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Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: K
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  1. K = Kilo, internationales Buchstabensignal, gelb-blau. Bedeutung: Ich möchte mit Ihnen in Verbindung treten. Oder eine Aufforderung zur Übermittlung.
  2. kabbelig = ein kurzer, in seiner Wellenbewegung unberechenbarer Seegang
  3. Kabbelung = Kräuselbewegung des Meeres durch Zusammenstoßen entgegengesetzter Strömungen, kabbelige See, Kabbelsee
  4. Kabel = 1. dickes Hanf- oder Drahttau; 2. Längenmaß: 1 Kabel = 1/10 sm = 185,2 m
  5. Kabelar = endloses Tau, das zum Ankerhieven an die Ankertrosse gebändselt wird und die Kraft des Spills auf diese überträgt.
  6. Kabelgarn = aus Hanf gesponnener Faden, von denen mehrere zusammengedreht werden ( Kardeel). Davon drei, vier oder neun zusammengedreht ergeben eine Trosse.
  7. Kabelgatt = Aufbewahrungsraum für Tauwerk und Farben auf Schiffen, meist im vorderen Teil des Schiffes.
  8. Kabelgattsmann = Matrose der das Decksstore verwaltet
  9. Kabellänge = nautisches Längenmaß, 1 Kabellänge = 1/10 Seemeile = 185,2 m ( 1/8 engl. Seemeile = 231,87m )
  10. Kabelleger = Schiff zum Verlegen und Reparieren von Unterwasserkabeln (Seekabeln)
  11. Kabine = Schlaf-Wohnraum für Passagiere und Besatzungsmitglieder (Handesschiffahrt)
  12. Kabotage = Küstenschiffahrt zwischen Häfen des gleichen Landes
  13. Kabuse, Kabüse = Schiffsküche, auch Vorratskammer auf dem Schiff
  14. Kachelotplate, die = ist eine Düneninsel, die aus einer Sandbank entstanden ist. Sie liegt im deutschen Ostfriesischen Wattenmeer der Nordsee, ca. 5 km westlich der Insel Juist und ca. 3 km nordwestlich der Vogelinsel Memmert. Die Insel gehört zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die Fläche beträgt ca. 230 Hektar, die sich auf einer Länge von 3 km und Breite von bis zu 1 km erstreckt.
  15. Kadetrinne = bezeichnet ein Seegebiet in der Mecklenburger Bucht der Ostsee zwischen der deutschen Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und der Insel Falster auf dänischer Seite. Sie gilt als eines der schwierigsten und gefährlichsten Gewässer der gesamten Ostsee. Sie ist ein unfallträchtiges, enges Fahrwasser, in dem es schön öfter in der Vergangenheit zu Kollisionen oder Strandungen kam.
  16. Kadett, Seekadett = Offiziersanwärter
  17. Kaffeemühle = große Schotwinsch mit Kurbeln auf größeren Yachten.
  18. Kahn =  flachgehendes, eisernes oder hölzernes Lastschiff (Lastkahn), Binnenwasserfahrzeug ohne eigene Maschinenkraft (Schleppkahn), kleines Ruderboot, scherzhaft: schlechtes Schiff
  19. Kai, Kaje = befestigtes Ufer (Anlegestelle, Hafenmauer) zum Beladen und Löschen von Schiffen.
  20. Kaiserkanal = Der Kaiserkanal (auch unter die Namen: Großer Kanal und Beijing-Hangzhou Kanal bekannt) ist die längste von Menschen geschaffene Wasserstraße der Welt. Mit einer Länge von mehr als 1.800 km und einer Breite von bis zu 40 m verbindet er den Norden Chinas ( Beijing [Peking] ) mit dem Mündungsgebiet des Jangtsekiang (Hangzhou). Der Kanal hat 24 Schleusen und ca. 60 Brücken. Einzelne Teile des Kanals entstanden schon vor mehr als 2.400 Jahren.
  21. Kaiser-Wilhelm-Kanal= jetzt  Nord-Ostsee-Kanal oder Kiel-Kanal. Der Kanal wurde am 21.6.1895 in Anwesendheit S.M. des Kaisers Wilhelm II. eröffnet.
  22. Kajak = Sportpaddelboot, geschlossenes Paddelboot der Eskimos
  23. Kajüte = Wohn- und Schlafraum auf Booten und Schiffen. Marine: Wohnraum des Kommandanten oder besonders bevorzugter Gäste auf einem Schiff.
  24. Kaledonische Kanal = Der Kaledonische Kanal (engl. Caledonian Canal) verbindet die Ost- und Westküste Schottlands (Nordsee und Atlantikküste) . Nur etwa ein Drittel des Kanals wurde künstlich geschaffen. Er verläuft, beginnend im Nordosten bei Inverness, durch folgende natürliche Gewässer: Moray Firth (Nordsee), Loch Ness, River Oich, Loch Oich, Loch Lochy, Loch Linnhe und Firth of Lorne (Atlantischer Ozean). Um die Höhenunterschiede der einzelnen Lochs auszugleichen, bedarf es neunundzwanzig Schleusen. Die Gesamtlänge des Kanals beträgt 97 km und wurde 1822 fertiggestellt.
  25. Kaleu = Kapitänleutnant bei der Marine
  26. kalfatern =  das Deck (Decksplanken) eines Schiffes in den Fugen mit Werg und Teer (Pech) abdichten .
  27. Kalmengürtel = Zone flauer und unregelmäßiger Winde und Windstillen (Kalmen) beiderseits des Äquators.
  28. Kama = ist ein 1.805 km langer und damit der längste Nebenfluss der Wolga im europäischen Teil von Russland. Sie entspringt in den bis zu 336 m hohen Kamahöhen. Ihre Quelle liegt bei der kleinen Stadt Kuliga. Bei Tschistopol in Tatarstan mündet die Kama in den Samaraer Stausee der Wolga.
  29. Kamele = flutbare Holzkästen ( Hebeponton), die verwendet wurden um Schiffe aus dem Wasser zu heben. Die Kamele wurden längsseits am Schiff befestigt und durch Lenzen der Holzkästen hob sich das Schiff aus dem Wasser.  Sie sind ein Vorläufer des Schwimmdocks.
  30. Kamm, Krone = obere Teil einer Düne, Welle
  31. Kammer = Wohnraum an Bord eines Schiffes für einzelne Personen
  32. Kammsturz, Kappensturz = Abrutschen des Deichkammes (Deichkrone, Deichkappe) nach der Binnenseite des Deiches infolge Durchnässung des Deichbodens bei hohen Außenwasserständen oder durch auflaufende und überschlagende Wellen bei Sturmtiden.
  33. Kampanje = ehemals Bezeichnung für den hinteren Aufbau des Schiffes; heute Hütte oder Poop
  34. Kanal = künstlicher Wasserlauf, schmaler Meeresstreifen zwischen zwei Kontinenten oder Länder
  35. Kanalpeniche = ein Binnenschiff, das eine Länge von 38,5 m und eine Breite von 5,05 m nicht überschreitet und gewöhnlich auf dem Rhein-Rhône-Kanal verkehrt.
  36. Kanalschiff = Schiff, dessen Abmessungen sich nach den Abmessungen der Schleusen eines Kanals richten und das im Vergleich zum Flußschiff eine geringere Fixhöhe aufweist, die durch bewegliche Aufbauten (zerlegbarer Steuerhausauf- bau, Kranebalken, Masten usw.) für die Fahrt im beladenen Zustand oder auf dem Fluß erhöht werden kann. Bekannte Kanal-Maßschiffe sind in Deutschland das Dortmund-Ems- und das Rhein-Herne-Kanalschiff, in Belgien der Spitz, in den Niederlanden der Hagenaar.
  37. Kanal Terneuzen-Gent, Seekanal Gent-Terneuzen = Verbindung zwischen Westerschelde und dem Hafen von Gent mit zwei Schleusenanlagen bei Terneuzen (Westerschelde) und Sas van Gent. Der 32 km lange Kanal, der zur Hälfte auf belgischem und niederländischem Gebiet liegt, schließt - über die Ringvaart um Gent - im Westen an den Kanal Gent-Oostende, im Süden an die Leie, im Osten an die Oosterschelde an.
  38. Kanal von Korinth = trennt das griechische Festland von der Halbinsel Peloponnes und macht letztere somit zu einer Insel. Gebaut wurde der Kanal von Korinth 1881 - 1893. Mit einer Länge von 6,3 km verbindet er den Saronischen Golf mit dem Korinthischen Golf. Der Kanal ist an der Wasseroberfläche 24 m und am Kanalbett 21 m breit. Seine Tiefe beträgt 8 m. Der Fels, aus dem der Kanal herausgeschnitten wurde, ragt bis zu rund 76 Meter in die Höhe.
