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Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: P
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  1. P = 1. Papa, internationales Buchstabensignal, blau mit weißem Rechteck. Bedeutung im Hafen: Alle Mann an Bord, da Fahrzeug auslaufen will. Bedeutung auf See von Fischereifahrzeugen benutzt : Meine Netze sind an einem Hindernis festgekommen. 2. Beim Rennsegel nach Regel 4 der Wettsegelbestimmungen: Vorbereitungssignal. Bedeutung: Die durch das Ankündigungssignal angezeigte Klasse wird in genau 5 Minuten starten.
  2. Päckchen = 1. die zusammengepackten Kleidungsstücke, die zu einem Anzug, im besonderem zum Arbeitszeug des Mariners gehören, daher auch Takelpäckchen, weißes Päckchen usw. 2. Als Päckchen bezeichnet man auch eine Gruppe von gleichen oder ähnlichen Fahrzeugen, wenn sie im Hafen längsseits aneinander festgemacht werden.
  3. Packeis = Meereis in Form von Treibeisschollen verschiedenster Art und Dichte mit Ausnahme von Festeis. Das durch Übereinanderschieben von Eisschollen durch Winddrift und Strom entstehende Eis wird entsprechend der internationalen Eisnormenklatur als Preßeis bezeichnet.
  4. Paddel = frei zu führendes Ruder oder Doppelruder
  5. Paddelallee = eine von Tonnen oder Pricken begrenzte Fahrrinne
  6. Paddelboot = mit einem Paddel bewegtes Boot, z.B. Faltboot, Kanu
  7. Palaver = Besprechung, endlose Gerede
  8. Palette = Untersatz zum Stapeln für Versandgüter (Frachtgut), die dadurch leichter gehoben und bewegt werden können
  9. Palkstraße = der nörliche Teil der Meerenge zwischen Ceylon und dem indischen Festland. Engste Stelle 33 sm.
  10. Pall = Sperrklinke, die das Zurücklaufen des Spills verhindert
  11. Pallar = altindisches Flußschiff mit nur einem Mast und ein seitlich angebrachtes Ruder
  12. Pallen, Pallings = 1. die Ladung mit starken Balken abstützen 2. Stützen auf denen das Schiff  im Trockendock ruht
  13. Pallung = nennt man aufgeschichtete Bohlen oder Kanthölzer zum Zweck der Abstützung.1. Ladungssicherung für Stückgut in Laderäumen oder Containern mittels Vierkanthölzern, Luftkissen und anderen Hilfsmitteln. Die Pallung wird dabei auf Druck beansprucht. 2. Pallung ist aber auch die Bezeichnung für Stapelhölzer, auf denen ein Schiff im Dock oder auf der Helling liegt.
  14. Palnatoki = sagenhafter Seeheld der Waräger, der von der Jomsburg, Insel Wollin, aus die Ostseee beherrschte.
  15. Palstek, Pahlstek = ein seemännischer Knoten, der ein Auge bildet. Er wird benutzt, wenn ein Festmacher über einen Pfahl gelegt werden soll. Ein Knoten der sich nicht zusammenzieht.
  16. Pampero = kalter Wirbelsturm aus dem südlichen Polargebiet in der Nähe der La-Plata-Mündung (Argentinien)
  17. Panama-Kanal = Schiffahrtsverbindung zw. dem Stillen Ozean und Atlantischen Ozean; Länge: 81,6 km
  18. Panamax-Schiff = Schiff, das auf Grund seiner Größe und Gewicht den Panama-Kanal passieren darf. Maximale Abmessungen: Länge: 294,50 m, Außenbreite: 32,25 m, Tiefgang: (12,04 m Konstruktion) 13,52 m.
  19. Pantry = Anrichteraum an Bord von Schiffen, dient zur Aufbewahrung  und zum Anrichten von Speisen.
  20. Panzerkreuzer = (früher) kleines schwächer als ein Schlachtschiff gepanzertes Kriegsschiff
  21. Papenburger Fehnkanal =  als Zugang zum Papenburger Seehafen und zur Erschließung von Siedlungsgebiet entstandener Moorkanal zur Ems, mit einer Seeschleuse (152 x 26 m) für die Überführung von Schiffen der Papenburger Meyer-Werft.
