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Berichte über das am 12. August 2000 gesunkene U-Boot Teil - 2 - ( ab 1. Nov. 2000 )
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| Moskau -In einer ersten Filmdokumentation nach der Bergung
des Bootes zeigte General- staatsanwalt Wladimir Ustinow den schwer zerstörten
vorderen
Abschnitt
der "Kursk". In dem kurzen Film war
das Ausmaß der Zerstörung ersichtlich, das die Explosionen in
der Kommando- zentrale des U-Boots angerichtet hatten.
Aus dem Wrack des russischen Atom-U-Boots "Kursk" im Schwimmdock bei Murmansk sind bereits 32 tote Besatzungsmitglieder geborgen worden. Die Suche nach weiteren Opfern wird durch Wasser und Öl erschwert, das aus einigen unteren Kammern des Boots noch nicht abge- laufen ist. Von den seit Donnerstag aus der "Kursk" geborgenen Opfern wurden bereits sieben |
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| Murmansk - Aus dem Wrack des Atom-U-Boots
Kursk, das im Schwimmdock des Marinehafens Rosljakowo bei Murmansk
liegt, sind bis zum Samstagnachmittag unterdessen bereits 17 Leichen
von Besatzungsmitgliedern geborgen
worden. Sie alle seien in den hinteren Abschnitten des Bootes entdeckt
worden, berichtete die Agentur Interfax.
Gerichtsmediziner stellten nach Angaben von Ustinows fest, dass alle Opfer an einer Vergiftung durch Kohlenoxyd-Vergiftung starben. Sie ist wahrscheinlich auf den Brand zurückzuführen, der nach mehreren Explosionen im U-Boot ausgebrochen war. Im Inneren der Kursk hätten sich |
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| Moskau - Eine Ermittlergruppe unter Leitung des russischen Generalstaatsanwalts Wladimir Ustinow ist am Dienstag erstmals an Bord des gehobenen Unglücks-U-Boots "Kursk" gegangen. Am Sonntag hatte das Bergungsfahrzeug "Giant-4" das Wrack des Atom-U-Boots in ein Trockendock im Kriegshafen Rosljakowo bei Murmansk verbracht und dort festgemacht. Nachdem die Mannschaft Kränze für die 118 beim Untergang der "Kursk" ums Leben gekommenen Seeleute ins Wasser geworfen hatte, trat die "Giant-4" am Dienstag die Heimreise an. |
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| Moskau - Die Hebung des gesunkenen russischen Atom-U-Bootes
"Kursk" wurde am Montagabend erfolgreich beendet.
Das teilte die Bergungsfirma Mammoet in Murmansk nach Angaben der Agentur Interfax mit. Insgesamt dauerte die Hebung des Bootes aus 108 Metern Tiefe in der Barentssee etwa 19 Stunden. Spezialwinden an Bord des Dockschiffs "Giant-4" zogen das havarierte U-Boot bereits bis zum Montagmorgen die ersten 20 Meter in die Höhe. Exakt um 1.55 Uhr MESZ hatte sich die "Kursk" mit Heck und Bug vom Schlamm auf |
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| Rumpf durchlöchert
Mit speziellen Schneidgeräten haben die Taucher 26 Löcher in den gepanzerten Rumpf des Atom- U-Bootes gefräst, Stahlseile sollen darin verankert werden. Die sind schon unterwegs. Ein norwegisches Frachtschiff wird am Donnerstag in der Barentssee erwartet, so die russische Nordmeerflotte. Es soll auch das Werkzeug bringen, damit der Bug des größten Kampf-U-Bootes der russischen Marine abgesägt werden kann. Erst wenn der zerstörte Bug mit den noch scharfen |
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| Murmansk - Elf Monate nach der Katastrophe des russischen
Atom-U- Boots "Kursk" und dem
Tod seiner 118 Besatzungsmitglieder in den eisigen Tiefen der Barentssee
ist in der vergangenen Woche die lang erwartete Bergungsaktion angelaufen.
