|
|
|
|
|
![]() |
Berichte über das am 12. August 2000 gesunkene U-Boot Teil - 1 - ( bis 31. Okt. 2000 )
|
![]() |
|
Diese Arbeit werde erneut zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen. Die Arbeit in der achten Sektion am Heck wurde aus Sicherheitsgründen beendet. Drei weitere der zwölf Leichen konnten am Dienstag identifiziert werden, sagte Flottensprecher Wladimir Nawrozki. Bislang war nur der Fund des Kapitänleutnants Dmitri Kolesnikow bestätigt, der einen Abschiedsbrief hinterlassen hatte. Bei etwas besserem Wetter konnten Hubschrauber acht der toten Seeleute von der Spezialplattform "Regalia" an Land in den Flottenstützpunkt Seweromorsk bringen. In den engen Räumen der Hecksektionen wurden noch mindestens elf Tote vermutet. Trotzdem sagte Nawrozki, ein weiteres Vordringen dort sei zu gefährlich. "Die Taucher haben alles Mögliche getan." Am neuen Einsatzort in der dritten Sektion müssten sich bei dem Unglück im August 24 der 118 Seeleute an Bord der "Kursk" aufgehalten haben. Zudem könnten sich dort Überlebende aus benachbarten Abschnitten versammelt haben, sagte Nawrozki. An der dritten Sektion befindet sich die Rettungskapsel des U- Boots, die zur Wasseroberfläche abgeschossen werden kann. Die Kapsel, ein Teil des Kommandoturms, kam jedoch nicht zum Einsatz. Die Luken der hintersten neunten Sektion sowie das Einstiegsloch am achten Abschnitt seien nach Ende der Arbeiten verschlossen worden, sagte Nawrozki. Dort hatten sich dem Abschiedsbrief Kolesnikows zufolge nach dem Unglück am 12. August 23 Überlebende versammelt. Die dritte Sektion der "Kursk" ist nach früheren Berichten beschädigt. Die Schäden seien jedoch nicht so schwer, wie an den beiden vorderen Abschnitten, hieß es. Der Bug der «Kursk» wurde durch eine schwere Explosion bei dem Unglück weitgehend zerstört. Die Ursache des Untergangs ist weiterhin unklar. Die Leichen, die in der "Kursk" bleiben, sollen erst bei der für kommendes Jahr geplanten Hebung des gesamten Wracks geborgen werden. Tagespresse vom 31.10.2000 |
Einige Massenmedien meldeten vorher, dass die Arbeit der Norweger ausgesetzt werden sollte, da solange die Wetterver- hältnisse dies zulassen, wird die technologische Öffnung im 8. Raum genutzt. Birger Haraldseyd, Pressesprecher der Gesellschaft Halliburton, teilte heute der RIA "Nowosti" telephonisch aus Norwegen mit, dass heute endgültige Entscheidung über die Öffnung erwartet wird, die im 9. Raum herausgeschnitten werden soll, um den Tauchern den Einstieg ins U-Boot zu erleichtern. Die Vorbereitungsarbeiten seien diesbezüglich bereits durchgeführt worden. Im Pressedienst der Seekriegsflotte der RF wurde darauf hingewiesen, dass die russischen Taucher in den letzten 24 Stunden an Bord der "Regalia" noch 8 umgekommene Besatzungsmitglieder geborgen haben. Somit sind bis jetzt insgesamt bereits 12 Leichen von der "Kursk" evakuiert worden. |
|
