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Sprenggranate aus einem Flakgeschütz gesprengt
Ort: Langen, im Watt zwischen Ochsenturm und Schottwarden (WESER)
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| Sprenggranate - Foto: Polizei Bremen |
Sprengung - Foto: Polizei Bremen |
Langen bei Bremerhaven - Nachdem gestern ein Spaziergänger im Wurster Watt, Höhe
Schottwarden, einen metallenen Gegenstand entdeckte, konnte dieser heute bei Niedrigwasser von den Beamten der Direktion Wasserschutz-
und Verkehrspolizei BREMEN lokalisiert werden.
Der Leiter des Kampfmittelräumdienstes der Polizei Bremen, Andreas Rippert, identifizierte den Gegenstand als 10,5 cm Sprenggranate, die
aus einem Flakgeschütz stammt. Der Bremer Sprengmeister entschloss sich, die Granate am Fundort zu sprengen. Nach seinen Angaben
erfolgte die Sprengung heute um 14.25 Uhr ohne weitere Probleme.
Pressemitteilung Polizei Bremen vom 28.11.2005
Erster Erfolg im Südpolarmeer: Walfangflotte dreht ab
Greenpeace-Aktivisten bleiben auch über die Feiertage auf der Spur der Walfänger
Antarktis - Das Abdrehen der japanischen Walfangflotte im Südpolarmeer wertet Greenpeace als ersten Erfolg des beherzten Eingreifens der Umweltschützer. Zwei Tage lang haben
Greenpeace-Aktivisten im Antarktischen Walschutzgebiet die Jagd der Flotte behindert und so Walen das Leben gerettet. Auch über die Feiertage wird Greenpeace auf der Spur der Walfänger bleiben, die
unter dem Deckmantel der "Wissenschaft" im Schutzgebiet wildern. Die "Esperanza", das Flaggschiff der Greenpeace-Flotte, ist den Walfängern dicht auf den Fersen. Sie wird unterstützt von der "Arctic
Sunrise", einem ehemaligen norwegischen Forschungsschiff, dass oft in Polargebieten im Einsatz war. Als einzige Umweltorganisation der Welt besitzt Greenpeace eine derart leistungsstarke und eistaugliche
Flotte.
Auch die Hamburgerin Regine Frerichs kämpft im Südpolarmeer für die Rettung der Wale. Sie kreuzte gestern vor dem Bug eines Fangschiffs, um das Abfeuern der Harpune zu behindern. Die
Greenpeacer haben ihre Schlauchboote mit langen senkrechten Rohren ausgerüstet, aus denen hohe Wasserfontänen versprüht werden, um den Harpunieren die Sicht auf die Opfer, die Zwergwale des Südpolarmeers,
zu nehmen. Dies gelang mehrfach. Der Einsatz ist eine seemännische Herausforderung in einem der härtesten Reviere der Welt.
Die aus sechs Schiffen bestehende japanische Walfangflotte will in dieser Saison 935 Zwergwale erlegen, was die Verdopplung der Quote zu der vorherigen Saison bedeutet. Auch 10 der extrem gefährdeten
Finnwale sollen in den kommenden Wochen ihr Leben lassen. Nächstes Jahr kommen noch 50 ebenso bedrohte Buckelwale und 40 Finnwale dazu.
Alle Arten befinden sich auf der roten Liste des Weltnaturdachverbandes IUCN. Finnwale sind die zweitgrößten Lebewesen der Erde.
Nach dem Abbruch der Jagd ist eines der Walsuchboote inzwischen auf dem Weg nach Hobart in Tasmanien, um ein erkranktes Besatzungsmitglied untersuchen zu lassen. Greenpeace fordert die
australische Regierung auf, die Rückkehr der "Kaiko Maru" in die Walfanggründe zu verhindern.
Trotz andauernder internationaler Proteste und wiederholten Aufforderungen der Internationalen Walfangkommission IWC, den Walfang zu kommerziellen Zwecken unverzüglich zu beenden, jagt Japan weiter
und missachtet damit das seit 1986 gültige Walfangverbot auf Großwale. Japan beruft sich auf eine Lücke in dem Abkommen, dass Waljagd aus wissenschaftlichen Gründen erlaubt. Dabei landet die
Beute hoch bezahlt in japanischen Restaurants. Hinter der Flotte, die im Auftrag der Regierung agiert, steht der Fischereikonferenz Nissui.
Der Fischereikonzern mit Tochterfirmen in aller Welt besitzt ein Drittel der Flotte.
Quelle: Greenpeace vom 23.12.2005
Sturm über Norddeutschland
Bremen / Bremerhaven - Der Sturm, der seit dem Vormittag über den Nordwesten hinwegzieht, hat für teils chaotische Verhältnisse auf den Straßen gesorgt. Orkanböen von bis zu 120 Stundenkilometern entwurzelten zahlreiche Bäume und Verkehrsschilder. Obwohl der Sturm mittlerweile abflaut, sind Polizei und Feuerwehr nach wie vor im Dauereinsatz.
Besonders heftig fegte der Sturm an der Nordseeküste über Bremerhaven hinweg. Neben zahlreichen umgestürzten Bäumen löste sich auch ein kleiner Kutter im Hafen von seinem Anlegeplatz.
Ein Polizist wurde verletzt als er von einem Verkehrsschild getroffen wurde.
Am Containerterminal Bremerhaven konnte für drei Stunden nicht gearbeitet werden, weil die Arbeit auf den Kränen zu gefährlich war.
Auch im Bremer Bürgerpark sind Bäume entwurzelt worden. Kurzzeitig durfte der Park nicht mehr betreten werden, da Lebensgefahr bestand. Mittlerweile ist er aber wieder freigegeben, so Parkdirektor Werner Damke. Im Bremer Stadtgebiet sind mehrere Bäume auf Autos gestürzt. In Gröpelingen wurde durch den Sturm das komplette Dach eines Hauses abgedeckt. Ein Mann verletzte sich als er einen Ast an den Kopf bekam. Auf vielen Straßen im gesamten Nordwesten blockieren immer noch umgestürzte Bäume die Straßen.
Pressemitteilung Radio Bremen vom 16.12.2005
Ostsee als «besonders empfindliches Meeresgebiet» anerkannt
London/Stralsund - Die Ostsee ist von der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) als «besonders empfindliches Meeresgebiet» (PSSA - Particulary Sensitive Sea Areas) anerkannt worden. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Gremium am Donnerstag auf seiner 24. Generalversammlung in London, wie die Umweltstiftung WWF mitteilte. Zugleich erhielten das Galapagos-Archipel, die Kanarischen Inseln und die Torresstraße vor Australien den weltweit anerkannten Schutzstatus.
Mit der Ausweisung als Schutzgebiet werden im Sommer 2006 zusätzliche Umweltvorschriften in der Ostsee in Kraft treten, sagte WWF-Sprecher Jochen Lamp in Stralsund. Nördlich von Rügen, wo sich Schiffsrouten aus der Kadetrinne und dem Öresund treffen, sollen zum Beispiel zur Verhinderung von Schiffsunfällen zwei voneinander getrennte Fahrlinien eingerichtet werden. Zudem werde die Großschifffahrt in zwei Vogelschutzgebieten südlich von Gotland eingestellt. Geplant sei auch eine neue Tiefwasserroute nach Russland für Tanker und große Frachter.
Darüber hinaus seien jedoch weitere Maßnahmen erforderlich, forderte Lamp. So müsse in den stark frequentierten Ostseepassagen dringend die Lotsenpflicht für Gefahrgutschiffe eingeführt werden. Nach dänischen Angaben liefen allein seit 2002 im Großen Belt 22 Schiffe auf Grund, weil sie nicht von erfahrenen Lotsen geführt wurden.
Pressemitteilung vom 01.12.2005
Fischer geht alte Seemine ins Netz
Kiel - Eine alte Seemine ist einem dänischen Fischer am Montag vor der Kieler Bucht ins Netz gegangen. Er bemerkte den brenzligen Fund beim Aufholen des Netzes und alarmierte die Behörden, teilte das Bundespolizeiamt See mit. Die auf dem Ostseegrund abgelegte Mine wurde von einer Tauchergruppe des Munitionsräumkommandos Schleswig-Holstein in 22 Meter Tiefe gesprengt. Zu Alter und Herkunft der Mine gab es zunächst keine Angaben.
Pressemitteilung vom 28.11.2005
Ein "singender Eisberg" in der Antarktis
Bremerhaven -
Forscher haben in der Antarktis einen "singenden Eisberg" entdeckt. Mit Seismographen zeichneten sie Schwingungen auf, die harmonische Klänge mit bis zu 30 Obertönen bilden, teilte das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven mit. Die Töne seien allerdings für das menschliche Ohr wegen ihrer Tiefe nicht hörbar. Sie wurden auf der Neumayer-Station des AWI in der Antarktis aufgenommen.
Die Forscher vermuteten, dass innerhalb des Spalten- und Tunnelsystems des Eisbergs strömendes Wasser Schwingungen anregt, die denen einer Orgelpfeife ähneln. Anfänglich wurden vulkanische Aktivitäten als Ursache der niederfrequenten Schwingungen angenommen, die als Tremore bezeichnet werden. Es habe sich dann aber herausgestellt, dass die Quelle der Schwingungen wanderte.
"Mit Hilfe von Satellitenaufnahmen konnte schließlich ein gigantischer Eisberg mit einer Fläche von 30 mal 50 Kilometern als Ursache identifiziert werden", teilte das AWI mit. Da die Schwingungen denen vulkanischen Ursprungs sehr ähnlich seien, hoffen die Forscher nun, diese Phänomen bei Vulkanen besser erklären zu können.
Pressemitteilung vom 26.11.2005
Arved Fuchs " Wettlauf mit dem Eis "
Bad Bramstedt - Was treibt einen Menschen dazu, monatelang bei Temperaturen von bis zu minus 40 Grad in einem alten Fischkutter durch die kanadische Arktis zu segeln? Durch Regen und Sturm, oftmals eingeschlossen vom Packeis, ohne die Möglichkeit auf eine heiße Dusche?
Für den Weltenbummler Arved Fuchs aus Bad Bramstedt ist Neugier die Triebfeder. "Ich will es einfach wissen", begründet der 52jährige seine Abenteuerlust, die ihn bereits an viele Ecken der Welt führte: 1983 durchquerte er Grönland mit dem Hundeschlitten, umrundete ein Jahr später Kap Hoorn mit einem Faltboot und war bereits zu Fuß am Nord- und am Südpol.
Seine jüngste Expedition, die Durchquerung der Nordwestpassage zwischen Grönland und Kanada mit dem Kutter "Dagmar Aaen", thematisiert der Fernsehsender Arte am Sonnabend, 19. November, 20.40 Uhr, in der Dokumentation "Wettlauf mit dem Eis". Am 4. und 11. Dezember um jeweils 17.15 Uhr wiederholt das SWR-Fernsehen die Sendung in zwei Teilen.
Unter der Regie von Gunther Scholz ist eine beeindruckende Reportage entstanden, die neben dem Arbeitsalltag auf dem Kutter und dem Kampf der Mannschaft gegen Eis und Sturm auch faszinierende Aufnahmen der Natur zeigt.
Pressemitteilung vom 19.11.2005
Abschied von "Queen Mary 2"
Hamburg - Knapp zwei Wochen lang war das weltgrößte Kreuzfahrtschiff, die "Queen Mary 2", zu Gast im Hamburger Hafen. Doch nun kehrt die Königin der Meere zurück in ihre Heimat, den britischen Hafen Southampton.
Ausdock-Manöver für Frühaufsteher
Am Freitagabend flutete Blohm + Voss bereits das Trockendock Elbe 17, damit das Schiff aufschwimmt. Frühes Aufstehen ist am Samstag gefragt: Nach dem Zeitplan bewegt sich das riesige Schiff bereits um 5.15 Uhr aus dem Dock und wendet, wie beim Eintreffen vor zwei Wochen, um 90 Grad. Gegen 7.30 Uhr verlässt die "Queen Mary 2" den Bereich Landungsbrücken und nimmt Kurs auf die Nordsee. In Cuxhaven wird das Schiff gegen 10.30 Uhr erwartet.
Elf Tage Arbeit an der Königin
Elf Tage lang haben hunderte Arbeiter an der "Queen Mary 2" geschweißt, geschliffen und gestrichen. Auf dem Plan standen routinemäßige Wartungsarbeiten: Antrieb, Gasturbinen, Ankerwinden und Sicherheitseinrichtungen wurden überholt und geprüft. Aber auch Verschönerungsarbeiten lagen an: eine erweiterte Innenausstattung und in Teilen ein neuer Außenanstrich. Dafür standen 35.000 Liter Farbe bereit. Mit 66.000 Tonnen war die "Queen Mary 2" das schwerste Schiff, das nach Angaben der Werft jemals in riesigen Trockendock gelegen hat. Während der Arbeiten war das Schiff wegen internationaler Sicherheitsbestimmungen streng abgeschirmt.
