ausgesuchte
I n f o r m a t i o n e n
|
|
|
|
|
optimiert für 1280 x 1024 |
Bewegungsraum für Containerriesen:
600 Meter breites Wendebecken in der Weser
Bremerhaven, Bremen / DE - Die Hafengesellschaft Bremenports hat nach eigenen Angaben vor dem Containerterminal Bremerhaven Platz für die größten Frachtschiffe der Welt geschaffen. Nach vier Monaten sei der Bau einer 2,5 Kilometer langen und 600 Meter breiten Wendestelle in der Weser vor dem Terminal beendet worden, teilte Bremenports heute mit. Die Hafengesellschaft ließ rund 1,2 Millionen Kubikmeter Sand ausbaggern, um die Wendestelle neben dem Fahrwasser auf 12,80 Meter zu vertiefen. Ohne die Vertiefung hätten die knapp 400 Meter langen Containerschiffe der neuesten Generationen Bremerhaven laut Bremenports nicht erreichen können.
Der Bau der Wendestelle entspricht in seinem Volumen der für 2007 geplanten Außenweser-Vertiefung. Auch dieses von Umweltschutzverbänden kritisierte Vorhaben soll die Erreichbarkeit Bremerhavens für Containerschiffe der neuesten Generation sicherstellen. Derzeit verfügt nur die dänische Reederei Maersk über zwei derartige Riesenfrachter, sechs weitere befinden sich im Bau. Die weltgrößte Containerreederei steuert mit diesen Schiffen in Deutschland nur noch Bremerhaven an.
Quelle: dpa vom 22.12.2006
Lloyd-Werft baut Kreuzliner "Oriana" um
Bremerhaven, Bremen / DE - Der englische Kreuzliner "Oriana" trifft heute zu umfangreichen Umbauarbeiten bei der Lloyd-Werft in Bremerhaven ein. Die Werft gestaltet auf dem 260 Meter langen Passagierschiff unter anderem den gesamten Kabinen- und Restaurantbereich neu. Außerdem wird die Maschine generalüberholt. Die gesamte Umbauzeit beträgt drei Wochen. Über das Auftragsvolumen wurde Stillschweigen vereinbart. Die "MS Oriana" wurde vor elf Jahren von der Papenburger Meyer-Werft gebaut und bietet Platz für rund 2000 Passagiere.
Quelle: Radio Bremen vom 28.11.2006
Historische Hansekogge in Bremerhaven muss saniert werden
Bremerhaven, Bremen / DE - Die historische Hansekogge im Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven (DSM) muss aufwändig saniert werden. Wie die Museumsleitung mitteilte, hat sich das Holz des Rumpfes extrem verzogen. Damit konnte die Kogge nicht so konserviert werden wie geplant. Das Schiff hatte zuvor 20 Jahre in einer Spezialflüssigkeit gelegen, um dann dauerhaft aufgestellt zu werden. Jetzt soll die Kogge ein Innenskelett aus Edelstahl bekommen, um in Form zu bleiben. Die Hansekogge war 1962 bei Baggerarbeiten in der Weser bei Bremen gefunden worden. Das Schiff ist gut 630 Jahre alt.
Quelle: Radio Bremen vom 27.11.2006
Containerfrachter kann Bremerhaven nicht anlaufen
Bremerhaven, Bremen / DE - Einer der weltgrößten Containerfrachter kann Bremerhaven nicht anlaufen und ist jetzt auf dem Weg nach Rotterdam. Die rund vierhundert Meter lange "Estelle Maersk" war gestern Nachmittag (20.11.) in der Außenweser auf Warteposition gegangen, weil es zu windig war. Der Kapitän hatte befürchtet, dass das Schiff ins Flachwasser der Weser gedrückt werden könnte. Nach Angaben der Maersk-Reederei ist der Containerfrachter extrem leicht, weil er sich mit wenig Fracht auf seiner Jungfernfahrt befindet.
Quelle: Radio Bremen vom 21.11.2006
Luxusliner "Queen Mary 2" läuft Hamburg an
Hamburg - Die "Queen Mary 2" hat am Sonntag (12.11.) Hamburg angelaufen. Am frühen Abend sollte der Luxusliner die Hansestadt erreichen. Ziel der "Königin der Meere" war die Werft Blohm + Voss. Dort soll das Antriebssystem des Schiffes bis zum nächsten Freitag repariert werden. Das Schiff ist zum vierten Mal in diesem Jahr in Hamburg. Anschließend läuft es mit Ziel Southampton aus, um wieder auf Kreuzfahrt-Tour zu gehen. Mit einer Länge von 345 Metern war die "Queen Mary 2" bei der Jungfernfahrt im Januar 2004 das größte jemals gebaute Kreuzfahrtschiff. Bei den Besuchen des Luxusliners in Hamburg säumen immer wieder Zehntausende das Elbufers.
Quelle: dpa/lno vom 12.11.2006
Germanischer Lloyd
Hamburg - Der Germanische Lloyd (GL) ist ein Schiffs-TÜV. Die Ingenieure und Besichtiger des Unternehmens sind weltweit unterwegs, betreuen und untersuchen von 174 Stationen aus die von internationalen Reedereien eingesetzten Frachter und Tanker. Dabei vergeben die Besichtiger ähnlich wie bei Autos oder Motorrädern Zertifikate, die die technische Sicherheit der Schiffe im weltweiten Verkehr bestätigen. Schwerpunkte des Einsatzes der Ingenieure bei der Überwachung von Neubauten sind Korea und China sowie die deutschen Werften. Führend ist der Germanische Lloyd vor allem bei der Betreuung und Entwicklung von Containerfrachtern. Zusammen mit der koreanischen Werft Hyundai hat der GL ein Konzept für eines der größten Containerschiffe der Welt entwickelt. Es soll 13 000 Standardcontainer tragen - etwa 3000 mehr als die bisher eingesetzten Schiffe. Die Unternehmenszentrale steht in Hamburg, wo der GL 1867 gegründet wurde.
Quelle: abendblatt.de vom 11.11.2006
Küstenschützer investieren 91 Millionen Euro in Deiche
Grüne Schutzwälle für die Herbststürme gewappnet
Niedersachsen / Schleswig-Holstein / DE - Die deutsche Nord- und Ostseeküste ist nach Ansicht von Katastrophenschützern gut für die kommende Sturmflutsaison gerüstet. Alle Küstenschutzprojekte in diesem Jahr seien rechtzeitig vor den ersten Herbststürmen abgeschlossen worden, teilten der niedersächsische Landesbetrieb für Küstenschutz in Norden sowie das schleswig-holsteinische Umweltministerium in Kiel gestern mit. Die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein investierten demnach insgesamt rund 91 Millionen Euro in den Ausbau der Hochwasserdeiche. Dabei seien auch die Folgen des vorhergesagten Klimawandels berücksichtigt worden.
Bei ihren diesjährigen Küstenschutzprogrammen richteten beide Bundesländer den Angaben zufolge ihr Augenmerk auf Deichabschnitte, die auf Grund der stärkeren Stürme in den vergangenen Jahren als besonders gefährdet galten. In Niedersachsen wurde dabei an der Emsmündung in Ostfriesland zwischen Rysum und Campen eine 3,3 Kilometer lange Lücke geschlossen, die seit der schweren Sturmflut von 1962 im Küstenschutzsystem klaffte.
Während Niedersachsen in diesem Jahr rund 45 Millionen Euro für den Küstenschutz ausgab, betrugen die Investitionen in Schleswig- Holstein rund 46 Millionen Euro. Eine der Maßnahmen waren den Angaben zufolge Sandaufspülungen vor Sylt, die eine weitere Erosion der Insel verhindern sollen.
In Niedersachsen und Schleswig-Holstein schützen Deiche mit einer Gesamtlänge von jeweils rund 1100 Kilometern die Küste. Die niedersächsischen Deiche sind nach Angaben des Landesbetriebes inzwischen so ausgelegt, dass sie auch einem von den Behörden für die nächsten 100 Jahre angenommenen Anstieg des Meeresspiegels um 25 Zentimeter standhalten. Maßstab für die Anhebung ist der Pegel auf der ostfriesischen Insel Norderney. Dort wurde in den vergangenen 100 Jahren ein Anstieg um knapp 25 Zentimeter registriert.
Quelle: DPA vom 28.10.2006
Viermastbark "Sedov" zu Gast in Cuxhaven
Cuxhaven, Niedersachsen - Die Begeisterung stand den vielen Menschen im Gesicht geschrieben, die gestern gespannt das Einlaufen der Viermastbark "Sedov" in den Cuxhavener Hafen verfolgten.
Mit viel Schwung bugsierten zwei Wulf-Schlepper das derzeit größte fahrende Segelschiff zwischen den Hafenmolen hindurch und nach einer Drehung an den Helgoländer Kai. Dort kann das Schiff Sonntag ab 10 Uhr besichtigt werden. Für den heutigen Tagestörn, ab 9 Uhr, besteht Mitsegelgelegenheit.
Oberbürgermeister Arno Stabbert empfing den Kapitän und eine Abordnung der Besatzung gestern um 16 Uhr im Schloss.
Quelle: cn-online vom 14.10.2006
Ausstellung "Fähren der Unterweser"
Brake, Niedersachsen - Am 22. Oktober 2006 wird im Schiffahrtsmuseum in Brake an der Unterweser die Fotoausstellung "Fähren der Unterweser" eröffnet. Öffnungszeiten bis Ende Dezember (Abweichungen an den Feiertagen möglich): dienstags bis samstags 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, sonntags 10 bis 17 Uhr.
Quelle: Fährmann - die Zeitschrift für Freunde der Fähren in Deutschland vom 22.09.2006
Größtes Containerschiff der Welt in Bremerhaven
Bremerhaven - Das größte Containerschiff der Welt ist erstmals nach Deutschland gekomen. Die 398 Meter lange "Emma Maersk" machte auf ihrer Jungfernfahrt am Nachmittag in Bremerhaven fest. Rund 12.000 Standardcontainer kann die "Emma Maersk" nach Angaben der Reederei laden. Schifffahrts-Experten schätzen jedoch, dass der riesige Frachter mehr als 13.000 Container transportieren kann. Das bisher längste Schiff der Maersk-Line war 367 Meter lang und für rund 10.000 Container ausgelegt. Gebaut wurde die Emma Maersk auf der konzerneigenen Werft im dänischen Odense. Zu den Baukosten macht die Maersk-Reederei keine Angaben. Auf der Werft sollen pro Jahr bis zu vier Schiffe der neuen Frachtergeneration gebaut werden.
Um Schiffe dieser Größe be- und entladen zu können, haben die Bremerhavener Umschlagbetriebe spezielle Containerbrücken gekauft. Die Verladekräne haben eine Auslegerlänge von rund 60 Metern. Um das Schiff in der Weser drehen zu können, wurde extra die Wendestelle vor dem Containerterminal weiter ausgebaggert. Die Kosten dafür liegen bei rund 20 Millionen Euro.
Obwohl die "Emma Maersk" nur mit einigen hundert Containern beladen aus dem dänischen Aarhus kommend in Bremerhaven eintraf, galten für die Premiere besondere Sicherheitsvorkehrungen. Während der Ansteuerung wurde das Fahrwasser laut WSA in Teilbereichen für entgegenkommende Schiffe gesperrt.
Im streckenweise nur 220 Meter breiten Weserfahrwasser können sich nach WSA-Angaben nur Schiffe mit einer Gesamtbreite von 65 Metern begegnen. Die "Emma Maersk" ist alleine 56 Meter breit. Die Jungfernfahrt führt die "Emma Maersk" unter anderem nach Singapur, China und Japan. Auf der Rückreise wird das Containerschiff am 8. November wieder in Bremerhaven erwartet.
Das hochautomatisierte Schiff kann nach Angaben der dänischen Reederei Maersk mit einer Besatzung von nur 13 Mann in See stechen. Das Schiff wird von einem 14-Zylinder-Dieselmotor mit einer Leistung von 110.000 PS angetrieben. Die "Emma Maersk" ist rund 30 Meter länger als die derzeit größten Containerschiffe der Welt, deren Kapazität offiziell mit 7000 Containern angegeben wird.
Quelle: Radio Bremen / dpa vom 10.09.2006
The Worlds Biggest Container Vessel
Am 12. August 2006 wurde das Schiff
nach der
im Dezember 2005 verstorbenen Ehefrau Emma
des Seniorchefs,
Mærsk MCKinney Møller,
benannt.
Die Schiffsdaten der "Emma Mærsk":
|
|
Typ |
Containerschiff ; IMO No: 9321483 |
Bauwerft |
Odense Steel Shipyard Ltd., Dänemark ; (Lindø No. 203) |
Baujahr |
08/2006 |
Länge
über Alles |
398.0 m |
Breite |
56.4 m |
Seitenhöhe |
30.2 m |
Tiefgang |
15.5 m |
Maschine |
14-Zylinder Wärtsilä Diesel,
Hersteller: Doosan Engine Co. |
Maximalleistung |
80,080kW (108,876hp) |
Geschwindigkeit |
24.50 kts |
Groß-Tonnage (GT) |
110.000 |
Tragfähigkeit |
123.200 dwt |
Container |
Teu's 11.000-13.500; offiziell 11.000 |
Besatzung |
13 |
Eigner |
A.P. Møller - Mærsk Group |
Heimathafen: |
Taarbæk, Dänemark (Taarbæk bei Kopenhagen) |
Rufzeichen: |
OYGR2 |
Tag des offenen Denkmals am 10.09.2006
Die ehemalige Druckwasserzentrale "Altes Kraftwerk" und der Druckwasser-Drehkran
sind am "Tag des offen Denkmals" von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet.
Bremerhaven - Der Förderverein "
Maritimer Denkmalschutz e.V." informiert in einer Ausstellung über die frühere Funktion des Gebäudes und die heutige Nutzung. Außerdem sind zu sehen die Pläne für den Bau der Neuen Kaiserschleuse, ein Ansteuerungsmodell der Aussenweser, sowie Videos zu maritimen Themen. Die geplante Ausstellung "
Historische Gärten und Parks" in Bremerhaven muss leider wegen des noch nicht abgeschlossenen Umzugs des Fördervereins in neue Räumlichkeiten in die Barkhausenstraße ausfallen. Der Förderverein "Rettet den Leuchtturm Roter Sand e.V. ist mit einem Info- und Verkaufsstand vertreten.
Der ebenfalls vom Förderverein gepflegte Hydraulikkran von 1899 steht ebenfalls den Besuchern offen. Der
Eintritt ist frei, Anmeldung nicht erforderlich.
Bremer Hafentage und Tag des Denkmals mit MS "SEELOTSE"
Hafenrundfahrten und Emfang des größten Containerschiff der Welt "EMMA MERSK"
Der Förderverein "
Maritimer Denkmalschutz e.V." fährt während der Bremer Hafentage noch bis zum 07.09. täglich ab 11.00 Uhr mit MS "
SEELOTSE" ab Liegeplatz Schleusenstraße: Kleine Hafenrundfahrt ca. 45 Min. oder Rundfahrt mit Schleusen.
Am 10.09. Tag des Denkmals finden ab 11.00 Uhr ab Liegeplatz Schleusenstraße Hafenrundfahrten statt.
Um ca. 14.00 Uhr fährt der ehemaliger Lotsenversetzer MS SEELOTSE zum Empfang des größten Containerschiffes der Welt der MS EMMA MERSK sofern das Schiff zur angekündigten Ankunftszeit in Bremerhaven eintrifft. Sollte das Schiff erst am Montag in Bremerhaven eintreffen, findet die Fahrt auch am Montag statt. Mindestbeteiligung bei allen Fahrten 15 Personen. Alle Fahrten beginnen und enden am Liegeplatz Schleusenstraße.
Infos unter 0471/8009950 und in der Geschäftsstelle des Fördervereins
"Maritimer Denkmalschutz e.V.", Barkhausenstraße 29 - Bartel-Haus 1. OG -,
27568 Bremerhaven, Bürozeiten Mo-Do 09:00 - 15:00 Uhr, Freitag 09:00 - 14:00
Uhr, E-Mail: info@seelotse.de
Quelle: Förderverein "Maritimer Denkmalschutz" vom 05.09.2006
Cuxhavener Ölbekämpfer starten zu Einsatz im Libanon
Cuxhaven, Niedersachsen - Zivile deutsche Experten sind aufgebrochen, um die Ölpest im Libanon zu bekämpfen. Am Morgen ist ein Vorausteam des Havariekommandos Cuxhaven von Köln/Bonn abgeflogen. Voraussichtlich in einer Woche folgen Spezialgerät und weitere Mitarbeiter des Havariekommandos und des technischen Hilfswerks. Israel hatte Mitte Juli eine Raffinerie im Libanon bombardiert. Dabei waren 15.000 Tonnen Schweröl ausgelaufen.
Quelle: Radio Bremen vom 26.08.2006
Neue Containerbrücken für Bremerhaven
Bremerhaven - Der Hafendienstleister NTB in Bremerhaven erhält heute zwei moderne Containerbrücken. Die neuen Kräne wurden in Shanghai hergestellt und werden gegen Mittag mit dem Spezialschiff "Zhenhua 5" an der Stromkaje eintreffen. Die jeweils rund 2.000 Tonnen schweren Brücken wurden für das Entladen von Containerschiffen der neuesten Generation entwickelt. Die Kosten jeder Brücke liegen umgerechnet bei rund sechs Millionen Euro. Die erste Brücke soll Mittwoch entladen werden.
Quelle: Radio Bremen vom 21.08.2006
Startschuss für neue Antarktisstation
Bremerhaven, Bremen / DE - Mit der Vergabe der Bauaufträge ist der Startschuss für die Einrichtung einer neuen Antarktisstation des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung gefallen. Zwei Bremerhavener Firmen hätten den Zuschlag für den Bau der Station Neumayer III erhalten, teilte das Institut mit.
Bis Anfang 2009 soll die neue Forschungsstation in Betrieb genommen werden und damit die seit 1991 bestehende ersetzen, die durch ständigen Schneefall immer tiefer im Eis zu versinken droht.
Eine neue, vom Institut patentierte Bauweise mit hydraulischen Stelzen soll ein dauerhaftes Bestehen der künftigen Station auf dem Eis ermöglichen. Gebaut wird die Neumayer III in Bremerhaven und anschließend in seine Einzelteile zerlegt per Frachtschiff in die Antarktis transportiert. Auf der 240 Meter dicken Eisdecke wird das 68 Meter lange und 28 Meter hohe Gebäude dann wieder zusammengesetzt.
Der rund 21 Millionen teure Neubau solle Langzeituntersuchungen deutscher Polarforscher in ihren Observatorien für Meteorologie, Luftchemie und Geophysik sichern, teilte das Institut mit. Zudem werde er als Basis für Expeditionen auf das Inlandeis dienen. Das Alfred-Wegener-Institut betreibt seit 1981 ganzjährig besetzte Forschungsstationen in der Antarktis.
Quelle: dpa vom 18.08.2006
11.000-TEU-Frachter soll Mitte September in Bremerhaven anlegen
Ausbaggern der Wendestelle verzögert sich
Bremerhaven, Bremen - Das nach Reedereiangaben derzeit größte Containerschiff der Welt nimmt erstmals Kurs auf einen deutschen Hafen. Am 18. September werde die 400 Meter lange und 56 Meter breite "Emma Maersk" auf ihrer Jungfernfahrt zu einem Kurzbesuch in Bremerhaven erwartet, bestätige heute ein Sprecher der Reederei Maersk Sealand. Nach Angaben der Hafengesellschaft Bremenports muss zuvor allerdings noch ein Engpass im Weserfahrwasser beseitigt werden. Nach einer verzögerten Genehmigung könne die 600 Meter breite Wendestelle zunächst nur provisorisch angelegt werden.
Mit einer Tragfähigkeit von 11.000 Standardcontainern (TEU) ist die "Emma Maersk" das erste Schiff dieser Größenordnung, für die in Wilhelmshaven der Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port gebaut werden soll. Vor dem Containerterminal in Bremerhaven wird es nach Angaben der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Aurich bereits eng für den Riesen: Die derzeitige Wendestelle in der Weser ist nur 50 Meter länger als das Schiff.
Ursprünglich sollte die neue Wendestelle rechtzeitig vor der Ankunft des Riesenschiffes fertig gestellt werden. Wegen der vorliegenden Einwände gegen das Bauvorhaben müsse der Planfeststellungsbeschluss aber besonders genau geprüft werden, sagte ein WSD-Sprecher. Bremenports rechnet nach eigenen Angaben Anfang der Woche mit der Genehmigung. Dann bestünde gerade noch genügend Zeit, provisorisch Platz für die "Emma Maersk" zu schaffen.
Für die Wendestelle, in der das Schiff nach dem Ablegen von der Kaje gedreht wird, müssen laut WSD rund 2,2 Millionen Kubikmeter Sand aus der Weser gebaggert werden. Gegen das Vorhaben liegen 48 Einsprüche unter anderem der Gemeinden am Westufer der Weser vor.
Die "Emma Maersk" ist rund 30 Meter länger als die derzeit größten Containerschiffe der Welt, deren Kapazität offiziell mit 7000 TEU angegeben wird. Das Schiff wird zur Zeit im dänischen Odense fertig gestellt und startet am 16. September im schwedischen Göteborg zu seiner Jungfernfahrt. Der Containerfrachter soll künftig zwischen Europa und Fernost pendeln und neben Bremerhaven auch Rotterdam anlaufen.
Quelle: dpa/sb vom 18.08.2006
Maersk hat größtes Containerschiff
Kopenhagen / Dänemark - Mit dem Containerschiff "Emma Maersk" wird die A.P. Moeller Maersk Gruppe das größte Containerschiff der Welt in Dienst stellen. Das 397 Meter lange Schiff hat nach Angaben der Reederei eine Kapazität von 11 000 Standardcontainern. Es wurde bei der Werft Odense Steel Shipyard getauft und wird Mitte September abgeliefert. Vier Tage später läuft es Bremerhaven an.
