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Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: B
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  1. B = Bravo, internationales Buchstabensignal, rot. Bedeutung: Ich lade, lösche oder befördere gefährliche Güter.
  2. B = bei einer Wettfahrt: Protestsignal. Auf einer Yacht gesetzt bedeutet B: ich beabsichtige zu protestieren.
  3. B =  größte Breite (eines Schiffes)
  4. BA = barge carrier (Leichter-Trägerschiff); siehe unter: Barge carrier
  5. B&A = British & American Steam Navigation Company ( 1838-1841)
  6. B-Patente = frühere Schiffsführungspatente in der Hochseefischerei:
    B1 = Schiffer in Kleiner Hochseefischerei
    B2 =  Steuermann in Kleiner Hochseefischerei
    B3 = Kapitän in Kleiner Hochseefischerei
    B4 = Steuermann in Großer Hochseefischerei
    B5 = Kapitän in Großer Hochseefischerei
    ab 1970 gibt es Befähigungszeugnisse:
    BG5 = entspricht B5 und berechtigt zum Führen von Fischereifahrzeugen aller Art und jeder Größe auf allen Meeren.
    BGW4 = Wachoffizier auf Trawlern mit den Befugnissen wie BG5, was Größe und Fahrtgebiet betrifft.
    BK3 = die früheren Befugnisse in europäischen Gewässern sind erhalten geblieben. B2 ist entfallen und geht im Bedarfsfall in BK3 auf.
    BKü1 = entspricht dem früheren Geltungsbereich B1.
  7. Baas = Chef, Meister, Vermittler, Aufseher
  8. Babystag = Ein ( nicht ) wegnehmbares Vorstag, das etwa bis zur Hälfte des Mastes ansetzt und an einem Beschlag auf dem Vorschiff auf halber Strecke zwischen Mast und Steven befestigt wird. Es kommt nur auf Yachten vor, deren Mast im Mittelbereich labil ist und wird nur bei Starkwind gesetzt; wird auch als Trimmstag bezeichnet. Am Babystag werden grundsätzlich KEINE Segel gefahren.
  9. Babystagsegel = auch Genua-Stagsegel; kleines Vorsegel (Beisegel) aus leichten Segeltuch, das an einen kurzen Vorstag gefahren wird. Einige Experten sagen: Babystagsegel: gif dat nich!
  10. Bach = Seemannsbezeichnung für jedes Gewässer ob Ozean, Meer oder See.
  11. back = zurück; die Segel in einer Stellung bringen, daß der Wind von vorne hineinbläst und so die Fahrt des Schiffes gebremst wird
  12. back stehen = Einfall des Windes von der falschen Seite, z.B. beim Backbrassen der Segel, um das Schiff zu bremsen.
  13. Back = 1. Esstisch, (Ess) Schüssel - 2. Aufbau auf dem Vordeck eines Schiffes, wird auch als Backdeck bezeichnet.
  14. Backbord = linke Schiffsseite (von hinten gesehen), die Backbordseite wir immer mit rot gekennzeichnet
  15. Backbord-Bug = ein Schiff segelt auf Backbord-Bug, wenn der Wind von Steuerbord kommt
  16. Backbordhals = das Haltetau eines Segels an der Luvseite. Der Wind kommt dabei von der Backbordseite.
  17. Backbord-Halsen = das Schiff segelt mit dem Wind von Backbord, und zwar so, daß der Wind nicht achterlich als quer einkommt
  18. backbrassen = die Segel gegen die Windseite stellen, um Fahrt aus dem Schiff zu nehmen
  19. Backdeckkreuzer, Backdecker = Eine Yacht deren Backdeck von der Plicht längsschiffs bis zum Bug und querschiffs bis zur Außenhaut auf jeder Seite reicht. Backdecker haben den Vorteil einer weiträumigen Kajüte.
  20. backen und banken = Essen fassen und sich auf die Bänke setzen; Marine-Kommando für die Einnahme des Mittagsessens
  21. backholen = ein Segel so anholen, daß der Wind von der entgegengesetzten Seite kommt
  22. Backschaft = 1. Tischgemeinschaft; 2. Aufräumen der Tische (Back), der Messe und der Kombüse nach dem Essen (Küchendienst)
  23. Backschafter = Essenholer;  das für die Arbeiten in der Messe abgeteilte Besatzungsmitglied
  24. Backskiste = eine in Logis eingebaute Kistenbank, durch ein Klappe von oben zugänglicher Kasten in einer Sitzbank zum Verstauen von persönlichen Gegenständen oder Ausrüstungsteilen
  25. Backsoffiziere = Unteroffiziere
  26. Backspiere = eine waagerechte Spiere an der Seite des Schiffes zum Festmachen der Boote im Hafen.
  27. Backsquartier = die unter dem Vordeck eines Schiffes liegenden Räume
  28. Backstag = Tau oder Draht, immer zwei, welche auf Höhe eines Stags (z.B. Kutterstag) den Mast nach HINTEN abstützt. Das leewärtige Backstag muß immer gelöst sein, um dem Segel nicht im Wege zu sein.
  29. Baco-Liner = ( Barge/Container Liner) = besondere Form des Barge Carrier, der über die Bargepforte eingeschwommene Leichter im Schiffsraum und Container an Deck aufnimmt. Erforderlich ist eine Wassertiefe von 7,50 m um den Schiffskörper abzusenken
  30. Badan = einmastiges kleines arabisches Segelschiff
  31. Badegast = freundlich abwertende Bezeichnung für einen Gast an Bord, der keine seemännische Erfahrung hat und nur zum Spaß mitsegelt
  32. Bäke, Beke, Beek(e) = allgemein für Bach. Die mittelniederdeutsche Bezeichnung aus Beke.
  33. baff = verblüfft sein
  34. Baffin, Wilhelm = engl. Seefahrer und Forscher, beteiligte sich von 1612-1614 an mehreren Seereisen zur Entdeckung einer nordwestlichen Durchfahrt in der Arktis. Nach ihm benannt wurde die Baffinbucht zwischen Grönland und dem arktischen Archipel.
  35. Baffinbucht, Baffinbai = ist ein breiter Meeresarm zwischen Grönland und dem Kanadisch-Arktischen Archipel, der mit dem Atlantik durch die Davisstraße, mit dem Eismeer nach Norden durch den Smithsund und nach Westen durch den Lancastersund und Jonessund in Verbindung steht. Die Bucht wurde 1585 erstmals vom britischen Forscher John Davis entdeckt, ist aber nach William Baffin benannt, der sie 1616 durchquerte.
  36. Baffininsel = ist die größte Insel des Kanadisch-Arktischen Archipels. Sie liegt nördlich der Halbinsel Labrador im Territorium Nunavut und gehört zu Kanada. Die Baffininsel ist 462.833 km² groß, etwa 1.600 km lang und 200 bis 700 km breit. Sie ist die fünftgrößte Insel der Erde.
  37. Baggala = arabisches Segelschiff
  38. Bagien = auf Vollschiffen das Untersegel (die unterste Raa) des Kreuzmastes.
  39. Bagienrah  = Unterrah  am Kreuzmast
  40. Bagiensegel = unteres Rahsegel am Kreuzmast
  41. Baguio = Wirbelsturm im philippinischen Raum
  42. Bahamainseln = Inselstatt im Atlantischen Ozean
  43. Bahrain = Inselgruppe im Persischen Golf
  44. Bai = Meeresbucht, Meeresbusen
  45. Baikalsee, Baikal = ist ein See in Sibirien (Russland) mit einer Wasseroberfläche von 31.492 km². Mit seiner Fläche belegt er den siebten Platz in der Liste der weltgrößten Binnengewässer und ist weltgrößter Süßwasserspeicher. Der Baikalsee befindet sich ( 455 m Höhe über dem Meeresspiegel ) in den Südsibirischen Gebirgen auf der Grenze zwischen der Oblast Irkutsk am westlichen und nördlichen Ufer und der Republik Burjatien am östlichen und südlichen Ufer. Er ist mit 25 bis 30 Mio. Jahren der älteste und mit offiziell 1.637 m der tiefste See der Erde. Gespeist wird der Baikalsee von 544 Zuflüssen und Bächen, die ihm aus den umliegenden Gebirgen zufließen, darunter die Obere Angara, die Selenga und der Bargusin. Einziger Abfluss ist die Angara. Innerhalb des Baikalsees befinden sich 22 größere Inseln. Im Winter ist der Baikalsee zugefroren und wird dann als Straße benutzt.
