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Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: W
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  1. W = Whiskey, internationales Buchstabensignal, blauweiß mit rotem Rechteck. Bedeutung: Ich benötige ärztliche Hilfe.
  2. Wache, Schiffswache = Einteilung der Besatzung  auf verschiedene Wachdienste im Schichtdienst, z.B. ein Wachgänger, Brückenwache, Maschinenwache; z.B. eine  Deckswache bewacht das Schiff im Hafen
  3. Wachhabender = derjenige, dem die Wache untersteht.
  4. Wachoffizier = nautischer Offizier, der für den Zeitraum seiner Wache eigenverantwortlich die nautische Führung des Schiffes übernommen hat; bei der Bundesmarine: 1.WO, 2.WO, 3.WO
  5. Wade, Waade = Fischfanggerät der Binnen-, Küsten- und Hochseefischerei. Die Wade ist ein Umschließungsnetz, bei dem die Fische  durch Umschließen mit einer Netzwand (Wade) am Entweichen gehindert werden.
  6. Wahrer Kurs = der Winkel zwischen rechtweisend Nord und dem Weg eines Schiffes über Grund, der mit dem rechtweisenden Kurs identisch ist, wenn weder Abdrift noch Stromversetzung herrschen.
  7. Wahrer Wind = die tatsächliche Windrichtung und Windstärke, die an Bord nur wahrgenommen wird, wenn sich das Schiff nicht in Fahrt befindet.
  8. Wahrschau = Warnung, Warnruf, Vorsicht; auch Warschau
  9. wahrschauen, wahrnehmen = warnen, auf eine Gefahr aufmerksam machen, auch soviel wie etwas entgegennehmen, in Empfang nehmen, Bescheid sagen
  10. Wahrschaufloß = Ein Floß das zur Kennzeichnung der Fahrrinne für die Schifffahrt dient. Sie werden zum Beispiel bei Havarien oder Untiefen in Flüssen eingesetzt, um die Schifffahrt auf diese Hindernisse aufmerksam zu machen und weitere Grundberührungen oder Festfahrungen zu vermeiden.
  11. Waikato River = ist der längste Fluss in Neuseeland. Er befindet sich im Zentrum der Nordinsel und ist insgesamt 425 Kilometer lang.
  12. Wakataua = neuseeländisches Kriegskanu mit bis zu 6 m hohen Schmucksteven. Besteht aus einem durch aufgesetzte Planken vergrößerten Einbaum
  13. Wakeboard = ist ein Wassersportgerät in Form eines Brettes, das man sich an die Füße schnallt um damit auf dem Wasser zu gleiten. Das Wakeboard ist vergleichbar mit dem Snowboard.
  14. Wakeboarder = ist ein Wassersportler, der mit einem Brett auf dem Wasser gleitet. Im Gegensatz zum klassischen Wasserski steht der Fahrer wie beim Snowboard seitlich zur Fahrtrichtung. Er wird von einem Boot oder einer Seilbahn gezogen.
  15. Waken = die eisfreien Stellen bei Neubildung des Oberflächeneises auf dem Meer.
  16. Wal = großes Meeressäugetier mit fischförmiger Gestalt , waagerechter Schwanzflosse und Spritzloch ( für die Atemluft) an der Oberseite des Kopfes; Arten: Zahnwal, Pottwal, Narwal, Bartenwal, Blauwal, Riesenwal, Finnwal, Grönlandwal
  17. Walfang = mit Spezialschiffen durchgeführte Jagd auf Wale
  18. Walfänger = Spezialschiff für den Walfang
  19. Walkie-Talkie = tragbares Sprechfunkgerät mit geringer Reichweite, wird beim Festmachen und bei Bootsmanöver zur Verständigung unter der Besatzung verwendet.
  20. Wallkapitän, Schiffsinspektor, Schiffsmeister = ehemaliger Schiffer oder Kapitän, der als Angestellter einer Reederei die Fahrtüchtigkeit der Schiffe, ihre Ausbesserung und die Mannschaft zu beaufsichtigen hat;
  21. Wallschiene = Scheuerleiste, kräftiger Ausführung
  22. Want, Wanten = Taue oder Stahldrähte zum seitlichen Stützen des Mastes; bei Segelschiffen durch eingebundene Webeleinen zu Strickleitern zusammengefaßt; Verspannung des Mastes nach den Seiten. Das stehende Gut rechts und links vom Mast.
