschubverband hat sich am heutigen Mittag (11.1.) auf dem Rhein in Höhe Linkenheim-Hochstetten festgefahren. Bei dem Schiffsunfall ist bislang kein Gefahrgut in den Rhein gelangt.
Der aus den Niederlanden stammende Führer des Tankschubverbandes, der von Antwerpen in Richtung Straßburg unterwegs war, fuhr gegen 13.35 Uhr möglicherweise wegen eines Fahrfehlers auf eine Buhne in Höhe der Insel Rott, dem so genannten "Apothekergrund". Derzeit wird versucht, das Schiff aus eigener Kraft freizubekommen. Ein erster so genannter Turnversuch wurde bereits erfolglos abgebrochen. Weitere Turnversuche blieben heute ebenfalls ergebnislos. Darum müssen Teile der Ladung am morgigen Freitag abgepumpt werden. Weder für Anwohner noch für die Umwelt geht eine Gefahr von dem festliegenden Schiff aus.
Da der havarierte Tankschubverband nicht in der Fahrrinne liegt, ist der Schiffsverkehr auf dem Rhein nicht blockiert. Die Beamten der Wasserschutzpolizeistation Karlsruhe haben zur Sicherung des Schiffsverkehrs in Absprache mit dem ebenfalls vor Ort anwesenden Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes ein Begegnungs- und Überholverbot ausgesprochen.
Quelle: Polizei Karlsruhe vom 11.01.2007
Niederländisches Schubschiff im Rhein festgefahren
Rüdesheim am Rhein, Hessen / DE - (dpa) Ein niederländisches Schubschiff mit mehreren mit Kies gefüllten Containern hat sich heute auf dem Rhein bei Oestrich-Winkel festgefahren. Der rund 190 Meter lange Schubverband sei mit den knapp 5500 Tonnen Kies für die aktuelle Wassertiefe zu schwer beladen gewesen, teilte die Polizei mit. Das Schiff wurde bis zum Nachmittag (11.1.) frei geschleppt. Die nicht motorisierten schwimmenden Behälter, die Leichter, mussten vorher teilweise entladen werden. Die Schifffahrt auf dem Rhein wurde laut Polizei nicht behindert.
Quelle: dpa vom 11.01.2007
Irische Küstenwache sucht nach fünf vermissten Fischern
Rosslare Harbour, Wexford / Irland - Die irische Küstenwache sucht mit Schiffen und Hubschraubern nach der Besatzung eines gekenterten Fischerbootes. Fünf Fischer werden vermisst, nachdem ihr 20 Meter langes Boot bei rauer See am Mittwochabend in Not geriet, teilte die Küstenwache mit. Die "Pere Charles" habe ein Notsignal gesendet und sei dann rund 2,5 Meilen vor dem Hafen Rosslare gesunken. Vier der Männer seien Iren, bei dem fünften handle es sich wahrscheinlich um einen litauischen Staatsbürger. Das irische Militär habe zur Unterstützung der Suche neun Taucher geschickt. Die Männer hatten vor Hook Head nach Hering gefischt und waren am irischen Fischereihafen Dunmore East erwartet worden. Zunächst wurde nur ein Rettungsreifen der "Père Charles" gesichtet; nach Angaben der Küstenwacht gab es aber Hoffnung, dass die Schiffbrüchigen ein Rettungsfloß genutzt haben könnten.
Quelle: APA vom 11.01.2007
Schwere Schiffskollision auf der Donau
Aholfing, Landkreis Straubing-Bogen, Bayern / DE - Am 11. Januar gegen 02.00 Uhr kam es auf der Donau - zwei Kilometer oberhalb der Schleuse Straubing - zu einer schweren Schiffskollision. Ein donauaufwärts fahrender
Schubverband und ein zu Tal fahrendes
Gütermotorschiff kollidierten an einer relativ breiten Stelle der Donau aus noch ungeklärter Ursache.Die beiden Schiffe haben Sojaschrot und Mais geladen. Das Gütermotorschiff ist mittig so schwer beschädigt und aufgerissen, dass es evtl. sogar auseinanderbrechen könnte und zu sinken droht.
Verletzt wurde nach jetzigem Kenntnistand niemand.
Die Wasserschutzpolizei Deggendorf und das Wasser- und Schifffahrtsamt sind vor Ort.
Quelle: Polizei Bayern vom 11.01.2007
2.Meldung:
"Johannes" nach Donau-Kollision stabilisiert
Auf der niederbayrischen Donau kam es um 2 Uhr morgens am 11.1. bei Aholfing, Landkreis Straubing-Bogen, zu einer schweren Schiffskollision. Ein Schubverband stieß mit dem deutschen Binnenschiff "
Johannes" zusammen. Dieses wurde so schwer beschädigt, dass es einknickte und auseinanderzubrechen drohte. Nachdem begonnen wurde, die Ladung aus Sojaschrot und Mais auf ein anderes Schiff zu leichtern, konnte die "Johannes" so weit stabilisiert werden, dass keine Untergangsgefahr mehr drohte. Das Unglück ereignete sich an einer relativ breiten Stelle desFlusses. Verletzt wurde niemand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2007
Betrunkener Kapitän steuert Containerschiff im Zickzack-Kurs
Hamburg / DE - Tatzeit: 10.01.07, 23:45 Uhr, Tatort: Elbmündung - Beamte der Wasserschutzpolizei haben gegen den 52-jährigen Kapitän des Containerschiffes "Bluebird" (Länge 67,42 m, Breite 11,26 m, BRZ 1.115, Heimathafen: Kingstown) ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Schiffsverkehr eingeleitet.
Die "Bluebird" war auf dem Weg von Queensborough (Kanada) nach Liepaja (Lettland). In der Elbmündung war die Schiffsführung minutenlang über Funk nicht zu erreichen. Zudem fuhr die "Bluebird" zu weit nördlich im Fahrwasser. Anschließend änderte die Schiffsführung den Kurs Richtung Süden und behinderte dabei das einlaufende Seeschiff "Tina" (Länge 98,61 m, Breite 19,05 m, BRZ 5.424, Heimathafen: St. John´s). Schließlich gelang es der Verkehrszentrale Cuxhaven, Kontakt zur Schiffsführung der "Bluebird" aufzunehmen. Dem Nautiker vom Dienst der Verkehrszentrale Cuxhaven fiel dabei die undeutliche Sprache des Kapitäns auf und er verständigte die Wasserschutzpolizei.
Wegen des Sturmes und der schweren See wurden die Wasserschutzpolizeibeamten vom Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms" zur "Bluebird" gefahren. An Bord der "Bluebird" stellten die Beamten bei dem litauischen Kapitän starken Alkoholgeruch fest. Ein anschließender Alkotest ergab 2,46 Promille.
Die "Bluebird" wurde unter Führung des Steuermannes und der Polizeibeamten zurück nach Cuxhaven gefahren und am Lenzkai vertäut. Die Beamten sprachen ein vorläufiges Weiterfahrverbot aus. Dem Kapitän wurde im Stadtkrankenhaus Cuxhaven eine Blutprobe entnommen. Die Beamten ordneten gegen den Kapitän eine Sicherheitsleistung in
Höhe von 2.114 Euro an.
