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Kleines Seemannslexikon
Sammelsurium von maritimen  & seemännischen Begriffen - Suchbegriff: A
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  1. A = 1. Alpha, internationales Buchstabensignal, weiß und blau. Bedeutung: Ich habe Taucher unten; halten Sie bei langsamer Fahrt gut frei von mir;  2. Auxilary = ( Marine) Kennbuchstabe für Hilfsschiffe
  2. AAR = (Marine) Auslandsausbildungsreise
  3. A-Patente = früher nautische Befähigungsnachweise, wurden erworben auf einer Seefahrtsschule zur Führung eines Schiffes. Es wurden sechs Patente unterschieden:
    A1 = Schiffer auf Küstenfahrt 
    A2 = Steuermann auf Kleiner Fahrt 
    A3 = Kapitän auf Kleiner Fahrt II
    A4 = Kapitän auf Kleiner Fahrt I 
    A5 = Seesteuermann auf Großer Fahrt
    A6 = Kapitän auf Großer Fahrt
    --  ab 1970 gibt es nur noch Befähigungszeugnisse
    Verordnung über die Ausbildung und Befähigung von Kapitänen und Schiffsoffizieren des nautischen und technischen Schiffsdienstes
    (Schiffsoffizier-Ausbildungsverordnung - SchOffzAusbV)
    § 3 : Befähigungszeugnisse für den nautischen Dienst auf Kauffahrteischiffen mit Ausnahme der Fischereifahrzeuge
    1. für Kapitäne
    a) AG : Kapitän AG mit folgenden Befugnissen: Führen von Fracht- und Fahrgastschiffen aller Größen in allen Fahrtgebieten;
    Wahrnehmen der Aufgaben eines Ersten nautischen Schiffsoffiziers auf Fracht- und Fahrgastschiffen aller Größen in allen Fahrtgebieten;
    2. für Schiffsoffiziere
    a) AGW: Nautischer Schiffsoffizier AGW mit folgender Befugnis:
    Wahrnehmen der Aufgaben eines Zweiten nautischen Schiffsoffiziers auf Fracht- und Fahrgastschiffen aller Größen in allen Fahrtgebieten;
    b) AM : Kapitän AM mit folgenden Befugnissen: Führen von Frachtschiffen bis zu einem Raumgehalt von 8 000 BRT/BRZ in allen Fahrtgebieten und von Fahrgastschiffen bis zu einem Raumgehalt von 1 600 BRT/BRZ 4 000 in der Küstenfahrt;
    Wahrnehmen der Aufgaben eines Ersten nautischen Schiffsoffiziers auf Frachtschiffen bis zu einem Raumgehalt von 8 000 BRT/BRZ in allen Fahrtgebieten sowie auf Fahrgastschiffen bis zu einem Raumgehalt von 1 600 BRT/BRZ 4 000 in der Küstenfahrt;
    Wahrnehmen der Aufgaben eines Zweiten nautischen Schiffsoffiziers auf Frachtschiffen aller Größen in allen Fahrtgebieten sowie auf Fahrgastschiffen bis zu einem Raumgehalt von 1 600 BRT/BRZ 4 000 in der Küstenfahrt;
    b) AMW :
    Nautischer Schiffsoffizier AMW mit folgenden Befugnissen:
    Wahrnehmen der Aufgaben eines Zweiten nautischen Schiffsoffiziers auf Frachtschiffen bis zu einem Raumgehalt von 8 000 BRT/BRZ in allen Fahrtgebieten;
    Wahrnehmen der Aufgaben eines Dritten nautischen Schiffsoffiziers auf Frachtschiffen aller Größen in allen Fahrtgebieten;
    c) AK : Kapitän AK mit folgenden Befugnissen: Führen von Frachtschiffen bis zu einem Raumgehalt von 1 600 BRT/BRZ 4 000 in der Mittleren Fahrt sowie von Fahrgastschiffen bis zu 1 000 BRT/ BRZ 3 000 in der Küstenfahrt;
    Wahrnehmen der Aufgaben eines Ersten nautischen Schiffsoffiziers auf Frachtschiffen bis zu einem Raumgehalt von 1 600 BRT/BRZ 4 000 in der Mittleren Fahrt sowie von Fahrgastschiffen bis zu 1 000 BRT/BRZ 3 000 in der Küstenfahrt;
    c) AKW:
    Nautischer Schiffsoffizier AKW mit folgenden Befugnissen: Wahrnehmen der Aufgaben eines Ersten nautischen Schiffsoffiziers auf Frachtschiffen bis zu einem Raumgehalt von 1 000 BRT/BRZ 3 000 in der Mittleren Fahrt;
    d) AN : Kapitän AN mit folgender Befugnis:
    Führen von Frachtschiffen mit einem Raumgehalt von weniger als 200 BRT/BRZ 300 in der Nationalen Fahrt;
    Diese hier aufgeführten Befähigungszeugnisse für die
    Kauffahrteischiffen gibt es nicht mehr.

  4. Aak, Aake = flachbodiges niederrheinisch- friesländisches Segelfahrzeug für Fracht und Fischerei. Die Schiffe sind als Slup oder Ketsch getakelt und haben Seitenschwerter.
  5. Aale, Speckaale =  (seem.) sind eingeölte Rohre, Langeisen, die meist in Bündel auf Schiffen verladen werden; bei der Marine werden auch Torpedos so bezeichnet (Aale)
  6. A.B. = Able Bodied. Bezeichnung in den Schiffspapieren für Vollmatrose
  7. abbacken = Abräumen des Tisches (Back) nach einer Mahlzeit
  8. abbäumen = Schiffe durch starke Stützen (Bäume, Spieren) vom Kai oder den Dückdalben oder Pfahlgruppen abdrücken
  9. abbergen = Übernahme von Personen, Ladung und Ausrüstung von einem in Seenot befindlichen Schiff. Zur Übernahme  werden Rettungsboote oder Seenotfahrzeuge eingesetzt. Die Übernahme kann auch mittels einer Leinenverbindung erfolgen.
  10. abblenden = Jede Lichtquelle eines Schiffes nach außen hin unsichtbar machen, einschließlich Löschen der für die Seefahrt gesetzlich vorgeschriebenen Lichter.
  11. Abblenderrolle = Der Teil der Schiffrolle, der befohlen wird, wenn alle Lichter des Schiffes nach außen abgeblendet werden soll. (Bundesmarine)
  12. abbrassen = die Segel einziehen, auch eine Rahe durch zu starkes Anziehen der Segel brechen; oder die Rahen werden derart gedreht, daß sie etwas mehr in die Längsschiffsrichtung zu liegen kommen.
  13. abbringen = ein auf Grund gelaufenes Schiff durch Krängen, Leichtern oder Abschleppen wieder flott machen
  14. abdecken = ein Boot nimmt einem anderen mit der eigenen Segelfläche den Wind (Regattatechnik)
  15. abdrehen = Schiffskurs so ändern, daß man sich entfernt
  16. Abdrift, Abtrift = durch Wind oder Strömung hervorgerufene Kursabweichung (seitliches Versetzen eines Bootes)
  17. Abendwache = diejenige Wache, die von 20.00 bis 24.00 Uhr läuft.
  18. abfaden = Ein Fahrwasser ausloten, wobei der Faden ( 1,83m) als Maß genommen wird.
  19. abfallen = Segelschiff so drehen, daß der Wind mehr von achtern kommt;  (Gegenteil von anluven); den Winkel zwischen Windrichtung und Kurs des Schiffes vergrößern.