  22. Paraná = ist ein 3.998 km (bzw. mit Río de la Plata 4.288 km) langer Fluss bzw. Strom in Südamerika.
  23. Pardunen = Eisendrähte, die die Masten schräg nach achtern und zur Seite abstützen
  24. Paris MOU = Paris Memorandum of Understanding on Port State Control ( Pariser Vereinbarung über die Hafenstaatkontrolle ) 1982 in Paris unterzeichnet. - In den Häfen aller Vertragsstaaten des Paris MOU werden Hafenstaatkontrollen durchgeführt: Belgien, Kanada, Kroatien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Island, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Russland, Spanien, Schweden und Vereinigtes Königreich. Für Deutschland nimmt die See-Berufsgenossenschaft (See-BG) die operativenAufgaben wahr; das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) übt die Fachaufsicht aus und hat politisch-konzeptionelle Aufgaben.
  25. Parry, William, Edward = Seefahrer, 1790 bis 1855, beteiligte sich wiederholt 1813-1819 an den britischen Forschungsreisen in der Arktis. Nach ihm wurde die Parrybucht, eine kleine Meeresbucht an der Nordküste Kanadas benannt.
  26. Part = Teil des Läufers einer Talje. Man unterscheidet: stehende Part, laufende Part und holende Part
  27. Passage = 1. Überfahrt, Reise mit dem Schiff übers Meer; 2. eine enge Durchfahrt für Schiffe, etwa ein Sund
  28. Passagewind = guter Wind für die Überfahrt
  29. Passagier = Fahrgast, Schiffsreisender z.B. auf  Kreuzfahrtschiffen
  30. Passagierliste = eine Liste wo alle Schiffsreisende namentlich aufgelistet werden
  31. Passat = gleichmäßiger tropischer Wind, wechselnd zwischen Nordost und Südost
  32. Passatsegel = Segel, die es besonders gut gestatten, die regelmäßigen Passatwinde mit ihren mittleren Windstärken zu nutzen
  33. Passer = ein spezieller, in der Navigation (19.Jh.) verwendeter Zirkel zum Messen von Distanzen.
  34. passieren = vorbeifahren
  35. Patent = frühere Bezeichnung für: Befähigungsnachweis, Befähigungszeugnis für nautische und technische Schiffsoffiziere und Kapitäne. Das Patent(UN)wesen hat aufgrund des nicht mehr erforderlichen Studiums zu einer Änderung der "Titel" geführt.
  36. Patentanker = stockloser Anker mit beweglichen Flunken ( Klappanker)
  37. Patenthalse = unfreiwilliges Halsen, verursacht durch Unaufmerksamkeit des Rudergängers oder starkes Gieren oder Rollen des Bootes. Auf Jollen kann sie leicht zum Kentern führen, auf schweren Kielyachten zu Bruch in der Takelage. Eine Sicherung gegen eine Patenthalse sind die Bullentalje und ein Bullenstander.
  38. Patentlog = ältere Fahrtmeßanlage, die aus einem an einer Leine nachgeschleppten Propeller und einem am Heck des Schiffes befestigten Zählwerk (Loguhr) besteht, auf dem die zurückgelegte Distanz abgelesen werden kann.
  39. Patentreff, Rollreff  = Die Segelfläche wird verkleinert, indem man das Tuch auf den Baum wickelt.
  40. Patile = indischer Lastsegler in Klinkerbauweise
  41. Patsche, Patsch = 1. über ein Leck zur Abdichtung angebrachte Bohle (Lecksicherung); 2. Aufgesetzter Flicken im Segel oder in einer Persenning
  42. Pattamar = Segelschiff in indischen Gewässern, zwei bis drei Masten
  43. Payer, Julius, Ritter von = Polarforscher. Beteiligte sich von 1869-1870 an einer Grönlandexpedition und von 1872-1874 an der Erforschung des entdeckten Kaiser-Franz-Josef-Landes.
