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Chronik
S  e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e  im Jahr  2004
E u r o p ä i s c h e  K ü s t e / F l ü s s e / G e w ä s s e r
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Schiffsuntergang
letzte Änderung: 30. Juni 2004

"Gretje"-Bergung geglückt

Borkum - Ein Bergungskran hat den nordwestlich der Insel Borkum gesunkenen Krabbenkutter «Greetsiel 8» am Mittwoch vom Grund der Nordsee gehoben. Das Schiff sollte anschließend leer gepumpt und am Kranhaken hängend in den Emder Hafen transportiert werden, wie ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Emden sagte. Nach einer ersten Einschätzung handle es sich nicht um einen Totalschaden. Eine Reparatur des Havaristen komme in Frage.
Die «Greetsiel 8» war in der Nacht zum 11. Juni aus noch ungeklärter Ursache mit dem niederländischen Kutter «Greetje BOS» kollidiert und gekentert. Ein 18-jähriger Auszubildender und ein 32-jähriger Fischer konnten sich retten, der 38 Jahre alte Kapitän kam ums Leben. Seine Leiche wurde drei Tage nach dem Unfall aus dem Wrack geborgen. Die ebenfalls drei Mann starke Besatzung der leicht beschädigten «Greetje BOS» aus dem niederländischen Delfzijl kam mit dem Schrecken davon.

Pressemitteilung vom 30. 06. 2004

Kapitän des gekenterten Chemietankers hatte 2,1 Promille

Hamburg - Der Kapitän des im Hamburger Hafen gekenterten Chemietankers hatte zum Unglückszeitpunkt 2,1 Promille. Das ergab die Auswertung seiner Blutprobe. Gegen den Mann wird nun wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und Gewässerverunreinigung ermittelt. Der mit Schwefelsäure beladene Tanker war vorgestern im Hafen mit einem Containerschiff zusammengestoßen und gekentert. Derzeit untersuchen Taucher den Rumpf des Schiffes. Laut Feuerwehr treten derzeit nur geringe Mengen Schwefelsäure aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30. 06. 2004

Noch eine Kollision in Hamburg

Hamburg - Am Tag des Untergangs der "ENA 2" ereignete sich im Hamburger Hafen noch eine weitere Havarie. Kurz nach dem Ablegen kollidierte der Containerfrachter "Shanghai Express" von Hapagg Lloyd mit einer Kaimauer. Das Unglück ereignete sich bei kräftigem Wind trotz Schlepperhilfe. Nach der Kollision, bei der Kai und Schiff leicht beschädigt wurden, ging der Frachter querab Finkenwerder an die Pfähle und wurde anschließend von Vertretern des Germanischen Lloyds inspiziert. Neun Stunden nach der Havarie verließ die "Shanghai Express" den Hafen mit Kurs Nordsee. Unterdessen stellte die Bergungsfirma Harms ihr Konzept zum weiteren Vorgehen an der "ENA 2" vor. Die Aktion wird in unterschiedliche Phasen eingeteilt. Bis zum Abend des 30. Juni werden Taucher das Schiff von der Unterseite inspizieren. Zur Vorbereitung der eigentlichen Bergung wird die "ENA 2" mit Hilfe des Schwimmkrans "Enak", der in den frühen Morgenstunden aus Bremerhaven kommend in Waltershof eintraf, in eine günstigere Lage gebracht. Bei allen Schritten, die sich nach Auffassung des Bergungsunternehmens als kritisch erweisen könnten, werden zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen für die umliegenden Firmen und die Nachbarschaft ergriffen. Auf Basis der durch die Inspektion gewonnen Informationen werden die nächsten Schritte zur Bergung und zur Löschung der Schwefelsäure-Ladung in einem gemeinsamen Lagegespräch am Abend des 30. Juni festgelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 30. 06. 2004

Hamburger Hafen droht weiterhin eine Umweltkatastrophe

Hamburg - Beim Untergang des Chemietankers "ENA 2" ist der Hamburger Hafen offenbar nur knapp an einer Umweltkatastrophe vorbeigeschrammt, als der Tanker "ENA 2" sank. Auch Stunden nach dem Untergang war die Gefahr durch austretende Schwefelsäure noch nicht gebannt.Teile des Hafens wurden für den
Schiffsverkehr gesperrt. Im Vorfeld der Bergungsarbeiten müssen Experten zunächst klären, ob die noch in den Tanks befindliche Schwefelsäure vor Beginn der Hebung abgepumpt werden muss. Die Feuerwehr kann lediglich die durch Be- und Entlüftungsstutzen aufsteigenden Säuredämpfe mit Wasserwerfern niederregnen. Die Bergung des Schiffes durch einen am Abend aus Bremerhaven kommenden Schwimmkran wird mindestens drei bis vier Tage dauern. Ein Feuerwehrsprecher sagte, falls dabei die "ENA 2" auseinanderbräche, wäre die Umweltkatastrophe perfekt. Bei der Aktion handele es sich um eine wackelige Angelegenheit. Inzwischen haben sich Hinweise darauf verdichtet, dass der Kapitän des Schiffes zum Kollisionszeitpunkt angetrunken war. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.

Quelle: Tim Schwabedissen vom 29. 06. 2004

Schwefelsäure-Tanker in Hamburg gekentert
11 Verletzte und Fischsterben

Hamburg -Am Abend des 28. Juni kollidierte der Spezialtanker "ENA 2" im Hamburger Hafen mit dem Containerfrachter "Pudong Senator". Das mit 960 Tonnen
Schwefelsäure beladene Schiff war auf dem Weg von der Norddeutschen Affinierie AG zu einem Säureterminal im Petroleumhafen, als es von achtern aufkommend um 18.35 auf den vom Eurokai aus elbabwärts laufenden Frachter auffuhr. Es gelang der zweiköpfigen Besatzung der 80 Meter langen, mit einer doppelten Hülle ausgestatteten "ENA 2" noch, ihr Schiff an den Anleger zu bringen und festzumachen. Durch das Leck drang aber soviel Wasser in den Hohlraum zwischen Tanks und Außenwand ein, dass der Tanker schließlich die Stabilität verlor und kenterte. Es versank auf der Seite liegend im Petroleumhafen. Nur der vordere Teil ragt noch ein wenig aus dem Wasser. Nach dem Kentern trieb der Wind eine Schwefeldampfwolke über den Hafen. Neun Arbeiter und zwei Polizisten wurden überwiegend leicht verletzt, sie erlitten Reizungen der Augen und Atemwege. Nach einer Behandlung im Krtankenhaus konnten zehn von ihnen bereits wieder verlassen werden. Insgesamt kamen mehr als 120 Feuerwehrleute zum Einsatz. Die vier Haupttanks des Schiffs blieben bei der Havarie bislang unversehrt. Ein Teil
der 98-prozentigen Schwefelsäure lief jedoch über das Belüftungssystem in das Hafenbecken aus. Dadurch kam es im Petroleumhafen unmittelbar nach dem
Untergang zu einem Fischsterben. Um das Schiff wurde eine Druckluft-Öl-Sperre errichtet. Sie soll verhindern, dass sich die auslaufende Säure im Hafenbecken ausbreitet. Das Hafenbecken wurde zudem zur Elbe hin abgesperrt. Die Schwefelsäure wird aus Umweltschutzgründen bei der Verarbeitung von Kupferkonzentrat gewonnen. Mittlerweile begannen Mitarbeiter einer Bergungsfirma, Trossen um den gesunkenen Schwefelsäure-Transporter zu legen. Ein Schwimmkran aus
Bremerhaven wird im Laufe des 29. Juni erwartet und soll das beschädigte Schiff im Laufe der kommenden Tage aufrichten. Gegen den Kapitän der "ENA 2" wird wegen des Verdachts der Trunkenheit ermittelt. Die "Pudong Senator", die den Zusammenstoß unbeschädigt überstand, konnte ihre Fahrt Richtung Nordsee inzwischen fortsetzen.

Quelle: Tim Schwabedissen vom 29. 06. 2004

Ostseesturm: Ein Segler tot, Atlanticracer "UCA" havarierte

Emden - Das Sturmtief, das am Wochenende über Norddeutschland hinwegfegte, ließ einen Segler in der Ostsee zu Tode kommen und verursachte Sachschäden. Ein Katamaran mit zwei Mann Besatzung kenterte am 26. Juni bei einem Wendemanöver gegen 13 vor Holm, Schönberger Strand. Einem der Segler gelang es, das Boot wieder aufzurichten und zurück an Bord zu kommen. Der andere trieb in ablandiger Strömung davon und kam in der Kabbelsee außer Sicht. Die Wasser-schutzpolizei, drei Boote sowie Helfer der DLRG starteten eine Suchaktion. Eine gute halbe Stunde nach dem Unglück wurde er von der Polizei tot aus der 15 Grad kalten See gezogen. Der verunglückte Berliner rug Neopreneanzug und Schwimmweste.Bei einer Seeregatta im Rahmen der Kieler Woche havarierte in der folgenden Nacht der Atlantic-Racer "UCA" des einstigen Arbeitgeberchefs Murmann. Das 26 Meter lange Boot erlitt gegen vier Uhr morgens in steiler See südlich von Langeland Mastbruch. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten Windgeschwindigkeiten von 22 Knoten. Die "UCA" lief mit Reff und Genua 4, als der Mast herunterkam. Da die Salinge den Rumpf leckzuschlagen drohten, musste der mit Segeln einen Wert von rund 200.000 Euro darstellende Mast gekappt werden und liegt nun auf dem Ostseegrund. Die Arbeiten gestalteten sich schwierig, weil zudem der Schlauch einer Hydraulikpumpe geplatzt war und das Deck des Racers mit einem Ölfilm überzogen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28. 06. 2004

Nationalpark-Infoschiff nach Wassereinbruch außer Gefecht

Dorum - Am 27. Juni schlug das Nationalpark-Informationsschiff "Nordstern" im Hafen von Dorum leck. Der Kapitän des umgebauten Krabbenkutters stellte den
Wassereinbruch durch einen Riss in der Bilge fest. Die Feuerwehr legte eine Ölsperre um das Schiff aus, das anschließend mit bordeigener Lenzpumpe ausgepumpt werden konnte. Anschließnd wurde die Leckage provisorisch abgedichtet und der Ölschlängel daraufhin wieder eingeholt. In den kommenden Tagen soll die "Nordstern" zur Reparatur und Inspektion in eine Werft nach Cuxhaven überführt werden. Bis auf weiteres fallen wegen der Havarie die Gästefahrten ins Wattenmeer aus.

Quelle: Tim Schwabedissen vom 28. 06. 2004

Bergungsversuch an gesunkener "Gretje" startet am Wochenende

Emden - Am 27. Juni soll der Schwimmkran "Roland" der Hamburger Bugsier-Reederei versuchen, die am 11. Juni vor Borkum gesunkene "Gretje" zu bergen. Der meist in Kiel stationierte Kran wird derzeit in Bremerhaven für den Einsatz ausgerüstet. VBom Nordstrand aus werden die Arbeiten gut zu beobachten sein. Derweil sind die Umstände der Kollision zwischen dem Greetsieler Kutter und der in Urk beheimateten "Greetje Bos" noch ungeklärt. Bei ruhiger See war der Holländer dem Kollisionsgegner beim Hohen Riff in etwa zweieinhalb Kilometer Entfernung vom Musikpavillon in nordwestlicher Richtung ins Heck gefahren. Für weiterführende Erklärungen fehlen derzeit noch die Untersuchungsergebnisse der niederländischen Wasserschutzpolizei. Es ist noch nicht einmal klar, von welcher Seite der kleinere deutsche Kutter. gerammt wurde.Die Untergangsstelle ist momentan gesichert durch zwei schwarz-gelbeKardinaltonnen. Bei normaler See liegt auch noch ein Sicherungsschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes Emden, die "Lütje Hörn", an der Position, da die "Gretje" im Fahrwasserbereich liegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 25. 06. 2004

Segelboot kentert auf dem Chiemsee

Übersee - Bei einem Bootsunglück in einem heftigen Unwetter über dem Chiemsee ist am Mittwochabend ein 62 Jahre alter Mann ertrunken. Das mit drei Insassen besetzte Segelschiff war von einer Sturmböe erfasst worden und gekentert. Die Kripo ermittelt nach gestrigen Angaben gegen den Bootsführer. Zum Unfallzeitpunkt galt Sturmwarnung auf dem See. Bereits am Mittag hatte der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung für die Region herausgegeben. Zwei Männer und eine Frau - alle aus Unterwössen- waren am Nachmittag vom Südufer in der Feldwieser Bucht zu einer Bootstour gestartet.
Als sich über dem See ein heftiges Gewitter mit Sturmböen und Regen zusammenbraute, versuchte das Trio zwar noch, den Heimathafen zu erreichen. Das Segelboot kenterte jedoch, der 62- Jährige ging über Bord. Auch die angelegte Schwimmweste half nichts, der Mann ertrank im nur 15 Grad kalten Wasser. Seine Bekannten bargen den leblos auf dem Wasser treibenden Körper nach wenigen Minuten. Ein Arzt konnte am Ufer nur noch den Tod des Seglers feststellen. Die Kripo ermittelt nun, ob fahrlässiges Verhalten beim Bootsführer vorliegt.
Pressemitteilung vom 24. 06. 2004

Letzter Hochseeraddampfer der Welt lief auf Grund

Campbeltown - Am 21. Juni lief der schottische Raddampfer "Waverley" mit 350 Passagieren an Bord vor Campbeltown auf Grund. Rettungskräfte machten sich auf den Weg zur Unglücksstelle, doch es gelang dem Havaristen, aus eigener Kraft freizukommen und in den Hafen einzulaufen. Über das Schiff wurde ein
Auslaufverbot verhängt, bis Taucher eine umfassende Überprüfung des Rumpfes vorgenommen haben. Die 80 Meter lange und 10 Meter breite "Waverley" ist
der weltweit letzte seegängige Raddampfer. Sie wurde 1947 als Ersatz für ein 1940 versenktes gleichnamiges Schiff in Dienst gestellt.
Pressemitteilung vom 23. 06. 2004

Fahrgastschiff in Hamburg in Kollision verwickelt

Hamburg - Am Abend des 15. Juni kam es im Hamburger Niederhafen zu einer Schiffskollision. Das Fahrgastschiff "Hamburg" war von der Norderelbe kommend in den Niederhafen eingefahren, gleichzeitig lief das Sportboot "Wiking" mit Ostkurs aus dem Niederhafen aus. In Höhe der Pontonanlage im Brandenburger Hafen stießen die beiden Schiffe trotz sofort eingeleiteter Notmanöver beider Kapitäne zusammen. An der "Hamburg" entstand ein etwa Riss von einem halben Meter Länge, auch die "Wiking" meldete Sachschaden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Ursache des Unglücks ist unbekannt. Die "Hamburg" trat am 19. Juni frisch ausgebessert ihren Dienst als offizielles Regattabegleitschiff der Kieler Woche an.
Pressemitteilung vom 23. 06. 2004

Lastwagen versenkt Fähre

Molkenberg - Ein Lkw hat am Wochenende eine Havel-Fähre an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg zum Sinken gebracht. Nach Angaben der Polizei sollte der Lastwagen mit Anhänger am Samstag mit der Wirtschaftsfähre Molkenberg im Landkreis Stendal über die Untere Havelwasser- straße setzen. Beim Rangieren brachte er die Fähre aus dem Gleichgewicht, so dass das Bootsheck in die Havel gedrückt wurde und Wasser in die Fähre lief.
Das
Gefährt sank etwa 20 Meter vom Ufer entfernt. Fährführer und Fahrer kletterten auf den Lkw-Anhänger, der noch aus dem Wasser ragte. Dort wurden sie unverletzt von einem Boot geborgen. Anschließend wurde der Lkw an Land gezogen. Von der Fähre ragten nur noch Teile der Aufbauten aus dem Wasser. Über ihre Bergung sollte am Montag entschieden werden. Die Schifffahrt war den Angaben zufolge nicht gefährdet.
Pressemitteilung vom 20. 06. 2004

Binnenschiff streift Stromleitung

Minden-Lübbecke - Der ausgefahrene Kran eines mit Kohle beladenen deutschen Binnenschiffes streife am Samstagnachmittag gegen 16.30 h in Höhe Mittellandkanal-Km 102 eine 30 KV-Stromleitung. Das Schiff befand sich beim Anlegemanöver im Mindenr Osthafen. Bei der Kollision riß eine Leitung ab. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 6.000 Euro. Es kam zu keinen Stromausfällen in benachbarten Wohngebieten.
Quelle: Polizeipresse vom 20. 06. 2004

Kutter vor England in Seenot

Am Vormittag des 19. Juni schlug in stürmischem Nordwestwind der dänische Trawler "Halsnaes" 140 Seemeilen südöstlich von Berwick-on-Tweed leck und sandte ein Mayday, nachdem die bordeigenen Lenzpumpen ausgefallen waren. An Bord des Schiffes befanden sich drei Mann Besatzung. Das dänische Lyngby
Radio fing den Notruf ebenfalls auf und übersetzte die Informationen der Crew für die englische Küstenwache in Humber, die einen Hubschrauber aus Kinloss zum Havaristen in Marsch setzte. Noch während dieser auf dem Weg war, gelang es den Fischern, ihre eigenen ausgefallenen Lenzpumpen wieder zu starten. Der Hubschrauber machte weiterhin standby und könnte im Bedarfsfall bei einer in dem Seegebiet liegenden Bohrinsel aufgetankt werden..

Quelle: Tim Schwabedissen vom 19. 06. 2004

USA unterzeichnen Vertrag zum Schutz des "Titanic"-Wracks

Washington - Nach Großbritannien haben jetzt auch die USA einen Vertrag unterzeichnet, der das Wrack des Ozeanriesen "Titanic"vor Plünderungen und Beschädigungen schützen soll. Das Schiff war 1912 gesunken. Wie US-Medien berichteten, hoffen beide Länder, dass auch Kanada, Frankreich und vielleicht auch Russland dem Abkommen beitreten werden. Das Wrack liegt rund 600 Kilometer von Neufundland entfernt in internationalen Gewässern auf dem Meeresboden. Über 1500 Menschen verloren ihr Leben, als der Luxusliner sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 19. 06. 2004

Dänische Schiffbrüchige nach drei Tagen gerettet

Am 15. Juni geriet die dänische Yacht "Tico Tico" im Südpazifik nahe der Fidschi-Inseln in Seenot. Nach Aussenden eines Notrufes musste die dreiköpfige Crew sich in eine Rettunginsel flüchten. Drei Tage trieben die Schiffbrüchigen in der See von Fijian, ehe sie am 18. Juni von einem Rettungshubschrauber gesichtet und an Bord gewinscht wurden. Anschließend wurden die Dänen auf die australische Fregatte "Newcastle" gebracht. Auch die "Kikau" der fijianischen Marine hatte sich an der erfolgreichenSuchaktion beteiligt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 18. 06. 2004

Kutter drohte bei "Pallas" zu stranden

Der Friedrichskooger Kutter "Kap Arkona" drohte am 15. Juni im Amrumer Rütergat zu stranden, nachdem ein ausgebrachtes Netz in den Propeller geraten war und die Antriebswelle blockierte. Auf seinen Notruf hin lief der Seenotkreuzer "Eiswette" aus Wittdün mit hoher Fahrt zum 18 Meter langen Havaristen, der zwei Seemeilen südwestlich des Wracks der "Pallas" in der hochgehenden See und einem mit sechs Windstärken blasenden Südwest mit seiner zweiköpfigen Crew rasch auf die Küste zutrieb. Es gelang, eine Schleppverbindung zum 23 Meter langen Kreuzer aufzubauen, der den Havaristen mit der Kraft seiner 2.000 PS aus der Gefahrenzone und nach Wittdün einschleppte. In der Hafeneinfahrt nahm die "Eiswette" den Kutter längsseits, um ein sicheres Manövrieren im engen Becken zu ermöglichen. Dicht vor dem Strand wurde der Kutter so auf Grund gelegt, dass er bei Ebbe trockenfiel und die Besatzung die Schraube am Nachmittag klarieren konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17. 06. 2004

Trawler drohte vor Norwegen zu sinken

Am Morgen des 15. Juni gingen bei der Shetlands-Küstenwache Notrufe des Trawlers "Sunrise" aus Fraserburgh ein, der 120 Seemeilen östlich der Shetlands in norwegischen Gewässern leckgeschlagen war. Das Schiff war im Gespann mit der 200 Yards entfernten "OCean Dawn" auf Fangfahrt gewesen, als Wasser eindrang und die beiden Hauptlenzpumpen versagten. Von Sumburgh auf den Shetlands stieg in Absprache mit der norwegischen Küstenwache ein Hubschrauber auf. Gleichzeitig wurden die Flugrechte geklärt und eine mögliche Betankung auf der Ölplattform "Osebege North" vorbereitet. Eine gute Stunde nach dem Notruf schwebte der Helikopter über dem Havaristen, dessen Kapitän zunächst auf ein Abbergen der Besatzung drängte. Die Hubschrauberbesatzung fierte stattdessen zwei Lenzpumpen zur "Sunrise" ab und machte sich auf den Rückweg auf die Heimatbasis. Die "Sunrise" machte sich wenig später mit kleiner Fahrt auf den Weg zurück zum Heimathafen. Sie wird dabei weiter beobachtet, bis sie endgültig in Sicherheit ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17. 06. 2004

Boote kenterten in der Ostsee

Rostock - Stürmische Winde haben in den vergangenen Tagen vor der deutschen Ostseeküste viele Freizeitskipper in Seenot gebracht. Seit Montag mussten acht Unfälle und Schadensmeldungen aufgenommen werden, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizeidirektion am Mittwoch in Rostock sagte.
So
wurden am Peenemünder Haken zwei Skipper gerettet, deren Motorboot auf Grund gelaufen war. Die beiden Neubrandenburger hatten am Dienstag ihr Schiff nicht mehr aus eigener Kraft befreien können. Aufgrund des starken Windes und der zu geringen Wassertiefe konnte das Einsatzfahrzeug der Seenotretter den Unfallort nicht erreichen. Daraufhin bargen Wasserschutzpolizisten die beiden Schiffbrüchigen mit einem Schlauchboot und brachten sie in den Hafen Kröslin.
Pressemitteilung vom 16. 06. 2004

Bergung des "Gretje"-Wracks fraglich

Emden - Widersprüchliche Angaben gibt es zu einer Bergung der am 11. Juni 2,5 Seemeilen nordwestlich von Borkum gesunkenen "Gretje/Gre. 8". Während ein Sprecher des WSA Emden angab, die Verhandlungen mit den Versicherungen seien in vollem Gange und nur die Zusage fehle noch, hieß es gegenüber Borkumer Pressevertretern am 14. Juni, dass man von einer Aufgabe des Wracks ausgehe. Die "Gretje" liegt auf 15 Metern Tiefe querab vom Borkum-Riff im Fahrwasser und wurde als Gefahrenstelle betonnt. Das Wrack hat sich inzwischen an seiner Untergangsstelle festgesetzt. Die von Marinetauchern durchgeführten ersten Tauchgänge zur "Gretje" hatten wegen der zunächst instabilen Lage des Schiffes auf dem Meeresgrund bei einsetzender Strömung zunächst abgebrochen werden müssen. Über zehn Fischkutterbesatzungen aus Deutschland und den Niederlanden hatten dann aber am Morgen des 14. Juni eine private Suchaktion gestartet, die rasch zum Erfolg führte. Es sei ein Ehrenkodex, dass die Fischer keinen Kollegen auf See lassen, hieß es in Greetsiel. Auf die näheren Umstände, wo exakt der Kapitän durch den von ihnen geheuerten Taucher im Wrack gefunden wurde, machte die Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen keine Angaben. Der Leichnam von Kapitän Johann Conradi wurde inzwischen in die Oldenburger Gerichtsmedizin gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 14. 06. 2004

Vermisster Kapitän aus Fischkutter vor Borkum tot geborgen

Emden - Drei Tage nach dem Zusammenstoß zweier Fischkutter vor der Nordseeinsel Borkum ist ein vermisster Seemann tot geborgen worden. Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Emden mitteilte, konnten Taucher der DLRG die Leiche des Kapitäns am Montagmorgen aus dem Wrack der gesunkenen "Greetsiel 8" an die Wasseroberfläche holen. Der Fischkutter aus dem ostfriesischen Küstenort Greetsiel war am Freitag mit einem doppelt so großen niederländischen Fischereifahrzeug kollidiert und gekentert. Zwei Seeleute hatten sich tauchend aus dem umgekippten Wrack retten können. Die Besatzung des niederländischen Schiffs blieb unversehrt. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar.
Pressemitteilung vom 14. 06. 2004

Schiff auf Grund gelaufen

Hamburg - Ein Schubverband aus einem Binnenschiff und einem damit verbundenen Leichter ist am Sonnabendnachmittag in der Elbe bei Altenwerder auf Grund gelaufen. Es war kurz nach 15 Uhr, als der 65 Meter lange Leichter auf einer Sandbank im Wasser aufsetzte. Bei ablaufendem Wasser bekam kurz darauf auch die 85 Meter lange "Baghira" Grundberühung. Die Ursache des Auflaufens ist nach Angaben von Feuerwehr und Wasserschutzpolizei noch unklar. Da von dem havarierten Schiff keine Gefahr ausging, wurde mit dem Freischleppen der "Baghira" bis zur Nacht zum Sonntag gewartet. Um 2.53 Uhr wurde das Binnenschiff dann freigeschleppt.
Pressemitteilung vom 14. 06. 2004

Zwei Tote bei Manöverunglück vor Schwedens Küste

Stockholm - Bei einem Manöverunglück vor der schwedischen Küste sind am Sonntag zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Armeeangaben gingen zwei Seeleute über Bord, als die beiden Marineschiffe kollidierten. Die beiden Matrosen konnten nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden. An dem Manöver beteiligten sich rund 50 Boote.
Pressemitteilung vom 13. 06. 2004

Nord-Ostsee-Kanal nach Frachterstrandung gesperrt

Kiel - In den Mittagsstunden des 13. Juni lief der deutsche Containerfrachter "Tavastland", 7.519 BRZ, im Nord-Ostseekanal auf Grund. Das Schiff kam um viertel nach 12 bei Kanalkilometer 20 auf Höhe von Neuwittenbek mit Vor- und Achterschiff fest und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Aus Kiel wurde der Notfallschlepper "Bülk" zur Unglücksstelle beordert. Während der Schlepparbeiten musste der Kanal voll gesperrt werden. Es gelang, die "Tavastland" zu befreien und in die Kanalweiche Landwehr zu legen. Eine Untersuchung konnte zunächst noch nicht stattfinden, da kein Beamter der nach Zusammenlegung der Wasserschutzpolizeireviere Kiel und Brunsbüttel in Brunsbüttel dafür kurzfristig abkömmlich war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13. 06. 2004

Hochzeitsgesellschaft fiel ins Wasser

Zürich - Am 12. Juni kenterte 500 Meter vom Ufer entfernt auf dem Schweizer Zürichsee ein Personenschiff in schwerem Seegang. An Bord befand sich eine 20-köpfige Hochzeitsgesellschaft. Sämtliche Personen konnten von der Wasserschutzpolizei unversehrt aus dem Wasser gezogen werden. Nachdem sich Brautpaar und Gäste von dem Sturz ins 19 Grad kalte Wasser erholt hatten, wurde die Feier weniger feucht als fröhlich am Abend in einem Festsaal an Land fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 12. 06. 2004

Glockenschläge - Gedenken an Opfern von Schiffsunglücken

Carolinensiel - Zu einer Gedenkfeier für die Opfer von Schiffsunglücken auf den Weltmeeren werden am Sonntag rund 2000 Menschen im ostfriesischen Küstenort Carolinensiel erwartet. Im Rahmen der Zeremonie im Museumshafen werden Grüße von Schiffen aus aller Welt übermittelt, wie Initiator Bernd Kuerten am Freitag sagte. In einem ökumenischen Gottesdienst solle zudem mit einem Glockenschlag an jedes im vergangenen Jahr gesunkene Schiff erinnert werden.
Die
Glocke stammt von dem Auswanderer-Segler "Johanne". Der Dreimaster hatte vor 150 Jahren in Bremerhaven zu seiner Jungfernfahrt abgelegt und war vor der Insel Spiekeroog havariert. Dabei kamen rund 80 Menschen ums Leben.
Die
Andacht in Carolinensiel wurde vor acht Jahren nach dem Unfall des Seenotrettungskreuzers "Alfried Krupp" ins Leben gerufen. Der Vormann und der Maschinist des Schiffes waren in der Neujahrsnacht 1995 auf dem Rückweg von einem Einsatz von Bord gespült worden. Die beiden Seenotretter etranken.
Pressemitteilung vom 11. 06. 2004

