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Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: D
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  1. D =  Kurzbezeichnung für die Bootsklasse Drachen ( Kennzeichnung im Segel); D = Wasserverdrängung ( Deplacement) des eingetauchten Schiffskörper - nach dem archimedischen Prinzip verdrängt ein Körper soviel Wasser, wie es wiegt (alte Schiffsvermessung)
  2. D = Delta, internationales Buchstabensignal, gelb-blau-gelb. Bedeutung: Halten Sie frei von mir, ich manövriere unter Schwierigkeiten.
  3. Daak = norddeutsches Dialektwort für Nebel
  4. Daddeldu 1. Symbolfigur oder scherzhaft für ein Seemann, auch Kuttel Daddeldu (nach einer Erzählung von Ringelnatz) ; 2. heute noch ein gebräuchlicher Ausdruck (an Bord) für Feierabend
  5. Dahabijeh = Segelschiff auf dem Nil; auch zur Beförderung von Passagieren
  6. Dahme (Fluss) = Die Dahme (DaW) ist ein etwa 95 km langer Nebenfluss der Spree, der südöstlich von Berlin im Bundesland Brandenburg fließt. Die Dahme entspringt bei dem gleichnamigen Ort Dahme und mündet in Berlin-Köpenick kurz hinter der Schlossinsel in die Spree; Bundeswasserstraße.
  7. Dalben =  in den Grund eingerammte Pfähle aus Holz, Beton oder Stahl, die einen Verband bilden. Es werden entsprechend ihrer Hauptaufgabe unterschieden: Anlegedalben, Führungsdalben und Deviationsdalben.Der Name "Dalben" kommt vermutlich von dem Herzog von Alba (1507 bis 1582) , der sich französisch Duc d'Albe schrieb. Er soll sie erfunden oder wenigsten eingeführt haben.
  8. Dalbenliegeplatz = Liegeplatz für Schiffe an Dalben. Die Dalben sind im Fluß oder anderen Wasserflächen des Hafen stationiert. Sie dienen als Warteplätze,  früher auch als Umschlagplätze.
  9. Dampfer = durch Dampfmaschine oder Dampfturbine betriebenes Schiff; das durch irgendeine Maschinenkraft angetrieben wird, auch wenn es zusätzlich Segel führt
  10. Dampfturbine = Schiffsantrieb, bei dem der Dampf aus den Kesseln an einem Schaufelrad (Rotor) geleitet wird. Der Rotor ist über ein Getriebe mit der Schraubenwelle verbunden.
  11. Dämlack = Dummkopf
  12. daN = Abk. für Deka-Newton, ein Maß für die Reißfestigkeit von Tauwerk
  13. Dänemarkstraße = Meeresenge zwischen der Ostküste Grönlands und der Insel Island.
  14. Danebrog, Dannebrog = Bezeichnung für die dänische Nationalflagge.
  15. Dardanellen = Meeresenge zwischen der Halbinsel Gelibolu (Gallipoli) und Kleinasien, verbindet das Marmarameer mit dem Ägäischen Meer, 65 km lang, 2-6 km breit, bis zu 100 m tief. Im Altertum hieß diese Meerenge Hellespont, benannt nach Helle, einer Figur aus der griechischen Mythologie.
  16. Datteln-Hamm-Kanal = Stichkanal, der bei Datteln vom Dortmund-Ems-Kanal abzweigt und nach 47 km am Hafen Schmehausen endet. Als Seitenkanal der Lippe bildet er die Fortsetzung des Wesel-Datteln-Kanals nach Osten. Endete der Kanal zunächst in Hamm, wo eine Staustufe mit Schleuse für den Aufstieg zur Lippe eingerichtet worden war, begann man 1926 mit seiner Verlängerung, die bis Lippstadt geplant war. Nachdem die Schleuse Werries fertiggestellt worden war, wurden die Arbeiten 1933 eingestellt und wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit nicht wieder aufgenommen. Seit 1921 Reichswasserstraße, nach dem Krieg Bundeswasserstraße.
  17. Datumsgrenze = Die feste Datumsgrenze ist eine gedachte Linie auf der Erdoberfläche, an deren westlicher Seite jedes Datum auf der Erdkugel zuerst in Erscheinung tritt. In Folge dessen wird nach ihrer Überquerung in östliche Richtung das Datum des vorherigen Tages vorgefunden und bei Überquerung in westlicher Richtung entsprechend der nächste Tag. Diese Grenze verläuft seit dem Jahre 1845 ungefähr entlang des 180. Längengrads.
  18. Dau, Dhau = zweimastiges Segelfahrzeug (in arabischen und ostafrik. Gewässern)
  19. Dauerproviant = Dosen-, Trocken- und Salzkonserven, die Schiffe ohne Proviantkühlräume mitnehmen, weil Frischproviant nur für kurze Zeit reicht.