  20. abfieren = an einen Tau herunterlassen ( z.B. das Rettungsboot)
  21. abflauen = zurückgehen der Windstärke
  22. Abgaspfosten = Schornstein eines Schiffes, früher Dampf, jetzt Abgase aus dem Maschinenraum
  23. abgreifen = mit dem Stechzirkel anhand der Einteilung der Breite am rechten oder linken Rand der Seekarte eine Distanz messen, die aus der Karte entnommen ist.
  24. abhalten = 1. den Kurs eines Schiffes so ändern, daß es von einem Hindernis freisteuert; 2. vom Winde abdrehen, den Winkel zwischen Windrichtung und Kurs vergrößern
  25. Abladetiefe = der einem bestimmten Beladungszustand entsprechende Tiefgang eines Schiffes im Ruhestand.
  26. ablandig = vom Lande her wehend oder strömend (Gegenteil von auflandig)
  27. Ablaufbahn = die meist hölzerne Schlittenbahn, auf der die Ablaufschlitten und damit das Schiff beim Stapellauf (Ablauf) zu Wasser gelassen wird.
  28. ablaufen = 1. Das Zuwasserlassen eines neuerbauten Schiffes von der Helling; 2. Das Wasser läuft ab mit dem Ebbstrom; 3. Den Kurs in Richtung vom Gegner weg absetzen (Marine)
  29. ablaufendes Wasser = ist dasselbe wie Ebbstrom, der das Fallen des Wasserspiegels im Gefolge hat.
  30. Ableichterung = (Leichterung) Umladung eines Teils der Ladung in ein anderes Schiff zur Verringerung des Tiefgangs
  31. Ablenkung = Fehlanzeige des Magnetkompasses gegenüber der Anzeige des magnetischen Nordpols
  32. abloten = in einem bestimmten Gebiet die Wassertiefe (durch Lotung) feststellen; auch ausloten
  33. Abmessungen = werden die Hauptabmessungen eines Schiffes genannt, wie Länge, Breite, die Seitenhöhe und Tiefgang.
  34. abmustern = das Heuerverhältnis lösen, den Dienst aufgeben, entlassen
  35. Abordage = 1. das Borden oder Entern einer verdächtigen Yacht  oder Schiffes durch Angehörige der Marine oder Polizei zum Zwecke der Durchsuchung auf See, bei dem sich das fremde Fahrzeug längsseits legt und festmacht. 2. Bezeichnung einer Kollision, bei der sich die Fahrzeuge mit ihrer Außenhaut längsschiffs berühren und dabei Bord an Bord liegen..
  36. abreiten = vor Anker liegend einen Sturm überstehen, zu diesem Manöver wurden Segelschiffe bei ablandigen Winden gelegentlich gezwungen.
  37. ABS = 1. American Bureau of Shipping, amerikanisches Klassifikationsgesellschaft; 2. Acrylnitril-Butadien-Styrol. Thermoplastischer Kunststoff, der u. a. für die fabrikmäßige Herstellung kleinerer Boote verwendet wird
  38. absacken = 1. hinter einem in gleicher Richtung fahrenden Schiff zurückbleiben; 2. sinken, untergehen
  39. Abschiedssignal = Flagge "P" (Blauer Peter) setzt ein Schiff, das binnen 24 Stunden ausläuft
  40. abschlagen = Lösen der Segel von den Rahen (abnehmen der Segel; Gegenteil von anschlagen)
  41. Absegeln = Abschluß der Segelsaison durch eine letzte gemeinsame Veranstaltung der Sportsegler
  42. abslippen = ein Boot auf einem Slip zu Wasser lassen
  43. abstecken = eine Leine von einer anderen oder einem Gegenstand abmachen
  44. abtakeln = das Takelwerk von einen Schiff entfernen ( Segel, Taue, Masten und Zubehör); Gegenteil von auftakeln
  45. Abteilung = Der Raum zwischen zwei wasserdichten Schotten
  46. Abtrift = durch Seitenwind hervorgerufener Leeweg eines Schiffes
  47. abweichen = vom Kurs abweichen
  48. abwettern = einen Sturm auf See durch geeignete Manöver überstehen; beidrehen
  49. Abwind = für absteigender Luftstrom
  50. abwracken = ein Schiff verschrotten
  51. Ach = ist der Name oder ein Namensbestandteil vieler Flüsse und Bäche., z.B.: Friedberger Ach
  52. Ache, Aa = ist ein Flussname, der im Alpenraum häufig auftaucht. Das Wort "Ache" oder als Flussnamensanhang "-ach" kommt überwiegend im bairisch-tirolerischen Sprachraum vor und bedeutet im Bairischen "schnellfließender Fluss oder Bach mit großem Gefälle".
  53. Achter =  größtes Sportruderboot  (17,50 m lang , 60 und 85 cm breit) für 8 Ruderer und einen Steuermann
  54. Achteraus = nach hinten, hinter dem Schiff; Gegenteil von voraus
  55. Achteraussegeln = Verpassen der Abfahrt eines Schiffes durch ein Besatzungsmitglied
  56. Achterdeck = Hinterdeck eines Schifffes; offenes Deck im hinteren Bereich eines Schiffes.
  57. Achtergäste = wurden auf den Segelschiff der Kapitän, Offiziere und auch Steuerleute genannt, weil sie ihre Unterkunft immer im achteren Teil des Schiffes hatten
  58. achterhand = hinter jemand als Zweiter oder Dritter an einem Tampen ziehen
  59. Achterholer = Beim Spinnaker diejenige Leine, die von der Nock des Spinnakerbaumes nach achtern an Deck läuft.
  60. Achterknoten = ein nach seiner 8-ähnlichen Form benannter Knoten, der ein einen Tampen gemacht wird, um das betreffende Ende vor dem Ausrauschen aus Blöcken oder Leitösen zu bewahren. Alle Schoten sichert man immer mit einem Achterknoten.
  61. achterlastig = hinten tiefer liegend als vorn
  62. Achterleine = Diejenige der vier bei jedem längs eines Kais liegenden Schiffes erforderlichen Festmacherleinen, die vom Heck aus schräg achteraus zeigt; wird auch als Heckleine bezeichnet
  63. achterlich = von hinten kommend; Hinterer Sektor, von der Brücke aus gesehen; reicht von querab auf der einen Seite über das Heck bis querab auf der anderen Seite.
  64. achterliche See = ist diejenige See, die genau in der Fahrrichtung des Schiffes läuft
  65. Achterliek = die hintere Kante eines Segels
  66. Achtermast = nicht immer der hinterste, sondern bei Viermastschiffen der dritte von vorn
  67. Achtern = das Heck des Schiffes, wird auch Achterschiff oder Achtersteven genannt;  hinten
  68. Achterschiff = Hinterschiff, der hintere Teil eines Schiffes; auch Achtersteven
  69. Achtknoten = ein Stopperknoten, der verhindert, das ein Tampenende durch ein Block rutschen kann
  70. Achterspring = Festmacherleine, die von Heck aus schräg nach vorne zeigt. Sie könnte am selben Poller ( an Land) festgemacht sein, an dem auch die Vorspring fest ist.