Kutterkollision - Kapitän stirbt vermutlich bei Schiffsunfall vor Borkum

Borkum - Bei der Kollision von zwei Fischkuttern nordwestlich der Nordseeinsel Borkum ist am Freitag vermutlich ein 38 Jahre alter Seemann ums Leben gekommen. Die Suche nach dem vermissten Kapitän der gesunkenen "Greetsiel 8"wurde rund zehn Stunden nach dem Schiffsunfall abgebrochen, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Emden sagte. Der Kapitän hatte sich offenbar im Brückenhaus aufgehalten, als es zu dem Zusammenstoß kam.
Ein
18-jähriger Auszubildender und ein 32-jähriger Fischer konnten sich tauchend aus dem Wrack retten. Sie arbeiteten zum Unglückszeitpunkt auf dem Vorschiff. Die beiden Schiffbrüchigen wurden von dem Lotsenversetzer "Kapitän Bleeker" und dem Zollboot "Engelke" an Bord genommen und in ein Krankenhaus in der holländischen Stadt Groningen gebracht. Der beteiligte Kutter "Greetje BOS"wurde leicht beschädigt. Seine ebenfalls drei Mann starke Besatzung blieb unverletzt. Der 18 Meter lange deutsche Kutter "Greetsiel 8"aus dem gleichnamigen ostfriesischen Küstenort war am frühen Freitagmorgen aus zunächst ungeklärter Ursache mit der 30 Meter langen "Greetje BOS"aus dem niederländischen Delfzijl zustammengestoßen. Die "Greetsiel 8" kenterte, trieb kieloben und sank rund zwei Stunden später auf den Meeresgrund in 15 Meter Tiefe.
Den
Angaben zufolge war der Seenotleitung in Bremen das Schiffsunglück um 2.33 Uhr von niederländischen Kollegen in Den Helder gemeldet worden. Daraufhin steuerten zwei Seenotkreuzer von Borkum und Norderney aus die Unfallstelle im Fahrwasser nahe der Hubertplate im deutsch-niederländischen Grenzgebiet an. Hinzu kamen ein niederländisches Rettungsboot, verschiedene Marine-, Behörden- und Fischereifahrzeuge sowie ein Polizeihubschrauber und ein Marinehubschrauber. Auch die Fregatte "Emden"der Deutschen Marine lief aus. Ihre Besatzung übernahm die Einsatzleitung.
Taucher
stießen mehrfach zu dem Havaristen auf dem Meeresgrund vor. Sie mussten ihren Einsatz aber wegen starker Strömungen abbrechen, ohne den vermissten Kapitän zu finden. Zur Sicherung der "Greetsiel 8"wurden Wracktonnen ausgelegt. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei soll frühestens am Montag über die Bergung des Havaristen entschieden werden.
Quelle: Wasserschutzpolizei vom 11.06.2004

"Marineschiffe vor Plymouth kollidiert

Plymouth - Am 10. Juni kolliderte die britische Fregatte "Aryll" mit der ebenfalls zur Royal Navy gehörenden HMS "Kent". Bei der Kollision vor dem Hafen von
Plymouth wurde niemand verletzt. An beiden Schiffen entstand geringer Sachschaden..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10. 06. 2004

"Caribic" ist verloren gegeben

Die in der Wesermündung gestrandete "Caribic" ist endgültig verloren. Das Wrack des einstigen Kieler Forschungsschiffes "Hermann Wattenberg" soll nicht geborgen werden. Lediglich drei Tonnen noch in den Betriebsstofftanks befindlichen Kraftstoffs sollen aus dem nahe Roter Sand-Leuchtfeuer liegenden Schiff jetzt noch ausgepumpt werden. Damit endet die bewegte Laufbahn des 1944 als Kriegsfischkutter "KFK 491" in Dienst gestellten Schiffes, mit dem die deutsche Meeresforschung nach dem Zweiten Weltkrieg wieder begründet worden war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10. 06. 2004

Yacht drohte in Dömitz zu sinken

Dömitz - In der Nacht zum 10. Juni erlitt ein Sportboot in der Elbe Wassereinbruch durch ein undichtes Seeventil. Das Münchner Eignerehepaar hatte ihre Yacht über Nacht im Hafen des Dömitzer Wasserwanderzentrums festgemacht. Gegen zwei Uhr morgens wurde die Ehefrau wach und bemerkte einen massiven Wassereinbruch. Ihr Mann setzte umgehend beide Lenzpumpen des Bootes in Betrieb, um ein Sinken zu verhindern. Es gelang auch, des eindringenden Wassers Herr zu werden. Beim Lenzen gelangte aber ölhaltiges Bilgenwasser in den Hafen. Wasserschutzpolizei und Feuerwehr verzichteten angesichts der Geringfügigkeit jedoch auf den Einsatz von Ölbindemitteln. Bei einer Nachkontrolle hatte sich der Ölfilm nach Angaben der Wasserschutzpolizei bereits fast vollständig aufgelöst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 10. 06. 2004

Fahrgastschiff rammt Donaubrücke

Wien - Bei der Kollision eines deutschen Touristenschiffes mit einer Brücke auf der Donau bei Wien sind am Donnerstag 19 Menschen leicht verletzt worden. Das Schiff , die MS "Viking Europa", war beim Wenden abgetrieben worden und dabei mit dem Heck gegen einen Pfeiler der Wiener Reichsbrücke geprallt.
Die
meisten der 19 leicht verletzten Passagiere und Besatzungsmitglieder hätten sich Prellungen, Schnittwunden und Hautabschürfungen zugezogen. Ein Koch erlitt Verbrennungen. An Bord befanden sich den Angaben zufolge vor allem US-Amerikaner, Briten und Kanadier. Bei dem Aufprall seien das Heck eingedrückt worden und zwei Glasscheiben zu Bruch gegangen. Das Schiff konnte nach dem Unfall die Anlegestelle ansteuern. Ein Teil der Verletzten konnte das Krankenhaus am Mittag bereits wieder verlassen.
Das
Schiff war auf dem Weg von Amsterdam nach Budapest. Die "MS Viking Europa"verließ am Donnerstagmorgen Dürnstein in Niederösterreich mit 135 Passagieren, darunter 129 US-Bürger, sowie 39 Besatzungsmitgliedern. In der österreichischen Hauptstadt sollte das Schiff dann für eine Stadtbesichtigung anlegen.
Pressemitteilung vom 10. 06. 2004

Ägyptischer Frachter im Öresund auf Grund gelaufen

Stockholm - Im Öresund zwischen Schweden und Dänemark ist ein ägyptischer Frachter M/V "Dominat" mit 33.000 Tonnen Pottasche auf Grund gelaufen. Ein Sprecher der schwedischen Küstenwacht, Joakim Haakansson, sagte, der Kapitän habe offenbar die Seekarte nicht richtig gelesen. Das 200 Meter lange Schiff war auf dem Weg von St. Petersburg nach Indien, als es am Montagabend auf Grund lief. "Es war ein ekliger Unfall", sagte Haakansson. Es wird Tage dauern, sie da runter zu kriegen.
Pressemitteilung vom 08. 06. 2004

Schweizer Regattateilnehmer aus Seenot gerettet

Halifax - Ein Schweizer Segler ist am Montag vor der kanadischen Küste aus Seenot gerettet worden. Die Rettungszentrale in Halifax entsandte nach einem SOS-Ruf des 39-jährigen Bernard Stamm zunächst ein Flugzeug, das den Havaristen entdeckte und einen Funkkontakt zu ihm herstellte. «Er war in guter Verfassung und offenbar nicht verletzt», sagte eine Sprecherin des Rettungszentrums. Wenige Stunden später wurde der Segler von einem Öltanker an Bord genommen.
Stamm
nahm mit seiner Rennyacht "Cheminées Poujoulat-Armor Lux" an der traditionsreichen Segelregatta Transat von Portsmouth in England nach Boston teil. Am siebten Tag des Rennens geriet er 700 Kilometer vor der Küste von Neufundland in schlechtes Wetter. In schwerer See brach der Kiel seines Boots, und die Jacht kenterte. Stamm brachte sich in einem eigens für Notfälle konstruierten, wasserdichten Abteil in Sicherheit. 2002 hatte er mit demselben Boot ein Segelrennen um die Welt gewonnen.
"Es
war hart für mich, mein Boot zurückzulassen», sagte Stamm nach seiner Rettung. Auf die rund 1,8 Millionen Franken (1,2 Millionen Euro) teure Jacht kann nach Angaben der Rettungszentrale derjenige Anspruch erheben, der sie zuerst erreicht. Zu der Regatta über 4.500 Kilometer starteten am 31. Mai 37 Segler, von denen bereits mehrere ausgeschieden sind.
Pressemitteilung vom 08. 06. 2004

Güterschiff fährt sich auf dem Rhein fest

Ingelheim - Auf dem Rhein bei Ingelheim ist am Samstag gegen 18.15 Uhr ein mit 2750 Tonnen Kohle beladenes Gütermotorschiff aus den Niederlanden außerhalb der Fahrrinne festgefahren und quergefallen. Das Schiff fuhr fest, da es Treibgut ausweichen wollte. Wie das Wasserschutzpolizeiamt Rheinland-Pfalz mitteilte, versuchten zwei Schlepper und ein niederländisches Containerschiff das Gütermotorschiff wieder flott zu machen. Doch die Versuche schlugen fehl. Am Sonntagmorgen mussten Teile der Ladung umgebaggert werden. Gegen 8.15 Uhr kam das Schiff frei und konnte seine Fahrt fortsetzen. Während der Arbeiten kam es zu Sperrungen der Schifffahrt.
Pressemitteilung vom 07. 06. 2004

Yacht in Wesermündung gestrandet und gesunken

Bremen - In der Nacht zum 6. Juni lief eine Motoryacht, der ehemalige Fischkutter "Caribik", drei Seemeilen südöstlich des Leuchtturms Roter Sand bei Ebbe auf Grund. Kurz vor Mitternacht meldete der Skipper über Funk starken Wassereinbruch. Der Seenotrettungskreuzer "Vormann Steffens" lief zum Havaristen und versuchte des Wassereinbruchs mit seinen Lenzpumpen Herr zu werden. Die Yacht ließ sich jedoch nicht mehr auspumpen. Daraufhin wurden die dreiköpfige Besatzung sowie der Bordhund abgeborgen und in Hooksiel unversehrt an Land gesetzt.
Pressemitteilung vom 06. 06. 2004

Yachten durch Feuer zerstört

Hamburg - Ein Feuer zerstörte am Freitag die Motoryachten "Sinus" und "Nemo" am Tatenberger Deich (Dove Elbe). Ein drittes Schiff wurde beschädigt. Die Polizei schätzt den Schaden auf 300 000 Euro. Der Unfall geschah, als ein Mann (26) auf der "Sinus" Fußboden verlegen wollte, und Klebstoff verstrich. Plötzlich gab es eine Verpuffung mit Stichflamme. Verletzt wurde niemand.
Pressemitteilung vom 05. 06. 2004

Autofrachter nach Feuer in Antwerpen gekentert

Antwerpen - Am 3. Juni brach auf dem Beiruter RoRo-Frachter "Sea Trust" in Antwerpen ein Feuer aus. Der Brand löste die bordeigene Löschanlage aus. Dadurch wurden die Flammen zwar rasch erstickt, jedoch verlor das Schiff durch das Löschwasser seine Stabilität und kenterte nach Steuerbord gegen den Kai. Der Havarist steht nun samt ihrer Autoladung bis übers Oberdeck unter Wasser. Die 16köpfige Crew konnte sich retten, wobei einige der Seeleute Verletztungen erlitten. Die "Sea Trust" der Abou Merhi Lines war 1983 als "Sea Hamex" erbaut worden. Im Januar 2003 war sie noch unter diesem Namen in schwerer See vor Rosslare, Irland, auf Grund gelaufen, konnte aber am selben Tag freigeschleppt werden. Wenig später ging sie an die derzeitigen libanesischen Eigner.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03. 06. 2004

Oldtimertanker gestrandet

In stürmischer See lief am 3. Juni der Produktentanker "Elena X", 993 BRZ, vor der griechischen Küste auf Grund. Das Schiff wurde 1943 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03. 06. 2004

Fischerboot vor Galicien gesunken

Madrid - Nach dem Untergang eines Fischerboots vor der Nordwestküste Spaniens sind fünf Leichen aus dem Atlantik geborgen worden. Fünf weitere Besatzungsmitglieder wurden am Donnerstag noch vermisst, wie die Behörden in Pontevedra mitteilten. Die spanische Ministerin für Landwirtschaft und Fischereiwesen, Elena Espinosa, reiste in die Region, um die Suche nach den Opfern zu überwachen. Die «O Bahía» hatte am Mittwochabend ein Alarmsignal abgegeben und war danach gesunken. Das Unglücksgebiet vor Galicien gilt als «Küste des Todes», weil Boote dort häufig in unsteten Gewässern Schiffbruch erleiden. Im November 2002 zerbarst der Öltanker «Prestige» nach einem Sturm, woraufhin ein Großteil seiner Ladung von 77.000 Tonnen Öl ins Meer lief.
Pressemitteilung vom 03. 06. 2004

"Crangon" in Flensburg gehoben

Flensburg - Am 3. Juni wurde die am Vorwochenende während der Flensburger Rumregatta gesunkene "Crangon" vor Solitüde gehoben. Gegen acht Uhr hatte die Bergungsaktion begonnen, als eine mit Krangeschirr ausgerüstete Ramme der Stadtwerke an der Untergangsstelle verankert wurde. Taucher legten Hebestropps um das Wrack, dessen Mastspitze bereits wenig später über Waser erschien. Dann wurden die noch gesetzten Segel samt Sturmreff sichtbar, und gegen 11 Uhr hatte der Rumpf der "Crangon" die Wasseroberfläche durchbrochen. Mit leistungsstarken Lenzpumpen wurde nun das Wasser aus dem Schiffsinnern befördert, und gegen 12 Uhr war es ausgepumpt. Skipper Dirk Pauly und ein DLRG-Helfer bugsierten das Boot anschließend unter eigenen Segeln an einen Liegeplatz im Flensburger Museumshafen. Hier muss in den nächsten Tagen der Motor repariert werden. Dann kann die "Crangon" die Heimreise nach Hamburg angetreten. Der Preis für das "Last Ship home", das letzte eingelaufene Schiff, dürfte der "Crangon" nach einer Regattazeit von 288 Stunden sicher sein. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03. 06. 2004

Suche nach 55-jährigem Segler erfolglos

Wismar - Ein tragisches Ende hat der Ostsee-Segeltörn eines Ehepaares aus Wismar am Pfingstmontag in Richtung Schleswig-Holstein gefunden. Etwa auf halbem Weg zwischen Kühlungsborn und der Insel Fehmarn wurde der 55-jährige Schiffseigner nach bisherigen Erkenntnissen von einer Welle über Bord gespült. Die gestern mit Seenotkreuzern sowie Marine- und Polizeieinheiten fortgesetzte Suche nach dem Vermissten blieb ohne Erfolg. Wegen der Wassertemperaturen von etwa 13 Grad gebe es kaum Überlebenschancen, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar. Die Frau war am Montag samt Schiff gerettet worden..
Pressemitteilung vom 02. 06. 2004

Motorboot kentert nach Kollision - eine Tote

Rhede - Bei einem Schiffsunfall auf dem Dortmund-Ems-Kanal nahe der Ortschaft Rhede ist am Dienstag eine 65 Jahre alte Frau ums Leben gekommen. Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Emden am Mittwoch sagte, befand sich die Frau an Bord eines Motorbootes, das von einem Binnenschiff überholt wurde. Während des Überholmanövers sei es zur Kollision gekommen. Das Motorboot sei aus noch ungeklärter Ursache gekentert. Der 69-jährige Bootsfahrer erlitt den Angaben zufolge leichte Verletzungen.
Pressemitteilung vom 02. 06. 2004

Leichtsinn und Alkohol - Zwei Bootsausflüge nehmen tragisches Ende -
Mehrere Bootsunfälle am Pfingstwochenende

Wismar/Vietow - Leichtsinn hat am Pfingstmontag mindestens einen Wassersportler aus dem Nordosten das Leben gekostet. Während ein 49 Jahre alter Mann nach einem Motorbootunfall auf einem See nahe der Ortschaft Vietow bereits tot geborgen wurde, gilt ein 55-jähriger Skipper aus Wismar noch als vermisst. Eine Welle hatte den Mann bei einem Segeltörn vor der schleswig-holsteinischen Küste über Bord gespült, wie die Wasserschutzpolizei am Dienstag mitteilte. Die Suche, bei der auch mehrere Hubschrauber eingesetzt worden waren, wurde bei Einbruch der Dunkelheit abgebrochen und wird voraussichtlich nicht fortgesetzt.
Eine
weitere Suche gilt einem Polizeisprecher zufolge als «aussichtslos». Der Mann hatte trotz Windstärke acht und bis zu drei Meter hohen Wellen weder Rettungsweste noch Sicherungsleine angelegt. Die segelunkundige Ehefrau des Skippers konnte später von dem Schiff, das mit zerfetzten Segeln weit abgetrieben war, gerettet werden.
Einem
49-Jährigen aus Sanitz im Kreis Bad Doberan wurde offenbar übermäßiger Alkoholkonsum zum Verhängnis. Er ertrank, als sein kleines Sportboot aus bislang ungeklärter Ursache auf einem See nahe Vietow kenterte. Taucher bargen später die Leiche. Sein 35 Jahre alter Begleiter hatte sich dagegen noch ans Ufer retten können. Bei dem Überlebenden wurde ein Alkoholpegel von 1,2 Promille gemessen.
Glück
im Unglück hatte ein zuckerkranker Kite-Surfer auf dem Salzhaff vor Pepelow im Kreis Bad Doberan. Wegen einer akuten Unterzuckerung wurde der 34-Jährige den Ermittlungen zufolge plötzlich bewusstlos. Nur zufällig sah ihn der Skipper eines Segelboots kurz darauf im Wasser treiben und fischte ihn heraus. Darüber hinaus verzeichnete die Wasserschutzpolizei im Nordosten am Pfingstwochenende noch vier kleinere Sportbootunfälle ohne Verletzte.
Pressemitteilung vom 01. 06. 2004

Schleppverband kollidiert im Nebel

Cuxhaven - Heute morgen, gegen 08:00 Uhr, kollidierte bei Nebel auf der Elbe am südlichen Tonnenstrich in Höhe der Grimmershörnbucht das Arbeitsschiff "Nige Wark" mit einem Schleppverband. Es kam zu Sachschäden an den beteiligten Schiffen, Personen kamen nicht zu Schaden. Der Schleppverband bestand aus einem Kopfschlepper "Fairplay 22", einem Schiffskasko und dem Steuerschlepper "Argus". Von der Verkehrszentrale Cuxhaven wurden sofort alle notwendigen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung durchgeführt. Der Tonnenleger "Vogelsand" sowie das Peilschiff "Greif" und der Rettungskreuzer "Hermann Helms" wurden alarmiert.
Pressemitteilung WSA Cuxhaven vom 01. 06. 2004

Fünf Tote bei Bootsunglück in Österreich - Opfer vermutlich Deutsche

St. Pölten/Düsseldorf - Bei einem Bootsunglück in Niederösterreich sind am Montag fünf Touristen einer deutschen Reisegruppe ums Leben gekommen. Nach Angaben des österreichischen Fernsehens ORF kenterte das Schiff auf dem größten unterirdischen See Europas in der Seegrotte Hinterbrühl in der Nähe von Mödling. Insgesamt waren 33 Menschen, die vermutlich mit einem Bus aus Nordrhein-Westfalen in Österreich unterwegs waren, auf dem Boot.
Das
Unglück ereignete sich dem Bericht zufolge gegen 9.30 Uhr an der Einstiegsstelle zur Motorboottour auf dem See. Bei den Toten soll es sich um vier Frauen und einen Mann handeln. Das Wasser in der Seegrotte ist sieben Grad kalt.
Pressemitteilung vom 31. 05. 2004

Schiffbrüchige Flüchtlinge vor Italien aufgegriffen

Rom - Die italienischen Behörden haben rund 140 schiffbrüchige Flüchtlinge vor der Küste der Insel Lampedusa aufgegriffen. Nach Angaben der Marine hatte ein Aufklärungsflugzeug das in Seenot geratene Boot rund 80 Seemeilen vor der süditalienischen Insel entdeckt. Die Flüchtlinge seien von Marine und Küstenwache gerettet, das havarierte Schiff nach Lampedusa geschleppt worden, hieß es. Woher die Menschen kamen, war zunächst nicht bekannt.
Süditaliens
Küsten, insbesondere aber die Insel Lampedusa, zählen zu den Hauptanlaufstationen illegaler Einwanderer aus Afrika. Von Tunesien und Libyen aus starten immer wieder Boote mit afrikanischen Flüchtlingen in Richtung Italien. Da die Boote selten seetauglich sind, kommt es dabei auf dem Meer immer wieder zu schweren Dramen.
Pressemitteilung vom 31. 05. 2004

Frachter im Bosporus gestrandet

Am Abend des 30. Mai lief der türkische Frachter "Haci Emine Ana", 4.923 BRZ, auf dem Weg von der Ukraine nach Derince in der Bosporus-Straße auf Grund. Das 117 Meter lange Schiff hatte kurz vor Mitternacht den als schwierig geltenden Yenikoy Turn hinter sich gebracht, als starke Strömungen es erfassten und aus dem Fahrwasser drückten, so dass es rechtwinklig zum Ufer festkam. Die "Haci Emine Ana" hatte bei der Strandung keinen Lotsen an Bord..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30. 05. 2004

Yacht auf Kieler Förde gestrandet

Kiel - Auf der Kieler Förde geriet am 30. Mai eine Yacht des Typs "Comfortina 38" in Seenot. Für die "Cala Lumos" verlief die Pfingstregatta um den "Comfortina Cup"anders als geplant: Bei einem missglückten Wendemanöver rauschte sie vor der Außenmole des Marinearsenals auf unter Wasser liegende
Betonfundamente einer alten Kaianlage. Gegen 11.40 Uhr sandte die fünmfköpfige Besatzung einen Seenotruf aus, der von der Seenotleitstelle der DGzRS in Bremen aufgefangen wurde. Die "Cala Lumos" sei leckgeschlagen und drohe mitten im Kieler Hafen zu sinken. Die fünfköpfige Crew der Segelyacht hatte jedoch Glück im Unglück. Zufällig befand sich das Mehrzweckschiff "Scharhörn" des Wasser- und Schifffahrtsamtes vor Holtenau und wartete auf das Einschleusen in den Nord-Ostsee-Kanal. Das zur Küstenwache gehörende Spezialschiff empfing den Notruf und erreichte als erstes Schiff die Unglücksstelle an der Außenmole des Marinearsenals, wo die "Cala Lumos" mit bis auf Deckshöhe abgesacktem Achterschiff und austauchendem Bug festsaß. Wenig später traf auch der Rettungskreuzer
"Berlin" mit dem Tochterboot "Steppke" ein. Die "Scharhörn" leistete erste Hilfe mit einer Tauchpumpe, die auf die havarierte Yacht übergeben wurde. Diese wurde kurz darauf durch eine Pumpe der "Berlin" unterstützt, die bis zu 80 Tonnen Wasser pro Stunde aus dem Boot saugte. Mit vereinten Kräften gelang es den Rettungseinheiten, die "Cala Lumos" zu stabilisieren und zu lenzen. Nach drei Stunden konnte das Boot freigeschleppt werden. Die "Cala Lumos" wurde im Konvoi in die nahe Schwentinemündung gebracht und dort am Nachmittag aus dem Wasser gezogen. Vormann Pröber von der "Berlin" lobte hinterher die sehr gute Zusammenarbeit von aller Beteiligter, die"Scharhörn" sei eine gute Plattform gewesen. Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Kiel hat die Crew der "Cala Lumos" die vor dem Arsenal liegende Untiefentonne als Wendetonne der Regatta gedeutet und dabei einen unter der Wasseroberfläche lauernden Betonklotz zu spät
bemerkt. Für die Lübecker Segelyacht "Cala Lumos" war die Chance aufeine Wiederholung ihres Sieges in ihrer Kategorie dahin: Im vergangenen Jahr hatte die Yacht beim "Comfortina Cup 2003" einen zweiten Platz belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30. 05. 2004

Trawler vor Hebriden in Seenot

Castlebay (Insel Barra) - Vor den äußeren Hebriden funkte der Trawler "Laurnic" aus Lowestoft am 29. Mai Notrufe. Nach Wassereinbruch in Maschinen- und Frachtraum drohte das Schiff zu sinken. Die eigene Lenzpumpe versagte, und die dreiköpfige Besatzung versuchte, des Wassereinbruchs manuell Herr zu werden. Das Fischereischutzboot "Mina" sowie das Rettungsboot aus Barra machten sich auf den Weg zum Havaristen, der vier Seemeilen nordwestlich der Canna Insel im Little Minch trieb, um den drohenden Untergang abzuwenden..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29. 05. 2004

Kapitän setzte blinde Passagiere auf offener See aus

Madrid - Die spanische Polizei hat einen Kapitän und zwei Besatzungsmitglieder eines Tiefkühlschiffes verhaftet, die vier blinde Passagiere auf offener See in einem winzigen Boot ausgesetzt und damit dem Tode ausgeliefert haben sollen. Wie das spanische Staatsfernsehen am Samstag berichtete, mussten die Flüchtlinge aus Senegal vergangenen Sonntag im Atlantischen Ozean 1.200 Kilometer vor den kanarischen Inseln in ein Ein-Mann-Floß steigen. Von ihnen fehlt jede Spur. Das Schiff war vorvergangene Woche unter der Flagge Panamas von Dakar aus Richtung Spanien in See gestochen. Der Kapitän, der erste Steuermann und der Ingenieur, bei denen es sich um Südkoreaner handelt, wurden am Freitag in der nordwestlichen Hafenstadt Ribeira festgenommen. Zwei weitere Besatzungsmitglieder sollen die Polizei über den Vorfall auf hoher See informiert haben, hieß es weiter. Die ausgesetzten blinden Passagiere könnten nur überlebt haben, wenn sie von einem anderen Schiff aufgenommen worden wären, sagte Hafensprecher Roberto Rietz.
Nach
spanischem Schifffahrtsgesetz sind Schiffseigner für blinde Passagiere verantwortlich und müssen ihre Rückführung ins Herkunftsland bezahlen.
Pressemitteilung vom 29. 05. 2004

Toter im Fischernetz - Leiche des Unbekannten wird untersucht

Stralsund/Sassnitz - Die Leiche eines Unbekannten ist Ostsee-Fischern bei Rügen in ihr Fangnetz geraten. Der Tote habe vermutlich schon längere Zeit im Wasser gelegen und solle nun zur Feststellung der Todesursache und der Identität obduziert werden, sagte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen in Stralsund. Der Mann im Alter von etwa 40 Jahren trug Zivilbekleidung. Es wurden jedoch keinerlei Papiere bei ihm gefunden. Die weiteren Ermittlungen werden von der Stralsunder Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei durchgeführt.
Am
Freitagmittag hatte der Sassnitzer Fischkutter SAS 71 «Wernigerode» den Toten etwa zwölf Seemeilen nordöstlich von Arkona entdeckt und an Bord genommen. Der Leichenfund war umgehend über Funk der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremen gemeldet worden.
Pressemitteilung vom 29. 05. 2004

Taucher verhindert nach Tankerhavarie auf Rhein Schlimmeres

Bingen - Ein Berufstaucher hat nach dem Schiffsunglück auf dem Rhein bei Bingen das Auslaufen großer Mengen Benzin verhindert. Am Abend war ein mit mehr als 1400 Tonnen Benzin beladenes Schiff auf Grund gelaufen und leck geschlagen. Der Taucher dichtete das Leck mit einer großen Metallplatte ab - nur rund 16 Tonnen Benzin flossen in den Rhein. Seit dem Morgen versuchen die Ermittler, der Ursache für das Unglück auf den Grund zu gehen. Zur Zeit der Havarie herrschte normaler Wasserstand..
Pressemitteilung vom 29. 05. 2004

Ausflugsboot auf der Ostsee gekentert

Kühlungsborn - Glimpflich ging am Abend des 29. Mai ein Bootsunfall auf der Ostsee vor Rerik, Mecklenburg-Vorpommern, aus. Ein sechs Meter langes Kunststoffboot kenterte mit neun Personen an Bord aus bislang ungeklärter Ursache etwa zwei Kilometer vor der Küste. Sechs Personen erreichten schwimmend das Ufer östlich der Reriker Seebrücke. Die drei anderen wurden von der Besatzung des aus Kühlungsborn herbeigerufenen Seenotrettungsbootes "Voltera" auf
halber Strecke aus dem Wasser geborgen. Sie konnten nach der Untersuchung durch einen Rettungsarzt in Kühlungsborn entlassen werden.Bei den Verunglückten handlete es sich um eine Gruppe aus Einheimischen und Touristen gehandelt haben, die sich auf einer Vergnügungsfahrt befanden. Das gekenterte Boot wurde nach der Rettungsaktion von der "Voltera" in Schlepp genommen und an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29. 05. 2004

Feuer auf englischer Fähre

Heysham - Im Hafen von Heysham, England, brach am 28. Mai ein Feuer auf der Fähre"Riverdance" aus. Grund des Feuers war überhitztes Hydrauliköl in einem an Bord befindlichen Traktor. Die Küstenwache kam der "Riverdance" zu Hilfe und löschte die Flammen. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28. 05. 2004

Havarie auf dem Rhein

St. Goar - Nach der Havarie eines Tankschiffs sind 10 bis 20 Tonnen Testbenzin in den Rhein geflossen. Das Schiff sei bei Trechtinghausen nördlich von Bingen havariert, berichtet die Wasserschutzpolizei St. Goar. Die Feuerwehr sei im Großeinsatz. Die Schifffahrt laufe weiter. «Die Lage ist nicht sehr gefährlich», sagte der Sprecher. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar.
Pressemitteilung vom 28. 05. 2004

Bootsunfall auf dem Rhein - Schiff gerammt und schwer beschädigt

Bonn - Bei einer Kollision auf dem Rhein nahe Bonn ist am Freitag ein Fahrgastschiff schwer beschädigt worden. Das Motorschiff «Florius» hat aus bislang unbekannten Gründen das in Bad Godesberg liegende Personenmotorschiff «Berlin» gerammt, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte. Die 36 Meter lange «Berlin» ist dabei stark beschädigt und von ihrer Anlegestelle abgerissen worden. Das Boot trieb führerlos gegen eine unterhalb liegende Anlegestelle, die auch aus ihrer Verankerung riss. Der 30-jährige Schiffsführer des «Florius» drehte sein Schiff auf, nahm das treibende Fahrgastschiff längsseits und legte es wieder an den Steiger. An Bord des Fahrgastschiffs befanden sich keine Personen.
D
as belgische Motorschiff war mit 1030 Tonnen Weizen beladen auf der Fahrt von Metz nach Nieukerk in den Niederlanden. Es gab keine Verletzten, auch die Schifffahrt wurde nicht behindert. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 50 000 Euro.
Pressemitteilung vom 28. 05. 2004

