S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
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letzte Änderung: 31. März 2006
Eine Deutsche unter den Opfern des Bootsunglücks vor Bahrain
Manama / Bahrain - Beim Kentern eines Ausflugsboots vor der Küste von Bahrain ist auch ein Deutsche ums Leben gekommen. Bei dem Unglück sind möglicherweise bis zu 70 Menschen im Persischen Golf ertrunken. 67 Menschen konnten gerettet werden.
Wie ein Sprecher des Innenministeriums, Oberst Tarik al Hassan, am Freitag mitteilte, wurden 57 Personen tot geborgen. 13 würden noch vermisst. Unter den Toten war auch ein Deutsche. Wie al Hassan weiter sagte, starben bei dem Unglück auch 17 Bürger Indiens und 13 Personen mit britischer Staatsbürgerschaft, fünf Pakistaner, vier Südafrikaner, drei Philippiner, zwei Singapurer und ein Ire. Die Behörden äußerten die Hoffnung, dass einige der Vermissten ans Ufer geschwommen sein könnten, da die Küste nur etwa 1,5 Kilometer entfernt war.
Die mit etwa 150 Passagieren besetzte Fähre "Al Dana" befand sich auf einem Abendausflug, der mehrere Stunden dauern sollte. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Der Besitzer der Fähre räumte laut einem Fernsehbericht ein, das Schiff könnte überladen gewesen sein. Ein Terroranschlag wurde vom Innenministerium ausgeschlossen.
Laut al Hassan gehört auch der Kapitän zu den Überlebenden. Er werde nun vernommen.
Die Suche nach den Unglücksopfern begann noch in der Dunkelheit. Von weitem waren die Suchlichter der Rettungsboote zu sehen. Die amerikanische Marine entsandte Hubschrauber und Taucher an den Unglücksort, die bei den Bergungsarbeiten helfen sollten.
Quelle: rp-online vom 31.03.2006, 12:00 Uhr
Rettungsaktion in Bahrein dauert an
Manama / Bahrain -
Noch immer sind Rettungskräfte dabei, die Opfer des Schiffsunglücks vor der Küste Bahreins zu bergen. Mehr als 50 Menschen, darunter auch westliche Urlauber, kamen ums Leben, als die Dhau "
Al Dana" kenterte. Die Unglücksursache ist noch unklar.
Mindestens 57 Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen bei dem Unglück getötet, 67 bislang gerettet. Mehr als die Hälfte der rund 130 Passagiere an Bord waren Ausländer, darunter 25 Briten. Bis zu 20 Gäste hatten das Schiff vor dem Ablegen verlassen, nachdem der Kapitän vor der drohenden Überlandung gewarnt hatte. Das Boot war dann zu einer mehrstündigen Nachtfahrt ausgelaufen, als es knapp zwei Kilometer vor der Hauptstadt Manama in der Nähe einer Brücke kenterte. Rettungskräfte aus Bahrein und der US-Marine versuchten die ganze Nacht hindurch, die Verunglückten zu retten. Hubschrauber flogen über die Unglücksstelle, Taucher der US-Armee waren im Einsatz. Am Ufer spielten sich erschütternde Szenen ab. Eine Frau in elegantem Abendkleid versuchte, einen Mann wieder zu beleben. Vom Hafen aus waren im dunklen Wasser Leichen zu sehen.
Die "Al Dana" war von einer bahreinischen Firma gemietet worden, deren Mitarbeiter aus mehr als einem Dutzend Ländern kämen.
Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Nichts weist auf eine Explosion oder einen Brand an Bord hin. Der Schiffseigner, Abdallah al-Kubaissi, erhob schwere Vorwürfe gegen die Chartergesellschaft, die das Boot gemietet hatte. Die Baufirma Nass, Murray & Roberts hatte die zum Touristenschiff ausgebaute Dhau gemietet, um mit Mitarbeitern die Fertigstellung der Betonkonstruktion für das Bahrain World Trade Center zu feiern.
Der Kapitän und seine Crew hätten das Unglück überlebt und erzählt, dass zu viele Menschen auf dem mit zwei Decks ausgestatteten Holzschiff gewesen seien. Zudem hätten sich die Gäste auf eine Seite gestellt und damit das Fahrzeug zum Kentern gebracht. Ein bahreinischer Passagier berichtete, das Schiff sei auf einmal gekippt, woraufhin er über Bord gesprungen sei. Ein Überlebender sagte , das Schiff sei offensichtlich gekentert, nachdem es beim Wenden von einer Welle erfasst worden sei. Die Passagiere unter Deck hatten keine Chance, sich beim schnellen Untergang zu retten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.03.2006
Tod beim Dinnercruise
Manama / Bahrain - Rund 60 Menschen kamen beim Untergang der Fähre "
Al Dana" ums Leben, die sich vor Bahrain auf einem Abendausflug, der mehrere Stunden dauern sollte, befand. Unter den Passagieren waren auch zahlreiche ausländische Touristen. Das Schiff kenterte und sank gegen 21.45 Uhr in der Nähe einer Brücke, die die Hauptstadt Manama mit der Insel Muharrak verbindet. Die US-Marine entsandte Truppen mit Hubschraubern und Rettungsbooten. 63 Passagiere konnten bis zum frühen Morgen des 31.3. gerettet werden, 12 von ihnen verletzt. 57 Tote wurden geborgen. Rund 135 Menschen waren an Bord des Ausflugsschiffs. Die meisten waren Asiaten. Aber auch Europäer und Araber waren an Bord gewesen, darunter rund 25 Briten.
Bei dem Unglücksschiff handelte es sich um eine traditionelle
arabische Dhau, ein Segelschifftyp, wie er früher von den Händlern der Arabischen Halbinsel für den Warentransport benutzt wurde. Es war für eine Rundfahrt gebucht und kehrte von Muharrak nach Manama zurück, als es unweit der Küste in der Nähe der Scheich Chalifa bin Salman Brücke sank. Dem Auswärtigen Amt in Berlin lagen zunächst keine Informationen darüber vor, ob unter den Opfern auch Deutsche sein könnten. Die Ursache des Untergangs ist unklar. Hinweise auf einen Anschlag lagen bislangf nicht vor. Ein Überlebender sagte, das Boot sei offenbar gekentert, nachdem es beim Wenden von einer Welle erfasst worden sei. Der Eigner sagte, das Boot könnte überladen gewesen und gekentert sein, als viele Passagiere auf eine Seite des Schiffes gegangen seien.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.03.2006
Fährunglück vor Bahrain
Ein Schiff mit etwa 150 Touristen an Bord ist im Persischen Golf gesunken.
Zahlreiche Menschen sind vermisst.
Manama / Bahrain - Bei dem Schiffsunglück vor der Küste von Bahrain sind mindestens 27 Menschen ertrunken, darunter wahrscheinlich auch mehrere westliche Ausländer. Wie aus Sicherheitskreisen in der Hauptstadt Manama verlautete, konnten bislang 35 Überlebende geborgen werden. Der US-Nachrichtensender CNN berichtete aus der Region von 60 Geretteten. Ein Behördenvertreter sagte, viele Menschen seien nicht lebensgefährlich verletzt.
Die Fähre befand sich nach Medienberichten am Donnerstagabend (Ortszeit) auf einem Abendausflug, der mehrere Stunden dauern sollte. Das Schiff sei rund einen Kilometer vor der Küste gekentert. Ein Sprecher der US-Marine erklärte, Taucher würden bei den Rettungsaktionen helfen. Krankenwagen waren auf den Weg zu dem Hafen, von dem aus das Schiff in See gestochen war.
2. Meldung:
Ein Sprecher des Innenministeriums in Manama sagte der staatlichen bahrainischen Nachrichtenagentur BNA, die Küstenwache habe 60 Überlebende geborgen. An Bord der Fähre «Al Dana» sollen sich zum Zeitpunkt des Unglücks etwa 120 Passagiere befunden haben.
Das Schiff habe Schlagseite bekommen und sei dann gekentert, sagte der Sprecher des Ministeriums. Es sei aber noch zu früh, um etwas zur Unglücksursache zu sagen. Die Fähre verunglückte laut BNA unweit der Küste in der Nähe der Scheich Chalifa bin Salman Brücke. Der US-Sender CNN meldete, auch die in Bahrain stationierte 5. Flotte der US-Marine habe Hubschrauber und Taucher zum Unglücksort geschickt.
Pressemeldungen vom 30.03.2006
"Star Princess" unterwegs nach Deutschland
Bahama - Um 21 Uhr des 30.3. hat der brandgeschädigte Luxusliner "
Star Princess" die Bahamas mit Kurs Bremerhaven verlassen, wo sie bei der Lloyd Werft zur Wiederherstellung der rund 150 ausgbrannten Kabinen erwartet wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.03.2006
"Hyundai Fortune" wird weiter gelöscht und gelenzt
Golf von Aden ( vor Jemen ) - Während der vergangenen Tage wurde der Containerfrachter "
Hyundai Fortune" weiter stabilisiert. Glutnester wurden in Containern oder dem Schiff kontinuierlich abgelöscht. In mehreren Abteilungen wurde Wasser gelenzt und undichte Stellen abgedichtet, um den Wassereinbruch zu stoppen. Drei Schlepper, darunter die "
Smitwijs Rotterdam", sind derzeit vor Ort.
Spekulationen um Brandursache auf "Hyundai Fortune
Die Explosionen, die die "Hyundai Fortune" auseinanderrissen, waren offenbar so stark, dass es mittlerweile
Zweifel an der Theorie von Feuerwerkskörpern als Ausgangspunkt der Katastrophe gibt. Das Achterschiff des 5551-TEU-Schiffes ist fast total zerstört. Der Rumpf ist fast auseinandergebrochen. Das Heck ist ausgebrannt und durchlöchert. Rund 500 Container sind nach bisherigen Schätzungen verloren gegangen. Die Frage ist, ob es doch von außen wirkende Kräfte gewesen sein konnten, die dieses Schadensausmaß auslösten. Feuerwerkskörper wären auf Oberdeck gestaut gewesen, während die "Hyundai Fortune" eher unterhalb des Hauptdecks aufgerissen wurde. Es gibt Überlegungen, ob das Schiff Opfer einer Piraten- oder Terroristenattacke sein könnte oder es gar auf eine Mine lief. Eine andere Möglichkeit wäre die Explosion eines Gas- oder Öltanks
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.03.2006
Schleppercrew rettete sich auf Anhang
Japanisches Meer ( vor der russischen Küste ) - Am 29.3. sank der japanische Schlepper "
Dream 6" mit einer Crew von 14 Mann nahe dem Ort
Preobrazhenie bei Wladiwostok im Japanischen Meer. Die Seeleute retteten sich auf eine Barge, die von dem japanischen Schlepper gezogen wurde. Die Rettungsoperation wurde durch das schlechte Wetter im Seegebiet erheblich erschwert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.03.2006
Flugzeugträger vor letzter Reise
Pensacola, Florida / USA - Am 22.3. wurde der ausgemusterte Flugzeugträger "
Oriskany CVA 34" am Allegheny Pier an der Naval Air Station Pensacola festgemacht. Das 32.000-Tonnen-Schiff wird dort auf die letzte Reise vorbereitet, die am 17.5.2006 22 Meilen vor der Küste im Golf von Mexiko in 212 Fuß Wasser enden soll, vorbereitet. Nach der Versenkung als größtes künstliches Riff der Welt wird sie von der U.S. Navy an den State of Florida übereignet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.03.2006
Lotsenversetzer unter Ölfontäne begraben
Nord-Ostsee-Kanal - In der Nacht zum 30.3. platzte auf dem Chemiekalientanker "
Pakri Challenge", 5000 BRZ, auf der Nordwestreede des Nord-Ostsee-Kanals ein Beheizungsrohr. Das Unglück ereignete sich, als der Lotsenversetzer "
Capitain Jürs" an dem Schiff festmachte. Es gab eine Fontäne mit einem Wasserdampf und Öl-Gemisch, die sich auf den Lotsenversetzter ergoss und ihn mit einer schmierigen Ölschicht bedeckte. Anschließend fiel auf dem Tanker das Bugstrahlruder aus, sodass ein Schlepper als Hilfe angefordert wurde. Die Wasserschutzpolizei entsandte ein Boot zur Reede, um die Lage zu begutachten und um zu entscheiden, ob das Schiff durch den Kanal fahren durfte. Der Lotsenversetzer war für ca. 1 Stunde danach ausgefallen und wurde einer Reinigung unterzogen. Der Tanker konnte nach Begutachtung den Kanal Richtung Osten passieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.03.2006
Binnenschiff verursacht Gewässerverunreinigung im Duisburger Hafen
Duisburg / NRW - Gestern, gegen 16:50 Uhr, meldete ein Zeuge eine Ölverschmutzung rund um ein im Duisburger Hafenmund liegendes Tankmotorschiff. Die Beamten der Wasserschutzpolizei ermittelten mit Unterstützung eines Tauchers einen feinen Riss im Bunkertank des Schiffes. Der Tank war am Tag zuvor in Mannheim mit 10000 Litern Diesel gefüllt worden. Zwei weitere Gewässerverunreinigungen vom 29.03.06 in Bonn und Düsseldorf ließen sich nun zuordnen. Der Taucher dichtete das Leck ab und der Tanker konnte seine Fahrt zur Reparatur nach Rotterdam fortsetzen.
Quelle: Wasserschutzpolizei NRW vom 30.03.2006
Wird der Flugzeugträger "Minsk" versenkt?
Shenzhen, Provinz Guangdong / China - Der ehemalige russische Flugzeugträger "
Minsk", 40.000 t, könnte zum größten künstlichen Riff in der pazifisch-asiatischen Region werden. Derzeit ist er ein Themenpark in der südchinesischen Stadt Shenzhen, doch am 28.3. wurden Pläne laut, das Schiff in den Gewässern vor Hongkong zu versenken. Der Meeresspezialist Charlie Frew schlug vor, das 271 Meter lange Schiff 10 Kilometer in den Bereich von Osthongkong zu verholen und dort zwischen zwei Inseln nahe Sai Kung auf den Meeresgrund zu schicken. Damit könnte ein rasches Anwachsen der Fischbestände erzielt werden und damit die gesamte Küstenlinie von Ost-Hongkong belebt. Die "Minsk" war 1975 vom Stapel gelaufen und 1993 nach einem Unfall außer Dienst gestellt wroden. Später wurde sie an die Shenzhen Minsk Aircraft Carrier Industry Co. verkauft, die auf und um ihr die "
Minsk World" einrichtete. Inzwischen wurde die Firma aber liquidiert, und der Flugzeugträger sollte versteigert werden. Das Mindestgebot wurde aber nicht erreicht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.03.2006
Binnenmotorschiff "Privatum" wird aus Emsmündung geborgen
Eemshaven / Niederlande - Die Bergungsfirma GPS Marine Services aus Sliedrecht hat am 27.3. mit der Bergung des in der Emsmündung vor Eemshaven gesunkenen Binnenschiffes "
Privatum" ( 25.01.) begonnen. Sie wird ungefähr eine Woche dauern. An Bord befindet sich eine Asphaltladung, die zunächst geleichtert werden muss. Danach beginnt die eigentliche Hebung des auseinandergebrochenen Wracks.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.03.2006
Feuer auf "Hyundai Fortune" gelöscht
Golf von Aden ( vor Jemen ) - Das Feuer,das seit dem 21.3. auf dem Containerfrachter "
Hyundai Fortune" im Golf von Aden wütete, ist weitgehend gelöscht. Nun sollen letzte Glutnester abgelöscht werden. Das Schiff kann derweil in einen Hafen abgeschleppt werden. Der Ausmaß des Schadens an Ladung und Schiff ist noch unklar. Bereits am 25.3. waren die Berger von SvitzerWijsmuller Salvage zweimal an Bord des Havaristen gewesen, der sich zu dieser Zeit bereits im Schlepp befand. In mehreren Abteilungen stand Löschwasser.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2006
Luxusliner "Star Princess" wird in Bremerhaven repariert
Bremerhaven - Der brandgeschädigte Luxusliner "
Star Princess" wird bei der Lloyd Werft in Bremerhaven repariert. Das Schiff verlässt diese Woche Freeport ( Grand Bahama Island ) und macht sich auf den Weg nach Deutschland. Am 15.5. soll es von Kopenhagen aus seine erste Fahrt nach der Reparatur starten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2006
"Ivory Tirupati" in Bucht von Brest verankert
Brest / Frankreich - Das liberianische Kühlschiff "
Ivory Tirupati", das am 27.3. eskortiert von der "Abeille Bourbon" mit 25 Grad Schlagseite Brest erreichte, war in der vorangegangenen Nacht 160 Meilen vor Cabo Ortegal, Spanien, in Bedrängnis geraten. Die Ladung war in schwerem Wetter übergegangen, in der Bucht von Biscaya gingen drei Container über Bord. Der Frachter war mit einer Ladung Kartoffeln auf dem Weg von Ashdod, Israel,nach Zeebrugge gewesen, als die Ladung nach Steuerbord rutschte. Am 28.3. lag das Schiff in der Bucht von Brest.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2006
Ölfilm in der Straße von Malakka
Straße von Malakka / Südostasien - Nach dem Untergang des Bulkcarriers "
California", 76000 tdw, gilt die derzeitige Sorge einer Ölverschmutzung in der Straße von Malakka. Das 1979 erbaute Schiff der Standard Shipping aus New York war von dem überholenden Containerfrachter "
Sinokor Seoul" gerammt worden. Das 1980 erbaute 1450-Teu-Schiff der Sinokor Merchant Marine of South Korearettete die Crew, bevor 11 Stunden nach dem Unglück die "California" versank. Sie hatte 98 Tonnen Öl an Bord. Der Bulker war mit Eisaenerz beladen mit Ziel China.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2006
Kutter vor Grave's Light gestrandet
Boston, Massachusetts / USA - Ein 47-Fuß-Boot der Küstenwachstation aus Point
Allerton lenzte den gestrandeten, 71 Fuß langen Kutter "
Guardian" aus Boston und schleppte ihn an die Bostoner Fischereipier. Das Schiff war am 27.3. um fünf Uhr morgens bei Grave's Light mit vier Mann Besatzung auf Grund gelaufen. Zwei Boote kamen dem Havaristen zu Hilfe, der großen Bilgenschaden hatte und Wasser machte. Mit mobilen Lenzpumpen wurde das eingedrungene Wasser abgepumpt. Der Kutter war auf dem letzten Tag einer 12-tägigen Fangfahrt an der George's Bank. Nach dem Einbringen nach Boston wurde ein Ölschlängel um das Schiff ausgelegt, weil Hydrauliköl auslief, während erste Arbeiten an der Bilge ausgeführt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2006
Kasinoschiff gestrandet
Dania Beach, Florida / USA - Die "
Sun Cruz Casino" lief in der Nacht des 27.3. nach einem Maschinenversager am 27.3. in Dania Beach auf Grund. Das Schiff war auf die Dania Beach Brdige zugelaufen und konnte nur noch Typhonsignale geben, woraufhin die Brücke öffnete und das hilflose Schiff durchließ. Anschließend gelang es zwar, die Maschinen wieder zu starten, doch die Strandung konnte nicht mehr abgewendet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2006
Wrack der "Queen of the North" untersucht
Gil Island, British Columbia / Canada - Die gesunkene Fähre "
Queen of the North" liegt aufrecht auf dem Meeresgrund in 427 Metern Tiefe, gaben BC Ferries bekannt, nachdem am 26.3. während eines dreistündigen Tauchgangs erste Unterwasseraufnahmen des Schiffes gemacht worden waren mithilfe eines Mini-U-Bootes. Von den zwei Vermissten gab es keine Spur. Geringe Ölmengen traten aus. Crew der Firma Nuytco Research aus Nordvancouver hatten um 10 Uhr morgens mit der Inspektion begonnen, fünf Tage nachdem das Schiff kurz nach Mitternacht einen Felsen bei
Gil Island gerammt hatte und nahe Hartley Bay auf der Inside Passage sank. Die Tauchgänge sollen die exakte Wrackposition feststellen und den Zustand des Schiffes. An der Wasseroberfläche wurden die Ölbeseitigungsarbeiten derweil fortgesetzt. Auf der Wasseroberfläche trieb Dieselöl. Der Ölfilm wurde vom Wind zehn Kilometer weit getrieben. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand war die "Queen of the North" eine Meile vom Kurs abgekommen, als sie verunglückte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2006
Rekordtrunkener Kapitän muss ins Gefängnis
Grimsby, England / GB - Der rumänische Kapitän des Frachters "
Kathrin", der vor Kent gestrandet war, wurde am 23.3. vor dem Grimsby Crown Court schuldig befunden, vier Mal soviel Alkohol wie erlaubt getrunken zu haben. Der Rumäne wurde zu vier Monaten Gefängnis für die Strandung und sieben Monate für den Alkoholkonsum verurteilt. Die "Kathrin" war am 13.2.2006 auf den Goodwin Sands festgelaufen, nachdem sie die Verkehrstrennungszonen gequert hatte. Statt Kurs auf den Humber zu nehmen, war sie weiter geradeaus gefahren, hatte knapp das East Goodwin Feuerschiff verpasst und war dann festgekommen. Der Kapitän danach nicht mehr zur Abgabe eines Atemalkoholtests in der Lage gewesen. Die Blutprobe ergab einen Rekordwert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.03.2006
Info: Gemanagt wird der Frachter "
MV Kathrin" von der Firma Enzian Shipping AG in Schlieren ZH. Nach dem Vorfall gilt auf der gesamten Hochseeflotte der
Schweizer Reederei ein striktes Alkoholverbot.
Seemann stürzt in die Weser
Bremerhavem Stromkaje, Zeit: 27. März 2006, 19.00 Uhr - Aufgrund widriger Wetterverhältnisse stürzte ein Besatzungsmitglied bei Lascharbeiten von Bord des MS " Sea Vita " in die Weser. Dabei zoger sich einen Schock und eine leichte Unterkühlung zu.
Der 44 Jahre alte Seemann befand sich auf einer Leiter, um neu geladene Container an Bord des an der Stromkaje liegenden Containerschiffes zu laschen (zu befestigen). Eine Windböe erfasste ihn und ließ ihn außenbords in die Weser fallen. Durch einen Mitarbeiter eines ebenfalls am Schiff arbeitenden Umschlagsbetriebes konnte dem Letten ein Rettungsring zugeworfen werden. Kurze Zeit später wurde er durch einen Tragekorb einer Containerbrücke aus dem Wasser geborgen.
Ein Fremdverschulden schließt die Wasserschutzpolizei aus.
Der Seemann wird bis zum erneuten Einlaufen am 1. April des unter der Flagge Antiguas laufenden MS "Sea Vita" in Bremerhaven im hiesigen Seemannsheim verbleiben.
Quelle: Polizei Bremen, Direktion Wasserschutz- und Verkehrspolizei, Inspektion Bremerhaven vom 28.03.2006
Info: Vor einer Woche ( 17.3. ) geriet ein 55-jähriger Hafenarbeiter an Bord der "
Maersk Penang" beim Befestigen der Container aus dem Gleichgewicht und stürzte über die Reling ins kalte Wasser. Hier reagierte die Besatzung eines Bunkerboots rasch und rettete den Mann.
