S e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e
November 2 0 0 5

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Schiffsuntergang
letzte Änderung: 30. November 2005

Binnenschiff auf der Ems gesunken

Emden -Nur kurze Zeit nach der Havarie der "Ilona M" in der Ems kam es auf dem Fluss erneut zu einem Untergang: Aus noch nicht geklärter Ursache lief am Morgen des 29.11. gegen 8.30 Uhr auf der Ems das 80 Meter lange Binnenschiff "Eberswalde" aus dem Ruder und kollidierte mit einer Dalbenreihe vor dem Emssperrwerk. Das in Berlin beheimatete schlug dabei leck und sank innerhalb von nur wenigen Minuten vollständig. Nur bei Ebbe ragen einige Teile aus dem Wasser. Die beiden Besatzungsmitglieder konnten sich in einem Beiboot unversehrt in Sicherheit bringen und wurden vom Tonnenleger "Gustav Meyer" aufgepickt. Die Schifffahrt auf der Ems ist durch das Wrack nicht beeinträchtigt, da das gesunkene Schiff nicht in der Fahrrinne liegt. Die Ems wurde nach einer kurzen Sperrung gegen 11.45 Uhr für den Verkehr wieder freigegeben. Die mit 1000 Tonnen Kaliumphosphat für Haldensleben beladene "Eberswalde" kam aus Emden und war in Richtung Leer unterwegs, als sie aus dem Ruder lief. Der Kapitän versuchte daraufhin, sein Schiff an der Dalbenreihe vor dem Sperrwerk festzumachen. Dabei prallte das Binnenschiff aber wegen des Flutstroms mit dem Dalben und wurde aufgerissen. Wasserschutzpolizei und Wasser- und Schifffahrtsamt sicherten die Unglücksstelle mit Wracktonnen ab. Eine Gefährdung der Umwelt bestand nach Einschätzung der Behörden bis zum Abend nicht. Das Düngemittel, das aus dem Frachtraum austrat. sei für die Umwelt nicht schädlich, die rund 5 Tonnen Treibstoff würden sich noch im bisher nicht beschädigten Tank befinden. Das Schiff selbst liegt stabil auf Grund. Am 30.11. sollen die Bergungsarbeiten eingeleitet werden. Die "Eberswalde" soll so schnell wie möglich gehoben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.11.2005

Bergung gesunkener Ölbarge verzögert sich

Texas / USA - Raues Wetter behindert die Bergungsarbeiten an der gesunkenen Barge "DBL 152". Am 29.11. gelang es Tauchern aber, Leitungen zum Leichtern der Ladung neu zu installieren. Bevor das Wrack geborgen wird, soll ein Großteil der Ladung abgepumpt werden. Drei Tanks der "DBL 152" sind leckgeschlagen. Sie enthielten ursprünglich 1309000 Gallonen Öl, von denen das meiste ausgelaufen ist. Wegen des schlechten Wetters mussten die Hilfsschiffe wiederholt in einen 30 Meilen entfernten Hafen ablaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.11.2005

Risse legen Autotransporter lahm

Durban / Südafrika - Der in Hongkong registrierte, norwegischen Eignern gehörende Autofrachter "Dyvi Baltic", 39043 BRZ, musste nach dem Auftreten von Rissen in Durban repariert werden. Das 1989 erbaute Schiff hatte mit Problemem an der Ruderanlage den Hafen angelaufen. Bei der folgenden Inspektion wurde festgestellt, dass ein Riss das Ruder und die Schiffssicherheit gefährdete. Um das Ruder muss nun ein Kofferdamm errichtet werden, da die Dockkapazitäten in Durban, East London und Kapstadt für Wochen im Voraus ausgebucht sind. Der Autotransporter wird für rund einen Monat ausfallen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.11.2005

Motorboot vor England gesunken

Humber-Mündung / GB - Am Nachmittag des 29.11. geriet das Motorboot "Brian Hartley" vor der Humber-Mündung in Brand. Die Flammen wurden von zahlreichen Augenzeugen gesichtet, die das Rettungskoordinationszentrum anriefen. Einer der Notrufe kam auch vom Boot selbst, dass leck geschlagen war. Sofort wurde das RNLI-Boot aus Whitby in Marsch gesetzt und ein Pan Pan-Ruf verbreitet, auf den das Kriegsschiff "Severn" reagierte. Das Rettungsboot barg die vierköpfige Crew von dem 60 Fuß langen Havaristen ab. Sie hatte bereits Rettungswesten angelegt und bereitete das Aussetzen einer Rettungsinsel vor. Während der Rettungsaktion machte die "Severn" standby. Wenig später sank die "Brian Hartley".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.11.2005

"Kiperousa"-Schwester wieder in Fahrt

Padang, Sumatra - Am 29.11. gegen 16 Uhr wurde der vor Padang, Sumatra, gestrandete Frachter "Spirit of Alpha" von Svitzer Wijsmuller Salvage an seine Eigner zurückgegeben. Das zwischenzeitlich geleichterte Schiff war nach seiner Bergung wieder beladen worden. Tauchinspektionen hatten ergeben, dass der Rumpf seetüchtig war, sodass die Weiterreise angetreten wertden kann. Nach der Übergabe ging die "Spirit of Alpha" sofort in Fahrt. Sie hat ihre Strandung besser überstanden als das unlängst vor Südafrika verloren gegangene Schwesterschiff "Kiperousa". Der Bergungsschlepper "Albatros" machte sich mit der vor Ort benutzten Ausrüstung auf den Weg zu seiner Basis in Singapur.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.11.2005

Kümo in Schweden geborgen

Otterbaecken / Schweden - Am 28.11. wurde das in Schweden gestrandete Kümo "Allora" im ersten Anlauf geborgen. Das schwedisch-holländische Bergungsteam hatte bis zum 28.11. gegen 11.15 Uhr 220 der insgesamt 620 Tonnen Ladung geleichtert. Danach wurde der Havarist freigeschleppt und in Otterbaecken an die Eigner zurückgegeben. Sie hat durch die Strandung erheblichen Schaden am Vorschiff erlitten. Im Hafen wurde sie nach der Bergung vollständig entladen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.11.2005

Barge sitzt weiter fest

Richmond, Virgina / USA - Die Barge "Piney Point", die am 28.11. gegen 04.30 Uhr fünf Meilen südlich von Richmond gestrandet war, wurde am Tag nach der Havarie von Tauchern inspiziert, um einen Weg zum Abdichten des Lecks zu erkunden. Vor der Bergung soll die mit Asphalt beladene Barge stabilisiert und geleichtert werden. Der Küstenwachkutter "Chock" aus Protsmouth, Virginia, ist an der Unglücksstelle und überwacht die Sicherheitszone.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.11.2005

Frachter liegen nach Kollision beschädigt vor Sri Lanka

Colombo / Sri Lanka - Der panamaische Frachter "Shanghai Pride", 9055 BRZ, kollidierte am 12.11. gegen 23.40 Uhr 50 Meilen vor Galle vor der Südküste Sri Lankas mit dem Bulker "Salam 4", 15990 BRZ. Das 1993 erbaute Schiff hatte 11500 Tonnen Reis geladen, die "Salam 4" Düngemittel. Beide Schiffe wurden erheblich beschädigt und gingen am Kollisionsort nahe Dondra Head vor Anker. Am 22.11. waren auf der "Salam 4" Reparaturarbeiten im Gange. Die "Shanghai Pride" traf am 14.11. vor Colombo ein. Sie soll von Wijsmuller Salvage BV/Sri Lanka Shipping Company Ltd geborgen werden, mit denen ein LOF unterzeichnet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30.11.2005

Untergang eines Polizeibootes vor Gericht

Wien / Österreich - Ein halbes Jahr nach der Kollision eines Polizeibootes mit einem slowakischen Schubverband, die ein Menschenleben gefordert hatte, fand am 29.11. der Prozess gegen den verantwortlichen Beamten statt. Nach der Kollision des Polizeibootes mit einem slowakischen Schubverband am 16. Juni war das Polizeiboot gesunken. Die Beamten sprangen von Bord, nur einer konnte jedoch gerettet werden, sein Kollege kam ums Leben. Dem Überlebenden wird nun fahrlässige Tötung vorgeworfen. Laut einem Gutachten war die Fahrweise des Polizeibootes nicht den nautischen Begebenheiten angepasst gewesen. Ein unkontrolliertes Fahrmanöver des Angeklagten könnte den Unfall ausgelöst haben.
Der Polizist wurde zu drei Monaten haft verurteilt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, die Verteidigung hat Berufung angemeldet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.11.2005

Sechs Flüchtlinge vor den Kanaren ertrunken

Madrid / Spanien - Vor den Kanaren sind am Montag mindestens sechs Flüchtlinge aus Afrika ertrunken, die in einem Boot Spanien erreichen wollten. Wie die Nachrichtenagentur Efe berichtete, sank ihr Schiff mit rund 50 Menschen an Bord 400 Kilometer südlich von Gran Canaria. Mehrere Schwerverletzte wurden Medienberichten zufolge per Hubschrauber ins Krankenhaus nach Las Palmas geflogen. Auf die kanarischen Inseln bewegte sich am Montag der tropische Sturm «Delta» zu, er brachte Windböen von mehr als 110 Kilometern pro Stunde mit sich.
Pressemeldung vom 28.11.2005

Hamburger Frachter nach Rettungsaktion getauft

Valencia / Hamburg - Wenige Tage nach der dramatischen Suchaktion nach der Segelyacht "Erika" in der Ägäis wurde der Hamburger Frachter "Santa Linea" nach seinem Eintreffen in Valencia offiziell getauft. Allerdings wird das 336 Meter lange 9200-TEU-Schiff der Reederei Claus-Peter Offen für die nächsten 12 Jahre den Namen tragen, den es auch während der stürmischen Jungfernfahrt bereits am Bug hatte: "MSC Chicago". So lange ist sie an die Mediterranean Shipping Company (MSC) verchartert. Bei der Tauffeier in Valencia ließ sich Reedereichef Claus-Peter Offen auch über die vorangegangene Suchaktion unterrichten. Messesteward Edgar Primo war dabei der Held des Tages. Bei der Suche nach der "Erika" bewies der Messe-Steward die besten Augen und entdeckte die Schiffbrüchigen als erster. Als die "MSC Chicago" Valencia anlief, kam Reedereichef Offen gleich an Bord, um sich von Edgar Primo persönlich über die Suchaktion unterrichten zu lassen. Der Reeder sagte, "Ich bin nicht nur Reeder, sondern selber begeisterter Segler, und mich interessiert natürlich, was in dieser Nacht passiert ist." Edgar Primo kommt von den Philippinen und ist eigentlich gelernter Funkoffizier. Weil die moderne Technik diesen Beruf aber überflüssig gemacht hat, arbeitet er heute als Steward. Er erinnerte sich: "Mein Dienst war eigentlich schon beendet, als ich von dem Seenotfall hörte. Kapitän Voskamp hat alle verfügbaren Leute auf der Brücke und an Deck verteilt, um Ausschau zu halten. Ich habe mein Ölzeug angezogen und wurde für die Backbord-Brückennock eingeteilt. Dort bekam ich einen Sektor zugewiesen. Es war eine stürmische und regnerische Nacht. Am Morgen hatte der Wind schon nachgelassen, aber wegen des Nieselregens war die Sicht sehr schlecht. Sehr große Hoffnung machten wir uns eigentlich nicht mehr, denn so eine zwölf Meter lange Yacht ist ja wirklich winzig klein und schwer zu finden. Plötzlich entdeckte ich durchs Glas einen weißen Punkt ziemlich genau voraus. Das konnte die "Erika" sein! Ich habe mich noch einmal versichert, daß dieser weiße Punkt nicht nur eine Schaumkrone auf den Wellen ist, und dann dem Offizier auf der Brücke Bescheid gesagt. Ich hatte recht, das war das vermisste Boot."
Kapitän Voskamp führte sofort die griechische Fregatte "Hydra" mit ihren zwei Helikoptern heran. Ronald Hanewald, 1. Offizier der "MSC Chicago, erklärte, warum der Containerfrachter nicht selbst die Schiffbrüchigen geborgen hatte: "Das wäre mit diesem großen Schiff ein sehr schwieriges Manöver gewesen. Die "Hydra" war ja nicht weit weg und ist viel wendiger. Die Griechen haben die Besatzung gerettet und, so weit wir sehen konnten, auch die treibende Yacht geborgen."
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.11.2005

Schlepperbrand in Rotterdam

Rotterdam / Niederlande - Am 28.11. geriet gegen 04.30 der Schlepper "Smit Rhone" im Rotterdamer Amazone-Hafen in Brand. Das Feuer brach im Maschinenraum aus. Der Schlepper "Texelbank", der nahe beim Unglücksort war, assistierte der "Smit Rhone". Er ging längsseits und half beim Löschangriff mit CO2. Auch die Patroulliebboote "RPA 15" und "RPA 16" kamen zu Hilfe.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.11.2005

Barge lief mit Asphalt auf Grund

Richmond, Virgina / USA - Am 28.11. lief die 250 Fuß lange Barge "Piney Point" mit rund 1,26 Millionen Gallonen flüssigem Asphalt auf dem Upper James River rund fünf Meilen südlich von Richmond, Virginia, auf Grund. Sie war von den Schlepper "Barbary Coast" geschoben worden, als sie gegen 04.30 Uhr nahe des Meade Landing State Park auf Grund lief. Umweltexperten der Küstenwache prüften die Lage. Ein Helikopter der Air Station Elizabeth City soll die Lage aus der Luft kontrollieren. Ein Tank der "Piney Point" schlug leck.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.11.2005

Kapitän nach Kollision verhaftet

Hofu / Japan - Am 27.11. wurde ein 77-jähriger Frachterkapitän aus Hofu,Yamaguchi Präfektur, verhaftet. Er wurde im Zusammenhang mit dem Untergang des Trawlers "Kazuyoshi Maru No. 3", 298 BRZ, der unterlassenen Hilfeleistung beschuldigt. Bei dem Unglück in der vergangenen Woche waren zwei Seeleute ums Leben gekommen. Nach Erkenntnissen der japanischen Küstenwache rammte das Schiff des Kapitäns, die "Kinei Maru No. 8", den Trawler in der Nacht zum 21.11. vor Hofu. Die beiden toten Fischer wurden später aus dem Wrack geborgen. Der Kapitän bestritt die Vorwürfe, er habe die Kollision überhaupt nicht wahrgenommen. Am Rumpf des Frachters waren später blaue Farbreste gefunden worden, die von der "Kazuyoshi Maru No. 3" stammten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29.11.2005

Leichte Kollision in der neuen Südschleuse Kiel-Holtenau

Kiel - Zwischen zwei Schiffen kam es heute, gegen 09:00 Uhr, zu einer leichten Kollision in der neuen Südschleuse Holtenau. Das MS " Sarah Rousing", Flagge: Dänemark, wollte in der Schleuse anlegen und fuhr dabei dem bereits festgemachten MS "Silver Pearl", Flagge: St. Vincent, mit der Bugspitze in das Heck. Das MS "Silver Pearl" hatte danach ein ca. 4 x 15 cm große Loch auf der Steuerbord-Seite. Das MS "Sarah Rousing" trug lediglich leichten Farbabrieb am Bug davon.
Beide Schiffe verlegten anschließend auf die Holtenauer Reede. Gegen das MS "Silver Pearl" sprach die Wasserschutzpolizei Kiel um 09:25 Uhr aus gefahrenabwehrenden Gründen ein Weiterfahrverbot aus. Um 10:15 Uhr wurde der Schaden von einem Beamten der SeeBG Kiel begutachtet. Nach erfolgter Notreparatur hob die SeeBG das Weiterfahrverbot gegen 11:30 Uhr auf und das MS "Silver Pearl" setzte seine Fahrt in Richtung Osten fort. Das MS "Sarah Rousing" konnte nach kurzer Schadensfeststellung und Sachverhaltsaufnahme seine Fahrt ebenfalls in Richtung Osten fortsetzen.
Als Ursache für die Kollision kann das nicht rechtzeitige Aufstoppen des MS" Sarah Rousing" gewertet werden, Personen wurden bei der Kollision nicht verletzt.
Quelle: Wasserschutzpolizeirevier Kiel vom 28.11.2005

Mindestens sechs Tote bei Bootsunglück in Chile

Santiago de Chile - Bei dem Untergang eines Motorbootes sind im Süden Chiles mindestens sechs Menschen ertrunken. Weitere 20 Menschen galten als vermisst, teilten die Behörden am Sonntag (Ortszeit) mit. Nur zwei Erwachsene und ein Jugendlicher hätten bisher gerettet werden können. Das Boot kenterete aus noch unbekannter Gründe auf dem See Maihue.
An Bord hätten sich überwiegend Schüler eines Internats befunden, die sich auf dem Rückweg aus dem Wochenende befanden. Die Zeitung «La Tercera» berichtete, das Boot sei nur für 20 Personen zugelassen gewesen. Taucher der Marine und Polizisten wurden in die abgelegene Region etwa 900 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago entsandt.
Pressemeldung vom 28.11.2005

Fährpassagier in Ärmelkanal gefallen - und durch Zufall gerettet

London / GB - Bei eisigen Temperaturen ist ein Passagier der Fähre "Pride of Dover" in den Ärmelkanal gefallen - und nur durch Zufall nach 45 Minuten gerettet worden. Wie die britische Küstenwache am Sonntag mitteilte, bemerkte die Besatzung der "Pride of Dover" nicht, dass der Passagier am Samstag auf der Überfahrt Richtung Calais über Bord ging. Er wurde eine dreiviertel Stunde später von der Besatzung der Fähre "Rodin" aus dem Wasser gezogen. Identität, Alter und Staatsangehörigkeit des Passagiers wurden nicht mitgeteilt. Den Rettern gab es Rätsel auf, dass der Passagier mit einer Rettungsboje über Bord gegangen war. Als er mit einem Rettungsboot aus dem Wasser geborgen wurde, litt der Mann an starker Unterkühlung. Er wurde mit einem Hubschrauber in das Margate-Krankenhaus in Kent geflogen.
Pressemeldung vom 27.11.2005

Massenstrandung vor New South Wales

New South Wales / GB - Die Rudernanlage des Kutters "San Giuseppe Star" fiel am 27.11. in rauer See zwischen Ulladulla und Bateman's Bay gegen 18.30 aus. Das Schiff strandete zusammen mit zwei weiteren verunglückten Booten sowie einer entmasteten Yacht an der Südküste von New South Wales. Ein zu Hilfe kommendes britisches Patroullienschiff hatte ebenfalls technische Probleme und landete gleichfalls auf dem Strand
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.11.2005

Boot vor Honolulu in Brand

Honolulu / USA - Am 27.11. brach morgens auf dem 25 Fuß langen Boot "Eye Catcher" eine Meile vor Koko Head ein Feuer aus. Um 08.50 Uhr wurde die Honolulu-Feuerwehr alarmiert. Ein Hubschrauber aus Barbers Point und ein Rettungsboot nahmen Kurs auf den Havaristen. Das Rettungsboot erreichte ihn um 09.4 Uhr und begann mit der Brandbekämpfung. Um 10 Uhr gab die dreiköpfige Crew der "Eye Catcher" ihr Boot auf und wurde von dem Hilfsschiff aufgenommen. Zwei kamen ins Straub Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.11.2005

