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Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: T
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  1. T = Tango, Internationales Buchstabensignal, rot-weiß-blau. Bedeutung: Halten Sie frei von mir, ich bin beim Gespannfischen
  2. Taifun = tropischer Wirbelsturm in Südostasien; orkanartiger Wind
  3. Takel = Tau zum befestigen oder Heben; Tauwerk
  4. Takelage = Takelwerk, für die Gesamtheit der Masten, Rahen, Bäume, Stengen, Segel und Tauwerk eines Schiffes
  5. Takelgarn = stärkeres Garn aus zwei Segelgarnen der Flachsfaser.
  6. Takelmesser = ein feststehendes Messer in Lederscheide, das der Matrose hinten am Gürtel trägt und bei jeder Arbeit in der Takellage bei sich haben soll, um Tauwerk schneiden zu können. ( früher in der Segelschiffahrt)
  7. Takelung = Art der Takelage eines Schiffes: Rah-Takelung (Anordnung der Segel quer zum Schiff), Gaffel- bzw. Schoner-Takelung (Segel in Längsrichtung); sie bestimmt den Typ des Segelschiffes wie Bark, Vollschiff, Gaffelschoner usw.. Der moderne Ausdruck für Takelung ist Rigg.
  8. takeln = die Takelage auf einem Schiff anbringen; eine Reihe unterschiedlicher seemännischer Handwerksarbeiten in der Takelage.
  9. Takelpäcken = Arbeitsanzug; ein besonders kräftiges Arbeitspäckchen, ein Segeltuchanzug
  10. Takelriß = grafische Darstellung des laufenden und stehenden Guts der Takelung einschließlich des Ladegeschirrs. In den 3 Parallelprojektionen ( Längs-, Wasserlinien-, Spantenriß ) des Schiffs sind deren Gesamtordnung sowie deren Einzelteile mit Dimensionen bzw. Kennziffern dargestellt.
  11. Takling = Sicherung des Endes einer Leine gegen Aufdrehen aus dünnem Tauwerk, wie Takelgarn, Segelgarn, Kabelgarn. Am gebräuchlichsten sind der einfache Takling, der genähte Taling und der Kreuz-Takling.
  12. Talfahrt = in der Flussschifffahrt: Fahrt mit den Strom, stromabwärts (in Richtung Strommündung). Das mit dem Strom fahrende Schiff wird Talschiff oder Talfahrer genannt. Das talfahrende Schiff hat Vorrang gegenüber den Bergfahrer.
  13. tallieren = die Warenmenge beim Löschen oder Laden prüfen und zählen
  14. Tallship = (engl.) für die großen Segelschiffe über 500 BRT. Eigenlich sind damit alle mehr als zwei Masten tragenden Rahsegler gemeint.
  15. Tally = der Stab zum Einkerben, zählen; die Stückzahl
  16. Tallymann = veraltete Berufsbezeichnung für den Ladungskontrolleur im Hafen, heute Seegüterkontrolleur bzw. Fachkraft für Seehafenlogistik, der beim Laden oder Löschen die über die Kaikante gehenden Mengen erfasst und auf äußerlich erkennbare Schäden kontrolliert. Der Begriff kommt aus dem Englischen (tally = Strichliste, to tally - abhaken, nachzählen).
  17. Talje = Flaschenzug, eine Kombination von Tauwerk und Blöcken
  18. taljen = mittels einer Talje aufziehen, hochziehen
  19. Taljereep = über die Talje laufendes starkes Tau
  20. Taljereepsknoten = ein einfacher Knoten, der den Tampen eines Reeps oder eine Leine verdickt, damit er nicht durch ein Auge ausrutschen kann
  21. Tampen = ist ein Stück Tau bzw. ein Tauende
  22. Tampenkreuzer = großes Segelschiff;  z.B. die Gorch Fock
  23. Tang = Seetang, große Meeresalge; Braunalge
  24. Tanganjikasee = ist einer der größten Seen in Zentralafrika und der sechstgrößte See der Erde. Er besitzt das größte Frischwasservorkommen Afrikas und das zweitgrößte weltweit. Der Tanganjikasee erstreckt sich 673 km in nord-südlicher Richtung mit der durchschnittlichen Breite von 50 km, hat eine Fläche von 32.893 km² und eine Uferlänge von 1.828 km. Der See, dessen Wasseroberfläche 782 m über NN liegt, ist im Mittel 570 m tief, die maximale Tiefe beträgt 1.470 m (im nördlichen Teil). Damit befindet sich der Grund des Sees 688 m unter dem Meeresspiegel. Die Anrainerstatten sind: Burundi, Tansania, Sambia und die Demokratische Republik Kongo. Die Zuflüsse sind: Lufubu, Malagarasi und Ruzizi. Der Abfluss ist Lukuga.
