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Jan Maat's
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Noch
nie zuvor werden so viele große Windjammer aus aller Welt in einem
deutschen Hafen vereint sein. Die "Sail Bremerhaven 2005"
wird damit ihrem Anspruch mehr als gerecht, ein internationales Festival
zu sein, das fast 300 Segelschiffe aus 23 Nationen zusammenführt
besonders viele von ihnen sind Segelschulschiffe und seltene
Klassiker. Fünf Sommertage lang kommen sie an einem Ort zusammen,
an dem maritime Geschichte bewahrt wird als ein lebendiges Stück
der Zukunft dieser Stadt.
Bremerhaven erwartet zur fünften " Sail "seit 1986 mehr
als eineinhalb Millionen Besucher und
die größte Rahsegler- und Schulschiff-Flotte, die Sail 2005 in Europa festmacht. |
| Maritime
Tradition,
Menschen vieler Nationen und die Spuren von Schiffbau- und Schifffahrts-Kultur
miteinander zu verknüpfen. Das ist die Grundidee der Sail-Veranstaltung
in Bremerhaven. Aber keine Sail ist wie die andere, denn jede folgt innerhalb
dieser Idee einem anderen Motto. 2005 geht es auch darum, Traditions-Segelschiffe
also die Klassiker der Meere zusammenzuführen mit nachbauten
von berühmten Segelschiffen und Bauarten von Seglern, mit denen vom
13. bis 17. Jahrhundert zum Beispiel Seewege entdeckt, der Handel unter
Segeln entwickelt und seefahrende Nationen miteinander verbunden waren. Dafür gibt es einen authentischen und regionalen Bezug zu Bremen und Bremerhaven die Bremer Hansekogge von 1368: Als Original wird sie im Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven erhalten, als Nachbau gleich dreimal in Bremerhaven, Bremen und Kiel. Die Liste lässt sich fast beliebig fortsetzen: Aus Russland segeln gleich zwei seltene und wertvolle Nachbauten an die Weser: Aus St. Petersburg kommt der Nachbau der Zarenfregatte "Shtandart". Zar Peter der Große ließ das üppig verzierte Vollschiff im Jahre 1703 bauen; der Nachbau entstand von 1994 bis 2000 in St. Petersburg. Noch weiter ist der Weg für eine Rarität: Vom Onegasee in Karelien kommt der nur 22 Meter lange Nachbau einer Lodya. Mit Fracht-seglern wie der "St. Nikolay" aus Petrozavodsk wurden schon im 16. Jahrhundert Felle, Holz und Lebensmittel bis nach Finnland gebracht. Aus Frankreich kommt der "La Recouvrance" eine der schnellen und wehrhaften Aviso-Goeletten, mit denen die Franzosen Anfang des 18. Jahrhunderts ihre Seewege an Afrikas Küsten sicherten. Aus eigenen heimischen Revieren steuert eine ganze Flotte von Kuttern, Schonern, Tjalken, Klippern, Aaken, Schmacks, Galeassen oder Ewern und Segelkähnen das Windjammertreffen an. "Sail Bremerhaven 2005" wird aber vor allem auch das Treffen der berühmten Schwestern werden: Erstmals seit über 30 Jahren kommen nach Bremerhaven wieder die Segelschulschiffe aus der legendären "Gorch Fock"-Klasse von Blohm + Voss:
Keine gemeinsame Geschichte, dafür aber einen umso längeren, wochenlangen Anreiseweg haben Anreiseweg haben andere "Sail"-Gäste: Das gilt für die indonesische Bark "Dewarutji" ebenso wie für die indische Bark "Tarangini", aber auch das Vollschiff "Cisne Branco" aus Brasilien, den Dreimast-Schoner "Capitan Miranda" aus Uruguay oder die Bark "Gloria" aus Kolumbien. Sie alle sind Schulsegler der nationalen Marinen, aber wie alle Segelschulschiffe im Staatseigentum auch Botschafter ihrer Nationen. Und alle gemeinsam haben zur "Sail 2005" noch eine weitere Mission zu erfüllen: Herzlichen Glückwunsch der Bundeswehr zu ihrem 50-jährigen Bestehen. Und dieser Glückwunsch ist in Bremerhaven besonders gut aufgehoben; denn hier wird vom 10.-14. August 2005 auch an historischem Ort der runde Geburtstag der Deutschen Marine gefeiert. Bremerhaven ist und so befand es auch Verteidigungsminister Peter Struck deshalb besonders gut geeignet, weil 1848 die erste demokratische Marine des Deutschen Bundes unter den Farben Schwarz, Rot, Gold in Bremerhaven gegründet wurde. Fast 300 Windjammer aus 23 Nationen werden bei "Sail Bremerhaven 2005" dabei sein mehr Nationen als je zuvor aus allen Teilen der Weltmeere. "Sail Bremerhaven" bestätigt damit nicht nur ihren Ruf als größtes Rahseglertreffen Europas, sondern auch Bremerhavens Prädikat, Deutschlands Hauptstadt der Windjammer zu sein mit einem internationalen Festival, das ein maritimes Volksfest im besten Sinne ist. Quelle: Windrose 3/04 |