Tornado zieht Schneise durch Hambug-Harburg
Yachthalle begräbt 40 Yachten unter sich
Hamburg / DE, 28.03.06 - Am Montagabend, den 27. März fegt gegen 19.00 Uhr eine Windhose mit verheerender Wucht über den Süden Hamburgs hinweg und hinterlässt eine 50m breite Schneise der Zerstörung. Drei Kräne im Harburger Binnenhafen stürzen um, zwei Kranführer sterben in den Trümmern, zwei weitere Personen werden verletzt. Der Tornado deckt zahlreiche Häuser ab, entwurzelt Bäume und wirbelt Trümmer durch die Luft auf Stromleitungen. Es entstehen Schäden in Millionenhöhe und die Elektrizitätsversorgung in knapp 80.000 Haushalten bricht zusammen.
Die Wände einer Schiffslagerhalle geben unter dem Winddruck nach. Sie kippt komplett zur Seite um und das Hallendach begräbt rund 40 Yachten unter sich.
Der Wirbelsturm hat mit 200 km/h über Hamburg gewütet.
Quelle: svgverlag vom 28.03.2006
Wird der Kreuzliner "Star Princess" in Bremerhaven repariert?
Bremerhaven - Die
Lloyd Werft ist mit im Rennen um die "
Star Princess". Ein Brand zerstörte 150 Kabinen, ein Mensch starb. Die Lloyd Werft gibt jetzt ein Reparatur-Angebot ab. Die Lloyd Werft war von Princess Cruises aufgefordert worden , ein Angebot zu unterbreiten. Mehrere Werften sind im Rennen, "noch ist nichts entschieden", sagt der Werftchef. Noch in dieser Woche sollen die Würfel fallen. Der Wert der Reparatur wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Die "Star Princess" war mit 2690 Passagieren in der Karibik unterwegs, als das Feuer nachts in einer Passagierkabine ausbrach. Die Ursache ist noch unklar, spekuliert wurde über eine brennende Zigarette auf einem Balkon. Das Feuer breitete sich schnell aus, elf Passagiere erlitten Rauchvergiftungen. Die Fahrgästewarten nun auf Jamaica auf die Heimreise.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2006
Fährkollision in Ystad
Ystad / Schweden - Die Bornholmer Schnellfähre "
Villum Clausen" hat am Morgen des 28..3. die polnische Fähre "
Gryf" im Hafen von Ystad gerammt. Sie trug dabei mittelschwere Beschädigungen davon. Die polnische Fähre ist 158 Meter lang und wurde 1991als "
Kaptan Burhanettin Isim"erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2006
Frachter mit Schlagseite in Brest
Brest / Frankreich - Der liberianische Frachter "
Ivory Tirupati" lief am Nachmittag des 27.3. eskortiert vom Schlepper "
Abeille Bourbon" mit schwerer Steuerbordschlagseite Brest an. Die Ladung des 10869 t verdrängenden Schiffes war übergegangen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2006
Feuer auf "Hyundai Fortune" eingedämmt
Golf von Aden ( vor Jemen ) - Am 27.3. gelang es, das Feuer auf der "
Hyundai Fortune" so weit einzudämmen, das ein Feuerlöschschiff bereits entlassen werden konnte. Der Havarist soll wahrscheinlich nach Dubai gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2006
Kuttercrew schwamm nach Strandung an Land
Chatham, Massachusetts / USA - Am 27.3. suchten Retter der Küstenwachstationen Chatham und Air Station Cape Cod nach zwei Fischern aus Maine, die von Bord ihres 39 Fuß langen Kutters "
Josephine" gesprungen waren. Das in Stonington beheimatete Schiff war bei Nauset Beach aufgelaufen und leckgeschlagen. Um 04.15 war der Funkkontakt abgebrochen. Aus Chatham lief ein 44-Fuß-Rettungsboot aus, aus der Luft half ein Jayhawk Helikopter bei der Suche. Ein Mann schwamm an Land und wurde von Polizisten aus Eastham gefunden. Er gab an, auch der zweite Mann hätte sich gerettet. Er wurde um acht Uhr in der aufgegebenen Küstenwachstation am Strand gefunden. Die Männer wurden mit Unterkühlungen ins Cape Cod Hospital gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2006
Segelboot trieb gegen Brücke
San Francisco, Kalifornien / USA - In San Francisco schleppte die Küstenwache am Nachmittag des 27.3. ein manövrierunfähiges, 36 Fuß langes
Segelschiff aus dem Bereich der Bay Bridge zur South Beach Marina. Das Schiff hatte mit drei Mann an Bord Maschinenschaden erlitten. Es trieb hilflos in Richtung der Bay Bridge, die Crew wurde angewiesen, Rettungswesten anzuziehen und einen Verschlusszustand im Boot herzustellen. Ein 41-Fuß-Rettungsboot der Küstenwache lief aus. Dann driftete das inzwischen Mayday rufende Segelboot gegen einen Betonpfeiler eines Brückenpylons, der Mast brach. Minuten später waren die Retter da und halfen den Verunglückten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2006
Info: Ein Brückenpylon ist ein Pfeiler einer Hänge- oder Schrägseilbrücke.
Vier Mann von gestrandetem Kutter gerettet
Mahukona, Big Island, Hawaii / USA - Eine halbe Meile nördlich von Mahukona Harbor vor Big Island lief am 27.3. um 03.20 Uhr der 43 Fuß lange Kutter "
Aukaka" aus Kona auf Grund. Er hatte vier Mann an Bord, sie wurden gegen vier Uhr bei acht Fuß hoher See gerettet. An Bord sind 370 Gallonen Dieselöl. Ein Ölfilm wurde bereits gesichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2006
Feuer auf Kutter
Vágur / Färöer - Der isländische Kutter "
Valur GK 6" wurde am 26.3. durch ein Feuer vor den Faröern schwer beschädigt. Das 1963 in Schweden erbaute Schiff erreichte inzwischen den Hafen von Vágur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2006
Tanker trieb menschenleer in der See
Weipa, Queensland / Australien - Der 80 Meter lange Tanker "
Jian Seng" wurde aufgegeben und am 26.3. in australischen Hoheitsgewässern nördlich des Hafens Weipa in Nord-Queensland aufgefunden. Das Schiff trieb mit gestoppter Maschine, und eine Schlepptrossen hing vom Bug herab. Wahrscheinlich wurde der Tanker nach einem missglückten Abschleppversuch aufgegeben. Australien erbte auf diese Weise schon einmal 2003 ein Schiff, welches im darauffolgenden Jahr versenkt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2006
Schlepper gekentert
Lake Okeechobee (See), Florida / USA - Der Schlepper "
Birdie B", der mit einer
Barge Florida Intracoastal Waterway am 25.3. mit Westkurs unterwegs war, kenterte in 6-7 Fuß hohen Wellen. Die Crew musste in den stürmischen Lake Okeechobee springen, aus dem sie nach über vier Stunden von der U.S. Coast Guard gerettet wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.03.2006
Leichte Havarie im Hafen Wesseling
Köln-Wesseling - Am Sonntag ( 26.3. ), gegen 01:14 Uhr, legte der Koppelverband "Caritas / Caritas II", Heimathafen Zwijndrecht, im Hafen Wesseling an. Dabei kam es zu einer "Kopf-auf-Kopf"-Berührung mit dem stillliegenden Tankmotorschiff "Lazio", Heimathafen Zwijndrecht.
Die achtere Spring des TMS "Lazio" brach. Desweiteren kam es zu einer leichten Beschädigung des Stevens, sowie zu einer Eindellung der Bordwand. Der Koppelverband hatte offensichtlich keine Schäden davongetragen. Der Unfall wird durch die Wasserschutzpolizei Köln bearbeitet.
Quelle: Wassserschutzpolizei NRW vom 27.03.2006
Nach Bedienungsfehler fährt ein Tankmotorschiff bei Werrich in die Kribben
Wesel-Werrich / NRW - Am Samstag ( 25.3. ), gegen 08:27 Uhr, wollte der Steuermann des leeren Tankmotorschiffs "Allegro", Heimathafen Voerde, die Steueranlage des Schiffes von Autopilot auf Handsteuerung umschalten. Dabei schaltete er jedoch die Steueranlage ganz aus, wodurch das Schiff vom Kurs abkam und in die Kribben fuhr. Das Schiff kam aus eigener Kraft wieder frei, Schäden sind nicht entstanden, die Schifffahrt wurde nicht behindert. Durch die Wasserschutzpolizei Wesel wurde der Unfall aufgenommen.
Quelle: Wasserschutzpolizei NRW vom 27.03.2006
Fähre in Huangpu gerammt
Huangpu / China - Am 22 März kollidierte der Bulkcarrier "
Sen Hai 1", 10.900 tdw, in Huangpu, China, mit dem Passaigerschiff "
Huhangke 63". Das Unglück ereignete sich am Jiangbian Road Dock. Die Fähre hatte rund 300 Fahrgäste an Bord, als sie von dem 1980 erbauten Frachter gerammt wurde. Sie wollte gerade den Huangpu River queren, als sie auf Höhe des Fahrstandes getroffen wurde. Danach wurde sie gegen die Hafenanlage gedrückt. Niemand wurde ernsthaft verletzt, doch fiel die Fähre bis zum
27.3. aus. Die "Sen Hai 1" der China Shipping Tramp of Guangdongwurde nur leicht beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2006
Flusskreuzfahrer gestrandet
Washougal ( bei Portland ), Washington / USA - Am 24.3. lief gegen 10.10 Uhr der 360 Fuß lange Flsskreuzfahrer "
Empress of the North" der American West Steamboat Co. auf dem Coumbia River einer Sandbank nahe Washougal, Washington, auf Grund. Um 18 Uhr wurden die 180 Passagiere mittels einer dazwischen gelegten Barge auf ein anderes Schiff der Reederei, die kleinere "Queen of the West" übergesetzt und in den Hafen von Washougal gebracht. Anschließend wurden 20.000 Gallonen Öl abgepumpt, weiteres Öl innerhalb der Tankzellen umgepumpt und Material gegen Gewässerverschmutzungen bereitgestellt. Ein erster Abschleppversuch am 25.3. scheiterte. Am
26.3. gelang es mit der Flut gegen 15.40 Uhr, den Havaristen aufzuschwimmen. Das Schiff ging danach in ein Trockendock auf Swan Island in Portland zur Inspektion. Die Replik eines historischen Raddampfers war am 19.3. zu einer einwöchigen Kreuzfahrt aus Astoria ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2006
Lage auf "Hyundai Fortune" stabilisiert
Golf von Aden ( vor Jemen ) - Alle Deckcontainer hinter der Brücke sowie die Aufbauten der "
Hyundai Fortune" sind zerstört oder über Bord gegangen. Nur noch einige Trümmerreste glühen achtern der Brücke, das Deck und der Rumpf sind teilweise eingestürzt. Auch der Containerstapel vor der Brücke brannte aus, 10 weitere blieben aber unversehrt. Der Maschinenraum steht total unter Wasser. Es wird geschätzt, dass der Schaden den bisherigen Rekordschaden an einer Containerladung, der auf der" Hanjin Pennsylvania" entstand, überschreiten wird. Am Abend des 25. März trieb der Havarist auf Position 12-17 N 046-27 O, rund 60 Meilen vertrieben von der Position, auf der am 21.3. das Feuer ausbrach. Der 22.000-PS-Schlepper "
Smitwijs Rotterdam" hat das Schiff auf dem Haken und hält den Bug in den Wind. Zwei kleinere Schlepper, darunter die "
Rakhyut", liegen längsseits der "Hyundai Fortune".
Das offene Feuer ist mittlerweile niedergekämpft. Der nächstgelegene Hafen ist Dubai, der nächste Hafen mit Containerlöschkapazität Mumbai (Bombay).
Am 26.3. wurde der Havarist weiter stabilisiert, nachdem am Vortag die Berger zweimal an Bord des Schiffes gelangten. Sie benutzten Atemgeräte und Schutzausrüstung, um einige Abteilungen zu kontrollieren. Lenzpumpen der "Smitwijs Rotterdam" wurden zum Lenzen in Betrieb genommen. Am 26.3. kam auch der Schlepper "
Ras Isa" mit weiteren 15 Tonnen Ausrüstung an. Der Restbrand soll, nachdem sie auf die "Smitwijs Rotterdam" gebracht wurde, Stück für Stück gelöscht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2006
Beschädigter Luxusliner nach Freeport unterwegs
Freeport, Grand Bahama Island - Der brandgeschädigte Luxusliner "
Star Princess" lief am 25.3.um 21 Uhr von Montego Bay zum Grand Bahama Shipyard in Freeport aus, wo er repariert werden soll. Er wird dort am 27.3. erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2006
US-Zerstörer rammte Tanker
Persischer Golf - Am 25.3. kollidierte der amerikanische Zerstörer "
McCambell" im Persischen Golf 30 Meilen südöstlich der irakischen Küste mit unter Kiribati-Flagge laufendenden Tanker "
Rokya 1". Auf beiden Schiffen wurden jeweils zwei Seeleute verletzt. Die Havaristen blieben seetüchtig, auch wenn der Tanker Bugschaden erlitt. Er transportierte irakisches Öl.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2006
Kutter auf Grund gelaufen
Seal Rock, Lincoln County, Oregon / USA - Der 62 Fuß lange Kutter "
Sea Toi" aus Astoria, Oregon, lief am Morgen des 24.3. nahe Seal Rock auf Grund. Um 02.10 uhr morgens wurde die Küstenwache informiert. Ein 47-Fuß-Rettungsboot, eine mobile Landeinheit aus Yaquina Bay, und ein HH-65 Dolphin Helikopter aus Newport kamen der vierköpfigen Crew zu Hilfe, die sich 20 Minuten nach dem Notruf aus eigener Kraft an Land gerettet hatte. Ein Mann war verletzt und in Newport medizinisch versorgt. Eine Bergungsfirma aus Portland soll versuchen, den Havaristen beim nächsten Hochwasser zu bergen. In den Tanks sind rund 1800 Gallonen Öl in sechs Tanks. Sie sollen vor einer Bergung abgepumpt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2006
Deutsches Kümo vor Dänemark gestrandet
Insel Tunø / Dänemark - Am Abend des 24.3. lief das deutsche Kümo "
Lore D" nahe der dänischen Insel Tunø auf dem Weg von Odense nach Falkenberg auf Grund. Es kam auf Sandgrund fest, der Kapitän alarmierte die Behörden erst am Folgetag. Das Schiff wurde von einem Schlepper befreit und konnte seine Reise wenig später fortsetzen. Der Kapitän konnte nicht erklären, wieso er vom Kurs abkam und die Westseite der Insel Samsø passierte. Gegen den Kapitän wurde eine Sicherheitsleistung von 10.000 Kronen verhängt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2006
Frachter sank nach Kollision
Malakka ( Malacca ) / Malaysia - 24 ukrainische Seeleute wurden am Morgen des 24.3. nach der Kollision des südkoreanischen Frachters "
Sinokor Seoul" mit der unter Panama-Flagge laufenden "
California" in der Straße von Malakka gerettet. Die "California" war auf dem Weg von Indien nach China, als sich das Unglück 11 Meilen von einer Insel nahe des malayischen Küstenstates Malacca ereignete. Das Schiff schlug leck und sank, und die Crew wurde vom Kollisionsgegner aufgenommen, der selbst erheblicher Schäden aufwies. Dessen 25-köpfige Crew, 18 Koreaner und 7 Philippinos, blieb unversehrt. Ihr Schiff war von Port Klang nach Singapur unterwegs gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2006
Bei Hurrikanaufräumen historisches Hurrikanopfer gefunden
Pensacola, Florida / USA - Bauarbeiter sind in Florida auf ein altes spanisches
Holzschiff gestoßen. Archäologen vermuten, dass ein Hurrikan das Wrack an Land gespült hat. Es könnte aus dem 16. Jahrhundert stammen. Die Direktorin des Archäologischen Instituts der University of West Florida hat zwar schon öfter alte Schiffswracks untersucht, zum ersten Mal konnte sie aber nun einer Fundbergung aus einem Wrack beiwohnen, denn das Wrack liegt im Trockenen in einer Grube, die ausgehoben wurde, um eine Schule für Rettungsschwimmer zu bauen. Das Wrack stammt mit großer Wahrscheinlichkeit von den Spaniern, die 1559 in der Gegend ihre erste Siedlung auf dem Territorium der heutigen USA errichtet haben. Eine kurze Zeit nach einem Hurrikan wurde der Vorposten wieder aufgegeben. "Möglicherweise handelt es sich um eines ihrer ersten Schiffe", sagt die Direktorin Die sichtbaren Teile des Wracks, insbesondere die eisernen Bolzen, deuteten jedoch auf eine spätere Epoche. "Es gibt Wracks spanischer Schiffe in der Pensacola-Bucht", erklärte die Archäologin, "wir haben an zweien gearbeitet: Eines war von 1559, eines von 1705." Aber noch niemals habe man Schiffe auf dem Trockenen gefunden. Wahrscheinlich habe ein Hurrikan das Schiff an Land gespült. Bauarbeiter waren auf das Wrack gestoßen, als sie die Rettungsschwimmer-Schule der Marinebasis wiederaufbauen wollten, die vom Hurrikan "Ivan" zerstört worden war. "Ironischerweise hat ein Hurrikan das Schiff hierher gebracht, und jetzt entdecken wir es wegen eines Hurrikans." Das Schiff liegt mit dem Kiel nach oben im Sand. Dass es bald ausgegraben wird, gilt als unwahrscheinlich, denn der Aufwand wäre hoch: Mehr als 20 Meter Sand müßten abgetragen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2006
Kriegsschiff rammte Korallenriff
Palau ( Inselstaat im Pazifischen Ozean ) - Am 22.3. wurde eine Lafayette-Klassen-Fregatte und zwei Schlepper nach Kaohsiung entsandt, um ein in Palau während eines Freundschaftsbesuches beschädigtes
Kriegsschiff zu eskortieren. Es war beim Auslaufen aus Palau am 16.3. auf ein Korallenriff gelaufen, hatte dabei aber einen Lotsen aus Palau an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.03.2006
Segelyacht "Andrea": Tod des Skippers aufgeklärt
Heiligenhafen / Schleswig-Holstein - Der Tod eines Skippers aus dem Raum Hamburg erschütterte vor einem knappen Jahr die Ostseeküste. Bei einem Segeltörn gemeinsam mit einem Freund auf der Yacht "Andrea", beheimatet in Heiligenhafen, war der Segler in schwedischen Gewässern bei Ellös über Bord gegangen. Erst drei Tage später fanden Taucher seinen Leichnam in 15 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund. Die Yacht wurde damals auf ihren Liegeplatz im Yachthafen Heiligenhafen zurückgeschleppt.
Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in Hamburg hat jetzt die Ermittlungen abgeschlossen und teilt die Ursache für den Unfall mit. Demnach wollten die beiden Segler am 28. Mai 2005 in der Einfahrt von Malö Strömmar eine Kursänderung nach Steuerbord vornehmen. Der verunglückte Skipper habe dafür kurzfristig das Ruder übernommen. Ein unverhoffter Winddreher habe dann plötzlich zu einer Patenthalse geführt, das heißt, der Großbaum schwang auf die Backbordseite über. Der Skipper hat dabei den Baum an die rechte Kopfhälfte bekommen und ist über Bord geschleudert worden. Schwimmwesten haben beide Segler nicht getragen, teilt die Bundesstelle mit. Genützt hätte diese dem Havaristen aber ohnehin nichts, heißt es weiter in dem Gutachten, denn wie eine spätere Obduktion ergeben hat, sei ursächlich für den Tod die schwere Kopfverletzung gewesen. Eine sofort durch den Mitsegler eingeleitete Suchaktion blieb erfolglos.
Quelle: kn-online vom 25.03.2006
Rebellenboot vor Sri Lankas Küste explodiert
Colombo / Sri Lanka -
Bei der Explosion eines Rebellen-Bootes vor der Küste von Sri Lanka sind sechs Tamilen und acht Marinesoldaten ums Leben gekommen. Ein Militärsprecher sagte, die Besatzung eines Marineschnellbootes habe das Schiff der Tamilen- Rebellen vor der Nordwestküste kontrollieren wollen. Vermutlich hätten sich die Rebellen selbst in die Luft gesprengt, um der Kontrolle zu entgehen.
Es handelt sich um den bislang schwersten Zwischenfall, seitdem beide Konfliktparteien im vergangenen Monat die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen vereinbarten. Eine neue Gesprächsrunde soll nach dreijähriger Pause vom 19. bis 21. April in Genf stattfinden.
Der mehr als zwei Jahrzehnte dauernde Bürgerkrieg in Sri Lanka hat etwa 69.000 Menschen das Leben gekostet. Die Rebellenorganisation LTTE (Befreiungstiger von Tamil Eelam) kämpft für die Unabhängigkeit des Nordostens der Insel, wo Tamilen die Bevölkerungsmehrheit stellen. Die Regierung in Colombo will ihnen dagegen nur Autonomie gewähren. Rund drei Viertel der etwa 20 Millionen Bewohner Sri Lankas sind Singhalesen.
Quelle:APA vom 25.03.2006
Kreuzfahrtschiff auf Grund gelaufen
Washougal ( bei Portland ), Washington / USA - Im Nordwesten der USA ist ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 250 Menschen an Bord bei einer Flussfahrt auf Grund gelaufen. Alle Insassen seien unversehrt.
Die im Stil eines alten Raddampfers gebaute "Empress of the North“ blieb am Freitag auf einer Sandbank im Fluss Columbia nahe Washougal stecken, wie die Küstenwache des US-Staats Washington mitteilte. Alle Insassen seien unversehrt, auch habe das Schiff offenbar keinen Schaden genommen. Taucher versuchten festzustellen, wie der Rumpf wieder flott gemacht werden könnte.
Quelle: apa vom 25.03.2006
Frachter darf nicht weiterfahren
Bremen - Ort: Bremen, Holzhafen Zeit: 21. März 2006 - Ein solch desolates Schiff haben die Umweltfahnder der Wasserschutzpolizei schon lange nicht mehr gesehen. Als sie am Dienstag den im Holzhafen liegenden ausländischen Frachter "DA BAK SOL" betraten, um auf diesem eine Kontrolle durchzuführen, waren schon nach kurzer Zeit gravierende Sicherheits-und Umweltmängel zu erkennen.
So gab es eindeutige Indizien dafür, dass von Bord des Schiffes seit Jahren illegal Ölrückstände ins Meer eingeleitet wurden und ein Bewusstsein für Umweltschutz bei der Besatzung nicht vorhanden war. Daneben waren unter anderem schwere Mängel an der Navigationsausrüstung, am Schiffskörper, im Decksbereich, im Maschinenraum und an der medizinischen Ausrüstung für die Besatzung festzustellen.