  39. Kanarischen Inseln, die = sind eine geographisch zu Afrika, politisch aber zu Spanien gehörende Inselgruppe im Atlantik - etwa 150 Kilometer westlich des südlichen Marokko gelegen. Die Kanarischen Inseln bestehen aus den sieben Hauptinseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro, sechs mittleren Inseln (Alegranza, Graciosa, Montaña Clara, Los Lobos, Roque del Este und Roque del Oeste) und verschiedenen kleineren unbewohnten Inseln und Felsen (wie Anaga, Salmor und Garachico). Sie liegen im Atlantik in einer geographischen Region, die als Makaronesien bezeichnet wird. Die höchste Erhebung ist der "Pico de Teide" auf Teneriffa mit 3 718 m. Die Bevölkerung besteht im wesentl. aus der Vermischung von Spaniern mit den Ureinwohnern, den Guanchen. Die Provinz-Hauptstadt "Las Palmas de Gran Canaria" verwaltet die östlichen Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. "Santa Cruz de Tenerife" als zweite Provinz-Hauptstadt verwaltet die westlichen Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro.
  40. Kantenflut = leichte Sturmflut, Heuflut
  41. Kanthaken = mit einem Hangriff versehener eisener Haken, der von den Hafenarbeitern beim Laden und Löschen insb. von Holz, zum Anfassen des Packstückes verwendet werden.
  42. Kantje = Bezeichnung für Seepackung von Salzfisch (Faß), die an Land umgepackt werden muß. 4 Kantjes ergeben etwa 3 Landpackungen. Es war ein gebräuliche Maßeiheit in der Treibnetzfischerei. 1 Kantje (Faß) enthält ungefähr 800 Heringe.
  43. Kanonenboot = kleines Kriegsschiff
  44. Kanu = leichtes Paddelboot; als Sportfahrzeuge gehören zu den Kanus die Kajaks und die Kanadier.
  45. Kanute = Kanufahrer
  46. Kanuheck = Heckform, die an ein Kanu erinnern. Das Heck läuft hinten bugähnlich spitz zu. Das Ruder liegt nicht über Heck wie beim Spitzgatter, sondern unter dem Heck
  47. Kap = 1.vorspringender Teil einer Felsenküste, 2. landfestes Seezeichen an weit sichtbarer Stelle einer Küste, z.B. auf einer hohen Düne.
  48. Kap Arcona = die Nordspitze der Insel Rügen
  49. Kap der Guten Hoffnung = Felsenküste  an der Südspitze Afrikas
  50. Kap Hoorn = Landspitze im Süden Chiles auf der zum Feuerland-Archipel gehörenden Insel "Horn Island". Das Kap wurde erstmalig 1616 von einer Expedition der niederländischen Seefahrer Willem Cornelis Schouten und Jacob Le Maire umrundet. Es wurde nach Schoutens Geburtsort, der in dem holländischen Teil Flanderns gelegenen Stadt Hoorn benannt. Am Kap Hoorn fließen der atlantische und der pazifische Ozean zusammen. Kap Hoorn gilt immer noch als der größte Schiffsfriedhof der Welt, der Schrecken der Meere.
  51. Kap Horniers = Kapitäne , die als Segelschiffsfahrer das berüchtigte Kap Hoorn zweimal umrundet haben
  52. Kaper, Kaperschiff = privates bewaffnetes Schiff, das aufgrund eines Kaperbriefes am Handelskrieg teilnehmen konnte
  53. Kaperbrief = früher staatliche Ermächtigung zur Teilnahme am Handelskrieg
  54. Kaperei = früher: Erbeuten von Handelsschiffen im Handelskrieg
  55. kapern = ein Schiff erbeuten, auch Seeräuberei
  56. Kapitän, Käpten = Kommandant eines Schiffes, Schiffsführer, sofern er ein Patent besitzt.
  57. Kapitän zur See = Offizier im Rang eines Obersts (Bundesmarine)
  58. Kapitänleutnant, Kaleu = Offizier  im Rang eines Hauptmanns (Bundesmarine)
  59. Kapitänsfall = Großobermarsfall, an Steuerbordseite sitzend
  60. Kaplaken = früher: Sondervergütung für den Kapitän ( Zeuggeld, Stoffgeld ), auch die Beförderung von Gütern
  61. Kappe = Aufbau über Niedergängen an Deck zum Schutz gegen überkommende Brecher
  62. kappen = ein Tau mit dem Kappbeil durchschlagen; allg. abschneiden, verkürzen.
  63. kapzeisen = kentern, insbesondere von Booten
  64. Karastraße = Meeresstraße zwischen Nowaja Semlja und der Insel Wajgatsch in der Nordostpassage zur Barentsee; 50 km breit, 100-200 m tief.
  65. Karavelle = dreimastiges Segelschiff mit hohen Heckaufbau (14-16. Jahrhundert)
  66. Karbasse = nordrussisches Ruderboot für etwa 10 Personen. Das Boot konnte auch mit Mast und Segel ausgerüstet werden.
  67. Kardeel = Einselseil einer Trosse; zusammengedrehte Kabelgarne. Drei, seltener vier Kardeele werden zu einem Tau ( Leine, Trosse) geschlagen.
  68. Kardinalsystem = System aus dem Bereich der Betonnung. Es handelt sich um ein System der Richtungsbezeichnung  zur Kennzeichnung von Untiefen und Wracks im freien Seeraum. Dabei werden Seezeichen so ausgelegt, daß sie entweder auf Untiefe bzw. Wracks liegen oder in einer der 4 Hauptrichtungen davon, jeweils mit entsprechenden Kennzeichen.
  69. Kargador, Kargadeur oder Superkargo = heißt derjenige Bevollmächtigte, welcher eine Schiffsladung im Auftrag ihrer Absender und Eigentümer nach den Absatzhäfen begleitet, um sie hier zu verkaufen, auch für den Erlös eine Rückfracht einzukaufen.
  70. Kargo = Schiffsladung, Schiffsfracht. Die Kargoversicherung umfaßt lediglich die Ladung, nicht das Schiff.
  71. Kari = nord. myth Reifriese und Sturmgott. Seine Söhne sind Jökull der Eisberg und Snör der Schnee
  72. Karibisches Meer, Karibik = Nebenmeer des Atlantischen Ozeans, zwischen Antillen, Süd- und Zentralamerika, 2,64 Mio. km² groß und im Caymangraben bis zu 7 680 m tief. An die Karibik grenzende Staaten sind: Belize, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Mexiko, Nicaragua, Panama, USA, Venezuela. Die Inseln und Inselgruppen in der Karibik sind: Amerikanische Jungferninseln, Anguilla, Antigua und Barbuda, Aruba, Barbados, Bonaire, Britische Jung-ferninseln, Corn Islands (Nicaragua), Curaçao, Dominica, Grenada, Guadeloupe, Hispaniola (mit den Staaten Haiti, Dominikanische Republik), Isla Margarita (Venezuela), Islas del Rosario (Kolumbien), Jamaika, Kaimaninseln, Kuba, Martinique, Montserrat, Navassa, Niederländische Antillen, Puerto Rico, Saint-Barthélemy (St. Barts), Saint Martin, San Andrés y Providencia (Kolumbien), Sint Eustatius, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago.
  73. Karimatstraße = Seeweg zwischen Borneo und Sumatra
  74. Karische pforte, Karastraße = die 27 sm breite Meeresenge zwischen der Insel Novaja Semlja und der Insel Waigatsch
  75. Karmsund = ist eine Meeresstraße zwischen der norwegischen Insel Karmøy und dem norwegischen Festland bei Haugesund. Seit 1965 führt die Karmsundbrücke über den Sund.
  76. Karracke = 1 bis 3 mastiges kraweelbeplanktes Segelschiff im Mittelmeer (15./16. Jh.), Handelsschiff
  77. Karte, Seekarte = Karte für die Navigation auf dem Meer
  78. Kartenhaus, Kartenraum = Raum auf der Brücke, wo die Seekarten aufbewahrt werden
  79. Kartenmaßstab =  Das stets auf die Länge bezogende Zahlenverhältnis der Verkleinerung des Kartenbildes gegenüber der Natur; die Angabe 1:100 000 bedeutet also, daß 1 cm auf der Karte 100 000 cm = 1 km in der Natur entspricht.