  44. Pazifik = Pazifischer / Stiller Ozean  Nordpazifischer Ozean, Nordpazifik  Südpazifischer Ozean, Südpazifik  seine Nebenmeere: Beringmeer, Ochotskisches Meer, Japanisches Meer / Ostmeer , Ostchinesisches Meer, Australasiatisches Mittelmeer, Golf von Kalifornien; Meer, Weltmeer
  45. Peary, Robert = amerik. Polarforscher. 1856 bis 1920. Peary erreichte am 7. April 1909 als erster den Nordpol.
  46. Pearykanal = kleines Seegebiet zwischen den Inseln Ellef Ringnes, Amund Ringnes und der Axel-Heiberg-Insel im kanadischen Archipel
  47. PCC = Pure Car Carrier = reiner Autotransporter
  48. PCTC = Pure Car Truck Carrier = reiner Auto-und Nutzfahrzeugtransporter, der gleichzeitig auch andere rollende Ladung befördern kann.
  49. PEC = Pilotage Exception Certificate (Lotsenbefreiungbescheinigung)
  50. Peelsund = Seestraße im nördlichen Inselgebiet Kanadas.
  51. Peene, die = ist ein 142,5 km langer Fluss in Mecklenburg-Vorpommern. Die Peene entspringt etwa 37 km nordöstlich von Güstrow und mündet nahe der Stadt Anklam in den Peenestrom (bei der Insel Usedom). Insgesamt sind 110 km der Peene schiffbar; Bundeswasserstraße.
  52. Peerd, Pferd = Tau unter den Rahen, um die Besatzung das Arbeiten an der Rah beim Segelfestmachen zu ermöglichen; Springpeerd, Fußpeerd, Handpeerd
  53. Pegel  =  eine Vorrichtung  (Lattenpegel) zur Wasserstandsmessung,  an Brücken, Schleusen und in Häfen
  54. Pegelnull = Abk. PN; Bezugsebene eines Pegels, sie liegt z.B. an der Nordseeküste 5,00 m unter Normalnull (NN); 1927 festgelegt.
  55. Peildeck = das Deck über der Brücke, auf dem der Magnetkompaß der für jedes Schiff für den Fall vorgeschrieben ist, daß der Kreiselkompaß ausfallen sollte, in einen wetterfesten Gehäuse. Hier befinden sich auch der Peilrahmen für den Funkpeiler, die Notbatterie für die Funkstation und in einen wasserdichten Gehäuse die Notsignalmunition.
  56. peilen =  Richtung, Entfernung, Wassertiefe bestimmen
  57. Peilrahmen = ringförmige Richtantenne von Drehrahmenfunkpeilern, bei Goniometerpeilern als feststehender Doppelrahmen ausgebildet, bei dem die beiden Rahmen senkrecht aufeinander stehen.
  58. Peilung =  die Bestimmung einer Richtung bzw. eines Winkels bezüglich einer Bezugsrichtung; als Kompaß-P. auf Kompaßnord, als Seiten-P. auf die Mittelschiffslinie bezogen. Als Kreuz-P. bezeichnet man die Standortbestimmung aufgrund mehrerer Peilungen (Bestimmung des Schnittpunkts der ermittelten Peilstandlinien). Eine Funk-Peilung zu Navigationszwecken z. B. bei Schiffen wird mittels Funkempfänger und richtungsempfindliche Antenne durchgeführt.
