W = Whiskey, internationales
Buchstabensignal, blauweiß mit rotem Rechteck. Bedeutung: Ich benötige
ärztliche Hilfe.
Wache, Schiffswache = Einteilung der Besatzung
auf verschiedene Wachdienste im Schichtdienst, z.B. ein Wachgänger,
Brückenwache, Maschinenwache; z.B. eine Deckswache bewacht
das Schiff im Hafen
Wachhabender = derjenige, dem die Wache untersteht.
Wachoffizier = nautischer Offizier, der für
den Zeitraum seiner Wache eigenverantwortlich die nautische Führung des
Schiffes übernommen hat; bei der Bundesmarine: 1.WO, 2.WO, 3.WO
Wade, Waade = Fischfanggerät der Binnen-,
Küsten- und Hochseefischerei. Die Wade ist ein Umschließungsnetz,
bei dem die Fische durch Umschließen mit einer Netzwand (Wade)
am Entweichen gehindert werden.
Wahrer Kurs = der Winkel zwischen rechtweisend
Nord und dem Weg eines Schiffes über Grund, der mit dem rechtweisenden
Kurs identisch ist, wenn weder Abdrift noch Stromversetzung herrschen.
Wahrer Wind = die tatsächliche Windrichtung
und Windstärke, die an Bord nur wahrgenommen wird, wenn sich das Schiff
nicht in Fahrt befindet.
Wahrschau = Warnung, Warnruf, Vorsicht; auch
Warschau
wahrschauen, wahrnehmen = warnen, auf eine
Gefahr aufmerksam machen, auch soviel wie etwas entgegennehmen, in Empfang
nehmen, Bescheid sagen
Wahrschaufloß = Ein Floß das zur Kennzeichnung der Fahrrinne für die Schifffahrt dient. Sie werden zum Beispiel bei Havarien oder Untiefen in Flüssen eingesetzt, um die Schifffahrt auf diese Hindernisse aufmerksam zu machen und weitere Grundberührungen oder Festfahrungen zu vermeiden.
Waikato River = ist der längste Fluss in Neuseeland. Er befindet sich im Zentrum der Nordinsel und ist insgesamt 425 Kilometer lang.
Wakataua = neuseeländisches Kriegskanu
mit bis zu 6 m hohen Schmucksteven. Besteht aus einem durch aufgesetzte Planken
vergrößerten Einbaum
Wakeboard = ist ein Wassersportgerät in Form eines Brettes, das man sich an die Füße schnallt um damit auf dem Wasser zu gleiten. Das Wakeboard ist vergleichbar mit dem Snowboard.
Wakeboarder = ist ein Wassersportler, der mit einem Brett auf dem Wasser gleitet. Im Gegensatz zum klassischen Wasserski steht der Fahrer wie beim Snowboard seitlich zur Fahrtrichtung. Er wird von einem Boot oder einer Seilbahn gezogen.
Waken = die eisfreien Stellen bei Neubildung
des Oberflächeneises auf dem Meer.
Wal = großes Meeressäugetier mit
fischförmiger Gestalt , waagerechter Schwanzflosse und Spritzloch ( für
die Atemluft) an der Oberseite des Kopfes; Arten: Zahnwal, Pottwal, Narwal,
Bartenwal, Blauwal, Riesenwal, Finnwal, Grönlandwal
Walfang = mit Spezialschiffen durchgeführte
Jagd auf Wale
Walfänger = Spezialschiff für den
Walfang
Walkie-Talkie = tragbares Sprechfunkgerät
mit geringer Reichweite, wird beim Festmachen und bei Bootsmanöver zur
Verständigung unter der Besatzung verwendet.
Wallkapitän, Schiffsinspektor, Schiffsmeister
= ehemaliger Schiffer oder Kapitän, der als Angestellter einer Reederei
die Fahrtüchtigkeit der Schiffe, ihre Ausbesserung und die Mannschaft
zu beaufsichtigen hat;
Wallschiene = Scheuerleiste, kräftiger
Ausführung
Want, Wanten = Taue oder Stahldrähte
zum seitlichen Stützen des Mastes; bei Segelschiffen durch eingebundene
Webeleinen zu Strickleitern zusammengefaßt; Verspannung des Mastes nach
den Seiten. Das stehende Gut rechts und links vom Mast.