Quelle: Polizei Hamburg vom 11.01.2007
Kutter vor Schottland in Seenot
Cape Wrath, Schottland / UK - Am 10.1. geriet der Kutter "
Ulysses" vor der schottischen Küste in Schwierigkeiten. Der in Banff beheimatete Kutter war mit 4 Mann an Bord leckgeschlagen, als er 5 Meilen nordöstlich von Cape Wrath vor der Küste von North Sutherland stand. Ein Küstenwachhubschrauber aus Stornoway brachte in den Morgenstunden Lenzpumpen zum Havaristen. Dann wurde er von einem Rettungsboot in den Hafen von Scrabster eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2007
"Sunna"-Kapitän zu Strafe verurteilt
Kirkwall, Insel Mainland, Orkney, Schottland / UK - Vor dem Kirkwall Sheriffs Court wurde der Kapitän des norwegischen Frachters "
Sunna", Kapitän Pawlus, gestern (10.1.) zu einer Strafe von 2500 Pfund verurteilt. Er wurde schuldig befunden, nicht für einen adäquaten Ausguck gesorgt zu haben, als sein Schiff am 2.1. um 04.40 Uhr im Pentland Firth strandete. Hätte der Kapitän für einen Ausguck in den gefährlichen Gewässern gesorgt, wäre der Unfall nicht geschehen. Der 1. Offizier des Schiffes war kurz nach Kursänderung zum Transit des Pentland Firth auf dem Weg von Island nach Humberside eingeschlafen. Das Schiff konnte mit Hilfe eines Hafenschleppers und des Loghoper Rettungsbootes am nächsten Tag wieder flottgemacht werden und wurde nach Lyness eingeschleppt. Die "Sunna" hatte eine Crew von 7 Mann, von denen alle zu Instandhaltungsarbeiten befohlen waren und so der Ausguck unbesetzt blieb.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2007
Tanker in Amsterdam gestrandet
Amsterdam, Provinz Noord-Holland / Niederlande - Am 9.1. riss starker Wind von bis zu 8 Bf den liberianischen Tanker "
Chemtrans Moon", 40763 BRZ, von einer Ankertonne in Amsterdam los. Das 2004 erbaute Schiff (IMO 9270488) lief danach auf Grund. Eine Taucherinspektion am 10.1. zeigte, dass der Tanker bei der Strandung unbeschädigt geblieben war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2007
Feuer auf russischem Frachter
Wladiwostok, Föderationskreis Fernost (am Pazifik) / Russland - Am 9.1. brach auf dem russischen Frachter "
Eruslan" an Liegeplatz 13 in Wladiwostok ein Feuer aus. Es erfasste den Aufbaubereich. Die achtköpfige Crew wurde evakuiert. Feuerlöschkräfte aus 12 Löschteams und 2 Feuerlöschschleppern gingen gegen das Feuer vor, das um 23.45 Uhr gelöscht war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2007
Kollision zweier Frachter in Ejsk
Ejsk (Yeysk), Krasnodar / Russland - Der unter aserbaidschanischer Flagge laufende Frachter "
Teimur Ekhmedov" 3048 BRZ, kollidierte am 9.1. im Hafen von Ejsk mit der maltesischen "
Samur 4", 1846 BRZ. Der 1988 erbaute Frachter riss mit seinem Bug ein 2,5 x 2,5 Meter großes Loch in die 1987 erbaute "Samur 4". Der Havarist hatte in Erwartung einer Ladung Papier am Kai gelegen. Die in Ballast fahrende "Teimur Ekhmedov" wurde mit Schleppern und Lotsen an einen Liegeplatz auf Standby gebracht. Zum Unglückszeitpunkt herrschten Windgeschwindigkeiten von 3-5 Metern pro Sekunde
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2007
Wal versenkte Segelyacht
Neuseeland - Am 9. Januar hat ein
Segler vor Neuseeland, etwa 160 km von Port Waikato an der Westküste der Nordinsel, eine Kollision mit einem großen
Buckelwal überlebt. Der Wal hatte wahrscheinlich an der Wasseroberfläche geschlafen, als das Boot ihn rammte. Darauf schlug das Tier ein großes Loch in den Schiffskörper. Als der fast zehn Meter lange Trimaran "
Loose Goose" zu sinken begann, schwammen weitere Wale vorbei. Der Mann klammerte sich fünf Stunden an dem Wrack seines Bootes fest, bevor ihn ein Hubschrauber aus dem Wasser retten konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.01.2007
Untersuchung nach U-Boot-Kollision eingeleitet
Manama, Bahrain, 09.01.2006 - Nach der Kollision mit dem Tanker "
Mogamigawa", 299999 tdw, (IMO 9229439) in der Straße von Hormuz lief das amerikanische U-Boot "
Newport News", 7100 tdw, zu Untersuchungen in Bahrain ein. Am teilbeladenen Tanker wurde derweil nur ein leichter Schaden an einem Ballasttank festgestellt. Der 2001 erbaute Tanker ankert vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate, die 24-köpfige Crew blieb unversehrt. Der Schaden am U-Boot ist noch unbekannt. Die USN "Newport News (SSN750)" gehört zur Los Angeles-Klasse. Sie wurde 1989 erbaut und ist 109 Meter lang bei einer Breite von 9,7 Metern. Der S6G-Atomreaktor bringt die Dampfturbinen auf 35000 PS, die Geschwindigkeit beträgt 30 Knoten. Die Besatzungsstärke ist 141 Mann. 4 21-Inch-Torpedorohre sowie Tomahawk-Flugkörper sind als Bewaffnung vorhanden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.01.2007
Bergungsversuch für "New Carissa"-Wrack vertagt
Coos Bay, Coos, Oregon / USA, 9.01.2006 - Das Wrack der "
New Carissa" wird mindestens ein weiteres Jahr vor der Küste Oregons nahe Coos Bay liegen bleiben, bevor ein Versuch unternommen wird, es zu beseitigen. Die Behörden hatten gehofft, dass bereits in diesem Jahr, acht Jahre nach der Strandung, Arbeiten beginnen könnten. Doch die Verhandlungen mit Titan Maritime, der Firma, die den Versuch wagen will, und dem Schiffseigner Green Atlas Shipping Co., sind noch nicht genügend vorangeschritten. Deswegen wird es keinesfalls vor Frühjahr/Sommer 2008 zu Arbeiten am Wrack kommen. Der Staat Oregon hatte Green Atlas verpflichtet, die am Strand verbliebenen Reste des Achterschiffs zu beseitigen, dafür will die Reederei 22,1 Millionen Dollar zahlen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.01.2007
Kutter vor Holland freigeschleppt
Den Oever, Noord-Holland, Niederlande - Der holländische Kutter "
Astrid Cornelis - WR 52" aus Wieringen lief im holländische Wattenmeer am Abend des 7.1. auf Grund. Der Unfall ereignete sich nahe der Schleuse von Den Oever. Offenbar war das Schiff von der Strömung vom Kurs abgekommen. Es versuchte mit eigener Kraft freizukommen. Als aber die Ladung in Bewegung geriet, wurden Küstenwache und Rettungsdienst alarmiert. Das Rettungsboot "
Johanna Margareta" machte eine Schlepptrosse fest und verhalf dem Kutter wieder zu Wasser unter dem Kiel. Danach kehrte es nach Den Oever zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.01.2007
Atom-U-Boot rammte Großtanker
Tokio / Japan - In der Nacht des 8.1. kollidierte der japanische Tanker "
Mogamigawa" der Kawasaki Kisen Ltd. in der Straße von Hormuz mit dem 110 Meter langen amerikanischen Atom-U-Boot "
Newport News" (SSN 750). Bei dem Unglück am Eingang des Persischen Golfs wurde niemand verletzt. Beide Schiffe wurden nur leicht beschädigt, Öl trat nicht aus. Der Bug des U-Bootes befand sich unter Wasser, als es das Heck des Supertankes traf.
Die "
Newport News" ist in Norfolk, Virginia, stationiert und ist Teil der Multinationalen Streitkräfte in der Golfregion. Sie hat 127 Mann Besatzung. Die "
Mogamigawa" (Baujahr 2002) war vom Golf nach Singapur unterwegs. Sie hat eine Crew aus 8 Japanern und 16 Philippinos und wurde am 9.1. im Hafen von Khor Fakkan erwartet.
Amerikanische Kriegsschiffe waren in den vergangenen Jahren mehrfach in Kollisionen mit Handelsschiffen verwickelt.
Zuletzt hatte das Atom-U-Boot "
Philadelphia" im September 2005 im Persischen Golf einen türkischen
Frachter gerammt.
Der Flugzeugträger "
John F. Kennedy" versenkte im Juli 2004 eine arabische
Dhau, deren gesamte Crew umkam. Der Kommandant, Captain S.B. Squires, wurde danach von seinem Kommando entbunden. Eine Untersuchung des aktuellen Vorfalls wurde eingeleitet.
Im Februar 2001 hatte ein US-U-Boot das japanisches Fischereischulschiff "
Ehime Maru" vor Hawaii durch einen Rammstoß versenkt. Dabei starben 9 Japaner.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.01.2007
Weitere Schiffsunglücke vor Indonesien
Jakarta / Indonesien - Vor Indonesien sank am
2. Januar ein Frachtschiff in schwerem Seegang. Bei dem Untergang vor der östlichen Nusa Tenggara Provinz starb ein Besatzungsmitglied eines Frachters. Die anderen drei wurden gerettet.
Am
7. Januar sank ein Fischerboot in der "Straße von Peleng" in zentralem Sulawesi, Indonesien. Auf dem Boot befanden sich mehrere Studenten und eine Stammcrew. Eine Suchaktion wurde eingeleitet. Auch hier starb ein Mann der Besatzung.
Das schwerste Unglück der vergangenen Tage war der Untergang der "
Senopati Nusantara" mit 628 Passagieren, von denen noch rund 400 vermisst werden.
245 Menschen wurden gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.01.2007
Frachter erlitt Seeschlagschäden
Montreal / Kanada, 19.12.2006 - Der 16324 BRZ große, 2005 erbaute Frachter "
Flottbek" erlitt bereits am 18.12. auf dem Weg von Europa nach Montreal erheblichen Rumpfschaden und Beschädigungen an der Containerladung durch Seeschlag.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.01.2007
Explosion und Feuer auf Bulkcarrier
Singapur (Inselstaat in Südostasien), 12/2006 - Der 47828 BRZ große Bulkcarrier "
Aghios Makarios", Baujahr 1987, hatte schon am
11.12. auf dem Weg von Indien nach China ein Feuer im Maschinenraum. Es entstand wohl durch eine Turbolader-Explosion. Nach der Löschaktion wurde der Bulkcarrier nach Singapur geschleppt. Das Schiff war mit 80000 Tonnen Eisenerz beladen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.01.2007
Trawler vor Kamtschatka-Küste gestrandet
Petropawlowsk-Kamtschatski, Kamtschatka / Russland - Vor der Kamtschatka-Küste ist ein Trawler aus Taiwan in Seenot geraten. Die "Ericaristine" mit einer Crew von 28 Mann, die in der Awatschinski-Bucht ihren Liegeplatz hatte, wurde am 8. Januar durch den heftigen Sturmwind vom Anker losgerissen und anschließend gestrandet. Die ungünstigen Wetterbedingungen hindern die Rettungsmannschaften daran, sich dem Schiff zu nähern.