  46. Bake =  festes Orientierungszeichen, Seezeichen an Land, für die Seefahrt; z.B. die Kugelbarke
  47. Bakengeld = Hafengeld, das in manchen kleineren Häfen erhoben wird
  48. Bakentonne = Seezeichen
  49. Balboa, Vasco Nufiez de = span. Entdecker 1475-1617. Balboa schmuggelte sich in einem Faß auf ein Schiff, um in die neuentdeckten spanischen Kolonien in Mittelamerika zu gelangen. Nach Angaben indianischer Häuptlinge zog Balboa über den Isthmus von Panama und erblickte am 25.09.1513 als erster Europäer den Pazifischen Ozean.
  50. Balboa = 1. pazifischer Hafen an der Einfahrt zum Panamakanal; 2. Währungseinheit in Panama
  51. Balearen = Inselgruppe im westlichen Mittelmeer mit den Inseln: Mallorca, Menorca, Cabrera und Ibiza.
  52. Balge, Balje = Waschfass, Eimer, Fahrrinne, Wasserlauf im Watt
  53. Bali = westliche der Kleinen Sundainseln
  54. Balkenbucht = eine leichte konvexe Wölbung des Decks
  55. Balkweger = Längsbalken, auf denen die Decksbalken ruhen
  56. Ball = kugelförmiger Gegenstand mit 61 cm Durchmesser, dient zur Signalgebung auf Schiffen, z. B. ein schwarzer Ball bei Tage = vor Anker liegendes Schiff.
  57. Ballast = wertlose Fracht - zum Ausgleich des Tiefgangs eines Schiffes, um ihm Stabilität zu geben
  58. Ballastkiel = aus Eisen oder Blei unter dem eigentlichen Kiel von Segeljachten
  59. Ballasttank = spezielle Tanks, die mit Meerwasser gefüllt werden und zum Ausgleich der Schiffslage dienen
  60. Ballen = rundliche Verpackungsform z.B. für Baumwolle, Kaffee, Tabak
  61. Ballen - und Kornraum = der für Schüttgut (bulk cargo) verfügbare Schiffsraum
  62. Ballin, Albert = Generaldirektor der Hamburg-Amerika Linie, Hamburg von 1899 bis  + 9.11.1918, die unter seiner Leitung zur größten Reederei der Welt wurde.
  63. Ballinger = Hochseefrachtsegler, ursprünglich Walfänger, der bis ins 16. Jh. auch gerudert wurde. Erreichte in der Hansezeit bis zu 80 Lasten Tragfähigkeit, wurde vorwiegend im Nordseeraum benutzt.
  64. Ballon = leichtes großes Vorsegel auf Jachten ( Beisegel)
  65. Balon = siamesisches Ruderschiff
  66. Balsa = floßartiges Boot ( Floß) der südamerikanischen Indianer aus Binsenbündeln
  67. Baltic = lat. Name für die Ostsee; auch mare balticum. Der Römer Plinius berichtete in seinen Notizen von einer Insel Baltia und benannte das Meer mare balticum. Die Bedeutung des Namens ist nicht eindeutig geklärt.
  68. Baltischer Eissee = Name für die Ostsee in der Nacheiszeit vor etwa 10000 Jahre.
  69. Baltischer Strom = der aus der Ostsee durch Kattegat, Skagerrak zur norwegischen Küste und weiter nach Norden setzende Strom.
  70. Bambuse = ursprünglich ein ungelernter Seemann, einer der sich zu helfen weis
  71. Bananenschiff = ein schnelles Spezialschiff für den Bananentransport (ca. 24 kn). Die Laderäume haben komplizierte Klimaanlagen, da die Bananen sehr empfindlich sind und wegen der richtigen Temperatur und des Feuchtigkeitsgehaltes der Luft dauernd unter Kontrolle stehen müssen
  72. Banca = kleines Boot, mit ein oder zwei Ausleger wird auf den Philippinen auch als Ausleger-Banca bezeichnet, meist mit einem Außenborder.
  73. Bändsel = dünnes Tauwerk
  74. Bändselgut = Tauwerk
  75. Bangbüx = Angsthase
  76. Bank = 1. Sandbank, Kiesablagerung im Meer oder Fluß,  2. Untiefe; 3. Wolkenbank und Nebelbank  ( Bezeichnung für dicke deutlich abgegrenzte Schwaden
  77. Banndeich = veraltete Bezeichnung für einen der staatlichen Aufsicht unterstellten Deich ( Hauptdeich)
  78. Bar = alte Maßeinheit des Luftdrucks, heute Hektopascal
  79. Barber-Hauler = Beiholer
  80. BARDS = Abk. für engl. Baseband Radar Docking System; Funkmeßsystem, das nach dem Radar-transponder-System arbeitet. und mit dem Abstände von Anlegebrücken mit einer Genauigkeit im cm-Bereich gemessen werden können.
  81. Baratterie, Barraterie  = Unredlichkeit der Besatzung zum Nachteil von Schiff und Ladung
  82. Barents, Wilhelm = holländischer Seefahrer und Forscher, untersuchte im 16. Jahrhundert auf mehreren Reisen die Möglichkeit einer Nordost-Passage durch das Packeis nördlich Sibiriens nach Ostasien. Auf einer zweiten Expedition mit sechs Schiffen überwinterte Barents in der Arktis und blieb verschollen. Nach Barents benannt wurden die Barentsinsel und die Barentssee.
  83. Barge = 1. schwimmfähige Ladungscontainer in Pontonform; Leichter, Lastkahn, Schute 2. in der englischen Marine ist eine Barge ein Galaboot für offizielle Anlässe, früher mit 8 bis 12 Ruderern besetzt, heute auch mit Motorantrieb.
  84. barge carrier =  Leichter-Transportschiff, ein Spezialschiff zur Aufnahme von schwimmfähigen Großbehältern, Bargen - auch LASH genannt.
  85. Bark = ein dreimastiges Segelschiff mit nur zwei vollgetakelten Masten, am Besanmast fahren nur Schratsegel.  ( früher auch:  vier und  fünf Masten), Rahsegler
  86. Barkantine, Barkentine = Barkschoner, Schonerbark. Dreimastiges Segelschiff mit vollgetakeltem Fockmast, während Groß- und Besanmast nur Schratsegel fahren.
  87. Barkarole = Ruderboot im Mittelmeerraum
  88. Barkasse = großes Motorboot, für Personenverkehr im Hafen, größtes Beiboot auf Kriegsschiffen
  89. Barke = 1. kleines Boot ohne Mast, Kahn; 2. zwei bis drei mastiges vollgetakeltes Segelschiff das als Handels- und Kriegsschiff verwendet wurde
  90. Barometer = Luftdruckmesser, in der Schiffahrt ist nicht der Luftdruckwert, sondern mehr die Tendenz von Interesse. Es lassen sich daraus Aussagen über die Wetterentwicklung herleiten. Heute wird der Luftdruck in Hektopascal angegeben. 1000 hPa ( = 1000 mbar) entsprechen 750,06 mmHg
  91. Barre = Sandbank, Untiefe an Flußmündungen und Hafeneinfahrten
  92. Barrehafen = Hafen, der nur bei Hochwasser angelaufen werden kann
  93. Barrel = Faß, Tonne, internationale Volumenmaßeinheit für Erdöl  (1 Barrel = 163,5 Liter, 1 US-Barrel = 119 Liter)
  94. Barrierriff = Korallenriff vor einer Küste
  95. Barring = Gerüst auf dem Oberdeck zur Lagerung von Booten
  96. BAS  = Bundesanstalt für Schiffsvermessung in Hamburg
  97. Basilisk-Klasse = die Kanonenboote der preußischen Marine mit den Schiffen Basilisk, Blitz, Chamäleon, Comet, Cyclop, Delphin, Drache und Meteor. In Dienst gestellt von 1859-1865.
  98. Basse, Drehbasse = kleines Schiffsgeschütz ( 17.Jh.)
  99. Bathyskaph = Tiefseetauchboot, das nach dem Prinzip des freien Schwebens arbeitet.
  100. Bathymeter = Tiefseelot
  101. Batterieschiff = gepanzertes großes Dampfkriegsschiff mit Segeltakelung und Propelleerantrieb. 1. deutsches Batterieschiff war die Panzerfregatte "König Wilhelm" von 1868. Die Geschütze der Hauptartillerie waren in einem Batteriedeck untergebracht.
  102. Bauaufsicht = (Marine) Außenstelle der technischen Abteilung des BMVtdg bzw der Marinearsenale bei den Werften. Überwacht die fachgerechte und planmäßige Ausführung der Arbeiten bei Neubauten und Instandsetzungs- / Änderungsarbeiten.