Wantschlag = Tauwerk
Wantenspanner = Spannschraube zum Durchsetzen
der Wanten; der Wantenspanner gehört zum stehenden Gut.
Warf, Warft, Wurf, Wurt = ein künstlicher
Hügel in nicht eingedeichtem Marschgelände und auf den Halligen
usw., auf dem sturmflutfrei die Wohnhäuser gebaut werden.
Warp = 1. leichte Trosse; 2. Schleppanker
Warpanker = Warp, kleiner Anker zum Verholen
des Schiffs, der mit dem Boot ausgebracht wird, um das Schiff mit der Warpleine
weiterzuziehen
warpen = verholen eines Schiffes, Bootes mit
Hilfe eines zu diesem Zweck ausgebrachten Ankers, z.B. zum Abbringen eines
gestrandeten Schiffes
Warpleine = Leine oder Trosse die an den Warpanker
angesteckt und beim Warpen ausgebracht und eingeholt wird.
WASA = Name eines schwedischen Flaggschiffs,
mit 64 Bronzekanonen bestückt, ging 10.8.1628 auf ihrer Jungfernfahrt
im Stockholmer Hafen bei langsamer Fahrt unter. An Bord befanden sich 450
Mann Besatzung und 40 Frauen der Seeoffiziere, die ihre Männer bis in
die Schären begleiten wollten. Der schwedische Marinehistoriker Anders
Franzen stellte auf eigene Faust Forschungen an und entdeckte den Fundort.
Danach förderte eine der größten Bergungsaktion in der Geschichte
des Museumswesens das durch den niedrigen Salzgehalt des Ostseewassers im
Schlamm konservierte Wrack der WASA zutage. Heute erhellt das konservierte
und museal aufbereitete Schiff eine wichtige Phase in der Geschichte von Schiffbau
und Seefahrt.
Waschbord = ursprünglich der oberste
Plankengang in Deckshöhe. Bei Segelbooten bezeichnet man auch das Cockpit
einfassende Süll als Waschbord
Wasserpforte = mit Klappen versehene Öffnungen
im Schanzkleid, durch die übergekommenes Wasser von Brechern oder Sturzseen
sofort wieder abfließen kann. Eine Wasserpforte ist größer
als ein Speigatt.
Wassergraben = eine vertiefte Wasserabflußrinne
am Fuß der Verschanzung.
Wasser machen = wenn durch undichte Stellen
in der Außenhaut oder im Deck Wasser in das Schiff eindringt
Wasserhose, Trombe = mit Wasser mitführender
kleiner Wirbelsturm
Wasserjungfrau = weiblicher Wassergeist mit
Fischschwanz; Nixe
Wasserlinie = von der Wasseroberfläche
um den Schiffsrumpf gebildete Linie; bis zu dieser Linie soll das ausgerüstete
vollgeladene Schiff eintauchen
Wassermann = männlicher Wassergeist
Wasserpolizei = Wasserschutzpolizei, die Seeschiffahrtsstraßen,
Schiffe und Häfen überwacht
Wassersack = Segeltuchsack, der früher
zum Transport von Frischwasser an Bord des Schiffes diente
Wasserschout = Vorsteher des Seemannsamtes
Wasserschöpfer = Gerät der Ozeanologie,
Meeresbiologie und Fischereibiologie. Mit dem Wasserschöpfer werden Wasserproben
ohne Vermischung aus bestimmter Tiefe bei gleichzeitiger Messung der Temperatur
am Entnahmeort aus dem Meer entnommen
Wasserseite = Bereich zwischen Lagerhalle
und Kaikante; vom Schiff aus die Seite, mit der das Schiff nicht am Kai liegt
Wasserspiegel = Oberfläche eines Gewässers;
der Wasserspiegel sinkt, steigt
Wasserstag = Teil des Vorgeschirrs. Stag (Tau
oder Kette), das vom Vorsteven eines Segelboots oder einer Segelyacht
mit Klüverbaum bis zur vorderen Spitze des Klüverbaums verläuft,
um eine Verformung des Baumes durch den Klüver zu verhindern.
