F = Foxtrott, internationales
Buchstabensignal, weiß mit rotem Rhombus. Bedeutung: Ich bin manövrierunfähig;
treten Sie mit mir in Verbindung.
Fabrikschiff = Trawler, Hecktrawler der sein
Fischfang gleich am Bord verarbeitet. Der Fang wird an Bord selber zerlegt
und eingefroren. Der derartig bearbeitete Fang kann sehr viel länger
ohne Qualitätsverminderung an Bord bleiben als der eisgekühlte Fang.
Somit kann das Schiff längere und weitere Reisen durchführen.
Faden, Klafter = englisches Maß zur
Messung der Wassertiefe. 1 Faden = 6 Fuß = 1/1000 Seemeile = 1,852
m; Faden- und Fußmaße können in verschiedenen Ländern
unterschiedlich sein.
Fähnrich zur See = Offiziersanwärter
im Bootsmannrang (Bundesmarine)
Fähre, Fährschiff = Wasserfahrzeug
zum regelmäßigen Transport von Personen, Fahrzeugen über ein
Gewässer
Fährmann = Schiffer, Ferge, Person der
die Fähre, Fährboot bedient
Fahrenheit = Einheit der Grade beim 180-teiligen
Thermometer. Der Gefrierpunkt des Wassers liegt in der Fahrenheitskala bei
32° und der Siedepunkt bei 212°.
Fahrensmann = Seemann, Seemann der alle 7
Meere besegelt, befahren hat
Fahrgastschiff = Passagierschiff, Kreuzfahrtschiff,
alle Schiffe die mehr als 12 Passagiere befördern können
Fahrrinne = Fahrwasser, die durch Seezeichen
abgesteckte und in Seekarten eingetragene Wasserstraße
Fahrstand = 1. Bezeichnung für
den Bereich eines Kriegsschiffs, von dem aus die Drehzahl der Hauptmaschine
und die Steigerung der Propeller eingestellt werden; 2. Als zentraler
Fahrstand: Überwachungs- und Bedienstelle, die die Aufgaben vom Maschinenstand
und Maschinenkontrollraum zugleich erfüllt..
Fahrt = Geschwindigkeit eines Schiffes in
Knoten, gleich Seemeile pro Stunde, gemessen
Fahrtenkreuzer = eine Kreuzyacht, welche nicht
für See- oder Hochseerennen gebaut worden ist, sondern nur für Kreuzfahrten.
Fahrterlaubnisschein = wird von der Seeberufsgenossenschein
ausgestellt. Darin wird festgestellt, daß das Schiff die Anforderungen
für das jeweilige Fahrgebiet nach Konstruktion, Ausrüstung, Besatzung
u. Sicherheitseinrichtung erfüllt
Fahrtgebiet = Einteilung nach Klassen.
Küstenfahrt, Kleine Fahrt, Mittlere Fahrt, Große Fahrt
Fahrtmesser = Fahrtmeßanlage oder Staudruckmesser,
Instrument mit Anzeigegerät der Druckdifferenz zwischen statischen und
dynamischen Wasserdruck auf ein Staurohr am Schiffskörper, zur Bestimmung
der Fahrt des Schiffes.
Fahrtmeßanlage = Einrichtung zur Bestimmung
der Schiffsgeschwindigkeit
Fahrtmoment = die ein Schiff innewohnende
Energie während der Fahrt. Das Fahrmoment ist das Produkt aus Deplacement
und Fahrt des Schiffes.
Fahrtstrom = die an den Seiten eines Schiffes
vorhandene Strömung während der Fahrt.
Fahrtsignal = Signal, das einen Befehl oder
eine Mitteilung über Fahrstufe oder Geschwindigkeit eines Schiffes beinhaltet.
Fahrttabelle = Auf jedem Kriegsschiff vorhandene
Aufstellung über das Verhältnis zwischen den Drehzahlen der Maschine
(Wellenumdrehungen) und der Schiffsgeschwindigkeit. Grundlage für die
Erstellung der Fahrttabelle ist die Meilenfahrt.
Fahrwasser, Schifffahrtsstraße, Wasserstraße
= bezeichneter Verkehrsweg in flachen Gewässern; siehe auch Fahrrinne
Faial = ist eine der fünf Inseln der Zentralgruppe der Azoren. Sie hat wegen ihre Fülle an blauen Hortensien auch den Beinamen "Blaue Insel". Etwa 15.000 Menschen leben auf der fast fünfeckigen Insel. Die Hauptstadt ist Horta. Horta wird als Zwischenstation für die Atlantiküberquerer benutzt. Hier rasten jährlich über 1.700 Segler und Kreuzfahrer im internationalen Yachthafen.
Falklandinseln, Falkland Islands, Malwinen = sind eine Inselgruppe im südlichen Atlantik. Sie gehören geographisch zu Südamerika und liegen 600-800 km östlich von Südargentinien und Feuerland. Sie sind ein britisches Überseegebiet, werden aber von Argentinien seit 1833 beansprucht. Die Falklandinseln bestehen aus etwa 200 Inseln, deren wichtigste West Falkland (arg.: Gran Malvina) und East Falkland (arg.: Soledad) mit je etwa 6.000 km² sind. Die Falklandinseln wurden 1592 durch den englischen Seefahrer John Davis entdeckt, der sie jedoch nur sichtete. Es dauerte weitere 98 Jahre, bis die Inseln erstmals 1690 von John Strong betreten wurden. Er gab ihnen zu Ehren des britischen Offiziers und Politikers Viscount Falkland den Namen Falkland-Inseln.
Falklandstrom = ist eine nach Norden gerichtete kühle Meeresströmung im Südatlantik vor der Südostküste Südamerikas und ist ein Abzweiger des Antarktischen Zirkumpolarstromes. Er ist die Fortsetzung des Kap Hoorn-Stromes und fließt von den Falklandinseln bis kurz vor die Mündung des Río de la Plata.
Fall = Tau oder Draht zum Hissen der
Rahen, oder Segel; Mehrzahl: Fallen; jedes Tau zum Aufziehen oder Niederholen
von Segeln.
Falldauer, Ebbdauer = die Zeit von einem Hochwaser
bis zum nächsten Niedrigwasser.
Fallreep = früher Strickleiter, heute
am Außenbord eines Schiffes herablaßbare Treppe zum An- und Von-Bord-Gehen
Fallreepspforte = die Unterbrechung des Schanzkleides,
durch die man über das Fallreep das Schiff betritt
Fallwind = der Wind, der von einem festen
Gegenstand zurückgeworfen wird, etwa einer steilen Felswand, er trifft
meist unerwartet, heftig und schräg von oben kommend, die Segel eines
Schiffes.
