|
S e e n o t f ä l l e
/ U n f ä l l e im Jahr 2004
E u r o p ä i s c h e
K ü s t e / F l ü s s e / G e w ä s s e r
.
.
|
|
letzte Änderung: 30. Juni 2004
"Gretje"-Bergung
geglückt
Borkum - Ein
Bergungskran hat den nordwestlich der Insel Borkum gesunkenen Krabbenkutter
«Greetsiel 8» am Mittwoch vom
Grund der Nordsee gehoben. Das Schiff sollte anschließend leer gepumpt
und am Kranhaken hängend in den Emder Hafen transportiert werden, wie ein
Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Emden sagte. Nach einer ersten
Einschätzung handle es sich nicht um einen Totalschaden. Eine Reparatur
des Havaristen komme in Frage.
Die «Greetsiel 8» war in der Nacht zum 11. Juni aus noch ungeklärter
Ursache mit dem niederländischen Kutter «Greetje
BOS» kollidiert und gekentert. Ein 18-jähriger Auszubildender
und ein 32-jähriger Fischer konnten sich retten, der 38 Jahre alte Kapitän
kam ums Leben. Seine Leiche wurde drei Tage nach dem Unfall aus dem Wrack geborgen.
Die ebenfalls drei Mann starke Besatzung der leicht beschädigten «Greetje
BOS» aus dem niederländischen Delfzijl kam mit dem Schrecken davon.
Pressemitteilung vom 30. 06. 2004
Kapitän des gekenterten
Chemietankers hatte 2,1 Promille
Hamburg -
Der Kapitän des im Hamburger Hafen gekenterten Chemietankers hatte zum
Unglückszeitpunkt 2,1 Promille. Das ergab die Auswertung seiner Blutprobe.
Gegen den Mann wird nun wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und Gewässerverunreinigung
ermittelt. Der mit Schwefelsäure beladene Tanker war vorgestern im Hafen
mit einem Containerschiff zusammengestoßen und gekentert. Derzeit untersuchen
Taucher den Rumpf des Schiffes. Laut Feuerwehr treten derzeit nur geringe Mengen
Schwefelsäure aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
30. 06. 2004
Noch eine Kollision in
Hamburg
Hamburg - Am
Tag des Untergangs der "ENA 2"
ereignete sich im Hamburger Hafen noch eine weitere Havarie. Kurz nach dem Ablegen
kollidierte der Containerfrachter "Shanghai Express"
von Hapagg Lloyd mit einer Kaimauer. Das Unglück ereignete sich bei kräftigem
Wind trotz Schlepperhilfe. Nach der Kollision, bei der Kai und Schiff leicht
beschädigt wurden, ging der Frachter querab Finkenwerder an die Pfähle
und wurde anschließend von Vertretern des Germanischen Lloyds inspiziert.
Neun Stunden nach der Havarie verließ die "Shanghai
Express" den Hafen mit Kurs Nordsee.
Unterdessen stellte die Bergungsfirma Harms ihr Konzept zum weiteren Vorgehen
an der "ENA 2" vor. Die Aktion wird in unterschiedliche Phasen eingeteilt.
Bis zum Abend des 30. Juni werden Taucher das Schiff von der Unterseite inspizieren.
Zur Vorbereitung der eigentlichen Bergung wird die "ENA 2" mit Hilfe
des Schwimmkrans "Enak", der in
den frühen Morgenstunden aus Bremerhaven kommend in Waltershof eintraf,
in eine günstigere Lage gebracht. Bei allen Schritten, die sich nach Auffassung
des Bergungsunternehmens als kritisch erweisen könnten, werden zusätzliche
Sicherheitsvorkehrungen für die umliegenden Firmen und die Nachbarschaft
ergriffen. Auf Basis der durch die Inspektion gewonnen Informationen werden
die nächsten Schritte zur Bergung und zur Löschung der Schwefelsäure-Ladung
in einem gemeinsamen Lagegespräch am Abend des 30. Juni festgelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 30. 06. 2004
Hamburger Hafen droht weiterhin
eine Umweltkatastrophe
Hamburg - Beim
Untergang des Chemietankers "ENA 2" ist der Hamburger Hafen offenbar
nur knapp an einer Umweltkatastrophe vorbeigeschrammt, als der Tanker "ENA
2" sank. Auch Stunden nach dem Untergang war die Gefahr durch austretende
Schwefelsäure noch nicht gebannt.Teile des Hafens wurden für den
Schiffsverkehr gesperrt. Im Vorfeld der Bergungsarbeiten müssen Experten
zunächst klären, ob die noch in den Tanks befindliche Schwefelsäure
vor Beginn der Hebung abgepumpt werden muss. Die Feuerwehr kann lediglich die
durch Be- und Entlüftungsstutzen aufsteigenden Säuredämpfe mit
Wasserwerfern niederregnen. Die Bergung des Schiffes durch einen am Abend aus
Bremerhaven kommenden Schwimmkran wird mindestens drei bis vier Tage dauern.
Ein Feuerwehrsprecher sagte, falls dabei die "ENA 2" auseinanderbräche,
wäre die Umweltkatastrophe perfekt. Bei der Aktion handele es sich um eine
wackelige Angelegenheit. Inzwischen haben sich Hinweise darauf verdichtet, dass
der Kapitän des Schiffes zum Kollisionszeitpunkt angetrunken war. Ihm wurde
eine Blutprobe entnommen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
29. 06. 2004
Schwefelsäure-Tanker
in Hamburg gekentert
11 Verletzte und Fischsterben
Hamburg -Am
Abend des 28. Juni kollidierte der Spezialtanker "ENA
2" im Hamburger Hafen mit dem Containerfrachter "Pudong
Senator". Das mit 960 Tonnen
Schwefelsäure beladene Schiff war auf dem Weg von der Norddeutschen Affinierie
AG zu einem Säureterminal im Petroleumhafen, als es von achtern aufkommend
um 18.35 auf den vom Eurokai aus elbabwärts laufenden Frachter auffuhr.
Es gelang der zweiköpfigen Besatzung der 80 Meter langen, mit einer doppelten
Hülle ausgestatteten "ENA 2" noch, ihr Schiff an den Anleger
zu bringen und festzumachen. Durch das Leck drang aber soviel Wasser in den
Hohlraum zwischen Tanks und Außenwand ein, dass der Tanker schließlich
die Stabilität verlor und kenterte. Es versank auf der Seite liegend im
Petroleumhafen. Nur der vordere Teil ragt noch ein wenig aus dem Wasser. Nach
dem Kentern trieb der Wind eine Schwefeldampfwolke
über den Hafen. Neun Arbeiter und zwei Polizisten wurden überwiegend
leicht verletzt, sie erlitten Reizungen der Augen und Atemwege. Nach einer Behandlung
im Krtankenhaus konnten zehn von ihnen bereits wieder verlassen werden. Insgesamt
kamen mehr als 120 Feuerwehrleute zum Einsatz. Die vier Haupttanks des Schiffs
blieben bei der Havarie bislang unversehrt. Ein Teil
der 98-prozentigen Schwefelsäure lief jedoch über das Belüftungssystem
in das Hafenbecken aus. Dadurch kam es im Petroleumhafen unmittelbar nach dem
Untergang zu einem Fischsterben. Um das Schiff wurde eine Druckluft-Öl-Sperre
errichtet. Sie soll verhindern, dass sich die auslaufende Säure im Hafenbecken
ausbreitet. Das Hafenbecken wurde zudem zur Elbe hin abgesperrt. Die Schwefelsäure
wird aus Umweltschutzgründen bei der Verarbeitung von Kupferkonzentrat
gewonnen. Mittlerweile begannen Mitarbeiter einer Bergungsfirma, Trossen um
den gesunkenen Schwefelsäure-Transporter zu legen. Ein Schwimmkran aus
Bremerhaven wird im Laufe des 29. Juni erwartet und soll das beschädigte
Schiff im Laufe der kommenden Tage aufrichten. Gegen den Kapitän der "ENA
2" wird wegen des Verdachts der Trunkenheit ermittelt. Die "Pudong
Senator", die den Zusammenstoß unbeschädigt überstand,
konnte ihre Fahrt Richtung Nordsee inzwischen fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
29. 06. 2004
Ostseesturm: Ein Segler
tot, Atlanticracer "UCA" havarierte
Emden - Das
Sturmtief, das am Wochenende über Norddeutschland hinwegfegte, ließ
einen Segler in der Ostsee zu Tode kommen und verursachte Sachschäden.
Ein Katamaran mit zwei Mann Besatzung kenterte am 26. Juni bei einem Wendemanöver
gegen 13 vor Holm, Schönberger Strand. Einem der Segler gelang es, das
Boot wieder aufzurichten und zurück an Bord zu kommen. Der andere trieb
in ablandiger Strömung davon und kam in der Kabbelsee außer Sicht.
Die Wasser-schutzpolizei, drei Boote sowie Helfer der DLRG starteten eine Suchaktion.
Eine gute halbe Stunde nach dem Unglück wurde er von der Polizei tot
aus der 15 Grad kalten See gezogen. Der verunglückte Berliner rug Neopreneanzug
und Schwimmweste.Bei einer Seeregatta im Rahmen der Kieler Woche havarierte
in der folgenden Nacht der Atlantic-Racer "UCA"
des einstigen Arbeitgeberchefs Murmann. Das 26 Meter lange Boot erlitt gegen
vier Uhr morgens in steiler See südlich von Langeland Mastbruch. Zum Zeitpunkt
des Unglücks herrschten Windgeschwindigkeiten von 22 Knoten. Die "UCA"
lief mit Reff und Genua 4, als der Mast herunterkam. Da die Salinge den Rumpf
leckzuschlagen drohten, musste der mit Segeln einen Wert von rund 200.000 Euro
darstellende Mast gekappt werden und liegt nun auf dem Ostseegrund. Die Arbeiten
gestalteten sich schwierig, weil zudem der Schlauch einer Hydraulikpumpe geplatzt
war und das Deck des Racers mit einem Ölfilm überzogen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
28. 06. 2004
Nationalpark-Infoschiff
nach Wassereinbruch außer Gefecht
Dorum - Am
27. Juni schlug das Nationalpark-Informationsschiff "Nordstern"
im Hafen von Dorum leck. Der Kapitän des umgebauten Krabbenkutters stellte
den
Wassereinbruch durch einen Riss in der Bilge fest. Die Feuerwehr legte eine
Ölsperre um das Schiff aus, das anschließend mit bordeigener Lenzpumpe
ausgepumpt werden konnte. Anschließnd wurde die Leckage provisorisch abgedichtet
und der Ölschlängel daraufhin wieder eingeholt. In den kommenden Tagen
soll die "Nordstern" zur Reparatur und Inspektion in eine Werft nach
Cuxhaven überführt werden. Bis auf weiteres fallen wegen der Havarie
die Gästefahrten ins Wattenmeer aus.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
28. 06. 2004
Bergungsversuch an gesunkener
"Gretje" startet am Wochenende
Emden - Am 27.
Juni soll der Schwimmkran "Roland"
der Hamburger Bugsier-Reederei versuchen, die am 11. Juni vor Borkum gesunkene
"Gretje" zu bergen. Der meist
in Kiel stationierte Kran wird derzeit in Bremerhaven für den Einsatz ausgerüstet.
VBom Nordstrand aus werden die Arbeiten gut zu beobachten sein. Derweil sind
die Umstände der Kollision zwischen dem Greetsieler Kutter und der in Urk
beheimateten "Greetje Bos" noch ungeklärt. Bei ruhiger See war
der Holländer dem Kollisionsgegner beim Hohen Riff in etwa zweieinhalb
Kilometer Entfernung vom Musikpavillon in nordwestlicher Richtung ins Heck gefahren.
Für weiterführende Erklärungen fehlen derzeit noch die Untersuchungsergebnisse
der niederländischen Wasserschutzpolizei. Es ist noch nicht einmal klar,
von welcher Seite der kleinere deutsche Kutter. gerammt
wurde.Die Untergangsstelle ist momentan gesichert durch zwei schwarz-gelbeKardinaltonnen.
Bei normaler See liegt auch noch ein Sicherungsschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes
Emden, die "Lütje Hörn", an der Position, da die "Gretje"
im Fahrwasserbereich liegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
25. 06. 2004
Segelboot kentert auf dem
Chiemsee
Übersee - Bei einem Bootsunglück in
einem heftigen Unwetter über dem Chiemsee ist am Mittwochabend ein 62 Jahre
alter Mann ertrunken. Das mit drei Insassen besetzte Segelschiff war
von einer Sturmböe erfasst worden und gekentert. Die Kripo ermittelt nach
gestrigen Angaben gegen den Bootsführer. Zum Unfallzeitpunkt galt Sturmwarnung
auf dem See. Bereits am Mittag hatte der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung
für die Region herausgegeben. Zwei Männer und eine Frau - alle aus
Unterwössen- waren am Nachmittag vom Südufer in der Feldwieser Bucht
zu einer Bootstour gestartet.
Als sich über dem See ein heftiges
Gewitter mit Sturmböen und Regen zusammenbraute, versuchte das Trio zwar
noch, den Heimathafen zu erreichen. Das Segelboot kenterte jedoch, der 62- Jährige
ging über Bord. Auch die angelegte Schwimmweste half nichts, der Mann ertrank
im nur 15 Grad kalten Wasser. Seine Bekannten bargen den leblos auf dem Wasser
treibenden Körper nach wenigen Minuten. Ein Arzt konnte am Ufer nur noch
den Tod des Seglers feststellen. Die Kripo ermittelt nun, ob fahrlässiges
Verhalten beim Bootsführer vorliegt.
Pressemitteilung vom 24. 06. 2004
Letzter Hochseeraddampfer
der Welt lief auf Grund
Campbeltown - Am 21. Juni lief der schottische Raddampfer
"Waverley" mit 350 Passagieren
an Bord vor Campbeltown auf Grund. Rettungskräfte machten sich auf den
Weg zur Unglücksstelle, doch es gelang dem Havaristen, aus eigener Kraft
freizukommen und in den Hafen einzulaufen. Über das Schiff wurde ein
Auslaufverbot verhängt, bis Taucher eine umfassende Überprüfung
des Rumpfes vorgenommen haben. Die 80 Meter lange und 10 Meter breite "Waverley"
ist
der weltweit letzte seegängige Raddampfer. Sie wurde 1947 als Ersatz für
ein 1940 versenktes gleichnamiges Schiff in Dienst gestellt.
Pressemitteilung vom 23. 06. 2004
Fahrgastschiff in Hamburg
in Kollision verwickelt
Hamburg - Am
Abend des 15. Juni kam es im Hamburger Niederhafen zu einer Schiffskollision.
Das Fahrgastschiff "Hamburg" war
von der Norderelbe kommend in den Niederhafen eingefahren, gleichzeitig lief
das Sportboot "Wiking" mit Ostkurs
aus dem Niederhafen aus. In Höhe der Pontonanlage im Brandenburger Hafen
stießen die beiden Schiffe trotz sofort eingeleiteter Notmanöver
beider Kapitäne zusammen. An der "Hamburg" entstand ein etwa
Riss von einem halben Meter Länge, auch die "Wiking" meldete
Sachschaden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Ursache des Unglücks
ist unbekannt. Die "Hamburg" trat am 19. Juni frisch ausgebessert
ihren Dienst als offizielles Regattabegleitschiff der Kieler Woche an.
Pressemitteilung vom 23. 06. 2004
Lastwagen versenkt Fähre
Molkenberg - Ein Lkw
hat am Wochenende eine Havel-Fähre an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt
und Brandenburg zum Sinken gebracht. Nach Angaben der Polizei sollte der Lastwagen
mit Anhänger am Samstag mit der Wirtschaftsfähre Molkenberg im Landkreis
Stendal über die Untere Havelwasser- straße setzen. Beim Rangieren
brachte er die Fähre aus dem Gleichgewicht, so dass das Bootsheck in die
Havel gedrückt wurde und Wasser in die Fähre lief.
Das Gefährt sank etwa 20 Meter vom Ufer entfernt. Fährführer
und Fahrer kletterten auf den Lkw-Anhänger, der noch aus dem Wasser ragte.
Dort wurden sie unverletzt von einem Boot geborgen. Anschließend wurde
der Lkw an Land gezogen. Von der Fähre ragten nur noch Teile der Aufbauten
aus dem Wasser. Über ihre Bergung sollte am Montag entschieden werden.
Die Schifffahrt war den Angaben zufolge nicht gefährdet.
Pressemitteilung vom 20. 06. 2004
Binnenschiff streift Stromleitung
Minden-Lübbecke -
Der ausgefahrene Kran eines mit Kohle beladenen deutschen Binnenschiffes streife
am Samstagnachmittag gegen 16.30 h in Höhe Mittellandkanal-Km 102 eine
30 KV-Stromleitung. Das Schiff befand sich beim Anlegemanöver im Mindenr
Osthafen. Bei der Kollision riß eine Leitung ab. Glücklicherweise
wurden keine Personen verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens
6.000 Euro. Es kam zu keinen Stromausfällen in benachbarten Wohngebieten.
Quelle: Polizeipresse vom 20.
06. 2004
Kutter vor England in Seenot
Am Vormittag des 19.
Juni schlug in stürmischem Nordwestwind der dänische Trawler "Halsnaes"
140 Seemeilen südöstlich von Berwick-on-Tweed leck und sandte ein
Mayday, nachdem die bordeigenen Lenzpumpen ausgefallen waren. An Bord des Schiffes
befanden sich drei Mann Besatzung. Das dänische Lyngby
Radio fing den Notruf ebenfalls auf und übersetzte die Informationen der
Crew für die englische Küstenwache in Humber, die einen Hubschrauber
aus Kinloss zum Havaristen in Marsch setzte. Noch während dieser auf dem
Weg war, gelang es den Fischern, ihre eigenen ausgefallenen Lenzpumpen wieder
zu starten. Der Hubschrauber machte weiterhin standby und könnte im Bedarfsfall
bei einer in dem Seegebiet liegenden Bohrinsel aufgetankt werden..
Quelle: Tim Schwabedissen vom
19. 06. 2004
USA unterzeichnen Vertrag
zum Schutz des "Titanic"-Wracks
Washington - Nach Großbritannien
haben jetzt auch die USA einen Vertrag unterzeichnet, der das Wrack des Ozeanriesen
"Titanic"vor Plünderungen
und Beschädigungen schützen soll. Das Schiff war 1912 gesunken. Wie
US-Medien berichteten, hoffen beide Länder, dass auch Kanada, Frankreich
und vielleicht auch Russland dem Abkommen beitreten werden. Das Wrack liegt
rund 600 Kilometer von Neufundland entfernt in internationalen Gewässern
auf dem Meeresboden. Über 1500 Menschen verloren ihr Leben, als der Luxusliner
sank.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
19. 06. 2004
Dänische Schiffbrüchige
nach drei Tagen gerettet
Am 15. Juni geriet
die dänische Yacht "Tico Tico"
im Südpazifik nahe der Fidschi-Inseln in Seenot. Nach Aussenden eines Notrufes
musste die dreiköpfige Crew sich in eine Rettunginsel flüchten. Drei
Tage trieben die Schiffbrüchigen in der See von Fijian, ehe sie am 18.
Juni von einem Rettungshubschrauber gesichtet und an Bord gewinscht wurden.
Anschließend wurden die Dänen auf die australische Fregatte "Newcastle"
gebracht. Auch die "Kikau" der fijianischen Marine hatte sich an der
erfolgreichenSuchaktion beteiligt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
18. 06. 2004
Kutter drohte bei "Pallas"
zu stranden
Der Friedrichskooger Kutter "Kap
Arkona" drohte am 15. Juni im Amrumer Rütergat zu stranden,
nachdem ein ausgebrachtes Netz in den Propeller geraten war und die Antriebswelle
blockierte. Auf seinen Notruf hin lief der Seenotkreuzer "Eiswette"
aus Wittdün mit hoher Fahrt zum 18 Meter langen Havaristen, der zwei Seemeilen
südwestlich des Wracks der "Pallas" in der hochgehenden See und
einem mit sechs Windstärken blasenden Südwest mit seiner zweiköpfigen
Crew rasch auf die Küste zutrieb. Es gelang, eine Schleppverbindung zum
23 Meter langen Kreuzer aufzubauen, der den Havaristen mit der Kraft seiner
2.000 PS aus der Gefahrenzone und nach Wittdün einschleppte. In der Hafeneinfahrt
nahm die "Eiswette" den Kutter längsseits, um ein sicheres Manövrieren
im engen Becken zu ermöglichen. Dicht vor dem Strand wurde der Kutter so
auf Grund gelegt, dass er bei Ebbe trockenfiel und die Besatzung die Schraube
am Nachmittag klarieren konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
17. 06. 2004
Trawler drohte vor Norwegen
zu sinken
Am Morgen des 15. Juni gingen bei der Shetlands-Küstenwache
Notrufe des Trawlers "Sunrise"
aus Fraserburgh ein, der 120 Seemeilen östlich der Shetlands in norwegischen
Gewässern leckgeschlagen war. Das Schiff war im Gespann mit der 200 Yards
entfernten "OCean Dawn" auf Fangfahrt
gewesen, als Wasser eindrang und die beiden Hauptlenzpumpen versagten. Von Sumburgh
auf den Shetlands stieg in Absprache mit der norwegischen Küstenwache ein
Hubschrauber auf. Gleichzeitig wurden die Flugrechte geklärt und eine mögliche
Betankung auf der Ölplattform "Osebege North" vorbereitet. Eine
gute Stunde nach dem Notruf schwebte der Helikopter über dem Havaristen,
dessen Kapitän zunächst auf ein Abbergen der Besatzung drängte.
Die Hubschrauberbesatzung fierte stattdessen zwei Lenzpumpen zur "Sunrise"
ab und machte sich auf den Rückweg auf die Heimatbasis. Die "Sunrise"
machte sich wenig später mit kleiner Fahrt auf den Weg zurück zum
Heimathafen. Sie wird dabei weiter beobachtet, bis sie endgültig in Sicherheit
ist.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
17. 06. 2004
Boote kenterten in der
Ostsee
Rostock - Stürmische
Winde haben in den vergangenen Tagen vor der deutschen Ostseeküste viele
Freizeitskipper in Seenot gebracht. Seit Montag mussten acht Unfälle und
Schadensmeldungen aufgenommen werden, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizeidirektion
am Mittwoch in Rostock sagte.
So wurden am Peenemünder Haken zwei Skipper gerettet, deren
Motorboot auf Grund gelaufen war. Die beiden Neubrandenburger hatten am Dienstag
ihr Schiff nicht mehr aus eigener Kraft befreien können. Aufgrund des starken
Windes und der zu geringen Wassertiefe konnte das Einsatzfahrzeug der Seenotretter
den Unfallort nicht erreichen. Daraufhin bargen Wasserschutzpolizisten die beiden
Schiffbrüchigen mit einem Schlauchboot und brachten sie in den Hafen Kröslin.
Pressemitteilung vom 16. 06. 2004
Bergung des "Gretje"-Wracks
fraglich
Emden - Widersprüchliche
Angaben gibt es zu einer Bergung der am 11. Juni 2,5 Seemeilen nordwestlich
von Borkum gesunkenen "Gretje/Gre. 8".
Während ein Sprecher des WSA Emden angab, die Verhandlungen mit den Versicherungen
seien in vollem Gange und nur die Zusage fehle noch, hieß es gegenüber
Borkumer Pressevertretern am 14. Juni, dass man von einer Aufgabe des Wracks
ausgehe. Die "Gretje" liegt auf 15 Metern Tiefe querab vom Borkum-Riff
im Fahrwasser und wurde als Gefahrenstelle betonnt. Das Wrack hat sich inzwischen
an seiner Untergangsstelle festgesetzt. Die von Marinetauchern durchgeführten
ersten Tauchgänge zur "Gretje" hatten wegen der zunächst
instabilen Lage des Schiffes auf dem Meeresgrund bei einsetzender Strömung
zunächst abgebrochen werden müssen. Über zehn Fischkutterbesatzungen
aus Deutschland und den Niederlanden hatten dann aber am Morgen des 14. Juni
eine private Suchaktion gestartet, die rasch zum Erfolg führte. Es sei
ein Ehrenkodex, dass die Fischer keinen Kollegen auf See lassen, hieß
es in Greetsiel. Auf die näheren Umstände, wo exakt der Kapitän
durch den von ihnen geheuerten Taucher im Wrack gefunden wurde, machte die Polizei
aus ermittlungstechnischen Gründen keine Angaben. Der Leichnam von Kapitän
Johann Conradi wurde inzwischen in die Oldenburger Gerichtsmedizin gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
14. 06. 2004
Vermisster Kapitän
aus Fischkutter vor Borkum tot geborgen
Emden - Drei Tage nach
dem Zusammenstoß zweier Fischkutter vor der Nordseeinsel Borkum ist ein
vermisster Seemann tot geborgen worden. Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei
in Emden mitteilte, konnten Taucher der DLRG die Leiche des Kapitäns am
Montagmorgen aus dem Wrack der gesunkenen "Greetsiel
8" an die Wasseroberfläche holen. Der Fischkutter aus dem
ostfriesischen Küstenort Greetsiel war am Freitag mit einem doppelt so
großen niederländischen Fischereifahrzeug kollidiert und gekentert.
Zwei Seeleute hatten sich tauchend aus dem umgekippten Wrack retten können.
Die Besatzung des niederländischen Schiffs blieb unversehrt. Die Ursache
des Unfalls war zunächst unklar.
Pressemitteilung vom 14. 06. 2004
Schiff auf Grund gelaufen
Hamburg - Ein Schubverband
aus einem Binnenschiff und einem damit verbundenen Leichter ist am Sonnabendnachmittag
in der Elbe bei Altenwerder auf Grund gelaufen. Es war kurz nach 15 Uhr, als
der 65 Meter lange Leichter auf einer Sandbank im Wasser aufsetzte. Bei ablaufendem
Wasser bekam kurz darauf auch die 85 Meter lange "Baghira"
Grundberühung. Die Ursache des Auflaufens ist nach Angaben von Feuerwehr
und Wasserschutzpolizei noch unklar. Da von dem havarierten Schiff keine Gefahr
ausging, wurde mit dem Freischleppen der "Baghira" bis zur Nacht zum
Sonntag gewartet. Um 2.53 Uhr wurde das Binnenschiff dann freigeschleppt.
Pressemitteilung vom 14. 06. 2004
Zwei Tote bei Manöverunglück
vor Schwedens Küste
Stockholm - Bei einem
Manöverunglück vor der schwedischen Küste sind am Sonntag zwei
Menschen ums Leben gekommen. Nach Armeeangaben gingen zwei Seeleute über
Bord, als die beiden Marineschiffe kollidierten. Die beiden Matrosen konnten
nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden. An dem Manöver beteiligten
sich rund 50 Boote.
Pressemitteilung vom 13. 06. 2004
Nord-Ostsee-Kanal nach
Frachterstrandung gesperrt
Kiel - In den Mittagsstunden des 13. Juni lief der deutsche
Containerfrachter "Tavastland",
7.519 BRZ, im Nord-Ostseekanal auf Grund. Das Schiff kam um viertel nach 12
bei Kanalkilometer 20 auf Höhe von Neuwittenbek mit Vor- und Achterschiff
fest und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Aus Kiel wurde der
Notfallschlepper "Bülk" zur
Unglücksstelle beordert. Während der Schlepparbeiten musste der Kanal
voll gesperrt werden. Es gelang, die "Tavastland" zu befreien und
in die Kanalweiche Landwehr zu legen. Eine Untersuchung konnte zunächst
noch nicht stattfinden, da kein Beamter der nach Zusammenlegung der Wasserschutzpolizeireviere
Kiel und Brunsbüttel in Brunsbüttel dafür kurzfristig abkömmlich
war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
13. 06. 2004
Hochzeitsgesellschaft fiel
ins Wasser
Zürich - Am 12. Juni kenterte 500 Meter vom Ufer
entfernt auf dem Schweizer Zürichsee ein Personenschiff in schwerem Seegang.
An Bord befand sich eine 20-köpfige Hochzeitsgesellschaft. Sämtliche
Personen konnten von der Wasserschutzpolizei unversehrt aus dem Wasser gezogen
werden. Nachdem sich Brautpaar und Gäste von dem Sturz ins 19 Grad kalte
Wasser erholt hatten, wurde die Feier weniger feucht als fröhlich am Abend
in einem Festsaal an Land fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
12. 06. 2004
Glockenschläge - Gedenken
an Opfern von Schiffsunglücken
Carolinensiel - Zu einer Gedenkfeier
für die Opfer von Schiffsunglücken auf den Weltmeeren
werden am Sonntag rund 2000 Menschen im ostfriesischen Küstenort Carolinensiel
erwartet. Im Rahmen der Zeremonie im Museumshafen werden Grüße von
Schiffen aus aller Welt übermittelt, wie Initiator Bernd Kuerten am Freitag
sagte. In einem ökumenischen Gottesdienst solle zudem mit einem Glockenschlag
an jedes im vergangenen Jahr gesunkene Schiff erinnert werden.
Die Glocke stammt von dem Auswanderer-Segler "Johanne".
Der Dreimaster hatte vor 150 Jahren in Bremerhaven zu seiner Jungfernfahrt abgelegt
und war vor der Insel Spiekeroog havariert. Dabei kamen rund 80 Menschen ums
Leben.
Die Andacht in Carolinensiel wurde vor acht Jahren nach dem Unfall des Seenotrettungskreuzers
"Alfried Krupp" ins Leben gerufen.
Der Vormann und der Maschinist des Schiffes waren in der Neujahrsnacht 1995
auf dem Rückweg von einem Einsatz von Bord gespült worden. Die beiden
Seenotretter etranken.
Pressemitteilung vom 11. 06. 2004
Kutterkollision - Kapitän
stirbt vermutlich bei Schiffsunfall vor Borkum
Borkum - Bei der Kollision von zwei Fischkuttern nordwestlich
der Nordseeinsel Borkum ist am Freitag vermutlich ein 38 Jahre alter Seemann
ums Leben gekommen. Die Suche nach dem vermissten Kapitän der gesunkenen
"Greetsiel 8"wurde rund zehn Stunden
nach dem Schiffsunfall abgebrochen, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei
in Emden sagte. Der Kapitän hatte sich offenbar im Brückenhaus aufgehalten,
als es zu dem Zusammenstoß kam.
Ein 18-jähriger Auszubildender und ein 32-jähriger Fischer konnten
sich tauchend aus dem Wrack retten. Sie arbeiteten zum Unglückszeitpunkt
auf dem Vorschiff. Die beiden Schiffbrüchigen wurden von dem Lotsenversetzer
"Kapitän Bleeker" und dem
Zollboot "Engelke" an Bord genommen
und in ein Krankenhaus in der holländischen Stadt Groningen gebracht. Der
beteiligte Kutter "Greetje BOS"wurde
leicht beschädigt. Seine ebenfalls drei Mann starke Besatzung blieb unverletzt.