  23. Wantschlag = Tauwerk
  24. Wantenspanner = Spannschraube zum Durchsetzen der Wanten; der Wantenspanner gehört zum stehenden Gut.
  25. Warf, Warft, Wurf, Wurt = ein künstlicher Hügel in nicht eingedeichtem Marschgelände und auf den Halligen usw., auf dem sturmflutfrei die Wohnhäuser gebaut werden.
  26. Warp = 1. leichte Trosse; 2. Schleppanker
  27. Warpanker = Warp, kleiner Anker zum Verholen des Schiffs, der mit dem Boot ausgebracht wird, um das Schiff mit der Warpleine weiterzuziehen
  28. warpen = verholen eines Schiffes, Bootes mit Hilfe eines zu diesem Zweck ausgebrachten Ankers, z.B. zum Abbringen eines gestrandeten Schiffes
  29. Warpleine = Leine oder Trosse die an den Warpanker angesteckt und beim Warpen ausgebracht und eingeholt wird.
  30. WASA = Name eines schwedischen Flaggschiffs, mit 64 Bronzekanonen bestückt, ging 10.8.1628 auf ihrer Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen bei langsamer Fahrt unter. An Bord befanden sich 450 Mann Besatzung und 40 Frauen der Seeoffiziere, die ihre Männer bis in die Schären begleiten wollten. Der schwedische Marinehistoriker Anders Franzen stellte auf eigene Faust Forschungen an und entdeckte den Fundort. Danach förderte eine der größten Bergungsaktion in der Geschichte des Museumswesens das durch den niedrigen Salzgehalt des Ostseewassers im Schlamm konservierte Wrack der WASA zutage. Heute erhellt das konservierte und museal aufbereitete Schiff eine wichtige Phase in der Geschichte von Schiffbau und Seefahrt.
  31. Waschbord = ursprünglich der oberste Plankengang in Deckshöhe. Bei Segelbooten bezeichnet man auch das Cockpit einfassende Süll als Waschbord
  32. Wasserpforte = mit Klappen versehene Öffnungen im Schanzkleid, durch die übergekommenes Wasser von Brechern oder Sturzseen sofort wieder abfließen kann. Eine Wasserpforte ist größer als ein Speigatt.
  33. Wassergraben = eine vertiefte Wasserabflußrinne am Fuß der Verschanzung.
  34. Wasser machen = wenn durch undichte Stellen in der Außenhaut oder im Deck Wasser in das Schiff eindringt
  35. Wasserhose, Trombe =  mit Wasser mitführender kleiner Wirbelsturm
  36. Wasserjungfrau = weiblicher Wassergeist mit Fischschwanz; Nixe
  37. Wasserlinie = von der Wasseroberfläche um den  Schiffsrumpf gebildete Linie; bis zu dieser Linie soll das ausgerüstete vollgeladene Schiff eintauchen
  38. Wassermann = männlicher Wassergeist
  39. Wasserpolizei = Wasserschutzpolizei, die Seeschiffahrtsstraßen, Schiffe und Häfen überwacht
  40. Wassersack = Segeltuchsack, der früher zum Transport von Frischwasser an Bord des Schiffes diente
  41. Wasserschout = Vorsteher des Seemannsamtes
  42. Wasserschöpfer = Gerät der Ozeanologie, Meeresbiologie und Fischereibiologie. Mit dem Wasserschöpfer werden Wasserproben ohne Vermischung aus bestimmter Tiefe bei gleichzeitiger Messung der Temperatur am Entnahmeort aus dem Meer entnommen
  43. Wasserseite = Bereich zwischen Lagerhalle und Kaikante; vom Schiff aus die Seite, mit der das Schiff nicht am Kai liegt
  44. Wasserspiegel = Oberfläche eines Gewässers; der Wasserspiegel sinkt, steigt
  45. Wasserstag = Teil des Vorgeschirrs. Stag (Tau oder Kette), das vom Vorsteven eines Segelboots oder einer Segelyacht  mit Klüverbaum bis zur vorderen Spitze des Klüverbaums verläuft, um eine Verformung des Baumes durch den Klüver zu verhindern.
