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DGzRS Bremerhaven
Chronik
S  e e n o t f ä l l e / U n f ä l l e  im Jahr  2001
E u r o p ä i s c h e  K ü s t e
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Schiffsuntergang
letzte Änderung: 29. Dezember  2001

Zwei deutsche und ein norwegisches Schiff vor Holland in Seenot
Den Haag - Zwei Schiffe deutscher Reedereien sind am Freitag in einem schweren Sturm vor der niederländischen Küste in Seenot geraten. Die insgesamt 22 Besatzungsmitglieder wurden in Sicherheit gebracht, teilte die Küstenwache in Den Helder mit. Bergungsexperten berieten am Samstag, was mit den beiden unter der Flagge von Antigua fahrenden Schiffen geschehen soll.

Die mit Säuren beladene "Sloman Traveller" lag am Samstag etwa 20 Kilometer nördlich der Insel Vlieland und stand immer noch in Flammen. Der Frachter hatte am Freitag auf dem Weg von Felixstowe (Südengland) nach Bremen Feuer im Laderaum gemeldet und war vor Anker gegangen. Hubschrauber aus den Niederlanden und Deutschland holten im Sturm die 16-köpfige Crew von Bord. Am frühen Samstagmorgen gab es mehrere Explosionen an Bord, und Flammen schlugen weithin sichtbar aus dem Schiffsrumpf, teilte die Küstenwache mit.

Das zweite deutsche Schiff, die "Hunte", ist an der Insel Texel gestrandet. Das mit Rapsöl beladene Schiff war auf dem Weg von Riga nach Südengland, als es vom Sturm zur Insel Texel getrieben wurde. Versuche von Schleppern, in der Nacht den Frachter auf den Haken zu nehmen, blieben erfolglos. Die sechsköpfige Besatzung wurde per Boot gerettet.
Ebenfalls in der Nacht hatte die aus Norwegen stammende "Aasvik" etwa 70 Kilometer vor dem nordholländischen Hafen Den Helder Motorschaden gemeldet. Das Schiff wurde am Morgen von einem Schlepper übernommen, der es nach Rotterdam bringe, berichtete die Küstenwache.
Pressemeldung vom 29.12.2001

Feuer auf Frachter - Rettungsaktion in der Nordsee

Den Haag - Auf einem mit Chemikalien beladenem Frachter ist am Freitag in der Nordsee bei schwerem Sturm ein Feuer ausgebrochen. Hubschrauber aus den Niederlanden und aus Deutschland konnten die 16 Crew-Mitglieder in Sicherheit bringen. Wie ein Sprecher der niederländischen Küstenwache am Abend mitteilte, ankert die "Sloman Traveller" 18 Kilometer vor der Watteninsel Vlieland. Das unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Schiff war mit einer Ladung chemischer Stoffe auf dem Weg von Felixstowe in England nach Bremen.
Im einem Stauraum mit der als gefährlich klassifizierten Ladung, sei aus ungeklärter Ursache ein schwerer Brand ausgebrochen, sagte der Sprecher. Ein Schlepper sei unterwegs, um zu prüfen, ob das Schiff nach Besserung des Wetters abgeschleppt werden kann.
Pressemeldung vom 28.12.2001

Atlantik: Zypriotischer Frachter mit 27 Seeleuten gesunken
Vergebliche Rettungsaktion
Lissabon - Beim Untergang eines zypriotischen Frachters im Atlantik sind offenbar alle 27 Besatzungsmitglieder ertrunken. Die Rettungsmannschaften gaben die Suche nach Überlebenden auf. Der mit Kohle beladene Frachter "Christopher" sei wahr- scheinlich bei der zu Portugal gehörenden Inselgruppe der Azoren innerhalb weniger Minuten gesunken, teilten die portugiesischen Seefahrtsbehörden am Mittwoch mit.
Leck im Rumpf
Die Besatzung hatte ihrer Reederei in der Nacht zum Sonntag  (23.12.2001) mitgeteilt, dass durch ein Leck Wasser in das Schiff eindrang. Danach rissen die Verbindungen zu dem Frachter ab. An der Unglücksstelle 150 Seemeilen nördlich der Azoren-Insel Graciosa herrschte schwerer Seegang mit bis zu sieben Meter hohen Wellen.
Die portugiesische Marine suchte das gesamte Seegebiet mit Helikoptern und einem Spezialflugzeug vergeblich ab. Sie entdeckte lediglich zwei leere, im Wasser treibende Rettungsinseln der "Christopher". An der Unglücksstelle trieb eine Öllache im Wasser, die von dem gesunkenen Schiff stammen dürfte.
Pressemeldung vom 25/26.12.2001
Fähre mit 819 Menschen auf Grund gelaufen
Turku - Bei eisiger Kälte und stürmischer See ist in der Nacht zum Donnerstag eine Fähre mit 819 Menschen an Bord in der Ostsee zwischen Schweden und Finnland auf Grund gelaufen. Wie ein Sprecher der Küstenwache in Turku mitteilte, sollte die "Isabella" der Viking Line im Laufe des Tages vor den Åland-Inseln freigeschleppt werden. Die Passagiere, die vorsorglich mit Schwimmwesten ausgerüstet wurden, warteten im Restaurant im Oberdeck auf ihre Rettung. Alle 663 Reisenden und 156 Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit, hieß es weiter.
Die 171 Meter lange Fähre hatte den Angaben zu Folge ein kleines Leck, und das Backbord-Ruder und die Antriebs- schraube waren defekt. Das Schiff habe Anker geworfen und keine Schlagseite. Bergungsschiffe und Hubschrauber waren im Einsatz. Die "Isabella" war auf dem Weg vom finnischen Turku in die schwedische Hauptstadt Stockholm, als sie gegen 0.30 Uhr MEZ vor Langnaes auf Grund lief.
Zur Zeit des Unglücks herrschte schwerer Seegang mit orkanartigen Böen - möglicherweise brachte der Wind das Schiff vom Kurs ab und drückte es in das Küstengewässer. Die genaue Ursache des Unglücks war aber noch unklar. Die Passagiere der "Isabella" sollten nach ihrer Rettung nach Mariehamn auf Åland und von dort aus nach Stockholm gebracht werden.
Die Route zwischen Turku und Stockholm ist eine der wichtigsten Fährverbindungen zwischen den beiden skandinavischen Ländern. Die Åland-Inseln, ein finnischer Verwaltungsbezirk mit autonomem Status, liegen am Südende des Bottnischen Meerbusens und bestehen aus Tausenden von Inseln und Schären.
Pressemeldung von 20.12.2001

Vermutlich vier Tote bei Untergang eines französischen Kutters
Brest - Beim Untergang eines Fischkutters vor der französischen Atlantikküste sind aller Wahrscheinlichkeit nach alle vier Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Nach der Bergung eines Toten am Vortag entdeckten Taucher am Mittwoch in dem Wrack des Havaristen zwei weitere Leichen. Die Hoffnung sei "quasi null ", erklärte die Seepräfektur.
Die " Perle de Jade " war am Dienstag bei klarem Wetter und ruhiger See rund 20 Kilometer vor Noirmoutier bei Nantes binnen einer Viertelstunde gesunken. Als Ursache vermuten die Behörden das Eindringen von Wasser wegen eines Lecks oder einen Brand an Bord. Die beiden Leichen konnten zunächst nicht aus dem in 25 Meter Tiefe liegenden Wrack geborgen werden. Die Behörden hatten am Dienstag zunächst von einer insgesamt fünfköpfigen Schiffsbesatzung gesprochen.
Pressemeldung vom  12.12.2001

Türkisches Schiff im Schwarzen Meer gesunken
Ankara - Starker Seegang hat am Sonntag ein türkisches Schiff im Schwarzen Meer sinken lassen. Die 940 Tonnen schwere "Kalkavan" sank vor der Hafenstadt Sinop, ihre acht Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Wie die Nachrichten- agentur Anatolia weiter meldete, geriet auch ein unter kambodschanischer Flagge fahrender Frachter in Seenot. Dessen Besatzung konnte ebenfalls gerettet werden. Die "Lady Amar" hatte Eisen geladen und war auf dem Weg von Rumänien nach Algerien.
Pressemeldung vom  09.12.2001
Havaristen abgeschleppt
Juist - Nach dem Notruf eines Küstenmotorschiffes hat der Hochseeschlepper "Oceanic" in der Nacht zum Freitag den Havaristen von der Küste weggeschleppt. Die mit Dünger beladene und unter deutscher Flagge fahrende "Lass Saturn" hatte bei stürmischem Wind und fünf bis sechs Meter hohen Wellen nördlich von Juist Maschinenschaden gemeldet. Innerhalb einer halben Stunde konnte die Schleppverbindung zur "Oceanic" hergestellt werden. Ein weiterer Schlepper übernahm den Havaristen auf dem Weg zu einem Hafen an der Elbe.
Pressemeldung vom 24.11.2001

Hobbyskipper aus Seenot gerettet
Glückstadt/Bremen - Nach dem Untergang ihrer Yacht in der Elbe sind vier Segler vor Glückstadt (Schleswig-Holstein) von Seenotrettern geborgen worden. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gestern mitteilte, hatten sich die drei Männer und eine Frau – alle im Alter von 30 Jahren – in der Nacht zum Sonntag zunächst auf die Elbe-Insel Rhinplate retten können. Dort wurden die unterkühlten Wassersportler von der Besatzung des Rettungsbootes "Gillis Gulbransson" aufgenommen. Die Yacht war mit einem Unterwasserhindernis kollidiert.
Pressemeldung vom 20.11.2001

Tankschiff mit 510 Tonnen Heizöl in St. Petersburg gesunken
Moskau - Ein Tankschiff mit 510 Tonnen Heizöl an Bord ist bei starkem Sturm im Hafen der nordrussischen Metropole St.
Petersburg gesunken. Nach Angaben des Zivilschutzes hatten Wind und Wellen das Schiff am Vorabend gegen eine Kaimauer
im Kohlehafen geworfen. Dabei schlug der Tanker leck und sank. Angaben über Verletzte oder Öllecks gab es zunächst nicht, meldete die Agentur Interfax.Rettungsmannschaften seien vor Ort.
Pressemeldung vom 16.11.2001

Trauergemeinde nach Seebestattung gerettet
Fahrgastschiff  "Breege" auf Grund gelaufen  - Seenotretter brachten 34 Personen an Land
Stralsund -  Eine unangenehme Überraschung erlebten 34 Mitglieder einer Trauergemeinde, die von Stralsund aus mit dem Fahrgastschiff "Breege" ausgelaufen waren. Unmittelbar nach der Seebestattung steckte der Kahn der Sund- und Bodden- reederei fest.
Der Hilferuf von See erreichte die Wasserschutzpolizei am Sonnabend gegen 15.20 Uhr. Das Schiff war sechs Seemeilen nördlich von Stralsund in der Vierendehlrinne (Höhe Tonne 41) auf Grund gelaufen. Bei stürmischen westlichen Winden und rauher See gestaltete sich die Rettungsaktion nicht einfach. Eine Leine des Polizeibootes "Werder" verfing sich bei der "Breege" sogar in der Schiffsschraube, so dass der Zollkreuzer "Zingst" zur Hilfe kommen musste.
Da sich ein Freischleppen als unmöglich erwies, wurden die Seenotrettungsboote "Stralsund" und "Dornbusch" alarmiert. Den Männern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gelang es schließlich, die Trauergäste wohlbehalten an Bord zu nehmen und sie zurück in die Hansestadt zu bringen. Das Bestattungsschiff konnte erst am Sonntag von einem Stralsunder Schlepper ins Fahrwasser bugsiert werden .
Pressemeldung vom 12.11.2001
Brand auf dem Kreuzfahrtschiff  "Arkona"
MAHON - Auf dem deutschen Kreuzfahrtschiff "Arkona" ist am Freitag vor der Balearen-Insel Menorca ein Feuer ausgebrochen. Wie die Reederei Seetours bestätigte, entflammte der Brandim Maschinenraum. Die Ursache war zunächst noch unklar. Das 165 Meter lange Schiff rammte anschließend eine Kaimauer und wurde schwer beschädigt. Die 300 Passagiere und 150 Besatzungsmitglieder kamen mit dem Schrecken davon.
Nach dem Brand brach die Stromversorgung an Bord zusammen. Das Schiff wurde manövrierunfähig und rammte bei heftigem Wind die Hafenmole. Nur gemeinsam gelang es einem Schlepper, einem Fischereikutter und einem Rettungsschiff nach Aussage der Hafenbehörden, die "Arkona" wieder unter Kontrolle zu bringen. Nach Angaben der Reederei konnte die Besatzung das Feuer ohne Hilfe der Feuerwehr löschen. Techniker begannen noch am Freitag mit den Reparaturarbeiten.
Weil das Ausmaß der Schäden noch nicht feststand, brach die Reederei die geplante Reise in die Karibik ab. Die 293 Gäste sollten noch am Freitag von Menorca nach Deutschland geflogen werden. Die "Arkona" war am Mittwoch in Genua gestartet und sollte in zwei Wochen in der Karibik eintreffen. Seetours geht derzeit davon aus, dass die bis zum Frühjahr geplanten fünf Kreuzfahrten in der Karibik stattfinden können. Im Februar 2002 soll die 21 Jahre alte "Arkona" an die Reederei Transocean-Tours in Bremen verkauft werden.
Die "Arkona" - 1980 in Hamburg als Neubau der Howaldtswerke Deutsche Werft AG vom Stapel gelaufen - war jahrelang als "Astor" in der Fernsehserie "Traumschiff" auf den Weltmeeren unterwegs und in zahlreichen deutschen Wohnzimmern präsent. Später wurde sie im Fernsehen durch die "MS Berlin" ersetzt und als Kreuzfahrtschiff an die DDR verkauft.
Pressemeldung vom 09.11.2001

Deutscher Frachter an Belgiens Küste auf Grund gelaufen
Blankenberge - Ein deutsches Frachtschiff mit teilweise gefährlicher Ladung ist am frühen Freitagmorgen bei schwerer See vor der belgischen Küste auf Grund gelaufen. Zwei Versuche, die 84 Meter lange "Heinrich Behrmann" wieder flott zu machen, misslangen am Morgen. Für den Abend war geplant, das Schiff in tieferes Wasser zu schleppen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.
Nach einem Ausfall der Ruderanlage hatte ein Sturm das Schiff mit acht Mann Besatzung an Bord an den Strand des Seebades Blankenberge getrieben. Dabei verlor der Frachter vier Container seiner Ladung, die er vom irischen Waterford 
nach Zeebrugge bringen sollte. Einer dieser Container enthalte eine gefährliche Ladung, teilte die Staatsanwaltschaft in Brügge mit. Eine unmittelbare Gefahr für die Umwelt bestehe jedoch nicht. Die drei anderen Container sollen leer sein. Insgesamt habe die nach ihrem Kapitän benannte "Heinrich Behrmann" rund 80 Container an Bord, hieß es. Diese seien überwiegend mit Hifi-Anlagen beladen. Die Besatzung blieb zunächst an Bord des gestrandeten Frachters.
Pressemeldung vom 09.11.2001
Gestrandetes Schiff freigeschleppt
Das in Drochtersen beheimatete Container-Schiff "Heinrich Behrmann", das am Freitagmorgen an der belgischen Nordseeküste auf Grund gelaufen ist, hat wieder Wasser unterm Kiel. Schlepper zogen das 84 Meter lange Schiff vom Strand des Seebades Blankenberge in den nahen Hafen von Zeebrügge. Nach einem Ausfall der Ruderanlage war der Frachter an den Strand getrieben worden. Dabei hatte er vier Container verloren, darunter auch einen mit Industriegasen. Er birgt nach Angaben der Ermittler keine unmittelbare Gefahr.
Stader Tageblatt  vom 12.11.2001

Mann in Ostsee vermisst
Hamburg - Das Sturmtief "Manfred" zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometern pro Stunde über Schleswig- Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg hinweg. Möglicherweise ist ein Todesopfer zu beklagen.
Ein 30 Jahre alter Mann wurde am Donnerstag vor der vorpommerschen Ostsee-Insel Riems bei Greifswald noch vermisst, nachdem er am Mittwoch mit seinem Segelboot gekentert war. Sein 34-jähriger Begleiter konnte nach Angaben der Wasser- schutzpolizei von einem Fischerboot aufgenommen und gerettet werden. Die Suche nach dem Bootsführer wurde am Donnerstagnachmittag unterbrochen und sollte am Freitag fortgesetzt werden. Am Mittwoch und Donnerstag waren bereits Rettungshubschrauber, Taucher und Schlauchboote eingesetzt worden. Überlebenschancen gebe es kaum noch, sagte ein Sprecher.
Pressemeldung vom 01.11.2001

Crewmitglieder eines Frachters mit einem Hubschrauber gerettet
Hamburg - Vor der Westküste Finnlands wurden bei stürmischer See und bis zu acht Meter hohen Wellen 15 Crewmitglieder eines iranischen Frachters mit einem Hubschrauber gerettet. Der Sturm, der mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde über die Ostsee fegte, hatte das geankerte Schiff "Iran-Sarbas" losgerissen, das daraufhin einen Maschinenschaden erlitt, teilten die Rettungs- kräfte mit. Die restlichen 16 Besatzungsmitglieder blieben zunächst an Bord des 197 Meter langen Frachters, der von einem Schlepper und zwei Booten der Küstenwache begleitet wurde.
Pressemeldung vom 01.11.2001
Frachter rammt Schleuse
Wilhelmshaven - Beim Auslaufen aus dem Nordhafen hat ein Containerschiff in der Nacht zum Sonntag in Wilhelmshaven einen Teil der Seeschleuse gerammt. Dabei wurde der Bug des Schiffes eingedrückt, auch an der Schleuse entstand hoher Schaden. Verletzt wurde niemand. Grund für den Unfall soll ein Defekt der Rudermaschine gewesen sein. Das habe der Schiffsführer des unter österreichischer Flagge fahrenden Schiffes der Polizei gesagt.
Pressemeldung vom 29.10.2001
Iranischer Öltanker vor Spanien mit Frachter zusammengestoßen
Santiago de Compostela - Ein iranischer Öltanker ist im Atlantik vor der Nordwestküste Spaniens mit einem russischen Frachter zusammengestoßen. Wie die spanischen Schifffahrtsbehörden am Montag in Santiago de Compostela mitteilten, wurde bei dem Unglück 30 Seemeilen vor der Küste Galiciens keines der beiden Schiffe schwerer beschädigt.
Der Öltanker "Iran Nesa", der sich mit 35 Besatzungsmitgliedern an Bord auf der Route von Bilbao zum Persischen Golf befunden hatte, konnte die Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen. An dem mit Düngemittel beladenen Frachter "Fjodor Waraksin" entstand ein kleines Leck. Das Schiff wurde in den spanischen Hafen Ferrol geschleppt. Die Ursache des Zusammenstoßes war zunächst nicht bekannt.
Pressemeldung vom 29.10.2001

