R = Romeo, internationales
Buchstabensignal, rot mit gelben Kreuz. Es ist ein Reserevesignal im Internationalen
Signalbuch und hat keine Bedeutung für die Schiffahrt.
R = Rauminhalt des Schiffes - für statistische
und kommerzielle Zwecke in Registertonnen ( 1 RT = 2,85 Kubikmeter = 100 Kubikfuß):
Bruttoregistertonne (BRT) - Gesamtinhalt der seefest abgeschlossenen Raumes.
Nettoregistertonne (NRT) - Ladung und Fahrgäste nutzbarer Raum.
(alte Schiffsvermessung)
R-Boot = (Marine)
Minenräumboot
Raa = die querstehenden Takelagespieren an
dennen die Segel befestigt werden. Die Raaen haben die Zusatzbezeichnung des
Mastes, z.B. Fock-, Groß- und Kreuzraa und nach ihrer Anordnung entweder
Unterraa, Mars-, Bram- oder Royalraa.
Rack = Halterung einer Rah am Mast; Taue oder
Ketten, mit den die Rahen in der Mitte des Mastes bzw. Stenge festgehalten
werden.
Radar = Abk.: radio detecting and ranging,
Verfahren zur Erkennung, Ortung und Entfernungsmessung von Schiffen, Flugzeugen,
Gegenstände durch sehr kurzwellige elektromagnetische Wellen; auch als
Hilfsmittel der Meteorologie z. B. zur Ortung weit entfernter Gewitter.
Radardienst = (Marine) Fachrichtung im Dienstzweig
Fernmeldedienst. Umfaßt Dienst in Ortungszentralen, Bedienung der taktischen
Radargeräte.
Radarkette = von Land überwachen
Radarketten z.B. die Jade, Weser und Elbe sowie in der Deutschen Bucht
den Schiffsverkehr. Die Radarlotsen in der Revierzentrale beraten die Schiffe
bei unsichtigem Wetter. Sportschiffer können in Notfällen dieses
System zur Standortbestimmung nutzen. Die Revierzentralen sind über Funk
erreichbar.
Radarleitzentrale = Nautische Land-Einrichtung
zur radargestützten Überwachung des Schiffsverkehrs einschließlich
Lotsenberatung in vorwiegend stark befahrenen und/oder beengten Revieren.
Radarnavigation = Die Art der Navigation,
bei der man mit Hilfe von Radarmessungen den Schiffsort bestimmt. Sie kann
angewandt werden bei unsichtigem Wetter und in Fällen, in denen ortsfeste
Objekte zwar in der Nähe aber optisch noch nicht sichtbar sind.
Raddampfer = mit Kraftübertragung durch
Schaufelräder angetriebenes Dampfschiff
Radiomedical (engl.) = funkärztliche
Beratung
Raestraße = Meerenge zwischen dem Bothia
Isthmus und der Nordküste Kanadas
Räumformation = (Marine) Formation, in
der ein Minenräumverband fährt, um möglichst wirksam und möglichst
schnell ein Seegebiet von ausgelegten Minen freizuräumen.
Räumleine = Minenräumgerät
gegen Ankerminen, Stahltrosse, die in einer großen Schleife von einem
oder zwei Minensuchbooten durch das Wasser geschleppt wird, die Ankertaue
von Minen erfaßt und zerschneidet. Die Mine schwimmt dann an die Oberfläche
und wird dort vernichtet.
Räumung, akustische = Minenräumen
mit Räumgeräten gegen Geräuschminen.
Räumung, magnetische = Minenräumen
mit Räumgeräten gegen Magnetminen.
Räumung, mechanische = Minenräumen
durch mechanische Vernichtung der Minen.
Räumung, verbundene = Minenräumen
durch Kombination mehrerer Räumverfahren
Raffee = ein dreieckiges Segel, mit der Spitze
nach oben, über der obersten Rah
Raftguide = ein in Österreich "staatlich geprüfte / geprüfter Bootsführer/in". Der benötigt wird um kommerzielle oder private Raftingtouren durchzuführen. Diese Prüfung zum "staatlich geprüften Bootsführer" ist zwingend erforderlich, wenn Teilnehmer später als Guides in Triol arbeiten möchten und wird auch in den anderen Bundesländern Österreichs anerkannt. In Deutschland gibt es derzeit noch keine staatliche Prüfung für Raftguides.
Rafting = ursprünglich von Raft (englisch: Floß) – ist eine in Mitteleuropa seit Mitte der 80er-Jahre populär gewordener Freizeitsportart. Bei dieser Wassersportart wird mit einem Schlauchboot ein Fluss befahren. Gewöhnlich befährt man Wildwasser verschiedener Schwierigkeitsgrade.