Die ganze Nacht hindurch haben russische und norwegische Taucher am Wrack der "Kursk" gearbeitet. Aus den hinteren Abteilungen des gesunkenen Atom-U-Boots bargen sie weitere Leichen. russischen Nordmeerflotte, Wladimir Nawrozki, nicht sagen. Am Donnerstag waren die ersten vier Leichen der insgesamt 118 Besatzungsmitglieder, die bei der Havarie in der Barentssee am 12. August ums Leben kamen, gefunden worden. Es wird aber damit gerechnet, dass sich noch mindestens 19 tote Seeleute in der neunten und achten Abteilung der "Kursk" befinden. Die Taucher haben begonnen, ein weiteres Loch in den Rumpf des Atom-U-Bootes zu schneiden. Nach einer Wetterbesserung brachte ein Hubschrauber vier tote Soldaten in die Marinestadt Seweromorsk. Der stellver- tretende Ministerpräsident Ilja Klebanow und Verteidigungsminister Igor Iwanow wollen dort an einer Trauerfeier teilnehmen. Die Feierlichkeiten waren eigentlich für Samstag geplant, mussten aber verschoben werden, weil der Hubschrauber wegen starken Windes nicht starten konnte. Am Donnerstag fanden die Taucher in der Uniformjacke des toten Kapitänleutnants Dimitrij Kolesnikow eine Notiz, derzufolge 23 Matrosen das Unglück in der Barentssee zunächst überlebten. Demnach versammelten sich 23 Überlebende nach den Explosionen in der neunten Abteilung des U-Boots, in der Hoffnung, sich durch die Ausstiegsluke retten zu können. Die russische Regierung hatte nach der Katastrophe tagelang gezögert, ehe sie ausländische Hilfe annahm. Die Ursache für die Havarie ist noch nicht bekannt. Tagespresse vom 29.10.2000 |
|
Nach Einschätzung von Experten benötigen die Taucher mindestens einen Tag, um die zweite Öffnung in die dicke Außenwand des U-Boot-Rumpfes auf dem Grund der Barentssee zu schneiden. Im Heck des U-Bootes werden die Leichen von etwa 20 Seeleuten vermutet. Die vor einer Woche begonnenen Bergungsarbeiten mussten bereits mehrfach wegen unruhiger See und Stürmen bis zu Windstärke zehn unterbrochen werden. Unterdessen kommen immer neue Details ans Tageslicht. Offenbar tobte an Bord der "Kursk" auch noch ein Feuer. Wie ein Sprecher der Nordflotte sagte, wiesen die Leichen der vier bislang geborgenen Besatzungsmitglieder Verbrennungen und Verstümmlungen auf. Der Ablauf der letzten Stunden der Männer bleibt aber weiterhin unklar. Nach einem gefundenen Abschiedsbrief sollen zunächst 23 Seeleute überlebt haben. Zu Ehren der bislang geborgenen vier Seeleute soll am Sonntag eine Trauerfeier im nordrussischen Marinehafen Seweromorsk stattfinden. Die Familie des getöteten Kapitänleutnants Kolesnikow wurde am Abend in Seweromorsk erwartet. Tagespresse vom 28.10.2000 |
|
Mindestens 23 Seeleute der "Kursk" haben die Katastrophe in der Barentssee zunächst überlebt. Doch dann sind sie einen qualvollen Tod gestorben. Offenbar tobte ein Feuer an Bord.
Der Ablauf der letzten Stunden der Überlebenden war weiterhin unklar. Popow, selbst ehemaliger U-Boot-Fahrer, schätzte, dass sie etwa noch einen Tag nach dem Unglück gelebt haben könnten. Tagespresse vom 27.10.2000 Nachrichtenagentur Itar-Tass. Trotz Dienstanweisung ließen viele Soldaten ihre Metallplaketten als Zeichen der Verbunden- heit daheim bei ihren Familien. Von den vier in dieser Woche geborgenen Seeleuten konnte zunächst nur der Kapitänleutnant Dmitrij Kolesnikow identifiziert werden, weil bei ihm ein Abschiedsbrief gefunden wurde. Das Tragen der Erkennungsmarken werde nur vor längeren Fahrten überprüft, hieß es. Tagespresse vom 27.10.2000
"Mehr als ein Fehler" titelt die Print-Ausgabe von "Sewodnja" und veröffentlicht eine Liste der größten offiziellen Lügen in Bezug auf den Untergang der "Kursk".
