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Schul-Uboot Hai - Klasse 240 (vormals Typ XXIII ) 
 U-Boot Hai ( ex U 2365 ) - Nato-Nr. S 170
Bauwerft Deutsche Werft, Hamburg 1945
Instandsetzung Howaldtswerke Kiel, 1957 
Größe
(Wasserverdrängung)
232 / 256 ts, 
nach Umbau: 275 ts
Länge 34,68 m, nach Umbau: 36,13m
Breite 3,0 m
Tiefgang 3,7 m
Antriebsanlage MWM-DM 580 - EM 635 PS
Geschwindigkeit 9,7 / 12,0 kn
Bewaffnung 2 TR-533B
Besatzung 17-19
.U-Boot Hai 1960/61
Durch Unfall sank U-Hai am 14.9.1966 in der 
Nordsee, etwa 138 sm nordwestlich von Helgoland.
Von den 20 Mann Besatzung konnte sich nur ein Soldat,
Obermaat Silbernagel, retten.
Am 24.09.1966 wurde es offiziell außer Dienst gestellt.

U 2365 gehörte 1945 zur 4. U-Flottilie. 

Am  8.5.45 sank es im Kattegat.

Mit der Indienststellung von "U Hai" am 15. August 1957, dem ersten Uboot der Bundesmarine nach dem Kriege, wurde der Aufbau der dritten Uboot - Generation in der Bundesrepublik Deutschland eingeleitet.
Die Hamburger Bergungsfirma Beckedorf erhielt den Auftrag, im Kattegat auf dem Meeresgrund liegenden U 2365 ausfindig zu machen und zu heben. Im Juni 1956 wurde das U-Boot aus mehr als 50 m Wassertiefe wieder ans Tageslicht geholt. Das Boot war noch in erstaunlich guten Zustand, so daß sie in weniger als einem Jahr von der Kieler Howaldtswerken vollständig überholt und in fast ursprünglicher Ausführung an die Bundesmarine abgeliefert werden konnte. Nur die Bugnase war für die Aufnahme eines neuen aktiven akustischen Ortungsgerätes etwas geändert worden. Außerdem bekam sie eine Ankervorrichtung, die beim Typ XXIII nicht vorhanden gewesen war.
Bergung  U 2365

Nach der Grundüberholung stellte Kapitänleutnant Ehrhardt am 15. August 1957 dieses unter dem Namen
" U Hai
" in Dienst. 
Das Boot wurde zuerst dem Schiffserprobungskommando übergeben und unterstand dann verschiedene Kommandos.
Nach Gründung der U-Lehrgruppe Neustadt am 31. August 1960 wurden die U-Boote Hai und Hecht  die ersten Schul-Uboote. In den folgenden Jahren wurden beide Boote mehrfach umgebaut. 1961 erhielten sie eine strömungsgünstigere Brückenverkleidung
Im Frühjahr 1964 wurden die Bootskörper bei Blohm & Voss zur Aufnahme einer neuen Dieselanlage aufgeschnitten und um 1,45 m verlängert. Die Boote wurden dadurch nur noch elektrisch angetrieben. Nach dem Umbau der ähnliche Betriebs- und 
Bedienungsverhältnisse wie bei der U-Boot Klasse 201 herstellen sollte, erhielten Hai und Hecht die neue Typenbezeichnung 240.
U Hai  Indienststellung

Mit diesem Umbau steht mit großer Wahrscheinlichkeit der tragische Untergang von Hai im Zusammenhang. Dieses Uboot war am 14. September 1966 zusammen mit zwei weiteren Ubooten und zwei Begleitschiffen der Ubootlehrgruppe Neustadt auf der Fahrt zu einem Flottenbesuch in Aberdeen in der Nordsee in einen schweren Sturm geraten.
Als Ursache des Unterganges von Hai, den nur ein Mann überlebte, muß das unglückliche Zusammentreffen verschiedener Ereignisse angesehen werden. Das Boot befand sich in Überwasserfahrt. Durch überkommende Brecher gelangte vermutlich im Laufe der Zeit sehr viel Wasser durch den Zuluftstutzen des eingefahrenen Schnorchels in die Maschinen-raumbilge. Die dadurch bedingte Achterlastigkeit wurde durch die mehr und mehr flutende
Uboot Hai mit neuer Brückenverkleidung
achtere Tauchzelle noch verstärkt. Beides blieb in der stürmischen See anfangs unbemerkt. Das Boot sank immer tiefer, so daß die über den Zuluftstutzen eindringenden Wassermassen den Eindruck eines Lecks im Maschinenraum entstehen ließen. Schließlich dürfte die Schwimmlage so schlecht gewesen sein, daß sogar Wasser durch das Turmluk einströmte. Da der Kommandant, Oblt. Wiedersheim, bei diesem Sachverhalt vermutlich mit dem sofortigen Unterschneiden des Bootes rechnete, befahl er alle Mann aus dem Boot. Doch das Boot lief jetzt schnell voll und sank bereits, als erst ein Teil der Besatzung nach oben gekommen war. Dafür spricht auch die Tatsache, daß keine Seenotzeichen mehr abgegeben worden sind.
Hai wurde am 19. September 1966 vom Bergungskran Magnus 111 aus 47 m gehoben und zur Untersuchung der Unglücksursache nach Emden geschleppt. Zwei Jahre später wurde am 30. September 1968 dann auch " U Hecht " außer Dienst gestellt und anschließend der Verwertung zugeführt.


Der Untergang des Schul-Uboots Hai führte zu einem Wendepunkt
in der deutschen Marine-Entwicklung.


Das Unglück ereignete sich zehn Jahre nach der Gründung der Bundeswehr,
am 14. September 1966.

Die Bootsglocke fand am 31.3.1973 in der Weihehalle des Marineehrenmals in
Laboe Aufstellung.
Wappen U Hai