Der 18 Meter lange deutsche Kutter "Greetsiel 8"aus dem gleichnamigen
ostfriesischen Küstenort war am frühen Freitagmorgen aus zunächst
ungeklärter Ursache mit der 30 Meter langen "Greetje BOS"aus
dem niederländischen Delfzijl zustammengestoßen. Die "Greetsiel
8" kenterte, trieb kieloben und sank rund zwei Stunden später auf
den Meeresgrund in 15 Meter Tiefe.
Den Angaben zufolge war der Seenotleitung in Bremen das Schiffsunglück
um 2.33 Uhr von niederländischen Kollegen in Den Helder gemeldet worden.
Daraufhin steuerten zwei Seenotkreuzer
von Borkum und Norderney aus die Unfallstelle im Fahrwasser nahe der Hubertplate
im deutsch-niederländischen Grenzgebiet an. Hinzu kamen ein niederländisches
Rettungsboot, verschiedene Marine-, Behörden- und Fischereifahrzeuge sowie
ein Polizeihubschrauber und ein Marinehubschrauber. Auch die Fregatte "Emden"der
Deutschen Marine lief aus. Ihre Besatzung übernahm die Einsatzleitung.
Taucher stießen mehrfach zu dem Havaristen auf dem Meeresgrund vor.
Sie mussten ihren Einsatz aber wegen starker Strömungen abbrechen, ohne
den vermissten Kapitän zu finden. Zur Sicherung der "Greetsiel 8"wurden
Wracktonnen ausgelegt. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei soll frühestens
am Montag über die Bergung des Havaristen entschieden werden.
Quelle: Wasserschutzpolizei vom 11.06.2004
"Marineschiffe vor
Plymouth kollidiert
Plymouth - Am 10. Juni kolliderte die britische Fregatte
"Aryll" mit der ebenfalls zur
Royal Navy gehörenden HMS "Kent".
Bei der Kollision vor dem Hafen von
Plymouth wurde niemand verletzt. An beiden Schiffen entstand geringer Sachschaden..
Quelle: Tim Schwabedissen vom
10. 06. 2004
"Caribic" ist
verloren gegeben
Die in der Wesermündung gestrandete "Caribic"
ist endgültig verloren. Das Wrack des einstigen Kieler Forschungsschiffes
"Hermann Wattenberg" soll nicht
geborgen werden. Lediglich drei Tonnen noch in den Betriebsstofftanks befindlichen
Kraftstoffs sollen aus dem nahe Roter Sand-Leuchtfeuer liegenden Schiff jetzt
noch ausgepumpt werden. Damit endet die bewegte Laufbahn des 1944 als Kriegsfischkutter
"KFK 491" in Dienst gestellten Schiffes, mit dem die deutsche
Meeresforschung nach dem Zweiten Weltkrieg wieder begründet worden war.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
10. 06. 2004
Yacht drohte in Dömitz
zu sinken
Dömitz - In der Nacht zum 10. Juni erlitt ein Sportboot
in der Elbe Wassereinbruch durch ein undichtes Seeventil. Das Münchner
Eignerehepaar hatte ihre Yacht über Nacht im Hafen des Dömitzer Wasserwanderzentrums
festgemacht. Gegen zwei Uhr morgens wurde die Ehefrau wach und bemerkte einen
massiven Wassereinbruch. Ihr Mann setzte umgehend beide Lenzpumpen des Bootes
in Betrieb, um ein Sinken zu verhindern. Es gelang auch, des eindringenden Wassers
Herr zu werden. Beim Lenzen gelangte aber ölhaltiges Bilgenwasser in den
Hafen. Wasserschutzpolizei und Feuerwehr verzichteten angesichts der Geringfügigkeit
jedoch auf den Einsatz von Ölbindemitteln. Bei einer Nachkontrolle hatte
sich der Ölfilm nach Angaben der Wasserschutzpolizei bereits fast vollständig
aufgelöst.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
10. 06. 2004
Fahrgastschiff rammt Donaubrücke
Wien - Bei der Kollision eines deutschen Touristenschiffes
mit einer Brücke auf der Donau bei Wien sind am Donnerstag 19 Menschen
leicht verletzt worden. Das Schiff , die MS "Viking
Europa", war beim Wenden abgetrieben worden und dabei mit dem
Heck gegen einen Pfeiler der Wiener Reichsbrücke geprallt.
Die meisten der 19 leicht verletzten Passagiere und Besatzungsmitglieder
hätten sich Prellungen, Schnittwunden und Hautabschürfungen zugezogen.
Ein Koch erlitt Verbrennungen. An Bord befanden sich den Angaben zufolge vor
allem US-Amerikaner, Briten und Kanadier. Bei dem Aufprall seien das Heck eingedrückt
worden und zwei Glasscheiben zu Bruch gegangen. Das Schiff konnte nach dem Unfall
die Anlegestelle ansteuern. Ein Teil der Verletzten konnte das Krankenhaus am
Mittag bereits wieder verlassen.
Das Schiff war auf dem Weg von Amsterdam nach Budapest. Die "MS
Viking Europa"verließ am Donnerstagmorgen Dürnstein in Niederösterreich
mit 135 Passagieren, darunter 129 US-Bürger, sowie 39 Besatzungsmitgliedern.
In der österreichischen Hauptstadt sollte das Schiff dann für eine
Stadtbesichtigung anlegen.
Pressemitteilung vom 10. 06. 2004
Ägyptischer Frachter
im Öresund auf Grund gelaufen
Stockholm - Im Öresund zwischen Schweden und Dänemark
ist ein ägyptischer Frachter M/V "Dominat"
mit 33.000 Tonnen Pottasche auf Grund gelaufen. Ein Sprecher der schwedischen
Küstenwacht, Joakim Haakansson, sagte, der Kapitän habe offenbar die
Seekarte nicht richtig gelesen. Das 200 Meter lange Schiff war auf dem Weg von
St. Petersburg nach Indien, als es am Montagabend auf Grund lief. "Es war
ein ekliger Unfall", sagte Haakansson. Es wird Tage dauern, sie da runter
zu kriegen.
Pressemitteilung vom 08. 06. 2004
Schweizer Regattateilnehmer
aus Seenot gerettet
Halifax - Ein Schweizer Segler ist am Montag vor der
kanadischen Küste aus Seenot gerettet worden. Die Rettungszentrale in Halifax
entsandte nach einem SOS-Ruf des 39-jährigen Bernard Stamm zunächst
ein Flugzeug, das den Havaristen entdeckte und einen Funkkontakt zu ihm herstellte.
«Er war in guter Verfassung und offenbar nicht verletzt», sagte
eine Sprecherin des Rettungszentrums. Wenige Stunden später wurde der Segler
von einem Öltanker an Bord genommen.
Stamm nahm mit seiner Rennyacht "Cheminées
Poujoulat-Armor Lux" an der traditionsreichen Segelregatta Transat
von Portsmouth in England nach Boston teil. Am siebten Tag des
Rennens geriet er 700 Kilometer vor der Küste von Neufundland in schlechtes
Wetter. In schwerer See brach der Kiel seines Boots, und die Jacht kenterte.
Stamm brachte sich in einem eigens für Notfälle konstruierten, wasserdichten
Abteil in Sicherheit. 2002 hatte er mit demselben Boot ein Segelrennen um die
Welt gewonnen.
"Es war hart für mich, mein Boot zurückzulassen», sagte
Stamm nach seiner Rettung. Auf die rund 1,8 Millionen Franken (1,2 Millionen
Euro) teure Jacht kann nach Angaben der Rettungszentrale derjenige Anspruch
erheben, der sie zuerst erreicht. Zu der Regatta über 4.500 Kilometer starteten
am 31. Mai 37 Segler, von denen bereits mehrere ausgeschieden sind.
Pressemitteilung vom 08. 06. 2004
Güterschiff fährt
sich auf dem Rhein fest
Ingelheim - Auf dem Rhein
bei Ingelheim ist am Samstag gegen 18.15 Uhr ein mit 2750 Tonnen Kohle beladenes
Gütermotorschiff aus den Niederlanden außerhalb der Fahrrinne festgefahren
und quergefallen. Das Schiff fuhr fest, da es Treibgut ausweichen wollte. Wie
das Wasserschutzpolizeiamt Rheinland-Pfalz mitteilte, versuchten zwei Schlepper
und ein niederländisches Containerschiff das Gütermotorschiff wieder
flott zu machen. Doch die Versuche schlugen fehl. Am
Sonntagmorgen mussten Teile der Ladung umgebaggert werden. Gegen 8.15 Uhr kam
das Schiff frei und konnte seine Fahrt fortsetzen. Während der Arbeiten
kam es zu Sperrungen der Schifffahrt.
Pressemitteilung vom 07. 06. 2004
Yacht in Wesermündung
gestrandet und gesunken
Bremen - In der Nacht zum 6. Juni lief eine Motoryacht,
der ehemalige Fischkutter "Caribik",
drei Seemeilen südöstlich des Leuchtturms Roter Sand bei Ebbe auf
Grund. Kurz vor Mitternacht meldete der Skipper über Funk starken Wassereinbruch.
Der Seenotrettungskreuzer "Vormann Steffens"
lief zum Havaristen und versuchte des Wassereinbruchs mit seinen Lenzpumpen
Herr zu werden. Die Yacht ließ sich jedoch nicht mehr auspumpen. Daraufhin
wurden die dreiköpfige Besatzung sowie der Bordhund abgeborgen und in Hooksiel
unversehrt an Land gesetzt.
Pressemitteilung vom 06. 06. 2004
Yachten durch Feuer zerstört
Hamburg - Ein Feuer zerstörte am Freitag die Motoryachten
"Sinus" und "Nemo"
am Tatenberger Deich (Dove Elbe). Ein drittes Schiff wurde beschädigt.
Die Polizei schätzt den Schaden auf 300 000 Euro. Der Unfall geschah, als
ein Mann (26) auf der "Sinus" Fußboden verlegen wollte, und
Klebstoff verstrich. Plötzlich gab es eine Verpuffung mit Stichflamme.
Verletzt wurde niemand.
Pressemitteilung vom 05. 06. 2004
Autofrachter nach Feuer
in Antwerpen gekentert
Antwerpen - Am 3. Juni brach auf dem Beiruter RoRo-Frachter
"Sea Trust" in Antwerpen ein Feuer
aus. Der Brand löste die bordeigene Löschanlage aus. Dadurch wurden
die Flammen zwar rasch erstickt, jedoch verlor das Schiff durch das Löschwasser
seine Stabilität und kenterte nach Steuerbord gegen den Kai. Der Havarist
steht nun samt ihrer Autoladung bis übers Oberdeck unter Wasser. Die 16köpfige
Crew konnte sich retten, wobei einige der Seeleute Verletztungen erlitten. Die
"Sea Trust" der Abou Merhi Lines war 1983 als "Sea Hamex"
erbaut worden. Im Januar 2003 war sie noch unter diesem Namen in schwerer See
vor Rosslare, Irland, auf Grund gelaufen, konnte aber am selben Tag freigeschleppt
werden. Wenig später ging sie an die derzeitigen libanesischen Eigner.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
03. 06. 2004
Oldtimertanker gestrandet
In stürmischer See lief
am 3. Juni der Produktentanker "Elena X",
993 BRZ, vor der griechischen Küste auf Grund. Das Schiff wurde 1943 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
03. 06. 2004
Fischerboot vor Galicien
gesunken
Madrid - Nach dem Untergang eines Fischerboots vor der
Nordwestküste Spaniens sind fünf Leichen aus dem Atlantik geborgen
worden. Fünf weitere Besatzungsmitglieder wurden am Donnerstag noch
vermisst, wie die Behörden in Pontevedra mitteilten. Die spanische
Ministerin für Landwirtschaft und Fischereiwesen, Elena Espinosa, reiste
in die Region, um die Suche nach den Opfern zu überwachen. Die «O
Bahía» hatte am Mittwochabend ein Alarmsignal abgegeben
und war danach gesunken. Das Unglücksgebiet vor Galicien gilt als «Küste
des Todes», weil Boote dort häufig in unsteten Gewässern
Schiffbruch erleiden. Im November 2002 zerbarst der Öltanker «Prestige»
nach einem Sturm, woraufhin ein Großteil seiner Ladung von 77.000 Tonnen
Öl ins Meer lief.
Pressemitteilung vom 03. 06. 2004
"Crangon" in
Flensburg gehoben
Flensburg - Am 3. Juni wurde die am Vorwochenende während
der Flensburger Rumregatta gesunkene "Crangon"
vor Solitüde gehoben. Gegen acht Uhr hatte die Bergungsaktion begonnen,
als eine mit Krangeschirr ausgerüstete Ramme der Stadtwerke an der Untergangsstelle
verankert wurde. Taucher legten Hebestropps um das Wrack, dessen Mastspitze
bereits wenig später über Waser erschien. Dann wurden die noch gesetzten
Segel samt Sturmreff sichtbar, und gegen 11 Uhr hatte der Rumpf der "Crangon"
die Wasseroberfläche durchbrochen. Mit leistungsstarken Lenzpumpen wurde
nun das Wasser aus dem Schiffsinnern befördert, und gegen 12 Uhr war es
ausgepumpt. Skipper Dirk Pauly und ein DLRG-Helfer bugsierten das Boot anschließend
unter eigenen Segeln an einen Liegeplatz im Flensburger Museumshafen. Hier muss
in den nächsten Tagen der Motor repariert werden. Dann kann die "Crangon"
die Heimreise nach Hamburg angetreten. Der Preis für das "Last Ship
home", das letzte eingelaufene Schiff, dürfte der "Crangon"
nach einer Regattazeit von 288 Stunden sicher sein. .
Quelle: Tim Schwabedissen vom
03. 06. 2004
Suche nach 55-jährigem
Segler erfolglos
Wismar - Ein tragisches Ende hat der Ostsee-Segeltörn
eines Ehepaares aus Wismar am Pfingstmontag in Richtung Schleswig-Holstein gefunden.
Etwa auf halbem Weg zwischen Kühlungsborn und der Insel Fehmarn wurde der
55-jährige Schiffseigner nach bisherigen Erkenntnissen von einer Welle
über Bord gespült. Die gestern mit Seenotkreuzern sowie Marine- und
Polizeieinheiten fortgesetzte Suche nach dem Vermissten blieb ohne Erfolg. Wegen
der Wassertemperaturen von etwa 13 Grad gebe es kaum Überlebenschancen,
sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar. Die Frau war am Montag
samt Schiff gerettet worden..
Pressemitteilung vom 02. 06. 2004
Motorboot kentert nach
Kollision - eine Tote
Rhede - Bei einem Schiffsunfall auf dem Dortmund-Ems-Kanal
nahe der Ortschaft Rhede ist am Dienstag eine 65 Jahre alte Frau ums Leben gekommen.
Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Emden am Mittwoch sagte, befand
sich die Frau an Bord eines Motorbootes, das von einem Binnenschiff überholt
wurde. Während des Überholmanövers sei es zur Kollision gekommen.
Das Motorboot sei aus noch ungeklärter Ursache gekentert. Der 69-jährige
Bootsfahrer erlitt den Angaben zufolge leichte Verletzungen.
Pressemitteilung vom 02. 06. 2004
Leichtsinn und Alkohol
- Zwei Bootsausflüge nehmen tragisches Ende -
Mehrere Bootsunfälle am Pfingstwochenende
Wismar/Vietow - Leichtsinn hat am Pfingstmontag mindestens
einen Wassersportler aus dem Nordosten das Leben gekostet. Während ein
49 Jahre alter Mann nach einem Motorbootunfall auf einem See nahe der Ortschaft
Vietow bereits tot geborgen wurde, gilt ein 55-jähriger Skipper aus Wismar
noch als vermisst. Eine Welle hatte den Mann bei einem Segeltörn vor der
schleswig-holsteinischen Küste über Bord gespült, wie die Wasserschutzpolizei
am Dienstag mitteilte. Die Suche, bei der auch mehrere Hubschrauber eingesetzt
worden waren, wurde bei Einbruch der Dunkelheit abgebrochen und wird voraussichtlich
nicht fortgesetzt.
Eine weitere Suche gilt einem Polizeisprecher zufolge als «aussichtslos».
Der Mann hatte trotz Windstärke acht und bis zu drei Meter hohen Wellen
weder Rettungsweste noch Sicherungsleine angelegt. Die segelunkundige Ehefrau
des Skippers konnte später von dem Schiff, das mit zerfetzten Segeln weit
abgetrieben war, gerettet werden.
Einem 49-Jährigen aus Sanitz im Kreis Bad Doberan wurde offenbar
übermäßiger Alkoholkonsum zum Verhängnis. Er ertrank, als
sein kleines Sportboot aus bislang ungeklärter Ursache auf einem See nahe
Vietow kenterte. Taucher bargen später die Leiche. Sein 35 Jahre alter
Begleiter hatte sich dagegen noch ans Ufer retten können. Bei dem Überlebenden
wurde ein Alkoholpegel von 1,2 Promille gemessen.
Glück im Unglück hatte ein zuckerkranker Kite-Surfer auf
dem Salzhaff vor Pepelow im Kreis Bad Doberan. Wegen einer akuten Unterzuckerung
wurde der 34-Jährige den Ermittlungen zufolge plötzlich bewusstlos.
Nur zufällig sah ihn der Skipper eines Segelboots kurz darauf im Wasser
treiben und fischte ihn heraus. Darüber
hinaus verzeichnete die Wasserschutzpolizei im Nordosten am Pfingstwochenende
noch vier kleinere Sportbootunfälle ohne Verletzte.
Pressemitteilung vom 01. 06. 2004
Schleppverband kollidiert im Nebel
Cuxhaven - Heute morgen, gegen 08:00 Uhr, kollidierte bei Nebel auf der Elbe am südlichen Tonnenstrich in Höhe der Grimmershörnbucht das Arbeitsschiff "Nige Wark" mit einem
Schleppverband. Es kam zu Sachschäden an den beteiligten Schiffen, Personen kamen nicht zu Schaden. Der Schleppverband bestand aus einem Kopfschlepper "Fairplay 22",
einem Schiffskasko und dem Steuerschlepper "Argus". Von der Verkehrszentrale Cuxhaven wurden sofort alle notwendigen Maßnahmen zur
Schadensbegrenzung durchgeführt. Der Tonnenleger "Vogelsand" sowie das Peilschiff "Greif" und der Rettungskreuzer "Hermann Helms" wurden alarmiert.
Pressemitteilung WSA Cuxhaven vom 01. 06. 2004
Fünf Tote bei Bootsunglück
in Österreich - Opfer vermutlich Deutsche
St. Pölten/Düsseldorf - Bei einem Bootsunglück
in Niederösterreich sind am Montag fünf Touristen einer deutschen
Reisegruppe ums Leben gekommen. Nach Angaben des österreichischen Fernsehens
ORF kenterte das Schiff auf dem größten unterirdischen See Europas
in der Seegrotte Hinterbrühl in der Nähe von Mödling. Insgesamt
waren 33 Menschen, die vermutlich mit einem Bus aus Nordrhein-Westfalen in Österreich
unterwegs waren, auf dem Boot.
Das Unglück ereignete sich dem Bericht zufolge gegen 9.30 Uhr
an der Einstiegsstelle zur Motorboottour auf dem See. Bei den Toten soll es
sich um vier Frauen und einen Mann handeln. Das Wasser in der Seegrotte ist
sieben Grad kalt.
Pressemitteilung vom 31. 05. 2004
Schiffbrüchige Flüchtlinge
vor Italien aufgegriffen
Rom - Die italienischen Behörden haben rund 140
schiffbrüchige Flüchtlinge vor der Küste der Insel Lampedusa
aufgegriffen. Nach Angaben der Marine hatte ein Aufklärungsflugzeug das
in Seenot geratene Boot rund 80 Seemeilen vor der süditalienischen Insel
entdeckt. Die Flüchtlinge seien von Marine und Küstenwache gerettet,
das havarierte Schiff nach Lampedusa geschleppt worden, hieß es. Woher
die Menschen kamen, war zunächst nicht bekannt.
Süditaliens Küsten, insbesondere aber die Insel Lampedusa,
zählen zu den Hauptanlaufstationen illegaler Einwanderer aus Afrika. Von
Tunesien und Libyen aus starten immer wieder Boote mit afrikanischen Flüchtlingen
in Richtung Italien. Da die Boote selten seetauglich sind, kommt es dabei auf
dem Meer immer wieder zu schweren Dramen.
Pressemitteilung vom 31. 05. 2004
Frachter im Bosporus gestrandet
Am Abend des 30. Mai lief der türkische Frachter
"Haci Emine Ana", 4.923 BRZ, auf
dem Weg von der Ukraine nach Derince in der Bosporus-Straße auf Grund.
Das 117 Meter lange Schiff hatte kurz vor Mitternacht den als schwierig geltenden
Yenikoy Turn hinter sich gebracht, als starke Strömungen es erfassten und
aus dem Fahrwasser drückten, so dass es rechtwinklig zum Ufer festkam.
Die "Haci Emine Ana" hatte bei der Strandung keinen Lotsen an Bord..
Quelle: Tim Schwabedissen vom
30. 05. 2004
Yacht auf Kieler Förde
gestrandet
Kiel - Auf der Kieler Förde geriet am 30. Mai eine
Yacht des Typs "Comfortina 38" in Seenot. Für die "Cala
Lumos" verlief die Pfingstregatta um den "Comfortina Cup"anders
als geplant: Bei einem missglückten Wendemanöver rauschte sie vor
der Außenmole des Marinearsenals auf unter Wasser liegende
Betonfundamente einer alten Kaianlage. Gegen 11.40 Uhr sandte die fünmfköpfige
Besatzung einen Seenotruf aus, der von der Seenotleitstelle der DGzRS in Bremen
aufgefangen wurde. Die "Cala Lumos" sei leckgeschlagen und drohe mitten
im Kieler Hafen zu sinken. Die fünfköpfige Crew der Segelyacht hatte
jedoch Glück im Unglück. Zufällig befand sich das Mehrzweckschiff
"Scharhörn" des Wasser- und
Schifffahrtsamtes vor Holtenau und wartete auf das Einschleusen in den Nord-Ostsee-Kanal.
Das zur Küstenwache gehörende Spezialschiff empfing den Notruf und
erreichte als erstes Schiff die Unglücksstelle an der Außenmole des
Marinearsenals, wo die "Cala Lumos" mit bis auf Deckshöhe abgesacktem
Achterschiff und austauchendem Bug festsaß. Wenig später traf auch
der Rettungskreuzer
"Berlin" mit dem Tochterboot "Steppke" ein. Die "Scharhörn"
leistete erste Hilfe mit einer Tauchpumpe, die auf die havarierte Yacht übergeben
wurde. Diese wurde kurz darauf durch eine Pumpe der "Berlin"
unterstützt, die bis zu 80 Tonnen Wasser pro Stunde aus dem Boot saugte.
Mit vereinten Kräften gelang es den Rettungseinheiten, die "Cala Lumos"
zu stabilisieren und zu lenzen. Nach drei Stunden konnte das Boot freigeschleppt
werden. Die "Cala Lumos" wurde im Konvoi in die nahe Schwentinemündung
gebracht und dort am Nachmittag aus dem Wasser gezogen. Vormann Pröber
von der "Berlin" lobte hinterher die sehr gute Zusammenarbeit von
aller Beteiligter, die"Scharhörn" sei eine gute Plattform gewesen.
Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Kiel hat die Crew der "Cala
Lumos" die vor dem Arsenal liegende Untiefentonne als Wendetonne der Regatta
gedeutet und dabei einen unter der Wasseroberfläche lauernden Betonklotz
zu spät
bemerkt. Für die Lübecker Segelyacht "Cala Lumos" war die
Chance aufeine Wiederholung ihres Sieges in ihrer Kategorie dahin: Im vergangenen
Jahr hatte die Yacht beim "Comfortina Cup 2003" einen zweiten Platz
belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
30. 05. 2004
Trawler vor Hebriden in
Seenot
Castlebay (Insel Barra) - Vor den äußeren
Hebriden funkte der Trawler "Laurnic"
aus Lowestoft am 29. Mai Notrufe. Nach Wassereinbruch in Maschinen- und Frachtraum
drohte das Schiff zu sinken. Die eigene Lenzpumpe versagte, und die dreiköpfige
Besatzung versuchte, des Wassereinbruchs manuell Herr zu werden. Das Fischereischutzboot
"Mina" sowie das Rettungsboot
aus Barra machten sich auf den Weg zum Havaristen, der vier Seemeilen nordwestlich
der Canna Insel im Little Minch trieb, um den drohenden Untergang abzuwenden..
Quelle: Tim Schwabedissen vom
29. 05. 2004
Kapitän setzte blinde
Passagiere auf offener See aus
Madrid - Die spanische Polizei hat einen Kapitän
und zwei Besatzungsmitglieder eines Tiefkühlschiffes verhaftet, die vier
blinde Passagiere auf offener See in einem winzigen Boot ausgesetzt und damit
dem Tode ausgeliefert haben sollen. Wie das spanische Staatsfernsehen am Samstag
berichtete, mussten die Flüchtlinge aus Senegal vergangenen Sonntag im
Atlantischen Ozean 1.200 Kilometer vor den kanarischen Inseln in ein Ein-Mann-Floß
steigen. Von ihnen fehlt jede Spur. Das
Schiff war vorvergangene Woche unter der Flagge Panamas von Dakar aus Richtung
Spanien in See gestochen. Der Kapitän, der erste Steuermann und der Ingenieur,
bei denen es sich um Südkoreaner handelt, wurden am Freitag in der nordwestlichen
Hafenstadt Ribeira festgenommen. Zwei weitere Besatzungsmitglieder sollen die
Polizei über den Vorfall auf hoher See informiert haben, hieß es
weiter. Die ausgesetzten blinden Passagiere könnten nur überlebt haben,
wenn sie von einem anderen Schiff aufgenommen worden wären, sagte Hafensprecher
Roberto Rietz.
Nach spanischem Schifffahrtsgesetz sind Schiffseigner für blinde
Passagiere verantwortlich und müssen ihre Rückführung ins Herkunftsland
bezahlen.
Pressemitteilung vom 29. 05. 2004
Toter im Fischernetz -
Leiche des Unbekannten wird untersucht
Stralsund/Sassnitz - Die Leiche eines Unbekannten ist
Ostsee-Fischern bei Rügen in ihr Fangnetz geraten. Der Tote habe vermutlich
schon längere Zeit im Wasser gelegen und solle nun zur Feststellung der
Todesursache und der Identität obduziert werden, sagte ein Polizeisprecher
am Samstagmorgen in Stralsund. Der Mann im Alter von etwa 40 Jahren trug Zivilbekleidung.
Es wurden jedoch keinerlei Papiere bei ihm gefunden. Die weiteren Ermittlungen
werden von der Stralsunder Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei durchgeführt.
Am Freitagmittag hatte der Sassnitzer Fischkutter SAS 71 «Wernigerode»
den Toten etwa zwölf Seemeilen nordöstlich von Arkona entdeckt und
an Bord genommen. Der Leichenfund war umgehend über Funk der Deutschen
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremen gemeldet worden.
Pressemitteilung vom 29. 05. 2004
Taucher verhindert nach
Tankerhavarie auf Rhein Schlimmeres
Bingen - Ein Berufstaucher hat nach dem Schiffsunglück
auf dem Rhein bei Bingen das Auslaufen großer Mengen Benzin verhindert.
Am Abend war ein mit mehr als 1400 Tonnen Benzin beladenes Schiff auf Grund
gelaufen und leck geschlagen. Der Taucher dichtete das Leck mit einer großen
Metallplatte ab - nur rund 16 Tonnen Benzin flossen in den Rhein. Seit dem Morgen
versuchen die Ermittler, der Ursache für das Unglück auf den Grund
zu gehen. Zur Zeit der Havarie herrschte normaler Wasserstand..
Pressemitteilung vom 29. 05. 2004
Ausflugsboot auf der Ostsee
gekentert
Kühlungsborn - Glimpflich ging am Abend des 29.
Mai ein Bootsunfall auf der Ostsee vor Rerik, Mecklenburg-Vorpommern, aus. Ein
sechs Meter langes Kunststoffboot kenterte mit neun Personen an Bord aus bislang
ungeklärter Ursache etwa zwei Kilometer vor der Küste. Sechs Personen
erreichten schwimmend das Ufer östlich der Reriker Seebrücke. Die
drei anderen wurden von der Besatzung des aus Kühlungsborn herbeigerufenen
Seenotrettungsbootes "Voltera"
auf
halber Strecke aus dem Wasser geborgen. Sie konnten nach der Untersuchung durch
einen Rettungsarzt in Kühlungsborn entlassen werden.Bei den Verunglückten
handlete es sich um eine Gruppe aus Einheimischen und Touristen gehandelt haben,
die sich auf einer Vergnügungsfahrt befanden. Das gekenterte Boot wurde
nach der Rettungsaktion von der "Voltera" in Schlepp genommen und
an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
29. 05. 2004
Feuer auf englischer Fähre
Heysham - Im Hafen von Heysham, England, brach am 28.
Mai ein Feuer auf der Fähre"Riverdance"
aus. Grund des Feuers war überhitztes Hydrauliköl in einem an Bord
befindlichen Traktor. Die Küstenwache kam der "Riverdance" zu
Hilfe und löschte die Flammen. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
28. 05. 2004
Havarie auf dem Rhein
St. Goar - Nach der Havarie eines Tankschiffs sind 10
bis 20 Tonnen Testbenzin in den Rhein geflossen. Das Schiff sei bei Trechtinghausen
nördlich von Bingen havariert, berichtet die Wasserschutzpolizei St. Goar.
Die Feuerwehr sei im Großeinsatz. Die Schifffahrt laufe weiter. «Die
Lage ist nicht sehr gefährlich», sagte der Sprecher. Wie es zu dem
Unfall kam, ist noch unklar.
Pressemitteilung vom 28. 05. 2004
Bootsunfall auf dem Rhein
- Schiff gerammt und schwer beschädigt
Bonn - Bei einer Kollision auf dem Rhein nahe Bonn ist
am Freitag ein Fahrgastschiff schwer beschädigt worden. Das Motorschiff
«Florius» hat aus bislang unbekannten
Gründen das in Bad Godesberg liegende Personenmotorschiff «Berlin»
gerammt, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte. Die 36 Meter lange «Berlin»
ist dabei stark beschädigt und von ihrer Anlegestelle abgerissen worden.