  46. Wasserstand = Höhe des Wasserspiegels  ( über oder unter einem angenommenen Nullpunkt)
  47. Wasserstraße = Verkehrsweg, Fahrrinne, Schiffahrtsstraße  für Schiffe (See, Kanal, das offene Meer). Rechtmäßig unterscheiden wir Binnen- und Seewasserstraßen
  48. Wassertiefe = die Tiefe des Wassers, in den Seekarten durch Zahlen angegeben. Deutsche Seekarten geben die Wassertiefe in Metern an, Ausländische oftmals in Faden an.
  49. Wasserverdrängung = Maß  für die Größe eines Schiffes, das sich aus der vom Schiffskörper verdrängten Wassermenge ergibt. Auch Deplacement genannt; siehe auch bei Verdrängung.  Marine: Bezeichnet bei einem Kriegsschiff den Rauminhalt des Unterwasserkörpers in cbm und somit das jeweilige Gewicht des Schiffes in t oder ts . Man unterscheidet die Typverdrängung, die Konstruktionsverdrängung und die Höchstverdrängung.
  50. WaStrG = Bundeswasserstraßengesetz i.d.F. vom 23. August 1990
  51. Waterkant = Wasserkante, Nordseeküste; scherzhaft  für norddeutsches Küstengebiet
  52. Watt = seichter Streifen der Nordsee zwischen Küste u. vorgelagerten Inseln;  an flachen Gezeitenküsten vom Meer täglich zweimal überfluteter und wieder trockenfallender Meeresboden, wobei Sand und Schlick abgelagert wird; reiche Tierwelt
  53. Wattenmeer = das Watt bedeckter, seichter Meeresteil
  54. Wattrinne = flache Rinne im Watt, die im Verlauf der Tidebewegung zeitweise trockenfällt. Wattrinnen bilden in der Regel den Oberlauf der Priele.
  55. Wattstrom = in Nordfriesland übliche Bezeichnung für die großen Wasserläufe im Wattgebiet.
  56. Wattstütze = Stelzenähnliche Balken oder Rohre, oft mit Trittstufen zum Vonbordgehen einer Yacht oder Segelbootes, die nach dem Aufsetzen des Kiels im Watt auf jeder Bootsseite in Höhe der Püttingeisen angebracht werden. Ein Abrutschen und Umfallen soll damit verhindert werden.
  57. Waypoint = Breiten- und Längenpunkte, an denen der Kurs die Richtung ändert. Diese Punkte werden in Elektronikgeräte zur Positionsbestimmung eingegeben und der Steuermann fährt den elektronisch ermittelten Kurs.
  58. Webeleinen = Stricktaue (dünne Leinen) zwischen den Wanten, die zum Ersteigen der Masten dienen.
  59. Webleinensteg = besonderer Knoten, um die dünnen Webleinen mit den dicken Wantentauen zu verbinden
  60. Wechselfeuer = Leuchtfeuer, das einen wechselnden Schein zeigt, und zwar meistens weiß-rot.
  61. Weckruf = Spruch um Seeleute zu wecken; z.B.:  Lüft das Gatje, schwing das Bein, denn jeder muß der erste sein oder Jeder stößt den anderen an, der letzte stößt sich selber an,  Reise Reise aufstehen, usw.
  62. Wegener, Alfred = Geophysiker 1880-1930. Bekannt durch die Verschiebungstheorie, wonach die Kontinente ursprünglich eine Einheit bildeten und sich durch Schwereveränderungen in der noch flüssigen unteren Erdkruste seitlich  verschoben haben sollen und noch verschieben.Tragisch endete seine Grönland-Expedition von 1930-1931. Er und sein
  63. Begleiter blieben an der Ostküste Grönlands verschollen.
  64. Weger = Schiffsplanke
  65. Wegerecht = Begriff innerhalb der Regeln über die Ausweichpflicht sich begegnender Schiffe. Ein Schiff mit Wegerecht hat Vorfahrt vor einem ausweichpflichtigen Schiff.
  66. Wegerechtschiff = Schiff, das wegen seines Tiefgangs, seiner Länge oder sonstigen Eigenschaften gezwungen ist, den für sich günstigen Teil des Fahrwassers in Anspruch zu nehmen
  67. wegern = die Innenseite der Spanten mit Wergern belegen
  68. wegfieren = eine Verstärkung des Ausdrucks fieren
  69. Wegerung = Auskleidung der Tankdecke in Schiffsräumen mit einem Holz- oder Kunststoffbelag, um Beschädigung der Tankdecke beim Umschlag zu vermeiden und Güter vor Feuchtigkeit zu schützen; die innere Bekleidung der Bordwand
  70. Wehr, Stauwehr = z. B.: Ein Bauwerk aus Stein in einem Fluss. Durch das Wehr (auch Stau) ist es möglich den Wasserstand zu regulieren.