  20. Davis, John = englischer Seefahrer, 1550 bis 1605, unternahm mehrere Forschungsreisen im Auftrage der britischen Regierung zur Erkundung einer nordwestlichen Durchfahrt im nördlichen Eismeer. Er erfand den Davisquadranten zur Bestimmung der Breitengrade. Bei seiner letzten Forschungsreise begleitete er 1604 "Sir Edward Michelborne" als Steuermann auf dessen Ostindien-Expedition. Auf dieser Reise wurde John Davis am 29.12.1605 bei der Insel Bintang nahe Sumatra von japanischen Piraten getötet.
  21. Davisstraße = ist die Meerenge zwischen der kanadischen Baffininsel und Grönland, sie verbindet die Labradorsee mit der Baffin Bay. 1585 wurde sie vom britischen Seefahrer John Davis (1550-1605) erstmals befahren, heute trägt sie seinen Namen.
  22. Davit = drehbare Kranvorrichtung (schwenkbarer Ausleger) zum Aussetzen und Einholen von Booten (Rettungsboote, Tender)
  23. D/B, DB = Derrick Barges = Schwimmkran - Der Kranaufbau befindet sich auf einem Schwimmkörper (Barge) ähnlich einem Ponton.
  24. DBO-Carrier = Vielzweckschiff, das Erze / Getreide / Kohle / Öl befördern kann
  25. debardieren = ein Schiff ausladen
  26. DD-Lacke = Handelsbezeichnung für härtende Polyurenthanlacke, die schnell trocknen und sehr hart werden. Besonders verbreitet als Antifouling für Kunststoffboote.
  27. DE = Dampf-Eisbrecher
  28. Deadweight-Tonnage = ( engl. totes Gewicht ), erforderl. Menge zur Beladung eines Schiffes von der Lade- bis zur Tiefladelinie, d. h. die Menge oder Masse der Ladung eines Schiffes
  29. Deasestraße = verbindet den Coronationgolf  mit dem Königin-Maud-Golf an der Nordküste von Kanada
  30. Debardieren = (franz.), ein Schiff ausladen, Waren löschen; daher Debardage, die Ausladung eines Schiffs; Debardeur, Schiffsauslader.
  31. Debarkieren (debarquieren, franz.), ausschiffen, landen; in der Marine gebräuchlicher Ausdruck für Landung von Truppen.
  32. Decca = altes Navigationsverfahren zum Ermitteln des Standortes eines Schiffes. In der Sportschiffahrt noch das verbreiteste System
  33. Dechsel = Queraxt des Schiffszimmermannes
  34. Deck = durchgehender, waagerechter Zwischenboden (im Schiffsrumpf); Achterdeck, Sonnendeck, Zwischendeck
  35. Decksglas = in das Deck fest eingesetztes Glasprisma oder runder Kegel, durch das Licht in den Raum unter dem Deck gelangt, auch als Deckslicht bezeichnet
  36. Decksladung = Auf Deck gestaute Ladung
  37. Deckslasching = Tau zum Festzurren der Decklast
  38. Decklast = Ladung, die an Deck gestaut wird; auch Decksladung
  39. Deckslicht = kleines Oberlicht für Yachten
  40. Decksmann = Matrose, der für Decksarbeiten eingeteilt ist; auch der ungelernte Matrose
  41. Decksoffizier = in der kaiserl. Marine und Reichsmarine; Dienstgrad zwischen Unteroffizier und Offizier
  42. DEGADIS =  Dense Gas Dispersion Model (66)
  43. Deich = dammartiger Erdbau mit befestigter Oberfläche zum Schutz des dahinterliegenden Landes (u.a. Hochwasser)
  44. Deichacht = in verschiedenen gebieten der Nordseeküste gebräuchlich für Deichverband. Das Wort "Acht" bedeutet Gericht, Gerichtsversammlung. Vorsteher einer Deichacht ist der " Deichrichter".
  45. Deichberme = schwach geneigter, meist mehrere Meter breiter, erhöhter Randstreifen am Fuße der Deichböschung. Die an der Wasserseite eines Deiches angeordnete Berme heißt Außenberme, die landseitige Binnenberme. Die Bermen haben den Zweck, das Deichfundament zu verbreitern und damit die Standfestigkeit des Deichkörpers zu erhöhen.
  46. Deichgeschworener, Deichschöppe, Deichschultheiß, Deichschulze =  Titel der Mitglieder des gewählten Vorstandes eines Deichverbandes.
  47. Deichgraf = jemand, der an der Spitze eines Deichverbandes steht
  48. Deichhauptmann = Deichgraf
  49. Deichkrone = oberer Teil eines Deiches
  50. Deichpflicht = öffentlich-rechliche Verpflichtung der Mitglieder eines Deichverbandes, Leistungen zu erfüllen, um den das Verbandsgebiet schützenden Hauptdeich ordnungsgemäß zu erhalten.
  51. Deichpütt = altes Raummaß ( unterschiedlicher Größe) für die Abrechnung von Erdarbeiten beim Deichbau. 1 Pütt sind (  je nach Ruten-Maß ) etwa 43 bis 50 m³ Boden, entsprechend einer quadratischen Grube von 1 Deichrute Länge und Breite und 4 Deichfuß Tiefe.