Das Boot trieb führerlos gegen eine unterhalb liegende Anlegestelle, die
auch aus ihrer Verankerung riss. Der 30-jährige Schiffsführer des
«Florius» drehte sein Schiff auf, nahm das treibende Fahrgastschiff
längsseits und legte es wieder an den Steiger. An Bord des Fahrgastschiffs
befanden sich keine Personen.
Das belgische Motorschiff war mit 1030 Tonnen Weizen beladen auf
der Fahrt von Metz nach Nieukerk in den Niederlanden. Es gab keine Verletzten,
auch die Schifffahrt wurde nicht behindert. Der Sachschaden beträgt nach
ersten Schätzungen rund 50 000 Euro.
Pressemitteilung vom 28. 05. 2004
Zahlreiche Einsätze
für Seenotretter durch Starkwind am Himmelfahrt-Wochenende
Bremen - Insgesamt 51 Mal mussten die Seenotretter der
Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)
über den Feiertag Christi Himmelfahrt bis in die späten Abendstunden
des Sonntag, 23.05.04, in den Einsatz.
Starkwind mit sechs und Böen bis acht Beaufort führten bei zahlreichen
Wassersportlern zu Navigationsschwierigkeiten und Materialschäden an Segelyachten.
Über 40 Einsätze mussten allein im Bereich der Ostsee-Stationen gefahren
werden.
Am Samstag, den 22. Mai 2004, wurde ein Fahrgastschiff mit 50 Personen in starken
Böen auf das Ufer vor Schleswig/Schleswig-Holstein (Ostsee) gedrückt.
Die Besatzung des Seenotrettungsbootes ARTHUR MENGE der Station Schleswig konnte
es wieder frei schleppen. Personen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: DGzRS vom 24. 05. 2004
Havarierter Tanker "Neptunus"
unterwegs nach Dänemark
Brunsbüttel / Kiel - In der Nacht vom 23. zum 24.
Mai wurde der durch einen Brand schwer beschädigte Tanker "
Neptunus"
von den Hamburger Schleppern "
Bugsier 12",
"
Bugsier 14" und "
Bugsier
15" durch den Nord-Ostsee-Kanal verholt. Von Kiel-Holtenau aus
geht die Fahrt weiter in den dänischen Hafen Fredericia. Hier wird erst
die Ladung gelöscht. Anschließend geht das der Sirius-Reederei gehörende
Schiff in eine dortige Werft, die es bereits vor zwei Jahren umgebaut hatte.
Die Reparaturdauer wird auf mehrere Monate geschätzt. Während der
Passage des mit fünf Knoten laufenden Schleppzugs kam es, wie auch schon
beim Brand des 99 Meter langen, mit 6117 Tonnen Heizöl beladenen Tankers
zu Behinderungen des Schiffsverkehrs auf dem Kanal.
Die "Neptunus" war am 21. Mai
zwischen Burg und Kuden in Brand geraten. Nur durch das beherzte Zusammenarbeiten
der Burger und der Brunsbütteler Feuerwehren hatte eine Katastrophe an
Bord des Heizöltankers vermieden werden können. Eine defekte Kraftstoffförderpumpe
hatte zunächst eine Leckage hervorgerufen. Dadurch konnte etwa 200 Grad
heißes Schweröl austreten und auf andere Schiffsteile spritzen. Vermutlich
ist dann durch einen Kurzschluss das Feuer ausgebrochen. Ein bordseitiger Versuch
den Brand mit Feuerlöschern oder CO² Gas einzudämmen, schlug
fehl. Die Feuerwehr wurde um 2.22 Uhr alarmiert: "Im Maschinenraum eines
schwedischen Tankers brennt es. Drei Personen werden vermisst", hieß
es im Notruf. 21 Feuwerwehrleute der Burger Wehr trafen als erste am Havarieort
ein. Die "Neptunus" trieb manövrierunfähig quer zum Ufer
auf dem Kanal. Das Feuer hatte für einen Stromausfall an Bord gesorgt.
Die Feuerwehrmänner setzten mit der Burger Kanalfähre "Oppeln"
zu dem qualmenden Tanker über und begannen unverzüglich mit der Bekämpfung
des Brandes. Als kurz darauf die Brunsbütteler Wehr mit 40 Männern
eintraf, war bereits klar, dass sich die Besatzung der "Neptunus"
entgegen der ersten Befürchtungen vollzählig hatte in Sicherheit bringen
können. "Als wir ankamen, sahen wir offenes Feuer unter der Decke.
Die Hauptmaschine stand im Vollbrand", beschrieb der Brunsbütteler
Wehrführer hinterher die Lage beim Eintreffen seiner Leute. Er zeigte später
eine Aluminiumweste, die einer seiner Männer beim Einsatz trug. "Die
schmilzt erst bei 800 Grad - und die hier ist geschmolzen", sagte der Einsatzleiter.
Die Besatzung des Tankers hatte nach Brandausbruch den Maschinenraum verschlossen,
damit kein Sauerstoff das Feuer anfachen konnte. Deshalb umgingen die Feuerwehrmänner
den direkten Zugang und näherten sich über Niedergänge und Betriebsgänge
von unten dem Brandherd.
| Gegen fünf Uhr
morgens am 21. Mai war das Feuer gelöscht. Die Kanalschifffahrt konnte
nach einer eineinhalbstündigen Sperrung ihren normalen Betrieb wieder
aufnehmen Öl trat nicht aus, das Löschwasser wurde in einem
speziellen Tank an Bord gesammelt. Vor allem der in der Ausweiche Kudensee
liegende Kieler Schlepper "Holtenau",
der das Passagierschiff "Maxim Gorki"
begleitete, trug dazu bei, einen schlimmeren Unfall zu verhindern. Er
wurde aus seinem ursprünglichen Sicherungsauftrag entlassen und drückte
den Tanker, der den Kanal blockierte, in die Böschung. So konnten
der entgegenkommende Chemietanker "Bro Transporter" und die
"Maxim Gorki" gegen kurz vor vier Uhr den Unfallort passieren.
Als weitere Schlepper kamen die "Bugsier 11" und |
 |
"Bugsier 15" hinzu, fixierten die "Neptunus" an ihrem Liegeplatz
und feuerten Löschwasser auf die Aufbauten. Am Morgen des 21. Mai zogen
sie den Tanker nach Brunsbüttel, wo er gegen 11.30 Uhr am Südkai festmachte.
Hier untersuchten Experten von Polizei und Feuerwehr die Brandursache. Ebenfalls
vor Ort war ein Vertreter des Germanischen Lloyd. Die Wasserschutzpolizei fertigte
einen Seeunfallbericht, der der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung
in Hamburg übermittelt wird.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
24. 05. 2004
Angelkutter drohte vor
Irland zu sinken
Ballycastle - Am 23. Mai lief südlich von Rahlin
Island, Irland, der Angelkutter "The Boy Conail"
auf Grund und schlug leck. Westlich der Insel drohte das Schiff mit fünf
Personen an Bord zu sinken. Während bereits die Rettungsinsel klargemacht
wurde, liefen die Rettungsboote von Red Bay und Portrush aus.
Ein Rettungshubschrauber stieg auf. Wenig
später funkte die "Boy Conail",
dass es doch gelungen sei, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen.Mit
eigener Kraft nahm sie Kurs auf Ballycastle. Sicherheitshalber wurde sie von
den Rettungsbooten und dem Helikopter begleitet und machte gegen 19 Uhr im Hafen
fest. Am Kai wurde begonnen, das Schiff zu lenzen.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
24. 05. 2004
Schiff rammt Marienbrücke
Elbe-Schiffsverkehr nach Bergung in Dresden wieder
frei gegeben
Dresden - Auf der Elbe bei Dresden konnten von Samstagnachmittag
bis Montagmittag keine Schiffe fahren. Der Verkehr blieb in diesem Zeitraum
durch einen verunglückten Transportverband behindert.
Ein großes Aufbautenteil im Wasser unter der Marienbrücke
konnte erst am Montag geborgen werden. Das aus Tschechien kommende Frachtschiff,
das drei miteinander verbundene Schiffsrohbauten transportierte, hatte am Samstagnachmittag
eine Elbbrücke gerammt und sich quer gestellt. Aufbauten
in der Mitte des Schubverbandes blieben in einem Bogen hängen, der Rest
des Gefährtes drückte gegen die Brückenpfeiler und blockierte
die Durchfahrt. Zwei Bergungsschiffe brachten diese Teile 24 Stunden später
an einen sicheren Liegeplatz.
An der Brücke selbst seien bisher kaum Schäden festgestellt
worden. "Die Brückenmeisterei hat bezüglich der Statik nichts
beanstandet." Neben ein paar Abschürfungen sei nur ein herausgebrochenes
Stück Sandstein festgestellt worden. Bisher seien die Sachschäden
noch nicht beziffert worden.
Nach Bergung ist der Verkehr am Montagmittag wieder frei gegeben
worden. Gegen den aus Tschechien stammenden Kapitän wurde Anzeige erstattet,
teilte die Polizei mit. Die Ursache des Unglückes ist noch immer unklar.
Pressemitteilung vom 24. 05. 2004
15 Verletzte bei Unfall
eines Ausflugsschiffs
Nagelneuer Katamaran prallt gegen Uferpromenade
Starnberg - Nur wenige Tage nach der Jungfernfahrt des
neuen Katamarans "MS Starnberg"sind
bei einem Unfall auf dem Starnberger See 15 Menschen verletzt worden. Nach Angaben
der Polizei stieß der Dampfer am Sonntagvormittag bei einem Wendemanöver
gegen die Uferpromenade in Berg, anstatt planmäßig an den Steg anzudocken.
15 der insgesamt 141 Passagiere seien verletzt worden, sie erlitten vorwiegend
Schnittwunden und Prellungen und wurden zum Teil im Krankenhaus behandelt.
Das Schiff wurde erheblich beschädigt. Es konnte am Mittag geborgen
werden und mit eigener Kraft zur Reparatur in den Starnberger Hafen zurückfahren.
Die Fahrgäste wurden mit Bussen nach Starnberg gebracht.
Vermutlich wegen eines technischen Defekts war das Schiff auf der
Fahrt von Starnberg nach Berg mit hoher Geschwindigkeit frontal gegen die Kaimauer
gefahren. Zum Glück sei niemand schwer verletzt worden.
Der neue Galerie-Katamaran war erst am Mittwoch zu seiner Jungfernfahrt
in See gestochen. Insgesamt sind von der Bayerischen Seenschifffahrt GmbH jetzt
sechs Ausflugsschiffe auf dem Starnberger See unterwegs.
Die «MS Starnberg» sollte sowohl im Linienverkehr als
auch für private Veranstaltungen eingesetzt werden. Sie bietet Platz für
600 Menschen. Allein in den großen, über zwei Stockwerke reichenden
Salon passen 300 Fahrgäste. Im Heckbereich des Hauptdecks können außerdem
30 Fahrräder befördert werden. Auf dem Sonnendeck befindet sich ein
Kinderspielplatz.
Die Weiß-Blaue Flotte befördert auf Starnberger, Ammer-,
Tegern- und Königssee mit 36 Schiffen jährlich insgesamt mehr als
1,2 Millionen Fahrgäste - davon am Starnberger See rund 240 000. Die Flotte
zählt somit zu den größten Binnenschifffahrten Europas.
Pressemitteilung vom 23. 05. 2004
Reichlich Bruch bei Flensburger
Rumregatta
Flensburg - Unvergessen wird für etliche Skipper
die 25. Flensburger Rumregatta bleiben.
Nicht nur war sie eine der kältesten der letzten Jahre, sondern seglerisch
zweifellos die härteste aller Zeiten. Auf der Rückfahrt von der Wendetonne
erwischte eine regelrechte Böenwalze den fast 50 Jahre alten Great-Yarmouth-Shrimper
"Crangon". Skipper Dirk Pauly
gelang es nicht mehr, die Großschot zu fieren. Sein Krabbenkutter legte
sich auf die Seite, lief voll Wasser und sank binnen weniger Minuten. Die Crew
- neben Pauly eine Frau und ein Mann - wurden von der DLRG vor Fahrensodde aus
der Flensburger Förde gefischt. Ein paar Stunden später waren sie
heil und trocken wieder auf dem Gaffelmarkt. Ihr Boot soll in den kommenden
Tagen gehoben werden, teilte die DLRG mit. Auch die Smakkejolle "Okseø",
gebaut auf der Flensburger Museumswerft, wurde ein Böenopfer und kenterte.
Die dreiköpfige Crew erwischte es in dem tückischen Seegebiet direkt
an der Schiffbauhalle der Flensburger Schiffbaugesellschaft. Ein aufmerksamer
Regattasegler nahm das Unglück wahr und holte die drei an Bord seines Schiffes.
Nach einem Kurzaufenthalt im Krankenhaus konnte auch diese Crew die Rum-Regatta
weiter feiern. Der Schoner "Aron"
aus Svendborg büßte seine Maststenge ein, die "Maria
af van Hoff" den Klüverbaum. Hierbei verletzte sich ein
Crewmitglied und wurde erst notärztlich auf der "Ryvar"
und später im Krankenhaus ambulant behandelt. Doch auch dieser Schiffer
bestätigte das Klischee, dass die Rum-Regatta nur etwas für harte
Männer ist: Mit drei Rippenbrüchen meldete er sich später zum
Gaffel-Feierabend.
Quelle: Tim Schwabedissen vom
22. 05. 2004
Tankerbrand auf Nord-Ostsee-Kanal
Feuer auf Tanker im Kanal nach drei Stunden gelöscht
Brunsbüttel - Vermutlich eine technische Ursache
ist der Auslöser für den Maschinenraumbrand auf dem schwedischen Doppelhüllentanker
" Neptunus ". Das Feuer war gestern
morgen um 2.15 Uhr auf dem Schiff ausgebrochen, als es gerade den Nord-Ostsee-Kanal
passierte. Zum Unglückszeitpunkt befand sich die "Neptunus" zwischen
Burg und Kudensee. Eines der ersten Schiffe, das den Havaristen erreichte, war
der Kieler Schlepper "Holtenau".
Die "Holtenau" war zum Unglückszeitpunkt als Begleitschlepper
des Kreuzfahrtschiffes "Maxim Gorkiy"
auf dem Kanal unterwegs. Die "Holtenau" schob den im Fahrwasser liegenden
Tanker zur Seite, und machte damit den Weg für den entgegenkommende Chemikalientanker
"Bro Transporter" frei.
Unmittelbar nach dem Ausbruch des Feuers war auch für die Feuerwehren Burg
und Brunsbüttel Großalarm ausgelöst worden. Sie wurden mit 60
Mann und umfangreichen Gerät durch Kanalfähren zur "Neptunus"
gebracht.
Nach kurzer Einweisung gelang es den unter schwerem Atemschutz ins
Schiff vordringenden Löschtrupps den Brand um 5 Uhr zu löschen. Zusätzlich
zur "Holtenau" wurden aus Brunsbüttel auch die Schlepper "Bugsier
11" und "Bugsier 15" zur Unglücksstelle geschickt, sie drückten
den Havaristen gegen die Böschung.
Durch den Schleppereinsatz konnte der Verkehr nach 90 Minuten wieder
freigegeben werden. Die 6500 Tonnen schweren Ladetanks der mit 6117 Tonnen Heizöl
beladenen "Neptunus" blieben unbeschädigt. Zur genauen Untersuchung
der Ursache wurde der Tanker von Schleppern nach Brunsbüttel gezogen.
Durch die erheblichen Schäden im Maschinenraum ist die ursprünglich
von Liepaya (Lettland) nach Vlissingen geplante Reise der "Neptunus"
in Brunsbüttel zu Ende. Die Ölladung soll in ein anderes Schiff umgepumpt
werden. Danach soll der Tanker zur Reparatur in eine Werft.
Während der Löscharbeiten musste die Fähre Kudensee den Betrieb
einstellen, da beide Fähren für die Feuerwehr benötigt wurden
Pressemitteilung vom 22. 05. 2004
Schiffsunglück im
Ärmelkanal: Mindestens drei Tote
Caen - Bei einem Schiffsunglück im Ärmelkanal sind mindestens
drei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr in der nordfranzösischen
Stadt Caen mitteilte, war unter den Toten ein etwa zehn Jahre altes Kind. Ein
Passagier der Yacht, die auf der Höhe von Grancamp-Maisy vor der Küste
der Normandie gekentert war, konnte gerettet werden, litt aber an Unterkühlungen.
Nach einem fünften Bootsinsassen wird mit einem Hubschrauber und einem Rettungsboot
gesucht. Die Staatsangehörigkeit der Verunglückten ist noch nicht bekannt.
Pressemitteilung vom 21. 05. 2004
Frachter vor England von
unbekanntem Containerfrachter gerammt
Falmouth - Vor der englischen Küste kam es am 19. Mai zu einer Kollision.
Das 298 BRZ große Kümo "Kormoran"
wurde von einem unbekannten Containerfrachter gerammt. Der Kollisionsgegner setzte
die Fahrt nach dem Zwischenfall ohne zu stoppen fort. Die Küstenwache von
Falmouth fing die von dem 1966 erbauten Frachter "Kormoran" ausgesandeten
Notrufe auf.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 20. 05. 2004
Feuer auf "Queen Elizabeth
II" nach zwei Stunden gelöscht
Bremerhaven - Zweimal drehten sich am 18. Mai Nachrichten aus Bremerhaven
um havarierte Kreuzfahrtschiffe: Am Dienstag entzündeten sich auf der "Queen
Elizabeth II", die z.Zt. bei der Lloyd-Werft liegt, Ölrückstände.
Im Rahmen von kurz vor ihrem Abschluss stehenden Überholungsarbeiten löste
Funkenflug von
Schweißarbeiten den Schwelbrand aus. Dabei kam es zu starker Rauchentwicklung,
die die Löscharbeiten der herbeigerufenen Feuerwehr erheblich behinderte.
Nach zwei Stunden war das Feuer gelöscht. Da der Sachschaden gering blieb,
soll die "Queen Elizabeth II", wie geplant, in der Nacht zum 20. Mai
wieder auslaufen. Derweil wurde vom asiatischen Unternehmen Star Cruise bekanntgegeben,
das die Fertigstellung der bei der Lloyd-Werft im Frühjahr gesunkenen "Pride
of America" nun für den Sommer 2005 erwartet würde.
Noch ist keine Reparaturwerft benannt, doch der Lloyd-Werft werden gute Chancen
eingeräumt, das Schiff fertigstellen zu können. Weiterhin ungewiss hingegen
ist die Zukunft der ebenfalls in Bremerhaven liegenden "Norway", die
nach einer Kesselexplosion dorthin geschleppt worden war.
Pressemitteilung vom 19. 05. 2004
Ein Toter bei Bootsunfall
auf der Weser
Bremen - Bei einem Bootsunfall auf der Weser bei Lemwerder ist gestern
abend ein Mann ertrunken. Der 64jährige kenterte mit seinem Boot, als er
Aal-Reusen aus dem Wasser holen wollte. Die Rettungskräfte haben die Suche
nach ihm inzwischen eingestellt. Sie sagen, wegen der starken Strömung gebe
es keine Chance mehr, den Mann noch lebend zu finden. Seine 59jährige Ehefrau
wurde gerettet; ein 56 Jahre alter Begleiter aus Ganderkesee konnte ans Ufer schwimmen.
Weshalb das Boot kenterte, wissen die Ermittler bisher nicht.
Pressemitteilung vom 18. 05. 2004
Segelschulschiff rammt
Tower-Bridge
London - Glimfliches Ende einer Kollision mit einem weltberühmten
Bauwerk: Beim Einlaufen in den Londoner Hafen kollidierte am 15. Mai der Großsegler
"Lord Nelson" mit der Tower Bridge.
Das Segelschulschiff hatte 50 Personen an Bord. Das Unglück ereignete sich,
als das Schiff wenden wollte. Starke Strömung drückte es gegen die Brücke.
Bei dem Zusammenstoß trug die "Lord Nelson" Schrammen und eine
Einbeulung davon. Menschen kamen an Bord des Seglers, der gemischte Mannschaften
aus Behinderten und nicht Behinderten ausbildet, nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.
05. 2004
Räumung der "Tricolor"-Reste
wieder aufgenommen
Am 15. Mai wurde die Wrackräumung der "Tricolor"
nach der Winterpause wieder aufgenommen. Das im Ärmelkanal gesunkene Schiff
war in neun Sektionen zersägt worden, von denen vier mit dem Einsetzen der
Winterstürme und dem Abbruch der Bergungsaktion im November 2003 auf dem
Meeresgrund zurück blieben. Da die Wrackteile während der vergangenen
Monate zusammengebrochen sind, werden sie aber nicht mehr als ganze Sektionen
von
der "Taklift IV" zu heben sein.
Die Räumung wird voraussichtlich bis September 2004 andauern. Es ist geplant,
die Untergangsstelle auch von Resttrümmern und Pkw aus der Ladung zu säubern.
Die Aktion wird von einem Konsortium, bestehend aus SMIT Salvage B.V., Scaldis
Salvage & Marine Contractors N.V., URS Salvage & Maritime Contracting
N.V. sowie Multraship Salvage B.V. durchgeführt. Die "Tricolor"
war mit einer Ladung von 3.000 Luxusautos und 2.000 Tonnen bereits geborgenem
Bunkeröl nach der Kollision mit dem Frachter "Kariba" auf dem Weg
von Southhampton nach Antwerpen gekentert und gesunken..
Quelle: Tim Schwabedissen vom 17.
05. 2004
Österreichische Yacht
vor Albanien gesunken
Durres - Am 10. Mai lief vor Durres, Albanien, eine Segelyacht auf einen
Felsen. Das österreichische Boot sank nach der Grundberührung. Ein Boot
der
italienischen Küstenwache, das in Durres stationiert ist, lief zur Rettung
der Crew zur Unglücksstelle aus. (Quelle: Andreas Lohrum).
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.
05. 2004
Gestrandetes Binnenschiff
blockiert Donau
Niederalteich - Am Morgen des 14. April lief ein Binnenschiff auf der Donau
auf eine Sandbank auf. Der mit 1.100 Tonnen Stahlblech beladene Frachter kam auf
dem Weg von Bratislava nach Deggendorf zwischen Passau und Straubing fest und
legte sich anschließend quer. Der Fluss war nach der Havarie blockiert,
der Sachschaden ist noch nicht abschätzbar. Der deutsche Kapitän gab
an, dass ein Maschinenschaden Auslöser der Kursabweichung war, die sein Schiff
stranden ließ.
Aus Sicherheitsgründen wurde der Fluss in beide Richtungen gesperrt. Wann
und wie der Frachter geborgen wird, ist nach Polizeiangaben unklar..
Pressemitteilung vom 14. 05. 2004
Zwei Verletzte bei Schiffsunglück
auf der Donau
Passau - Bei
einem Schiffsunfall auf der Donau sind am Mittwochabend zwei Menschen leicht verletzt
worden. Es sei ein Sachschaden in Höhe von mehreren Millionen Euro entstanden,
teilte die Polizei in Passau mit. Die Verletzten befanden sich zusammen mit weiteren
87 Passagieren an Bord eines Fahrgastschiffs aus der Schweiz. In der Schleuse
Jochenstein gerieten das Passagierschiff und ein bulgarischer Autotransporter
seitlich aneinander und verkeilten sich.
Am Fahrgastschiff wurden auf der linken Seite fast alle Fenster beschädigt
und die gesamte Seite eingedrückt. Das Deck wurde in Längsrichtung gestaucht,
und die Innenwände zerbrachen zum Teil. Am Autotransporter entstand nur leichter
Schaden in Höhe von 10 000 Euro. Die Passagiere wurden nach dem Unfall mit
Bussen in Hotels ins nahe gelegene Linz in Österreich gebracht.
Warum es zur Berührung der beiden Schiffe kam, ist noch ungeklärt.
Die beiden Kapitäne, ein 48-jähriger Belgier und ein 46-jähriger
Bulgare, fuhren auf Anweisung des Schleusenschichtführers in die Schleuse
ein. Beide Schiffe sind noch manövrierfähig und konnten die Schleuse
aus eigener Kraft verlassen. Es gab keine Lecks.
Pressemitteilung vom 13. 05. 2004
Kreuzfahrer "Mona
Lisa" saß in Venedig fest
Venedig - Am
12. Mai lief das Kreuzfahrtschiff "Mona Lisa"
in der Lagune von Venedig auf Grund. Zwei Schleppern gelang es kurz darauf, das
festliegende Passagierschiff wieder zu befreien. Die Havarie ereignete sich, als
die "Mona Lisa" aus dem Canale Grande das Becken von San Marco ansteuerte.
In dichtem Nebel kam sie während dieses Manövers offenbar vom Kurs ab.
Der Bürgermeister von Venedig kritisierte nach dem Unglück derartige
Fahrmanöver. Eines Tages könne dabei ein Schiff auf den Markusplatz
auffahren. Die "Mona Lisa" hatte zuletzt Ende 2003 eine Grundberührung
vor Spitzbergen gehabt, bei der der Antrieb beschädigt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 13.
05. 2004
Wrack von vermisstem Trawler
vor Schweden entdeckt
Stockholm - Nach dem Untergang eines
lettischen Trawlers vor der schwedischen Ostseeküste haben am Mittwoch Rettungskräfte
nach den sechs Seeleuten gesucht. Beteiligt seien Schiffe, ein Hubschrauber und
ein Flugzeug, teilte die schwedische Küstenwacht am Mittwoch mit. Die Überlebenschancen
im zehn Grad kalten Ostseewasser seien jedoch gering, falls sich die Besatzung
nicht auf ein Floß retten konnte.
Inzwischen wurde auch das Wrack der 25 Meter langen «Astrida»
gefunden. Taucher hätten schwere Beschädigungen am Bug entdeckt, sagte
Küstenwacht-sprecher Patrik Mattiasson. Es war zunächst unklar, ob diese
von einem Zusammenstoß stammen.
Ein Tauchroboter fand das 25
Meter lange Schiff in 27 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Am Bug der "Astrida"
zeigten sich bei der Unterwasserinspektion schwere Schäden, die möglicherweise
von einer Kollision herrühren. Anschließend zum Wrack abgestiegene
Taucher bargen drei Mann der sechsköpfigen Besatzung tot aus den Innenräumen
des Schiffes. Von den anderen drei fand sich keine Spur. Die "Astrida"
war am 2. Mai aus dem lettischen Hafen Liepaja ausgelaufen und hatte am 11. Mai
dorthin zurückkehren sollen. Zuletzt war sie am 9. Mai südlich der Insel
Öland gesichtet worden.
Pressemitteilung vom 12. 05. 2004
Zwei Boote in Strudel auf
Unstrut gekentert
Freyburg - Am
11. Mai kenterte auf der Unstrut das Fahrgastschiff "Fröhliche
Dörte". Zuvor waren zwei Ausflugsboote mit Thüringer
und Sachsen-Anhaltinischen Schülern in einen Strudel unterhalb des Wehres
bei Freyburg geraten. Eines der Boote, in dem sich drei Mädchen und eine
Lehrerin befanden, schlug um. Das Unglück wurde von Bord der "Fröhliche
Dörte" beobachtet. Beim Versuch, den Verunglückten zu helfen, geriet
das Schiff in denselben Strudel und kenterte. An Bord waren drei Besatzungsmitglieder,
jedoch keine Passagiere. Alle sieben Verunglückten wurden von Einsatzkräften
der Feuerwehr gerettet und an Land gebracht. Zwei Schülerinnen kamen mit
Verdacht auf Unterkühlung ins Krankenhaus. Die anderen kamen mit dem Schrecken
davon.
Pressemitteilung vom 11. 05. 2004
Dänischem Fischerboot
ging deutsches U-Boot ins Netz
Kopenhagen - Es klingt wie Angler-Latein, ist aber wahr: Einem dänischen
Fischerboot ist am Montag ein deutsches U-Boot ins Netz gegangen, das für
NATO-Übungen vor der norddänischen Küste im Einsatz war. Die Besatzung
des Kutters "Marie Helen"entdeckte
den ungewöhnlichen Fang 37 Kilometer nördlich von Hirtshals. Die Fischer
hätten das U-Boot erst identifiziert, nachdem es aufgetaucht war und Kontakt
herstellte, teilte ein dänischer Marinesprecher am Dienstag mit. Die Befreiung
des U-Bootes habe einige Stunden gedauert.
Das U-Boot war im Rahmen der NATO-Übung «Blue
Game 2004» im Einsatz, an der Flugzeuge und etwa 70 Schiffe von
16 Staaten beteiligt sind. Die «Marie Helen» sei nach dem Vorfall
zunächst nach Hirtshals zurückgekehrt, um entstandene Schäden zu
beheben, sagte der Marinesprecher. «Abgesehen von dem beschädigten
Kutter war der Zwischenfall eigentlich undramatisch», meinte der Sprecher.
Einen ähnlichen Vorfall gab es schonmal: Vor zehn Jahren ging
drei dänischen Fischer ein U-Boot ins Netz. Allerdings wurde ihr Boot in
die Tiefe gerissen - die Fischer ertranken.
Pressemitteilung vom 11. 05. 2004
Fischer harrte fünf
Stunden auf gekentertem Kutter aus
Liverpool - Am Nachmittag
des 10. Mai wurde die Küstenwache von Liverpool alarmiert, weil der 21 Fuß
lange Kutter "Grommit" vermisst
wurde. Zuletzt war er gegen 13 Uhr gesehen worden, nachdem er morgens von Port
William in Westschottland aus auf Fangfahrt gegangen war. Versuche, den Skipper
über Mobiltelefon zu erreichen, waren erfolglos. Daraufhin liefen die Rettungsboote
von Port William und Ramsey aus. Mehrere Rettungsteams wurden an der Küste
in Marsch gesetzt. Ein Rettungshubschrauber unterstützte die Suche aus der
Luft. Bei ruhiger See und wenig Wind waren die Suchbedingungen günstig. Gegen
16 Uhr wurde nahe Changue Farm, Port William, ein offenkundig havariertes Schiff
gesichtet. Als die zur angegebenen Position dirigierten Retter es erreichten,
stellte es sich heraus, dass es sich um die kieloben treibende "Grommit"
handelte. Auf dem Rumpf konnte eine orange gekleidete Person ausgemacht werden.
Es handelte sich um den Skipper, der wenig später von dem Rettungshubschrauber
aufgewinscht und an Land gebraht wurde wurde. Der Mann hatte das Unglück
mit leichten Unterkühlungen überstanden. Er gab an, sich ungefähr
fünf Stunden an den Rumpf geklammert zu haben, ehe er gesichtet wurde. Er
habe sich nur wenige Minuten im Wasser befunden, ehe es ihm gelang, den Kiel der
"Grommit" zu erklimmen. Nach kurzer Untersuchung im Krankenhaus wurde
er entlassen. Sein Schiff wurde mit Fischereibojen markiert und sollte am nächsten
Tag geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen vom 11.