NDR-Pressemitteilung vom 18.11.2005
Kampener Leuchtturm auf Sylt im neuen Glanz
Kampen/Sylt - Monatelang war er verhüllt, nun sieht der 40 Meter hohe Leuchtturm von Kampen wieder Licht: Die Sanierung des Sylter Schiffs-Wegweisers, eines der oft fotografierten Wahrzeichen der Nordseeinsel, ist abgeschlossen. Das teilte der Tourismus-Service in Westerland am Donnerstag mit. Das Wasser- und Schifffahrtsamt hatte zum 150-jährigen Bestehen des Leuchtturms den Neuanstrich vornehmen und den Betonmantel sanieren lassen. Auf der Spitze wurden Antennen einer automatischen Schiffserkennung montiert. Kosten: 100 000 Euro.
Pressemitteilung vom 17.11.2005
Leuchtturm an der Landstraße - Imsum will altes Leuchtfeuer wieder aufbauen
Bremerhaven-Überseehäfen / Langen - Den Weg von der Landesstraße 129 zum Ochsenturm soll bald ein Leuchtturm weisen. Das Wasser und Schifffahrtsamt (WSA) möchte sein altes Quermarkenfeuer Imsum der Stadt Langen schenken - nachdem Bremerhaven das Angebot dankend abgelehnt hat.
Noch steht der kleine Leuchtturm dort, wo er hingehört: am Ufer der Weser vor Weddewarden/ Imsum. Seit ein paar Wochen jedoch ist die Baustelle des Containerterminals 4 um das Leuchtfeuer herum gewachsen. Die Bauarbeiter wollen das Hindernis jetzt loswerden - in zwei Wochen soll der Kranwagen anrücken.
Nicht mehr viel Zeit also für die Langener, das nötige Geld zusammenzukratzen. Denn der mehr als 80 Jahre alte Leuchtturm muss in Stand gesetzt und auf ein neues Fundament gestellt werden. Kosten: 20 000 bis 25 000 Euro. "Die Finanzierung ist ein Problem", räumt Langens Erster Stadtrat Burgfried Stölting ein. Zurzeit verhandelt er mit dem Hafenbetreiber Bremenports, der das Leuchtfeuer loswerden will, mit dem Ortsverschönerungsverein Imsum, der den Turm gerne aufstellen möchte, und dem Noch-Eigentümer WSA. "Ich will mich nicht festlegen, ob wir das Geld rechtzeitig zusammenbekommen", warnt der stellvertretende Verwaltungschef vorsorglich.
Die Stadt Bremerhaven hat wegen der Kosten bereits abgewunken. Ursprünglich sollte der Leuchtturm an der Einfahrt zur Schleuse Neuer Hafen aufgestellt
werden. Nach einigem Hin und Her jedoch lehnte die Entwicklungsgesellschaft Alter/Neuer Hafen (Bean) das Geschenk wegen der Folgekosten ab.
"Nicht erwünscht" -
"Wieder einmal wird ein maritimer Gegenstand von der Stadt Bremerhaven als nicht erwünscht zur Seite geschoben", schimpft Rolf Seedorf von der Interessengemeinschaft Seezeichen. Seiner Meinung nach hätte das historische Seezeichen zumindest zwischengelagert
werden können, bis die Finanzierung geklärt sei.
Der Ortsverschönerungsverein will den Leuchtturm an der Landstraße von Imsum nach Wremen an der Abzweigung zum Ochsenturm aufstellen. Seedorf, der beim WSA jahrelang für die Leuchtfeuer der Außenweser zuständig war, gruselt es bei diesem Gedanken: Im Binnenland, so fürchtet er, werde sein alter Leuchtturm bald "versauern".
Der 1923 gebaute Leuchtturm steht inzwischen auf dem Trockenen - auf einer aufgespülten „Sandbank", die einmal der Containerterminal 4 werden soll.
Quermarkenfeuer Imsum
Die Laterne des Leuchtfeuers Imsum - der obere Teil des Turmes - wurde 1923 gebaut. Ursprünglich stand sie auf einem Dreibein und markierte den geänderten Verlauf des Außenweser-Fahrwassers durchs Watt. 1974 wurde die Laterne auf ein Rohr umgesetzt und diente fortan vor Weddewarden / Imsum als Quermarkenfeuer - das heißt, der Leuchtturm markierte einen Knick im Fahrwasser, an dem die Schiffe ihren Kurs ändern müssen.
Ende März 1996 wurde das Feuer gelöscht.
Als Lichtquelle dienten 25ßW/220 V Glühlampen mit Wechselvorrichtung. Wegen Kabelschadens wurde das Feuer Ende der 1960er Jahre mit Propangas betrieben.
Die Position des Quermarkenfeuer Imsum : 53°36`N 08°31`E
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Pressemitteilung NZ vom 09.10.2005
Queen Mary hat in Hamburg eingedockt
Hamburg - Gegen 08.15 Uhr fuhr die "Queen Mary 2" in einem spektakulären Hafenmanöver bei Hochwasser aus eigener Kraft in das Dock Elbe 17 der Werft Blohm & Voss. Das Manöver forderte äußerste Genauigkeit von der Mannschaft, weil die Elbe an dieser Stelle nur wenig breiter ist als das 345 Meter lange Schiff. Weil das Heck den berühmten Landungsbrücken bis auf wenige Meter nahe kam, hatte die Polizei diesen Bereich für die Schaulustigen gesperrt.
Ursprünglich sollte die "Königin der Meere" bereits am Dienstagabend ins Trockendock bugsiert werden. Der niedrige Wasserstand der Elbe hatte dieses Vorhaben jedoch verzögert. Die "Queen Mary 2" soll elf Tage in Dock Elbe 17 gewartet werden. Unter anderem ist ein kompletter Neuanstrich geplant, wofür 37 000 Liter Farbe benötigt werden. Der Riese soll am 19. November wieder auslaufen.
Das Trockendock Elbe 17 der Werft gehört zu den größten Anlagen dieser Art in Europa. Es ist 351 Meter lang, 59 Meter breit und fasst eine Wassermenge von rund 240 000 Kubikmetern. Die "Queen Mary 2" ist mit einem Leergewicht von rund 66 000 Tonnen das schwerste Schiff, das je in Elbe 17 eingedockt wurde.
Das Schiff der Superlative ist mit Kosten von rund 870 Millionen Euro das teuerste Schiff aller Zeiten. Mit 345 Metern ist das Flaggschiff der britischen Cunard-Reederei so lang wie der Eiffelturm hoch ist. Zudem wiegt es mit 151 400 Tonnen etwa drei Mal so viel wie die "Titanic". Die "Queen Mary 2" ist ein Transatlantik- Linienpassagierschiff mit 157 000 PS und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 55,5 Kilometern pro Stunde. Maximal 2620 Passagiere kann das Schiff aufnehmen, die Crew besteht aus 1238 Mitgliedern.
Pressemitteilung vom 09. 11. 2005
Experte: Sturmfluten ab 2030 gefährlich hoch
Geesthacht – Auf heftige Sturmfluten mit bisher ungeahnten Wasserständen müssen sich die Menschen nach Expertenansicht an der Nordseeküste sowie an den Ufern der Elbe einstellen. Das erklärte Prof. Hans von Storch, Leiter des Instituts für Küstenforschung am GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht. "Bis 2030 sind unsere Deiche sicher. Für die Zeit danach müssen die Küstenschutzingenieure zusehen, dass sie durch neue Maßnahmen den bisher guten Schutz der Menschen an der Küste weiterhin gewährleisten", berichtet von Storch.
Bis zum Ende des Jahrhunderts gehen die Wissenschaftler von Wasserständen aus, die in Hamburg bei Sturmfluten 70 Zentimeter höher als bisher auflaufen werden. "Bis ins Jahr 2030 wird der derzeitige und der jetzt geplante Küstenschutz ausreichen. Aber für die Zeit danach rechnen wir mit einigen Überraschungen", erklärt der Professor. Auch auf den Nordfriesischen Inseln und die Elbe gut 100 Kilometer hinauf bis zum Stauwehr in Geesthacht wird das Wasser den Menschen zu schaffen machen, sagen die Experten voraus. Der bisherige Höchststand am Pegel in St. Pauli liegt bei 6,45 Metern und ist 29 Jahre alt.
Vor allem Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan sorgen für eine Klimaveränderung. "Die Stärke der Klimaveränderung wird abhängig davon sein, wie sich die Wirtschaft und die Bevölkerungszahl künftig entwickeln. Beide Faktoren sind entscheidend für die Entwicklung der Treibhausgase", erklärt Katja Woth. Die Diplom-Geografin schreibt über die neuen Erkenntnisse im GKSS gerade ihre Doktorarbeit. Die Wissenschaftler haben anhand verschiedener Modelle die künftige Entwicklung der Sturmfluten elektronisch berechnet. "Dabei liegen die Ergebnisse der verschiedenen Varianten sehr eng zusammen, so dass keine großen Abweichungen von unseren Vorhersagen zu erwarten sind", erklärt Katja Woth. Weil die Elbe bis Hamburg zum wirtschaftlich nutzbaren Kanal ausgebaggert und eingedeicht ist, kann in dem Fluss das Wasser bei entsprechendem Westwind 70 Zentimeter höher als bisher steigen. Das Wasser kann sich bei einer Flut seitlich nicht mehr ausdehnen, treibt also als hohe Welle weiter, erklärt von Storch.
"Es liegt an den Küstenschutzingenieuren, sich frühzeitig Gedanken über Schutzmaßnahmen zu machen. Vielleicht muss man auch ganz neue Methoden entwickeln", sagt Hans von Storch. Die Europäische Union hatte das "Prodense" genannte Forschungsprojekt gefördert. Die Behörden für den Küstenschutz in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen haben bereits starkes Interesse an den Auswertungen der Geesthachter Forscher, sagt Katja Woth. Vor der verheerenden Flut 1962 hatte es 100 Jahre keine dramatischen Fluten gegeben. "Damals glaubten sich die Menschen sicher, niemand hätte so eine Flut wie im Frühjahr 1962 erwartet. Heute können wir uns zum Glück langfristig auf die künftige Entwicklung vorbereiten", berichtet der Professor.
Pressemitteilung vom 31.10.2005
Hanseboot gibt Vorgeschmack auf die Wassersportsaison 2006
Hamburg - Für die Wassersportler des Nordens beginnt heute in Hamburg mit der Eröffnung der Hanseboot die Saison 2006. Mehr als 900 Aussteller aus 30 Nationen zeigen nach Angaben der Hamburg Messe bis zum 6. November alles, was auf Nord- und Ostsee im kommenden Jahr an Booten, Ausrüstung und Zubehör zum Trend gehört. Im Mittelpunkt stehen mehr als 1200 Motor- und Segelyachten. Mit 110 Neuheiten behauptet die Hanseboot dabei ihre Position als Premierenschau.
Pressemitteilung vom 29.10.2005
Cuxhaven darf künftig Übersee-Container umschlagen
Hamburg - Die Stadt Cuxhaven darf ihren Hafen künftig ohne Einschränkungen ausbauen und möglicherweise auch ein Container- Terminal für Übersee-Verkehre bauen. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) und der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) unterzeichneten am Freitag in Hamburg einen Vertrag, mit dem eine bisher gültige Container- Sperrklausel aufgehoben wurde. So werde ein fairer Wettbewerb gefördert, hieß es bei der Vertragsunterzeichnung.
Pressemitteilung vom 28.10.2005
Die Seeschlacht von Trafalgar jährt sich heute zum 200ten Mal
Porthmouth - Im britischen Porthmouth haben Angehörige der Marine des Jahrestages gedacht - auf der HMS "Victory", dem Schiff, das damals das Flaggschiff der britisch-königlichen Flotte war und auf dem Admiral Horatio Nelson tödlich verwundet wurde. Die Soldaten legten Kränze vor einem Bild des Nationalhelden nieder. In der Schlacht von Trafalgar griff die Royal Navy am 21. Oktober 1805 einen Verbund aus französischen und spanischen Kriegs-schiffen an. Die Briten gewannen die Schlacht, und sicherten damit ihrem Land für lange Zeit die Vorherrschaft auf den Weltmeeren. Außerdem vereitelten sie eine Invasion Napoleons in ihrem Land. Der zu Beginn der Schlacht verwundete Nelson lebte noch lang genug, um die Nachricht vom Sieg zu hören. Vor der spanischen Küste werden heute rund 100 Schiffe an einer Seeparade teilnehmen, darunter auch der größte spanische Flugzeugträger.
Pressemitteilung vom 21.10.2005
Polarstern für 19 Monate ins antarktische Eis
Bremerhaven - Der Forschungseisbrecher "Polarstern" des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung läuft am 13. Oktober 2005 zu seiner 23. Expedition in die Antarktis aus und wird erst 19 Monate später, im Mai 2007, nach Bremerhaven zurückkehren. Aus diesem Grund wird am 13. Oktober von 10.30 bis 11.00 Uhr eine Verabschiedung an der Nordschleuse in Bremerhaven stattfinden, zu der all diejenigen herzlich eingeladen sind, die Polarstern noch einmal sehen und ihrer Besatzung eine gute Reise wünschen möchten!