  71. Achterstag = heißt der Stag, das den Mast nach hinten stützt, aber fest ist
  72. Achterstagspanner = Eine Vorrichtung zum Spannen des Achterstags und damit zum Trimmen des Riggs. Bei Jollen und kleineren Yachten mit Hilfe einer Spannschraube, einen Spannhebel oder eine Talje. Auf größeren Yachten ein Handspanner oder eine Hydraulik
  73. Achtersteven = hinterer Abschluß eines Schiffes
  74. Achterwehrer Schiffahrtskanal = 3,12 km langer, bei km 85,63 in den Nord-Ostsee-Kanal mündender Zweigkanal, der auf wasserwirtschaftliche Regulierungsmaßnahmen beim Bau des Nord-Ostsee-Kanals am Flemhuder See zurückgeht und - über eine Schleuse und ein Schützenwehr am Südufer des Nord-Ostsee-Kanals - eine Verbindung zur Eider herstellt. Bundeswasserstraße bis zum Umschlagplatz Achterwehr (km 2,96)
  75. Ack = 1. Bezeichnung der Deichrampe in Schleswig-Holstein; 2. Zuwegung auf der Böschung einer Hallig-Warf.
  76. A.C.V =  air cushion vessel - Hovercraft (Luftkissenfahrzeug)
  77. Admiral = See(Marine)offizier im Generalsrang, Flottenbefehlshaber
  78. Admiral's Cup, Amerika-Pokal = internationale Regatta-Trophäe, wird alle 2 Jahre ausgetragen
  79. Admiralität = 1. Gesamtheit der Admirale, 2. oberste Kommando- und Verwaltungsstelle der Kriegsmarine
  80. Admiralitätsanker = veraltete Bezeichnung für Stockanker
  81. Admiralitätskarte = die von der Admiralität, von der Marineleitung, herausgegebenen Seekarte.
  82. Admiralstab = oberste Leitung der Kriegsmarine
  83. Admiralstabsoffizier = Offizier im Admiralsstabsdienst  (meist Korvettenkapitän)
  84. Adressmakler = Schiffsmakler, an den ein Schiff "adressiert" wird (kümmert sich stellvertretend für den Reeder um das Schiff)
  85. ADS = Allgemeine Deutsche Seeversicherungsbedingungen
  86. Aeolus, Aiolos, Äolus = Der griechische Gott Aeolus ist der König der Winde. Er hält die vier Winde in den Höhlen von Liparos, nördlich von Sizilien, gefangen und lässt sie auf Geheiss der höheren Götter als leichte Brise, Böen oder Sturm entweichen. Aeolos ist mit Eos, der Göttin der Morgenröte, verheiratet. Zu den Winden gehören Boreas (Nordwind), Euros (Süd-Ostwind), Zephyros (Westwind) und Notos (Südwind).
  87. Ägir, Aegir = nord. myth. Gott des stürmischen Meeres und der Flut. Seine Gemahlin ist Ran.
  88. Ärmelkanal, englischer Kanal, English Channel, La Manche = ist ein etwa 563 Kilometer langer und an der breitesten Stelle 248 Kilometer breiter Kanal. In der Straße von Dover, der schmalsten Stelle beträgt die Breite nur 33 Kilometer. Der Ärmelkanal liegt zwischen Frankreich im Süden und Großbritannien im Norden. Der zum Atlantik gehörende Ärmelkanal verbindet diesen über die Straße von Dover mit der Nordsee, einem seiner Randmeere. Der Kanal hat in der Nähe des offenen Atlantiks eine durchschnittliche Tiefe von 120 Metern; an der Einmündung in die Nordsee sind es nur 45 Meter. Der Ärmelkanal ist eine viel befahrene Schifffahrtsroute.
  89. Ästuar = Ein Ästuar ist ein Mündungstrichter; die Trichtermündung eines Flusses oder Stroms. Ästuarien finden sich in der Elbe, Weser, Themse, am Ob, Jenissei, Sankt-Lorenz-Strom etc.; am großartigsten aber sind die 20 Meilen breiten Mündungen des Amazonas. Ästuarien werden unter dem Einfluss der Gezeitenströme gebildet, wobei die Flussmündung trichterförmig erweitert wird.
  90. Äußerste Kraft ( A.K.) größtmögliche Fahrstufe, die für eine begrenzte Zeit von der Maschine gerade noch gefordert werden kann.
  91. Affenfaust = Knoten, Beschwerung eines Tampens, um ihn weiter werfen zu können. Sie ist heute in der Schifffahrt nur noch selten in Verwendung, da die Herstellung einiges an Zeit kostet. Gebräuchlicher sind Lederbeutel, die mit Sand gefüllt werden. Bei der deutschen Marine ist das Verwenden der Affenfaust verboten, da es durch die Festigkeit immer wieder zu Unfällen kam.
  92. Affenschwanz = nennt der Seemann den kleinen Flaggengalgen aus Eisen, der auf großen Seglern oftmals als kleiner Flaggenstock an der Gaffelnock, auf  Motorseglern als kleine feste Flaggengaffel am Besanmast zu finden ist.
  93. Aframax = average freight rate assessment maximal = sind Tanker mit durchschnittlichen Frachtraten von 80.000 bis 120.000 Tonnen.
  94. Aframax Tanker = Tankschiffe mit einer Kapazität zwischen 80.000 und 120.000 Tonnen.
  95. Agent = Schiffsmakler
  96. Agge = Fischfangzaun aus Reisig (Busch) auf dem Watt; siehe bei  Arge
  97. A.G.S. = Ausbildungsgemeinschaft für die Seeschifffahrt
  98. Ahab = Kapitän Ahab aus Herman Melvilles Roman "Moby Dick". Moby-Dick oder der Wal (englisch Moby-Dick; or, The Whale) ist ein 1851 in London und New York erschienener Roman von Herman Melville. Das erzählerische Rückgrat des Romans ist die schicksalhafte Fahrt des Walfangschiffes "Pequod", dessen einbeiniger Kapitän Ahab mit blindem Hass den weißen Pottwal jagt, der ihm das Bein abgerissen hat.
  99. Ahming  =  Markierung am Vorder- oder Hintersteven eines Schiffs (zum Teil auch mittschiffs) zur Bestimmung des Tiefgangs; Meßeinteilung: Dezimeter oder Fuß, beginnend am Kiel.
  100. Ahoi = früher gebräuchlicher Anruf  eines Schiffes ( z.B. Schiff ahoi, Boot ahoi )
  101. AHT = Anchor Handling Tug = Ankerziehschlepper. Spezieller Schleppertyp, der für Offshore Einsätze gebraucht wird.
  102. AHTS = Anchor Handling Tug & Supply Boat = Ankerzieh- und Versorgungsschlepper. Der Schlepper kann Anker bewegen und versetzen und Bohrplattformen mit Versorgungsgütern (Brennstoff, Wasser, Lebensmittel, Bohrgeräte-Zubehör usw.) versorgen.
  103. AIS = Automatic Identification Systems
  104. A.K. = äußerste Kraft
  105. Aktionsradius = die halbe Reichweite eines Schiffes ohne neu bunkern zu müssen (Brennstoff, Proviant usw.)
  106. Aktivruder = Steuerruder mit eingebautem Hilfspropeller zur Verstärkung der Ruderwirkung auf Schiffen
  107. Akü  = Schiffführungspatent für Seeschiffer in der Küstenfahrt
  108. Åland Inseln = Die Åland Inseln liegen in der Ostsee. Die Inselgruppe besteht aus über 6500 Inseln und Schären und bildet ein Archipel am südlichen Eingang des Bottnischen Meerbusens in der nördlichen Ostsee. Die Inseln haben eine Landfläche von insgesamt 1527 km². Die auf etwa 60 Inseln verteilte Gesamteinwohner-zahl beträgt etwa 26.530 Menschen. Politisch gehört die Inselgruppe mit dem Hauptort Mariehamn (10 300 Einwohner) zu Finnland, offizielle Amtssprache ist Schwedisch.
