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Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: M
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  1. M = 1. Mike, internationales Buchstabensignal, blau-weiß. Bedeutung: Meine Maschine ist gestoppt, ich mache keine Fahrt durchs Wasser; 2. Beim Rennsegeln nach Regel 4 der Wettsegelbestimmungen: Runden oder passieren Sie den Gegenstand, auf dem dieses Signal gesetzt ist, anstatt der Bahnmarke, die er ersetzt.
  2. Maas = ist ein 925 km langer Fluss, der auf 409 m ü.NN in Frankreich bei Pouilly-en-Bassigny auf dem Plateau von Langres entspringt und mündet zusammen mit dem Rhein im Rhein-Maas-Delta in die Nordsee. Sie durchfließt Nordfrankreich, Belgien und den Niederlanden. Große Teile der Maas sind kanalisiert, Kanäle verbinden sie mit anderen Flüssen, davon rund 330 km Wasserstraßen für Schiffe bis 2.000 t.
  3. Maat = 1. Unteroffizier der Bundesmarine 2. seemännisch: Kamerad, Gehilfe, Mitarbeiter
  4. Madeira = ist eine portugiesische Insel etwa 1000 km südwestlich von Lissabon und 600 km westlich der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean. Die Insel Madeira ist 794 km² groß (57km x 22km). Zum Archipel gehören die Insel: Porto Santo, die Desertas und die Selvagens. Die Hauptstadt ist Funchal. Als Teil Portugals gehört Madeira zum Gebiet der Europäischen Union. Christoph Kolumbus lebte vor der Entdeckung Amerikas hier und war in Madeira verheiratet.
  5. Magellan, Fernão de = 1480-1521, portug. Seefahrer in spanischen Diensten. Magellan hatte den Plan, die ostindischen Gewässer auf Westkurs zu erreichen, was schließlich zur ersten Erdumseglung führte (1519-1521). Nach ihm benannt wurde die von ihm entdeckte Magellanstraße an der Südspitze Südamerikas, Patagoniens.
  6. Magellanstraße = Durchfahrt zwischen dem südamerikanischen Festland Patagonien und den vorgelagerten Inseln Feuerlands. Die engste Stelle 2,5 sm breit.
  7. Magnetische Nord = die ( mißweisende) Nordrichtung, die auf den magnetischen Nordpol zeigt
  8. Magnetkompaß = der gewöhnliche Kompaß, der durch Magnete in die ( magnetische) Nord-Südrichtung gestellt wird. Gegensatz: Kreiselkompaß, der sich in die geographische Nordrichtung stellt.
  9. magnetischer Kurs = ist ein mißweisender Kurs, der nach der mißweisenden Rose ausgerichtet ist. Er weicht um die Mißweisung von dem rechtweisenden Kurs ab.
  10. Magnetmine = (Marine) Mine, deren Zündung und Detonation durch Einfluß des Magnetfeldes, das jedes Schiff um sich verbreitet, herbeigeführt werden
  11. Magnetnadel = Nadel im Kompaß, die sich zum magnetischen Pol hin bewegt
  12. Mahagoni-Patent = Sporthochseeschifferexamen
  13. Mahalla = Ansammlung von vielen Schiffen
  14. Mahlsand = lockerer Sandboden, der durch seine Sättigung mit Wasser wenig Tragfähigkeit besitzt, so daß aufgelaufene Schiffe einsinken. Dieser Vorgang wird durch die am Schiff entstehendenWasserströme mit Wirbeln ( Mahlstrom) verstärkt, do daß die Schiffe oft nur mit fremder Hilfe wieder frei kommen können.
  15. MAIB = Marine Accident Investigation Branch (Untersuchungsbehörde für Seeunfälle). Sitz ist Southampton und ist eine separate Behörde des Verkehrsministeriums (Department for Transport, DfT). Die britische Untersuchungsbehörde führt Untersuchungen und Ermittlungen bei jeder Art von Seeunfällen mit oder an Bord von britischen Schiffen weltweit sowie sonstigen Schiffen in Gewässern britischen Hoheitsgebietes durch.
  16. Maidentripp = erste Reise nach Fertigstellung, Jungfernreise
  17. Maierform = Rumpfform von Seeschiffen mit weitauslaufendem Vor- und Hinterschiff mit besonders geringem Widerstand bei Seegang. Von F.Maier Anfang des 20. Jahrhundert entwickelt.
  18. Main, der = ist mit 524 km Fließstrecke der längste rechte Nebenfluss des Rheins. Der Main hat zwei kurze Quellflüsse, den Weißen und den Roten Main. Der 41 km lange Weiße Main ist der rechte bzw. nördliche Quellfluss des Mains und entspringt im Fichtelgebirge. Der 50 km lange Rote Main ist der linke bzw. südliche Quellfluss des Mains und entspringt in der Fränkischen Alb. Bei Mainz und Wiesbaden mündet er schließlich in den Rhein; Bundeswasserstraße.
  19. Main-Donau-Kanal = Rhein-Main-Donau-Kanal: Bereits 793 versuchte Karl d. Gr. Donau und Rhein zu verbinden. Im 19. Jh. ließ Kg. Ludwig I. von Bayern einen 173 km langen Kanal von Kehlheim bis Bamberg bauen ( Ludwig-Main-Donau- Kanal ), der jedoch aufgrund seiner 100 Schleusenanlagen und geringen Breite nur schlecht befahrbar war und 1945 wegen Kriegsschäden aufgelassen wurde. 1921 wurde die Rhein-Main-Donau AG gegr. und mit dem Neubau beauftragt. Mit der Eröffnung der 171 km langen Strecke von Bamberg bis Kehlheim am 25. 9. 1992 wurde eine 3500 km lange Wasserstraße zw. Nordsee und Schwarzem Meer geschaffen. Die Kanaltrasse ist 4 m tief, der Wasserspiegel 55 m breit; zur Überwind- ung der Höhenunterschiede sind 16 Schleusen notwendig. Durch den R.-M.-D.-K. haben sich die Schiffverkehrsmöglichkeiten auf der Donau wesentlich verbessert.; Bundeswasserstraße.
  20. main port = Haupthafen. Hafen, der in einem Liniendienst regelmäßig und direkt bedient wird.
  21. Makassarstraße = verbindet die Javasee mit der Celebesee
  22. Maker = 1. Kamerad; 2. Vorschlaghammer
  23. Makler = Bezeichnung für Firmen im Hafen, die für Schiff, Ladung und Besatzung als Treuhänder zwischen Reedern, Spediteuren, Behörden usw. alles Nötige erledigen.
