S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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Schiffsuntergang
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letzte Änderung: 01. Oktober 2006

Betonklotz auf Schiff geworfen

Bad Friedrichshall, Baden-Württemberg / DE - Mit einem nicht ungefährlichen, aber absolut selten Vorfall müssen sich derzeit die Beamten der Wasserschutzpolizeistation der Heilbronner Polizeidirektion beschäftigen. Der Schiffsführer eines beladenen Binnenschiffes meldet am Mittwoch über Schiffsfunk einer Bootsbesatzung der Wasserschutzpolizei (WaPo), dass bei der Durchfahrt durch die Eisenbahnbrücke Bad Friedrichshall-Bad Wimpfen ein Betonbrocken in den Laderaum des Schiffes gefallen sei. Obwohl das Boot der WaPo nur wenige Minuten später an der Brücke eintraf, konnte weder ein Schaden an der Brücke noch Personen auf der Brücke festgestellt werden. Erst beim Löschen des Schiffes bei der EnBW in Heilbronn wurde der vermeintliche Betonbrocken geborgen. Es war ein Betonquader mit 20 Zentimeter Seitenlänge und einem Gewicht von rund 15 Kilogramm. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der Betonblock weder von der Brücke noch von einer der angrenzenden Baustellen stammt. Die Täter müssen daher den Block über die Brücke getragen haben und gezielt auf das Schiff geworfen haben. Wäre der Block nicht in den Laderaum gefallen, sondern hätte etwa die Frontscheibe des Steuerhauses durchschlagen, wären die Schiffsbesatzung akut gefährdet gewesen.
Quelle: Fränkische Nachrichten vom 30.09.2006

Umfangreiche Wrackräumung in der litauischen Hafenstadt Klaipėda

Klaipėda / Litauen - Der Schwimmkran "Matador III" liegt gegenwärtig im Waalhaven von Rotterdam und wird für eine umfangreiche Bergungsaktion vorbereitet. Am 1. oder 2.10. soll er an der Trosse des Schleppers "Susanne A" in Klaipėda eintreffen, wo er die Überreste des Maschinenraumes des Tankers "Globe Asimi" heben soll, der dort in den 1970er-Jahren in mehrere Teile brach und eine Ölpest verursachte. Die Sektion besteht aus Teilen der Backbordseite, dem Fundament der Hauptmaschine, dem Unterteil der Maschine selbst sowie einem kleineren Teil des Hecks.
Außerdem soll er an einem anderen Wrack, dem einstigen DSR-Frachter "Rudolf Breitscheid", arbeiten. Dessen Reste liegen außerhalb der Nordmole. Die achteren zwei Laderäume sind noch über der Wasserlinie sichtbar. Das Heck ist im letzten Winter abgebrochen, wurde aber schon in Teilen gehoben. Die Hauptmaschine ist mit der gesamten Schiffssektion zu heben. Die Bordwände wurden bereits bei einer früheren Bergungsaktion in einer Höhe von rund 6 Metern überm Kiel abgebrannt. Die Maschinensektion wird sehr schwer sein, weil viel Sand eingespült ist, der vorher schwer entfernt werden kann. Die Gewichte der Maschinensektionen beider Wracks werden etwa mit 1000 bis 1200 Tonnen geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.09.2006

Autofrachter rammte Bremerhavener Pier

Bremerhaven, Bremen / DE - Beim Einlaufen in die Nordschleuse kollidierte am Morgen des 28.9. der unter portugiesischer Flagge fahrende RoRo-Frachter "Autosun", 21094 BRZ, mit der Ostpier des Vorhafens der Bremerhavener Nordschleuse. Dabei entstand am Steven des Schiffes und an der Ankerklüse Sachschaden. Der betroffene Pierbereich wurde zum Teil erheblich durch das 100 m lange Schiff beschädigt. Gegen den britischen Kapitän des Schiffes wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 225 EUR festgesetzt. Außerdem wurde gegen das Schiff bis zur Wiederherstellung der Schiffssicherheit ein Auslaufverbot verhängt. Bis dahin machte es an der Columbuskaje fest. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der Kapitän den zum Unfallzeitpunkt herrschenden Ebbstrom auf der Weser unterschätzt und dadurch das Einlaufmanöver des Autotransporters in den Vorhafen der Nordschleuse falsch angelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Betrunkener setzt Segelboot im Cuxhavener Yachthafen auf Grund

Cuxhaven / Hamburg / DE - Ein Betrunkener ist im Yachthafen von Cuxhaven mit seinem Segelboot auf Grund gelaufen. Wie die Wasserschutzpolizei am Mittwoch (27.9.) in Hamburg mitteilte, habe ein Alkoholtest bei dem 36 Jahre alten Schiffsführer 1,51 Promille ergeben. Der Hafenmeister hatte die Beamten gerufen. Die Weiterfahrt wurde dem niederländischen Segler zumindest bis zu seiner Ausnüchterung verboten.
Quelle: dpa/lno vom 27.09.2006

Trawlerkollision vor Mosambik

Mosambik ( Südostafrika ) - Am 27.9. kollidierten 46 Meilen vor der Nordküste Mosambiks der japanische Trawler "Ryoei Maru" mit 22 Mann Crew mit der thailändischen "Tengone BH 3102". Das japanische Schiff drohte zu sinken, die Crew wurde vom Kollisionsgegner gerettet. Möglicherweise waren beide Schiffe auf illegalem Fischfang.
Quelle: Tim Schwabedissen

RoRo-Fähre steckte in Duckdalben fest

Ostende / Belgien - Am Nachmittag des 27.9. kollidierte die RoRo-Fähre "Humber Way" beim Einlaufen nach Ostende mit Duckdalben. Zwar konnte sie sich mit Hilfe ihrer Bugstrahlruder rasch wieder befreien, doch wurde sie an beiden Seiten des Rumpfes erheblich beschädigt. U.a. wurde die Bordwand an Steuerbord oberhalb des Bugstrahlers aufgerissen. Auch die stählernen Dalben wurden erheblich beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tankerunglück - 14 Tonnen Diesel in den Rhein gelaufen

Bingen, Rheinland- Pfalz / DE - 14 000 Liter Diesel sind bei Bingen (25.9.) aus einem Leck geschlagenen Tanker in den Rhein geflossen. Das aus den Niederlanden stammende Schiff sei vermutlich zu schwer beladen gewesen und deshalb auf Grund gelaufen, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Der Tanker war flussaufwärts von Antwerpen nach Basel unterwegs und hatte 2.711 Tonnen Diesel an Bord.. Der Dieselfilm treibt mit etwa fünf Kilometern pro Stunde flussabwärts. Zu einem Fischsterben wird es nach Auffassung der Polizei voraussichtlich nicht kommen.Die Mainzer Staatsanwaltschaft ermittelt unterdessen gegen den Schiffsführer des Tankers. Es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Gewässerverunreinigung und fahrlässigen Gefährdung des Schiffsverkehrs, sagte ein Behördensprecher. Die Ermittler vermuten, dass das Schiff zu schwer beladen war, deshalb Grundberührung hatte und leckschlug.
Taucher hätten das Leck notdürftig repariert, sagte der Sprecher. Dei Polizei habe daraufhin die Weiterfahrt zu einer Werft in Mannheim erlaubt. Die Fahrt sei aber dann im hessischen Gernsheim unterbrochen worden, weil das Schiff doch noch Öl verloren habe. Für ihre Ermittlungen will die Staatsanwaltschaft den Havaristen auch von einem Sachverständigen begutachten lassen. Die Untersuchungen könnten mehrere Wochen dauern, sagte der Sprecher.
Quelle: SWR / dpa vom 26.09.2006

Einstiges Minensuchboot "WBR 7" soll gehoben werden

Offenbach, Hessen / DE - Mit Hilfe von Ballons soll in dieser Woche das ehemalige Minensuchboot "WBR 7" aus dem Main geborgen werden. Das 90-Tonnen-Schiff war vor zwei Wochen an seinem Liegeplatz im Frankfurt-Offenbacher Ölhafen gesunken. Nach der Bergung soll geklärt werden, ob das Abstellen des Stroms zur Versorgung von Spezialpumpen durch das örtliche Energieversorgungsunternehmen zu dem Unfall führte, teilte die Staatsanwaltschaft am 26.9. mit.
Die "WBR7" ex "Deneb" ex "USN141" wurde als "R 127" bei Abeking & Rasmussen, Lemwerder erbaut. Sie ist 37,8 Meter lang, 5,8 Meter breit und hat 1,3 Meter Tiefgang. 2 MAN-Diesel mit zusammen 1.836 PS brachten 20 Knoten, die Besatzung war 34 Mann stark.

Chronik der "WBR7"
Von 1943 bis 1945
war "R 127" für die Kriegsmarine im Einsatz in der Ostsee als Minenräumboot. Haupteinsatzhafen war Kotka im Finnischen Meerbusen.
Im August 1945
erlitt sie einen schweren Minentreffer am Heck. Nach Reparatur kam sie wieder zum Einsatz.
Von 1945 bis 1947
wurde sie beim Deutschen Minenräumdienst zum Räumen von Grundminen in der Ostsee eingesetzt.
Am 1.12.1947
wurde das Boot von den USA als Kriegsbeute übernommen, als "R 141" erfolgte der weitere Einsatz im Minenräumdienst.
Am 15.11.1956
wurde es von der Bundesmarine als Minensuchboot unter der Natonummer 1064 als "Deneb" in Dienst gestellt .
Vom 22.10. bis
26.10 1960
erfolgte im Rahmen des Flottenbesuchs des 3. Minensuchgeschwaders ein Besuch in Frankfurt.
Am 28.7.1961
erfolgte die Außerdienststellung als aktives Boot. Weitere Verwendung fand es bei der Marine, u.a. als Wohnboot.
Im Juli 1968
folgte die Verlegung nach Frankfurt/M und nach Umbau ab 16.11.1968 die Nutzung als Heimschiff der Marinekameradschaft, wo es als Weiterbildungsstätte für die Reservisten der Deutschen Bundeswehr und als Treffpunkt der Mariner in Dienst stand am Theodor-Stern-Kai.
Am 17.07.1968
machte die "WBR 7" an seinem bis heute angestammten Liegeplatz an der Friedensbrücke in Frankfurt fest. Da das Boot noch immer im Besitz der Bundesmarine war, musste zunächst ein Kommandant gefunden werden. KKpt.d.R. Erwin Arnold fungierte als Verbindungsmann zur Bundesmarine und übernahm das Amt.
Am 17.05.1996
drangen Personen in die "WBR 7" ein , vandalierten und legten an zwei Stellen im Boot Feuer. Nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein größerer Schaden verhütet werden. In einem Kraftakt wurde das schwimmende Vereinsheim innerhalb eines halben Jahres im Innenbereich vollständig entkernt und wieder ausgebaut. Es fielen 3 LKW-Container-Ladungen mit Schutt an.
Viele Spenden und Darlehen von unseren Mitgliedern haben dem Verein geholfen, dass "WBR 7" immer noch am Liegeplatz an der Friedensbrücke in Frankfurt am Main am Sachsenhäuser Ufer liegen konnte.
2006 ging das Schiff an neue Hamburger Eigner. Der neue Eigentümer des Marineschiffes hatte dann dem Energieversorger Offenbach AG (EVO AG) mitgeteilt, er werde zu FlexStrom zu wechseln. An der "WBR 7" hatte er zuvor bereits Werbebanner des Stromanbieters aus Berlin angebracht. Daraufhin montierte der Netzbetreiber EVO den Stromzähler ab, am Morgen des 11.9. sank das Schiff. Die Lenzpumpen, die eindringendes Wasser aus dem Schiff pumpten, waren durch den Stromausfall nicht mehr tätig gewesen, wodurch das Schiff volllief. Das "WBR 7" sollte durch den neuen Eigentümer unter anderem für Filmproduktionen und die Aufführung eines Theaterstücks für Kinder genutzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Aufgebrachter Kutter selbst versenkt

Yuzhno-Sakhalinsk / Russland - Der 18 Meter lange Kutter "Kyuku Maru 1" wurde von seiner Crew am 27.Sept., acht Meilen vor Korsakovv, vorsätzlich versenkt, nachdem er am 25.9. von der russischen Küstenwache wegen illegalen Fischens in Aniva Bay, Sakkhalin, aufgebracht worden war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffbrüchige Kuttercrew ruderte an Land

Nichols Bay, Prince of Wales Island, Alaska / USA - Ein Coast Guard HH 60-Helikopter der Air Station Sitka und der Coast Guard Cutter "Naushon" wurden gegen 4 Uhr morgens am 26.9. zu dem gestrandeten Kutter "Top Notch" geschickt, der in der Nichols Bay, Prince of Wales Island, vor Alaska gestrandet war. Die zweiköpfige Crew teilte mit, dass sie ihr Schiff mit einem Rettungsboot verlassen würde und am nahen Strand ein kleines Feuer entzünden wollte. Der Kutter "General" war nach Verbreitung der Notmeldung rasch vor Ort und barg die beiden Schiffbrüchigen. Um 07.30 Uhr übernahm die "Naushon" sie und lief anschlißend zur Strandungsstelle, um die Situation zu prüfen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sportbootfahrer mit 2,33 Promille auf der Trave unterwegs

Lübeck-Travemünde, Schleswig-Holstein / DE - Durch eine ganz erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Trave in Höhe der Großen Holzwiek (von Travemünde aus kommend kurz vor Schlutup) fiel am gestrigen Sonntag ein etwa 6m langes, teilgedecktes Motorboot auf.
Eine Schlauchbootbesatzung der Wasserschutzpolizei (WSP) Travemünde stoppte das in Lübeck beheimatete Fahrzeug gegen 17.45 Uhr. Bei der Überprüfung stellten die Beamten Alkoholgeruch bei dem 41jährigen Bootsrudergänger fest. Er gab allerdings an, dass der Bootsführer sein 45jähriger Bruder sei, was dieser auch bestätigte. Bei ihm wurde kein Alkoholkonsum festgestellt. Beide Brüder müssen nun mit einer Strafanzeige rechnen.
Der Rudergänger wegen Trunkenheit im Verkehr, weil er durch das alleinige Einwirken auf Ruder und Fahrhebel den wesentlichen Anteil an der Fahrzeugführung wahrgenommen hat. Und der verantwortliche Bootsführer, weil er das Steuern des Bootes durch einen stark alkoholisierten Rudergänger, noch dazu mit sehr hoher Geschwindigkeit, zugelassen hat.
Quelle: HL-live vom 25.09.2006

Fregatte rammte Frachter

Mumbai (früher Bombay) / Indien - Der Frachter "Kity" wurde auf dem Weg nach Colombo von der Fregatte "INS Dunagiri", 2800 ts, gerammt. Das Unglück ereignete sich am 25.9. rund 30 Meilen vor dem Hafen von Bombay. Beide Schiffe wurden beschädigt, Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen

7 Schiffbrüchige nach 2-tägiger Suche gerettet

Delaware (state) / USA - Drei Männer, die 2 Tage in einer Rettungsinsel drifteten, wurden am 25.9. von einem Helikopter der US-Küstenwache in Sicherheit gebracht. Sie gehörten zur Crew des 50 Fuß langen Kutters "The Chief", der vor der Küste von Delaware gesunken war. Der Helikopter aus Atlantic City hatte die Schiffbrüchigen 70 Meilen vor der Küste treibend entdeckt. An der Suche hatten sich auch ein C-130 Suchflugzeug und der 270 Fuß lange Küstenwachkutter "Tahoma" beteiligt. Die Schiffbrüchigen wurden von dem Hubschrauber auf der "Tahoma" zum Weitertransport abgesetzt. Die "The Chief" war am 22.9. aus dem Indian River Inlet, Delaware, ausgelaufen. Am 24.9. wurde das Schiff vermisst gemeldet. Die Überlebenden berichteten, sie seien auf dem Weg in die Mündung gegen Mitternacht des 23.9. 30 Meilen vor der Küste gewesen, als sie ein schwarzes Objekt rammten. Es habe im Achterschiff einen lauten Krach gegeben, und dann habe sich der Maschinenraum rasch mit Wasser gefüllt. Als der Generator versagte, konnte auch nicht mehr gelenzt werden, sodass die "The Chief" zu sinken begann.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter lief vor dem Stanley-Park in Vancouver auf Grund

Vancouver, British Columbia / Canada - Am Nachmittag des 25.9. erlitt um 16.45 Uhr der maltesische Frachter "Krateros", der eine volle Ladung Getreide transportierte, beim Auslaufen aus Vancouver nahe der Lions Gate Bridge einen Ruderversager. Der Havarist lief trotz eines Notankermanövers vor Stanley Park auf Grund und blockierte den Schiffsverkehr. Die Hafenbehörde kontaktierte sofort Schleppereigner und entsandte ein Patroullienboot sowie ein Hovercraft. Fünf Schlepper begannen mit Bergungsarbeiten am 186 Meter langen, 1992 in Japan erbauten Schiff. Mit ansteigendem Wasser gelang es, den Havaristen um 19 Uhr, eine gute halbe Stunde vor Hochwasser, freizubekommen. Die Bergungsaktion fand vor den Augen zahlreicher Schaulustiger statt. Der Rumpf des Schiffes schien nicht beschädigt worden zu sein.
Quelle: Tim Schwabedissen
Info: Der Stanley-Park in Vancouver ist der drittgrößte Stadtpark Nordamerikas und mit einer Fläche von 4 km² etwa gleich groß wie Downtown Vancouver.

Leiche aus der Müritz geborgen

Röbel, Landkreis Müritz , Mecklenburg-Vorpommern / DE - Aus der Müritz wurde am Samstagnachmittag eine Wasserleiche geborgen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Mann «mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit» um den seit gut einer Woche in dem Binnensee vermissten Lehrer aus Hannover handelt. Angehörige sollen ihn im Laufe des Sonntags identifizieren. Der 60-Jährige war seit einem Bootsunfall auf der Westmüritz am vorvorigen Freitag erfolglos gesucht worden.
Zeugen hatten die Leiche am Samstagmittag nahe einer Tonne vor Röbel (Müritz-Kreis) auf dem Wasser treibend entdeckt und die Wasserschutzpolizei informiert. Auch der Fundort deute auf die mutmaßliche Identität des Toten hin, hieß es, denn der Unfallort habe in der Nähe gelegen.
Bei einem Paddelausflug mit einer Schülergruppe war das Boot wegen vermutlich hohen Wellengangs etwa 200 Meter vom Ufer entfernt offenbar gekentert. Während die laut einem Bericht der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» zehn Schüler der Hannoveraner Sophienschule und ein weiterer Lehrer ans Ufer schwammen, soll der Vermisste beim Boot geblieben sein. Beim späteren Eintreffen von Rettungskräften war er jedoch verschwunden.
Quelle: ddp-nrd vom 24/25.09.2006
Info: Der seit zehn Tagen in Mecklenburg-Vorpommern vermisste Lehrer aus Hannover ist tot. Die Wasserleiche wurde von Angehörigen zweifelsfrei identifiziert.