  80. Kartennull, K.N. = eine Bezugsebene auf welche sich die Tiefenangaben in den Seekarten beziehen. Kartennull ist keine allgemein gleich hohe Bezugsebene, sondern abhängig von dem jeweiligen örtlichen Tidenhub. In den deutschen Seekarten ist die Ebene des Mittleren Springniedrigwassers als Kartennullebene angenommen.- Die Abweichungen des K.N. vom Normalnull N.N, sind von Ort zu Ort verschieden.
  81. Karweel = Bauweise des hölzernen Schiffsrumpfes, bei der die Planken, Kante an Kante zusammengefügt werden und eine glatte Oberfläche bilden; auch Kraweel oder Krawehl
  82. Kasemattschiff = Begriff aus der Seekriegsgeschichte für Schlachtschiff mit gepanzerter Kasematte ( geschlossener gepanzerter Raum zum Aufstellen von Geschützen).
  83. Kasko =  Schiffsrumpf   (im Unterschied zur Ladung, Kargo)
  84. Kaspisches Meer, Kaspisee = ist der größte Salzwassersee der Erde und hat eine Fläche von etwa 371 000 km² , damit ist es auch größer als Deutschland. Er liegt in West-Asien ohne natürliche Verbindung zu den Ozeanen. Das Kaspische Meer besitzt eine durchschnittliche Tiefe von etwa 206 Metern und eine maximale Tiefe von 1025 m. Seine Zuflüsse sind: Wolga, Ural, Kura, Terek. Über die Wolga, den Wolga-Don-Kanal und den Don besteht aber eine schiffbare Verbindung zum Asowschen Meer und damit auch zum Schwarzen Meer und Mittelmeer sowie zum Atlantik. Das Kaspische Meer gehört mehreren Staaten an: im Süden dem Iran, im Westen Aserbaidschan und Russland, im Norden und Nordosten Kasachstan und im Osten Turkmenistan.
  85. Kastell = ( Vorder- und Achterkastell); früher Schiffsaufbauten
  86. Kasten = Schiff
  87. Kat = 1. Segelboot mit 1 Mast, das eine Gaffel- oder Hochsegelführung ermöglicht ( Kat-Takelung); 1. Abkürzung für Katamaran; auch Cat
  88. Katamaran = offenes Segelboot mit Doppelrumpf; b) Boot mit doppeltem Rumpf
  89. Kattanker = zusätzlicher Anker , der mit einer kurzen Kette vor dem eigentlichen Anker angebracht wird (verkatten), um dessen Halt am Meeresboden zu erhöhen
  90. Katze = kleines altbyzantinisches Ruderschiff für Aufklärungs- und Kurierdienste.
  91. Katzenhaare = dünne Wolken
  92. Katzenpfoten = Wellen mit kleinen Schaumköpfen, die lange Schaumstreifen hinter sich her ziehen
  93. Kauffahrteischiffahrt = die zum Erwerbe durch die Seefahrt bestimmte Schiffahrt. Nicht zur Kauffahrteischiffahrt rechnen die Fischerei- sowie die Lotsen-, Bergungs- und Schleppfahrzeuge.
  94. Kausch, Kausche = Ring mit Hohlrand, zur Verstärkung von Tau- und Seilschlingen
  95. KDM = Kongelige Danske Marine, Königliche Dänische Marine; englisch: HDMS =His/Her Danish Majesty's Ship
  96. Keep = 1. Rillen zwischen den Kardeelen des Tauwerks; 2. Rille in einer Kausch zum Einlegen des Tauwerks; 3. Rille in einer Blockscheibe (Block) oder am Blockgehäuse
  97. Kennedy, William = war ein kanadisch-britischer Marineoffizier, Polarforscher und Pelzhändler (* 1813 in Manitoba; † 1890). 1851/52 leitete er eine Expedition zur Aufsuchung der verschollenen Franklin-Expedition.
  98. Kennedy-Kanal = ist eine Meerenge zwischen der kanadischen Ellesmere-Insel und Washingtonland, einer Halbinsel im Nordwesten Grönlands. Der Kanal ist nach dem britischen Polarforscher William Kennedy benannt. Der Kennedy-Kanal ist ein Teil der Naresstraße, welche die Baffin Bay mit der Lincolnsee verbindet. Der Kanal ist zwischen 26-29 km breit und weitet sich im Norden, beim Hall-Becken zum Robeson-Kanal hin auf bis zu 177 km. Während kurzer Perioden im Sommer ist der Kanal nicht vollständig zugefroren und damit schiffbar.
  99. Kennfaden = Festigkeitsfaden. Roter Faden im Tauwerk.
  100. Kennzeichen am Bug der Fischereifahrzeuge geben Auskunft über ihren Heimathafen. AE = Emden; AL = Leer; BV = Bremern-Vegesack; BX = Bremerhaven; FLE = Flensburg; HF = Finkenwerder; HH = Hamburg, NC = Cuxhaven,  SG = Glückstadt; SO = Kiel, usw.
  101. kentern = 1. das seitliche Umschlagen von Schiffen oder Booten, umkippen, untergehen ; 2) das Wechseln von Strömungsrichtungen, z.B. beim Gezeitenstrom (Ebbe und Flut)
  102. kentersicher = ein Kielboot, dessen Ballastteil so hoch ist, dass es sich auch dann wieder aufrichtet, wenn es vom Sturm platt aufs Wasser gedrückt wird, ist kentersicher. Fälschlich auch als unkenterbar bezeichnet.
  103. Kerguelen, Tremarec = französischer Seefahrer 1745-97 entdeckte 1772 die Kerguelen-Inseln ( (Indischer Ozean)
  104. Kertsch, Straße von = zwischen der Halbinsel Krim und Kaukasien, 2,4 sm breit.
  105. Kessel-Kommandant = Smutje, Koch, Kochsmaat, Frikadellenschmied; auch Kätel-Kommandant
  106. Ketsch =  ein zweimastiges Segelboot, bei dem der Besanmast (hinterer Mast) vor oder überhalb des Ruders bzw. innerhalb der Wasserlinie steht (vgl. Yawl)
  107. ketten = die Boote sind ans Ufer gekettet, mit einer Kette angebunden
  108. Kettenkasten = Stauraum der Ankerkette unterhalb des Ankerspills, für Backbord- und Steuerbordkette unterteilt.
  109. Kettenkneifer = Haltevorrichtung für die Ankerkette zwischen Ankerspill und Klüsenrohr. Er dient zur Festlegung des Ankers und Entlastung des Ankerspills; Kettenstopper.
  110. Kettenspleiß = Augspleiß, für ein Auge mit geringem Durchmesser und geringer Bruchfestigkeit aus einer verminderten Anzahl von Kardeelen zum Einspleißen von Tauwerk in ein Kettenglied
  111. Kettenstopper = 1. Ein Kettenende mit eingespleißtem Ende aus Webleinengut zum Abstoppen von Stahldrahtleinen; 2. Kettenkneifer
  112. KfK = (Marine) Kriegsfischkutter
  113. kieken = gucken, sehen
  114. Kieker = Fernglas
  115. Kiel = 1. Grundbalken , unterer mittschiffs verlaufender Längsverband (Längsverstrebung) eines Schiffes. Allgemein jedoch die Bezeichnung der Kielflosse mit dem Kielballast; 2. Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein.
  116. Kielboot = ein Boot mit einem Ballastkiel, der entweder in ein Rundspant-Kielboot mit S-Schlag eingebaut ist oder als Kielflosse unter dem eigentlichen Kiel hängt. Boote können entweder mit nur einem Mittelkiel, mit zwei Kimmkielen oder als Dreikieler gebaut sein. Er ist gegenüber einem Schwertboot selbstaufrichtend.
  117. Kiel-Canal = Bezeichnung für Nord-Ostsee-Kanal, früher Kaiser-Wilhelm-Kanal
  118. Kieler Bucht = Seegebiet zwischen der Ostküste Schleswig-Holsteins und den dänischen Inseln Alsen
  119. Kieler Jung = auch Kieler Sprotte genannt, ist ein alteingesessener oder gebürtiger Bürger Kiels. Das gleiche gilt auch für die "Kieler Deern".
  120. Kiel-Ostsee-Weg = ist eine viel befahrene Seeschifffahrtsstraße in der Ostsee. Er verbindet die Kieler Bucht vom Leuchtturm Kiel über den Fehmarnbelt mit der Mecklenburger Bucht und führt zur Kadetrinne.