Direkt nach Verlassen der Wesermündung beginnen im ersten von zehn Fahrtabschnitten kontinuierliche Messungen zur Chemie der Atmosphäre, zur Spurenstoffverteilung im Oberflächenwasser, sowie zur Leistung von akustischen Messsystemen. Letztere dienen dem Ziel, mögliche negative Folgen von Echoloten auf das Orientierungsverhalten von Walen zu minimieren.
Am 23. Oktober wird Polarstern dann in den Hafen von Vigo, Spanien, einlaufen um ehemalige Crewmitglieder und deren Familien zu begrüßen und die deutsch-spanische Zusammenarbeit in der Polarforschung hervorzuheben.
Ein Jahreszyklus in der Antarktis
Das Besondere an dieser 23. Expedition ist, dass Polarstern für einen kompletten Jahreszyklus in der Antarktis bleiben wird und die Wissenschaftler somit direkte Vergleiche zwischen dem antarktischen Sommer (unserem Winter) und dem antarktischen Winter ziehen können. Damit, so die Hoffnung der Forscher, werden gravierende Datenlücken, die insbesondere hinsichtlich der Winterzeit auf verschiedenen Wissensgebieten bestehen, verringert werden können.
Ein Forschungsschwerpunkt der Meeresbiologen wird die Entwicklung und geographische Verteilung des antarktischen Krills sein. Diese Krebstierart ist nicht nur die wichtigste Nahrungsgrundlage vieler Meeressäuger, sondern ist auch von großem kommerziellen Interesse. Während es im antarktischen Sommer vor allem darum gehen wird, inwieweit Krill den Zirkumpolarstrom um die Antarktis zur räumlichen Verbreitung nutzen kann, werden im antarktischen Winter die Jugendstadien des Krills im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen. Die Jugendzeit ist eine sehr sensible Phase im Lebenszyklus dieser Krebstiere, da die Krill-Larven nahezu ununterbrochen fressen müssen, um nicht zu verhungern. Wie diese Tiere es schaffen im Winter ihren ungeheueren Energiebedarf zu decken, wird eine der vielen offenen Fragen sein, die mittels Netzfängen von Bord des Schiffes, aber auch durch Taucher, die Krill-Larven unter dem Eis abkratzen, beantwortet werden. Um die Biologie des Krills und seine Rolle im Ökosystem zu verstehen, sind jedoch auch Langzeitdaten zu nicht-biologischen Parametern wie Eisdicke, Strömung und Wassertemperatur wichtig, die von fest verankerten Messgeräten aufgenommen werden und die bei dieser Polarstern-Fahrt ausgetauscht werden müssen.
Neben weiteren biologischen Forschungsarbeiten werden meteorologische, ozeanographische, physikalische, chemische und geowissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt werden. Außerdem wird Polarstern die deutsche Antarktis-Überwinterungsstation Neumayer versorgen und dafür die Station zum Anfang und Ende der Reise anlaufen.
Die Verabschiedung
Zum Auslaufen von Polarstern an der Nordschleuse werden Mitarbeiter und Direktorium des Alfred-Wegener-Instituts, interessierte Bürger, und der Shanty Chor Bremerhaven erwartet, um Polarstern und ihrer Besatzung hinterher zu winken - bitte Taschentücher nicht vergessen! Schlepper werden Polarstern dann aus der Schleuse geleiten und mit Wasserfontänen verabschieden.
Pressemitteilung vom 10. 10. 2005
Mittelalter wird lebendig
Hafenmarkt wie im Jahr 1350 am Lloydplatz
Bremerhaven Wo die Geeste in die Weser
mündet, lag vor Jahrhunderten der Leher Hafen. Eine Kapelle, ein
Steinkreuz, Ringwall und Fremdenfriedhof waren im Mittelalter dort angesiedelt.
Feste Geschäftshäuser ergänzten im 14. Jahrhundert die
Budenstadt. Die politische Bedeutung des Leher Hafens im Erstarken der
Hanse ist in den Urkunden jener Zeit zu ersehen. Die Hansekoggenwerft
knüpft mit einem Spektakel an die Wurzel des Welthafens Bremerhaven
an:
Ein " Mittelalterlicher Hafenmarkt
Lehe um 1350 " lädt am Wochenende,
8. und 9. Oktober, zum Lloydplatz am Neuen Hafen ein.
Wie dazumal werden Händler den Platz bevölkern, der Hafenbetrieb
jener Zeit rekonstruieret, ein Marktkreuz wird errichtet, die Hansekogge
be- und entladen alles in historischen Kostümen und
sogar eine Gerichtsverhandlung nach dem Recht des 14. Jahrhunderts nachgestellt.
Mittelalterliche Musik auf historischen Instrumenten rundet dieses
"archäologische Experiment " ab.
Pressemitteilung (NZ)
vom 27. 09. 2005 |

Die "Ubena von Bremen" spielt die Hauptrolle bei dem Spektakel. |
In Wilhelmshaven starten
21 Traditionsschiffe zur Regatta
Leer - In Wilhelmshaven kommen Segelfreunde am nächsten Wochenende
auf ihre Kosten: Am Samstag stechen 21 große Segelschiffe aus Deutschland
und den Niederlanden in See, um die Regatta JadeWeserPort-Cup auszutragen.
Rund um die verschiedenen Wettkämpfe großer und kleiner Segelsportler
herrscht vom 29. September bis zum 3. Oktober Volksfest-Atmosphäre
in Wilhelmshaven, teilt Ostfriesland Tourismus in Leer mit. So können alle
Großsegler im Hafen kostenlos besichtigt werden. Am Sonntagabend steht ein
großes Feuerwerk auf dem Plan. Außerdem lockt ein Schlemmermarkt.
Pressemitteilung vom 26. 09. 2005
" Queen Mary 2 "
kommt ins Dock zu Blohm + Voss
Hamburg - Das weltgrößte Kreuzfahrtschiff «Queen
Mary 2» kommt im November elf Tage lang zu Wartungsarbeiten nach
Hamburg. Die Reparaturwerft Blohm + Voss Repair habe gegen starke in- und ausländische
Konkurrenz den Auftrag erhalten, teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit.
Das Schiff werde am 8. November gegen 20.00 Uhr eintreffen und in das Trockendock
Elbe 17 eingedockt. Dort werden Teile des Schiffs neu gestrichen und Arbeiten
an den Anker-winden, Antriebseinheiten und Stabilisatoren ausgeführt. Am
19. November soll das Schiff Hamburg wieder verlassen.
Die Queen Mary 2 hatte bei ihrem
Hamburg-Besuch am 1. August dieses Jahres hunderttausend Schaulustige angelockt,
die das Schiff nachts mit einem Feuerwerk und einem Volksfest verabschiedeten.
Die nächsten Besuche des Luxus-Liners waren ursprünglich erst im kommenden
Jahr am 16. Juli und 25. August vorgesehen. Mit 345 Metern ist die "Queen
Mary 2" länger als vier Jumbo Jets und mit 72 Metern höher als
die Freiheitsstatue in New York. An Bord wird alles getan, um die rund 2600 Passagiere
alle Sorgen des Alltags vergessen zu lassen. Der Ozeanriese hat mehr als 1200
Crew-Mitglieder, ein Planetarium mit 473 Plätzen, ein eigenes Casino, einen
Hubschrauberlandeplatz, eine Golfanlage und sogar einen Smokingverleih. Die luxuriöse
Einrichtung im Art-Deco-Stil der 20er Jahre erinnert an den Glanz vergangener
Atlantik-Liner wie die "Titanic".
Pressemitteilung vom 26. 09. 2005
Die "Alexander von
Humboldt" geht auf Jubiläumstour
Bremen / Bremerhaven - Sie ist aus den Beck's-TV-Spots nicht mehr wegzudenken
und fast jedem Deutschen ein fester Begriff: Die "Alexander von Humboldt"-
das bekannte Schiff mit den grünen Segeln. Im Jahr
2006 feiert der Rahsegler 100jähriges Jubiläum.
Aus diesem Anlass folgt das ehemalige Feuerschiff vom 25.
September 2005 bis zum 11. Juni 2006den legendären Spuren seines
berühmten Namenspatrons: Neben der umfangreichen Ausrüstung für
diese lange Reise ist natürlich auch flüssiger Proviant in den beliebten
grünen Flaschen an Bord. Die fast 63 Meter lange und acht Meter breite "Alex"
wird im Humboldt-Strom entlang der Westküste Südamerikas segeln. Ihr
Weg in den Südpazifik führt vom Heimathafen Bremerhaven aus über
die atlantischen Inseln, die Kanaren und Kapverden, entlang der südamerikanischen
Ostküste um Kap Hoorn. Die Dreimastbark, mit einer Segelfläche von 1010
Quadratmetern, folgt der klassischen Route der berühmten P-Liner (den schnellen
Rahseglern der Hamburger Reederei Laeisz wie zum Beispiel Pamir, Passat, Preussen,
Padua, etc.) nach Chile und Peru. Dann setzt sie den Weg nach Norden fort, über
die Galapagos Inseln und durch den Panama-Kanal. Mitte Juni 2006 wird sie wieder
in Bremerhaven festmachen und ihren 100jährigen Geburtstag feiern.
Die gesamte Strecke ist über 20.000 Seemeilen lang. Sie ist in kürzere
Abschnitte zwischen sehenswerten Häfen eingeteilt, um insgesamt möglichst
vielen Mitseglern die Gelegenheit zu bieten, bei dieser Fahrt dabei zu sein. Jeder
Törn der nahezu komplett ausgebuchten Reise bietet einzigartige Erlebnisse
und Zielorte:
Inseln im Nord- und Südatlantik, "Äquatortaufe" (die traditionelle
Art, das Überschreiten der "Linie" zu würdigen), Weihnachten
in Montevideo, Zeugnisse der Inkas, Galapagos-Inseln, Panama-Kanal, Havanna, Bermudas,
Azoren. Der besondere Höhepunkt wird die Umrundung Kap Hoorns sein.
Extra zur Jubiläumsfahrt wurde die "Alex" drei Wochen lang
in der Werft für diese anspruchsvolle Reise renoviert und die Segel, Kammern
und Maschine generalüberholt. Zwei moderne Radargeräte sorgen für
höchsten Sicherheitsstandard an Bord. Das Schiff ist mit einem so genannten
AIS-Gerät zur Schiffserkennung und mit elektronischen Seekarten ausgestattet.
Über Satelliten ist es Tag und Nacht jederzeit erreichbar.
Hintergrund zum Segelschiff "Alexander von Humboldt"
Die "Alex" fährt nach einem fest vorgegebenen Fahrplan. Mehr als
300.000 Seemeilen (das ist mehr als 15mal um die Welt) hat das ehemalige Feuerschiff
seit 1988, seit seinen Umbau zum Segelschulschiff, zurückgelegt. Zu den Reise-Höhepunkten
gehören die Teilnahme an der Columbus-Regatta nach Mittel- und Nordamerika
1992 anlässlich der 500. Wiederkehr der Entdeckung Amerikas. 1998/99 folgte
die Bark den Spuren der Latein- und Zentralamerikareise Alexander von Humboldts,
zur Würdigung des 200. Jahrestages des berühmten Naturwissenschaftlers
und Namenspatrons.
Heute haben inzwischen mehr als 30.000 Segler mehr als 600 Törns gesegelt.
Vornehmlich segelt die größte privat betriebene Bark unterdeutscher
Flagge im europäischen Raum, im Winter in den wärmeren Gewässern
der Kanarischen oder Karibischen Inseln.
Bei der Alexander von Humboldt, deren Eigner und Betreiber die Deutsche
Stiftung Sail Training (www.dsstalex.de) aus Bremerhaven ist, können
allgemein alle Interessierte zwischen 15 und 70 Jahren mitsegeln. Vorkenntnisse
sind nicht unbedingt erforderlich, da eine entsprechende Ausbildung durch die
Besatzungs-mitglieder an Bord stattfindet. Jeder Teilnehmer gehört sofort
zur Besatzung und übernimmt tagtäglich Aufgaben einer typischen Schiffs-Crew
wie zum Beispiel Ruderwache oder Ausguck gehen, Anfassen bei den Segelmanövern,
die Backschaft erledigen und seemännische Wartungsarbeiten ausführen.
Das besondere Erlebnis ist die Begegnung mit sich selbst, mit anderen Menschen
und fremden Kulturen. Die gemeinschaftliche Erfahrung auf See begründet lang
anhaltende Freundschaften, was bei den "Alex"-Stammtischen in vielen
Städten Deutschlands sichtbar wird.