Aus dem Nordmeerhafen Murmansk liefen erste Spezial- und Kriegsschiffe
aus und nahmen Kurs auf die Unglücksstelle. Schon in der nächsten
Woche werden die ersten Schritte zur Bergung des 18 000 Tonnen schweren
Wracks
durch die internationale Mannschaft ergriffen. Ziel des Einsatzes
ist, die "Kursk" zu heben und nach Murmansk zu bringen. Russische
und niederländische Taucher sollen Anfang nächster Woche an der
Unglücksstelle ankommen. Sie wollen zunächst den Schlick
und Sand rund um das Wrack absaugen, ehe sie Löcher
in den Rumpf der "Kursk" bohren. Armdicke Stahltrossen werden
dann durch diese Löcher gefädelt, um das in 80 m
Tiefe liegende Wrack zum
Spezialschiff "Giant
4" zu heben.
Den Auftrag zum Umbau des absenkbaren Schwerlastpontons "Giant 4" (24 000 tdw) der Smit Internationale BV (Rotterdam) zu einem Spezial-Hebe- schiff für die Bergung der "Kursk" hat die Werft Shipdock Amsterdam erhalten. Hauptmerkmale des Umbaus der "Giant 4" sind der Einbau von 30 Führungsrohren für Hebetrossen und der Rückbau von Deck- und Boden- platten für den Turm des U-Bootes. Vor der Hebung der "Kursk" muss noch der durch Explosionen schwer beschädigte Bug mit ferngesteuerten |
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Die "Kursk" war am 12. August 2000 während eines Manövers in der Barentssee gesunken. Lediglich zwölf Tote konnten in den anschließenden Wochen geborgen werden. Die Leichen der verbliebenen 106 Seeleute sind vermutlich noch in dem in 108 Metern Tiefe auf Grund liegenden Wrack eingeschlossen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den Angehörigen versprochen, dass alle Opfer der Katastrophe geborgen werden. Die Kosten dafür werden auf rund 80 Millionen US-Dollar geschätzt. Unterdessen entsteht im Hafen von Rotterdam ein 140 Meter langes und 38 Meter breites Pontonschiff mit 26 riesigen Hebekränen. Dieses wird in einer zweiten Phase gegen Ende August zum Unglücksort in die Barentssee geschleppt. Die dritte Etappe beginnt am 10. September mit der Befestigung der Trosse am Wrack. Die vierte Phase ist die wichtigste: Dabei soll die Kursk langsam gehoben und wie in einem Schraubstock unter dem Kiel des Pontonschiffes befestigt werden. Die Operation soll spätestens am 20. September abgeschlossen sein. Problematisch bei der gesamten Aktion sind die an Bord verbliebenen Raketen und Sprengmaterialien. Diese können erst im Trockendock entfernt werden und befinden sich während der gesamten Bergung an Bord. Pressemeldung vom 11.07.2001 |
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Auftrag für niederländische Mammoet Der Stolz der russischen Marine, das Atom-U-Boot "Kursk", ruht seit dem 12. August auf 108 Meter Tiefe in der Barentssee, nachdem das Unterwasserfahrzeug durch zwei heftige Explosionen zerrissen wurde. Alle Besatzungsangehörigen kamen bei der Havarie ums Leben. Jetzt wollen Niederländer das Bootswrack samt seiner radioaktiven Fracht heben und in die russische Flottenbasis Murmansk verholen. Die Federführung dieser technisch höchst aufwendigen Bergung wird in den Händen der niederländischen Spezialfirma Mammoet liegen. Vorbereitungen beginnen "Wir haben noch ein paar Dinge zu klären, was in den kommenden Tagen erfolgen soll", heißt es aus der Unternehmens- zentrale in De Meern bei Utrecht. Angesichts der Eilbedürftigkeit der Bergeoperation werde man allerdings bereits mit den Vorbereitungen beginnen. Die Mammoet-Experten drängen auf eine Hebung des Unterwasserfahrzeugs im Zeitraum Juni bis September, da nur in diesem Zeitraum die Wetterbedingungen ein Erfolg versprechendes Ergebnis verheißen. Neben Mammoet, das seit dem vergangenen Jahr Bestandteil der niederländischen Van-Seumeren-Gruppe ist und eine große Erfahrung auf dem Gebiet des Transports von Schwergut- und Projektladungs-Teilen aufweist, soll auch der niederländische Bergungsspezialist Smit International mit