  25. Tanker = Schiff, das Flüssigkeit, Treibstoff in Tanks befördert
  26. Tankmotorschiff = ein zur Güterbeförderung in festverbundenen Tanks bestimmtes Schiff, das mit eigener Triebkraft allein fahren kann. Das Schiff dient zur Beförderung von Flüssigkeiten oder Gasen.
  27. Tara = das Verpackungsgewicht
  28. Tartane = einmastiges Fischerboot (Mittelmeer)
  29. Tasman, Abel Jansz = holl. Seefahrer aus Groningen. 1602-1659, Tasman unternahm 1642 von Batavia aus mit zwei Seglern eine Erkundungsfahrt in die südlichen Breiten., um das immer noch sagenhafte "Terra incognita" zu finden. Er entdeckte dabei am 24.11.1642 das nach ihm benannte Tasmanien und später am 13.12.1642 die Steilufer der Südinsel von Neu-Seeland.
  30. tatauieren, tätowieren  = Farbe unter der Haut einätzen; z.B. ein Anker auf dem Arm tätowieren
  31. Tau = 1. starkes Seil; 2. Niederschlag am frühen Morgen
  32. Tauchboot = Unterseeboot, das nur kurze Zeit unter Wasser eingesetzt werden kann
  33. Taucherglocke = unter offener Hohlraum, in den kein Wasser eindringen kann, weil in ihm ein dem Wasserdruck entsprechender Luftdruck aufrechterhalten wird ( für Unterwasserarbeiten)
  34. Taufe = Schiffstaufe,  feierliche Namensgebung für ein Schiff vor dem Stapellauf
  35. Tausendbein = die kurzen aus Kabelgarn geknüpften langen Mattenstreifen zum Umwickeln der unteren Stage als Schamfielschutz gegen die schlagenden Untersegel
  36. Taustopper = dünnes Ende Fasertauwerk zum Abstoppen einer dickeren, unter Kraft stehenden Faserleine
  37. Taut  (engl.) = sehr straff gespannt, z.B. die Wanten eines Segelschiffs.
  38. Tauwerk = Gesamtheit der Taue eines Schiffes; alle Arten von Taue. Einteilung nach dem verwendeten Material: Naturfaser ( Baumwolle, Hanf, Manilafaser), Chemiefaser ( Zellulose, Polyamid), Drahttauwerk
  39. tdw =  tons deadweight  = Tragfähigkeit in Tonnen ( 1 Tonne = 1000 kg), betrifft die Nutzladung, Treib- und Schmierstoffe, Speise- und Frischwasser, Verbrauchsmaterial, Besatzung und Fahrgäste mit Gepäck (Vermessung in der Schiffahrt)
  40. Teakholz = das im Schiffbau oft verwendete schwere dunkelbraune Holz der indischen Eiche.
  41. Teeklipper = die meist oder sehr oft übertakelten Schnellsegler der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts mit ihren Reisen nach Australien und China. Oft mit Tee als Rückladung nach Europa oder den USA.
  42. Tegetthof, Wilhelm von = Admiral, 1827 bis 1871, Wien, Tregetthof befehligte auch die Flotte des deutschen Bundes bei dem Seegefecht vor Helgoland am 9. Mai 1864.
  43. Teich = (seem.) über den großen Teich ( Atlantik ) fahren, nach Übersee fahren
  44. Teilfroster = Fischereifahrzeug, welches die Möglichkeiten besitzt, den gefangenen Fisch entweder auf Eis gekühlt oder tiefgefroren zu lagern.
  45. Teilrigg = ein Rigg, bei dem Fock und Genua leicht unterhalb der Mastspitze enden.
  46. Teltowkanal = 37,8 km lange Verbindung der Unteren Havel bei Klein-Glienicke mit der Dahme (Grünau), mit einer Abzweigung zur Spree bei Britz (Britzer Zweigkanal) und einem Stichkanal (Neuköllner Schiffahrtskanal). Der 1901-06 errichtete Kanal mit einer Schleuse (190x12,50m) in Kleinmachnow dient sowohl der Wasserwirtschaft als auch der Schiffahrt. Der erste Spatenstich erfolgte am 22. Dezember 1900 in Babelsberg, eingeweiht wurde er am 2. Juni 1906 durch Kaiser Wilhelm II; Bundeswasserstraße.