Zahlreiche Einsätze für Seenotretter durch Starkwind am Himmelfahrt-Wochenende

Bremen - Insgesamt 51 Mal mussten die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) über den Feiertag Christi Himmelfahrt bis in die späten Abendstunden des Sonntag, 23.05.04, in den Einsatz.
Starkwind mit sechs und Böen bis acht Beaufort führten bei zahlreichen Wassersportlern zu Navigationsschwierigkeiten und Materialschäden an Segelyachten. Über 40 Einsätze mussten allein im Bereich der Ostsee-Stationen gefahren werden.
Am Samstag, den 22. Mai 2004, wurde ein Fahrgastschiff mit 50 Personen in starken Böen auf das Ufer vor Schleswig/Schleswig-Holstein (Ostsee) gedrückt. Die Besatzung des Seenotrettungsbootes ARTHUR MENGE der Station Schleswig konnte es wieder frei schleppen. Personen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: DGzRS vom 24. 05. 2004

Havarierter Tanker "Neptunus" unterwegs nach Dänemark

Brunsbüttel / Kiel - In der Nacht vom 23. zum 24. Mai wurde der durch einen Brand schwer beschädigte Tanker "Neptunus" von den Hamburger Schleppern "Bugsier 12", "Bugsier 14" und "Bugsier 15" durch den Nord-Ostsee-Kanal verholt. Von Kiel-Holtenau aus geht die Fahrt weiter in den dänischen Hafen Fredericia. Hier wird erst die Ladung gelöscht. Anschließend geht das der Sirius-Reederei gehörende Schiff in eine dortige Werft, die es bereits vor zwei Jahren umgebaut hatte. Die Reparaturdauer wird auf mehrere Monate geschätzt. Während der Passage des mit fünf Knoten laufenden Schleppzugs kam es, wie auch schon beim Brand des 99 Meter langen, mit 6117 Tonnen Heizöl beladenen Tankers zu Behinderungen des Schiffsverkehrs auf dem Kanal.
Die "Neptunus" war am 21. Mai zwischen Burg und Kuden in Brand geraten. Nur durch das beherzte Zusammenarbeiten der Burger und der Brunsbütteler Feuerwehren hatte eine Katastrophe an Bord des Heizöltankers vermieden werden können. Eine defekte Kraftstoffförderpumpe hatte zunächst eine Leckage hervorgerufen. Dadurch konnte etwa 200 Grad heißes Schweröl austreten und auf andere Schiffsteile spritzen. Vermutlich ist dann durch einen Kurzschluss das Feuer ausgebrochen. Ein bordseitiger Versuch den Brand mit Feuerlöschern oder CO² Gas einzudämmen, schlug fehl. Die Feuerwehr wurde um 2.22 Uhr alarmiert: "Im Maschinenraum eines schwedischen Tankers brennt es. Drei Personen werden vermisst", hieß es im Notruf. 21 Feuwerwehrleute der Burger Wehr trafen als erste am Havarieort ein. Die "Neptunus" trieb manövrierunfähig quer zum Ufer auf dem Kanal. Das Feuer hatte für einen Stromausfall an Bord gesorgt. Die Feuerwehrmänner setzten mit der Burger Kanalfähre "Oppeln" zu dem qualmenden Tanker über und begannen unverzüglich mit der Bekämpfung des Brandes. Als kurz darauf die Brunsbütteler Wehr mit 40 Männern eintraf, war bereits klar, dass sich die Besatzung der "Neptunus" entgegen der ersten Befürchtungen vollzählig hatte in Sicherheit bringen können. "Als wir ankamen, sahen wir offenes Feuer unter der Decke. Die Hauptmaschine stand im Vollbrand", beschrieb der Brunsbütteler Wehrführer hinterher die Lage beim Eintreffen seiner Leute. Er zeigte später eine Aluminiumweste, die einer seiner Männer beim Einsatz trug. "Die schmilzt erst bei 800 Grad - und die hier ist geschmolzen", sagte der Einsatzleiter. Die Besatzung des Tankers hatte nach Brandausbruch den Maschinenraum verschlossen, damit kein Sauerstoff das Feuer anfachen konnte. Deshalb umgingen die Feuerwehrmänner den direkten Zugang und näherten sich über Niedergänge und Betriebsgänge von unten dem Brandherd.
Gegen fünf Uhr morgens am 21. Mai war das Feuer gelöscht. Die Kanalschifffahrt konnte nach einer eineinhalbstündigen Sperrung ihren normalen Betrieb wieder aufnehmen Öl trat nicht aus, das Löschwasser wurde in einem speziellen Tank an Bord gesammelt. Vor allem der in der Ausweiche Kudensee liegende Kieler Schlepper "Holtenau", der das Passagierschiff "Maxim Gorki" begleitete, trug dazu bei, einen schlimmeren Unfall zu verhindern. Er wurde aus seinem ursprünglichen Sicherungsauftrag entlassen und drückte den Tanker, der den Kanal blockierte, in die Böschung. So konnten der entgegenkommende Chemietanker "Bro Transporter" und die "Maxim Gorki" gegen kurz vor vier Uhr den Unfallort passieren. Als weitere Schlepper kamen die "Bugsier 11" und Neptunus -  Foto: Sönke Behrends
"Bugsier 15" hinzu, fixierten die "Neptunus" an ihrem Liegeplatz und feuerten Löschwasser auf die Aufbauten. Am Morgen des 21. Mai zogen sie den Tanker nach Brunsbüttel, wo er gegen 11.30 Uhr am Südkai festmachte. Hier untersuchten Experten von Polizei und Feuerwehr die Brandursache. Ebenfalls vor Ort war ein Vertreter des Germanischen Lloyd. Die Wasserschutzpolizei fertigte einen Seeunfallbericht, der der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in Hamburg übermittelt wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24. 05. 2004

Angelkutter drohte vor Irland zu sinken
Ballycastle - Am 23. Mai lief südlich von Rahlin Island, Irland, der Angelkutter "The Boy Conail" auf Grund und schlug leck. Westlich der Insel drohte das Schiff mit fünf Personen an Bord zu sinken. Während bereits die Rettungsinsel klargemacht wurde, liefen die Rettungsboote von Red Bay und Portrush aus.
Ein Rettungshubschrauber stieg auf. Wenig später funkte die "Boy Conail", dass es doch gelungen sei, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen.Mit eigener Kraft nahm sie Kurs auf Ballycastle. Sicherheitshalber wurde sie von den Rettungsbooten und dem Helikopter begleitet und machte gegen 19 Uhr im Hafen fest. Am Kai wurde begonnen, das Schiff zu lenzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24. 05. 2004

Schiff rammt Marienbrücke
Elbe-Schiffsverkehr nach Bergung in Dresden wieder frei gegeben

Dresden - Auf der Elbe bei Dresden konnten von Samstagnachmittag bis Montagmittag keine Schiffe fahren. Der Verkehr blieb in diesem Zeitraum durch einen verunglückten Transportverband behindert.
E
in großes Aufbautenteil im Wasser unter der Marienbrücke konnte erst am Montag geborgen werden. Das aus Tschechien kommende Frachtschiff, das drei miteinander verbundene Schiffsrohbauten transportierte, hatte am Samstagnachmittag eine Elbbrücke gerammt und sich quer gestellt. Aufbauten in der Mitte des Schubverbandes blieben in einem Bogen hängen, der Rest des Gefährtes drückte gegen die Brückenpfeiler und blockierte die Durchfahrt. Zwei Bergungsschiffe brachten diese Teile 24 Stunden später an einen sicheren Liegeplatz.
A
n der Brücke selbst seien bisher kaum Schäden festgestellt worden. "Die Brückenmeisterei hat bezüglich der Statik nichts beanstandet." Neben ein paar Abschürfungen sei nur ein herausgebrochenes Stück Sandstein festgestellt worden. Bisher seien die Sachschäden noch nicht beziffert worden.
N
ach Bergung ist der Verkehr am Montagmittag wieder frei gegeben worden. Gegen den aus Tschechien stammenden Kapitän wurde Anzeige erstattet, teilte die Polizei mit. Die Ursache des Unglückes ist noch immer unklar.
Pressemitteilung vom 24. 05. 2004

15 Verletzte bei Unfall eines Ausflugsschiffs
Nagelneuer Katamaran prallt gegen Uferpromenade

Starnberg - Nur wenige Tage nach der Jungfernfahrt des neuen Katamarans "MS Starnberg"sind bei einem Unfall auf dem Starnberger See 15 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei stieß der Dampfer am Sonntagvormittag bei einem Wendemanöver gegen die Uferpromenade in Berg, anstatt planmäßig an den Steg anzudocken. 15 der insgesamt 141 Passagiere seien verletzt worden, sie erlitten vorwiegend Schnittwunden und Prellungen und wurden zum Teil im Krankenhaus behandelt.
Das
Schiff wurde erheblich beschädigt. Es konnte am Mittag geborgen werden und mit eigener Kraft zur Reparatur in den Starnberger Hafen zurückfahren. Die Fahrgäste wurden mit Bussen nach Starnberg gebracht.
Vermutlich
wegen eines technischen Defekts war das Schiff auf der Fahrt von Starnberg nach Berg mit hoher Geschwindigkeit frontal gegen die Kaimauer gefahren. Zum Glück sei niemand schwer verletzt worden.
Der
neue Galerie-Katamaran war erst am Mittwoch zu seiner Jungfernfahrt in See gestochen. Insgesamt sind von der Bayerischen Seenschifffahrt GmbH jetzt sechs Ausflugsschiffe auf dem Starnberger See unterwegs.
Die
«MS Starnberg» sollte sowohl im Linienverkehr als auch für private Veranstaltungen eingesetzt werden. Sie bietet Platz für 600 Menschen. Allein in den großen, über zwei Stockwerke reichenden Salon passen 300 Fahrgäste. Im Heckbereich des Hauptdecks können außerdem 30 Fahrräder befördert werden. Auf dem Sonnendeck befindet sich ein Kinderspielplatz.
Die
Weiß-Blaue Flotte befördert auf Starnberger, Ammer-, Tegern- und Königssee mit 36 Schiffen jährlich insgesamt mehr als 1,2 Millionen Fahrgäste - davon am Starnberger See rund 240 000. Die Flotte zählt somit zu den größten Binnenschifffahrten Europas.
Pressemitteilung vom 23. 05. 2004

Reichlich Bruch bei Flensburger Rumregatta

Flensburg - Unvergessen wird für etliche Skipper die 25. Flensburger Rumregatta bleiben. Nicht nur war sie eine der kältesten der letzten Jahre, sondern seglerisch zweifellos die härteste aller Zeiten. Auf der Rückfahrt von der Wendetonne erwischte eine regelrechte Böenwalze den fast 50 Jahre alten Great-Yarmouth-Shrimper "Crangon". Skipper Dirk Pauly gelang es nicht mehr, die Großschot zu fieren. Sein Krabbenkutter legte sich auf die Seite, lief voll Wasser und sank binnen weniger Minuten. Die Crew - neben Pauly eine Frau und ein Mann - wurden von der DLRG vor Fahrensodde aus der Flensburger Förde gefischt. Ein paar Stunden später waren sie heil und trocken wieder auf dem Gaffelmarkt. Ihr Boot soll in den kommenden Tagen gehoben werden, teilte die DLRG mit. Auch die Smakkejolle "Okseø", gebaut auf der Flensburger Museumswerft, wurde ein Böenopfer und kenterte. Die dreiköpfige Crew erwischte es in dem tückischen Seegebiet direkt an der Schiffbauhalle der Flensburger Schiffbaugesellschaft. Ein aufmerksamer Regattasegler nahm das Unglück wahr und holte die drei an Bord seines Schiffes. Nach einem Kurzaufenthalt im Krankenhaus konnte auch diese Crew die Rum-Regatta weiter feiern. Der Schoner "Aron" aus Svendborg büßte seine Maststenge ein, die "Maria af van Hoff" den Klüverbaum. Hierbei verletzte sich ein Crewmitglied und wurde erst notärztlich auf der "Ryvar" und später im Krankenhaus ambulant behandelt. Doch auch dieser Schiffer bestätigte das Klischee, dass die Rum-Regatta nur etwas für harte Männer ist: Mit drei Rippenbrüchen meldete er sich später zum Gaffel-Feierabend.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 22. 05. 2004

Tankerbrand auf Nord-Ostsee-Kanal
Feuer auf Tanker im Kanal nach drei Stunden gelöscht

Brunsbüttel - Vermutlich eine technische Ursache ist der Auslöser für den Maschinenraumbrand auf dem schwedischen Doppelhüllentanker " Neptunus ". Das Feuer war gestern morgen um 2.15 Uhr auf dem Schiff ausgebrochen, als es gerade den Nord-Ostsee-Kanal passierte. Zum Unglückszeitpunkt befand sich die "Neptunus" zwischen Burg und Kudensee. Eines der ersten Schiffe, das den Havaristen erreichte, war der Kieler Schlepper "Holtenau".
Die "Holtenau" war zum Unglückszeitpunkt als Begleitschlepper des Kreuzfahrtschiffes "Maxim Gorkiy" auf dem Kanal unterwegs. Die "Holtenau" schob den im Fahrwasser liegenden Tanker zur Seite, und machte damit den Weg für den entgegenkommende Chemikalientanker "Bro Transporter" frei.
Unmittelbar nach dem Ausbruch des Feuers war auch für die Feuerwehren Burg und Brunsbüttel Großalarm ausgelöst worden. Sie wurden mit 60 Mann und umfangreichen Gerät durch Kanalfähren zur "Neptunus" gebracht.
Nach
kurzer Einweisung gelang es den unter schwerem Atemschutz ins Schiff vordringenden Löschtrupps den Brand um 5 Uhr zu löschen. Zusätzlich zur "Holtenau" wurden aus Brunsbüttel auch die Schlepper "Bugsier 11" und "Bugsier 15" zur Unglücksstelle geschickt, sie drückten den Havaristen gegen die Böschung.
Durch
den Schleppereinsatz konnte der Verkehr nach 90 Minuten wieder freigegeben werden. Die 6500 Tonnen schweren Ladetanks der mit 6117 Tonnen Heizöl beladenen "Neptunus" blieben unbeschädigt. Zur genauen Untersuchung der Ursache wurde der Tanker von Schleppern nach Brunsbüttel gezogen.
Durch
die erheblichen Schäden im Maschinenraum ist die ursprünglich von Liepaya (Lettland) nach Vlissingen geplante Reise der "Neptunus" in Brunsbüttel zu Ende. Die Ölladung soll in ein anderes Schiff umgepumpt werden. Danach soll der Tanker zur Reparatur in eine Werft.
Während der Löscharbeiten musste die Fähre Kudensee den Betrieb einstellen, da beide Fähren für die Feuerwehr benötigt wurden
Pressemitteilung vom 22. 05. 2004

Schiffsunglück im Ärmelkanal: Mindestens drei Tote
Caen - Bei einem Schiffsunglück im Ärmelkanal sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr in der nordfranzösischen Stadt Caen mitteilte, war unter den Toten ein etwa zehn Jahre altes Kind. Ein Passagier der Yacht, die auf der Höhe von Grancamp-Maisy vor der Küste der Normandie gekentert war, konnte gerettet werden, litt aber an Unterkühlungen. Nach einem fünften Bootsinsassen wird mit einem Hubschrauber und einem Rettungsboot gesucht. Die Staatsangehörigkeit der Verunglückten ist noch nicht bekannt.
Pressemitteilung vom 21. 05. 2004
Frachter vor England von unbekanntem Containerfrachter gerammt
Falmouth - Vor der englischen Küste kam es am 19. Mai zu einer Kollision. Das 298 BRZ große Kümo "Kormoran" wurde von einem unbekannten Containerfrachter gerammt. Der Kollisionsgegner setzte die Fahrt nach dem Zwischenfall ohne zu stoppen fort. Die Küstenwache von Falmouth fing die von dem 1966 erbauten Frachter "Kormoran" ausgesandeten Notrufe auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20. 05. 2004
Feuer auf "Queen Elizabeth II" nach zwei Stunden gelöscht
Bremerhaven - Zweimal drehten sich am 18. Mai Nachrichten aus Bremerhaven um havarierte Kreuzfahrtschiffe: Am Dienstag entzündeten sich auf der "Queen Elizabeth II", die z.Zt. bei der Lloyd-Werft liegt, Ölrückstände. Im Rahmen von kurz vor ihrem Abschluss stehenden Überholungsarbeiten löste Funkenflug von
Schweißarbeiten den Schwelbrand aus. Dabei kam es zu starker Rauchentwicklung, die die Löscharbeiten der herbeigerufenen Feuerwehr erheblich behinderte. Nach zwei Stunden war das Feuer gelöscht. Da der Sachschaden gering blieb, soll die "Queen Elizabeth II", wie geplant, in der Nacht zum 20. Mai wieder auslaufen. Derweil wurde vom asiatischen Unternehmen Star Cruise bekanntgegeben, das die Fertigstellung der bei der Lloyd-Werft im Frühjahr gesunkenen "Pride of America" nun für den Sommer 2005 erwartet würde. Noch ist keine Reparaturwerft benannt, doch der Lloyd-Werft werden gute Chancen eingeräumt, das Schiff fertigstellen zu können. Weiterhin ungewiss hingegen ist die Zukunft der ebenfalls in Bremerhaven liegenden "Norway", die nach einer Kesselexplosion dorthin geschleppt worden war.
Pressemitteilung vom 19. 05. 2004
Ein Toter bei Bootsunfall auf der Weser
Bremen - Bei einem Bootsunfall auf der Weser bei Lemwerder ist gestern abend ein Mann ertrunken. Der 64jährige kenterte mit seinem Boot, als er Aal-Reusen aus dem Wasser holen wollte. Die Rettungskräfte haben die Suche nach ihm inzwischen eingestellt. Sie sagen, wegen der starken Strömung gebe es keine Chance mehr, den Mann noch lebend zu finden. Seine 59jährige Ehefrau wurde gerettet; ein 56 Jahre alter Begleiter aus Ganderkesee konnte ans Ufer schwimmen. Weshalb das Boot kenterte, wissen die Ermittler bisher nicht.
Pressemitteilung vom 18. 05. 2004
Segelschulschiff rammt Tower-Bridge
London - Glimfliches Ende einer Kollision mit einem weltberühmten Bauwerk: Beim Einlaufen in den Londoner Hafen kollidierte am 15. Mai der Großsegler "Lord Nelson" mit der Tower Bridge. Das Segelschulschiff hatte 50 Personen an Bord. Das Unglück ereignete sich, als das Schiff wenden wollte. Starke Strömung drückte es gegen die Brücke. Bei dem Zusammenstoß trug die "Lord Nelson" Schrammen und eine Einbeulung davon. Menschen kamen an Bord des Seglers, der gemischte Mannschaften aus Behinderten und nicht Behinderten ausbildet, nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17. 05. 2004
Räumung der "Tricolor"-Reste wieder aufgenommen
Am 15. Mai wurde die Wrackräumung der "Tricolor" nach der Winterpause wieder aufgenommen. Das im Ärmelkanal gesunkene Schiff war in neun Sektionen zersägt worden, von denen vier mit dem Einsetzen der Winterstürme und dem Abbruch der Bergungsaktion im November 2003 auf dem Meeresgrund zurück blieben. Da die Wrackteile während der vergangenen Monate zusammengebrochen sind, werden sie aber nicht mehr als ganze Sektionen von
der "Taklift IV" zu heben sein. Die Räumung wird voraussichtlich bis September 2004 andauern. Es ist geplant, die Untergangsstelle auch von Resttrümmern und Pkw aus der Ladung zu säubern. Die Aktion wird von einem Konsortium, bestehend aus SMIT Salvage B.V., Scaldis Salvage & Marine Contractors N.V., URS Salvage & Maritime Contracting N.V. sowie Multraship Salvage B.V. durchgeführt. Die "Tricolor" war mit einer Ladung von 3.000 Luxusautos und 2.000 Tonnen bereits geborgenem Bunkeröl nach der Kollision mit dem Frachter "Kariba" auf dem Weg von Southhampton nach Antwerpen gekentert und gesunken..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17. 05. 2004
Österreichische Yacht vor Albanien gesunken
Durres - Am 10. Mai lief vor Durres, Albanien, eine Segelyacht auf einen Felsen. Das österreichische Boot sank nach der Grundberührung. Ein Boot der
italienischen Küstenwache, das in Durres stationiert ist, lief zur Rettung der Crew zur Unglücksstelle aus. (Quelle: Andreas Lohrum).
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13. 05. 2004
Gestrandetes Binnenschiff blockiert Donau
Niederalteich - Am Morgen des 14. April lief ein Binnenschiff auf der Donau auf eine Sandbank auf. Der mit 1.100 Tonnen Stahlblech beladene Frachter kam auf dem Weg von Bratislava nach Deggendorf zwischen Passau und Straubing fest und legte sich anschließend quer. Der Fluss war nach der Havarie blockiert, der Sachschaden ist noch nicht abschätzbar. Der deutsche Kapitän gab an, dass ein Maschinenschaden Auslöser der Kursabweichung war, die sein Schiff stranden ließ.
Aus Sicherheitsgründen wurde der Fluss in beide Richtungen gesperrt. Wann und wie der Frachter geborgen wird, ist nach Polizeiangaben unklar..
Pressemitteilung vom 14. 05. 2004
Zwei Verletzte bei Schiffsunglück auf der Donau
Passau - Bei einem Schiffsunfall auf der Donau sind am Mittwochabend zwei Menschen leicht verletzt worden. Es sei ein Sachschaden in Höhe von mehreren Millionen Euro entstanden, teilte die Polizei in Passau mit. Die Verletzten befanden sich zusammen mit weiteren 87 Passagieren an Bord eines Fahrgastschiffs aus der Schweiz. In der Schleuse Jochenstein gerieten das Passagierschiff und ein bulgarischer Autotransporter seitlich aneinander und verkeilten sich.
A
m Fahrgastschiff wurden auf der linken Seite fast alle Fenster beschädigt und die gesamte Seite eingedrückt. Das Deck wurde in Längsrichtung gestaucht, und die Innenwände zerbrachen zum Teil. Am Autotransporter entstand nur leichter Schaden in Höhe von 10 000 Euro. Die Passagiere wurden nach dem Unfall mit Bussen in Hotels ins nahe gelegene Linz in Österreich gebracht.
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arum es zur Berührung der beiden Schiffe kam, ist noch ungeklärt. Die beiden Kapitäne, ein 48-jähriger Belgier und ein 46-jähriger Bulgare, fuhren auf Anweisung des Schleusenschichtführers in die Schleuse ein. Beide Schiffe sind noch manövrierfähig und konnten die Schleuse aus eigener Kraft verlassen. Es gab keine Lecks.
Pressemitteilung vom 13. 05. 2004
Kreuzfahrer "Mona Lisa" saß in Venedig fest
Venedig - Am 12. Mai lief das Kreuzfahrtschiff "Mona Lisa" in der Lagune von Venedig auf Grund. Zwei Schleppern gelang es kurz darauf, das festliegende Passagierschiff wieder zu befreien. Die Havarie ereignete sich, als die "Mona Lisa" aus dem Canale Grande das Becken von San Marco ansteuerte. In dichtem Nebel kam sie während dieses Manövers offenbar vom Kurs ab. Der Bürgermeister von Venedig kritisierte nach dem Unglück derartige Fahrmanöver. Eines Tages könne dabei ein Schiff auf den Markusplatz auffahren. Die "Mona Lisa" hatte zuletzt Ende 2003 eine Grundberührung vor Spitzbergen gehabt, bei der der Antrieb beschädigt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13. 05. 2004
Wrack von vermisstem Trawler vor Schweden entdeckt
Stockholm - Nach dem Untergang eines lettischen Trawlers vor der schwedischen Ostseeküste haben am Mittwoch Rettungskräfte nach den sechs Seeleuten gesucht. Beteiligt seien Schiffe, ein Hubschrauber und ein Flugzeug, teilte die schwedische Küstenwacht am Mittwoch mit. Die Überlebenschancen im zehn Grad kalten Ostseewasser seien jedoch gering, falls sich die Besatzung nicht auf ein Floß retten konnte.
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nzwischen wurde auch das Wrack der 25 Meter langen «Astrida» gefunden. Taucher hätten schwere Beschädigungen am Bug entdeckt, sagte Küstenwacht-sprecher Patrik Mattiasson. Es war zunächst unklar, ob diese von einem Zusammenstoß stammen.
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in Tauchroboter fand das 25 Meter lange Schiff in 27 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Am Bug der "Astrida" zeigten sich bei der Unterwasserinspektion schwere Schäden, die möglicherweise von einer Kollision herrühren. Anschließend zum Wrack abgestiegene Taucher bargen drei Mann der sechsköpfigen Besatzung tot aus den Innenräumen des Schiffes. Von den anderen drei fand sich keine Spur. Die "Astrida" war am 2. Mai aus dem lettischen Hafen Liepaja ausgelaufen und hatte am 11. Mai dorthin zurückkehren sollen. Zuletzt war sie am 9. Mai südlich der Insel Öland gesichtet worden.
Pressemitteilung vom 12. 05. 2004
Zwei Boote in Strudel auf Unstrut gekentert
Freyburg - Am 11. Mai kenterte auf der Unstrut das Fahrgastschiff "Fröhliche Dörte". Zuvor waren zwei Ausflugsboote mit Thüringer und Sachsen-Anhaltinischen Schülern in einen Strudel unterhalb des Wehres bei Freyburg geraten. Eines der Boote, in dem sich drei Mädchen und eine Lehrerin befanden, schlug um. Das Unglück wurde von Bord der "Fröhliche Dörte" beobachtet. Beim Versuch, den Verunglückten zu helfen, geriet das Schiff in denselben Strudel und kenterte. An Bord waren drei Besatzungsmitglieder, jedoch keine Passagiere. Alle sieben Verunglückten wurden von Einsatzkräften der Feuerwehr gerettet und an Land gebracht. Zwei Schülerinnen kamen mit Verdacht auf Unterkühlung ins Krankenhaus. Die anderen kamen mit dem Schrecken davon.
Pressemitteilung vom 11. 05. 2004
Dänischem Fischerboot ging deutsches U-Boot ins Netz
Kopenhagen - Es klingt wie Angler-Latein, ist aber wahr: Einem dänischen Fischerboot ist am Montag ein deutsches U-Boot ins Netz gegangen, das für NATO-Übungen vor der norddänischen Küste im Einsatz war. Die Besatzung des Kutters "Marie Helen"entdeckte den ungewöhnlichen Fang 37 Kilometer nördlich von Hirtshals. Die Fischer hätten das U-Boot erst identifiziert, nachdem es aufgetaucht war und Kontakt herstellte, teilte ein dänischer Marinesprecher am Dienstag mit. Die Befreiung des U-Bootes habe einige Stunden gedauert.
Das
U-Boot war im Rahmen der NATO-Übung «Blue Game 2004» im Einsatz, an der Flugzeuge und etwa 70 Schiffe von 16 Staaten beteiligt sind. Die «Marie Helen» sei nach dem Vorfall zunächst nach Hirtshals zurückgekehrt, um entstandene Schäden zu beheben, sagte der Marinesprecher. «Abgesehen von dem beschädigten Kutter war der Zwischenfall eigentlich undramatisch», meinte der Sprecher.
Einen
ähnlichen Vorfall gab es schonmal: Vor zehn Jahren ging drei dänischen Fischer ein U-Boot ins Netz. Allerdings wurde ihr Boot in die Tiefe gerissen - die Fischer ertranken.
Pressemitteilung vom 11. 05. 2004
Fischer harrte fünf Stunden auf gekentertem Kutter aus
Liverpool - Am Nachmittag des 10. Mai wurde die Küstenwache von Liverpool alarmiert, weil der 21 Fuß lange Kutter "Grommit" vermisst wurde. Zuletzt war er gegen 13 Uhr gesehen worden, nachdem er morgens von Port William in Westschottland aus auf Fangfahrt gegangen war. Versuche, den Skipper über Mobiltelefon zu erreichen, waren erfolglos. Daraufhin liefen die Rettungsboote von Port William und Ramsey aus. Mehrere Rettungsteams wurden an der Küste in Marsch gesetzt. Ein Rettungshubschrauber unterstützte die Suche aus der Luft. Bei ruhiger See und wenig Wind waren die Suchbedingungen günstig. Gegen 16 Uhr wurde nahe Changue Farm, Port William, ein offenkundig havariertes Schiff gesichtet. Als die zur angegebenen Position dirigierten Retter es erreichten, stellte es sich heraus, dass es sich um die kieloben treibende "Grommit" handelte. Auf dem Rumpf konnte eine orange gekleidete Person ausgemacht werden. Es handelte sich um den Skipper, der wenig später von dem Rettungshubschrauber aufgewinscht und an Land gebraht wurde wurde. Der Mann hatte das Unglück mit leichten Unterkühlungen überstanden. Er gab an, sich ungefähr fünf Stunden an den Rumpf geklammert zu haben, ehe er gesichtet wurde. Er habe sich nur wenige Minuten im Wasser befunden, ehe es ihm gelang, den Kiel der "Grommit" zu erklimmen. Nach kurzer Untersuchung im Krankenhaus wurde er entlassen. Sein Schiff wurde mit Fischereibojen markiert und sollte am nächsten Tag geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11. 05. 2004
Schiff prallt gegen Kaimauer
Cuxhaven - Um 16.20 Uhr schepperte es am Freitag am Europakai. Bei dem niederländischen Motorschiff "Assi Scan Link" versagte während des Anlegemanövers die Umsteuerung von der Brücke zur Nock, wie die Cuxhavener Wasserschutzpolizei anschließend ermittelte. Das 146 Meter lange Schiff prallte gegen die Kaimauer und schrammte an ihr entlang, kam aber vor der Ladebrücke zum Stillstand. Am Schiff wurden einige Scheuerleisten-Taschen abgerissen, der Schaden am Europakai beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 50000 Euro.
Gegen die "Assi Scan Link" wurde ein Weiterfahrverbot mit der Auflage der Klassen-Erneuerung verhängt. Erst wenn im Beisein der Cuxhavener Wasserschutz-polizisten und der See-Berufsgenossenschaft die ordnungsgemäße Funktion der Umschaltung demonstriert wurde, geht das mit 13436 GT vermessene Schiff wieder auf Fahrt.
Pressemitteilung vom 08. 05. 2004
Fähre vor Zypern gesunken
Nahe Karpas sank vor der Küste Nordzyperns am Morgen des 5. Mai die RoRo-Fähre "Dolphin 2", 2.900 BRZ. Die türkische Fähre war mit einer Ladung Lkw auf dem Weg in den südtürkischen Hafen Mersini gewesen, als sie 15 Meilen vor Kap Karpas unterging. Von den 26 Mann Besatzung konnten 24 von zwei Rettungsbooten und zwei Hubschraubern lebend gerettet werden. SAR-Kräfte suchten weiter nach den beiden vermissten Seeleuten. Die Ursache des Untergangs ist unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05. 05. 2004
Kutter beim Netzeinholen gesunken
Zu viel Fangglück hatte der drei Jahre alte Trawler "Fundy Leader" am 5. Mai vor der englischen Küste. Beim Einholen des prall gefüllten Netzes verlor das 138 BRZ große Schiff die Stabilität, kenterte und sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 05. 05. 2004
Rheinalarm nach Schiffsuntergang
Mannheim / Germersheim - Nach dem Untergang eines Schiffes in Frankreich haben die Behörden internationalen Rheinalarm ausgelöst. Wie die Wasserschutzpolizeidirektion Baden-Württemberg am Donnerstag in Mannheim mitteilte, ist aus dem Schiff Dieselkraftstoff ausgelaufen. Dieses sei trotz errichteter Ölsperren teilweise in den Oberrhein gelangt. Verschmutzungen wurden inzwischen vor allem zwischen der Altrheinmündung Beinheim im Elsass und Karlsruhe festgestellt. Auch im Bereich Germersheim in Rheinland-Pfalz kam es zu Verunreinigungen.
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en Angaben zufolge war bereits am Dienstag ( 04. Mai ) im Hafen von Beinheim ein Arbeitsschiff mit einem Schwimmbagger kollidiert und schließlich gesunken. Das Schiff hatte 50 Tonnen Dieselkraftstoff geladen. Wie viel davon auslief, war zunächst nicht bekannt. Nach Angaben eines Sprechers der Wasserschutzpolizei konnte der Kraftstoff auf französischer Seite teilweise beseitigt werden. Auf deutscher Seite sei dies wegen der Strömung und des dünnen Ölfilms nicht möglich.
A
uch im Bereich Germersheim war nach Angaben der örtlichen Wasserschutzpolizei zeitweise ein rund zehn Kilometer langer Ölfilm zu sehen. Dieser habe sich aber mittlerweile verflüchtigt, sagte ein Polizeisprecher. Die Feuerwehren und Wasserwerke in der Region seien in Absprache mit der Wasserschutzpolizei Karlsruhe alarmiert worden. Auch zwischen Rastatt und Karlsruhe wurden den Angaben zufolge neben der Wasserschutzpolizei die Feuerwehren eingeschaltet.
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ie Wasserqualität des Rheins wird fortlaufend von der baden-württembergischen Landesanstalt für Umwelt (LfU) in Karlsruhe überwacht. Bislang gebe es "keine Besorgnis erregenden Werte", betonte der Polizeisprecher. Behinderungen für die Schifffahrt bestehen nicht. .
Pressemitteilung vom 04. / 06. 05. 2004
"Rocknes" auf dem Weg nach Polen
Bergen (Norwegen) - Am 3. Mai verließ das Wrack des Frachters "Rocknes" am Haken von Schleppern den Hafen von Bergen. Ziel des Schleppzugs ist Danzig. Hier soll das Schiff nach einer Vereinigung zwischen der Reederei Jebsen und dem norwegische Versicherer Norwegian Hull Club repariert werden. Die Kosten werden auf etwa 280 Millionen norwegische Kronen geschätzt. Im Januar 2005 soll die "Rocknes" wieder in See stechen. Sie hatte sich nach dem Wiederaufrichten in relativ gutem Zustand präsentiert..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03. 05. 2004
Kollision auf Nord-Ostsee-Kanal
Brunsbüttel - Am Abend des 3. Mai rammte die Brunsbütteler Kanalfähre ein Lotsenboot. Das Unglück ereignete sich beim Ablegen vom Fähranleger. Bei der Kollision wurde der Rumpf des Lotsenbootes eingedrückt, schlug aber nicht leck. Ursache des Zusammenstoßes war der Ausfall eines elektronischen Bauteils der Hauptsteuerung auf der Fähre. Menschen wurden bei dem Unfall nicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 03. 05. 2004
Zollkreuzer schleppt festgefahrenes Hausboot frei
Karnin - Zu einem Einsatz der etwas anderen Art sind Zollfahnder auf Usedom knapp zwei Tage nach dem Wegfall der Zollkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze gerufen worden. Im südlichen Peenestrom bei Wolgast barg am Sonntag die Besatzung des Zollkreuzers "Ruden"ein festliegendes Hausboot, wie das Hauptzollamt Stralsund am Montag mitteilte.
Das Wohnboot war beim Manövrieren aus dem engen Fahrwasser getrieben und auf Grund gelaufen. Die vier Touristen an Bord hatten durch Winkzeichen auf sich aufmerksam gemacht. Daraufhin wurde ihr Schiff von dem Zollkreuzer mit einer Schleppleine wieder in freies Fahrwasser gezogen.

