H = Hotel, internationales Buchstabensignal,
weiß-rot. Bedeutung: Ich habe einen Lotsen an Bord
Hacke = das verdickte Kielende am Heck, worauf
das Ruder ruht.
Hadelner Kanal = 31,7 km lange Verbindung
zwischen der Elbe bei Otterndorf und dem Bederkesasee, als Entwässer-
ungskanal geplant und 1852 bis 1855 als Schifffahrtsweg gebaut; nach der Weiterführung
des Bederkesa-Geeste-Kanals Teil des Elbe-Weser-Schiffahrtswegs - geht zurück
auf Verträge von 1542 zwischen dem Fürsten von Hadeln, der Stadt
Bremen und dem Herzog von Sachsen-Lauenburg sowie napoleonische Pläne
einer Verbindung Geeste-Oste.
Hafen = geschützter Anlegeplatz und Umschlagplatz
für Schiffe ( See-, Fluß- und Binnenhafen)
Hafenamt, Hafenbehörde = Behörde,
der die Leitung des Hafenbetriebes obliegt
Hafenkapitän = jemand der die nautische
Verwaltung eines Hafens obliegt, meist in größeren Häfen
Hafenlotse = Lotse, der die Seeschiffe sicher
in den bzw. aus dem Seehafen lotst, im Gegensatz zum Fluß- oder Seelotsen,
der im Gebiet der Hafenzufahrt oder in Küstengebieten die Beratung des
Kapitäns übernimmt.
Hafenmeister = in kleineren Häfen obliegt
der Hafenmeister die nautische Verwaltung eines Hafens
Hafenstaatkontrolle = Im Rahmen der Hafenstaatkontrolle
soll die Berufsgenossenschaft mindestens jedes vierte ausländische Schiff
untersuchen, das einen deutschen Hafen anläuft. Im schlimmsten Fall können
die Kontrolleure ein Schiff in (an) die Kette legen, zu Reparaturen verpflichten
oder sogar aus allen europäischen Häfen verbannen. Grundlage dafür
ist die 1982 in Paris unterzeichnete Memorandum of Understanding on Port State
Control (Paris MOU), dem sich neben Deutschland und den meisten anderen Mitgliedern
der Europäischen Union auch Polen, Kanada und Russland angeschlossen
haben
Haff = durch eine Nehrung vom Meer fast vollständig
abgetrennter Strandsee (Flußmündungsbucht)
Hahnepfote, Hahnepoot = ein an drei Punkten
angreifendes Tau, Tau mit auseinander laufenden Enden
Haken = Verbindungsstück zwischen Drähten,
Leinen und Ketten
Haker = seemännische Bezeichnung für
das Hängenbleiben des Schleppnetzes an einem Hindernis auf dem
Meeresboden ( Wrack, Anker, Felsen)
HAL = Hamburg-Amerika Linie, ab 1893 als Kurzform
für den angeblich umständlichen Namen Hapag
Halbdeck = Bezeichnung für ein erhöhtes
Achterdeck
halber Schlag = 1. mit einem halben
Schlag wird eine Leine belegt; einfacher Knoten, der alleine nicht hält..
Mit z.B. einem Rundtörn und 2 halben Schlägen erreicht man aber
eine haltbare Befestigung; 2. beim Essen nur eine halbe Portion
Halbinsel = ins Meer oder in einen See vorspringender
Teil des Festlandes ( z.B. durch Meereseinbrüche entstanden)
halbmast = bis zur halben Höhe des Mastes
flaggen ( als Zeichen der Trauer)
Halbtaucherschiff, Spezialhalbtaucherschwertransportschiff, Dockschiff = bezeichnet man Schiffe, die neben dem eigentlichen Rumpf zusätzlich Schwimmkörper besitzen, die vergleichsweise weit unter der Wasserlinie angebracht sind. Oft werden zwei Schwimmkörper unter einem katamaranartigen Aufbau montiert. Diese Schwimmkörper besitzen einen vergleichsweise großen Anteil am Gesamtauftrieb. Dieser Frachtertyp beherrscht vier Verfahren: Float-on/Float-off, Roll-on/Roll-off, Skid-on/Skid-off und Lift-on/Lift-off oder Kombinationen daraus.
Hall, Charles Francis = (1821–1871), US-amerikanischen Polarforscher, nach dem das Hall-Becken in der Naresstraße benannt ist.
