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Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: R
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  1. R = Romeo, internationales Buchstabensignal, rot mit gelben Kreuz. Es ist ein Reserevesignal im Internationalen Signalbuch und hat keine Bedeutung für die Schiffahrt.
  2. R = Rauminhalt des Schiffes - für statistische und kommerzielle Zwecke in Registertonnen ( 1 RT = 2,85 Kubikmeter = 100 Kubikfuß): Bruttoregistertonne (BRT) - Gesamtinhalt der seefest abgeschlossenen Raumes. Nettoregistertonne (NRT) - Ladung und Fahrgäste nutzbarer Raum.  (alte Schiffsvermessung)
  3. R-Boot = (Marine) Minenräumboot
  4. Raa = die querstehenden Takelagespieren an dennen die Segel befestigt werden. Die Raaen haben die Zusatzbezeichnung des Mastes, z.B. Fock-, Groß- und Kreuzraa und nach ihrer Anordnung entweder Unterraa, Mars-, Bram- oder Royalraa.
  5. Rack = Halterung einer Rah am Mast; Taue oder Ketten, mit den die Rahen in der Mitte des Mastes bzw. Stenge festgehalten werden.
  6. Radar = Abk.: radio detecting and ranging,  Verfahren zur Erkennung, Ortung und Entfernungsmessung von Schiffen, Flugzeugen, Gegenstände durch sehr kurzwellige elektromagnetische Wellen; auch als  Hilfsmittel der Meteorologie z. B. zur Ortung weit entfernter Gewitter.
  7. Radardienst = (Marine) Fachrichtung im Dienstzweig Fernmeldedienst. Umfaßt Dienst in Ortungszentralen, Bedienung der taktischen Radargeräte.
  8. Radarkette  = von Land überwachen Radarketten z.B. die  Jade, Weser und Elbe sowie in der Deutschen Bucht den Schiffsverkehr. Die Radarlotsen in der Revierzentrale beraten die Schiffe bei unsichtigem Wetter. Sportschiffer können in Notfällen dieses System zur Standortbestimmung nutzen. Die Revierzentralen sind über Funk erreichbar.
  9. Radarleitzentrale = Nautische Land-Einrichtung zur radargestützten Überwachung des Schiffsverkehrs einschließlich Lotsenberatung in vorwiegend stark befahrenen und/oder beengten Revieren.
  10. Radarnavigation = Die Art der Navigation, bei der man mit Hilfe von Radarmessungen den Schiffsort bestimmt. Sie kann angewandt werden bei unsichtigem Wetter und in Fällen, in denen ortsfeste Objekte zwar in der Nähe aber optisch noch nicht sichtbar sind.
  11. Raddampfer = mit Kraftübertragung durch Schaufelräder angetriebenes Dampfschiff
  12. Radiomedical (engl.) = funkärztliche Beratung
  13. Raestraße = Meerenge zwischen dem Bothia Isthmus und der Nordküste Kanadas
  14. Räumformation = (Marine) Formation, in der ein Minenräumverband fährt, um möglichst wirksam und möglichst schnell ein Seegebiet von ausgelegten Minen freizuräumen.
  15. Räumleine = Minenräumgerät gegen Ankerminen, Stahltrosse, die in einer großen Schleife von einem oder zwei Minensuchbooten durch das Wasser geschleppt wird, die Ankertaue von Minen erfaßt und zerschneidet. Die Mine schwimmt dann an die Oberfläche und wird dort vernichtet.
  16. Räumung, akustische = Minenräumen mit Räumgeräten gegen Geräuschminen.
  17. Räumung, magnetische = Minenräumen mit Räumgeräten gegen Magnetminen.
  18. Räumung, mechanische = Minenräumen durch mechanische Vernichtung der Minen.
  19. Räumung, verbundene = Minenräumen durch Kombination mehrerer Räumverfahren
  20. Raffee = ein dreieckiges Segel, mit der Spitze nach oben, über der obersten Rah
  21. Raftguide = ein in Österreich "staatlich geprüfte / geprüfter Bootsführer/in". Der benötigt wird um kommerzielle oder private Raftingtouren durchzuführen. Diese Prüfung zum "staatlich geprüften Bootsführer" ist zwingend erforderlich, wenn Teilnehmer später als Guides in Triol arbeiten möchten und wird auch in den anderen Bundesländern Österreichs anerkannt. In Deutschland gibt es derzeit noch keine staatliche Prüfung für Raftguides.
  22. Rafting = ursprünglich von Raft (englisch: Floß) – ist eine in Mitteleuropa seit Mitte der 80er-Jahre populär gewordener Freizeitsportart. Bei dieser Wassersportart wird mit einem Schlauchboot ein Fluss befahren. Gewöhnlich befährt man Wildwasser verschiedener Schwierigkeitsgrade.
