V = Viktor, internationales
Buchstabensignal, weiß mit rotem Andreaskreuz. Bedeutung: Ich
benötige Hilfe
Van-Carrier = Portalhubwagen (Stapelwagen)
, Hubfahrzeug für Container in Container-Terminals, er versetzt
oder verholt die Container auf bestimmte Abstellflächen; auch Giraffe
genannt; wegen seiner Hochbeinigkeit.
Vancouver Island = ist eine nach dem Seefahrer George Vancouver benannte Insel an der Westküste Kanadas. Sie gehört zur Provinz Britisch-Kolumbien. Die Insel hat eine Fläche von 32.134 km², sie ist 454 km lang und 100 km breit. Die Hauptstadt ist Victoria.
VDK = Verband Deutscher Küstenschiffseigner
VDR = Verband Deutscher Reeder (Hamburg)
Venilia = Göttin des Meeres . Die Gemahlin
von Neptun und Beschützerin der Seereisenden.
Ventimeter = ein einfaches Windmeßgerät
mit einem Klarsichtzylinder mit einem Meßbereich von 0 bis 25 m/sec.
verankern = ein Schiff vor Anker legen, den
Anker eines Schiffes auswerfen und es damit am Untergrund befestigen
Verbotszeichen = Innerhalb der Seezeichen
und Verkehrsschilder gibt es neben den Gebots-, Warn-, und Hinweiszeichen
auch die Verbotszeichen. Es handelt sich vorwiegend um rotumrandete Vierecke
mit einem schwarzen Symbol in der Mitte und einem diagonalen roten Strich.
Die Verbotszeichen von SeeSchStrO und BinSchStro sind nahezu identisch.
verchartern = ein Boot vermieten
Verdeck = bei Schiffen das obere Deck
Verdrängung = ( Wasserverdrängung,
Deplacement) von einem Schiff verdrängte Wassermenge. Das Gewicht dieser
Wassermenge ist gleich dem Schiffsgewicht ( Archimedisches Prinzip). Die Verdrängung
wird angegeben in cbm, das Gewicht der verdrängten Wassermenge
in Tonnen; für Kriegsschiffe z.B. wird als Größenmaß
die Verdrängung in metrischen Tonnen angegeben, z. B. eine Verdrängung
von 10 Tonnen.
verdunkeln = (Marine) jede Lichtquelle
eines Schiffes nach außenhin unsichtbar machen, mit Ausnahme der für
die Seefahrt gesetzlich vorgeschriebenen Lichter.
verfangen = 1. ablösen der Wache bzw.
des Rudergängers; 2. Unklarwerden einer Leine bzw. eines Ankers
vergattern = die Wache vergattern; beim Ablösen
die Wache versammeln und zur Einhaltung der Vorschriften verpflichten (Bundesmarine)
Vergatterung = in der Bundesmarine das Aufziehen
der Wache und Bekanntgabe, daß die Wache unter besonderen Befehl des
Wachführers steht.
verholen = ein Schiff, Boot an eine andere
Stelle bringen; mit einem Tau das Boot an eine andere Stelle ziehen oder mittels
Verholspills.
verkatten = ankern mit mehreren Ankern, die
hintereinander an einer Ankerkette befestigt sind
Verkehrsboot = (Marine) Beiboot zum
Transport von Mannschaften. Fassungsvermögen 30-50 Menschen. Kann auch
zum Transport leichter Lasten eingesetzt werden.
Verkehrsleitzentrale = Nautische Einrichtung
zur Erhöhung der Sicherheit des Schiffsverkehrs durch Überwachung
und Beratung von Land. Meist gleichzeitig Radarleitzentrale. Gebräuchliche
Kurzbezeichnung: VTS ( Vessel Traffic Service)
Verklarung = eine eidesstattliche Erklärung
des Kapitäns über die erheblichen Begebenheiten der Reise, namentlich
eine vollständige und deutliche Erzählung der erlittenen Unfälle
unter Angabe der zur Abwendung oder Verringerung der Nachteile angewendeten
Mittel. Grundlage sind die Eintragungen im Schiffstagebuch. Der Verklarungsbericht
muß beim zuständigen Gericht eingereicht werden. HGB §§
522-525.