Explosion auf Tanker im Schwarzen Meer
Bei einer Explosion auf einem bulgarischen Tankschiff in der Nähe des russischen Schwarzmeer-Hafens Noworossisk sind am Samstag vierBesatzungsmitgliederverletzt worden. Wie die Agentur Itar-Tass berichtete, ereignete sich unmittelbar nach dem Auslaufen der "Chan-As-Paroch" eine Explosion an Bord des 8.000-Bruttoregistertonnen-Tankers. Der anschließende Brand auf dem mit Rohöl beladenen Schiff wurde von zwei Löschbooten bekämpft. Wie es weiter hieß, sei kein Öl ins Meer ausgelaufen.
Pressemeldung vom 27.10.2001
Brandstiftung auf finnischer Fähre
Helsinki - Neun Menschen sind am Mittwoch durch ein vermutlich von Brandstiftern gelegtes Feuer auf einer großen finnischen Fähre verletzt worden. Zwei Verdächtige wurden festgenommen, teilte die Polizei mit. Der Brand war am frühen Morgen außerhalb einer Kabine auf der Fähre mit 1 100 Passagieren entdeckt worden. Das Schiff der Gesellschaft Viking Line war auf dem Weg von Stockholm in den finnischen Hafen Turku.
Pressemeldung vom 10.10.2001

Ein Toter nach Schiffskollision im Ärmelkanal
London - Bei dem Zusammenstoß zweier Frachtschiffe ist im Ärmelkanal ein Kapitän getötet worden. Wie die Küstenwache mitteilte, stieß die in den Niederlanden registrierte "Aquamarine" am Dienstag etwa 16 Kilometer von Hastings entfernt mit "The Ash" zusammen, die Stahl geladen hatte. "The Ash" sank nach der Kollision, fünf ihrer Besatzungsmitglieder wurden von der "Aquamarine" aufgenommen, während der Kapitän von einem Hubschrauber der Küstenwache geborgen wurde. Er starb später im Krankenhaus. Ein Sprecher der Umweltbehörde erklärte, aus dem gesunkenen Schiff seien etwa 83 metrische Tonnen Öl ausgetreten, die "Aquamarine" habe in einen Hafen in Wales einlaufen können. Die Behörden rechneten nicht mit ernsthaften Schädigungen der Umwelt.
Pressemeldung vom 10.10.2001
Bagger rammt Fischkutter
Hamburg - Pech für "Louise": Bei einer Havarie im Mühlenberger Loch verlor gestern der Kutter des Elbfischers Eberhard Rübcke Fanggeschirr und Anker. Am Schiff entstand kein Schaden. Der Schiffsführer des Saugbaggers "Gefion-R" hatte wohl die Tide verkehrt eingeschätzt und den Kutter auf der Backbordseite gerammt. Der Fischer selbst war zur Zeit des Unfalls nicht an Bord, sein Schiff lag ordnungsgemäß vor Anker. "Er hatte Riesenglück, dass der Mast, an dem das Geschirr hängt, nicht auch abgeknickt wurde", sagte Fischer Heinz Oestmann. Außerdem wies er erneut auf die Gefährdung seiner Kollegen hin, die zurzeit an der Baustelle Mühlenberger Loch Aale fangen. "Das kann jederzeit wieder passieren."
Pressemeldung vom 19.09.2001
Norwegische Segelyacht in Not
Bremen - Glück im Unglück hatte eine norwegische Segelyacht nach einer Grundberührung. Für die zwei Männer und eine Frau aus Norwegen (zwischen 40 und 45 Jahre alt) kam die Hilfe der Besatzung der ALFRIED KRUPP von der Station Borkum am Abend des 11. September 2001 gerade zur rechten Zeit. Die zehn Meter lange Segelyacht hatte auf dem Weg von Helgoland nach Amsterdam (Niederlande) beim gefährlichen Hubertgatt nordwestlich der Insel Borkum eine Grundberührung. Sofort setzte der Skipper über den UKW-Notruf-Kanal 16 einen "Mayday"-Ruf ab, der von dem Borkumer Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) empfangen wurde. Wenige Minuten später nahm erst das Tochterboot des Seenotkreuzers Kurs auf den Havaristen, später folgte auch die ALFRIED KRUPP. Zu dieser Zeit war das Boot noch schwimmfähig, auch die drei Personen waren unverletzt. Der Skipper hatten sich inzwischen von der Unversehrtheit seiner Yacht überzeugt und setzte die Fahrt fort. Die Seenotretter blieben in der Nähe, bis das Schiff sicher auf der Insel Borkum ankam. Heute (12. September 2001) lief die Yacht mit dem Ziel Amsterdam wieder aus. "Die haben sehr viel Glück gehabt. Das Hubertgatt ist wegen der vielen Untiefen ein sehr gefährliches Revier, wo mit äußerster Vorsicht zu navigieren ist“, sagte der Vormann der ALFRIED KRUPP später. Unbrauchbares Kartenmaterial hatte zu dem Unfall geführt. In der Nacht herrschten Windstärken bis 5 aus westlicher Richtung (etwa 38 Stundenkilometer) im Seegebiet vor Borkum.
Pressemeldung vom 12.09.2001

Größtes Bundeswehrschiff bei Zusammenstoß beschädigt
Kiel (dpa) - Das größte Schiff der Bundesmarine, die "Frankfurt", ist im Nord-Ostsee-Kanal gerammt worden. Nach Angaben der Kanalverwaltung fuhr ein Containerfrachter aus Antigua in den frühen Morgenstunden seitwärts in den Einsatzgruppenversorger, der am Ufer lag. Menschen wurden nicht verletzt. Die Höhe des Schadens ist noch nicht absehbar, offenbar ist aber nur die Außenhaut der " Frankfurt " beschädigt.
Pressemeldung vom 11.09.2001
Kümo "Helgoland" in großer Not
Besatzungsmitglieder aus Ghana mit Hubschrauber ins Stadtkrankenhaus gebracht
Cuxhaven - Kurz vor 15 Uhr setzte das 54 Meter lange Küstenmotorschiff "Helgoland" gestern eine Notmeldung ab. Der Inselversorger, der regelmäßig Helgoland ansteuert, war gestern nach einem Zwischenstopp auf der Reise von Rostock nach Wilhelmshaven gegen 11 Uhr aus Cuxhaven ausgelaufen.
Im Bereich Nordergründe vor der Wesermündung drohte das Schiff zu sinken, nachdem es von zwei mächtigen Grundseen überrollt worden ist. Der Wellenschlag drückte ein Fenster ein, die gesamte Elektrik fiel aus. Die beiden Besatzungsmitglieder aus Ghana wurden mit einem SAR-Hubschrauber aus Nordholz abgeborgen und ins Cuxhavener Stadtkrankenhaus gebracht. Der Kapitän blieb an Bord. Mit Unterstützung des Rettungskreuzers "Vormann Steffens" und des Polizeibootes "Bremen 2" steuerte der Kapitän das Küstenmotorschiff nach Bremerhaven..
Pressemeldung vom 11.09.2001
Regattayacht in Seenot
Bremerhaven - Nur drei Minuten nach Eingang eines "Mayday"-Notrufes war am Sonnabend die Besatzung des Seenot- rettungskreuzers " Hermann Rudolf Meyer" zur Stelle, um vom Tochterboot des Kreuzers aus eine Regattayacht aus Seenot zu befreien.. In Höhe des Unterfeuers Bremerhaven war es den vier Mann Besatzung der Yacht bei Sturmböen nicht gelungen, sich vor dem Weserufer freizukreuzen. Die Hilfsmaschineversagte aus bislang unbekannten Gründen. Die Seenotretter nahmen die Yacht am Haken und schleppten sie zu einem Anleger in der Geeste.
Nordsee-Zeitung vom 10.09.2001

Zwei Frachter auf der Nordsee in Seenot
Den Haag  - Zwei mit Holz beladene Frachter sind in der Nacht in schwerem Sturm auf der Nordsee in Seenot geraten. Wie ein Sprecher der niederländischen Küstenwache mitteilte, wurden die insgesamt 13 Besatzungsmitglieder beider Schiffe mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht. Die zwei Frachter trieben am Morgen ohne Besatzung bei Windstärken bis zehn in den fünf Meter hohen Wellen.
Pressemeldung vom  09.09.2001 
Männer von brennender Yacht gerettet
Bremen - Sieben Männer sind am Donnerstagabend in der Nähe der Nordseeinsel Borkum von ihrer brennenden Motoryacht gerettet worden. Die Männer wurden von einem dänischen Küstenmotorschiff aufgenommen, das sich zum Zeitpunkt des Notrufes in der Nähe der Yacht aufhielt. Das teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ( DGzRS) gestern in Bremen mit. Kurz nach ihrer Rettung sank die Yacht. Zwar konnte der ebenfalls an der Rettungsaktion beteiligte Seenot- rettungskreuzer "Alfried Krupp" mit seinen Löschkanonen das Feuer löschen. Durch die Hitze des Brandes waren jedoch die Bullaugen unter der Wasseroberfläche geborsten, so dass Wasser in das Schiff lief.
Die sieben Taucher an Bord der Yacht gehören nach den Angaben zu einer Bergungsmannschaft, die vor Borkum nach Schätzen aus einem gesunkenen Auswanderungsschiff sucht.
Nordsee-Zeitung vom 08.09.2001

Segler trank Benzin und setzte Yacht in Brand
Bergen - Als unfreiwilliger Feuerspucker hat sich am Mittwochabend ein Segler vor der Insel Rügen betätigt und dabei sein eigenes Schiff angezündet. Der 37-Jährige habe einen kräftigen Schluck aus einer Getränkeflasche genommen, in der sich allerdings unvermutet Benzin befand. Als er ausspuckte, traf er den Spirituskocher, auf dem gerade Kaffeewasser kochte. Dadurch geriet die Kajüte der Segelyacht in Brand, teilte ein Sprecher des Schweriner Innenministeriums am Donnerstag mit.
Zunächst versuchte der Mann selbst, den Brand zu löschen, fuhr dann aber schnellstmöglich in den Hafen, wo die Feuerwehr die Flammen erstickte. Der Unglücksrabe und sein Mitsegler blieben unverletzt. Der Schaden wurde auf mehrere tausend Mark geschätzt.
Pressemeldung vom 06.09.2001
Kutter "Troll" schlug leck und sank
Besatzung kletterte an Bord der "Seerose"
Cuxhaven - So hatte es sich die Besatzung des Krabbenkutters "Troll" nicht gedacht. Zwischen Spitzsand und Klotenloch ließ sie am Sonnabend ihr Schiff trockenfallen um den Unterboden zu reinigen. In Sichtweite führte die "Seerose" das gleiche Manöver durch. Unterschiedlicher Tiefgang führte dann allerdings dazu, dass die "Troll" zuerst aufschwamm. Zeitgleich kam nach Auskunft der Besatzung Schwell eines vorbeifahrenden Schiffes, woraufhin der Kutter mehrfach hart aufsetzte und auf die "Seerose" zutrieb. Die zwei Mann an Bord der "Troll" bekamen zwar noch kurz die Maschine zum laufen, diese fiel aber unmittelbar danach wieder aus - der Kutter lief voll Wasser. Eine Kollision mit der "Seerose" ließ sich nicht mehr vermeiden. Dann sank die "Troll", ihre Besatzung kletterte an Bord der "Seerose".
Cuxhavener Nachrichten vom 27.08.2001
18-m-Segelyacht trieb manövrierunfähig in der Nordsee
Bremen - Nach einer achtstündigen Schleppfahrt durch die von Starkwinden aufgewühlte Nordsee ist es der Besatzung des Seenotkreuzers "WILHELM KAISEN"der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gelungen, am
Mittwochabend (08.08.2001) gegen 22.00 Uhr die 18-m-Segelyacht "Juan de Langra" sicher in den Hafen der Hochseeinsel Helgoland (Schleswig-Holstein) zu bugsieren. Die elfköpfige Besatzung befand sich auf der Heimreise von einer Regatta vor Dänemark. Der Reiseweg sollte über Amsterdam nach Spanien führen. Ein Defekt in der Ruderanlage führte zur Manövrier- unfähigkeit ca. 30 Seemeilen nordwestlich Helgoland. Bei südwestlichen, starken bis stürmischen Winden bis zu acht Beaufort (bis zu 74 km/h Geschwindigkeit) und Regenschauern hatten die Seenotretter mit erheblichen Sichteinschränkungen zu kämpfen.
Pressemitteilung vom 09.08.01

Segelyacht in der Nordsee vermisst
Wilhelmshaven - Eine am Freitag (03.08.2001) aus Helgoland ausgelaufene Segelyacht ist bis zum Sonntag nicht in ihrem Zielhafen in Dangast (Kreis Friesland) eingelaufen. Die Suche nach dem Segelyacht sei bisher erfolglos geblieben, teilte gestern ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wilhelmshaven mit. Der Skipper hatte spätestens am Sonnabendnachmittag in Dangast einlaufen wollen.
Nordsee-Zeitung vom 06.08.01
Am 06.08.01 wurde eine weiträumige Suchaktion nach einem 18jährigen Segler, der seit Freitag  im Nordseerevier zwischen der Jade und der Hochseeinsel Helgoland vermisst wird, wieder aufgenommen.. Der Mann war am Freitag von Helgoland abgesegelt, aber an seinem Zielhafen Dangast am Jadebusen (Niedersachsen) nicht eingetroffen. Lediglich einige Ausrüstungsteile seiner etwa sieben Meter langen Segelyacht wurden gefunden.

Schlepper im Hamburger Hafen gehoben
Hamburg - Der am Freitag (03.08.01) im Hamburger Hafen vor der Überseebrücke gesunkene Schlepper "Karl Heinz" ist geborgen worden. Das Schiff wurde am Sonnabend leergepumpt und in eine Werft geschleppt. Die Bergung der zusammen mit der "Karl Heinz" gesunkenen Schute scheiterte hingegen gestern Morgen. Eine Trosse sei beim Anheben abgerutscht, hieß es. Die mit rund 460 Tonnen Steinen beladene Schute war am Freitag voll Wasser gelaufen und hatte den Schlepper mit in die Tiefe gezogen. Die beiden Besatzungsmitglieder des Schleppers waren gerettet worden. Die Bergung der Schute könne sich bis heute Morgen verzögern, hieß es. Die Unglücksursache stand auch gestern noch nicht fest, teilte die Polizei mit. Es sei völlig unklar, ob – wie zunächst angenommen – ein Anlegemanöver des brasilianischen Schulschiffes "Brasil" die Havarie mit verursacht habe. Das sei reine Spekulation. Auch andere Ursachen seien denkbar. Die Ermittlungen dazu seien noch nicht abgeschlossen.
Nordsee-Zeitung vom 06.08.01

Kutter versinkt im Büsumer Hafen
Schnelle Hilfe für Fischkutter - Wassereinbruch im Maschinenraum 
Büsum (rz) Einen Alarm für die Wasserschutzpolizei und die Büsumer Ölwehr löste am Sonntagmorgen gegen 10 Uhr ein holländischer Fischkutterkapitän aus Wieringen in Holland aus. Gegen drei Uhr in der vorangegangenen Nacht war die Besatzung an Bord gegangen, ohne Verdächtiges festzustellen. Am Sonntag Morgen stellten sie plötzlich Wassereinbruch im Maschinenraum fest. Die Büsumer Feuerwehr rückte zum Eiswerk am Hafenbecken drei aus.
Eingesetzt waren außer der Ölwehr alle Fahrzeuge, sowie etwa 20 Feuerwehrleute. Sie setzten Lenzpumpen ein, bauten zwei Auffangbecken auf und pumpten das im Maschinenraum entstandene Öl-Dieselgemisch zur Entsorgung ab. Durch ihr schnelles Eingreifen verhinderten die Feuerwehrleute das Sinken des Kutters. Sie sorgten außerdem dafür, dass der Hafenbehörde, dem Amt für ländliche Räume (ALR) kein Umweltschaden entstanden ist.
Der Kutter wurde zu Marscheider Maschinenbau verholt und ins Dock gebracht, da trotz des Pumpens weiter Wasser in den Maschinenraum lief. Der Einsatz von Polizei und Feuerwehr war nach etwa zweieinhalb Stunden beendet. Gestern am späten Nachmittag stand dann die Ursache des Wassereinbruchs fest: Eine defekte Druckpumpe zum Deck spülen. Der erhebliche Sachschaden sei jedoch noch nicht genau abzusehen, so Wehrführer Genthe.
Dithmarscher Landeszeitung vom 23.07.2001