  52. Deichrampe = Ack, Jidde, Deichtrift, seitliche Anschüttung an der Außen- oder Innenseite des Deiches zur Überführung eines Weges über den Deichkörper.
  53. Deichrichter =  ( Deichgraf , Deichhauptmann) Titel des Vorstehers einer Deichacht (Deichverband)
  54. Deichschart, Deichgat, Deichlücke, Stöpe, Deichdurchfahrt =  Einschnitt im Deichkörper für einen die Deichlinie kreuzenden Verkehrsweg ( Straße, Gleisweg). Das Deichschart ist in der Regel ein massives Bauwerk ( Stein, Beton ) mit Verschlußvorrichtungen (Stemmtore, Dammbalken), die bei Sturmtiden oder Hochwassergefahr geschlossen werden.
  55. Deichschau = seit altersher in regelmäßigen Abständen (Frühjahr, Herbst) stattfindende Prüfung der Ordnungsmäßigkeit und Standfestigkeit der Hauptdeiche und ihres Zubehörs durch die Deichschaukommission ( Deichverband und seine Aufsichtsbehörden)
  56. Deichverband, Deichacht =Selbstverwaltungskörperschaft  mit der Aufgabe, durch Bau und Instandstetzung von Deichen ihr Verbandsgebiet vor Hochwasser oder Sturmtiden zu schützen. Die Deichverbände üben ihre Aufgabe unter allgemeiner Aufsicht der Landkreise und unter technischer Aufsicht der staatlichen Wasserwirtschaftsämter aus.
  57. Deichverteidigung = technische und organisatorische Vorkehrungen für eine wirksame Verteidigung der Hauptdeiche und ihrer Sicherungs- und Schutzwerke bei Sturmtiden oder Hochwasser.
  58. Deichzubehör = zum Deich gehören Bauanlagen wie: Deichbermen ( Außen- und Innenberme), Deichgräben, Uferdeckwerke an scharliegenden Deichen und die zu ihrem Schutz notwendigen Buhnen. Deichzubehör sind auch die zum Siel gehörenden Anlagen im Deich, z.B. Uferbefestigungen am Siel, Sieldeiche sowie Brücken, Deichscharte und Deichrampen.
  59. Delf = bedeutet "Graben"
  60. Delle, Dopel, Dobbe = flache, meist mit Wasser gefüllte oder sumpfige Mulde im Marschland, in den Dünen oder auf dem Watt.
  61. Delta = 1. Ein Delta ist das durch ein mehr oder weniger verzweigtes Netz von Flussarmen aufgegliedertes Mündungsgebiet eines Flusses in ein stehendes Gewässer. Der Fluss lagert im stehenden Gewässer alle von ihm mitgeführten festen Stoffe ab und schiebt damit das Delta weiter vor. 2. Verzweigter Mündungsbereich eines ins Meer mündenden Flusses. - Mündungsformen sind zum Beispiel: Binnendelta und Mündungsdelta.
  62. Demijohn = Große Korbflasche, Ballon mit 5 bis 50 Liter Fassungsvermögen, Für ihr Verschiffung sind meistens besondere Raten festgelegt.
  63. DENGER-Plan = Dänisch-Deutscher Alarm- und Einsatzplan für die gemeinsame Bekämpfung von Meeresver- schmutzungen durch Öl und andere Schadstoffe von 1993
  64. Denier = Abk.: (den); Maßeinheit für die Garnstärke von Kunstfasern
  65. Depesche = Telegramm, Funkspruch
  66. Deplacement = Größenmaß für Kriegsschiffe in Gewichtstonnen zu je 1000 Kilo, auch Wasserverdrängung. Das Gewicht des verdrängten Wassers ist gleich dem Gewicht des Schiffes, siehe auch Verdrängung (alte Schiffsvermessung)
  67. Derivationswinkel = Ausscherwinkel, der Winkel, um den ein mit gelegtem Ruder drehendes Schiff über die Tangente an den Drehkreis hinaus nach innen dreht, so daß das Heck stark nach außen schlägt.
  68. Derrik, Derrick = Kran, der aus einem senkrechten Pfosten und einem unten angebrachten schwenkbaren Ausleger besteht.
  69. Desna, die = ist ein 1.130 km langer, linker Nebenfluss des Dnepr im westlichen bzw. europäischen Teil Russlands und in der Ukraine. Sie entspringt in der russischen Oblast Smolensk in den Smolensker Höhen. Sie mündet nördlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew in den Dnjepr. Die schiffbare Länge der Desna beträgt 535 km.
  70. Deviation = Abweichung von der Richtung (Kurs), Fehlweisung des Kompasses, hervorgerufen durch magnetische Eisenteile des Schiffes
  71. Deviationsdalben = Dalben, der sich an einem für die Deviationskontrolle günstigen Ort befindet.Von dem an D. festgemachten und um den D. drehenden Schiff aus kann dann ein geeignetes terrestrisches Objekt, dessen rechtweisende Peilung bekannt ist, auf verschiedenen Kursen gepeilt und die Deviationsbestimmung bzw. die Komensation von Schiffsmagnetfeldern vorgenommen werden.