Nach Angaben des Rettungszentrums ist das russische Schleppschiff "Grosa" zur Einschätzung der Lage ins Unglücksgebiet unterwegs.
Das Schiff des Taiwaner Unternehmens P.T.Karya Bitunog Seajati war Ende August von den russischen Grenzern für eine Kontrolle gestoppt worden. Sie hatten rund 400 Tonnen Lachsfische illegal gefangen.
Quelle: RIA Novosti vom 08.01.2007
Weitere Überlebende der "Senopati Nusantara" gefunden
Jakarta / Indonesien - Neun Tage nach dem Untergang der Fähre "
Senopati Nusantara" am 28.12. sind vor der Küste Indonesiens
15 Überlebende aus einem Rettungsboot geborgen worden. Die Schiffbrüchigen wurden am
7. Januar etwa 160 Kilometer nördlich der Insel Bali von einem zufällig vorbeifahrenden
Schiff entdeckt worden, sagte ein Verantwortlicher der Rettungskräfte.
Einer der Geretteten war in so schlechter gesundheitlichen Verfassung gewesen, dass er nach der Rettung auf dem Weg zur Insel Sulawesi
gestorben sei. Das Boot trieb östlich der Insel Kangean 400 Kilometer östlich der Stelle, an der die Fähre am
29. Dezember mit etwa 600 Menschen an Bord in einem schweren Sturm von Kumai kommend gesunken war.
Etwa 250 Überlebende wurden von Schlauchbooten, aus dem Wasser, von Ölförderanlagen oder kleinen Inseln in der Javasee gerettet. Weitere Überlebende wurden gesichtet, konnten aber wegen des stürmischen Wetters und des hohen Seegangs zunächst nicht geborgen werden. Die Suchaktion wurde über die in Indonesien eigentlich geltende Frist von sieben Tagen hinaus ausgeweitet und bis nach Bali hunderte Kilometer von der Unglücksstelle entfernt ausgedehnt. Eine weitere Gruppe von
15 Schiffbrüchigen war am
5.1. von der "
KRI Layang" gerettet worden, die außerdem 14 Überlebende eines anderen Schiffsunglücks barg. Die gesunkene "Senopati Nusantara" hatte 542 Passagiere und 57 Mann
Besatzung an Bord. Damit war das für 850 Personen zugelassene Schiff nicht überladen gewesen. Möglicherweise war es aber in schlechtem Zustand. Erst nach Wetterbesserung will die Marine versuchen, das Wrack mit Sonar aufzuspüren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.01.2007
Kutter sank vor Alaska
Juneau, Alaska / USA - Das North Pacific Search and Rescue Coordination Center fing am 7.1. um 14.15 Uhr das EPIRB- Signal des Kutters "
Hunter" aus Cordova auf. Ein C-130-Suchflugzeug und ein Rettungshubschrauber aus Kodiak stiegen auf. Wenig später sichtete die C 130 Schiffstrümmer und eine mit vier Mann besetzte Rettungsinsel nahe der gepeilten Position (2 Meilen Ost von Cape Ignak). Binnen einer Stunde waren die Schiffbrüchigen durch den Hubschrauber aufgewinscht und nach Kodiak zur medizinischen Betreuung gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.01.2007
Ein Verletzter bei Kollision vor Galveston
Houston, Texas / USA, 06.01.2007 - In der Nacht zum 5.1. wurde ein
47-jähriger Mann von der "
OSV Capt. Nick" abgeborgen, nachdem diese mit dem Tanker "
Pan Am Caribe" kollidiert war. Ein Rettungsboot der Coast Guard Station Galveston wurde um 03.57 Uhr in Marsch gesetzt, den Verletzten rund 10 Meilen vor Sabine, Texas, zu bergen. Der Havarist wurde nach schwieriger Nebelfahrt um 05.48 Uhr erreicht. Die Kollision hatte sich am Vorabend um 19.16 Uhr vor Galveston ereignet. Beide Schiffe konnten ihre Fahrt fortsetzen. Die Küstenwache untersuchte den Vorfall.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.01.2007
Fischer bei Kollision in Sydney lebensgefährlich verletzt
Sydney / Australien, 05.01.2006 - Einen Herzschlag und den Verlust des rechten Beines erlitt am 5.1. ein
72-jähriger Fischer, nachdem sein Aluminiumboot nahe der Sydney Harbour Bridge von einer nach Drummoyne laufenden Fähre gerammt worden war. Das Boot mit 2 Mann hatte vor dem Luna Park gelegen. Beide Männer wurden bei dem Zusammenstoß um 06.55 Uhr ins Wasser geschleudert. Der 72-jährige wurde an der Bordwand der 14 Jahre alten Rivercat-Fähre "
Dawn Fraser" eingeklemmt. Sofort wurde der Vorfall der Hafenkontrolle gemeldet. Eine andere Fähre, die "
Charlotte", die gerade auf dem Weg nach Drummoyne war, barg die Verunglückten. An Bord wurde erste Hilfe geleistet, ehe es zur Pier One unter der Sydney Harbour Bridge ging, wo eine Ambulanz wartete. Auch der Sohn des Fischers musste im St Vincent's Hospital betreut werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.01.2007
Kreuzfahrtschiffe auf dem Nil gestrandet
Luxor/ Ägypten - Auf dem Nil sind vier Kreuzfahrtschiffe gestrandet. Sie liefen bei Niedrigwasser zwischen Luxor und Esna auf Sandbänke und blieben im Schlamm stecken. Ingesamt 174 ausländische Touristen wurden mit Behelfsbrücken unversehrt ans Ufer gebracht. Sie kehrten mit Bussen in ihre Hotels zurück. Ob auch Deutsche betroffen waren, ist noch unklar. Drei der vier Schiffe konnten inzwischen wieder flott gemacht werden. Sie mussten ohne Passagiere weiterfahren. Das vierte Schiff sitzt immer noch fest. Der Nilpegel in Mittelägypten ist derzeit ungewöhnlich niedrig.
Quelle: MDR INFO vom 07.01.2007
Dock-Tor liegt unverändert sicher vor Fehmarn
Insel Fehmarn, Schleswig-Holstein / DE - Mit Auswertung der Bergungsmöglichkeiten ist Anfang nächster Woche zu rechnen Das havarierte Dock-Tor liegt weiterhin unverändert östlich von Fehmarn sicher auf Grund. Von ihm geht keine Gefahr für Schifffahrt oder Umwelt aus. Der Schlepper "Leopard" verlässt heute Nachmittag den Einsatzort und hat als Sicherheitsmaßnahme ein Notschleppgeschirr am Dock-Tor befestigt, sodass bei Bedarf wieder eine Schleppverbindung hergestellt werden kann. Das Gewässerschutzschiff "Scharhörn" bleibt weiterhin als Einsatzleitung vor Ort.
Zusätzlich werden im Rahmen der Luftüberwachung der Ostsee regelmäßig Kontrollen durch die Ölüberwachungsflugzeuge durchgeführt. Es hat sich gezeigt, dass die vom Eigner beauftragten Taucherarbeiten notwendig waren, um ein umfassendes Bild vom Zustand des Dock-Tors zu bekommen. Darauf basierende Vorschläge zur Bergung werden über das Wochenende erarbeitet.
Nach Auswertung der verschiedenen Möglichkeiten für eine Bergung ist Anfang nächster Woche mit der Fortsetzung der Arbeiten zu rechnen. Das Havariekommando koordiniert in enger Abstimmung mit allen Beteiligten die weiteren Maßnahmen.
Am letzen Tag des Jahres hatte das Gewässerschutzschiff "Scharhörn" des Wasserund Schifffahrtsamtes Lübeck auf einer Routinefahrt einen Schleppverband entdeckt, dessen Anhang zu sinken drohte. Das Dock-Tor war auf dem Weg von Uddevalla (Schweden) nach Klaipeda (Litauen), geschleppt von den polnischen Schleppern "Leopard" und "Ikar", als ein Wassereinbruch am Dock-Tor eine Schräglage bewirkte und die Gefahr des Sinkens bestand. Am Sylvesterabend gelang es durch ein gezieltes auf Grund setzen alle weiteren Optionen für die Lecksuche und eine mögliche Abdichtung offen zu halten.
