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 Seemannslexikon 
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Deutsche Marine
Albert Leo Schlageter
S e g e l s c h u l s c h i f f
"Albert Leo Schlageter"
Albert Leo Schlageter

Albert Leo Schlageter - 1938
Art Segelschulschiff, Bark 
Werft Blohm & Voss, Hamburg, Bau-Nr. 515
Baujahr 1938
Indienststellung  14. 02. 1938
Deplacement 1755 t ( voll ausgerüstet )
Länge über alles 89,3 m 
Breite 12 m
Tiefgang 5,20 m
Höhe Großmast 45,3 m
Segelfläche 1934 m²  in  23 Segel
Hilfsmotor MAN-Diesel  750 PSe, 10 kn
Besatzung 78 Mann Stamm, 211 Seekadetten und Unteroffiziere
Heimathafen Kiel

Segelschulschiff  " Albert Leo Schlageter "
Typschiff der Horst Wessel-Klasse

Das Schulschiff war das völlig identische Schwesterschiff der Horst Wessel. Ihr Stapellauf erfolgte am 30. Oktober 1937. Die Taufe erfolgte durch den Inspekteur des Bildungswesen der Marine, Admiral Alfred Saalwächter. Am 14. Februar 1938 wurde sie in Dienst gestellt und der Inspektion des Bildungswesen der Marine unterstellt.

Am 19. März 1938 trat das Segelschulschiff ihre erste Südamerikaausbildungsreise an, die bereits am 23. März im Ärmelkanal endete. Infolge einer Kollision mit dem britischen Dampfer "Trojanstar" der Blue Star Line war es zur Umkehr gezwungen und kehrte nach Hamburg zur Werftinstandsetzung zurück. Anfang April trat die sie doch die Reise an. Am 28. Juni 1938 war die Reise in Kiel bendet.
Im November / Dezember 1938 besuchte das Schulschiff die dänische Hauptstadt Kopenhagen.
Am 5. April 1939 begann eine weitere Ausbildungsreise mit dem Ziel Santa Cruz de Tenerife, Recife und Pernambuco. Im Juni 1939 war sie zurück in Kiel.
 Während des Krieges lag das Segelschulschiff zu Ausbildungszwecken bei der 1. Marineunteroffizierlehrabteilung  (1.M.L.A.) bzw. als Büroschiff im Hafen. 
Im Januar 1944 wurde sie wieder für Schulzwecke in Dienst gestellt und dem Ausbildungsverband der Flotte zugeteilt. Auf einer Ausbildungsfahrt lief es am 14. 11. 1944 in der Ostsee im Bottnischen Meerbusen auf eine Mine. Der Treffer forderte 15 Tote. Das Schiff wurde über das Heck vom Schwesterschiff  " Horst Wessel "  nach Swinemünde eingeschleppt. Von dort kam das Schulschiff nach Kiel, Rendsburg und letzlich nach Flensburg, wo es von den Alliierten beschlagnahmt wurde.
1945
wurde das Schiff den USA zugesprochen. Gemeinsam mit der " Horst Wessel" verlegte sie im Sommer 1945 nach Wilhelmshaven und verließ den Hafen am 22. Dezember 1945 zur Überführung nach Bremerhaven. Von dort aus trat sie, wie die Horst Wessel, die Reise nach den USA an.
Albert Leo Schlageter

Da der Bedarf der U.S. Navy mit der "Horst Wessel" gedeckt war, wurde die Albert Leo Schlageter im Jahr 1947 an Brasilien abgegeben, wo das Schiff als " Guanabara " in der brasilianischen Marine als Schulschiff diente.
Im Jahre 1961 verkaufte die brasilianische Marine das Segelschulschiff an Portugal. Die portugiesiche Marine stellte es ebenfalls als Schulschiff in Dienst.

Die Portugiesen gaben das Schiff den Namen
   " Sagres II
Guanabara in New York


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