Fallwinde; Fallwinsch = die Winde oder Winsch,
mit deren Hilfe die Fallen auf größeren Schiffen geholt werden.
Auf Yachten mit Hochtakelung und Drahtfallen vielfach in Gebrauch gekommen.
Faltboot = 1. zerlegbarer Kajak (Paddelboot)
mit Holz oder Metallgerüst und wasserdichter Außenhaut; 2. wurde
früher auch als Rettungsboot, das aus einem flachen Holzboden mit aufklappbaren
Seitenwänden aus Segeltuch bestand, benutzt .
Faltlukendeckel = Lukendeckel der über
hydraulische Flaschenzüge zusammengefaltet wird
Fangleine = eine oder mehrere in einen Boot
oder anderen schwimmenden Gegenständen angebrachte Leinen
Fant, Fent = ein landfein gekleidete Hafenbesucher,
als doofer Fant gilt, wenn er zuviel Dummes fragt, Laffe
Färöer = dänische Inselgruppe
zwischen Island und den Shetlandinseln
Faschine, Schine = 3 bis 6 m langes und 30
cm dickes Bündes aus Busch (Reisig) mit Weidenruten oder Bindedraht zusammengebunden.
Faschinen werden zum Bau von Lahnungen und zum Schutz unter Wasser liegender
Bauwerksteile gegen Unterspülung gebraucht.
Faschinenwurst = heißen Faschinen von
10 bis 15 cm Durchmesser und mehreren Meter Länge; Senkfaschinen sind
bis zu 1 m dick und mit Steinen gefüllt.
Fass = früher aus gebogenen Holzstreifen bestehendes
durch meist eiserne Reifen zusammengehaltenes Gefäß mit Böden, heute aus Metall und Kunststoff.
fassen = Im Sinne vom greifen, packen. Der Anker hat gefasst. Im Sinne von fangen: Eine Leine erfassen; auch Essen fassen, Schnaps fassen (bei Besanschot an) sind gebräuchlich.
Fasstonne = ein schwimmendes Seezeichen von zylindrischer Form, dessen Längsachse horizontal liegt. Sie kann z.B. als Festmachertonne, zur Kennzeichnung von Warngebieten , mit der Beschriftung "Warngebiet oder Warn-G.", oder der gemessenen "Meile" und anderen Zwecken dienen. Mit rotem liegendem Kreuz bezeichnet die Fasstonne ein "Sperrgebiet".
Fata Morgana = Luftspiegelung, bei der durch
Lichtbrechung von unterschiedlich temperierten Luftschichten in der Nähe
der Wasseroberfläche weit entfernte Küsten sichtbar werden oder
andere Spiegelungen. Der Name Fata Morgana stammt aus Italien. Ein derartiges Phänomen wurde gelegentlich über der Straße von Messina zwischen dem italienischen Festland und Sizilien.
faule Küste = Küste mit vorgelagerten
Untiefen oder Riffen
Faulenzer = Baumaufholer gleich Ladegeschirr
Faksimile, Fax = bezeichnet man eine originalgetreue Kopie bzw. Reproduktion einer Vorlage. Der Begriff Fax für eine Fax-Übermittlung leitet sich ebenfalls von Faksimile ab.
Faksimile Ausstrahlung des Deutschen Wetterdienstes = über den Wettersender Offenbach & Pinneberg auf KW in Form von Wettervorhersagekarten. (1 bis 8-tägige Vorhersagen, Eiskarten, Analysen, Seegangsvorhersagen). Nicht empfangbar mit reinen Navtexgeräten. Hierfür sind Zusatzgeräte notwendig, oder Navtex mit integrierten Faksimile-Geräten.
FC = Fish Carrier = Fischtransporter, mit Kühlräumen ausgestattet.
FD = Kurzbezeichnung für die Bootsklasse
Flying Dutchman (Kennzeichen im Segel)
Feeder = Füllschacht, der vom Zwischendeck
bis zur Höhe des Lukensülls reicht
Feederschiff, Feeder = Kleine Containerschiffe,
Küstenmotorschiffe für den Zubringerdienst. Sie stellen den Seetransport zwischen großen und kleineren Häfen sicher.
Feeder Service = Für den rationellen
Containertransport notwendiger Zubringer- und Verteilerdienst mit kleinen
Containerschiffen (Feedern), die die von Mutterschiffen nicht direkt angelaufenen
kleinen Haefen bedienen.
Fehlweisung = Winkel zwischen der von einem
Magnetkompaß angezeigten Kompaßnordrichtung und der rechtweisenden
Nordrichtung. Die Fehlweisung ist gleich der algebraischen Summe aus Deviation
und Ortsmißweisung Om ( Erdmagnetismus), oder Winkel zwischen der von
einem Kreiselkompaß angezeigten Kreiselnordrichtung und der rechtweisenden
Nordrichtung. Die Fehlweisung ist dann gleich der algebraischen Summe aus
Kreisel-A und Fahrtfehler.
Fehmarn = ist die drittgrößte der deutschen Ostseeinseln und Teil von Schleswig-Holstein. Fehmarn ist 185 km² groß, verfügt über rund 78 km Küstenlinie und liegt durch die Fehmarnsundbrücke mit der Halbinsel Wagrien verbunden zwischen Kieler Bucht und Mecklenburger Bucht in der Ostsee. Der größte Ort der Insel mit rund 6.000 Einwohnern ist Burg.
Fehmarnbelt = ist eine etwa 18 Kilometer breite Wasserstraße zwischen der dänischen Insel Lolland und Fehmarn in der westlichen Ostsee, er verbindet als Seeweg den Großen Belt und die Kieler Bucht als Kiel-Ostsee-Weg mit den Gewässern der Mecklenburger Bucht und der östlichen Ostsee.
Fehmarnsund = ist der Meeresarm der Ostsee zwischen Kieler Bucht und Mecklenburger Bucht, der die Insel Fehmarn vom Festland trennt. Die Fehmarnsundbrücke verbindet die Insel mit dem Festland, auf der wagrischen Halbinsel, bei Großenbrode.
Fehmarnsundbrücke = verbindet die Insel Fehmarn in der Ostsee mit dem Festland bei Großenbrode. Die 963 Meter lange kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke überquert den 1300 Meter breiten Fehmarnsund und hat eine lichte Höhe von 23 Metern über dem Mittelwasser. Es ist eine Stahlkonstruktion mit 21 Metern Breite und 248 Metern Spannweite der Bogenbrücke. Die vom Kölner Architekten Gerd Lohmer entworfene Brücke wurde 1963 in Betrieb genommen.