  23. Raftingboot = Schlauchboot für den Einsatz im Wildwasser, das eigentlich kein Schlauchboot ist, sondern ein Floß (englisch: raft). Rafts gibt es gewöhnlich für 4 bis 12 Personen. Sie bestehen aus sehr robustem, mehrlagigem gummierten Gewebe mit mehreren unabhängigen Luftkammern. Die Länge variiert i. d. R. zwischen 3,50 m und 6 m, die Breite zwischen 1,80 m und 2,50 m. Zu differenzieren ist zwischen verschiedenen Bootsformen, in Europa ist das symmetrische, mit dem Stechpaddel am Heck gesteuerte Raft am gebräuchlichsten. Weitere Typen sind das asymmetrische, floßrudergestuerte Raft und das symmetrische Raft mit zentraler Ruderanlage (Oars). Vorwärts bewegt werden Rafts mit dem Stechpaddel.
  24. Rah, Rahe, Raa = am Schiffsmast waagerecht angebrachtes Rundholz, an dem ein trapezförmiges Segel befestigt wird
  25. Rahnocken = die äußersten Enden einer Rahe
  26. Rahschoner = ein Schoner, der am Fockmast statt des Gaffeltoppsegels zwei Rahsegel ( Bramsegel) fährt. Er kann ein Zweimast- oder Dreimastschoner sein.
  27. Rahsegel = an den Rahen angebrachte querschiffs stehende Segel, die durch Brassen entsprechend der Windrichtung gebrasst werden.
  28. Rahsegler = ein mehrmastiges Segelschiff, das Rahen und Rahsegel führt und dessen Masten daher "voll getakelt"  genannt werden.
  29. Raketenapparat  =  bei Rettung Schiffbrüchiger verwendetes Gerät zum Abschießen einer Rettungsleine zum gestrandeten Schiff
  30. Rammsporn = am Bug antiker Schiffe angebrachte dornartige Spitze zum Rammen feindlicher Schiffe, später als Rammsteven ausgebildet; noch bis Anfang des 20. Jh. auf Linienschiffe vorhanden.
  31. Ran = nord. myth. Göttin der Meere und Gemahlin des Ägir. Sie personifizierte das räuberische Meer.
  32. Randmeer = Teilgebiet eines Ozeans, das von großen Landmassen umschlossen ist; Nebenmeer
  33. Rasmus = grobe See, die an Deck überkommt; man sagt dann: Rasmus steigt an Bord; Verkürzte Form von Erasmus, Schutzpatron der Seeleute, der gegen die rasende See schützen sollte
  34. Rattenwache = Hundewache
  35. rauhe See = vom Sturm aufgewühlt
  36. raumen = Drehen des Windes, so daß er achterlicher einfällt. Gegenteil von schralen
  37. raumer Wind = ein schräg von hinten kommender Wind, für Segelschiffe ideal
  38. rauschen lassen = ein Tauwerk auslaufen lassen
  39. Rating = eine einzelne Ziffer in linearer Abmessung (Meter oder Fuß), die einer Yacht oder Klasse als Einstufung der potentiellen Geschwindigkeit zugewiesen wird, Rennwert einer Yacht.
  40. Rattenbleche, Rattenteller = werden als Schutzschilder über den Festmacherleinen genannt, die das Überlaufen von Ratten auf das Schiff verhindern sollen
  41. Raz de Marée = brandende Dünungswellen an der marokkanischen Atlantikküste
  42. RCC = Rescue coordination centre = Rettungs-Koordinations-Zentrum = SAR-Leitstelle
  43. RCCNZ = Rescue Coordination Centre New Zealand = Rettungs-Koordinations-Zentrum Neuseeland
  44. RCI = US-Kreuzfahrtreederei Royal Caribbean International, Hauptsitz: Miami, Florida / USA
  45. R.C. Rickmers = Fünfmastbark. Mit 5548 BRT das größte jemals erbaute Segelschiff mit Hilfsmotor. Stapellauf 1906 in Bremerhaven . Während des 1. Weltkrieges versenkt.
  46. recht so! = richtig, den anliegenden Kurs weitersteuern.
  47. rechtweisender Kurs = der Winkel zwischen rechtweisend Nord und Kielrichtung des Bootes. Ein am Kompaß abgelesener Kurs muß zum Eintragen in die Seekarte in den rechtweisender Kurs verwandelt werden.. Umgekehrt: der in der Karte festgelegte (rechtweisende) Kurs muß , um ihn am Kompaß steuern zu können, in den Kompaßkurs verwandelt werden.