  103. Bauchdielen = die im Unterraum eines Schiffes über der Eisendecke des Doppelbodens befestigten Holzplanken.
  104. Bauchgording = Tau(e), mit dem (denen) beim Aufgeien das Unterliek der Segel auf die Rah geholt wird (werden).
  105. Bauer, Wilhelm = 1822-1875, Ingenieur und Erfinder des U-Bootes. Der erste Tauchversuch fand am 1.2.1851 in der Kieler Förde statt.
  106. Bauernnacht =  für den Seemann eine Nacht ohne Wache
  107. Baum = ein längschiffs fest angebrachtes Rundholz, eine Stange aus Kunststoff oder Aluminium ; z.B. Klüverbaum, Spiere, Ladebaum
  108. Baumaufholer = (Faulenzer) = Ladegeschirr
  109. Baumfock = eine Fock, deren Fläche nicht größer als das Vorsegeldreieck ist. Eine Baumfock ist nur einseitig geschotet und geht beim Wenden von allein über. Eine ältere Art einer Selbstwendefock.
  110. Baumgei = eine Gei, die das seitliche Schwenken eines Baumes verhindern soll, auch Großbaumgei
  111. Baumkurre = besondere Form eines Schleppnetzes, das Hauptgerät der Garnelen ( Krabben-) Fischerei in der Nordsee
  112. Baumniederhalter = Baumniederholer; kleine kräftige Talje oder verstellbares Metallband am Großbaum, um ihn auf allen Kursen waagerecht halten zu können
  113. Baumstütze = senkrechte, einsteckbare Einzelstütze, feste Querstrebe mit zwei seitlichen Stützen, auch Galgen genannt, oder scherenartig zusammenklappbarer Bock (Baumschere) als Auflieger für den Großbaum, wenn das Segel geborgen ist
  114. Baumvorholer = eine von der Nock eines Baumes bis auf das Vorschiff geführte Leine, die das waagerechte Schwenken nach von erlaubt; auch Bullentalje
  115. BEA-mer = Bureau enquêtes-accidents / mer = Büro zur Untersuchung von Seeunfällen; eine französische Behörde für Meeresunfälle
  116. Beachcomber = 1. die Brandungswelle; 2. Strandläufer; heruntergekommener Seemann; Seemann der sein Schiff verpaßt hat
  117. Beaufort = (1774-1857) englischer Admiral, der die einheitliche Beobachtung des Wetters auf See einführte. Von B. stammt auch die Bezeichnung des Wetters mit Buchstaben z.B.: b - blue sky/wolkenlos, d - drizzling/Sprühregen usw.
  118. Beaufortsee, Beaufort See = ist ein Teil des Nordpolarmeeres vor der Küste von Nordalaska und Nordkanada. Benannt wurde sie nach Sir Francis Beaufort (* 1774; † 1857). Es hat eine Fläche von etwa 480.000 km2 und ist an der tiefsten Stelle 4683 Meter tief.
  119. Beaufortskala = Windstärkeskala, geht von 0 Beaufort (Stille) bis 12 Beaufort (Orkan); sie wurde 1949 bis Windstärke 17 erweitert, Bft = Abk. für Beaufort
  120. bebunkern = ein Schiff mit Brennstoff versehen
  121. Bedenini = pakistanisches einmastiges Segelboot mit Settie-Takelung und eingezogenem keilförmigen Bug.
  122. Bederkesa-Geeste-Kanal = südwestlicher Teil des Elbe-Weser-Schifffahrtswegs - 1858-1860 im Anschluß an den Hadelner Kanals errichtet - beginnt beim Bederkesasee (Schleuse Linting) und erreicht nach 11 km die Geeste. Dient nach 1898 praktisch nur noch der Entwässerung, wird aber 1935-37 vertieft und für den Schiffsverkehr wiederher- gerichtet. Umfangreiche Instandsetzungsarbeiten folgen 1957-61 zur Wiederherstellung der durchgehenden Schiffbarkeit der Elbe-Weser-Verbindung.
  123. Beek = 1. einen Nebenfluß der Hamme in Niedersachsen, 2. allgemein für Bach (Bäke, Beeke, Beke)
  124. Befähigungszeugnis = Das Befähigungszeugnis ist eine Bescheinigung ( früher Patente) z.B. für den Nautiker, dass er Schiffe bestimmter Größe in einem bestimmten Fahrtgebiet als Schiffsoffizier oder als Kapitän führen darf. Die Ausbildung dafür findet auf eine Seefahrtsschule statt. Befähigungszeugnisse gibt es für Schiffsbetriebstechniker - alle Leistungen - nach STCW 95 und Nautiker - alle Fahrtgebiete - nach STCW 95.
  125. befahrene = im Seedienst erfahrene Matrosen
  126. befeuern = mit Lichtfeuern ausstatten; die Küste, Inseln
  127. Befeuerung = Licht- oder Funkanlagen zur Kenntlichmachung von Schiffahrtswegen
  128. befluten = unter Wasser setzen
  129. befrachten = ein Schiff mit Fracht beladen
  130. Beiboot = zu einem Schiff gehörendes Boot
  131. Bei dem Winde, Beim Wind = ein Schiff, das hoch am Wind segelt
  132. beidrehen = die Fahrt verlangsamen; z.B. beim Sturm, das Schiff macht kaum noch Fahrt und liegt geschützt gegen Seeschlag (abwettern)
  133. Beifang = Sammelbezeichnung für Fische und Meerestiere, die mitgefangen, aber nicht zur Speisezwecken verwendet werden.
  134. beifangen = lose Gegenstände und Tauwerk zurren
  135. beihieven = das vordere Teil eines Schleppnetzes nach Beenden des Schleppprozesses etappenweise an Deck holen.
  136. Beihiever = Seil mit Haken zum Beihieven von Schleppnetzen (Fischerei)
  137. Beiholer = eine kurze Leine. Sie dient um stehendes oder laufenden Gutes heranzuholen oder abzuhalten
  138. Beilbrief = die Baubescheinigung der Bauwerft
  139. beiliegen = beigedreht im Sturm liegen und bessere Wetterbedienungen abwarten
  140. beim Winde = mit Wind aus vorderlichen Richtungen segeln.
  141. Beischiff = Hilfsfahrzeug in einem größeren Schiffsverband
  142. Beisegel = kleines Stagsegel, das nur bei wenig Wind zur Beschleunigung der Fahrt eingesetzt wird; z.B. Ballon, Genua, Spinnaker, als Sturmsegel das Trysegel
  143. beisetzen = zusätzlich Segel aufziehen
  144. bekalmen = in den Windschatten einer Steilküste oder eines anderen Schiffes kommen
  145. bekleeden = (Marine) Etwas durch Umwickeln mit Lappen, Matten o. ä. vor dem Schamfilen schützen.
  146. bekleedet = umwickelt
  147. bekneifen = eine Leine bekneift sich, wenn sie sich durch einen Rundtörn selbst fest klemmt, solange Zug auf ihr steht.
  148. Belaja, die = ist ein linker, 1.430 km langer Nebenfluss der Kama im europäischen Teil von Russland. Sie entspringt in Baschkortostan im südlichen Ural und durchfließt die Stadt Ufa, wo sie das Wasser der Ufa aufnimmt.
  149. belegen = Tauwerk, Trosse an einen Poller oder Klampe festmachen
  150. Belegnagel = ein hölzerner oder metallener Pflock  zum Belegen von Tauwerk in einer Nagelbank
  151. Belle Isle-Straße = die 20 Seemeilen breite Nordeinfahrt zwischen Neufundland und Labrador zum St. Lorenz-Golf
  152. Bellinghausen, Fabian, Gottlieb = Baltendeutscher und Admiral in russischen Diensten.1778-1852. Bellinghausen untersuchte von 1819 bis 1821 mit einer Expedition die Antarktis und entdeckte die Traversay-Inseln, die Peter-Insel und das Alexanderland.
  153. Bellot, Joseph René = war ein französischer Marineoffizier und Polarforscher (* 1826 in Rochefort; † 1853 in der Arktis). 1845 beteiligte er sich an einer englisch-französischen Expedition nach Madagaskar. 1850/51 schloss er sich der Expedition William Kennedys an, die aufbrach, um den verschollenen John Franklin zu finden. Dieses Vorhaben konnte zwar nicht erreicht werden, stattdessen entdeckte man die Bellotstraße, die Kennedy nach dam Franzosen benannte.
  154. Bellotstraße = ist eine Meerenge zwischen dem amerikanischen Kontinent und der Insel Somerset im Kanadisch-Arktischen Archipel. Entdeckt wurde sie 1851/52 von William Kennedy und den, diesen bei seiner Suchexpedition nach John Franklin begleitenden französischen Marineoffizier Joseph Rene Bellot, nach dem sie auch benannt wurde. Die Bellotstraße ist ein Kernstück der Nordwestpassage.
