( Das kopieren des Lexikons ist nur mit Genehmigung erlaubt.)

Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: H
Startseite
A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | [Seiten-Ende]

  1. H = Hotel, internationales Buchstabensignal, weiß-rot. Bedeutung: Ich habe einen Lotsen an Bord
  2. Hacke = das verdickte Kielende am Heck, worauf das Ruder ruht.
  3. Hadelner Kanal = 31,7 km lange Verbindung zwischen der Elbe bei Otterndorf und dem Bederkesasee, als Entwässer- ungskanal geplant und 1852 bis 1855 als Schifffahrtsweg gebaut; nach der Weiterführung des Bederkesa-Geeste-Kanals Teil des Elbe-Weser-Schiffahrtswegs - geht zurück auf Verträge von 1542 zwischen dem Fürsten von Hadeln, der Stadt Bremen und dem Herzog von Sachsen-Lauenburg sowie napoleonische Pläne einer Verbindung Geeste-Oste.
  4. Hafen = geschützter Anlegeplatz und Umschlagplatz  für Schiffe ( See-, Fluß- und Binnenhafen)
  5. Hafenamt, Hafenbehörde = Behörde, der  die Leitung des Hafenbetriebes obliegt
  6. Hafenkapitän = jemand der die nautische Verwaltung eines Hafens obliegt, meist in größeren Häfen
  7. Hafenlotse = Lotse, der die Seeschiffe sicher in den bzw. aus dem Seehafen lotst, im Gegensatz zum Fluß- oder Seelotsen, der im Gebiet der Hafenzufahrt oder in Küstengebieten die Beratung des Kapitäns übernimmt.
  8. Hafenmeister = in kleineren Häfen obliegt der Hafenmeister die nautische Verwaltung eines Hafens
  9. Hafenstaatkontrolle = Im Rahmen der Hafenstaatkontrolle soll die Berufsgenossenschaft mindestens jedes vierte ausländische Schiff untersuchen, das einen deutschen Hafen anläuft. Im schlimmsten Fall können die Kontrolleure ein Schiff in (an) die Kette legen, zu Reparaturen verpflichten oder sogar aus allen europäischen Häfen verbannen. Grundlage dafür ist die 1982 in Paris unterzeichnete Memorandum of Understanding on Port State Control (Paris MOU), dem sich neben Deutschland und den meisten anderen Mitgliedern der Europäischen Union auch Polen, Kanada und Russland angeschlossen haben
  10. Haff = durch eine Nehrung vom Meer fast vollständig abgetrennter Strandsee (Flußmündungsbucht)
  11. Hahnepfote, Hahnepoot = ein an drei Punkten angreifendes Tau, Tau mit auseinander laufenden Enden
  12. Haken = Verbindungsstück zwischen Drähten, Leinen und Ketten
  13. Haker = seemännische Bezeichnung für das Hängenbleiben des Schleppnetzes an einem Hindernis auf dem  Meeresboden ( Wrack, Anker, Felsen)
  14. HAL = Hamburg-Amerika Linie, ab 1893 als Kurzform für den angeblich umständlichen Namen Hapag
  15. Halbdeck = Bezeichnung für ein erhöhtes Achterdeck
  16. halber Schlag = 1. mit einem halben Schlag wird eine Leine belegt; einfacher Knoten, der alleine nicht hält.. Mit z.B. einem Rundtörn und 2 halben Schlägen erreicht man aber eine haltbare Befestigung;  2. beim Essen nur eine halbe Portion
  17. Halbinsel = ins Meer oder in einen See vorspringender Teil des Festlandes ( z.B. durch Meereseinbrüche entstanden)
  18. halbmast = bis zur halben Höhe des Mastes flaggen ( als Zeichen der Trauer)
  19. Halbtaucherschiff, Spezialhalbtaucherschwertransportschiff, Dockschiff = bezeichnet man Schiffe, die neben dem eigentlichen Rumpf zusätzlich Schwimmkörper besitzen, die vergleichsweise weit unter der Wasserlinie angebracht sind. Oft werden zwei Schwimmkörper unter einem katamaranartigen Aufbau montiert. Diese Schwimmkörper besitzen einen vergleichsweise großen Anteil am Gesamtauftrieb. Dieser Frachtertyp beherrscht vier Verfahren: Float-on/Float-off, Roll-on/Roll-off, Skid-on/Skid-off und Lift-on/Lift-off oder Kombinationen daraus.
  20. Hall, Charles Francis = (1821–1871), US-amerikanischen Polarforscher, nach dem das Hall-Becken in der Naresstraße benannt ist.