63-Jähriger springt von der MS "Helgoland"
Dramatische Rettungsaktion
Bei einem Sprung von Bord des Seebäderschiffes "Helgoland" ist am Mittwochnachmittag ein 63-jähriger Mann aus
der Stadt Bremen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei war der Mann auf der Rückfahrt von  Helgoland im Fahrwasser Alte Weser über die Reling geklettert und ins Wasser gesprungen. Besatzungsmitglieder der "Helgoland" bargen den Schiffbrüchigen nach knapp einer halben Stunde aus dem Wasser. Mit Hilfe eines Arztes, der sich
auf einer Segelyacht in dem Seegebiet befand, gelang es, den Schwerverletzten wiederzubeleben. Mit dem SAR-Hub- schrauber wurde er anschließend ins Krankenhaus nach Wilhelmshaven transportiert. Dort erlag er jedoch seinen inneren Verletzungen, die er sich bei dem Sprung zugezogen hatte.
Nordsee-Zeitung vom 20.07.2001

Kutter "Paula" im Alten Fischereihafen gesunken
Taucher stellten eingedrücktes Schanzkleid fest / Heute Bergung mit großem Autokran
Cuxhaven - Ein großes Loch an der Backbordseite meldete Berufstaucher Frank Meiners (35) über das Tauchtelefon seinem Chef, Jonne Kirchgäßner. Und eine verbogene Reling. Möglicherweise nach einer Kollision sank der Cuxhavener Kutter "Paula" in der Nacht auf Sonntag im Alten Fischereihafen. Nur noch der Stahlmast schaute aus dem Wasser, als sich gestern die Taucher an die Arbeit machten, um den Nebenerwerbskutter vom Hafengrund zu heben. Gegen 17 Uhr hatte der kleine Hafenkran das 14-Tonnen-Wrack an der Wasseroberfläche. Gehoben werden soll es heute mit einem größeren Kran.
Cuxhavener Nachrichten vom 17.07.2001
Ostseesturm: Ein Vermißter und ein Toter
Seenotretter suchten nach verunglücktem Segler vor Dänemark
Ein U-Boot der Bundesmarine hat am 10. Juli die Leiche eines 1,80 m großen Mannes aus der Ostsee geborgen. Bei ihr handelt es sich möglicherweise um das zweite Besatzungsmitglied des Kutters "Vorwärts" aus Arnis, der im Mai in einer Bö gekentert und mit seiner Crew gesunken war.
Eingestellt hingegen wurde am selben Tag die Suche der DGzRS nach einem weiteren in der Ostsee vermißten Mann, der im Gewittersturm am 8. Juli vor Langeland durch das Herumschlagen des Baums von seiner Yacht in die Ostsee stürzte. Auf Grund der dramatischen Ereignisse auf der Segelyacht wurde der Gesundheitszustand einer an Bord befindlichen schwangeren Frau so kritisch, dass sie vom SAR-Hubschrauber mit Hilfe einer Trage abgeborgen und unmittelbar ins Krankenhaus Kiel geflogen wurde. Ein Marineoffizier stieg zwischenzeitlich auf die Segelyachtüber und steuerte sie in Begleitung des Schnell- bootes "Hyäne" nach Heiligenhafen. Die Suche nach dem vermissten Segler verlief leider ergebnislos. Es kann nicht ausge- schlossen werden, dass der Mann beim Sturz von Bord bereits bewusstlos war. Er trug keine Rettungsweste. Die Wasser- temperatur vor Ort betrug 18 Grad Celsius bei Windstärke fünf bis sechs aus westlicher Richtung.
Pressemeldung vom 11.07.2001

Erneut Brand auf Ostsee-Fähre
Schwerin - Erneut hat es auf einer Ostseefähre gebrannt. Wie das Schweriner Innenministerium am Donnerstag mitteilte,
brach gegen 17.20 Uhr auf der Fähre "Rügen" ein Feuer an der Hauptschalttafel im Maschinenraum aus. Ein  Besatzungsmitglied sei leicht verletzt worden, hieß es. Die aus Sassnitz kommende "Rügen" befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls mit 261 Menschen an Bord etwa 2,5 Seemeilen vor Trelleborg.
Der Brand konnte den Angaben zufolge nach wenigen Minuten gelöscht werden. Die Fähre setzte ihre Fahrt kurz nach 19.00 Uhr fort und erreichte gegen 20.50 Trelleborg. Die Passagiere konnten das Schiff verlassen; als Folge des Brandes ließ sich jedoch zunächst die Heckklappe nicht öffnen, so dass die Autos an Bord der "Rügen" blieben.
Erst am Sonntag war auf der Fähre "Sassnitz" ein Feuer ausgebrochen. Sie gehört wie die "Rügen" der Reederei Scandlines.
Pressemeldung vom 05.07.2001
Katastrophe offenbar durch optimale Brandbekämpfung verhindert
Undichte Druckleitung auf Ostseefähre "Saßnitz" verursachte folgenschweres Feuer
Saßnitz/Rostock - Optimale Brandbekämpfung einer eingespielten Besatzung hat beim Feuer auf der deutschen Ostseefähre "Saßnitz" am Sonntag eine Katastrophe verhindert. Zu diesem Ergebnis kommen erste Untersuchungen von Ursache und Verlauf des Brandes, die der Vorsitzende der Seeämter Rostock, Kiel und Hamburg, Jochen Hinz, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP erläuterte.
Bei der Rekonstruktion des Unglücksfalls habe sich gezeigt, dass bei der Brandbe- kämpfung an Bord effektiv und folgerichtig gehandelt worden sei, sagte Hinz am Dienstag. Notfallübungen seien ganz offensichtlich auf diesem Schiff nicht nur auf dem 
Papier abgehakt, sondern intensiv trainiert worden. Das habe sich letztlich ausgezahlt.
Im Gegensatz zur Pallas-Katastrophe sei auf der "Saßnitz" von Anfang an konsequent gegen den Brand vorgegangen worden, sagte Hinz: "Es wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt." Dabei habe sich der gezielte Einsatz von Halon als Lösch- gas bewährt, das wirksamer sei als als CO-2-Löschgas.
Nach den Worten des Rostocker Sachverständigen Joachim Hahne ist der Brand im Maschinenraum der "Saßnitz" auf einen technischen Defekt zurückzuführen. Aus einer Druckleitung trat brennbare Flüssigkeit aus, die sich an heißen Maschinenteilen entzündete. Jetzt gelte es zu überprüfen, ob die Wartung vernachlässigt worden sei oder ob es sich um einen Materialfehler handele, sagte Hinz. Vom Ergebnis dieser Untersuchung hänge es ab, ob eine Seeamtsverhandlung erforderlich sei.
Den Brand auf der "Saßnitz" hatten die 169 Passagiere und 58 Besatzungsmitglieder unverletzt überstanden. Zwei Schlepper hatten das manövrierunfähige Schiff der Fährgesellschaft "Scandlines" am Montag wieder in den Ausgangshafen Saßnitz-Mukran bugsiert. Passagiere und Fracht setzten nach fast 20-stündiger Unterbrechung mit einer anderen Fähre der Reederei ihre Reise ins schwedische Trelleborg fort.
Meldung vom 03.07.2001 11:38

Brand auf Ostseefähre
Keine Verletzten - Hilfsschiffe mussten nicht eingreifen
Sassnitz/Bremen - Auf der Ostseefähre "Sassnitz" ist am Sonntagabend auf dem Weg von Rügen nach Trelleborg ein Brand im Motorenraum ausgebrochen. Verletzte habe es nicht gegeben, teilte ein Sprecher der Seenotleitstelle Bremen mit. Das Feuer sei von der Besatzung mit Bordmitteln gelöscht worden. Die herbeigeeilten deutschen und dänischen Hilfsschiffe hätten nicht eingreifen müssen. Zunächst stand noch nicht fest, ob die Fähre in ihren Ausgangshafen Sassnitz oder den Zielhafen Trelleborg geschleppt werden sollte.
Pressemeldung vom 01.07.2001 21:58

Ausflugsdampfer durchschlug Kaimauer vor Astrid Lindgrens Haus
Stockholm  - Die Kinderbuchautorin Astrid Lindgren ist von einem direkt vor ihrem Haus havarierten Ausflugsdampfer aus dem Schlaf gerissen worden. Wie die Zeitung "Aftonbladet" berichtet, hielt die 93 Jahre alte Autorin von "Pippi Langstrumpf" auf dem Balkon ihres Hauses am Hafen der Ostseestadt Furusund ein Nickerchen. Plötzlich habe das mit 151 Passagieren besetzte Schiff mit Volldampf frontal die Kaimauer durchschlagen und sei auf Land gefahren. Die Schriftstellerin reagierte gelassen, viele Passagiere standen unter Schock.
Pressemeldung vom 24.06.2001
Havarie vor Puttgarden vermutlich technisches Versagen
Puttgarden/Lübeck - Die Ursache des Fährunglücks von Puttgarden ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Lübeck technisches Versagen. Die Strandung der "Prins Richard" auf der Ostmole im Fährhafen werden routinemäßig geprüft, erklärte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde am Mittwoch auf Anfrage. Alkohol sei nicht im Spiel gewesen. Jetzt werde die Blackbox des Schiffes ausgewertet.
Das Schiff liegt inzwischen in der Lübecker Flenderwerft und soll nächste Woche nach der Reparatur wieder den Linienverkehr aufnehmen, wie eine Sprecherin der Reederei mitteilte. Die Fähre war am Dienstag mit voller Fahrt auf die Mole neben dem Fähranleger geprallt. Es gab zwei Verletzte. Nach vier Stunden wurde das Schiff von zwei aus Rostock herbeigeorderten Schleppern freigezogen.
Pressmeldung vom 20.06.2001
Fähre havariert vor Fehmarn
Zwei Personen leicht verletzt - Schnelle Fahrt
Kiel/Puttgarden  - Eine Personenfähre ist am Dienstag vor der Ostseeinsel Fehmarn verunglückt. Zwei Passagiere erlitten dabei leichte Verletzungen. Die 142 Meter lange dänische Fähre "Prins Richard" der Reederei Scandlines fuhr am Mittag gegen die Ostmole der Hafeneinfahrt von Puttgarden auf Fehmarn, wie Polizei und Reederei mitteilten. An Schiff und Hafen- anlagen der so genannten Vogelfluglinie entstand erheblicher Schaden. Als Ursache für das Auffahren wird ein technischer Defekt vermutet. Die Fähre war zu schnell gefahren.
Das Schiff mit 452 Menschen und zahlreichen Autos an Bord hatte mit einem Loch im Bug in der Hafeneinfahrt gelegen, bevor es Abend von zwei Schleppern von der Mole gezogen wurde. Danach wurde die Fähre an den Anlieger geschleppt und das Autodeck geräumt. Beim Auffahren auf die Mole hatte sich ein Passagier das Bein gebrochen, ein anderer erlitt einen Schock.
Die Geschwindigkeit des Schiffes betrug laut Polizei zehn bis zwölf Knoten (fast 20 Stundenkilometer); das sei zu schnell für die Einfahrt gewesen. Was der genaue Grund für das Unglück war, stehe noch nicht fest.
Der Fährbetrieb wurde eingestellt.
Die "Prins Richard" verkehrte auf der Vogelfluglinie zwischen Puttgarden im Norden von Fehmarn und Rödby auf der dänischen Insel Lolland. Die Fähren fahren im Pendelbetrieb zwischen den beiden Häfen jede halbe Stunde hin und her und können neben Autos ganze Züge an Bord nehmen. Jedes Jahr setzen zehntausende Urlauber mit den Fährschiffen nach Skandinavien über und umgekehrt.
Pressemeldung vom 19.06.2001
Zwei Tote bei Kollision von Frachter mit Yacht vor Dänemark
Kopenhagen - Bei der Kollision eines Frachters mit einer Segelyacht sind in der Nordsee vor Dänemark zweischwedische Segler ums Leben gekommen. Zwei andere Besatzungsmitglieder konnten nach dem Unglück gerettet werden, teilten die dänischen Behörden mit. Sie seien in relativ guter Verfassung. Das Boot hatte an der jährlichen Sjaelland-Rundt-Segelregatta teilgenommen. Bei der Kollision waren alle vier Besatzungsmitglieder über Bord geschleudert worden. Über die Herkunft der Opfer wurden zunächst keine Angaben gemacht.
Pressemeldung vom 16.06.2001
Sechs Flüchtlinge bei Bootsunglück in der Ägäis ertrunken
48 Menschen gerettet, vier vermisst - Kapitän festgenommen
Athen - Bei einem Schiffsunglück in der Ägäis sind mindestens sechs Flüchtlinge ertrunken. 48 Menschen an Bord des Schiffes konnten nach Behördenangaben gerettet werden. Hilfskräfte suchten am Freitag noch nach vier Vermissten, darunter drei Kinder. Das 15 Meter lange Schiff, das die Flüchtlinge aus der Türkei nach Griechenland bringen sollte, lief am Donnerstag vor der Insel Mykonos auf Grund und sank. Bei den Toten handelte es sich den Angaben zufolge um fünf Männer und eine Frau. Die Menschen seien aus Irak und Afghanen geflohen, teilte das Handelsmarineministerium mit. Der griechische Kapitän und ein Komplize wurden festgenommen. Wie verlautete, war das Boot aus dem Hafen von Piräus ausgelaufen und hatte die Passagiere in türkischen Gewässern an Bord geholt. Dann habe es wieder Kurs auf die griechische Küste genommen.
Meldung vom 15.06.2001 11:13
Deutsche Yacht kentert vor Polens Küste
Warschau / Ustka - Drei deutsche Segler sind in der Nacht zu gestern vor der polnischen Küste verunglückt. Ihre Yacht "Tramp" kenterte vermutlich auf Grund eines Steuerfehlers bei starkem Wind, so der polnische Rundfunk. Ein polnisches Militärschiff, das in der Nähe war, nahm die unterkühlten deutschen Segler an Bord.
Nordsee-Zeitung vom 12.06.2001
Schwimmdock im Schlepp gesunken
Wilhelmshaven - Ein Schwimmdock ist gestern neun Seemeilen ( knapp 18 Kilometer) vor Helgoland gesunken. Das teilte die Wasserschutzpolizei in Wilhelmshaven mit. Menschen wurden nicht verletzt. Die Ursache der Havarie sei noch nicht geklärt. Der Schlepper fährt unter dänischer Flagge und steuerte nach der Havarie Helgoland an. Die Unfallstelle wird durch den Hochseeschlepper "Oceanic" und das Mehrzweckschiff "Neuwerk" sowie das Fischereischutzboot "Meerkatze" ( alle aus Cuxhaven) gesichert. Der Havarist ragt bei 30 Metern Tiefe aus dem Wasser.
Pressemeldung vom 02.06.2001
Frachter wird auf See repariert
Nach Havarie gestern Loch oberhalb der Wasserlinie geflickt
Cuxhaven -  Nach der Kollision zweier Frachter am Sonnabend lag einer der Havaristen auch gestern noch im Gebiet etwa 100 Seemeilen nordwestlich von Helgoland. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven mitteilte, versuchte die Besatzung des unter kambodschanischer Flagge laufenden Massengutfrachters "Bella", den beim  Zusammenstoß mit einem dänischen Küstenmotorschiff entstandenen Schaden mit Bordmitteln zu reparieren. Der 180 Meter lange 20 000-Tonnen-Frachter hat
ein etwa ein mal ein Meter großes Loch backbords einen Meter über der Wasserlinie im vorderen Schiffsbereich davon- getragen. Er war an der Unglücksstelle vor Anker gegangen. Die "Bella" ist trotz der Kollision seetüchtig. Sie wollte gestern noch Kurs auf den Ärmelkanal nehmen. Dabei sollte sie vom deutschen Hochseeschlepper "Oceanic" begleitet werden, der dem Frachter nach der Kollision vorsorglich zur Hilfe geeilt war. Bei keinem der Havaristen trat Öl aus und es bestand auch keine Gefahr für Schifffahrt und Umwelt. Das zweite Schiff, das nur leicht beschädigte dänische Küstenmotorschiff "Otonia", lief bereits den norwegischen Hafen Sabsborg an.
Nordsee-Zeitung vom 21.05.01

Kollision vor Helgoland
Cuxhaven - Die Kollision zweier Frachter in der Nordsee rund 100 Meilen (185 Kilometer ) nordwestlich von Helgoland ist gestern glimpflich verlaufen. Die Frachter seien aus ungeklärter Ursache zusammengestoßen, teilt das Wasser- und Schiff- fahrtsamtes in Cuxhaven mit. Die Schiffe wurden nur oberhalb der Wasserlinie beschädigt. Es lief kein Ölaus.
Sonntagsjournal vom 20.05.01

Aufgelaufener Frachter in Ostsee frei geschleppt
Stralsund (AP)-  Der zwölf Seemeilen vor der mecklenburgischen Ostseeküste auf Grund gelaufene zypriotische Frachter
"Nikolaos P." ist seit dem frühen Dienstag wieder frei. Drei Schlepper konnten das Schiff in tieferes Wasser schleppen.
Vor seiner Weiterfahrt werde das Schiff noch einmal gründlich von Tauchern auf mögliche Schäden untersucht, teilte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund mit. Gefahr für die Umwelt bestehe offenbar nicht, da bislang kein Leck aufgetreten sei. Der fast 200 Meter lange Havarist, der mit Zement von Schweden nach Florida unterwegs ist, war am
Samstag im Gebiet der Kadetrinne auf Grund gelaufen. Die Bergung erfolgte unter dänischer Zuständigkeit.
Pressemeldung vom 15.05.2001 09:45

