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Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: L
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  1. L = Lima, internationales Buchstabensignal, gelb-schwarz. Bedeutung: Bringen Sie ihr Fahrzeug sofort zum Stehen; 2. Beim Rennsegeln nach Regel 4 der Wettsegelbestimmungen: Kommen Sie in Rufweite oder Folgen Sie mir.
  2. LA, Lüa = Länge über alles - gemessen zwischen dem hintersten und vordersten festen Punkt des Schiffes (der Bugspriet ist einzubeziehen) - Die Länge über Alles gibt die Länge des Schiffes an, die zwischen den zwei Geraden vorliegt, die senkrecht zwischen den äußersten Punkten des über bzw. unter Wasser liegenden Schiffskörpers gezogen werden. Bei Schiffen mit ausladendem Vorsteven ist die Länge über Alles über der Konstruktionswasserlinie, bei Schiffen mit Ramm- steven darunter.
  3. Laberdan = in Lauge gesalzener Kabeljau
  4. Laboe = Hafen am Ostufer der Kieler Förde
  5. Labradorsee = ist ein Nebenmeer des Nordatlantischen Ozeans zwischen der kanadischen Halbinsel Labrador und Grönland. Die durchschnittliche Meerestiefe beträgt etwa 3.000 m und hat eine maximale Tiefe von 3 804 Metern.
  6. Labradorstrom = kalte Meeresströmung des Nordatlantischen Ozeans vor Labrador und Neufundland. Sein Name stammt vom Nebenmeer Labradorsee. Der Labradorstrom hat seinen eigentlichen Ursprung im Nordpolarmeer und trifft bei den Neufundlandbänken mit dem warmen Golfstrom zusammen, welchen er in Richtung Europa ablenkt. In der Strömung südwärts driftende Eisberge bilden oft eine Gefahr für die Schiffahrt. Der Labradorstrom ist mitverantwortlich für das milde Klima in Europa.
  7. Labsalbe = Mischung aus Tran und Holzteer zum Rostschutz von Eisen- und Stahltrossen
  8. labsalben = Tränken des Gutes ( mit Garn umwickelte Teile, Drähte) mit Mitteln, die Wetterfestigkeit garantieren
  9. Labskaus, Lapskaus = ursprünglich seemännisches Gericht  aus Pökelfleisch oder Fisch, Kartoffeln, Zwiebeln und sauren Gurken. Der Begriff Labskaus, der seit 1701 bekannt ist, kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie "eine Speise für derbe Männer"
  10. Ladebaum = Vorrichtung zum Heben und Versetzen von Lasten auf Frachtschiffen
  11. Ladefähigkeit = die gesamte Ladung, die das Schiff in den Laderäumen aufnehmen kann und/oder die es bis zur Ladelinie tragen kann.
  12. Ladegeschirr = Einrichtungen mit denen Güter an Bord bewegt werden (Bordkräne, Ladebäume, Winden)
  13. Ladelinie = die durch den Freibord festgelegte Wasserlinie der zulässigen mittleren Eintauchung des Schiffes. Sie darf den im Freibordzertifikat berechneten Abstand vom Vermessungsdeck nicht unterschreiten.
  14. Lademarke =  (Tieflademarke); siehe Freibord
  15. Laderaum = dient zum Stauen der Ladung
  16. Ladung = umfaßt praktisch alle Güter, flüssig, fest oder gasförmig, die ein Frachtschiff über See befördern kann.
  17. Ladungsoffizier = Nautischer Offizier, in der Regel der 1. Nautische Offizier, der die Beladung und Entladung des Schiffes sowie die Maßnahmen zur Ladungsfürsorge leitet und überwacht.
  18. Laeisz, Ferdinand = 1801-1887, Kaufmann und Reeder in Hamburg. Laeisz gründete seine Reederei mit der Brigg Carl und erwarb 1852 die Bark Pudel, nach welcher alle seine späteren Schiffe mit dem Anfangsbuchstaben P benannt und in der ganzen Welt als die " flying-P-liner " bekannt wurden.
  19. Lafette = ist ein meist fahrbares Gestell aus Holz, auf dem ein Geschütz oder Kanone montiert werden kann. Lafetten wurden später auch aus Stahl hergestellt.
    Es gibt z.B. Blocklafetten, Burgunderlafetten, Wandlafette und Pivotlafetten. Auf Kriegsschiffen und in Festungen wurden Kanonen und Karronaden im 19. Jahrhundert auf sogenannten "Pivotlafetten" montiert.
  20. Lagune = vom offenen Meer durch einen Landstreifen oder Riffe getrennter, flacher Meeresteil, Strandsee
  21. Lahn = ist ein 242 km langer, rechter bzw. östlicher Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Sie entspringt im südöstlichen Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu Hessen im südöstlichen Rothaargebirge und mündet bei Lahnstein. Der Mittel- und Unterlauf der Lahn ist schiffbar und verfügt über eine Vielzahl von Schleusen. Die großen Nebenflüsse sind Dill und Ohm.