05. 2004
Schiff prallt gegen Kaimauer
Cuxhaven - Um 16.20 Uhr schepperte es am
Freitag am Europakai. Bei dem niederländischen Motorschiff "Assi
Scan Link" versagte während des Anlegemanövers die Umsteuerung
von der Brücke zur Nock, wie die Cuxhavener Wasserschutzpolizei anschließend
ermittelte. Das 146 Meter lange Schiff prallte gegen die
Kaimauer und schrammte an ihr entlang, kam aber vor der Ladebrücke zum Stillstand.
Am Schiff wurden einige Scheuerleisten-Taschen abgerissen, der Schaden am Europakai
beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 50000 Euro.
Gegen die "Assi Scan Link" wurde
ein Weiterfahrverbot mit der Auflage der Klassen-Erneuerung verhängt. Erst
wenn im Beisein der Cuxhavener Wasserschutz-polizisten und der See-Berufsgenossenschaft
die ordnungsgemäße Funktion der Umschaltung demonstriert wurde, geht
das mit 13436 GT vermessene Schiff wieder auf Fahrt.
Pressemitteilung vom 08. 05. 2004
Fähre vor Zypern gesunken
Nahe Karpas sank vor der Küste Nordzyperns am Morgen des 5. Mai die RoRo-Fähre
"Dolphin 2", 2.900 BRZ. Die türkische
Fähre war mit einer Ladung Lkw auf dem Weg in den südtürkischen
Hafen Mersini gewesen, als sie 15 Meilen vor Kap Karpas unterging. Von den 26
Mann Besatzung konnten 24 von zwei Rettungsbooten und zwei Hubschraubern lebend
gerettet werden. SAR-Kräfte suchten weiter nach den beiden vermissten Seeleuten.
Die Ursache des Untergangs ist unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 05. 05. 2004
Kutter beim Netzeinholen
gesunken
Zu viel Fangglück hatte der drei Jahre alte Trawler "Fundy
Leader" am 5. Mai vor der englischen Küste. Beim Einholen
des prall gefüllten Netzes verlor das 138 BRZ große Schiff die Stabilität,
kenterte und sank.
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 05. 05. 2004
Rheinalarm nach Schiffsuntergang
Mannheim / Germersheim - Nach dem Untergang
eines Schiffes in Frankreich haben die Behörden internationalen Rheinalarm
ausgelöst. Wie die Wasserschutzpolizeidirektion Baden-Württemberg am
Donnerstag in Mannheim mitteilte, ist aus dem Schiff Dieselkraftstoff ausgelaufen.
Dieses sei trotz errichteter Ölsperren teilweise in den Oberrhein gelangt.
Verschmutzungen wurden inzwischen vor allem zwischen der Altrheinmündung
Beinheim im Elsass und Karlsruhe festgestellt. Auch im Bereich Germersheim in
Rheinland-Pfalz kam es zu Verunreinigungen.
Den Angaben zufolge war bereits am Dienstag ( 04. Mai ) im Hafen von
Beinheim ein Arbeitsschiff mit einem Schwimmbagger kollidiert und schließlich
gesunken. Das Schiff hatte 50 Tonnen Dieselkraftstoff geladen. Wie viel davon
auslief, war zunächst nicht bekannt. Nach Angaben eines Sprechers der Wasserschutzpolizei
konnte der Kraftstoff auf französischer Seite teilweise beseitigt werden.
Auf deutscher Seite sei dies wegen der Strömung und des dünnen Ölfilms
nicht möglich.
Auch im Bereich Germersheim war nach Angaben der örtlichen Wasserschutzpolizei
zeitweise ein rund zehn Kilometer langer Ölfilm zu sehen. Dieser habe sich
aber mittlerweile verflüchtigt, sagte ein Polizeisprecher. Die Feuerwehren
und Wasserwerke in der Region seien in Absprache mit der Wasserschutzpolizei Karlsruhe
alarmiert worden. Auch zwischen Rastatt und Karlsruhe wurden den Angaben zufolge
neben der Wasserschutzpolizei die Feuerwehren eingeschaltet.
Die Wasserqualität des Rheins wird fortlaufend von der baden-württembergischen
Landesanstalt für Umwelt (LfU) in Karlsruhe überwacht. Bislang gebe
es "keine Besorgnis erregenden Werte", betonte der Polizeisprecher.
Behinderungen für die Schifffahrt bestehen nicht. .
Pressemitteilung vom 04. / 06. 05. 2004
"Rocknes" auf
dem Weg nach Polen
Bergen (Norwegen) - Am 3. Mai verließ
das Wrack des Frachters "Rocknes"
am Haken von Schleppern den Hafen von Bergen. Ziel des Schleppzugs ist Danzig.
Hier soll das Schiff nach einer Vereinigung zwischen der Reederei Jebsen und dem
norwegische Versicherer Norwegian Hull Club repariert werden. Die Kosten werden
auf etwa 280 Millionen norwegische Kronen geschätzt. Im Januar 2005
soll die "Rocknes" wieder in See stechen. Sie hatte sich nach dem Wiederaufrichten
in relativ gutem Zustand präsentiert..
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 03. 05. 2004
Kollision auf Nord-Ostsee-Kanal
Brunsbüttel - Am Abend des 3. Mai rammte
die Brunsbütteler Kanalfähre ein Lotsenboot. Das Unglück ereignete
sich beim Ablegen vom Fähranleger. Bei der Kollision wurde der Rumpf des
Lotsenbootes eingedrückt, schlug aber nicht leck. Ursache des Zusammenstoßes
war der Ausfall eines elektronischen Bauteils der Hauptsteuerung auf der Fähre.
Menschen wurden bei dem Unfall nicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 03. 05. 2004
Zollkreuzer schleppt festgefahrenes
Hausboot frei
Karnin - Zu einem Einsatz der etwas anderen
Art sind Zollfahnder auf Usedom knapp zwei Tage nach dem Wegfall der Zollkontrollen
an der deutsch-polnischen Grenze gerufen worden. Im südlichen Peenestrom
bei Wolgast barg am Sonntag die Besatzung des Zollkreuzers "Ruden"ein
festliegendes Hausboot, wie das Hauptzollamt Stralsund am Montag mitteilte.
Das Wohnboot war beim Manövrieren aus dem engen Fahrwasser getrieben und
auf Grund gelaufen. Die vier Touristen an Bord hatten durch Winkzeichen auf sich
aufmerksam gemacht. Daraufhin wurde ihr Schiff von dem Zollkreuzer mit einer Schleppleine
wieder in freies Fahrwasser gezogen.
Pressemitteilung vom 03. 05. 2004
Schiff mit Robbenjägern
in Seenot
Oslo - Ein Schiff norwegischer Robbenjäger
mit 13 Besatzungsmitgliedern ist am Sonntag vor Grönland in Seenot geraten.
Nach Angaben der norwegischen Seerettung trat in dem Schiff ein Leck auf. Die
"Havsel" nehme durch das Loch im
Rumpf Wasser auf. Die Besatzung versuche, das Leck zu reparieren, erklärte
ein Sprecher der Seerettung. Ein Rettungskreuzer und ein Aufklärungsflugzeug
wurden zu dem Havaristen entsandt. Auch die isländische Seerettung versuche,
einen Hubschrauber zu dem Schiff zu entsenden. Die Aktion sei aber wegen schlechten
Wetters in der Region riskant. Wegen der grossen Entfernung wird der Rettungskreuzer
erst am späten Montagabend bei der «Havsel» eintreffen.
Pressemitteilung vom 02. 05. 2004
Feuer auf Fahrgastschiff
"Rheingold"
Linz - Am frühen Morgen des 30. April
brach im Maschinenraum des Fahrgastschiffes "Rheingold"
ein Feuer aus. Das Schiff war auf dem Rhein in Höhe von Linz stromaufwärts
unterwegs gewesen und machte wenig später in Linz fest. Hier gelang es der
Feuerwehr, die Flammen rasch unter Kontrolle zu bekommen. Ein Mitglied der siebenköpfigen
Besatzung der "Rheingold" erlitt Rauchvergiftungen und musste vor Ort
medizinisch betreut werden. Auslöser des Feuers war eine geplatzte Dieselkraftstoffleitung.
Das auslaufende Öl entzündete sich im Motorraum. Während der Löscharbeiten
musste der Fährbetrieb in Linz eingestellt werden. Passagiere waren zum Zeitpunkt
des Unglücks nicht an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 30. 04. 2004
Yacht vor den Scillies
aufgegeben
Gleich zweimal binnen weniger Stunden musste
die Yacht "Silent Annie" südwestlich der Scillies (England) Notsignale
geben. Erst musste ein erkranktes Besatzungsmitglied am 28. April 190 Meilen vor
den Scillies durch die "Cefas Endeavour"
abgeborgen werden. Ein Hubschrauber der Royal Navy brachte es anschließend
ins Treliske Hospital. Am Abend des 29. April geriet das Boot 50 Seemeilen südwestlich
der letzten Position selbst in Seenot. Nachdem Mayday-Rufe weitergeleitet worden
waren, begann eine Suchaktion mit einem Nimrod-Flugzeug nach der "Silent
Annie". Die passierende Schifffahrt wurde um Mithilfe gebeten.
Der Frachter "Gemini 1" fing die
Notrufe auf, als er 16 Seemeilen von der gemeldeten Position entfernt war. Es
gelang ihm, das an Bord verbliebene Besatzungsmitglied zu bergen. Es wurde später
von einem spanischen Rettungshubschrauber aufgenommen und nach La Coruna geflogen.
Auslöser des Notrufs des Skippers war ein Mastbruch bei Nordweststurm bis
acht gewesen. Die "Silent Annie" musste aufgegeben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 29. 04. 2004
Anker von "Grande
Argentina" geborgen
Cuxhaven - Am 28. April erhielt der Frachter
"Grande Argentina" der Grimaldi
Lines seinen Steuerbordanker zurück, den er samt 330 Meter Kette bei einem
missglückten Ankermanöver am 21. März auf der Elbe eingebüßt
hatte. Damals hatte eine Sturmbö das Schiff auf Höhe der Kugelbake aus
dem Fahrwasser gedrückt, woraufhin der Kapitän sein Schiff mit einem
Notankermanöver ins Fahrwasser zurückbringen wollte. Dabei war die komplette
Ankerkette binnen 90 Sekunden ausgerauscht, ohne dass die Ankerwinsch sie hätte
stoppen können. Der Cuxhavener Tauchberger Wulf wurde anschließend
mit der Bergung der Kette beauftragt. Sie war nach drei Tagen bereits fast vollständig
versandet. Zwei Schleppern sowie einer Barge mit einem aufmontierten Autokran
von 75 Tonnen Hebekraft gelang die Bergung des 6,5 Tonnen schweren Ankers sowie
des Geschirrs. Nach rund fünf Wochen finden nun Schiff und Anker wieder zueinander.
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 28. 04. 2004
Schoner "Zuversicht"
rammt Kieler Hörnbrücke
Kiel - Erst vor einer knappen Woche war
der Kieler Germaniahafen Heimat des Museumshafens Kiel e.V. mit einer Reihe von
Veteranenschiffen geworden. Nun rammte eines der Schiffe, der Zweimastschoner
"Zuversicht", die nahegelegene Hörnbrücke.
Das Schiff war nach Ausfall einer Einspritzpumpe manövrierunfähig geworden
und gegen das bei seiner Erbauung wegen technischer Probleme und entsprechend
gestiegener Baukosten umstrittene Bauwerk getrieben. Der Schaden hielt sich aber
in Grenzen, da seit der Verzögerung beim Bau der sogenannten Dreifeld-Zugklappbrücke
auch eine einfache Schiebebrücke als Ersatz vorhanden ist, da die Reederei
Color-Line die Nutzung ihres Terminals seinerzeit vom Vorhandensein einer Brücke
abhängig gemacht hatte, über die der Terminal mit der City verbunden
ist. Diese Brücke wurde nun sofort reaktiviert, bis die von der "Zuversicht"
beschädigte Brücke wieder einsatzklar ist.
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 28. 04. 2004
Trawler vor Benbecula Island
in Flammen
Benbecula Island /Schottland - Auf dem britischen
Trawler "Kingfisher" brach 10 Seemeilen
östlich von Benbecula Island am 26. April ein Feuer aus. Die vierköpfige
Besatzung gab noch Mayday-Rufe, ehe sie sich in eine Rettungsinsel flüchten
musste. Die Küstenwache von Stornoway dirigierte den nahebei stehenden Trawler
"My Girl" zur Unglücksposition,
wo die Männer von ihm aus der Insel gerettet wurden. Auch ein Helikopter
und das Rettungsboot von Barra wurden zum Havaristen entsandt. Es gelang, eine
Schlepptrosse festzumachen und die "Kingfisher" in Richtung Grimsay
zu schleppen. Gleichzeitig nahmen drei Mann die Bekämpfung des Feuers an
Bord auf.
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 27. 04. 2004
Segelyacht "Herrikka
" vermutlich gesunken
Vor den Azoren begann in der Nacht zum
26. April die Segelyacht "Herrikka"
zu sinken. Die dreiköpfige Besatzung gab das Schiff wenig später auf
und ging 300 Seemeilen nordwestlich von Lissabon in eine Rettungsinsel. Zwei der
Männer konnten nach Weiterleitung eines Notsignals via Satellit vom Frachter
"Berge Challenger" gerettet werden.
Ein dritter trieb von der Insel ab, konnte aber am folgenden Morgen in einer Suchaktion
der portugiesischen Küstenwache ebenfalls lebend geborgen werden. Die "Herrika"
gilt als verloren..
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 26. 04. 2004
Kutter trieb manövrierunfähig
in der Nordsee
Bremen - Die Besatzung des Seenotkreuzers
"Hermann Marwede"nahm in der Nacht
zum Samstag einen 40 Seemeilen westlich von Helgoland treibenden Fischkutter auf
den Haken. Der Kapitän des mehr als 20 Meter langen Kutters hatte zuvor gefunkt,
dass er wegen eines Propellerschadens nicht mehr manövrieren könne.
Der Havarist trieb langsam auf den westlichen Großschifffahrtsweg in der
Deutschen Bucht zu. Die Seenotretter schleppten den Kutter nach Büsum..
Pressemitteilung vom 26. 04. 2004
Schornstein gesprengt,
Stromausfall, Löschboot gesunken
Hamburg - Pannen-Sprengung eines Kraftwerks
in Hamburg-Moorburg: Nicht nur fiel ein Trümmerteil eines 256 Meter hohen
Schornsteins in ein Schaltwerk und verursachte einen dreineinhalbstündigen
Stromausfall bei naheliegenden Ölraffinierien. Im Rahmen der Sicherungsarbeiten
sank auch noch ein Feuerlöschboot aus
Hamburg. In weiser Voraussicht waren auf der Süderelbe zwei Löschboote
bereitgestellt worden, da auch die Löschwasserversorgung der Raffinerien
stromabhängig ist. Mit dem Rückgang der Flut setzte eines der Fahrzeuge
auf einer Spundwand auf. Dabei wurde ein Leck in den Rumpf des 23 Meter langen
85-Tonnen-Bootes gerissen, das sofort voll Wasser lief und kenterte. Das Feuerlöschboot
lag danach mit Schlagseite backbords teilweise unter Wasser. Noch am Samstagabend
bargen Spezialkräfte das gesunkene Löschboot. Es wurde auf einer Schute
erst einmal in den Hansahafen geschafft.- Nach
diesen Zwischenfällen wurden weitere geplante Sprengungen bis zu einer eingehenden
Bewertung der Ereignisse verschoben.
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 24. 04. 2004
Motorboot auf Böschung
des Nord-Ostsee-Kanals gelaufen
Brunsbüttel - Zwischen Hochdonn und
Hohenhörn fuhr am Nachmittag des 23. April ein Sportboot in die Böschung
des Nord-Ostsee-Kanals. Alarmierte Beamte der Brunsbütteler Wasserschutzpolizei
fanden das knapp acht Meter lange und rund drei Meter breite Boot bei Kanalkilometer
23,5 mit hoch auf den Steinen sitzendem Bug vor. Wenig später gelang es dem
Skipper, sein Boot aus eigener Kraft von der Böschung freizubekommen. Er
gab an, dass Maschinenprobleme verbunden mit einem plötzlichen Versteuern
das Schiff vom Kurs abgebracht hatten. Er konnte anschließend seine Fahrt
zum Gieselaukanal fortsetzen..
Quelle: Tim Schwabedissen
vom 23. 04. 2004
Tankschiff rammt Fähre
auf dem Rhein
Linz / Neuwied - Ein belgisches Tankschiff
ist am Freitagnachmittag auf dem Rhein bei Linz (Kreis Neuwied) mit einer Fähre
zusammengestoßen und hat hohen Sachschaden angerichtet. Zudem wurde eine Person
auf der Fähre leicht verletzt, wie die Wasserschutzpolizei Neuwied mitteilte.
Den Angaben zufolge war das Tankschiff flussabwärts unterwegs, als es vermutlich
infolge menschlichen Versagens mit dem Bug die am linken Ufer liegende Fähre rammte.
Während das Großschiff nur leicht beschädigt wurde, entstand an der Fähre "erheblicher
Sachschaden", den die Polizei noch nicht beziffern konnte. Der Schiffsverkehr
auf dem Rhein musste nach Angaben eines Polizeisprechers wegen des Unfalls aber
nicht gesperrt werden.
Pressemitteilung vom 23. 04. 2004
Zwei Tote bei Bootskenterung
vor Rosenfelde
Rosenfelde - Am
22. April kamen auf der Ostsee zwei Angler aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen
ums Leben. Die 62 und 70 Jahre alten Männer waren mittags mit einem Boot mit Außenbordmotor
am Strand von Rosenfelde, Ostholstein, gestartet und mehrere hundert Meter weit
auf die See hinausgefahren. Aus bisher ungeklärter Ursache kenterte das Boot gegen
17.00 Uhr. Nach Zeugenaussagen klammerten sich die mit Schwimmwesten gesicherten
Männer zunächst noch an das Boot und riefen um Hilfe. Die Besatzung eines Seenotrettungskreuzers
barg schließlich die inzwischen im Wasser treibenden Verunglückten. Der 70 Jahre
alte Mann aus Hannover war zu diesem Zeitpunkt bereits tot, der 62-Jährige aus
Bad Oldesloe starb wenig später auf dem Weg ins Krankenhaus. Todesursache war
den Angaben zufolge vermutlich Erschöpfung und Unterkühlung. Die Ostsee hatte
zur Unfallzeit eine Temperatur von nur etwa sieben Grad. Hinweise auf Fremdverschulden
gibt es laut Polizei nicht.
Quelle: Tim Schwabedissen
23. 04. 2004
"Beckum"-Wrack
auf dem Trockenen
Rendsburg - An
knarrenden Stahltrossen verließ am 21. April der ehemalige Minensucher "Capella"
zum letzten Mal das Wasser. Von starken Winschen breitseits auf eine Slipanlage
gezerrt endete so die letzte Etappe der Odyssee der jetzigen "Beckum"
bei der Saatsee-Werft in Rendsburg. Binnen kurzem soll das Holzschiff, das am
8. März in einem Seitenarm des Nord-Ostsee-Kanals sank, verschrottet sein.
Das Wrack war von einer Rostocker Bergungsfirmabereits am 15. April mittels aufblasbarer
Luftsäcke gehoben worden. Unklar ist noch die Frage, wer für die Bergungskosten
von rund 100.000 Euro aufkommt. Bislang sind alle Versuche der Schifffahrtsverwaltung
gescheitert, den Eigner zum Handeln zu bewegen. Der Berliner wird nun bald Post
vom Rechtsdezernat der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord aus Kiel bekommen,
das nach Angaben des zuständigen Dezernatsleiters die entstandenen Kosten
auf jeden Fall geltend machen will. Sollte der Eigentümer weiterhin nicht
zahlen, droht ihm die Zwangsvollstreckung. Zuvor aber müssen die Bergungskosten
aus Steuergeldern vorfinanziert werden. Die 1961 als "Capella" erbaute
"Beckum" hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Anfangs diente
sie beim 5. Minensuchgeschwader in Neustadt. Mitte der 70er Jahre bekam die Marinekameradschaft
Büsum das 47 Meter lange Holzboot als Vereinsheim. In Büsum übernahm
2000 ein Berliner Geschäftsmann das Boot und die Odyssee begann. Von der
Westküste gings an die Elbe. Über Wischhafen und Brunsbüttel kam
das Boot schließlich im Sommer 2002 nach Rendsburg zum Werfthafen des Neubauamtes.
Dort lag es seither auf, weil sich der Eigentümer trotz mehrmaliger Aufforderung
nicht mehr darum kümmerte. Die "Beckum" ist nicht der einzige Fall
dieser Art, mit dem sich das Rechtsdezernat der WSD Nord zurzeit befassen muss.
Probleme bereiten auch der Kutter "Delphin" in Kiel-Holtenau und der
in Stralsund liegende einstige Butterdampfer "Atlantis II". In diesen
Fällen drohen die Kosten für die Schiffsentsorgung beim Steuerzahler
zu verbleiben, da die Eigner insolvent sind. Um solchen Schaden zu vermindern,
wird jetzt bei der "Beckum" darauf geachtet, dass die Bergungskosten
so gering wie möglich
gehalten werden.
Quelle: Tim Schwabedissen
21. 04. 2004
Frachter vor Holland gestrandet
Südholland -
In der Oosterschelde lief vor Holland am
21. April das polnische Frachtschiff "Transbode
6" auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen
21. 04. 2004
Kutter mit 30 Knoten gestrandet
St. Helena / Südatlantik
- Eilig hatte es der Kapitän des Sea Ray-Bootes "Bull
Shark" am 19. April. Sein 53 Fuß langes Schnellboot, mit
dem er auf Fischfang gegangen war, krachte beim Versuch, in den Sund von St. Helena
einzulaufen, auf Grund - die Geschwindigkeit der "Bull Shark" betrug
dabei nicht weniger als 30 Knoten.
Quelle: Tim Schwabedissen
19. 04. 2004
Santa Maria"-Replik
in Brand
Kobe - Ein 32 Meter langer Nachbau des legendären Entdeckerschiffes
von Christoph Columbus' "Santa Maria",
das im Meriken Park im japanischen Kobe lag, fing am Nachmittag des 17. April
Feuer. Das 1991 in Spanien erbaute Schiff wurde bei dem Brand schwer beschädigt.
Die "Santa Maria" hatte sich 1992 auf den Weg nach Kobe gemacht. Auf
der Reise waren Experimente über die Seeeigenschaften der Replik gesammelt
worden, mit deren historischem Vorläufer Columbus auf seine Entdeckungsreise
ging, bei der Amerika entdeckt wurde
Quelle: Tim Schwabedissen 17.
04. 2004
Schiffbrüchige Angler
mit Unterkühlungen gerettet
Kühlungsborn - Am Abend des 17. April kenterte in der Ostsee vier
Seemeilen westlich von Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern) in Höhe Bukspitze
ein fünf Meter langes Angelboot. Die Insassen, drei Freizeitangler aus Magdeburg,
stürzten in das fünf Grad kalte Wasser. Sie wurden von einem anderen Kutter geborgen
und dann dem Seenotrettungsboot "Woltera"
übergeben. Hier versorgten Notärzte und Rettungssanitäter die zum Teil bereits
stark unterkühlten Männer. In Kühlungsborn wartete bererits ein Rettungswagen,
der sie ins Krankenhaus nach Bad Doberan zur weiteren Behandlung transportierte.
Pressemitteilung vom 17. 04. 2004
Schiffbrüchige Flüchtlinge
vor Italien aufgegriffen
Rom - In der Nähe der italienischen Insel Lampedusa haben die Behörden
am Freitagabend über hundert schiffbrüchige Flüchtlinge aufgegriffen. Ein tunesisches
Boot bringe die 108 Geretteten in die tunesische Hafenstadt Sfax, wo sie am Morgen
erwartet würden, teilten die italienischen Behörden mit. Unter den Schiffbrüchigen,
die nach Angaben des tunesischen Kommandanten illegal nach Italien einreisen wollten,
waren demnach 15 Frauen und drei Kinder. Die Flüchtlinge seien bei guter Gesundheit.
Das Flüchtlingsboot wurde den Angaben zufolge am Donnerstagnachmittag etwa fünfzig
Meilen westlich der Mittelmeerinsel entdeckt, dann aber wieder aus dem Blick verloren.
Am Freitagabend habe ein Militärflugzeug das Boot lokalisiert, nachdem die Flüchtlinge
Fackeln angezündet hätten. An der Suche hatte sich demnach auch die Bundesmarine
mit der Fregatte "Köln" beteiligt.
Von Tunesien und Libyen aus starten immer wieder Boote mit afrikanischen Flüchtlingen
in Richtung Italien.
Pressemitteilung vom 17. 04. 2004
Segler kentert auf dem
Sund
Bootsbesatzung und Wasserschutzpolizei
retten Hansestädter
Stralsund - In Seenot geriet ein Stralsunder vor dem
Rügendamm nach einem misslungenen Segelmanöver. Die Jolle kippte um.
Mehrere Helfer holten ihn aus dem 7 Grad kalten Wasser. Er blieb unverletzt.
"Ich hatte wirklich Todesangst", lässt sich Lars-Michael Ritschel
noch einmal endlose Minuten durch den Kopf gehen, die er im eiskalten Sundwasser
trieb. "Wenn dann plötzlich all das, was man mal für ein Rettungsmanöver
geübt hat, nicht mehr funktioniert, dann wird einem schon ganz anders",
erzählt der 42-Jährige.
Der Hansestädter segelt seit 25 Jahren.
Allein mit seinem Boot seit fünf Jahren. Angesegelt hat er in diesem Frühjahr
bereits im März. Am Donnerstagnachmittag nutzte er das tolle Wetter, um
mit der Jolle "Uz" auf Törn
zu gehen. Der Wind wehte schwach, zwischen Stärken zwei und vier, meint
der Stralsunder. Erst war er im Baggerloch, zum Abend segelte er noch einmal
an der "Gorch Fock" vorbei und machte sich auf den Rückweg zur
Segelschule auf dem Dänholm.
Mitten auf dem Sund, in Höhe der Rügendammbrücke,
dann etwa gegen 19.15 Uhr das Malheur: "Die Großschot hatte sich
verklemmt. Eine Windbö kam, und ich konnte nicht schnell genug reagieren",
schildert der Bootsmann. Das 4,20 Meter lange Schiff kippte auf die Seite. "Am
Schlimmsten war, dass das Schwert im Bootsrumpf verschwunden war. So hatte ich
keine Chance, das Schiff allein wieder aufzurichten", sagt der gelernte
Installateur. Eine seiner wichtigste Erfahrungen an diesem Tag: "Knoten
sollte man im Schlaf können und auch mit eiskalten Händen." So
vertäute er sich fest am Boot, damit er nicht abtreiben konnte.
"Mein großes Glück war,
dass ich eine Schwimmweste an hatte", denkt Lars-Michael Ritschel zurück.
Nach etwa einer Viertelstunde, wie er einschätzt, kam Hilfe. Zwei Heringsangler
an Bord des Motorbootes "Merlin" hatten das Unglück beobachtet.
Andere Angler auf der Brücke alarmierten die Wasserschutzpolizei, und noch
ein zweites Boot beteiligte sich an der Rettung.
Mit gemeinsamer Kraft wurde die Segeljolle wieder aufgerichtet und
Ritschel brachte den Segler selbst in den Hafen Altefähr. Von dort aus
fuhr ihn die Wasserschutzpolizei nach Hause "Verletzt habe ich mich zum
Glück nicht. Ich werde mir wohl nur eine kräftigen Schnupfen geholt
haben. Aber es geht einem schon eine Menge durch den Kopf, was hätte passieren
können, wenn nicht... Deshalb bin ich allen, die mich gerettet haben, sehr
dankbar", ist der Mann inzwischen erleichtert, dass er mit dem Schrecken
davon kam. Was sich sonst noch an Bord befand selbst das Handy, das in
einer abgedichteten Luke lag hat das Unglück unbeschadet überstanden.
Den verklemmten Seilzug Ursache allen Übels baute
der Segler inzwischen ab. "Der kommt nicht wieder ran", ist er sicher.
(Marlies Walther)
Pressemitteilung vom 17. 04. 2004
Vorarlberger rettetet sich
von brennender Yacht
Zwei Österreicher, einer davon aus Vorarlberg, haben sich vor Kroatien
unverletzt von ihrer brennenden Yacht retten können. Das Feuer war im Maschinenraum
ausgebrochen. Bootsbesitzer Dieter G. (43) aus Dornbirn und sein Begleiter Richard
S. (35) verließen das Schiff in einem Rettungsboot und wurden von einer italienischen
Besatzung aufgenommen, nachdem ein kroatisches Schiff das nationale Sucht- und
Rettungszentrum für Einsätze auf See alarmiert hatte. Das Feuer war im Maschinenraum
ausgebrochen, als sich die 13 Meter lange Yacht zwischen den Inseln Ilovik und
Silba in der Nähe der Küstenstadt Zadar befunden hatte. Vertreter der Hafenbehörden
von Mali Losinj waren zum Unfallort ausgerückt und brachten die "Schiffbrüchigen"schließlich
auf diese Adria-Insel, wo sich die beiden Österreicher am Freitag noch aufhielten.
Die Untersuchungen zur Klärung der Ursache der Explosion waren im Gange.
Pressemitteilung vom 16. 04. 2004
Minensucher "Beckum"
geborgen
Rendsburg - Am 15. April wurde der am 8. März in Rendsburg
gesunkene ehemalige Minensucher "Beckum"
von einer Rostocker Bergungsfirma gehoben. Mithilfe von Hebesäcken gelang es,
das Achterschiff des 47 Meter langen Wracks an die Wasseroberfläche zu bekommen.
Am 20. April soll die Bergungsaktion abgeschlossen werden und das Schiff auf
dem Slip der Saatsee-Werft an Land geholt werden. Hier ist geplant, das marode
Boot an Ort und Stelle abzuwracken. Die Bergungskosten in Höhe von rund 100.000
Euro sollen dem Eigner, der sich seit dem Jahr 2002 nicht mehr um die "Beckum"
gekümmert hatte, in Rechnung gestellt werden. Das Boot, das ehemals dem 5. Minensuchgeschwader
in Neustadt gedient hatte, war jahrzehntelang Heim der Büsumer Marinekameradschaft
gewesen. Im Jahr 2000 wurde es an einen Berliner verkauft, unter dem eine längere
Odyssee über Brunsbüttel und Wischhafen begann, ehe es im Rendsburger Saatseehafen
sich selbst überlassen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen 15.