Yacht vor Grömitz geborgen

Neustadt, Schleswig-Holstein / DE - Am 24.9. rettete der in Grömitz stationierte Rettungskreuzer "Bremen" drei Männer von einer havarierten Segelyacht. Ein vierter Segler blieb an Bord, während die Yacht in den Hafen geschleppt wurde. Die in Neustadt (Holstein) beheimatete Segelyacht war am Abend bei hereinbrechender Dunkelheit vor Pelzerhaken auf eine Untiefe gelaufen und leck geschlagen. Per Handy gaben die Männer einen Notruf ab. Die "Bremen", das Neustädter Rettungsboot "Crempe" und das Feuerlöschboot "Grisu" erreichten etwa zeitgleich die havarierte Yacht. Das Segelboot wurde mit Hilfe von Lenzpumpen der Feuerwehr über Wasser gehalten und vom Rettungsboot nach Neustadt eingeschleppt, wo es aus dem Wasser gehoben wurde.
Bereits 23.9.2006 hatte die "Bremen" zwei Yachten von der Untiefe vor Pelzerhaken freigeschleppt. Die Boote waren dabei unbeschädigt geblieben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff geborgen

Lampertheim, Hessen / DE - Das am 20.9. bei Lampertheim in Südhessen gesunkene Frachtschiff wurde am 24.9. geborgen. Nach dem Sinken der Wasserstände hatte der vollgelaufene Laderaum etwa 30 Zentimeter aus dem Wasser herausgeragt, so dass am Morgen gegen 8.15 Uhr die Lenzarbeiten beginnen konnten, weil beim Abpumpen kein weiteres Wasser nachlief. Gegen 11.45 war das Schiff schließlich aufgeschwommen. Die Feuerwehr war allerdings noch bis zum frühen Abend mit Pump- und Aufräumarbeiten beschäftigt. Experten beziffern den Schaden auf 400 000 Euro. Nach Schätzungen der Feuerwehr sind bei dem Unglück rund 10 000 Liter Dieselkraftstoff aus den Tanks ausgelaufen, die allerdings zum größten Teil durch den schnellen Einsatz aufgefangen worden sein sollen. Das havarierte Schiff sollte am 25.9. aus dem Lampertheimer Altrhein zur Werft nach Speyer gebracht werden. Weil weiterhin Kraftstoff und Altöl im Wasser schwimmen, sollen die Ölsperren bis zum Ende der Reinigungsarbeiten der Feuerwehr installiert bleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Noch kein Auftrag für "Safmarine Agulhas"

East London / Südafrika - Eine Entscheidung über die Vergabe des Räumungsauftrages für die vor East London zerbrochene "Safmarine Agulhas" wird für Ende September erwartet. Ein Sprecher von SAMSA (South African Maritime Safety Authority) sagte, die Entscheidung liege bei den Eignern. Vier Firmen haben Angebote zur Beseitigung des am 26.6. auf dem Wellenbrecher im Westhafen gestrandeten Schiffes abgegeben. Rund 80 Container sind noch in den Laderäumen. Das Wrack soll komplett beseitigt werden. Die vier Firmen, die sich bewerben, sind Smit Salvage, SvitzerWijsmuller, Mammoet Salvage sowie Titan Marine.
Quelle: Tim Schwabedissen

Führerloser Leichter beschädigt zwei Passagierschiffe

Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen / DE - Ein führerloser und mit Kohle beladener Teil eines Schubverbandes hat am Samstag auf dem Rhein in Düsseldorf zwei Passagierschiffe gerammt und beschädigt. Nach Angaben der Feuerwehr hatte sich der so genannte Leichter aus bislang ungeklärter Ursache von dem Schubschiff gelöst und war abgetrieben.
Durch die folgende Kollision wurde eines der beiden Schiffe oberhalb der Wasserlinie aufgeschlitzt. Das Passagierschiff konnte aber weiter Richtung Duisburg fahren. Das zweite betroffene Schiff verzeichnete lediglich einen Blechschaden. Personen kamen bei dem Zwischenfall nicht zu Schaden.
Ein Motorschiff ging schließlich längsseits des Leichters, machte an diesem fest und schleppte ihn in den Hafen. Die Wasserschutzpolizei und das Wasserschifffahrtsamt nahmen die Ermittlungen zu der Havarie auf.
Quelle: ddp-nrw vom 23.09.2006

Feuer auf Arbeitsschiff

Stromness auf Mainland, Orkney Inseln, Schottland / UK - Am 23.9. brach auf dem 28,5 Meter langen, englischen Arbeitsboot "Forth Constructor" um 18.40 ein Feuer im Maschinenraum aus. Das RNLI Stromness-Rettungsboot lief zum Havristen in Hoy Sound. Die Shetland Coastguard hielt Funkkontakt zur 5-köpfigen Crew, die den Maschinenraum verschloss. Die Fähre "Graemsey" assistierte dem Havaristen und schleppte ihn, bis der Schlepper "Forth Drummer" eintraf und das Schiff nach Stromness einbrachte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fährbarge gekentert

Anadyr, Region Tschukotka / Russland - Die motorisierte 40-Fuß-Barge "Alumka" kenterte am 23.9. in der Mündung des russischen Anadyrflusses. Das Schiff wurde als Fähre genutzt. 12 Personen wurden gerettet, vier ertranken, drei sind vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiff mit Ölkuchen gestrandet

Krasnodar / Russland - Ein Bagger sollte am 23.9. ein im Sea of Azov (Asowsches Meer) gestrandetes Schiff freibekommen. Die "Fizulli" war auf dem Weg von Yeisk nach Azerbaidshan mit 3500 Tonnen Ölkuchen gestrandet. Kurz zuvor war eine Barge mit Ölprodukten vor Krasnodar festgekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Ouzo"-Versenkung: Fähroffizier verhaftet

Police station in Hampshire, England / UK - Der 2. Offizier der P&O-Fähre "Pride of Bilbao" wurde am 20. September wegen der Kollision mit der Yacht "Ouzo" im Englischen Kanal verhaftet. Er hatte als Brückenausguck dienen sollen. Er wurde nun wegen des Verdachts der Tötung dreier Personen in Hampshire festgesetzt. Die 25-Fiuß-Sloop "Ouzo" war am 20.8. aus Bembridge, Isle of Wight, ausgelaufen und nach Kollision mit einem großen Schiff gesunken. Die 37.500-Tonnen-Fähre war in dieser Zeit zwischen Portsmouth und Bilbao unterwegs. Detektive und Spurensicherer untersuchten die Fähre daraufhin. Der Datenrekorder verzeichnete "etwas Interessantes". (Meldung vom 22.9.).
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter sitzt vor Seskar Island fest

Seskar Island (Golf von Finnland), Russland - Der unter St. Vincent-Flagge registrierte Frachter "Marvel Key" lief auf dem Weg von St. Petersburg nach England am Abend des 22.9. mit 2583 Tonnen Ladung nahe Seskar Island auf einer steinigen Sandbank auf Grund. Der vordere Ballasttankbereich wurde beschädigt. Die 8-köpfige Crew blieb unverletzt. Ein erster Bergungsversuch verlief erfolglos. Das Dieselöl ist noch an Bord. Das Schiff behinderte aber nicht die Schifffahrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wolga-Don-Kanal wieder befahrbar

Moskau / Russland - Nach der Reparatur des Schleusentors konnte der Verkehr auf dem Wolga-Don-Kanal früher als geplant wieder aufgenommen werden, teilte das russische Verkehrsministerium mit. Ursprünglich war die Öffnung der Schleuse erst für Samstag vorgesehen. Nun passierte bereits der erste Passagierdampfer mit deutschen Touristen an Bord die reparierte Schleuse.
Wegen der Havarie hatten sich auf beiden Seiten der Schleuse Nummer zehn bis zu 55 Schiffe gestaut. Der technische Defekt hatte am 20. September für einen Unfall gesorgt. Der Tanker "St. Petersburg" befand sich in der Schleusenkammer, als sich die Tore selbständig öffneten. Als das Wasser überlief, wurde der Tanker aus der Schleusenkammer geworfen und dabei schwer beschädigt.
Quelle: russland-aktuell vom 22.09.2006

Auflieger ausgebrannt

Antwerpen / Belgien - Der Frachter "West", der seit mehreren Jahren am Kai 207 in Antwerpen liegt, geriet am Abend des 22.9. in Brand. Erst am Nachmittag des 23.9. war das Feuer unter Kontrolle. Das Schiff hatte Holz und Müll an Bord. Eine Person an Bord konnte sich retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision vor Polen

Swinoujscie (Swinemünde) / Polen - Am 22.9. kollidierte der 106 m lange Frachter "Skagern" vor Polen mit der "Samskip Courier". Er wurde von dem Schlepper "Atlant" zur Reparatur in die in Swinoujscie liegende Schiffswerft Navikon gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Legendäres Wrack entdeckt ?

Moskau / Russland - Nach der Entdeckung des mutmaßlichen Wracks des legendären sowjetischen Dampfschiffs "Tscheljuskin" in arktischen Gewässern wurden jetzt in Russland Forderungen nach einer Bergung des Schiffs laut. Der Vizesprecher des russischen Parlaments Duma, Arthur Tschilingarow, sagte am 22.9., dies wäre ein "wichtiger patriotischer Schritt". Eine Expedition hatte am 19.8. nordöstlich von Sibirien ein Wrack entdeckt, das für das Schiff aus der Stalin-Zeit gehalten wird.
Die "Tscheljuskin" war im Februar 1934 auf dem Weg von Leningrad, dem heutigen Petersburg, nach Wladiwostok mit einem Eisberg zusammengestoßen und gesunken; fast alle 112 Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Der Untergang und die Rettung der Passagiere wurde damals zu einer nationalen Legende. Die Suchaktion war mithilfe eines von einem U-Boot geschleppten Sonars und einem Echolot durchgeführt worden. Nachdem ein Objekt geortet worden war, begannen Taucher mit Untersuchungen. Sie stiegen insgesamt 5 Mal auf eine Tiefe von 49 Metern ab. Es gelang ihnen, zwei Wrackteile aus dem Bereich des Bootsdecks abzutrennen und zu bergen. Außerdem wurde ein Video des Wracks erstellt. Die Wrackteile sollen zur Bauwerft "Burmeister & Waine " Kopenhagen , wo die "Tscheljuskin" vor 73 Jahren vom Stapel lief, zur Analyse gesandt werden. Danach sollen die Fragmente ausgestellt werden..
Quelle: Tim Schwabedissen

Wachoffizier schlief - Schiff gestrandet

Stockholm / Schweden - In der Nacht vom 21. zum 22.9. lief das litauische Feederschiff "Arina" nahe Understen Leuchtfeuer vor Stockholm auf Grund. Aus dem leckgeschlagenen Frachter liefen geringe Mengen Öl aus. Die schwedische Küstenwache entsandte 3 Gewässerschutzschiffe. Die Ursache der Strandung war, dass der Wachoffizier eingeschlafen war. Die "Arina" wurde 1989 erbaut und hat eine Kapazität von 344 TEU. Sie fährt für die deutsche Reederei Baum & Co.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter aufgerichtet

Galati / Rumänien - Die Bergungsfirma Multraship richtete am 21.9. den türkischen Frachter "Gulizar Ana", 3.300 tdw, auf, der am 10.9. im rumänischen Hafen Galati beim Laden gekentert war, nachdem die Ladung von Stahlkolli u.a. übergegangen war. Am 13.9. hatte Multraship den Bergungskontrakt erhalten und den Schwimmkran "Cormorant" und den Schlepper "Fonda" aus Bourgas zum Wrack mobilisiert. Außerdem wurde eine Ölbarge, Skimmergerät, Pumpen und andere Ausrüstung bis zum 17.9. zum Schiff verbracht. Die "Gulizar Ana" hatte rund 60 Grad Schlagseite, ein Schwimmkran verhinderte ein weiteres Abkippen zum Kai hin. Dann wurden Maschinen- und Besatzungsräume ausgepumpt und die Schlagseite auf 28 Grad reduziert. Nachdem das Gewicht des Schiffes weiter reduziert wurde, gelang es, es auf 20 Grad zu bringen. Nach einer Inspektion durch rumänische Behörden wurde das Schiff am 21.9. endgültig auf ebenen Kiel gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter nach einer Woche wieder frei

Port Everglades, Fort Lauderdale, Florida / USA - Am 21.9. wurde der 645 Fuß lange Frachter "Clipper Lasco", 28.200 tdw, durch die Resolve Marine Group freigeschleppt. Zuvor waren rund 2000 Tonnen der 30.000 Tonnen Bauxitladung aus Sete entfernt worden, dann gelang das Flottmachen beim ersten Versuch bei Hochwasser. Danach wurde der Havarist zur Inspektion auf einen Ankerplatz 2 Meilen vor Port Everglade verholt. Taucher fanden keine Schäden. Das unter Bahamas-Flagge laufende, 2004 erbaute Schiff war am 14.9. vor Port Everglades bei Flut gestrandet. Es war zuvor mehrfach aufgefordert worden, den Kurs zu ändern. Es hatte keinen Lotsen an Bord. Bei der Strandung wurden der Seeboden und einige Korallenriffe beschädigt. Der Gesamtschaden muss noch untersucht werden. Nach der Strandung war eine Sicherheitszone um das Schiff eingerichtet worden, und ein 1800 Fuß lange Ölschlängel wurde um den Havaristen ausgebracht. Der Küstenwachkutter "Marlin" patrouillierte um die Strandungsstelle.
Quelle: Tim Schwabedissen

Doppelstrandung im Suezkanal

Suez Kanal, Ägypten - Am 20.9. lief der norwegische Großtanker "Front Vanguard", 300.100 tdw, gegen 10.50 Uhr im Kabrit Channel des Suez Kanal auf Grund. Dies zwang den Suezmax-Fahrer "Anna", der im Konvoi folgte, zu einem Ausweichmanöver, wobei das 147.000 tdw große, 1998 erbaute Schiff ebenfalls auf Grund lief. Es kam rasch wieder frei. Jedoch lief aus einer Schadstelle etwas Öl aus. Die "Front Vanguard" warf Anker im Großen Bittersee, um am 21.9. untersucht zu werden. Sie hatte Wassereinbruch in einen Ballastwassertank. Die "Front Vanguard" war auf dem Weg in den kanadischen Hafen Come By Chance.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht vor Long Island überlaufen

New Haven, Connecticut / USA - Am frühen Morgen des 20.9. kollidierte der Frachter "Barkald", 42.000 tdw, mit der 92 Fuß langen Yacht "Essex" im Long Islang Sound. Dabei kam eine Frau ums Leben, 2 Mitsegler wurden von der Küstenwache und einem Boot der "Barkald" gerettet. Die Kollision ereignete sich um 04.00 Uhr vor dem Nordstrand von Long Island rund 5 Meilen nördlich von Roanoke. Die 2002 erbaute "Barkald" kam von Bridgeport, Connecticut und war auf dem Weg nach Halifax, Nova Scotia, um dort Ladung zu nehmen. Die "Barkald" wurde nach dem Unglück nach New Haven geleitet, wo die Untersuchungen stattfinden sollen.
Quelle: Tim Schwabedissen

2 Personen von sinkendem Sportboot gerettet

Texas City, Texas / USA - Am 20.9. sank nahe Texas City Dike am Morgen ein 20 Fuß langes Sportboot. Ein Küstenwach-Ausguck in Houston-Galveston erhielt von einem Lotsenboot die Meldung, dass ein sinkendes Boot mit 2 Personen an Bord im Houston Ship Channel nahe Tonne 25 gesichtet worden sei. Ein Rettungsboot Station Galveston und ein Rettungshubschrauber der Air Station Houston liefen zur angegebenen Position. Es gelang ihnen, die beiden Bootsinsassen, einen Mann und eine Frau, unversehrt zu retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

"CP Valour" geborgen und gesunken

Azoren - Am 20.9. gelang es einem Team von SwitzerWijsmuller Salvage, die im Dezember vor den Azoren gestrandete "CP Valour" nach monatelangen Vorberettungen freizuschleppen. Gegen 13 Uhr war der Havarist flott und wurde von den Schleppern "Maersk Achiever", "Battelaxe" und "Ayton Cross" sowie der "Remo" von der Küste fortgeschleppt. Hier war geplant, zu untersuchen, ob sie nach Lissabon eingeschleppt werden könnte. Dann jedoch erfasste ein Sturm den Schleppzug, und das Wrack sank in 1600 Metern Tiefe 20 Meilen nordwestlich von Faial. Die 6-köpfige Runnercrew musste mit einem Hubschrauber gerettet werden. Da sämtliche umweltgefährdenden Stoffe bereits aus dem Rumpf entfernt worden waren, stellt es keine Umweltgefährdung dar.
SwitzerWijsmuller hatte den Bergungskontrakt im April erhalten. Erst waren die meisten der 525 Container des 1000-TEU-Schiffes gelöscht worden. Da alle Tanks geflutet und der Rumpf schwer beschädigt war, wurde die "CP Valour" zum Totalverlust erklärt. Um sie wieder flott zu machen, wurde das Gewicht reduziert. Die Hauptmaschine und andere schwere Teile des Maschinenbereiches sowie die Aufbauten wurden entfernt. Dazu wurde das Jack-Up-Rig "MEB-JB 01" eingesetzt, drei große Bargen und die Schlepper "Battleaxe", "Ayton Cross" und "Remo" sowie der Ankerziehschlepper "Caradog", der beim Manövrieren der Bargen im flachen Wasser assisitierte. Nach Abschluss des Leichterns wurde der Rumpf gelenzt und mit Pressluft gefüllt. Dabei wurden die Arbeiten immer wieder durch die exponierte Lage des Wracks vor Baia da Rebera das Cabras behindert. Die Bucht ist von West nach Nord der offenen Atlantikschwell ausgesetzt, sodass die "CP Valour" häufig in schwerer Brandung lag und immer wieder volllief. Dennoch gelang es, die Laderäume 1 und 2 sowie den Maschinenraum trockenzulegen. Laderaum 3 war zu schwer beschädigt, um abgedichtet werden zu können. Mit Zwillingszügen am Bug und 400 Tonnen Pfahlzug wurde die "CPValour" schließlich bei günstigem Wetter mit hoher Schwell zur offenen See hin gedreht, während das Achterschiff mit Ankern gesichert wurde, ehe die 265 Tonnen Pfahlzug der "Maersk Achiever" sie vom Grund freibrachten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Taifun versenkte Schiffe - viele Tote befürchtet

Bangladesh - Die "BNS Shaheed Farid" der Marine von Bangladesh sank am 20.9. vor der Küste von Khulna-Mongla in einem Tropensturm. Der Kapitän ertrank, 40 Mann wurden durch Marineeinheiten und Rettungshubschrauber gerettet. Die halb gekenterte "'BNS Shaheed Farid" trieb halb gekentert vor Akram Point in Khulna und wurde später geborgen.
In demselben Sturm wurden über 3000 Fischer mit 630 Trawlern und 25 Booten in der Bay of Bengal (Golf von Bengalen) vermisst. In den folgenden Tagen trieben hunderte von Leichen in der See und auf die Strände.
Quelle: Tim Schwabedissen

