S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
Januar 2 0 0 6

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Schiffsuntergang
letzte Änderung: 01. Februar 2006

Gerettete von deutschem Frachter gingen in Kiel an Land

Kiel - Am 31.1. gingen in der Schleuse Kiel-Holtenau die acht Mann des deutschen Frachters "Unimar" an Land, der am 29.1. in Seenot geraten war. Das Schiff hatte vor dem finnischen Hafen Kotka in der Ostsee Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten. Auf die Notrufe hin war der holländische Frachter "OOCL St. Petersburg" zum Havaristen gelaufen und hatte versucht, Hilfe zu leisten. Schließlich musste die "Unimar" aber aufgegeben werden, die Crew setzte in einem Rettungsboot auf den Holländer über. Der nahm mit den Geretteten an Bord Kurs auf den Nord-Ostsee-Kanal, wo er zwei Tage später festmachte. Mit der "Unimar" werden die Seeleute ein freudiges Wiedersehen feiern können - es gelang einem Schlepper später, den Havaristen auf den Haken zu nehmen und nach Kotka einzubringen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2006

Ölbergung auf "Miss Kelley" abgeschlossen

Fort Bragg, Kalifornien / USA - Die Ölbekämpfungsmaßnahmen an der Strandungsstelle des Kutters "Miss Kelley" in der Mündung des Noyo River wurden am 31.1. durch die US Coast Guard und das California Department of Fish and Game's Office of Spill Prevention and Response (OSPR) abgeschlossen. Das Schiff war am Morgen des 26.1. auf Grund gelaufen. Im Fischraum waren ölabsorbierende Pads platziert worden, die mittlerweile wieder entfernt und entsorgt wurden. Wegen der schweren Brandung an der Unfallstelle waren weitere Maßnahmen nicht mlöglich gewesen. Am 31.1. wurden die Tanks des Schiffes geprüft und ausgelaufen vorgefunden. Damit war kein weiterer Handlungsbedarf mehr gegeben. Der Eigner beauftragte inzwischen die Firma Parker Diving Service, das Wrack zu bergen. Die Küstenwache und das Ölbekämpfungsteam wollen die weiteren Maßnahmen überwachen und so sicherstellen, dass es zu keinen weiteren Umweltschäden kommen kann.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2006

Kutterkapitän vor Alaska gerettet

Cape Decision, Alaska / USA - Fünf Meilen nordwestlich von Cape Decision, Alaska, sank am 31.1. der 50 Fuß lange Kutter "Hermes II" aus Craig, nachdem er zuvor leckgeschlagen war. Der Skipper hatte um 00.40 Uhr über VHF um Hilfe gerufen. Ein Huhscbrauber der Coast Guard Air Station Sitka rettete ihn unversehrt aus einer Rettungsinsel und brachte ihn nach Sitka.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2006

Frachter auf Westerschelde gestrandet

Westerschelde / Niederlande - Am Morgen des 30.1. lief der Frachter "Hoo Pride" gegen 07.30 Uhr bei Tonne 60 auf der Westerschelde auf Grund. Schlepper der Reederei URS waren rasch vor Ort, doch wurde die angebotene Hilfe bislang nicht akzeptiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2006

Bulker sitzt vor Casablanca fest

Casablanca / Marokko - In der Nacht zum 30.1. lief der 191 Meter lange Bulkcarrier "Iran Madani" sieben Meilen vor Casablanca auf Grund. Die Bergungsfirma SvitzerWijsmuller Salvage wurde am Morgen desselben Tages kontraktiert, das 1985 erbaute Schiff freizubekommen. Spezialisten wurden sofort aus den Niederlanden und Südafrika eingeflogen. Mehrere Schlepper, darunter die "Groningen" und "Neftegaz 51", wurden zur Strandungsstelle in Marsch gesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2006

Flensburger Tanker vor Venezuela gestrandet

Isla Borracha, Insel / Venezuela - Der Tanker "Kim Jacob" der Flensburger Reederei Ernst Jacob ist am 29.1. nahe der venezuelanischen Insel Isla Borracha mit rund einer Million Barrel Rohöl auf Grund gelaufen. Am 31.1. soll versucht werden, den Havaristen wieder frei zu bekommen. Bislang waren keine Schäden am Schiff festzustellen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 01.02.2006

Ärmelkanal - Chemiefrachter leckgeschlagen

Cherbourg - Beim Zusammenstoß mit einem Schüttgutfrachter ist am Dienstagmorgen im Ärmelkanal ein Chemiefrachter leckgeschlagen. Die 22 Mann Besatzung seien von der britischen Küstenwacht mit Hubschraubern geborgen und zur Kanalinsel Guernsey gebracht worden, teilte die Meerespräfektur von Cherbourg (Normandie) mit. Nach Angaben der Royal Air Force ist keiner schwer verletzt.
Der auf den Marschallinseln registrierte 126 Meter lange Chemiefrachter «Ece» war mit 10 000 Tonnen Phosphorsäure auf dem Weg nach Gent in Belgien. Er hat Schlagseite und verliert Ladung. Die britische Küstenwacht erklärte jedoch, für die Umwelt bestehe keine Gefahr, da die Phosphorsäure sich im Meerwasser auflöse.
Die beiden Schiffe waren auf der gleichen Route vor der französischen Küste unterwegs, als sie bei starkem Seegang 92 Kilometer westlich von Cherbourg zusammenstießen. Das auf Malta zugelassene zweite Schiff, die «General Grot Rowecki», hat 21 Mann Besatzung und 26 000 Tonnen Phosphate an Bord. Es ist nicht so schwer beschädigt. Der 198 Meter lange Schüttgutfrachter war auf dem Weg nach Polen. Die Kollision erfolgte an einer viel befahrenen Stelle, wo am 5. Januar ein französischer Kutter von einem Frachter überlaufen und versenkt worden war.
Pressemitteilung vom 31.01.2006

Bergung gelang trotz Minusgraden

Bad Essen - Seit gestern Mittag ist der vor mehr als einer Woche im Bad Essener Hafen gesunkene Kohlefrachter des polnischen Schiffes "Deni" wieder fahrbereit.
Über die Weiterfahrt muss allerdings noch ein Sachverständiger der Schiffsuntersuchungskommission (eine Art TÜV für Schiffe) entscheiden. So lauten die Angaben von Karsten Jäger, Leiter des Außenbezirks Bad Essen des Wasser- und Schifffahrtsamtes Minden. Der polnische Schiffseigner hatte in Eigenregie dafür gesorgt, dass die Kohle entladen wurde. Die für das niedersächsische Kraftwerk Mehrum bestimme Fracht wird auf ein anderes Schiff desselben Besitzers umgeladen. Seit der Havarie am Abend des 20. Januar hatte es eine ganze Reihe von Versuchen gegeben, den Havaristen wieder flottzubekommen. Schiffspumpen und Gerätschaft der örtlichen Freiwilligen Feuerwehren kamen zum Einsatz. Der gewünschte Erfolg blieb allerdings aus, obwohl es zwischenzeitlich gelang, den Wasserpegel innerhalb der Schute abzusenken. Der starke Frost behinderte die Arbeiten zusätzlich.
Erst als der Ortsverband Bad Essen des Technischen Hilfswerks am Sonntag leistungsstarke Schmutz- und Tauchpumpen mit einem Fördervolumen von 7000 Litern pro Minute einsetzte, bekam der Kahn so viel Auftrieb, dass das beim Anlegemanöver entstandene Leck endlich über der Wasserlinie lag. Die Bergungsversuche wurden von zahlreichen Schaulustigen beobachtet.
Geplant ist nun, die Schute zur Reparatur nach Minden zu schleppen. Wann das geschieht, hängt davon ab, wann die Wasserschutzpolizei das Fahrverbot aufhebt. Der Weg nach Minden ist jedenfalls frei, stärkeren Eisgang gibt es auf dem Mittellandkanal erst weiter östlich.
Quelle: Neue.Oz vom 31.01.2006

Arbeitsunfall auf See - Hilfe kommt zu spät

Emden / Borkum - Ein 43-jähriger Matrose ist an Bord eines Schiffes tief gestürzt und an den Folgen gestorben. Nach einem Werftaufenthalt in Emden hat der Bulkcarrier (Massengutfrachtschiff) "Atlantic Castle" am Sonnabend gegen 15.30 Uhr die Seeschleuse passiert. Das Schiff, das unter der Flagge der Karibikinsel Antigua und Barbuda fährt, war auf dem Weg durch den Nordostseekanal nach Russland. In Höhe der Knock muss es zu dem Unfall gekommen sein. Dort wurde der Matrose entdeckt. Von Borkum wurde der Seenotrettungskreuzer "Alfried Krupp" angefordert, er sollte einen Notarzt an Bord bringen. Das misslang, angeblich sei die Bordwand des Frachters zu hoch gewesen, um ein gefahrloses Umsteigen zu gewährleisten. Die Atlantic Castle musste umkehren und nach Emden zurückfahren. Hier konnte ein Notarzt nur noch den Tod feststellen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an."
Quelle: Borkumer-Zeitung vom 31.01.2006

30-stündige Suche nach Vermissten vor Aguada

Puerto Rico / USA - Seit dem 27.1. werden zwei Fischer aus Aguada, Puerto Rico, vermisst. Die U.S. Coast Guard wurde um 19.20 Uhr von Angehörigen informiert, dass ihr Boot seit Tagesanbruch überfällig sei, und suchte seit dem 28.1. mit Dolphin-Helikoptern aus Borinquen, einer C-130 Hercules aus Clearwater und einem Falcon Jet aus Miami eine Fläche von über 12000 Quadratmeilen ab. Die Suche verlief ergebnislos.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.01.2006

Öl läuft aus geborstener "Miss Kelley" aus

Fort Bragg, Kalifornien / USA - Die U.S. Coast Guard und das California Department of Fish and Game’s Office of Spill Prevention and Response leiten derzeit Ölbekämpfungsmaßnahmen an der Strandungsstelle des Kutters "Miss Kelley". Das Schiff hatte, als es am 26.1. vor dem Noyo River auf Felsen lief, 2000 Gallonen Dieselöl an Bord. Ein Kontrollflug zeigte inzwischen, dass Öl aus dem überfluteten und aufgebrochenen Wrack ausläuft. Die Küstenwache und der Schiffseigner entwickeln nun einen Plan zur Entfernung allen verbleibenden Öls. Es wird geschätzt, dass das Boot noch 500 Gallonen Öl und 250 Gallonen Ölschlämme an Bord hat. Bei Niedrigwasser soll ein Hubschrauber der Küstenwache die nötige Ausrüstung zur Ölbergung zur unzugänglich gelegenen Strandungsstelle fliegen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.01.2006

Kutter sank nach Kollision

Los Angeles, Kalifornien / USA - Bereits am 9.1. rettete die U.S. Coast Guard sieben Besatzungsmitglieder des sinkenden Kutters "San Antonio" rund sieben Meilen südlich von Los Angeles. Das Schiff hatte um 05.15 Uhr Mayday gefunkt, nachdem es durch die Kollision mit einer passierenden Barge leckgeschlagen war. Die Küstenwache entsandte ihre Patroullienschiff "Blacktip", zwei Rettungsboote und einen Hubschrauber aus Los Angeles. Die Boote waren um kurz nach sechs vor Ort und bargen die gesamte Crew unversehrt aus der Rettungsinsel, in die sie sich mittlerweile hatte flüchten müssen. Die "San Antonio" sank auf einer Wassertiefe von 600 Fuß. Die Kollisionsursache wird nun untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 31.01.2006

Kollision auf Elbe

Cuxhaven - Auf der Elbe gab es offenbar am in der Nacht zum 29.1. eine Kollision, in die der Frachter "Grande Atlantico" verwickelt war. Weitere Informationen liegen noch nicht vor. ( weitere Info's siehe Bericht vom 3.2.2006 )
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2006

Wieder Kollision im Nord-Ostsee-Kanal

Nord-Ostsee-Kanal - Um 11.35 Uhr sind am 29.1. in dichtem Nebel auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Kanalkilometer 30,5 die "Viola III", 2445 BRZ, und die auf St. Vincent/Grenadine registrierte "Tramp", 1181 BRZ, zusammengestoßen. Die "Tramp" hatte zuvor einen Maschinenausfall und trieb auf die falsche Fahrwasserseite. Die "Viola III" konnte ihre Fahrt nach Brunsbüttel fortsetzten und machte dort im sogenannten Felsenkeller im Binnenhafen fest. Die "Tramp" musste nach Fortsetzung der Kanalpassage im Kieler Binnenhafen festmachen und wurde von der Wasserschutzpolizei mit einem Auslaufverbot belegt, bis die Maschine nach Reparatur durch Experten abgenommen wurde. Die lettische Crew machte sich derweil daran, den Kollisionsschaden am Backbordschanzkleid des Bugs mit Schweißgeräten provisorisch zu reparieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2006

Streit um "Sussex"-Schatz

Gibraltar - Als das britische Kriegschiff "Sussex" 1694 vor Gibraltar sank, riss es einen riesigen Goldschatz mit in die Tiefe. Um dessen Bergung ist jetzt ein diplomatischer Streit entbrannt. Spanische Schiffe behindern das von Großbritannien eingesetzte Bergeteam bei der Arbeit.
Der Goldschatz der "Sussex" umfasste zehn Tonnen Gold und 100 Tonnen Silber, als sie 1694 in einem Sturm vor Gibraltar Schiffbruch erlitt und mit 500 Mann Besatzung und 80 Kanonen saml. Der Wert der Ladung wird heute auf bis zu vier Milliarden US-Dollar geschätzt. Von 1998 bis 2001 hatte eine amerikanische Bergefirma im Auftrag der Briten nach dem Wrack gesucht und war fündig geworden. In mehreren hundert Metern Tiefe glauben die Experten, die "Sussex" ausgemacht zu haben. Doch die geplante Bergung hat einen handfesten diplomatischen Streit ausgelöst. Spanien erhebt Ansprüche auf den Schatz, der direkt vor der Küste Gibraltars im Meer begraben ist. Großbritannien betrachtet die wertvolle gesunkene Fracht als sein Eigentum.
Die US-Bergefirma Odyssey Marine Exploration ist nun zwischen die Fronten des Streits geraten. Das Bergeschiff "Odyssey Explorer", das vor einem Monat bereits Tauchroboter zur mutmaßlichen "Sussex" geschickt hat, wurde von einer Armada kleinerer spanischer Boote umzingelt, die so gegen die Bergung protestierten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2006

Exxon Valdez wieder vor Gericht

San Francisco / USA - Vor einem kalifornischen Gericht haben die Beratungen über eine Reduzierung des Schadenersatzes für das Tankerunglück der "Exxon Valdez" im Jahr 1989 begonnen. Der US-Ölkonzern ExxonMobil will nur 25 Millionen Dollar Entschädigung für das Unglück bezahlen. Ein US-Bundesgericht hatte den Konzern dagegen im vergangenen Jahr zur Zahlung von 4,5 Milliarden Dollar verurteilt. ExxonMobil argumentiert, bereits mehrere Milliarden Dollar für die Säuberung des Meeres von der Ölpest bezahlt zu haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2006
Info:
Der Tanker «Exxon Valdez» hatte im März 1989 ein Riff vor der Südküste Alaskas gerammt; rund 50'000 Tonnen Öl verseuchten die Küste auf fast 2000 Kilometern Länge. Es war die grösste Ölpest in der Geschichte der USA. ExxonMobil war 1994 zu fünf Milliarden Dollar Schadenersatz verurteilt worden.

Yacht vor Holland auf Grund

Breskens, Holland / Niederlande - Am 27.1. lief gegen 14.30 Uhr eine Yacht vor Breskens, Holland, nahe Boje Evering z auf Grund. Die Rettungsboote "ZEEMANSHOOP" und "FOREL" liefen zur Hilfeleistung aus. Die Bergungsschiffe "MULTRAJET" und "HOLLAND" waren ebenfalls vor Ort. Das Wasser war für eine Bergung aber zu sehr gefallen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2006

Havarierte "U 15" machte in Eckernförde fest

Eckernförde - Das havarierte deutsche U-Boot "U 15" wird nac hseiner Bergung in der Nacht zum 27.1. in der Eckernförder Bucht jetzt untersucht. Nach mehr als sieben Stunden konnten der Schlepper "Langeness" und das Minenjagdboot "Dillingen" das 48,6 Meter lange und 4,5 Meter breite «U 15» gegen Mitternacht freibekommen. Eine Stunde später hatte die Besatzung das Boot im Marinestützpunkt Eckernförde festgemacht. Taucher stiegen unter das Boot ab, um Schäden festzustellen.Das aufgetauchte Boot bei einer «routinemäßigen Vermessung» an der Messstelle Aschau in einer engen Fahrrinne etwa 150 Meter vor dem Südende der Bucht auf einer Flachstelle aufgelaufen. Das Boot lief langsam und unter Routinebedingungen, kam mit seinen vier Meternn Tiefgang aber offenbar zu dicht unter Land. Bei der Havarie wurde keines der 22 Besatzungsmitglieder verletzt. "U 15" ist eines von zwölf Booten der Klasse 206A, die allesamt zwischen 1973 und 1975 in Dienst gestellt wurden. Im Vergleich mit U-Booten anderer Nationen gehören die deutschen Boote nach Marine-Angaben mit circa 500 Tonnen Verdrängung zu den kleinsten bewaffneten U-Booten, die weltweit operieren. Aufgrund ihrer geringen Größe eignen sie sich besonders für den Flachwassereinsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2006

Keine Meuterei auf "Queen Mary 2"

Cunard-Reederei / GB - Das von manchen Medien schon als "Meuterei auf der Queen Mary 2" bezeichnete Gerangel um die Reisepreiserstattung hat nun ein halbwegs glückliches Ende gefunden.
Die
Cunard-Reederei gab bekannt, daß die Fahrgäste, die die Route New York - Rio de Janeiro gebucht haben, den vollen Reisepreis inkl. Flugkosten erstattet bekommen. Die "Queen Mary 2" verfügte nach einer Grundberührung nur noch über die Leistung von drei ihrer vier Antriebseinheiten (Azipods). Erst nach dem das Schiff mit 1 1/2 tägiger Verspätung Fort Lauderdale verlassen konnte, teilte man den Gästen mit, daß drei Karibikhäfen sowie Salvador de Bahia von der Liste gestrichen wurden und man stattdessen nach neun Tagen Rio direkt anlaufen werde, was den Passagieren die Option, die Reise unter den geänderten Bedingungen nicht anzutreten, unmöglich machte. Man bot den Reisenden eine 50%tige Reisekosten-Rückerstattung exklusive Flugkosten an, was zu großem Unmut unter einigen der Gäste führte.
Nach dem manche gedroht hatten, sich in Rio in ihren Kabinen einzuschließen und das Schiff nicht verlassen zu wollen, um es so an der Weiterfahrt zu hindern, lenkte Cunard ein. Auch, wenn nun die hitzigsten Gemüter unter den Passagieren zufrieden sein dürften, bleibt der Angelegenheit doch ein bitterer Nachgeschmack anhaften.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2006

Syrischer Frachter in Flammen

Novorossiisk, Schwarzes Meer / Russland - Am 26.1. brach auf einem syrischen Frachter, der im russischen Hafen Novorossiisk ankerte, ein Feuer aus. 10 Mann der Crew wurden unverzüglich auf das ebenfalls im Hafen liegende, 1974 erbaute Passagierschiff "Mariya Yermolova" evakuiert. Die Brandbekämpung gestaltete sich bei Winden von bis zu 12 Beuafort und 12 Grad unter Null Lufttemperatur schwierig, zumal es zu starker Rauchentwicklung kam. Die Ursache des Brandes ist noch nicht bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.01.2006

Steuermann betrunken
Frachter kollidiert mit einem Fischkutter

Cuxhaven / Stralsund - Der deutsche Frachter «Bounder» scheint vom Pech verfolgt. Nur gut zwei Jahre nach einer schweren Kollision im Nord-Ostsee-Kanal ist das Schiff mit Heimathafen Hamburg erneut in einen Unfall verwickelt. Am Samstagmorgen stieß das 1984 BRZ (Bruttoraumzahl) große und knapp 90 Meter lange Motorschiff in dichtem Nebel etwa fünf Seemeilen (neun Kilometer) nördlich der Insel Hiddensee mit dem dänischen Fischkutter «Jeppe Hansen» zusammen, wie ein Sprecher des Havariekommandos in Cuxhaven sagte. Menschen wurden nicht verletzt. An beiden Schiffen entstand Sachschaden. Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei stand der Schiffsführer der «Bounder» unter Alkohol. Eigner Erwin Strahlmann, Chef der gleichnamigen Reederei im schleswig-holsteinischen Marne, sagte, trotz Alkoholkontrollen sei auf See der Einfluss auf die Besatzung gering.
Die «Bounder» rammte den Kutter nach ersten Erkenntnissen steuerbord am Bug. Nach Bekanntwerden des Vorfalls nahmen das Gewässerschutzschiff «Scharhörn» sowie mehrere Fahrzeuge des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund und der Wasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommerns Kurs auf die Unfallstelle südlich der Kadetrinne. Nach Auskunft der Wasserschutzpolizei in Rostock hatte die unter Flagge von Antigua and Barbuda fahrende «Bounder» nach der Kollision das Weite gesucht. Der Frachter wurde jedoch von der «Scharhörn» gestoppt.
Polizeibeamte stellten an Bord fest, dass der Erste Steuermann des Frachters, der offenbar zum Unfallzeitpunkt das Ruder geführt hatte, unter Alkoholeinfluss stand. Der Kapitän habe in seiner Kabine geschlafen.
Der dänische Kutter konnte nach dem Unfall Kurs auf seinen Heimathafen nehmen. Der Frachter musste erst einmal vor Ort Anker werfen. Laut Wasserschutzpolizei wurde eine Sicherheitsleistung von 9000 Euro erhoben.
Reeder Strahlmann versicherte am Samstag, es gebe regelmäßig strenge Alkoholkontrollen bei den Besatzungen. Wer alkoholisiert im Dienst angetroffen werde, «der fliegt von Bord». Doch auf See sei der Einfluss gering: «Wenn Leinen los, dann Leinen los.» Der Erste Steuermann, gegen den nun wegen Alkohols am Ruder ermittelt wird, fahre bereits seit drei Jahren für seine Reederei, sagte Strahlmann. Bislang habe sich der polnische Seemann nichts zu Schulden kommen lassen.
Der havarierte Frachter war am Morgen auf dem Weg vom russischen Kaliningrad zum britischen Hafen Goole. Jetzt solle die «Bounder» jedoch erst einmal zur Reparatur des durch die Kollision entstandenen Loches auf eine polnische Werft nach Stettin gebracht werden.
Die «Bounder» hatte bereits am 19. Dezember 2003 im Nord-Ostsee-Kanal das unter Gibraltar-Flagge laufende Motorschiff «BBC Sweden» der Leeraner Reederei Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG gerammt. Ursache war damals nach Behördenermittlungen offenbar ein Lotsenfehler. Die 1988 gegründete Reederei Erwin Strahlmann betreibt laut ihrem Chef derzeit 54 Schiffe.
Quelle: ddp vom 28.01.2006