Quelle: Pressestelle Havariekommando vom 05.01.2007
Docktor liegt weiter vor Fehmarn auf Grund
Insel Fehmarn, Schleswig-Holstein / DE - Vor Fehmarn arbeiteten Fachleute weiter an der Bergung des nahe Staberhuk auf Grund gesetzten
Docktores. Im Laufe des 5.1. wollten sie nach Angaben des Havariekommandos Cuxhaven versuchen, Luft in das Tor zu pumpen und es dadurch zu heben. Am Vortag hatten stürmische Böen und bis zu 1,50 Meter hohe Wellen die Arbeiten behindert. Das mehrere tausend Tonnen schwere Tor hatte bei der Verschleppung von Uddevalla in Schweden nach Klaipeda in Litauen durch einen Wassereinbruch Schlagseite bekommen. Weil es zu sinken drohte, hatte es die "
Scharhörn" in verhältnismäßig flachem Wasser kontrolliert auf Grund gesetzt. Der größte Teil liegt dennoch unter Wasser. Möglicherweise wird auch ein Schwimmkran benötigt, es zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.01.2007
Chilenischer Trawler rettet Einhandsegler
Punta Arenas / Chile - Der 47-jährige Einhandseglers Ken Barnes wurde nach drei Tagen am 5. Januar um 6.00 Uhr von dem chilenischen Trawler "Polar Pesca 1" gerettet. Es wird berichtet, das Barnes sich in einem guten allgemeinem Zustand befindet und sich eine tiefe Schnittverletzung am rechten Oberschenkel zugezogen hat. Der Trawler bringt Ken Barnes nach Punta Arenas. Die Stadt liegt im äußersten Süden von Chile an der Magellanstraße und auf der Brunswick-Halbinsel. Von dort wird er die Heimreise antreten.
Der 47 Jahre alte Ken Barnes wollte mit seiner Ketsch die Welt umsegeln und geriet in einen Sturm, wie die Marine mitteilte. Bei heftigen Windböen und zwölf Meter hohen Wellen brachen beide Masten, sämtliche Lebensmittelvorräte gingen verloren und der Motor lief nicht mehr. Die chilenische Marine hatte zwei Flugzeuge nach Barnes suchen lassen.
Barnes war zu seiner Weltumsegelung am 28. Okt. 2006 von Long Beach, Kalifornien / USA , mit der 44 Fuß langen Ketsch "California", aufgebrochen. Am 2. Januar 2007 geriet er in der Magellan-Straße in Seenot.
Quelle: AP vom 05.01.2007
Autotransporter trieb auf der Weser gegen Fahrwassertonne
Bremerhaven, Bremen / DE - Am 03. Januar 2007, gegen 17.00 Uhr trieb der 246 Meter lange und mit 66635 BRZ vermessener Autotransporter "Tampa" auf der Weser westlich von Imsum
nach einem Ausfall der Rudermaschine gegen die Fahrwassertonne 49. Die Tonne wurde so stark beschädigt, dass sie dabei aus der Verankerung riss, vertrieb und vermutlich sank. Durch eine Notankerung wurde größerer Schaden abgewendet. Am Schiff selbst entstanden nur geringe Schäden. Der Autotransporter von Wallenius-Wilhelmsen wurde daraufhin mit Schlepperhilfe zur
Reparatur und Unfallursachenermittlung nach Bremerhaven geschleppt.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 05.01.2007
"Emsland" freigeschleppt
Montrose, Schottland / UK - Am 4.1. gelang es dem Schlepper "
Reno", den am 29.12. auf dem Esk River gestrandeten Frachter "
Emsland", 1857 BRZ, von der Annat Bank freizubekommen und nach Montrose zurückzubringen. Das Schiff hatte 1776 Tonnen Holz geladen. Über 40 Tonnen Dieselöl wurden vor der Bergung geleichtert. Ein mit einem Kran ausgerüstetes
Landungsboot kam längsseits. Um 2 Uhr am Morgen des 4.1. wurde begonnen, die Ladung zu löschen und damit das Schiff zu erleichtern. Am Vormittag waren bereits rund 500 Tonnen gelöscht. Um 13.30 Uhr gelang es, den Havaristen von der Sandbank zu ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.01.2007
Feuer im Bugstrahlruderraum
Datteln, Nordrhein-Westfalen / DE - Am 3.1. gegen 21.30 Uhr meldete der Kapitän eines niederländischen
Binnenschiffes einen Brand im Maschinenraum des Bugstrahlruders seines Schiffes. Er machte sein Fahrzeug daraufhin im Dattelner Hafen fest. Die sofort alarmierte Feuerwehr Datteln löschte den Brand. Brandursache und Schadensausmaß sollten mit Unterstützung eines Sachverständigen durch die Kripo der Wasserschutzpolizei ermittelt werden. Bis dahin sollte das Schiff in Datteln vertäut bleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.01.2007
Keine Umweltgefahr mehr vom Wrack der "Wahine Kepaloa II"
Honolulu, Hawaii / USA - Am 3.1. hat Personal der Hawaii-Coast Guard zusammen mit Experten der Pacific Environmental Corporation (PENCO) die Aufräumarbeiten an der Strandungsstelle des Kutters "
Wahine Kepaloa II" abgeschlossen. Das Schiff ist seit seiner Strandung am 29.12. weitgehend am Strand zertrümmert. Das Coast Guard Pacific Strike Team überwachte die Beseitigung von Dieselöl-Wassergemisch, Propangas, Batterien, Kühlflüssigkeit und anderem umweltgefährdendem Material aus dem 44 Fuß langen Wrack, das am südöstlichsten Punkt von Ni'ihau am Strand liegt. PENCO setzte einen Helikopter ein, um die Stoffe zu einer vor der Küste ankernden Barge zu bringen. Hier wurde die ordnungsgemäße Lagerung sichergestellt. Die
Barge wurde um 17.15 Uhr des 4.1. in Honolulu erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.01.2007
Disput um Wrack der "Bluebird" beigelegt
North Tyneside, England / UK, 03.01.2007 - Als der Taucher Bill Smith 2001 am Grund von Coniston Water (See in England) mit dem Fuß gegen Aluminiumtrümmer stieß, ahnte er sofort, dass es sich um Überreste des Jetbootes "
Bluebird" handelte. Das 300 Meilen schnelle Boot war 35 Jahre zuvor zerschellt, sein Pilot Donald Campbell kam dabei ums Leben. Mit der Entdeckung begann aber ein langer Weg zur Restaurierung des Rekordbootes und Schaffung einer dauerhaften Erinnerung an Campbell.
Am 4.1. jährte sich der verhängnisvolle Crash zum
40. Mal, doch die nach der Wiederentdeckung geborgenen Wrackteile liegen nach wie vor in einer Werkstatt von Bill Smith in North Tyneside. Bis vor kurzem schien niemand an dem Boot interessiert zu sein. Offenbar passte das Fahrzeug, das weder ein Boot noch ein Flugzeug oder ein Auto war, in
kein Museumskonzept. Daraufhin wurde ein Plan entwickelt, das Wrack in den Lake District zurückzubringen. Der Plan wurde von Donald Campbells Tochter Gina vorgeschlagen, die schon bei der Bergung eine Verantwortung fühlte, die "Bluebird" nach Coniston zurückzubringen. Smith und ein Team Freiwilliger willigten ein, die "Bluebird" zu restaurieren und nach Abschluss der Arbeiten dem Coniston's Ruskin Museum zu spenden.
Im September 2003 verweigerte der Heritage Lottery Fund (HLF) eine Unterstützung, drei Jahre später ebenso. Grund war der Plan des Restaurierungsteams, die "Bluebird" unter Verwendung nicht originaler Teile komplett wiederherzustellen. Doch ohne das Geld der Stiftung war das Ruskin Museum nicht in der Lage, den zur Ausstellung benötigten Erweiterungsbau zu erreichten.
