S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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letzte Änderung: 31. Dezember 2006
Dock-Tor in Schleppverband droht bei Fehmarn zu sinken
Havariekommando Cuxhaven, Niedersachsen / DE - Ein Dock-Tor erlitt aus bisher unbekannten Gründen einen Wassereinbruch und droht zu sinken. Auf einer Routinefahrt in der Ostsee entdeckte die Besatzung des Gewässerschutzschiffes "Scharhörn" östlich von Fehmarn einen Schleppzug, dessen Anhang bedrohlich Schlagseite hatte: Ein 100 m langes Dock-Tor, das von dem polnischen Schlepper "Leopard" von Uddevalla (Schweden) nach Klaipeda (Russland) geschleppt werden sollte, war aufgrund eines Wassereinbruchs in Schieflage geraten. Der zufällig hinzugekommenen Schlepper "Ikar" hatte versucht, das Dock-Tor leerzupumpen. Der Versuch mißlang jedoch. Auf Bitten des zuständige Wasser- und Schifffahrtsamtes, Lübeck hat das Havariekommando um 16.15 Uhr die Einsatzleitung übernommen.
Derzeit leitet das Havariekommando weitere Hilfsmaßnahmen ein. Den Einsatzleiter vor Ort stellt das GS "Scharhörn". Menschenleben sind nicht in Gefahr. Eine Gewässerverunreinigung wurde nicht festgestellt. In der Ostsee herrscht zur Zeit Windstärke 6.
Quelle:Pressestelle Havariekommando vom 31.12.2006
Weiter hunderte Vermisste nach Untergang indonesischer Fähre
Jakarta / Indonesien - Nach dem Untergang der indonesischen Fähre "Senopati Nusantara" werden offiziell noch etwa 400 Menschen vermisst. Die staatliche indonesische Nachrichtenagentur Antara berichtete, dass bis zu 177 Überlebende und bisher 66 Tote im Gebiet nahe oder in den Buchten von Rembang geortet wurden. Die Region liegt etwa 80 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Semarang. Die Behörden berichteten: Bis Sonntagmittag konnten mehr als 200 Menschen gerettet werden. Über die Zahl der Passagiere gibt es weiterhin widersprüchliche Angaben. Zum Zeitpunkt des Untergangs in der Nacht von Freitag zum Samstag waren zwischen 550 und 800 Menschen an Bord.
Quelle: dpa vom 31.12.2006
"Emsland"-Bergung bisher gescheitert
Montrose, Schottland / UK -
SvitzerWijsmuller Salvage wurde am 30.12. beauftragt, bei der Bergung der 80 Meter langen "
Emsland" vor Montrose, die am Vortag gestrandet war, zu assistieren. Zunächst hatten örtliche Lotsenboote versucht, sie zu befreien, dabei gingen aber in schwerer See Relings über Bord, sodass die Aktion abgebrochen wurde. Auch die "
Esvagt Connector" scheiterte im Bemühen, die "
Emsland" flottzumachen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.12.2006
Frachter vor Montrose gestrandet
Montrose, Schottland / UK - Am 29.12. lief der 83 Meter lange, unter Antigua-Flagge laufende Frachter "
Emsland" vor Montrose beim Auslaufen auf Grund. Das Schiff hatte 2000 Tonnen Holz geladen Die 6 Mann Besatzung blieb bei stürmischen Wind an Bord. Das Schiff hat 5 Grad Schlagseite und liegt auf der Annat Bank. Es gab Hoffnung, sie mit Hochwasser freizubekommen. Das Montrose Rettungsboot war vor Ort. Zusammen mit 2 Lotsenbooten versuchten sie vergeblich, das Schiff freizubekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.12.2006
Kutter vor Niihau zerbrochen
Honolulu, Hawaii / USA, 31.12.2006 - Am 28.12.06 lief der Kutter "
Wahine Kepaloa II" gegen 19.15 Uhr vor Niihau, Hawaii, auf Grund. Das 44 Fuß lange Schiff hatte zuvor Mayday gefunkt. Dann legten die beiden Männer an Bord Schwimmwesten an und schwammen an Land. Ein Coast Guard HH-65 Dolphin Helikopter stieg in Barbers Point auf. Auch das Kreuzfahrtschiff "
Pride of America" änderte den Kurs zur Unglücksstelle und leuchtete sie mit starken Scheinwerfern aus. So gelang es, die beiden Schiffbrüchigen von den Klippen aufzuwinschen und nach Kauai zu bringen. Das Wrack begann am felsigen Strand am südlichen Ende von Niihau auseinanderzubrechen. Auf Anweisung der Küstenwache sollten das Öl und umweltgefährdende Stoffe vom Schiff entfernt werden. Die "Wahine Kepaloa II" hatte rund 400 Gallonen Öl in den Tanks.
Quelle: Tim Schwabedissen
Trawler verursacht Ölschaden am Midway-Atoll
Honolulu, Hawaii / USA, 31.12.2006 - Am 27./ 28.12.06 lief der japanische Trawler "
Kotobuki Maru No. 38" vor dem Midway Atoll (der nordwestlichste Teil der Hawaii-Inseln) auf Grund. In einem Öltank entstanden drei rund 3 Inch große Lecks und Risse. Rund 2640 Gallonen liefen aus. Das Schiff musste bis zur Reparatur in Midway bleiben. Offenbar hatte es ein Unterwasserhindernis gerammt. Schlechtes Wetter vereitelte aber eine Untersuchung des Seegrunds. Das restliche Öl aus dem Havaristen wurde in der Nacht zum 29.12. in Kawaihoa Point am südlichen Ende von Niihau abgepumpt, die Leckagen dann mit zwei Leckpatschen abgedichtet. Ein bei der Havarie verletzter Japaner wurde vom Schiff abgeborgen und nach Japan gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen
Zwei Fähren in Bangladesch zusammengestoßen
Chandpur / Bangladesch, 30.12.2006 - Mindestens neun Urlauber wurden getötet, als am Samstag (30.12.) zwei voll besetzte Fähren auf dem Fluss Meghna im Süden Bangladeschs zusammenstießen. Wie die Behörden mitteilten, werden zahlreiche weitere der insgesamt etwa 250 Passagiere vermisst, viele von ihnen hätten sich aber vermutlich selbst in Sicherheit gebracht. Das Unglück habe sich in der Nähe der Stadt Chandpur etwa 160 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka ereignet. Überlebende berichteten, dass die Sicht zur Zeit des Unglücks durch dichten Nebel stark eingeschränkt war. Die Polizei sagte, neun Leichen seien aus dem Fluss geborgen und den Angehörigen der Toten übergeben worden.
Quelle: dpa vom 30.12.2006
Bergung für Tunfischfänger angelaufen
Tifuasi Island, Papua-Neuguinea - SvitzerWijsmuller Salvage Asia wurde zusammen mit den Partnern Islands Shipping aus Papua New Guinea am 30.12.06 kontraktiert, einem
Tunfischfänger im Südpazifik zu helfen, der auf einem Riff westlich von Tifuasi Island auf der Ostseite von Papua New Guinea gestrandet war. Aus Rabaul liefen die Schlepper "
Celeste" und "
Pacific Hawk" aus. Sie wurden zu Beginn des neuen Jahres vor Ort erwartet. Schwesterschiffe des Havaristen hatten zuvor vergeblich versucht, ihn zu befreien. Zunächst soll das Bunkeröl gelieichtert werden. Dann sollen bei ansteigendem Wasser Bergungsversuche beginnen.
Quelle: Tim Schwabedissen
Kühlschiff strandete auf Kaspischem Kanal
Volga-Caspian-Kanal / Russland - Das 88,9 Meter lange, russische Kühlschiff "
Samur 5", 2755 tdw (erbaut 1988, IMO-Nr. 8869919) der SK Albatros-Petersburg, lief am 30.12. auf dem Weg von Astrakhan nach Erzeli (Iran) auf Grund. Es kam mit 2.517 Tonnen Seafood und einer Crew von 12 Mann bei Kilometer 158 auf dem Volga-Caspian-Kanal fest. Der Eisbrecher "
Captain Bukayev" machte bei Windgeschwindigkeiten von 6-11 Metern pro Sekunde aus Nordwest Standby.
Quelle: Tim Schwabedissen
Fährtragödie vor Indonesien
Jakarta / Indonesien - Ein schweres Fährunglück in Indonesien hat möglicherweise mehrere hundert Menschen das Leben gekostet. Die Fähre "
Senopati Nusantara" mit vermutlich über 600 Menschen an Bord ist am 29.12. um 23 Uhr Ortszeit (
18.00 Uhr MEZ) im Sturm vor der Küste Indonesiens gesunken.
Die "Senopati Nusantara" sei gegen Mitternacht auf dem Weg von Borneo nach Java in stürmischer See etwa 40 Kilometer südöstlich der Insel Mandalika gekentert. Bisher konnten erst
69 Überlebende gerettet werden.
Über die
Zahl der Passagiere gab es widersprüchliche Angaben. Ein Hafensprecher gab die Zahl der Passagiere mit 850 an. Verkehrsminister Hatta Radjasa sprach indes von 542 Passagieren und 63 Besatzungsmitgliedern. Er verwies auf die offiziellen Passagierlisten. Ein Schiffsagent spricht von 587 Passagieren an Bord einschließlich 40 Mann Besatzung. Schiffe in Indonesien haben jedoch oft deutlich mehr Menschen an Bord als in den Listen angegeben.
Mitarbeiter im Hafen von Semarang erklärten, bis zu fünf Meter hohe Wellen seien über das Deck der Fähre hereingebrochen. Heftiger Wind und hoher Wellengang behinderten auch die Rettungsarbeiten. Hubschrauber und andere Schiffe seien in dem Seegebiet, um Überlebende zu finden.
Einer der Überlebenden berichtete von einer gewaltigen Welle, die das Schiff erfasst habe, bevor es gesunken sei. Es hieß: «Die Fähre schwankte sehr stark, während die Offiziere an Bord versuchten, uns zu beruhigen. Alles was wir tun konnten war, zu Gott zu beten.» Fischer hätten ihn und einige andere aus dem Meer gezogen. Von den Geretteten waren etliche dehydriert, alle standen sie unter Schock, hieß es.
Die Fähre, das Kumai in der zentralen Provinz Kalimantan auf Borneo am Donnerstag um 20 Uhr verlassen hatte war auf dem Weg nach Semarang auf Java.
Die MV "Senopati Nusantara" ex "Nelvin Jules" und ex "Kurushima" wurde im Juni 1985 gebaut und ist eine Auto- und Passagierfähre, ein Passagier / Ro-Ro-Schiff.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.12.2006
Zwei US-Soldaten bei U-Boot-Unglück vor England getötet
Devonport, Plymouth, England / UK - Bei einem tragischen Zwischenfall vor der englischen Küste sind am 29. Dezember zwei Besatzungsmitglieder eines US- amerikanischen Unterseebootes ums Leben gekommen. Die beiden Männer waren nach Angaben der britischen Behörden mit Arbeiten an der Aussenhülle des U-Bootes beschäftigt, als das U-Boot mit dem Abtauchen begann, und konnten sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen. Zwei weitere Soldaten, die ebenfalls an der Aussenhülle feststeckten, überlebten.
Das U-Boot "USS Minneapolis" mit bis zu 137 Besatzungsmitgliedern wollte nach Angaben eines US-Militärsprechers gerade den Hafen Devonport im Südwesten Englands verlassen. Dabei seien "vier Männer über Bord gegangen", sagte der Sprecher. Die Soldaten seien aus dem Wasser gezogen und ins Spital gebracht worden. Nur zwei von ihnen konnten gerettet werden. Zum genauen Hergang des Unglücks und zur Identität der Toten machte der US-Sprecher keine Angaben.
Der Heimathafen des 110 Meter langen Bootes ist Norfolk im US-Bundesstaat Virginia. An Bord des nuklearbetriebenen Bootes sind Torpedos und Cruise-Missile-Raketen.
Quelle: dpa vom 29.12.2006
Fährunglück nahe der Insel Sumatra / Indonesien
Palembang, Insel Sumatra / Indonesien - Bei einem Fährunglück zwischen den indonesischen Inseln Sumatra und Bangka sind möglicherweise dutzende Menschen ums Leben gekommen. Ein Mensch wurde nach dem Unglück tot geborgen, sagte ein Hafenmitarbeiter in Palembang auf Sumatra am Freitag. Weitere 49 Passagiere würden vermisst. Acht Menschen wurden lebend geborgen. Nach ihren Berichten war die "Tristra I" bei starkem Ostwind gekentert.
Quelle: AFP vom 29.12.2006
Kutter vor Portugal gesunken
Nazaré / Portugal, 29.12.2006 - Beim Untergang eines portugiesischen Kutters sind vermutlich sechs Fischer ertrunken. Wie die Rettungskräfte mitteilten, wurden zwei der Männer tot aus dem Meer geborgen. Vier weitere galten als vermisst. Für sie bestehe angesichts des kalten Wassers aber praktisch keine Hoffnung mehr. Lediglich ein Mitglied der siebenköpfigen Besatzung sei gerettet worden. Es handele sich um einen Ukrainer. Der Kutter "
Luz do Someiro" war in der Nacht zum 29.12. bei schwerer See etwa 50 Meter vor der Küste der Ortschaft Nazaré zunächst auf Grund gelaufen und anschließend gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2006
Frachter vor Labuan gestrandet
Labuan / Malaysia, 29.12.2006 - Der Frachter "
OLVY 01" strandete vor der Insel Labuan unmittelbar vor der Küste von Sabah. Das Schiff wurde 1975 als "
Aerdenhout" bei der Suurmeijer Werft in Foxhol (Holland) erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2006
Minensucher soll verschwundenes Boot finden
Paris / Frankreich, 21.12.2006 - Mit einem Minensuchschiff will die französische Justiz endlich das Verschwinden einer Arztfamilie vor sieben Jahren klären. Die "
Aigle" lief am 21.12. aus Brest aus, um im Ärmelkanal zwischen Roscoff in der Bretagne und dem südenglischen Plymouth mit Sonar und einem Tauchroboter nach dem Wrack der Yacht "
Nick" zu fahnden. Auf dem Neun-Meter-Segelboot waren der Mediziner Yves Godard und seine beiden Kinder letztmals lebend gesehen worden. Seit September 1999 ermittelte die Justiz gegen ihn wegen vorsätzlicher Tötung, nachdem in seinem Haus Blutspuren seiner Frau gefunden worden waren. Ein Fischkutter barg zuletzt Knochen, die durch erste DNA-Proben als Überreste Godards identifiziert werden konnten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2006
USA - Kutter droht zu sinken
Cape Flattery, Bundesstaat Washington / USA - Crews der U.S. Coast Guard und der Canadian Coast Guard eilten am 29.12. dem in Seenot geratenen Kutter "
Oak Bay" mit vier Mann an Bord, 22 Meilen südwestlich von Cape Flattery, Washington, zu Hilfe. Das 1944 erbaute, 58 Fuß lange Schiff aus Neah Bay begann gegen 10 Uhr Wasser zu nehmen. Die Besatzung wurde angewiesen, Überlebensanzüge anzulegen. Die Besatzungen eines kanadischen Suchflugzeugs und eines Dolphin-Helikopters warfen Lenzpumpen ab, da die bordeigenen Pumpen nicht gegen das eindringende Wasser ankamen. Zwei HH-65 Dolphin Rettungshubschrauber sind vor Ort, ebenso die 47-Fuß-Rettungsboote aus Neah Bay und Quillayute River, des weiteren der kanadische Tonnenleger "Provo Wallace".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2006
USA - Hubschiff droht zu sinken
New Orleans, Louisiana / USA, 29.12.06 - Das Hubschiff "
Juan" entwickelte am 28.12. erhebliche Steuerbordschlagseite rund 70 Meilen südlich von Gibson, L.A. Die Küstenwache evakuierte die sechsköpfige Besatzung von dem übers Vorschiff absinkende Arbeitsfahrzeug. Das Schiff hat zur Zeit eine Schlagseite von 45 Grad.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.12.2006
Hubschrauberplattform landete auf Frachter
Veracruz, Mexico, 29.12.2006 - Die Kollision (28.12.) des panamaischen Bulkers "
Blue Star", 26000 tdw, mit dem Ölrig "
THE 205" von Todco in Mexiko verursachte einen Millionenschaden. Die Hubschrauberlandeplattform des Rigs stürzte auf das Hauptdeck des Frachters, nachdem der in Veracruz durch Maschinenausfall gegen das Rig getrieben war. Die "Blue Star" war 1985 als "Refioglu" erbaut worden. Sie gehört Tradeline in Dubai.
Quelle: Tim Schwabedissen
Hubschiff vor Gibson gesunken
New Orleans, Louisiana / USA, 29.12.06 - Keine Rettung für das Hubschiff "
Juan". Das Schiff ragte am 28.12.06 nur noch geringfügig aus dem Wasser an der Unglücksposition 70 Meilen südlich von Gibson. Nur 10-20 Fuß des Steuerbordbugs des 90 Grad auf der Seite liegenden Wracks waren noch sichtbar.
Quelle: Tim Schwabedissen
Trawler im Sturm gestrandet
Yuzhno-Sakhalinsk, Insel Sachalin, Russland, 28.12.2006 - Der 29,4 Meter lange Trawler "
Sophia" von Altair-2000 lief beim Einlaufen nach Chekhov mit 12 Mann Crew am 28.12.06 um 00.20 Uhr auf Grund. Das Schiff suchte Schutz vor einem aus Nordwest nahenden Sturm, als es auf 47.27N 141.58O strandete. 10 Mann gingen in eine Rettungsinsel und erreichten Land. Zwei andere blieben trotz Wassereinbruchs im Fischraum bei Winden von 15 Metern pro Sekunde und zwei Metern Wellenhöhe an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen
Ölverlust nach Strandung auf Korallenriff
Suao, Taiwan, 29.12.2006 - Der maltesesische Frachter "
Tzini", 23.000 BRZ, verlor nach einer Tankleckage am 24.12.06 nahe Suao Harbour, Taiwan, 110 Tonnen Öl. Das Schiff wurde nach der Havarie in die Kette gelegt. Insgesamt waren 711 Tonnen Öl an Bord. Das Schiff gehört der Kingston Shipping Ltd, die als verantwortlich für die Reinigung bezeichnet wurde und für Kompensationen an die Fischerei zuständig ist. Auch soll das an Bord verbliebene Öl zur Vermeidung weiterer Austritte entfernt werden. Die 70 Meter lange "Tzini" war mit einer Ladung Zement unterwegs von Japan nach Taiwan, als sie 70 Meter dicht an die Küstenlinie vertrieb und um 05.30 Uhr ein Korallenriff rammte, wobei ein Tank aufgerissen wurde. Das Öl trieb in einem zehn Kilometer langen Streifen vor Milan in Nordost-Taiwan. Offenbar hatte das Schiff nach Maschinenschaden einen Antriebsverlsut erlitten und wurde von hohen Wellen auf die Küste getrieben. Unklar war, ob der russische Kapitän und Lotse womöglich gedöst hatten, als die Havarie erfolgte. Dem Kapitän wurde nachlässiges Handeln vorgeworfen. Nach der Strandung waren alle 23 Mann mit einem Helikopter von Bord geholt worden. Danach wurden ölabsorbierende Netze ausgelegt, die eine Ausbreitung des Öls verhindern sollten.
Quelle: Tim Schwabedissen
Ehrgeiziges Schiffsversenkungsprogramm auf gutem Weg
Portola Valley, California / USA, 27.12.2006 - Der amerikanische Taucher Dr. Harry Wong präsentierte zum Jahreswechsel seine Lösung zum Dilemma, was mit den zahlreichen ausgemusterten
Kriegsschiffen der US-Navy passieren soll. Seiner Meinung nach sollen sie komplett versenkt werden. Wong ist Präsident der "California Ships 2 Reefs", einer Gruppe von Tauchern, Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sich vorgenommen haben, vor Kalifornien in 20 Jahren 20 Schiffe auf Grund zu schicken. Das Resultat wäre eine Fülle künstlicher Riffe, die reiches maritimes Leben anziehen könnten. Wong wurde bereits ein ehemaliges Marine-U-Boot, die "
Sailfish", zur Versenkung übertragen. Er muss nur noch die Behörden überzeugen. Im vergangenen Jahr gründete Wong die Northern California Oceans Foundation, die zur Versenkung der ersten 10 Schiffe beitragen soll: Eines in Monterey Bay, vier vor Fort Bragg, drei in Eureka und zwei nahe San Luis Obispo. In Anbetracht des touristischen Potentials wurde Wongs Gruppe von der Stadt Eureka bereits zwei alte Trawler zur Versenkung angeboten. Sie sollen 2008 ihre letzte Reise zum Meeresgrund antreten. Grundsätzlich schätzt Wong jeweils 5 Jahre und Kosten von 2 Millionen Dollar, um ein Schiff zu erwerben, zu reinigen und zur Versenkung vorzubereiten.
Eine andere Gruppe, die San Diego Oceans Foundation, hat nicht weniger als 11 Genehmigungen einholen müssen, um den kanadischen Zerstörer "Yukon" vor San Diego zu versenken. Die Idee Wongs wurde beim Tauchen in der Karibik 1974 geboren, als er fasziniert vom reichen Fischbestand an alten Wracks war. Die Marine und die U.S. Maritime Administration stehen den Plänen positiv gegenüber. Die Regierung hat bereits seit Jahren alte Schiffe zur Versenkung vor der Golfküste freigegeben. Die Maritime Administration verwaltet nicht weniger als 125 ausgemusterte Schiffe. Zum Abwracken gibt es nur eingeschränkte Kapazitäten. Versenken wäre so eine gute Lösung. Die Maritime Administration ist selbst gerade mit den Vorbereitungen zur Versenkung der "
Texas Clipper I" einem alten Ausbildungsschiff, vor der Golfküste beschäftigt. Es soll im März 2007 auf die letzte Reise gehen. Außerdem wird für 125 Millionen Dollar die "
Hoyt S.Vandenburg", ein ehemaliger Truppentransporter, vor Florida Keys in Zusammenarbeit mit der Non-Profit-Gruppe "Artificial Reefs of the Keys" auf den Meeresgrund geschickt. Die Küstenlinie von Kalifornien ist bereits übersät mit den Wracks unzähliger Kutter, Sportboote und anderer Wracks, die sich dort über die Jahre ansammelten, zum Teil durch Unfälle, zum Teil durch planmäßige Versenkung.
Es gibt aber bislang kein offizielles Programm zur Schaffung künstlicher Riffe. Da die Regionalregierung Schiffe zur Versenkung nur über staatliche Stellen freigibt, muss "California Ships 2 Reefs" das "California Department of Fish and Game" als administrativen Überbau engagieren. Die bisherigen Treffen wurden als viel versprechend bezeichnet. Zwar gibt es unterschiedliche Auffassungen über den Beitrag der Wracks zu vermehrtem Fischreichtum, doch der ökonomische Nutzen gilt als sicher. Die Arbeit von "California Ships 2 Reefs" hilft, ein bereits 1980 aufgelegtes Programm zur Schaffung künstlicher Riffe, das staatliche "
Artificial Reef Program", wieder zu beleben. In dessen Rahmen wurden vornehmlich Felsen und Gegenstände versenkt, um Fischgründe zu bilden.
Etliche
Victory-Serienfrachter aus dem zweiten Weltkrieg liegen derzeit noch in der Reserveflotte. Viele Taucher wüssten sie gern auf dem Grund vor Kalifornien. Umweltgruppen sind weniger enthusiastisch. Sie sind nicht überzeugt von den positiven Auswirkungen der Versenkungen auf die Fischbestände. Außerdem würden neue Fischgründe auch Fischer zu vermehrten Fangaktivitäten auffordern. Der Versenkung der "Sailfish" könnte so nur mit dem Nachweis ausbleibender negativer Folgen fürs Ökosystem zugestimmt werden. So dürften keine Schadstoffe wie PCB, Asbest, Farbe, Öl etc. ins Meer gelangen. Gerade die gestiegene Sensibilität gegenüber solchen Stoffen und der damit verbundenen bisherigen Abkehr von der Praxis, alte Schiffe in Indien, der Türkei oder anderen Abwracknationen zu entsorgen, führte nun zu einer großen Fülle vor sich hin rostender Veteranen in den gesamten USA.
Wong hat momentan
75 eingemottete Schiffe der U.S. Maritime Administration in Suisun Bay im Auge. Das größte Problem ist derzeit die Finanzierung. Die San Diego Oceans Foundation konnte 2001 für die Versenkung der "
Yukon" zwei Millionen Dollar aufbringen. Diese Summe jedes Jahr einzuwerben, dürfte aber nicht einfach sein. Wong hofft, die Marine für die Reinigung der Schiffe einspannen zu können. So wurde es z.B. bei der Versenkung des Flugzeugträgers "
Oriskany" im Mai 2006 vor Penscola gemacht. Zudem sollen örtliche Hotels, Bezirksregierungen und Tauchorganisationen Geld beitragen, das durch den nachfolgenden Tauchtourismus wieder eingespielt würd.
Quelle: Tim Schwabedissen
Fischer nach fünf Tagen von Schiffskiel gerettet
San Diego, Kalifornien / USA, 27.12.2006 - Wundersame Rettung - am 26.12.06 wurden
2 mexikanische Fischer von der Coast Guard in San Diego gerettet. Ihr Kutter "
Pelillo" war im Pazifischen Ozean gekentert. Die Schiffbrüchigen wurden 12 Meilen vor den Coronado Islands auf dem Kiel ihres Schiffes entdeckt, als ein patroullierender Hubschrauber um 11.15 Uhr vorbeikam und die Männer eine Fackel entzündeten. Der Hubschrauber kreiste über dem Kutter, bis ein zweiter eingetroffen war mit einem Rettungsschwimmer an Bord. Dieser barg die Verunglückten und flog sie nach San Diego. Die beiden Männer hatten 5 Tage auf ihrem gekenterten Boot ausgehalten, ehe sie entdeckt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen
Info: Coronado Island befindet sich im Süden von San Diego und ist über eine Brücke per PKW zu erreichen.