Halligen = 1.) kleine, oft bei Sturmflut überfluteten, Marschinseln im nordfriesischen Wattenmeer, die nicht eingedeicht wurden. Die Höfe, Stallungen usw. auf den Halligen liegen auf künstlichen 4-5 m hohen Werften (Warften, Wurten). 2.) Das hoch gelegene Vorland vor den Deichen des Festlandes wird auch als Hallig bezeichnet.
Halse = 1. Haltehau des Segels, 2. Hals(e)
= untere vordere Ecke des Segels, 3. Wendemanöver
halsen = das Segel auf die andere Bordseite
bringen (beim Wenden)
Hamburger Loch = Das Hamburger Loch ist ein Seegebiet in der deutschen Bucht und zwar dort wo die Fahrrinnen von Elbe und Weser zusammentreffen. In diesem Gebiet ist meist immer Seegang.
Hamem, Hammnetz = Fanggerät der Küsten
und Flußfischerei
Handelsflagge = zeigt die Staatsangehörigkeit
von Handelsschiffen an, meist die Nationalflagge
Handelskrieg = Versuch der kriegsführenden
Parteien die Kriegswirtschaft des Gegners insbesondere durch Abschnürung
seiner Seezufuhren lahmzulegen. Der Handeslkrieg findet seine Beschränkung
in dem Grundsatz der Freiheit der Meere und ist daher durch einige völkerrechtliche
Abkommen des Seekriegsrechts geregelt. Die Wegnahme von Waren und Schiffen
ist in der Regel nur nach den Bestimmungen des Prisenrechts möglich.
Handelsmarine = umfaßt alle dem seewärtigen
Güter- und Personenverkehr dienenden Schiffe eines Staates, die als Seeschiffe
klassifiziert und eingetragen sind. (Seeschiffahrt)
Handelsschiff = Schiff zur Beförderung
von Gütern und Personen
Handicap = Segelregatta ungleicher Jachten,
die mit einem Ausgleich gegeneinander segeln
Handlog = veraltetes Log (Meßgerät),
das die Fahrt mit einer Logleine mißt, die auf einer Logtrommel aufgerollt
ist und an deren Tampen ein Logscheit hängt. Die Ablaufzeit mißt
ein Logglas. Die Logleine ist in Abständen von 6,84 m mit Knoten markiert
und hat eine Gesamtlänge entsprechend der möglichen Höchstgeschwindigkeit
des Bootes. Die in der üblichen Zeiteinheit von 14 s ausgelaufenen Marken
geben die Fahrt in Knoten an. Der scheinbar willkürlich gewählte
6,84 m Abstand der Knoten voneinander ist tatsächlich ein genaues nautisches
Maß.
Handlot = Gerät zum Messen der Tiefe.
Besteht aus einem 3-5 kg schweren länglichem Bleikörper, der unten
eine Aushöhlung hat, zur Aufnahme der Lotspeise.Er wird an einer 40 m
langen Lotleine auf den Grund herabgelassen.. Steht die Leine senkrecht, kann
man an der entsprechenden Marke die Tiefe ablesen. Die Leine ist in der Regel
mit farbigen Tuchstreifen in folgender Weise gemarkt: 2, 12, 22, 32 m = schwarz
/ 4, 14, 24, 34 m = weiß / 6, 16, 26, 36 m = rot / 8, 18, 28, 38 m =
gelb. Alle 10 m ist ein gelochter Lederstreifen eingefügt. 1 Loch = 10
m, 2 Löcher = 20 m, 3 Löcher = 30 m, 4 Löcher = 40m. Es gibt
noch schwerere und längere Ausführungen de Handlots. Mittellot (8-10
kg, 60-100 m Leine) und Tieflot (15-25 kg, 200-300m Leine).
Handspake = handlicher hölzerner Hebebaum;
auch lange Rundhözer, mit denen man früher das Ankerspill runddrehte.
Handstopp = kurze Tauschlingen, die am Jackstag
befestigt sind; um dem Seemann beim Arbeiten Halt zu geben
Hand über Hand = Arbeitsweise beim Einholen
oder Anstecken einer losen Leine, die jeweils mit einer Hand gezogen wird,
während die andere Hand nachgreift.
