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Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: E
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  1. E = Echo, internationales Buchstabensignal, blau-rot. Bedeutung: Ich ändere meinen Kurs nach Steuerbord
  2. E = Abk. für East  (Ost, geographische Länge)
  3. E-Anlage = Kurzbezeichnung für die gesamte elektrische Anlage an Bord eines Schiffs. Organisatorisch gehört die E-Anlage zum Abschnitt Schiffselektrotechnik im Hauptabschnitt Schiffstechnik. (Marine)
  4. Ebbe = (regelmäßig wiederkehrendes) Sinken des Meeresspiegel, siehe Gezeiten
  5. Ebberinne, Ebbearm =  Wasserrinne im Tidegebiet, die besonders stark vom Ebbstrom durchflossen wird. Am unteren Ende der Ebberinne bildet sich in Regel eine Sandbarre.
  6. Ebbstrom = der Strom, der durch die Ebbe entsteht. In den Flußmündungen ist es auslaufender Strom, hinter den Inseln, in Nebenfahrwassern läuft der Ebbstrom indessen oftmals anders, als man zuerst annehmen möchte, auch sind hier seine Zeiten oftmals andere, als in den unmittelbar mit der See in Verbindung stehenden Gewässern.
  7. ECDIS = Electronic Chart Display and Information System ( elektronisches Seekarten-Darstellungssystem )
  8. Echolot = Gerät zum Messen von Wassertiefen. Das Echolot mißt die Zeit zwischen dem Aussenden von elektr. Impulsen (Schallwellen) und der Rückkehr des Echos vom Meeresgrund und ermittelt hieraus die Wassertiefe.
  9. Eckernförde, Eckernför = ist eine über 700 Jahre alte deutsche Hafenstadt und Ostseebad im Landkreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein. Eckernförde liegt an der Ostsee am Ende der Eckernförder Bucht. Seit 1912 ist Eckernförde Garnisonsstadt und Marinestützpunkt. Die Einwohnerzahl liegt bei 23 000. Die Räucherfischspezialität "Kieler Sprotte" stammt aus Eckernförde. Ein Eckernförder Zitat lautet: In Eckernför dar hebbt wi´t rut ut Sülver Gold to macken.
  10. Eddystone-Leuchturm = bekanntes Leuchtfeuer an der Südküste Englands im Englischen Kanal
  11. EGNOS = European Geostationary Navigation Overlay System. EGNOS, das erste Projekt (2002)  im Bereich Satellitennavigation in Europa, unterstützt bestehende internationale Navigationssysteme für sicherheitskritische Anwendungen in der Luftfahrt, Schifffahrt und weiteren Bereichen.
  12. Ehe, Ee =  in Ostfriesland  wird ein kleiner Fluß, Bach oder Wasserlauf so bezeichnet. Auch Seebaljen oder Seegaten werden mit "Ehe"  bezeichnet, z.B. Accumer Ehe.
  13. Eider = Fluß in Schleswig-Holstein zur Nordsee mit den Häfen: Rendsburg, Breiholz, und Mündungshafen Tönning
  14. Eiderkanal, Schleswig-Holsteinischer Kanal = Von 1777 bis 1784 eingerichtete Verbindung zwischen Rendsburg und Holtenau (34 km) stellte eine Abkürzung für den Verkehr zwischen der Nordsee bei Tönning  und der Ostsee bei Holtenau für Seeschiffe dar. Unter Einbeziehung der Flüsse Eider und Levensau betrug die Gesamtstrecke 180 km. Der Scheitelkanal, der zur Ostsee einen Höhenunterschied von gemittelt 7,3 m, zur Unteren Eider bei Rendsburg rd. 6 m betrug, wurde durch Schleusen bei Kluvensiek, Königsförde, Rathmannsdorf, Knoop und Holtenau überwunden, deren Abmessungen von 35 m x7,8 m bei einer Tiefe von 3,5 m den Verkehr von Schiffen bis 260t erlaubten. 1895 wurde der Eiderkanal durch den Nord-Ostsee-Kanal ersetzt.
  15. Eiland = Insel
  16. Eigengewässer = innerhalb der Staatslandgrenze liegende Meeresflächen. Sie gehören zum Hoheitsgebiet des Küstenstaates.