Dieseltanker leckgeschlagen - keine Ladung ausgetreten

Remagen - Ein mit mehr als 800 Tonnen Diesel beladener Tanker ist auf dem Rhein bei Remagen (Kreis Ahrweiler) leckgeschlagen, hat aber nichts von seiner Ladung verloren. Es bestehe keine Gefahr, weil der Diesel in abgeschotteten Tanks lagere, teilte die Wasserschutzpolizei am Samstag mit. Der manövrierunfähige Tanker wurde an der Mole des Hafens Oberwinter festgemacht. Durch das Leck strömte Wasser in das Vorschiff. Weil die Pumpen des Tankers überfordert waren, half die Feuerwehr aus.
Quelle: Rhein-Zeitung vom 28.01.2006

Hamburger Schiff rettet Einhandsegler

Hamburg - Die Besatzung eines Hamburger Containerschiffs hat einen Einhandsegler in schwerer See vor der Westküste der USA gerettet. Die 170 Meter lange "Hansa Arendal", die zur Hansa Treuhand Gruppe mit Sitz an der Straße Neumühlen (Ottensen) gehört, war auf dem Weg von Los Angeles nach Lazaro Cardenas (Mexiko) - da ging an Bord des Schiffs (1550 TEU) der Notruf der nur sieben Meter langen Segelyacht "Wild Wild West" des kanadischen Einhandseglers ein. Zehn Seemeilen von der Küste entfernt hatte er Maschinenschaden erlitten, seine Segel waren zudem vom schweren Sturm zerfetzt worden. Die Hansa Arendal, derzeit im Liniendienst zwischen den USA und Mittel- und Südamerika, nahm sofort Kurs auf den Havaristen. "Kapitän Chaynykov und seiner Mannschaft gelang es, den Skipper knapp drei Stunden nach dem Notruf unverletzt an Bord zu nehmen und in Mexiko an Land zu bringen", sagte eine Reederei-Sprecherin. Das Boot sei im Pazifik gesunken.
Quelle: Hamburger Abendblatt vom 28.01.2006

Schiff zerbrach im Nebel

Callao / Peru - Die Sicht war schlecht. Da krachte es – und das riesige Containerschiff war plötzlich zweiteilig. Es herrschte dichter Nebel vor den Gewässern des peruanischen Hafens Callao. Keiner bemerkte, wie bedrohlich nahe sich das panamaische Containerschiff " Twin Star" und das Frachtschiff "Pintail" aus Zypern kamen. Und als sie es dann endlich bemerkten, war es schon zu spät.
Die 150 m lange "Twin Star" (14437gt, Baujahr 1997 ) brach nach dem Zusammenstoss entzwei und droht jetzt zu sinken. 22 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, eines wird noch vermisst.
Auch der Frachter "Alice", ein Schiff unter amerikanischer Flagge, hatte einen Zusammenstoss im Nebel. Es wurde allerdings nicht beschädigt.
Pressemeldung vom 27.01.2006
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U-Boot vor Eckernförde gestrandet

Eckernförde - Das 48,6 Meter lange deutsche U-Boot "U 15" ist am 26.1. gegen 17 Uhr vor Aschau in der Eckernförder Bucht auf Grund gelaufen. Es kam bei einer Übungsfahrt 150 Meter vor dem Südufer der Bucht direkt an der dortigen Messstelle der Bundeswehr fest. Nachdem Versuche, aus eigener Kraft freizukommen, gescheitert waren, entsandte das Flottenkommando das Minenjagdboot "Dillingen" zur Unglücksstelle nahe Altenhof. In den Nachtstunden gelang es, das 1974 von HDW Kiel erbaute, dem 3. U-Bootsgeschwader zugehörige Boot der 206 A-Klasse freizubekommen. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Grundberührungen sind für U-Boote nicht unbedingt tragisch, da die Boote sogar dafür ausgelegt sind, sich auf den Meeresgrund sacken zu lassen und dort in Wartestellung zu gehen. - Havarien deutscher U-Boote sind seit dem Ende des Kalten Krieges jedoch deutlich zurückgegangen. Spektakuläre Unfälle waren im März 1988 die Kollision von "U 27" mit einer Bohrinsel. Im April 1971 rammte und überlief der DDR-Frachter "Fritz Reuter" östlich von Fehmarn "U 12", das zwar gerettet werden konnte, jedoch für zwei Jahre in die Werft musste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2006

Dramatische Rettung von sinkendem Kutter

Fort Bragg, Kalifornien / USA - Am Morgen des 26.1. lief der Kutter "Miss Kelley" nahe der Noyo-Flussmündung in Fort Bragg, Kalifornien, auf Grund und schlug leck. Die Küstenwache in Humboldt Bay erhielt um 02.26 Uhr einen Notruf der zweiköpfigen Crew, dass das Schiff eine Meile südlich der Flussmündung auf Felsen festsitze. Sofort wurde ein Hubschrauber aus Humboldt Bay entsandt, außerdem liefen zwei Rettungsboote der Station Noyo River aus. Eines war um 02.47 Uhr vor Ort und konnte die "Miss Kelley" ausmachen, auf der Notraketen gezündet wurden. Es gelang jedoch nicht, sich dem Schiff in hoher See zwischen den Felsen anzunähern. Der Hubschrauber musste wegen technischer Probleme umkehren, ein zweiter startete um 03.52 Uhr. Von Land her gelang es nicht, sich dem gestrandeten und von der Brandung überschütteten Wrack anzunähern. Um 04.33 Uhr wurden die Fischer von ihrem inzwischen vollgelaufenen Schiff abgeborgen. Sie wurden zu einer alten Anlandestelle der einstigen Georgia-Pacific Lumber Company geflogen, wo sie von der Küstenwache in Empfang genommen wurden. Ein Ölverschmutzungsteam aus San Francisco machte sich auf den Weg zur "Miss Kelley", um mögliche Gewässerverschmutzungen zu kontrollieren. Das Schiff hatte 2000 Gallonen Dieselöl in den Tanks.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2006

"MOL Renaissance"-Bergung abgeschlossen

Foss / Frankreich - Am 26.1. wurde die "MOL Renaissance", auf der eine Ladeluke ausgebrannt war, unter Aufsicht der Berger von SvitzerWijsmuller Salvage B.V. im Hafen von Foss in Frankreich festgemacht. Das Schiff kam aus Port Said und wurde von den französischen Behörden vor dem Einlaufen kontrolliert. Die ausgebrannten Container wurden mittlerweile gelöscht und untersucht. Dann wurde das Schiff an die Eigner übergeben, das Bergungsteam demobilisiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2006

Kapitän von gesunkenem Binnenschiff schwamm in der Ems

Eemshaven / Emden - Am 25.1. ist gegen 21 Uhr das Binnenmotorschiff "Privatum" vor dem niederländischen Eemshaven gesunken. Das 73 Meter lange und 8,25 Meter breite niederländische Schiff befand sich mit 1200 Tonnen Asphalt auf der Fahrt von Delfzijl nach Eemshaven. 80 Meter vor der Hafeneinfahrt lief das Schiff aus bisher unbekannten Gründen voll Wasser und sank auf 14 Meter Tiefe. Gegen 20.55 Uhr meldete die Revierzentrale Ems/Knock, dass Eemshaven-Radar soeben gemeldet habe, "ein Schiff sei spurlos vom Radarschirm verschwunden und dass eine Suchaktion eingeleitet werden müsse". Sofort lief der Seenotkreuzer "Alfried Krupp" aus Borkum Richtung Eemshaven aus. Zur gleichen Zeit lief das im Eemshaven liegende holländische Rettungsboot "Jan et Titia Visser" aus. An der Suche beteiligten sich auch das Lotsenschiff "Kapitän Bleker" und der Emder Tonnenleger "Gustav Meyer". Die "Alfried Krupp" suchte im Bereich Alte Ems nach einem vermißten Besatzungsmitglied. Ein weiteres Besatzungsmitglied solle angeblich an Land geschwommen sein bei einer Wassertemperatur von mindestens einem Grad unter Null. Eisfelder bedeckten teilweise im Bereich der Küste die Ems. Wie sich dann herausstellte, hatte tatsächlich ein Seemann, nämlich der Kapitän, schwimmend die Mole des Eemshavens erreicht. Gegen 23.10 Uhr war die "Alfried Krupp" wieder im Borkumer Schutzhafen am Liegeplatz.
Dass Schiff selbst allerdings blieb vorerst verschwunden. Auch der Tonnenleger "Gustav Meyer" mit einem Sonargerät an Bord hatte damit keinen Erfolg. Dem holländischen Rettungsboot gelang es später, das Wrack des Binnenschiffs zu orten. Es lag schräg vor der Hafeneinfahrt zum Eemshaven. Aus diesem Grunde hatte auch die Fähre nach Borkum zunächst Probleme, aus dem Eemshaven Richtung Borkum auszulaufen. Weil die Hafenausfahrt noch nicht mit Not-Tonnen ausgelegt werden konnte, die eine veränderte Fahrrinne markieren, konnte die Frühfähre nach Borkum um 6.15 Uhr ab Eemshaven nicht auslaufen. Das gelang erst nach Freigabe durch die Behörden gegen 9.45 Uhr. Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes und der Versicherer des niederländischen Eigners waren am 26.1. vor Ort. Der Schiffsverkehr an der Unglücksstelle wird nicht behindert, auch wenn es zunächst hieß, dass der Hafen von Eemshaven gesperrt werden müsse. Das Schiff liegt aber außerhalb des Fahrwassers für den durchgehenden Verkehr. Auch der Verkehr der Borkum-Fähre ist nicht mehr eingeschränkt.
Der Versicherer will das Schiff bergen lassen. - Vormann Schäfer der "Alfried Krupp" bezeichnete die Fahrt mit nur einem Besatzungsmitglied durch das Dukegatt bei diesem Wetter als Leichtsinn.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2006

Zwei Vermisste nach Kutteruntergang

Falmouth / Großbritannien - Am 19.1. wurden von der Küstenwache in Falmouth EPIRB-Signale des Kutters "Greenhill" aufgefangen. Rettungsteams aus Newcastle, White Rock and Portaferry wurden ebenso in Marsch gesetzt wie die RNLI-Rettungsboote aus Portaferry und Newcastle . Ein irischer Rettunngshubschrauber startete in Dublin. Es gelang dem Boot aus Portaferry, einen Mann des vermissten Schiffes mit Unterkühlung aus einer Rettungsinsel zu bergen. Er wurde zum Down Patrick Hospital in County Down gebracht. Er gab an, dass zwei weitere Männer auf dem gesunkenen Boot gewesen seien.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2006

Containerfrachter in Monrovia soll ein halbes Jahrzehnt nach Untergang gehoben werden

Monrovia / Liberia ( Westafrika) - Der Containerfeeder "Torm Alexandria", 4.160 tdw, soll fast fünf Jahre nach seinem Untergang in Monrovia gehoben werden. Das Schiff war beim Aufnehmen einer Containerladung am 25. Juli 2001 im Hafen Monrovias gekentert. Zunächst hatte es sich beim Anheben eines Deckscontainers übergelegt, dann war sie auf die Seite gerollt und am Liegeplatz gesunken. Teile der Containerladung stürzten dabei übers Deck oder ins Wasser. Nun wurde, nach mehreren vorangegangenen erfolglosen Anläufen, ein israelisches Bergungsunternehmen geheuert, das Wrack zu räumen. Hintergrund dürfte das Bestreben des neuen Hafen-Managements sein, den Anblick eines rostigen Wracks direkt am Containerterminal zu beseitigen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2006

"Marielle Bolten" in Gesellschaft alter Wracks gestrandet

Puerto Plata / Dominikanische Republik - Der mit Rohren beladene, liberianische Frachter "Marielle Bolten", 19000 BRZ, sitzt weiter vom Hafen Puerto Plata der Dominikanischen Republik fest. Er war gestrandet, als das Schiff einlaufen wollte, als eine hohe Surf das Schiff gegen ein Uhr morgens auf Grund drückte. Der Frachter war erst um sechs Uhr erwartet worden. Die 594 Fuß lange "Marielle Bolten" kam aus Rio de Janeiro und war das erste Schiff, das in den Hafen einlaufen sollte. Der polnische Kapitän kannte nicht die Enge des Fahrwassers. Sein Schiff kam zwischen einem Felsen und dem Wrack der "Tikal" auf einem Korallenriff am Ostende des Hafens fest. In der Vergangenheit sind bereits mehrfach Kreuzfahrt- und Handelsschiffe vor dem Hafen auf Grund gelaufen. Die zwei Wracks der "Coloniá" und "Tikal", die teilweise aus dem Wasser ragen, zeugen von den Gefahren des Seegebietes, in dem sich schnell hoher Seegang aufbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27.01.2006

Frachter sank in der Ägäis - 2 Vermisste
Ägäis / Griechenland - Der im Sturm in der Ägäis in Seenot geratene Frachter "A. Akif", 3629 BRZ, ist mittlerweile gesunken. Es gelang, 14 Mann zu retten. Zwei Seeleute werden vermisst. An Bord waren 12 Seeleute aus der Türkei, die anderen kamen aus Rumänien und Azerbaidshan. In schwerem Sturm waren mehrere Rettungsversuche durch Hubschrauber zunächst fehlgeschlagen. Auch eine griechische Fregatte und Handelsschiffe beteiligten sich an der Rettungsaktion. Die "A. Akif", IMO No 6726149, war 1967 als "Abidjan" bei der VEB Schiffswerft "Neptun" in Rostock erbaut worden. Später lief sie als "Irenes Sky" (1975-1976), Garonna (1977-80) und Alabama (1981-84). Sie hatte eine Verdrängung von 4.600 tdw.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2006
Frachter

In Teneriffa versenkter Schlepper wird geborgen

Teneriffa, Kanarische Insel / Spanien - Am 25.1. lief der Schwimmkran "GPS Atlas" im Schlepp der "Alexandra" von Rotterdam über Dover nach Teneriffe aus. Hier hatte das Passagierschiff "Juan J. Sister" im vergangenen Jahr den Schlepper "Tarifa", 354 BRZ, versenkt, nachdem er sich von seinen Moorings losgerissen hatte. Nun erhielt die Firma Seasalvage den Auftrag, das 33 Meter lange, kieloben liegende Schlepperwrack aus 33 Metern Tiefe zu bergen und charterte hierfür die "GPS Atlas"von GPS Marine Services BV.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2006

Ölverschmutzung nahe des Great Barrier Reef

Gladstone City, Ostqueensland/ Australien - Vor Gladstone City, Ostqueensland, kollidierte der koreanische Tanker "Global Peace" mit einem Schlepper und schlug leck. Rund 10 Tonnen Schweröl liefen aus und trieben mit der Flut ans Ufer. Sie verschmutzten Mangroven nahe des ökologisch sensiblen Great Barrier Reef. Der Zwischenfall hatte sich ereignet, als der Tanker in Gladstone anlegen sollte. Am 25.1. waren Arbeiten zur Reinigung des verschmutzten Gebietes mit Hilfe eines Ölskimmers im Gange. Es sollte versucht werden, das Öl unter Kontrolle zu haben, bevor es weitere Hafenbereiche erreichte und damit den Hafenbetrieb hätte beeinträchtigen könnnen. Gladstone liegt rund 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt von Queensland, Brisbane, nahe des südlichen Endes des Great Barrier Reef.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2006

Barge mit Steinen gesunken

Intracoastal Waterway, Louisiana / USA - Eine mit Steinen beladene, 264 Fuß lange Barge sank im Intracoastal Waterway bei Meile 171 westlich der Harvey Locks im amerikanischen Louisiana. Um das teilweise aus dem Wasser ragende Wrack wurde von der Coast Guard eine Sicherheitszone eingerichtet. Die Barge soll nun entladen und dann geborgen werden. Sie gehört der Lalande Towing Operators LLC in Iberia.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2006

Wrack der "Vertigo" verlässt Fredericia "as is"

Fredericia / Dänemark - Der Frachter "Vertigo", der nach seiner Bergung zum Fredericia Shipyard verholt wurde, verlässt den dänischen Hafen wieder, ohne repariert worden zu sein. Der 165 Meter lange Bulker war am 7.12.2005 nach Kollision im Großen Belt gesunken und nach seiner Bergung in den Weihnachtstagen am 26.12. nach Fredericia verholt worden. Die Eigner waren mit dem Preis für die Reparatur nicht einverstanden gewesen und vergaben den Reparaturauftrag nun an eine Werft im polnischen Szczecin. Am 24.1. hatte der griechische Schlepper "Hellas" sein Schleppgeschirr am Havaristen fest. Dann aber wurde die Aktion nach fünf Stunden, in denen Hafenschlepper und Piloten auf Standby waren, wohl wegen der Eislage in der östlichen Ostsee gestoppt. Auslaufen soll er nun am 27.1.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2006

Grill in Brand - Smut als Feuerlöscher

Kanadische Marine - Am 23.1. brach während einer Kontrollfahrt vor Neufundland und Labrador auf dem kanadischen Kriegsschiff HMCS "Fredericton" ein Feuer aus. Es entstand in einem Kontrollpanel eines Grills in der Kombüse. Es gelang einem Smut, die Flammen rasch mit Hilfe eines Feuerlöschers zu ersticken. Die kanadische Marine leitete Ermittlungen ein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2006

Erstes Schiff in neuem Hafen lief gleich auf Grund

Salelologa, Insel Savaii / Samoa (pazifischen Südozean) - Das erste Schiff, dass den neuen Hafen von Salelologa auf der Insel Savaii, Samoa, anlaufen sollte, lief rund 100 Meter vor dem Liegeplatz auf Grund. Die "Southern Cross" strandete, weil das Fahrwasser zu flach war. Zu dem Einlaufen, mit dem die Entwicklung von Salelologa als internationaler Hafen eingeleitet werden sollte, waren der Premierminister und andere hochgestellte Persönlichkeiten vor Ort. Der Transportminister sagte, dass Schiff hätte bei Flut einlaufen sollen, sei aber bei Niedrigwasser gekommen. Mit zwei Stunden Verspätung konnten die Feierlichkeiten schließlich durchgeführt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.01.2006

Frachter verliert Schweröl auf der Weser bei Nordenham

Nordenham / Niedersachsen - Ein Frachter hat in der Nacht auf der Weser bei Nordenham rund 2.000 Liter Schweröl verloren. Der Vorfall ereignete sich beim Treibstoffbunkern. Nach Angaben der Polizei hatte ein Marineflieger den Ölteppich auf dem Fluss während eines Sichtungsfluges entdeckt. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar.
Experten saugen Schweröl ab
Am Midgard-Pier in Nordenham wurde das Gewässer großflächig verunreinigt. Experten der Wasserschutzpolizei, des Technischen Hilfswerks und der Küstenschutz sind vor Ort und legen Ölsperren aus. Außerdem saugen sie das Schweröl vom Deck des 134 Meter langen und 22 Meter breiten Frachters und aus der Weser ab. Zur Unterstützung ist ein Ölbekämpfungsschiff aus Brake vor Ort.
Der Frachter fährt unter panamaischer Flagge und wird für Holztransporte genutzt.
Quelle: NDR vom 25.01.2006

Wohnkabinenbrand auf einem Schiff

Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) - Ein Gütermotorschiff brannte am Dienstag zwischen 14.30 Uhr und 17 Uhr im Nottekanal. Ein Mechaniker wollte an Bord zwei Dieselöfen mit dem nötigen Kraftstoff bestücken. Dabei kam es zu einer Verpuffung und die Öfen gerieten in Brand. Bei dem Versuch, das Feuer mit Wasser zu löschen, verschlimmerte sich die Situation. Die Wohnkabine im Bugbereich des Schiffes sowie persönliche Sachen verbrannten. Das Schiff ist weiterhin fahrtüchtig. Ein Mensch musste wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die genaue Schadenshöhe konnte zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eindeutig bestimmt werden. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung.
Pressemeldung vom 25.01.2006

Binnenschiff kam auf Schelde fest

Stavenisse, Provinz Zeeland / Niederlande - Auf der Oosterschelde nahe Stavenisse strandete am Abend des 24.1. gegen 22 Uhr das belgische Binnenschiff "Versus". Es gelang, den 110 Meter langen Havaristen durch die "Zephyrus" zu bergen. Die "Versus" war mit 2000 Tonnen Gips von Deutschland nach Terneuzen unterwegs gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.01.2006

DGzRS rettete 2005 127 Menschen aus Seenot

Bremen - Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat im vergangenen Jahr 127 Menschen aus akuter Seenot gerettet und 647 Menschen aus Gefahrensituationen befreit. Insgesamt habe sie aber seltener zu Einsätzen, Schlepp- und Sicherungsfahrten auslaufen müssen als 2004, teilte die Gesellschaft am 24.1. mit. Das Aufkommen an Spenden, Nachlässen,Stiftungs- und Kapitalerträgen sowie anderen Erlösen ist mit 29,5 Millionen Euro etwa zehn Prozent hinter dem Vorjahr zurückgeblieben. Bei 1.006 Fahrten wurden 108 Hobby-Skipper auf See gerettet. Insgesamt liefen die Kreuzer und Boote 2.286 Mal aus gegenüber 2.547 Fahrten in 2004.
Dabei wurden
127 Menschen aus Seenot gerettet und
647 Personen aus drohenden Gefahrensituationen befreit.
411 mal Kranke und Verletzte von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Fest-land transportiert.
42 mal Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,
726 mal Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie
553 Einsatzanläufe, Such-, Schlepp- und Sicherungsfahrten absolviert.
Allein für die Freizeitschifffahrt fuhren die DGzRS-Einheiten im vergangenen Jahr in Nord- und Ostsee 1006 Einsätze (Nordsee 322 / Ostsee 684), bei denen 118 Menschen aus Seenot gerettet und weitere 432 aus kritischen Gefahrensituationen befreit wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.01.2006

Schlepper auf Dumanish River gehoben

Duwamish River, Seattle, WA / USA - Am Morgen des 22.1. sank im Duwamish River der 101 Fuß lange Schlepper "Island Brave". Dabei hätte er fast einen zweiten Schlepper, die "Patricia S", mit auf den Flussgrund gezogen. Ein Augenzeuge, der die Spokane Street Bridge querte, sah die beiden Schiffe mit Schlagseite östlich des Terminals S und alarmierte gegen 11 Uhr die Rettungskräfte. Zweieinviertelstunden später war die "Island Brave" gesunken. Über 20.000 Gallonen Öl liefen aus dem Wrack, ehe Taucher die Tanks verschließen konnten. Um die Untergangsstelle wurden Ölschlängel ausgelegt. Ein großer Kran auf einer Barge wurde herangebracht, die "Patricia S" losgeworfen. Inzwischen wurde die "Island Brave" geborgen. Die Ursache des Unglücks ist unbekannt. Die "Patricia S" war bereits vor zwei Jahren am selben Liegeplatz leckgeschlagen, konnte aber auch damals gerettet wrden. Ein anderer Schlepper der Reederei sank vor rund acht Jahren nahe Alaska. Island Tug hat 15 Schlepper und 17 Bargen, mit denen meist Baumaterial transportiert wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.01.2006

Fischer trieb an Wrackteil geklammert in der See

Südchinesisches See - Ein Fischer aus Thailand der sich an ein Wrackteil geklammert hatte wurde von dem taiwanesischen Frachter "YM Faha" in der Südchinesischen See gerettet und nach Malaysia gebracht. Das Boot des Fischers war nach einer Kollision mit einem anderen Schiff gesunken. Ob weitere Menschen betroffen waren und welche Schiffe in das Unglück verwickelt waren, konnte noch nicht geklärt werden, weil es Sprachschwierigkeiten bei der Vernehmung des Geretteten gab, der verletzt und geschwächt in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Nach Aussagen von der Frachtercrew war der Fischer wohl mit anderen Booten auf See gewesen, als er am 21.1. verunglückte. Die "YM Faha" rettete ihn am Nachmittag desselben Tages auf dem Weg von Hongkong nach Port Klang.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.01.2006
Info: Das Südchinesische Meer ist ein Teil des Chinesischen Meeres und Randmeer des Pazifischen Ozeans in Asien, zu dem der Golf von Thailand und der Golf von Tonkin gehören.