  24. Malakkastraße, Die Straße von Malakka = ist eine Meeresstraße in Südostasien, die die Andamanensee mit dem Südchinesischen Meer und der Javasee verbindet. Sie hat eine Länge von etwa 800 km und ist meist zwischen 50 und 300 km, an ihrer engsten Stelle jedoch nur 1,5 Seemeilen breit. Die wichtigsten Häfen sind Malakka in Malaysia und Singapur. Sie ist eine am stärksten von Piraten heimgesuchte Wasserstraße; Seeweg zwischen Sumatra und der Halbinsel Malakka.
  25. Maling = Zeichnung, Aufgemaltes, für eine fertiggestellte Malerarbeit an Bord
  26. mall = 1. gedreht, umspringend, verdreht (vom Wind); 2. nordd. übertrieben. für von Sinnen, verrückt)
  27. Mall = Muster, Modell für Schiffsteile, Spantenschablone
  28. mallen = 1. nach dem Mall bearbeiten, 2. Umlaufen oder Umspringen des Windes, der Wind mallt
  29. Mallorca = ist eine Insel der spanischen Balearen im westlichen Mittelmeer. Mit einer Fläche von 3 640 Quadratkilometern (ca. 110km lang und 70km breit) ist Mallorca die größte Insel der Balearen. Hauptort und Haupthafen ist Palma de Mallorca.
  30. Mallung = Hinundherspringen des Windes
  31. Malta = Die Republik Malta ist ein südeuropäischer Inselstaat im zentralen Mittelmeer etwa 90 km südlich von Sizilien. Der maltesische Archipel verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta (etwa 246 km²), Gozo (etwa 67 km²) und Comino (Kemmuna, etwa 3 km²) sowie auf die unbewohnten Inseln Cominotto (Kemmunett), Filfla (Filfola) und St. Pauls Island. Hauptstadt ist Valletta. Malta wurde am 21. September 1964 von Großbritannien unabhängig. Seit dem 1. Mai 2004 ist Malta Mitglied der Europäischen Union.
  32. Malwinen = ist der spanische Name der von Großbritannien verwalteten Falklandinseln. Sie ist eine Inselgruppe im südlichen Atlantik und gehören geographisch zu Südamerika.
  33. Manchester Schiffahrts-Kanal = verbindet den River Mersey mit Manchester. Die Gesamtlänge von Eastham an der Mündung der Mersey bis Manchester beträgt 36 sm.. Der Kanal hat mehrere Schleusen.
  34. Manilatauwerk = aus Fasern der Blattscheide der Faserbanane hergestelltes Tauwerk. Die Fasern sind lang, leicht und widerstandsfähig.
  35. mannen = von Mann zu Mann weiterreichen
  36. Mannloch = Öffnung zum Einsteigen in Kessel oder Tanks
  37. Mannschaft = Gruppe von Männern und Frauen, die die Besatzung eines Schiffes bilden, ohne die technischen und nautischen Offiziere, Schiffsarzt, Hotelchef und Zahlmeister
  38. Manntau = Tauwerk, das in regelmäßigen Abständen mit Knoten versehen ist, wird über Bord gehängt, um daran an oder von Bord zu klettern.
  39. Mann-über-Bord-Boje = eine von der DGzRS entwickelte Boje die außenbords geworfen wird, wenn eine Person über Bord gefallen ist. Die Boje hat das gleiche Driftverhalten wie ein menschlicher Körper. Wenn die Boje aufschwimmt, wird ein hellstrahlendes Blitzlicht ausgelöst und so die Unfallstelle markiert. Die Boje wird auch als "Totmann" bezeichnet.
  40. Mann-über-Bord-Rolle = Sicherheitsmanöver, das durchgeführt wird, wenn eine Person über Bord gefallen ist. Er ist immer mit dem Klarmachen eines Rettungsbootes gekoppelt, das notfalls am Unfallort zur Aufnahme des Verunglückten ausgesetzt wird. Das Schiff wird durch ein Mann-über-Bord-Manöver an den Unfallort zurückgeführt.
  41. Manöver = 1. Flottenübung, 2. Drehung, Schwenkung eines Schiffes aus eigener Kraft
  42. manövrieren = ein Manöver durchführen, ein Schiff geschickt steuern
  43. Manschettenschiffer = Spottname für einen Schiffer, der sich durch eine unangemessene Kleidung (z.B. weiße Kapitänsmütze) auszeichnet, die sich nicht für die Arbeit an Deck oder in schmutziger Umgebung eignet.
  44. Marconigramm = Telegramme, die per Funk übermittelt wurden, bezeichnete man nach deren Erfinder Marconi. (früher)
  45. Maria Rickmers = bekannte Fünfmastbark der Reederei R.C. Rickmers, Bremerhaven. Sie segelte von Bremerhaven (im März 1892) nach Barry, Wales, weiter nach Singapur, von dort nach Saigon, um eine Ladung von 57.000 Säcken Reis für die eigenen Reismühlen einzunehmen.Auf der Heimreise nach Bremerhaven von Saigon (14. Juli 1892) ging sie im Indischen Ozean verloren, nachdem sie die Sundastraße passiert hatte (letztes Signal nach Anjer Point am 24. Juli 1892). Man hörte nie wieder von ihr. Das Schiff war das größte Segelschiff ihrer Zeit.
  46. Marina = Yacht-, Motorboothafen mit spezielle Einrichtungen  wie: Energieanschlüsse, Bunkerung Wasser und Treibstoff,  Aufsicht, nahegelegene Reparaturmöglichkeiten usw.
  47. Marine = 1. Seewesen eines Staates; Handelsmarine, Flottenwesen. 2. Kriegsmarine, Kriegsflotte, Flotte. 3. bildliche Darstellung des Meeres, der Küste, des Hafens
  48. Marine-Ehrenmal = in Laboe in Form eines Stevens der Wikingerschiffe. Ehrenmal für die in den Weltkriegen gefallenen Marinesoldaten. Errichtet 1936
  49. Marineklapphose = in  dunkelblauer Farbe; gehört zum traditionellen Segelpäckchen.  Sie ist warm , strapazierfähig und ist mit einer an beiden Seiten vorne aufknöpfbaren Klappe versehen.