  21. Halligen = 1.) kleine, oft bei Sturmflut überfluteten, Marschinseln im nordfriesischen Wattenmeer, die nicht eingedeicht wurden. Die Höfe, Stallungen usw. auf den Halligen liegen auf künstlichen 4-5 m hohen Werften (Warften, Wurten). 2.) Das hoch gelegene Vorland vor den Deichen des Festlandes wird auch als Hallig bezeichnet.
  22. Halse = 1. Haltehau des Segels, 2. Hals(e) = untere vordere Ecke des Segels, 3. Wendemanöver
  23. halsen = das Segel auf die andere Bordseite bringen (beim Wenden)
  24. Hamburger Loch = Das Hamburger Loch ist ein Seegebiet in der deutschen Bucht und zwar dort wo die Fahrrinnen von Elbe und Weser zusammentreffen. In diesem Gebiet ist meist immer Seegang.
  25. Hamem, Hammnetz = Fanggerät der Küsten und Flußfischerei
  26. Handelsflagge = zeigt die Staatsangehörigkeit von Handelsschiffen an, meist die Nationalflagge
  27. Handelskrieg = Versuch der kriegsführenden Parteien die Kriegswirtschaft des Gegners insbesondere durch Abschnürung seiner Seezufuhren lahmzulegen. Der Handeslkrieg findet seine Beschränkung in dem Grundsatz der Freiheit der Meere und ist daher durch einige völkerrechtliche Abkommen des Seekriegsrechts geregelt. Die Wegnahme von Waren und Schiffen ist in der Regel nur nach den Bestimmungen des Prisenrechts möglich.
  28. Handelsmarine = umfaßt alle dem seewärtigen Güter- und Personenverkehr dienenden Schiffe eines Staates, die als Seeschiffe klassifiziert und eingetragen sind. (Seeschiffahrt)
  29. Handelsschiff = Schiff zur Beförderung von Gütern und Personen
  30. Handicap = Segelregatta ungleicher Jachten, die mit einem Ausgleich gegeneinander segeln
  31. Handlog = veraltetes Log (Meßgerät), das die Fahrt mit einer Logleine mißt, die auf einer Logtrommel aufgerollt ist und an deren Tampen ein Logscheit hängt. Die Ablaufzeit mißt ein Logglas. Die Logleine ist in Abständen von 6,84 m mit Knoten markiert und hat eine Gesamtlänge entsprechend der möglichen Höchstgeschwindigkeit des Bootes. Die in der üblichen Zeiteinheit von 14 s ausgelaufenen Marken geben die Fahrt in Knoten an. Der scheinbar willkürlich gewählte 6,84 m Abstand der Knoten voneinander ist tatsächlich ein genaues nautisches Maß.
  32. Handlot = Gerät zum Messen der Tiefe. Besteht aus einem 3-5 kg schweren länglichem Bleikörper, der unten eine Aushöhlung hat, zur Aufnahme der Lotspeise.Er wird an einer 40 m langen Lotleine auf den Grund herabgelassen.. Steht die Leine senkrecht, kann man an der entsprechenden Marke die Tiefe ablesen. Die Leine ist in der Regel mit farbigen Tuchstreifen in folgender Weise gemarkt: 2, 12, 22, 32 m = schwarz / 4, 14, 24, 34 m = weiß / 6, 16, 26, 36 m = rot / 8, 18, 28, 38 m = gelb. Alle 10 m ist ein gelochter Lederstreifen eingefügt. 1 Loch = 10 m, 2 Löcher = 20 m, 3 Löcher = 30 m, 4 Löcher = 40m. Es gibt noch schwerere und längere Ausführungen de Handlots. Mittellot (8-10 kg, 60-100 m Leine) und Tieflot (15-25 kg, 200-300m Leine).
  33. Handspake = handlicher hölzerner Hebebaum; auch lange Rundhözer, mit denen man früher das Ankerspill runddrehte.
  34. Handstopp = kurze Tauschlingen, die am Jackstag befestigt sind; um dem Seemann beim Arbeiten Halt zu geben
  35. Hand über Hand = Arbeitsweise beim Einholen oder Anstecken einer losen Leine, die jeweils mit einer Hand gezogen wird, während die andere Hand nachgreift.