Hanger = ein dicker Stahldraht zum Halten
und Fieren des Ladebaumes.
Hängematte = aus Schnüren hergestelltes,
netzartiges Geflecht, das an zwei gegenüberliegenden Haltern aufgehängt
wird, besteht auf Schiffen auch aus Segeltuch und wird dort von den Matrosen
als Schlafgelegenheit benutzt
Hanse = Vereinigung von Kaufleuten norddeutscher
Städte im Mittelalter, später Städtebund zwecks gemeinsamen
Handels (z.B. Hansestadt Bremen, Hamburg, Lübeck, Rostock)
Hansekogge = Handelsschiff in der Hansezeit
(Mittelalter)
HAPAG = Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft,
Hamburg-Amerika-Linie, älteste und bedeutendste deutsche Reederei, 1847
gegründet . 1970 Zusammenschluß von Hapag und NDL ( Norddeutscher
Lloyd ) zur Hapag-Lloyd AG
Harle = Die Harle war früher ein Schifffahrtsweg; sie ist jetzt ein Entwässerungstief bis zur Nordsee. Sie ist 26,3 km lang und verläuft von der Straßenbrücke Ardorf bis Harlesiel (Carolinensiel).
Harle-Fahrwasser = ist ein Fahrwasser zwischen Spiekeroog und Wangerooge
hart am Wind = "Hart und hoch" am Wind Segeln
heißt: den Wind so spitz von vorn zu nehmen, wie es eben noch geht.
Zu hoch am Wind segelt man, wenn die Segel anfangen zu killen (flattern).
- Segeln mit Wind schräg von vorn
Hartbrot = Schiffszwieback
Hauptdeck = gewöhnlich das oberste durchlaufende
Deck
Hauptgefreiter = Mannschaftsdienstgrad unmittelbar
über den Obergefreiten ( z. B. Bundesmarine)
Hauptsegel = auch Arbeitssegel. Die normalen
Grundsegel eines Bootes ohne die Beisegel z.B. Großsegel und Fock. nach
der Takelung mit Hauptsegel erhält das Boot die Bezeichnung wie; Kat,
Slup, Ketsch oder Yawl. Nach der Art der verwendeten Hauptsegel gibt es auch
eine Typenbezeichnung für die Takelage, z.B. Lugger-, Gaffel- oder Hochtakelage
Hauptspant = der Schiffsquerschnitt an der
breitesten Stelle, etwa in der Mitte. Der grundlegendste konstruktive Aufbau
eines Bootes wird durch die Hauptspant-Zeichnung dargestellt.
Hausboot = Boot, das auch als Wohnung dient
und meist in Flüssen oder Seen verankert wird
Hausflagge = Reedereiflagge, wird im Großtopp
( Spitze des Großmastes) gezeigt. Zeichnung auch am Schornstein
Havarie = Unfall, Bruch eines Schiffes oder
seiner Ladung; Schaden am Schiff durch Zusammenstoss oder höhere Gewalt.
Man unterscheidet: Große Havarie und Besondere Havarie. Große
Havarie sind alle Schäden, die dem Schiff oder der Ladung oder beiden
zum Zwecke der Errettung beider aus einer gemeinsamen Gefahr von dem Kapitän
oder auf dessen Geheiß vorsätzlich zugefügt werden, sowie
auch die durch solche Maßregeln ferner verursachten Schäden, ingleichen
die Kosten, die zu demselben Zwecke aufgewendet werden. Große
Havarie wird von Schiff, Fracht und Ladung gemeinschaftlich getragen. Alle
nicht zur Großen Havarie gehörigen, durch einen Unfall verursachten
Schäden und Kosten sind "Besondere Havarie". Die Besondere Havarie wird
von den Eigentümern des Schiffes und der Ladung von jedem für sich
allein getragen HGB §§ 700,701.
Havariebond = Havarieverpflichtungsschein.
Der Verpflichtungsschein des Ladungseigentümers, die anteiligen Unkosten
einer Großen Havarie zu übernehmen.
Havelkanal = 1951-52 zur Umgehung West-Berlins
und zur Abkürzung des Wegs zwischen Elbe und Oder gebauter Kanal, der
bei Niederneuendorf in westlicher Richtung von der Havel abzweigt, um nach
34,90 km bei Paretz von Norden kommend in die Untere-Havelwasserstraße
zu münden; Bundeswasserstraße.