Fregatte rettete Besatzung von sinkendem Frachter

Karibik - In der Karibik sank auf dem Weg von Guyana nach St. Maarten der Frachter "Lady Sacha". Die sechsköpfige Crew wurde 10 Minuten vor dem Untergang des Schiffes von einem Hubschrauber und einem Boot der britischen Fregatte HMS "Southhampton" gerettet, die 40 Meilen südlich des Havaristen vor der Küste der Dominikanischen Republik stand und den Mayday-Ruf aufgefangen hatte. Der Lynx-Helikopter winschte fünf Mann auf, der letzte wurde von einem Rettugsboot der "Southhampton" gerettet. Die "Lady Sacha" war in schwerer See leckgeschlagen und zerbrochen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.01.2006
Info: Karibik - Das bis 7.680 m tiefe Karibische Meer (kurz die Karibik) ist als südöstlicher Teil des Amerikanischen Mittelmeers durch die Westindische Inselkette, die sich in einem Bogen vom Golf von Mexiko bis fast nach Venezuela erstreckt.

Frachter vor Puerto Plata gestrandet

Dominikanische Republik - Der Frachter "Marielle Bolten", 19.534 BEZ, strandete bei schlechtem Wetter vor Puerto Plata an der Nordküste der Dominikanischen Republik. Das 1997 erbaute Schiff ist voll beladen. Die Firma SvitzerWijsmuller Salvage B.V. sowie ihr Partner Resolve Marine Group wurden beauftragt, den Havaristen zu bergen. Bergungsteams aus den USA und den Niederlanden wurden in Marsch gesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.01.2006
Info: Die Dominikanische Republik ist ein Inselstaat und liegt auf der Insel Hispaniola östlich von Haiti, zwischen dem Atlantik und der Karibik.

Frachter in der Ägäis in Seenot

Athen / Griechenland - Wie die Küstenwache mitteilte, geriet ein Frachter mit 17-köpfiger Besatzung nahe der Insel Limnos in Seenot. Drei Versuche, die Menschen mit einem Hubschraubern zu retten, scheiterten. Das unter der Flagge Kambodschas fahrende Schiff treibe führungslos vor Limnos, hieß es. Eine Fregatte der griechischen Kriegsmarine und zwei andere Frachter hielten sich zur Hilfe bereit. An Bord des Havaristen waren 12 Seeleute aus der Türkei, zwei aus Rumänien und drei aus Aserbaidschan, berichtete der staatliche griechische Rundfunk.
Wegen des Sturms mussten zudem sämtliche Ägäis-Fährverbindungen eingestellt werden.
Pressemeldung vom 24.01.2006

Damatische Rettungsaktion auf dem Rhein

Wesel / Nordrhein-Westfalen - Trotz eines verzweifelten Rettungsversuchs ist eine 60-jährige Belgierin nach einem Sturz in den eiskalten Rhein in Nordrhein-Westfalen gestorben. Bei Arbeiten auf ihrem Lastschiff war die Frau am Samstag ausgerutscht und in den Fluss gestürzt, wie die Wasserschutzpolizei Duisburg am Montag mitteilte. Ihr 59-jähriger Ehemann stoppte die Maschine, ließ das Schiff treiben und sprang in den Rhein, um sie zu retten.
Von der Besatzung eines anderen Schiffs wurden die beiden Belgier anschließend an Land gebracht. Dort wurde die Frau reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, wo sie starb. Das treibende Schiff sei von Matrosen anderer Schiffe unter Kontrolle gebracht worden, teilte die Polizei weiter mit.
Pressemeldung vom 23.01.2006

Wieder NCL-Kreuzfahrer durch Wellenschlag beschädigt

New York / USA - Auf der Passage von Tortola nach New York geriet in der vergangenen Woche der Kreuzfahrer "Norwegian Spirit" der NCL in schweres Wetter mit Wellenhöhen von bis zu 15m. Dabei wurden in einigen Kabinen auf der Backbordseite Fensterscheiben eingeschlagen. Ein Kabinentrakt wurde durch eindringendes Wasser überschwemmt. Niemand an Bord wurde verletzt. Nach Ankunft in New York wurden die beschädigten Bereiche abgesperrt. Da das Schiff auf der folgenden Reise nicht ausgebucht war, konnten alle Passagiere, die für die ausgefallenen Kabinen vorgesehen waren, anderswo an Bord untergebracht werden. Die Anschluss-Kreuzfahrt wurde planmäßig angetreten. Vor einiger Zeit war bereits die "Norwegian Dawn" durch Seeschlag beschädigt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2006

Nach Kollision Ärger auf "Queen Mary 2"

Baltimore, Maryland / USA - "Schlechtes Krisenmanagement und schlechte, unvollständige Informationspolitik" warfen zahlreiche Passagiere der havarierten "Queen Mary 2" jetzt Cunard-Chefkapitän Ronald Warwick und seiner Crew vor. "Die Passagiere waren sehr aufgebracht", hieß es. "Anwälte an Bord organisieren sich, um gemeinsam gegen die Reederei Cunard zu kämpfen und zu vermeiden, daß Forderungen der Passagiere durch Einzelbehandlung unterwandert werden."
Am 18. Januar hatte ein heftiger Schlag das Schiff vor Port Everglades erschüttert, als es mit der Böschung des Hafenkanals kollidierte. Mit einem ramponiertem Azipod-Antrieb kehrte die sogenannte "Königin der Meere" um und lief wieder in den Hafen von Fort Lauderdale ein. Dort angekommen, durfte niemand das Schiff verlassen. Grund: Die amerikanischen Einwanderungsbestimmunen. Um 48 Stunden verspätet und mit reduzierter Reisegeschwindigkeit nahm sie nach Abschluss der Untersuchungen ihre Fahrt mit verändertem Reiseplan wieder auf: Statt in den Häfen St. Kitts, Barbados und Salvador anzulegen, wird die "Queen Mary 2" bis Rio de Janeiro durchfahren. Dort soll sie am 26.1. aber erst so spät ankommen, dass die Passagiere, deren Reise dort endet, die Stadt nicht mehr besichtigen können.
In der Hamburger Pressestelle der Reederei Cunard war bis zum 22.1. noch nichts von den Vorwürfen bekannt. Cunard USA will den Passagieren aber für die entgangenen Freuden auf der Lateinamerika-Reise 50 Prozent des Preises für den ersten Abschnitt zurückzahlen. Dies ist vielen aber zu wenig, denn die Flüge und andere Auslagen sind von dieser Regelung ausgeschlossen.
Am 21.1. hatte Kapitän Ronald Warwick die Passagiere ins "Royal Court Theatre" an Bord eingeladen und das Angebot der Reederei vorgetragen. Es kam offenbar nicht so gut an. Für viele der Passagiere hätte gerade diese Reise mit den Landgängen in reizvollen Häfen ein ganz besonderes Erlebnis werden sollen. Einen Preisnachlass bei den Getränken an Bord hatte der Kapitän abgelehnt. Bei Cunard hieß es: "Oft ist die Aufregung im ersten Moment groß. Doch es gibt Gesetze, nach denen solche Entschädigungsfälle geregelt werden." Im Regelfall würden die Passagiere ihre Ansprüche individuell nach ihrer Rückkehr von zu Hause aus geltend machen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2006

Segler vor Mexiko aus Seenot gerettet

Golf von Tehuantepec, Mittelamerika - Das amerikanische Kriegsschiff USS "Ford" (FFG 54) rettete in den Morgenstunden zwei Segler vor der Westküste von Mexiko im Golf von Tehuantepec. Das Schiff war auf einer Routinepatroullie, als es von der Küstenwache in Alameda , Kalifornien, über ein Schiff in Notsituation informiert wurde. Die Fregatte änderte sofort ihren Kurs und fuhr mit erhöhter Geschwindigkeit zur gemeldeten Position. Als es dort die in Seenot geratene Yacht "Eclipse" erreichte, wurde ein SH-60B Seahawk Bordhubschrauber mit einem Rettungsschwimmer gestartet. Der Helikopter evakuierte die beiden Segler und brachte sie zur medizinischen Versorgung an Bord der "Ford". Danach wurden die Schiffbrüchigen an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2006

Beschädigte "Stadum" erneut in Kollision verwickelt

Brunsbüttel - Am 22.1. machte sich gegen sechs Uhr morgens der bis dahin an den Bahnhofsdalben in Brunsbüttel festgemachte Frachter "Stadum" im Schlepp der "Corvin" auf den Weg nach Polen, wo er nach seiner Kollision mit dem Bulkcarrier "Marigo" festgemacht hatte. Bei der Lotsenübernahme kam es zu einem weiteren Zwischenfall, als die "Stadum" mit dem Lotsenversetzboot kollidierte, dessen Rettungsinsel abgerissen wurde und auf der Elbe treibend wieder aufgefischt werden musste.
Die "Stadum" war am 17.1. bei Teufelsbrück mit der "Marigo" kollidiert, die von den Silos der Rethebrücke kam, wo sie mehrere Tage lang Weizen geladen hatte. Die "Stadum" war mit Maschinenteilen beladen stromaufwärts unterwegs gewesen. Sie hatte zuvor den Elblotsen abgesetzt und erwartete den Hafenlotsen. In der kurzen Zeit ohne Lotsen kam sie offenbar vom Kurs ab und geriet vor den Bug der ebenfalls nach einem Lotsenwechsel langsam Fahrt aufnehmenden "Marigo". Der Steven des Bulkers drückte das Steuerhaus der Stadum ein, wobei sich auch die "Marigo" Beulen und einen Riss in der Außenhaut zuzog. An Bord der kleineren Stadum wurde ein Besatzungsmitglied leicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2006

Sorgt steigender Elbverkehr für Zunahme von Unfällen?

Hamburg - Sind die vier Unfälle, die sich jetzt in kurzer Zeit auf der Elbe ereigneten, eine Folge des Umstandes, dass immer mehr Schiffe den Hamburger Hafen anlaufen? Hafenlotsen registrierten von 2004 auf 2005 einen Anstieg ihrer Einsätze um zehn Prozent. Zuletzt kollidierten die 223 Meter lange "Marigo" und die "Stadum" am 17.1.
Nur gut eine Woche vor der Kollision bei Teufelsbrück war es in der Elbmündung bei Cuxhaven zu einer Kollision zwischen der 193 Meter langen "Tor Dania" und dem Schleppverband "Ems Tug" und "Emsponton 7" gekommen, bei dem eine Sektion des Kreuzfahrerneubaus "Norwegian Pearl" auf dem Elbgrund gelandet war.
Am 5. Dezember 2005kenterte vor Brunsbüttel das Kümo "Maritime Lady" nach Kollision mit dem Feederschiff "Arctic Ocean" und sank. Nur 80 Minuten später fuhr der Tanker "Sunny Blossom" auf das Wrack. Am 27. September 2005 lief ein 250 Meter langer Tanker bei Stade auf Grund.
Am 29. Januar 2005 krachte der mit 4900 Tonnen Schwefelsäure beladene Tanker "Stolt Fulmar" mit Ruderschaden in den Fähranleger Blankenese.
Ist diese Häufung normale Unfallbilanz oder Tribut an die Rekordumschläge im Hamburger Hafen? Tatsächlich registrierte das Wasser- und Schiffahrtsamt (WSA) in den vergangenen Jahren einen Anstieg der Havarien auf der Elbe zwischen Hamburg und Brunsbüttel:
2003 waren es fünf, 2004 schon neun, und für 2005 wurden 13 solcher Unfälle gemeldet, bestätigte jetzt Frank Richters, zuständiger Nautiker beim WSA Hamburg. Grund der Havarien waren oft Schäden an Maschinen, Ruderanlagen oder Navigationsfehler.
Parallel zu dem Anstieg der Havariezahlen stieg nach Zahlen des WSA auch das Verkehrsaufkommen auf der Elbe: 2003 wurden laut WSA rund 51 000 Schiffsbewegungen (ohne Sportboote und Fähren) registriert, 2004 schon rund 53 000. Für 2005 liegen die Zahlen noch nicht vor. Die Hamburger Hafenlotsen registrierten allerdings von 2004 auf 2005 einen Anstieg ihrer Einsätze um zehn Prozent. Zwar sei die Zahl der absoluten Havariezahlen gestiegen, in Relation zum gestiegenen Schiffsverkehr sei die Zahl daher immer noch gering, so Lotsenältermann Lindner. Und immer neue Rekorde bei den Umschlagszahlen im Hafen müssen in Zukunft auch nicht automatisch mit immer mehr Schiffsverkehr auf der Elbe einhergehen, denn die Schiffe werden immer größer und können viel mehr Container transportieren. So waren 2004 erst vier Containerriesen mit mehr als 330 Meter Länge auf der Elbe unterwegs, im vergangenen Jahr liefen bereits 47 von ihnen Hamburg an.
Sowohl Richters als auch Lindner fordern aber angesichts des prognostizierten Wachstums beim Container-Umschlag eine konsequente Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen. Kürzungen im Bereich der WSA-Verkehrszentralen dürfe es nicht geben. Lindner verweist auf eine neue Elbvertiefung, die das Verkehrsaufkommen deutlich entflechten würde. Wichtig sei, daß die Lotsen an Simulatoren das Manövrieren großer Schiffe trainieren können. Nach dem Verkauf des Schiffssimulators "Susan" müßte der Senat nun für eine Alternative sorgen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2006

Schlepper in Seattle gesunken

Seattle, Washington / USA - Am Morgen des 22.1. schlug im Duwamish Waterway, Washington, der Schlepper "Island Brave" am Terminal 7 in Seattle leck. Die Küstenwache erhielt um 11.51 Urh die Nachricht, dass das Schiff der Island Tug and Barge Probleme habe. Das Feuerboot aus Seattle udn Vertreter der Küstenwache wurden wegen möglicher Gewässerverschmutzung in Marsch gesetzt. Um 13.30 Uhr sank der Schlepper. Geringe Mengen Dieselöl wurden danach an der Untergangsstelle sichtbar, an der ein Ölschlängel ausgelegt und ölabsorbierendes Material im Wasser ausgebracht wurde. Der Schleppereigner beuaftragte die Firma Global Diving an Salvage mit der Bergung des Wracks. Als erstes gelang es Tauchern, die Ventile der Öltanks zu schließen und somit die Gefahr einer Gewässerverschmutzung zu reduzieren. An Bord der "Island Brave" sind rund 31.000 Gallonen Öl. Die Hebung des Schleppers ist für den Morgen des 23.1. geplant. Die Unglücksursache wird gegenwärtig untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2006

Frachter mit ausgebrannter Ladeluke wieder in Fahrt

Aqaba / Jordanien - Am 21.1. schloss SvitzerWijsmuller Salvage B.V. die Passage des beschädigten Containerfrachters "Mol Renaissance", 35881 BRZ, durch den Suezkanal ab. Das Schiff kam vom Gulf of Aqaba, in dem ein Feuer einen Laderaum verwüstet hatte. Am 19.1. war die Klasse des Schiffes wieder erteilt worden, sodass die Fahrt zu den ursprünglich anvisierten Löschhäfen wieder aufgenommen werden konnte. Die Feuerlöschteams, die sich bereits seit Dezember vergangenen Jahres an Bord befinden, werden bis zum Abschluss der Reise an Bord bleiben, um den Schiffszustand zu kontrollieren. Das Entfernen der Container, in denen der Brandherd lokalisiert worden war, war durch Sicherheitsbestimmungen verhindert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2006

Kutter vor Cape May gerettet

Cape May, New Jersey / USA - Am Nachmittag des 20.1. schlug der 65 Fuß lange Kutter "New Hope" aus Cape May 11 Meilen vor der Küste leck. Ein Rettungshubschrauber aus Atlantic City und zwei Küstenwachboote aus Cape May kamen dem Havaristen nach dessen Notruf um 15.37 Uhr zu Hilfe. Der Hubschrauber setzte zwei mobile Lenzpumpen auf dem Deck des Kutters ab, die von der dreiköpfigen Crew erfolgreich in Betrieb genommen wurden. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Das Schiff machte sich aus eigener Kraft auf den Rückweg nach Cape May, wurde aber sicherheitshalber von den Küstenwachbooten bis zum Erreichen des Hafens eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2006

Acht Verletzte bei Gasexplosion

St. George - Eine Acetylenleitung auf dem indischen Marineschiff "Shakti" brach am Morgen des 19.1., als das Schiff am Lion Gate in St. George zu einer Routinereparatur lag. Dabei kame es zu einer Explosion, die acht Menschen verletzte. Das 1975 vom Bremer Vulkan erbaute Schiff wurde darüber hinaus nicht beschädigt. Die Verletzten sind zwei Besatzungsmitglieder und sechs Werftarbeiter. Die beiden Marineangehörigen kamen in ein Marinehospital, die anderen in ein städtisches Krankenhaus. Ihr Zustand ist stabil.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2006
Info:
Das Versorgungsschiff "Shakti" kann 1280 Tonnen Diesel, 121624 Tonnen Brennstoff, 1495 Tonnen Brennstoff für Flugzeuge und 812 Tonnen Wasser tragen.

Gesunkener Trawler war seeuntüchtig

Southampton / GB - Als der schottische Langetten-Fänger (Muschelfänger) "Solway Harvester" (BA794), am 11. Januar 2000 binnen Minuten im Sturm 11 Meilen vor der Ostküste der Isle of Man sank, wurde die siebenköpfige Crew im Innern eingeschlossen und ertrank im kieloben absackenden Schiff. - Dies ergab ein jetzt veröffentlichter Report des Government's Marine Accident Investigation Branch, der eine Serie von fundamentalen Sicherheitsmängeln aufdeckte. Das 69 Fuß lange Schiff hatte vor dem Kentern durch zwei offene Eisluken im Hauptdeck über rund zwei Stunden hinweg, in denen das Schiff den Windschutz der Insel zu erreichen suchte, kontinuierlich Wasser genommen. Der Bilgenalarm im Fischraum, das einzige System, dass die Crew vor der Gefahr hätte warnen können, war aber wegen der Beschädigung eines wichtigen Kabels außer Betrieb. Die Bilgenpumpen selbst funktionierten ebenfalls nicht.
Der Report sagt, dass die Crew sich der zunehmenden Kentergefahr bis wenige Minuten vor dem Umschlagen des Schiffes nicht bewusst war. Hätte der Sensor des Fischraums funktioniert, hätte der Skipper Gegenmaßnahmen einleiten können. Selbst wenn es nicht gelungen wäre, die Bilge zu lenzen, hätte doch Hilfe alarmiert werden können und wären Maßnahmen zur Evakuierung möglich gewesen. Hätte die Maritime and Coastguard Agency das Schiff inspiziert, wäre zweifellos ein Auslaufverbot verhängt worden. Richard Gidney, der millionenschwere Eigner der "Solway Harvester" wurde aber bereits im Mai vergangenen Jahres von der Mordanklage freigesprochen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2006

Alter Anker Schuld an Ölpest auf Delaware-River

USA - Ein 18000-Pfund-Anker war Schuld an der Ölverschmutzung des Delaware-River am 26. November 2004 durch 264.000 Gallonen Öl, die aus dem aufgerissenen Rumpf des Tankers "Athos I" ausliefen. Dies ist das offizielle Ergebnis einer am 19.1. von der US-Küstenwache veröffentlichten Untersuchung. Die Herkunft des Ankers ist unbekannt. Weitere mögliche Ursachen, eine Pumpenummantelung, ein großer Betonklotz oder ein 11-Tonnen-Propeller - konnten als Verursacher des schwersten Ölunfalls auf dem Fluss ausgeschlossen werden. Die Reinigung des Flusses hatte mehr als 150 Millionen DOllar gekostet, die Auswirkungen auf das Ökosystem noch Jahre zu spüren sein. Die Eigner des griechischen Tankers und deren Betreiber, die Frescati Shipping Co. Ltd. und Tsakos Shipping & Trading S.A., trifft keinerlei Schuld.
Die "Athos I" war am 26.11.2004 am Ende einer einwöchigen Reise, als sie kurz vor Erreichen des Liegeplatzes bei der Citgo Petroleum Corp. Raffninerie in West Deptford Twonship, New Jersey, um 21 Uhr verunglückte. Hier hätte sie 14 Millionen Gallonen Rohöl aus Venezuela löschen sollen. Bei einer 90-Grad-Drehung im Hauptkanal kam das Schiff plötzlich nach Backbord vom Kurs ab, stieß im Folgenden gegen den Betonklotz sowie die Pumpanlage und begann Öl zu verlieren. Dieses verschmutzte im Folgenden 57 Meilen des Flussufers in New Jersey, Pennsylvania and Delaware. Später wurde ein 6 Fuß langer und 2 Fuß breiter Riss im Tankerrumpf festgestellt. Die Raffinierie war verantwortlich für den Zustand des Flussgrundes und hatte zuletzt einen Monat vor der Havarie eine Sonarkontrolle vorgenommen, die keine Hindernisse aufzeigte. Der Anker muss indes bereits eine Reihe von Jahren auf dem FLussgrund gelegen haben, ohne entdeckt worden zu sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.01.2006