  72. Deviationskontrolle = Bestimmung der Deviation eines Magnetkompasses durch Anmessung terrestrischer Objekte oder von Gestirnen. Liegt eine geographische Richtung fest, so kann die entsprechende mißweisende Richtung errechnet werden. Aus der Differenz zwischen der Kompaßablesung für diese Richtung und der mißweisenden Richtung ergibt sich die Deviation.
  73. DGPS = Differential Global Positioning System; siehe GPS
  74. DGzRS = Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, 1865 durch private Initiative ins Leben gerufenes, lediglich durch freiwillige Beiträge unterhaltenes Seenotrettungswerk an den deutschen Küsten. Die Gesellschaft, deren Schirmherr der Bundespräsident ist, unterhält insgesamt 54 Rettungsstationen. Den Stationen stehen insgesamt 61 hochtechnisierte Seenotkreuzer und kleinere Seenotrettungsboote zur Verfügung. - Englisch: German Maritime Search and Rescue Service = Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
  75. DHH = Deutscher Hochseeverband Hansa e.V., Geschäftsstelle in Hamburg
  76. DHI = Deutsches Hydrografisches Institut. Das als DHI bekannte Institut ging 1990 gemeinsam mit dem Bundesamt für Schiffsvermessung, im Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie ( BSH) auf.
  77. Dhau = arabisches Segelfahrzeug mit anderthalb Masten ohne Bugspriet.
  78. Diamant(stag) = rhombusartige Verstagung des oberen Mastbereichs
  79. Diamantknoten = Zierknoten für einen Tampenabschluß
  80. Diamantrigg = Wanten im oberen Teil eines Mastes, die über einer Saling an den Mast zurückgeführt werden.
  81. Diaz, Bartolomeus = 1450-1500, Portugiese. Unternahm im Auftrage der spanischen Krone von 1486-1500 mehrere Reisen entlang der afrikanischen Westküste und erreichte das Südkap, das er wegen der anhaltenden stürmischen Winde zuerst " Cabo tormentos " benannte. Der Name wurde später von König Alfons II in " Cabo da boa esperanza ", Kap der guten Hoffnung, umbenannt.
  82. dichtholen = Eine Schot ( Leine) durchholen oder steif setzen.
  83. dick, dicke Luft = auf das Wetter bezogen: Es wird dick ( bedeutet, es wird diesig); auf eine Manöver bezogen: Es kommt dick ( Eintreten eines Gefahrenzustandes)
  84. dick werden = Nebel kommt auf
  85. Dickschiff = großes Seeschiff (Kriegsschiff)
  86. Dienstflagge = besondere Flagge, die in einigen Staaten von Wasserfahrzeugen des öffentlichen Dienstes ( Zoll-, Polizeikreuzer, Schiffe der Bundesregierung  z.B.: Wasser u.- Schiffahrtamtes, Hilfsschiffe der Seestreitkräfte usw. ) geführt wird.
  87. Dieselmotoren =  werden genutzt um Generatoren anzutreiben, die wiederum Elektromotoren (Fahrmotoren) antreiben
  88. Dinette = Sitzraum in der Kajüte mit 2 Bänken und einen querschiffs stehenden Tisch, kann in einer Doppelkoje verwandelt werden
  89. Dingi, Dinghi = kleines Beiboot auf Kriegsschiffen, kleines Sportsegelboot
  90. Diopter = Aufsatzgerät auf dem Kompass, das bei Peilungen etwa in der Art von Zielgeräten gebraucht wird
  91. dippen = die Flagge zum Gruß halb niederholen und wieder hochziehen; Flaggengruß
  92. Dirk = Stahlleine, die auf hochgetakelten Yachten von der Baumnock zum Masttop läuft; Taue, in denen der Baum hängt.
  93. Dirkwaage = Beschlag an der Nock des Segelbaums, drehbar mit einem Bolzen befestigt. Die Dirkwaage sitzt in der Mitte beweglich auf dem Bolzen und hat oben ein Auge zum Einschäkeln der Dirk und unten eins für die Baumtalje (Schot)
  94. Disbursements = werden in der Schifffahrt alle vom Schiffs-Agenten für Reeders Rechnung zu entrichtende Zahlungen verstanden z.B. für Hafengebühren. Stauerkosten, Schleppermiete, Zollgebühren, Bunker, Wasser. In der Regel beträgt die Vorlageprovision für solche Disbursement-Zahlungen 2-3 % - auch Nachnahme von Spediteurkosten im B/L ( Bill of Lading ).
  95. Distanzfracht = Fracht die nach Meilen bezahlt wird
  96. Division = (Marine) 1. Teil eines Geschwaders, der in der Lage ist, taktisch unabhängig zu operieren, jedoch organisatorisch keine selbstständige Einheit bildet. 2. organisatorische Zusammenfassung von Besatzungsteilen an Bord nach ihren Funktionen ( seemännische, technische, Funktionärs-Div).