Verklicker = kleine Windfahne, Stander, Rennflagge
auf dem Masttopp; Windrichtungsanzeiger auf dem Masttopp
verlaschen = Deckladung seetüchtig befestigen
Verlat = Absperrbauwerk mit Verschlußtoren
im Vorfluter einer tief liegenden Niederung. Es soll verhindern, daß
Wasser aus dem höheren Nachbargebiet in die Niederung eindringt.
Vermessung = 1.
Von Schiffen mit dem Zweck, eine Grundlage über die von Schiffen für
die Benutzung von Häfen, Kanälen usw. zu zahlenden Gebühren
zu bekommen. Es wird der Rauminhalt des ganzen Schiffskörpers vermessen.
Siehe Netto- und Bruttoraumgehalt. 2. Bei
Yachten zu den Zweck, für Regatten möglichst gleichwertige Fahrzeuge
zu erhalten. Die Vermessung erstreckt sich hier auf die vermessenen Größen
der betreffenden Klasse, meist auf schnelligkeitsfördernde Werte, wie
Länge, Tiefgang, Segelfläche, die besteuert, oder langsamkeitsfördernde
Werte, wie Gewicht, Freibord, die vergütet werden. 3.
Für die Bestimmung der Bauteile eines Schiffes nach den Tabellen der
Klassifikations-Gesellschaften wird ebenfalls der Schiffsrumpf vermessen -
nach anderen Modus. 4. Küstenvermessung
erstreckt sich auf die Punkte, die für die Schiffahrt wichtig sind, wie
Feststellung der Wassertiefen, Strömungen, Landmarken usw.
vermuren, vermooren = ein Boot vor zwei Anker
(Buganker) legen, damit beim Schwojen die beanspruchte Fläche des Ankerplatzes
kleiner ist, als wenn man nur vor einem Anker liegt
verpallen = Ladungskolli im Frachtraum oder
an Deck durch Balken, Streben usw. derartig festkeilen, dass sie nicht verrutschen
können
verpichen = kalfatern
verraumen = Schiffsladung umsetzen, damit unten
gestaute Güter zuerst gelöscht werden können
verschalken = Schiffsluken durch Schalklatten/Lukenkeile
noch besser abdichten
Verschanzung = die in sich geschlossene Umfriedung
des Decks zur See hin, fälschlich oft als Reling genannt.
versegeln = Von einem Hafen zum anderen fahren.
Versetzen = 1. Ein Schiff durch den Meeresstrom
vom Kurs abbringen; 2. Durch Wind vertreiben; 3. Einen Beschlag an einer anderen
Stelle anbringen; in diesem Sinne auch einen Lotsen von der Lotsenstation
zum Schiff versetzen.
versinken = unter der Wasseroberfläche
sinken, untergehen; das Schiff ist versunken
Versorger = Mutter- und Versorgungsschiff,
Tender, Begleitschiff in der Marine
verspleißen = verbinden, zwei Tauenden
miteinander verspleißen
verstagen = einen Mast mit Hilfe des stehenden
Gutes verspannen
Verstagung = dasselbe wie "stehendes Gut",
Sammelbegriff für die Masthalterungen: Vor- und Achterstag und Wanten.
vertäuen = mit einem Tau befestigen,
ein Boot am Ufer vertäuen; verankern des Schiffs mit Bug- und Heckanker;
festmachen des Schiffs mit Vorleinen, Achterleinen und Springs
Vertörnen = Verdrehen einer Leine, so
daß sich Törns bilden, die eine Unfallgefahr darstellen. Diese
sind durch Austörnen sorgfältig zu beseitigen. Werden Törns
belastet, so bilden sich im Draht "Kinken", die die Festigkeit erheblich herabsetzen.
Vertreiben = unbeabsichtigte Ortsveränderung
eines ankernden Gegenstands, zum Beispiel eines schwimmenden Seezeichen oder
eines Schiffes, verursacht durch Wind, Strom oder Eis.
verwarpen = verholen mit Hilfe eines Ankers, den man Ausfahren oder Austragen
möglichst weitab vom Schiff fallen läßt, um dann das Schiff
an der Ankerkette heranzuziehen.