Quelle: abendblatt vom 17.08.2006
Foto: Emma Maersk in Odense , © A.P. Moeller Maersk Gruppe |
 |
Defekt am "Alex"-Motor
Bark kommt zu spät zum Windjammertreffen
La Coruña, Galicien, Spanien / Bremerhaven - Die Besatzung der Bark "Alexander von Humboldt" muss in diesen Tagen auf besonders gute Winde hoffen. Grund dafür ist ein Defekt an der Hauptmaschine.
"Es wurden Metallspäne im Ölfilter festgestellt", berichtet Christian Sedelmaier, Vorstand der Deutschen Stiftung Sail Training, die den Windjammer betreibt. Der Dieselmotor sei daraufhin abgeschaltet worden.
Das Schiff befindet sich zurzeit auf dem Weg vom südspanischen Cadiz nach La Coruna im Nordwesten der Iberischen Halbinsel. Dort sollte die "Alex" eigentlich gestern zu einem Windjammertreffen einlaufen, wegen flauer Winde wird das Schiff nun erst morgen erwartet. Techniker der Stammbestatzung wollen sich in La Coruna des Problems annehmen. Wie groß der Schaden ist, konnte Sedelmaier noch nicht sagen.
Quelle: NZ vom 08.08.2006
Polarforschungsschiff «Grönland» besucht Kiel und Lübeck
Kiel, SH - Unter dem Motto «Klimaschutz - selbst aktiv werden» erreicht das älteste deutsche Polarforschungsschiff «Grönland» bald Schleswig-Holstein. Wie der Projektträger der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne mitteilte, soll die Aktion die Besucher über effiziente Energienutzung aufklären. Am 17. August läuft die 1867 gebaute «Grönland» Lübeck an, drei Tage später geht sie in Kiel vor Anker. An Bord kann das Publikum mit Experten aus Politik und Wissenschaft über den Klimawandel diskutieren.
Quelle: dpa/lno vom 02.08.2006
Historisches Segelschiff wirbt für Klimaschutz
Bremerhaven - Das historische Forschungsschiff "SS Grönland" bricht am Abend von Bremerhaven auf, um für den Klimaschutz zu werben. Der Einmaster soll in sieben Ostsee-Häfen dafür werben, dass weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt. Organisator der Aktion ist das Umweltbundesamt.
Quelle: Radio Bremen vom 31.07.2006
Bremische Häfen verbuchen Rekordumschlag
Bremen - Die Bremischen Häfen bleiben auf Erfolgskurs. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres erzielten sie einen Rekordumschlag. Insgesamt wurden gut 31 Millionen Tonnen Waren über Bremen und Bremerhaven verladen. Das ist ein Plus von knapp 17 Prozent. Nach Angaben des Wirtschaftsressorts konnten die Bremischen Häfen damit stärker zulegen als die Konkurrenten Hamburg, Rotterdam und Antwerpen. Das Wirtschaftsressort sieht mehrere Gründe für den Rekordzuwachs: die verbesserte Wirtschaftslage und Änderungen beim Reedereikonzern Maersk. Er hat seine Liniendienste neu geordnet, was besonders den Bremischen Häfen zugute kam.
Quelle: Radio Bremen vom 27.07.2006
Bremerhavener Festwoche vom 26. bis 30. Juli 2006
Bremerhaven - Die Stadt Bremerhaven erwartet Ende des Monats zehntausende Besucher zur 32. Festwoche. Die Veranstaltung vom 26. bis 30. Juli steht unter dem Motto "50 Jahre Deutsche Marine". Die Bremerhavener Festwoche gehört zu den Top Ten-Veranstaltungen an der norddeutschen Küste, sagt Heino Tietjen von der städtischen Tourismusgesellschaft. Fünf Tage lang soll ein umfangreiches Musik- und Veranstaltungsprogramm Besucher in den Neuen Hafen locken. Die Deutsche Marine feiert an dem Wochenende ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür in der Marineoperationsschule und Open Ship auf der Fregatte "Rheinland Pfalz". Auch die dänische und die russische Marine ist mit mehreren Schiffen zu Gast. Die russische Viermastbark "Krusenstern" beendet in Bremerhaven ihre Weltumsegelung mit Berichten von der Reise. Außerdem laden Traditionssegler und Motorboote zu Tagesausflügen auf die Weser ein.
Quelle: bremen eins vom 12.07.2006
Die "Queen" kommt - der Luxusliner ist gleich zwei Mal in Hamburg
Hamburg - Gleich zwei Mal gibt sich die "Queen Mary 2" in diesem Sommer die Ehre in Hamburg. Am 16. Juli und 25. August macht der Ozeanriese am Cruise Center in der HafenCity fest. Dieses Ereignis wird auch in diesem Jahr wieder mit einem bunten Programm gefeiert, erklärten die Veranstalter des "Queen Mary 2 Day" am Dienstag in Hamburg. Das Schiff soll am 16. Juli zwischen 7.00 und 8.00 Uhr in der Hansestadt einlaufen und gegen 21.00 Uhr den Hafen wieder verlassen. Für 2007 sind zwei weitere Besuche geplant.
Quelle: lno vom 11.07.2006
Programm-Tips zum Besuch der "QM2"
Programm zum Einlaufen der "Queen Mary 2" am Sonntag, 16. Juli, in den Hamburger Hafen.
| Der Fahrplan: |
01:00 Uhr Elbe,
02:00 Uhr Cuxhaven,
03.30 Uhr Brunsbüttel,
04.30 Uhr Glücksstadt,
05.30 Uhr Stade,
06.30 Uhr Wedel-Schulau,
07:00 Uhr Hafenlotsen,
08:00 Uhr Hamburg Cruise Center. |
| Hamburg |
Im Parkhaus Bleichenhof können Besucher ihr Auto abstellen, und vom Anleger beim Restaurant "Grill&Green" aus alle 90 Minuten mit einem Barkassen-Shuttle zur "QM2" fahren. |
| 05:30 Uhr, |
die "Cap San Diego" öffnet ihre Decks, morgens bis 10 Uhr und von 18 bis 21 Uhr. Eintritt 2 Euro. Das Museumsschiff bietet auch Frühstück und Diner. |
| 07:00 Uhr, |
der Turm von St. Michaelis öffnet seine Aussichtsplattform |
| 07:00 Uhr, |
die NDR-Bühne startet ihr Programm am Großen Grasbrook (Kreuzfahrtterminal), der Eintritt ist frei. |
| 10:00 Uhr |
von 10 Uhr an spielen Bands. Zuerst "Käpten Alex und die Hamburger Jungs" mit maritimem Rock, dann die Oldie-Band "Memphis". Von 15 Uhr an spielt die Party-Band "Wayne Morris", von 17 Uhr an Hamburger Musiker wie Anna, Michy Reincke, Regy Clasen, Mariha und "Der Fall Böse". |
| ab 20:00 Uhr, |
auch nach dem Auslaufen, soll an der NDR-Bühne mit Moderator Dirk Böge weitergefeiert werden. |
Quelle: abendblatt vom 15.07.2006
Neuer Rekord für Atlantik-Überquerung im Segelboot
Cornwall, South West England - Franzosen segelten in vier Tagen und achteinhalb Stunden von New York nach Südwestengland.
Französische Segler haben den Atlantik in vier Tagen und achteinhalb Stunden überquert und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Der Skipper Bruno Peyron und sein Team waren um gut neun Stunden schneller als der prominente Abenteurer Steven Fossett, der den bisherigen Rekord im Oktober 2001 aufgestellt hatte. Peyron traf am Donnerstag ( 6.7.) mit seinem Katamaran "Orange II" in The Lizard an der Südwestküste Englands ein, genau vier Tage, acht Stunden, 23 Minuten und 54 Sekunden nach seinem Start in New York.
Beschädigtes Ruder
Peyron sagte der Nachrichtenagentur AP in einem Telefoninterview, er hätte noch um bis zu acht Stunden schneller sein können, wenn nicht in der Nacht zum Dienstag eines der Steuerruder beschädigt worden wäre. Aus Angst, dass der Katamaran kentern könnte, reduzierte Peyron nach dieser Panne die Geschwindigkeit um 30 Knoten.
Quelle: AP vom 07.07.2006
Info: "The Lizard" ist eine im Südwesten von Großbritannien liegende Halbinsel. Sie liegt im District Kerrier in der Grafschaft Cornwall. Auf der Halbinsel liegt der Lizard Point, der südlichste Punkt Großbritanniens.
Neuer Großauftrag für Bremerhavener Lloyd-Werft
Bremerhaven - Die Bremerhavener Lloyd-Werft hat einen Großauftrag erhalten. Die schwedische Stena-Line lässt bei dem Unternehmen zwei Fähren verlängern. Nach dem Umbau werden die beiden Schiffe die größten Fracht- und Passagierfähren der Welt sein. Jeweils 240 Meter werden die beiden Schiffe nach dem Ausbau lang sein. Die "Stena Britannica" wird um 50 Meter verlängert. Die "Stena Hollandica" um 30 Meter. Dafür wird der Schiffs-Rumpf im Dock in der Mitte durchgeschnitten und auseinander gezogen. Eine vorgefertigte Sektion wird dann mit dem Schwimmkran eingesetzt. Das erste Schiff soll Anfang Januar bei der Bremerhavener Lloyd-Werft eintreffen und in nur anderthalb Monaten komplett verlängert und modernisiert werden. Nach Angaben der Stena-Line wird auch das gesamte Innenleben der beiden Fähren ausgetauscht. Unter anderem sind neue Bars, Restaurants und Kabinen geplant. Nach dem Umbau können pro Schiff 900 Passagiere befördert werden. Bei voller Auslastung der Fähre ergeben die geladenen Autos und LKW eine Reihe von mehr als vier Kilometern Länge.
Quelle: Bremen Eins vom 03.07.2006
Senator Kastendiek "tauft" Museumshaven
Bremen - Vegesack - Jörg Kastendiek, Senator für Wirtschaft und Häfen, benennt am Sonnabendvormittag gegen 10.30 Uhr den Vegesacker Hafen in "Museumshaven Bremen-Vegesack" um. Dabei wird er auch eine Tafel mit dem neuen Namen enthüllen. Nach den Grußworten des Senators und von Horst Benkenstein, Vorsitzender des Schiffervereins Vegesacker Hafen, wird Gerd Büker im Alten Speicher zur Zukunft der Traditionsschifffahrt sprechen. Der Flensburger ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Museumshäfen.
Quelle: Bremer Nachrichten vom 28.06.2006
Container-Terminal "CT4" wird schneller fertig
Bremerhaven - Der Container-Terminal 4 wird wahrscheinlich schneller fertig, als ursprünglich geplant. Dies teilt die Wirtschaftsbehörde mit. Demnach wird die Übergabe des letzten Liegeplatzes von Januar 2009 auf April 2008 vorgezogen. Als Gründe werden die reibungslose Zusammenarbeit der beteiligten Firmen, die günstigen Witterungsverhältnisse und der weitgehend störungsfreie Baubetrieb angegeben. Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek (CDU) spricht von einer "hervorragenden Nachricht für den Hafen, die regionale Logistikwirtschaft und unsere Kunden im In- und Ausland". Die frühere Inbetriebnahme komme auch der Refinanzierung des Projektes zugute. Den Angaben zufolge arbeitet der Containerhafen zurzeit an der Kapazitätsgrenze, die Wachstumsraten würden auch 2006 im zweistelligen Bereich liegen. Bisher stehen an der 3200 Meter langen Stromkaje in Bremerhaven zehn Liegeplätze für Containerschiffe zur Verfügung. Der erste Liegeplatz des neuen CT 4 soll am 20. Oktober dieses Jahres in Dienst gestellt werden.
Quelle: Bremer Nachrichten vom 28.06.2006
Sonnenschein zur Windjammerparade
Kiel / Schleswig-Holstein - Majestätisch gleiten mehr als 100 Groß- und Traditionssegler bei strahlendem Sonnenschein über die Kieler Förde. Zehntausende «Seh-Leute» waren am Samstag gekommen, um von den Ufern der Kieler Förde aus den maritimen Höhepunkt der Kieler Woche zu erleben: die traditionelle Windjammerparade.
Pünktlich um 11.00 Uhr ertönte das Signal zum Start des bunten Schiffsreigens. Das Segelschulschiff der deutschen Marine, die «Gorch Fock», setzte sich bei Ostwind stolz und unter Segeln an die Spitze, dahinter folgten Gaffel- und Toppsegelschoner, Barken, Brigantinen, Briggs und Vollschiffe aus vielen Nationen in Paradeformation. Unzählige kleine Yachten und Boote begleiteten sie, wollten den «Majestäten der Weltmeere» ganz nah sein.
Zu den Stars des Konvois gehörten neben der Bark «Gorch Fock» Führungsschiffe wie der 1909 gebaute Dreimaster «Großherzogin Elisabeth», der Dreimast-Toppsegelschoner «Thor Heyerdahl» und der russische Viermaster «Sedov» mit seinem neuen schwarzen Anstrich. Den Abschluss bildete der Dampfeisbrecher «Stettin». Außer Deutschland waren die Niederlande wieder besonders stark vertreten.
Mit an Bord der 89 Meter langen und 12 Meter breiten «Gorch Fock» waren rund 100 Gäste, darunter Kiels Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz und Landtagspräsident Martin Kayenburg (beide CDU). «Fantastisch, ein schönes Bild», sagte Kayenburg begeistert. «Nur ein bisschen mehr Wind wäre schön gewesen.» Die Windverhältnisse seien nicht günstig, meinte auch der erste Offizier der «Gorch Fock», Ivo Schneider. «Windstärke 2 bis 3», schätzte er, während das Schiff mit den weißen Segeln am Strand von Laboe vorbeifuhr.
Gegen 12.30 Uhr kehrte die «Gorch Fock» wieder in Richtung Innenförde um, die Paradeformation löste sich auf. Ein Teil der Schiffe fuhr mit seinen Gästen weiter, andere steuerten für die restlichen eineinhalb Tage zurück zur Kieler Woche. Für die «Gorch Fock» war die Rückfahrt weit schwerer als die Tour hinaus, schließlich musste Fregattenkapitän Norbert Schatz die Bark sicher durch ein Gewirr von hunderten Schiffen und Booten bringen. Gut gelaunt winkten die vielen Menschen auf den Schiffen einander zu. Schließlich lief die «Gorch Fock» wieder sicher in ihren Heimathafen ein..
Quelle. dpa vom 24.06.2006
Großauftrag für Lloyd-Werft
Bremerhaven - Die Bremerhavener Lloyd Werft baut für insgesamt rund 100 Millionen Euro zwei Spezialschiffe.Die beiden so genannten Dockschiffe sollen im Januar und im Juli 2008 abgeliefert werden, teilte das Unternehmen gestern mit. Die beiden Fahrzeuge können tonnenschwere Fracht, wie beispielsweise komplette Binnenschiffe, schwimmend aufnehmen und transportieren. Die Schiffe sind jeweils 160 Meter lang. Auftraggeber für die beiden Spezialfahrzeuge ist die deutsch-dänische Reederei K/S Combi Lift.
Pressemeldung vom 23.06.2006
Windjammerparade startet am Sonnabend mit mehr als 100 Seglern
Vorneweg segelt die "Gorch Fock"
Kiel / Schleswig-Holstein - Endloser Mastenwald am Fördeufer: Mit der traditionellen Windjammerparade erlebt die Kieler Woche an diesem Sonnabend ihren maritimen Höhepunkt. Zehntausende Besucher werden nach Schätzung der Stadt Kiel das spektakuläre Defilee der mehr als 100 Groß- und Traditionssegler beobachten. Die Parade soll etwa zwei Stunden dauern. Begleitet werden die "Majestäten der Weltmeere" von unzähligen kleinen Yachten und Booten. Die Kieler Woche endet am Sonntag schließlich mit einem großen nächtlichen Abschlussfeuerwerk.
Quelle: kn vom 22.06.2006
"Alexander von Humboldt" soll bis 2013 eine Nachfolgerin erhalten
Neues Schiff mit grünen Segeln
Bremerhaven - Die Bark "Alexander von Humboldt" soll bis 2013 durch einen Neubau ersetzt werden. Als Grund für die geplante Ausmusterung ihres Schiffes gibt die Deutsche Stiftung Sail Training (DSST) die steigenden Unterhaltungskosten des 100 Jahre alten Seglers an.
Nach den Sommerferien will eine Projektgruppe mit der Detailplanung des Neubaus beginnen. Größtes Hindernis dürfte dabei die Finanzierung sein: Die DSST rechnet mit Kosten in Höhe von 10 Millionen Euro.
"Unsere drei Stifter sind nicht in der Lage, ein neues Schiff allein zu finanzieren", räumt DSST-Aufsichtsratschef und Projektleiter Willi Schäfer ein. Deshalb will sich die Stiftung jetzt mit dem Förderverein Passatwind-Sailing (FPWS) in Rostock zusammentun. Die Ostdeutschen haben fertige Pläne für eine Bark in der Schublade liegen. „Wir halten es nicht für sinnvoll, an einem Parallelprojekt zu arbeiten", sagt Schäfer. "Deshalb bieten wir dem Förderverein eine gleichberechtigte Partnerschaft an."
In Rostock wurde das Angebot positiv aufgenommen. "Wir haben uns im Vorstand darüber lange unterhalten und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es sinnvoll ist, die Ressourcen zusammenzuführen", sagt Reimer Peters von Passatwind-Sailing. Die Entscheidung über eine Zusammenarbeit mit der DSST soll in Kürze eine Mitgliederversammlung treffen.
Die Pläne der Rostocker, die zusammen mit den Aker-Werften in Wismar und Warnemünde entwickelt wurden, sehen den Bau einer knapp 63 Meter langen Bark mit 1286 Quadratmetern Segelfläche vor (die "Alex" verfügt über 1010 Quadratmeter). Ob sie für das Gemeinschaftsprojekt allerdings 1:1 umgesetzt werden, ist unwahrscheinlich. "Wir können vieles von den Plänen nutzen, werden aber auch unsere eigenen Erfahrungen mit der "Alex" einbringen", versichert DSST-Aufsichtsrat Schäfer.
Auch Name, Farbe und Heimathafen des neuen Schiffes stehen noch nicht fest. "Wer die Musik bezahlt bestimmt, was gespielt wird", sagt Schäfer lediglich. Vier Millionen Euro will die DSST selbst aufbringen. Das Geld sollen die drei Stifter - die Sail Training Association Germany (STAG), die Brauerei Inbev ("Beck's") und die Autospedition E. H. Harms - sowie Einzelspender, Sponsoren und möglicherweise neue Stifter zur Verfügung stellen.
Beck's bleibt an Bord
"Wir sind zuversichtlich, dass auch nach 2013 ein Schiff mit grünen Segeln über die Weltmeere fährt", sagt Inbev-Sprecher Jörg Schillinger. Das Tuch will die Brauerei wie schon bei der "Alex" zur Verfügung stellen - und sich damit einen zugkräftigen Werbeträger erhalten.
Bis Januar 2008 will die DSST ihre vier Millionen Euro Eigenanteil zusammenkratzen. Die restlichen sechs Millionen müssen über Kredite finanziert werden. Der flaschengrüne Traum vom "Sail away" beginnt mit Sparsamkeit und dem Gang zur Bank.
Quelle: NZ vom 15.06.2006
Segeln auf der "Wilhelmine von Stade"
Stade / Niedersachsen - Ein- oder mehrtägige Segeltörns mit dem 100 Jahre alten Frachtsegler "Wilhelmine von Stade" bietet die Stade Tourismus GmbH neu ab diesem Sommer an. Die Crew stellt der "Gemeinnützige Verein zur Pflege alter Seemannschaft". Ziele der Fahrten sind die kleinen Häfen an der Unterelbe, aber auch die Ostsee oder die Schlei. Gruppen mit bis zu neun Gästen können das Schiff für 500 Euro pro Tag chartern. Einzelpersonen können bei Kurzfahrten (vier bis fünf Stunden, 30 Euro) und Tagesfahrten (60 Euro) mitsegeln. Der nächste Termin für eine Tagesreise ist am Sonntag, 2. Juli, um 8 Uhr. Information und Anmeldung bei der Tourist-Info am Hafen, Hansestraße 16, Telefon 04141/40 91 70.
Quelle: abendblatt vom 15.06.2006
Historisches Schiff in Bremerhaven - Über 700 Jahre alter Segler zu Besuch
Bremerhaven-Mitte - Noch älter als die Hansekogge im deutschen Schiffahrtsmuseum ist der Nachbau eines Segelschiffs, das in der Nacht zu heute in den Neuen Hafen eingelaufen ist: Die "Cilicia" aus Armenien. Das Original war als Handelsschiff im 13. Jahrhundert unterwegs. Schiff und Besatzung bleiben bis Freitag. Nach einem Flaggenappell heute um 13 Uhr am Lloydplatz kann das Schiff besichtigt werden. Der historiche Segler segelt Freitag weiter nach St. Petersburg.
Quelle: NZ vom 14.06.2006
Forschungsyacht "Aldebaran" bekam neuen Mast
Hamburg - Amtshilfe für den kleineren Nachbarn: Mit Hilfe des noch immer funktionstüchtigen Ladegeschirrs der "Cap San Diego" ist gestern an der Überseebrücke der neue und 15 Meter lange Mast der Forschungsyacht "Aldebaran" gesetzt worden. Sowohl der Museumsfrachter als auch die gelbe Yacht, eine Ovni 43, haben dort ihren Liegeplatz. Im Herbst 2005 war der Mast der "Aldebaran" bei einem Sturm in der Biskaya zu Bruch gegangen, als ein Vorstag gebrochen war. Derzeit wird das Schiff für neue Expeditionen wieder fit gemacht. Im Juli soll es zu einem Forschungsvorhaben über Großalgen nach Helgoland segeln. Initiatoren sind die Uni Hamburg und das Hamburger Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften sowie das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Die "Aldebaran" wird von einem Verein getragen und ist zugleich eine TV-Produktionsfirma, die über Meeresthemen berichtet. Mit einem Tiefgang von nur 80 Zentimetern kann sie auch sehr flache Gewässer anlaufen.