Havel-Oder-Wasserstraße, der (HOW) = ist ein Sammelbegriff mehrerer Flüsse und Kanäle, die die Oder nördlich von Schwedt mit der unteren Havel ab der Einmündung der Spree verbinden. Die HOW beginnt in Berlin bei der Schleuse Spandau und verläuft zunächst über die Havel nach Oranienburg zur Schleuse Lehnitz. Südlich von Liebenwalde trennen sich Havel (Obere Havel-Wasserstraße) und Kanal und der Oder-Havel-Kanal beginnt. Es folgt die Scheitelhaltung bis zum Schiffshebewerk Niederfinow, dann die Alte Oder (bzw. Oderhaltung) und schließlich ab Hohensaaten Westschleuse die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße. Die HOW endet nach ca. 135 Kilometern nördlich des Ortes Friedrichsthal an der Mündung in die Westoder; Bundeswasserstraße.
Hawaii = ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean die gleichzeitig den 50. Bundesstaat der USA bildet. Insgesamt gehören 137 Inseln mit einer Fläche von 16.636 km² zu Hawaii. Die meisten davon sind jedoch nicht bewohnt. Die 8 größten Inseln sind (von West nach Ost) Niihau, Kauai, Oahu, Molokai, Lanai, Kahoolawe, Maui und Hawaii die größte Insel die auch Big Island genannt wird. Die Midwayinseln gehören geographisch zwar zu der Inselkette nicht aber politisch. Die Inseln sind alle vulkanischen Ursprungs. Auf der größten Insel Hawaii sind die Vulkane Kilauea und der Mauna Loa noch aktiv. Südöstlich befindet sich der untermeerische Vulkan Loihi.
Hayes, Isaac Israel (* 5. März 1832 im Chester County, Pennsylvania; † 17. Dezember 1881 in New York) war ein US-amerikanischer Arzt und Polarforscher. Der größte Erfolg seiner letzten Expedition war die Entdeckung des Robeson-Kanals 1871, was seine eigene Theorie, dass der Kennedy-Kanal direkt ins Nordpolarmeer führen würde, widerlegte.
HBMS = His / Her Britannic Majesty's Ship, veralteter britischer Schiffsprefix
HDMS = His / Her Danish Majesty's Ship , Dänische Marine; dänisch: KDM = Kongelige Danske Marine
He lücht = er lügt; wird den Hafenrundfahrtskapitän
zugerufen, wenn er seinen Fahrgästen den Hafen erklärt und mit den
Begriffen nicht so genau nimmt
Hebammenfinger = Hände einer Landratte
ohne Schwielen
Hebriden = Die Hebriden sind eine Inselgruppe
an der Nordwestküste Schottlands, aufgeteilt in die Äußeren
Hebriden (auch bekannt als Western Isles) und die Inneren Hebriden.
Hecatestraße = Seeweg zwischen den Königin-Charlotte-Inseln
und dem Festland an der kanadischen Westküste
Heck = hinteres Ende eines Schiffes
Heckgefecht = Seegefecht, bei dem der Gegner
achteraus steht, so daß nur die achteren ( hinteren) Waffen des eigenen
Schiffes eingesetzt werden können; meistens Rückzugsgefecht.
Hecklicht = weißes, von achteraus bis
67,5 º an beiden Seiten des Schiffes sichtbares Licht.
Hecklogger = Ein Hecklogger kann zur Lagerung
des Fisches zusätzlich Salzfänger ( Kantjes) aufnehmen. Ein oder
mehrere Fischräume sind hierfür extra hergerichtet. 1970 wurde der
letzte deutsche Hecklogger außer Dienst gestellt.
Hecktrawler, Heckfänger = Fischereifahrzeug,
das am Heck eine Schräge hat, auf der das Fischnetz hochgezogen wird.
Heckwelle = am Heck eines fahrenden Schiffs
entstehende Welle, die sich nach den Seiten ausbreitet
Heimatwimpel = eine verlängerte Form
des Kommandowimpels (Länge zu Höhe etwa 120 zu 1), der bei Beendigung
von über halbjährlichen Auslandsreisen über die ganze Länge
des Schiffes wehend achteraus das Wasser berührt. (Bundesmarine)
Hein Holzwurm = Schiffszimmermann
Hein Mück = Seemann aus Bremerhaven,
Symbolfigur für Bremerhaven, bekannt als: Hein Mück aus Bremerhaven
Hein Seemann = Fahrensmann, auch Jan Maat
Heinrich der Seefahrer = Prinz von Portugal,
1394-1460. Der Initiator der portugiesischen Entdeckungsreisen im 15. Jahrhundert.