Passagierschiff kenterte in Chile

Punta Arenas / Chile - Am 20.9. sank das Fahrgastschiff "DAP Mares" in Catalina Bay, Punta Arenas, wo es seit 5 Tagen geankert hatte. Die ehemalige "Chinook" war 76.5 Meter lang. Sie begann plötzlich, sich überzulegen und war binnen sechs Minuten auf 18 Meter Wassertiefe 500 Meter vor der Küste gesunken. Die fünfköpfige Crew wurde von einer passierenden Fähre gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. Die Aerovías DAP hatte die "Chinook" Anfang 2005 für 3.5 Millionen Dollar für Antarktisexkursionen und Kreufahrten gekauft. Eine Bergung hängt vom Zustand des Schiffes ab. Das leichte Dieselöl aus dem Wrack verflüchtigte sich schnell.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank vor Ramsgatge

Ramsgate, England / UK - In der Einfahrt von Ramsgate, Kent, sank der Kutter "Chananne" am 20.9, nachdem er Schlagseite entwickelt hatte. Die zweiköpfige Crew wurde Minuten vor dem Untergang gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter in Russland gestrandet

Russland - Der 138 Meter lange Frachter "Volgo-Don" lief auf dem Weg von Togliatti nach St. Petersburg auf dem Verhnyaya Sheksna-Fluss auf Grund. Ein Schlepper kam dem Frachter zu Hilfe.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker rammte Schleusentor

Wolga-Don-Kanal / Russland - Nachdem das Schleusentor 10 des Volgo-Don-Kanals beim Transit des Tankers "St. Petersburg" versagte, rammte es am 20.9. Schiff die Schleuse. Es wurde leicht beschädigt, das Schleusentor aber so schwer, dass der vielbefahrene Wasserweg mehrere Tage geschlossen werden muss.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachtschiff im Rhein gesunken

Lampertheim, Hessen / DE - Aus einem gesunkenen Frachtschiff sind am Mittwoch in Südhessen mehrere hundert Liter Diesel in einen Nebenarm des Rheins gelaufen. Die Feuerwehr errichtete eine Ölsperre und konnte den Kraftstoff so eingrenzen. Ernste Folgen für die Umwelt werde der Unfall aber nicht haben, teilte die Einsatzleitung mit. Am Nachmittag scheiterte ein erster Versuch, den Havaristen zu bergen.
Laut Wasserschutzpolizei hatte das Schiff rund 2900 Tonnen Sand an Bord. An einer Löschstelle bei Lampertheim sollte dieser am frühen Morgen ausgeladen werden. Dabei sackte das Heck des 104 Meter langen Gütermotorschiffs jedoch weg und Wasser brach in den Maschinenraum ein. Die bordeigenen Pumpen konnten nicht verhindern, dass das Heck bis auf den Grund sank. Über die Lüftungsklappen im Maschinenraum trat der Diesel aus.
Von der Besatzung kam niemand zu Schaden. Die Polizei hält nach den bisherigen Ermittlungen menschliches Fehlverhalten für die Ursache des Unfalls. Am Nachmittag wurde versucht, das gesunkene Schiff mit Hilfe eines schwimmenden Großbehälters - einem so genannten Leichter - anzuheben. Dies misslang jedoch. Nun hoffen die Einsatzkräfte, dass nach dem jüngsten Hochwasser der Rheinpegel sinkt, der Havarist dadurch leichter und ein neuer Bergungsversuch möglich wird.
Quelle: ddp-rps vom 20.09.2006

Tanker mit 1.150 Tonnen Benzingemisch im Rhein leck geschlagen

Niederheimbach, Kreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz / DE - Im Rhein ist ein Tankschiff mit 1.150 Tonnen eines Benzingemischs auf Grund gelaufen und leck geschlagen. Das Unglück ereignete sich Dienstagnachmittag bei Niederheimbach im Kreis Mainz-Bingen. Es sei nur wenig von dem Benzingemisch ausgelaufen, erklärte die Wasserschutzpolizei.
Das Benzingemisch habe in der Nacht aus dem beschädigten Tank in einen anderen Teil des Schiffes umgepumpt werden können. Nach Polizeiangaben befand sich das deutsche Schiff am Dienstagnachmittag auf der Fahrt von Flörsheim am Main nach Rotterdam, als es gegen 16.00 Uhr auf Grund lief. Die Unglücksursache sei noch unklar. Das Tankschiff sei am Mittwochmorgen von einem Schlepper in den Hafen von St. Goarshausen gebracht worden, wo es nun zunächst von Tauchern inspiziert und anschließend abgedichtet werden solle.
Laut Polizei drangen in den leck geschlagenen Tank rund 40 Zentimeter Wasser ein. Da das Benzingemisch jedoch leichter sei, habe das Wasser die Ladung nach oben gedrückt und so ein Auslaufen verhindert: "Die Sache war schon knapp." Verletzt wurde bei der Havarie niemand.
Quelle: NGZ-Online vom 20.09.2006

Gewässerverunreinigung im Hüttenhafen von Bremen

Bremen, Industriehafen / DE - Heute, am 20. September 2006, kam es gegen 11.40 Uhr bei einem Bunkervorgang auf dem Seeschiff "FRANCESCA" von einem längsseits liegenden Bunkerboot zu einem sog. "Überläufer". Beide Schiffe liegen am Terminal 1 des Hüttenhafens, Bremen-Industriehafen. Dabei gelangten ca. 1000 - 1500 ltr Schweröl in das Hafenwasser des Hüttenhafens. Vor Ort befindet sich neben der WSP Bremen die Feuerwehr mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften, um die Ausmaße der Gewässerverunreinigung einzudämmen. Außerdem vor Ort sind: Senator für Umweltschutz, Abt. 6 - Wasserwirtschaft sowie das Hafenamt Bremen.
Die Ermittlungen der WSP Bremen werden wahrscheinlich noch bis in die Abendstunden andauern.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 20.09.2006

Kutter vor der Küste von Texas gerettet

Aransas Pass, Texas / USA - Am 19.9 assistierte die US-Coast Guard rund 20 Meilen südlich von Port Aransas, Texas, dem 59 Fuß langen Shrimpfänger "Miss Adelisa". Er hatte um 07.30 Uhr gemeldet, das er 4 Fuß Wasser im Maschinenraum habe. Daraufhin lief ein Boot Port Aransas aus, ein HH-65B Dolphin Helikopter startete in Corpus Christi. Er war um 08.20 vor Ort und setzte eine Lenzpumpe ab, mit deren Hilfe es gelang, den Wassereinbruch zu kontrollieren. Um 9 Uhr erreichte das Küstenwachboot die "Miss Adelisa" und stellte fest, dass Dieselöl aus einem aufgerissenen Öltank mit dem Wasser über Bord ging. Sofort wurde die Lenzpumpe gestoppt. Rund 600 Gallonen Diesel waren bereits ins Wasser geflossen, rund 150 Gallonen noch an Bord. Das Küstenwachboot "Manatee" nahm Kurs auf den Kutter und soll ihn nach Conn Brown Harbor nördlich von Aransas Pass schleppen, wo das verbliebene Öl abgepumpt werden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Schottland in Seenot

Macduff, Aberdeenshire, Schottland / UK - Am Morgen des 19.9. erhielt die Aberdeen Coastguard um 10.40 Uhr ein Mayday von dem in Banff registrierten Kutter "Arcana", der 7 Meilen nördlich von Macduff Wasser machte. Die Aberdeen Coastguard forderte den RAF Rettungshubschrauber 137 aus Lossiemouth mit 2 Pumpen an. Außerdem liefen die Rettungsboote aus Buckie, Fraserburgh und Macduff aus. Bei gutem Wetter waren günstige Rahmenbedingungen für eine Rettung gegeben. Das Schiff wurde nach Macduff eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht auf Buhne aufgelaufen

Borkum, Ostfriesische Insel, Niedersachsen / DE - Am vergangenen Freitag (15.9.) gegen 22.15 Uhr lief eine auf der Reise von Norddeich nach Emden befindliche und am Rhein beheimatete, 12 Meter lange Stahlmotoryacht circa eine Seemeile nordwestlich des Fischerbalje-Fahrwassers auf eine Buhne auf, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte. Die kurz darauf aus eigener Kraft wieder freigekommene und unmittelbar dort vor Anker gegangene Yacht drohte dann später aufgrund starken Wassereinbruchs im Maschinenraumbereich zu sinken. Schlagseite von 30 Grad Als der daraufhin über Polizei-Notruf vom Havaristen alamierte Rettungskreuzer "Alfried Krupp" und das niederländische Rettungsboot gegen 22.50 Uhr vor Ort eingetroffen waren, hatte die Motoryacht bereits eine Schlagseite von etwa 30 Grad. Drei starke Lenzpumpen brachten die Yacht dann in einen stabilen Lenz-Zustand, so dass sie dann gegen 0.15 Uhr nach Borkum eingeschleppt werden konnte. Ursache wohl Alkohol Nach den derzeitigen wasserschutzpolizeilichen Ermittlungen ist die Unfallursache, dass der unter Alkoholeinfluss stehende 64-jährige Schiffsführer die Orientierung verloren hatte.
Quelle: Borkumer Zeitung vom 18.09.2006

Hafenschlepper "Fairplay 22" kracht gegen Pontonanlage

Hamburg / DE - Der Hafenschlepper "Fairplay 22" hat bei einem missglückten Anlegemanöver die Pontonanlage Neumühlen im Hamburger Hafen gerammt und beschädigt. Die Übergangsbrücke zum Ponton habe sich verzogen, statische Auswirkungen habe der Unfall aber nicht gehabt. Die Brücke könne weiter genutzt werden, hieß es am gestrigen Sonntag seitens der Polizei.
Verletzt wurde bei dem Unfall, der am Sonnabend um 12.10 Uhr passierte, niemand. Am Vorsteven des Schleppers habe es eine Beule mit einem Haarriss gegeben. Nach Ermittlungen der Wasserschutzpolizei hatte der 42 Jahre alte Kapitän für das Anlegemanöver den Steuerstand gewechselt, um das Heck des Schleppers besser übersehen zu können. Danach konnte er vermutlich aufgrund eines technischen Defekts keine Ruder- und Maschinenmanöver mehr geben. Da der Schlepper weiter vorausfuhr, krachte er gegen den Ponton. Ein Alkoholtest bei dem Kapitän verlief negativ. Die Seeberufsgenossenschaft hat eine Weiterfahrt des Schiffes verboten.
Quelle: abendblatt vom 18.09.2006

"Sea Trader"-Wrack in Gent gehoben

Gent / Belgien - Am 18.9. wurde der in Gent gesunkene einstige RoRo-Frachter "Sea Trader" (ex Mekhanik Gerasimov - ex Color Trader) von dem Kran "Amsterdam" und der "Matador" gehoben. Gemeinsam mit der "Broedertrouw XV" wurde das Schrottschiff dann auf einen Slip zum endgültigen Abwracken verholt. Die "Sea Trader" war nach einem Großbrand während des Verschrottens am Liegeplatz gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Titanic" hatte zu schwache Nieten

Washington, USA - Zu schwache Nieten im Schiffsrumpf sollen laut neuen Forschungsergebnissen den schnellen Untergang der "Titanic" mitverursacht haben. Zusammen mit einer Kollegin habe er vom Wrack des Kreuzfahrtschiffs geborgene Nieten untersucht und mit damals üblichen Materialien nachbauen lassen, sagte der amerikanische Metallkundler Tim Foecke, der an einem Forschungsinstitut im US-Bundesstaat Maryland arbeitet. Das verwendete Eisen sei nicht so robust gewesen, wie die Konstrukteure offenbar dachten. Hätten die Bauer der "Titanic" stattdessen Stahl verwendet, wäre das Schiff weniger schnell gesunken. Das als "unsinkbar" gepriesene" größte Kreuzfahrtschiff seiner Zeit sank in weniger als drei Stunden. Fast 1500 Menschen kamen ums Leben. Damalige Qualitäts-Nieten hätten eine Belastung von neun Tonnen ausgehalten, erläuterte Foecke. Das mit Hilfe eines britischen Experten für historische Baustoffe nachgebildete Schmiedeeisen aber gab schon bei vier Tonnen nach.
Den "Titanic"-Konstrukteuren Belfaster Werft Harland &Wolff gibt der Forscher aber keine Schuld. Sie seien von mehreren Zulieferern ausgestattet worden, die möglicherweise zu wenig Erfahung im Schiffsbau hatten "und es auch nicht besser wissen konnten". Der "Titanic"-begeisterte Foecke arbeitete zusammen mit seiner Kollegin Jennifer Hooper McCarty zehn Jahre an dem Forschungsprojekt. (Meldung vom 17. Sept.).
Quelle: Tim Schwabedissen

Autofähre gesunken - ein Toter

Saiki, Oita, Japan - Am 17.9. wurde ein Mann getötet, als eine Autofähre im Schlepp vor Japan im Taifun Shanshan kenterte. Das namenlose Schiff war im Schlepp eines Frachters zur Ablieferung an die Malediven, als es am Abend nahe Saiki beim Versuch, vor Saiki Schutz zu finden, nach Bruch der Schlepptrosse kenterte. Vier der fünf Mann Runnercrew wurden durch die japanische Küstenwache gerettet. Der fünfte wurde 2,5 Stunden später tot auf den Strand getrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erwachsene und 2 Kinder vom sinkenden Angelkutter gerettet

Kings Point, Nassau, New York / USA - Am 16.9. rettete die US-Coast Guard gegen 13.30 Uhr vier Erwachsene und 2 Kinder von einem sinkenden Angelkutter. Das 40 Fuß lange Boot war auf dem East River leckgeschlagen. Auf den Notruf kamen Boote der Stationen Kings Point und New York. Das Boot sank kurz nach deren Eintreffen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Segeloldtimer im Flensburger Hafen erneut gesunken

Flensburg, Schleswig-Holstein / DE - Der Zweimaster "Giddy Up" ist in der Nacht zum Sonnabend im Flensburger Hafen erneut gesunken. Nach Angaben der Polizei war das 26 Meter lange Schiff in der vergangenen Woche nach einem Wassereinbruch schon einmal in dem Hafenbecken versunken. In einer groß angelegten Bergeaktion wurde die "Giddy Up" von einem 70 Tonnen-Kran wieder gehoben. Das Schiff muss nun kurzfristig erneut gehoben werden, um Umweltschäden durch auslaufendes Öl zu verhindern. Der 1958 in Frankreich aus Teakholz gebaute Zweimaster, der lange als Fischfangschiff vor Norwegen tätig war, wurde mit seinen 21 Kojen von dem Kieler Eigner als Segeloldtimer eingesetzt.
Quelle: dpa/lno vom 16.09.2006

Schülergruppe kentert mit Boot - Lehrer wird vermisst

Ludorf, Landkreis Müritz, Mecklenburg-Vorpommern / DE - Nach dem Kentern einer Schülergruppe in einem Ruderboot auf der Müritz wird seit Freitag ein 60-jähriger Lehrer vermisst. Wie die Wasserschutzpolizei am Samstag mitteilte, war die Gruppe aus Hannover bei starkem Wellengang nahe Ludorf in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Ausflug unterwegs, als das Boot kenterte. Der Lehrer sei bei dem Boot geblieben, während die neun Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren und zwei weitere Betreuer sich ans Ufer retten konnten. Vermutlich habe er das Boot sichern wollen. Am Freitag wurde mit Hubschraubern und mehreren Booten erfolglos nach dem Mann gesucht. Am Sonnabend wurde die Suche mit einem Boot in der bis zu elf Meter tiefen Müritz fortgesetzt.
Quelle: dpa vom 16.09.2006

Manövrierunfähiger Schrott-Fischdampfer mit 216 Asiaten an Bord entdeckt

Teneriffa, Santa Cruz - Sklavenschiff mit 216 asiatischen Flüchtlingen an Bord vor der Küste der Kanaren Insel Teneriffa aufgebracht - Am Nachmittag des gestrigen Donnerstags (14.September) entdeckte ein Patroullienboot ca. 4 Seemeilen vor der Küste Teneriffas bei Las Galletas ein schrottreifes Fischereischiff, auf dem sich 216 asiatische Flüchtlinge befanden. Die "Al Mari", war ohne Flagge unterwegs und zum Zeitpunkt des Auffindens manövrierunfähig. Nach einer Übeprüfung des Sklavenschiffes auf dem 216 Asiaten eingepfercht waren beschlossen die Behörden die "Al Mari" in den Hafen von Puerto de la Cruz zu schleppen.
Das Guardia Civil Patroullienboot "Río Gallo" und der Schlepper "Punta Salinas" nahmen die schrottreife "Al Mari" an den Haken und bewegten das mit 216 asiatischen Flüchtlingen beladene Fischerboot vorsichtig in den Hafen von Puerto de la Cruz.
Einmal angekommen stellte sich heraus, daß sich unter den 216 Asiaten 18 Menschen befanden, welche dringend ärztliche Hilfe benötigten. Die 18 halbverdursteten asiatischen Flüchtlinge, darunter mehrere Jugendliche wurden sofort nach der Ankunft in verschiedene Krankenhäuser transportiert.
Um die restlichen 198 Asiaten kümmerten sich Mitarbeiter des Cruz Roja, direkt im Hafengebiet. Nach der Erstversorgung wurden die Immigranten in die Obhut der Policia Nacional übergeben.
Quelle: islacanaria.net vom 15.09.2006

Streit um gesunkenes Marineschiff

Berlin / Offenbach / DE - Der Fall eines gesunkenen Schiffs hat Medienberichten zufolge eventuell ein juristisches Nachspiel. Der örtliche Netzbetreiber Energieversorger Offenbach AG (EVO) will einem günstigen Konkurrenten untersagen, sein Verhalten zu kritisieren. Das einstige Marineschiff "WBR7" war am vergangenen Montag in Frankfurt/Offenbach gesunken. Zuvor hatte die EVO als örtlicher Netzbetreiber die Stromversorgung unterbrochen.
Nach Darstellung des Berliner Stromanbieters Flexstrom wollte ein Hamburger Veranstalter auf dem alten, 38 Meter langen Marineschiff Theaterstücke aufführen lassen. Dafür sollte Flexstrom billigen Strom liefern. Doch der bisherige Versorger EVO habe kurzerhand die Stromzähler im Hafen abmontiert. Daraufhin fielen die Lenzpumpen aus, sodass das Museumsschiff voll Wasser lief und kenterte.
FlexStrom kritisiert das Vorgehen der EVO. Diese hatte bestätigt, dass ihr die Wechselabsicht des Schiffsbesitzers schriftlich vorlag, sich aber auf einen älteren Stillegungsauftrag des Vorbesitzers berufen und die Stromversorgung gekappt. Nach Willen der EVO soll FlexStrom nun seine Kritik an den Vorgängen rund um das gesunkene Schiff zügeln. Der Alteigentümer des Bootes, die "Marinekameradschaft Frankfurt am Main von 1895 e.V", hätte die Demontage der Stromzähler über einen externen Elektroinstallateur selbst beantragt. Weder die Marinekameradschaft noch der Elektriker hätten die EVO jedoch darüber informiert, dass an den Stromzählern auch die für das Schiff überlebenswichtigen Lenzpumpen hingen.
Quelle: stromtarife vom 15.09.2006

Löscharbeiten auf "Cougar Ace"