  48. rechtweisend Nord = Richtung zum geographischen Nordpol
  49. Ree ! = Abkürzung  für  Ruder  in  Lee, Kommando zum Wenden des Segelschiffes
  50. Reede = Ankerplatz für Schiffe; geschützter Ankerplatz in einer Bucht oder ausserhalb des Hafens
  51. Reeder = Eigentümer eines dem Erwerb dienenden Schiffes; Schiffseigner
  52. Reederei = Unternehmen, das die Beförderung von Personen und Gütern auf eigenen Schiffen betreibt; Schiffahrtsgesellschaft
  53. reefer = 1. Seemannsjacke; 2. Kühlschiff
  54. reefer container = Kühl-Container, Schiffscontainer, Luftfrachtcontainer
  55. reefer container ship (vessel) = Kühlcontainerschiff
  56. Reep = Seil, Tau, starke Leine
  57. Reeperbahn =  seemännisch.: Seilerbahn, auf ihr wurden lange Taue und Drahtseile von den Reepschlägern gedreht; Vergnügungsstraße in Sankt Pauli, Hamburg.
  58. reppen = Zulangen der Leine durch einen zweiten Mann, um ein schnelles und sicheres Arbeiten zu ermöglichen.
  59. Reppschläger = Seiler, Seilmacher, der Tauwerk anfertigt. Heute wird das Tauwerk meistens maschinell hergestellt.
  60. Reff = Vorrichtung zum Verkleinern der Segelfläche
  61. Reffbändsel = kurze, auf einem Segel in Reihen befestigte Taustücke, mit deren Hilfe der gereffte Teil des Segels zusammengebunden wird
  62. reffen = ein Segel  reffen, durch Aufrollen ein Segel verkleinern; auch reefen
  63. Reffkauschen, Reefkauschen = dient mit zum Reffen ( Einziehen) der Segel
  64. Reffstander = auch Schmeerreep genannt. Eine Leine oder ein Stück Drahttauwerk, womit die Reffkauschen auf den Baum niedergeholt werden. Die ganze Kraft ruht auf dem reffstander, nicht auf den Reffbändseln.
  65. Regatta = Wettfahrt mit Booten, Segelschiffe
  66. Regenbogen = Lichtererscheinung, die sich auf einem Vorhang niedergehenden Regens in Form eines farbenprächtigen Bogens zeigt; siebenfarbiger Regenbogen
  67. Regenbogenfarben = die Farben des Regenbogens (von außen nach innen: rot-orange-gelb-grün-blau-indigoblau-violett)
  68. Registriernummer = Die Nummer im Großsegel eines Bootes, die seine Identität, gegebenenfalls in Verbindung mit anderen Segelzeichen wie Nationalitätenzeichen und Klassenzeichen, kennzeichnet. Eine Registernummer mit einem roten Balken unter der Zahl, die nur als Eignernachweis und für die Zollformalitäten dient
  69. Registrierung = Die Eintragung in ein Register, bei Yachten in das Yachtregister, bei größeren Yachten und Schiffen in das Schiffsregister
  70. Registertonne = Raummaß für die Schiffsvermessung. 1 Regiestertonne = 2,8315 cbm. Dabei unterscheidet man die Vermessung nach der Brutto-Tonnage und der Netto-Tonnage bzw. Bruttoregistertonnen BRT und Nettoregistertonnen NRT. Seit 1. Juli 1994 gilt: BRZ = Brutto-Raumzahl
  71. Registro Italiano, R I = Ital. Klassifikationsgesellschaft mit Sitz im Rom
  72. RegTP = Regulierungsbehörde für Telekommunikation & Post. Erteilte Funkzeugnisse für Binnen- und Seefunk, sowie Frequenzzuteilungen für die genannten Funkgeräte. Seit dem 13. Juli 2005 ist die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, die aus dem Bundesministerium für Post und Telekommunikation (BMPT) und dem Bundesamt für Post und Telekommunikation (BAPT) hervorging, umbenannt in Bundesnetzagentur.
  73. Rehbock = alte Bezeichnung des Mariners für seinen Kleidersack, ein schwarzes wasserdichtes Ungetüm, in der er alle seine Kleiderhabe stauen und das er mit zwei Tragbändern auf dem Rücken tragen konnte.
  74. Reibepfahl = Hoher Pfahl an Schiffsliegeplätzen in offenen Häfen. Bei den in solchen Häfen ständig wechselnden Wasserständen, besonders bei Sturmtiden, sollen die Reibepfähle den Schiffen eine sichere Liegemöglichkeit geben und Beschädigungen durch Reiben des Schiffskörpers an den massiven Ufereinfassung vermeiden.