Heiß = 1. mehrere Signalflaggen,
die als Gruppe an einer Flaggenleine gesetzt werden. 2. wird auch die
Länge des Vorlieks eines Segels bezeichnet.
heißen, hissen, hochziehen = eine Flagge
hissen; Segel werden geheißt
Heißhaken = An Tau, Seil oder Talje
(Flaschenzug) befestigter Haken, der dem Heißen (Hochziehen) und Fieren
( Herablassen) von seemännischen Gegenständen ( z.B. Rettungsbooten
) dient.
Hebriden = nordwestschottische Inselgruppe,
sturmreiche Inseln mit kühlem ozeanischen Klima
Helge, Helgen, Helling = ein schräg zum
Wasser hin abfallendes Gelände einer Schiffswerft, auf der Schiffsneubauten
durchgeführt werden und anschließend auf der Ablaufbahn zu Wasser
gelassen werden (Stapellauf)
Helgoland = deutsche Nordseeinsel vor der
Elbe und Wesermündung. ( 91 ha große Felseninsel ). Die früher
unter englischer Hoheit stehende Insel wurde durch den Helgoland/Sansibar-Vertrag
vom 1.7.1890 wieder deutsch.
Hellgat, Hellegat = Raum zur Aufbewahrung
der Schiffslaternen, Stauraum, auch Vorratsraum unter Deck eines Schiffes.
Helm, Helmholz = Ruderpinne
Helmtaucher = mit schwerem Gerät ausgerüsteter
Taucher für Arbeiten in größeren Tiefen ( bis ca. 120 m).
Beweglichkeit begrenzt, da Luftzufuhr durch Schlauch von Sicherungsstelle
über Wasser.
Hennegatt = Öffnung am Schiffsheck für
das Ruder ( auch Koker genannt )
Hering = in allen Meeren vorkommende, bis
30 cm lange Fischart mit vielen örtlichen Abarten; Frische Heringe heißen:
grüne Heringe; junge Heringe, die noch nicht gelaicht haben " Matjes-Heringe";
mit Rogen und Milch gefüllte Hering heißt: Vollhering; der grüne
geräucherte ist der Bückling , der eingelegte und entgrätete
der Bismarckhering und der eingelegte aufgerollte Heringslappen ist der Rollmops.
Heringslogger = kleineres Fischereifahrzeug,
besitzt zwei Masten mit Klüversegeln und mit Hilfsmotor ausgerüstet.
Hertha = germ. myth. Göttin mit heiligem
Hain auf der Insel Helgoland. Hertha wurde auch auf der Insel Rügen verehrt,
wo noch heute ein 15 Meter hoher Ringwall als Kultstätte von der Herthaburg
zeugt. In der Nähe auch der Herthasee.
Heuer = Lohn eines Seemanns
Heuerbaas = Matrosenanwerber, Anwerber für
Seeleute, Arbeitsvermittler für Seeleute; heute durch Seemannsämter
Heuerschein = Seefahrtsbuch eines Seemanns
Heuervertag = Arbeitsvertrag der Schiffsbesatzung
mit Ausnahme des Kapitäns und anderer leitender Personen
heuern = Seeleute einstellen, ein Schiff chartern
Heuflut = volkstümlich für ein in
Sommer auftretendes, um 1 bis 2 m erhöhtes Tidehochwasser, das die Vorlandwiesen
überflutet und dort zum trocknen liegendes Andelheu (Salzgras) fortschwemmt.
Heulboje = tönendes Seezeichen an besonders
gefährlichen Stellen
Heuler = 1. junge Seehunde, die vom
Muttertier noch gefüttert werden müssen. Sie stoßen beim Schwimmen
im Wasser ständig "Heulrufe" aus, um den Kontakt mit der vorausschwimmenden
Mutter nicht zu verlieren. 2. akustische Warnanlage auf Kriegsschiffen
(früher mit Dampf) Die Zeichengebung erfolgt nach internationalen Regeln,
z.B. beim Ausweichen oder bei Nebelfahrt.