Frachter in Schweden gestrandet

Vänern-See / Schweden - Am Morgen des 24.11. strandete der Frachter "Allora", 285 BRZ, bei schlechtem Wetter auf dem Vänern-See in Mittelschweden, rund 80 Kilometer ostnordöstlich von Göteborg. Das 1964 erbaute Schiff hat Sodakarbonat geladen. Es erlitt erhebliche Rumpfschäden, als es auf 58 47N, 13 11 O kurz nach Mitternacht festkam und im Bugbereich leckschlug. Die "Allora" war auf dem Weg von Danzig nach Otterbacken. Starker Wind verhinderte die Annäherung von Schleppern. Die Lenzpumpen vermochten den eindringenden erheblichen Wassermengen standzuhalten. Am 26.11. begann die Bergung. Ein Teil der Ladung muss geleichtert werden. Die Küstenwache ist vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.11.2005

Kutter vor Florida vermisst

Florida / USA - Am 25.11. suchte die US-Coast Guard nach dem 19 Fuß langen Kutter "Coabia Release Me" mit vier Mann Besatzung. Das Schiff war 12 Meilen vor New Smyrna Beach, Florida, auf Fangfahrt gewesen. Angehörige meldeten das Boot gegen 17.30 als überfällig, da es vier Stunden zuvor zurückerwartet worden war. Ein Rettungsboot aus Ponce Inlet, ein Hubschrauber und ein Suchflugzeug aus Clearwater sowie das Küstenwachboot "Shrike" aus Cape Canaveral nahmen die Suche nach dem Schiff in einem Bereich von 600 Quadratmeilen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.11.2005

Brennender Kutter sank im Sturm

Gloucester / USA -Am Morgen des 24.11. geriet der Kutter "Giovana" in einem Sturm vor Gloucester in Brand. Es hatte seinen ursprung im Maschinenraum. Als der Kapitän den Rauch sah und nach dem rechten schauen wollte, kamen ihm bereits die Flammen engegegen. Der Skipper zog einen Überlebensanzug an und sprang über gegen 9 Uhr morgens von Bord. Ein anderes Schiff, die "Angel Rose" hatte das Feuer gesehen und die Küstenwache alarmiert. Zwei Rettungsboote und ein Hubschrauber aus Cape Cod wurden in Marsch gesetzt. Die passierende "Carla Maria" rettete den 12 Meilen vor der Küste treibenden Mann. Sein 40 Fuß langes Holzschiff sank, bevor Rettungscrews vor Ort waren. Eine halbe Stunde später wurde er von einem der Rettungsboote übernommen und nach Gloucester gebracht. Er hatte Verbrennungen zweiten und dritten Grades erlitten und wurde ins Beverly Hospital gebracht. Ein Rettungsboot sichtete minimale Ölspuren an der Untergangsstelle der "Giovana".
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.11.2005

Frachter saß vor Padang fest

Padang / Sumatra - Kein zweiter Fall "Kiperousa" - das vor Indonesien gestrandete Schwesterschiff "Spirit of Alpha" wurde am 24.11. von den Bergern von SvitzerWijsmuller Salvage geborgen. Das vor Padang festsitzende Schiff war, behindert durch tropische Regenschauer, um 4500 Tonnen Klinker geleichtert worden. Der Schlepper "Albatros" kam aus Singapur. Gegen 22.30 spannten er und ein weiterer Schlepper gegen 22.30 an. Um 23.20 war das Schiff wieder flott und konnte entlang einer ausgesteckten Route in tieferes Wasser gebracht werden. Dort wurde sie für Stabilisierung und Inspektionen verankert. Danach soll das Wiederbeladen beginnen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.11.2005

Frachter saß im Sound of Mull fest

Lochaline / GB - Der 40 Meter lange britische Frachter "Nordstar" lief am 24.11. in Lochaline, Sound of Mull, auf Grund. Die Clyde Coastguard entsandte das Lochaline Coastguard Rettungsteam und das Tobermory RNLI-Boot. Die "Nordstar" kam gegen 18.35 Uhr wieder frei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.11.2005

Frachter sank auf Yangtse

China - Auf dem chinesischen Yangtse-Fluss kenterte am 24.11. der chinesische Frachter "Yan Meizhong" mit einer Ladung Sand. Das Schiff war wegen illegaler Geschäfte in die Kette gelegt worden. Von der neunköpfigen Crew wurde nur ein Man gerettet. Kapitän, Ingenieur und sechs weitere Besatzungsmitglieder blieben vermisst. Das Wrack wurde auf eine Sandbank im Fluss gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.11.2005

Suche nach vermissten Seeleuten vor Singapur abgebrochen

Singapur - Der 5.000 Tonnen große chinesische Frachter "Anjin" sank auf dem Weg von Shanghai nach Singapur am 22.11. mit einer Ladung Stahl 300Kilometer vor Vung Tauoff, Südvietnam. Von der 22-köpfigen Crew konnten neun gerettet werden. Die Suche nach den übrigen Vermissten, darunter der Kapitän, durch 10 Rettungsboote aus Singapur wurde am 24.11. erfolglos eingestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28.11.2005

Schiffsbesatzung in der Ägäis gerettet

Athen / Griechenland - Griechische Rettungskräfte haben am Sonntag in der Ägäis die Besatzung eines Frachters in Sicherheit gebracht, nachdem deren Schiff in der Nähe der Insel Tilos ein Notsignal abgegeben hatte. An Bord des unter honduranischer Flagge segelnden Frachters waren nach Angaben des Handelsmarine-Ministeriums zwei Deutsche, zwei Philippiner und ein Pole. Sie wurden per Hubschrauber auf die Insel Rhodos geflogen. Die «Moby Dick» war mit Baumaterial von Odessa auf dem Weg nach Beirut..
Pressemeldung vom 27.11.2005

Flüchtlingstragödie vor der Küste Spaniens

Almería / Spanien - Bei einer neuen Flüchtlingstragödie vor der Küste Spaniens sind vermutlich 22 Afrikaner ums Leben gekommen. Die Opfer sollen vor der Küste Almerías bei schwerer See über Bord gegangen sein, wie der Rundfunk berichtete. Der Seenotrettungsdienst leitete mit zwei Schiffen die Suche nach den Vermissten ein. Angesichts des in der Gegend herrschenden Sturms und des eisigen Wassers gebe es für sie aber kaum noch Hoffnung, hieß es. An Bord des aus Marokko kommenden Boots waren 44 Afrikaner.
Pressemeldung vom 27.11.2005

Betrunkener Offizier setzt Frachtschiff in der Kieler Förde auf Grund

Laboe - Der Kapitän des antiguanischen Frachters "Paper Moon", 2292 BRZ, lag nichtsahnend in der Koje, als sein Brückenoffizier das Schiff am 26.11. gegen 10.10 Uhr mit 2,63 Promille vor Neu Stein am Au-Haken in der Kieler Förde stranden ließ. Der mit Papier von Polen nach England laufende Frachter kreuzte zunächst das Fahrwasser und lief dann mit hoher Fahrt vor Laboe auf Grund. Der Bug hob sich dabei rund einen Meter aus dem Wasser. Das Schiff brauchte aufgrund seiner Größe keinen Lotsen zu nehmen. Dem in Kiel stationierten Ostsee-Notfallschlepper "Bülk" der Kieler Schlepp- und Fährgesellschaft gelang es zunächst nicht, den Havaristen wieder freizubekommen. Erst nachdem die "Holtenau" derselben Reederei ebenfalls eine Trosse festgemacht hatte und die Ladeluke nach achtern zurückgerollt worden war, um das Vorschiff zu erleichtern, gelang es gegen 18 Uhr, die "Paper Moon" freizubekommen. Vor Ort waren ebenfalls der Rettungskreuzer "Berlin", das Feuerlöschschiff "Kiel" sowie zwei Rettungsboote der DGzRS. Nach der erfolgreichen Bergung wurde die "Paper Moon" zunächst für weitere Inspektionen auf Holtenau Reede vor Anker gelegt. Anschließend wurde sie in den Kieler Nordhafen verholt. Die "Paper Moon" ist seit Februar 2005 in regelmäßigem Einsatz zwischen Polen und England mit Papier und Massengut. Der Singledecker ist 84,9 Meter lang, 12,8 Meter breit und hat 4,45 Meter Tiefgang. Er läuft 11 Knoten und gehört der dänischen Rentrans Cargo..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26.11.2005

Franzose trieb 20 Tage hilflos in der Karibik

Karibik - Nach der Motor-Havarie seines kleinen Fischerbootes trieb ein 27-jähriger Franzose 20 Tage lang hilflos in der Karibik, bis ein holländisches Marineschiff ihn vor den niederländischen Antillen sah und rettete. Der Schiffbrüchige war zu diesem Zeitpunkt etwa 1.300 Kilometer von seinem Ausgangspunkt in der Dominikanischen Republik entfernt. Die beinahe drei Wochen hatte er sich nur von fliegenden Fischen ernährt, die zufällig auf dem Deck seines Bootes "Big Bird" landeten. Zu trinken hatte er lediglich Regenwasser. Die Besatzung des Marineschiffs hatte ihn gefunden, als sie nach Drogenschmugglern Ausschau hielt. Als seine Retter den Franzosen bargen, war er völlig ausgetrocknet und abgemagert, aber heiter. Er empfing sie mit den Worten: "Ich hätte gerne ein Schoko-Croissant und ein Glas Milch, bitte!"
Pressemeldung vom 26.11.2005

Lichter falsch gedeutet - Schiffsunfall am Rhein bei Oberwinter

Remagen - Menschliches Versagen hat laut Polizei am Donnerstagabend zu einem Zusammenstoß dreier Frachtschiffe auf dem Rhein geführt. Bei Remagen-Oberwinter kam ein Tankmotorschiff vom Kurs ab, weil die Besatzung die Lichterführung auf dem Rhein falsch gedeutet hatte. Das Frachtschiff stieß mit zwei weiteren Schiffen zusammen. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei Neuwied vom Freitag gab es keine Verletzten. Ladung trat nicht aus. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar.
Pressemeldung vom 25.11.2005

Vermisste Segler in der Ägäis gerettet

Piräus / Griechenland - An der Suche nach den vermissten Seglern in der Ägäis beteiligten sich zwei Hamburger Containerschiffe, die "MSC Chicago" und die "Hongkong Express". Sie suchten gemeinsam in stürmischer See nach den Schiffbrüchigen. Die "MSC Chicago", 110.852 tdw, war vom Suezkanal kommend auf Westkurs, als sie am 23.11. in den mit 9 Bf wehenden Sturm geriet. Es war ihre Jungfernreise von Singapur nach Valencia in Spanien. An Bord des 336 Meter langen Schiffes waren 8260 Container mit einem Gesamtgewicht von 100 526 Tonnen gestaut. Um 16.30 Uhr wurde der automatische "Mayday"-Alarm auf der Brücke des Containerschiffes aktiviert. Nahezu zeitgleich empfing der Kapitän den Notruf einer automatischen Rettungsboje und eine Meldung der Landstation Olympia Radio: Die zwölf Meter lange Segelyacht "Erika" mit acht Personen an Bord benötigte sofortige Hilfe. Der Mast war gebrochen, Schiff und Besatzung befanden sich in höchster Gefahr auf 35 16' N/ 021 45' E. Das Seenotrettungszentrum Piräus übermnahm die Koordination des Einsatzes. Neben der "MSC Chicago" war noch ein anderes Hamburger Schiff in der Nähe, die "Hongkong Express" der Reederei Hapag-Lloyd mit 7500 TEU Ladekapazität. Beide Containerschiffe wurden angewiesen, ein bestimmtes Gebiet abzusuchen. Der Kapitän der "MSC Chicago" holte jeden verfügbaren Mann auf die Brücke und an Deck, um Ausguck halten lassen, denn im Radar war so ein kleines Boot nicht erkennbar. Stundenlang fanden sie nichts, bis die Seenotleitzentrale Piräus neue Koordinaten sandte. Um 22.45 Uhr stieß das griechische Kriegsschiff "Hydra" mit einem Helikopter zur Suchgruppe. Die ganze lange Nacht ging die Suche weiter. Im ersten Morgenlicht des 24.11. um 8.24 Uhr, entdeckte trotz Nieselregen und schlechter Sicht der Messesteward etwas weißes in der See. Durchs Fernglas wurde tatsächlich die havarierte, schwer im Seegang rollende Yacht "Erika" mit ihrem gebrochenen Mast ausgemacht. An Deck waren Menschen zu erkennen. Der Kapitän legté sein Containerschiff quer zu Wind und See, um dem verunglückten Segelschiff Lee zu geben. Dann wies er das griechische Kriegsschiff ein. Eine halbe Stunde später war die "Hydra" vor Ort. Alle acht Personen der "Erika" wurden abgeborgen und in Sicherheit gebracht. Um 09.40 Uhr wurde die "MSC Chicago" vom Einsatz entlassen und nahm Kurs auf Valencia, wo am 26.11. die Taufe erst stattfinden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.11.2005

Sturm bringt Schiffe vor Holland in Not

Niederlande - Ein Sturm brachte vor den Niederlanden am 25.11. mehrere Schiffe in Probleme. Drei Besatzungsmitglieder einer Containerfähre wurden nach dem Auslaufen aus Scheveningen von einer Welle erfasst und verletzt.
Vier Besatzungsmitglieder einer Yacht wurden nördlich der Insel Texel von der Mannschaft eines Rettungsschiffes aus Seenot geborgen.
Vor der Hafeneinfahrt von Rotterdam bei Hoek van Holland konnte nur mit Schlepperhilfe verhindert werden, dass ein unbeladenes Tankschiff gegen die Pier schlug.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.11.2005

Schwelbrand schnell erstickt

Kiel-Holtenau - Der schnellen Reaktion der Besatzung ist es zu verdanken, dass ein Feuer auf der schwedischen Fähre "Stena Forerunner" keinen größeren Schaden anrichtete. Als das Schiff am Abend des 24.11. in der Schleuse Kiel-Holtenau des Nord-Ostsee-Kanals lag, brach in einem Schaltkasten ein Schwelbrand aus. Es gelang der Crew, das Feuer umgehend zu löschen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.11.2005

Ladung der "Kiperousa" wird versteigert

East London/ Südafrika - Fast 1200 Baumstämme aus der Ladung der "Kiperousa" bleiben verschwunden. Die geborgene Ladung von rund 20.000 Tonnen soll nun in East London versteigert werden, nachdem die ursprünglichen Käufer, 20 chinesische Importeure, kein weiteres Interesse an ihr zeigten. Die Differenzmenge wird noch in den Laderäumen des Wracks oder auf dem Meeresgrund vermutet. Es war versucht worden, alle treibenden Stämme zu bergen, doch gab es Meldungen über Stämme zwischen East London und Cape Agulhas, die ein Schifffahrtshindernis darstellen - ebenso wie die Reste der "Kiperousa", die als Wrackposition nun in die Seekarten eingeht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25.11.2005

Seemann beim Einholen der Gangway über Bord gegangen und vermisst

Hamburg - Heute Morgen um 03.22 Uhr ist ein philippinischer Seemann (48) beim Einholen der Gangway über Bord gegangen und wird seitdem vermisst. Die Wasserschutzpolizei übernahm die ersten Ermittlungen.
Die unter britischer Flagge fahrende "Vaermland" (Länge 125.50 m, BRZ 6.434, Heimathafen London) wollte heute Morgen ihren Liegeplatz am Burchardkai verlassen, um zu einem Werftliegeplatz zu verholen. Der 48-jährige Philippiner war damit beschäftigt, die Gangway einzuholen und ging dabei über Bord. Mehrere Funkstreifenboote der Wasserschutzpolizei und der Feuerwehr waren in die Suchmaßnahmen nach dem Seemann eingebunden. Der Seemann wird weiter vermisst.
Das Landeskriminalamt 45 übernahm die weiteren Ermittlungen an Bord des Seeschiffes.
Quelle: Polizei Hamburg vom 24.11.2005

Sturm über der Ägäis brachte Schiffe in Seenot -
Sieben ukrainische Segler vermisst

Ägäis / Griechenland - Stürmische Winde haben in der Nacht zum 23.11. den nordkoreanischen Frachter "Sea Magic" auf eine Sandbank vor der Insel Thassos in der nördlichen Ägäis getrieben. Fünf Besatzungsmitglieder mussten mit einem Hubschrauber ins Sicherheit gebracht werden.
Ein anderer Frachter lief nahe der Insel Limnos auf Grund. Schlepper versuchten das Schiff frei zu bekommen.
Sieben ukrainische Segler gaben nach einem Mastbruch 90 Seemeilen westlich der Küste der südgriechischen Halbinsel Peloponnes Notrufe ab. Ihr Schiff sinke. Seitdem fehlt trotz einer Suchaktion eines Flugzeugs, einer Fregatte der griechischen Marine und vorbeifahrender Frachter von dem Boot bis zum Abend des 23.11. jede Spur. Die Suchaktion dauert an. Allerdings wird sie durch Winde bis zu 8 Bf erschwert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.11.2005

Tanker vor Puerto Rico freigeschleppt

Puerto Rico - Der liberianische Tanker "Sperchios" kam am 23.11. gegen 13.50 in der Guayanilla Bay an der Südküste Puerto Ricos frei. Er war am 21.11. dort gestrandet. Rund 60000 Barrel Rohöl waren zuvor auf eine längsseits gegangenen Barge geleichtert worden. Bis zum Abschleppen wurde der Havarist durch eingepumptes Ballastwasser stabilisiert. Gegen 12 wurde in Erwartung des Hochwassers das Wasser wieder abgepumpt. Dann bewegte sich die "Sperchios" mithilfe von fünf Schleppern langsam von der Strandungsstelle weg. Ein Hubschrauber und ein Ölbekämpfungsschiff überwachten die eigens eingerichtete Sperrzone. Die "Sperchios" konnte aus eigener Kraft Fahrt aufnehmen, wurde aber bis zum Erreichen eines vorgesehenen Ankerpunktes gegen 15 Uhr weiter eskortiert. Dort wurde es von Ölschlängeln umgeben. Danach begann eine umfangreiche Untersuchung des Unterwasserschiffes.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.11.2005

Yacht im Sturm gesunken

Florida / USA - Am 23.11. gegen 11 Uhr sank das 28 Fuß lange Segelboot "Camelot" in 15 Fuß hoheh Seen 280 Meilen östlich von Cape Canaveral, Florida. Der Skipper hatte nach Verlust von Segeln und Antrieb einen Notruf abgegeben. Das Handelsschiff "Asphalt Victory" hörte den Notruf und gab ihn an die Küstenwache in Miami weiter. Sie änderte ihren Kurs auf das Boot. Zwei Rettungshubschrauber und ein Suchflugzeug stiegen zur Assistenz auf. Als die "Asphalt Victory" die sinkende "Camelot" erreichte, war die See für eine Rettungsaktion zu rau. Einer der Helikopter winschte daraufhin den Mann auf und brachte ihn auf die Bahamas zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.11.2005