Die Mängelliste umfaßte schließlich mehrere Seiten und belegte, dass eine planvolle Wartung des Schiffes und eine Besetzung mit einer ausreichend qualifizierten Besatzung nicht gewährleistet schien. Als Folge wurde seitens der Schiffssicherheitsbehörde ein Auslaufverbot bis zur Beseitigung der Mängel ausgesprochen. Wegen Verstößen gegen das Internationale MARPOL-Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe wurden außerdem gegen die Schiffsleitung hohe Sicherheitsleistungen festgesetzt.
Pressestelle Polizei Bremen vom 24.03.2006
Ein Toter bei Feuer auf Luxusliner
Montego Bay / Jamaika - Am 23.3. brach auf dem Weg nach Jamaika in der Karibik ein Feuer auf dem Kreuzfahrtschiff "
Star Princess", 109.000 BRZ, der Princess Cruises aus. Ein 75-jähriger Passagier erlag einem Herzanfall auf Deck, neun erlitten schwere, zwei weitere leichte Rauchvergiftungen. Das Schiff war am 19.3. mit 3813 Personen, 2690 Passagieren sowie 1123 Besatzungsmitgliedern, aus Fort Lauderdale nach Montego Bay ausgelaufen. Das
Feuer brach um 03.10 Uhr morgens in den Passagierunterkünften aus. Die Passagiere wurden mit Schwimmwesten zu den Musterstationen beordert, dann alle Kabinen durchsucht. Vorsorglich wurden die Boote ausgefiert. Es gelang der Crew dann zwar, den Brand rasch zu bekämpfen, doch wurde das Schiff stark verraucht. Die Decks 9 bis 12 wurden beschädigt und rund 100-150 Kabinen zerstört. Ausgelöst wurde das Feuer offenbar durch eine Zigarette, die auf einem Balkon landete.
Inzwischen ist die "Star Princess" nach Montego Bay eingelaufen. Ein Bereich von rund 85 Kabinen hob sich rauchgeschwärzt von der weißen Bordwand ab. Von der Intensität des Feuers wurden Stahlteile verbogen. Die Fahrgäste konnten inzwischen ihre Habe zum Teil rußgeschädigt aus ihren Kabinen holen,. Die meisten Passagiere wurden dann in Hotels nach Negril und Ochos Rios gebracht, einige blieben auch an Bord. Am Nachmittag wurden Vertreter der U.S. Coast Guard und Feuerwehrexperten an Bord erwartet, um die Seetüchtigkeit des Schiffes festzustellen. Wenn diese attestiert würde, sollte die "Star Princess" noch am 24.3. nach Fort Lauderdale auslaufen. Das 290 Meter lange Schiff war im Februar 2002 in Dienst gestellt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2006
Info: Montego Bay ist eine Stadt mit etwa 83.400 Einwohnern im Nordwesten Jamaikas. Die Stadt liegt an der gleichnamigen Bucht an der Mündung des Flusses Montego.
Lösten Feuerwerkskörper "Hyundai Fortune"-Feuer aus?
Golf von Aden ( vor Yemen ) - Sieben mit Feuerwerkskörpern beladene Container könnten den verheerenden Brand auf dem 5551-TEU-Containerfrachter "
Hyundai Fortune", 64054 BRZ, am Nachmittag des 22.3. ausgelöst haben. Dies vermutete ein Sprecher von Hyundai Merchant Marine. Die aus Hongkong stammenden Container waren in dem Bereich gestaut, wo die
Explosion, die die Bordwand des Schiffes oberhalb der Wasserlinie aufriss. Sie waren für Hamburg und Le Havre bestimmt. Die "Hyundai Fortune" war 1996 von Hyundai Heavy Industries Co., Ulsan erbaut worden und wird betrieben von der Hyundai Merchant Marine. Das Schiff (IMO: 9112272) verdrängt 68.363 Tonnen. Es ist 275 Meter lang, 40 Meter breit und hat 14 Meter Tiefgang. Das Schiff treibt derzeit weiter brennend auf 12.40.3 N 046.55.4 O.
Um 15 Uhr ging am 23.3. der Schlepper "
Wadi Hassan" mit Feuerlöschausrüstung längsseits. Am 24.3. wird gegen 03.00 Uhr der Bergungsschlepper "
Rakhyut" erwartet, fünf Stunden später die "
Smitwijs Rotterdam". Der kleine Schlepper "
Ras Isa" wird am 24.4. mit Feuerlöschgerät in Aden beladen, um zu assisteieren. Sieben Berger sind momentan vor Ort, 10 weitere auf dem Weg. Ein Flugzeug wurde zum Transport von Ausrüstung eingechartert. Momentan konzentrieren sich die Maßnahmen darauf, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Das Schiff wurde dazu aus dem Wind gedreht. Die Öltanks des Schiffes sind sehr heiß und möglicherweise bereits in Brand geraten. Durch das gewaltige Loch im Achterschiff kann man durch das Schiff hindurch sehen. Die "Hyundai Fortune" hatte insgesamt 5.100 Container geladen. Davon sind bereits mindestens 500 als Verlust abzuschreiben. Viele treiben auch um das Schiff herum, hunderte stehen in Flammen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2006
Rettungsaktion für brennenden Kutter
Stornoway, Insel Lewis, Schottland / Großbritannien - Am 23.3. erreichte die Stornoway Coastguard um 01.20 Uhr ein Mayday-Ruf des Kutters "
Aquarius", der 22 Meilen östlich von Stornoway in Brand geraten war. Die vierköpfige Crew versuchte den Brand im Maschinenraum einzudämmen. Ein Hubschrauber und ein Rettungsboot wurden aus Stornoway zum Havaristen in Marsch gesetzt. Zeitweilig brach der Funkkontakt zur "Aquarius" ab, als er wiederhergestellt werden konnte, war bereits der Kutter "
Harvest Reaper" längsseits gegangen und startete einen COs-Löschangriff. Auf den weitergeleiteten Notruf antwortete außerdem der Kutter "
Chikina". Die Küstenwache überlegt derzeit, wie die "Aquarius" in einen Hafen gebracht werden kann. Das Wetter begünstigt mit vier Windstärken die Rettungsaktion.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2006
Info: Stornoway ist der Hauptort der Insel Lewis und die mit Abstand größte Ortschaft der gesamten Inselgruppe der Äußeren Hebriden vor der Westküste Schottlands.
Drogenfrachter vor Australien versenkt
Sydney / Australien - Ein Flugzeug der australischen Luftwaffe hat den 1980 erbauten, nordkoreanischen Frachter "
Pong Su", 6.200 tdw, durch Bombardierung versenkt. Das Schiff sank
140 Kilometer vor New South Wales. Es war in Schmuggelaktivitäten verwickelt. Die Besatzung wird beschuldigt, Drogen im Wert von 193 Millionen Dollar nach Australien gebracht haben zu wollen. Die "Pong Su" der Pong Su Shipping war im April 2003 nach viertägiger Jagd durch die australische Marine aufgebracht worden und hatte seither in Sydney gelegen. Die Schiffsführung hatte sich für unschuldig erklärt, ihnen droht bei Verurteilung lebenslange Haft. Vier andere Personen, darunter ein Passagier, wurden bereits wegen Schmuggels verurteilt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2006
Frachter krachte in Hotelanlage
Bermuda ( Inselgruppe im Atlantik ) - Der Frachter "
Somers Isles", 1400 BRZ, erlitt am 22.3. auf dem Weg von den Bermudas nach Fernandina Beach, Florida, in Bermuda einen Maschinenblackout. Dadurch trieb das mit Containern beladene Schiff in eine Mole am Fairmont Hamilton Hotel. Nachdem kleinere Fahrzeuge ihn nicht befreien konnten, wurde er vom Schlepper "
Edward M. Stowe" geborgen. Der Schaden beträgt rund 100.000 Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.03.2006
Schiff sinkt vor Küste Kameruns - Über 120 Tote befürchtet
Yaoundé / Kamerun (Afrika) - Vor der Küste Kameruns ist am Donnerstag ein Schiff mit etwa 150 Passagieren gesunken. Nach Angaben des staatlichen Rundfunks entdeckten Fischer das sinkende Schiff in der Nähe des Hafens Kribi und retteten 23 Schiffbrüchige. Als die offiziellen Rettungskräfte an der Unglücksstelle eingetroffen seien, hätten zahlreiche Leichen im Atlantik getrieben, berichtete der Radiosender. Einige Überlebende klammerten sich verzweifelt an Teilen des Schiffswracks fest, andere versuchten an Land zu schwimmen. Das Boot war unterwegs von Nigeria nach Gabun. Unter den Passagieren befanden sich Bürger aus Nigeria, Burkina Faso, Benin und Mali.
Ein Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes sagte, es sei noch zu früh, um die Zahl der Toten zu benennen. "Die See war sehr rau. Es herrschte hoher Wellengang", erklärte Francois Mahouwa vom Roten Kreuz. Das Holzboot hätte viele Passagiere transportiert und sei zudem mit Gütern schwer beladen gewesen.
In der Region kam es in der Vergangenheit wiederholt zu Schiffsunglücken, bei denen Boote meist überladen waren und zudem selten über eine Funkausrüstung für Notfälle verfügten. Im vergangenen Juli starben rund 30 Menschen bei einem Unglück an der gleichen Stelle vor der Küste Kameruns. 1998 ertranken mindestens 280 Menschen, als ihr Schiff auf dem Weg von Nigeria nach Gabun sank..
Quelle: sda vom 23.03.2006
Fähre sinkt vor Kanada - Zwei Personen vermisst
Vancouver / Kanada - Nach einem Fährunglück vor der Küste Kanadas werden immer noch zwei Menschen vermisst. Das Schiff war auf einen Felsen gelaufen und sank etwa eine Stunde später.
Nach dem Untergang einer Fähre vor der Westküste Kanadas haben fast alle Passagiere und Besatzungsmitglieder gerettet werden können. Zwei Reisende würden noch vermisst, allerdings "sind wir uns nicht sicher, ob sie wirklich an Bord waren", sagte ein Sprecher des kanadischen Verteidigungsministeriums. Zunächst hatten die Behörden mitgeteilt, alle 101 Passagiere und Crewmitglieder der "Queen of the North" seien geborgen worden.
Das Schiff war in der Nacht zu Mittwoch zwischen den Städten Prince Rupert und Port Hardy im Bundesstaat British Columbia auf einen Felsen gelaufen. Die Fähre kippte auf die Seite und sank etwa eine Stunde später. Mehrere Fischerboote, ein Hubschrauber und Schiffe der kanadischen Küstenwache waren im Einsatz. Laut der Betreiberfirma BC Ferries wurde die "Queen of North" 1969 in Deutschland gebaut und 2001 komplett saniert.
2. Pressemeldung vom 23.03.2006
Einstige Kiel-Göteborg-Fähre in Kanada gesunken
Prince Rupert, Provinz British Columbia / Canada - Am Morgen des 22.3. lief die Fähre "
Queen of the North" um 12.25 Uhr auf ein Riff vor Gill Island, rund 100 Meilen südlich von Prince Rupert an der Nordküste von British Columbia. Eine Stunde später verlosch auf dem Havaristen das Licht, dann sank das Schiff mit dem Heck voran in rauer See. Die 59 Passagiere und 42 Besatzungsmitglieder wurden von herbeieilenden Schiffen und dem Küstenwachschiff "
Sir Wilfried Laurier" aus den Booten gerettet. 11 wurden leicht verletzt. Das Schiff war 1969 in Deutschland als "
Stena Danica" für die Stena Line erbaut worden. Das Schiff lief später für B.C. Ferries als "
Queen of Surrey". Die Geretteten wurden in die nahe Hartley Bay gebracht, wo sie versorgt wurden, ehe sie nach Prince Rupert zurückgebracht und in Hotels einquartiert wurden. Die "Queen of the North" verband Prince Rupert und Port Hardy. Sie war um 20 Uhr am Vorabend ausgelaufen und hatte ein Drittel des 280 Meilen langen Weges zurückgelegt, als sie sank. An Bord waren auf 16 Fahrzeuge und 326 Kubikmeter Öl. Im Juli 2005 verunglückte eine B.C.-Fähre in Horseshoe Bay. Gesunken war bisher kein Schiff der Reederei. Die "Queen of the North" sollte 2009 ersetzt werden.
Sie war 1969 bei der
AG. Weser erbaut worden. Das Schiff war 125 Meter lang und 19,74 Meter breit. Es hatte 5537 BRZ und 884 tdw, später 8807 BRZ und 1205 tdw. Ein Diesel brachte 11638 kW und 22,5 Knoten. Die Passagierkapazität betrug 1530, später 650 Personen. Am 30.6.1969 hatte Pippi Langstrumpf-Darstellerin Inger Nilsson sie in Göteborg getauft. Ab dem 1.7. lief sie zwischen Göteborg und Frederikshavn bzw. Kiel. 1974 erfolgte der Wechsel nach Kanada. Seit 1980 lief sie als "Queen of the North" zwischen Prince Rupert und Port Hardy.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2006
Info: Britisch-Kolumbien ist die westlichste Provinz Kanadas, an der Küste des Pazifik gelegen.
Brandbekämpfung auf "Hyundai Fortune" hat begonnen
Golf von Aden ( vor Yemen ) - Am Nachmittag des 22.3. erreichte der Schlepper "
Wadi Hassan" mit sieben Brandbekämpfern die
140 Meilen vor Aden brennende "
Hyundai Fortune". Die "
Rakhyut" wird am 24.3. vor Ort erwartet, ebenso die "
Smitwijs Rotterdam". Ein weiterer Schlepper kommt aus Hodeida. Nach der holländischen "
De Zeven Provinzien" bezog nun die britische Fregatte "
Lancaster" Position am Havaristen. Bis auf drei Mann wurde dessen 27-köpfige Crew von der "De Zeven Provinzien" nach Yemen gebracht.
Der erste Löscheinsatz wurde auf die erste Linie von Containern vor den Aufbauten konzentriert, wohin sich der Brand vom Achterschiff durch die Aufbauten ausgebreitet hatte. Damit soll eine weitere Ausdehnung verhindert werden. Mit weiteren Löschkapazitäten vor Ort soll dann der Angriff aufs Achterschiff erfolgen. Der Containerfrachter sollte eigentlich in zehn Tagen im Hamburger Hafen festmachen, was seit 1996 regelmäßig alle 60 Tage erfolgte. Der Sachschaden dürfte bei mehreren hundert Millionen Euro liegen. Im Raum Hamburg sind Hunderte von Importeuren und Exporteuren betroffen. Aller Wahrscheinlichkeit nach hatte das Schiff im Heckbereich für Osteuropa bestimmte
Feuerwerkskörper aus China geladen. Die 1996 in Korea gebaute "Hyundai Fortune" kann 5551 Standard-Container tragen und fährt im Liniendienst zwischen Fernost und Europa. Zur Zeit des Unglücks war sie auf dem Weg von Singapur zum Suezkanal.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2006
Verletzte nach "King Tut IV"-Kollision auf Weg der Besserung
Kairo, Luxor / Ägypten - Nach der Kollision des Nil-Kreuzfahrtschiffes "
King Tut IV" sind 14 Deutsche im Internationalen Krankenhaus von Luxor Luxor behandelt worden. Eine schwer verletzte deutsche Touristin wurde am 22.3. nach Angaben von Ärzten nach Kairo geflogen. Sie soll dort in einem Krankenhaus so weit medizinisch versorgt werden, bis eine Weiterreise nach Deutschland möglich ist. Insgesamt waren 28 deutsche Passagiere und sieben Ägypter verletzt worden, als die "King Tut IV" am 22.3. eine Brücke in der Provinzstadt Kena gerammt hatte.
Bei mehr als der Hälfte der Touristen waren die Verletzungen nur leicht. Ein Teil der Passagiere setzte die Reise mit einem anderen Schiff fort. Zu dem Unglück war es vermutlich gekommen, als das aufgespannte
Sonnendach des Schiffes gegen die Brücke prallte. Einige Passagiere auf dem Oberdeck waren offenbar von Teilen des abgebrochenen Sonnensegels getroffen worden. Offenbar war der Kapitän nicht an der vorgeschriebenen Stelle unter der Brücke hindurch gefahren. Deshalb prallte das Sonnendach gegen die an dieser Stelle niedrigere Brücke. Insgesamt befanden sich nach ägyptischen Angaben 68 deutsche Touristen an Bord des Schiffes, das auf dem Weg von Luxor nach Kairo gewesen war. Der Kapitän gab Hochwasser als Unglücksursache an.
Es ist bereits der zweite Vorfall in Ägypten innerhalb von zwei Monaten, bei dem ein Fehler des Kapitäns als Unglücksursache vermutet wird. Anfang Februar war im Roten Meer die ägyptische Fähre "
Al Salam Boccacchio 98" gesunken, nachdem kurz nach dem Auslaufen ein Brand ausgebrochen worden war. 1027 Menschen fanden in den Fluten den Tod. Nach ersten Ermittlungen hatte sich der Kapitän des Schiffes trotz des Brandes geweigert, zum Ausgangshafen in Saudi-Arabien zurückzukehren. Unklar ist allerdings noch, ob der Schiffseigner ihm dies eventuell befohlen hatte. Von dem Kapitän, der in ein Rettungsboot gestiegen sein soll, fehlt seither jede Spur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2006
Flüssiggastanker wieder einsatzbereit
Singapur (Inselstaat in Südostasien) - Der Hoegh LNG-Flüssiggastanker "
Hoegh Gandria" wird nach Abschluss der Reparaturarbeiten, die nach Fluten des Maschinenraums notwendig wurden, jetzt wieder in Fahrt gebracht. Das Unglück hatte sich bei Routinearbeiten beim Ankern vor Singapur ereignet, während es in Charter der indonesischen Pertamina war. Auslöser war ein menschlicher Fehler.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2006
Binnenschiff blockierte Rheinschifffahrt
Dormagen, Düsseldorf / NRW - Ein gesunkenes Binnenschiff hat am 22.3 die Rheinschifffahrt in Düsseldorf lahm gelegt. Die mit Aluminium-Blöcken beladene "
Allegro" war beim Beladen in Stürzelberg gesunken, weil die Ladung verrutscht war. Derzeit ragt nur noch das Brückenhaus aus dem Wasser.
Die "Allegro" war aus Rotterdam gekommen und hatte an der
Verladestelle Stürzelberg ( Dormagen ) festgemacht. Morgens um 6 Uhr hatten Arbeiter damit begonnen, die 1.400 Tonnen schwere Ladung zu löschen. Dabei geriet möglicherweise ein Teil der Blöcke ins Rutschen. Der Frachter legte sich auf die Seite und sank. Lukendeckel wurden fortgeschwemmt, auch das Auto des Kapitäns, das an Bord stand, versank in den Fluten. Menschen wurden bei dem Unglück nicht verletzt; die fünf Besatzungsmitglieder und drei Arbeiter konnten sich unversehrt an Land retten. Der Rhein musste aber bis zum frühen Nachmittag wegen der treibenden Lukendeckel komplett gesperrt werden. 48 Schiffe mussten deswegen warten. Inzwischen fließt der Schiffsverkehr wieder normal; die "Allegro" liegt an der Verladestelle etwas abseits und stellt kein Hindernis dar. Wie lange sie unter Wasser bleibt, ist unklar. Die niederländischen Bergungsspezialisten, die angefordert wurden, müssen zunächst die restlichen Aluminiumblöcke heben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.03.2006
Motorschiff in Dormagen gesunken
Dormagen / Nordrhein-Westfalen - Heute gegen 09:15Uhr sank an der Verladestelle Stürzelberg (Dormagen) das niederländische Motorschiff "Allegro". Das Fahrzeug war mit 1400 Tonnen Aluminiumblöcken aus Rotterdam gekommen. Gegen 06:00 Uhr morgens ist mit dem Umschlag der Ladung an Land begonnen worden. Dabei geriet das Fahrzeug in Schräglage und ist um 09.50 Uhr gesunken. Die fünf Besatzungsmitglieder und drei Arbeiter konnten sich unversehrt an Land retten. Die Schifffahrt war von 09:22 Uhr bis 14:26 Uhr zum Schutz des Havaristen und wegen treibender Lukendeckel gesperrt. Insgesamt 48 Schiffe waren betroffen und mussten warten.
Quelle: Wasserschutzpolizei NRW vom 22.03.2006
Kollision im Nord-Ostsee-Kanal
Nord-Ostsee-Kanal / Schleswig-Holstein - Auf dem Nord-Ostsee-Kanal zwischen
Kudensee und
Dükerswisch kollidierten am 21.3. die beiden Feederfrachter "
Dalsland" und "
Flinterzee". Die "Dalsland" lief nach Kiel weiter und machte im Binnenhafen fest. Die "Flinterzee" verholte an den Südkai in Brunsbüttel. Die Schäden werden dort untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2006
Tanker auf Rhein leckgeschlagen
Düsseldorf / Nordrhein Westfalen - Ein Binnentanker aus Kaub, Rheinland-Pfalz, ist Nachmittag des 21.3. auf dem Rhein bei Krefeld auf Grund gelaufen und leck geschlagen. Die "
Sascha" war mit 1.164 Tonnen Diesel beladen. Aus einem 60.000 Liter fassenden Tank floss Gasöl in den Rhein. Wegen der Strömung war es nicht möglich, das Öl aufzunehmen. Grund für einen Rheinalarm, der etwa untersagt, Wasser aus dem Fluss für die Trinkwassergewinnung zu entnehmen, habe es aber nicht gegeben.
Die "Sascha" war durch einen Ruderausfall auf eine Uferböschung aufgelaufen. Die Leckage war unter der Wasserlinie, konnte deshalb von der Feuerwehr nicht vor Ort abgedichtet werden. Ein aus Krefeld geordeter Leichter pumpte die beschädigte Tankkammer leer. Darin landete der weitaus größte Teil des Tankinhalts. Am Abend wurde die "Sascha" in den Düsseldorfer Hafen gebracht, wo es gesichert wurde und nun repariert werden soll. Umwelt- und Wasserschifffahrtsamt überwachten die Maßnahmen, die Bezirksregierung informierte die Rhein-Anlieger.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2006
Öl lief in Dortmund-Ems-Kanal
Dortmund / Nordrhein-Westfalen - Ein weiterer Schiffsunfall hat sich auf dem Dortmund-Ems-Kanal ereignet. Rund 50 Liter Öl hat dort ein Tankschiff verloren. Beim Löschen der Ladung Heizöl im Dortmunder Petroleumhafen, sei die Ladeleitung nicht komplett geschlossen worden und so habe das Schiff am Montagabend (20.03.06) eine dünne, kilometerlange Ölspur im Wasser hinterlassen, teilte ein Sprecher der Stadt Dortmund am Dienstag (21.03.06) mit. Das Umweltamt geht den Angaben zufolge davon aus, dass sich der Ölfilm in den nächsten Tagen selbst auflösen wird.