  121. Kieler Sprotten = sind eine Räucher-Fischspezialität. Die "Echte Kieler Sprotten" kamen früher nur aus Eckernförde. Diese Fisch-Delikatessen werden auch heute noch nach traditioneller, handwerklicher Art in den berühmten "Altonaer Öfen" über Buchen- und Erlenholz geräuchert. Sie gelangen typischerweise in flachen Kisten aus rohem Holz in den Handel. Einer der letzten Hersteller "Echter Kieler Sprotten" ist die Firma Rehbehn & Kruse aus Eckernförde. Heute werden Kieler Sprotten nicht nur in Eckernförde, sondern auch in Räuchereien in anderen Städten der Region hergestellt. - Die Sprotte ist ein heringsartiger Seefisch, der selten größer als 20 cm wird. Für die Herstellung von Kieler Sprotten werden meist nur Exemplare von ca. 10 cm genommen.
  122. Kieler Woche = Regatte-Woche, in der auf olympischen Kursen und auch auf Hochseekursen Wettkämpfe ausgetragen werden. Die Kieler Woche wird seit 1882 durchgeführt.
  123. Kielflosse = flache Stahlplatte unter dem Kiel von Segelbooten zur Vergrößerung der Lateralflächen. Am unteren Rand der Kielflosse kann eine Verdickung als Ballast zur Verbesserung der Stabilität sein.
  124. kielholen = eine Segelyacht auf die Seite legen, um den Schiffsboden zu untersuchen, früher zur Strafe, einen Seemann an einem Tau unter dem Schiff durchziehen
  125. Kielkreuzer = Segelboot mit Kiel und Kajüte, wird auch nach dem Fahrgebiet als Seekreuzer oder Schärenkreuzer bezeichnet.
  126. Kiellegung = Baubeginn eines Schiffes auf der Schiffswerft
  127. Kiellinie fahren = genaues Hintereinanderfahren mehrerer Schiffe
  128. kieloben = Kiel nach oben, das Boot trieb kieloben auf dem Wasser
  129. Kielraum = Bilge
  130. Kielschwein = auf dem Hauptkiel von Schiffen liegender Verstärkungsbalken oder -träger), auch Binnenkiel genannt.
  131. Kielschwert = Holz- oder Metallplatte unter dem Kiel, die in den Schiffsboden eingezogen werden kann
  132. Kielwasser = von Wirbeln verursachte Spur hinter einem fahrenden Schiff
  133. Kielwasser segeln = z.B. ein Segelboot unmittelbar folgen
  134. killen = Flattern eines Segels an seiner Vorderkante ( durch lose Segel)
  135. Kimm, Kimmung = 1. Horizontlinie zwischen Meer und Himmel, 2: Übergang des Schiffsbodens in die Bordwand
  136. Kimmkiel = im Gegensatz zum Mittelkiel nicht unter dem eigentlichen Kiel, sondern an jeder Bordseite in der Nähe der Kimm eingebauter oder als Kielflosse befestigter Ballastkiel.
  137. Kimmstringer = Längsversteifung im Rumpf, die an der Kimm sitzt, das heißt dort, wo der Bootboden in die mehr oder minder senkrechte Bordwand übergeht.
  138. Kink, Kinken = Knoten im Tau, Knick in der Stahltrosse
  139. Kirr, Insel = Die Insel Kirr ist eine Salzgraslandinsel in der Darß-Zingster Boddenkette südlich des Zingst. Die 370 ha große Insel hat eine Länge von 3,5 km und eine maximale Breite von 1,5 km. Die Insel ist mit Salzwiesen bedeckt und von Prielen durchzogen. Sie ist "das" Brutgebiet für Watvögel im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.
  140. Kitesurfen, Drachensurfen, Kiteboarden = ist eine Variante des Windsurfens, wobei der Surfer / die Surferin anstelle des Segels einen "Kite" (Lenkdrachen) für die Fortbewegung verwendet.
  141. Klabautermann, Klabüstermann = Kobold, der im Schiff klopft und rumort und entweder durch sein Erscheinen dem Schiff den Untergang anzeigt oder der im Schiff auf Ordnung sieht und durch sein Verschwinden Unheil anzeigt.
  142. Klampe = Stütze für das Beiboot auf dem Schiffsdeck oder doppelarmiger Haken (Knagge) auf der Reling zum Befestigen von Tauen (belegen)
  143. Klappbuchse = schwenkbarer montierte Morselampe zur Signalgebung
  144. klappen, verklappen = Abfallstoffe ins Meer versenken
  145. Klappläufer = ein loser laufender Block, dessen Läufer an einem Ende (Tau) befestigt ist. Mit dem anderen Ende wird die am beweglichen Block befestigte Last geholt.
  146. klar = seem. Ausdruck für "fertig"; ein Schiff ist klar zum Auslaufen; etwas so vorbereitet haben, daß es sofort genutzt oder eingesetzt werden kann; klare Sicht (ohne  Nebel oder Wolken)
  147. Klar bei Hängmatten = Befehl zum Schlafengehen an Bord eines Schiffes. Die engen Verhältnisse an Bord erlauben es meist nicht, jedem Mann sein eigene Koje zu geben. Die Seeleute schlafen in Hängmatten, die abends in den Räumen aufgehängt werden
  148. klar machen = Geräte, Ausrüstung, Bewaffnung oder das gesamte Schiff zum sofortigen Einsatz vorbereiten.
  149. Klarschiff = Gefechtsbereitschaft eines Kriegsschiffes
  150. klar Schiff machen =  bedeutet streng genommen nur "klar machen zum Gefecht" und ist ein Begriff der Kriegsmarine und kommt aus der Zeit, als man die Geschützpforte (Pfortendeckel) vor dem Geschütz (Kanone) aufklarte ( hochzog, aufklappte).
  151. klarieren = die Abfertigung des Schiffes durch den Zoll ( vor dem Ein- bzw. Auslaufen, seine Ladung verzollen); eine vertüdelte Leine klarieren
  152. Klasse = Güteklasse einer Klassifikationsgesellschaft ( für Schiffe in Deutschland der Germanische Lloyd) oder Jachten Zugehörigkeit  zu einer Einheitsklasse
  153. Klassifikationsgesellschaft = Eine Klassifikationsgesellschaft ist ein Unternehmen, das im Schiffbau als Gutachter auftritt. Es ist einerseits für die Klassifikation von Schiffen und andererseits für die regelmäßige Kontrolle des Erhaltungszustands zuständig.
    Klassifikationsgesellschaften :
    A B S = American Bureau of Shipping, Houston, TX I R S = Indian Register of Shipping, Mumbai
    B V = Bureau  Veritas, Courbevoie / Paris K R S = Korean Register of Shipping, Taejon
    C C S = China Classification Society, Beijing L R S = Lloyd's Register of Shipping, London
    C R S = Croatian Register of Shipping, Split N K K = Nippon Kaiji Kyokai, Tokio
    D N V = Det Norske Veritas, Hovik / Oslo P R S = Polski Rejestr Statków, Gdańsk
    G L = Germanischer Lloyd, Hamburg R I N A = Registro Italiano Navale, Genova
    H R S = Hellenic Register of Shipping, Piraeus / Athen R S = Russian Maritime Register of Shipping, St.Petersburg
  154. Klassenzeichen = Symbol, Ziffer oder Buchstabe, die im oberen Teil des Großsegels als Unterscheidungszeichen geführt werden und die Bootsklasse kennzeichen
  155. Klau, Klaue = ein gabelförmiger Beschlag am mastseitigen Ende der Gaffel.
  156. Klaufall = ein Fall (Tau, Leine) an der Klau, das zum Heißen und Niederholen des Gaffelsegels dient.
  157. Klappbuchse = schwenkbar montierte Morselampe (Signalscheinwerfer) zur Signalgebung
  158. Kleid = 1. Persenninghülle zum Schutz von Kompaß, Steuerrad usw.; 2. die einzelne Bahn eines Segels
  159. Kleidkeule = holzhammerähnliches Instrument mit einer Rille am Schlegel. Es wird zum Bekleiden von Drahttrossen mit einem geteerten Hanffaden benutzt.
  160. Klein Curaçao = ist eine kleine, unbewohnte Insel in der Karibik, ca. 15 km südöstlich vor Curaçao, der größten Insel der Niederländischen Antillen.
    Auf der Insel befindet sich ein alter Leuchtturm.
  161. Kleine Fahrt = die Fahrt in der Ostsee, in der Nordsee bis zu 61° nördlicher Breite, im Englischen Kanal, im Bristol-Kanal, im St. Georgs-Kanal und in der Irischen See mit Einschluß der Clyde-Häfen, soweit diese Fahrt die Grenzen der Küstenfahrt überschreitet.