17 Vermisste nach Frachteruntergang
Dalian, Liaoning, China - Am 27.12.06 sank der nordkoreanischer Frachter "
Ryong Ak San" vor der Nordostküste Chinas (nahe Laotiekou, Lushunkou Bezirk von Dalian, Liaoning Provinz) . Acht Mann wurden gerettet, 17 vermisst. Das Schiff war eine Meile vor einem anderen Schiff plötzlich untergegangen. Ein Helikopter und Rettungsschiffe suchten nach den Vermissten.
Quelle: Tim Schwabedissen
Öl aus Baggerwrack geleichtert
Pointe Noire / Kongo - SvitzerWijsmuller Salvage schloss am 26.12.06 das Abpumpen von Bunkeröl aus einem halb gesunkenen
Baggerschiff von 90 Metern Länge im Kongo ab. Insgesamt wurden 260 Tonnen Öl geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen
Festfahrung führt zu kurzfristiger Schifffahrtssperre
Wesel, Nordrhein-Westfalen / DE - Am 28. Dezember, gegen 21:40 Uhr, fuhr sich ein mit Eisenerz beladener Schubverband auf dem Rhein bei Wesel fest. Er konnte gegen 02:30 Uhr durch ein Schubboot freigeturnt werden. Zu diesem Zweck wurde die Schifffahrt in diesem Bereich kurzfristig gesperrt. Der genaue Unfallhergang wird von der Wasserschutzpolizei Wesel untersucht.
Quelle: WSP NRW vom 29.12.2006
Nord-Ostsee-Kanal wieder frei - erneute Havarie am Abend
Nord-Ostsee-Kanal, Schleswig-Holstein / DE, 28.12.2006 - Um 16.30 Uhr gab es Aufatmen an den Kieler Nord-Ostsee-Kanalschleusen. Die Nordkammer konnte für den Verkehr geöffnet werden. Die Frachter "
Värmland" und "
RBD Alexa" wurden als erste Schiffe Richtung Ostsee ausgeschleust.
Wenig später kam es auf dem Kanal zu einer neuerlichen Havarie: Um kurz nach 18 Uhr lief bei Kanalkilometer 28,5 der Frachter "
Lemo" nach einem Ruderschaden in die Böschung. Das Kümo konnte sich wenig später aus eigener Kraft befreien. Es drehte und lief mit langsamer Fahrt nach Westen, um in der Weiche Dükerswisch festzumachen. Der entgegenkommenden Schifffahrt wurde ein langsames Passieren des Havaristen empfohlen, da die Ruderanlage weiterhin nicht einwandfrei funktionierte. (Quelle: Olaf Kuhnke)
Info: Tim Schwabedissen vom 28.12.2006
17 Tote und über 140 vermisste Bootsflüchtlinge vor Jemen
UNHCR, Genf / Schweiz, 28.12.2006 - Beim Aufbringen von mehreren Flüchtlingsbooten im Golf von Aden durch die jemenitische Marine sind nach Angaben des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Zudem würden etwa 140 der am Mittwochabend (27.12.) in Somalia gestarteten Flüchtlinge vermisst, teilte das UNHCR am Donnerstag in Genf mit. Mehr als 500 Menschen vor allem aus Somalia hätten auf vier Booten die Flucht über das Meer angetreten. Eines der Boote sei gekentert, als es aufgrund einer Panik der Flüchtlinge das Gleichgewicht verlor. Ein zweites Boot sei gesunken, als die Schlepper vor der Küstenwache fliehen wollten. Auf zwei Booten lieferten sich die Schlepper laut Augenzeugen Schusswechsel mit Sicherheitskräften. 357 überlebende Flüchtlinge werden demnach in Aufnahmelagern des UNHCR versorgt.
Quelle: AFP vom 28.12.2006
Bulkcarrier bei Rostock gestrandet
Ostsee, 28.12.2006 - SvitzerWijsmuller Salvage B.V. barg am 25.12. einen gestrandeten
Bulkcarrier von 48000 Tonnen 22 Meilen vor Rostock. Das 1996 erbaute Schiff war am Heiligabend gestrandet. Schlepper von Bugsier und SvitzerWijsmuller kamen zur Assistenz. In einer gemeinsamen Aktion zogen die "
Fenja" von Svitzerwijsmuller, ein Schlepper von 64 TOnnen Zugkraft, sowie die "
Bugsier 16" mit 30 Tonnen Zugkraft den 190 Meter langen Frachter gegen 11.30 Uhr frei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2006
Sechs Tote nach Hubschrauberabsturz vor britischer Küste geborgen
Morecambe Bay, England / UK, 28.12.2006 - Nach dem Absturz eines Hubschraubers vor der britischen Küste sind am Mittwochabend (27.12.) sechs Männer tot geborgen worden. Nach dem siebten Insassen wurde in der Nacht zum Donnerstag in der Bucht von Morecambe an der Nordwestküste noch gesucht, teilte die Polizei von Lancashire mit. Der Hubschrauber befand sich auf dem Weg von Blackpool zu einer Erdgasplattform in der Bucht. An Bord waren zwei Besatzungsmitglieder sowie fünf Arbeiter des Energieunternehmens Centrica. An der Suche waren zwei Rettungshubschrauber, zwei Boote der Seenotrettung und mehrere Schiffe beteiligt.
Quelle: AFP vom 28.12.2006
Schicksal der "Hohe Weg" entscheidet sich erst 2007
Bremerhaven, Bremen / DE - Eine Bergung des vor der Wesermündung gesunkenen Fischkutters "
Hohe Weg" ist vorerst nicht in Sicht. Anfang Januar wird über weitere Einsätze von Tauchern zur Untersuchung des Wracks entschieden, sagte am 27.12. ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Bremerhaven. Marinetaucher hätten kurz vor Weihnachten ihre Arbeit eingestellt. Der 23 Meter lange Kutter "Hohe Weg" aus dem niedersächsischen Brake (Kreis Wesermarsch) war am 8. November gesunken. Zwei der vier Seeleute wurden bisher tot geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2006
Verkehrschaos im Nord-Ostsee-Kanal nach Havarie der "King Edward"
Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE - Nach der Kollision des Tankers "
King Edward" war der Betreib im Nord-Ostsee-Kanal bis zum 28.12. für alle großen Schiffe lahmgelegt. Frachter stauten bereits am Abend des 27.12. bis Rendsburg. Gegen 12.40 Uhr lief die 182 Meter lange "King Edward" auf die neue Nordkammer zu. Der 2004 bei Hyundai in Korea gebaute Doppelhüllentanker kam unbeladen aus dem britischen Immingham und wollte schnell nach St. Petersburg. Das 23240 BRZ große Schiff war wohl etwas zu schnell unterwegs. Trotz der "Holtenau" als Heckschlepper lief der Tanker am Schleusenmeister und den Festmachern vorbei und prallte gegen das Schleusentor. Die Folge war, dass in dem gerade erst bei der Lindenau Werft überholten Schiebetor 3 ein gewaltiges Loch aufbrach. Die Überprüfung der Maschinenanlage des unter der Flagge der Marschall Islands fahrenden und im Besitz einer Hamburger Reederei befindlichen Schiffes ergab keine Mängel. Ursache der Havarie könnte neben einem Maschinenaussetzer auch eine zu hohe Geschwindigkeit gewesen sein.
Seit dem 22.12. lag auch die gegenüberliegende Südkammer still. Dort ist ein Torwagen kaputt, auf dem die Schleusentore geschoben werden. In den Mittagsstunden des 27.12. hatten Techniker gerade das betroffene Tor ausgebaut, als die "King Edward" havarierte. Sofort wurden alle verfügbaren Mitarbeiter aus dem Urlaub zurückholt, um den Schleusenbetrieb schnell wieder herzustellen. Der beschädigte Torwagen der Südschleuse kann aber nur mit Hilfe eines Schwimmkrans hätte ausgetauscht werden. Der bislang stets für diese Aufgabe von der Bundeswehr ausgeliehene Schwimmkran "
Hiev" liegt zwischen den Feiertagen still. Am 28.12. wurde ein
Schwimmkran der Firma Ostseedienst erwartet, der den Torwagen auswechseln soll. Bis zum Wochenende sollen wieder beide großen Kammern in Betrieb sein. Das Tor der Südschleuse soll nun zunächst das demolierte der Nordschleuse ersetzen. Danach soll ein Reservetor für den Einbau in der Südkammer klar gemacht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2006
Frachter sank nach Rettung von Schiffbrüchigen selbst
Bahrain, 25.12.2006 - Ein Frachter, der 13 indische Seeleute gerettet hatte, nachdem deren Schiff "
Al Rashid" vor Bahrain gesunken war, ging nun auch auf dem Weg in den Iran unter. Die "
Gulshan-e-Medina" sank am 22.12. nahe Basrah, als es nach dem Absetzen der Schiffbrüchigen Khor Jubair ansteuerte. Die Crew wurde von einem anderen Schiff gerettet und nach Basrah gebracht. Beide Frachter hatten Zement und Sanitärbedarf geladen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.12.2006
Frachter sinkt südlich vor der Küste Kalabrien / Italien
Deutscher Container-Feeder rettet zehn Schiffbrüchige
Region Kalabrien / Italien, 24.12.2006 - Südöstlich von Sizilien fing das Container-Feederschiff "K-Stream" der Hamburger Reederei K&K Schifffahrts GmbH & Co. KG in der Nacht zum 23. Dezember einen Notruf des Küstenfrachters "Sea Rise" auf. Der Frachter (1475 tons) befand sich 138 Meilen südöstlich vor der Küste der Region Kalabrien in Seenot. Ihre Ladung bestand aus Stahlstangen. An der Rettungsaktion waren 2 Flugzeuge und 4 Schiffe beteiligt.
Es gelang der "K-Stream", die aus neun Ukrainern und einem Russen bestehende Besatzung der "Sea Rise" aus Rettungsinseln zu übernehmen. Ihr Schiff war nach einem Wassereinbruch gesunken. Die Seeleute konnten in der Nacht zum 24. Dezember im italienischen Hafen "Gioia Tauro" (Region Kalabrien) an Land gehen und den Heimflug antreten.
Der erst seit Januar 2006 durch Jens Knüppel und Jörg Krüger (K&K) bereederte 700-TEU-Frachter "K-Stream" ex "Karin" verkehrt in Charter von A. P. Moeller-Maersk auf der Route Poti – Novorossiysk – Istanbul – Gioia Tauro. Die gesunkene "Sea Rise", ein 1978 in Japan entstandenes 69-Meter-Schiff, wurde von der Stream Agency Ltd. in Odessa unter der Flagge von St. Vincent betrieben.
Quelle: repubblica.it / seehafenverlag vom 28.12.2006
Küstenmotorschiff fährt sich unterhalb der Rheinbrücke fest
Wesel, Nordrhein-Westfalen / DE - Ein bergfahrendes Küstenmotorschiff machte am 27. Dezember, gegen 00:30 Uhr, unterhalb der Weseler Rheinbrücke ständig, um einem zu Tal fahrenden Koppelverband die Durchfahrt unter der Brücke zu erleichtern. Dabei verfiel das Fahrzeug und kam circa 20 Meter vom linksrheinischen Ufer fest. Ein niederländisches Tankmotorschiff konnte das Küstenmotorschiff gegen 05:45 Uhr freiturnen. Durch die Wasserschutzpolizei Wesel wird nun der Schiffsunfall bearbeitet.
Quelle: WSP NRW vom 27.12.2006
Beide großen Kieler Kanalschleusen nach Kollision gesperrt
Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE - In dem Mittagsstunden des 27.12. rammte der rund 23000 BRZ große, von Brunsbüttel kommende Tanker "
King Edward", ex "
Ruby", das Tor der Nordschleuse in Holtenau. Da zur Untersuchung des Schadens die Kammer bis Mitternacht gesperrt werden musste, waren beide großen Schleusen in Holtenau gesperrt: An der Südschleuse wurden gerade Reparaturarbeiten vorgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2006
Nach Kollision keine Liegeplätze in Kiel mehr frei
Kiel-Holtenau, Schleswig-Holstein / DE - Der Tanker "
King Edward" hat sich bei seiner Kollision mit der Holtenauer Schleuse lediglich einige Farbabschürfungen an seinem verstärkten Steven zugezogen. Das Schiff wurde aber mit einem Auslaufverbot belegt und machte beim Silo im Kieler Nordhafen fest. Kurze Zeit nach dem Unglück waren zwischen dem Kai der Werft Knierim und der Bunkerstation in Tannenberg keine Liegeplätze mehr frei. Ein Autotransporter musste in Rendsburg festmachen. Der Austausch der Tore wurde unverzüglich in Angriff genommen. Das gerammte Tor schwamm gegen 18 Uhr auf und sollte in der folgenden Stunde abgeschleppt werden. Danach sollte das Ersatztor eingeschwommen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2006
Mehrere Seenotfälle und Verletzte bei Sydney-Hobart-Race
Sydney / Australien - Das Sydney-Hobart-Race vor Australien hat seinen Ruf als einer der gefährlichsten Hochseeregatten erneut unter Beweis gestellt. Drei schwer verletzte Segler mussten mit einem Hubschrauber von ihrer Yacht abgeborgen werden, kurz nachdem der Start in Sydney erfolgt war: Die 30 Meter lange neuseeländische "
Maximus" hatte am 27.12. bei schwerer See Mastbruch erlitten. Drei weitere Seeleute zogen sich dabei leichtere Blessuren zu. Die starken Winde und hohen Wellen zwangen innerhalb von 24 Stunden
sieben weitere Boote zur Aufgabe des Rennens.
Die achtköpfige Besatzung der australischen "
Koomooloo" wurde von einem anderen Boot gerettet, nachdem es ihr nicht gelungen war, einen Wassereinbruch zu stoppen. Auch die niederländische "
ABN Amro" unter Skipper Mike Sanderson havarierte. In Führung liegend, hatte sie ebenfalls ihren Mast verloren. Der Weltsegler des Jahres und Gewinner des "
Volvo Ocean Race 2005/06" zeigte sich bitter enttäuscht über die erzwungene Rückkehr nach Sydney. Das einzig positive sei, dass sich niemand aus seiner Crew verletzt habe.
Vor acht Jahren waren bei der Regatta
sechs Segler ums Leben gekommen; damals sanken sieben Yachten. Nach Angaben der Offiziellen seien diesmal die Bedingungen für die ursprünglich 78 Boote starke Flotte, die den Hafen von Sydney am zweiten Weihnachtstag verlassen hatte, jedoch zu keinem Zeitpunkt so gefährlich wie 1998 gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2006
Rettungsaktion für Frachtercrew in schwerem Wetter abgebrochen
Amasra (Schwarzmeerküste), Bartin / Türkei - Der maltesische Frachter "
Flora" geriet am 26.12. in schwerer See vor Amasra ins Treiben. Das Schiff hatte vor dem Hafen geankert. An Bord sind 11 Mann Besatzung. Die "Flora" schlug leck und entwickelte Schlagseite. Weder Zodiac-Rettungsboote noch die zwei vor Ort stationierten Sikorsky-Helikopters vermochten sich dem Havaristen im Sturm anzunähern. Die Hubschrauber kehrten unverrichteter Dinge nach Ankara zurück und wollen nach Ende der Schneefälle ihre Rettungsversuche fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2006
Ein Schwerverletzter bei Brand auf Ostseefähre
Sassnitz, Insel Rügen, Mecklenburg-Vorpommern / DE - Auf der Frachtfähre "
Baltijsk" brach am 24.12. ein Feuer aus. Der Brand wurde in den frühen Morgenstunden des 24. Dezembers im Maschinenraum des Schiffes entdeckt. Die Fähre kam von Lübeck und wollte nach St. Petersburg. Zum Zeitpunkt des Unglücks befand sich die "Baltijsk" nördlich von Kap Arkona. Während das Feuer durch die Bordbesatzung gelöscht werden konnte, musste einer der Seeleute mit schweren Verbrennungen vom Schiff geholt werden. Die "Baltijsk" wurde von drei Schleppern in den Hafen Mukran bugsiert, wo sie untersucht wird. Die Passagiere blieben unversehrt. Die "Baltijsk" ist eine ehemalige deutsche "Railship"-Eisenbahnfähre.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2006
Schlepper "Seneca" geborgen
Grand Marais, Michigan, USA, 23.12.2006 - Der auf dem Lake Superior gestrandete Schlepper "
Seneca" wurde geborgen und ist nun auf dem Weg nach Sault Ste. Marie, Michigan. Während der vergangenen Woche hatten schwere Seen eine Bergung unmöglich gemacht. Dennoch gelang es Tauchern in dieser Zeit, das Schiff zu untersuchen und Leckagen abzudichten. Eine Schlepperflotte sowie eine Kranbarge liefen am Nachmittag des 21.12. aus, nachdem das Wetter sich verbessert hatte. Die "Seneca" wurde mit Hochdruckpumpen gelenzt, und ein Graben gebaggert, durch den der Schlepper in offenes Wasser gezogen werden konnte. Die "Seneca" wird nun zum Carbide Dock geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2006
RoRo-Frachter erlitt Wassereinbruch
Barcelona / Spanien - Am 21.12. entwickelte der 1974 erbaute RoRo-Frachter "
Acacia" 70 Meilen vor Barcelona rund 30 Grad Steuerbordschlagseite. Das Schiff konnte Barcelona erreichen und wurde dort von Tauchern untersucht. Sie stellten einen Riss im Achterschiff fest.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.12.2006
Segler aus 19. Jahrhundert geborgen
Dordrecht, Zuid-Holland / Niederlande, 24.12.2006 - Das Achterschiff des Seglers "
Jacob" wurde rechtzeitig zu Weihnachten von Subcom im Dordtsche Kil in Holland gehoben. Der Frachtsegler sank in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts Archäologen und Taucher arbeiteten bei der Bergung eng zusammen. Als die "Jacob" entdeckt wurde, ragten nur einige Planken aus dem Grund. Im recht gut erhaltenen Achterschiff wurden bereits etliche Gegenstände gefunden. Das Vorschiff ist zu stark zerstört, um in einem Stück gehoben zu werden. Es soll mit großen Greifern an die Wasseroberfläche gebracht werden. Das jetzt geborgene Stück wurde nach Dordrecht gebracht. Hier soll es weiter untersucht und konserviert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2006
Komplizierte Bergung in Shanghai
Shanghai / China, 24.12.2006 -Ein Dutzend erfahrener Bergungstaucher traf in Shanghai ein, um ein auf dem Huangpu Fluss gesunkenes 15000-Tonnen-Schiff zu heben. Der RoRo-Frachter "
Yin Chu" sank bei einem Anlegemanöver nahe der Nanpu Brücke in einem engen Wasserweg vor dem Shanghai-Weltausstellungsgelände am 2. Dezember. Die Bergung wird mindestens 45Tage dauern. Eine Unterwasseruntersuchung am 10.12. zeigte, dass das Wrack 2 Meter tief im Schlamm eingesunken ist. Abfall und Eisenschrott sowie Drähte liegen um das Wrack herum. Auf dem Deck des Wracks sind 10 von sieben bis 10 Quadratmeter große Löcher, die das Schiff mit Schlamm füllen. Diese Umstände machen die Bergung sehr schwierig. Das Wrack wiegt im Wasser rund 7500 Tonnen. Die Taucher werden über 20 Meter tief tauchen müssen, um den Schrott ums Schiff zu entfernen, damit die eigentliche Bergung beginnen kann. Dazu werden Hochdruck-Wasserkanonen zum Einsatz kommen. Dann sollen dicke Stahltrossen den Rumpf stabilisieren. 20 Stück von ihnen sollen binnen eines Monats durch den Schiffsboden gebracht werden. Dann werden sie an Schwimmkörpern befestigt, mit deren Hilfe das Wrack gehoben werden soll. Die Aktion wird ca. 2,55 Millionen US-Dollar kosten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2006
Frachter nach Piratenattacke gestrandet
Colombo / Sri Lanka, 24.12.2006 - In der vergangenen Woche lief der jordanischer Frachter "
Farha III" vor Sri Lanka auf Grund. Die 25-köpfige Crew ist nun auf dem Weg nach Colombo. Dort wollen Guerilleros der Tamil Tigers sie an ein Internationales Kommittee des Roten Kreuzes übergeben. Das Schiff war am 16.12. im Nordosten Sri Lankas vor Mullaitivu ins Treiben geraten und dann gestrandet. Es hat einen irakischen Kapitän, 13 jordanische und 11 ägyptische Besatzungsmitglieder. Vor der Strandung war es von Piraten attackiert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2006
Kollision vor St. Petersburg
St. Petersburg / Russland - Der russische Trawler "
Metelitsa" kollidierte am 23.12. mit dem britischen Containerfrachter "
Francop", 7519 BRZ, der vor St. Petersburg ankerte und auf einen Lotsen wartete. Das mit 24 Mann besetzte Fischereischiff erlitt ein Leck in den Laderäumen und ging vor Anker, um den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Das Wasser stand 1,5 Meter hoch in den Räumen. Um 9 Uhr wurde er nach Kronstad geschleppt, wo die Bergungsarbeiten fortgesetzt wurden. Die 2003 erbaute "Francop" wurde nur leicht beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2006
Trawler kenterte durch Vereisung
Yuzhno-Sakhalinsk, Insel Sachalin, Russland, 20.12.2006 - Der 50 Meter lange kambodschanische Trawler "
Shoya Maru-52" sandte am 20.12. auf 49.52.7N 147.35.5E im Ochotskisches Meer, 200 Meilen vor Serpeniya (Halbinsel Sachalin), um 02.22 Uhr Notrufe. Das Schiff trieb stark vereist in der stürmischen See und kenterte später. Die 19-köpfige Crew ging in die Rettungsinseln. Die Kutter "
Zhanna-SH" und die "
Captain Komratov" wurden zur Rettung zu der Unglücksposition dirigiert. Sie retteten die Schiffbrüchigen unversehrt trotz eines mit 25 Meter pro Sekunde wehenden Nordweststurms.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2006
"Sea Carrier" gesunken
Anchorage, Alaska, 18.12.2006 - Am 17.12. lief um 14.30 Uhr nahe Barrier Island das Motorschiff "
Sea Carrier" nahe den Barrier Islands in der Sumner Strait, Alaska auf Grund. Es schlug leck und sank teilweise. Die Besatzung der "Sea Carrier" wurde von dem Motorschiff "
Loon" gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.12.2006
Kollision zwei Motorschiffe in der Kanalschleuse Kiel-Holtenau
Kiel, Schleswig-Holstein / DE - Am 24.12.2006, 05:57 h, ist es zu einer Kollision zwischen dem MS "List" , Heimathafen St. John's /Antigua und dem MS "Rona", Heimathafen Kingstown / St. Vincent in der Kanalschleuse Kiel Holtenau gekommen. Bei dem MS "List" wurden keine Schäden festgestellt, die Reise konnte nach Kaliningrad fortgesetzt werden. MS "Rona" hat Wassereinbruch im Rudermaschinenraum, konnte jedoch mit Bordmitteln notdürftig abgedichtet werden. Nach Rücksprache mit der SeeBG Hamburg geht "Rona" zwecks Reparatur und Klassenbestätigung in den Scheerhafen Kiel. Bis dahin besteht Auslaufverbot. Personen sind nicht zu Schaden gekommen.
Quelle: Landespolizeiamt Schleswig-Holstein - Abt. 4 - Wasserschutzpolizei vom 24.12.2006
Polizeiboot "Bussard" in Rendsburg mutwillig versenkt
Brunsbüttel / Rendsburg, Schleswig-Holstein / DE - Gestern Morgen fanden die Beamten der Wasserschutzpolizei Rendsburg ihr gut elf Meter langes Polizeiboot "
Bussard" an seinem Liegeplatz halb unter Wasser liegend vor. Auf Grund des Austritts von Öl und Dieselkraftstoff legte die Feuerwehr Rendsburg eine Ölsperre um die gesunkene "Bussard". Noch in den Nachmittagstunden wurde mit der Bergung begonnen. Dabei wurde der Schwimmkran des Wasser- und Schifffahrtsamtes "
Griep to" kurzfristig bereitgestellt. Wassergefährdende Stoffe konnten im Zuge der Bergung durch die Feuerwehr größtenteils aufgesaugt werden. Schon während der Bergungsarbeiten wurde klar, dass die "Bussard" durch Manipulationen versenkt wurde. Nach ersten Ermittlungen drangen bisher unbekannte Täter gewaltsam in den Maschinenraum ein und zerstörten diverse Seeverschlüsse, so dass dieser voll Wasser laufen konnte. Nach ersten Einschätzungen entstand ein Totalschaden. Zur Zeit erfolgt eine intensive Spurensuche um weitere Hinweise auf die Täter zu erlangen. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.