  50. Marineleim = Lösung von Kautschuk und Asphalt in Teeröl; wasserdichter Kitt, dient in der Schiffahrt zum Ausfüllen von Fugen bei Holzplanken
  51. Mariner = Matrose, Marinesoldat
  52. Marinesoldat = ist die allgemeine Bezeichnung für einen Angehörigen der Seestreitkräfte (Marine). Dazu gehören: Sämtliche Besatzungen und Offiziere von Kampf- und Versorgungsschiffen, Flugzeugen und Hubschraubern der Marine sowie U-Boote, Soldaten in Bereichen von Werften, Stützpunkten oder Häfen. Besondere Einheiten der Marine wie z. B. Minentaucher oder Kampfschwimmer.
  53. maritim = 1. das Meer betreffend, 2. das Seewesen betreffend, gehörig
  54. maritimes Klima = Seeklima
  55. Marlleine = dünnes geteertes Tauwerk aus 2 Garnen mit einem Umfang von 0,75 cm
  56. Marlspieker, Marlpfriem =  Dorn, Stahlpfriem gebraucht der Segelmacher zum Aufweiten der Kabeldrehung beim Durchstecken des Spleisses,  zum Spleißen von Hanf und Drahttauen
  57. Marmarameer = ist ein Binnenmeer zwischen Europa und Asien. Das Meer ist durch die Dardanellen mit dem Ägäischen Meer (Teil des Mittelmeeres) verbunden, sowie durch den Bosporus (Straße von Istanbul) mit dem Schwarzen Meer. Das Marmarameer bedeckt eine Fläche von 11474 km². Die maximale Wassertiefe beträgt 1370 m.
  58. MarpolMarine Pollution, Internationales Übereinkommen zur Verhinderung der Meeresverschmutzung durch Schiffe
  59. Mars = Plattform am Topp des Untermastes zum Befestigen der Marsstenge; Ausguck am Mast, Mastkorb
  60. Marschfahrt = bei der Marine die ökonomische Geschwindigkeit mit der ein Schiff läuft. Das heißt diejenige Geschwindigkeit bei der das Schiff mit einer gegebenen Brennstoffmenge am weitesten kommt. Die Marschfahrt ist bei jedem Schiff verschieden, da sie sich nach der Schiffsform und nach der Maschinenanlage richtet.
  61. Marsrah = Rah, die das Marssegel hält
  62. Marssegel = an der Marsstenge befestigtes Segel
  63. Marsparduhn = starker Eisendraht, der die Marsstenge oberhalb des gesetzten Marssegel von achtern abstützt
  64. Marssaling = Entweder Mars = 1. Plattform im Mast wo die Marsstenge anfängt, oder Saling =  2. Plattform am Mast wo die Bramstenge anfängt
  65. Marsstenge = erste Verlängerung des Mastes
  66. Maschinenschott = sowohl die Trennwand als auch Tür zwischen Maschinenraum und übrigen Schiff. Sie muß aus dickem Stahl sein, um einen etwaigen Brand nach beiden seiten abzuschirmen.
  67. Maschinentelegraph = mit ihm werden die Befehle für Fahrstufen oder Maschinenmanöver in den Maschinenraum zum Manöverstand signalisiert. Jeder Befehl wird mit einem Klingel- oder Summersignal begleitet.
  68. Maschwa = einmastiger Segler in Indischen Ozean; auch als Beiboot auf großen Dauen
  69. Maskarenen = nach dem portugiesischen Seefahrer "Pedro Mascarenhas" benannte Vulkaninseln und liegt ca. 850km östlich von Madagaskar im Indischen Ozean. Zu ihnen zählt das französische Überseedépartement La Réunion, die Insel Mauritius und die zum Staat Mauritius gehörende Insel Rodrigues. Die Landfläche beträgt zusammen rund 4.500 km².
  70. Massive See = kommt am Deck, wenn Seen oder Brecher an Deck kommen. Gegensatz: Spritzwasser.
  71. Mast = senkrecht hochragendes Rundholz oder Stahlrohr; Schiffsmast, Fahnenmast
  72. Mastbacke = seitliche Verstärkung des Mastes, auf der die Saling ruht
  73. Mastfall = Neigung des Mastes nach hinten. Diese Neigung wird bei fast allen Booten durch die Länge des Vorstags bestimmt. Diese Neigung kann gemessen werden von einem freihängendem Großfall zum Lümmelbeschlag des Großbaums am Mast.
  74. Mastknecht = senkrecht im Deck, z.B. neben den Mast befestigter starker Pfosten mit Scheibgats zum Durchscheren (Durchführen) von laufenden Enden, die auf Deck entlang geholt werden
  75. Mastkorb = Korb im  Mast  für den  Beobachtungsposten, Ausguck
  76. Mastkragen = Segeltuchstreifen, der kragenähnlich um einen Mast gelegt wird, damit kein Wasser durch das Mastloch ins Schiff dringen kann
  77. Mastringe, Mastband = hölzerne Ringe, die lose um den Mast sitzen und an denen Schratsegel ( Gaffelsegel usw.) zum Setzen festgemacht werden.
  78. Mastspur = Halterung des unteren Mastendes auf dem Kiel von Holzschiffen oder Booten
  79. Masttopp = Mastspitze
  80. Maßstab = 1. Auf  Zeichnungen, Karten usw. das Größenverhältnis der dargestellten Dinge zu den Dingen selber. So bedeutet bzw. Maßstab 1:25, daß die Gegenstände selber 25 mal so groß sind als ihr Darstellung auf dem Plan, oder 1 cm auf dem Plan sind 25 cm in Wirklichkeit.; 2. Ein Lineal, das eine Maßeinteilung trägt, die einem bestimmten Maßstab entspricht.
  81. Masut = Ölverschmutzung der See. Allgemein werden mit Masut auf der Meeresoberfläche treibende Ölrückstände bezeichnet, die durch Tankerunfälle, Reinigung der Tankräume, Lenzen von Altöl aus Schiffen, durch Bohrinseln und sonstige Herkünfte ins Meer gelangen und zum Teil großflächige Ölteppiche bilden.
  82. Matjeshering = junger Hering noch ohne Rogen und Milch ( im Gegesatz zum "Vollhering")
  83. Matochkin-Straße = die nördliche Durchfahrt durch die Doppelinsel  Nowaja Semlja
  84. Matrose = 1. jemand der seemännisch ausgebildet ist, Mitglied der Schiffsbesatzung; 2. unterster Mannschaftsdienstgrad bei der Bundesmarine. Bei der Handelsschiffahrt ist 1984 die Ausbildung zum Matrosen eingestellt worden. Das Berufsbild "Matrose" gibt es nicht mehr. An seiner Stelle ist der Schiffsmechaniker getreten, mit einer integrierten Ausbildung für die Verwendung an Deck und in der Maschine.