Brauerei Beck & Co-Pressemitteilung vom 23. 09. 2005
Touristen können im
nächsten Jahr die "Poeler Kogge" buchen
Wismar - Die in Wismar nachgebaute mittelalterliche Poeler Kogge soll im
nächsten Jahr mit Touristen über Nord- und Ostsee schippern. Zudem soll
sie unter dem Namen "Wissemara"
das Schmuckstück der Rostocker Hanse Sail 2006 werden, teilte die Tourismuszentrale
Wismar am Montag mit. Derzeit werde an dem Schiff im Alten Hafen der Hansestadt
noch gebaut. Schon jetzt ziehe die Kogge, die als größtes Frachtschiff
des Spätmittelalters gilt, jährlich Tausende Schaulustige an. - Homepage:
http://www.poeler-kogge.de/
Pressemitteilung vom 19. 09. 2005
Nordsee geht es deutlich
besser
Hamburg - Der ökologische Zustand der Nordsee hat sich verbessert.
Die Planktonkonzentration im Wasser sei geringer als in den Vorjahren, so die
Wissenschaftler des Forschungsschiffs "Gauß".
Das bedeute einen höheren Sauerstoffgehalt im tiefen Wasser, so daß
Fische und am Boden lebende Tiere gute Lebensbedingungen hätten. Die Meeresoberfläche
sei kälter als im vergangenen Jahr. Im tieferen Wasser sei aber noch Wärme
gespeichert, die aus einer Phase höherer Temperaturen stamme. Eine genauere
Analyse von Wasser und Sediment auf Schadstoffe soll an Land erfolgen. Besonders
wichtig ist die Chemikalie TBT, die in Schiffsanstrichen vorkommt. Dieser Wert
sei noch immer sehr hoch.
Pressemitteilung vom 07. 09. 2005
Weser-Inseln zu erwerben
Bremerhaven - Der Traum von der eigenen Insel kann in der Weser bei Bremerhaven
Wirklichkeit werden. Für ein Mindestgebot von jeweils 100 000 Euro will die Bundes-Immobilienverwaltung zwei ehemalige Festungsinseln am westlichen
Ufer des Flusses verkaufen, teilte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes
Bremerhaven mit. Das Angebot habe aber einen Haken: Die 16 000 und 17 400 Quadratmeter
großen Inseln liegen im Nationalpark Wattenmeer und stehen unter Denkmalschutz.
Ursprünglich als Verteidigungsanlagen für die Wesermündung gedacht,
sind Langlütjen I und II längst
von Holunder, Schafgarbe und Birken erobert worden. Die ehemaligen Festungsanlagen
auf den künstlich aufgeschütteten Eilanden sind zwar noch erhalten,
verfallen jedoch zusehends. Während ein 1,6 Kilometer langer Damm vom westlichen
Weserufer zu Langlütjen I führt, ist Langlütjen II zu Fuß
nur bei Niedrigwasser oder sonst per Boot zu erreichen. Zurzeit ist das Betreten
der Inseln aus Sicherheitsgründen verboten.
Pressemitteilung vom 03. 09. 2005
Mehr Sturmfluten an der
Ostsee, aber keine Rekordstände
Rostock - Sturmfluten an der deutschen und polnischen Ostseeküste
haben zwar gegen Ende des 20. Jahrhunderts zugenommen, sie haben aber keine Rekord-pegelstände
erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine deutsch-polnische Studie, die das Bundesamt
für Seeschifffahrt und Hydrographie am Dienstag in Rostock vorlegte.
Zwischen 1976 und 2000 sei insgesamt 73 Mal die Sturmflutgrenze von einem Meter
über normal überschritten worden. Der bisherige Höchststand
von 3,3 Metern aus dem Jahr 1872 sei dabei jedoch nicht annähernd erreicht
worden.
Pressemitteilung vom 30. 08. 2005
«Polarstern»
virtuell: Forschungsschiff im Internet zu besichtigen
Bremerhaven - Als erstes deutsches Forschungsschiff erlaubt der Eisbrecher
«Polarstern» im Internet jedermann
jederzeit einen Besuch an Bord. Mit der «virtuellen Polarstern»
könnten sich auch Wissenschaftler vor einer Forschungsreise einen ersten
Eindruck vom künftigen Arbeitsplatz unter Deck verschaffen.
Dies teilte das Alfred-Wegener-Institut für
Polar- und Meeresforschung am Mittwoch in Bremerhaven mit. Der Rundgang auf der
«Polarstern» führt durch insgesamt sechs Decks. Außer dem
Arbeitsplatz des Kapitäns können virtuelle Besucher die Bibliothek,
die Forschungslabore, das Helikopterdeck sowie zahlreiche Arbeits- und Lagerräume
per Mausklick erkunden.
Auch die Außendecks des Forschungseisbrechers laden bei programmiertem
Dauer- Sonnenschein zur Besichtigung ein. Krönung des Rundgangs ohne Seekrankheitsrisiko
ist ein Panoramablick vom Peildeck der Polarstern. ( www.awi-bremerhaven.de/Polar/polarstern-d.html
)
Pressemitteilung vom 17. 08. 2005
Wasserschutzpolizei Bremen
meldet wasserseitig ruhigen Verlauf der SAIL
Bremerhaven / Bremen - Der Einsatzleiter der Wasserschutzpolizei Bremen
(WSP), Polizeioberrat Gerhard Schulze zog als Ergebnis der gesamten Einsatztage
eine sehr postive Bilanz für den Bereich Weser: Es gab wenige Vorkommnisse,
die ein Einschreiten der Wasserschutzpolizei erforderlich gemacht hätten.
So blieb es bei kleineren, überwiegend wetterbedingten Karambolagen bei Manövern
in den verschiedenen Häfen.
Bei der gestrigen Parade fiel ein Wassersportler allerdings unangenehm
auf: Er hatte trotz eines noch geltenden Befahrensverbotes der Weser den Anker
seines Sportbootes gelichtet. Offenbar hatte er vom Zuschauen genug und
wollte einen Hafen anlaufen. Bei der Kontrolle des Mannes stellten die Beamten
der Wasserschutzpolizei Bremen deutlichen Alkoholgeruch fest. Ein Alco-Test erbrachte
einen Wert von annähernd zwei Promille. Der Bootsführer musste
zur Blutentnahme. Das dürfte ihm sozusagen in die Parade gefahren sein.
Über 100 Beamte der WSP hatten gestern Dienst versehen, um einen
möglichst geordneten Verlauf der Parade auf dem Wasser zu gewährleisten.
Polizeioberrat Schulze dankte den Einsatzkräften der WSP ausdrücklich,
insbesondere den Beamten aus Hamburg, Niedersachen und Schleswig-Holstein, welche
die Wasserschutzpolizei Bremen während der SAIL unterstützt hatten.
Pressemitteilung vom 15. 08. 2005
Bundeskanzler Schröder
nimmt von Bord der Fregatte "Hamburg"
die Windjammer-Parade ab
Bremerhaven - Mit einem «Mast und Schotbruch» hat Bundeskanzler
Gerhard Schröder am Sonntag die Segler bei der Windjammer-Parade zum Abschluss
der «Sail 2005» in Bremerhaven
begrüßt. Anschließend nahm Schröder als Schirmherr der Veranstaltung
an Bord der Fregatte «Hamburg»
die Parade auf der Weser ab.
Schon das 50-jährige Jubiläum der
Bundeswehr und damit der Deutschen Marine sei ein Grund zu feiern, sagte Schröder
in seinem Grußwort. Wenn dann noch die größten und schönsten
Schiffe der Welt in Bremerhaven zu sehen seien, könne man sich nur freuen.
Die «Sail Bremerhaven 2005»
hatte Mittwoch begonnen. Die gut zweistündige Parade der Windjammer bildet
den Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung. In dem Schiffskorso auf der
Weser fahren rund 220 Segelschiffe mit, zudem rund 100 Dampf- und Motorschiffe.
Die «Sail Bremerhaven»
findet seit 1986 alle fünf Jahre statt. Sie gehört nach Veranstalterangaben
zu den größten Segelschiff-Treffen in Europa. Nach Schätzung der
Organisatoren besuchten die fünfte «Sail» rund 1,7 Millionen
Menschen. Davon kamen allein 300.000 zu der Parade.
Pressemitteilung vom 14. 08. 2005
Wo ist die "Findus"?
- Junger Kapitän machte alles richtig -
Bremerhaven - Bemerkenswertes aus dem Polizeialltag meldeten heute die Beamten der Wasserschutzpolizeistation
Kaiserhafen. Ein junger Mensch brachte die Beamten zum Schmunzeln.
Zunächst waren gegen 11.00 Uhr
Beamte der Wasserschutzpolizei Bremen anhand einer Schiffsliste dabei,
eine routinemäßige Kontrolle des angemeldeten Wasserfahrzeugs
"Findus" durchzuführen.
Sie stießen allerdings nur auf eine sog. Dingi. Offenbar hatte "Findus"
seinen Liegeplatz an der südlichen Stirnseite des "Neuen Hafens"
kurzzeitig verlassen.
Weitere Befragungen ergaben aber, dass
das ca. 1,5 Meter lange Dingi nicht das Beiboot eines größeren
Schiffes, sondern tatsächlich der angemeldete Teilnehmer der SAIL
2005 ist! Der elf Jahre alte Kapitän aus Berlin
namens Oskar hatte seine Teilnahme an der SAIL (zusammen mit seinem Vater)
offiziell beim Veranstalter angemeldet. An der Parade wird er wohl aufgrund
der mangelnden Seegängigkeit seines Bootes nicht teilnehmen können.
Allerdings dürfte er beim "Captains
Briefing" einige Aufmerksamkeit erregen!
Die kontrollierenden Beamten erwiesen dem Kapitän selbstverständlich
den gebotenen Respekt. Die Kontrolle
verlief ohne besondere Vorkommnisse.
Pressestelle Polizei Bremen vom 12.08.2005 |
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"Sail Bremerhaven
2005" offiziell eröffnet
Bremerhaven - In Bremerhaven ist am Mittwoch die diesjährige "Sail"
von Bremerhavens Oberbürgermeister Jörg Schulz (SPD) eröffnet worden.
Auf dem fünftägigen Windjammerfestival präsentieren sich rund 350
Schiffe aus über 20 Nationen, darunter allein 240 Segelschiffe.
Schon vor dem offiziellen "Sail"-Startschuss
um 15 Uhr schlenderten zahlreiche Besucher an den Häfen entlang, um Schiffe
wie "Gorch Fock", "Sea
Cloud II", "Alexander von Humboldt"
oder historische Hansekoggen aus der Nähe zu sehen. "Das schlechte
Wetter an den umgebenen Badeorten an der Nordsee hat uns schon ab Montag viele
Gäste beschert", sagt "Sail"-Organisator Henning Goes. Sie
hatten einiges zum Schauen, denn die ersten Schiffe trafen bereits am Sonntag
in der Seestadt ein.
Zahlreiche Schiffe luden schon im Vorfeld zum "Open Ship"
ein. Höhepunkt der "Sail" wird am Sonntag die Windjammerparade
auf der Weser sein. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nimmt sie von der
Fregatte "Hamburg" aus ab. Insgesamt rechnen die Organisatoren mit über
1,5 Millionen Besuchern.
Die zog es am Mittwoch bereits in Scharen an Bord der "Krusenstern",
um zu sehen, wie die 190-köpfige Besatzung lebt und arbeitet. Die Bark wurde
1926 in Bremerhaven als "Padua" gebaut und kam nach dem Zweiten
Weltkrieg in den Besitz der Sowjetunion. Der Kreml hat für die Weltumsegelung
zwei Millionen Euro in die Modernisierung des Schiffes investiert. 27 Häfen
will das Schiff in einem Jahr anlaufen, darunter Amsterdam, Buenos Aires und Montevideo.
Anschließend geht es um das Kap Horn nach Valparaiso und über Honolulu
nach Wladivostok. "Es wird wohl die letzte Weltumsegelung sein", sagt
der Vorsitzende des Vereins "Tall Ship Friends", Wulf Marquard, der
sich um den Erhalt großer Windjammer kümmert. "Das ist einfach
zu teuer." Um die Kasse der "Krusenstern" aufzubessern, können
Interessierte für 80 Euro am Tag auf Teilstrecken mitreisen.
Weitere Informationen über die "Sail" gibt es auch unter www.sail-bremerhaven-2005.de
Pressemitteilung vom 10. 08. 2005
Segel setzen in Norddeutschland
Rostock / Bremerhaven - Eine Flotte von insgesamt mehr als 600 Großseglern
und Traditionsschiffen aus aller Welt nimmt Kurs auf Norddeutschland. Rostock und Bremerhaven sind bis zum Wochenende Gastgeber
zweier internationaler Windjammertreffen. Am Mittwoch beginnt mit einem Kanonenfeuer
die Sail Bremerhaven, einen Tag später donnert es in Rostock aus Kanonenrohren
zum Start der Hanse Sail. Die Veranstalter beider Feste rechnen zusammen mit bis
zu drei Millionen Besuchern, wie Sprecher am Dienstag ankündigten. Die «Seh-Leute»
erwartet rund um die Uhr ein maritimes Programm mit Törns, Schiffsbesichtigungen,
Feuerwerken und Demonstrationen seemännischer Fertigkeiten.