ins Boot geholt werden. Dieses Unternehmen weise vor allem große Erfahrungen bei maritimen Fragestellungen auf, heißt es bei Mammoet. Entsorgung im Trockendock Die niederländischen Bergungs-Fachleute haben ihren russischen Verhandlungspartnern einen ausgefeilten Bergungsplan präsentiert. Im Kern geht es darum, das Boot mittels eines Spezialpontons zu heben. Anschließend soll das Boot nach Murmansk befördert werden, wobei die Berger darauf achten, dass das Boot die Wasseroberfläche nicht durchstößt. In der Flottenbasis angelangt, soll die "Kursk" in ein Trockendock manövriert werden, wo die weiteren Bergungs- und Entsorgungsmaßnahmen stattfinden sollen. Die Niederländer sind überzeugt, das hoch brisante Thema Sicherheit zu beherrschen. Alles werde getan, um einen Austritt von Radioaktivität zu verhindern, durch den die Umwelt und die vor Ort tätigen Berger gefährdet werden, versichert Mammoet. Seit dem Untergang der "Kursk" wiederholten sich die Berichte über eine bevorstehende Bergung des 14 000 Tonnen verdrängenden Atom-U-Bootes. Das 1994 in Dienst gestellte, im Nato-Sprachgebrauch als "Oscar-II" beschriebene U-Boot gehört zu der unter chronischem Geldmangel leidenden russischen Nordflotte. Sie stützt sich auf etwa 40 U-Boote. Über die kalkulierten Bergungskosten machen die Niederländer keine Angaben. In zum Jahresbeginn veröffentlichten Berichten eines anderen Bergungsinteressierten war von rund 80 Millionen US-Dollar die Rede. Pressemeldung vom 02.06.2001 |
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Ein Torpedoantrieb soll Ursache des Unglücks der Kursk sein. Das nimmt inzwischen auch die russische Marineführung an. Ein Übungstorpedo habe die erste der beiden Explosionen an Bord ausgelöst, sagte Marinekommandeur Wladimir Kurojedow am Freitag in Moskau. Im Antrieb "gab es ein brennbares Gemisch, das explodierte, zu diesem Schluss ist die Untersuchungskommission der Regierung gekommen". Vizeregierungschef Ilja Klebanow wollte aber weiterhin nicht ausschließen, dass ein NATO-U-Boot die Kursk gerammt hat. Das Wrack der "Kursk" soll am 15. September gehobenund bis zum 20. September in den Marinehafen Murmansk geschleppt werden. (dpa) Pressemeldung vom 25.05.2001 |
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Zur Bergung der «Kursk» Moskau - Einen Tag nach der überraschenden Absage an ein Konsortium niederländischer und norwegischer Spezial- firmen hat Russland am Freitag einen Vertrag mit einer anderen niederländischen Firma über die Bergung des gesunkenen Atom-U-Boots "Kursk" abgeschlossen. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichnete der stellvertretende Minister- präsident Ilja Klebanow mit dem Unternehmen Mammoet Transport BV. Mammoet ist auf das Geschäft mit Hebekränen spezialisiert, hat aber keine Erfahrung mit der Hebung von Schiffen. Über den Grund der Absage an das Konsortium sagte der Vizepremier nichts. Die Zeitung "Kommersant" schrieb, die Regierung sei mit der Forderung der Unternehmen nach Vorauszahlung und einer Entschädigung für mögliche Schäden während der Bergungsaktion nicht einverstanden gewesen. Das U-Boot soll nach russischen Angaben in den nächsten vier Monaten gehoben werden. Vertreter des Konsortiums hatten vor einer weiteren Verzögerung gewarnt, da die schwierige Operation in der Barentssee dann nicht vor Beginn der Herbststürme beendet werden könne. Die "Kursk" war am 12. August vergangenen
Jahres in einem Manöver nach einer Explosion gesunken, alle
118 Besatzungs- mitglieder kamen ums Leben.
Die russische Regierung hat offiziell
noch keine Ursache für die Katastrophe bekannt gegeben. Die
meisten ausländischen Experten sind der Ansicht, dass ein Fehler im
Inneren des U-Boots, etwa die Explosion
eines Torpedos, die "Kursk" zerstörte. Die Kosten für die Bergung
werden auf 70 Millionen Dollar (160
Millionen Mark/80 Millionen Euro) geschätzt.