Wasserstand = Höhe des Wasserspiegels
( über oder unter einem angenommenen Nullpunkt)
Wasserstraße = Verkehrsweg, Fahrrinne,
Schiffahrtsstraße für Schiffe (See, Kanal, das offene Meer).
Rechtmäßig unterscheiden wir Binnen- und Seewasserstraßen
Wassertiefe = die Tiefe des Wassers, in den
Seekarten durch Zahlen angegeben. Deutsche Seekarten geben die Wassertiefe
in Metern an, Ausländische oftmals in Faden an.
Wasserverdrängung = Maß für
die Größe eines Schiffes, das sich aus der vom Schiffskörper
verdrängten Wassermenge ergibt. Auch Deplacement genannt; siehe auch
bei Verdrängung. Marine: Bezeichnet bei einem Kriegsschiff
den Rauminhalt des Unterwasserkörpers in cbm und somit das jeweilige
Gewicht des Schiffes in t oder ts . Man unterscheidet die Typverdrängung,
die Konstruktionsverdrängung und die Höchstverdrängung.
WaStrG = Bundeswasserstraßengesetz i.d.F.
vom 23. August 1990
Waterkant = Wasserkante, Nordseeküste;
scherzhaft für norddeutsches Küstengebiet
Watt = seichter Streifen der Nordsee zwischen
Küste u. vorgelagerten Inseln; an flachen Gezeitenküsten vom
Meer täglich zweimal überfluteter und wieder trockenfallender Meeresboden,
wobei Sand und Schlick abgelagert wird; reiche Tierwelt
Wattenmeer = das Watt bedeckter, seichter
Meeresteil
Wattrinne = flache Rinne im Watt, die im Verlauf
der Tidebewegung zeitweise trockenfällt. Wattrinnen bilden in der Regel
den Oberlauf der Priele.
Wattstrom = in Nordfriesland übliche
Bezeichnung für die großen Wasserläufe im Wattgebiet.
Wattstütze = Stelzenähnliche Balken
oder Rohre, oft mit Trittstufen zum Vonbordgehen einer Yacht oder Segelbootes,
die nach dem Aufsetzen des Kiels im Watt auf jeder Bootsseite in Höhe
der Püttingeisen angebracht werden. Ein Abrutschen und Umfallen
soll damit verhindert werden.
Waypoint = Breiten- und Längenpunkte,
an denen der Kurs die Richtung ändert. Diese Punkte werden in Elektronikgeräte
zur Positionsbestimmung eingegeben und der Steuermann fährt den elektronisch
ermittelten Kurs.
Webeleinen = Stricktaue (dünne Leinen)
zwischen den Wanten, die zum Ersteigen der Masten dienen.
Webleinensteg = besonderer Knoten, um die
dünnen Webleinen mit den dicken Wantentauen zu verbinden
Wechselfeuer = Leuchtfeuer, das einen wechselnden Schein zeigt, und zwar meistens weiß-rot.
Weckruf = Spruch um Seeleute zu wecken; z.B.:
Lüft das Gatje, schwing das Bein, denn jeder muß der erste sein
oder Jeder stößt den anderen an, der letzte stößt
sich selber an, Reise Reise aufstehen, usw.
Wegener, Alfred = Geophysiker 1880-1930. Bekannt
durch die Verschiebungstheorie, wonach die Kontinente ursprünglich eine
Einheit bildeten und sich durch Schwereveränderungen in der noch flüssigen
unteren Erdkruste seitlich verschoben haben sollen und noch verschieben.Tragisch
endete seine Grönland-Expedition von 1930-1931. Er und sein
Begleiter blieben an der Ostküste Grönlands verschollen.
Weger = Schiffsplanke
Wegerecht = Begriff innerhalb der Regeln über
die Ausweichpflicht sich begegnender Schiffe. Ein Schiff mit Wegerecht hat
Vorfahrt vor einem ausweichpflichtigen Schiff.