  162. Kleine Hochseefischerei = ist die Fischerei, die in der Ostsee, in der Nordsee und im Gebiet betrieben wird, das begrenzt wird in Norden durch den Breitenparallel 63° Nord von der norwegischen Küste bis zum Meridian 10° West, von dort nach Süden bis 60 Seemeilen nördlich der irischen Küste, weiter in einem Abstand von 60 Seemeilen an der irischen Westküste entlang bis 50° 30' Nord 10° West und von dort in gerader Linie nach Quessant.
  163. Kleiner Flaggenschmuck = Schmuck des Schiffes bei festlichen Anlässen. Auf allen Masten des Schiffes sowie am Heck und am Bug wird im Topp die Landesflagge gesetzt; siehe auch großer Flaggenschmuck.
  164. Kleiner Vogelsand = ist ein hoher Wattrücken und liegt nordöstlich der Insel Neuwerk. Das Wattgebiet ist ein Teil des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer. Nach Stürmen findet man dort Bernstein. Wandern und Reiten ist dort erlaubt.
  165. Kliff = Steilufer, Abbruchkante, steile Kanten an im Abbruch liegenden Meeresufern.
  166. Klinker, Klinkerbeplankung = Art der Beplankung, bei der die Holzplanken dachziegelartig übereinandergreifen.
  167. Klinkerboot = Boot mit dachziegelartig übereinandergreifenden Planken
  168. Klinometer = Meßgerät zur Bestimmung des Krängungswinkels des Schiffes. Es wird hierzu an einem Querschott angebracht.
  169. Klippe = aus dem Meer ragender Felsen
  170. Klipper, Clipper = Der Klipper (engl. Clipper) ist ein Segelschiffstyp und wurde in den USA entwickelt. Sie ist ein seetüchtiges schnelles Segelschiff im 19. Jahrhundert , englische Konstruktionen speziell zum Transport von Tee und Weizen. Klipper sind meist als Vollschiff getakelt. Sein ausgezeichnetes Merkmal war seine hohe Geschwindigkeit. Die Clipper erreichten Durchschnittsgeschwindigkeiten bis zu 18 Knoten (33.3 km/h).
  171. Klippersteven = eine bei größeren vorwiegend alten Segelschiffen übliche Bugform. Nach vorne überfallende klipperähnliche Form des Vorstevens.
  172. Klippfisch = getrockneter und gesalzener Kabeljau
  173. Klöppel = Glockenknöppel z.B. einer Schiffsglocke
  174. Klüse = Loch in der Schiffswand ( Deck, Schanzkleid, Reling)  zum Durchziehen von Ketten, Taue oder Trossen
  175. Klüsen dicht = schlafen
  176. Klüver = dreieckiges Segel am Bugspriet (Vorsegel), das vor der Fock gefahren wird und auf einem Kutter zu den Haupt- oder Arbeitssegeln zählt.
  177. Klüverbaum = über den Vorsteven hinausragendes Rundholz zum Befestigen von Vorsegeln; Bugspriet
  178. K.M. = Kaiserliche Marine
  179. Knarre, Knoore = das Frachtschiff der Wikinger.
  180. Knarrpoller = einfache Winsch ohne Hebel zur Übertragung geringer Kräfte (Fockschot auf Jollen), meist aus Kunststoff.
  181. Knechte = auf dem Oberdeck von Segelschiffen senkrecht stehende Holzbalken mit Scheiben zur Führung des laufenden Gutes.
  182. Knechtsand, Großer = ist eine Wattinsel bzw. eine Sandbank und Vogelschutzgebiet. Das Wattengebiet in der Nordsee (Kleine Knechtsände, Großer Knechtsand) liegt zwischen Weser- und Elbmündung südlich der Insel Neuwerk und ist Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Das Naturschutzgebiet " Großer Knechtsand" hat eine Fläche von über 300 Quadratkilometern.
  183. kneifen = so hart am Wind segeln, z.B. um eine Boje noch runden zu können, daß das Boot nicht mehr richtig läuft.
  184. Knickspanter = Boote, deren Rümpfe einen eckigen Querschnitt haben. Es kann ein einfacher oder ein doppelter Knickspant sein. Gegensatz: Rundspanter.
  185. Knickspantform = Rumpfform mit eckigen Verlauf der Spanten. Es gibt Knickspantboote mit Plattboden und solche mit Spitzboden. Häufiger und für den moderernen Kunststoffbau geeigneter ist die runde Bauweise ( Rundspantform)
  186. Kniephof, Claus = berüchtigter Seeräuber aus Flandern. Dietmar Koel stöberte den Freibeuter 1525 in Ostfriesland auf und vernichtete seine Schiffe bei Greetsiel. Klaus Kniephof wurde am 30.10.1525 mit 16 anderen Seeräubern auf den Grasbrook in Hamburg hingerichtet.
  187. KNM = Kongelige Norske Marine = Königlich Norwegische Marine, Royal Norwegian Navy (RNoN)
  188. Knorre = Lastschiff der Wikinger
  189. kn, Knoten = Einheit für die Geschwindigkeit in der Seefahrt ( 1 kn = 1 sm/h = 1,852 km/h = 0,514 444 m/sek)
  190. Knoten  = 1. festgezogende Schlinge im Seil, Tau,  2. Marke an der Logleine
  191. Knotenbrett, Knotentafel = Schau- und Lehrtafel  über Seemannsknoten , heute ein beliebtes maritimes Sammelobjekt
  192. Knotenforz = ist ein mickriger, kleiner Seemann ( auch: Flottenforz)
  193. knüppeln = hartes  Segeln unter äußerster Beanspruchung von Masten und Segel
  194. Kobold = siehe Klabautermann
  195. Kochsmaat = Besatzungsmitglied, das im Wirtschaftsbereich zur Unterstützung des Kochs eingesetzt ist
  196. Kockpit = auch Plicht, vertiefter Sitzraum in Jachten; auch Cockpit
  197. Königin-Elisabeth-Inseln, Queen Elizabeth Islands, Parry-Inseln = liegen im arktischen Teil Kanadas. Bis 1954 waren sie als Parry-Inseln bekannt. Sie bilden den nördlichen Teil des Kanadisch-Arktischen Archipels und gehören zu den Nordwest-Territorien und zum kanadischen Territorium Nunavut. Die Inseln haben eine Gesamtfläche von über 400.000 km² und sind nahezu unbewohnt. Sie wurden 1954 zu Ehren von Königin Elisabeth II benannt. Zu der Inselgruppe gehören ca. 30 größere Inseln, darunter die folgenden Inseln: Amund-Ringnes-Insel, Axel-Heiberg-Insel, Bathurst-Insel, Borden-Insel, Brock-Insel, Byam-Martin-Insel, Cameron-Insel, Coburg-Insel, Cornwall-Insel, Cornwallis-Insel, Devon-Insel, Eglinton-Insel, Ellef-Ringnes-Insel, Ellesmere-Insel, Emerald-Insel, Graham-Insel, König-Christian-Insel, Lougheed-Insel, Mackenzie-King-Insel, Meighen-Insel, Melville-Insel, Prinz-Patrick-Insel außerdem ca. 2000 kleinere Inseln. Die Inseln wurden 1615–1616 von William Baffin und 1819-1820 von dem britischen Forscher William Edward Parry erforscht.
  198. Koffeinagel = Belegnagel, der entweder senkrecht oder waagerecht in eine Nagelbank gesteckt, zum Festmachen, Belegen, des laufenden Gutes dient.
  199. Kofferdamm = schmale, leere Zelle zwischen 2 voneinander sicher zu trennenden Räumen auf Schiffen ( z.B. zwischen Trinkwasser- und Treibstofftanks)
  200. Kogge = zwei bis dreimastiges bauchiges Segelschiff mit mehrstöckigen Aufbauten auf Bug und Heck (11,13-14 Jh.); das Handels- und Kriegsschiff der Hanse; sie war das erste Fahrzeug, das das Steuerruder am Heck trug.
  201. Kohlentrimmer = mußte auf den alten Dampfschiffen die Kohlen aus dem Kohlenbunker in den Kesselraum bringen; nicht also mit dem Heizer zu verwechseln
  202. Koje = schmales, in der Kajüte eingebaute Bett
  203. Kojer = Deicharbeiter, der mit der Schiebekarre oder Wüppe den für den Deichbau benötigten Kleiboden herankarrt.Diese körperlich schwere Arbeit wird kojern genannt.