  97. Divisionsstander = Unterscheidungszeichen, wird im höchsten Topp gesetzt. (Marine)
  98. DLRG = Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
  99. DMYV = Deutscher Motoryachtverband. Sitz: Hamburg. Seine Aufgaben entsprechen denen des Deutschen Segler-Verbandes.
  100. Dnister, der = ist ein 1.352 km langer Zufluss des Schwarzen Meeres in der Ukraine und in Moldawien Osteuropa). Der Fluss entspringt beim Dorf Roslutsch in der Nähe der ukrainisch-polnischen Grenze. Er mündet südlich von Odessa in das Schwarze Meer. Die schiffbare Länge der Dnister beträgt von der Mündung ab 500 km.
  101. Dnjepr, Dnepr = ist mit seiner Länge von 2.285 km der drittlängste Fluss in Europa (Russland, Weißrussland und Ukraine). Er entspringt in Russland, in den Waldaihöhen westlich von Moskau, durchfließt Weißrussland und die Ukraine und mündet westlich von Cherson im Dnjepr-Bug-Liman in das Schwarze Meer. Der Dnepr ist 1.677 km schiffbar.
  102. DO-228 = Luftüberwachungsflugzeuge der zweiten Generation von Typ DO 228 ( Hersteller: Dornier), ausgestattet mit Radar, Infrarot-/Ultraschallviolett-Scanner, Mikrowellenradiometer und Laserfluoreszenzsensor
  103. Dobbass = schwergewichtiges Ladungstück , kann nur mit einem Kran bewegt werden
  104. Dobbe = flache, meist mit Wasser gefüllte oder sumpfige Mulde im Marschland, in den Dünen oder auf dem Watt.
  105. Dock = Anlage zum Trockensetzen und Reparieren von Schiffen, durch Tore abgeschlossenes Hafenbecken,
  106. docken = ein Schiff ins Dock legen
  107. Docker = Arbeiter im Dock
  108. Dockhafen = 1. durch eine Dockschleuse abgeschlossenes Hafenbecken. Die Dockschleuse hat nur ein Schleusenhaupt, das meist mit doppelkehrenden Toren ausgerüstet ist. Sie ist nur bei gleichhohen Wasserständen innen und außen für den Schiffsverkehr benutzbar. 2. Deichsiel, das neben der Entwässerung auch dem Schiffsverkehr dient; es entspricht in seiner Betriebsweise einer Dockschleuse.
  109. Dockschiff = Dockschiffe sind Schiffe, die einen flutbaren Laderaum haben, in den kleinere Schiffe einfahren können und dienen zum Transport kleinerer Schiffe.
  110. Dogger = niederländisches zweimastiges Fischereiboot (Boot mit Schleppnetz)
  111. Doggerbank = ist eine aufsteigende Sandbank (Untiefe) in der westlichen Nordsee zwischen Dänemark und der Südostküste Englands. Sie ist 300 km lang, 100 km breit mit Tiefen bis 15 Meter. Sie war ein ergiebiges Fischfanggebiet.
  112. Dögling = Pottwal, Entenwal
  113. Doldrums = Windstillengürtel oder Kalmen.  Alte seemänische Bezeichnung für die Subtropenhochs. Wegen der oftmals wochenlang anhaltenden Windstille bei Seefahern gefürchtet.
  114. Dollart = Nordseebucht an der Emsmündung ( Sie ist durch mehrere Meereseinbrüche bei Orkanfluten im 13. und 14. Jahrhundert entstanden.
  115. Dollbord = verstärkte oberste Seitenplanke des Ruderbootes, in der die Dolle angebracht ist
  116. Dolle = gabelförmiges bewegliche Vorrichtung am Dollbord zum Festhalten des Riemens
  117. Dolphin und Union-Straße = Seeweg zwischen dem Admundsengolf und dem Coronationgolf an der Westküste Kanadas.
  118. Don, der = ist ein 1.870 km langer Zufluss des Asowschen Meeres im Südwesten des europäischen Teils von Russland. Die Quellen der nördlichsten Quellflüsse des Don befinden sich etwa 150 km südlich von Moskau auf der Mittelrussischen Platte. Er mündet im Rahmen eines etwa 340 km² großen Mündungsdeltas in das Asowsche Meer. Die schiffbare Länge der Don beträgt 1.360 km.
  119. Donau = ist der zweitlängste Strom in Europa. Ihre Länge, gemessen ab dem Zusammenfluss von Brigach, Breg und der Donauquelle in Donaueschingen, beträgt 2.845 Kilometer; von der Breg-Quelle an gerechnet sind es 2.888 Kilometer. Nach Deutschland und Österreich durchfließt der Fluss noch acht weitere europäische Staaten und mündet im ausgedehnten Donaudelta in das Schwarze Meer; Deutschland - Bundeswasserstraße.
  120. Donkeykessel = kleiner Dampfkessel für Winschen, Decksmotor auf Segelschiffen; auch Donkey genannt.
  121. Döntjes = Geschichten,  werden von Seeleuten erzählt
  122. Doppelboden = dient zum Schutz gegen Beschädigungen am Schiffsboden. Im Zwischenraum kann Ballastwasser gespeichert werden
  123. Doppelfock = Vorsegel aus 2 gleichgroßen Teilen mit je 1 Baum, die bei Vor-dem-Wind-Kursen nach beiden Seiten ausgebracht werden, während das Großsegel eingeholt wird.