Wegerechtschiff = Schiff, das wegen seines
Tiefgangs, seiner Länge oder sonstigen Eigenschaften gezwungen ist, den
für sich günstigen Teil des Fahrwassers in Anspruch zu nehmen
wegern = die Innenseite der Spanten mit Wergern
belegen
wegfieren = eine Verstärkung des Ausdrucks
fieren
Wegerung = Auskleidung der Tankdecke in Schiffsräumen
mit einem Holz- oder Kunststoffbelag, um Beschädigung der Tankdecke beim
Umschlag zu vermeiden und Güter vor Feuchtigkeit zu schützen; die
innere Bekleidung der Bordwand
Wehr, Stauwehr =
z. B.:Ein Bauwerk aus Stein in einem Fluss. Durch das Wehr (auch
Stau) ist es möglich den Wasserstand zu regulieren.
Weiberknoten = der falsche Kreuzknoten. Er
ist die Visitenkarte des unbefahrenen Mannes
Weißdüne = Sekundärdüne,
Düne mit spärlichem Planzenwuchs. Die aus Vordünen entstandenen
Weißdünen erreichen durch anhaltendes, starkes Sandwehen eine beträchtliche
Höhe (bis zu 20 m)
Weiße Meer, Weißmeer = ist ein Nebenmeer des Arktischen Ozeans. Das Weiße Meer bedeckt eine Fläche von rund 90.000 km² und hat ein Gesamtvolumen von etwa 6000 km³. Im Mittel ist es 67 m tief, die maximale Tiefe beträgt 350 m. Im Norden wird das Meer durch die Barentssee sowie der Halbinsel Kola, im Westen durch die Landschaft Karelien, und im Süden durch die Oblast Archangelsk begrenzt.
Weißmeer-Ostsee-Kanal, Weißmeer-Kanal, Stalinkanal = Wasserstraße von St. Petersburg im Süden durch den Ladogasee und den Onegasee bis nach Belomorsk (Soroka) am Weißen Meer im Norden. Die einzigartige Anlage besitzt 19 Schleusen, 15 Staudämme, zwölf Wasserablässe, 49 Dämme und 33 künstliche Kanäle. Durch den Weißmeer-Ostsee-Kanal wurde der Zugriff auf die reichen Naturschätze des russischen Nordens ermöglicht. Der Kanal wurde in der Rekordzeit von einem Jahr und neun Monaten erbaut und am 3. August 1933 freigegeben. Möglich wurde dies durch die schonungslose Ausbeutung von etwa 280.000 Gulag-Häftlingen. Der Bau des Weißmeer-Ostsee-Kanals verlief unter strengster Geheimhaltung. Mit primitiven Werkzeugen schlugen die Zwangsrekrutierten eine 227 Kilometer lange Schneise durch überwiegend felsigen Grund. Zum Vergleich: Der Bau des 160 Kilometer langen Suezkanals hatte zehn Jahre in Anspruch genommen. Von 1933–1961 wurde der Weißmeer-Ostsee-Kanal: Stalinkanal genannt.
Welland-Kanal = 44 km langer, bis 9 m tiefer
und 33 m breiter kanadischer Umgehungskanal an den Niagarafällen, verbindet
Ontario- und Eriesee.
Welle = sich auf und ab bewegender, sich emporwölbender
und wieder sinkender Teil der Wasseroberfläche; seemännisch : See.
- Wellen können auf Ozeanen in Orkanen bis zu 21 Meter hoch werden
Wellenberg = oberer Teil einer Welle
Wellenbrecher = 1. über der Back laufende,
leicht nach vorn geneigte Schutzwand, Blechschürze ( zum Ableiten des
über das Deck schwappenden Wassers); 2. molenähnliche Anlage, die
anlaufende Wellen z.B. vor Hafeneinfahrten brechen soll.
Wellengang = Bewegung der Wellen
Wellenkamm = höchster Teil des Wellenberges
Wellenlänge = Entfernung zweier benachbarter
Wellenberge oder Wellentäler
Wellental = unterer Teil einer Welle
Wellentunnel = auf Dampf- oder Motorschiffen
begehbarer, langer Raum zwischen Maschinenraum und Heck , durch den die Schiffsschraubenwelle
geführt wird
Wellington-Kanal = Durchfahrt zwischen den
Inseln Devon und Cornwallis im NordkanadischenArchipel.
Weltmeer = Ozean, größte zusammenhängende
Wassermasse der Erde, die fast 71 % der Erdoberfläche einnimmt. Auf der Erde gibt es fünf Ozeane. Diese sind : der Atlantische Ozean (Atlantik), der Pazifische Ozean (Pazifik), auch Stiller Ozean bezeichnet, der Indische Ozean (Indik), der Südliche Ozean (Südpolarmeer) und der Arktische Ozean (nördliches Eismeer bzw. Nordpolarmeer).