  59. Pendelverkehr = regelmäßig zwischen zwei Häfen stattfindender Verkehr z.B. mit Schiffsfähren
  60. Pennant = Wimpel; Kommandantenwimpel
  61. Pentretere = griechisches Ruderschiff mit fünf Reihen von Ruderern
  62. Periskop = drehbares Fernrohr mit Rundblick
  63. Persenning = starkes Segeltuch als Schutz und Abdeckung von Gerätschaften, Luken, Oberlichtern und Ladung
  64. Petersen-Skala = von Kpt. Petersen eingeführte und 1939 international angenommene Skala für die Benennung der Seegangsstärken in Anlehnung an die Beaufort-Skala. Die Petersen-Skala wird heute aber durch die Angabe der Seegangsparameter nach dem SI-System ersetzt.. An Bord gemessen werden dei Wellenhöhe in Metern und die Wellenperiode in Sekunden. - Petersen-Seegang-Skala:
    0 ruhige spiegelglatte See 4 mäßig bewegte See 8 sehr hohe See
    1 ruhige gekräuselte See 5 grobe See 9 außergewöhnliche schwere See
    2 ruhige oder schwach bewegte See 6 sehr grobe See . .
    3 leicht bewegte See 7 hohe See . .
  65. Petschora, die = ist ein 1.809 km langer, zum Nordpolarmeer fließender Strom im nördlichen, europäischen Teil Russlands. Der Fluss entspringt im nördlichen Ural und mündet in die Karasee, dem Südostteil der Barentssee. Sie ist schiffbar, allerdings ist sie den größten Teil des Jahres mit einer Eisdecke versehen.
  66. Pfahlmast = Maststumpf zur Befestigung von Ladebäumen, meist außerhalb der Mittschiffslinie
  67. Pfahlmuschel = an Pfählen haftende Miesmuschel
  68. Pferdestärke, PS = die errechnete theoretische Pferdestärke, siehe PS
  69. Pfeifen und Lunten aus = Befehl zur Beendigung der Freizeit an Bord von Marineschiffen
  70. Pforte = verschließbare Öffnung in der Seitenwand eines Schiffes für Riemen, Geschütze u.a.
  71. Pfriem = eine starke gekrümmte Nähnadel, die zum Vernähen schwieriger Stücke verwendet wird
  72. Pfünder = veraltete Bezeichnung für Geschütze nach der Masse ihrer Geschosse ( z.B. 36-Pfünder: ein Geschütz dessen Geschoß 36 Pfund bzw. etwa 18 kg wiegt).
  73. Phönizier = Seeleute des Altertums aus Phönizien, Libanon, erreichten schon um 1100 v. Chr. auf ihren Westreisen, Tarsisreisen, die Küsten Englands, Albions und die Cimbrische Halbinsel, Jütland. Authentische Urkunden in den Wandskulpturen der Memphisgräber.
  74. PIANC = Abk. für Permanent International Association of Navigation Congresses
  75. picken = soviel wie haken, siehe anpicken
  76. Pico = ist mit über 100 Vulkanen und mit 448km² die zweitgrößte Insel der Azoren. Pico war die Insel der Walfänger. Die Blüte kam im 19. Jahrhundert. Nicht umsonst verbindet die Azoreaner viel nach Übersee. Die Walfänger von Pico galten als ganz besonders mutig. Nicht umsonst hat ihnen Herman Melville in seinem Roman "Moby Dick" wohl ein literarisches Denkmal gesetzt. Bis 1983 war die letzte Walfangstation in Betrieb. Hauptstadt ist Madalena.
  77. Piek = 1. vorderster und hinterster Teil des Schiffsraumes, Raum in den äußersten spitzen Enden am Bug; 2. das oberste Ende eines Gaffelsegels
  78. Pier =  Bezeichnung  für einen senkrecht zur Fahrrinne stehenden Hafendamm, dient als Anlege-, Güterumschlagplatz für Schiffe; auch Landungsbrücke
  79. Pijacke = für blaue Seemannsüberjacke
  80. Pilzanker = Anker in der Form eines Pilzes
  81. Pinasse = 1. (früher) dreimastiges Segelschiff (Pinaß); 2. Beiboot auf  Kriegsschiffen, größere Schiffe; Hafenboot, Barkasse
  82. Pink, Pinkschiff = dreimastiges Lastsegelschiff mit Lateinsegel am hintersten Mast; Segelschiffstyp mit spitzem Heck.