"Kommersant":
und von ihrem Boot geschwärmt, "wie von einer Geliebten". "Krasnaja Zwezda":
"Sewodnja" online:
|
|
Abschiedsbrief, den Marinetaucher bei einem der Toten fanden. Wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass berichtete, schrieb ein Besatzungsmitglied, dass mindestens 23 Marineleute das Unglück vor zweieinhalb Monaten zunächst überlebten. Bislang war man davon ausgegangen, dass alle 118 Besatzungsmit- glieder unmittelbar nach der Explosion im August ums Leben kamen. Putin betonte, die Arbeiten würden so offen wie möglich durchgeführt. Dies gelte auch in Bezug auf die Ursachen der Katastrophe. Als wahrscheinlichste nennt die russische Flotte eine Kollision mit einem fremden U-Boot. Beweise gab es bislang keine. Die Bergungsarbeiten in der Barentssee ruhen derweil wegen stürmischer See. Vier Leichen konnten bislang aus dem Wrack in über 100 Meter Tiefe geborgen werden.
"Rossiskaja Gaseta":
"Nezavisimaja Gaseta":
Dmitrij Kolesnikow. Aus den bei ihm gefundenen Aufzeichnungen resultiere, dass zwei oder drei Besatzungsmitglieder möglicherweise versucht hätten, das sinkende U-Boot über eine Notluke im Abschnitt neun zu verlassen. "Wie wir wissen", so der Vizeadmiral, "ist dieser Versuch misslungen, vermutlich, weil die Luke mit Wasser gefüllt war." .
Alle Kräfte werden jetzt auf die 9. Sektion konzentriert, an der bei günstigen Wetterbedingungen im Laufe von eineinhalb bis zwei Tagen eine Einstiegsöffnung ausgeschnitten wird. Spasski zufolge ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass an oberen Decks der Sektion die meisten Leichen gefunden werden. Russlands Vizeregierungschef Ilja Klebanow teilte in einer Stellungnahme zu Meldungen, wonach nach der Explosion an Bord der "Kursk" 23 Matrosen am Leben geblieben waren, mit, dass es keine einzige Chance gegeben hat, sie zu retten. Von Andrej Sokolow "13.15 Uhr, die Besatzung der sechsten, siebten und achten Sektion ist in die neunte Sektion übergewechselt; Wir sind hier 23 Mann; keiner von uns kann an die Oberfläche gelangen", kritzelte der 30-jährige Kolesnikow wenige Stunden nach dem Unglück in völliger Dunkelheit auf einen Zettel. In der hintersten neunten Sektion befindet sich die Notausstiegsluke, an die veraltete russische Rettungskapseln tagelang nicht andocken konnten. Als norwegische Taucher eine Woche nach dem Unglück die Luke binnen Stunden öffneten, war die Sektion bereits voll eiskalten Wassers. Kolesnikow, Sohn eines Marineoffiziers aus St. Petersburg, war Kommandeur der siebten Bootssektion, des Maschinenraums der "Kursk". Er hatte erst wenige Wochen vor seinem Tod geheiratet. Seine Witwe wird nun den Brief ihres Mannes erhalten, in dem er auch einen letzten Gruß an sie schrieb. SeitWochen schon sagten russische Offizielle zum Trost der Verwandten, deren 118 Söhne und Väter seien vermutlich bereits "in den ersten Sekunden" nach dem Unglück ums Leben gekommen. Die Botschaft Kolesnikows widerlegt diese Darstellung und bringt die Frage nach der Verantwortung für eine möglicherweise zu späte Annahme ausländischer Hilfe wieder auf. Die "Kursk" sank am 12. August, einem Samstag. Erst am Mittwoch darauf nahm Präsident Wladimir Putin das westliche Hilfsangebot an. Es bleibt jedoch unklar, wie lange es noch Überlebende an Bord der "Kursk" gab und ob nicht ohnehin jede Hilfe zu spät gekommen wäre. Tagespresse vom 26.10.2000 Nach der Explosion gab es noch Überlebende Von den vier