  85. Matrosenkuchen = Schiffszwieback
  86. Matte = 1. aus Fasertauwerk hergestelltes Flechtwerk, das auf Segelschiffen zum Schutze der Segel und des laufenden Gutes gegen  schamfilen  verwendet wird; 2. meistens aus Reisstroh hergestelltes Flechtwerk, das als Garnier zum Schutze der Ladung gegen Schweißwasser und Beschmutzung verwendet wird
  87. Mauritius = ist ein Inselstaat im Südwesten des Indischen Ozeans und liegt ca. 900 km östlich von Madagaskar. Im Norden befinden sich die Seychellen und im Westen befindet sich das französische Überseedépartement La Réunion. Zu Mauritius gehören noch sehr viele kleinere Inseln wie zum Beispiel St. Brandon, Rodrigues und die Agalega-Inseln. Zusammen mit La Réunion und Rodrigues gehört Mauritius zu den Maskarenen. Fläche: 2.040 km², Hauptstadt ist Port Louis. Nach 150 Jahren britischer Herrschaft wurde Mauritius am 12. März 1968 unabhängig, blieb aber immer noch ein Bestandteil des Commonwealth. Am 12. März 1992 wurde Mauritius nach Einführung einer neuen Verfassung eine Republik.
  88. Mauritius-Orkan = tropischer Wirbelsturm im südlichen Indischen Ozean
  89. Maus = eine künstliche Verdickung von Tauen mit Kabelgarn oder Schiemannsgarn, um das Schamfilen zu vermeiden.
  90. Mayday = im internationalen Sprechfunkverkehr Kennwort für den Seenotfall; (Mayday bedeutet: Helfen Sie mir).
  91. MBC = Abkürzung für Massengut-, Bulk-, Containerschiff
  92. M.C. = Machinery Certificate , Maschinen-Klassifikationszertifikat
  93. MCA = Maritime and Coastguard Agency = Meeres- und Küstenschutzbehörde; Sitz in Southampton.
  94. Mc Clintock-Kanal = Seegebiet im nördlichen Kanada
  95. Mc Clure-Straße = verbindet das Nordpolarmeer mit dem Viscount-Melville-Sund und bildet die westliche Einfahrt der Nordwest-Passage
  96. Meer = zusammenhängende große Wasserfläche; die See, Ozean, Weltmeer, Hohe See, der große Teich (scherzhaft). Man unterscheidet: die Flachsee (bis 200m tief) und die Tiefsee (mehr als 200m tief). Mit Hochsee werden küstenferne Meeresgebiete bezeichnet. Die Nordsee, ein Randmeer des Atlantischen Ozeans, gehört zu den Flachseen. Mit "Meer" werden verschiedentlich auch Binnenseen bezeichnet ( z.B. Steinhuder Meer, Großes Meer).
    Wie heißen die sieben Weltmeere bzw. "Sieben Meere" ? Es gibt keine eindeutige Antwort. Am häufigsten wird Rudyard Kipling (engl. Schriftsteller 1865-1936) zitiert, der folgende sieben Weltmeere benennt: das Nördliche Eismeer, das Südliche Eismeer, den Nordatlantik, den Südatlantik, den Nördlichen Pazifik, den Südlichen Pazifik und den Indischen Ozean.
  97. Medemsand = ist eine kleine Insel in der Elb-Mündung an der schleswig-holsteinischen Küste gegenüber von Otterndorf (Niedersachsen), wo der Fluss Medem in die Elbe mündet. Sie hat eine Fläche von ca. 10 Hektar und wird von Tieren (z.B. Seehunde) als Ruhezone benutzt. Die Insel ist unbewohnt und liegt am Nationalpark Wattenmeer.
  98. Meerbusen = großer Einschnitt des Meeres ins Festland, Bucht, Golf
  99. Meereis = Eis, das sich bei etwa -2° unter Ausscheidung von Salz aus Meerwasser bildet
  100. Meerenge = schmale Stelle eines Meeres zwischen Festländern oder Inseln; (Sund)
  101. Meereskunde = behandelt Größe, Gestalt und Tiefe der Meere, Eigenschaften des Meereswasser, die Wellen, die Gezeiten, Meeresströmungen sowie Flora und Fauna
  102. Meeresleuchten =  nächtliches Aufleuchten der bewegten Meeroberfläche, das durch Leuchtbakterien ( Organismen )  bewirkt wird, besonders in den tropischen Gewässern
  103. Meeresspiegel = Oberfläche des Meeres, Bezugsfläche für das Normalnull über den Meeresspiegel
  104. meerwärts = auf dem Meer zu, zum Meer hin
  105. Meerweibchen = Meerjungfrau, Seejungfrau, eine schöne langhaarige mit Zauberkräften ausgestattete Frau mit Fischschwanz (Sagengestalt)
  106. Meereswellen = Schwingungen der Wasseroberfläche, hervorgerufen durch meteologische Wirkungen (Windwellen), seismische oder meteorologische Vorgänge (Fernwellen) sowie kosmische Kräfte (Tidewellen). Die Erscheinungsform einer Welle zeigt im Normalfall einen Wellenberg und ein Wellental. Der höchste Punkt des Wellenberges heißt Wellenscheitel (Wellenkamm), der tiefste des Wellentales Wellenfuß. Der senkrechte Höhenunterschied zwischen Wellenfuß und Wellenscheitel ist die Wellenhöhe. Die halbe Wellenhöhe wird Amplitude genannt. Die Entfernung von einem Wellenscheitel bis zum nächsten ist die Wellenlänge (L). Die Zeit zwischen dem Durchlaufen zweier aufeinander folgender Wellenscheitel an einem ortsfesten Punkt wird mit Wellenperiode (T) bezeichnet. Die Geschwindigkeit (v), mit der die Welle fortschreitet, errechnet sich aus der Wellenlänge und der Wellenperiode zu v = L : T. Die kosmisch oder seismisch erzeugten Wellen sind langperiodisch, die meteorologische verursachten sind dagegen in der Regel kurzperiodisch.