Sogwirkung beschädigte Bananenumschlagsanlage in Bremerhaven

Bremen / Bremerhaven, Verbindungshafen - Zeit: 19.01.06, 14.30 Uhr - Ein mit Kraftfahrzeugen beladener 190 Meter langer Autotransporter passierte mit einem Abstand von ca. 30 Metern und einer Geschwindigkeit von zwei Knoten ( ca. 3,5 km/h ) unter Schlepperassistenz das an der Pier vertäute Kühlschiff MS " Ivory Tirupati". Durch die Sogwirkung des liberianischen Autotransporters bewegte sich das 150 Meter lange Kühlschiff derart, dass eine in Betrieb befindliche Elevatoranlage - die Bananenkisten aus der Luke des Schiffes transportierte- beschädigt wurde.Es entstand an der Anlage nach ersten Schätzungen ein Schaden in Höhe von ca. 10.000 Euro.
Personen kamen nicht zu Schaden. Ermittlungen der Wasserschutzpolizei ergaben, dass das unter der Flagge Panamas fahrende Kühlschiff nicht sicher genug an der Pier vertäut war und dadurch die Bewegung des Schiffes entstehen konnte.Gegen den 52 Jahre alten verantwortlichen Kapitän des Kühlschiffes wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 200 Euro festgesetzt.
Quelle: Polizei Bremen vom 22.01.2006

Polnischer Schubleichter auf Mittellandkanal gesunken

Bad Essen - Ein mit Kohle beladener polnischer Schubleichter, der auf dem Mittellandkanal vom Ruhrgebiet zum Kraftwerk Mehrum in Niedersachsen unterwegs war, ist am Freitagabend im Hafen von Bad Essen (Kreis Osnabrück) gesunken. Die Wasserschutzpolizei berichtete am Samstag, der 51 Meter lange Leichter sei wahrscheinlich beim Anlegen leckgeschlagen. Da der Havarist außerhalb der Fahrrinne liegt, werde die Schifffahrt nicht behindert.
Pressemeldung NZ vom 21.01.2006

Seemann nach 39 Stunden aus Luftblase gerettet

Zhenjiang, Provinz Jiangsu / China - Nach 39 Stunden wurde ein Seemann aus einem gesunkenen Schlepper gerettet. Das Schiff war wie auch zwei weitere Schlepper am 19.1. um 17.30 Uhr nach einer Kollision nahe Zhenjiang 14 Meter tief auf den Grund des Yangtse-Flusses gesunken. Zuvor war ein amderes Schiff in die im Päckchen liegenden Schiffe gekracht. Der 31-jähirge Seemann wurde in den Aufbauten seines Schleppers eingeschlossen, als der rasch unterging, konnte sich aber in einer Luftblase von weniger als einem Quadratmeter flüchten. Die Zhenjiang Maritime Safety Administration begann wenig später mit der Hebung aller drei Wracks und rettete den Eingeschlossenen am 19.1. um 10.40. Seine ebenfalls mit dem Schiff untergegangene Frau wurde in der Nacht zum 20.1. weiterhin vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2006

Schiff im Nebel auf Grund gesetzt

Gernsheim, Hessen - Am 19.01.ereignete sich auf dem Rhein bei dichtem Nebel mit Sichtweiten um 50 m oberhalb des Fasanengrundes bei Gernsheim ein Schiffsunfall. Ein deutsches Gütermotorschiff, beladen mit 1000 Tonnen Salz fuhr in dichtem Nebel Richtung Mainz, als plötzlich das Radarbild erlosch. Um nicht in den Gegenverkehr zu geraten, setzte der Schiffsführer sein Schiff kontrolliert am rechten Ufer auf Grund und informierte die Wasserschutzpolizei.Eine Begutachtung durch die Wasserschutzpolizei und durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim ergab, dass das Schiff nicht beschädigt war. Nachdem das Wetter am Nachmittag aufklarte, konnte das Schiff durch einen herbeigerufenen Frachter fünf Stunden nach dem Auflaufen wieder in das Fahrwasser gezogen werden. Die Bergung wurde durch den steigenden Wasserstand des Rheines begünstigt. Zum Unfallzeitpunkt betrug der Wasserstand am Pegel Worms 107 cm, gegen 16.00 Uhr war er bereits auf 118 cm gestiegen. Die Fahrzeuge setzten ihre Fahrt gegen 16.00 Uhr fort. Der Schaden blieb gering. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein wurde über den Nautischen Funk informiert, die Schiffe durften den Havaristen lediglich in langsamer Fahrt passieren. Ursache des Geräteausfalls war ein defektes Datenkabel in der Radaranlage.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2006

Suche nach Vermisstem der "Valour" abgebrochen

Cape Fear, North Carolina / USA - Die Tankbarge "M 192", die sich von dem gesunkenen Schlepper "Valour" losgerissen hatte, wurde am 19.1. gegen 17.30 Uhr bei der North Caroliona State Authority erwartet. Der Schlepper "Justine Voss", der auch mehrere Besatzungsmitglieder der "Valour" rettete, hatte die Barge mit Hilfe der Küstenwache auf den Haken nehmen können. Die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied wurde nach Absuche einer Fläche von 1700 Quadratkilometern durch einen Helikopter aus Charleston, das Patroullienboot "Tarpon", die "CGC Elm" aus Atlantic Beach, ein Rettungsboot, ein Suchflugzeug und weitere Einheiten am selben Tag ergebnislos abgebrochen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2006

11 Tote bei Trawleruntergang befürchtet

Sachalin, Insel im Ochotskischen Meer - Beim Untergang eines russischen Trawlers vor der russischen Insel Sacchalin (Sachalin) sind am 17.1. mindestens acht Seeleute ertrunken. Nur eines der zwölf russischen Besatzungsmitglieder wurde bislang gerettet. Drei Seeleute werden noch vermisst. In dem Unglücksgebiet herrschte Sturm.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20.01.2006
Anmerkung:
Im Ochotskischen Meer, nördlich der japanischen Inseln liegt die Insel Sacchalin . In den Gewässern rund um die Insel findet ein Teil der weltweit größten Fischerei statt; die Fischerei auf den Fischstäbchenfisch "Alaska-Seelachs". Gleichzeitig sind sie die Heimat der Hundert letzten nordwestpazifischen Grauwale, die in einigen Buchten der Insel den Sommer verbringen und ihre Kälber gebären. Diese Grauwale sind akut vom Aussterben bedroht und benötigen dringenden Schutz. (Quelle: Greenpeace)
"Queen Mary II" rammte wohl Kanalböschung

Port Everglades, Florida / USA - Die "Queen Mary 2" wird den Hafen von Port Everglades heute gegen 1800 Ortszeit mit drei Pods verlassen und ihre Südamerika-Reise fortsetzen. Bei dem beschädigten Pod handelt es sich um den vorderen Backbord-Pod. Man geht davon aus, daß der Ausfall die Geschwindigkeit nur kaum beeinträchtigt und man diese sowie folgende Reisen wie geplant durchführen kann, bis eine Reparatur durchgeführt wird. Inzwischen geht man davon aus, daß das Schiff nicht einen unter Wasser schwimmenden Gegenstand, sondern die Seitenbegrenzung des Hafenkanals getroffen hat.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2006

Ein Toter bei Kutteruntergang

Chincoteague Island, Virginia / USA - Der 58 Fuß lange Kutter "Capt. Zach" aus Wanchese, North Carolina, kenterte gegen 6 Uhr morgens bei 25 Knoten Wind und bis zu 12 Fuß hohen Wellen am 18.1. beim Einlaufen nach Chincoteague. Zwei Mann wurden um 08.30 Uhr gerettet und ins Salisbury Hospital gebracht. 'Sie hatten sich in eine Rettungsinsel geflüchtet, die aber gekentert war. Der dritte Mann wurde um 11.40 Uhr tot aufgefunden. Ein Boot aus Chincoteague und ein Rettungshubschrauber aus Atlantic City hatten vier Stunden nach ihm gesucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2006

Fährpassagiere mussten Schwimmwesten anlegen

New York / USA - Abenteuerliches Ende einer Fährpassage vor New York: Die Fähre "Peter Weiss" von NY Waterways begann am 18.1. auf dem Weg zur Pier 11 in Manhattan nahe der Verrazzano-Narrows Bridge um 7.56 Uhr Wasser überzunehmen. Das Schiff kam bei bis zu 50 Knoten Windgeschwindigkeit in Schwierigkeiten, die bis zu vier Fuß hohe Wellen über Deck gehen ließen. Der Kapitän wies die 149 Passagiere an, Schwimmwesten anzulegen. Die alarmierte Polizei und Küstenwache eskortierten die Fähre dann sicher zu ihrem Liegeplatz.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2006

Schlepper sank bei Suche nach Mann über Bord

Cape Fear, North Carolina / USA - Am 17.1. funkte der 135 Fuß lange Schlepper "Valour", der eine 500 Fuß lange Barge mit 140.000 Barrels Petroleumprodukten schleppte, 37 Meilen vor Cape Fear, North Carolina, Notrufe. Ein Mann war über Bord gegangen und das Schiff nahm Wasser, als es wendete, um ihn zu retten. Ein Rettunghubschrauber aus Charleston rettete den Mann und brachte ihn ins Myrtle Beach Hospital. Die sieben anderen blieben auf dem sinkenden Schiff, bis der 125 Fuß lange Schlepper "Justin Foss" eintraf. Es rettete fünf Mann, bevor der Schlepper in 20 Fuß hohen Seen im Sturm unterging. Nach zwei Vermissten wurden von zwei Hubschraubern sowie einem Patroullienboot die Suche aufgenommen, einer wurde tot gefunden. Der andere wird im Schlepper vermutet. Die Barge von Maritrans kolldierte dann mit einer Tonne nahe Fryning Pan Shoals vor Wrightsville Beach. Die Küstenwache sicherte sie später.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2006

"APL Panama" verlor Öl

Ensenada / Mexiko - Am 15.1. wurde ein kleiner Ölaustritt aus der "APL Panama" festgestellt, der aber rasch kontrolliert wurde. 1500 Pfund Sand wurden vom Conalep Beach entfernt. Das Unglück hatte sich beim Lenzen eines mit Öl verschmutzten Ballastwassertanks ereignet. Ein benachbarter Öltank war zuvor aufgebrochen. Das Pumpen wurde gestoppt, Ölboooms um Bug und Heck ausgelegt. In dieser Woche wird eine Barge mit Hydraulikpressen am Havaristen erwartet. Unklar ist nach wie vor, wieso das Schiff strandete. Es kam von Oakland und sollte um 19 Uhr einen Lotsen aufnehmen. Es lief aber bereits um 18.12 Uhr vor Ensenada auf Grund. Der Kapitän war irritiert gewesen, dass kein Lotse vor Ort war und mit langsamer Fahrt weitergefahren. Er hatte wohl nicht erwartet, dass die Wassertiefe so rasch abnahm.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19.01.2006

Hatte "Queen Mary 2" Unterwasserkollision?

Port Everglades, Florida / USA - Wenn die "Queen Mary 2" am 17.1. in Everglades am Terminal 21 festmacht, wird die Küstenwache sie zu einer Untersuchung bereits erwarten. Gegen 17.30 hatte der Kapitän berichtet, dass ein Gerüusch und eine unübliche Vibration im Maschinenraum aufgetreten war. Der Zwischenfall hatte sich gegen 14.50 Uhr fünf Meilen vor dem Hafen ereignet, und möglicherweise hatte der Luxusliner ein Unterwasserobjekt gerammt. Die Brückeninstrumente meldeten danach ein Problem mit einem der vier Schffspropeller. Die "Queen Mary 2" wird so lange an der Pier bleiben, bis die Küstenwache die Sicherheit des Schiffes festgestellt hat.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2006
Zweite Meldung:
«Queen Mary 2» musste Kreuzfahrt abbrechen - Nachdem die Besatzung ein Zittern gespürt hatte, war die Reise zu Ende: Die «Queen Mary 2» mit über 2000 Passagieren an Bord musste in den Hafen zurückkehren. Das größte Passagierschiff der Welt «Queen Mary 2» hat am Dienstag wegen eines Motorproblems in den Hafen von Port Everglades im US-Staat Florida zurückkehren müssen. An Bord befanden sich 2500 Passagiere, wie die Reederei Cunard Lines mitteilte.
Die Besatzung habe ein Zittern gespürt, als das Riesenschiff den Hafen verlassen wollte, teilte die US-Küstenwache mit. Die genaue Ursache war zunächst unbekannt. Möglicherweise habe das Schiff einen Gegenstand unter Wasser getroffen. Erst nach einer Untersuchung soll die «Queen Mary 2» den Hafen wieder verlassen dürfen.
Pressemeldung vom 18.01.2006


Schlepper versenkte Kutter

Baltimore, Maryland / USA - Am 17.1. kollidierten gegen 14 Uhr vor Baltimore der Schlepper "Richard Lowry" und ein Kutter vor der Francis Scott Key Bridge auf dem Patapsco River. Der Kutter sank. Wenig später war ein Rettungsteam vor Ort und barg einen Mann des Kutters. Zwei weitere wurden kurz darauf auf dem Wasser gezogen und zur Pier 13 gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2006

Ein Verletzter bei Schiffskollision im Hamburger Hafen

Hamburg - Am Morgen des 17.1. kollidierte gegen 06.55 Uhr auf der Elbe bei Teufelsbrück auf Höhe der Tonnen 130/132 der Frachter "Marigo" mit dem Kümo "Stadum". Die zypriotische "Marigo", 35.012 BRZ, war mit Getreide Richtung Nordsee unterwegs, die antiguanische "Stadum", 1984 BRZ, mit einem Maschinenteil ohne Lotsen beim Einlaufen in den Hamburger Hafen: Der Elblotse war nicht mehr an Bord, der Hafenlotse noch nicht da. Er war gerade zur "Stadum" unterwegs gewesen, als das Schiff plötzlich Richtung nördliches Elbufer steuerte. Mit voller Wucht rammten sich die beiden Schiffe jeweils an Steuerbord. Der Anker der "Marigo" wurde losgerissen und landete auf dem Hauptdeck der "Stadum", die einer Emder Reederei gehört. Dabei wurden Brücke, Peildeck und Kabinenaufbauten eingedrückt sowie das Oberdeck beschädigt. Der Koch zog sich bei dem Aufprall eine blutende Kopfplatzwunde zu. Auf der 223 Meter langen "Marigo" wurde auf einer Fläche von 30 Quadratmetern die Außenhaut eingedrückt und es entstand ein zehn mal 50 Zentimeter langer Riss im Stahl. Aus bislang ungeklärter Ursache hatte der Schiffsführer der ""Stadum" die Fahrwasserseite gewechselt und kollidierte mit der "Marigo". Die "Stadum" machte im Hamburger Hafen fest und liegt am Schuppen 80/81. Die MS "Marigo" fuhr mit Erlaubnis bis zum Elbehafen Brunsbüttel weiter. Dort werden die weiteren Ermittlungen von der WSP Hamburg durchgeführt.
Bei der Kollision sind keine Betriebsstoffe ausgelaufen. Die Ermittlungen dauern an. Ein Alkoholtest bei dem Schiffsführer der MS "Stadum" ergab, dass der Mann keinen Alkohol zu sich genommen hatte. Nach ersten Auswertungen der Radarbilder besteht der Verdacht, dass als Verursacher der Kollision der Schiffsführer der MS "Stadum" in Frage kommt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2006

Beschädigter Chemietanker erreichte Bremerhaven
Bremerhaven - Am 16.1. wurde die nach Kollision mit dem Frachter "Star Herdla" am 12.1. schwer beschädigte Chemikalientanker "Cape Bradley" von den Schleppern "Smit Ireland" und "Themesbank" in den Werkhafen 2 von Bremerhaven eingeschleppt. Die "Thamesbank" hatte den Havaristen von der Kollisionsstelle nahe Boulogne in den Hafen begleitet. In Bremerhaven machte zusätzlich die "Hellas" fest und verbrachte das Schiff mit seinem eingedrückten Bug an einen Liegeplatz zur Reparatur. Zu der Kollision war es am Morgen des 12.1. im Englischen Kanal 7 Meilen vor Boulogne gekommen. Der norwegische General-Cargo-Frachter "Star Herdla" war von der "Cape Bradley" in dichtem Nebel von achtern gerammt worden. Während die "Cape Bradley" einen ihrer Anker verlor und sich starke Verformungen im Bugbereich zuzog, trug die "Star Herdla" ein Loch im Rumpf davon, durch welches es zu einem Wassereinbruch gekommen war. Der 176 Meter lange und 31 Meter lange Tanker transportierte 30053 Tonnen Naphta, die nach der Kollision in Rotterdam geleichtert wurden. Er war 2003 als "J. Shartava" erbaut worden und hat 19 Mann Besatzung.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2006
Foto: A. v. Bezooijen
Tanker Cape Bradley

Präsidentenyacht in Flammen

Batangas / Philippinen - Die philippinische Präsidentenyacht, "BRP Ang Pangulo" erlitt während Reparaturarbeiten in Batangas am 16.1. ein Feuer. Ein Offizier und 3 Mann Besatzung wurden leicht verletzt. Das Schiff erlitt Schäden an technischen Einrichtungen, Tanks, Wasserrohren und Skylights. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2006

Autrotransporter demolierte Bremerhavener Schleuse

Bremerhaven - In der Nordschleuse Bremerhaven-Überseehäfen kam es am 13.1 zu einer Kollision. Der einlaufende Osloer Car Carrier "Hual Trader", 56816 BRZ, rammte die westliche Kaimauer. Dabei entstand am Autotransporter, der unter Bahamas-Flagge läuft, vier Meter oberhalb der Wasserlinie im Vorschiffsbereich eine ca. zehn Meter lange erhebliche Beschädigung des Schiffsrumpfes. Unter anderem entstanden mehrere Risse. An der Pier wurde die oberste Rollschicht beschädigt. Während der Schaden an dem Schiff mehrere Zehntausend Euro betragen dürfte, wird die Beschädigung an der Schleuse eher als gering angesehen. Die Funktion der Schleuse ist derzeit nicht beeinträchtigt. Die "Hual Trader" ist 199,9 Meter lang, 32,3 Meter breit und wurde 1998 in Daewoo erbaut. Unfallursache war ein falsch angelegtes Einlaufmanöver des Kapitäns in die Nordschleuse. Auch die drei zur Unterstützung eingesetzten Hafenschlepper konnten die Kollision nicht verhindern. Gegen den Kapitän wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Eine zwischenzeitlich durch die Wasserschutzpolizei erteilte Festlegeverfügung gegen das Schiff wegen der Beschädigungen wurde nach Erteilung von Auflagen durch die zuständige Klassifizierungsgesellschaft aufgehoben. Das Schiff konnte anschließend seine Fahrt nach Amsterdam fortsetzen..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2006 - WSP vom 16.01.

Drei Vermisste bei Kutterkollision

Fujian Provinz / China - Zwei Kutter kollidierten am 15.1. vor der ostchinesischen Fujian Provinz nahe Nanri Island. Um 09.20 Uhr stieß ein aus Stahl erbautes Schiff aus Shihi mit einem hölzernen Kutter aus Putian City zusammen, das sank. Die Besatzung stürzte ins Meer, zwei wurden gerettet, drei wurden vermisst und sind wohl ertrunken. Nach den Vermissten wurde eine Suchaktion gestartet, die aber durch stürmische See und schlechte Sicht erschwert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2006

Feuer auf Autotransporter

Southhampton / Großbritannien - Am Wochenende bracht auf dem 52.000 BRZ großen Autotransporter "Courage" ein Maschinenraumfeuer aus. Das 1991 erbaute Schiff verlor seinen Antrieb und musste nach Southhampton zurückkehren. Es war mit einer Ladung Autos von England nach New York ausgelaufen, als ein Generator Öl verlor, das in Brand geriet. Die Küstenwache wurde am 15.1. alarmiert, dass das Schiff mit 22 Mann Besatzung 27 Meilen südöstlich von Portland Bill treibe. Dann gelang es aber, die Maschine wieder in Gang zu brngen und das Schiff in den britischen Hafen zur Inspektion einzubringen. Die treibende "Courage" hatte keine Gefährdung der Schifffahrt dargestellt, da sie außerhalb der Schiffffahrtsrouten gewesen sei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.01.2006

Geborgene Luxusliner-Sektion auf dem Weg nach Papenburg

Cuxhaven - Auf Medem-Reede vor Otterndorf auf der Unterelbe wurde am 16.1. die geborgene Sektion des Luxusliners "Norwegian Pearl" vom Schwimmkran "Wal" auf einen Ponton verladen, auf dem sie nach Papenburg verbracht werden soll. Die Bergung war trotz starker Strömung und bei zunehmendem Seegang am frühen Morgen des 16.1 gelungen. Mit dem 70 Tonnen schweren Teil am Haken wurde der Bergungskran "TK10-Wal" dann elbaufwärts geschleppt. Wie stark das Schiffsteil bei der Havarie beschädigt wurde, ist unklar. Ein Werftsprecher der Meyer-Werft zeigte sich aber optimistisch, dass es noch zu gebrauchen sein wird.
Zu einer Verzögerung der für Herbst 2007 anvisierten Ablieferung des Kreuzfahrtschiffes führt der Zwischenfall nach Angaben der Werft nicht, da das Teil noch lange nicht an der Reihe ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2006

Bergung der "APL Panama" vorläufig gescheitert

Ensenada / Mexiko - Trotz intensiven Einsatzes von bis zu sieben Bergungsschleppern mit über 40.000 PS während der Hochfluten der vorangegangen vier Tage war die Bergung der südlich von Ensenada gestrandeten "APL Panama" bis zum 13.1. nicht gelungen. Es war lediglich gelungen, den Bug einige Yards seewärts zu drehen. Zweimal brachen die Trossen von Schleppern. Die Berger hoffen nun auf die Hilfe mehrerer hydraulischer Zugmaschinen, die auf einer Barge aus Seattle herangebracht werden. Sie sollten nach Einschätzung der Mare Britannicum Schiffahrtsgesellschaft MBH & Co. in der Lage sein, mehr Bewegung in das Schiff zu bringen. Der jetzt eingestellte Bergungsversuch war zu Beginn einer günstigen Mondphase gestartet worden und hatte am 10.1. auch erstmals Bewegung in das Schiff gebracht und der im Sand begrabene Wulstbug freibekommen worden. Mit jedem leichten Rollen des Schiffes verdrängt der Rumpf, wie die Berger von Titan Maritime LLC erklärten, der Rumpf Sand. In die so entstandene Kuhle wird versucht, den Rumpf nachzuziehen. Auf diese Weise wurde bislang eine Drehung des Schiffes um 20 Grad bewirkt. Dies ist ungefähr ein Fünftel der notwendigen Wegstrecke. Die Berger hatten gehofft, die Schlepperkraft würde ausreichend für einen Durchbruch sein, doch nun wartet man auf das Eintreffen der 400 Fuß langen und 100 Fuß breiten Barge mit den Hydraulikschleppern und einer 470 Fuß langen Ankerkette mit einem Gewicht von knapp 40.000 Pfund. Vor Beginn der Arbeiten waren 3000 Tonnen Öl aus der "APL Panama" geleichtert worden. 1000 Tonnen verblieben an Bord.
Der Hafenmeister von Ensenada berichtete von Sorgen, dass der anhaltende Druck auf den Rumpf das Risiko einer Leckage erhöhen würde. Wenn die vereinten Kräfte der Bergungseinheiten nicht ausreichen, müsste die Ladung geleichtert werden. Dies wollen die Berger wegen der schwierigen Zugänglichkeit der Strandungsstelle und der dort herrschenden hohen Brandung nach Möglichkeit vermeiden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2006