Leichen, die aus dem untergegangenen Atom-U-Boot "Kursk" geborgen wurden, ist die erste identifiziert. Der Mann hatte die letzten Augenblicke vor seinem Tod auf einem Zettel beschrieben, demnach gab es zunächst noch 23 Überlebende. Einen Hinweis auf die Ursache des Unglücks gibt es in dieser Nachricht offenbar nicht. Auf der Notiz war die Zeit 13.15 Uhr vermerkt, jedoch ohne Angabe eines Datums. Russische und ausländische Schiffe in der Barentssee hatten am Tag des Unglücks, am 12. August, gegen 11.30 Uhr eine Explosion registriert. In der neunten Abteilung der "Kursk" befand sich die Notausstiegsluke. Russische U-Boote konnten nach dem Unglück nicht an die Luke andocken. Das gelang erst eine Woche später norwegischen Tauchern, die jedoch keine Überlebenden fanden. Kurojedow sagte, nach der Entdeckung der Notiz konzentrierten sich die Taucher bei ihrer Arbeit auf die neunte Kammer. Kolesnikow sei der einzige Matrose, der bisher identifiziert worden sei. Die Tiefseetaucher hatten in den vergangenen fünf Tagen ein Loch in die Außenwand der "Kursk" geschnitten und waren am Mittwoch in das Wrack eingestiegen. Russische Marinevertreter hatten kurz nach dem Unglück erklärt, das möglicherweise einige der 118 Matrosen die Explosion überlebt haben könnten, worauf auch Klopfzeichen aus dem Wrack deuteten. Andere hielten dies für unwahrscheinlich und schrieben die Geräusche zerberstenden Ausrüstungsgegenständen zu. Tagespresse vom 26.10.2000 |
|
Aus dem gesunkenen russischen Atom-U-Boot "Kursk" haben Marinetaucher bislang vier Leichen geborgen. Die Suche nach weiteren Opfern wurde wegen eines heraufziehenden Sturms unterbrochen. An der Außenwand des U-Boots dagegen setzten norwegische Taucher nach Angaben Popows ihre Arbeit zunächst fort. Um alle Bereiche, in denen Tote vermutet werden, durchsuchen zu können, müssen an sieben Stellen Löcher in die "Kursk" geschnitten werden. Der Rumpf des U-Boots ist so gebaut, dass er nicht von Torpedos durchdrungen werden kann. Am Mittwoch waren die russischen Spezialisten bei ihrem ersten Tauchgang in das Wrack auf die Leichen gestoßen. Am Abend wurden die sterblichen Überreste an die Oberfläche gebracht. Die Taucher waren in zwei Schotten der "Kursk" vorgedrungen, die von der Explosion vor dem Sinken des U-Boots am wenigsten betroffen waren. Die Marine rechnete damit, in einem der beiden Schotts bis zu sieben Besatzungsmitglieder zu finden. In einem ersten Anlauf war einer der Taucher nur sechs Meter weit vorgedrungen, weil seine Sauerstoffleitung zu kurz war. Die geborgenen Leichen sollen an Land bestattet werden. Dies hatte der russische Präsident Wladimir Putin den Angehörigen versprochen. Die "Kursk" sank im August aus noch ungeklärter Ursache; alle 118 Seeleute an Bord starben. Das U-Boot liegt in mehr als hundert Meter Tiefe. Die Öffentlichkeit war tagelang über das Ausmaß des Unglücks im Ungewissen gehalten worden. Putin war vorgehalten worden, dass er seinen Urlaub auf der Krim nicht umgehend unterbrach, um zur Barentssee zu kommen. Tagespresse vom 25.10.2000 Russische Taucher sind am Mittwoch erstmals in das gesunkene Atom-U-Boot "Kursk" eingestiegen. Dabei entdeckten sie die ersten Opfer des Unglücks. neunte Sektion erkundet. Noch im Laufe des Abends sollen die Leichen mit einem Spezialkorb an die Wasseroberfläche gebracht werden. "Das Ganze geschieht natürlich mit allem gebotenen Respekt", sagte Birger Haraldseid, Sprecher der