Verzurrmittel = Befestigungsmaterial wie Seile,
Gurte, Ketten, Draht usw.
Vestrsalt = norm. Name für die Nordsee
Viechelnsche Fahrt = Verbindung
zwischen dem Schweriner See bei Hohen Viecheln und der Ostsee bei Wismar -
letzter, nördlichster Teil der Elde-Wasserstrasse, die in südwestlicher
Richtung zur Elbe bei Dömitz führte. 1577-80 gebaut, überwand
der Kanal mit seinen 12 Schleusen (25,9 - 27,3 m lang, 5,20 - 5,75 m breit)
rd. 39 Höhenmeter. Mangelnde Uferbefestigung der Schleusenböschungen
führten schon wenige Jahre später dazu, daß der Verkehr eingestellt
werden mußte.
Vierflaggensignale = sind Unterscheidungssignale,
die den Namen verschlüsselt anzeigen, den ein Schiff bei seiner Indienststellung
erhält. Bei allen deutschen Schiffen beginnt das Unterscheidungssignal
mit der Flagge " D "
vierkant brassen = die Rahen so stellen, daß
sie genau quer zum Schiff stehen
Viermastbark = ein Schiff mit drei vollgetakelten
Masten und einem Besanmast ( der nur Schratsegel) führt. Die Masten heißen
von vorn nach achtern: Fockmast, Großmast, Kreuzmast und Besanmast
Viermastschiff, Viermastvollschiff = ein Schiff
mit vier vollgetakelten Masten. Die Masten heißen: Fock-, Groß-,
Mittel- und Kreuzmast
Viermastschoner = ein Schoner mit vier Masten.
Wir unterscheiden dabei den Viermastgaffelschoner, der lediglich Schratsegel
fährt, und den Viermastschoner, der dem Schoner entsprechend getakelt
ist.
Vinco = kleineres mittelmeerisches Segelschiff,
drei Masten, davon der vordere mit Rahsegeln, die übrigen mit Lateinsegeln
Violinblock = Doppelblock mit hintereinander
gelagerten Scheiben von unterschiedlicher Größe. Der Name geht
auf die Formähnlichkeit mit der Violine zurück.
Vitalienbrüder = Ursprünglich
Viktualien-Lieferanten für Magareta von Schweden, wurden später
Freibeuter (Gleichteiler, Seeräuber auch Likedeeler genannt, 14. Jahrhundert,
Störtebeker)
Vizeadmiral = Offiziersdienstgrad bei
der Marine, im Rang eines Generals
VLBC = very large bulkcarrier
VLCC = Very Large Crude-Oil Carrier, ganz
großer Öltanker ( trägt mindestens 100 000 Tonnen Öl;
Bezeichnung für sehr große Tanker bis etwa 300 000 tdw)
VO = Versorgungsoffizier bei der Marine
Volksmarine = Bezeichnung der ehem. Seestreitkräfte
der NVA der ehem. DDR
voll befahren = ist ein Mann, wenn er als
ausgebildeter Seemann, d. h. als Vollmatrose, angesprochen werden kann, seine
Lehrzeit als Junge und als Leichtmatrose mit entsprechender Fahrzeit hinter
sich hat.
voll brassen = die Rahen derart brassen, daß
die Segel gut voll stehen.
voll halten = das Schiff so steuern, daß
die Segel gut voll stehen
Volldampf = mit voller Maschinenkraft voraus,
mit Volldampf voraus
Vollfroster = Fischereifahrzeug, welches den
gefangenen Fisch komplett als Tiefkühlware lagert.
vollgetakelt = ist ein Mast, wenn er mit dem
vollständigen Satz Rahsegeln ausgerüstet ist. Er besteht aus dem
Untermast, der Mast- und der Bramstenge; Alle Masten sind mit Rahsegeln ausgerüstet
(Vollschiffe), im Gegensatz zur Bark, bei der der hintere Mast keine Rahen,
sondern nur ein Gaffelsegel trägt
vollmast = bis zur vollen Höhe des Mastes
flaggen, vollmast flaggen
voller Schlag = voller Teller beim Essen fassen
Vollschiff = ein Schiff mit mindestens drei
vollgetakelten Masten. ( das Zweimastvollschiff wäre eine Brigg) Das
Vollschiff schlechtweg ist das Schiff mit drei Masten, die Masten heißen:
Fock-, Groß-, Kreuzmast. Es gibt bzw. gab ferner Viermastvollschiffe
und auch Fünfmastvollschiffe ( z.B. Preußen).