  107. Megaphon = trichterförmiges Sprachrohr zur Verständigung von Boot zu Boot, als Transistor-Megaphon mit Batteriebetrieb nicht nur zum Sprechen, sondern auch zur Abgabe von Schallsignalen
  108. Mehrrumpfboot = Katamaran oder Trimaran, dessen Einsatz auf küstennahe oder Binnenreviere beschränkt ist.
  109. Meile = In der Seefahrt ist sets die Seemeile gemeint, sie ist 1852 m lang.
  110. Meilenfahrt, Meilenlaufen = Fahrt eines Schiffes über eine Meßstrecke, die genau 1 Seemeile oder ein Mehrfaches davon lang ist. Meist sind Anfang und Ende der Meßstrecke durch Landmarken markiert, die auf einem bestimmten Kurs passiert werden müssen. Die Zeit wird gestoppt und so die genaue Schiffsgeschwindigkeit ermittelt.
  111. Mellum = Die unbewohnte Vogelschutzinsel Mellum ist eine ca. 750 ha große Düneninsel an der Nordspitze des Hohe-Weg-Wattrückens im Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer". Sie wurde 1921 unter Schutz gestellt und wird seit 1925 im Auftrag des Landes Niedersachsen von der Naturschutz- und Forschungsgemeinschaft Mellumrat betreut. Etwa 40 verschiedene Brutvogelarten werden jedes Jahr auf Mellum registriert. Weiter Brutvögel sind u.a. Kormoran, Löffler, Kornweihe, Rotschenkel, Schwarzkopfmöwe, Brand,- Fluß- und Küstenseeschwalbe. Um die Insel zu betreten - was grundsätzlich nur außerhalb der Brutzeit der Vögel möglich ist - bedarf es einer Ausnahmegenehmigung der Nationalparkverwaltung.
  112. Mennige = Rostschutzfarbe mit Bleioxid als Pigment
  113. Menorca = ist die zweitgrößte und östlichste Insel der Balearen im Mittelmeer. Sie hat eine Ausdehnung von ca. 716km² und ist etwa 50 km lang und in Nordsüdrichtung 16 km breit. Der Hauptort ist Mahón (Maó).
  114. Mercartor, Gerhard = eigentlich Gerhard Kremer (1512-1594) Kartograph; Erfinder der Seekarte (Mercatorkarte)
  115. Mercatorprojektion = wichtigste Form der Kartenprojektion für die Navigation, bei der Längen- und Breitenkreise als Gerade dargestellt sind; auch Merkartor.
  116. Meridian = Mittagslinie, Großkreis auf der Erdkugel in Nord-Süd-Richtung vom Nordpol zum Südpol. Die Ebene des Meridians schneidet den Erdmittelpunkt. Der Meridian, der durch einen Ort verläuft, ist ein Oetsmeridian. Im Koordinatennnnsystem der Erde wir der Meridian von Greenwich als Nullmeridian bezeichnet, von dem aus je 180 Meridiane in östlicher und westlicher Richtung gezählt werden. Der dem Nullmeridian entgegengesetzte halbe Großkreis 180°  O oder W  ist die Datumsgrenze.
  117. Meridian von Greenwich = Auch Nullmeridian bezeichnet, durch die Sternwarte Greenwich bei London verlaufender Meridian, von dem aus die Zählung bis 180° mach Ost und West erfolgt. Die andere Hälfte des gleichen Großkreises ist die Datumsgrenze.
  118. Meridianbreite = In der astronomischen Navigation eine Methode der Schiffsortbestimmung, auch Mittagsbreite genannt, weil sich beim Meridiandurchgang eines Gestirns (z.B. der Sonne durch den oberen Meridian) die geographische Breite nach einer einfachen Formel aus der gemessenen Merdianhöhe und dem Datum errechnen läßt.
  119. Meridiangrad = Ein Bogenmaß auf der Erde: Der Erdumfang geteilt durch die insgesamt 360 Meridiane oder 360°. Rechnerisch 40000 km : 360 = 111,112 km. Die Seemeile ist der 60.Tteil eines Meridians und entspricht einer Meridianminute.
  120. Meridianminute = Die Länge einer Bogenminute auf der Erde oder der 60. Teil eines Meridiangrades. rRchnerisch: 111112 m : 60 = 1852m. Die Strecke ist 1 Seemeile. Eine Meridianminute hat 60 Meridian-Sekunden.
  121. Meridiansekunde = der 60. Teil einer Meridianminute oder der Seemeile. Rechnerisch: 1852m : 60 = 30,86m. Diese Distanz findet z.B. beim Handlog Verwendung, weil sie 60 Meridiantertien entspricht. Sie wird auch Minutenstrecke einer Seemeile genannt.
  122. Meridiantertie = die Sekundenstrecke einer Seemeile oder 1852 Meter : 60 Minuten : 60 Sekunden = 0,5144 Meter, das heißt: durchläuft ein Schiff  in 1 Stunde eine Strecke von 1852 Meter, so legt es in 1 Sekunde eine Strecke von 0,5144 Metern zurück.
  123. MES = ( Marine) Mineneigenschutz, ein horizontalen Stromspulensystem rings um das Schiff zur Neutralisierung der Vertikalkomponente des Schiffsmagnetismus.
  124. Meßbrief = eines Schiffes ist das Papier, das die Vermessung bzw. das Ergebnis der Vermessung angibt. Ein Handelsschiff wird vermessen, um den Raumgehalt seines Körpers als Grundlage für die Hafengelder festzustellen ( siehe  Bruttoraumgehalt). Bei Yachten gibt der Meßbrief Auskunft über die Zugehörigkeit der Yacht zu einer Rennklasse.
  125. Meßformel = Bei der Vermessung von Yachten eine Formel, die aus den verschiedenen Faktoren, wie Länge, Segelfläche usw. einen bestimmten Rennwert errechnet.
  126. Meßmarke, Meßband = mit farbe aufgetragenes Zeichen an Mast und Spieren von Rennyachten, die vom amtlichen Vermesser des Deutschen Segler-Verbandes angebracht werden und angeben, bis wie weit die ( sich reckenden) Segel reichen dürfen.
  127. Messe = auf  Schiffen 1. Speise- und Aufenthaltsraum der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften (Offiziersmesse; Mannschaftsmesse); 2. die dazugehörige Schiffskantine.
  128. MESZ = mitteleuropäische Sommerzeit
  129. Metazentrum = Schnittpunkt von Schiffsachse und Antriebsrichtung; Schwankpunkt
  130. Meteorologie = Wetterkunde;  Wissenschaft von Klima und Wasser
  131. Mettwurst = Tauende
  132. Meuterei = Aufstand von Matrosen gegen Vorgesetzte
  133. meutern = sich gegen Vorgesetzte auflehnen, den Gehorsam verweigern
  134. MEZ = mitteleuropäische Zeit, die mittelere Ortszeit oder die Zonenzeit oder der Zeitwinkel der mittleren Sonne für den Meridian 15° Ostlänge.