Quelle: abendblatt vom 14.06.2006
Die "Alexander von Humboldt" kehrt pünktlich zum 100. Geburstag zurück
Bremerhaven - Pünktlich zum 100. Geburtstag kehrt der Traditionssegler "Alexander von Humboldt" am 11. Juni 2006 von einem neunmonatigen Südamerikatörn nach Bremerhaven zurück, um dort den Ehrentag zu feiern.
Am 11. Juni 2006 wird die "Alex" gegen 11:30 Uhr am Liegeplatz Neuer Hafen-Westseite eintreffen und im Anschluss von Bremerhavens Oberbürgermeister Jörg Schulz willkommen geheißen. Dies ist der Auftakt für ein buntes Geburtstags-Unterhaltungsprogramm, in dessen Mittelpunkt die Dreimastbark allen Interessierten von 14:30 Uhr - 17:30 Uhr "Open ship" zur Besichtigung offen steht. Für die musikalische Umrahmung sorgen Shanty-Chöre und zahlreiche Musikgruppen. Darüber hinaus können am Kai rund um die "Alex" hundertjährige Oldtimer-Fahrzeuge bewundert werden. Bis Mittwoch können Besucher jeden Nachmittag beim "Open-Ship" den Traditionssegler erkunden.
Bis zum 25. Juni läuft dann täglich von 10 bis 18 Uhr im Bahnwaggon an der Hafeninsel eine Ausstellung des Fotografen "Maurizio Gambarini", der die "Alex" auf ihrer Weltreise begleitet hat.
Ihr 100 jähriges Jubiläum nahm die "Alex" zum Anlass, um sich im September letzten Jahres auf ihren großen Südamerikatörn zu begeben.Dabei folgte sie den Spuren ihres berühmten Namenspatrons, des Naturforschers Alexander von Humboldt. Die über 20.000 Seemeilen lange Reise führte das Schiff von Bremerhaven über die atlantischen Inseln, die Kanaren und Kapverden entlang der südamerikanischen Küste, wo es schließlich Kap Hoorn umrundete.
Am 26. Juni läuft die "Alexander von Humboldt" wieder in Richtung Frankreich aus.
Pressemitteilung vom 09.06.2006
Lloyd-Werft legt Schiffsneubau auf Kiel
Bremerhaven - Die Lloyd-Werft hat heute zum ersten Mal seit 47 Jahren den Neubau für ein Schiff auf Kiel gelegt. Dabei handelt es sich um ein Arbeitsschiff für die Hafengesellschaft BremenPorts, das künftig die bremischen Häfen vom Schlick befreien soll. Dafür rüstet die Werft das Schiff mit einem Hochdruckspülgerät aus, das in Wassertiefen bis zu 21 Metern arbeiten kann. Das neue Schiff kostet etwa viereinhalb Millionen Euro und ist voraussichtlich Anfang nächsten Jahres fertig.
Quelle: Radio Bremen vom 09.06.2006
Cuxhavener Werft baut zwei der weltweit stärksten Schlepper
Cuxhaven / Niedersachsen - Die Mützelfeldt-Werft in Cuxhaven baut für die Hamburger Reederei Harms Bergung zwei der weltweit stärksten Schlepper. Die beiden Schiffe haben jeweils eine Zugkraft von 280 Tonnen und kosten jeweils rund 30 Millionen Euro. Bisher gibt es weltweit nur eine handvoll Schlepper mit dieser Zugkraft. Harms Bergung steigt mit den neuen Schiffen in die Weltliga der Schlepp- und Bergungsreedereien auf. Zumal das Unternehmen noch vier weitere Schlepper über 200 Tonnen Zugkraft bauen lässt, und das ebenfalls in Cuxhaven. Die Schiffe sollen auf allen Weltmeeren eingesetzt werden. Vor allem in der Öl und Gasförderung. Dort sind neuartige Bohr- und Transportschiffe im Einsatz, die diese Rohstoffe aus großen Tiefen der Ozeane zutage fördern. Und deren Ankersysteme fordern stärkere Schleppkraft, so ein Sprecher von Harms Bergung.
Quelle: Radio Bremen vom 03.06.2006
Neues Ölunfall-Schiff sichert Wesermündung und Nordseeküste
Bremerhaven - Ein neues Ölunfall-Schiff soll künftig die Küste in Höhe der Wesermündung vor Schadstoffen schützen. Das Havariekommando des Bundes und der Küstenländer hat das 66 Meter lange Spezialschiff "Luneplate" am Freitag in Dienst genommen. Das in Bremerhaven stationierte Schiff kann unter anderem mit zwei Saugarmen sowie einer Bugklappe Öl von der Wasseroberfläche aufnehmen. Die "Luneplate" ersetzt das bisherige Ölbekämpfungsschiff "Mposs", das aus Bremerhaven nach Hamburg verlegt wurde.
Quelle: lno vom 02.06.2006
140 Yachten starten bei der Aalregatta 2006
Eckernförde / Schleswig-Holstein - Das Konzept der neuen Aalregatta 2006 geht auf. Die Abkoppelung vom Auftakt der Kieler Woche hat nicht zu einem Einbruch bei den Meldungen geführt. Der Eckernförder Segelclub (SCE) erwartet kommendes Wochenende 140 Yachten im Hafen. Begleitet wird die Flotte von einem unterhaltsamen Landprogramm. "Die Resonanz ist positiv, das wird eine tolle Veranstaltung für Eckernförde", sagte der SCE-Vorsitzende Ralf Dethlefs am Dienstagabend bei der Vorbesprechung zur Aalregatta. Mit 140 Yachten werden nur rund 40 Schiffe weniger als in den Vorjahren den Eckernförder Hafen ansteuern. Für das neue Format zum Kieler-Woche-Beginn, dem Welcome Race nach Laboe, liegen zurzeit deutlich weniger Meldungen vor.
Um 10 Uhr starten die Yachten am Sonnabend, 3. Juni, in Kiel der Größe nach in vier bis fünf Gruppen. Je nach Windlage werden die ersten Boote am frühen Nachmittag ab 15 Uhr in Eckernförde ankommen. Eine Musikband empfängt sie vor dem Hafen musikalisch auf See. Und für die eintreffenden Crews gibt's den traditionellen Räucheraal.
An der Schiffbrücke können die Besucher nicht nur die Anlegemanöver beobachten. Hier locken auch Live-Musik, Kinderprogramm und ein Hafenmarkt mit 45 Ständen zum Bummeln. Die Segler dürfen sich erstmals auf ein Büfett im Regattazelt freuen. Abends spielen die Magic-Big-Band auf der Hafenbühne und die Oldie-Band "Stop & Go" bei Yachtsport Eckernförde. Die Musto-Party an der Holzbrücke mit Rock und Caipi-Bar geht ins zehnte Jahr und besitzt bei Seglern und Gästen Kult-Charakter.
Am Sonntag, 4. Juni, starten die Yachten (bei Westwind mit Spinnaker) erstmals nicht zurück nach Kiel, sondern segeln zwei kürzere Wettfahrten auf der Eckernförder Bucht. Nachmittags, ab 16 Uhr, werden sie im Hafen zurückerwartet. Auch an diesem Tag ist Landprogramm mit Hafenständen, Live-Musik und Kindervergnügen. Den krönenden Abschluss bildet am Abend um 23 Uhr ein Feuerwerk.
Regattabegleitfahrten auf Traditionsseglern sind möglich auf der "Ethel von Brixham" (Sa 9-15 Uhr ab Kiel, So 9-16 Uhr) und auf der "Jachara" (So 9.30-13 Uhr, 13.30-17 Uhr). Anmeldungen beim SCE-Büro, Tel. 04351/81143. Weitere Infos zur Aalregatta unter www.aalregatta.de.
Quelle: KN vom 01.06.2006
Motorenwerke Bremerhaven bekommen Millionenauftrag
Bremerhaven - Die Motorenwerke Bremerhaven, MWB, haben einen Großauftrag bekommen. Sie soll für eine Hamburger Reederei vier Mehrzweckfrachter verlängern. Die Verlängerungsabschnitte werden in Bremen gebaut auf dem Gelände der ehemaligen Vulkan-Werft und anschließend mit einem Schwimmkran nach Bremerhaven gebracht. Nach MWB-Angaben ist der Auftrag einen zweistelligen Millionenbetrag wert.
Quelle: Radio Bremen vom 31.05.2006
Neue "Van Carrier" für Containerterminal Bremerhaven
Bremerhaven - Am Eurogate Containerterminal in Bremerhaven werden in diesen Wochen insgesamt 14 neue Portalhubwagen, sogenannte "Van Carrier", ausgeliefert. Sie sind in der Lage, vier Container übereinander zu stapeln. Eingesetzt werden sie zur Erweiterung des Fuhrparks. Denn Ende Oktober geht der erste neue Liegeplatz des Containerterminals IV in Betrieb. Die Fahrer der Hubwagen werden für die neuen Geräte in etwa sechs Wochen dauernden Lehrgängen geschult. Der Containerterminal Bremerhaven ist mit einem jährlichen Umschlag von 3,7 Millionen Standardcontainern die größte Anlage der Eurogate Gruppe. Bis 2007 soll die Kaje auf insgesamt 5000 Meter verlängert werden.
Quelle: Hamburger Abendblatt vom 31.05.2006
Stärkere Notschlepper für Nord- und Ostsee
Berlin - Auf Nord- und Ostsee sollen stärkere Notschlepper als die bislang von der Bundesregierung geplanten stationiert werden. Darauf haben sich die Verkehrspolitiker von CDU und SPD verständigt, teilte die Stader SPD-Bundestagsabgeordnete Margrit Wetzel am Dienstag mit. Demnach soll auf der Nordsee ein Schlepper mit 200 Tonnen Zugkraft und auf der Ostsee ein Fahrzeug mit 100 Tonnen Zugkraft eingesetzt werden. Das Bundesverkehrsministerium hatte bislang vorgesehen, deutlich schwächere Schleppschiffe zu chartern.
Die beiden neuen Schleppschiffe sollen nach Angaben von Wetzel in der Lage sein, auch die größten Containerschiffe und Öltanker im Fall einer Havarie ziehen zu können. Beide Schlepper sollen mit einer Spezialanlage zum Schutz gegen austretendes Gas ausgerüstet werden. Für die Nordsee ist ein 19,5 Knoten (etwa 16 Kilometer pro Stunde) und für die Ostsee ein 16,5 Knoten (etwa 12 km/h) schnelles Schiff vorgesehen.
Mit der Einigung der Verkehrspolitiker aus den Regierungsfraktionen endet ein jahrelanger politischer Streit um das so genannte Notschleppkonzept für deutsche Gewässer. Bereits nach der so genannten Pallas-Katastrophe im Herbst 1998 vor Amrum hatte der Bund angekündigt, den Bau besonderer Schleppschiffe auszuschreiben.
Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes favorisierte bislang kleinere Schlepper mit 160 Tonnen und 80 Tonnen Pfahlzug. Die Schiffe sollten von Privatreedereien gebaut und vom Bund gechartert werden. Für den Haupteinsatz wollte die Behörde des Bundesverkehrsministeriums ihre eigenen Mehrzweckschiffe einsetzen. Gegen dieses Konzept hatten Umweltverbände und Küstenorganisationen wie die Schutzgemeinschaft Deutscher Nordseeküste mehrfach protestiert.
Die jetzige Entscheidung der Verkehrspolitiker soll voraussichtlich während der Sitzung des Bundestags- Verkehrsausschusses am 28. Juni in einen formellen Beschluss umgesetzt werden. Eine Ausschreibung für den Bau der beiden Schlepper kann nach Expertenansicht dann noch im Juli erfolgen.
Quelle: maritime trade press vom 31.05.2006
"Alexander von Humboldt" kehrt von seiner historischen Reise zurück
Bremerhaven - Der Windjammer "Alexander von Humboldt" kehrt von seiner historischen Reise zurück und wird am 11. Juni in Bremerhaven einlaufen. Zahlreiche Yachten und Traditionsschiffe werden auf der Weser der Bark entgegensegeln.
Seit ihrer Abfahrt am 25. September 2005 legte sie 27 500 Seemeilen zurück. 15 verschiedene Besatzungen, insgesamt 852 Segler haben 34 Häfen besucht und zweimal Kap Hoorn umrundet.
Das jetzige Segelschulschiff feiert gleichzeitig den 100. Jahrestag seines Stapellaufes und ist das Flaggschiff der Deutschen Stiftung Sailtraining (DSST). Am 14. Juni wird der Aufsichtsrat der DSST über die Entwicklung eines Nachfolgeschiffes berichten. Das Schiff wurde 1905/6 in Bremen bei der Weserwerft als Feuerschiff gebaut. 80 Jahre hatte es bei Sturm den Schiffen den Weg gewiesen.
Pressemeldung vom 27.05.2006
Amerikaner fängt 580 Kilogramm schweren Hai
Boca Grande, Florida / USA - Ein amerikanischer Fischer hat einen besonders großen Hai gefangen. Es handelte sich um einen 4,35 Meter langen und fast 580 Kilogramm schweren Hammerhai, der kurz zuvor einen mehr als elf Kilogramm schweren Stachelrochen verspeist hatte.
Gemeinsam mit drei Freunden brauchte der Fischer Bucky Dennis vor der Küste Floridas (Golf von Mexico) fünf Stunden, um den Hai an Bord seines Schiffes zu ziehen. Das Boot wurde dabei fast 20 Kilometer aufs offene Meer hinausgezogen. "Es macht Spaß, sie zu angeln", sagte Dennis. "Aber wenn man zu nahe kommt, dann beißen sie. Und wo sie reinbeißen, das beißen sie ab."
Der Fang ist rund 135 Kilogramm schwerer als der schwerste Hammerhai, der davor jemals geangelt wurde.
Quelle: N24 vom 26.05.2006
Mehr als 100 Segel-Oldtimer bei Flensburger Rum-Regatta
Flensburg - Mehr als 100 Oldtimerschiffe werden an diesem Sonnabend zur 27. Flensburger Rum-Regatta erwartet. Der traditionelle Gaffelmarkt, ein dreitägiges buntes Festprogramm am Innenhafen, begleitet das Fest von Freitag an bis einschließlich Sonntag. Die Regatta gilt als größtes Treffen alter Gaffelsegler und von Nachbauten historischer Handels-Segelschiffe in Nordeuropa. Das maritime Fest erinnert an die Blütezeit des Flensburger Rumhandels vom 17. bis 19. Jahrhundert unter dänischer Flagge.
Quelle: KN vom 24.05.2006
Bremerhavener Forscher sollen neuen Super-Eisbrecher bekommen
Bremerhaven - Das Alfred Wegener-Institut in Bremerhaven wird wohl einen zweiten
Forschungseisbrecher bekommen. Dafür hat sich der Deutsche Wissenschaftsrat ausgesprochen. Das Schiff erhält den Namen "
Aurora Borealis" und wird rund 350 Millionen Euro kosten. Es ist vor allem für den Einsatz in der Arktis vorgesehen und kann als erstes Schiff seiner Art auch im Winter im zentralen Nordpolarmeer arbeiten. Ermöglicht wird dies durch eine neuartige Bohranlage, die bis in eine Tiefe von 4000 Metern auch unter extremsten Wetterbedingungen Erd,- und Gesteinsproben bergen kann. Von den Forschungsergebnissen erhoffen sich die Wissenschaftler wesentliche Erkenntnisse über den Klimawandel über Millionen von Jahren.
Quelle: Radio Bremen vom 22.05.2006
"Aurora Borealis" modernstes und innovativstes Forschungsschiff
Das auffälligste Merkmal von "Aurora Borealis" ist der Bohrturm. Der Bohrapparat wird dabei mittschiffs durch eine Moonpool genannte Öffnung im Rumpf des Schiffes abgelassen. Ein Hiev-Kompensations-System sorgt für Stabilität während der Bergung der Bohrkerne. Durch "slow-motion ice-breaking" genanntes seitliches Eisbrechen kann sie in eisbedecktem Wasser präzise ihre Position halten. Während der Fahrt durchbricht Aurora Borealis mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 3 Knoten eine geschlossene Meereisdecke von bis zu zweieinhalb Metern Dicke frontal.
Zu den Hauptaufgaben des neuen Schiffes zählen neben der Entnahme von Sedimentkernen auch biologische und ozeanographische Untersuchungen insbesondere auch unter Winterbedingungen. Ein zweiter Moonpool ermöglicht den Einsatz von autonomen und ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugen.
|
| |
Technische Daten
- Länge zw. den Loten: 178 m
- Breite (Hauptdeck): 40 m
- Tiefgang: 10,2 m
- Seitenhöhe bis Hauptdeck: 20,5 m
- Höchstgeschwindigkeit: 15 kn
- Fahrtgeschwindigkeit: 12 kn
- Max. Expeditionsdauer: 60 Tage
- Personal (Crew/Wissenschaft): 120
- Maschinenleistung: 50 MW
- Ladekapazität: 100 Container |
 |
Quelle: AWI Bremerhaven vom 22.05.2006
Nach Helgoland - Gut drei Stunden auf See -
Bremerhaven - Der Seebäderdampfer MS «Atlantis» startet am Montag ab Bremerhaven seine Helgoland-Saison. Bis 30. September nimmt das 76 Meter lange Schiff von der Seebäderkaje aus Kurs auf Deutschlands einzige Hochseeinsel, wie die Bremerhaven Touristik am Donnerstag mitteilte. Die MS «Atlantis» bietet Platz für bis zu 1000 Passagiere und legt täglich um 9.15 Uhr ab. Gut drei Stunden dauert die 115 Kilometer lange Fahrt von der Weser bis nach Helgoland. Um 16.30 Uhr beginnt die Rückreise nach Bremerhaven, wo das Schiff gegen 19.00 Uhr eintrifft.
Quelle: ddp vom 27.04.2006
Demonstration für die "Khersones"
Kerch / Ukraine - Im ukrainischen Hafen Kerch haben gestern rund 1000 Kadetten für eine Fortsetzung der Ausbildung auf dem Segelschulschiff "Khersones" demonstriert. Das Schiff wird, wie berichtet, vom Agrarministerium des Landes in seinem Heimathafen festgehalten. Eine Begründung für das Auslaufverbot hat das Ministerium bisher nicht geliefert. Auch das Hamburger Unternehmen Inmaris, das Mitreisegelegenheiten auf der "Khersones" anbietet, hat trotz diplomatischer Bemühungen bisher keine Erklärung erhalten.
Quelle: abendblatt vom 27.04.2006
Mit der Kieler Kogge durch den Nord-Ostsee-Kanal
Kiel / Schleswig-Holstein - Die Kieler Hansekogge startet am 2. Mai in die neue Saison – mit ungewöhnlichem Kurs. Denn sie verlässt ihr angestammtes Heimatrevier und macht sich auf den eher seltenen Weg in Richtung Nordsee, um am Hafengeburtstag in Hamburg (5. bis 7. Mai) und dem mittelalterlichen "Havenfest" in Bremerhaven (12. bis 14. Mai) teilzunehmen.
Besonderer Höhepunkt dieser Reise dürfte die Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal sein, wenn ein Handelsschiff aus dem Mittelalter Technologiegiganten von heute begegnet. Interessenten können als Passagier die Kieler Hansekogge auf ihrem gesamten Törn oder auf Teilstrecken begleiten. Für die beiden Kanalpassagen (Kiel - Rendsburg am 2. Mai, Rendsburg - Brunsbüttel am 3. Mai) besteht die Möglichkeit eines Bustransfers zurück zum jeweiligen Ausgangsort. In Hamburg werden Gästefahrten angeboten. Besonders das Feuerwerk am Sonnabend sowie die Auslaufparade am Sonntag zählen zu den Höhepunkten des Hafengeburtstages. In Bremerhaven besteht die Möglichkeit, bei einem deftigen Imbiss das mittelalterliche Treiben vom Kastell der Hansekogge zu beobachten. Information: Förderverein Historische Hansekogge Kiel, Hans-Georg Billmann, c/o IHK zu Kiel, Tel. (0431) 5194-276, Tel. (0431) 5194-576, E-Mail-Adresse: billmann@kiel.ihk.de. oder www.hansekogge.de.
Quelle: kn-online vom 24.04.2006
Info: Havenfest - Von der mittelalterlichen bis zur modernen Schifffahrt
Bremerhaven / Neuer Hafen - Seit die Kajen saniert sind, die Schleuse Neuer Hafen ihre Funktion aufgenommen hat, die Marina ihre Stege ausgebaut hat und das Deutsche Auswandererhaus ihre Tore geöffnet haben, lockt es tausende Besucher und Bewunderer zum Neuen Hafen. Dieses ist Anlass genug, das erste Mal ein Hafenfest rund um Nostalgie und maritimes Handwerk zu feiern. Eines der Highlights dieser Veranstaltungen wird das Treffen der historischen Hansekoggen sowie der Besuch des russischen Vollschiffes "Mir" sein, aber auch die Vereine der Schiffergilde Bremerhaven e.V. und der Schifffahrts-Compagnie Bremerhaven e.V. mit ihren Schiffen stellt den Besuchern maritimes Handwerk und die Seemannschaft vor. Für das leibliche Wohl ist in Form eines kleinen Schlemmermarktes gesorgt.