Bereits zum 15. Mal werden die Schiffsglocken für die Rostocker
Hanse Sail geläutet. Das größte jährliche Windjammertreffen
im Ostseeraum hat trotz der Konkurrenz durch die alle fünf Jahre stattfindende
Bremerhaven Sail eine lange Schiffsliste. Mit in Rostock dabei sind das größte
Segelschiff der Welt, die «Sedov»,
die polnische Brigg «Fryderyk Chopin»
sowie die schwedische Brigg «Gunilla»,
die alle jeweils mehr als 1000 Quadratmeter Segelfläche vor den Wind bringen.
Erwartet werden auch Museumsschiffe wie das Wikingerboot «Skidbladnir»,
ein historischer Postsegler und der Dampfeisbrecher «Stettin».
Mehr als 15 000 Mitsegler haben bereits für einen Törn angeheuert. Allein
durch diese Fahrten fließen jährlich rund drei Millionen Euro in die
Schiffskassen. Damit ist die Hanse Sail das größte europäische
Förderprogramm für die historische Schifffahrt, wie Rostocks Oberbürgermeister
Roland Methling (parteilos) sagte.
Zu einem «Fest der schönen Schiffe»
lädt nach vier Jahren Pause auch wieder die Seestadt Bremerhaven ein.
Fast 350 Segler und Traditionsschiffe aus 24 Nationen haben sich angekündigt,
so viele wie noch nie zuvor. Sail-Flaggschiff ist die «Gorch
Fock» der Marine. Höhepunkt des Festivals ist die Abschlussparade
am Sonntag auf der Weser. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nimmt sie
von der Fregatte «Hamburg» aus
ab. Hunderte von Begleitschiffen und Hunderttausende Schaulustige an Land werden
dazu erwartet.
Vor der mecklenburgischen Küste wird es wiederum mehrere Regatten
geben, hier ist das Ein- und Auslaufen der Schiffe jeden Tag ein begehrtes Fotomotiv.
Der Stadthafen wird erstmals zu einem «Segelstadion», in dem Kutterrudern,
Wasserspringen und Tauchkurse veranstaltet werden. Das Schiff des Gastlandes Polen,
die «Fryderyk Chopin», wird am Eröffnungsabend mit einer Fackelfahrt
Rostocker Ruderboote an seinen Liegeplatz begleitet. Auf fünf Bühnen
entlang der kilometerlangen Kaikanten gibt es Musik von «Torfrock»
und «City», Shantys und Unterhaltung. Auch in Bremerhaven sind mehr
als 200 Einzelveranstaltungen rund um die Sail geplant. Höhenfeuerwerke und
maritime Basare gibt es auf beiden Festen.
Während die nächste Bremerhaven
Sail erst im Juli 2010 stattfindet, schreibt Rostock schon an der Schiffsliste
für die Hanse Sail 2006. Angekündigt hat sich dafür bereits das
Segelschulschiff «Gorch Fock». Die Deutsche Marine wird in Rostock
ihren 50. Geburtstag feiern, dazu gingen Einladungen an Segelschulschiffe in
alle Welt.
Pressemitteilung vom 09. 08. 2005
Forschungsschiff «Gauss»
untersucht Nordsee
Hamburg - Das Forschungsschiff «Gauss»
startet an diesem Mittwoch von Hamburg aus zu einer Untersuchung des ökologischen
Zustands der Nordsee. Auf dem Programm der 15 Meereswissenschaftler stehen
chemische und ozeanographische Untersuchungen, um den Zustand der Nordsee bewerten
zu können.
Das teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am
Dienstag mit. Die Fahrt gehe über die Deutsche Bucht, den Englischen Kanal
bis zu den Shetland- Inseln. Erste Bewertungen des Zustands der Nordsee werde
es voraussichtlich bereits unmittelbar nach der Rückkehr der «Gauss»
am 6. September in Hamburg geben.
Pressemitteilung vom 09. 08. 2005
SBS übernimmt Fährbetrieb
zwischen Brake und Sandstedt
Brake - Ab heute wird der Fährbetrieb auf der Unterweser im Liniendienst
zwischen Brake und Sandstedt von der SBS Schnellfähre Brake-Sandstedt
GmbH & Co. KG geführt. Nach rund zehnmonatiger Vorbereitungszeit konnte
das Projekt "Weserfähre" nun offiziell von den Verkehrsbetrieben
Wesermarsch (VBW) übernommen werden. Die SBS betreibt nun mit der Fähre
"Kleinensiel" die Verbindung über
die Unterweser zwischen Brake und Kleinensiel. Seit 1988 wurde der Fährverkehr
auf der Unterweser mit fünf Fährschiffen zwischen Brake-Sandstedt sowie
Kleinensiel-Dedesdorf von der VBW betrieben. Bis zur Eröffnung des Wesertunnels
wurden auf den fünf Fährschiffen der VBW 76 Mitarbeiter beschäftigt.
Die VBW hat das Fährschiff "Stadland" nach Rumänien verkauft.
Die 60 Meter lange und 320 Tonnen schwere "Stadtland" wurde auf den
Frachter "Annemieke" gehievt.
Pressemitteilung vom 06. 08. 2005
Von Bremerhaven in eine
ungewisse Zukunft
Das Deutsche Auswanderhaus wird
am Montag, den 8. August 2005 eröffnet
Bremerhaven - Ein Novembertag im 19. Jahrhundert in Bremerhaven. Es ist
kalt und dämmrig. Menschen stehen dicht gedrängt mit Koffern an der
Kaje. Vor ihnen schwankt die Bordwand des Dampfschiffes «Lahn».
Es sind Hafengeräusche zu hören und das Gemurmel der Reisenden, die
gleich ihre Heimat verlassen werden. Sie wollen in Übersee ihr Glück
versuchen. Die Szene ist lebensgroß aufgebaut, auch die 8 Meter hohe und
32 Meter lange Bordwand hat Originalmaße. Zu sehen ist sie im Deutschen
Auswandererhaus in Bremerhaven, das am Montag eröffnet wird.
Mehr als sieben Millionen Menschen kamen zwischen 1830 und 1974 in die Seestadt,
um von dort aus die Schiffspassage nach Übersee anzutreten. Mehr als die
Hälfte waren Deutsche. Warum sie gingen, wie sie die Reise über den
Ozean überstanden und was aus ihnen geworden ist, dokumentiert das Erlebnismuseum
auf 2200 Quadratmetern. «Wir haben 60 Lebensgeschichten ausgewählt»,
sagt Museumsdirektorin Sabine Süß.
Dazu waren aufwändige Recherchen notwendig. Oft waren zunächst aus
den Passagierlisten der Auswandererschiffe nur die Namen und die Ausreisedaten
bekannt. «Die Biografien dahinter zu erfahren, war eine akribische, fast
kriminologische Arbeit», sagt Süß. Sie und ihre Mitarbeiter
nahmen Kontakt zu den Nachfahren auf, die dem Museum teilweise Erinnerungsstücke
überließen.
Pressemitteilung vom 05. 08. 2005
Lloyd
Werft sagt Feier auf «Pride of America» ab
Bremerhaven - Auch die Lloyd Werft hat gestern ihr Farewell Dinner auf
dem neuen Kreuzfahrtschiff "Pride of America"
abgesagt. Grund sei der hohe Termindruck bei der Inbetriebnahme des Schiffes.
Die Entscheidung sei zusammen mit der Reederei NCL getroffen worden; NCL hatte
bereits am Vortag alle Veranstaltungen auf der "Pride" abgesagt. "Die
Gründe liegen in dem straffen Trainingsprogramm für die Besatzung, den
umfangreichen Abnahmen durch die Behörden, Abnahmen durch die Reederei und
der Ausrüstung des Schiffes mit Proviant und Materialien, die unter sehr
hohen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden müssen", schrieb
die Werft ihren Gästen. Das Schiff werde aber pünktlich am 6. Juni an
die Reederei abgeliefert, versicherte die Lloyd Werft. Zuvor soll die "Pride"
noch am Sonnabend zu einer "Einweisungsfahrt" in die Nordsee
auslaufen, um die Besatzung mit der Schiffstechnik vertraut zu machen.
Pressemitteilung NZ vom 01. 06. 2005
"Norway"
verläßt Bremerhaven
Bremerhaven - Das Passagierschiff "Norway"
hat gestern nach zweijähriger Liegezeit Bremerhaven mit Ziel Malaysia verlassen.
Eine Kesselexplosion hatte es im Mai 2003 in Miami schwer beschädigt. Der
Havarist wurde zur Bremerhavener Lloyd Werft geschleppt. Vor wenigen Wochen entschied
die Reederei Norwegian Cruise Line (NCL), das Schiff nach Malaysia zu bringen.
Ob es dort abgewrackt oder repariert und umgebaut wird, ist noch nicht bekannt.
Das Passagierschiff lief 1961 als "France" vom Stapel und fuhr im Transatlantikverkehr.
1980 wurde es zum Kreuzfahrtschiff umgebaut und erhielt den Namen "Norway".
Pressemitteilung vom 24. 05. 2005
Fregatte völlig überholt
Bremerhaven - In drei Monaten haben die MWB Motorenwerke Bremerhaven die
139 Meter lange Fregatte "Schleswig-Holstein"
der Deutschen Marine komplett überholt. Jetzt wird das elf Jahre alte Schiff
auf See erprobt. Anschließend soll es im Arsenal Wilhelmshaven eine neue
Bewaffnung erhalten.
Pressemitteilung vom 24. 05. 2005
Kreuzfahrtschiff
«Pride of America» auf Probefahrt
Bremerhaven - Die «Pride of America»
ist eine kleine Luxusstadt. Neben acht Restaurants, zwei Swimmingpools und einem
Tennisplatz fehlt auf dem Kreuzfahrtschiff auch eine Joggingbahn nicht. Eine 173
Quadratmeter große «Grand Suite» auf Deck 12 wird mit Butlerservice
angeboten. Doch auf der am Donnerstag begonnenen ersten Probefahrt auf der Nordsee
kommt niemand in den Genuss dieser Dienstleistung. Noch testen Techniker der Bremerhavener
Llyod Werft alle Systeme und Anlagen an Bord, damit der Luxusliner am 6.
Juni wie vorgesehen der Reederei Norwegian Cruise Line (NCL) übergeben
werden kann.
Zahlreiche Schaulustige verfolgten im Hafen und an der Nordschleuse die
Ausfahrt des Riesen am Donnerstagmorgen. Am Montag wird es zurück erwartet.
Das nun greifbare Happy End war noch vor über einem Jahr nicht unbedingt
vorhersehbar. Ursprünglich sollte das Schiff bereits im April vorigen Jahres
ausgeliefert werden. In einer stürmischen Nacht im Januar 2004 war aber das
fast fertige Schiff im Hafenbecken der Werft nach einem Wassereinbruch zur Seite
gekippt. Der Schiffsneubau riss einen Kran um, der auf eine Halle stürzte.
Drei Menschen wurden verletzt.
In der Folge musste die Lloyd Werft Insolvenz anmelden, weil die Reederei
die Zahlungen zunächst ausgesetzt hatte. Monatelang mussten die Werft und
ihre Zulieferfirmen um ihre Zukunft bangen. Nachdem die Versicherungen aber angekündigt
hatten, den Schaden zu begleichen, vereinbarten NCL und Lloyd Werft einen neuen
Termin für die Fertigstellung des Ozeanriesen. Es liefen nun zwei Arbeiten
parallel: Zum einen mussten die Schäden der Havarie beseitigt, zum anderen
der Neubau vollendet werden.
Am 17. Juni nun soll das Traumschiff in New York
getauft werden. Am 23. Juli geht es unter US-Flagge für acht Tage von Honolulu
aus los zu einer Tour rund um die Inselwelt Hawaiis, wie die Reederei mitteilte.
Besonderer Clou seien die langen Aufenthaltsmöglichkeiten auf den Inseln,
sagte eine Sprecherin. Eine 800-köpfige amerikanische Besatzung kümmert
sich um die rund 2150 Passagiere. Die «Pride of America» ist der erste
Neubau seit über 50 Jahren, der unter amerikanischer Flagge für NCL
fährt. Im Frühjahr 2006 soll die «Pride of Hawaii», die
zurzeit auf der Papenburger Meyer Werft gebaut wird, zur NCL-America-Flotte dazustoßen.
Ganz billig ist eine Reise auf der «Pride of America» nicht. NCL
wirbt für die achttägige Jungfernkreuzfahrt mit einem Angebot ab 999
Euro, ohne Transferflug. Für die «Grand Suite» müssen rund
5000 Euro pro Person bei Doppelbelegung gezahlt werden. Dafür kann man dann
nach Angaben von NCL im Whirlpool des eigenen Balkons sitzend die Inselwelt Hawaiis
an sich vorüberziehen lassen.