  135. MFV = Motor Fishing Vessel = Motorfischerboot
  136. MGB = Motor Gun Boat; brit. Motor-Kanonenboot
  137. MGS = Motorgüterschiff
  138. MID = Maritime Identification Digit (Seefunkkennung eines Landes). Eine dreistellige Ziffernfolge am Anfang der MMSI. Deutschland hat mit Stand 03/2000 die MIDs "211" und "218", die MMSIs deutscher Seefunkstellen beginnen immer mit einer dieser MIDs. Besitzt eine MMSI führende Nullen (Sammelrufnummern bzw. Küstenfunkstellen) so wird die MID entsprechend nach rechts verschoben.
  139. Millibar = vom Barometer gemessene Druckeinheit
  140. Minch Kanal, Nord Minch = ist ein atlantischer Seekanal, Schifffahrtsstraße, Meerenge. Die Schifffahrtsstraße liegt zwischen der Äußeren Hebriden (Inselgruppe) und dem Festland von Schottland (Ostseite) . Die Breite der Meeresenge schwankt zwischen 40 und 70 Kilometer.
  141. Mine = Im Wasser oder in, auf oder über dem Erdboden verlegte Munition, die nach oder zu einer bestimmten Zeit durch Fernzündung, Annäherung, Berührung oder andere Art gezündet und zur Wirkung gebracht wird. ( Kontaktmine, Magnetmine, Geräuschmine, Druckmine) Unterscheidung nach der Art ihrer Ausbringung: Ankertaumine, Grundmine, Treibmine.
  142. minenbergen = ausgelegte Minen so entfernen, daß sie möglichst unbeschädigt aufgenommen werden können ( wichtig bei bisher unbekannten Minenarten des Gegners)
  143. minenräumen = Beseitigen oder Zerstören von ausgelegten Minen oder Minensperren
  144. Minenschiff, Minenleger = schwach bewaffnetes schnelles Kriegsschiff zum Legen von Seeminen
  145. Minensperre = durch enges Auslegen von Minen für die Seefahrt unpassierbar gemachtes Gebiet von begrenzten Ausmaß.
  146. Minensuchboot, Minensucher, Minenräumboot = kleines wendiges schwach bewaffnetes Kriegsschiff zum Suchen und Entfernen von Seeminen. Arten: Hochseeminensuchboot, Schnelles Minensuchboot; Küstenminensuchboot
  147. minensuchen = feststellen, ob und wo gegnerische Minen geworfen oder Minensperre gelegt worden sind
  148. Minentaucher = Spezialtaucher zum Entschärfen von Minen, die mit normalen Minenräumgeräten nicht beseitigt werden können.
  149. Mischfeuer = die Kennung eines Leuchtfeuers, welches aus Blitzen, Blinken und Unterbrechungen bestehen kann
  150. Mischwasser = im allgemeinen unterscheidet man in den offenen Meeren drei Wasserarten. 1. polares Wasser, 2. subtropisches Wasser, 3. Mischwasser der gemäßigten Breiten. Das tropische Wasser unterscheidet sich vom subtropischen Wasser nur geringfügig.
  151. Mißweisung = der Winkel zwischen dem magnetischen und dem geographischen Nordpol. In den Seekarten ist die örtliche Mißweisung angegeben.; Abweichung der Magnetnadel von der geographischen Nordrichtung, da sich der geographische und der magnetische Nordpol nicht decken
  152. Mist = ein leichter Nebel, der eine leichte Unsicherheit hervorbringt. Die Sicht ist schlechter als "mäßig".
  153. Mistral = kalter Fallwind im Rhône-Delta, der sich bis weit ins Mittelmeer hinein bemerkbar macht.
  154. Mitsegler = ein Segler, der in gleicher Richtung segelt, auf gleichem Kurse läuft
  155. Mitstrom = 1. Ein Meeresstrom ( auch Gezeitenstrom), der in Richtung des Schiffskurses setzt. 2. Wasserbewegung am Heck des Schiffes, die in Fahrtrichtung verläuft. Der Mitstrom wird durch die Relativbewegung zu den an den Seiten des Schiffes entlang strömenden Wassermassen besonders deutlich, auch als Nachstrom bezeichnet.
  156. Mitteldeck = auf Passagierschiffen das mittlere von drei Hauptdecks
  157. Mittellandkanal, Ems-Weser-Elbe-Kanal  =  321km lange West-Ost-Transversale zwischen Dortmund-Ems-Kanal (Bergeshövede) und Elbe (Rothensee), mit Stichkanälen nach Osnabrück, Hannover (Linden), Misburg, Hildesheim und Salzgitter mit zwei Schleusen (ohne Stichkanäle); Bundeswasserstraße.
  158. Mittelwache = von Mitternacht bis 4 Uhr
  159. Mittelwasser = Wasserstand zwischen Hoch- und  Niedrigwasser; durchschnittlicher Wasserstand
  160. Mittlere Fahrt = die Fahrt zwischen europäischen Häfen, nichteuropäischen Häfen des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres, Häfen der westafrikanischen Küste nördlich von 12° nördliche Breite sowie Häfen auf der Kap Verdischen Inseln und Kanarischen Inseln und auf Madreira, sowie diese Fahrt die Grenzen der "kleinen Fahrt" überschreitet.
  161. mittschiffs = in der Mitte des Schiffes, zur Mitte des Schiffs hin; Mitte der Längs- oder Querschiffsrichtung
  162. Mitschiffsgast = die bessere Gesellschaft an Bord, oft sind auch die mittschiffs untergebrachten Passagiere gemeint.
  163. M.L.A. = (Marine) Marinelehrabteilung
  164. MMSI = Maritime Mobile Service Identity (Rufnummer im Seefunkdienst). Eine neunstellige Ziffernfolge, quasi wie eine Telefonnummer. Die "Vorwahl"' heisst dabei MID und ist spezifisch für jedes Land. Beginnt eine MMSI mit einer 0 (Null), so handelt es sich um eine Sammelrufnummer, Küstenfunkstellen haben zwei Nullen am Anfang. Die MMSI wird in Deutschland von der RegTP, Aussenstelle Hamburg, zugewiesen. Eine Liste mit Suchmöglichkeit (quasi ein internationales Seefunk-Telefonbuch) gibts bei der ITU unter der URL  http://www.itu.int/MARS/. Der deutsche Schiffsmeldedienst (SMD)ist mit Stand 03/2000 nur unter der MMSI 002113100 (Cuxhaven Radio) erreichbar.