norwegischen Spezialfirma "Halliburton", die die russischen Taucher bei ihrer Arbeit an der "Kursk" technisch unterstützt. Der Taucher hatte zunächst nur fünf Meter tief in die "achte Sektion" im Heck der "Kursk" vordringen können. Wegen des sperrigen Tauchanzugs sei er nicht weiter voran gekommen, da der Durchgang zu eng wurde, sagte Admiral Wjatscheslaw Popow. Dagegen erklärte der Sprecher der Nordflotte, Wladimir Nawrozki, der Taucher sei nicht weitergekommen, weil der Luftschlauch seines Anzugs zu kurz sei. Mit einem längeren Schlauch solle ein neuer Versuch gemacht werden. An der Decke der Sektion habe der Taucher ein Luftpolster entdeckt, erklärte Popow. Nach dem Untergang der "Kursk" am 12. August wurde tagelang vermutet, dass ein Teil der 118 Mann starken Besatzung dank verbliebener Luft das Unglück überlebt haben könnte. In der achten Sektion sollen sich zum Zeitpunkt des Unglücks sieben Seeleute aufgehalten haben. Die Luke in eine untere Kammer der achten Sektion sei verschlossen und habe nicht geöffnet werden können, hieß es weiter. Die Luke in die benachbarte neunte Sektion lasse sich wegen eines Hindernisses nicht vollständig öffnen. Das U-Boot wurde durch eine gewaltige Explosion bei dem Unglück schwer beschädigt. Die Arbeit der Taucher im Inneren des Wracks gilt deshalb als äußerst gefährlich. Der Einsatz in mehr als 100 Meter Tiefe soll bei Gefahr für die Spezialisten sofort gestoppt werden. Russische und norwegische Taucher hatten in den vergangenen Tagen ein 1,2 Meter breites Einstiegsloch in die achte Sektion der "Kursk" geschnitten. Derzeit wird auch an einem Loch in die benachbarte siebte Sektion gearbeitet. An der hintersten neunten Sektion wurde die Notausstiegs-Luke geöffnet. Aus der Sektion werde schmutziges Wasser abgepumpt, damit Taucher einsteigen können. Wegen des stürmischen Wetters in der nördlichen Barentssee ist ungewiss, ob die für eine Dauer von etwa drei Wochen geplanten Arbeiten abgeschlossen werden können. Tagespresse vom 25.10.2000 |
|
Die Besatzung des Mutterschiffs der Tauchern, der norwegischen "Regalia", berichten nun von Wellen, die auf vier Meter Höhe zurückgegangen seien. Allerdings sagten Meteorologen für die kommenden Tage erneut schlechtes Wetter voraus. Die Taucher hatten erst am Montagmorgen damit begonnen, größere Einstiegslöcher in die äußeren und inneren Druckkörper des U-Bootes zu schneiden, um die insgesamt 118 toten Seeleute aus dem Schiff holen zu können. Bisher ist das erste Loch noch nicht groß genug, damit Taucher in das Innere vordringen können. Bereits Mitte der Woche sollten erste Taucher in das Innere des Bootes steigen und nach den Leichen suchen. Insgesamt müssen die Taucher sieben Löcher in die "Kursk" bohren, um jeden Winkel im Inneren des 154 Meter langen U-Boot-Wracks zu erreichen. Eine dicke Gummischicht erschwert die Arbeit. Ausgangspunkt der Expedition ist das norwegische Spezialschiff "Regalia " mit einer schwimmenden Taucherplattform. Die "Regalia" war am Freitag an der Unglücksstelle eingetroffen. Die "Kursk " war nach mehreren Explosionen an Bord am 12. August mit 118 Besatzungsmitgliedern gesunken. Die Ursache der Explosionen ist dem Vernehmen nach noch nicht ermittelt. Tagespresse vom 24.10.2000 |
|
Auch Sturm und Regen konnten Taucher nicht davon abhalten, ein erstes Erkundungsloch in die dicke Hülle der "Kursk" zu schneiden. Weder Öl noch Radioaktivität wurden im Wasser entdeckt.
