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Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: S
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  1. S = 1. Sierra, internationales Buchstabensignal, weiß mit blauem Rechteck. Bedeutung: Meine Maschine geht rückwärts.; 2. Bei einer Wettfahrt Abkürzungssignal nach der Regel 4 der Wettsegelbestimmungen.  An der Startlinie gesetzt bedeutet: Segeln Sie die in den Segelanweisungen vorgeschriebene abgekürzte Bahn. An der Ziellinie gesetzt: Gehen Sie durchs Ziel entweder durch die vorgeschriebene Ziellinie am Ende der Runde, die die führende Yacht noch zu beenden hat oder wie in den Segelanweisungen vorgeschrieben. Bei einer zu rundenden Bahnmarke: Gehen Sie durchs Ziel zwischen der zu rundenen Bahnmarke und dem Zielschiff.
  2. Saale, die = ist ein Fluss in Oberfranken/Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Sie ist nach der Moldau der zweitlängste Nebenfluss der Elbe. Die Gesamtlänge wurde durch Begradigungen im Rahmen des Wasserstraßenausbaues Elbe/Saale in den Jahren 1933 bis 1942 von 427 km auf rund 413 km verkürzt. Die Saale entspringt am Waldstein im Fichtelgebirge bei Zell und mündet bei Barby in die Elbe; Bundeswasserstraße.
  3. Saar, die (französisch Sarre) = ist ein Fluss in Frankreich und Deutschland (Saarland, Rheinland-Pfalz). Die Saar entspringt am Donon in den Vogesen im Elsass in zwei Quellflüssen (Rote und Weiße Saar) und fließt durch Lothringen und das nach ihr benannte Saarland. Nach 246 km (davon 126 in Frankreich und 120 in Deutschland) mündet die Saar bei Konz (Rheinland-Pfalz) in die Mosel; Bundeswasserstraße.
  4. Saarkohlenkanal = 1861-66 entstandene, 63km lange Verbindung zwischen dem Rhein-Marne-Kanal und der Saar (Sarreguemines / Saargemünd)
  5. sacken, absacken = 1. untergehen; 2. zurückbleiben
  6. Sahling = Holzkonstruktion, die zwei Teile des Mastes miteinander verbindet und gleichzeitig eine kleine Plattform bildet
  7. Sail = engl. Segel, Fahrt, segeln
  8. Sailboard = ruderloses Segelbrett, das mit dem Rigg gesteuert wird.
  9. Saling, Saaling = die kurzen Quer- und Längsbalken am Ende der Untermasten und der Marsstenge als Auflager und Stützbalken der Maststengen,  dient zum Spreizen der Wanten (Spiere)
  10. Salon = Speiseraum der Schiffsleitung, die aus Kapitän, Erstem Offizier und Chiefingenieur besteht. Sind auch Passagiere an Bord, sind sie ebenfalls Salongäste.
  11. Salut = Gruß,  Kanonenschuß durch Kriegsschiffe oder Küstenbatterien. Nach internationaler Norm gibt es folgende Festlegung:
    Staatsoberhaupt, Regierungschef
    21 Schuß
    Verteidigungs- und Marineminister, Flottenadmiral, Botschafter
    19 Schuß
    Chef der Seestreitkräfte, Admiral, Gesandter
    17 Schuß
    Chef der Flotte, Vizeadmiral, Geschäftsträger, Gouverneur
    15 Schuß
    Flottillenchef, Konteradmiral, Oberbürgermeister
    13 Schuß
    Brigadechef, Kommodore, Generalkonsul
    11 Schuß
    Abteilungschef, Kommandanten von Schiffen 1. und 2. Ranges, Konsul
    7 Schuß
    Verbunden Mit dem Salut ist die Flaggengala und Ehrenwache.  
  12. salze See = poetisch (veraltet) die Weltmeere mit ihrem Salzwasser
  13. Salzwasser = (Seewasser) das Wasser der Weltmeere und der mit ihnen verbundenen Randmeere. Im Mittel enthält 1 Liter Ozeanwasser 35 g Salze. Das Salzwasser ist vor allem wegen seines hohen Kochsalzgehaltes für Mensch und Tier ungenießbatr. Das Nordseewasser hat im Mittel 33°/oo (3,3%) Salzgehalt.
  14. Sambuk = zweimastiges kleineres arabisches Segelschiff
  15. Samara = ist ein linker, 594 km langer Nebenfluss der Wolga im Südosten des europäischen Teils von Russland. Sie entspringt südwestlich des Uralgebirges bzw. nordwestlich von Orenburg, fließt überwiegend in westlicher Richtung und mündet in Samara in die Wolga. Ein Fluss gleichen Namens - Samara - ist ein Nebenfluss des Dnjepr.
  16. Samaraer Stausee, früher Kuibyschewer Stausee = ist ein Stausee an der mittleren Wolga im europäischen Teil Russlands. Der Samarer Stausee, der sich etwa zwischen Kasan und Toljatti auf rund 550 km Länge erstreckt, ist etwa 6.450 km² groß, womit er flächenmäßig der größte Stausee Europas bei 58 Mrd. m³ Stauvolumen ist. Im Bereich des Mündungsarms der Kama ist der See, der am Staudamm 4,5 km breit ist, je nach Messrichtung etwa 30 bis 40 km breit. Der Samaraer Stausee ist ein Teil der so genannten Wolga-Kama-Kaskade.
  17. Sampan = chinesisches Flußboot, das als Wohnung dient; kleines chinesisches Ruderboot, auch Beiboot
  18. Samum = heißer, trockener Wüstenwind von den Küsten Nordafrikas zum Mittelmeer.
  19. San Bernardino Strait = ist ein Seeweg in den Philippinen. Sie trennt die Insel Luzon und die Insel Samar im Süden.
  20. Sandbank = Anhäufung von Sand, die über die Wasseroberfläche ragt oder dicht darunter liegt ( in Flüssen, Seen und im Meer)
  21. Sandwich-Bauweise = Zwischen zwei Deckschichten aus Kunststoff wird der Kern aus PVC-Hartschaumstoff, Balsa- oder Bootsbausperrholz eingeschlossen. Das ergibt, bei großer Steifheit des Bootskörpers bzw. Decks, ein nur geringes Gewicht und gute Isolation.
  22. Santa Maria = Flaggschiff des Kolumbus bei seiner Entdeckungsfahrt nach Westindien; etwa 20...30 m lang, 6,5....8m breit, bis zu 90 Mann Besatzung; am 25.12.1492 an der Küste Haitis gestrandet.
  23. Santa Maria = ist die südöstlichste Insel der zu Portugal gehörenden Azoren. Sie ist 97 km² groß und es leben ca. 6.000 Einwohner auf der Insel. Hauptstadt ist Vila do Porto. Santa Maria wurde als erste Insel der Azoren von dem portugiesischen Seefahrer "Diogo de Silves" 1427 entdeckt.
  24. São Jorge = ist eine Insel und zählt zu der Zentralgruppe der Azoren im Atlantik. Sie ist 245,6 km² groß und hat die Form einer Stecknadel. Die Insel ist 54,3km lang sowie 6,8km breit. Hauptstadt ist Velas.
  25. São Miguel = ist die größte Insel der Azoren im Atlantik, ihr Beiname ist "Grüne Insel". Sie zählt zur Ostgruppe und hat eine Fläche von 746,8 km². Die Insel ist 63,7 km lang und 16,1 km breit. Auf São Miguel leben gut 131.000 Menschen. Der Flughafen liegt nur 3km von der Hauptstadt Ponta Delgada entfernt und ist Ziel internationaler Nonstopp-Flüge.
  26. SAR = Abk. für Search and Rescue ( Suche und Rettung )
  27. Saratower Stausee = ist ein Stausee an der Wolga im europäischen Teil Russlands. Der Stausee erstreckt sich an der unteren Wolga auf 230 km Länge zwischen Samara und dem Staudamm bei Balakowo und ist 1.831 km² groß bei 12,9 Mrd. m³ Stauraum. Der Saratower Stausee ist ein Teil der so genannten Wolga-Kama-Kaskade.
  28. Sargassosee, Sargasso See = Die Sargasso See liegt bei den Bermuda Inseln zwischen Florida und den Azoren im südwestlichen Atlantik und gehört zum Teil zum sog. Bermuda Dreieck. Das Meeresgebiet hat etwa die Größe von Australien. Der Name Sargassosee ist von den großen Mengen der frei im Wasser schwebenden Braunalgen der Gattung Sargassum abgeleitet. Diese Sargassum-"Wälder" stellen einen besonderen Lebensraum für kleine Krabben, Würmer und andere Meerestiere dar. Die Sargassosee ist auch das Laichgebiet der Aale.
  29. SARSAT = Search and Rescue Satellite, niedrig fliegende, polumlaufende Satelliten.
  30. SART = Search and rescue radar transponder - Radartransponder zum Einsatz bei Suche und Rettung (Radarantwortbake)
  31. SB = Schubboot, Schuber. Wasserfahrzeug und wichtiger Bestandteil eines Schubverbandes. Als Schubboot bezeichnet man eine Zusammenstellung für ein schiebendes Schiff in der Binnenschifffahrt, welches 1 - 9 Schubleichter schiebt.
  32. SBAO = Schiffsbesetzungs- und Ausbildungsordnung, die staatliche Richtlinie, die die Ausbildung der Patentträger regelt und angibt wie viele Schiffsoffiziere, Schiffsingenieure u.a. mit erforderlichen Patenten an Bord eines Schiffes sein müssen.
  33. SBF-Binnen = Sportbootführerschein-Binnen. Amtliche Erlaubnis zum Führen eines Sportfahrzeugs auf Bundeswasserstraßen im Geltungsbereich der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung zu nichtgewerblichen Zwecken. Es wird unterschieden, ob der Inhaber ein Motorboot, ein Segelboot oder ein Surfbrett führen darf. Ab einer Motorleistung von 3,68 kW ist der SBF-Binnen (Motor) Pflicht. Der Führerschein berechtigt zum Führen von Fahrzeugen mit einer LüA (Länge über Alles ohne Ruder und Bugspriet) von unter 15 m.
  34. SBF-See = Sportbootführerschein-See. Der SBF-See ist die amtliche Fahrerlaubnis zum Führen von motorisierten Sportbooten auf den Seeschifffahrtsstraßen (3 Seemeilen Zone und Fahrwasser innerhalb der 12 Seemeilen Zone). Er ist vorgeschrieben beim Führen von Fahrzeugen mit einer Motorleistung von mehr als 3,68 kW zu nichtgewerblichen Zwecken.
  35. S.B.G. = See-Berufsgenossenschaft
  36. SBM = Schiffsbetriebsmeister, 1978 eingeführte Bezeichnung für den Meister im Gesamtschiffsbetrieb ( früher Bootsmann) . Aufgaben: Deck und Maschine.
  37. SBM = Sonderstelle des Bundes zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen im Wasser- und Schiffahrtsamt Cuxhaven
  38. SBOSchiffsbetriebsoffizier, ein Offizier der eine seemännische und eine technische Ausbildung hat. Der Weg führt über den Schiffsmechaniker zum Studium der Nautik und der Technik.
  39. Scapa Flow = liegt in den Gewässern der Orkney Inseln direkt gegenüber des nördlichsten Punktes Schottlands zwischen Nordsee und Atlantik und ist eine Art Bucht. Scapa Flow ist die traditionelle Heimatbasis der britischen Marine. Bekannt wurde die Bucht wegen seiner Wracks der Deutschen Hochseeflotte, die hier Ende des 1. Weltkrieges, am 21. Juni 1919, versenkt wurde. Davon gibt es noch 7 Wracks und weitere kleinere, die unter verschiedenen Umständen sanken. Das wohl interessanteste Wrack ist die SMS "Köln". Der 155 m lange leichte Kreuzer ist fast komplett von innen zu betauchen.
  40. Scarpanto, Karpathos = ägäische Insel zwischen Kreta und Rhodos auf 35º 32' N  27º 14' O.
  41. schaffen = essen
  42. Schaffermahlzeit = alter Brauch der Schifferbrüderschaften. Im Winter, wenn viele Schiffsbrüder zu Hause waren, wurden sie und ihre Angehörigen von den "Schaffern", d. h. den Verwaltern ihrer Brüderschaft, zu gemeinsamen Mahlzeiten eingeladen. Bekannt ist heute noch die Schaffermahlzeit in Bremen, an der sich die Bremer Reeder und Kapitäne zum gemeinsamen Essen zusammenfinden
  43. Schake = Kettenglied, z.B. von Ankerketten
  44. Schäkel, Schekel = mit Bolzen verschließbarer, U-förmiger Haken zum Verbinden von Ketten, Seile und Taue
  45. schäkeln = Seile, Taue und Ketten verbinden
  46. schalken = Luken abdichten, das Abdecken und seefeste Verkeilen der Persennige über den Ladeluken.
  47. Schaluppe = größeres Beiboot, großes, einmastiges Küstenfrachtsegler  (holländisches Schiff)
  48. Schärenkreuzer  = Segelboot; 30-m2 Schärenkreuzer
  49. Schamaiten = Landschaft in Litauen mit dem Hafen Memel
  50. schamfilen = durch Reibung schadhaft werden; reiben oder scheuern von Tauwerk
  51. Schandeck = die äußere, die Enden der Spanten abdeckende Holzplanke bei Holzdecks
  52. Schandeckel = die äußere an die Bordwand anschließende Decksplanke
  53. schanghaien = Seeleute teils gegen ihren Willen oder unter Vorspiegelung falscher Tatsachen auf unterbesetzte Schiffe vermitteln; auch shanghaien
  54. Schanze = hinteres Deck auf Kriegsschiffen
  55. Schanzkleid, Schanz  =  festes Geländer um ein freies Deck. Überkommendes Wasser läuft durch Speigatten ab.
  56. Schanzdeckel = die ungefähr ein Fuß breite Abschlußplatte der rings ums Schiff führenden Außenverschanzung. An geeigneter Stelle befinden sich Löcher im Schanzdeckel, in denen die Belegnägel zur Befestigung der Taue stecken  (z.B. beim Segelschiff)
  57. Schapp = ein Schrank, ein Spind, ein Schubfach oder auch ein kleiner Raum an Bord
  58. Scharhörn = Vogel-Insel - Nur fünf Kilometer nordwestlich von der Insel Neuwerk entfernt liegt inmitten des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer die nur 0,28 Quadratkilometer große Vogelinsel Scharhörn. Sie liegt zusammen mit der Insel Nigehörn auf einer Sandbank, einem Vogelschutz-Gebiet, in dem seltene Seevögel rasten und brüten. Auf Scharhörn steht nur ein einziges Haus - in ihm wohnt der Vogelwart.
  59. Schäre = kleine Klippe oder kleine Insel. Besonders die zahlreichen Inseln und Klippen der skandinavischen Halbinsel und Finnlands.
  60. Scharpie, Sharpie = internationale Einheitsklasse, 12 m² Segelfläche, Jolle in Knickspant-Bauweise, Länge über alles 6m, Breite 1,43m, ohne Spinnaker; Besatzung 2 Mann; Kennzeichen im Segel: 12
  61. Schatt al-Arab, Shatt el Arab, der = ist ein gemeinsamer Mündungsfluß von Euphrat und Tigris mit einer Länge von 193 km. Der Schatt al-Arab bildet die Grenze zwischen Irak und Iran. Er mündet hinter Basra in den Persischen Golf. Der Schatt al-Arab ist eine bedeutende Schifffahrtsstraße zu den Häfen Basra und Abadan.