  75. Reif = gefrorener Wasserdampf der Luft, der an Gegenständen im Freien einen kristallartigen Überzug bildet
  76. Reihleine = zum Befestigen von Segeln und Persenningen benutzte Leine
  77. Rein schiff, Reinschiff = gründliche Schiffssäuberung, Rein schiff machen
  78. Reise, reise ! = Weckruf an Bord
  79. Reitbalken = Eine quer übers Cockpit laufende Strebe, auf der Traveller läuft und unter die man beim Ausreiten des Bootes die Füße haken kann.
  80. Reling = Schiffsgeländer, offenes, festes, teilweise losnehmbares oder klappbares Geländer als Begrenzung freiliegender Decks
  81. Relingsdraht = Auf Segelbooten Geländer aus normalerweise doppelten starken Draht zur Absicherung freiliegender Decks. Auch bekannt als Greif-, Hand- und Rettungsleine.
  82. Relingslog = Einrichtung zur Messung der Schiffsgeschwindigkeit (v) bis zu 5 kn. Auf beiden Relings wird eine möglichst lange gerade Strecke abgemessen, wobei am Anfang und am Ende Visiermöglichkeiten vorhanden sein sollen. Dann bestimmt man die Zeit (t), die ein an der Leeseite über Bord geworfener schwimmender Gegenstand benötigt, um von der ersten bis zur zweiten Markierung zu gelangen. Garaus ergibt sich die Fahrt des Schiffs in Knoten, indem die Meßstreckenlänge in Meridiantertien durch die vom Schwimmkörper benötigte Zeit in Sekunden dividiert wird. v = e · 2/t  mit  v Geschwindigkeit in kn, e Länge der Meßstrecke in m; 1 Meridiantertie  0,5145 m , t = Zeit in Sekunden.
  83. Relingstreppe = Zugang zum Schiff vom Schanzenkleid an Deck. Sie wird über das Schanzenkleid gehakt. Einseitig ist sie mit einem herausnehmbaren Geländer versehen
  84. REMUS = Rechnergestütztes Maritimes Unfallmanagemtsystem
  85. Rennflagge = eine kleine viereckige Flagge, die an Stelle eines Clubstanders im Topp des Mastes gesetzt wird, während sich eine Yacht in einem Rennen befindet.
  86. reppen = zulangen der Leine durch einen zweiten Mann, um ein schnelles und sicheres Arbeiten zu ermöglichen
  87. Rettungsanzug = Schutzanzug aus wasserdichtem und isolierendem Material, der den Körperwärmeverlust in kalten Wasser verringert und gleichzeitig Auftrieb erzeugt.
  88. Rettungsbarke = für die Rettung Schiffbrüchiger besonders eingerichtete Bake, die an einem vorgeschobenen Küstenort aufgestellt ist. Sie ist auf Leitern besteigbar und enthält eien Aufenthaltsraum mit dem notwendigen Inventar ( Bett, Bank, Tisch, Ofen, Notflagge) sowie einen Vorrat an Dauerverpflegung und Trinkwasser.
  89. Rettungsboot = dient zur Rettung von Menschen an Bord. Sie werden vom Bootsdeck zu Wasser gelassen. Ausstattung : Motor, Riemen, Notproviant und Seenotraketen
  90. Rettungsinsel = ein Schlauchboot, das in zylinderförmigen Behältern an Deck aufbewahrt werden. Wenn der Behälter ins Wasser geworfen wird, bläst sich die Rettungsinsel selbsttätig auf. Sie hat eine zeltartige Überdachung und kann ganz geschlossen werden
  91. Rettungsleitstelle = Die bei einem Seenotfall alle Rettungsmaßnahmen zur See und aus der Luft leitende und koordinierende Zentrale, vielfach auch als RCC= Rescue Coordination Centre bezeichnet.
  92. Rettungsring = im Wasser tragfähiger Ring mit Haltetauen, zur Rettung Ertrinkender; auch Rettungsboje
  93. Rettungsweste, Schwimmweste = Rettungsgerät für die Schiffsbesatzung und Passagiere, sie wird bei einer Bootsfahrt zur Sicherheit angelegt oder bei einem Seenotfall auf einem Schiff
  94. Reuse = 1. Korb zum Fischfang, 2. trichterförmiges, nach hinten sich verengendes Fischfanggerät (aus Netzwerk)
  95. Revier = das Fahrgebiet von Schiffen, z.B. Revier-Überwachung durch Radar (Jade, Weser, Elbe und Deutsche Bucht)
  96. Revierlotse = ein Lotse, der nur auf einem ganz bestimmten Revier Dienst tut, z.B. auf dem Nord-Ostsee-Kanal oder im Hamburger Hafen
  97. Rhee, Ree = Kommando ( Ruder an Lee), siehe Ree
  98. Rhein, der = ist eine der am stärksten befahrenen und bedeutendsten Wasserstraßen Europas. Von der Quelle bis zur Mündung hat er eine Gesamtlänge von ungefähr 1.235 km, 883 davon sind schiffbar. Er fliest durch die Länder: Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Frankreich und die Niederlande. Er entspringt aus den Vorder-Rhein (vom St. Gotthard) und den Hinter-Rhein, fließt durch den Bodensee, mündet bei Hoek van Holland in die Nordsee. ab Basel ist er schiffbar.; verkehrsreichster Strom Europas; Bundeswasserstraße.