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Heftige Explosion soll gesamten Bug abgerissen haben - Mainz - Ein defekter Torpedo soll nach Informationen des Zweiten Deutschen Fernsehens schuld am Untergang des russischen U-Boots "Kursk" sein. Dabei war im August vergangenen Jahres die 118-köpfige Besatzung ums Leben gekommen. Aus dem Leck des Geschosses sei ein hochexplosives Gemisch ausgetreten, das einen Brand und so die Explosion weiterer Torpedos verursacht habe, zitiert das ZDF ein Mitglied der russischen Untersuchungskommission, dessen Identität geheim bleiben soll. Die Wucht der Explosion habe den gesamten Bug des U-Boots abgerissen. Bei dem Versuch, den Torpedo von Bord der "Kursk" abzuschießen, sei er noch in dem U-Boot explodiert. Das soll den Angaben zufolge innerhalb von wenigen Minuten die Explosion von weiteren fünf bis sechs Torpedos in der "Kursk" ausgelöst haben. Der Torpedo mit dem Leck habe sich bereits bei der Ausfahrt aus der Marinebasis an Bord befunden. Zudem zitiert das ZDF hohe NATO-Offiziere in Norwegen, die der russischen Version des Unglücks widersprechen, wonach Schiffe der Allianz in den Zwischenfall verwickelt gewesen sein sollen. Eine Kollision komme auch neuen Untersuchungen von US-Forschern zufolge nicht als Ursache in Frage, teilte das ZDF weiter mit. Pressmeldung vom 08.05.2001 |
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Pressemeldung vom 30.03.2001 |
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Der wahre Grund für die neuen Probleme mit der Kursk bestehe darin, dass die westlichen Geberländer erst Geld für die Kursk bereit stellen wollen, wenn Russland einem EU-Programm zur "Entsorgung radioaktiver Abfälle im Nordwesten Russlands" zustimmt, berichtet Gazeta.ru. Die Bergung der Kursk soll danach nur ein Anfang für eine langwierige Arbeit in der Region werden, in der vor allem dank der russischen U-Boot- und Atomeisbrecher-Flotte so viele strahlende Objekte konzentriert sind, wie sonst nirgends auf der Welt. Gerade damit aber sei die russische Führung nicht einverstanden, so Praanings. In Moskau möchte man erst die Kursk bergen und danach damit beginnen, über eine komplexe Lösung aller Probleme mit dem russischen Atommüll beginnen. rUFO-Meldung vom 13.03.2001 |
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Kosten auf umgerechnet 146 Millionen Mark veranschlagt
Pressemeldung vom 11. März 2001 |
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Kommission rückt von Kollisions-These ab
Presse vom 16.02.2001 |
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Stiftung legt Einsatzplan vor - 143 Millionen Mark Kosten Der frühere russische Außenminister Alexander Bessmertnich, der der internationalen Stiftung zusammen mit dem früheren niederländischen Verteidigungsminister Willem van Eekelen vorsteht, sagte, das Wrack dürfe nicht auf dem Meeresboden bleiben. "Es muss geborgen werden." Van Eekelen sagte, der Erosionseffekt könnte verheerende Folgen haben. Radioaktivität könnte freigesetzt werden, wovon vor allem Fische und auch der Fischfang betroffen wären. Die russische Regierung hat dagegen immer betont, dass sich die beiden Reaktoren automatisch abgeschaltet hätten, als das U-Boot gesunken sei. Laut Van Eekelen legte die Stiftung ihren Plan zur Bergung der "Kursk" am Donnerstag der Europäischen Union vor. Die Stiftung hoffe, dass sich die EU genauso wie die USA, Japan und Kanada an den Bergungskosten beteiligten. Nach Angaben des niederländisch-amerikanisch-russischen Konsortiums, das das Boot bergen will, könnte die Operation im August dieses Jahres abgeschlossen sein. Nach den Plänen soll das Wrack auf dem Meeresboden in zwei Teile zersägt und dann in den russischen Hafen Murmansk geschleppt werden. In der kommenden Woche soll der Plan mit Vertretern der russischen Regierung in Moskau erörtert werden. Das Atom-U-Boot war am 12. August während eines Flottenmanövers in der Barentssee nach zwei Explosionen gesunken. Die Ursache des Unglücks ist bislang unbekannt. Presse vom 12.01.2001 15:31 |