  47. Tempest  = Sportsegelboot für zwei Mann, das mit Trapez gesegelt wird und einen Spinnaker tragen kann
  48. Tender = Versorger; Mutter- und  Versorgungsschiff, Begleitschiff, Hilfsschiff der Marine; Zubringer- bzw. Anlandungsschiff in der Passagier- und Kreuzschiffahrt
  49. Tenderboot = Motorboot, das als Hilfsfahrzeug von Schiffen zu Wasser gelassen werden kann
  50. Terceira = ist eine Insel und gehört zu der Zentralgruppe der Azoren. Die Insel hat eine Fläche von 399,8 km², ist 29 km lang und 17,5 km breit. Hauptstadt ist "Angra do Heroismo", die wohl schönste Stadt der Azoren.
  51. Terminal = Endbeschlag an Drahttauwerk. Es gibt verschiedene Arten von Klemmen und Pressen, um Terminals haltbar auf dem Draht anzubringen. Augterminals sind Walz- oder Gewindeendstücke mit eingeformtem Auge.
  52. Terrestische Navigation = Navigation nach Fixpunkten in Küstennähe
  53. Tertius, Tertiussand = ist eine Sandbank und gehört zu Schleswig-Holstein. Sie liegt etwa 10 Kilometer westlich von Büsum. Sie wandert stetig ostwärts. Die flache Sandbank wird häufig überflutet und besitzt keine Vegetation. Auf der Sandbank rasten neben Seevögeln zahlreiche Robben. Auf Tertius befindet sich eine Bake, die als optisches Seezeichen dient. Die Sandbank gehört zum Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
  54. Tetrete = griechisches Ruderschiff mit vier Reihen von Ruderern
  55. TEU = Einheitsstandard für Containerschiffe ( Twenty Foot Equivalent Unit); 20 Fuß-Container
  56. Teufelsdreck = ätzende Flüssigkeit zum Entfernen von Farb- oder Lackresten auf Holz
  57. Teufelsklaue = 1. zweiteiliger Haken, der am Ring und Hals mit den glatten Seiten der beiden Teile aufeinanderliegt. Sie werden zur Verbindung zwischen Segel und Fall bzw. Stag verwendet; 2. Eisenhaken zum Hieven von Baumstämmen
  58. Thetis = griechische myth. Göttin des Meeres, Tochter des Nereus und Mutter des Achilles
  59. Thrym = nord. myth. Riese des Herbststurmes
  60. TI = Tankers International Pool, Tankergemeinschaft bzw. ein Zusammenschluss diverser Tankerflotten im VLCC-Bereich.
  61. Tide = für die regelmäßig wechselnde Bewegung der See; Flut; steigen und fallen des Wasserstandes; Gezeiten
  62. Tidefluß = Gezeitenfluß. Flußmündungsstrecke, die unter unmittelbarem Tideeinfluß steht.
  63. Tidenhub = Höhenunterschied des Wasserstandes im Wechsel der Gezeiten
  64. Tidenkalender = Kalender, der den Eintritt von Hoch- und Niedrigwasser für einen oder mehrere Orte für jeden Tag des Jahres angibt. In Hamburg liegen beispielsweise die Hochwasser um 12 ½ bis 13 Stunden auseinander. Der Tidenkalender gibt die genaue Zeit an.
  65. Tideströmungen = Gezeitenströmungen, Fließbewegung der Wassermassen im Tidegeschehen mit wechselnden Richtungen als Flutströmung (Flutstrom) und Ebbeströmung (Ebbstrom). Im deutschen Küstengebiet erreichen diese Strömungen unter normaler Tideverhältnissen folgende Größtwerte:
    Seegebiet der Deutschen Bucht etwa 0,6 m/sek
    Stromrinnen im Wattmeer etwa 2,0 m/sek
    Strommündungen, z.B. in der Elbe bei Cuxhaven etwa 3,0 m/sek
  66. Tief = (seem.) 1. Fahrwasser zwischen Untiefen; 2. Schlechtwetter
  67. Tiefenruder = Steuerorgan für die Tiefenänderung eines Tauch- bzw. U-Bootes. Man unterscheidet das vordere und das hintere Tiefenruder.
  68. Tiefensteuerung = Steuerorgan des Torpedos, das ihn auf die vorgesehene Wassertiefe automatisch einsteuert und dort hält.