  36. Hanger = ein dicker Stahldraht zum Halten und Fieren des Ladebaumes.
  37. Hängematte = aus Schnüren hergestelltes, netzartiges Geflecht, das an zwei gegenüberliegenden Haltern aufgehängt wird, besteht auf Schiffen auch aus Segeltuch und wird dort von den Matrosen als Schlafgelegenheit benutzt
  38. Hanse = Vereinigung von Kaufleuten norddeutscher Städte im Mittelalter, später Städtebund zwecks gemeinsamen Handels (z.B. Hansestadt Bremen, Hamburg, Lübeck, Rostock)
  39. Hansekogge = Handelsschiff  in der Hansezeit (Mittelalter)
  40. HAPAG = Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, Hamburg-Amerika-Linie, älteste und bedeutendste deutsche Reederei, 1847 gegründet . 1970 Zusammenschluß von Hapag und NDL  ( Norddeutscher Lloyd ) zur Hapag-Lloyd AG
  41. Harle = Die Harle war früher ein Schifffahrtsweg; sie ist jetzt ein Entwässerungstief bis zur Nordsee. Sie ist 26,3 km lang und verläuft von der Straßenbrücke Ardorf bis Harlesiel (Carolinensiel).
  42. Harle-Fahrwasser = ist ein Fahrwasser zwischen Spiekeroog und Wangerooge
  43. hart am Wind = "Hart und hoch" am Wind Segeln heißt: den Wind so spitz von vorn zu nehmen, wie es eben noch geht. Zu hoch am Wind segelt man, wenn die Segel anfangen zu killen (flattern). - Segeln mit Wind schräg von vorn
  44. Hartbrot = Schiffszwieback
  45. Hauptdeck = gewöhnlich das oberste durchlaufende Deck
  46. Hauptgefreiter = Mannschaftsdienstgrad unmittelbar über den Obergefreiten ( z. B. Bundesmarine)
  47. Hauptsegel = auch Arbeitssegel. Die normalen Grundsegel eines Bootes ohne die Beisegel z.B. Großsegel und Fock. nach der Takelung mit Hauptsegel erhält das Boot die Bezeichnung wie; Kat, Slup, Ketsch oder Yawl. Nach der Art der verwendeten Hauptsegel gibt es auch eine Typenbezeichnung für die Takelage, z.B. Lugger-, Gaffel- oder Hochtakelage
  48. Hauptspant = der Schiffsquerschnitt an der breitesten Stelle, etwa in der Mitte. Der grundlegendste konstruktive Aufbau eines Bootes wird durch die Hauptspant-Zeichnung dargestellt.
  49. Hausboot = Boot, das auch als Wohnung dient und meist in Flüssen oder Seen verankert wird
  50. Hausflagge = Reedereiflagge, wird im Großtopp ( Spitze des Großmastes) gezeigt. Zeichnung auch am Schornstein
  51. Havarie = Unfall, Bruch eines Schiffes oder seiner Ladung; Schaden am Schiff durch Zusammenstoss oder höhere Gewalt. Man unterscheidet: Große Havarie und Besondere Havarie. Große Havarie sind alle Schäden, die dem Schiff oder der Ladung oder beiden zum Zwecke der Errettung beider aus einer gemeinsamen Gefahr von dem Kapitän oder auf dessen Geheiß vorsätzlich zugefügt werden, sowie auch die durch solche Maßregeln ferner verursachten Schäden, ingleichen die Kosten, die zu demselben Zwecke aufgewendet werden.  Große Havarie wird von Schiff, Fracht und Ladung gemeinschaftlich getragen. Alle nicht zur Großen Havarie gehörigen, durch einen Unfall verursachten Schäden und Kosten sind "Besondere Havarie". Die Besondere Havarie wird von den Eigentümern des Schiffes und der Ladung von jedem für sich allein getragen HGB §§ 700,701.
  52. Havariebond = Havarieverpflichtungsschein. Der Verpflichtungsschein des Ladungseigentümers, die anteiligen Unkosten einer Großen Havarie zu übernehmen.
  53. Havelkanal = 1951-52 zur Umgehung West-Berlins und zur Abkürzung des Wegs zwischen Elbe und Oder gebauter Kanal, der bei Niederneuendorf in westlicher Richtung von der Havel abzweigt, um nach 34,90 km bei Paretz von Norden kommend in die Untere-Havelwasserstraße zu münden; Bundeswasserstraße.