Weltumsegelung = Umrundung der ganzen Welt
mit einem Segelboot
Wendemanöver = Halse, Drehung eines Schiffes
wenden = das Schiff durch den Wind drehen,
um den Wind von der anderen Seite einzunehmen
Werder, Wärder = Insel im Fluss, Niederung zwischen Flussläufen
Werft = 1.
Schiffswerft, Betrieb für den Neubau, die Reparatur und auch das Abwracken
von Schiffen; 2. früher wurde auch die Warf als Werft bezeichnet.
Werftgrandi = Spitzname für einen Werftarbeiter
Werftklasse = von einer Werft nach eigenen
Bauvorschriften gebauter Bootstyp. Wird heute als Eintypklasse bezeichnet.
Werg = gezupftes Tauwerk; Hanffasern z.B.
zum Kalfatern und Abdichten von Schraubverbindungen
Wesel-Datteln-Kanal, Lippeseitenkanal =
verbindet den (Nieder-)Rhein (km 813,20 RU) mit dem Dortmund-Ems-Kanal (km
21,32); wurde zur Entlastung des Rhein-Herne-Kanals zum Anschluß des
Rheinlands an die deutschen Nordseehäfen gebaut und diente darüberhinaus
der Erschließung des nördlichen Ruhrgebiets 60,25 km lang, 6 Doppelschleusen:
11,80 x 112m / 12,00x222m größte Tauchtiefe: 2,80m.
Befahrbar für Schiffe bis 110 m Länge und 11,45 Breite, zulässige Abladetiefe 2,80 m; Bundeswasserstraße.
Weser = Strom aus dem Zusammenfluß
von Werra und Fulda bei Hannoversch-Münden; Bundeswasserstraße
für die Großschiffahrt, unterteilt in Ober-, Mittel-, Unter- und
Außenweser, insgesamt 440 km langer Fluß (mit Werra 732 km) zur Nordsee mit den Häfen:
Bremerhaven, Blexen, Nordenham, Brake, Elsfleth, Farge, Blumenthal, Vegesack
und Bremen. - Unterteilung der Weser: Oberweser = von Hann. Münden bis Minden, Mittelweser = von Minden bis Bremen, Unterweser = von Bremen (Wilhelm-Kaisen-Brücke) bis Bremerhaven, Außenweser = bei Bremerhaven geht die Unterweser in die Außenweser über, die sich über eine Länge von etwa 65 km bis zur Nordsee erstreckt. Bundeswasserstraße.
Weser = erstes deutsches Dampfschiff, erbaut
1817 in Vegesack.
Weserport = der 1964 in Bremerhaven in Betrieb
genommene Hafenteil für den Umschlag von Massengut
Westsee = älterer Name für die Nordsee
Wetluga = ist ein linker Nebenfluss der Wolga im europäischen Teil Russlands. Sie entspringt bei Leninskoje westlich von Kirow und mündet bei Kosmodemjansk in den Tscheboksarsker Stausee.
Wetterdeck = freies Deck
Wetterglas = Vorläufer des Barometers
für die Wettervorhersage auf See, insbesondere bei den frühen Transozeanreisen
mit Rahseglern im 17. Jahrhundert.