Yacht vor Bermudas konnte sich retten

Bermudas - Die 45 Fuß lange Yacht "Joy for All", die am 22.11. vor den Bermudas in Seenot geraten war, konnte nach Assistenz durch das Handelsschiff "Patriot" zu den Bermudas zurückkehren. Das Boot erhielt Kraftstoff von dem Frachter, außerdem gelang es, das Ruder zu reparieren.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.11.2005

Suchaktion nach vermisstem Fischer

Harrow Harbour / Schottland - Am Abend des 23.11. wurde die Aberdeen Coastguard informiert, dass der 19 Fuß lange Kutter "Wee Man", der am Morgen aus Harrow Harbour ausgelaufen war, überfällig sei. Rettungsteams aus Duncansby, Dunnet und Scrabster sowie Wick, ein Hubschrauber und die Rettungsboote aus Thurso and Longhope starteten eine Suchaktion. Sie fanden das Boot unterhalb des Castle of Mey gestrandet, aber keine Spur des Skippers. Die Suche wurde fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.11.2005

Zwei japanische Kutter verunglückt

Hofu / Japan - Der japanische Kutter "Kazuyoshi Maru No. 3" kenterte am 23.11. rund 20 Kilometer vor Hofu, Yamaguchi Präfektur. Das Schiff trieb kieloben in der See, als es gefunden wurde. Es wies Anzeichen einer vorangegangenen Kollision auf. Die zweiköpfige Crew war tot. Die Küstenwache nahm Ermittlungen auf.
Ebenfalls zwei Tote forderte das Kentern des 19 Tonnen großen japanischen Kutters "Riko Maru" 5 Kilometer nordöstlich des Kap Noshappu am selben Tag.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.11.2005

Vier Tote bei Frachteruntergang

Südvietnam - Ein 5,000 Tonnen großer chinesischer Frachter sank auf dem Weg von Shanghai nach Singapur am 22.11 rund 300 Kilometer vor Vung Tauoff, Südvietnam. Das mit Stahl beladene Schiff hatte eine Crew von 13 Mann. Neun von ihnen wurden von einem Schiff der vietnamesisch-russischen Ölfirma VietSovPetro gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24.11.2005

Frachter in der Ägäis auf Grund gelaufen

Athen / Griechenland - Ein Wintereinbruch mit heftigem Sturm hat in der Nacht zum Mittwoch in weiten Teilen Griechenlands das öffentliche Leben behindert. Im Norden des Landes lag die Temperatur bei sechs Grad unter Null. In einigen Regionen dauerte der Frost schon über 24 Stunden. Der stürmische Winde trieb den nordkoreanischen Frachter «Sea Magic» auf eine Sandbank vor der Insel Thassos in der nördlichen Ägäis. Fünf Besatzungsmitglieder mussten mit einem Hubschrauber ins Sicherheit gebracht werden, wie das griechische Fernsehen berichtete.
Pressemitteilung vom 23.11.2005

Kümo saß vor Finnland fest

Hanko / Finnland - In der Nacht zum 22.11. lief der Frachter "Natalie" östlich der Insel Russarö nahe Hanko auf Grund. Das Schiff war in Ballast auf dem Weg von Kantvik nach Taalintehdas, Finnland. Bei der Havarie wurde ein Leck in den Rumpf gerissen. Es gelang dem Kümo am Morgen des 22.11., aus eigener Kraft freizukommen und nach Hanko einzulaufen. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.11.2005

Rettungsaktion für havarierte Yacht vor den Bermudas

Bermudas - Am 22.11. geriet vor der Küste der Bermudas das mit drei Mann besetzte Segelschiff "Joy for All" in rauer See in Seenot. Das 45 Fuß lange Schiff aus Glastonbury trieb rund 180 Meilen nördlich der Bermudas in 15 Fuß hohen Wellen. Die Windgeschwindigkeit betrug bis zu 50 Knoten. Das Hauptsegel war verloren gegangen, der Antrieb und die Steuerung ausgefallen. Der Frachter "Patriot" kam zur Assistenz, und ein Küstenwachflugzeug aus Elizabeth City sollte die Rettungsaktion für die Segler absichern.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.11.2005

Kutter nach Strandung aufgegeben

New Bedford / Massachussetts ( USA) - Am 21.11. lief gegen 22.30 nahe Block Island der 135 Tonnen große Kutter "Aggerssor" auf Grund. Das Schiff kam 100 Yards vor dem Südstrand auf dem Weg in den Heimathafen New Bedford in Massachussetts auf einer Untiefe fest. Die Crew verständigte die Küstenwache des Long Island Sound, die einen Rettungshubschrauber entsandte. Die Fischer legten Überlebensanzüge an und bereiteten sich auf die Ankunft des Hubschraubers vor. Gegen Mitternacht hatte er das in der Brandung liegende Schiff erreicht und winschte die Männer auf. Sie wurden anschließend gegen 00.45 Uhr ins Rhode Island Hospital gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.11.2005

Bergung der "Ever Mighty" abgeschlossen

Samsö / Dänemark - Am Abend des 22.11. schloss SvitzerWijsmuller Salvage B.V. die Bergung der "Ever Mighty" im Kattegat gegen 17 Uhr ab. Der Frachter nahm wieder seinen ursprünglichen Kurs auf, nachdem er neun Tage auf Grund gesessen hatte und am 19.11. freigeschleppt worden war. Mittlerweile wurde die für die Bergung geleichterte Ladung wieder an Bord genommenund die Klasse des Schiffes nach Abschluss der Untersuchungen neu erteilt. Das Bergungspersonal aus Dänemark, Schweden und den Niederlanden kehrte in seine Stützpunkte zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23.11.2005

Zwei Schiffe auf dem Rhein kollidiert

Dormagen - Bei der Kollision zweier Schiffe auf dem Rhein bei Dormagen sind am Dienstag (22.11.05) zwei Besatzungsmitglieder leicht verletzt worden. Bei dichtem Nebel waren ein mit einer brennbaren Flüssigkeit beladener Tanker und ein mit 671 Tonnen Kohle beladenes Schiff zusammengeprallt, wie die Wasserschutzpolizei in Duisburg mitteilte. Durch den Unfall wurde ein Loch in die Bordwand des Tankschiffs gerissen. Weil das Schiff über eine Doppelhülle verfügt, trat jedoch keine Flüssigkeit aus. Die Schiffe wurden nach Dormagen geschleppt. Der Rheinschiffsverkehr war nur kurzzeitig beeinträchtigt.
Quelle: WDR vom 22.11.2005

Schiff im Mittellandkanal gesunken

Bülstringen - Im Mittellandkanal ist in der Nacht zum Dienstag ein Schiff gesunken. Die mit Feldsteinen beladene Schute befand sich bei Bülstringen im Ohrekreis im Hafengelände an einer Spundwand, wie die Polizei mitteilte. Die Schute hat ein Fassungsvermögen von 615 Tonnen. Eine Gefahr für Menschen oder den Schiffsverkehr besteht nicht. Die Ladung der Schute sollte noch am Dienstag gelöscht werden. Die Ursache der Havarie ist noch geklärt.
Pressemeldung vom 22.11.2005

Verursachte Hurrikan-Wrack den Bargenuntergang vor Texas?

Texas / USA - Tauchuntersuchungen am Wrack der gekenterten Ölbarge "DBL 152" vor Texas am 21.11. ergaben, dass insgesamt drei Tanks aufgerissen sind. Der Backbordtank I mit 440.000 Gallonen Öl schlug nach der Kenterung am 14.11. leck. Am 20.11. war bereits festgestellt worden, dass der mit 564.000 Gallonen befüllte Steuerbordtank Nr. 3 ein Leck von 2,5x8 Fuß Umfang aufweist. Tank 1 an Steuerbord war bei der Kollision mit Trümmern, die zum Kentern führten, bereits am 10.11. aufgerissen worden. Er enthielt 1.309.000 Gallonen Öl. Wie viel Öl insgesamt bisher auslief, ist unklar. Auf der Wasseroberfläche treibt kein Öl. Das schwere, dicke Petroleumprodukt ist schwerer als Wasser und sinkt daher zum Grund ab. Dort wurde auch Öl gefunden. Das Texas General Land Office lässt die angrenzenden Strände nach Spuren von Verölung beobachten. Das hierzu aufgebaute Netzwerk soll mehrere Monate aktiv sein. Das Louisiana Ölverschmutzungs-Koordinationsbüro, die Bargeneigner, die Küstenwache und andere Einrichtungen haben einen Küstenreinigungsplan entwickelt für den Fall, dass Öl an den Stränden von Texas oder Louisiana antreibt. Die Doppelhüllenbarge "DBL 152" aus New York hatte auf dem Weg von Houston nach Tampa, Florida, eine Kollision mit einem Unterwassergegenstand gehabt, der den Steuerbordbug aufriss und die Doppelhülle durchstieß. Momentan werden Untersuchungen an einer gesunkenen Ölplattform durchgeführt, die während einem der Hurrikane, die in dem Seegebiet durchzogen, verloren ging. Sie steht im Verdacht, die Kollision verursacht zu haben. Die 441 Fuß lange Barge liegt derzeit auf 29 12.3 N, 093 28.2 W, rund 29 Meilen südlich des Calcasieu Pass.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.11.2005

Tanker vor Puerto Rico gestrandet

Guayanilla / Puerto Rico - Am 21.11. lief der liberianische Tanker "Sperchios" gegen 07.30 Uhr eineinhalb Meilen südlich des Hafens von Guayanilla an der Südküste von Puerto Rico auf Grund. Die Küstenwache entwickelt zusammen mit anderen Einrichtungen einen Bergungsplan für den in der Guayanilla Bay festsitzenden Tanker, der rund 320.000 Barrels Rohöl geladen hat. Bislang war kein Ölaustritt zu beobachten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.11.2005

Lecker Kutter hielt Hilfskräfte auf Trab

Nantucket / USA- Am 20.11. schlug der in New Bedford, Massachusetts, beheimatete Kutter "Seldom Home" um 04.33 Uhr 17 Meilen südlich von Nantucket leck. Auf seine Notrufe hin wurde ein Hubschrauber aus Cape Cod und ein 47-Fuß-Rettungsboot aus Brant Pt., Nantucket, in Marsch gesetzt. Der Helikopter erreichte den Havaristen um 05.25 Uhr und hatte binnen Minuten eine mobile Lenzpumpe abgefiert, die von der dreiköpfigen Kuttercrew in Betrieb genommen wurde. Das Rettungsboot war um 07.00 Uhr vor Ort und übergab eine weitere Lenzpumpe. Es gelang, soviel Wasser auszupumpen, dass die Crew des Kutters beschloss, in den Hafen zurückzukehren. Das Rettungsboot eskortierte die "Seldom Home" in Richtung New Bedford. Um 10 Uhr wurde es durch den 87 Fuß langen Küstenwachkutter "Hammerhead" aus Woods Hole abgelöst. Wenig später traten Schwierigkeiten mit den Lenzpumpen auf, und die "Seldom Home" erlitt neuerlichen Wasserienbruch. Um 14.30 Uhr übergab die "Hammerhead" eine dritte Pumpe, mit der die Situation wieder unter Kontrolle gebracht werden konnte. Daraufhin wurde beschlossen, Kurs auf den Woods Hole Pass zu nehmen, für den die "Hammerhead" aber zu viel Tiefgang hatte. Deswegen wurde von dort ein 41-Fuß-Patroullienboot entsandt, dass die "Hammerhead" um 15.25 ablöste. Um 16.30 Uhr konnte die "Seldom Home" sicher im großen Hafen von Woods Hole vertäut werden. Die Ursache des Wassereinbruchs wird untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.11.2005

Vergebliche Suche nach Kutter in Seenot

Long Island Sound / USA - Am 19.11. fingen Rettungskräfte der US-Küstenwache gegen 20.40 Uhr drei separate Mayday-Rufe eines Kutters im Long Island Sound auf. Sie besagten, dass ein Kutter zwischen Race Point und Fisher Island sinke und die Crew Rettungswesten anlege. Danach brach die Kommunikation ab. Der Küstenwachkutter "Bainbridge Island" aus Sandy Hook, Newe Jersey, ein Rettungshubschrauber sowie ein Suchflugzeug aus Cape Cod, ein Rettungsboot aus New London sowie Rettungsteams aus Montauk und dem Suffolk County Police Department suchten die ganze Nacht nach dem Boot oder der Crew, ohne etwas zu finden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.11.2005

Kutter sank nach Kollision

Gloucester / USA - Am 18.11. kollidierten um 07.30 Uhr die Kutter "Catherine and Rebecka" aus Rockport, Massuchesetts, und "Melon II" aus Gloucester sieben Meilen östlich von Rockport. Die "Melon II" schlug leck, ihre Crew wurde von dem weniger beschädigten Kollisionsgegner an Bord genommen. Danach wurde versucht, die "Melon II" abzuschleppen, doch während dieses Manövers sank der beschädigte Kutter. Um acht Uhr waren nur noch Mast und Aufbauten des Wracks zu sehen. Ein 47-Fuß-Rettungsboot der Küstenwache war eine Viertelstunde nach dem Unglück vor Ort. Zwei Retter gingen an Bord der "Catherine and Rebecka" und stellten fest, dass sie seetüchtig genug war, aus eigener Kraft in den Hafen zurück zu kehren. Bis zum Eintreffen in Gloucester wurde der Havarist vorsorglich eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.11.2005

Ingenieur von gesunkenem Frachter weiter vermisst

Philippinen - Weiterhin keine Spur gibt es von dem vermissten koreanischen Ingenieur des gesunkenen südkoreanischen Frachters "Bright Sun". Die 1985 erbaute vormalige "Loukia G" bzw. "Star Michalis" hatte am 19.11. SOS gefunkt. Ein COSCO-Containerfrachter fing die Notrufe auf dem Rückweg von Australien auf und fand die "Bright Sun" gegen 12.20 Uhr nördlich der Philippinen sinkend vor. Die 21-köpfige Crew war bereits in die Rettungsboote gegangen, 20 Mann wurden auch sicher an Bord des Containerliners genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.11.2005

Bergung der "Royal Pacific" in Korea abgeschlossen

Kaoshiung / Korea - Am 11. November wurden die Bergungsarbeiten an dem im Juli 2005 im Hafen von Kaoshiung gekenterten Passgierschiff "Royal Pacific" abgeschlossen. Anfang August war die Bergungsfirma Smit Salvage mit der Räumung des 90 Grad auf der Seite liegenden Wracks beauftragt worden, das zu einem Totalverlust erklärt worden war. Der Rumpf musste zunächst in neun Sektionen zerschnitten werden, die dann von dem 1000-Tonnen-Schwimmkran "Smit Cycline" einzeln gehoben werden konnten. Die Wrackteile wurden auf eine Barge verladen, auf der sie zu einem örtlichen Abwrackplatz transportiert wurden. Am 11. November nun endete die Laufbahn der "Royal Pacific" mit dem Verladen der neunten Sektion auf die Barge.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22.11.2005

Feuer auf Frachter

Cebu City / Philippinen - Auf dem von der Samar-Provinz kommenden Frachter "Samar Star" brach am 20.11. beim Eintreffen an Pier 2 im Hafen von Cebu City kurz nach dem Anlegen ein Feuer aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.11.2005

Frachter vor Vlissingen gestrandet

Vlissingen / Niederlande - Am 19.11. lief gegen 19.30 Uhr die 99 Meter lange und 17 Meter breite "Arco Axe" im Außenhafen von Vlissingen auf Grund. Der Schlepper "Walcheren" war rasch vor Ort und machte den Havaristen binnen kurzem wieder flott.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.11.2005

"Ever Mighty" wieder frei

Samsö / Dänemark - Am 19.11. gelang es SvitzerWijsmuller Salvage B.V. gegen 23.20 Uhr, den vor Samsö gestrandeten Bulkcarrier "Ever Mighty" mit den vier Schleppern "Sigyn", "Egil", "Fenja" und "Aros" im ersten Anlauf freizubekommen. Das Schiff wurde anschließend in den Kalundborg Fjord verholt. Zuvor waren rund 10000 Tonnen Kohle geleichtert worden. Diese Aktion war am Nachmittag des 19.11. abgeschlossen worden. Nach Abschluss der Bergungsmaßnahmen soll die Kohle wieder an Bord genommen werden. Vorher müssen Tauchuntersuchungen am Havaristen abgeschlossen sein.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.11.2005

Neues Leck in gekenterter Ölbarge

Texas / USA - Bei rauem Wetter mussten alle Bergungsarbeiten an der vor Texas gekenterten Barge "DBL 152" am 15.11. eingestellt werden. Nach Wetterbesserung untersuchten Taucher am Abend des 19.11. das Wrack und fanden ein weiteres Leck im Steuerbordtank 3. In dem Tank sind rund 563,000 Gallonen Öl. Wieviel davon auslief, ist unklar, aber unter der Barge entdeckten die Taucher ausgetretenes Öl. Sie begannen mit Vorbereitungen, das verbleibende Öl abzupumpen. Die "DBL 152" war am 14.11. gegen 23.30 umgeschlagen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.11.2005

"Finnsailor" nach Reparatur zurück in Liniendienst

Karlskrona / Schweden - Nach einwöchiger Reparatur soll die schwedische RoRo-Fähre "Finnsailor" der Nordö-Line jetzt wieder zurück in den Travemünde-Malmö-Dienst gehen. Das 1987 erbaute, 158 Meter lange Schiff war am 13.11. gegen 05.25 auf dem Weg nach Malmö in der Kadetrinne mit dem polnischen Frachter "General Grot-Rowecki" kollidiert. Dabei waren beide Schiffe erheblich beschädigt worden. Nach der Kollision waren der Schlepper "Fairplay 25", das Gewässerschutzschiff "Arkona", der Rettungskreuzer ""Theo Fischer" und das Grenzschutzboot "BG 26" sowie ein Hubschrauber vor Ort gewesen. Die "Finnsailor", die am Heck beschädigt war, lief zunächst Malmö an, wo die Heckrampe aufgeschweißt werden musste, um die Trucks zu löschen. Danach ging sie in Karlskrona zur Oeresund Werft zur Reparatur. Die unter Malta-Flagge laufende, 199 Meter lange "General Grot-Rowecki", die unterwegs nach Ventspils gewesen war, hatte zur Inspektion Swinemünde angelaufen. Dabei war sie bis zum Verlassen der deutschen Hoheitsgewässer von der "Arkona" eskortiert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.11.2005

Wassereinbruch auf gestrandetem Bulker

Padang / Sumatra - Auf dem am 7.11. vor Padang, Sumatra, gestrandeten Bulkcarrier "Spirit of Alpha", 14927 BRZ, gab es mittlerweile einen Wassereinbruch. Am 18.11. erreichte ein Schlepper die Strandungsstelle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.11.2005