Portland, Oregon / USA - Langsam geht das Löschen der "Cougar Ace" in Portland voran. Pro Schicht werden 75 bis 170 Autos geborgen. Sie werden auf Ein-Auto-Trailer gezogen von ChevyPickups verkaden. Die Autos werden vorher äußerlich gereinigt. Etliche sind mit Batteriesäure und Ölgemischen verschmutzt. Viele Autos sehen aber auch noch perfekt aus. DieLaschings haben die meisten Autos gehalten. Sie sind sehr stark. In den unteren Decks sind aber auch Laschings gebrochen, so dass die losgerissenen Autos auf andere stürzten,andere fielen auf Poller und wurden aufgerissen. In den unteren 2 Decks standen Autos auch komplett unter Wasser. Sie sind mit Algen bedeckt und verrostet. Insgesamt sind aber wohl 90 Prozent der Ladung zu retten. (Meldung vom 15.09.)
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter vor Santos gestrandet

Santos - Am 15.9. strandete der Frachter "Commander" in Santos bei starkem Wind. Schlepper machten den Havaristen wieder flott und brachten ihn nach Santos Bay.
Quelle: Tim Schwabedissen

Polizei findet gestohlene Motor-Yacht

Oldenburg (Oldb), Niedersachsen / DE - Gestohlene Motor-Yacht gefunden: Die Wasserschutzpolizei hat die vor sechs Wochen aus dem Oldenburger Hafen verschwundene "Sirena" in Wremen bei Bremerhaven ausfindig gemacht. Die zehn Meter lange Yacht (Wert: 65 000 Euro) lag dort im Hafen mit dem neuen Namen "San Marco". Tatverdächtig ist ein polizeibekannter 59-jähriger Oldenburger. Die Polizei geht davon aus, dass der durch Eigentumsdelikte aufgefallene Mann das Schiff seiner ehemaligen Lebensgefährtin (57) weiterverkaufen wollte.
Den Angaben zufolge hatte es nach der Trennung des Paares Streit um die Eigentumsverhältnisse gegeben. Die 57-Jährige hatte den Kauf der "Sirena" einst finanziert, ihr damaliger Partner nutzte aber die Yacht. Durch einen Gerichtsvollzieher ließ die Frau das Schiff versiegeln – danach verschwand es.
Quelle: nwz-online vom 14.09.2006

Gefahrgut auf Containerschiff ausgetreten

Hamburg, Athabaskakai / DE - Auf dem unter der Flagge Liberias fahrenden Containerschiff "CMA CGM SAMBHAR" ist während der Seereise von Tilbury nach Hamburg Gefahrgut ausgestreten. Die Wasserschutzpolizei Hamburg hat die Ermittlungen übernommen.
Der Kapitän (43) der "CMA CGM SAMBHAR" teilte bereits noch während der Nordsee-Passage mit, dass auf seinem Schiff Gefahrgut austritt. Das Gefahrgut Alkyl Sulfon Säure (Klasse 8, UN-Nr. 2586, brennbar, giftig) trete tropfenartig aus. Der Stoff sei in Fässern verpackt, in einem 40 Fuss Container.
In Zusammenarbeit mit der Spezialeinsatztruppe Schiffssicherung und der Landeseinsatzchemikerin der Feuerwehr wurde eine erste Gefahrenprognose erstellt. Diese ergab, dass keine konkrete Gefahr für die Schiffsbesatzung und die Schifffahrt besteht. Jedoch durften sich die Besatzungmitglieder nicht in unmittelbarer Nähe des Gefahrgutaustrittes aufhalten.
In Brunsbüttel sind zwei Hamburger Feuerwehrbeamte an Bord des Schiffes gegangen, um die weitere Gefahrenlage zu klären. Am Donnerstagmorgen hat das Containerschiff den Hamburger Hafen erreicht und am Athabaskakai festgemacht.
Nach einer weiteren Lagebeurteilung wurde entschieden, sämtliche Container um den gefährdeten Bereich zu entladen. Im Anschluss wurde der Container mit dem austretenden Gefahrgut entladen und in eine Gefahrgutwanne gesetzt. Danach wurde das Gefahrgut gesichert und in ein so genanntes Überfass gestellt. So ist kein weiterer Gefahrgutaustritt möglich. Nach ersten Erkenntnissen waren nur wenige Liter des Gefahrgutes ausgetreten.
Ein Hafenarbeiter begab sich entgegen der Absprache mit der Einsatzleitung in den abgesperrten Bereich und zog sich dadurch leichte Verletzungen (Hautreizung) zu. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.
Quelle: Polizei Hamburg vom 14.09.2006

Kutter vor Friedrichskoog gekentert

Friedrichskoog, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE - Die Besatzung eines Nebenerwerbskutters rettete am Dienstagnachmittag einen 72-jährigen Friedrichskooger, dessen Boot etwa fünf Kilometer vor dem Hafen der Nordseegemeinde gekentert war.
Er hatte Krabben gefangen und war auf der Rückfahrt in den Hafen. Etwa auf halbem Weg zwischen Trischen und dem Land geriet das Sieben-Meter-Boot des 72-Jährigen an einer Kante des Priels Krabbenloch in so weichen Sand, dass es fest saß. "Als der Sand weggespült wurde, kam das Boot immer mehr in Schieflage", erzählt der Hobbyfischer, "bis schließlich das Wasser über die Bordwand kam." Der kleine Kutter lief voll und kippte vollständig auf die Seite. Sicht- und Wetterbedingungen waren nach Auskunft der Wasserschutzpolizei Büsum zu diesem Zeitpunkt bestens.
Dem Hobbyfischer ist nichts passiert: "Ich habe alles gut überstanden." Dabei hat der Friedrichskooger großes Glück gehabt. Als sein Boot kenterte, fiel er zwar über Bord, doch erstens war das Wasser noch recht warm und an dieser Stelle nicht sehr tief und zweitens konnte er sich an den Aufbauten festhalten.
Rettung nahte bald und zwar in Form eines Nebenerwerbskutters, dessen Besatzung ihm sofort zu Hilfe eilte. Es gelang ihnen, den Gekenterten heil und unverletzt an Bord zu ziehen. Sie setzten den 72-Jährigen im Hafen in Friedrichskoog ab, wo er schon von seinem Sohn und der Wasserschutzpolizei Büsum erwartet wurde. Die spricht der Rettungsmannschaft ein großes Lob aus: "Ohne die routinierte Kutterbesatzung hätte die Angelegenheit auch weit schlimmer enden können."
An der Unfallstelle – etwa fünf Kilometer vom Land entfernt, von der Hafeneinfahrt aus gesehen linker Hand – trafen nach und nach ein Fischkutter aus Friedrichskoog, der Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms" aus Cuxhaven, ein Rettungshubschrauber des ADAC aus Wilhelmshaven und das Büsumer Polizeiboot "Helgoland" ein. Sie mussten aber nur noch die Unglücksstelle absichern, eingesetzt werden brauchten sie nicht mehr. Der Tonnenleger "Wulf Isebrand" aus Büsum kennzeichnete das Wrack, von dem nur noch die Mastspitze aus dem Wasser guckt, mit einer Boje.
Die Wasserschutzpolizei schätzt den Schaden ganz grob auf 20 000 Euro. Ob das Boot geborgen wird, steht noch nicht fest. Darüber entscheidet das Wasser- und Schifffahrtsamt in Tönning. Gestern besichtigte die Wasserschutzpolizei das Wrack, das inzwischen versandet ist: "Deshalb würde eine Bergung sehr kostspielig."
Zurzeit liegt das gekenterte Boot außerhalb der Fahrrinne, bildet also kein Hindernis für andere Kutter. Sollte sich die Fahrrinne verändern, was im Watt vor Friedrichskoog keine Seltenheit ist, würde das Wrack doch zu einem Hindernis und müsste dann geborgen werden, vielleicht auch nur teilweise.
Quelle: sh-nordsee.de vom 14.09.2006

Segelboot verschollen

Galveston Bay / Texas / USA - Am 14.9. startete die US-Coast Guard eine Suchaktion nach einem vermissten Segelboot mit einem Erwachsenen und 2 Kindern nahe Double Bayou, obere Galveston Bay. Ein Segelpartner hatte um 19.08 Uhr gemeldet, dass die 22 Fuß lange "Cali" nicht zu einem erwarteten Rendezvous gekommen und der Kontakt um 16 Uhr verlorengegangen sei. Ein HH-65C Dolphin Helikopter stieg auf. Die "Cali" sollte vom Clear Lake nach Double Bayou segeln, eine Strecke von 18 Meilen. Die Suche wurde am 15.9. ergebnislos abgebrochen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Flüssiggastanker saß fest

Ratnagiri, Maharashtra, Indien - Der norwegische Flüssiggastanker "Kew Bridge", 16.228 tdw, der Atlantics Shipping Corporation lief am 14.9. im Hafen von Ratnagiri in der Maharashtra's Konkan Region auf Grund. Das Schiff hatte in Charter der PSU Bharat Petroleum 8000 Tonnen Ladung für die Finolex Industries Ltd. an Bord, als es auf weichem Grund im Mittschiffsbereich festkam. Zwei Schlepper liefen aus Bombay zur Hilfeleistung aus und wurden am Abend des 19.9. vor Ort erwartet. Es wurde gehofft, den Tanker mithilfe dreier weiterer Schlepper am nächsten Morgen flott zu bekommen. Die Crew von 21 war in keiner Gefahr. Die Strandung wurde durch heftigen Regen und schlechtes Wetter verursacht. Die 1993 erbaute "Kew Bridge" läuft unter der Flagge von Vincent/Grenadines.
Quelle: Tim Schwabedissen

Das ehem. Minensuchboot WBR7 ist gesunken - Boot fehlte der Strom

Offenbach, Hessen / DE - Das Minensuchboot WBR7 ist offenbar gesunken, weil ihm der Strom abgestellt wurde. Die Ermittler vermuten, dass ein Ausfall der Lenzpumpen der Auslöser für den Untergang war. Die Pumpen sollten dafür sorgen, dass Regenwasser oder Wasser aus Lecks aus dem Rumpf des Schiffes wieder nach draußen befördert wird.
Während die Wasserschutzpolizei sagt, die Ermittlungen liefen noch und die Unglücksursache sei weiterhin unklar, liefert die Offenbacher Energieversorgung EVO auf FR-Anfrage eine einfache Erklärung, warum die Pumpen ausgefallen sein könnten: Das Minensuchboot hatte keinen Strom. Die EVO hatte den Zähler auf dem Hafengelände, über den das Schiff seinen Strom bezog, bereits am Freitag vergangener Woche abgestellt.
Die Schuld an der Havarie weist das städtische Unternehmen aber von sich. Der Strom sei auf Wunsch des Kunden abgeschaltet worden. "Wir können nicht bei jeder Abbestellung prüfen, welche Geräte der Kunde angeschlossen hat", sagt EVO-Sprecher Harald Hofmann. Das Unglück tue der EVO zwar ausdrücklich leid, sei aber von ihrer Seite nicht abzusehen gewesen.
Das 1943 gebaute Minensuchboot war noch bis vor kurzem von der "Marinekameradschaft Frankfurt am Main von 1895 e.V" genutzt worden. Weil der Verein die Instandhaltung nicht mehr zahlen konnte, hatte es die Bundesmarine im August an einen Hamburger Unternehmer versteigert. Laut EVO hätte das Unglück einfach vermieden werden können, wenn die Marinekameraden die Stromrechnung auf den neuen Besitzer hätten übergehen lassen, anstatt den Strom ganz abzubestellen.
Quelle: FR online vom 13.09.2006

Motoryacht im Travemünder Yachthafen ausgebrannt

Lübeck-Travemünde, Schleswig-Holstein / DE - Im Yachthafen von Travemünde ist am Dienstagabend die sieben Meter lange Motoryacht "Moses" völlig ausgebrannt. Menschen wurden nicht verletzt. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte der Hafenmeister gegen 22 Uhr das Feuer gemeldet. Als die Feuerwehr eintraf, brannte das Boot bereits in voller Länge, Teile der Kajüte schwammen auf dem Wasser. Auch ein daneben liegendes Boot wurde durch die Hitze leicht beschädigt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Quelle: dpa/lno vom 13.09.2006
2. Meldung: Segelyacht "Moses" explodiert - Ein dumpfer Knall riss am späten Dienstagabend viele Freizeitskipper in der Marina Baltica aus dem Schlaf. Aus bislang unbekannter Ursache war die sieben Meter lange Motoryacht "Moses" explodiert. Teile des Schiffes flogen durch die Luft, das Boot brannte sofort in voller Ausdehnung. Auch die schnell angerückte Feuerwehr konnte das Schiff nicht mehr retten. Die Polizei beziffert den Schaden mit 15 000 Euro. Zum Glück befand sich zum Zeitpunkt der Explosion niemand mehr an Bord, so dass keine Menschen bei dem Feuer verletzt wurden. Die Kriminalpolizei hat das Boot mittlerweile geborgen und zur weiteren Untersuchung in einer nahe gelegenen Halle untergebracht. Ein Sachverständiger soll jetzt die Brandursache klären. Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass es zu einer Verpuffung in einem Benzintank oder einer Gasflasche gekommen ist.
Quelle: ln-online vom 13.09.2006

Mann ertrank beim Angeln

Diensdorf-Radlow, Landkreis Oder-Spree, Brandenburg / DE - Ein 83-jähriger Mann ertrank am Dienstagabend im Scharmützelsee. Er war zuvor auf seinem Angelkahn etwa 70 Meter vom Ufer entfernt unterwegs. Die Ehefrau sah wie der 83-Jährige ins Wasser fiel, sich aber noch am Boot festhielt. Ein 21-jähriger Feuerwehrmann schwang sich sofort auf sein Surfbrett und wollte dem Angler zur Hilfe eilen. Etwa auf halber Strecke sah der 21-Jährige den Mann noch über Wasser. Dann war der Rentner nicht mehr zu sehen. Zwei Kajütboote nahmen ebenfalls die Suche nach dem Mann auf. Ungefähr 30 Meter vom Angelkahn entfernt wurde der Mann durch die Helfer unter Wasser aufgefunden und an Land gebracht. Leider kam jede Hilfe zu spät. Der Mann war bereits tot.
Quelle: Polizei Brandenburg vom 13.09.2006

Schleuse Iffezheim - Rund 20.000 Euro Schaden bei Schiffsunfall

Iffezheim / Karlsruhe, Baden-Württemberg / DE - Rund 20.000 Euro Schaden gab es nach ersten Schätzungen bei einem Schiffsunfall am gestrigen Dienstagabend bei der Staustufe Iffezheim. Nach den Ermittlungen der Wasserschutzpolizeistation Karlsruhe schleuste kurz nach 19 Uhr ein mit 156 Personen besetztes Fahrgastschiff aus Oberwesel zu Tal, als nach Verlassen der Kammer der Führer eines nachfolgenden Güterschubverbandes aus Basel offenbar durch Unaufmerksamkeit die Situation falsch einschätzte und auf das vorausfahrende Schiff leicht auffuhr.
Personen kamen nicht zu Schaden. Nachdem sich herausstellte, dass weder das Kabinenschiff noch der mit Container beladene Schubverband sicherheitsrelevante Schäden erlitt, konnten beide Schiffe am Mittwoch gegen 1 Uhr ihre Fahrt fortsetzen.
Quelle: ka-news vom 13.09.2006

Schiff im Suez-Kanal gesunken

Ismailia / Ägypten - Ein ägyptisches Schiff mit 45 Menschen an Bord ist im Suez-Kanal gesunken. Dabei sei mindestens ein Besatzungsmitglied ertrunken, teilten die Behörden mit. Sechs weitere Menschen seien offenbar verletzt worden, als das Schiff nahe der Stadt Ismailia untergegangen sei. Nach drei Besatzungsmitgliedern werde noch gesucht. Wegen des noch andauernden Rettungseinsatzes sei der Suez-Kanal für den Schifffahrtsverkehr geschlossen worden, teilten die Behörden weiter mit. Die Ursache für den Untergang sei noch unklar.
Der Suez-Kanal ist als schnellste Seeverbindung zwischen Europa und Asien ein wichtiger internationaler Handelsweg. Im Februar waren mehr als 1.000 Menschen bei einem Fährunglück im Roten Meer gestorben.
Quelle: n-tv vom 13.09.2006
2. Meldung:
Schwimmbagger gesunken - Der Suez-Kanal ist am Mittwoch für vier Stunden gesperrt worden, weil der gekenterte Schwimmbagger "Al Khattab" die Fahrrinne blockierte. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen starben zwei Arbeiter, als der Bagger in der Nähe von Ismailija kenterte. Zwei Besatzungsmitglieder werden noch vermisst, acht weitere Menschen wurden verletzt.
Nach Angaben der staatlichen ägyptischen Nachrichtenagentur MENA wurden 41 Arbeiter gerettet, die sich an Bord befunden hatten. Sie waren damit beschäftigt gewesen, Sand aus dem Kanal zu entfernen, der die Durchfahrt der Schiffe behinderte. Als Ursache für den Unfall gab ein Ingenieur der Suez-Kanalgesellschaft einen technischen Defekt an dem Schwimmbagger an.
Die Durchfahrtsgebühren für den Suez-Kanal, der das Mittelmeer und das Rote Meer verbindet, gehören neben dem Tourismus zu den wichtigsten Einnahmequellen Ägyptens.
Quelle: n-tv vom 13.09.2006

Wale bringen Fischerboot zum Sinken

Borneo, Insel im Südchinesischen Meer - Der Zusammenstoß mit Walen hat für die Besatzung eines indonesischen Fischerboots beinahe tödliche Folgen gehabt. Das hölzerne Boot der sechs Fischer (FI-N.SW - Nachrichten) von der Insel Borneo war der Wucht der mächtigen Meeressäuger nicht gewachsen und ging nach der Kollision unter, wie die Tageszeitung "Kompas" berichtete. Fünf Stunden lang habe sich die Besatzung an Treibgut geklammert, ehe sie von einem anderen Fischerboot aufgenommen wurde.
Der Kapitän des Unglücksboots berichtete, das Schiff sei durch den Zusammenstoß leckgeschlagen und mit Wasser vollgelaufen, bis es schließlich sank. Walgruppen durchqueren regelmäßig die indonesische Inselwelt auf ihren Wanderungen zwischen dem Indischen Ozean und dem Südchinesischen Meer.
Quelle: AFP vom 13.09.2006

Büsumer Seenotkreuzer rettet 16 Wattwanderer

Büsum, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein / DE - Der Seenotkreuzer «Hans Hackmack» aus Büsum hat am Dienstag 16 Touristen aus dem Watt gerettet. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mitteilte, war die Gruppe am Vormittag zu einer Wanderung ins Watt vor Büsum aufgebrochen. Jedoch schnitt ihnen im Verlauf des Marsches das langsam auflaufende Hochwasser den Rückweg auf das Festland ab. Sie riefen daraufhin per Handy um Hilfe. Der Seenotkreuzer lief kurz danach mit Höchstfahrt aus und barg die Wattwanderer, die bei einer Wassertemperatur von 16 Grad schon bis zur Hüfte im Wasser standen.
Quelle: dpa/lno vom 12.09.2006

Hamburger Frachter rettet Schiffbrüchige vor Indien

Hamburg / DE - Dramatische Rettungsaktion im Indischen Ozean: Die Crew des Hamburger Containerschiffs "Maersk Dresden" hat gestern vier Schiffbrüchige aus Sri Lanka entdeckt, die sich seit drei Tagen auf ihrem kieloben treibenden Fischerboot festklammerten. Mehrere andere Schiffe waren schon an ihnen vorbeigefahren, ohne Hilfe zu leisten.
Doch Jürgen Thomas, Kapitän des unter deutscher Flagge fahrenden Frachters der Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg, entschied sofort, die Schiffbrüchigen etwa 100 Seemeilen vor der Südspitze Indiens an Bord zu nehmen. Das hölzerne Fischerboot war bei schlechtem Wetter nach Maschinenausfall umgeschlagen. Der Kapitän des Bootes wird noch vermisst. Seine Crew soll am Sonnabend im Sueskanal an Land gehen.
Quelle: abendblatt vom 12.09.2006

Indischer Ozean: Schiff kenterte vor Komoren

Mamoudzou, Mayotte, Inselgruppe im Indischen Ozean - Beim Untergang einer Personen- und Frachtfähre nahe der französischen Insel Mayotte im Indischen Ozean sind möglicherweise Dutzende Menschen ertrunken. Die Präfektur von Mayotte sprach am Montagabend von 33 Vermissten und 43 Geretteten. Die Fähre "Al-Moubarak" war am Samstag mit 76 Menschen an Bord von Madagaskar zur Inselrepublik Komoren ausgelaufen und noch am selben Tag bei starkem Wind gekentert.
Am Montag trieb einer der Verunglückten in einem Rettungsring an den Strand von Mayotte. Dadurch wurde das Unglück bekannt. Mit Hilfe von Ultraleichtflugzeugen gelang es den Behörden von Mayotte, Rettungsboote mit weiteren Überlebenden zu finden.
An der Suche nach den Vermissten beteiligen sich auch Schiffe der Gendarmerie und der französischen Kriegsmarine. Als Unglücksursache wird ein Verrutschen der Ladung vermutet. Vier Besatzungsmitglieder, darunter der Kapiän befinden sich unter den Geretteten. Der Kapitän wurde in Polizeigewahrsam genommen.
Quelle: diepresse vom 12.09.2006
Info: Mayotte besteht aus einer Inselgruppe mit der gleichnamigen Hauptinsel Mayotte und zwei Nebeninseln Ile Pamanzi und Ile M'Zamboro. Mayotte gehört zu Frankreich und liegt zwischen dem nördlichen Teil Madagaskars und dem Norden Mosambiks. Geographisch gehört es zum Archipel der Komoren.