Raftingboot = Schlauchboot für den Einsatz im Wildwasser, das eigentlich kein Schlauchboot ist, sondern ein Floß (englisch: raft).
Rafts gibt es gewöhnlich für 4 bis 12 Personen. Sie bestehen aus sehr robustem, mehrlagigem gummierten Gewebe mit mehreren unabhängigen Luftkammern. Die Länge variiert i. d. R. zwischen 3,50 m und 6 m, die Breite zwischen 1,80 m und 2,50 m. Zu differenzieren ist zwischen verschiedenen Bootsformen, in Europa ist das symmetrische, mit dem Stechpaddel am Heck gesteuerte Raft am gebräuchlichsten. Weitere Typen sind das asymmetrische, floßrudergestuerte Raft und das symmetrische Raft mit zentraler Ruderanlage (Oars). Vorwärts bewegt werden Rafts mit dem Stechpaddel.
Rah, Rahe, Raa = am Schiffsmast waagerecht
angebrachtes Rundholz, an dem ein trapezförmiges Segel befestigt wird
Rahnocken = die äußersten Enden
einer Rahe
Rahschoner = ein Schoner, der am Fockmast
statt des Gaffeltoppsegels zwei Rahsegel ( Bramsegel) fährt. Er kann
ein Zweimast- oder Dreimastschoner sein.
Rahsegel = an den Rahen angebrachte querschiffs
stehende Segel, die durch Brassen entsprechend der Windrichtung gebrasst werden.
Rahsegler = ein mehrmastiges Segelschiff,
das Rahen und Rahsegel führt und dessen Masten daher "voll getakelt"
genannt werden.
Raketenapparat = bei Rettung Schiffbrüchiger
verwendetes Gerät zum Abschießen einer Rettungsleine zum gestrandeten
Schiff
Rammsporn = am Bug antiker Schiffe angebrachte
dornartige Spitze zum Rammen feindlicher Schiffe, später als Rammsteven
ausgebildet; noch bis Anfang des 20. Jh. auf Linienschiffe vorhanden.
Ran = nord. myth. Göttin der Meere und
Gemahlin des Ägir. Sie personifizierte das räuberische Meer.
Randmeer = Teilgebiet eines Ozeans, das von
großen Landmassen umschlossen ist; Nebenmeer
Rasmus = grobe See, die an Deck überkommt;
man sagt dann: Rasmus steigt an Bord; Verkürzte Form von Erasmus,
Schutzpatron der Seeleute, der gegen die rasende See schützen sollte
Rattenwache = Hundewache
rauhe See = vom Sturm aufgewühlt
raumen = Drehen des Windes, so daß er
achterlicher einfällt. Gegenteil von schralen
raumer Wind = ein schräg von hinten kommender
Wind, für Segelschiffe ideal
rauschen lassen = ein Tauwerk auslaufen lassen
Rating = eine einzelne Ziffer in linearer
Abmessung (Meter oder Fuß), die einer Yacht oder Klasse als Einstufung
der potentiellen Geschwindigkeit zugewiesen wird, Rennwert einer Yacht.
Rattenbleche, Rattenteller = werden als Schutzschilder
über den Festmacherleinen genannt, die das Überlaufen von Ratten
auf das Schiff verhindern sollen
Raz de Marée = brandende Dünungswellen
an der marokkanischen Atlantikküste
RCC = Rescue coordination centre = Rettungs-Koordinations-Zentrum = SAR-Leitstelle
RCCNZ = Rescue Coordination Centre New Zealand = Rettungs-Koordinations-Zentrum Neuseeland
RCI = US-Kreuzfahrtreederei Royal Caribbean International, Hauptsitz: Miami, Florida / USA
R.C. Rickmers = Fünfmastbark. Mit 5548
BRT das größte jemals erbaute Segelschiff mit Hilfsmotor. Stapellauf
1906 in Bremerhaven . Während des 1. Weltkrieges versenkt.
recht so! = richtig, den anliegenden Kurs
weitersteuern.
rechtweisender Kurs = der Winkel zwischen
rechtweisend Nord und Kielrichtung des Bootes. Ein am Kompaß abgelesener
Kurs muß zum Eintragen in die Seekarte in den rechtweisender Kurs verwandelt
werden.. Umgekehrt: der in der Karte festgelegte (rechtweisende) Kurs muß
, um ihn am Kompaß steuern zu können, in den Kompaßkurs verwandelt
werden.