Feldschlange = (engl. Culverine). Die Feldschlange war ein Kanonentyp des 16. Jahrhunderts und die Kernschussweite lag bei etwa 800 Metern. Die verschossenen Kugeln hatten oft ein Gewicht von vier Pfund. Feldschlangen waren gewöhnlich auf einer zweirädrigen Lafette montiert. Der Name Feldschlange kommt von der anfangs als Schlangen- oder Drachenkopf gestalteten Mündung, die auf den Gegner Furcht einflößend wirken sollte.
Felunke, Feluke = 1. zweimastiges Küstenlastsegler
der Mittelmeerländer mit einem dreieckigen Segel (Lateinsegel); 2. früher
verwendetes kleines Kriegsschiff in Galeerenform.
Fender = Puffer, Schutzpolster zum Abfangen
der Stöße beim Anlegen (Polsterkissen aus Tauwerk, Kork, Kunstoffbälle
und auch Gummireifen)
Ferge = Fährmann
Fernglas = Doppelfernrohr, optisches Gerät
zum Betrachten entfernter Gegenstände
Fernmeldedienst = (Marine) Dienstzweig in
der Laufbahn Truppendienst bei der Marine. Umfaßt den Funk-, Fernschreib-
und Radardienst der Marine.
Fernrohr = optisches Gerät zum
Betrachten entfernter Gegenstände mit nur einem Okular
Fernsicht = Sicht in die Ferne, Möglichkeit
in die Ferne zu schauen.
Fernwelle = langperiodische Meereswellen,
die vom Atlantischen Ozean in die Nordsee eindringen und hier als freie Wellen
weiterlaufen. Derartige Wellen können durch meteorologische Auswirkungen
oder als Seebebenwellen durch seismische Störungen ( z.B. Erdbeben, vulkanische
Tätigkeit) entstehen, Seebebenwellen sind unter dem Namen Tsunami
bekannt.
Fest! = Kommando beim Heißen, Hieven,
Einholen und bedeutet soviel wie Halt, Stopp nicht mehr heißen.
Festfeuer = Leuchtfeuer, das einen Lichtschein
ohne Unterbrechung als Kennung hat
Festland = fester Teil der Erdoberfläche,
im Unterschied zum Meer
festlaufen = das Schiff hat sich (auf Grund,
im Sand) festgelaufen
festliegen = auf Grund gelaufen, das Schiff
liegt fest
festmachen = 1. das Boot am Ufer mit Leinen
festmachen, das Schiff an der Kai mit Leinen festmachen; 2. Segel aufrollen
und befestigen ( auch beschlagen )
Festmacher = 1. Leute, Spezialisten,
die in den Häfen dafür sorgen, daß die Schiffe sicher an den
Pollern liegen. 2. Ein starkes Ende, meist mit einem eingespleißten
Auge an einem Tampen, mit dessen Hilfe ein Schiff an Land festgemacht werden
kann. Bei Yachten ist es üblich, das Auge erst bei Benutzung des Endes
als Festmacher mit einem Palstek einzustecken.
Festmacherboje = ist eine verankerte Boje
wo z.B. ein Segelboot, Ruderboot festgemacht werden kann
Festmacherleinen, Festmacher = Zum Festmachen
des Schiffes benötigt man Leinen, die heißen: Vorleine, Vorspring,
vordere Querleine, Achterspring, achtere Querleine, Achterleine
Festmache(r)-Ring, Haltering, (Ver)Täuring,
Kairing = in Böschungen oder Mauern (statt Pollern) zum Festmachen
von Schiffen (mit Schäkel und Haken)
Festpunkte, Fixpunkte = im Vermessungswesen
jeder Punkt, dessen geogr. Länge, Breite und Höhe über
dem Meeresspiegel genau vermessen ist
Festrumpfschlauchboot, Rigid Inflatable Boat (RIB) = ist ein Schlauchboot, welches einen aus GFK, Aluminium oder Kevlar gefertigten Rumpf besitzt. Es ist ein offenes Wasserfahrzeug mit ein oder zwei starken Motoren. Die DGzRS setzt sie als schnelles und flexibles Einsatzboot zur Unterstützung größerer Einheiten ein.
Fetthorn = Gerät, das der Segelmacher
gebraucht. Es ist ein Kuhhorn, halb mit festem Fett gefüllt, in dem die
Segelnadeln stecken. Sie rosten dort nicht, und kann mit dem Fett die Nadeln
und den Faden beim Arbeiten einfetten,. Auf Yachten benutzt man statt des
Hornes eine kleine runde Dose.
FEU = Fourty Foot Equivalent Unit, Maßeinheit
(Fuß) für Standard-Container; 40 Fuß-Container
Feuer = elektrisch betriebene Lichter von
Seezeichen und Leuchttürmen
Feuerbarke, Feuerblüse = ein Vorläufer
der des heutigen Leuchtturms. Sie war eine an weit sichtbarer Stelle der
vorgeschobenen Küste errichtete Bake, auf der in einem eisernen Korb ein
offenes, vom Wind angeblasenes Kohlefeuer brannte, das den nachts vorbeifahrenden
Schiffen eine Ortsbestimmung ermöglichte. Eine Feuerblüse stand z.B.
auf der Insel Neuwerk um 1791.
Feuerbuch = Leuchtfeuerverzeichnis
Feuerlöschboot = mit Feuerlöschkanonen
(Wassermonitore) ausgestattetes Boot, das Schiffsbrände bekämpft
Feuerlöschrolle = der Teil der Schiffsrolle,
der jedem Mann seinen Platz und seine Tätigkeit zuweist, wenn im Schiff
Feuer ausgebrochen ist und bekämpft werden soll.
Feuerqualle = Qualle, die mit ihren Nesselfäden
bei Berührung brennende Hautverletzungen hervorruft
Feuerrolle = beschreibt genau festgelegte
Übungen für die Besatzung, für die Bekämpfung der Gefahren
auf See. Jeder Mann hat dabei bestimmte Aufgaben an bestimmten Stellen zu
erfüllen.
Feuerschiff = mit Signaleinrichtungen (Leuchtfeuer)
ausgerüstetes bemanntes Schiff in festliegender Position vor den Flußmündungen,
heute durch unbemannte Tonnen ersetzt
feulen = Mit einem Feudel ( Dweil oder Schwabber)
arbeiten.
FFS = Abkürzung für Fischereiforschungsschiff.