Quelle: Wasserschutzpolizei NRW vom 22.03.2006
Ein Toter bei Kollision auf Nil
Kairo / Ägypten - Bei einem Schiffsunglück auf dem Nil sind am Abend des 21.3.06
27 deutsche Urlauber und acht Ägypter verletzt worden. Fünf
Besatzungsmitglieder und zwei ägyptische Soldaten erlitten ebenfalls Verletzungen. Ein ägyptischer Steward wurde getötet, als das Kreuzfahrtschiff "
King Tut 2" gegen eine Brücke prallte. Eine Kabinenhaube auf dem Sonnendeck wurde umgerissen. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Das Schiff war auf dem Weg zu seinem letzten Anlaufhafen der Reise, der südägyptischen Stadt Luxor. Insgesamt waren 68 Deutsche an Bord gewesen. Die genaue Unglücksursache blieb zunächst unklar. Es hieß jedoch, der Kapitän habe wahrscheinlich an der falschen Stelle die Brücke passieren
wollen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2006
Zigarette verursachte Frachterbrand in Rostock
Rostock / Mecklenburg-Vorpommern - Ein Feuer auf dem russischen Holzfrachter "
Semyon Morozov" im Rostocker Fischereihafen wurde in der Nacht zum 21.3. gelöscht, bevor die Flammen sich weiter ausbreiten konnten. Ein 37 Jahre alter Seemann wr in seiner Koje mit einer brennenden Zigarette eingeschlafen, während gerade die Ladung gelöscht wurde. Ein anderes Crewmitglied bemerkte das Feuer, das sich von der Kabine aus rasch ausbreitete, dann aber von der Crew gelöscht wurde. Gegen den verletzten Unglücksverursacher wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2006
Containerfrachter vor Aden in Flammen
Golf von Aden ( vor Yemen ) - Am 21.3. brach auf dem Containerfrachter "
Hyundai Fortune", 64054 BRZ, auf 12 40N, 47 23O rund 120 Meilen östlich von Aden ein Feuer im Achterschiff aus. Das 1996 erbaute Schiff war am 15.3. von Singapur nach Rotterdam ausgelaufen. Der Großbrand zwang die Crew, das 60 Meilen vor der Küste treibende Schiff aufzugeben, in dessen Backbordseite ein Explosionsloch klafft. Die holländische Fregatte "
De Zeven Provinzien" nahm die Schiffbrüchigen auf, nachdem sie der Rauchsäule gewahr geworden war.
Ein Mann war verletzt. Die Firma Switzerwijsmullersalvage wurde mit der Bergung beauftragt. Ein siebenköpfiges Expertenteam machte sich aus Amsterdam auf den Weg. Ein
Feuerlöschschlepper lief aus Salalah in Oman aus und sollte in zwei Tagen vor Ort sein. Der Bergungsschlepper "
Smitwijs Rotterdam" läuft mit voller Kraft zum Havaristen und wird in 3-4 Tagen erwartet. Das Feuer ließ etliche Container über Bord gehen, in den
Containerstapeln des Achterdecks brennt es heftig, die Flammen griffen auf die Aufbauten über. 60-90 Containern treiben in der See in einem fünf Meilen großen Trümmerfeld.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.03.2006
Schifffahrtssperre in Düsseldorf
Düsseldorf / Nordrhein-Westfalen - Am Samstag, 18.03.06 sorgte eine vermeintlich beschädigte Autobahnbrücke der A 44 in Düsseldorf für eine dreistündige Schifffahrtssperre. Der Schiffsführer eines Containerschiffes hatte bei der Brückendurchfahrt einen Riss entdeckt und die Polizei informiert. Vorsorglich sperrte die die Autobahn und den Rhein von 23:26 Uhr bis 02:34 Uhr. Nach der Begutachtung durch die zuständigen Fachleute konnte der Verkehr wieder freigegeben werden. Es fanden sich keine Schäden. Neun Fahrzeuge waren von der Schifffahrtssperre betroffen.
Quelle: Wasserschutzpolizei NRW vom 22.03.2006
Erfolgreiche Containerbergung in der Nordsee
Insel Terschelling / Niederlande - Bis zum 20.3. haben die Berger von SvitzerWijsmuller sieben von 40 Containerfundstellen in der Nordsee geräumt, Die Operation, die durch den Ladungsverlust der "
P&O Nedlloyd Mondriaan" notwendig geworden war, begann am 16.3. und wurde zunächst trotz Springtide und den damit verbundenen starken Strömungen erfolgreich durchgeführt. Am 17.3. musste die Bergung wegen schlechter Wettervorhersagen unterbrochen, konnte aber im Laufe des Wochenendes wieder aufgenommen werden. Das Spezialschiff, das die Ladungsteile ortet, hat eine Tauchercrew und Hebezeug an Bord. Damit wird das zeitaufwändige Positionieren weiterer Bergungsschiffe unnötig. Der bislang geräumte Bereich umfasst 1,6 x 1,2 Kilometer. Die gesunkenen Container liegen auf einer Gesamtfläche von 2,5 x 5 Meilen verstreut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2006
Acht Mann von gesunkenem südkoreanischen Kutter vermisst
Seoul / Südkorea - Nach dem Untergang eines südkoreansichen
Kutters vor der Südostküste des Landes wurde die achtköpfige Crew vermisst. Patroullienboote und ein Hubschrauber suchten 370 Kilometer südöstlich von Seoul auf Höhe von
Pohang nach dem 51-Tonnen-Schiff. Das Schiff sank in schwerer See in den Morgenstunden des 20.3., das schlechte Wetter behinderte auch die Suchaktion.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2006
12 Tote bei Schiffsuntergang vor Südkorea befürchtet
Seoul / Südkorea - Der chinesische Frachter "
Xinhai 7", 2972 BRZ, kollidierte am 19.3. um 04.00 Uhr Ortszeit im Gelben Meer vor der südkoreanischen Westküste mit der "
Korea Gas", 3980 BRZ. Das Unglück ereignete sich, als die "Xinhai 7" nach
Incehon einlief und dabei die dort vor Anker liegende "Korea Gas" rammte. Die mit Eisenerz "Xinhai 7" wurde dabei so schwer beschädigt, dass sie fast augenblicklich sank. Fünf Mann der 17-köpfigen Crew wurden von einem nahestehenden Schiff lebend gerettet. Drei Mann, darunter der 37-jähirge Kapitän, konnten nur noch tot geborgen werden, neun weitere wurden vermisst. Ein Helikopter sowie 29 Hilfsschiffe suchten das Meer nach den Seeleuten ab, doch es ist zu befürchten, dass der Untergang 12 Menschenleben forderte. Als Unglücksursache wurde vermutet, dass die Brückencrew des chinesischen Schiffes den anderen Frachter übersehen hatte.
Die "Korea Gas" wurde nur geringfügig beschädigt, ihre Crew blieb unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2006
Rettungsaktion nach Bergung toten Schleppermanns abgeschlossen
Coast Guard Air Station Clearwater, Florida / USA - Die von der US-Coast Guard durchgeführte Suchaktion vor der Golfküste nach einem Mann des Schleppers "
H.D. Mitchell" wurde gestoppt, nachdem der zunächst vermisste dritte Mann des gesunkenen Schiffes tot aufgefunden wurde. Die "H.D. Mitchell" hatte um 04.30 am Morgen des 19.3. Mayday gerufen, weil das Schiff zu kentern drohte. Eub Falcon Jet aus Mobile, ein Dolphin Helikopter aus New Orleans und ein 25-Fuß-Rettungsboot aus Panama City, Florida, wurden ebenso wie ein Jayhawk-Helikopter aus Clearwater zur Rettung der Crew in Marsch gesetzt. Später wurden sie von Schiffsbesatzungen der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission sowie Sea Tow Services International verstärkt. Sie suchten eine Fläche von 2.800 Quadratmeilen ab, bevor der Jayhawk-Hubschrauber auf dem Rückweg nach Clearwater 50 Meilen von dem Suchgebiet entfernt einen Ölfilm entdeckte. Der Falcon-Jet wurde daraufhin zu der Sichtungsstelle beordert und entdeckte nahe
Cedar Key in der See schwimmende Schiffstrümmer. Daraufhin wurde der Jayhawk-Hubschrauber dorthin dirigiert und entdeckte in einer Meile Entfernung zwei Überlebende des Unglücks, die umgehend gerettet und medizinisch betreut wurden. Der dritte Mann konnte nur noch tot von einem anderen Hubschrauber aus der See gezogen und zum Apalachicola Airport gebracht werden. Grund der verzögerten Rettung war eine fehlerhafte Positionsangabe des Schleppers gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2006
Unbekannte machen Fahrgastschiff im Duisburger Innenhafen los,
anschließend Kollision mit zwei anderen Schiffen"
Duisburg / Nordrhein-Westfalen - Am Mittwoch, 15.03.06 gegen 19:50 Uhr, lösten unbekannte Personen im Duisburger Innenhafen das ordnungsgemäß an seinem Liegeplatz Schwanentor festgemachte Fahrgastschiff "Wilhelm Lehmbruck", Heimathafen Duisburg.
Das Schiff trieb führerlos durch den Innenhafen und stieß gegen das gegenüberliegenden Fahrgastschiff "Carl Lehnkering", Heimathafen Duisburg, und das Motorschiff "Biberach", Heimathafen Stuttgart. An den beiden Fahrgastschiffen entstand leichter Sachschaden. Durch die Besatzung des Motorschiffs "Biberach" und die hinzugerufenen Beamten der Wasserschutzpolizei Duisburg konnte "Wilhelm Lehmbruck" wieder fest gemacht werden. Zeugen, die zur Tatzeit verdächtige Personen im Bereich des Steigers Schwanentor gesehen haben, melden sich bitte bei der Wasserschutzpolizei in Duisburg (0203 / 800770).
Quelle: Wassserschutzpolizei NRW vom 21.03.2006
Ungeplante Schrottentsorgung auf der "Globulus"
Long Beach, Los Angeles County, US-Bundesstaat Kalifornien / USA - Die Ladung des K-Line-Frachters "
Globulus" wurde bei dem Brand, der am 17.3. auf dem Schiff ausgebrochen war, fast vollständig zerstört. Das Schiff hatte zum Unglückszeitpunkt am Pacific Coast Recycling Plant im Hafen von Long Beach gelegen. Feuerlöschboote hatten fast acht Stunden gebraucht, die Flammen in dem Laderaum zu löschen. Menschen kamen jedoch nicht zu Schaden, und die Schifffahrt wurde auch nicht weiter beeinträchtigt. Die zerstörte Ladung war für einen asiatischen Hafen bestimmt gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2006
Kutter fuhr in Tillamook Bay Amok
Tillamook Bay, Oregon / USA - Am Abend des 16.3. kollidierte der 73 Fuß lange Kutter "
Swell Rider" mit mehreren Schiffen und einer Pier in Tillamook Bay, Oregon. Das Schiff wollte seine Mooring im Hafen ansteuern. Nach dem Unglück wurde das Schiff von der örtlichen Küstenwache inspiziert. Die Holzpier wurde bei dem Zusammenstoß schwer beschädigt. Die Höhe des Schadens an den dort liegenden Schiffen, darunter die Kutter "
Valiant II" und "
Alliance" aus Goose Bay, wurde noch untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2006
Info: Tillamook Bay ist eine Bucht am Pazifik in Nordwest-Oregon. Sie ist etwa 10 km lang und 3 km breit.
Schwarze Woche für ABOITIZ-Transport - auch "Superferry 9" havariert
Manila / Philippinen - Die philippinische Fähre "
Superferry 9" der Reederei ABOITI-Transport wurde von der Maritime Industry Authority des Landes aus dem Verkehr gezogen, nachdem das Schiff am 12.3. auf dem Weg von Manila nach Bacolod einen Ruderausfall erlitten hatte. Die 1300 Passagiere hatten 16 Stunden ausharren müssen, ehe sie auf die "Superferry 2" übergesetzt werden konnten und auf ihren Planken die Reise vollendeten. Der "Superferry 9" wurde die Fahrterlaubnis entzogen, bis die Reparaturarbeiten abgeschlossen sind und das Schiff anschließend einer Inspektion unterzogen wurde. Die Reparatur soll beim Keppel Batangas Shipyard durchgeführt werden, wo das Schiff mittlerweile im Schlepp eintraf. Drei Tage vor dem Zwischenfall war bereits die "
Superferry 12" durch einen Brand beschädigt worden, nachdem ein Passagier eine glühende Zigarette in einen Abfalleimer
geworfen hatte. Neun Kabinen waren zerstört worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.03.2006
Boot droht zu kippen - Drahtseile helfen
Rinteln an der Weser, Landkreis Schaumburg / Niedersachsen - Das Weserhochwasser hat das Motorkajütboot "Seegurke" im Rintelner Hafen auf die Kaimauer gesetzt. Das gestrandete Boot ist zur echten Sehenswürdigkeit in der Stadt geworden. Wie die Wasserschutzpolizei bestätigte, ist die Eigentümerin des Bootes informiert. Die Wasserschutzpolizei habe veranlasst, dass das Boot mit Drahtseilen so gesichert wurde, dass es nicht wieder ins Wasser kippen kann.
Pressemeldung Schaumburger Zeitung vom 21.03.2006
Drei Tote bei Schiffskollision vor Südkorea
Seoul / Südkorea - Bei einer Schiffskollision vor Südkorea sind am Montag drei chinesische Seeleute ums Leben gekommen. Neun Besatzungsmitglieder des chinesischen Frachters würden vermisst, teilte die südkoreanische Küstenwache mit. Das Schiff sei bei schwerer See im Gelben Meer mit einem größeren Frachter aus Südkorea in der Nähe der Hafenstadt Inchon zusammengestoßen. Die Marine und die Küstenwache Südkoreas suchten nach den Vermissten. Von der Besatzung des südkoreanischen Schiffes wurde niemand verletzt.
Pressemeldung vom 20.03.2006
Zwei Kollisionen in Brunsbüttel
Brunsbüttel / Schleswig-Holstein - Am
18.3. kam es in der Neuen Schleuse in Brunsbüttel zu einer leichten Kollision. Das russische Wolgaschiff "
Sosnogorsk" (IMO 780 1908) lief auf den in der Schleuse liegenden Autotransporter "
Olivia" (Imo-Nr. 7925273) der Lineas Suardiaz aus. Es entstanden leichte Schäden an der "Sosnogorsk" aus St. Petersburg. Die "Olivia" aus Nassau blieb unbeschädigt, jedoch bestand deren Kapitän aus Versicherungsgründen auf einer Aufnahme des Schadens, die in der Schleuse durchgeführt wurde.
Am 20.3. kam es in der Schleuse Brunsbüttel erneut zu einer leichte Kollision - der erst einige Wochen alte Autotransporter "
Thames Highway", 22000 BRZ, fuhr auf den schon in der Schleuse liegenden Containerfeeder "
Corsar", 3000 BRZ, auf. Beide Schiffe mussten protokollieren, die Höhe des Schadens ist noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2006
Kutter vor Cedar Key gesunken
Coast Guard Air Station Clearwater, Florida / USA - Am 19.3. rettete die Küstenwache in Clearwater zwei Männer des Kutters "
H.D. Mitchell" um 04.45 Uhr rund 30 Meilen vor
Cedar Key. Das Schiff hatte um 04.30 Uhr Mayday gefunkt, dass es mit drei Mann vor dem St. George Sound in Florida sinke. Ein Falcon Jet und ein Hubschrauber stiegen auf und begannen ein 2800 Quadratmeilen großes Gebiet abzusuchen. Dann wurde klar, dass eine falsche Position durchgegeben worden war. Wenig später sichteten die Sucher einen Ölfilm und ein Trümmerfeld 53 Meilen südöstlich der gemeldeten Position. Der Helikopter barg zwei Mann und flog sie ins Shands Hospital in Gainesville, Florida. Der dritte Mann wurde tot aufgefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2006
Piratenschiff versenkt
Pentagon in Washington / USA - Bei einem Seegefecht vor Somalia wurde ein
Piratenschiff durch die US-Marine versenkt. Es hatte den Zerstörer "
Gonzalez" und den Kreuzer "
Cape St. George" angegriffen, die das Feuer mit Raketen erwiderten und einen Mann töteten. Die anderen 12 wurden teils verletzt gefangen genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2006
Info: Der Angriff erfolgte am Samstagmorgen (18.3.) rund 25 Seemeilen vor der Küste Somalias in internationalen Gewässern. Die US-Schiffe, die in der Region "Sicherheitsoperationen" durchführten, hätten sich einem verdächtigen Boot für eine Routinekontrolle genähert. Daraufhin hätten Piraten an Bord mit Raketenwerfern das Feuer eröffnet.
Zwei Arbeitsunfälle im Hafen von Bremerhaven
Bremerhaven -
Glück im Unglück hatte ein 55 jähriger Hafenarbeiter bei Lascharbeiten an Bord des Containerschiffes " Maersk Penang". Am 17.03.06, gegen 16.50 Uhr geriet er beim Befestigen einer Laschstange zur Sicherung eines Containers aus dem Gleichgewicht und stürzte über die Reling in die Weser. Die starke Ebbströmung vertrieb den Mann flussabwärts. Nur aufgrund des raschen und umsichtigen Handelns einer längsseits des Containerschiffes liegenden Bunkerbootsbesatzung konnte der Mann aus der 3,6 °C kalten Weser geborgen werden. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus verbracht. Dieses konnte er am Samstag wieder verlassen.
Weniger Glück hatte am Samstag ( 18.3.) ein 42 jähriger Arbeiter an Bord eines imOsthafen von Bremerhaven eingesetzten Arbeitspontons. Aus noch nicht geklärter Ursache geriet der Mann gegen 08.50 Uhr unter einem auf dem Ponton eingesetzten und mit Laufketten ausgestatteten Bagger. Der Mann marokkanischer Herkunft erlitt schwerste Verletzungen am rechten Bein. Er wurde sofort in ein Krankenhaus eingeliefert.In beiden Fällen sind die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei noch nicht abgeschlossen.
Quelle: Polizei Bremen Direktion Wasserschutz- und Verkehrspolizei, Inspektion Bremerhaven vom 20.03.2006
Rettungsring von vermisstem Kutter gefunden
Newport, Rhode Island / USA - Am 17.3. fand der Kutter "
Hedy Brenna" einen Rettungsring des vermissten Kutters "
Min Flicka". Er war von der Crew des 70 Fuß langen Hummerfängers aus Newprot um 04.45 Uhr 75 Meilen südlich von Nantucket gefunden worden. Die 53 Fuß lange "Min Flicka" wird seit dem 3.3. samt seiner zweiköpfigen Crew vermisst. Am 18.3. wurde der Rettungsring mit den verblichenen Buchstaben des Schiffsnamens der Küstenwache in Newport übergeben, die fünf Tage lang nach den Vermissten gesucht hatte. Er soll nach Abschluss der Untersuchungen den Hinterbliebenen überlassen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2006
Strandung vor Portugal
Setubal / Portugal - Am 17.3. lief die "
La Surprise" nahe Setúbal, Portugal, um 07.15 Uhr auf Grund. Am Nachmittag wurde sie freigeschleppt durch die Schlepper "
Resistente" und "
Cabp Espiceh" und zur Untersuchung nach Setubal verholt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2006
Feuer auf Schrottfrachter
Long Beach, Los Angeles County, US-Bundesstaat Kalifornien / USA - Am 16.3. brach um 03.00 Uhr auf einem großen
Frachter in Long Beach ein Feuer aus. Es kam zu starker Rauchentwicklung, Feuerwehr bekämpfte den Schiffsbrand. Die Ladung aus für Asien bestimmtem Schrott hatte Feuer gefangen. Erst nach Stunden drangen die Feuerwehren zum Brandherd vor.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2006
Baggerschiff in Brand
Dubai / Vereinigte Arabische Emirate - Das Baggerschiff "
Camperduin" der Reederei Th.Viegers aus Andijk fing vor Dubai Feuer. Es entstand im Maschinenraum, Menschen wurden nicht verletzt. Die 26 Meter lange "Camperduin" wurde erst 2004 bei der Damen-Werft in Hardinxveld-Giesendam erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.03.2006
Info: Die
Vereinigten Arabischen Emirate kurz
VAE, liegen auf der Arabischen Halbinsel und grenzen an Katar, Saudi-Arabien und an das Sultanat Oman.
Teil der Havel nach Havarie von Tankschiff gesperrt
Rathenow, Havelland / Brandenburg - Nach der Havarie eines Tankmotorschiffes ist die Havel zwischen Rathenow (Havelland) und der Mündung in die Elbe für die Schiffahrt bis auf weiteres gesperrt worden. Das mit gut 1000 Tonnen Heizöl beladene Schiff hatte am Sonnabend auf der Fahrt von Hamburg nach Berlin kurz vor der Rathenower Schleuse den Grund berührt, berichtete gestern die Polizei. Am Rumpf des 80 Meter langen Schiffes entstand ein Leck. Ein Teil der Ladung lief aus.
Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis sowie dem benachbarten Bundesland Sachsen-Anhalt waren im Einsatz. Sie legten Ölsperren, um die Ausbreitung des Öls auf der Havel zu verhindern, saugten bis Sonntag morgen rund 20 000 Liter ölhaltige Flüssigkeit von der Flußoberfläche ab und pumpten die Tanks leer. Die Polizei erkundete gestern vom Hubschrauber aus die Lage auf dem Fluß und suchte weitere verunreinigte Stellen.
Das Schiff machte am Hafen vor der Schleuse fest. Dem Schiffsführer wurde die Weiterfahrt untersagt. Die Untersuchungen zum genauen Hergang und der Ursache der Havarie dauern an.
Pressemeldung Berliner Morgenpost vom 19.03.2006
Verursacher von 30-km-Ölspur auf der Donau aufgespürt
Österreich -
Zwei Wochen nach einem Umweltalarm auf der Donau hat das Landeskriminalamt jetzt den Verursacher des mehr als 30 Kilometer langen Ölteppichs aufgespürt. Es handelt sich um ein 114 Meter langes Motorschiff aus Bulgarien.-
Das Schiff war an der Unterseite schwer beschädigt. Ein Leck am Tank war notdürftig mit Plastilin verstopft worden.
Es war der folgenschwerste Ölaustritt, den es je auf der Donau in Österreich gegeben hat. Rund 8.700 Liter Diesel hatten sich auf einer Länge von 30 Kilometern ausgebreitet.
Stundenlang waren die Feuerwehren damit beschäftigt, die Umweltgefahr zu bannen. Auf der Suche nach dem Verursacher wurden auch die Schleusenprotokolle in Augenschein genommen. Die Schifffahrtsaufsicht notierte alle Wasserfahrzeuge, die zur fraglichen Zeit in der Nähe waren.
Taucher der Cobra (Sondereinheit) entdeckten Beschädigung
Am Freitag war eines dieser Schiffe, ein bulgarisches Motorgüterschiff, wieder Richtung Passau unterwegs. Bei Ottensheim wurde es gestoppt. Taucher der Cobra stiegen ins Wasser und tasteten den Rumpf händisch ab, die Sichtweite unter Wasser war praktisch gleich null. Die Beamten entdeckten dabei schwere Schäden am Rumpf, so Walter Folger vom Landeskriminalamt.
Mit Plastilin-ähnlicher Masse geflickt
Beim gerichtlichen Lokalaugenschein trauten die Beamten kaum ihren Augen. Das Schiff hatte ein Leck im Tank, das auf geradezu lächerliche Weise mit einer Plastilin-ähnlichen Masse geflickt war.