Pressemitteilung vom 03. 05. 2004
Schiff mit Robbenjägern in Seenot
Oslo - Ein Schiff norwegischer Robbenjäger mit 13 Besatzungsmitgliedern ist am Sonntag vor Grönland in Seenot geraten. Nach Angaben der norwegischen Seerettung trat in dem Schiff ein Leck auf. Die "Havsel" nehme durch das Loch im Rumpf Wasser auf. Die Besatzung versuche, das Leck zu reparieren, erklärte ein Sprecher der Seerettung. Ein Rettungskreuzer und ein Aufklärungsflugzeug wurden zu dem Havaristen entsandt. Auch die isländische Seerettung versuche, einen Hubschrauber zu dem Schiff zu entsenden. Die Aktion sei aber wegen schlechten Wetters in der Region riskant. Wegen der grossen Entfernung wird der Rettungskreuzer erst am späten Montagabend bei der «Havsel» eintreffen.
Pressemitteilung vom 02. 05. 2004
Feuer auf Fahrgastschiff "Rheingold"
Linz - Am frühen Morgen des 30. April brach im Maschinenraum des Fahrgastschiffes "Rheingold" ein Feuer aus. Das Schiff war auf dem Rhein in Höhe von Linz stromaufwärts unterwegs gewesen und machte wenig später in Linz fest. Hier gelang es der Feuerwehr, die Flammen rasch unter Kontrolle zu bekommen. Ein Mitglied der siebenköpfigen Besatzung der "Rheingold" erlitt Rauchvergiftungen und musste vor Ort medizinisch betreut werden. Auslöser des Feuers war eine geplatzte Dieselkraftstoffleitung. Das auslaufende Öl entzündete sich im Motorraum. Während der Löscharbeiten musste der Fährbetrieb in Linz eingestellt werden. Passagiere waren zum Zeitpunkt des Unglücks nicht an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30. 04. 2004
Yacht vor den Scillies aufgegeben
Gleich zweimal binnen weniger Stunden musste die Yacht "Silent Annie" südwestlich der Scillies (England) Notsignale geben. Erst musste ein erkranktes Besatzungsmitglied am 28. April 190 Meilen vor den Scillies durch die "Cefas Endeavour" abgeborgen werden. Ein Hubschrauber der Royal Navy brachte es anschließend ins Treliske Hospital. Am Abend des 29. April geriet das Boot 50 Seemeilen südwestlich der letzten Position selbst in Seenot. Nachdem Mayday-Rufe weitergeleitet worden waren, begann eine Suchaktion mit einem Nimrod-Flugzeug nach der "Silent Annie". Die passierende Schifffahrt wurde um Mithilfe gebeten. Der Frachter "Gemini 1" fing die Notrufe auf, als er 16 Seemeilen von der gemeldeten Position entfernt war. Es gelang ihm, das an Bord verbliebene Besatzungsmitglied zu bergen. Es wurde später von einem spanischen Rettungshubschrauber aufgenommen und nach La Coruna geflogen. Auslöser des Notrufs des Skippers war ein Mastbruch bei Nordweststurm bis acht gewesen. Die "Silent Annie" musste aufgegeben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 29. 04. 2004
Anker von "Grande Argentina" geborgen
Cuxhaven - Am 28. April erhielt der Frachter "Grande Argentina" der Grimaldi Lines seinen Steuerbordanker zurück, den er samt 330 Meter Kette bei einem missglückten Ankermanöver am 21. März auf der Elbe eingebüßt hatte. Damals hatte eine Sturmbö das Schiff auf Höhe der Kugelbake aus dem Fahrwasser gedrückt, woraufhin der Kapitän sein Schiff mit einem Notankermanöver ins Fahrwasser zurückbringen wollte. Dabei war die komplette Ankerkette binnen 90 Sekunden ausgerauscht, ohne dass die Ankerwinsch sie hätte stoppen können. Der Cuxhavener Tauchberger Wulf wurde anschließend mit der Bergung der Kette beauftragt. Sie war nach drei Tagen bereits fast vollständig versandet. Zwei Schleppern sowie einer Barge mit einem aufmontierten Autokran von 75 Tonnen Hebekraft gelang die Bergung des 6,5 Tonnen schweren Ankers sowie des Geschirrs. Nach rund fünf Wochen finden nun Schiff und Anker wieder zueinander.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28. 04. 2004
Schoner "Zuversicht" rammt Kieler Hörnbrücke
Kiel - Erst vor einer knappen Woche war der Kieler Germaniahafen Heimat des Museumshafens Kiel e.V. mit einer Reihe von Veteranenschiffen geworden. Nun rammte eines der Schiffe, der Zweimastschoner "Zuversicht", die nahegelegene Hörnbrücke. Das Schiff war nach Ausfall einer Einspritzpumpe manövrierunfähig geworden und gegen das bei seiner Erbauung wegen technischer Probleme und entsprechend gestiegener Baukosten umstrittene Bauwerk getrieben. Der Schaden hielt sich aber in Grenzen, da seit der Verzögerung beim Bau der sogenannten Dreifeld-Zugklappbrücke auch eine einfache Schiebebrücke als Ersatz vorhanden ist, da die Reederei Color-Line die Nutzung ihres Terminals seinerzeit vom Vorhandensein einer Brücke abhängig gemacht hatte, über die der Terminal mit der City verbunden ist. Diese Brücke wurde nun sofort reaktiviert, bis die von der "Zuversicht" beschädigte Brücke wieder einsatzklar ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 28. 04. 2004
Trawler vor Benbecula Island in Flammen
Benbecula Island /Schottland - Auf dem britischen Trawler "Kingfisher" brach 10 Seemeilen östlich von Benbecula Island am 26. April ein Feuer aus. Die vierköpfige Besatzung gab noch Mayday-Rufe, ehe sie sich in eine Rettungsinsel flüchten musste. Die Küstenwache von Stornoway dirigierte den nahebei stehenden Trawler "My Girl" zur Unglücksposition, wo die Männer von ihm aus der Insel gerettet wurden. Auch ein Helikopter und das Rettungsboot von Barra wurden zum Havaristen entsandt. Es gelang, eine Schlepptrosse festzumachen und die "Kingfisher" in Richtung Grimsay zu schleppen. Gleichzeitig nahmen drei Mann die Bekämpfung des Feuers an Bord auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 27. 04. 2004
Segelyacht "Herrikka " vermutlich gesunken
Vor den Azoren begann in der Nacht zum 26. April die Segelyacht "Herrikka" zu sinken. Die dreiköpfige Besatzung gab das Schiff wenig später auf und ging 300 Seemeilen nordwestlich von Lissabon in eine Rettungsinsel. Zwei der Männer konnten nach Weiterleitung eines Notsignals via Satellit vom Frachter "Berge Challenger" gerettet werden. Ein dritter trieb von der Insel ab, konnte aber am folgenden Morgen in einer Suchaktion der portugiesischen Küstenwache ebenfalls lebend geborgen werden. Die "Herrika" gilt als verloren..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 26. 04. 2004
Kutter trieb manövrierunfähig in der Nordsee
Bremen - Die Besatzung des Seenotkreuzers "Hermann Marwede"nahm in der Nacht zum Samstag einen 40 Seemeilen westlich von Helgoland treibenden Fischkutter auf den Haken. Der Kapitän des mehr als 20 Meter langen Kutters hatte zuvor gefunkt, dass er wegen eines Propellerschadens nicht mehr manövrieren könne. Der Havarist trieb langsam auf den westlichen Großschifffahrtsweg in der Deutschen Bucht zu. Die Seenotretter schleppten den Kutter nach Büsum..
Pressemitteilung vom 26. 04. 2004
Schornstein gesprengt, Stromausfall, Löschboot gesunken
Hamburg - Pannen-Sprengung eines Kraftwerks in Hamburg-Moorburg: Nicht nur fiel ein Trümmerteil eines 256 Meter hohen Schornsteins in ein Schaltwerk und verursachte einen dreineinhalbstündigen Stromausfall bei naheliegenden Ölraffinierien. Im Rahmen der Sicherungsarbeiten sank auch noch ein Feuerlöschboot aus Hamburg. In weiser Voraussicht waren auf der Süderelbe zwei Löschboote bereitgestellt worden, da auch die Löschwasserversorgung der Raffinerien stromabhängig ist. Mit dem Rückgang der Flut setzte eines der Fahrzeuge auf einer Spundwand auf. Dabei wurde ein Leck in den Rumpf des 23 Meter langen 85-Tonnen-Bootes gerissen, das sofort voll Wasser lief und kenterte. Das Feuerlöschboot lag danach mit Schlagseite backbords teilweise unter Wasser. Noch am Samstagabend bargen Spezialkräfte das gesunkene Löschboot. Es wurde auf einer Schute erst einmal in den Hansahafen geschafft.- Nach diesen Zwischenfällen wurden weitere geplante Sprengungen bis zu einer eingehenden Bewertung der Ereignisse verschoben.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 24. 04. 2004

Motorboot auf Böschung des Nord-Ostsee-Kanals gelaufen
Brunsbüttel - Zwischen Hochdonn und Hohenhörn fuhr am Nachmittag des 23. April ein Sportboot in die Böschung des Nord-Ostsee-Kanals. Alarmierte Beamte der Brunsbütteler Wasserschutzpolizei fanden das knapp acht Meter lange und rund drei Meter breite Boot bei Kanalkilometer 23,5 mit hoch auf den Steinen sitzendem Bug vor. Wenig später gelang es dem Skipper, sein Boot aus eigener Kraft von der Böschung freizubekommen. Er gab an, dass Maschinenprobleme verbunden mit einem plötzlichen Versteuern das Schiff vom Kurs abgebracht hatten. Er konnte anschließend seine Fahrt zum Gieselaukanal fortsetzen..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 23. 04. 2004
Tankschiff rammt Fähre auf dem Rhein
Linz / Neuwied - Ein belgisches Tankschiff ist am Freitagnachmittag auf dem Rhein bei Linz (Kreis Neuwied) mit einer Fähre zusammengestoßen und hat hohen Sachschaden angerichtet. Zudem wurde eine Person auf der Fähre leicht verletzt, wie die Wasserschutzpolizei Neuwied mitteilte. Den Angaben zufolge war das Tankschiff flussabwärts unterwegs, als es vermutlich infolge menschlichen Versagens mit dem Bug die am linken Ufer liegende Fähre rammte. Während das Großschiff nur leicht beschädigt wurde, entstand an der Fähre "erheblicher Sachschaden", den die Polizei noch nicht beziffern konnte. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein musste nach Angaben eines Polizeisprechers wegen des Unfalls aber nicht gesperrt werden.
Pressemitteilung vom 23. 04. 2004
Zwei Tote bei Bootskenterung vor Rosenfelde
Rosenfelde - Am 22. April kamen auf der Ostsee zwei Angler aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen ums Leben. Die 62 und 70 Jahre alten Männer waren mittags mit einem Boot mit Außenbordmotor am Strand von Rosenfelde, Ostholstein, gestartet und mehrere hundert Meter weit auf die See hinausgefahren. Aus bisher ungeklärter Ursache kenterte das Boot gegen 17.00 Uhr. Nach Zeugenaussagen klammerten sich die mit Schwimmwesten gesicherten Männer zunächst noch an das Boot und riefen um Hilfe. Die Besatzung eines Seenotrettungskreuzers barg schließlich die inzwischen im Wasser treibenden Verunglückten. Der 70 Jahre alte Mann aus Hannover war zu diesem Zeitpunkt bereits tot, der 62-Jährige aus Bad Oldesloe starb wenig später auf dem Weg ins Krankenhaus. Todesursache war den Angaben zufolge vermutlich Erschöpfung und Unterkühlung. Die Ostsee hatte zur Unfallzeit eine Temperatur von nur etwa sieben Grad. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es laut Polizei nicht.
Quelle: Tim Schwabedissen 23. 04. 2004
"Beckum"-Wrack auf dem Trockenen
Rendsburg - An knarrenden Stahltrossen verließ am 21. April der ehemalige Minensucher "Capella" zum letzten Mal das Wasser. Von starken Winschen breitseits auf eine Slipanlage gezerrt endete so die letzte Etappe der Odyssee der jetzigen "Beckum" bei der Saatsee-Werft in Rendsburg. Binnen kurzem soll das Holzschiff, das am 8. März in einem Seitenarm des Nord-Ostsee-Kanals sank, verschrottet sein. Das Wrack war von einer Rostocker Bergungsfirmabereits am 15. April mittels aufblasbarer Luftsäcke gehoben worden. Unklar ist noch die Frage, wer für die Bergungskosten von rund 100.000 Euro aufkommt. Bislang sind alle Versuche der Schifffahrtsverwaltung gescheitert, den Eigner zum Handeln zu bewegen. Der Berliner wird nun bald Post vom Rechtsdezernat der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord aus Kiel bekommen, das nach Angaben des zuständigen Dezernatsleiters die entstandenen Kosten auf jeden Fall geltend machen will. Sollte der Eigentümer weiterhin nicht zahlen, droht ihm die Zwangsvollstreckung. Zuvor aber müssen die Bergungskosten aus Steuergeldern vorfinanziert werden. Die 1961 als "Capella" erbaute "Beckum" hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Anfangs diente sie beim 5. Minensuchgeschwader in Neustadt. Mitte der 70er Jahre bekam die Marinekameradschaft Büsum das 47 Meter lange Holzboot als Vereinsheim. In Büsum übernahm 2000 ein Berliner Geschäftsmann das Boot und die Odyssee begann. Von der Westküste gings an die Elbe. Über Wischhafen und Brunsbüttel kam das Boot schließlich im Sommer 2002 nach Rendsburg zum Werfthafen des Neubauamtes. Dort lag es seither auf, weil sich der Eigentümer trotz mehrmaliger Aufforderung nicht mehr darum kümmerte. Die "Beckum" ist nicht der einzige Fall dieser Art, mit dem sich das Rechtsdezernat der WSD Nord zurzeit befassen muss. Probleme bereiten auch der Kutter "Delphin" in Kiel-Holtenau und der in Stralsund liegende einstige Butterdampfer "Atlantis II". In diesen Fällen drohen die Kosten für die Schiffsentsorgung beim Steuerzahler zu verbleiben, da die Eigner insolvent sind. Um solchen Schaden zu vermindern, wird jetzt bei der "Beckum" darauf geachtet, dass die Bergungskosten so gering wie möglich
gehalten werden.

Quelle: Tim Schwabedissen 21. 04. 2004
Frachter vor Holland gestrandet
Südholland - In der Oosterschelde lief vor Holland am 21. April das polnische Frachtschiff "Transbode 6" auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen 21. 04. 2004
Kutter mit 30 Knoten gestrandet
St. Helena / Südatlantik - Eilig hatte es der Kapitän des Sea Ray-Bootes "Bull Shark" am 19. April. Sein 53 Fuß langes Schnellboot, mit dem er auf Fischfang gegangen war, krachte beim Versuch, in den Sund von St. Helena einzulaufen, auf Grund - die Geschwindigkeit der "Bull Shark" betrug dabei nicht weniger als 30 Knoten.
Quelle: Tim Schwabedissen 19. 04. 2004
Santa Maria"-Replik in Brand
Kobe - Ein 32 Meter langer Nachbau des legendären Entdeckerschiffes von Christoph Columbus' "Santa Maria", das im Meriken Park im japanischen Kobe lag, fing am Nachmittag des 17. April Feuer. Das 1991 in Spanien erbaute Schiff wurde bei dem Brand schwer beschädigt. Die "Santa Maria" hatte sich 1992 auf den Weg nach Kobe gemacht. Auf der Reise waren Experimente über die Seeeigenschaften der Replik gesammelt worden, mit deren historischem Vorläufer Columbus auf seine Entdeckungsreise ging, bei der Amerika entdeckt wurde
Quelle: Tim Schwabedissen 17. 04. 2004
Schiffbrüchige Angler mit Unterkühlungen gerettet
Kühlungsborn - Am Abend des 17. April kenterte in der Ostsee vier Seemeilen westlich von Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern) in Höhe Bukspitze ein fünf Meter langes Angelboot. Die Insassen, drei Freizeitangler aus Magdeburg, stürzten in das fünf Grad kalte Wasser. Sie wurden von einem anderen Kutter geborgen und dann dem Seenotrettungsboot "Woltera" übergeben. Hier versorgten Notärzte und Rettungssanitäter die zum Teil bereits stark unterkühlten Männer. In Kühlungsborn wartete bererits ein Rettungswagen, der sie ins Krankenhaus nach Bad Doberan zur weiteren Behandlung transportierte.
Pressemitteilung vom 17. 04. 2004
Schiffbrüchige Flüchtlinge vor Italien aufgegriffen
Rom - In der Nähe der italienischen Insel Lampedusa haben die Behörden am Freitagabend über hundert schiffbrüchige Flüchtlinge aufgegriffen. Ein tunesisches Boot bringe die 108 Geretteten in die tunesische Hafenstadt Sfax, wo sie am Morgen erwartet würden, teilten die italienischen Behörden mit. Unter den Schiffbrüchigen, die nach Angaben des tunesischen Kommandanten illegal nach Italien einreisen wollten, waren demnach 15 Frauen und drei Kinder. Die Flüchtlinge seien bei guter Gesundheit. Das Flüchtlingsboot wurde den Angaben zufolge am Donnerstagnachmittag etwa fünfzig Meilen westlich der Mittelmeerinsel entdeckt, dann aber wieder aus dem Blick verloren. Am Freitagabend habe ein Militärflugzeug das Boot lokalisiert, nachdem die Flüchtlinge Fackeln angezündet hätten. An der Suche hatte sich demnach auch die Bundesmarine mit der Fregatte "Köln" beteiligt. Von Tunesien und Libyen aus starten immer wieder Boote mit afrikanischen Flüchtlingen in Richtung Italien.
Pressemitteilung vom 17. 04. 2004
Segler kentert auf dem Sund
Bootsbesatzung und Wasserschutzpolizei retten Hansestädter

Stralsund - In Seenot geriet ein Stralsunder vor dem Rügendamm nach einem misslungenen Segelmanöver. Die Jolle kippte um. Mehrere Helfer holten ihn aus dem 7 Grad kalten Wasser. Er blieb unverletzt. "Ich hatte wirklich Todesangst", lässt sich Lars-Michael Ritschel noch einmal endlose Minuten durch den Kopf gehen, die er im eiskalten Sundwasser trieb. "Wenn dann plötzlich all das, was man mal für ein Rettungsmanöver geübt hat, nicht mehr funktioniert, dann wird einem schon ganz anders", erzählt der 42-Jährige.
Der Hansestädter segelt seit 25 Jahren. Allein mit seinem Boot seit fünf Jahren. Angesegelt hat er in diesem Frühjahr bereits im März. Am Donnerstagnachmittag nutzte er das tolle Wetter, um mit der Jolle "Uz" auf Törn zu gehen. Der Wind wehte schwach, zwischen Stärken zwei und vier, meint der Stralsunder. Erst war er im Baggerloch, zum Abend segelte er noch einmal an der "Gorch Fock" vorbei und machte sich auf den Rückweg zur Segelschule auf dem Dänholm.
Mitten auf dem Sund, in Höhe der Rügendammbrücke, dann etwa gegen 19.15 Uhr das Malheur: "Die Großschot hatte sich verklemmt. Eine Windbö kam, und ich konnte nicht schnell genug reagieren", schildert der Bootsmann. Das 4,20 Meter lange Schiff kippte auf die Seite. "Am Schlimmsten war, dass das Schwert im Bootsrumpf verschwunden war. So hatte ich keine Chance, das Schiff allein wieder aufzurichten", sagt der gelernte Installateur. Eine seiner wichtigste Erfahrungen an diesem Tag: "Knoten sollte man im Schlaf können und auch mit eiskalten Händen." So vertäute er sich fest am Boot, damit er nicht abtreiben konnte.
"Mein großes Glück war, dass ich eine Schwimmweste an hatte", denkt Lars-Michael Ritschel zurück. Nach etwa einer Viertelstunde, wie er einschätzt, kam Hilfe. Zwei Heringsangler an Bord des Motorbootes "Merlin" hatten das Unglück beobachtet. Andere Angler auf der Brücke alarmierten die Wasserschutzpolizei, und noch ein zweites Boot beteiligte sich an der Rettung.
M
it gemeinsamer Kraft wurde die Segeljolle wieder aufgerichtet und Ritschel brachte den Segler selbst in den Hafen Altefähr. Von dort aus fuhr ihn die Wasserschutzpolizei nach Hause "Verletzt habe ich mich zum Glück nicht. Ich werde mir wohl nur eine kräftigen Schnupfen geholt haben. Aber es geht einem schon eine Menge durch den Kopf, was hätte passieren können, wenn nicht... Deshalb bin ich allen, die mich gerettet haben, sehr dankbar", ist der Mann inzwischen erleichtert, dass er mit dem Schrecken davon kam. Was sich sonst noch an Bord befand – selbst das Handy, das in einer abgedichteten Luke lag – hat das Unglück unbeschadet überstanden.
D
en verklemmten Seilzug – Ursache allen Übels – baute der Segler inzwischen ab. "Der kommt nicht wieder ran", ist er sicher. (Marlies Walther)
Pressemitteilung vom 17. 04. 2004
Vorarlberger rettetet sich von brennender Yacht
Zwei Österreicher, einer davon aus Vorarlberg, haben sich vor Kroatien unverletzt von ihrer brennenden Yacht retten können. Das Feuer war im Maschinenraum ausgebrochen. Bootsbesitzer Dieter G. (43) aus Dornbirn und sein Begleiter Richard S. (35) verließen das Schiff in einem Rettungsboot und wurden von einer italienischen Besatzung aufgenommen, nachdem ein kroatisches Schiff das nationale Sucht- und Rettungszentrum für Einsätze auf See alarmiert hatte. Das Feuer war im Maschinenraum ausgebrochen, als sich die 13 Meter lange Yacht zwischen den Inseln Ilovik und Silba in der Nähe der Küstenstadt Zadar befunden hatte. Vertreter der Hafenbehörden von Mali Losinj waren zum Unfallort ausgerückt und brachten die "Schiffbrüchigen"schließlich auf diese Adria-Insel, wo sich die beiden Österreicher am Freitag noch aufhielten. Die Untersuchungen zur Klärung der Ursache der Explosion waren im Gange.
Pressemitteilung vom 16. 04. 2004
Minensucher "Beckum" geborgen
Rendsburg - Am 15. April wurde der am 8. März in Rendsburg gesunkene ehemalige Minensucher "Beckum" von einer Rostocker Bergungsfirma gehoben. Mithilfe von Hebesäcken gelang es, das Achterschiff des 47 Meter langen Wracks an die Wasseroberfläche zu bekommen. Am 20. April soll die Bergungsaktion abgeschlossen werden und das Schiff auf dem Slip der Saatsee-Werft an Land geholt werden. Hier ist geplant, das marode Boot an Ort und Stelle abzuwracken. Die Bergungskosten in Höhe von rund 100.000 Euro sollen dem Eigner, der sich seit dem Jahr 2002 nicht mehr um die "Beckum" gekümmert hatte, in Rechnung gestellt werden. Das Boot, das ehemals dem 5. Minensuchgeschwader in Neustadt gedient hatte, war jahrzehntelang Heim der Büsumer Marinekameradschaft gewesen. Im Jahr 2000 wurde es an einen Berliner verkauft, unter dem eine längere Odyssee über Brunsbüttel und Wischhafen begann, ehe es im Rendsburger Saatseehafen sich selbst überlassen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen 15. 04. 2004
Kutter im englischen Kanal überlaufen
Dover - Am 14. April wurde in der Straße von Dover der französische Trawler "Corona Gloria", 76 BRZ, von einem unbekannten Schiff in dichtem Nebel nahe der Grafschaft Kent überlaufen. Ein Rettungsboot lief aus Dover aus, um dem leck geschlagenen Havaristen zu Hilfe zu kommen. Nach der Sicherung des Havaristen wurde er nach Boulogne abgeschleppt, wo ihn das dortige Rettungsboot in Empfang nahm.
Quelle: Tim Schwabedissen 14. 04. 2004
Frachter vor Italien in Not
Im Mittelmeer geriet der Frachter "Nova Spirit" am 13. April in einem Sturm in Schwierigkeiten. Das 3.936 BRZ große, 13 Jahre alte Schiff funkte um Hilfe, nachdem es vor der italienischen Küte Schlagseite zu entwickeln begann. Es gelang einem Schlepper, eine Trosse auf den Havaristen zu übergeben und ihn in Richtung der Küste zu ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen 14. 04. 2004