F.G.S. = Federal German Ship ( NATO-Kennzeichnung für deutsche Marineschiffe), die Deutsche Marine verwendet intern keine Präfixe.
fieren = Leine, Tau nachgeben oder eine Last
mit dem Flaschenzug, Kran herunterlassen
Fingerling = Die Ruderzapfen eines größeren
Ruders, die zwischen dem untersten Zapfen, dem Spurzapfen und dem Halslager
sitzen.
Finish = Begriff für die Gesamtfertigung
bzw. den Gesamtausdruck eines Bootes.
fier weg = wird gerufen, wenn eine Last heruntergelassen
werden soll
Filchner, Wilhelm = 1877-1957, Asien und Südpolforscher
Finn-Dingi, Finn-Dinghi = Einheitsjolle
für den Rennsegelsport; mit einem Mann Besatzung, Länge 4,50)m,
Breite 1,51 m, Tiefgang 0,85 m (mit Schwert)
Finnischer Meerbusen = der östliche Seitenarm der Ostsee zwischen Finnland, Estland und Russland, etwa 430 km lang, zwischen 60 und 120 km breit, im Winter zwei bis sechs Monate vereist.
Finnkiel = Kieltyp, eine kleine senkrechte Leitfläche unter Wasser zur Verbesserung der Kursstabilität eines Bootes.
Finow = linker Nebenfluß der Oder
in Brandenburg, entwässert in den Liepnitzsee und fließt bei Oderberg
in die Alte Oder. Der Unterlauf ist kanalisiert und Teil des Finowkanals.
Finow-Kanal = 1744-46 angelegter, 32km langer
Kanal mit 13 Schleusen, mündet bei Hohensaaten in die Oder. Der Finowkanal
wurde seinerzeit durch den Hohenzollernkanal ersetzt. Der Finowkanal
bildet heute einen Teil der 102,7 km langen Havel-Oder-Wasserstraße, die
von der Einmündung der Spree in die Havel bei Spandau durch die Spandauer
Haven, den Oranienburger Kanal, die Friedrichstaler Havel, den Malzer Kanal,
den Finowkanal und die Oderberger Gewässer in die Oder bei Hohensaathen
führt.
Finowmass = Schiffsmass: Länge
40m, Breite 4,60m, Tiefgang 1,75 m, Tragfähigkeit 240 t; Groß-Finow-Maß:
Länge 41m, Breite 5,10m, Tiefgang 1,75, Tragfähigkeit 270 t. - Durch königliche Order wurde in Preußen die erste einheitliche Schiffsgröße, das Finowmaß, mit 40,2 m Länge, 4,6 m Breite und einem maximalen Tiefgang von 1,4 m, das entspricht einer Tragfähigkeit von 170 Tonnen, festgelegt.
Finte = Die Finte (Alosa fallax), auch Maifisch,
Agone, Alse genannt, gehört zur Familie der Heringe und ist längs
der Küsten Europas von Südnorwegen bis zur Iberischen Halbinsel
sowie in der Ostsee bei Finnland und im Mittelmeer verbreitet. Der Fisch wandert
regelmäßig zum Laichen aus dem Meer ins Süßwasser.
Die Finte ist ein geschätzter Speisefisch und war bis Ende des 19. Jahrhunderts
ein wichtiger Erwerbsfisch für die Berufsfischerei. Diese Fische sind
sehr empfindlich gegen Gewässerverschmutzung und dadurch leider selten
geworden.
Fischdampfer = Ein besonders für den
Hochseefischfang gebautes Schiff von rund 60m Länge. Sie mußten
außerordentlich seetüchtig sein. Die Fische wurden mit dem Grundschleppnetz
gefangen und in Eis gepackt. Die Fangreisen dauerten drei bis sechs Wochen.
Heute benutzt man Fangfabrikschiffe. Siehe Fabrikschiffe.
fischen = mit Netz oder Angel Fische fangen
Fischer = jemand der berufsmäßig
fischt
Fischerei = gewerbsmäßiger Fang
von Fischen (Binnen-, Küsten und Hochseefischerei). Die Küstenfischerei
beschränkt sich mit ihren kleinen Segel- und Motorkuttern auf den Fischfang
in der Nähe der Küste mit Schleppnetzen, Stellnetzen, Hamen, Körben
und Angeln. Fischkutter der Küstenfischerei tragen am Bug die Kurzbezeichnung
des Heimathafen ( z.B. NOR = Norddeich), dazu eine Nummer. Die Hochseefischerei
betreibt den Fischfang in der freien See außerhalb der Küstengewässer.
Sie benötigen hierfür größere Fahrzeuge ( Trawler, Kutter,
Logger usw.) Alle Fahrzeuge der Hochseefischerei müssen nach dem internationalen
Vertrag von 1882 vorn am Bug vor dem Schiffsnamen ihren Heimathafen mit großen,
weißen Buchstaben verzeichnen. Der erste Buchstabe bezeichnet das Land
oder den Regierungsbezirk, der zweite in der Regel den Heimathafen z.B.: HF
= Hamburg, Finkenwärder; SH= Schleswig-Holstein, Heiligenhafen; SU =
Schleswig-Holstein, Husum
Fischereischutzboote = haben die Aufgabe,
den Fischereibooten auf ihren Fangplätzen im Notfall ärztliche und
technische Hilfe zu bringen. Außerdem übermitteln sie Wettermeldungen
und geben Wetterberatungen
Fischerleine = dünnes Tauwerk aus Flachs
mit sechs Garnen im Umfang von ungefähr 1 cm.
Fischermann-Stagsegel = Stagsegel, das bei
einer Ketsch oder einem Schuner an einem Stag zwischen den Toppen geführt
wird.
Fischgrund = Gewässer, das reich an Fischen
ist
Fischkutter = seetüchtiges Fischereifahrzeug
Fischlupe = spezielles Echolot für die
Fischereifahrzeugen, um Fischschwärme zu orten
Fischtown = scherzhaft für die Seestadt
Bremerhaven (vormals größter deutscher Fischereihafen)
Fischzug = Auswerfen und Einholen des Fischernetzes
Fisherstraße = Wasserweg im Norden der
Hudsonstraße
Fitt = ein hölzerner Marlspieker, großer
Hartholzdorn; Hilfsmittel beim Spleißen von Tauwerk
Fittings = Die Gesamtheit aller Beschläge,
Amaturen sowie Zubehörteile aller Art, die sich auf den Yachten befinden.
Fixsterne = die in ihren Koordinaten an der
Himmelskugel feststehenden Sterne; die Sonnen der Milchstraße. Hellster
Fixstern ist Sirius
Fjord = tief einschneidende, schmale, lange
steilwandige Meeresbucht ( vor allem in Norwegen )
Flachküste = Küste, an der das Land
flach zum Meer abfällt
Flachmann = Bezeichnung für einen flachen,
schmalen Spinnaker (Zusatzsegel), der auch bei starkem Wind gesetzt werden
kann.