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Russland hat wiederholt den Zusammenstoß mit einem fremden U-Boot als mögliche Ursache der Katastrophe genannt, bei der während eines Manövers am 12. August alle 118 Besatzungsmitglieder an Bord der "Kursk" starben. Während des Unglücks hielten sich NATO-U-Boote in dem Gebiet auf, um das russische Flottenmanöver zu beobachten. Die USA, Großbritannien und Norwegen haben jedoch jegliche Beteiligung zurückgewiesen. Skorgen sagte, er glaube nicht an einen Zusammenstoß. Während der Suchflüge war das amerikanische Atom-U-Boot "Memphis" unterwegs aus der Arktis nach Bergen, wo es vom 18. bis 26. August festmachte. Skorgen sagte jedoch, der Besuch sei bereits lange zuvor angekündigt gewesen. Norwegische Medien sahen das U-Boot, berichteten jedoch nichts über etwaige Schäden. Tagespresse vom 06.12.2000 Bergung der "Kursk" wegen Atomreaktoren an Bord notwendig "Trotz unserer Zusicherung, dass die Reaktoren sicher sind und nichts mit ihnen passieren wird, würden uns viele Menschen nicht trauen", sagte Klebanow. Mit der Bergung des Wracks solle jegliche Gefährdung der Umwelt ausgeschlossen werden. Die russische Marine ist der Ansicht, dass sich die Reaktoren beim Untergang der "Kursk" automatisch abgeschaltet haben. 118 Seeleute kamen bei dem Unglück am 12. August ums Leben. Das Wrack des Atom-U-Boots soll im Sommer kommenden Jahres gehoben werden. Tagespresse vom 30.11.2000 Strahlungssituation im Unglücksgebiet der "Kursk" normal Diese Operationen werden bis Sommer kommenden Jahres, also bis zur Hebung des Wracks, durchgeführt, fuhr der Militär fort. Nach Alexejews Ansicht sichern das Bleigehäuse der Kernreaktors wie auch Bedingungen, in denen er sich befindet, die Unversehrtheit der Brennstäbe. Der Austritt von Spaltmaterial in das Wasser sei absolut ausgeschlossen, sagte Alexejew. Quelle: Nowosti vom 22.11.2000 |
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Senders aufgezeichnet. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Signale von einem ausländischen U-Boot stammten, sagte Popow. Es gebe zunehmend Beweise, dass die 'Kursk' nach einem Zusammenstoß mit einem fremden Schiff gesunken sei. Die 'Kursk' war am 12. August in der Barentssee nach zwei Explosionen an Bord auf mehr als 100 Meter Tiefe gesunken. Alle 118 Seeleute an Bord kamen ums Leben. Die Ursache des Untergangs der 'Kursk' ist bislang unklar. Die USA und Großbritannien haben eine Beteiligung ihrer U-Boote ausgeschlossen. Quelle: www.icn4u.de vom 21.11.2000 |
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Russische Kriegsschiffe sollen Untergangsstelle bewachen Tagespresse vom 17.11.2000 |
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Von Gisbert Mrozek
standen, wie dies eigentlich Vorschrift sei. Konteradmiral a.D. Genadij Sacharow berichtete, es sei auch üblich, dass auf U-Booten die im Havariefall lebenswichtigen Rettungsbojen festgeschweißt werden, um sie nicht zu verlieren. "Als die Kursk auslief, war ihr Schicksal schon besiegelt." Eigentlich müsste es ein Auslauf-Verbot für alle Boote der Kursk-Klasse geben, solange die Ursache der Katastrophe nicht genau feststehe - es sei denn, die russische Führung habe diese Informationen, gebe sie aber noch nicht bekannt. Angeblich sollen alle russischen U-Boot-Besatzungen seit dem Untergang der Kursk stark verängstigt sein. Nach Moskauer Presseberichten sind