  71. Weiberknoten = der falsche Kreuzknoten. Er ist die Visitenkarte des unbefahrenen Mannes
  72. Weißdüne = Sekundärdüne, Düne mit spärlichem Planzenwuchs. Die aus Vordünen entstandenen Weißdünen erreichen durch anhaltendes, starkes Sandwehen eine beträchtliche Höhe (bis zu 20 m)
  73. Weiße Meer, Weißmeer = ist ein Nebenmeer des Arktischen Ozeans. Das Weiße Meer bedeckt eine Fläche von rund 90.000 km² und hat ein Gesamtvolumen von etwa 6000 km³. Im Mittel ist es 67 m tief, die maximale Tiefe beträgt 350 m. Im Norden wird das Meer durch die Barentssee sowie der Halbinsel Kola, im Westen durch die Landschaft Karelien, und im Süden durch die Oblast Archangelsk begrenzt.
  74. Weißmeer-Ostsee-Kanal, Weißmeer-Kanal, Stalinkanal = Wasserstraße von St. Petersburg im Süden durch den Ladogasee und den Onegasee bis nach Belomorsk (Soroka) am Weißen Meer im Norden. Die einzigartige Anlage besitzt 19 Schleusen, 15 Staudämme, zwölf Wasserablässe, 49 Dämme und 33 künstliche Kanäle. Durch den Weißmeer-Ostsee-Kanal wurde der Zugriff auf die reichen Naturschätze des russischen Nordens ermöglicht. Der Kanal wurde in der Rekordzeit von einem Jahr und neun Monaten erbaut und am 3. August 1933 freigegeben. Möglich wurde dies durch die schonungslose Ausbeutung von etwa 280.000 Gulag-Häftlingen. Der Bau des Weißmeer-Ostsee-Kanals verlief unter strengster Geheimhaltung. Mit primitiven Werkzeugen schlugen die Zwangsrekrutierten eine 227 Kilometer lange Schneise durch überwiegend felsigen Grund. Zum Vergleich: Der Bau des 160 Kilometer langen Suezkanals hatte zehn Jahre in Anspruch genommen. Von 1933–1961 wurde der Weißmeer-Ostsee-Kanal: Stalinkanal genannt.
  75. Welland-Kanal = 44 km langer, bis 9 m tiefer und 33 m breiter kanadischer Umgehungskanal an den Niagarafällen, verbindet Ontario-  und Eriesee.
  76. Welle = sich auf und ab bewegender, sich emporwölbender und wieder sinkender Teil der Wasseroberfläche; seemännisch : See. - Wellen können auf Ozeanen in Orkanen bis zu 21 Meter hoch werden
  77. Wellenberg = oberer Teil einer Welle
  78. Wellenbrecher = 1. über der Back laufende, leicht nach vorn geneigte Schutzwand, Blechschürze ( zum Ableiten des über das Deck schwappenden Wassers); 2. molenähnliche Anlage, die anlaufende Wellen z.B. vor Hafeneinfahrten brechen soll.
  79. Wellengang = Bewegung der Wellen
  80. Wellenkamm = höchster Teil des Wellenberges
  81. Wellenlänge = Entfernung zweier benachbarter Wellenberge oder Wellentäler
  82. Wellental = unterer Teil einer Welle
  83. Wellentunnel = auf Dampf- oder Motorschiffen begehbarer, langer Raum zwischen Maschinenraum und Heck , durch den die Schiffsschraubenwelle geführt wird
  84. Wellington-Kanal = Durchfahrt zwischen den Inseln Devon und Cornwallis im NordkanadischenArchipel.
  85. Weltmeer = Ozean, größte zusammenhängende Wassermasse der Erde, die fast 71 % der Erdoberfläche einnimmt. Auf der Erde gibt es fünf Ozeane. Diese sind : der Atlantische Ozean (Atlantik), der Pazifische Ozean (Pazifik), auch Stiller Ozean bezeichnet, der Indische Ozean (Indik), der Südliche Ozean (Südpolarmeer) und der Arktische Ozean (nördliches Eismeer bzw. Nordpolarmeer).