Flachs = Leinfasern sind als Tauwerk wenig
im Gebrauch. Vereinzelt als Lotleine oder Loggleine, Flaggenleinen und Fischerleinen.
Flackerfeuer = Lichtsignal mit Fackeln auf
See
Flage = dasselbe wie Bö, Regenbö
Flagge = Fahne. Rechteckiges, ein- oder mehrfarbiges
Tuch, von bestimmter Bedeutung, das an einer Leine geheißt werden kann.
- Am Heck wird die eigene Nationalflagge, am Bug (im Hafen) die Flagge des
Heimathafens, am ersten Mast die Landesflagge des jeweiligen Landes
wo sich das Schiff gerade befindet, gesetzt.
Flagge streichen = Niederholen der Flagge,
bei einem Kriegsschiff Zeichen für die Kapitulation
flaggen = die Flagge aufziehen, hissen, das
Schiff hat geflaggt
Flaggenalphabet = die durch Winkzeichen mit
Flaggen dargestellten Buchstaben des Alphabets
Flaggengala = über die Toppen flaggen.
Bei festlichen Anlässen das Ausschmücken der Takelage mit den aneinandergereihten
Signalflaggen. Es besteht dabei eine besondere Etikette, besonders bei Yachten,
über das Setzen vom Nationalflagge, Stander usw. bei der Flaggengala.
Flaggengruß = ( dippen) Grüßen
eines Schiffes durch kurzzeitiges Niederholen einer Flagge auf etwa 1/2 bis
1/3 der Höhe, in der sich die Flagge normalerweise befindet
Flaggenknopf = Knopf auf dem Topp des höchsten
Mastes mit Löchern oder Scheibe für die Flaggenleine
Flaggensalut = Salutschießen auf hoher
See bei Begegnung mit einem fremden, salutfähigen Schiff zu Ehren der
fremden Landesflagge. Flaggensalut muß erwidert werden. Wird in Kriegs-
und Krisenzeiten von keiner Nation angewandt, um Irrtürmer zu vermeiden.
Flaggenschein = Das Dokument, das dem Schiff
oder der Yacht die Erlaubnis zum Führen einer bestimmten Flagge erteilt.
Beispiel für Yachten: Flaggenschein des Deutschen Segler-Verbandes.
Flaggensignal = Signal, das durch eine Kombination
von Signalflaggen übermittelt wird.
Flaggenstaat = Der Staat, in dessen Schiffsregister
das Fahrzeug eingetragen ist und dessen Flagge es zu führen hat.
Flaggenstock = Stock am Heck, an dem die Flagge
befestigt wird
Flaggentopp = spitz zulaufender Teil des Mastes
über dem stehenden Gut
Flaggenparade = hissen der Flagge des eigenen
Landes am Morgen und ihr Niederholen bei Sonnenuntergang. Auf Signal bzw.
Kommando erweist jeder in der Nähe befindliche Soldat der Flagge einen
Gruß.
Flaggenrecht = Recht bzw. Pflicht eines Schiffes,
eine bestimmte Flagge ( National- bzw. Handelsflagge) am Mast zu führen.
Flaggenwechsel = feierliche Zeremonie bei
Schiffsablieferung. Am Flaggenmast wird die Werftflagge eingeholt und die
Reedereiflagge geheißt.
Flaggoffizier = Offizier in der Rangklasse
eines Admirals, der als Kommandozeichen eine seinem Dienstgrad entsprechende
Flagge führen darf
Flaggschiff = 1. das größte Schiff
einer Reederei, 2. Kommandoschiff (Admiralschiff) des im Rang eines
Flaggoffiziers stehenden Führers eines Kriegsschiffverbandes
Flämisches Auge = verjüngter Augspleiß
mit der halben Taustärke nach beiden Seiten.
Flanken = alte Bezeichnung für
die Seiten eines Schiffes.
Flankendeich, Flügeldeich = von der Hauptdeichlinie
zurückspringende Deichstrecke, z.B. am Außentief eines Sieles
Flaschenpost = Übermittlung einer Nachricht
in einer wasserdicht verschlossene Flasche, die in ein strömendes Gewässer
geworfen wird (früher bei Schiffbruch). Muß nach internationalem
Brauch an die nächsten Behörden abgeliefert werden, wenn sie als
solche erkennbar und im Wasser aufgefunden wird.
Flaschenzug = Arbeitsvorrichtung zum Heben
schwerer Lasten bei geringen Kraftaufwand mittels Rollen und Seilen
Flat rate = Einheitsfrachtrate für bestimmte
Güter.
flaue = eine schwache, matte Brise
Flaute = Windstille, sehr schwacher Wind
Fleckerstand = Ein Fleckerstand war auf den alten Kriegsschiffen ein Beobachtungsstand mit Rundumblick für den Flakleitoffizier und Begleiter.
Fleet = 1. Entwässerungsgraben oder kleiner
Kanal in Städten, Gracht in Holland; 2. Fanggerät der Treibnetzfischerei
in Gestalt einer schwimmenden Netzwand von 3000 bis 5000 m Länge
Flettner-Ruder = ein frei um 360° drehbares
Ruder mit einem Hilfsruder an der Hinterkante des Ruderblattes. Das Ruder
konnte sich im Schiffbau nicht durchsetzen. Erfinder: Anton Flettner, Ingenieur
1885-1961
Fleute = holländisches Segelschiff
im 17. Jahrhundert. Größere Kogge, aber mir runden Heck und schlanker
gebaut.
Flibustier = westindische Seeräuber im
17. Jahrhundert (1625-1700); auch Bukanier. Entstanden aus den Wirren in den
Machtkämpfen der Spanier und Franzosen.
Flieboot = kleines, schnelles Fischerboot,
auch Beiboot
Fliegender Holländer = Sagenhaftes Gespensterschiff,
dessen Kapitän für sein gottloses Leben zum ewigen Kreuzen verdammt
ist. Eine Sage aus dem 17. Jahrhundert. Ihm begegnen oder an einem Freitag
in See gehen bedeutet Unglück.
Flieger = kleines
Stagsegel ( Vorsegel) vor dem Klüver
Flint = Feuerstein, in manchen Küstengegenden
bezeichnet man mit Flint allgemein jeden Stein (althochdeutsch flins = Kiesel)
Flo/Flo = Float on / Float off, ein Trägerschiff taucht ab, unterschwimmt schwimmfähige Ladung oder Großbehälter und hebt sie beim Auftauchen auf den vorbestimmten Stauplatz. Die Entladung erfolgt durch Abtauchen und Wegschwimmen.