 Feuerwehrleute säubern Strände nach Schiffsunfall
Brake -  Nach dem Zusammenstoß zweier Schiffe auf der Weser haben Feuerwehrleute  am Wochenende die Strände im Bereich Brake (Kreis Wesermarsch) von Ölrückständen gereinigt. Zwar hatte ein Spezialschiff den Großteil des ausge- laufenen Öls aufgefangen. Jedoch war etwas von dem Kokos- oder  Schweröl an den Stränden angespült worden oder hatte sich als klebrige Substanz  an Booten und Steinen festgesetzt. "Wir haben mit Schaufeln und Radladern den  Strand  bei Käseburg auf etwa einem Kilometer Länge gesäubert", sagte gestern  Heinz Bielefeld, Ortsbrandmeister von Brake- Hammelwarden. Am Freitagmorgen hatte der Frachter "Pasquale della Gatta" beim Wenden das an  der Braker Pier vertäute Tankschiff "Orakota" gerammt. Aus dem beschädigten  Tanker flossen rund drei Tonnen Süßöl in die Weser. Zudem traten aus einer  Öl-Leitung an der Hafenanlage in Brake etwa zwei Tonnen schweres Heizöl aus.
Nordsee-Zeitung vom 14.05.01
    Greenpeace demonstriert für Sicherheit der Ostseeschifffahrt
      Nach neuerlichem Unfall eines Frachters in der Kadetrinne 
Berlin (AP) -  Mit einer Reihe schwarzer Ölfässer hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Montag vor dem
Bundesverkehrsministerium in Berlin für mehr Sicherheit in der Ostseeschifffahrt demonstriert. Nach dem neuerlichen Schiffsunfall in der Kadetrinne vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns müsse die Bundesregierung unverzüglich Maß- nahmen zur Erhöhung der Sicherheit ergreifen, hieß es in einer in Berlin veröffentlichten Pressemitteilung.
Ministeriumssprecher Felix Stenschke erklärte, dass Deutschland keinen Alleingang starten könne, da es sich bei dem fraglichen Teil der Ostsee um internationales Gewässer handele. Die Bundesregierung setze sich aber mit Nachdruck dafür wein, dass in den kritischen Gewässern für alle Schiffe eine Lotsenpflicht vereinbart werde. Der Sprecher verwies im übrigen darauf, dass im kommenden Jahr das automatische Schiffsidentifizierungssystem für alle Schiffe obligatorisch werde. Deutschland werde sich überdies für eine Lotsenpflicht in der Kadetrinne einsetzen.
Zurzeit bemühen sich Bergungsdienste, den zwölf Seemeilen vor der mecklenburgischen Küste auf Grund gelaufenen Frachter "Nikolaos P." freizubekommen. Das fast 200 Meter lange Schiff ist mit Zement von Schweden nach Florida unterwegs. Ende März hatte die Kollision eines Tankers mit einem Frachtschiff in der Kadetrinne erhebliche Küstenverschmutzungen und andere Umweltschäden in der Ostsee hervorgerufen.
Pressemeldung vom 14.05.2001, 16:14 Uhr

Frachter in Kadetrinne weiter auf Grund
Stralsund (dpa) - Der in der Ostsee auf Grund gelaufene Zementfrachter steckt weiter in der Kadetrinne fest. Ein Versuch, das havarierte Schiff ins offene Fahrwasser zurückzuschleppen, ist in der Nacht gescheitert. Das sagte ein Sprecher der dänischen Küstenwache. Offenbar liege der Zementfrachter doch fester auf Grund als zunächst angenommen. Am Mittag soll ein neuer Schleppversuch starten. Gefahr für die Umwelt bestehe weiterhin nicht, hieß es. Der Frachter war am Samstag an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns auf Grund gelaufen.
Pressemeldung vom 14.05.2001, 04:44

Bergung eines aufgelaufenen Frachters in der Ostsee
Darßer Ort (AP) - Für den in der Ostsee zwölf Seemeilen vor der mecklenburgischen Küste auf Grund gelaufenen Frachter "Nikolaos P." sind am Sonntag unter dänischer Zuständigkeit erste Bergungsversuche angelaufen. Taucher hätten keine gravierenden Beschädigungen an dem seit Samstag im Gebiet der Kadetrinne festsitzenden zypriotischen Schiff feststellen können, teilte ein Sprecher des Lagezentrums Mecklenburg-Vorpommerns mit. Am Nachmittag sollte mit dem Freischleppen begonnen werden. Zuvor hatte der fast 200 Meter lange Havarist, der mit Zement von Schweden nach Florida unterwegs ist, vergeblich versucht sich aus eigener Kraft zu befreien.
Pressemeldung vom 13.05.2001, 13:51 Uhr

Erneut Schiff in der Ostsee auf Grund gelaufen
Frachter in Kadetrinne auf Grund gelaufen
Darßer Ort (AP) - Zwölf Seemeilen vor der mecklenburgischen Ostseeküste ist im Gebiet der Kadettrinne erneut ein Schiff auf Grund gelaufen. Es handelt sich um einen unter zypriotischer Flagge fahrenden fast 200 Meter langen Schüttgut- frachter, der mit Zement von Schweden nach Florida unterwegs ist, wie das Lagezentrum des Landes Mecklenburg- Vorpommern am Samstag mitteilte. Bisher seien keine gravierenden Beschädigungen am Schiff festgestellt worden.
Der Havarist liegt nach diesen Angaben im dänischen Hoheitsgebiet fest. Die Rettungsmaßnahmen würden von den dänischen Schifffahrtsbehörden koordiniert, hieß es.
Pressemeldung vom 12.05.2001, 14:00 Uhr
Schiffskollisionen enden glimpflich
Ölkatastrophe auf der Weser verhindert - Millionenschaden in Brake
Brake -  Nach dem Zusammenstoß zweier Frachtschiffe auf der Weser bei Brake (Kreis Wesermarsch) haben Bergungskräfte eine größere Ölkatastrophe verhindert. Dem Ölbekämpfungsschiff  "Mposs" aus Bremerhaven gelang es nach dem Unfall mit Millionenschaden, den größten Teil des ausgelaufenen Süß- und Heizöls wieder aufzufangen, teilte ein Polizeisprecher mit.
In Brake war gestern eine unmittelbare Gefahr für die Umwelt gebannt. Am frühen Freitagmorgen hatte das Frachtschiff "Pasquale della Gatta" beim Wenden das an der Braker Pier vertäute Tankschiff "Orakota" gerammt. Während der Frachter weitgehend unbeschädigt blieb, schlug ein Tank des mit 100 Tonnen Kokosöl beladenen Tankers leck. Rund drei Tonnen Süßöl flossen in die Weser. Außerdem wurde an der Hafenanlage eine Öl-Leitung beschädigt, aus der etwa zwei Tonnen schweres Heizöl austraten. Beide Ölteppiche hätten sich über mehrere Kilometer über die Weser verteilt, seien aber weitgehend von der "Mposs" aufgefangen worden. Die  "Pasquale della Gatta" machte gestern an der Columbuskaje in Bremerhaven fest, wo sie bis zur Begutachtung der Schäden durch eine italienische  Klassifikationsgesellschaft Auslaufverbot erhielt.

Tödlicher Sturz in den Ballasttank
Der Chiefdes italienischen Frachtschiffes "Pasquale della Gatta" ist gestern  (11.05.01) in Bremerhaven bei einen Unfall gestorben. Das Schiff hatte am Vormittag beim Wenden auf der Weser vor Brake einen Unfall verursacht. Am Nachmittag machte das Frachtschiff an der Columbuskaje fest. Weil der Ballasttank bei der Kollision ein Leck erlitten hatte, stieg der Ingenieur des Schiffs durch einen Schacht in diesen Tank hinab, um sich den Schaden zu betrachten.
Dabei stürzte er etwa fünf Meter in die Tiefe. Die sogleich alarmierte Notärztin kämpfte in dem Tank eine Dreiviertelstunde um das Leben des Seemannes, aber es war vergeblich. Die Feuerwehr barg den Leichnam mit einer Schiffstrage. Der Ingenieur war italienischer Staatsangehöriger.
Nordsee-Zeitung vom 12.05.2001

Bulgarischer Öltanker in Flammen - ein Toter
Schwarze Wolken über dem Schwarzen Meer
Bukarest - Ein bulgarischer Öltanker mit 34 Menschen an Bord ist gestern im Schwarzen Meer nach einer heftigen Explosion in Flammen aufgegangen. Ein Besatzungsmitglied wurde totgeborgen, ein weiteres galt gestern noch als vermisst. 27 Menschen konnten sich mit Booten zur rumänischen Küste retten und wurden in ein Krankenhaus im rumänischen Hafen Constanta gebracht. Fünf weitere Seeleute blieben nach Angaben des rumänischen Rundfunks weiter an Bord: Sie versuchten gemeinsam mit rumänischen Feuerwehrschiffen den Brand zu löschen, hieß es. Das Schiff mit einer Ladekapazität von 75 000 Tonnen habe keine Fracht und es bestehe derzeit keine  Öltanker in Flammen
weitere Explosionsgefahr. Der Tanker lag zum Unglückszeitpunkt vier Seemeilen vom Hafen Constanta entfernt und hatte auf die Einfahrtsgenehmigung gewartet.
Pressemitteilung vom 08.05.2001
Seeleute von sinkendem Frachter gerettet
Athen - Von einem sinkenden syrischen Frachter sind am Montag vor der Insel Kreta alle acht Besatzungsmitglieder gerettet worden. Wie das griechische Handelsmarineministerium erklärte, setzte die "Wael II" einen Notruf ab, nachdem sie Schlagseite bekommen hatte und Wasser in das Schiff eindrang. Nach der Rettung der Seeleute sank das mit Zement beladene Schiff in stürmischer See. Die Matrosen wurden von einem in der Nähe fahrenden griechischen Frachter aufgenommen. Der syrische Frachter war auf dem Weg von Larnaka auf Zypern nach Libyen.
Pressemeldung vom 07.05.2001 12:29
Vier deutsche Touristen von griechischer Küstenwache gerettet
Athen - Wegen stürmischer Winde in der Ägäis sind zwei Segelboote mit insgesamt vier deutschen Touristen an Bord in Seenot geraten. Alle Touristen wurden von Schnellbooten der griechischen Küstenwache in Sicherheit gebracht. Das meldeten griechische Medien. In allen Regionen der Ägäis wehten in den letzten Tagen stürmische Winde. Zahlreiche Fährverbindungen in der Ägäis wurden deshalb eingestellt.
Pressemeldung vom 07.05.2001 08:11
Fischkutter sank im Gewittersturm auf der Ostsee:
Ein Toter, ein Vermisster
Damp / Kiel - Nach dem Untergang eines Fischkutters aus Kappeln auf der Ostsee vor Damp hat die Polizei gestern Abend die Suche nach einem vermissten Besatzungsmitglied ergebnislos eingestellt. "Wir haben keine Hoffnung mehr, den Mann noch lebend zu bergen", hieß es. Der Kutter "Vorwärts" war am frühen Morgen bei stürmischer See gesunken. Einen 46-jährigen fanden Taucher am Morgen ertrunken im Wrack, nach dem zweiten Mann war seitdem gesucht worden. "Wir haben alles abgesucht, unsere Hoffnung ist dahin", sagte Wasserschutzpolizist. Möglicherweise liege der 32-jährige im oder unter dem Wrack. Vielleicht sei die Leiche aber auch abgetrieben. Klarheit werde erst die Bergung des Fahrzeugs bringen. Der auf Grund liegende Fischkutter stammt aus Arnis (Kreis Schleswig-Flensburg). Bundeswehr-Taucher hatten die Leiche des
46-jährigen um 7.57 Uhr von Bord der gesunkenen "Vorwärts" geborgen. Die exakte Unglücksursache ist noch unbekannt.
Die Polizei vermutet jedoch einen Zusammenhang zwischen einem nächtlichen  Gewitter und dem Unglück, das sich gegen 23 Uhr etwa 18 Kilometer östlich von Damp (Kreis Rendsburg-Eckernförde) in der Ostsee ereignet hatte. Während des Gewitterorkans war Sturm bis Stärke zwölf gemessen worden.
Pressemitteilung vom 05.05.2001
U-Boot und Seenotretter im Einsatz für havarierten Fischkutter
in der Nordsee
Bremen - Dank des schnellen und gezielten Eingreifens der Besatzungen der Seenotkreuzer HANNES GLOGNER / Station Langeoog und BERNHARD GRUBEN /z.Zt. Station Borkum sowie des Seenotrettungsbootes CASSEN KNIGGE / Station Norddeich der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in der Nacht zum Freitag, dem 27. April 2001, gegen 22.00 Uhr, gelang es, den Fischkutter "Nordsee" (Heimathafen Norddeich) mit drei Personen an Bord in Sicherheit zu bringen. Der Kutter befand sich auf Fangreise vier Seemeilen ( = ca. 7,5 Kilometer) nördlich der Insel Norderney, als der Kapitän plötzlich einen massiven Wassereinbruch bemerkte. Der Seenotalarm erreichte über Funk die SEENOTLEITUNG BREMEN sowie ein im Revier laufendes Unterseeboot U 18 der Marine, das umgehend zu dem Havaristen lief und in Wartestellung ging. Den kurz darauf eintreffenden Seenotrettern der DGzRS gelang es, mit Hilfe leistungskräftiger Pumpen den Fischkutter zu lenzen (leer zu pumpen) und wieder in Fahrt zu bringen. Das Seenotrettungs- boot CASSEN KNIGGE übernahm die Sicherungsbegleitung bis in den Hafen von Norddeich. Hier soll jetzt untersucht werden, was zu dem Wassereinbruch führte.
Pressemeldung vom 27.04.2001

Ein Toter bei Explosion im Hafen von Emden
Emden  - Bei einer Explosion an Bord des Autofrachters "Seavenus" im Hafen von Emden ist am Freitagnachmittag ein 48-jähriger Arbeiter aus Portugal ums Leben gekommen. Zwei weitere Männer wurden schwer, einer wurde leicht verletzt, teilte die Wasserschutzpolizei weiter mit. Im Maschinenraum des Frachters war bei Wartungsarbeiten eine Hilfskesselanlage explodiert. Anschließend kam es zu einem Brand im Maschinenraum, der nach einer Stunde von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht wurde. Die Unglücksursache ist noch ungeklärt. Wie ein Polizeisprecher weiter sagte, deuten die Umstände darauf hin, dass es schon länger Probleme mit dem Heizkessel gab. Die vierPortugiesen, Mitarbeiter einer englischen Wartungsfirma, waren bereits in Rotterdam an Bord gegangen.
Pressemeldung vom 27.04.01, 19:18 Uhr
Tanker stieß im Ärmelkanal mit Fischerboot zusammen
London / Lille (AP) - Beim Zusammenstoß eines Tankers mit einem Fischkutter im Ärmelkanal bei Dover ist am Montag nur eine geringe Menge Öl ausgeflossen. Aus dem Rumpf der unter maltesischer Flagge fahrenden "Gudermes" seien 200 Liter ausgetreten, teilten die französischen Behörden mit. Zunächst war die Menge mit 110 Tonnen angegeben worden. Dies habe auf einem Übermittlungsfehler beruht, hieß es. Bei der Kollision gab es keine Verletzten, das Fischerboot konnte aus eigener Kraft in seinen Heimathafen Boulougne-sur-Mer zurückkehren. Die "Gudermes" war mit 26.000 Tonnen Öl auf dem Weg nach Afrika. Nach Angaben der britischen Küstenwache riss das Fischerboot ein sechs mal 1,8 Meter großes Loch in den Rumpf des Tankers.
Pressemeldung vom 23.04.2001 18:01
Nordholzer Soldaten orten Schiffbrüchige
Dramatische Rettungsaktion in  der Ostsee
Nordholz / Glücksburg - Bei einer dramatischen Rettungsaktion haben Soldaten des Nordholzer  Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin" entscheidend dazu beigetragen,  zwei Männer aus der Ostsee zu bergen. Ihr privat genutzter Fischkutter war in der Pommerschen Bucht gesunken. Vor allem Kapitänleutnant Nils Uhlenbruch,  der wachhabende Offizier im Gefechts- stand, sorgte energisch für schnelles Handeln. Er hatte am Donnerstagabend  (19.04.2001) um 17.29 Uhr auf der Frequenz eines Einsatzflugzeuges von dem Unglück erfahren. Der gut 50 Jahre alte ehemalige polnische Fischkutter war bei der Überführungsfahrt von Kolberg (Polen) nach Flensburg voll Wasser gelaufen. Die beiden Männer konnten gerade noch per Handy Angehörige verständigen, bevor das Schiff sank und sie in einer Rettungsinsel Schutz suchen konnten. Soldaten des MfG 3 waren zu diesem Zeitpunkt mit einer Brequet Atlantic auf Übungsflug. Zur Ausrüstung gehört auch ein Infrarot-Sensor. Der wachhabende Offizier bot der Einsatzleitstelle in Glücksburg sofort Hilfe bei der Suche der beiden Schiffbrüchigen an. Dann begann ein Wettlauf mit der Zeit. Das im Einsatz befindliche Flugzeug musste die Suche wegen Kraftstoffmangels abbrechen, ein zweites wurde vom Blitz getroffen und musste in Lage bei Rostock notlanden. Die Besatzung eines dritten Flugzeuges erblickte schließlich mit bloßem Auge die Rettungsinsel, markierte die Stelle mit einem Ortungssignal und führte die Besatzung des Rettungshubschraubers zu den beiden Männern, die dann unterkühlt, aber unverletzt ins Krankenhaus kamen.
Nordsee-Zeitung vom 21.04.01
Nach Untergang der "Gert Hansen" werden Taucher eingesetzt
Weiteres Besatzungsmitglied vermisst
Oslo - Einen Tag nach dem Untergang des dänischen Frachters "Gert Hansen" im norwegischen Oslo-Fjord sollten am Montag Taucher und eventuell ein Mini-U-Boot eingesetzt werden. Beim Unglück ertrank der 70-jährige dänische Kapitän. Ein weiterer dänischer Seemann werde noch vermisst, teilte die Polizei mit. Nach der erfolglosen Suche gehen die Rettungsmannschaften davon aus, dass der Mann mit dem Schiff im bis zu 52 Meter tiefen Fjord untergegangen und ertrunken ist. Zwei polnische Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Ein Polizeisprecher vermutete einen Navigations- fehler als Ursachedes Untergangs. Der tatsächliche Grund werde aber noch immer untersucht. 
Pressemeldung vom 9. April 2001