  62. Schattenflagge = Es sind die Flaggen jener Länder wie Liberia, Panama, Griechenland, die den Reedern besondere Steuervergünstigungen gewähren und bei der Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen an Bord oft beide Augen zudrücken.
  63. Schattenstift = Navigationsmittel der Wikinger. Ein Holzstab, senkrecht auf deiner Holzscheibe in einem Gefäß schwimmend, zeigt bei der Kulmination der Sonne ( höchster oder tiefster Stand der Sonne ) unmittelbar an der Länge des Stiftschattens die geographische Breite.
  64. Schau, Flagge in Schau = eine vorgeheißte, in der Mitte zusammengebundene Flagge als Notsignal. Heute nicht mehr üblich.
  65. Schauermann, Schauer, Stauer = Hafenarbeiter der berufsmäßig Schiffe be- und entlädt; auch Schauerleute
  66. SchBesV = Schiffsbesetzungsverordnung, erlassen von den Bundesministerien für Verkehr sowie Arbeit und Sozialordnung.
  67. Schebecke = dreimastige Küstensegler des Mittelmeerraumes mit  zwei Lateinsegel am Fock- und Großmast und ein Gaffelsegel am Besan. Eine Schebecke konnte aber auch gerudert werden. Das bis zu 40 m lange, 10 m breite und 3 m tiefgehende Schiff galt als der wesentlich seetüchtigere Nachfolger der Galeere. Schebecken waren als Kriegsschiffe mit 20-40 Zwölfpfünder-Kanonen aller Art bewaffnet.
  68. Scheibe = drehbar innerhalb eines Blockes angebracht, führt ein durchlaufendes Tau
  69. Scheibgatt = das Loch in einem Block, einer Stege, Rah oder Gaffel, in welches eine Scheibe für das Tau oder eine Kette gesetzt wird
  70. Schelde = Fluss in Westeuropa. Die Schelde ist ein Fluss in Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Sie entspringt im äußersten Norden Frankreichs, fließt durch Flandern (Belgien), unter anderem durch die niederländische Stadt Antwerpen. In der niederländischen Provinz Zeeland bildet die Schelde einen großen Mündungstrichter aus Westerschelde und der Oosterschelde. Der Fluss ist fast auf seiner gesamten Länge von 435 Kilometern schiffbar. Zu ihren Nebenflüssen gehören Lys und Dender.
  71. Schelf  =  vom Meer überfluteter Sockel der Kontinente; vorgelagerte Festlandsockel mit Wassertiefen bis 200m; Flachsee, Wattenmeer, Schelfmeer
  72. Schelfmeer = die Flachsee, der Küstenstreifen des Meeres mit maximal 200 m Tiefe; der wirtschaftlich bedeutendster Teil des Meeres mit 90% des Weltfischereiertrags und mehr als 30% der weltweiten Reserven an Erdöl. Meer, Schelf.
  73. Schelikov-Straße = Meeresenge an der Südküste Alaskas zwischen dem Festland und den Inseln Kodiak und Afognak
  74. Schellfischkopf = scherzhaft für Seefischer
  75. scheren =  Tau durch den Block ziehen; ausscheren = Formation verlassen; einscheren = sich einordnen
  76. Schergang = der nächste über dem Wasser befindliche Plattengang der Bordwand.
  77. Scherlatte = Brett mit Löchern, die das laufende Gut leiten, um ein Durchscheuern (schamfilen) zu vermeiden
  78. Scheuerleiste = eine um das Schiff herumlaufende Leiste aus Holz oder Kunststoff, sie dient bei kleineren Schiffen oder Boote als Fender und schützt den Rumpf beim Anlegen
  79. Schiemann = Bootsmannsmaat, Matrose
  80. Schiemannsgarn = dünnes geteertes Tauwerk, Garn zum Umwickeln von Spleißstellen
  81. Schiet = 1. auf hochdeutsch kein salonfähiger Ausdruck; 2. bezeichnet in der Schiffahrt eine Untiefe. Man sagt: Ein Schiff sitzt auf Schiet, wenn es festgekommen ist. 3. schlechtes Wetter
  82. Schietenkleierei = jede Art von schmutziger, schmieriger Arbeit, z. B. das Säubern der Laderäume.
  83. Schietgang = Spitzname für Schiffsreiniger
  84. Schiff = großes Wasserfahrzeug, Schiffstypen zB.: Containerschiff, Fährschiff, Frachtschiff, Hecktrawler, Tankschiff usw.; das Wort " Schiff " ist germanischen Ursprungs: gotisch -  skip, altnordisch - skib, altenglisch - scip, althochdeutsch - skif, schwedisch - skepp. In jedem Falle bezeichnet das Wort ein Wasserfahrzeug.
  85. Schiffahrt = Beförderung von Personen und  Fracht ( Ladung) auf Schiffen
  86. Schiffahrtskunde =  siehe Nautik
  87. Schiffahrtspegel = Wasserstandsanzeiger, dessen Nullmarke auf der Ebene des Kartennull liegt.Die angezeigten Wasserstände können unmittelbar in Beziehung zur Seekartentiefe gebracht werden, z.B. ein Pegelstand von +2,00m entspricht einer Kartentiefe von Lotung -2,00m = Kartentiefe
  88. Schiffahrtsstraße = Schiffahrtsweg, Wasserstraße für Schiffe und  Boote
  89. schiffbar = mit Schiffen befahrbar; z.B. Fluß
  90. Schiffbauer = jemand der berufsmäßig als Handwerker am Bau von Schiffen mitwirkt
  91. Schiffbruch = Untergang, hervorgerufen durch eine Havarie  Kollision, Schiffskollision, Schiffsunfall, Seeunfall
  92. Schiffsbrüchige = Menschen, die sich nach einem Schiffbruch auf einem Wrack, in einem Rettungsmittel oder im Wasser befinden
  93. Schiffchen = 1. kleines Schiff; 2. Käppi  (Kopfbedeckung) bei der Bundesmarine
  94. Schiffer = jemand, der ein Schiff führt, lenkt  (Schiffsführer, Skipper, Kapitän, Schipper)
  95. Schifferklavier = Akkordeon
  96. Schifferknoten = auf bestimmte Art geknüpfter, nicht durch Ziehen lösbarer Knoten
  97. Schiffsbergung = Rettung von Schiffen, Besatzung und Ladung, meist durch Bergungsreedereien
  98. Schiffsbetriebsmeister (SBM) = 1978 eingeführte Bezeichnung für den Meister im Gesamtschiffsbetrieb ( früher Bootsmann, Storekeeper). Aufgaben: Deck als auch Maschine)
  99. Schiffsbetriebsoffizier (SBO) = Ein Offizier der eine seemännische und eine technische Ausbildung hat. Der Weg führt über den Schiffsmechaniker zum Studium der Nautik und der Technik
  100. Schiffsbohrwurm = Bohrmuschel, aus der Zeit der Holzschiffe stammende Bezeichnung. Diese konnten von Bohrmuscheln befallen und zerstört werden.
  101. Schiffsbrief = die Urkunde über die Eintragung eines Binnenschiffes in das Schiffsregister. Es entspricht dem Schiffszertifikat in der Seeschiffahrt.
  102. Schiffsbrücke = 1. Anlegebrücke für Schiffe und Boote; 2. Kommandobrücke auf Schiffen
  103. Schiffsglocke = befindet sich meistens auf der Back, mit ihr werden Not- und Nebelsignale gegeben; auch Nebelglocke
  104. Schiffshebewerk = Anlage für die Schiffahrt zur Überwindung großer Unterschiede im Wasserstand
  105. Schiffsjunge = Moses; jemand, der zum Matrosen ausgebildet wird (Traditionelle, heute nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für die unterste Stufe des angehenden Seemannes)
  106. Schiffsmann, Schiffsleute = Schiffsleute sind gemäß SchBesV Besatzungsmitglieder eines Schiffes, die zur Ausübung ihres Dienstes kein Abschlußzeugnis des Berufes benötigen, in dem sie eingesetzt sind.
  107. Schiffsmakler = Makler, der die Vermittlung von Schiffsraum, -fracht und -liegeplätzen betreibt
  108. Schiffsmechaniker (SM) = neue Berufsbezeichnung für den traditionellen Begriff "Matrose" (dreijährige Ausbildung); sie ist die Grundstufe zum Schiffsbetriebsmeister
  109. Schiffsmodellen in Kirchen = Bedeutung: Es gab früher unter den Seefahrern die Tradition, dass man nach einer Rettung aus einer lebensbedrohlichen Seenot einer Kirche ein Schiffsmodell schenkte. So dankten die Menschen Gott, dass ihnen das Leben ein zweites Mal geschenkt wurde.
  110. Schiffsname = Ein Seeschiff, für das ein Schiffszertifikat oder ein Flaggenzeugnis erteilt ist, muß seinen Namen an jeder Seite des Bugs sowie seinen Namen und den Namen des Heimathafens oder des Regiesterhafens am Heck in gut sichtbaren und festangebrachten Schriftzeichen führen.
  111. Schiffsoffizier = Es wird in der Handelsschiffahrt zwischen nautischen und technischen Schiffsoffizier unterschieden. Das sind Angestellte, die zur Ausübung ihres Berufes eines staatlichen Befähigungsnachweises bedürfen
  112. Schiffsort = der nach geographischer Länge und Breite festgelegte Ort, an dem sich ein Schiff befindet. ( Schiffort = Position des Schiffes)
  113. Schiffspeilung = Peilung nach Schiffsgraden, die vom Bug (0°) über Steuerbord zum Heck (180°) und über Backbord wieder zum Bug (360°) gerechnet wird.
  114. Schiffsraum = Rauminhalt eines Schiffes, gemessen in Bruttoregistertonnen
  115. Schiffsregister = der Eigner eines Seeschiffes mit einer Rumpflänge über 15m ist verpflichtet, dieses in ein Seeschiffsregister (SSR) eintragen zu lassen. Kleinere Schiffe können freiwillig aufgenommen werden.
  116. Schiffsrolle =  ist der Dienstplan und die Wacheinteilung der gesamten Besatzung eines Schiffes in See
  117. Schiffsroute = allgemeingültiger Weg, auf dem ein Schiff zu einem festgelegtem Ziele beordert wird. Vielbefahrene Schiffsrouten werden in der Handelsschiffahrt auch als Tracks bezeichnet.
  118. Schiffsschraube = Propeller zum Antrieb von Schiffen
  119. Schiffssicherung = (Marine) Abschnitt der Schiffstechnik. Aufgabe der Schiffssicherung ist es, die Schwimm - und Fahreigenschaften des Schiffes und damit die Kampffähigkeit der Besatzung zu erhalten. man unterscheidet den Schiffssicherungsdienst (SSD) in: Leckabwehrdienst (LAD); Feuerabwehrdienst (FAD); ABC-Abwehrdienst (ABC-AD). Die Abschnittsleiter ist auf größeren Einheiten der Schiffssicherungsoffizier (SSO). Die Befehlsstelle für den SSD ist der Schiffssicherungs-Gefechtsstand.
  120. Schiffstagebuch = Logbuch, Buch, Journal  in das alle wichtigen Vorkommnisse und Beobachtungen während der Fahrt eingetragen werden
  121. Schiffstaufe = feierliche Namensgebung für ein Schiff vor dem Stapellauf.
  122. Schiffstechnik = Teilgebiet der Marinetechnik. Umfaßt die Gesamtheit des Schiffskörpers, der Schiffs- und Besatzungseinrichtungen ( Schiffsbautechnik), die Elektroanlage bis zum Verbraucher (Schiffselektrotechnik), die Antriebsanlage (Schiffsantriebstechnik) einschließlich deren Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung, ferner Angelegenheiten der Statik und Dynamik sowie die Schiffssicherung. An Bord Bezeichnung für einen der drei Hauptabschnitte.
  123. Schiffsweg = Weg, den ein Schiff tatsächlich zurücklegt. Er braucht mit der Schiffsroute nicht immer übereinstimmen.
  124. Schiffszertifikat = Dokument, das die erfolgte Registrierung des Schiffs, den Eigentümer, seine Staatszugehörigkeit und damit sein Flaggenrecht belegt.
  125. Schiffszwieback = haltbarer Zwieback als eiserne Ration
  126. schiften = 1. ein Segel vor dem Wind auf die andere Seite bringen; ( den Baum von einer Seite auf die andere Seite nehmen) 2. die Ladung verschieben, verändern
  127. Schill = 1. Anhäufungen von Muschelschalen verschiedener Art, die durch Strömung auf dem Meeresboden oder durch Brandung auf dem Strand zusammengetragen wurden (engl. shell = Schale, Muschelschale); 2. Ein Flußfisch, Zander
  128. Schimonosekistraße = zwischen den japanischen Inseln Kyuschu und Honschu mit einer Breite von 0,4 sm.
  129. Schinackel =  ( österr.) kleines Ruderboot
  130. schindschen = feilschen, ändern
  131. Schinkenknochen = Sextant
  132. Schipper = Kapitän, Schiffer
  133. schippern = mit dem Schiff fahren, mit einem Boot segeln
  134. Schirokko, Scirocco = warmer Wind, der im Mittelmeergebiet aus südlichen Richtungen an der Vorderseite eines von West nach Ost ziehendes Tiefdruckgebietes weht und bisweilen warme Luft aus Nordafrika nach Südeuropa bringt
  135. Schlachtschiff = kampfstarkes und gepanzertes mit schweren Geschützen bestücktes Schiff
  136. Schlag = 1: beim Kreuzen die einzelnen Zickzackabschnitte; 2. beim Pullen das Durchziehen der Riemen; 3. Raum, an den Seiten der Laderäume. 4. als Schlinge beim Biegen eines Taus.
  137. Schlagmann = auf der hintersten Ducht des Kutters sitzender Ruderer, der den Takt angibt
  138. Schlagriemen = Riemen der beiden Schagmänner auf der hintersten Ducht eines Kutters bzw. Bootes
  139. Schlagputz = kleinerer Wassereimer mit angespleißtem Haltetau zum Schöpfen von Seewasser bei Reinigungsarbeiten
  140. Schlagseite = Schräglage des Schiffes, Krängen des Schiffes nach einer Seite
  141. Schlauchboot = ovales Boot mit aufblasbaren Wülsten aus gummierten Textilien an den Seiten
  142. Schlaufe = ring-, ovalförmig geschlungenes Seil, Tau, Leine
  143. Schlei = eine etwa 40km lange Förde an der Ostküste Schleswig-Holsteins mit die Häfen Schleswig, Kappeln.
  144. Schleichfahrt =  geringe Geschwindigkeit; minimale Geräuscherzeugung zur Ortungsvermeidung (von U-Booten)
  145. Schlengels, Schlängel = Schwimmende Sperre aus Holz, Stahlrohr, Gummi oder Kunststoffen zur Absperrung des Hafenbeckens vor Öl, auch zum Schutz gegen andere Verunreinigungen.