  17. Eigner = Eigentümer eines Bootes, Schiffes.
  18. Einbaum  = aus einem Baumstamm hergestelltes Boot
  19. einbinden, einstecken = Segel verkleinern
  20. Eindeichung = Gewinnung von Neuland an der Küste durch Bedeichung von Außengrodenflächen oder auch Wattgebieten.
  21. eindocken = das Schiff ins Dock bringen zur Reparatur oder Reinigung des Unterbodens
  22. Eineinhalbmaster = Yachten, die zwei Masten haben, von denen der hintere wesentlich kleiner als der Hauptmast ist.
  23. einfahren = die Mannschaft mit dem Schiff vertraut machen
  24. einfallen = ein Tau steifholen, indem bei festgesetztem Ende mit dem ganzen Körpergewicht senkrecht zur Zugrichtung des Taus gezogen wird
  25. einhaken = einhängen
  26. Einhandboot = Segelboot, das nur von einer Person gesegelt wird zB. Finn-Dingi
  27. Einhandsegler = Wenn eine Person ein Schiff allein segelt, ob eine Yacht oder Jolle, bezeichnet man sie als Einhandsegler
  28. Einheitsklassen = z.B. Jachten: Hochseejachten (II KR), Seefahrtskreuzer (III), Schärenkreuzer (30), Jollenkreuzer (B); Flying Dutchmann (FD); Starboote:  Drachenboote (D) usw. werden in Klassen eingeteilt. Die fett gedruckten Buchstaben und Zahlen sind die Segelzeichen der einzelnen Klassen, die Walboote führen ein Walsignum, die Starboote einen Stern. Bei den Einheitsklassen sind Konstruktionen und Maße bindend vorgeschrieben,
  29. einholen = binnenbordsholen eines Gegenstandes, zb. eine Leine; Fischfangnetze
  30. Einhüllentanker =  Öltanker mit einer Außenwand.  Tickende Zeitbomben nennen Umweltschützer Öltanker, die auf den Weltmeeren abertausende Tonnen Öl und andere gefährliche Güter transportieren, obwohl sie nur eine Außenwand haben. Damit sind sie - anders als Doppelhüllentanker - bei Havarien oder Stürmen besonders gefährdet, Leck zu schlagen oder zu zerbrechen.
  31. einklarieren = Zoll- und Behördenformalitäten beim Einlaufen in einen Hafen
  32. einlaufen = von See aus mit einem Schiff in den Hafen fahren
  33. einmotten = ein Schiff still legen
  34. einpicken = einhaken; "Eingepickt und bemust" ist ein alter Ausruf zur Bestätigung, daß eine Bootstalje eingehakt, gesichert und klar zum Heißen ist.
  35. einschiffen = aufs Schiff bringen, Passagiere, die eine Schiffsreise antreten, Waren aufs Schiff verladen
  36. Einschleicher = Blinder Passagier, ohne Erlaubnis der Schiffsführung zwecks Mitnahme heimlich an Bord gelangte Person
  37. einschleusen = ein Schiff, Boot durch eine Schleuse hereinfahren
  38. einschwenken = einen neuen Kurs einschlagen
  39. Eintonner = Größte Yacht der Tonner-Yachten. Ein Eintonner hat etwa 11,2 m Länge, 3,10m Breite und über 50 m² Segelfläche
  40. eintörnen = 1. Tauwerk oder Ketten verdrehen; 2. Eindrehen eines vor Anker gegangenen Schiffs auf die Richtung des Windes oder Stromes mit der dabei auftretenden ersten Belastung der Ankerkette.
  41. Eintypklasse = Eine nur von einer Werft ( oder in Lizenz) gebaute Bootsklasse, die vom Deutschen-Segler-Verband anerkannt sein muß
  42. Eis = Wasser in festen Aggregatzustand. Salzwassereis ist brüchig und erreicht nicht die Härte von Süßwassereis. Bei einem Salzgehalt von 33 °/oo (Nordseewasser) gefriert das Wasser erst bei etwa -1,8 ° C. Im Seewasser beginnt die Eisbildung an unserer Nordseeküste in der Regel auf dem Watt, das im Verlauf der Tidebewegung täglich für mehrere Stunden trocken fällt und in dieser Zeit durch die umnmittelbare Berührung des Bodens mit der kalten Luft abkühlt.Für die Beschreibung der an der Küste herrschenden Eisverhältnisse verwendet die Gewässerkunde allgemein nachstehende Schlüsselzahlen und Bezeichnungen:
    Schlüsselzahl Eiszustand Erläuterung
    1
    loser Eisbrei loser Eisbrei wird durch Schnee oder kleine Eisteilchen erzeugt, ist beim Wellengang beweglich und zeigt weißlich graue Farbe.