Dem Kapitän wurde die Weiterfahrt untersagt. Erst als das Schiff fachgerecht repariert war, durfte es wieder weiterfahren. Der Kapitän wurde beim Landesgericht St. Pölten angezeigt. Ihm droht möglicherweise eine mehrjährige Haftstrafe.
Quelle: ORF Nachrichten vom 19.03.2006
Gunter Gabriels Hausboot fast gesunken
Hamburg-Harburg - Boot droht zu sinken, so lautete die Meldung der Feuerwehr. Ein Hausboot im Harburger Lostekanal hatte schon erhebliche Schieflage. Das Boot gehört dem Schlagerbarden Gunter Gabriel (Hey Boss, ich brauch mehr Geld). Seit Jahren schon wohnt Gabriel auf dem Wasser und hat immer wieder Ärger. Von zwei Jahren wurde sein Boot während eines Hafenfestes gerammt, dann löscht Gabriel ein Feuer bei Nachbarn oder vertreibt Einbrecher.
Jetzt hatten seine Ballasttanks 3000 Liter Wasser (3 Tonnen) genommen, das Hausboot drohte zu sinken. Der Feuerwehr gelang es schnell das Wasser ab zu pumpen, das Boot lag wieder stabil. Gunter Gabriel behielt trockene Füße. Doch seine schwimmende Heimat muss jetzt ins Trockendock damit der Schaden behoben werden kann.
Pressemeldung vom 17.03.2006
Güterschiff auf Grund gelaufen
Koblenz / Rheinland-Pfalz - Ein Güterschiff hat sich auf dem Rhein bei Oberlahnstein festgefahren. Geladen hat es fast 2.400 Tonnen Kies. Im Laufe des Tages soll ein Teil der Ladung umgeladen werden, damit das Schiff wieder freikommen kann.
Wie die Wasserschutzpolizei Koblenz mitteilte, wollte der Schiffsführer gestern am späten Abend vor Anker gehen, um zu schlafen. Nach dem Ankern geriet das Schiff aus zunächst ungeklärter Ursache wieder in Bewegung - das Vorschiff setzte auf sandigem Untergrund auf.
Ein anderes Schiff versuchte dann, den Kiesfrachter frei zu schleppen. Allerdings ohne Erfolg. Nun soll im Lauf des Tages ein Schiff nach Oberlahnstein fahren, um einen Teil der Kiesladung zu übernehmen. Dann - um etliche Tonnen erleichtert - könnte das festgefahrene Güterschiff wieder freikommen. Anschließend werde es auf seine Fahrfähigkeit überprüft und dann voraussichtlich seine Fahrt nach Gouda in den Niederlanden fortsetzen können, hieß es.
Quelle: SWR.de Nachrichten vom 17.03.2006
Brennender Trawler aufgegeben
Aberdeen, Schottland / Großbritannien - Am 17.3. meldete der Trawler "
Ocean Challenge" um 3 Uhr morgens ein Feuer an Bord. Das Schiff stand 100 Meilen südöstlich von
Sumburgh. Die vierköpfige Crew versuchte, den Maschinenraumbrand unter Kontrolle zu bekommen. Die Küstenwache in Aberdeen entsandte einen Rettungshubschrauber. Zwei Schiffe, die "
Constant Friend" und "
Northern Wave", waren ebenfalls vor Ort. Die Männer der "Ocean Challenge" mussten schließlich ihr Schiff aufgeben und in eine Rettungsinsel gehen, aus der sie von der "Constant Friend" geborgen wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2006
Kapitän von Bergungsschlepper war betrunken
Lerwick, Shetland-Inseln (Schottland), Großbritannien - Der Skipper des Küstenwachschleppers "
Anglian Sovereign" war betrunken, als er am
3.9.2005 sein Schiff auf Felsen vor den Shetlands setzte. Er gab in einem
Hearing am 16.3. zu, die zulässige Menge um das dreifache überschritten zu haben. Bei der Havarie liefen 84 Tonnen Dieselöl aus, das Schiff wurde schwer beschädigt nach Scalloway Harbour eingebracht. Die 13-köpfige Crew war zuvor aus der Luft abgeborgen worden. Es handelte sich um den größten Ölunfall in englischen Gewässern seit dem Untergang der "
Braer". Das Dieselöl löste sich wegen seiner Konsistenz jedoch rasch auf. Mehr als die Hälfte wurde mit Skimmern aufgenommen, sodass der Umweltschaden minimal blieb. Die "Anglian Sovereign" war so schwer beschädigt, dass ein Teil komplett neu gebaut werden musste. Der Richter sprach in der Anhörung von einer Ironie, dass genau das Schiff, das die Gewässer schützen sollte, nun selbst für deren Verschmutzung sorgte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2006
Frachter auf dem Weg zum Abwracken gesunken
Griechenland - Am Morgen des 16.3. wurde bestätigt, dass der Frachter "
Salvatore Lauro" auf dem Weg zu Abwrackern in
Aliaga 10 Meilen südwestlich von Gerolimenas am südöstlichen Ende der
Peloponnes sank, während er im Schlepp der "
St. James" war. Der Schlepper hatte auch die "Capri Express" mit demselben Ziel auf dem Haken und setzte seine Reise fort. Der Schlepp hatte in Neapel begonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2006
"Kabalega" soll geborgen werden
Uganda / Lake Victoria (Afrika) - Die südafrikanische Bergungsfirma Subtech will das im Lake Victoria gesunkene Frachtschiff "
Kabalega" bergen, das im Mai 2005 nach Kollision mit der "
Kaawa" dort mit einer Weizenladung sank. Das Schiff gehörte der Uganda Railways Corporation URC). Dazu wurde der Firma ein Tender angeboten, nun wird gehofft, dass die World Bank die Aktion finanziert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2006
Bergung verlorener Container fortgesetzt
Insel Terschelling / Niederlande - SvitzerWijsmuller Salvage nahm am 16.3. die Operationen zur Bergung verlorener Container der "
P&O Nedlloyd Mondriaan" nördlich der Insel Terschelling wieder auf. Rund 40 Container liegen dort in 20-25 Metern Wassertiefe verstreut. Am 14.3. wurde von holländischen Behöreden, den Eignern des Schiffes und den Bergern eine Fortsetzung der Bergung beschlossen. Im Februar war bereits die Reinigung der Strände von Strandgut abgeschlossen wroden. Ein Spezialschiff verließ am 16.3. den Hafen von West Terschelling mit einer Bergungscrew. Ein Teil der Container wurde bereits entdeckt und trotz 5-6 Windstärken geborgen und an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2006
Binnenschiff auf Schelde gestrandet
Niederlande - Das Binnenschiff "
Nice" lief am 16.3. auf der Schelde bei Tonne 28 auf Grund. Der Schlepper "
Multrasalvor" lief zur Bergung aus. Der Kapitän der 65 Meter langen und 5,5 Meter breiten "Nice" wollte aber versuchen, mit dem nächsten Hochwasser ohne Fremdhilfe wieder freizukommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2006
Frachter nach Scheldestrandung wieder in Fahrt
Vlissingen / Niederlande - Die auf dem Weg von Antwerpen nach St. Petersburg auf der Nolleplate in der Schelde gestrandete "
MSC Grace" konnte nach einer Inspektion auf der Reede von Flushing ihre Reise fortsetzen. Das Schiff war am 15.3. zweieinhalb Stunden vor Niedrigwasser gegen 06.30 Uhr gestrandet. Der Tonnenleger "
Frans Naerebout" hatte vor der Bergung eine Wracktonne, die die Untergangsstelle des Frachters "
Spiros Armenakis" markiert, entfernt. Der Schlepper "
Schouwenbank" hatte eine halbe Stunde nach Hochwasser am Schiff festgemacht, später kam auch die "
Walcheren" zunächst von Steuerbord drückend, dann als Bugschlepper ziehend hinzu. Die Bergung war eine halbe Stunde nach Anspannen der Schlepper gegen 12 Uhr gelungen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2006
"Grachtborg" kehrte in Dienst zurück
Hamburg - Am 16.3. verließ die "
Grachtborg", die bei einer Kollision im Nord-Ostsee-Kanal beschädigt worden war, die Norderwerft in Hamburg und schleuste in den Nord-Ostsee-Kanal ein. Der Kollisionsgegner "
Marietje Benita" liegt noch bis voraussichtlich 25.3. in der Peterswerft in Wewelsfleth.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2006
Zigarette verursachte Brand auf Fähre
Cebu / Philippinen - Das Feuer auf der philippinischen Fähre "
Superferry 12" am 9.3. vor Cebu wurde durch eine Zigarette verursacht. Ein Passagier, der in Cebu festgenommen wurde, gab zu, in der Kabine geraucht und die offenbar nicht völlig gelöschte Zigarette in einen Abfalleimer geworfen zu haben, von wo aus ein Brand entstand. Bei dem Feuer wurden neun Kabinen auf dem 4. Deck verwüstet, der Schaden beträgt 392000 Dollar. Die Kabinen werden wieder instand gesetzt, ohne dass die Fähre aus dem Dienst genommen wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2006
"Wellington"-Wrack überraschend schnell zerbrochen
Wellington / Neuseeland - Taucher sollen in Kürze wieder die Erlaubnis erhalten, zu der jüngst vor Wellingtons Südküste versenkten Fregatte "
Wellington" vorzustoßen. Allerdings erging eine Warnung, dass es zu gefährlich ist, in die beiden achteren Sektionen zu tauchen, in denen starke Geräusche auf eine weiterhin instabile Lage in den Strömungen der Island Bay hindeuten.
Das Schiff war 10 Tage zuvor von einem schweren Südsturm mit 12 Meter hoher Schwell
in drei Teile zerbrochen und danach vorsorglich gesperrt worden. Der Bug blieb, wie sich jetzt zeigte, auf der Seite liegend an seinem Platz mit Ausrichtung in die Cook Strait, er wird von einem schweren Acht-Tonnen-Anker fixiert, der bei der Versenkung im November 2005 angebracht wurde. Die 2000 Tonnen schwere Hecksektion brach hinter dem Geschützturm ab und brach selbst noch einmal in zwei Stücke. Die beiden Heckteile wurden schwer beschädigt. Sie drehten sich in nordwestliche Richtung. Die unteren Decks brachen zusammen. Der Maschinen- und Kesselraum kollabierte, wodurch ein Loch von 10 Metern Länge entstand mit Trümmerstücken dazwischen. Der Mittschiffsbereich ist nun stark zerstört, während Bug und Heck besser erhalten blieben. Seeseitig erstreckt sich ein Trümmerfeld zwischen Brücke und Bug.
Bis vor 10 Tagen hatten Taucher durch interne Durchgänge und eine große Anzahl von vor der Versenkung eingeschweißten Öffnungen das Schiff durchtauchen können. Dies ist nicht mehr möglich. Die Fregatte war ein recht leichtes Schiff gewesen, und so wird es nicht als erstaunlich angesehen, dass sie so schnell zerbrach, zumal die eingeschnittenen Löcher die Stabilität weiter verringerten. Die Heckteile werden sich aber wohl nicht weiter in Richtung Küste bewegen, da der Meeresgrund hier stark ansteigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.03.2006
Feuer auf Offshore-Plattform in der Nordsee
Aberdeen, Schottland / Großbritannien - Am Morgen des 16.3. brach auf der Offshore-Plattform "
Tern Alpha" 264 Meilen nordöstlich von Aberdeen ein Feuer aus. 135 Personen der 184 Mann Besatzung sollten von der Küstenwache evakuiert werden. Das Feuer wurde inzwischen unter Kontrolle gebracht. Die Küstenwache in Aberdeen hatte vier Hubschrauber im Einsatz, außerdem kam ein Nimrod-Flugzeug zur Unterstützung. Die Plattform wied von Shell Exploration and Production betrieben. Das Wetter vor Ort ist recht gut für den Rettungseinsatz aus der Luft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2006
2. Meldung: Nordsee-Bohrinsel wegen Feuer evakuiert - Nach ersten Erkenntnissen hatte sich ein
Elektromotor überhitzt und war in Flammen aufgegangen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehr als 180 Menschen auf der Bohrinsel. Einige von ihnen brachten sich mit Rettungsbooten in Sicherheit. Die Bohrinsel befindet sich rund 170 Kilometer nordöstlich von Sumburgh vor den Shetland-Inseln. Verletzt worden sei niemand.
Boot sinkt im Südwesten Chinas - Mindestens 27 Tote
Peking / China - Bei einem Schiffsunglück im Südwesten Chinas sind mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, war das völlig überfüllte Boot am Vortag auf einem Fluss der Provinz Sichuan gekentert.
An Bord waren Bauern, die von einem Viehmarkt in ihr Dorf zurückkehrten. Nur zehn Bootsinsassen konnten gerettet werden. Wieviele Passagiere das kleine Boot zum Zeitpunkt des Unglücks transportierte, war zunächst unklar.-
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Xinhua war das Boot nur für zwei Passagiere zugelassen.
Quelle: news vom 16.03.2006
24 Tote bei Flüchtlingsdrama vor Westafrika
Las Palmas / Madrid - Neues Flüchtlingsdrama vor der Küste Westafrikas: Die Leichen von 24 Afrikanern sind am Mittwoch vor der Küste des Wüstenstaats Mauretanien aus dem Atlantik geborgen worden. Bei den Toten handelte es sich nach Angaben der spanischen Behörden um Flüchtlinge, die von Mauretanien auf die Kanarischen Inseln gelangen wollten und dabei mit einem Boot verunglückten. Es wurde vermutet, dass in dem Seegebiet noch mehr Leichen im Meer treiben, hieß es.
Ein spanisches Hospitalschiff, das die Toten geborgen hatte, stellte in der Nacht zum Donnerstag die Suche nach weiteren
Leichen ein und nahm Kurs auf Gran Canaria. Die toten Afrikaner waren vor der Küste Nordmauretaniens, 400 Seemeilen (740 Kilometer) südlich der Kanaren, im Atlantik entdeckt worden.
Die Kanarischen Inseln erleben in diesen Tagen einen beispiellosen Zustrom von afrikanischen Flüchtlingen. Seit dem Wochenende gelangten mehr als 800 Afrikaner - überwiegend von Mauretanien aus - mit Booten nach Teneriffa und Gran Canaria. Die Aufnahmelager der Inseln waren infolge des Zustroms völlig überfüllt, so dass ein Teil der Flüchtlinge in Gebäuden des Militärs untergebracht werden musste.
Der Ministerpräsident der autonomen kanarischen Regierung, Adán Martín, bezeichnete den Zustrom von Flüchtlingen als einen «nationalen Notstand». Er kündete die Schaffung eines Krisenkabinetts an. Der Bürgermeister von Santa Cruz de Tenerife, Miguel Zerolo, warf der spanischen Zentralregierung vor, nicht genug zur Bekämpfung der illegalen Zuwanderung unternommen zu haben.
Nach Angaben des spanischen Präfekten auf den Kanaren waren in jüngster Zeit auf der Route zu der Inselgruppe mehrere Flüchtlingsboote havariert. Hilfsorganisationen in Mauretanien hatten kürzlich von 1000 Toten in den vergangenen vier Monaten gesprochen. Das spanische Fernsehen TVE berichtete, einige Boote seien verunglückt, weil Schieberbanden den Treibstoff der Schiffe mit Wasser gemischt hätten, um Geld zu sparen.
Die spanische Regierung beschloss auf einer Krisensitzung einen Dringlichkeitsplan für den Kampf gegen die illegale Zuwanderung. Spanien bot Mauretanien Hilfen für die Überwachung der Küsten an. Dazu will Spanien dem Wüstenstaat unter anderem Patrouille-Schiffe zur Verfügung stellen. Außerdem will Madrid Mauretanien bei der Einrichtung von Aufnahmelagern für Flüchtlinge helfen. Die EU- Kommission und Spanien entsandten eine gemeinsame Delegation nach Mauretanien.
Quelle: Yahoo! Nachrichten vom 16.03.2006
Frachter mit Gefahrgut auf Schelde freigeschleppt
Vlissingen / Niederlande - Der vor Vlissingen am Morgen des 15.3. gestrandete Frachter "
MSC Grace" wurde um 12.15 Uhr von den Schleppern "
Schouwenbank" und "
Walcheren" wieder freigeschleppt und setzte seine Reise nach Rotterdam fort. Die "Schouwenbank" war sicherheitshalber vom Schelde Koordinationszentrum angefordert worden, falls der Havarist, der Gefahrgüter in Containern transportierte, bei Hochwasser nicht wieder aus eigener Kraft freikommen sollte. Die "MSC Grace" (IMO-Nr. 891 8057) ist 155 Meter lang, 33 Meter breit und hat 8,7 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2006
Kuttercrew vor Maine gerettet
Cape Cod, Massachusetts / USA - Am 15.3. rettete die US-Küstenwache die dreiköpfige Besatzung des 44 Fuß langen Kutters "
Celtic Pride" aus Maine. Das Schiff war 55 Meilen nordöstlich von
Portland, Maine, um 22.30 Uhr leckgeschlagen. Die Küstenwache empfing erst ein EPIRP-Signal, anschließend ein Mayday, in dem die Besatzung die Situation beschrieb und sagte, sie lege Überlebensanzüge an und bereite die Aufgabe des Kutters vor. Unmittelbar nach Angabe der Position brach der Funkkontakt ab. In Cape Cod starteten um 23 Uhr ein Falcon-Jet und ein HH60-Helikopter. Der Jet lokalisierte die Schiffbrüchigen, die der Hubschrauber dann sicher aus einer Rettungsinsel aufwinschte. Sie wurden anschließend nach Cape Cod geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2006
Binnentanker leckgeschlagen
Bonn/Godorf, Nordrhein-Westfalen - Am 14.3. lief der Binnentanker "
Beveland" aus Hansweert gegen 04:30 Uhr bei Rhein-Kilometer 669 am rechten Ufer auf Grund. Er wollte zum Löschen seiner Ladung Erdöldestillatin den Hafen Godorf bei Bonn einflaufen. Dabei geriet er beim Drehen über Backbord mit dem Bugbereich auf die Böschungssteine. Das Schiff schlug leck, es kam zu einem Wassereinbruch. Ladung trat aber nicht aus. Die bordeigenen Pumpen konnten das Wasser halten. Die Wasserschutzpolizei Bonn bearbeitet den Schiffsunfall.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.03.2006
Frachter auf Schelde gestrandet
Vlissingen / Niederlande - Am Morgen des 15.3. lief der unter Panama-Flagge fahrende Containerfrachter "
MSC Grace" gegen 06.30 Uhr auf der Schelde auf Grund. Das 155 Meter lange Schiff befand sich auf dem Weg nach Rotterdam, als es bei Tonne 12 ( höhe Vlissingen ) festkam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.03.2006
Barge mit Brücke kollidiert
Baltimore, Bundesstaat Maryland / USA - Am 14.3. kollidierte eine 100 Fuß lange
Barge in Baltimore mit einer Brücke der Route 50 nahe Annapolis. Um 11.15 Uhr wurde bemerkt, dass die unbemannte Barge auf die Brücke zutrieb. Kurz danach blieb sie ziwischen zwei Pfeilern hängen. Die Brücke wurde vorsorglich für den Straßenverkehr geschlossen. Ein 41-Fuß-Boot der Küstenwache Annapolis und ein Polizeiboot aus Maryland sind vor Ort. Zusammen mit den Eignern Langenfelder Marine wird ein Plan erarbeitet, wie die Barge zu bergen ist. Die Reederei setzte bereits einen Schlepper in Marsch.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.03.2006
Brandneuer Riesenkran demoliert
Felixstowe, England / Großbritannien - Am 14.3. wurde ein brandneuer, 100 Fuß hoher Kran in Felixstowe von dem 376 Meter langen Containerfrachter "
Gunvor Maersk" gerammt und aus seiner Führung gedrückt. Der
4 Millionen Pfund teure Kran, der im November 2005 aus Shanghai geliefert worden war, wurde gerade am Trinity Terminal für seinen ersten Einsatz vorbereitet. Die "Gunvor Maersk" hatte Maschinenausfall beim Auslaufen und driftete gegen den Kai.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.03.2006
Info: Felixstowe ist eine an der Mündung der Flüsse Stour und Orwell in die Nordsee gelegene britische Hafenstadt in der Region Suffolk, England. Der Containerhafen von Felixstowe zählt zu größten seiner Art in Großbritannien.
Kulturschiff in Rostock brannte
Aktivitäten können wie geplant weiter stattfinden
Rostock / Mecklenburg-Vorpommern - Am 1. März kam es auf dem Kulturschiff "
Stubnitz" im Rostocker Stadthafen zu einem Feuer. Bei dem Feuer handelte es sich um einen Schalungsbrand oberhalb der Wasserlinie, der bei Arbeiten im Laderaum entstanden war. Weil der Brandherd für die Feuerwehr unzugänglich war, musste zunächst ein Loch in die Bordwand gebohrt werden. Gegenwärtig wird der Schaden analysiert und ein Kostenvoranschlag für die Regulierung erarbeitet. Zudem machen die Folgeschäden durch Hitze und Rauch Probleme. Als das Feuer ausbrach, wurde gerade die Isolierung demontiert, die dringend sanierungsbedürftig war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.03.2006
Glücklicherweise können alle kulturellen Aktivitäten auf dem Kulturschiff "Stubnitz" wie geplant weiter stattfinden. Wie es um die Fahrten zu einem Jazz-Festival nach Kopenhagen und nach Amsterdam steht, kann noch nicht sagt werden . In jedem Fall steht die Stubnitz zum wiederholten Mal vor einer schwierigen Situation, die es zu meistern gilt.