  146. Schlepper = kleines Schiff mit Einrichtung zum Bugsieren oder Schleppen größerer Schiffe
  147. Schleppkahn, Schleppschiff = Kahn ohne eigenen Antrieb, der von einem Schiff geschleppt wird ( zum Befördern von Lasten) ; Als Schleppkahn bezeichnet man ein Binnenschiff, das von einem (Motor-)Schlepper gezogen wird. In gewisser Weise sind auch Schiffe, die getreidelt werden, geschleppte Schiffe, also Schleppschiffe. Aber es hat sich eingebürgert, unter Schleppschiffahrt das Ziehen von nichtmotorisierten Fahrzeugen - Kähnen - durch motorisierte - Boote zu verstehen.
  148. Schleppnetz = großes Fischernetz, das vom Schiff aus durch das Wasser nachgezogen wird
  149. Schlepptau = Tau zum Schleppen
  150. Schleppverband = ist eine Zusammenstellung von einem oder mehreren Fahrzeugen, schwimmenden Anlagen oder Schwimmkörpern, die von einem oder mehreren zum Verband gehörigen Fahrzeugen mit Maschinenantrieb geschleppt wird.
  151. Schleppzug = mehrere von einem Schlepper gezogene Lastkähne (Schleppkähne)
  152. Schleuse = Becken mit wasserdicht schließenden Toren auf beiden Seiten, in dem der Wasserstand verändert werden kann, um Schiffen die Überwindung von Höhenunterschieden zu ermöglichen; z. B. See-Schleuse in Seekanälen und in Einfahrten von Seehäfen.( sichert die Tideunabhänigkeit von Häfen )
  153. schleusen = ein Schiff durch eine Seeschleuse  in einen Hafen, Seehafen schleusen ( passieren lassen), Schiff durch ein Kanal schleusen
  154. Schlick = abgelagertes, feiner Tonschlamm mit organischen Beimengungen (besonders im Wattenmeer)
  155. Schlickfänger = Sammelbezeichnung für Lahnungen, Schlegen und Buhnen, die als Landgewinnungszwecke  den Zweck haben, den Schlickfall zu fördern un so neues Vorland an der Küste zu schaffen.
  156. Schlickhaken = Anker
  157. Schlickrutscher = kleines Schiff mit flachen Boden, eigentlich nur für Wattfahrten geeignet
  158. Schlicktown =  Scherzhafter Name für die Marinestadt Wilhelmshaven.
  159. schlieren = das Gleiten, Schlüpfen, Rutschen einer Leine bzw. Trosse auf einem Spillkopf oder Poller; über den Meeresboden rutschen
  160. Schlingerdämpfungsanlage = (Marine) mechanische, bzw. elektr.-hydraul. Anlage auf einigen Kriegsschiffen zur Herabsetzung der Schlinger- und Stampfbewegung bei starkem Seegang. Mit einigen Anlagen können diese bewegungen bei ruhiger See auch künstlich erzeugt werden.
  161. Schlingerkiel = Seitenkiel am Schiff zum Vermindern des Schlingerns
  162. Schlingerkoje = spezielles Krankenbett in Schiffskrankenräumen, das durch entsprechende Aufhängung den Schiffsbewegungen nicht folgt und dadurch den Kranken oder Verletzten Erleichterung bieten kann.
  163. Schlingerleisten =  sind  um die Back angebracht, die bei Seegang  das Herunterfallen von Gegenstände verhindern sollen
  164. schlingern = infolge des Seegangs, das Schiff schlingert (ständig von einer Seite auf die anderen Seite legen, Schaukeln)
  165. Schlingertank = Wassertank auf jeder Seite des Schiffes zum Verhindern des Schlingerns
  166. Schlipp =  Slip, Aufschlepphelling; siehe auch Slip
  167. schlippen = eine Leinen oder Kettenverbindung durch plötzliches Losmachen von ihrem Haltepunkt lösen, kappen.
  168. Schloßgat = ein Loch am Fuß einer Stege, wodurch das Holz gesteckt wird, das diese auf der Saling hält.
  169. Schloßholz = das Holz, das die Stenge auf der Saling hält.
  170. Schlot, Schloot, Sloot, Grüppe = kleiner Wassergraben, Wasserlauf
  171. Schlup = auch: Slup, Sloop; 1. kleines kutterartiges Boot; 2. Polizeiboot
  172. schlüsseln = Geheimschutzverfahren im Fernmeldeverkehr, bei dem der Kartext mit Hilfe von Maschinen oder durch ein Handschlüsselverfahren in eine Geheimschrift verwandelt wird.
  173. Schmack, Schmacke, Smack = 1.flaches Küstenfischerboot, kleines Seeschiff ohne Kiel und Segel ( 18. u 19. Jh.); 2. Küstensegler, Eineinhalbmaster mit Breitfock, ein oder zwei Raasegeln und Gaffelsegel am Großmast und einem Gaffelsegel an einen kleinen Heckmast.Spitzgattheck. Das Ruder ist außen angebracht. - Smacks sind stets als Kutter geriggt und beachtlich schnelle Schiffe. Das überhängende Heck, der steile Vorsteven und der waagerechte, einholbare Klüverbaum sind die Kennzeichen für alle Schmacks.
  174. Schmatting, Schmarting = geteerter oder gefetteter Segeltuch oder Jutestreifen, der um Tauwerk oder Spannschrauben genäht oder unter die Bekleidung von Drahttauwerk gelegt wird, um sie zu konservieren; auch Bootsmann
  175. Schmierer = Motorenhelfer, seine Aufgabe ist die Wartung der Maschinen sowie die Zuverlässigkeit und die Sicherheit der Maschinen überwacht; er ist meist ein gelernter Maschinenbauer
  176. Schmutt, Schmuttregen = Niederschlag, norddeutsch: feiner Regen, leichter Regen ; in Pattdeutsch: Schmudderregen.
  177. Schmutzwasser = schifftechnische Bezeichnung für verunreinigtes Wasser der Wasch- und Kücheneinrichtungen.
  178. Schnatter = Faßschlinge; Anschlagmittel für Fässer aus Tauwerk, bei dem eine Kausch so eingespleißt ist, daß eine Schlinge gebildet wird
  179. Schnau = zweimastiges Segelschiff des 18. und 19. Jh, das einer Brigg sehr ähnlich war.
  180. Schneidjefiedel  = sind spöttische Bezeichnungen für Hafenbesucher, wenn diese dem Stauer oder Seemann durch Benehmen oder Fragen "auf den Wecker fallen".
  181. Schnellboot = kleines, besonders schnelles und wendiges Kriegsschiff.
  182. Schnelldampfer = heißen die großen Fahrgastschiffe im Linienverkehr zwischen den Kontinenten.
  183. Schnelles Minensuchboot = (früher Räumboot) Kriegsschiff speziell zum schnellen Räumen von Minensperren eingerichtet. Ausgerüstet für Ujagd, in geringem Umfang zum Minenlegen geeignet.
  184. Schnigge = Kuff  ( Küstenfahrzeug ) vorwiegend für den Fisch- und Austernfang, (18. u. 19. Jh.)
  185. Schnodderbass, Schnösel  = sind spöttische Bezeichnungen für Hafenbesucher, wenn diese dem Stauer oder Seemann durch Benehmen oder Fragen "auf den Wecker fallen"
  186. Schnorchel = 1. Rohr, das zur Luftversorgung über die Wasseroberfläche führt, z. B.  bei U-Booten; 2. kurzes Rohr (zum Atmen) mit Schutzbrille zum Tauchen  in Flachwasser
  187. Schnorcheln = Unterwasserfahrt eines U-Bootes mit Dieselmotoren. Die erforderliche Verbrennungsluft wird durch einen aufklapp- oder ausfahrbaren Hohlmast, den Schnorchel, in das Boot gefördert.
  188. Schnürboden = hallenförmiger Raum auf Werften, auf dessen Fußboden der Linienriß im Maßstab 1:1 aufgetragen wird. Dieser in speziellen Holzbelag eingeritzte Linienriß dient der Kontrolle des Staks, der Ermittlung der wahren Größe von Flächen und Linien, und zur Herstellung der Modelle und Meßlatten für Einzelteilfertigung, Umformung und Montage.
  189. Schocker Schokker = 1. altes holländisches Plattbodenyacht, bis 1875 Nutzungsfahrzeug mit Längen bis 16m , später 10-12m;  2.  Schiff,  Fahrzeug der Ankerkuilenfischerei
  190. Scholle = 1. (seem.) flächiges, dickes Eisstück, das auf dem Wasser treibt; 2. Plattfisch ( wohlschmeckender Speisefisch)
  191. Schoner, Schooner, Schuner = mehrmastiges Segelschiff  mit nicht vollgetakelten Masten, bei denen der größte Mast hinten steht, ist ein Schoner , wobei wir unterscheiden zwischen Zwei- und Dreimastgaffel- Toppsegel-, Rahschonern  usw. Ein Schoner schlechtweg ist meist ein Zweimastschoner.
  192. Schonerbark = führt am Fockmast Rahsegel, am Großmast und Besanmast Schratsegel., meistens Dreimastschoner genannt
  193. Schonerbrigg = Zweimastsegler, der am vordersten Mast Rahsegel, am hinteren Mast Schratsegel führt
  194. Schoneryawl = ein Schoner, bei dem der untere Teil des Großsegels und der lange Großbaum gekürzt sind und dafür ein relativ kleiner Besan wie bei einer Yawl aufgeriggt ist. Praktisch ein Zweieinhalbmaster.
  195. Schornstein = Abgaspfosten  eines Schiffes, früher Dampf, jetzt Abgase aus dem Maschinenraum (Dieselmotoren).
  196. Schornsteinmarken = sind Reedereizeichen; ihre Farben oder Embleme sind häufig eine Nachahmung der Reedereiflaggen
  197. Schorre = die Küstenzone, die sich von der Niedrigwasser bis in Tiefen erstreckt, in denen noch ein merklicher Transport erodierten Materials stattfindet (Brandungsplattform)
  198. Schot = Segelleine, Tau, Drähte oder Ketten, die ein Segel ausspannen und in der richtigen Lage halten
  199. Schot belegen = ein Tau festmachen
  200. Schothorn = die achtere untere Ecke eines Segels, wo sich Unterliek bzw. Baumliek und Achterliek treffen
  201. Schotenwinsch = Winde mit einer Kurbel und dient zum Nachfieren des Segels und des Baumes
  202. Schotstek = Knoten, dient zum Befestigen einer Leine am Schothorn oder einem Auge, zu dem eine andere Leine ähnlichen Durchmessers gelegt ist
  203. Schott = Stahlwand im Schiffsrumpf zur gegenseitigen Abgrenzung von Lade-, Maschinen- und Räumen zur Erhöhung der Sinksicherheit und der Festigkeit des Schiffes; Längs- und Querschotten. Alle inneren Schiffswände, aber auch ihr Gegenteil, nämlich die darin befindlichen verschließbaren Durchgänge.
  204. Schott dicht = heißt in der Seemannsprache: Tür zu oder auch Mund halten
  205. Schott-Tür = eine wasserdicht schließende Tür, die einen Schottdurchgang sperren kann.
  206. schral = schwach, ungünstiger Wind
  207. schralen =  drehen des Windes in die für den Kurs des Schiffes ungünstige Richtung, d.h. der Wind wird vorlicher. Gegensatz: raumen
  208. Schratsegel = alle Segel, die in der Ruhestellung längsschiffs sitzen (Gaffelsegel, Stag- und Schonersegel)
  209. schricken = eine belegte Leine mit wenigen Törns teilweise von ihrem Beschlag lösen, dann eine Kleinigkeit fieren und wieder belegen
  210. Schubboot = mit starken Motor ausgerüstetes Wasserfahrzeug zum Fortbewegen von motorlosen schwimmfähigen Ladungsbehältern ( Schubprahme, Leichter, Bargen, Lastkähne )
  211. Schubverband = ist eine starre Verbindung von Fahrzeugen, von denen sich mindestens eines vor dem oder den beiden Fahrzeugen mit Maschinenantrieb befindet, das oder die den Verband fortbewegt oder fortbewegen und als "schiebendes Fahrzeug" oder "schiebende Fahrzeuge" bezeichnet werden; als starr gilt auch ein Verband aus einem schiebenden und einem geschobenen Fahrzeug, deren Kupplungen ein gesteuertes Knicken ermöglichen.
  212. Schütting = Schiffahrtshaus in Bremen
  213. Schulschiff = der seemänn. Ausbildung des Nachwuchses der Handels- oder Bundesmarine dienendes [Segel]schiff. Ein berühmtes Schulschiff der deutschen Handelsmarine war die "Pamir"; die Bundesmarine verfügt über das Segel-Schulschiff. Gorch Fock
  214. Schute = offenes Boot ohne Takelwerk und ohne Eigenantrieb zum Befördern von Lasten; Schleppkahn, Prahm
  215. Schutzhafen, Fluchthafen, Windlieger = Zufluchthafen für Schiffe, die bei schwerem Wetter auf See nicht fahren können
  216. Schwabber = 1. anderer Ausdruck von Dweil, ein Reinigungsgerät aus alten Tauwerk zum Deckwaschen; 2: scherzhaft auch die Epauletten der höheren Seeoffiziere (früher) so genannt
  217. Schwalbennest = kleine, oben offene, rechteckige Fächer aus Holz, die man häufig auf Jollen antrifft. Es werden dort Ersatzwantenbändsel, Segelgarn oder Ersatzschäkel in greifbarer Nähe aufbewahrt. Sie sitzen meist direkt unter dem Ansatz des Bootsdecks.
  218. Schwalk = 1. Bezeichnung für Wolke, auch Rauchwolke; 2. dasselbe wie Bö
  219. schwanken = sich hin und her bewegen durch den Wind; das Boot schwankte, als er einstieg
  220. Schwarze Gang = Slangwort für die Leute vom Zoll, die an Bord kommen und das ganze Schiff durchsuchen.
  221. Schwarzer Frost = schnelle, nicht aufzuhaltende Vereisung eines Schiffes durch überkommende Seen bei großer Kälte.
  222. Schwarzes Meer = ist ein Binnenmeer zwischen Südosteuropa und Kleinasien und hat eine Fläche von 436 400 km². Das Schwarze Meer ist ein Nebenmeer des Mittelmeers und mit diesem durch den Bosporus, das Marmarameer und die Dardanellen verbunden. Rumänien und Bulgarien begrenzen das Schwarze Meer im Westen. Anrainerstaaten sind im Norden und Osten die Ukraine, Russland und Georgien, im Süden die Türkei. Die tiefste Stelle ist mehr als 2 135 Meter tief.
  223. Schweinsrücken = Decksverstärkung für den an Deck genommenen Anker
  224. Schweißwasser = Kondenswasser in den Laderäumen.
  225. Schwell, Swell =  Dünung, Wellen, die auslaufenden Bug- und Heckwellen der Schiffe vor und in Häfen
  226. schwenken = (Marine) Kursänderung aller Schiffe eines Verbandes auf einen gemeinsamen, neuen Kurs. Die Kursänderung wird nacheinander bei Passieren des Punktes durchgeführt, an dem die erste Einheit des Verbandes die Schwenkung begonnen hat.
  227. Schwergut = Frachtstücke von mindestens 1000 kg. Sie müssen an sichtbarer Stelle mit einer dauerhaften deutlichen Angabe ihres Gewichts in Kilogramm versehen sein.