  86. Weltumsegelung = Umrundung der ganzen Welt mit einem Segelboot
  87. Wendemanöver = Halse, Drehung eines Schiffes
  88. wenden = das Schiff durch den Wind drehen, um den Wind von der anderen Seite einzunehmen
  89. Werder, Wärder = Insel im Fluss, Niederung zwischen Flussläufen
  90. Werft = 1. Schiffswerft, Betrieb für den Neubau, die Reparatur und auch das Abwracken von Schiffen; 2. früher wurde auch die Warf als Werft bezeichnet.
  91. Werftgrandi = Spitzname für einen Werftarbeiter
  92. Werftklasse = von einer Werft nach eigenen Bauvorschriften gebauter Bootstyp. Wird heute als Eintypklasse bezeichnet.
  93. Werg = gezupftes Tauwerk; Hanffasern z.B. zum Kalfatern und Abdichten von Schraubverbindungen
  94. Wesel-Datteln-Kanal, Lippeseitenkanal =  verbindet den (Nieder-)Rhein (km 813,20 RU) mit dem Dortmund-Ems-Kanal (km 21,32); wurde zur Entlastung des Rhein-Herne-Kanals zum Anschluß des Rheinlands an die deutschen Nordseehäfen gebaut und diente darüberhinaus der Erschließung des nördlichen Ruhrgebiets 60,25 km lang, 6 Doppelschleusen: 11,80 x 112m / 12,00x222m größte Tauchtiefe: 2,80m. Befahrbar für Schiffe bis 110 m Länge und 11,45 Breite, zulässige Abladetiefe 2,80 m; Bundeswasserstraße.
  95. Weser =  Strom aus dem Zusammenfluß von Werra und Fulda bei Hannoversch-Münden; Bundeswasserstraße für die Großschiffahrt, unterteilt in Ober-, Mittel-, Unter- und Außenweser, insgesamt 440 km langer Fluß (mit Werra 732 km) zur Nordsee mit den Häfen: Bremerhaven, Blexen, Nordenham, Brake, Elsfleth, Farge, Blumenthal, Vegesack und Bremen. - Unterteilung der Weser: Oberweser = von Hann. Münden bis Minden, Mittelweser = von Minden bis Bremen, Unterweser = von Bremen (Wilhelm-Kaisen-Brücke) bis Bremerhaven, Außenweser = bei Bremerhaven geht die Unterweser in die Außenweser über, die sich über eine Länge von etwa 65 km bis zur Nordsee erstreckt. Bundeswasserstraße.
  96. Weser = erstes deutsches Dampfschiff, erbaut 1817 in Vegesack.
  97. Weserport = der 1964 in Bremerhaven in Betrieb genommene Hafenteil für den Umschlag von Massengut
  98. Westsee = älterer Name für die Nordsee
  99. Wetluga = ist ein linker Nebenfluss der Wolga im europäischen Teil Russlands. Sie entspringt bei Leninskoje westlich von Kirow und mündet bei Kosmodemjansk in den Tscheboksarsker Stausee.
  100. Wetterdeck = freies Deck
  101. Wetterglas = Vorläufer des Barometers für die Wettervorhersage auf See, insbesondere bei den frühen Transozeanreisen mit Rahseglern im 17. Jahrhundert.