Veranstalter : BIS Büro Bremerhaven-Werbung
"Queen Elizabeth 2" ist in Bremerhaven angekommen
Bremerhaven - Das Kreuzfahrtschiff "Queen Elizabeth 2" ist in Bremerhaven eingetroffen. Das Schiff geht am Nachmittag bei der LLoyd-Werft ins Dock. Bis zum 8. Mai wird der Kreuzliner überholt. "Die 'Queen Elizabeth 2' ist unser Schiff", sagt Werftchef Werner Lüken. Da hänge viel Herzblut dran. Spätestens seit dem großen Umbau 1985/86. Deshalb sind Lüken und seine Mitarbeiter stolz darauf, dass sie wieder den Zuschlag für die Wartung des Luxusliners bekommen haben. Schon gestern bei der Abfahrt im englischen Southampton waren Lloyd-Werker an Bord, um die Dock-Arbeiten vorzubereiten. In Bremerhaven werden u.a. die Schiffstechnik der "Queen Elizabeth 2" überprüft, die Motoren gewartet, der Unterwasseranstrich erneuert und kleinere Umbauten vorgenommen. 800 Menschen werden zu Spitzenzeiten auf dem Schiff arbeiten.
Quelle: Radio Bremen vom 24.04.2006
Eine Party für den Ozeanriesen
Hamburg - Nach der erfolgreichen Probefahrt ist das größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die «Freedom of the Seas», am Montag in Hamburg offiziell der Öffentlichkeit präsentiert worden. Bei einer großen Party am Kreuzfahrtterminal feierten Hunderte Hanseaten und Gäste aus der Bundesrepublik am Morgen den Luxus-Liner nach dem Ende der Bau- und Testzeit. Wie die Reederei mitteilte, sollte das 339 Meter lange Schiff am Mittag von der Werft an den Eigner übergeben werden. Der Gigant soll dann am Dienstag nach Oslo, von dort nach Southampton und weiter nach New York fahren. Die Veranstalter erwarten bis zu 100.000 Besucher und Schaulustige entlang der Elbe.
Zuvor hatte das Schiff nach fünf Tagen Feinschliff in einer Hamburger Werft seine letzte Probefahrt bestanden. Am Sonntagnachmittag war der Riese nach einer erfolgreich verlaufenen Testfahrt nach Hamburg zurückgekehrt. In der Nacht auf Sonntag hatte der Gigant das Trockendock der Werft Blohm + Voss verlassen.
Die «Freedom of the Seas» kann mehr als 4.000 Passagiere aufnehmen. Sie ist 339 Meter lang, misst an der breitesten Stelle etwa 56 Meter und hat eine Höhe von 72 Metern. Sie ist etwas kürzer als der Konkurrent und bisherige Rekordhalter «Queen Mary 2», kann aber wegen seiner mächtigen Aufbauten mehr Passagiere aufnehmen. Das mit viel Luxus ausgestattete Schiff soll künftig in erster Linie in der Karibik kreuzen. Den Passagieren werden auf den Rundfahrten unter anderem eine Eislaufbahn, eine Kletterwand sowie zahlreiche Pools geboten. Heimathafen ist Miami. Das Schiff gehört der Reederei Royal Caribbean.
Quelle: N24 vom 24.04.2006
Deutschlands älteste Schwebefähre in Kürze wieder in Betrieb
Nachbarinnen binden Girlanden für den "Eiffelturm des Nordens"

Vom 21. April an wird die Schwebefähre, ein technikgeschichtliches
Unikum,
wieder die Oste überqueren |

Eine Beleuchtungsprobe vermittelte einen ersten Eindruck vom
Effekt der geplanten Illuminierung der Schwebefähre |
Osten / Hemmoor ( Niedersachsen ) - Freitag, der 21. April, soll ein Festtag für die ganze Oste-Region werden: Nach viereinhalbjähriger zwangspause und einer rund 1,5 Millionen Euro teuren Generalüberholung wird um 11 Uhr vormittags in Osten das Nationale
Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor feierlich wieder in Betrieb gehen. Abends soll eine neue Beleuchtungsanlage den "Eiffelturm des Nordens", das herausragende Wahrzeichen des Elbe-Weser-Dreiecks, erstmals strahlend illuminieren.
Eigentümer der 1909 von einem Eiffel-Schüler gebauten ältesten Schwebefähre Deutschlands ist der Landkreis Cuxhaven. Daher wird Landrat Kai-Uwe Bielefeld in einer Feierstunde an der Fähre Vertreter vieler Förderinstitutionen begrüßen können, die geholfen haben, die Restaurierung zu finanzieren. Neben Festreden wird es den gesamten Tag über Freifahrten für die Bevölkerung geben.
Der 2000-Einwohner-Ort Osten, der jahrelang für die Wiederinbetriebnahme des Baudenkmals gekämpft hat, steht schon jetzt ganz im Zeichen der Fähre. Ein Dutzend Ostenerinnen und Ostener bereiten sich darauf vor, Grün zu holen und 50 Meter Girlanden zu binden. Bier- und Wurstbuden werden organisiert. Und mit Sandpapier, Pinsel und Farbe verleihen Mitglieder der 31 Jahre alten "Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre" verleihen zur Zeit der Fährgondel, dem Fahrerstand und den Schranken ehrenamtlich den letzten Schliff.
Begleitet wird der Neustart von zwei öffentliche Veranstaltungen der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre. Schon am Vorabend, am Donnerstag, 20. April, 19 Uhr, spricht der hannoversche Brückenbau-Experte Dr.-Ing. Hans Günther Schippke im Ostener Fährkrug zum Thema "Bewegliche Brücken - klappen, schweben, heben, drehen". Eine Videoschau zum selbern Thema läuft nach dem Festakt der Kreisverwaltung am Freitag ab 15 Uhr im Fährkrug.
Pianisten Gottfried Böttger in der Ostener St.-Petri-Kirche die laubgrün gestrichene 38 Meter hohe und 80 Meter lange Fähre erstmals von acht Scheinwerfern illuminiert wird. Die Kosten für die Beleuchtungsanlage haben heimische Firmen und private Sponsoren ihm im Rahmen der Spendenaktion "Die Oste leuchtet" aufgebracht, für die unter anderem Schmuckblätter mit Fähren-Sondermarken der österreichischen Post verkauft wurden.
Die strukturschwache Region an der idyllischen Oste erhofft sich von der Wiederaufnahme der touristischen Demonstrationsfahrten mit der Schwebefähre, die 2001 wegen Baumängeln stillgelegt werden mußte, eine spürbare Belebung. Die Hoffnung scheint nicht zu täuschen. Beim ehrenamtlichen Fährmann Horst Ahlf, zugleich Hotelier im benachbarten "Fährkrug", sind in den letzten Wochen fast hundert Anfragen von Busunternehmern eingegangen; mehr als 60 Busgesellschaften haben Fährfahrten für die kommenden Monate bereits fest gebucht.
In ihrer jüngsten Vorstandssitzung am Freitag verabschiedete die Fördergesellschaft neue Tarife; die alte Tabelle stammte noch aus der DM-Zeit. Kinder bis 6 Jahren sollen künftig gratis über die Oste schweben können, für Erwachsene kostet die Tour Osten - Hemmoor und zurück 1,50 Euro. Rad- und Motorradfahrer zahlen einen Zuschlag, Busgesellschaften und Schulklassen erhalten Rabatt.
Vorstandsmitglied Dirk Brauer, seit kurzem als Erster Samtgemeinderat im Hemmoorer Rathaus auch für Touristik zuständig, möchte die Werbewirkung der Schwebefähre für die Region noch erhöhen. Auf dem Ostener Kirchturm soll eine Webcam installiert werden, so dass Fährfreunde in aller Welt auf der kommunalen Website Live-Bilder von dem filigranen Stahlriesen an der Oste betrachten können.
Verstärkt beworben werden soll auch die im Mai 2004 eröffnete "Deutsche Fährstraße" Bremervörde - Kiel, die 50 Brücken, Fähren, Schleusen und maritime Museen verbindet und die Radlern, Skippern sowie Auto- und Wohnmobilisten "frohe Fährien im frischen Norden" verspricht. Außerdem sollen neue Werbeschilder auf beiden Seiten der Oste auf das technikgeschichtliche Unikum aus der Kaiserzeit hinweisen.
Wenn die Fähre erst wieder verkehrt, will sich die Fördergesellschaft umgehend einem neuen Ziel zuwenden: Im Ostener Ortskern soll ein Besucherzentrum mit einem kleinen Fähr- und Flußmuseum über Funktion und Geschichte der Fähre sowie ihrer Vorgängerinnen und ihrer Schwesterfähren in aller Welt informieren.
Die arme Oste-Region erhofft sich zu diesem Zweck, wie Samtgemeinderat Brauer erklärt, Fördergelder aus den EU-Programmen "Kultur 2000" oder "Ziel 1" sowie Finanzhilfen im Rahmen des "Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts" (Ilek), in dem das nationale Baudenkmal bereits als "Leitprojekt" rangiert.
Damit die beiden deutschen Schwebefähren - eine weitere überquert bei Rendsburg den Nord-Osee-Kanal - gegenüber der EU gemeinsam auftreten können, soll sich am Gründonnerstag in Osten ein nationaler Schwebefähren-Dachverband konstituieren; dazu werden aus den Kanalkommunen Rendsburg und Osterrönfeld deren Bürgermeister Andreas Breitner und Jörg Sibbel an der Oste erwartet.
|
 |
Pressetext und Fotos der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor vom 16.04.2006
"Freedom of the Seas": Spektakel im Morgengrauen
Hamburg -
Spektakuläres Manöver am frühen Ostermontag: Die "Freedom of the Sea", das größte Kreuzfahrtschiff der Welt, wird zwischen 6.30 und 7.30 Uhr das Dock Elbe 17 von Blohm + Voss ansteuern und den Hamburgern ein Schauspiel liefern, das das der "Queen Mary 2" noch übertreffen könnte. Denn mit ihren 339 Metern Länge und 56 Metern Breite (rechnerisch ergibt das eine Bruttoraumzahl von 160 000) ist die "Freedom of the Seas" noch gigantischer als die "Queen Mary 2".
Hamburg ist der erste Hafen, den der Luxusliner der Superklasse anlaufen wird. Bevor das Schiff an die Reederei Reederei Royal Caribbean International übergeben wird, müssen bei Blohm + Voss letzte Arbeiten erledigt und eine abschließende Inspektion vorgenommen werden. Noch steht nicht fest, ob das Schiff unmittelbar vor den Landungsbrücken dreht oder dieses Manöver schon im Parkhafen fährt und rückwärts elbaufwärts zur Werft kommt. Wie er manövriert, entscheidet der Kapitän in Absprache mit den Hafenlotsen erst am Morgen des 17. April. Das Schiff steuert das Dock mit eigener Kraft an, es halten sich jedoch aus Sicherheitsgründen zwei Schlepper bereit.
Bis zum 22. April wird die "Freedom of the Seas" in der Werft bleiben. Der Neubau, der auf der finnischen Werft Aker Finnyards in Turku entstand und sich als 20. Schiff in die Flotte der Reederei einreiht, soll eine neue Ära der Kreuzfahrten einleiten. Von Miami aus wird das Schiff zu Sieben-Nächte-Kreuzfahrten in die Karibik starten. Das Freizeitangebot an Bord ist vielfältig. Von der Bordwand vorwölbende Whirlpools bieten Entspannung mit freiem Blick auf die See, es gibt Sportpools, ein Becken, in dem Surfer auf künstlichen Wellen reiten können und eine 169 Quadratmeter große dreidimensionale Kletterwand. Eine elektronische Niveauregulierung sorgt dafür, daß Passagiere selbst bei starkem Seegang noch Billard spielen können.
Die bis zu 4370 Passagiere haben die Wahl zwischen unterschiedlichen Kabinenkategorien. Die größte ist die Präsidentensuite mit 188 Quadratmetern. Kapitän des Schiffes ist William S. Wright, der bereits seit 13 Jahren unterschiedliche Schiffe von Royal Caribbean Cruises führt. Der "Freedom of the Seas" folgen in den nächsten zwei Jahren zwei weitere, baugleiche Schiffe. Das dritte und vorerst letzte Schiff dieser Klasse läuft im Frühjahr 2008 ebenfalls auf der finnischen Werft vom Stapel.
Der voraussichtliche Zeitplan
Die "Freedom of the Seas" übernimmt etwa um 5 Uhr vor Teufelsbrück den Hafenlotsen, nachdem sie gut eine halbe Stunde zuvor Blankenese passiert hat. Gegen 6 Uhr bis 6.30 Uhr erreicht sie die Landungsbrücken. Wann das Schiff in das Trockendock Elbe 17 steuert, hängt von Wind und Strömung ab. Derzeit gehen Werft und Lotsen davon aus, daß schon zum Hochwasserstand um 7.30 Uhr das Docktor wieder geschlossen wird. Während des Eindockens bleiben die Landungsbrücken für Besucher und Mitarbeiter der dortigen Unternehmen für etwa eine Stunde gesperrt. Von der Uferpromenade und dem Stintfang aus läßt sich das Manöver jedoch gut beobachten.
"Freedom of the Seas" in Hamburg
| 17. April |
ca. 5 Uhr an der Hafenlotsen- Station
ca. 6 Uhr / 6.30 Uhr vor dem Dock Elbe 17
um 7.22 Uhr Eindocken bei Blohm+Voss mit dem Hochwasser |
| 22. April |
11.30 Uhr oder 23.38 Uhr Ausdocken mit dem Hochwasser und Probefahrt |
| 24. April |
ca. 8 Uhr Anlegen am Cruise Center |
| 25. April |
ca. 10 Uhr Ablegen vom Cruise Center, Fahrt nach Oslo |
Hamburger Pressemeldungen vom 13.04.2006
Bremerhaven: Containerumschlag wächst weiter zweistellig
Bremerhaven - Der Containerumschlag über Bremerhaven entwickelt sich geradezu rasant. "In den ersten drei Monaten wurden in Bremerhaven 14,1 Prozent mehr Container umgeschlagen als im Vorjahreszeitraum“, berichtet Emanuel Schiffer, Vorsitzender der Eurogate-Geschäftsführung, am Freitagmittag in der Seestadt anlässlich der Inbetriebnahme des neuen Containerdienstes Trident der Hamburger Reederei Hamburg-Süd. Auch für die kommenden Monate sei mit einer Fortsetzung des Wachstums auf hohem Niveau zu rechnen, berichtete Schiffer. Der Ausbau der Containerterminalkapazitäten in Bremerhaven schreite indessen weiter voran. Im Oktober diesen Jahres werde der erste Liegeplatz am neuen Containerterminal IV (CT4) in Betrieb genommen.
Der neuen Containerdienst der Hamburg-Süd Reederei sein gut angelaufen, so Geschäftsführungsmitglied Joachim A. Konrad. Der Dienst verbindet Nordeuropa mit der US-Ostküste und Australien/Neuseeland. Hamburg-Süd betreibt den Trident-Dienst mit insgesamt sechs Schiffen, die jeweils 2000 Standardeinheiten (TEU) befördern können. In Nordeuropa ist Bremerhaven der einzige deutsche Anlaufhafen. Des weiteren werden am Nordkontinent das britische Tilbury und das belgische Antwerpen angelaufen. Hamburg-Süd betreibt den Dienst vollständig in eigener Regie.
Quelle: Verkehrs Rundschau vom 07.04.2006
Rekordbuße in Frankreich für Umweltverschmutzung durch Frachter
Brest / Frankreich - Wegen Umweltverschmutzung auf hoher See hat ein Gericht in Frankreich eine Rekordbuße von 800.000 Euro gegen den Kapitän und den in Deutschland ansässigen Betreiber eines Containerschiffs verhängt. Das Strafgericht im bretonischen Brest sah es in seinem am Mittwoch ergangenen Urteil als erwiesen an, dass der auf den Bahamas registrierte Frachter "Maersk Barcelona" im September eine 61 Kilometer lange Treibstoffspur vor der französischen Atlantikküste verursacht hatte - auch das laut den Behörden ein Rekord. Der ukrainische Kapitän soll 80.000 Euro zahlen, der Reeder V.Ships GmbH & Co mit Sitz in Hamburg den Rest.
Quelle: AFP vom 05.04.2006
Carl Weyprecht (1838-1881) und das Internationale Polarjahr
Polar-Pionier Carl Weyprecht forderte feste Forschungsstationen
|
Von Tecklenborg gebaut, von arktischem Eis zermalmt: die Barkentine "Admiral Tegetthoff" (hier im damaligen Querkanal nahe des Holzhafens), mit der Polar-Pionier Carl Weyprecht (kleines Foto) 1872 von Bremerhaven aus zu seiner zweijährigen Expedition in die Barentssee startete. -
Foto: Alfred-Wegener-Institut |
|
Bremerhaven - Vor genau 125 Jahren (29. März 1881) starb der Marineoffizier und Geophysiker Carl Weyprecht. Seine wichtigste Forschungsreise begann 1872 in Bremerhaven. Weyprechts Erkenntnisse bilden eine Grundlage der heutigen Arbeit des Alfred-Wegener-Instituts (Awi) für Polar- und Meeresforschung.
Was der Polar-Pionier in Österreich-Ungarns Diensten nach seinen Expeditionen in die Arktis forderte, würde heute „Monitoring" heißen: Forschungsstationen rund um den Nordpol müssten her, damit erdkundliche und klimatische Erscheinungen gleichzeitig von mehreren Punkten aus beobachtet und verglichen werden könnten.
"Weyprechts Idee, ein Gesamtbild der Arktis zu bekommen, hat das Awi mit moderner Technik wie etwa Satelliten ausgebaut und durch die Beteiligung weiterer Disziplinen wie Ozeanografie sowie Eis- und Schneekunde verbessert", sagt Dr. Reinhard Krause (61). Der Awi-Physiker erforscht die Entwicklung der Geschichte der Naturwissenschaften. Die Internationale Polarkommission griff Weyprechts Überlegungen 1879 auf. Ihr Vorsitzender hieß Georg von Neumayer, nach dem heute die Awi-Forschungsstation in der Antarktis benannt ist. Neumayer bereitete das erste International Polarjahr 1882/1883 vor, ein weltweit koordiniertes, multidisziplinäres Forschungsprogramm. 2007/2008 gibt es eine weitere Neuauflage des Polarjahres.
Weyprechts Anlass, zusammen mit dem Alpinisten Julius Payer und 22 Mann Besatzung im Frühjahr 1872 mit dem eisgängigen Segler "Admiral Tegetthoff" von Bremerhaven in die Barentssee zu fahren,
war ein großer Irrtum. „Nach einer Vorerkundung ein Jahr zuvor war er zu dem Schluss gekommen, es gäbe ein offenes Polarmeer, durch das man — direkt am Nordpol vorbei —nach Japan fahren könne", berichtet Krause. Zwei harte Winter im vom Packeis eingeschlossenen Schiff belehrte die Pioniere eines Besseren.
Im Mai 1874 überließ die Crew die "Tegetthoff" dem Eis und machte sich mit Beibooten im Gepäck zu Fuß auf nach Süden zur Eiskante. Das Schiff lag fest, doch knapp südlich davon bewegte sich der Eisstrom — zurück nach Norden. Krause: "Bis sie das offene Wasser erreichten, machten die Jungs wie auf einem Förderband einen Wettlauf fast auf der Stelle — in 90 Tagen schafften sie nur 12 Seemeilen." Anfang September 1874 nahm sie ein russisches Fangschiff in einer Bucht der Insel Nowaja Semlja an Bord. |
Quelle: NZ vom 04.04.2006
Ersatz für "Alex" gesucht
Bremerhaven - Sind die Tage der Bark "Alexander von Humboldt" als aktiver Segler gezählt? Die Sail Training Association Germany (S.T.A.G.) und die Deutsche Stiftung Sail Training (DSST) suchen nach einem Schiff, das der mittlerweile 100 Jahre alten Bark als Ausbildungsschiff für Jugendliche nachfolgen kann. Der Segler mit den grünen Segeln hatte als Feuerschiff auf See gelegen, bevor es zur Bark umgebaut wurde. Anfang des Jahres umrundete es Kap Hoorn. Ziel der Fahrten ist es, Jugendlichen die Erfahrung von Teamarbeit und Seemannschaft zu vermitteln.
Kurzfristig wird es keinen Ersatz für die "Alex" geben, wie das Schiff an der Küste gern genannt wird. Die Klasse ist 2008 fällig und soll dann noch einmal erneuert werden. Als Nachfolger wird der Entwurf einer Bark diskutiert, für die bereits Konstruktions- und Klassifikationsunterlagen vorliegen und die für den Verein "Passatwind" Sailing in Rostock fahren soll. Im Gespräch ist jetzt eine Zusammenarbeit aller Vereine.
Quelle: abendblatt vom 04.04.2006
Umweltbundesamt genehmigt neue deutsche Antarktis-Station
Berlin -
Das Umweltbundesamt hat eine neue deutsche Antarktis-Station genehmigt. Die Überwinterungsstation des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (Bremerhaven) ersetze die veraltete Station "Neumayer II", teilte das Umweltbundesamt am Freitag in Berlin mit.
Der Neubau sichere Langzeituntersuchungen deutscher Polarforscher in ihren Observatorien für Meteorologie, Luftchemie und Geophysik.
Die Stationen sind nach dem deutschen Geophysiker und Polarforscher "Georg von Neumayer" benannt. Der Neubau wird nötig, da die zurzeit arbeitende Station vollständig vom Eis zerquetscht zu werden droht. Die Bauarbeiten für die neue Station sollen noch in diesem Jahr beginnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert den Bau. Das Umweltbundesamt war nach dem Antarktis-Vertrag dazu verpflichtet, die Umweltverträglichkeit der neuen Polarstation zu prüfen. Das Alfred- Wegener-Institut koordiniert die deutsche Polarforschung.