Pressemeldung vom 13. März 2006
Trawler vor England gerettet
Hartlepool, Ostküste Englands / Großbritannien - Am Morgen des 13.3. geriet der 18 Meter lange Trawler "
Good Intent" mit drei Mann Besatzung durch Wassereinbruch siebeneinhalb Meilen nordöstlich von Hartlepool in Seenot. Im Fischraum stand das Wasser ungefähr fünf Fuß hoch, und die Pumpe kam nicht mehr dagegen an, als der Skipper Mayday rief. Die Humber-Küstenwache antwortete und alarmierte das Hartlepooler Rettungsboot und einen Rettungshubschrauber aus Boulmer. Dieser winschte eine zusätzliche Lenzpumpe ab, eine weitere kam vom Rettungsboot, das anschließend den Havaristen zum Hartelpooler Fischkai eskortierte. Es bedurfte dabei der Lenzkraft aller drei Pumpen, um die "Good Intent" zu stabilisieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.03.2006
"Martha Hamann" neu gestaut wieder unterwegs
Travemünde / Schleswig-Holstein - Das Kümo "
Martha Hamann", deren Decksladung auf dem Weg von Rostock nach Vlissingen übergegangen war, hat den Hafen von Travemünde nach dem Zwangsstopp wieder verlassen. Die Decksladung aus Kranteilen wurde neu gelascht, und im Laufe des Vormittags des 13.3. befand sich das Schiff auf der Kanalpassage zur Nordsee.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.03.2006
Info: siehe auch 1. Meldung vom 13.03.06
Erneut Wagenborg-Frachter im Nord-Ostsee-Kanal havariert
Brunsbüttel / Schleswig-Holstein - Am Abend des 12.3. lief um 22.35 Uhr der holländische Frachter "
Zeus", 6142 BRZ, im Nord-Ostsee-Kanal bei Neuwittenbek auf Grund. Durch einen
Ruderversager kam das 130 Meter lange Schiff vom Kurs ab und lief in die Nordböschung. Nach rund einer Stunde gelang es, aus eigener Kraft freizukommen. Doch bei der Weiterfahrt nach Brunsbüttel musste nach nur einer Stunde wegen erneuter technischer Probleme auf Höhe Rade in einer Ausweichstelle gestoppt werden. Mit 12-stündiger Verspätung traf das Schiff der Wagenborg-Reederei, von der erst vor wenigen Tagen zwei ihrer Schiffe in eine Kollision im Kanal verwickelt waren, in Brunsbüttel ein, wo es bereits von der Wasserschutzpolizei erwartet wurde. Die "Zeus" war am
10.3.aus dem finnischen Kotka ins holländische Vlissingen ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.03.2006
Treibender Frachter abgeschleppt
Irische See / Küste von Nordirland - Vor der Küste von Nordirland musste der 1500 Tonnen große belgische Frachter "
Sesam" in Sicherheit geschleppt werden, nachdem neun Meilen vor der Küste von Millisle, County Down, die Maschine zusammengebrochen war. Die irische "
The Granuaille" nahm den 82 Meter langen Havaristen auf den Haken und brache ihn nach Belfast Lough ein. Dort soll die Maschine repariert werden. Sicherheitshalber waren auch Rettungsboote aus Donaghadee und Larne ausgelaufen, mussten aber nicht mehr eingreifen. Die "Sesam" war mit einer Ladung Stahl auf dem Weg von Bromborough nahe Liverpool nach Coleraine im County Londonderry, als es am 12.2. um 13 Uhr in Schwierigkeiten geriet. Die Liverpooler und Belfaster Coastguard koordinierten die Rettunsaktion westlich der Isle of Man. Die sechsköpfige, russische Crew blieb unversehrt. Der Wind hatte 7-9 Bf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.03.2006
Antikes Wrack entdeckt
Phnom Penh / Kambodscha - In Kambodscha wurden die Überreste eines
Holzschiffes, das möglicherweise aus dem 7. Jahrhundert n.Chr. stammt, samt einer Ladung Töpferwaren entdeckt. Marinetaucher fanden das
Segelschiffswracks in einer Wassertiefe von 20-30 Metern vor der Küste von Koh Sdech Island in der Koh Kong-Provinz. Teile der Ladung wurden zum Nationalmuseum in Phnom Penh zur weiteren Analyse gebracht. Der Ministerpräsident Hun Sin ließ danach eine Gruppe aus Polizei und Militär zum Schutz der Fundstelle vor Plünderern zusammentreten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.03.2006
Reisfrachter gesunken
Cebu / Philippinen - Nach Kollision mit der "
Mehara" sank am 11.3. der Frachter "
Premship" vor Consolacion, Cebu. Der Zusammenstoß ereignete sich gegen 19 Uhr, eine Stunde nachdem die "Premship" von Pier 14 der Cebu City Ports abgelegt hatte. Die "Mehara" war auf dem Weg zum PKS Shipyard in Tayud,
Consolacion. Die mit Reis beladene "Premship" sank binnen einer halben Stunde nach der Kollision. Die 18-köpfige Crew und vier weitere mitreisende Personen wurden unversehrt von der Crew der "Mehara" gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.03.2006
Neuer Ölteppich vor Küste von Estland entdeckt
Estland - Vor der Küste von Estland treibt ein Ölteppich, der bis zu 40 Tonnen Schweröl enthalten könnte. Das ausgetretene Öl stammt wahrscheinlich vom Frachter "Runner 4", der 42 Kilometer entfernt nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Schiff im Finnischen Meerbusen sank, wie der estnische Grenzschutz am Montag mitteilte. In der Nähe des Ölteppichs wurden Rettungsboote und Notbojen des Frachters entdeckt. Ein Vertreter der Umweltschutzbehörde sagte der Zeitung "Postimees", auf einem Unterwasservideo sei ein Riss im Rumpf von "Runner 4" zu sehen. Das unter der Flagge der Dominikanischen Republik fahrende Schiff hatte 102 Tonnen Schweröl, 35 Tonnen Leichtöl und 600 Liter Schmieröl in seinen Tanks.
Quelle: AFP vom 13.03.2006
Schiffsunfall an der Stromkaje Bremerhaven
Bremen - Ort: Bremerhaven, Stromkaje, Zeit: 10.03.06, 14.20 Uhr - Aus noch nicht abschließend geklärter Ursache kam es zu einem leichten Schiffsunfall an der Stromkaje von Bremerhaven. Ein zum Entsorgen von ölhaltigen Abfällen eingesetztes Binnenmotorschiff lag fest vertäut längsseits des Containerschiffes " Ever Diadem". Nachdem der Entsorgungsvorgang abgeschlossen war, wurde an Bord des Binnenschiffes aufgeklart und die Antriebsmaschine zum anschließenden Ablegemanöver gestartet. Obwohl die Besatzung noch nicht zum Ablegen bereit war, löste ein Besatzungsmitglied des Containerschiffes die Heckleine. Diese geriet in die Schraube des Binnenschiffes. Anschließend drehte die Strömung der Weser das Schiff um 180° entlang der Bordwand des 294m langen Containerschiffes. Dabei brach die Vorleine des Entsorgungsschiffes. Außerdem wurde der vordere Mast beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden. Das Binnenschiff wurde durch zwei Hafenschlepper zu einer Bremerhavener Werft verholt.
Quelle: Polizei Bremen vom 13.03.2006
Decksladung ging auf deutschem Kümo über
Travemünde / Schleswig-Holstein - Das deutsche Kümo "
Martha Hamann" lief am 11.3. mit Steuerbordschlagseite nach Travemünde ein. Auf der Ostsee war die Decksladung aus Kranteilen übergegangen und hing über die Seite des Schiffes. Nun muss die Ladung neu gestaut werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.03.2006
Frachter nach Kollision gesunken
Cebu / Philippinen - Der Frachter "
Prem" kollidierte am 11.3. bei Auslaufen aus Cebu mit einer Ladung von 17000 Tonnen Reis mit dem einlaufenden Frachter "
Mijara". Die 22 Mann der "Prem" mussten in die See springen, da ihr Schiff rasch zu sinken begann. Die Küstenwache barg die Schiffbrüchigen unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.03.2006
45 Schiffbrüchige gerettet
Ochotskiches Meer - Der russische Trawler "
Diamant" sank am 11.3., nachdem Eisschollen ein Leck in den Rumpf gerissen hatten, vor
Okhotsk nahe der Kamschatka-Halbinsel. Die 45-köpfige Crew des in Petrovpalovsk-Kamchatsky beheimateten Schiffes flüchtete in vier Rettungsinseln und wurde von den Trawlern "
Arctic Leader" und "
Granit" gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.03.2006
Info:
Ochotskiches Meer ( Sea of Okhotsk ) ist ein Teil des westlichen pazifischen Ozeans, liegend zwischen der Halbinsel von Kamchatka, von den Inseln Kurile, von der japanischen Insel von Yezo, von der Insel von Sakhalin und von der Provinz Amur von Ostsibirien.
Nach 75 Tagen: "APL Panama" schwimmt wieder
Ensenada / Mexiko - Am 10.3. schwamm bei strömendem Regen die seit Weihnachten 2005 vor Ensenada gestrandete "
APL Panama" um 04.41 Uhr nach 75 Tagen auf. Das Schiff kam in einem künstlichen Kanal an der Trosse dreier Schlepper und zweier Hydraulikpressen frei. An Bord wurden von den Bergern nach dem Erfolg Feuerwerke abgefeuert. Bei rauer See wurde das Schiff zwei Meilen vor die Küste verholt und dort drei Stunden nach der Bergung von Crowley-Schleppern gehalten. Marinehubschrauber und -schiffe blieben in der Nähe, um mögliche Ölverschmutzungen bekämpfen zu können.
Taucher untersuchten anschließend den Rumpf nach Schäden. Klar war auch, dass der Propeller des Havaristen beschädigt war. Zuvor hatte der belgische Hopperbagger "Francesco di Giorgio" der Reederei Jan de Nul einen 260 Fuß breiten und 30 Fuß tiefen Kanal am Bug ausgehoben. Außerdem waren 1300 Container geleichtert worden. Nach dem Freischleppen muss nun auch der
Strand wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt werden. Bulldozer begannen unverzüglich damit. Die
Kosten tragen die
Bremer Mare Britannicum Schiffahrtsgesellschaft MbH & Co., der Charterer und die Ladungsinteressenten.
Die "APL Panama" war am
25.12. um 06.12 mit 1800 Containern aus Asien hauptsächlich mit Elektroteilen für Mexiko gestrandet, als sie nach Ensenada während einer regulären Transpazifikrundreise einlaufen wollte. Die mexikanischen Behörden vermuten, dass der kroatische Kapitän daran hauptsächlich Schuld trägt, weil er nicht den Lotsen abwartete. Die Berger von
Titan Maritime LCC aus Florida hatten in den Wochen danach zahlreiche technisch aufwändige Bergungsversuche unternommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.03.2006
Frachter fand Hafeneinfahrt nicht
Hai Phong Port's, Bach Dang / Vietnam - Der Frachter "
Jiang Ning Guan", 5594 BRZ, von Cosco lief am Morgen des 10.3. mit 5300 Tonnen Pottasche beim Einlaufen nach Hai Phong Port's Bach Dang in Nebel auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.03.2006
Auffahrunfälle auf Fähre bei Kollision mit Pier
Southampton / Großbritannien - Die britische Passaigerfähre "
Red Falcon", 3953 BRZ, kollidierte von East Cowes, Isle of Wight, kommend, mit einer Pier in Southampton. Danach konnte die Autoladung nicht mehr gelöscht werden. Der Aufprall des 1994 erbauten Schiffes der Red Funnel Group war so heftig, dass nahe Büros erschüttert wurden. Offenbar war die RoRo-Fähre zu schnell gewesen. Alle gestauten Autos prallten aufeinander.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.03.2006
Fähre im Sturm durchgeschüttelt
Picton / Neuseeland - In schwerem Sturm in der
Cook Strait zwischen den beiden Hauptinseln Neuseelands geriet die Roro-Passagierfähre "
Aratere" in der letzten Woche in Schwierigkeiten: Über zwölf Meter hohe Seen schüttelten die "Aratere" so stark durch, dass sich Teile der Ladung aus der Verankerung rissen. Passagiere flogen durch die Gänge und Salons, wobei sich einige Reisende Brüche und Prellungen zuzogen. Autos, Eisenbahnwagen und Laster rutschten über das Fahrzeugdeck, wobei erheblicher Sachschaden entstand. Mit stark reduzierter Geschwindigkeit und über fünf Stunden Verspätung erreichte die "Aratere" schließlich den Hafen von Picton. Die neuseeländische Verkehrsbehörde hat nun eine Untersuchung wegen wohlmöglicher fahrlässiger Gefährdung eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.03.2006
Suche nach vermisster Kuttercrew eingestellt
Point Gardner (cape), Alaska, USA - Am 10.3. empfing die Küstenwache in Juneau um 06.45 Uhr einen Mayday-Ruf des Kutters "
Slayer" fünf Meilen südlich von Pt. Gardner an der Südspitze von
Admirality Island. Der Küstenwachkutter "
Anacapa" aus Petersburg und ein Jayhawk-Helikopter aus Sitka nahmen in der Chatham Strait und im Frederick Sound die Suche nach der zweiköpfigen Crew auf. Der Hubschrauber war 50 Minuten nach dem Notruf als erster vor Ort. Der 58 Fuß lange Kutter "
Aleutian Dream" fand wenig später einen Rettungsring, eine nicht aufgeblasene Rettungsinsel und unbenutzte Überlebensanzüge in der See in der Mündung des
Frederick Sound. Am 12.3. um 19.50 Uhr wurde die Suche ergebnislos eingestellt. Zum mutmaßlichen Untergangszeitpunkt herrschten bis zu 40 Knoten Windgeschwindigkeit und bis zu 12 Fuß hohe Wellen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.03.2006
Kollision und Grundberührung auf Rhein
Köln / Nordrhein-Westfalen - Am 9.3. gegen 19:41 Uhr kam es bei Rhein-Kilometer 692 bei Köln zu einer Kollision zwischen dem Binnenschiff "
Jakob Götz" aus Mannheim und dem Tankmotorschiff "
Niederbayern" aus Duisburg. Die beiden Binnenschiffe befanden sich rechtsrheinisch auf Talfahrt, als die mit Containern beladene "Jacob Götz" den Tanker überholen wollte. Rund 200 Meter davor wechselte die "Alcantara" aus Gent in Bergfahrt unvermittelt vom linken zum rechten Ufer und zwang damit die beiden Talfahrer zu einer Kursänderung. Die "Niederbayern" musste nach backbord ausweichen. Diesem Manöver konnte das Containerschiff nicht folgen und stieß mit dem Bug gegen das Schanzkleid des Tankers und traf es in Höhe des Steuerhauses. Der Bug drückte das Schanzkleid auf ca. 3 Metern Länge rund 40 Zentimeter tief ein. Die "Jacob Götz" blieb dabei zwar unbeschädigt, hatte aber anschließend noch eine leichte Grundberührung, die aber folgenlos blieb. Die Kölner Wasserschutzpolizei war mit zwei Booten vor Ort und hat Ermittlungen aufgenommen
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2006
Vier Tote bei Untergang von Containerfrachter befürchtet
Port Said / Ägypten - Der maltesische Containerfrachter "
Teklvika", 4168 tdw, kenterte am 9.3. auf dem Weg vom türkischen Izmir nach Port Said, Ägypten. Von der 16köpfigen russisch-ukrainischen Besatzung wurden 12 aus dem Meer 75 Kilometer vor dem Zielhafen gerettet, davon vier verletzt. Ein Mann kam ums Leben,
drei werden noch vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.03.2006
Info: siehe auch 1. Meldung vom 10.03.06
Öl lief aus Wrack in die Wolga
Astrakhan (Stadt an der Wolga) / Russland - In Astrakhan sank an der Guzhvin-Werft der 1971 erbaute Frachter "
Bug". Das Schiff lag seit Dezember 2005 dort zu Reparaturarbeiten. Es kam zu einer Ölverschmutzung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.03.2006
Mit Boot abgetrieben - Kurze Überfahrt wurde zum Horrortrip
Bairiki (Tarawa Atoll) / Kiribati - Eigentlich wollten Taate Toakai und Botara Betaia nur von einer Insel zur nächsten ihres pazifischen Inselstaates Kiribati übersetzen. Doch die eigentlich nur vierstündige Fahrt wurde zu einem mehrwöchigen Horrortrip.
Vor zweieinhalb Monaten (30. Dezember 2005) stachen die beiden 52-Jährigen von der Hauptinsel Tarawa aus zu der vierstündigen Überfahrt auf die Nachbarinsel Maiana in See.
Der Motor fiel aus, und das Mobiltelefon war nicht aufgeladen, erzählten die beiden am Freitag nach ihrer Rettung in Majuro auf den Marshall-Inseln. Das Boot trieb ab, bald war kein Land mehr in Sicht. Erst nach 35 Tagen auf hoher See wurden sie von der Besatzung eines südkoreanischen Fischfangschiffs gefunden.
"Die ersten drei Tage hatten wir weder Wasser noch Essen", berichtete Toakai. Als es am vierten Tag anfing zu regnen, fingen sie die Tropfen mit einem Regenmantel auf und ernährten sich von rohem Fisch.
Nach ihrer Rettung wurden sie von dem Fangschiff auf der mikronesischen Insel Chuuk abgesetzt. Dort saßen sie noch einmal sechs Wochen fest, weil sie kein Geld für die Heimreise hatten. -
Schließlich habe sich die Fluggesellschaft Continental Airlines bereit erklärt, ihnen die Rückreise zu spendieren.
Quelle: rp-online vom 12.03.2006
Info: Tarawa ist ein Atoll ( Koralleninsel ) mitten im Pazifischen Ozean, und war früher die "Hauptstadt" der ehemaligen britischen Kolonie der Gilbertinseln. Tarawa ist jetzt die Hauptinsel der Republik Kiribati. Die
Hauptstadt ist Bairiki auf Tarawa.
Mindestens ein Toter bei Schiffbruch in der Nähe von Port Said
Moskau / Port Said - Zumindest ein russischer Staatsbürger fand den Tod und vier weitere mussten mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden, nachdem ein Schiff unter maltesischer Flagge 100 Kilometer von der ägyptischen Stadt Port Said Schiffbruch erlitten hatte.
Wie RIA Novosti in der russischen Botschaft in Ägypten erfahren hat, gehörten der 16-köpfigen Besatzung hauptsächlich russische und ukrainische Bürger an. Von den neun geretteten Seeleuten, die sich in Port Said in ärztlicher Behandlung befinden, seien vier russische Bürger. - Nach Angaben der Botschaft halten die Ärzte den Zustand ihrer Patienten für befriedigend.
Das Containerschiff "Teklivka" ist auf der Route aus der türkischen Stadt Izmir nach Port Said gekentert. Über die Ursachen des Unfalls wollte der Kapitän nichts Genaues mitteilen. Er habe sich dabei auf gesundheitliche Probleme berufen, hieß es in der diplomatischen Vertretung.
Die Konsularabteilung der Botschaft steht mit der ägyptischen Marine, mit den Ärzten, mit Schiffskapitän Pjotr Rodionow und Vertretern des Reeders in ständigem Kontakt. Letztere sind aus London nach Ägypten abgeflogen.
Quelle: RIA Novosti vom 10.03.2006
Zwei Schiffsunfälle in Hamburger Hafen - Ölsünder im Hafen gestellt
Hamburg - Drei Schiffe, drei Probleme im Hamburger Hafen: Bei einer
Kontrolle auf dem panamaischen Containerschiff "
MOL Paramount" am Predöhlkai stellten Wasserschutzpolizisten fest, daß offenbar 25 Tonnen Ölschlamm illegal abgelassen worden waren. Die Beamten hatten die Fehlmenge im von dem japanischen Kapitän geführten Öltagebuch festgestellt und dann die Maschinen kontrolliert. Gegen den Kapitän (62) und seinen ebenfalls japanischen Ingenieur (46) ordneten sie eine Sicherheitsleistung von 10 511 Euro an.
Ganz andere Sorgen beschlichen den Kapitän des liberianischen Containerschiffes "Cap Nelson" am Mittwoch abend gegen 20 Uhr. Auf der Norderelbe sollte das 195 Meter lange Schiff nach dem Beladen mit Schlepperassistenz gedreht werden. Beim Drehen geriet das Heck auf Grund. Vorsichtshalber wurde die "Cap Nelson" an den Kai zurückgeschleppt. Dort stellten Wasserschutzpolizisten einen Ruderschaden fest. Das Schiff durfte zunächst nicht auslaufen. Das Schiff hat danach bei Blohm & Voss zur Reparatur eingedockt.
Ähnliches passierte dem maltesischen Seeschiff "Jimilta II" gestern kurz nach Mitternacht. Das mit 39 000 Tonnen Getreide beladene 181-Meter-Schiff erlitt während des Auslaufens vor Blankenese einen Totalausfall der Maschine. Die "Jimilta II" lief vorübergehend auf Grund, machte dann an Pfählen vor Finkenwerder fest. Die Wasserschutzpolizei sprach ein vorläufiges Auslaufverbot aus. - Inzwischen wurde das Auslaufverbot für die "Jimilta II" aufgeboben und ist ausgelaufen.
Quelle: Hamburger Abendblatt vom 10.03.2006
Kuttercrew rettete sich auf Strand
Schottland / Großbritannien - Am Morgen des 10.3. erhielt die Clyde Küstenwache um 6 Uhr einen Notruf des Kutters "
Our Heritage FR 237", der im Sound of Mull vor Calf Island in Seenot geraten war. Die dreiköpfige Besatzung ging in eine Rettungsinsel. Sie war drei Stunden zuvor von Oban zu Fischgründen vor Coll ausgelaufen. Ein Rettungsteam aus Tobermory und ein örtliches Rettungsboot machten sich auf den Weg zu der gemeldeten Position. Wenig später wurde festgestellt, dass die Schiffbrüchigen das Ufer erreichen konnten, sich aber am oberen Ende der Insel befanden und von dort fortgeholt werden mussten. Die "
Ronja Skye", das RNLI-Boot aus
Tobermory, nahm die Verunglückten sicher an Bord. Auf der halb unter Wasser liegenden "Our Heritage" befinden sich noch 6000 Liter Leichtöl, die eine Gefährdung von naheliegenden Fischfarmen darstellen könnten. Von daher wird eine Bergung des Wracks angestrebt
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.03.2006
"Superferry 12" erneut havariert
Manila/Cebu / Philippinen - Auf der philippinischen Fähre "
Super Ferry 12", 15000 BRZ, brach auf dem Weg von Manila nach Cebu am 9.3. 60 Meilen vor dem Zielhafen ein Feuer aus. Das Schiff, das 600 Passagiere an Bord hatte, ging nahe Chocolate Island vor Dananbantayan vor Anker. Es bestand keine Gefahr für Schiff und Passagiere. Der Havarist wurde um 17 Uhr in Cebu erwartet.