  109. Alang =  Stadt in Indien. Alang liegt 150 Kilometer nördlich von Bombay  Alang ist der größte Schiffsfriedhof der Welt. An der Küste des indischen Ozeans liegen, auf über zehn Kilometer Länge dicht nebeneinander bis zu 180 Ozeanriesen am Strand. Die Schiffsnamen sind teilweise noch gut lesbar und kommen aus aller Welt.
  110. Albert-Kanal, Albertkanal = Der Kanal verbindet als künstliche Wasserstraße die beiden belgischen Städte Lüttich und Antwerpen (Maas und Schelde). Die Länge des Kanals beträgt 129,5 km und hat 5 Schleusen. Er wurde in den Jahren von 1930 - 1939 angelegt. Der Kanal wurde ursprünglich für Schiffe mit einer Last von 2.000 Tonnen konzipiert. Seit seiner Erweiterung im Jahr 1997 sind Schiffe der Schiffsklasse VI zugelassen (9.000 Tonnen).
  111. Albis = der lateinische Name für den Fluß " Elbe "
  112. Aldislampe = Handmorselampe nach dem Hersteller A. Aldis benannt.
  113. Aleuten = Inseln zwischen Beringmeer und Pazifischen Ozean
  114. Alexanderarchipel = (englisch Alexander Archipelago) ist eine Inselgruppe (Archipel) im Pazifischen Ozean vor der Küste des Alaska Panhandle.In der Region leben die Tlingit- und Kaigani Haida-Indianer. Die größten Städte des Archipels sind Sitka auf Baranof Island und Ketchikan auf Revillagigedo Island.
  115. Alexander-I.-Insel, Alexanderinsel = ist mit etwa 43.250 km² Fläche die größte Insel der Antarktis. Sie liegt vor der Westküste der Antarktischen Halbinsel in der Bellingshausensee und erstreckt sich über etwa 378 km Länge und 200 km Breite. Die Alexander-I.-Insel wurde am 28. Januar 1821 von Fabian Gottlieb von Bellingshausen im Rahmen der ersten russischen Südpolarexpedition entdeckt und nach dem russischen Zaren Alexander I. benannt.
  116. Alge = wurzellose Wasserpflanze, Seegras, Seetang,
  117. Alle Mann!, Alle Mann an Deck! = Manöver bei schwerem Wetter, wenn alle Männer auf die Stationen müssen. Englisch: "all hands"
  118. Almanach = Jahrbuch mit Informationen zum Stand der Sonne, der Sterne, über die Gezeiten, das Lotsenwesen usw.
  119. Alpha Prefix Buchstaben-Codierung (meistens 4 Buchstaben)- vor der eigentlichen Containernummer (7 Ziffern) = Bezeichnet den Eigentümer des Containers
  120. Altbaksch = bis um 1900 an Bord die Bezeichnung für einen naseweisen, altklugen oder altmodischen Menschen; altbaksch = altmodisch
  121. der Alte = Bordbezeichnung für den Kapitän
  122. Alte Liebe = so heißt die Aussichtsplattform zur Elbe / Nordsee in Cuxhaven. Früher Anlegesteg für die Seebäderschiffe zu den Inseln.  Der Name "Alte Liebe" kommt von einem Schiffswrack  mit den Namen Oliva der dort zur Befestigung versenkt wurde. Die Cuxhavener nannten ihn "Olief", ins Hochdeutsche übersetzt: " Alte Liebe ".
  123.  Altweiberknoten = schlechter Seemannsknoten
  124. am Wind = die äußere Lage, in der ein mit dem Wind schräg von vorn segelndes Schiff noch Fahrt voraus macht
  125. American Bureau of Shipping ( ABS) = Schiffsklassifizierungsgesellschaft der USA mit Sitz in New York
  126. Ammeral = Segeltucheimer zum Heraufholen von Wasser, auch als Admiral bezeichnet
  127. Amphibien = Lebewesen im Wasser wie auch auf dem Lande
  128. Amphibienfahrzeug = Land- und Wasserfahrzeug.
  129. Amphitruck = ein Fahrzeug, das fährt wie ein LKW und schwimmt wie ein Schiff - für das Ent- und Beladen von Seeschiffen von und mit Containern und Stückgut. Einsatz dort, wo normales Be- und Entladen nicht möglich ist. Tragfähigkeit 20 Tons
  130. Amphitrite = grie. myth. Tochter des Meeresgottes Nereus und der Thetis. Als Gemahlin des Poseidon, die Beherrscherin der Meere.
  131. AMSA = Australian Maritime Safety Authority = Australische Seesicherheitsbehörde
  132. Amsterdamer Pegelnull =  (NAP)- Bezugsquelle der niederländischen Landesvermessung. Früher wurden auch in den nordwestlichen Teilen Deutschlands die Landhöhen-Messungen auf den Nullpunkt des Amsterdamer Pegels bezogen. Seit der Einführung des "Normal Null" (NN) im Jahre 1879 werden in Deutschland alle Geländehöhen auf NN bezogen.
  133. Amundsen, Roald = norweg. Polarforscher, 1872-1928, vermißt in der Arktis auf dem Flug zur Rettung Nobiles. Amundsen stand am 15. Dezember 1911 als erster am Südpol.
  134. Amur, der = ist ein 2.824 km langer Strom in China und Russland (Grenzfluss), der in den nördlichen Pazifik mündet. Der Fluss entsteht rund 65 km westlich von Mohe durch den Zusammenfluss des Argun und der Schilka. Der Amur mündet bei Nikolajewsk in den Tatarischen Sund, eine Meeresstraße zwischen dem Ochotskischen und dem Japanischen Meer am Nordwest-Rand des Pazifik. Die unteren Flussabschnitte des Amurs sind schiffbar, sofern sie nicht zugefroren sind.
  135. AMVER  = Automated Mutual Assistence Vessel Rescue.  Weltweites Positionsmeldesystem der US Coast Guard. Ein Rettungssystem, das die gegenseitige Hilfe im Seeverkehr koordiniert. Die Schiffe, die am "AMVER"-System teilnehmen, geben regelmäßig ihre Position, Kurs und Geschwindigkeit an. Die Meldungen werden an den "AMVER"-Computer in den Vereinigten Staaten weitergegeben. In diesem Computer werden auch zusätzliche Angaben über die Schiffe eingegeben, z.B. welche Brandschutzmittel an Bord sind oder ob ein Schiffsarzt mitfährt. Der Computer weiß somit alles über das betroffene Schiff. Wenn nun ein Schiff in Seenot gerät, kann der Computer unmittelbar eine Liste mit Schiffen in der Nähe ausgeben, so daß Hilfe schnell und effizient geleistet werden kann. Die Teilnahme an diesem System ist freiwillig.
  136. Anadyr = ist ein 1.146 km langer Fluss bzw. Strom in Ostsibirien (Nord-Russland, Asien). Sie entspringt im südöstlichen Anjuigebirge und fließt von dort aus in südwestlicher Richtung weiter durch das Anadyrplateau, um dort in östlicher Richtung durch das Anadyrtiefland und durch die Stadt Anadyr zu fließen. Dort mündet der Fluss in einer Trichtermündung in das Beringmeer.