Quelle: Landespolizeiamt Schleswig-Holstein - Abt. 4 - Wasserschutzpolizei vom 22.12.2006
2. Meldung:
Das von Unbekannten in der Nacht zum 22.11. versenkte 8,5-Tonnen-Polizeiboot "
Bussard" wurde am 22.11. von einem
Kran gehoben. Es war in den Morgenstunden auf der Steuerbordseite liegend halb unter Wasser von der Crew vorgefunden worden. Die Täter hatten in der Nacht die Seeventile des Schiffs geöffnet und die Stromkabel der Wasserpumpen gekappt. Vermutlich sind die Täter in der Dunkelheit über eine Mauer oder über einen Zaun auf das unbewachte Gelände geklettert. Die Kripo nahm am Tatort Spuren aufgenommen. Auf die Täter gebe es keine Hinweise.
Das Boot verlor beim Kentern Öl. Die Rendsburger Feuerwehr legte eine Ölsperre aus.
Die Polizei geht bei der erst
1990 in Dienst gestellten "Bussard" von einem konstruktiven Totalverlusts aus. Ein Ersatzschiff kostet rund
400.000 Euro. Wann die Rendsburger Wasserschutzpolizei ein neues Boot für ihre Streifenfahrten auf dem Kanal zwischen Brunsbüttel und Kiel bekommt, sei noch unklar. Vorerst übernehmen die Kollegen aus Brunsbüttel den Streifendienst der Rendsburger Wasserschutzpolizei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2006
Kollision vor Southampton
Southampton, England / UK - Am Abend des 21.12. kollidierte im Solent Channel beim Anlaufen von Southampton die Red Funnel-Fähre "
Red Eagle" mit der Bunkerbarge "
Humber Energy" der Whittaker Tank Ships. Die Solent Coastguard wurde alarmiert, jedoch gab es keine nennenswerten Schäden, und beide Fahrzeuge konnten weiterfahren. Am Abend herrschte dichter Nebel.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2006
Sandschiff vor Holland geborgen
Terneuzen, Zeeland, Niederlande - Der Sandfrachter "
Jolanda", der am Vortag in der Westerschelde gesunken war, wurde am 21.12. gehoben und von der "
Multratug 15", "
Multrasalvor" und der "
Zephyrus" zur Schiffswerft "De Schroef" in der nähe der Stadt Terneuzen geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2006
Französische Fähre folgte vertriebenen Tonnen - gestrandet
Fromentine, Département Vendée, Region Pays de la Loire, Frankreich - Eine französische Fähre mit 196 Passagieren und Besatzungsmitgliedern lief am Abend des 20.12. gegen 21 Uhr vor der französischen Westküste auf Grund. Sie war unterwegs von der Atlantikinsel "Ile d'Yeu" nach Fromentine, Vendee, als sie versehentlich Tonnen folgte, die von Stürmen versetzt worden waren. Mit dem 2-Uhr-Hochwasser wollte sie versuchen, freizukommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2006
Holzfrachter vor New George Island geborgen
New Georgia Insel / Salomonen - SvitzerWijsmuller Salvage hat einen
6900-tdw-Holzfrachter von einem Riff vor der New George Insel, einem Teil der Solomon Inseln, geborgen. Das 1984 erbaute, 110 Meter lange Schiff war am
8.12. zunächst mit dem Bug festgekommen, kam dann aber mit dem Heck wieder fest. Bergungscrew sowie ein
Schlepper von Pacific Towage trafen am 11.12. vor Ort ein. Das Schiff wurde am 12.12. abgebracht und mit Tauchern der Bodenschaden untersucht. Dann wurde das Ruder verstärkt, um eine Verschleppung zu ermöglichen. Dann wurde der Frachter durch die engen Kanäle des Riffs von der "
McLarty" zu einem sicheren Ankerplatz verholt, wo er am 17.12. eintraf. Die Bergungscrew wurde dann von Bord genommen und wird am 23.12. in Port erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2006
Info: Die Salomonen sind eine Inselgruppe im Pazifik, östlich von Neuguinea.
Barge verlor Ladung
Macaé, Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien - Am 18.12. gelang es SvitzerWijsmuller Salvage, eine vorsätzlich am 17.12. auf Grund gesetzte
Barge vor Macae, Brasilien, zu bergen. Die 48 Meter lange Barge hatte bis dahin 90% der aus 115 jeweils 9 Tonnen schweren, 24 Meter langen Stahlrohre verloren und war zur Verhütung weiteren Unheils auf Grund gesetzt worden. Tags darauf konnte die 2002 erbaute Barge bereits wieder flottgemacht werden. Operationen zur Lokalisierung und eventuellen Bergung der verlorenen Ladung sind in Planung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2006
Malaysia - 2 Bargen havariert
Bintulu, Sarawak / Malaysia, 19.12.2006 - Eine mit Holz beladene Barge sank nahe der Mündung des Sungai Batang Kemena in Bintulu gänzlich, eine andere zum Teil, nachdem sie von heftigen Wellen getroffen worden waren. Niemand war an Bord der Bargen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.12.2006
Öl aus gestrandetem Frachter vor Island ausgelaufen
Island, 21.12.2006 - Wahrscheinlich sind rund
70 Tonnen Öl aus dem bei Hvalnes auf Island gestrandeten zypriotischen Frachter "
Wilson Muuga", 3600 tdw, ausgelaufen. Es wird angenommen, dass sich weitere 50 Tonnen noch in den Backbord-Seitentanks befinden. Außerdem sind schätzungsweise
13 Tonnen Benzin in die See gelaufen. Das 102 Meter lange Schiff hat sich seit seiner Strandung auf felsigem Grund nicht mehr viel bewegt. Es wurden einige Trossen zur Stabilisierung des in Strandnähe in sehr flachem Wasser liegenden Havaristen ausgebracht. Die starken Strömungen in dem Gebiet sowie die Tiden haben die ausgetretenen Schadstoffe offenbar auf die hohe See hinausgetrieben. Ob das restliche Öl unter den gegebenen Umständen abgepumpt werden soll, ist noch nicht entschieden.
Das Schiff war am 19.12. um 5 Uhr morgens drei Meilen von Sandgerði auf Grund gelaufen. Der Kapitän funkte Notrufe, ein Mann der Besatzung des dänischen Kriegsschiffes "
Triton" kam, wie berichtet, ums Leben, als ein mit acht Mann besetztes Boot in der See kenterte. Das Landsbjörg Rescue Team kam neben Hubschraubern auch zur Strandungsstelle. Die russische Crew blieb bis zum Nachmittag an Bord. Doch nachdem Wasser in die Laderäume einbrach und auch die Maschinen ausfielen, wurde sie mit Helikoptern nach Reykjavik gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2006
Acht Tote bei Trawleruntergang befürchtet
Argentinien / Korea - Der koreanische Trawler "
In Sung No. 207" (925-ton) aus Pusan sendete am 20.12. um 14.30 vor Argentinien SOS-Rufe. Sechs Schiffe nahmen Kurs auf den Trawler. Drei Koreaner und ein Chinese starben, als das Schiff sank, zwei weitere Koreaner werden noch vermisst. 28 Mann der Crew, die aus 10 Koreanern, 13 Chinesen und 11 Vietnamesen bestand, wurden gerettet. Die Suche nach den Vermissten dauert an.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2006
Sandfrachter sank vor Holland
Terneuzen, Hooge Platen (Westerschelde) / Niederlande, 20.12.2006 - In der Westerschelde bei der Hooge Plate kollidierten die Sandfrachter "
Jolanda" und die auslaufende "
Vlieree". Obwohl die Schlepper "
Multratug 15" und "
Coby M" rasch vor Ort waren, konnten sie nur noch verhindern, dass die "Jolanda" in tiefem Wasser sank. Sie ging nahe des Naturschutzgebietes Hooge Plate unter und ragt mit Aufbauten und Masten aus dem Wasser. Mehrere Bergungsschiffe, darunter die "
Frans Naerebout", sind vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2006
Zu schnell auf der Elbe: Wellen zerstörten Wellenbrecher
Hamburg / DE - Das malaysische MISC-Containerschiff "
Bunga Seroja Satu" hat in der Nacht zum 19.12. den Wellenbrecher am Lühe-Anleger zerstört und einen angrenzenden Platz verwüstet. Das Schiff war, wie inzwischen ermittelt wurde, deutlich zu schnell unterwegs. Es lief den Containerterminal in Hamburg-Altenwerder an. Punkt 2.30 Uhr schlug der 25 Meter entfernte Pegel am Lühe-Sperrwerk um rund zwei Meter aus, die von dem 7943-TEU-Frachter erzeugte Welle schlug bis an den Deichfuß. Anhand der
Radarbilder und der
Auswertung der Pegelsstände konnte der Frachter ermittelt worden. Der Schaden liegt bei 40 000 Euro. Die Wasserschutzpolizei hat vom Kapitän eine Sicherheitsleistung in Höhe von 150 Euro eingezogen. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Schiff "deutlich schneller als die dort empfohlenen zwölf Knoten fuhr". Wie schnell, das müssten weitere Auswertungen zeigen. Den beratenden Lotsen würde nur eine Mitverantwortung treffen, falls er den Kapitän falsch, unter anderem bei der Geschwindigkeit, beraten hat.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2006
Kutter zum dritten Mal in zwei Jahren gestrandet
Juneau, Alaska / USA - Am frühen Morgen des 18.12. riss sich der 33 Fuß lange Fiberglas-Kutter "
Rosa Lee" von seinem Liegeplatz im Gastineau Channel in Juneau, Alaska, los und driftete in die Mendenhall Wetlands, wo es strandete. Dies war binnen 2 Jahren das dritte Mal, dass dies dem Schiff passierte. Immerhin wurden bei der ersten Strandung Öl und
umweltgefährdende Stoffe von Bord geholt. Nach der neuerlichen Strandung wurden Anker zur Sicherung ausgebracht, der Eigner versicherte, das Schiff freischleppen zu wollen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2006
Keine Umweltgefahr durch Wracks vor Angola
Luanda / Angola, 14.12.2006 - Der angolanische Transportminister sagte, von zwei Wracks vor Luanda gehe wenig Umweltgefahr aus. Eines von ihnen ist der Schwerguttransporter "
Mighty Servant 3", der nach dem Abladen einer Bohrinsel nicht wieder ausgepumpt werden konnte und binnen 30 Minuten unterging. Die Spitze des Schwergutbaums ragt noch rund 4 Meter aus dem Wasser, das hier 60 Meter tief ist. Smit Salvage wurde mit dem Abpumpen des Öls beauftragt. Ob das Schiff selbst geborgen werden soll, ist noch nicht entschieden. Das zweite Schiff ist das ehemalige Passaigerschiff "
Green coast", das innerhalb des Hafens von Luanda sank. Eine Entscheidung über eine Bergung ist auch hier noch nicht gefallen. Das Schiff liegt halbgesunken auf der Seite.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2006
Fähre läuft im Hafen von Dénia auf Grund
Dénia, Valencia / Spanien - Es war der sechste Fährunfall innerhalb von sieben Jahren im Hafen von Dénia. Am 15.12. lief die Fähre "
Carmen del Mar", 4274 BRZ, der Reederei Iscomar bei einem schwierigen Anlegemanöver auf Grund. Die 80 Passagiere konnten das Schiff gegen 8.30 Uhr, eine Stunde nach der Ankunft im Hafen, verlassen. Die Fährgesellschaft Iscomar machte neben den schlechten Wetterverhältnissen auch den Zustand des Hafens für den Unfall verantwortlich.
Wegen starken Nordostwindes konnte das Schiff schon am Ausgangshafen Sant Antoni de Portmany auf Ibiza erst mit einstündiger Verspätung ablegen. Nach der Überfahrt auf rauher See erreichte die Fähre im Morgengrauen gegen 7.30 Uhr Dénia. Weil die heftigen Windböen aus einer ungünstigen Richtung kamen, musste der Kapitän seinen ursprünglichen Plan, am Kai "Moll de la Pansa" an der Nordmole anzulegen, ändern. Er entschied sich, zu der kleinen, windgeschützteren Anlegestelle "Moll del Martell" zu steuern, die weiter südlich neben zwei Werften liegt. Dort erwartete ihn Millimeterarbeit, weil ein Schiff des Konkurrenzunternehmens Baleària, das wegen der schlechten Wetterbedingungen seit zwei Tagen nicht mehr in See gestochen war, bereits den kleinen Anlegeplatz besetzte. Für die "Carmen del Mar" blieben daher nur rund 100 Meter Raum. Obwohl ein Schlepper bei dem Anlegemanöver half, stieß eine der Schrauben der "Carmen del Mar" auf Grund. Das Schiff lief auf angehäuftenSchlamm auf.
Wie Untersuchungen durch Taucher ergaben, wurde der Rumpf dabei nicht beschädigt. Auch die Passagiere waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Erst als gegen 10.30 Uhr das Baleària-Schiff seinen Platz verließ, konnte die "Carmen del Mar" an der Rampe anlegen und komplett gelöscht werden.
Erst vor zwei Wochen war die valencianische Landesregierung von einem Gericht wegen des Unfalls der "
Tagomago" im Jahr 1999 zur Zahlung von 676.000 Euro verurteilt worden. Das Schiff war damals mit 100 Passagieren an Bord gegen die Mole gefahren und hatte einen Monat lang die Hafeneinfahrt blockiert. Die Richter gaben der Landesregierung die Schuld, weil Dénias Hafen nicht korrekt ausgeschildert war.
Zuletzt war im Juli dieses Jahres eine Fähre auf einen unter Wasser liegenden Felsen aufgefahren, der die Einfahrt des Hafens behinderte. Das Schiff der Acciona-Trasmediterránea erlitt dabei schweren Schaden und musste in einer Werft in Cartagena repariert werden. Ein Umbau des Hafens von Dénia ist seit langem im Gespräch. Die Pläne der Landesregierung, einen zweiten Hafen auf der anderen Seite der Nordmole zum Meer hin zu bauen, dürften jedoch frühestens in fünf Jahren umgesetzt werden. Danach müssen Schiffe nicht mehr in den heutigen Hafen fahren. Schon im Frühjahr 2008 soll dagegen ein neuer Passagierterminal eröffnet werden
Die 101.61 m lange und 18,8 m breite M/F "
Carmen del Mar" (4.274 GT) ex
Floria (1970-1975), "
Villa de Agaete" (1975-2002) wurde 1970 bei der Wartsila Marine Industries, Finnland gebaut. Die "Carmen del Mar" hat einen Tiefgang von 4,91 Meter und ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt 17.5 kn. Die Fähre kann bis zu 1042 Passagiere und 220 Autos aufnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.12.2006
Weltkriegs-Torpedo in der Elbmündung gefunden
Hamburg / DE, 20.12.2006 - Ein Torpedo aus dem Ersten Weltkrieg ist am Dienstagnachmittag in der Elbmündung entdeckt worden. Das Geschoss hatte sich in einem Fischernetz an der Fahrwassertonne fünf nahe der Insel Scharhörn verfangen, wie die Hamburger Wasserschutzpolizei am Mittwoch ( 20.12.) mitteilte. Der Torpedo besitze keinen Zünder mehr und könne wegen der starken Strömung in der Elbmündung voraussichtlich erst im kommenden Jahr geborgen werden. Die Schifffahrt werde durch eine zusätzliche Tonne auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Ob die stark befahrene Schifffahrtsroute für die Bergung zeitweilig gesperrt werden muss, stehe noch nicht fest.
Quelle: dpa vom 20.12.2006
Tankschiff rammt Eisenbahnbrücke
Rheine, Nordrhein-Westfalen / DE - Am 19.12. befuhr das mit Ballastwasser beladenes Tankmotorschiff "Crooswijk" bei klarer Sicht den Dortmund-Ems-Kanal bei -km 102,73, Ortslage Rheine, zu Berg. Vor Erreichen der Altenrheiner Eisenbahnbrücke senkte der im Ruderhaus allein anwesende Schiffsführer das Ruderhaus ab. Das Absenken wurde aufgrund eines Bedienungsfehlers nicht beendet. Das Steuerhaus stieß mit der oberen Kante gegen die Brücke, wurde komplett abgerissen und stürzte auf das Roofdach. Der Schiffsführer blieb unverletzt.
Durch die Wasserschutzpolizei Bergeshövede wurde die Unfallaufnahme durchgeführt. Die Polizei schätzt den Sachschaden des Tankmotorschiffes auf 100 000 Euro. Die Eisenbahnbrücke wurde ebenfalls von Experten untersucht. Hier sind nur ein paar Kratzer zu beseitigen: Schaden: 500 Euro.
Die in Rotterdam beheimatete "Crooswijk" ist ein nagelneues Kanalschiff. Auf seiner ersten Fahrt brachte das 86 Meter lange Tankschiff Öl von Rotterdam nach Lingen.
Quelle: WSP NRW vom 20.12.2006
Kutter zweimal vor Büsum geborgen
Büsum, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 19. Dezember 2006 - Gleich zwei Mal musste vor Büsum ein holländischer Kutter geborgen werden. Die 16 Meter lange holländische "
Marlouger" aus Lauwersoog meldete um 8.13 Uhr über Funk einen Defekt in der Ruderhydraulik. Das Ruder ließ sich nicht in Null-Stellung bewegen, so dass es nicht in der Lage war, einen geraden Voraus-Kurs zu steuern. Der Kapitän des Kutters bat darum, eingeschleppt zu werden. Der Büsumer Rettungskreuzer "
Hans Hackmack" lief um 8.15 Uhr aus und erreichte die "Marlouger" rund 40 Minuten später auf ihrer Position bei der Ansteuerungstonne Büsum. Die Rettungsmänner stellten eine Leinenverbindung her und schleppten den Kutter in den Hafen von Büsum, wo sofort die Reparatur des Schadens in Angriff genommen wurde.
Als die "
Marlouger" am Nachmittag erneut zur Fangreise ausgelaufen war, trat erneut ein Ruderschaden auf. Dieser wurde bei der Tonne 18 im Seegebiet Süderpiep bemerkt und die "Hans Hackmack" um 16.20 Uhr zum zweiten Mal an diesem Tag über Funk um technische Hilfe gebeten. Der Seenotkreuzer nahm den Kutter wiederum auf den Haken und bugsierte ihn zurück nach Büsum.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2006
Ein Toter bei Rettungsaktion vor Island
Sandgerði / Island - Ein dänischer
Seemann ist am 19.12. vor Island bei einer Rettungsaktion für den auf dem Weg von Grundartangi nach Murmansk gestrandeten zypriotischen Frachter "
Wilson Muugo" ums Leben gekommen. Der Däne war zusammen mit sieben weiteren Besatzungsmitgliedern des Inspektionsschiffes "
Triton" in einem Gummiboot unterwegs zu dem gestrandeten Schiff, als das Boot bei Sturm und hohem Wellengang kenterte. Er wurde später tot geborgen, während alle anderen schnell von Hubschraubern in Sicherheit gebracht werden konnten. Die 12-köpfige russische Besatzung des zypriotischen Frachters blieb zunächst auf ihrem auf ebenem Kiel liegenden Schiff südlich von Sandgerdi an der Westküste der Reykjanes-Halbinsel an Bord. Erst mehrere Stunden später wurde die Besatzung von Hubschraubern des isländischen Rettungsdienstes aufs Festland gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2006
Containerfrachter lag vor Madagaskar
Madagaskar - Vor Madagaskar lief am 19.12. der Containerfrachter "
MOL Sassandra", 25497 BRZ auf Grund. Am Nachmittag kam er aus eigener Kraft wieder frei. Die ehemalige "
Sao Paulo Challenger" (IMO 9178525) ist 193,9 Meter lang, 332,2 Meter breit und hat 16,4 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2006
Hafendiesel in St. Nazaire versenkt
Saint-Nazaire / Frankreich - Großer Platsch im Hafen von St. Nazaire - beim Verladen eines großen
Diesels auf den in Kingstown beheimateten Frachter "
Lilleborg" (IMO 752 8130) löste sich dieser am 19.12. vom Haken und stürzte in das "Bassin de Penhoët". Dort liegt er seither auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2006
Schwere Explosion auf Tanker
Aserbaidschan - Zwei Tote und sechs Verletzte forderte eine Explosion auf dem azerbaidschanischen Tanker "
Shamkhor", 12334 tdw. Das Schiff lag an der Paris Commune Repair, als es am 18.12. um 16.30 Uhr Ortszeit zu dem Unglück auf dem 1975 erbauten Schiff der Caspian Shipping Company kam. Fünf Mann kamen ins Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.12.2006
Tragischer Todesfall im Büsumer Hafen
Büsum, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE, 18.12.2006 - Ein 60 Jahre alter Fischer ist in der Nacht zum Montag in Büsum bei Glatteis ins Hafenbecken gestürzt und dabei ums Leben gekommen. Es geschah kurz nach 1 Uhr in der Nacht. Gemeinsam mit seinem Neffen, dem Skipper Joachim P. (48) und seinem Kollegen Gustav G. (59) kehrte Max P. vom Restaurantbesuch zu seinem Fischkutter, der "Seerose" aus Greetsiel, zurück, die im Büsumer Hafen ankerte. Das Schiff lag im Hafenbecken II in zweiter Reihe vor Anker. Die Männer kletterten zunächst über das vordere Schiff hinweg, wollten dann auf ihren Kutter steigen. Plötzlich rutschte Max P. aus, fiel in das eiskalte Wasser (sieben Grad). Obwohl er ein erfahrener Fischer war, konnte der 60-Jährige nicht schwimmen, sein Neffe ebenfalls nicht. Verzweifelt versuchte der Neffe, seinen Onkel wieder ins Schiff zu ziehen. Der Kollege Gustav G. sprang hinterher und versuchte vergeblich seinen Freund zu helfen.
Nach dem Eingang der Meldung bei der Einsatzleitstelle der Polizeidirektion Itzehoe in Heide wurden von dort nach Aufnahme des Sachverhaltes nacheinander die Rettungsleitstelle in Elmshorn, die Wasserschutzpolizei Husum, der Seenotrettungskreuzer "Hans Hackmack", der Hafenmeister sowie die Schleuse in Büsum informiert.
Von der Rettungsleistelle Elmshorn wurden die Freiwillige Feuerwehr Büsum, Rettungs- und Notarztwagen alarmiert.
Zwei Feuerwehrleute waren vor dem Beiboot des Seenotkreuzers "Hans Hackmack" und Rettungskräften bereits an der Unfallstelle. Gemeinsam mit den Freunden des 60jährigen Opfers hatten diese den leblosen Körper des Mannes auf die Kaimauer gezogen. Reanimationsversuche scheiterten.
Der 59-jährige Kollege und Freund wurde stark unterkühlt und völlig entkräftet in ein Krankenhaus gebracht.
Quelle: Dithmarscher Landeszeitung und POL-IZ vom 19.12.2006
Deutsches U-Bootwrack wird begraben
Ålesund / Norway, Kystverket 18.12.2006 - Das Wrack des deutschen U-Bootes "
U 864" bereitet den norwegischen Behörden wegen möglicher Umweltprobleme Sorgen. Das Boot sank in dem einzig bekannten Duell zweier getauchter U-Boote und liegt seither in 152 Metern Tiefe in zwei Teile zerbrochen vor der norwegischen Küste. Es hat 65 Tonnen Quecksilber geladen, die in 1857 allmählich durchrostenden Kanistern gelagert sind. Die norwegische Regierung gab nun bekannt, das Wrack in einen 12 Meter dicken Sarkophag einschließen zu wollen. Die Gefährdung durch das Quecksilber sei einzigartig. Es war 1944 auf der zweiten Frachtfahrt des Bootes in Kiel geladen worden und sollte nach Japan gehen. Auf der Jungfernfahrt waren am 5.12.1944 Teile von Düsen von Messerschmitt-Flugzeugen für japanische Bomber an Bord. Die deutsche Kriegsführung nahm an, dass bei einer Rückgewinnung japanischer Lufthoheit im Pazifik die USA ihre europäischen Kräfte dorthin verlagern müssten. Britische Codeknacker in Bletchley Park erfuhren rechtzeitig von der Operation Caesar, und die Alliierten entsandten HMS "
Venturer", ein
U-Boot der V-Klasse unter Kommando von Leutnant Jimmy S. Launders, von den Shetland Islands, um die "U 864" bei Bergen abzufangen. Es gelang der "U 864" aber zunächst, der "Venturer", die kein Sonar benutzen durfte, zu entwischen, hatte dann aber schweren Maschinenschaden. Kurz nach 9 Uhr des
9.2.1945 wurde das Geräusch der Maschinen auf der "Venturer" wahrgenommen. Dann wurde das deutsche Boot durchs Periskop entdeckt. Drei Stunden lang folgte die "Venturer" dem 87 Meter langen Boot auf seinen Zickzackkursen. Dann beschloss Launders, alle vier Torpedos auf die "U 864" abzufeuern. In 17-Sekunden-Intervallen verließen die Aale die Rohre. Jeder benötigte 2 Minuten, das Ziel zu erreichen. Die ersten drei verfehlten das Ziel, doch der vierte riss "U 864" um 12.14 Uhr in zwei Teile und sank 2 Kilometer vor Fedje. Zeugen sagten, es hörte sich wie das Zerquetschen einer Streichholzschachtel an.
Im Jahr
2003 entdeckte die norwegische Marine das Wrack. Die beiden Hälften lagen in Tang eingebettet 40 Meter auseinander, das Ruder noch in Alarmtauchposition. Die Marine war alarmiert durch hohe Quecksilberkonzentrationen, die in der Umgebung gemessen wurden und auch in Fischen in dem Seegebiet nachgewiesen wurden. Als die Frachtpapiere untersucht wurden, stellte sich die Brisanz der Ladung heraus. Die norwegische Küstenverwaltung überwacht rund
2500 Wracks, davon
400 aus dem 2. Weltkrieg. Dieses ist jedoch von allen das Gefährlichste. Fischfang und Schiffsverkehr in der unmittelbaren Nähe der Untergangsstelle sind inzwischen verboten. Der Versuch, mit ROVs in die halb vergrabenen Wrackteile einzudringen, scheiterte, weil diese in Bewegung gerieten. Nahe des Kiels wurde ein loser Quecksilberkanister ausgegraben. Die ehemals 5 Millimeter starken Wände haben inzwischen nur noch eine Stärke von zum Teil weniger als einem Millimeter. Die Bewohner von Fedje würden das Wrack am liebsten ganz weghaben. Eine komplette Räumung erscheint aber zu gefährlich. An Bord sind immer noch Waffen und Torpedos, und die Kanister könnten unkontrolliert auseinanderbrechen.