Wasserproben aus dem Wrackinneren hätten keine Hinweise auf Brandschäden oder Ölverschmutzung in der achten Sektion ergeben, sagte Popow. Der Druck sei normal. Nur russische Taucher sollen zur Untersuchung und zur Bergung der Leichen in das Innere eindringen. In der Enge und Dunkelheit erwartet sie wahrscheinlich ein Chaos an zerstörten Metallteilen. Die Norweger werden aus Gründen der militärischen Geheimhaltung nur außen am Wrack eingesetzt. Experten rechneten nach Angaben der Zeitung "Sewodnja" damit, dass nur fünf bis sechs tote Seeleute geborgen werden können. Messungen mit Tauchrobotern zeigten keine erhöhte Radioaktivität am Wrack an. Die "Kursk" wurde von zwei Atomreaktoren ange- trieben, die sich beim Untergang nach Militärangaben automatisch abschalteten. Atomwaffen waren angeblich nicht an Bord. Tagespresse vom 22.10.2000 B E R G U N G - Taucher schneiden Löcher in die "Kursk" Spezialisten ist es gelungen, einige Druckluftbehälter des untergegangenen Atom-U-Boots "Kursk" zu entleeren. Die wirklich gefährlichen Teile der Bergungsaktion haben die Tauchern aber noch vor sich. Ein Sprecher der russischen Nordflotte, nach Öffnung der dünnen Außenhaut des Schiffes und Entlüftung der Tanks hoffe man, wenn das Wetter mitspiele, bis Sonntagabend so weit zu sein, dass auch die starke innere Wandung des Schiffes geöffnet werden könne. Erst dann können Taucher ins Wrack gelangen. Die "Kursk" liegt seit dem Explosionsunglück im August in über 100 Metern Tiefe. Basis der Operation ist die Spezialplattform "Regalia" aus Norwegen, die der inter- nationalen Öltechnikfirma Halliburton gehört. Erste Untersuchungen mit Tauchrobotern ergaben, dass am Wrack keine erhöhte Radioaktivität herrscht. Die "Kursk" wurde von zwei jeweils 190 Megawatt starken Reaktoren angetrieben, die sich beim Untergang am 12. August nach Militärangaben automatisch abschalteten. In dem etwa vier Grad kalten Wasser operierten jeweils zwei Russen direkt am Wrack, während ein Norweger in der Taucherglocke die Arbeit sicherte, sagte der Kommandeur der Nordflotte, Admiral Wjatscheslaw Popow. Die Dreierteams würden alle vier Stunden abgelöst. Durch die in die Außenhülle geschnittenen Löcher öffneten Taucher die Ventile der Druckluftbehälter und -leitungen zwischen Außenhülle und Innenrumpf im Bereich der achten und neunten Sektion der "Kursk". In der neunten Sektion am Heck befindet sich die Rettungsluke, die norwegische Taucher nach dem Unglück im August geöffnet hatten, um sich Gewissheit über den Tod der gesamten Besatzung zu verschaffen. Der Bug des U-Bootes war beim Untergang durch zwei Explosionen zerstört worden. Die jetzige Phase der Bergungsaktion sei noch relativ ungefährlich, hieß es bei der russischen Marine. Gleichwohl sei den Einsatzkräften der Rat mit auf Tauchfahrt gegeben worden, alle Risiken zu vermeiden. Ernster werden die Gefahren, wenn die dicke Innenwandung für den Einstieg ins Schiffsinnere durchtrennt ist und im eiskalten Wasser der See die eigentlichen Bergungsarbeiten beginnen. Metallstreben und Trümmer könnten die Taucher dabei in Gefahr bringen. Deshalb ist vorge- sehen, dass sich zunächst nur ein russischer Marinetaucher ins Schiffsinnere vorwagt. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, schien fraglich, nachdem für Sonntag wieder stürmisches Wetter erwartet wird. Tagespresse vom 21.10.2000 Spezialschiff über "Kursk" in Position - Bergung der Toten beginnt Zwei Monate nach dem Untergang des russischen Atom-U-Bootes "Kursk" bereiten sich 18 Taucher auf einem Spezialschiff auf den ersten Tauchgang zum Wrack vor.