04. 2004
Kutter im englischen Kanal
überlaufen
Dover - Am 14. April wurde
in der Straße von Dover der französische Trawler "Corona
Gloria", 76 BRZ, von einem unbekannten Schiff in dichtem Nebel nahe
der Grafschaft Kent überlaufen. Ein Rettungsboot lief aus Dover aus, um dem
leck geschlagenen Havaristen zu Hilfe zu kommen. Nach der Sicherung des Havaristen
wurde er nach Boulogne abgeschleppt, wo ihn das dortige Rettungsboot in Empfang
nahm.
Quelle: Tim Schwabedissen 14.
04. 2004
Frachter vor Italien in
Not
Im Mittelmeer geriet der Frachter "
Nova
Spirit" am 13. April in einem Sturm in Schwierigkeiten. Das 3.936
BRZ große, 13 Jahre alte Schiff funkte um Hilfe, nachdem es vor der italienischen
Küte Schlagseite zu entwickeln begann. Es gelang einem Schlepper, eine Trosse
auf den Havaristen zu übergeben und ihn in Richtung der Küste zu ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen 14. 04. 2004
Segler saß im Schlamm
fest
Stade - Zwangspause von sechs Stunden bis die Flut kam Drochtersen . Bei
ablaufendem Wasser hatte sich ein etwa 15 Meter langer Zweimast-Segler auf der
Elbe in Höhe Glückstadt in zu flaches Gewässer getraut. Das Schiff setzte sich
im Sand fest. Die Besatzung der Glückstadt-Wischhafen-Fähre bemerkte den Vorfall
und benachrichtigte die Revierzentrale in Brunsbüttel. Die Drochterser DLRG-Wasserretter
mussten ausrücken. Den Helfern gelang es nicht mehr, den Havaristen in tieferes
Wasser zu schleppen. So musste die Besatzung des Zweimasters eine Zwangspause
von sechs Stunden einlegen und auf die Flut warten. Das Holzschiff konnte sich
dann aus eigener Kraft befreien. Menschen seien nicht in Gefahr gewesen, teilte
die DLRG mit.
Pressemitteilung vom 13. 04. 2004
SOS-Buchstaben im Sand
retten vergessenes Paar
London - Ein in den Sand geschriebener Hilferuf hat
ein auf der britischen Atlantikinsel Samson vergessenes Paar gerettet. Die Eheleute
waren am Montag gemeinsam mit einer 30-köpfigen Gruppe auf der unbewohnten
Insel abgesetzt, später aber als einzige versehentlich nicht wieder abgeholt
worden. Ein Damen-Ruderteam entdeckte den Hilferuf während des Trainings
und brachte das Paar nach rund anderthalb Stunden in Sicherheit.
Der vergessliche Kapitän, dem die Eheleute
abhanden gekommen war, entschuldigte sich. Nach Angaben eines Tourismusvertreters
liegt der letzte derartige Fall 30 Jahre zurück. Damals hätten Schiffbrüchige
ein Signalfeuer am Strand entzündet. Die rund 1,6 Kilometer lange Insel
Samson gehört zu den Scilly-Inseln, ein beliebtes Ausflugsziel rund 50
Kilometer vor der Südwestküste Englands.
Pressemitteilung vom 10. 04. 2004
Britisches Marineschiff
startet mit Delle am Bug
London - Ein neu gebautes Schiff der britischen Marine
hat einen unglücklichen Start in den Dienstbetrieb erlebt. Kurz nachdem das
16.000 Tonnen schwere amphibische Landungsschiff am Freitag in Glasgow in den
Fluss Clyde gelassen wurde, prallte es vor rund zehntausend Schaulustigen auf
das gegenüber liegende Ufer und trug eine hässliche Delle am Bug davon. Der
Stapellauf hatte bereits pannenreich begonnen: bei der unmittelbar vorangegangenen
Taufzeremonie zerschellte die obligatorische Champagner-Flasche erst im zweiten
Anlauf an der Außenwand des Schiffes. Der Rüstungskonzern BAE Systems, der das
Marineschiff baute, nannte den entstandenen Schaden "oberflächlich".
Pressemitteilung vom 10. 04. 2004
Leichte Kollision auf der
Außenelbe
Cuxhaven -In der Elbmündung kam es in der Nacht
zum 6. April zu einer Kollision. Der 6.616 tdw große Asphalttanker "Theodora"
stieß mit dem Kümo "Björn M"
zusammen. Die "Theodora" konnte nach kurzer Reparatur ihren Fahrt
in Richtung Nordostsee-Kanal fortsetzen. Der kleinere Kollisionsgegner wurde
mit eingedrücktem Ruderhaus nach Cuxhaven eingeschleppt. Hier soll er einer
eingehenden Untersuchung unterzogen werden. Auslöser des Unglücks
war ein Ruderversager auf der "Theodora".
Pressemitteilung vom 08. 04. 2004
"Stena Nautica"
drohte durch Nachlässigkeit zu sinken
Stockholm -Fahrlässigkeit war nach jetzt veröffentlichten
Untersuchungsergebnissen der schwedischen Havariekommission Schuld am Beinah-Untergang
der "Stena Nautica" vor Schweden. Den Gutachtern war aufgefallen,
dass das 11 Meter große Kollisionsleck, dass der polnische Frachter "Joanna"
in die Steuerbordseite der Fähre gerissen hatte, nicht zu einem solchen
Schadensausmaß hätte führen können, wie es tatsächlich
auftrat. Schließlich stellte sich heraus, dass mehrere Schotten im Schiff
zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes aufstanden und wegen Reparaturarbeiten
nicht geschlossen werden konnten. So kam es zur Überflutung von drei Abteilungen.
Von der Brücke aus war es nicht möglich, den vorschriftsmäßigen
Verschlusszustand des Schiffes zu kontrollieren, da die Fähre hierfür
zu viele Durchlässe hat. Das Unglück war dank der schnellen Hilfe
der Kiel-Göteborg-Fähre "Stena Germanica" bei ruhiger See
glimpflich ausgegangen. Die Schäden an der "Stena Nautica" werden
derzeit auf einer polnischen Werft beseitigt. Schuldig an der Kollision selbst
ist aber eindeutig der polnische Frachter "Joanna", der der "Stena
Nautica" die Vorfahrt genommen hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen 07. 04.
2004
Binnenschiff droht in Berlin
zu sinken
Berlin - Im Westhafen von
Moabit schlug in Berlin am 5. April ein Binnenschiff leck.Das 30 Meter lange
Fahrzeug hatte mit Stahl beladen am Kai festgemacht. Löschboote der Berliner
Feuerwehr versuchten gemeinsam mit Einsatzkräften des THW, des Wassereinbruchs
Herr zu werden. In den Abendstunden lag das Frachtschiff mit Schlagseite im
Hafen und drohte zu sinken.
Quelle: Tim Schwabedissen 07.
04. 2004
Kieler Kanalschleuse schon
wieder gerammt
Kiel - Schon wieder nahm
ein Frachter am 5.4. die Kieler Kanalschleusen aufs Korn. Am Nachmittag rammte
der 90 Meter lange holländische RoRo-Frachter "Forte", 3998 BRZ,
das Tor N8 der Alten Schleuse. Das Unglück ereignete sich beim Passieren
des Tores. Sowohl der Schiffsrumpf wie auch das Tor wurden bei der Kollision
eingedrückt.
Quelle: Tim Schwabedissen 06. 04.
2004
Hafenmeister von Barnmouth
nach Kenterung vermisst
Barmouth (UK) - Eine große
Suchaktion wurde am Abend des 5. April in Barmouth gestartet, nachdem gegen
18 Uhr das gekenterte Boot des Hafenmeisters im Wasser treibend gesichtet worden
war. Sämtliche verfügbaren Rettungsboote liefen in Richtung Holyhead
aus. Nachdem festgestellt wurde, dass sich niemand mehr am umgeschlagenen Boot
befand, startete auch ein Hubschrauber, um den Hafenmeister, der auch Vormann
des örtlichen RNLI-Bootes ist, sowie seinen mit an Bord befindlichen Stellvertreter
zu finden. Sie waren am Morgen ausgelaufen, um eine Mooring zu setzen. Eine
passierende Yacht hatte das mit zwei Ankern tief abgeladene Boot zuletzt am
Vormittag gesichtet. An der Unglücksstelle wurden in den Abendstunden lediglich
eine Ankerboje sowie ein treibender Ölbehälter aufgefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen 06.
04. 2004
Tankschiffhavarie auf dem
Rhein bei Neuss - Tank hielt dicht
Neuss - Ein mit 1100 Tonnen
Diesel beladener Tanker ist am Donnerstag auf dem Rhein vor dem Sporthafen Grimlinghausen
(bei Neuss) auf das Ufer aufgelaufen. Ursprünglich war das belgische Schiff
mit Namen "
Nimitz" auf dem Weg
von Rotterdam nach Köln, wurde allerdings von der Reederei kurz vor Erreichen
des Zielhafens angewiesen, umzukehren und das Tanklager in Neuss anzufahren.
Laut Augenzeugenberichten brach der Tanker aus der Fahrrinne aus und stieß
mit der Bugspitze in einen Kribbenkopf, in dem er eine sichtbare Einkerbung
hinterließ. Nachdem der Kapitän das Schiff rückwärts befreit
hatte, drehte es sich um 180 Grad und kam zwischen der beschädigten und
der nächsten Kribbe durch Ankerung zum Stehen.
Als Unfallursache vermutet die Wasserschutzpolizei
menschliches oder technisches Versagen. Das Schiff hatte bis auf ein kleines
Leck keine erheblichen Schäden davongetragen. Eine geringe Menge Diesel
sei zwar in den Rhein gelangt, " in dieser Konzentration allerdings vollkommen
ungefährlich", versicherte ein Mitarbeiter der Wasserschutzpolizei.
Der Tanker steckte bis zum Abend noch zwischen den beiden Kribben fest und sollte
laut Feuerwehr geleichtert werden, das heißt: die 1100 Tonnen Diesel wurden
in ein anderes Schiff gepumpt.
Pressemitteilung vom 01. 04. 2004
Deutschem Containerfrachterveteran
droht nach Kollision der
Schneidbrenner
Vor Neuseeland kollidierte am 28. März der Containerfrachter
"
MSC MEE MAY", 16.670 BRZ, mit
dem Flüssiggastanker "Maingas". Bei dem Zusammenstoß
wurde der Bug des Frachters eingedrückt. Das Schiff schlug leck, und es
wird befürchtet, dass die entstandenen Löcher und Risse auf strukturelle
Schäden hindeuten, die es zu einem Totalverlust machen könnten. Hinter
der "MSC Mee May" verbirgt sich der ehemalige Hapag-Lloyd-Liner "
Erlangen
Express", die spätere "Erlangen", der 1970 als
Containerfrachter der 2. Generation mit einer Ladefähigkeit von rund 1000
TEU in Dienst gestellt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen 01. 04.
2004
Trawler vor England gesunken
Vor der Küste von Norfolk geriet am 30. März der britische
Trawler "
Lady Marie" in Seenot
und funkte SOS. Als das Schiff kurz darauf neun Seemeilen
nordwestlich von Hunstanton sank, musste die Crew ins Wasser springen. Ein passierender
Kutter rettete die Schiffbrüchigen.
Quelle: Tim Schwabedissen 01. 04.
2004
Ehemalige "Beluga"
aus Seenot gerettet
Kiel - Auf der Kieler Förde geriet
am 29. März die ehemalige "Beluga",
deren drei Tote fordernder Untergang 1999 vor Rügen für Aufsehen
sorgte, erneut in Not. Der nach seiner Bergung vollständig überholte
Kutter sandte um 17.40 nahe des Kieler Leuchtturms Notrufe aus, nachdem
die Maschine ausgefallen war, sodass er hilflos im dicht befahrenen Seegebiet
der Außenförde trieb. An Bord befanden sich 22 Sportangler, mit
denen das Schiff zuvor vom Kieler Germaniahafen aus in See gestochen war.
Der Seenotrettungskreuzer "Berlin" kam aus Laboe zu Hilfe und
nahm den Kutter auf den Haken. Gegen 19 Uhr konnte er in Laboe vertäut
werden, wo er nun repariert werden soll.
Pressemitteilung vom 29. 03. 2004
Havarie legt Donauschifffahrt
fast einen Tag lang lahm
Bogen - Eine Havarie bei
Bogen in Niederbayern hat die Schifffahrt auf der Donau fast einen Tag lang
blockiert. Nach Angaben der Polizei hatte sich der mit Holzstämmen beladene
Kahn am Sonntagabend unterhalb von Straubing von einer Anlegestelle gelöst,
war abgetrieben und hatte sich am Pfeiler einer Eisenbahnbrücke bei Bogen
quer zum Fluss verhakt. Die Bergung des 60 Meter langen Schiffs gestaltete sich
schwieriger als zunächst erwartet. Zwei Schubboote konnten das Schiff einer
osteuropäischen Reederei am Montagnachmittag schließlich wieder freischleppen.
Auch der Eisenbahnverkehr über die Brücke war kurze Zeit eingestellt.
Die Wasserschutzpolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr
Pressemitteilung vom 29. 03. 2004
Frachter "Rocknes"
erfolgreich aufgerichtet
Am 28. März wurde das Wrack des vor Aatlestraumen in Norwegen
gekenterten Frachters "
Rocknes"
aufgerichtet. Damit kam eine seit fast zwei Monaten
andauernde aufwändige Bergungsaktion einen entscheidenden Schritt voran.
Das kieloben liegende Schiff war am 28. Januar an einen Kai verholt worden,
wo Taucher in den folgenden Tagen erst die Bunkertanks abgedichtet und dann
nach den Leichen von Besatzungsmitgliedern, die beim Kentern des Schiffes darin
eingeschlossen worden waren, gesucht hatten. Nach Abschluss der Aktion am 10.
Februar waren noch zwei Mann vermisst. Bis Ende Februar wurde die Decksausrüstung
samt des 22-Tonnen-Deckskrans entfernt. Danach begann das Anbringen von Ausrüstung,
um die "Rocknes" mithilfe schwerer Trossen umzudrehen. Bis Mitte März
waren 24 Hebedrähte angebracht. Nun trafen die Bargen "Pull Barge
28" und "Pull Barge 33", die "Eide 28" sowie der Schlepper
"SMIT Orca" ein. Weitere Trossen und Anker wurden zum Kai und ans
Ufer verlegt. Am 23 . März wurde der Drehvorgang mit dem Einleiten von
Luft in tiefergelegene und Wasser in höhergelegene Tanks eingeleitet. In
der Folge galt es einige aufgetretene Leckagen zu flicken. Diese Arbeiten wurden
am 25. März abgeschlossen. Am 27. März war die Ballastverteilung komplett,
sodass der eigentliche Drehvorgang beginnen konnte. Jetzt liegt die "Rocknes"
wieder aufrecht. Bei einem Drehmoment von 130 Grad wurde begonnen, den Rumpf
zu lenzen. Mittels Pressluft soll ein stabiler Schwimmzustand erzeugt werden.
Gleichzeitig beginnen Arbeiten zur Konservierung von Schiffinstrumenten.
Quelle: Tim Schwabedissen 29. 03.
2004
Tanker versenkte Fahrwassertonne
auf Elbe
Hamburg - Auf der Unterelbe kam es am Abend des 22. März
zur Kollision zwischen dem Tanker "Nata"
und einer Fahrwassertonne. Das mit 14.967 Tonnen Benzin beladene, 151 Meter
lange und gut 22 Meter breite Schiff, das unter der Flagge der Marhallinseln
läuft, war auf dem Weg von Hamburg ins britische Corytown. Auf Höhe von Brunsbüttel
kam es vom Kurs ab und rammte die Tonne 60. Dabei geriet diese in die Verstellpropelleranlage
des Tankers, auf dem es daraufhin zu einem Maschinenausfall kam. Manövrierunfähig
trieb er in dem vielbefahrenen Fluss, bis es gelang, eine Notankerung durchzuführen.
Rund 100 Meter nördlich der Tonne 57a kam die "Nata" im Fahrwasser zu liegen.
Die "Bürgermeister Brauer" der Hamburger Wasserschutzpolizei rückte sofort zu
dem Havaristen aus. Die beschädigte Tonne 60 war zu dieser Zeit noch am Ruderschaft
des Havaristen sichtbar. Später riss sie sich los und sank. Kurz darauf wurde
das Mehrzweckschiff "Neuwerk" angefordert, um den Tanker, dessen Maschine sich
nicht wieder starten ließ, zu sichern. Dann wurde er durch die Schlepper "Bugsier
12" und "Bugsier 19" in den Brunsbütteler Elbehafen verholt. Ersten Ermittlungen
zufolge kollidierte die "Nata" aufgrund eines Navigationsfehlers mit der Tonne.
Die Höhe des Sachschaden steht noch nicht fest. Die Wasserschutzpolizei sprach
ein vorläufiges Auslaufverbot aus. Die Ermittlungen dauern an.
Pressemitteilung vom 23. 03. 2004
Schubverband kollidiert
mit Baugerüst der BAB 1
Hamburg - Gestern Abend kollidierte der Schubverband
"Birk B"mit dem unter der Autobahnbrücke
(BAB 1) hängenden Stahlgerüst. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen
übernommen. Nach ersten Ermittlungen fuhr der Schubverband "Birk B",
bestehend aus dem Schubschiff (Länge: 21,65 m; Breite: 8,17 m; Heimathafen:
Berlin) und einer leeren Schute, auf der Süderelbe zu Tal. Beim Passieren der
Autobahnbrücke, die zur Zeit saniert wird, kam der Verband zu weit nach Backbord
ab und kollidierte trotz eines sofort eingeleiteten Notmanövers mit dem unter
der Brücke hängenden Stahlgerüst. In letzter Sekunde konnte sich der 53-jährige
Schiffsführer in seinem abgesenkten Führerhaus zu Boden werfen und entging so
einer Verletzung. Durch die Kollision wurde das Steuerhaus stark beschädigt.
Die Frontscheibe riss aus dem Rahmen und die Radarantenne knickte ab. Das Stahlgerüst
an der Autobahnbrücke wurde auf einer Länge von ca. sechs Metern eingedrückt.
Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird noch ermittelt. Die Wasserschutzpolizisten
sprachen ein vorläufiges Weiterfahrverbot aus. Die Ermittlungen dauern noch
an. Die Sachbearbeitung übernahmen die Schifffahrtsermittler des WSPK
Pressemitteilung vom 23. 03. 2004
Museumsschiffe kollidierten
in Bremerhaven
Bremerhaven - Am 22. März
kollidierte im Bremer Fischereihafen das Fischereimuseumsschiff "Gera"
mit dem ebenfalls musealen Hochseekutter "Astarte".
Das Unglück ereignete sich, als der längsseits eines Hafenschleppers vertäute
Trawler am Kai festgemacht werden sollte. Die "Gera" war bereits mit Vorleine,
Vorspring und Achterleine an der Pier fest, als ihr Heck wieder von der Pier
abklappte. Die Achterleine, die noch nicht fest belegt war, rauschte aus, und
das Schiff wurde gegen den Kutter getrieben. Auch der an Backbordseite liegende
Schlepper wurde in das Unglück verwickelt - er stieß mit dem Motorschiff "Line
Hirsch" zusammen und schob deren Bug auf die Uferböschung. An allen
beteiligten Fahrzeugen kam es zu Schäden. An der Pier wurden zwei Reibhölzer
beschädigt. Die Schadenshöhe wird noch untersucht. Die "Gera" hatte gerade eine
Werftüberholung hinter sich und befand sich auf Überführungsfahrt von der Bremerhavener
Dock GmbH im Fischereihafen II zum angestammten Liegeplatz in Fischereihafen
I.
Quelle: Tim Schwabedissen 23. 03.
2004
Yacht ging in Flensburg
auf Tauchstation
Flensburg - Am 22. März wurde in Flensburg-Sonwik eine
neun Meter lange Yacht des Typs "Feeling 30"
mithilfe von Auftriebskörpern und eines Krans zurück an die Wasseroberfläche
geholt. Das Schiff war in der Nacht zum 21. März auf neun Meter Tiefe gesunken
und ragte nur noch mit dem Mast aus dem Wasser. Es gehörte einer Flensburger
Chartergesellschaft und hätte am Ende der Woche eine Charter beginnen sollen.
Nun ist an ihr ein Sachschaden von 90.000 ? zu beklagen. Dazu kommen Schäden,
die ihr Untergang am Steg verursachte. Der Unglückshergang ist bislang noch
unklar. Das Boot lag, wie andere Schiffe in dem Hafenbecken auch, mit dem Bug
in nordwestlicher Richtung, um dem Sturm möglichst wenig Windfläche zu bieten.
Noch am Vorabend des Untergangs war seine Lage angesichts des herannahenden
Orkans überprüft worden. Doch deuten Schäden am Steg darauf hin, dass es nach
Bruch eines Festmachers mit dem Heck dagegen schlug und entweder ein Leck erhielt
oder unter die Brücke gedrückt wurde und dadurch voll Wasser lief. Der Sturm
hatte hohe Wellen direkt durch die Hafeineinfahrt gedrückt. Bereits einen Tag
nach dem Untergang lief um acht Uhr morgens die Bergung an. Diese gestaltete
sich kompliziert, da das Wrack miut dem Heck unter dem Steg verkantet lag. Zunächst
musste sie mit Seilen auf Grund liegend ins Hafenbecken hinein gezogen werden.
Dann befestigte ein Taucher Kunststoffschläuche am Rumpf, die mit Luft aufgepumpt
wurden. Daraufhin kam das Boot vom Grund frei und stieg zur Wasseroberfläche
auf. Nun konnte es an den Kai geschleppt und dort von einem Kran an Land gehoben
werden. Ob sich eine Reparatur lohnt, ist noch unklar. Die polizeilichen Untersuchungen
zum Untergang dauern an.
Quelle: Tim Schwabedissen 23. 03.
2004
Öl aus gesunkenem Frachter bedroht Vögel auf den Aland-Inseln
Verseuchung der Strände fällt mit Ankommen der Zugvögel
zusammen
Mariehamn/Helsinki - Aus einem vor knapp drei Wochen
in der Ostsee gesunken Frachter treibt Schweröl nun an die Strände der finnischen
Aland-Inseln. Die Ölwehr sieht eine unmittelbare Gefahr für das Vogelleben der
Insel. Besonders unglücklich ist das Zusammenfallen der Öl-Verseuchung mit dem
erwarteten Eintreffen der Zugvögel. "Bald kommen auch die Eiderenten. Vergangenen
Woche waren es nur wenige, aber viele sind schon unterwegs", warnte Ölwehr-Chef
Björn Ekholm. Die Sanierungsarbeiten sollen daher diese Woche mit Nachdruck
durchgeführt werden. Die "Herakles" war
in der Nacht zum 3. März im Sturm gesunken und hatte eine dramatische Hubschrauber-Rettungsaktion
für die acht Besatzungsmitglieder notwendig gemacht. Das Schiff hatte nach Angaben
der Zeitung "Nya Aland" neben einer beträchtlichen Menge Kohle auch 70 Kubikmeter
Schweröl und 80 Kubikmeter Dieselöl geladen.
Pressemitteilung vom 22. 03. 2004
Sturmtief "Oralie"
brachte Schifffahrt in Schwierigkeiten
Das Orkantief Oralie, das am 21. März mit Windgeschwindigeiten
von bis zu 165 km/h über Deutschland hinwegfegte, verursachte auch in der
Schifffahrt
Schwierigkeiten. Vor Sylt schlug eine Yacht
in der aufgewühlten See nach der Kollision mit einem Gegenstand leck und
drohte zu sinken. Dem herbeieilenden Seenotrettungskreuzer "Minden"
gelang es, das Boot zu sichern und in einen dänischen Hafen zu geleiten.
In Kiel wurde der Frachter "Astrea"
beim Einlaufen in die Holtenauer Schleusen von einer Bö erfasst und kollidierte
mit den Kainanlagen. Das Schiff wurde bei dem Anprall eingedrückt. Anderen
Schiffen wurde beim Anlaufen des Kanals vorsorglich von Schleppern assistiert.
Quelle: Tim Schwabedissen 22. 03.
2004
«Oralie» tobt
über Norddeutschland -Autotransporter losgerissen
Bremerhaven - Im Nordhafen von Bremerhaven hinterließ
ein losgerissener Frachter eine Spur der Verwüstung. Durch die Orkanböen
bis Windstärke 12 waren die Leinen bei dem 174 Meter langen Autotransporter
"Procyon Leader" gebrochen. Das
Schiff trieb zuerst quer zum Hafenbecken und dann von der West- zur Ostseite
des Nordhafens, wo es mit der vorderen Backbordseite eine Containerbrücke
aus der Verankerung riss. Anschließend wurde das Schiff mit dem Heck gegen
eine Ro/Ro-Anlage gedrückt. An den Hafeneinrichtungen und am Frachter entstanden
schwere Schäden. Der Transporter muss jetzt von der Klassifikationsgesellschaft
begutachtet werden.
Pressemitteilung vom 21. 03. 2004
Bunkerboot kollidiert mit
Dalben
Hamburg - Am Samstagmorgen kollidierte das Bunkerboot "Odin
I" (Länge 43 m, Tragfähigkeit 254 Tonnen) in Höhe
des Köhlfleethafen mit einer Dalbengruppe. Die Wasserschutzpolizei hat die
Ermittlungen übernommen. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte der Schiffsführer
(57) mit seinem Bunkerboot aus dem Köhlfleet auf die Elbe drehen, um anschließend
weiter elbaufwärts zu fahren. Aus bisher ungeklärter Ursache kollidierte
die "Odin I"in Höhe des Köhlfleethafen mit einer
Dalbengruppe. Durch die Kollision verlor das Bunkerboot den Steuerbordanker, darüber
hinaus entstand ein ca. ein Meter großes Loch in der Außenhaut. Der
anschließende Alkotest bei dem Schiffsführer ergab 1,09 Promille. Der
Alkotest bei dem Decksmann (31) ergab 0,79 Promille. Die Wasserschutzpolizisten
sprachen ein Weiterfahrverbot aus und ordneten bei dem Schiffsführer eine
Blutprobenentnahme an. Gegen ihn wird jetzt wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs
ermittelt. Die Ermittlungen dauern an.
Pressestelle Polizei Hamburg
vom 21. 03. 2004
Feuer auf griechischer
Fähre in Adria gelöscht
Athen - Die Besatzung einer griechischen Fähre hat Schlimmeres verhindern
können: Sie löschte in der Nacht einen Brand an Bord. Die Fähre
mit 273 Passagieren und 90 Besatzungsmitgliedern an Bord unterbrach die Fahrt
vom Adriahafen Bari zum griechischen Hafen Igoumenitsa und lief sicher in Brindisi
ein. Alle Menschen an Bord seien wohlauf, hieß es vom staatlichen griechischen
Rundfunk. Der Brand war aus bislang unbekannten Gründen auf einem der Lastwagen
ausgebrochen, der in einer Decks des Schiffes abgestellt war.
Pressemitteilung vom 20. 03. 2004
Hamburger Tanker rammte
Kieler Schleuse
Kiel - In der Nacht zum 19. März rammte der Hamburger
Chemikalientanker "Christian Essberger",
3557 BRZ, das seewärtige Tor der Neuen Nordschleuse in Kiel-Holtenau. Das Schiff
hatte wegen eines Fehlers der Hydrauliksteuerung des Verstellpropellers nicht
mehr rechtzeitig aufstoppen können und prallte gegen 1.30 Uhr mit seinem eisverstärkten
Bug - die "Christian Essberger" hat die höchtste finnische Eisklasse - mit großer
Wucht gegen das Tor. Er durchtrennte die Führungsschiene und bohrte sich dann
in die Seitenwand des Tores. Teile der Schiene verklemmten sich am Tankerbug.
Nach dem Zusammenstoß musste die "Christian Essberger" übers Heck in den Kanal
zurückgeschleppt werden und machte im Kieler Nordhafen fest. Dort untersuchten
Sachverständige den Schaden und die Maschinenanlage. Nach Reparatur der Hydrauliksteuerung
konnte der Tanker am Nachmittag seine Fahrt Richtung Ostsee fortsetzen. Techniker
mühten sich derweil 12 Stunden, das von ihm am Schleusentor verursachte Wirrwarr
aus verbeulten Stahlplatten und gesplitterten Holzbalken zu beseitigen. Mit
Hilfe eines Prahms wurde die Führungsschiene überbrückt, ehe es endlich gelang,
das Tor zurückzufahren. Durch den Ausfall der Schleusenkammer kam es zu Beeinträchtigungen
in der Kanalschifffahrt. Erst gegen 14.30 konnte nach Abschluss der Notreparatur
die Schleusenkammer wieder in Betrieb genommen werden. Der Sachschaden wird
auf 400.000 Euro geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen 19. 03.
2004
Kutter vor Islay gestrandet
Askaig, Islay - Am Morgen
des 19. März erreichte die Küstenwache von Clyde ein Notruf des Kutters "Boy
Ross" aus Campeltown. Dem Schiff war eine Trosse in die Schraube
geraten. Daraufhin war es bei Windstärke fünf binnen kurzem manövrierunfähig
auf Klippen an der Nordwestküste von Islay getrieben und dort festgekommen.
Der Skipper musste sein Schiff kurz nach dem SOS aufgeben und rettete sich auf
die Post Rocks eine halbe Meile vor der Küste. Das Rettungsboot von Askaig,
ein Rettungshubschrauber der Royal Navy sowie der Trawler "Blue Angel"
und der Frachter "Eigg" machten sich sofort auf die Suche nach dem Schiffbrüchigen.
Nach kurzer Suche im Felsgebiet nahe der "Boy Ross" entdeckte das Rettunsboot
den Mann und barg ihn von dem Riff ab. Der unverletzte Skipper wurde nach Askaig
gebracht. Die Strandungsstelle wurde auf Ölverschmutzungen hin beobachtet, doch
bislang wurde kein Ölaustritt festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen 19. 03.
2004
Schiffsführerstand bei Brückendurchfahrt
abgerissen
Nürnberg - Am 19.03.2004, gegen 07.20 Uhr, war das sich das
104 Meter lange Fahrgastschiff "Rigoletto",
das unter niederländischer Flagge fährt, auf dem Main-Donal-Kanal
Richtung Passau unterwegs. Kurz vor der Schleuse Nürnberg fuhr es
durch die dortigen Eisenbahnbrücken. Bei der zweiten Brücke wurde
das Dach des Führerstandes und das dahinter befindliche Sonnenverdeck
abgerissen. Verletzt wurde dabei niemand. Ersten Schätzungen zufolge
entstand Sachschaden in Höhe von ca. 150.000 Euro. Üblicherweise
wird beim Durchfahren von Unterführungen der Führerstand hydraulisch
abgesenkt. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Inzwischen
legte das Schiff an der Anlegestelle im Nürnberger Hafen an. Dort
werden in der nächsten Woche weitere Untersuchungen durchgeführt.