"Michelle"-Wrack geborgen

Rotterdam / Niederlande - Am 12.9. wurde das Vorschiff der nach Kollision mit der "Kiefernwalde" vor Holland gesunkenen "Michelle" durch die "Taklift 7" vom Nordseegrund gehoben und auf einer Barge abgesetzt. Der Schlepper "Smit Barracuda" brachte das Wrackteil nach Rotterdam zum Abwracken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper lief auf Hafendamm

Terneuzen, Zeeland, Niederlande - Auf der Schelde lief der Schlepper "Willem" am 12.9. auf dem östlichen Hafendamm in Terneuzen auf Grund. Der Schlepper "Gent" war schnell vor Ort und bekam den Schlepper wieder flott. Die Hilfe der ebenfalls hinzugekommenen "Leendert Muller", die ebenfalls herbeieilte, war nicht mehr notwendig.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Cougar Ace" im Hafen

Portland, Oregon / USA - Der havarierte Autotransporter "Cougar Ace" ist am 12.9. in Portland/Oregon zu Entladung eingetroffen. Im Anschluss soll das Schiff dort auch repariert werden. Mazda teilte unterdessen mit, die unbeschädigten Autos würden dennoch nicht zum Neupreis verkauft.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erzfrachter riss sich los

Port Hedland, Western Australien / Australien - Am 12.9. lief der 290 Meter lange Erzfrachter "Creciente" im australischen Hafen Port Hedland in der westaustralischen Pilbara-Region auf Grund, nachdem er sich in den frühen Morgenstunden während des Beladens vom Liegeplatz losgerissen hatte. Mehrere Schlepper machten den Havaristen wieder flott und bugsierten ihn rund 200 Meter in den Hafen hinein, wo sieben Meter Wasser unter dem Kiel sind.
Quelle: Tim Schwabedissen

Container stürzten auf Ölbarge

Long Beach, California / USA - Am 11.9. beschädigten zwei 40-Fuß-Container eine Barge in Long Beach in California, als sie von dem Containerfrachter "MSC Loretta" stürzten. Die Barge hatte Brennstoff zu dem MSC-Frachter gebracht. Ihre 2-köpfige Crew blieb unverletzt. Der Unfall ereignete sich nach Abschluss der Verladearbeiten, sodass kein Öl auslief. Die Barge gehört der Westoil Marine Services.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ehepaar tot auf einem Boot entdeckt

Beeskow, Landkreis Oder-Spree, Brandenburg / DE - Ein Ehepaar aus Leipzig ist heute tot auf einem Boot in Ostbrandenburg gefunden worden. Polizisten entdeckten die 56 Jahre alte Frau und den 57 Jahre alten Mann an einer Schleuse bei Beeskow. Derzeit deute nichts auf eine Straftat hin, so die Polizei. Es werde von einer Kohlenmonoxidvergiftung ausgegangen. Gestern hatte sich der Sohn des Paares an die Polizei gewandt, weil er seine Eltern seit Freitag nicht mehr erreicht hatte.
Quelle: MDR1 Radio Sachsen vom 11.09.2006

Mann kommt bei Kanufahrt auf der Isar ums Leben

Freising, Bayern / DE - Bei einer Kanu-Fahrt auf der Isar ist ein 40 Jahre alter Mann aus Freising ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, war das Boot in der Nähe von Freising in einem Strudel gekentert. Während sich die Ehefrau unverletzt ans Ufer retten konnte, wurde der Mann durch die Strudelwirkung unter Wasser gezogen und abgetrieben. Eine Hubschrauberbesatzung fand den Mann etwa 1,5 Kilometer flussabwärts. Der Verunglückte wurde ins Klinikum nach München geflogen, wo er später starb.
Quelle: dpa/lby vom 11.09.2006

Schiff bleibt auf Main an Eisenbahnbrücke hängen

Ginsheim-Gustavsburg, Kreis Groß-Gerau, Hessen / DE - Ein Containerschiff ist am Sonntagabend auf dem Main bei Ginsheim-Gustavsburg unter einer Eisenbahnbrücke stecken geblieben. Das mit 57 Containern beladene Schiff konnte sich jedoch nach Angaben der Polizei aus eigener Kraft wieder freimachen. An der Brücke entstand kein Schaden. Der Schiffsführer hatte erst unter der Brücke bemerkt, dass deren Höhe nicht ausreichte. Beim Zurücksetzen blieb der beladene Bug an der Konstruktion hängen.
Quelle: dpa vom 11.09.2006

Motorsegler brannte vollständig aus

Heilbronn, Baden-Württemberg / DE - Schweißarbeiten am Rumpf führten am Samstag gegen 11 Uhr dazu, dass ein elf Meter langes Schiff vollständig ausbrannte. Der Motorsegler befand sich zu Reparaturarbeiten auf dem Trockendock in einer Werft am Ausgang des Osthafens in der Austraße Heilbronn. Als ein Werftarbeiter eine Stütze anschweißte, erhitzte sich das Innere des Schiffes so sehr, dass der Brand ausbrach. Der Gesamtschaden dürfte etwa 30 000 Euro betragen. Die Berufsfeuerwehr Heilbronn war mit 31 Mann und elf Fahrzeugen im Einsatz.
Quelle: Fränkische Nachrichten vom 11.09.2006

Seglerin ertrinkt im Wardersee

Wensin, Landkreis Segeberg, Schleswig-Holstein / DE - Bei einem Bootsunfall am Freitagabend, gegen 18.45 Uhr, ertrank eine 40 Jahre alte Seglerin im Wardersee bei Wensin. Offenbar war das Segelschiff bei einem Manöver, 20 Meter vom Ufer entfernt, aufgrund einer Windböe gekentert. Die 40-Jährige und ihre 36-jährige Begleiterin scheiterten bei dem Versuch, das Boot wieder aufzurichten. Die 36-Jährige konnte sich ans Ufer retten, während die 40-Jährige im See versank. Sie wurde erst gegen 22 Uhr von Tauchern der DLRG leblos aus dem See geborgen. Die Kriminalpolizei Bad Segeberg hat die Ermittlungen zum Unglückshergang aufgenommen. Das Segelschiff der beiden Frauen versank gänzlich im Wardersee, es wurde später durch die Feuerwehr geborgen und zur Untersuchung sichergestellt.
Quelle: abendblatt vom 11.09.2006

Schwere Kollision in Helsingør

Helsingør / Dänemark - Am Morgen des 11.9. wurde die Hafenfähre "Sundbuss Pernille" in Helsingør von der auslaufenden RoRo-Fähre "Mercandian IV" an Steuerbord gerammt und schwer beschädigt. Als die RoRo-Fähre die Hafenfähre an Steuerbord traf, legte sich diese 35 Grad auf die Seite, richtete sich dann aber wieder auf. Mehrere Fahrgäste wurden verletzt. Die "Sundbuss Pernille" hatte Schäden am Rumpf, Aufbauten und insbesondere im Brückenbereich. Dennoch gelang es ihr, aus eigener Kraft im Hafen festzumachen. Die "Mercandia IV" von HH-Ferries wurde nur leicht am Rumpf beschädigt. Ursache der Kollision war dichter Nebel.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bulker vor Dänemark gestrandet

Aabenraa (deutsch Apenrade), Dänemark - Der zypriotische Bulkcarrier "Velos", der vor Dänemark auf Grund gelaufen war, muss vor der Weiterfahrt nach Ägypten repariert werden. Eine Tauchinspektion vor Skagen ergab einen Rumpfschaden. Am 10.9. wurde der Havarist im Hafen von Aabenraa erwartet, um zunächst seine Ladung Pottasche zu löschen. Dabei wurde er vom SvitzerWijsmuller-Schlepper "Fenja" begleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ehemalige Autofähre in Hamburg-Finkenwerder ausgebrannt

Hamburg-Finkenwerder / DE - Das ehemalige norwegische Fährschiff "Cehili" ( Baujahr 1966 ) ist Samstagabend im Steendiekkanal ausgebrannt. Für die Feuerwehr waren die Löscharbeiten kompliziert. Es brannte auf zwei Decks, als die Feuerwehr eintraf, schlugen die Flammen aus dem Oberdeck. Unter Atemschutz bahnte sich die Feuerwehr den Weg, schlug überall die Fenster ein um das Schiff zu belüften. Durch das Löschwasser bekam das Schiff eine erhebliche Schlagseite nach Backbord.
Nach gut zwei Stunden war das Feuer gelöscht und unter Kontrolle. Während der Löscharbeiten gerieten Verdünnungsmittel und Farben in die Elbe, welche die Einsatzkräfte sofort sicherten.
Das Schiff sollte zu einem Basisschiff für Taucher in der Karibik umgebaut werden, dann ging den Besitzern das Geld aus. Seitdem liegt die ausrangierte Fähre in Finkenwerder am Kai.
Quelle: tvr-news/dpa vom 10.09.2006, updated: 13-9-06
Info: Die "Cehili" wurde 1966 bei A/S Storviks Mek, Verksted A/S im norwegischen Kristiansund erbaut. Sie war für 296 Passagiere und 27 Pkw zugelassen und lief 10 Knoten.
Von Juli 1966 bis 1978
lief sie für die Fosen Trafikklag A/S Trondheim als "Lade Jarl" zwischen Trondheim und Vanvikan, dann bis 1979 zwischen Flakk und Rørvik.
1979
wurde sie zur "Salangen" mit Heimathafen Tromsö und lief zwischen Stornes, Bjørnera und Alvestad.
1988
erfolgte eine Umbenennung zur "Anitras Dans" und 1990 zur "Cehili". Dabei wechselte sie mehrfach Eigner und Flagge.
1991
ging sie an T.A. Thoresen in London und wurde in Urk umgebaut.
1995
erwarb sie H.U. Schwartau, Hamburg, und registrierte sie unter Belize-Flagge. Sie wurde bei Scheel & Jöhnk in Hamburg umgebaut zum Einsatz zwischen Hamburg und Harburg. Zuletzt war ein Umbau zum Taucherschiff in der Karibik geplant.

Bremen - Sportbootunfall auf der Weser

Bremen / DE - Glück im Unglück hatten am Freitagnachmittag zwei 66 und 45 Jahre alte Skipper mit ihrem Sportboot auf der Weser in Höhe des Kraftwerkes Hafen, als ihr Sportboot kippte und 'Kiel oben treibend' entdeckt wurde.
Alarmierte Polizeibeamte - wie auch ein Boot der Wasserschutzpolizei - eilten unter Inanspruchnahme von Sonderrechten zum Fähranleger Farge, wo sie von der Fährrampe das betreffende Sportboot in der Weser außerhalb des Fahrwassers ausfindig machten. Gleichzeitig erkannten sie eine im Wasser treibende Person. Mit Unterstützung des Fährschiffes 'Berne-Farge' gelang es ihnen bald darauf, sich der Unglücksstelle zu nähern. Zwischenzeitlich hatte aber die Besatzung eines weiteren Sportbootes Fahrtrichtung aufgenommen, die die beiden Schiffbrüchigen barg und an Land brachte, wo sie durch den Feuerwehr-Notarzt erstversorgt wurden, der aber keine besonderen Verletzungen feststellte. Danach wurde das verunglückte Boot samt Ausrüstung geborgen und in Sicherheit gebracht.
Quelle: Pressestelle Polizei Bremen vom 10.09.2006

Lastkahn läuft am Elbufer bei Dresden auf Grund

Dresden, Sachsen / DE - Auf der Elbe bei Dresden ist am Samstag ein Lastkahn auf Grund gelaufen. Dem Schlepper gelang es nicht, den am linken Ufer gestrandeten so genannten Leichter freizubekommen, wie die Polizei am Abend in Dresden mitteilte. Am Sonntag soll ein stärkeres Schleppschiff aus dem tschechischen Decin (Tetschen) einen neuen Versuch starten.
Nach einem Defekt an der Ruderanlage des Schleppers war es zuvor zu einer leichten Kollision beider Schiffe gekommen. Der Lastkahn touchierte das Schleppschiff, als dieses zur Reparatur des Schadens vor Anker ging. Verletzt wurde dabei aber niemand. Auch sind laut Polizei keine Gefahrenstoffe aus dem Havaristen ausgetreten.
Quelle: ddp vom 09.09.2006

Kollision in Hamburg

Hamburg / DE - Am Abend des 9.9. erlitt der Frachter "Klenoden" in Hamburg erst einen Blackout, dann einen Maschinenausfall. Daraufhin kam es zu einer Kollision mit dem Frachter "Hanjin Cairo". Während dieser leichte Schäden am Steuerbordbug erlitt, wurde die "Klenoden" am Bug schwer beschädigt. Der Frachter ging zur Reparatur in die Norderwerft.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturmböen warfen Frachter "Irmgard" auf Scharhörn

Cuxhaven, Niedersachsen / DE - Am 8.9. kam in den Morgenstunden auf Scharhörn-Riff der kleine Massengutfrachter "Irmgard" fest. Nach Angaben von Polizeihauptkommissar Ivo Krumbach, Leiter Einsatz und Organisation bei der Wasserschutzpolizei in Cuxhaven, kam das 1139 BRZ-große Küstenmotorschiff kurz nach 4 Uhr zwischen den Tonnen drei und fünf, etwa eine halbe Seemeile südlich des Fahrwassers, bei ablaufendem Wasser und stark auflandigem Wind an Grund, etwa dort wo vor einigen Monaten der Tanker "Gudrun" festgesessen hatte.
Das in Husum beheimatete Schiff befand sich auf dem Weg von Hamburg nach Brake an der Weser, beladen mit 371 Tonnen Futtermittel Sojaschalenschrot und einem Tiefgang von 3,20 Meter. Kurz vor dem Festkommen hatte die Besatzung noch versucht, die Strandung mit einem Ankermanöver zu verhindern.
Als der von der Revierzentrale alarmierte Rettungskreuzer "Hermann Helms" nach einer Stunde Fahrt beim Havaristen ankam, lag dieser mit dem Heck zur See hoch und trocken. Nach Angaben Krumbachs bestand für die drei Besatzungsmitglieder keine Gefahr. Sie konnten an Bord bleiben. Auch für die Umwelt habe zu keiner Zeit eine Gefährdung bestanden. Auch die "Neuwerk" und der Schlepper "Taucher Otto Wulf 3" sowie der Schlepper "Bugsier" boten ihre Hilfeleistung an.
Zum Eingreifen der Berger bestand allerdings keine Notwendigkeit mehr, nachdem der Havarist bei auflaufendem Wasser gegen 11 Uhr aus eigener Kraft über den Anker drehen und wieder frei kommen konnte. Auf Anordnung der Wasserschutzpolizei musste der Frachter dann Cuxhaven anlaufen, wo er am Lentzkai im Amerikahafen festmachte. Dort besichtigte die Seeberufsgenossenschaft das Schiff. Denn nach jeder Grundberührung muss die "Klasse" erneuert werden, bevor das Weiterfahrverbot der Wasserschutzpolizei aufgehoben werden kann.
Quelle: CN vom 09.09.2006

Yacht vom Sturm an Wurster Küste getrieben

Misselwarden, Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen / DE - Da staunten die Deichspaziergänger zwischen Wremen und Misselwarden nicht schlecht: Zwischen Stummelbuhne und Berme eingeklemmt, war in der Nacht zu gestern die eigenwillig gestaltete Yacht "Malu" gestrandet. Glück im Unglück hatte der Skipper, der unverletzt blieb.
Der 39-Jährige war auf dem Weg von Hamburg nach Wilhelmshaven vom Sturm überrascht worden. Deshalb suchte er mit dem neun Meter langen und vier Meter breiten Stahlschiff Schutz im Wurster Arm. Als der Sturm weiter aufbriste, habe der Anker nicht mehr gehalten und das Schiff sei Richtung Küste getrieben worden, teilte die Wasserschutzpolizei Bremerhaven mit.
Nach der Strandung gingen Eigner und Helfer am Morgen daran, alle Risse im Rumpf abzudichten. Mit viel Hauruck und auflaufender Flut gelang es, die "Malu" wieder in Fahrt zu bringen.
Quelle: NZ vom 09.09.2006