  102. Wetterkarte = Darstellung des Wettergeschehens auf einer Landkarte
  103. Wetterkunde = Meteorologie
  104. Wetterlage = Lage der Hoch- und Tiefdruckgebiete und deren Fronten innerhalb eines geographischen Raumes
  105. Wetterleuchten = Blitze oder deren Widerschein in Wolken ohne hörbaren Donner
  106. Wetterprophet = scherzhaft für Meteorologe
  107. Wetterseite = der Richtung, aus der gewöhnlich das schlechte Wetter oder der Wind kommt
  108. Wettersturz =  sehr rasches Sinken der Lufttemperatur
  109. Wettervorhersage = Vorhersage über die Entwicklung des Wetters durch den Wetterdienst
  110. Wetterwarte = meteorologische Dienststelle, an der hauptamtlich beschäftigte Beobachter des Wetterdienstes tätig sind
  111. Wetterwolke = Gewitterwolke
  112. White Star = White Star Line (1871-1934) Oceanic Steam Navigation Company Ltd
  113. Whooling = durcheinander von Tauwerk und Gerätschaften
  114. Widersee = rücklaufende Brandung
  115. Wiek, Wieck, Wik, Wyk  = kleine Bucht an der Ostsee
  116. Wieling; Wielung = Bootsfender aus altem Tauwerk oder Segeltuch
  117. Wierde = im Land Wursten üblich für Wurt
  118. Wilhelmskanal = 1819-21 gebauter, 550m langer Schifffahrtskanal zur Umgehung der Wehre im Stadtgebiet von Heilbronn
  119. Willkomm-Höft = An der weltberühmten Schiffsbegrüßungsanlage werden täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang - im Sommer von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr - alle Schiffe über 500 BRT, welche den Hamburger Hafen anlaufen, in ihrer Landessprache, mit ihrer Nationalhymne und mit Flaggengruß begrüßt und verabschiedet. Das Fährhaus mit seinen Restaurants, Sälen, Veranden und großem Kaffeegarten ist ein beliebtes Ausflugsziel.
  120. Willy-Willy = Bezeichnung für tropische Wirbelstürme in australischen Gewässern
  121. Wimpel = lange, schmale, spitz oder schräg zulaufende Flaggen, am Ende mit langem Spalt ( Doppelstander). Bei den internationalen Signalflaggen haben wir den Antwort- und 10-Zahlenwimpel. Die Marine hat besondere Wimpel.
  122. Wind = im wesentlichen in horizontaler Richtung bewegte Luft; entsteht als Folge des Ausgleichs von Luftdruckunterschieden in der Atmosphäre
  123. Windanzeiger, Sempaphor = weithin erkennbarer Signalmast, der vorüberfahrenden Schiffen die zur Zeit an bestimmten Küstenorten herrschenden Windverhältnisse ( Windrichtung durch Zeigerapparat, Windstärke durch Flügel) anzeigt. Solche Windanzeiger werden heute nur noch selten in Betrieb gehalten. Ein soll historischer Windanzeiger steht heute noch in Cuxhaven. ( nähe der Alten Liebe )
  124. Windbag = Bezeichnung für Segelschiff
  125. Windbüdel = Windfahne aus Segeltuch, die sich schlauchförmig nach hinten verjüngt.
  126. Winde = Gerät zum Heben und Senken von Lasten; Seilwinde
  127. Windenhaus = kurzes Deckhaus zwischen den Ladeluken auf dem Oberdeck von Frachtschiffen
  128. Windenläufer =  Runner, Lastseil einer Winde
  129. Windfahne = Gerät zum Messen der Windrichtung, als Windbüdel, Verklicker oder senkrecht stehende Metallfahne, auf dem Mast von Yachten üblich. Auch als elektronische Fernanzeigegeräte ausgelegt.
  130. Windflut = leichte Sturmflut, Heufut, niedrige Sturmtide mit Scheitelwasserständen von rund 1 m bis 2 m über den mittlerem Tidehochwasser (MThw).
  131. Windgeschwindigkeit = wird ausgedrückt in Meter je Sekunde (m/sek) , Kilometer je Stunde (km/Std) und in Knoten. Ein Sturm der Stärke 9 hat eine Windgeschwindigkeit von rund 21 m/sek , 76 km /Std. oder 41 kn (Knoten); siehe auch Beaufort-Skala
  132. Windhose = Wirbelsturm; kleiner Tornado
  133. Windhutze = drehbarer Lüfter am Deck mit trichterförmiger Öffnung
  134. Windjammer = großes Segelschiff; ein Schiff, das sich gegen den Wind drängt. Ursprünglich Spottname der Frachtsegler, die unter dem Druck ( engl. to jam) des Windes ihre Reise durchführten.
  135. Windmesser = Anemometer; Gerät zur Messung der Windgeschwindigkeit
  136. Windrose = Windrichtungs-, Kompaßscheibe
  137. Windsbraut = Wirbelwind; (veraltend für heftiger Wind)
  138. Windsack = Schlauch aus Segeltuch zur natürlicher Belüftung von Räumen
  139. Windsee = durch die Schubkraft des über die Meeresfläche streichendenWindes verursachte Bewegung der See.
  140. Windseite = die Luvseite
  141. Windstärke =  Stärke des Windes, die nach der von Sir Francis Beaufort aufgestellten Skala in 12 Stufen, entsprechend den Windwirkungen, geschätzt werden kann; die Beaufort-Skala wurde 1949 auf 17 Stufen erweitert
  142. Windwellen = vom Wind direkt oder indirekt erzeugte Wellen, wie Windsee und Dünung.
  143. winken, winkern = das Signalisieren durch Winken mit den beiden Winkflaggen, die der Signalisierende in jeder Hand trägt. Bei der Marine für den näheren Verkehr,  früher vielfach gebrauchte Art des Signalisierens.