Pressemitteilung vom 19. 03. 2004
Brand auf Krabbenkutter gelöscht
Personen kamen bei Feuer auf der "Goodewind" nicht zu Schaden
Cuxhaven - Es war eine halbe Stunde nach Mitternacht, als Krabbenfischer
Mike Gente und Heiko Bohlen sich fertig machten, um mit ihrem Kutter "Seehund"
(Cux 11) auf die Elbe raus zu fahren. Als sie gerade im Begriff waren die Leinen
loszuwerfen, sahen sie es weiter hinten im Alten Fischereihafen brennen. Aus dem
Ruderhaus eines anderen Krabbenkutters schlugen Flammen.
Sofort alarmierten sie über Handy die
Feuerwehr, die schon kurze Zeit später mit ausreichend Mannschaft und Gerät
vor Ort war. Die Flammen hatten schon auf das Innere des kleinen Steuerhauses
übergegriffen. Im Licht der grellen Scheinwerfer war nun auch der Name des
Kutters zu lesen: "Goodewind",
mit dem Fischereikennzeichen ACC 6 für Accumersiel, im Besitz eines Holländers.
An Bord war niemand. Es dauerte aber nicht lange, bis der Setzschipper Peter
Schiotka vor Ort war.
Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr
blieb der Schaden begrenzt auf das Steuerhaus, das allerdings weitestgehend
ausbrannte. Maschine, Deck und Rumpf wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Pech für den Eigner: Erst vor wenigen Jahren war es an Bord des Kutters zu
einem ähnlichen Brand gekommen.
Feuer ist überhaupt das, wovor sich die
Küstenfischer mehr fürchten als vor Sturm und Schlechtwetter. "Wenn auf See
ein Feuer ausbricht, hast du meist ganz schlechte Karten", bemerkte Mike Gente.
Der Schipper und sein Matrose sind vor kurzem selbst erst knapp an einer Katastrophe
vorbeigeschrammt, als auf See der Fernseher plötzlich in Flammen stand und
das vordere Logis ausbrannte. Glücklicherweise konnten sie den Brand selbst
in den Griff bekommen.
Pressemitteilung CN vom 17. 03. 2004
Frachter vor Kalmar auf
Grund
Kalmar - Vor dem schwedischen Hafen Kalmar lief am 17. März der
Frachter "Via" auf
Grund. Die fünfköpfige Besatzung des Schiffes blieb bei der Strandung
unversehrt und wurde gerettet. Taucher begannen, den Rumpf
des mit 1.400 Tonnen Getreide beladenen Frachters auf Schäden zu untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen 17. 03.
2004
Containerfrachter am Elbufer auf Grund gelaufen
Hamburg - Am späten Abend des 17. März
erlitt das britische Containerschiff "Contship
Australis" auf der Elbe einen Maschinen-
und Ruderversager. Das Schiff lief auf Höhe Stader Sand manövrierunfähig
in die Uferböschung. Vier Schlepper machten wenig später am 281
Meter langen und 32 Meter breiten Frachter fest und zogen ihn zurück
ins Fahrwasser. Anschließend lief er aus eigener Kraft den Hamburger
Hafen an. Die Betriebsanlagen sollen von der Seeberufsgenossenschaft überprüft
werden. Die Polizei nahm Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Quelle: Tim Schwabedissen 17.
03. 2004
Feuerwehr bewahrte Katamaran "Sposmoker II"
vor dem Untergang
Rettungsaktion im Barther Hafen
Barth - Alle Weltmeere hatte der Katamaran "Sposmoker
II" des Weltumseglers Gerd Engel seit 1995 befahren und dabei
etwa 500 000 Seemeilen zurückgelegt, doch ausgerechnet im sicheren
Barther Hafen begann das 18 Meter lange Zweirumpfboot am Sonnabend Morgen
zu sinken. Nur durch die Aufmerksamkeit eines Barther Bürgers, der
die zunehmende Krenkung des Katamarans bemerkte und den Hafenkapitän
sowie den Bereitschaftsdienst der Barther Stadtverwaltung informierte,
wurde Schlimmeres verhütet.
Die Barther Feuerwehr traf mit
mehreren Einsatzfahrzeugen am Liegeplatz des Seglers vor dem Hotel Speicher
ein und begann sofort, mit zwei Motorpumpen den linken, schon tief liegenden
Rumpf des Katamarans auszupumpen. Schnell füllte sich die Pier mit
schaulustigen Barthern, auch der Bürgermeister und mehrere Abgeordnete,
die sich auf einer Stadtbegehung befanden, überzeugten sich vom Fortschritt
der Hilfeleistung. Nach etwa 20 Minuten wurde das Abpumpen unterbrochen,
damit kein ölverschmutztes Wasser aus dem unter dem Kajütenboden
liegenden Maschinenraum in den Hafen gelangen konnte. Erst als sich Wehrleiter
Martin Maak sowie die Wasserschutzpolizei vom sauberen Zustand des Leckwassers
überzeugt hatten, wurden die Pumpen wieder angeworfen. Nach der Untersuchung
der Ursache bestätigte sich der anfängliche Verdacht des Hafenkapitäns
Peter Schillinger – es lag ein technischer Defekt am Seeventil des Kühlwassersystems
vor. An den Vortagen war am Schiff repariert worden, da der Besitzer es
am Sonntag nach Kiel überführen wollte. Dabei kam es wahrscheinlich
unbemerkt zu der Panne.
Eigner Gerd Engel, der noch
am Sonnabend am Barther Hafen eintraf, lobte den schnellen Einsatz der
Feuerwehr und übermittelte den Kameraden seinen Dank.
Pressemitteilung vom 16. 03. 2004
Suche nach dem "Todesfrachter" geht weiter
In Südchina untersuchter Frachter scheidet
offenbar aus
Peking - Der Verursacher eines Schiffsunfalls
mit fünf Toten vor zwei Monaten im Ärmelkanal ist noch nicht
gefunden worden. Die Untersuchung des verdächtigen Frachters "Seattle
Trader" in Südchina brachte offenbar
keine Hinweise auf eine Verwicklung in den Untergang des französischen
Fischtrawlers. "Es ist sehr gut möglich, dass es nicht dieses Schiff
war, dass mit dem Fischerboot kollidiert ist", sagte am Montag Wen Yihui
vom zuständigen chinesischen Schiffsagenten Wailun Daili telefonisch
der dpa in Peking.
Der in französischen
Medien als "Todesfrachter" beschriebene und unter philippinischer
Flagge fahrende Frachter war am Mittwoch im Hafen Fangchenggang eingelaufen.
Neben chinesischen Behörden nahmen auch französische Ermittler
die Untersuchungen auf. Die "Seattle Trader" gehört zu mehreren Schiffen,
die wegen des Untergangs der "Bugaled Breizh"
untersucht werden. Der Trawler war gerammt worden.
Frankreichs
Präsident Jacques Chirac hatte die Jagd auf die Übeltäter
zur Staatsaffäre gemacht. Es war sogar der Einsatz der Marine erwogen
worden. Die "Seattle Trader" war den Fahndern auf ihrem Weg über Ägypten,
das Rote Meer und den Indischen Ozean entwischt.
Pressemitteilung vom 15. 03. 2004
"Todesfrachter" in China aufgespürt
Peking - Chinesische Behörden und
französische Ermittler haben in Südchina die Untersuchung des
Frachters "Seattle Trader"
aufgenommen. Das Schiff soll im Ärmelkanal ein französisches
Fischereiboot versenkt haben. Beim Untergang des Trawlers waren Mitte Januar
fünf Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das in französischen
Medien als "Todesfrachter" beschriebene Schiff hatte am 10. März
den Hafen Fangchenggang
angelaufen. Frankreichs Präsident Jacques Chirac hatte die Jagd auf
die Übeltäter zur Staatsaffäre gemacht. Es war sogar der
Einsatz der Marine erwogen worden.
Pressemitteilung vom 15. 03. 2004
Kutter vor Lizard gesunken
Am Abend des 13. März geriet vor Lizard der britische Kutter
"Sabre" in schwerer See in Schwierigkeiten.
Wenig später kenterte und sank das Schiff, ohne dass ein Notsignal
hätte gesendet werden können. Die Frau eines Besatzungsmitglieds
verständigte die Küstenwache in Falmouth am Morgen des 14. März
um 2.45 Uhr, nachdem das Boot ihres Mannes nicht, wie geplant, am Abend
nach Newlyn eingelaufen war. Von dort aus war es am Morgen des Vortags
ausgelaufen, um ausgebrachte Netze 13 Meilen südlich von Lizard einzuholen.
Eine ausgedehnte Suchaktion unter Mitwirkung zweier Rettungsboote, der
Schlepper "Anlican Princess" und "Neftigas 57", des Trawlers
"Ocean Spray", des Rettungshubschraubers von Culdrose und
weiterer Handelsschiffe führte um 7.45 Uhr zum Auffinden einer Rettungsinsel
mit zwei Überlebenden der "Sabre" durch den Frachter "Fastwill" eine
Meile vor Lizard. Binnen Minuten war der Rettungshub- schrauber vor Ort
und winschte die beiden Fischer auf. Sie wurden anschließend ins
Krankenhaus von Treliske geflogen. Nachdem die Suchaktion über neun
Stunden auf ein Seegebiet von 400 Quadratmeilen ausgedehnt worden war,
ohne dass sich eine Spur des dritten Mannes gefunden hätte, wurde
sie in den Mittagsstunden des 14. März ergebnislos abgebrochen. Der
Vermisste hatte nach Angaben seiner Crewkameraden die "Sabre" zwischen
sieben und acht Uhr abends verlassen, so dass nun bei bis zu acht Windstärken
keine realistische Überlebenschance mehr bestand. In der Endphase
war die Suche am Vormittag auf ein Trümmerfeld aus Wrackteilen des
Kutters konzentriert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen 15.
03. 2004
Griechische Marine rettet 54 illegale Einwanderer
Athen - Die griechische Marine hat westlich der Mittelmeerinsel
Kreta 54 Flüchtlinge gerettet. Das Schiff war bei schwerem Sturm ausser
Kontrolle geraten und hatte einen Hilferuf per Mobiltelefon ausgesendet,
wie das Schifffahrtsministerium in Athen am Samstag mitteilte. Die Flüchtlinge,
die offensichtlich illegal in die Europäische Union einreisen wollten,
wurden den Angaben zufolge von einer griechischen Fregatte aufgegriffen
und zum Hafen Souda auf Kreta gebracht.
Pressemitteilung vom 13. 03. 2004
Ein Toter bei Untergang von Fischerboot im
Ärmelkanal
Cherbourg - Beim Untergang eines Fischerboots im Ärmelkanal
ist mindestens ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte
bargen am Donnerstagabend die Leiche eines Fischers aus dem Wasser, wie
die Schifffahrtsbehörde mitteilte. Der etwa zwölf Meter lange
Trawler "Armand" habe sich am Nachmittag
zwischen Saint-Malo und der Insel Jersey befunden. Kurz nach 16.00 Uhr
habe die vierköpfige Besatzung gefunkt, dass ihr Boot sinke. Sofort
seien ein anderes Fischerboot und ein Zollschiff sowie ein Hubschrauber
der Marine zur Hilfe geeilt. Bislang sei jedoch nur einer der Seeleute
gefunden worden. Die Suche nach seinen Kollegen werde fortgesetzt.
Pressemitteilung vom 11. 03. 2004
Kutter vor den Shetlands gesunken
Zwei Seemeilen vor Fethaland, nördliche Shetlands,
sank am 9. März der Kutter "Golden
West". Das 12 Meter lange Boot war in
den Mittagsstunden leckgeschlagen, seine zweiköpfige Besatzung hatte
Notrufe gefunkt. Eine von der Küstenwache koordinierte Rettungsaktion,
an der sich die Trawler "Aspire"
und "Chantelle",
der Schlepper "Tystie"
sowie ein RNLI-Boot aus Aith und ein auf den Shetlands stationierter Rettungshubschrauber
beteiligten, lief an. Dem Helikopter gelang es, die beiden Männer
an Bord zu winschen und nach Tingwall zu bringen, wo sie mit Schock und
Unterkühlung medizinisch behandelt wurden. Ihr Schiff sank derweil.
Quelle: Tim Schwabedissen 10.
03. 2004
"Beckum"-Wrack wird verschrottet
Rendsburg - "End of the line" für die am 8. März in Rendsburg
gesunkene "Beckum". Nach einer Inspektion
des bis übers Oberdeck versunkenen ehemaligen Minensuchers scheint
nun klar, dass er an Ort und Stelle abgewrackt wird. Damit endet die über
40jährige Laufbahn des Schiffes, das 1962 für die Bundesmarine
in Dienst gestellt worden war. Von 1975 bis zum Jahr 2000 prägte es
das Gesicht des Büsumer Hafens mit, wo es der Marinejugend diente.
Pläne des neuen Berliner Eigners, es zu einem Museumsschiff umzubauen,
scheiterten am schlechten Gesamtzustand der "Beckum". 2002 wurde es in
den Saatseehafen verholt, wo es nun an Dalben liegend absackte.
Quelle: Tim Schwabedissen 09.
03. 2004
"Galina 3" rammt nach Ruderschaden die Stromkaje
Spundwand stark beschädigt - Ermittlungen
laufen
Bremerhaven - Die Wahrheit kam erst bei Niedrigwasser
ans Licht: Rund 500000 Euro Schaden sind beim Zusammenstoß des Stückgutfrachters
"Galina 3"
in der Nacht zu gestern mit der Stromkaje entstanden. Noch ist unklar,
wie schnell der Schaden behoben werden kann. Als die Fachleute der Hafengesellschaft
Bremenports gestern bei Ebbe die Kaje untersuchten, entdeckten sie unter
anderem fünf kaputte Spundbalken. Auch die Korrosionsschutzanlage
der Kaje wurde in Mitleidenschaft gezogen, ein Dalben stark verbogen, die
Halterung für einen Rollenfender beschädigt. Am Wulstbug des
Schiffes entstand anderthalb Meter über der Wasserlinie ein rund ein
Meter hohes Loch. "Wir werden uns schnell mit der Reederei in Verbindung
setzen. Ihre Versicherung muss den Schaden übernehmen", sagte Henry
Behrends, Abteilungsleiter Bauunterhaltung bei Bremenports. Die rund 160
Meter lange auf Malta registrierte "Galina 3" war auf der Reise von Vlissingen
(Niederlande) nach Bremen, als gegen 21.50 Uhr in Höhe der Stromkaje
das Backbordruder klemmte. Mehrere Versuche der Besatzung, das Schiff zu
stoppen, blieben erfolglos. Sie warf daraufhin den Backbordanker,
um das Schiff über den Anker zu drehen. Dabei prallte das mit Containern
beladene Schiff gegen die Kaje. Verletzt wurde niemand. Gegen 1.40 Uhr
verholte die "Galina 3" mit Schlepperhilfe zum Südende der Kaje.
Auf diesem Liegeplatz soll sie vorerst bleiben. Am Abend nahm die
Wasserschutzpolizei weitere Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Die "Galina 3" darf Bremerhaven zunächst nicht verlassen.
NZ vom 09.03.2004
Ehemaliger Minensucher der Bundesmarine sank
in Rendsburg
Rendsburg - Böse Überraschung im
Rendsburger Saatseehafen am Nachmittag des 8. März: Nur noch die Aufbauten
der hier vertäuten "Beckum",
einem ehe- maligen Minensucher der Bundesmarine, ragten am Kai der Rendsburger
Staatswerftaus dem Wasser des Nord-Ostsee-Kanals. Das 48 Meter lange Boot
der "Schütze"-Klasse wurde bereits vor längerer Zeit von seinem
Eigentümer sich selbst überlassen. Weil aus dem Maschinenraum
Öl austrat uund zu einer nach Feuerwehrangaben nicht unerheblichen
Verschmutzung führte, wurden Ölschlängel um das Wrack ausgelegte.
Ein Sprecher der Wasserschutzpolizei vermutete, dass der Holzrumpf nach
der langen Zeit der Vernachlässigung durchgerottet ist und durch eindringendes
Wasser der Untergang ausgelöst wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Die "Beckum" war Ende der 70er Jahre von der Bundesmarine ausrangiert und
von einem Berliner Geschäftsmann für die Marine-Kameradschaft
aufgekauft worden. Etliche Jahre war das Boot als schwimmender Clubraum
der Jugendorganisation der Marine-Kameradschaft Büsum genutzt worden.
Um die geplante Entsorgung des Schiffes hatte es in den letzten Monaten
Gerangel gegeben. Der Eigentümer aus Berlin hatte gegen die Entsorgung
durch die Werft Saatsee Einspruch eingelegt. Wann das Wrack gehoben werden
soll, konnte die Saatsee-Werft noch nicht mitteilen.
Quelle: Tim Schwabedissen 09.
03. 2004
Schiffskollision in Bremerhaven
Bremerhaven, Stromkaje - Am späten Abend
des 07.03.2004 kam es auf dem weseraufwärts fahrenden MS "Galina
3", Hhf.: Valetta/Malta auf Höhe
der Stromkaje zu einem Ruderausfall. Mehrere Versuche der Schiffsführung
das Schiff zu stoppen verliefen ohne Erfolg.Es wurde der Backbordanker
geworfen, um das Schiff über den Anker zu drehen.In der Drehbewegung
rammte das Schiff die Stromkaje (PP1280). Es entstand an dem MS "Galina
3" folgender Sachschaden: Am Wulstbug, ca. 1,5m über der Wasseroberfläche
ein ca. 1m hohes und 1m tiefes Loch in der Außenhaut des Vorstevens,
ein weiteres, etwas kleineres Loch in ca. 5m Höhe über der Wasseroberfläche
am Vorsteven. An der Stromkaje wurde ein Dalben stark verbogen und gelöst,
eine Halterung für den dort befindlichen Rollenfender wurde stark
beschädigt. Das MS "Galina 3" darf seine Fahrt bis zur Feststellung
der Schiffssicherheit durch die Klassifikationsgesellschaft nicht fortsetzen.
Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.
Pressestelle Polizei Bremen vom 08.03.2004
Schiffsfestfahrung mit geringen Folgen
Wiesbaden - Am Samstag, 6.03.04, gegen 19.00 Uhr, geriet ein Güterschubverband
in Höhe Rhein KM 478,8, Ortslage Riedstadt, aus der Fahrrinne und
fuhr sich ca. 80 Meter vom rechten Ufer fest. Dabei kamen keine Personen
zu Schaden - der Schubverband wurde ebenfalls nicht beschädigt. Auf
Grund der Festfahrung kam es zu keiner Behinderung der Schifffahrt. Der
Schubverband , bestehend aus dem 95 Meter langen Gütermotorschiff
(GMS) "BERNISSE" und dem Güterschubleichter
"SAMBEEK" befand sich auf der Fahrt
von Greffern / Oberrhein nach Holland. Insgesamt hatte der Schubverband
2500 Tonnen Kies geladen. Vermutlich aus Unachtsamkeit wechselte der Schiffsführer
zu früh vom mittleren in das rechte Fahrwasserdrittel und kam dabei
fest. Am Sonntag, 7.03.04, gelang es gegen 10.00 Uhr, den festliegenden
Schubverband freizuziehen. Die Schifffahrt wurde für 20 Minuten gesperrt
– es kam zu keinen Behinderungen. Nach einer eingehenden technischen Untersuchung
des Schubverbandes konnte dieser dann seine Fahrt fortsetzen.
Hessisches Bereitschaftspolizeipräsidium vom
08.03.2004
Deutscher Einhandsegler vor den Kanarischen
Inseln aus Rettungsinsel geborgen
SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS leitet Rettungsmaßnahmen ein
Bremen - Dank einer gut funktionierenden Rettungskette konnte ein
deutscher Einhandsegler am Samstag, dem 6. März 2004, bei den Kanarischen
Inseln aus einer Rettungsinsel unverletzt geborgen werden. Über ein
automatisches Satelliten-Notrufsystem hatte die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC
= Maritime Rescue Co-ordination Centre) der Deutschen Gesellschaft zur
Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) um 08.55 Uhr am Samstag einen Notruf
der deutschen 15-Meter-Segeljacht "Joy"
aus dem Gebiet zwischen Fuerteventura und Teneriffa erhalten. Die automatisch
abgesendete Notmeldung, die von einer Boje bei Wasserkontakt ausgelöst
wird, enthielt den Namen des Schiffes in Not sowie die Position. Die SEENOTLEITUNG
BREMEN informierte daraufhin das für das entsprechende Gebiet zuständige
MRCC Madrid (Spanien), das umgehend eine Rettungsaktion einleitete. Um
12.38 Uhr erhielt das MRCC Bremen die Information aus Madrid, dass der
Segler um 12.10 Uhr in einer Rettungsinsel gefunden und von einem Hubschrauber
geborgen worden sei.Über die Ursache des Unglücks liegen keine
weiteren Erkenntnisse vor.
Pressemitteilung vom 08. 03. 2004
Kabinenbrand auf Oslo-Fähre "Prinsesse
Ragnhild"
Kiel - Auf der Fahrt von Kiel nach Oslo gab es in der Nacht zum
7. März auf der Fähre "Prinsesse Ragnhild" der Color-Line Feueralarm.
Eine Kabine war in Brand geraten. Es gelang zwar rasch, des Feuers Herr
zu werden. Zwei Menschen erlitten jedoch Rauchvergiftungen. An Bord des
Schiffes befanden sich zum Unglückszeitpunkt 1600 Fahrgäste und
600 Pkw. Die "Prinsesse Ragnhild", die auf der Kiel-Oslo-Route Ende des
Jahres durch die welltgrößte Fähre "Color Fantasy" ersetzt
wird, machte in ihrer Laufbahn wiederholt Schlagzeilen wegen Feuers - einmal
musste sie vor Norwegen wegen eines Maschinenraumbrandes evakuiert werden
- oder Schwierigkeiten mit der Antriebsanlage. Stets aber bewährte
sich, wie auch im jünsten Fall, die Sicherheitstechnik und der gute
Trainingsstand der Besatzung.
Quelle: Tim Schwabedissen 07.
03. 2004
Kollision vor der englischen Küste
Kurz nach Mitternacht ging am Morgen des 6. März bei der Humber Coastguard
ein Notruf ein: Der 18 Meter lange Trawler "Ocean
Rose" aus Whitby war vier Meilen nordöstlich von Staithes
mit dem Lissaboner Tanker "Reno", 2238
BRZ, kollidiert. Die Rettungsboote von Staithes und Whitby sowie ein Rettungshubschrauber
aus Boulmer begaben sich zum Unglücksort. Die "Ocean Rose" hatte erhebliche
Schäden davongetragen und machte Wasser. Seine vierköpfige Crew
war aber unversehrt geblieben. Die Lenzpumpen des Havaristen arbeiteten
mit voller Kraft gegen den Wassereinbruch an und wurden verstärkt
durch eine Pumpe des Whitbyer Rettungsbootes. Der Trawler wurde künstlich
gekrängt, um die Kollisionsstelle aus dem Wasser zu bekommen. Mit
eigener Kraft, assistiert von den Rettungskräften, machte sich die
"Ocean Rose" auf den Weg nach Whitby, wo Vorbereitungen getroffen wurden,
dem Schiff Hilfe vor Ort zu leisten. Der portugiesische Kollisionsgegner
erlitt nur leichte Schäden und setzte seine Reise ins englische Immingham
später fort.
Quelle: Tim Schwabedissen 07.03.2004
Sprengstofffrachter für Beirut auf Grund
gelaufen
Istanbul - Ein ukrainisches Frachtschiff mit
19 Tonnen Sprengstoff an Bord ist in den Dardanellen auf Grund gelaufen.
Der Kapitän habe die Fracht vor der Passage der Meeresenge nicht deklariert,
teilten die türkischen Schifffahrtsbehörden mit. Der Frachter
wurde freigeschleppt und zum Hafen von Canakkale gebracht. Das Schiff wollte
nach Beirut. An Bord befanden sich fast 400 Schachteln mit Kapseln und
88 Holzkisten mit Sprengstoff. Über die Art des Sprengstoffs wurden
keine Angaben gemacht.
Pressemitteilung vom 05. 03. 2004
Kollision bei Überholmanöver auf
der Kieler Förde
Kiel - Am Morgen des 4. März kam es auf
der Kieler Förde zu einer Kollision. Beim Versuch, den Richtung Ostsee
laufenden deutschen Frachter "Komet III",
4.169 BRZ, zu überholen, rammte der russische Frachter "Kapitan
Babushkin", 1.700 BRZ, die vorauslaufende
"Komet III". Dabei kam es zu Schäden an deren Außenhaut und
den Containerlaschings. Der russische Kapitän musste vor der Weiterfahrt
eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen
zum Unfallhergang auf.
Quelle: Tim Schwabedissen 04.
03. 2004
Dramatische Rettung von Frachter-Besatzung
aus der Ostsee
Zwei Seeleute fielen ins Wasser
Göteborg/Stockholm - Bei einer dramatischen Bergungsaktion
haben schwedische Hubschrauberbesatzungen in der Nacht auf Mittwoch die
acht Besatzungs- mitglieder eines finnischen Frachters aus akuter Seenot
gerettet. Wie die Einsatzzentrale in Göteborg mitteilte, fielen zwei
der Seeleute bei stürmischem Wetter in das eiskalte Wasser der Ostsee,
als sie mit einer Winde von ihrem mit Kohle beladenen Lastenkahn "Herakles"
zum Hubschrauber hochgezogen werden sollten.
Die Bergung sei äußerst schwierig gewesen. Dennoch seien
auch die beiden zuletzten Geretteten wohlauf, hieß es weiter. Das
Schiff sank am frühen Morgen. Es hatte in der Nacht einen Notruf wegen
Motorschadens gefunkt.
Pressemitteilung vom 03. 03. 2004
Seenotretter bargen vier Jugendliche aus
dem Wattenmeer
Norderney - Vier Jugendliche in einem winzigen Boot sind zwischen
den ostfriesischen Inseln Norderney und Baltrum aus Seenot gerettet worden.
Die 15- und 16 Jahre alten Jungen, die von Norderney stammen, waren nach
Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit
einem für die Wind- und Wetterverhältnisse vollkommen ungeeigneten
Angelboot
und ohne Rettungswesten unterwegs. Auch der Außenbordmotor
war ausgefallen, wie die Seenotretter am Dienstag mitteilten. Die Jugendlichen
hatten am Montagabend mit dem rund drei Meter langen Boot eine Spritztour
zur Nachbarinsel Baltrum unternommen. Obwohl sie vor der Rücktour
nach Norderney gewarnt wurden, brachen die Jungen auf. Alarmiert von Passanten
entdeckte die Besatzung eines Seenotkreuzers bei Einbruch der Dunkelheit
das im Watt treibende Boot.
Pressemitteilung vom 02. 03. 2004
Schwere Kollision auf der Unterelbe - ein
Besatzungsmitglied verstorben
Hamburg - Gestern Nachmittag (1.3.04) kam es auf der Unterelbe
in Höhe der Tonne 89 zu einer Kollision zwischen den beiden elbaufwärts
fahrenden
Containerschiffen "P & O Nedlloyd Finland"
und "Cosco Hamburg". Beide Containerschiffe
waren für Hamburg avisiert und standen unter Lotsenberatung. Die Hamburger
Wasserschutzpolizei richtete daraufhin eine Ermittlungsgruppe zur Klärung
des Schiffsunfalls ein.
Nach bisherigen Ermittlungsstand
kollidierte die "Cosco Hamburg" (Länge 267 m, 65.531 BRZ, Heimathafen:
Hong Kong) in Höhe der Tonne 89 während eines Überholvorganges
mit der "P & O Nedlloyd Finland" (Länge 96 m, 3.999 BRZ, Heimathafen:
Hamburg).
Dabei ist ein 40-jähriges
philippinisches Besatzungsmitglied der "P & O Nedlloyd Finland" und
ein 40 Fuss Container (ohne Gefahrgut) aus der zweiten Deckslage über
Bord gegangen. Darüber hinaus wurden benachbarte Container aus ihrer
Lage gedrückt und beschädigt. Die Polizei leitete sofort umfangreiche
Suchmaßnahmen ein. An dieser Suchaktion waren unter anderem das Unterelbestreifenboot
der Wasserschutzpolizei "Bürgermeister Weichmann", die Forschungsschiffe
"Wega", "Biene" und "Niederelbe", sowie der Polizeihubschrauber "Libelle
1" und ein Rettungshubschrauber der Bundeswehr beteiligt.
Der 40-jährige Seemann
konnte im Rahmen dieser Suchmaßnahmen aus dem Wasser gezogen werden,
verstarb
jedoch wenig später. Der im Wasser treibende 40 Fuss-Container wurde
durch den Schlepper "Bützfleth" bei der Tonne 90 gesichert und nach
Kollmar geschleppt. Die durchgehende Schifffahrt wird nicht behindert.
Die beiden Havaristen setzten ihre Reise aus eigener Kraft nach Hamburg
fort und haben ihre Liegeplätze eingenommen. Die "P & O Nedlloyd
Finland" wurde an der Backbordseite im Vorschiffbereich erheblich beschädigt.
Die "Cosco Hamburg" ist im Bereich des Achterschiffs beschädigt. Die
Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Die Seeberufsgenossenschaft
erteilte für beide Containerschiffe ein Auslaufverbot.
Da aufgrund der ersten Ermittlungsergebnisse
eine Mitschuld des Kapitäns der "Cosco Hamburg" nicht auszuschließen
ist, ordnete die zuständige Staatsanwaltschaft Itzehoe gegen den chinesischen
Kapitän (58) eine Sicherheitsleistung in Höhe von 20.520 Euro an. Die
Ermittlungen der Hamburger Wasserschutzpolizei dauern an. Polizeipresse
vom 02.03.2004
Passagierschiff auf Main-Donau-Kanal sinkt
Schwabach - Am 26.02.2004, gegen 06.30 Uhr, meldete der 40-jährige
Kapitän eines Fahrgastkabinenschiffes starken Wassereinbruch vor der
Schleuse Leerstetten (Main-Donau-Kanal). Das Kreuzfahrtschiff aus Köln,
Länge 127 m, Breite 11,40 m, Gewicht 1500 Tonnen, war auf der Fahrt
von Köln nach Passau unterwegs, auf einer Leerfahrt, ohne Passagiere.