  22. Lahnung = Buschdamm, Schlickfänger, ein buhnenartiger Damm aus Busch, der zwischen zwei Pfahlreihen fest eingepackt und mit Draht verschnürt ist. Sie haben den Zweck, in Landgewinnungsfeldern die Wasserbewegung ( Strömung, Wellen) zu beruhigen und damit die Schlickablagerung zu fördern.
  23. Lakatoi = Wasserfahrzeug in Neuguinea; drei und mehr Einbäume nebeneinander mit einer gemeinsamen Plattform aus Bambus
  24. Laken = gelegentliche Bezeichnung für das Segel
  25. Land = an Land gehen, das Schiff verlassen
  26. Lände = Stelle zum Anlegen für Boote, Flöße
  27. Landgangssteg = Gangway, der Laufsteg vom Schiff zur Kaje
  28. Landgewinnung = Förderung der Entstehung von neuen Deichvorland. Nach dem Zweck unterscheidet man  Vorland- gewinnung und Neulandgewinnung. Die Vorlandgewinnung dient dem aktiven Küstenschutz. Sie bezweckt die Schaffung oder Sicherung eines ausreichend breiten Außengodens vor dem Hauptdeich. Bei der Neulandgewinnung wird ein möglichst breiter Außengroden (500m und mehr) erstrebt mit dem Ziel, später dieses neue Land zu bedeichen, zu besiedeln und landwirtschaftlich zu nutzen.
  29. Landhai = gewissenloser Anwerber von Seeleuten
  30. Landlubber = Landratte
  31. Landmarke = vom Meer gut sichtbarer und erkennbarer Punkt, z.B. ein Kap, Leuchtturm oder Kirchturm, der für Navigationspeilungen benutzt wird
  32. Landratte = Bezeichnung der Seeleute für Nichtseemann
  33. Landseite = 1. Umschlagbereich zwischen Lagerschuppen und Hinterland; 2. Seite des Schiffs, mit der es am Kai liegt
  34. Landungsboot = dient für die Aufnahme von Soldaten, um diese an Küstenstreifen abzusetzen
  35. Land unter = volkstümliche Bezeichnung der Überflutung unbedeichter, begrüntder Vorländer, besonders des Grünlandes der Halligen.
  36. Ladungsrechner = Bordcomputer, mit dem Gesamtmasse und optimale Verteilung der festen oder flüssigen Ladung zwecks Gewährleistung von Freibord und Stabilität sowie Einhaltung der zulässigen Schiffskörperbeanspruchung ermittelt werden.
  37. Landzunge = schmale Halbinsel
  38. Länge = eines Schiffes wird zwischen den Loten (Wasserlinie, auch CWL) und " über alles" ( die größte tatsächliche Länge des Schiffes ) gemessen
  39. Länge-Breiten-Verhältnis = Teilt man die Länge eines Schiffes durch die Breite, gibt der Faktor F den Schlankheitsgrad des Schiffes an, je größer F ist, um so schlanker ist das Schiff.
  40. Längengrad = Entfernung zwei benachbarten Meridianen, die senkrecht zu den Breitenkreisen zwischen den Polen verlaufen. Da die Erde sich in 24 Stunden einmal um ihre Achse dreht, sind: 1 Stunde = 15 Längengraden; 1 Minute = 15 Bogenminuten und 1 Sekunde= 15 Bogensekunden. Am Äquator gemessen ist 1 Grad sechzig sm ( 111,111 km) oder 4 Zeitminuten.
  41. längsseits = außenbords parallel zum Kiel; Entlang der Schiffsseite
  42. längsschiffs = parallel zur Längsrichtung des Schiffes oder Wasserfahrzeugs.
  43. lange Trompete = ein Verkürzungsstek, bei dem man ein Auge legt, um die durchhängende Bucht mit ihrem oberen Teil hineinzustecken und anschließend um die untere Bucht den gleichen Kopfschlag legt.
  44. Langschiff = Kriegsfahrzeug der Wikinger
  45. Langspleiß = ist beim Tauwerk das gegenseitige Eindrehen der einzelnen Tauwerk-Stränge zur Verbindung von zwei Tauwerkenden. 2. scherzhaft: besonders lang geratenen Menschen
  46. Lanzarote = ist die nordöstlichste der sieben großen Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean. Lanzarote liegt rund 140 Kilometer westlich der marokkanischen Küste und eintausend Kilometer vom spanischen Festland entfernt. Die Insel hat eine Fläche von 845,5 km². Die Hauptstadt der Insel ist Arrecife. Lanzarote gehört zur spanischen Provinz Las Palmas und seit 1996 zur EU.
  47. La Palma = ist die nordwestlichste Insel der Kanarischen Inseln. Sie hat eine Fläche von 729 Quadratkilometer, ist 42 Kilometer lang und 28 Kilometer breit. Sie gehört zu der spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife. Hauptstadt ist Santa Cruz de La Palma auf der Ostseite. La Palma liegt etwa 60 Kilometer westlich der kanarischen Hauptinsel Teneriffa.