Barge gestrandet

Michigan / USA - Am Nachmittag 18.11. havarierte der Schlepper "Holy Ann", der zwei Bargen von Muskegon, Michigan, nach Chicago verholte. Bei bis zu 12 Fuß hohen Seen wollte der Schlepper Schutz suchen, wurde aber beim Ansteuern des Holland Channel manövrierunfähig. Der Schlepper und eine der leeren Bargen drifteten zum Lake Michigan contractors’ Dock und konnten dort festgemacht werden. Die zweiter Barge kollidierte mit der Pier, nachdem die Schlepptrosse gebrochen war, und trieb auf den Holland State Beach. Die Barge soll nach Wetterbesserung freigeschleppt und die Reise zum Holland Channel fortgesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.11.2005

Das Ende der "American Star"

Insel Fuerteventura - Seit Anfang November beginnt das Wrack der "American Star", 33.500 BRT, vor Fuerte Ventura endgültig zu kollabieren. Nachdem das Achterschiff bereits vor Jahren unter den Wellen verschwand, neigt sich die vordere Schiffshälfte, die im Bereich der Wasserlinie zusehends löchriger geworden war, nun immer weiter nach Backbord über. Holztrümmer werden aus dem Schiffstorso an die nahen Strände der Insel geschwemmt. Die "American Star", wohl eines der berühmtesten Wracks dieser Tage, war 1939 von der Newport News Shipbuilding & Dry Dock Company als "America" erbaut worden.
Später lief sie als Truppentransporter "West Point", dann als "Australis" wurde 1980 aufgelegt. 1993 sollte die nun "Alferdoss" heißende "American Star" zu einem Hotelschiff in Phuket werden, riss sich dann aber vom Überführungsschlepper "Neftegaz 67" los und strandete an der Westküste von Fuerte Ventura, wo sie 48 Stunden später auseinanderbrach. (Sie strandete am 18. Januar 1994 an der Playa de Garcey, Fuerteventura)
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.11.2005

Frachter in China kollidiert

Huangpu River / China - Ein mit 4800 Tonnen Stahlprdukten beladener chinesischer Frachter kollidierte auf dem Huangpu River am Morgen des 18.11. mit einem Containerfrachter. Vorher war er außer Kontrolle geraten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.11.2005

Tanker kenterte in schwerer See

Sheshan Hill / China - 100 Meilen vor Sheshan Hill sank in schwerer See am 14.11. der chinesische Tanker "Tong Cheng 818" mit 799 Tonnen Flüssiggas aus Dalian. Alle 14 Mann des sinknden Schiffes wurden von Rettern des Donghai Rescue Bureau geborgen. Am nächsten Morgen erreichten Berger und ein Kran das gekenterte Schiff. Bei schlechtem Wetter gelang es erst am Morgen des 18.11., den Tanker zu heben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.11.2005

Frachter vor Kuba freigeschleppt

Kuba - Am 16.11. wurde von SvitzerWijsmuller Salvage B.V. der 1998 erbaute Containerfrachter "Maersk Ensenada", der im Hurrikan Wilma Ende Oktober vor Kuba gestrandet war, freigeschleppt. Die kubanische Bergungsfirma hatte nach einwöchigen vergeblichen Bemühungen die Niederländer um Hilfe gebeten. Ein Schlepper mit einer Barge voller Bergungsgerät wurde in Marsch gesetzt. Nach Leichtern von Ladung und Maßnahmen zur Erhöhung der Schwimmfähigkeit wie dem Einfüllen von Pressluft in beschädigte Bodentanks und dem Abpumpen von Bunkertanks gelang es im ersten Anlauf, die "Maersk Ensenada" frei zu schleppen. Sie wurde anschließend zu einem Trockendock in Havanna zur Reparatur verholt.
Venezuela - In einem weiteren Fall assistierte SvitzerWijsmuller Salvage in Venezuela einem Gastanker, der vor Maracaibo nach Kollision mit einem Bukcarrier in Brand geraten war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 21.11.2005

50 Tonnen Rohöl in Golf von Thailand gelaufen

Bangkok / Thailand - Vor der thailändischen Küste sind 50 Tonnen Rohöl aus einem unter japanischer Flagge fahrenden Tanker ausgelaufen. Die «Ryaho Maru» machte am Sonntag an einer Verladestation im Meer fest, um einen Teil des Öles aus dem Mittleren Osten auszuliefern, teilte die Firma Thai Oil mit. Wegen eines technischen Problems sei jedoch Öl ausgelaufen. Ein Stutzen sei vermutlich undicht gewesen. Das meiste Öl konnte mit einem Spezialspray unschädlich gemacht werden, wie ein Thai-Oil-Sprecher erklärte. Der Vorfall ereignete sich 50 Kilometer südöstlich von Bangkok.
Pressemeldung vom 20.11.2005

Frachter rammt Hafenmole in Büsum

Büsum - Am Freitag, den 18. November 2005, gegen 13.00 Uhr, rammte das unter der Flagge von Antigua fahrende Küstenmotorschiff "Helse", Heimathafen: St. Johns, beim Einlaufen die Büsumer Westmole. Dabei entstand an der Mole, sowie am Schiff selbst, erheblicher Sachschaden. Beschädigt wurde die Betoneinfassung, sowie eine Lampe der Mole. Am Schiff wurde die Beplankung des Vorderstevens, sowie das Schanzkleid eingedrückt. Personenschäden waren glücklicherweise nicht zu beklagen.
Die genaue Schadenshöhe an Mole und Schiff kann noch nicht endgültig beziffert werden. Der Schaden dürfte aber jeweils mehrere tausend Euro betragen. Die Kollision ereignete sich bei guten Wetterbedingungen , ca. eine Stunde vor Hochwasser. Die Ursache dürfte eine Unterschätzung der örtlichen Strömungsverhältnisse durch den steuernden Kapitän und den beratenden Lotsen gewesen sein.
Das Schiff rammte den äußeren Molenkopf im rechten Winkel mit dem Bug. Anschließend wurde das Schiff ohne fremde Hilfe an den vorbestimmten Liegeplatz manövriert. Während der Kollision befanden sich einige Spaziergänger auf dem Molenkopf, die den Unfall aus nächster Nähe miterlebten. Auch von diesen Personen erlitt keiner mehr, als einen kleinen Schreck. Die Seeunfallermittlungen der Wasserschutzpolizei Büsum ergaben bislang keine Hinweise, die auf Mängel am Schiff oder an der Fahrtüchtigkeit der Besatzung Rückschlüsse zulassen könnten.
Die genaue Unfallursache wird von der Wasserschutzpolizei Büsum weiter ermittelt.
Pressemitteilung der WSP Büsum vom 18.11.2005

Leichte Kollision zweier Containerschiffe
Ort: Bremerhaven, Stromkaje Zeit: 17.11.05, ca. 22.30 Uhr

Bremen / Bremerhaven - Aufgrund eines zu geringen Passierabstandes während eines Drehmanövers auf der Weser kollidierte das MS "Passaden" mit dem an der Stromkaje fest liegenden 269m langen MS "CP Ambassador". Bei der Kollision kam es an beiden Schiffen zu Sachschäden in Höhe von mehreren tausend Euro. Zu Personenschäden kam es nicht. Das unter finnischer Flagge fahrende 106 m lange Containerschiff MS " Passaden" befand sich auf dem Weg von Hamburg nach Bremerhaven, um an der Stromkaje Container zu entladen.Nach Feststellung der Fahrttauglichkeit beider Schiffe durch eine Klassifizierungsgesellschaft können diese den Hafen von Bremerhaven verlassen.Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zum Unfallhergang dauern an.
Pressemitteilung der Polizei Bremen vom 18.11.2005

Leichter ging an "Ever Mighty" längsseits -
der vor Samsö gestrandete Frachter "Ever Mighty" soll flott gemacht werden.

Dänemark - Am 20.11. könnte, so die Hoffnung der dänischen Seenotrettungszentrale, der vor Samsö gestrandete Frachter "Ever Mighty" flott gemacht werden. Zuvor müssen rund 8500 Tonnen Kohle geleichtert werden. Dazu kam am 17.11. das Leichterschiff "Aalmeergrach" längsseits der "Ever Mighty". Nach der Prüfung des Bergungsplans durch die Kalssifikationsgesellschaft und die dänischen Behörden könnte die benötigte Menge binnen zweier Tage geleichtert werden. Am 18.11. lagen diese Genehmigungen vor. Das Umweltschutzschiff "Marie MiljØ" bleibt vor Ort stationiert.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.11.2005

Auslaufverbot für die "Fehn Star" aufgehoben

Hamburg - Für das aus Antigua stammende Seeschiff "Fehn Star" endete der Aufenthalt im Hamburger Hafen mit einem Zwischenfall. Beim Versuch, unter Hilfestellung eines Lotsen rückwärts auf die Süderelbe zu manövrieren, kollidierte das Schiff mit dem Binnenmotorschiff "Holsatia". Die Schiffe wurden leicht beschädigt. ( 16.11. ) Es kam weder zu Wassereinbrüchen noch zum Austreten von Kraftstoff. Ein vorläufiges Auslaufverbot der Wasserschutzpolizei für die "Fehn Star" wurde wieder aufgehoben.
Pressemeldung vom 18.11.2005

Frachter wollte nicht zum Abwracken

Südafrikanischen Küste - Der Frachter "Enol Frio" schlug auf dem Weg zum Abwracken in Indien vor der südafrikanischen Küste leck und drohte zu sinken. Das Schiff war aus eigener Kraft zum letzten Hafen unterwegs. Der Bergungsschlepper "Smit Amandla" kam dem Schiff mit Lenzpumpen zu Hilfe und stabilisierte es. Nach der Durchführung der notwendigen Reparaturen soll das Schiff seine Fahrt wieder aufnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.11.2005

Vietnamesischer Frachter gesunken

Philippinen - Der vietnamesische Frachter "Bright Sun" sank am 11.11. 25 Kilometer vor der Küste von Laoag City, vor den Philippinen. Von den 22
Mann Besatzung blieb einer vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.11.2005

Containerfrachter gestrandet

Südchinesisches Meer - Am 11.11. lief der Containerfrachter "SITC Bangkok", 14236 BRZ, auf dem Weg von Bangkok nach Vietnam auf 09 59.01 N, 103 08.44 O auf Grund. Das Schiff hatte Kühlfracht geladen. Vor der Bergung, die durch SMIT Salvage vorgenommen werden soll, muss ein Teil der für Ho Chi Minh City bestimmten Ladung geleichtert werden. Bergungsexperten sind bereits vor Ort. Der Bergungsschlepper "Pentow" aus Singapur machte sich auf dem Weg zur Strandungsstelle.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18.11.2005

Sturz auf Frachter - tödlicher Arbeitsunfall im Hamburger Hafen

Hamburg, Unfallort: Hamburg-Hafen, Burchardkai - Bei einem Arbeitsunfall ist heute ( 16.11.) in den frühen Morgenstunden ein 25-jähriger Hafenarbeiter ums Leben gekommen. Die Wasserschutzpolizei übernahm die ersten Ermittlungen.
Das unter irländischer Flagge fahrende Containerschiff "CAMIRA" (Heimathafen Cork, Länge 94.20 m; BRZ 4.107) wurde am Burchardkai mit Containern beladen. Der 25-Jährige war als so genannter "Lascher" an Bord des Schiffes eingesetzt, um die Container mit "Knacken" zu verbinden. Durch diese "Knacken" wird ein Verrutschen der Container auf See verhindert. Der 25-Jährige ist von einer Lage Container in die Luke es Containerschiffes gestürzt und zog sich dabei schwerste Kopfverletzungen zu. Er erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.
Ein weiterer Hafenarbeiter (54) ist während des Lade-/Löschbetriebs auf dem Containerschiff "Smaland" ca. zwei Meter tief in den Laderaum des Schiffes gestürzt.
Der Arbeiter war als sogenannter Einweiser für die Containerbrücke eingesetzt. Als der 54-Jährige vom Lukensüll auf ein tiefer gelegenes Gitterrost sprang, klappte das Gitterrost hoch und er stürzte ca. zwei Meter tief in den Laderaum des Schiffes. Dadurch zog sich der Mann unter anderem Kopfverletzungen zu und wurde stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Es besteht keine Lebensgefahr. - Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei und des Amtes für Arbeitsschutz dauern an.
Pressemeldung Polizei Hamburg vom 17.11.2005

Leichte Kollision auf der Süderelbe

Hamburg-Harburg - Beim Auslaufen aus dem Harburger Hafen ist auf der Süderelbe am 16.11. ein Frachter mit einem Binnenschiff zusammengestoßen. Die Kollision verlief glimpflich. Der Frachter meldete einen beschädigten Ballastwassertank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.11.2005

Trawler geriet vor Oregon in Brand

Oregon (USA) - Am frühen Morgen des 16.11. brach auf dem Trawler "Anita Sue" 36 Meilen westlich von Tillamook Head, Oregon, ein Maschinenraumbrand aus. Die Crew eines in der Nähe stehenden anderen Kutters entdeckte den manövrierunfähigen Havaristen gegen 02.40 Uhr und verständigte die Lüstenwache in Astoria. Von dort startete ein Jayhawk-Helikopter, außerdem lief ein 47-Fuß-Rettungsboot aus Cape Disappointment, Washington, aus. Der Helikopter erreichte als erstes die "Anita Sue" und ließ ein VHF-Radio auf das Deck des Schiffes, weil dessen Kommunikationseinrichtungen ausgefallen waren. Der Kapitän des Schiffes berichtete über den Sender, dass das Feuer inzwischen gelöscht sei, sein Schiff aber abgeschleppt werden müsse. Daraufhin nahm das Rettungsboot den mit drei Mann besetzten Trawler auf den Haken und nahm Kurs auf Warrenton.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.11.2005

RoRo-Frachter sank auf Weg zum Abwracker

Halifax / Kanada - Bereits am 7. Oktober sank auf 36 53.3N, 28 14.4W vor Halifax der amerikanische RoRo-Frachter "Santa Emma". Das Schiff hatte sich auf dem Haken des Ankerziehschleppers "Rig Deliverer" befunden. Am 21.9. hatte er zusammen mit einem anderen Schleppobjekt, dem Bulkcarrier "Willowglen", von Kanada aus Kurs auf Alang genommen, wo beide Schiffe verschrottet werden sollten. Die "Santa Emma" der Rikan Shipping hatte keine Runnercrew an Bord, als sie sich am 7. Oktober bei schwerer See von der Rig Deliverer" losriss. Um 17.46 Uhr kam aus Ponta Delgada die Meldung, dass das Schiff, die ehemalige "Maheno", im nächtlichen Sturm gesunken sei.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.11.2005

Barge-Unfall I: Ölbarge liegt nun kieloben

USA (100 Meilen westlich von Galveston, Texas) - Am 15.11. gegen 23.30 Uhr erwiesen sich alle Versuche, die auf dem Weg von Houston nach Tampa havarierte Barge "DBL 152" vorm Kentern zu bewahren, als erfolglos. Die Ölbarge schlug gänzlich um und liegt seithe weitgehend unter Wasser kieloben. Die Menge des bislang ausgelaufenen Öls ist unklar. Im leckgeschlagenen Tank befanden sich 300000 Gallonen Öl. Dennoch werden die Arbeiten zur Sicherung und Ölbekämpfung mit Skimmern so lange fortgesetzt, wie dies eine herannahende Schlechtwetterfront zulässt. Zusätzlich zu dem bisher schon ausgelegten Ölschlängel von 2000 Fuß Länge wurde ein weiterer von 1800 Fuß Länge vorsorglich herangeschafft. Das Wrack der 441 Fuß langen Barge liegt auf 29 12.3 N, 093 28.14 W 29 Meilen südlich von Calcasieu Pass.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.11.2005

Barge-Unfall II: Barge bei Nachtschlepp verloren

Sandusky / Ohio (USA) - Der Schlepper "Kurt R. Luedtke" verlor am 15.11. auf dem Weg von Sandusky nach Cleveland eine Barge, die er im Schlepp hatte. Der Verlust trat vermutlich gegen 03.30 in der Nacht auf. Mithilfe eines Küstenwachbootes der Station Marblehead wurde versucht, den Ort des möglichen Abreißens zu rekonstruieren. Ein Suchflugzeug ortete die verschwundene Barge schließlich gegen 18 Ur. Die blau und gelb gestrichene Barge war rund drei Meilen von Sandusky entfernt gestrandet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.11.2005

11 Mann von chinesischem Frachter vermisst

China - Der Frachter "Xian Feng Hai No. 1" geriet am 14.11. in hohen Wellen vor China in Seenot. Das mit 13 Mann besetzte Schff alarmierte gegen 03.30 Uhr das in Shanghai befindliche Donghai Rescue Bureau. Die Besatzung gab das Schiff auf. Ein Rettungshubschrauber barg am Nachmittag zwei Seeleute aus den Wellen, nachdem eine Rettungsinsel zuvor gekentert war. Einer der beiden war aber bereits tot. Trotz schlechter Sicht setzten die chinesischen Rettungskräfte die Suche nach den übrigen 11 Mann des Frachters am 15.11. fort.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.11.2005

Havarierte "Black Pearl" keine Unbekannte bei Seenotrettern

Brest / Frankreich - Mit zerzauster Decksladung und Schlappohr liegt der maltesische Frachter "Black Pearl", 6070 tdw, nach seiner Bergung durch den Schlepper"Abeille Bourbon" im Hafen von Brest. Das Schiff war kurz vor dem Sinken, als es von dem Bergungsschlepper vor Ushant aus höchster Not gerettet wurde. Nach dem Maschinenblackout war das Schiff in bis zu sechs Meter hohen Wellen so schwer ins Rollen geraten, dass die Holzladung an Deckübergegangen war. Es ist nicht das erste Mal, dass die "Black Pearl" Probleme mit der Decksladung hatte. Im Oktober 2004 entwickelte der Frachter 20 Grad Schlagseite vor Holland, nachdem Ladung über Bord ging. Das Schiff wurde damals nach Rotterdam eingeschleppt.
Zwei der von der italienischen Reederei B Navi bereederten Schiffe, die "Silbver Pearl" und die "Baltic Trader" wurden unlängst wegen Verstößen gegen Umweltgesetze in die Kette gelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.11.2005

SvizerWijsmuller soll "Ever Mighty" bergen

Dänemark - Am 12.11. wurde die Bergungsfirma SvitzerWijsmuller Salvage B.V. beauftragt, den 225 Meter langen panamaischen Frachter "Ever Mighty", 39376 BRZ, vor Samsö zu bergen. Das Schiff war am 11.11. im Großen Belt auf Grund gelaufen. Sofort nach der Auftragsvergabe wurde der Schlepper "Egil" aus Kalundborg zur Strandungsstelle entsandt und unverzüglich Tauchuntersuchungen am Rumpf des mit 63000 Tonnen Kohle beladenen Schiffes durchgeführt. Bergungsteams wurden aus Dänemark und Holland in Marsch gesetzt. Wenn das Wetter es zulässt, sollen am 16.11. Leichterungsarbeiten am Havaristen beginnen. Zwischen 7000 und 11000 Tonnen der Ladung müssen wohl geläscht werden, bevor ein kontrollierter Bergungsversuch unternommen werden kann. Die 1996 in Dänemark erbaute "Ever Mighty" liegt mit rund 15 Grad Steuerbordseite auf 55 54N 10 50.8 O auf dem Hatter Rev.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 16.11.2005