Daraufhin drohte
Gina Campbell, das Fahrzeug bei Ebay anzubieten oder es wieder vor Coniston zu versenken. Es sollte nach ihrem Willen nicht als Wrack ausgestellt werden. Es sollte als perfektes Ingenieursbauwerk gezeigt werden. Im Dezember 2006 wurde eine Lösung ohne den HLF gefunden. Das Wrack wurde dem
Ruskin Museum übergeben und eine öffentliche Spendensammlung zum Bau der 750,000 Pfund teuren Museumserweiterung initiiert. Nun arbeiten Smith und sein Team intensiv daran, die "Bluebird" wiederherzustellen. Nach dem Wunsch von Gina Campbell soll es dann zurück aufs Wasser, angefeuert werden und dann das Echo bis Barrow-in-Furness zu hören sein. Ihr Vater würde sich das ganze von oben anschauen und sagen: "
Well done. Job done" .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.01.2007
Binnenschiff rammte Brücke in Holland - Container versanken
Dordrecht, Zuid-Holland / Niederlande - Ein
Containerbinnenschiff hat am 3.1. um 08.30 Uhr die
Spoorbrücke über die äußere Maas gerammt. Der Zugverkehr über die Brücke musste darauhin unterbrochen werden. Vom Deck des Schiffes wurden 5 der 100 Container zerquetscht und über Bord gerissen. Sie sanken zwischen Dordrecht und Zwijndrecht. Sie sollten bis zum 5.1. geborgen werden. Das Schiff sollte samt Ladung eine Höhe von 11 Metern haben, die Brücke aber nur eine Durchfahrthöhe von nur 10,88 Metern. Der Havarist wurde nach der Kollision nahe der Brücke vertäut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.01.2007
Wrackmuseum Cuxhaven zieht um
Cuxhaven / Niedersachsen / DE , Ende Dezember 2006 - Zerbrochenes Geschirr, rostige Armaturen, zerborstene Balken - was sich in dem dreigeschossigen Wrackmuseum in der alten Schule in Cuxhaven-Stickenbüttel, Dorfstraße 80 findet, könnte auf den ersten Blick als Schrott und Abfall erscheinen. Wer näher hinschaut, erkennt alte Steuerräder, stolze Galionsfiguren und findet sogar zwei Porzellanteller der legendären "
Titanic". "Jedes einzelne Stück erzählt Geschichten von Elend und Not auf hoher See", sagt
Peter Baltes, ehemaliger Leiter des Wrackmuseums. Der 64-Jährige hat über Jahrzehnte zusammengetragen, was der Meeresgrund von in der Elbmündung havarierten Schiffen bewahrte. Darunter sind zahlreiche Artefakte bekannter Schiffbrüche wie der "
Ondo"- und "
Fides"-Strandungen auf dem Vogelsand, aber auch ein U-Boots-Turm, ein Klein-U-Boot und fast komplett erhaltene alte Segelschiffe. Ein Kurswechsel in der Cuxhavener Kommunalpolitik hat sein in Europa als einzigartig geltendes Wrackmuseum nun in letzter Minute selbst vor dem Schiffbruch bewahrt. Die Ausstellung soll
2008/2009 vom derzeit etwas abgelegenen Standort umziehen und neu konzipiert werden. Als neuer Standort ist der Alte Fischereihafen vorgesehen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.01.2007
Wilhelmshaven als Nothafen angelaufen
Wilhelmshaven, Niedersachsen / DE , 04.01.2007 - Mit einem leichten Maschinenschaden lief jetzt der unter niederländischer Flagge fahrende Frachter "Archangel Gracht" Wilhelmshaven an. Am Braunschweigkai im Nordhafen machte das 1990 gebaute Frachtschiff fest, um von einer niederländischen Reparatur-Mannschaft den Schaden beheben zu lassen. Der Frachter ist 129,60 Meter lang und fährt für das Spliethoff Befrachtungskontor.
Quelle: Jeversches Wochenblatt vom 04.01.2007
Info: Der Frachter ist am 5.1. wieder ausgelaufen.
Auslaufverbot für Containerschiff
Hamburg / DE - Zeit: 04.01.07, 13:54 Uhr, Ort: Hamburger Hafen, Waltershofer Hafen - Beamte des Einsatzzuges der Wasserschutzpolizei (WSP 22) haben am Donnerstagmittag auf dem unter deutscher Flagge fahrenden Containerschiff "Maersk Durham" (Länge 294,51 m, Breite 32,20 m, BRZ 54.809) ein Auslaufverbot zur Gefahrenabwehr ausgesprochen.
Während der grenzpolizeilichen Ausgangsabfertigung stellten die Polizeibeamten bei dem Kapitän (53) und seinem 1. Offizier (55) Alkoholgeruch fest. Ein anschließender Alkotest bei dem Kapitän ergab 1,88 Promille, der Alkotest bei dem 1. Offizier ergab 1,11 Promille. Da die beiden Nautiker nicht in der Lage waren, das Schiff verantworlich zu führen, sprachen die Beamten ein Auslaufverbot zur Gefahrenabwehr aus.
Die Reederei bestimmte umgehend einen neuen Kapitän für das Seeschiff.
Quelle: Polizei Hamburg vom 04.01.2007
Info: Die "Maersk Durham" hat inzwischen den Hamburger Hafen verlassen..
Einhandsegler in Seenot
Santiago / Chile - Die 44 Fuß lange Ketsch "
California" geriet in der Magellan-Straße in Seenot. Die ehemalige "
Long Beach" des 47-jährigen Einhandseglers Ken Barnes war auf einer Weltumsegelung, als sie im Sturm 500 Meilen vor der Pazifiksüdküste von Chile im Sturm entmastet und am Dienstag Notsignale sendete. Die chilenische Luftwaffe warf eine Insel und Kommunikationsmittel ab, die Marine entsandte einen Schlepper zur Westeinfahrt der Magellanstraße. Ein
Trawler und ein
Handelsschiff nahmen ebenfalls Kurs auf die Position. Am 3.1 war der letzte Funkkontakt. Inzwischen wurde die Yacht 3200 Kilometer südlich von Santiago gesichtet. Sie trieb leckgeschlagen bei 40 Knoten Windgeschwindigkeit in 7,5 Meter hohen Wellen. Der Trawler wurde um 17 Uhr des 4.1. vor Ort erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.01.2007
Verursachte Wasser im Fahrzeugdeck Fähruntergang?
Jakarta / Indonesien - Wasser im Fahrzeugdeck hat nach Vermutungen der indonesischen Ermittler die Fähre "
Senopati Nusantara" zum Kentern gebracht. Sie gehen davon aus, dass hohe Wellen ins Ladedeck geschlagen seien und so das Schiff instabil gemacht hätten. Etwa 220 Menschen konnten bislang gerettet werden, die übrigen rund 400 gelten weiter als vermisst. Zuletzt wurden am 4. Januar 27 Überlebende gefunden. 15 wurden von einem Fischerboot aufgenommen, zwölf weitere hatten sich auf eine Ölplattform gerettet. Unter den Überlebenden ist vermutlich auch der
Kapitän. Er wurde am 3.1. von der Bohrinsel gerettet worden und wird nun als Zeuge vernommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.01.2007
Kollision im Englischen Kanal
Cherbourg, Normandie / Frankreich - Der 25 Meter lange französische Kutter "
Princesse Laurie" kollidierte am 3.1. nördlich von Alderney (70 km nördlich von Cap de la Hague) im Englischen Kanal mit dem 225 Meter langen chinesischen Frachter "
Great Century", der auf dem Weg nach New Orleans war. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.01.2007
Leckage am beschädigten Docktor entdeckt
Insel Fehmarn, Schleswig-Holstein / DE - Taucher von der Bergungsfirma "
Otto Wulf" haben an dem vor der deutschen Ostseeinsel Fehmarn auf Grund liegenden und leckgeschlagenen
Dock-Tor eine Leckage an einem Füllstutzen entdeckt. Für eingehende Untersuchungen des Lecks war weiteres Gerät notwendig, das noch am 3.1. vor Ort eintreffen sollte. Erst nach Abschluss der Unterwasseruntersuchung an dem
100 Meter langen, eigentlich schwimmfähigen Tor für ein Schiffsdock sollte über weitere Schritte entschieden werden, um das Dock wieder schwimmfähig zu bekommen. Der Schlepper "
Ikar" dient einstweilen als Taucherbasis. Ob für die Bergung ein Schwimmkran vonnöten ist, ist noch nicht entschieden. Am 4.1. wurden 10 Windstärken auf der Ostsee erwartet. Das deutsche Gewässerschutzschiff «
Scharhörn» setzte das Dock-Tor am 1.1. vorsorglich vor Fehmarn auf Grund. Das Schiff hält sich seither in der Nähe auf und überwacht die Lage. Das Dock-Tor liegt vor der Südostspitze der Insel und stellt laut Havariekommando dort kein Hindernis für den Schiffsverkehr dar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.01.2007
Reparaturarbeiten in Kiel-Holtenau mit Hochdruck vorangetrieben
Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE - Nach der Kollision des Tankers "
Bow Sirius" mit einem Schleusentor am Nord-Ostsee-Kanal in Kiel liefen am 3.1. die Reparaturarbeiten auf Hochtouren. Das Einsetzen eines Ersatztores sollte bis zum Abend noch vollendet werden. Die Tanks des neuen Tores wurden mit 500 000 Litern Wasser befüllt. Der genaue Unfallhergang blieb weiter unklar. Am 2.1. war der Tanker "Bow Sirius" gegen das 1000 Tonnen schwere Stahltor gefahren. Der Schaden wird auf bis zu zwei Millionen Euro geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.01.2007
Gestrandete "Emsland" leckgeschlagen
Montrose, Schottland / UK, 03.01-2007 - Der Frachter "
Emsland", 1857 BRZ, der am 29.12. im South Esk River nach dem Auslaufen aus Montrose strandete, liegt weiter fest. Das Schiff hat 33,7 Tonnen Dieselöl und 1,5 Tonnen Ölschlamm an Bord. Das Schiff hat Wassereinbruch in die Ballasttanks 3 und 4.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.01.2007
RoRo-Fähre nach Bergung von Tauchern inspiziert
Bergen / Norwegen - (03.01.07) - Nach der Bergung der 1980 erbauten RoRo-Fähre "
Tananger", 4636 BRZ, im Bjoa Fjord südlich Bergens wurde das Schiff einer Tauchinspektion unterzogen. Die "Tananger" gehört der norwegischen Reederei Harald Saetre und läuft im Nor Lines Service.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.01.2007
"Sunna" von zwei Schleppern flottgemacht
Lyness, Orkney Inseln, Schottland, UK, 02.01.2007 - Der Frachter "
Sunna", 2652 BRZ, wurde im Pentland Firth freigeschleppt. Das Schiff war mit seiner 7-köpfigen Crew vor Swona, Orkneys, in Schwierigkeiten geraten. Die zwei Schlepper "
Erland" und "
Harland" machten den Havaristen flott und brachten ihn nach Lyness Bay in Hoy. Hier soll es untersucht werden. Die norwegische "Sunna" hatte 370 Tonnen Dieselöl und 1900 Tonnen Ferrosilikon aus Grundartangi, Island an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.01.2007
Mehr Überlebende nach Fährunglück vor Java
Jakarta / Indonesien - Vor der Indonesischen Insel Java haben Rettungskräfte weitere 30 Überlebende des Fährunglücks von vor fünf Tagen geborgen. Nach Angaben der Behörden gibt es aber immer weniger Hoffnung, dass viele der noch gut 400 Vermissten am Leben sind. Bislang wurden 223 Menschen gerettet, sieben Leichen wurden gefunden.