Vollzeugbrise = eine Brise, bei der
das Boot oder Schiff gerade "volles Zeug" tragen kann.
Vordeck = vorderer Teil des Decks
Vordeich = seewärts des Hauptdeiches
liegender Sommer- oder Polderdeich.
vor dem Mast = die Fahrenszeit, die man als
Mannschaftsdienstgrad verbringt. Früher und teilweise auch noch heute
liegen die Mannschaftslogis im Vorschiff vor dem ersten Mast, im Unterschied
zu den Unterkünften der höheren Dienstgrade mittschiffs oder im
Achterschiff ( Segelschiffahrt )
vor dem Wind = mit dem Wind von achtern laufen
vorderlastig = bei Schiffen vorn mehr belastet
als hinten
Vorfluter = Gewässer, das dem ihm zufließenden
Wasser einen Abfluß mit natürlichem Gefälle oder mit Einschaltung
eines Schöpfwerkes ermöglicht.
Vorhafen = Viele Häfen haben vor ihrer
Einfahrt einen Vorhafen, der weniger zum Festmachen der Schiffe dient, als
vielmehr die See vom Eindringen in den Haupthafen abhalten soll.
Vorhandsmann = an Bord soviel wie Vormann
oder Vorarbeiter
Vorholer = ( bei den Segeln) eine Leine, die
zum Holen nach vorn benutzt wird. Beispiel: Spinnaker-Vorholer
Vorläufer = aus Fasertauwerk bestehender
Teil der Festmacherleine, der durch seine größere Dehnung gegenüber
Draht ein Brechen des Festmachers bei stoßartiger Belastung durch das
sich bewegende Schiff verhindert.
Vorleine = die Festmacherleine, die vom Vorschiff
aus schräg nach vorne zeigt.
Vorliek = vordere Kante eines Segels, die
beim Vorsegel frei oder mit Stagreitern beim Großsegel mit einem Liektau
oder mit Rutschern versehen ist.
Vorluk = der Zugang zum vorderen Laderaum
oder der Einstieg zu den Mannschaftsräumen.
Vormann = Bezeichnung für den Schiffsführer
eines Seenotkreuzers oder Seenotrettungsbootes
Vormast = Bezeichnung für den Fockmast
Vorpiek = wasserdichte Abteilung vor dem vorderen
Kollisionsschott, zum Lagern von Gerät oder zum Trimmen benutzt, vorderster
Raum im Schiff
Vorposten = vorgeschobene Überwachung
des eigenen See- und Küstengebietes (Marine)
Vorreiber = drehbarer Verschlußbolzen
an einer Tür oder Klappe
Vorschiff = vorderer Teil des Schiffes
Vorschotmann, Vorschoter = Besatzungsmitglied
auf Segeljachten, dessen Hauptaufgabe in der Bedienung der Vorsegel
besteht
Vorsegel = Die Stagsegel, die vor dem Großmast
bzw. vor dem Fockmast gefahren werden. Beim Kutter heißen sie:
Stagfock, Klüver ( Binnenklüver, Außenklüver) , Flieger
Vorspring = die Leine, die beim Festmachen
eines Schiffes oder Bootes vom Bug nach achtern an Land führt.
Vorstag = Fockstag, unterer Haltedraht von
vorn am Fockmast (Vortopp)
vor Topp und Takel = ohne Segel vor dem Wind
laufen
Vortopp = der Topp des Fockmastes
Vorwindkurs = Kurs eines Segelboots zum Wind,
wobei das Boot nahezu in die gleiche Richtung läuft, in die der Wind
weht.
Votivschiffe = Schiffsmodelle in Kirchen von
Küstenorten; als Weihgabe aber auch als Geschenk in den Besitz der Kirche
gelangt.
VTS = Abk. für Vessel Traffic Service;
siehe unter Verkehrsleitzentrale.