auf dem Wrack am letzten Tag der Bergungsarbeiten auch Bordbücher, Codes und Fahrten- schreiber gefunden worden, die Aufschluss über die letzten Minuten des U-Bootes geben können. Die Auswertung einiger neuer Daten könne einige Zeit in Anspruch nehmen, erklärte Vizepremier Ilja Klebanow noch vor Beginn der Sitzung der staatlichen Untersuchungskomission, die eigentlich gestern ihren Abschlussbericht beschließen sollte. Nach dem Ende der Sitzung erklärte Klebanow allerdings, Klarheit über den Katastrophenhergang werde es erst geben können, wenn das Boot gehoben wird. Das solle auf jeden Fall im Sommer nächsten Jahres unter Beteiligung eines internationalen Konsortiums von Bergungsfirmen geschehen. Es sei zwar mittlerweile fast sicher, dass die Kursk mit einem "Unterwasserobjekt" zu- sammengestoßen sein. Dafür gebe es neue Hinweise. Dieses Objekt sei möglicherweise ein fremdes U-Boot gewesen. Nach Informationen aus gut informierten Kreisen unterstützt die Untersuchungskomission und Klebanow aber keinesfalls die Kollisionstheorie der Flottenführung. Streit hinter verschlossenen Türen Die Komissionssitzung habe hinter verschlossenen Türen mit einem scharfen Streit zwischen Klebanow und Flottenchef Kurojedow begonnen. Klebanow erklärte, für die russische Rüstungsindustrie sei die Version der Flottenführung nicht akzeptabel. Zwar sei Versenkung durch äußere Einwirkung sicher, es gebe aber keine stichhaltigen Beweise für die Kollisions-Theorie der Admiralität, sondern viele Argumente dagegen. Für die Rüstungsindustrie sei die Behauptung absolut inakzeptabel, dass der Zusammenstoß mit einem U-Boot derart verheerende Folgen für ein modernes russisches Atom- U-Boot haben könne. Flottenchef Kurojedow zog sich in seiner Erwiderung darauf zurück, dass Putin den angebotenen Rücktritt der Flottenführung und des Verteidigungsministers nicht angenommen habe. Galgenfrist ? Die Aussage Klebanows, endgültige Beweise für die Katastrofenursache seien erst im nächsten Jahr zu erwarten, wenn die Kursk gehoben werden kann, ist demnach ein politischer Kompromiss – der aber nicht ausschließt, dass Kurojedow doch demnächst schon gehen muss, wie von den Admirälen a.D. gefordert. Quelle: rufo vom 09.11.2000 Weiter Streit um Hebung des russischem Atom-U-Bootes Kollision oder Explosion? Endgültige Klärung wurde von der russischen Marine erst nach der Hebung der "Kursk" im Sommer erwartet. Die Kommission war nach einer Sitzung am Vortag zu dem Schluss gekommen, dass es zwar "ernsthafte Beweise" für die These der Kollision der Kursk mit einem ausländischen U-Boot gebe. Doch wurden auch eine Kollision mit einer Treibmine aus dem Zweiten Weltkrieg oder eine interne Explosion beim Abfeuern eines Torpedos nicht ausgeschlossen. Der Einsatz zur Bergung der Besatzung der "Kursk" war am Dienstag nach knapp drei Wochen wegen zu hoher Risiken für die Taucher beendet worden. Lediglich zwölf von 118 Mann Besatzung konnten aus dem beschädigten Boot geborgen werden. Kein Geld für die Bergungsarbeiten Als undurchführbar bezeichnete Konteradmiral Juri Senatski am Donnerstag die Pläne zur Bergung des Havaristen. Der ehemalige Chefingenieur und Bergungsspezialist der Sowjetmarine vertrat die Ansicht, dass die von den Tauchern in die "Kursk" geschnittenen Einstiegslöcher eine Hebung des Bootes unmöglich machten. Zudem habe die russische Regierung kein Geld für die Bergungsarbeiten. Deren Dauer schätzte er auf mindestens fünf Jahre, die Kosten veranschlagte er nach Angaben von Interfax auf "nicht weniger als 1,5 Milliarden Dollar". Er schlug stattdessen vor, rund um die "Kursk" eine Art Sarkophag zu errichten. "Es sollte so eine Art Mahnmal werden", sagte Senatski. Klebanow widersprach energisch der Meinung des Marineoffiziers, der selbst schon an der Bergung eines U-Bootes aus 200 Metern Tiefe in der Barentssee beteiligt war. Der Vize-Regierungschef betonte, dass die "Kursk" schon im kommenden Sommer geborgen werde und dass bereits Möglichkeiten zur Finanzierung dieses Projektes erörtert würden. Bisher ist nicht bekannt, welche Summe mit der Öltechnikfirma Halliburton für den dreiwöchigen Einsatz zur Bergung der Leichen der "Kursk"-Besatzung vereinbart worden war. Tagespresse vom 9.11.2000 |