  155. Belt = zwei Meeresstraßen (Großer, Kleiner Belt), bilden zus. mit dem Sund die Verbindung zw. Ost- und Nordsee
  156. Beltsee = der westliche Teil der südlichen Ostsee mit der Mecklenburger Bucht, der Kieler Bucht, den beiden Belten und dem Öresund.
  157. bemannen = ein Schiff mit einer Besatzung versehen
  158. Bemannung = Besatzung
  159. bemasten = mit einem Mast versehen
  160. benept = im hafen wegen zu niedrigen Gezeitenwasserstandes festliegen
  161. Beplankung = Bekleidung der Spanten mit Holz (Planken)
  162. bergen = 1. ein gestrandetes Schiff abschleppen oder freimachen; Ladung aus einem in Gefahr befindlichen Schiff bergen;  2. Segel bergen, einholen
  163. Bergerolle = Der Teil der Schiffrolle, der befohlen wird, wenn das Schiff aufgegeben werden muß und die Besatzung in die Rettungsboote geht. Jeder Mann hat einen festen Platz in einem der Rettungsmittel.
  164. Bergfahrt - in der Flussschifffahrt: Fahrt gegen den Strom, stromaufwärts. Die Schiffe die in diese Richtung fahren heißen Bergschiffe oder Bergfahrer.
  165. Bergholz = besonders starke Planke längs der Schiffsseite
  166. Bergung =  Schiffsbergung nach einer Havarie, Im Schiffahrtsrecht die Rettung eines Schiffes oder seiner Ladung aus Seenot, wenn die Besatzung die Gewalt über das Schiff verloren hat.
  167. Bergy Bits (engl.) = Von Eisbergen abgebrochene große Eisstücke, 1-5m aus der See herausragend.
  168. Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal = 12,1 km lange Verbindung zwischen Spree und Havel;  der zwischen 1843-56 entstandene Kanal, der am rechten Ufer der Spree in der Nähe des Unterbaums abzweigt, dem Charitégraben zwischen Hamburger Bahnhof und Invalidenhaus folgt, die Jungerfernheide durchquert, um bei Haselhorst in den Tegeler See zu münden, ging Anfang des 20.Jahrhunderts streckenweise in den Großschiffahrtsweg Berlin-Stettin auf; Bundeswasserstraße.
  169. Bering, Vitus = dänischer Seefahrer und Forscher, 1680-1741. Im Auftrage des Zaren Peter der Große untersuchte Bering die östlichenKüsten Sibiriens und durchfuhr dabei die nach ihm benannte Beringstraße zwischen Sibirien und Alaska.
  170. Beringmeer = ist ein 2,26 Mio. km² großes Randmeer am nördlichen Ende des Pazifischen Ozeans zwischen Nordamerika und Asien. Sein nördlicher Ausgang, die nur 85–100 km breite Beringstraße zwischen Kap Deschnjow (Asien) und Kap Prince of Wales (Nordamerika), führt ins Nordpolarmeer. Im Süden wird das Beringmeer von den Inseln der Aleuten eingerahmt, im Westen liegt die russische Halbinsel Kamtschatka und im Osten stößt das pazifische Randmeer an Alaska.
  171. Berme = Weg vor oder hinter einem Deich
  172. Bermen = schwach geneigte Randstreifen am Fuß des Deiches. Sie verstärken den Deich und dienen bei lang andauerndem Hochwasser als Sicherung gegen das Durchsickern.
  173. Bermpohl, Friedrich August Adolph = Obersteuermann und ab 1857 Seefahrtlehrer in Vegesack. Durch seine 1860 in der Vegesacker Wochenzeitung veröffentliche Artikelreihe wurde er zum Initiator des deutschen Seenotrettungswerkes.
  174. Bermuda Race = Hochseegeratta, sie  wurde erstmals 1906 auf der Strecke New York - Bermuda Islands ausgetragen. Daraus wurde das traditionelle Hochseerennen, das jetzt alle 2 Jahre von Newport, Rhode Island nach den Bermudainseln veranstaltet wird. Die Distanz beträgt 647 Seemeilen.
  175. Bermudadreieck = Teil des Atlantiks, in dem sich auf ungeklärter Weise Schiffs u. Flugzeugunglücke häufen
  176. Bermudas = Inseln im Atlantik
  177. Bernardino-Straße = Seeweg zwischen den Philippinen-Inseln Luzon und Samar.
  178. Bernsteinküste = Küstengebiet in Ostpreußen zwischen Pillau und Brüsterort.
  179. Besan = Gaffelsegel am hinteren Mast (bei Segelschiffen); Achtermast verschiedener Riggs
  180. Besanbaum = Rundholz unter dem Besansegel; auch Giekbaum
  181. Besanmast = auf Segelschiffen mit mehreren Masten der letzte, nur bei Vollschiffen wird er letzte Mast "Kreuzmast" genannt.
  182. Besanschute = einmastiges Küstensegelschiff
  183. Besanschot an! = Bezeichnung für einen Umtrunk nach schwerer Arbeit auf Segelschiffen  (Ausruf)
  184. Besanwanten = Wanten die den Besanmast halten
  185. Besatzung = Personal von Schiffen
  186. Beschläge = Sammelbegriff für alle Ausrüstungsteile von Segelbooten aus Metall und Kunststoff am Bootsrumpf und an der Takelage, wie Klampen, Klemmen, Klüsen, Leitösen, Rollen, Hebelstecker usw.
  187. besegeln = die Meere besegeln, kreuzen
  188. Besteck = Schiffsort auf See nach geographischen Koordinaten. Man unterscheidet a) nach das gegißte B., b) das terrestrische B., c) das astronomische B., d) das B. auf der Grundlage von Funkortung.
  189. Besteck machen, nehmen = den Standort eines Schiffes auf hoher See bestimmen
  190. Bestmann = erfahrender Seemann ( Vollmatrose), der auf Küstenschiffen den Schiffsführer vertritt
  191. betakeln = mit Takelwerk versehen, Segel aufziehen
  192. Betakelung = Takelwerk, Segel
  193. Beting = auf dem Oberdeck angebrachte, senkrecht stehende Hölzer für die Befestigung der Ankertrossen
  194. betonnen = ein Fahrwasser durch Seezeichen bezeichnen, markieren
  195. Betonnung = Sammelbezeichnung für alle der Sicherheit der Schiffahrt dienenden schwimmenden Seezeichen, mit denen Fahrwasser, Untiefen und Schiffahrtshindernisse markiert werden.
  196. Betonnungssystem = Versuch eines weltweit einheitlichen Systems, Ergebnis waren zwei bedeutende Systeme. A = hauptsächlich in europäischen Gewässern, B = hauptsächlich in amerikanischen und kanadischen Gewässern.
  197. betüttern = umsorgen, sich einen Schwips antrinken
  198. betüttert = beschwipst
  199. Bewuchs = Algen und Muscheln am Schiffsrumpf unterhalb der Wasserlinie
  200. bezahlte Hände = Mitglieder der Besatzung einer Yacht, die gegen Bezahlung an Bord sind.( Navigator, Bootsmann, Koch)
  201. BFAFi = Bundesforschungsanstalt für Fischerei, Verwaltung ist in Hamburg.
  202. BfG = Bundesanstalt für Gewässerkunde ( in Koblenz )
  203. Bft = Abk. für Beaufort, für die Windstärke
  204. BGS (See) = Bundesgrenzschutz (See)
  205. BHP = brake horsepower (Bremsleistung), englische Pferdestärke, misst die Leistung ohne Nebenaggregate. 1 bhp = 1,014 DIN-PS (1,01389 PS) = 745,7 W;
    1 BHP = 33000 ft lbf min-1
  206. Bickbeerenschweiz = Küstenhinterland
  207. Big Boy = engl. Bez. eines Beisegels das auf dem Vorwindkurs auf Hochseerennyachten neben dem normalen Spinnaker in Lee des Großsegels gesetzt wird.
  208. Bilancella = Fischerboot der ligurischen Küste (Genua) mit Lateinsegel an einem stark nach vorn geneigtem Mast. Das gedeckte Boot war bis zu 20 m lang und 4,5 m breit.
  209. Bilge = Kielraum, indem sich das Leckwasser, Schmutzwasser, Öl- und Kraftstoffreste sammelt; der unterste Raum eines Schiffes.