rechtweisend Nord = Richtung zum geographischen
Nordpol
Ree ! = Abkürzung für
Ruder in Lee, Kommando zum Wenden des Segelschiffes
Reede = Ankerplatz für Schiffe; geschützter
Ankerplatz in einer Bucht oder ausserhalb des Hafens
Reeder = Eigentümer eines dem Erwerb
dienenden Schiffes; Schiffseigner
Reederei = Unternehmen, das die Beförderung
von Personen und Gütern auf eigenen Schiffen betreibt; Schiffahrtsgesellschaft
Reeperbahn = seemännisch.: Seilerbahn,
auf ihr wurden lange Taue und Drahtseile von den Reepschlägern gedreht;
Vergnügungsstraße in Sankt Pauli, Hamburg.
reppen = Zulangen der Leine durch einen zweiten
Mann, um ein schnelles und sicheres Arbeiten zu ermöglichen.
Reppschläger = Seiler, Seilmacher, der
Tauwerk anfertigt. Heute wird das Tauwerk meistens maschinell hergestellt.
Reff = Vorrichtung zum Verkleinern der Segelfläche
Reffbändsel = kurze, auf einem Segel
in Reihen befestigte Taustücke, mit deren Hilfe der gereffte Teil des
Segels zusammengebunden wird
reffen = ein Segel reffen, durch Aufrollen
ein Segel verkleinern; auch reefen
Reffkauschen, Reefkauschen = dient mit zum
Reffen ( Einziehen) der Segel
Reffstander = auch Schmeerreep genannt. Eine
Leine oder ein Stück Drahttauwerk, womit die Reffkauschen auf den Baum
niedergeholt werden. Die ganze Kraft ruht auf dem reffstander, nicht auf den
Reffbändseln.
Regatta = Wettfahrt mit Booten, Segelschiffe
Regenbogen = Lichtererscheinung, die sich
auf einem Vorhang niedergehenden Regens in Form eines farbenprächtigen
Bogens zeigt; siebenfarbiger Regenbogen
Regenbogenfarben = die Farben des Regenbogens
(von außen nach innen: rot-orange-gelb-grün-blau-indigoblau-violett)
Registriernummer = Die Nummer im Großsegel
eines Bootes, die seine Identität, gegebenenfalls in Verbindung mit anderen
Segelzeichen wie Nationalitätenzeichen und Klassenzeichen, kennzeichnet.
Eine Registernummer mit einem roten Balken unter der Zahl, die nur als Eignernachweis
und für die Zollformalitäten dient
Registrierung = Die Eintragung in ein Register,
bei Yachten in das Yachtregister, bei größeren Yachten und Schiffen
in das Schiffsregister
Registertonne = Raummaß für die
Schiffsvermessung. 1 Regiestertonne = 2,8315 cbm. Dabei unterscheidet man
die Vermessung nach der Brutto-Tonnage und der Netto-Tonnage bzw. Bruttoregistertonnen
BRT und Nettoregistertonnen NRT. Seit 1. Juli 1994 gilt: BRZ = Brutto-Raumzahl
Registro Italiano, R I = Ital. Klassifikationsgesellschaft
mit Sitz im Rom
RegTP = Regulierungsbehörde für Telekommunikation & Post. Erteilte Funkzeugnisse für Binnen- und Seefunk, sowie Frequenzzuteilungen für die genannten Funkgeräte. Seit dem 13. Juli 2005 ist die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, die aus dem Bundesministerium für Post und Telekommunikation (BMPT) und dem Bundesamt für Post und Telekommunikation (BAPT) hervorging, umbenannt in Bundesnetzagentur.
Rehbock = alte Bezeichnung des Mariners für
seinen Kleidersack, ein schwarzes wasserdichtes Ungetüm, in der er alle
seine Kleiderhabe stauen und das er mit zwei Tragbändern auf dem Rücken
tragen konnte.
Reibepfahl = Hoher Pfahl an Schiffsliegeplätzen
in offenen Häfen. Bei den in solchen Häfen ständig wechselnden
Wasserständen, besonders bei Sturmtiden, sollen die Reibepfähle
den Schiffen eine sichere Liegemöglichkeit geben und Beschädigungen
durch Reiben des Schiffskörpers an den massiven Ufereinfassung vermeiden.
Reif = gefrorener Wasserdampf der Luft, der
an Gegenständen im Freien einen kristallartigen Überzug bildet
Reihleine = zum Befestigen von Segeln und
Persenningen benutzte Leine
Rein schiff, Reinschiff = gründliche
Schiffssäuberung, Rein schiff machen
Reise, reise ! = Weckruf an Bord
Reitbalken = Eine quer übers Cockpit
laufende Strebe, auf der Traveller läuft und unter die man beim Ausreiten
des Bootes die Füße haken kann.