Schleusentore beschädigt - Schifffahrt auf Main drei Tage gesperrt

Großwallstadt - Beim Ausfahren aus der Schleuse Großwallstadt (Landkreis Miltenberg) hat ein Schiff am Dienstag beide Schleusentore beschädigt. Vermutlich habe der Schiffsführer die rot zeigende Ampel übersehen und mit seinem 85 Meter langen unbeladenen Schiff die noch nicht vollständig geöffneten Tore gerammt, teilte die Polizei mit. Die Reparatur der Schleusenanlage wird etwa drei Tage dauern. Solange bleibt die Schifffahrt in dem Bereich gesperrt. Der Sachschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.
Pressemeldung vom 15.11.2005

Leckgeschlagene Ölbarge gekentert

USA - Trotz der fieberhaften, während der Nacht fortgesetzten Versuche von Bergungsmannschaften, die auf dem 29 Meilen südlich von Calcasieu Pass havarierte Ölbarge "DBL 152" zu stabilisieren, rollte das Schiff am 14.11. gegen 16.30 auf die Seite. Massive Wassereinbrüche führten zu einer Krängung von 85 Grad. Ein komplettes Kentern soll weiterhin abgewendet werden, jedoch ist ein Schlechtwettergebiet im Anmarsch, das die Berger zusätzlich unter Druck setzt. Das Doppelhüllenfahrzeug hatte in der Nacht zum 10.11. auf dem Weg von Houston nach Tampa, Florida, eine Unterwasserkollision erlitten. Dabei wurde ein Leck an Steuerbord durch beide Hüllen gerissen, das den Bug und Ladetank I aufriss. Wieviel Öl aus dem Tank auslief, ist derzeit nicht abschätzbar. In dem Seegebiet wies die Küstenwache die Fischerei an, nicht in der Umgebung des Wracks auf Fang zu gehen, da zu befürchten ist, das abgesunkenes Öl unter Wasser treiben kann. Die "DBL 152" gehört der K-Sea Transportation, New York.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.11.2005

Gestrandeter Bulker vor Samsö wartet auf Leichterfrachter

Dänemark - Der am 11. Novemberim Nordausgang des Grossen Belts nahe der dänischen Insel Samsö gestrandete, panamaische Bulkcarrier "Ever Mighty" sitzt weiterhin fest. Das Schiff (IMO 9128489), das chinesischen Eignern gehört, war mit 63.000 Tonnen Kohle unterwegs von Ventspils nach England gewesen, als es gegen ein Uhr morgens auf dem Hatter Rev festkam. Das Gewässerschutzboot "Marie Miljø" ist vor Ort. Derzeit halten die dänischen Behörden Ausschau nach einem passenden, mit Greiferkränen ausgerüsteten Schiff zum Leichtern des Havaristen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.11.2005

Frachter vor Frankreich in Seenot

Brest / Frankreich - Auf dem Weg von Loviisa, Finnland, nach Oran, Algerien, erlitt der maltesische Frachter "Black Pearl", 5370 BRZ, am 12.11. einen Maschinenausfall. 45 Meilen nordwestlich von Ushant ging das mit Holz beladene, 1980 erbaute Schiff auf Drift. 2000 Kubikmeter der an Deck gestauten Planken gingen über Bord. Als Folge des Übergehens der Ladung entwickelte das Schiff eine Krängung von zunächst 35, dann sogar 42 Grad. Die Bergungsfirma Les Abeilles International Ltd. entsandte ihren Schlepper "Abeille Flandre". Es gelang, eine Schleppverbindung aufzubauen und das Schiff nach Best abzuschleppen. Während des Schlepps konnte die Schlagseite auf 20 Grad reduziert werden. Am 13.11. machte die "Black Pearl" gegen 8 Uhr morgens im französischen Hafen fest.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 15.11.2005

Zwei Motorschiffe auf dem Rhein zusammengestoßen

Leverkusen - Bei dichtem Nebel sind am Montagmorgen zwei Motorschiffe auf dem Rhein bei Leverkusen-Hitorf zusammengestoßen. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei erlitt das leere Tankmotorschiff «Glenn M» dabei einen Wassereinbruch. Daraufhin setzte der Schiffsführer das in Rotterdam registrierte Schiff vorsorglich mit dem Bug auf eine Kribbe. Menschen kamen nicht zu Schaden. Das andere beteiligte Motorschiff «Christina» hat 450 Tonnen Futtermittel geladen. Da beide Havaristen außerhalb der Fahrrinne liegen, ist die Schifffahrt nicht behindert.
Pressemeldung vom 14.11.2005

Binnenschiff rammt Böschung

Artlenburg - Das Binnenschiff "Peute 2" mit Heimathafen Hamburg hatte am Sonntag eine steinige Böschung des Elbe-Seitenkanals gerammt und musste dann bei Artlenburg, kurz vor der Einfahrt in die Elbe, festmachen. Gegen 10.20 Uhr läuft der Alarm bei der Wasserschutzpolizei auf. Die ruft die Feuerwehr zu Hilfe. 65 Männer und Frauen aus den Wehren Artlenburg, Hohnstorf, Scharnebeck und Brietlingen sowie die Tauchgruppe aus Lüneburg sind im Einsatz.
Der Schiffsführer berichtet: "Irgendetwas ist mit der Ruderanlage passiert, dann sind wir gegen die Böschung gekommen." Selber kann die Mannschaft den Riss im Rumpf nicht abdecken, Wasser strömt ins Vorderschiff, dort wo die Unterkünfte liegen. Tanks und 905 Tonnen Gerste, die der Frachter geladen hat, seien nicht bedroht, sagt der Schiffer: "Da sind Schotts dazwischen."
Die Feuerwehr bereitet ihre Taucher vor, Sven Breiter steigt als erster ins Wasser. Die Fachleute sollen schauen, wo das Loch sitzt und ob sie es als Behelf mit Planen verschließen können. Doch dazu reichen ihre Mittel nicht.
Eine Spezialfirma soll helfen. Ein Beamter der Wasserschutzpolizei sagt am späten Nachmittag: "Das ist das normale Verfahren." Denn die Spezialisten hätten Schweißgeräte, mit denen sie auch unter Wasser arbeiten sowie Platten, die sie verschrauben könnten. Der Polizist hofft, dass die Techniker Erfolg haben: "Dann kann das Schiff noch am Abend weiter fahren."
Gemeindebrandmeister Ohltmann und seine Kollegen bleiben vor Ort, denn auf ihre Pumpen kommt es an. Die müssen bei den Reparaturen ganze Arbeit leisten, falls mehr Wasser ins Schiff eindringt.
Quelle: Landeszeitung vom 14.11.2005

Mehrere Yachten beim Volvo Ocean Race havariert

Iberische Küste - Drei Yachten des Volvo Ocean-Race haben am 13.11. während des ersten Seetages Sturmschäden erlitten. Die vom Disney-Konzern gesponsorte "Pirates of the Carribean" sowie die spanische "Movistar" mussten zur Reparatur in den Hafen. Auf der "Movistar" wurde nach Problemen am Schwingkiel ein struktureller Rumpfschaden befürchtet, der das Schiff bis zu einer Woche aus dem Verkehr ziehen könnte. Es lief den südwestspanischen Hafen Cadiz an. Die leck geschlagene "Pirates" soll in Lissabon repariert werden. Die Yachten befanden sich rund 160 Meilen vor der Küste, als sie havarierten.
Einen Tag nach dem Start am Samstag in Vigo mussten auch die holländische "ABN Amro One" und die australische "Brunel Sunergy" ihr Tempo mit Steuerproblemen drosseln.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.11.2005

Schwesterschiff der "Kiperousa" gestrandet - wieder Svitzer Wijsmuller im Einsatz

Padang, Sumatra - Am 7.11. lief der Frachter "Spirit of Alpha" vor Padang, Sumatra, auf Grund. Das 160 Meter lange Schiff hat eine Ladung von 21300 Tonnen Klinker an Bord. Unmittelbar nach der Strandung wurde die Bergungsfirma Svitzer Wijsmuller mit den Arbeiten zur Befreiung des Schiffes beauftragt. Der 10000 PS starke Schlepper "Albatros" wurde ebenso wie Bergungsteams aus Indonesien, Singapur und Holland zur Unglücksstelle beordert. Ironie der Geschichte: Die "Spirit of Alpha" ist ein exaktes Schwesterschiff der vor Südafrika gestrandeten "Kiperousa", die, wie berichtet, gerade von den SvitzerWijsmuller-Bergern verlassen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14.11.2005

Schiffskollision in der Ostsee

Rostock - In der südlichen Ostsee sind am Sonntag zwei Schiffe kollidiert. Aus bislang ungeklärter Ursache stießen gegen 5.25 Uhr in der so genannten Kadetrinne die schwedische Fähre «Finnsailor» und das unter maltesischer Flagge fahrende polnische Frachtschiff «General Grot-Rowecki» zusammen, wie das Havariekommando in Cuxhaven mitteilte. An Bord der nach Malmö fahrenden Fähre befanden sich 52 Passagiere und 24 Besatzungsmitglieder. Verletzt wurde niemand.
Die von Travemünde nach Malmö fahrende, 158 Meter lange Fähre wurde im Bereich oberhalb der Wasserlinie beschädigt. Bei dem 199 Meter langen Frachter, der ohne Ladung nach Ventspils (Russland) fuhr, wurden Ballasttanks beschädigt. Dadurch sei es zu einem Wassereintritt im Bereich zweier Ladeluken gekommen, sagte ein Sprecher des Havariekommandos. Das Schiff sei jedoch stabil. Die Schiffe sollten gegen Mittag aus eigener Kraft Kurs auf Malmö beziehungsweise Swinemünde (Swinouscie) nehmen.- Die Unfallursache wird den Angaben zufolge derzeit ermittelt. Nach Angaben des Havariekommandos herrschte zum Unfallzeitpunkt in dem Seegebiet nordwestlich von Rügen diesiges Wetter bei Windstärke 4.
Die Kadetrinne zwischen der deutschen Ostseehalbinsel Fischland-Darß-Zingst und der dänischen Insel Falster ist eine der am stärksten befahrenen Schifffahrtsrouten in Europa.
Pressemeldung vom 13.11.2005

Treibendes Rohrlegerschiff in der Nordsee unter Kontrolle

Oslo - Das in der Nordsee treibende Rohrverlegungs-Schiff «LB200» ist am Abend von zwei Schleppern wieder unter Kontrolle gebracht worden. Wie die norwegische Seenotrettungszentrale in Bergen mitteilte, wurde die Evakuierung von Teilen der Besatzung dennoch fortgesetzt. Sie war wegen der Möglichkeit einer Kollision mit einer Ölplattform angeordnet worden. Das Schiff hatte sich am Morgen bei stürmischen Winden und acht Meter hohen Wellen von zwei Schleppern losgerissen. Es trieb danach auf die norwegische Küste zu.
Pressemeldung vom 12.11.2005, 21:41 Uhr

200 Seeleute von treibenden Rohrleger in der Nordsee evakuiert

Oslo - 200 Besatzungsmitgliedern sind von dem in der Nordsee treibenden Rohrverlegungsschiff «LB200» evakuiert worden. Das teilte die norwegische Seenotrettungszentrale in Bergen mit. Die Evakuierung wurde wegen der Möglichkeit einer Kollision mit einer Ölplattform angeordnet. Es bestehe aber keine akute Gefahr für die 65 an Bord verbliebenen Besatzungsmitglieder. Das Schiff hatte sich am Morgen im britischen Teil der Nordsee bei Sturm und acht Meter hohen Wellen von Schleppern losgerissen, die es nach Bergen bringen sollten.
Pressemeldung vom 12.11.2005

Frachter sitzt im Kattegat fest

Dänemark - Im Kattegat lief in der Nacht zum 12.11. der in Valletta beheimatete Frachter "Evermighty" auf Grund. Das einer polnischen Reederei gehörende Schiff war mit einer Ladung von 63.000 Tonnen Kohle auf dem Weg vom litauischen Ventspils ins polnische Britské. Es lag nach der Grundberührung mit leichter Steuerbordschlagseite nahe der dänischen Insel Samsö fest, schlug aber bislang nicht leck.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.11.2005

Schiffbrüchige trieben in Trümmerfeld

Afognak Island / Alaska - Drei Meilen südlich von Izhut Bay nahe Afognak Island sank am 12.11. das Landungsboot "Hustler". Das 56 Fuß lange, von zwei Mann besetzte Schiff war gegen 10 Uhr morgens leckgeschlagen. Es gelang der Crew gerade noch, einen Notruf abzusetzen. Das EPIRB schwamm zwar auf, versagte aber seinen Dienst. Ein Jayhawk-Helikopter aus Kodiak entdeckte mit Unterstützung des Kutters "Bottom Line" die beiden Schiffbrüchigen auf einem aufgetriebenen Schiffsteiles inmitten eines Trümmerfeldes. Ein Rettungsschwimmer half den beiden in einen Rettungskorb, mit dem sie zum Hubschrauber aufgewinscht und nach Kodiak gebracht wurden. Im örtlichen Krankenhaus wurden sie wegen Unterkühlungen behandelt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.11.2005

Berger beendeten ihre Arbeit am Wrack der "Kiperousa"

East London / Südafrika - Die Arbeiten der holländischen Bergungsfirma SvitzerWijsmuller am Wrack der "Kiperousa" vor East London wurden 103 Tage nach Übernahme der Aufgabe durch die griechischen Berger Tsavliris jetzt gestoppt. Der Bergungsleiter sagte, das Team habe seine Sachen gepackt und sei aufgebrochen. Auf dem Strand von Hickman's River liegen immer noch zahlreiche Baumstämme aus der Ladung des am 7.6. gestrandeten Frachters verstreut. Sie wurden aus dem Wrack gespült, als es in Stürmen aufbrach. Etliche andere Stämme sind auf der Westbank des Hafens von East London gelagert. Wenn die chinesischen Eigentümer weiter kein Interesse an der geborgenen Ladung zeigen, soll sie öffentlich verauktioniert werden. An Bord der "Kiperousa" waren ursprünglich rund 7000 Baumstämme aus Westafrika gewesen. Mithilfe eines Schwerlasthelikopters, Bargen und Schleppern waren die vollgelaufenen vorderen Laderäume nach Abbruch der Freischleppbemühungen noch geleert worden. So lange wie möglich wurden dabei die in Betrieb gehaltenen Bordkräne der "Kiperousa" eingesetzt. Innerhalb kurzer Zeit war die Backbordseite des an mehreren Stellen aufgerissene Schiffes aber eingeschlagen worden, sodass den Bergern nur noch die Aufgabe blieb, die Aufbauten auszubrennen. Wenig später kollabierte der Restrumpf, die Kräne stürzten in die See, und das über Wasser gebliebene Vor- und Achterschiff kippten nach Backbord ab.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.11.2005

Frachter nach Maschinenausfall evakuiert

Südchina - Der Frachter "Vera 777" erlitt auf dem Weg von Shanghai nach Singapur in der südchinesischen See einen Totalaufsfall der Maschine. Daraufhin wurde seine 15-köpfige Crew nach 40-stündigem Ausharren auf dem manövrierunfähigen Schiff von chinesischen Rettungseinheiten abgeborgen. Die "Vera 777" war am 31.10. gegen acht Uhr morgens 110 Meilen südlich der Yongxing Insel im Sisha Archipel in Schwierigkeiten geraten, nachdem die Rudermaschine plötzlich ausfiel. Der Frachter wurde bei starker Strömung und kräftigem Wind mit sechs Knoten durch die See getrieben. Gegen 19 Uhr wurden Rettungskräfte in Marsch gesetzt, die den Havaristen aber erst am 2.11. erreichten. Um 13.30 Uhr war die Crew evakuiert. Bis dahin hatten zwei Frachter standby gemacht. Es gelang dem Rettungsschiff danach, den Frachter auf den Haken zu nehmen und in Richtung Sanya abzuschleppen, wo er am 4.11. erwartet wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.11.2005

Historischer Segler wurde freigeschleppt

Perth / Australien - Die historische Replik des ersten 1605 nach Australien vorgedrungenen europäischen Seglers "Duyfken", die "Little Dove", strandete im australischen Swan River nahe Perth. Das mit Fahrgästen besetzte Schiff lief auf eine Sandbank nahe Peilcan Point südlich von Perth. Ein Polizeiboot barg den Havaristen. Ursache der Strandung waren offenbar Sandverlagerungen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.11.2005

Kapitän war bei Tankerkollision überfordert

Großbritannien - Nach der Kollision des britschen Tankers "Amenity", 2500 tdw, mit dem RoRo-Frachter "Tor Diana", 10000 tdw, im Januar dieses Jahres vor Grimsby haben die Eigner der "Amenity", die FT Everard, jetzt als Konsequenz aus dem Untersuchungsbericht veranlasst, die Brücke ihrer Schiffe stets mit zwei qualifizierten Navigationsoffizieren zu besetzen. Die Untersuchung hatte ergeben, dass der Kapitän des 1980 erbauten Tankers mit der Navigation ohne Hilfe eines zweiten Offiziers überfordert gewesen war, Der Kapitän habe nicht ausreichende Fähigkeiten in der Notsituation gezeigt. Beide Schiffe waren ohne Lotsen unterwegs gewesen, als sie im Humber zusammenstießen. Die "Amenity" war vom Immingham Ölterminal seewärts gelaufen, die 1978 erbaute "Tor Dania" kam gerade den Fluss herauf. Als die "Tor Dania" zur South Shoal Boje abdrehte, hatte der Kapitän der "Amenity" fälschlicher Weise einen Kollisionskurs angenommen und ließ die Maschine mit voller Kraft zurück gehen und legte das Ruder nach Steuerbord. Dadurch aber erst wurde sein Schiff gegen die "Tor Dania" gelenkt, die er mittschiffs traf. Der Kapitän war kurz vor der Kollision mit Logbucheintragungen beschäftigt gewesen und von dem Anblick der "Tor Dania" überrascht worden. Dadurch handelte er wohl übereilt. Die "Amenity" hätte aber genügend Raum gehabt, ohne Geschwindigkeitsreduktion auszuweichen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12.11.2005

Küstenwache rettete Kutter

Cape May / USA - In der Nacht zum 11. November schlug der 74 Fuß lange Kutter "Lady Becky" 11 Meilen östlich von Cape May leck. Das Schiff funkte Notrufe, nachdem es in sieben Fuß hohen Wellen zu sinken drohte. Ein 47 Fuß langes Rettungsschiff der Küstenwachstation Cape May eskortierte die "Lady Becky" sicher in den Hafen, nachdem ein Hubschrauber aus Atlantic City zwei Lenzpumpen auf den Havaristen abgesetzt hatte, mit deren Hilfe der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die "Lady Becky" wurde schließlich in der Cold Springs Marina in Cape May vertäut. Die fünfköpfige Crew war unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.11.2005