    2
    Festeis bis 15 cm dicke geschlossene Eisdecke aus zusammengefrorenem Eisbrei, meist in Buchten und dgl.
    3
    Treibeis oder Eistreiben einzelne oder in Feldern zusammengeschlossene Eisschollen, bis 15 cm starke Bruchstücke von Festeis (2).
    4
    zusammengeschobener Eisbrei oder dichte Treibeisstreifen infolge Wind und Wellen entstandene dichte Decke von Eisbrei oder Treibeis (3).
    5
    offene Seerinne längs der Küste offene Wasserstreifen, die infolge Abtreibens des Eises vom Ufer durch ablandige Winde oder Strömungen entstanden sind.
    6
    starkes Festeis Festeis (2) von mehr als 15 cm Stärke.
    7
    starkes Treibeis Treibeis (3) von mehr als 15 cm Stärke der Schollen.
    8
    Packeis zusammen- oder übereinandergeschobene Eisschollen mit unebener Oberfläche. Verstärkte Form von (4) von zerbrochenem Festeis (2 und 6) oder von Treibeis (3 und 7) herrührend.
    9
    Eispressung verstärkte Abart von Packeis (8), wenn Eisfelder durch Wind oder Strömung auf einen Widerstand, wie andere Eismassen, Ufer, Inseln, Buhnen, Dämme, verankerte Schiffe oder dgl., vor allem bei auflandigen Winden, treffen.
  43. Eisbär = Betreuer der Kühlanlagen
  44. Eisberg = große, im Meer schwimmende Eismasse (Gletscherblöcke) , die durch Abbrechen von einem Gletscher stammen
  45. Eisbrecher = Schiff mit starker Antriebsmaschine und schweren Bug zum Aufbrechen vereister Fahrrinnen
  46. Eiserner Gustav = volkstümliche Bezeichnung für Selbststeueranlage.
  47. Eisgang = das Zerbrechen und Abschwimmen der Eisdecke  (bei Fließgewässer)
  48. Eisgürtel = heißt die Verstärkung, die Schiffe an der Außenhaut und im Spantensystem haben, wenn sie vorwiegend in Seegebieten fahren, wo mit Eis zu rechnen ist
  49. Eiskarten = geben Auskunft über die Eissituation, Eisschollen, Eisberge, zugefrorene Seegebiete
  50. Eismeer = Polarmeer
  51. Eisnebel = Nebel aus feinen Eisteilchen; über offenen Stellen des Polarmeeres
  52. Eispressung = durch Strömung und Wind auf ein Ufer, einen Deich oder ein anderes Hindernis geschobene und hochgepreßte Eisschollen. Hierbei können sich die übereinander geschobenen Schollen mehrere Meter hoch auftürmen.
  53. Eissegeln = Segeln auf dem Eis mit einem Gleitfahrzeug auf Kufen mit einem Handsegel
  54. Eistreiben, Treibeis, Drifteis, Packeis =  massenhaftes Treiben von Eisschollen und Packeisbergen im strömenden Wasser
  55. Elba = ist eine Insel im Mittelmeer und gehört zum Toskanischen Archipel der Region Toskana in Italien (Provinz Livorno). Sie ist knapp 20 km vom italienischen Festland entfernt. Sie ist die drittgrößte Insel Italiens mit einer Größe von 223,5 km² und einer Küstenlänge von 147 km. Bis 1860 gehörte sie zu Frankreich. Der Hauptort ist Portoferraio. Bekannt wurde die Insel Elba 1814 durch die Verbannung Napoléon Bonaparte.
  56. Elbe, Labe (tschechisch) = ist ein europäischer Fluss, der in Tschechien (Riesengebierge) entspringt, durch Deutschland fließt und in die Nordsee mündet. Mit 1.091 Kilometern Länge ist die Elbe der vierzehntlängste Fluss in Europa. Der deutsche Anteil ist in 727 Fluss-Kilometer unterteilt und unter anderem durch die Städte Dresden, Magdeburg und Hamburg zu fließen und schließlich bei Cuxhaven in die Nordsee zu münden; Deutschland - Bundeswasserstraße.
  57. Elbe-Havel-Kanal = Der Elbe-Havel-Kanal ist ein 56 km langer Kanal von der Elbe bei Magdeburg zum Plauer See bei Brandenburg an der Havel. Er schafft zusammen mit dem Mittellandkanal und der Havel eine durchgehende Wasserstraße vom Ruhrgebiet über Berlin nach Polen, Bundeswasserstraße.