  228. Schwergutbaum = bordeigenes Ladegeschirr mit einer Tragfähigkeit bis zu 500 Tonnen.
  229. Schwert = in einem Schwertkasten absenkbare Platte zur Verminderung der Abdrift eines Schwertbootes. Man  unterscheidet: Mittelschwerter, Kimmschwerter und Kielschwerter.  Seitenschwerter finden heute nur noch auf einer Tjalk Verwendung.
  230. Schwertboot = offenes Boot (Jolle), ein relatives breites, formstabiles, aber kenterbares Segelboot mit Schwert, dessen Stabilität von der Crew abhängt.
  231. Schwerwetter = allgemeine Bezeichnung für Wetterbedingungen mit Wind ab Stärke 6 oder darüber.
  232. Schwesterschiff = ein Schiff gleicher Größe, gleicher Bauart, gleichen Typs wie ein anderes.
  233. Schwimmdock = ein hohlwandiger Schwimmkörper; Boden- und Seitentanks werden geflutet, das Schiff schwimmt ein, das Dock. wird leergepumpt und hebt sich unter das Schiff
  234. Schwimmweste = meist aufblasbares, westenartiges Rettungsgerät, das Personen in Seenot über Wasser hält
  235. Schwinge = Nebenfluß der Elbe mit dem Hafen Stade
  236. schwojen, schwoien =  sich durch Wind oder Strömung vor Anker drehen  (eines vor Anker liegenden Schiffes)
  237. SCOR = Scientific Commission on Oceanic Research, eine 1957 gegründete Organisation, welche die gesamte Meereskunde umfassen soll.
  238. Scott, Robert Falcon = Polarforscher, 1868-1912. Scott erreichte den Südpol am 18. Januar 1912, einen Monat später als Amundsen.
  239. Scotsmann ( Skotschmann) = Latte am stehenden Gut, die die Segel gegen Schamfilen schützen soll.
  240. SEA = Schiffseichamt
  241. Sea Hawk = Typenname eines britischen Marine-Jagdflugzeuges der britischen Firmen Armstrong-Whitworth für Flugzeugträger; wurde auch für die deutschen Marineflieger geliefert (1963); Geschwindigkeiten bis etwa 1000 km/h.
  242. SEDNA  = Meeresgöttin, Alte des Meeres, Königin der Tiefe, Königin der Stürme und Taifune und Hurrikane, Mutter aller Meergeschöpfe. Sedna, auch Nuliajuk genannt, ist die wichtigste Göttin der des in der nordamerikanischen Arktis lebenden Inuit-Volks. Ihre Gefährten sind die Robben und Wale, die gemeinsam mit ihr am Meeresboden sitzen. Sie ist in jedem Wassertropfen gegenwärtig und in jedem Fisch.
  243. See = 1. leicht (oder) mäßig bewegte, vollkommen glatte, ruhige  See; grobe, hohe, schwere, unruhige See, in See stechen; zur See fahren; 2. Binnengewässer
  244. Seeauswurf = die besitzlos gewordenen Gegenstände, die von der See auf den Strand geworfen oder gegen den Strand getrieben und geborgen werden. Seeauswurf muß dem zuständigen Strandvogt angezeigt und zur Verfügung gestellt werden. Strandungsordnung §20.
  245. Seeamt, SeeA = Behörde zur Untersuchung von Seeunfällen der Handelsmarine
  246. SeeAufG = Gesetz über die Aufgaben des Bundes auf dem Gebiet der Seeschiffahrt i.d.F. vom 21. Januar 1987
  247. Seeaufklärer = Speziell ausgerüstetes Flugzeug der Marineflieger, das besonders für die Aufklärung in Seegebieten geeignet ist.
  248. Seebäderschiffe = vermitteln den Verkehr zwischen dem Festland und den Inselbädern; sie sind Fahrgastschiffe ohne Kabinen, aber mit umfangreichen Restaurationsräumen.
  249. Seebär = 1. scherzhaft für einen erfahrenden Seemann; 2. große Robbe mit dichtem, braunen Fell; 3. durch rasche Winddrehung in Verbindung mit starken Böen und schneller Luftdruckänderung verursachter, plötzlich auftretender Wasserschwall, der bis 1 m Höhe erreichen kann. "Bär" ist eine Wortumgestaltung von Bar ( Welle, Wogge)
  250. Seebeben = Erdbeben, dessen Ausgangspunkt unter dem Meeresboden liegt; oft Ursache verheerender Flutwellen, die als Tsunamis bezeichnet werden.
  251. Seebebenstärken = durch 6 Stufen der Sieberg-Skala angegeben : 1. leichtes, kaum spürbares Zittern des Schiffes; 2. leichte Erschütterung des Schiffes; 3. ruckartige Erschütterung des Schiffes; 4. Schiff beginnt zu schwanken; 5. "Ächzen" des Schiffes, größere Gegenstände an Bord fallen um; 6. Schiffskörper erleidet Beschädigungen, die zum Untergang führen können.
  252. Seeberufsgenossenschaft, See-BG = 1887 gegründet; für die Seeschiffahrt- und Seefischereiunternehmen, a) ihr obliegt die Unfallversicherung (Seekasse) und Invalidenversicherung (Seekrankenkasse) der Seeleute; b) Sie überwacht die Besatzungsräume und erteilt als Schiffssicherheitsbehörde den Fahrterlaubnisschein ( Sicherheitszeugnis) und das Freibordzeugnis ( betrifft die Tiefladelinie)
  253. Seebeuterecht = Recht der Beschlagnahme feindlicher Schiffe und Waren im Seekriegsgebiet durch den Kriegsgegner. Konterbande auf neutalen Schiffen darf nur nach Konterbanderecht behandelt werden. Nicht dem Seebeuterecht unterliegen u. a. Lazarettschiffe, Fischerei- und Küstenfahrzeuge, Postsendungen und feindliche Handelsschiffe, die vom Kriegsausbruch überrascht wurden.
  254. Seebuhne = dammartig in die See vorgebautes, massives Uferschutzwerk.
  255. seedoll = Ausdruck für seekrank
  256. Seedrachen, Seekatzen = ein Fisch von ein bis einundhalb Meter Länge und auffallender Schönheit in goldgelber, brauner oder weißer Farbe. Der Körper ist langgestreckt und endet in einem fadenförmigen Schwanz. Sie leben meist in größerer Meerestiefe
  257. Seefahrer = jemand der zur See fährt;  oder der Entdeckungsreisen übers Meer macht
  258. Seefahrtsbuch = Musterbuch, amtlicher Ausweis für jeden Seemann, ausgestellt vom Seemannsamt. Nach Anmusterung wird das Musterbuch vom Kapitän aufbewahrt, nach Abmusterung vom Seemannsamt Fahrzeit und Dienstgrad bescheinigt
  259. Seefahrtschule = die staatlichen Institute für das Studium der nautischen Schiffsoffiziere und Kapitäne der Kauffahrtei- schiffahrt.
  260. seefest = 1. seefestes Schiff; 2. nicht seekrank werdend, nicht seekrank werden
  261. Seefrachtvertrag = der Frachtvertrag zur Beförderung von Gütern, entweder auf das Schiff im ganzen oder einen verhältnismäßigen Teil oder einen bestimmt bezeichneten Raum im Schiff.
  262. Seefunkzeugnis = die Deutsche Bundespost stellte folgende Seefunkzeugnisse aus: Seefunkzeugnis 1. Klasse, Seefunkzeugnis 2. Klasse, Seefunksonderzeugnis und das Allgemeine Seefunksprechzeugnis. Heute gibt es nur noch das Seefunksprechzeugnis.
  263. Seegang = die durch Wind hervorgerufene Wellenbewegung der Meeresoberfläche; seine Stärke wird nach 10-teiliger Skala angegeben; siehe Petersen-Skala; Windsee und Dünung wird als Seegang bezeichnet.
  264. Seehase = ein Barsch aus der Familie der Scheibenbäuche. Länge von ca. 60 cm und 3 - 7 kg Gewicht.
  265. Seehund = Flossenfüßler, der häufigste Bewohner unserer heimatlichen Küsten. Die Länge schwankt zwischen 1,5 bis 2 Meter
  266. Seejungfer = Seetier von drei bis vier Meter Länge. Lebensgebiet ist der Indische Ozean und seine Nebenmeere
  267. Seejungfrau = junger weiblicher Wassergeist (Nixe) mit Fischschwanz
  268. Seekadett =  1. Offiziersanwärter im Range eines Obermaaten (Bundesmarine); 2. Salzhering
  269. Seekarte = katographische Erfassung von Meeren mit Küstenstreifen, in die für die Seeschiffahrt wichtige Gegebenheiten ( Tiefen, Bodenbeschaffenheit, Strömungen, Gezeitenhub, Schiffahrtshindernisse und Seezeichen eingetragen sind.
  270. Seekartennull, SKN = Die Nullebene, auf die die Tiefenangaben einer Seekarte bezogen sind. Die Tiefenangaben in Seekarten sind Mindestwassertiefen; sie beziehen sich auf das Seekartennull (SKN) als Tiefenhorizont, der möglichst selten unterschritten werden soll. In den europäischen Nordsee-Anrainerstaaten ist das SKN unterschiedlich definiert, woraus sich in den jeweiligen Seekartenwerken verschiedene Bezugshorizonte und Zahlenangaben ergeben. Bis Ende 2004 war das Niveau des SKN im Bereich der deutschen Nordseeküste gleich der Höhe des mittleren Springniedrigwassers (MSpNW).
    Ab 2005 entspricht das neue SKN dem Niveau des niedrigstmöglichen Gezeitenwasserstands (Lowest Astronomical Tide, LAT). Das LAT liegt im Bereich der deutschen Nordseeküste etwa 50 cm unterhalb des MSpNW. Das SKN in den Seekarten der Ostsee bleibt unverändert, weil LAT nur für Tidegewässer eingeführt wird.
  271. Seekiste = (früher) Koffer des Seemannes für seine Ausrüstung, Kleidung und Papiere
  272. seeklar =  ein Schiff  klar, fertig  zum Auslaufen
  273. Seekrankheit = auf Schiffsreisen bei Seegang auftretende Krankheitserscheinung mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen
  274. Seekuh = Robbenart von acht bis zehn Meter Länge und bis zu 20 Tonnen Gewicht. Die Heimat ist der Norden des Pazifik
  275. Seeland = 1. die größte dänische Insel mit der Hauptstadt Kopenhagen; 2. Provinz und Küstengebiet der Niederlande am Rheindelta
  276. Seelinie = Grenzlinie zwischen dem Vorstrand und dem Seegebiet. Sie wird etwa durch die 7m unter Seekartennull (SKN) liegende Tiefenlinie bestimmt.
  277. Seele = heißt das Innere von Drähten und Stahltrossen, besteht aus gefettetem Fasertauwerk, das den Draht von innen gegen Rost schützt.
  278. Seeleichter = jedes Schiff, das keine eigene Antriebsvorrichtung hat
  279. Seelenverkäufer = 1. (seem.) nicht mehr voll seetüchtiges Schiff, das abwrackreif ist; 2. illegaler Heuerbaas
  280. Seelotse = ein Lotse, der im Seegebiet vor einer Flußmündung, einer Hafeneinfahrt, einer Küste Dienst macht. Gegensatz: Flußlotse, Kanallotse, Hafenlotse.
  281. Seemann = jemand, der berufsmäßig auf einem Schiff  arbeitet, fährt; Fahrensmann
  282. Seemännische Nr.1 =  Schmadding ( Smadding ), Bootsmann. Dienstältester seemänischer Unteroffizier an Bord eines Kriegsschiffes. Verantwortlich für die Durchführung der Seemannschaft und die Sauberkeit an Bord.
  283. Seemännischer Dienst = ( Marine) Fachrichtung im Dienstzweig "Seemännischer und Brückendienst". Umfaßt Decksarbeit, Seemannschaft, Bedienung und Wartung der Beiboote, Hilfsbrückendienst ( Rudergänger, Befehlsübermittler uew.) Waffenhilfsdienst, Wartung und Verwaltung seemänischen Gerätes.
  284. Seemänischer und Brückendienst = Dienstzweig in der Laufbahn Truppendienst bei der Marine. Umfaßt alle Fachricht- ungen, die sich mit Nautik, Seemannschaft und optischem Signaldienst befassen.
  285. Seemannsamt = staatliche Behörde, die für die An- und Abmusterung von Seeleuten zuständig ist
  286. Seemannschaft = Der praktische Teil der Schiffahrtskunde. Sie umfaßt die zwecksmäßige Anwendung der seemännischen Hilfsmittel, die Kenntnis der Fahr- und Manövriereigenschaften der Boote und Schiffe sowie ihre Handhabung unter den wechselnen Bedingungen der Seefahrt und alle an Bord vorkommenden manuellen. vorwiegend nicht technisch gebundenen Tätigkeiten.
  287. Seemannsgarn = abenteuerliche, phantasievolle, von einem Seemann erzählte Geschichte; auch Seemannslatein
  288. Seemannsgesetz, SeemG = regelt die Arbeits- und Rechtsverhältnisse des Seemanns
  289. Seemannsordnung, SeemO = Regelung der Rechte und Pflichten der Besatzungsmitglieder eines Schiffes.
  290. Seemannssonntag = Bezeichnung für den Donnerstag in der Seefahrt, an dem es traditionsgemäß ein besseres, dem Sonntag ähnliches Essen gibt.
    Eine Erklärung von L. Rüdiger: Der Seemannssonntag ist von dem Brauch der Wikingern abzuleiten. Bei den alten Wikingern war der Donnerstag - Thorsdag - heilig. Und den Göttern zu ehren wurde nun einmal auch gut gespeist. Die Besonderheit des heidnischen Donnerstages lebte im 18. Jahrhundert wieder auf. Zu dieser Zeit verging kein einziger Tag auf den Schiffen ohne kirchliche Andacht. Den Seemännern war dies Recht: Denn mit gefalteten Händen lässt sich keine schwere Arbeit verrichten. Dem Hamburger Senat war dies wohl ein Dorn im Auge. Vermutlich ohne den Ursprung zu kennen, wies der Senat die christlichen Schiffsprediger in den "Artikelsbriefen" von 1727 an: "Wenn ein Schiff im Hafen lieget und das Volk frisch Wasser hohlet, auch andere Arbeit zur Rückreise verfertigen muss, alsdann soll der Gottesdienst nur am Sonntage und am Donnerstage abserviert werden!" Heute zeugt vom "Sonntag der Seemänner" meist nur noch eine üppige Mittagsmahlzeit. Und die schmeckt immer - Thor sei Dank!
  291. Seemeile = (internationale Seemeile, engl.: international nautical mile), Einheitenzeichen INM, in der Seefahrt und Luftfahrt international verwendete Längeneinheit: 1 INM = 1,852 km
  292. Seenot = Zustand höchster Gefahr auf dem Meer; in Seenot geraten; Gefahr des Untergangs von Schiffen
  293. Seenotdienste = befinden sich an allen Küsten, um Schiffsbrüchigen zu helfen; in Deutschland geschieht es durch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
  294. Seenotfunkbake, Seenotfunkboje = Beim Untergang eines Schiffes selbstätig aufschwimmende Boje, die automatisch Funksignale aussendet, die der Ortung und Auffindung der Unfallposition dienen, auch EPIRB genannt.