Fischkutter in Seenot

Bremerhaven - Bei Südwestwind der Stärke 7 ist gestern Nachmittag (10.11.) der Fischkutter "Steinbock" vor der Stromkaje in Seenot geraten. Über Funk meldete der Fischer der Verkehrszentrale des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA), dass er manövrierunfähig sei und ins Fahrwasser treibe. Die wachhabenden Nautiker dirigierten den WSA-Versorger "Solthörn", der sich in der Nähe befand, zu dem Havaristen. Das Behördenfahrzeug, half dem Fischer beim Einholen des Ankers und schleppte ihn anschließend in Sicherheit.
Quelle: Nordsee-Zeitung vom 11.11.2005

Kutter war nicht zu retten

Depoe Bay, Oregon / USA - Am 10.11. fing die Küstenwachstation Depoe Bay, Oregon, gegen 07.45 Uhr einen Notruf des Kutters "Bold Contender" auf. Das mit sechs Personen besetzte, 58 Fuß lange Schiff war vor Lincoln City leckgeschlagen und brauchte Hilfe. Sofort liefen aus Depoe Bay zwei Rettungsboote aus. In Newport stieg ein Dolphin Rettungshubschrauber auf. Die Küstenwachboote hatten die "Bold Contender" um 08.20 Uhr erreicht und übergaben eine Lenzpumpe. Die Versuche, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, verliefen aber erfolglos, sodass das Schiff um 10.52 Uhr aufgegeben werden musste. Die Besatzung wurde von dem 47 Fuß langen Rettungsboot aufgenommen und nach Depoe Bay gebracht, wo sie medizinisch betreut wurde. Fünf hatten einen Überlebensanzug getragen, der sechste einen Rettungsring. Die Geretteten wurden von der Feuerwehr aus Depoe Bay mit trockener Kleidung ausgestattet. Die "Bold Contender" trieb nach ihrem Untergang noch teilweise aus dem Wasser ragend fünf Meilen vor Lincoln City und wurde von der Coast Guard überwacht
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.11.2005

Neue Tauchattraktion im Vierwaldstätter See

Schweiz - Eine neue Tauchattraktion erwartet in Kürze Sporttaucher auf dem Vierwaldstätter See in der Schweiz: Ein ausrangierter Nauen soll zwischen Brunnen und Gersau versenkt werden. In 20 Metern Tiefe soll aus dem Wrack eine neue Tauchattraktion werden. Auch Fische sollen in dem künstlichen Riff, dass das Wrack auf dem Seegrund darstellt, eine neue Heimat finden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.11.2005

Seenotretter ziehen Zwischenbilanz - 1631 Mal im Einsatz

Bremen - Nach Abschluss der Wassersportsaison 2005 legte die DGzRS jetzt eine Einsatzstatistik für die ersten zehn Monate des Jahres vor. Vom 1. Januar bis 31. Oktober 2005 haben die Einheiten der Rettungsflotte 1631 Einsatzfahrten durchgeführt und dabei 895 Menschen aus Gefahrensituationen zu befreien. Dazu zählten eine Geburt an Bord eines Seenotkreuzers, die Rettung von zwei Fischern von ihrem sinkenden Kutter in der Elbmündung wie auch einsatzreiche Wochenenden der Seenotretter für Freizeitskipper in Nord- und Ostsee. Im einzelnen wurden:
127
Menschen aus Seenot gerettet und
768
Personen aus drohenden Gefahrensituationen befreit.
356
mal Kranke und Verletzte von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert.
39
mal Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,
706
mal Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie
530
Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.

Einer der dramatischsten Einsätze war am 18.5. die Rettung von zwei Fischern in der Elbmündung. Sie begann mit dem Notruf:
"Holt uns hier runter. Das Schiff geht uns untern Füßen weg!“ Die "Hermann Helms" kam den Berufsfischern auf ihrem Kutter "Carina" zu Hilfe. Morgens um halb fünf lag das Tochterboot "Biene" längsseits des am Großen Vogelsand sinkenden Kutters und holte die beiden Männer in letzter Sekunde von ihrem Schiff. Kapitän Karp von der "Carina" erinnert sich: „Als ich mich umdrehe, geht der Kutter auf die Seite!“ Ein paar Tage später ragte nur noch die Mastspitze des Wracks aus dem Wasser.
Unvergesslich für die Crew des Amrumer Seenotkreuzers "Eiswette" war gewiss die Einsatzfahrt des 16. September 2005, als sie zu Geburtshelfern wurden, als eine Hochschwangere von Amrum aufs Festland gebracht werden sollte. Vormann Gerd Hogrefe: „Um 01.25 Uhr legten wir mit den werdenden Eltern und der Hebamme an Bord ab. Doch das Baby wartete die ca. 40 Minuten dauernde Überfahrt mit dem Seenotkreuzer nicht mehr bis zum Ende ab - nicht weit vor der Hafeneinfahrt nach Wyk bei Tonne 34 war es dann soweit.“ Um 03.20 Uhr war der Einsatz für die EISWETTE beendet. Eintrag im Bordtagebuch: „Geburt auf Position 54 Grad, 40,2 Minuten Nord, 008 Grad, 34,2 Minuten Ost. Mutter und Kind wohlauf.“
Während eines turbulenten Wochenendes um den 24. Juli wurden in Nord- und Ostsee über 50 Freizeitskipper gerettet oder aus Gefahr befreit. Starke westliche Winde hatten zu etlichen Havarien in Nord- und Ostseerevieren geführt. Nach Ruderschaden und Ankerproblemen trieb zum Beispiel vor Rerik, Mecklenburg-Vorpommern, zwischen Kühlungsborn und der Insel Poel eine Segelyacht manövrierunfähig in den Brandungsgürtel vor der Küste. In Zusammenarbeit mit Booten von Zoll und Bundesgrenzschutz wurden zwei Kinder von dem Seenotrettungsboot "Woltera" aus Kühlungsborn abgeborgen und in Sicherheit gebracht. Zwei begleitende Erwachsene unterstützten die Bergungsarbeiten; die Segelyacht wurde freigeschleppt.
Schäden an der Besegelung und an Ruderanlagen, Mastbrüche, Motorschäden und Navigationsprobleme waren die Ursachen für weitere Einsätze.
Aus unmittelbarer Lebensgefahr rettete die Besatzung des Seenotrettungsbootes "Wilma Sikorski" aus Wangerooge am 22. Juli 2005 drei Segler aus Wilhelmshaven, deren Segelyacht im Seegatt zwischen Spiekeroog und Wangerooge gesunken war. Die drei Besatzungsmitglieder konnten sich noch am Wrack halten. Sie wurden von den Seenotrettern aus dem ca. 16 Grad kalten Wasser geborgen.
Die nun nahenden Herbst- und Winterstürme in den bevorstehenden Wochen bis zum Jahresende werden mit erhöhter Wachsamkeit auf den 54 Stationen in Nord- und Ostsee beachtet.
Das Spendenaufkommen in diesem Jahr sei bislang deutlich niedriger als das im Vorjahr, sagte Anders weiter. Bis Ende Oktober seien gut 500 000 Euro weniger eingegangen als im Vergleichszeitraum 2004. Anders betonte, er sei jedoch zuversichtlich, dass sich im letzten Quartal 2005 noch etwas bewegen werde. Die DGzRS, die in diesem Jahr ihr 140-jähriges Bestehen feiert, finanziert sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.
Die Gesellschaft verfügt über rund 20 Seenotrettungskreuzer mit Tochterbooten sowie über etwa 40 Seenotrettungsboote. Für die DGzRS arbeiten 185 Festangestellte sowie 800 ehrenamtliche Seenotretter. Seit Gründung wurden über 70 000 Menschen gerettet.
Pressemeldung DGzRS vom 11.11.2005

Ölbarge vor Florida gesunken

USA - Die in New York beheimatete, 441 Fuß lange Ölbarge "DBL 152" schlug am 10.11. kurz vor Mitternacht nach Kollision mit einem Unterwasserhindernis auf dem Weg von Houston nach Tampa, Florida, leck. Am Steuerbordbug entstand ein rund 30x6 Fuß großes Loch. Am 11.11. wurde durch die Besatzung eine leichte Schlagseite der "DBL 152" festgestellt und daraufhin die Küstenwache alarmiert. Die Barge hatte 5 Millionen Gallonen (1190000 Barrel) eines zähflüssigen Petroleumproduktes geladen, als sie 30 Meilen vor der Küste von Louisiana havarierte. Aus einem Steuerbordtank begann Öl auszulaufen und einen drei Meilen langen Teppich in südwestlicher Richtung zu bilden. Eine von den Eignern K-Sea engagierte Bergungsfirma legte einen 2000 Fuß langen Ölschlängel um das Gefährt aus, gleichzeitig wurden Reinigungsarbeiten mit Skimmern eingeleitet. Der Öltransporter entwickelte immer stärkere Schlagseite und sank schließlich mit 50 Grad Schlagseite mit dem Bug auf Grund. Er kam in 55 Fuß Wassertiefe zu liegen. Rund 10000 Gallonen Öl liefen bislang vor allem aus dem unter Wasser liegenden Steuerbordtank 2 aus. Eine vier Meilen große Sicherheitszone wurde um die Unglücksstelle eingerichtet, der Schiffsverkehr aber nicht behindert. Die Berger legten die "DBL 152" vor Anker und verstrkten die Ventile von Ballasttanks, um zu verhindern, dass weiteres Wasser in die Öltanks eindringt. Die Bergungsarbeiten liefen Tag und Nacht. Die Barge liegt jetzt auf 29 12.3' N, 093 28.14' W rund 100 Meilen westlich von Galveston, Texas.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.11.2005

Unterwasserarchäologen fanden historische Wracks vor Israel

Israel - Unterwasser-Archäologen haben vor der israelischen Küste die Überreste zweier Schiffe aus byzantinischer Zeit und der islamischen Periode von etwa 800 nach Christus gefunden. An der Unterwasser-Ausgrabung nahe Sichron Ja´akov, etwa 25 Kilometer südlich von Haifa, nahmen 80 Taucher teil. Darunter waren 50 freiwillige Helfer, zehn von ihnen aus England, den USA und den Niederlanden. Den Rest bildeten Studenten, die meisten von der Universität Haifa. Die Expedition, die seit 2001 jedes Jahr stattfindet, ist ein gemeinsames Unternehmen des "Recanati"-Instituts für Meeresforschung an der Universität Haifa und der meeresarchäologischen Gesellschaft von Großbritannien. Das byzantinische Schiff aus dem fünften Jahrhundert transportierte Steine, die für den Bau von Häusern verwendet werden sollten. Das Wrack aus der islamischen Periode befand sich in nur zwei Metern Tiefe und war mit einer einen Meter dicken Schicht aus Sand bedeckt. Es ist das erste Schiffswrack aus dem achten Jahrhundert, das im Mittelmeer ausgegraben wurde. In dem Schiffskörper fanden sich zahlreiche wertvolle Artefakte, darunter etwa 20 Tontöpfe, in denen sich Nahrung befand sowie Holzgegenstände und Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.11.2005

Niedriger Rheinpegel : Zwei Frachter hingen fest

Düsseldorf - Ein niedriger Rheinpegel im Sommer ist nicht ungewöhnlich, doch erschwert die geringe Wassertiefe nun auch im Herbst den Binnenverkehr im Rhein. So fuhren sich am Dienstagabend gleich zwei Frachter im Bereich der Rheinkniebrücke in Düsseldorf fest. Während der deutsche Frachter "Annerose" noch am selben Abend befreit werden konnte, stellte sich die Bergung des belgischen Schiffs "Asoka" komplizierter dar. Am Mittwochmittag konnte auch dieses aus den Fängen des Niedrigwassers befreit werden.
Seit Dienstag ist der Rheinpegel in Düsseldorf um weitere 12 Zentimeter gesunken und lag am Donnerstagmittag bei 113 Zentimeter. "Früher hat man immer von Advents-Niedrigwasser gesprochen, aber so etwas hat es schon lange nicht mehr gegeben. Normalerweise gleichen die Schiffe auch ihre Fracht dem Pegel an", erklärte ein Sprecher der zuständigen Wasserschutzpolizei in Duisburg.
Während am Dienstagabend der Frachter "Asoka" kurz hinter der Rheinkniebrücke stecken blieb, eilte auch schon schnell Hilfe herbei. Die "Annerose" kam, sah und blieb ebenfalls stecken. Allerdings war der deutsche Frachter im Gegensatz zum belgischen wieder schnell befreit. Erst das riesige Containerschiff "So Long" erwies sich als stark genug, um "Asoka" am Mittwochmittag aus den Klauen des Düsseldorfer Niedrigwassers zu befreien. Nach einem Zwischenstopp im Hafen nahm der belgische Frachter wieder Fahrt auf. (Autor: Vassilios Katsogridakis)
Pressemeldung RP-Oneline vom 10.11.2005

Kümo lief vor Lochaline auf Grund

Lochaline / Schottland - Der 40 Meter lange britische Frachter "Nordstar" strandete am Abend des 9.11. vor Lochaline, Sound of Mull. Das mit vier Mann besetzte Schiff hatte eine Ladung Salz für die Isle of Skye an Bord, als es um 18.15 Uhe nahe des Anlegers der Caledonian MacBrayne festkam. Bereits 20 Minuten nach der Havaarie gelang es der "Nordstar", freizukommen. Sie ging anschließend in Lochaline vor Anker, wo sie auf Schäden untersucht werden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.11.2005

Trawler in Fraserburgh in Brand

Fraserburgh / Schottland - Am 9.11. brach auf dem Trawler "Zenith BF 106" im Hafen von Fraserburgh ein Feuer aus. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.11.2005

Viele Tote bei Frachteruntergang befürchtet

Haiyang / China - Der chinesische Frachter "Liaopuyun 777", 95 BRZ, kenterte ( 9.11.) bei Löscharbeiten im Changhai County Haiyang Island Hafen von Dalian City. Das Schiff der Shunda Shipping Co. war dabei, eine Steinladung zu löschen. Neben der Ladung hatte das Schiff 46 Personen an Bord, von denen 39 illegal als Passagiere mitreisten. 27 Menschen wurden lebend gerettet, die Leichen zweier Männer und zweier Frauen tot geborgen. 19 Personen wurden zunächst vermisst. Weitere Opfer wurden im Innern des Wracks vermutet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.11.2005

Serie von Maschinenblackouts vor England

Sumburgh Head / Schottland (Shetland Islands) - Am 8.11. hatte der Tanker "Sten Odin" einen Maschinenblackout 39 Meilen südlich von Sumburgh Head. Der englische Coastguard-Schlepper "Anglian Earl" lief zu dem Havaristen, an dem er in den Mittagsstunden erwartet wurde. Die norwegische "Sten Odin" trieb bei Südweststurm mit 16 Mann Besatzung mit zwei Knoten in nordöstlicher Richtung. Sie hatte 8494 Tonnen Gasöl und Flugbenzin an Bord. Die Situation an Bord wurde als ungemütlich, aber nicht unmittelbar gefährlich eingeschätzt.
Milford Haven / Wales - Bereits am 4.11. geriet der 93 Meter lange holländische Tanker "Stella Rigel", 2456 BRZ, mit 3100 Tonnen Bitumen an Bord 25 Meilen westlich von St. Davids in Seenot. Bei bis zu acht Bf war auch hier die Energieversorgung zusammengebrochen. Der Schlepper "Anglegarth" wurde von Milford Haven aus in Marsch gesetzt. Das St. Davids Rettungsteam sowie das dortige Rettungsboot und ein Rettungshubschrauber aus Chivenor nahmen gleichfalls Kurs auf den Havaristen, der vor der britischen Küste trieb, während die 11-köpfige Besatzung vergeblich versuchte, die Maschine wieder zu starten. Da der Tanker südwestlich auf die Küste zutrieb, wurden sieben Mann, die nicht zwingend an Bord benötigt wurden, vorsorglich von dem Hubschrauber abgeborgen und nach St. Davids gebracht. Es gelang der "Anglegarth" dann, eine Trosse auf die "Stella Rigel" zu übergeben, die dann zur Reparatur nach Milford Haven abgeschleppt wurde.
Falmouth (Südküste von Cornwall) - Am 2.11. war das kambodschanische Kümo "Galina" vier Meilen südlich von Dodman Point, cornwall, nach einem Blackout auf Drift gegangen. Das 31 Meter lange Schiff hatte acht Mann Besatzung an Bord. Auf den Notruf um 23.15 Uhr hin waren die RNLI-Boote aus Falmouth und Fowey sowie die Bergungsschlepper "Anglian Prince" ausgelaufen und erreichten den Havaristen gegen 2.30 am Morgen des 3.11. Die Rettungsboote blieben auf Standby, bis der Notfallschlepper das bei 40 Knoten Südwestwind in Ballast vor dem Wind treibende Schiff am Haken hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.11.2005

Tanker wurde freigeschleppt

Stylis / Griechenland - Am 6.11. wurde der vor Agios Nikalaos gestrandete Chemikalientanker "Stainless Dolphin", 2890 BRZ, gegen 18.05 Uhr von dem griechischen Schlepper "Megas Alexandros" freigeschleppt. Anschließend verholte er den Havaristen zur Inspektion nach Stylis. Ein Patroullienboot der Küstenwache begleitete den Schleppzug bis zur Reede von Stylis. Nach dem Eintreffen wurden Ölschlängel um die "Stainless Dolphin" ausgelegt und das Bunkeröl abgepumpt. Taucher hatten vor der Bergung am 5.11. den Rumpf kontrolliert, aber keine Lecks vorgefunden. Die "Stainless Dolphin" war am Abend des 3.11. zwei Meilen vor Glifas mit 2000 Tonnen Sonneblumenöl und 15 Personen an Bord festgekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.11.2005

Frachter sitzt 60 Meilen westlich von Havanna fest

Cabanas / Kuba - Am 6.11. wurde begonnen, das Bunkeröl und Teile der Containerladung des dänischen Frachters "Maersk Ensenada", 6406 BRZ, zu leichtern. Das unter Antigua-Flagge registrierte Schiff war bereits am 25. Oktober 6 Meilen bei rauer See westlich von Cabanas, Kuba, gestrandet. Es war auf dem Weg nach Santo Tomas de Castilla, Guatemala, als es strandete. Das 1998 erbaute Schiff lag bei unverändert schlechtem Wetter seither 180 Meter vor der Küste auf felsigem Grund fest. Da für die Bergung notwendige Ausrüstung noch nicht vor Ort eintraf, konnte noch nicht mit Arbeiten zum Freischleppen begonnen werden. Noch am selben Tag hatte die Bergungsfirma Antillana de Salvamento einen LOF-Bergungskontrakt erhalten. Sie schloss am 2.11. einen Subkontrakt mit der Wijsmuller Salvage BV ab zur gemeinsamen Bergung.
Ein anderes Maersk-Schiff, der Tanker "Maersk Holyhead", war wie berichtet am 6.11. mit der liberiansichen "Pequot" auf dem Lake Maracaibo kollidiert und leckgeschlagen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.11.2005