  210. Bilgenentöler(boot) =  Boot zur Übernahme und Entsorgung von ölhaltigem Wasser aus dem  Maschinenraum.
  211. Bilgewasser = Leckwasser im Kielraum (Bilge)
  212. Bille = Rundung des Schiffshecks
  213. Bille = Die Bille ist ein Fluss im Südosten Schleswig-Holsteins. Die Bille entspringt östlich der Hahnheide bei Trittau und mündet bei Hamburg in die Elbe. Die offizielle Quelle der Bille liegt bei Linau, südlich von Sirksfelde und wird aus dem Koberger und dem Linauer Moor gespeist. Die Bille hat eine Länge von 65 km, wovon 42 km durch Schleswig-Holstein verlaufen und 23 km durch Hamburg. Sie ist 5 km schiffbar von der Mündung (Brandshofer Schleuse) bis zur "Roten Brücke".
  214. Billigflagge = abwertende Bezeichnung von Flaggenstaaten, die den Reeder günstige Bedingungen (z.B. Steuern) bieten
  215. Bin = 1. Behälter; 2. durch Staulatten oder Querschotte abgeteilter Raum
  216. Binderreff, Bändselreff = Die Segelfläche wird bei starkem Wind verkleinert, indem man das Tuch auf den Baum herunterholt un dort festbindet.
  217. binnen = bedeutet "bi innen" ( innerhalb gelegen)
  218. binnenbords = innerhalb eines Schiffes
  219. Binnendelta = In einem Binnendelta - einer Form eines Flussdeltas - fließt ein Fließgewässer durch eine Niederung oder mündet in einem Becken ( z.B. See). Dabei teilt sich ein Bach, Fluss oder Strom in mindestens zwei oder mehrere Wasserläufe auf.
  220. Binnenfischerei = gewerblicher Fischfang in Binnengewässern
  221. Binnengewässer = stehende und fließende Gewässer (Flüsse), Seen, Meere des Festlandes
  222. Binnenland = meerferne Teile des Festlandes, Küstenland
  223. Binnenmeer = weitgehend vom Land umgebener Meeresteil
  224. Binnenschiffahrt = Schiffahrt auf Flüssen, Binnenseen, und Kanäle
  225. Binnenschiffer = Kapitäne und Eigner die mit ihren Fahrzeugen auf Binnengewässern fahren
  226. Binse = eine grasähnliche Ufer und Sumpfpflanze
  227. Bireme = antikes Ruderschiff mit zwei Ruderreihen
  228. Biskaya, Biscaya = kurz für Golf von Biskaya, Bucht des Atlantiks, Seegebiet an der Westküste Frankreichs und der Nordküste Spaniens.
  229. Bishop Rock = Ansteuerungspunkt und Leuchtturm auf den Scilly-Inseln vor Südwest-England.
  230. Bismarckarchipel = Inselgruppe nordöstlich von Neuguinea
  231. Bismarckstraße = Meerenge in der Antarktis nördlich des Grahamlandes zwischen den Biscoe-Inseln
  232. BK-Schein = Segelführerschein des DSV für Küstenfahrt ( Küstengewässer innerhalb eines 12-sm-Bereichs).
  233. Black Frost = völlige Vereisung der Schiffe bei Sturm mit Gefahr des Kopflastigwerdens und Kenterns. Besonders gefürchtet an den Südküsten Grönlands und Island, aber auch am Rande der Antarktis
  234. Blanker Hans = Bezeichnung für die drohende Nordsee, wenn Sturmfluten die Deiche bedrohen und somit die Bevölkerung hinter dem Deich gefährden. Ausruf: der blanke Hans kommt
  235. blaue Jungs = Marinesoldaten
  236. Blaubüdel = Schiffszimmermann ( kommt von der blauen Arbeitsbluse des Zimmermannes)
  237. Blauort, Blauortsand = ist eine unbewohnte Sandbank, die etwa 6 km vor der deutschen Nordseeküste nahe Büsum liegt. Sie wandert stetig ostwärts. Die Sandbank gehört zur Schutzzone I des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
  238. Blauer Peter = Signalflagge ( Buchstabe P), zeigt die Absicht des Schiffes an, in See zu stechen (innerhalb der nächsten 24 Stunden); früher: Alle Mann an Bord.
  239. Blaues Band =  Blaues Band des Ozeans; sinnbildliche Trophäe für das schnellste Passagierschiff in der Nordatlantik-Überquerung (Europa-Amerika)
  240. Blaufeuer = 1. nächtliches Schiffssignal  zur Anforderung eines Lotsen; 2. Notzeichen der Schiffahrt. Blau flackerndes, offenes Feuer. Bedeutet dringende Bitte um Hilfe; Menschenleben in Gefahr,
  241. Blaujacke = früher als unseemännisch geltende Bezeichnung für das Mannschaftspersonal der Marine; heute allgemeinsprachlich als umfassende Bezeichnung für alle Marineangehörigen verwendet.
  242. Blasentang = Braunalge der kälteren Meere
  243. Blatt = flacher, ins Wasser zu tauchender Teil des Riemens
  244. Blaufeuer = nächtliches Signal zur Anforderung von Lotsen, auf hoher See Notsignal
  245. blinder Passagier = Passagier, der heimlich an Bord geht und mitfährt, ohne die Passage zu bezahlen
  246. Blindschlagen = Schiffs-Schraube, die teilweise oder ganz aus dem Wasser ragt, infolge unrichtiger Ballastverteilung oder Leck.
  247. Blinkfeuer = Seezeichen, Leuchtfeuer  zur Standortbestimmung für Schiffe, auch Blitzfeuer
  248. Blip = Leuchtfleck, Echozeichen. Der aufleuchtende Punkt des empfangenen Impulses auf dem Bildschirm des Radarempfangsgerätes.
  249. Blister = Ein großes spinnakerähnliches Leichtwetter-Vorsegel für Vorm-Wind- und Raumschots-Kurse, das aber ohne Baum gefahren wird.
  250. Blitz = scherzhafte Berufbezeichnung für den Bord-Elektriker
  251. Blitzfeuer = Leuchtfeuerkennung
  252. Blizzard = Orkanartiger Schneesturm aus nördlichen Richtungen an der nordamerikanischen Ostküste.
  253. Bloaters = englisches Erzeugnis aus frischen Heringen, die 2-3 Tage trocken gesalzen und danach 10-12 Stunden kaltgeräuchert wurden
  254. Block = Rolle in einem Holz oder Stahlgehäuse zum Durchlaufen des Taues oder Stahlseiles
  255. Blockade = Seesperre, Absperrung der Seewege
  256. Blockkahn = Altertümlicher Schiffstyp, der früher in Schleswig-Holstein gebaut wurde. Vorder- und Achtersteven sind jeweils aus einem einzigen großen Eichenholzblock gefertigt und durch starke Bohlen miteinander verbunden.
  257. Blockwerk = nennt man die Holz- und Eisengehäuse, in denen hölzerne oder eiserne Rollen oder Scheiben laufen, über die die Drähte oder Taue geführt werden; z.B. zum Löschen und Laden
  258. Blüse = Leuchtfeuer, Feuerbake, ein Vorläufer der Leuchttürme. Sie war eine an weit sichtbarer Stelle der vorgeschobenen Küste errichtete Bake, auf der in einem Korb ein offenes, vom Wind angeblasenes Kohlefeuer brannte, das den nachts vorbeifahrenden Schiffen eine Ortsbestimmung ermöglichte.
  259. BM-Jolle = Die BM- Jolle ist ein offenes gaffelgetakeltes Kielboot das 1931 konstruiert wurde. Sie ist eine niederländische Einheitsklasse (wurde "16m²-Klasse" genannt) mit folgenden Maßen: Segelfläche vermessen: 16 m², Länge: 6 m, Breite: 2 m, Tiefgang: 0 8 m.
  260. BMS = Bergungsmotorschiff
  261. Boating = 1. jede Art von Bootssport, Rudersport, Segelsport; Titel von Zeitschriften für den Wassersport; 2. im Englischen eine einfache Kahnfahrt, Beförderung auf Booten ; eine Anzahl von Booten als Sammelbegriff
  262. Bö, Böe = einzelner, heftiger Windstoß
  263. Bobby = Hebeseil auf Seitenfänger ( Trawler) zum Hieven des Steertbeutels mit Fang über das Schanzkleid.
  264. Bober = schwimmendes Seezeichen
  265. Bodden = Fläche, überflutete Grundmoränengebiete insbesondere im Bereich der südlichen Ostseeküste. Infolge der geringen Wassertiefen sind Bodden nur für Schiffe mit geringem Tiefgang befahrbar
  266. Bodenwrange = Querverbände im unteren Teil des Schiffsrumpfes, die die Spanten verbinden
  267. Bohai-Meer = liegt im Norden Chinas. Es ist fast völlig umschlossen von der Halbinsel Liaodong im Norden und der Halbinsel Shandong im Süden und steht im Osten durch die Bohai-Straße mit dem Gelben Meer in Verbindung. Das Bohai-Meer ist ein Binnenmeer. Von Nordosten nach Südwesten beträgt seine Ausdehnung etwa 300 Seemeilen, von Westen nach Osten 187 Seemeilen. Seine Fläche misst 77000 Quadratkilometer. Das Bohai-Meer hat eine durchschnittliche Tiefe von 18 Meter, an seiner tiefsten Stelle in der Nähe von Laotieshan bei der Stadt Dalian misst es 78 Meter. Das Bohai-Meer ist ein wichtiger Verkehrsweg für die Provinzen im Norden.