  54. Havel-Oder-Wasserstraße, der (HOW) = ist ein Sammelbegriff mehrerer Flüsse und Kanäle, die die Oder nördlich von Schwedt mit der unteren Havel ab der Einmündung der Spree verbinden. Die HOW beginnt in Berlin bei der Schleuse Spandau und verläuft zunächst über die Havel nach Oranienburg zur Schleuse Lehnitz. Südlich von Liebenwalde trennen sich Havel (Obere Havel-Wasserstraße) und Kanal und der Oder-Havel-Kanal beginnt. Es folgt die Scheitelhaltung bis zum Schiffshebewerk Niederfinow, dann die Alte Oder (bzw. Oderhaltung) und schließlich ab Hohensaaten Westschleuse die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße. Die HOW endet nach ca. 135 Kilometern nördlich des Ortes Friedrichsthal an der Mündung in die Westoder; Bundeswasserstraße.
  55. Hawaii = ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean die gleichzeitig den 50. Bundesstaat der USA bildet. Insgesamt gehören 137 Inseln mit einer Fläche von 16.636 km² zu Hawaii. Die meisten davon sind jedoch nicht bewohnt. Die 8 größten Inseln sind (von West nach Ost) Niihau, Kauai, Oahu, Molokai, Lanai, Kahoolawe, Maui und Hawaii die größte Insel die auch Big Island genannt wird. Die Midwayinseln gehören geographisch zwar zu der Inselkette nicht aber politisch. Die Inseln sind alle vulkanischen Ursprungs. Auf der größten Insel Hawaii sind die Vulkane Kilauea und der Mauna Loa noch aktiv. Südöstlich befindet sich der untermeerische Vulkan Loihi.
  56. Hayes, Isaac Israel (* 5. März 1832 im Chester County, Pennsylvania; † 17. Dezember 1881 in New York) war ein US-amerikanischer Arzt und Polarforscher. Der größte Erfolg seiner letzten Expedition war die Entdeckung des Robeson-Kanals 1871, was seine eigene Theorie, dass der Kennedy-Kanal direkt ins Nordpolarmeer führen würde, widerlegte.
  57. HBMS = His / Her Britannic Majesty's Ship, veralteter britischer Schiffsprefix
  58. HCI = Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH, Hamburg; Schiffsbeteiligungen, Schiffsfond
  59. HDMS = His / Her Danish Majesty's Ship , Dänische Marine; dänisch: KDM = Kongelige Danske Marine
  60. He lücht = er lügt; wird den Hafenrundfahrtskapitän zugerufen, wenn er seinen Fahrgästen den Hafen erklärt und mit den Begriffen nicht so genau nimmt
  61. Hebammenfinger = Hände einer Landratte ohne Schwielen
  62. Hebriden = Die Hebriden sind eine Inselgruppe an der Nordwestküste Schottlands, aufgeteilt in die Äußeren Hebriden (auch bekannt als Western Isles) und die Inneren Hebriden.
  63. Hecatestraße = Seeweg zwischen den Königin-Charlotte-Inseln und dem Festland an der kanadischen Westküste
  64. Heck = hinteres Ende eines Schiffes
  65. Heckgefecht = Seegefecht, bei dem der Gegner achteraus steht, so daß nur die achteren ( hinteren) Waffen des eigenen Schiffes eingesetzt werden können; meistens Rückzugsgefecht.
  66. Hecklicht = weißes, von achteraus bis 67,5 º an beiden Seiten des Schiffes sichtbares Licht.
  67. Hecklogger = Ein Hecklogger kann zur Lagerung des Fisches zusätzlich Salzfänger ( Kantjes) aufnehmen. Ein oder mehrere Fischräume sind hierfür extra hergerichtet. 1970 wurde der letzte deutsche Hecklogger außer Dienst gestellt.
  68. Hecktrawler, Heckfänger = Fischereifahrzeug, das am Heck eine Schräge hat, auf der das Fischnetz hochgezogen wird.
  69. Heckwelle = am Heck eines fahrenden Schiffs entstehende Welle, die sich nach den Seiten ausbreitet
  70. Heimatwimpel = eine verlängerte Form des Kommandowimpels (Länge zu Höhe etwa 120 zu 1), der bei Beendigung von über halbjährlichen Auslandsreisen über die ganze Länge des Schiffes wehend achteraus das Wasser berührt. (Bundesmarine)
  71. Hein Holzwurm = Schiffszimmermann
  72. Hein Mück = Seemann aus Bremerhaven, Symbolfigur für Bremerhaven, bekannt als: Hein Mück aus Bremerhaven
  73. Hein Seemann = Fahrensmann, auch Jan Maat
  74. Heinrich der Seefahrer = Prinz von Portugal, 1394-1460. Der Initiator der portugiesischen Entdeckungsreisen im 15. Jahrhundert.