"Nikolay Chiker" verlässt nach "Kiperousa"-Einsatz Südafrika

Der russische Schlepper "Nikolay Chiker", der mehrere Jahre in Charter der griechischen Bergungsfirma Tsavliris vor Südafrika stationiert war, wurde jetzt von den russischen Eignern zurückgerufen. Der Schlepper kam 2003 mit einem Reparaturschiff am Haken nach Durban und verblieb dann in Kapstadt. Während der folgenden Jahre war er an mehreren medienträchtigen Bergungseinsätzen beteiligt, so dem Einschleppen der havarierten "CSK Tribute" nach Nacala, Mocambique, im März 2004 und der Hifleleistung für die "Cape Africa", der im Mai 2004 die Bordwand eingeschlagen worden war. Zuletzt war die "Nikolay Chiker" erfolglos beim Versuch, die "Kiperousa" bei East London freizuschleppen, im Einsatz. Seit Mitte der 1970er-Jahre war immer mindestens ein großer Bergungsschlepper vor Südafrika stationiert, viele Jahre waren dies die "John Ross" und "Wolraad Woltemade" im Wechsel. Als die Reederei Pentow Marine von den holländischen Bergern Smit Salvage übernommen wurde, erhielt die "John Ross" den neuen Namen "Smit Amandla". Sie ist nach dem Abzug der "Nikolay Chiker" nun der einzig verbliebene große Bergungsschlepper vor Südafrikas rauer Küste.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10.11.2005

Brand an Bord eines deutschen Binnenschiffs

Bremerhaven / Containerterminal 4 - Aus noch nicht abschließend geklärter Ursache kam es an Bord eines Binnenschiffes am 8.11.2005 um 13.40 Uhr zu einem Schadensfeuer in der Kammer eines Matrosen im Bug des Schiffes. Nach dem Starten des in der Kammer befindlichen Ölofens fing dieser Feuer. Der 52 Jahre alte Matrose konnte unter Einsatz zweier Feuerlöscher den Brand selbst löschen.Durch die Hitzeentwicklung schmolzen die Gehäuse einiger im Raum befindlicher Elektrogeräte. Die Kammer selbst wurde durch die Rußentwicklung erheblich verschmutzt. Zu Personenschäden kam es nicht. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.Die herbeigerufene Feuerwehr untersuchte unter Atemschutz den Brandort, konnte aber nach kurzer Zeit wieder abrücken, da keine Glutnester vorhanden waren. Die Wasserschutzpolizei ermittelt, inwieweit gegen Bestimmungen der Unfallverhütungsvorschriften und des Strafrechts verstoßen wurde. Das 67 m lange Binnenschiff mit 820 T Tragfähigkeit versorgt die Baustelle des Containerterminal 4 mit Baumaterialien.
Quelle: Pressemeldung Polizei Bremen vom 09.11.2005

Schubverbände auf Havel-Oder-Kanal kollidiert

Westschleuse Hohensaaten - Am 9.11. gegen 08.10 Uhr kam es im Schleusenvorhafen der Westschleuse Hohensaaten auf der Havel-Oder-Wasserstraße zur Kollision zweier polnischer Schubverbände. An einem der Schubverbände wurde dabei ein Reibholz beschädigt. Beide Schubverbände konnten nach erfolgter Unfallaufnahme die Fahrt fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.11.2005

Fähre in China gekentert

Haiyang / China - Nach dem Kentern eines Frachters in einem chinesischen Hafen wurden am 9.11. noch 19 Menschen vermisst worden. Das Schiff kenterte während Löscharbeiten in einem Hafen der Insel Haiyang in der Provinz Liaoning. Von den 46 Menschen an Bord konnten sich 27 retten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.11.2005

Kenterungen und Kleinholz bei Transatlantikregatta

Atlantik - Am Morgen des 8.11. empfing die Küstenwache von Falmouth um kurz nach drei ein Notsignal einer Yacht 270 Meilen vor der Küste im Atlantik. Die "Orange Project" war mit zwei Schweizer Brüdern während der Regatta Transat Jacques Vabre von Le Havre nach Brasilien gekentert. Die beiden Schweizer der "Orange Project" wurden von einem französischen Rettungshubschrauber aufgewinscht. Schuld an dem Unglück war extremer Wellengang mit Wellenhöhen von bis zu sechs Metern.
Auch die Yacht "Foncia" kenterte in einer Distanz von 30 Meilen zur "Orange Project". Ihre zweiköpfige Crew wurde ebenfalls gerettet.
Die Yacht "Sodebo" verlor ihren Mast und wurde von einem französischen Trawler in Richtung Brest in Schlepp genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.11.2005

Blindgänger auf "Seaborun Spirit" gefunden

Seychellen - Auf dem unter Granatfeuer somalischer Piraten geratenen Kreuzfahrer "Seabourn Spirit", 10.000 BRZ, wurden nach dem Erreichen der Seychellen am 8.11. mehrere Blindgänger gefunden. Eine nicht explodierte Rakete fand sich in den Passagierunterkünften. Drei mit Propellern angetriebene Granaten hatten das Schiff getroffen, eine davon in einem Aufenthaltsraum von Passagieren. Ein Besatzungsmitglied der 161-köpfigen Crew war von einem Schrapnell verletzt worden. Die "Seabourn Spirit" konnte der Attacke dank eines neuen akustischen Verteidigungssystems entkommen, das als Konsequenz aus der Attacke auf die "Cole" vor Somalia entwickelt wurde. Die "Seabourn Spirit" war mit 300 Passagieren auf einer 16-Tage-Kreuzfahrt vom ägyptischen Hafen Alexandria aus nach Mombasa, Kenia, unterwegs gewesen, als sie 160 Kilometer vor der somalischen Küste mit Maschinengewehren und Granatwerfern angegriffen wurde. Der Kapitän war mit Höchstfahrt abgelaufen, hatte einen Notruf abgesetzt und dann zunächst die Kommunikation eingestellt, um nicht von Entführern geortet werden zu können. Nach dem Erreichen der Seychellen und der Beseitigung der Munition soll das Schiff die Kreuzfahrt Richtung Singapur fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.11.2005

Erfolgreiche Rettung von Sportbootcrew

Cleveland / USA - Am 7.11. schlug ein 33 Fuß langes Boot in der Mündung des Cuyahoga River leck. Um 19.30 Uhr erreichte ein Notruf der vierköpfigen Crew die Küstenwache in Cleveland, die ein 41 Fuß langes Rettungsboot in Marsch setzte. Es erreiche das Boot wenig später und nahm die vier Schiffbrüchigen aus dem sinkenden Boot aus. Sie wurden anschließend an den Cleveland Moorings betreut. Das Boot ging wenig später unter.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 09.11.2005

14 Tote nach Fährunglück in Bangladesch

Bangladesch - Nach dem Fährunglück im Bangladesch ist die Zahl der Toten auf mindestens 14 gestiegen. Fast 40 Passagiere werden noch vermisst, wie die Behörden am Dienstag in Dhaka mitteilten. Die mit fast 150 Urlaubern voll besetzte Fähre war am Montag im Golf von Bengalen rund 320 Kilometer von der Hauptstadt Dhaka gekentert. An Bord waren auch viele Frauen und Kinder.
Taucher der Marine und der Küstenwache gelang es, aus der unruhigen See rund 70 Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Einige Passagiere halfen sich selbst, indem sie sich an Rettungsbojen klammerten oder an die nahe Küste schwammen.
Die 150 Passagiere auf dem zur Fähre umgebauten Fischtrawler wollten nach einem einwöchigen Heimaturlaub wieder zu ihrer Arbeit zurückkehren. Die Behörden gehen davon aus, dass die Fähre überladen war.
Pressemeldung vom 08.11.2005

Tankschiff rammt Schleusentor - Kapitän mit 1,8 Promille

Bergrheinfeld - Ein Tankschiff hat am Montagabend ein Tor der Schleuse Bergrheinfeld-Garstadt (Landkreis Schweinfurt) gerammt. Der rumänische Kapitän des unbeladenen Schiffes aus dem Main-Spessart-Kreis habe gesagt, er sei auf Grund eines Fahrfehlers gegen das Schleusentor gefahren, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Beamten stellten bei dem 41-Jährigen einen Alkoholwert von 1,8 Promille fest und verboten ihm die Weiterfahrt. Die Schleuse ist befahrbar, dass mittlere Tor jedoch außer Betrieb.
Polizei-Pressemeldung vom 08.11.2005

400 Tonnen-Schuber vor Stralsunder Werft gesunken

Stralsund - Ein polnisches Schiff ist am Sonntag vor der Stralsunder Volkswerft gesunken. Der 400-Tonnen-Schuber, der am Liegeplatz neben der Absenkanlage der Werft gelegen hatte, habe nach dem Untergang einen Teil der rund sechs Tonnen Diesel verloren, wie die Wasserschutzpolizei am Dienstag mitteilte. Eine Gefahr für die Umwelt bestand laut Polizei nicht, da die Werft-Feuerwehr zuvor eine Ölsperre ausgelegt hatte. Das Schiff liegt in rund elf Meter Tiefe und soll gehoben werden. Die Ursache für den Untergang ist unklar.
Pressemitteilung vom 08.11.2005

Großbrand in Atom-U-Boot-Schiffswerft

Chabarowsk - Ein Großbrand ist in der Atom-U-Boot-Schiffswerft "Amur", in der gegenwärtig zwei Atom-U-Boote gebaut werden, ausgebrochen. "Am Montagabend kam es beim Anlassen einer Verdichteranlage in einer der Hilfsabteilungen zu Folge kleiner Explosionen", wurde der RIA Nowosti am Dienstag vom fernöstlichen regionalen Zentrum des russischen Zivilschutzministeriums mitgeteilt.
Dann sei auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern der Brand ausgebrochen. Die Arbeiter der Abteilung wurden in Sicherheit gebracht, weil sich in Brandnähe explosive Stoffe befanden. Trotz des Brandes bestand jedoch für die Kernreaktoren der im Bau befindlichen Atom-U-Boote keine Gefahr.
Gegen Morgen war der Brand lokalisiert und gelöscht.
Pressemeldung Ria Nowosti vom 08.11.2005

Tanker vor Venezuela gerammt

Venezuela - Der für Laeisz fahrende Bulkcarrier "Pequot" ist am Abend des 6.11. auf dem Lake Marcacacibo, Venezuela, mit dem dänischen Gastanker "Maersk Holyhead" kollidiert. Dabei wurde dem Tanker ein großes Loch in die Steuerbordseite ober- und unterhalb der Wasserlinie gerissen, aus dem aus Bunkertanks eine größere Menge Schweröl ins Meer gelaufen ist. Er hatte rund 12.345 Tonnen Propangas geladen. Beide Schiffe haben inzwischen im Hafen von El Tablazo festgemacht. Wer die Kollision verursacht hat, ist bislang nicht bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.11.2005

Schweres Fährunglück vor Indien

Indien / Bangladesch - Am Nachmittag des 6.11. kenterte die indische Fähre "Al Medina" auf dem Weg von Guptachhara Ghat, Swandip, nach Chittagong. Sie hatte 50 Tonnen Ladung und 100 Passagiere an Bord, als sie im Swandip Channel verunglückte. 40 Menschen wurden vermisst.
Erst am 5.11. war im benachbarten Pakistan die Fähre "Jangsigar" vor der Südküste gekentert. Sie transportiere eine Trauergesellschaft, von der 70 Menschen ums Leben kamen. Marinetaucher sind derzeit mit der Bergung der Opfer beschäftigt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.11.2005

Tanker vor Agios Nikalaos auf Grund gelaufen

Griechenland - Der unter Panama-Flagge laufende Chemikalien- und Öltanker "Dolphin Psachna", 2890 BRZ, lief am Abend des 3.11. gegen 20.30 Uhr auf dem Weg von Euboe Island nach Syrien mit 2000 Tonnen Sonnenblumenöl vor der griechischen Insel Agios Nikalaos auf Grund. Das 1979 erbaute Schiff kam mit dem Vorschiff fest, schlug aber nicht leck. Es leigt zwei Meilen von Glifas entfernt. Zwei Patroullienboote aus Stylida und Volos fuhren sofort zum Havaristen. An Bord sind 15 Mann Besatzung und ein Passagier.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.11.2005

Kapitän schuld am Untergang der "Pride of Al Salam 95"

Ägypten - Am Untergang der Fähre "Pride of Al Salam 95" nahe des Suez-Kanals am 17.10. war nach Ansicht einer Untersuchung, deren Ergebnis am 1.11. vom ägyptischen Transportminister vorgelegt wurde, der Kapitän des Schiffes schuld. Bei dem Untergang des Schiffes nach der Kollision mit einem zypriotischen Bulkcarrier waren vier Pilger ums Leben gekommen, weitere 100 verletzt worden. Der Kapitän habe falsche Entscheidungen getroffen und habe gegen internationale Regeln zur Vermeidung von Kollisionen sowie gegen Anweisungen der Suez Kanal-Behörden verstoßen. Die "Pride of Al Salam 95" hatte 1488 Passagiere an Bord, darunter 1343 ägyptische Pilger, die aus Mekka zurückkehrten und wollte von Jeddah kommend in den Hafen von Suez einlaufen. Der entgegenkommende Frachter hatte kurz zuvor den Suezkanal verlassen. Als er sich in die Fähre bohrte, riss er ein fünf Meter großes Leck, das drei Stunden später zum Untergang der Fähre führte. Zur Zeit des Unglücks herrschten in dem Seegebiet moderate Wetterbedingungen und gute Sicht. Die Instrumente beider Schiffe funktionierten einwandfrei. Die Navigationseigenschaften beider Schiffe hätten erfolgreiche Manöver des letzten Augenblicks erlaubt, die die Kollision abgewendet hätten, doch war nach Ansicht der Untersuchungskommission der Kapitän der "Pride of Al Salam 95" nicht wachsam genug gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 08.11.2005

Schiffskollision bei Xanten

Xanten - Zwei Motor-Frachtschiffe sind am Montag (07.11.05) auf dem Niederrhein bei Xanten frontal zusammengestoßen. Beide Schiffe schlugen Leck. Einer der Schiffsführer konnte nach der Kollision sein rund 100 Meter langes Schiff in den flachen Uferbereich steuern, um ein Sinken zu vermeiden. Der andere kämpfte mit bordeigenen Pumpen gegen das eindringende Wasser an.- Verletzt wurde niemand. Die Schifffahrt auf dem Rhein wurde durch den Unfall nicht beeinträchtigt. Wie es zu der Havarie kommen konnte, ist noch unklar.
Pressemeldung vom 07.11.2005

Leckgeschlagene Yacht gerettet

St. Petersburg - Am 5.11. wurde die Coast Guard Station St. Petersburg informiert, dass das 29 Fuß lange Segelboot "Sundancer" leckgeschlagen sei.
Ein 41 Fuß langes Rettungsboot lief aus und lenzte den Havaristen, der anschließend zur Bayside Marina abgeschleppt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.11.2005

Kutter durch Beschuss versenkt

Schweiz - In Rorschach haben Unbekannte in der Nacht zum 5.11. ein Fischerboot versenkt. Sie haben solange auf das Boot geschossen, bis es sank. Taucher und ein Kran bargen das versunkene Schiff. - Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.11.2005

Versorger versenkte Trawler in der Nordsee

Nordsee - Am Morgen des 4.11. sank der 26 Meter lange schottische Trawler "Harvest" nach einer Kollision mit dem 85 Meter langen norwegischen Versorger "Strilmøy" 73 Meieln südöstlich von Sumburgh in der Nordsee. Der Unfall ereignete sich um 6.20 Uhr östlich der Shetlands. Die "Harvest", die auf dem Weg nach Peterhead war, hatte sechs Mann Besatzung, die unversehrt von einem Schwesterschiff, der "Ocean Harvest" gerettet wurde. Die "Strilmøy", die auf dem Weg in den Heimathafen Stavanger war, erlitt lediglich geringe Schäden am Bug, und sollte im Zielhafen eingehender untersucht werden. Sie gehört der Simon Møkster Rederi. Zum Zeitpunkt der Kollision war es neblig im Seegebiet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.11.2005

Kutter vor Gloucester nach Seeschlag gesunken

Gloucester / GB - Am 4.11. wurde der Küstenwachstation Cape Cod gemeldet, dass der 55 Fuß lange Kutter "Sea Witch" aus Portsmouth leckgeschlagen war, Wellen die Brücke eingeschlagen und die Elektronik zum Ausfall gebracht hatte und die vierköpfige Crew das Boot 80 Meilen südöstlich von Cape Elizabeth aufgeben müsse. Ein Hubschrauber und ein Suchflugzeug wurden in Marsch gesetzt. Drei Crewmitglieder der "Sea Witch" sprangen ins Wasser und wurden von einem Rettungsschwimmer zum Helikopter gebracht. Das letzte Besatzungsmitglied wurde von der "Michael & Kristen" an Bord genommen. Alle wurden nach Gloucester gebracht. Im Seegebiet herrschten bis zu 20 Fuß hohe Wellen und an die 60 Meilen Windgeschwindigkeit.
Sportboote gestrandet
Minuten nach Abschluss der Rettung, kurz nachdem der Hubschrauber aufgetankt war, wurde er entstandt, zwei Männer des auf Monomoy gestrandeten, 34 Fuß langen Sportbootes "Maximus" zu retten. Der Rettungsschwimmer stieg ab, um die Situation zu prüfen. Danach wurden die unverletzten Schiffbrüchigen aufgewinscht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.11.2005

Tanker vor Socotra Island weiter auf Grund

Socotra island / Jemen - Vor Socotra Island gehen die Bergungsarbeiten an einem gestrandeten Tanker langsam voran. Es bestanden aber noch Befürchtungen, dass die an Bord verbliebenen 250 Tonnen Öl auslaufen könnten. Der Tanker der Aleysi Company hatte 1000 Tonnen Öl geladen, als er am 24.10. nahe Hullaf Beach die Hafeneinfahrt verfehlte, auf Grund lief und leckschlug.
Die Bergung verzögerte sich mangels Lenzpumpen und weil immer wieder Wasser ins Schiff nachlief. Inzwischen wurde eine Taucheruntersuchung am Rumpf abgeschlossen, die aber keine Hinweise zur Stabilität des Havaristen gab. Auch konnten sie die Lecks nicht ausfindig machen. Die Schlepper von Socotran sind nicht kräftig genug, den beladenen Tanker freizuziehen. Deswegen wurde begonnen, mit 3 Inch starken Rohren die Ladung ans 200 Meter entfernte Land zu bringen, Danach sollen die Leckagen ausfindig gemacht und abgedichtet werden. Anschließend soll der Tanker vom Grund abgebracht und mit seiner Restladung in den Hafen eingeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.11.2005