  83. Pinnau = ist ein Fluss im südlichen Schleswig-Holstein und ist 44,9 km lang. Die Pinnau entspringt bei Henstedt-Ulzburg und mündet in der Haseldorfer Marsch in die Elbe. Sie ist auf 19,9 km schiffbar. Die Pinnau ist eine Bundeswasserstraße im Zuständigkeits-Bereich des WSA Hamburg von der Eisenbahnbrücke in Pinneberg bis km 18,830 Mündung in die Elbe. Der Fluss Pinnau wurde früher Ütristina und später auch "Aue to Ueterst" genannt.
  84. Pinne = Hebelarm am Steuerruder; Ruderpinne
  85. Pint = ein englisches Raummaß von 0,568 Liter
  86. Pinzón, Vincente, Yanez =  spanischer Seefahrer (1460-1524 ?) entdeckte 1503 den Amazonas
  87. Pirat = Seeräuber, Freibeuter, Korsar
  88. Pirat = Jolle, Sportsegler mit Schwert, Fock- und Großsegel mit 10 m² Segelfläche . Länge: 5,00m, Breite: 1,61m, Kennzeichen Enterbeil im Großsegel. Besatzung: 2 Mann
  89. Planke, Decksplanke = starkes Brett, Bohle
  90. Plate = Bezeichnung für ein Sand im Gebiet einer Flußmündung, z.B. Robbenplate in der Wesermündung
  91. Plankton = Gesamtheit der im Wasser schwebenden tier. und pflanzl. Lebewesen (Planktonten, Plankter), die keine oder nur eine geringe Eigenbewegung haben, so daß Ortsveränderungen überwiegend durch Wasserströmungen erfolgen
  92. Plattgatt = Heck, das mit einem großen Spiegel (glatte Fläche) abschließt, der oft noch geneigt ist, häufig bei Jachten, aber auch bei modernen Schnellfrachtern zu finden;  siehe Spiegelheck
  93. Plattgatter = Bootstyp mit einer breiten glatten Spiegelplatte, über die das Ruder gefahren wird. Gegensatz: Spitzgatter
  94. Plattings = schmales Geflecht aus Fasertauwerk. Auf Segelschiffen zum Schutze der Segel oder des Tauwerks gegen "Schamfilen" verwendet
  95. platt vor dem Wind = segelt ein Schiff, wenn es dem Wind genau von achtern hat
  96. Plauer Kanal = 1743-45 gebauter, 39 km langer Verbindungskanal zwischen der mittleren Elbe bei Parey und der Havel bei Plaue; 1920 ging der Plauer Kanal im Rahmen der Weiterführung des Mittellandkanals nach Osten in den Elbe-Havel-Kanal aus, so daß von ihm nur noch der westliche Pareyer Verbindungskanal blieb.
  97. PLB = Personal Locator Beacon (121,5 MHz Baken-Sender, am Körper zu tragen)
  98. Plicht = eingetiefter Sitzraum für die Besatzung in Booten und Segeljachten ( Cockpit )
  99. Plichtanker = der größte und schwerste Stockanker auf der Back eines Segelschiffes ( auch Rüstanker)
  100. plieren = interesseloses Blicken in eine unbestimmte Richtung
  101. Plimsoll-Marke = siehe Freibordmarke
  102. P-Liner = Bezeichnung für die Segelschiffe der Hamburger Reederei Laeisz, deren Schiffe meist Namen trugen, die mit P begannen ( Pamir, Passat usw.)
  103. Plombe = Metallsiegel zum Verschließen von Behältern u. Räumen  durch den Zoll,  z.B. zollfreie Ware auf Schiffen
  104. Plumpe = Schöpfbecher mit einer Leine für das Wasserfaß
  105. Plünnen = nennt der Seemann seine Segel, aber auch sein Zeug, da heißt seine Kleidung
  106. Pneu = Luftrohr, Luftschlauch
  107. Poel = ist mit 36 km² Fläche die achtgrößte deutsche Insel, sie liegt in der südlichen Mecklenburger Bucht der Ostsee und begrenzt den Norden der Wismarer Bucht. Poel ist über einem befahrbaren Damm mit dem Festland verbunden.