Segler saß im Schlamm fest
Stade - Zwangspause von sechs Stunden bis die Flut kam Drochtersen . Bei ablaufendem Wasser hatte sich ein etwa 15 Meter langer Zweimast-Segler auf der Elbe in Höhe Glückstadt in zu flaches Gewässer getraut. Das Schiff setzte sich im Sand fest. Die Besatzung der Glückstadt-Wischhafen-Fähre bemerkte den Vorfall und benachrichtigte die Revierzentrale in Brunsbüttel. Die Drochterser DLRG-Wasserretter mussten ausrücken. Den Helfern gelang es nicht mehr, den Havaristen in tieferes Wasser zu schleppen. So musste die Besatzung des Zweimasters eine Zwangspause von sechs Stunden einlegen und auf die Flut warten. Das Holzschiff konnte sich dann aus eigener Kraft befreien. Menschen seien nicht in Gefahr gewesen, teilte die DLRG mit.
Pressemitteilung vom 13. 04. 2004
SOS-Buchstaben im Sand retten vergessenes Paar
London - Ein in den Sand geschriebener Hilferuf hat ein auf der britischen Atlantikinsel Samson vergessenes Paar gerettet. Die Eheleute waren am Montag gemeinsam mit einer 30-köpfigen Gruppe auf der unbewohnten Insel abgesetzt, später aber als einzige versehentlich nicht wieder abgeholt worden. Ein Damen-Ruderteam entdeckte den Hilferuf während des Trainings und brachte das Paar nach rund anderthalb Stunden in Sicherheit.
Der vergessliche Kapitän, dem die Eheleute abhanden gekommen war, entschuldigte sich. Nach Angaben eines Tourismusvertreters liegt der letzte derartige Fall 30 Jahre zurück. Damals hätten Schiffbrüchige ein Signalfeuer am Strand entzündet. Die rund 1,6 Kilometer lange Insel Samson gehört zu den Scilly-Inseln, ein beliebtes Ausflugsziel rund 50 Kilometer vor der Südwestküste Englands.
Pressemitteilung vom 10. 04. 2004

Britisches Marineschiff startet mit Delle am Bug
London - Ein neu gebautes Schiff der britischen Marine hat einen unglücklichen Start in den Dienstbetrieb erlebt. Kurz nachdem das 16.000 Tonnen schwere amphibische Landungsschiff am Freitag in Glasgow in den Fluss Clyde gelassen wurde, prallte es vor rund zehntausend Schaulustigen auf das gegenüber liegende Ufer und trug eine hässliche Delle am Bug davon. Der Stapellauf hatte bereits pannenreich begonnen: bei der unmittelbar vorangegangenen Taufzeremonie zerschellte die obligatorische Champagner-Flasche erst im zweiten Anlauf an der Außenwand des Schiffes. Der Rüstungskonzern BAE Systems, der das Marineschiff baute, nannte den entstandenen Schaden "oberflächlich".
Pressemitteilung vom 10. 04. 2004

Leichte Kollision auf der Außenelbe
Cuxhaven -In der Elbmündung kam es in der Nacht zum 6. April zu einer Kollision. Der 6.616 tdw große Asphalttanker "Theodora" stieß mit dem Kümo "Björn M" zusammen. Die "Theodora" konnte nach kurzer Reparatur ihren Fahrt in Richtung Nordostsee-Kanal fortsetzen. Der kleinere Kollisionsgegner wurde mit eingedrücktem Ruderhaus nach Cuxhaven eingeschleppt. Hier soll er einer eingehenden Untersuchung unterzogen werden. Auslöser des Unglücks war ein Ruderversager auf der "Theodora".
Pressemitteilung vom 08. 04. 2004

"Stena Nautica" drohte durch Nachlässigkeit zu sinken
Stockholm -Fahrlässigkeit war nach jetzt veröffentlichten Untersuchungsergebnissen der schwedischen Havariekommission Schuld am Beinah-Untergang der "Stena Nautica" vor Schweden. Den Gutachtern war aufgefallen, dass das 11 Meter große Kollisionsleck, dass der polnische Frachter "Joanna" in die Steuerbordseite der Fähre gerissen hatte, nicht zu einem solchen Schadensausmaß hätte führen können, wie es tatsächlich auftrat. Schließlich stellte sich heraus, dass mehrere Schotten im Schiff zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes aufstanden und wegen Reparaturarbeiten nicht geschlossen werden konnten. So kam es zur Überflutung von drei Abteilungen. Von der Brücke aus war es nicht möglich, den vorschriftsmäßigen Verschlusszustand des Schiffes zu kontrollieren, da die Fähre hierfür zu viele Durchlässe hat. Das Unglück war dank der schnellen Hilfe der Kiel-Göteborg-Fähre "Stena Germanica" bei ruhiger See glimpflich ausgegangen. Die Schäden an der "Stena Nautica" werden derzeit auf einer polnischen Werft beseitigt. Schuldig an der Kollision selbst ist aber eindeutig der polnische Frachter "Joanna", der der "Stena Nautica" die Vorfahrt genommen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen 07. 04. 2004

Binnenschiff droht in Berlin zu sinken
Berlin - Im Westhafen von Moabit schlug in Berlin am 5. April ein Binnenschiff leck.Das 30 Meter lange Fahrzeug hatte mit Stahl beladen am Kai festgemacht. Löschboote der Berliner Feuerwehr versuchten gemeinsam mit Einsatzkräften des THW, des Wassereinbruchs Herr zu werden. In den Abendstunden lag das Frachtschiff mit Schlagseite im Hafen und drohte zu sinken.
Quelle: Tim Schwabedissen 07. 04. 2004

Kieler Kanalschleuse schon wieder gerammt
Kiel - Schon wieder nahm ein Frachter am 5.4. die Kieler Kanalschleusen aufs Korn. Am Nachmittag rammte der 90 Meter lange holländische RoRo-Frachter "Forte", 3998 BRZ, das Tor N8 der Alten Schleuse. Das Unglück ereignete sich beim Passieren des Tores. Sowohl der Schiffsrumpf wie auch das Tor wurden bei der Kollision eingedrückt.
Quelle: Tim Schwabedissen 06. 04. 2004

Hafenmeister von Barnmouth nach Kenterung vermisst
Barmouth (UK) - Eine große Suchaktion wurde am Abend des 5. April in Barmouth gestartet, nachdem gegen 18 Uhr das gekenterte Boot des Hafenmeisters im Wasser treibend gesichtet worden war. Sämtliche verfügbaren Rettungsboote liefen in Richtung Holyhead aus. Nachdem festgestellt wurde, dass sich niemand mehr am umgeschlagenen Boot befand, startete auch ein Hubschrauber, um den Hafenmeister, der auch Vormann des örtlichen RNLI-Bootes ist, sowie seinen mit an Bord befindlichen Stellvertreter zu finden. Sie waren am Morgen ausgelaufen, um eine Mooring zu setzen. Eine passierende Yacht hatte das mit zwei Ankern tief abgeladene Boot zuletzt am Vormittag gesichtet. An der Unglücksstelle wurden in den Abendstunden lediglich eine Ankerboje sowie ein treibender Ölbehälter aufgefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen 06. 04. 2004

Tankschiffhavarie auf dem Rhein bei Neuss - Tank hielt dicht
Neuss - Ein mit 1100 Tonnen Diesel beladener Tanker ist am Donnerstag auf dem Rhein vor dem Sporthafen Grimlinghausen (bei Neuss) auf das Ufer aufgelaufen. Ursprünglich war das belgische Schiff mit Namen "Nimitz" auf dem Weg von Rotterdam nach Köln, wurde allerdings von der Reederei kurz vor Erreichen des Zielhafens angewiesen, umzukehren und das Tanklager in Neuss anzufahren. Laut Augenzeugenberichten brach der Tanker aus der Fahrrinne aus und stieß mit der Bugspitze in einen Kribbenkopf, in dem er eine sichtbare Einkerbung hinterließ. Nachdem der Kapitän das Schiff rückwärts befreit hatte, drehte es sich um 180 Grad und kam zwischen der beschädigten und der nächsten Kribbe durch Ankerung zum Stehen.
Als Unfallursache vermutet die Wasserschutzpolizei menschliches oder technisches Versagen. Das Schiff hatte bis auf ein kleines Leck keine erheblichen Schäden davongetragen. Eine geringe Menge Diesel sei zwar in den Rhein gelangt, " in dieser Konzentration allerdings vollkommen ungefährlich", versicherte ein Mitarbeiter der Wasserschutzpolizei. Der Tanker steckte bis zum Abend noch zwischen den beiden Kribben fest und sollte laut Feuerwehr geleichtert werden, das heißt: die 1100 Tonnen Diesel wurden in ein anderes Schiff gepumpt.
Pressemitteilung vom 01. 04. 2004

Deutschem Containerfrachterveteran droht nach Kollision der
Schneidbrenner
Vor Neuseeland kollidierte am 28. März der Containerfrachter "MSC MEE MAY", 16.670 BRZ, mit dem Flüssiggastanker "Maingas". Bei dem Zusammenstoß
wurde der Bug des Frachters eingedrückt. Das Schiff schlug leck, und es wird befürchtet, dass die entstandenen Löcher und Risse auf strukturelle Schäden hindeuten, die es zu einem Totalverlust machen könnten. Hinter der "MSC Mee May" verbirgt sich der ehemalige Hapag-Lloyd-Liner "Erlangen Express", die spätere "Erlangen", der 1970 als Containerfrachter der 2. Generation mit einer Ladefähigkeit von rund 1000 TEU in Dienst gestellt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen 01. 04. 2004

Trawler vor England gesunken
Vor der Küste von Norfolk geriet am 30. März der britische Trawler "Lady Marie" in Seenot und funkte SOS. Als das Schiff kurz darauf neun Seemeilen
nordwestlich von Hunstanton sank, musste die Crew ins Wasser springen. Ein passierender Kutter rettete die Schiffbrüchigen.
Quelle: Tim Schwabedissen 01. 04. 2004

Ehemalige "Beluga" aus Seenot gerettet

Kiel - Auf der Kieler Förde geriet am 29. März die ehemalige "Beluga", deren drei Tote fordernder Untergang 1999 vor Rügen für Aufsehen sorgte, erneut in Not. Der nach seiner Bergung vollständig überholte Kutter sandte um 17.40 nahe des Kieler Leuchtturms Notrufe aus, nachdem die Maschine ausgefallen war, sodass er hilflos im dicht befahrenen Seegebiet der Außenförde trieb. An Bord befanden sich 22 Sportangler, mit denen das Schiff zuvor vom Kieler Germaniahafen aus in See gestochen war. Der Seenotrettungskreuzer "Berlin" kam aus Laboe zu Hilfe und nahm den Kutter auf den Haken. Gegen 19 Uhr konnte er in Laboe vertäut werden, wo er nun repariert werden soll.

Pressemitteilung vom 29. 03. 2004

Havarie legt Donauschifffahrt fast einen Tag lang lahm
Bogen - Eine Havarie bei Bogen in Niederbayern hat die Schifffahrt auf der Donau fast einen Tag lang blockiert. Nach Angaben der Polizei hatte sich der mit Holzstämmen beladene Kahn am Sonntagabend unterhalb von Straubing von einer Anlegestelle gelöst, war abgetrieben und hatte sich am Pfeiler einer Eisenbahnbrücke bei Bogen quer zum Fluss verhakt. Die Bergung des 60 Meter langen Schiffs gestaltete sich schwieriger als zunächst erwartet. Zwei Schubboote konnten das Schiff einer osteuropäischen Reederei am Montagnachmittag schließlich wieder freischleppen. Auch der Eisenbahnverkehr über die Brücke war kurze Zeit eingestellt. Die Wasserschutzpolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr
Pressemitteilung vom 29. 03. 2004

Frachter "Rocknes" erfolgreich aufgerichtet
Am 28. März wurde das Wrack des vor Aatlestraumen in Norwegen gekenterten Frachters "Rocknes" aufgerichtet. Damit kam eine seit fast zwei Monaten
andauernde aufwändige Bergungsaktion einen entscheidenden Schritt voran. Das kieloben liegende Schiff war am 28. Januar an einen Kai verholt worden, wo Taucher in den folgenden Tagen erst die Bunkertanks abgedichtet und dann nach den Leichen von Besatzungsmitgliedern, die beim Kentern des Schiffes darin eingeschlossen worden waren, gesucht hatten. Nach Abschluss der Aktion am 10. Februar waren noch zwei Mann vermisst. Bis Ende Februar wurde die Decksausrüstung samt des 22-Tonnen-Deckskrans entfernt. Danach begann das Anbringen von Ausrüstung, um die "Rocknes" mithilfe schwerer Trossen umzudrehen. Bis Mitte März waren 24 Hebedrähte angebracht. Nun trafen die Bargen "Pull Barge 28" und "Pull Barge 33", die "Eide 28" sowie der Schlepper "SMIT Orca" ein. Weitere Trossen und Anker wurden zum Kai und ans Ufer verlegt. Am 23 . März wurde der Drehvorgang mit dem Einleiten von Luft in tiefergelegene und Wasser in höhergelegene Tanks eingeleitet. In der Folge galt es einige aufgetretene Leckagen zu flicken. Diese Arbeiten wurden am 25. März abgeschlossen. Am 27. März war die Ballastverteilung komplett, sodass der eigentliche Drehvorgang beginnen konnte. Jetzt liegt die "Rocknes" wieder aufrecht. Bei einem Drehmoment von 130 Grad wurde begonnen, den Rumpf zu lenzen. Mittels Pressluft soll ein stabiler Schwimmzustand erzeugt werden. Gleichzeitig beginnen Arbeiten zur Konservierung von Schiffinstrumenten.
Quelle: Tim Schwabedissen 29. 03. 2004

Tanker versenkte Fahrwassertonne auf Elbe
Hamburg - Auf der Unterelbe kam es am Abend des 22. März zur Kollision zwischen dem Tanker "Nata" und einer Fahrwassertonne. Das mit 14.967 Tonnen Benzin beladene, 151 Meter lange und gut 22 Meter breite Schiff, das unter der Flagge der Marhallinseln läuft, war auf dem Weg von Hamburg ins britische Corytown. Auf Höhe von Brunsbüttel kam es vom Kurs ab und rammte die Tonne 60. Dabei geriet diese in die Verstellpropelleranlage des Tankers, auf dem es daraufhin zu einem Maschinenausfall kam. Manövrierunfähig trieb er in dem vielbefahrenen Fluss, bis es gelang, eine Notankerung durchzuführen. Rund 100 Meter nördlich der Tonne 57a kam die "Nata" im Fahrwasser zu liegen. Die "Bürgermeister Brauer" der Hamburger Wasserschutzpolizei rückte sofort zu dem Havaristen aus. Die beschädigte Tonne 60 war zu dieser Zeit noch am Ruderschaft des Havaristen sichtbar. Später riss sie sich los und sank. Kurz darauf wurde das Mehrzweckschiff "Neuwerk" angefordert, um den Tanker, dessen Maschine sich nicht wieder starten ließ, zu sichern. Dann wurde er durch die Schlepper "Bugsier 12" und "Bugsier 19" in den Brunsbütteler Elbehafen verholt. Ersten Ermittlungen zufolge kollidierte die "Nata" aufgrund eines Navigationsfehlers mit der Tonne. Die Höhe des Sachschaden steht noch nicht fest. Die Wasserschutzpolizei sprach ein vorläufiges Auslaufverbot aus. Die Ermittlungen dauern an.
Pressemitteilung vom 23. 03. 2004

Schubverband kollidiert mit Baugerüst der BAB 1
Hamburg - Gestern Abend kollidierte der Schubverband "Birk B"mit dem unter der Autobahnbrücke (BAB 1) hängenden Stahlgerüst. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Nach ersten Ermittlungen fuhr der Schubverband "Birk B", bestehend aus dem Schubschiff (Länge: 21,65 m; Breite: 8,17 m; Heimathafen: Berlin) und einer leeren Schute, auf der Süderelbe zu Tal. Beim Passieren der Autobahnbrücke, die zur Zeit saniert wird, kam der Verband zu weit nach Backbord ab und kollidierte trotz eines sofort eingeleiteten Notmanövers mit dem unter der Brücke hängenden Stahlgerüst. In letzter Sekunde konnte sich der 53-jährige Schiffsführer in seinem abgesenkten Führerhaus zu Boden werfen und entging so einer Verletzung. Durch die Kollision wurde das Steuerhaus stark beschädigt. Die Frontscheibe riss aus dem Rahmen und die Radarantenne knickte ab. Das Stahlgerüst an der Autobahnbrücke wurde auf einer Länge von ca. sechs Metern eingedrückt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird noch ermittelt. Die Wasserschutzpolizisten sprachen ein vorläufiges Weiterfahrverbot aus. Die Ermittlungen dauern noch an. Die Sachbearbeitung übernahmen die Schifffahrtsermittler des WSPK
Pressemitteilung vom 23. 03. 2004

Museumsschiffe kollidierten in Bremerhaven
Bremerhaven - Am 22. März kollidierte im Bremer Fischereihafen das Fischereimuseumsschiff "Gera" mit dem ebenfalls musealen Hochseekutter "Astarte". Das Unglück ereignete sich, als der längsseits eines Hafenschleppers vertäute Trawler am Kai festgemacht werden sollte. Die "Gera" war bereits mit Vorleine, Vorspring und Achterleine an der Pier fest, als ihr Heck wieder von der Pier abklappte. Die Achterleine, die noch nicht fest belegt war, rauschte aus, und das Schiff wurde gegen den Kutter getrieben. Auch der an Backbordseite liegende Schlepper wurde in das Unglück verwickelt - er stieß mit dem Motorschiff "Line Hirsch" zusammen und schob deren Bug auf die Uferböschung. An allen beteiligten Fahrzeugen kam es zu Schäden. An der Pier wurden zwei Reibhölzer beschädigt. Die Schadenshöhe wird noch untersucht. Die "Gera" hatte gerade eine Werftüberholung hinter sich und befand sich auf Überführungsfahrt von der Bremerhavener Dock GmbH im Fischereihafen II zum angestammten Liegeplatz in Fischereihafen I.
Quelle: Tim Schwabedissen 23. 03. 2004

Yacht ging in Flensburg auf Tauchstation
Flensburg - Am 22. März wurde in Flensburg-Sonwik eine neun Meter lange Yacht des Typs "Feeling 30" mithilfe von Auftriebskörpern und eines Krans zurück an die Wasseroberfläche geholt. Das Schiff war in der Nacht zum 21. März auf neun Meter Tiefe gesunken und ragte nur noch mit dem Mast aus dem Wasser. Es gehörte einer Flensburger Chartergesellschaft und hätte am Ende der Woche eine Charter beginnen sollen. Nun ist an ihr ein Sachschaden von 90.000 ? zu beklagen. Dazu kommen Schäden, die ihr Untergang am Steg verursachte. Der Unglückshergang ist bislang noch unklar. Das Boot lag, wie andere Schiffe in dem Hafenbecken auch, mit dem Bug in nordwestlicher Richtung, um dem Sturm möglichst wenig Windfläche zu bieten. Noch am Vorabend des Untergangs war seine Lage angesichts des herannahenden Orkans überprüft worden. Doch deuten Schäden am Steg darauf hin, dass es nach Bruch eines Festmachers mit dem Heck dagegen schlug und entweder ein Leck erhielt oder unter die Brücke gedrückt wurde und dadurch voll Wasser lief. Der Sturm hatte hohe Wellen direkt durch die Hafeineinfahrt gedrückt. Bereits einen Tag nach dem Untergang lief um acht Uhr morgens die Bergung an. Diese gestaltete sich kompliziert, da das Wrack miut dem Heck unter dem Steg verkantet lag. Zunächst musste sie mit Seilen auf Grund liegend ins Hafenbecken hinein gezogen werden. Dann befestigte ein Taucher Kunststoffschläuche am Rumpf, die mit Luft aufgepumpt wurden. Daraufhin kam das Boot vom Grund frei und stieg zur Wasseroberfläche auf. Nun konnte es an den Kai geschleppt und dort von einem Kran an Land gehoben werden. Ob sich eine Reparatur lohnt, ist noch unklar. Die polizeilichen Untersuchungen zum Untergang dauern an.
Quelle: Tim Schwabedissen 23. 03. 2004
Öl aus gesunkenem Frachter bedroht Vögel auf den Aland-Inseln
Verseuchung der Strände fällt mit Ankommen der Zugvögel zusammen
Mariehamn/Helsinki - Aus einem vor knapp drei Wochen in der Ostsee gesunken Frachter treibt Schweröl nun an die Strände der finnischen Aland-Inseln. Die Ölwehr sieht eine unmittelbare Gefahr für das Vogelleben der Insel. Besonders unglücklich ist das Zusammenfallen der Öl-Verseuchung mit dem erwarteten Eintreffen der Zugvögel. "Bald kommen auch die Eiderenten. Vergangenen Woche waren es nur wenige, aber viele sind schon unterwegs", warnte Ölwehr-Chef Björn Ekholm. Die Sanierungsarbeiten sollen daher diese Woche mit Nachdruck durchgeführt werden. Die "Herakles" war in der Nacht zum 3. März im Sturm gesunken und hatte eine dramatische Hubschrauber-Rettungsaktion für die acht Besatzungsmitglieder notwendig gemacht. Das Schiff hatte nach Angaben der Zeitung "Nya Aland" neben einer beträchtlichen Menge Kohle auch 70 Kubikmeter Schweröl und 80 Kubikmeter Dieselöl geladen.
Pressemitteilung vom 22. 03. 2004

Sturmtief "Oralie" brachte Schifffahrt in Schwierigkeiten
Das Orkantief Oralie, das am 21. März mit Windgeschwindigeiten von bis zu 165 km/h über Deutschland hinwegfegte, verursachte auch in der Schifffahrt
Schwierigkeiten. Vor Sylt schlug eine Yacht in der aufgewühlten See nach der Kollision mit einem Gegenstand leck und drohte zu sinken. Dem herbeieilenden Seenotrettungskreuzer "Minden" gelang es, das Boot zu sichern und in einen dänischen Hafen zu geleiten. In Kiel wurde der Frachter "Astrea" beim Einlaufen in die Holtenauer Schleusen von einer Bö erfasst und kollidierte mit den Kainanlagen. Das Schiff wurde bei dem Anprall eingedrückt. Anderen Schiffen wurde beim Anlaufen des Kanals vorsorglich von Schleppern assistiert.
Quelle: Tim Schwabedissen 22. 03. 2004

«Oralie» tobt über Norddeutschland -Autotransporter losgerissen
Bremerhaven - Im Nordhafen von Bremerhaven hinterließ ein losgerissener Frachter eine Spur der Verwüstung. Durch die Orkanböen bis Windstärke 12 waren die Leinen bei dem 174 Meter langen Autotransporter "Procyon Leader" gebrochen. Das Schiff trieb zuerst quer zum Hafenbecken und dann von der West- zur Ostseite des Nordhafens, wo es mit der vorderen Backbordseite eine Containerbrücke aus der Verankerung riss. Anschließend wurde das Schiff mit dem Heck gegen eine Ro/Ro-Anlage gedrückt. An den Hafeneinrichtungen und am Frachter entstanden schwere Schäden. Der Transporter muss jetzt von der Klassifikationsgesellschaft begutachtet werden.
Pressemitteilung vom 21. 03. 2004

Bunkerboot kollidiert mit Dalben
Hamburg - Am Samstagmorgen kollidierte das Bunkerboot "Odin I" (Länge 43 m, Tragfähigkeit 254 Tonnen) in Höhe des Köhlfleethafen mit einer Dalbengruppe. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte der Schiffsführer (57) mit seinem Bunkerboot aus dem Köhlfleet auf die Elbe drehen, um anschließend weiter elbaufwärts zu fahren. Aus bisher ungeklärter Ursache kollidierte die "Odin I"in Höhe des Köhlfleethafen mit einer
Dalbengruppe. Durch die Kollision verlor das Bunkerboot den Steuerbordanker, darüber hinaus entstand ein ca. ein Meter großes Loch in der Außenhaut. Der anschließende Alkotest bei dem Schiffsführer ergab 1,09 Promille. Der Alkotest bei dem Decksmann (31) ergab 0,79 Promille. Die Wasserschutzpolizisten sprachen ein Weiterfahrverbot aus und ordneten bei dem Schiffsführer eine Blutprobenentnahme an. Gegen ihn wird jetzt wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs ermittelt. Die Ermittlungen dauern an.
Pressestelle Polizei Hamburg vom 21. 03. 2004

Feuer auf griechischer Fähre in Adria gelöscht
Athen - Die Besatzung einer griechischen Fähre hat Schlimmeres verhindern können: Sie löschte in der Nacht einen Brand an Bord. Die Fähre mit 273 Passagieren und 90 Besatzungsmitgliedern an Bord unterbrach die Fahrt vom Adriahafen Bari zum griechischen Hafen Igoumenitsa und lief sicher in Brindisi ein. Alle Menschen an Bord seien wohlauf, hieß es vom staatlichen griechischen Rundfunk. Der Brand war aus bislang unbekannten Gründen auf einem der Lastwagen ausgebrochen, der in einer Decks des Schiffes abgestellt war.
Pressemitteilung vom 20. 03. 2004


Hamburger Tanker rammte Kieler Schleuse
Kiel - In der Nacht zum 19. März rammte der Hamburger Chemikalientanker "Christian Essberger", 3557 BRZ, das seewärtige Tor der Neuen Nordschleuse in Kiel-Holtenau. Das Schiff hatte wegen eines Fehlers der Hydrauliksteuerung des Verstellpropellers nicht mehr rechtzeitig aufstoppen können und prallte gegen 1.30 Uhr mit seinem eisverstärkten Bug - die "Christian Essberger" hat die höchtste finnische Eisklasse - mit großer Wucht gegen das Tor. Er durchtrennte die Führungsschiene und bohrte sich dann in die Seitenwand des Tores. Teile der Schiene verklemmten sich am Tankerbug. Nach dem Zusammenstoß musste die "Christian Essberger" übers Heck in den Kanal zurückgeschleppt werden und machte im Kieler Nordhafen fest. Dort untersuchten Sachverständige den Schaden und die Maschinenanlage. Nach Reparatur der Hydrauliksteuerung konnte der Tanker am Nachmittag seine Fahrt Richtung Ostsee fortsetzen. Techniker mühten sich derweil 12 Stunden, das von ihm am Schleusentor verursachte Wirrwarr aus verbeulten Stahlplatten und gesplitterten Holzbalken zu beseitigen. Mit Hilfe eines Prahms wurde die Führungsschiene überbrückt, ehe es endlich gelang, das Tor zurückzufahren. Durch den Ausfall der Schleusenkammer kam es zu Beeinträchtigungen in der Kanalschifffahrt. Erst gegen 14.30 konnte nach Abschluss der Notreparatur die Schleusenkammer wieder in Betrieb genommen werden. Der Sachschaden wird auf 400.000 Euro geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen 19. 03. 2004

Kutter vor Islay gestrandet
Askaig, Islay - Am Morgen des 19. März erreichte die Küstenwache von Clyde ein Notruf des Kutters "Boy Ross" aus Campeltown. Dem Schiff war eine Trosse in die Schraube geraten. Daraufhin war es bei Windstärke fünf binnen kurzem manövrierunfähig auf Klippen an der Nordwestküste von Islay getrieben und dort festgekommen. Der Skipper musste sein Schiff kurz nach dem SOS aufgeben und rettete sich auf die Post Rocks eine halbe Meile vor der Küste. Das Rettungsboot von Askaig, ein Rettungshubschrauber der Royal Navy sowie der Trawler "Blue Angel" und der Frachter "Eigg" machten sich sofort auf die Suche nach dem Schiffbrüchigen. Nach kurzer Suche im Felsgebiet nahe der "Boy Ross" entdeckte das Rettunsboot den Mann und barg ihn von dem Riff ab. Der unverletzte Skipper wurde nach Askaig gebracht. Die Strandungsstelle wurde auf Ölverschmutzungen hin beobachtet, doch bislang wurde kein Ölaustritt festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen 19. 03. 2004

Schiffsführerstand bei Brückendurchfahrt abgerissen
Nürnberg - Am 19.03.2004, gegen 07.20 Uhr, war das sich das 104 Meter lange Fahrgastschiff "Rigoletto", das unter niederländischer Flagge fährt, auf dem Main-Donal-Kanal Richtung Passau unterwegs. Kurz vor der Schleuse Nürnberg fuhr es durch die dortigen Eisenbahnbrücken. Bei der zweiten Brücke wurde das Dach des Führerstandes und das dahinter befindliche Sonnenverdeck abgerissen. Verletzt wurde dabei niemand. Ersten Schätzungen zufolge entstand Sachschaden in Höhe von ca. 150.000 Euro. Üblicherweise wird beim Durchfahren von Unterführungen der Führerstand hydraulisch abgesenkt. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Inzwischen legte das Schiff an der Anlegestelle im Nürnberger Hafen an. Dort werden in der nächsten Woche weitere Untersuchungen durchgeführt.
Pressemitteilung vom 19. 03. 2004
Brand auf Krabbenkutter gelöscht 
Personen kamen bei Feuer auf der "Goodewind" nicht zu Schaden