Quelle: Handesblatt vom 24.03.2006
U-Boot "Wilhelm Bauer" wieder zu besichtigen
Bremerhaven - Das "Technikmuseum Wilhelm Bauer" im Museumshafen von Bremerhaven ist nach Instandhaltungsarbeiten im Winter wieder geöffnet. Das U-Boot vom Typ XXI wurde im Januar 1945 als eines der letzten von Blohm + Voss in Hamburg gebaut, im Mai desselben Jahres von seiner Besatzung versenkt und 1957 wieder gehoben. Danach fuhr es für die Bundesmarine. Seit 1984 ist es Museumsschiff. Allein im vergangenen Jahr waren knapp 100 000 Menschen an Bord. Öffnungszeiten: täglich von 10:00 - 17:30 Uhr.
Pressemeldung vom 24.03.2006
«Pride of Hawaii» hat Ems-Passage absolviert
Papenburg - Das Kreuzfahrtschiff «Pride of Hawaii» hat die schwierigsten Etappen auf der Fahrt von der Meyer-Werft in Papenburg (Niedersachsen) zur Nordsee absolviert. - Das 294 Meter lange und 32 Meter breite Schiff passierte am Montagmittag das Ems-Sperrwerk bei Gandersum. Am Sonntagabend war der Ozeanriese in Papenburg ausgelaufen. An diesem Dienstag wird der 294 Meter lange Luxusliner im niederländischen Eemshaven erwartet. Von dort aus soll er zu mehreren Probe-Fahrten in die Nordsee aufbrechen.
Pressemeldung vom 13.03.2006
Schiffstaufe an der Stromkaje - Hamburger Reederei stellt "Arosia" in Dienst
Bremerhaven - Die Hamburger Reederei Peter Döhle hat am Sonnabend ( 11.März ) ihr neuestes Containerschiff auf den Namen "Arosia" getauft. Die Zeremonie
fand an der Stromkaje statt, wo das Schiff seine Jungfernreise antrat. Die "Arosia" wurde auf der polnischen Werft Stocznia Gdynia gebaut und ist für 2700 Standartcontainer (TEU) ausgelegt. Für die nächsten zwei Jahre hat Döhle das Schiff an die Schweizer Reederei MSC verchartert; unter dem Namen "MSC Davos" soll der Frachter im Südamerika-Dienst fahren.
An der Schiffstaufe nahmen Reedereichef Jochen Döhle und die Taufpatin, Personalchefin Hanne Bittner teil.
Pressemeldung NZ vom 13.03.2006
Katze «Flosh» verirrt sich nach Amerika
Brüssel / Belgien - Eine Katze aus Belgien hat eine fünfwöchige Reise nach Kalifornien in einem Container mit Antiquitäten überlebt. Die gefleckte Katze «Flosh» kam völlig abgemagert in San Francisco an und erholt sich jetzt im nahen Oakland von den Strapazen der Reise.
Der Besitzer von «Flosh», Antiquitätenhändler Dany Wolfs aus Ypern, hatte seine Katze vermisst, seit er den Transportbehälter Anfang Februar mit alten Möbeln für Kunden in den USA gefüllt hatte.
«Wie sie die fünf Wochen lange Reise überlebt hat, ist ein Rätsel», sagte Wolfs der Zeitung «Het Laatste Nieuws» vom Montag. Nach Einschätzung des Antwerpener Zoo-Tierarztes Francis Vercammen braucht eine durchschnittliche Katze von drei Kilogramm Lebendgewicht einen Viertelliter Wasser pro Tag.
«Ihr Reiseweg ist beeindruckend», sagt Wolfs. «Erst mit dem Lastwagen zum Hafen von Antwerpen, dann per Schiff über den Atlantischen Ozean, durch den Panama-Kanal, ein Stück Stiller Ozean, um schliesslich im Hafen von San Francisco anzukommen.» Wolfs will «Flosh» so bald wie möglich wieder nach Ypern holen.
Im vergangenen Jahr hatte die getigerte Katze «Emily» die Reise über den Atlantik in der Gegenrichtung angetreten. Sie reiste in einem versiegelten Container in drei Wochen von den USA per Schiff nach Frankreich.
Quelle: SDA vom 13.03.2006
Zollfahnder stellen Kokain im Wert von 25 Millionen Euro sicher
Bremerhaven - Kokain im Wert von rund 25 Millionen Euro haben Zollfahnder im Freihafen Bremerhaven sichergestellt. Bei einer Routinekontrolle in einem mit Rohkaffee beladenen Container wurden 325 Kilogramm hochreines Koks entdeckt, wie der Bremerhavener Oberstaatsanwalt Frank Schmitt heute sagte. Es ist der größte Einzelfund von Kokain bundesweit seit fünf Jahren. 2001 waren 514 Kilogramm Koks im Hamburger Hafen auf einem Containerschiff aus Venezuela gefunden worden.
Im Bremerhavener Fall gebe es bislang noch keine Hinweise auf die Täter, sagte Schmitt. Die Art des Schmuggels lasse vermuten, dass weder der norwegische Importeur noch der peruanische Exporteur etwas von der heißen Ware wussten. «Dann wäre das Rauschgift in den Kaffeesäcken versteckt gewesen», sagte Schmitt. Die Zollfahnder entdeckten in dem Container fünf schwarze Kunststofftaschen, in denen je 60 Päckchen versteckt waren. «Die Taschen waren gleich beim Öffnen des Containers sichtbar», sagte Schmitt. Die Taschen eignen sich nach seinen Worten ideal für eine schnelle und unauffällige Be- und Entladung in den Häfen.
Der Container war bereits am 2. Februar aus Peru in der Seestadt angekommen. Die Ladung bestand aus 19 Tonnen Kaffee, der weiter nach Oslo verschifft werden sollte. Das Kokain hat den Angaben zufolge einen Reinheitsgrad von 81 bis 85 Prozent. Für den Straßenverkauf an Süchtige würde es auf 40 bis 50 Prozent gestreckt und so rund 75 Millionen Euro einbringen.
In Bremerhaven werden wie in anderen Containerhäfen auch regelmäßig Frachtpapiere durch den Zoll überprüft. Verdächtige Container werden mit einer speziellen Großröntgenanlage durchleuchtet und im Verdachtsfall per Hand durchsucht.
Quelle: ddp vom 10.03.2006
Grundmine bleibt weiter verschollen
Kiel - Die Marine sucht weiterhin nach einer Grundmine vor Kiel. Am Dienstagnachmittag hatte der Fischkutter "Maria" etwa 2,5 Seemeilen nordöstlich des Kieler Leuchtturms einen großen, fassähnlichen Gegenstand im Netz. Unmittelbar nach dem die Fischer die Entdeckung gemacht hatten, versenkten sie den Fund sofort wieder und alarmierten die Behörden. Am Mittwoch nahm das Minenjagdboot "Weilheim" die Suche mit seinem Sonar auf, nachdem am Dienstagnachmittag zunächst die Minenjäger "Weiden" und "Homburg" nach dem Gegenstand gesucht hatten.
Quelle: kn-online vom 10.03.2006
Porträts von Einwanderern
Bremerhaven - Im Deutschen Auswandererhaus (DAH) in Bremerhaven wird, am 10. März, eine neue Sonderausstellung eröffnet. Sie heißt "August Frederick Sherman: Ellis Island Portraits 1905-1920" und zeigt Porträt- und Gruppenfotos von Einwanderern kurz nach ihrer Ankunft auf Ellis Island, auch "Insel der Tränen" genannt, wo sich die größte Einwandererstation der USA befand. Sherman fotografierte die Einwanderer in diesem für ihr weiteres Leben so wichtigen Moment. Er selbst war von 1892 bis 1925 Einwanderungsbeamter auf Ellis Island. 75 der Fotografien sind in der Ausstellung zu sehen, die bis zum 14. Mai im Deutschen Auswandererhaus gezeigt wird.
Quelle: dah-bremerhaven vom 09.03.2006
Verstärkung für Helgoland-Verkehr - "Atlantis" fährt wieder
Helgoland/Cuxhaven - Zum Start in die Tourismussaison zeichnet sich eine Entspannung im Schiffsverkehr nach Helgoland ab. Das im Sommer 2005 wegen eines Maschinenschadens ausgefallene Schiff "Atlantis" der Cuxhavener Reederei Cassen Eils hat seinen Dienst wieder aufgenommen. Am Mittwoch stand der Kapitän selbst am Ruder. Die "Atlantis" soll bis zum 30. April die Strecke Cuxhaven-Helgoland bedienen und vom 1. Mai an täglich von Bremerhaven fahren. Die "Funny Girl" legt vom 12. April an von Büsum ab, sagte Eils am Donnerstag.
Quelle: kn-online vom 09.03.2006
Arved Fuchs zieht es wieder in die Kälte
Bad Bramstedt / Schleswig-Holstein - Nach mehr als einjähriger Pause zieht es den Abenteurer Arved Fuchs wieder in die Kälte. Der Bramstedter bricht Ende dieses Monats zu seiner neuen Expedition in die kanadische Arktis auf. Einzelheiten will Fuchs am 27. März auf dem Hamburger Schiff "Rickmer Rickmers" verraten.
Quelle: Hamburger Abendblatt vom 08.03.2006
Arved Fuchs: 30 Jahre Abenteuer
Bis zum 28. Mai weht eine polare Brise durch das Ausstellungsdeck der Rickmer Rickmers: Der Bad Bramstedter Expeditionsleiter Arved Fuchs (52), 9. Ehrenkapitän des Museumsschiffs, gibt Einblicke in 30 Jahre Abenteuer. Fundstücke, Ausrüstungsgegenstände und Fotos aus Arktis und Antarktis sind auf mehr als 200 Quadratmetern zu sehen. Wie hart es auf einem Schiff zugeht, demonstriert der Nachbau einer Kabine der "Dagmar Aaen".
Rickmer Rickmers, Bei den St. Pauli Landungsbrücken, Brücke 1, 20359 Hamburg, täglich von 10 bis 18 geöffnet.
Nachfolgerin für die "Alex" bis 2013
Bremerhaven - Die Bark "Alexander von Humboldt" soll bis 2013 eine Nachfolgerin bekommen. Darauf haben sich die Deutsche Stiftung Sail Training (DSST) als Besitzerin der "Alex" und das führende Stiftungsmitglied, die Sail Training Association Germany (STAG), geeinigt. Als Nachfolgeschiff ist der Neubau einer Bark im Gespräch, die mehr Platz für zahlende Gäste bieten soll.
"Die Alex" hat bei ihrer Kap Hoorn - Umrundung gezeigt, dass sie noch äußerst seetüchtig ist", versichert STAG-Chef Volker Klose. Deshalb soll die Klasse (der "Schiffs-Tüv") 2008 noch einmal um fünf Jahre verlängert werden.
Auf ihrer Mitgliederversammlung hat die STAG am Wochenende beschlossen, ab sofort Geld für das Millionenprojekt zurückzulegen. "Zum Glück können wir uns das wieder leisten", sagt Klose. Die STAG hatte vor zwei Jahren schweren Schaden erlitten, als der Schatzmeister fast das gesamte Vermögen - knapp 600 000 Euro veruntreute. Um einen Neubau zu finanzieren, sollen außerdem weitere Stifter für die DSST gefunden werden. Zurzeit laufen Gespräche mit dem Rostocker Verein Passatwind Sailing, der ebenfalls einen Neubau plant.
Quelle: NZ vom 07.03.2006
Nordseemuseum: Zukunft ungewiss - Projektgruppe erarbeitet neues Konzept
Bremerhaven - Die Hängepartie über die Zukunft des Nordseemuseums wird voraussichtlich noch eine Zeitlang weitergehen. Zwar hatte der Magistrat bereits am 10. Dezember 2003 den Beschluss zum Wiederaufbau der Rogge-Halle und zur dortigen Unterbringung des Museums in Auftrag gegeben, aber passiert ist seitdem nicht allzu viel.
Nach der jüngsten Vorlage, die unter Federführung von Kulturstadtrat Wolfgang Weiß erstellt wurde, ist eine Projektgruppe tätig geworden und erarbeitete „das konzeptionelle, bauliche und finanzwirksame Konzept" für das Nordseemuseum. Der Architekt Wolfgang Ehlers von der Stadtbau Bremerhaven legte einen Entwurf vor, der die Rekonstruktion der alten Halle in ihrer früheren dreistöckigen Form samt gläsernem Anbau vorsieht. Von Dr. Michael Stiller stammt das Raumkonzept, das 700 Quadratmeter für die Dauerausstellung und weitere 175 Quadratmeter für Sonderausstellungen vorsieht. Für weitere Nutzungen stehen 400 Quadratmeter zu Verfügung.
Für den Betrieb sollen nach der Weiß-Vorlage 446 000 Euro jährlich mit Hilfe arbeitsmarktpolitischer Instrumente abgedeckt werden. Hinzu kämen 277 000 Euro für weiteres Personal und baulich-museale Unterhaltungsarbeiten. Davon könnten knapp 149 000 Euro durch Eintrittsgelder gedeckt werden, meinen die Verfasser der Vorlage, so dass ein Betriebskostendefizit von 128 000 Euro aus anderen Quellen aufzufüllen wäre. Dafür soll auch der Bremer Senat in die Pflicht genommen werde, da sich die Sammlung in dessen Eigentum befindet.
Quelle: Sonntagsjournal vom 05.03.2006
Wal strandet an belgischer Küste
Nieuwport / Belgien - An Belgiens Küste ist zum ersten Mal seit 250 Jahren ein toter Wal gestrandet. Das verendete weibliche Jungtier mit einer Länge von 10,5 Metern und einer Breite von 3,5 Metern lockte bei Nieuwport viele Schaulustige an. Wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete, sind tote Wale an den Stränden Belgiens äusserst selten. Zuletzt sei ein Tier im Jahr 1751 angeschwemmt worden.
Der Wal von Nieuwport wurde vermutlich von einem Schiff angefahren. Genauere Ergebnisse soll eine Untersuchung von Wissenschaftlern ergeben, die sich an die Küste begaben. Das Tier sollte dafür auf ein Militärgelände gebracht werden.
Quelle: sda vom 05.03.2006
Erinnerungen an Pamir und Passat: Ein Zeitzeuge berichtet
Ein Vortrag von Klaus Arlt, am Dienstag, d. 07. März 2006, um 19.00 Uhr, im DSM
Seit 1960 ist sie das Wahrzeichen Travemündes: Die 1911 auf der Hamburger Werft Blohm & Voss für die Reederei Ferdinand Laeisz gebaute Viermastbark "Passat", einst als einer der legendären „Flying-P-Liner“ auf den sieben Weltmeeren unterwegs. Mit seinen 4.600 Quadratmetern Segelfläche, auf die vier 56 Meter hohen Masten verteilt, erreichte der Großsegler unter günstigen Bedingungen stolze 18 Knoten Geschwindigkeit.
Schiffe wie die Passat beflügeln noch heute die Fantasie der Menschen, wenn es um den „Mythos Windjammer“ geht. Doch Seefahrtsromantik und Kameradschaft waren nur zwei Aspekte des Lebens an Bord. Der Alltag war vielmehr geprägt von harter Arbeit, Entbehrungen und der Naturgewalt der See, die oft unbarmherzig sein konnte.
Klaus Arlt, gebürtiger Thüringer, heuerte am 15. Januar 1957 auf der Passat an und erlebte alle Höhen und Tiefen des Seemannsdaseins. Ursprünglich war die Pamir sein Traumschiff gewesen, doch dort gab es keinen Platz mehr für ihn. Rückblickend ein glücklicher Wink des Schicksals, denn die Pamir sank am 21. September 1957 südwestlich der Azoren in einem schweren Orkan. Von den insgesamt 86 Mann Besatzung überlebten nur sechs.
|
 |
Der heute 68-Jährige berichtet von seiner Zeit auf den Decksplanken und in der Takelage, schildert das Bordleben und zeigt dabei eindrucksvolles Bildmaterial, das er in jener Zeit aufgenommen hat. Ich gehöre zu den wenigen Menschen, die das Glück hatten, noch echte Romantik, Schönheit der Natur mit den Elementen Wasser und Wind, aber auch deren ungestüme Härte und Brutalität zu erleben, die den Menschen fühlen lässt, wie unbedeutend und letztlich hilflos er ist gegen die Gewalt der Natur, so Arlt.
Der Lichtbildervortrag von Klaus Arlt beginnt am Dienstag, den 7. März, um 19.00 Uhr im Vortragssaal des DSM. Alle Interessierten sind dazu recht herzlich eingeladen! - Foto: Archiv: Klaus Arlt
Quelle: Pressedienst Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven (DSM) |
SSW-Neubau "Hermes" geht auf Probefahrt - Reederei fehlt der Charterer
Zehn Wochen Verspätung
Bremerhaven-Fischereihafen - An die Columbuskaje hat gestern der SSW-Neubau "Hermes" verholt. Der Containerfrachter nimmt heute zur Probefahrt Kurs auf die deutsche Bucht. Wenn alles klappt, wird der Frachter nächste Woche abgeliefert — knapp zehn Wochen später als geplant
Bis Sonntag sollen alle Aggregate an Bord getestet werden. Für den 7. oder 8. März ist eine Taufe unter Ausschluss der Öffentlichkeit geplant — denn "Hermes" hat die Charterreederei Projex in Hamburg nicht unbedingt beflügelt. Der Frachter mit Platz für 2500 Standardcontainer sollte eigentlich schon seit Ende 2005 auf See sein. Zu den Gründen für die zehnwöchige Verspätung äußert sich die Werft gar nicht und Projex nur zähneknirschend. Dockzeiten, Belegungsplan, da sei eines zum anderen gekommen, hieß es gestern. Ein Chartervertrag sei für die "Hermes" noch nicht abgeschlossen worden, das Schiff sei aber bereits von der Werft übernommen worden. Der Frachter gehe heute auf Probefahrt der Reederei.
"Durch einen straff getakteten Zeitplan wird die Werft der Reederei das 2500-TEU-Containerschiff zu einem kürzest möglichen Zeitpunkt" zur Verfügung stellen, hatte SSW Mitte Dezember mitgeteilt. Der Küstenklatsch erzählt sich, dass es Probleme mit dem Einbau der Maschine gegeben haben soll, auch die Bordkräne müssten überarbeitet werden.
An der Bestellung eines zweiten Schiffes bei SSW hält Projex fest, an dem Frachter wird bereits gearbeitet.
Den Weg für den Großauftrag hatte im vergangenen Jahr die Nord/LB Norddeutsche Landesbank geebnet. Bei der Finanzierung war vereinbart worden, dass sich Reederei, Werft und Bank ein mögliches Risiko teilten.
Pressemeldung NZ vom 03.03.2006
Alarm im Museum: Kogge hängt durch
Stählernes Korsett soll Auseinanderbrechen verhindern - Kosten: 500 000 Euro
Bremerhaven - Alarm im Deutschen Schiffahrtsmuseum: Die Kogge hängt durch und droht, auseinander zu brechen. Nun soll das Schiff mit einem stählernen Korsett abgefangen und wieder in Form gebracht werden. Eine heikle Aktion. Und teuer dazu: Etwa 500000 Euro, so schätzen die Fachleute, wird die Rettungsaktion kosten.
Im Schiffahrtsmuseum hat man bereits vor über einem Jahr erste Auflösungserscheinungen an der Kogge festgestellt. Das an Stahltrossen aufgehängte und nur mit dem Kiel auf hölzernen Pallen ruhende Schiff sackte langsam aber sicher durch. "Es ist mit der Zeit immer dickbäuchiger geworden", sagt Museumschef Professor Dr. Lars U. Scholl. Dann lösten sich ehemals eng anliegende Planken voneinander. An einigen Stellen kann man inzwischen locker eine ganze Hand hindurchstecken. Scholl: "Es herrscht dringender Handlungsbedarf." |
 |
"Sagging Effect"
Verantwortlich für die Schäden sind nach seiner Beobachtung mehrere Faktoren. Einerseits sackt der Rumpf unter seinem eigenen Gewicht nach unten. "Sagging Effect" sagen die Wissenschaftler dazu. Außerdem ist das Holz nach der jahrelangen Lagerung in einer künstlichen Wachslösung weicher, als die Fachleute vorhergesagt hatten.
Seinen Vorgängern dürfe man deswegen keine Vorwürfe machen, wehrt Scholl ab. "Es gab ja überhaupt keine Erfahrungen damit, ein mittelalterliches Schiff Stück für Stück wieder zusammenzusetzen und zu konservieren", sagt er. "Niemand hat so et was vorher gemacht."
Dasselbe könne man auch über die Rettungsaktion sagen. "Es ist das weltweit erste Experiment dieser Art." Über das Vorgehen herrscht bei den Fachleuten inzwischen Einigkeit. Noch in diesem Jahr soll das Schiff in ein Korsett gepackt und der Sagging Effect gestoppt werden. Danach soll mit größter Vorsicht der Druck erhöht werden, um den Rumpf wieder in seine alte Form zurückzubiegen. "Das muss ganz langsam passieren, damit nichts bricht", ist Scholl besorgt.
50 000 Euro fehlen
Für die erste Phase haben das Museum, das Kuratorium, der Förderverein und eine Bremer Stiftung bereits Geld zur Verfügung gestellt. "Uns fehlen dafür noch 50 000 Euro", sagt Scholl. Die hoffe man durch weitere Spenden und mit Hilfe von Sponsoren zusammenzubekommen.
Völlig offen sei dagegen noch die Frage, wie das wieder in Form gepresste Schiff anschließend präsentiert wird. Aufhängen wird man es mit Sicherheit nicht mehr. Andererseits dürfen die Stützkonstruktionen auch nicht so mächtig ausfallen, das der Blick der Besucher auf das zentrale und wertvollste Exponat des Museums auf Dauer verstellt wird. "Das ist noch ein richtiger Forschungsvorgang", sagt Scholl.