Frachter vor Oslo gesunken
Oslo - Ein Toter: Im norwegischen Oslo-Fjord ist ein dänischer Frachter gesunken. Dabei sei ein Seemann ertrunken, ein weiterer werde noch vermisst, teilten Rettungskräfte am Sonntag in Oslo mit. Zwei Mitglieder der Besatzung konnten gerettet werden. Der Frachter "Gert Hansen" war in der Nacht aus unbekannter Ursache plötzlich gekentert. Zur Besatzung gehörten zwei Dänen und zwei Polen. Am Sonntagmorgen suchten die Rettungskräfte auch mit Hubschraubern nach dem vermissten dänischen Seemann. Über mögliche Umweltschäden wurde nichts bekannt.
Die "Gert Hansen" war mit einer Ladung Salz auf dem Weg von Lübeck nach Norwegen. Rund drei Kilometer vor dem
Hafen kenterte das Schiff aus noch unbekannter Ursache.
Pressemeldung vom 08.04.2001  13 : 05 Uhr

Spanische Behörden retten 56 Flüchtlinge aus Seenot
Tarifa/Spanien (AP)- Die spanische Küstenwache hat am Sonntag 56 afrikanische Flüchtlinge gerettet, die in der Meerenge von Gibraltar in Seenot geraten waren. Die Männer wurden um 05.00 Uhr morgens wenige Kilometer vor der Hafenstadt Tarifa an Bord eines manövrierunfähigen Bootes entdeckt. Ein russischer Frachter alarmierte die spanischen Behörden, die die Männer an Land brachten. Ihr Gesundheitszustand soll stabil sein. Nach der Versorgung mit Essen und Decken sollten die Flüchtlinge in ihre Heimatländer zurückgebracht werden. Jedes Jahr fliehen mehrere zehntausend Afrikaner in überfüllten und veralteten Booten über die Straße von Gibraltar. Vielen gelingt die Einreise nach Spanien; viele bezahlen die Überfahrt jedoch mit dem Leben.
Pressemeldung vom 08.04.2001

Havarietanker wird nach Stettin geschleppt
Rostock (dpa) - Der vor gut einer Woche in der Ostsee havarierte Öltanker wird zur Reparatur in eine Werft nach Stettin in Polen gebracht. Der Tanker wird von zwei Schiffen geschleppt und von zwei weiteren Schiffen der deutschen Küstenwache und der dänischen Marine eskortiert. Das sagte ein dänischer Behördensprecher der dpa. Aus dem havarierten Tanker waren 2600 Tonnen hochgiftiges Schweröl ins Meer geflossen.
Pressemeldung vom 07.04.2001, 13:12

Unglückstanker in der Ostsee leergepumpt
Ölverschmutzung an dänischer Küste bis auf Reste beseitigt 
Debatte zu Schiffssicherheit im Schweriner Landtag
Schwerin/Cuxhaven (AP) - Die 30.000 Tonnen Öl aus dem in der Ostsee leckgeschlagenen Schiff "Baltic Carrier" sind komplett in den finnischen Tanker "Tervi" umgepumpt worden. Den Abschluss der Aktion meldete am Donnerstag Bernd
Scheffel von der Sonderstelle des Bundes zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen in Cuxhaven. Die Ölverschmutz- ungen sind nach Angaben dänischer Behörden "bis auf schwer zugängliche Reste" beseitigt. Deutsche und schwedische Ölerkennungsflugzeuge bestätigten dies. Das Unglück der vergangenen Woche war auch Thema im Landtag Mecklenburg- Vorpommerns.
Während der finnische Frachter mit dem übernommenen Öl das Unglücksgebiet mit unbekanntem Ziel verließ, blieb die "Baltic Carrier" zunächst an ihrer Ankerstelle in einer ruhigen Bucht nahe der Insel Falster. Es sei eine provisorische Abdichtung des vom Zuckerfrachter "Tern" geschlagenen Lecks vorgesehen, sagte Scheffel. Nach äußerlicher Reinigung soll der Tanker in eine Reparaturwerft geschleppt werden.
Für den Reparaturauftrag kommen dafür sowohl Betriebe in Dänemark als auch in Deutschland oder Schweden in Frage, wie Scheffel sagte. Der Schiffseigner werde zunächst die eingehenden Angebote verschiedener Bewerber prüfen. Gefahr geht nach übereinstimmender Ansicht der Schifffahrtsexperten von dem geleichterten und ausgewaschenen Havaristen nicht mehr aus. Die geplante Abdichtung und äußere Säuberung des Tankers wird vom deutschen Ölbekämpfungsschiff "Scharhörn" überwacht.
Nach dem am Vortag von der CDU mit drei toten, ölverschmierten Enten ausgelöstem Eklat im Schweriner Landtag wurde am Donnerstag sachlich über Fragen der Schiffsicherheit auf der Ostsee debattiert. Einig waren sich dabei die Regierungs- parteien und die Opposition, dass dringlicher Handlungsbedarf bestehe. Die CDU fordert als Sofortmaßnahmen Lotsenpflicht, ein länderübergreifendes Havariekommando und bessere Bergungs- und Rettungsausrüstung. SPD und PDS verwiesen auf die geringen Einflussmöglichkeiten des Landes bei internationalen Schifffahrtsregelungen und appellierten an Bund und EU. Unabhängig davon soll jedoch von Schwerin zu den anderen Ostseeanrainern Kontakt aufgenommen werden, um den Boden für eine rasche Verbesserung der Sicherheitsstandards zu bereiten.
Pressemeldung vom 05.04.2001 14:29

Großer Ölteppich in der Ostsee
Kopenhagen/Bonn (dpa) - Nach der Ölpest in der Ostsee haben Experten verschiedener Organisationen eindringlich mehr Sicherheit für die Schifffahrt gefordert. Fünf Tage nach der Tankerhavarie trieben am Dienstag noch 755 Tonnen Schweröl aus der "Baltic Carrier" im Meer und an einigen Stränden Dänemarks, hieß es von offizieller Seite in Cuxhaven.
Betroffen sei ein etwa 800 Quadratkilometer großes Gebiet vom Unglücksort bis zur dänischen Küste, sagte Ostseeexperte Alfred Schumm von der WWF in Stralsund. Die Umweltschutzorganisation forderte dringende Schutzmaßnahmen auf einer Konferenz in Bonn.
So sollten Gefahrguttransporte stets einen Lotsen an Bord haben. Auch solle ein Hochsee-Schlepper auf Dauer stationiert werden, verlangte Christian von Dorrien von der WWF. Die von dem Unglück betroffene Kadet-Rinne in der Ostsee sei berüchtigt für die Häufigkeit von Schiffs-Kollisionen. Der Vertreter des Bundesverkehrsministeriums verwies auf das automatische Identifikationssystem, das ab 1. Juli Pflicht für alle Tanker wird.
Ebenso wie die Umweltschützer forderte am Dienstag auch die Vereinigung Deutscher Schiffsingenieure (VDSI), endlich "vernünftige Entscheidungen zur Verbesserung der maritimen Sicherheit zu treffen". Das Bundesverkehrsministerium habe es über Jahre versäumt, aus Berichten der Seeämter die erforderlichen Schlüsse zu ziehen und klarere Vorschriften zu erlassen, sagte ein VDSI-Sprecher am Dienstag in Rostock.
Im ZDF kritisierte der Bremer Schifffahrtsexperte Manfred Menzel, seit einem Jahr lägen die Ergebnisse der "Pallas"- Kommission auf dem Tisch, ohne dass auch nur einer der 30 Vorschläge für verbesserte Sicherheitsstandards umgesetzt worden wäre.
Nach Angaben des WWF ist seit der Havarie der "Baltic Carrier" inzwischen fast 30 Mal so viel Öl ausgelaufen wie beim Untergang des Frachters "Pallas" vor über zwei Jahren in der Nordsee. Das Öl sei nicht nur eine Bedrohung für die Vogelwelt, sondern gefährde auch die Fischwelt der Ostsee, erklärte der WWF-Vertreter in Bonn. Wichtige Laichbestände seien betroffen. Der Dorsch, dessen Population bereits durch Überfischung stark dezimiert sei, sei besonders betroffen. Das Öl werde noch jahrelang den Fischern in die Netze treiben. 
Von der Verschlechterung der Wasserqualität für mindestens fünf Jahre sei Deutschland ebenso betroffen wie Dänemark.
Unterdessen setzten die am Unglücksort eingesetzten dänischen Reservisten die Bergung toter Seevögel und die Reinigung der Küsten fort. Etwa 2000 Vögel sind nach vorläufigen offiziellen Schätzungen der Ölpest zum Opfer gefallen. Örtliche Ornithologen sprechen dagegen von 5000 und mehr. Der Leiter der Reservisten, Kapitän Mogens Larsen: "Die Vogelwelt ist hart getroffen"; man werde noch mindestens eine Woche lang im Einsatz sein.
Nach Angaben dänischer Behörden wurden bislang 1945 Tonnen Öl geborgen. Sie würden zur Entsorgung in eine entsprechende Anlage gebracht. Am Montagabend begann der finnische Tanker "Tervi" , die restlichen rund 30 000 Tonnen Öl aus der "Baltic Carrier" umzupumpen. Die Aktion soll am Mittwoch abgeschlossen werden.
Pressemeldung vom 03.04.2001 16:46 

Ölbergung an dänischer Küste fortgesetzt
Kopenhagen/Stralsund (dpa) - Dänische Einsatzkräfte und Helfer haben am Montagmorgen fünf Tage nach dem Tanker- unfall in der Ostsee die Ölbergung an der dänische Küste fortgesetzt. Bisher seien rund 1200 der 2700 Tonnen des ausge- laufenen Schweröls geborgen worden.
Die Arbeiten würden noch mehrere Tage dauern, sagte der Leiter des Stralsunder Wasser- und Schifffahrtsamtes, Falk Meyer, der dpa am Morgen. Die Dänen haben laut Meyer ab Montag acht statt bisher vier Ölbekämpfungsschiffe im Einsatz. Bis Mittag werde ein Tanker erwartet, der das restliche Öl, rund 30 000 Tonnen, des havarierten Tankers "Baldig Carrier" aufnehmen soll. Bei schwachem Wind aus Südwest bis Südost bestehe - entgegen den Angaben von Umweltschützern - keine Gefahr für die Küste Mecklenburg-Vorpommerns.
Am Donnerstag hatte ein Frachter den Tanker in der Kadet-Rinne etwa 13 Seemeilen südlich der dänischen Inseln Fahlster und Omen, auf halbem Weg zwischen Deutschland und Dänemark, gerammt. Daraufhin waren nach bisherigen Angaben rund 2700 Tonnen des Öls ausgelaufen, das bei starkem Wind einen Tag später die dänische Küste erreicht hatte. Bisher sind rund 2000 Wasservögel verendet. 14 Kilometer Küste waren insgesamt an den dänischen Seegebieten Helm Bug und Grönsund verschmutzt.
Pressemeldung vom 02.04.2001 08:09 

Technischer Fehler löste möglicherweise Schiffskollision aus
Mehr Öl ausgelaufen als angenommen - Weiter zahlreiche Seevögel in der Ostsee bedroht
Kopenhagen/Cuxhaven - Die Schiffskollision in der Ostsee ist offenbar auf ein technisches Problem zurückzuführen. Die dänischen Marinebehörden erklärten am Samstag, der Tanker "Baltic Carrier" habe möglicherweise Schwierigkeiten mit
der Steuerung gehabt. In einem vorläufigen Bericht hieß es, der Tanker habe kurz vor dem Unglück seinen Kurs geändert. Bei der Kollision trat bedeutend mehr Öl aus als zunächst angenommen.
Seeleute auf der Brücke des zyprischen Frachters "Tern" sagten, sie hätten einen Zusammenstoß mit dem Tanker nicht verhindern können. Ein Sprecher des Unternehmens Interorient, dem der Tanker gehört, hatte kurz nach dem Unglück vermutet, dass ein technisches Problem für das Unglück verantwortlich sei. Ein endgültiger Bericht der dänischen Marinebehörden soll erst in einigen Monaten vorliegen.
Statt wie bisher angenommen maximal 1.900 Tonnen seien 2.700 Tonnen Öl bei dem Unglück ausgetreten, sagte Bernd Scheffel von der Sonderstelle des Bundes zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen, am Samstag. Der Meeresbiologe Henning von Nordheim sagte dem Radiosender NDR4, das Unglück sei größer als das der "Pallas" in der Nordsee 1998. «Wir haben die dreißigfache Menge an Öl, die austritt und das Öl der 'Pallas' war vermutlich auch nicht so toxisch», erklärte von Nordheim. Klumpige Ölfladen haben die Küste auf mindestens 20 Kilometern Länge verschmutzt. Das ausgelaufene
Öl hat nach Angaben der Umweltorganisation WWF den Tod von bisher etwa 1.000 Seevögeln verursacht. Schlimmstenfalls könnten es aber bis zu 2.000 werden, sagte Knud Flensted vom Dänischen Ornithologenverband. Am Samstag erreichte der größte Ölteppich den Eingang des Fane-Fjords an der Südküste der Insel Mön, in dem sich ein Vogelschutzgebiet mit mehr als 10.000 Vögeln befindet. Der dänische Verteidigungsminister Jan Tröjborg sagte bei einem Besuch der Region am Samstag, das größte Problem sei, die felsige Küste mit dem schweren Reinigungsgerät zu erreichen.
Der unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrende Tanker "Baltic Carrier", der am Donnerstag von der "Tern" gerammt und seitlich auf mehr als 15 Quadratmetern leckgeschlagen wurde, soll provisorisch abgedichtet werden, wie Scheffel weiter mitteilte. Dafür sei das Schiff fünf Seemeilen näher an die dänische Küste geschleppt worden. Voraussichtlich am Montag sollen dann die auf der "Baltic Carrier" gebunkerten 30.000 Tonnen Öl auf einen anderen Tanker umgepumpt werden. Erst dann könne der Havarist gefahrlos zur Reparatur in einen Hafen geschleppt werden.
Eine Flotte von rund zehn deutschen, dänischen und schwedischen Hilfsschiffen ist im Unglücksgebiet im Einsatz, darunter die an der mecklenburgisch-vorpommerschen Küste stationierten Ölbekämpfer "Scharhörn" und "Vilm". Ein Aufsaugen des Öls ist wegen der Verklumpung im eiskalten Ostseewasser nur selten möglich. Deshalb müsse es regelrecht abgefischt werden, wie Besatzungsmitglieder erklärten. Da das Schweröl teilweise auf den Meeresboden gesunken sei, könne längst nicht alles geborgen werden, vermutete der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts Stralsund, Falk Meyer. Man müsse davon ausgehen, dass etliches an Öl in der Tiefe verbleibe und künftig bei entsprechenden Wetterlagen an die deutschen und dänischen Küsten gespült werde.
Pressemeldung vom 31.03.2001, 21:24 

Tankerunglück schlimmer als befürchtet 
Das Tankerunglück auf der Ostsee hat wahrscheinlich schlimmere Schäden verursacht als die Havarie der "Pallas" 1998 in der Nordsee. Hunderte Seevögel sind bereits verendet. Aus der "Baltic Carrier" sei etwa 30 Mal mehr Öl ausgetreten als bei dem "Pallas"-Unglück. Das sagte der Meeresbiologe vom ölverschmierter Vogel
Bundesamt für Naturschutz auf der Ostseeinsel Vilm, Henning von Nordheim,  am Samstag im Radio NDR4 Info. Damals starben nach Schätzungen von Umweltschützern etwa 16.000 Vögel im Öl. Der Holzfrachter war vor der dänischen Küste in Brand geraten. Aus der "Baltic Carrier" sei hochgiftiges Schweröl ausgelaufen. Es sei nicht auszuschließen, dass neben Muschel- und Algenbeständen auch die Fische Schäden durch die Ölkatastrophe erleiden. Momentan sei es noch nicht möglich, die gesamten Auswirkungen für die Ostsee abzusehen. 
Pressemeldung vom 31.03.2001, 15:17 

Bereits 1200 tote Vögel 
Die Ölverschmutzung in der Ostsee ist wohl größer als bislang angenommen. Dänische Behörden gehen davon aus, dass der beschädigte Tank der "Baltic Carrier" leer und damit 2700 Tonnen Öl ins Meer geflossen sind. 
Cuxhaven/Kopenhagen - Dies sagte Bernd Scheffel von der Sonderstelle des Bundes zur Bekämpfung von Meeresver- schmutzungen in Cuxhaven am Samstag. Bislang war von einem Ölaustritt von 1900 Tonnen ausgegangen worden. Dänische und deutsche Schiffe waren am Samstag wieder vor Ort, um Öl an der Wasseroberfläche abzusaugen. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF hat sich die Zahl der toten Vögel auf 1200 erhöht. Insgesamt sollen rund 10.000 Seevögel in den Naturschutzgebieten an den Küsten Dänemarks in Gefahr sein.
Der havarierte Tanker sollte nach Angaben von Scheffel noch am Samstag fünf Meilen weiter nach Norden geschleppt werden. Dort wollen Spezialisten versuchen, das Leck in dem Schiff provisorisch abzudichten. Am Montag soll das restliche Öl aus der "Baltic Carrier" in einen so genannten Leichter-Tanker gepumpt werden. Anschließend kann das Schiff in eine
Werft gebracht werden.
Der Sprecher Umweltschutzorganisation WWF, Alfred Schumm, sagte, die Ölbekämpfer auf den Schiffen hätten große Probleme, das Öl abzupumpen. Das Öl sei vielfach verklumpt, so dass es mit Baggerschaufeln aus dem Wasser gehoben werden müsste. Ein Absaugen sei kaum möglich. Beim World Wide Fund for Nature (WWF) hätten sich bereits zahlreiche freiwillige Helfer gemeldet, um vor Ort gegen die Ölkatastrophe anzugehen. Am Freitag hatten einzelne Öllachen bereits die Küste Dänemarks verschmutzt. Internationale Rettungstrupps und ruhigeres Wetter verhinderten zunächst eine weitere Ausbreitung der Ölpest. Die Katastrophe bedroht Erholungsgebiete und Durchzugsgebiete für Enten, Gänse und Wattvögel an mindestens vier dänische Inseln. Zahlreiche Helfer hatten zum Teil mit bloßen Händen versucht, die Küsten der süd- dänischen Inseln Mön, Falster, Bogö und Farö zu reinigen. Rund 100 Einsatzkräfte entfernten nach Angaben der zuständigen Behörden bis zum Freitagabend rund 100 Tonnen Öl von den Küsten. Der Tanker "Baltic Carrier" war am Donnerstag in der Kadetrinne in der Ostsee von einem 185 Meter lange Zuckerfrachter gerammt worden. Dabei war ein rund 50 Quadratmeter großen Loch entstanden. Ursache für die Kollision war vermutlich menschliches Versagen: Die beiden Schiffe hätten zwei Seemeilen Abstand halten müssen. Nach Worten von Scheffel wird der inzwischen im Rostocker Hafen liegende Zucker- frachter "Tern" leergepumpt und im beschädigten Vorderschiff gereinigt. Das Schiff war am Freitagabend eingelaufen und soll dort eingehend untersucht werden. 
Pressemeldung vom 31.03.2001