Kutter sank vor Kodiak

Kodiak, Alaska / USA - Am Morgen des 13.1. funkte der 42 Fuß lange Kutter "Horizon" nahe Sitkalidak Island südöstlich von Kodiak Notrufe, die vom Kutter "Competition" aufgefangen wurden. Ein Rettungshubschrauber stieg auf, doch war die Crew der sinkenden "Horizon" bereits von der "Competition" aufgenommen worden. Die Untergangsstelle soll in Hinblick auf Ölverschmutzungen aus der Luft kontrolliert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2006

Sportboot vor Paris Island gesunken

Paris Island Spit, South Carolina / USA - Am 13.1. sank zwei Meilen östlich von Paris Island Spit, South Carolina, ein 30 Fuß langes Motorboot gegen 16 Uhr. Es war mit einer zweiköpfigen Crew aus Toronto auf Kurs nach Florida, als es schweren Ruderschaden erlitt und leck schlug. Um 15.15 Uhr rief der Skipper die Küstenwache, und er wie seine Frau legten Rettungswesten an. Ein Rettungshubschrauber stieg in Savannah auf, zwei Rettungsboote nahmen aus Tybee Island, Galveston, Kurs auf das sinkende Boot. Der Rettungshubschrauber entdeckte es als erster und dirigierte die Rettungsboote zum Havaristen. Die Crew wurde abgeborgen und anschließend versucht, das über das Heck absackende Boot zu retten. Doch es nahm so schnell Wasser, dass die Rettungsbemühungen scheiterten. Die Schiffbrüchigen wurden nach Beaufort gebracht. Das Boot soll geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2006

Fernseher löste Suchaktion aus

Portsmouth / Großbritannien - Die britische Küstenwache ist im Ärmelkanal zu einem Rettungseinsatz ausgerückt, nachdem SOS-Rufe aufgefangen wurden. Erst nach Stunden stellte sich heraus, dass der Alarm von einem defekten Fernseher ausgelöst worden war. Das Gerät zum Empfang von Digital-Fernsehen sendete ein Signal aus, das zufällig mit den SOS-Rufen von Schiffen in Seenot identisch war. Daraufhin starteten die Behörden vor der Küste von Portsmouth eine groß angelegte Suche. Ein Hubschrauber stellte dann fest, dass das Signal von Land kam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2006

Trawler vor Ouessant gestrandet

Frankreich - In der Nacht zum 12.1. lief der Trawler "Tourmalet" nahe der französischen Kanalinsel Ouessant auf Grund. Das Schiff kam auf einem Felsen 200 Meter vor der Küste fest. Das 34 Meter lange Schiff ist in Concarneau beheimatet. Fünf Mann der Crew gingen vorsorglich in eine Rettungsinsel und wurden von einem Boot des französichen Rettungsdienstes aufgenommen. Auch der französische Bergungsschlepper "Abeille Bourbon" wurde in Marsch gesetzt, ein Helikopter alarmiert. Der Kapitän und ein Mechaniker blieben an Bord. Der Havarist kam mit der nächsten Flut wieder frei und konnte in Begleitung eines anderen Trawlers den Heimathafen erreichen. Das Unglück hatte sich beim Versuch, die navigatorisch schwierige Passage von Fromveur zu meistern, ereignet. Bereits am 23.3.2004 war die "Tourmalet" in derselben Gegend bei einer Strandung beschädigt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2006
Anmerkung:
Die Insel Ouessant ist 8 km lang und 4 km breit. Dies ist die größte Insel des "Mer d'Iroise", und sie markiert den Übergang zwischen Ärmelkanal und Atlantik.

Bergungsverfügung für gesunkene Barge

Presque Island Bay, Erie Pennsylvania / USA - Bis zum 1. März soll die in der Presque Island Bay gesunkene,324 Fuß lange Barge "Landsdowne" geborgen sein. Das Fahrzeug sank bei der Sassafras Street Pier am 25.12., als es zu einem schwimmenden Restaurant ausgerüstet werden sollte. Die Lakeshore Towing Services hatten bereits zwei Wochen lang versucht, die "Landsdowne" zu heben, doch erwiesen sich die Schäden an der mit einer Dampfmaschine ausgestatteten Barge, auf deren Deck zwei Eisenbahnwagen mit einem Wert von jeweils 200.000 Dollar stehen, als zu schwer. Der Schrottwert der Barge soll eine halbe Million Dollar betragen. Eisenbahnfreunde haben nun Interesse gezeigt, die historischen Waggons in ein Museum zu bringen. Die "Landsdowne" hatte seit 1999 an der Pier gelegen. Ihr Wrack behindert den Bau eines Convention Centers. Es wird derzeit überlegt, einen Kofferdamm um das Gefährt zu errichtenund es dann auszupumpen. Ein anderer Vorschlag war, es mit Luftsäcken anzuheben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.01.2006
Nachtrag
Erie Times-News : The "Landsdowne" is not a barge - It bothers me to see the steamer Landsdowne referred to as a "Dilapidated Barge" time after time in the paper. While it may be in sad repair, it is not a barge. It is a sidewheel paddle steamship and the oldest on the Great Lakes.

Schiffsunfall wegen Bodensee-Tiefstand

Romanshorn - Der extrem niedrige Wasserstand des Bodensees hat zu einem leichten Schiffsunfall mit einer Katamaran-Fähre geführt. Der saisonale Wasserstand ist so tief wie seit 150 Jahren nicht mehr. Die Schiffsschraube der Katamaran-Personenfähre «Fridolin» verfing sich am frühen Montagmorgen bei der Hafeneinfahrt in Friedrichshafen in der Befestigungskette einer Boje. Das Schiff war danach manövrierunfähig. Menschen waren gemäss Wasserschutzpolizei nicht in Gefahr. Der Schaden betrage rund 3000 Euro. Die zwei Passagiere an Bord wurden von einem Polizeiboot an Land gebracht. Taucher befreiten die Schraube aus der Kette. Da die Fahrtüchtigkeit der «Fridolin» nicht beeinträchtigt war, konnte die Schnellfähre den Betrieb zwischen Friedrichshafen und Konstanz nach rund sechs Stunden Ausfall am Mittag wieder aufnehmen.
Beide Katamarane in der Werft
Um sicher zu gehen, beschloss die Katamaran-Reederei Bodensee jedoch, «Fridolin» genauer zu untersuchen. Der Katamaran wird deshalb am Mittwoch in die Werft genommen. Weil momentan auch am zweiten Katamaran, «Constanze», Wartungsarbeiten laufen, müsse für diesen Tag ein Busersatz eingerichtet werden. Der Bodensee-Wasserstand erreichte am Montag am Pegel Konstanz mit 2,34 Metern den niedrigsten jahreszeitlichen Wert seit rund 150 Jahren. Der Rekord wurde am 17. Februar 1858 mit 2,26 Meter gemessen. Die Ebbe zwingt die Autofähren Konstanz-Meersburg und Friedrichshafen-Romanshorn bereits seit einigen Tagen dazu, ihre Ladung zu reduzieren. Einige Fährschiffe nehmen keine Sattelschlepper mehr an Bord, andere verringern die Zahl der Lastwagen.
Pressemeldung vom 16.01.2006

70 Tonnen schweres Schiffbauteil aus der Elbe geborgen

Cuxhaven - Bergungsspezialisten haben am frühen Montagmorgen ein 70 Tonnen schweres Schiffbauteil aus der Außenelbe bei Cuxhaven gehoben. Nach zwei gescheiterten Anläufen am Wochenende habe die Bergung gegen zwei Uhr morgens reibungslos geklappt, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven (WSA) mit. Das für die Meyer Werft in Papenburg bestimmte Teil war am vergangenen Dienstag bei der Kollision zweier Schiffe über Bord gegangen und hatte den Verkehr auf der Elbe behindert.
Pressemeldung vom 16.01.2006

Yacht im Winterhafen gesunken

Rhein-Main-Gebiet - "Im Winterhafen sinkt eine Yacht", lautete der Hilferuf, der gestern Mittag gegen 13 Uhr bei der Wasserschutzpolizei eintraf. Tatsächlich lag ein Boot der Marke Chris Craft auf Grund, als die Beamten eintrafen. Obwohl die Wasserschutzpolizei zahlreiche Zeugen antraf, konnte die Ursache für das Sinken des Bootes bisher nicht geklärt werden.
Das Heck des Bootes befindet sich nun circa 10 Meter unter Wasser, das Vorschiff liegt noch über der Wasseroberfläche. Zu einem Austritt von Betriebsstoffen ist es bislang nicht gekommen. Vorsorglich wurde jedoch eine Ölsperre um die gesunkene Yacht gelegt. Wegen des niedrigen Wasserstandes kann das Boot derzeit nicht weiter absinken. Der Halter des Sportbootes wird sich nun um das Heben des Schiffs kümmern müssen.
Quelle: Main-Rheiner vom 16.01.2006
Herbergsschiff in Australien gesunken

Canberra / Australien - Die nahe des National Museum in Canberra liegende hölzerne "Jenny II" sank am 15.1. nach einem Feuer gegen 2 Uhr morgens. Polizei und Feuerwehr hatten zuvor vergeblich versucht, den Brand zu löschen. Das Schiff dient rund 20000 Menschen im Jahr als Unterkunft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2006

Boot während einer religiösen Prozession untergegangen

Provinz Southern Leyte / Philippinen - Beim Untergang eines Bootes während einer religiösen Prozession auf dem Meer sind auf den Philippinen am 14.1. mindestens 16 Menschen ertrunken, die meisten von ihnen Kinder. Das Motorboot war vor der Küste der östlichen Provinz Southern Leyte gekentert, als sich während eines Wendemanövers alle Passagiere plötzlich auf eine Seite begaben. Die See war zum Zeitpunkt des Unglücks ruhig gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2006

Dardanellen nach Strandung gesperrt

Dardanellen / Türkei - Am Morgen des 13.1. lief der mit Kohle aus Brasilien beladene Bulkcarrier "Anangel Destiny" in der Meerenge der Dardanellen auf Grund. Danach wurde die Schiffahrtsroute für nordgehende Schiffe gesperrt. Südgehende Schiffe sind nicht betroffen. Der Havarist befand sich auf dem Weg nach Rumänien.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2006

Mehr Tote auf "Jura"-Wrack

Friedrichshafen - Im vergangenen Jahr sind auf dem Bodensee 13 Menschen tödlich verunglückt. Das sind ebenso viele Opfer wie in den beiden Vorjahren. Einen Anstieg von Unfällen gab es am Wrack des gesunkenen Dampfschiffes "Jura".
Dieses gilt als beliebtes Tauchziel. Hier verunglückten vier Taucher, zwei von ihnen tödlich. Die Zahl der Unfälle und Verletzen war jedoch insgesamt rückläufig, wie die Wasserschutzpolizei in Friedrichshafen betont. Als häufigste Unfallursachen werden mangelnde Vorsicht, aber auch Leichtsinn angegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2006

Frachter versenkt Kutter - Achtköpfige Crew vermisst

Wenzhou City / China - Ein Frachter von 5616 Tonnen Ladekapazität kollidierte am 13.1. nahe Wenzhou City in der chinesischen Zhejiang Provinz mit einem chinesischen Kutter, der rasch sank. Dessen achtköpfige Crew wurde ins Wasser geschleudert und ist seither vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2006

"Anglian Monarch" nahm beschädigte "Star Herdla" auf den Haken

Dünkirchen / Frankreich - Die nach einer Kollision im Englischen Kanal schwer beschädigte "Star Herdla" wurde um 10.30 des 12.1. von dem Schlepper "Anglian Monarch" auf den Haken genommen. Die Kollision zwischen der norwegischen "Star Herdla", 13374 BRZ und der "Cape Bradley" hatte sich in dichtem Nebel kurz vor 08.20 Uhr ereignet. Zu diesem Zeitpunkt sandte die "Star Herdla" ein Mayday, dass sich sieben Meilen vor Boulogne ein Zusammenstoß mit dem Chemikalientanker "Cape Bradley" ereignet habe. Der Frachter war an Steuerbord auf Höhe des Achterschiffes getroffen worden und machte Wasser . Die 21-köpfige Crew blieb unversehrt. Das 1994 in Norwegen erbaute Schiff war in Ballast auf dem Weg nach Boulogne gewesen. Der 176 Meter lange und 31 Meter lange, am Bug beschädigte Tanker "Cape Bradley" transportierte 30053 Tonnen Naphta. Er wurde 2003 als "J. Shartava" erbaut und hat 19 Mann Besatzung. Er wurde zur Untersuchung nach Dünkirchen umgeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.01.2006

Bergungsunternehmen versucht erneut Schiffsteil aus der Elbe zu heben

Hamburg - Seit gestern versucht ein Bergungsunternehmen ein rund 60 Tonnen schweres Schiffsteil für die Papenburger Meyer Werft aus der Elbe zu heben. Das Bauteil war am vergangen Dienstag nach der Kollision zweier Schiffe von einem Frachter gerutscht:. Wie ein Sprecher des Hamburger Bergungsunternehmens Knoth sagte, liege der Brückenaufbau glücklicherweise nicht auf dem Rücken. Somit seien die Voraussetzungen für eine Bergung erst einmal gut. Die Taucher werden jetzt in den Mittagsstunden in einem zweiten Tauchgang prüfen, ob Bergungstrossen angebracht werden können. Wenn das der Fall ist, könnte das Bergungsschiff "Wal" das Schiffsteil an seinen Haken nehmen. Die "Wal" hat eine Hebekraft von 110 Tonnen. Somit dürften von technischer Seite alle Voraussetzungen für einen reibungslosen Verlauf gegeben sein. Unkalkulierbar ist jedoch das Wetter in der Außenelbe. Schon gestern mussten die Bergungsarbeiten wegen starken Windes abgebrochen werden, denn die Sicherheit der Taucher stehe an erster Stelle.
Quelle: Radio Bremen vom 15.01.2006

Schiffsbauteil behindert Verkehr auf Außenelbe - Bergung verschoben

Cuxhaven - Knapp vier Tage nach einem Schiffsunglück auf der Außenelbe wird die Schifffahrt weiterhin von einem versunkenen, 70 Tonnen schweren Bauteil behindert. Die für die Nacht zum Sonnabend geplante Bergung sei wegen zu starken Seegangs abgebrochen worden, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Cuxhaven am Samstagnachmittag. Das Bauteil war nach der Kollision zweier Schiffe über Bord gegangen. Es war für einen Neubau der Meyer Werft in Papenburg bestimmt. Wann das Teil gehoben werden sollte, war unklar.
Pressemeldung vom 14.01.2006

Schwimmkran Wal birgt "Maritime Lady"-Wrackteile

Cuxhaven - Am 13.1. hob der 70-t-Schwimmkran "Wal" die letzten 2 Lukendeckel der "Maritime Lady" vor der Brunsbütteler Schleuseneinfahrt. Die Aktion wurde von der "Vogelsand" und der "WSp 22" abgesichert, beide Deckel auf einem Ponton nach HH zum Verschrotten verbracht.
Danach ging es für die "Wal" gleich weiter in die Elbmündung, wo sie die gesunkene 70-t-Sektion der "Norwegian Pearl" heben soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.01.2006

Güter-Schiff läuft bei Überholmanöver auf Grund

Niederalteich / Deggendorf - Das unter niederländischer Flagge fahrende Gütermotorschiff "Jero" war am Donnerstag gegen 23. 45 Uhr zwischen Linz und Antwerpen donauaufwärts unterwegs. Das 110 Meter lange Schiff war nach Polizeiangaben mit über 230 Tonnen Anlagenteilen beladen und wurde von einem 54-jährigen, slowakischen Lotsen gesteuert, da der Kapitän des Schiffes das erforderliche Patent nicht hatte.
In einer Kurve, in der Nähe von Niederalteich, wollte der Lotse den vor ihm fahrenden, 160 Meter langen Schiffsverband »Regensburg«, einen so genannten Spargelverband, links überholen. Zuvor hatte er sich mit dem Kapitän per Funk über das Manöver abgesprochen.
Durch die Länge des überholtes Schiffsverbandes wurde der Platz in der Kurve für beide Schiffe jedoch zu eng. Die »Jero« geriet - auch durch die starke Strömung bedingt - außerhalb der Fahrrinne und bekam Grundberührung. Das Schiff blieb im Bugbereich hängen. An der Unfallstelle ist die Fahrrinne der Donau lediglich 75 Meter breit.
Verletzt wurde bei der Havarie niemand, die Schifffahrt ist auf der Donau nicht behindert. Der Unfall wurde bei der Polizei erst am Morgen des Freitag gemeldet, sofort fuhr die Deggendorfer Wasserschutzpolizei vor Ort. Der entstandene Sachschaden dürfte nach ersten polizeilichen Erkenntnissen gering sein.
Zusammen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt wurde veranlasst, dass ein Stelzenbagger zur Unfallstelle beordert wird, der gestern den festhängenden Havaristen frei gebaggert hat. Das Schiff konnte so am frühen Nachmittag wieder Fahrt aufnehmen.
Pressemeldung vom 14.01.2006

Bremerhavener Dockgesellschaft repariert Havaristen "Tor Danica"

Bremerhaven - Einen kapitalen Riss in der Backbord-Seite hat sich der RoRoFrachter "Tor Danica" bei einer Kollision in der Elbmündung Anfang der Woche zugezogen. Gestern machte der Frachter bei der Bremerhavener Dockgesellschaft (Bredo) fest, wo der Schaden in den kommenden zweieinhalb Wochen behoben werden soll. Bei der Kollision mit einem Schleppverband zehn Kilometer vor Cuxhaven war unter anderem eine Stahlbausektion von einem Ponton ins Wasser gefallen und versunken.
Quelle: NZ vom 14.01.2006

Rettungsaktion im Ochotskischen Meer

Juschno-Sachalinsk / Sachalin - Im Ochotskischen Meer läuft eine Operation zur Rettung des gestrandeten russischen Trockenfrachters "Warandej". Die Warandej war am Donnerstag in der Bucht Olja vor der Kurilen-Insel Iturup von einem Sturm auf eine Sandbank geworfen worden.
Das Schiff gehört einer Sachaliner Reederei. Wie der Kapitän mitteilte, gibt es unter der elfköpfigen Mannschaft keine Opfer. Bei dem Unfall wurden fünf leere Tanks beschädigt. Unter Deck sei ein geringer Einbruch von Wasser zu verzeichnen, das jedoch ausgepumpt werden kann. Alle Lebenssicherungssysteme der Warandej seien intakt. Der Frachter transportierte Güter zwischen Sachalin und den Kurilen-Inseln. - Am Freitagabend soll das Rettungsschiff "Rubin" am Unglücksort eintreffen.
Quelle:Ria Novosti vom 13.01.2006

"Tor Dania" wird in Bremerhaven repariert

Cuxhaven / Bremerhaven - Der RoRo-Frachter "Tor Dania", 21491 BRZ, der vor drei Tagen auf der Elbe einen Schleppverband bestehend aus dem Schlepper "Ems Tug", 160 BRZ, und der "Emsponton 7", 4400 tdw, gerammt hat, wurde am Vormittag des 13.1. in Bremerhaven erwartet. Das Schiff soll zur Reparatur auf der Bredo-Werft in den Fischereihafen einlaufen. Das 1986 erbaute, 193 Meter lange Schiff ist nicht das erste Mal reparaturbedürftig.
Es war bereits am 15.2.2005 vor Hoek van Holland gestrandet. Die ‘Texelbank’, ‘Smit Loire’, ‘Smit Humber’ and ‘Fairplay 21’ zogen das Schiff vom Strand.
Am 23.1. desselben Jahres war es südlich von Grimsby im Humber mit dem britischen Tanker "Amenity", 1696 BRZ, kollidiert. Beide Schiffe wurden erheblich beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.01.2006

"Anglian Monarch" nahm beschädigte "Star Herdla" auf den Haken

Frankreich - Die nach einer Kollision im Englischen Kanal schwer beschädigte "Star Herdla" wurde um 10.30 des 12.1. von dem Schlepper "Anglian Monarch" auf den Haken genommen. Die Kollision zwischen der norwegischen "Star Herdla", 13374 BRZ und der "Cape Bradley" hatte sich in dichtem Nebel kurz vor 08.20 Uhr ereignet. Zu diesem Zeitpunkt sandte die "Star Herdla" ein Mayday, dass sich sieben Meilen vor Boulogne ein Zusammenstoß mit dem Chemikalientanker "Cape Bradley" ereignet habe. Der Frachter war an Steuerbord auf Höhe des Achterschiffes getroffen worden und machte Wasser . Die 21-köpfige Crew blieb unversehrt. Das 1994 in Norwegen erbaute Schiff war in Ballast auf dem Weg nach Boulogne gewesen. Der 176 Meter lange und 31 Meter lange, am Bug beschädigte Tanker "Cape Bradley" transportierte 30053 Tonnen Naphta. Er wurde 2003 als "J. Shartava" erbaut und hat 19 Mann Besatzung. Er wurde zur Untersuchung nach Dünkirchen umgeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.01.2006

Kollision im Englischen Kanal

Frankreich - Am 12.1. kollidierten im Englischen Kanal 10 Kilometer vorf der französischen Küste der norwegische Frachter "Star Herdla" und der auf den Marshall-Inseln registrierte Tanker "Cape Bradley". Die Küstenwache von Dover wurde von den französischen Behörden zu Hilfe gerufen, da die "Star Herdla" Wasser machte. Das Schiff wurde nach Boulogne abgeschleppt. Der Tanker wurde nur gering beschädigt und setzte seine Reise aus eigener Kraft nach Rotterdam fort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.01.2006