  124. Doppelglas = Fernglas
  125. Doppelpropeller  = Passagierschiffe haben meistens eine Doppelpropeller-Anlage, wegen der günstigeren Aufteilung  der Antriebsanlagen mit weniger Vibrationen
  126. Doppelstander = Flagge mit dreieckigem Ausschnitt an der Achterkante, so daß sie in zwei Spitzen ( oben und unten ) endet.
  127. Dopplerlog = Gerät zur Ermittlung  der Schiffsgeschwindigkeit, besonders für  genaue langsame Geschwindigkeiten
  128. Doppelzweier = Sportruderboot, die mit zwei Skulls gerudert werden.
  129. Dorade = Die Dorade (Sparus auratus), auch Dorade Royal, Sackbrasse oder Goldbrasse genannt, gehört zur Familie der barschartigen Fische und ist ein beliebter Speisefisch. Die Dorade ist ein gedrungener Rundfisch mit hochgewölbtem Rücken. Sie ist im Mittelmeer und im südeuropäischen Atlantik heimisch. Eine Dorade wird bis zu 70 cm lang und 2,5 kg schwer und ernährt sich von Krebs- und Weichtieren. Sie sind Zwitter und haben die Geschlechtsorgane beider Geschlechter.
  130. Dortmund-Ems-Kanal, DEK = 266 km lange Verbindung zwischen dem Rhein-Herne-Kanal und der Nordsee bei Emden, 1892 bis 1899 als Nord-Südachse zwischen dem Rhein-Ruhrgebiet und den deutschen Seehäfen, sowie als westliche Transversale des mitteldeutschen Kanalnetzes errichtet; Bundeswasserstraße.
  131. Dortmund-Ems-Kanalschiff =  Das stählerne Dortmund-Ems-Kanalschiff hat eine Länge von 65 m zwischen den Loten und von 66,9 m über alles, eine Breite von 8,12 auf Spanten und 8,2 m über den Scheuerleisten, sowie eine Seitenhöhe von 2,35 m. Bei einer Tauchtiefe von 2 m hat es eine Tragfähigkeit von 750 t. Bei 2,35 m Tiefgang würde sie 900 t betragen. Es hat runde Kimm mit einem Halbmesser von 350 mm, übergebautes rundes Heck und festes Steuerruder. Der Leertiefgang beträgt 45 cm. Diese Ausführung stammt von der Bayrischen Schiffbaugesellschaft in Erlenbach; ander Bauten sind ähnlich. Dies Schiff ist das Vorbild für das in Aussicht genommene Regelschiff für die mitteldeutschen Wasserstraßen geworden, wo es bei 2 m Tiefgang rund 700 t tragen soll.
  132. Dory-Boot = kleines, flachbordiges, mit Hilfssegel ausgerüstetes Boot zum Fischfang mit Angeln (Portugal)
  133. Dossierung = veraltet für Böschung, z.B. eines Deiches, Dammes oder Grabens.
  134. Dööntjes = kleine lustige Erzählungen, Geschichten
  135. Döösbaddel = Dummkopf; auch für neugierige Hafenbesucher, die dösige Fragen stellen
  136. Douglas-Skala = Beschreibung der Dünung; 0 = keine Dünung; 1 = Niedrige Dünung; 2 = Niedrige mittellange Dünung; 3 = Mittelhohe, kurze D.; 4 = Mittelhohe, mittellange D.; 5 = Mittelhohe, lange D.; 6 = Hohe, kurze D.; 7 = Hohe, mittellange D., 8 = Hohe lange D.; 9 = Unregelmäßige, durcheinanderlaufende Dünung
  137. DP = dynamic positioning = dynamische Positionierung, hält Schiff auf einer Position
  138. DP = double propeller = Doppelpropeller
  139. Drachenboot = 1. Wikingerschiff, das normannische Langschiff; 2. Segelboot; Kielboottyp der internationalen Bootsklassen mit Kajüte, 3 Mann Besatzung; Bootslänge 8,90 m, Besegelungsfläche 22-26 m²
  140. Drachensurfen, Kitesurfen, Kiteboarden = ist eine Variante des Windsurfens, wobei der Surfer / die Surferin anstelle des Segels einen "Kite" (Lenkdrachen) für die Fortbewegung verwendet.
  141. Drängewasser, Kuverwasser, Schweißwasser = durch einen Deich oder Damm sickerndes ( drängendes ) Wasser infolge langandauernder hoher Außenwasserstände. Drängewasser kann den Deichboden so durchnässen, daß die Böschung an den Austrittstellen zu fließen beginnt. Eine solche für den Deich sehr gefährliche Erscheinung tritt auf, wenn der Deichkörper aus schlechtem, d. h. stark durchlässigem Boden besteht, wenn er von Baumwurzeln durchwachsen oder von Wühltieren ( Mäusen, Ratten, Kaninchen, Bisam u. a.) mit Wühlgängen durchzogen ist.