Vorbereitungen für Fregatten-Versenkung laufen

Neuseeland - Am 12.11. soll die neuseeländische Fregatte "HMNZS Wellington" vor der Houghton Bay gegen 15 Uhr ihre letzte Reise zum Meeresgrund antreten. Die Versenkungsposition liegt rund 800 Meter vor der Küste, und es werden zahlreiche Schaulustige an der Südküste erwartet. Um das Schiff wird eine 600 Meter lange Sperrzone eingerichtet, nachdem es am frühen Morgen an der Versenkungsposition eingetroffen sein wird, die drei Stunden nach dem Untergang wieder aufgehoben werden soll. Das Polizeiboot "Lady Elizabeth III" und zwei weitere Boote werden dies überwachen. Die Fregatte wird auf 26 Meter Wassertiefe zu liegen kommen und bei Ebbe bis 6 Meter unter die Wasseroberfläche aufragen. Polizeitaucher werden nach der Versenkung das Wrack inspizieren und über eine Tauchfreigabe entscheiden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.11.2005

Eigner gestrandeter Yacht tot aufgefunden

Maine / USA - Am 5.10. meldete der Kutter "Bug Catcher" der Küstenwache Maine, dass er die Segelyacht "Bucephalus" gestrandet und teilweise unter Wasser liegend am Marshall Point nahe Port Clyde gegen 05.55 Uhr gesichtet habe. Der Küstenwachkutter "Moray" aus Jonesport sichtete in der Umgebung ein Trümmerfeld. Ein Kutter aus Rockland nahm das Wrack der 25 Fuß langen Yacht in Schlepp nach Maine. Der Eigner wurde von einem Rettungsboot 2 Stunden nach der ersten Sichtung tot im Wasser treibend gefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.11.2005

Sprengung auf "Kiperousa"

East London / Südafrika - Am 2.11. führten die Berger von SvitzerWijsmuller am Wrack der "Kiperousa" vor East London eine kontrollierte Explosion durch. Sie sollte die Steuerbordseite in Höhe des Maschinenraums und der verbliebenen Laderaumstruktur aufreißen und so eine schnellere Zerstörung durch die Einwirkung der Natur gewährleisten.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 07.11.2005

Angler aus Land Brandenburg tot aus Ostsee geborgen

Kühlungsborn/MVr - Ein 56-jähriger Angler aus dem Land Brandenburg wurde am Samstagnachmittag zwischen Kühlungsborn und Rerik (Kreis Bad Doberan) tot aus der Ostsee geborgen. Gegen Mittag hatten Zeugen in dem Bereich ein herrenlos treibendes Sportboot entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert, teilte die Polizei am Sonntagmorgen mit. Bei einer sofort eingeleiteten Suchaktion fand die Besatzung des WSP-Küstenstreifenbootes "Warnow" den leblos im Wasser treibenden Mann im Bereich der Bugspitze, 1500 bis 2000 Meter entfernt von der Küste. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Der Angler aus der Region Oranienburg hatte sich das 3,85 Meter lange Boot mit Außenbordmotor am Morgen in Kühlungsborn ausgeliehen. Die Ermittlungsbehörden gehen von einem Unfall aus. Auf der westlichen Ostsee herrschte zur Unglückszeit Windstärke sieben.
Bei Beachtung des Seewetterberichtes hätte der Mann die Angeltour mit einem Boot dieser Größe nicht antreten dürfen, sagte ein Polizeisprecher. Der Einsatz wurde von der Seenotleitstelle in Bremen geleitet.
Pressemeldung vom 06.11.2005

Blinde Passagiere auf Schiff erstickt

Sydney - Im Frachtraum eines Schiffs auf dem Weg nach Australien sind einem Zeitungsbericht vom Samstag zufolge die Leichen von zwei blinden Passagieren aus Marokko entdeckt worden. Zwei weitere blinde Passagiere überlebten. - Das berichtete die Zeitung "The Australian". Die Männer wurden am Montag entdeckt, nachdem Besatzungsmitglieder aus dem Frachtraum Geräusche gehört hatten. Das Schiff transportierte Düngemittel. Die beiden Opfer erstickten offenbar. Die "Furness Karuma" verließ den marokkanischen Hafen Laayoure am 7. Oktober. Sie soll am 14. November in Perth eintreffen.
Pressemeldung vom 05.11.2005

15 Menschen bei Fährunglück in Pakistan ertrunken

Karachi / Pakistan - Bei einem Fährunglück im Süden Pakistans sind am Freitag nach Angaben der Marine 15 Menschen ertrunken. 20 Menschen würden noch vermisst, sagte ein Marinesprecher. 17 Menschen hätten das Unglück überlebt. - Zuvor hatten Vertreter der Marine und der Regierung die Zahl der Getöteten mit 60 angegeben. Später sei aber festgestellt worden, dass nur 52 Menschen auf der Fähre gewesen seien, sagte der Sprecher.
Die Fähre ging auf einem Fluss nahe der Stadt Keti Bandar südöstlich von Karatschi unter. Die Ursache war noch unklar. Vermutlich aber war die Fähre deutlich überladen.
Pressemeldung vom 04.11.2005

Binnenschiff freigeschleppt - Rhein ist wieder frei

Koblenz / Lahnstein - Der Rhein ist wieder befahrbar - der mit 900 Tonnen Sand beladene Havarist aus den Niederlanden wurde freigeschleppt. Dennoch wurde der Schiffsverkehr nur eingeschränkt wieder aufgenommen, da die enge Fahrtrinne zunächst auf Untiefen untersucht werden muss, die durch die Strandung entstanden. Daher können die Schiffe nur im Wechsel entweder flussaufwärts oder flussabwärts fahren. Es gab jedoch keine großen Staus, etwa ein Dutzend Schiffe musste in der Nacht auf die Weiterfahrt warten. Zwei Schlepper hatten das Binnenschiff, das sich nach seiner Grundberührung quer zum Fahrwasser gelegt hatte, freigeschleppt und in den Hafen von Lahnstein gebracht. Bis zum Eintreffen des zweiten Schleppers war das Schiff vom zuerst eingetroffenen Schlepper gesichert worden, weil es gegen die Pfeiler der Pfaffendorfer Brücke zu treiben drohte. Der Rhein war ab 19 Uhr für die Schifffahrt voll gesperrt worden. Grund der Havarie kann der derzeit niedrige Pegelstand des Rheins sein. Möglicherweise hatte der Kapitän des Schiffes daher die Fahrtrinne nicht exakt einhalten können. Denkbar ist auch, dass das Ruder ausgefallen sei oder es eine elektrische Störung gegeben hat.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.11.2005

Binnenschiff auf Rhein havariert

Koblenz - Ein Binnenschiff lief am Abend des 3.11. auf dem Rhein in Koblenz auf Grund und drohte gegen eine Brücke zu prallen. Das Schiff wurde deswegen stundenlang durch einen Schlepper gesichert. Mit einem zweiten Schiff sollte es bis zum Morgen des 4.11. freigeschleppt werden. Der Rhein wurde für die Schifffahrt voll gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.11.2005

60 Tote bei Fährunglück befürchtet

Karachi / Pakistan - Bei einem Fährunglück in der Nähe der Indus-Mündung ins Arabische Meer sind am 3.11. vermutlich 60 Menschen ertrunken. Das Schiff sank etwa 115 Kilometer von der Hafenstadt Karachi entfernt. Es war völlig überladen. An Bord befanden sich etwa 70 Angehörige einer Trauergesellschaft. Fünf von ihnen sollen sich ans Ufer gerettet haben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.11.2005

Südkoreanische Fähre von Frachter gerammt

Japan - Am Morgen des 3.11. kollidierte die südkoreanische Fähre "Panstar Dream", 9723 BRZ, in der Kammon Straße ziwschen den japanischen Honshu and Kyushu Inseln mit dem südkoreanischen Frachter "Korex", 2603 BRZ. Das Unglück ereignete sich rund 700 Meter östlich der Kammon-Hängebrücke. Der Frachter rammte in die Steuerbordseite der mit 296 südkoreanischen und sechs japanischen Passagieren nach Busan laufenden Fähre, nachdem sie Osaka verlassen hatte. In der Bordwand entstand ein ein Meter großes Leck. Die "Korex" kam aus Mishima Kawanoe, Ehime Präfektur, und war gleichfalls unterwegs nach Busan. Die "Panstar Dream" war 1997 als "Sun Flower Kuroshio" erbaut worden. Sie ist 160 Meter lang und 25 Meter breit. Seit 2002 läuft sie als "Panstar Dream" zwischen Busan und Osaka.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.11.2005

Kutter vor Australien vermisst

Australien - Der Kutter "Kaima 2" wird vor der Küste des australischen Perth vermisst. Das Schiff wurde seit dem Auslaufen von Eucla 1400 Kilometer östlich von Perth am 31.10. nicht mehr gesichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.11.2005

Zementyacht im Sturm aufgegeben

Coles Bay / Tasmanien - Die 40 Tonnen große Ferro-Zement-Yacht "Spinner Tonga" schlug nordöstlich von Coles Bay am 3.11. leck. Die Crew gab an, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu haben. Als ein Rettungshubschrauber die Szene erreichte, ging sie aber bei zwei Meter hoher Schwell und 30 Knoten Wind in eine Rettungsinsel und aktivierte einen Peilsender. Der Helikopter winschte die Segler unversehrt auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.11.2005

Maschinenraumbrand auf Frachter

USA - Im Maschinenraum des Frachters "Kapitonas Marcinkus" brach auf dem Weg nach Brockville Narrows, Great Lakes, am 2.11. ein Maschinraumbrand aus. Weitere Informationen liegen nicht vor.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.11.2005

Trawler sank vor Nordostaustralien

Australien - Der australische Trawler "Arafura" sank in der Nacht zum 2.11. im Golf von Carpentaria in Nordostaustralien. Der Skippper versuchte bis zuletzt, in Knieiefem Wasser stehend, das Schiff zu retten, beovr er als letzter den sinkenden Trawler verließ.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 04.11.2005

Flüchtlingsboot sinkt in Ägäis

Istanbul - Mindestens zehn illegale Einwanderer sind nach dem Kentern ihres Bootes in der Ägäis ertrunken. Sie wollten von der Türkei aus auf eine griechische Insel übersetzen. Die Leichen wurden von einem Schiff des Küstenschutzes geborgen, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtet. Bei der Suche nach Überlebenden konnten zunächst vier und dann noch einmal drei Schiffbrüchige vor dem Ertrinken gerettet werden. Die Überlebenden stammen den Angaben zufolge aus der Palästinenser- Gebieten und Mauretanien.
Pressemeldung vom 02.11.2005

Australischer Kutter gesunken

Australien - Der australische Kutter "Eucla" ging am Nachmittag des 30.10. 1400 Kilometer östlich von Perth verloren. Das Unglück ereignete sich im Pazifik rund 50 Kilometer vor der südaustralischen Küste. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.11.2005

Ölaustritt aus beschädigtem Frachter

Durban / Südafrika - Beim Eindocken des nach einer Strandung beschädigten Containerfrachters "Doria" kam es zu einer Ölverschmutzung im Hafen von Durban. Weil der Havarist aber von einer Ölsperre umgeben war, konnte das meiste des auslaufenden Öls aufgefangen werden. Der Unfall ereignete sich, als sich das Schwimmdock mit der aufgepallten "Doria" anhob. Rund 80 Tonnen Öl liefen aus, richteten aber wegen der Vorsichtsmaßnahmen keinen größeren Schaden an. Es wurde sofort begonnen, das Öl vom Wasser zu skimmen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.11.2005

Yacht nach Unterwasserkollision in Bedrängnis

Winyah Bay / Florida - Am 28.10. gegen 15.15 Uhr schlug die 110 Fuß lange Yacht "Cedar Island" aus Clinton 47 Meilen östlich von Winyah Bay leck. Sie befand sich auf dem Weg nach Fort Lauderdale, als in 10 Fuß hohen Seen die Propeller gegen ein Hindernis stießen. Das Schiff wurde sofort manövrierunfähig und nahm rasch Wasser. Der 270 Fuß lange Küstenwachkutter "Legare" aus Portsmouth wurde zum Unglücksort beordert. Ein Rettungsteam setzte auf die "Cedar Island" über und begann mit Lenzarbeiten. Zwei Helikopter aus Charleston und Savannah winschten die sechsköpfige Yachtcrew auf und brachten sie auf die "Legare". Als Ersatz für die "Legare", die auf Südkurs zu einer Karibik-Kontrollfahrt war, wurde die "Yellowfin" gerufen. Die "Cedar Island" konnte sich eine Stunde nach ihrer Havarie aus dem Hindernis befreien und soll von der "Yellowfin" in sichere Gewässer geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03.11.2005

Gesunkener Frachter in Schelde-Ansteuerung geborgen

Kairo - Der niederländische Frachter "Stitch Hopper" sank am 27.10. im Seekanal Brüssel-Schelde. Die Containerladung wurde während der folgenden Tage aus dem Wrack geborgen. Anschließend gelang es auch, das Schiff so weit zu lenzen, dass zwei Kräne es anheben konnten. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.11.2005

Fahrt im Nebel: Zwei Sportboote verursachen »Beinahe-Kollision«

Kehl - Nicht nur als leichtsinnig, sondern als extrem gefährlich bezeichnet die Kehler Wasserschutzpolizei das Verhalten zweier Freizeitkapitäne, die mit ihren Sportbooten im »Blindflug« auf dem Rhein unterwegs waren. Dabei kam es fast zur Kollission mit zwei Frachtschiffen.
Wie die Wasserschutzpolizei meldete, wollte am Sonntag gegen 12.30 Uhr einer der Frachter den Kehler Hafen verlassen und talwärts fahren. Gleichzeitig wollte ein anderes Frachtschiff in den Kehler Hafen einfahren. Die beiden Kapitäne standen in direkten Funkkontakt und hatten sich über die Reihenfolge der Ein- und Ausfahrt verständigt.
Gerade als eines die Hafenausfahrt verlassen wollte, wurde dessen Schiffsführer vom Kapitän des wartenden Frachtschiffes über Funk gewarnt, dass sich zwischen den beiden Schiffen noch zwei Sportboote befinden. Dem Schiffsführer gelang es noch, die Sportbootfahrer mit einem langen, lauten Signalton zu waren, worauf diese gerade noch rechtzeitig abdrehen konnten.
Das Boot der Wasserschutzpolizei war in unmittelbarer Nähe des Geschehnisses. Die Beamten hatten sowohl den Funkverkehr mitgehört und waren auch Augenzeugen des Beinahezusammenstoßes.
Das Sportmotorboot hatte den Motorsegler oberhalb der Hafeneinfahrt überholt und konnte dann gerade noch dem Frachtschiff ausweichen. Es verschwand anschließend wieder wie es gekommen war im dichten Nebel.- Die Polizeibeamten erkannten dabei weder das Kennzeichen noch eine Radarantenne. Auch der Motorsegler setzte nach dem gefährlichen Ausweichmanöver zunächst seine Fahrt fort.
Der Bootsführer wurde später von der Wasserschutzpolizei aufgefordert, den Hafen anzusteuern und wurde im dichten Nebel dorthin gelotst. Bei der Kontrolle des Bootes stellten die Polizeibeamten fest, dass der Motorsegler weder mit Sprechfunk, noch mit Radar ausgerüstet ist. Eine Weiterfahrt wäre unter diesen Umständen lebensgefährlich gewesen, teilte die Wasserschutzpolizei weiter mit.
Den 66-jährigen Bootsführer erwartet ein Strafverfahren vor dem Schifffahrtsgericht Kehl wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs.
Bereits Mitte des Monats war ein Schiffsführer ohne Radar mit einem Passagierschiff mit 28 Fahrgästen bei dichtem Nebel auf dem Rhein unterwegs, auch ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Schifffahrtsverkehrs.
Bei Kappel war das Schiff einem Angler aufgefallen, da es hart in Richtung Ufer fuhr und erst etwa zwanzig Meter davor wieder abdrehte. Wie die Polizei damals meldete, schaffte es der Kapitän glücklicherweise, um die für diese »Tastfahrt« sehr gefährlichen »Buhnen des Rustgrundes« – in den Rhein querhineinragende Steinaufschüttungen – zu manövrieren.
Polizei-Pressemeldung vom 02.11.2005

Brand an Bord eines panamaischen Schiffs
( Fährschiffsveteran )

Kairo - Auf dem in Panama registrierten Passagierschiff "Al Kahfrain", 4478 BRZ, brach am 31.10. auf Höhe des Badeortes Hurghada vor der ägyptischen Küste im Roten Meer ein Feuer aus. Passagiere waren nicht an Bord des Schiffes, das auf dem Weg von Suez nach Saudi-Arabien war. Die 58-köpfige Crew konnte sich retten. Das 1385 Tonnen verdrängende Schiff war 1967 von Cammel Laird and Co. Ltd. in Birkenhead erbaut worden. Es ist 114,6 Meter lang und 16,5 Meter breit. Es vermag 1998 Passagiere zu fassen. 5295 KW erbringen 15 Knoten.
Der erste Einsatz als "Ulster Queen" erfolgte für die Belfast Steamship Co zwischen Belfast und Liverpool. 1981 wurde die Fähre aufgelegt ion Ostende. 1982 ging sie an die Pangloss Bav. Co. Ltd., Limassol, und wurde als "Med Sea" zwischen Zypern und Syrien eingesetzt. Weitere Namen waren 1986 nach Aufliegezeit in Piräus "Al Kahera", 1987 "Ala Eddin" und "Poseidonia". Unter diesem Namen verkehrte sie 10 Jahre bis 1998 zwischen Igoumenitsa und Brindisi. 2003 wurde sie in Keratsini, Griechenland, erneut aufgelegt und im Mai 2005 zur "Al Kahfain". Im Juni kam sie in Ägypten an, auf der jetzigen Überführungsfahrt kam es zu dem Unglück.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.11.2005

Greenpeace-Schiff rammte Korallenriff

Manila - Das Flaggschiff der Umweltorganisation Greenpeace, die "Rainbow Warrior II", lief am 31.10. 400 Meilen südöstlich von Manila auf ein Korallenriff. Dabei wurde das Riff, das zum Weltkulturerbe zählt, beschädigt. Am Schiff selbst entstand bei dem kurzen Stranden kein größerer Schaden. Greenpeace bedauerte den Vorfall und bot der philippinischen Regierung eine Entschädigungszahlung in Höhe von 7000 Dollar an. Die Greenpeace-Crew war dabei, in den philippinischen Gewässern das Ausbleichen von Korallenriffen zu untersuchen. Plötzlich stieß das Schiff knirschend auf einen Widerstand. Der Kapitän stoppte sofort die Maschinen. Dann stellten er und seine Leute fest, dass ihr Schiff auf ein Korallenriff, das zum knapp hundert Seemeilen vor Puerto Princesa, Palawan liegenden Tubbataha Reef National Marine Park liegt, geschrammt war. Sofort informierten die Umweltaktivisten das Management des Naturparks. Veraltete Seekarten waren offenbar verantwortlich für den Unfall, der eine Rifffläche von 96 Quadrametern schädigte. Sie wiesen eine Distanz von 1,5 Seemeilen zum Riff aus.
Die Untersuchung der Korallenriffe war Teil einer viermonatigen Reise der "Rainbow Warrior II" nach Australien, China, den Philippinen und Thailand als Kampagne gegen globale Erwärmung und für den Einsatz erneuerbarer Energien.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 02.11.2005

Die Angaben sind ohne Gewähr

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