  69. Tiefgang = gibt die Eintauchtiefe des Schiffes vom tiefsten Punkt bis zur aktuellen Wasserlinie an. Die Eintauchtiefe kann man am Bug oder Heck ( in Metern) ablesen
  70. Tiefsee = das Meer in großen Tiefen ( etwa ab 300m Tiefe)
  71. Titanic = engl. Schnelldampfer der Cunard-Linie. Bei der Rekordfahrt über den Atlantik rammte das Schiff am 15. April 1912 einen Eisberg und sank. 1513 Menschen ertranken.
  72. Tjalk = flaches, breites Küstensegelfrachtfahrzeug mit einem Mast und Seitenschwertern, meistens Anderthalbmaster
  73. tkm =  Abk. für Tonnenkilometer
  74. TMAS = Telemedical Maritime Assistance Service - TMAS Germany - Medico Cuxhaven = Die deutsche Funkärztliche Beratungsstelle für Seefahrer Homepage: http://www.bluewater.de/tmas.htm 
  75. TMS = Tankmotorschiff
  76. Toggle = Kniegelenk. An beiden Seiten gabelförmiges Verbindungsstück zwischen Wantenspanner und Pütting.
  77. ton = englisches Gewichtsmaß mit 1016 Kilogramm, Mehrzahl tons, nicht mit der in der deutschen Schiffahrt gebräuchliche Tonne von 1000 Kilogramm zu verwechseln
  78. Tonga = Das Königreich Tonga ist ein Inselstaat und besteht aus 169 Inseln und Atollen im Pazifik östlich von Fidschi, südlich von Samoa und nördlich von Neuseeland. Tonga liegt mit seinen vielen Vulkaninseln im Gebiet des Pazifischen Feuerrings.Von den 169 Inseln sind nur 36 und das Minerva-Riff bewohnt. Der Inselstaat hat eine Gesamtfläche von 748 km². Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Nuku’alofa auf der 260 km² großen Insel Tongatapu. Zeitzone: UTC+13
  79. tons deadweight, tdw =  Gewichtseiheit für die Tragfähigkeit ( Gesamtzuladung) von Handelsschiffen; siehe auch: tdw
  80. Tonnage = Bez. für den Rauminhalt, die Tragfähigkeit bzw. Wasserverdrängung eines Schiffes; in Registertonnen gemessener Rauminhalt von Schiffen
  81. Tonne =  1. allgemein: zylindrischer Behälter; 2. Maßwesen:  Einheitenzeichen t, gesetzl. Einheit der Masse: 1t = 1000 kg; 3. Schiffahrt: schwimmendes Seezeichen, das durch Verankerung die Position hält. Je nach ihrer Form bezeichnet man sie als Baken-, Spieren-, Spitz-, Stumpf-, Kugel- der Fasstonnen. Unter den Bakentonnen gibt es wiederum Heul-, Leucht- und Glockentonnen.
  82. Tonnenkilometer  =  Abk. tkm, Berechnungseinheit der Transportleistungen und -kosten auf dem Land-, Wasser- oder Luftwege (Tonnen mal Kilometer)
  83. Tonnenleger = ein Spezialschiff,  zum Ausbringen und Wartung der Tonnen (Seezeichen), der Wasser und Schiffahrtsämter
  84. Topp = 1. oberes Ende des Mastes oder Stenge, 2. Toppzeichen auf der Spitze von Seezeichen (Tonnen) in Form von Kegeln, Zylinder, Spindeln u.a. dienen zu ihrer besseren Unterscheidung.
  85. Topp und Takel = die Spieren ohne jedes Segel, treiben des Schiffes ohne Segel bei Sturm
  86. toppen = die Rahen, Stegen mit einer Leine höher ziehen; zur Mastspitze ziehen
  87. Toppflagge = Flagge, die ein Schiff im Top des Mastes führt
  88. Topplaterne, Topplicht = an der Mastspitze befestigte Positionslaterne
  89. Toppnant = ein von einem Punkt oberhalb des geheißten Segels ausgehender starker Draht, Tau zur Nock der Rah, der diese in gefierten Zustand in der Horizonten - parallel zum Deck - hält
  90. Toppsegel = oberes Segel am Mast eines Segelschiffes
  91. Toppsegelschoner = Schoner mit Vormarssegel, häufig auch Vorbramsegel und Royal
  92. Toppsgast = Matrose, der das Toppsegel bedient
  93. Topptakelung = Takelage bei der das Vorsegel bis an den Masttopp geht, während bei der Dreiviertel- oder Siebenachtel-Takelung der Masttopp frei bleibt.