An Bord der Fähre "Senopati Nusantara" waren mindestens 631 Menschen, als sie am vergangenen Freitag in einem Sturm vor Java unterging. Der Kapitän meldete per Funk schwere Sturmschäden. Überlebende berichteten von einem Kampf gegen acht Meter hohe Wellen.
18 der jetzt aufgespürten Überlebenden waren nach Behördenangaben etwa 500 Kilometer vom Unglücksort gefunden worden. 15 von ihnen hatten sich östlich der Küste Javas an ein Riff geklammert. "Sie waren hungrig und unterkühlt, als wir sie aufnahmen", sagte ein Sprecher der Rettungsmannschaften. Sie seien in ein örtliches Krankenhaus gebracht worden. Zwölf weitere Überlebende sind auf einer unbemannten Ölplattform vor der Insel Madura entdeckt worden.Die Suche sollte bei Anbruch der Nacht ausgesetzt werden und am Donnerstag weitergehen.
"Menschen, die zwei Tage lang nur in Rettungswesten auf dem Meer treiben, leiden an Wassermangel. Ihre Überlebenschancen sind sehr gering", sagte ein Sprecher der Suchmannschaften. Auf Rettungsflößen seien die Chancen für die Schiffbrüchigen etwas besser.
Transportminister Hatta Radjasa sagte, die Fähre sei seetüchtig und relativ neu gewesen. Er sah das Wetter als Ursache des Unglücks an. Das Schiff war 1990 in Japan gebaut worden und für 850 Passagiere ausgelegt.
Indonesische Passagierfähren sind bekannt für ihren geringen Sicherheitsstandard und nehmen oft mehr Passagiere auf, als eigentlich erlaubt sind. Die indonesische Marine hat für die Rettung sieben Schiffe, zwei Hubschrauber und drei Flugzeuge eingesetzt. Ihre Suche konzentriert sich jetzt nach Angaben der Behörden auf kleine Inseln östlich von Java.
Quelle: N24 vom 03.01.2007
Docktor auch in Brunsbüttel gerammt
Brunsbüttel, Schleswig-Holstein / DE - Arbeit bekamen gestern
(02.01.2007) auch die Techniker bei den Schleusen in Brunsbüttel. Um 9.30 Uhr krachte es auch dort. Der russische Frachter "
Orenburg" kam zu spät zum Stillstand und prallte gegen ein Tor der neuen Nordschleuse. Der 4955 BRZ große Frachter beschädigte jedoch nur den Überwasserbereich des Tores, so dass dieses nicht ausgewechselt werden musste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.01.2007
Schleuse Holtenau hat nun kein Reservetor mehr
Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE, 02.01.2007 - Kurz nach 7 Uhr krachte es. Erneut rammte ein großer
Tanker ein Schleusentor in Holtenau. Diesmal übertraf der Schaden aber alle bisherigen Havarien. Das gerade frisch überholte Schiebetor wird auf Monate ausfallen.
"Als ich um 6.30 Uhr zum Dienst kam, war die Welt noch in Ordnung", Maschinenbaumeister Hans Lembke arbeitet seit 33 Jahren auf der Schleuse und hat viel erlebt. Doch die vergangenen fünf Tage sind auch für ihn eine völlig neue Erfahrung. Erst die Kollision des Tankers "King Edward" mit dem Tor 3 am Mittwoch, der drei Tage harte Arbeit für Lembke und seine Kollegen folgten. Am Freitag hatten sie endlich wieder beide Kammern klar, dabei zuletzt das beste Tor aus dem Bestand eingebaut. Es war Tor 4, das just nach fast zweijähriger Überholung zurück kam. Mehrere Millionen Euro hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau in die Überholung dieses Tores bei der Lindenau Werft investiert.
Doch dann kam die "
Bow Sirius": Ein brandneuer Tanker der norwegischen Reederei Odfjell, der noch keinen Liter Öl befördert und dessen knallrote Bordwand in der Morgensonne wie in einem Werbeprospekt glänzte. Das 183 Meter lange und 32,2 Meter breite Schiff hatte erst 24 Stunden zuvor die Bauwerft in Stettin verlassen und sollte in Hamburg seine erste Ölladung übernehmen. Zur Sicherheit hatte der Kapitän fürs Einlaufen in Holtenau auch einen Schlepper geordert. Warum die Fahrt des 29965 BRZ großen Kolosses dennoch mit einem lauten Krachen im Tor endete, ist ein Rätsel. "Das Schiff ist in einem einwandfreien technischen Zustand", bestätigt ein Beamter der Wasserschutzpolizei Kiel nach der Untersuchung. Ursache der Havarie sei menschliches Versagen, heißt es später. Alkohol und technische Mängel am Schiff können ausgeschlossen werden, heißt es in der Meldung der Polizei. Nach Informationen unserer Zeitung ist es bei der Verständigung zwischen dem beratenden Seelotsen und dem philippinischen Kapitän beim Einlaufen zu einem Missverständnis gekommen. So soll der Kapitän die vom Lotsen gegebenen Kommandos nicht umgesetzt haben und die Maschine im entscheidenden Moment statt auf Rückwärtsfahrt auf Vorausfahrt gestellt haben. Die Folgen sind schwerwiegend. Der große Wulstbug der "Bow Sirius" riss nicht nur ein gewaltiges Loch ins Tor, sondern drückte das Stahlbauwerk in der Mitte durch. Nun ist es in der Längsachse verzogen. "So etwas habe ich noch nicht gesehen. Das einzig Gute daran ist, dass da noch keine Muscheln dran sind", resümiert Lembke
Der Kapitän muss jetzt mit einer Anzeige wegen Schifffahrtsgefährdung rechnen. Die Weiterreise durfte er erst nach Zahlung einer Sicherheitsleistung von 3000 Euro fortsetzen. Der Schaden am Tor summiert sich wohl auf mehrere Millionen und muss von der Haftpflichtversicherung des in Singapur registrierten Schiffes übernommen werden. Wie lange die Reparatur des Tores dauern wird, steht noch in den Sternen. "Zunächst geht es darum, die Schleuse so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen", so Hans-Heinrich Koch, Leiter des für die Reparatur zuständigen Außenbetriebs des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Seine Leute haben jetzt aber ein weiteres Problem:
Sie haben kein Reservetor mehr. Heute soll nämlich für das verbeulte Tor 4 das letzte eingesetzt werden.
Bereits am Donnerstag war das andere Reservetor in der Nordschleuse eingebaut worden, nachdem dort der Tanker "
King Edward" ein Schleusentor gerammt und schwer beschädigt hatte. Die Reparatur beider Tore wird auf jeden Fall Monate dauern, von bis zu einem halben Jahr war gestern die Rede. Kommt es jetzt erneut zu einer schweren Kollision mit einem Schleusentor, muss die eine komplette Schleusenkammer stillgelegt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.01.2007
Superfast-Fähre demolierte Anleger in Rostock
Rostock, Mecklenburg-Vorpommern / DE - In der Nacht vom 30. auf den 31.12. riß sich im Rostocker Überseehafen das dort vertäute
Superfast-Fähre los und drehte quer ins Hafenbecken bei Wind von bis zu 58m/s). Da das Schiff an der Oberdeckbrücke des Anlegers verankert war, hat es die Brücke mit ausgedreht. Beim Anschlagen an die Kaimauer auf der anderen Seite gab es noch eine Beule am Vorschiff dazu. Der Anleger wird wohl innerhalb weniger Wochen wieder voll einsatzbereit sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.01.2007
Fünf Fischer nach 40 Tagen im Pazifik aus Seenot gerettet
San José / Costa Rica - Nach 40 Tagen in Seenot auf dem Pazifik sind fünf Fischer aus Costa Rica gerettet worden. Kapitän Gregorio Collado und seine vier Besatzungsmitglieder im Alter zwischen 15 und 18 Jahren seien bei guter Gesundheit, aber vorsichthalber zunächst zu Untersuchungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium in San Jose am Dienstag (Ortszeit) mit.