  142. Dragge, Draggen = kleiner mehrarmiger Anker, Dregge
  143. Drahttau = ist der Sammelbegriff  für Drähte, Draht- und Stahlseile
  144. Drake, Francis = 1545-1595,engl. Admiral und Weltumsegler. Drake unternahm von 1570-72 im Auftrage der britischen Krone mehrere Fahrten nach Westindien zur Störung des spanischen Seehandels mit den neuentdeckten Kolonien. Er war der erfolgreichste Kaperführer im Zeitalter der Königin Elisabeth von England.
  145. Drakestraße = Seegebiet zwischen Kap Horn und der Antarktis bei Grahamland
  146. Dredge, Dredsche, Dresche = Schleppnetz  (Grundnetz) zum Fangen von Tieren, Fische auf dem Meeresgrund
  147. Dredger = Schwimmbagger
  148. Dreidecker = alte Segelschiffe mit drei Decks; insbesondere die Kriegsschiffe des 17- und 18. Jahrhunderts
  149. Dreimeilenzone = Küstenmeer, das drei Seemeilen ( = 5556m ) breite, zwischen der Staatslandgrenze und der Hochheitsgrenze liegende Meeresgebiet eines Küstenstaates, dessen Oberhoheit dort allerdings eingeschränkt ist. Die Breite des Küstenmeeres mit drei Seemeilen wurde bislang als eine Art Völkergewohnheitsrecht allgemein anerkannt. Eine Neufestsetzung der Breite des Küstenmeeres wurde auf der 3. Seerechtskonferenz von 3 sm auf 12 sm erweitert.
  150. Drehbrasse = in früherer Zeit eine kleine, in einem Gestell an Deck drehbarer aufgehängte Kanone.
  151. Drehfeuer = Leuchtfeuer, bei dem die Kennung durch Drehung eines oder mehrere Scheinwerfer um eine vertikale Achse erfolgt
  152. Dreimaster = dreimastiges Segelschiff, z.B. Bark, Schonerbark, Toppsegelschoner usw.
  153. Dreimast-Rahschoner = Schoner, der an Fockmast und Großmast (den beiden vorderen Masten) neben den Gaffelsegeln je drei Rahsegel trägt; auch Polka-Bark
  154. Dregganker = Dregge, Dragge (kleiner mehrarmiger Anker)
  155. dreggen = mit der Dregge fischen
  156. Drehknüppel = Holzknüppel zum Verdrillen der Spanndrähte für die Ladungssicherung
  157. Drehreep = Stahldraht oder Kette, womit auf den alten Segelschiffen die fierbaren Rahen vorgeheißt wurden. Die Drehrepps zum Heißen der oberen Mars- und Bramrahen waren das am stärksten beanspruchte laufende Gut auf jenen Schiffen.
  158. Drempel = Schwelle , an die das geschlossene Schleusentor einer Schleuse stößt, um die Schleuse wasserdicht abzuschließen
  159. Drift = durch den Wind hervorgerufene, oberflächliche Meeresströmung, Bewegung eines Schiffes ohne eigene Kraft
  160. Drifter = Beisegel für leichten Wind, wird auf Seekreuzern als Vorsegel gesetzt, besteht aus sehr leichtem Tuch.
  161. Drifteis = Treibeis
  162. driften = auf dem Wasser treiben
  163. Dringlichkeitsmeldung = Die in manchen Fällen dem Notruf eines Schiffes vorhergehendeMitteilung über eine eingetretene oder sich entwickelnde schwierige Situation.
  164. Drogden = die westliche Durchfahrt im Öresund mit Drogden-Leuchtfeuer (Dänemark)
  165. Dromone = Byzantinisches Kriegsfahrzeug um das 9.Jh. An Bord waren 200 bis 300 Mann, im Durchschnitt etwa gleich viele Ruderer und Soldaten
  166. Druckfestigkeit = Fähigkeit eines Materials, einen Druck zu widerstehen, wird in Gramm pro Quadratzentimeter oder Pfund pro Square Inch gemessen.
  167. Druckkammer = Rettungsgerät im Tauchwesen. Die Druckkammmer ist ein druckfester Behälter aus Metall, in dem Überdruck erzeugt werden kann und der dazu dient, Stickstoffkrankheiten zu verhindern bzw. zu beseitigen.
  168. Druckmine =  (Marine) Mine, deren Zündung und Detonation dadurch ausgelöst werden, daß sich der Wasserdruck durch das Eigengewicht des Zieles verändert.
  169. Drücker = Lüfterköpfe
  170. Drygalski, Erich = Geograph und Polarforscher, 1865-1949. Drygalski unternahm mit dem im Auftrage des Reichsmarineamtes erbauten Expeditionsschiff Gauss im internationalen Poljahr 1902 eine Südpolexpedition, die zur Entdeckung des Kaiser-Wilhelm-II-Land führte.