  58. Elbe-Lübeck-Kanal, Elbe-Trave-Kanal = 1900 eröffnete Verbindung zwischen der Trave bei Lübeck im Osten und der Elbe (km 569,20) bei Lauenburg im Westen, die den alten Stecknitzkanal ablöst. Der Kanal (mit Kanaltrave) hat sieben Schleusen und ist für Schiffe bis zu einer Abmessung von 12 m Breite, 80 m Länge und, streckenabhängig, mit einer Tauchtiefe zwischen 2,00 und 2,50 befahrbar. Er stellt eine Verbindung für die Binnenschifffahrt zwischen Elbe und Ostsee dar; Bundeswasserstraße.
  59. Elbe-Weser-Schiffahrtsweg =  verbindet die Elbe bei Otterndorf über den Hadelner Kanal, die Aue, den Bederkesa- Geeste-Kanal und die Geeste mit der Weser bei Bremerhaven; für Schiffe bis 33,50m x 5,00m x 1,50m (max. Festhöhe 2,70m, 3 Schleusen)
  60. Elbe-Seitenkanal, Nord-Süd-Kanal = 115,2 km lange Bundeswasserstraße zwischen dem Mittelkanal (Wolfsburg) und der Elbe (Lauenburg) mit einer Schleuse (Uelzen, 185x12m) und einem Schiffshebewerk (Lüneburg, 100x12m), 1969-1976 wegen der für die Großschifffahrt schwierigen Verhältnisse auf der Elbe erbaut, um den Hamburger Hafen und sein Hinterland an das Wasserstraßennetz anzuschließen, Bundeswasserstraße.
  61. Elektrotechnikdienst = (Marine) Fachrichtung im Dienstzweig Maschinendienst. Umfaßt Bedienung, Wartung und Reparatur der schiffelektrotechnischen Anlagen, Kreiselkommpaß, Kühl-, Klima, Schiffssprech und  Befehlsüber- mittlungsanlagen, Wekstattdienst, Schiffssicherungsdienst
  62. ELG = Einsatzleitgruppe der Küstenländer und des Bundes zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen (gemäß BLV)
  63. Ellesmere-Insel = ist mit einer Größe von 196.236 km² die zehntgrößte Insel der Erde. Sie gehört zu den Königin-Elisabeth-Inseln Kanadas im Kanadisch-Arktischen Archipel und ist Teil des kanadischen Territoriums Nunavut. Von Nordgrönland im Osten ist sie durch den zum Teil nur 30 km breiten Kennedy-Kanal getrennt. Die Insel wurde 1616 von William Baffin entdeckt und 1852 von Inglefields Expedition nach Francis Egerton (1800-1857), dem ersten Grafen von Ellesmere benannt.
  64. Elmsfeuer = schwach leuchtende, von leisen Knistern begleitente Funkenbüschel die bei Gewitter an Schiffsmasten auftreten können, auch als Sankt-Elmos-Feuer bekannt
  65. ELT = Emergency Locator Transmitter (121,5 MHz Baken-Sender)
  66. Ems = norddeutscher Fluß zur Nordsee mit den Häfen: Papenburg, Leer, und Emden
  67. Embargo = die Sperrung oder Ausschließung eines Schiffes oder Hafens oder einer Ware aus dem üblichen Handeslverkehr aus politischen, militärischen oder merkantilen Gründen von Seiten einer staatlichen Macht.
  68. Emigration = Auswanderung, ist das Verlassen des Heimatlandes auf Dauer. Die Emigranten oder Auswanderer verlassen ihre Heimat entweder freiwillig oder erzwungenermaßen aus wirtschaftlichen, religiösen, politischen oder anderen individuellen Gründen.
  69. Emigrant = der Auswanderer
  70. EMK = elektromotorische Kraft
  71. Emminghaus, Dr. Arwed = 1831, der eigentliche Schöpfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, berief am 29. Mai 1865 die Gründungsversammlung ein.
  72. Ems-Jade-Kanal =  der Ems-Jade-Kanal verbindet den Dollart bei Emden über sechs Schleusen mit dem Jadebusen bei Wilhelmshaven. Der Kanal, der 1880 - 1887 für die Ausfuhr von Torf (über den Nord-Georgsfehnkanal) und Heidesand und die Anfuhr von Erde ins Torfmoor gebaut, führt durch Ostfriesland und teilweise über Oldenburger Land. Befahrbar für Schiffe bis zu 33m Länge, 6,20m Breite und 1,70m Tiefgang mit einer max. Höhe von 4,00.