  137. anbrassen = die Rahen in Längsrichtung bringen
  138. Anciennitätsprinzip = Festlegung einer Reihenfolge nach dem Alter, wenn mehrere Leute gleichen Dienstranges an Bord sind. Es spielt vor allem im militärischen Bereich eine Rolle.
  139. Andamanisches Meer, Andamanensee, Andaman-See = ist der nordöstlicher Arm (Randmeer) des Indischen Ozeans, dessen Küste von Birma (Myanmar), Thailand und Malaysia gebildet wird. Insgesamt erstreckt sich das Andamanisches Meer vom Flussdelta des Ayeyarwady (Irrawaddy, Irawady) im Norden über fast 1.200 km bis zum Eingang der Straße von Malakka. Nach Westen wird das Andamanische Meer durch die Inselgruppen Andamanen und Nikobaren begrenzt. Die maximale Tiefe des Meeres liegt bei 4.180 m.
  140. Anderthalbmaster = zweimastige Schiffe, auf denen der kleinere Mast hinten steht; zu ihnen gehören Ewer, Tjalken, Ketsch und Yawl
  141. andirken = das Durchsetzen der Dirk, um die Nock des Großbaums anzuheben
  142. Anemometer = Windmeßgerät, Windmesser; Bestimmung der Windgeschwindigkeit
  143. Aneroidbarometer = Luftdruckmesser
  144. anfunken = mittels Funkspruch anrufen, aufmerksam machen
  145. Angel = Rute für den Fischfang
  146. angeln = mit der Angel Fische fangen
  147. Ångermanälven = ist ein Fluss im nördlichen Schweden. Er ist 490 Kilometer lang und der wasserreichste Fluss Schwedens. Der Ångermanälven entspringt auf dem hohen Severücken an der norwegischen Grenze und mündet nördlich von Härnösand in den Bottnischen Meerbusen, eine Bucht der Ostsee.
  148. anheuern = für den Dienst auf einem Schiff verpflichten, Arbeitsvertrag
  149. anhieven = anheben
  150. anholen = Eine Leine, einen Festmacher holen ( ziehen); Gegenteil von auffieren, fieren
  151. Anker = Doppelhaken zum Festmachen von Schiffen am Grund des Gewässers, vor Anker gehen, liegen. Ankerformen: Patentanker, Stockanker, Danforth-Anker, Draggen und Pflugschar-Anker
  152. ankern = vor Anker liegen, das Schiff ankert in einer Bucht, den Anker auswerfen
  153. Ankerball =  kugelförmiger schwarzer Signalkörper der anzeigt, daß ein Schiff ankert
  154. Ankerboje = ein Schwimmkörper auf dem Wasser, der die Stelle des Ankers markieren soll
  155. Ankergeschirr = Sammelbezeichnung für Anker und Ankerketten eines Schiffes
  156. Ankerkette = die Kette (meist aus Eisen) an einem Anker
  157. Ankerklüse =  Öffnung in der Bordwand, wo die Ankerkette durchläuft
  158. Ankerkuilenfischerei = hierzu dient ein zum Aalfang eingerichtetes Schiff - der Schocker - von 12-15 m Länge und 5 m Breite. Das Fangnetz - der Ankerkuil oder Kuil - ist 25 m lang, 10 m breit und 6 m tief. Es wird auf der Steuerbordseite des Schockers ausgelegt, und zwar zwischen zwei Balken (Kuilenbalken) von je 10 m Länge, deren einer waagerecht zum Schiffsrand ins Wasser hinaussteht, während der andere, mit Eisen beschwert, über die Breite des Netzes ins Wasser sinkt, das mit seiner Öffnung gegen den Strom liegt. Das Netz verjüngt sich in seiner Tiefe bis auf eine Weite von 50cm. An diesem Ende schließt sich ein ca. 6 m langes, schmales Schlußnetz, die Kruik, an, die im Abstand von 1 m mit Spannreifen versehen ist. Die Vorrichtung wird an Ankern mit Hilfe des Mastes und der an ihm befindlichen Ankerwinde quer im Strom verankert. Der Fang wird an Bord in einem Fischbehälter (die Kaar) aufbewahrt.
  159. Ankerlaterne = Ankerlicht, macht nachts kenntlich, daß ein Schiff vor Anker liegt (weißes Rundumlicht)
  160. Anker lichten = das Hochholen des Ankers
  161. Ankerplatz = der Platz, Stelle (zb. in einer Bucht) wo das Schiff ankert
  162. Ankerspill = Vorrichtung zum  Herablassen und Hochziehen des Ankers
  163. Ankertau =  das Tau, Seil an einem Anker
  164. Ankertaumine = (Marine) Mine, die durch Anker und Ankertau auf einer gewissen Tiefe unter der Wasseroberfläche gehalten wird. Sie kann auf verhältnismäßig tiefen Meeresstellen gelegt werden.
  165. Ankerwache = wird gegangen, wenn ein Schiff auf Reede vor Anker liegt
  166. Ankerwinde =  Ankerspill = Vorrichtung zum Herablassen und Hochziehen des Ankers
  167. anlanden = etwas, jemanden - an Land bringen; die Ladung eines Schiffes
  168. anlegen = das Schiff legte am Kai an, das Boot soll dort (Pier, Kaje) anlegen
  169. Anleger = Anlegebrücke, brückenartiges, der Schifffahrt dienendes Bauwerk an flachen Küsten, das vom Ufer bis an das tiefe Wasser reicht. Über den Anleger wickelt sich der Verkehr zwischen Ufer und am Anlegerkopf festgemachten Schiffen ab.
  170. Anlegestelle = die Kai, Kaje, Pier wo das Schiff angelegt hat
  171. anliegen = Redewendung, die angibt, daß das Schiff auf einem vorgegebenen Richtung zum Wind fährt
  172. anlieken = das Liek an einem Segel befestigen
  173. anloten = sich unter dauerndem Loten vorsichtig der Küste nähern.
  174. anluven = Winkel zwischen Kurs und Windrichtung verkleinern; das Schiff näher an den Wind bringen; Gegenteil von abfallen
  175. anmustern = auf einem Schiff in Dienst treten, anheuern
  176. anpeilen = durch peilen feststellen und ansteuern, einen Punkt an der Küste anpeilen
  177. anpicken = eine Ladung einhängen, anschlagen - um sie z.B., mit einem Kran anzuheben
  178. anpieken = das Steilertrimmen der Gaffel durch Anholen des Piekfalles.
  179. anpreien = ein anderes Schiff anrufen
  180. anreihen = das Segel an Baum oder Gaffel festmachen oder anschlagen.
  181. Anrichte = oder die Pantry ist der Raum oder der dazugehörige Tisch an Bord, wo die Speisen für den Tisch zubereitet werden.