Wetterkarte = Darstellung des Wettergeschehens
auf einer Landkarte
Wetterkunde = Meteorologie
Wetterlage = Lage der Hoch- und Tiefdruckgebiete
und deren Fronten innerhalb eines geographischen Raumes
Wetterleuchten = Blitze oder deren Widerschein
in Wolken ohne hörbaren Donner
Wetterprophet = scherzhaft für Meteorologe
Wetterseite = der Richtung, aus der gewöhnlich
das schlechte Wetter oder der Wind kommt
Wettersturz = sehr rasches Sinken der
Lufttemperatur
Wettervorhersage = Vorhersage über die
Entwicklung des Wetters durch den Wetterdienst
Wetterwarte = meteorologische Dienststelle,
an der hauptamtlich beschäftigte Beobachter des Wetterdienstes tätig
sind
Wetterwolke = Gewitterwolke
White Star = White Star Line (1871-1934) Oceanic
Steam Navigation Company Ltd
Whooling = durcheinander von Tauwerk und Gerätschaften
Widersee = rücklaufende Brandung
Wiek, Wieck, Wik, Wyk = kleine Bucht
an der Ostsee
Wieling; Wielung = Bootsfender aus altem Tauwerk
oder Segeltuch
Wierde = im Land Wursten üblich für
Wurt
Wilhelmskanal = 1819-21 gebauter, 550m langer
Schifffahrtskanal zur Umgehung der Wehre im Stadtgebiet von Heilbronn
Willkomm-Höft = An der weltberühmten
Schiffsbegrüßungsanlage werden täglich von Sonnenaufgang bis
Sonnenuntergang - im Sommer von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr - alle Schiffe über
500 BRT, welche den Hamburger Hafen anlaufen, in ihrer Landessprache, mit
ihrer Nationalhymne und mit Flaggengruß begrüßt und verabschiedet.
Das Fährhaus mit seinen Restaurants, Sälen, Veranden und großem
Kaffeegarten ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Willy-Willy = Bezeichnung für tropische
Wirbelstürme in australischen Gewässern
Wimpel = lange, schmale, spitz oder schräg
zulaufende Flaggen, am Ende mit langem Spalt ( Doppelstander). Bei den internationalen
Signalflaggen haben wir den Antwort- und 10-Zahlenwimpel. Die Marine hat besondere
Wimpel.
Wind = im wesentlichen in horizontaler Richtung
bewegte Luft; entsteht als Folge des Ausgleichs von Luftdruckunterschieden
in der Atmosphäre
Windanzeiger, Sempaphor = weithin erkennbarer
Signalmast, der vorüberfahrenden Schiffen die zur Zeit an bestimmten
Küstenorten herrschenden Windverhältnisse ( Windrichtung durch Zeigerapparat,
Windstärke durch Flügel) anzeigt. Solche Windanzeiger werden heute
nur noch selten in Betrieb gehalten. Ein soll historischer Windanzeiger steht
heute noch in Cuxhaven. ( nähe der Alten Liebe )
Windbag = Bezeichnung für Segelschiff
Windbüdel = Windfahne aus Segeltuch,
die sich schlauchförmig nach hinten verjüngt.
Winde = Gerät zum Heben und Senken von
Lasten; Seilwinde
Windenhaus = kurzes Deckhaus zwischen den
Ladeluken auf dem Oberdeck von Frachtschiffen
Windenläufer = Runner, Lastseil
einer Winde
Windfahne = Gerät zum Messen der Windrichtung,
als Windbüdel, Verklicker oder senkrecht stehende Metallfahne, auf dem
Mast von Yachten üblich. Auch als elektronische Fernanzeigegeräte
ausgelegt.
Windflut = leichte Sturmflut, Heufut, niedrige
Sturmtide mit Scheitelwasserständen von rund 1 m bis 2 m über den
mittlerem Tidehochwasser (MThw).
Windgeschwindigkeit = wird ausgedrückt
in Meter je Sekunde (m/sek) , Kilometer je Stunde (km/Std) und in Knoten.
Ein Sturm der Stärke 9 hat eine Windgeschwindigkeit von rund 21 m/sek
, 76 km /Std. oder 41 kn (Knoten); siehe auch Beaufort-Skala
Windhose = Wirbelsturm; kleiner Tornado
Windhutze = drehbarer Lüfter am Deck
mit trichterförmiger Öffnung
Windjammer = großes Segelschiff; ein
Schiff, das sich gegen den Wind drängt. Ursprünglich Spottname der
Frachtsegler, die unter dem Druck ( engl. to jam) des Windes ihre Reise durchführten.
Windmesser = Anemometer; Gerät zur Messung
der Windgeschwindigkeit
Windrose = Windrichtungs-, Kompaßscheibe
Windsbraut = Wirbelwind; (veraltend für
heftiger Wind)
Windsack = Schlauch aus Segeltuch zur natürlicher
Belüftung von Räumen
Windsee = durch die Schubkraft des über
die Meeresfläche streichendenWindes verursachte Bewegung der See.