Die "Piscis III" war am 23. November in See gestochen und nach einer Motorpanne manövrierunfähig geworden. Am Silvestertag wurde das Boot schließlich von einem portugiesischen Schiff 200 Kilometer vor der Küste von San Salvador entdeckt.
Die Fischer überlebten, indem sie ihren Proviant an Nahrung und Trinkwasser rationierten und Fische fingen.
Quelle: AFP vom 03.01.2007
Rettungsaktion auf dem Baikal-See
Moskau / Russland - In Lebensgefahr befinden sich sechs Fischer auf dem Baikal-See. Sie sitzen mit ihren beiden Fahrzeugen auf einer treibenden Eisscholle fest und können das rettende Ufer nicht aus eigener Kraft erreichen. Die Situation hatte sich im Verlaufe des Tages zugespitzt.
Mittlerweile ist das Rettungsschiff "Poisk" (deutsch "Suche") in See gestochen. In der bevorstehenden Nacht muss das Boot 150 Kilometer zurücklegen. Am kommenden Morgen wird es dann voraussichtlich die abgedriftete Eisscholle erreichen.
Ein weiteres Rettungsteam steht am Ufer des Baikal-Sees mit einem KamAS-Lastwagen und einem Luftkissenboot in Bereitschaft. Und auch der Einsatz von Helikoptern des Russischen Katastrophenschutz-Ministeriums wurde vorbereitet – sollte das Rettungsschiff "Poisk" die Fischer nicht bergen können, werden sie am Mittwochmorgen eingreifen..
Quelle: rufo vom 02.01.2007
Wieder Südschleuse von Kiel-Holtenau gerammt
Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE - Am Morgen des 2.1. kollidierte der Tanker "
Bow Sirius", 29000 BREZ, beim Einlaufen in die Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Holtenau mit einem Tor. Es wurde so stark beschädigt, dass es ausgewechselt werden muss. Der Tanker wurde um 12.15 Uhr mit dem Heck voran von zwei Schleppern zurück auf die Holtenauer Reede gezogen. Er verdrängt 39.900 Tonnen, hat eine Länge von 182,88 Metern und eine Breite von 32,20 m. Er lief erst am 17. Juni 2006 in Stettin vom Stapel. Der Schaden beträgt nach vorläufigen Schätzungen 1,5-2 Millionen Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.01.2007
Docktor östlich Fehmarns gerettet
Insel Fehmarn, Schleswig-Holstein / DE - Das östlich von Fehmarn am 31.12. in Seenot geratene 100 Meter lange
Docktor , dass von dem polnischen Schlepper "
Leopard" von Uddevalla nach Klaipeda verschleppt wurde, ist gerettet. Das Mehrzweckschiff "
Scharhörn" hatte den Havaristen zufällig auf einer Routinefahrt entdeckt. Versuche des -in der Nähe stehenden Schleppers "
Ikar", das Wasser zu lenzen, waren misslungen. Daraufhin wurde das Tor in flaches Wasser geschleppt, wo es gesichert werden konnte.
Ein Taucherteam soll nun versuchen, das Tor zu heben und zu reparieren. Geplant sei, Luft in das Tor zu pumpen und so das eingedrungene Wasser herauszudrücken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.01.2007
Vermisster Seemann wohlbehalten zurück
Kiel, Schleswig-Holstein / DE - Der seit dem Silvesterabend im Nord-Ostsee-Kanal vermisste Seemann des Tankschiffes "Oktavia" ist wieder aufgetaucht. Der 19-jährige Mann meldete sich am Montagnachmittag bei der Schleusenmeisterei, teilte die Kieler Wasserschutzpolizei mit. Er war nach eigenen Angaben in Höhe Schwartenbek ausgerutscht und über Bord gegangen. Unverletzt schwamm er an Land, wo er sich dann zu Fuß auf den Weg nach Kiel machte. Er soll nun zum nächsten Anlaufhafen der "Oktavia" gebracht werden. Nach dem Verschwinden des aus der Ukraine stammenden Mannes hatte es eine groß angelegte Sucheaktion gegeben, an der neben Streifenwagen und Rettungsschiffen auch ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera beteiligt war.
Quelle: dpa vom 02.01.2007
Über 400 Tote bei Untergang vor Indonesien befürchtet
Jakarta / Indonesien - Vier Tage nach dem Untergang der "
Senopati Nusantara", 2768 ts, vor der indonesischen Insel Java haben Suchmannschaften bislang
202 Überlebende gerettet. Es wurden aber noch immer mehr als
400 Menschen vermisst. 20 der Geretteten befanden sich in kritischem Zustand. Die Fähre war am 29.12. mit mindestens 628 Passagieren vor der indonesischen Insel Java gesunken. Der Kapitän hatte über Funk von schweren Sturmschäden berichtet. Nach Augenzeugenberichten hatte eine gewaltige Welle das 1990
erbaute Schiff erfasst, bevor es sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.01.2007
Frachter sitzt im Pentland Firth fest
Orkney Inseln, Schottland / UK - Um 05.10 Uhr am Morgen des 2.1. lief der norwegische Frachter "
Sunna", 2652 BRZ, mit dem Bug im Pentland Firth nahe South Ronaldsay, Orkneys, auf Grund. Das 79 Meter lange, 1977 erbaute Schiff versuchte dann, übers Achterschiff freizukommen, doch dieser Versuch misslang. Das Schiff hat 37 Tonnen Öl in den Betriebsstofftanks und ist mit 1900 Tonnen Ferrosilikon beladen, die von Grundartangi, Island, nach Spurn Head am Humber-Fluss verschifft werden sollten. An der Strandungsstelle herrschten sechs Windstärken. Der Notfallschlepper "
Anglian Prince" wurde sofort zur Strandungsstelle geschickt und wurde um 09.30 Uhr dort erwartet. Das
RNLI-Boot aus Longhope lief auch mit der Morgendämmerung aus. Weiterhin wurden von den Orkney-Hafenbehörden die Schlepper "
Erlend" und "
Harald" in Marsch gesetzt..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.01.2007
Computermodell zeigt: Keine Ölpest aus "Arizona" zu befürchten
Pearl Harbor, Hawaii / USA, 02.01.07 - Von den in Bunker C des Wracks der "
USS Arizona" befindlichen 500000 Gallonen Öl geht keine unmittelbare Gefahr aus. Experten bezeichneten einen katastrophalen spontanen Austritt als unmöglich. Die Wissenschaftler in Gaithersburg hatten versucht, den Verlauf des Ölverlustes zu prognostizieren. Dazu bauten sie ein aus Daten bestehendes Schiffsmodell, das erste mathematische Modell zur Simulation des Verfalls eines Schiffswracks. Es könnte für hunderte anderer angewandt werden.
Die "Arizona" war am
6.12.1941 mit 1,2 Millionen Gallonen Schweröl in Pearl Harbor gesunken. Es hatte am folgenden Wochenende zur Westküste laufen sollen, der japanische Überfall auf Pearl Harbor vereitelte dies. Das Schweröl hatte ein Gewicht von 4000 Tonnen und war in über 200 Tanks gebunkert. Als eine 1700-Pfund-Bombe das Schiff durchschlug und eine Munitionskammer zur Explosion brachte, verbrannte auch etliches Öl in den folgenden drei Tagen. Das Schiff sank auf 34 Fuß Wassertiefe. An Bord wurden rund 1100 Seeleute und Soldaten eingeschlossen. Das 1915 erbaute Schiff ist nun 91 Jahre alt und seit 6 Jahrzehnten auf dem Meeresgrund. Die Wissenschaft ist unsicher, wie lange das Metall von Wracks hält.
Das im Civil War gesunkene U-Boot "
CSS H.L. Hunley", das 1864 auf den Meeresgrund ging, war bei seiner Bergung vor Charleston im Jahr 2000 in überraschend guter Verfassung. Der Geschützturm der "
USS Monitor" hingegen, die 1862 vor Cape Hatteras sank, war bei seiner Hebung 2002 stark verfallen.