  171. DSC = Digital Selective Call (Digitales Selektivrufsystem). Dabei wird mittels eines DSC-Controllers aus einer vorgefertigten Menüstrukur eine Meldung zusammengestellt, welche digital (UKW: 1200 Baud, also eine gute halbe Sekunde; GW/KW: 100 Baud, also etwa 6-7 Sekunden Übertragungsdauer) übertragen wird. Dabei ist es möglich, über eine Art Telefonnummer (die MMSI) eine Gegenstelle selektiv anzuwählen. Der DSC-Anruf dient dabei i. d. R. nur der Verbindungsaufnahme, die eigentliche Meldung erfolgt dann auf einem Arbeitskanal per Sprechfunk.
  172. Dschunke = flaches chinesisches Segelschiff mit rechteckigen Segeln; für Fluß und Küstenschiffahrt
  173. DSST = Deutsche Stiftung Sail Training
  174. DSV = Deutscher Segler-Verband. Der DSV, der seinen Sitz in Hamburg hat, vertritt den deutschen Segelsport im In- und Ausland und ist zuständig für alle nationalen Wettsegel-, Klassen- und Vermessungsbestimmungen. Der DSV ist beauftragt, nach dem vom Bundesverkehrsministerium erlassenen Richtlinien Befähigungsprüfungen abzunehmen und Sportbootführerscheine auszustellen.
  175. DSV = Diving Support Vessel = Taucherversorgungsschiff, Unterstützungsschiff für Reparaturtaucher.
  176. Ducht = Sitzbank, die gleichzeitig der seitlichen Abstützung der Bordwand dient; im Ruder und offenen Segelboot
  177. Duckdalbe, Duckdalben, Dückdalben = Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen von Schiffen; siehe Dalben
  178. Duckeldamm, Dückeldamm, Dickeldamm = dammartiges Bauwerk im Watt mit niedriger Krone, die bei Flut untertaucht ( überströmt wird ). Solche Dämme werden z.B. in Landgewinnungsfeldern angeordnet. Auch niedrige Buhnen werden Duckeldämme genannt.
  179. Düker = Rohrleitung unter einem Deich, Fluss, Weg
  180. dümpeln = leicht schlingern, Hin- un Herwerfen des Schiffs durch Seegang oder Dünung bei Windstille oder vor Anker
  181. Düne = durch Wind aufgeschütteter Hügel oder Wall aus lockeren Flugsand. Sie ist der beste Inselschutz. Nach dem Alter und Bewuchs der Dünen werden Vordünen, Weißdünen und Graudünen unterschieden.
  182. Dünung = Meereswellen, Windwellen, die aus dem Windfeld herausgewandert oder nach Abzug des Windfeldes verblieben sind. Ähnlich der Beaufort-Skala für Wind und Seegang benutzt man eine Skala zur Beschreibung der Dünung, die 1929 in Kopenhagen zum internationalen Gebrauch angenommene Douglas-Skala :
    0 = keine Dünung
    1 = niedrige kurze Dünung
    2 = niedrige mittellange Dünung
    3 = mittelhohe kurze Dünung
    4 = mittelhohe mittellange Dünung
    5 = mittelhohe lange Dünung
    6 = hohe kurze Dünung
    7 = hohe mittellange Dünung
    8 = hohe lange Dünung
    9 = durcheinanderlaufende Dünung
  183. Dunst = Trübung der Atmosphäre, leichter Nebel
  184. dunstig = durch Nebel getrübt
  185. Dünung = Meereswellen, durch Wind hervorgerufener Seegang
  186. durchholen = 1. eine Leine schnell straffziehen; 2. Tiefes Eintauchen eines Schiffs in ein Wellental
  187. durchkreuzen = zu Schiff kreuzen, durchqueren ; einen See, den Ozean
  188. durchschleusen = ein Schiff oder Boot durch eine Schleuse bringen
  189. durchsegeln = er hat das Meer, Kanal durchsegelt
  190. durchsetzen = 1. steifholen eines Taues; 2. Durchsetzen des Schiffs: Grundberührung bei Seegang
  191. Dutchmann = von englisch sprechenden Matrosen verwendete Bez. für einen deutschen Seemann (früher Schimpfwort)
  192. dwars = quer, querab; seitlich vom Schiff, quer zum Kiel
  193. Dwarslinie = Formation des Fahrens im Verbande, bei der die Schiffe auf gleichem Kurs und mit gleicher Fahrt genau nebeneinander fahren. (Marine)
  194. Dwarslöper = 1. Querläufer; Schiff, das den eigenen Kurs in seitlicher Richtung kreuzt; 2. Krebs (wegen seiner Fortbewegungsweise)
  195. Dwarsmiecher = (Querpinkler) Bezeichnung von abergläubischen Seeleuten für Frauen an Bord.
  196. Dwarssee = Seegang, die rechtwinklig auf das Schiff trifft
  197. Dweil = schrubberähnlicher, mopähnlicher  Gerät (Aufwischer) zum Aufwischen des Decks; auch Deckschwabber
  198. Dyn = Kraft, bewegende Kraft. Maßeinheit der magnetischen Feldstärke.

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update: 01.01.2008 (wird bei Bedarf erweitert) - Angaben ohne Gewähr -