Cuxhaven - Es war eine halbe Stunde nach Mitternacht, als Krabbenfischer Mike Gente und Heiko Bohlen sich fertig machten, um mit ihrem Kutter "Seehund" (Cux 11) auf die Elbe raus zu fahren. Als sie gerade im Begriff waren die Leinen loszuwerfen, sahen sie es weiter hinten im Alten Fischereihafen brennen. Aus dem Ruderhaus eines anderen Krabbenkutters schlugen Flammen. 
Sofort alarmierten sie über Handy die Feuerwehr, die schon kurze Zeit später mit ausreichend Mannschaft und Gerät vor Ort war. Die Flammen hatten schon auf das Innere des kleinen Steuerhauses übergegriffen. Im Licht der grellen Scheinwerfer war nun auch der Name des Kutters zu lesen: "Goodewind", mit dem Fischereikennzeichen ACC 6 für Accumersiel, im Besitz eines Holländers. An Bord war niemand. Es dauerte aber nicht lange, bis der Setzschipper Peter Schiotka vor Ort war. 
Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr blieb der Schaden begrenzt auf das Steuerhaus, das allerdings weitestgehend ausbrannte. Maschine, Deck und Rumpf wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Pech für den Eigner: Erst vor wenigen Jahren war es an Bord des Kutters zu einem ähnlichen Brand gekommen. 
Feuer ist überhaupt das, wovor sich die Küstenfischer mehr fürchten als vor Sturm und Schlechtwetter. "Wenn auf See ein Feuer ausbricht, hast du meist ganz schlechte Karten", bemerkte Mike Gente. Der Schipper und sein Matrose sind vor kurzem selbst erst knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt, als auf See der Fernseher plötzlich in Flammen stand und das vordere Logis ausbrannte. Glücklicherweise konnten sie den Brand selbst in den Griff bekommen. 
Pressemitteilung CN vom 17. 03. 2004
Frachter vor Kalmar auf Grund
Kalmar - Vor dem schwedischen Hafen Kalmar lief am 17. März der Frachter "Via" auf Grund. Die fünfköpfige Besatzung des Schiffes blieb bei der Strandung
unversehrt und wurde gerettet. Taucher begannen, den Rumpf des mit 1.400 Tonnen Getreide beladenen Frachters auf Schäden zu untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen 17. 03. 2004
Containerfrachter am Elbufer auf Grund gelaufen
Hamburg - Am späten Abend des 17. März erlitt das britische Containerschiff "Contship Australis" auf der Elbe einen Maschinen- und Ruderversager. Das Schiff lief auf Höhe Stader Sand manövrierunfähig in die Uferböschung. Vier Schlepper machten wenig später am 281 Meter langen und 32 Meter breiten Frachter fest und zogen ihn zurück ins Fahrwasser. Anschließend lief er aus eigener Kraft den Hamburger Hafen an. Die Betriebsanlagen sollen von der Seeberufsgenossenschaft überprüft werden. Die Polizei nahm Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Quelle: Tim Schwabedissen 17. 03. 2004

Feuerwehr bewahrte Katamaran "Sposmoker II" vor dem Untergang
Rettungsaktion im Barther Hafen
Barth - Alle Weltmeere hatte der Katamaran "Sposmoker II" des Weltumseglers Gerd Engel seit 1995 befahren und dabei etwa 500 000 Seemeilen zurückgelegt, doch ausgerechnet im sicheren Barther Hafen begann das 18 Meter lange Zweirumpfboot am Sonnabend Morgen zu sinken. Nur durch die Aufmerksamkeit eines Barther Bürgers, der die zunehmende Krenkung des Katamarans bemerkte und den Hafenkapitän sowie den Bereitschaftsdienst der Barther Stadtverwaltung informierte, wurde Schlimmeres verhütet.
Die Barther Feuerwehr traf mit mehreren Einsatzfahrzeugen am Liegeplatz des Seglers vor dem Hotel Speicher ein und begann sofort, mit zwei Motorpumpen den linken, schon tief liegenden Rumpf des Katamarans auszupumpen. Schnell füllte sich die Pier mit schaulustigen Barthern, auch der Bürgermeister und mehrere Abgeordnete, die sich auf einer Stadtbegehung befanden, überzeugten sich vom Fortschritt der Hilfeleistung. Nach etwa 20 Minuten wurde das Abpumpen unterbrochen, damit kein ölverschmutztes Wasser aus dem unter dem Kajütenboden liegenden Maschinenraum in den Hafen gelangen konnte. Erst als sich Wehrleiter Martin Maak sowie die Wasserschutzpolizei vom sauberen Zustand des Leckwassers überzeugt hatten, wurden die Pumpen wieder angeworfen. Nach der Untersuchung der Ursache bestätigte sich der anfängliche Verdacht des Hafenkapitäns Peter Schillinger – es lag ein technischer Defekt am Seeventil des Kühlwassersystems vor. An den Vortagen war am Schiff repariert worden, da der Besitzer es am Sonntag nach Kiel überführen wollte. Dabei kam es wahrscheinlich unbemerkt zu der Panne.
Eigner Gerd Engel, der noch am Sonnabend am Barther Hafen eintraf, lobte den schnellen Einsatz der Feuerwehr und übermittelte den Kameraden seinen Dank.
Pressemitteilung vom 16. 03. 2004
Suche nach dem "Todesfrachter" geht weiter
In Südchina untersuchter Frachter scheidet offenbar aus
Peking - Der Verursacher eines Schiffsunfalls mit fünf Toten vor zwei Monaten im Ärmelkanal ist noch nicht gefunden worden. Die Untersuchung des verdächtigen Frachters "Seattle Trader" in Südchina brachte offenbar keine Hinweise auf eine Verwicklung in den Untergang des französischen Fischtrawlers. "Es ist sehr gut möglich, dass es nicht dieses Schiff war, dass mit dem Fischerboot kollidiert ist", sagte am Montag Wen Yihui vom zuständigen chinesischen Schiffsagenten Wailun Daili telefonisch der dpa in Peking.
Der in französischen Medien als "Todesfrachter" beschriebene und unter philippinischer Flagge fahrende Frachter war am Mittwoch im Hafen Fangchenggang eingelaufen. Neben chinesischen Behörden nahmen auch französische Ermittler die Untersuchungen auf. Die "Seattle Trader" gehört zu mehreren Schiffen, die wegen des Untergangs der "Bugaled Breizh" untersucht werden. Der Trawler war gerammt worden.
Frankreichs Präsident Jacques Chirac hatte die Jagd auf die Übeltäter zur Staatsaffäre gemacht. Es war sogar der Einsatz der Marine erwogen worden. Die "Seattle Trader" war den Fahndern auf ihrem Weg über Ägypten, das Rote Meer und den Indischen Ozean entwischt.
Pressemitteilung vom 15. 03. 2004
"Todesfrachter" in China aufgespürt
Peking  - Chinesische Behörden und französische Ermittler haben in Südchina die Untersuchung des Frachters "Seattle Trader" aufgenommen. Das Schiff soll im Ärmelkanal ein französisches Fischereiboot versenkt haben. Beim Untergang des Trawlers waren Mitte Januar fünf Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das in französischen Medien als "Todesfrachter" beschriebene Schiff hatte am 10. März den Hafen Fangchenggang angelaufen. Frankreichs Präsident Jacques Chirac hatte die Jagd auf die Übeltäter zur Staatsaffäre gemacht. Es war sogar der Einsatz der Marine erwogen worden.
Pressemitteilung vom 15. 03. 2004
Kutter vor Lizard gesunken
Am Abend des 13. März geriet vor Lizard der britische Kutter "Sabre" in schwerer See in Schwierigkeiten. Wenig später kenterte und sank das Schiff, ohne dass ein Notsignal hätte gesendet werden können. Die Frau eines Besatzungsmitglieds verständigte die Küstenwache in Falmouth am Morgen des 14. März um 2.45 Uhr, nachdem das Boot ihres Mannes nicht, wie geplant, am Abend nach Newlyn eingelaufen war. Von dort aus war es am Morgen des Vortags ausgelaufen, um ausgebrachte Netze 13 Meilen südlich von Lizard einzuholen. Eine ausgedehnte Suchaktion unter Mitwirkung zweier Rettungsboote, der Schlepper "Anlican Princess" und "Neftigas 57", des Trawlers "Ocean Spray", des Rettungshubschraubers von Culdrose und weiterer Handelsschiffe führte um 7.45 Uhr zum Auffinden einer Rettungsinsel mit zwei Überlebenden der "Sabre" durch den Frachter "Fastwill" eine Meile vor Lizard. Binnen Minuten war der Rettungshub- schrauber vor Ort und winschte die beiden Fischer auf. Sie wurden anschließend ins Krankenhaus von Treliske geflogen. Nachdem die Suchaktion über neun Stunden auf ein Seegebiet von 400 Quadratmeilen ausgedehnt worden war, ohne dass sich eine Spur des dritten Mannes gefunden hätte, wurde sie in den Mittagsstunden des 14. März ergebnislos abgebrochen. Der Vermisste hatte nach Angaben seiner Crewkameraden die "Sabre" zwischen sieben und acht Uhr abends verlassen, so dass nun bei bis zu acht Windstärken keine realistische Überlebenschance mehr bestand. In der Endphase war die Suche am Vormittag auf ein Trümmerfeld aus Wrackteilen des Kutters konzentriert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen 15. 03. 2004

Griechische Marine rettet 54 illegale Einwanderer
Athen - Die griechische Marine hat westlich der Mittelmeerinsel Kreta 54 Flüchtlinge gerettet. Das Schiff war bei schwerem Sturm ausser Kontrolle geraten und hatte einen Hilferuf per Mobiltelefon ausgesendet, wie das Schifffahrtsministerium in Athen am Samstag mitteilte. Die Flüchtlinge, die offensichtlich illegal in die Europäische Union einreisen wollten, wurden den Angaben zufolge von einer griechischen Fregatte aufgegriffen und zum Hafen Souda auf Kreta gebracht.
Pressemitteilung vom 13. 03. 2004

Ein Toter bei Untergang von Fischerboot im Ärmelkanal
Cherbourg - Beim Untergang eines Fischerboots im Ärmelkanal ist mindestens ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte bargen am Donnerstagabend die Leiche eines Fischers aus dem Wasser, wie die Schifffahrtsbehörde mitteilte. Der etwa zwölf Meter lange Trawler "Armand" habe sich am Nachmittag zwischen Saint-Malo und der Insel Jersey befunden. Kurz nach 16.00 Uhr habe die vierköpfige Besatzung gefunkt, dass ihr Boot sinke. Sofort seien ein anderes Fischerboot und ein Zollschiff sowie ein Hubschrauber der Marine zur Hilfe geeilt. Bislang sei jedoch nur einer der Seeleute gefunden worden. Die Suche nach seinen Kollegen werde fortgesetzt.
Pressemitteilung vom 11. 03. 2004

Kutter vor den Shetlands gesunken
Zwei Seemeilen vor Fethaland, nördliche Shetlands, sank am 9. März der Kutter "Golden West". Das 12 Meter lange Boot war in den Mittagsstunden leckgeschlagen, seine zweiköpfige Besatzung hatte Notrufe gefunkt. Eine von der Küstenwache koordinierte Rettungsaktion, an der sich die Trawler "Aspire" und "Chantelle", der Schlepper "Tystie" sowie ein RNLI-Boot aus Aith und ein auf den Shetlands stationierter Rettungshubschrauber beteiligten, lief an. Dem Helikopter gelang es, die beiden Männer an Bord zu winschen und nach Tingwall zu bringen, wo sie mit Schock und Unterkühlung medizinisch behandelt wurden. Ihr Schiff sank derweil.
Quelle: Tim Schwabedissen 10. 03. 2004
"Beckum"-Wrack wird verschrottet
Rendsburg - "End of the line" für die am 8. März in Rendsburg gesunkene "Beckum". Nach einer Inspektion des bis übers Oberdeck versunkenen ehemaligen Minensuchers scheint nun klar, dass er an Ort und Stelle abgewrackt wird. Damit endet die über 40jährige Laufbahn des Schiffes, das 1962 für die Bundesmarine in Dienst gestellt worden war. Von 1975 bis zum Jahr 2000 prägte es das Gesicht des Büsumer Hafens mit, wo es der Marinejugend diente. Pläne des neuen Berliner Eigners, es zu einem Museumsschiff umzubauen, scheiterten am schlechten Gesamtzustand der "Beckum". 2002 wurde es in den Saatseehafen verholt, wo es nun an Dalben liegend absackte.
Quelle: Tim Schwabedissen 09. 03. 2004

"Galina 3" rammt nach Ruderschaden die Stromkaje
Spundwand stark beschädigt - Ermittlungen laufen
Bremerhaven - Die Wahrheit kam erst bei Niedrigwasser ans Licht: Rund 500000 Euro Schaden sind beim Zusammenstoß des Stückgutfrachters "Galina 3" in der Nacht zu gestern mit der Stromkaje entstanden. Noch ist unklar, wie schnell der Schaden behoben werden kann. Als die Fachleute der Hafengesellschaft Bremenports gestern bei Ebbe die Kaje untersuchten, entdeckten sie unter anderem fünf kaputte Spundbalken. Auch die Korrosionsschutzanlage der Kaje wurde in Mitleidenschaft gezogen, ein Dalben stark verbogen, die Halterung für einen Rollenfender beschädigt. Am Wulstbug des Schiffes entstand anderthalb Meter über der Wasserlinie ein rund ein Meter hohes Loch. "Wir werden uns schnell mit der Reederei in Verbindung setzen. Ihre Versicherung muss den Schaden übernehmen", sagte Henry Behrends, Abteilungsleiter Bauunterhaltung bei Bremenports. Die rund 160 Meter lange auf Malta registrierte "Galina 3" war auf der Reise von Vlissingen  (Niederlande) nach Bremen, als gegen 21.50 Uhr in Höhe der Stromkaje das Backbordruder klemmte. Mehrere Versuche der Besatzung, das Schiff zu stoppen, blieben erfolglos. Sie warf  daraufhin den Backbordanker, um das Schiff über den Anker zu drehen. Dabei prallte das mit Containern beladene Schiff gegen die Kaje. Verletzt wurde niemand. Gegen 1.40 Uhr verholte die "Galina 3" mit Schlepperhilfe  zum Südende der Kaje.  Auf diesem Liegeplatz soll sie vorerst bleiben. Am Abend  nahm die Wasserschutzpolizei  weitere Ermittlungen zum Unfallhergang auf.  Die "Galina 3" darf Bremerhaven zunächst nicht verlassen.
NZ vom 09.03.2004
Ehemaliger Minensucher der Bundesmarine sank in Rendsburg
Rendsburg - Böse Überraschung im Rendsburger Saatseehafen am Nachmittag des 8. März: Nur noch die Aufbauten der hier vertäuten "Beckum", einem ehe- maligen Minensucher der Bundesmarine, ragten am Kai der Rendsburger Staatswerftaus dem Wasser des Nord-Ostsee-Kanals. Das 48 Meter lange Boot der "Schütze"-Klasse wurde bereits vor längerer Zeit von seinem Eigentümer sich selbst überlassen. Weil aus dem Maschinenraum Öl austrat uund zu einer nach Feuerwehrangaben nicht unerheblichen Verschmutzung führte, wurden Ölschlängel um das Wrack ausgelegte. Ein Sprecher der Wasserschutzpolizei vermutete, dass der Holzrumpf nach der langen Zeit der Vernachlässigung durchgerottet ist und durch eindringendes Wasser der Untergang ausgelöst wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die "Beckum" war Ende der 70er Jahre von der Bundesmarine ausrangiert und von einem Berliner Geschäftsmann für die Marine-Kameradschaft aufgekauft worden. Etliche Jahre war das Boot als schwimmender Clubraum der Jugendorganisation der Marine-Kameradschaft Büsum genutzt worden. Um die geplante Entsorgung des Schiffes hatte es in den letzten Monaten Gerangel gegeben. Der Eigentümer aus Berlin hatte gegen die Entsorgung durch die Werft Saatsee Einspruch eingelegt. Wann das Wrack gehoben werden soll, konnte die Saatsee-Werft noch nicht mitteilen.
Quelle: Tim Schwabedissen 09. 03. 2004
Schiffskollision in Bremerhaven
Bremerhaven, Stromkaje - Am späten Abend des 07.03.2004 kam es auf dem weseraufwärts fahrenden MS "Galina 3", Hhf.: Valetta/Malta auf Höhe der Stromkaje zu einem Ruderausfall. Mehrere Versuche der Schiffsführung das Schiff zu stoppen verliefen ohne Erfolg.Es wurde der Backbordanker geworfen, um das Schiff über den Anker zu drehen.In der Drehbewegung rammte das Schiff die Stromkaje (PP1280). Es entstand an dem MS "Galina 3" folgender Sachschaden: Am Wulstbug, ca. 1,5m über der Wasseroberfläche ein ca. 1m hohes und 1m tiefes Loch in der Außenhaut des Vorstevens, ein weiteres, etwas kleineres Loch in ca. 5m Höhe über der Wasseroberfläche am Vorsteven. An der Stromkaje wurde ein Dalben stark verbogen und gelöst, eine Halterung für den dort befindlichen Rollenfender wurde stark beschädigt. Das MS "Galina 3" darf seine Fahrt bis zur Feststellung der Schiffssicherheit durch die Klassifikationsgesellschaft nicht fortsetzen. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.
Pressestelle Polizei Bremen vom 08.03.2004
Schiffsfestfahrung mit geringen Folgen
Wiesbaden - Am Samstag, 6.03.04, gegen 19.00 Uhr, geriet ein Güterschubverband in Höhe Rhein KM 478,8, Ortslage Riedstadt, aus der Fahrrinne und fuhr sich ca. 80 Meter vom rechten Ufer fest. Dabei kamen keine Personen zu Schaden - der Schubverband wurde ebenfalls nicht beschädigt. Auf Grund der Festfahrung kam es zu keiner Behinderung der Schifffahrt. Der Schubverband , bestehend aus dem 95 Meter langen Gütermotorschiff (GMS) "BERNISSE" und dem Güterschubleichter "SAMBEEK" befand sich auf der Fahrt von Greffern / Oberrhein nach Holland. Insgesamt hatte der Schubverband 2500 Tonnen Kies geladen. Vermutlich aus Unachtsamkeit wechselte der Schiffsführer zu früh vom mittleren in das rechte Fahrwasserdrittel und kam dabei fest. Am Sonntag, 7.03.04, gelang es gegen 10.00 Uhr, den festliegenden Schubverband freizuziehen. Die Schifffahrt wurde für 20 Minuten gesperrt – es kam zu keinen Behinderungen. Nach einer eingehenden technischen Untersuchung des Schubverbandes konnte dieser dann seine Fahrt fortsetzen.
Hessisches Bereitschaftspolizeipräsidium vom 08.03.2004
Deutscher Einhandsegler vor den Kanarischen Inseln aus Rettungsinsel geborgen
SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS leitet Rettungsmaßnahmen ein
Bremen - Dank einer gut funktionierenden Rettungskette konnte ein deutscher Einhandsegler am Samstag, dem 6. März 2004, bei den Kanarischen Inseln aus einer Rettungsinsel unverletzt geborgen werden. Über ein automatisches Satelliten-Notrufsystem hatte die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) um 08.55 Uhr am Samstag einen Notruf der deutschen 15-Meter-Segeljacht "Joy" aus dem Gebiet zwischen Fuerteventura und Teneriffa erhalten. Die automatisch abgesendete Notmeldung, die von einer Boje bei Wasserkontakt ausgelöst wird, enthielt den Namen des Schiffes in Not sowie die Position. Die SEENOTLEITUNG BREMEN informierte daraufhin das für das entsprechende Gebiet zuständige MRCC Madrid (Spanien), das umgehend eine Rettungsaktion einleitete. Um 12.38 Uhr erhielt das MRCC Bremen die Information aus Madrid, dass der Segler um 12.10 Uhr in einer Rettungsinsel gefunden und von einem Hubschrauber geborgen worden sei.Über die Ursache des Unglücks liegen keine weiteren Erkenntnisse vor.
Pressemitteilung vom 08. 03. 2004
Kabinenbrand auf Oslo-Fähre "Prinsesse Ragnhild"
Kiel - Auf der Fahrt von Kiel nach Oslo gab es in der Nacht zum 7. März auf der Fähre "Prinsesse Ragnhild" der Color-Line Feueralarm. Eine Kabine war in Brand geraten. Es gelang zwar rasch, des Feuers Herr zu werden. Zwei Menschen erlitten jedoch Rauchvergiftungen. An Bord des Schiffes befanden sich zum Unglückszeitpunkt 1600 Fahrgäste und 600 Pkw. Die "Prinsesse Ragnhild", die auf der Kiel-Oslo-Route Ende des Jahres durch die welltgrößte Fähre "Color Fantasy" ersetzt wird, machte in ihrer Laufbahn wiederholt Schlagzeilen wegen Feuers - einmal musste sie vor Norwegen wegen eines Maschinenraumbrandes evakuiert werden - oder Schwierigkeiten mit der Antriebsanlage. Stets aber bewährte sich, wie auch im jünsten Fall, die Sicherheitstechnik und der gute Trainingsstand der Besatzung.
Quelle: Tim Schwabedissen 07. 03. 2004
Kollision vor der englischen Küste
Kurz nach Mitternacht ging am Morgen des 6. März bei der Humber Coastguard ein Notruf ein: Der 18 Meter lange Trawler "Ocean Rose" aus Whitby war vier Meilen nordöstlich von Staithes mit dem Lissaboner Tanker "Reno", 2238 BRZ, kollidiert. Die Rettungsboote von Staithes und Whitby sowie ein Rettungshubschrauber aus Boulmer begaben sich zum Unglücksort. Die "Ocean Rose" hatte erhebliche Schäden davongetragen und machte Wasser. Seine vierköpfige Crew war aber unversehrt geblieben. Die Lenzpumpen des Havaristen arbeiteten mit voller Kraft gegen den Wassereinbruch an und wurden verstärkt durch eine Pumpe des Whitbyer Rettungsbootes. Der Trawler wurde künstlich gekrängt, um die Kollisionsstelle aus dem Wasser zu bekommen. Mit eigener Kraft, assistiert von den Rettungskräften, machte sich die "Ocean Rose" auf den Weg nach Whitby, wo Vorbereitungen getroffen wurden, dem Schiff Hilfe vor Ort zu leisten. Der portugiesische Kollisionsgegner erlitt nur leichte Schäden und setzte seine Reise ins englische Immingham später fort.
Quelle: Tim Schwabedissen 07.03.2004

Sprengstofffrachter für Beirut auf Grund gelaufen
Istanbul - Ein ukrainisches Frachtschiff mit 19 Tonnen Sprengstoff an Bord ist in den Dardanellen auf Grund gelaufen. Der Kapitän habe die Fracht vor der Passage der Meeresenge nicht deklariert, teilten die türkischen Schifffahrtsbehörden mit. Der Frachter wurde freigeschleppt und zum Hafen von Canakkale gebracht. Das Schiff wollte nach Beirut. An Bord befanden sich fast 400 Schachteln mit Kapseln und 88 Holzkisten mit Sprengstoff. Über die Art des Sprengstoffs wurden keine Angaben gemacht.
Pressemitteilung vom 05. 03. 2004
Kollision bei Überholmanöver auf der Kieler Förde
Kiel - Am Morgen des 4. März kam es auf der Kieler Förde zu einer Kollision. Beim Versuch, den Richtung Ostsee laufenden deutschen Frachter "Komet III", 4.169 BRZ, zu überholen, rammte der russische Frachter "Kapitan Babushkin", 1.700 BRZ, die vorauslaufende "Komet III". Dabei kam es zu Schäden an deren Außenhaut und den Containerlaschings. Der russische Kapitän musste vor der Weiterfahrt eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Quelle: Tim Schwabedissen 04. 03. 2004
Dramatische Rettung von Frachter-Besatzung aus der Ostsee
Zwei Seeleute fielen ins Wasser
Göteborg/Stockholm - Bei einer dramatischen Bergungsaktion haben schwedische Hubschrauberbesatzungen in der Nacht auf Mittwoch die acht Besatzungs- mitglieder eines finnischen Frachters aus akuter Seenot gerettet. Wie die Einsatzzentrale in Göteborg mitteilte, fielen zwei der Seeleute bei stürmischem Wetter in das eiskalte Wasser der Ostsee, als sie mit einer Winde von ihrem mit Kohle beladenen Lastenkahn "Herakles" zum Hubschrauber hochgezogen werden sollten.
Die Bergung sei äußerst schwierig gewesen. Dennoch seien auch die beiden zuletzten Geretteten wohlauf, hieß es weiter. Das Schiff sank am frühen Morgen. Es hatte in der Nacht einen Notruf wegen Motorschadens gefunkt.
Pressemitteilung vom 03. 03. 2004

Seenotretter bargen vier Jugendliche aus dem Wattenmeer
Norderney - Vier Jugendliche in einem winzigen Boot sind zwischen den ostfriesischen Inseln Norderney und Baltrum aus Seenot gerettet worden. Die 15- und 16 Jahre alten Jungen, die von Norderney stammen, waren nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit einem für die Wind- und Wetterverhältnisse vollkommen ungeeigneten Angelboot und ohne Rettungswesten unterwegs. Auch der Außenbordmotor war ausgefallen, wie die Seenotretter am Dienstag mitteilten. Die Jugendlichen hatten am Montagabend mit dem rund drei Meter langen Boot eine Spritztour zur Nachbarinsel Baltrum unternommen. Obwohl sie vor der Rücktour nach Norderney gewarnt wurden, brachen die Jungen auf. Alarmiert von Passanten entdeckte die Besatzung eines Seenotkreuzers bei Einbruch der Dunkelheit das im Watt treibende Boot.
Pressemitteilung vom 02. 03. 2004

Schwere Kollision auf der Unterelbe - ein Besatzungsmitglied verstorben
Hamburg - Gestern Nachmittag  (1.3.04) kam es auf der Unterelbe in Höhe der Tonne 89 zu einer Kollision zwischen den beiden elbaufwärts fahrenden
Containerschiffen "P & O Nedlloyd Finland" und "Cosco Hamburg". Beide Containerschiffe waren für Hamburg avisiert und standen unter Lotsenberatung. Die Hamburger Wasserschutzpolizei richtete daraufhin eine Ermittlungsgruppe zur Klärung des Schiffsunfalls ein.
Nach bisherigen Ermittlungsstand kollidierte die "Cosco Hamburg" (Länge 267 m, 65.531 BRZ, Heimathafen: Hong Kong) in Höhe der Tonne 89 während eines Überholvorganges mit der "P & O Nedlloyd Finland" (Länge 96 m, 3.999 BRZ, Heimathafen: Hamburg).
Dabei ist ein 40-jähriges philippinisches Besatzungsmitglied der "P & O Nedlloyd Finland" und ein 40 Fuss Container (ohne Gefahrgut) aus der zweiten Deckslage über Bord gegangen. Darüber hinaus wurden benachbarte Container aus ihrer Lage gedrückt und beschädigt. Die Polizei leitete sofort umfangreiche Suchmaßnahmen ein. An dieser Suchaktion waren unter anderem das Unterelbestreifenboot der Wasserschutzpolizei "Bürgermeister Weichmann", die Forschungsschiffe "Wega", "Biene" und "Niederelbe", sowie der Polizeihubschrauber "Libelle 1" und ein Rettungshubschrauber der Bundeswehr beteiligt.
Der 40-jährige Seemann konnte im Rahmen dieser Suchmaßnahmen aus dem Wasser gezogen werden, verstarb jedoch wenig später. Der im Wasser treibende 40 Fuss-Container wurde durch den Schlepper "Bützfleth" bei der Tonne 90 gesichert und nach Kollmar geschleppt. Die durchgehende Schifffahrt wird nicht behindert. Die beiden Havaristen setzten ihre Reise aus eigener Kraft nach Hamburg fort und haben ihre Liegeplätze eingenommen. Die "P & O Nedlloyd Finland" wurde an der Backbordseite im Vorschiffbereich erheblich beschädigt. Die "Cosco Hamburg" ist im Bereich des Achterschiffs beschädigt. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Die Seeberufsgenossenschaft erteilte für beide Containerschiffe ein Auslaufverbot.
Da aufgrund der ersten Ermittlungsergebnisse eine Mitschuld des Kapitäns der "Cosco Hamburg" nicht auszuschließen ist, ordnete die zuständige Staatsanwaltschaft Itzehoe gegen den chinesischen Kapitän (58) eine Sicherheitsleistung in Höhe von 20.520 Euro an. Die Ermittlungen der Hamburger Wasserschutzpolizei dauern an. Polizeipresse vom 02.03.2004
Passagierschiff auf Main-Donau-Kanal sinkt
Schwabach - Am 26.02.2004, gegen 06.30 Uhr, meldete der 40-jährige Kapitän eines Fahrgastkabinenschiffes starken Wassereinbruch vor der Schleuse Leerstetten (Main-Donau-Kanal). Das Kreuzfahrtschiff aus Köln, Länge 127 m, Breite 11,40 m, Gewicht 1500 Tonnen, war auf der Fahrt von Köln nach Passau unterwegs, auf einer Leerfahrt, ohne Passagiere. Während das Schiff vor der Schleuse Leerstetten auf die Schleusung wartete, bemerkte die Besatzung im Bugbereich einen starken Wassereinbruch.In kurzer Zeit lief das Untergeschoss des Schiffes auf ca. 2/3 der Schifflänge voll. Das Schiff hat eine Kapazität für 180 Passagiere. Von den 6 Besatzungsmitgliedern im Alter zwischen 40 und 58 Jahren wurde niemand verletzt. Im Laufe des Vormittags versuchten Rettungskräfte von der Berufsfeuerwehr Nürnberg, den Feuerwehren aus dem Landkreis Roth, Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg sowie der Wasserwacht das Schiff leer zu pumpen. Taucher der Berufsfeuerwehr Nürnberg, des Wasser- und Schifffahrtsamtes sowie der Wasserwacht suchten den Außenbereich des Schiffes nach einem Leck bzw. schadhaften Stellen an der Außenhaut ab.
Da man die Steuerbordseite nicht komplett abtauchen konnte, weil das Schiff an der Kaimauer vor der Schleuse lag, begaben sich die Taucher ins Innere und suchten Kabine für Kabine ab. Gegen 11.00 Uhr stellte man ein schadhaftes Fenster im Bereich des Bugs auf der Steuerbordseite fest. Durch eine Öffnung von ca. 40 x 80 cm drang Wasser ein. Anfänglich muss der Wasserdruck so stark gewesen sein, dass der Türrahmen dieser Kabine herausgerissen wurde. Ob dieses Leck einzig und allein für den starken Wassereintritt verantwortlich war, wird derzeit noch abgeklärt. Hilfskräfte versuchen nun das Leck abzudichten, um anschließend mit zahlreichen Pumpen das Schiff zu leichtern. Da etwas Öl austrat, wurde vom THW vorsorglich eine Ölsperre um das Schiff gelegt. Es hat knapp 50.000 l Dieselkraftstoff an Bord, die unter Wasser liegen.
Sollten die Maßnahmen erfolgreich sein, wird das Kreuzfahrtschiff voraussichtlich in den Nürnberger Hafen geschleppt. Das in Köln registrierte Schiff einer Münchner Reederei wurde 2003 in Dienst gestellt.
Pressemitteilung vom 26. 02. 2004