Ein zypriotischer Frachter hat gestern den Öltanker "Baltic Carrier", 
der  unter Flagge der pazifischen Marshall-Inseln fährt, gerammt und 
ein 50  Quadratmeter großes Loch in dessen Außenwand gerissen.
Kopenhagen/Cuxhaven - (dpa). Nach der Kollision eines Frachters mit einem Öltanker auf der Ostsee droht Dänemark eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in seiner Geschichte. Bei dem Zusammenstoß in der Nacht zu gestern liefen aus einem Tank des Ölschiffes „Baltic Carrier“ nach Angaben des Kapitäns rund 1900 Tonnen Öl aus. Zwischen der dänischen Insel Falster und der Halbinsel Darß in Mecklenburg- Vor- pommern bildeten sich Ölteppiche auf einer Länge von 15 Kilometern, Fischbestände und Zehntausende von Schwänen, Gänsen und Enten sind bedroht. Das Öl wurde durch Baltic Carrier
stürmische Winde in Richtung dänischer Küste südwestlich der Halbinsel Møn getrieben. Am Nachmittag wurden erste Ölteppiche mit einer Ausbreitung von maximal 100 mal 30 Metern zwei Kilometer vor Grønsund gesichtet, sagte Klaus Schroh von der Sonderstelle des Bundes zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen in Cuxhaven. "Der Verbleib des gesamten Öls ist bisher unklar", sagte Schroh. Nur ein Bruchteil sei bisher auf der Ostsee gesichtet worden. Es bestehe die Möglichkeit, dass das Öl in tiefere Wasserschichten abgesunken oder in die Doppelwand des Tankers gelaufen sei. In stürmischer See bei Windstärken von 8 bis 9 und bei einem Wellengang von  rund zwei bis drei Metern konnten Ölbe- kämpfungsschiffe aus Deutschland, Dänemark und Schweden bis zum Abend keine Ölsperren auslegen. Die Bergungs- arbeiten wurden abgebrochen. Ursache des Zusammenstoßes könnte menschliches Versagen sein. Ein zypriotischer Zuckerfrachter hatte in der so genannten Kadetrinne rund 13 Seemeilen nördlich der Halbinsel Darß den Tanker gerammt und ein 50 Quadratmeter großes Loch in dessen Außenwand gerissen. Die "Baltic Carrier" war mit 35 000 Tonnen Heizöl beladen. Aus dem Schiff ist ein Vielfaches an Schweröl ausgetreten als aus dem Frachter "Pallas", der bei  einer Havarie vor Amrum 1998 rund 60 Tonnen verlor. 
Nordsee-Zeitung vom 30.03.2001

Frachter mit 8.000 Tonnen Schwefelsäure vor Spanien gesunken
Besatzung gerettet - Schiff war offenbar überladen
Brest - Ein Frachter mit 8.000 Tonnen Schwefelsäure ist vor der spanischen Nordküste gesunken. Alle 23 Besatzungs- mitglieder der unter maltesischer Flagge fahrenden "Balu" wurden gerettet, wie die französischen Behörden mitteilten. Das Schiff war auf dem Weg von Dänemark nach Südspanien, als es am Dienstagmorgen bei schwerer See etwa 220 Kilometer nördlich der galizischen Küste in französischen Hoheitsgewässern sank. 
Die giftige Fracht konnte vorher nicht mehr abgepumpt werden, das Wrack liegt in etwa 4.600 Metern Tiefe. Ob Teile der Ladung bereits ausgelaufen sind, war zunächst nicht bekannt. Das Schiff war nach Angaben des französischen Verkehrs- ministeriums 24 Jahre alt und nur für eine Kapazität von 6.000 Tonnen Schwefelsäure zugelassen. 
Die französischen Grünen warnten vor einer neuen Umweltkatastrophe und forderten, die Kontrollen für den Schiffsverkehr zu verschärfen. Bereits im vergangenen Oktober war der Tanker "Ievoli Sun" mit giftigen Chemikalien im Ärmelkanal gesunken. Im Dezember 1999 brach vor der bretonischen Küste der Öltanker "Erika" auseinander. 
Pressemeldung vom 20.03.2001,15:09 

Britischer Trawler vor Nordwestspanien gesunken
Madrid - Ein britisches Fischereifahrzeug ist am Samstag vor der Nordwestküste Spaniens gesunken. Alle acht Seeleute an Bord des Hochseetrawlers "Dean" konnten gerettet werden, wie die spanische Küstenwacht mitteilte. Drei von ihnen mussten wegen Unterkühlung mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus der Stadt Burela gebracht werden.
Die "Dean" war den Angaben zufolge auf der Fahrt von Venezuela nach Südengland, als das Schiff in der Nacht zum Samstag 40 Seemeilen vor der spanischen Küste aus noch unbekannten Gründen leck schlug und innerhalb weniger Minuten sank. Vorher gelang es der Mannschaft noch, einen Notruf zu funken, die drei Rettungsboote der "Dean" zu Wasser zu lassen und hineinzuspringen.
Pressemeldung vom 17.03.2001

Schiffsuntergang im Schwarzen Meer
Ankara - Vor der türkischen Schwarzmeerküste ist am Freitag ein syrischer Frachter gesunken. Acht Besatzungsmitglieder der "Oula Queen" wurden nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Anatolia von vorbeifahrenden Schiffen gerettet, drei Menschen wurden zunächst vermisst. Die Küstenwache leitete eine Suche nach ihnen ein. Das Unglück ereignete sich 100 Kilometer vor der Hafenstadt Sinop. Der Frachter sollte Holz von Russland nach Syrien bringen.
Pressemeldung vom 16.03.2001 

Deutscher Kutter gesunken
Seemann nach zwölf Stunden gerettet
London (dpa) - Nach dem Untergang eines deutschen Fischkutters hat ein Seemann zwölf Stunden im eiskalten Wasser des Atlantiks überlebt. Der Mann wurde am Dienstag als zehntes und vermutlich letztes Mitglied der 16-köpfigen Besatzung gerettet. Zwei Leichen wurden geborgen, für die anderen vier Vermissten gab es nach Worten eines Sprechers der britischen Küstenwache am Dienstagnachmittag praktisch keine Hoffnung mehr. 
Im Fall des Seemanns aus dem Eiswasser hatten sich die erfahrenen See-Retter zuvor geirrt. "Das ist wie ein Wunder", sagte Michael Mulford, Sprecher der britischen Luftwaffe. "Dieser Mann war schon seit vor Mitternacht im Wasser. Der muss wirklich Überlebenswillen haben. Dies ist in der Geschichte von Rettungseinsätzen auf See ganz ungewöhnlich." Der in Hamburg registrierte 30 Meter lange Fischkutter "Hansa" war in der Nacht zum Dienstag rund 380 Kilometer westlich der nordschottischen Insel Tiree bei etwa fünf Meter hohen Wellen in Seenot geraten und untergegangen. Neun Mitglieder der Besatzung wurden vier Stunden später von Hubschraubern in Sicherheit gebracht: Sie hatten auf Rettungsinseln überlebt. Drei norwegische und ein britisches Schiff sowie Hubschrauber aus Großbritannien und Irland waren an der Such- und Rettungs- aktion beteiligt.
Die Überlebenschancen für die sieben anderen Männer im Wasser, die es nach Angaben ihrer Kameraden nicht in die Rettungsinseln geschafft hatten, waren als sehr gering eingeschätzt worden. "Für die sieben Vermissten sieht es ziemlich schlecht aus", hatte Mark Clark von der Küstenwache gesagt. Umso größer war die Überraschung, als die Besatzung eines Aufklärungsflugzeugesvom Typ Nimrod am Dienstagmittag einen Mann entdeckte, der in der Nähe von zwei Leichen im Wasser trieb und Lebenszeichen von sich gab. Von einem sofort herbeigerufenen Rettungshubschrauber wurde zunächst
ein Schlauchboot abgeworfen, an dem sich der Schiffbrüchige festhalten konnte. Kurz darauf wurde er an Bord des Helikopters gehievt.
Der Kutter war das einzige Schiff der von einer Verwaltungsgesellschaft geführten Hansa Fisch GmbH in Hamburg.
Nach Angaben einer Sprecherin der Gesellschaft waren an Bord des deutschen Kutters 16 Menschen - zwölf Spanier, drei Portugiesen und der deutsche Kapitän. Die Reise der "Hansa" begann im spanischen Hafen von La Coruna.
Die neun zuerst Geretteten wurden nach vierstündigem Aufenthalt in Rettungsinseln in der Nacht an Bord von Hubschraubern gehievt und ins schottische Benbecula geflogen. Sie erlitten der Küstenwache zufolge lediglich leichte Unterkühlungen. Ob der Deutsche zu den Geretteten gehört, konnte der Sprecher der Küstenwache am Dienstag zunächst nicht sagen.
© Xmedias / Morgenweb-Redaktion   –   06.03.2001

Frachter "Jens R" kollidiert mit Kaje im Geestevorhafen
Bremerhaven - Beim Einlaufen in den Fischereihafen ist die unter Antigua-Flagge fahrende "Jens R" mit der Ostkaje im Geestevorhafen kollidiert. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilt, wurde der Bug des Schiffes auf einer Länge von mehreren Metern eingedrückt. An der Kaje wurden die Rollschicht sowie die Spundwand beschädigt. Die Schadenshöhe steht zurzeit noch nicht fest. Nach ersten Ermittlungen kann ein technischer Defekt in der Maschinenanlage des Frachtschiffes als Unfallursache nicht ausgeschlossen werden.
Nordsee-Zeitung vom 28.02.2001

Frachter vor spanischer Küste gesunken
Madrid - Beim Untergang eines maltesischen Frachters vor der spanischen Küste sind am Dienstag drei Seeleute getötet worden. Acht Besatzungsmitglieder der unter maltesischer Flagge fahrenden "Kristal" wurden vermisst, 24 konnten gerettet und mit Unterkühlungen in Krankenhäuser gebracht werden. Die Besatzung stammte überwiegend aus Pakistan. Die "Kristal" war in stürmische See geraten und in zwei Teile gebrochen, danach begann sie zu sinken. Der mit Sirup beladene Frachter war auf dem Weg von Indien nach Rotterdam.
Pressemeldung vom 27/28.02.2001 

Fischerboot nach Kollision mit Frachter vor Bretagne gesunken
Brest  - Ein Fischerboot ist am Montag nach einer Kollision mit einem 160 Meter langen Frachter vor der bretonischen
Küste gesunken, wie die Behörden mitteilten. Die mit Gebrauchtwagen beladene "Marmara Princess" sei auf dem Weg von Bremen in die Türkei gewesen, sagte Jean-Marie Figue von der Seepräfektur in Brest. Gegen 15.00 Uhr setzte der Kapitän einen Notruf ab, nachdem das türkische Schiff etwa 25 Kilometer südöstlich von Belle Ile mit dem Fischerboot "Beau Rivage" zusammengestoßen war. Zunächst war unklar, ob es Verletzte oder Tote gegeben hat. Alle Fischerboote in der Umgebung beteiligten sich an der Rettungsaktion. Die Marine setzte zwei Boote und einen Hubschrauber ein, an dessen Bord sich zwei Spezialtaucher befanden. 
Pressemeldung vom 26.02.2001 18:58 

Suche nach vermissten Fischern vor bretonischen Küste
Brest - Nach dem Sinken eines Fischerboots vor der bretonischen Küste haben die Rettungskräfte am Dienstag mit zahl- reichen Schiffen und einem Hubschrauber nach zwei Vermissten gesucht. Die "Beau Rivage" war am Montagnachmittag mit einem Frachter kollidiert. Die Justiz wollte die Besatzung des türkischen Schiffs zum Unfallhergang befragen.
Von dem rasch gesunkenen Fischerboot wurden nur noch einige auf dem Meer treibende Trümmer gesichtet. An der Suche nach den Vermissten, die in der Nacht unterbrochen worden war, beteiligten sich nach Behördenangaben alle Fischerboote der Umgebung.
Pressemeldung vom 27.02.2001 11:07

Keine Chance mehr für vermissten Forscher
Rettungsmannschaften stellten die Suche ein

Rostock (dpa) Der am Freitag über Bord gegangene Wissenschaftler des Bremer Forschungsschiffs "Alexander von
Humboldt" ist wahrscheinlich tot. Zwei Tage nach dem Unglück vor Warnemünde gebe es für den 40-Jährigen keine Über- lebenschance mehr, sagte gestern ein Sprecher der Polizei. "Der Mann gilt immer noch als vermisst. Die Überlebensmöglich- keiten in der kalten Ostsee sind aber gleich Null." Die Temperatur des Wassers liege nur knapp über dem Gefrierpunkt. 
Die Rettungsmannschaften hatten am Freitagabend die Suche nach dem Vermissten ergebnislos beendet und am Sonnabend kurzzeitig fortgesetzt. An der Suchaktion waren zwei Helikopter, zwei Seenotrettungskreuzer und mehrere Schiffe des Bundesgrenzschutzes, der Zollbehörden und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger beteiligt.
Pressemeldung vom 26.02.2001

Schiffskollision im Hamburger Hafen
Hamburg - Im Hamburger Hafen hat in der Nacht zum Mittwoch ein Küstenmotorschiff (1197 BRT) die Pier vor der Harburger Schleuse gerammt. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand, allerdings wurden sowohl das Schiff als auch die Kaimauer erheblich beschädigt. Der Rumpf des mit Fischmehl beladenen Schiffes, das aus Dänemark kam, wurde am Bug auf einer Länge von etwa eineinhalb Meternaufgerissen. Gefahrenstoffe seien nicht ausgetreten, erklärte ein Polizeisprecher.
Pressemeldung vom 21.02.2001

Schiff im Bosporus gesunken
Istanbul - Ein mit Alteisen beladenes Schiff ist am Sonntag nach dem Zusammenstoß mit einem malaysischen Frachter in der Einfahrt zum Bosporus gesunken. Alle zwölf Besatzungsmitglieder wurden nach offiziellen Angaben gerettet. Die 114 Meter lange, in Sao Tome registrierte "Robel" habe gleichzeitig mit der "Bunga Melor Satu" in die Meerenge einfahren wollen. Für das mit Zucker beladene malaysische Schiff bestand nach Angaben der türkischen Küstenwache in Istanbul keine Gefahr. Im viel befahrenen Bosporus kommt es häufig zu Schiffsunfällen.
Meldung vom 18.02.2001 11:57

Mehr als 900 Flüchtlinge vor französischer Küste ausgesetzt
Frachter vor Nizza auf Grund gelaufen - Behörden vermuten groß angelegten Menschenschmuggel 
Saint-Raphael - Ein Frachter mit mehr als 900 Flüchtlingen ist am Samstag vor der süd- französischen Küste nahe Nizza auf Grund gelaufen. Die Behörden gingen von einem groß angelegten Menschenschmuggel aus. Der Kapitän habe das 50 Meter lange Schiff, auf dem sich vor allem Kurden aus Irak befanden, offenbar absichtlich auf Grund laufen lassen. Es habe kein Notsignal gegeben. Das Wetter sei gut und die See ruhig gewesen.
Helfer fanden nach Behördenangaben bis zum Abend 908 Passagiere an Bord der in Kambodscha registrierten "East Sea". Es sei aber nicht bekannt, wie viele Menschen von dem
East Sea
gestrandeten Schiff vor der Evakuierung noch ins Meer gesprungen seien, erklärten die Behörden. Sie gingen von insgesamt bis zu 1.500 Menschen an Bord der "East Sea" aus. Der Kapitän sei geflohen und habe das Schiff so ausgerichtet, dass es nicht abdriften könne, sagte der Bürgermeister von Saint-Raphael, Georges Ginestat. "Das war die Arbeit eines Profis." Die "East Sea" kam den Angaben zufolge aus Griechenland und hatte einen Zwischenstopp in der Türkei gemacht. Neun der Flüchtlinge wurden in Krankenhäusern behandelt. Behördensprecher Serge Otis sagte, es gebe offenbar keine schweren gesundheitlichen Probleme. Viele der Flüchtlinge seien jedoch unterernährt. An Bord des zwischen Saint-Raphael und Nizza gestrandeten Schiffes befanden sich auch etwa etwa 300 Kinder unter zehn Jahren. Offenbar kamen mehrere Babys auf dem Schiff zur Welt. Die Kurden wurden nach und nach in einem Lager der französischen Infanterie in Frejus untergebracht.
Der französische Staatspräsident Jacques Chirac rief die internationale Gemeinschaft nach Angaben seines Büros dazu auf, schärfer gegen den Menschenschmuggel vorzugehen. Die Insassen der "East Sea" zahlten zwischen umgerechnet 1.000 und 4.000 Mark für die Fahrt. Das Innenministerium in Paris erklärte, die Flüchtlinge, die nicht in Krankenhäusern behandelt werden müssten und keine Papiere vorweisen könnten, sollten bald wieder abgeschoben werden.
Pressemeldung vom 17.02.2001

Am Sonntag wurde ein Beiboot der "East Sea" leer und zerhackt unweit der Stelle gefunden, an der die irakischen Kurden am Vortag gestrandet waren. Kapitän und Besatzung hatten das Boot zur Flucht benutzt. Der 50 Meter lange Frachter sank
bei einem Abschleppversuch in tiefere Gewässer vor der Küste von Cannes. Das Schiff hatte ein Leck und war in schlechtem Zustand. Die Behörden leiteten ein Ermittlungsverfahren ein, unter anderem gegen den irakischen Reeder des Schiffes.