  75. Heiß1. mehrere Signalflaggen, die als Gruppe an einer Flaggenleine gesetzt werden. 2. wird auch die Länge des Vorlieks eines Segels bezeichnet.
  76. heißen, hissen, hochziehen = eine Flagge hissen; Segel werden geheißt
  77. Heißhaken = An Tau, Seil oder Talje (Flaschenzug) befestigter Haken, der dem Heißen (Hochziehen) und Fieren ( Herablassen) von seemännischen Gegenständen ( z.B. Rettungsbooten ) dient.
  78. Hebriden = nordwestschottische Inselgruppe, sturmreiche Inseln mit kühlem ozeanischen Klima
  79. Helge, Helgen, Helling = ein schräg zum Wasser hin abfallendes Gelände einer Schiffswerft, auf der Schiffsneubauten durchgeführt werden und anschließend auf der Ablaufbahn zu Wasser gelassen werden  (Stapellauf)
  80. Helgoland = deutsche Nordseeinsel vor der Elbe und Wesermündung.  ( 91 ha große Felseninsel ). Die früher unter englischer Hoheit stehende Insel wurde durch den Helgoland/Sansibar-Vertrag vom 1.7.1890 wieder deutsch.
  81. Hellgat, Hellegat = Raum zur Aufbewahrung der Schiffslaternen, Stauraum,  auch Vorratsraum unter Deck eines Schiffes.
  82. Helm, Helmholz = Ruderpinne
  83. Helmtaucher = mit schwerem Gerät ausgerüsteter Taucher für Arbeiten in größeren Tiefen ( bis ca. 120 m). Beweglichkeit begrenzt, da Luftzufuhr durch Schlauch von Sicherungsstelle über Wasser.
  84. Hennegatt = Öffnung am Schiffsheck für das Ruder  ( auch Koker genannt )
  85. Hering = in allen Meeren vorkommende, bis 30 cm lange Fischart mit vielen örtlichen Abarten; Frische Heringe heißen: grüne Heringe; junge Heringe, die noch nicht gelaicht haben " Matjes-Heringe"; mit Rogen und Milch gefüllte Hering heißt: Vollhering; der grüne geräucherte ist der Bückling , der eingelegte und entgrätete der Bismarckhering und der eingelegte aufgerollte Heringslappen ist der Rollmops.
  86. Heringslogger = kleineres Fischereifahrzeug, besitzt zwei Masten mit Klüversegeln und mit Hilfsmotor ausgerüstet.
  87. Hertha = germ. myth. Göttin mit heiligem Hain auf der Insel Helgoland. Hertha wurde auch auf der Insel Rügen verehrt, wo noch heute ein 15 Meter hoher Ringwall als Kultstätte von der Herthaburg zeugt. In der Nähe auch der Herthasee.
  88. Heuer = Lohn eines Seemanns
  89. Heuerbaas = Matrosenanwerber, Anwerber für Seeleute, Arbeitsvermittler für Seeleute; heute durch Seemannsämter
  90. Heuerschein = Seefahrtsbuch eines Seemanns
  91. Heuervertag = Arbeitsvertrag der Schiffsbesatzung mit Ausnahme des Kapitäns und anderer leitender Personen
  92. heuern = Seeleute einstellen, ein Schiff chartern
  93. Heuflut = volkstümlich für ein in Sommer auftretendes, um 1 bis 2 m erhöhtes Tidehochwasser, das die Vorlandwiesen überflutet und dort zum trocknen liegendes Andelheu (Salzgras) fortschwemmt.
  94. Heulboje = tönendes Seezeichen an besonders gefährlichen Stellen
  95. Heuler = 1. junge Seehunde, die vom Muttertier noch gefüttert werden müssen. Sie stoßen beim Schwimmen im Wasser ständig "Heulrufe" aus, um den Kontakt mit der vorausschwimmenden Mutter nicht zu verlieren. 2. akustische Warnanlage auf Kriegsschiffen (früher mit Dampf) Die Zeichengebung erfolgt nach internationalen Regeln, z.B. beim Ausweichen oder bei Nebelfahrt.
  96. Hiev, Hieve = die mit einem Arbeitshub eines Hebezeuges (Kran, Ladebaum) beförderte Ladungsmenge
  97. Hiev up = Kommando für den Kranführer, eine Kranhieve (Last) hochzuziehen
  98. hieven = eine Last hochziehen, hinaufziehen
  99. Hilfskessel = Dampfkessel auf Schiffen, dessen Dampf nicht für die Hauptmaschinen sondern für Hilfszwecke, z.B. Heizung, Kombüse usw. verwendet wird. Wird meist nur im Hafen gebraucht, da in See der Dampf für Wirtschaftszwecke abgezweigt wird.