  73. EMSA = European Maritime Safety Agency ( Europäische Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs ) - Die neue Agentur, die als Reaktion auf die Havarie des Öltankers „Erika“ eingerichtet wurde, leistet einen Beitrag zur Verbesserung der Seeverkehrssicherheit in den Gewässern der Gemeinschaft insgesamt, um das Risiko von Unfällen, der Meeresverschmutzung durch Schiffe und des Verlusts von Menschenleben auf See zu verringern. Die Agentur ist vorläufig in Brüssel untergebracht und wird ab 2005 ihren endgültigen Sitz in Lissabon haben.
  74. Ende = ein Stück Tau
  75. Endsee = abflussloser See in ariden Gebieten, bei denen das durch den Zufluss gewonnene Wasser vornehmlich über die Verdunstung verloren geht (Kaspisches Meer, Aralsee, Tschadsee); sie unterliegen daher der Versalzung.
  76. Englischer Kanal, English-Channel = Ärmelkanal , das Seegebiet zwischen der Südküste Englands und der Nordküste Frankreichs mit Wassertiefen von 40 - 90 Meter. Entstanden ist der Englische Kanal während der Eiszeiten.
  77. ENI = Einheitliche Identifikationsnummer für alle Binnenschiffe in Europa (Europäische Schiffsnummer). Die Erteilung dieser neunen Nummern erfolgte ab dem 1. April 2007. Zahlenbereiche für deutsche Behörden: 040 - 059. Vor dem 01. April 2007 erteilte amtliche Schiffsnummern werden mit dem 01. April 2007 durch Voranstellung der Ziffer "0" zur einheitlichen europäischen Schiffsnummer.
  78. Enterbeil = frühere beim Entern zum Kappen der Taue  und als Waffe verwendetes Beil
  79. Enterhaken = Haken zum Heranziehen und Entern eines Schiffes
  80. entern = klettern ins Takelwerk,  auf dem Meer ein Schiff erklettern und erobern
  81. entmasten = verlieren der Masten durch Sturm, heftige Bewegung in der Dünung oder durch Beschuß.
  82. entzurren = Die Verzurrung (von zurren = festbinden) eines Gegenstandes lösen.
  83. Epaulette = Schulterstück auf Uniformen von höheren Seeoffiziere; scherzhaft auch Schwabber genannt
  84. EPIRB = Abk. für Emergency Position Indicating Radio Bacon; Funkboje, die bei einem Schiffsuntergang selbstständig aufschwimmt und Seenotsignale abstrahlt, die u.a. auch von Satelliten empfangen werden können.
  85. EPS = Abkürzung für effektive Pferdestärken. Die Leistung der Maschine, die tatsächlich an der Hinterkante der Maschine zur Verfügung steht.
  86. EQUASIS = European Quality Shipping Information System (Europäisches Schiffsqualitäts-Informationssystem). Die EQUASIS ist eine Schiffsqualitätsdatenbank. Sie erfasst Daten über die Sicherheit und Qualität von Schiffen und über die Schiffsbetreiber. Durch eine Webanbindung zur Equasis-Datenbank, einem internationalen Seefahrt-Informationssystem, ist es möglich Angaben zu allen registrierten Schiffen der Welt abzurufen. Das Verzeichnis wurde im Jahr 2000 von der EU-Kommission und der französischen Schifffahrtsverwaltung gegründet. Ihr Büro befindet sich in Paris.
  87. Erasmus = Schutzpatron der Seeleute
  88. Erftkanal = bei Reuschenberg von der Erft bei Reuschenberg abgezweigter Mühlkanal; erlangte wegen seiner topograph- ischen Lage und seiner Mündung in den Rhein Bedeutung für den Plan eines zwischen 1802 und 1807 unter französischer Besetzung geplanten Grand Canal du Nord zwischen Rhein und Maas; wurde später zum Neusser Hafen ausgebaut.
  89. Eriesee = der südlichste der fünf Großen Seen Nordamerikas, 25.745 km², 174 m über dem Meeresspiegel, bis 64 m tief, ist mit dem Huronsee, dem Ontariosee und dem Hudson (Eriekanal, 584 km lang; 1825 eröffnet) verbunden.