Hiev, Hieve = die mit einem Arbeitshub eines
Hebezeuges (Kran, Ladebaum) beförderte Ladungsmenge
Hiev up = Kommando für den Kranführer,
eine Kranhieve (Last) hochzuziehen
hieven = eine Last hochziehen, hinaufziehen
Hilfskessel = Dampfkessel auf Schiffen, dessen
Dampf nicht für die Hauptmaschinen sondern für Hilfszwecke, z.B.
Heizung, Kombüse usw. verwendet wird. Wird meist nur im Hafen gebraucht,
da in See der Dampf für Wirtschaftszwecke abgezweigt wird.
Hilfskreuzer = im Kriege bewaffnete Handelsschiffe
Hilfsmann, Reiseknecht = Aushilfsmatrose,
der nur für eine oder einige Reisen angenommen wird.
Hinlopenstraße = Meeresenge zwischen
den Inseln Spitzbergens
Hinweiszeichen = 1. Verkehrsschilder der Seeschiffahrts-
und Binnenschiffahrtsstraßenordnung. Sie sind blau und haben in der
Mitte ein weißes Symbol. 2. Warn- und Hinweiszeichen, gegeben durch
Bälle, Lichter, Tonnen, die z.B. vor Baggern warnen, Hinweise für
Durchfahrten geben oder auf sonstige Behinderungen hinweisen ( nach SeeSchStrO)
HI-Tech = saloppe Formulierung für neuste
technische Materialien und Hochleistungs-Konstruktionen bei Segeln, Rumpf
und Spieren.
H-Jolle = Ist ein Sportsegler mit Schwert
(Kielboot) für Binnengewässer. Diese Konstruktionsklasse ist vor
etwa 75 Jahren in Deutschland entstanden. Die Standardmaße sind:
Länge: 6,20m, Breite: 1,70m, Takelungshöhe 7,50 m mit einer
Segelfläche von 15 m². Kennzeichen: H im Segel. Diese Jolle
zählt zu den schnellsten Schwertbooten der Welt und wird ständig
verbessert.
Hjortspringschiff = nordisches Schiff um 400
v. Chr. Ausgegraben auf der Insel Alsen. Das Schiff zeigt Mast, Segel und
Ruderreihen.
H.M.A.S. = Her / His Majesty's Australian Ship ( Australien )
H.M.C.S. = Her / His Majesty's Canadian Ship ( Kanada )
H.M.J.S. = Her / His Majesty's Jamaican Ship ( Jamaika )
H.M.N.Z.S. = Her / His Majesty's New Zealand Ship ( Neuseeland )
HNS = Internationales Übereinkommen von
1996 über die Haftung und Entschädigung für Schäden bei
der Beförderung schädlicher gefährlicher Stoffe auf See
Hobbok = verschlossenes Blechgefäß
zum Versand von Flüssigkeiten
Hochsee = die See außerhalb des Küstenbereiches
Hochseeminensuchboot = Kriegsschiff, speziell
zum Minenräumen und - legen auf hoher See eingerichtet. Hauptmerkmale:
Wendigkeit, hohe Standfestigkeit, großer Aktionsradius. HM-Boote werden
führungsgemäß zu Geschwadern zusammengefaßt.
Hochseebergungsschlepper = Ein Spezialschiff,
der auf hoher See ein Havarist (in Seenot geratendes Schiff) am
Haken nimmt und versucht ihn in einem sicheren Hafen zu schleppen (
ziehen)
Hochseefischerei, Meeresfischerei = gewerbsmäßige
Fischerei auf dem Meeren mit Schiffen.
Hochseefischerei, große = Die große
Hochseefischerei ist die Fischerei, die außerhalb der Grenzen der kleinen
Hochseefischerei betrieben wird.
Hochseefischerei, kleine = Kleine Hochseefischerei ist die Fischerei, die in der Ostsee, in der Nordsee
und im Gebiet betrieben wird, das begrenzt wird in Norden durch den Breitenparallel
63° Nord von der norwegischen Küste bis zum Meridian 10° West,
von dort nach Süden bis 60 Seemeilen nördlich der irischen Küste,
weiter in einem Abstand von 60 Seemeilen an der irischen Westküste entlang
bis 50° 30' Nord 10° West und von dort in gerader Linie nach Quessant.