Während das Schiff vor der Schleuse Leerstetten auf die Schleusung
wartete, bemerkte die Besatzung im Bugbereich einen starken Wassereinbruch.In
kurzer Zeit lief das Untergeschoss des Schiffes auf ca. 2/3 der Schifflänge
voll. Das Schiff hat eine Kapazität für 180 Passagiere. Von den
6 Besatzungsmitgliedern im Alter zwischen 40 und 58 Jahren wurde niemand
verletzt. Im Laufe des Vormittags versuchten Rettungskräfte von der
Berufsfeuerwehr Nürnberg, den Feuerwehren aus dem Landkreis Roth,
Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg sowie der Wasserwacht das Schiff
leer zu pumpen. Taucher der Berufsfeuerwehr Nürnberg, des Wasser-
und Schifffahrtsamtes sowie der Wasserwacht suchten den Außenbereich
des Schiffes nach einem Leck bzw. schadhaften Stellen an der Außenhaut
ab.
Da man die Steuerbordseite nicht
komplett abtauchen konnte, weil das Schiff an der Kaimauer vor der Schleuse
lag, begaben sich die Taucher ins Innere und suchten Kabine für Kabine
ab. Gegen 11.00 Uhr stellte man ein schadhaftes Fenster im Bereich des
Bugs auf der Steuerbordseite fest. Durch eine Öffnung von ca. 40 x
80 cm drang Wasser ein. Anfänglich muss der Wasserdruck so stark gewesen
sein, dass der Türrahmen dieser Kabine herausgerissen wurde. Ob dieses
Leck einzig und allein für den starken Wassereintritt verantwortlich
war, wird derzeit noch abgeklärt. Hilfskräfte versuchen nun das
Leck abzudichten, um anschließend mit zahlreichen Pumpen das Schiff
zu leichtern. Da etwas Öl austrat, wurde vom THW vorsorglich eine
Ölsperre um das Schiff gelegt. Es hat knapp 50.000 l Dieselkraftstoff
an Bord, die unter Wasser liegen.
Sollten die Maßnahmen erfolgreich
sein, wird das Kreuzfahrtschiff voraussichtlich in den Nürnberger
Hafen geschleppt. Das in Köln registrierte Schiff einer Münchner
Reederei wurde 2003 in Dienst gestellt.
Pressemitteilung vom 26. 02. 2004
Flüchtlingsboot in Nordägäis
gesunken
Ayvalik - Ein Fischerboot mit rund 30 illegalen
Zuwanderern ist in der Nordägäis vor der türkischen Küste
bei Ayvalik gesunken. Nach Angaben des Küstenschutzes konnten sieben
Menschen lebend aus dem Wasser gerettet
werden. Bisher seien vier Leichen gefunden, berichten türkische Medien.
Bei den Überlebenden, darunter zwei Frauen, soll es sich um Afrikaner
aus Somalia handeln. Die illegalen Zuwanderer wollten vermutlich auf eine
griechische Insel übersetzen. Von dem gesunkenen Boot fehlt bislang
jede Spur.
Pressemitteilung vom 25. 02. 2004
Russischer Öltanker treibt im Sturm
vor norwegischer Küste
Stavanger - Ein russischer Öltanker treibt
mit Motorschaden im Sturm vor der norwegischen Westküste. Wie die
Rettungszentrale Sola bei Stavanger mitteilte, befinden sich 23 Seeleute
an Bord des unbeladenen Tankers "Cuban".
Die Küstenwacht habe ein Bergungsschiff in Bewegung gesetzt, hieß
es weiter.
Pressemitteilung vom 24. 02. 2004
Sechs Vermisste nach Untergang von russischem
Tanker
Moskau - Nach dem Untergang eines russischen Tankers im Kaspischen
Meer werden sechs Besatzungsmitglieder vermisst. Das mit Schmutzwasser
beladene 1500-Tonnen-Schiff sei bereits vor vier Tagen mit zwölf Mann
an Bord in schwerer See gesunken, berichtete die Nachrichtenagentur Ria
Nowosti unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium für Südrussland.
Sechs Besatzungsmitglieder konnten sich demnach in Rettungsboote flüchten
und wurden gerettet. Fünf Schiffe und Hubschrauber waren den Angaben
zufolge an der Suchaktion rund 85 Kilometer vor der kasachischen Küste
beteiligt. Eine große Welle habe das Schiff in Schlagseite gebracht,
bevor es gesunken sei, sagte ein Retter.
Pressemitteilung vom 20. 02. 2004
Barge in Seenot - Stein-Fuhre aus Dänemark
vor Dierhagen gekentert
Dierhagen/Rostock - Eine Plattform mit einer
Ladung Steinen ist am Donnerstag bei grober See vor der mecklenburgischen
Küste gekentert. Die so genannte Barge (engl. Wasserfahrzeug mit geringem
Tiefgang, ohne Eigenantrieb für den Hafenbetrieb bzw. Transport von
Schüttgut, werden im Schlepp fortbewegt gesprochen Bardsch)
sollte von einem dänischen Schlepper nach Warnemünde gezogen
werden. Für das Seegebiet hatte es eine Windwarnung gegeben, sagte
ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten
Winde bis zur Stärke acht mit bis zu sechs Meter hohen Wellen. Die
Barge habe sich vermutlich aufgeschaukelt und dann die Ladung vor der Küste
Dierhagens verloren, sagte der Sprecher.
Die Schüttgut-Plattform
"Aaschlef 101"
war mit insgesamt 2134 Tonnen Steinen beladen. Die 50 Zentimeter großen
Felsbrocken sollten zum Bau des olympischen Yachthafens vor Warnemünde
verwendet werden. Der Schlepper "Storesund"
wurde bei dem Unglück nicht beschädigt. Die Unfallstelle fünf
Seemeilen vor der Küste werde jetzt von einem Tonnenleger der Wasser-
und Schifffahrtsverwaltung gesichert und markiert, sagte der Sprecher der
Wasserschutzpolizei. Ersten Angaben zufolge liegen die Felsbrocken auf
einer Strecke von bis zu 300 Meter verstreut in einer Wassertiefe von etwa
14 Meter. Die Barge wurde zunächst ans Ufer geschleppt, wo sie von
Tauchern auf Schäden untersucht werden soll.
Pressemitteilung vom 19. 02. 2004
Aus dem Ruder gelaufen - Schiffsunfall stoppt
Elbverkehr
Dresden - Ein tschechisches Transportschiff
ist am Mittwochnachmittag auf der Elbe aus dem Ruder gelaufen und mit dem
Dresdner Theaterkahn kollidiert. An ihm entstand nach Polizeiangaben leichter
Sachschaden. Die talwärtige Schifffahrt sei vorübergehend gestoppt
worden. Der Führer des Transportschiffs, an dem bei der Durchfahrt
unter der Dresdner Augustusbrücke zwei Seile gerissen waren, könne
seine Fahrt nach Prüfung auf weitere Schäden voraussichtlich
am Donnerstag fortsetzen.
Pressemitteilung vom 18. 02. 2004
Erneut Zwischenfall im Nord-Ostsee-Kanal
Brunsbüttel - Am Morgen des 17. Februar bohrte sich gegen 2.30
Uhr ein von Kiel kommendes deutsches Motorschiff in die Böschung des
Nord-Ostsee-Kanals. Wie die Brunsbütteler Wasserschutzpolizei mitteilte,
ereignete sich der Zwischenfall bei Dückerswisch in Höhe des
Kanalkilometers 23. Offensichtlich war der wachhabende Steuermann nicht
ausreichend mit der Ruderanlage vertraut. Das Schiff konnte Polizeiangaben
zufolge mit eigener Kraft die Reise nach Brunsbüttel fortsetzen, wo
es vor der Weiterfahrt von Fachleuten der Schiffsicherheitsbehörde
besichtigt wurde. Die Wasserschutzpolizei ermittelt in Hinsicht auf eine
mögliche Gefährdung des Schiffsverkehrs.
Quelle: Tim Schwabedissen (18.02.2004)
Fährunglück im Kattegat vor Schweden
Mehr als 100 Menschen nach Fährunglück vor Schweden gerettet
Stockholm - Nach einer Schiffskollision vor der Südwestküste
Schwedens sind mehr als 100 Menschen von einer leck geschlagenen Fähre
gerettet worden. Die Passagiere und Besatzungsmitglieder der "Stena
Nautica" wurden nach Angaben der Düsseldorfer Agentur Alavia
von der "Stena Germanica" aufgenommen, die auf der Route Kiel-Göteborg
verkehrt. Laut Firmensprecher Dirk Dembski ereignete sich das Unglück
um 04.40 Uhr zehn Seemeilen (18 Kilometer) vor Varberg im Kattegat, dem
Zielhafen der "Stena Nautica".
Ein Frachter sei der Fähre
in die Seite gefahren und habe den Maschinenraum getroffen, sagte Dembski.
Danach sei die "Stena Nautica" manövrierunfähig gewesen. An Bord
waren 91 meist dänische Passagiere und 37 Besatzungsmitglieder. In
der Nähe befand sich die "Stena Germanica", die am Sonntag um 19.30
Uhr in Kiel mit Ziel Göteborg ausgelaufen war. "Es gab keine Verletzten,
die "Germanica" übernahm die Passagiere", sagte Dembski. Die Agentur
Alavia arbeitet für die schwedische Reederei Stena, die einen Passagierfährdienst
von Kiel nach Göteborg sowie mehrere Frachtrouten unterhält.
Auf dem Autodeck der Fähre
waren noch sieben Rennpferde in ihren Boxen gefangen. "Die Pferde wurden
von einem Tierarzt untersucht, und es geht ihnen den Umständen entsprechend
gut", sagte eine Sprecherin von Stena, Anna-Karin Blomqvist. Neben den
Pferden hatte die Fähre 53 Lastwagen und 18 Autos geladen.
Die "Nautica" wurde in den Hafen
von Varberg südlich von Göteborg geschleppt, wie die Hafenbehörden
mitteilten. Als sie dort ankam, hatte sich der Maschinenraum bereits mit
Wasser gefüllt, wie ein Sprecher der Seerettung, Magnus Gustafsson,
mitteilte. Ursprüngliche Befürchtungen, dass die Fähre sinken
könnte, bewahrheiteten sich jedoch nicht. Experten begannen am Nachmittag
damit, ein fünf mal zwei Meter grosses Loch im Rumpf zu reparieren
und pumpten Wasser aus dem Schiff ab. Die Fähre trug auch einen elf
Meter langen Riss über der Wasserlinie davon. Öl trete nicht
aus, erklärte Blomqvist.
Bei dem anderen Schiff handelte
es sich um den auf St. Vincent und den Grenadinen registrierten Frachter
"Joanna", der einer polnischen Reederei
gehört. An ihm entstand nur geringer Schaden, er konnte aus eigener
Kraft in den Hafen einfahren. Die Ursache der Kollision war zunächst
unklar. Der Unfall ereignete sich bei ruhiger See, es herrschte jedoch
dichter Nebel.
Pressemitteilung vom 16. 02. 2004
Italienisches Fischerboot vor Griechenland
gesunken
Athen - Im Ionischen Meer ist ein italienisches Fischerboot mit
einem Frachter zusammengestoßen und gesunken. Die fünf Besatzungsmitglieder
der "Louisa" brachten sich auf einem
Rettungsboot in Sicherheit und wurden von einem türkischen Schiff
aufgenommen, wie das Handelsmarineministerium am Montag mitteilte. Das
Unglück ereignete sich in der Nähe der Hafenstadt Pylos.
Pressemitteilung vom 16. 02. 2004
Aller guten Dinge sind drei: Holtenauer Schleusen
erneut gerammt
Kiel - Am Morgen des 15. Februar kollidierte der griechische Frachter
"Searider", 24.729 BRZ, beim Einlaufen
in die Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel-Holtenau mit der Mittelmauer.
Dabei wurden die Mole eingedrückt und Stahldalben umgerissen. Im Vorschiff
des Havaristen entstand an Backbord ein zwei Meter langer Riss. Die 1984
erbaute, 41.000 tdw verdrängende "Searider" war mit einer Stahlladung
unterwegs von Polen via Antwerpen in die Vereinigten Staaten. Die Reise
endete vorerst an der Nordmole des Kieler Scheerhafens, wo das mit einem
Auslaufverbot belegte Schiff vom 16. Februar an durch Arbeiter der Lindenau-Werft
repariert werden soll. Ursache des Unglücks war Nebel und möglicherweise
ein Fahrfehler, der das 31 Meter breite Schiff zu spät aufstoppen
ließ. Es handelt sich bereits um die dritte Schleusenkollision binnen
einer Woche.
Quelle: Tim Schwabedissen (15.02.2004)
Besatzung von sinkendem Schiff gerettet
Athen - Die zehnköpfige Besatzung
eines südlich von Kreta verunglückten Schiffes ist am Samstagabend
gerettet worden. Die türkischen Seeleute wurden von einem vorbeifahrenden
Frachter aufgenommen, wie das griechische Handelsmarine-Ministerium mitteilte.
Die Geretteten seien mit einem Hubschrauber nach Athen gebracht worden
und allesamt in guter Verfassung, hiess es weiter. Ihr mit Düngemitteln
beladener Frachter war in dem seit Tagen wütenden Unwetter über
Südosteuropa in Seenot geraten und mit Wasser voll gelaufen. Von der
20-köpfigen Besatzung eines anderen Schiffes, das bereits am Freitag
in der Meerenge Bosporus sank, fehlt noch immer jede Spur. Vermisst werden
18 Bulgaren und zwei Ukrainer.
Pressemitteilung vom 14. 02. 2004
Sturmwetter behindert Suche nach vermissten
Seeleuten im Schwarzen Meer
Istanbul - Sturm, hohe Wellen und schlechte
Sicht haben am Samstag im Schwarzen Meer die Suche nach 20 Seeleuten behindert,
die seit dem Untergang ihres Frachters am Freitag vermisst werden. Der
unter kambodschanischer Flagge fahrende Kohlefrachter "Hera"
war am Eingang zum Bosporus in einem Schneesturm gesunken, der weite Teile
der Türkei und Griechenlands heimgesucht hatte.
"Bislang haben wir nichts erreicht", sagte
ein Sprecher der türkischen Rettungskräfte. Der Bosporus wurde
zwar wieder für die Schifffahrt frei gegeben, das schlechte Wetter
behinderte aber weiter den Flugverkehr.
Auch in Griechenland
litt der Flugverkehr am Samstag noch an den Folgen des Schneesturms. In
Athen wurden Dutzende Flüge abgesagt oder starteten mit Verspätung,
während das Bodenpersonal sich laut Flughafenangaben noch bemühte,
Startbahnen und Maschinen von Eis zu befreien. Verkehrsminister Christos
Verelis warf der Athener Flughafenverwaltung Versäumnisse bei der
Information der Passagiere vor und kündigte Sanktionen an.
Pressemitteilung vom 14. 02. 2004
21 Tote bei Schiffsunglück am Bosporus
Sofia - Beim Untergang eines Frachters im
Schwarzen Meer vor der türkischen Küste sind 21 Menschen ums
Leben gekommen. Es seien keine Überlebenden gefunden worden, so das
bulgarische Außenministerium. An Bord waren 19 Bulgaren und zwei
Ukrainer. Der Frachter war bei stürmischem Wind und hohen Wellen innerhalb
weniger Minuten vor der Küste gesunken, berichtet das Staatsfernsehen
in Sofia. Das 30 Jahre alten Frachtschiff unter kambodschanischer Flagge
hatte Kohle aus der Ukraine geladen.
Pressemitteilung vom 13. 02. 2004
Zwei Frachter bei den Dardanellen kollidiert
Istanbul - Bei schlechtem Wetter sind nahe
der Wasserstrassen der Dardanellen zwei Frachter zusammengestossen. Eines
der beiden Schiffe begann daraufhin zu sinken, wie die türkische Küstenwache
am Donnerstag mitteilte. Zehn Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden,
ein elftes wurde am Abend noch vermisst. Als Grund für die Kollision
wurde unzureichende Sicht angegeben.
Wegen eines
Schneesturms war zuvor bereits der Bosporus für den Schiffsverkehr
gesperrt worden. Die durch Istanbul verlaufende Wasserstrasse zwischen
dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer sei am Nachmittag wegen schlechter
Sicht sowie starken Windes und Schneefalls geschlossen worden, teilten
die Behörden mit. Sie soll wieder geöffnet werden, sobald sich
die Wetterbedingungen bessern. Es wurde erwartet, dass der Sturm noch am
Wochenende andauern wird.
Pressemitteilung vom 12. 02. 2004
Frachter rammte Kieler Kanalschleuse
Kiel - Am 8. Februar rammte der Frachter "Kaja
H" aus Assel das seewärtige Tor der Südschleuse des
Nord-Ostsee-Kanals in Holtenau. Am Schleusentor entstand bei dem Rammstoß
des eisverstärkten Bugs des Schiffes erheblicher Sachschaden. Vorangegangen
war der Kollision ein Druckluftverlust in der Maschine. Diese ließ
sich daraufhin nicht mehr von Voraus- auf Rückwärtsfahrt umsteuern.
Quelle: Tim Schwabedissen (09.02.2004)
Orkan reißt Fähre in belgischem
Hafen los
Seebrügge - Eine im Hafen von Seebrügge
verankerte Fähre hat sich am Sonntag bei einem Orkan losgerissen.
Schlepper brachten das Schiff wieder an seinen Liegeplatz, Menschen kamen
nicht zu Schaden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.
Der Orkan
fegte mit Windstärke zwölf über den belgischen Nordseehafen.
Deswegen wurde das Ein- und Ausladen im gesamten Fährhafen unterbrochen.
Von Seebrügge aus gehen viele Fährverbindungen nach Großbritannien.
Pressemitteilung vom 08. 02. 2004
Polnisches Binnenschiff nach Zwangspause
auf dem Weg nach Hause
Schnackenburg
- Nach einer monatelangen Zwangspause auf einer Wiese in Schnackenburg
(Kreis Lüchow-Danneberg) hat am Samstag der polnische Schiffer Wlodzimierz
Rosik die Heimfahrt angetreten. Er hatte sein 57 Meter langes Binnenmotorschiff
"Gondola"
am
21. März 2003 vor dem Hafen in Schnackenburg im Dunkeln im überfluteten
Elbvorland auf Grund gesetzt. Das Technische Hilfswerk befreite das rund
180 Tonnen schwere Schiff Ende Januar in einer spektakulären Aktion.
Rosik steuert jetzt den Hafen Stettin an.
Pressemitteilung vom 07. 02. 2004
Das bekannte Bergedorfer Restaurantschiff
Kogge ist auf den Grund der Bille gesunken
Der Dreimaster war vermutlich verrottet
Hamburg-Bergedorf - Der hölzerne Dreimaster
war vermutlich unter der Wasserlinie verrottet. Die Feuerwehr sicherte
die Kogge gestern mit Stahlseilen. Denn die schwimmende Bar hatte nach
dem Wassereinbruch Schlagseite und drohte, sich komplett auf die Seite
zu legen.
Seit gestern
Mittag, um 13.30 Uhr bietet das Bergedorfer Wahrzeichen einen traurigen
Anblick: Das Unterdeck ist überflutet, etwa eineinhalb Meter ist das
Schiff abgesunken, liegt jetzt auf dem schlammigen Grund der Bille. Taucher
suchten im Wasser des Hafenbeckens Serrahn am Schiffsrumpf nach Lecks.
Doch größere Löcher konnten sie nicht entdecken. Stattdessen,
so vermuten die Experten von Polizei und Feuerwehr, ist das Boot zuletzt
immer weiter vergammelt.
Seit etwa
einem halben Jahr stand das Schiff leer. Zuletzt hatte sich ein Gastronom
mit einer Restaurant-Bar namens "El Crisol" am Bille-Kai versucht. Mitte
2003 aber gab auch er den Standort auf. Zuvor war die Kogge ein Fischrestaurant,
dann versuchten es die Betreiber mit mexikanischer Küche. In seinen
besseren Tagen war die Kogge Treffpunkt der Bergedorfer Szene, beliebt
besonders in den späteren Abendstunden.
Dass das
25 Meter lange Holzschiff noch zu retten ist, erscheint nach ersten Prognosen
der Experten vor Ort eher unwahrscheinlich.
Nach der Schließung des "El Crisol" sollte
das gelb getünchte Piratenschiff verkauft werden, ein neuer Betreiber
hatte sich nach Abendblatt-Informationen noch nicht gefunden. Die Polizei
wird nun prüfen, ob das Wrack wieder aufzurichten ist oder ob es verschrottet
werden muss.
Pressemitteilung vom 02. 02. 2004
Schiffskollision durch eine Windböe
Bremerhaven - Am Sonntag, gegen 01.20 Uhr,
wollte der Kapitän eines ca. 220 Meter langen Autotransporters "Grand
Pace" mit Hilfe von drei Schleppern und
mit Lotsenunterstützung seinen Liegeplatz im Kaiserhafen von Bremerhaven
anlaufen. Dazu musste nach Durchfahren der Drehbrücke ein an der Pier
liegendes, ca. 100 Meter langes Containerschiff in geringem Abstand passiert
werden.
Die Besatzung
des in unmittelbarer Nähe befindlichen Polizeibootes "Bremen
6" beobachtete, wie der Autotransporter
während des Vorbeifahrens durch eine starke Windböe erfasst wurde.
Der auftretenden Winddruck wirkte so auf das Schiff ein, dass es auf den
an der Pier liegenden Containerfrachter "Buxmaster"
gedrückt wurde. Die assistierenden Schlepper versuchten noch, den
Autotransporter zu halten. Das Manöver gelang jedoch nicht mehr.
Durch die
Kollision entstand in sieben Metern Höhe ein ca. 50 cm langer Riss
in der Außenhaut des Autotransporters. An beiden Schiffen kam es
zu weiteren Sachschäden, die jedoch nicht schwerwiegend sind. Personen
wurden nicht verletzt. Der Autotransporter bleibt aufgrund notwendiger
Reparaturarbeiten zunächst in Bremerhaven. Zum Unfallzeitpunkt herrschte
starker westlicher Wind in Stärke von acht bis neun
Beaufort (Bft.), in Böen bis elf
Bft.
Polizeipresse vom 02.02.2004
Frachter gesunken - Kleinere Ölpest
in Nordspanien
Knapp 15 Monate nach dem Untergang des Tankers "Prestige" hat die Havarie
eines portugiesischen Frachters im Hafen der nordspanischen Küstenstadt
Bilbao eine kleinere Ölpest ausgelöst. Aus der vor zwei Wochen
während eines Sturms gesunkenen "Diana I"
seien 48 Tonnen Dieselöl sowie Treibstoff ins Meer geströmt,
meldete der Rundfunk am Sonntag.
Die Tanks des Schiffes seien damit
aber bereits so gut wie leer. Das Öl habe sich weitgehend im Meer
verteilt, ohne größere Teppiche zu bilden. Der Frachter hatte
sich während eines Unwetters vom Anker gelöst, war gegen die
Felsen an der Hafeneinfahrt geprallt und anschließend gesunken. Die
acht Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.
Das Schiff sei nur noch "ein Haufen
Schrott", berichteten Taucher nach einer Inspektion. Das Wrack liege zweigeteilt
auf dem Meeresboden und sei eine Gefahr
für den Schiffsverkehr. Dieser wurde deshalb in der Umgebung
des Unglücksgebiets verboten.
Die "Prestige" war im November
2002 vor der Nordwestküste Spaniens gesunken und hatte die größte
Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes verursacht. Rund 64.000
Tonnen ausgelaufenes Schweröl verseuchten das Meer und die Küsten.
Pressemitteilung vom 01. 02. 2004
Schiffsführer geht über Bord
Nächtliche Kollision im Verbindungshafen
- Tankschiff beschädigt
Bremerhaven - Bei einer Kollision im Überseehafen
ist in der Nacht zu Donnerstag der Kapitän des Tankschiffes
"Mirco"
über Bord gegangen. Feuerwehr- taucher
holten ihn aus dem eiskalten Wasser; der 50-jährige Schiffsführer
kam mit einer Unterkühlung ins Krankenhaus.
Der Ablauf
des Schiffsunglücks gibt der Wasserschutzpolizei Rätsel auf. "Der Unfallhergang
ist immer noch unklar", räumte Polizeisprecher Harald Krengel am Machmittag
ein. Gegen 4.30 Uhr hatte die "Mirco", ein kleines Binnentankschiff, im Verbindungshafen
manövriert. Zur gleichen Zeit passierte ein Schleppzug mit dem Autotransporter
"Queen Ace" die Stelle. Ob und wie die Schiffe kollidierten, ist nach den bisherigen
Ermittlungen der Wasserschutzpolizei ungewiss. Berichte, wonach die "Mirco" in
eine Schleppleine geriet, wollte Krengel nicht bestätigen. In die Kollision
war offenbar noch ein drittes Schiff verwickelt, das bei der Lloyd Werft liegende
Containerschiff "Buxmaster". Bei der Kollision wurde das hölzerne Ruderhaus
der "Mirco" eingedrückt; der Kapitän ging über Bord. Die Angaben
darüber, wie lange er im Wasser trieb, schwanken zwischen einer viertel und
einer dreiviertel Stunde. Der Nordenhamer befand sich gestern Nachmittag noch
in stationärer Behandlung im Krankenhaus.
Nordsee-Zeitung vom 30. 01. 2004
"Peter Pan" rammte Kanalschleuse
Brunsbüttel - Beim Auslaufen aus der Brunsbütteler
Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals rammte die schwedische Fähre "Peter
Pan", 34468 BRZ, am 28. Januar die Mittelmauer der neuen Schleuse.
Das Mauerwerk wurde auf einer Länge von 20 Metern demoliert. Auch
das Außenleitwerk wurde stark beschädigt. Der Schaden wird auf
50000 Euro geschätzt. Der Betrieb der Schleuse wurde nicht beeinträchtigt.
Die 190 Meter lange und knapp 30 Meter breite Fähre setzte ihre Reise
nach Hamburg fort. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen (28.01.2004)
"Stapellauf" des gestrandeten Binnenschiffs
endlich geglückt
Schnackenburg - Der "Stapellauf" des bei Schnackenburg
im Kreis Lüchow-Dannenberg vor zehn Monaten gestrandeten Binnenschiffs
ist geglückt. Nach Angaben des Technischen Hilfswerks gelang es nach
rund acht Stunden, das 57 Meter lange und 180 Tonnen schwere polnische
Schiff "Gondola"
zurück in die Elbe zu schieben. Eine Woche lang hatten die mehr als
70 Einsatzkräfte die Bergung des auf Grund gelaufenen Binnenschiffs
vorbereitet.
Obgleich die "Gondola" jetzt frei ist, kann Rosik
noch nicht den heiß ersehnten Heimatkurs steuern. Der Winter macht
ihm mit teilweise vereisten Wasserstraßen vorerst einen Strich durch
die Rechnung. "Ich werde erst einmal im Hafen Schnackenburg festmachen
und vielleicht ergibt sich in der Liegezeit schon ein Frachtauftrag für
mich, denn das Leben muss ja nun wieder normal weitergehen."
Pressemitteilung vom 28. 01. 2004
Schiffsunfall mit erheblichem Sachschaden
– Personen wurden nicht verletzt!
Wiesbaden - Am Montag, 26. Januar 2004, gegen
18:30 Uhr, kam es in Höhe RheinKm 523, Ortslage Geisenheim, zu einer
Schiffskollision mit erheblichem Sachschaden. Beteiligt waren das Tankmotorschiff
(TMS)
CAROLIN,
Heimathafen Duisburg und das Gütermotorschiff (GMS) TUKAN,
Heimathafen Hörstel
(NRW). Das TMS CAROLIN fuhr von Breisach kommend
in Richtung Antwerpen unbeladen zu Tal. Das GMS TUKAN befand sich auf der
Fahrt von Holland
kommend nach Krems (Österreich) auf Bergfahrt.
Die TUKAN hatte Streusalz geladen. In Höhe RheinKM 523 kollidierte
die CAROLIN mit der zu Berg fahrenden TUKAN aus bisher noch nicht geklärter
Ursache. Die CAROLIN stieß mit dem Bug gegen die Backbordseite der
TUKAN und beschädigte diese erheblich. Insbesondere das Steuerhaus
wurde total beschädigt. Bei der TUKAN wurde darüber hinaus auch
das gesamte Achterschiff schwer beschädigt. Ein mitgeführter
PKW wurde ebenfalls total zerstört. Die an Bord der TUKAN vorhandene
Kraneinrichtung sowie Laderäume wurden stark in Mitleidenschaft gezogen.
Zum Unfallzeitpunkt
befand sich der Schiffsführer noch im Steuerhaus – dank der Geistesgegenwart
des Schiffsführers – dieser rette sich an Oberdeck – wurden keine Personen
verletzt. Bei der CAROLIN wurde an der Backbordseite ein Leckage oberhalb der
Wasserlinie festgestellt – weitere Ermittlungen dauern noch an.
Wie die zur
Stunde ermittelnden Beamten der Wasserschutzpolizeistation Rüdesheim mitteilen,
konnte die CAROLIN ihre Fahrt zu einer Werft in Duisburg fortsetzen.
Die geschätzte Sachschadenshöhe, diese
ist abhängig von den noch andauernden Gutachterfeststellungen, wird
auf ca. 300.000 € beziffert. Die stark beschädigte TUKAN wird
derzeit von Sachverständigen auf ihre Gesamtbeschädigung untersucht.
Derzeit besteht für sie ein Weiterfahrverbot. Eine eigene Fahrtüchtigkeit
der TUKAN ist nicht gegeben. Weitere Ermittlungen – insbesondere zum tatsächlichen
Unfallhergang – und die Verantwortlichkeiten der beteiligten Schiffsführer
- dauern noch an.
Polizeipresse vom 27.01.2004
Hoffnung für gestrandeten Unglücks-Kapitän
THW will Frachter "Gondola" in der Elbe bei
Schnackenburg bergen
Schnackenburg - Der Unglücks-Kapitän
Wlodzimierz Rosik aus Polen soll bald endlich wieder Wasser unter seinem
Frachter haben. Der Kapitän des gestrandeten Unglücksschiffs
soll endlich wieder Wasser unter seinem Kahn spüren. Nach gut zehn
Monaten hat am Samstag die Bergung des am 21. März 2003 in der Elbe
auf Grund gelaufenen polnischen Frachters "Gondola"
begonnen. Der Kapitän des gestrandeten Unglücksschiffs, Wlodzimierz
Rosik, ist voller Hoffnung, seitdem am Samstag das Technische Hilfswerk
(THW) aus Salzwedel mit dem Ziel anrückte, den fast 70 Meter langen
Kahn wieder ins Fahrwasser zu bugsieren. "Ich hatte kaum noch an eine solche
Hilfe geglaubt", freut er sich. Ob das Vorhaben in den nächsten Tagen
gelingt, hängt nicht nur von der Bergungstechnik und dem Wasserstand
ab, sondern auch von der amtlichen Schiffsuntersuchungskommission, die
über Verkehrs- und Betriebssicherheit des Havaristen entscheidet,
wie THW-Einsatzleiter Hans-Hermann Mietz erläuterte.