  99. Rhein-Herne-Kanal =  45,60 km lange Verbindung des Dortmund-Ems-Kanals (Datteln) mit dem Rhein (Ruhrort) mit heute 5 Schleusen. Nachdem 1899 mit dem Dortmund-Ems-Kanal das Fundament für die West-Ost-Transversalen nach dem reichsdeutschen Kanalplan gelegt worden war, begannen 1905 die Vorbereitungen für den Bau des Rhein-Herne-Kanals, der einerseits die Lücke zwischen Rhein und Ems schließen, andererseits der Ausfuhr von Ruhrkohle dienen sollte. Die Bauzeit (5. April 1906 - 14. Juli 1914) betrug 8 Jahre. 1916 wurde er mit 7 Schleusen vollendet; Bundeswasserstraße.
  100. Rhône, Rhone = Die Rhône ist mit 812 km (522 km in Frankreich) einer der größten Flüsse in Frankreich. Sie entspringt in der Schweiz am Rhonegletscher auf einer Höhe von 1753 Metern. Nach dem Durchfluss des Genfer Sees beruhigt sich ihr Lauf und sie fließt gemäßigt nach Frankreich ein und mündet unter Bildung eines Deltas bei Marseille in das Mittelmeer. Bedeutende Nebenflüsse sind: Arve, Ain, Saône, Isère, Ardèche, Durance und Gard.
  101. RIB = Rigid Inflatable Boat = siehe unter Festrumpfschlauchboot
  102. Richtfeuer = Leitsignal für Schiffe; Seezeichen aus 2 hintereinander stehenden Leuchtfeuern ( Unterfeuer, Oberfeuer), deren Verbindungslinie die Mitte des Fahrwassers bezeichnet. Das Unterfeuer ist tiefer angebracht als das Oberfeuer
  103. Riede = kleiner Bach oder Wattrinne, Wattpriel
  104. Riemen = längeres Rundholz mit Ruderblatt, mit beiden Händen bewegtes Ruder; sich in die Riemen legen
  105. Riff = bis dicht unter den  Meeresspiegel aufragender Fels (Felsenklippe), Untiefe im Meer, an Flachküsten als Sandriff; innerhalb der Tropen und Subtropen als Bauten riffbildender Meeresorganismen, besonders von Korallen
  106. Rigg, Riggung = Masten und die gesamte Takelung eines Schiffes; moderner Begriff für Takelage (Takelung). Entsprechend wird eine Yacht geriggt oder aufgeriggt.
  107. riggen = auftakeln
  108. Rigger = Takler
  109. Río de la Plata, (spanisch für Silberfluss) = wird der gemeinsame 290 km lange und bis zu 220 km breite Mündungstrichter der großen südamerikanischen Ströme "Paraná" und "Uruguay" bezeichnet.
  110. R.M.S. = Royal Mail Steamer;  RMS  Titanic (königlicher Postdampfer)
  111. RMSI = Regional Maritime Security Initiative (Regional Maritime Sicherheitsinitiative) - Die USA schlägt Anfang 2004 gegen die Piraterie in der Malakka-Straße folgendes vor: Zum Schutz der Malakka-Straße sollten im Rahmen der sogenannten Regional Maritime Security Initiative (RMSI) nachrichten-dienstliche Erkenntnisse mit den Anrainerstaaten ( Singaur, Malaysia und Indonesien ) ausgetauscht und gemeinsame Patrouillen durchgeführt werden. ( Bis jetzt, Anfang 2005, wurde keine Einigkeit erzielt.
  112. RNLI = Royal National Lifeboat Institution = Königliche Britische Seenotrettungsgesellschaft
  113. RNoN = Royal Norwegian Navy, Königliche Norwegische Marine (KNM)
  114. Robbennordsteert = ist ein Leitdamm in der Außenweser und liegt an der Westseite der Sandbank "Robbenplate" mit einem 16 Meter hohen Leuchtfeuer.
  115. Robeson-Kanal = ist der nördlichste Teil der Naresstraße zwischen der kanadischen Ellesmere-Insel und Nordwest-Grönland. An seiner engsten Stelle beträgt die Entfernung zwischen den beiden Inseln 29 km, im Norden weitet sich die Meeresenge auf bis zu 80 km. Er verbindet den Kennedy-Kanal mit der, zum Arktischen Ozean gehörenden Lincolnsee. Während kurzer Perioden im Sommer ist der Kanal nicht vollständig zugefroren und damit schiffbar. Entdeckt wurde er 1871 von Isaac Israel Hayes.