  295. Seenotrettungskreuzer = spezielles Schiff für die Rettung von Schiffsbrüchiger (Menschen, die in Seenot geraten sind). In Deutschland ist die Seenotrettung  der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übertragen worden mit ihren Seenotrettungskreuzern und Strandrettungsbooten
  296. Seenotsignal = ein in Not befindliches Fahrzeug oder Wasserflugzeug auf dem Wasser, das Hilfe von anderen Fahrzeugen oder vom Lande verlangt, muß internationale bestimmte Signale geben. Z.B. mit : rote Leuchtraketen, Flaggensignal, Rauchsignale oder im Sprechfunk eine Notmeldung  ( MAYDAY ) abgeben.
  297. Seeoffizier = die Offiziere der Deutschen Marine, im engeren Sinne jedoch nur die Offiziere des seemännischen und nautischen Dienstes.
  298. Seepoken = zu den Rankenfüßlern gehörende Meereskrebse, die sich als Bewuchs am Bootsrümpfe  festsetzen, wenn das Unterwasserschiff nicht durch Antifouling geschützt ist.
  299. Seeprahm, Seeleichter = stark gebautes, gedecktes Lastschiff ohne eigene Triebkraft, das über See geschleppt werden kann.
  300. Seerauch = ein meistens schwadenförmig auftretender, nicht sehr hoch reichender Nebel
  301. Seeräuber = jemand der der fremde Schiffe kapert oder ausraubt; Pirat
  302. Seerecht = Gesamtheit aller Vorschriften , die die Seefahrt betreffen
  303. Seesack =   ein verschließbarer Segeltuchsack, mit dem der Seemanns seine Kleidung und Ausrüstung transportiert
  304. Seeschiffahrtsstraßen-Ordnung = (SeeSchStrO; früher: SSchSO) Der Sicherheit des Verkehrs auf den mit der See verbundenen und von Seeschiffen befahrenen Wasserstraßen dienende VO, die am 3.5.1971 neu herausgegeben worden ist. Sie enthält u.a. Schiffahrtszeichen, Sichtzeichen und Schallsignale der Fahrzeuge, Fahrregeln und ergänzende Vorschriften für den Nord-Ostsee-Kanal. Außerdem sind hier weitere schiffahrtspolizeiliche Anordnungen angeschlossen.
  305. Seeschiffsregister = (SSR) ein Schiffsregister für Seeschiffe, das die amtliche Eintragung von Schiffen (auch von Yachten) nach der Schiffsregisterordnung bei Vorlage eines Schiffsmeßbriefes vornimmt. Als Nachweis der Eintragung in das S. erhält der Eigner das Schiffszertifikat.
  306. Seeschlacht am Skagerrak = Die Seeschlacht am Skagerrak war die größte Seeschlacht des Ersten Weltkriegs zwischen der Hochseeflotte der deutschen Kaiserlichen Marine und der Grand Fleet der Royal Navy vom 31. Mai 1916 bis zum 1. Juni 1916 in den Gewässern vor Jütland. Sie wird im Englischen als Battle of Jutland (deutsch: Schlacht von Jütland) bezeichnet und war die größte Flottenschlacht zwischen Großkampfschiffen, die überwiegend bei Tageslicht ausgefochten wurde. Truppenstärke Großbritannien: 151 Schiffe, Verluste: 6.094 Tote, 14 gesunkene Schiffe mit 115.025 ts. - Truppenstärke Deutsches Reich: 99 Schiffe, Verluste: 2.551 Tote, 11 gesunkene Schiffe mit 61.180 t. - Der Ausgang der Schlacht war unentschieden: Die Briten hatten wesentlich höhere Verluste an Menschenleben und Schiffen zu beklagen. Auf dem Schlachtfeld waren sie jedoch überlegen und konnten ihre strategische Vorrangstellung verteidigen, was es ihnen ermöglichte, die Seeblockade bis zum Ende des Krieges aufrecht zu erhalten.
  307. Seeschlag = durch Seegang, insbesondere durch an Deck stürzende Brecher hervorgerufene Kräfte, die Zerstörungen am Schiff und an der Decksladung hervorrufen können
  308. Seeschlagblende = ist eine Eisenklappe, mit der bei schlechtem Wetter das Bullauge von innen verschlossen wird
  309. Seespiegelkanal = ein künstlicher, zwei Meeresteile verbindender Schiffahrtskanal, der keine Schleusen benötigt, weil der Wasserspiegel auf beiden Mündungsseiten gleich ist. ( z.B. der Suezkanal, aber nicht der Nord-Ostsee-Kanal)
  310. Seestern = Stachelhäuter der Küstengewässer. Das Tier hat 5 Arme. Es ist ein Feind der Muscheln und richtet auf den Muschelbanken  (Austernbanken) großen Schaden an. Getrocknet wird der Seestern von Besuchern der Küste gern als Erinnerungsstück migenommen.
  311. Seestiefel = Lederstiefel mit Schaft und Ledersohle für die Soldaten der Marine für den Dienst an Bord.
  312. Seestreitkräfte = Gesamtheit der zur Marine gehörige Streitkräfte (Schiffe, Flugzeuge)
  313. Seetörn = der auf offener See verbrachte Teil der Reise
  314. seetüchtig = ein Schiff ist seetüchtig ( für die Fahrt auf dem Meer geeignet), Verantwortlich für die Seetüchtigkeit eines Schiffes ist der Kapitän
  315. SeeUG = Gesetz über die Untersuchung von Seeunfällen vom 6. Dezember 1985
  316. Seeventil = ein an der Außenhaut, dem Boden oder dem Seekasten sitzendes dicht schraubbares Ventil, das den Rohrabschluß von außenbords nach binnenbords (oder umgekehrt) absperren kann. Beispiel: Kühlwasserleitung.
  317. Seewasserstraße = derjenige Teil eines Küstengewässers, der als Wasserstraße gesetzlich festgelegt is.
  318. seewärts = zur See hin
  319. Seeweg = Weg übers Meer, ein Land auf dem Seeweg erreichen
  320. Seewind = vom Meer her wehender Wind
  321. Seewolf = Stachelflosser der Familie der Schleimfische. Der Seewolf erreicht eine Länge von zwei Metern. Bemerkenswert ist das furchtbare Gebiß aus mehreren Reihen Zähne und das tückische wölfische Aussehen. Lebensgebiete sind die nördlichen Gewässer
  322. Seezeichen = im Wasser oder an Land befindliche, feste (Leuchtfeuer, Richtfeuer, Baken, Stangen und Pricken) oder schwimmende (Feuerschiffe sowie Spitz-, Stumpf-, Baken-, Leucht-, Spiren-, Faß- oder Kugeltonnen) Hilfsmittel zur Navigation, deren Form, Farbe, eventuell Toppzeichen und Kennung genau festgelegt sind. Laterale  (seitenbezogene)  Seezeichen bezeichnen das Fahrwasser, kardinale (ortsbezogene) Seezeichen die Untiefen, Schiffahrtshindernisse und Sperrgebiete
  323. Seezeremoniell = Gesamtheit der allgemein anerkannten Normen und internationalen Gewohnheiten, die die Verhaltensweisen zwischen Schiffen verschiedener Länder, das Erweisen von Saluten, die Ehrenbezeigungen ( u.a. Flaggendippen), die Organisation von Visiten und Empfängen sowie andere Maßnahmen bei Begegnungen von Schiffen auf See und beim Besuch ausländicher Häfen regeln.
  324. Seezunge = (Weichflosser, Anacanthini) schmackhafter , höchstens 60 cm langer Flachfisch. Lebensgebiet ist der Atlantik vom Mittelmeer bis zum Eismeer
  325. Segel = (bei Segelschiffen) drei oder viereckiges Tuch, das am Mast aufgespannt wird, so daß sich der Wind darin fängt und das Schiff vorwärts treibt; die Segel hissen, reffen, streichen. Z.B. Gaffelsegel, Latei-, Lugger-, und Sprietsegel.
  326. Segelboote =  durch Windkraft fortbewegte Boote, aus Holz, Leichtmetall, Stahl oder Glasfaserkunststoff (GFK) gebaut. Nach ihrer Takelage unterscheidet man einmastige Catboote, Slups oder Kutter, anderthalbmastige Ketschs und Yawls sowie zwei- und mehrmastige Schoner;  Sport-Segelboote  werden nach nat., internat. und olymp. Klassen in Bauart, Takelung und Größe unterschieden. Zur Erreichung von Höchstgeschwindigkeiten benutzt man heute Zweirumpf-S. (Katamaran) und Dreirumpf-S. (Trimaran)
  327. Segeldingi = ein Dingi, das mit Mast, Großsegel, Schot und meistens mit einem Mittelschwert (Steckschwert) zum Segeln eingerichtet ist, aber gleichzeitig  auch als Ruderdingi verwendet werden kann.
  328. Segelhaken = Haken zum Festhalten des Segeltuchs beim Segelnähen.
  329. Segelhandschuh = starker Lederriemen um die Hand mit einer geriffelten Metallplatte am Handballen als Hilfsmittel zum Nähen des starken Sgeltuches.
  330. Segelkoje = ein abgeteilter Raum im Schiff (meist Vorschiff ), der zur Aufbewahrung der Segel / Reservesegel dient
  331. Segellast = ein meist im Vorrschiff unterhalb des Kabelgatts gelegener Werkstattraum für den Segelmacher. Hier lagern auch die Ersatzsegel.
  332. Segellatten = zur Aussteifung von Segeln in die insbesondere an der Achterkante des Segels vorhandenen Taschen eingesteckte Latten, die das vorzeitige Flattern des Segels vermeiden soll
  333. segeln = mit dem Segelboot  fahren; ein Boot segeln, steuern, lenken
  334. Segelriß = zeichnerische Darstellung aller Segel eines Segelschiffs oder -boots mit ihren Segelschwerpunkten und dem dazugehörigen stehenden Gut und laufenden Gut.
  335. Segelschiff = (Segler), großes, durch Windkraft getriebenes Wasserfahrzeug; nach den Vorschriften des Germanischen Lloyd jedes Schiff, dessen Segelfläche größer als das 1,5fache von Länge mal Breite ist. Man unterscheidet reine Segelschiffe ohne Hilfsantrieb und Motor- oder Auxiliarsegler. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind die Zahl der Masten (Ein- bis Siebenmaster) und die Art der Segel (Rah- oder Gaffelsegel). Vollschiffe sind immer dreimastige Segelschiffe, bei mehr Masten muß die Anzahl der Masten mitgenannt werden, die "voll getakelt", d.h. rahgetakelt sind; Barken sind Dreimaster, deren hinterster Mast Gaffeltakelung hat. Schoner sind schrat- bzw. gaffelgetakelt
  336. Segelschulschiff = (Marine) Großes Segelschiff mit Hilfsmotor. Keine Bewaffnung. Dient ausschließlich zur seemännischen Ausbildung des Bordpersonals der Marine.
  337. Segelschiften = Segel wechseln, z.B. Passat-Segel gegen Sturmsegel austauschen
  338. Segeltörn = darunter wird eine Tourenfahrt von mehreren Tagen oder Wochen verstanden, bei der die Mannschaft ein Schiff von Hafen zu Hafen tagsüber segelt, aber auch Nächte hindurch das Schiff unter Segel steuert. In jeden Fall lebt die Mannschaft an Bord und übernachtet auf dem Schiff
  339. Segeltuch = kräftiges, leinwandbindiges Gewebe ( aus Baumwolle, Flachs oder Hanf)
  340. Segelzeichen = Kennzeichen, die gemäß Wettsegelbestimmungen der IYRU im Großsegel geführt werden müssen. Sie besteht aus: Nationalitätenkennzeichen, Klassenzeichen und Segelnummer.
  341. Segler = 1. yachtsman, jemand der den Segelsport betreibt. 2. Segelboot, Segelschiff
  342. Sehrohr = ausfahrbare Optik für Tauch- bzw. Uboote zur Beobachtung des See- und Luftraumes bei Unterwasserfahrt.
  343. seicht = Flach, auf ein Gewässer mit geringer Wassertiefe bezogen
  344. Seine = ist ein Fluss in Nord-Frankreich. Sie entspringt in Burgund, fließt von Osten nach Westen und mündet bei Le Havre in den Ärmelkanal. Mit 776 km Länge ist sie der drittlängste Fluss Frankreichs. Die schiffbare Länge beträgt 560 km. Ozeanriesen können bis zu 120 km auf dem Fluss ins Landesinnere fahren. Die wichtigsten Binnenhäfen Frankreichs sind Paris, Troyes und Rouen. Über Kanäle ist sie mit Schelde, Maas, Rhein, Saône und Loire verbunden. Die Hauptzuflüsse sind: Aube, Marne, Yonne, Loing, Essonne, Epte, Andelle und Risle.
  345. Seiner = Fischereifahrzeug, das besonders für den Fang von Schwarmfischen verwendet wird
  346. Seil = dickerer Strick aus Fasern oder Draht
  347. Seising, Zeising =  Segeltuchstreifen, Tauende, kurzes Tau mit denen die geborgenen Segel zusammengebunden werden
  348. Seite pfeifen = eine früher übliche Ehrenbezeichnung in der Marine, das Pfeifen geschieht mit der Bootsmanns- maatenpfeife, wenn Offiziere an oder von Bord gehen. Alle Soldaten in der Nähe des Fallreeps erweisen einen Gruß. Die Seite besteht aus einem langen Triller mit der Bootsmannmaatenpfeife, der in einem klaren hohen Ton endet.
  349. Seitenfänger = Fischereifahrzeug, das das Netz mit dem Fang seitlich an Bord hievt. z.B. Kutter und Logger
  350. Seitenhöhe = eines Schiffes, ein lineares Größenmaß besonders bei Handelsschiffen, da bei diesen der Tiefgang ( und damit der Freibord) verschieden ist und der Höchsttiefgang erst bei Fertigstellung des Schiffes von der Klassifikations- gesellschaft festgelegt wird. Die Seitenhöhe ist die Summe von Tiefgang im Hauptspant plus Freibord im Hauptspant. Genauer: wird gemessen auf halber Schiffslänge von der Waagerechten durch Unterkante Spantwinkel ( bei Stahlschiffen) bzw. durch Außenkante Kielsponung (bei Holzschiffen) bis Oberkante Decksbalken des obersten durchlaufenden Decks an der Bordwand.
  351. Seitenschwert = anstelle eines Mittelschwertes an der Leeseite des Schiffes angebrachtes Schwert, wie bei traditionellen holländischen Segelschiffen. Schweres breites Brett, beidseits des Rumpfes, das bei flachen Schiffen die Abdrift verringert. Es wird jeweils nur das Leeschwert ins Wasser gelassen.
  352. Seitentank = Ballast- oder Brennstofftank in den Seiten des Schiffes
  353. Seitenwind = Wind aus seitlicher Richtung
  354. Selbstlenzer = Vorrichtung im Rumpfboden zum Abpumpen des Wassers in der Bilge. Sie arbeitet nur, wenn das Boot schneller ist und nicht nur minimale Fahrt macht.
  355. Selbststeuer = er führt selbstständig den eingestellten Kurs aus. Bei Kursabweichungen  schaltet das Kontrollgerät automatisch die Rudermaschine ein.