Erster Prozesstag um "ENA 2"-Untergang

Hamburg - Im Prozeß um Kollision und Untergang des Säuretankers "ENA 2" im Hamburger Hafen hat der Kapitän des Schiffes am ersten Verhandlungstag am 12.1. vor dem Amtsgericht Hamburg jede Schuld an der Havarie zurück gewiesen. Gleichzeitig räumte er in einem Teilgeständnis aber ein, am Unglückstag Ende Juni 2004 betrunken gewesen zu sein. Laut medizinischem Gutachten hatte er noch drei Stunden nach dem Unfall einen Alkoholpegel von fast 2,2 Promille. Der Kapitän ist wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und Gewässerverunreinigung angeklagt. Die Anklage wirft ihm vor, den Zusammenstoß der 62 Meter langen "ENA 2" mit der gut 290 Meter langen "Pudong Senator" durch Missachtung der geltenden Vorfahrtregeln verursacht zu haben. Nach dem Unfall waren mehr als 900 Tonnen Schwefelsäure aus dem gekenterten Tanker in die Elbe geflossen und hatten beinahe eine Umweltkatastrophe ausgelöst. Erst nach einer komplizierten und fünf Tage dauernden Bergung des Chemieschiffes konnte eine weitere Gefahr für Mensch und Natur ausgeschlossenwerden. Nach Ansicht der Verteidigung hatte er Vorfahrt vor der "Pudong Senator". Das Containerschiff sei zudem zu schnell gefahren.
Um 14.30 Uhr begann Mike K. seinen Dienst auf der "ENA 2". Er lud bei der Norddeutschen Affinerie 959 Tonnen Schwefelsäure, wollte die Ladung nach 18 Uhr im Petroleumhafen löschen. Ordnungsgemäß gab er seine Funksprüche mit Postionen an die Port Authority ab, die den Schiffsverkehr überwacht. Um 18.22 Uhrwollte die "Pudong Senator" vom Parkhafen in den Elbstrom einbiegen. Die "ENA 2", vorschriftswidrig auf der linken Elbseite, wollte in den Parkhafen. Der 65 Meter lange Tanker stieß an Backbord gegen den Frachter. "Auf einmal war die ,Pudong Senator' da, 150 Meter entfernt, ich habe einen Schreck bekommen, sofort nach Steuerbord gedreht", sagte der Kapitän. Dann fragte der Richter, selbst passionierter Freizeitkapitän auf Segelbooten, nach: " Hatten Sie das Radargerät eingeschaltet?" Wegen guter Sichtverhältnisse verneinte der Kapitän dies." Möglicherweise, sagt der Richter, hätte der Angeklagte die "Pudong Senator" über das Radar-Echo "mit den Augen erkennen können". Er habe zudem seinen Matrosen nicht auf den Ausguck geschickt, "das ist mein Fehler gewesen", räumt Mike K. ein.
Der Richter merkt im Prozeß kritisch an, warum eigentlich große Schiffe wie die "Pudong Senator", die aus dem Nebenfahrwasser in den Strom fahren, keine Vorfahrt haben Eine Konsequenz aus dem Unfall: Der Gesetzgeber senkte im August 2005 die allgemeine Promillegrenze in der Seeschiffahrt von 0,8 auf 0,5 Promille. Für Gefahrguttransporte wurde sie auf null Promille festgelegt. Der Prozeß wird am 19. Januar fortgesetzt. Das Urteil wird für Anfang Februar erwartet. Kapitän K ist seit dem Unfall arbeitslos.
Das Wrack des Tankers liegt seit mittlerweile eineinhalb Jahren in der Grube-Werft in Moorfleet. Im Sommer 2007 soll das Tankschiff verschrottet werden. Der Bau des Nachfolge-Modells "Dettmer Tank 52" läuft bereits auf Hochtouren. Schon vor dem Säuretanker-Unglück auf der Elbe liefen Diskussionen, ob die "ENA 2" noch gebraucht wird. "Die Entscheidung wurde uns abgenommen. Es war klar, dass wir das Schiff nicht mehr instand setzen lassen", hieß es bei der Norddeutschen Affinerie. Dafür seien die Kosten einfach zu hoch. Auch das Schwesterschiff "ENA 1" wird im Sommer ausrangiert. Der Vertrag mit der Hanseatischen Tanklogistik (HTL), die für die Norddeutsche Affinerie die Säuretransporte durchführt, läuft im Sommer 2007 aus. Die Reederei Dettmer aus Bremen wird künftig für die Säuretransporte zuständig sein. Derzeit werden in einer Werft in Lauenburg zwei so genannte Doppelhüllentanker gebaut. Anfang April 2006 soll das erste Schiff eingesetzt werden. Bis dahin schippert die "ENA 1" noch mit der Schwefelsäure über die Elbe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.01.2006

Zwei Tote bei Trawlerbrand

Chenghsantou, Shandong Provinz / chinesische Ostküste - Am 12.1. wurde ein Trawler vor der östlichen Shandong Provinz gegen 2 Uhr 30 Meilen vor Chenghsantou in Flammen stehend aufgefunden. An Bord waren 80 Menschen, von denen 78 gerettet wurden. Nach 2 Vermissten wurde die Suche im Tagesverlauf eingestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.01.2006

Katamaran an der amerikanisch-mexikanischen Grenze in Seenot

Texas / USA - Am 12.1. sank der Segelkatamaran "Bob" mit drei Mann Crew 120 Meilen südlich der amerikanisch-mexikanischen Grenze. Mit Satellitentelefon informierte der Skipper die Küstenwache, dass ein Kollisionsobjekt das Boot leckgeschlagen habe und die Pumpen nicht gegen den Wassereinbruch ankämen. Ein HU-25 Falcon Jet crew der Air Station Corpus Christi, Texas, lokalisierte das Boot und führte den 179 Fuß langen Coast Guard-Kutter "Shamal" zur Rettung der Segler heran.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.01.2006

Feuer auf philippinischer Fähre

Cebu / Philippinen - Die Fähre "Asia Philippines", 1000 BRZ, musste nach Ausbruch eines Feuers im Restaurant nach Cebu zurückkehren. 2 Stunden zuvor war das Schiff der Trans-Asia Shipping Lines nach Ililo ausgelaufen. Das Feuer wurde rasch durch die Besatzung gelöscht, die 223 Passagiere blieben unversehrt. Das Restaurant wurde schwer beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.01.2006

Diskussion um Schuld an Kollision von Greenpeace-Schiff

Nach der Kollision der "Arctic Sunrise" mit der "Nisshin Maru" streiten jetzt die Kollisionsgegner, wer Schuld ist. Für Greenpeace war die Sache klar. Als die "Arctic Sunrise" am 7.1. in die Flanke des Walfangschiffes "Nisshin Maru" gekracht war, sagte der Kapitän: "Es gab keine anderen Schiffe in der Gegend, und es gab keinen Grund, direkt auf uns zuzusteuern." Die Walfänger hätten das Greenpeace-Schiff vorsätzlich gerammt. Die Walfänger behaupten, das Greenpeace-Schiff hätte die "Nisshin Maru" gerammt.
Die sogenannte Kollisionsverhütungsregel regelt die Sache zunächst eigentlich eindeutig: Wenn ein Schiff nicht "manövrierbehindert" ist, gilt auf See rechts vor links. "Manövrierbehindert" kann zum Beispiel ein Schiff sein, das gerade beim Fischen ist - die "Nisshin Maru" ist aber ein Fabrik-, kein Fangschiff und sollte deshalb eigentlich nicht die entsprechenden Zeichen gesetzt haben. Ist dies der Fall, hätte das Greenpeace-Schiff gewissermaßen Vorfahrt - und die Japaner wären schuld an der Kollision.
Andererseits zeigt ein Video, dass bei der "Arctic Sunrise", nachdem das Schiff anfänglich ruhig vor sich hin dümpelte, plötzlich eine wachsende Bugwelle zu erkennen ist. Das Schiff nehme Fahrt auf, hieß es in Expertenkreisen - und es nehme sogar Kurs nach Backbord, also auf die "Nisshin Maru" zu. Zudem sei das kleinere Greenpeace-Schiff sehr viel manövrierfähiger als das Fabrikschiff. Es sehe aus, als ob die "Arctic Sunrise" das japanische Schiff bewusst rammen wollte. "Ein Versenken der 'Nisshin Maru' wäre wahrscheinlich ganz im Sinne der Wale, aber nicht richtig im Sinne der Kollisionsverhütungsregel". Dennoch sei eine abschließende Beurteilung allein aufgrund der Aufnahmen nicht möglich - dazu seien weitere Daten wie Ruderlagen- und Maschinendaten, Funkverkehr und Daten der elektronischen Seekarte notwendig.
Regine Frenrichs von Greenpeace, die zum Zeitpunkt der Kollision in einem Schlauchboot auf dem Rückweg zur "Arctic Sunrise" war, schilderte die Ereignisse völlig anders: Die 'Nisshin Maru' habe zuvor längsseits neben einem Frachtschiff gelegen, das Walfleisch zum Festland zurücktransportieren soll. Sie sei dann einen engen 360-Grad-Kreis gefahren, um sich auf Kollisionskurs mit der "Arctic Sunrise" zu bringen. Die "Arctic Sunrise" habe Rückwärtsfahrt gemacht, habe aber nicht mehr rechzeitig abbremsen können. Die scheinbare Bugwelle könne daher rühren, dass das Schiff gerade in eine Welle hineingefahren sei. "Nach den Regeln der Kollisionsverhütungsregel ist die 'Nisshin Maru' eindeutig Schuld", sagt die Greenpeace-Aktivistin. "Wir haben überhaupt keine Veranlassung, diese Schiffe zu rammen." Ein australischer Seerechtsexperte unterstützte diese Darstellung. Das japanische Schiff habe "eine Situation herbeigeführt, in der das Greenpeace-Schiff nicht anders konnte, als es zu rammen.
Die "Arctic Sunrise" begleitet die japanische Walfangflotte in der Antarktis seit über zwei Wochen. Die "Nisshin Maru" ist ein Fabrikschiff, in dem die vom Fangschiff "Yushin Maru" erjagten Wale verarbeitet und verpackt werden. Das Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" war schon einmal mit eben diesem Fabrikschiff zusammengestoßen: Im Dezember 1999 kollidierten Walfänger und Aktivisten-Schiff, ebenfalls in der Antarktis. Auch damals gab es anschließend heftige Diskussionen darüber, wer nun eigentlich wen gerammt hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.01.2006

Fähre lief auf Strand von Ijmuiden

Ijmuiden / Niederlande - Am Morgen des 11.1. lief die Fähre "Envoy", 18653 BRZ, auf dem Wellenbrecher von Ijmuiden auf Grund. Das 150 Meter lange Schiff strandete im Hafenbereich gegen acht Uhr. Um 08.35 Uhr hatten Schlepper von SvitzerWijsmuller Salvage B.V. den Havaristen wieder frei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.01.2006
Kollision auf dem Mittellandkanal

Berkum - Am Morgen des 11.1. kollidierte das Binnenschiff "Aldebaran" aus Hamburg, als es auf dem Mittellandkanal das Kraftwerk Mehrum ansteuerte, gegen 05.30 Uhr mit dem aus Glückstadt kommenden, in Ballast fahrenden Schubverband "Jade Zen". Die mit 1700 Tonnen Kohle beladene "Aldebaran" wurde bei Kanalkilometer 199 in den Kollisionsgegner verkeilt mehrere hundert Meter über die Wasserstraße gezogen. Die 2-köpfige Besatzung der "Aldebaran" wie auch die vier Mann der "Jade-Zen" blieben unverletzt. Die Havaristen wurden an eine Kanalmauer gelegt. Es gab keinen Wassereinbruch. Mit schwerem mobilen Schweißgerät mussten die Schiffe dort wieder getrennt werden. Beide blieben trotz erheblicher Schäden oberhalb der Wasserlinie fahrtüchtig. Die "Aldebaran" konnte ihre Fahrt zum Kraftwerkskai später fortsetzen. Die "Jade-Zen" muss mit einem großen Leck in eine Werft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2006

Meyer-Werft lässt Wrackteile der "Norwegian Pearl" bergen

Emden / Cuxhaven - Das Zollboot "Hamburg" und das WSA-Mehrzweckschiff "Neuwerk" aus Cuxhaven sichern derzeit die Position 53°59,3 N und 008°13,95 O, auf der Teile des Kreuzfahrers "Norwegian Pearl" auf dem Elbgrund liegen. Die Schifffahrt wird nördlich an den mit Warntonnen gekennzeichneten, den Elbverkehr gefährdenden Wrackteilen vorbeigeführt. Wie inzwischen bekannt wurde, fuhren die an der Havarie beteiligten "Tor Dania" und "Ems Tug" aufgrund hinreichender Reviererfahrung ohne Lotsen. Die Wasserschutzpolizei Cuxhaven hat die Ermittlungen aufgenommen. Inzwischen hat die Meyer-Werft mitgeteilt, dass die Aluminium-Bauteile in ihrem Auftrag von einem Schwimmkran gehoben werden sollen. Zunächst hatte das WSA die Eigner der "Ems Tug" zur Räumung der Gefahrenstelle aufgefordert, die verwiesen jedoch auf die Meyer-Werft als Eigentümerin. Wann das Schiffbauteil geborgen wird, ist noch nicht bekannt. Die "Norwegian Pearl" für die Norwegian Cruise Line war im Oktober 2005 auf Kiel gelegt worden und soll Anfang 2007 an den Auftraggeber abgeliefert werden. Der Termin der Fertigstellung wird als nicht gefährdet bezeichnet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2006

Gestrandeter Bulkcarrier freigeschleppt

Südamerika - Der unter Panama-Flagge laufende, 26.195 BRZ große Bulkcarrier "Med Integrity" lief am 5. Januar im Parana-Fluss in Argentina, Brasilien, auf Grund. Die Bergungsfirma Tsavliris Salvage (International) Ltd. wurde am 10.1. mit dem Freischleppen des mit 34.000 Tonnen Weizen beladenen, 1984 erbauten Schiffes beauftragt. Dies gelang am 10. Januar. Das Schiff ging unmittelbar darauf wieder in Fahrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.01.2006

Sektion von Luxusliner "Norwegian Pearl" landete auf Nordseegrund

Cuxhaven / Emden - Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt, als am 10.1. der für Cuxhaven bestimmte RoRo-Frachter "Tor Dania" einen für die Emder Meyer-Werft bestimmten Schleppzug rammte. Der unter portugiesischer Flagge registrierte Schlepper "Ems Tug" mit dem Anhang "Emsponton 7" kreuzte in dem Moment das Fahrwasser im Bereich der Außenelbe zwischen den Fahrwassertonnen 1 und 3. Er war vom Nord-Ostsee-Kanal in Richtung Emsmündung unterwegs gewesen.
Dieses Manöver erkannte die England heranrauschende Fracht-Fähre "Tor Dania" zu spät. Der Wachoffizier sah nicht, dass die Kontakte vor ihm ein Schleppverband waren. Das 194 Meter lange RoRo-Schiff rauschte zwischen Schlepper und Ponton in den Schleppdraht. Dieser brach sofort, und in der Drehbewegung krachte der Ponton mit den großen Schiffssektionen gegen die Bordwand der "Tor Dania". Warum es zum Zusammenstoß kam, wird von der Wasserschutzpolizei in Zusammenarbeit mit der Verkehrszentrale nun ermittelt.
Die Ladung des Pontons, Sektionen der Werft Aluship in Danzig für den Schiffsneubau "Norwegian Paerl", Baunr. 669, der Papenburger Meyer-Werft, rissen dabei mittschiffs ein zwölf mal drei Meter großes Loch in die Backbord-Bordwand des Frachters, zwei Meter über der Wasseroberfläche. Stabilität und Sicherheit des Schiffes waren dadurch nicht gefährdet. Es konnte später die Fahrt nach Cuxhaven ohne Probleme fortsetzen, wo es für weitere Untersuchungen durch die Wasserschutzpolizei am Steubenhöft festmachen musste.
Das größere Problem: Der Ponton verlor bei dem Zusammenstoß eine 70 Tonnen schwere Schiffbausektion von 32 Metern Länge, 16 Metern Breite und vier Metern Höhe. Das gewaltige Bauteil aus Aluminium liegt jetzt 10 Kilometer nordwestlich von Cuxhaven auf dem Elbgrund am südlichen Rand des Fahrwassers, bei einer Wassertiefe von rund 23 Metern. Die Reederei der "Ems Tug" wurde aufgefordert, eine Bergung in die Wege zu leiten. Knapp eine Stunde dauerte es, bis die Besatzung des Schleppers den treibenden Ponton wieder eingefangen hatte. Gleich nach dem Unfall veranlasste das Wasser- und Schifffahrtsamt die Absicherung der Unfallstelle, zunächst durch die WSV-Schiffe "Neuwerk" und "Mellum" sowie durch Boote der Wasserschutzpolizei und des Zoll.
Im Laufe des Tages wurden Kardinaltonnen ausgelegt, die die Schifffahrt vor dem Unterwasserhindernis warnen sollen. Außerdem wurde das Wracksuchschiff "Atair" von Hamburg aus in Fahrt gesetzt, um die Unfallstelle zu vermessen "Unsere Leute sind vor Ort und nehmen sich der Sache an", hieß es bei der Meyer-Werft. Die Werft Aluship in Danzig hatte die Sektionen im Unterauftrag für Meyer gebaut. Während die an Bord verbliebenen Sektionen, darunter auch der Schornstein, weitgehend unbeschädigt sind, fürchten die Experten für die versenkte Sektion schlimmes. Sollte die Sektion zu stark beschädigt sein, muss schnellstmöglich Ersatz beschafft werden. Der Übergabetermin für die "Norwegian Pearl" im Frühjahr 2007 sei aber nicht gefährdet, sagte ein Werftsprecher.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2006

Bulkcarrier gestrandet

Südamerika - Der unter Panama-Flagge laufende, 26.195 BRZ große Bulkcarrier "Med Integrity" lief am 5. Januar im Parana-Fluss in Argentina, Brasilien, auf Grund. Die Bergungsfirma Tsavliris Salvage (International) Ltd. wurde am 10.1. mit dem Freischleppen des mit Weizen beladenen, 1984 erbauten Schiffes beauftragt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2006

Leichtern der "APL Panama" läuft an

Ensenada / Mexiko - Mit hoch auflaufender Flut soll am 14.1. versucht werden, die "APL Panama" zu bergen. Bis dahin sollen mehr als 10.000 Tonnen Ballastwasser und Öl geleichtert werden. Dazu wurde eine flexible Rohrleitung an den Strand verlegt, mit dem die Bunkerstoffe gepumpt werden sollen. Das Öl wird in Ensenada gelagert. Sechs Schlepper sollen das Schiff dann freibekommen. Falls der Versuch scheitert, wäre ein weiteres Zeitfenster am Monatsende. Ein Kran und eine Barge sollen zudem Container löschen. Ein Sikorsky Sky Crane Helikopter versorgt das provisorische Strandcamp an der Strandungsstelle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2006

Zwei Mann von Katamaran gerettet

Dominikanische Republik - Am 10.1. wurden zwei Amerikaner vom Frachter "Tokai" 55 Meilen nordwestlich von der Dominikanischen Republik gerettet, nachdem ihr Katamaran "Motion Ease" um 02.35 Uhr leckgeschlagen war. Der Schlepper "Monitor" fing den Notruf der Segler auf und leitete ihn weiter. Die "Tokai" war zu der Zeit 8,5 Meilen von dem 38 Fuß langen Katamaran entfernt und nahm Kurs auf das Boot, das um vier Uhr erreicht wurde. Es gelang, die Crew sicher zu übernehmen. Um 9 Uhr morgens erreichten die Schiffbrüchigen Caicos Island. Die halbgesunkene "Motion Ease" wurde zurückgelassen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2006

Nach Säuretankerunglück nur noch mit Doppelhülle

Hamburg - Nach dem Untergang des Chemikalien-Tankers "ENA 2" setzt die Norddeutsche Affinerie (NA) künftig zum Transport von Schwefelsäure im Hamburger Hafen Doppelhüllentanker ein. Ein entsprechender Transportvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren wurde mit der Reederei Dettmer abgeschlossen, teilte an 10.1. die NA mit. Die "ENA 2" war vor eineinhalb Jahren mit einem Containerschiff kollidiert und gesunken. Der damals betrunkene Kapitän des Tankers muss sich ab morgen vor Gericht verantworten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2006

Überladenes Kümo gesunken

Honduras - Honduranische Marineeinheiten retteten am 8.1. 22 Menschen, die von einem überladenen Frachter in die See gestürzt waren, als er kenterte. Die 25 Fuß lange "Painkira" war am Vortag aus La Ceiba im Norden des Landes mit Kurs aufs 300 Kilometer entfernte Puerto Lempira ausgelaufen, als es in rund 3 Meter hohe Wellen geriet und sank. Die 11 Passagiere und 11 Besatzungsmitglieder klammerten sich an aufgetriebene Trümmer, als die Hilfsschiffe, darunter auch örtliche Kutter, an der Unglücksstelle eintrafen. Die "Painkira" hatte Nahrungsmittel, einen Truck, zwei Auto, fünf Pferde und zwei Bullen an Bord und damit viel zu tief abgeladen. Alle Geretteten sind bei guter Gesundheit.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2006

Vergebliche Suche nach gesunkenem Patrouillenboot

Colombo / Sri Lanka - Am 8.1. wurde von der Marine Sri Lankas eine intensive Suche nach den 15 Opfern des Patrouillenbootes durchgeführt, das nach einem Bombenanschlag sank. Luftstreitkräfte hielten Ausschau nach Wrackteilen des Bootes, das von einem mit Sprengstoff bladenen Kutter gerammt worden war. Bisher verlief die Suche erfolglos. Nur zwei Mann des Bootes konnten gerettet werden, sie waren kurz vor dem Ramming am 7.1. über Bord gesprungen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2006

Indonesischer Kutter gesunken

Darwin, Nordterritorium / Australien - Das australische Kriegsschiff HMAS "Launceston" fand am 8.1. einen schwer angeschlagenen und sinkenden indonesischen Haifänger. Die Crew des Havaristen wurde von dem australischen Kutter "Jetline" aufgenommen und nach Darwin gebracht. Das indonesische Schiff war in einem starken Sturm zerstört worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.01.2006

Maltesischer Frachter rammte Kutter im Ärmelkanal

Dunkerque (Dünkirchen) / Frankreich - Der Frachter "Sichem Pandora" (unter maltesischer Flagge) hat Farbanalysen zufolge in der vergangenen Woche (5.1.) den französischen Kutter "Klein Familie" im Ärmelkanal gerammt und den Tod von fünf Fischern verursacht. Der Frachter wurde nach Bekanntwerden dieser Ermittlungsergebnisse in der Nacht zum Dienstag auf Wunsch der maltesischen Behörden im Hafen von Dunkerque (Dünkirchen) festgesetzt. Die französische Staatsanwaltschaft hatte am Montagabend mitgeteilt, dass sowohl auf Wrackteilen des Kutters als auch am Rumpf des Frachters Farbpartikel des jeweils anderen Schiffes identifiziert wurden. Die fünf Opfer des Schiffsunglücks hinterlassen vier Frauen und zwölf Kinder.
Pressemeldung vom 10.01.2006