  165. MOB = (engl.) man over board = Mann über Bord
  166. Moker =  schwerer Hammer; siehe auch Maker
  167. Mole = vom Ufer aus ins Wasser gebauter Damm zum Schutz von Hafeneinfahrten
  168. Moliceiro = portugiesisches Segelschiff mit einem Mast
  169. Mologa = ist ein 456 km langer Nebenfluss der Wolga im europäischen bzw. nordwestlichen Teil Russlands. Sie entspringt bei Beschezk westlich von Rybinsk und mündet westlich von Tscherepowez in den Rybinsker Stausee an der Wolga. An der Mündung der Mologa in die Wolga lag vor dem Bau des Staudammes die gleichnamige Stadt Mologa.
  170. Monatskarte = meteoroloische Karte, die monatlich vom US Hydrographic Office herausgegeben wird.
  171. Mondsegel = wenig geführtes Segel auf Rahschiffen über dem Royal, auch Skysegel, Drachen
  172. Monkey's Fist =  (engl.) Affenfaust; Knoten der als Beschwerung des Endes einer Wurfleine verwendet wird.
  173. Monkeyreling = obere Abschluß des Schiffsgeländers, der Reling
  174. Monki, Munki-Jacke = der kurze blaue Überzieher des Mariners; früher auch Äffchen genannt
  175. Monky-Knoten = Affenfaust als Wurfleinenknoten
  176. Monkyreling = kurze Reling über der eigentlichen Reling
  177. Monrovia-Besteck = Brecheisen und Vorschlaghammer
  178. Monsterwellen, Riesenwellen = Dort wo Strömungs-, Schichtungs und Wellenverhältnisse unterschiedlicher Wasserkörper entsprechend zusammenspielen, türmen Wellen sich ohne Vorwarnung auf und richten schwere Verwüstungen an, wenn sie auf Hindernisse stoßen. Auch Erdbebenstöße und tektonische Bewegungen auf dem Meeresgrund können Monsterwellen auslösen, die sich bei Grundberührung in dem relativ flachen Wasser nahe der Küste zu großen Höhen aufsteilen können. Gerade im Pazifikraum werden bis zu 40 Meter hohe Riesenwellen von Vulkanausbrüchen und Seebeben ausgelöst. Wenn eine Monsterwelle über einem Schiff bricht, wird das Deck Belastungen von über 100 Tonnen pro Quadratmeter ausgesetzt. Da Hochseeschiffe für Wellen mit einer Maximalhöhe von 15 Metern und für Belastungen von höchstens 15 Tonnen pro Quadratmeter konstruiert sind, führt das Naturphänomen oft zu Katastrophen.
  179. Monsun = jahreszeitlich wechselnde Winde, vielfach mit Regen- und Trockenzeiten verbunden, in Süd- und Ostasien
  180. Monsunstrom = warmer, dem Monsun folgender Strom im Indischen Ozean; im Sommer landwärts, im Winter seewärts
  181. Morgenwache = die Wache, die in der Zeit von 04.00 bis 08.00 Uhr liegt.
  182. Mooren = eine bestimmte Art des Ankerns und Festmachens von Schiffen; auch als Muren bezeichnet.
  183. mooring = ein Schiff sicher festmachen, ohne dass es selbst ankern muss
  184. Mooringwinde = automatische Verhol- und Festmacherwinde
  185. Morsealphabet, Morsecode = nach dem nordamerikanischen Erfinder S. Morse, 1791-1872; die Kode besteht aus Punkt-Strich-Kombinationen zur Darstellung des Abc, die durch kurze und lange Stromimpulse, Lichtsignale oder Tonsignale,  übermittelt werden; Telegrafenalphabet
  186. morsen = Verfahren, mit Hilfe der Morseschrift durch Aneinanderreihen von kurzen und langen Lichtblinken Buchstaben und Zahlen darzustellen und sie zu Signalen, Befehlen oder Mitteilungen zusammenzustellen.
  187. Morsesignallampe = mit der Lampe werden optische Lichtzeichen (Lichtblitze in kurzer oder langer Form ) von einem Schiff zu einem anderen Schiff oder Land zu Schiff und umgekehrt von einem Signäler Nachrichten übermittelt.   (Lichtmorsen).
  188. Mosel, Moselle, Musel = Der Fluss fließt durch Frankreich, Luxemburg und Deutschland (Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz).Die Mosel entspringt am Col de Bussang in der Nähe von Bussang in den Vogesen auf 735 m Höhe und mündet nach 544 km am Deutschen Eck in Koblenz in den Rhein; Bundeswasserstraße.
  189. Moses = 1. jüngstes Besatzungsmitglied an Bord, Schiffsjunge; 2. Beiboot einer Jacht
  190. Moskaukanal, Moskau-Wolga-Kanal =128 km lange Verbindung der Moskwa mit der oberen Wolga; 1932-37 erbaut, beginnt der Kanal beim Wolga-Stausee Iwanowo in Dubna und endet in Chinki, dem nördlichen Hafen von Moskau. Acht Schleusenanlagen überwinden den Höhenunterschied.
  191. Moskwa, Moskau-Fluss = ist ein 502 km langer Nebenfluss der Oka im europäischen Teil Russlands. Sie fließt durch die zentralrussischen Oblaste Smolensk und Moskau. Die Moskwa ist für die Binnenschifffahrt ausgebaut. Unter anderen besteht seit 1937 eine 126 km lange Kanalverbindung nach Norden zur Wolga (Moskau-Wolga-Kanal).
  192. Moth = Jolle, Sportsegler mit Schwert, Einhandboot, internationale Konstruktionsklasse, max. Masthöhe = 6,25m, Segelfläche max. 8 m², Länge 3,35m, max. Breite 2,25m; ein Mann Besatzung
  193. Motorboot = durch ein Verbrennungsmotor  angetriebenes Boot
  194. Motorenhelfer = Heizer, die erste Stufe in der Maschinenlaufbahn; nach einjähriger Fahrzeit kann die Beförderung zum Schmierer und nach zwei weiteren Jahren zum Motorenwärter erfolgen
  195. Motorschiff = See-, Küsten- und Binnenschiffe mit Antrieb der Schrauben durch Verbrennungsmotore, heute meist Dieselmotore
  196. Möwe = (meist überwiegend weiß oder weiß-grau-schwarz gefärbter) Vogel der Küsten und Binnengewässer, man unterscheidet über 60 Arten, z.B. Eismöwe, Heringsmöwe, Lachmöwe, Polarmöwe, Raubmöwe, Silbermöwe, Zwergmöwe usw.