Frachter und leerer Öltanker in Ostsee kollidiert
Hiddensee - Vor der Ostseeinsel Hiddensee sind ein leerer Öltanker und ein Frachtschiff kollidiert. Verletzt wurde bei dem Unglück niemand, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund mit. Der Tanker sei zwar nicht mit Öl beladen gewesen, er sei aber dennoch eine geringe Menge Dieselkraftstoff ausgetreten, hieß es. Bei den Schiffen handelt es sich um den 124 Meter langen russischen Tanker "Lena Neft" und das 223 Meter lange Motorschiff "Maria", das unter maltesischer Flagge fährt. Zum Unglückszeitpunkt soll aber schlechte Sicht geherrscht haben.
dpa-Meldzng vom 16.02.2001

Schiffe setzten nach Kollision vor Hiddensee Fahrt fort
Hiddensee - Achtzehn Stunden nach der Kollision eines Frachtschiffs mit einem leeren Öltanker vor der Ostseeinsel Hiddensee haben beide Schiffe ihre Fahrt fortgesetzt. Die Ursache des Zusammenstoßes ist noch unklar. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der Tanker verlor eine geringe Menge Wasser-Ölgemisch.
dpa-Meldzng vom 17.02.2001, 11:00
Die Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) hat nach der Schiffskollision vor der Insel Hiddensee die Einführung der Lotsenpflicht für Gefahrguttransporte auf der Ostsee gefordert. "Ein Unfall wie dieser darf und muss nicht passieren", sagte der Ostsee-Experte des WWF  Deutschland, Alfred Schumm.

Tanker vor der englischen Ostküste auf Grund gelaufen
Yarmouth - Ein mit Propangas und Kraftstoff beladener Tanker ist vor der englischen Ostküste auf Grund gelaufen. Nach
Angaben der englischen Coastguard lief das 81m lange Schiff in der Nacht auf Donnerstag nördlich von Yarmouth vor
der Küste auf Grund. Die "Kilgas Centurion" aus Singapur hatte mehr als 1.000 Tonnen flüssiges Propangas, 155 Tonnen Dieselkraftstoff und 46 Tonnen Benzin geladen. Kurz nach dem Unfall wurde kein Leck festgestellt. Die Küstenwache wollte
versuchen, den Tanker im Laufe des Tages wieder in tieferes Fahrwasser zu schleppen.
Pressemeldung vom 16.02.2001

Gastanker auf Grund 
Cuxhaven - Schreck für die Rettungskräfte entlang der Elbe: Um 17.02 Uhr lief gestern der Gastanker "Bussewitz" bei der Südreede Brunsbüttel auf Grund. Nach ersten Informationen war das unter Liberia-Flagge fahrende Schiff mit Ammoniak beladen auf dem Weg von Sluiskil nach Rostock. Bis Redaktionsschluss war über Ursache und Folgen der Havarie noch nichts bekannt.
Cuxhavener Nachrichten vom 15.02.2001

Gestrandeter Öltanker vor französischer Küste wieder flottgemacht
Dünkirchen - Ein vor der französischen Atlantikküste gestrandeter Öltanker ist wieder flottgemacht und in den Kanalhafen Dünkirchen geschleppt worden. Nach Angaben der Hafenbehörden wurde die mit 43.000 Benzin und Dieselöl beladene
"Faith 4" am Sonntagmorgen in den Hafen geschleppt. 
Der in Singapur registrierte Tanker war am Samstag durch Probleme mit einem Ruder an der Hafeneinfahrt auf eine Sandbank aufgelaufen. Die Behörden hatten gefürchtet, bei Ebbe könne sich das Schiff auf die Seite legen und einen Teil seiner Ladung verlieren. Es gelang jedoch schließlich, den Tanker bei Flut wieder flott zu machen und in den Hafen zu bringen. Pressemeldung vom 11.02.01

Suche nach fünf Fischern vor der bretonischen Küste
Vannes - Rettungsmannschaften haben am Freitagmorgen vor der Küste der Bretagne nach fünf vermissten Fischern gesucht. Wie die Seepräfektur berichtete, waren zwei Boote am Vorabend in der Nähe der Halbinsel Quiberon in Seenot geraten und offenbar gesunken. Zunächst meldete ein Fischerboot das Verschwinden der knapp zehn Meter langen "Neptuna" mit zwei Mann an Bord. Mit Schiffen, einem Hubschrauber und einem Flugzeug begann die Suche, in deren Verlauf ein Notsignal des zweiten Boots, der "Sandia", aufgefangen wurde. In der Nacht wurden ein leeres Rettungsboot und auf dem Wasser treibende Trümmer der "Sandia" gesichtet, die mit drei Mann Besatzung ausgelaufen war.
An der Suche beteiligten sich alle verfügbaren Boote der Gegend sowie ein Spezialflugzeug der Marine mit Nachtsichtgeräten. Noch gebe es Hoffnung für die vermissten Fischer, sagte Korvettenkapitän Jean-Marie Figue. Am Donnerstagabend herrschten am Unglücksort Winde mit Böen bis 74 Stundenkilometern. Nur etwas weiter südlich war vor zwei Wochen ein Frachter gekentert, damals starben vier Menschen.
Presse-Meldung vom 09.02.2001

Frachterbesatzung nach Kollision auf der Ostsee gerettet
Stockholm - Auf der Ostsee vor Gotland sind der schwedische Frachter "Key" und die in Argentinien registrierte "Agatha" zusammengestoßen. Wie die Rettungszentrale in Stockholm mitteilte, mussten die fünf Besatzungsmitglieder der "Key"  ihr stark beschädigtes Schiff verlassen. Es habe keine Verletzten gegeben, hieß es. Über die genaue Ursache des Unfalls wurden zunächst keine Angaben gemacht. Zur Zeit der Havarie herrschte schlechte Sicht.
Presse-Meldung vom 01.02.2001

Containerschiff rammt Stromkaje
Bremerhaven - Ein Containerfrachter ist beim Anlegen an die Stromkaje mit einer Fenderaufhängung kollidiert und dabei erheblich beschädigt worden. Wie die Wasserschutzpolizei gestern mitteilte, ereignete sich der Unfall bereits am Dienstag. An der unter Antigua-Flagge fahrenden "Coronel" entstanden Löcher sowohl in der Verschanzung als auch in der Außenhaut. Am Fender selbst ist die Aufhängung verbogen. Da die Schiffssicherheit nicht mehr gewährleistet war,  mussten die notwendigen Reparaturarbeiten noch in Bremerhaven erledigt werden. Erst gestern Abend konnte das Schiff mit Ziel Hamburg wieder auslaufen.
Nordsee-Zeitung vom 01.02.2001

Dampfer im Schwarzen Meer gesunken - 19 Tote
Veraltetes Schiff hielt Sturm nicht stand
Kiew / Moskau - Beim Untergang eines alten, überladenen Dampfers aus der Ukraine im Schwarzen Meer sind wahr- scheinlich 19 von 51 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Rettungsschiffe und Flugzeuge suchten am Montag das Meer südlich der ukrainischen Halbinsel Krim nach den letzten fünf Vermissten ab. Ihre Überlebenschancen nach dem Untergang am Samstag wurden aber als gering eingeschätzt. 32 Menschen waren lebend, 14 tot von Rettungsflößen geborgen worden. Das Unglück war erst am Sonntagabend bemerkt worden.
Nach ersten Aussagen von Überlebenden war die 1964 gebaute "Pamjatj Merkurija" am Samstagabend auf hoher See zwischen Rumänien und der Krim in einen Sturm geraten. Dabei verrutschte ein Teil der Ladung, der 60 Meter lange Dampfer bekam Schlagseite und sank.

Die Suche nach dem gesunkenen Dampfer "Pamjatj Merkurija" wurde am Sonntagabend ausgelöst, als südwestlich der Krim ein Rettungsfloß mit acht Toten und sechs Überlebenden gesichtet wurde. Russische und ukrainische Schiffe bargen in dem Seegebiet 200 Kilometer vor der rumänischen Küste noch zwei weitere Flöße mit 26 Überlebenden.
Die "Pamjatj Merkurija" kam mit Kleinhändlern und deren Waren aus Istanbul und hätte am Samstagabend den Krim-Hafen Jewpatorija erreichen sollen. Ihr letztes Lebenszeichen war ein schwaches SOS-Signal, das am Sonntag im rumänischen Hafen Constanta  aufgefangen wurde.
Untauglich für offene See
Die "Pamjatj Merkurija" kam mit Kleinhändlern und deren Waren aus Istanbul. Ukrainische Katastrophenschützer sagten, das altersschwache Schiff hätte dicht an der Küste fahren müssen und nicht die kurze Route über die offene See nehmen dürfen.
Presse vom 29.01.2001

Aufgelaufener Frachter in der Ostsee wieder frei geschleppt
Rostock - Der am Samstag in der Ostsee zwischen der dänischen Insel Falster und der mecklenburg-vorpommerschen
Küste in Nähe der Halbinsel Darß auf Grund gelaufene panamesische Frachter "Friendly Ocean" ist am Sonntag wieder freigeschleppt worden. Das mit Pottasche für die Porzellanherstellung beladene 221 Meter lange Schiff wurde von dänischen und deutschen Schleppern befreit und ins Tiefwasser geschleppt, wie die Wasserschutzpolizei in Rostock mitteilte. Dort sollte es von Tauchern auf mögliche Schäden untersucht werden, ehe es seine Fahrt nach China fortsetzt.
Das Unglück hatte sich in dänischen Hoheitsgewässern ereignet. Auf Grund der Vereinbarungen unter den Ostseeländern hatte Deutschland neben einem Schlepper auch ein Schiff des Bundesgrenzschutzes und ein Ölbekämpfungsschiff zur Unterstützung und möglichen Gefahrenabwehr zum Havaristen geschickt.
Presse-Meldung vom 28.01.2001, 11:38
Frachter in der Ostsee auf Grund gelaufen
Rostock - Erneut ist in der Ostsee in der Kadetrinne ein Schiff auf Grund gelaufen. Es handelt sich nach Angaben der
Wasserschutzpolizei Rostock um den unter panamesischer Flagge fahrenden Frachter "Friendly Ocean", der am Samstag zwischen der Insel Falster und der vorpommerschen Halbinsel Darß in dänischen Hoheitsgewässern in etwa elf Meter Wassertiefe auflief. Über die Ladung des 221 Meter langen Schiffs konnten zunächst keine Angaben gemacht werden.
Akute Gefahr für die Umwelt bestehe nicht, da beim Auflaufen offenbar keine größeren Schäden entstanden, hieß es. Ein deutsches Hilfs- und Ölbekämpfungsschiff sowie ein Schiff des Bundesgrenzschutzessind den Angaben zufolge zum Havaristen ausgelaufen. Sie wollen in Abstimmung mit den dänischen Behörden die Lage vor Ort sondieren und nötigen Falls Hilfe leisten.
Presse-Meldung vom 27.01.2001, 17:54

Vergeblicher Rettungsversuch im Frachter-Wrack vor Bretagne
Nantes - Mit Sprengstoff haben sich Spezialtaucher der französischen Marine in der Nacht zum Freitag einen Weg in den Rumpf des vor der Bretagne gekenterten Frachtschiffs gebahnt. Die Suche nach den vermissten vier Besatzungsmitgliedern blieb aber vergeblich, wie Pascal Rault vom Krisenzentrum in La Turballe berichtete. Die Taucher hätten nicht in die bei der Havarie zerstörte Kabine vordringen können.
Mehr als zwei Tage nach dem Kentern der "Iles du Ponant" gibt es damit fast keine Hoffnung mehr, den Kapitän und drei Matrosen lebend zu finden. Am späten Mittwochabend war der Bordmechaniker in einer spektakulären Aktion aus dem Rumpf des Schiffes befreit worden, das kieloben in Strandnähe auf dem Sand liegt. Die Retter schnitten ein Loch in den Rumpf und holten den Mann aus dem Maschinenraum. Rault sagte, die vier Vermissten könnten sich durchaus noch in dem Wrack befinden.
Die Justiz ermittelt inzwischen, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Das 1976 gebaute Schiff war nach Behörden- angaben regelmäßig gewartet worden und hatte im vergangenen Jahr einen neuen Motor bekommen. Der 30-Meter-Frachter, der zwischen Belle-Ile und Saint-Nazaire verkehrte, war bei schlechtem Wetter in der Nacht zum Mittwoch gekentert. Erst viele Stunden nach der erwarteten Ankunft des Schiffes im Hafen hatte ein anderes Boot den kieloben treibenden Frachter am Morgen entdeckt und Alarmgegeben.
Presse-Meldung vom 26.01.2001, 12:32

Taucher bargen Matrosen aus Maschinenraum
Nantes - Spezialtaucher haben in einer dramatischen Rettungsaktion einen Matrosen aus dem vor der französischen
Atlantikküste gekenterten Frachter befreit. Stundenlang lang hatte der Bordmechaniker im Maschinenraum der kieloben treibenden "Iles du Ponant" ausgeharrt und mit Klopfzeichen auf sich aufmerksam gemacht.
Die Bergungsmannschaften schnitten ein Loch in den etwa 30 Meter langen Schiffsrumpf, durch das drei Taucher am späten Mittwochabend zu dem Mann vordringen und ihn herausholen konnten.
Am Donnerstag gab es kaum noch Hoffnung für vier weitere Besatzungsmitglieder. Die Rettungsarbeiten um das vor dem bretonischen Hafen Le Croisic treibenden Wrack würden aber solange fortgesetzt, wie noch Aussicht bestehe, sie lebend zu bergen, erklärte die Seepräfektur in Brest. "Die Suche in allen sichtbaren Teilen des Schiffes war leider vergeblich", sagte der Präfekt der Region Loire-Atlantique, Michel Blangy. Der Mechaniker erzählte nach Angaben des Unterpräfekten von Saint Nazaire, Jean-Luc Videlaine, er habe sich nach der Havarie von den anderen Überlebenden getrennt und an einen Ort gerettet, den er gut kenne: den Maschinenraum. Der Mann wurde mit einem Hubschrauber an Land gebracht. Am Donnerstagvormittag wurden die Rettungsarbeiten wieder aufgenommen. Ein Hubschrauber suchte mit einer Infrarotkamera das Meer um die Unglücksstelle ab, an der fünf Patrouillenboote kreuzten. Der Frachter war in der Nacht zum Mittwoch bei schlechtem Wetter gekentert. Die genaue Ursache des Unglücks war zunächst weiter unklar.
Presse-Meldung vom 25.01.2001, 16:57

Dramatischer Wettlauf mit der Zeit im Atlantik 
Klopfzeichen aus gekentertem Frachter
Nantes - In einem dramatischen Wettlauf mit der Zeit haben Retter am Mittwoch versucht, Überlebende aus einen vor der französischen Atlantikküste gekenterten Frachter zu bergen. Wie Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot am späten Nachmittag sagte, mussten die Bergungsarbeiten wegen einsetzender Flut und schlechten Wetters unterbrochen werden.
Noch immer waren Klopfzeichen aus dem Inneren des kieloben treibenden Schiffes zu hören, das in der Nacht bei schwerer See mit fünf Mann Besatzung in der Nähe des bretonischen Hafens Le Croisic gekentert war. Es gebe zumindest einen Überlebenden, sagte Sylvain Le Berre von der Seepräfektur Brest am frühen Nachmittag. Die Rettungskräfte versuchten, ein zweites Loch in den etwa 30 Meter langen Schiffsrumpf zu schneiden. Ein Taucher war durch ein erstes Loch in den Frachter gelangt, hatte dort aber keine Überlebenden entdeckt.
Patrouillenboote, Helikopter und Taucher waren am Unfallort im Einsatz. 
Presse vom 24.01.2001

Französischer Frachter vor der Atlantikküste gekentert
Nantes -Vor der französischen Atlantikküste ist am Mittwoch ein Frachter mit fünf MannBesatzung gekentert. Patrouillenboote, Helikopter und Taucher suchten am Unfallort in der Nähe des Hafens Le Croisic in der Bretagne nach einem Lebenszeichen der fünf Männer, fanden zunächst aber nur ein leeresRettungsboot. Das 30 Meter lange Schiff war von der Insel Belle auf dem Weg nach Saint Nazaire.
Presse vom 24.01.2001, 13:53

Beten bei Super-Gau vor deutscher Küste
Sicherheitsdiskussion nach Havarie vor Galapagos-Inseln neu entbrannt
Von Wolfgang Fischer, Büro Berlin
 Das Tanker-Unglück vor der Küste der Galapagos-Inseln hat nicht nur das Mitgefühl deutscher 
Naturschützer angesichts der verheerenden Ölpest erzeugt.
Neu aufgeflammt ist auch eine Sicherheitsdebatte um die Küsten der Nord- und Ostsee.
Berlin - Ein neues Notfallkonzept bei schweren Havarien ist noch immer nicht fertig - das Bundesverkehrsministerium will einen Teil davon erst im Frühjahr vorlegen. Ebenso ist der Kompetenzenwirrwarr nicht geordnet. Ein einziges Havarie- kommando, dem sich alle Behörden fügen müssen, war nach dem Unglück der "Pallas", dem 1998 brennend von der dänischen Küste in Richtung Sylt treibenden Holzfrachter, angedacht worden. Die Beamten haben es bisher nicht zu Wege gebracht.
Beim Super-Gau in deutschen Gewässern hilft Beten und Hoffen, dass Rettungsschiffe und Schlepper nicht zu weit weg sind. Versäumnisse der alten Regierung, sich beim Sicherheitskonzept nicht auch auf gewaltige Schiffsgrößen