  94. Toppzeichen = Aus jeder Richtung erkennbare Signalkörper auf Seezeichen, zwecks Unterscheidung und besonderen Kennzeichnung. Sie werden einzeln und zusammengesetzt gebraucht. Vorwiegend werden sie gebraucht bei der Seitenbezeichnung ( Lateralsystem) von Fahrwassern und der Richtungsbezeichnung ( Kardinalsystem).
  95. Torfeuer = Leuchtfeuer, das aus jeweils 2 sich gegenüberstehenden Leuchtfeuern besteht, zwischen denen das Fahrwasser hindurchführt
  96. Törn = 1. Fahrt mit einem Segelboot; Segeltörn. 2. Zeitspanne, Turnus für eine bestimmte, abwechselnd ausgeführte Arbeit an Bord. 3. (nicht beabsichtigte) Schlinge in einer Leine
  97. törnen = schlingen
  98. Tornado = Wirbelsturm mit dem Zentrum von 300 bis 500 Metern und einer Lebensdauer von wenigen Minuten, der jedoch schwere Verwüstungen hinterläßt, hauptsächlich an der Südküste der USA
  99. Torpedo = Unterwassergeschoß mit Eigenantrieb; werden auch als Aale bezeichnet
  100. Torpedorohr = Ausstoßvorrichtung für den Torpedo. In ihm wird dem Torpedo die Richtung gegeben, in der er auf das Ziel läuft. Die Vorwärtsbewegung innerhalb des Wassers wird vom Torpedo selbst geleistet. Der Ausstoß kann über oder unter Wasser erfolgen.
  101. Torpedoboot = kleines, wendiges Kriegsschiff mir Abschußrohren für Torpedos
  102. Torres, Luis Vaez de = span. Kapitän. entdeckte auf einer Erkundungsfahrt 1606 die Südspitze von Neuguinea und nach ihm benannte Torrestraße.
  103. Torresstraße = Durchfahrt zwischen Neuguinea und Australien. Die engste Stelle ist 50 sm.
  104. Torsiometer = Verdrehungsmesser, insbesondereder Schraubenwelle.
  105. tote See = der kaum bewegte Wasserspiegel bei völliger Windstille oder Totenflaute; auch tote Dünung
  106. Totenflaute = völliges Fehlen eines Windzuges, Windstärke 0, vollkommene Windstille, totale Flaute
  107. Totenschiff = ein Schiff, das nach der Sage von toten Seeleuten bemannt und gesteuert wird; auch ein Schiff, das nicht mehr seetüchtig ist, aber doch noch von einem gewissenlosen Reeder in Fahrt gehalten wird.
  108. totes Gewicht = das Gewicht des leeren Schiffes
  109. totes Wasser = Ausdruck für die schwächste Flut, die Nipptide
  110. tote Zone = 1. im Seefunk das Gebiet zwischen der größten Reichweite der Bodenwelle und dem Empfangsbereich der Raumwelle  (in der toten Zone kein Empfang möglich); 2. bei Radar der engste Nahbereich, in dem ein Ziel nicht mehr erfaßt und auf dem Radarschirm nicht dargestellt wird.
  111. toter Mann = Bezeichnung einer Jütt zum Setzen und Legen eines Klappmastes.
  112. Totholz = die Füllstücke im Bootsbau zwischen dem Kiel des Bootes und einem eventuellen darunter befindlichen Ballastkiel, um 1. den Lateralplan zu vergrößern und 2. dem Ruder mit dem Rudersteven einen Halt zu geben.
  113. Totmann = Bezeichnung für eine Mann-über-Bord-Boje.
  114. Totwasser = Wasser, in dem ein Schiff seine Steuerfähigkeit und Fahrt verliert; die Erscheinung tritt zuweilen in Fjorden und polaren Gewässern auf.
  115. Track = 1. Fahrstraße, Schiffsroute; üblicher Seeweg eines Schiffes zwischen zwei Häfen. 2. Sammelname für Zugelemente wie Seil, Kette u. a.
  116. Trabakkel = zweimastiges Küstensegelschiff im Mittelmeerraum mit Luggernsegeln
  117. Tragfähigkeit = Zulässige Zuladung eines Schiffes in metrischen Tonnen. Umfaßt die Nutzladung, Treib- und Schmierstoffe, Besatzung und Fahrgäste sowie sämtliche erforderlichen Vorräte an Frischwasser, Proviant und Verbrauchsmaterialien.