  108. Pohaistraße = Meerenge an der Ostküste Chinas mit der Einfahrt nach Tientsin
  109. pönen = seemännischer Ausdruck für das Anstreichen, Malen, auch für schreiben
  110. Pol = 1. Drehpunkt, Mittelpunkt, Zielpunkt. 2. Endpunkt der Erdachse u. seine Umgebung; Nordpol, Südpol. 3. Schnittpunkt der verlängerten Erdachse mit dem Himmelsgewölbe, Himmelspol
  111. Polarkreis, Polarkreise =  die von beiden Erdpolen um 23º 30' entfernten Parallelkreise (nördl. und südl. Polarkreis bei 66º 30' nördlicher Breite bzw. südlicher Breite; Die geographische Grenzlinie der arktischen und antartischen Polarzone.
  112. Polarlicht = nächtliche Leuchterscheinung in den polaren Gebieten der Nord- (Nordlicht) und Südhalbkugel (Südlicht). Polarlicht entsteht, wenn die Atome der Ionosphäre (meist in 100 km Höhe) durch von der Sonne ausgehende Korpuskularstrahlung zum Leuchten angeregt werden.
  113. Polarnacht = der Zeitraum, in dem die Sonne länger als 24 Stunden unter dem Horizont bleibt (zutreffend für Orte zw. den Polarkreisen und den Polen)
  114. Polarstern = steht fast genau in der Verlängerung der Erdachse über den Nordpol. Wurde schon im Mittelalter zur Berechnung der geographischen Breite auf See benutzt.
  115. Polarwasser = Wasserart der polaren Regionen mit geringem Salzgehalt.
  116. Polder = Koog, dem Meer abgewonnenes eingedeichtes Land
  117. Polka-Bark = siehe Dreimastrahschoner
  118. Poller = Metallpfeiler mit verdicktem Kopf, Vorrichtung auf Schiffen und Kaimauern, zum Festmachen der Trossen
  119. Polski Rejestr, P R  = polnische Klassifikationsgesellschaft mit Sitz in Warschau
  120. Pomuchel = Bezeichnung für den Dorsch
  121. Ponton = meist kastenförmiger, schwimmfähiger Hohlkörper, z. B. als Anleger für Fährschiffe, als "schwimmender Pfeiler"  bei Behelfsbrücken (Pontonbrücken)
  122. Poop = hinterer Aufbau oberhalb des Hauptdecks von Schiffen; der erhöhte hintere Teil eines Schiffe
  123. Poopdeck = das Dach der hinteren Decksaufbauten.
  124. Pore = die Nordseekrabbe
  125. Port Radio = Kennzeichnung einer Küstenfunkstation des Revier- und Hafenfunkdienstes, die meistens auf UKW arbeitet, z..B. Hamburg Port Radio
  126. Portenband = weißer Farbgang unterhalb des Schanzkleides mit schwarz gemalten Kanonenpforten
  127. Portepee = ursprünglich eine Lederschlaufe am Griff des Degens, durch welche die Hand des besseren Haltens der Waffe wegen gesteckt wurde und an der die Waffe auch frei am Handgelenk hängen konnte; wurde somit ein besonderes Abzeichen der Degenträger, also der Offiziere und der Feldwebel oder Wachtmeister. Die beiden Letzteren wurden deshalb Portepee-Unteroffiziere genannt. In der Bundeswehr werden blanke Seitenwaffen nicht nehr getragen; so blieb nur noch die Bezeichnung erhalten.