  116. Robinson-Crusoe-Insel, Isla Más a Tierra = Die Insel gehört zu den "Juan-Fernández-Inseln" eine zu Chile gehörende Inselgruppe im südlichen Pazifischen Ozean. Die Inseln liegen etwa 670 km westlich des chilenischen Festlandes. Am 22. November 1574 wurde die Insel von dem spanischen Seefahrer Juan Fernández entdeckt. Von 1704 bis 1709 lebte der schottische Seemann Alexander Selkirk, allein auf der "Isla Más a Tierra", nachdem er sich mit seinem Kapitän zerstritten hatte und sich an Land absetzen ließ. Der Schriftsteller Daniel Defoe benutzte seine Geschichte als Basis für seinen Roman "Robinson Crusoe". Das Eiland "Isla Más a Tierra" wurde 1966 zu "Isla Robinson Crusoe" umbenannt.
  117. ROC = Restricted Operators's Certificate  = Beschränkt Gültiges Betriebszeugnis für Funker mit Gültigkeitsvermerk gemäß STCW-Übereinkommen. Seit 1. 1. 2003 kann das ROC nicht mehr erworben werden; sein Geltungsumfang wird nun abgedeckt durch das SRC für den Seebereich und das UBI für den Binnenbereich. -
    Funkzeugnis für den Seefunkdienst. (Alt = Beschränkt Gültiges Betriebszeugnis für Funker I (BZ I) )
  118. Röhring, Röring =  ein Ring am Schaft des Ankers , zur Befestigung der Ankerkette mit einem Ankerschäkel
  119. rojen =  pullen, rudern
  120. Rolle =  Kreisscheibe, die sich um eine in der Mitte befindliche Achse dreht, mit einer Rille am Rande; z. B. zum Umlenken von Seilen
  121. rollen = Schlingern, Schaukeln, Drehbewegung (Rollen) eines Schiffes um die Längsachse und Querachse
  122. Rollenschwoof = Übung für den Ernstfall nach dem Rollenplan, Sicherheitsrolle
  123. Roller = die brandenden Dünungswellen vor St. Helna, Süd-Trinidad und Ascension.
  124. Rollmops = eingelegter, gewürzter, zusammengerollter halber Hering
  125. Roof = Deckshaus; siehe Aufbauten
  126. Roojen = rudern, pullen
  127. RoPax = Roll-On-Roll-Off-Passenger-ship/ferry. RoPax steht als Kurzform für Roll On/Roll Off für Fracht sowie gleichzeitig für Passagiere. Zum Beispiel: Bei RoPax-Fähren, auch Kombicarrier genannt, handelt es sich um ein RoRo-Schiff mit Passagierkabinen. Sie sind eine Art Kombifähren, mit der Möglichkeit sowohl Fracht als auch Passagiere aufzunehmen.
  128. Roring = Ring, besonders am Ankerschaft zum Befestingen der Kette oder Leine.
  129. Roringstek, Röringstek = der Steg, mit dem z.B. die Ankertrosse an den Anker gesteckt wird
  130. RORC = Royal Ocean Racing Club
  131. RoRo-Schiffe = Roll on - Roll off - Schiff, Frachtschiff mit Heck-, Bug- und / oder Seitenpforten, deren Verschlüsse als Rampe ausgebildet sind, über die die rollenden Ladungseinheiten (Lkws, Container, Trailer und Stückgut auf Großpaletten) an und von Bord gelangen.
  132. Ross, John = brit. Konteradmiral und Polarforscher 1777-1856. Ross beteiligte sich an der Erforschung der Nordost-Passage im Kanadischen Archipel, wobei 1831 in der Nähe der Halbinsel Bothia Felix der magnetische Nordpol entdeckt wurde.
  133. Ross, James Clarke = brit. Kontersdmiral und Polarforscher 1800-1862, Neffe von John Ross. Entdeckte 1841 den Vulkan Erebus in der Antarktis. Nach ihm benannt wurde das Rossmeer und die Ross-Barriere.
  134. Roßbreiten = windstille Streifen nördlich der Nordpassat- und südlich der Südpassatregion. Sie gehören zu den subtropischen Kalmengürteln..
  135. rote Flut = Brandungsleuchten an der Nordseeküste. Dieses Phänomen , was nachts im Sommer sichtbar werden kann, wird von unzähligen Algen erzeugt. Die Alge "Noctiluca Scintillans" erzeugt das Leuchten aufgrund von mechanischen Reizen, beispielsweise durch die Brandung oder Berührung. Auch um fahrende Schiffe schimmert das Wasser rot-orange.