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Aufnahmen zeigen Beule an Atom-U-Boot Informationen präsentiert, die für eine Kollision mit einem anderen Schiff sprechen. Der stellvertretende Ministerpräsident Ilja Klebanow erklärte vor Journalisten, neue Fotoaufnahmen der «Kursk» stützten die Theorie, wonach der Zusammenstoß mit einem anderen - möglicherweise ausländischen - Schiff die Katastrophe am 12. August auslöste. Dabei kamen alle 118 Besatzungsmitglieder ums Leben. Klebanow berief sich unter anderem auf Videoaufnahmen, die eine Beule im oberen Bereich des U-Boots zeigten. Andere Unglücksursachen würden aber nicht ausgeschlossen, sagte Klebanow. Klebanow verlas auch eine Notiz, die bei einem der toten Seeleute gefunden wurde. In dieser hatte der Matrose seinen langsamen Todeskampf geschildert. Klebanow zufolge wurde die Nachricht eineinhalb Stunden nach den heftigen Explosionen geschrieben, die die "Kursk" auf den Grund der Barentssee sinken ließen. "Wir sind 23 Leute in der neunten Abteilung. Uns geht es schlecht, wir sind geschwächt von den Auswirkungen des Kohlenmonoxids nach dem Brand ... der Druck steigt ... wenn wir an die Oberfläche steigen, würden wir den Druck nicht überleben", las Klebanow aus der Notiz. Eine ähnliche Schilderung hatten Taucher bereits bei Kapitänleutnant Dimitrij Kolesnikow gefunden. Am Dienstag wurden die Bergungsarbeiten an der «Kursk» vorzeitig eingestellt, weil der Einsatz für die Taucher immer gefährlicher wurde. Quelle: Der Spiegel vom 8.11.2000 Die knapp drei Wochen dauernden Bergungsarbeiten am russischen Atom-U-Boot "Kursk" sind beendet worden. Möglicherweise soll das Wrack nun im Sommer nächsten Jahres gehoben werden.
Quelle: Der Spiegel vom 7.11.2000 |
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Die russische Marineführung weist die Schuld am Untergang der "Kursk" erstmals eindeutig einem Nato-Kriegsschiff zu Ähnlich äußerte sich auch der Marinebefehlshaber Wladimir Kurojedow. Als das hochmoderne Atom-U-Boot am 12. August sank, beobachteten die amerikanischen U-Boote "Memphis" und "Toledo" sowie die britische "Splendid" ein Manöver der russischen Nordflotte in der Barentssee. Washington und London haben eine Verwicklung ihrer Schiffe in die Katastrophe bisher bestritten. Vizeministerpräsident Ilja Klebanow, Chef der Regierungskommission zur Untersuchung des Unglücks, sagte, dass es nach wie vor drei mögliche Thesen zum Untergang der "Kursk" gebe. Ein amtlicher Bericht "mit einer hundertprozentigen Version" solle bei einer Sitzung der Kommission am 8. November vorgelegt werden. Als weitere mögliche Ursachen werden die Kollision mit einer Treibmine aus dem Zweiten Weltkrieg oder zwei Torpedo-Explosionen an Bord der "Kursk" genannt. Westliche Militärs gehen davon aus, dass ein Torpedo im Abschussrohr detonierte und den Munitionsvorrat des U-Bootes zur Explosion brachte. Die Mitte Oktober begonnenen Arbeiten zur Bergung der toten Seeleute aus dem Wrack sollen laut Vertrag mit der internationalen Öltechnikfirma Halliburton in der kommenden Woche beendet werden. Das in 108 Meter Tiefe liegende U-Boot und die noch darin verbliebenen Leichen sollen nach bisheriger Planung im kommenden Sommer geborgen werden. Der entsprechende Vertrag mit einer noch nicht genannten Firma soll noch bis Jahresende unterzeichnet werden. Der Vizekommandeur der Nordflotte, Wladimir Dobroskotschenko, korrigierte am Sonntag die zuvor gemachte Aussage seines Vorgesetzten Kurojedows, nahe der Unglücksstelle sei am Freitag erneut ein fremdes U-Boot geortet worden. Dies habe sich nicht bestätigt, sagte der Vizeadmiral nach Interfax-Angaben. Quelle: Der Spiegel vom 5.11.2000 |