Die "Superferry 12" war bereits mehrfach in Havarien verwickelt - so rammte sie am 24.5.2003 vor Manila die Fähre "
San Nicola", 13 Menschen starben. Am 30.12.2005 kollidierte sie auf dem Weg nach Cebu mit einem Kutter, wobei es zwei Verletzte gab. Ein inzwischen verschrottetes Schwesterschiff, die "
Superferry 14", war am 27.2.2004 nach einem Bombenanschlag gesunken, wobei über 100 Menschen ums Leben kamen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.03.2006
Sturm ließ zwei Frachter stranden
Tsemesskaya Bucht, Schwarzes Meer / Russland - Zwei in der Tsemesskaya Bucht verunglückte Frachter liegen weiter fest, nachdem ein kräftiger Sturm sie auf den Strand trieb. Es handelt sich dabei um die 116 Meter lange, maltesische "
TK Barcelona", 6000 tdw, und die 105 Meter lange kambodschanische "
Ibragim R", 6500 tdw. Die "TK Barcelona" liegt hoch und trocken im Bereich von Cape Doob, die "Ibragim R" bei Kabardinka. Die insgesamt 43 Mann Besatzung blieben auf ihrem Schiffen. Der weiter herrschende Sturm mit Böen von bis zu 18 Metern in der Sekunde verhindert eine Evakuierung oder Untersuchung der Schiffsböden. Beide Schiffe waren in Ballast, die "TK Barcelona" war auf dem Weg nach Novorossiisk.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.03.2006
Skipper ertrank durch Hummerleine
Wales / Großbritannien - Am 4.3. geriet der Kutter "
Calon Mor" vor
Skokholm Island, Pembrokshire, in Seenot. Der Skipper gab sein Boot auf und wollte in eine Rettungsinsel steigen, doch sein Fuß verfing sich dabei in einer Hummerfangleine, an der er unter Wasser gezogen wurde. Es gelang einem Rettungshubschrauber aus Chivenor, Devon, zwar noch, den Verunglückten aus dem Wasser zu ziehen, jedoch wurde später im Withybush Hospital in
Haverford sein Tod festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.03.2006
Frachter rammte Kanalschleuse in Brunsbüttel
Brunsbüttel / Schleswig-Holstein - Beim Einlaufen in den Nord-Ostsee-Kanal rammte der 141 Meter lange Containerfeeder "
Merwedestroom", 7.680 BRZ, ein Tor der Schleuse in Brunsbüttel. Das Unglück ereignete sich am 8.3. um 22.40 Uhr. Die Schadenshöhe ist noch unklar. Die in Rotterdam beheimatete "Merwedestroom" (IMO 930 2255) wurde erst 2005 von der Acer Tulcea S.A. in Rumänien abgeliefert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2006
Vorwürfe gegen Kapitän der "Al Salam Boccaccio 98"
Kairo / Ägypten - Gut vier Wochen nach dem Totalverlust der "
Al Salam Boccaccio 98", 11799 BRZ, im Roten Meer, bei dem 1027 Menschen ums Leben kamen, haben ägyptische Behörden schwere Vorwürfe gegen den Kapitän erhoben. Der Kapitän hätte in den ersten drei Stunden, als er Probleme an Bord hatte, die Entscheidung zur Rückkehr in den Hafen von Dhiba treffen sollen", sagte der Vorsitzende der Behörde für Sicherheit in der Seefahrt, am
8.3. in Kairo. Transportminister Mahmud Mansur erklärte, jeder Mitarbeiter seines Ministeriums, der sich in Zusammenhang mit dem Untergang der Fähre etwas habe zu Schulden kommen lassen, werde vor Gericht gestellt.
Die Fähre "Al Salam Boccaccio 98" war mit 1414 Menschen an Bord am
3. Februar auf dem Weg von Dhiba in Saudi-Arabien nach Safaga in Ägypten gekentert und gesunken, nur 387 überlebten. Etwa eineinhalb Stunden nach der Abreise war ein Brand an Bord ausgebrochen. Die Mannschaft hatte mit Hilfe einiger Passagiere zunächst versucht, das Feuer zu löschen. Es wird vermutet, dass die Fähre durch das Gewicht des Löschwassers, das nicht abgepumpt wurde, instabil wurde. Überlebende hatten später berichtet, der Kapitän habe sich geweigert, nach Ausbruch des Feuers kurz nach Verlassen von Dhiba umzukehren. Allerdings ist noch zu klären, ob der Kapitän, dessen Schicksal unbekannt ist, auf Anweisung seiner ägyptischen Reederei handelte.
Al-Harmil kündigte an, das vorläufige Ergebnis der Auswertung der "
Blackbox" sei erst in zwei Monaten zu erwarten. Das Gerät, das ähnlich wie bei Flugzeugen Gespräche und Daten an Bord aufzeichnet, war drei Wochen nach dem Unglück aus 800 Metern Tiefe geborgen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2006
Tanker vor Holmsund nach Leichtern freigeschleppt
Holmsund / Nord-Schweden - Am 5.3.wurde der vor Holmsund gestrandete Tanker "
Pandion" freigeschleppt. Zuvor waren rund 600 Tonnen der Ladung auf das Schwesterschiff "
Alcedo" geleichtert worden. Der Eisbrecher "
Ymer" und der Schlepper "
Kronö" befreitete den Havaristen dann von seiner Position östlich von Umeå. Anschließend lief er gegen 12.30 Uhr aus eigener Kraft in den Hafen ein. Die "Pandion" war am 4.3. auf Grund gelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.03.2006
USA - Kutter in Seenot - 3-Mann-Crew gerettet
US Coast Guard / USA - Nach der Kollision des 44 Fuß langen Kutters "
Lady Ann" mit dem 633 Fuß langen türkischen Frachter "
Barbaros Kiran" am 7.3. um 12.30 Uhr rettete die amerikanische Küstenwache die dreiköpfige Kuttercrew
55 Meilen östlich von Cape Fear, North Carolina. Der Kutter war bei dem Zusammenstoß leckgeschlagen. Die Küstenwache entsandte einen Hubschrauber aus Elizabeth City. Wenig später meldete der Kapitän der "Lady Ann", dass der Wasssereinbruch unter Kontrolle sei und der Havarist nach Southport laufen wolle. Der Hubschrauber wurde daraufhin zurückbeordert. Um 2.49 Uhr verschlechterte sich die Lage auf dem Kutter - er nahm immer mehr Wasser und begann zu sinken. Der Helikopter machte sich erneut auf den Weg, ebenso ein Helikopter aus Cherry Point. Um 15.30 Uhr begann die Rettungsaktion. Alle drei Mann wurden aufgewinscht und ins New Hanover Hospital in Wilmington geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.03.2006
Irische See: Kutter brennt - fünfköpfige Crew gerettet
Küstenwache Belfast / Nordirland - Am 7.3. um 12.15 sandte der Kutter "
Ocean Harvest 2" einen Mayday-Ruf, dass das Boot
brenne und die Crew in eine Insel gehe. Die Belfast Küstenwache leitete den Notruf an die Schifffahrt weiter und entsandte einen Hubschrauber sowie Rettungsboote aus Kilkenny und Clogerhead. Die "Ocean Harvest 2" stand 27 Meilen südlich von Kilkeel, und es wehte mit sechs Bf. Der Dubliner Hubschrauber barg die fünfköpfige Crew unversehrt aus der Rettungsinsel. Sie wurden mit Verdacht auf leichte Rauchvergiftung in ein Dubliner Hospital (
Irland) gebracht
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.03.2006
"Vertigo" sicher im Hafen
Szczecin (Stettin) / Polen - Am 4.3. erreichte die beschädigte "Vertigo" von Fredericia kommend die Reede von Swioujscie. Am 5.3. wurde sie in den Hafen von Stettin geschleppt und zur Reparatur an der Gryfia-Werft festgemacht. Das Schiff war Ende 2005 im Großen Belt nach Kollision gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.03.2006
Fünf Tage im Schlauchboot auf hoher See überlebt
Bangkok / Thailand - Eine 57-jährige Australierin hat fünf Tage mit einem Schlauchboot vor der Küste Thailands überlebt und sich vor dem Verdursten gerettet, indem sie ihren eigenen Urin getrunken hat. Sie sei tagsüber geschwommen und habe das Boot zum Schutz gegen die Sonne über sich gehalten, teilte die Frau am Dienstag in einer Erklärung mit, die von einem Krankenhaussprecher in Phuket vorgelesen wurde.
Da sie weder Essen noch Trinken bei sich hatte, habe sie ihren eigenen Urin getrunken. Die Frau aus Perth hatte die vergangenen eineinhalb Jahre auf ihrer Yacht vor der Ferieninsel Phuket gelebt und war am 2. März als vermisst gemeldet worden. Behörden Thailands und Malaysias hatten nach ihr mit Hubschraubern, Flugzeugen und Booten gesucht. Am Montag war sie von einem taiwanesischen Fischerboot in indonesischen Gewässern gerettet worden. Einer Sprecherin des Krankenhauses zufolge hat die Frau die Tortur verhältnismäßig gut überstanden.
Quelle: APA vom 07.03.2006
Rigaer Frachter sank durch Rammstoß ins Heck
Helsinki / Finnland - Die Kollision, bei der der Frachter "
Runner 4", 3464 BRZ, im Finnischen Meerbusen sank, ereignete sich, als das Schiff im Eis seine Fahrt verlangsamen musste. Es lief in einem vom russischen Eisbrecher "
Kapitan Sorokin" angeführten Konvoi mit Kurs Estland. Der Frachter "
Svyatitel Apostol Andrey" (IMO 9247601), der direkt hinter der "Runner 4" lief, konnte nicht mehr rechtzeitig austoppen und krachte ins Heck des mit Aluminium beladenen Vorausfahrers. Das Schiff schlug leck und sank nahe des Vaindloo Leuchtfeuers in estnischen Hoheitsgewässern. Die "Kapitan Sorokin" nahm die Crew der "Runner 4" unversehrt an Bord. Die "Runner 4" der Reederei Aquaship aus Riga (IMO 751 4555) war 1976 als "Leidsegracht" für Spliethoff bei Miho Zosensho K.K., Shimizu, erbaut worden. 1986 wurde sie zur "Ivan Rabchinskiy", 1992 zur "Kassari", 1993 zur "Frisohaven", dann wiederzur "Kassari" und 2000 zur "Kassar". 2002 wurde sie "Runner", dann "Runner 4" umbenannt. Sie war 80,2 Meter lang und 16,1 Meter breit und verdrängte 6072 Tonnen. Die Containerkapazität betrug 137 TEU, die Geschwindigkeit 11 Knoten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2006
Altes Wrack erweist sich als archäologische Schatzkammer
Stockholm / Schweden - Als archäologischer Schatz erweist sich das in Stockholm bei Arbeiten für einen S-Bahn-Tunnel entdeckte, mehr als 600 Jahre altes
Lastschiff in einer Bucht in Stockholm. Nur ein paar hundert Meter vom rettenden Ufer entfernt sank das Schiff etwa um das Jahr 1390 mit seiner gesamten Ladung. Über 600 Jahre lag es in zehn Metern Tiefe auf dem Grund des Mälarsees in der Bucht Riddarfjärden. Seit vergangenem Herbst untersuchen Taucher das für den Tunnel vorgesehene Gelände auf dem Grund des Mälarsees zwischen der Insel Riddarholmen und dem Südufer. "Die Taucher fanden alte Fahrräder, Stühle, Plastiktüten und Reste von Weihnachtsbäumen, aber einen archäologischen Schatz hatte niemand erwartet.
Der Fund im September 2005 war eine Überraschung für die Taucher: Etwa auf halbem Weg zwischen Slussen und dem Ort der Nobelpreiszeremonie lag in zehn Metern Tiefe das Schiffswrack. Tief eingegraben in den Grundschlamm schauen nur wenige Planken und Reste von Aufbauten heraus. Stücke davon sägten die Unterwasserarchäologen ab. Der Fund wurde so lange geheimgehalten, bis hinsichtlich des Alters Sicherheit bestand. Mit Hilfe der C14-Methode wurde anhand der Konzentration von Kohlenstoff-14-Isotopen im Holz des Wracks nicht nur das Alter bestimmt, sondern auch der Zeitpunkt des Untergangs eingegrenzt: Zwischen 1350 und 1370 wurde das Gefährt gebaut, irgendwann in den 1390er Jahren sank es. In Stockholm wurde nie zuvor ein dermaßen altes Wrack gefunden. Es handelt sich wohl überhaupt um den ältesten Schiffsfund dieser Art in ganz Schweden. Da es sich um ein Lastschiff handelt, das auf dem drittgrößten See des Landes wohl zum Warentransport eingesetzt worden ist, hoffen die Archäologen besonders auf die Ladung. Fänden sie noch Güter und Ausrüstungsgegenstände an Bord, böten diese ein Bild vom Alltag vor 650 Jahren.
Ähnliches Glück hatten schwedische Unterwasserarchäologen bereits 1956 im nahen Hafenbecken der Stadt. Dort stießen Forscher auf das Wrack des 1628 gesunkenen Schlachtschiffs "
Vasa". Sie sollte das Flaggschiff der schwedischen Flotte zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges werden. Doch Schwedenkönig Gustav Adolf wollte zu viel Pracht: Bei der Jungfernfahrt kenterte das toplastige Schiff, lief voll Wasser und versank im natürlichen Hafenbecken der Hauptstadt. Eine Untersuchungskommission stellte damals ihre Tätigkeit ein, weil sie vermeiden wollte, einen Bericht mit dem eindeutigen Ergebnis vorzulegen: Es waren die wiederholten Änderungswünsche des Königs selbst gewesen, die für die Katastrophe verantwortlich waren. Ein zusätzliches Deck, mehr und schwerere Kanonen hatte der Monarch gefordert. Nachdem das Wrack in 30 Metern Tiefe wiederentdeckt worden war, wurde es in einer spektakulären Aktion zwischen 1959 und 1961 in 16 Etappen gehoben und in die Nähe des Ufers geschleppt. In einem langwierigen Prozess wurde das Wasser aus dem Holz des Rumpfs gezogen und durch Kunstharz ersetzt. So präpariert steht das Flaggschiff heute im eigens erbauten Vasa-Museum unweit des Stockholmer Hafens. Die Vasa gilt dank ihres guten Zustands als einzigartig.
Nun hoffen die Wissenschaftler auf aufregende Entdeckungen bei dem neuentdeckten Wrack, weil ähnlich günstige Umstände den Fund verheißungsvoll machen: Wie auch im Stockholmer Hafenbecken ist das Wasser im Riddarfjärden brackig. Dort kann der berüchtigte Schiffsbohrerwurm nicht leben, der normalerweise Schiffswracks in kurzer Zeit zerfrisst. Selbst Knochen der Besatzung könnten im Schlamm theoretisch noch gefunden werden - doch wahrscheinlich konnten sich die Seeleute damals ans nahe Ufer retten.
In Schweden sind Schiffswracks durch das Gesetz vor jedem Eingriff geschützt. Die Forscher des SMM haben nun beantragt, diesen Frieden stören zu dürfen. Mit großen Saugschläuchen soll das Lastschiff vom Schlamm gereinigt und freigelegt werden - zur wissenschaftlichen Analyse, nicht zur Bergung. "Wenn wir hier ein Schiffswrack finden, lassen wir es normalerweise im Wasser", sagte der Bergungsleiter, "nirgendwo sonst ist es besser aufgehoben."
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2006
Vergebliche Suchaktion nach verschwundenem Kutter
US Coast Guard / USA - Am 6.3. beendete in den Morgenstunden die amerikanische Küstenwache eine viertägige Suchaktion nach zwei Fischern aus
Rhode Island, deren Boot seit dem 1.3. überfällig war. Die Suche hatte ein 73.000 Quadratmeilen großes Gebiet umfasst, zum Einsatz kamen mehrere Flugzeuge, Hubschrauber und drei Küstenwachkutter. Die 53 Fuß lange "
Min Flicka" blieb aber spurlos verschwunden. Sie war in der Frühe des 1.3. aus Bristol ausgelaufen und wurde zwischen dem 2. und 3.3. bei Nordstrom Seafood Traders in Tiverton, R.I., erwartet. Im Seegebiet herrschten 25 Knoten Windgeschwindigkeit mit 6-8 Fuß hohen Wellen.
Nachdem das Schiff überfällig war, starteten zuerst ein
HH-60 Jayhawk-Helikopter und ein
HU-25 Falcon Jet der Air Station Cape Cod, außerdem wurde der 210 Fuß lange Kutter "
Vigorous" aus Cape May, New Jersey, zur Suche eingesetzt. Später kamen zwei
HH-60 Helikopter und zwei
HU-25 Falcon Jets aus Cape Cod, zwei
C-130-Flugzeuge aus Elizabeth City, North Carolina, der 87 Fuß lange Kutter "
Hammerhead" aus Woods Hole, Massachusetts, der 225-Fuß-Kutter "
Willow" aus Newport und zwei weitere
Hilfsflugzeuge zum Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2006
Nach Tankerhavarie Ölpest im Suezkanal
Kairo / Ägypten - Der Rohöltanker "
Grigoroussa", 52997 BRZ, ist nach seiner Havarie 40 Kilometer nördlich von Suez im Suezkanal unter Arrest und muss seine Ladung an einen passenden anderen Tanker übergeben. Mit der Bergung wurde die griechische Firma Tsavliris beauftragt, die ihren Schlepper "
Megas Alexandros" aus Piräus am Abend des 5.3. in Marsch setzte. Er wurde am Morgen des 6.3. in Port Said erwartet. Der 1997 erbaute Tanker war aus dem Mittelmeer kommend mit 58000 Tonnen Rohöl in einem Konvoi auf der Fahrt ins Rote Meer, als er bei Kilometer 116 nach einem Maschinenversager gegen einen Kai lief und 3000 Tonnen Öl verlor, die einen Millionenschaden anrichteten. Die "Grigoroussa I" war bei der Grundberührung an der Westbank aufgerissen worden. Kanalschlepper brachten den Havaristen los und verholten ihn zur südlichen Kanaleinfahrt, um den Verkehr nicht zu behindern.
Der
Ölfilm erstreckte sich über 20 Kilometer in richtung der Südeinfahrt. Nach der Havarie war das verbliebene Öl der beschädigten in heile Tanks umgepumpt worden. Ölbekämpfungsschiffe mit Ölschlängeln wurden ins Unglücksgebiet entsandt. Der Ölteppich zwischen Kilometer 130 und 90 führte zu einem
Feuer in einer
Hotelanlage,
zwei Boote wurden beschädigt. Der Ölteppich driftete in südliche Richtung, es wurde aber nicht erwartet, dass er die ökologisch sensiblen Korallenriffe am Sinai erreicht. Der Kanal und das nördliche Ende des Golfs von Suez wurden aber von der Ölpest betroffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2006
Tanker vor Holmsund auf Grund gelaufen
Holmsund / Nord-Schweden - In Holmsund lief am Morgen des 4.3. der schwedische Asphalttanker "
Pandion", 6280 BRZ, auf Grund. Das Schiff kam östlich von Umeå nahe eines Leuchtfeuers fest und entwickelte leichte Steuerbordschlagseite. Erste Schleppversuche verliefen erfolglos. Das Schiff hatte 6000 Kubikmeter Bitumen an Bord. Die Doppelhülle blieb unbeschädigt. Die "Pandion", IMO 925 6420, wurde 2003 in Shanghai für Nynas Bitumen erbaut. Sie ist 116,9 Meter lang und hat 7 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2006
Feuer auf Scandlines-Fähre
Trelleborg / Schweden - Die Fähre "
Götaland", 18060 BRZ, der TT-Line geriet am 2.3. in Trelleborg in Brand. Bei dem Maschinenraumfeuer kam es zu starker Rauchentwicklung. 3 Löschzüge aus Hyllie, Svedala und Vellinge waren im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die "Götaland" verkehrt zwischen Trelleborg und Travemünde. Sie wurde 1973 in Nakskov erbaut und ist 182 Meter lang, 22,1 Meter breit und hat 5,55 Meter Tiefgang. Sie läuft 17 Knoten und kann 400 Passagiere befördern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.03.2006
Havarie in Emmerich
Emmerich / Nordrhein-Westfalen - Am Montag ( 6.3.) gegen 18:07 Uhr kam es bei Rhein-km 857, Ortslage Spijk, zu einer Havarie zwischen dem Koppelverband (KV) MS "Carina" / MS "Herbert Georg" und dem Tankmotorschiff (TMS) "Somtrans X". TMS "Somtrans" überholte den KV an dessen Backbordseite. Zeitgleich überholte das Motorschiff (MS) "Gasperland" die beiden Fahrzeuge an der Steuerbordseite und außen (Backbord) ging das TMS "Schloß Babelsberg" vorbei. Als sich alle vier Fahrzeuge auf gleicher Höhe befanden, lief der Koppelverband aus dem Ruder und stieß mit seiner Backbordseite zuerst gegen das Heck und anschließend nochmal in Höhe Raum 9 gegen das TMS "Somtrans X". Dabei gab es keine Behinderung der Schifffahrt aber Beulen an den Anstoßstellen. Die Fahrzeuge konnten jedoch ihre Reisen, das TMS war mit Naphta auf dem Weg von Rotterdam nach Dormagen, "Carina" leer von Massbracht nach Magdeburg und "Herbert Georg" mit 387t Düngemitteln von Amsterdam nach Bülstringen, fortsetzen. Die Wasserschutzpolizei in Emmerich ermittelt die Unfallursache.
Quelle: Wasserschutzpolizei NRW vom 07.03.2006
45 Flüchtlinge vor Mauretanien ertrunken
Mauretanien / Spanien - Bei zwei Bootsunglücken vor der Küste von Mauretanien sind 45 afrikanische Flüchtlinge im Atlantik ertrunken. Wie der staatliche spanische Rundfunksender RNE am Montag berichtete, hatten die Afrikaner von der Küste des Wüstenstaates in Westafrika zu den Kanarischen Inseln gelangen wollen. Ihre Boote sanken in der Nacht auf Sonntag unter nicht näher genannten Umständen.
Die Unglücke ereigneten sich im Norden von Mauretanien in der Nähe der Grenze zur Westsahara. Nach Angaben von Hilfsorganisationen kamen bei einem Bootsunglück 23 Menschen ums Leben. 20 Insassen des völlig überfüllten Bootes konnten von einem Patrouille-Schiff der marokkanischen Küstenwache gerettet werden. Bei dem zweiten Unglück ertranken 22 Afrikaner. 24 Bootsinsassen wurden von der Besatzung eines mauretanischen Schiffes gerettet.
Die Kanaren erleben in letzter Zeit einen Zustrom von illegalen Einwanderern aus Afrika. Allein am vorigen Wochenende gelangten über 200 Afrikaner mit mehreren Booten auf die Inselgruppe. Die jüngsten Bootsunglücke deuten nach Ansicht von Beobachtern darauf hin, dass die Menschenschieberbanden, die die lebensgefährlichen Bootsfahrten organisieren, von Marokko aus weiter nach Süden auf Mauretanien ausweichen. Der Grund dürften die verstärkten Kontrollen der marokkanischen Küstenwache sein. Durch das Ausweichen auf Mauretanien werden die Überfahrten zu den Kanaren noch länger und gefährlicher.
