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Sail Bremerhaven 2005
vom 10.-14. August
Sail 2005
Link  zur  Sail Bremerhaven 2005

Größte Rahsegler-Flotte Europas auf dem Weg zur "Sail 2005"
"Sail Bremerhaven 2005" vom 10. – 14. August : Fast 300 Windjammer aus 23 Nationen
Noch nie zuvor werden so viele große Windjammer aus aller Welt in einem deutschen Hafen vereint sein. Die "Sail Bremerhaven 2005" wird damit ihrem Anspruch mehr als gerecht, ein internationales Festival zu sein, das fast 300 Segelschiffe aus 23 Nationen zusammenführt – besonders viele von ihnen sind Segelschulschiffe und seltene Klassiker. Fünf Sommertage lang kommen sie an einem Ort zusammen, an dem maritime Geschichte bewahrt wird als ein lebendiges Stück der Zukunft dieser Stadt.

Bremerhaven erwartet zur fünften " Sail "seit 1986 mehr als eineinhalb Millionen Besucher und
die größte Rahsegler- und Schulschiff-Flotte, die Sail 2005 in Europa festmacht.

Maritime Tradition, Menschen vieler Nationen und die Spuren von Schiffbau- und Schifffahrts-Kultur miteinander zu verknüpfen. Das ist die Grundidee der Sail-Veranstaltung in Bremerhaven. Aber keine Sail ist wie die andere, denn jede folgt innerhalb dieser Idee einem anderen Motto. 2005 geht es auch darum, Traditions-Segelschiffe – also die Klassiker der Meere – zusammenzuführen mit nachbauten von berühmten Segelschiffen und Bauarten von Seglern, mit denen vom 13. bis 17. Jahrhundert zum Beispiel Seewege entdeckt, der Handel unter Segeln entwickelt und seefahrende Nationen miteinander verbunden waren.
Dafür gibt es einen authentischen und regionalen Bezug zu Bremen und Bremerhaven – die Bremer Hansekogge von 1368:
Als Original wird sie im Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven erhalten, als Nachbau gleich dreimal in Bremerhaven, Bremen und Kiel.
Die Liste lässt sich fast beliebig fortsetzen: Aus Russland segeln gleich zwei seltene und wertvolle Nachbauten an die Weser:
Aus St. Petersburg kommt der Nachbau der Zarenfregatte "Shtandart". Zar Peter der Große ließ das üppig verzierte Vollschiff im Jahre 1703 bauen; der Nachbau entstand von 1994 bis 2000 in St. Petersburg.
Noch weiter ist der Weg für eine Rarität: Vom Onegasee in Karelien kommt der nur 22 Meter lange Nachbau einer Lodya. Mit Fracht-seglern wie der "St. Nikolay" aus Petrozavodsk wurden schon im 16. Jahrhundert Felle, Holz und Lebensmittel bis nach Finnland gebracht.
Aus Frankreich kommt der "La Recouvrance" eine der schnellen und wehrhaften Aviso-Goeletten, mit denen die Franzosen Anfang des 18. Jahrhunderts ihre Seewege an Afrikas Küsten sicherten. Aus eigenen heimischen Revieren steuert eine ganze Flotte von Kuttern, Schonern, Tjalken, Klippern, Aaken, Schmacks, Galeassen oder Ewern und Segelkähnen das Windjammertreffen an.


"Sail Bremerhaven 2005" wird aber vor allem auch das Treffen der berühmten Schwestern werden: Erstmals seit über 30 Jahren kommen nach Bremerhaven wieder die Segelschulschiffe aus der legendären "Gorch Fock"-Klasse von Blohm + Voss:
Die Bark "Gorch Fock", 1958 für die Bundesmarine als Nachfolgerin der ersten "Gorch Fock"von 1933 gebaut, ist zugleich das Flaggschiff von "Sail Bremerhaven 2005"
Die Bark "Eagle" der US Coast Guard wurde 1936 als "Horst Wessel" gebaut und 1946 in Bremerhaven als Reparation an die USA abgeliefert. Sie ist der "Sail"-Vorbote und kommt bereits von 3.-6. Juni in die Seestadt.
Die Bark "Sagres II" der portugiesischen Marine wurde 1937 als "Albert Leo Schlageter" ebenfalls für die Reichsmarine gebaut und kam über die Umwege USA und Brasilien 1961 nach Portugal.
Die Bark "Mircea" wurde 1938 für die rumänische Marine gebaut, lag etliche Jahre in Constanza auf und segelt nun wieder als Schulschiff für die Marine.
Und dann gibt es da noch zwei weiter Gruppen von Schwesterschiffen: 1982 entstand in Gdansk das Vollschiff "Dar Mlodziezy" als Segelschulschiff für die Maritime Universität Gdynia. Dieser neue Typ von großen, schnellen Segelschulschiffen mit modernem Rumpf und vereinfachtem Rigg überzeugte die Regierung der damaligen Sowjetunion so sehr, dass sie fünf weitere Windjammer bauen ließ. Zwei werden in Bremerhaven dabei sein – das Vollschiff "Mir" ( Russland) und das Vollschiff "Kherones" (Ukraine).

Keine gemeinsame Geschichte, dafür aber einen umso längeren, wochenlangen Anreiseweg haben Anreiseweg haben andere "Sail"-Gäste: Das gilt für die indonesische Bark "Dewarutji" ebenso wie für die indische Bark "Tarangini", aber auch das Vollschiff "Cisne Branco" aus Brasilien, den Dreimast-Schoner "Capitan Miranda" aus Uruguay oder die Bark "Gloria" aus Kolumbien.
Sie alle sind Schulsegler der nationalen Marinen, aber – wie alle Segelschulschiffe im Staatseigentum – auch Botschafter ihrer Nationen. Und alle gemeinsam haben zur "Sail 2005" noch eine weitere Mission zu erfüllen: Herzlichen Glückwunsch der Bundeswehr zu ihrem 50-jährigen Bestehen.
Und dieser Glückwunsch ist in Bremerhaven besonders gut aufgehoben; denn hier wird vom 10.-14. August 2005 auch an historischem Ort der runde Geburtstag der Deutschen Marine gefeiert. Bremerhaven ist – und so befand es auch Verteidigungsminister Peter Struck – deshalb besonders gut geeignet, weil 1848 die erste demokratische Marine des Deutschen Bundes unter den Farben Schwarz, Rot, Gold in Bremerhaven gegründet wurde.
Fast 300 Windjammer aus 23 Nationen werden bei "Sail Bremerhaven 2005" dabei sein – mehr Nationen als je zuvor aus allen Teilen der Weltmeere. "Sail Bremerhaven" bestätigt damit nicht nur ihren Ruf als größtes Rahseglertreffen Europas, sondern auch Bremerhavens Prädikat, Deutschlands Hauptstadt der Windjammer zu sein mit einem internationalen Festival, das ein maritimes Volksfest im besten Sinne ist.

Quelle: Windrose 3/04


updateJanuar 2005