  356. Selbstwendefock = eine Fock, die bei einer Änderung der Fahrtrichtung nicht jedesmal herumgeholt werden muß.
  357. Seligmachersmaat = Bordgeistlicher
  358. Semaphor = soviel wie Zeichenträger, ein optischer Küstentelegraph, der mit Armen an einem Signalmast arbeitet. Benutzt vielfach als Windsemaphor ( Cuxhaven, Pillau), der die augenblickliche Windrichtung und Stärke an zwei  anderen, rechts und links benachbarten Küstenplätzen so anzeigt, daß das Zeichen von See aus gut zu erkennen ist ( Cuxhaven zeigt Borkum z.B. NW 8 und Helgoland z.B. SW 6 an.
  359. Senkblei, Lot = ( seem.) Gerät zum Messen der Wassertiefe vom Schiff aus; Sonde
  360. Senkschwert = ein Schwert, das im Gegensatz zum Steckschwert, drehbar um einen Schwertbolzen im Schwertkasten gelagert ist und mit Aufholer und Niederholer auf jede gewünschte Tiefe eingestellt werden kann.
  361. Settiesegel = Besansegel auf britischen Schiffen, aber als Lateinsegel mit Luvliek, also viereckig und nicht wie auf kontinentalen Segelschiffen dreieckig, auch als Schebeckensegel bekannt.
  362. Setzbord = erhöhtes Bord auf Booten, auch Waschbord genannt. Z.B.: Der erhöhte Rand des Cockits als Schutz gegen überkommendes Wasser.
  363. Setzschiffer = 1. Vertreter eines Kapitäns; 2. Ein Kapitän der legentlich Angestellter einer Reederei oder des Schiffseigners ist und keinen Anteil am Schiff hat.
  364. Sextant =  astronomisches und nautisches Winkelmeßinstrument zum Freihandmessen von Winkeln (Gestirnshöhen) für die Bestimmung von Ort und Zeit (besonders auf See)
  365. SFO = Seefrachtordnung
  366. Shanty = Arbeitslied der Matrosen; Seemannslied; rhythmischer Gesang mit einem Vorsinger zum Zwecke taktmäßiger Arbeitsvorgänge mit Muskelkraft, z.B. das Aufheißen eines Segels
  367. Sharpie = leichtes Segelboot; siehe Scharpie
  368. Sheshan Insel = ist eine kleine Insel in China und liegt 35 Kilometer östlich der Chongming Insel an der Yangtse-Mündung. Die Insel ist 0.037km² groß und gehört zu Shanghai. Auf der Insel befindet sich ein Leuchtturm.
  369. shiploc = Das System mit Namen SHIPLOC meldet den Eigentümern via Satellit mehrmals täglich die genaue Schiffsposition. Das ganze System ist nicht größer als ein Schuhkarton. Mit Hilfe eines Internetanschluss und eines Passwortes kann der Eigentümer jederzeit den Kurs überprüfen und im Falle einer Kaperung sofort das Internationale Maritime Bureau der ICC alarmieren, welches die zuständigen Autoritäten umgehend informiert.
  370. S.H.P. = Shaft Horse Power, die Wellen-Pferdestärke der Schiffsmaschine
  371. SHS = Sporthochseeschifferschein. Der SHS ist der amtliche, freiwillige, empfohlene Führerschein zum Führen von Yachten sowie Ausbildungs- und Traditionsschiffen "mit Antriebsmaschine" oder "mit Antriebsmaschine und unter Segel" in der weltweiten Fahrt (alle Meere).
  372. Sicherheitsoffizier, Safety Officer = zuständig für die Instandhaltung aller sicherheitsrelevanten Systeme und Einrichungen auf einem Schiff, Durchführen der Sicherheitsübungen.
  373. Sicherheitsrolle = in dieser Rolle, die es für jedes Schiff gibt, sind die erforderlichen Übungen, die regelmäßig für Seenot- und Havariefälle erfolgen müssen, festgelegt; auch Rollenplan
  374. Sicherheitsspleiß = Augenspleiß, der sich auch bei hoher Belastung nicht aufdrehen kann.
  375. sichten = (seem.) ein Schiff am Horizont sichten, Land sichten
  376. Sichtigkeitsgraden, Sicht =
    meteorolog. Sichtweite
    Sichtigkeitsgrad
    0,027
    sm
    ( 50 m)
     
    0
    = sehr dichter Nebel
    bis 0,11
    sm
    (200 m)
     
    1
    = dichter Nebel
    bis 0,27
    sm
    (500 m)
     
    2
    = mäßig dichter Nebel
    bis 0,54 sm
    ( 1 km)
     
    3
    = leichter Nebel
    bis 1,1 sm
    ( 2 km)
     
    4
    = sehr starker Dunst
    bis 2,2 sm
    ( 4 km)
     
    5
    = starker Dunst
    bis 5,4 sm
    ( 10 km)
     
    6
    = mäßiger Dunst
    bis 11 sm
    ( 20 km)
     
    7
    = mäßig gute Sicht
    bis 27 sm
    ( 50 km)
     
    8
    = gute Sicht
    bis unendlich  
     
    9
    = sehr gute Sicht
  377. Sichtweite, geographische = Die Entfernung, in der bei Nacht und guter Sicht ein Leuchtfeuer, am Tage ein Seezeichen oder ein anderes See- bzw. Landziel für den Beobachter mit bestimmter Augenhöhe eben noch, in der Kimm, sichtbar ist.
  378. Sichtweite, meteorologische = Die in Seemeilen oder in Sichtigkeitsgraden angegebene Sichtweite von den atmosphärischen Bedingungen des Tages oder der Nacht abhänige Entfernung, in der ein Land- oder Seeziel vor dem Hintergrund des Horizonthimmels eben noch wahrgenommen werden kann.
  379. Sieben Meere, die = die sieben Ozeane: Nord- und Südatlantik, Nord- und Süd-Pazifik, Indischer, Arktischer und Antarktischer Ozean
  380. Siel (seem.) kleine Deichschleuse;  ein Entwässerungsgraben im Tidengebiet mit einer selbsttätig arbeiten Schleuse, Deichtor, das sich bei steigenden Außenwasser schließt und bei Niedrigwasser öffnet.
  381. Sielacht = Sielverband "Acht" bedeutet Gericht, Gerichtsversammlung; der Vorsteher einer Sielacht führt den Titel Sielrichter
  382. Sielhafen = Küstenhafen, Tidehafen, Fluthafen, kleines offenes Hafenbecken im verbreiterten Außentief unmittelbar vor dem Siel. Ein solches Hafenbecken ist der Tiedeeinwirkung voll ausgesetzt.
  383. Sieltief = der das Binnenwasser (Oberflächenwasser) durch ein Deichsiel in das Meer oder einen Tidefluß leitet.
  384. Sielverband, Sielacht = Selbstverwaltungsköprerschaft mit der Aufgabe, die Entwässerung ihres Verbandsgebietes durch Ausbau der Vorflut und durch Bau und Instandhaltung der Entwässerungseinrichtungen ( Siel, Schöpfewerke, Verlate u.a.) zu regeln und zu verbessern. =
  385. Signalball = zeigt an, daß ein Schiff vor Anker liegt; auch als schwarzer Ball bekannt
  386. Signaldienst =  (Marine) Fachrichtung im Dienstzweig "Seemännischer und Brückendienst". Umfaßt Morsen, Winkern, Flaggensignalisieren, Funksprechverkehr, Verwaltung, Bedienung und Wartung der Signalausstattung einschließlich Signalmunition.
  387. Signalflagge = Flagge zum Zeichengeben nach einem im Signalbuch festgelegten Kode; auch Signalwimpel
  388. Signallampe = mit der Signallampe werden Nachrichten durch optische Lichtzeichen (Lichtblitze in kurzer oder langer Form) von einem Schiff zu einem anderen Schiff oder Land zu Schiff und umgekehrt von einem Signäler übermittelt. Die Kode ist das Morsealphabet und wird bei Bundesmarine noch genutzt; Morsesignallampe
  389. Signalgast, Signäler = Matrose, der die Signalflaggen und Signallampe bedient
  390. Signalstag = Stag, an dem Blöcke mit Flaggenleinen zum Setzen von Signalflaggen und Signalkörpern befestigt sind.
  391. sinken = in die Tiefe sinken, untergehen, in den Wellen / Fluten versinken, absaufen, kentern, durch Havarie sinken
  392. Sintflut = Flutkatastrophe, die alles Leben vernichtet, große Überschwemmung  ganzer Erdteile
  393. Sisalhanf = die Fasern aus einer Agave. Als Tauwerk ist es dem Manilahanf ähnlich.
  394. SITOR =Abk für Simplex Teletyp Over Radio. (Funkfernschreibdienst im Simplex-Verfahren) Neue  Funküber- tragungstechnik für aktuelle Wettermeldungen, -vorhersagen und Wetterkarten auf Basis der Funkdatenüber- tragungstechnik (mit Fehlerkorrekturverfahren). SITOR löst die alte RTTY-Morsetechnologie ab, und wird ebenfalls auf Kurzwelle ausgestrahlt. Dies garantiert weltweiten Empfang.
  395. Skagerrak = Verbindung zwischen Nordsee und Kattegat, Seegebiet zwischen Südnorwegen, Westschweden und der Cimbrischen Halbinsel
  396. Skapho = einmastiger griechischer Küstensegler mit Sprietsegel
  397. Skeg = (engl.)  wenig gebräuchliche Bezeichnung, Ruderleitflosse, auch Kiel- oder Ruderhacke. Ein Totholz vor dem Ruderblatt, das günstigere Anströmverhältnisse schafft und dadurch eine bessere Ruderwirkung erzielt.
  398. SKF = Seekriegsflotte (Deutsches Reich)
  399. Skid-on/Skid-off = ist ein Ladevorgang, wo schwimmende Lasten (auch Schiffe, Boote) in einen abgetauchtes Trägerschiff (Halbtaucherschiff) geschoben, bzw. heraus gezogen werden.
  400. Skiff = kleines Boot, im Rudersport für Renn-Einer, ein schmales langes Ruderboot
  401. Skimmer = Ölschöpfer
  402. Skipper = Schiffskapitän, Führer einer Segelyacht, Schiffer. Unter Berufsseeleuten auf Großer Fahrt ist die Bezeichnung verpönt. Im Gegensatz zum Besitzer, der Eigner genannt wird.
  403. SKL = Seekriegsleitung (Deutsches Reich)
  404. Sklavenküste = die Küste von Togo und Dahome.
  405. SKS = Sportküstenschifferschein - Seit dem 1. Oktober 1999 gibt es einen neuen amtlichen Führerschein: Den Sportküstenschifferschein (SKS). Der Geltungsbereich des Sportküstenschifferscheins sind die Küstengewässer aller Meere bis zu 12 Seemeilen Abstand von der Küstenlinie. Er soll die Lücke zwischen dem amtlichen Sportbootführerschein-See (Seeschiffahrtstraßen inkl. 3-Seemeilen -Zone) und dem amtlichen Sportseeschifferschein (30-Seemeilenzone) schließen. --> Der SKS ist der amtliche, freiwillige, empfohlene Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in Küstengewässern (alle Meere bis 12 sm Abstand von der Festlandküste). Der Sportküstenschifferschein ist ein reiner Befähigungsnachweis. Er erweitert nicht die Berechtigungen, welche man mit dem Sportbootführerschein See erworben hat, er ist also ein reiner Erfahrungsnachweis.
  406. Skullboot = Sportruderboot mit zwei Rudern für ein Ruderer
  407. skullen = im Skullboot rudern
  408. Skuller = Ruderer im Skullboot
  409. Skysegel = leichtes Rah-Segel, das über dem Royal gesetzt wird
  410. Skylight = (seem.) Oberlicht, Luke (auf Schiffen)
  411. Skylla = griech. myth Meeresungeheuer, gefährlicher Meeresstrudel
  412. Slamming = Aufschlagen des Schiffsboden auf die Wasseroberfläche bei Seegang
  413. slang = eigentümliche Sprachweise, Dialekt
  414. Slip = schiefe Ebene ( auf Schiffswerften), um Boote an Land zu ziehen oder zu Wasser lassen
  415. slippen, schlippen  = 1. ein Schiff auf einem Slip ins Wasser lassen oder an Land ziehen; 2. ein Tau, eine Ankerkette slippen, lösen
  416. Slipstek = ein Knoten, der durch Aufziehen einer schleifenartigen Verbindung schnell gelöst werden kann.
  417. Slop = Ölrückstände auf Schiffen
  418. Slup, Slups =  Küstenschiff, ein einmastiges Segelboot ( Yachttyp )  mit einer Fock, entweder mit einem Gaffel- oder Bermuda-Rigg.
  419. Sluptakelung = Takelung eines einmastigen Segelboots mit einem Großsegel, Hochsegel oder Gaffelsegel und nur 1 Vorsegel ( Fock)
  420. SM = Schiffsmechaniker; neue Berufsbezeichnung für den traditionellen Begriff "Matrose" (dreijährige Ausbildung); sie ist die Grundstufe zum Schiffsbetriebsmeister
  421. sm, Seemeile = Einheit für die nautische Länge ( entspricht der Länge einer Bogenminute auf der Erde, 1 sm = 1852 m)
  422. S.M.S. = Abk. für Seine Majestät Schiff; wurde in der Kaiserlichen Marine vor dem Eigennamen von Kriegsschiffen geführt,  z.B. S.M.S. "Nassau" oder aber S.M. Linienschiff "Nassau".
  423. Smadding = seemännische Bezeichnung für den Bootsmann ( auf Grund seiner langen Fahrtzeit); auch Schmadding
  424. Smietlien = Wurfleine
  425. Smöker, Smökewer, Smöksack = Spottname der Segelschiffsleute für einen Dampfer
  426. SMS = Special Mission purpose Submarines - Mini-U-Boote
  427. Smutje = Schiffskoch; auch Smutt
  428. Snipe = internationale Einheitsklasse, 10m² Segelfläche, Jolle in Scharie-Bauweise, Länge über alles 4,63m, Breite 1,53m , ohne Spinnaker, Besatzung 2 Mann, Kennzeichen im Segel: eine stilisierte Schnepfe; auch Knickspantjolle
  429. Sog = saugende Luft oder Wasserströmung
  430. SOLAS = Safety of Life at Sea; das Internationale Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See; Schiffssicherheitsvertrag. Nach dem Untergang der Titanic eingeführtes Abkommen, dem sich alle seefahrenden Nationen angeschlossen haben. Es dient der weltweiten Einführung und Vereinheitlichung von Sicherheitsstandards und wird von der IMO gepflegt.
  431. Soling =  modernes, einmastiges Rennsegelboot aus Kunststoff, Kieljacht für 3 Mann Besatzung, seit 1972 Olympiaklasse, Länge über alles 8,15m, Breite 1,9m, Segelfläche 21,7 m², Kennzeichen im Segel: Buchstabe Omega
  432. Sommerdeich =  ein niedriger Deich  auf dem gegrünten Vorland vor dem Hauptdeich. Er dient in erster Linie dem Schutz landwirtschaftlich genutzter Flächen gegen die leichten Sturmtiden in den Sommermonaten oder gegen  Sommerhoch- wasser der Flüsse.