Reling = Schiffsgeländer, offenes, festes,
teilweise losnehmbares oder klappbares Geländer als Begrenzung freiliegender
Decks
Relingsdraht = Auf Segelbooten Geländer
aus normalerweise doppelten starken Draht zur Absicherung freiliegender Decks.
Auch bekannt als Greif-, Hand- und Rettungsleine.
Relingslog = Einrichtung zur Messung der Schiffsgeschwindigkeit
(v) bis zu 5 kn. Auf beiden Relings wird eine möglichst lange gerade
Strecke abgemessen, wobei am Anfang und am Ende Visiermöglichkeiten vorhanden
sein sollen. Dann bestimmt man die Zeit (t), die ein an der Leeseite über
Bord geworfener schwimmender Gegenstand benötigt, um von der ersten bis
zur zweiten Markierung zu gelangen. Garaus ergibt sich die Fahrt des Schiffs
in Knoten, indem die Meßstreckenlänge in Meridiantertien durch
die vom Schwimmkörper benötigte Zeit in Sekunden dividiert wird.
v = e · 2/t mit v Geschwindigkeit in kn, e Länge der
Meßstrecke in m; 1 Meridiantertie 0,5145 m , t = Zeit in Sekunden.
Relingstreppe = Zugang zum Schiff vom Schanzenkleid
an Deck. Sie wird über das Schanzenkleid gehakt. Einseitig ist sie mit
einem herausnehmbaren Geländer versehen
Rennflagge = eine kleine viereckige Flagge,
die an Stelle eines Clubstanders im Topp des Mastes gesetzt wird, während
sich eine Yacht in einem Rennen befindet.
reppen = zulangen der Leine durch einen zweiten
Mann, um ein schnelles und sicheres Arbeiten zu ermöglichen
Rettungsanzug = Schutzanzug aus wasserdichtem
und isolierendem Material, der den Körperwärmeverlust in kalten
Wasser verringert und gleichzeitig Auftrieb erzeugt.
Rettungsbarke = für die Rettung Schiffbrüchiger
besonders eingerichtete Bake, die an einem vorgeschobenen Küstenort aufgestellt
ist. Sie ist auf Leitern besteigbar und enthält eien Aufenthaltsraum
mit dem notwendigen Inventar ( Bett, Bank, Tisch, Ofen, Notflagge) sowie einen
Vorrat an Dauerverpflegung und Trinkwasser.
Rettungsboot = dient zur Rettung von Menschen
an Bord. Sie werden vom Bootsdeck zu Wasser gelassen. Ausstattung : Motor,
Riemen, Notproviant und Seenotraketen
Rettungsinsel = ein Schlauchboot, das in zylinderförmigen
Behältern an Deck aufbewahrt werden. Wenn der Behälter ins Wasser
geworfen wird, bläst sich die Rettungsinsel selbsttätig auf. Sie
hat eine zeltartige Überdachung und kann ganz geschlossen werden
Rettungsleitstelle = Die bei einem Seenotfall
alle Rettungsmaßnahmen zur See und aus der Luft leitende und koordinierende
Zentrale, vielfach auch als RCC= Rescue Coordination Centre bezeichnet.
Rettungsring = im Wasser tragfähiger
Ring mit Haltetauen, zur Rettung Ertrinkender; auch Rettungsboje
Rettungsweste, Schwimmweste = Rettungsgerät
für die Schiffsbesatzung und Passagiere, sie wird bei einer Bootsfahrt
zur Sicherheit angelegt oder bei einem Seenotfall auf einem Schiff
Reuse = 1. Korb zum Fischfang, 2. trichterförmiges,
nach hinten sich verengendes Fischfanggerät (aus Netzwerk)
Revier = das Fahrgebiet von Schiffen, z.B.
Revier-Überwachung durch Radar (Jade, Weser, Elbe und Deutsche Bucht)
Revierlotse = ein Lotse, der nur auf einem
ganz bestimmten Revier Dienst tut, z.B. auf dem Nord-Ostsee-Kanal oder im
Hamburger Hafen
Rhee, Ree = Kommando ( Ruder an Lee), siehe
Ree
Rhein, der = ist eine der am stärksten befahrenen und bedeutendsten Wasserstraßen Europas. Von der Quelle bis zur Mündung hat er eine Gesamtlänge von ungefähr 1.235 km, 883 davon sind schiffbar. Er fliest durch die Länder: Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Frankreich und die Niederlande. Er entspringt aus den Vorder-Rhein (vom St. Gotthard) und den Hinter-Rhein, fließt durch den Bodensee, mündet bei Hoek van Holland in die Nordsee. ab Basel ist er schiffbar.; verkehrsreichster Strom Europas; Bundeswasserstraße.