130 Touristen sitzen seit Tagen mit Schiff in Schleuse fest

Le Havre / Frankreich - 230 Touristen aus Großbritannien und den USA warten seit Tagen darauf, dass ihre Schiffsreise auf der Seine weitergeht: Ihr Boot sitzt in einer Schleuse in Nordfrankreich fest.
Wie die Reederei Viking River Cruises am Freitag in Le Havre mitteilte, wollte das Boot bei einer siebentägigen Reise die Seine hinauf am Dienstag die Schleuse von Tancarville passieren. Doch dabei sei eines der Tore der Schleuse kaputt gegangen. Wie zahlreiche Frachtschiffe stecke das Boot seitdem fest. "Die Passagiere sind nicht froh, auch wenn sie verstehen, dass wir nicht für den Vorfall verantwortlich sind", sagte ein Sprecher der Reederei. Sie wurden mit Busfahrten zu Sehenswürdigkeiten vertröstet. Die Verwaltung des Hafens von Le Havre, die für die Schleuse zuständig ist, konnte auch am Freitag nicht sagen, wann die Schleuse repariert sein würde.
Quelle: rpo vom 08.09.2006

Segelyacht im Flensburger Hafen gesunken

Flensburg, Schleswig-Holstein / DE - Um 07:20 wurde der Einsatzleitstelle der Polizei in Flensburg gemeldet, dass der 26 m lange Segeloldtimer "Giddy Up" an seinem Liegeplatz im Flensburger Hafen gesunken ist. Bei Eintreffen der Wasserschutzpolizei stiegen noch Luftblasen und Öl aus dem auf 8 m Wassertiefe liegenden Schiff. Die Feuerwehr Flensburg legt einen Ölschlengel aus. Personen werden im Schiff nicht vermutet. Das Schiff ist offensichtlich aufgrund seines schlechten Allgemeinzustandes untergegeangen.
Quelle: Landespolizeiamt Schleswig-Holstein - Abt. 4 - Wasserschutzpolizei vom 08.09.2006

11 Mann von Kutter abgeborgen

Mossel Bay / Südafrika - 11 Seeleute wurden am 7.9. durch den südafrikanischen Rettungsdienst NSRI von den vor dem Südkap brennenden Kutter "Gurusan" 17 Meilen vor Mossel Bay gerettet. Das Feuer war im Maschinenraum entstanden, woraufhin mayday gefunkt wurde. 2 Boote der NSRI liefen aus, auch der Kutter "Bowfaith" nahm Kurs auf die 16m lange "Gurusan". Als die Retter eintrafen, war es aber bereits gelungen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Ein Schwesterschiff sollte den Kutter abschleppen. Aus Sicherheitsgründen ließ sich die Crew aber dennoch abbergen.
Durban / Südafrika - In derselben Schlechtwetterperiode kollidierten vor Durban die "As Salaam" und "Ocean Neptune", als sie mit 20 anderen Schiffen aufs Einlaufen in den Hafen warteten. Als der Anker eines der Frachter nicht mehr hielt, driftete er gegen den anderen. Die "As Salaam" erlitt einen Riss oberhalb der Wasserlinie, die "Ocean Neptune" einen Schaden am Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen

34 Personen von sinkendem Frachter gerettet

Colombo / Sri Lanka - Ein Marineschiff in Galle rettete am 7. Sept. 30 Mann Crew, 2 Kinder und 2 Frauen von Bord der "Amanath Sha", 3000 BRZ, aus Bangladesh vor der Küste von Koggala (Sri Lanka). Es war mit Holz von Yangon, Myanmar über Sri Lanka nach Mumbai unterwegs gewesen. Es musste einige Tage zuvor nach Maschinenschaden vor Arugambay ankern und sollte vom Schlepper "Aktar" nach Colombo gebracht werden. Gegen 07.30 Uhr begann es zu sinken und funkte SOS. Bei schlechtem Wetter scheiterte der Versuch von Tauchern der Marine, das Schiff zu retten. Die Schiffbrüchigen wurden nach Colombo gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.09.2006

Kutter lief auf Grund

Bellingham, Washington / USA - Der 56 Fuß lange Kutter "Lorelei II" lief am Morgen des 7.9. nahe Bellingham, Washington, auf Grund. Er verständigte die Küstenwache in Seattle um 05.15 Uhr und meldete, er sitze mit 6 Mann Besatzung in Squalicum Harbor fest. Das Unglück geschah auf dem Weg von Seward, Alaska, nach Bellingham. Ein 47-Fuß-Rettungsboot aus Bellingham prüfte die Situation vor Ort. Es fand die Crew in einem Beiboot vor. An Steuerbordseite der "Lorelei II" war ein Leck von einem Quadratfuß. SIe hat rund 1000 Gallonen Öl in 2 Tanks, die unbeschädigt blieben. Die Eigner beauftragten nun die National Response Corporation aus Seattle, das Schiff zu stabilisieren und das Öl abzupumpen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.09.2006

Frachter in Sankt-Lorenz-Strom gestrandet

Saint Lawrence River, St. Lawrence, New York, USA - Am 5.9. lief der griechische Frachter "Toro" nahe Cornwall Island (Insel vor Cornwall, Kanada) gegen 20.48 Uhr auf Grund. Das 585 Fuß lange Schiff war mit Rapsmehl für Mexiko beladen und hatte einen kanadischen Lotsen an Bord. Sofort wurde eine Untersuchung des Rumpfes in Vorbereitung eines Bergungsplans durchgeführt. Die U.S. Coast Guard, Vertreter der Saint Lawrence Seaway Development Corporation (SLSDC) (U.S.), der Saint Lawrence Seaway Management Corporation (SLSMC) (Canada), Transport Canada und der Schiffseigner sowie Versicherer werden auf der Basis der Erkenntnisse die Situation erörtern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.09.2006

Großfeuer auf Frachter

Küstenwache Bahrain - Feuerwehr und Rettungsteams mussten am 6.9. ein Feuer auf dem Frachter "Rana" vor Bahrain bekämpfen. Wehren aus Asry und Bapco gingen stundenlang gegen die im Achterschiff der "Rana" wütenden Flammen vor, die ihren Ursprung im Maschinenraum hatten und dann auf die Unterkünfte übergegriffen waren. 20 Mann und 2 Schlepper sowie ein Löschboot eilten nach dem ersten Notruf um 14 Uhr zum Havaristen, drei Stunden später stießen 2 Schlepper der Bahrain Petroleum Company (Bapco) hinzu. Nach mehreren Stunden war der Großbransd unter Kontrolle. Die Crew war zuvor von der Küstenwache Bahrain gerettet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.09.2006

Zwei Tote bei Brand auf russischem Atom-U-Boot

Moskau / Russland - Bei einem Feuer an Bord eines russischen Atom-U-Boots sind zwei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das Feuer sei am Mittwoch Abend ausgebrochen und gegen Mitternacht gelöscht gewesen, ließ die Marine mitteilen. Das Unglück ereignete sich, als das U-Boot "Daniil Moskowski" (K 414 Danyl Moskovsky, SSN Victor III class) auf einer Übungsfahrt nördlich von Murmansk befand.
"Es besteht keine Gefahr nuklearer Verunreinigung", so ein Marinesprecher. Der Atomreaktor sei heruntergefahren worden. Das Boot soll an der Meeresoberfläche in seine Basis Wedjajewo gezogen werden.
Quelle: apa vom 07.09.2006

2. Meldung
Bei einem Brand auf einem russischen Atom-U-Boot sind in der Barentssee zwei Seeleute ums Leben gekommen. Das Feuer sei am späten Mittwochabend Moskauer Zeit ausgebrochen und gegen Mitternacht (Mittwoch 22.00 Uhr MESZ) gelöscht worden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag unter Berufung auf die russische Nordmeer-Flotte.
Ursache für das Feuer sei ein Kurzschluss im Energieversorgungssystem des Schiffes gewesen. Die Gefahr einer nuklearen Verseuchung bestehe nicht.
Zum Zeitpunkt des Brandes befand sich das U-Boot "Daniil Moskowski" nach Angaben der Marine in der Barentssee nördlich der Halbinsel Ribatschi. Inzwischen sei das Boot zu seinem Stützpunkt nach Widjajewo an einem kleinen Fjord in der Nähe von Seweromorsk abgeschleppt worden.
Die beiden Seeleute seien an den giftigen Dämpfen des brennenden Materials an Bord erstickt, sagte Marine-Admiral Wladimir Masorin dem russischen Fernsehsender Itar-Tass. Sie seien zwar noch lebend aus dem U-Boot herausgezogen worden, dann aber während der Wiederbelebungsversuche gestorben. Ein dritter Seemann, der den anderen beiden zur Hilfe kommen wollte, sei nicht schwerwiegend verletzt worden. Das Sicherheitssystem des Kernkraftreaktors an Bord habe funktioniert. "Es besteht keine Verseuchungsgefahr," sagte ein Marinesprecher.
Quelle: russland.RU vom 07.09.2006

Frachter sitzt vor Eisk fest

Ejsk (Yeysk) / Russland - Der russische Frachter "Fizulli", 4.150 tdw, lief am 6.9. beim Auslaufen aus Eisk, Azov Sea (Asowsches Meer), trotz Assistenz zweier Schlepper und einem Lotsen im Einfahrtskanal auf Grund. Das 123,5 Meterl lange und 15 Meter breite, azerbaidschanische Schiff hatte 3000 Tonnen Ölkuchen geladen. Mehrere Versuche dreier Schlepper und des Bergungsschiffes "Delphinus", den Havaristen freizubekommen, scheiterten. Um Mitternacht wurden die Versuche wegen Wetterverschlechterung eingestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.09.2006

Feuer auf Förderplattform

Norwegen - Auf der norwegischen Produktionsplattform Oseberg South der Norsk Hydro brach am 5.9. morgens um 3 Uhr ein Feuer in einem Transformerraum aus. Die Förderung wurde unterbrochen. Das Feuer war schnell unter Kontrolle, und nach einer Untersuchung der Ausrüstung im Transformerraum soll die Produktion wieder anlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.09.2006
Info: Das Oseberg Field Centre liegt etwa 130 Kilometer nordwestlich von Bergen und besteht aus drei Bohrinseln. Pro Tag werden dort ungefähr 150.000 Barrel Öl und bis zu 30 Millionen Normkubikmeter Gas produziert. Zusammen mit den benachbarten Ölfeldern, die an das Oseberg Field Centre angeschlossen sind, liefert Oseberg 400.000 Barrel Öl am Tag. Position Oseberg South: 60° 23,41’ N 002° 47,81’ E

Ladung vom Frachter "Francois Vieljeux" wird geborgen

London / UK - Die Bergungsexperten "Sub Sea Resources" haben damit begonnen, Kupfer aus einem Wrack, das auf dem Grund des Atlantiks vor Nordspanien liegt, zu bergen. Es handelt sich um den Frachter "Francois Vieljeux", der in einem Sturm 1979 auf dem Weg von Tansania nach Nordeuropa sank. Er hat 5500 Tonnen Kupfer und 700 Tonnen Zink an Bord. Davon will SubSea bis Ende September 2006 rund 80 % ans Tageslicht holen, die einen Wert von rund 50,25 Millionen Dollar darstellen. Die technischen Methoden dafür sind jetzt ausgereift. Die derzeitige Bergungsaktion (Celia-Projekt) wird von dem 117 Meter langen Schiff "Geomaster" aus durchgeführt, der Greifer für die Kupferladung mit sich führt. Die Firma hofft nach diesem ersten Projekt auf weitere Erfolge. SubSea will die entsprechenden Wracks von den Eigentümern erwerben und ausbeuten. Über die vergangenen 20 Jahre wurde eine Datenbank mit rund 12000 interessanten Wracks aufgebaut. Die Technologie kann bis in 6000 Meter Wassertiefe eingesetzt werden. Als nächstes Schiff ist das Wrack "Ella" mit 20000 Unzen Gold im Wert von 14,5 Millionen Dollar anvisiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.09.2006
Info's : Homepage www.subsearesources.com

Frachter rammte Kaimauer im Welland Canal

Welland Canal, Ontario, Canada - Am 4.9. kollidierte der Frachter "Krios" mit einer Kaimauer im Welland Canal. Das Schiff war dabei, die Thorold Docks anzulaufen. Um 19.55 Uhr wurden die Anker fallen gelassen, 2 Minuten danach war es auf Kollisionskurs mit dem nordwestlich gelegenen Leitwerk. Dann prallte es dagegen, die Maschinen gingen aus. Danach begann die Besatzung, den Rumpf auf Schäden zu prüfen, auch Behördenvertreter kamen zum Unfallort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.09.2006

Kalifornien - Rätsel um Ölverschmutzung gelöst

Santa Cruz, California / USA - Das Rätsel um eine andauernde Ölverschmutzung vor Seacliff State Beach, südlich von Santa Cruz, ist gelöst. Die Küstenwache hatte nach illegalen Einleitungen oder lecken Pipelines gesucht. Doch das Öl stammt aus der gesunkenen Hulk des Zementschiffes "Palo Alto". Der Tanker war im 1. Weltkrieg in Oakland als Marineschiff erbaut worden und ist die Hauptattraktion des Strandes von Aptos seit 1930. Vögel wurden aber beim Rasten auf dem halbgesunkenen Rumpf und den Tauchen in den zerfallenden Öltanks mit Öl kontaminiert. 51 Vögel wurden seit September 2004 tot aufgefunden, 19 gerettet. Am 5.9. begann nun eine auf Monate konzipierte, 1,7 Millionen teure Entsorgung des 76 Jahre alten Öls.
Die " Palo Alto" war eines von 8 Betonschiffen, die US-Präsident Wilson aus Stahlmangel aus diesem ungewöhnlichen Schiffbaumaterial bauen ließ. Das 435 Fuß lange Schiff wurde 1919 fertiggestellt und kam nie in den Marinedienst. Es lag stattdessen 10 Jahre in Suisun Bay, ehe es 1929 für 18,750 Dollar vom Seacliff Amusement erworben wurde. Vor Aptos wurde es auf Grund gesetzt und in ein Resort mit der Tanzhalle Rainbow Room, einem 50 Fuß langen Swimmingpool und einem Restaurant namens Fish Palace umgebaut. Doch die Wirtschaftsdepression machte dem Schiffsbetrieb zu schaffen. 1936 wurde es für einen Dollar an die State Parks verkauft und wurde bis zum heutigen Tage zu einer beliebten Angelpier. Die Wellen und die salzige Luft haben das Schiff über die Jahrzehnte so stark zerstört, dass die Pier geschlossen wurde. Angler nutzten sie aber bis zum heutigen Tage, jedoch während der bis Oktober angesetzten Reinigungsaktion werden sie darauf verzichten müssen. Die renommierte Bergungsfirma Titan Salvage wird das Öl lokalisieren, Löcher in die Decks bohren und dann das Öl auspumpen und nach Washington zum Recyceln bringen. Danach werden Schirme aufgebaut, die Vögel vom Eindringen in den Rumpf abhalten sollen. Wie viel Öl sich im Wrack befindet, ist gänzlich unbekannt. Es wurde im Frühjahr 2005 entdeckt. Es gab auch Vorschläge, das Wrack ganz zu beseitigen. Doch dagegen spricht seine Rolle als künstliches Riff mit seinen positiven Auswirkungen auf das marine Leben wie auch die Kosten, die 4 Millionen Dollar betragen würden. Außerdem ist das Wrack eine Touristenattraktion und Landmark, die auch für die Einheimischen nicht mehr wegzudenken ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.09.2006

Mindestens 22 Tote bei Schiffsunfall in Ghana

Accra / Ghana - Bei zwei Schiffsunfällen auf einem Stausee im westafrikanischen Ghana sind nach offiziellen Angaben mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Die Opferzahl könne noch auf etwa 60 steigen, sagte ein Überlebender. Die meisten Passagiere der überladenen Schiffe waren Marktfrauen. Freiwillige Helfer suchen weiter nach Opfern. Ein Sturm hatte das Boot zum Kentern gebracht. Auf vielen Schiffen auf dem Stausee gibt es keine Rettungswesten.
Quelle: dpa vom 06.09.2006

Segeljolle gekentert

Bad Saarow (Oder-Spree), Brandenburg / DE - Durch eine Windböe ist am Dienstagnachmittag auf dem Scharmützelsee eine Segeljolle mit vier Personen an Bord gekentert. Die vier konnten durch Wassersportler unverletzt an Land gebracht werden.
Das Boot wurde durch die Feuerwehr geborgen und ausgepumpt. An Mast und Heck entstand Schaden in Höhe von 1.000 Euro. Der 38-jährige Kapitän, ein erfahrener Segler, hatte das Boot für den Tag gemietet.
Quelle: Polizei Brandenburg vom 06.09.2006

Wiener Ehepaar geriet in Seenot

Rust, Burgenland / Österreich - Der Neusiedler See zeigte sich am Dienstag von seiner gefährlichen Seite: Ein Wiener Ehepaar geriet in Seenot. Dramatische Momente erlebte ein Wiener Ehepaar am Dienstag am Neusiedler See. Gegen 14.15 Uhr, langte bei der Polizei ein Notruf ein, demzufolge auf der Höhe von Rust ein Segelboot auf dem Neusiedler See in Seenot geraten sein soll. Zu dieser Zeit herrschte starker Wind mit Böen bis zu acht Beaufort und der Wellengang erreichte eine Höhe bis zu einem Meter.
Von einer unverzüglich entsandten Motorboot-Patrouille konnte südlich der Schotterinsel eine über Bord gegangene Person aufgefunden und geborgen werden. Bei dem Mann handelt es sich um einen 55-jährigen Wiener, der bereits sichtlich erschöpft war, jedoch nach eigenen Angaben keine ärztliche Versorgung benötigte. Der Mann gab an, dass er mit seinem Segelboot vor Anker lag. Gegen 14.00 Uhr wollte er weitersegeln. Dabei verwickelten sich Leinen des Vorsegels. Als er diese lösen wollte, ging er aufgrund des starken Windes und des hohen Wellenganges über Bord. Seine Frau, welche sich ebenfalls auf dem Boot befand, jedoch des Segelsports unkundig ist, trieb mit dem Boot Richtung Ostufer des Sees ab. Der Mann versuchte das treibende Boot schwimmend einzuholen, was ihm jedoch nicht gelang.
Das abgetriebene Boot wurde von der Motorbootpatrouille am Ostufer des Sees, nahe der Biologischen Station Illmitz, im Schilfgürtel aufgefunden. Die 51-jährige Frau, die unverletzt war, wurde ebenfalls geborgen.
Beide Personen wurden mit dem Polizeiboot nach Rust gebracht. Das Segelboot verblieb an Ort und Stelle und wird von den Besitzern nach Beruhigung des starken Windes selbstständig geborgen.
Quelle: Kurier vom 06.09.2006

Frachterkollision im Englischen Kanal

North Foreland, England / UK - Am Morgen des 5.9. kollidierte 17 Meilen östlich von North Foreland der 90 Meter lange, in Antigua/Barbuda registrierte Frachter "Dealer", 3183 BRZ, auf dem Weg von Teignmouth, Devon, mit der unter derselben Flagge registrierten, nach Sevilla in Spanien laufenden "Vindo", 1692 BRZ. Die "Dealer" hatte versucht, die 80 Meter lange "Vindo" von der sich anbahnenden Gefahr über Funk zu unterrichten, erhielt aber keine Antwort. Auch die Küstenwache erreichte die "Vindo" nicht mehr rechtzeitig, sodass die Schiffe zusammenprallten und beschädigt wurden. Sie wollten aber ihre jeweilige Fahrt fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.09.2006