  182. anschlagen = eine Schiffsladung anschlagen, anpicken  um sie mit einem Kran anzuheben; ein Rahsegel an der Rah; ein Segel am Baum oder Stag befestigen; Gegenteil von abschlagen
  183. Ansegeln = Eröffnung der Segelsaison durch eine erste gemeinsame Veranstaltung der Sportsegler
  184. anspülen = ans Ufer spülen, das Meer spült Tang und Holzstücke an
  185. anstecken = Verbinden zweier Leinen mit einem entsprechenden Knoten; Befestigen einer Flagge an einer Flaggleine
  186. Ansteuern = in Richtung auf ein bestimmtes Ziel fahren.
  187. Ansteuerung = mit Seezeichen  wie Tonnen oder Leuchttürme wird ein Schiff die Fahrrichtung angezeigt
  188. Antenne = 1. Sende- und Empfangsantenne für die Funkstation, 2. auch Segelstange, Rahe
  189. Antifouling = schützt den Schiffsrumpf vor Bewuchs von Algen und Muscheln; Unterwasserschutzanstrich
  190. antuchen = ein Segel durch Anknebeln (verbinden mit Tauschlaufen) eines Streifens Segeltuch nach unten hin vergrößern
  191. Anwuchs = bildet sich am Unterwasserschiff durch Pflanzen und Tiere. Er wird unter gewissen Bedingungen so stark, daß er die Fahrt des Schiffes stark hemmt.
  192. Appell = Versammeln der Schiffsbesatzung zur Befehlsausgabe
  193. Äquator = teilt die Erde als geographische Bezugsgröße in zwei Hälften. Länge: 40076,6 Kilometer
  194. Äquatortaufe = scherzhafter seemännischer  "Reinigungs-" Brauch ( beim ersten Überschreiten des Äquators); erhält der junge Seemann eine Art seemännischen Ritterschlag, Passagiere können auf Wunsch ebenfalls getauft werden. Der Täufling erhält nach der Reinigung von Neptun ein see- oder wetterverbundenen Scherznamen und eine Urkunde verliehen. - Die Äquatortaufe hat ihren Ursprung aus der Zeit der Entdeckungsfahrten der Portugiesen, die bei, Überschreiten des gefürchteten Äquators ihren Mut und ihre Gläubligkeit durch eine neue Taufe bekräftigen wollten. Von der Kugelgestalt der Erde war man noch nicht überzeugt, sondern glaubte am Äquator in einen Abgrund zu stürzen.
  195. AR = (Marine) Ausbildungsreise
  196. Arbeitssegel = Großsegel und Focken
  197. Arche = kastenähnliches Schiff
  198. Arcona, Arkona = Kap auf der Insel Rügen mit 24 m hohen Leuchturm, Westlich vom Kap befand sich der Tempel des Wendengottes Swantewit. Auch vermutet man hier das Heiligtum der germanischen Göttin Erda, Hertha, Nerthus, wovon noch heute der Herthasee und die Herthaburg zeugen.
  199. Ardennenkanal = Canal des Ardennes, Wasserstraße in Nordfrankreich und verbindet die Maas mit der Aisne. Er ist 106 km lang und hat 46 Schleusen. Bauzeit: 1823 - 1837.
  200. Arendsee = ist ein oval geformter See im Norden des deutschen Bundeslandes Sachsen-Anhalt in der Region Altmark. Größerer Ort ist die direkt am Südufer liegende Stadt Arendsee. Der Wasserspiegel befindet sich 23,3 Meter über Meereshöhe (NN), das Gewässer hat eine Fläche von 5,115 km² ( 511,5 Hektar), eine mittlere Tiefe von 29 Metern und eine maximale Tiefe von rund 50 Metern. Es ist der größte natürliche See in Sachsen-Anhalt und einer der tiefsten Seen Norddeutschlands.
  201. Arge =  Agge, Fischbuhne, Fischzaun, aus Busch hergestellter Zaun zum Fang von Wattfischen. Die Arge besteht aus 2m hohen und 200 bis 600m langen Buschwänden aus Birkenreisig, die auf dem Watt so aaufgestellt werden, daß sie trichterförmig zusammenlaufen. An der Spitze des Trichters befindet sich das schlauchförmige Fangnetz ( Hamen).
  202. Argo = griech. myth. das Fünfigruderschiff der Argonauten
  203. Argonauten = griech. myth., die Seefahrer des Schiffes Argo, die unter ihrem Führer Janson auszogen, das Goldene Vließ, ein goldenes Widderfell, aus Kolchis im Schwarzen Meer zu holen.
  204. Arithmetik= Mathematikformeln  für Seefahrer
  205. ARPA = Automatic Radar Plotting Aid (Automatische Radar-Zielerkennung und - Verfolgung). Ein in das ARPA- Radargerät integrierter Computer kann Geschwindigkeit, Kurs und Entfernung der das eigene Schiff umgebenden Wasserfahrzeuge ermitteln sowie die Zeitdauer bis zur geringsten Annäherung solcher Schiffe, die zur Kollisionsverhütung besonders beachtet werden müssen.
  206. Archipel = Inselmeer, - gruppe
  207. arktischer Seerauch = Nebel
  208. Armada = Kriegsflotte; bewaffnete Flotte; im engeren Sinne die spanische Flotte unter Philip II. gegen England 1588. Die Flotte mit 160 Schiffen und 30000 Mann unter Befehl von Admiral Herzog Medna-Sidonia.
  209. Armierung = Ausrüstung bzw. Bewaffnung eines Schiffes mit Flugkörpern, Seeminen, Wasserbomben Schiffsartillerie und Torpedos
  210. Arsenal = Geräte-, Waffenlager
  211. Artilleriekutter = Hilfskriegsschiff im Zweiten Weltkrieg, ein umgerüstetes und mit Geschützen bestücktes Fischereifahrzeug; auch Kriegsfischkutter (KFK)
  212. A-Schein = Führerschein des deutschen Segler-Verbandes, gültig für Binnengewässer
  213. Ascheimer = alter Spottname für Dampfer
  214. Assi = Maschinenassistent
  215. Asowsches Meer = ( engl. Azov Sea ) nordöstliches Nebenmeer des Schwarzen Meeres, durch die Straße von Kertsch mit diesem verbunden. Größe: 38 000 km² und bis zu 15 m tief. Die Stadt Asow an der Mündung des Don ist Namensgeber für das Nebenmeer. Anrainer sind die Ukraine und Russland.
  216. Asto = Admiralstabsoffizier
  217. Ästuar = Bezeichnung für eine trichterförmig erweiterte Flußmündung in einem Gebiet starker Gezeitenströme. Um solle Ästuar handelt es sich bei den Bodden und Haffen der Ostseeküste.
  218. ATB = Articulated Tug Barge, besteht aus einer Barge und einem Schlepper die gelenkig miteinander verbunden sind, die auch getrennt werden können.
  219. Atlantis = sagenhaftes, im Meer versunkenes Inselreich. Soll nach einer Überlieferung ägyptischer Priester durch eine Naturkatastrophe versunken sein.
  220. Atlantischer Ozean = das zweitgrößte Weltmeer zw. Europa, Afrika u. Amerika, sowie zw. den beiden Polarmeeren
  221. Atoll = ringförmiger Korallenriff, -insel
  222. Atomschiff = ein mit einem Atomreaktor ausgestattetes Schiff. Die dabei entstehende Wärme wird einem Wasserkessel zugeführt, dessen Dampf eine Turbine antreibt. Das erste Atomschiff ist die Savannah (USA). Deutschland baute das Atomschiff Otto Hahn mit 10000 PS.
  223. ATRS =  ( american terms revised satut ) Handesbedingungen der USA, besonders Festsetzung der Transportkosten.
  224. Attu = ist die westlichste Insel der Aleuten (Beringmeer). Die Insel hat eine Fläche von ca. 896 km² und gehört politisch zum US-Bundesstaat Alaska.
  225. aufbacken = das Essen, Geschirr und Besteck auf den Tisch ( die Back ) bringen.