Pressemitteilung vom 19. 05. 2005
Polarforschungsschiff
"Grönland" zeigt Flagge in Berlin
Bremerhaven - Am Sonntag, dem 8. Mai 2005, dem Internationalen Museumstag,
bricht das erste deutsche Polarforschungsschiff und einzige noch in Fahrt befindliche
Museumsschiff des Deutschen Schiffahrtsmuseums, die hölzerne Nordische Jagt
"Grönland", zur Reise nach Berlin auf. Das Schiff wird um 8.30 Uhr an der Kaje der Motorenwerke Bremerhaven
durch den Bremerhavener Oberbürgermeister Jörg Schulz offiziell verabschiedet.
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Deutschen
Schiffahrtsmuseums (DSM) und des 25-jährigen Bestehens des Alfred-Wegener-Instituts
für Polar- und Meeresforschung (AWI) wird die "Grönland"
vom 17. bis zum 27. Mai im Herzen der Bundeshauptstadt
am Schiffbauerdamm (gegenüber dem ARD-Hauptstadtstudio, in unmittelbarer
Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße) für die beiden Forschungseinrichtungen
und die Stadt Bremerhaven, die gemeinsam mit Bremen als "Stadt der Wissenschaft
2005" ausgezeichnet wurde, Flagge zeigen.
In dieser Zeit kann die "Grönland", eines der ältesten
noch aktiv segelnden Schiffe unter deutscher Flagge und unlängst umfassend
restauriert, besichtigt werden. Als Gast auf dem Schiff wird unter anderem auch
Bundespräsident Dr. Horst Köhler erwartet. Die ehrenamtliche Crew des
Schiffes und Wissenschaftler beider Forschungseinrichtungen berichten in der authentischen
Atmosphäre eines Forschungsschiffes aus dem Jahre 1867 über Geschichte
und Gegenwart der deutschen Polarforschung. In der Bremer Landesvertretung in
der Hiroshimastraße 24 findet außerdem eine Vortragsreihe zur deutschen
Polarforschung statt.
Auf dem Weg nach Berlin wird die "Grönland" die Städte
Bremen, Nienburg/Weser, Minden, Hannover, Wolfsburg, Magdeburg, Brandenburg und
Potsdam passieren. Den Rückweg von Berlin wird die "Grönland"
über Potsdam, Brandenburg, Magdeburg, Uelzen, Bad Bevensen, Lauenburg/Elbe,
Wedel und schließlich Helgoland antreten.
Pressemitteilung vom 03. 05. 2005
Segelschiff soll aus dem
Barther Bodden gehoben werden
Barth - Im Barther Bodden soll ein vor mehr als 50 Jahren versenktes Segelschulschiff
geborgen werden. Die 1917 gebaute "Admiral von Trotha"
solle im geplanten Technikmuseum in Barth (Nordvorpommern) ausgestellt werden,
berichtet die "Ostsee- Zeitung" (Dienstag). Dazu solle sie so rasch
wie möglich gehoben und restauriert werden. In den letzten Tagen des Zweiten
Weltkriegs wurden mit dem Schiff Flüchtlinge nach Barth transportiert. Danach
wurde es abgewrackt und am Rande des Hafens versenkt.
Pressemitteilung vom 03. 05. 2005
Ausflugsfähre Bremerhaven-Helgoland
startet in die neue Saison
Bremerhaven - Bei bilderbuchartigem Frühsommerwetter hat am Sonntag
die Saison 2005 für die Ausflugsfähren zwischen Bremerhaven und Helgoland
begonnen. Als erstes Schiff legte die MS "Atlantis"
von der Seebäderkaje in Bremerhaven ab. In Wilhelmshaven wurde die neue Helgoland-Saison
bereits am Freitag eröffnet. Vom größten Jadehafen verkehrt der
74 Stundenkilometer schnelle Katamaran "Cat No.
1" täglich außer donnerstags zur roten Insel. An rund
40 Tagen startet er auch vom Nachbarhafen Hooksiel.
Pressemitteilung vom 01. 05. 2005
Der Hamburger Hafen hat
Geburtstag
Hamburg - Zum Hafengeburtstag am zweiten Wochenende im Mai lockt Hamburg
mit maritimen Angeboten: Party und Stimmung verspricht die "Hamburger Residenzfahrt"
zum Hafen-Feuerwerk am 7. Mai (Buchung: Telefon 30 05 16 66). In der HafenCity
zwischen Grasbrookhafen und Cruise Center lädt die HafenCity Motions 2005
zur Bewegung ein. Jeder kann mitmachen bei der Einführung in Segeln, Beach-Volleyball,
Golfen, Quattro Highjumping oder gesichertes Freeclimbing. Günstige Schnuppertörns
(30 Minuten) in die Speicherstadt bietet die Hamburg-Card-Hafengeburtstags-Edition.
Die Ein- und Auslaufparaden können an Bord eines Großseglers wie dem
Dreimast-Topsegler "Regina Maris" (48 Meter lang) erlebt werden (Buchung:
Telefon 300 51 77).
Für preiswerte Unterkünfte während des viertägigen
Hafenfestes ist gesorgt: Touristen können im Seemannsheim der Seemannsmission
am Krayenkamp schlafen (Einzelzimmer ab 34,50 Euro, Doppelzimmer bis 70 Euro,
Telefon 37 09 60), Hotelzimmer gibt es ab 46,50 Euro (Hamburg-Card inkl.,Tel.
30 05 18 00 oder im Internet unter www.hamburg-tourismus.de)
Pressemitteilung vom 22. 04. 2005
Weniger Spenden: Seenotretter
in schwerer See
Die Seenotretter der DGzRS retteten im vergangenen
Jahr 384 Menschen aus Seenot
Bremen Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger meldet ein stagnierendes Spendenaufkommen. Die Organisation erhielt 2004 rund
16,3 Millionen Euro an Spenden. Damit bewegt sich das Aufkommen auf dem Level
von 2000. "Wir bekommen die allgemeine Zurückhaltung der Menschen zu
spüren. Wenn jemand weniger Geld in der Tasche hat, dann spendet er auch
weniger", erklärte DGzRS-Sprecher Andreas Lubkowitz.
In finanzielle Engpässe gerät die
Organisation deshalb aber noch nicht. "Wir haben für solche Fälle
in der Vergangenheit durch sparsame Haushaltung vorgesorgt", sagte Lubkowitz.
Dennoch beobachtet man in der Organisation die Entwicklung mit Sorge. Immerhin
müssen die Arbeitsplätze von 185 fest angestellten Seenotrettern bezahlt
werden, genauso wie der Unterhalt für 20 Kreuzer und 41 Seenotrettungsboote.
Diese Einheiten mussten 2004 zu insgesamt 2547 Einsätzen auslaufen, wobei
368 Menschen aus Seenot gerettet wurden.
Um die Finanzsituation zu verbessern, wirbt die Gesellschaft jetzt
verstärkt um Fördermitglieder, die sich zu regelmäßigen Spenden
bereit erklären. Sie stellen schon heute den größten Teil der
Einkünfte. 12,2 Millionen Euro kamen 2004 aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen
zusammen. 1,228 Millionen Euro waren Kondolenz-spenden und 948000 Euro stammten
aus den Sammelschiffchen. 1,187 Millionen Euro kamen aus Beiträgen der Schifffahrt
und 642000 Euro aus Bußgeldern in die Kasse der Gesellschaft.
Pressemitteilung vom 15. 04. 2005
Mit dem Plattbodenschiff
durchs Wattenmeer segeln
Bremerhaven - Touristen können ab sofort mit einem Plattbodenschiff
durch das niedersächsische Wattenmeer segeln. Regelmäßig startet
die KBL-Schifffahrts-gesellschaft mit der "Amazone"
von Bremerhaven zu "Wattenmeer-Safaris" in den zweitgrößten
deutschen Nationalpark. Die Schönheit der weltweit fast einmaligen Landschaft
zeige sich erst, wenn man mitten drin ist, sagt Geschäftsführer Hans-
Gerd Knoop. Ähnliche Reisen bietet neben KBL auch die Naturschutzorganisation
Nabu ab Cuxhaven. ( www.kbl-shipping.de )
Pressemitteilung vom 10. 04. 2005
Ausgemusterte Helgoländer
Börteboote in Oldenburg weiter im Dienst
Oldenburg - Zwei ausgemusterte Helgoländer Börteboote sollen weiter Dienst auf Oldenburgischen Binnengewässern
tun. Als erstes Boot machte am Mittwoch "Die Liebe"
im Oldenburger Hafen fest. Gemeinsam mit der "Marianne"
soll das motorisierte Holzschiff künftig Passagiere von Großparkplätzen
am Stadtrand zur City und zurück schippern. Mit den Börtebooten werden
traditionell Helgoland- Ausflügler von Passagierfähren zur Insel übergesetzt.
Der Einsatz von Katamaranen mit geringem Tiefgang macht sie zunehmend überflüssig.
Pressemitteilung vom 06. 04. 2005
75-jähriges Jubiläum
"Deutsche Grönland-Expedition Alfred Wegener"
Bremerhaven - Vor genau 75 Jahren am 1. April 1930 startete die
"Deutsche Grönland-Expedition Alfred Wegener"
mit vierzehn Teilnehmern in Kopenhagen. Die Ermittlung der Dicke des 2700 Meter
mächtigen grönländischen Eisschildes war ein sensationeller wissenschaftlicher
Erfolg des ein Jahr dauernden Unternehmens. Die extremen Bedingungen der Arktis
machten das Unternehmen allerdings zu einer Strapaze. Ihr fiel auch der Leiter
der Expedition zum Opfer, der Begründer der Kontinentaldrifttheorie, Polarforscher
und Meteorologe Alfred Wegener. Heute werden Wegeners Forschungsinteressen an
dem nach ihm benannten Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
weiterverfolgt.
Die "Deutsche Grönland-Expedition Alfred Wegener" hat
von Beginn an mit den harten arktischen Umweltbedingungen zu kämpfen. Vor
Westgrönland vergehen sechs Wochen, bevor 100 Tonnen Expeditionsmaterial
und 25 Islandponys von der eisgängigen "Gustav
Holm" auf das 1000 Meter hohe Inlandeis gebracht werden können.
Unter Zeitdruck werden die drei Landstationen entlang des 72sten Breitengrades
errichtet, in denen ein Jahr lang geophysikalische und meteorologische Messungen
durchgeführt werden. Besonders Aufbau und Versorgung der zentral gelegenen
Station "Eismitte" erweisen sich als schwierig, da die modernen Propellerschlitten
bei den herrschenden Schneebedingungen kaum einsetzbar sind. Bei tiefem Neuschnee
und Temperaturen bis minus 54 Grad Celsius werden Ausrüstung und Material
über 400 Kilometer mit Hundeschlitten transportiert.
Bei der Rückkehr von einer solchen Fahrt nach "Eismitte" sterben
Alfred Wegener und sein grönländischer Begleiter Rasmus Villumsen im
Eis. Wegeners Bruder Kurt übernimmt
die Leitung der Expedition, deren umfangreiche meteorologische, geodätische
und glaziologische Daten Bände füllen. Während der Überwinterung
stellen die Forscher auch fest, dass ein damals über dem Inlandeis vermutetes
stationäres Hochdruckgebiet nicht existiert. Dieses Ergebnis ist für
die Meteorologie des Nordatlantiks und damit für die Schiff- und Luftfahrt
von besonderer Bedeutung.
Im Jahr 2005 führen die wissenschaftlichen Erben Wegeners
dessen Ideen am Alfred-Wegener-Institut weiter. In den Gewässern um Grönland
nimmt der Forschungseisbrecher "Polarstern"
regelmäßig physikalische, chemische,geologische und biologische Messungen
vor. Eisbohrungen finden in der Arktis wie auch in der Antarktis statt, die dabei
gewonnenen Eiskerne ermöglichen die Rekonstruktion historischer Klimaveränderungen.
Auch wenn die Technik seit Alfred Wegeners Expeditionen deutliche Fortschritte
gemacht hat, erschweren die extremen Umweltbedingungen auch heute noch die Erforschung
der Polargebiete und stellen eine Herausforderung an Menschen und Geräte
dar.
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung - Pressemitteilung
vom 24. 03. 2005
Nordseetörn mit "Astarte"
Bremerhaven - Der 1903 gebaute Kutter "Astarte",
das Flaggschiff der Schiffergilde Bremerhaven, unternimmt vom 4. bis zum 8. Mai
einen Segeltörn zu den Inseln Sylt und Helgoland. Die Fahrt endet wieder
in Bremerhaven. An Bord sind noch Plätze frei. Die Teilnahme kostet 260 Euro
bei voller Verpflegung. Buchungen sind telefonisch unter 0471/946 46 48 oder im
Internet unter soelter@bis-bremerhaven.de möglich.