  118. Tragflächenboot, Tragflügelboot = Motorboot mit Tragflächen (Tragflügel), die ab einer bestimmten Geschwindigkeit den Bootskörper aus dem Wasser heben
  119. Trailer = Autoanhänger zum Transport leichter Sportboote; Anhänger zum Transport von Booten, Containern usw.
  120. Trailerschiff = Andere Bezeichnung für Ro/Ro-Schiff. Roll-on - Roll-off
  121. Trajekt, Trajektfähre = ist eine Eisenbahnfähre. Ein Fährschiff der Eisenbahnwaggons oder Triebwagenzüge aufzunehmen kann. Diese Eisenbahnfähren werden dort eingesetzt, wo Brücken über Meerengen, Seen oder Flüsse aus technischen oder finanziellen Gründen nicht praktikabel sind.
  122. Tramp, Tramper = Schiff ohne feste Route, das Gelegenheitsfahrten unternimmt
  123. Trampfahrt = die unregelmäßige Schiffahrt,  je nach Angebot und Frachtvertrag.
  124. Trampschiffahrt = nicht an festen Routen gebundene Schiffahrt; Schiffahrt, die sich nach dem gerade vorliegenden Transportbedarf richtet
  125. Transit = Durchfuhr; Man bezeichnet mit Transitware diejenige Ware, die, vom Ausland kommend, wegen des Zolls nicht in das Zollinland gelangt, sondern für die Ausfuhr oder den Verbrauch auf  See bestimmt ist.
  126. Transporter = Autotransporter, Autocarrier, RoRo-Schiff; Spezialschiff für den Autotransport
  127. Trapez =  an der Mastspitze befestigte Leine mit Gurt, an dem man sich weit nach Luv außenbords lehnen kann, um das Boot in möglichst senkrechter Stellung zu halten
  128. Traveller = Laufschiene auf der auf einem verschieb- und fixierbaren Schlitten der Großschotfußblock befestigt ist.
  129. Trawl = Schleppnetz
  130. Trawler = Fischereischiff; Trawler arbeiten stets mit Grundschleppnetz (Trawl) oder Schwimmschleppnetz.
  131. Treibanker = bei kleinen Schiffen und Rettungsinseln nachgeschlepptes, Widerstand bietendes Gerät ( das die Fahrt verlangsamt und stabilisiert)
  132. Treibeis = auf Flüssen oder auf dem Meer in Schollen treibendes Eis; Drifteis
  133. Treiber = Gaffelsegel (Besansegel)  am hinteren Mast (Treibermast)
  134. Treibermast = der achtliche Besanmast einer Yawl.
  135. treiben = sich ohne Antrieb fortbewegen; das Boot treibt auf den Wellen
  136. Treibgut = verliert sein Eigentum nicht, wenn es herrenlos auf See angetroffen wird. Treibgut muß der nächsten Küstenbehörde gemeldet werden.
  137. Treibholz = auf Wasser treibende oder von Wasser ans Ufer getriebene Holzstücke
  138. Treibmine = (marine) Mine, die vorzugsweise in strömenden Gewässern ausgebracht wird und keine Bindung mit dem Meeresgrund hat. Sie treibt mit der Strömung an der Wasseroberfläche.
  139. Treibnetz = frei schwimmendes, durch Auftriebskörper gehaltenes Fischernetz
  140. Treibsand, Triebsand = besonders loser Sand, in den aufgelaufene Schiffe durch ihr Gewicht und weil der Sand unter dem Schiffsboden, besonders an den Schiffsenden, durch den Strom fortgespült wird, immer tiefer sinken. Beispiel: Großer Vogelsand vor der Elbe
  141. Treibsel = auf der Meeresoberfläche schwimmendes Treibzeug verschiedenster Art, wie Holz, Busch, Gras, Schilf, Tang, Stroh usw. Es wird durch Wellen und auflandigen Wind an die Insel- und Festlandküsten getrieben und dort am Strand angespült.
  142. Treideln, Treidelei  =  das Schleppen der Schiffe vom Ufer aus mit Pferden, von Hand oder mit Maschinenkraft. Die Leute, die in einem Nachen den am Stichelseil der Pferde befestigten Schleppstrang an den Kahn oder Dampfer überbringen, nennt man Leinenschnäpper, weil sie das Ende der Wurfleine aufschnappen, das ihnen vom Schiff aus zugeworfen wird. Der Schnäpper befestigt den Strang an der Leine, die von den Matrosen mit dem Strang an Bord gezogen wird.
  143. Treisegel, Trysegel, Trisegel = dreieckiges kleines Segel aus schwerem Tuch, das bei Sturm anstelle des Großsegels ohne Großbaum am Mast gefahren wird.