  90. Erik der Rote = Wikinger, besiedelte um 982 die Insel Grönland in der Vestri- und Eystribygd. Sein Sohn Leif Erikson entdeckte um 1000 die Küsten von Nordamerika
  91. Erkennungssignal = Signal, durch das ein Schiff oder Flugzeug sich als zur eigenen Streitmacht gehörig ausweist. Wird ausgetauscht, wenn Zweifel bestehen, ob man Feind oder Feind vor sich hat oder wenn man sich bei Annäherung an eigene Kräfte zu erkennen geben will.
  92. Erkennungszeichen = Kommandoerkennungszeichen; Kommandozeichen; Truppenerkennungszeichen; Staatszugehörigkeits- und Eintragungszeichen; Unterscheidungszeichen
  93. Erster Offizier = 1.O, IO (bei der Bundesmarine), Stellvertreter des Kommandanten
  94. Esel = unerfahrene Crew-Mitglieder oder der dösbaddelige Skipper
  95. Eselshaupt, Eselshooft, Mohrenkopf = der brillenartige Beschlag auf einem Untermast, der die Verbindung zwischen Mast und Stänge  (Obermast) oder zwischen zwei Stängen bildet.
  96. Eskader = heraus-fallen, abteilen, ein abgeteilter Schiffsverband
  97. Eskimo = Angehöriger eines mongolischen Volks der arktischen Küsten und Tundra
  98. ETA,eta = 1. Abk für Expected Time of Arrival: Bezeichnung auf Telegrammen für den voraussichtlichen Zeitpunkt der Ankunft des Schiffes im Bestimmungshafen; 2. ETA = Estimated Time of Arrival: geschätzte / voraussichtliche Ankunftszeit
  99. ETC = abk. für Estimated Time of Completion; Bez. für den voraussichtlichen Termin der Beendigung der Reise.
  100. ETD = Abk. für Estimated Time of Deparure; Bez. fpr den voraussichtlichen Termin der Abfahrt des Schiffes, auch als ETS ( S= Sailing) abgekürzt.
  101. Etesien = regelmäßig auftretende, trockene Nordwest-Winde vom April bis Oktober im östlichen Mittelmeer
  102. Etesienklima, Mittelmeerklima = Klima des europäischen Mittelmeerraumes, benannt nach den im östlichen Mittelmeerraum vorherrschenden Winden, den Etesien. Charakteristisch für das Etesienklima sind die trockenen, heißen Sommer und die milden Winter mit Niederschlägen.
  103. Etmal = Strecke, die ein Schiff von Mittag bis Mittag zurückgelegt wird, Tagesreise, wiederkehrende Flutzeit von 12 Stunden oder Tagesperiode von 24 Stunden ( Von et = Wiederkehr und dem gotischen "mel" =  Zeit, Zeitpunkt)
  104. ETS = Expected Time of Sailing: voraussichtliche Abfahrt eines Schiffes
  105. ETV = Emergency Towing Vessel = Notfallschlepper
  106. Euböa, Evia = zweitgrößte Insel Griechenlands, rund 175 km lang und 6 bis 45 km breit. Größe: 3.657 km², Hauptort ist Chalkis. Die Insel ist durch den schmalen Golf von Euböa vom mittelgriechischen Festland getrennt. Euböa ist überwiegend gebirgig (bis 1 743 m über dem Meeresspiegel). Mit dem Festland, von dem die Insel an einer Stelle nur 37 m entfernt ist, wird sie über zwei Brücken verbunden.
  107. Euripos, Kanal von = zwischen Euböa und dem griechischen Festland
  108. Euros = griechischer myth. Gott des Ostwindes
  109. Eustasie = Schwankung der Höhe des Meeresspiegels infolge Veränderungen im Wasserhaushalt der Erde
  110. Evanstraße = im Norden der Hudsonbai
  111. Evaporator = Anlage zum Erzeugen von Kesselspeisewasser aus Seewasser
  112. Ewer = Küstensegelboot mit flachen Boden , mit und ohne Seitenschwertern; auch Ever, meist als Eineinhalbmaster getakelt.
  113. Ewerführer = Binnenschiffer, der auch die Hafenschuten fährt
  114. Exhaustor = ein mechanisch betriebener Saugelüfter
  115. Expert = Im Versicherungswesen der Beauftragte der Gesellschaft, der die zu deckenden Schäden besichtigt und auch taxiert.

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update: 05.07.2008 (wird bei Bedarf erweitert) - Angaben ohne Gewähr -