  268. Bohai-Straße, Bo-Hai-Straße = Zwischen den Halbinseln Shandong (China) im Westen und Liaodong (China) im Osten befindet sich die Bohai-Straße, die die Verbindung zum Bohai-Meer von dem Gelben Meer ermöglicht.
  269. Bohrwürmer = Eine Muschelart, die sich mit raspelartigen Zähnen in das Holz des Unterwasserschiffes eingräbt und diesen zerstört. Wachstum und Aktivität der Bohrmuschel werden durch die Wassertemperatur, den Salzgehalt und die Verschmutzung des Wassers  ( z.B. Hafenwasser in tropischen Meereshäfen) beeinflußt. In den früheren Zeiten wurden Holzschiffe durch Kupferplatten dagegen geschützt.
  270. Boje = verankerter Schwimmkörper zum Kennzeichnen des  Fahrwassers oder von Gefahrenstellen
  271. Bojengeschirr = das gesamte Zubehör zu einer Boje: Bojenstein, Kette, Bojereep
  272. Bojenstein = ein meist aus Beton gegossener Stein auf Grund, in dem die Bojenkette verankert ist
  273. Bojer, Boeijer = kleines eimastiges Segelschiff für Küstengewässer mit Gaffelsegel und Seitenschwert
  274. Bojereep = Das Tau, mit dem eine Boje am Anker festgemacht ist
  275. Bolander, Bilander = kastenförmig gebaute Kanalschiffe auf französichen (elsaß-lothringischen) Kanälen
  276. Bollwerk, Bohlwerk, Bohlwand = Kaianlage aus Holz; Uferbefestigung im Hafen aus Holz, Stahl oder Stahlbeton. Sie besteht aus einer steilen, verankerten Pfahlwand mit dahinter gelegten Bohlen als Schutz gegen das Ausspülen des Uferbodens. In Tidehäfen werden vor der Bohlwand senkrecht stehende Reibepfähle gerammt, damit bei hohen Wasserständen die am Bollwerk festgemachten Schiffe nicht auf die Anlegbrücke oder das Ufergelände getrieben werden.
  277. Bombenkanone = eine 1824 erstmals nach Plänen des Franzosen Paixhans gegossene Haubitze, die Bomben ( Explosivgeschosse) im Flachschuß gegen Schiffe verfeuern konnte. Diese B. war ein Glattrohrgeschütz (Vorderlader) mit sich verengendem Ladungsraum. Ab 1838 konstruierte man langrohrige 21-cm-Geschütze, die sowohl Vollkugeln als auch Explosivgeschosse verschießen konnten. Ihre höchste Wirksamkeit erreichten sie gegenüber Holzschiffen. Das führte in der Folge zur Panzerung von Schiffen.
  278. Bonifaciusstraße = die sechs Seemeilen breite Durchfahrt zwischen den Inseln Korsika und Sardinien.
  279. Bonnet = Segeltuchstreifen, mit dem bei gutem Wetter der untere Teil eines Segels verlängert wurde.
  280. Boot = kleines, offenes oder nur abgedecktes Schiff mit Riemen, Motor oder einfache Besegelung
  281. Bootsdavid = Aussetzvorrichtung für Rettungsmittel ( Rettungsboote)
  282. Bootsdeck = ist das Deck wo sich die Rettungsboote befinden
  283. Bootsgast = Matrose im Bootsdienst
  284. Bootshaken = lange Holzstange mit einer hakenähnlichen Stahlspitze, dient zum Heranholen an das Schiff oder an eine Einrichtung an Land sowie zum Abstoßen des Bootes von diesen
  285. Bootsmann = Dienstrad bei der Bundesmarine = Feldwebel; erfahrener Seemann und Vorgesetzte des Deckspersonals, an Land mit dem Meister vergleichbar. In der Handelsschiffahrt ist die Fortbildung zum Bootsmann 1978 eingestellt worden. Der Bootsmann ist jetzt der Schiffsbetriebsmeister, der für Deck und Maschine zuständig ist.
  286. Bootsmannsnaht = ist die Naht, die zum Zusammennähen von Rissen in Segeln bezeichnet wird
  287. Bootsmannsmaat = Marineunteroffizier = Maat
  288. Bootsmannsmaatenpfeife = Bootsmannpfeife; eine Signalpfeife für Befehle auf  Schiffen, aber auch zur Ehrenbezeugung z.B. Seite pfeifen, wenn der Kapitän an Bord kommt (Marine)
  289. Bootsmannstuhl = ein Sitzbrett, das für Arbeiten im Mast oder am Schiffsrumpf benutzt wird
  290. Bootsrolle = 1. Richtlinie für das Verhalten im Seenotfall und zur Bemannung der Rettungsboote; 2. meist aus kräftigen PVC gefertigte ca. 1m lange aufblasbare Rolle von 20-30 cm, zum Bewegen eines Bootes am Strand
  291. Bora = kalter, heftiger Fallwind aus nordöstlichen Richtungen an der Ostküste der Adria
  292. Bord = oberste Kante des Schiffsrumpfes, an Bord gehen = auf dem  Schiff gehen, sich einschiffen
  293. Bording = In Danzig und im östlichen Ostseeraum gebräuchliche Bezeichnung für Leichter, der eine Ladung zu Schiffen brachten, die auf Reede lagen.
  294. Bordbuch = Schiffstagebuch
  295. Bordfunker = ein Funker der sein Dienst auf einem Schiff vollbringt; heute gibt es keine Bordfunker mehr, die Aufgaben übernimmt jetzt der Nautiker.
  296. Bordpäckchen = ältere Uniform, die nur noch zur Arbeit getragen wird; spezielle Bordbekleidung bei der Marine
  297. Bordzeit = Dauer der von den Seeleuten an Bord verbrachte Zeit
  298. Bordzeremoniell = Höflichkeitsformen des Schiffes gegenüber anderen Staaten, Schiffen, Personen oder Flaggen, die teils durch das ganze Schiff, teils durch Teile der Besatzung erwiesen werden. Sie sind international festgelegt und werden von allen Staaten unter Berücksichtigung nationaler Eigenarten gleichermaßen ausgeübt. ( Seite pfeifen; Front pfeifen; Paradieren; Salutschießen; Flaggengruß; Flaggenparade; Großer Flaggenschmuck)
  299. Bore = Flutwelle in trichterförmigen Flußmündungen; auch Sprungwelle, Flutbrandung
  300. Borneo = ist mit einer Fläche von 743.122 km² die drittgrößte Insel der Welt (nach Grönland und Neuguinea). Sie liegt inmitten des Indonesischen Archipels (Südostasien). Der größte Teil der Insel gehört zu Indonesien mit den Provinzen Kalimantan Barat, Kalimantan Tengah, Kalimantan Selatan und Kalimantan Timur. Die Teilstaaten Sarawak (Fläche: 124,450 km²) und Sabah mit einer Gesamtfläche von 73.619 km² gehören zu Malaysia. Der 3. Staat ist das Sultanat Brunei mit einer Fläche von 5.770 km². Borneo ist damit die einzige Insel, die zu drei Staaten gehört.
  301. Bosporus, der = ist eine Meerenge zwischen Europa und Asien, die das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbindet. Auf beiden Seiten der Meerenge befindet sich die Stadt Istanbul. Der Bosporus hat eine Länge von ca. 32 km, eine Minimalbreite von 660 m und eine Tiefe von 30-120m. Über den Bosporus führen zwei Hängebrücken, die Bosporus-Brücke und die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke. Es ist eine der meist befahrenen und zugleich eine der gefährlichsten Schifffahrtsstraßen der Welt. Jährlich passieren mehr als 50.000 Schiffe den Bosporus. Trotz der vielen Schiffsunfällen besteht keine Lotsenpflicht.
  302. Botter = flachbodiger, halb eingedeckter holländischer Bootstyp von 9 bis 15m Länge. Ursprünglich reines Fischereifahrzeug, heute als Yacht nachgebaut.