Flögel, Flüge = Windsack auf dem
Topp eines Mastes zur Anzeige der Windrichtung
Flores = ist die viertkleinste und zugleich westlichste Insel der Azoren. Rund 250km nordwestlich von Faial liegt die Insel zusammen mit dem Nachbarn Corvo einsam im Atlantik. Die kleine Insel ist Europas westliches Ende und war früher ein Navigationspunkt für Seefahrer.
Floridastraße = die Passage zwischen
Flordia / USA und der Insel Kuba mit einer Breite von 95 Seemeilen.
Flossenbezüge = Handschuhe
Flossenkiel = die schwere, mit Außenballast
versehene Verlängerung eines Kiels einer Yacht.
Floß = aus mehreren Schwimmkörpern
zusammengefügtes Wasserfahrzeug, Schwimmkörper ( Holz, Luftkissen,
Tonnen, Kanistern)
Flötentörn = Verbindungsmann zwischen
Brücke und Decksdienst. Der Name leitet sich daher ab, daß der
Wachoffizier auf Schiffen ohne Rundspruchanlage den Verbindungsmann heranpfiff.
flottmachen = zum Schwimmen bringen, fahrbereit
machen
Flotte = Gesamtheit der Schiffe ( eines Staates,
Fischerei-, Handels- und Kriegsschiffen)
Flottenforz = Scherzname für einen zu
klein geratenen Seemann
Flottille = die kleineren Einheiten der Marinefahrzeuge
als taktische Gruppe, z.B. Minensuchflottille
Flotillenadmiral = Offiziersdienstgrad bei
der Marine, im Rang eines Brigadegenerals
Flottillenarzt = Arzt bei der Marine im Rang
eines Oberfeldarztes
Flottenstation = Platz an der Küste mit
Einrichtungen zur Aufnahme und Versorgung von Kriegsschiffen
Flottenstützpunkt = Flottenstation
Flottille = Gesamtheit aller Schiffe eines
Typs, z.B. Verband aus mehreren Fangschiffen, die gemeinsam fischen
flottmachen = ein Boot, Schiff wieder schwimmfähig,
fahrtüchtig machen
Flüge, Flögel = Tuchstreifen oder
Windsack an der Spitze eines Mastes, der die Windrichtung anzeigt
Flüstertüte = einfaches Sprechrohr
für die Verständigung auf See
Flugboot = Flugzeug mit schwimmfähigem
Rumpf, das auf dem Wasser startet und landet.
Flugzeugträger = Kriegsschiff mit verlängertem
und verbreitertem Deck als Land- und Startfläche für Flugzeuge
Flunken = die flächenartig verbreiterten
Enden eines Ankerarmes
Flunki = Scherzname für den Schiffs-Steward
(der viel herumflitzt)
Flussdelta = bezeichnet man eine charakteristische Mündungsform eines Flusses oder Stroms. Der Nil bildet das wohl bekannteste Mündungsdelta.
Flussschiffahrt = Binnenschiffahrt auf
natürlichen Wasserstraßen. Gegensatz: Kanalschiffahrt
Flut = ansteigen des Meeresspiegels im Wechsel
der Gezeiten ( Ebbe und Flut)
Flutdauer = die Zeit von einem Niedrigwasser
bis zum nächsten Hochwasser.
fluten = unter Wasser setzen, die Tanks im
U-Boot fluten
Fluthafen, Tidehafen, Sielhafen, Hochwasserhafen
= offener Hafen im Tidegebiet, der den Schiffen nur bei angestiegenen Wasserständen
( um die Tidehochwasserzeit) zugänglich ist
Flutmarke, Flutmerk, Flootmark, Flutzeichen, Spülsaum
= der auf Inselstränden und an der Festlandsküste bei jeder Tide
in der Linie des Tidehochwassers (Thw) abgesetzte, häufig mehrere Meter
breite Spülsaum (Treibsel). Aus seiner Lage kann die Höhe des zuletzt
eingetretenen Tidehochwassers angenähert festgestellt werden.
Flutwelle = starke , oft verheerende Frontwelle,
bei plötzlichen Wasserstandsschwankungen, nach Seebeben, untermeerischen
Vulkanausbrüchen, Wirbelstürmen, Dammbrüchen und auch beim
Übergang von Ebbe zu Flut
Flying Dutchman = Einheitsjolle für
den Rennsegelsport, mit zwei Mann Besatzung. Länge 6,05 m, Breite 1,80
m, Tiefgang 1,10 m (mit Schwert). Zeichen: FD
Flying P-Liner = von englischen Seeleuten
geprägte, ehrenvolle Bezeichnung für die schnellen Großsegler
der Reederei F.Laeisz. Das "P" bezieht sich darauf, daß die Namen der
Schiffe dieser Reederei mit P anfingen. ( Preußen, Potosi,
Peking, Padua, Pamir, Passat usw.)
fob = free on bord, Frachtklausel im überseeischen
Warenverkehr
Fock = Vorsegel, bei voll getakelten Segelschiffen
unteres Rahsegel, bei Segelbooten vor dem Mast gesetztes Stagsegel
Fockmast = bei Segelschiffen mit mehrerem
Masten vorderster Mast, Aufteilung: Vor-Untermast, Vor-Marsstenge
und Vor-Bramstenge,Segel:
Fock, Voruntermarssegel, Vorobermarssegel, Vorunterbramsegel, Voroberbramsegel
und Vorroyal
Fockroller = mechanische Vorrichtung, um die
Fock, vom Cockpit aus, auf das Vorstag aufzurollen.
Fockschot = doppelt geführte Schot zum
Bedienen der Fock. Die Fockschot gestattet das Dichtholen der Fock über
eine Leitöse (Leitblock) durch den Vorschotmann. Die Fockschot ist am
Schothorn der Fock befestigt.
Fockstag = Stag an dem die Fock gefahren wird,
auch Vorstag.
Focksel = (engl.) alter Seemannsausdruck
für die Back sowie früher für das Mannschaftslogis im Vorschiff
Förde = an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins,
schmale, langgestreckte, tief ins Landesinnere reichende Meeresbucht
Fog = dichter Nebel
Foghorn = Nebelhorn
Folkeboot = Kreuzer, Sportsegelboot
mit Kiel, Fock- und Großsegel, Segelfläche: 24 m², Länge:
7,64m, Breite: 2,20m Kennzeichen: F im Großsegel
Forcados = ist ein 198 km langer Fluss im Bundesstaat Bayelsa in Nigeria und ist der westliche Mündungsarm des Nigers. Er mündet in den Golf von Guinea. Der Fluss ist vollständig schiffbar. Nebenflüsse: Ase, Warri.