  144. Winker = 1. der Signalgast, der winkt, d. h. Winksignale gibt; 2. Der bewegliche Arm des Semaphors.
  145. Winkflagge = kleine rote mit weißem, vierkantigem Feld versehende Flaggen an kurzem Stock, mit denen Winksignale gegeben werden. Der Winker hat in jeder Hand eine Winkflagge.
  146. Winkerverfahren = Signalisierungsverfahren zur Übermittlung von Nachrichten, Dabei werden die Arme in die verschiedensten Haltestellungen zueinandergebracht, wobei jede bestimmte Haltung der Arme einen Buchstaben oder eine Zahl bedeutet. In jeder Hand befindet sich eine kleine Stabflagge (Winkerflagge) zur besseren Verdeutlichung der jeweiligen Signalzeichen. Die Übermittlung basieren auf dem Internationalen Signalbuch
  147. Winsch = Winde zum Heben schwerer Lasten, genutzt wird sie vor allen bei Seglern; Schotenwinsch
  148. Winschmann = Bezeichnung für den Hafenarbeiter oder Besatzungsmitglied der die Ladewinde bedient
  149. Winterlager = Ein Platz, auf welchem zum Winter Boote trocken gestellt werden können. Ein gutes Winterlager ist überdacht
  150. Wippe = Takel zum Heben von Lasten, bei dem durch einfache Umlenkung am festen Block eine bessere Zugrichtung durch einen zusätzlichen losen Block eine Verdopplung der Hubstrecke bzw. Beschleunigung des Hebevorgangs oder durch eine Wippe auf Wippe eine Verringerung der aufzuwendenden Kraft eintritt.
  151. Wirbelschäkel = ein Schäkel mit einem Wirbelauge oder drehbar verbundene Doppelschäkel, die sich mit den eingespleißten Leinen drehen und somit das Vertörnen verhindern können.
  152. Wirbelsturm = Sturm mit wirbelnden Luftbewegungen; Windhose
  153. Wolga = ist mit 3.534 km Länge der längste Fluss bzw. Strom Europas. Sie entspringt in den Waldaihöhen beim Dorf Wolgowerchowe und mündet ins Kaspische Meer. Etwa 200 Flüsse fließen der Wolga zu. Als Wasserstraße verbindet die Wolga den Norden und über den Wolga-Don-Kanal den Westen Europas mit dem Kaspischen Meer und Zentralasien.
  154. Wolga-Don-Kanal = Am 27. Juli 1952 wurde der Wolga-Don-Kanal feierlich eingeweiht. Er zieht sich über 101 Kilometer vom damaligen Stalingrad (heute Wolgograd) bis Kalatsch-am-Don hin und hat 13 Schleusen. Zur Jungfernfahrt machte sich von Stalingrad aus das Schiff "Joseph Stalin" auf den Weg. Zeitgleich legte "Stalins Verfassung" aus der Gegenrichtung ab. An der Wolga-Seite überwindet er 88 Höhenmeter (9 Schleusen), an der Don-Seite 44 m. Seine Solltiefe beträgt 3,60 m, sie ist jedoch im Bereich der Kotschetowsker Schleuse auf 3,35 m reduziert. Der Kanal erlaubt Schiffen bis zu etwa 5.000 t Tragfähigkeit die Durchfahrt. Zur Wasserversorgung wurden drei Pumpstationen gebaut, die das Wasser zur höchsten Stelle des Kanals pumpen. Der Kanal spielt auch eine wichtige Rolle für die Wasserversorgung der umliegenden Landwirtschaftsflächen.