Spende für die erste Korsettstange
Eine erste Rate zur Rettung der Kogge, einen Scheck über 3000 Euro, konnte Museumsleiter Professor Dr. Lars U. Scholl gestern (1.3.) vom Vorstand des Kuratoriums, Dr. Manfred Ernst, entgegennehmen. Das Kuratorium hatte zu seiner Reihe "Besondere Abende im DSM" auch die Mitglieder der Gesellschaft 47 eingeladen , um auf die Situation aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu werben. Für Unterhaltung sorgte der Schauspieler Kay Krause mit Geschichten von Seeleuten, Bräuten und Seekühen.
Quelle: NZ vom 02.03.2006 |
Nachbau von zwei Koggen
Hamburg - In Häfen von Mecklenburg entstehen derzeit zwei Nachbauten historischer Koggen. Vorbild für das Schiff, das im Wismarer Stadthafen seiner Vollendung entgegengeht, ist ein mittelalterliches Schiff, das Unterwasserarchäologen vor der Insel Poel fanden und das in Fachkreisen als Poeler Kogge bezeichnet wird. Das 31 Meter lange Schiff soll im Sommer fertig sein und seine Jungfernfahrt antreten.
In Torgelow arbeiten Mitglieder des Vereins Ukranenland an einer 26 Meter langen Kogge. Vorbild ist ein Schiffsmodell aus einer sächsischen Stiftskirche aus dem 14. Jahrhundert. Heimathafen soll Ueckermünde sein.
Pressemeldung Abendblatt vom 02.03.2006
Die "Alex" soll noch viele Jahre bleiben
Bremerhaven - Während die "Alexander von Humboldt" gestern im Hafen von Lima (Peru) die Besatzung wechselte, kursierten in der Seestadt Gerüchte über einen geplanten Verkauf. Die Bark auf dem Feuerschiffsrumpf solle weg, statt dessen ein anderes Schiff aus Holland gekauft werden. "Um Himmels Willen", sagt Christian Sedelmaier vom Vorstand der Deutschen Stiftung Sail Training Association, die das Schiff betreibt, " wir wären schlecht beraten, wenn wir unser geliebtes Schiff gegen ein fast genauso altes eintauschen". Zwei Mal habe die "Alex" nun Kap Hoorn umrundet, und bis auf einen kleinen Riss im Segel und drei zerdepperte Eimer, sei ihr nichts passiert:" Wir werden sie hoffentlich noch viele Jahre betreuen dürfen." Wie es danach weitergehen könnte, wird am Wochenende Thema sein während der Mitgliederversammlung der Stiftung Sail Training Association Germany, in der die "Alex"-Segler organisiert sind.
Pressemeldung NZ vom 28.02.2006
Traum von Rostocker Bark
Passatwindverein will mit Bremern gemeinsame Sache machen
Rostock - Schon seit vier Jahren träumt der Passatwindverein von einer eigenen Rostocker Bark. Was fehlt, sind die Geldgeber. Doch es gibt Gespräche, sich mit Gleichgesinnten aus Bremen und ganz Deutschland zusammenzutun.
Von Katja Bülow
Ein neues deutsches Segelschulschiff, das weltweit auf Fahrt geht, will die Fördergemeinschaft bauen lassen. Holger Bellgardt, der zweite Vorsitzende, erklärt: "Unter Federführung des deutschen Jugendwerks und unter Anleitung einer Stammcrew sollen junge Leute Gelegenheit bekommen, Seemannschaft und Team-Work kennen zu lernen."
Eine Rostocker Werft hat bereits die Konstruktions- und Klassifikationsunterlagen für diese künftige Passatwind erstellt. Von der auf 9,5 Millionen Euro geschätzten Bausumme müssten allerdings 40 Prozent aus eigenen Kräften aufgebracht werden, der Rest wäre über Darlehen möglich. Ein gewaltiger Brocken für die 250 Enthusiasten. In der Wirtschaft fand sich zwar bereits Interesse, bislang aber kein finanzkräftiger Partner.
Bei der jüngsten Vereins-Versammlung am Sonnabend im Warnemünder Baltic-Point stellte der Vorstand nun einen neuen Ansatz vor. Die Deutsche Stiftung Sail-Training, hinter der mit 5000 Mitgliedern die Sail Training Association Germany steckt, braucht demnächst Ersatz für die von ihr betriebene "Alexander von Humboldt". Bellgard: "Das Schiff ist jetzt hundert Jahre alt, da zeichnet sich ab, dass es früher oder später aus dem Verkehr gezogen werden muss." Immer häufigere Reparaturen seien nötig, so dass der Betrieb allmählich unwirtschaftlich werde. Auch die Stiftung, die ihren Sitz in Bremen hat, denkt darum über den Bau einer neuen Bark nach – und hat Interesse, mit den Rostockern gemeinsame Sache zu machen. Die fertigen Konstruktionspläne für die Passatwind wären ein willkommener Beitrag, um den Traum vom neuen Schulschiff erfüllen zu können. Holger Bellgardt ist überzeugt: "Wir würden so Kräfte in ganz Deutschland für unser Projekt bündeln." Ob allerdings unter diesen Voraussetzungen tatsächlich Rostock der Heimathafen des neuen Traditionsseglers wäre, wie es der eigentliche Traum der Mitglieder ist? Bellgardt zeigt sich zuversichtlich.
Quelle: nnn online vom 27.02.2006
Stoppt die Fisch-Piraten!
Greenpeace-Schiff "Esperanza" auf der Suche nach Piratenfischern
Hamburg - Sie fahren ohne Namen oder Erkennungszeichen, gelegentlich auch ohne Flagge oder unter Billigflaggen. Sie fangen ohne Skrupel mit zerstörerischen Fangmethoden auch die Jungtiere von Fischschwärmen, töten Unmengen ungewollter Meerestiere, die als Beifang in ihren Netzen landen. Sie sind alles andere als harmlose Faschingspiraten. Seit Montag ist das Greenpeace-Schiff Esperanza unterwegs, um ihnen das Handwerk zu legen.
Piratenfischern fehlt vor allem eines: eine Quote, eine Fangerlaubnis, eine Lizenz zum Fischen. Sollten sie eine haben, wird diese ums Mehrfache überzogen. Die Piratenfischer umgehen internationale Fischereiabkommen, indem sie ihre Schiffe in Billigflaggen-Ländern wie Belize, Honduras, Panama, St. Vincent oder Grenada registrieren. Länder - darunter auch solche, die gar keine eigene Küste haben - vergeben für geringe Gebühren Lizenzen an große Fischtrawler und verzichten meist auf die notwendigen Kontrollen. Sie unterschreiben nicht die internationalen Abkommen und sind dann auch nicht von diesen betroffen.
Theoretisch sollten diese Abkommen regeln, wie viel Fisch einer bestimmten Art in den Regionen gefangen werden und wer diesen fangen darf. Jedoch wird dies durch das Billigflaggensystem untergraben. Die Welternährungsorganisation FAO schätzt, dass schon seit Jahren rund ein Viertel mehr gefangen wird als erlaubt. Schuld sind die Fischpiraten, die illegal, unreguliert und undokumentiert (IUU-Fischerei) alles fangen, was sich verkaufen lässt, und zusätzlich die bereits überfischten Bestände belasten.
Fisch wird vor allem aus dem Meer der ärmsten Länder gestohlen
Diese Fischereischiffe wildern besonders gerne dort, wo Kontrollen die Ausnahme sind: auf hoher See oder in Küstenbereichen von ohnehin armen Ländern, die nicht in der Lage sind, ihre Hoheitsgewässer zu überwachen. Weltweit entstehen jährlich Verluste zwischen 3,4 und 7,6 Milliarden Euro durch die Piratenfischerei. Am meisten betroffen sind die ärmsten Länder der Welt. Deshalb arbeitet Greenpeace in Westafrika mit der Menschenrechtsorganisation Environmental Justice Foundation (EJF) zusammen, um gemeinsam die zerstörerischen Praktiken der Piraten-Fischereiflotten aufzudecken.
Die Piratenbeute wird nicht selten auf See illegal an Kühlschiffe übergeben, mit legalem Fang vermischt und dann in Häfen verkauft, in denen es kaum Kontrollen gibt - beispielsweise in Las Palmas auf Gran Canaria. Im Atlantischen Ozean profitieren Piratenfischer vor allem von der steigenden Nachfrage nach Tunfisch auch in der EU
.
Die "Esperanza" ist am Montag aus Kapstadt in den Atlantik ausgelaufen, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen. In wenigen Tagen treffen sich die Fischereiminister der OECD in Paris um über Maßnahmen gegen die Piratenfischerei zu beraten. Bereits vor fünf Jahren wurde ein Aktionsprogramm beschlossen - das nur nie umgesetzt wurde. Die Regierungen müssen aufhören zu reden und anfangen zu handeln, sagt Andrea Cederquist, Fischereiexpertin von Greenpeace. Fisch der illegal gefangen wird, landet auch bei uns auf dem Teller. Alle Supermärkte sollten sicherstellen, dass keine illegalen Fischprodukte in ihren Regalen liegen. Auch müssen sie entsprechend den gesetzlichen Vorgaben die volle Rückverfolgbarkeit aller Fischprodukte bis zum Fangschiff gewährleisten.
Zweiter Teil der SOS Weltmeer-Tour
Die Expedition der Esperanza vor die Westafrikanische Küste ist der zweite Teil einer über einjährigen Tour zum Schutz der Weltmeere. Nach einer ersten Fahrt in die Antarktis zum Schutz der Wale wird die Esperanza nun in den kommenden Wochen gegen Piratenfischer kämpfen. Während der SOS Weltmeer-Tour wird Greenpeace zeigen, wie zerbrechlich und kostbar, aber vor allem bedroht das Leben in unseren Meeren ist. Selbst der weiteste Ozean ist auf Dauer Überfischung, illegaler Fischerei, schleichender Verschmutzung und Klimawandel nicht gewachsen. Greenpeace fordert ein weltweites Netz von Meeresschutzgebieten, das 40 Prozent der Weltmeere umfassen muss.
Bereits jetzt unterstützen 45.000 Meeresschützer/innen dieses Unterfangen und begleiten die SOS Weltmeer-Expedition im Internet. Per Mausklick auf www.sosweltmeer.org kann sich jeder eintragen und sich dabei für die Meere engagieren.
Quelle: Greenpeace (Autor: Helge Holler) vom 27.02.2006
Küstenkanal in Oldenburg ist fertiggestellt
Oldenburg - Nach rund anderthalbjähriger Bauzeit ist der Umbau des Küstenkanals im Stadtgebiet von Oldenburg abgeschlossen. Heute Mittag (21.2.) eröffneten Oberbürgermeister Schütz und Verkehrs-Staatsekretärin Roth die Strecke. Zwischen Amalienbrücke,
Cäcilienbrücke und Stau wurden auf einer Länge von 850 Metern die Spundwände erneuert. Das war nötig geworden, weil die 80 Jahre alten Spundwände völlig durchgerotet waren. Außerdem wurde der der Kanal um fünf Meter verbreitet. Damit ist gewährleistet, dass sich sogenannte Europaschiffe auf dem Küstenkanal begegnen können. Die Bauarbeiten habern rund 15 Millionen Euro gekostet.
Pressemeldung Bremen 1 vom 21.02.2006
Neuer Luxusliner hat Baudock der Meyer Werft verlassen
Papenburg -Die "Pride of Hawaii" hat am Sonntag das überdachte Baudock der Meyer Werft in Papenburg verlassen. Mit Hilfe eines Schleppers verlief das Manöver bei dichtem Morgennebel ohne Probleme. Der 294,13 Meter lange, 32,2 Meter breite und 93.500 Bruttoraumzahl große Luxusliner machte dann am Ausrüstungspier fest. Dort geht der Innenausbau weiter. Das Schiff verfügt über 1.233 Kabinen für mehr als 2.500 Passagiere.
Am 11. März durch die Ems in die Nordsee
Der jüngste Kreuzfahrtschiff-Neubau soll am 11. März über die schmale Ems zum niederländischen Eemshaven fahren. Von dort werden die Werfterprobungsfahrten in die Nordsee stattfinden. Die Übergabe an den Auftraggeber, die Norwegian Cruise Line (NCL), ist für Mitte April geplant.
Pressemeldung NDR vom 19.02.2006
Lloyd Werft baut Spezialschiff
Bremerhaven - Neubauauftrag für die Lloyd Werft: Die Hafengesellschaft Bremenports lässt dort ein so genanntes Wasserinjektionsgerät (WIG) bauen. Die Auftragssumme liegt bei 4,4 Millionen Euro. Beim Neubau des etwa 40 Meter langen und etwa 8 Meter breiten Wasserinjektionsgerätes handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Schiffes "Hol Deep", das seit 1994 eingesetzt wird.
Die Hafengesellschaft braucht ein neues "Wasserinjektionsgerät". So nennen die Techniker das Boot, mit dem sie den Kampf gegen die Verschlickung von Liegeplätzen und Schleusen ständig aufs Neue aufnehmen. Mit Wasserdruck pustet dabei ein Spülrohr Schlick und Sand weg. Das spart aufwendige Hafenbaggerei. Weil an der Stromkaje die Zahl der Liegeplätze ständig steigt, stößt das derzeit gegen den Schlick kämpfende Gerät "Hol Deep" aber an seine Grenzen, darum wird dort ein neues Sezialschiff benötigt.
Das Spezialschiff soll Ende 2006 abgeliefert werden. Es wird sich dann zum Beispiel um den Liegeplatz des neuen MSC-Gates kümmern. Damit die großen Containerschiffe hier im Süden der Stromkaje anlegen können, müssen jährlich 100 000 Kubikmeter Schlick und Sand bewegt werden. Wegpusten statt ausbaggern lautet dabei die Devise. Der Unterhaltungsaufwandsoll damit gesenkt werden.
Neubau schafft mehr Tiefe
Das 1994 bei Schweers in Bardenfleth gebaute Spezialschiff "Hol Deep" kommt mit den großen Wassertiefen vor CT 4 nicht klar. Der Neubau wird hingegen mit Tiefen bis zu 21 Metern fertig.
Pressemeldung vom 18.02.2006
Schiffstaufe an der Seebäderkaje
Bremerhaven - An der Seebäderkaje wurde gestern das 154.50 m lange Containerschiff "Alexander B" getauft. Es ist das zunächst letzte Exemplar des Typs PW 1200 - eines Verkaufsschlagers , von den die Werften der Hegemann-Gruppe in Berne und Wolgast in den vergangenen fünf Jahren 23 Stück gebaut haben. Getauft wurde es von Dr. Sandra Bölle, in Begleitung von Werftchef Detlef Hegemann und seinem Schiffbaumanager Siegfried Crede.
Das bis zu 19 Knoten schnelle Schiff hatte die in Haren an der Ems ansässigen Reederei Tesch bestellt. Der Frachter verfügt über eine hohe Eisklasse und soll in den nächsten drei Jahren im Charterdienst für die dänische Reederei Maersk zum Einsatz kommen. Unter dem Charternamen "Maersk Rundvik" soll das Schiff zwischen Russland, Finnland und Dänemark verkehren. Inzwischen hat die Reederei Tesch zwei weitere Containerschiffe mit jeweils 1400 TEU Stellplätzen bei den Hegemann-Werften geordert.
Pressemeldung NZ vom 18.02.2006
Frachter kostet pro Tag 12000 Euro
Bremerhaven - Die Seebäderkaje und der "Zoo am Meer" bilden am Freitag (17.2.) wieder einmal die Kulisse für eine glanzvolle Schiffstaufe: Von der der Peene Werft in Wolgast kam der Neubau "Alexander B." gestern in der Seestadt Bremerhaven an. Am Bug steht schon der künftige Chartername "Maersk Rundvik". Das 154,50 Meter lange und 24,95 Meter breite Containerschiff kann 1221 Standartcontainer an Bord nehmen. Für das Schiff zahlt der Charterer die nächsten drei Jahre jeden Tag 12000 Euro an den Reeder in Haren an der Ems. Baupreis des Frachters: 22,35 Millionen Euro.
Pressemeldung NZ vom 15.02.2006
"Merkur Star" bei Lloyd Werft
Bremer Traditionsreederei neuer Kunde auf der Lloyd Werft
Bremerhaven - Seit Montagabend liegt das Containerschiff "Merkur Star" im Kaiserdock II der Lloyd Werft. Auf dem Auftragszettel stehen umfangreiche Reparatur-, Wartungs- und Malerarbeiten. Unter anderem brennen die Werftarbeiter ein großes Loch in die Seitenwand, um einen alten, ölgefeuerten Heizkessel auswechseln zu können. Die Arbeiten sollen bis zum 23. Februar abgeschlossen sein. Die gut 203 Meter lange "Merkur Star" ist das erste Schiff, das die "Bremer Reederei Vinnen & Co" auf der Lloyd Werft reparieren lässt. Das 1819 gegründete Traditionsunternehmen bereedert zehn Containerschiffe. Berühmt wurde die Reederei früher mit Segelschiffen, darunter die 1921 gebaute Viermastbark "Magdalene Vinnen". Heute heißt sie "Sedov".
Pressemeldung NZ vom 15.02.2006
Schiffsdaten "Merkur Star" =>
Baujahr: 1996, Werft: Flensburger Schiffbau-Gesellschaft, Flagge: Liberia, Kapazität: 2638 TEU, Tragfähigkeit: 39.528 Tonnen, Maschinenleistung: 16.860 kW, Geschwindigkeit: 19,7 kn, Länge: 202,80 m
Ausdocken bei der Meyer Werft
Papenburg - Mit der "Pride of Hawaii" verläßt am kommenden Sonntag ( 19.2. ) um sieben Uhr ein weiterer Neubau das überdachte Baudock der Meyer Werft in Papenburg. Anschließend soll das Schiff am Ausrüstungskai festmachen, teilte die Werft gestern mit. Die Überführung über die Ems zum niederländischen Eemshaven ist für den 11. März geplant. Auftraggeber ist die Norwegian Cruise Line (NCL). Der neue Luxusliner ist gut 294 Meter lang und erreicht eine Geschwindigkeit von mehr als 24 Knoten.
Pressemeldung Abendblatt vom 15.02.2006
Schüler forschen im Ostatlantik - Das segelnde Klassenzimmer
Bremerhaven - Zwei Wochen lang erforschen 38 Bremerhavener Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe an Bord der Brigg "Roald Amundsen" die Seeberge im Ostatlantik. Die Expedition erfolgt im Rahmen des HIGHSEA- Schulprojektes (HIGHschool of Science & Education @ the AWI). Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung begleiten die Schüler aus zwei Jahrgängen.
Ziel der Expedition vom 16. Januar bis 17. Februar sind die Seeberge "Ampere" und "Seine" nahe dem Madeira Archipel im östlichen Nordatlantik. Auf zwei Fahrtabschnitten wird jeder Seeberg für jeweils zwei Wochen untersucht. Weitgehend selbstständig und eigenverantwortlich messen die Schüler mit einer Sonde den Salzgehalt und die Temperatur in verschiedenen Wassertiefen um die Seeberge. Schon an Bord beginnt die Auswertung der Daten, endgültig wird die Analyse aber erst nach Ende der Fahrt in Bremerhaven abgeschlossen. Die Untersuchungen sind nicht nur integraler Bestandteil des Unterrichts, auch die Wissenschaft interessiert sich für die Daten. "Zurzeit gibt es keine Winterdaten aus diesem Seegebiet, deshalb ist dieses Forschungsziel einzigartig und ambitioniert zugleich", erklärt Dr. Susanne Gatti, Leiterin des HIGHSEA-Projektes. Projektkoordination und Kommunikation sind wichtige Schwerpunkte der Seereise, die den fächerübergreifenden Unterricht ergänzen. Neben den wissenschaftlichen Aufgaben an Bord der gut 50 Meter langen "Roald Amundsen" müssen die Schüler aber auch beim Segeln mit anpacken.
Unterstützt wird die Fahrt von Wissenschaftlern des Alfred-Wegener- Instituts für Polar- und Meeresforschung und der National University of Ireland, Galway. Seeberge sind Erhebungen zumeist vulkanischen Ursprungs, die sich aus der relativ ebenen Fläche der Tiefsee erheben. Dabei ändert sich die Wassertiefe über sehr kurze Distanzen von mehreren Kilometern Wassertiefe auf wenige hundert Meter. Um diese untermeerischen Gipfel bilden sich unter bestimmten Bedingungen Strömungswirbel. Die physikalischen und biologischen Verhältnisse innerhalb dieser auch "Taylor-Kappen" genannten Wirbel unterscheiden sich deutlich von denen außerhalb.
Das vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung und den Bremerhavener Schulbehörden gemeinsam entwickelte Schulprojekt HIGHSEA soll das Interesse am naturwissenschaftlichen Unterricht fördern und zum selbstständigen Lernen anregen. Seit seinem Beginn beteiligen sich knapp siebzig Schülerinnen und Schüler an dem innovativen Projekt. Die Forschungsfahrt mit der vom Verein "LebenLernen auf Segelschiffen" aus Eckernförde betriebenen "Roald Amundsen" wird von den Eltern und dem Alfred-Wegener-Institut finanziell und mit Ausrüstung unterstützt. Durch eine Spende der Ursula Wulfes Stiftung und den vor kurzem für das HIGHSEA-Projekt verliehenen Stifterpreis der Bremerhavener Wirtschaft konnten ein Teil der verbleibenden Kosten abgedeckt werden.