  48. La Pérouse-Straße, Laperuz Strait = ist eine Meerenge, die den südlichen Teil der russischen Insel Sachalin vom Norden der japanischen Insel Hokkaido trennt. Sie verbindet das Japanische Meer im Westen mit dem Ochotskischen Meer im Osten. Sie ist 94 km lang und an der engsten Stelle 43 km breit. Sie ist zwischen 20 und 40 m, an der tiefsten Stelle 118 m tief. Die Straße ist nach dem französischen Seefahrer und Geograph Jean-François de Galaup de La Pérouse benannt, der 1787 die Meerenge erforschte.
  49. lapsalben = mit einem Lappen salben, das Einölen und Einfetten des Tauwerks zum Schutze gegen die Witterungs- einflüsse.
  50. LARC = Lighter Amphibious Resupply Cargo - leichtes amphibisches Transportfahrzeug; sind bei der Deutschen Marine ausgemustert worden.
  51. laschen = das Festzurren beweglicher Gegenstände, Ladung an Bord; verstärken einer gesprungenen Spiere
  52. Lasching = festgezurrte Gegenstände z.B. durch Taue, die das Verrutschen durch Seegang verhindern
  53. Laschgang = sorgt für die Ladungsbefestigung an Bord unter Verwendung von Laschdraht und Spannschrauben
  54. LASH = Lighter Aboard Ship. Ein LASH-Schiff, auch LASH-Carrier genannt, lädt kein Stückgut oder Container. Seine Ladung ist in Schuten oder Leichtern verstaut, kleinen Wasserfahrzeugen, die der LASH-Carrier in Eigenleistung zu Wasser oder an Bord bringen kann. Dadurch werden teure Liege- und Löschzeiten in den Häfen verkürzt.
  55. LASH-Carrier = Leichter-Transportschiff, LASH-Schiff, auch Barge-Carrier; siehe auch LASH
  56. Laser-Jolle = Einmannjolle mit Steckschwert, seit 1974 Internationale Klasse, Länge 4,24m, Breite 1,37m, Gesamtmasse 65 kg, Segelfläche 7,10 m²
  57. Last = Vorrats-, Frachtraum unter dem Deck, Maßeinheit für die Schiffsfracht, auch für die Tragfähigkeit eines Schiffes. Maß für die Tragfähigkeit eines mittelalterlichen Schiffes: Die Last soll der Ladung eines vierspännigen Fuhrwerks entsprochen haben. Im wesentlichen wurden die Heringslast, die preußische Last und die hansische Last unterschieden. Die hansische Last wird auf etwa 1880 kg geschätzt. ( Faustregel zwei Tonnen ).
  58. Lateinsegel = dreieckiges Segel an schräger Rah, wurde früher besonders von Schiffen des Mittelmeeres benutzt
  59. Lateralplan = Seitenplan, die Unterwasser-Seitenform des eingetauchten Schiffes. Sie ändert sich mit der Beladung des Schiffes und bei Schlagseite. Der Lateralplan bestimmt den Widerstand des Schiffes in der Querstabilität.
  60. Lateralsystem = Das System der Seitenbezeichnung eines Fahrwassers ( Fahrwasserbezeichnung, Kardinalsystem, Betonnung, Seezeichen, Toppzeichen)
  61. Laterne = Lampe mit Gehäuse und Glaslinse als Positionslicht für die Kennzeichnung des Schiffes ( z.b. Positionslaterne, Ankerlaterne, Hecklaterne, Topplaterne).
  62. Lattenpegel = ist ein Stab mit Maßeinteilung und dient zur Wasserstandsmessung,  an Brücken, Schleusen und in Häfen
  63. Laufbrücke = Verbindung der Aufbauten über ein tiefliegendes glattes Deck
  64. laufendes Gut = Tauwerk, das zum Auf- und Niederholen von Segeln und Ladebäumen sowie andere Arbeiten dient.
  65. Läufer = 1. jedes Tau, das durch Taljen oder durch Blöcke ( Rollen) läuft; 2. Mitglied der Seewache, das nach Weisung des Wachoffiziers Kontrollgänge und andere Arbeiten durchführt
  66. lavieren = ältere Bezeichnung für kreuzen
  67. LBP = Length Between Perpendiculars = Länge zwischen den Loten
  68. Leck = Loch oder sonstige Beschädigung eines Schiffes, durch die Wasser eindringen kann
  69. Leckage = bei flüssigen Frachtgütern, Verlust durch lecken der Behälter.
  70. Lecksegel = dient  für die Lecksicherung ( provisorisches Abdichten eines Lecks) besteht aus aus mehreren Lagen (Segeltuch), die teilweise durch Stahldrahtnetze verstärkt sind
  71. Lee = dem Wind abgekehrte Seite eines Schiffes (Windschatten); Leeseite
  72. Leeabstand = Entfernung von einer Küste, einem Boot oder Schiff, an dessen Leeseite man sich befindet. Zu geringer Leeabstand führt bei Segelbooten zu einer Fahrtminderung.
  73. leegierig = ein Boot, das die Eigenschaft hat, ständig abzufallen
  74. Lee machen = das Schiff quer zum Wind legen, so daß an der Leeseite des Schiffes ein windgeschütztes Gebiet entsteht.