Die einzige Option ist der
Sarkophag. Rund 100000 Kubikmeter Sand und Geröll sollen zu einem 12 Meter
hohen Berg über dem Wrack aufgehäuft werden. Die Kosten werden auf
8 Millionen britische Pfund geschätzt. Der Hügel wäre dann auch das Grabmal von Kommandant Wolfram und seiner 72-köpfigen Crew.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.12.2006
Info: Kystverket = Norwegische Küstenschutzorganisation
Dhau ausgebrannt und gesunken
Mombasa / Kenia - Die Dhau "
Basra II", 160 BRZ, wurde am 17.12. im Alten Hafen von Mombasa durch ein Feuer, das gegen 05.30 Uhr ausbrach, zerstört. Sie sollte wenig später nach Kismayo in Somalia auslaufen. Sie hatte Matratzen, Tee und Kaffee geladen. Die 9-köpfige Crew sprang ins Wasser und rettete sich unversehrt an Land. Ein
Kutter schleppte das brennende Fahrzeug aus der Nähe der gefährdeten "
Ronja-Zanzibar" und "
Clanita". Der Mehrzweckschlepper "
Kiboko" der Kenya Ports Authority (KPA) hatte gegen 7 Uhr den Havaristen erreicht, konnte aber nichts mehr ausrichten. Der Schlepper "
Fagio" beseitigte später Wasserverschmutzungen. Die "Basra II" sank kurz nach Löschen der Flammen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.12.2006
Seenotretter bergen Segler von sinkender Segelyacht
Bremen / DE, 18.12.2006 - Die Besatzung des Seenotkreuzers "Vormann Leiss" / Station Nordstrand (Schleswig-Holstein) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat heute Morgen um 8.30 Uhr einen 71jährigen Segler von seiner sinkenden Segelyacht gerettet. Der Segler hatte um 7.20 Uhr gemeldet, dass die Maschine seines acht Meter langen Segelbootes ausgefallen sei, kein Wind herrsche und er im Wasser treibe. Kurz darauf schlug die Yacht leck. Auf dem Weg zum Havaristen hielten die Seenotretter Funkkontakt zum Skipper und informierten die Schifffahrt im Revier. Bei Eintreffen am Unglücksort etwa vier Meilen (ca. sieben Kilometer) nördlich von St. Peter Ording war nur noch das Abbergen des Skippers möglich. Die Yacht musste aufgegeben werden.
Die Wassertemperatur betrug zum Zeitpunkt des Unglücks etwa sechs Grad, die Lufttemperatur lag kurz über dem Gefrierpunkt.
Quelle: Presse DGzRS vom 18.12.2006
Binnenschiff schlug bei Travekollision leck
Schiffskollision im Nebel
Lübeck, Schleswig-Holstein / DE - Am 18.12. gegen 10 Uhr kam es auf der Trave zu einer Kollision zwischen dem deutschen Binnenschiff "
Castor" und dem britischen RoRo-Schiff "
Thebeland", 20871 BRZ. In Höhe Stromkilometer 13 bei Dänischburg / Pfahl 28, querte das 67 Meter lange Hamburger Binnenmotorschiff auf der Reise von Geesthacht nach Lübeck die Trave. Es war plötzlich in Nebel geraten und versuchte ohne Radarhilfe an den Rand des Travefahrwassers zu kommen. Aus dem Nebel tauchte jedoch unvermittelt die "Thebeland" auf, die mit
Containern auf der Reise von Finnland nach Lübeck war. Trotz eines noch eingeleiteten Ausweichmanövers konnte der Binnenschiffer die Kollision nur noch abschwächen, aber nicht mehr vermeiden. Sein Schiff wurde durch den Wulstbug der Fähre an der Backbordseite achtern gerammt und beschädigt. Durch einen etwa 50 Zentimeter großen Riss in der Bordwand unterhalb der Wasserlinie kam es zu einem Wassereinbruch. Die "Castor" konnte ihren anvisierten Liegeplatz am Henningskai jedoch noch anlaufen. Der Doppelboden
war vollgelaufen, weiteres Wasser drang aber nicht ein. Am Wulstbug des britischen Schiffes entstand kein nennenswerter Sachschaden. Die Schadenshöhe konnte noch nicht benannt werden. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauerten an.
Die "Thebeland" war 1978 bei Mitsui Engineering & Shipbuilding Co. Ltd., Chiba, erbaut worden. Sie ist 190,34 Meter lang, 25,94 Meter breit und hat 8,25 Meter Tiefgang. Sie verdrängt 16600 Tonnen und wird von 2 B&W Mitsubishi Dieseln mit 15815 kW angetrieben. Das Schiff wurde im Oktober 1978 an die Broströms Rederi Ab, Göteborg abgeliefert und lief bis November 2000 unter schwedischer Flagge. Dann ging sie an die Thebeland Ltd, (OSM Sea Partner Ab) London, England und wurde von der im Februar 2006 an Transfennica verchartert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2006
Drei Mann nach Kutteruntergang vermisst
Gold Beach, Oregon / USA, 18.12.06 - Am 16.12. kenterte und sank gegen 15.40 Uhr in der Mündung des Rogue River der 43 Fuß lange Kutter "Ash" aus Port Orford. Augenzeugen beobachteten, wie das auslaufende Schiff eine Sandbank queren wollte, als es umschlug. Die Küstenwache nahm die Suche nach der 4-köpfigen Crew auf. Ein 47-Fuß-Boot der Station Chetco River, ein HH-65 Helikopter der Air Station North Bend und ein weiterer der Air Station Humboldt Bay stiegen auf und entdeckten nahe der Unglücksstelle eine Rettungsinsel. Es befand sich aber niemand darin. Später fanden sich auch 2 unbenutzte Überlebensanzüge und Trümmerteile. Am 17.12. um 16.55 Uhr wurde die Suche nach den Vermissten eingestellt. Wie sich später herausstellte, werden 3 Mann vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2006
Vermisste "Hohe Weg"- Seeleute werden noch im Wrack vermutet
Norddeutschland, 16.12.2006 - "Der Kapitän ist mit Sicherheit noch in der Kabine", sagt Daniel Makurat, Berufstaucher an Bord des Hamburger Wracksuchschiffes "
Atair" des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Die "Atair" hatte die Aufgabe, das Wrack des gesunkenen Fischkutters zu orten.
Am 8. November ahnten die 16 Besatzungsmitglieder der "Atair" noch nicht, was sie in den kommenden Tagen erwarten würde. Sie lagen im Hafen von Helgoland, als der neben ihnen liegende Seenotrettungskreuzer plötzlich einen Notruf erhielt und auslief. Die "Atair" erhielt ihren Einsatzbefehl zwei Tage nach dem Unglück. Das Schiff macht sich auf die Suche nach dem Fischkutter. Mit einem speziellen Sonar tastete die "Atair" den Nordseeboden rund um die letzte Position der "
Hohe Weg" ab. Fünf Tage nach dem Untergang fanden die Männer das Wrack des Kutters rund 16 Seemeilen südlich von Helgoland. "Wir waren uns sofort sicher, dass das die 'Hohe Weg' war, die wir auf dem Sonar hatten", sagt der Kapitän. Äußerlich wies der Fischkutter, soweit dies die Interpretation der Sonarbilder zuließ, keine Schäden auf. Die Experten beim BSH rätseln noch immer, warum die "Hohe Weg" unterging.
Kai Twest (44), Leiter des Bereichs Schiffe und Geräte : "Es war stürmisch, aber ich glaube nicht an die Theorie von einer Monsterwelle. Vielleicht war das Schiff überladen, vielleicht war auch ein Luk offen und der Kutter lief voll Wasser. Vielleicht war es auch alles drei." Obwohl die "Atair" das Wrack geortet hatte, war wegen der hohen Wellen an Tauchgänge nicht zu denken. Mehrere Versuche, die Leichen zu finden, scheiterten.
Bis zum heutigen Tage gelangten die Taucher nicht in das Wrack hinein. Es ist zu gefährlich, da sie sich in den teilweise abgerissenen Netzen verfangen könnten. Vorerst ist die "Hohe Weg" mit einer Tonne gesichert, damit keine anderen Schiffe das Wrack rammen. "Wir sagen nie genau, wo es liegt, es gibt ja immer noch Taucher, die glauben, sie müssten sich das einmal ansehen", heißt es auf der "Atair".
Für die Berufstaucher auf der "Atair" sind die Tauchgänge zu Wracks kein Abenteuer. Mindestens
1700 "
Unterwasserhindernisse" gibt es in Nord- und Ostsee. Die Flotte des Bundesamtes für Seeschifffahrt- und Hydrographie (BSH) hat allein in diesem Jahr allein in der Nordsee auf 33 bis dahin unbekannte Unterwasserhindernisse aufgespürt - davon 26 durch die "Atair". Viele sind verrottet, haben scharfe Kanten und sind dadurch lebensgefährlich für die unter Wasser fast blinden Taucher. Taucher Makurat: "Es ist stockdunkel da unten. Man tastet als Taucher nur. Alles was man fühlt, könnte auch ein Mensch sein." Und er erzählt von einer Erfahrung, die er machte, als er vor ein paar Jahren das Wrack einer Motoryacht untersuchen musste: "Auf einmal waren da ein paar Sohlen an der Scheibe der Kabine - und ich merkte, dass da noch ein Mensch drin steckt." Dieses Bild hat er, der seit über zehn Jahren taucht, noch heute vor Augen. Die Leiche des Bootseigners musste er an die Wasseroberfläche bringen. "Ich dachte daran, dass es auch einem selbst schnell passieren kann."
Was ist mit dem
Kapitän der "Hohe Weg" und seinem
Fischerei-Lehrling? Werden ihre Leichen geborgen werden können? Auf der "Atair" geht man davon aus, dass das Wrack gehoben wird. Es stelle ein Unfallrisiko und eine Umweltbelastung dar. Über einen möglichen Zeitplan will das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie jedoch noch keine Angaben machen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2006
Schiffbrüchige vom Kiel ihres Kutters gerettet
Inverness, Schottland / UK - Am 15.12. wurden 2 Fischer gerettet, nachdem ihr
Boot vor Alturlie Point nahe Inverness zu sinken begonnen hatte. Die beiden Männer hatten ihre Netze rund 400 Yards vom Strand entfernt ausgebracht, als ihr Schiff kenterte. Ein Augenzeuge sorgte dafür, dass die Aberdeen Coastguard alarmiert wurde. Das RNLI-Boot aus Kessock lief aus, ein RAF-Helikopter aus Lossiemouth stieg auf. Das Boot barg wenig später die Schiffbrüchigen von ihrem kieloben treibenden Boot. Sie wurden mit Unterkühlungen ins Raigmore Hospital gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2006
Vergebliche Suchaktion nach vermisster Katamaran-Crew
Lincoln City, Lincoln, Oregon / USA - Die US-Coast Guard leitete am 15.12. eine Suchaktion nach
drei Mann eines
Katamarans ein, der von San Francisco kommend vor Lincoln City verunglückt war. Der letzte Kontakt war dort am 8.12. Am 15.12. um 10 Uhr wurde das entmastete und gekenterte Wrack nahe Lincoln City entdeckt. Der Eigner des Bootes, der in Washington ausfindig gemacht wurde, gab an, eine Runnercrew zur Überführung des Schiffes von Südafrika nach Seattle geheuert zu haben. Am 15.12. hatte er das Boot in Port Townsend erwartet. Drei HH-65 Helikopter wurden von North Bend und 2 aus Astroria und Humboldt Bay zur Absuche der Küste und dem Abfliegen von Suchpatterns auf dem Meer entsandt. Ein C-130-Suchflugzeug aus Sacramento nahm ebenso daran teil wie Sucheinheiten an der Küste. Es gelang, an Bord des Wracks zu gelangen und dort das Logbuch aufzufinden. Der letzte Eintrag stammte vom 11.12. um 03.00 Uhr. Da stand das Boot 10 Meilen vor Cape Blanco. Ihm war zu entnehmen, dass die Crew die Segel geborgen und 2 Anker ausgebracht hatte. Außerdem wurde entdeckt, dass sich am Propeller des Schiffes ein Tampen vertörnt hatte. Das EPIRP war im Schiffsinnern befestigt und nicht in der Lage, im Notfall aufzuschwimmen. Am 16.12. wurde kurz nach 13 Uhr eine Leiche am Strand von Oregon 4 Meilen nördlich der Coast Guard Station Siuslaw River in Florence entdeckt. Am selben Tag wurde die Suchaktion um 15.47 Uhr eingestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2006
Gesamte Ladung der "Cougar Ace" wird geschrottet
Irvine, California / USA, 15.12.2006 - Mazda Motor Corporation teilte mit, dass alle der für die USA und Kanada bestimmten Mazdas, die sich an Bord des vor den Aleuten havarierten Autofrachters "
Cougar Ace" befunden hatten, verschrottet werden müssen. Die "Cougar Ace" hatte im Juli fast einen Monat mit 60 Grad Krängung auf der Seite gelegen, bevor sie aufgerichtet und zum Löschen der Ladung nach Portland, Oregon, gebracht werden konnte. Obwohl einige der Autos kaum sichtbare Schäden davongetragen hatten, wurde das Potential künftig auftretender Probleme als zu hoch eingeschätzt. Darum fiel die Entscheidung, keines von ihnen in den Verkauf kommen zu lasse.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2006
Expertenstreit über Extremwelle als Untergangsursache der "Prestige"
Madrid / Spanien, 15.12.2006 - Als der Tanker "
Prestige" im Herbst
2002 sank, verseuchte ein riesiger Ölteppich die spanische Atlantikküste. Jetzt verdichten sich Hinweise, dass Extremwellen den Untergang verursacht haben. Die spanische Regierung fürchtet nun den Verlust von Schadenersatz in Höhe hunderter Millionen Euro. Bei dem Streit über die Ursache des Unfalls geht es um eine Schadenersatzforderung von einer Milliarde Dollar, und um die Frage, ob das Risiko solcher Wellen dramatisch unterschätzt wird.
Die "
Prestige" befand sich mit knapp 80.000 Tonnen Schweröl an Bord auf dem Weg nach Fernost, als sie am 13. November 2002 vor der Nordwestküste Spaniens in einen Sturm geriet und leckschlug. Um die eigenen Küsten vor einer Ölpest zu bewahren, verweigerten die spanischen Behörden dem Schiff die Erlaubnis, einen Hafen des Landes anzulaufen. Stattdessen wurde die "Prestige" auf verschiedenen Kursen auf hoher See verschleppt, bis sie am 19. November auseinanderbrach und sank. Das an Bord befindliche Schweröl lief aus und trieb auf die Küsten. Hunderttausende Seevögel und andere Tiere starben.
Noch heute sickert Öl aus dem Wrack, das in mehr als 3500 Metern Tiefe liegt. Neben der spanischen Regierung und dem Kapitän stehen vor allem die Schiffskontrolleure des American Bureau of Shipping (ABS) in der Kritik. Vor US-Gerichten wird derzeit darüber verhandelt, ob der "Schiffs-TÜV" ABS die "Prestige" fahrlässig für seetauglich erklärt hatte. Spanien hat das ABS inzwischen auf eine Milliarde US-Dollar Schadenersatz verklagt. Ein Schuldspruch hängt vor allem davon ab, ob am Schiff Materialfehler festgestellt worden sind, etwa mangelhafte Schweißnähte. Erkennt das Gericht jedoch die Einwirkung höherer Gewalt, käme ABS womöglich straffrei davon: Würde eine Extremwelle als Untergangsauslöser diagnostiziert, wäre das ABS stark entlastet, schätzen Seerechtler. So kommt es den spanischen Behörden vermutlich gelegen, dass einer ihrer Mitarbeiter nun in einer Studie erklärte, eine Extremwelle sei "wahrscheinlich nicht" für die Havarie der "Prestige" verantwortlich. Antonio Lechuga vom spanischen Entwicklungsministerium in Madrid berechnete, dass zur betreffenden Zeit am Unglücksort keine Extremwelle entstehen konnte. Lechuga bezog sich dabei auf die Daten einer Messboje vor der Küste Portugals, die zur fraglichen Zeit lediglich eine 14-Meter-Welle und ansonsten Seegang von ungefähr neun Meter registriert hatte.
Experten witterten aber ein Gefälligkeitsgutachten. Lechuga ist der Meinung, zur fraglichen Zeit hätten sich in der Region des Unfalls die Wellen zweier unterschiedlicher Wetterlagen gekreuzt - Monsterwellen hätten dabei unmöglich entstehen können, denn sie setzten die Überlagerung gleichartiger Wellenarten voraus. Wolfgang Rosenthal, Wellenforscher am GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht, sagte hingegen, dass sich Lechuga auf überholte Lehrsätze beziehe. Inzwischen sei bekannt, dass gerade Kreuzseen, in denen Wellenfelder aus unterschiedlichen Richtungen aufeinander treffen, Extremwellen hervorbringen können. Fotos der leckgeschlagenen "Prestige" unmittelbar nach dem Unfall offenbarten zudem, dass das Schiff "einen furchtbaren Schlag" erhalten habe. José Carlos Nieto-Borge, Ozeanforscher an der Universität Alcalá in Spanien, bezeichnete die damaligen Bedingungen ebenfgalls als ideal für die Entstehung von Extremwellen. Ein großes Tiefdruckgebiet nahe Island habe eine lange Dünung geschickt, die vor
Nordspanien im rechten Winkel auf kurze steile Wellen getroffen sei. Wahrscheinlich hätten sich dabei Extremwellen aufgebaut. Dabei seien die Messdaten der Wetterboje belanglos, denn sie habe zur fraglichen Zeit weit entfernt von der "Prestige" in weniger schwerer See gelegen. Karten des Französischen Wetterdienstes Meteo France zeigen, dass die "Prestige" am Tag des Unglücks in ein kleines Tiefdruckgebiet mit sehr starkem Wind geraten war. Sie querte dabei den Sektor des stärksten Sturms und der höchsten Wellen.
Ein Urteil über die Ursache der "Prestige"- Havarie wird auf sich warten lassen, denn derzeit ist es völlig ungewiss, welcher Position die US-Gerichte im Rechtsstreit um den Totalverlust folgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2006
Kapitän der "Zim Mexico III" wartet im Gefängnis auf Richterspruch
Mobile, Alabama / USA , 14.12.2006 - Vor knapp 20 Jahren wurde der Kapitän Wolfgang Schröder zum rettenden Engel. Als die britische Fähre "
Herald of Free Enterprise" im britischen Kanal kenterte und 193 Menschen ertranken, war er mit seinem Schiff einer der ersten vor Ort. Es gelang ihm und seiner Crew, etliche Überlebende aus dem Wasser zu ziehen Er erhielt nach seiner Rettungsaktion Dankesschreiben der damaligen britischen Premierministerin sowie einen Orden vom belgischen König.
Jetzt sitzt Schröder als Häftling im Corrections-Center-Gefängnis im US-Staat Alabama. Zehn Jahre Haft drohen dem deutschen Kapitän. 32 Jahre fuhr er bereits zur See, als er am 2. März 2006 mit der "
Zim Mexico III" der Hamburger Rickmers Reederei aus Mobile auslief. Beim Ablegen musste der über 160 Meter lange Frachter drehen. Während dieses Wendemanövers fiel aber das Bugstrahlruder aus. Die Strömung des Flusses und der Wind drückten das Schiff Richtung Dock. Kapitän Schröder und der Lotse versuchten vergeblich, mit dem Ruder und der
Hauptmaschine gegenzusteuern. Das Containerschiff rammte den Kai, ein Containerkran stürzte um und erschlug einen Hafenarbeiter.
Was die Anwälte des 59-jährigen deutschen Kapitäns vor Gericht als tragischen Unfall darstellten, ausgelöst durch den Ausfall der Elektrik des Bugstrahlruders, war für die Geschworenen des US-Gerichts in Mobile, Alabama,
fahrlässige Tötung. Ein kleiner, vor über einhundert Jahren entstandener Gesetzesabschnitt besagt, dass in einem Seerechts-Fall wie diesem nicht grobe, sondern schon einfache Fahrlässigkeit ausreiche, um wegen fahrlässiger Tötung angeklagt und verurteilt zu werden. Schröder war einen Monat nach dem Unfall von der amerikanischen Küstenwache verhaftet und dann in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht worden. Er wurde behandelt wie ein Schwerverbrecher. Die Hamburger Reederei Rickmers stellte eine Kaution. Schröder gab seinen Pass ab und wurde für sechs Monate bis zum Gerichtsverfahren unter Hausarrest gestellt. Dann saß der Kapitän vor den Geschworenen. "Der Staatswanwalt zeigte als allerletztes Beweisstück das Foto des toten Hafenarbeiters, einen vom gerammten Kran zerschmetterten Körper. Und mit diesem Eindruck ging die Jury in die Beratungen", berichtete der amerikanische Anwalt von der Verhandlung. Sieben Stunden saßen die Geschworenen zusammen, dann erging der Schuldspruch: Schuldig wegen fahrlässiger Tötung. Bis zu zehn Jahre Haft kann die Richterin verhängen.
Der Kapitän hofft, dass die Richterin den Schuldspruch aufhebt, sonst will er in die Berufung gehen. Anfang Februar wird das Strafmaß verkündet. Solange bleibt der deutsche Kapitän auf jeden Fall in dem amerikanischen Gefängnis.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2006
2 Kutter in China von unbekannten Schiffen überlaufen
Hangzhou, Zhejiang / China, 12.12.2006 - Zwei
Kutter kenterten vor der ostchinesischen Zhejiang Provinz, nachdem sie von unbekannten Schiffen am 12.12. gerammt worden waren. Insgesamt wurden 14 Seeleute danach vermisst. Eines der Schiffe, die "
Zhedingyu No. 14413" aus Zhoushan City, war nach Kollision mit einem ausländischen
Schiff in den Morgenstunden nahe Shengsi County gesunken. Nur
ein Mann der 7-köpfigen Crew wurde gerettet. Nach den anderen wurde eine Suchaktion eingeleitet. Der Unfallgegner entfernte sich nach der Kollision ohne Hilfeleistung.
Bereits am Vortag war die ebenfalls in Zhoushan City beheimatete "
Zhepuyu No. 72329" um 18.50 Uhr 55 Meilen östlich Shipu in Xiangshan County gesunken. Alle 12 Mann waren in die See gesprungen, nachdem das
Schiff ebenfalls von einem unbekannten anderen gerammt worden war. Vier Seeleute konnten sich an einer Rettungsinsel festhalten und wurden zwei Stunden später von einem passierenden Schiff gerettet. Die anschließende Suchaktion wurde durch dichten Nebel erschwert. Die Überlebenschance der Vermissten galt als gering.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2006
Löschen der Containerladung der "Rokia Delmas" hat begonnen
La Rochelle, Poitou-Charentes / Frankreich, 11.12.2006 - Berger von Les Abeilles International haben damit begonnen, Container von dem gestrandeten Frachter "
Rokia Delmas" zu löschen. Das Unterfangen wird aber durch schlechtes Wetter in die Länge gezogen. Die "Rokia Delmas" war in schwerer See bei der Insel Re vor La Rochelle gestrandet, als es dort einlaufen wollte. Bei der Strandung hatte es eine Schräglage von 20 Grad eingenommen. Nach dem Leichtern der 560 Schweröl und einigen Leichtöls ist der nächste Arbeitsschritt das Löschen der 378 Deckscontainer. Bevor sie nicht entfernt sind, kann nicht an einen Bergungsversuch für das ganze Schiff, das auf neun Metern Wassertiefe festliegt, gedacht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2006
Hafeneinfahrt von Krabbenkörben blockiert
Brookings, Oregon / USA, 11.12.2006 - Beim Einlaufen in den Hafen von Brookings, Oregon, wurde der Kutter "
Chevelle" am 9.12. gegen 2 Uhr morgens von vier großen Brechern erfasst und gegen die Südmole getrieben. Dabei gingen die meisten von 430 Krabbenkörben über Bord. Das Fahrwasser war für 12 Stunden zu einem Drittel blockiert. Boote der Küstenwache stellten Schleppverbindungen zur "Chevelle" her. Es gelang, sie in den Hafen einzubringen. An Bord waren allerdings nur noch 40 der Krabbenkörbe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.12.2006
Besatzungsmitglieder der Yacht "Felicia" gerettet
Kapstadt / Südafrika, 15.12.2006 - Die Besatzungsmitglieder der sinkenden Yacht "Felicia" sind etwa 700 km vor der namibischen Küste durch ein Autofrachter gerettet worden. Kapstadt's Seenotrettung Co-ordinating Mitte (MRCC) hat kurz nach 17 Uhr am Freitag bestätigt, dass die vier Besatzungsmitglieder der Felicia sicher an Bord des Autofrachters "Don Pasquale" genommen worden sind. Die Felicia-Besatzung geht es gut und sind nicht verletzt. Die "Don Pasquale" war das zweite Handelschiff, die Kurs auf die leckgeschlagene "Felicia" genommen hatte. Der Autofrachter "Hyundai" war ebenfalls an der Rettungsaktion beteiligt. Die Geretteten sollten in einem der nächsten Zielhäfen der "Don Pasquale", Kapstadt oder Port Elizabeth, an Land gehen. Was die Havarie der "Felicia" ausgelöst hatte, ist unbekannt. Am frühen Morgen (15.12.) hatte die Besatzung der Felicia ein Dringlichkeitssignal gesendet, nachdem der Rumpf der Yacht beschädigt worden war und Wasser genommen hatte. Um 8 Uhr morgens war das EPIRB aktiviert worden.