Sicher ist, dass Eisenschiffe unter Wasser über Kurz oder Lang zu einem Haufen Eisenerz verfallen. Zur Entwicklung des Computermodells der "Arizona" wurde eine 80 Fuß lange Sektion des Mittschiffs nach den Schiffsplänen virtuell nachgebaut, die in 200000 Datenblöcke zerlegt wurde. Dazu wurden Daten über externe Einwirkungen auf den Rumpf wie Wasserdruck, die Bodenbeschaffenheit und Wellen eingegeben. Das Modell, so heißt es, ist noch nicht perfekt, aber es gibt einen gewissen Zeitrahmen über den Verlauf des Verfalls, den Einbruch der oberen Decks und folgenden Kollaps der unteren, das Aufwölben des Rumpfes nach innen oder außen, aber nicht die genauen Lage solcher Stellen. Wenn das Metall zu 75 Prozent korrodiert ist, wird die Schiffsstruktur labil. Dies werde aber keinesfalls in den nächsten 2 Jahrzehnten der Fall sein. Wenn Schiffsteile kollabieren, kann Öl einen Weg zur Wasseroberfläche finden. Zum Eindämmen liegen aber bereits Pläne vor. Es wird aber keinen kurzfristigen Gesamtaustritt des gesamten Öls geben, sondern nur Teilmengen werden freikommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.01.2007
Wird Wrack von Minensucherveteran geborgen?
St. Louis, Missouri, USA, 02.01.07 - Seit 13 Jahren liegt der Minensucher "
Inaugural", einer von zweien verbliebenen der US Navy aus dem 2. Weltkrieg, gekentert auf dem Mississippi. Er hatte seit 1968 als Touristenattraktion in St. Louis gelegen. Ein Inhaber einer Bergungsfirma möchte das Schiff nun heben. Die Flutwelle am 1.8.1993 trieb die "Inaugural" und eine daneben liegende Barge, auf der ein Burger King Restaurant war, fort. Zwar wurde der Minensucher eine Viertelmeile südliche der MacArthur Bridge eingefangen und an einer Barge festgemacht, doch hier rollte er am 23.9. desselben Jahres auf die Seite und rostet seither halbgesunken vor sich hin.
1944 wurde das Boot erbaut und war vor Okinawa gegen Japan im Einsatz. Nach Teilnahme am Korea-Krieg wurde er
1955 ausgemustert. Bei Niedrigwasser liegt die Hälfte des Wracks samt Brücke und vorderer Geschützplattform trocken. Dann sieht man auch die Spuren von Kollisionen mit Bargen auf dem Fluss.
Das Army Corps of Engineers und die Coast Guard unternahmen nach dem Untergang nichts, da das Wrack die Schifffahrt nicht behindert. Offiziell ist es lediglich eines von rund 500 auf dem Fluss zwischen St. Louis bis Cairo, Illinous. Viele liegen hier schon seit etlichen Jahrzehnten, zum Teil stammen sie noch aus der Dampfbootzeit vor dem Civil War.
Die Bergungsfirma erwarb das Wrack 1998 von der einstigen Betreiberfirma, die vor der Flut das Schiff für einen Dollar zur Besichtigung freigegeben hatte und auch einen Heliport und das Burger Restaurant betrieb. Nach dem Wunsch von Berger Patzius könnte das Schiff ein Museumsstück im Stadtmuseum von Robert Cassilly, einem Künstler in Downtown werden. Seit 1999 wurde der Plan bereits verfolgt. Immerhin barg Patzius inzwischen das 40-Millimeter-Flakgeschütz, das heute nahe den Cassilly's Zementwerken steht. Auch dichtete er einen Riss im Rumpf und hofft, dass durch stetiges Pumpen Schlick und Wasser aus dem Wrack entfernen kann, sodass es wieder schwimmfähig wird. Die Ausrüstung wurde bereits erworben. Es gibt angesichts der Tatsache, dass die "Inaugural" tief im Schlamm liegt, auch skeptische Stimmen zur Bergungschance. Falls das Wrack gehoben werden kann, soll es einen Liegeplatz bei Portland Cement erhalten. Es könnte nach Vorstellung Cassillys unrestauriert wie ein Geisterschiff anmuten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.01.2007
Rettungsaktion vor den Azoren
Flores Island, Azoren / Portugal (02.01.07) - Ein Schiff geriet in einem Azorensturm am 1. Januar 300 Meilen vor Flores Island bei Windgeschwindigkeiten von 50 Knoten und einer Wellenhöhe von neun Metern in Seenot. Zwei Merlin EH101-Helikopter der portugiesischen Luftwaffe stiegen zur Rettung der Crew auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.01.2007
Herrenlose Fähre trieb gegen Kieler Hörnbrücke
Kiel, Schleswig-Holstein / DE -
Unbekannte haben in der Silvesternacht an der Kieler Hörn die 50 Meter langes "Adler Clipper" losgeworfen. Bei dem starken Wind trieb das Fahrgastschiff gegen sechs Uhr führerlos über die Binnenhörn und pralltedann gegen die Klappbrücke am Bahnhofskai. Dort blieb es liegen und konnte von den Beamten der Wasserschutzpolizei vertäut und gesichert werden. Ein Wachmann an Bord des Schiffes kam mit dem Schrecken davon. Welche Schäden an der Brücke und an dem Schiff entstanden sind, ist noch nicht bekannt,
die "Adler Clipper" wurde im Laufe des Tages wieder an ihren ursprünglichen Liegeplatz zurück geschleppt. Die Polizei ermittelt.
Quelle: dpa vom 02.01.2007
Ausstellung über Schiffsuntergang "Eden Holme"
Low Head, Tasmanien / Australien, 31.12.2006 - 100 Jahre nach einem der dramatischsten Schiffsuntergänge vor Tasmanien wurde zu Jahresbeginn 2007 eine Ausstellung dazu im
Low Head Pilot Station Museum eröffnet. Am Morgen des 6.1.1907 war der Wolltransporter "
Eden Holme" auf dem Hebe Reef, 5 Kilometer vor der Mündung des Tamar River, gestrandet. Das Riff selbst wiederum war benannt nach dem Wrack der "Hebe", das dort 1808 scheiterte. Der felsige Küstenstreifen hat im Lauf der Jahrhunderte unzählige Opfer gefordert, darunter die "Asterope" 1883, das SS "Esk" 1886, die "Eden Holme" 1907 und nicht zuletzt 1995 den Erzfrachter "Iron Baron". Anders als bei den meisten Schiffbrüchen gelang es im Fall der "Eden Holme" aber, fast alle Gegenstände von Wert zu bergen, bevor es versank. Viel der Ladung und Ausrüstung wurde vom Eigner danach auktioniert. Nach der großen Bergungsaktion begann das Schiff binnen 12 Tagen zu sinken. Am 18.1. war es von der Wasseroberfläche verschwunden. Viele der damals geborgenen Artefakte wurden von Freiwilligen für die Ausstellung gespendet. Kurator Wayne Shipp sagte, es sei einzigartig eine solche Sammlung von Ausrüstungsgegenständen eines einzigen Schiffes zu haben. Darunter befinden sich Chronometer, Hydrometer, das Fernrohr des Kapitäns, Mobel, Bücher und etliches mehr. Die meisten der jetzt ausgestellten Dinge sind Leihgaben. Sie stellen nach Meinung des Kurators einen einzigartigen Teil der Geschichte Tasmaniens dar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.01.2007
Seemann von Bord des Tankschiffes "Oktavia" vermisst
Kiel, Schleswig-Holstein / DE - Ein 19 Jahre alter Seemann von Bord des durch den Nord-Ostsee-Kanal gefahrenen Tankschiffes "Oktavia" wird seit dem Silvesterabend vermisst. Der aus der Ukraine stammende Mann sei in dem Abschnitt zwischen der Rader Hochbrücke und den Holtenauer Schleusen aus zunächst unbekannten Gründen über Bord gegangen, teilte die Wasserschutzpolizei Kiel am Montag mit. Eine Durchsuchung des in der Kieler Förde ankernden Schiffes sowie der Kanal- und Fördebereiche mit Funkstreifenwagen, Rettungsschiffen und einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera sei erfolglos verlaufen. Die Suche soll fortgesetzt werden.
Quelle: dpa vom 01.01.2007
Fähre sinkt vor Bali
Jakarta / Indonesien - Indonesische Such- und Rettungmannschaften haben alle 11 Passagiere inklusive der Mannschaft von der Fähre "Sinar Baru" gefunden, die vor der Insel Bali am 31.12. sank, berichtete eine Nachrichtenagentur am Montag. Neun Personen mit Schwimmwesten wurden am Montag im Java Meer entdeckt und von einem Frachtschiff gerettet.
Zwei andere hatten es am Sonntag (31.12.) geschafft zum Strand von Pantai Bukti, das im Nordosten von Bali liegt, zu gelangen. Alle 11 Überlebenden, einschließlich der sechsköpfigen Mannschaft, wurden in einem Krankenhaus in Gerisik, Ostjava gebracht.
Die Fähre sank, nachdem starke Ströme und sehr große Wellen über das Schiff schlugen und Meerwasser in das Innere des Schiffes gelangten.
Quelle: AP vom 01.01.2007
Die Angaben sind ohne Gewähr