  204. Koker  = Öffnung am Schiffsheck für das Ruder  (Hennegatt, Ruderkoker)
  205. Kola = russ. Halbinsel in der Barentsee mit gleichnamigem Hafen
  206. Kolani, Colani, Kulani = warmes, hüftlanges Marinejakett; siehe Kulani
  207. Kolbendampfmaschine = Schiffsantrieb, bei dem sich ein dampfgetriebener Kolben in einem Zylinder auf und ab bewegt und die Kraft über Kolbenstange und Kurbel auf die Schraubenwelle überträgt.
  208. Kolderstock = Steuervorrichtung, auf die Ruderpinne senkrecht aufgesetzt.
  209. Koldewey, Karl = Polarforscher. Koldewey unternahm 1868 und 1869 zwei Nordpolar-Expeditionen.
  210. Kolk, Heete, Heite, Brak = 1. durch strömendes Wasser verursachte Ausspülung ( Vertiefung) der Gewässersohle (z.B. an Buhnenköpfen); 2. bei einem Deichbruch im gewachsenen Boden ausgespültes, tiefes Wasserloch.
  211. Kollision, Schiffskollision = Zusammenstoß eines Schiffes mit einem anderen oder einem anderen festen Gegenstand
  212. Kolli, Kollo = Bezeichnung für Transporteinheit, für die einzelnen Stücke der Ladung, Packstück
  213. Kombischiff = Abkürzung für kombiniertes Fracht-Fahrgastschiff
  214. Kombüse, Kabüse = Schiffsküche
  215. Kombüsenhengst = Koch
  216. Kombüsenkreuzer = ewig hungriger Seemann, der sich gern und oft in der Nähe der Kombüse aufhält (herumkreuzt), um einen Extraschlag zu erhaschen
  217. Kommandant = Kapitän eines Schiffes oder Bootes  ( Marine )
  218. Kommandantenwimpel = dreieckige Flagge, die bei im Verband fahrenden Einheiten der Seestreitkräfte verwendet wird. Er zeigt an, wo sich der Kommandierende des Verbandes befindet;siehe Kommandowimpel.
  219. Kommandierung = Versetzung zur einer anderen Schiffseinheit  ( Bundesmarine)
  220. Kommandobrücke = Befehlsstand des Schiffes; Schiffsbrücke für den Kapitän, Wachoffizier, Lotsen
  221. Kommandowimpel = Kommandzeichen, das jeder Seeoffizier führt, der die Befehls- und Kommandogewalt über ein in Dienst gestelltes Kriegsschiff hat, wird im höchsten Topp Tag und Nacht gesetzt; muß höherem Kommaandozeichen weichen, wenn entsprechend Berechtigter an Bord.
  222. Kommandozeichen = Flagge oder Stander an Kraftfahrzeugen oder auf Schiffen zur Kennzeichnung der Dienststellung und Bezeichnung des Aufenthaltsortes der Befehlshaber,  Kommandierenden Generale, Kommandeure von Großverbänden, sowie der Führer von Einheiten aller Art, an den jeweiligen Inhaber der Befehls- und Kommadogewalt gebunden; keine persönliche Flagge; siehe auch Unterscheidungszeichen
  223. Kommodore = Kapitän in Admiralsrang, Titel für den Geschwaderführer (Marinefliegergeschwader), ältester Kapitän einer Handelsreederei
  224. Kommodore Johnson = Viermastbark, ex: Magdalena Vinnen, 1921 in Kiel gebaut. Segelschulschiff des Norddeutschen Lloyd von 1936-1945. An die UdSSR abgeliefert und besuchte als Sedov 1983 erstmals wieder Bremerhaven.
  225. Kompart = Abteilung oder Abschnitt eines Ladesraumes
  226. Kompaß = Gerät zum Bestimmen der Himmelsrichtung mittels Magnetnadel
  227. Kompaßrose = Gradskala (Windrose) auf dem Kompaß
  228. Kompaß-Stricheinteilung = Die ältere Einteilung der Kompaßrose in 32 Strich; 1 Strich = 11,25 Grad.
  229. Kondensator = Kessel zur Rückgewinnung von Dampf in Wasser, das erneut für die Maschine verwendet werden kann
  230. Kondemnation  =  Erklärung eines Experten, durch die festgestellt wird, daß ein durch Kollision, Brand, Strandung o.ä. beschädigtes Schiff nicht mehr repariert werden kann, sich eine Reparatur nicht mehr lohnt (Seerecht)
  231. Königin-Charlotte-Sund, Königin-Charlotte-Straße = Die Meeresbucht und nördliche Einfahrt nach Vancouver an der Westküste Kanadas.
  232. Konnossement = Ladeschein, Urkunde über die übernommene Ladung
  233. Konteradmiral = Offiziersdienstgrad bei der Marine, im Rang eines Generalmajors
  234. Konterbande = veraltet für Schmuggelware
  235. Konstruktionsverdrängung =  (Marine) Gewicht des völlig ausgerüsteten Kriegsschiffes einschl. Munition mit der Hälfte der Brennstoff- und Kesselspeisewasservorräte an Bord, siehe Wasserverdrängung
  236. Konstruktions-Wasserlinie abgekürzt KWL ( auch CWL). Diejenige Schwimmlinie, die dem Konstruktions-Gewicht bzw., der entsprechenden Verdrängung entspricht. Liegt das Schiff auf der CWL, so liegt es auf seiner richtigen Wasserlinie, eben auf der Wasserlinie
  237. Kontaktmine = (Marine) Mine, die bei unmittelbarer Berührung mit einem Ziel detoniert.
  238. Kontinent = Festland, aus der Sicht der Inselbewohner
  239. Konvoi, Konvoy = Gruppe von Schiffen, die durch Spezialschiffe geleitet werden, z.B. Eisbrecher
  240. Koog = dem Meer abgewonnenes, eingedeichtes Marschland ( auch Polder)
  241. Koow = plattdeutsch für Möwe, Koowenei = Möwenei
  242. Kopf = die oberste Ecke eines Hochsegels. daran wird das Fall angeschäkelt.
  243. Kopfbrett = dreieckige Verstärkung in der oberen Ecke (Kopf) eines Hochsegels, an der das Fall befestigt ist, dessen Zugkraft durch das Kopfbrett gleichmäßiger auf das Segel übertragen wird.
  244. kopflastig = ist ein Schiff, wenn es vorn tiefer eintaucht als achtern, durch schlechte Trimmung
  245. Kopfschlag = Knoten, bei dem das lose Ende einer Leine beim Belegen auf einem Poller oder Belegklampe unter dem letzten Törn liegt, wodurch dieses bekniffen wird und sich nicht lösen kann
  246. koppeln = den gefahrenen Kurs auf die Seekarte eintragen. das Koppeln erfolgt mit Hilfe von Kursübertrager oder Kursdreieck und einem Bleistift, so daß der Koppelort jeder Zeit mit einer Zeitangabe sichtbar ist.
  247. Koppelnavigation = Ermittlung des Schiffskurses und der Position aus bisher gefahrenem Kurs sowie dem letzten genau bestimmten Standort unter Berücksichtigung von Geschwindigkeit , Zeit sowie Wind- und Strömungseinfluß ohne Zuhilfenahme weiterer nautischer Mittel.
  248. Koppelort = wird auf der Kommandobrücke der Schiffsort in der Seekarte bezeichnet.
  249. Koreastraße = zwischen Korea und der Insel Tsuschima mit der geringsten Breite von 66 sm.
  250. Korallenbank = durch Versteinerung der Skelette von Korallen entstandenes, unterseeisches Gebilde
  251. Korallenriff =  aus Korallenskeletten aufgebauter Riff (Wall)  in warmen Meeren
  252. Korb = Maßeinheit für gefangenen Fisch, 1 Korb entspricht etwa 1 Zentner Frischfisch
  253. Kormoran = Sportsegelboot, 10-m²-Jolle mit Schwert, Fock- und Großsegel. 5,035m lang und 1,70m  breit. Kennzeichen: stilisierter Kormoran im Großsegel
  254. Korrespondentreeder = übernimmt die Bereederung fremder Schiffe als Agent des Reeders. Der Korrespondentreeder wird auch als Schiffsdirektor oder Schiffsdisponent bezeichnet. Gegenüber Dritten ist der Korrespondentreeder befugt alle Geschäfte und Rechtshandlungen vorzunehmen, die der Reedereibetrieb gewöhnlich mit sich bringt.