  75. Leesegel = bei leichtem bis mäßigem achterlichem Wind angebrachte Zusatzsegel
  76. Leeweg = die Abdrift eines Schiffes oder Bootes
  77. Lee-Spinnaker = vom Rennsegler der Tonnen-Klassen und unter der IOR-Formel entwickeltes zusätzliches bauchiges großflächiges Vorsegel.
  78. Legde = Niederung. 1. vielfach wir die Legde ein flaches Gebiet auf dem Watt in der Nähe einer Wattwasserscheide bezeichnet; 2. Bezeichnung für Dünenlücken, durch die bei hohen Sturmtiden Wasser in das Dünengebiet strömt.
  79. Legel, Lägel, Lögel = Stropp mit zwei Augen oder auch brillenartiges Drahtauge; an einem Segel angesetztes Auge
  80. Legerwall, Leegerwall, Leeküste = Küstenstrich an der dem Wind abgewandten Seite (Leeseite) des Schiffs. Bei aufkommendem Sturm für Segler gefährlich, wenn es nicht gelingt, sich von der Küste freizukreuzen
  81. lego = seemännischer Ruf " laß gehen " ( aus engl. let go)
  82. Leichte Brise = Mittlere Windgeschwindigkeit 5 Knoten; Stärke 2 auf der Beaufortskala
  83. Leichter = kleineres flachgebautes Wasserfahrzeug (Kahn) zum Leichtern (Ladung aufnehmen) ohne eigenen Antrieb; Barge, Lastkahn, Schute
  84. leichtern = den Tiefgang eines Schiffes durch löschen einer Teilladung verringern
  85. Leichtmatrose = Matrose im Rang zwischen Jungmann und Vollmatrose, der noch in der Ausbildung steht; mit einer Seefahrtzeit von mindestens zwölf Monaten als Jungmann
  86. Leichtwetter = allgemeine Bezeichnung für Windgeschwindigkeiten unter 13 Knoten ( Stärke 4)
  87. Leidarstein = der Magnetkompaß der Wikinger. Ein Magneteisenstein auf einem Stück Holz, in einem Gefäß schwimmend, zeigt die magnetische Nordrichtung an.
  88. Leide = Wasserrinne oder Abzugsgraben, ferner Bach oder Tief
  89. Leine = dicke Schnurr, Seil mittlerer Stärke
  90. Leinen los = wenn es "Leinen los" heißt, dann legt das Schiff ab. Die Leinen, die das Schiff mit dem Land verbunden  hatten werden gelöst und vom Schiff eingeholt.
  91. Leinenwurfgerät = Raketenapparat zur Herstellung von Verbindung zwischen 2 Schiffen oder vom Land zum Schiff und umgekehrt. Die mittels einer Rakete über das andere Fahrzeug oder an Land geschossene dünne Leine  ermöglicht das Nachholen stärkerer Leinen und Trossen. Damit ist die Möglichkeit der Hilfeleistung durch Abbergen, Abschleppen und medizinische Hilfe gegeben.
  92. Leinpfad, Treidelpfad = Weg, Arbeitsweg unmittelbar am Flussufer, der angelegt wurde, damit Menschen und Zugtiere (zum Beispiel Pferde) hölzerne Frachtschiffe flussaufwärts ziehen konnten. Die Schiffe waren über ein Tau (Leine) mit den auf den Leinpfaden gehenden Treidelpferden und Treidlern verbunden. Den Vorgang nannte man treideln. In Deutschland ist der Leinpfad an der Ruhr zwischen Duisburg und Witten fast vollständig erhalten. Auf ihm wurden ab 1780 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts Ruhraaken getreidelt.
  93. Leiser Zug = mittlere Windgeschwindigkeit 2 Knoten; Stärke 1 auf der Beaufortskala
  94. Leitblock = Ein Block, der die Zugrichtung einer Leine umlenkt. Z.B. der Fockschot
  95. Leitdamm = dammartiges Bauwerk aus Busch oder Stein im Watt, das dem strömenden Wasser eine bestimmte Richtung geben oder einem in seinem Schutz liegenden Außentief Lage- und Querschnittsstabilität verleihen soll. Solche Dämme werden auch im aktiven küstenschutz verwendet.
  96. Leitender = 1. Ingenieur, auch Chief
  97. Le-Maire-Straße = Meerenge zwischen Feuerland und der Staaten-Insel, die kürzere Fahrstrecke um das Kap Horn; von Le Maire 1616 entdeckt.
  98. Lena = Die Lena ist ein 4.400 km langer Strom in Sibirien (Russland, Asien) und einer der längsten Flüsse der Erde. Der Fluss entspringt im Baikalgebirge und mündet in einem großen Mündungsdelta in die Laptewsee, die ein Randmeer des Nordpolarmeers ist. Normalerweise ist die Lena von Oktober bis zum Juni des Folgejahres zugefroren. Wenn der Fluss eisfrei ist, ist die Lena ab Ust-Kut bis zu ihrem großen Mündungsdelta auf 3.500 km Länge schiffbar. Nebenflüsse der Lena: Witim, Oljokma, Aldan, Wiljui, Linde und Muna.