Kollision vor Cuxhaven

Cuxhaven - Am 10.01.06 gegen 0:12 Uhr kreuzte ein Schleppzug bestehend aus dem Schlepper "Ems Tug" und dem Anhang "Emsponton 7" in der Elbansteuerung im Bereich der Tonne 1 und 3 das Fahrwasser. Dabei fuhr aus bislang noch ungeklärter Ursache der unter norwegischer Flagge fahrende RoRo-Frachter "Tor Dania" (Länge 194 m, Breite 25,10 m) zwischen dem Schlepper und dem Ponton hindurch. Der Schleppdraht wird hierbei von der "Tor Dania" erfasst und getrennt. Es kommt anschließend zu einer Havarie mit dem Ponton, bei der der "Tor Dania" ein 12 x 3 m großes Loch in die Außenwand, ca. 2 m oberhalb der Wasserlinie, gerissen wurde. Der Ponton verliert in Folge der Kollision eine Schiffbausektion (Länge: 32m, Breite 16 m, Höhe 4 m).
Die "Tor Dania" konnte weiterfahren und steuerte Cuxhaven an. Der Schlepper "Ems Tug" hat seinen Anhang gegen 1:16 Uhr wieder eingefangen und fährt ebenfalls nach Cuxhaven. Die Unfallstelle wurde sofort durch das Mehrzweckschiff "Neuwerk" des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Cuxhaven und das Zollboot "Hamburg" gesichert. Seit dem frühen Morgen ist das Mehrzweckschiff "Mellum" des WSA Wilhelmshaven vor Ort, um die Verkehrssicherung zu übernehmen und um die verlorengegangene Schiffbausektion zu suchen. Die "Mellum" hat mittlerweile mit Ihrem speziellen Sonargerät ein kompaktes Unterwasserobjekt orten können. Bei der Kollision wurden keine Personen verletzt, noch ist es zu einem Austritt von Schadstoffen gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.01.2006

Haftstrafen verhängt wegen New Yorker Fährunglück

New York / USA - Im Zusammenhang mit dem schweren Fährunglück in New York vor gut zwei Jahren ist der Dienst habende Schiffsführer am Montag zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht befand ihn der fahrlässigen Tötung und Falschaussage für schuldig. Ein Mitarbeiter der städtischen Verkehrsbehörde erhielt eine Haftstrafe von einem Jahr und einem Tag. Beide hatten sich schuldig bekannt.
Die Fähre zwischen Manhattan und Staten Island war am 15. Oktober 2003 ungebremst gegen eine Anlegestelle geprallt. Dabei kamen elf Menschen ums Leben. 70 Menschen wurden verletzt. Der stellvertretende Kapitän Richard Smith war hinter dem Steuerruder eingeschlafen. Nach dem Unfall hatte er versucht, sich umzubringen.
Smith hatte erklärt, er sei an dem Unglückstag erschöpft gewesen, weil er die vorangegangenen Nächte wegen Rückenschmerzen und einem kleinen Enkelkind zu Hause kaum schlafen konnte. "Ich werde es mein ganzes Leben bereuen, dass ich mich an diesem Tag nicht krank gemeldet habe", sagte Smith.
Auch der Fähr-Direktor Patrick Ryan wurde verurteilt. Er sei dafür verantwortlich, dass nicht wie vorgesehen jederzeit zwei Besatzungsmitglieder in der Nähe des Steuers waren. Der Kapitän war zum Zeitpunkt des Unfalls mit einem anderen Problem an Bord beschäftigt. Sein Fall wird getrennt verhandelt.
Pressemeldung vom 10.01.2006

Sportboot vor Holland gesunken und gehoben

Wielingen Noord, Holland / Niederlande - Am 7.1. sank das Sportboot "Ludin" nahe Wielingen Noord, Holland. Die Besatzung des Rettungsbootes "Zeemanshoop" aus Breskens barg die unterkühlte Besatzung. Das Wrack des Bootes wurde unterdessen von dem Bergungsschiff "Multra Salvor" und dem Schlepper "Walcheren" gehoben und auf dem Achterschiff des Bergungsschiffes nach Breskens gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.01.2006

Kutter sank vor Shinnecock

Shinnecock, Long Island, New York / USA - Am 3.1. kenterte der Trawler "Hail Mary II" vor der Soleau Marina in Shinnecock. Das Unglück ereignete sich gegen fünf Uhr morgens, als das Schiff mit 30.000 Pfund Fisch an Bord einlaufen wollte. Es hatte 4000 Gallonen Dieselöl in den Tanks. Nach dem Untergang lief nur wenig davon aus. Die im Shinnecock Inlet beheimatete "Hail Mary II" sank auf 50 Fuß Wassertiefe vor dem Wellenbrecher, nur einige Teile ragen aus dem Wasser. Die zweiköpfige Crew wurde schnell aus dem kalten Wasser gerettet, ein Mann hatte leichte Unterkühlungen, die im Central Suffolk Hospital behandelt wurden. Das 72 Fuß lange Schiff soll von einem Kran auf einer Barge gehoben werden, nachdem es unter Wasser an eine geschützte Stelle verschleppt wurde, und dann in einem Dock gelenzt. Schweres Wetter verhinderte aber bislang die Bergungsarbeiten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.01.2006

Seenotretter bis frühmorgens im Einsatz

DGzRS, Bremen - Bis in die frühen Morgenstunden war das Seenotrettungsboot "HERTHA JEEP" der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) im Einsatz für einen Fischkutter, der an der Südwestspitze der Insel Sylt manövrierunfähig in der Nordsee trieb. Das 18 Meter lange Schiff mit zwei Mann an Bord konnte gesichert und in den Hafen von Hörnum eingeschleppt werden.
Gegen 02.00 Uhr in der Frühe des Montagmorgen (09.01.2006) erreichte die SEENOTLEITUNG BREMEN der Hilferuf des Fischers: "Unser Netz blockiert den Propeller - wir sind manövrierunfähig!" Die Freiwilligen-Besatzung unter der Leitung von Vormann Michael Heinzius war in kürzester Zeit an Bord des Seenotrettungs­boots HERTHA JEEP. Trotz des wegen Ebbe und östlicher Winde extrem flachen Wassers waren die Seenotretter schnell vor Ort. Sie stellten eine Leinenverbindung her und schleppten den Fischkutter durch das tiefere Fahrwasser "Holtknop", ca. 4 Seemeilen (ca. 7,5 km) Richtung Hörnum, wo heute früh um 06.30 Uhr der Einsatz abgeschlossen wurde.
Auf der Nachbarinsel Amrum war von Sonntagfrüh bis kurz vor Mitternacht der Seenotkreuzer "
EISWETTE" unterwegs. Drei Krankentransporte auf die Nachbarinsel Föhr bzw. zum Festlandhafen Dagebüll forderten die Retter bis 23.30 Uhr.
Vor Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) kam am Sonntagabend im gefrierenden Eis des Fahrwassers "Vierendehlrinne" eine
Segelyacht mit zwei Personen an Bord fest. Das Seenotrettungsboot "STRALSUND" schleppte die Yacht kurz vor Mitternacht in den schützenden Hafen.
Quelle: DGzRS vom 09.01.2006

Erneut Fluss in China durch Öl verseucht: Chemiefrachter auf Gelbem Fluss gesunken

China - Nach der Umweltkatastrophe vom Sonntag auf einem Fluss in Zentralchina sind am Montag zwei weitere Unglücke mit gefährlichen Stoffen bekannt geworden. Auf dem Gelben Fluss trieb nach einem Leck in der Stadt Gongyi (Provinz Henan) ein 60 Kilometer langer Teppich aus Dieselkraftstoff flussabwärts in die Nachbarprovinz Shandong, wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete. Nach bisherigem Stand glimpflich verlief ein Schiffsunglück mit einem Chemiefrachter auf dem Jangtse-Strom.
Einige Wasserwerke entlang des Gelben Flusses hätten wegen des Diesel-Teppichs vorübergehend den Betrieb eingestellt, hieß es. Die Behörden hätten am Montag aber den Alarm aufgehoben.
Auf dem Jangtse-Strom kenterte ein Frachter aus Suqian (Provinz Jiangsu) mit 260 Tonnen Schwefelsäure. Die Chemikalie sei aber zunächst nicht ausgetreten. Rettungsschiffe versuchten den Gefahrgutfrachter zu bergen.
Am Sonntag war bekannt geworden, dass Abwässer mit hohen Konzentrationen des Schwermetalls Cadmium aus einem Hüttenwerk in der Provinz Huan den Xiangjiang-Fluss stark verunreinigt hatten. Die Verschmutzung des Nebenarms des Jangtse-Stromes sei noch nicht behoben. Die Behörden gingen aber davon aus, dass die Trinkwasserversorgung für die Städte Zhuzhou, Xiangtan und die Sechs- Millionen-Metropole Changsha möglicherweise doch nicht unterbrochen werden muss, wie zunächst befürchtet worden war.
Flussaufwärts war zusätzlich Wasser aus Stauseen in den Fluss geleitet worden, um die Giftkonzentrationen abzuschwächen. Der Überlauf an zwei Abwasserseen nahe des Hafens Lao Xiawan bei Zhuzhou, wo die Ursache des Unglücks lag, wurde gestoppt. Mit Kalk und anderen Chemikalien wird versucht, das Cadmium in den Seen zu bekämpfen. Das giftige Abwasser wird in eine Aufarbeitungsanlage in dem Hüttenwerk gepumpt. Die schwere Verschmutzung war durch das unsachgemäße Ablassen der Abwässer in den Fluss verursacht worden, wie die Umweltbehörden berichteten.
Pressemeldung vom 09.01.2006

Zwei irische Ruderer nach Schiffbruch im Atlantik gerettet

Dublin / Irland - Zwei irische Ruderer hätten die Teilnahme an einer Atlantik-Überquerung beinahe mit dem Leben bezahlt: Wie die US-Küstenwache am Montag mitteilte, erlitt das Team, das aus dem 34-jährigen Ciaran Lewis und dem 28-jährigen Gearoid Towey bestand, bei der Überfahrt von der Kanaren-Insel La Gomera Richtung Antigua auf den Antillen mitten auf dem Atlantik Schiffbruch. Die Küstenwache alarmierte daraufhin den spanischen Tanker "Hispania Spirit", der die beiden am Sonntag aus den Fluten fischte. Lewis und Towey überlebten das Abenteuer den Angaben zufolge unverletzt, zeigten sich aber "ein wenig schockiert". Sie waren Ende November mit 24 weiteren Teams zu der Tour über den Atlantik aufgebrochen.
Pressemeldung vom 09.01.2006

Kutter vor Cape Cod gesunken

Provincetown, Cape Cod Bay / USA - Am 8.1. funkte der 38 Fuß lange Kutter "Kathy Elizabeth" aus Scituate sieben Meilen nördlich von Provincetown, Cape Cod Bay, Mayday. Das Schiff hatte Wassereinbruch im Heck und begann zu sinken. Die vierköpfige Besatzung legte Überlebensanzüge an und ging in eine Rettungsinsel. Eine Viertelstunde später wurden die Schiffbrüchigen von einem Hubschrauber aus Cape Cod der amerikanischen Küstenwache gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.01.2006

Brennender Kutter vor US-Küste gesunken

Billingsgate Shoal / USA - Am 6.1. funkte der 55 Fuß lange Kutter "Hizzoner" gegen 06.50 Mayday, nachdem vor Billingsgate Shoal ein Feuer ausgebrochen war. Die beiden Besatzungsmitglieder legten Überlebensanzüge an, nachdem ihr Versuch, das Feuer zu bekämpfen, bereits nach wenigen Minuten gescheitert war. Sie wurden um kurz nach sieben Uhr von dem 44 Fuß langen Kutter "Miss Integrity" aus Orleans, Massachussetts, unversehrt aus einer Rettungsinsel geborgen, in die sie sich anschließend geflüchtet hatten. Zwei Rettungsboote aus Cape Cod und Provincetown übernahmen sie später und brachten sie nach Cape Cod Canal. Die zunächst um das brennende Schiff eingerichtete 1000-Yard-Sicherheitszone wurde aufgehoben, nachdem der Havarist gesunken war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.01.2006

Kutter hilflos vor Clearwater

Clearwater, Florida / USA - Der 35 Fuß lange Kutter "Fishin Chip's" hatte in schwerer See 67 Meilen westlich von Clearwater am 6.1. Wassereinbruch. Die Schiffselektrizität brach zusammen, sodass das Schiff, das sich heftig überlegte, nicht gelenzt werden konnte. Ein Hubschrauber aus Clearwater winschte einen Rettungsschwimmer samt Lenzpumpe ab, mit der der Havarist gelenzt werden konnte. Danach wurde das Rettungsboot "Angler Management" herangeführt, um die Bordelektrizität wieder herzustellen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.01.2006

Verdächtiger Frachter nach Kutteruntergang untersucht

Dunkerque (Dünkirchen) / Frankreich - Nach dem Untergang eines französischen Kutters im Ärmelkanal wurde der unter maltesischer Flagge fahrende Frachter "Sachem Pandora" in Dunkerque als möglicher Unfallverursacher untersucht. Nur ein 20 Jahre alter Seemann konnte nach dem Untergang des 14 Meter langen Trawlers am 5.1. nordwestlich des Cap de la Hague gerettet werden. Nach fünf Vermissten blieb die Suche auch am 6.1. erfolglos. Die "Sachem Pandora" war auf dem Weg von Sfax in Tunesien zum niederländischen Vlissingen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.01.2006

Bergung der "APL Panama" wird vorbereitet

Ensenada / Mexiko - Der nächste Versuch, die "APL Panama" freizuschleppen, soll Mitte dieses Monats starten. Sechs Schlepper sollen sich dann vor das Schiff spannen. Bis dahin wird es durch Leichtern von Bunkeröl und Ballastwasser deutlich erleichtert. Eine provisorische Straße wurde zur Strandungsstelle eingerichtet, um Tanklastern die Zufahrt zu ermöglichen. Generatoren wurden von Helikoptern auf dem Schiff abgesetzt, um die Bordenergie in Unterkünften und im Kühlbereich sowie die Maschinenanlage bei den bevorstehenden Schlepparbeiten aufrechtzuerhalten. Der Kapitän sagte inzwischen aus, er habe keinerlei Absicht gehabt, den Hafen, wie unterstellt, ohne Lotsen anzulaufen und war sich der Regularien voll bewusst. Das Schiff sei klar zur Lotsenübernahme gewesen, als es auf Grund lief.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.01.2006

Giftstoffe von "CP Valour" entfernt

Azoren / Portugal - Alle Giftstoffe, das gesamte Bunkeröl und brennbares Material wurden bis Jahresbeginn vom Wrack des gestrandeten Containerfrachters "CP Valour" entfernt. Die Abwrackarbeiten werden voraussichtlich bis August 2006 dauern. Derzeit hat das Schiff eine Steuerbordschlagseite von 16 Grad. Alle Frachträume und der Maschinenraum stehen unter Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.01.2006

Frachter mit Pottasche gesunken

Navi Bandar / Indien - Am 3.1. sank vor dem Hafen von Navi Bandar nahe Porbandar der Frachter "Divya Heera" auf dem Weg von Porbandar nach Calikut in Kealawith. Das Schiff hatte eine Besatzung von 12 Mann und eine Ladung von 350 Tonnen Pottasche an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.01.2006

Greenpeace-Schiff kollidiert mit japanischem Walfänger

Antarktis - In der Antarktis ist am Sonntag ein japanischer Walfänger mit einem Greenpeace-Schiff zusammengestoßen. Die "Arctic Sunrise" sei von dem Walfangschiff "Nisshin Maru" absichtlich gerammt worden, teilte der Leiter der Greenpeace-Aktion, Shane Rattenbury, mit.
An Bord des Greenpeace-Schiffes befanden sich zu diesem Zeitpunkt 25 Personen. Verletzt wurde niemand. Der Bug des Schiffs wurde eingedrückt. Kurz vor der Kollision näherten sich Greenpeace-Aktivisten in Schlauchbooten einem japanischen Versorgungsschiff der Walfangflotte und schrieben den Schriftzug «Whale meat from sanctuary» (Walfleisch aus dem Schutzgebiet) an die Bordwand. Die "Arctic Sunrise" sei zu diesem Zeitpunkt mehr als einen Kilometer von der "Nisshin Maru" entfernt gewesen, sagte Rattenbury dem australischen Rundfunksender ABC. «Es gab keine anderen Schiffe in der Gegend, und es gab keinen Grund, direkt auf uns zuzusteuern.»
Die "Arctic Sunrise" begleitet die japanische Walfangflotte in der Antarktis seit nahezu zwei Wochen. Obwohl Australien die Antarktis zum Schutzgebiet erklärt hat, hat die Internationale Walfangkommission (IWC) den Fang von 850 Zwerg- und zehn Finnwalen zu wissenschaftlichen Zwecken genehmigt. Kritiker sehen darin aber nur einen Vorwand, da das Fleisch in Japan für die Zubereitung in Restaurants verkauft wird.
Pressemeldung vom 08.01.2006

Kreuzfahrtschiff auf der Donau auf Grund gelaufen

Vilshofen - Auf der Donau in Niederbayern ist das Kreuzfahrtschiff "Beethoven" auf Grund gelaufen und leck geschlagen. Die über 100 Passagiere wurden mit kleineren Booten an Land gebracht. Sie müssen nun vorerst in einer Turnhalle Quartier beziehen. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Bei dem Havaristen wird nun zunächst der Treibstoff abgepumpt. Danach soll das Schiff wieder freigeschleppt werden.
Quelle: MDR vom 07.01.2006
Nachtrag
Mit 114 britischen Passagieren lief am Abend des 7.1. um 19.02 bei Einöd in Niederbayern der Flusskreuzfahrer "Beethoven" auf der Donau auf Grund. Dabei schlug ein 75-Tonnen-Betriebsstofftank leck. Zeitweilig drohte zudem die Maschinenanlage des 16 Millionen Euro teuren Vier-Sterne-Schiffes der französischen Reederei CroisiEurope aus Straßburg auszufallen. Daraufhin wurde erwogen, die Fahrgäste mit kleineren Booten an Land zu bringen. Kurz darauf waren Feuerwehren, Wasserwachten, Polizei, Wasserschutzpolizei, Rettungsdienste - insgesamt rund 150 Leute - am Donauufer und bereiteten sich auf eine Evakuierung der 114 Passagiere und 34 Besatzungsmitglieder vor. Der Bürgermeister orderte Busse an die Anlegestelle Vilshofen. Als Übernachtungsmöglichkeiten wurden Hotels und die Ritter-Tuschl-Schule anvisiert. Nach provisorischer Leckabdichtung konnte das Schiff aber aus eigener Kraft zu der Anlegestelle in Vilshofen zurückkehren, wo es kurz nach Mitternacht festmachte. Die Passagiere konnten die Nacht auf dem Schiff verbringen. Die "Beethoven" war vermutlich aus dem Fahrwasser des Flusses geraten und dann auf einen Felsen aufgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.01.2006

Marineboot vor Sri Lanka versenkt
15 Soldaten bei Anschlag getötet

Colombo / Sri Lanka - Nach dem blutigsten Selbstmordanschlag auf das srilankische Militär seit dem Waffenstillstandsabkommen vor vier Jahren haben sich die Spannungen auf Sri Lanka weiter verschärft. Bei dem Angriff auf ein Patrouillenboot vor der Ostküste der Insel wurden in der Nacht 15 Seeleute getötet, zwei weitere Soldaten wurden verletzt aus dem Wasser gerettet. Nach Militärangaben werden drei Seeleute vermisst.
Ein mit Sprengstoff beladenes Fischerboot habe das Kanonenboot am frühen Morgen vor Trincomalee gerammt. "Das Boot ist explodiert, und wir glauben, dass es sich um einen Selbstmordanschlag der Befreiungstiger von Tamil Eelam handelt", sagte ein Ministeriumssprecher.
Zwei Patrouillenboote seien zum Zeitpunkt des Anschlags in den Gewässern vor dem Hafen von Trincomalee gekreuzt, sagte der Sprecher. Die Besatzung des zweiten Bootes habe den Anschlag beoachtet. Die zwei verletzten Seeleute seien von dem zweiten Boot aufgenommen worden.

Pressemeldung vom 07.01.2006
Nachtrag
Bei dem betroffenen Schiff handelt es sich um das ehemalige israelische Schnellboot "Dvora", das 1988 erbaut wurde und 37 Knoten lief.