  255. Korsar = 1. Seeräuberschiff, 2. Seeräuber, Freibeuter, 3: Zweimann-Jolle mit Trapez und Spinnaker, Länge 5,0m, Breite 1,73m, Segelfläche 11,5 m², Kennzeichen: Schwert im Großsegel
  256. Korsika = ist eine Insel im Mittelmeer und eine Region Frankreichs. Sie liegt westlich von Italien, auf der Höhe der Abruzzen, nördlich der italienischen Insel Sardinien und südöstlich des Mutterlandes.Die Fläche beträgt ca. 8682 km². Aufgrund der zahlreichen Buchten hat Korsika eine über 1000 km lange Küste. Ein Drittel davon ist Strand, der Rest Felsküste. Zu großen Teilen besteht die Insel aus Hochgebirge, lediglich die Ostküste besitzt einen maximal 10 km breiten ebenen Streifen. Korsika hat ca. 250.000 Einwohner, die Hauptstadt ist Ajaccio.
  257. Korvette = kleines schnelles Kriegsschiff oder kleine Fregatte. Im allgemeinen Vollschiff-Takelage, aber auch als Bark, später mit Propellerschrauben
  258. Korvettenkapitän = Seeoffizier im Majorsrang (Bundesmarine)
  259. Krabbe = Zehnfußkrebs mit breitem Kopfbruststück wird auch Garnele oder Granat genannt
  260. Krabbenkutter = spezielles Fischerboot für den Krabbenfang
  261. Kraftsack = Segeltuchbeutel für das Handwerkzeug der Matrosen auf Segelschiffen, auch als Crewsack bezeichnet
  262. Krähennest = Ausguckposten auf dem Vordermast, der gegen Wind und Wetter geschützt ist; auch Mastkorb
  263. Kraier = Ein Kraier war zu Zeiten der Hanse ein Schiff mit mittlerer Tonnage. Mit einem Fassungsvermögen von zwischen 25 und 50 Last war der Kraier voll seetüchtig, wurde aber mit der Einführung der Kogge seiner eigentlichen Aufgabe beraubt und auf die Flüsse verdrängt.
  264. Kran, Krane = Ladegeschirr (Hebevorrichtung)  zum Heben und Versetzen von Lasten an Bord
  265. krappe See = kurze, für das Schiff unangenehme Wellen; hohe See
  266. krängen, krengen = ein Schiff, Boot sich seitwärts neigen; hauptsächlich eines Seglers am Winde
  267. Krängung = seitliche Neigung ( Schräglage ) des Schiffes
  268. Kraweelbeplankung =  Art der Beplankung, bei der die Holzplanken mit ihren Kanten stumpf aufeinandergesetzt werden; siehe auch Karweel.
  269. Kreier, Krajer, Kreie = Schlickschlitten, - rutscher ein schlittenartiges hölzernes Gefährt, mit dem früher der Fischer seinen Fang aus den Prielen aufgestellten Fangkörben oder an Watt aufgebauten Reusen zur Tidenniedrigwasserzeit abholt.
  270. Kreiselkompaß = ein drehbarer aufgehängter Kreisel, der im Gegensatz zum Magnetkompaß auch in geschlossenen Metall-Hohlräumen die Nord-Süd-Richtung anzeigt. Er ist ein unmagnetischer Kompaß, der den Vorteil hat, stets genau rechtweisend Nord zu zeigen
  271. Kreisläufer = versagen des Geradlaufapparates beim Torpedo. Die Steuerung klemmt nach einer Seite, so daß der Torpedo im Kreise herumläuft.
  272. Kreuz, Südliches = Eins der schönsten Sternbilder am südlichen Himmel. Es wird gebildet durch vier in Kreuzform stehendeSterne und erhielt seinen Namen von holländischen Seeleuten im 16. Jahrhundert.
  273. Kreuzballon = großes Vorsegel für Jachten, das beim Kreuzen gefahren wird, überlappt das Großsegel erheblich, auch Genua-Fock genannt
  274. kreuzen = im Zickzack gegen den Wind segeln, auf dem Meer hin und her fahren und verschiedene Ziele ansteuern
  275. Kreuzer = schnelles, leicht gepanzertes Kriegsschiff zur Aufklärung und Sicherung von Flottenverbänden
  276. Kreuzfahrt = Vergnügungsfahrt auf einem großen Schiff, das zahlreiche Häfen ansteuert
  277. Kreuzfahrtschiffe = das sind besonders komfortabel ausgestattete Schiffe. An Bord befinden sich Restaurants, Bars, Kino, Geschäfte, Schwimmbad, Sauna und vieles mehr
  278. Kreuzknoten = Verwendung: Verbindet zwei gleichstarke Schoten, Seile, Taue.
  279. Kreuzmast = hinterster Mast von einem dreimastigen Segelschiff, Aufteilung: Kreuz-Untermast, Kreuz-Marsstenge, Kreuz-Bramstenge, Segel: Kreuzuntermarssegel (Begien), Kreuzobermarssegel, Kreuzoberbramsegel, Kreuzroyal
  280. Kreuzpeilung =  eine einfache Methode der Standortbestimmung im Küstenbereich
  281. Kreuzsee = durch Zusammentreffen verschieden gerichteter Meereswellen entstehender, für die Schiffahrt gefährlicher Seegang; auch: hohle See, rauhe See, kabbelige See
  282. Kriegsschiff = Schiff  für Kampf und Verteidigung auf See
  283. Kriek = 1. kleiner Wasserlauf, 2: kleiner Hafen
  284. Krieselwind = Wasserhose (Wirbelwind) auf der Ostsee
  285. krimpen = wenn der Wind die Himmelsrichtung wechselt, etwa von von Westen nach Osten bzw. umgekehrt
  286. Krimpfung = Verkürzung der Fasern des Tauwerks bei Wasseraufnahme
  287. Kribbe, Buhne = längliches Bauwerk, das vom Ufer aus in den Fluß hineinragt. Man unterscheidet durchlässige, halbdurchlässige und undurchlässige Buhnen, die, je nach Zweck vorübergehend, semi-permanent oder dauerhaft eingerichtet werden. Buhnen dienen als halb natürliche Wasserbauwerke zur Regulierung schiffbarer Flüsse. Während des Niedrigwassers engen sie das Flußbett bis auf das Fahrwasser ein, das auf diese Weise mit Wasser versorgt wird und - durch die Fließgeschwindigkeit - gegen Verlandung geschützt wird. Steigt das Wasser, breitet es sich nach den Seiten hin aus. Auf diese Weise steigt der Strom, der ansonsten mit zunehmendem Durchfluß steigen würde, nur mäßig.
  288. KTS = Kühl- und Transportschiff; auch für Kleines Torpedoschnellboot
  289. KüFuSt = Abk. für Küstenfunkstelle
  290. Kühllast = räumlich kleiner Kühlraum, der für die Aufnahme von Teilen des Schiffsproviants, der gekühlt werden muß
  291. Kühlschiffe = spezielle, meist weiße, Frachtschiffe für den Transport von Fisch, Gefrierfleisch, Südfrüchten und Eier
  292. Kühlte = veraltete Windstärkenangabe, z.B. flaue oder labbere Kühlte. Die Brisen wurden als Bramsegel-Kühlte bezeichnet, bei der Marssegel-Kühlte mußte dieses gerefft werden.
  293. Küste, Küstengebiet = die Grenzone zwischen Land und Meer. Vom meereskundlichen Standpunkt aus wird die Küste in drei charakteristische Zonen geteilt: Strand, Gezeitenzone und Schorre.
  294. Küstenfahrt = die Fahrt zwischen allen Platzen des Festlandes vom Kap Gris Nez bis zum Aggerkanal mit Einschluß der vorgelagerten Inseln und der Insel Helgoland sowie in den Gewässern zwischen der Linie Skagen-Lysekill und dem Breitenparallel von 57° 30' Nord in der Ostsee.
  295. Küstenfischerei = von selbständigen Fischern auf eigenen Fahrzeugen betriebene Fischerei. Die Fischer kehren in der Regel täglich in ihren Heimathafen zurück; Wird mit Kuttern, Ruderbooten oder kleineren Segelbooten betrieben. Fanggebiete sind die Flußmündungen und die Küstengewässer. Sie bringen Seezungen, Krabben, Dorsch, Schollen, Hummer, Krebse und Muscheln ein und ergänzt damit die Seefischerei.