  226. Aufbauten = Bauteile über dem Hauptdeck des Schiffes, die von Bord zu Bord reichen, die nicht von Bord zu Bord reichen werden als Deckshaus ( Roof) bezeichnet
  227. aufbrassen = mit Hilfe der Brassen die Rahen so drehen, daß sie mehr in die Querschiffsrichtung kommen ( Gegensatz: anbrassen und abbrassen)
  228. Aufbringen = zwangsweises Anhalten eines Schiffes durch staatl. Organe (z.B. Wasserschutzpolizei) zum Zweck der Kontrolle
  229. aufbrisen = Wind in Stärke zunehmend
  230. aufbrodeln = Nebel brodelt auf
  231. aufdampfen = Annäherung eines Schiffes aus achterlicher Richtung
  232. aufentern = über die Wanten in die Takelage klettern
  233. auffieren, fieren = lose geben; eine unter Kraft stehende Leine verlängern, lose geben; Gegenteil von anholen
  234. auffrischen = der Wind frischt auf, stärker wehen und kühler werden
  235. Aufgabe der vier Punkte = eine Methode der terrestrischen Ortsbestimmung mittels Horizontalwinkel. Mißt man zwischen drei Landobjekten A, B und C die Horizontalwinkel A-B und B-C, so ergibt der Schnittpunkt der aus diesem Winkeln konstruierten Kreisbögen den Schiffsort.
  236. aufgeien = ( zusammenziehen der Segel ) Schothörner (Segel) mittels der Geitaue nach der Mitte der Rah ziehen (zusammenholen), um den Wind aus den Segeln zu nehmen und führt dadurch zur Fahrtverminderung.
  237. Auf Grund = Ein Schiff sitzt auf Grund, wenn es Grundberührung hat und festgekommen ist, so dass es seine Lage nicht mehr verändern kann und somit nicht mehr "in Fahrt" ist.
  238. aufheißen = Hochziehen
  239. Aufkimmung = Neigung des Schiffsbodens vom Kiel zur Kimm, die zur Verbesserung der Kursstabilität und des Schutzes bei Grundgerührung dient. Schlepper, Segler, Fischereifaahrzeuge u.a. haben eine große Aufkimmung, große Frachter und Tanker sind zunehmend ohne A.
  240. aufklaren = 1. aufräumen; Ordnen des Tauwerks nach einem Segelmanöver; wird übertragen auf alle Arbeiten, die der Ordnung an Bord dienen; 2: Besserung des Wetters
  241. Aufklärer =  Schiff zum Aufklären feindlicher Stellungen
  242. aufkommen = 1. wenn man ein vorauslaufendes Boot einholt; 2. als Ruderkommando "Komm langsam auf", wenn das Ruder nach mittschiffs zurückgelegt werden soll, um auf einen bestimmten Kurs zu gehen oder eine eingeleitete Drehbewegung abzufangen;  3. schlechtes Wetter kommt auf
  243. Aufkommer = von See den Hafen ansteuerndes Schiff.
  244. auf- oder ankreuzen = Im Zick-Zack gegen den Wind segeln.
  245. auflandig = von See auf das Land zu wehend oder strömend; Gegenteil von ablandig
  246. auflaufen =  Schiff ist auf Grund geraten, das Schiff ist (auf einer Klippe) aufgelaufen; stranden
  247. auflaufendes Wasser = hat man in Tidengewässern bei Flut, wenn das Wasser von See kommend in die Flußmündungen einströmt und dabei der Wasserspiegel steigt.
  248. aufliegen = ein Schiff liegt auf; ein Schiff außer Dienst stellen
  249. Auflieger = ein vorübergehend außer Dienst gestelltes Schiff, das auf Beschäftigung wartet
  250. Aufliegezeit = Ruhezeit der Schiffe
  251. aufpeitschen = der Sturm peitscht die Wellen auf
  252. aufpicken = einen Gegenstand aus dem Wasser an Bord nehmen
  253. auf Reede liegen = außerhalb eines Bestimmungshafen oder in einer Flußmündung vor Anker liegen
  254. aufriggen = auftakeln
  255. aufschießen = 1. mit dem Boot in den Wind drehen, um es zum Stehen zu bringen; 2. ein Tau, Leine zusammenrollen, zusammenlegen
  256. Aufschleppe = Schlipp, Slip, geneigte Ebene mit Schienenbahn und Schleppwagen, auf welcher kleinere Schiffe zur Instandsetzung oder Überwinterung aus dem Wasser gezogen werden.
  257. aufslippen = ein Schiff mit einer Rutsche oder mit einem auf Schienen laufenden Wagen auf  Land ziehen
  258. aufsorren = zusammenschnüren der Hängematten, ohne sie von ihrem Platz abzuhängen
  259. auftakeln, aufriggen = ein Boot mit Takelwerk ausrüsten ( Aufstellen des Mastes, befestigen des stehenden und des laufenden Gutes)
  260. auftoppen = die Rahen in senkrechter Richtung bewegen
  261. auftuchen = das ordentliche Zusammenlegen der geborgenen Segel und Flaggen
  262. auf- und abstehen = (Marine) Auf einer festgelegten Standlinie ständig hin- und herfahren.
  263. auf und nieder = Ausdruck für "senkrecht"; auch der Wind auf und nieder
  264. aufschwimmen = wenn Wasser in einen Dock gelassen wir, schwimmt  ein Schiff auf
  265. Aufwind =  aufsteigender Luftstrom, aufwärts wehender Wind
  266. Augbolzen = z.B. Befestigungsmöglichkeit (Schraubbolzen) für Schäkel, Laschinge etc. an Deck; auch aus Metalldraht geformte Öse mit geradem Ende zum Einlassen in Holz. Bei Augbolzen dient das massive Auge an einem Ende des Bolzens zum Hindurchstecken von Hilfswerkzeug.
  267. Augbügel = auch Pütting; Metallbügel, der z.B. zum Befestigen von Wanten oder Stagen am Bootsrumpf benutzt werden kann. Das Auge von Augbügeln dient auch zum Befestigen oder Durchführen von Leinen oder zum Anschäkeln beliebiger Gegenstände.
  268. Auge = 1. Schlinge in Drahtseilen und Tauwerk, die auch Öse genannt wird; 2. das weitgehend windstille und wolkenfreie Zentrum in einem Sturm oder Orkan
  269. Augpressung = maschinelle Pressung eines Auges in Drahttauwerk mit einer Seilhülse
  270. Augspleiß, Augspleiss = ein Augspleiß entsteht indem man das Ende eines Taus aufdröselt eine Bucht formt und dann die Stränge in das Tau einflechtet.
  271. Aura = Lufthauch, Wind, Dunst
  272. Aurora = römische Göttin der Morgenröte
  273. ausbaken = Seeweg mit Baken versehen, markieren
  274. ausbojen = Ankerplatz oder Fahrwasser mit einer Boje kennzeichnen.
  275. ausbooten = mit Booten  vom Schiff ans Land bringen, Passagiere, Schiffbrüchige u.a.
  276. ausbringen = ins Wasser hinablassen; den Anker, ein Boot
  277. ausdocken = Schiff aus dem Dock holen
  278. ausflaggen, = ein Schiff  in einen anderen Staat registrieren lassen ( z.B. wegen Steuervorteile, geringere Betriebskosten)
  279. Ausguck =  Beobachtungsposten, Wachmatrose, der den Seeraum beobachtet  und Hindernisse, Schiffe, Lichter oder Land meldet  (auf Segelschiffen von einen Korb im  Mast)
  280. Ausholer = eine Leine, die das Ausholen (Steifsetzen) eines bestimmten Teiles z.B. ein Segel entlang einer Spiere ermöglicht. ; z.B. beim Klüver.