Matrosen im Ärmelkanal vermisst

Lille / Frankreich - Nach der Havarie eines französischen Fischkutters im Ärmelkanal vermuten die Behörden, dass eine Kollision mit einem anderen Schiff die Unglücksursache war. Untersucht werde ein unter maltesischer Flagge fahrender Frachter in Dunkerque, der in den Unfall verwickelt sein könnte, teilten die Schifffahrtsbehörden am Freitag in Lille mit. Nach fünf vermissten Seeleuten des Fischkutters wurde unterdessen am Freitag weiter gesucht. Ein 20 Jahre alter Seemann konnte nach dem Untergang des 14 Meter langen Trawlers am Donnerstag nordwestlich des Cap de la Hague gerettet werden. Der verdächtigte Frachter "Sachem Pandora" war auf dem Weg von Sfax in Tunesien zum niederländischen Vlissingen.
Quelle: N24 vom 06.01.2006

Gestrandeter Fischer gerettet

New Orleans/ USA - Am 5.1. konnte ein Küstenwachhubschrauber einen überfälligen Seemann nahe Main Pass, 20 Meilen östlich von Venice, retten. Sein Schiff war beim Krabbenfang gestrandet. Sein Vater meldete ihn am 4.1. um 15 Uhr vermisst. Da der Fischer eine detaillierte Fahrtroute hinterlassen hatte, konnte ein Dolphin Helikopter aus New Orleans ein präzise eingegrenztes Suchgebiet abfliegen und entdeckte dann ein Signalfeuer. Wenig später wurde der Fischer unversehrt aufgewinscht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.01.2006

Noch 30 Schiffe vor New Orleans gestrandet

New Orleans/ USA - Der am 29. August im Hurrikan Katrina gestrandete honduranische Frachter "Carribean Clipper" soll nun durch einen nahe New Orleans gebaggerten Kanal geborgen werden. Bis zum 5.1. wurde ein 50 Fuß breiter und 15 Fuß tiefer Kanal für das 179 Fuß lange, mit Autos beladene Schiff gegraben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.01.2006

Gesunkener Dampfoldtimer gehoben

Enkhuizen / Niederlande - Die mit 700 Tonnen Hebekapazität ausgestatteten Schwimmkräne "Atlas und "Ajax" hoben jetzt das gesunkene holländische Dampfschiff "C. Bosman" in Enkhuizen. Die einstige "De Nederlander" war im Juli 2005 nahe der Schiffswerft Brouwer in Zaandam zur Restaurierung festgemacht worden. Kürzlich kenterte der Oldtimer und lag seither halb unter Wasser. Nach der Bergung wurde festgestellt, dass der Kiel des Schiffes gebrochen ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.01.2006

"Kariba" allein Schuld an "Tricolor"-Untergang

New York / USA - Die Kolllision zwischen dem Autofrachter "Tricolor" und der "Kariba" am 14.12.2002 im Ärmelkanal ist nach einem Urteil des U.S. District Court for Southern District of New York allein auf die "Kariba" zurückzuführen. Sie hatte plötzlich nach Steuerbord abgedreht und dann die "Tricolor" in die Seite getroffen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.01.2006

Bergung der "APL Panama" kann Monate dauern

Ensenada / Mexiko - Nachdem drei Schlepper aus Los Angeles es nicht schafften, die südlich von Ensenada gestrandete "APL Panama" freizuschleppen, wurde jetzt die Crowley MaritimeCorp. aus Florida mit der Bergung beauftragt. Bereits am 29.12. wurde die RE Staite Engineering Inc. of National City, die z.B. bei der Havarie der "Exxon Valdez" im Einsatz war, als Subunternehmen engagiert. Inzwischen sind drei kräftigere Schlepper vor Ort, aber zunächst muss Ladung mithilfe eines Mobilkrans geleichtert sowie das Bunkeröl abgepumpt werden. Beide Maßnahmen sollen das Schiff erleichtern, wird aber Zeit brauchen. Während hoher Tiden schwimmt die "APL Panama" bereits jetzt beinahe auf, aber während der Ebbesitzt sie fest auf dem Strand, auf den sie eine hohe Surf zuletzt noch weiter hinaufdrückte. Die Bergungsdauer kann Wochen, aber auch Monate betragen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.01.2006
Anmerkung:
Bei dem Containerschiff handelt es ich um die im Jahr 2000 für Hansamare in Fahrt gekommene "Mare Britannicum". Das unter Antigua-Flagge registierte Schiff war auf einer Reise vom kalifornischen Oakland nach Japan und weiter nach China. Beim Einlaufen in den mexikanischen Hafen Ensenada kam das Schiff auf Grund. Die genaue Ursache dafür konnte noch nicht geklärt werden.
Werft Hyundai Werft in Ulsan/Süd Korea
Schiffstyp Vollcontainerschiff
Containerstellplätze 4.038 TEU
Tragfähigkeit 52.330 tdw
Länge über alles 260,66 m
Breite auf Spanten 32,25 m
Tiefgang 12,50 m
Geschwindigkeit 26,0 kn
Ablieferung Dezember 2000
Schiff "APL Panama"

Flüssiggastanker stießen zusammen

Donges / Frankreich - Am 4.1. kollidierten die zwei LPG-Tanker "Happy Bride" und "Sigmagas" gegen 19.20 Uhr im Hafen von Donges in Nordwestfrankreich. 60 Tonnen Bunkeröl traten aus beschädigten Betriebsstofftanks aus. Die "Sigmagas" war zum Unglückszeitpunkt mit Butangas beladen. Beide Schiffe wurden in den Hafen eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 06.01.2006

Fischkutter kentert im Ärmelkanal - vier Seeleute verschollen

Cherbourg/ Frankreich - Beim Kentern eines Fischkutters im Ärmelkanal sind am Donnerstag möglicherweise vier französische Seeleuten ertrunken. Wie die zuständige Präfektur in Cherbourg mitteilte, fehlte von den Männern auch nach mehrstündiger Suche jede Spur. Ein fünfter Matrose konnte hingegen gerettet werden. An der Suche beteiligten sich ein Rettungshubschrauber und ein Flugzeug der französischen Marine. Den Angaben zufolge war der rund 15 Meter lange Kutter am Morgen gekentert. Die Ursache war zunächst nicht bekannt.
Pressemeldung vom 05.01.2006

Havarierte "Stavtank" erreichte Hamburg

Hamburg - Wie ein waidwundes Tier erreichte am 4.1. gegen 15 Uhr derhavarierte Tanker "Stavtank" in "Schleichfahrt" und mit Schlagseite den Hamburger Hafen. Der Bug lag fast bis auf Höhe Ankerklüsen im Wasser, dafürtauchte das Heck hoch aus. Am Rumpf war ein gut zwei Meter langer Riss knapp oberhalb der Wasserlinie sichtbar, der durch das Umtrimmen höher ausdem Wasser gekommen war. Auch die Aufbauten an der Backbordseite warne eingedrückt.
Bis Brunsbüttel konnte das Schiff nach seiner Kollision mit der "Tärnhav" zunächst begleitet vom Bergungsschlepper "Bugsier 15" mit eigener Kraft fahren. Dort erlaubten die Behörden unter strengen Auflagen die Weiterfahrt nach Hamburg. Dazu musste das Schiff mit Ballastwasser so getrimmt werden, dass das Leck deutlich aus dem Wasser kam. Zudem durfte das Schiff nur maximal 6 Knoten Fahrt machen. Üblichweise Weise fahren die Schiffe auf der Elbe fast doppelt so schnell. In Hamburg wurde gestern zunächst die Ladung von 7000 Tonnen Schmieröl am Vopak-Terminal nahe der Rethehubbrücke gelöscht. Anschließend soll das Schiff, das Hamburg häufiger anläuft, zur Reparatur in eine noch nicht benannte Werft.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05.01.2006

VOLVO OCEAN RACE - Pannenserie hält an

Kapstadt / Südafrika - Am Mittwochmorgen erwischte es zunächst die schwedische Yacht "Ericsson". Wegen Problemen mit der Kielaufhängung musste sie den Starthafen in Kapstadt ansteuern. "Wir hörten einen nicht identifizierbaren Knall. Später entdeckten wir, dass einer unserer Hydraulikzylinder gebrochen war", berichtete Skipper Neal McDonald (Großbritannien).
Am Mittag musste dann auch die zum Spitzentrio gehörende "
Brasil 1" umkehren. Das Boot aus Brasilien erlitt einen Rumpfschaden im Bereich des Cockpits. Beide Crews hoffen, nach den erforderlichen Reparaturen in das Race zurückkehren zu können. "Natürlich sind wir enttäuscht, wollen die Situation aber schnellstmöglich klären, um weiter im Volvo Ocean Race segeln zu können", so McDonald. Schon auf der ersten Etappe vom spanischen Vigo nach Kapstadt waren die US-Yacht Black Pearl und die spanische Movistar mit ähnlichen Problemen ausgefallen.
Die schnellsten der fünf noch im Rennen befindlichen Teams werden um den 16. Januar in Melbourne erwartet. In der Gesamtwertung führt mit 15 Punkten weiterhin das niederländischen Team ABN Amro One vor Brasil 1 (12,5). Am Ende des Feldes liegt die Crew der Pirates of the Caribbean, die ebenso wie das australische ING-Team fünf Zähler auf den Konto hat.
Pressemeledung vom 04.01.2006

Havarierte Frachter: Streit um Kosten der Verschrottung

Cuxhaven - Nach der Havarie vor rund einem Monat auf Ems und Elbe hat das Verschrotten der beiden Frachter "Maritime Lady" und "Eberswalde" begonnen. Gestritten werde in beiden Fällen noch, wer die Kosten dafür bezahlen muss, teilten das Havariekommando in Cuxhaven und das Wasser- und Schifffahrtsamt in Emden am Mittwoch mit. Trotz der momentan hohen Preise für Stahlschrott werde der Verkauf der zerlegten Schiffsstücke die Bergungskosten nicht decken. Nach der Havarie waren beide Frachter von ihren Eignern aufgegeben worden. Deshalb musste die Staatskasse die Beseitigung der Wracks zunächst im Voraus bezahlen.
Langer Rechtsstreit droht im Fall der "Maritime Lady"
Im Fall der vor Brunsbüttel gesunkenen "Maritime Lady" wird den Angaben zufolge ein langer Rechtsstreit mit der Reederei und deren Versicherung um die Erstattung der Bergungskosten in Höhe von einigen hunderttausend Euro gerechnet. Bei dem Binnenschiff "Eberswalde" müsse der Berliner Eigner für die rund 250.000 Euro teure Bergung aufkommen. Der Düngemittelfrachter hatte keine entsprechende Versicherung, wie es hieß. Die 80 Meter lange "Eberswalde" war am 29. November in die Emsböschung bei Ditzum gefahren.
Quelle: NDR vom 04.01.2006

300.000-Dollar-Boot aufgegeben

Taranaki / Neuseeland - 90 Kilometer vor der Küste von Taranaki, Neuseeland, musste die zweiköpfige Crew der Yacht "Xiphos" am 3.1. von ihrem Boot abgeborgen werden. Am Morgen des 4.1. wurden die Bergungsversuche für das 300.000 Dollar teure Schiff aufgegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.01.2006

Kollisionen im Nord-Ostsee-Kanal

Brunsbüttel - Viel Arbeit gab es am 3.1. für die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel. Dort traf der Tanker "Stavtank", 5378 BRZ, nach seiner Kollision mit der "Tärnhav" gegen Mittag im dortigen Ölhafen ein und wurde direkt gegenüber des am Vortags dort weegen schwerwiegender Sicherheitsmängel in die Kette gelegten britischen Tankers "Celtic Terrier" vertäut. Und in derselben Nacht rammte der deutsche Tanker "Octavia", 2143 BRZ, in der Kanalweiche Audorf eine Reihe von Dalben um. Die "Stavtank" war, wie berichtet, im Nebel gegen 01.15 Uhr nahe der Kanalweiche Breiholz vermutlich auf die falsche Fahrwasserseite geraten. Der von Brunsbüttel entgegenkommende schwedische Tanker "Tärnhav", 9860 BRZ, konnte nicht mehr ausweichen. Der für die Eisfahrt verstärkte Bug des 140 Meter langen Schwedentankers traf die Backbordseite der "Stavtank". Das für die Eisfahrt verstärkte Vorschiff der 140 Meter langen "Tärnhav" drang in das Achterschiff der "Stavtank" auf der Backbordseite am Übergang zwischen Ladetanks und Maschinenraum. Dort wurde der Rumpf oberhalb der Wasserlinie auf 3,5 Metern Länge beschädigt und eine 3x2 Meter grßes Leck gerissen. Mit dem überhängenden Schanzkleid des Vorschiffs schrammte die "Tärnhav" anschließend am Aufbau der "Stavtank" entlang, drückte einen Bordkran um, verbog die Aufhängung für das Rettungsboot und rammte die Kommandobrücke. Als Besatzungsmitglieder der "Tärnhav" nach dem Zusammenstoß das Vorschiff untersuchten, standen sie auf einmal in den Scherben der Brückenfenster der "Stavtank". Auf der Brücke der "Stavtank" kamen alle mit dem Schrecken davon. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei ist aber nichts von den 6600 Tonnen leichten Gasöls in den Ladetanks ausgetreten. Vorsorglich war auch die Feuerwehr Rendsburg alarmiert worden, da zunächst ein Wassereinbruch auf der "Stavtank" gemeldet wurde, der sich später aber als geplatzter Frischwassertank erwies. Nach dem Rammstoß lief die "Stavtank" in die Böschung und steckte auf Höhe des Kanalkilomters 47 fest. Der Kanal musste daraufhin zeitweise gesperrt werden. Nur kleinere Schiffe durften passieren. Fast ein Dutzend Schiffe mussten stundenlang in den Ausweichstellen warten. Erst als der Schlepper "Bugsier 15" aus Brunsbüttel in Breiholz eingetroffen war, konnte die "Stavtank" gegen 06.30 Uhr wieder flott gemacht werden. In Brunsbüttel soll jetzt entschieden werden, ob das Schiff seine Ladung in Brunsbüttel löschen muss oder die Reise nach Hamburg mit dem Gasöl an Bord fortsetzen kann. Das Schiff war zuvor bereits nach Schweden verkauft und sollte in Hamburg übergeben werden, um anschließend unter dem Charternamen "Betty Theresa" für Herning Tankers eingesetzt zu werden.
Hamburg zum Ziel hatte auch der erst wenige Monate alte deutsche Tanker "Octavia", 2143 BRZ, der gut zwei Stunden nach der Kollision um 03.25 Uhr in der Kanalweiche Audorf beim Aufstoppen 15 Dalben rammte. Drei dieser jeweils aus 16 Holzpfählen bestehenden Dalben fuhr das mit 3200 Tonnen Öl beladene, 80 Meter lange Schiff vollständig um, weitere wurden abgeknickt oder beschädigt. Die "Octavia" selbst trug Beulen auf 15 Metern Länge davon. Allein der Schaden an den Dalben beläuft sich nach ersten Schätzungen des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau auf 140.000 Euro. Wie hoch der Schaden an Tanker ist, steht noch nicht fest. Auch bei dieser Kollision ist die Ursache nicht geklärt. Fest steht aber, dass zum Unglückszeitpunkt in der Kanalweiche bei Audorf die Sichtweite durch Nebel auf unter 50 Meter gesunken war. Die "Octavia" setzte inzwischen ihre Fahrt von Estland nach Hamburg fort.
Die "Tärnhav" verließ den Kieler Hafen, den sie nach ihrer Havarie angelaufen hatte, in den Mittagsstunden mit Kurs Fredericia. Hier soll der Kollisionsschaden beseitigt werden.
Damit ist binnen weniger Tage bereits der zweite große Havarist nach der im Großen Belt verunglückten "Vertigo" in dem dänischen Ostseehafen eingetroffen und beschert den dortigen Werften Arbeit. am Haken Von Der Kollisionsgegner hat sich übrigens heute Mittag auf den Weg von der Total gen Ostsee gemacht in mit 3200 Tonnen Öl beladener Tanker hat am Dienstagmorgen im Nord-Ostseekanal bei einem Ausweichmanöver mehrere Pfähle gerammt und dabei einen Schaden von 140 000 Euro verursacht. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei ließ das 80 Meter lange Schiff in der Weiche Schacht-Audorf Gegenverkehr passieren. Dabei beschädigte es aus unbekannter Ursache die 15 Dalben. Zum Unfallzeitpunkt herrschte dichter Nebel. Der nur leicht beschädigte Tanker konnte seine Reise von Estland nach Hamburg fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.01.2006

Schiffbrüchige klammerten sich an gekentertem Kutter fest

Long Island, New York / USA -Am Morgen des 3.1. kenterte der Kutter "Hail Mary II" gegen 05.00 Uhr im Shinnecock Inlet vor Long Island, New York. Der Kutter "Cindi Sea" sichtete das umgeschlagene Schiff und verständigte die Küstenwache. Wenig später rettete es einen der Fischer, der vom Wrack fortgetrieben worden war. Die beiden weiteren Besatzungsmitglieder vermochten sich am Kiel festzuhalten, bis ein Rettungsboot ihnen zu Hilfe kam.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.01.2006

Yacht bei Sydney-Hobart-Race aufgegeben

Eden / Ostaustralien - 90 Meilen südöstlich von Eden, Ostaustralien, kenterte am Abend des 2.1. in hochgehender See die 11,6 Meter lange Yacht "Savcor". Die fünfköpfige Crew sandte einen SOS-Ruf aus, nachdem das Schiff 360 Grad durchgekentert war und sich wieder aufgerichtet hatte. Die Crew, vier Männer und eine Frau, erlitt leichte Verletzungen. Der mit Zement beladene Frachter "Goliath" legte sich in Luv des Havaristen, um das angeschlagene Boot zu schützen. Dann wurde die Besatzung gerettet, die Frau erlitt leichte Unterkühlungen. Die "Savcor" hatte als erstes rein schwedisches Boot am Sydney-Hobart-Race teilgenommen und lag zum Unglückszeitpunt an 5.Position ihrer Klasse.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.01.2006

Kollision im Nord Ostsee-Kanal

Nord-Ostsee-Kanal - Im Nord Ostsee-Kanal kam es in der Nacht zum 3.1. zu einer Kollision. Der Tanker "Stavtank" stieß auf Höhe Fischerhütte mit dem Frachter "Tärnhav" zusammen. Dabei wurde er an Backbord aufgerissen. Eskortiert vom Schlepper "Bugsier 15" nahm er Kurs auf Brunsbüttel. Der Kollisionsgegner "Tärnhav" lief aus eigener Kraft den Nordhafen in Kiel an.
Die beschädigte "Tärnhav" ist mittlerweile im Kieler Nordhafen eingetroffen. Die Beschädigungen am Vorschiff des in Ballast fahrenden Schiffes reichen vom Wulstbug bis zum Schanzkleid. Es könnte sich um Hydrauliköl der 5379 BRZ großen "Stavtank" handeln. Deren Ladung von 6.600 Tonnen leichtem Gasöl trat nicht aus. Diese hat im Bereich der Aufbauten an Backbord erhebliche Schäden davongetragen, als das offenbar die Kollision verursachende Schiff quer vor den Bug der "Tärnhav" lief. Zum Kollisionszeitpunkt herrschte Nebel im Kanal.
Die "Stavtank" wurde 1995 bei Malta Shipbuilding Co. Ltd. in Malta erbaut und gehört der O.H. Meling A/S Norwegen. Sie ist 115,1 Meter lang und 18,25 Meter breit.
Der Chemikalientaner "Tärnhav" ist 141,2 Meter lang, 21,6 Meter breit und hat 9 Meter Tiefgang. Er gehört der Tärntank Tankships Göteborg und wurde bei Shanghai Edward, Shanghai, erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.01.2006

Tanker rammt Pfähle im Nord-Ostseekanal

Brunsbüttel - Ein mit 3200 Tonnen Öl beladener Tanker hat am Dienstagmorgen im Nord-Ostseekanal bei einem Ausweichmanöver mehrere Pfähle gerammt und dabei einen Schaden von 140 000 Euro verursacht. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei ließ das 80 Meter lange Schiff in der Weiche Schacht-Audorf Gegenverkehr passieren. Dabei beschädigte es aus unbekannter Ursache die 15 Dalben. Zum Unfallzeitpunkt herrschte dichter Nebel. Der nur leicht beschädigte Tanker konnte seine Reise von Estland nach Hamburg fortsetzen.
Pressemeldung vom 03.01.2006

Besatzung von brennendem Holzfrachter
sprang über Bord

Sentosa, Singapur - Das indonesische Kümo "KM JA" aus Tembilahan geriet am 3.1. auf dem Weg von Indonesien nach Pasir Gudang 7,2 Kilometer östlich von Sentosa, Singapur, mit 7 Mann Besatzung in Brand. Das Schiff hatte eine Ladung von 100 Tonnen Holz geladen. Die Besatzung des hölzernen Schiffes rettete sich mit einem Sprung über Bord vor den Flammen. Nahestehende Schiffe und ein Küstenwachboot retteten die Schiffbrüchigen. Das halbgesunkene Wrack wurde aus dem Fahrwasser geschleppt und provisorisch vertäut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.01.2006

Brennender Frachter sank nahe Danube

Danube /Österreich - Die slovakische "Polana" sank am 2.1. nahe des Hafens von Danube. Zuvor war im Maschinenraum des Schiffes ein Feuer ausgebrochen, das die ganze Nacht weiterwütete. Versuche, es unter Kontrolle zu bringen, scheiterten, zumal befürchtet wurde, dass die "Polana" beim Fluten des Maschinenraums, wo das Feuer hauptsächlich brannte, sinken könnte. Dies tat sie letztlich auch so. Rund 40 Tonnen Treibstoff gingen mit auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.01.2006

Laderaum von deutschem Containerfrachter ausgebrannt

Aqaba /Jordanien - Der in Brand geratene Laderaum des liberianischen Containerfrachters "MOL Renaissance", 3100 tdw, ist praktisch völlig ausgebrannt. Die "MOL Renaissance" war am 21.12. aus Singapur ausgelaufen und auf dem Weg nach Genua in Italien, als das Feuer ausbrach. Das Schiff wurde daraufhin nach Aqaba in Jordanien umgeroutet, wo es Bergungskräfte mit Feuerlöschausrüstung erwarteten. Der Frachter gehört der deutschen Oltmann Schiffahrtsgesellschaft und hieß ursprünglich "JPO Leo".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.01.2006

Tanker kollidierte mit Frachter

Awaji on Awaji Island /Japan - Der 699 BRZ große Tanker "Kannon Maru No. 8" kollidierte am Neujahrstag mit dem Frachter "Taisei Maru", 698 BRZ,. Das Unglück ereignete sich 5 Kilometer westlich von Awaji on Awaji Island in der japanischen Hyogo Präfektur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.01.2006

Wasserschutzpolizei stoppt maroden englischen Tanker

Brunsbüttel - Die Wasserschutzpolizei in Brunsbüttel hat am Montag einem maroden englischen Tanker die Weiterfahrt durch den Nord-Ostseekanal verboten. Das 142 Meter lange Schiff war mit einem Motorschaden in die Schleuse geschleppt worden. Ein Schiffsoffizier vertraute sich den Beamten an und gab Hinweise auf weitere Mängel. Die Seeberufsgenossen-schaft im Hamburger Hafen hatte bereits am Wochenende bei einer Kontrolle Mängel festgestellt und dem Schiff nur unter Reparaturauflagen die Reise nach Lettland erlaubt.
Pressemeldung vom 02.01.2006

Historisches Schiffswrack identifiziert

Lake Erie / USA -Am 1. Januar 2006 wurde berichtet, dass Taucher ein 137 Jahre altes Wrack im Lake Erie lokalisiert haben. Es wurde mithilfe eines Sidescan-Sonars in 60 Fuß Wassertiefe ausgemacht. Es handelt sich um die 1867 erbaute Bark "Courtland", zu ihrer Zeit eines der größten Schiffe auf den Großen Seen. Dies konnte bei anschließenden Tauchgängen herausgefunden werden, als es gelang, die Schiffsglocke zu finden. Die 173 Fuß lange "Courtland" war am 20.6.1868 nach Kollison mit dem Passaigerdampfer "Morning Star" gesunken, wobei 38 Menschen starben. Das Rig, Anker und Masten waren anschließend geborgen worden, doch das Schiffswrack geriet dann in Vergessenheit. Nun wird geplant, Glocke und Gallionsfigur im Frühjahr zu bergen und in der Great Lakes Historical Society dauerhaft zu präsentieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.01.2006

In Rekordzeit Schleusentor ausgetauscht

Bremerhaven-Überseehäfen - Schon im Laufe dieses Tages könnte der seit Freitagfrüh blockierte Hafenbetrieb wieder aufgenommen werden, zeigte sich Bremenports-Sprecher Rüdiger S Staats, "sind wir im Auswechseln der Schleusentore routiniert durch regelmäßige Wartungen."
Das verbeulte alte Schleusentor war in der Ntaats gestern Abend überraschend optimistisch. Bereits in der Nacht werde das Ersatztor getestet. "Auch wenn so eine Kollision nicht das Übliche ist", sagtacht zu Silvester samt seinem Unterwagen mit drei Schleppern, einem Taucher und sieben Maschinisten aus seiner Tornische ausgedreht und im Hafenbecken wenig weiter vorerst deponiert worden. "Wie es aussieht", meinte Staats, "ist es nicht schrottreif, sondern wird wieder als Ersatztor flott gemacht." Dazu werde das havarierte alte Tor noch in der Nacht durch das inzwischen verankerte neue hindurchgeschleppt, zur alten Kohlenpier, Platz 6.
Warum die "Isolde" der Reederei Wallenius Wilhelmsen überhaupt ins Binnenhaupt gerummst ist, ermittelt nun die Wasserschutzpolizei. Es geht um gut 420 000 Euro Schaden durch den lahmgelegten Schiffsbetrieb.
Pressemeldung NZ vom 01.02.2006

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