  197. MPC = Multipurpose-Carrier, vielseitig verwendbarer Mehrzweckfrachter, der mit oder ohne umrüstbarem Zwischendeck und Schotten neben Containern auch Stückgut (general cargo), Massengut (bulk) oder Schwergut transportieren kann.
  198. MS = Abkürzung für Motorschiff
  199. MSC = Mine Sweeper Coastal  ( Küstenminensuchboot )
  200. MSZ = Maritime Sicherheitszentrum hat am 01.01.2007 mit Sitz in Cuxhaven ihre Arbeit aufgenommen.In dem neuen Maritimen Sicherheitszentrum (früher Küwaz Nordsee / Ostsee) werden daher zukünftig alle Behörden und Einrichtungen, die Verantwortung für die maritime Sicherheit auf Nord- und Ostsee tragen, fachlich und räumlich konzentriert zusammen arbeiten. Dazu gehören das Havariekommando in Cuxhaven, Bundespolizei, Zoll, die Wasserschutzpolizeien der Länder, Schifffahrtsverwaltung (WSA) und Fischereischutz.
  201. MT, M/T = 1. Motortanker, Motortankschiff;  2. mittlere Zeit ( mean time); 3. Mittschiffs-Tieftank
  202. MTB = Motor Torpedo Boat, brit. Motor-Torpedoboot (Schnellboot)
  203. MThw = Mittleres Tidehochwasser
  204. MTS = 1. Abk. für Motorturbinenschiff. Der Motor dieser Schiffe ist eine Kombination aus Motor und Turbine.
  205. M.T.S. = Meter/Tonne/Sekunde, Einheitsmaß.
  206. Mudd, Mud = der Schlick und Schlamm, der sich in Häfen, Flußbetten usw. auf dem Grund absetzt
  207. Muddern = Bez. für eine Situation, in der ein Schiff den Grund berührt und dadurch das Wasser trübe macht.
  208. Mündungsdelta = ist eine Form eines Flussdeltas - mündet ein Fluss bzw. ein Strom in ein Meer oder Ozean. Der Nil bildet das wohl bekannteste Mündungsdelta.
  209. Müritz-Elde-Wasserstraße (MEW) = ist eine über weite Teile kanalisierte Schifffahrtsstraße. Von der Elbe bei Dömitz ist die Müritz über die 184 km lange Müritz-Elde-Wasserstraße erreichbar. Gleichzeitg gibt es über den Störkanal eine Verbindung zum Schweriner See. Insgesamt gibt es an der Müritz-Elde-Wasserstraße 17 Schleusen. Die zulässige Tauchtiefe beträgt 1,20 m. Die Kilometrierung beginnt mit km 0,0 in Dömitz und verläuft zu Berg. Bei km 56,7 zweigt der Störkanal ab, bei km 175,5 die Müritz-Havel-Wasserstraße, das Ende der Müritz-Elde-Wasserstraße ist bei km 183,8 in der Ortschaft Buchholz (bei Röbel) am Müritzarm festgelegt; Bundeswasserstraße.
  210. Müritz-Havel-Wasserstraße (MHW) = ist eine Bundeswasserstraße, die über eine Länge von 30,80 km die obere Havel mit der Müritz verbindet. Sie beginnt nahe dem Ort Priepert und endet am Binnenmüritz. Die Müritz-Havel-Wasserstraße führt durch den Großen und Kleine Pälitzsee, den Canower See, Labussee, Vilzsee, Zethnersee, Schwarzer See, Mössensee und Zootzensee. Insgesamt gibt es vier Schleusen.
  211. Mug, Mugge, Muck = Trinkbecher, oft auch aus Blech
  212. mulschen = schlafen
  213. Mumme = Seezeichen in Form einer in den Grund gesteckten Stange
  214. Munkie = wollenen blauen Überzieher der Seeleute
  215. Muring, Mooring = Festmachemöglichkeit im freien Wasser. meistens eine sicher verankerte Boje.
  216. Muringschekel = ein beim Vermurren gebräuchlicher Wirbelschekel, an welchem vor der Ankerklüse die beiden Ankerketten befestigt werden.
  217. MUS = Marineunteroffiziersschule
  218. Muschelbank = große Ansammlung festsitzender lebender Muscheln
  219. Muschkeule = Holzhammer, der bei Takelarbeiten zum Glätten und zum Treiben des Marlspiekers benutzt wird.
  220. Musikdampfer = Fahrgastschiff; Passagierschiff ( weil sie als einzige Schiffe Musik-Kapellen an Bord hatten )
  221. Musing = Sicherung eines offenen Hakens gegen Herausrutschen eines angehängten Auges, Stropps usw., sowie eines Schäkels gegen selbsttätiges Herausdrehen des Bolzens aus einem Draht
  222. mustern  =  ansehen, auf seine Tauglichkeit untersuchen, z.b. ob jemand für die Seefahrt tauglich ist
  223. Musterrolle = Urkunde, Dokument  über angeheuertes Schiffspersonal
  224. Musterung = 1) Seeschiffahrtsrecht : die in Gegenwart des Kapitäns oder eines Bevollmächtigten des Kapitäns oder Reeders vor dem Seemannsamt stattfindende Verhandlung über die in der Musterrolle (Namensliste der Besatzung und an Bord tätigen Personen) einzutragenden Angaben. 2. ärztliche Untersuchung auf Tauglichkeit für den Dienst beim Militär (Bundesmarine, Herr oder Luftwaffe)
  225. Mutt = Tauauge, meistens um eine Kausch, am Fall, Hals oder Schothorn eines Segels
  226. Mutterkompaß, Masterkompaß = der Hauptkompaß einer Kompaßanlage mit den richtungsuchenden Elementen
  227. Mutterschiff = Schiff, das für andere kleineren Schiffen zur Versorgung, Reparatur usw. dient
  228. Mützensegler = Sportsegler
  229. Mütze voll Wind = etwas Wind
  230. M/V, MV, M.V. = Motorvessel (Motorschiff = MS)
  231. MvD = Matrose vom Dienst (Bundesmarine)
  232. MZS = Mehrzweckschiff

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update: 19.06.2009 (wird bei Bedarf erweitert) - die Angaben sind ohne Gewähr -