Hochsee-Mehrrumpfboot = bewohnbarer Katamaran
oder Trimaran, auch nachts auf hoher See oder anderen nicht überwachter
Passagen zu segeln.
Hochsee-Rennyacht = bewohnbares Einrumpfboot,
auch nachts auf hoher See oder anderen nicht überwachter Passagen zu
segeln.
Hochwasser, H.W. = im allgemeinen Sinne jeder
höhere Wasserstand zu einer normalen Bezugsebene. Im besonderen der höchste
Wasserstand einer Gezeit.
Hochwasserhöhe = die Höhe einer
Gezeit zur Zeit des Hochwassers
Höchstverdrängung = (Marine) Gewicht
des völlig ausgerüsteten Kriegsschiffes mit sämtlichen Brennstoff-
und Kesselspeisewasservorräten an Bord; siehe Wasserverdrängung
Höft = vorspringende Ecke im Hafen oder
an der Küste
Hoftaue, Hoofdtau = Haupttau oder Hauptwant,
das vorderste Want an eineMast; bekleedete Hoftaue = umwickelte Haupttaue
Hohe See = offenes Meer, der nicht zu den
Territorialgewässern und inneren Seegewässern der Küstenstaaten
gehört und somit keiner staatlichen Souveränität unterliegt.
Jeder Küsten- und Binnenstaat kann die Hohe See gleichberechtigt zu Zwecke
der Schiffahrt, der Verlegung von Unterseekabeln und -leitungen sowie
durch Überfliegen nutzen. Allerdings ist die Konvention der 3. UN-Seerechtskonferenz
über die Ausschließliche Wirtschaftszone und den Festlandsockel
zu beachten, die die Grundrechte der Freiheit der Meere in gewisser Hinsicht
einschränkt.
Hoheitsgrenze = Grenze des Hoheitsgebietes
eines Küstenstaates gegen die offene See. Sie liegt (früher 3) 12
Seemeilen seewärts der Staatslandgrenze.
Hokkaido, Ezo, Jesso = ist die zweitgrößte Hauptinsel Japans. Die Insel ist etwa 450 km breit, 420 km lang und hat eine Fläche von 78 460 km². Sie wird im Westen vom Japanischen Meer, im Norden vom Ochotskischen Meer und im Osten vom Pazifischen Ozean begrenzt. Die größte Stadt, zugleich Sitz der Präfekturverwaltung, ist Sapporo.
Hol = Arbeitsgang beim Fischen vom Geschirrsetzen
bis zum Einholen des Netzes; auch die Menge der gefangenen Fische
Holländerfloss = ein Hartholzfloß
auf dem Main, das nicht länger als 90m und nicht breiter als 11m ist.
Holtbuck, Holtwurm = Bezeichnung für
den Schiffszimmermann
Honshu = ist die größte Insel Japans und wird auch als japanisches "Kernland" bezeichnet. Im Norden ist sie durch die Tsugaru-Straße von der Insel Hokkaido getrennt, im Süden durch die Seto-Inlandsee von der Insel Shikoku. Die Fläche der Insel beträgt etwa 230.500 km², dies entspricht circa 60 % der Gesamtfläche Japans. Sie ist etwa 1.300 km lang und hat eine Breite zwischen 50 und 240 km. Auf Honshu liegt die japanische Hauptstadt Tokio.
Hooftau = Trosse, die den Mast nach den Seiten
stützt
Hopperbagger = Laderaumsaugbagger, Schleppsaugbagger (sind selbstfahrende Baggerschiffe), die mit einem Saugrohr das Baggergut an der Gewässersohle aufnehmen und in den Schiffsladeraum pumpen. Das Wasser, das dabei in den Laderaum gerät, wird durch einen Überlauf abgelassen, so dass nur das Baggergut im Laderaum verbleibt. Bei Beendigung des Ladevorgangs wird das Baggergut zu Klappstellen transportiert und dort verklappt oder verspült.
hPa = Kurzbezeichnung für Hektopascal,
die gebräuchliche Einheit für den Druck. Ein hPa entspricht einem
Millibar.