Rhein-Herne-Kanal = 45,60 km lange Verbindung
des Dortmund-Ems-Kanals (Datteln) mit dem Rhein (Ruhrort) mit heute 5 Schleusen. Nachdem 1899 mit
dem Dortmund-Ems-Kanal das Fundament für die West-Ost-Transversalen nach
dem reichsdeutschen Kanalplan gelegt worden war, begannen 1905 die Vorbereitungen
für den Bau des Rhein-Herne-Kanals, der einerseits die Lücke zwischen
Rhein und Ems schließen, andererseits der Ausfuhr von Ruhrkohle dienen
sollte. Die Bauzeit (5. April 1906 - 14. Juli 1914) betrug 8 Jahre. 1916 wurde er mit 7 Schleusen vollendet; Bundeswasserstraße.
Rhône, Rhone = Die Rhône ist mit 812 km (522 km in Frankreich) einer der größten Flüsse in Frankreich. Sie entspringt in der Schweiz am Rhonegletscher auf einer Höhe von 1753 Metern. Nach dem Durchfluss des Genfer Sees beruhigt sich ihr Lauf und sie fließt gemäßigt nach Frankreich ein und mündet unter Bildung eines Deltas bei Marseille in das Mittelmeer.
Bedeutende Nebenflüsse sind: Arve, Ain, Saône, Isère, Ardèche, Durance und Gard.
RIB = Rigid Inflatable Boat = siehe unter Festrumpfschlauchboot
Richtfeuer = Leitsignal für Schiffe;
Seezeichen aus 2 hintereinander stehenden Leuchtfeuern ( Unterfeuer, Oberfeuer),
deren Verbindungslinie die Mitte des Fahrwassers bezeichnet. Das Unterfeuer
ist tiefer angebracht als das Oberfeuer
Riede = kleiner Bach oder Wattrinne, Wattpriel
Riemen = längeres Rundholz mit Ruderblatt,
mit beiden Händen bewegtes Ruder; sich in die Riemen legen
Riff = bis dicht unter den Meeresspiegel
aufragender Fels (Felsenklippe), Untiefe im Meer, an Flachküsten als
Sandriff; innerhalb der Tropen und Subtropen als Bauten riffbildender Meeresorganismen,
besonders von Korallen
Rigg, Riggung = Masten und die gesamte Takelung
eines Schiffes; moderner Begriff für Takelage (Takelung). Entsprechend
wird eine Yacht geriggt oder aufgeriggt.
riggen = auftakeln
Rigger = Takler
Río de la Plata, (spanisch für Silberfluss) = wird der gemeinsame 290 km lange und bis zu 220 km breite Mündungstrichter der großen südamerikanischen Ströme "Paraná" und "Uruguay" bezeichnet.
R.M.S. = Royal Mail Steamer; RMS
Titanic (königlicher Postdampfer)
RMSI = Regional Maritime Security Initiative
(Regional Maritime Sicherheitsinitiative) - Die USA schlägt Anfang 2004
gegen die Piraterie in der Malakka-Straße folgendes vor: Zum Schutz
der Malakka-Straße sollten im Rahmen der sogenannten Regional Maritime
Security Initiative (RMSI) nachrichten-dienstliche Erkenntnisse mit den Anrainerstaaten
( Singaur, Malaysia und Indonesien ) ausgetauscht und gemeinsame Patrouillen
durchgeführt werden. ( Bis jetzt, Anfang 2005, wurde keine Einigkeit
erzielt.
RNLI = Royal National Lifeboat Institution = Königliche Britische Seenotrettungsgesellschaft
RNoN = Royal Norwegian Navy, Königliche Norwegische Marine (KNM)
Robbennordsteert = ist ein Leitdamm in der Außenweser und liegt an der Westseite der Sandbank "Robbenplate" mit einem 16 Meter hohen Leuchtfeuer.
Robeson-Kanal = ist der nördlichste Teil der Naresstraße zwischen der kanadischen Ellesmere-Insel und Nordwest-Grönland. An seiner engsten Stelle beträgt die Entfernung zwischen den beiden Inseln 29 km, im Norden weitet sich die Meeresenge auf bis zu 80 km. Er verbindet den Kennedy-Kanal mit der, zum Arktischen Ozean gehörenden Lincolnsee. Während kurzer Perioden im Sommer ist der Kanal nicht vollständig zugefroren und damit schiffbar. Entdeckt wurde er 1871 von Isaac Israel Hayes.