Trotz mehrerer
Schleppversuche war die "Gondola" unmittelbar nach dem Auflaufen beim damaligen
Frühjahrshochwasser nicht mehr frei gekommen. Da keine Ladung an Bord war,
konnte das Schiff auch nicht durch Umladen geleichtert werden. Der Niedrigpegel
der Elbe, der wenig später einsetzte und bis jetzt anhält, hatte zur
Folge, dass die "Gondola" aus Bydgoszcz (Bromberg) seit dem Frühsommer völlig
auf dem Trockenen liegt. Statt der notwendigen Handbreit Wasser unter dem Kiel
umwuchern Gräser und Kräuter den Schiffrumpf. Der Lastkahn wurde zu
einer Touristenattraktion im Elb-Vierländereck zwischen Niedersachsen, Brandenburg,
Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
"Die angelaufene
Rettungsaktion ist keine leichte Aufgabe, aber wir kommen gut voran", versicherte
Einsatzleiter Mietz. Nach dem Anheben mit Bergewinden soll das etwa 450 Tonnen
schwere Schiff mit Schwerlastluftkissen noch weiter angehoben und über ein
Rollen- und Gleitsystem in das Fahrwasser befördert werden. Etwa 35.000 Euro
könnte die Rettung kosten, schätzt Mietz. Da sich die Schiffsversicherung
beteiligen will und zudem ein Spendenkonto mit über 200 Privatspenden eine
Summe von über 10.000 Euro erbrachte, dürfte die finanzielle Seite seiner
Ansicht nach abgesichert sein. Zudem arbeiten die an der Wochenendaktion mitwirkenden
76 THW-Mitarbeiter sowie 25 Einsatzkräfte von Polizei und Behörden ehrenamtlich.
Kapitän Rosik
ist von so viel Hilfsbereitschaft gerührt. Er gibt zu, dass er sich
selbst in das Dilemma manövriert hat, als er bei schlechter Sicht
und irritiert von einer Steinaufschüttung am Unglückstag schon
vor der Hafeneinfahrt Schnackenburg die Fahrrinne verließ und in
die überschwemmten Elbwiesen fuhr. "Doch jetzt sieht es so aus, als
wenn doch noch alles wieder gut wird", sagte Rosik und verband das mit
einem Dank an alle Helfer und Spender.
Pressemitteilung vom 24. 01. 2004
Maschinenausfall auf der Weser
Bremen / Bremerhaven - Am 22. Januar 2004, gegen 23.20 Uhr, kam
es zu einem Defekt der Antriebsanlage des 75 Meter langen Küstenmotorschiffes
MS " Sina B" während der Fahrt
auf der Weser nach Irland. Das durch die Schiffsleitung eingeleitete Notankermanöver
konnte nicht verhindern, dass das Schiff auf die Tonne 42 zutrieb und diese
leicht beschädigte. Für die sechsköpfige Besatzung bestand
keine Gefahr.
Erste Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Bremen ergaben, dass ein
Defekt an einem Zylinderkopf der Hauptmaschine zum Ausfall der Antriebsanlage
führte. Das 1298 BRZ große Schiff fuhr nach einer provisorischen
Reparatur vor Ort zurück nach Bremerhaven, um dort die Antriebsanlage
wieder in Stand zu setzen.
Polizeipresse vom 23.01.2004
Fähren stießen vor Helsinki zusammen
Helsinki - Vor dem Hafen vor Helsinki sind am Freitag die
Fährschiffe "Gabriella" und "Ehrensvärd"
zusammengestoßen. Nach Angaben der finnischen Küstenwacht wurde
ein Besatzungsmitglied leicht verletzt. Beide Schiffe konnten ihre Fahrt
nach der Kollision fortsetzen. Allerdings habe für die Autofähre
"ein großes Kenterrisiko" bestanden, hieß es weiter.
Pressemitteilung vom 23. 01. 2004
Frachter im Mittelmeer gesunken
Athen - Bei schwerem Sturm ist in der Nacht
zum Freitag ein Frachter westlich der griechischen Mittelmeerinsel Kreta
gesunken. 15 Seeleute werden vermisst, berichtete der Rundfunk. Ein Besatzungsmitglied
der "Kephi"
konnte aus den Fluten zwischen Kreta und Malta gerettet werden.
Ein amerikanischer Frachter versuchte am Nachmittag,
einen zweiten Überlebenden von einem Rettungsboot zu bergen. Wie das
griechische Fernsehen weiter berichtete, beteiligten sich mehrere Schiffe
an der Suchaktion. Die Hoffnung, weitere Seeleute retten zu können,
würden jedoch immer geringer.
Die 16 aus Ägypten stammenden Seeleute und
der griechische Kapitän hatten nach Aussagen eines Offiziers der Küstenwache
Pech. "Sie sind in den schlimmsten Sturm im Mittelmeer seit zehn Jahren
geraten", sagte er im Radio. Die unter der Flagge der Komoren-Inseln fahrende
"Kephi" hatte 8000 Tonnen Zement geladen und war auf dem Weg von Istanbul
nach Westafrika.
Pressemitteilung vom 23. 01. 2004
Frachter im Ärmelkanal in Brand geraten
London - Ein Frachtschiff mit sechs Besatzungsmitgliedern
an Bord ist am Donnerstagabend im Ärmelkanal in Brand geraten. Britische
Feuerwehrleute wurden mit einem Hubschrauber zu dem Schiff gebracht, um
das im Maschinenraum ausgebrochene Feuer zu bekämpfen, wie die Küstenwacht
mitteilte. Es habe keine Verletzte gegeben, doch sei das Schiff nicht mehr
fahrtüchtig. Eine Gefahr für die Schifffahrt in dem Gebiet nordöstlich
von Dover gehe von der brennenden "Sea
Riss" aber nicht aus. Das britische Schiff
hat Stahl geladen.
Pressemitteilung vom 23. 01. 2004
Vermutlich 18 Tote bei Schiffsunglück
vor Norwegen
Oslo - Einen Tag nach der Havarie des Frachters
"Rocknes"
vor der norwegischen Küste haben die Suchmannschaften die Hoffnung
auf eine Rettung der 15 noch vermissten Seeleute aufgegeben. Nach Angaben
einer Sprecherin richten sich die Helfer auf die Bergung der Leichname
der noch an Bord vermuteten Crewmitglieder ein. Bei dem Unglück wurden
damit vermutlich 18 Menschen getötet, unter ihnen auch ein Deutscher.
Bislang wurden von den 30 Besatzungsmitgliedern drei tot geborgen. Mit
der spektakulären Rettung von drei Seeleuten in der Nacht zum Dienstag
stieg die Zahl der Überlebenden auf zwölf.
Die von einer norwegischen Reederei betriebene
"Rocknes" war auf dem Weg in den norddeutschen Hafen Emden im Raune-Fjord
in der Nähe der Stadt Bergen gekentert. Seit Montagabend um 23.20
Uhr MEZ gab es kein Lebenszeichen mehr von den übrigen vermutlich
im Rumpf eingeschlossenen Besatzungsmitgliedern. Am Dienstag um 16.00 Uhr
stellten die Bergungsexperten die Suche nach Überlebenden ein.
Stunden nach
dem Unglück seien die Überlebenschancen im Inneren des kieloben treibenden
Schiffes wegen des Sauerstoffmangels nur noch "sehr gering", sagte ein Sprecher
des Rettungszentrums. Im fünf Grad kalten Wasser der Nordsee können
Menschen kaum länger als zwei Stunden überleben.
In der Nacht
zum Dienstag war den Bergungskräften noch die Rettung von drei Besatzungsmitgliedern
geglückt. Die Überlebenden hatten aus dem Schiffsinneren durch Schreie
und Klopfen auf sich aufmerksam gemacht. Nachdem der gekenterte Frachter zunächst
in flacheres Wasser geschleppt worden war, bohrten Rettungskräfte ein Loch
in den Rumpf, so dass mit den Seeleuten Mitteilungen ausgetauscht werden konnten.
Später gelang dann die Bergung. Zuvor waren bereits neun Seeleute gerettet
worden.
Ein Mediziner
des Universitätskrankenhauses sagte nach Gesprächen mit den Überlebenden,
das Unglück sei sehr schnell geschehen. Ein Geretteter sagte demnach, das
Schiff sei innerhalb einer Minute gekentert.
Von den Besatzungsmitgliedern
waren 24 Philippiner, drei Niederländer, zwei Norweger und ein Deutscher.
Nachdem die Rettungskräfte bereits nach dem Unglück am Montagnachmittag
zwei tote Seeleute aus dem Wasser geborgen hatten, fanden sie am Dienstagmorgen
in sechs Kilometern Entfernung ein weiteres Opfer. Gerettet wurden die drei Niederländer,
ein Norweger und acht Philippiner. Die Ursache für das Unglück ist bislang
unklar.
Pressemitteilung vom 20. 01. 2004
Fischerboot nach Kollision im Ärmelkanal
gesunken
Paris - Nach dem Sinken eines französischen
Fischerboots im Ärmelkanal mit fünf Toten fahnden die Behörden
nach dem Schiff, das den Trawler gerammt und dann, ohne Hilfe zu leisten,
seine Fahrt fortgesetzt hat. Verkehrsminister Gilles de Robien verlangte
am Dienstag eine harte Bestrafung. Es sei nicht vorstellbar, dass die Besatzung
die Kollision mit der bretonischen «Bugaled Breizh» nicht bemerkt
habe. In allen europäischen Häfen würden die einlaufenden
Schiffe jetzt auf Schäden untersucht.Das Fischerboot war nach Angaben
der Staatsanwaltschaft Quimper am Donnerstag vermutlich von einem großen
Containerschiff oder Frachter gerammt worden. Er hoffe, dass die Unfallspuren
an dem Schiff die Schuldigen schon bald überführen würden,
sagte de Robien dem Radiosender Europe"-1". Germain Verlet von der Unfalluntersuchungsbehörde
BEA sagte der Zeitung «Le Parisien»: «Der Zusammenstoß
muss extrem brutal gewesen sein und das Sinken extrem schnell.» Er
schloss aus, dass, wie zunächst spekuliert, ein an Manövern beteiligtes
U-Boot in den Unfall verwickelt gewesen sein könnte.
Pressemitteilung vom 20. 01. 2004
Binnenschiff im Hamburger Hafen gesunken
Hamburg - Im Hamburger Hafen ist am Dienstag
ein Binnenschiff beim Beladen auseinander gebrochen und komplett gesunken.
Wie die Polizei mitteilte, war das 80 Meter lange Schiff "Heimatland"
bereits mit 500 Tonnen Kupferplatten beladen, als die Arbeiter plötzlich
ein lautes Krachen hörten und Wasser in den Laderaum strömte.
Zunächst versuchten sie das Wasser abzupumpen. Schließlich brach
aber der Rumpf auseinander. Kurz bevor das Schiff versank, konnte der 36
Jahre alte Schiffsführer noch sein Auto und seinen Computer von Bord
retten. Den Angaben zufolge ragte am Abend nur noch der Schornstein des
Schiffes aus dem Wasser. Verletzt wurde niemand.
Pressemitteilung vom 20. 01. 2004
Norwegischer Frachter kenterte in Sekunden
18 Besatzungsmitglieder
waren vermisst
Bergen - Innerhalb von Sekunden ist der norwegische
Frachter "Rocknes"
am Montag nur 100 Meter vor der Küste bei Bergen mit 29 Seeleuten
an Bord gekentert. Neun Besatzungsmitglieder konnten lebend geborgen werden.
Zwei weitere waren tot. 18 Besatzungsmitglieder waren vermisst. Einer oder
mehrere von ihnen machten sich durch Klopfzeichen aus dem Inneren des Schiffes
bemerkbar.
Am Abend
wurde der Frachter unmittelbar vor der Küste auf Grund gesetzt, um
die Gefahr des Ertrinkens im Schiffsinneren zu vermindern. Um zu den Seeleuten
vordringen zu können, versuchten Spezialisten, möglichst schnell
von dem über der Wasseroberfläche liegenden Kiel Löcher
in die Schiffswand zu schneiden.
Die überwiegend aus Philippinos sowie einigen
Norwegern bestehende Besatzung des 166 Meter langen Frachters funkte am
Nachmittag kurz nach dem Verlassen des Hafens SOS. Augenzeugen von Land
aus berichteten, dass das Schiff dann bei gutem Wetter und ruhiger See
innerhalb von Sekunden gekentert sei. Der von der Reederei Jebsen Management
AS in Bergen betriebene Frachter war mit Steinen beladen auf dem Weg nach
Deutschland. Als mögliche Ursache für das Unglück galt ein
Verrutschen der Ladung.
Zwei Seeleute
konnten sich auf den Kiel des erst drei Jahre alten Frachters retten und
klammerten sich an den Propeller, bis die Rettungsmannschaften zur Stelle
waren. Gleichzeitig suchten die Besatzungen herbeigeeilter Schiffe in den
Gewässern zwischen Bergen und vorgelagerten Inseln nach weiteren Schiffbrüchigen.
Über den Gesundheitszustand der neun lebend geborgenen Seeleute wurden
keine Angaben gemacht.
Die Polizei
in Bergen löste nach Bekanntwerden des Unglücks Katastrophenalarm
aus. An Kais unweit der Unglücksstelle warteten zwanzig Krankenwagen
auf möglicherweise schwer verletzt geborgene Seeleute.
Pressemitteilung vom 19. 01. 2004
Spezialisten sollen gekipptes Kreuzfahrtschiff
aufrichten
Bremerhaven - Das in der Bremerhavener Lloyd-Werft
auf die Seite gekippte Kreuzfahrtschiff "Pride
of America" soll in etwa zwei Wochen wieder
aufrecht schwimmen. Eine niederländische Bergungsfirma sei beauftragt
worden, zunächst den Rumpf abzudichten und dann das Schiff leer zu
pumpen, teilte ein Sprecher der Lloyd Werft mit. Wann die Arbeiten zur
Fertigstellung des Neubaus fortgesetzt werden können, sei aber noch
ungewiss.
Pressemitteilung vom 16. 01. 2004
Schiff zerbricht beim Beladen
Harburg: - Die Nacht zum Donnerstag. Im Harburger Seehafen 2 liegt
das knapp 80 Meter lange tschechische Binnenmotorschiff "Labe
11". Daneben das russische Seeschiff "Pavel Vavilov" (14 141
BRZ). Vom Seeschiff werden 800 Tonnen Apatit (Düngemittel) auf die
"Labe 11" umgeladen. Dann passiert das Unglück: Plötzlich bricht
das tschechische Binnenschiff auseinander - warum, ist unklar, so die Wasserschutzpolizei.
Alles geht sehr schnell, binnen Minuten sinkt die "Labe 11" im Hafenbecken.
Die drei tschechischen Besatzungsmitglieder springen von Bord, retten sich
auf die "Pavel Vavilov". Der Maschinist erleidet einen Schock, er muss
ins Krankenhaus. Dann lässt die Wasserschutzpolizei mit Hilfe der
Feuerwehr das russische Schiff evakuieren - aus Angst vor giftigen Dämpfen.
Die Sorge stellt sich schnell als unbegründet heraus: das Apatit,
ein Calciumphosphat, ist harmlos, nicht wasserlöslich. Es wird in
Russland abgebaut und dient als Grundstoff für Düngemittel. -
Bei dem Unglück ist Öl ausgelaufen. Stunden später treibt
am Donnerstagnachmittag im Seehafen 2 eine Ölblockade, um zwei Kubikmeter
Öl aufzufangen. Spezial-Taucher begutachten das Wrack unter Wasser.
Doch bis es geborgen wird, können noch Tage vergehen.
"Der Eigner CSLP wurde aufgefordert, das Schiff bergen zu lassen",
sagte Sprecher Ulrich Schmekel vom Amt für Strom- und Hafenbau. "Noch
wissen wir nicht einmal, ob wir heben oder pumpen." Auch die Kostenfrage
ist ungeklärt. Offensichtlich gibt es bei der Bergungssumme, die sich
bei mehreren Zehntausend Euro bewegt, Probleme mit der tschechischen Versicherung
des Eigners. Im Zweifel muss die Summe vorgestreckt werden. Die Zeit läuft:
Die "Pavel Vavilov" liegt längsseits neben dem Wrack der "Labe 11",
kann nicht auslaufen.
Die Wasserschutzpolizei ermittelt derzeit die Unglücksursache.
War das tschechische Binnenschiff marode? Sorge bereiten auch noch 16 Kubikmeter
Dieseltreibstoff im Tank. Noch ist nichts ausgetreten - aber das könnte
bei der Bergung passieren.
Pressemitteilung vom 15. + 16. 01. 2004
Kutter sinkt im Ärmelkanal: Mindestens
zwei Tote
London - Bei einem Schiffsunglück im
Ärmelkanal sind mindestens zwei Menschen gestorben. Wie die britische
Küstenwache mitteilte, sank ein französischer Fischkutter
aus bislang unbekannten Gründen vor der Küste der südwestenglischen
Grafschaft Cornwall auf Höhe von Cape Lizard. Nach einer Suche per
Hubschrauber konnten bis zum Nachmittag zwei der fünf Seeleute nur
noch tot geborgen werden. Nur eines des beiden Rettungsboote wurde gesichtet;
es war leer.
Pressemitteilung vom 15. 01. 2004
Kreuzfahrtschiff in Sturmnacht gesunken
Bremerhaven - Rund drei Monate vor seiner
Fertigstellung ist das Kreuzfahrtschiff "Pride
of America" in Bremerhaven auf den Grund
des Hafenbeckens gesunken. In der Sturmnacht auf Mittwoch war das knapp
300 Meter lange Schiff gegen die Ausrüstungspier der Lloyd-Werft gedrückt
worden und in Schräglage geraten.
Vermutlich
konnte durch offene Kabelluken Wasser eindringen. Dabei wurden mindestens
drei Werftarbeiter verletzt, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Die Höhe
des Sachschadens war zunächst noch unklar. Der Neubau - ein 300 Millionen
Euro teures Projekt - sollte im April an die Reederei Norwegian Cruise Line
abgeliefert werden.
Nach
ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei vollzog sich der Unfall fast
im Zeitlupentempo. "Der Rumpf hat sich rund 30 Minuten lang auf die Seite
gelegt", sagte ein Polizeisprecher. Dann setzte der Schiffsboden auf dem
Grund des zehn Meter |
 |
tiefen Hafenbeckens auf; mit der Steuerbordseite
riss das Riesenschiff einen Werftkran um. Stundenlang durchsuchten Rettungsmannschaften
von Polizei und Feuerwehr den Rumpf nach möglicherweise Verletzten.
Die drei untersten Decks, in denen sich die Maschinenanlage und die Schiffstechnik
befinden, stehen unter Wasser.
Nach Angaben
von Werftchef Werner Lüken waren auf der "Pride of America" letzte Arbeiten
zu erledigen. Die für April geplante Fertigstellung des Kreuzfahrtschiffes
für die Norwegian Cruise Line (NCL) sollte glückliches Ende einer bereits
wechselvollen Geschichte des Neubaus werden. Ursprünglich war der Bau in
den USA für eine andere Reederei begonnen worden. Nach deren Pleite kaufte
NCL den zu 40 Prozent fertig gestellten Rumpf und ließ ihn mit 500 Containern
Material nach Bremerhaven schleppen. Die Lloyd Werft baute bereits mehrere Kreuzliner
für NCL um und zwei sogar komplett neu.
Neben den
Materialschäden steht die Werft vor logistischen Problemen: Die vermutlich
beschädigte Maschinenanlage ist eine Einzelanfertigung; auch die übrige
technische Ausrüstung gibt es nicht "von der Stange". Zudem muss die minutiös
geplante Fertigstellung der nicht beschädigten Schiffsteile neu geordnet
werden; Dutzende von Zulieferbetrieben sind davon betroffen. Wann der "Stolz von
Amerika" erstmals mit mehr als 2000 Passagieren an Bord durch die amerikanischen
Gewässer rund um Hawaii fahren wird, ist seit der Sturmnacht völlig
offen.
Pressemitteilung vom 14. 01. 2004
20 Albaner bei Flüchtlingstragödie
in der Adria gestorben
Rom - Bei einer Flüchtlingstragödie
in der südlichen Adria sind 20 Albaner ums Leben gekommen. Das gab
die italienische Küstenwache bekannt. Die italienische Marine hatte
die Leichen in einem gestrandeten Schlauchboot vor der albanischen Küste
entdeckt. Zwei von insgesamt 11 Überlebenden wurden unter dem Verdacht
festgenommen, der Schlepperbande anzugehören, die die Überfahrt
nach Italien organisiert hatte. Das Boot war wegen des hohen Wellengangs
ekentert.
Pressemitteilung vom 10. 01. 2004 , 22:41 Uhr
Albanisches Gesundheitsministerium: Bootsflüchtlinge
sind erfroren
Die bei der Überfahrt von Albanien nach Italien
ums Leben gekommenen Bootsflüchtlinge sind erfroren. "Die Opfer sind
erfroren, nachdem einer der Bootsmotoren eine Panne hatte", teilte der
albanische Gesundheitsminister Leonard Solis am Samstag mit. "Sie baten
um Hilfe, aber diese kam zu spät, denn das Boot konnte nicht lokalisiert
werden." Mindestens 21 Flüchtlinge
starben beim Versuch, die Adria zu überqueren. Nur elf Überlebende
wurden an Bord des Bootes entdeckt, wie die italienische Marine am Samstag
mitteilte. Die sterblichen Überreste der Toten trafen am Samstagnachmittag
im albanischen Hafen Vlora ein. Die Suche nach einem ebenfalls in der Adria
vermissten Schlauchboot dauerte am Samstagabend an.
Pressemitteilung vom 10. 01. 2004 , 20:00 Uhr
Zehn Tote auf Flüchtlingsschiff in der
Adria
Rom - Bei der Überfahrt von Albanien
nach Italien sind mindestens zehn Bootsflüchtlinge ums Leben gekommen,
unter ihnen zwei Kinder. An Bord eines im Mittelmeer treibenden Schiffes
seien zudem elf Überlebende entdeckt worden, teilte die italienische
Marine mit. Die Zahl der Toten könne sich noch erhöhen, die Suche
nach einem ebenfalls in der Adria vermissten Schlauchboot dauere an. Bei
den Schiffbrüchigen handelte es sich überwiegend um Frauen und
Kinder, die von Albanien aus die italienische Küste erreichen wollten.
Die Rettungsaktion der italienischen Marine und der albanischen Polizei
hatte am Freitagabend begonnen, nachdem einer der Bootsflüchtlinge
telefonisch einen Hilferuf abgegeben hatte.
Pressemitteilung vom 10. 01. 2004
Sinkender Fischkutter
Heide / Büsum - Am 8.Januar, gegen 08.20
Uhr, begann im Büsumer Hafenbecken II der Fischkutter SC 57 " Südwind"
bei Niedrigwasser voll zulaufen. Die sofort alamarmierte Freiwillige Feuerwehr
Büsum pumpte den Kutter bis auf den ölhaltigen Teil der Bilge
leer. Betroffen waren sämtliche Räume des Fahrzeuges. Die Ursache
des Wassereinbruchs steht noch nicht fest, die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei
Büsum laufen. Der Kutter wird noch im Laufe des Tages aus dem Wasser
genommen. Menschenleben waren nicht in Gefahr, es gab keine Verletzten.
Der Sachschaden durch den überfluteten Maschinenraum kann noch nicht
genau angegeben werden. Während des Pumpvorganges sind geringe Mengen
Bilgenöl ins Hafenwasser gelangt. Das Staatliche Umweltamt und die
Bundesstelle für Seefalluntersuchung erhielten Kenntnis vom Sachverhalt.
Polizeipresse vom 08.01.2004
Schiffsunfall mit Leckage im Bereich "Binger
Loch"
Wiesbaden - Das am Montag, dem 5.01.04, havarierte
deutsche Gütermotorschiff in Höhe des Binger Lochs, zwischen
Rüdesheim und Aßmannshausen (Rhein- km 530,7), wurde im Laufe
des gestrigen Tages durch ein Baggerschiff um ca. 200 t geleichtert. Unter
Zuhilfenahme zweier Schleppboote wurde es im Anschluss an die "Binger Reede"
verbracht. Durch den Einsatz eines Tauchers wurde festgestellt, dass sich
ein pyramidenförmiger Felsen (ca. 30 cm Breite/ 60 cm Länge)
durch den Maschinenraumboden gebohrt hatte und im Schiffsboden festhängt.
Kleinere Undichtigkeiten im Laderaum konnten abgedichtet werden. Es kam
zu keiner Gewässer- verunreinigung durch den Wassereinbruch. Ein Spezialschiff
konnte das sich im Maschinenraum befindliche Wasser-/ Ölgemisch absaugen.
Nach vollständiger Leichterung wird das GMS zur Binger Schiffswerft
zwecks Reparaturarbeiten geschleppt.
Das deutsche Gütermotorschiff (GMS) war
mit 630 Tonnen Metallabfällen beladen und befand sich auf der Talfahrt,
als es zu einer Grundberührung / Kollision mit einem Unterwassergegenstand
kam. Bedingt durch ein zu Berg fahrendes Schiff, der damit verbundenen
Sogwirkung und dem Felsen in der Fahrrinne im "Binger Loch" wurde das Flottwasser
des Havaristen vermutlich derart verringert, dass es zur Grundberührung,
bzw. Kollision kam. Die Leckage im mittleren Maschinenraum lief auf ca.
2m Wasserhöhe voll. Eine Sinkgefahr, trotz des Wassereinbruchs, bestand
nicht. Jedoch konnte das GMS aus eigener Kraft nicht mehr weiterfahren.
Polizeipresse vom 07.01.2004
Verunglückter Chemiefrachter gefährdet
Sardinien
Rom - Nach der Explosion eines Chemiefrachters an
der Küste Sardiniens hat die Umweltschutzorganisation WWF vor einer
Verschmutzung der Gewässer gewarnt. Sollte das mit Benzol beladene
Schiff sinken, hätte das unberechenbare Folgen für die Umwelt,
erklärte der WWF. Die Explosion auf der "Panama
Serena" hatte sich am Donnerstag im Hafen
von Porto Torres aus zunächst ungeklärter Ursache beim Abpumpen
von 8400 Tonnen Benzol ereignet. Dabei wurden ein ukrainisches und ein
lettisches Besatzungsmitglied getötet. Laut WWF befinden sich noch
300 Tonnen Benzol auf dem Frachter.
Der Passagierverkehr im Hafen wird nach Olbia
im Nordosten der Insel umgeleitet, bis die Reste der "Panama Serena" geborgen
sind. Der Frachter fuhr unter der Flagge der Bahamas.
Pressemitteilung vom 03. 01. 2004
Containerfeeder verliert Anker auf Hohe Weg
– Reede
Bremen / Bremerhaven - Bei ruhigen Wetterverhältnissen mit
Wind aus Südost der Stärke 6 und bei guter Sicht brach bei dem
vor Anker liegenden Containerfeeder MS "Cis Broevig",
Heimathafen Farsund, Flagge Norwegen, am 01.01.04 gegen 11.30 Uhr die Backbord-Ankerkette.
Dadurch verlor das Schiff den ausgebrachten Anker mitsamt mehr als fünfzig
Meter Ankerkette. Das Schiff lag bereits seit mehreren Stunden auf Ankerposition
auf der Hohe Weg – Reede, ca. 35 Kilometer von Bremerhaven entfernt in
der Außenweser am Rande des Weser-Fahrwassers. Der wachhabende Offizier
an Bord des Containerfeeders reagierte schnell und veranlasste das Ausbringen
des Steuerbord-Ankers. Dadurch wurde die Ausweitung der gefährlichen
Situation zu einem größeren Unfall vermieden, denn aufgrund
des ablaufenden Wassers drohte das Schiff auf die Wattkante am Rande der
Reede zu driften. Nach Eintreffen des Schiffes in Bremerhaven nahm die
Wasserschutzpolizei die Ermittlungen auf. Warum die Ankerkette brach, ist
noch unklar.
Vor Auslaufen des Schiffes muss
durch eine Prüfung der zuständigen Klassifikationsgesellschaft
die Schiffssicherheit bestätigt werden. Der verlorene Anker mit der
dazugehörigen Kette wird, nachdem die genaue Position ermittelt ist, geborgen
werden.
Pressestelle Polizei Bremen vom 02.01.2004
Angler tot aus der Ostsee geborgen
Kühlungsborn - Ein seit Neujahr auf der Ostsee vermisster Angler
ist am Freitag vor der mecklenburgischen Küste tot geborgen worden.
Von seinem Begleiter, einem 26-Jährigen, fehlte noch jede Spur, wie
die Polizei in Kühlungsborn mitteilte. Die beiden waren am Donnerstag
mit einem fünf Meter langen Motorkajütboot zu einem Angelausflug
aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Die ganze Nacht über waren
Suchmannschaften im Einsatz.
Bei dem Toten handelte es sich Polizeiangaben
zufolge um einen 50-Jährigen aus dem Landkreis Bad Doberan. Er sei von Angehörigen
identifiziert worden, hiess es. Die beiden Angler hatten zuletzt am Nachmittag
des 1. Januars per Handy bei Familienangehörigen von sich hören lassen.
Es herrschten keine extremen Witterungsbedingungen, hiess es. Allerdings berge
die Ostsee bei leichtsinnigem Verhalten immer Gefahren, sagte ein Sprecher.
Die Suche nach dem 26-Jährigen
wurde fortgesetzt. Mitarbeiter von Wasserschutzpolizei, Bundesgrenzschutz und
Seenotrettung mit Schiffen und Hubschraubern waren im Einsatz.
Pressemitteilung vom 02. 01. 2004
Chemiefrachter an Sardiniens Küste in
Brand geraten
Porto Torres -An der Küste Sardiniens
ist ein Chemiefrachter nach einer Explosion in Brand geraten. Wie die Küstenwache
von Porto Torres im Norden der italienischen Mittelmeerinsel am Donnerstag
mitteilte, konnten sich der Kapitän und zwölf Seeleute der "Panama
Serena" in Sicherheit bringen; zwei Besatzungsmitglieder wurden
jedoch vermisst. Die Explosion ereignete sich im Hafen von Porto Torres
aus zunächst ungeklärter Ursache gegen Mittag beim Abpumpen von
8400 Tonnen Benzol, die der Frachter geladen hatte. Der Brand erzeugte
einen Riss im Schiffsrumpf, woraufhin sich der Frachter zur Seite neigte.
Am Abend kämpften Feuerwehrleute noch immer gegen die Flammen. Die
beiden vermissten Seeleute kamen aus der Ukraine und aus Lettland. Die
"Panama Serena" fuhr unter der Flagge der Bahamas.
Pressemitteilung vom 01. 01. 2004