  100. Hilfskreuzer = im Kriege bewaffnete Handelsschiffe
  101. Hilfsmann, Reiseknecht  = Aushilfsmatrose, der nur für eine oder einige Reisen angenommen wird.
  102. Hinlopenstraße = Meeresenge zwischen den Inseln Spitzbergens
  103. Hinweiszeichen = 1. Verkehrsschilder der Seeschiffahrts- und Binnenschiffahrtsstraßenordnung. Sie sind blau und haben in der Mitte ein weißes Symbol. 2. Warn- und Hinweiszeichen, gegeben durch Bälle, Lichter, Tonnen, die z.B. vor Baggern warnen, Hinweise für Durchfahrten geben oder auf sonstige Behinderungen hinweisen ( nach SeeSchStrO)
  104. HI-Tech = saloppe Formulierung für neuste technische Materialien und Hochleistungs-Konstruktionen bei Segeln, Rumpf und Spieren.
  105. H-Jolle = Ist ein Sportsegler mit Schwert (Kielboot) für Binnengewässer. Diese Konstruktionsklasse ist vor etwa 75 Jahren in Deutschland entstanden. Die Standardmaße sind:  Länge: 6,20m, Breite: 1,70m, Takelungshöhe 7,50 m mit einer   Segelfläche von 15 m². Kennzeichen: H im Segel. Diese Jolle zählt zu den schnellsten Schwertbooten der Welt und wird ständig verbessert.
  106. Hjortspringschiff = nordisches Schiff um 400 v. Chr. Ausgegraben auf der Insel Alsen. Das Schiff zeigt Mast, Segel und Ruderreihen.
  107. H.M.A.S. = Her / His Majesty's Australian Ship ( Australien )
  108. H.M.C.S. = Her / His Majesty's Canadian Ship ( Kanada )
  109. H.M.J.S. = Her / His Majesty's Jamaican Ship ( Jamaika )
  110. H.M.N.Z.S. = Her / His Majesty's New Zealand Ship ( Neuseeland )
  111. H.M.S. = Abkürzung für: His (Her) Majesty's Ship (Seiner (Ihrer) Majestäts Schiff)
  112. H.M.H.S. = His / Her Majesty's Hospital Ship = Seiner / Ihrer Majestäts Lazarettschiff
  113. H.M.V.S. = Her Majesty's Victorian Ship
  114. HNLMS = His/Her Netherlands Majesty's Ship (niederländisch: Harer Majesteits oder Zijner Majesteits) = Seiner/Ihrer Niederländischen Majestät Schiff
  115. HNS = Internationales Übereinkommen von 1996 über die Haftung und Entschädigung für Schäden bei der Beförderung schädlicher gefährlicher Stoffe auf See
  116. Hobbok = verschlossenes Blechgefäß zum Versand von Flüssigkeiten
  117. Hochsee = die See außerhalb des Küstenbereiches
  118. Hochseeminensuchboot = Kriegsschiff, speziell zum Minenräumen und - legen auf hoher See eingerichtet. Hauptmerkmale: Wendigkeit, hohe Standfestigkeit, großer Aktionsradius. HM-Boote werden führungsgemäß zu Geschwadern zusammengefaßt.
  119. Hochseebergungsschlepper = Ein Spezialschiff, der auf hoher See ein Havarist (in  Seenot geratendes Schiff)  am Haken nimmt und  versucht ihn in einem sicheren Hafen zu schleppen ( ziehen)
  120. Hochseefischerei, Meeresfischerei = gewerbsmäßige Fischerei auf dem Meeren mit Schiffen.
  121. Hochseefischerei, große = Die große Hochseefischerei ist die Fischerei, die außerhalb der Grenzen der kleinen Hochseefischerei betrieben wird.
  122. Hochseefischerei, kleine = Kleine Hochseefischerei ist die Fischerei, die in der Ostsee, in der Nordsee und im Gebiet betrieben wird, das begrenzt wird in Norden durch den Breitenparallel 63° Nord von der norwegischen Küste bis zum Meridian 10° West, von dort nach Süden bis 60 Seemeilen nördlich der irischen Küste, weiter in einem Abstand von 60 Seemeilen an der irischen Westküste entlang bis 50° 30' Nord 10° West und von dort in gerader Linie nach Quessant.