  144. Trekandini = zweimastiges griechisches Küstensegelschiff
  145. Trias = Einheitsklasse, Yacht aus Kunststoff, Länge über alles 9,20m, Breite 2,12m, Segelfläche 28,7 m²; Besatzung: 3 Personen
  146. Triere, Trireme = griechisches Ruderschiff mit 3 Reihen Ruder übereinander und weniger Rahsegel (7. bis 3. Jh. v. u. Z.)
  147. Trift = Ortsveränderung durch Wind oder Meeresströme ohne besondere Eigenbewegung
  148. Triftstrom = Meeresströmung, hervorgerufen von den ständigen planetarischen Winden. Die Äquatorialströme und die Westwindtrift sind Triftströmungen.
  149. Trimaran, Tri  = offenes Segelboot mit drei Rümpfen; Dreirumpfboot mit einem großen Mittelrumpf, in dem sich die Kajüte befindet und zwei kleineren Auslegerrümpfen.
  150. Trimm = Schwimmlage eines Schiffes bezüglich Tiefgang u. Schwerpunkt; ordentlicher u. gepflegter Zustand eines Schiffes
  151. trimmen = zweckmäßig verstauen, das Schiff in die optimale Lage bringen; Segel etwas in die vorgeschriebene Lage bringen
  152. Trimmer = ungelernter Heizer (Kohlenzieher) auf Kohlen-Dampfschiffen, der die Kohle vom Bunker zum Heizraum transportiert.
  153. Trimmtank = Wassertank zum Trimmen des Schiffes
  154. Trimmung = durch Trimmen erreichte Lage
  155. Trischen = ist eine rund 180 Hektar große, halbmondförmige Sandinsel im Wattenmeer vor Friedrichskoog, Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein). Das unbewohnte Eiland besteht aus Dünen und Salzwiesen und steht seit 1936 unter Naturschutz.
  156. Triton = griech. myth. Meeresgott, Meeresdämon der Griechen, Sohn des Poseidon und Begleiter der Nereiden; dargestellt wird er mit einem Fisch- oder Delphinschwanz, mit Pferdefüßen oder muschelblasend.
  157. Trockendock = Dock, in dem Schiffe zur Reparatur auf dem Trockenen liegen
  158. trockenfallen = 1. In Küstengebieten mit Gezeiten fallen höher gelegende Sandbänke bei Niedrigwasser trocken. In Seekarten gelblich getönt. 2. Ein Boot, das bei Hochwasser auf Grund läuft, fällt bei ganz weglaufendem Niedrigwasser trocken.
  159. Trog = langgezogenes Gebiet tiefen Luftdrucks hinter der Kaltfront mit besonders starker Isobarenkrümmung. Gebiet starker Stürme mit Windsprung, die der Schiffahrt auf See gefährlich werden können. In der Nordsee können Trogstürme zu Sturmfluten in der Deutschen Bucht führen.
  160. Trolley = Ein leichter von Hand zu ziehender Bootstransportwagen, um Jollen über eine Rampe oder am Strand zu slippen.
  161. Trombe = ein lokal begrenzter und auf eine Wirkdauer von ca. 15 Minuten beschränkter Wirbelwind, auch Windhose oder Wasserhose
  162. Trompete = ein wenig gebräuchlicher Knoten, zum Verkürzen eines Endes
  163. Trosse = starkes Hanf- oder Drahtseil
  164. Trossenstek = Verbindung zweier Trossen, die zu wenig lehnig sind, als dass sie durch andere Knoten oder Steks verbunden werden können.
  165. Troß-Schiff = Hilfseinheit der Marine zur Versorgung der in See befindlichen Schiffe. Meist umgebaute Handesschiffe.
  166. Troyer = wollenes Unterhemd oder wollener Pullover mit verschließbarem Rollkragen
  167. Trunkdeck =  Deck über den Ladenräumen des Tankschiffs, auf dem Rohrleitungen, Dome  und dgl. installiert sind;
  168. Trysegel = kleines dreieckiges Segel, das auf seegehenden Jachten bei Sturm gesetzt wird, das an Stelle des Großsegels ohne Baum gefahren wird. Heute selten gewordene Sturmsegelart.
  169. TS = 1. Turbinenschiff; 2. Trainingschiff (Segelschulschiff)
  170. Tscheboksarsker Stausee = ist ein Stausee an der mittleren Wolga im europäischen Russland. Er erstreckt sich auf etwa 100 km Länge oberhalb von Tscheboksary, der Hauptstadt der Republik Tschuwaschien. In den Stausee, der 2.274 km² Fläche und 13,8 Mrd. m³ Stauraum hat, münden die Wetluga von Norden und die Sura von Süden. Der Tscheboksarsker Stausee gehört zur so genannten Wolga-Kama-Kaskade.