Weitere Informationen zu den Schulprojekten des Alfred-Wegener-Instituts finden sich unter www.awi-bremerhaven.de
Die Schiffsroute und tägliche Berichte der Expedition sind zu verfolgen unter www.llas.de/tagesmeldungen.html
Pressemeldung: Alfred-Wegener-Institut
Das 462. Schaffermahl in Bremen
Bremen - Zum ältesten Brudermahl der Welt kamen am 10. Februar mehr als 300 Gäste. Ehrengast war Günter Verheugen, der Vizepräsident der Europäischen Kommission. Außerdem nahmen der saarländische Ministerpräsident Peter Müller und Theo Zwanziger vom Deutschen Fußballbund an der Festtafel Platz. Zwischen Stockfisch, Grünkohl und Schafferbier standen zahlreiche Reden auf dem Programm.
Hanse Vorläufer der europäischen Integration
In seiner Rede zog Verheugen Parallelen zwischen der Hanse und der Europäischen Union (EU). "In Bremen wusste man schon im Mittelalter, dass Zusammenarbeit und Integration besser sind als Abschottung und Eigensucht", meinte der Ehrengast aus Brüssel. "Man kann die Hanse, zu deren führenden Mitgliedern Bremen gehörte, ohne weiteres als einen frühen Vorläufer der europäischen Integration betrachten." Für Bremens Charakter seien "Liberalität und Solidarität kennzeichnend". Bremer wüssten "seit jeher Weltoffenheit mit Treue zur Heimat zu verbinden."
"Europa ist kein Jobkiller"
Verheugen äußerte sich in seiner Ansprache auch zu "Mythen", die in Deutschland über die Europäische Union kursierten. Europa sei weder ein "bürokratisches Monster", noch "eine Diktatur von Beamten". Schließlich würden Entscheidungen von einem frei gewählten Parlament und vom Rat der demokartisch legitimierten Mitgliedsstaaten getroffen. Deutschland sei auch keineswegs "der Zahlmeister Europas, sondern die größte Volkswirtschaft. Wer die größte Wirtschaft hat, muss insgesamt mehr beitragen als ein kleines Land."
Edles Tafelsilber und Galauniform
Die Regularien des Schaffermahls sind streng, das Essen ist wohlschmeckend und das Ambiente einzigartig. Anlässlich des Schaffermahls wird die ohnehin wunderschöne mittelalterliche Obere Rathaushalle besonders festlich hergerichtet. Wertvolles Silber wird aufgelegt, Kerzen brennen, und die rund 300 Gäste haben Frack oder Kapitänsuniform angelegt.
Es gilt als besondere Ehre, von den Schaffern - bremische Kaufleute und Kapitäne - zu dem ältesten Brudermahl der Welt eingeladen zu werden. Jeder darf nur einmal in seinem Leben als Gast dabei sein.
Festgelegt ist seit eh und je, was es zu Essen gibt: Neben einer kräftigen Hühnersuppe ist Braunkohl mit Maronen und Pinkel (eine geräucherte Grützwurst) fester Bestandteil des Menüs. Dazu gibt es neben Wein ein nach uraltem Rezept gebrautes Seemannsbier, das in einem schweren silbernen Humpen serviert wird.
Ursprünglich war die Schaffermahlzeit ein Essen, zu dem Kapitäne und Kaufleute nach einer langen Lagebesprechung vor Beginn einer neuen Reiseperiode zusammenkamen. Heute ist es ein außergewöhnliches gesellschaftliches Ereignis.
Pressemeldung RB vom 10.02.2006
Schönheitskur für Feuerschiff "Elbe 3"
Bremerhaven - Das Feuerschiff "Elbe 3" im Deutschen Schiffahrtsmuseum hat vorübergehend seinen Liegeplatz verlassen. Die Fahrt war nur kurz. Für Überholungsarbeiten liegt es jetzt an der Kaje vor dem Museumsschiff "Seute Deern", weil dort ein Kran eingesetzt werden kann. Denn unter anderem muß die große Ankerwinde für Restaurierungsarbeiten von Bord gehoben werden. Das Feuerschiff "Elbe 3" wurde 1909 als Lotsengaliot für die Eidermündung gebaut und erst später zum Seezeichen umgerüstet. Das 44 Meter lange und sieben Meter breite Schiff wird nicht nur fit gemacht für die neue Saison im Hafen des Schiffahrtsmuseums, es gibt auch Umbauten. So sollen sich einige Räume zukünftig auch für Veranstaltungen sowie museumspädagogische Aktionen eignen. Außerdem ist das hölzerne Deck zu erneuern.
Pressemeldung vom 08.02.2006
Volle Docks bei der Lloyd Werft
Bremerhaven - Alle Docks und Kajen der Bremerhavener Lloyd Werft sind derzeit belegt. Die Bremer Reederei Harren & Partner läßt ihr Massengutschiff "Peoria" reparieren und die Klasse erneuern. Das Schiff ist 217 Meter lang. Es handelt sich um den ersten Auftrag der Bremer Reederei an die Werft. Nach einer Kollision liegt auch der zypriotische Tanker "Cape Bradley" mit zerstörtem Vorschiff bei der Lloyd Werft. Die beschädigte Windenanlage wurde zu dem Unternehmen Hatlapa nach Uetersen transportiert und wird innerhalb von zwei Wochen nachgebaut.
Pressemeldung vom 07.02.2006
Lloyd Werft repariert Schleusentor - Auftrag über drei Millionen Euro
Bremerhaven - Drei Millionen Euro wird es kosten, den Schaden am Tor der Nordschleuse zu beseitigen. Die Kosten übernimmt die Versicherung des Schiffs, das das Tor gerammt hatte. Gestern erteilte Bremenports den Reparaturauftrag an die Lloyd Werft.
Als der Autotransporter "Isolde" am 30. Dezember mit seinem Heck das Tor am Binnenhaupt rammte, verbogen sich verschiedene Stützen und Streben sowie der Fahrbahnbereich auf dem Tor. Nach Angaben von Bremenports-Chef Jürgen Holtermann muss deshalb ein 23 Meter langes und 8 Meter hohes Teilstück im oberen Bereich des Schleusentors fast vollständig erneuert werden.
Seit einigen Wochen liegt das Tor bereits bei der Lloyd Werft. Im Trockendock haben Mitarbeiter von Bremenports das Tor gründlich untersucht. Holtermann geht davon aus, dass es in etwa neun Wochen repariert sein wird.
Pressemeldung NZ vom 04.02.2006
Tausende verölte Vögel in der Ostsee
Stralsund - Mehrere tausend Vögel, darunter Möwen, Schwäne und Eisenten, verenden nach Angaben des WWF in Folge eines Ölaustritts im Finnischen Meerbusen. Schätzungsweise 20 Tonnen Öl sind vor der Küste Estlands ausgetreten.
Der Verursacher ist noch unbekannt, die estnische Regierung hat eine Untersuchung eingeleitet. Der Finnische Meerbusen wird pro Monat von 10.000 Schiffen befahren.
Zum Zeitpunkt des Ölaustritts haben ihn etwa 100 Schiffe passiert. Das Öl war am Dienstag entdeckt worden. Die Behörden hatten das
Ausmaß der Katastrophe zunächst unterschätzt. "Wir müssen von mindestens 5.000 qualvoll verendeten Vögeln ausgehen, vielleicht auch
noch mehr", berichtet WWF-Ostseeexperte Jochen Lamp.
"Die Krise weitet sich aus. Immer mehr Ölklumpen und verendete Vögel werden angespült. Oft verenden die Tiere in den Händen der
Helfer - sie halten den Stress nicht aus und haben Öl geschluckt. Füchse und andere Wildtiere fressen die Vögel, das Öl gelangt so in
die Nahrungskette", berichtet Leena Rappu vom WWF-Partner Estnischer Naturschutzfonds, der die Reinigungsarbeiten unterstützt. Das ganze Ausmaß der Katastrophe lasse sich derzeit noch nicht einschätzen. Betroffen ist auch das Biosphärenreservat der Insel Saarema, ein
wichtiger Anlaufpunkt für Zugvögel.
"Die Ostsee-Staaten verfügen noch immer nicht über die nötige Notfall-Ausrüstung und Aktionspläne zur Bekämpfung von Ölverseuchungen", kritisiert Lamp. Der WWF Finnland hat technische Hilfe bereitgestellt, um verölte Vögel zu retten und die
Verschmutzung zu beseitigen. Derzeit sind etwa 150 Helfer dabei, die Küste auf einer Länge von 35 Kilometer zu reinigen. Die Naturschützer
mahnen eine umfassende Untersuchung des Vorfalls an. "Immer wieder gibt es verantwortungslose Kapitäne, die illegal ihr Altöl ins Meer
einleiten oder ein Leck nicht melden. Für die schwarzen Schafe darf es kein Pardon geben", so Lamp.
Auch an der Südwestküste Finnlands wurden ölverschmutzte Tiere gesichtet. Der WWF fordert die Regierung in Helsinki auf, eine Notfall-Einheit zur Rettung ölverseuchter Vögel einzurichten. "Angesichts des enormen Schiffsverkehrs im Finnischen Meerbusen
könnte eine solche Katastrophe jederzeit auch an unserer Küste passieren. Die Regierung muss sich darauf besser vorbereiten",
erklärt Jari Luukkonen, Naturschutzdirektor des WWF Finnland.
Quelle: WWF Deutschland vom 03.02.06
Schwebefähre Osten mit neuem Namen
Nationales Baudenkmal über der Oste nach umfassender Sanierung ab April
wieder in Betrieb
Hemmoor - Die historische Schwebefähre über den niedersächsischen Elb-Nebenfluß Oste trägt einen neuen Namen. Nach internationalem Brauch wird die in ihrer Bauart europaweit einzigartige Flußquerung jetzt nach den beiden Orten benannt, die sie verbindet: Statt mit der Bezeichnung
"Schwebefähre Osten" bewirbt die örtliche Fördergesellschaft das nationale Baudenkmal nun mit dem Namen "Schwebefähre Osten - Hemmoor", wie der 1975 gegründete Verein zur Erhaltung des Baudenkmals am Wochenende in seiner Jahreshauptversammlung in dem 2000-Einwohner-Ort Osten (Kreis Cuxhaven) beschlossen hat.
Die Einbeziehung des Namens der gegenüber gelegenen, bekannteren Stadt Hemmoor soll Ortsfremden das Auffinden der Schwebefähre erleichtern. Das technische Baudenkmal steht nach einer umfassenden, auf 1,4 Millionen Euro veranschlagten Restaurierung voraussichtlich von April an wieder für
touristische Demonstrationsfahrten zur Verfügung.
Die Schwebefähre, "Eiffelturm des Nordens" genannt, ist eines der herausragenden Wahrzeichen der im Mai 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, die 50 Fähren, Brücken, Schleusen und andere maritime Sehenswürdigkeiten verbindet. Der Stahlfachwerkbau über der Oste - eines von weltweit nur noch acht seiner Art - war 1909 von Louis Pinette, einem Schüler des Eiffelturm-Erbauers Gustave Eiffel, erbaut worden.
Gemeinsam mit Kommnalpolitikern aus Rendsburg und Osterrönfeld (Schleswig-Holstein), wo eine zweite deutschen Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal führt, wollen sich die Anrainer der Oste-Fähre in einem "Arbeitskreis deutsche Schwebefähren" zusammenschließen und sich gemeinsam mit Schwebefähren-Städten in Großbritannien, Frankreich und Spanien um EU-Fördermittel für die "kulturelle Inwertsetzung" der Baudenkmale bemühen.
Quelle: Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor vom 02.02.2006
Eisbrecher "Arkona" schafft freies Fahrwasser zu Vorpommerns Häfen
Stralsund - Vom Stralsunder Hafen aus ist am Sonntagmorgen das neue Mehrzweckschiff "Arkona" zum Eisaufbruch in Vorpommerns Küstengewässer ausgelaufen. Das 2004 auf der Wolgaster Peenewerft gebaute Spezialschiff kann in einem bis zu 50 Zentimeter starken Eispanzer eine 15 Meter breite Fahrrinne brechen, wie der Chef des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund, Holger Brydda, mitteilte.
Die "Arkona" sollte zunächst das Fahrwasser durch den Strelasund freimachen, in dem mehr als 20 Zentimeter dicke Eisschollen zusammengefroren waren. Anschließend war der Eisaufbruch durch den Greifswalder Bodden zur so genannten Landtiefrinne vorgesehen. Nach Angaben des Eisdienstes soll sich das Eis dort durch den Frost und heftige Winde am Fahrwasserrand stellenweise bis zu einen Meter hoch übereinander geschoben haben. In der Ansteuerung nach Wolgast hat sich bis 15 Zentimeter dickes Festeis gebildet.
In den vorpommerschen Küstengewässern sind derzeit auch der neue Tonnenleger "Ranzow" und der ebenfalls erst 2004 gebaute Eisbrecher "Görmitz" im Einsatz. Die "Görmitz" bahnte am Sonntagmorgen einem Tanker den Weg durchs Eis von Greifswald-Ladebow in die freie Ostsee. Im Seegebiet vor Rostocker operieren das Seezeichenschiff "Rosenort" und der Schlepper "Fairplay-26".
Quelle: MVregio vom 29.01.2006
Douglas Ward und die "Goldmedaille" für MS "Europa"
Hamburg - Hoher Besuch am Hamburger Ballindamm: Douglas Ward (60), "Kreuzfahrtpapst" und Autor des Berlitz Kreuzfahrtführers, verlieh jetzt persönlich die Auszeichnung zum besten Kreuzfahrtschiff der Welt. Für die MS "Europa" von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten allerdings fast schon eine Tradition. Zum sechsten Mal in Folge konnte die "schönste Yacht der Welt" diese Ehre einstreichen. Bestes Schiff mit "5 Sternen plus" ist seit sechs Jahren die Europa, erzielte auch jetzt 1858 von 2000 möglichen Punkten. Nur maximal 408 Passagiere, mindestens 27 Quadratmeter große Suiten (fast alle mit Balkon), vier Restaurants, viel Platz, ein moderner, fast vibrationsloser Azipod-Antrieb und ganz viel Engagement und Herz der Crew überzeugten Douglas Ward erneut: "Es sind die vielen raffinierten und luxuriösen Details und Extras, die das Schiff zu etwas Besonderem machen. Vor allem die individuelle Betreuung der Gäste und die stete Wunscherfüllung", so der Experte.
Quelle: Die Welt vom 28.01.2006
Frachter unter Drachensegeln
Als erste Reederei will Beluga Shipping aus Bremen einen ihrer Frachter von einem Gleitschirm ziehen lassen
Hamburg - Die Bremer Beluga Shipping GmbH wird als weltweit erste Reederei das in Hamburg entwickelte Windantriebssystem Skysails auf ihren Schiffen einsetzen. Der Kaufvertrag für das erste Drachensystem wurde gestern in der Hansestadt unterzeichnet. Im kommenden Jahr soll das neue Frachtschiff "Beluga Skysails", das System auf seiner Fahrt durch die Weltmeere testen. "Wir erwarten durch den Einsatz des innovativen Skysails als Pionier deutliche Wettbewerbsvorteile", sagte der geschäftsführende Gesellschafter der Beluga Group, Niels Stolberg.
Das neue System kann Auswirkungen auf die gesamte Schiffahrt haben. 90 Prozent des Welthandels werden über den Seehandel abgewickelt. Steigende Energiekosten machen allen Reedereien zu schaffen. "Die Kosten für Bunkeröl haben sich in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdreifacht. Da wird die Suche nach Alternativen immer wichtiger", sagt Skysails-Gründer und Geschäftsführer Stephan Wrage. Mit seinem System sollen Schiffe bis zu 50 Prozent Treibstoff sparen.
Hinzu kommen umwelttechnische Vorteile, die das Segel bringt. Die internationale Schiffahrtsorganisation (IMO) hat am 19. Mai 2005 als Ergänzung zum Marpol-Abkommen neue Richtlinien zu Emissionen erlassen (Marpol Annex VI). Sie können für viele Reedereien zusätzliche finanzielle Belastungen bedeuten. "Neben gängigen aber teuren Alternativen wie Katalysatoren und hochwertigerem Öl, kann unser Segel auch den Emissionsausstoß eines Frachters verringern", so Wrage.
Das Skysails-System besteht aus einem großen Zugdrachen, der über ein Seil mit dem Schiff verbunden ist. Eine vollautomatische Steuergondel direkt unterhalb des Segels soll eine reibungslose Nutzung des Systems garantieren. Bereits 2005 hatte Skysails eine erfolgreiche Testreihe auf der Ostsee absolviert.
Noch hat das Segel den Test auf einem richtigen Frachtschiff allerdings nicht bestanden. Doch Beluga-Chef Stolberg ist überzeugt von dem Erfolg des Systems. "Wir müssen neue Wege gehen und solche Systeme ausprobieren", sagt er. "Deshalb wagen wir auch den Schritt, in ein bisher nicht getestetes System zu investieren." - Wrage rechnet sogar damit, bis zu 40 000 Schiffe mit seinem Segel ausstatten zu können. "Bereits jetzt wenden sich viele Reedereien an uns", sagt er. "Und wenn das erste Schiff erfolgreich fährt, werden sicherlich auch die Zweifler zu uns kommen."
Quelle: Hamburger Abendblatt vom 26.01.2006
Reederei Beluga Shipping GmbH
Die Bremer Reederei Beluga Shipping GmbH wurde 1995 von Kapitän Niels Stolberg gegründet. Im Jahr 2005 gehörten zur Unternehmensgruppe Beluga Group 120 Angestellte in Bremen und 30 weitere Mitarbeiter an den internationalen Standorten Rotterdam, Houston, São Paulo, Shanghai und Peking. Beluga bereedert und befrachtet derzeit eine Flotte von 28 Mehrzweck-Schwergut-Frachtschiffen und hat sich durch hohe Flexibilität im Projekt- und Heavy Lift Sektor sowie rasantes Wachstum einen Namen gemacht. Das Leistungsspektrum der Beluga Group umfasst neben der Befrachtung, dem Operating und der Bereederung die Bereiche Projektentwicklung und Transportlösungen für komplexe Schwergut- und Projektfrachtverladungen über See. |
 |
Museumsschiff "Rickmer Rickmers" wird Schiffspoststelle
Hamburg - Das Hamburger Museumsschiff "Rickmer Rickmers" wird zur Schiffspoststelle. Am Sonntag (29.1.) um 11:00 Uhr erhält die "Besatzung" des an den St. Pauli-Landungsbrücken vertäuten Dreimasters ihren Schiffspoststempel. Damit ist die "Rickmer Rickmers" eines von 35 Schiffen unter Bundesflagge mit einer eigenen Post, teilten die Betreiber am Dienstag mit. Besucher können künftig Briefe und Postkarten an Bord abgeben. Sie werden mit dem besonderen Stempel versehen und an die Deutsche Post weitergegeben.
Die "Rickmer Rickmers" zog im vergangenen Jahr 136 000 Besucher an. Die sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Zu dem positiven Ergebnis trugen nach Einschätzung von Veranstaltungsmanagerin Trixi Lange-Hitzbleck die Veranstaltungen an Bord bei, zu denen Lesungen, Ausstellungen und Aktionen wie das Knüpfen von Seemannsknoten gehörten.
Pressemeldung vom 24.01.2006
200 Tonnen schwerer "Eispanzer" nach Ostseetörn - Frachter gestoppt
Brunsbüttel - Die eiszeitlichen Temperaturen haben einem Frachter bei seiner Fahrt über die Ostsee einen 200 Tonnen schweren Eisüberzug verpasst. Die Wasserschutz-Polizei stoppte das 89 Meter lange Schiff in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) wegen Überladung. Arbeiter müssen den bis zu einem halben Meter dicken Eispanzer entfernen, bevor der Frachter seine Fahrt von Finnland in die Niederlande fortsetzen darf. Das "Eiskratzen" wird nach Angaben der Polizei vermutlich zwei Tage dauern.
Quelle: KN vom 24.01.2006
Neues Containerterminal im Bremer Hafen
Bremen - Im Bremer Überseehafen entsteht ein neues Containerterminal. Das Herzstück der Anlage, ein Containerkran, ist heute in Betrieb genommen worden. Die Betreibergesellschaft Weserport GmbH investiert nach eigenen Angaben rund zwölf Millionen Euro in die Umschlagsanlage. Künftig solle Bremen der Endpunkt der Zubringerverkehre auf dem Wasser werden. "Noch reisen viele Boxen auf der Straße zu den großen Containerhäfen", sagte Geschäftsführer Michael Appelhans. Der Trend gehe aber hin zum Schiffstransport. Gründe seien unter anderem die LKW-Maut und steigende Treibstoffpreise.
Der Containerkran ist rund 75 Meter hoch und über 800 Tonnen schwer. Er hat eine Nutzlast von mehr als 50 Tonnen. Mit ihm plant die Weserport GmbH in den kommenden Jahren rasante Zuwächse. 2010 soll der neue Kran jährlich rund 20.000 Container bewegen, so ein Unternehmenssprecher. Im Lauf des Jahres wird jetzt noch die Kaje um rund 130 Meter verlängert und rund 16.000 Quadratmeter Containerfläche befestigt.
Nach den Worten von Bremens Hafensenator Jörg Kastendiek (CDU) hat der stadtbremische Hafen im Bereich der Kurzstrecken-Seeverkehre Aussicht auf weiter wachsende Containertransporte. Das neue Terminal sei "das beste Beispiel dafür".
Beim Start hob der neue Kran für Bremen bestimmte Container vom Binnenschiff "Aviso I". Anschließend belud er das Schiff mit Boxen für Antwerpen und Rotterdam.
Pressemeldung vom 23.01.2006
Ganze Welt schaute auf Rettungsversuch für den Wal
London - Die Welt, so schien es fast über viele Stunden, stand im Bann eines einzigen Entenwals. Nicht nur BBC News 24, auch die Nachrichtenkanäle von TV-Sendern in etlichen anderen Ländern kannten nur noch ein Thema: Den Themse-Wal.