  128. Poseidon = griech. myth. Gott des Meeres, Sohn des Urgottes Kronos und der Bruder des Zeus. Mit seinem Dreizack beherrscht er alle Gewässer der Erde. Seine Gemahlin war Amphidrite
  129. Position = Standort eines Schiffes, wird in Längen- und Breitengrad angegeben
  130. Positions-, laterne, lampen, lichter  = geben nachts anderen Schiffen klare Auskunft über die Art und die Fahrtrichtung eines anderen Schiffes;. Backbord = rote Laterne; Steuerbord = grüne Laterne; Hecklampe, Topplaternen = weißes Licht; Segelschiffe und Motorboote haben Kombinationslichter
  131. Portalhubwagen = siehe Van-Carrier
  132. Portland Bill = ist eine schmale Landzunge von Portland Stein und liegt am südlichen Ende der Isle of Portland, die zur Grafschaft Dorset, England gehört. Dort befindet sich auch ein Leuchtturm der im Jahre 1906 errichtet wurde und seit 1996 vollständig computergesteuert ist. Die Isle of Portland ist eine 6,4 km lange und 2,4 km breite Kalkstein-Insel im Ärmelkanal und liegt nahe der Stadt Weymouth. Die Insel ist mit dem Festland über eine schmale Landbrücke verbunden, die auch als Chesil Beach bezeichnet wird.
  133. Pott = (seem.) Schiff
  134. Pottlot = eine Mischung aus Graphit und Essig zur Reinigung und Konservierung der Blöcke des laufenden Guts.
  135. P R, Polski Rejestr = polnische Klassifikationsgesellschaft mit Sitz in Warschau
  136. Prahm = flacher Lastkahn; schwimmende Arbeitsplattform, meist ohne eigenen Antrieb; Prähme
  137. prangen, pressen = Überbeanspruchung der Takelage , um ein Schiff vor dem Stranden zu bewahren
  138. Prau = langes schlankes Segelboot mit Auslegern in Melanesien und Polynesien
  139. preien = anrufen; Rufen von Schiff zu Schiff oder zum Land
  140. pressen = zuviel Segelführung im Verhältnis zur Windstärke
  141. Preventer = eine Sicherungstrosse als zweite Leine bei großer Lastenbeanspruchung einer einzelnen Trosse oder Talje.
  142. Pricke, Pricken = ein Seezeichen, eine einfache Stange  (an einem Stab befestigten Reisigbesen) markiert den Fahrwasserverlauf auf Nebengewässern; das eine Untiefe in Ufernähe oder ausliegende Fischernetze anzeigt.
  143. Pricker = dünner Marlspieker
  144. Priel = schmaler Wasserlauf im Watt, bei Hochwasser Fahrrinnen für Kutter
  145. Primage = Aufschlag auf die Frachten
  146. Prince-of-Wales-Straße = an der Nordküste Kanadas verbindet den Amundsengolf mit der MC Clure-Straße.
  147. Prinz-Edward-Inseln = ist eine unbewohnte Inselgruppe und besteht aus der Prinz-Edward-Insel und der Marion-Insel im südlichen Indischen Ozean und gehören zu Südafrika. Sie liegen ca. 1770 km südöstlich von Port Elizabeth, Südafrika. Die Marion-Insel ist 19 Kilometer lang, 12 Kilometer breit und hat eine Fläche von 290 km². Die Prinz-Edward-Insel ist rund 45 km² groß und liegt etwa 18 km von der Marion-Insel entfernt. 1995 wurden die Inseln zum Naturschutzgebiet erklärt.
  148. Prinz-Friedrich-Leopold-Kanal = 3,8 km lange, schleusenlose Verbindung zwischen dem Griebnitzsee und dem Wannsee, die zusammen mit dem Teltowkanal geplant und hergestellt wurde
  149. Prise = aufgebrachtes feindliches oder Konterbande führendes neutrales Schiff;  beschlagnahmte Ladung eines solchen Schiffes
  150. Prisenrecht =  das Recht der kriegführenden Parteien im Seekrieg, feindl. Handelsschiffe und Waren (Prise) sowie auch neutrale Schiffe und Waren z.B. bei Blockadebruch zu beschlagnahmen und in ihr Eigentum zu überführen
  151. Privateer = dasselbe wie Kaper, Freibeuter
  152. Profos = Gefängniswärter und Scharfrichter auf Kriegsschiffen des 18./19 Jh.; während des Gefechts arbeitete der Profos an den Lenzpumpen im Kielraum.