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Die Bergungsarbeiten an dem gesunkenen russischen Atom-U-Boot "Kursk" kommen nicht voran. Die Taucher mussten wegen Sturms wieder an die Oberfläche. Die Taucher hatten am Donnerstagabend ihre Arbeiten an der dritten Sektion auf Befehl des Marinekommandos eingestellt. Erste Aufnahmen einer Minikamera, die durch ein Probeloch in das Innere manövriert worden war, hatten schwere Verwüstungen in dem Abschnitt durch Explosionen gezeigt. Marinechef Wladimir Kurojedow untersagte den Tauchern aus Sicherheitsgründen den Einstieg in diesen Abschnitt des U-Boots. Die Mitte Oktober begonnenen Arbeiten zur Bergung der toten Seeleute aus dem Wrack sollen laut Vertrag mit der internationalen Öltechnikfirma Halliburton in der kommendenWoche beendet werden. Das U-Boot und die noch darin verbliebenen Leichen sollen nach bisheriger Planung im kommenden Sommer geborgen werden. Der entsprechende Vertrag mit einer noch nicht genannten Firma soll noch bis Jahresende unterzeichnet werden. Die Ursache der "Kursk"-Katastrophe ist weiter ungeklärt. Der russische Verteidigungsminister Igor Sergejew sagte, die von der Regierung eingesetzte Sonderkommission sei noch zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen. Auch Nordflotten-Kommandeur Wjatscheslaw Popow lehnte in einem Interview der Zeitung "Komsomolskaja Prawda" Angaben über die Unglücksursache ab. Jede öffentliche Spekulation vor dem Abschlussbericht der Kommission sei eine "Dummheit". Tagespresse vom 3.11.2000
Quelle: Federation of American Scientists |
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Die engsten Familienangehörigen und etwa 50 weitere Verwandte haben in St. Petersburg Abschied von Dmitrij Kolesnikow genommen. Der Kapitänleutnant war als erstes der "Kursk"-Opfer identifiziert worden.
"Es gibt keinen Grund zum Verzweifeln. Es ist zu dunkel zum Schreiben, ich werde versuchen, es nach Gefühl zu tun. Es scheint, als gebe es keine Hoffnung. Lasst uns zu 10 bis 20 Prozent hoffen, dass dies noch jemand liest." Eine vergrößerte Kopie des Schreibens wurde unter Glas in der Trauerhalle ausgestellt. In Moskau überreichte die britische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Vanessa Redgrave unter Tränen einen Scheck in Höhe von 2900 Dollar für die Angehörigen. Das Geld sei spontan nach einem ihrer Auftritte im Londoner Globe Theater vom Publikum gespendet worden, sagte Redgrave, die außer für ihre Schauspielkunst auch für ihr politisches und soziales Engagement bekannt ist. Sie habe vom Schicksal der Seeleute im Theater erfahren und nur noch an sie und ihre Familien gedacht, sagte Redgrave, die während der Pressekonferenz teilweise ihr Gesicht in den Händen verbarg. "Ihr sollt wissen, dass wir euch nicht vergessen." Tagespresse vom 2.11.2000 |
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Norwegische Spezialisten haben Trümmer des schwer beschädigten Kommandoturms der "Kursk" an die Oberfläche gebracht. Taucher arbeiten indessen daran, den Einstieg in den vorderen Teil des U-Boots vorzubereiten.
Die Taucher hatten am Vortag ihre Arbeiten im Heck des 155 Meter langen U-Boots abgeschlossen und insgesamt zwölf Leichen aus der achten und neunten Sektion geborgen. Tagespresse vom 01.11.2000 |