  296. Küstenkanal =  69,7 km lange Verbindung zwischen dem Dortmund-Ems-Kanal bei Dörpen und der Hunte bei Oldenburg, die 1906-1935 unter Verwendung eines Teils des Hunte-Ems-Kanals erbaut wurde (zwei Schleusen in Dörpen (104x12m) und Oldenburg (102x12m). Der Küstenkanal, der auch wichtige wasserwirtschaftliche Aufgaben bei der Entwässerung des Moors erfüllt, war und ist ein Durchgangskanal für den Verkehr zwischen Ems und Weser, etwa für den Transport von Kohle aus dem Ruhrgebiet nach Bremen. Zwar stand für diesen Zweck auch der Mittellandkanal zur Verfügung. Aufgrund der unsicheren Wasserverhältnisse auf der Weser zogen viele Schiffer aber den Weg über den Küstenkanal vor. Dabei nahmen sie auch die Schleusen und die Fahrt über die kurvenreiche Hunte zur Unterweser in Kauf; Bundeswasserstraße
  297. Küstenmeer = staatsrechtlicher Begriff für den vor der Küste liegenden Meeresstreifen, der zu den Hoheitsgewässern eines Staates gehört. Um die Breite dieses von einer Basislinie an der Küste aus seewärts gemessenen Streifens hat man bis in die jüngste Zeit heftig gestritten; sie ist auf der 3. Seerechtskonferenz von 3 sm auf 12 sm erweitert worden.
  298. Küstenmotorschiff, Kümo = Kleinfrachter für den Einsatz auf den Küstengewässer
  299. Küstenschutz = Vorkehrungen baulicher Art, um Deiche, Vorländer, Strände oder Dünen an Festlands- und Inselküsten vor der Zerstörungskräften der See ( Strömung, Wellen, Brandung, Eis) zu sichern.
  300. Küstenstrom = Strömung parallel zur Küste außerhalb der Brandungszone.
  301. Küstentanker = kleine Tanker, er macht nur kurze Reisen zur Verteilung des Öls und des Benzins, das er von den Raffinerien geholt hat.; auch Kümo-Tanker
  302. Küstenverkehrszone = sie liegt zwischen einem Verkehrstrennungsgebiet und der Küste. Sie ist Yachten und anderen Kleinfahrzeugen vorbehalten, während der allgemeine Schiffsverkehr die Einbahnwege nutzt.
  303. Küstenwache = Seit dem 1.07.1994 gibt es auch in Deutschland eine "Küstenwache". Unter dieser gemeinsamen Bezeichnung koordinieren die Überwachungs- und Vollzugsdienste der zuständigen Bundesbehörden  ( Wasser- und Schiffahrtsverwaltung, Bundesgrenzschutz, Zollverwaltung, Fischereiaufsicht) behördenübergreifend ihre Tätigkeit auf See.
  304. KüWaZ Nordsee und Ostsee  = Küstenwachtzentrum Nordsee in Cuxhaven, Ostsee in Neustadt  (des Koordinierungs- verbundes "Küstenwache", in dem die Einsätze der Kräfte und Mittel des BSG, des Zolls, der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung und der WSV auf See koordiniert werden).
    Am 01.01.2007 hat das MSZ (Maritime Sicherheitszentrum) mit Sitz in Cuxhaven ihre Arbeit aufgenommen.In dem neuen Maritimen Sicherheitszentrum (früher Küwaz Nordsee / Ostsee) werden daher zukünftig alle Behörden und Einrichtungen, die Verantwortung für die maritime Sicherheit auf Nord- und Ostsee tragen, fachlich und räumlich konzentriert zusammen arbeiten. Dazu gehören das Havariekommando in Cuxhaven, Bundespolizei, Zoll, die Wasserschutzpolizeien der Länder, Schifffahrtsverwaltung (WSA) und Fischereischutz.
  305. Kuff = flachgehendes ostfriesisches Küstensegelschiff; es ist ein Anderthalbmaster. Sie war sehr ähnlich der verbreiteten Tjalk, von der sie sich dadurch unterschied, daß der Rumpf hinten in eine Piek auslief, während die Tjalk hier flach ist und nur vorgebaute Steven besitzt. Auch Schnigge genannt.
  306. Kufftjalk = ein Mittelding zwischen Kuff und Tajalk. Sie hat den Rumpf der Tjalk und die Takellung der Kuff.
  307. Kugelbake = das Wahrzeichen Cuxhavens, eines der bekanntesten Seezeichen an der deutschen Küste, zeigt bei Cuxhaven die Einfahrt zur Elbmündung an. Als Toppzeichen trägt sie eine Kugel.
  308. Kuhbrücke = durch die Reservestegen und - rahen zwischen Fock und Großmast gebildetes Deck.
  309. Kuhmatrosen = alte Bezeichnung für schlechte Seeleute
  310. Kuhschwanz = nennt der Seemann ein Tauende, das zerfranst ist ( auf ordentliche Schiffe gibt es keine Kuhschwänze)
  311. Kuhsturm = starker Wind
  312. Kuhwende = beim Kreuzen durchgeführte Drehung des Schiffes mit dem Heck durch den Wind. Wurde früher von schwer manövrierenden Seglern angewendet.
  313. Kujambelwasser = in der Seemannssprache sind alle Sorten von Fruchtsaftgetränke gemeint.
  314. Kulani = zweireihige blaue Jacke der Marineangehörigen, genannt nach einer Kieler Herstellerfirma
  315. Kuli = ehemals abwertende Bezeichnung für Kriegsmarineangehörige
  316. Kurilenstraße = Durchfahrt an der Südspitze der Halbinsel Kamtschatka
  317. Kurre = kleines Grundnetz der Kutterfischerei; auch Heringschleppnetz
  318. Kurrleine = Trosse aus Stahldraht oder Fasermaterial zum Aussetzen, Schleppen und Einholen eines Fischfanggeräts
  319. Kurs = die Fahrtrichtung eines Schiffes, es ist stets der rechtweisende (geographische) Kurs gemeint und nicht der mißweisende (magnetische) Kurs.
  320. Kurzspleiß = 1. Spleiß zum Verbinden zweier Tauwerksenden, bei dem eine Verdickung an der Spleißstelle entsteht.  2. scherzhaft: für einen  kurz geratenen dicken Menschen
  321. kurzstag = beim Ankerlichten wird die Kette so weit eingehievt, dass sie keinen Durchhang mehr hat.
  322. Kusenbrecher = spezieller Schraubenschlüssel für den Schiffsbetrieb, bes. zum Lösen und Festdrehen von Schäkelbolzenköpfen unterschiedlicher Form und Größe.
  323. Kusenbrecher = spezieller Schraubenschlüssel für den Schiffsbetrieb, bes. zum Lösen und Festdrehen von Schäkelbolzenköpfen unterschiedlicher Form und Größe.
  324. Kutter = 1) Bez. für hochgetakelte Jachten mit mehr als einem Vorsegel, 2) (Fisch-Kutter) motorgetriebenes Fischereifahrzeug für die Küsten-, aber auch Hochseefischerei mit dem Schleppnetz, 3) Rettungs-, Beiboot eines Kriegsschiffes
  325. Kuttertakelung = Takelung von Segelyachten, wobei die Segelfläche etwa zu gleichen Teilen auf 1 Großsegel und 2 Vorsegel verteilt ist. Zur Kuttertakelung gehört nur 1 Mast. Als Vorsegel werden Fock und Klüver gefahren. Das Großsegel kann ein Hochsegel oder ein Gaffelsegel sein. Die Takelung der Riemenkutter besteht oft aus 2 Masten mit Gaffelsegeln und 1 Vorsegel (Fock).
  326. KV = Kystvakt = Norwegische Küstenwache
  327. Kvarken = ist eine Region in der Ostsee, die den nördlichen Teil des Bottnischen Meerbusens vom südlichen Teil trennt.
  328. KVR = Kollisionsverhütungsregeln; Internationale Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See
  329. KWL = Konstruktions-Wasserlinie, siehe dort.
  330. Kykladen = Die Kykladen sind eine Inselgruppe im Ägäischen Meer. Sie gehören zu Griechenland. In der Antike wurden die Inseln als Kreis um das heilige Eiland Delos betrachtet, weshalb die Inselgruppe Kykladen ("Ringinseln") genannt wurde, während die außerhalb des Kreises gelegenen Inseln Sporaden ("zerstreute Inseln") hießen. Zu den Kykladen gehören über 220 Inseln, darunter: Amorgos, Andros, Anafi, Antiparos, Delos, Ios, Milos, Naxos, Paros, Kea, Kythnos, Mykonos, Santorini (Thira, Thera), Serifos, Sifnos, Sikinos, Syros, Tinos. Ermoupolis auf der Insel Syros ist die Hauptstadt der Inselgruppe.

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update: 06.01.2008 (wird bei Bedarf erweitert) - die Angaben sind ohne Gewähr -