Kutter vor New Jersey gestrandet

New Jersey / USA - Am 5.9. strandete der 56 Fuß lange Kutter "Chrissy K." 2 Meilen nördlich des Barnegat Inlet, New Jersey. Die Küstenwache wurde um 05:10 Uhr verständigt. Ein Helikoopter aus Atlantic City stieg auf und verschaffte sich einen Überblick über die Situation. Der Kutter lag dicht am Strand in der Brandungszone. Eine Bergungsfirma war bereits kontaktiert worden. Das Schiff sollte mit dem Abendhochwasser freigeschleppt werden. Zwei Mann waren an Bord der "Chrissy K.". Es gab keine Verletzten oder Wasserverschmutzungen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.09.2006

Segler vor Alaska tödlich verunglückt

Juneau, Alaska / USA - Seglerdrama im Golf von Alaska: Die Crew der Yacht "Vega" verständigte am 4.9. um 14.30 Uhr die Küstenwache in Juneau, dass ein Mann ohne Schwimmweste über Bord gegangen sei, als das Ruder des Bootes in schwerer See Schaden erlitten hatte. Es sei dem zweiten Mann an Bord zwar gelungen, ihn wieder an Bord zu ziehen, doch sei er nicht ansprechbar und atme nicht mehr. Die Küstenwache startete eine Suche nach der "Vega". Um 15.05 Uhr stieg ein HH-60 Jayhawk Helikopter in Sitka auf. Zivile Schiffe unterstützten die Suche bei Kruzoff Island. Um 16.44 Uhr stand der Hubschrauber über dem Boot und fierte einen Rettungsschwimmer ab. Er fand den verunglückten Segler ohne Puls und Reaktion vor. Der zweite Segler wurde angewiesen, einen Überlebensanzug anzuziehen und ins Wasser zu springen. Von dort wurde er an Bord des Hubschraubers gezogen. Wegen des schlechten Wetters wurde der Verunglückte an Bord belassen. Der Küstenwachkutter "Maple" lief gegen Mitternacht aus Sitka aus und erreichte um 08.25 Uhr des 5.9. die "Vega". Der verunglückte Segler wurde tot geborgen, und die "Maple" versuchte, die Yacht in Schlepp zu nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.09.2006

Öl der "Solar 1" soll mit Siphon abgepumpt werden

Guimaras Strait / Philippinen - Die Inspektion des Wracks des am 11.8. in der Guimaras Strait gesunkenen Tankers "Solar 1" hat ergeben, dass es am praktikabelsten sein dürfte, die in den Tanks verbliebenen 1500 Tonnen Öl abzupumpen. Dies sei zwar nicht die teuerste, aber die beste Methode, die Umweltgefahr zu beseitigen, hieß es am 4.9. Andere Pläne hatten eine Bergung oder Einbetonierung des Schiffes vorgesehen. Das japanische Bergungsschiff "Shinsei Maru" hatte die Inspektion des Wracks am 2.9. abgeschlossen und die Untergangsstelle mittlerweile mit Kurs Japan wieder verlassen. Wenn der Plan des Abpumpens Zustimmung findet, soll die Operation durch die Schiffseigner, die Fukuda Salvage and Marine Works, durchgeführt werden. Filmaufnahmen des von der "Shinsei Maru" aus eingesetzten ROVs hatten gezeigt, dass bislang nur ein Tank der "Solar 1" mit 200 Tonnen Öl ausgelaufen ist. Die anderen 9 Tanks waren intakt. Spuren von weiter auslaufendem Öl konnten nicht zugeordnet werden. Das ROV konnte aber lose Tankdeckel schließen und so den Ölaustritt stoppen. Das Wrack liegt in aufrechter Position mit leichter Schlagseite in 640 Metern Tiefe. Es wurde durch die Petron von der Sunshine Maritime Development Corporation gechartert, um über 2000 Tonnen Öl von Limay, Bataan, nach Zamboanga zuverschiffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.09.2006

Hilfloser Schleppzug gefährdete Schifffahrt im Englischen Kanal

Ramsgate, England / UK - Am 3.9. barg der in Dover stationierte Küstenwachschlepper"Anglian Monarch" am Nachmittag den Schlepper "Cumbrae", der vor Ramsgate beim Verholen einer Barge in Schwierigkeiten geraten war. Um 9 Uhr morgens hatte dessen Crew berichtet, dass sie mit dem Schleppobjekt Probleme hätten und ein Notschleppdraht sich um das Ruder der "Cumbrae" gelegt habe. Da der Kapitän befürchtete, mit weiteren Fahrmanövern auch die Schraube in Mitleidenschaft zu ziehen und deswegen der gesamte Schleppzug trieb, wurde der Anker fallen gelassen. Doch er hielt die Fahrzeuge nicht, und sie trieben weiter außerhalb der Schifffahrtsrouten.
Die "Anglian Monarch" wurde zur Hilfeleistung in Marsch gesetzt und erreichte die Havaristen um 14.15 Uhr. Sie umkreiste den Schleppzug zunächst und sah, dass eine schwarze Trosse sich um das Ruder der "Cumbrae" gelegt hatte, aus deren Gefangenschaft sich das mit 6 Mann besetzte Schiff auch mit Rückwärtsmanövern zuvor nicht mehr hatte befreien können. Weitere Versuche, das Ruder zu befreien, scheiterten, und um 16 Uhr nahm die "Anglian Monarch" die "Cumbrae" in Schlepp, um die Gefahr zu beseitigen, dass der Schleppzug mit einbrechender Dunkelheit in die Schifffahrtsrouten treiben könnte. Dover Hafenkontrolle wurde über die Entwicklung auf dem Laufenden gehalten. Als die "Anglian Monarch" angezogen hatte, konnte die "Cumbrae" ihre Maschinen auch wieder starten und folgte dem Küstenwachschlepper, der die Barge, die mit 2 Mann von seiner Crew besetzt worden war, abschleppte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.09.2006

Yacht vor Holland aus Seenot geborgen

Nieuwpoort, Zuid-Holland, Niederlande - Am 03.09. barg das holländische Rettungsboot "Brandaris" die Yacht "Nautica", deren Mast bei Südwstwinden von bis zu 8 Bf und meterhoher See in der Scheldemündung gebrochen war. Die mit 6 Mann besetzte "Nautica" wurde anschließend nach Nieuwpoort eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.09.2006

Tanker vor Neukaledonien gesunken

Lifou, Insel / New Caledonia - In der Nacht des 3.9. sank der Tanker "Saint Vincent", 1000 tdw, der Compagnie Maritime de Transport Petrolier, vor New Caledonia. Das Schiff war in Ballast auf dem Weg nach Nouméa. Die 10-köpfige Crew konnte sich in ein Rettungsboot flüchten, aus dem sie am Morgen des 3.9. aus der Luft gerettet wurde. Zwei hatten leichte Verletzungen. Die "Saint Vincent" sank auf rund 2000 Meter Wassertiefe 50 Kilometer vor Lifou. Vor dem Untergang hatte er einen Blackout und Maschinenausfall. Zwei Notrufe wurden abgesetzt, als die Crew zusehends die Kontrolle über das Schiff verlor.
Der Schlepper "Tamanu" und ein Puma-Helikopter nahmen am Morgen des 3.9. Kurs auf den Havaristen. Als erstes wurde ein leeres, in der See treibendes Boot gesichtet, dann entdeckte der Hubschrauber des zweite Boot mit den Schiffbrüchigen. Die "Saint Vincent" war 2005 von der CMTP in New Caledonia erworben orden, um den Tanker "Konemu" zu ersetzten, der beim Versuch, einem Kutter zu Hilfe gekommen, auf ein Riff lief und total verloren ging. Die "Saint Vincent" wurde 1995 in Korea erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.09.2006

Mindestens 35 Tote bei Bootsunglück im Kongo

Goma / Kongo - Beim Untergang eines überladenen Boots auf dem Kivu-See im Osten des Kongos sind mindestens 35 Menschen getötet worden, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Starker Wind und hohe Wellen hätten das Schiff am Montag zum Kentern gebracht. An Bord des Bootes waren 90 Menschen und Fracht.
Quelle: AP vom 05.09.2006

Schleuse Klingenberg am Main: Fahrgastschiff prallte gegen Schleusensteg

Klingenberg am Main, Lkr. Miltenberg, Unterfranken, Bayern / DE - Sachschaden in Höhe von etwa 400.000 Euro ist am Dienstagmorgen in der Schleuse Klingenberg entstanden, als ein Fahrgastschiff an einem Steg hängenblieb. Die Passagiere und die Besatzung kamen mit dem Schrecken davon. Unfallursache war ein nicht tief genug eingefahrenes Steuerhaus. Ein Schleusenbediensteter hatte noch vergeblich versucht, den Kapitän zu warnen. Die Schifffahrt war mehrere Stunden blockiert.
Das 120 Meter lange Fahrgastschiff "Maxima" war mit 171 Passagieren und 43 Besatzungsmitgliedern in Köln mit Ziel Würzburg gestartet. In Mainz wurde in der Nacht zum Dienstag eine Zwischenstation eingelegt, bevor es am Dienstagmorgen mit Ziel Wertheim weiter ging. Als sich das Schiff in der Schleuse befand, übernahm dort der bulgarische Kapitän das Ruder, wobei die Steuerung von einem Außenstand erfolgte. Das hydraulisch versenkbare Steuerhaus, das bereits eingefahren war, wurde wegen des Wechsels in der Schiffsführung noch einmal hochgefahren. Der 40-jährige Kapitän versenkte das Steuerhaus dann erneut, verschätzte sich aber offensichtlich in der Höhe.
Als das Passagierschiff kurz vor 08:00 Uhr auf den Wehrsteg zufuhr, der über die Schleuse führt, fiel einem Schleusenwärter das zu hohe Steuerhaus auf. Die Warnung über Funk konnte der Kapitän allerdings an seinem Standort nicht aufnehmen. In zügiger Fahrt prallte das um nur wenige Zentimeter zu hohe Steuerhaus gegen den Steg, wobei das Brückenteil über einen Meter verschoben wurde. Zudem wurden Versorgungskabel für die Schleusensteuerung abgerissen. An dem Schiff wurde das Steuerhaus, in dem sich zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise niemand befand, komplett nach unten gedrückt und total beschädigt. Der Schaden an der Brücke und dem Schiff beläuft sich auf jeweils ca. 200.000 Euro.
Die Schifffahrt auf dem Main musste mehrere Stunden eingestellt werden. Erst ab 11:00 Uhr gab es wieder freie Fahrt. Zur Stunde (12:00 Uhr) sind Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Aschaffenburg sowie Fachfirmen vor Ort, um die Funktionsfähigkeit der Schleuse wieder herzustellen.
Die 171 Passagiere werden im Laufe des Tages mit Bussen nach Wertheim, dem eigentlichen Ziel der heutigen Etappe, gebracht, wo eine Stadtführung auf dem Programm steht. Ob sie dann mit einem Ersatzschiff abgeholt werden oder die Reise in Wertheim ihr vorzeitiges Ende findet, steht noch nicht fest. Zwischenzeitlich hatten die Reisenden die Möglichkeit, Klingenberger Gastfreundschaft zu genießen. Der Bürgermeister selbst ließ es sich nicht nehmen, die Damen und Herren zu verköstigen, wobei auch Klingenberger Wein zum Ausschank kam.
Das Passagierschiff wird vermutlich im Laufe des Tages eine Werft anfahren. Dort geht die Fahrt dann möglicherweise mit einem Schlepper weiter. Die Ermittlungen führt die Wasserschutzpolizei Aschaffenburg..
Quelle: www.polizei.bayern.de vom 05.09.2006

Bunkerschiff mit 30 000 Litern Heizöl auf Wesel-Datteln-Kanal gesunken

Haltern, Nordrhein-Westfalen / DE - Auf dem Wesel-Datteln Kanal bei Haltern ist am Dienstag das Bunkerschiff "Ralf" mit mehr als 30.000 Litern Heizöl an Bord zur Hälfte gesunken. Die Tanks des etwa 30 Meter langen Kanalschiffs seien unbeschädigt, aber aus dem Maschinenraum liefen geringe Mengen Treib- und Schmierstoffe aus, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Kapitän hatte in einer Schleuse Wassereinbruch im Heck bemerkt und das Schiff anschließend auf eine nahe gelegene Sandbank gesteuert. Dadurch habe er verhindert, dass das Schiff komplett sinkt. Die wichtige Verbindung zwischen dem Rhein und dem Dortmund-Ems-Kanal wurde gesperrt.
Das Heck liegt rund 2,5 Meter tief im Wasser. Mit einem Schwimmkran soll es angehoben werden. Dazu muss die Feuerwehr aus dem Maschinenraum Wasser abpumpen. Ein Taucher soll anschließend kontrollieren, wie das Wasser eindringen konnte. Vermutlich sei das Wasser durch eine defekte Wellendichtung in das Boot gelangt. Die Feuerwehr dämmte die auslaufenden Stoffe mit Ölsperren ein. Das Bunkerschiff soll anschließend nach der Bergung in eine Werft nach Duisburg geschleppt werden.
Quelle: dpa vom 05.09.2006
Info: Die Schleuse Flaesheim war von 9.15 Uhr bis 13.15 Uhr komplett gesperrt.

Iranische Barge gesunken

Tehran / Iran - In der Keren-Region im Persischen Golf sank am 5.9. eine iranische Barge. Sie war auf dem Weg von Sharja nach Abu Folous. Die 9-köpfige Crew wurde gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.09.2006

Schute in Cuxhaven geborgen

Cuxhaven, Niedersachsen / DE - Am Morgen des 4.9. wurde in Cuxhaven ein vor 2 Wochen bei der Mützelfeldtwerft gesunkenes Arbeitsschiff gehoben. Die rund 25 Meter lange Schute erwies sich als so schwer beschädigt, dass sie verschrottet wird. Die "Strahlschute" war als Arbeitsplatttform genutzt worden, von der aus eingedockte Schiffe gesandstrahlt werden.
Zwei eingebaute Kompressoren und ein Materialsilo hatten Taucher der Firma Kirchgäßner bereits vergangene Woche unter Wasser demontiert. Mit Hilfe des werfteigenen kleineren Schwimmkrans waren dann auch die Bergungsseile unter den Rumpf gebracht worden, so dass nun die volle Hebekraft des Voss-Schwimmkrans "LVP I" zum Tragen kommen konnte.
Die Schute, deren Rumpf von einem vor 20 Jahren umgebauten, ehemaligen Segelschiff stammt, war bei dem Untergang unter anderem im Bugbereich schwer beschädigt worden und dadurch gesunken. Nach dem Heben dauerte es noch einige Zeit, bis der Rumpf gelenzt war. Anschließend verholte "LVP I" mit dem Wrack am Haken an den Lentzkai. Dort wurde der Rumpf dann mit Hilfe eines Baggers um zahlreiche Betongewichte und große Menge Strahlsandes erleichtert. Um die Schute sicher durch die Schleuse und in den Neuen Fischereihafen zur Firma Machulez transportieren zu können, wird ein Voss-eigener Ponton benutzt.
Am 4.9. soll der Schleppverband sich auf den Weg machen. In den nächsten Wochen wird der Stahlrumpf dann bei Machulez abgewrackt. Werftchef Claus Howold plant als Ersatz einen modernen Neubau, der weitgehend in Eigenarbeit auf der Werft erstellt werden soll. Bei dem Totalverlust handelt es sich um einen Versicherungsschaden, so dass die Finanzierung kein Problem ist. Die Strahlschute war bei Erprobungen des bei Mützelfeldt erbauten Hochseeschleppers "Magnus" versenkt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.09.2006

Sportboot brannte vor der Küste Kaliforniens

Rancho Palos Verdes, Kalifornien / USA - Die Küstenwache aus Redondo kam am 1.9. dem 45 Fuß langen Sportboot "Lady Hawk" zu Hilfe, das 2 Meilen südlich von Point Vicente Lighthouse um 9.51 Uhr in Flammen aufgegangen war. Der Skipper war bereits gerettet worden. Das Feuer entstand im Maschinenraum.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.09.2006

"Ece"-Tanks werden geleert

Guernsey, Kanalinsel - Mehrere tausend Tonnen Chemikalien werden derzeit kontrolliert aus dem Wrack der im Februar nahe Guernsey gesunkenen "Ece" entfernt. Das Schiff sank nach einer Kollision 30 Meilen nordwestlich der Insel. Eine Bergungsfirma aus Aberdeen will diese Woche die Überreste der ursprünglich 10000 Tonnen Phosphorsäure im Auftrag der türkischen Schiffseigner kontrolliert in die See einbringen. Das Umweltrisiko ist dabei gering. Ein Tank des Wracks ist bereits vollständig zur See offen, ein anderer schwer beschädigt. Außerdem werden 40 Tonnen Schweröl und 22 Tonnen Maschinenöl ausgepumpt. Die Aktion wird von dem 82 Meter langen Bergungsschiff "Norma" und der "Blue Castor" mit ferngesteuerten U-Booten durchgeführt. Das Wrack liegt in rund 80 Metern Tiefe. Nur in unmittelbarer Nähe wurden erhöhte Säurewerte gemeessen. Die Chemikalie wird normal zum Düngen verwendet. Studien haben ergeben, dass eine kontrollierte Freisetzung kein Umweltrisiko darstellt. Die Operation wird von englischen und französischen Beobachtern sowie der französischen Marine überwacht, Fischerei bis zum Abschluss in einem Umkreis von 0,6 Meilen verboten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.09.2006

Festgefahrene Motoryacht von WSP-Besatzung geborgen

Duisburg-Mündelheim, Nordrhein-Westfalen / DE - Am Sonntag, gegen 14:50 Uhr, kam eine Motoryacht bei Rhein -km 766,0 -Ortslage Duisburg-Mündelheim- aufgrund eines Maschinenschadens circa 10 Meter vom Ufer fest. Sie konnte von der zu Hilfe gerufenen Besatzung des Streifenbootes "WSP 11" geborgen und in den Yachthafen nach Uerdingen geschleppt werde.
Quelle: WSP NRW vom 04.09.2006

Trunkenheitsfahrt auf dem Dortmund-Ems-Kanal

Rheine, Nordrhein-Westfalen / DE - Am Samstag, gegen 14:45 Uhr, fiel der Bootsbesatzung der Wasserschutzpolizei Bergeshövede auf dem Dortmund-Ems-Kanal bei Rheine -km 112,5- eine Segelyacht mit Außenbordmotor auf. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Bootsführer alkoholisiert war. Es folgten die Blutprobenentnahme und die Anzeigenerstattung.
Quelle: WSP NRW vom 04.09.2006

Gewässerverunreinigung durch versunkenes Sportboot

Wesel, Nordrhein-Westfalen / DE - Am Samstag versank bei Rhein -km 820,5 -Ortslage Wesel, Flürener Altrhein- ein Sportboot. Durch austretende Betriebsstoffe kam es zu einer Gewässerverunreinigung. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Wesel dauern an.
Quelle: WSP NRW vom 04.09.2006

England - Yacht in Seenot

Bembridge, Isle of Wight, England / UK - Am 2.9. meldete die 33-Fuß-Yacht "Wight Spirit" gegen 21.30 Uhr, dass sie an der Einfahrt des Ost-Solent 10 Meilen südlich des Nab-Tower mit 5 Personen an Bord entmastet worden sei. Der Mast ging über Bord, es wurde versucht, ihn zu sichern. Die Navigationslichter seien ausgefallen, und die VHF-Antenne hinge am Mast. Das RNLI-Boot aus Bembridge lief aus, ein PAN PAN-Ruf warnte die Schifffahrt. Um 22.30 Uhr fand das Boot die Yacht, die eine Rakete abschoss und die Retter heranführte. Der Unfall ereignete sich in demselben dichtbefahrenen Seegebiet, in dem vergangene Woche die "Ouzo" sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.09.2006

Binnenschiff auf Schelde gestrandet

Schelde / Niederlande - Auf der Schelde lief bei Tonne 56/58 ein Binnenschiff auf Grund. Der Schlepper "Schelde 20" bot Hilfe an, doch das Schiff kam aus eigener Kraft wieder frei. (Meldung vom 2-9-09)
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.09.2006

Bolivianisches Marineschiff gesunken

Rio de Janeiro / Brasilien - In der Nacht zum Samstag sind in Brasilien mindestens vier Menschen beim Untergang eines Marineschiffes ums Leben gekommen. Vier weitere wurden noch vermisst. Das Unglück ereignete sich auf dem Fluss Paraguay im Bundesland Mato Grosso do Sul an der Grenze zwischen Brasilien und Bolivien. Das rund 20 Meter lange Schiff "Suarez Arana" war den Angaben zufolge vermutlich wegen der sehr schlechten Wetterbedingungen mit 18 Angehörigen der bolivianischen Marine und mit 4 Zivilisten an Bord untergegangen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.09.2006

Frachter im Suezkanal gestrandet

Ägypten - Das britische Containerschiff "Mariming Miral", 52000 BRZ, lief am 2.9. im östlichen Teil des Suez Kanal auf Grund. Es strandete nach Maschinenausfall nahe Kabrit City. Es blockierte 18 Schiffe im Nordtransit. Schlepper verholten den Havaristen aus der Fahrrinne.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.09.2006

Keine Umweltgefahr von "Stella Polaris"- Wrack

Kushimoto, Wakayama / Japan - Nur eine geringe Menge von 80 Gallonen Öl trat nach dem Untergang der "Stella Polaris" vor Wakayama aus. Das Schiff hatte am 31.8. Numazu zu einer 10-tägigen Verschleppung nach Shanghai in Vorbereitung eines Transits nach Schweden verlassen. Am 1.9. um 10.10 Uhr meldete die Schleppercrew, dass das Schiff Wasser nehme und kränge. Der Schleppzug änderte Kurs auf Wakayama, doch um 01.30 Uhr des 2.9. verstärkte sich die Schlagseite, um 2 Uhr sank das unbemannte Schiff drei Kilometer vor Kushimoto.
Die schwedische Petro-Fast AB wollte den einstigen Luxusliner als Hotelrestaurant in Stockholm betreiben.