  99. lenzen = 1. Wasser aus dem Schiff pumpen; 2. Treiben eines Schiffes vor dem Sturm mit geringer oder ohne Segelfläche; vor dem Wind segeln
  100. Lenzpforten = verschließbare Öffnungen in der Schiffsseitenwand zum Ablaufen des Wassers
  101. Lenzpumpen = werden maschinell oder per Hand bedient, um das ins Schiff eingedrungene Wasser herauszupumpen
  102. Lenzsack = Treibanker, wird von Booten im Sturm nachgeschleppt, soll das Querschlagen des Bootes verhindern.
  103. Lenzventil = Klappe mit Ventil, die in den Boden von Jollen eingebaut wird. Im herausgedrückten Zustand wird durch den Unterdruck der Strömung des fahrenden Boots das Lenzwasser aus dem Bootsboden herausgesaugt.
  104. Lesbos, Leswos, Lésvos = ist eine griechische Insel in der Ägäis nahe der Türkei und hat eine Fläche von 2 154 km². Die Hauptstadt ist Mytilene an der Ostküste. Die Insel ist seit der Bronzezeit besiedelt.
  105. Leuchtbake = hohes Gerüst aus Holz oder Stahl, das ein Leuchtfeuer trägt.
  106. Leuchtfeuer = Lichtzeichen für die Navigation von Schiffen bei Nacht.  Man unterscheidet:
    Festfeuer ein dauernder Schein von gleichbleibender Stärke
    Unterbrochenes Feuer der Schein erlischt kurzzeitig
    Wechselfeuer die Scheine zeigen verschiedene Farben
    Blinkfeuer die senden Scheine von über zwei Sekunden Dauer
    Blitzfeuer sie senden Scheine von unter zwei Sekunden Dauer
    Mischfeuer Feuer mit verschiedenen Lichterscheinungen
    Zur weiteren Unterscheidung erhalten die Lichtquellen verschiedene Farben ( weiß, grün, rot) und andere Kennungen nach festgelegten Befeuerungsgrundsätzen.
  107. Leuchttonne, Leuchtboje = schwimmendes Seezeichen und dient zur Orientierung ( nicht zur Ortsbestimmung). Die Lichtquelle wird von eigener Energie gespeist.
  108. Leuchtturm = Seezeichen in Form eines hohen Turmes mit einem starken Leuchtfeuer an der Spitze, der an Land oder auch im Wasser an für die Navigation wichtigen Punkten steht und durch Form, Farbgebung und Lichtkennung identifizierbar ist. Sein Licht (Glühlampe oder Lichtbogen) wird durch Fresnellinsen und/oder Spiegelsysteme stark gebündelt.
  109. Leutnant zur See = unterster Offiziersrang (Bundesmarine)
  110. Leuwagen = 1. heißt an Bord der Schrubber zum Reinschiff machen; 2. Haltebügel für die Baumschot
  111. lichten = den Anker lichten, heben, hochziehen
  112. Liek = Tauwerk, mit dem die Segel eingefaßt werden, um sie zu versteifen, auch Leik; Segelkante
  113. liften = anheben; besonders für schwere Gegenstände
  114. Ligurien = ist eine Küstenregion in Nordwestitalien. Ligurien ist die drittkleinste italienische Region. Es grenzt an Frankreich im Westen, Piemont im Norden und Emilia-Romagna und die Toskana im Osten. Im Südwesten grenzt es an das Ligurische Meer, einem Teil des Tyrrhenischen Meeres (nördliches Mittelmeer).
  115. Ligurische Meer = ist ein Teil des Mittelmeeres zwischen den Inseln Korsika und Elba im Süden und der Rivieraküste (Ligurien) von Norditalien und Monaco im Norden. Das Ligurische Meer ist ein Teil des Tyrrhenischen Meeres im nördlichem Mittelmeer.
  116. Likedeeler = Gleichteiler Bund, Vitalienbrüder: gegen Ende des 14. Jahrhunderts Bund an der Ost- und Nordseeküste unter Führung des Klaus Störtebeker  (Er nahm den Reichen, um es mit den Armen zu teilen) und Michael Gödeke.
  117. Likwitainer, Liquitainer = Tankcontainer ( Behälter ) zum Transport von Flüssiggut.
  118. Limey = scherzhaft für britische Seeleute, deren Schiffe auch als als "lime-Juicers" bezeichnet wurden, da ein britisches Gesetz vorschrieb, Limonen-Saft gegen Skorbut mitzuführen.
  119. Limnos, Lemnos = griechische Insel im nördlichen Ägäischen Meer. Sie ist 476 km² groß und der Hauptort ist Mirina, deren Geschichte bis ins Altertum zurück reicht.
  120. Linie = seemännischer Ausdruck für den Äquator
  121. Linienfahrt = die regelmäßige Schiffahrt auf festgesetzten Schiffahrtslinien. Gegensatz: Trampfahrt, die unregelmäßige Schiffahrt je nach Angebot und Frachtvertrag.