Windseite = die Luvseite
Windstärke = Stärke des Windes,
die nach der von Sir Francis Beaufort aufgestellten Skala in 12 Stufen, entsprechend
den Windwirkungen, geschätzt werden kann; die Beaufort-Skala wurde 1949
auf 17 Stufen erweitert
Windwellen = vom Wind direkt oder indirekt
erzeugte Wellen, wie Windsee und Dünung.
winken, winkern = das Signalisieren durch
Winken mit den beiden Winkflaggen, die der Signalisierende in jeder Hand trägt.
Bei der Marine für den näheren Verkehr, früher vielfach
gebrauchte Art des Signalisierens.
Winker = 1. der Signalgast, der winkt,
d. h. Winksignale gibt; 2. Der bewegliche Arm des Semaphors.
Winkflagge = kleine rote mit weißem,
vierkantigem Feld versehende Flaggen an kurzem Stock, mit denen Winksignale
gegeben werden. Der Winker hat in jeder Hand eine Winkflagge.
Winkerverfahren = Signalisierungsverfahren
zur Übermittlung von Nachrichten, Dabei werden die Arme in die verschiedensten
Haltestellungen zueinandergebracht, wobei jede bestimmte Haltung der Arme
einen Buchstaben oder eine Zahl bedeutet. In jeder Hand befindet sich eine
kleine Stabflagge (Winkerflagge) zur besseren Verdeutlichung der jeweiligen
Signalzeichen. Die Übermittlung basieren auf dem Internationalen Signalbuch
Winsch = Winde zum Heben schwerer Lasten,
genutzt wird sie vor allen bei Seglern; Schotenwinsch
Winschmann = Bezeichnung für den Hafenarbeiter
oder Besatzungsmitglied der die Ladewinde bedient
Winterlager = Ein Platz, auf welchem zum Winter
Boote trocken gestellt werden können. Ein gutes Winterlager ist überdacht
Wippe = Takel zum Heben von Lasten, bei dem
durch einfache Umlenkung am festen Block eine bessere Zugrichtung durch einen
zusätzlichen losen Block eine Verdopplung der Hubstrecke bzw. Beschleunigung
des Hebevorgangs oder durch eine Wippe auf Wippe eine Verringerung der aufzuwendenden
Kraft eintritt.
Wirbelschäkel = ein Schäkel mit
einem Wirbelauge oder drehbar verbundene Doppelschäkel, die sich mit
den eingespleißten Leinen drehen und somit das Vertörnen verhindern
können.
Wirbelsturm = Sturm mit wirbelnden Luftbewegungen;
Windhose
Wolga = ist mit 3.534 km Länge der längste Fluss bzw. Strom Europas. Sie entspringt in den Waldaihöhen beim Dorf Wolgowerchowe und mündet ins Kaspische Meer. Etwa 200 Flüsse fließen der Wolga zu. Als Wasserstraße verbindet die Wolga den Norden und über den Wolga-Don-Kanal den Westen Europas mit dem Kaspischen Meer und Zentralasien.
Wolga-Don-Kanal = Am 27. Juli 1952 wurde der Wolga-Don-Kanal feierlich eingeweiht. Er zieht sich über 101 Kilometer vom damaligen Stalingrad (heute Wolgograd) bis Kalatsch-am-Don hin und hat 13 Schleusen. Zur Jungfernfahrt machte sich von Stalingrad aus das Schiff "Joseph Stalin" auf den Weg. Zeitgleich legte "Stalins Verfassung" aus der Gegenrichtung ab. An der Wolga-Seite überwindet er 88 Höhenmeter (9 Schleusen), an der Don-Seite 44 m. Seine Solltiefe beträgt 3,60 m, sie ist jedoch im Bereich der Kotschetowsker Schleuse auf 3,35 m reduziert. Der Kanal erlaubt Schiffen bis zu etwa 5.000 t Tragfähigkeit die Durchfahrt. Zur Wasserversorgung wurden drei Pumpstationen gebaut, die das Wasser zur höchsten Stelle des Kanals pumpen. Der Kanal spielt auch eine wichtige Rolle für die Wasserversorgung der umliegenden Landwirtschaftsflächen.
