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DSM
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Hochseebergungsschlepper  " Seefalke "
Kogge

Seefalke

Seefalke
Doppelschrauben - Motor -
See- und Bergungsschlepper

Reederei-Flagge

Reederei W. Schuchmann
Geestemünde,
Cuxhaven u. Hamburg

.
Werft Tecklenborg AG Bremerhaven
Typ Hochseebergungsschlepper
Baujahr 1924
Länge 58,50 m
Breite 9,00 m
Tiefgang 4,40 m
Vermessung 509  BRT, nach Umbauten 619 BRT
Antrieb 2 Deutz-Dieselmotoren, 6 Zylinder 3000 PS ( 2206,5 kW )
Besatzung 19 Mann
Liegeplatz seit 1970 im Museumshafen DSM
 

Hochseebergungsschlepper "Seefalke"
ein Exponat des Bremerhavener Deutschen Schiffahrtsmuseums,
gibt Zeugnis von der Kraft eines Seeschleppers.
1924 erhielt die Tecklenborg AG in Bremerhaven-Geestemünde von der Reederei W. Schuchmann den Auftrag zum Bau des Schleppers. Er war anfangs ausgerüstet mit 2 MAN Motoren, die 1942 durch Deutz-Dieselmotoren ersetzt wurden. Die äußerst stabile Außenhaut besteht aus 14 mm dicken Eisenplatten. Der schnelle Schlepper hatte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 15 sm/h (27,6 km/h).

Der Seefalke konnte mit seinen starken Maschinen fast mühelos Schiffe bewegen, die über das Hundertfache seines Eigengewichts betrugen. Er hat viele Schiffe die durch schwere Stürme oder durch Maschinenschaden in Seenot geraten  waren und sich nicht mehr aus eigener Kraft in Sicherheit bringen konnten, am Haken genommen und sie sicher in einem Hafen gebracht.

Zur Bergungsausrüstung gehören u. a. Schutzanzüge für die Brandbekämpfung, Leinenraketengeräte, Ausrüstungen für Taucher, auch Unterwasserschweiß- und -schneidgeräte. Das Schleppgeschirr mit 2 Patentschlepphaken befindet sich an der Rückseite des Deckshauses. Zur Schleppausrüstung gehören 6 Stahltrossen von je 220 m Länge, 4 Stahltrossen von je 410 m Länge und 2 16-Zoll-Manilatrossen (46 cm).

Der Bergungsschlepper "Seefalke" war bis kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges im aktiven Einsatz. 1945 wurde er während eines Luftangriffes in Kiel versenkt. Angehörige der Reederei bargen ihn und versenkten ihn an anderer Stelle wieder, damit er der endgültigen Vernichtung entging. Nach der späteren Bergung wurde der "Seefalke" wieder instand gesetzt, moderner ausgerüstet und 1950 für weitere 20 Jahre wieder in Dienst gestellt.

Seit 1970 gehört er zum Deutschen Schiffahrtsmuseum. Heute sind auf dem außerordentlich interessanten
Museumsschiff fast alle technischen Details und Mannschaftsräume zu besichtigen.


Der Funkraum wird heute noch von Bremerhavener-Funkamateuren genutzt.
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Tel.: 0471 - 3 86 86
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 DL3BJX@t-online.de


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