In Russland ist in den vergangenen Tagen die Kritik an der geplanten Bergungsaktion gewachsen. Die Marine kündigte vor der Ankunft der "Regalia" an, bei Gefahr für die eingesetzten Taucher werde die Bergung der toten Seeleute abgesagt. Admiral Kurojedow widersprach Berichten, die Taucher sollten nicht die Toten, sondern geheime Ausrüstung aus dem U-Boot retten. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den Angehörigen nach der Katastrophe versprochen, die Toten bergen zu lassen. Das gesamte Wrack der "Kursk" soll im kommenden Jahr gehoben werden. Tagespresse vom 20.10.2000 |
|
Russlands Präsident Putin will das Risiko eingehen: Die 118 toten Seeleute des gesunkenen Atom-U-Bootes "Kursk" und das Wrack sollen geborgen werden. Schwesterboote der "Kursk" dürfen auch mehr als einen Monat nach dem Unglück weiterhin nicht auslaufen, wie Marinechef Admiral Wladimir Kurojedow sagte. Die "Kursk" war am 12. August aus bislang ungeklärter Ursache verunglückt. Seitdem gilt für die verbliebenen Boote dieser Klasse ein Auslaufverbot. Tagespresse vom 19.09.2000 |
Marine dementiert Bericht über Raketenbeschuss
der "Kursk"
Putin, der derzeit auf dem Millenniumsgipfel in New York ist, gab noch keine Stellungnahme ab. Tagespresse vom 08.09.2000 " K U R S K " - K A T A S T R O P H E - Bergung der Toten ab Ende September
Tagespresse vom 29.08.2000 "Kursk"-Tragödie - Putin erhält Rückendeckung
" K U R S K " - K A T A S T R O P H E -
Putin verleiht Orden an die tote Mannschaft
Gasexplosion Ursache für "Kursk"-Untergang?
U-Boot-Tragödie - Norweger lehnen Bergung
der "Kursk"- Opfer vorerst ab
U-Boot-Unglück - Keine Überlebenden mehr in der "Kursk"
Tagespresse vom 21.08.2000 Experten glauben, dass an Bord der gesunkenen "Kursk" niemand mehr lebt
Tagespresse vom 18.08.2000 U-Boot-Drama: Retter kämpfen gegen die Uhr Russland bittet die Nato um Hilfe
Sonnabend in der Barentssee im Nordpolarmeer auf Grund gelaufen. Über die Unglücksursache herrschte weiterhin Rätselraten. Als die wahrscheinlichste Ursache betrachtete der Marinesprecher eine Explosion in der Torpedo-Kammer. Die Verständigung mit der Besatzung erfolgte im Tagesverlauf nur über Klopfzeichen, so dass eine Einschätzung der Lage im Boot schwierig sei. Spekulationen, wonach zahlreiche Besatzungsmitglieder tot seien, wies der Marinesprecher zurück. Tagespresse vom 16.08.2000 Ein Atom-U-Boot der „Antej-Klasse“ ist nach einem Unfall gesunken
Tagespresse vom 15.08.2000 Die "Kursk": Ein Koloss auf dem Meeresgrund
Die russische Marine hat inzwischen Entwarnung gegeben. Atomwaffen seien nicht an Bord der "Kursk" gewesen. Militärexperten bezweifeln diese Aussage allerdings. Umweltschützer befürchten, dass aus den Antriebsreaktoren des Atom-U-Boots radioaktives Material austreten könnte. Nach Angaben der norwegischen Strahlenschutzbehörde ist bislang aber noch keine ungewöhnliche radioaktive Strahlung gemessen worden. Normalerweise können U-Boote der "Antej-Klasse" mit maximal 130 Mann Besatzung bis zu 120 Tage ununterbrochen tauchen, wozu aber die Atomreaktoren eingeschaltet sein müssen. Die beiden Reaktoren des Bootes haben eine Kapazität von jeweils 190 Megawatt. Nach einem Störfall am Sonntag mußten sie allerdings abgeschaltet werden. Seitdem liegt das U-Boot in 107 Metern Tiefe auf dem Grund der Barentssee im Nordpolargebiet. Tagespresse vom 15.08.2000 |