  153. Promenadendeck = Ein höher gelegenes, manchmal geschlossenes Deck, auf dem die Passagiere eines Luxusschiffes spazieren gehen können.
  154. Propeller = Antriebsschraube für Schiffe
  155. Propellerbrunnen = Ausschnitt im Kiel, Skeg oder Ruderblatt, in dem der Propeller dreht.
  156. Propulsion = durch den Propeller erzeugter Vortrieb eines Schiffes
  157. Proteus = griech. myth. Meergreis, Hüter der Robben der Amphidrite.
  158. Proviant = Verpflegung und Wasser an Bord, Vorrat an Nahrungsmitteln für eine Schiffsreise
  159. PS =  (Pferdestärke) = 735,5 W ( =0,735 kW), Umrechnungsfaktor = 1,36 (veraltete Einheit für Maschinenleistung)
  160. PSe = effektische Leistung bei Motoren; am Ende der Schraubenwelle wirkend; auch EPS
  161. PSi = indizierte Leistung bei Kolbenmaschinen; mit dem Indikator an der Maschine gemessen; auch IPS
  162. PSV = Platform supply vessel , Platform support vessel = Bohrinsel-Versorgungsschiff, Bohrinsel-Versorger
  163. PSw = Wellenleistung bei Turbinen; wie PSe an der Schraubenwelle gemessen; auch WPS
  164. PSC = 1. Port State Control = Hafenstaatkontrolle (Kontrolle von ausländischen Schiffen). Die See-Berufsgenossenschaft (SBG) ist seit 1982 für die Hafenstaatkontrolle zuständig, die die Einhaltung des International Safty Management Code (ISM-Code) überwacht. 2. PSC = Port Service Charge = THC Terminal Handling Charge = Containerumschlagsgebühr.
  165. Psychrometer = Gerät zur Messung der Luftfeuchttigkeit. In der Schiffahrt wird das Aßmannsche Asprations- psychrometer verwendet.
  166. Pulk = eine dichte Anhäufung von irgendwas, von Möwen, Menschen, Schiffen
  167. pullen = seemännisch für rudern, ein Boot mit Riemen fortbewegen
  168. Pulverflagge = Bezeichnung für die Flagge "B", die gesetzt werden muß, wenn das Schiff explosible Güter, wie Sprengstoff, Benzin u.a. an Bord hat.
  169. Pumpenmann = Besatzungsmitglied, das für die Bedienung von Pumpenanlagen auf Tankern eingesetzt wird.
  170. Punt =  auch Schauke, ein flachbodig-viereckiger hölzerner Kahn, früher in England auch als kleines Sportboot
  171. purren = wecken der Wachablösung; müde Schläfer aus ihrer Koje treiben
  172. Puster = scherzhaft für Funker, (durch neue Datenübertragungstechniken wird der Funker nicht mehr benötigt)
  173. Pünte = ein aus dem Emsgebiet stammender, jahrhundertealter Typ eines Transportschiffes für lose Fracht ( Sand, Buschwerk, Lehm, Steine, Stroh). Die etwa 20m lange und 4m breitePünte hat einen flachen Boden , fast senkrechte Bordwände, der Laderaum ist nicht gedeckt. Eine kleine Kajüte ist achtern angeordnet. Früher wurde das Schiff gestakt oder getreidelt. Die Pünter gab es auch mit einem Mast mit Rahsegel; später auch mit eingenen Antrieb und einem Kiel (Spitzpünte)
  174. Pütting, Püttingeisen = an der Außenhaut angebrachtes und bis über das obere Deck reichendes Flacheisen mit einem Auge zur Befestigung der Wanten, auch Rüsteisen
  175. Pütz, Pützen = Wassereimer aus Holz oder Blech
  176. Pützenknoten = ein dicker Zierknoten auf dem Tampen des Pützenendes

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update: 15.01.2008 (wird bei Bedarf erweitert) - die Angaben sind ohne Gewähr -