  171. TSL =  Trans Sea Lifter = Trägerschiffe - Das TSL-System ist eine Shortsea Transportkette auf der Basis des Trans Sea Lifters (TSL), eines schnellen Barge Carrier's. Während bisherige Barge Carrier Ladung in reederei-eigenen Spezialleichtern transportierten, ist das TSL-System ein offenes System, das Schubleichter aller Art für unabhängige Betreiber über See trägt.
  172. TSS = Triple Screw Steamer = Dreischraubiges Dampfschiff
  173. TSS = Traditionsschifferschein. Zusatzeintrag in den Sportseeschifferschein oder Sporthochseeschifferschein welcher das Führen von Traditionsschiffen bis 55 m Rumpflänge mit mehr als 25 Mann Besatzung in den Fahrgebieten des SSS oder SHS erlaubt.
  174. Tsugarustraße, Tsugaru-Straße = die 12 sm breite Meeresenge zwischen den japanischen Inseln Honshu und Hokkaido im Norden Japans. Sie verbindet das Japanische Meer mit dem Pazifik. Die Inseln sind mit dem "Seikan-Tunnel" verbunden.
  175. Tsunami = Flutwelle, die an der Küste eine Höhe von über 10m erreichen können. Die meisten Tsunamis entstehen durch Unterwasserbeben, aber auch Vulkanausbrüche oder Meteoriteneinschläge können sogenannte Monsterwellen hervorrufen. Nicht nur Südostasien und die Pazifikregion, auch Europa ist von Tsunamis bedroht, wenn auch weniger stark. 1755 starben 60.000 Bewohner Lissabons, als sie nach einem Erdbeben an das Tejoufer flüchteten und dort von einer riesigen Welle überrascht wurden.
  176. Tsushimastraße, Koreastraße, Straße von Korea, Krusenstern-Straße = eine Meeresdurchfahrt zwischen dem Ostchinesischen Meer und dem Japanischen Meer. Die Durchfahrt hat eine Tiefe von etwa 90 Meter und ist von den Tsushima Inseln geteilt. Im Osten wird die Koreastraße oft auch Tsushimastraße genannt, im Westen war sie einst als Chosenstraße bekannt. Eine andere Klassifikation nennt die gesamte Koreastraße Tsushimastraße. In diesem Fall wird die Durchfahrt im Westen als Koreastraße bezeichnet.
  177. TT, TTS = Abkürzung für Turbinen-Tankschiff
  178. TT Linie = Travemünde Trelleborg Linie ( Ostseefährschiffe )
  179. tuckern =  der Motor tuckert; das Motorboot tuckert über den See
  180. Tuneschiff = Grabschiff eines Wikingerkönigs um 700. Gefunden am Oslofjord.
  181. Turbine = Kraftmaschine durch Ratation mit Wasser- oder Dampfantrieb.
  182. Turbinenschiff = Statt Diesel werden hier ölbetriebene Turbinen eingesetzt. Vorteil ist die erheblich höhere Leistung bei allerdings auch höheren Betriebskosten
  183. Türkischer Bund = Knoten, wird auch als Wurfleinenknoten verwendet oder als Zierknoten auf Rundhölzer aufgesetzt.
  184. TVS = Abk. für Transport und Verarbeitungsschiff
  185. Twaqo = zweimastiger Küstensegler in Hinterindien
  186. Typverdrängung = (Marine) Gewicht des völlig ausgerüsteten Kriegschiffes einschließlich Munition aber ohne Brennstoff-  und Kesselspeisewasservorräte- siehe Wasserverdrängung
  187. Typhon, Tyfon = 1. auf Motorschiffen mit Druckluft betriebenes Schallsignalgerät; Anlage zur Erzeugung von Schallsignalen; 2. Typhon  = griech. myth. vielköpfiges Ungeheuer der Unterwelt. Erscheint als Sturm- und Glutwind.
  188. Tyrrhenische Meer = ist ein Teil des Mittelmeeres und liegt westlich von Italien, zwischen dem Festland, Sardinien und Sizilien. Im Golf von Genua geht es ins Ligurische Meer über. Das Tyrrhenische Meer erreicht eine maximale Tiefe von 3.785 Metern und ist mit dem Ionischen Meer durch die Straße von Messina verbunden.

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update: 06.01.2008 (wird bei Bedarf erweitert) - die Angaben sind ohne Gewähr -