Formigas = ist eine unbewohnte Inselgruppe und gehört zu den Azoren im Atlantik. Die kleinen Inseln liegen zwischen den Inseln Santa Maria und Sao Miguel. Diese acht kleinen Inselchen ragen nur wenig aus dem Meer und sind zur Schutzzone erklärt worden. In der Schiffahrt sind die Formigas gefürchtet. Ein Leuchtfeuer markiert die Inselgruppe.
Formosastraße = die 75 Seemeilen breite
Meerenge zwischen China und der Insel Formosa.
Forschungsschiff = Forschungsschiffe werden
speziell für die Erforschung der Meere konstruiert oder umgebaut. So
vielfältig wie die Meeresforschung so unterschiedlich sind auch die Einsatzgebiete
und Spezialisierungen der einzelnen Schiffe. In Deutschland gibt es drei Kategorien
von Forschungsschiffen, die sich vor allem in Dauer und Aktionsradius ihrer
Fahrten unterscheiden. Die kleinen Schiffe (dazu gehören die "Heincke",
"Alkor" und die "Alexander von Humboldt") sind meistens nur in der Umgebung
ihres Heimatinstitutes unterwegs. Die mittleren Schiffe dagegen (die "Meteor",
die "Poseidon") sind häufig mehrere Wochen in der Nordsee und im Nordatlantik.
Zum Teil untersuchen sie regelmäßig die Fischerei und die Verschmutzung
der Gewässer. Die Schiffe der dritten Kategorie (die "Polarstern", die
"Sonne") sind weltweit im Einsatz, meist auf monatelangen Fahrten. Zu ihren
Aufgaben gehört die meereskundliche Grundlagenforschung oder die Untersuchung
von fischereilichen und mineralischen Ressourcen.
Fositesland = fries. Name für Helgoland.
nach dem friesischen Seegott Fosites, Forseti, woraus man eine Duplizität
des griechischen Meeresgott Posidos, Poseidon erkennen will.
Fracht = Entgelt für die Beförderung
von Ladung über See
Frachter = Frachtschiff, Frachtdampfer
zur Beförderung von Ladung, Güter
Frachtführer, Frachtschiffer =
Begriff aus dem Frachtvertrag: in der Binnenschiffahrt derjenige, der gewerbsmäßig
für eigene Rechnung die Beförderung von Güter mit eigenen oder
fremden Schiffen übernimmt.
Fram = Forschungsschiff des Norwegers F.Nansen.
Bekannt durch die Fram-Trift durch das Nordpolarmeer von November 1893 - Juni
1896
Framstraße = ist ein Seeweg zwischen dem Nordatlantik und dem Arktischen Ozean. Er verläuft zwischen Spitzbergen und Grönland. Die Strecke ist zumeist ganzjährig von Eis bedeckt. Die Wassertiefe beträgt bis zu 2.600 m.
Franklin, John = Polarforscher 1786-1847.
Franklin unternahm 1845 eine Expetition zur Erforschung einer Nordwest-Durchfahrt
im Kanadischen Archipel und kam dabei ums Leben.
Franklinstraße = Wasserweg im nördlichen
Inselgebiet Kanadas
Fregatt = als optakelt Fregatt ist
een Froensminsch (Frau), das modisch-übertakelt wie ein Vollschiff
angesegelt kommt.
Fregattvögel = (Fregata) sind eine in den Tropen und Subtropen am Meer beheimatete Vogelgattung, die die eigenständige Familie Fregatidae bildet. Sie sind nahe verwandt mit den Pelikanen und Kormoranen und sind gewandte Flieger. Die größte Art, der Prachtfregattvogel, wird bis zu 110 cm groß mit einer Flügelspannweite von bis zu 230 cm. Dabei werden sie nur bis zu 1,5 kg schwer. Fregattvögel gibt es unter anderem auf den Galápagos-Inseln, den Seychellen, in Nordostaustralien, in Polynesien und auf vielen weiteren Inseln in den Tropen und Subtropen.
Fregatte = früher ein schnelles dreimastiges
Segelschiff für den Aufklärungsdienst, heute ein schnelles Motorschiff
zum Schutz von Geleitzügen und U-Boot-Ortung
Fregattenkapitän = Seeoffizier im Range
eines Oberstleutnants
Frei an Bord = die Kosten der Anlieferung
und Übernahme trägt der Ablader.
Freibeuter = Seeräuber
Freibord, Freibordmarke,
Tieflademarke, Plimsollmarke = bei Handelsschiffen auf halber Schiffslänge
beidseitig am Rumpf angebrachte Markierung, die den höchstzulässigen
Tiefgang angibt. Die Freibordmarke besteht aus Liniensymbolen und Buchstaben.
Die Oberkannte des Deckstriches gibt die Höhenlage des Freiborddeckes
an. Die Buchstaben bedeuten: F: Eintauchtiefe in Frischwasser (Süßwasser),
S = Eintauchtiefe in Seewasser im Sommer und W = desgl. im Winter. Diese Angaben
berücksichtigen das unterschiedliche spezifische Gewicht von Frischwasser
sowie von Seewasser im Winter und Sommer. Die Buchstaben am Kreis der Freibordmarke
bezeichnen die Seeversicherung des Landes, die für das Schiff abgeschlossen
ist. GL = Germanischer Lloyd (deutsch), LR = Lloyd's Register of Britisch
and foreign shipping ( engl.) BV= Bureau Vertias ( franz.)
Freibordzeugnis = Dokument, das von der Seeberufsgenossenschaft
ausgestellt wird. Es legt fuer jedes Schiff fest, wie gross der jeweilige
Freibord sein muss.
Freies Meer = die See außerhalb der
Hoheitsgrenze eines Küstenstaates. Das Freie Meer ist Ausland.
Freifallrettungsboot = ein geschlossenes Rettungsboot,
das von einer schrägen Ablaufbahn am Heck ins Wasser ( mit
der Mannschaft) rutscht.