Pressemitteilung vom 17. 03. 2005
Ausbau an der Columbuskaje
Bremerhaven erwartet am Columbus Cruise Center in diesem Jahr 78 Schiffe mit zusammen rund 80 000 Passagieren. 70 Schiffe
werden ihre Kreuzfahrten dort beginnen und beenden. Damit drei Kreuzfahrtschiffe
zugleich abgefertigt werden können, wird der gläserne Hochsteg am Nordende
der Columbuskaje um 60 Meter verlängert.
Pressemitteilung vom 17. 03. 2005
"Grönland"
wieder in Bremerhaven
Bremen / Bremerhaven - Das erste deutsche Polarforschungsschiff "Grönland"
ist wieder in Bremerhaven. Eine Holzschiffbau-Werft in der Nähe von Emden
hat das knapp 150 Jahre alte Schiff ein Jahr lang saniert. Die "Grönland"
gehört seit 30 Jahren dem Deutschen Schiffahrtsmuseum. Sie segelt Anfang
Mai nach Berlin, um dort für den Forschungsstandort Bremerhaven zu werben.
Pressemitteilung vom 13. 03. 2005
Kein Export der asbestverseuchten
"SS Norway"
Meldung der Bundestagsfraktion:
Zur "SS Norway", die derzeit bei der
Lloyd Werft in Bremerhaven entrümpelt wird und anschließend in einem
Billiglohnland abgewrackt werden soll, erklärt Rainder Steenblock, Mitglied
im Verkehrsausschuss und Sprecher für Schifffahrt und Häfen:
Wir appellieren an die zuständige Abfall- und Bodenschutzbehörde
in Bremen: Stellen Sie sicher, dass die "SS Norway im Interesse von
Mensch und Umwelt vor ihrem Weiterverkauf zum Beispiel nach Alang/Indien fachgerecht
und umweltfreundlich asbestsaniert wird.
Denn in Billiglohnländern wie Indien, Pakistan, Bangladesch oder
China bestehen nur unzureichende Anforderungen an den Arbeits- und Umweltschutz.
Die Schiffe werden direkt am Strand von kaum geschulten Arbeitern in Handarbeit
zerlegt. Eine Vielzahl an Gefahrstoffen und giftigen Substanzen wird dabei freigesetzt.
Mensch und Natur sind diesen ungeschützt ausgesetzt. Die Arbeiter nehmen
mit bloßen Händen die Schiffe auseinander und tragen die Einzelteile
auf ihren Schultern zum Abtransport per LKW.
Nicht Verwert- oder Verkaufbares, wie Restöl, asbesthaltige Isolierungen
von Rohren, Maschinen und Kabeln oder PCB-haltige Dichtungsmassen, wird einfach
abgelassen, versenkt oder in offenem Feuer verbrannt. Die Strände werden
dabei hochgradig verseucht, das Trinkwasser wird schwer belastet. Ohne Atemschutz
schweißen die Arbeiter die Schiffswände auseinander. Dabei gelangen
Blei, Cadmium und andere giftige Schwermetalle in die Atemluft. Aufgrund der Belastung
mit Asbeststäuben, schwermetallhaltigem Rauch, polyzyklischen Aromaten und
Dioxinen erkranken einige der Arbeiter an tödlichen Krankheiten.
Pressemitteilung vom 08. 03. 2005
Der «Norway»
alias «France» droht die Verschrottung
Honfleur - Dem Passagierschiff «Norway»
droht die Verschrottung. Die Reederei Norwegian Cruise Lines (NCL) teilte am Freitag
mit, sie wolle 20 Millionen Euro für das Schiff, das seit 2003 in Bremerhaven liegt. Sollte sich bis Montag kein Käufer finden, werde die «Norway»
verschrottet. Das Schiff, das einst «France» hieß, war mehr
als zehn Jahre lang zwischen Le Havre und New York auf dem Atlantik unterwegs.
1974 wurde die «France» aus dem Verkehr gezogen, fünf Jahre später
kaufte NCL das Schiff.
Pressemitteilung vom 25. 02. 2005
400-jähriges Wrack
gestrandet - Boot wird konserviert
Wieck - Ein 400 Jahre altes Bootswrack ist an der Westküste der Halbinsel Darß gestrandet. Das Schiff sei
noch gut erhalten, sagte ein Sprecher des Landesamtes für Bodendenkmalpflege
am Dienstag in Schwerin. Der Fund sei allerdings keine archäologische Überraschung.
Taucher hatten das Schiffswrack bereits vor einiger Zeit entdeckt, die Strömung
hatte den Liegeort des Bootes aber offenbar geändert.
Es handelt sich nach Vermutungen der Experten um einen etwa zwölf
Meter langen und mehr als drei Meter breiten Lastkahn. In den kommenden
Wochen soll er geborgen und konserviert werden. Dafür müssten alle Teile
des Schiffsrumpfes, der zum Teil noch im Sand versteckt ist, auseinandergebaut
und gesäubert werden. Frühestens in einem Jahr könne der Fund dann
öffentlich präsentiert werden, sagte der Landesamtssprecher. Als Ausstellungsort
sei die Arche, das Nationalpark-zentrum Vorpommersche Boddenlandschaft in Wieck
auf dem Darß, vorgesehen.
Pressemitteilung vom 22. 02. 2005
Havariekommando wird vorgestellt
Bremerhaven - Havariekommando - was ist das ? Diese und andere Fragen rund um die neue Organisation in Cuxhaven will Hans-Werner
Monsees in einem Vortrag beantworten, zu dem der Nautische Verein am Mittwoch,
23. Februar, 19 Uhr, ins Deutsche Schiffahrtsmuseum lädt. Eintritt
frei
Pressemitteilung vom 17. 02. 2005
SSW-Werft repariert ausgebrannten
Frachter
Bremerhaven - Die Bremerhavener SSW-Werft hat sich gegen elf nationale
und internationale Mitbwerber durchgesetzt und den Reparaturauftrag für den
ausgebrannten holländischen Papierfrachter "Schieborg"
an Land gezogen. Bereits heute morgen wird das 183 Meter lange Schiff der Wagenborg-Reederei
im Bremerhavener Fischereihafen erwartet. Der Frachter geriet Anfang Januar mit
einer Ladung Papier in einem schweren Orkan vor der dänischen Küste
in Brand. Dabei wurden unter anderem das Hauptdeck sowie die technische Ausüstung
des erst vor fünf Jahren in Lübeck gebauten Schiffes zerstört.
Der Schaden wird auf rund 20 Millionen Euro geschätzt.
Pressemitteilung vom 12. 02. 2005
Schwebefähre über
Nord-Ostsee-Kanal stillgelegt: Antrieb klopft
Rendsburg / Osterrönfeld Klopfen von oben hat zur Stilllegung
der Schwebefähre Anfang der Woche geführt.
Bis gestern war nicht klar, wann die Verbindung wieder zwischen Osterrönfelder
und Rendsburger Kanalufer pendelt. Das Klopfen kommt aus dem Antrieb der Fähre,
der sich auf der Eisenbahnhochbrücke befindet, sagt Hauke Henningsen,
Rendsburger Außenbezirksleiter des Wasser- und Schifffahrtsamts. Seit Montag
suchen Techniker nach der Ursache. Schlimmstenfalls habe sich eine Ende der 90er
Jahre eingebaute Laufschiene verzogen und müsse ausgetauscht werden. Dafür
seien zwei Wochen nötig. Bestenfalls brauche die Reparatur bei einem kleinen
Fehler nur einen Tag. Betroffen sind besonders Osterrönfelder Schüler,
die nun per Rad durch den Fußgängertunnel nach Rendsburg fahren müssen.
Pressemitteilung vom 10. 02. 2005
Mehr Platz für die
Containerreederei
Bremerhaven - Für den Großkunden MSC wird jeder Quadratmeter
benötigt. Eurogate holt das Letzte aus seinem Containerterminal heraus: Bis
an die Nord-schleuse heran sollen sich die bunten Boxen demnächst stapeln.
Jeder Quadratmeter wird benötigt, weil
die zweitgrößte Containerreederei der Welt, die Mediterranean
Shipping Company (MSC), Bremerhaven zu einem ihrer Haupthäfen
erkoren hat. Seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres betreiben Eurogate und MSC
gemeinsam einen eigenen Terminal für die Schiffe der Genfer Reederei. Seitdem
dominiert im Süden der Stromkaje unübersehbar das Ockergelb der MSC-Container.
Für die Schweizer werden sogar sechs alte Container-brücken aufgerüstet;
geplant ist außerdem der Bau eines Liegeplatzes für ein Zubringerschiff
(Feeder) hinter der Nordschleuse.
Pressemitteilung NZ vom 09. 02. 2005
Neuer Dienst bis nach
Südamerika
Bremerhaven - Ein neuer Container-Liniendienst der größten südamerikanischen
Linienreederei CSAV verbindet die Stromkaje
direkt mit der US-Ostküste, der Karibik und dem südamerikanischen Westen.
Als erstes Schiff des neu gegründeten Euroandes Express-Dienstes lag die
"CSAV Manzanillo" am Eurogate-Terminal.
Das Containerschiff kann 1120 Standardcontainer an Bord nehmen. Die Abfahrten
des neuen Dienstes erfolgen in Abständen von zwölf Tagen. Die Schiffe
laufen folgende Häfen an: Rotterdam, Bremerhaven, Tilbury, Charleston, Kingston,
Rio Haina, Cartagena, Buenaventura, San Vicente und San Antonio. Auf der Route
fahren fünf Schiffe. Der CSAV-Dienst ist schon der zweite Südamerika-Dienst,
der in den vergangenen sechs Monaten Bremerhaven in seinen Fahrplan aufgenommen
hat. Sehr viel Obst und Kaffee aus Südamerika werden über die Stromkaje
importiert.
Pressemitteilung NZ vom 05. 02. 2005
Welpe überlebt Klippensturz
in Ärmelkanal
London - Ein wagemutiger Welpe, der von der britischen Steilküste
in den Ärmelkanal plumpste, ist erfolgreich um sein Leben gepaddelt. Der
sechs Monate alte Jack-Russell-Terrier Toby hatte sich wegen eines Schusses auf einem nahe gelegenen Militärgelände
so sehr erschrocken, dass er von einer rund 20 Meter hohen Klippe stürzte
und ausgerechnet in der viel befahrenen Wasserstraße vor der südwestenglischen
Stadt Plymouth landete, wie britische Zeitungen gestern berichteten. Doch der
kleine Terrier ließ sich von den Kriegsschiffen, U-Booten und Fähren,
die in der Fahrrinne regelmäßig verkehren, nicht abschrecken und paddelte
drauf los. Nach 1,6 Kilometern machte Toby schlapp und ruhte sich zähneklappernd
auf einem Felsen in der Bucht aus. Dort fand ihn die Besatzung eines zu Hilfe
gerufenen Schiffes. Tobys Besitzer David und Sandra Lee waren höchst erstaunt,
dass sie ihren Liebling unversehrt in Empfang nehmen konnten. "Wir dachten
wirklich, wir würden ihn verlieren."
Pressemitteilung vom 04. 02. 2005
Marine lässt Muscheln
keine Chance
Fregatte "Schleswig-Holstein" erhält
bei den Motorenwerken Spezialanstrich aus Silikon
80 Tage Grundinstandsetzung Überseehäfen
Bremerhaven - Der stahlglatte Rumpf der "Schleswig-Holstein"
ist kein gutes Biotop für Algen, Muscheln oder Seepocken. Während die
Flora und Fauna an handelsüblichen Frachtschiffen durchaus Gefallen findet,
scheut die Marine keine Kosten, den Unterwasser-Urwald von ihren Fregatten fernzuhalten.
Schließlich soll die "Schleswig-Holstein" mit mehr als 30 Knoten
feindlichen U-Booten und neuerdings auch Terrorkommandos hinterherjagen
ein dicker Bart stört da gewaltig. "Marineschiffe gehen deshalb alle
zweieinhalb Jahre ins Dock", erklärt Oliver Hopert, Vorstand der MWB
Motorenwerke Handelsschiffe nur alle fünf Jahre.
Seit Mittwoch liegt die "Schleswig-Holstein"
im Dock der Motorenwerke. Dort soll sie 80 Tage lang von Grund auf überholt
werden. Lüftung, Elektrik, Maschine, Getriebe, Ruder alles wird auseinander
genommen, in Stand gesetzt und wieder eingebaut. Und natürlich erhält
die Fregatte wieder einen schlüpfrigen Anstrich diesmal aus Silikon.
"Das Beste vom Besten, sowas kann sich kein normaler Reeder leisten",
sagt MWB-Projektleiter Hans-Dieter Severin.
Die Motorenwerker und ihre Subunternehmer
haben mit der Fregatte jedenfalls genug zu tun. Bis Ende April werden täglich
rund 300 Mann auf dem Schiff im Zweischicht-Betrieb, zeitweilig auch rund um die
Uhr arbeiten. "Wir haben hart um den Auftrag gekämpft jetzt sind
wir die nächsten drei Monate voll ausgelastet", freut sich MWB-Chef
Hopert.