  155. Wolga-Kama-Kaskade = bezeichnet man die Wasserkraftwerke bzw. Stauseen an der Wolga und ihres größten Nebenflusses, der Kama. Flussabwärts gesehen sind dies die größten Stauseen an der Wolga: 1. Iwankowoer Stausee (auch Moskauer Meer / Wolgastausee) (327 km², 1,12 Mrd. m³), 2. Uglitscher Stausee (249 km², 1,2 Mrd. m³), 3. Rybinsker Stausee (4.580 km², 25,4 Mrd. m³), 4. Nischni Nowgoroder Stausee (früher: Gorkijer Stausee) (1.590 km², 8,7 Mrd. m³), 5. Tscheboksarsker Stausee (auch Tscheboksaryer Stausee) (2.274 km², 13,8 Mrd. m³), 6. Samaraer Stausee (früher Kuibyschewer Stausee) (6.450 km², 58 Mrd. m³), 7. Saratower Stausee (1.831 km², 12,9 Mrd. m³), 8. Wolgograder Stausee (3.117 km², 31,5 Mrd. m³) .
  156. Wolga-Ostsee-Wasserweg, (bis 1964 Marienkanalsystem) = Binnenwasserstraße, verbindet als Teil des russischen Wasserstraßennetzes die obere Wolga über Flüsse, Kanäle und Seen (darunter Onegasee, Swir, Ladogasee und Newa) mit der Ostsee; rund 1 100 km lang.
  157. Wolgograder Stausee = ist ein Stausee an der Wolga im Süden Russlands Europa. Der Stausee erstreckt sich an der unteren Wolga auf 400 km Länge zwischen Saratow und dem Damm bei Wolschskij und ist 3.117 km² groß, bei 31,5 Mrd. m³ Stauraum. Der Wolgograder Stausee ist der letzte Teil der so genannten Wolga-Kama-Kaskade.
  158. Wolke = große, unbegrenzte Ansammlung und Verdichtung von kleinen Wassertröpfchen oder Eisteilchen in der Atmosphäre
  159. Wolkenbruch = sehr starker, plötzlicher Regenschauer, treten Tropfengrößen von über 8 mm auf.
  160. wrack = völlig defekt, beschädigt
  161. Wrack = gesunkenes, gestrandetes oder auf andere Weise unbrauchbar gewordenes Schiff
  162. Wracktonne = grüngestrichene Boje, meistens Leuchtboje, die ein Wrack anzeigt, das ein Schiffahrtshindernis bildet. Nach dem Betonnungssystem "A" (1977) gibt es keine spezielle Wracktonne mehr.
  163. Wreifholz = Fender (Reibholz) aus alten Rundhölzern
  164. wricken, wriggen = ein Boot durch einen am Heck hin und her bewegten Riemen fortbewegen
  165. WSA = Wasser- und Schifffahrtsamt
  166. WSD = Wasser- und Schifffahrtsdirektion
  167. WSV = Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  168. Wuhling = 1. Umwickelung eines Gegenstandes (gebrochene Spiere) mit Tauwerk oder Ketten, die einzelnen Schläge dicht nebeneinander liegend. 2. Scherzhaft für Unordnung, Durcheinander
  169. Wuhlingstek = ein Knoten der nicht seemännisch geschlagen ist und daher nicht halten kann.
  170. Wulstbug = diese strömungsgünstigere Einrichtung des Schiffsvorderteils gibt dem Schiff zusätzlich vorne einen stärkeren Auftrieb und damit eine höhere Geschwindigkeit
  171. Wulstkiel = eine Art Kielflosse, die aus einer starken, senkrecht unter dem Rumpf angebrachten eisernen Platte besteht, deren Unterkante wulstförmig ausgebildet ist und den eigentlichen Ballast bildet. Einen Wulstkiel hat z.B. das Starboot.
  172. Wurfleine = leichte Leine, die zur Übergabe des Festmacher-Tampens dient. Eine Holzkugel oder Affenfaust ( dicker Knoten am Ende der Leine) erleichtert das Werfen der Leine.
  173. Wurfleinenknoten = zur Beschwerung des freien Endes der Wurfleine gebildeter Knoten, der das Werfen erleichtert.
  174. Wursten = Fender aus Stücken eines starken Taus, die auf einem Tampen an der Bordwand hängen,
  175. Wurt =  Warf, Warft ; auf  Halligen Erdaufschüttung, als Wohnplatz oder Schutz gegen der Flut.

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update: 06.01.2008 (wird bei Bedarf erweitert) - die Angaben sind ohne Gewähr -