Quelle: AP vom 15.12.2006
Schiffshavarie auf der Donau
Passau, Bayern / DE - Zu einem Schiffsunfall mit einem Schaden von 25.000 Euro kam es am Donnerstag, 14.12.06, um 16.00 Uhr auf der Donau bei Passau.
Der Schiffsführer des Passagierschiffs "Flamenco", ein Ungar (37), wollte rückwärts von der Anlegestelle Höhe des Pegels an der Schanzlbrücke stromabwärts wegfahren. Dabei kam es zu einem Ausfall der beiden Motoren, worauf das Schiff manövrierunfähig stromabwärts trieb. Oberhalb der Hängebrücke kam es auf der linken Uferseite zur Grundberührung, wobei einer der vier Propeller beschädigt wurde. Verletzt wurde von den 138 deutschen Passagieren und 46 Besatzungsmitgliedern niemand. Der Schiffsführer konnte dann mit eigener Motorkraft am Steg an der Ortspitze festmachen. Hier wird den Gästen vom Reiseveranstalter ein Alternativprogramm angeboten. Geplantes Reiseziel war Wien.
Quelle: Presse Polizei Bayern vom 15.12.2006
2 Tote in der Ostsee entdeckt
Kaliningrad / Russland - Auf der Suche nach dem vermissten russischen Kutter "
PTS 0212" hat die litauische Luftwaffe am 14.12. zwei Leichen in der Ostsee entdeckt. Es handelte sich dabei offensichtlich um Besatzungsmitglieder des vermissten Kutters. Von dem Boot und den weiteren vier vermissten Seemännern konnte bisher keine weitere Spur gefunden worden. Das letzte Signal der "PTS-0212" war am Abend des 11.12. empfangen worden. Das Schiff war dann aber nicht wie geplant in den Hafen Swetly (früher: Zimmerbude) der Exklave Kaliningrad eingelaufen. Die von litauischen und russischen Experten unternommene Suche wurde durch stürmischen Wind und starken Seegang auf der Ostsee erschwert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2006
Info: Kaliningrad war bis 1946 offiziell Königsberg
Mehrere Havaristen liegen in Hamburg
Hamburg / DE, 15.12.06 - Mehrere Havarien bringen derzeit Hamburger Werften Beschäftigung. Die "
Vera" liegt nach ihrer Kollision mit der "
British Cygnet" vor Dänemark derzeit in der Norderwerft, nachdem erst in Fredericia ein Großteil der Ladung gelöscht wurde. Die Reparaturarbeiten am Bug dauern mehrere Wochen. Die "British Cygnet" hat die dänischen Gewässer derweil verlassen, nachdem sie eine Woche vor Fredericia ankerte. Möglicherweise geht sie in eine polnische Reparaturwerft. Sie war zuletzt auf Südkurs im Großen Belt.
Der Schwergutfrachter "
Wilma" liegt nach seiner Kollision mit der unverändert gesperrten Levensauer Hochbrücke ebenfalls im Trockendock in der Norderwerft. Hier wird er auch einer Überholung unterzogen. Am 22.12. soll er die Werft mit vorerst 2 Kränen verlassen. Der demolierte, 275 Tonnen schwere Kran steht an Land und soll bis Ende Januar 2007 von der Neuenfelder Maschinenfabrik repariert werden, die ihn auch 1997 erbaute. Das Kranhaus kann repariert werden, der Ausleger selbst muss komplett ersetzt werden. In 4-5 Wochen soll die "Wilma" ihren Kran zurückerhalten. Gegen den Kapitän wird weiterhin wegen Gefährdung der Schifffahrt ermittelt. Ein philippinisches Besatzungsmitglied hatte den Kran nach Passage der Holtenauer Hochbrücken irrtümlich aufgerichtet. Die Brücke ist weiterhin gesperrt, in der kommenden Woche sollen Reparaturaufträge ergehen.
Während der Containerfrachter "
CMA CGM Giovanni" nach seiner Kollision mit der "
Amalthea" den Hamburger Hafen am 14.12. um 19 Uhr mit Kurs Seebrügge verließ und die leichten Schäden unterhalb der Ankerklüse nicht ausgebessert wurden, liegt die "Amalthea" weiterhin bei Unikai, während Bemühungen laufen, eine Werft zu finden, die das Schiff über Weihnachten reparieren kann.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2006
Suche nach Kapitän der "Unity" eingestellt
Weymouth, England / UK - In der zweiten Fischertragödie binnen 2 Tagen vor Portland haben sich die Befürchtungen bestätigt, dass der
Skipper des bei stürmischem Wetter auf dem Weg von Brixham nach Weymouth östlich von Portland leckgeschlagenen Kutters "
Unity" aus Ramsgate ertrunken ist. Er wurde offenbar im Brückenhaus eingeschlossen, als das Schiff vor Bill
kenterte. Zwei Männer konnten in eine eilends ausgebrachte Rettungsinsel springen und wurden vom Weymouth Rettungsboot aufgenommen. Sie wurden von dort mit einem Hubschrauber aufgewinscht und ins Dorset County Hospital gebracht. Eine die ganze Nacht andauernde Suche nach dem Skipper aus Fife, Schottland, durch 2 Küstenwachhubschrauber, das Weymouth Rettungsboot und das Kriegsschiff "Portland" war vergebens. Sie wurde bei Tagesanbruch fortgesetzt, doch die Überlebensschancen sind gleich null.
Einen Tag zuvor war ein
Fischer von Bord des
Bootes seines Vaters gespült worden. Außerdem kenterte kurz zuvor ein
Boot mit einem
14-jährigen in Portland, der Junge
ertrank. Am 13.12. um 18.10 wurde die Suche nach dem Kapitän der "Unity" endgültig eingestellt. Lediglich eine Reihe von aufgeschwommenen Gegenständen des Kutters konnte geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2006
Bergungsarbeiten an Schlepperveteran fortgesetzt
Grand Marais, Michigan / USA - Die Arbeiten an dem im Lake Superior gestrandeten und nun halbgesunkenen Schlepper "
Seneca" wurden nach Wetterbesserung am 14.12. fortgesetzt. Die weiteren Arbeiten sehen ein Eindringen ins Schiffsinnere vor, um so viel Ausrüstung wie möglich von dem 1939 erbauten Schiff zu bergen, das selbst wohl ein Totalverlust ist. Dann soll die
Schwimmfähigkeit und die Möglichkeit des Abdichtens geprüft werden. Schließlich ist geplant, einen Kanal zu graben, um das Wrack in tieferes Wasser zu ziehen und von dort zurück nach Sault Ste. Marie.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2006
Kutterodyssee endet auf Schrotthalde
Kiel, Schleswig-Holstein / DE - Unrühmliches Ende einer kuriosen Schiffssaga: Der 22 Meter lange Kutter "
Princess Silva", 75 BRZ, wurde jetzt von dem Schwimmkran "
Enak" auf dem Gelände der Kieler Schrotthandel Gmbh" im Kieler Ostuferhafen abgesetzt, nachdem er jahrelang im Ostuferhafen herumgedümpelt hatte. Dass 1978 erbaute Schiff hatte im Juli 2002 im Kieler Scheerhafen mit Motorschaden festgemacht, als es unterwegs von Estland zu den Kapverden war. Die 22-köpfige Crew aus Nepal, Sri Lanka und Estland tauchte danach in
Deutschland unter, Versuche, den kambodschandischen Eigner in Pnom Penh zu kontakten, scheiterten seither. Nun ordneten die Hafenbehörden die Verschrottung an. Das Altmetall wird anschließend nach Rotterdam und Mo I Rana in Norwegen verschifft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2006
Besatzung betrunken - Schlepper arrestiert
Flensburg, Schleswig-Holstein / DE, 12.12.2006 - Zwangspause für den unter Flagge der Dominikanischen Republik laufenden Schlepper "
Henric" in Flensburg. Als das Schiff am 11.12. um 17.46 Uhr auslaufen wollte, wurde festgestellt, dass der Kapitän offenbar betrunken war. Bei weiteren Kontrollen stellte sich heraus, dass die gesamte estnisch-russische Besatzung unter Alkohol stand, der Kapitän mit einem Spitzenwert von 1,8 Promille. Daraufhin wurde von der Polizei ein Auslaufverbot über den finnischen Eignern gehörenden, 1975 erbauten Schlepper verhängt, der mit einer Barge 3900 Tonnen Kohle nach Flensburg gebracht hatte. Am 12.12. um 11.20 Uhr waren die Männer ausgenüchtert genug, um die Rückreise nach Ventspils anzutreten. Es scheint absehbar, dass der Kapitän seinen Posten verlieren wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2006
Zwei Kutter vor Sylt gestrandet
Sylt, Nordfriesischen Insel, Nordfriesland, Schleswig-Holstein / DE, 11.12.2006 - Am Vormittag des 10.12. strandete vor Sylt der deutsche Kutter "
Cap Arcona". Beim Versuch, ihn freizuschleppen, lief der in Friedrichskoog beheimatete Kutter "
Jeverland" ebenfalls auf Grund. Der Lister Rettungskreuzer "
Minden" barg zunächst die "Cap Arcona" und schleppte sie auf tiefes Wasser. Als die "Jeverland" anschließend freigeschleppt wurde, stellte sich heraus, dass sie bei der missglückten Hilfeleistung an der Schraube beschädigt worden war. Sie wurde zur Reparatur dann in den nahen dänischen Hafen Havneby gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.12.2006
Gran Canaria - 2 Männer in Seenot gerettet
Las Palmas, Gran Canaria, Kanarischen Inseln / Spanien - Zwischen Teneriffa und Gran Canaria hat die Küstenwache am 13. Dezember 2 Männer in Seenot gerettet. Der Mast ihrer
Yacht war aufgrund des starken Sturms gebrochen. Ein
Containerschiff hatte die kleine Yacht entdeckt und die Küstenwache verständigt. Eine Rettung durch das Frachtschiff war aufgrund der hohen Bordwand nicht möglich. Die beiden Männer konnten unverletzt in den Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria gebracht werden.
Quelle: megawelle.com vom 14.12.2006
Prinsesse Ragnhild" fällt bis Weihnachten aus
Solheimsviken, Bergen / Norwegen, 14.12.06 - Nach dem Brand auf der Fähre "
Prinsesse Ragnhild" sind alle Abfahrten der Fähre bis einschließlich 24. Dezember 2006 gestrichen worden. Das Schiff wurde inzwischen zur Reparatur nach Solheimsviken/Bergen überführt. Die erste Abfahrt nach der Reparatur soll am
25. Dezember um 13 Uhr ab Bergen sein. Etwa 6.000 Fahrgäste sind von den gestrichenen Fahrten betroffen. Auslöser des Brandes war ein Schaden an einem der Hilfsdiesel. Es wird nun nicht nur der entstandene Schaden repariert, sondern die gesamte Elektrik überprüft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2006
Suchaktion nach vermisstem Kapitän nach Kutteruntergang
Weymouth, England / UK - In der Nacht des 13.12. wurde die Küstenwache in Portland alarmiert, nachdem vor Portland Bill eine
rote Notrakete gesichtet worden war. Rettungsteams aus Portland Bill und Weymouth wurden ausgesandt, und das RNLI-Boot aus Weymouth lief aus. Es fand wenig später eine Rettungsinsel, in der 2 Mann Besatzung des Kutters "
Unity" saßen. Sie gaben an, ihr Schiff sei auf dem Weg von Brixham nach Weymouth gekentert. Ihren
Skipper hatten sie zuletzt auf dem Schiff gesehen. Seither war er vermisst. Daraufhin wurde eine Suchaktion mit 2 Coastguard Rescue Helikoptern aus Portland und Solent eingeleitet sowie dem Weymouther Rettungsboot, einem Kriegsschiff und anderen Kräften. Die Wetterbedingungen waren mit Winden bis zu 8 Beaufort und rauer See schlecht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2006
Schwere Kollision in Hamburg
Hamburg / DE - Am 12.12. um 21:04 Uhr kam es in Hamburg im Waltershofer Hafen am Predöhlkai zu einer schweren Kollision. Das unter Liberia-Flagge fahrende Containerschiff "
CMA CGM Don Giovanni", 95000 BRZ, rammte das am Predöhlkai liegende Containerschiff "
Amalthea", 14290 BRZ. Die 335 Meter lange und 42,8 Meter breite "CMA CGM Don Giovanni" lief mit Lotsenberatung und Schlepperassistenz von See kommend in den Waltershofer Hafen ein. Dort stieß sie mit dem Vorsteven in die Aufbauten auf Backbordseite unter der Flagge von den
Marshall Inseln fahrenden, 150 Meter langen und 25,6 Meter breiten "
Amalthea". Dabei wurde der Decksbereich der "Amalthea" stark beschädigt. Der gesamte außen liegende Niedergangsbereich des Decks sowie Teile der Außenwand der Aufbauten wurden eingedrückt sowie eine Rettungsinsel zerstört. Auch die Außenhaut der "Amalthea" wurde durch den Kollisiondruck erheblich beschädigt und verformt. Die "CMA CGM Don Giovanni" wurde im Vorstevenbereich leicht beschädigt. Zudem wurde die Reling der so genannten Monkeyback beschädigt. Auch die Pier des Liegeplatzes Predöhlkai wurde beschädigt. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Die Wasserschutzpolizei leitete Untersuchungen ein und sprach für beide Seeschiffe ein vorläufiges Auslaufverbot aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2006
Rettungsaktion für französische Segler im Atlantik
Atlantik, 12.12.2006 - Am 11.12. rettete die Besatzung des Tallschiffs "
Tenacious" aus Hampshire im Atlantik sieben französische Seeleute. Das in Southampton stationierte Schiff des Jubilee Sailing Trust kam der 43 Fuß langen Yacht "
Zouk" zu Hilfe, nachdem diese im Sturm beschädigt worden war. An Bord der "Tenacious" befanden sich 36 Personen, davon 12 mit Behinderungen. Da die beschädigte Yacht wegen hochgehender See nicht in Schlepp genommen werden konnte, wurde sie versenkt. Die 65 Meter lange Bark "Tenacious" befand sich auf einer
30-tägigen Atlantikquerung von Gran Canaria nach Antigua.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2006
Flüssiggastanker rammte Pier
Milford Haven, Wales / UK - Der 18.000 BRZ große LNG-Tanker "
Prospero" kollidierte mit einer Pier in Milford Haven, als er am 10.12. in Ballast festmachen wollte. Dabei wurden die Pier von SemLogistics , die Ölprodukte lagert, wie auch das Schiff beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.12.2006
Zweite Wasserleiche nach Untergang von Fischkutter identifiziert
Bremerhaven, Bremen / DE - Nach dem Untergang des Fischkutters "Hoheweg" in der Nordsee ist das zweite tot geborgene Besatzungsmitglied identifiziert worden. Bei der am Wochenende angespülten Wasserleiche handele es sich um den 38 Jahre alten Decksmann aus Sassnitz auf der Insel Rügen, teilte die Wasserschutzpolizei Bremerhaven am Mittwoch mit. Die genaue Todesursache ist noch nicht bekannt. Seine Leiche war bei der Insel Pellworm gefunden worden. Vor einigen Tagen war bereits die Leiche des 47 Jahre alten Steuermanns des Kutters nahe Brunsbüttel angespült worden. Seit dem Untergang am 8. November in der Wesermündung werden noch zwei weitere Seeleute vermisst.
Quelle: dpa vom 13.12.2006
Russischer Fischkutter mit sechs Mann auf der Ostsee vermisst
Moskau / Russland - Auf der Ostsee wird bei stürmischem Wetter ein russischer Fischkutter mit sechs Mann an Bord vermisst. Der Zivilschutz im westlichen russischen Gebiet Kaliningrad teilte am Mittwoch (13.12.) mit, das letzte Signal von dem Kutter PTS-0212 sei am Montagabend empfangen worden. Das Schiff sei nicht wie geplant in den Hafen Swetly (früher: Zimmerbude) im Gebiet Kaliningrad eingelaufen. Die Suche werde durch stürmischen Wind und starken Seegang auf der Ostsee erschwert.
Quelle: dpa vom 13.12.2006
Öl von gestrandetem Schlepper abgepumpt
Grand Marais, Michigan / USA, 12.11.2006 - Bei einem Überflug des gestrandeten Schleppers "
Seneca" stellte die US-Küstenwache fest, dass um den Havaristen ein Ölfilm entstanden war. Daraufhin wurde der Eigner sofort aufgefordert, gegen die Verschmutzung vorzugehen. Als dieser nicht zusichern konnte, sofort bei Wetterbesserung zu beginnen, wurde durch das Michigan Department of Environmental Quality und die USCG ein Plan zur Bergung der "Seneca" vom Ufer des Lake Superior entwickelt. Das Schiff liegt aufrecht rund 20 Meilen östlich von Grand Marais.
Es war am Abend des 2.12. von der "
Hoey" losgerissen und am
4.12. gestrandet. Seither hat schlechtes Wetter Bemühungen vereitelt, das Schiff flottzumachen. Die Küstenwache nahm die Marine Pollution Control (MPC) unter Vertrag, um eine Ölverschmutzung zu bekämpfen. Die Küstenwache wird die Arbeiten überwachen mit Personal des Atlantic Area Strike Team, einem Flugzeug aus Traverse City und dem Küstenwachboot "
Katmai Bay". An Bord der "Seneca" sind rund 1900 Gallonen ölhaltige Stoffe und Farben, davon 1800 Gallonen Dieselöl. Rund 90 Prozent davon wurden in den vergangenen Tagen bei günstigem Wetter auf eine Barge verladen. Lediglich 70 Gallonen Ölreste verblieben auf dem Schlepper, als eine Wetterverschlechterung am 11.12. die Berger zwang, die Operation zu unterbrechen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.12.2006
Kollision vor Istanbul
Istanbul / Türkei - Am 9. Dezember kollidierten in der Marmara-See vor Istanbul die unter Antigua-Flagge registrierte "
Clasier" und die türkische "
Mehmet Aksoy". Bergungsschlepper wurden zum Unglücksort entsandt, doch beide Schiffe konnten aus eigener Kraft Ankerplätze in Istanbul anlaufen. Auf dem türkischen Frachter war Laderaum 5 geflutet, doch wurde die Situation vom Kapitän als unter Kontrolle bezeichnet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.12.2006
Tauchexpedition in die Geschichte
Davao / Philippinen - 5 Taucher von Tech Asia haben unter Leitung eines Londoner Geologen vor Davao City am 8. und 9.12. eine Expediton zu dem im 2. Weltkrieg versenkten Frachter "
Sagami Maru" in der Talomo Bay durchgeführt. Die Gruppe war am 6.12. in Davao eingetroffen und bereitete für die Tauchgänge dort Trimix-Mischungen aus Helium, Sauerstoff und Nitrogen vor. Das Wrack des Frachters liegt in 170 Fuß Tiefe. Der einstige Stolz der japanischen NYK-Line wurde am
2.11.1942 von USS "
Seawolf" versenkt. Die Laderäume sind immer noch mit japanischen Lastern, Motorrädern und Kriegsausrüstung gefüllt, die bislang unerforscht waren. Das Wrack ist relativ intakt und voll marinen Lebens. Tauchtiefe und Größe des Schiffes machen es zu einem "perfekten Techtauch-Ziel", sagte der Marketing Manager der an der Expedition beteiligten Firma Wind and Wave Davao, der selbst
Tauchmeister ist. Tech Asia ist eine Gruppe von Asia Divers, die auf Expeditionsniveau Höhlen- und Wracktauchen z.B. zu der versunkenen Flotte in Truk Lagoon durchgeführt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.12.2006
Virus-Ausbruch auf zwei Kreuzfahrtschiffen
Miami, Florida / USA - Auf dem grössten Kreuzfahrtschiff der Welt hat es auf zwei Fahrten hintereinander einen Virus-Ausbruch gegeben. Die «Freedom of the Seas» wurde am Montag (11.12.) in Miami einer gründlichen Reinigung unterzogen, nachdem auf der jüngsten Kreuzfahrt 108 Passagiere und Besatzungsmitglieder Magen-Darm-Erkrankungen durch das Norovirus bekamen.
Dabei war die «Freedom of the Seas» erst nach einer am 3. Dezember beendeten Karibik-Kreuzfahrt gründlich gereinigt und desinfiziert worden, bei der mehr als 380 Passagiere und Besatzungsmitglieder an dem Norovirus erkrankten. Die Reederei Royal Caribbean teilte mit, diesmal würden mehrfach alle Gegenstände gereinigt, die von vielen Menschen berührt oder angefasst werden: Türgriffe, Geländer, Aufzugsknöpfe und ähnliches. Bei der nächsten Fahrt, die am kommenden Dienstag beginnt, sollen zwei zusätzliche Ärzte und 45 zusätzliche Reinigungskräfte mitfahren. Bei der letzten Kreuzfahrt waren 3900 Passagiere an Bord.
Auch ein Kreuzfahrtschiff der Reederei Princess Cruises, die «Sun Princess», wurde am Montag in einem US-Hafen nach einem Norovirus-Ausbruch von den Behörden festgehalten und einer Reinigung unterzogen. Die «Sun Princess» war am Sonntag (10.12.) mit 97 kranken Passagieren in Port Everglades eingetroffen.
Quelle: AP vom 12.12.2006
Brecher fegte Frau von Bark "Picton Castle"
Atlantischer Ozean, US-Küste - In der Nacht des 8.12. wurde die 55 Meter lange Bark "
Picton Castle" (Baujahr 1928) bei 40 Knoten Wind und 22 Fuß hoher See von einer riesigen Welle 470 Meilen südöstlich von Cape Cod getroffen. Sie erlitt zwar keine gravierenden Schäden, doch wurde ein
Besatzungsmitglied über Bord gespült. Trotz dreitägiger intensiver Suche fand sich keine Spur von
Laura Gainey, der Tochter des Generalmanagers von NHL Montreal Canadians. An der Suche beteiligte sich eine kanadische und eine amerikanische
C-130, der Tanker "
Mindanao", die "
Lake Phoenix" und die "
Picton Castle" selbst. Der Frachter "
Hero" entdeckte am 9.12. eine Rettungsinsel, die am Vortag von einer C 130 abgeworfen worden war. Sie war aber leer. Das Suchgebiet umfasste 3175 Quadratmeilen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2006
Schonerwrack im Ontariosee gefunden
Rochester, New York / USA, 12.12.06 - Taucher aus Rochester fanden das vor 150 Jahren gesunkene Wrack des Lake Ontario-Schoners "
Milan". Das Schiff liegt in 200 Fuß Wassertiefe vor Point Breeze im südlichen Teil des Sees. Die "Milan" ging
1849 mit einer Ladung Salz unter, die Crew wurde gerettet und nach Rochester gebracht. Das kalte Wasser hat das Schiff gut konserviert, beide Masten sind noch am Platz. Es ist eines von über 200 Wracks im Lake Ontario und insgesamt hunderten weiterer in den Großen Seen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2006
Küstenwache Atlantic City rettete 2 Kutter-Crews
Atlantic City, New Jersey / USA - Am 9.12. rettete die US-Coastguard
2 Fischer von ihrem Boot, das nahe Great Egg Harbor Bay gestrandet war. Beide hatten vor Beesleys Point gefischt, als ihr
20-Fuß-Boot manövrierunfähig wurde und auf Grund lief. Die beiden Insassen retteten sich auf den umgebenden Marschengrund, wo sie jemand entdeckte und die Polizei alarmierte. Diese kontaktierte die Küstenwache. Da das Wasser zu flach war, wurde ein Rettungshubschrauber aus Atlantic City in Marsch gesetzt, der die beiden Männer aufnahm.
Bei Atlantic City wurde ein weiterer
Fischer am selben Tag gerettet, nachdem er mit seinem
Boot festgekommen war. Auch hier wurde wegen zu geringer Wassertiefe ein Hubschrauber zur Rettung eingesetzt, der ihn nach Atlantic City flog.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.12.2006
Ein Toter von der "Hohe Weg" identifiziert
Bremerhaven, Bremen / DE - Eine der beiden in der vergangenen Woche in der Nordsee entdeckten Leichen ist eindeutig identifiziert worden. Es handelt sich bei dem Toten um den
47-jährigen Steuermann des gesunkenen Kutters «
Hoheweg», teilte die Polizei am 11.12. in Bremen mit. Die Wasserleiche war am 8.12. im Bereich des Kaiser-Wilhelm-Koogs nahe Brunsbüttel entdeckt worden. Als Todesursache des Mannes, der von der Insel Rügen kommt, wurde Ertrinken festgestellt.
Die Identität der am Vortag im Bereich der Nordseeinsel Pellworm angespülten Leiche wird durch einen DNA-Test ermittelt. Das Ergebnis wird für den 13.12. erwartet.