Flüchtlingsboot in Nordägäis gesunken
Ayvalik - Ein Fischerboot mit rund 30 illegalen Zuwanderern ist in der Nordägäis vor der türkischen Küste bei Ayvalik gesunken. Nach Angaben des Küstenschutzes konnten sieben Menschen lebend aus dem Wasser gerettet werden. Bisher seien vier Leichen gefunden, berichten türkische Medien. Bei den Überlebenden, darunter zwei Frauen, soll es sich um Afrikaner aus Somalia handeln. Die illegalen Zuwanderer wollten vermutlich auf eine griechische Insel übersetzen. Von dem gesunkenen Boot fehlt bislang jede Spur.
Pressemitteilung vom 25. 02. 2004
Russischer Öltanker treibt im Sturm vor norwegischer Küste
Stavanger - Ein russischer Öltanker treibt mit Motorschaden im Sturm vor der norwegischen Westküste. Wie die Rettungszentrale Sola bei Stavanger mitteilte, befinden sich 23 Seeleute an Bord des unbeladenen Tankers "Cuban". Die Küstenwacht habe ein Bergungsschiff in Bewegung gesetzt, hieß es weiter.
Pressemitteilung vom 24. 02. 2004
Sechs Vermisste nach Untergang von russischem Tanker
Moskau - Nach dem Untergang eines russischen Tankers im Kaspischen Meer werden sechs Besatzungsmitglieder vermisst. Das mit Schmutzwasser beladene 1500-Tonnen-Schiff sei bereits vor vier Tagen mit zwölf Mann an Bord in schwerer See gesunken, berichtete die Nachrichtenagentur Ria Nowosti unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium für Südrussland. Sechs Besatzungsmitglieder konnten sich demnach in Rettungsboote flüchten und wurden gerettet. Fünf Schiffe und Hubschrauber waren den Angaben zufolge an der Suchaktion rund 85 Kilometer vor der kasachischen Küste beteiligt. Eine große Welle habe das Schiff in Schlagseite gebracht, bevor es gesunken sei, sagte ein Retter.
Pressemitteilung vom 20. 02. 2004

Barge in Seenot - Stein-Fuhre aus Dänemark vor Dierhagen gekentert
Dierhagen/Rostock - Eine Plattform mit einer Ladung Steinen ist am Donnerstag bei grober See vor der mecklenburgischen Küste gekentert. Die so genannte Barge (engl. Wasserfahrzeug mit geringem Tiefgang, ohne Eigenantrieb für den Hafenbetrieb bzw. Transport von Schüttgut, werden im Schlepp fortbewegt gesprochen Bardsch) sollte von einem dänischen Schlepper nach Warnemünde gezogen werden. Für das Seegebiet hatte es eine Windwarnung gegeben, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten Winde bis zur Stärke acht mit bis zu sechs Meter hohen Wellen. Die Barge habe sich vermutlich aufgeschaukelt und dann die Ladung vor der Küste Dierhagens verloren, sagte der Sprecher.
Die Schüttgut-Plattform "Aaschlef 101" war mit insgesamt 2134 Tonnen Steinen beladen. Die 50 Zentimeter großen Felsbrocken sollten zum Bau des olympischen Yachthafens vor Warnemünde verwendet werden. Der Schlepper "Storesund" wurde bei dem Unglück nicht beschädigt. Die Unfallstelle fünf Seemeilen vor der Küste werde jetzt von einem Tonnenleger der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gesichert und markiert, sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei. Ersten Angaben zufolge liegen die Felsbrocken auf einer Strecke von bis zu 300 Meter verstreut in einer Wassertiefe von etwa 14 Meter. Die Barge wurde zunächst ans Ufer geschleppt, wo sie von Tauchern auf Schäden untersucht werden soll.
Pressemitteilung vom 19. 02. 2004

Aus dem Ruder gelaufen - Schiffsunfall stoppt Elbverkehr
Dresden - Ein tschechisches Transportschiff ist am Mittwochnachmittag auf der Elbe aus dem Ruder gelaufen und mit dem Dresdner Theaterkahn kollidiert. An ihm entstand nach Polizeiangaben leichter Sachschaden. Die talwärtige Schifffahrt sei vorübergehend gestoppt worden. Der Führer des Transportschiffs, an dem bei der Durchfahrt unter der Dresdner Augustusbrücke zwei Seile gerissen waren, könne seine Fahrt nach Prüfung auf weitere Schäden voraussichtlich am Donnerstag fortsetzen.
Pressemitteilung vom 18. 02. 2004
Erneut Zwischenfall im Nord-Ostsee-Kanal
Brunsbüttel - Am Morgen des 17. Februar bohrte sich gegen 2.30 Uhr ein von Kiel kommendes deutsches Motorschiff in die Böschung des Nord-Ostsee-Kanals. Wie die Brunsbütteler Wasserschutzpolizei mitteilte, ereignete sich der Zwischenfall bei Dückerswisch in Höhe des Kanalkilometers 23. Offensichtlich war der wachhabende Steuermann nicht ausreichend mit der Ruderanlage vertraut. Das Schiff konnte Polizeiangaben zufolge mit eigener Kraft die Reise nach Brunsbüttel fortsetzen, wo es vor der Weiterfahrt von Fachleuten der Schiffsicherheitsbehörde besichtigt wurde. Die Wasserschutzpolizei ermittelt in Hinsicht auf eine mögliche Gefährdung des Schiffsverkehrs.
Quelle: Tim Schwabedissen (18.02.2004)

Fährunglück im Kattegat vor Schweden
Mehr als 100 Menschen nach Fährunglück vor Schweden gerettet
Stockholm - Nach einer Schiffskollision vor der Südwestküste Schwedens sind mehr als 100 Menschen von einer leck geschlagenen Fähre gerettet worden. Die Passagiere und Besatzungsmitglieder der "Stena Nautica" wurden nach Angaben der Düsseldorfer Agentur Alavia von der "Stena Germanica" aufgenommen, die auf der Route Kiel-Göteborg verkehrt. Laut Firmensprecher Dirk Dembski ereignete sich das Unglück um 04.40 Uhr zehn Seemeilen (18 Kilometer) vor Varberg im Kattegat, dem Zielhafen der "Stena Nautica".
Ein Frachter sei der Fähre in die Seite gefahren und habe den Maschinenraum getroffen, sagte Dembski. Danach sei die "Stena Nautica" manövrierunfähig gewesen. An Bord waren 91 meist dänische Passagiere und 37 Besatzungsmitglieder. In der Nähe befand sich die "Stena Germanica", die am Sonntag um 19.30 Uhr in Kiel mit Ziel Göteborg ausgelaufen war. "Es gab keine Verletzten, die "Germanica" übernahm die Passagiere", sagte Dembski. Die Agentur Alavia arbeitet für die schwedische Reederei Stena, die einen Passagierfährdienst von Kiel nach Göteborg sowie mehrere Frachtrouten unterhält.
Auf dem Autodeck der Fähre waren noch sieben Rennpferde in ihren Boxen gefangen. "Die Pferde wurden von einem Tierarzt untersucht, und es geht ihnen den Umständen entsprechend gut", sagte eine Sprecherin von Stena, Anna-Karin Blomqvist. Neben den Pferden hatte die Fähre 53 Lastwagen und 18 Autos geladen.
Die "Nautica" wurde in den Hafen von Varberg südlich von Göteborg geschleppt, wie die Hafenbehörden mitteilten. Als sie dort ankam, hatte sich der Maschinenraum bereits mit Wasser gefüllt, wie ein Sprecher der Seerettung, Magnus Gustafsson, mitteilte. Ursprüngliche Befürchtungen, dass die Fähre sinken könnte, bewahrheiteten sich jedoch nicht. Experten begannen am Nachmittag damit, ein fünf mal zwei Meter grosses Loch im Rumpf zu reparieren und pumpten Wasser aus dem Schiff ab. Die Fähre trug auch einen elf Meter langen Riss über der Wasserlinie davon. Öl trete nicht aus, erklärte Blomqvist.
Bei dem anderen Schiff handelte es sich um den auf St. Vincent und den Grenadinen registrierten Frachter "Joanna", der einer polnischen Reederei gehört. An ihm entstand nur geringer Schaden, er konnte aus eigener Kraft in den Hafen einfahren. Die Ursache der Kollision war zunächst unklar. Der Unfall ereignete sich bei ruhiger See, es herrschte jedoch dichter Nebel.
Pressemitteilung vom 16. 02. 2004

Italienisches Fischerboot vor Griechenland gesunken
Athen - Im Ionischen Meer ist ein italienisches Fischerboot mit einem Frachter zusammengestoßen und gesunken. Die fünf Besatzungsmitglieder der "Louisa" brachten sich auf einem Rettungsboot in Sicherheit und wurden von einem türkischen Schiff aufgenommen, wie das Handelsmarineministerium am Montag mitteilte. Das Unglück ereignete sich in der Nähe der Hafenstadt Pylos.
Pressemitteilung vom 16. 02. 2004
Aller guten Dinge sind drei: Holtenauer Schleusen erneut gerammt
Kiel - Am Morgen des 15. Februar kollidierte der griechische Frachter "Searider", 24.729 BRZ, beim Einlaufen in die Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel-Holtenau mit der Mittelmauer. Dabei wurden die Mole eingedrückt und Stahldalben umgerissen. Im Vorschiff des Havaristen entstand an Backbord ein zwei Meter langer Riss. Die 1984 erbaute, 41.000 tdw verdrängende "Searider" war mit einer Stahlladung unterwegs von Polen via Antwerpen in die Vereinigten Staaten. Die Reise endete vorerst an der Nordmole des Kieler Scheerhafens, wo das mit einem Auslaufverbot belegte Schiff vom 16. Februar an durch Arbeiter der Lindenau-Werft repariert werden soll. Ursache des Unglücks war Nebel und möglicherweise ein Fahrfehler, der das 31 Meter breite Schiff zu spät aufstoppen ließ. Es handelt sich bereits um die dritte Schleusenkollision binnen einer Woche.
Quelle: Tim Schwabedissen (15.02.2004)

Besatzung von sinkendem Schiff gerettet
Athen -  Die zehnköpfige Besatzung eines südlich von Kreta verunglückten Schiffes ist am Samstagabend gerettet worden. Die türkischen Seeleute wurden von einem vorbeifahrenden Frachter aufgenommen, wie das griechische Handelsmarine-Ministerium mitteilte. Die Geretteten seien mit einem Hubschrauber nach Athen gebracht worden und allesamt in guter Verfassung, hiess es weiter. Ihr mit Düngemitteln beladener Frachter war in dem seit Tagen wütenden Unwetter über Südosteuropa in Seenot geraten und mit Wasser voll gelaufen. Von der 20-köpfigen Besatzung eines anderen Schiffes, das bereits am Freitag in der Meerenge Bosporus sank, fehlt noch immer jede Spur. Vermisst werden 18 Bulgaren und zwei Ukrainer.
Pressemitteilung vom 14. 02. 2004
Sturmwetter behindert Suche nach vermissten Seeleuten im Schwarzen Meer
Istanbul - Sturm, hohe Wellen und schlechte Sicht haben am Samstag im Schwarzen Meer die Suche nach 20 Seeleuten behindert, die seit dem Untergang ihres Frachters am Freitag vermisst werden. Der unter kambodschanischer Flagge fahrende Kohlefrachter "Hera" war am Eingang zum Bosporus in einem Schneesturm gesunken, der weite Teile der Türkei und Griechenlands heimgesucht hatte.
"Bislang haben wir nichts erreicht", sagte ein Sprecher der türkischen Rettungskräfte. Der Bosporus wurde zwar wieder für die Schifffahrt frei gegeben, das schlechte Wetter behinderte aber weiter den Flugverkehr.
Auch in Griechenland litt der Flugverkehr am Samstag noch an den Folgen des Schneesturms. In Athen wurden Dutzende Flüge abgesagt oder starteten mit Verspätung, während das Bodenpersonal sich laut Flughafenangaben noch bemühte, Startbahnen und Maschinen von Eis zu befreien. Verkehrsminister Christos Verelis warf der Athener Flughafenverwaltung Versäumnisse bei der Information der Passagiere vor und kündigte Sanktionen an.
Pressemitteilung vom 14. 02. 2004
21 Tote bei Schiffsunglück am Bosporus
Sofia - Beim Untergang eines Frachters im Schwarzen Meer vor der türkischen Küste sind 21 Menschen ums Leben gekommen. Es seien keine Überlebenden gefunden worden, so das bulgarische Außenministerium. An Bord waren 19 Bulgaren und zwei Ukrainer. Der Frachter war bei stürmischem Wind und hohen Wellen innerhalb weniger Minuten vor der Küste gesunken, berichtet das Staatsfernsehen in Sofia. Das 30 Jahre alten Frachtschiff unter kambodschanischer Flagge hatte Kohle aus der Ukraine geladen.
Pressemitteilung vom 13. 02. 2004
Zwei Frachter bei den Dardanellen kollidiert
Istanbul - Bei schlechtem Wetter sind nahe der Wasserstrassen der Dardanellen zwei Frachter zusammengestossen. Eines der beiden Schiffe begann daraufhin zu sinken, wie die türkische Küstenwache am Donnerstag mitteilte. Zehn Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, ein elftes wurde am Abend noch vermisst. Als Grund für die Kollision wurde unzureichende Sicht angegeben.
Wegen eines Schneesturms war zuvor bereits der Bosporus für den Schiffsverkehr gesperrt worden. Die durch Istanbul verlaufende Wasserstrasse zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer sei am Nachmittag wegen schlechter Sicht sowie starken Windes und Schneefalls geschlossen worden, teilten die Behörden mit. Sie soll wieder geöffnet werden, sobald sich die Wetterbedingungen bessern. Es wurde erwartet, dass der Sturm noch am Wochenende andauern wird.
Pressemitteilung vom 12. 02. 2004
Frachter rammte Kieler Kanalschleuse
Kiel - Am 8. Februar rammte der Frachter "Kaja H" aus Assel das seewärtige Tor der Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Holtenau. Am Schleusentor entstand bei dem Rammstoß des eisverstärkten Bugs des Schiffes erheblicher Sachschaden. Vorangegangen war der Kollision ein Druckluftverlust in der Maschine. Diese ließ sich daraufhin nicht mehr von Voraus- auf Rückwärtsfahrt umsteuern.
Quelle: Tim Schwabedissen (09.02.2004)

Orkan reißt Fähre in belgischem Hafen los
Seebrügge - Eine im Hafen von Seebrügge verankerte Fähre hat sich am Sonntag bei einem Orkan losgerissen. Schlepper brachten das Schiff wieder an seinen Liegeplatz, Menschen kamen nicht zu Schaden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.
Der Orkan fegte mit Windstärke zwölf über den belgischen Nordseehafen. Deswegen wurde das Ein- und Ausladen im gesamten Fährhafen unterbrochen. Von Seebrügge aus gehen viele Fährverbindungen nach Großbritannien.
Pressemitteilung vom 08. 02. 2004

Polnisches Binnenschiff nach Zwangspause auf dem Weg nach Hause
Schnackenburg - Nach einer monatelangen Zwangspause auf einer Wiese in Schnackenburg (Kreis Lüchow-Danneberg) hat am Samstag der polnische Schiffer Wlodzimierz Rosik die Heimfahrt angetreten. Er hatte sein 57 Meter langes Binnenmotorschiff "Gondola" am 21. März 2003 vor dem Hafen in Schnackenburg im Dunkeln im überfluteten Elbvorland auf Grund gesetzt. Das Technische Hilfswerk befreite das rund 180 Tonnen schwere Schiff Ende Januar in einer spektakulären Aktion. Rosik steuert jetzt den Hafen Stettin an.
Pressemitteilung vom 07. 02. 2004
Das bekannte Bergedorfer Restaurantschiff Kogge ist auf den Grund der Bille gesunken
Der Dreimaster war vermutlich verrottet
Hamburg-Bergedorf - Der hölzerne Dreimaster war vermutlich unter der Wasserlinie verrottet. Die Feuerwehr sicherte die Kogge gestern mit Stahlseilen. Denn die schwimmende Bar hatte nach dem Wassereinbruch Schlagseite und drohte, sich komplett auf die Seite zu legen.
Seit gestern Mittag, um 13.30 Uhr bietet das Bergedorfer Wahrzeichen einen traurigen Anblick: Das Unterdeck ist überflutet, etwa eineinhalb Meter ist das Schiff abgesunken, liegt jetzt auf dem schlammigen Grund der Bille. Taucher suchten im Wasser des Hafenbeckens Serrahn am Schiffsrumpf nach Lecks. Doch größere Löcher konnten sie nicht entdecken. Stattdessen, so vermuten die Experten von Polizei und Feuerwehr, ist das Boot zuletzt immer weiter vergammelt.
Seit etwa einem halben Jahr stand das Schiff leer. Zuletzt hatte sich ein Gastronom mit einer Restaurant-Bar namens "El Crisol" am Bille-Kai versucht. Mitte 2003 aber gab auch er den Standort auf. Zuvor war die Kogge ein Fischrestaurant, dann versuchten es die Betreiber mit mexikanischer Küche. In seinen besseren Tagen war die Kogge Treffpunkt der Bergedorfer Szene, beliebt besonders in den späteren Abendstunden.
Dass das 25 Meter lange Holzschiff noch zu retten ist, erscheint nach ersten Prognosen der Experten vor Ort eher unwahrscheinlich.
Nach der Schließung des "El Crisol" sollte das gelb getünchte Piratenschiff verkauft werden, ein neuer Betreiber hatte sich nach Abendblatt-Informationen noch nicht gefunden. Die Polizei wird nun prüfen, ob das Wrack wieder aufzurichten ist oder ob es verschrottet werden muss.
Pressemitteilung vom 02. 02. 2004
Schiffskollision durch eine Windböe
Bremerhaven - Am Sonntag, gegen 01.20 Uhr, wollte der Kapitän eines ca. 220 Meter langen Autotransporters "Grand Pace" mit Hilfe von drei Schleppern und mit Lotsenunterstützung seinen Liegeplatz im Kaiserhafen von Bremerhaven anlaufen. Dazu musste nach Durchfahren der Drehbrücke ein an der Pier liegendes, ca. 100 Meter langes Containerschiff in geringem Abstand passiert werden.
Die Besatzung des in unmittelbarer Nähe befindlichen Polizeibootes "Bremen 6" beobachtete, wie der Autotransporter während des Vorbeifahrens durch eine starke Windböe erfasst wurde. Der auftretenden Winddruck wirkte so auf das Schiff ein, dass es auf den an der Pier liegenden Containerfrachter "Buxmaster" gedrückt wurde. Die assistierenden Schlepper versuchten noch, den Autotransporter zu halten. Das Manöver gelang jedoch nicht mehr.
Durch die Kollision entstand in sieben Metern Höhe ein ca. 50 cm langer Riss in der Außenhaut des Autotransporters. An beiden Schiffen kam es zu weiteren Sachschäden, die jedoch nicht schwerwiegend sind. Personen wurden nicht verletzt. Der Autotransporter bleibt aufgrund notwendiger Reparaturarbeiten zunächst in Bremerhaven. Zum Unfallzeitpunkt herrschte starker westlicher Wind in Stärke von acht bis neun Beaufort (Bft.), in Böen bis elf Bft.
Polizeipresse vom 02.02.2004

Frachter gesunken - Kleinere Ölpest in Nordspanien
Knapp 15 Monate nach dem Untergang des Tankers "Prestige" hat die Havarie eines portugiesischen Frachters im Hafen der nordspanischen Küstenstadt Bilbao eine kleinere Ölpest ausgelöst. Aus der vor zwei Wochen während eines Sturms gesunkenen "Diana I" seien 48 Tonnen Dieselöl sowie Treibstoff ins Meer geströmt, meldete der Rundfunk am Sonntag.
Die Tanks des Schiffes seien damit aber bereits so gut wie leer. Das Öl habe sich weitgehend im Meer verteilt, ohne größere Teppiche zu bilden. Der Frachter hatte sich während eines Unwetters vom Anker gelöst, war gegen die Felsen an der Hafeneinfahrt geprallt und anschließend gesunken. Die acht Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.
Das Schiff sei nur noch "ein Haufen Schrott", berichteten Taucher nach einer Inspektion. Das Wrack liege zweigeteilt auf dem Meeresboden und sei eine Gefahr für den Schiffsverkehr. Dieser wurde deshalb in der Umgebung des Unglücksgebiets verboten.
Die "Prestige" war im November 2002 vor der Nordwestküste Spaniens gesunken und hatte die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes verursacht. Rund 64.000 Tonnen ausgelaufenes Schweröl verseuchten das Meer und die Küsten.
Pressemitteilung vom 01. 02. 2004

Schiffsführer geht über Bord
Nächtliche Kollision im Verbindungshafen - Tankschiff beschädigt
Bremerhaven - Bei einer Kollision im Überseehafen ist in der Nacht zu Donnerstag der Kapitän des Tankschiffes "Mirco" über Bord gegangen. Feuerwehr- taucher holten ihn aus dem eiskalten Wasser; der 50-jährige Schiffsführer kam mit einer Unterkühlung ins Krankenhaus.
Der Ablauf des Schiffsunglücks gibt der Wasserschutzpolizei Rätsel auf. "Der Unfallhergang ist immer noch unklar", räumte Polizeisprecher Harald Krengel am Machmittag ein. Gegen 4.30 Uhr hatte die "Mirco", ein kleines Binnentankschiff, im Verbindungshafen manövriert. Zur gleichen Zeit passierte ein Schleppzug mit dem Autotransporter "Queen Ace" die Stelle. Ob und wie die Schiffe kollidierten, ist nach den bisherigen Ermittlungen der Wasserschutzpolizei ungewiss. Berichte, wonach die "Mirco" in eine Schleppleine geriet, wollte Krengel nicht bestätigen. In die Kollision war offenbar noch ein drittes Schiff verwickelt, das bei der Lloyd Werft liegende Containerschiff "Buxmaster". Bei der Kollision wurde das hölzerne Ruderhaus der "Mirco" eingedrückt; der Kapitän ging über Bord. Die Angaben darüber, wie lange er im Wasser trieb, schwanken zwischen einer viertel und einer dreiviertel Stunde. Der Nordenhamer befand sich gestern Nachmittag noch in stationärer Behandlung im Krankenhaus.
Nordsee-Zeitung vom 30. 01. 2004
"Peter Pan" rammte Kanalschleuse
Brunsbüttel -  Beim Auslaufen aus der Brunsbütteler Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals rammte die schwedische Fähre "Peter Pan", 34468 BRZ, am 28. Januar die Mittelmauer der neuen Schleuse. Das Mauerwerk wurde auf einer Länge von 20 Metern demoliert. Auch das Außenleitwerk wurde stark beschädigt. Der Schaden wird auf 50000 Euro geschätzt. Der Betrieb der Schleuse wurde nicht beeinträchtigt. Die 190 Meter lange und knapp 30 Meter breite Fähre setzte ihre Reise nach Hamburg fort. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen (28.01.2004)
"Stapellauf" des gestrandeten Binnenschiffs endlich geglückt
Schnackenburg - Der "Stapellauf" des bei Schnackenburg im Kreis Lüchow-Dannenberg vor zehn Monaten gestrandeten Binnenschiffs ist geglückt. Nach Angaben des Technischen Hilfswerks gelang es nach rund acht Stunden, das 57 Meter lange und 180 Tonnen schwere polnische Schiff "Gondola" zurück in die Elbe zu schieben. Eine Woche lang hatten die mehr als 70 Einsatzkräfte die Bergung des auf Grund gelaufenen Binnenschiffs vorbereitet.
Obgleich die "Gondola" jetzt frei ist, kann Rosik noch nicht den heiß ersehnten Heimatkurs steuern. Der Winter macht ihm mit teilweise vereisten Wasserstraßen vorerst einen Strich durch die Rechnung. "Ich werde erst einmal im Hafen Schnackenburg festmachen und vielleicht ergibt sich in der Liegezeit schon ein Frachtauftrag für mich, denn das Leben muss ja nun wieder normal weitergehen."
Pressemitteilung vom 28. 01. 2004
Schiffsunfall mit erheblichem Sachschaden – Personen wurden nicht verletzt!
Wiesbaden - Am Montag, 26. Januar 2004, gegen 18:30 Uhr, kam es in Höhe RheinKm 523, Ortslage Geisenheim, zu einer Schiffskollision mit erheblichem Sachschaden. Beteiligt waren das Tankmotorschiff (TMS) CAROLIN, Heimathafen Duisburg und das Gütermotorschiff (GMS) TUKAN, Heimathafen Hörstel
(NRW). Das TMS CAROLIN fuhr von Breisach kommend in Richtung Antwerpen unbeladen zu Tal. Das GMS TUKAN befand sich auf der Fahrt von Holland
kommend nach Krems (Österreich) auf Bergfahrt. Die TUKAN hatte Streusalz geladen. In Höhe RheinKM 523 kollidierte die CAROLIN mit der zu Berg fahrenden TUKAN aus bisher noch nicht geklärter Ursache. Die CAROLIN stieß mit dem Bug gegen die Backbordseite der TUKAN und beschädigte diese erheblich. Insbesondere das Steuerhaus wurde total beschädigt. Bei der TUKAN wurde darüber hinaus auch das gesamte Achterschiff schwer beschädigt. Ein mitgeführter PKW wurde ebenfalls total zerstört. Die an Bord der TUKAN vorhandene Kraneinrichtung sowie Laderäume wurden stark in Mitleidenschaft gezogen.
Zum Unfallzeitpunkt befand sich der Schiffsführer noch im Steuerhaus – dank der Geistesgegenwart des Schiffsführers – dieser rette sich an Oberdeck – wurden keine Personen verletzt. Bei der CAROLIN wurde an der Backbordseite ein Leckage oberhalb der Wasserlinie festgestellt – weitere Ermittlungen dauern noch an.
Wie die zur Stunde ermittelnden Beamten der Wasserschutzpolizeistation Rüdesheim mitteilen, konnte die CAROLIN ihre Fahrt zu einer Werft in Duisburg fortsetzen.
Die geschätzte Sachschadenshöhe, diese ist abhängig von den noch andauernden Gutachterfeststellungen, wird auf ca. 300.000 € beziffert. Die stark beschädigte TUKAN wird derzeit von Sachverständigen auf ihre Gesamtbeschädigung untersucht. Derzeit besteht für sie ein Weiterfahrverbot. Eine eigene Fahrtüchtigkeit der TUKAN ist nicht gegeben. Weitere Ermittlungen – insbesondere zum tatsächlichen Unfallhergang – und die Verantwortlichkeiten der beteiligten Schiffsführer - dauern noch an.
Polizeipresse vom 27.01.2004
Hoffnung für gestrandeten Unglücks-Kapitän
THW will Frachter "Gondola" in der Elbe bei Schnackenburg bergen
Schnackenburg - Der Unglücks-Kapitän Wlodzimierz Rosik aus Polen soll bald endlich wieder Wasser unter seinem Frachter haben. Der Kapitän des gestrandeten Unglücksschiffs soll endlich wieder Wasser unter seinem Kahn spüren. Nach gut zehn Monaten hat am Samstag die Bergung des am 21. März 2003 in der Elbe auf Grund gelaufenen polnischen Frachters "Gondola" begonnen. Der Kapitän des gestrandeten Unglücksschiffs, Wlodzimierz Rosik, ist voller Hoffnung, seitdem am Samstag das Technische Hilfswerk (THW) aus Salzwedel mit dem Ziel anrückte, den fast 70 Meter langen Kahn wieder ins Fahrwasser zu bugsieren. "Ich hatte kaum noch an eine solche Hilfe geglaubt", freut er sich. Ob das Vorhaben in den nächsten Tagen gelingt, hängt nicht nur von der Bergungstechnik und dem Wasserstand ab, sondern auch von der amtlichen Schiffsuntersuchungskommission, die über Verkehrs- und Betriebssicherheit des Havaristen entscheidet, wie THW-Einsatzleiter Hans-Hermann Mietz erläuterte.
Trotz mehrerer Schleppversuche war die "Gondola" unmittelbar nach dem Auflaufen beim damaligen Frühjahrshochwasser nicht mehr frei gekommen. Da keine Ladung an Bord war, konnte das Schiff auch nicht durch Umladen geleichtert werden. Der Niedrigpegel der Elbe, der wenig später einsetzte und bis jetzt anhält, hatte zur Folge, dass die "Gondola" aus Bydgoszcz (Bromberg) seit dem Frühsommer völlig auf dem Trockenen liegt. Statt der notwendigen Handbreit Wasser unter dem Kiel umwuchern Gräser und Kräuter den Schiffrumpf. Der Lastkahn wurde zu einer Touristenattraktion im Elb-Vierländereck zwischen Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
"Die angelaufene Rettungsaktion ist keine leichte Aufgabe, aber wir kommen gut voran", versicherte Einsatzleiter Mietz. Nach dem Anheben mit Bergewinden soll das etwa 450 Tonnen schwere Schiff mit Schwerlastluftkissen noch weiter angehoben und über ein Rollen- und Gleitsystem in das Fahrwasser befördert werden. Etwa 35.000 Euro könnte die Rettung kosten, schätzt Mietz. Da sich die Schiffsversicherung beteiligen will und zudem ein Spendenkonto mit über 200 Privatspenden eine Summe von über 10.000 Euro erbrachte, dürfte die finanzielle Seite seiner Ansicht nach abgesichert sein. Zudem arbeiten die an der Wochenendaktion mitwirkenden 76 THW-Mitarbeiter sowie 25 Einsatzkräfte von Polizei und Behörden ehrenamtlich.
Kapitän Rosik ist von so viel Hilfsbereitschaft gerührt. Er gibt zu, dass er sich selbst in das Dilemma manövriert hat, als er bei schlechter Sicht und irritiert von einer Steinaufschüttung am Unglückstag schon vor der Hafeneinfahrt Schnackenburg die Fahrrinne verließ und in die überschwemmten Elbwiesen fuhr. "Doch jetzt sieht es so aus, als wenn doch noch alles wieder gut wird", sagte Rosik und verband das mit einem Dank an alle Helfer und Spender.
Pressemitteilung vom 24. 01. 2004
Maschinenausfall auf der Weser
Bremen / Bremerhaven - Am 22. Januar 2004, gegen 23.20 Uhr, kam es zu einem Defekt der Antriebsanlage des 75 Meter langen Küstenmotorschiffes MS " Sina B" während der Fahrt auf der Weser nach Irland. Das durch die Schiffsleitung eingeleitete Notankermanöver konnte nicht verhindern, dass das Schiff auf die Tonne 42 zutrieb und diese leicht beschädigte. Für die sechsköpfige Besatzung bestand keine Gefahr.
Erste Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Bremen ergaben, dass ein Defekt an einem Zylinderkopf der Hauptmaschine zum Ausfall der Antriebsanlage führte. Das 1298 BRZ große Schiff fuhr nach einer provisorischen Reparatur vor Ort zurück nach Bremerhaven, um dort die Antriebsanlage wieder in Stand zu setzen.
Polizeipresse vom 23.01.2004