Freigewicht = Die nicht ausgenutzte Tragfaehigkeit
des Schiffes
Freigut = zollfreie Ware an Bord
Freihafen = Hafengebiet, das zollrechtlich
so behandelt wird, als läge es außerhalb der Staatsgrenzen. Seeseitig
einkommende Waren können ohne Zollkontrolle und unverzollt entladen und
weiterverarbeitet werden; auch Zollfreihafen
Freiheit der Meere = im Seevölkerrecht
Grundsatz, daß das Meer außerhalb der Küstengewässer
(Zwölfmeilenzone) von jeder Staatshoheit frei und der Luft- und
Schiffahrt sowie der Fischerei und der Nachrichtenübermittlung aller
zugänglich ist; auch Freiheit des Meeres, Freies Meer
freikreuzen = das Wegsegeln von einer Küste
bei auflandigem Wind durch kreuzen
Freiwache, Freitörn
= wachfreie, dienstfreie Mannschaft
Freya, Frigga = germ. myth. Tochter von Njörd
und Gemahlin von Wotan/Odin.. Nach ihr benannt wurde der Freitag.
Fressalien = scherzhaft: Eßwaren
Friesennerz = scherzhaft für Öljacke,
Regen- und Windjacke; Ostfriesennertz
Friesische Inseln
= die durch das Wattenmeer von der Nordseeküste getrennte Inselkette
1. Westfriesche Inseln, 2. Ostfriesische Inseln, 3. Nordfriesische Inseln
Frigata = portugiesisches Küstensegelboot
mit zwei Masten
Frisches Haff = durch die 60km lange Frische
Nehrung von der Ostsee abgetrennter Strandsee in Ostpreußen
frisch = kühl, kalt
Frischfischfänger = Fischereifahrzeug,
welches den gefangenen Fisch auf Eis gekühlt lagert.
Frischwasser = mitgeführtes Süßwasser
auf Schiffen
Front feifen = (oder Front blasen) einfache
Ehrenbezeichnung eines ganzen Kriegschiffes gegenüber hochgestellten
Persönlichkeiten oder gegenüber einem anderen Kriegsschiff. Sie
wird durch Piffe mit der Batteriepfeife oder durch Hornsignal ausgelöst.
Die gesamte an Oberdeck befindliche Besatzung erweist einen Gruß nach
der befohlenen Seite. Front pfeifen wird auch beim Passieren des Marine-Ehrenmales
von Laboe gepfiffen.
Froschmann = frei beweglicher Taucher mit
Gummianzug und Atmungsgerät
Frost = Temperatur unter 0° Celsius
Froster = Fabrikfangschiff, Kühlschiff
Frozenstraße = Einfahrt zur Repulsebai
im Norden Kanadas
Fruchtschiff = Kühlschiff , Ladung besteht
aus Früchten, z.B. Bananen, Südfrüchte
FS = 1. Fährschiff; 2. Forschungsschiff = Research Vessel (R/V)
FT-Raum = Raum eines Schiffes, in dem sich
die Funkanlage befindet. Er liegt in unmittelbare Nähe der Brücke
des Schiffes; auch Funkraum
Führung = Ringe, Rollen, Klampen usw.,
durch die Seile und Taue in die gewünschte Richtung laufen,
Fuerteventura = ist die zweitgrößte der Kanarischen Inseln, im Atlantischen Ozean, ca. 100 Kilometer westlich der marokkanischen Küste. Die Insel hat eine Fläche von etwa 1 731 km². Die Hauptstadt Fuerteventuras ist Puerto del Rosario. Die Kanaren gehören zum Hoheitsgebiet Spaniens. Das Klima ist das ganze Jahr über angenehm, was den Kanarischen Inseln den Beinamen "Inseln des ewigen Frühlings" eingebracht hat.
Fuke = Reuse zum Fischfang (ostfriesisch)
Fullbrass = heißt an der Reling aufgehängte
Mülltone bzw. Müllsack, Abfallbehälter; auch Fulbraß
Fünfmastbark = Segelschiff mit 5 Masten,
davon 4 vollgetakelt und der Besanmast mit Gaffelsegeln ausgerüstet
Fünfmastvollschiff = Segelschiff mit
5 vollgetakelten Masten, ein bekanntes Schiff war die " Preußen ", die
1910 nach einer Kollision an der englischen Küste strandete.
Funk = Sammelbegriff für alle Verfahren
drahtloser Nachrichten- und Impulsübermittlung (Telegrafie)
Funkbake = Funkfeuer
Funkdienst ( Marine) ehem. Fachrichtung im
Dienstzweig Fernmeldedienst. Umfaßt Bedienung der Funksende- und Empfangsanlagen,
Schlüsseldienst, Führung der Funk- und Funksprechkladde, Wartung
und Reparatur aller zur Funkstation gehörigen Geräte und Anlagen.
Funkenpuster = Funkoffizier, Funker an Bord
Funker = Jemand der in der Nachrichtenübermittlung
durch Funk tätig ist, war früher auf größeren Schiffen
vorgeschrieben, heute durch die moderne Datenübertragungstechnik wird
der Funker nicht mehr benötigt. Die Aufgaben übernimmt jetzt ein
nautischer Offizier mit einem Seefunksprechzeugnis.
Funkfeuer = unbemannte Funksendestelle für
die Funknavigation (Funkbake)
Funknavigation = Die Art der Navigation, bei
der die Peilbarkeit elektromagnetischer Wellen zur Standortbestimmung von
Schiffen und Luftfahrzeugen ausgenutzt wird. Man spricht von Eigenpeilung,
wenn man selbst Peilstrahlen empfängt und auswertet und von Fremdpeilung,
wenn man selbst elektromagnetische Wellen aussendet und sich von einer fremden
Stelle peilen läßt.
Funkortung = durch Anpeilung von mindestens
zwei bekannten Senderstandorten, kann der eigene Standort ermittelt werden
Funkpeiler = mit diesem Gerät (runder
Peilrahmen) wird die Richtung zu einem Sender ermittelt
Funksignal = Signal, das auf dem Funkwege
übermittelt wird.
Fury- und Hekla-Straße = schmaler Wasserweg
zwischen dem Foxebecken und dem Boothiagolf im Norden Kanadas.
Fuß = (Abk.: ft) britisches Längenmaß,
Containergrößen werden in Fuß angegeben. 1 Fuß = 0,3048
Meter. Der Tiefgang wird heute immer noch in Fuß angegeben.
Fußblock = einscheibiger Stahlblock,
bei dem eine Backe aufgeklappt und das Tauwerk in den Tauraum eingelegt werden
kann. Er wird vorwiegend zur Änderung der Zugrichtung von laufendem Gut
verwendet
Fußliek = das Unterliek eines Segels,
auch Baumliek genannt, wenn es mit einer Spiere verbunden ist.
Fußperten = auch Fußpferde; die
mit Garn bekleideten Drähte unterhalb der Rahen un des Klüverbaums,
auf denen der Seemann steht, wenn er dort arbeitet
Fusta =sehr schnelles, aus der Galeere entwickeltes
Fahrzeug mit 18-22 Ruderbänken auf jeder Seite.