Der nächste Tauchgang zum Wrack des Fischkutters ist frühestens Mitte der Woche denkbar. Die Wetterbedingungen sind derzeit sehr schlecht. Der 23 Meter lange Kutter «Hoheweg» war am 8. November bei stürmischer See südöstlich von Helgoland gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2006
Autofrachter rammt Nordschleuse in Bremerhaven
Bremerhaven, Bremen / DE - Die Einfahrt der Bremerhavener Nordschleuse ist von einem Autofrachter beschädigt worden. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei hat der japanische Auto-Transporter "Pegasus Leader" schon am Wochenende (9.12.) beim Einlaufen die Schleusenkaje gerammt und dabei Mauerwerk, Masten und das Einfahrlicht der Schleuse umgeknickt. Der Schaden liegt bei rund 20.000 Euro. Der Grund war eine Sturmböe, die den 200-Meter-Frachter gegen die Kaje gedrückt hatte.
Quelle: Radio Bremen vom 11.12.2006
Fähre mit rund 100 Passagieren vor den Philippinen gekentert
Manila / Philippinen - Bei stürmischer See ist am 11.12. vor den Philippinen die Fähre "M/V Brian" mit etwa 100 Menschen an Bord gekentert. Die Passagiere seien von anderen Schiffen gerettet worden und auf dem Weg ans Land, berichtete die Küstenwache. Das Unglück ereignete sich vor der Insel Mindoro rund 120 Kilometer südlich von Manila. Die "M/V Brian" sei in den hohen Wellen gekentert, hieß es in ersten Berichten. Nach Angaben der Küstenwache lag das Schiff auf der Seite. An Bord waren noch fünf Besatzungsmitglieder. Die Geretteten seien von zwei Motorbooten und einem Öltanker aufgenommen worden. Die Fähre war auf dem Weg von dem bei Tauchern beliebten Ferienort Puerto Galera nach Batangas. Wieso das Schiff bei schwerem Seegang auslief, war zunächst unklar. Über die Philippinen war am Wochenende der Taifun «Utor» gezogen. Sieben Menschen kamen uns Leben, mehrere tausend wurden obdachlos.
Quelle: dpa vom 11.12.2006
"Prinsesse Ragnhild" nach Explosion in Stavanger
Stavanger / Norwegen - Als das Feuer in der Nacht zum 10.12. auf der "
Prinssesse Ranghild" ausbrach, war sie mit 969 Passagieren und 157 Besatzungsmitgliedern unterwegs. Um
23:58 Uhr wurde
Alarm wegen Rauchentwicklung ausgelöst. Es kam zum Maschinenausfall. Rauch drang auch in die Flure ein. Um 1:05 Uhr am 10.12. war die Situation wieder unter Kontrolle. Um 1:11 gelang es, die Maschinen mit halber Kraft wieder anzufahren. Gegen 1:50 Uhr war wieder die volle Maschinenleistung verfügbar, und das Schiff fuhr nach Stavanger. Ursache der Rauchentwicklung war eine Explosion im Maschinenraum, unklar war zunächst, ob ein Hilfsdiesel oder ein Generator explodiert war. Zum Unglückszeitpunkt befand sich das Schiff sechseinhalb Seemeilen südlich von Farsund. Da die Mannschaft sofort alle notwendigen Maßnahmen einleitete und die Passagiere gut informierte, blieb eine Panik aus. Die Abfahrt am 10.12. von Bergen zurück nach Hirsthals wurde gestrichen. Zunächst wird der Schaden nun von Technikern begutachtet. Erst dann kann über eine Reparatur entschieden werden und dann wird sich auch zeigen, wie lange das Schiff ausfallen wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2006
Wieder mal Feuer auf "Prinsesse Ragnhild"
Stavanger / Norwegen - In der Nacht zum 10.12. kam es auf der norwegischen Fähre "
Prinsesse Ragnhild" südlich von Norwegen zu einer Explosion im Bereich des Schornsteins. Im Anschluss entwickelte sich dichter Rauch, der durch die Korridore zog. Es gab Ausfall von Energie und Licht. Am Morgen erreichte das Schiff der Color Line, das viele Jahre auf der Kiel-Oslo-Route Dienst tat, den Hafen von Stavanger.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2006
Kutter auf Färöern gesunken
Klaksvík, Insel Borðoy / Färöer-Inseln - Im Hafen von Klaksvík auf den Färöern sank am 10.12. der Kutter "
Havnatindur - KG 464". Das Schiff war dort auch 1947 erbaut worden. Es liegt mit dem Rumpf unter Wasser, die Aufbauten sind noch sichtbar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2006
Gestrandete Bunkerbarge vor England geborgen
Seaford, East Sussex, England / UK - Der Neubau einer
Bunkerbarge, die bei Seaford nahe Brighton auf Grund gelaufen war, nachdem ihr Schlepper "
Ajaks" sie losgeworfen hatte, ist am 10.12. vom Schlepper "
Fighter" wieder flottgemacht worden. Anschließend wurde sie von den Schleppern "
Union Beaver", "
Brandaris" und "
Multrasalvor" nach Southampton gebracht, wo auch die "Ajaks" einlief. Der Schleppzug hatte bereits etliche Tage auf Dungeness Reede gelegen, ehe er in der Nacht des 6.11. auslief, aber bereits am folgenden Morgen in Schwierigkeiten geriet. Vor Shoreham ging die Barge auf Drift bei 68 Knoten Windgeschwindigkeiten. Ein ursprünglich angekündigter Einsatz der "
Anglian Monarch" wurde letztlich nicht durchgeführt, weil das Schiff von Folkestone aus zwischen 6 und 8 Stunden gebraucht hätte, die Barge zu erreichen. Daraufhin trieb sie östlich von Newhaven unterhalb der Steilküste auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2006
Kutter bekämpften Kutterbrand
Houston, Texas / USA - 55 Meilen südöstlich von Freeport, Texas, geriet am Morgen des 8.12. ein
Kutter in Brand. Die Küstenwache in Houston fing um 09.50 Uhr einen Mayday-Ruf des Skippers auf und schickte einen HH-65C Dolphin
Helikopter sowie einen HU-25
Falcon Jet to help. Sie kreisten über dem Boot, während
drei umstehende
Kutter die Brandbekämpfung durchführten und den einzigen Mann an Bord retteten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2006
Schlepper nach Seeschlagschaden antriebslos
South Padre Island, Texas / USA - 5 Meilen südlich der South Padre Island Mole rettete die Küstenwache in der Nacht des 8.12. fünf Mann vom Schlepper "
Kathleen". Hohe Wellen hatten die Brückenfenster eingeschlagen, danach fiel die gesamte Energieversorgung aus. Die Küstenwache South Padre Island schickte ein 47-Fuß-
Rettungsboot, das die "Kathleen" um 20.20 Uhr erreichte und sie zu den Banana Docks in Port Isabelle, Texas, schleppte, wo sie um 02.30 Uhr des folgenden Morgens eintraf. Der Schlepp war wegen Wellenhöhen bis zu 18 Fuß und Windgeschwindigkeiten von 20 Meilen sehr schwierig. Ein Mann der "Kathleen" hatte Schnittverletzungen durch das Glas erlitten. Ein HH-65B Dolphin Helikopter war zeitweilig auch im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2006
Frachter mit Maschinenschaden nach Dutch Harbour eskortiert
Dutch Harbor, Aleutians West, Alaska / USA, 9.12.2006 - Der 534 Fuß lange panamaische Frachter "
Sea Honesty" bat am 4.12. um 10 Uhr nach Maschinenproblemen auf dem Weg nach Shinizu, Japan, 284 Meilen westlich von Dutch Harbor um Assistenz. Die Küstenwache schickte den Kutter "
Alex Haley" zum Frachter, der ihn nach Dutch Harbour eskortierte, wo eine Reparatur durchgeführt werden soll. Das Schiff gehört der Mitsui O.S.K. Lines LTD. Es erreichte Dutch Harbour am 7. Dezember.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2006
Öl aus gesunkenem Bagger wird abgepumpt
Pointe Noire / Kongo - (11.12.06) - SvitzerWijsmuller Salvage B.V. soll das Öl eines vor Pointe Noire in Kongo gekenterten, 90 Meter langen
Baggerschiffes leichtern. Der 6000 Tonnen verdrängende, 1996 erbaute Bagger war eine Woche zuvor untergegangen. 250-300 Kubikmeter Öl müssen aus den Bunkern entfernt werden. Bergungsteams aus Südafrika sowie den Niederlanden sind mit Ingenieuren und Tauchern bereits vor Ort. Bergungsausrüstung, darunter HOT TAPs, mit denen Unterwassertanks geöffnet werden können, ohne dass Öl unkontrolliert ausläuft, sind ebenfalls eingeflogen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2006
Binnenschiff prallte mit Brücke gegen Brücke
Münster, Nordrhein-Westfalen / DE - Gegen 13.25 Uhr passierte am 6.11. ein niederländisches
Binnenschiff die Prinz-Brücke auf dem Dortmund-Ems-Kanal bei Kanalkilometer 62,4 nahe Münster. Der Bordcomputer war zuvor programmiert worden, das Ruderhaus abzusenken. Dies erfolgte jedoch nicht auf die notwendige Höhe. Mit dem Ruderhaus stieß das Schiff daraufhin gegen die Brücke. Das Brückenhaus wurde erheblich beschädigt. An der Brücke kam es lediglich zu Farbabrieb.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.12.2006
Rund 80.000 Menschen flüchteten vor Taifun "Utor"
Philippinen - Der Taifun "Utor" ist am Sonntag über die Philippinen hinweggezogen und hat mindestens vier Menschen das Leben gekostet. Rund 80.000 Menschen flüchteten vor dem Sturm in Notunterkünfte. Mit Geschwindigkeiten bis 150 Stundenkilometer nahm er Kurs in Richtung West-Nordwest auf die Nordspitze der Insel Cebu.
In den betroffenen Regionen fiel der Strom aus, Telefonverbindungen wurden unterbrochen. Der Bus- und Fährverkehr wurde eingestellt.
In der Ortschaft San Agustin (Insel Tablas) wurde ein Schiff von den hohen Wellen auf die Pier geschleudert. 25.000 Liter Diesel liefen aus.
8000 Menschen saßen stundenlang in den Häfen fest, weil die Küstenwache aus Sorge vor meterhohen Wellen das Auslaufen zahlreicher Fähren verboten hatte. "Utor" war der fünfte Taifun, der seit September in dem Inselstaat im Westpazifik gewütet hat.
Quelle: AP vom 10.12.2006
Zwei Wasserleichen entdeckt
vermutlich handelt es sich um zwei Besatzungsmitglieder der "Hoheweg"
Bremerhaven, Bremen / DE - Am 07.12.2006 wurde zunächst eine männliche Leiche im Bereich der Nordseeinsel Pellworm angespült. Am 08.12.2006 wurde eine weitere männliche Leiche im Bereich des Kaiser-Wilhelm-Kog nahe Brunsbüttel entdeckt. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei den beiden Leichen um Besatzungsmitglieder des am 08.11.2006 gesunkenen Fischerkutters "Hoheweg". Die Identifizierungsmaßnahmen sind noch nicht abgeschlossen. Die Angehörigen wurden persönlich von den betroffenen Polizeibehörden über die Funde informiert. Erste Identifikationsergebnisse werden im Laufe der Woche erwartet. Die Medien werden darüber umgehend informiert. Der nächste Tauchgang zum Wrack sei frühestens für Mitte nächster Woche geplant. Derzeit seien die Wetterbedingungen zu schlecht.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 10.12.2006
Binnenschiff läuft in der Oosterschelde auf Grund
Oosterschelde, Provinz Zeeland / Niederlande - Auf der Oosterschelde lief am 8.12. das 110 Meter lange Binnenschiff "
Toronto" nahe der weißen Tonne Vlije auf Grund. Es kam bei fallendem Wasser gegen 7.30 Uhr fest. Durch die schwere Ladung von 3500 Tonnen gerolltem Stahl bestand die Gefahr des Durchbrechens. Der Schlepper "
Zyphyrus" war rasch vor Ort. Doch erst mit Verstärkung durch die "
Leendert Muller" und die "
Delta" von Polderman, Hansweert, gelang es gegen 16 Uhr, das Schiff flottzumachen und für eine Inspektion zur Krammers Schleuse zu schleppen. Danach konnte es aus eigener Kraft weiterlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2006
Barge standet an der englischen Küste von Seaford
Seaford, East Sussex, England / UK - 2 Rettungsboot-Crews mussten am 8.12. von der vor West Sussex treibenden
Barge gerettet werden, die der Schlepper "
Ajaks" losgeworfen hatte. Bei starkem Wind drohte die 105 Meter lange Barge in die Schifffahrtswege zu treiben. Die Rettungsmänner aus Shoreham konnten einen Anker ausbringen und so die Drift von 6 auf 3 Knoten zu verlangsamen. Mit dem zweiten Anker gelang dies nicht. Im Sturm mussten dann aber die
RNLI-Männer von einem
Küstenwache-Hubschrauber aus Solent abgeborgen werden. Dann strandete sie vor Seaford, Ostsussex. Sie soll nach Abflauen des Windes geborgen werden. Die Ölbarge war im Schlepp der polnischen "Ajaks" unterwegs von Dungeness, Kent, nach St Nazaire, Frankreich.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2006
Frachter geriet vor der Bretagne in Seenot
Brest, Bretagne / Frankreich - Der holländische Frachter "
Sydgard" geriet nach Übergehen der Holzladung am 8.12. gegen 07.00 Uhr südlich der
Ile de Ouessant in Seenot. Er hatte 25 Grad Backbordschlagseite und trieb in 7-8 Meter hohen Wellen und Winden von 50 km/h auf die Küste zu. Der Schlepper "
Abeille Bourbon" und ein
Helikopter aus Lanvéoc nahmen Kurs auf den Havaristen. Er wurde nach Brest eskortiert, wo er gegen 13 Uhr eintraf. Das 90 Meter lange Schiff war von Holland nach Rochefort unterwegs gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2006
Trawler strandete im Sturm vor Nordspanien
Spanien - In schwerem Sturm strandete am 8.12. der französische Trawler "
Michel Falmouth" vor Nordspanien in der Biscaya und kam in flachem Wasser auf seiner Steuerbordseite zu liegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2006
US-Küstenwachen-Crew rettet Schiffsbesatzung
Portsmouth, Virginia / USA - In der Nacht zum 8.12. rettete eine Coast Guard-Crew in Hampton Roads drei Mann von einem sinkenden
Arbeitsschiff im Elizabeth River. Gegen 22.20 Uhr wurde die Küstenwache benachrichtigt, dass das Schiff sank und die Besatzung sich auf eine angekoppelte Arbeitsbarge gerettet habe. Bei 4-6 Fuß hohen Wellen und bei 30 Knoten Wind gelang es gemeinsam mit
Feuerlöschbooten aus Hampton und Portsmouth, die Schiffbrüchigen von dort zu bergen. Das Wrack liegt in stabiler Position und soll geborgen werden. Der Unfall wird untersucht von der Virginia Marine Resources Commission.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2006
Barge kollidiert mit Inselbrücke
South Padre Island, Texas / USA - Am 6.12. kollidierte eine
Barge mit der Brücke des
Queen Isabella Memorial Causeway. Die Brücke, die South Padre Island mit dem übrigen Texas verbindet, musste geschlossen werden. Dieselbe Brücke war bereits im
September 2001 von einer Barge zum teilweisen Einsturz gebracht worden, wobei
8 Autofahrer starben. Im aktuellen Fall löste sich offenbar ein Schleppdraht, und die Barge lief auf eine Betonstruktur, die die Brücke stützt. Ein Alarmsystem wurde ausgelöst, dann schlossen Schranken die Brücke. Ingenieure begannen mit der Inspektion des Bauwerks.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2006
Mehrere Havarien im Nord-Ostsee-Kanal
Brunsbüttel, Schleswig-Holstein / DE, 8.12.2006 - Orkanböen bis Windstärke 12 haben in der Nacht zum Freitag auf dem Nord-Ostsee-Kanal im Bereich der Brunsbütteler Kanalschleuse gleich drei Schiffsunfälle verursacht. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei wurde am frühen Abend ein 148 Meter langes
Frachtschiff gegen die Abstandsdalben gedrückt. Kurz vor Mitternacht rammte das 101 Meter lange Containerschiff "
Gerda" ein Schleusentor. Zwei Stunden später kollidierte der 98 Meter langer Frachter "
Cimbris" mit einem Dalben im Vorhafen. Insgesamt hielten
sich die Sachschäden an den Schiffen und an den Schleuseneinrichtungen in Grenzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.12.2006
Binnenschiff blockiert Donau
Reibersdorf, Landkreis Straubing-Bogen, Bayern / DE - Ein deutsches
Binnenschiff blockiert seit der Nacht zum 8.12. bei Reibersdorf die Donau. Um kurz nach Mitternacht lief der rund 100 Meter lange Frachter auf eine Sandbank auf und legte sich quer. Das Schiff hat 1100 Tonnen Eisenerz geladen. Der Schiffsverkehr auf der Donau wurde an den Schleusen gestoppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2006
Info: Am Freitagvormittag konnte der mit 1100 Tonnen Eisenerz beladene Havarist nach Polizeiangaben freigeschleppt werden.
"Cehili" auf der Reise zum Abwracker?
Hamburg-Finkenwerder / DE - Die teilweise ausgebrannte einstige Fähre "
Cehili", 377 BRZ, warf am Morgen des 8.11. in Finkenwerder los und passierte gegen neun Uhr Neumühlen elbaufwärts laufend. Die Hamburger Behörde für Wirtschaft und Arbeit (BWA) und deren Hamburg Port Authority (HPA) war nach einem Brand gepfändet worden, wohl um den erhofften Schrott-Erlös zum Begleichen der offenen Rechnungen des Eigners zu verwenden. Am
9. September 2006 hatte ein Brandstifter auf zwei Decks an jeweils vier Stellen Feuer gelegt. Danach füllte schadstoffbelastetes Löschwasser die Bilge der "Cehili". Das Löschwasser durfte aber nicht in die Elbe gepumpt, sondern musste an Land entsorgt werden.
Eigner Werner B. hatte seine "Cehili" ab 2000 im Harburger Binnenhafen an verschiedenen Liegeplätzen festgemacht. Ihm gehörten auch weitere heruntergekommenen Schiffe und Boote, die am Ende des Östlichen Bahnhofskanals lagen. Die Bahn AG benötigte lange Zeit, den Kanal für Bauvorhaben von den Wracks und Hulken zu räumen. Der frühere Binnenschiffer B. hatte mit seiner Flotte ausgemusterter Wasserfahrzeuge zwar große Pläne, lebte jedoch von Sozialhilfe und züchtete nebenbei Schäferhunde. Die "Cehili" wollte er zum Disco-Dampfer oder Fischrestaurant ausbauen. Die "Cehili" sollte in Harburg auf der Jöhnk-Werft zur "
Carpediem II" für Karibik-Tourismus umgebaut werden. Ihre Laufbahn endete aber, nachdem der Vorbesitzer die erste Rechnung der Werft über 100 000 Mark nicht bezahlen konnte. Um nicht auf Verschrottungskosten von damals etwa 250.000 Mark
sitzen zu bleiben, verkaufte die Werft die "Cehili" für wenig Geld an Werner B. Der hatte unter anderem das Problem, Behörden ein Schwimmfähigkeitszeugnis für das Schiff vorzulegen und durfte darum keine Liegeplätze im Harburger Binnenhafen nutzen. Die Wirtschaftsbehörde und ihr damaliges Amt Strom- und Hafenbau - die jetzige Hamburg Port Authority - ließen das Schiff dann nach Finkenwerder in den Steendiekkanal schleppen, wo der Schiffsverkehr weniger gefährdet wäre, wenn es zu einer Havarie kommt. Inzwischen ist der Stahlpreis so hoch, dass sich eine Verschrottung rechnet.
Die
Karriere der "
Cehili" hatte als "
Lade Jarl" 1966 auf der A/S Storviks Mek, Verksted A/S Kristiansund, Norwegen, begonnen. Das Schiff war 42 Meter lang und 9 Meter breit. Zwei Blackstone Diesel brachten mit 727 kW 10 Knoten. Das Schiff war als Fähre für 296 Passagiere 27 Autos zugelassen. Am 1.7.1966 wurde sie an die Fosen Trafikklag A/S, Trondheim, abgeliefert. Von Juli 1966 bis 1978 verband sie Trondheim und Vanvikan, bis zum Verkauf 1979 Flakk und Rørvik. Dann setzte sie die Troms Fylkes D/S A/S, Tromsø, als "
Salangen" zwischen Stornes, Bjørnera und Alvestad ein. 1987 ging sie an die Søderholmskip A/S, die sie in "
Anitras Dans" umtaufte. Nach einem Verkauf an die A/S Teenas, Tønsberg, erfolgte die Umbenennung in "
Cehili". Als solche ging sie am 13.12.1991 an Tore Arne Thoresen, London. Es erfolgte ein Umbau in Urk. 1995 kam die "Cehili" für H.U. Schwartau, Hamburg, unter Belize-Flagge.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2006
Verkehrschaos nach Kollision von Schwergutfrachter mit Levensauer Hochbrücke
Kiel, Schleswig-Holstein / DE - Um 17.30 Uhr des 7.12. kollidierte einer der drei Deckskräne des 151 Meter langen und 20,4 Meter breiten Hamburger Schwergutfrachters "
Wilma", 8388 BRZ, mit dem
Unterbau der neuen
Levensauer Hochbrücke im Nord-Ostsee-Kanal. Das Schiff hatte gegen 17 Uhr die Holtenauer Schleusen mit Kurs Brunsbüttel verlassen. Zu dieser Zeit waren alle Kräne abgefiert. Kurz nach Passage der Holtenauer Hochbrücken richtete sich unbemerkt von Kapitän und Lotsen in der auf dem Vorschiff befindlichen Brücke ein Kran auf. Um 17.30 Uhr bohrte er sich an zwei Stellen in die neue Levensauer Hochbrücke und riss mehrere Meter große Löcher. Der Knall alarmierte die Crew, die sofort informierte Leitzentrale in Brunsbüttel gab Erlaubnis, die Fahrt nach Rendsburg fortzusetzen. Hier machte die "Wilma" im Kreishafen fest, es begannen Befragungen der Crew und technische Untersuchungen. Es war unklar, ob ein Crewmitglied in Unkenntnis des Vorhandenseins weiterer Kanalbrücken den Kran aufgerichtet hatte oder ob dies technische Gründe hatte.
Zunächst war angenommen worden, die
alte, 1894 erbaute Brücke sei getroffen worden. Der Bahnverkehr Richtung Eckernförde wurde daraufhin gesperrt. Erst als der Kieler Schlepper "
Holtenau" die Unglücksstelle mit Scheinwerfer ausleuchtete, wurde um 19.22 Uhr der Schaden an der
neuen Brücke, über die die B 76 verläuft, entdeckt. Bis dahin war der Verkehr über die schwer beschädigte Brücke weitergebraust. Zwei große Löcher klafften direkt unterhalb der Fahrbahnen. Die Brücke wurde sofort ebenfalls gesperrt. Auch der Kanalverkehr kam zum Erliegen, bis Mitternacht sammelten sich auf Holtenau-Reede und in den Weichen rund 20 Schiffe. Die Levensauer Hochbrücke blieb auch am 8.12. wegen der andauernden Untersuchungen gesperrt.
Die "
Wilma" nahm noch in der Nacht Kurs auf Hamburg und verließ gegen vier Uhr morgens die Brunsbütteler Schleusen. Sie verdrängt 9.549 Tonnen und hat eine Maschine von 9.450 KW, die eine Geschwindigkeit von 19,5 Knoten erbringt. Die Ladekapazität beträgt 471 TEU. Das Ladegeschirr besteht aus 2 Kränen á 275 ts und einem Kran á 150 ts. Sie wurde 1997 erbaut bei der J.J. Sietas KG Schiffswerft GmbH & Co., Cranz-Neuenfelde. Manager ist die Lühe Engineering C. Heinrich GmbH, Steinkirchen, Eigner die MS 'WILMA' Hans und Claus Heinrich KG, Steinkirchen. Die Flagge ist Antigua & Barbuda, der Heimathafen St. John's.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2006
Schiff auf der Weser in Brand
Wehrbergen, Landkreis Hameln-Pyrmont, Niedersachsen / DE - Auf der Weser bei Wehrbergen ist am Donnerstagmorgen (7.11.) kurz nach 5 Uhr ein Schiff in Brand geraten. Es handele sich um eine so genannte Schute des Wasser- und Schifffahrtsamtes, die am Ufer festgemacht war, sagte ein Polizeisprecher. Das Feuer auf dem Serviceschiff sei inzwischen unter Kontrolle. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe konnte der Sprecher noch keine Angaben machen.
Quelle: maritime-trade-press.com vom 08.12.2006
Schwere Vorwürfe wegen "Al Dana"- Sicherheitsmängeln
London / UK, 08.12.06 - Mangelnde Stabilität, schlechte Sicherheitseinrichtungen und eine unqualifizierte Crew waren Schuld am
Tod von
58 Menschen, die beim Kentern der Dhau "
Al Dana" vor Bahrain im
März 2005 starben. Dies stellte ein britisches Gericht jetzt fest. Auch 15 Engländer waren bei dem Unglück ums Leben gekommen. Nachträglich angefügte Aufbauten am Holzschiff hätten dessen Stabilität beeinträchtigt, zeigte die Untersuchung am West London Coroner's Court. Auch Klimaanlagen, eine Kombüse, Kühlschränke und ein Generator hatten dem traditionell gebauten Schiff zusätzliches Gewicht hinzugefügt.