Das Kriegsschiff kam übrigens unbewaffnet
nach Bremerhaven: Alle Geschütze, Raketen und Torpedos sowie die gesamte
Elektronik wurde zuvor im Marine-arsenal Wilhelmshaven ausgebaut.
Pressemitteilung NZ vom 04. 02. 2005
"Pride
of America" bekommt diese Woche wieder Wasser unter den Kiel
Bremerhaven - "Pride of America"
bekommt diese Woche wieder Wasser unter den Kiel. Das Sternenbanner umspielt den
Bug der "Pride of America", und auch der Name des Kreuzliners steht
in großen Lettern schon an der Bordwand.
Die Malerarbeiten auf dem Neubau kommen gut voran. Das Unterwasserschiff hat seinen
Endanstrich erhalten, so dass der Dockmeister der Lloyd Werft in dieser Woche
die Schieber öffnen will und die "Pride" nach Monaten auf dem Trockenen
wieder schwimmen soll. Auf den Tag vier Monate vor der Ablieferung an die Reederei
NCL wird die "Pride of America" am Sonntag, 6. Februar, vom Kaiserdock
an die Ausrüstungskaje der Werft verholen.
Pressemitteilung NZ vom 01. 02. 2005
Restplätze für
Übernachtungen im Leuchtturm "Roter Sand"
Bremerhaven - Der Leuchtturm "Roter Sand"
in der Nordsee vor Bremerhaven kann vom 12. Mai an wieder besichtigt werden.
Es seien auch noch einige Restplätze für Übernachtungen zu haben,
sagte eine Sprecherin der Bremerhaven Touristik.
Der 1885 fertig gestellte Turm verfügt
über sechs Betten in den historischen Wärterkojen, die in dieser Saison
erstmals seit Jahren auch wieder für zwei Nächte vermietet werden. Zuletzt
war nur eine Nacht im Turm buchbar. Tagesgäste können den Turm vom 12.
Mai bis 11. September jeweils donnerstags, samstags und sonntags besuchen.
Eine Tagesfahrt kostet nach Angaben des Fördervereins "Rettet
den Leuchtturm Roter Sand" 59,50 Euro, eine Übernachtung 407 Euro, zwei
Nächte kosten 495 Euro. Ab Windstärke sechs oder bei hohem Wellengang
ist ein Anlegen unmöglich. Im Jahr 2004 statteten 450 Touristen dem restaurierten
Denkmal Tagesbesuche ab, 89 Gäste blieben über Nacht.
Informationen: Bremerhaven Touristik, Tourist Center Hafeninsel,
H.H.Meier-Straße 6, 27568 Bremerhaven
Tel.: 0471 / 9 46 46-172, Fax: 0471 / 9 46 46-19,
Internet: www.bremerhaven-tourismus.de, www.rotersand.de
Pressemitteilung vom 01. 02. 2005
Kutter fischt Torpedo
aus der Ostsee
Neustadt - Am frühen Nachmittag
des 30. Januar 2005 meldete der Kapitän eines Fischkutters aus Heiligenhafen
beim Küstenwachzentrum Ostsee in Neustadt (Holstein) den Fund eines Torpedos,
der mit seinem Netz an die Wasseroberfläche gekommen war.
In Abstimmung mit der Besatzung des Zollbootes
"Howacht", das als erstes Schiff
der Küstenwache - nach Kontaktaufnahme mit der Wasserschutzpolizei - vor
Ort war, hievte der Fischkutter den Schwimmkörper aus dem Wasser und nahm
Fahrt in Richtung Fehmarnsund auf. Dort stieß das Polizeiboot "Warder"
hinzu und begleitete das Fischereifahrzeug mit dem brisanten Fund nach Heiligenhafen.
Dort lief der Fischkutter gegen 15:45 Uhr ein.
Nach ersten Feststellungen der Polizei handelt es sich bei dem Fundstück
um einen Übungstorpedo aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.
Pressemitteilung vom 31. 01. 2005
NDR berichtet von Schiffskatastrophen
am Samstag, 29. Januar 2005
Hamburg - Auch nach jahrhundertelanger
Erfahrung in der Schifffahrt kommt es immer wieder zu Katastrophen auf hoher See.
Nicht immer sind die Folgen so gravierend wie nach dem Untergang der "Titanic",
doch Todesopfer und materieller Schaden sind oft zu beklagen. Wie es zu solchen
Zwischenfällen kommt, bleibt oft ungeklärt. Der NDR widmet den Unglücken
auf dem Meer am Samstag, 29. Januar, eine
"Nacht der Schiffskatastrophen", in der sechs Dokumentarfilme gezeigt
werden. Den Auftakt bildet um 23.30 Uhr "30. Januar 1945. Der Tag, an dem
die "Gustloff" sinkt". Vom
Untergang des Transportschiffes "Goya"
berichtet um 0.30 Uhr "Flucht in den Tod".
Um 1.15 Uhr erwägen Stefan Gaffke und Volkert Schult in "Die "Titanic'-Experten",
ob der Erste Offizier des Luxusdampfers von der Verantwortung für die Kollision
freizusprechen ist. "Die schwarze Flut"
(1.45 Uhr) informiert über die Gefahr, die durch Öltanker verursacht
wird. Zum Abschluss folgen zwei weitere Filme, die sich mit dem Sinken eines Schiffes
auseinander setzen: "Die Tragödie der 'Kursk"
um 2.30 Uhr und "Der mysteriöse Untergang der "Beluga"
um 3.15 Uhr.
Umweltverbände fordern
Umkehr in der Hafenpolitik
Bremen - Umwelt- und Naturschutzverbände
fordern einen deutlichen Kurswechsel in der deutschen Hafen- und Schifffahrtspolitik.
Im Vorfeld der Maritimen Konferenz der Bundesregierung am Dienstag in Bremen sprachen
sich sechs Verbände am Montag vor allem gegen eine
weitere Vertiefung von Weser, Elbe und Ems aus. In der gemeinsamen
Erklärung verlangen die Organisationen außerdem eine stärkere
Berücksichtigung von Umwelt- und Naturschutzfragen in der künftigen
Hafenpolitik.
Pressemitteilung vom 24. 01. 2005
Leuchtturm "Roter
Sand" und andere maritime Denkmale
Auf der "boot 2005" in Düsseldorf
vom 15. bis 23. Januar 2005 wirbt die Deutsche
Stiftung Denkmalschutz um neue Freunde maritimer Denkmale. Sie präsentiert
auf ihrem Stand insbesondere den Leuchtturm "Roter
Sand". Das ehemals bedeutende Seezeichen, zwischen Bremerhaven
und Helgoland gelegen, ist auch 2005 von Mitte Mai bis September wieder für
Besucher zugänglich. Tages- und Übernachtungsfahrten können bei
der BIS Bremerhaven-Touristik gebucht werden, die bisher über 2.370
Tages- und 400 Übernachtungsgäste zählte. Nach der Sanierung des
Fundamentes und der Außenhaut des Leuchtturms wurde auch die Inneneinrichtung
originalgetreu wiederhergestellt. Besucher können hier einen Eindruck von
den Arbeits- und Lebensbedingungen auf einem einsamen Leuchtturm gewinnen. Vor
den Turm wurden zwei Dalben gesetzt, um den schwierigen Zugang auch für
die ständigen Arbeiten zur Pflege und Erhaltung des Turmes zu verbessern.
Im Jahre 1885 wurde der Leuchtturm "Roter Sand" als erstes
unmittelbar auf dem Meeresboden gegründetes Bauwerk etwa 50 km vor Bremerhaven
errichtet. Der "Rote Sand" wurde zum Wahrzeichen der deutschen Nordseeküste:
79 Jahre lang war er der erste oder der letzte Gruß für alle, die über
die Nordsee nach Deutschland heimkamen. oder das Land auf dem Seeweg verließen.
Das 1964 außer Dienst gestellte Seezeichen wurde 1987 aus Mitteln
des Bundes, des Landes Niedersachsen und des Fördervereins
"Rettet den Leuchtturm Roter Sand e.V." gesichert. In einer
spektakulären Aktion war zunächst der Caisson, der 10 Millimeter starke
Eisenmantel des 14 Meter tiefen Fundaments, durch eine Stahl-Manschette saniert
worden, die von oben über den Turm gestülpt wurde. 1987 übertrug
der Bund den Leuchtturm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und stellte ein Stiftungskapital
für die Errichtung einer treuhänderischen Stiftung zur Erhaltung des
Turmes zur Verfügung. Seither sind aus Mitteln der Stiftung Leuchtturm Roter
Sand und der DSD mehr als 630.000 € in die Sanierung und Restaurierung dieses
technischen Denkmals geflossen. So erhielt der Turm 2001 mit über 200 Litern
Farbe einen neuen rot-weißen Anstrich. In absehbarer Zeit werden erhebliche
Mittel für umfangreichere Aufschüttungsarbeiten zur Sicherung der Standfestigkeit
benötigt.
Weitere Denkmale der See- und Schifffahrt, die von der Deutschen Stiftung
Denkmalschutz in den letzten Jahren unterstützt werden konnten, sind unter
anderem die Viermastbark Passat in Lübeck-Travemünde,
der Segelzollkreuzer "Rigmor von Glückstadt"
oder das Küstenmotorschiff "Greundiek"
in Stade. Mit der Bergung und Rekonstruktion der Poeler
Kogge in der Wismarbucht vor Timmendorf/Poel unterstützt die Stiftung
einen der derzeit spektakulärsten Funde der Meeresarchäologie. Wie für
den "Roten Sand", so besteht auch für die Kugelbake Cuxhaven und deren dauerhafte Pflege eine Stiftung in der treuhänderischen
Verwaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Für das mit Hilfe der DSD
kürzlich restaurierte Museumsschiff "Seute
Deern" konnte im Jahr 2004 ebenfalls eine treuhänderische
Stiftung errichtet werden.
Quelle: Deutsche Stiftung Denkmalschutz vom
12.01.2005
Segelschulschiff "SEDOV"
als Viermastbark "PAMIR"
Hamburg - Schon seit längerem laufen Gespräche
zwischen einer Produktionsfirma in Hamburg und ADVENTURE SAILING nun ist es spruchreif: es geht um den Auftritt der SEDOV als PAMIR, der
deutschen, 1957 in einem Hurrikan gesunkenen, Viermastbark. ( Link: Pamir )
Gefilmt wird zunächst im Juli
2005 für ca. 3 Wochen im Hamburger Hafen, hauptsächlich An- und
Ablegemanöver sowie Be- und Entladen. Nach den fahrplanmäßigen
Besuchen in Fredrikstad, Rostock und Amsterdam geht es im September 2005 für
ca. 4 Wochen auf die Kanarischen Inseln, die sich für die Außen- und
Segelaufnahmen anbieten.
Natürlich wird die SEDOV die traditionellen
Farben der PAMIR tragen: weißes Schanzkleid, schwarzer Rumpf, weißer
Wasserpass, rotes Unterwasserschiff. In diesen Farben wird die SEDOV auch zum
STI-Hafen Fredrikstad, zur HANSE-Sail nach Rostock sowie zur SAIL Amsterdam kommen,
und dort so bestimmt besondere Aufmerksamkeit erregen.
Alle SEDOV-Freunde können übrigens beruhigt sein: untergehen wird
im Film ein 20 m Modell im Filmwassertank auf Malta!
Für die SEDOV bedeutet dieser Auftrag neben
den reinen finanziellen Einnahmen einen gewaltigen Image-Schub. Es ist auch angedacht,
das Schiff für die Jahre 2006 und 2007 in den Farben der PAMIR zu belassen.
( www.sedov.info )
Sedov-News vom Januar 2005
«Wattenmeer-Safari»
- Segeltörns mit wissenschaftlicher Note
Bremerhaven - Auf so genannten Segelsafaris kann ab Ende
März 2005 von Bremerhaven aus das norddeutsche Wattenmeer erkundet werden.
Auf ein- und mehrtägigen Segeltörns erfahren Touristen an Bord des Zweimastseglers
«Store Baelt» von Wissenschaftlern
Interessantes über das Naturschutzgebiet. "Wie pocht das Herz einer
Miesmuschel oder wie atmet ein Wattwurm - das wird im wahrsten Sinne des Wortes
an Bord unter die Lupe genommen", sagte Svenja Klötscher von der Bremerhavener
KBL-Schiffahrtsgesellschaft, die die Törns anbietet.
"Die Touristen sollen ein Bewusstsein für das schützenswerte Gebiet
Wattenmeer entwickeln", sagte sie. Wer keinen Sinn für die Wissenschaft
hat, kann aber auch einfach nur segeln. Zurzeit wird die «Store Baelt»
im Neuen Hafen von Bremerhaven für die erste Saison herausgeputzt. (www.wattenmeer-safari.de)
Pressemitteilung vom 30. 12. 2004
Die Angaben sind ohne Gewähr
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