Fähren stießen vor Helsinki zusammen
Helsinki  - Vor dem Hafen vor Helsinki sind am Freitag die Fährschiffe "Gabriella" und "Ehrensvärd" zusammengestoßen. Nach Angaben der finnischen Küstenwacht wurde ein Besatzungsmitglied leicht verletzt. Beide Schiffe konnten ihre Fahrt nach der Kollision fortsetzen. Allerdings habe für die Autofähre "ein großes Kenterrisiko" bestanden, hieß es weiter.
Pressemitteilung vom 23. 01. 2004

Frachter im Mittelmeer gesunken
Athen - Bei schwerem Sturm ist in der Nacht zum Freitag ein Frachter westlich der griechischen Mittelmeerinsel Kreta gesunken. 15 Seeleute werden vermisst, berichtete der Rundfunk. Ein Besatzungsmitglied der "Kephi" konnte aus den Fluten zwischen Kreta und Malta gerettet werden.
Ein amerikanischer Frachter versuchte am Nachmittag, einen zweiten Überlebenden von einem Rettungsboot zu bergen. Wie das griechische Fernsehen weiter berichtete, beteiligten sich mehrere Schiffe an der Suchaktion. Die Hoffnung, weitere Seeleute retten zu können, würden jedoch immer geringer.
Die 16 aus Ägypten stammenden Seeleute und der griechische Kapitän hatten nach Aussagen eines Offiziers der Küstenwache Pech. "Sie sind in den schlimmsten Sturm im Mittelmeer seit zehn Jahren geraten", sagte er im Radio. Die unter der Flagge der Komoren-Inseln fahrende "Kephi" hatte 8000 Tonnen Zement geladen und war auf dem Weg von Istanbul nach Westafrika.
Pressemitteilung vom 23. 01. 2004

Frachter im Ärmelkanal in Brand geraten
London - Ein Frachtschiff mit sechs Besatzungsmitgliedern an Bord ist am Donnerstagabend im Ärmelkanal in Brand geraten. Britische Feuerwehrleute wurden mit einem Hubschrauber zu dem Schiff gebracht, um das im Maschinenraum ausgebrochene Feuer zu bekämpfen, wie die Küstenwacht mitteilte. Es habe keine Verletzte gegeben, doch sei das Schiff nicht mehr fahrtüchtig. Eine Gefahr für die Schifffahrt in dem Gebiet nordöstlich von Dover gehe von der brennenden "Sea Riss" aber nicht aus. Das britische Schiff hat Stahl geladen.
Pressemitteilung vom 23. 01. 2004
Vermutlich 18 Tote bei Schiffsunglück vor Norwegen
Oslo - Einen Tag nach der Havarie des Frachters "Rocknes" vor der norwegischen Küste haben die Suchmannschaften die Hoffnung auf eine Rettung der 15 noch vermissten Seeleute aufgegeben. Nach Angaben einer Sprecherin richten sich die Helfer auf die Bergung der Leichname der noch an Bord vermuteten Crewmitglieder ein. Bei dem Unglück wurden damit vermutlich 18 Menschen getötet, unter ihnen auch ein Deutscher. Bislang wurden von den 30 Besatzungsmitgliedern drei tot geborgen. Mit der spektakulären Rettung von drei Seeleuten in der Nacht zum Dienstag stieg die Zahl der Überlebenden auf zwölf.
Die von einer norwegischen Reederei betriebene "Rocknes" war auf dem Weg in den norddeutschen Hafen Emden im Raune-Fjord in der Nähe der Stadt Bergen gekentert. Seit Montagabend um 23.20 Uhr MEZ gab es kein Lebenszeichen mehr von den übrigen vermutlich im Rumpf eingeschlossenen Besatzungsmitgliedern. Am Dienstag um 16.00 Uhr stellten die Bergungsexperten die Suche nach Überlebenden ein.
Stunden nach dem Unglück seien die Überlebenschancen im Inneren des kieloben treibenden Schiffes wegen des Sauerstoffmangels nur noch "sehr gering", sagte ein Sprecher des Rettungszentrums. Im fünf Grad kalten Wasser der Nordsee können Menschen kaum länger als zwei Stunden überleben.
In der Nacht zum Dienstag war den Bergungskräften noch die Rettung von drei Besatzungsmitgliedern geglückt. Die Überlebenden hatten aus dem Schiffsinneren durch Schreie und Klopfen auf sich aufmerksam gemacht. Nachdem der gekenterte Frachter zunächst in flacheres Wasser geschleppt worden war, bohrten Rettungskräfte ein Loch in den Rumpf, so dass mit den Seeleuten Mitteilungen ausgetauscht werden konnten. Später gelang dann die Bergung. Zuvor waren bereits neun Seeleute gerettet worden.
Ein Mediziner des Universitätskrankenhauses sagte nach Gesprächen mit den Überlebenden, das Unglück sei sehr schnell geschehen. Ein Geretteter sagte demnach, das Schiff sei innerhalb einer Minute gekentert.
Von den Besatzungsmitgliedern waren 24 Philippiner, drei Niederländer, zwei Norweger und ein Deutscher. Nachdem die Rettungskräfte bereits nach dem Unglück am Montagnachmittag zwei tote Seeleute aus dem Wasser geborgen hatten, fanden sie am Dienstagmorgen in sechs Kilometern Entfernung ein weiteres Opfer. Gerettet wurden die drei Niederländer, ein Norweger und acht Philippiner. Die Ursache für das Unglück ist bislang unklar.
Pressemitteilung vom 20. 01. 2004
Fischerboot nach Kollision im Ärmelkanal gesunken
Paris -  Nach dem Sinken eines französischen Fischerboots im Ärmelkanal mit fünf Toten fahnden die Behörden nach dem Schiff, das den Trawler gerammt und dann, ohne Hilfe zu leisten, seine Fahrt fortgesetzt hat. Verkehrsminister Gilles de Robien verlangte am Dienstag eine harte Bestrafung. Es sei nicht vorstellbar, dass die Besatzung die Kollision mit der bretonischen «Bugaled Breizh» nicht bemerkt habe. In allen europäischen Häfen würden die einlaufenden Schiffe jetzt auf Schäden untersucht.Das Fischerboot war nach Angaben der Staatsanwaltschaft Quimper am Donnerstag vermutlich von einem großen Containerschiff oder Frachter gerammt worden. Er hoffe, dass die Unfallspuren an dem Schiff die Schuldigen schon bald überführen würden, sagte de Robien dem Radiosender Europe"-1". Germain Verlet von der Unfalluntersuchungsbehörde BEA sagte der Zeitung «Le Parisien»: «Der Zusammenstoß muss extrem brutal gewesen sein und das Sinken extrem schnell.» Er schloss aus, dass, wie zunächst spekuliert, ein an Manövern beteiligtes U-Boot in den Unfall verwickelt gewesen sein könnte.
Pressemitteilung vom 20. 01. 2004
Binnenschiff im Hamburger Hafen gesunken
Hamburg - Im Hamburger Hafen ist am Dienstag ein Binnenschiff beim Beladen auseinander gebrochen und komplett gesunken. Wie die Polizei mitteilte, war das 80 Meter lange Schiff "Heimatland" bereits mit 500 Tonnen Kupferplatten beladen, als die Arbeiter plötzlich ein lautes Krachen hörten und Wasser in den Laderaum strömte. Zunächst versuchten sie das Wasser abzupumpen. Schließlich brach aber der Rumpf auseinander. Kurz bevor das Schiff versank, konnte der 36 Jahre alte Schiffsführer noch sein Auto und seinen Computer von Bord retten. Den Angaben zufolge ragte am Abend nur noch der Schornstein des Schiffes aus dem Wasser. Verletzt wurde niemand.
Pressemitteilung vom 20. 01. 2004
Norwegischer Frachter kenterte in Sekunden
  18 Besatzungsmitglieder waren vermisst
Bergen - Innerhalb von Sekunden ist der norwegische Frachter "Rocknes" am Montag nur 100 Meter vor der Küste bei Bergen mit 29 Seeleuten an Bord gekentert. Neun Besatzungsmitglieder konnten lebend geborgen werden. Zwei weitere waren tot. 18 Besatzungsmitglieder waren vermisst. Einer oder mehrere von ihnen machten sich durch Klopfzeichen aus dem Inneren des Schiffes bemerkbar.
Am Abend wurde der Frachter unmittelbar vor der Küste auf Grund gesetzt, um die Gefahr des Ertrinkens im Schiffsinneren zu vermindern. Um zu den Seeleuten vordringen zu können, versuchten Spezialisten, möglichst schnell von dem über der Wasseroberfläche liegenden Kiel Löcher in die Schiffswand zu schneiden.
Die überwiegend aus Philippinos sowie einigen Norwegern bestehende Besatzung des 166 Meter langen Frachters funkte am Nachmittag kurz nach dem Verlassen des Hafens SOS. Augenzeugen von Land aus berichteten, dass das Schiff dann bei gutem Wetter und ruhiger See innerhalb von Sekunden gekentert sei. Der von der Reederei Jebsen Management AS in Bergen betriebene Frachter war mit Steinen beladen auf dem Weg nach Deutschland. Als mögliche Ursache für das Unglück galt ein Verrutschen der Ladung.
Zwei Seeleute konnten sich auf den Kiel des erst drei Jahre alten Frachters retten und klammerten sich an den Propeller, bis die Rettungsmannschaften zur Stelle waren. Gleichzeitig suchten die Besatzungen herbeigeeilter Schiffe in den Gewässern zwischen Bergen und vorgelagerten Inseln nach weiteren Schiffbrüchigen. Über den Gesundheitszustand der neun lebend geborgenen Seeleute wurden keine Angaben gemacht.
Die Polizei in Bergen löste nach Bekanntwerden des Unglücks Katastrophenalarm aus. An Kais unweit der Unglücksstelle warteten zwanzig Krankenwagen auf möglicherweise schwer verletzt geborgene Seeleute.
Pressemitteilung vom 19. 01. 2004
Spezialisten sollen gekipptes Kreuzfahrtschiff aufrichten
Bremerhaven - Das in der Bremerhavener Lloyd-Werft auf die Seite gekippte Kreuzfahrtschiff "Pride of America" soll in etwa zwei Wochen wieder aufrecht schwimmen. Eine niederländische Bergungsfirma sei beauftragt worden, zunächst den Rumpf abzudichten und dann das Schiff leer zu pumpen, teilte ein Sprecher der Lloyd Werft mit. Wann die Arbeiten zur Fertigstellung des Neubaus fortgesetzt werden können, sei aber noch ungewiss.
Pressemitteilung vom 16. 01. 2004
Schiff zerbricht beim Beladen
Harburg: - Die Nacht zum Donnerstag. Im Harburger Seehafen 2 liegt das knapp 80 Meter lange tschechische Binnenmotorschiff "Labe 11". Daneben das russische Seeschiff "Pavel Vavilov" (14 141 BRZ). Vom Seeschiff werden 800 Tonnen Apatit (Düngemittel) auf die "Labe 11" umgeladen. Dann passiert das Unglück: Plötzlich bricht das tschechische Binnenschiff auseinander - warum, ist unklar, so die Wasserschutzpolizei. Alles geht sehr schnell, binnen Minuten sinkt die "Labe 11" im Hafenbecken. Die drei tschechischen Besatzungsmitglieder springen von Bord, retten sich auf die "Pavel Vavilov". Der Maschinist erleidet einen Schock, er muss ins Krankenhaus. Dann lässt die Wasserschutzpolizei mit Hilfe der Feuerwehr das russische Schiff evakuieren - aus Angst vor giftigen Dämpfen. Die Sorge stellt sich schnell als unbegründet heraus: das Apatit, ein Calciumphosphat, ist harmlos, nicht wasserlöslich. Es wird in Russland abgebaut und dient als Grundstoff für Düngemittel. - Bei dem Unglück ist Öl ausgelaufen. Stunden später treibt am Donnerstagnachmittag im Seehafen 2 eine Ölblockade, um zwei Kubikmeter Öl aufzufangen. Spezial-Taucher begutachten das Wrack unter Wasser. Doch bis es geborgen wird, können noch Tage vergehen.
"Der Eigner CSLP wurde aufgefordert, das Schiff bergen zu lassen", sagte Sprecher Ulrich Schmekel vom Amt für Strom- und Hafenbau. "Noch wissen wir nicht einmal, ob wir heben oder pumpen." Auch die Kostenfrage ist ungeklärt. Offensichtlich gibt es bei der Bergungssumme, die sich bei mehreren Zehntausend Euro bewegt, Probleme mit der tschechischen Versicherung des Eigners. Im Zweifel muss die Summe vorgestreckt werden. Die Zeit läuft: Die "Pavel Vavilov" liegt längsseits neben dem Wrack der "Labe 11", kann nicht auslaufen.
Die Wasserschutzpolizei ermittelt derzeit die Unglücksursache. War das tschechische Binnenschiff marode? Sorge bereiten auch noch 16 Kubikmeter Dieseltreibstoff im Tank. Noch ist nichts ausgetreten - aber das könnte bei der Bergung passieren.
Pressemitteilung vom 15. + 16. 01. 2004

Kutter sinkt im Ärmelkanal: Mindestens zwei Tote
London - Bei einem Schiffsunglück im Ärmelkanal sind mindestens zwei Menschen gestorben. Wie die britische Küstenwache mitteilte, sank ein französischer Fischkutter aus bislang unbekannten Gründen vor der Küste der südwestenglischen Grafschaft Cornwall auf Höhe von Cape Lizard. Nach einer Suche per Hubschrauber konnten bis zum Nachmittag zwei der fünf Seeleute nur noch tot geborgen werden. Nur eines des beiden Rettungsboote wurde gesichtet; es war leer.
Pressemitteilung vom 15. 01. 2004
Kreuzfahrtschiff in Sturmnacht gesunken
Bremerhaven - Rund drei Monate vor seiner Fertigstellung ist das Kreuzfahrtschiff "Pride of America" in Bremerhaven auf den Grund des Hafenbeckens gesunken. In der Sturmnacht auf Mittwoch war das knapp 300 Meter lange Schiff gegen die Ausrüstungspier der Lloyd-Werft gedrückt worden und in Schräglage geraten.
Vermutlich konnte durch offene Kabelluken Wasser eindringen. Dabei wurden mindestens drei Werftarbeiter verletzt, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Die Höhe des Sachschadens war zunächst noch unklar. Der Neubau - ein 300 Millionen Euro teures Projekt - sollte im April an die Reederei Norwegian Cruise Line abgeliefert werden. 
Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei vollzog sich der Unfall fast im Zeitlupentempo. "Der Rumpf hat sich rund 30 Minuten lang auf die Seite gelegt", sagte ein Polizeisprecher. Dann setzte der Schiffsboden auf dem Grund des zehn Meter 
tiefen Hafenbeckens auf; mit der Steuerbordseite riss das Riesenschiff einen Werftkran um. Stundenlang durchsuchten Rettungsmannschaften von Polizei und Feuerwehr den Rumpf nach möglicherweise Verletzten. Die drei untersten Decks, in denen sich die Maschinenanlage und die Schiffstechnik befinden, stehen unter Wasser.
Nach Angaben von Werftchef Werner Lüken waren auf der "Pride of America" letzte Arbeiten zu erledigen. Die für April geplante Fertigstellung des Kreuzfahrtschiffes für die Norwegian Cruise Line (NCL) sollte glückliches Ende einer bereits wechselvollen Geschichte des Neubaus werden. Ursprünglich war der Bau in den USA für eine andere Reederei begonnen worden. Nach deren Pleite kaufte NCL den zu 40 Prozent fertig gestellten Rumpf und ließ ihn mit 500 Containern Material nach Bremerhaven schleppen. Die Lloyd Werft baute bereits mehrere Kreuzliner für NCL um und zwei sogar komplett neu.
Neben den Materialschäden steht die Werft vor logistischen Problemen: Die vermutlich beschädigte Maschinenanlage ist eine Einzelanfertigung; auch die übrige technische Ausrüstung gibt es nicht "von der Stange". Zudem muss die minutiös geplante Fertigstellung der nicht beschädigten Schiffsteile neu geordnet werden; Dutzende von Zulieferbetrieben sind davon betroffen. Wann der "Stolz von Amerika" erstmals mit mehr als 2000 Passagieren an Bord durch die amerikanischen Gewässer rund um Hawaii fahren wird, ist seit der Sturmnacht völlig offen.
Pressemitteilung vom 14. 01. 2004

20 Albaner bei Flüchtlingstragödie in der Adria gestorben
Rom - Bei einer Flüchtlingstragödie in der südlichen Adria sind 20 Albaner ums Leben gekommen. Das gab die italienische Küstenwache bekannt. Die italienische Marine hatte die Leichen in einem gestrandeten Schlauchboot vor der albanischen Küste entdeckt. Zwei von insgesamt 11 Überlebenden wurden unter dem Verdacht festgenommen, der Schlepperbande anzugehören, die die Überfahrt nach Italien organisiert hatte. Das Boot war wegen des hohen Wellengangs ekentert.
Pressemitteilung vom 10. 01. 2004 , 22:41 Uhr
Albanisches Gesundheitsministerium: Bootsflüchtlinge sind erfroren
Die bei der Überfahrt von Albanien nach Italien ums Leben gekommenen Bootsflüchtlinge sind erfroren. "Die Opfer sind erfroren, nachdem einer der Bootsmotoren eine Panne hatte", teilte der albanische Gesundheitsminister Leonard Solis am Samstag mit. "Sie baten um Hilfe, aber diese kam zu spät, denn das Boot konnte nicht lokalisiert werden." Mindestens 21 Flüchtlinge starben beim Versuch, die Adria zu überqueren. Nur elf Überlebende wurden an Bord des Bootes entdeckt, wie die italienische Marine am Samstag mitteilte. Die sterblichen Überreste der Toten trafen am Samstagnachmittag im albanischen Hafen Vlora ein. Die Suche nach einem ebenfalls in der Adria vermissten Schlauchboot dauerte am Samstagabend an.
Pressemitteilung vom 10. 01. 2004 , 20:00 Uhr
Zehn Tote auf Flüchtlingsschiff in der Adria
Rom - Bei der Überfahrt von Albanien nach Italien sind mindestens zehn Bootsflüchtlinge ums Leben gekommen, unter ihnen zwei Kinder. An Bord eines im Mittelmeer treibenden Schiffes seien zudem elf Überlebende entdeckt worden, teilte die italienische Marine mit. Die Zahl der Toten könne sich noch erhöhen, die Suche nach einem ebenfalls in der Adria vermissten Schlauchboot dauere an. Bei den Schiffbrüchigen handelte es sich überwiegend um Frauen und Kinder, die von Albanien aus die italienische Küste erreichen wollten. Die Rettungsaktion der italienischen Marine und der albanischen Polizei hatte am Freitagabend begonnen, nachdem einer der Bootsflüchtlinge telefonisch einen Hilferuf abgegeben hatte.
Pressemitteilung vom 10. 01. 2004
Sinkender Fischkutter
Heide / Büsum - Am 8.Januar, gegen 08.20 Uhr, begann im Büsumer Hafenbecken II der Fischkutter SC 57 " Südwind" bei Niedrigwasser voll zulaufen. Die sofort alamarmierte Freiwillige Feuerwehr Büsum pumpte den Kutter bis auf den ölhaltigen Teil der Bilge leer. Betroffen waren sämtliche Räume des Fahrzeuges. Die Ursache des Wassereinbruchs steht noch nicht fest, die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Büsum laufen. Der Kutter wird noch im Laufe des Tages aus dem Wasser genommen. Menschenleben waren nicht in Gefahr, es gab keine Verletzten. Der Sachschaden durch den überfluteten Maschinenraum kann noch nicht genau angegeben werden. Während des Pumpvorganges sind geringe Mengen Bilgenöl ins Hafenwasser gelangt. Das Staatliche Umweltamt und die Bundesstelle für Seefalluntersuchung erhielten Kenntnis vom Sachverhalt.
Polizeipresse vom 08.01.2004
Schiffsunfall mit Leckage im Bereich "Binger Loch"
Wiesbaden - Das am Montag, dem 5.01.04, havarierte deutsche Gütermotorschiff in Höhe des Binger Lochs, zwischen Rüdesheim und Aßmannshausen (Rhein- km 530,7), wurde im Laufe des gestrigen Tages durch ein Baggerschiff um ca. 200 t geleichtert. Unter Zuhilfenahme zweier Schleppboote wurde es im Anschluss an die "Binger Reede" verbracht. Durch den Einsatz eines Tauchers wurde festgestellt, dass sich ein pyramidenförmiger Felsen (ca. 30 cm Breite/ 60 cm Länge) durch den Maschinenraumboden gebohrt hatte und im Schiffsboden festhängt. Kleinere Undichtigkeiten im Laderaum konnten abgedichtet werden. Es kam zu keiner Gewässer- verunreinigung durch den Wassereinbruch. Ein Spezialschiff konnte das sich im Maschinenraum befindliche Wasser-/ Ölgemisch absaugen. Nach vollständiger Leichterung wird das GMS zur Binger Schiffswerft zwecks Reparaturarbeiten geschleppt.
Das deutsche Gütermotorschiff (GMS) war mit 630 Tonnen Metallabfällen beladen und befand sich auf der Talfahrt, als es zu einer Grundberührung / Kollision mit einem Unterwassergegenstand kam. Bedingt durch ein zu Berg fahrendes Schiff, der damit verbundenen Sogwirkung und dem Felsen in der Fahrrinne im "Binger Loch" wurde das Flottwasser des Havaristen vermutlich derart verringert, dass es zur Grundberührung, bzw. Kollision kam. Die Leckage im mittleren Maschinenraum lief auf ca. 2m Wasserhöhe voll. Eine Sinkgefahr, trotz des Wassereinbruchs, bestand nicht. Jedoch konnte das GMS aus eigener Kraft nicht mehr weiterfahren.
Polizeipresse vom 07.01.2004
Verunglückter Chemiefrachter gefährdet Sardinien
Rom - Nach der Explosion eines Chemiefrachters an der Küste Sardiniens hat die Umweltschutzorganisation WWF vor einer Verschmutzung der Gewässer gewarnt. Sollte das mit Benzol beladene Schiff sinken, hätte das unberechenbare Folgen für die Umwelt, erklärte der WWF. Die Explosion auf der "Panama Serena" hatte sich am Donnerstag im Hafen von Porto Torres aus zunächst ungeklärter Ursache beim Abpumpen von 8400 Tonnen Benzol ereignet. Dabei wurden ein ukrainisches und ein lettisches Besatzungsmitglied getötet. Laut WWF befinden sich noch 300 Tonnen Benzol auf dem Frachter.
Der Passagierverkehr im Hafen wird nach Olbia im Nordosten der Insel umgeleitet, bis die Reste der "Panama Serena" geborgen sind. Der Frachter fuhr unter der Flagge der Bahamas.
Pressemitteilung vom 03. 01. 2004
Containerfeeder verliert Anker auf Hohe Weg – Reede
Bremen / Bremerhaven - Bei ruhigen Wetterverhältnissen mit Wind aus Südost der Stärke 6 und bei guter Sicht brach bei dem vor Anker liegenden Containerfeeder MS "Cis Broevig", Heimathafen Farsund, Flagge Norwegen, am 01.01.04 gegen 11.30 Uhr die Backbord-Ankerkette. Dadurch verlor das Schiff den ausgebrachten Anker mitsamt mehr als fünfzig Meter Ankerkette. Das Schiff lag bereits seit mehreren Stunden auf Ankerposition auf der Hohe Weg – Reede, ca. 35 Kilometer von Bremerhaven entfernt in der Außenweser am Rande des Weser-Fahrwassers. Der wachhabende Offizier an Bord des Containerfeeders reagierte schnell und veranlasste das Ausbringen des Steuerbord-Ankers. Dadurch wurde die Ausweitung der gefährlichen Situation zu einem größeren Unfall vermieden, denn aufgrund des ablaufenden Wassers drohte das Schiff auf die Wattkante am Rande der Reede zu driften. Nach Eintreffen des Schiffes in Bremerhaven nahm die Wasserschutzpolizei die Ermittlungen auf. Warum die Ankerkette brach, ist noch unklar.
Vor Auslaufen des Schiffes muss durch eine Prüfung der zuständigen Klassifikationsgesellschaft die Schiffssicherheit bestätigt werden. Der verlorene Anker mit der dazugehörigen Kette wird, nachdem die genaue Position ermittelt ist, geborgen werden.
Pressestelle Polizei Bremen vom 02.01.2004 
Angler tot aus der Ostsee geborgen
Kühlungsborn - Ein seit Neujahr auf der Ostsee vermisster Angler ist am Freitag vor der mecklenburgischen Küste tot geborgen worden. Von seinem Begleiter, einem 26-Jährigen, fehlte noch jede Spur, wie die Polizei in Kühlungsborn mitteilte. Die beiden waren am Donnerstag mit einem fünf Meter langen Motorkajütboot zu einem Angelausflug aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Die ganze Nacht über waren Suchmannschaften im Einsatz.
Bei dem Toten handelte es sich Polizeiangaben zufolge um einen 50-Jährigen aus dem Landkreis Bad Doberan. Er sei von Angehörigen identifiziert worden, hiess es. Die beiden Angler hatten zuletzt am Nachmittag des 1. Januars per Handy bei Familienangehörigen von sich hören lassen. Es herrschten keine extremen Witterungsbedingungen, hiess es. Allerdings berge die Ostsee bei leichtsinnigem Verhalten immer Gefahren, sagte ein Sprecher.
Die Suche nach dem 26-Jährigen wurde fortgesetzt. Mitarbeiter von Wasserschutzpolizei, Bundesgrenzschutz und Seenotrettung mit Schiffen und Hubschraubern waren im Einsatz.
Pressemitteilung vom 02. 01. 2004
Chemiefrachter an Sardiniens Küste in Brand geraten
Porto Torres -An der Küste Sardiniens ist ein Chemiefrachter nach einer Explosion in Brand geraten. Wie die Küstenwache von Porto Torres im Norden der italienischen Mittelmeerinsel am Donnerstag mitteilte, konnten sich der Kapitän und zwölf Seeleute der "Panama Serena" in Sicherheit bringen; zwei Besatzungsmitglieder wurden jedoch vermisst. Die Explosion ereignete sich im Hafen von Porto Torres aus zunächst ungeklärter Ursache gegen Mittag beim Abpumpen von 8400 Tonnen Benzol, die der Frachter geladen hatte. Der Brand erzeugte einen Riss im Schiffsrumpf, woraufhin sich der Frachter zur Seite neigte. Am Abend kämpften Feuerwehrleute noch immer gegen die Flammen. Die beiden vermissten Seeleute kamen aus der Ukraine und aus Lettland. Die "Panama Serena" fuhr unter der Flagge der Bahamas.
Pressemitteilung vom 01. 01. 2004
Die Angaben sind ohne Gewähr
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