  123. Hochsee-Mehrrumpfboot = bewohnbarer Katamaran oder Trimaran, auch nachts auf hoher See oder anderen nicht überwachter Passagen zu segeln.
  124. Hochsee-Rennyacht =  bewohnbares Einrumpfboot, auch nachts auf hoher See oder anderen nicht überwachter Passagen zu segeln.
  125. Hochwasser, H.W. = im allgemeinen Sinne jeder höhere Wasserstand zu einer normalen Bezugsebene. Im besonderen der höchste Wasserstand einer Gezeit.
  126. Hochwasserhöhe = die Höhe einer Gezeit zur Zeit des Hochwassers
  127. Höchstverdrängung = (Marine) Gewicht des völlig ausgerüsteten Kriegsschiffes mit sämtlichen Brennstoff- und Kesselspeisewasservorräten an Bord; siehe Wasserverdrängung
  128. Höft = vorspringende Ecke im Hafen oder an der Küste
  129. Hoftaue, Hoofdtau = Haupttau oder Hauptwant, das vorderste Want an eineMast; bekleedete Hoftaue = umwickelte Haupttaue
  130. Hohe See = offenes Meer, der nicht zu den Territorialgewässern und  inneren Seegewässern der Küstenstaaten gehört und somit keiner staatlichen Souveränität unterliegt. Jeder Küsten- und Binnenstaat kann die Hohe See gleichberechtigt zu Zwecke der Schiffahrt, der Verlegung von Unterseekabeln und  -leitungen sowie durch Überfliegen nutzen. Allerdings ist die Konvention der 3. UN-Seerechtskonferenz über die  Ausschließliche  Wirtschaftszone und den Festlandsockel zu beachten, die die Grundrechte der Freiheit der Meere in gewisser Hinsicht einschränkt.
  131. Hoheitsgrenze = Grenze des Hoheitsgebietes eines Küstenstaates gegen die offene See. Sie liegt (früher 3) 12 Seemeilen seewärts der Staatslandgrenze.
  132. Hokkaido, Ezo, Jesso = ist die zweitgrößte Hauptinsel Japans. Die Insel ist etwa 450 km breit, 420 km lang und hat eine Fläche von 78 460 km². Sie wird im Westen vom Japanischen Meer, im Norden vom Ochotskischen Meer und im Osten vom Pazifischen Ozean begrenzt. Die größte Stadt, zugleich Sitz der Präfekturverwaltung, ist Sapporo.
  133. Hol = Arbeitsgang beim Fischen vom Geschirrsetzen bis zum Einholen des Netzes; auch die Menge der gefangenen Fische
  134. Holländerfloss  = ein Hartholzfloß auf dem Main, das nicht länger als 90m und nicht breiter als 11m ist.
  135. Holtbuck, Holtwurm = Bezeichnung für den Schiffszimmermann
  136. Honshu = ist die größte Insel Japans und wird auch als japanisches "Kernland" bezeichnet. Im Norden ist sie durch die Tsugaru-Straße von der Insel Hokkaido getrennt, im Süden durch die Seto-Inlandsee von der Insel Shikoku. Die Fläche der Insel beträgt etwa 230.500 km², dies entspricht circa 60 % der Gesamtfläche Japans. Sie ist etwa 1.300 km lang und hat eine Breite zwischen 50 und 240 km. Auf Honshu liegt die japanische Hauptstadt Tokio.
  137. Hooftau = Trosse, die den Mast nach den Seiten stützt
  138. Hopperbagger = Laderaumsaugbagger, Schleppsaugbagger (sind selbstfahrende Baggerschiffe), die mit einem Saugrohr das Baggergut an der Gewässersohle aufnehmen und in den Schiffsladeraum pumpen. Das Wasser, das dabei in den Laderaum gerät, wird durch einen Überlauf abgelassen, so dass nur das Baggergut im Laderaum verbleibt. Bei Beendigung des Ladevorgangs wird das Baggergut zu Klappstellen transportiert und dort verklappt oder verspült.
  139. H.P. = 1. Horse-Power (Pferdestärke, PS) 1 H.P. = 1,014 PS, 1 PS = 0,986 Horse Power; 2. H.P. = high Power ( Hochdruck )
  140. hPa = Kurzbezeichnung für Hektopascal, die gebräuchliche Einheit für den Druck. Ein hPa entspricht einem Millibar.
  141. Horizont, Kimm = Begrenzungslinie zwischen Himmel und Meer bzw. Erde
  142. Hornbugspriet = Bugspriet und Klüverbaum bestehen aus einem Stück
  143. Hosenboje = Rettungsring mit eingearbeiteter Hose zur Rettung aus Seenot. Wird wie eine Schwebebahn an einem Tau zwischen dem gestrandeten Schiff und der Küste gefahren.