Robinson-Crusoe-Insel, Isla Más a Tierra = Die Insel gehört zu den "Juan-Fernández-Inseln" eine zu Chile gehörende Inselgruppe im südlichen Pazifischen Ozean. Die Inseln liegen etwa 670 km westlich des chilenischen Festlandes.
Am 22. November 1574 wurde die Insel von dem spanischen Seefahrer Juan Fernández entdeckt. Von 1704 bis 1709 lebte der schottische Seemann Alexander Selkirk, allein auf der "Isla Más a Tierra", nachdem er sich mit seinem Kapitän zerstritten hatte und sich an Land absetzen ließ. Der Schriftsteller Daniel Defoe benutzte seine Geschichte als Basis für seinen Roman "Robinson Crusoe". Das Eiland "Isla Más a Tierra" wurde 1966 zu "Isla Robinson Crusoe" umbenannt.
ROC = Restricted Operators's Certificate
= Beschränkt Gültiges Betriebszeugnis für Funker mit Gültigkeitsvermerk
gemäß STCW-Übereinkommen. Seit 1. 1. 2003 kann das ROC nicht mehr erworben werden; sein Geltungsumfang wird nun abgedeckt durch das SRC für den Seebereich und das UBI für den Binnenbereich. -
Funkzeugnis für den Seefunkdienst.
(Alt = Beschränkt Gültiges Betriebszeugnis für Funker
I (BZ I) )
Röhring, Röring = ein Ring
am Schaft des Ankers , zur Befestigung der Ankerkette mit einem Ankerschäkel
rojen = pullen, rudern
Rolle = Kreisscheibe, die sich um eine
in der Mitte befindliche Achse dreht, mit einer Rille am Rande; z. B. zum
Umlenken von Seilen
rollen = Schlingern, Schaukeln, Drehbewegung
(Rollen) eines Schiffes um die Längsachse und Querachse
Rollenschwoof = Übung für den Ernstfall
nach dem Rollenplan, Sicherheitsrolle
Roller = die brandenden Dünungswellen
vor St. Helna, Süd-Trinidad und Ascension.
RoPax = Roll-On-Roll-Off-Passenger-ship/ferry. RoPax steht als Kurzform für Roll On/Roll Off für Fracht sowie gleichzeitig für Passagiere. Zum Beispiel: Bei RoPax-Fähren, auch Kombicarrier genannt, handelt es sich um ein RoRo-Schiff mit Passagierkabinen. Sie sind eine Art Kombifähren, mit der Möglichkeit sowohl Fracht als auch Passagiere aufzunehmen.
Roring = Ring, besonders am Ankerschaft zum
Befestingen der Kette oder Leine.
Roringstek, Röringstek = der Steg, mit
dem z.B. die Ankertrosse an den Anker gesteckt wird
RORC = Royal Ocean Racing Club
RoRo-Schiffe = Roll on - Roll off - Schiff,
Frachtschiff mit Heck-, Bug- und / oder Seitenpforten, deren Verschlüsse
als Rampe ausgebildet sind, über die die rollenden Ladungseinheiten (Lkws,
Container, Trailer und Stückgut auf Großpaletten) an und von Bord
gelangen.
Ross, John = brit. Konteradmiral und Polarforscher
1777-1856. Ross beteiligte sich an der Erforschung der Nordost-Passage im
Kanadischen Archipel, wobei 1831 in der Nähe der Halbinsel Bothia Felix
der magnetische Nordpol entdeckt wurde.
Ross, James Clarke = brit. Kontersdmiral und
Polarforscher 1800-1862, Neffe von John Ross. Entdeckte 1841 den Vulkan Erebus
in der Antarktis. Nach ihm benannt wurde das Rossmeer und die Ross-Barriere.
Roßbreiten = windstille Streifen nördlich
der Nordpassat- und südlich der Südpassatregion. Sie gehören
zu den subtropischen Kalmengürteln..
rote Flut = Brandungsleuchten
an der Nordseeküste. Dieses Phänomen , was nachts im Sommer sichtbar
werden kann, wird von unzähligen Algen erzeugt. Die Alge "Noctiluca Scintillans"
erzeugt das Leuchten aufgrund von mechanischen Reizen, beispielsweise durch
die Brandung oder Berührung. Auch um fahrende Schiffe schimmert das Wasser
rot-orange.