Quelle: RNE vom 06.03.2006
Russischer Eisbrecher rettete Seeleute von sinkendem Frachter
Helsinki / Finnland - Die Besatzung eines russischen Eisbrechers hat in der Nacht 14 Seeleute eines gesunkenen
Aluminiumfrachters aus Seenot gerettet. Das Schiff war aus bislang ungeklärter Ursache im Finnischen Meerbusen 45 Kilometer vor der Küste mit einem
Frachter aus Malta kollidiert und untergegangen. An dem anderen Schiff entstand nur leichter Sachschaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.03.2006
2. Meldung: Untergang im Eiskonvo
Am Abend des 5.3. um 23.43 Uhr kollidierten nahe der Insel Vainlo im Finnischen Meerbusen die unter Malta-Flagge laufende "
Sv. Apostel Andrey" und die 1976 erbaute "
Runner", 3464 BRZ. Beide Schiffe fuhren innerhalb eines Eiskonvois, der vom russischen Hafen St. Petersburg unterwegs war. Die mit Aluminium voll beladene "Runner" sank 45 Kilometer vor der finnischen Küste durch die Schäden, die sie beim Zusammenstoß erlitten hatte. Die Besatzung eines russischen Eisbrechers rettete die 14 Seeleute. An der "Sv. Apostel Andrey" entstand nur leichter Sachschaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.03.2006
Tödliches Ende von Rettungsübung
Seattle, US-Bundesstaat Washington / USA - Am Morgen des 5.3. kenterte ein
Rettungsboot des Containerfrachters "
Britain" während einer Bootsübung in Seattle. Die Übung hatte am Morgen stattgefunden, während der Frachter am Terminal 18 lag. Um 08.50 Uhr wurde die Küstenwache in Seattle von dem Unglück verständigt und entsandte ein 25-Fuß-Rettungsboot. Außerdem kamen ein Polizei- und ein Feuerlöschboot zum Einsatz. Binnen 20 Minuten waren alle vier Insassen des verunglückten Bootes aus dem Wasser gezogen. Zwei Mann wurden auf die "Britain" gebracht, zwei weitere ins Harborview Medical Center. Der eine, ein 50-jähriger Philippino, konnte stabilisiert werden. Der zweite, ein 26-jähriger Chinese, starb im Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.03.2006
Schwergutfrachter in Seenot
Gìjon / Spanien - Der Schwergutfrachter "
Tracer" geriet in schwerer See vor Spanien in Schwierigkeiten. Das Schiff hatte am 4.3. den Hafen von Bilbao mit Kurs Lobito verlassen. Während der Nachtstunden ging aber die Ladung aus Stahlketten über und führte zu schwerer Steuerbordschlagseite. Das Schiff war gezwungen, Gìjon als Nothafen anzulaufen, wo es am 5.3. festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.03.2006
"Alican Deval"-Bergung abgeschlossen
Valletta / Malta - Am 2.3. wurde der am 23.2. vor Sizilien geborgene Frachter "
Alican Deval" sicher an einem Kai in Malta festgemacht und den Eignern zurückgegeben. Das Schiff hatte zuvor zeitweilig in Siracusa gelegen, wo aber keine Reparaturarbeiten durchgeführt werden konnten. Bevor die "Alican Deval" nach Malta einlaufen durfte, war aber einer Reihe von Anforderungen der Behörden Genüge zu tun. Dazu musste dem Schiff eine vorläufige Klasse erteilt werden. Durch enge Zusammenarbeit der Klassifizierungsgesellschaft und dem türkischen Flaggenstaat und den Bergern von Svitzerwijsmuller konnte die Klasse am 1.3. erteilt werden. Dazu mussten Trimm- Stabilitäts- und Stärkekalkulationen durch die Berger vorgelegt wrden. Dann wurde um 17 Uhr die Auslaufgenehmigung erteilt. Eine Stunde später verließ die "Alican Deval" Siracusa mit einem Bergungsteam und -ausrüstung an Bord den Hafen. Am frühen Nachmittag des 2.3. traf der Havarist in Schlepperbegleitung vor Valletta ein und war um 16 Uhr fest. Eine halbe Stunde später wurde die Bergung formal abgeschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.03.2006
Kutter vor Cape Lookout gerettet
Moorhead City, North Carolina / USA - Am 2.3. strandete der 72 Fuß lange Kutter "
Alexander" nahe Cape Lookout, North Carolina. Zuvor war festgestellt worden, dass sich das Schiff auf sehr flachem Wasser befand, es hatte jedoch nicht auf Funksprüche reagiert. Ein Rettungshubschrauber stieg in Cherry Point auf, außerdem lief der Schlepper "
Fort Macon" aus. Er brachte das mit drei Vietnamesen besetzten Schiff in tieferes Wasser zurück. Hier wurde jedoch ein Wassereinbruch festgestellt, sodass der Schlepper eine Lenzpumpe übersetzte. Wegen der Sprachprobleme gab es aber Schwierigkeiten, sie in Betrieb zu nehmen. Besatzungsmitglieder des Schleppers stiegen daraufhin auf die "Alexander" über, nahmen die Pumpen in Betrieb und überwachten das Lenzen. Da die Pumpe jedoch nicht gegen den Wassereinbruch ankam, musste eine weitere Pumpe von dem Helikopter abgewinscht werden. Dann wurde die "Alexander" nach Moorhead City State Port eskortiert. Der Hubschrauber blieb bei den beiden Schiffen, bis der Kutter in Sicherheit war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.03.2006
Bewegendes Hearing zu "Valour"-Untergang
Tampa, Florida / USA - Am 1.3. äußerten sich vor rund 50 Menschen, darunter die Witwen ertrunkener Crewkameraden, die überlebenden Besatzungsmitglieder des Schleppers "
Valour" in einem Hearing der Küstenwache in Tampa zu dem Untergang ihres Schiffes. Sie sagten aus, dass in das Schiff eingedrungenes Wasser am
18.1. zu einer starken Backbordschlagseite geführt hatte, während es sich in 15 Fuß hohen Seen vor Cape Fear, North Carolina, befand. Ein Mann war in die See gespült worden, der Chefingenieur noch nach seiner Rettung einem Herzinfarkt erlegen. Über die Gründe des Wassereinbruchs vermochten die Männer nichts zu sagen.
Es ist geplant, das
Wrack der "Valour" durch die in Tampa ansässige Firma Maritrans im April zu heben. Die anschließenden Untersuchungen, so hofft man, werden mehr Klarheit bringen. Die "Valour" hatte am 15.1. mit einer mit 5,5 Millionen Schweröl beladenen, 492 Fuß langen Barge eine Raffinerie nahe Philadelphia mit Kurs Corpus Christi, Texas, verlassen. Das Wetter war ruhig, doch eine Verschlechterung vorhergesagt. In den Mittagsstunden des 17.1. wurde deswegen der Schlepper von Schub- in Zugposition gebracht, bevor das Wetter sich zu sehr verschlechterte. Gleichzeitig wurde ein kleiner Riss im Rumpf oberhalb der Wasserlinie am Nachmittag entdeckt und dichtgesetzt. Außerdem wurde ein geringer Wassereintritt am Propellerschaft beobachtet. Er war jedoch zu geringfügig, um Sorgen zu bereiten. Am späten Nachmittag wurde eine leichte Schlagseite auf dem Schlepper wahrgenommen. Nach Einbruch der Nacht verstärkte sich die Backbordkrängung und betrug rund 10 Grad. Der Chefingenieur bestätigte dem Kapitän, dass im Maschinenraum alles klar sei, doch der Kapitän sorgte sich um die zunehmende Schlagseite. Zwischen 23.00 und 23.30 Uhr gab er Generalalarm und musterte die Crew, gleichzeitig sandte er ein Mayday. Als der Chefingenieur anschließend vom hohen Ruderhaus auf Deck abenterte, stürzte er den Niedergang hinab und erlitt einen Herzinfarkt. 15-Fuß-Wellen rollten über den Schlepper, der inzwischen 45 Grad auf der Seite lag. Ein Mann ging über Bord. Die Barge trieb zu der Zeit neben der "Valour" und drohte sie querschlagen zu lassen. Der zweite Maat sollte die Schlepptrosse slippen. Er sah noch das fluoreszierende Notlicht des über Bord gegangenen Mannes. Der Kapitän wies den Smut an, es im Auge zu behalten, während er versuchte, den Schlepper zum Verunglückten zu manövrieren. Dann erschien ein Hubschrauber der Küstenwache, der einen Rettungsschwimmer abwinschte. Es gelang ihm, den im Wasser treibenden Mann zu erfassen und zu bergen.
Inzwischen hatte ein zweiter Schlepper, die "
Justine Foss", gefunkt, dass sie sich auf dem Weg zur "Valour" befand. Doch inzwischen hatte die so starke Schlagseite, dass ein Kentern zu befürchten war. Die Männer konnten sich auf den schrägen Decks nicht mehr halten. Der Maschinenraum musste aufgegeben werden. Bis dahin war keine ungewöhnliche Wassermenge in der Bilge wahrgenommen worden. Der Kapitän orderte seine Crew mit Überlebensanzügen jetzt aufs Vorschiff und bereitete die Evakuierung vor. Ein zweiter Hubschrauber warf eine Rettungsinsel ab, da die der "Valour" fortgerissen worden war. Die Insel trieb jedoch ab. Die sieben Besatzungsmitglieder beschlossen, nicht zu versuchen, sie zu erreichen. Jetzt begann massiv Wasser in den Schlepper einzudringen, das Heck sackte ab, der Bug richtete sich zusehends auf. Zwei Mann sprangen über Bord und versuchten, die "Justine Foss" schwimmend zu erreichen. Andere wurden über Bord geschwemmt. Zwei Mann versanken mit dem Schlepper. Die "Justine Foss" rettete sechs Mann. Der Chefingenieur konnte nicht wiederbelebt werden.
Bisher gibt es
keine Anzeichen für ein
Fehlverhalten von Crew oder Reederei. Ein weiteres Hearing soll stattfinden, nachdem das derzeit auf 107 Fuß Tiefe liegende Wrack gehoben und untersucht ist. Ein abschließender Report wird für Juli oder August erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.03.2006
Flüchtlingsschiff mit 300 Menschen an Bord kentert vor Sizilien
Rom - Vor der Küste Siziliens ist am Sonntag ein Schiff mit rund 300 Flüchtlingen an Bord gekentert. Da sich das Unglück in unmittelbarer Nähe der Insel Linosa ereignete, überlebten offenbar alle Passagiere: Die Hafenverwaltung von Palermo erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, es habe lediglich einige Verletzte gegeben. Der Hafenkommandeur der Nachbarinsel Lampedusa, Michele Niosi, erklärte im Nachrichtensender Sky TG24 an, dass sich die Passagiere aus eigener Kraft an Land retten konnten. Woher die illegalen Einwanderer stammten, konnte er nicht sagen. Unter den Flüchtlingen seien rund zehn Frauen gewesen. Zwei Boote der italienischen Küstenwache und vier Hubschrauber waren vor Ort im Einsatz. Starker Wind und schlechtes Wetter behinderten jedoch ihre Arbeit.
Quelle: AFP vom 05.03.2006
Eindocktermin für «Queen Mary 2» wird vorgezogen
Hamburg - Wegen des Hamburger Hafengeburtstags wird die Ankunft des beschädigten Luxusliners «Queen Mary 2» am 6. Mai auf der Werft von Blohm + Voss voraussichtlich um zwölf Stunden vorgezogen. Wie der Sender NDR 90,3 am Freitag berichtet, soll das weltgrößte Kreuzfahrtschiff mit dem Frühhochwasser am Samstagvormittag gegen 10.00 Uhr einlaufen. Das ursprünglich für die Nacht geplante Eindockmanöver sei aus Sicherheitsgründen nicht einzuhalten, denn zu dieser Zeit werde das Hafenfeuerwerk gezündet, berichtet der Sender.
Quelle: Hamburger Abendblatt vom 03.03.2006
Nord-Ostsee-Kanal - Kümo kollidiert mit Frachter
Fischerhütte, Nord-Ostsee-Kanal - Am Morgen des 3.3. kollidierte um 5.50 Uhr das unter der Flagge der niederländischen Antillen registrierte Kümo "
Sofia" im Nord-Ostsee-Kanal mit dem russischen Frachter "
Kolguev". Das Unglück ereignete sich in der Weiche Fischerhütte, als die "Sofia" Richtung Nordsee und der Russe nach Holtenau unterwegs war. Die Schiffe streiften sich bei der Passage und erlitten geringfügigen Sachschaden. Beide konnten ihre Fahrt fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2006
NOK - Kümo kollidiert mit einem Ponton eines Schleppzuges
Brunsbüttel, Nord-Ostsee-Kanal - Am Abend des 2. März kollidierte im Nord-Ostsee-Kanal das Kümo "
Lydia" nach einem Ruderausfall auf dem Weg zur Ostsee mit einem an den Brunsbütteler Bahnhofsdalben liegendem
Ponton eines holländischen Schleppzuges. Es entstand geringer Sachschaden! Der Frachter konnte seine Fahrt nach Osten wenig später fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2006
Teil von Hafenmole stürzte nach Kollision ein
Maputo / Mosambik - Am 2.3. wurde der in Panama registrierte Bulkcarrier "
Protector", 24.942 BRZ, am Wulstbug beschädigt, als er im Hafen von Maputo, Mosambik, plötzlich vom Kurs abkam und eine auf Stahlpfählen gegründete Mole am Containerterminal rammte. Eine Ursache der Kollision könnte ein Ruderversager sein, der auftrat, kurz nachdem das Schiff sich nach dem Ablegen in Maputo auf den Weg flussabwärts gemacht hatte. Vorher hatte der Frachter eine Ladung Weizen gelöscht. Nach der Kollision wurde die "Protector", die indischen Eignern gehört, untersucht, und es sah so aus, als könnte sie ihre Fahrt bald fortsetzen. Die Stahlmole wurde bei dem Zusammenstoß schwer beschädigt. Ein Teil der Konstruktion stürzte ein, und rund 50.000 Kubikmeter der Hinterfüllung rutschten ins Hafenbecken.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2006
Info: Maputo ist die Hauptstadt von Mosambik sowie der Provinz Maputo. Die Stadt liegt an der Delagoa-Bucht am Indischen Ozean.
Volvo Ocean-Racer drohte zu sinken
Ushuaia / Argentinien - Beim Volvo Ocean Race drohte die Yacht"
Movistar" nach Wassereinbruch vor Kap Hoorn zu sinken. Nur dem mutigen Einsatz eines Mitglieds der spanischen Crew ist es zu verdanken, dass Schlimmeres verhindert wurde: Der Australier Chris Nicholson tauchte in das zum Teil geflutete Boot hinab und es gelang ihm, die zwischenzeitlich ausgefallenen Hochdruckpumpen wieder in Gang zu setzen. Dadurch konnte das einströmende Wasser abgepumpt und die Yacht wieder unter Kontrolle gebracht werden. Das Wasser hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen halbem Meter hoch im Boot gestanden.
Die Ursache für die Havarie waren
Risse in den
Abdeckplatten der Kielmechanik. Dadurch geriet die "Movistar" einige hundert Seemeilen vor Kap Hoorn in schwere Bedrängnis. Die zehn Crewmitglieder wurden von dem Wassereinbruch im Schlaf überrascht. "Wir sinken", teilte der dänische Skipper Bouwe Bekking per E-Mail mit. "Das Wasser dringt sehr schnell ins Boot ein." Dank des Einsatzes von Nicholson konnte die "Movistar" inzwischen den argentinischen Hafen Ushuaia anlaufen. Dort sollen die Schäden an der "Movistar" repariert werden. Das spanische Boot liegt derzeit auf Platz vier des Ocean Race, das von der niederländischen Yacht "ABN Amro One" angeführt wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2006
Info: Ushuaia ist die südlichste Stadt Argentiniens. Die Stadt liegt an der Südseite der Großen Feuerland-Insel (Isla Grande de Tierra del Fuego) am Beagle-Kanal. Ushuaia ist die Hauptstadt der argentinischen Provinz Tierra del Fuego.
Ein Toter bei Kollision in Mobile Bay
Mobile Bay, Alabama / USA - Ein Zwischenfall beim Beladen des Containerfrachters "
Zim Mexico III" in Mobile Bay, USA, forderte ein Todesopfer. Ein Kran war am 2.3. um 11.30 Uhr mit dem Schiff kollidiert, dabei wurde ein 2 Fuß langes Loch in den Bug des Schiffes gerissen. Rund 200 Gallonen Hydrauliköl und Diesel liefen aus und verschmutzten auch die Pier. Es gelang der Feuerwehr, das Öl einzudämmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2006
Info: Die Mobile Bay ist eine Bucht im US-Bundesstaat Alabama. Am Kopf der Bucht liegt Mobile, die wichtigste Hafenstadt von Alabama.
Vor Madagaskar gestrandeter Tanker freigeschleppt
Durban / Südafrika - Der französische Produktentanker "
Tugen", 54.120 BRZ, erreichte am 2.3. im Schlepp den Hafen von Durban. Das 1999 erbaute Schiff war an der Westküste von Madagaskar auf Grund gelaufen und muss nun ins Eldoc Schwimmdock zur Untersuchung möglicher Rumpfschäden und anschließender Reparatur. Nach bisherigen Erkenntnissen sind die Schraubenblätter stark demoliert. Das Ruder war bei der Strandung abgerissen, konnte jedoch von Tauchern lokalisiert und geborgen werden. Es muss einen neuen Ruderschaft erhalten. Die "Tugen" gehört der französischen Reederei Intershipping und wird vom Socotra Ship Management betrieben. Sie wurde von dem in Durban beheimateten Schlepper "
Toto" zusammen mit einer örtlichen Tauchergesellschaft flottgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2006
Wieder historisches Schiffswrack in Stockholm gefunden
Stockholm / Schweden - Schwedische Marine-Archäologen haben das
Wrack eines knapp
700 Jahre alten Schiffes am Grund des Stockholmer Hafens entdeckt. Wie das Nationale Schifffahrtsmuseum am 2.3. mitteilte, dürfte das Schiff 1390 auf den Grund des Riddarfjarden mitten in Schwedens Hauptstadt gesunken sein. Erbaut wurde es zwischen 1350 und 1370. Archäologen fanden das kleine Schiff bereits im vergangenen Herbst in zehn Meter Tiefe während der Bauarbeiten zur Errichtung eines Fußgängertunnels. Es steht noch nicht fest, ob das Wrack gehoben wird.
Nur einen archäologischen Schatz hatte niemand erwartet. Der Fund im vergangenen
September war eine Überraschung für die Taucher: Etwa auf halbem Weg zwischen Slussen und dem Ort der Nobelpreiszeremonie liegt in zehn Metern Tiefe ein Schiffswrack. Tief eingegraben in den Grundschlamm schauen nur wenige Planken und Reste von Aufbauten heraus. Stücke davon sägten die Unterwasserarchäologen ab.
"Wir haben den Fund so lange geheimgehalten, weil wir uns hinsichtlich des Alters sicher sein wollten", sagt Andersson. Mit Hilfe der
C14-Methode wurde anhand der Konzentration von Kohlenstoff-14-Isotopen im Holz des Wracks nicht nur das Alter bestimmt, sondern auch der Zeitpunkt des Untergangs eingegrenzt: Zwischen 1350 und 1370 wurde das Gefährt gebaut, irgendwann in den 1390er Jahren sank es.
1961 wurde aus dem Stockholmer Hafenbecken das 1628 unmittelbar nach der Indienststellung gesunkene Flaggschiff von König Gustav Adolf von Schweden, die "
Vasa", gehoben, die heute komplett restauriert in einem eigens dafür gebauten Museum zu besichtigen ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.03.2006
Frachter rammte Bremerhavener Schleuse
Bremerhaven - Am 01.03.06, gegen 07.15 Uhr lief ein 106 Meter langer und mit 5525 BRZ (8828Tdw) vermessener Tanker von See kommend unter Lotsenberatung in den Vorhafen der Nordschleuse Bremerhavens ein. Aus noch nicht geklärter Ursache kollidierteder Bug des Schiffes mit der westlichen Kaimauer des Vorhafens der Nordschleuse. Während an der Pier geringe Schäden entstanden, wurde das Schiff im Bugbereich stark eingedrückt. Der durch die Kollision beschädigte dänische Tanker "Otilia" muß vor der Weiterfahrt in Bremerhaven repariert werden. Personen kamen nicht zu Schaden und es gelangten auch keine Schadstoffe in das Gewässer.
Die Ermittlungen zur Unfallursache durch die Beamten der Wasserschutz- und Verkehrspolizei dauern an. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt.
Quelle: Polizei Bremen Direktion Wasserschutz- und Verkehrspolizei Inspektion Bremerhaven vom 02.03.2006 |
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Beschädigte "Vertigo" auf dem Weg nach Polen
Fredericia, Dänemark - Am 1.3. verließ der seit seiner Bergung im Großen Belt in Fredericia liegende Frachter "
Vertigo" gegen 11 Uhr im Schlepp der "
Stevns Arctic" und "
Stevns Iceflower" den dänischen Hafen und nahm Kurs auf Polen. Hier sollen die Kollisionsschäden, die bei der Hebung des Havaristen nur notdürftig mit Stahlplatten abgedichtet worden waren, beseitigt werden. Die ursprünglich in Fredericia geplante Reparatur kann in Polen billiger durchgeführt werden. Eisgang verhinderte aber bislang die Überführung. Die "Vertigo" ist nun mit Ostkurs in der Ostsee.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2006
Auffahrunfall auf dem Rhein Zwei Schiffe demoliert
Oestrich-Winkel (Rheingau), Hessen - Bei einem Auffahrunfall auf dem Rhein bei Oestrich-Winkel (Rheingau) sind am Mittwoch ( 1.3.) zwei Güterschiffe und ein Auto demoliert worden. - Nach Polizeiangaben hatte ein flussabwärts fahrender Frachter das Tempo verlangsamt, um ein entgegenkommendes Schiff gefahrlos passieren zu können. Der Führer eines nachfolgenden Tankers erkannte die Lage zu spät und rammte das Heck des bremsenden Frachters. Beide Schiffe und ein Auto, das auf dem Heck des vorausfahrenden Frachters geparkt war, wurden erheblich beschädigt, konnten ihre Fahrt aber fortsetzen.
Quelle: hr online vom 01.03.2006
Schwierige Rettungsaktion für Crew von koreanischem Frachter
Donghai Rescue Bureau / China - Der nordkoreanische Frachter "
Chuyeon" geriet am 27.2. nahe der Mündung des ostchinesischen Flusses Minjiang in einen Sturm. Um 10.40 Uhr sendete das mit 6100 Tonnen Kohle beladene Schiff Notrufe, nachdem es zunehmende Backbordschlagseite entwickelt hatte. Die Rettung der 16-köpfigen Crew gestaltete sich schwierig. Das Donghai Rescue Bureau leitete mit Schiffen und Hubschraubern eine Rettungsaktion für die sieben Koreaner, sechs Chinesen und drei aus Myanmar stammende Seeleute ein, die wegen des schlechten Wetters jedoch erst um 15.40 Uhr am 28.2. gelang. Die Schiffbrüchigen wurden aus einer Rettungsinsel geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2006
Kriegsschiff lief bei Manöver auf Grund
Måløy / Norwegen - Das auf dem Clyde stationierte schottische Kriegsschiff "
Grimsby" lief in der Nacht des 27.2. in einem Fjord während eines Wendemanövers nördlich von Bergen auf Grund. Ein Frischwassertank wurde dabei aufgerissen, der Rumpf beschädigt. Die rund 40-köpfige Crew blieb unversehrt. Nach der Havarie wurde das Schiff in Maloy untersucht. Die Reparatur soll in Schottland durchgeführt werden. Die 1998 erbaute "Grimsby" war im Rahmen eines Manövers in einem Konvoi von vier Schiffen unterwegs, als sie verunglückte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2006
"Estraden" nach Kollision wieder in Fahrt
Naantali / Finnland - Die RoRo-Fähre "
Estraden", die bei einer Kollision im Nord-Ostsee-Kanal mit der "
Wolgastern" beschädigt worden war, verließ am 27.2. die Reparaturwerft in Naantali und nahm Kurs auf die Häfen Paldiski und Turku, um ihren Fährservice wiederaufzunehmen. Danach nahm sie Kurs auf den Nord-Ostsee-Kanal. Der Kollisionsgegner liegt immer noch zur Reparatur bei der Bredo-Werft in Bremerhaven.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.03.2006
Die Angaben sind ohne Gewähr