  303. Bottelier = Auf Marineschiffen der Kantinenverwalter
  304. Bottnische Meerbusen = ist der nördliche Ausläufer der Ostsee zwischen Schweden und Finnland. Der Bottnische Meerbusen beginnt nördlich Ålands. In seiner nördlichen Hälfte ist der Salzgehalt so gering, dass von Süßwasser gesprochen werden kann.
  305. Bovo = sizilianischer Küstensegler
  306. Brack = kleiner See, Tümpel
  307. Brackwasser = mit Salzwasser vermischtes Süßwasser, im Mündungsgebiet von Flüssen
  308. Brak, Brake, Heete, Heite, Kolk, Wehl, Schatt, teichähnliche Wasserfläche unmittelbar an der Binnenseite eines Deiches, die bei einem Deichbruch durch Auskolkung des Bodens an der Bruchstelle entstanden sind.
  309. Bragozza = Fischerfahrzeug im Mittelmeer
  310. Bram = zweite über dem Obermast befindliche Verlängerung des Mastes sowie deren Takelung (Bramsegel)
  311. Bramsahling = Sahling, Platz für den Ausguck
  312. Bramsegel = drittes Rahsegel von unten gezählt. Es gibt Vorbramsegel, Großbramsegel, Kreuzbramsegel; außerdem doppelte Bramsegel. Ober- und Unterbramsegel sind das 3. und 4. Segel von unten. Ist das Marssegel geteilt, so sind Ober- und Unterbramsegel das 5. und 4. Segel von unten
  313. Bramstenge = jüngste Bildung der Bram  mit der Takelung (Bramsegel); der oberste Teil eines Mastes
  314. Bramwanten = Wanten ist der Sammelbegriff für die seitlich an den Masten straff gespannten mehrfächrigen Strickleitern, an denen man zu den Rahen hinaufsteigen kann. Sie staffeln sich in zwei bis drei Etagen übereinander. Die Bramwanten sind in der obersten Etage.
  315. Brandabschnitt = Räumlicher Bereich eines Schiffeskörpers oder eines Aufbaus, der durch feuerfeste oder feuerhemmende Trennflächen von angrenzenden Brandabschnitten abgegrenzt ist.
  316. Brandenburger =  umgangssprachlicher Ausdruck für ein heißlaufendes Maschinenlager, das das Schmieröl in Brand setzt.
  317. Brandung = das Sichüberstürzen der Meereswellen bei geringer Wassertiefe
  318. Brandungszone = einer Küste vorgelagertes Riff- und Barrengebiet, in dem einlaufende Wellen auch bei ruhiger Witterung branden,
  319. Brasse = Tau zum Stellen der Segel, zum Drehen und Festhalten der Rahen
  320. brassen = die Segel mit  der Brasse nach dem Wind drehen (schwenken)
  321. Brassfahrt = sehr schnelle Fahrt
  322. Brasswinde, Brasswinsch = mechanische oder automatische Winde , erleichtert die Bedienung der Brasse
  323. Bratspill = kleinere Winde mit senkrechter Achse
  324. Brave Vierziger = Bezeichnung für beständige, starke bis stürmische oft auch orkanartige Westwinde zwischen 40º und 50 º Breite auf der Südhalbkugel, die einen hohen, voll entwickelten Seegang hervorrufen; auch Brüllende Vierziger
  325. brechen = 1. das Auseinanderreißen von Draht, Fasertauwerk und Ketten, wenn die Bruchlast überschritten wird. 2. das Brechen der Wellen ( ab Windstärke 4 )
  326. Brecher = Woge mit überstürzendem Kamm, Sturzsee
  327. Breite = 1. Abstand vom Äquator, nördliche Breite, südliche Breite; Entfernung eines Ortes vom Äquator; 2. Beim Schiff das Breitenmaß, das bei Holzschiffen über die Außenhaut an der breitesten Stelle, bei Stahlschiffen über die Spanten gemessen wird. Zur Breite " über Alles " würden dann noch die Außenhaut und eine etwaige Scheuerleiste hinzukommen.
  328. Breitfock = einfaches Rahsegel auf sonst mit Schratsegeln ausgerüsteten Schiffen
  329. Breitengrad = Streifen der Erdoberfläche zwischen zwei Breitenkreisen, die sich um 1° unterscheiden
  330. Breitenkreis = Verbindungslinie aller Punkte gleichen Abstandes vom Äquator, auch Parallelkreis genannt
  331. Breitseite = Seitenfläche eines Schiffes, bei Kriegsschiffen: gleichzeitiges Abfeuern aller nach einer Seite geschwenkten Geschütze
  332. Breusing, Georg = gründete am 2. März 1861 in Emden den Verein zur Rettung Schiffbrüchiger in Ostfriesland, den ersten Rettungsverein in Deutschland.
  333. Brigantine = leichtes , zweimastiges Segelschiff mit nur einem Gaffelsegel am hinteren Mast;  auch Schonerbrigg; früher Raubschiff
  334. Brigg = Segelschiff mit zwei voll getakelten Masten (Groß- und Fockmast)
  335. Briggschoner = Schonerbrigg
  336. Brimaborg = nord. Name für Bremen
  337. Brise = leichter, kühler Wind, steife Brise bis etwa 5 Beaufort
  338. Britzer Verbindungskanal, Britzer Zweigkanal = mit dem Teltowkanal gebaute, bei Britz abzweigende, 3,5 km lange Verbindung zur Spree bei Baumschulenweg
  339. Broker = Schiffsmakler
  340. Bromberger Kanal = neben Finow- und Plauer Kanal der dritte große Verbindungskanal aus der Zeit Friedrich des Großen. Das Gesetz vom 1. April 1905 verfügte den Ausbau der 26 km langen Strecke von der Brahe bei Bromberg zur Netze bei Nakel als Teilstück einer durchgehenden Weichsel-Oder-Wasserstraße über Warthe, Netze und Brahe. Der Kanal, der 1917 fertiggestellt wurde und für Finow-Maßkähne befahrbar war, wurde 1919 an Polen übergeben.
  341. Bromme, Karl Rudolf = 1804-1860 Admiral und Oberbefehlshaber der Bundesflotte von 1849-1853. Bromme genannt Brommy, übernahm 1849 als Reichskommissar der Marine in Bremerhaven die Organisation der Deutschen Bundesflotte des 1815 gegründeten deutschen Bundes.
  342. Brooke = Lastaufnahmemittel aus Draht, Tauwerk oder mit Tauwerk verstärktem Segeltuch zur Bildung von Ladeeinheiten im Stückgutumschlag.
  343. Brottank = die wasserdichte Blechdose, die, mit Hartbrot gefüllt, sich in jedem Rettungsboot befindet.
  344. BRP = Barka ng Republika ng Pilipinas, Philippine Navy; philippinisches Marineschiff
  345. BR-Schein = Segelführerschein des DSV für Revierfahrt. Auch kleiner Küstenschein genannt. Revierfahrt umfaßt alle Gewässer bis zur jeweiligen völkerrechtlichen 3-sm-Grenze, soweit sie von Seeschiffen befahren werden.
  346. BRT = Bruttoregistertonne; Raummaß für die Vermessung von Seeschiffen, gemessen in Registertonnen des gesamten geschlossenen Schiffsraums einschließlich der Aufbauten. 1 BRT = 2,832 m³ (heute nicht mehr gebräuchlich)
  347. Brücke = Kurzform für Kommandobrücke
  348. Brückennock = zu beiden Seiten der Kommandobrücke  herausragende Anbauten. ( Backbord- oder Steuerbordnock)
  349. Brüllende Vierziger = die Regionen der Westwinddrift zwischen 40° und 50 ° S, in denen anhaltende Stürme aus West vorherrschen, die den Segelschiffen schwer zu schaffen machten oder schnelle Reisen bescherten
  350. Brummelhaken = ein Clip, der als Schnellverbindung für Leinen dient. (Flaggenclip)
  351. Brummer ( engl. = Growler) = Von Eisbergen abgebrochene kleinere Eisstücke, die weniger als 1m aus der See herausragen ( " Brummer " = nach dem Geräusch beim Aus- und Abtauchen in der See)
  352. Bruttoraumgehalt = (eines Schiffes) Der nach den Vermessungsregeln errechnete Gesamtinhalt des Schiffsraumes unter dem Hauptdeck bzw. Vermessungsdeck und der von Bord zu Bord reichenden Aufbauten. Diese Vermessung des Raumgehaltes geschieht, um eine Grundlage zu haben für Abgaben, wie Hafen- und Kanalgebühren usw., die das Schiff zahlen muß. Diese Gebühren werden nun aber nicht nach dem ganzen Schiffsraumgehalt gezahlt, sondern lediglich nach dem Teil dieses Raumes, mit dem der Reeder unmittelbar Geld verdient, also dem Laderaum, dem Raum für die Passagiere. Es werden vom Bruttoraum daher für die Maschinen, die Besatzung usw. beanspruchten Räume abgezogen. Was übrig bleibt, ist der zu besteuernde Nettoraumgehalt.