Die "
Al Dana" war am
30.3.2005 gegen 20 Uhr ausgelaufen und eindreiviertel Stunden später umgeschlagen, als sie nach Passage einer Brücke wenden wollte. Mit den 130 Personen an Bord, die den Abschluss eines Bauprojektes hatten feiern wollen, war das Schiff zudem überladen gewesen. Fluchttüren auf den unteren Decks waren verschlossen und Rettungsmittel an den Relings fest angebuden gewesen mit Nylonseilen. Das Schiff hätte so nie auslaufen dürfen. Die Behörden in Bahrain sollen nun aufgefordert werden, ihre Sicherheitsprozeduren zu verbessern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2006
Frachter vor Japan evakuiert
Insel Hokaido / Japan - Der panamaische Frachter "
Outsailing 5", 1,972 BRZ, lief am südwestlichen Ende von Hokaido am 7.12. auf Grund. Die Crew wurde aus der Luft abgeborgen. Das 2006 erbaute Schiff soll von der Salvors Fukada Salvage & Marine Works Co Ltd. freigeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2006
Viel Arbeit für die Küstenwache von New Jersey
Long Beach Island, New Jersey / USA - Um 04:30 des 7.12. musste der 78 Fuß lange Kutter "
Jamie Mae" aus Point Pleasant, von einem
47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Manasquan Inlet, abgeschleppt werden. Um 05.20 Uhr kam dann ein Notruf der 37-Fuß-Yacht "
Blue Heron" aus New York, dass sie 6 Meilen vor Long Beach Island Wasser mache. Die
Coast Guard Station Barnegat Light, ein
Rettungshubschrauber der Coast Guard Air Station Atlantic City und die "
Shadowfax" kamen zu Hilfe. Lenzpumpen des Hubschraubers und des Barnegat-Bootes hielten die "Blue Heron" über Wasser, die dann mit Assistenz eines Schleppers nach Barnegat laufen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2006
"Anglian Monarch" im Sturmeinsatz vor England
Straße von Dover - Der britische Küstenwachschlepper "
Anglian Monarch" kam am 7.12. um 16.15 dem holländischen Marineschiff "
Johan de Witt" zu Hilfe. Es hatte technische Probleme und konnte nicht mehr aus eigener Kraft zum Zielhafen in Belgien laufen. Sie stand mit 113 Mann an Bord nahe der Hinder 1 Boje in der Straße von Dover und sollte an die belgische Marine übergeben werden. In dem Seegebiet herrschte Südweststurm mit Böen bis zu Bf 9. Die "Anglian Monarch" sollte bis zum Tageslicht standby machen und dann eine Entscheidung über eine mögliche Rückverschleppung nach Flushing entschieden werden.
Am Nachmittag war die "
Anglian Monarch" bereits einer driftenden
Ölbarge von 105 Metern Länge und 40 Metern Breite vor Hope Point, Seaford, östlich von Newhaven in schwerer See zu Hilfe gekommen. Sie war vorher von dem Schlepper "
Ajaks" losgeworfen worden, nachdem der technische Probleme hatte. Die 9-köpfige Crew konnte diese unterdessen lösen und nahm Kurs auf Southampton. Der Schleppzug mit der leeren Barge war unterwegs gewesen von Dungeness nach St Nazaire. Die Anker der Barge waren zwar geworfen worden, doch gab es erhebliche Zweifel, ob diese dem Druck des Sturms standhalten würden. Die Barge lag zuletzt rund 100 Meter vor dem Strand.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2006
RoRo-Frachter vor Flushing von 5 Schleppern geborgen
Vlissingen, Zeeland, Niederlande - Der beim Einlaufen nach Antwerpen bei Flushing gestrandete ägyptische RoRo-Frachter "
ABU DREES" ist wieder frei. Er war am Nachmittag des 6.12. nach Maschinenschaden auf 51 24 58 N, 03 37 06 O auf der Schelde im Oostgat zwischen Tonne OG 19 und DL12 festgekommen. Das Schiff konnte in der Nacht zum 7.12. gegen 01.25 Uhr mit der Nachtflut freigeschleppt werden. Er wurde dann nach Flushing Reede geschleppt, wo er vor Anker ging und untersucht werden soll. Die Bergungsschiffe blieben auf
Standby, wann die Reise fortgesetzt werden kann, war noch unklar. Um 17 Uhr des 6.12. hatte der Schlepper "
Schouwenbank" eine erste Trosse fest gehabt. Von den Reedereien Multraship und U.R.S. kamen die Schlepper "
Multrasalvor", "
Multraship Responder", "
Multraship 12" und "
Walcheren" hinzu. Mit ihren vereinten Kräften konnte der Frachter vom Grund gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2006
Binnenschiff vor Terneuzen vorm Untergang bewahrt
Terneuzen, Zeeland / Niederlande - Berger von Multraship und des Unie van Reddings- en Sleepdienst (URS) konnten durch schnelles Eingreifen einen Untergang des belgischen Binnenschiffes "
Ru-San" abwenden. Das Schiff war am 6.12. mit einer Ladung Gerste auf der Schelde bei Terneuzen zwischen Oude Veerhaven und dem Oostbuitenhaven gestrandet. Eine halbe Stunde darauf war der Schlepper "
Multratug 16" von Multraship vor Ort. Dann aber meldete der Kapitän der "Ru-San" Wassereinbruch. Zwei weitere Schlepper, die "
Multratug 15" und die "
Zeeland" von URS gingen darauhfin längsseits. Es wurde mit Lenzarbeiten begonnen und die Ladung auf den Frachter "
Carla" umgeladen. Die Arbeiten dauerten die ganze Nacht an. Der Schlepper "
Bravo" von Polderman, Hansweert, half bei den Lenzarbeiten. Taucher stiegen zum Abdichten der Leckagen ab. In den Mittagsstunden des 7.12. war die "
Ru-San"
gerettet, die "Multrasalvor", "Bravo" und "Multratug 15" bugsierten sie zur Werft De Schroef in Sluiskil.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2006
Suche nach "Meridian" vorerst eingestellt
Southampton, England / UK, 6.12.2006 - Die Unterwassersuche nach dem verschollenen Kutter "
Meridian" in der Nordsee wurde jetzt offiziell bis
2007 gestoppt. Schuld daran sind die anhaltend schlechten Wetterbedingungen. Von der vierköpfigen Crew war nur ein Mann tot in der See gefunden worden, die anderen Fischer aus Fife und Aberdeen sind möglicherweise noch im Wrack. Die "Meridian" verschwand im Oktober. Das Marine Accident Investigation Branch (MAIB) hofft, die Suche im kommenden Frühjahr fortsetzen zu können. Eine erste Suche mit einem
ROV, die am 6. November von Bord der "
Fugro Mercator" aus begann, verlief erfolglos. Das Wrack wird in 70 Metern Wassertiefe vermutet. Die Crew hatte zu der Zeit Pipelinekontrollen durchgeführt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2006
Kutterwrack vor Samoa versenkt
Pago Pago, Insel Tutuila / Amerikanisch-Samoa - Am 5. November wurde unter Leitung des U.S. Coast Guard Marine Safety Detachment und der Environment Protection Agency der beschädigte Kutter "
Chief Tapeety" zu seiner letzten Reise geschleppt. Vor Pago Pago, Samoa, wurde das Schiff auf 6000 Fuß Wassertiefe versenkt. Das Wrack hätte in der Hurrikansaison Piers und andere Schiffe gefährden können.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.12.2006
Norwegischer Bulkcarrier schlug im Sturm vor England leck
Torbay, England / UK - Am 7.12. nahm der britische Notfallschlepper "
Anglian Princess" den norwegischen Bulkcarrier "
Spar Garnet" in Schlepp, nachdem dieser Maschinenausfall und Wassereinbruch durch die Schraubenwelle gemeldet hatte. Die "Spar Garnet" war unterwegs von Hamburg nach Montreal und hatte 28 Mann Besatzung an Bord. Sie ankerte 13 Meilen nordöstlich von Berry Head, bis der Schlepper eingetroffen war. Dieser brachte den Havaristen nach Torbay, wo ein kommerzieller Schlepper ihn an den Haken und ihn zu einem Reparaturhafen bringen soll. Das Wetter vor Ort war schlecht, der Schleppzug hatte mit 8-10 Bf und hoher See zu kämpfen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Ölaustritt aus "Arizona" wird simuliert
Pearl Harbor, Hawaii / USA, 07.12.06 - Seit nunmehr 65 Jahren läuft Öl aus dem Wrack des in Pearl Harbour gesunkenen Schlachtschiffes "
Arizona". Es stammt aus dem Bunker C, der 500000 Gallonen Schweröl enthielt. Ein komplettes Auslaufen des Öls könnte eine
Umweltkatastrophe bedeuten. Wissenschaftler eines Forschungszentrums in Gaithersburg versuchen derzeit herauszubekommen, wann die Tanks endgültig durchgerostet sein können. Dazu wird ein Datenmodell des Schiffes konstruiert, anhand dessen die Experten am National Institute of Standards and Technology den Verfall der "Arizona" simulieren wollen. Die daraus gewonnenen Daten können auch hilfreich sein, den Zustand anderer Wracks zu beurteilen. Ähnliche Modelle werden für Wettervorhersagen, Autodesign und Zusammenstoßsimulationen verwendet, doch dies ist nach Meinung eines Institutsmitarbeiters das erste Mal, das der Verfallgesunkener Schiffe durch Hochleisungsrechner simuliert wird.
Der Angriff auf Pearl Harbor war am 7. Dezember 1941.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Frachter sitzt auf Schelde fest
Vlissingen, Zeeland, Niederlande - Am 6.12 lief gegen 17 Uhr der 133 Meter lange ägyptische Frachter "
Abu Drees" nach Maschinenschaden im Oostgat der Schelde auf dem Weg nach Antwerpen auf Grund. Die Schlepper "Multrasalvor", "Schouwenbank", "Multraship Responder", "Multratug 12" und "Walcheren" liefen zur Strandungsstelle. Um 23 Uhr, 2 Stunden nach Hochwasser, wurde die Flotte durch die "Union Diamond" und "Multratug 16" verstärkt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Binnenschiff auf Schelde gestrandet
Terneuzen, Zeeland / Niederlande - Am 6.12. lief auf der Schelde das Binnenschiff "
Ru-San" auf Grund zwischen dem Osthafen und dem äußeren Hafen von Terneuzen. Der Schlepper "
Zeeland" nahm Kurs auf den Havaristen, die "
Vebo Runner" brachte Bergungsausrüstung an Bord. Taucher inspizierten derweil den Rumpf. Die "
Multratug 15" kam mit Lenzpumpen längsseits.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
4 Tote bei Kutteruntergang befürchtet
Rom / Italien - Zwei italienische
Fischer sind am 6.12. beim Untergang ihres
Kutters vor der tunesischen Küste ertrunken. Zwei weitere Seeleute wurden noch vermisst. Vier Besatzungsmitglieder des Kutters aus der sizilianischen Stadt Mazara del Vallo wurden gerettet. An dem Rettungs- und Bergungseinsatz nahmen mehrere Schiffe aus Italien und Tunesien sowie ein Hubschrauber und ein Flugzeug teil.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Halbtaucherschiff vor der Küste Nordangolas gesunken
Luanda / Angola - Am Morgen des 6.12. entwickelte vor der Küste Nordangolas nahe der Hafeneinfahrt von Luanda der holländische Schwergutfrachter "
Mighty Servant 3", 27720 tdw, beim Entladen der Bohrplattform "
Aleutian Key" Schlagseite und sank. Die 83 Mann Besatzung der "Aleutian Key" waren bereits sicher an Bord der Bohrplattform, die 21 Mann der "Mighty Servant 3", teils Holländer, teils Philippinos, wurden von Begleitschiffen aufgenommen und nach Luanda gebracht. Die Bohrplattform ist unbeschädigt geblieben und inzwischen bereits auf dem Weg zur Bohrstelle. Die "Super Servant 3" liegt in 62 Metern Tiefe.
Bereits am
2.11.1999 kenterte nahe der indonesischen Insel Singkep vor Sumatra die "
Mighty Servant 2", nachdem sie einen nicht in den Seekarten verzeichneten Fels rammte und binnen 4 Minuten bei ruhiger See auf 35 Meter Tiefe sank. Das Schiff hatte Produktionsmodule aus Korea für Angola an Bord. Fünf Mann der Crew starben. Das Schiff wurde zwar gehoben, aber als Totalverlust abgeschrieben und traf im November 2000 zum Abbruch in Alang ein. Die "Super Servant 2" war 1983 für Wijsmuller Transport erbaut worden, die 1993 mit der Dock Express Shipping zur Dickwise Shipping B.V. fusionierte. Der spektakulärste Job war wohl der Transport der 125 Meter langen amerikanischen Flugkörperfregatte "Samuel B. Roberts" von Dubai nach Newport, die am 14.4.1988 im Persischen Golf auf eine Mine gelaufen war.
Einige Jahre vorher hatte die "
Mighty Servant 3" mit einer Bohrinsel auf Deck Durban angelaufen, nachdem eines der Halbtaucherbeine gebrochen war und quer auf dem Deck lag. Bei einer Inspektion der anderen beiden Beine wurde festgestellt, dass diese auch schwere Rostschäden aufwiesen. Sie mussten erst gekürzt und repariert werden, bevor die Reise fortgesetztwerden durfte.
Die "
Mighty Servant 3", 10224 BRZ, hat bei 140 Metern Deckslänge ein offenes Deck von 40 Metern Breite. Sie konnte Lasten bis zu 25000 Tonnen transportieren. Sie konnte in der Art eines Schwimmdocks zu deren Aufnahme abgesenkt werden. Die Gesamtlänge des Frachters beträgt 181,23 Meter, der Tiefgang normal 12 Meter, durchs Absenken können 10 Meter hinzu kommen. Das 22391-BRZ-Schiff lief maximal 15 Knoten. Es wurde 1982 von der Oshima Shipbuilding Co., Oshima erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Barge und Schlepper gestrandet
East Rockaway, New York / USA - Am 6.12. liefen gegen 17 Uhr die Barge "
Elko Princess" und der Schlepper "
Jenny Anne" eine Meile westlich des East Rockaway Inlet auf Grund. Vorher hatte der Schlepper, der die Barge zog, Maschinenausfall gehabt. Der Schlepper hatte rund 1000 Gallonen Dieselöl an Bord. Er konnte sich nach Reparatur der Maschine um 20 Uhr befreien. Die Barge lag noch auf Grund. Der Schleppzug war unterwegs von East Rockaway nach New York.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Kutter von Barge versenkt
Salisbury, Maryland / USA - Am 6.12. sank der 46 Fuß lange Kutter "
Snoopy 2" im Wicomico River rund 5 Meilen westlich von Salisbury. Zuvor war er von einer
Dieselbarge, die sich im Schlepp der "
Merrimac" befand, um 01.45 Uhr im Bereich des Steuerbordbugs gerammt worden. 2 Gallonen Öl liefen aus. Nur noch die Flying Bridge des Kutters ragte aus dem Wasser, um den ein Ölschlängel ausgelegt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Schleppzug rammte Brücke
South Padre Island, Cameron, Texas / USA - Am 6.12. kollidierte ein
Schlepper mit einer
Barge mit der
Queen Isabella Bridge in South Padre Island, Texas. Der Kutter "
Fishtales" meldete den Zwischenfall um 16.29 Uhr der Küstenwache. Diese entsandte ein Boot der Station South Padre Island und einen Jet der Air Station Corpus Christi. Sie entdeckten aber keinen strukturellen Schaden an der Brücke. Sie wurde wenig später dennoch für eine gründliche Untersuchung vom South Padre Island Police Department gesperrt. Der Schlepper hatte bei der Kollision
2 Bargen verloren, die dan entlang des Intracoastal Waterway trieben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Fliegende Lenzpumpen retteten Kutter
Barbers Point, Hawaii / USA - Am 6.12. erlitt der Kutter "
Isabella T" 170 Meilen nordwestlich von der Insel Kauai Wassereinbruch. Der Kapitän kontaktierte die Küstenwache um 9 Uhr, nachdem durch einen Riss der Wassereinbruch erfolgte. Ein
C-130-Flugzeug aus Barbers Point wurde zum Havaristen entsandt. Drei
Hilfsschiffe und der Küstenwachkutter "
Kiska" nahmen Kurs auf den Kutter, der sechs Mann Besatzung hat. Die C 130 warf
2 Lenzpumpen ab und blieb vor Ort, bis sie in Betrieb genommen waren. Eine weitere C-130 blieb über der "Isabella T", bis der Wassereinbruch unter Kontrolle war. Dann wurde mit dem Einholen der Netze begonnen. Die Küstenwache wird in Kontakt bleiben, bis der Kutter sicher im Hafen ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Küstenwache rettete 3 Fischer
Zarembo Island, Alaska / USA - Die US-Küstenwache rettete am 6.12. drei Fischer, nachdem deren
Boot nahe Zarembo Island in der Sumner Strait gesunken war. Das North Pacific Search and Rescue Coordination Center (
NPSARCC) hatte um 11.15 Uhr einen Mayday-Ruf der "
Memories" aufgefangen, nachdem diese Wassereinbruch erlitten hatte. Die Crew gab an, sie würde das Schiff aufgeben und in eine Insel gehen. Sie wurden um 13.24 Uhr von einem SAR-Hubschrauber aus Sitka gerettet und in die Wrangell Klinik gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Die Bergung der "Compromise"-Crew
Atlantik, 06.12.06 - Die Yacht "
Mirabella V" aus Newport rettete drei Mann der 32 Fuß-Sloop "
Compromise", als sie an der Atlantic Rally for Cruisers teilnahm. Sie hatte via Satellit deren Mayday am 03.12. empfangen, als sie 160 Meilen entfernt stand. Der Skipper informierte die Falmouth Coast Guard, die darum bat, den Havaristen anzusteuern. Am nächsten Tag wurde die Position durch die Küstenwache aktualisiert. Die "Mirabella V" konnte mit 2 Motoren 13 Knoten Fahrt machen. Neben der Vorbereitung für eine Evakuierung wurde auch über eine Bergung der "Compromise" nachgedacht, da deren Position nur 300 Meilen von den Kapverdischen Inseln entfernt war. Crewmitglieder der "Mirabella V" wären bereit gewesen, sie in den Hafen zu bringen und dann in Antigua auf die "Mirabella V" zurückzukehren. Als die Distanz nur noch 8 Meilen betrug, konnte VHF-Kontakt hergestellt werden, Radarkontakt war bei 4 Meilen Distanz. Es wurde abgesprochen, dass die "Compromise"-Crew in eine Rettungsinsel gehen sollte. Bei rauer See und 25 Knoten Wind warf die Crew die Insel los und wurde von der "Mirabella V", die Mann-über-Bord-Ausrüstung, Leinen, Rettungsschwimmer und medizinische Ausrüstung einsatzklar. Während der Übernahme der Schiffbrüchigen driftete die Yacht kurzzeitig auf die Insel, doch deren Design machte es möglich, sie in Lee zu stoßen und dann die Leiter erneut auszubringen. Auch eine Menge persönliche Habseligkeiten konnte übernommen werden. Wie beim Eintreffen wurde auch bei der Abfahrt ein Hornsignal gegeben. Zuvor war die Entscheidung getroffen worden, die "Compromise" nicht zu bergen. Da das Schiff nicht unmittelbar zu sinken drohte, war vor der Evakuierung eine Notiz an Bord hinterlassen worden, dass die Crew in Sicherheit sei. Mit den Geretteten nahm die "Mirabella V" dann Kurs auf Antigua.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Great-Lakes-Veteran vor Neuengland gefunden
Küste New England / USA, 4.12.2006 - Das Great Lakes-Passagierschiff "
North American", 2317 BRT, das im September 1967 auf dem Weg von Erie Pennsylvania nach Newport News, Virginia, sank, wurde jetzt gefunden.
Ein Forschungsteam an Bord der "
Quest" der Quest Marine lokalisierte das 280 Fuß lange Wrack in 250 Fuß Wassertiefe 140 Meilen vor New England. Die einstige "Queen der Great Lakes" war am 16.1.1913 bei Ecorse Michigan für die Chicago Duluth and Georgian Bay Transit Company vom Stapel gelaufen. Ihre Karriere dauerte von 1913 bis 1964. 1967 war sie 1967 an die Seafarers International Union zum Einsatz als Trainingsschiff verkauft worden. Als sie von der "Michael McAllister" zum Umbau verschleppt wurde, sank sie in der Nacht des
13.9.1967 in hoher Schwell des Hurrikans Doria. Der Schlepper erreichte sicher einen Hafen, niemand kam zu Schaden. Das Quest Marine's Forschungsteam unter Captain Eric Takakjian war 3 Tage an der Untergangsstelle und dokumentierte das Wrack. Die Taucher arbeiteten in der großen Wassertiefe mit Heliumgas-Mischungen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Kutter hatte Orientierungsprobleme
Egernsund / Dänemark - (07.12.06) - Erhebliche Orientierungsprobleme hatte am
29.11. die zweiköpfige Crew eines 18 Meter langen Fehmaraner
Kutters, der auf dem Weg nach Egernsund beim Holnishaken auf Höhe Tonne 6 auf der Flensburger Förde strandete. Das Polizeiboot "
Vossbrook" sowie das Rettungsboot "
Werner Kunze" kamen dem Kutter aus Burg zu Hilfe. Das Rettungsboot schleppte ihn frei. Danach nahm er aber Kurs auf Flensburg statt auf Egernsund. Erst auf erhebliche Intervention der Retter hin änderte das Schiff den Kurs und wurde vorsorglich bis zum Erreichen des Hafens eskortiert. Beim Anlegen gab es darüber hinaus Probleme mit der Umsteueranlage, woraufhin die Brückenbeleuchtung Schaden nahm.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.12.2006
Havarie bei Einfahrt in Karlsruher Stadthafen
Karlsruhe, Baden-Württemberg / DE - Sachschaden in noch nicht bekannter Höhe entstand am Mittwoch (6.11.) um die Mittagszeit, als ein deutsches Gütermotorschiff bei der Einfahrt in den Karlsruher Stadthafen wohl aufgrund eines Fahrfehlers gegen das talseitige Ufer stieß. Nach den Feststellungen der Wasserschutzpolizei-Station Karlsruhe war das unbeladene Schiff stromabwärts gefahren und hatte in den Hafen einfahren wollen, um hier Recyclingmetalle zu laden. Zwar war es dem Schiffsführer noch gelungen, das Wasserfahrzeug mit eigener Motorkraft bis zum Zielort im Becken III zu manövrieren. Aufgrund erheblichen Wassereintritts ist aber vorerst weder an eine Beladung noch an die Weiterfahrt zu denken. Während die Feuerwehr mit einer Hochleistungspumpe die Lage stabil hält, sind Berufstaucher derzeit damit beschäftigt, das im Achternbereich liegende Leck zu orten und seine Größe auszumachen. Durch den Unfall sind offenbar keine wassergefährenden Stoffe ins Rhein- oder Hafenwasser gelangt.
Quelle: Polizeipräsidium Karlsruhe, Pressestelle vom 06.12.2006
Zwei Rostocker Werftarbeiter tot in Schiffsrumpf entdeckt
Rostock-Warnemünde, Mecklenburg-Vorpommern / DE - Bei einem Unfall auf der Neptun-Werft in Rostock-Warnemünde sind am Dienstag zwei Arbeiter ums Leben gekommen. Die beiden Männer waren offenbar schon am Montag zur Spätschicht in den Innenraum eines Tanks in einem Schiffsrohbau gestiegen. Am Dienstag wurden sie von der nachfolgenden Schicht vermisst, wenig später entdeckten Kollegen die beiden Arbeiter.
Ein Notarzt konnte nach Polizeiangaben nur noch den Tod feststellen. Beide hätten Erstickungssymptome aufgewiesen, Hinweise auf ein Einwirken Dritter gebe es nicht. Es handele sich bei den Arbeitern um einen 28-Jährigen aus dem Müritzkreis und einen 46-Jährigen aus der Uckermark. Genauen Aufschluss über die Ursache des Unfalls soll eine Obduktion geben. Die Rostocker Traditionswerft gehört seit 1997 zur Papenburger Meyer Werft.
Quelle: NDR 1 vom 06.12.2006
Passagierschiff gerammt !
Neumarkt in der Oberpfalz, Bayern / DE, 4.12.2006 - Ein
Frachter hat auf dem Main-Donau-Kanal bei Dietfurt ein mit 78 Passagieren besetztes
Passagierschiff gerammt. Verletzt wurde niemand. Der schwere Unfall passierte bereits am frühen Montagabend kurz nach 17 Uhr: nach Auskunft der Wasserschutzpolizei kam der 45jährige Kapitän eines 127 Meter langen serbischen Güterfrachtschiffes aus Unachtsamkeit in die Fahrrinne eines entgegenkommenden Passagierschiffes und rammte das Schiff, auf dem sich 78 Passagiere aufhielten. Der Bug des Passagierschiffes wurde durch die Wucht des Aufpralls auf dreieinhalb Meter Länge stark verformt. Am Güterschiff wurde zwei Poller erheblich beschädigt. Zu einem Wassereintritt kam es bei keinem der beiden Schiffe.
Verletzt wurde bei dem Unfall glücklicherweise niemand. Beide Schiffe konnten ihre Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen. Es entstand rund 20.000 Euro Sachschaden.
Quelle: neumarktonline vom 06.12.2006
Wasserschutzpolizei überführte Ölsünder
Bremerhaven, Bremen / DE, 2.12.2006 - Umfangreiche Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Bremen haben einen 43 Jahre alten Ingenieur der illegalen Einleitung von ölhaltigen Abwässern ins Meer überführt. Gegen den Verantwortlichen wurde ein Verfahren eingeleitet.