Roter Faden = im Tauwerk
der britischen Kriegsmarine eingearbeiterer roter Faden, durch den Diebstahl
vermieden werden sollte. Heute dienen farbige Fäden (Garne) zur Kennzeichnung
der Tragfähigkeit des Tauwerks.
Rotorenschiff = Erfindung des Ingenieurs Anton Flettner, 1885-1961. Flettner nutzte den natürlichen Wind in Kombination mit, bei der Buckau 15,6 Meter s.u., hohen rotierenden
Zylindern als Antriebsmittel für Schiffe, den so genannten Flettner-Rotor. Der Flettner-Rotor ist ein alternativer aerodynamischer Antrieb in Form eines der Windströmung ausgesetzten, rotierenden Zylinders, der, den Magnus-Effekt ausnutzt. In Deutschland wurden zwei Rotorenschiffe gebaut. Buckau mit 2 Rotoren und Babara mit 3 Rotoren. Für die praktische Schiffahrt erwiesen sich die masthohen Zylinder als Antriebsmittel ungeeignet. Neuerdings soll dieses Antriebskonzept wieder in Einsatz kommen. 2006 ist bei der Kieler Lindenau-Werft der Bau eines 130 m langes Frachtschiffes in Auftrag gegeben worden, der neben einen dieselelektrischen Hauptantrieb auch über vier Flettner-Rotoren verfügen soll. Die geplante Indienststellung ist September 2008.
Rott = Fäulnis
und Gammeln durch Feuchtigkeit.
Rotte = (Marine) "Einheit"
von zwei Seefahrzeugen gleichen Typs, die gemeinsam operieren.
Rottenführer =
(Marine) älterer Kommandant von zwei Fahrzeugen einer Rotte; mit der
gemeinsamen Führung beauftragt.
Rottenmann, Rottenknecht
= (Marine) der jüngere von zwei Kommandanten einer Rotte taktisch dem
Rottenführer unterstellt.
Route = vorgeschriebener oder geplanter Reiseweg,
Seeweg, Kurs, Schiffsroute, z.B. von Kreuzfahrtschiffen
Routine = Zeiteinteilung, Dienstplan
ROV = Remotely Operated Vehicle ( ferngesteuertes Fahrzeug ) ist ein kabelgeführtes Unterwasserfahrzeug (Tauchroboter)
Royal, Roil, Reuel = Rahsegel oberhalb der
Bram. Auf vielen Segelschiffen das oberste Segel; Oberbramsegel
Royalsegel = Rahsegel, viertes von unten.
Je nach Mast, der es trägt, Vorroyal (Fockmast), Großroyal (Großmast),
Kreuzroyal (Kreuzmast). Sind Mars- und Bramsegel geteilt, so ist das Royalsegel
fünftes bzw. sechstes Segel von unten
Royalstenge = der obere Teil der Bramstenge
, an der das Royal gefahren wird ( 6. Segel von unten)
R.P.D. =Abkürzung
für Reichspostdampfer, wird dem eigentlichen Schiffsnamen in der Regel
vorangestellt
RSPB = Royal Society for the Protection of Birds = Königliche Gesellschaft zum Schutz der Vögel; der weltweit größte nationale Naturschutzverband.
Rua chalom = einmastiges Küstenschiff
in Hinterindien, mit zwei seitlich angebrachten Rudern
Ruder = Steuerorgan eines Schiffes oder Bootes;
Riemen, Remen, Pullstengel (scherzh.), Paddel
Ruderanlage = Gesamtheit der zum Steuern eines
Schiffes benötigten Anlagen, bes. die Einrichtung zum Bewegen des Ruders
durch Drehen des Ruderschafts. Müssen große Ruderkräfte bewältigt
werden, benötigt man eine Rudermaschine. Aus Sicherheitsgründen
müssen alle Schiffe eine Not-Runderanlage haben, meist eine zweite Rudermaschine
oder die Möglichkeit zur Bewegung des Ruders von Hand.
Ruderdingi = ein Dingi, das mit Riemen und
Dollen zum Pullen eingerichtet ist.
Rudergänger, Rudergast = Matrose, der
nach Anweisung das Ruder bedient
Ruderhacke = Absatz unten am Hinter- oder
Rudersteven, der das Spurlager für den Ruderschaft oder das Ruder selbst
trägt.
Ruderlage = Winkel des Ruderblattes zur Längsachse
des Schiffes. Die Größe der Ruderlage ist mitbestimmend für
den Durchmesser des Drehkreises
Ruderlagenanzeiger = Elektrische oder mechanische
Vorrichtung, die auf Schiffen in bestimmten Räumen ( z.B. Brücke,
Operationszentrale) die tatsächliche Ruderlage anzeigt.