  122. Linienschiff = 1. ursprünglich ein Kriegsschiff, das mit anderen in Kiellinie oder Dwarslinie kämpfte; 2. Schlachtschiff, 3. Fracht- oder Fahrgastschiff das in der Linienschiffahrt eingesetzt ist. Es fährt im Liniendienst nach  festen Fahrplan auf immer gleicher Route.
  123. Linienschiffahrt = Schiffahrt mit bestimmten, regelmäßig befahrenen Verbindungen
  124. Linientaufe = Äquatortaufe, ulkig-derbe Reinigungszermonie, denen Mitglieder einer Schiffsbesatzung (auch Passagiere) unterzogen werden, die erstmals den Äquator passieren.
  125. Link = Kettenglied,  z.B. von einer Ankerkette
  126. Liparische Inseln = Die Liparischen Inseln oder auch Äolischen Inseln sind eine Inselgruppe im Tyrrhenischen Meer (Mittelmeer) nördlich von Sizilien. Die Inseln gehören politisch zur Provinz Messina und der Region Sizilien (Italien). Hauptinsel ist Lipari (37,3 km²) mit der Stadt Lipari. Die vulkanische Inselgruppe besteht aus 7 größeren Inseln Lipari, Salina, Vulcano, Alicudi, Filicudi, Stromboli, Panarea und elf kleineren Inseln. Die Gesamtfläche der Inseln beträgt 117 km².
  127. Lippe = starkes, oben meist offenes Metallauge an Deck oder auf dem Schanzenkleid bzw. Reling zum Führen von Festmacherleinen.
  128. Lippeseitenkanal, Wesel-Datteln-Kanal = verbindet den (Nieder-)Rhein mit dem Dortmund-Ems-Kanal. Er wurde zur Entlastung des Rhein-Herne-Kanals zum Anschluß des Rheinlands an die deutschen Nordseehäfen gebaut und diente darüberhinaus der Erschließung des nördlichen Ruhrgebiets. Der 60,25 km lange Kanal wurde zwischen 1915 und 1931erbaut. Die Schleuse Friedrichsfeld nahm ihren Betrieb mit der großen Schleusenkammer 1933 auf. Der Kanal hat 6 Doppelschleusen und ist befahrbar für Schiffe bis 110 m Länge und 11,45 Breite, zulässige Abladetiefe 2,80 m; Bundeswasserstraße.
  129. Litoral = ökologische Bezeichnung für den Küstensaum des Meeresbodens
  130. LKWL= Schiffslänge in der KWL (Konstruktionswasserlinie)
  131. LL = Schiffslänge zwischen den Loten - gemessen zwischen den Schnittpunkten der Konstruktionswasserlinie.
  132. Lloyd = der Name ist in der internationalen Seeschiffahrt zum festen Begriff geworden. Hinter dem Namen verbergen sich: Klassifikations- und Versicherungsgesellschaften, Reedereien und Werften, wie beispielsweise: Lloyds Schiffsregister, Germanischer Lloyd, Norddeutscher Lloyd, Hapag-Lloyd AG, Lloydwerft in Bremerhaven
  133. Lloyds Schiffsregister = ( Lloyd's Register of Shipping) älteste Klassifikationsgesellschaft, Sitz in London
  134. LNG = Liquefied Natural. Gas. Verflüssigtes Erdgas. Wird in Gastankschiffen transportiert. Die Ladung wird auf -163°C gekühlt und dadurch auf 1/600 des Gasvolumens reduziert.
  135. LNG-Carrier = Gastankschiff für verflüssigtes Erdgas
  136. Lo/Lo = Lift on / Lift off, vertikale Be- und Entladung eines Schiffes unter Benutzung von Hebezeugen. Zum Beispiel: Schiffskranen, Kaikranen, Mobilkranen.
  137. Lögel = Gleitringe am Stag, an denen das Segel befestigt ist.
  138. LOF = Abkürzung für engl.: Lloyd's Open Form = Bergungsvertrag auf Basis "no cure - no pay". ( "Kein Erfolg, kein Geld" )
  139. Log, Logge = Gerät zum Messen (Loggen) der Schiffsgeschwindigkeit relativ zum Wasser.
  140. Logbrett, Logscheit = Beim Handlog  das aufrecht schwimmende Brettchen, das ähnlich wie der Treibanker im Wasser stehen und dabei die Logleine ausrauschen lassen soll. Nach dem Loggen wird scharf an der Logleine gezogen, am Hahnepot reißt die Leine aus dem Stöpsel, das Scheit klappt bei und läßt sich leicht einholen.