  433. Sonar = Abk. für engl. sound navigation and ranging, in der Schiffahrt ein mit Schall oder Ultraschall arbeitendes Navigations- und Entfernungsmeßgerät; a) dient zum Orten z.B. von U-Booten, Untiefen, Eisbergen; b) und zur Bestimmung der Geschwindigkeit über Grund
  434. Sonde = siehe Senkblei
  435. Sonnenbrenner = lichtstarke Scheinwerfer im Mast zur Beleuchtung des Decks bei nächtlichen Lade- und Löscharbeiten.
  436. Sonnendeck = oberstes Deck auf  Passagierschiffen
  437. Sonnensegel = ein über Deck ausgespanntes geliektes Segeltuch zum Schutze von Personen
  438. Sorgleine = Sicherungsleine; beim Ankern das Haltetau der Ankerboje, beim Ruder kleiner Fahrzeuge eine Kette zum Ruderblatt, die das Querschlagen des Ruders verhindern soll.
  439. SOS =  Internationales Seenotzeichen; die nach dem Morsecode gesendete oder in Form von Lichtblitzen übermittelte Buchstabenfolge SOS ( ...---... ).  Am 3. Oktober 1906 vereinbarten auf der Berliner Funkkonferenz das britische Funkunternehmen Marconi Wireless Telegraph Co. und die deutsche Telefunk-Gesellschaft das internationale Notsignal SOS. Ersetzte ab 01.07.1908 den Seenotruf CQD.  Am 10. Juni 1909, sendete zum ersten Mal ein Schiff in Not den Notruf aus. Es war die "Slavonia", die vor den Azoren Schiffbruch erlitten hatte. Erst später wurden ihnen die (unbe- gründete) Bedeutung als Abkürzung.: save our souls = rettet unsere Seelen oder save our ship = rettet unser Schiff gegeben. Nach dem Untergang der "Titanic" (1912) wurde  SOS endlich weltweit benutzt.1. Hilferuf von Schiffen in Seenot; 2, Kennzeichnung von Notrufeinrichtungen. Heute spielt das SOS in der Schifffahrt durch die Einführung des weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystems GMDSS - (global Maritime Distress and Safety System) praktisch keine Rolle mehr.
  440. Sott = Bezeichnung für den Schornsteinruß
  441. Sprechfunk = Die Funktelefonie zwischen den Booten und Schiffen untereinander bzw. von Seefahrzeugen mit Landstellen. Der Sprechfunk ist ein Teil des Seefunkdienstes und darf nur mit einem allgemeinen Sprechfunkzeugnis betrieben werden
  442. Spake = Ein Stab aus Holz oder Eisen, der als Hebebaum oder auch in kleiner Form als Hebelarm verwendet wird, z.B. für ein Spill
  443. Spant(en)  = Außenhautversteifung  (von Schiffen) aus Stahl oder Holz; meist querschiffs angeordnet (Quer-Spant)
  444. Spardeck = leicht gebautes oberes Zwischendeck.
  445. Speckflagge = scherzhafte Bezeichnung für die Bremer Flagge. Sie ist mindestens achtmal mit rot und weiß gestreift und am Flaggenstock gewürfelt.
  446. Speckschneider = auf Segelschiffen einer der Steuerleute, der den Proviant verwaltet
  447. Spectra = ein 1987 von der amerikanischen Firma Allied Corporation entwickeltes Segeltuch, das der Qualität von Kevlar entspricht, sich aber unter Belastung dehnt. Es wird daher nur in Hybridgeweben mit Kevlar verwandt.
  448. Speed = Geschwindigkeit. "Vull speed" sagt der Seemann, wenn er das landläufige "Volldampf" meint.
  449. Speedometer = Geschwindigkeitsmesser für Yachten. Das einfachste Speedometer ist der Logstab. Ein elektronisches Speedometer arbeiter mit einem Fühler unter dem Bootsboden, während die neusten Speedometer als Doppler-Log weder bewegliche Teile noch offene Düsen im Unterwasserschiff besitzen müssen.
  450. Speigatt = Öffnung in der Schiffswand, als Wasserablauf
  451. Speronara = maltesisches einmastiges Segelschiff
  452. Sperrgut = sperriges (zu beförderndes) Gut, Ladung, Fracht
  453. Sperrwerk, Sturmflutsperrwerk = Bauwerk in einem Tidefluß mit Verschlußvorrichtungen zum Absperren bestimmter Tiden vor allem zum Schutz des Binnenlandes vor Sturmfluten.
  454. Spiegelheck = eine glatte Abschlußplatte von der Wasserlinie bis zum Deck
  455. Spieker = (seem.) großer Schiffsnagel
  456. spiekern = mit Schiffsnägel befestigen
  457. Spiere = Rundholz zur oberen Verlängerung der Masten
  458. Spill = Winde mit senkrechter Achse; Ankerspill, z.B.: einhieven der Ankerkette, Trosse oder eine Winde zum Verholen
  459. Spind = die in den Kammern befindlichen Wandschränke für die persönliche Habe des Seemannes.
  460. Spinnaker, Spi = großes dreieckiges ballonähnliches Beisegel, das bei leichter achterlicher Brise eingesetzt wird
  461. Spinnakerbaum = Spiere zum Ausbaumen des Spinnakers.
  462. Spitzgatter = Ein Boot, bei dem das Heck ähnlich einem Bug spitz zuläuft. Dabei ist das Ruder am Heck befestigt im Gegensatz zum ebenfalls spitzen Kanuheck, bei dem sich das Ruder unter dem Heck befindet.
  463. Spleiß, Spliß = durch Spleißen hergestellte Verbindung, Verbindung von zwei Seil- oder Tauenden
  464. spleißen = Tauenden miteinander verflechten
  465. Sponung = Einschnitt oder Kerbe, um Plankenenden besser befestigen zu können. - Im Bootsbau aus Massivholz ein rillenförmiger Einschnitt im Balkenkiel sowie im Vorder- und Achtersteven, um die Planken der Außenhaaut einlaufen zu lassen. Man konnte sie in der Sponung so befestigen, daß die Kanten nicht überstanden.
  466. Spoykanal  = ( Schiffahrtsweg Rhein-Kleve) Schon im 17.Jahrhundert träumten die Bürger von Kleve vom Anschluß ihrer Stadt an den Rhein. Ein erstes Kanalprojekt, das von Prinz Moritz von Nassau unterstützt wurde, scheiterte 1666 aus Geldmangel. 1688 erteilte der Große Kurfürst eine weitere Genehmigung für den Bau einer Wasserstraße, die zu dem kleinen Hafen östlich der Stadt führt. Die heutige Gestalt des Hafens geht im wesentlichen auf den Eisenbahnanschluß zurück, der Anfang des Jahrhunderts üblich wurde und 1907/10 Anlaß für eine Erweiterung gab. Erlaubte die alte Eisenbahnbrücke, ursprünglich als Dreh-, nach ihrer Sprengung im Krieg als Klappbrücke wiederhergestellt, noch die Durchfahrt in den westwärtigen Teil, so versperrt mittlerweile eine Rohrleitung den Weg in den alten Teil. Der 10 Kilometer lange Schiffahrtsweg über den Griethauser Altrhein und den Spoykanal erlaubt Abladetiefen bis 2,50, ist aber wegen der Schleuse bei Brienen auf Schiffe bis 67 Meter Länge und 8,20 Meter Breite beschränkt. Neben dem Umschlag von Massengütern dient der Hafen vor allem der Anfuhr von Öl für die Speisefettindustrie.
  467. Sprachrohr = 1. einfache Flüstertüte oder mit Batterie und durch Transistoren verstärktes Megaphon für die Verständigung auf See. 2. Rohrleitung zur direkten Sprechverbindung zwischen Brücke und Maschinenraum oder anderen Stationen des Schiffes.
  468. Spriet = Rundholz zum Spannen des Segels
  469. Sprietsegel = durch ein Rundholz gespreiztes Schratsegel, heute nur noch bei kleinen Jollen (Optimist, Dinghies) üblich
  470. Spring = 1. zum ausgeworfenen Anker führende Trosse; 2. eine von achtern nach vorn bzw. von vorn nach achtern verlaufende Festmacherleine, damit das Boot oder Schiff auch ohne Einflüsse von Wind bewegungslos parallel zur Pier liegen bleibt
  471. Springbaum = waagerecht ausschwingbarer, bis zu 10m langer Baum ( Spiere) zum Anlandsetzen eines Besatzungsmitglieds, das die Leine festmacht.
  472. Springflut =  Hochwasser  mit großem Hub: Springflut, Springtide, Sturmflut; hohe Flut zur Zeit des Voll- und Neumondes
  473. Springpferde = Haltetaue an einer Rah
  474. Sprinkleranlage = Brauseartige Feuerlöscheinrichtung, die in Decken installiert wird und bei Überschreitung einer bestimmten Raumtemperatur automatisch eine Berieselung mit Wasser auslöst.
  475. SRC = Short Range Certificate, das beschränkt gültige Funkbetriebszeugnis ist ein international gültiges Funkbetriebszeugnis für die Sportschiffahrt, welches zur Teilnahme am weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS) mit der Nutzung eines DSC-Controllers berechtigt. (ab 1.1.2003)
  476. S.S. = Steamship, Dampfer, als Typenbezeichnung vor dem Schiffsnamen
  477. SSBN = Strategic Submarine Ballistic missile, Nuclear powered (Atom-U-Boot mit ballistischen Raketen)
  478. SSC = Ship Submarine Coast (Dieselelektrische Küsten-U-Boote)
  479. SSchSO = Seeschiffahrtsstraßenordnung
  480. SSD = Schiffssicherungsdienst (Marine)
  481. SSG = Strategic Submarine Guided, U-Boot mit Marschflugkörpern (FK-U-Boote)
  482. SSGN = Strategic Submarine Nuclear Guided - Atom-U-Boot mit Marschflugkörpern (FK-U-Boote)
  483. SSN = Strategic Submarine, Nuclear powered (Jagd-/Angriffs-U-Boote mit Atomantrieb)
  484. SSO = Schiffssicherungsoffizier (Marine)
  485. SSO = Ship Security Officer; Er ist an Bord eines Schiffes für die Terrorabwehr zuständig. Diese Aufgaben übernimmt seit Mitte 2004 der Dritte, Zweite oder Erste Offizier, in Einzelfällen auch der Kapitän selbst. Der Internationale Code für die Gefahrenabwehr (ISPS) schreibt dies ausdrücklich vor.
  486. SSS = 1. Sportseeschifferschein. Der SSS ist der amtliche, freiwillige, empfohlene Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in küstennahen Seegewässern (alle Meere bis 30 sm und Ost- und Nordsee, Kanal, Bristolkanal, Irische und Schottische See, Mittelmeer und Schwarzes Meer). Dieser Führerschein ist zum Führen von gewerblich genutzten Sportbooten mit max. 13 Mann Besatzung und Traditionsschiffe von 15 bis 25 m Rumpflänge mit mehr als 25 Mann Besatzung in küstennaher Fahrt vorgeschrieben; 2. Segelschulschiff ; 3. Stromschubschiff.
  487. SStA = (Marine) Schiffsstammabteilung
  488. SSW = Schichau Seebeck Shipyard GmbH; vormals Schichau Seebeck Werft, Fähr- und Spezialschiffbau GmbH, Bremerhaven
  489. STA = Sail Training Association (Sitz in Großbritannien), siehe auch STAG
  490. Stabilität = die Gewichtsverteilung im Schiff durch Konstruktion und Beladungszustand, die ihm auch bei schwerem Seegang und Sturm eine wiederaufrichtende Kraft verleiht.
  491. Stack = Eine Buhne, die als Steindamm vom Flußufer quer in das Wasser hineingebaut ist, um den Strom zu regulieren. Zwischen den Stacks und außerhalb des eigentlichen Fahrwassers läuft oft eine Neerstrom.
  492. Staffel = bestimmte Fahrordnung beim Geschwaderfahren der Schiffe oder Boote. Die einzelnen Schiffe laufen dabei in schräger Linie hintereinander, d. h. gestaffelt.
  493. Staff-Kapitän = Vertreter des Kapitäns, Leiter der nautischen Offiziere und der Decksmannschaft, teilt die Mannschaft ein. Er/Sie ist für den Zustand des Deckbereichs verantwortlich, ferner für die Stabilität des Schiffes (Verteilung des Ballastes und der Ladung). Uniform: 3 bzw. 3einhalb Streifen
  494. Stag = Seil, starker Draht (Drahttrosse) zum Sichern und Stützen von Masten in der Längsrichtung des Schiffes
  495. stagen = Die Stagen von Masten (und Stengen) an ihren Püttings befestigen und das Rigg mit Hilfe der Spannschrauben richtig abstagen.
  496. STAG = Sail Training Association Germany = Gemeinnützige Vereinigung zur Förderung der Begeisterung der Jugend für die Seefahrt, der Teilname an Fahrten mit Seglern und der Förderung dieser Schiffe
  497. Stagsegel = an einem Stag gesetztes, dreieckiges Segel. Eine Fock ist z.B. ein Stagsegel.
  498. Staken = lange Stange;  Stange zum Schieben von Flößen, Kähnen, Boote
  499. staken =  sich durch Staken im Boot fortbewegen
  500. stampfen = (seem,) das Schiff stampft, sich um die Querachse auf und nieder bewegen
  501. Stampfstag = von der Nock des Bugspriets oder des Klüverbaumes über die Spitze des Stampfsstocks zum Bug gespanntes Tau
  502. Stampfstock, Martingäle, Domper = ein eisener / stählerner oder hölzerner, senkrecht vom Ende des Bugspriets nach unten stehender Stock, um das den Klüver und Außenklüverbaum nach unten stützende Tauwerk zu spreizen
  503. Standarte = Flagge eines Staatsoberhauptes oder eines anderen Würdenträgers, die bei deren Anwesenheit an Bord eines Schiffes im Großtopp gesetzt wird. In Booten an einem im Bug aufgestellten Flaggenstock.
  504. Stand-by ( engl.) = Bereitschaftsschaltung; Betriebsbereitschaft eines Gerätes oder eine Anlage zum jederzeitigen sofortigen Einschalten.
  505. Standlinie = (Navigation) jede der zwei Linien, deren Kreuzungspunkt den Standort, Position ergibt
  506. Standort = Position eines Schiffes
  507. Starboot = Zweimann-Rennkielboot mit Gaffeltakelung; Länge: 6,90m, Breite: 1,70m, Tiefgang: 1,01m Kennzzeichen: Roter Stern
  508. stauen = Ladung raumsparend und vor allem seefest lagern
  509. Stauer = Schauerleute, die das sachgemäße Stauen der Ladung nach einem Stauplan vornehmen
  510. Stauerviz = weist alle für den Schiff abgestellten Schauerleute (Stauer) zur Arbeit ein, zusammen mit dem Ladungsoffizier macht er den Stauplan.
  511. Stauholz = kleinere, aber feste Holzstücke zum Festpallen (Sichern) der einzelnen Ladungsstücke.
  512. Stauwasser = fast stehendes Wasser bei Umkehr des Gezeitenstromes
  513. STCW-Übereinkommen = Internationales Übereinkommen von 1978 über Normen für die Ausbildung, die Erteilung von Befähigungszeugnissen und den Wachdienst von Seeleuten
  514. Stechkahn = Kahn , der mit einer Stange durch Abstoßen vom Boden fortbewegt wird
  515. Stechpaddel = Paddel mit nur einem Blatt
  516. Stecknitzkanal = 1398 eröffnete Kanalverbindung zwischen Elbe (Lauenburg) und Trave (Lübeck) - ältester nordeuropäischer Scheitelkanal, später durch den Elbe-Lübeck-Kanal ersetzt.