  136. Roter Faden = im Tauwerk der britischen Kriegsmarine eingearbeiterer roter Faden, durch den Diebstahl vermieden werden sollte. Heute dienen farbige Fäden (Garne) zur Kennzeichnung der Tragfähigkeit des Tauwerks.
  137. Rotorenschiff = Erfindung des Ingenieurs Anton Flettner, 1885-1961. Flettner nutzte den natürlichen Wind in Kombination mit, bei der Buckau 15,6 Meter s.u., hohen rotierenden Zylindern als Antriebsmittel für Schiffe, den so genannten Flettner-Rotor. Der Flettner-Rotor ist ein alternativer aerodynamischer Antrieb in Form eines der Windströmung ausgesetzten, rotierenden Zylinders, der, den Magnus-Effekt ausnutzt. In Deutschland wurden zwei Rotorenschiffe gebaut. Buckau mit 2 Rotoren und Babara mit 3 Rotoren. Für die praktische Schiffahrt erwiesen sich die masthohen Zylinder als Antriebsmittel ungeeignet. Neuerdings soll dieses Antriebskonzept wieder in Einsatz kommen. 2006 ist bei der Kieler Lindenau-Werft der Bau eines 130 m langes Frachtschiffes in Auftrag gegeben worden, der neben einen dieselelektrischen Hauptantrieb auch über vier Flettner-Rotoren verfügen soll. Die geplante Indienststellung ist September 2008.
  138. Rott = Fäulnis und Gammeln durch Feuchtigkeit.
  139. Rotte = (Marine) "Einheit" von zwei Seefahrzeugen gleichen Typs, die gemeinsam operieren.
  140. Rottenführer = (Marine) älterer Kommandant von zwei Fahrzeugen einer Rotte; mit der gemeinsamen Führung beauftragt.
  141. Rottenmann, Rottenknecht = (Marine) der jüngere von zwei Kommandanten einer Rotte taktisch dem Rottenführer unterstellt.
  142. Route = vorgeschriebener oder geplanter Reiseweg, Seeweg, Kurs, Schiffsroute, z.B. von Kreuzfahrtschiffen
  143. Routine = Zeiteinteilung, Dienstplan
  144. ROV = Remotely Operated Vehicle ( ferngesteuertes Fahrzeug ) ist ein kabelgeführtes Unterwasserfahrzeug (Tauchroboter)
  145. Royal, Roil, Reuel = Rahsegel oberhalb der Bram. Auf vielen Segelschiffen das oberste Segel; Oberbramsegel
  146. Royalsegel = Rahsegel, viertes von unten. Je nach Mast, der es trägt, Vorroyal (Fockmast), Großroyal (Großmast), Kreuzroyal (Kreuzmast). Sind Mars- und Bramsegel geteilt, so ist das Royalsegel fünftes bzw. sechstes Segel von unten
  147. Royalstenge = der obere Teil der Bramstenge , an der das Royal gefahren wird ( 6. Segel von unten)
  148. R.P.D. =Abkürzung für Reichspostdampfer, wird dem eigentlichen Schiffsnamen in der Regel vorangestellt
  149. RSPB = Royal Society for the Protection of Birds = Königliche Gesellschaft zum Schutz der Vögel; der weltweit größte nationale Naturschutzverband.
  150. Rua chalom = einmastiges Küstenschiff in Hinterindien, mit zwei seitlich angebrachten Rudern
  151. Ruder = Steuerorgan eines Schiffes oder Bootes; Riemen, Remen, Pullstengel (scherzh.), Paddel
  152. Ruderanlage = Gesamtheit der zum Steuern eines Schiffes benötigten Anlagen, bes. die Einrichtung zum Bewegen des Ruders durch Drehen des Ruderschafts. Müssen große Ruderkräfte bewältigt werden, benötigt man eine Rudermaschine. Aus Sicherheitsgründen müssen alle Schiffe eine Not-Runderanlage haben, meist eine zweite Rudermaschine oder die Möglichkeit zur Bewegung des Ruders von Hand.
  153. Ruderdingi = ein Dingi, das mit Riemen und Dollen zum Pullen eingerichtet ist.
  154. Rudergänger, Rudergast = Matrose, der nach Anweisung das Ruder bedient
  155. Ruderhacke = Absatz unten am Hinter- oder Rudersteven, der das Spurlager für den Ruderschaft oder das Ruder selbst trägt.
  156. Ruderlage = Winkel des Ruderblattes zur Längsachse des Schiffes. Die Größe der Ruderlage ist mitbestimmend für den Durchmesser des Drehkreises
  157. Ruderlagenanzeiger = Elektrische oder mechanische Vorrichtung, die auf Schiffen in bestimmten Räumen ( z.B. Brücke, Operationszentrale) die tatsächliche Ruderlage anzeigt.