Horizont, Kimm = Begrenzungslinie zwischen
Himmel und Meer bzw. Erde
Hornbugspriet = Bugspriet und Klüverbaum
bestehen aus einem Stück
Hosenboje = Rettungsring mit eingearbeiteter
Hose zur Rettung aus Seenot. Wird wie eine Schwebebahn an einem Tau zwischen
dem gestrandeten Schiff und der Küste gefahren.
Hovercraft = Luftkissenfahrzeug
H R = Hellenic Register of Shipping. Griechische
Klassifikationsgesellschaft mit Sitz in Athen.
HSC Code = International Code of Safety for High Speed Craft, Internationale Sicherheitbestimmungen für Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge.
HSV = High Speed Vessels, Hochgeschwindigkeitsschiffe, z.B. Fähren, Katamarane
Huari-Takelung = Steilgaffeltakelung, die
auf die indianische Takelung von Segelbooten zurückgeht.
Hubkiel = aufholbarer Ballastkiel, meist mit
einer Winde
Hudson, Henry = engl. Kapitän, unternahm
von 1608-1611 mehrere Seereisen zur Entdeckung einer Nordwest-Passage in der
Arktis. Hudson fand die Mündung des nach ihm benannten Hudson-Flusses,
die Hudsonstraße und die Hudsonbai
Hudsonstraße = Einfahrt zur Hudsonbai,
zwischen Labrador und der Insel Baffinland.
Hüsing = dünnes geteertes Bändsel
aus 3 Garnen mit einem Umfang von etwa 1-1,5 cm
Hütte = Aufbau auf dem Achterdeck, auch
Poop genannt; früher befand sich dort die Unterkunft der Offiziere.
Huk = bedeutet soviel wie Ecke, Vorsprung,
besonders im Verlauf einer Küste
Huker = Küstensegler mit zwei Masten,
Galeasse
Hulk = 1. Schiff, das dauerhaft verankert
oder vertäut eine anderwärtige Verwendung gefunden hat ( z.b. Wohnschiff);
2. großes Segelschiff (Lastschiff) um 1200 und später Kogge;
auch Holk
Humber, der = ist ein Fluss an der Ostküste von Nordengland. Er entsteht durch den Zusammenfluss der Ströme Ouse und Trent und ergießt sich etwa 121 km weiter südlich bei Spurn in die Nordsee. Zuflüsse des Humber sind der Market-Weighton-Kanal und die Ancholme.
Hundekoje = auf Segelyachten mit Einrichtung
die Koje, die neben der Pflicht und neben dem Niedergang liegt.
Hundepünt, Hundspünt = verjüngtes
Ende ( kunstvolle Verjüngung) einer Leine; auch Hundepint
Hundewache = Wache von Mitternacht bis 4 Uhr
Hundsfott = Blockauge, Bügel - Halterung
für die feste Talje an einem Block
Hunte-Ems-Kanal = 1855-93 entstandener Moorkanal
von der Hunte bei Oldenburg zur Leda, der auf napoleonische Pläne
für eine Verbindung von der Ems über die Weser zur Elbe zurückgeht.
Die Streckenführung ergab sich aus Interessenkonflikten zwischen Oldenburg
und Hannover, die dazu führten, daß Oldenburg den Weg zur Ems weiter
nördlich suchte. Die Verbindung zur Hunte bestand seit 1863. Fertiggestellt
wurde der Kanal, auf dem lediglich Schiffe mit Abmessungen bis 20x4,50x1,20m
mit einer Tragfähigkeit von 40t verkehrten, erst 1893. Nach dem Fertigstellung
des Dortmund-Ems-Kanals wurde sein süd-östlicher Teil im 20.Jahrhundert
durch den Küstenkanal ersetzt.
Hurrikan = tropischer Wirbelsturm im Westatlantik
mit einer Windgeschwindigkeit ab 64 Knoten. Ab Windstärke 12 auf der
Beaufortskala.
Huze = Schacht zur Luftzuführung ins
Schiffsinnere
Hydrometrie = Teilgebiet der Gewässerkunde,
das sich mit der Beobachtung und Messung von Wasserständen, Strömungen,
Seegangserscheinungen, Schwebstoffgehalt, Salzgehalt, Sandtransport durch
fließendes Wasser sowie mit der Entwicklung der für diese Messungen
notwendigen Geräte und Appaarate befaßt.
Hygrometer = Feuchtigkeitsmesser, Meßgerät
zur Bestimmung der Feuchtigkeit der Luft