Bereits eine am 24. Oktober 2006 durchgeführte Kontrolle an Bord des 195 Meter langen, unter Panamaflagge fahrenden Containerschiffes in Bremerhaven ergab nregelmäßigkeiten in dem zum Nachweis des Verbleibs von ölhaltigen Abfällen zu führenden Öltagebuch. Eine weitere Kontrolle des ermittelnden Beamten am 02. Dezember ergab, dass das Schiff in mindestens zwei Fällen insgesamt ca. 27 Tonnen ölhaltiges Abwasser regelwidrig in den Atlantik eingeleitet hatte. Außerdem wurde bei dem 11 Jahre alten Schiff eine verbotene
Rohrleitungsverbindung nachgewiesen. Durch Zeugenaussagen wurde der verantwortliche Ingenieur aus der Ukraine weiter belastet. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2100 EUR festgesetzt.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 06.12.2006
Norwegischer Tanker wieder auf Kurs
Schottland / UK - Am 5.12. erreichte der Küstenwachschlepper "
Anglian Sovereign" den Tanker "
Sten Odin", der auf dem Weg nach Kalundborg 14 Meilen westlich von der
Insel Tiree nach Maschinenausfall auf Drift gegangen war. Das norwegische Schiff war in Ballast mit 16 Mann Besatzung unterwegs. Zuletzt herrschten 5 Windstärken und raue See. Mittlerweile gelang es, die Maschine zu reparieren und neu zu starten, sodass die Reise nach Dänemark fortgeführt werden konnte. Die "Anglian Sovereign" eskortierte die "Sten Odin" sicherheitshalber noch durch den
Minch Channel.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.12.2006
Flugzeugträger "Intrepid" nach einem Monat freigeschleppt
New York / USA - Mit schweren Trossen begann eine Flotte von 5 Schleppern am 4.12. mit der 9-Uhr-Flut, den am 6.11. nahe seinem Liegeplatz in New York festgefahrenen
Museumsflugzeugträger "
Intrepid", 36000 t, zu befreien, um ihn zur Überholung nach New Jersey zu verholen. Einen Monat lang steckten die vier 15-Fuß-Propeller in einer Schlammbarriere fest, die sich während der 24 Jahre Liegezeit aufgebaut hatte. Die amerikanische Marine hatte in der Zwischenzeit eine dreiwöchige Baggeroperation durchgeführt und dabei 40000 Kubkyards Flussboden rund ums Steuerbord-Achterschiff entfernt. Nun gaben die Navy, die von ihr beauftragte Baggerfirma DonJon Marine, das Army Corps of Engineers und die McAllister Towing and Transportation Co. Inc. grünes Licht. Die Schlepper nutzten ein 2-stündiges Zeitfenster. Im ersten Anlauf bewegte sich der Träger wieder nur geringfügig - als aber ein Schlepper umgesetzt wurde, gab es nach kurzer Zeit Aufatmen - die "Intrepid" kam frei und konnte mit 2 Knoten Fahrt die 4 Meilen lange Reise nach Bayonne antreten, wo sie die nächsten 2 Jahre verbringen wird. Um 16 Uhr war sie in der zeitweiligen neuen Heimat eingetroffen. Die Aktion kostete
3 Millionen Dollar. Ein Tag im Trockendock in New Jersey wird weitere 50000 Dollar kosten. Außerdem wird in der Zeit der Abwesenheit die Pier 86 renoviert.
Die USS "
Intrepid" war 1943 vom Stapel gelaufen als 3. Schiff der schnellen "Essex"-Klasse. Sie nahm von 1944 bis 1945 an zahlreichen Schlachten gegen die Japaner teil, überlebte Bomben, Torpedos und 5 Kamikaze-Angriffe, wobei 270 Mann des Trägers starben. Nach weiteren Einsätzein in den Korea- und Vietnamkrieg und als Aufnahmeschiff für gelandete NASA-Astronauten wurde sie 1978 außer Dienst gestellt und durch Zachary Fisher in das Intrepid Sea, Air & Space Museum umgewandelt, das 1982 eröffnete.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.12.2006
"Finnbirch"-Opfer gefunden
Schweden - Taucher, die mögliche Ölleckagen am Wrack des gesunkenen RoRo-Frachters "
Finnbirch" untersuchten, fanden inzwischen die Leiche eines noch vermissten Seemanns neben dem Schiff auf dem Meeresgrund.
Der schwedische Frachter "
Finnbirch", 15396 BRZ, geriet am Nachmittag des
1.11.2006 zwischen Gotland und Öland in Seenot. Die Ladung ging in rund 8 Meter hohen Wellen über und verursachte eine Backbordschlagseite von 40 Grad. Am Abend ist der Frachter gekentert und wenige Stunden später untergegangen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.12.2006
Kollision vor Gibraltar
Gibraltar - Bereits am
28.11. ereignete sich in der Straße von Gibraltar eine Kollision. Am Nachmittag stieß die Fähre "
Avemar Dos" der spanischen Reederei Buquebús España mit der marokkanischen Fähre "
Atlas" der IMTC Company zusammen. Fünf Passagiere wurden leicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.12.2006
Auf Containerschiff entdeckte Leichen identifiziert
Hamburg / DE - Ort: Hamburg-Kleiner Grasbrook, Schuppen 44 / Fruchtterminal - Die beiden 33 und 35 Jahre alten Kolumbianer waren vermutlich Mitte November in Kolumbien unbemerkt an Bord des Schiffes gelangt und versteckten sich zwischen der Ladung, wie die Polizei mitteilte. Die Leichen der Männer waren erst beim Entladen des Schiffs im Hamburger Hafen entdeckt worden.
Das mit Bananen beladene Containerschiff "Regal Star" kam aus Kolumbien über Costa Rica und Lissabon in den Hamburger Hafen. Nach Polizeiangaben waren zur besseren Haltbarmachung und zur Vernichtung von Ungeziefer Chemikalien eingesetzt worden. Das führte dazu, dass der Sauerstoff aus den Ladeluken entwich. Dadurch erstickten die Männer. Das Schiff sollte den Hamburger Hafen noch am Dienstag mit Ziel Cartagena in Kolumbien verlassen.
Quelle:ddp vom 05.12.2006
Tote im Frachtraum wahrscheinlich blinde Passagiere
Hamburg / DE - Ort: Hamburg-Kleiner Grasbrook, Schuppen 44 / Fruchtterminal - Die beiden Toten im Laderaum eines Bananenfrachters im Hamburger Hafen waren wahrscheinlich blinde Passagiere. Die genauen Todesumstände seien allerdings noch nicht bekannt, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Ein Gewaltverbrechen könne aber nach den bisherigen Erkenntnissen ausgeschlossen werden, ebenso wie eine Verbindung der Toten zur Drogenszene. Im Hamburger Hafen waren am Montag beim Entladen eines Containerschiffes aus Kolumbien zwei Leichen gefunden worden. Über ihre Identität gab es noch keine Angaben.
Quelle:dpa vom 05.12.2006
Frachter rammte Kai in Stade
Stade, Niedersachsen / DE - Der russisches Frachter "
Volgo Balt 210" hat beim Einlaufen in den Hafen von Stade am 4.12. eine Kaianlage gerammt und einen Schaden von 110 000 Euro verursacht. Das mit mehr als 3000 Tonnen Dünger beladene, 114 Meter lange und 13 Meter breite Schiff aus Kaliningrad wurde teilweise aufgerissen, erlitt aber keinen Wassereinbruch. Grund für den Unfall am war vermutlich ein Manövrierfehler gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2006
Wassereinbruch auf Versorger
Lerwick, Shetland-Inseln, Schottland / UK - Der 1100 BRZ große Versorger "
Grampian Guardian" mit 12 Mann Besatzung hatte am 4. Dezember 90 Meilen östlich der Shetlands Wassereinbruch. Das Schiff konnte mit langsamer Fahrt Lerwick ansteuern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2006
Verschollener Schlepper gestrandet gefunden
Grand Marais, Michigan / USA - Am 4.12. fanden Kräfte der US-Coast Guard den gestrandeten
Schlepper 18 Meilen östlich von Grand Marais. Die Küstenwachkutter "
Katmai Bay" und "
Alder" der Station Sault Ste. Marie, Michigan und die Coast Guard Air Station Traverse Cityhatten zuvor nach dem Schiff gesucht, das während der Verschleppung von Sault Ste. Marie nach Grand Marais durch die "
Susan Hoey" losgerissen war und unbemannt davontrieb. Die "Alder" entdeckte den Havaristen, der auf Grund getrieben, aber offenbar unbeschädigt geblieben war. Die Küstenwache arbeitet nun mit der Reederei daran, das Schiff wieder auf den Weg zu bekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2006
15000-Tonner sank in Shanghai
Shanghai / China - Am 2.12. sank beim Versuch anzulegen, der 15000 Tonnen großer Frachter "
Yin Chu" auf dem Huangpu River nahe der Nanpu Bridge in Shanghai. Die Bergung wird eine komplizierte Aktion.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2006
Greifer riss Laderaum auf
Novorossiysk, Krasnodar, Russland - Der kambodschanische Frachter "
Guney Em", 5,500 tdw, wurde am 2.12. bei Beladearbeiten im Novorossiysk Sea Commercial Port von Stahlrollen von einem Greifer unterhalb der Wasserlinie an Backbordseite aufgerissen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.12.2006
Tote bei Entladearbeiten auf Frachtschiff gefunden
Hamburg / DE - Zeit: 04.12.2006, 13.08 Uhr, Ort: Hamburg-Kleiner Grasbrook, Schuppen 44 / Fruchtterminal - Bei Entladearbeiten auf einem Containerschiff im Hamburger Hafen ist in einer Ladeluke eine männliche Leiche gefunden worden. Die Beamten des LKA 417 (Todesermittlungen) übernahmen die Ermittlungen und ordneten eine Eilsektion an, um die Todesursache zu klären. Gegen 15.50 Uhr fanden Beamte der Wasserschutzpolizei in einer anderen Ladeluke einen weiteren Toten, der ebenfalls ins Institut für Rechtsmedizin gebracht wurde. Die Identität der Toten ist noch nicht geklärt. Das Containerschiff hatte Bananen geladen. Es kam aus Kolumbien über Costa Rica und Lissabon in den Hamburger Hafen. Nach dem Leichenfund an Bord durchsuchten Beamte unter Beteiligung des LKA 62 (spezielle Drogendelikte) das Schiff, um einen Drogenhintergrund auszuschließen.
Die Durchsuchung und die Ermittlungen des LKA 417 dauern an.
Quelle:Polizei Hamburg vom 04.12.2006
Durchfallvirus auf Kreuzfahrtschiff "Freedom of the Seas"
Miami, Florida / USA, 3.12.2006 - Ein leicht übertragbares Durchfallvirus hat bei einer einwöchigen Karibikkreuzfahrt 380 Menschen an Bord der "Freedom of the Seas" heimgesucht.
Nach US-Medienberichten breitete sich die Krankheit bereits kurz nach dem Auslaufen des Schiffes aus dem Hafen von Miami vor einer Woche aus. Das Noro-Virus sei vermutlich von einem infizierten Schiffsgast "mitgebracht" worden. Insgesamt 338 Passagiere und 42 Besatzungsmitglieder mussten den Berichten zufolge an Bord behandelt werden. Die Kreuzfahrt wurde aber fortgesetzt, am Sonntag (3.12.) kehrte das Schiff planmäßig in den Hafen von Miami zurück. Nach Angaben der Kreuzfahrtgesellschaft "Royal Caribbean" ist die "Freedom of the Seas" (Freiheit der Meere) derzeit das weltgrößte Passagierschiff. Mehr als 4000 Menschen finden auf den 15 Decks Platz.
Quelle: dpa vom 04.12.2006
Ursache der Kollision vor Fünen noch unbekannt
Dänemark - Am 3.12. untersuchten Taucher den Rumpf des Tankers "
British Cygnet", der am 2.12. um 12.39 Uhr vor Fyns Hoved mit dem Hamburger Containerfrachter "
Vera" kollidiert war. Das Schiff hatte aus eigener Kraft noch am selben Tag gegen 23 Uhr Fredericia Reede erreicht. Der Tanker hatte beim Zusammenstoß einen Lotsen an Bord. Die "Vera" blieb mit Loch im Rumpf und einem teilweise abgerissenen Wulstbug vor der Nordostspitze Fünens vor Anker liegen. Am 3.12. wurde ein Vertreter der Klassifikationsgesellschaft an Bord erwartet, um die Schäden zu besichtigen. Die "Vera" war unterwegs von Århus nach Bremerhaven, die "British Cygnet" in Ballast auf dem Weg
nach Fredericia. Eine Klärung der Unglücksursache wurde erst in dieser Woche erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2006
Tanker treibt vor Pentland Firth
Wick, Schottland, UK - Die Aberdeen Coastguard koordinierte am 3.12. die Assistenz für den Tanker "
Border Heater", 3185 tdw, der in Ballast fahrend sechs Meilen vor Noss Head, Pentland Firth, in schwerer See nach Maschinenausfall auf Drift gegangen war. Das 2004 erbaute, 75 Meter lange Schiff von der Isle of Man trieb mit 2 Knoten Geschwindigkeit in schwerer See. Die Crew arbeitete an der Reparatur. Der Notfallschlepper "
Anglian Prince" wurde von seiner Einsatzposition bei den Orkneys zu dem Havaristen geschickt, außerdem lief das
RNLI-Boot aus Wick aus. Ein
Rettungshubschrauber stand für eine mögliche Evakuierung bereit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2006
Polnischer Schuber rammte Schleuse
Münster, Nordrhein-Westfalen / DE - Am 2.12.2006 gegen 18.05 Uhr kollidierte ein polnischer
Schubverband beim Auslaufen aus der Schleuse II in Münster mit dem Steuerbordbug mit einer unbeleuchtete Einbuchtung der sich der Schleuse anschließenden Spundwand. An der Wand entstanden nur leichte Kratzer, der Schubleichter erhielt aber ein 1,10 x 0,05 Meter großes Leck einen halben Meter über der Wasserlinie. Der Verband war in Ballast auf der Fahrt von Heinksdorf nach Roodervaart.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2006
Fregatte rettete 18 Mann von sinkender Dhau
Persischer Golf - Die kanadische HMCS "
Ottawa" war am 1.12. an der Rettung 18 indischer Seeleute im Persischen Golf beteiligt. Die "Ottawa" hatte um 21.45 Uhr einen Notruf der
Dhau aufgefangen. Als die Fregatte das Schiff erreichte, war es in Gefahr zu sinken. Im Rumpf stand das Wasser bereits 1,6 Meter hoch. Die Elektrik war ausgefallen, und die Dhau trieb ohne Maschine im Dunkeln. Der Wassereinbruch konnte trotz Hilfe von der Fregatte nicht gestoppt werden. Daraufhin wurde beschlossen, das Schiff aufzugeben. Alle 18 Mann wurden auf die "Ottawa" übergesetzt, wenig später sank das Transportschiff. Die Schiffbrüchigen wurden auf dem Kriegsschiff versorgt und dann nach Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten gebracht. Die Dhau war unterwegs von Sharjah in Indien nach Somalia.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2006
Binnenschiff im Rhein gestrandet
Köln-Rodenkirchen, Nordrhein-Westfalen / DE - Am 1.12.06 gegen 19.00 Uhr lief ein niederländisches
Binnenschiff bei Rhein-Kilometer 682 auf Höhe Köln-Rodenkirchen am rechten Flussufer auf Grund. Am 2.12. gegen 11.15 Uhr konnte der Frachter flottgemacht werden. Von der dazu eingerichteten kurzzeitigen Schifffahrtssperre waren zwei Talfahrer betroffen. Das mit 2100 Tonnen Kohle beladene Fahrzeug war auf dem Weg von Rotterdam nach Merterd.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2006
Schiffbrüchige nach Feuer von Hubschrauber gerettet
Fort Pierce, Florida / USA - Die Küstenwache Ft. Pierce, Florida und die Air Station Miami kamen am 1.12. um 19.55 Uhr einem brennenden, 61 Fuß langen
Schiff 50 Meilen östlich von Fort Pierce zu Hilfe. Die drei Personen an Bord waren in eine Rettungsinsel geflüchtet und wurden von einem HH 65-Dolphin
Helikopter aufgewinscht und nach St. Lucie County International Airport geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2006
Lecke Yacht eingeschleppt
Manteo, North Carolina / USA - Vier Segler aus North Carolina wurden am Nachmittag des 1.12. gerettet, nachdem ihr 42 Fuß langes Boot "
R&R" um 12.45 Uhr leckgeschlagen war. Die Maschine bereitete zudem Probleme, sodass die Lenzpumpe nicht gegen das eindringende Wasser ankam. Die Segler wurden von einem
47-Fuß-Boot aus Oregon nach Manteo geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2006
Rickmers-Reederei akzeptiert Strafe nach tödlicher Kollision
Mobile, Alabama / USA, 30.11.2006 - Die Rickmers Reederei akzeptierte eine Schuld an der Kollision ihres Frachters "
Zim Mexico III", der am 2.3. in Alabama einen Containerkran rammte. Beim Einsturz des Krans wurde ein
Elektriker getötet. Die Reederei willigte ein, eine Strafe von
375,000 Dollar zu zahlen. Der Containerfrachter hatte den Kran gerammt, als er von der Pier in Mobile wegdrehte. Zu dieser Zeit arbeitete der Mann auf dem Kran. Die Reederei stimmte zu, dass der Kapitän wegen Missachtung seiner Pflichten und Unaufmerksamkeit an dem Tod schuld sei. Ihm sei bekannt gewesen, dass die Bugstrahlruder fehlerhaft arbeiten könnten, wie dies in der Vergangenheit bereits geschehen war. Ihm drohen vier Jahre Haft. Die Schuldanerkenntnis der Reederei könnte jedoch seine Strafe mildern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.12.2006
Kutter "Hohe Weg" noch unerreichbar
Bremerhaven, Bremen / DE - Der in der Wesermündung gesunkene Fischkutter "Hohe Weg" bleibt für Taucher weiter unerreichbar. Aufgrund eines aufziehenden Orkantiefs könnten die Arbeiten frühestens Mitte nächster Woche aufgenommen werden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Bremerhaven. Der Kutter war am 8. November gesunken. Vier Seeleute werden seither vermisst.
Quelle: dpa vom 02.12.2006
Segler starb bei Winterregatta
Konstanz, Baden-Württemberg / DE - Bei der Winterregatta der "Eisernen" in Konstanz am Bodensee ist am Samstag (2.12.) ein 42-jähriger Segler aus Backnang (Baden-Württemberg) ums Leben gekommen. Er wurde von anderen Seglern aus dem neun Grad kalten Wasser geborgen.
Der stark unterkühlte Mann starb trotz ärztlicher Behandlung am Nachmittag in einem Krankenhaus, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei sagte. Warum der Mann über Bord ging, war zunächst unklar. Laut Polizei war er allein mit dem Boot unterwegs gewesen.
Mit mehr als 200 Segelbooten war am Samstag bei diesigem Wetter die traditionelle Bodensee-Winterregatta der "Eisernen" ausgetragen worden. Die rund 1.000 Teilnehmer hatten bei Hochnebel, Windstärke 1 und etwa 6 Grad Celsius die letzte Wettfahrt des Jahres in 20 Klassen angetreten. Die Regatta der "Eisernen" gilt als eine der größten auf dem Bodensee.
Quelle: orf vom 02.12.2006
Zwei Schiffe vor der Insel Fünen kollidiert
Kopenhagen / Dänemark - Vor der dänischen Insel Fünen sind am Samstag (2.12.) der Hamburger Containerfrachter «Vera» und das britische Tankschiff «Cygnet» zusammengestoßen. Wie die Rettungszentrale in Arhus mitteilte, wurde niemand verletzt. An beiden Schiffen entstand erheblicher Sachschaden. Über die Ursache für das Unglück vor der Nordostspitze von Fünen am Großen Belt wurden zunächst keine Angaben gemacht.
Die «Vera» befand sich auf einer Fahrt von Arhus nach Bremerhaven, während das wesentlich größere britische Schiff ohne Last auf dem Weg zum dänischen Hafen Fredericia war. Es habe keine Ölpest durch die Kollision gegeben, teilte die Rettungszentrale mit.
Quelle: dpa vom 02.12.2006
Frachter rammte Schleuse in Brunsbüttel
Brunsbüttel, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE - In der Nacht zum 1.12. kollidierte der 140 Meter lange Frachter "
Midland 2" mit einem Schleusentor in Brunsbüttel. Zuvor war die Maschine des mit 5800 Tonnen Stahl beladenen Schiffes ausgefallen, sodass es nicht mehr aufstoppen konnte und ein Tor rammte. Der Schaden blieb indes gering, die "Midland 2" konnte ihre Reise in die Niederlande fortsetzen. Die Schleuse blieb funktionstüchtig. Der Frachter war bereits im August 2006 in der Hafeneinfahrt von Plymouth auf Grund gelaufen.
Info: Tim Schwabedissen vom 02.12.2006
Schiffsunfall auf dem Dortmund-Ems-Kanal
Hörstel-Bevergern, (Münsterland), Nordrhein-Westfalen / DE - Am Donnerstag, den 30. November kam es in der Engstelle bei Bevergern - Dortmund-Ems-Kanal 107,4 - zu einem Schiffsunfall. Der Schiffsführer eines Tankmotorschiffs fuhr entgegen anderer Absprachen in die Engstelle ein, so dass für einen Gelenkverband nicht mehr genug Platz blieb. Der Verband stieß daraufhin gegen ein Arbeitsgerät, wodurch leichter Sachschaden entstand. Durch die Wasserschutzpolizei Bergeshövede wurde der Unfall aufgenommen.
Quelle: WSP NRW vom 01.12.2006
Doppelstrandung in Iroquois
Iroquois, Ontario, Canada - Der Frachter "
Spar Opal" lief am 27.11. um 20.40 Uhr an der oberen Einfahrt der Iroquois Schleuse auf dem Saint Lawrence Seaway in Ontario, auf Grund. Offenbar hatte die "Spar Opal" beim Einlaufen in die Schleuse einen Maschinenausfall erlitten und trieb bei kräftigem Wind trotz sofortigen Fallenlassens aller drei Anker auf der Südbank auf Grund.
In der Folge geriet auch der Salzwassertransporter "
Golden Eye" auf dem Weg nach Ottawa nahe des flussabwärts gelegenen Schleusentors auf Grund. Er hatte unterhalb der Schleusen gelegen. Dahinter befand sich noch der kleine Schlepper "
Commodore Straits". Der Lotse auf der "Golden Eye" nahm nach der Havarie der "Spar Opal" an, dass er zum Ausweichen des zur Assistenz laufenden Schleppers einen Ankerplatz unterhalb des Iroquois Kontrolldammes suchen sollte. Dies schien auch nötig, um die in der Schleuse liegende "
Algosoo" rückwärts wieder aus der Kammer zu lassen. Während des notwendigen Drehmanövers wurde die "Golden Eye" von der Strömung erfasst und trieb am vorgesehenen Ankerplatz vorbei auf eine Flussbank unterhalb Rocky Point. Die "Algosoo" verließ die doppelte Strandungsstelle gegen Mitternacht.
Schiffe oberhalb und unterhalb der Unglücksstelle gingen bis Tagesanbruch vor Anker. Mit Tageslicht wurde der Verkehr in jeweils einer Richtung vorbeigeleitet. Die "Commodore Straits" nahm Untersuchungen des Flussgrundes an den Strandungsstellen vor. Die "Golden Eye" wurde am Morgen des 30.11. um 08.20 Uhr mit den vereinten Kräften der "
Ocean Hercule", "
Ocean Jupiter" und "
Ocean Bravo" freigeschleppt. Nach Bruch einer Schleppleine trieb sie aber dann ein Stück flussabwärts wieder auf Grund und lag zeitweilig unterhalb des Kontrolldammes mit dem Bug sehr dicht an der Kanalmarkierung 107. Der Schlepper "Commodore Straits" wurde entlassen und machte an den Prescott Elevators fest. Später wurde die "Golden Exe" an einen Notankerplatz unterhalb der Iroquios Schleusen verholt.
Die "Spar Opal" verkehrt auf den Großen Seen. Sie gehört der Spar Shipping AS aus Bergenund ist verchartert an die Fednav Ltd, Montreal. Am
1.12. wurde die "
Spar Opal" durch die 5000 PS starke "
Ocean Jupiter" sowie die"
Ocean Bravo" aus Montreal freigeschleppt. Die Schlepper waren unmittelbar nach der Strandung in Marsch gesetzt worden, allerdings hielt zeitweilig Nebel die "Ocean Jupiter" in Snell fest. Zuvor waren alle Bordkräne nach Backbord geschwenkt worden. Nach der Bergung ging das Schiff nach Iroquois. Die Bergung wurde durch eine Kanalmarkierung nahe des Hecks und die starke Strömung, die das Achterschiff des Havaristen immer wieder auf die Sandbank zurückdrückte, wenn die Zugkraft der Schlepper nachließ, verkompliziert. Nach der Bergungsaktion liefen die Schlepper nach Montreal ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.11.2006
Schwimmkran wird geborgen
Antwerpen / Belgien, 30.11.2006 - Der belgische Schwimmkran "
Grote Gust" der Reederei Baeck en Janssen soll in der kommenden Woche geborgen werden. Er war am 9.11. in Antwerpen aus ungeklärter Ursache gesunken. Die Unglücksursache ist noch unbekannt, ebenso der exakte Bergungstermin.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.12.2006
Die Angaben sind ohne Gewähr