  158. Rudermaschine = Antriebsmaschine zur Bewegung des Ruders. Auf modernen Schiffen meist E-Motor; es gibt aber auch dampfgetriebene Rudermaschinen.
  159. Ruderpinne =  mit dem Ruderkopf verbundener einarmiger Hebel zur Betätigung des Ruders
  160. Ruderrad = Rad mit Spaken, mit dem das Ruder bewegt wird; auch Steuerrad
  161. Ruder legen = das Ruder so einstellen, daß das Schiff einen bestimmten Kurs nimmt
  162. Rufer = alte Bezeichnung für Sprachrohr oder Flüstertüte
  163. Rufzeichen, Unterscheidungssignal = internationaler Funkname eines Schiffes und besteht aus 4 Buchstaben
  164. Ruhr, die = ist ein etwa 217 km langer, rechter Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Die Ruhr entspringt im Rothaargebirge im Hochsauerland am Nordhang des Ruhrkopfs (696 m ü. NN). Ihre Quelle befindet sich in rund 674 m Höhe etwa 1,5 km nordwestlich von Winterberg-Elkeringhausen und mündet bei Duisburg-Ruhrort in den Rhein; Bundeswasserstraße.
  165. Rumpf = Schiff ohne Aufbauten
  166. rund achtern = Kommando beim Halsen zum Schiften des Segels.
  167. rundbrassen = beim Wenden mit Rahschiffen das Herumnehmen der Segel auf die neue Seite
  168. Rundhölzer = alle Masten, Rahen, Stegen und Bäume des Schiffes, die früher aus Holz waren.
  169. Rundsel = halbrunder Einschnitt im Dollbord eines Kutters zum Einlegen der Riemen
  170. Rundsichtradar = Radargerät, welches sich voll um seine Senkrechtachse dreht und nach dem Funkmeßverfaahren den Luftraum nach Objekten absucht. Derartige Geräte werden zur Flugsicherung, im Frühwarndienst und in der Schiffahrt eingesetzt.
  171. Rundspanter = Boote, deren Rümpfe einen runden Querschnitt haben. Er kann sehr schmal oder auch extrem breit sein. Gegensatz: Knickspanter
  172. Rundtörn = beim Belegen eines Tauendes oder beim Knoten das Herstellen eines Auges ( eines Kreises), das über den Poller usw. gelegt wird, bzw. das für den Knoten benötigt wird. Als Grundlage für einen Knoten
  173. Rungholt = versunkener Küstenort an der schleswig-holsteinischen Westküste, der in der Nacht vom 11.-12. Oktober 1634 bei der Überschwemmung der Insel Nordstrand im Meer versank.
  174. Runner = Lastseil einer Winde; auch Windenläufer, Tau einer Talje
  175. Rüsteisen = Beschlag am Rumpf, an den die Wanten und Pardunen befestigt werden und der die auftretenden Kräfte gleichmäßig auf die Bordwand überträgt; auch Pütting.
  176. Rute = 1. die lange Rah des Lateinsegels, die bis weit vor den Mast reicht, 2. altes Längenmaß von unterschiedlichen Größen (1 oldenburger Rute zu 10 oldenbg. Fuß = 2,959m; 1 hannoversche Rute zu 16 Fuß = 4,671m)
  177. Rutscher = Gleitschuh am Vorliek eines Segels, der in der Gleitschiene an der Rückseite des Mastes läuft; auch Schlitten.
  178. R/V, RV = Research Vessel = Forschungsschiff (FS)
  179. Rybinsker Stausee, Rybinsker Meer = ist ein Stausee an der Wolga in Russland, der aufgrund seiner enormen Größe (Fläche 4.580 km²; Stauvolumen 25,4 Mrd. m³), ist nach dem Samaraer Stausee - der zweitgrößte Stausee in Europa. Er ist Teil des Wolga-Ostsee-Wasserwegs, der die Wolga mit der Ostsee verbindet, so dass die Schiffe nicht nur vom Kaspischen Meer zu Ostsee gelangen können, denn vom Stausse zweigt in Richtung Norden der Wolga-Ostsee-Kanal ab. Neben der Wolga, die im Süden in den Stausee einmündet und ihn im Südosten wieder verlässt, münden die Mologa im Nordwesten sowie die Suda und die Scheksna im Norden bei Tscherepowez in den See. Der Rybinsker Stausee ist ein Teil der so genannten Wolga-Kama-Kaskade.
  180. RZ = Registerzahl ( Schiffsvermessung ). In Deutschland: GT und NT

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update: 14.01.2009 (wird bei Bedarf erweitert) - die Angaben sind ohne Gewähr -