  353. Bruttoraumzahl = (BRZ) Maßeinheit für das Volumen eines Schiffes; internationale Bezeichnung: Gross Tonnage (GT), die sowohl BRZ als auch BRT bedeuten kann..
  354. Bruttoregistertonne =  (BRT) altes Maß für den von einem Schiff einschließlich seiner Aufbauten umschlossenen Raum
  355. Bruttotonnange = Früher Angabe des Rauminhalts von Schiffen in Bruttoregistertonnen ( 1 BRT = 2,83 Kubikmeter). Nunmehr Angabe als Bruttoraumzahl ( BRZ). Hierfür wird umbauter Raum in Kubikmetern mit einem Faktor multipliziert, so daß BRZ und BRT bei den meisten Schiffen zahlenmäßig ähnlich sind.
  356. BSH = Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie, Hamburg
  357. BST = British Summer Time = Britische Sommer Zeit , Zeitzone: UTC + 1 Stunde
  358. Bubu = in der Segelschiffszeit Bezeichnung für Lappen aus Wolle oder Leinen, die man als Schmierquasten zum Labsalben verwendete.
  359. Bucentauer = venez. Prachtgaleere
  360. Bucentoro = venez. Prachtgaleere
  361. Bucht = 1. ins Land vordringender Meeresteil, 2. Krümmung eines Schiffdecks quer zur Längsrichtung des Rumpfes     3. Rolle von Tauwerk
  362. Buchten legen = legen von Tauwerk in sauberen Reihen
  363. Buddel = Flasche
  364. Buddelschiff = Segelschiff in einer Flasche, erfordert große Fingerfertigkeit zur Herstellung, maritimes Souvenir
  365. Büdelneiher = Scherzname für Segelmacher
  366. Bug = vorderer Teil von Schiffen
  367. Bugflagge = siehe Gösch
  368. Bugkorb = Reling (Schutzgeländer) am Bug von Segeljachten; auch Bugkanzel
  369. Bugmann = auf der vorderen Ducht eines Kutters sitzender Ruderer; Schlagmann
  370. Bugsee = am Bug eines fahrenden Schiffs entstehende Welle, die sich seitlich ausbreitet; Bugwelle
  371. bugsieren = ein Schiff in Schlepptau nehmen, ein Schiff mit Geschicklichkeit in die gewünschte Richtung bringen
  372. Bugsierer =  kleiner Schleppdampfer, Schlepper, Bugsierschlepper, Hafenschlepper
  373. Bugspriet = über den Bug vorstehendes Holz (Spiere), die den Klüver  und das Toppstag trägt; auch Klüverbaum
  374. Bugstag = nach beiden Seiten führende Taue zum Abstützen des Bugspriets und des Klüverbaums
  375. Bugstrahlruder = erleichtert das Manövrieren eines Schiffes. Er ist in der Regel ein elektrisch angetriebener Propeller
  376. Bugvisier = hochklappbares Bugteil auf  RoRo-Fähren
  377. Bugwelle = Bugsee, die von einem Schiff am Bug aufgeworfene Welle; auch Bugwasser
  378. Bugwulstschiff = seegehendes Schiff, bei dem zur Verminderung des Schiffswiderstandes und zur Schaffung zusätzlichen Auftriebs ein Bugwulst angeordnet ist
  379. Buhne = ein rechtwinklig zur Küste bzw. Stromrichtung in das Wasser hineingebautes Hindernis, um die Strömung und Brandung zu brechen und dabei das Abtragen von Sand weitgehend zu unterbinden; auch Stack. Bei Flüssen: Kribbe; siehe bei Kribbe
  380. Buhnenbake = Stange mit Toppzeichen am Kopf einer Buhne als Warnung für die Schifffaaahrt, wenn die Buhne bei höheren Tidewasserständen unter Wasser liegt und dann nicht erkennbar ist.
  381. Buis = Die Buis (sprich beus ) ist ein Segelschiff das dem Fang von Heringen in der Nordsee diente. Sie wurde hauptsächlich in den Niederlanden angewendet.
  382. Bukanier = Seeräuber im Karibischen Meer (17. Jh.)
  383. Bulb =  am Bug von Schiffen (Bugwulstschiff) zur Verbesserung der Fahreigenschaften.
  384. Bulin, Buline = Haltetau für Rahsegel
  385. Bulkcarrier = Frachtschiff für Massengut ( Schüttladung wie Kohle, Getreide); auch  Bulkfrachter, Bulkschiffe, Massengutschiff
  386. Bulker = Frachter für Bulkladung (Massengut, wie Getreide, Erz und Kohle)
  387. Bulkladung = Schüttgut (Getreide, Erz und Kohle)
  388. Bull, John = Scherzname für den Engländer
  389. Bullauge = Bulleye;  kleines rundes Fenster in der Bordwand eines Schiffes
  390. Bullenstander = Ein Tau oder Draht, der das unkontrollierte Übergehen (Patenthalse) eines an einem Baum gefahrene Segel (z.B. Großsegel) verhindert.
  391. Bullentalje = Eine Talje ( Prinzip eines Flaschenzuges ) zwischen Bullenstander und Vordeck. Auf einem Seekreuzer kann die Bullentalje auch gleichzeitig die Aufgabe eines Baumniederholers übernehmen.
  392. Bultsack = früher für Seemannsmatratze
  393. Bum = zweimastiges arabisches Segelschiff
  394. Bumboot = kleines Händlerschiff zur Versorgung größere Schiffe
  395. Bundesmarine = übernimmt mit ihren Fahrzeugen den Schutz der deutschen Interessen im Verteidigungsfall, die Schiffe werden aber auch für Hilfs- und Rettungsaktionen eingesetzt.
  396. Bundeswasserstraße = Der Begriff Bundeswasserstraße ist im § 1 des deutschen Bundeswasserstraßengesetzes (WaStrG) als Legaldefinition definiert.
    1. die Binnenwasserstraßen des Bundes, die dem allgemeinen Verkehr; als solche gelten die in der Anlage aufgeführten Wasserstraßen; dazu gehören auch alle Gewässerteile die
    a) mit der Bundeswasserstraße in ihrem Erscheinungsbild als natürliche Einheit anzusehen sind,
    b) mit der Bundeswasserstraße durch einen Wasserzu- oder -abfluss in Verbindung stehen,
    c) einen Schiffsverkehr mit der Bundeswasserstraße zulassen und
    d) im Eigentum des Bundes stehen.
    Bundeswasserstraßen in Deutschland : Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal | Dahme | Datteln-Hamm-Kanal | Donau | Dortmund-Ems-Kanal | Elbe | Elbe-Havel-Kanal | Elbe-Lübeck-Kanal | Elbe-Seitenkanal | Havelkanal | Havel-Oder-Wasserstraße | Küstenkanal | Main | Main-Donau-Kanal | Mittellandkanal | Mosel | Müritz-Elde-Wasserstraße | Müritz-Havel-Wasserstraße | Neckar | Obere Havel-Wasserstraße | Oder | Oder-Spree-Kanal | Oste | Peene | Rhein | Rhein-Herne-Kanal | Ruhr | Saale | Saar | Teltowkanal | Untere Havel-Wasserstraße | Wesel-Datteln-Kanal | Weser.
  397. Bunge = reusenförmiges Fischernetz
  398. Bungostraße = die sieben Seemeilen breite Meeresenge zwischen den japanischen Inseln Kyuschu und Schikoku.
  399. Bunk =  ( engl.) Koje; Schlafplatz an Bord
  400. Bunker = Kohlenraum im Dampfschiffen
  401. bunkern = Übernahme von Treibstoff, Wasser und andere Vorräte für die Reise
  402. Bünn = Raum eines Fischereifahrzeuges, der durch zahlreiche Öffnungen ständig geflutet wird. Er dient zum Aufbewahren lebender Fische.
  403. Bunsch = in gleichmäßigen Buchten aufgeschossenes Tauwerk
  404. Büse = Fischerboot zum Heringsfang
  405. Bureau Veritas, B V = französische Klassifikationsgesellschaft
  406. Bussolle = Magnetkompass
  407. buten = bedeutet " bi uten " ( außerhalb gelegen )
  408. buten und binnen = wagen und gewinnen. Wahlspruch der Freien und Hansestadt Bremen

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update: 06.02.2009 (wird bei Bedarf erweitert) - Angaben ohne Gewähr -