Wolga-Kama-Kaskade = bezeichnet man die Wasserkraftwerke bzw. Stauseen an der Wolga und ihres größten Nebenflusses, der Kama. Flussabwärts gesehen sind dies die größten Stauseen an der Wolga: 1. Iwankowoer Stausee (auch Moskauer Meer / Wolgastausee) (327 km², 1,12 Mrd. m³), 2. Uglitscher Stausee (249 km², 1,2 Mrd. m³), 3. Rybinsker Stausee (4.580 km², 25,4 Mrd. m³), 4. Nischni Nowgoroder Stausee (früher: Gorkijer Stausee) (1.590 km², 8,7 Mrd. m³), 5. Tscheboksarsker Stausee (auch Tscheboksaryer Stausee) (2.274 km², 13,8 Mrd. m³), 6. Samaraer Stausee (früher Kuibyschewer Stausee) (6.450 km², 58 Mrd. m³), 7. Saratower Stausee (1.831 km², 12,9 Mrd. m³), 8. Wolgograder Stausee (3.117 km², 31,5 Mrd. m³) .
Wolga-Ostsee-Wasserweg, (bis 1964 Marienkanalsystem) = Binnenwasserstraße, verbindet als Teil des russischen Wasserstraßennetzes die obere Wolga über Flüsse, Kanäle und Seen (darunter Onegasee, Swir, Ladogasee und Newa) mit der Ostsee; rund 1 100 km lang.
Wolgograder Stausee = ist ein Stausee an der Wolga im Süden Russlands Europa. Der Stausee erstreckt sich an der unteren Wolga auf 400 km Länge zwischen Saratow und dem Damm bei Wolschskij und ist 3.117 km² groß, bei 31,5 Mrd. m³ Stauraum. Der Wolgograder Stausee ist der letzte Teil der so genannten Wolga-Kama-Kaskade.
Wolke = große, unbegrenzte Ansammlung
und Verdichtung von kleinen Wassertröpfchen oder Eisteilchen in der Atmosphäre
Wolkenbruch = sehr starker, plötzlicher
Regenschauer, treten Tropfengrößen von über 8 mm auf.
wrack = völlig defekt, beschädigt
Wrack = gesunkenes, gestrandetes oder auf
andere Weise unbrauchbar gewordenes Schiff
Wracktonne = grüngestrichene Boje, meistens
Leuchtboje, die ein Wrack anzeigt, das ein Schiffahrtshindernis bildet. Nach
dem Betonnungssystem "A" (1977) gibt es keine spezielle Wracktonne mehr.
Wreifholz = Fender (Reibholz) aus alten Rundhölzern
wricken, wriggen = ein Boot durch einen am
Heck hin und her bewegten Riemen fortbewegen
WSA = Wasser- und Schifffahrtsamt
WSD = Wasser- und Schifffahrtsdirektion
WSV = Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des
Bundes
Wuhling = 1. Umwickelung eines Gegenstandes
(gebrochene Spiere) mit Tauwerk oder Ketten, die einzelnen Schläge dicht
nebeneinander liegend. 2. Scherzhaft für Unordnung, Durcheinander
Wuhlingstek = ein Knoten der nicht seemännisch
geschlagen ist und daher nicht halten kann.
Wulstbug = diese strömungsgünstigere
Einrichtung des Schiffsvorderteils gibt dem Schiff zusätzlich vorne einen
stärkeren Auftrieb und damit eine höhere Geschwindigkeit
Wulstkiel = eine Art Kielflosse, die aus einer
starken, senkrecht unter dem Rumpf angebrachten eisernen Platte besteht, deren
Unterkante wulstförmig ausgebildet ist und den eigentlichen Ballast bildet.
Einen Wulstkiel hat z.B. das Starboot.
Wurfleine = leichte Leine, die zur Übergabe
des Festmacher-Tampens dient. Eine Holzkugel oder Affenfaust ( dicker Knoten
am Ende der Leine) erleichtert das Werfen der Leine.
Wurfleinenknoten = zur Beschwerung des freien
Endes der Wurfleine gebildeter Knoten, der das Werfen erleichtert.
Wursten = Fender aus Stücken eines starken
Taus, die auf einem Tampen an der Bordwand hängen,
Wurt = Warf, Warft ; auf Halligen
Erdaufschüttung, als Wohnplatz oder Schutz gegen der Flut.