  144. Hovercraft = Luftkissenfahrzeug
  145. H R = Hellenic Register of Shipping. Griechische Klassifikationsgesellschaft mit Sitz in Athen.
  146. HSC Code = International Code of Safety for High Speed Craft, Internationale Sicherheitbestimmungen für Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge.
  147. HSV = High Speed Vessels, Hochgeschwindigkeitsschiffe, z.B. Fähren, Katamarane
  148. Huari-Takelung = Steilgaffeltakelung, die auf die indianische Takelung von Segelbooten zurückgeht.
  149. Hubkiel = aufholbarer Ballastkiel, meist mit einer Winde
  150. Hudson, Henry = engl. Kapitän, unternahm von 1608-1611 mehrere Seereisen zur Entdeckung einer Nordwest-Passage in der Arktis. Hudson fand die Mündung des nach ihm benannten Hudson-Flusses, die Hudsonstraße und die Hudsonbai
  151. Hudsonstraße = Einfahrt zur Hudsonbai,  zwischen Labrador und der Insel Baffinland.
  152. Hüsing = dünnes geteertes Bändsel aus 3 Garnen mit einem Umfang von etwa 1-1,5 cm
  153. Hütte = Aufbau auf dem Achterdeck, auch Poop genannt; früher befand sich dort die Unterkunft der Offiziere.
  154. Huk = bedeutet soviel wie Ecke, Vorsprung, besonders im Verlauf einer Küste
  155. Huker = Küstensegler mit zwei Masten, Galeasse
  156. Hulk = 1. Schiff, das dauerhaft verankert oder vertäut eine anderwärtige Verwendung gefunden hat ( z.b. Wohnschiff); 2. großes Segelschiff  (Lastschiff) um 1200 und später Kogge; auch Holk
  157. Humber, der = ist ein Fluss an der Ostküste von Nordengland. Er entsteht durch den Zusammenfluss der Ströme Ouse und Trent und ergießt sich etwa 121 km weiter südlich bei Spurn in die Nordsee. Zuflüsse des Humber sind der Market-Weighton-Kanal und die Ancholme.
  158. Hundekoje = auf Segelyachten mit Einrichtung die Koje, die neben der Pflicht und neben dem Niedergang liegt.
  159. Hundepünt, Hundspünt = verjüngtes Ende ( kunstvolle Verjüngung) einer Leine; auch Hundepint
  160. Hundewache = Wache von Mitternacht bis 4 Uhr
  161. Hundsfott = Blockauge, Bügel - Halterung für die feste Talje an einem Block
  162. Hunte-Ems-Kanal = 1855-93 entstandener Moorkanal von der Hunte bei Oldenburg zur Leda, der auf  napoleonische Pläne für eine Verbindung von der Ems über die Weser zur Elbe zurückgeht. Die Streckenführung ergab sich aus Interessenkonflikten zwischen Oldenburg und Hannover, die dazu führten, daß Oldenburg den Weg zur Ems weiter nördlich suchte. Die Verbindung zur Hunte bestand seit 1863. Fertiggestellt wurde der Kanal, auf dem lediglich Schiffe mit Abmessungen bis 20x4,50x1,20m mit einer Tragfähigkeit von 40t verkehrten, erst 1893. Nach dem Fertigstellung des Dortmund-Ems-Kanals wurde sein süd-östlicher Teil im 20.Jahrhundert durch den Küstenkanal ersetzt.
  163. Hurrikan = tropischer Wirbelsturm im Westatlantik mit einer Windgeschwindigkeit ab 64 Knoten. Ab Windstärke 12 auf der Beaufortskala.
  164. Huze = Schacht zur Luftzuführung ins Schiffsinnere
  165. Hydrometrie = Teilgebiet der Gewässerkunde, das sich mit der Beobachtung und Messung von Wasserständen, Strömungen, Seegangserscheinungen, Schwebstoffgehalt, Salzgehalt, Sandtransport durch fließendes Wasser sowie mit der Entwicklung der für diese Messungen notwendigen Geräte und Appaarate befaßt.
  166. Hygrometer = Feuchtigkeitsmesser, Meßgerät zur Bestimmung der Feuchtigkeit der Luft

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K| L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

[ Startseite ] [ Seitenanfang ]
update: 01.01.2008 (wird bei Bedarf erweitert) - Angaben ohne Gewähr -