Der aus der Themse geborgene Wal ist am Samstag während eines dramatischen Rettungsversuchs verendet. Offenbar habe das Tier einen Krampf erlitten und sei daran gestorben, sagte Tony Woodley von der Rettungseinheit der britischen Marine-Taucher am Abend. Tierschützer und Experten hatten zuvor versucht, den Entenwal auf einer Barkasse so weit die Themse hinab zu transportieren, dass er in offenem Gewässer eine Überlebenschance hat. Der sechs Meter lange Wal war zuvor tagelang die Themse auf und ab geirrt und hatte in London tausende Schaulustige angezogen. Eine ausführliche Live-Berichterstattung zahlreicher Fernsehsender trug dazu bei, dass das Jungtier die Herzen zahlreicher Menschen eroberte.
Entenwale leben im Nordatlantik und sind die am tiefsten tauchenden Säugetiere. Nie zuvor war auf der Höhe Londons ein Exemplar dieser Tierart registriert worden. In der Themse-Mündung tauchte aber am Freitag ein weiterer Entenwal auf. Die Tiere leben normalerweise in Gruppen.
Es ist rätselhaft, warum sich der Meeressäuger allein in die flache Themse nach London verirrt hatte. Experten vermuteten, er sei Fischen gefolgt und habe die Orientierung verloren. Denkbar sei aber auch, dass Echolote und militärische Versuche den Wal irritiert haben. Erst vor kurzem war ein riesiger Finnwal an der Ostseeküste bei Rostock gestrandet und verendet, der sich offenbar ebenfalls verirrt hatte.
Nach misslungenen Versuchen, den Entenwal in Richtung Meer zu locken, hatten Tierschützer den Wal am Samstag in einem riskanten Manöver zu retten versucht. Sie luden das Tier per Kran auf einen Frachtkahn und begannen ihn flussabwärts zu schiffen. Dabei schien das nach der langen Zeit ohne Nahrung und in sehr flachem Gewässer deutlich schwächer und verzweifelter als am Vortag. Während der Fahrt schütteten Helfer Wasser über seinen Körper, um seine Haut feucht halten. Außerhalb des Wassers stand das mehrere Tonnen schwere Tier jedoch zugleich in der Gefahr, an seinem eigenen Gewicht zu ersticken. Veterinär-Experten untersuchten während der Fahrt, ob der Wal gesund genug war, um ausgesetzt zu werden. Es war klar, dass er anderenfalls getötet werden muss.
"Es war von vornherein ein Wettlauf, wie weit es uns der gesundheitliche Zustand des Wals erlaubt, ihn in tiefes Wasser zu bringen", sagte Woodley am Abend, als sich der Zustand des Tieres bereits dramatisch verschlechterte. "Die Tierärzte an Bord des Transportschiffes waren zunächst vorsichtig optimistisch, dass er gesund ist und ausgesetzt werden kann. Das hat sich nun aber in Pessimismus verwandelt."
Der Weg von London zum Atlantik ist auf der Themse rund 70 Kilometer lang. Experten hatten gehofft, das Tier aber noch bis außerhalb der relativ flachen und von vielen Schiffen befahrenen Themse-Mündung zu bringen und erst dort auszusetzen.
Pressemeldung vom 22.01.2006
Bremerhavener und Bremer Hafenarbeiter
protestieren in Straßburg gegen geplante EU-Hafenrichtlinie
Bremen / Bremerhaven - In Straßburg demonstrieren zur Zeit Hafenarbeiter aus ganz Europa gegen die geplante EU-Hafenrichtlinie "Port Package 2". Zur Demonstration sind auch mehrere hundert Arbeiter aus Norddeutschland gereist - unter ihnen 100 Bremerhavener und Bremer. Morgen beginnt die Beratung der umstrittenen Richlinie im EU-Parlament. "Stoppt Port Package Zwei" steht auf den Transparenten der Bremerhavener, mit denen sie bereits in der vergangenen Woche im Hafen protestiert hatten. Ihrer Wut machen sie mit Parolen und Pfiffen Luft. Wenn - wie in der EU-Richtlinie vorgesehen - in Zukunft auch Schiffscrews ihre Schiffe be- und entladen dürfen, müssen die Hafenarbeiter um ihre Arbeitsplätze fürchten. Auch die Industrie- und Handelskammern in Norddeutschland lehnen "Port Package 2" aufgrund einer möglichen Schwächung der ansässigen Wirtschaft a. Mit ihrem Protest-Zug durch Straßburg fordern die Hafenarbeiter die Abgeordneten des EU-Parlaments auf, die Richtlinie ersatzlos zu streichen. Politiker aller Parteien hatten sich - zumindest in den Küstenländern - in der vergangenen Woche mit den Hafen-Arbeitern solidarisiert. Deshalb rechnen sich die Demonstranten Chancen aus, dass "Port Package 2" im EU-Parlament gestoppt wird.
Quelle: Bremen Eins vom 16.01.2006
Zoo Bremerhaven ist zweitbeliebtestes Touristenziel im Land Bremen
Bremerhaven - Der Bremerhavener "Zoo am Meer" ist nach dem Bremer Universum die publikumswirksamste Touristen-Attraktion im Land Bremen. Im vergangenen Jahr haben sich 315.000 Besucher den Zoo angesehen - das liegt leicht über den Erwartungen der Zooleitung. Ein Viertel aller Besucher kommt von außerhalb, die Hälfte reist mindestens 50 Kilometer weit an. Nach einer Befragung schätzen die Besucher besonders die Unterwassergalerien und die großen Gehege. Der Zoo am Meer war vor knapp zwei Jahren nach einem umfangreichen Umbau wiedereröffnet worden.
Quelle: Bremen Eins vom 16.01.2006
100 Jahre Stadtgeschichte
Das Historische Museum Bremerhaven feiert Jubiläum — Großes Fest für den 12. Februar geplant
Bremerhaven - Haargenau 100 Jahre reckt sich heute die wichtigste Wurzel des Historischen Museums an der Geeste zurück. Unter dem Datum 15. Januar 1906 heißt es in Harry Gabckes Stadtgeschichte „Bremerhaven in zwei Jahrhunderten": „Eröffnung des Museums der Männer vom Morgenstern, das in den Besitz der Gemeinde Geestemünde übergegangen war, in der Höheren Mädchenschule in Geestemünde."
Allerdings liegt nach Meinung Gabckes der Ursprung dieses "Morgenstern-Museums" noch eine Zehnerzahl weiter zurück. Denn am 12. Dezember 1896 präsentierte der Leher Privatgelehrte Dr. Johann Bohls erstmalig seine Funde aus erfolgreichen Grabungen bei Imsum und habe damit den Anstoß zur Gründung einer "Morgenstern-Sammlung" gegeben. Diese Sammlung wanderte seitdem durch mehrere Stationen, wurde ständig erweitert, erlitt aber auch immer wieder schwere Verluste.
Der große Bombenangriff am 18. September 1944 sowie der Brand des Marschenhauses zwei Jahre darauf vernichtete laut Gabcke wesentliche Teile der Sammlung. So war in den 50er Jahren nach seinen Angaben nur noch ein „kümmerlicher Rest" der früheren Schätze übrig und wurde zusammen mit rechtzeitig ausgelagerten Gegenständen und weiteren Erwerbungen am 9. März 1949 erstmals wieder im Obergeschoss der alten Leher Kaserne gezeigt.
Knapp zwei Jahre später war in Eigenarbeit engagierter Morgensterner eine Sonderausstellung zum Thema „Schifffahrt in Vergangenheit und Gegenwart" entstanden und wurde weiter aufgestockt, insbesondere durch Gert Schlechtriem, der das Museum seit 1959 leitete. Bereits im Februar 1961 konnten neue Räume im Obergeschoss eines früheren Kaufhauses am Hauptkanal bezogen werden. "Es war die vierte Eröffnung des Morgenstern-Museums in neuen Räumen", notierte Gabcke, allerdings wieder in Form einer Übergangslösung.
Nach Gabckes Darstellung wuchs die Schifffahrtsabteilung an Umfang und Qualität und bildete bald das Kernstück des „neuen" Morgenstern-Museums. Genau dieses Filetstück wanderte dann allerdings 1975 hinüber in das neu gegründete Deutsche Schiffahrtsmuseum, das durch Schlechtriem in entscheidendem Maße mit vorangetrieben worden war. Manch einer mag diesen Verlust noch heute bedauern, aber wer das 1991 nach großen finanziellen Anstrengungen eröffnete Historische Museum an der Geeste in seiner jetzigen Form betrachtet, findet hier eine herausragende Präsentation vieler Facetten der Stadtgeschichte und damit das Herzstück der Bremerhavener Museumslandschaft.
Engagement würdigen
Was dort unter der Regie Dr. Alfred Kubes und seiner Stellvertreterin Dr. Anja Benscheidt Schritt für Schritt auf einer Ausstellungsfläche von 3300 Quadratmetern entstanden ist, gehört museumsdidaktisch zum Feinsten, was weit und breit zu finden ist. Wie bei anderen Bremerhavener Perlen ist es an der Zeit, diese Leistung auch mit Hilfe der Tourismuswerbung, des Stadtmarketings und finanzieller Förderung noch engagierter als bisher zu würdigen.
Am heutigen Sonntag hat das Historische Museum Bremerhaven zu einer Festveranstaltung eingeladen, für Sonntag, 12. Februar, ist ein großes Jubiläumsfest geplant. Mitmachaktionen, Führungen, Musik, Kindertheater und viele Überraschungen stehen bei freiem Eintritt auf dem Festprogramm zum 100. Geburtstag.
Internet: http://www.historisches-museum-bremerhaven.de/
Quelle: Sonntagsjournal vom 15.01.2006
Nachtrag:
Das Historische Museum hat am Abend sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Die Museumsleitung startete damit in das Jubiläumsjahr mit zahlreichen Aktionen. Das Historische Museum in Bremerhaven informiert auf über 3000 Quadratmetern unter anderem darüber, wie sich Schifffahrt, Schiffbau und Fischwirtschaft entwickelt haben. Im Jubiläumsjahr planen die Museumsleiter Sonderausstellungen und Museumführungen mit Prominenten.
50 Jahre MS "Seelotse"
Bremerhaven - Zum 50. Geburtstag des ehemaligen Lotsenzubringerschiffes MS "Seelotse" lädt der Förderverein Maritimer Denkmalsschutz zu einer umfangreichen Ausstellung mit Bildern, Dokumenten und Schiffsmodellen aus zwei Jahrhunderten der Lotsenschiff-Geschichte ein.
Die Ausstellung ist von Freitag, 20. Januar, bis Sonntag, 22. Januar, ab 10 Uhr im "Alten Kraftwerk", Wiegandstraße, zu sehen Am Freitag werden ab 18 Uhr Filme über die Arbeit der Lotsen gezeigt. Gegenüber des „Alten Kraftwerks" liegen die Schiffe „MS „Seelotse", MS „Bremerlotse" und MS „Gotthilf Hagen" und können besichtigt werden.
Quelle: Sonntagsjournal vom 15.01.2006
Die "Alex" hat das Kap Hoorn umrundet
Bremerhaven - Freitag der 13. war kein Pechtag für die Crew der "Alexander von Humboldt", im Gegenteil: Zum ersten Mal in seiner Geschichte umrundete der Windjammer das gefürchtete Kap Hoorn. Um 7.03 Uhr Ortszeit passierte die Bark mit einer Geschwindigkeit von 8,1 Knoten unter Segeln die Südspitze des panamerikanischen Kontinents. Zum Zeitpunkt der Umrundung wehte laut Kapitän Klaus Ricke ein böiger Wind, die See sei grob gewesen mit hohen Wellen. Später verschlechterte sich das Wetter und die Crew konnte nur noch Sturmsegel
setzen. Die 25 Mann Stammbesatzung und 35 Mitsegler seien aber alle wohlauf. Heute soll die „Alex" für einen Landausflug fest machen. Am 11. Juni wird da Schiff in Bremerhaven zurück erwartet - dann soll der 100. Geburtstag groß gefeiert werden.
Quelle: Sonntagsjournal vom 15.01.2006
Erneuter Zwischenfall im Südpolarmeer:
Japanische Harpune verfehlt Greenpeace-Schlauchboot
Antarktis - 14. 1. 2006 - Um wenige Meter hat am morgen eine japanische Harpune ein Greenpeace-Schlauchboot im Südpolarmeer
verfehlt. Das Boot der Umweltschützer befand sich zwischen einem Walund dem japanischen Fangschiff "Yushin Maru 2", als der Harpunier auf
das Tier feuerte. Unmittelbar vor dem Bug des Schlauchbootes bohrte sich die Harpune in das Tier. Das an der Harpune befestigte Seil
schlug zwischen den Greenpeace-Aktivisten in das Boot. Der Fahrer ging über Bord, verletzt wurde niemand.
"Der japanische Harpunier hat das Leben unserer Aktivisten in fahrlässiger Weise auf´s Spiel gesetzt. Wer derart verantwortungslos
mit Sprengladungen über die Köpfe von Menschen hinwegschießt, ist wahnsinnig", sagt Regine Frerichs, Bootsfahrerin an Bord des
Greenpeace-Schiffes "Artic Sunrise" im Südpolarmeer. "Wir werden unsere Aktionen zum Schutz der Wale fortsetzen und auch weiterhin
versuchen, so viele Tiere wie möglich zu retten."
Es ist das zweite Mal innerhalb weniger Tage, dass die japanischen Walfänger agressiv gegen Greenpeace-Aktivisten vorgehen. In der
vergangenen Woche war das Fabrikschiff der japanischen Flotte, die "Nisshin Maru", auf Kollisionskurs mit der "Artic Sunrise" gegangen.
Bei dem anschließenden Zusammenstoß wurde das Greenpeace-Schiff am Bug beschädigt, konnte seine Fahrt jedoch fortsetzen.
Die Greenpeace-Schiffe "Esperanza" und "Artic Sunrise" befinden sich seit Mitte Dezember im Südpolarmeer. Sie schützen die Wale vor
den Harpunen der japanische Walfangflotte. Diese will in diesem Jahr 935 Zwergwale und zehn Finwale schlachten. Der Walfang wird mit
sogenannter wissenschaftlicher Forschung begründet, obwohl das Fleisch der Tiere bereits auf hoher See für den japanischen Markt
verarbeitet wird.
Die Greenpeace-Expedition in das Südpolarmeer ist Teil einer einjährigen Fahrt über die Weltmeere. Unter dem Motto "SOS Weltmeer"
wird die "Esperanza" in den kommenden Monaten unterwegs sein. Walfang, Überfischung, Verschmutzung und weitere Gefahren für die
Meere stehen dabei im Mittelpunkt der Expedition.
In der kommenden Woche wird Greenpeace am "Tag der Wale" über die Situation in der Antartiks informieren. In Deutschland findet die
zentrale Veranstaltung am Dienstag ab 16:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor in Berlin statt. Auf einer großen Videoleinwand werden dann
aktuelle Bilder von Greenpeace-Aktionen gegen den Walfang und Jagdszenen von der mörderischen Arbeit der japanischen Flotte aus dem
Südpolarmeer gezeigt.
Quelle: Greenpeace vom 14.01.2006
Sorge um Cuxhavener Wrackmuseum
Cuxhaven - Aus Sicht des Leiters des Cuxhavener Wrackmuseums Peter Baltes geht es momentan um nicht weniger als um den Erhalt seines Lebenswerks. Nichts wünscht er sich mehr, als dass das Wrackmuseum in Cuxhaven eine Zukunft hat. Weil er diese derzeit aber nicht gesichert sieht, hat er vor dem Verwaltungsgericht in Stade gegen die Stadt gestritten.
Das Verfahren, in dem es um die Eigentumsrechte an den Exponaten geht, ist in beiderseitigem Einvernehmen bis April ausgesetzt worden. Nun hofft Baltes, dass es ihm bis dahin gelingt, einen Förderverein aufzubauen, der den Betrieb des Museums in einem alten Schulhaus im Stadtteil Stickenbüttel übernehmen soll, wenn zum Ende des Jahres der 64-Jährige regulär in den Ruhestand geht.
Einen Kreis von rund 30 Interessierten hat Baltes bereits zusammen. Er selbst möchte allenfalls eine Rolle als beratendes Beiratsmitglied spielen. Zwar verspricht sich der bei der Stadt angestellte Museumsmacher dadurch noch keine langfristige Lösung des Nachfolgeproblems, jedoch müsse eine Übergangslösung für ein bis zwei Jahre gefunden werden, um das einzigartige Wrackmuseum überhaupt für Cuxhaven zu retten.
Als ungeliebtes Anhängsel an der gewinnorientiert arbeitenden Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH sieht Baltes jedenfalls keine Perspektive für das Museum, das er aus einer persönlichen Sammlung im Laufe von 25 Jahren vorwiegend als Einzelkämpfer aufgebaut hat. Auch aus Baltes' Sicht wäre das Wrackmuseum im Hafenbereich zwar besser aufgehoben, solange aber kein realistisches Gesamtkonzept vorliege, halte er Stickenbüttel immer noch für den „zweitbesten Standort”. Eine Verbindung mit dem Fischereimuseum könne er sich gut vorstellen, die sich seiner Meinung nach zum Wohle beider Museen auswirken würde, allerdings unter der Voraussetzung, dass beide Einrichtungen klar voneinander abgegrenzt sein müssten. Mögliche Synergien sollte man nutzen.
Im Fischversandbahnhof, sollte nach dem einem Museumskonzept von 2002 das Wrackmuseum untergebracht werden, was sich aber bald darauf nicht nur wegen der Kosten als unrealistisch erwiesen hatte. Danach war indes ein Vakuum entstanden, worunter insbesondere das Wrackmuseum gelitten habe, da von Seiten der Stadt die Devise ausgegeben wurde, in Gebäude und Ausstellung im etwas abgelegenen Stickenbüttel nicht mehr zu investieren.
Im Herbst 2005 hatte Baltes auf die Herausgabe seiner einst privat gesammelten Exponate geklagt, weil er derzeit in Cuxhaven keine Perspektive für ein Überleben der Sammlung gesehen habe, erklärte der Mueseumsleiter. Zuvor war die gesamte Museumsfrage offenbar zu den Akten gelegt worden.
Seiner Meinung nach bleibe es aber die Pflicht der Stadt, das maritime Erbe zu bewahren. Vor dem Hintergrund des Schuldenberges stelle er sich natürlich die Frage, wie es weitergehen soll und wozu die Stadt künftig überhaupt noch in der Lage sein wird.
Ein Förderverein, wie er ihn jetzt auch auf Anraten von Oberbürgermeister Stabbert gründen will, könne nur Hilfestellung leisten. Keiner solle sich einbilden, ein Museum mit seinen vielfältigen Aufgaben könne auf Dauer vernünftig ehrenamtlich geleitet werden, meint Baltes. Ein Museum, das sich nicht weiterentwickelt und nicht wissenschaftlich begleitet wird, sei schnell am Ende.
Quelle: CN vom 13.01.2006
Die Weser «geiht» - Bremen feiert traditionelle Eiswette
Bremen - Das Ergebnis glich dem der vergangenen 58 Jahre: Bei der 177. Eiswette in Bremen war die Weser am Freitag nicht zugefroren und floss gemächlich dahin.
Nach altem Brauch musste ein 99 Pfund schwerer Schneider mit einem heißen Bügeleisen in der Hand trockenen Fußes das andere Ufer erreichen und so testen, ob die Weser «geiht oder steiht». Diese Frage war früher für Schifffahrt und Handel in der Hansestadt bedeutsam, hat heute aber keine praktische Bedeutung mehr. Der Strom war zuletzt 1947 von Eis bedeckt.
Daher gelangte der kostümierte Schneider auch am Freitag an Bord des Tochterbootes eines Seenotkreuzers der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) über die Weser. 1000 Schaulustige verfolgten das Spektakel, das jedes Jahr am Dreikönigstag stattfindet. Die Wette soll 1829 in einem Club in Bremen entstanden sein. Eines der Mitglieder schlug der Überlieferung zufolge vor, jeder sollte wetten, ob am Dreikönigstag die Weser zugefroren sein werde oder nicht.
Die DGzRS wird beim zweiten Teil der Eiswette, dem Stiftungsfest am 21. Januar mit mehr als 700 geladenen Gästen, im Mittelpunkt stehen. Dabei werden Spenden für die Hilfsorganisation gesammelt. Ehrengäste werden der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) und der Schriftsteller und Literaturkritiker Hellmuth Karasek sein. Traditionell werden nur Männer eingeladen.
Pressemeldung vom 06.01.2006
"Queen Mary 2" ändert Fahrplan - Einen Tag früher in Hamburg
Hamburg - Der Luxusliner "Queen Mary 2" kommt bereits einen Tag eher als geplant wieder nach Hamburg. Am Sonnabend, 15. Juli, soll das Schiff gegen 22.00 Uhr am Kreuzfahrtterminal festmachen. Schaulustige können die Abfahrt am Sonntag (16. Juli) gegen 18.00 Uhr verfolgen. Als Grund für die Entscheidung gab die Reederei am Freitag den großen Erfolg der Reisen mit Ausgangs- oder Endpunkt Hamburg an. Bei den Besuchen im vergangenen Jahr hatten Hunderttausende Besucher ein Volksfest in Hamburg gefeiert.
Beim zweiten Anlauf 2006 in Hamburg wird der Gigant am 25. August für einen Tag festmachen. Beide Male enden in Hamburg Transatlantik-Passagen des Schiffes.
Pressemeldung vom 06.01.2006
Die Angaben sind ohne Gewähr
Jan Maat
sien Homepage - Copyright © 2000 - 2006 |