  141. Logbuch = Schiffstagebuch, wird heute mit automatischen Fahrtenschreiber und Kursaufzeichner kombiniert.
  142. loggen = mit dem Log messen
  143. Loggast = Matrose zur Bedienung des Logs (Logge)
  144. Logger = kleines Fischereifahrzeug mit Motor und Hilfssegel; auch Heringslogger und Heckfänger
  145. Logglas = Sanduhr zum Loggen; eine Sanduhr mit 14 Sekunden Laufzeit zur Arbeit mit dem Handlog.
  146. Logis = Unterkunftsräume der Mannschaft
  147. Logleine = Meßschnur zum Loggen
  148. Logstab = ein einfaches Log auf der Basis eines Staudruckmessers, das als durchsichtiger, armlanger Kunststoffstab gebaut ist. Man hält den Logstab mit seinem unteren Teil ins Wasser, die offene Düse in Fahrtrichtung und liest an einer Strichmarkierung die Fahrt in Knoten direkt ab.
  149. Loguhr = ein Zählwerk, das bei einem Patentlog die durch Logleine übertragenen Propellerdrehungen registriert und als Distanzen in Seemeilen sowie auch als Fahrt in Knoten anzeigt.
  150. Loire, Liger = ist mit 1.020 km der längste Fluss Frankreichs. Sie entspringt im Zentralmassiv, am Mont Gerbier-de-Jonc und mündet bei Saint-Nazaire in den Atlantischen Ozean. Die Loire wird durch zahlreiche Nebenflüsse gespeist. Die rechten Nebenflüsse sind Maine, Nièvre, La Cisse, die linken Nebenflüsse sind Allier, Cher, Vienne. Im Mittelalter und in der Renaissance war die Loire wichtig für den Gütertransport von Süden nach Westen. Heute ist der Fluss praktisch nicht schiffbar und wird für Ausflüge oder den Flusstourismus genutzt.
  151. Lolland, Laaland = ist die viertgrößte dänische Insel. Sie liegt in der Ostsee südlich von Seeland und westlich von Falster, ist 58 km lang, 15 - 25 km breit und besitzt eine Fläche von 1.243 km².
  152. Lo-Lo-Service = lift-on / lift-off service (loading and unloading of UTI using lifting equimpent) = konventionelle Beladung eines Schiffes, Ladung wird angehoben und herabgelassen
  153. Longtonne = Maßeinheiten in der Seeschiffahrt
  154. Lorbass = Lümmel, Taugenichts
  155. Lose = eine nicht durchgesetzte Leine hat "Lose"
  156. loswerfen = ein Tau lösen, insbesondere die Leinen beim Ablegen des Schiffes
  157. Löschboot = Löschkreuzer; ein Spezialschiff der Feuerwehr,  wird für die Bekämpfung von Schiffsbränden und technische Hilfeleistungen in der Gefahrenabwehr eingesetzt
  158. löschen = entladen eines Schiffes; löschen = [ (mittel)niederdeutsch lossen = ausladen, zu los, also eigtl.= frei, leer machen ] (Seemannssprache): a) ausladen: die Ladung, Fracht, Rohöl löschen; die Säcke wurden aus dem Schiff in Waggons gelöscht; b) leer machen: Schiffe löschen.
  159. Löwe = alte Bezeichnung für Leichtmatrose
  160. LORAN-Navigation = Verfahren der Funknavigation. Die Zeitdifferenz der eintreffenden Signale von weit auseinanderstehenden synchronisierten Sendern mit größerer Reichweite wird zur Positionsbestimmung genutzt.
  161. Lorbass = kann ein Hafenbesucher ebenso ein Seemann sein, wenn er groß und schwergewichtig ist
  162. Lot = an einer mit Markierungen versehenden Leine hängendes Metallstück (Senkblei, Lotblei) zum Bestimmen der Wassertiefe. Das Handlot (markierte Schnur mit Bleigewicht) wurde durch das Echolot abgelöst.Das Echolot arbeitet elektroakustisch.
  163. loten = die Tiefe des Wassers loten, messen
  164. Lotkörper, Lotblei  = ein schlankes, tropfenförmiges Gewicht mit einer Ausnehmung für die Lotspeise am Boden, das mit einer Lotleine zum Loten der Wassertiefe auf den Meeresgrund hinabgelassen wird.
  165. Lotleine = Die mit bunten Leinenstückchen und Knotenschnüren markierte Leine des Handlots. Über dem Lotkörper oder Lotblei beginnend ein schwarzer (2m), weißer (4m), roter (6m) und gelber (8m) Flicken, dem eine Schnur mit einem Knoten oder Lederstreifen mit einem Loch (10m) folgt. Anschließend wieder schwarzer (12m), weißer (14m), roter (16m) und gelber (18m) Flicken und Scnur mit zwei Knoten oder Lederstreifen mit zwei Löchern bis 20 m Wassertiefe und dann entsprechend weiter.
  166. Lotse = Hafenlotse, Seelotse, Flußlotse, Kanallotse, amtl. zugelassener nautischer Berater der Schiffsführung auf bestimmten, schwierig zu befahrenden Wasserstraßen, auf denen aus Sicherheitsgründen Lotsen an Bord genommen werden müssen (Lotsenpflicht);
  167. lotsen = ein Schiff in den Hafen lotsen, ein Schiff durch schwierige Gewässer lotsen, führen, leiten
  168. Lotsenboot = Boot, das den Lotsen an Bord eines Schiffes bringt
  169. Lotsenversetzboot = größeres Lotsenboot, das weit draußen vor dem Hafen liegt und den Lotsen als Station dient
  170. Lotspeise = Weicher Talg, den man in die Vertiefung am unteren Ende des Lotkörpers eindrückt, damit bei der Arbeit mit dem Handlot während des Aufsetzens auf den Meeresgrund eine Bodenprobe haften bleibt, aus der man die Beschaffenheit des Ankergrundes erkennen kann.
