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 Seemannslexikon 
DGzRS - Bremerhaven
Deutsche Marine
SSB Nordwind
Kutter-Ketsch "Nordwind"
Segelschulboot Klasse 368 - Y 834 ex W 43
SSB Nordwind

SSB Nordwind
Nordwind  Y 834
Art
Kriegsfischkutter, Holzbau mit Eisenspanten
Baujahr 1945
fiel jedoch unfertig in die Hände der Alliierten 
Werft
Burmeister, Bremen-Burg ( Umbau zur Ketsch )
Indienststellung
21.11.1951 Bundesgrenzschutz See 
Indienststellung
1. 06.1956  Übernahme von der Bundesmarine
Länge über Alles
26,89 m
Breite über Alles
6,53 m
Tiefgang
2,11 m  (Konstruktionstiefgang)
Höhe Großmast
25,45 m
Höhe Besanmast
20,31 m
Segelfläche
165,77 m² in 4 Segeln
Maschine
1 Demag-Fünfzylinder-Zweitakt-Dieselmotor 
Motorleistung
137 PS/100 kW /  8 kn
Vermessung
78,42 BRT
Verdrängung
110 t
Besatzung
10 Mann
Eigner
Deutsche Marine, Marineschule Mürwik
Ab dem 15.10.2008: Deutsches Marinemuseum Wilhelmshaven
Heimathafen
Flensburg, ab 15.10.08: Wilhelmshaven

Segelausbildungsboot NORDWIND
Außer dem Segelschulschiff GORCH FOCK verfügt die Bundesmarine auch noch über zahlreiche Dienstsegelfahrzeuge, die teils den einzelnen Stützpunkten und Schulen zugeteilt sind, in ihrer Masse jedoch zur Marineschule Mürwik gehören. Aus dem Rahmen fällt dabei ein etwas größeres Segelboot, die NORDWIND. Die NORDWIND ist der Klasse 368 zugeteilt, was besagt, daß sie vom Typ her zu den Patrouillenbooten gehört, obwohl sie als solches nie eingesetzt worden ist.
Lebenslauf der Nordwind:
im Jahr 1945
Gebaut als  Kriegsfischkutter (KfK), fiel der unfertige Bootskörper 1945 als Beute an die Siegermächte. Später gelang es einem privaten Interessenten, diesen über die OMGUS für zivile Zwecke zu erwerben.
im Jahr 1951
Bei der Bootswerft Burmester in Bremen Burg erfolgte anschließend der Umbau zur Ketsch, der jedoch nicht vollendet wurde, denn im Jahre 1951 wurde das Boot vom neugebildeten Bundesgrenzschutz (See) übernommen.
21.11.1951
Nach Fertigstellung stellte am 21. November 1951 das Boot mit dem Namen NORDWIND für die Schulflottille in Dienst. 
01.07.1956
Am 01. Juni 1956 wurde das Boot von der Bundesmarine übernommen und stellte gem. Befehl Nr. 6 nach Flaggenwechsel unter Beibehaltung des Namens für diese in Dienst, Kennummer W 43
Anfangs dem Schulgeschwader Ostsee zugehörig, wurde es bald der Marineschule Mürwik zugeteilt.
29.08.1969
Mit Befehl Nr. 109 stellte es am 29. August  1969 außer Dienst, um am 5. Mai 1970 mit neuer Kennummer, 
Y 834, wieder in Dienst zu stellen. 
30.09.1970
Bereits am 30. September 1970 wurde die NORDWIND erneut außer Dienst gestellt. 
08.06.1971
Vom 8. Juni bis 30. Juni 1971 jedoch nochmals in Dienst. 
24.05.1972
Mit Befehl Nr. 349 kam am 24. Mai 1972 die endgültige Indienststellung für die Marineschule Mürwik. 1972 wurde die militärische durch eine zivile Besatzung abgelöst und dem Kapitän Herrmann Kahtmann unterstellt. Seine Bootsleute waren Dieter Schiweck und Manfred Kiehne.
im Jahr 1979
übernahm Kapitän Willi Baade das Kommando.
im Jahr 1982
übergab Kapitän Willi Baade das Kommando an den dritten und letzten zivilen Kapitän der "Nordwind" Udo Höppner. Maschinist Jörg Friedrich stieß 1985 dazu und komplettierte die heutige Stammbesatzung der NORDWIND.
im Juni 2006
Ihren letzten großen Auftritt hatte die Ketsch "Nordwind" während der Kieler Woche 2006.
im Dez. 2006
Bis heute hat die NORDWIND knapp 100.000 Seemeilen zurückgelegt und wird nun im Marinearsenal in Wilhelmshaven in den verdienten Ruhestand gehen. Stand: 15.12.2006
15.10.2008
Das Deutsche Marinemuseum Wilhelmshaven ersteigert von der VEBEG für 109.245,00 Euro die "NORDWIND".

Segelausbildungsboot NORDWIND
Längsschnitt / Seitenansicht, Segelplan / Takelriß, Draufsicht
Nordwind
Segelfläche:
Klüver
37,20 m²
Fock 
24,25 m²
Groß
69,37 m²
Besan
34,95 m²
     
Bordstempel 1986 - Sail Bremerhaven
Die  SSB " Nordwind" hat an der
SAIL 1986 in Bremerhaven
teilgenommen.

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