  281. ausklarieren =  Abfertigung durch die Hafen- und Zollbehörden
  282. ausklamüsern = herausfinden
  283. auslaufen = 1. aus dem Hafen fahren, das Schiff läuft aus; 2. Hinausgleiten einer Leine
  284. Ausleger = 1. Arm von einem Kran 2. Metallstreben zur Aufnahme der Dollen für die Riemen der Sportruderboote; 3. bei Booten seitlich angebrachter Schwimmkörper
  285. Auslegerboot = Boot mit Auslegern; Bootsform in Ozeanien
  286. ausloten = durch Lot die Tiefe eines Gewässers feststellen
  287. auslugen = scharf ausschauen
  288. ausmachen = Gegenstand, Schiff oder Seezeichen genau erkennen
  289. ausmanövrieren = mit einem  Schiff geschickt ausweichen, schwenken
  290. ausmustern =  bei der Musterung  als untauglich ausscheiden
  291. ausrauschen = schnelles Hinausgleiten der Leine oder der Ankerkette
  292. ausrecken = das Längerwerden von Tauwerk (vorwiegend bei Naturfasern), besonders wenn es unter Wechselwirkung von Nässe und Trockenheit in starker Spannung steht. Die Festigkeit leidet darunter; auch Segeltuch kann ausrecken.
  293. ausreffen = ein gerefftes Segel wieder auf die ursprüngliche Größe bringen, Gegenteil: reffen
  294. ausreiten = das mehr oder weniger starke Außenbordsitzen des Steuermannes bzw. der Mannschaft, um das Boot bei viel Wind möglichst aufrecht segeln zu können. Je stärker der Wind ist, um so stärker muß man ausreiten, d. h. außenbords "hängen".
  295. ausrüsten = 1. ein Schiff mit Gegenstände, Proviant, Werkzeuge, Kleidung usw. ausrüsten, 2. nach Fertigstellung des Rumpfes eines Schiffes  bei einer Werft muß das Schiff ausgerüstet werden (z.B. Kabinenausbau usw.)
  296. Ausrüster = ein Unternehmen das Schiffe mit allen Gütern ausrüsten (beliefern)  kann
  297. ausscheren = eine andere Richtung nehmen als der weiterlaufende Schiffsverband
  298. ausschießen = herausrutschen z.B. einer Leine
  299. ausschiffen = Passagiere vom Schiff an Land bringen oder das Verlassen des Schiffes nach beendeter Reise
  300. ausschwingen = Rettungsboot, -floß mit Aussetzvorrichtungen außenbords schwingen
  301. Außenborder = Außenbordmotor
  302. Außenbordmotor = bei Booten außen am Heck angebrachter Motor
  303. außenbords = alles außerhalb des Schiffes, Bootes
  304. Außenbordskameraden = Scherzhafte Bezeichnung der Seeleute für Fische
  305. Außengei = Ladegeschirr
  306. Außenkammer = Kammer an Bord mit Fenster oder Bullauge nach der Wasserseite
  307. Außenklüver = das äußere am Klüverbaum gefahrene Segel. Es folgen nach innen der Mittelklüver, Binnenklüver und das Vorstengstagsegel.
  308. Außenreede = äußerer Ankerplatz vor einem Seehafen
  309. aussegeln = ein Boot bei Regatten überholen
  310. aussetzen = ein Boot von Bord aus ins Wasser setzen; in der Fischerei, das Aussetzen des Fanggeräts
  311. aussingen = Befehle oder Nachrichten an Bord ausrufen; zum Zwecke gleichmüßiger Arbeitsrhythmen bei gemeinsamer Arbeit.
  312. ausstecken  = herausgeben von Leinen, Ketten, damit diese die zum Festmachen notwendige Länge erreichen
  313. austörnen = Verdrehung des Tauwerks oder der Kette beseitigen
  314. austonnen = Seeweg, Fahrwasser mit einem Seezeichen in Form einer Tonne versehen.
  315. Ausstoßrohr = (Marine) Torpedorohr
  316. ausweben = die Wanten eines Schiffes mit Webleinen versehen
  317. auswehen = Segel sind am Mast vom Wind gebläht
  318. Autocarrier, Auto-Carrier = RoRo-Schiff, RoRo-Frachter, Autotransporter, Spezialschiff für den Autotransport. Die Schiffe werden auch als "schwimmende Garagen" bezeichnet.
  319. Autopilot = Gerät zur automatischen Steuerung eines Schiffes oder Bootes auf einem zuvor eingestellten Kurs, entweder nach Kompaßpeilung oder Windeinfallswinkel, Bedient Steuerrad, Ruderpinne oder Hilfsruder.
  320. AVB  = amtliche zugelassene Vertriebs- und Berichtigungsstelle für Seekarten
  321. Aviso = ursprünglich ein schnelles, leichtes bewaffnetes kleines Schiff zur Aufklärung und Nachrichtenübermittlung; später eine yachtähnliches Schiff, das für Repräsentations-, Führungs- und Wohnzwecke, aber auch für leichte Kampfaufgaben eingesetzt wurde. ( französische Marine, gehört zu den Fregatten)
  322. AWZ = Ausschließliche Wirtschaftszone gemäß Seerechtübereinkommen der Vereinten Nationen.
  323. Axiometer = Richtungsanzeiger am Steuerruder eines Schiffes
  324. Aye, Aye =  im Bordgebrauch für "jawohl, verstanden" oft mit einem Handzeichen (Klarzeigen) verbunden wird, wenn man sich im Wind und Seegang verständigen muß.
  325. Az, Azimut = die horizontale Koordinate eines Gestirns im Horizontsystem Az ist gleichbedeutend mit rechtweisender Peilung.
  326. Azipod = Azimuthing electric podded propulsion - horizontal drehbarer, gekapselter Antrieb. Es handelt sich um eine 360 Grad drehbare Propellergondel mit integriertem Drehstrommotor. Die stromlinienförmig, unter dem Heck hängenden Gondeln sorgen für höchste Manövrierfähigkeit, Fahrkomfort und bessere Raumausnutzung. Die Rotorwelle des E-Motors ist gleichzeitig die kurze Propellerwelle und treibt einen Fest-Propeller direkt an. Der Azipod ersetzt die Ruder eines konventionellen Antriebssystems.
  327. Azoren = Inselgruppe von neun größeren und mehreren kleineren portugiesischen Inseln, die im Atlantik zwischen Europa und Nordamerika liegen. Die neun großen Inseln werden in drei Gruppen aufgeteilt. Im äußersten Westen liegen Corvo und Flores, zur Mittelgruppe zählt man Faial, Pico , São Jorge, Graciosa und Terceira. Die südöstliche Gruppe besteht aus Santa Maria, Formigas (einer unbewohnten Inselgruppe), und São Miguel, der größten Insel (Hauptinsel), deren Hauptstadt Ponta Delgada zugleich Hauptstadt des gesamten Archipels ist.
  328. Azorenhoch = ein im Bereich der Azoren mit großer Regelmäßigkeit vorherrschendes Hochdruckgebiet, das als ein Teil der subtropischen Hochdruckgürtels für die Wetterentwicklung in Europa von bestimmendem Einfluß ist.

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update: 24.05.2008 (wird bei Bedarf erweitert) - Angaben ohne Gewähr -