  517. Steckschwert =  ein Schwert, das im Gegensatz zum Senkschwert nur lotrecht bewegt und in seiner untersten Stellung durch den auf dem Schwertkasten aufliegenden Handgriff an seiner oberen Kante gehalten wird. . Die Reibung einer Gummileine an seiner Achterkante genügt, um es auf beliebiger Tiefe festzuklemmen. ( Verwendung bei kleine Jollen, Jüngstenboote)
  518. Steeg, Steek = seemännischer Knoten; auch Stek, Stich
  519. Steert = 1. kurzes Tauende, das auch Stropp genannt wird; 2. Entnahmeteil für den Fang bei verschiedenen Fischfanggeräten besonders bei Schleppnetzen, dort der hinterste Teil.
  520. Steg = schmale, dünne Brücke; Anlegebrücke, Anlegestelle, Landungssteg, Landesteg, Bootssteg
  521. stehendes Gut = Drahttaue und Drähte, die nicht unmittelbar zur Bedienung der Segel benutzt werden, sondern hauptsächlich zur Stabilisierung des Mastes dienen. z.B. Wanten und Stage.
  522. stehende Part = bei einem Jolltau an der Last befestigt, die andere Part ist die holende
  523. steif = (seem.) stark und heftig wehend, steife Brise (starker Wind)
  524. Steinhuder Meer = ist ein flacher und größter See in Niedersachsen, nordwestlich von Hannover, 29,12 km², bis 3 m tief, fließt durch den Meerbach zur Weser ab. Er wird überwiegend von Grund- und Regenwasser gespeist aus einem nur 90 km² großen Einzugsgebiet. Auf einer künstlichen Insel steht die ehemalige Festung Wilhelmstein (erbaut 1761–67). Benannt ist sie nach ihrem Erbauer, Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe. 1975 wurde eine Badeinsel am Südufer bei Steinhude fertiggestellt. Der Naturpark Steinhuder Meer (310 km²) wurde 1974 eingerichtet.
  525. Stek = seemännische Bezeichnung für leicht lösbare Knoten
  526. Stell = Satz aller vorhandenen Flaggen an Bord, z.B. der Signalflaggen oder der Nationalflaggen
  527. Stella Maris = ("Stern des Meeres") wird die Gottesmutter Maria, die Schutzpatronin der christlichen Seefahrt, genannt. Stella Maris ist weltweit auch ein Begriff für die Sorge der katholischen Kirche um Seeleute. In den meisten größeren Hafenstädten unterhalten die Kirchen Clubs oder Seemannsheime, die den Menschen auf und im Hafen zur Seite stehen und für die wenigen Stunden an Land unabhängig von ihrer Sprache, Herkunft oder Religionszugehörigkeit, Gemeinschaft und Freundschaft anbieten.
  528. Stelling, Stellage = an Seilen hängendes Brettgerüst zum Arbeiten an der Bordwand eines Schiffes
  529. Stenge = eine Verlängerung des Mastes
  530. Steuerrad = Handrad im Steuerstand oder an einer Steuersäule mit dem das Ruder bedient wird
  531. steuerbord = ( seem.) rechts ( in Fahrtrichtung)
  532. Steuerbord = rechte Schiffsseite (vom Heck aus gesehen) (grünes Seitenlicht)
  533. Steuermann = Navigator, Nautiker, Schiffer, Rudergänger der für die Navigation verantwortlich ist; jemand der ein Boot steuert, Vertreter des Kapitäns, der Erste Offizier
  534. steuern = einen Kurs verfolgen, einhalten; das Schiff steuert in den Hafen
  535. Steven = Bauteil, das den Schiffskörper vorn (Vorder-Steven) und hinten (Achter-Steven) abschließt
  536. Stevenrohr = Die Durchführung der Propellerwelle durch den Bootsrumpf.
  537. Steward = Betreuer, Kellner, Bedienungspersonal der Passagiere an Bord von Schiffen; (weibl.: Stewardeß)
  538. STI = Sail Training International, gegründet Ende April 2002. Abspaltung von der ISTA
  539. Stintjäger = scherzhaft für Seefischer
  540. Stockanker = Anker mit senkrecht zu den Flunken ( Plugen) durch den oberen Teil des Ankerschafts gehendem Stock. Bei Zug an der Ankerkette bewirkt der Stock ein Kippen der Flunken, so daß sie in den Ankergrund eindringen können.
  541. Stöpe = Öffnung in einem Mitteldeich im Verlauf einer Straße. Sie ist so gestaltet, daß sie bei einer Überflutung des davorliegenden Landes im Falle eines Flußdurchbruches mit Holzbohlen wasserdicht verschlossen werden kann.
  542. Störtebecker, Claus = Vitalienbruder und berüchtigster Seeräuber in der Ost- und Nordsee. In einer Höhle auf der Insel Rügen in der Stubbenkammer soll er unermeßliche Schätze zusammengetragen haben. 1400 wurde der Freibeuter von dem hamburgischen Stadtkriegsschiff "Bunte Kuh" bei Helgoland überrascht und gefangengenommen. Am 10. Juni 1401 auf dem Grasbrook in Hamburg hingerichtet.
  543. Stopper = kann als Bremswirkung auf einer Trosse oder Kette aufgesetzt werden
  544. Stopperstek = Knoten, dient zum rutschfesten Befestigen, z.B. Vorleine an einer Schlepptrosse
  545. Store = An Bord ein Raum, in dem bestimmte Vorräte, Werkzeuge usw. aufbewahrt werden.
  546. Storekeeper = Lagerhalter; auf Handelsschiffen früher der dem Bootsmann des Deckdienstes entsprechende Unteroffizier im Maschinendienst
  547. Storkower Kanal = verläuft zwischen dem Scharmützelsee und der Dahme in Brandenburg. Er beginnt bei Wendisch Rietz und verbindet den Großen Storkower See bei Storkow mit dem Wolziger und dem Langen See. Mit dem Bau des Kanals durch Friedrich II. wurde 1746 gegonnen. Die Länge des Kanals ist 28 km.
  548. Strand =  Flachküste, Ufer;  flacher Rand, Saum eines Meeres, ein Boot auf den Strand ziehen
  549. Strandamt = Behörde, die an der Küste für Rettung und Bergung bei einer Strandung und für die Sicherstellung von Strandgut zuständig ist.
  550. stranden = auf Grund geraten, an einer Insel stranden, das Schiff ist gestrandet
  551. Strandgut = an den Strand geschwemmte Gegenstände. Die Verwaltung des Strandgutes obliegt den Strandbehörden (Strandamt)
  552. Strandhauptmann = der Leiter eines Strandamtes
  553. Strandrecht = Gesamtheit aller Vorschriften über Strandgut und gestrandete Schiffe
  554. Strandsee = Lagune; durch einen Landstreifen vom offenen Meer getrennter flacher Meeresteil
  555. Strandung = das Auflaufen auf Grund
  556. Strandvogt = früher, der vom Strandamt eingesetzte Strandbeamte zur Aufsicht über den Strand. Der Strandvogt hatte Polizeigewalt und nahm gleichzeitig die Zollinteressen wahr. Er leitete insbesondere die Rettung von Menschenleben oder die Bergung von Gegenständen bei Seenot.
  557. Straße von Dover, Strait of Dover (Dover Strait ), Pas de Calais (Straße von Calais) = bezeichnet man die Meerenge zwischen der Britischen Insel und dem europäischen Kontinent. Sie trennt die Nordsee im Norden vom Ärmelkanal im Süden, die geringste Breite beträgt 33 km. Die kürzeste Fährverbindung ist die zwischen der französischen Hafenstadt Calais und der in Kent gelegenen englischen Hafenstadt Dover. Auf der Schifffahrtsroute verkehren pro Tag ca. 400 Schiffe.
  558. Straße von Kertsch = ist eine Meerenge, die das Schwarze Meer mit dem Asowschen Meer verbindet. Sie trennt die Halbinsel Krim in dem Westen von Russland in dem Osten. Die Meerenge ist rund 40 km lang und an ihrer schmalsten Stelle ca. 4 km breit.
  559. Straße von Malakka = Ist eine Meeresstraße in Südostasien, die die Andamanensee mit dem Südchinesischen Meer und der Javasee verbindet. Sie hat eine Länge von etwa 800 km und ist zwischen 50 und 300 km breit. Die wichtigsten Häfen sind Malakka (Melaka) in Malaysia und Singapur. Die Straße von Malakka ist von sehr großer Bedeutung für den Welthandel, da sie eine der am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt ist.
  560. Streckbug = Beim Kreuzen der Bug, über dem man die längeren Schläge machen kann, weil der Wind nicht genau vom Ziel her weht.
  561. Strecktaue = auf  Deck gespannte Taue bei schwerem Wetter, um die Besatzung Halt gegen überkommende See zu geben
  562. streichen = 1. Ruderart, mit der man dem Boot Fahrt nach achteraus verleihen bzw. die Fahrt aus dem Boot herausnehmen kann; 2. Mit dem Pinsel Farbe auftragen; 3. Segel, Rahen oder Stengen wegnehmen ( niederholen); 4. Flagge streichen, sich ergeben
  563. Strich, Kompaßstrich  = Winkeleinheit am Kompaß. Früher war die Kompaßrose in 32 Striche eingeteilt ( 1 Strich = 11,25°, 8 Strich = 90° . Heute kennt man nur noch die Gradeinteilung (360°)
  564. Stringer = die längsschiffs gerichteten Stahlträger des Schiffes; Versteifung des Bootsrumpfs in Längsrichtung.
  565. Stritschen = auf Kraft stehende Leine oder Talje ( nochmals ) steifholen.
  566. Strom = 1. großes Tidegewässer, das unmittelbar in die Nordsee mündet, (z.B.  Ems, Weser, Elbe, Eider); 2. Bezeichnung des strömenden Wassers (Tideströmungen)
  567. Strömung = Bewegung von Wasser in einer Richtung; gegen die Strömung rudern, schwimmen
  568. Stropp = kurzes Tau mit Ring oder Schlinge oder Stahltrosse zum Hieven von Lasten; auch Steert
  569. Stückgiesser = Kanonengießer
  570. Stückgut = Frachtgut, Ladung; als Einzelstück abgefertigte Sendung z.B. Kisten, Ballen, Tonnen
  571. Stückmeister = 1. im 15.-18. Jh. der Geschützführer (Unteroffizier); 2. in der früheren Kriegsmarine Feldwebel (Oberstückmeister - Oberfeldwebel) bes. zu Instandhaltung der Geschütztürme
  572. Stückpforten = Geschützpforten auf älteren Kriegs- Kaperschiffen, (auch bei der "Royal-Clipper" aufgemalt zu sehen)
  573. Sturm = heftiger Wind; der Sturm bläst, heult. Bezieht sich auf die Windgeschwindigkeit der Beaufortskala. 30 Knoten ist steifer Wind, 37 Knoten stürmischer Wind, anschließend folgt Sturm.
  574. Sturmflut = ungewöhnliches,  hohes Ansteigen des Wassers an Meeresküsten und Tidenflüssen, bedingt durch Zusammenwirken von Flut und landwärts gerichtetem (auflandigem) Sturm, zuweilen durch eine Springtide verstärkt, siehe auch Orkanflut
  575. Sturmsegel = kleines, bei Sturm als einziges gesetztes Segel ( meist Untermarssegel)
  576. Stützsegel = kleine Stagsegel, deren eigentliche Funktion darin besteht, die starken Bewegungen kleiner Schiffe bei Seegang mit Hilfe des Winddrucks zu dämpfen. Stützsegel sind insbesonders auf Fischereifahrzeugen vorhanden.
  577. Sturzsee = Brecher
  578. SUBS = Schadstoffunfallbekämpfungsschiff
  579. Suezkanal = Seekanal zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer. Gesamtlänge von Port Said bis nach Port Tefic am Roten Meer 100 sm. Der erlaubte Tiefgang beträgt 11,30 m. Der Kanal hat keine Schleusen
  580. Südchinesische Meer, das = ist ein Teil des Chinesischen Meeres und Randmeer des Pazifischen Ozeans in Asien, zu dem der Golf von Thailand und der Golf von Tonkin gehören. Es liegt zwischen China, der Indochinesischen- und der Malaiischen Halbinsel sowie Taiwan (Formosa). Das Meer hat eine Fläche von 2.975.000 km² und die größte Tiefe ist 5016 m.
  581. Süden = zum Südpol weisende Himmelsrichtung
  582. Südlicht = in südlichen Zonen auftretendes Polarlicht
  583. Südpol = der südlichste Punkt der Erdachse, um die sich die Erde dreht. Der Südpol wurde am 15. Dezember 1911 von dem Norweger Amundsen zuerst erreicht.
  584. Südwester = 1. wasserdichter Seemannshut mit breiter, hinten bis in den Nacken verlängerter Krempe; 2. ein starker  oder stürmischer und meist mit Regen verbundener Wind aus Südwest
  585. Sulawesi, früher Celebes = ist eine indonesische Insel zwischen Borneo und Neuguinea mit einer Fläche von 189.216 km². Die Insel gliedert sich in die Provinzen: Sulawesi Barat (West-Sulawesi), Sulawesi Selatan (Süd-Sulawesi), Sulawesi Tenggara (Südost-Sulawesi), Sulawesi Tengah (Zentral-Sulawesi), Sulawesi Utara (Nord-Sulawesi) und Gorontalo.
  586. Süll = Einfassung der Luken, hohe Schwellen bei den Schotten ; hohe Türschwellen, Schwelle an den Niedergängen
  587. Sund = Meeresenge
  588. Sunda-Straße = wichtigste Schiffahrtsstraße zwischen den Sunda-Inseln Sumatra und Java mit den Tiefen zwischen 50-100 m.
  589. Superkargo = der Mann an Bord, der als Vertrauensperson des Verfrachters mitreist und die Ladung behüten soll
  590. Sura = ist ein rechter, 841 km langer Nebenfluss der Wolga im europäischen Teil Russlands. Sie entspringt auf der Wolgaplatte nordöstlich Kusnezk und mündet unterhalb von Jadrin in den Tscheboksarsker Stausee. Der Fluss ist von der Mündung an auf etwa 400 Kilometer Länge schiffbar.
  591. Surf = die Brandung vor der Küste, das Brechen der Wellen auf der freien See oder durch plötzlichen Tiefenänderung (bzw. einer Sandbank) gestört wird.
  592. surfen = das "Reiten" auf dem Vorderhang einer Welle, bei dem die konstruktionsbedingte Rumpfgeschwindigkeit weit überschritten werden kann. Alle Gleitjollen können ins Surfen kommen, aber auch moderne Hochseerennyachten.
  593. SV = Sailing Vessel = Segelschiff
  594. SY = Sailing Yacht = Segelyacht
  595. Szepter, Zepter = gabelförmig gearbeites Rundeisen, das zur Aufnahme der Riemen beim Rudern dient.

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update: 23.10.2009 (wird bei Bedarf erweitert) - die Angaben sind ohne Gewähr -