  171. Lotstock, Peilsock = ein ca. 5 m langer Holz- oder Aluminiumstab mit einer Meter-Markierung und 2-Dezimeter-Teilung zum Loten oder Peilen der Wassertiefe. An Bord einer Yacht ist meistens der Bootshaken als Lotstock markiert.
  172. Loxodrome = Kurslinie, die alle Meridiane unter gleichem Winkel schneidet. In der Mercatorprojektion erscheinen sie als Geraden zwischen zwei Punkten.
  173. LPG = Liquified Petroleum Gas ( Flüssiggas ); z.B. Propan und Butan
  174. LPG-Carrier = Flüssiggastanker
  175. LRC = Long Range Certificate,  das allgemeine Funkbetriebszeugnis ist ein international gültiges Funkbetriebszeugnis für die Sportschifffahrt, welches zur Teilnahme am weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS) mit der Nutzung eines DSC-Controllers berechtigt. (ab 1.1.2003)
  176. LRS, LR = Lloyds Register of Shipping = Schiffs-Klassifikationsgesellschaft in London
  177. Luckytown (Lucky Town) = Glückstadt, eine Stadt an der Unterelbe im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein. Bekannt durch die Elbfähre Glückstadt-Wischhafen. Glückstadt wurde 1617 von Christian IV. (König von Dänemark und Norwegen und Herzog von Schleswig und Holstein) gegründet.
  178. Ludwigkanal =  alte Verbindung zwischen Rhein (Main) - über Regnitz und Altmühl - mit der Donau (172,4 km); jetzt Main-Donau-Kanal
  179. lüften = eine Last  hochheben; Luft unter einer Kiste, unter eine Last oder unter einen Schlafenden bringen
  180. Lüfterköpfe = auf den Luftschächten angebrachte Ein- bzw.- Austrittöffnungen mit besondere Formgebung, die ein Eindringen bzw. Heraussaugen der Luft durch den Wind erzwingt bzw. erleichtert, dabei müssen sie einen Schutz des Luftschachtes gegen Regen und Spritzwasser bilden und möglichst unabhängig von der Windrichtung wirken. Man unterscheidet Abluft- (Sauger) und Zuluftköpfe (Drücker).
  181. Lümmel = der senkrechte Bolzen, um den sich ein schwenkbarer Baum ( Ladebaum, Baum eines Segels) dreht
  182. Luftkissenfahrzeug, boot = Hovercraft, Fahrzeug, das auf einem Polster aus komprimierter Luft auf dem Wasser und Land gleitet
  183. Lugger = 1. kleines französisches Segelschiff mit drei Masten; 2.  Fischerboot mit Segel als Anderthalbmaster
  184. Lugger-Catboat = ein einmastiges Boot ohne Vorsegel mit Luggersegel
  185. Luggersegel = heute noch gebräuchliches Segel ( früher Fischerboote). Es ist an einem schräg am Mast hängenden, aufziehbaren Baum befestigt
  186. Luke, Luk = Öffnung im Schiffsdeck (Laderaumes), zum Be- und Entladen eines Schiffes
  187. Lukenrand = als Süll ist die etwa 1 m bis mannshohe Umrandung der Lukenöffnung; auch Lukensüll
  188. Lukenviz = gehört zu den Schauerleuten; unter seiner Aufsicht machen sie im Laderaum die einzelnen Hieven für die Kräne fertig
  189. Luschpäckchen = unordentlicher Seemann
  190. Lutine = Eine Schiffsglocke bei Lloyds in London. Eine Fregatte mit den Namen "Lutine" sank 1799 mit einer wertvollen Ladung ( Werte von über eine Million DM). Nur die Schiffsglocke konnte geborgen werden. Bei Schiffsuntergängen oder anderen wichtige Ereignissen in der Seeschiffahrt wird sie heute noch angeschlagen.
  191. Luv = dem Wind zugekehrte Seite eines Schiffes; Luvseite
  192. luven = ein Schiff sich nach Luv drehen
  193. luvgierig = ein Boot, das die Eigenschaft hat ständig in den Wind zu drehen
  194. Luvküste = Küste, die vom Schiff aus in Richtung des Windes liegt.
  195. Luvschothorn = die untere Ecke (auch Hals) eines Gaffelsegels
  196. luvwärts = vom Schiff aus in Richtung des Windes befindlich
  197. Luward = die Seite des Horizontes, von der der Wind kommt; auch Luv
  198. LWL = Lade-Wasserlinie. Im Prinzip dasselbe wie die CWL oder KWL

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update: 01.08.2010 (wird bei Bedarf erweitert) - die Angaben sind ohne Gewähr -