Chronik der "Stella Polaris"
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Die "Stella Polaris" war am 11.9.1926 bei den AB Götavareken in Göteborg vom Stapel gelaufen für die Reederei Det Bergenske D/S A/S, Bergen.
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Von 26. Februar 1927 bis 1940 machte sie Kreuzfahrten.
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Am 11.6.1937 rammte sie im Åramsundet den 1912 erbauten, 112 Meter langen norwegischen Dampfer "Nobel", der mit einer Ladung Dynamit und Munition sank. Die "Nobel" war auf dem Weg von Åheim nach Flåvær gewesen. Ihr Wrack liegt noch heute auf 22 Metern Tiefe. Die "Stella Polaris" wurde nur leicht beschädigt, lief aber fortan mit verkürztem Bugsprit.
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Am 1.9.1939 lief sie von Stockholm kommend in Oslo ein und wurde aufgelegt.
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Am 30.10.1940 wurde sie für die Deutsche Kriegsmarine requiriert und am 1.9.1943 unter deutsche Flagge gebracht.
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Von 1943-1945 lag sie in Skiomen, Narvik, als U-Bootsmutterschiff.
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Am 9.4.1940 wurde sie mit dem Einmarsch deutscher Truppen in den Osterfjord verlegt.
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Am 8.5.1945 lief es nach Trondheim und wurde im Juni vom britischen Ministry of War Transport übernommen zur Verschiffung von russischen Kriegsgefangenen nach Murmansk genutzt.
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Am 7.11.1945 ging es an die Eigner zurück.
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In Göteborg wurde es generalüberholt und am 1.6.1946 wieder zum Einsatz gebracht.
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1947 war es im Lininedient Bergen-Newcastle eingesetzt.
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1951 ging es an die Clipper Line Einar Hansen in Malmö.
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1969 wechselte es mangels weiterer Renatabilitätsaussichten unter japanische Flagge und verlegte über Lissabon nach Osaka. Es folgte ein Einsatz als Hotelschiff "Floating Hotel Scandinavia" für die Izuhakone Railway Co.
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Im Februar 2006 erfolgte der Verkauf nach Stockholm an die Petro Fast AB
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Am 2.9.2006 um 2 Uhr sank die"Stella Polaris" drei Kilometer vor Kushimoto / Japan. Der einstige Luxusliner sollte zur Reparatur von Japan nach China geschleppt werden um später in Schweden als Hotelschiff zum Einsatz zu kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.09.2006
Russischer Tanker gestrandet

Vladivostok, Region Primorje / Russland - Der russische Tanker "Caesar" lief auslaufend Vladivostok auf dem Weg nach Korsakov nahe Skryplev Island auf Grund. Er kam später wieder frei, wurde aber für Inspektionen festgelegt. Das Schiff scheint die Strandung aber ohne Schaden überstanden zu haben. (Meldung vom 1-9-06)
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.09.2006

Schleppreise der "Cougar Ace" begann

Unalaska / USA - Am 1.9. verließ die "Cougar Ace" die Wide Bay im Schlepp der "Sea Victory". Es gibt zwei Routenvarianten, eine über die hohe See, eine den Columbia-River. Der Schlepper "Gladiator" eskortiert den Schleppzug. Im Columbia River werden Lotsen der Columbia River Marine Pilots Association den sicheren Transit nach Portland gewährleisten. Die Reise soll 10 Tage dauern. Das Schiff ist stabil, wurde gereinigt und von der Küstenwache kontrolliert. Alle Ballasttanks wurden gesichert.
Die "Cougar Ace" war am 22.7. aus Japan mit 4813 Pkw nach Kanada ausgelaufen. 230 Meilen südlich der Aleuten hatte sie am 24.7. binnen Minuten 60 Grad Schlagseite entwickelt. In einer dramatischen Rettungsaktion war die Crew abgeborgen und nach Adak gebracht worden. Da das Aufrichten auf See an der hohen Schwell scheiterte, wurde der Havarist durch den Samalga Pass und durch die Beringsee nach Wide Bay an der Nordseite von Unalaska Island gebracht. Dort wurde Deck 9 gelenzt und das Schiff aufgerichtet. 41 Autos waren verrutscht. Die verbliebene 10-Grad-Krängung, die für die Reinigung verblieb, wurde am 28.8. beseitigt. Seit dem 28.8. wurde die Schleppreise vorbereitet. In einigen Rohren wurde Restwasser entdeckt und auf die Magone Marine-Barge "Kashega" gepumpt. Das Ruder wurde fixiert und die Wasserdichtigkeit geprüft. Die Küstenwache Alaska wird die Reise bis zum Puget Sound und den Columbia River kontrollieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.09.2006

Bootsflüchtlinge aus Eritrea vor Sizilien gerettet

Sizilien / Italien - Vor Sizilien ist eine Gruppe von 19 Flüchtlingen aus Eritrea gerettet worden. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete am Samstag, sie seien nach eigenen Angaben zwölf Tage lang auf dem Meer unterwegs gewesen.
Bei der Überfahrt seien acht weitere Flüchtlinge gestorben, die sie über Bord geworfen hätten. Die Flüchtlinge seien in Pozzalo im Süden Siziliens an Land gebracht worden, vier von ihnen seien ins Spital gebracht worden.
Die Gruppe brach mit einem kleinen Boot von Libyen aus zu ihrer gefährlichen Reise. "Sie hatten fast keine Nahrungsmittel an Bord", sagte ein Sprecher. Das Boot wurde am Samstagmittag von einem liberianischen Containerschiff entdeckt, die Besatzung alarmierte die Küstenwache.
Quelle: AP vom 03.09.2006

Kleinflugzeug in Nordsee gestürzt

Cuxhaven, Niedersachsen / DE - Beim Absturz eines Kleinflugzeuges in die Nordsee ist gestern Abend eine Frau ums Leben gekommen. Eine Flotte von vier Seenotkreuzern konnte nichts mehr für sie tun.
Die 47-Jährige konnte zwar wie der 52-jährige Pilot von einem Rettungshubschrauber der Marine aus dem Wasser gezogen werden, starb jedoch später im Krankenhaus, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Das Unglück ereignete sich laut der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) etwa 20 Kilometer nordwestlich von Cuxhaven in der Deutschen Bucht.
Bei dem verunglückten Flugzeug handelte es sich nach ersten Erkenntnissen um einen einmotorigen Tiefdecker vom Typ Belanka 173, das sich auf dem Flug von Wangerooge nach Flensburg befand. Die Absturzursache konnte noch nicht ermittelt werden.
Nach dem Alarm hatte eine Flotte von vier Seenotkreuzern sowie mehreren anderen Schiffen nach dem Wrack der einmotorigen Propellermaschine gesucht. Wie die DGzRS weiter mitteilte, wurde das Flugzeug gegen 18.10 Uhr von dem deutschen Frachtschiff "Timbus" gesichtet. Mit dem SAR-Hubschrauber, der in Kiel gestartet war, wurden die beiden Verletzten ins Krankenhaus nach Wilhelmshaven geflogen. Über die Art der Verletzungen und die Todesursache bei der der 47-Jährigen war zunächst nichts bekannt. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft übernahmen die Ermittlungen.
Laut DGzRS herrschten zum Zeitpunkt des Absturzes Winde der Stärke 4, die Wellen waren etwa einen Meter hoch, das Wasser 18 Grad warm.
Quelle: AP vom 02.09.2006

Historisches Kreuzfahrtschiff vor Japan gesunken

Wakayama /Japan - Vor der Südostküste Japans ist das historische Kreuzfahrtschiff «Stella Polaris», 5209 tdw, gesunken. Der einstige Luxusliner sollte zur Reparatur von Japan nach China geschleppt werden und später in Schweden als Hotelschiff dienen. Das 127 Meter lange Schiff, das 1927 gebaut und nun in «Scandinavia» umbenannt worden war, sank wenige Kilometer vor Wakayama. Zuvor war es 30 Jahre lang an einer Pier in Kisho Nishiura auf der Izu-Halbinsel vertäut gewesen. Am 31.8. wurde eine spezelle Abschiedszeremonie abgehalten - wie es scheint, für immer: Das Meer ist an dieser Stelle rund 70 Meter tief. Der Oldtimer war 416 Fuß lang, 51 Fuß breit und hatte 17 Fuß Tiefgang. Er wurde von Burmeister & Wain Dieseln auf 15 Knoten gebracht und war für 165 Passagiere, alle 1. Klasse, zugelassen. Die "Scandinavia" wurde bei den Gotaverken Shipyards, in Göteborg erbaut. Sie war eines der "klassischsten" Kreuzfahrtschiffe und wurde von der Bergen Line betrieben. Sie kreuzte durch die Fjorde zum Nordkap bis Spitzbergen und im Sommer in der Ostsee, um im Herbst ins Mittelmeer zu wechseln und im Winter weltweit eingesetzt zu werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.09.2006

Indien: 36 Tote nach Bootsunglück

Patna, Bihār / Indien - Nach dem Kentern einer überfüllten Fähre auf dem Ganges im ostindischen Bundesstaat Bihar sind mindestens 36 Menschen ertrunken. Unter den Toten seien sechs Kinder. Das meldete die Nachrichtenagentur PTI am Freitag unter Berufung auf die Behörden.
Zunächst hatte es nach dem Kentern der Fähre am Donnerstag geheißen, rund 35 Menschen würden vermisst. 17 Passagiere waren nach dem Unglück nahe der Regionalhauptstadt Patna an Land geschwommen. Auf dem Boot, das für 25 Passagiere ausgelegt waren, waren mehr als 50 Menschen und zwei Büffel.
Quelle: vienna.at vom 01.09.2006

Untersuchung von "Ouzo"-Tragödie beginnt

Newport / UK - Am 1.9. begann in Newport eine Untersuchung des Untergangs der Yacht "Ouzo" und des Todes ihrer dreiköpfigen Crew im Englischen Kanal am 20.8. Die Polizei nimmt an, das Boot wurde von einem größeren Schiff gerammt. In diesem Zusammenhang wurde jetzt die P&O-Fähre "Pride of Bilbao" samt ihrer Blackbox untersucht. Auch andere Schiffe werden gecheckt. Die Untersuchung wird mehrere Wochen dauern. Die Polizei sucht auch Zeugen, die die "Ouzo" auf dem Weg von Bembridge auf der Isle of Wight sichteten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.09.2006

Das Wrack vom Wörthersee

Klagenfurt, Kärnten / Österreich - Fingerspitzengefühl und eine gehörige Portion Geschicklichkeit benötigten am 31.8. die Taucher der Berufsfeuerwehr Klagenfurt. Sie bargen das Elektroboot, das am 22. August in der Ostbucht des Wörthersees plötzlich Feuer gefangen hatte, ausgebrannt und gesunken war. Acht Taucher brachten in rund 30 Meter Tiefe Hebeballone am Bootswrack an. Damit wurde das Elektroboot in Zehn-Meter-Schritten an die Wasseroberfläche gebracht. Da das Boot völlig durchlöchert war, bestand die Gefahr, dass es auseinander bricht. Sobald das Wrack an die Oberfläche gebracht war, wurde es mit Seilen ans Ufer geschleppt und mit einem Kran der Feuerwehr aus dem Wasser gehoben. Insgesamt war die Feuerwehr fünf Stunden im Einsatz. Die Entsorgung muss der Besitzer des Bootes übernehmen.
Vom Umweltstandpunkt aus wäre die Bergung nicht unbedingt notwendig gewesen. Der Landeschemiker hatte festgestellt, dass das Wasser durch die zwei Batterien des Elektrobootes nicht verunreinigt wird. Die Feuerwehr nutzte jedoch die Bergung als Übung für die Taucher..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.09.2006

Schiffbrüchige Mexikaner nach zwei Wochen gerettet

Mexiko-Stadt / Mexiko - Mehr als zwei Wochen haben zwei schiffbrüchige Mexikaner auf einer einsamen Wüsteninsel im Pazifik verbringen müssen, bevor sie von einer Marinepatrouille gerettet wurden. Die beiden 42 Jahre alten Männer seien Anfang August mit einer Yacht von dem Urlaubsort Puerto Vallarta an der Westküste in See gestochen, erst am 19. August habe sie eine Patrouille auf der Insel Maria Magdalena aufgegriffen, erklärte die Marine. Das Boot der beiden Männer war nach einem Bruch des Ruders voll Wasser gelaufen und gesunken.
Die Schiffbrüchigen hielten sich an einer Planke fest und wurden von der Strömung zu der Insel getrieben. Während der zwei Wochen auf dem Wüsten-Eiland hätten sie sich von Kakteenblättern und Meeresfrüchten ernährt. Die Insel Maria Magdalena liegt im Meer vor dem Fischerhafen San Blas.
Von dort waren im Oktober letzten Jahres die drei Fischer aufgebrochen, die kürzlich nach einer neunmonatigen Odyssee durch den Pazifik von einem taiwanischen Trawler aufgegriffen worden waren.
Quelle: AFP vom 01.09.2006

Kutter in Lake Ozette in Seenot

Lake Ozette (See), Washington / USA - Die US-Coast Guard assistierte dem 50-Fuß-Kutter "Kristina" am 31.8. Er war 10 Meilen westlich von Ozette Lake, Washington, leckgeschlagen. Der Kapitän meldete um 08.34 Uhr, das er vier Personen an Bord habe. Ein HH-65 Dolphin Helikopter stieg in Port Angeles auf, ein 47-Fuß-Rettungsboot aus Quillayute River, lief aus. Zwei Lenzpumpen, die der Hubschrauber abfierte, brachten den Wassereinbruch unter Kontrolle. Die "Kristina" wurde dann vom Rettungsboot nach Neah Bay abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.09.2006

"Solar 1"-Wrack gefunden

Iloilo, Philippinen - Die "Shinsei Maru" hat die "Solar 1" jetzt aufrecht auf dem Meeresgrund liegend geortet. Beim ersten Tageslicht war sie am 31.8. ausgelaufen und führte eine Sonaruntersuchung des Seebodens vor der Insel Guimaras durch, nun soll das ROV zum Wrack tauchen. Die Bekämpfung der Ölpest wird ein halbes Jahr dauern. Dazu gehört zunächst, die "Solar 1" weiter zu untersuchen in Hinsicht darauf, ob weiteres Öl der ursprünglich 500000 Gallonen Öl ausläuft. Auf der Basis der Untersuchungen wird entschieden, ob der Tanker gehoben oder abgedichtet oder, was teurer wäre, "begraben" wird.
Am Nachmittag des 30.8. kam gegen 16 Uhr das japanische Bergungsschiff "Senshei Maru" in der Iloilo Strait an und ging im Hafen vor Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.09.2006

Russischer Schwimmkran in der Kerch Straße gestrandet

Kavkaz, Krasnodar, Russland - Der russische Schwimmkran "P-3" riss sich am 29. August bei Südwinden von 15-20 Metern pro Sekunde und bei drei Meter Schwell vor der Taman Halbinsel in der Kerch Straße vom Anker los und strandete. Der Schlepper "Arktur", der versuchte, ihn freizuschleppen, musste wegen Propellerschadens aufgeben. Er wurde von dem Schlepper "Captain Soushek" nach Kavkaz gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.09.2006

USA: 11. August - Großbrand auf Taucherschiff "Odyssey Voyager"

Grand Isle, Louisiana / USA - Am 11.8. brannte das 195 Fuß lange Taucherschiff "Odyssey Voyager" ca. 10 Meilen vor der Küste von Grand Isle aus. Der Brand entstand im Vorschiff. Während die Crew versuchte, die Flammen zu bekämpfen, breitete es sich weiter aus und erfasste den Hauptkabinentrakt. Die 26 Passagiere und 14 Mann Besatzung mussen das Schiff aufgeben, 2 erlitten Rauchvergiftungen und wurden von einem Küstenwachhubschrauber nach Marrero, Louisiana, gebracht. An Bord waren 30000 Gallonen Öl. Das Schiff konnte nach Amelia eingebracht werden. Der Schlepper "Thad" assistierte hierbei. An der Rettungsaktion beteiligte sich auch die Tidewater Inc. mit ihrer "Rapid Runner" und die International Boat Rentals Inc. mit der "International Warrior" sowie der "International Scout" sowie der Küstenwachkutter "Pelican", dessen Hubschrauber die Evakuierung der Verletzten durchführte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.09.2006

Die Angaben sind ohne Gewähr

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