Ein Großteil der 900.000 Liter Treibstoff
ist bereits aus dem Tanker "Jessica" vor
der Insel San Cristobal ausgelaufen.
einzustellen, können nur langsam behoben werden. Dabei schwillt der Verkehr an - in der Deutschen Bucht zählt man im Jahr 160 000 Schiffsbewegungen, an der Ostsee-Küste sind es sogar 227 000. Das Netzwerk der Hilfsmöglichkeiten ist begrenzt. Hauptstütze ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, hinzu kommen Marine und Grenzschutz sowie nur drei Notfall-Schleppschiffe in der Nordsee.
Für große Havarien will man nun technische Lösungen finden. Noch bevor Bund und Länder ihre Abstimmungsprozesse beendet haben, schuf die Firma Transport und Service aus Bremerhaven Fakten. In Berlin wurde das Modell eines
Sicherheitsschiffes als idealer Ersatz für den veralteten Schlepper "Oceanic" vorgestellt. Das Schiff wäre mit knapp 22 000 PS schnell genug, um in spätestens vier bis sechs Stunden vor Ort zu sein. Es gibt Platz für 1500 Menschen, die gerettet werden könnten. Entschieden hat sich das Bundesverkehrsministerium für das Sicherheitsschiff noch nicht.
Nordsee-Zeitung vom 24.01.2001

Frachter im Bosporus zusammengeprallt
Istanbul - Nach einem Schiffsunglück im Bosporus ist am Morgen ein Frachtschiff gesunken. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, wurden alle sieben Besatzungsmitglieder des gesunkenen Schiffes "Kaptan Cavit" gerettet. Ersten Berichten zufolge war das Schiff "Nadya", das aus dem Schwarzen Meer in den Bosporus gefahren war, mit dem entgegen kommenden Frachter zusammengestoßen. Immer wieder kommt es im Bosporus zu Schiffsunglücken.
Presse vom 21.01.2001 10:31

Drei Fischer vom brennenden Wrack ihren Kutters gerettet
Bremen  - Die Besatzung des panamesischen Frachters "New Paloma" hat am Freitagmorgen drei dänische Fischer aus
der Nordsee gerettet, die sich von ihrem brennenden Kutter in eine Rettungsinsel geflüchtet hatten. Wie die Seenotleitung Bremen mitteilte, hatte die Frachterbesatzung um 02.36 Uhr 35 Seemeilen (70 Kilometer) westlich von Borkum eine rote Notrakete gesehen und erreichte das brennende Wrack um 03.45 Uhr. Der Kutter "Jonna Bettina" aus Ribe stand auf ganzer Länge in Flammen. Der Frachter nahm die Fischer an Bord und fuhr weiter nach Hamburg. Ein Seenotkreuzer und ein Zollboot versuchten ohne Erfolg, den Kutter zu löschen. Das Schiff ging unter. 
Presse vom 19.01.2001

"Patmos" liegt in Bützfleth fest
     Frachter hat erhebliche Sicherheitsmängel 
Bützfleth - Der unter maltesischer Flagge fahrende Massengutfrachter "Patmos" (38 613 Bruttoregistertonnen) liegt zurzeit wegen erheblicher Sicherheitsmängel im Bützflether Hafen fest. Bei Anlaufen des Hafen hatte das Schiff einen Maschinenausfall. Die Wasserschutzpolizei Stade hat daraufhin Mitarbeiter der Seeberufsgenossenschaft in Hamburg informiert, die bei einer Kontrolle des Frachters, der im Bützflether Hafen noch bis heute seine Ladung löscht, "gravierende Mängel" festgestellt haben. Erheblicher Rostbefall an Ladelucken, Risse im Schornstein, unzureichende Sicherheitsvor- kehrungen für die Mannschaft, Defekte an Motor und Elektrik sind von den Schiffskontrolleuren entdeckt worden. "Bevor diese Mängel nicht behoben sind, werden wir das Schiff festhalten", sagt Wilfried Kiesow von der Abteilung Seesicherheit der Berufsgenossenschaft. Lediglich zur nächstgelegenen Hamburger Werft darf das Schiff von Bützfleth noch auslaufen, so Kiesow. Zurzeit verhandelt die Berufsgenossenschaft mit dem Schiffsagenten und dem griechischen Reeder über eine schnelle Erledigung der Reparaturen
164 solcher Auslaufverbote von Schiffen sind nach so genannten Hafenstaatenkontrollen im vergangenen Jahr bundesweit verhängt worden, so Kiesow. Bei der "Patmos" handele es sich um einen besonders schweren Fall von mangelhafter Schiffssicherheit. 
© Zeitungsverlag Krause GmbH & Co. KG vom 18.01.2001

Die "Patmos" endet in der Schrottpresse  - Ladung des maroden  Frachters wird entsorgt
Stade - Der seit Mitte Januar unter Auslaufverbot stehende Massengutfrachter "Patmos" soll verschrottet werden. Das hat die griechische Reederei den deutschen Behörden signalisiert. Derzeit werde die restliche Bauxit-Ladung des Schiffes im Hafen von Stade-Bützfleth gelöscht, teilte die Wasserschutzpolizei Stade gestern mit. Voraussichtlich am Donnerstag werde das unter der Flagge Maltas fahrende Schiff auf eine Hamburger Werft verholen. Der in Valletta beheimatete Frachter liegt seit dem 15. Januar im Bützflether Hafen an der Kette. Er ist nach Feststellungen der SBG total verrostet und weist eine Vielzahl von Mängeln auf. Die Polizei bestand auf der Entsorgung von 3500 Tonnen Bauxit im Schiff, die mit Schweröl verunreinigt wurden. Eine Ölleitung an Bord der "Patmos" war während der Löscharbeiten entzwei gebrochen.
Presse-Meldung vom 31.01.2001

Sieben Seeleute vor der portugiesischen Küste vermisst
Lissabon - Mehr als 20 Schiffe und ein Flugzeug der portugiesischen Küstenwache haben am Freitag nach sieben  vermissten Seeleuten eines spanischen Fischerbootes gesucht, das in der Nacht 300 Kilometer vor der Küste Portugals in rauer See gesunken war. An Bord der "Fatima" befanden sich elf Besatzungsmitglieder. Vier wurden von einem israelischen Handelsschiff gerettet. Nach Angaben des Seerettungszentrums in Lissabon, das die Suchaktion koordinierte, befanden sie sich auf einem Rettungsfloß.
Presse vom 12.01.2001, 15:54

Feuer auf Phosphat-Frachter vor Dänemark
Kopenhagen - Der Brand auf einem zyprischen Frachtschiff mit 22.000 Tonnen Phosphat an Bord ist am Mittwoch in dänischen Gewässern von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht worden. Die Küstenwache teilte mit, das Feuer im Motorraum sei gelöscht, die Feuerwehr konzentriere sich auf die Bekämpfung von Brandherden in den Mannschaftsräumen. Das Feuer habe nicht auf die Phosphat-Ladung der "Arethusa" übergegriffen. Das Feuer war nahe der Insel Samsö nördlich des Großen Belts ausgebrochen. Von den 22 Besatzungsmitgliedern waren 17 auf andere Schiffe umgestiegen, die anderen halfen der Marine bei der Brandbekämpfung. Das etwa 22.600 Bruttoregistertonnen große Frachtschiff war auf dem Weg vom marokkanischen Casablanca nach Gdynia (Gdingen) in der Danziger Bucht. Das Schiff soll nun zur Insel Seeland geschleppt werden, um dort möglicherweise repariert zu werden. Beim Löschen wurde die Feuerwehr von Hubschraubern und Schleppschiffen unterstützt. 
Presse vom 10.01.2001

Weiter Explosionsgefahr auf Benzin-Tanker vor Spanien
Cartagena - Auf einem maroden Tanker mit 29 000 Tonnen Benzin an Bord besteht weiter Explosionsgefahr. Das Schiff aus Zypern liegt vor der spanischen Mittelmeerküste. Nach Angaben der Schifffahrtsbehörde prüfen Experten, ob die Ladung - ohne die Gefahr einer Explosion - in einen anderen Tanker umgepumpt werden kann. Das Deck der überalterten "M.T. Castor" hat einen 26 Meter langen Riss. Die 28 Besatzungsmitglieder waren am Wochenende in Sicherheit gebracht worden.
Presse vom 09.01.2001 15:18

Zyprischer Tanker mit 29 000 Tonnen Benzin vor Spanien in Seenot
Tanker droht zu explodieren
Almeria - Ein maroder Tanker aus Zypern mit einer Ladung von rund 29 000 Tonnen Benzin ist vor der Küste Südspaniens in Seenot geraten. Das Deck der "M.T. Castor" weist einen 26 Meter langen und fünf Zentimeter breiten Riss auf.
Die Seenot-Rettungsstelle in Almeria befürchtet nach Rundfunkberichten vom Sonntag, das Schiff könne auseinander brechen und wegen der Funken aneinander reibender Metallteile explodieren. Die 28 polnischen Besatzungsmitglieder waren am Freitagabend mit mehreren Booten in Sicherheit gebracht worden.
Angesichts der Explosionsgefahr untersagten die spanischen Behörden dem Tanker, sich der Küste zu nähern. Stattdessen wurde das Schiff von einem Schlepper etwa 70 Kilometer weit aufs offene Meer gebracht. Dort sollte versucht werden, den Treibstoff in einen anderen Tanker zu pumpen. Das Risiko einer Umweltverschmutzung hält sich nach Angaben der Seenot-Rettungsstelle in Grenzen: Im Gegensatz zu Schweröl würde austretendes Benzin in ein bis zwei Tagen verdunsten.
Die "M.T. Castor" erfüllt nach Behördenangaben nicht die geringsten Sicherheitsanforderungen. Das 27 Jahre alte Schiff habe auch keinen doppelten Rumpf. Sollte es auseinander brechen, würde es sofort sinken, hieß es.
Der Tanker gehört einer griechischen Reederei und sollte das Benzin nach Nigeria transportieren. Der Riss an Deck sei bereits vor einer Woche vor der Küste Marokkos festgestellt worden. Auch die Behörden des nordafrikanischen Landes hatten dem Tanker untersagt, dort einen Hafen anzulaufen.
Presse vom 07.01. 2001, 12:27 Uhr

Mindestens drei Tote bei Schiffsunglück in der Adria
Rom - Bei einem Schiffsunglück vor der italienischen Adriaküste sind am Freitag mindestens drei Menschen getötet worden. Wie die Behörden weiter mitteilten, wurde zudem ein Besatzungsmitglied des rund 50 Kilometer vor der Küstenstadt Ancona gesunkenen kroatischen Frachters "Nautika 64" vermisst. Einer der Seeleute war am Morgen von dem sinkenden Schiff zu einer nahe gelegenen Ölplattform geschwommen und hatte von dort per Funk einen Notruf abgesetzt. Daraufhin seien Boote und Hubschrauber zum Unglücksort entsandt worden. Das Schiffsunglück war durch Verrutschen der Ladung, 150 Tonnen Marmor, ausgelöst worden. 
Presse vom 05.01.2001

Suche nach vermissten Schiffbrüchigen eingestellt
Antalya - Die Suche nach Vermissten des vor der türkischen Küste untergegangenen Frachters wurde am Donnerstag eingestellt. Taucher seien bis zu dem Laderaum des auseinandergebrochenen Schiffes vorgedrungen und hätten einen weiteren Toten gefunden, teilte die Marine mit. Weil die Frachträume des Schiffes ansonsten leer gewesen seien, habe man die Suche eingestellt. Nach den Aussagen der Überlebenden des Unglücks war vermutet worden, dass in dem Laderaum mehrere Flüchtlinge ertrunken sind, die illegal nach Griechenland zu kommen versuchten. 37 Menschen sind seit dem Untergang des Frachters am Dienstag gerettet worden, darunter 26 Flüchtlinge aus Iran, Pakistan und Bangladesch. Neun Menschen starben. Die Rettungskräfte hatten zwei Tage lang nach den Vermissten gesucht. Von zehn Besatzungsmitgliedern konnten vier nicht gefunden werden. Wieviele Flüchtlinge an Bord des Schiffes waren, blieb auch am Donnerstag unklar. Ein pakistanischer Überlebender hatte gesagt, er sei mit bis zu 50 Flüchtlingen in dem Laderaum eingeschlossen gewesen. Offizielle Schätzungen gingen von bis zu 80 Menschen an Bord der "Pati" aus. Die Polizei nahm den Kapitän zu einer Befragung fest. Die Staatsanwaltschaft begann mit einer Untersuchung.
Die "Pati" war aus Israel nach Antalya gekommen und hatte den türkischen Hafen als leer deklariert wieder verlassen. Bei hohem Seegang rammte das Schiff nach offiziellen Angaben vermutlich einen Felsen und brach dann auseinander. Die Türkei ist ein Transitland für Flüchtlinge aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten, die nach Europa wollen.
Presse vom 03.01.2001

Ein Mann nach Schiffsunglück gerettet
Suche nach Überlebenden geht weiter
Istanbul - Einen Tag nach einem Schiffsunglück vor der türkischen Südküste ist ein völlig erschöpfter Mann aus den Fluten gerettet worden. Der private türkische Fernsehsender NTV zeigte, wie der junge Mann aus Bangladesch rund 30 Stunden nach dem Unglück in einem Schlauchboot an Land in der Nähe des Ferienortes Kemer gebracht und von Ärzten behandelt wurde.
Der 27-Jährigewurde in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Rettungskräfte wurde der Überlebende etwa einen Kilometer vom Unglücksort entfernt im Meer entdeckt.
Frachter Pati
Außerdem fanden Fischer am Dienstag zwei weitere Leichen. Die Zahl der Toten hat sich damit auf mindestens acht erhöht. Inzwischen gibt es aber kaum noch Hoffnung auf weitere Überlebende, so dass sich die Zahl der Toten vermutlich noch deutlich erhöhen wird. 33 Menschen wurden gerettet. Vermutlich waren insgesamt 83 Menschen, darunter illegale Einwanderer aus Afghanistan und Pakistan an Bord des Frachters. Die Suche war auch am Dienstag durch starken Wind und hohe Wellen erschwert worden. Am Nachmittag wurden die Rettungsarbeiten wegen des schlechten Wetters erneut unterbrochen. Das Schiff hatte am Montagmorgen wegen eines Maschinenschadens einen Notruf abgesetzt. Kurze Zeit später war das Schiff mit dem Namen "Pati" aufgelaufen und in zwei Teile zerbrochen. Der vordere Teil des Schiffes, das unter georgischer Flagge fuhr, war gesunken. Der Frachter war auf dem Weg nach Griechenland. Jedes Jahr versuchen Tausende Menschen illegal über die Türkei nach Europa zu gelangen.
Presse vom 02.01.2001, 16:34 Uhr

Auf Irrwegen zur Silvesterparty
Strande/Laboe - Mit gewaltigen Orientierungsproblemen ist bei Strande ein 62-jähriger Sportboot-Kapitän ins neue Jahr geschippert. Der Mann hatte sich in der Silvesternacht gegen 23 Uhr in Schilksee in sein Schlauchboot gesetzt und wollte nach Laboe fahren, um dort an einer Silvesterparty teilzunehmen. Bei dichtem Nebelmit weniger als 50 Metern Sichtweite verirrte er sich jedoch in der Strander Bucht. Und wer weiß, womöglich hätte er die Party nie erreicht, wäre nicht die Besatzung des Rettungskreuzers "Berlin" mit Tochterboot "Steppke" so aufmerksam gewesen. Gegen 1.30 Uhr entdeckten die Helfer das vor sich hindümpelnde Boot in der Strander Bucht, Höhe Tonne 3. Trotz seiner misslichen Lage wirkte der Verirrte ruhig und gelassen, berichten die Männer vom Rettungskreuzer. Auch körperlich war der gut gegen die Kälte gewappnete Mann wohlauf, und die herbeigerufene Wasserschutzpolizei attestierte ihm zudem, dass er stocknüchtern war. Weil die "Berlin" das Schlauchboot sicher durch den Nebel lotste, gelangte der 62-Jährige am Ende doch noch nach Laboe und konnte ein verspätetes Silvester-Tänzchen wagen. Das zum Anlass passende Sakko hatte er wasserdicht in einer Plastiktüte verstaut.
Kieler Nachrichten vom 02.01.2001
Sechs Tote bei Schiffsunglück vor der Türkei
Bei einem Schiffsunglück vor der türkischen Südküste sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. 45 Passagierewerden noch vermisst. Für die Vermissten gab es nach Angaben des Einsatzleiters der Rettungskräfte, Can Karaca, angesichts hohen Seegangs und anhaltenden Sturms kaum noch Überlebenschancen. Vermutlich erst am Dienstag könne die Suche wieder aufgenommen werden. Bei den Passagieren handelte es sich vermutlich um illegale Einwanderer, die nach Griechenland gelangen wollten.
Der in Georgien registrierte Frachter "Pati" war am Morgen bei stürmischer See vor dem Touristenort Kemer auf einen Felsen gelaufen, in zwei Teile zerbrochen und untergegangen. An Bord des aus Antalya ausgelaufenen Schiffes waren nach Angaben des griechischen Kapitäns neben zehn Besatzungsmitgliedern 73 Passagiere. 32 Menschen wurden gerettet und sechs Leichen geborgen, sagte Karaca.
Die türkische Polizei vermutet, dass, es sich bei den Passagieren um illegale Einwanderer handelt, die sich nach Griechenland bringen lassen wollten. Viele der Geretteten seien Pakistaner. Über die Türkei versuchen jährlich Tausende von Flüchtlingen aus Asien, EU-Staaten zu erreichen. 
Presse vom 01.01.2001, 20:00 Uhr

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