Rudermaschine = Antriebsmaschine zur Bewegung
des Ruders. Auf modernen Schiffen meist E-Motor; es gibt aber auch dampfgetriebene
Rudermaschinen.
Ruderpinne = mit dem Ruderkopf verbundener
einarmiger Hebel zur Betätigung des Ruders
Ruderrad = Rad mit Spaken, mit dem das Ruder
bewegt wird; auch Steuerrad
Ruder legen = das Ruder so einstellen, daß
das Schiff einen bestimmten Kurs nimmt
Rufer = alte Bezeichnung für Sprachrohr
oder Flüstertüte
Rufzeichen, Unterscheidungssignal = internationaler
Funkname eines Schiffes und besteht aus 4 Buchstaben
Ruhr, die = ist ein etwa 217 km langer, rechter Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Die Ruhr entspringt im Rothaargebirge im Hochsauerland am Nordhang des Ruhrkopfs (696 m ü. NN). Ihre Quelle befindet sich in rund 674 m Höhe etwa 1,5 km nordwestlich von Winterberg-Elkeringhausen und mündet bei Duisburg-Ruhrort in den Rhein; Bundeswasserstraße.
Rumpf = Schiff ohne Aufbauten
rund achtern = Kommando beim Halsen zum Schiften
des Segels.
rundbrassen = beim Wenden mit Rahschiffen
das Herumnehmen der Segel auf die neue Seite
Rundhölzer = alle Masten, Rahen, Stegen
und Bäume des Schiffes, die früher aus Holz waren.
Rundsel = halbrunder Einschnitt im Dollbord
eines Kutters zum Einlegen der Riemen
Rundsichtradar = Radargerät, welches
sich voll um seine Senkrechtachse dreht und nach dem Funkmeßverfaahren
den Luftraum nach Objekten absucht. Derartige Geräte werden zur Flugsicherung,
im Frühwarndienst und in der Schiffahrt eingesetzt.
Rundspanter = Boote, deren Rümpfe einen
runden Querschnitt haben. Er kann sehr schmal oder auch extrem breit sein.
Gegensatz: Knickspanter
Rundtörn = beim Belegen eines Tauendes
oder beim Knoten das Herstellen eines Auges ( eines Kreises), das über
den Poller usw. gelegt wird, bzw. das für den Knoten benötigt wird.
Als Grundlage für einen Knoten
Rungholt = versunkener Küstenort an der
schleswig-holsteinischen Westküste, der in der Nacht vom 11.-12. Oktober
1634 bei der Überschwemmung der Insel Nordstrand im Meer versank.
Runner = Lastseil einer Winde; auch Windenläufer,
Tau einer Talje
Rüsteisen = Beschlag am Rumpf, an den
die Wanten und Pardunen befestigt werden und der die auftretenden Kräfte
gleichmäßig auf die Bordwand überträgt; auch Pütting.
Rute = 1. die lange Rah des Lateinsegels,
die bis weit vor den Mast reicht, 2. altes Längenmaß von
unterschiedlichen Größen (1 oldenburger Rute zu 10 oldenbg. Fuß
= 2,959m; 1 hannoversche Rute zu 16 Fuß = 4,671m)
Rutscher = Gleitschuh am Vorliek eines Segels,
der in der Gleitschiene an der Rückseite des Mastes läuft; auch
Schlitten.
R/V, RV = Research Vessel = Forschungsschiff (FS)
Rybinsker Stausee, Rybinsker Meer = ist ein Stausee an der Wolga in Russland, der aufgrund seiner enormen Größe (Fläche 4.580 km²; Stauvolumen 25,4 Mrd. m³), ist nach dem Samaraer Stausee - der zweitgrößte Stausee in Europa. Er ist Teil des Wolga-Ostsee-Wasserwegs, der die Wolga mit der Ostsee verbindet, so dass die Schiffe nicht nur vom Kaspischen Meer zu Ostsee gelangen können, denn vom Stausse zweigt in Richtung Norden der Wolga-Ostsee-Kanal ab. Neben der Wolga, die im Süden in den Stausee einmündet und ihn im Südosten wieder verlässt, münden die Mologa im Nordwesten sowie die Suda und die Scheksna im Norden bei Tscherepowez in den See. Der Rybinsker Stausee ist ein Teil der so genannten Wolga-Kama-Kaskade.
RZ = Registerzahl ( Schiffsvermessung ). In
Deutschland: GT und NT