Name |
G 3 / AUGSBURG; NATO-Nr.
F 222 |
Schiffsart u. -klasse |
Geleitboot 55; ab
1965 Fregatte; Köln-Klasse 120 |
Bauwerft |
H. C. Stülcken Sohn,
Hamburg; Bau-Nr. 883 |
Kiellegung |
29.10.1958 |
Stapellauf |
15.08.1959 |
Indienststellung |
07.04.1962 |
Verdrängung |
KV: 2425 t / Einsatzverdrängung:
2969 t |
Länge |
KWL: 105,0 m / Länge
über alles: 109,9 m |
Breite |
11,02 m |
Tiefgang |
KT: 3,90 m / Einsatztiefgang:
4,60 m |
Leistung (Gesamtleistung) |
Gasturbinen: 17664 kW
und Dieselmotoren: 8832 kW |
Leistung (Überleistung) |
Gasturbinen: 21344 kW
und Dieselmotoren: 10598 kW |
Geschwindigkeit |
Konstruktion: 24 kn;
höchst erreichte Geschwindigkeit: 34,0 kn |
Brennstoffvorrat |
361 m³ Dieselkraftstoff |
Fahrstrecke |
2700 sm bei 22 kn; 890
sm bei 29 kn |
Besatzung |
210 - 238 Mann |
Verbleib |
30.03.1988 a. D. und
im Dezember 1989 in Hamburg abgewrackt |
KV = Konstruktionsverdrängung,
KWL = Konstruktionswasserlinie, KT = Konstruktionstiefgang
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Geleitboot / Fregatte Augsburg
Für das dritte Geleitboot
des Typs 55 fand am 29. 10. 1958 in Hamburg die Kiellegung statt.
Beim Stapellauf hielt
der Oberbürgermeister von Augsburg, Dr. Klaus Müller, die Taufrede
und seine Gattin, Frau Anny Müller, taufte das
Schiff auf den Namen " Augsburg ".
Mit der Indienststellung
am 7. 4. 62 wurde das Geleitboot dem
2. Geleitgeschwader in
Cuxhaven zugeteilt.
Schwesterschiffe:
Köln, Emden, Karlsruhe, Lübeck, Braunschweig
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Die
Augsburg war das dritte nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland gebaute Geleitboot.
Da sie im wesentlichen für den Einsatz in der Ostsee konzipiert ist,
lag bei der Köln-Klasse das Schwergewicht auf Geschwindigkeit und
einer
schlagkräftigen
Fla-Bewaffnung und weniger auf Fahrbereich und Seetüchtigkeit.
Die Fregatten der Köln-Klasse
hatten ein niedriges Glattdeck und hohe Aufbauten. Die aus Frankreich
stammenden automatischen 100-mm-Geschütze sind in je einem Turm auf
der Back und dem Achterschiff aufgestellt. Zwillingsgeschütze vom
Kaliber 40 mm stehen in Position B und E und je ein 40-mm-Geschütz
in Einzellafette beiderseits der achteren Aufbauten. Die beiden Bofors-U-Abwehr-Raketenwerfer
stehen nebeneinander zwischen dem vorderen 40-mm-Geschütz und der
offenen Brücke. Zu beiden Seiten der Brücke befinden sich unverkennbare
Luftansaughutzen für die Gasturbinen, der große Schornstein
mit seiner auffallend erweiterten Kappe und seitlich angebrachten Sende-
und Empfangsantennen machten die Klasse leicht erkennbar. Die CODAG-Maschinenanlage
bestand aus zwei Dieselmotoren und einer Gasturbine, die auf beide Wellen
gekuppelt war, sowie Verstellpropellern.
Die
Augsburg hat während ihrer Dienstzeit an vielen Manövern
und Übungen im Nord- Ostseeraum, Atlantik, Mittelmeer und an vielen
Auslandsfahrten teilgenommen.
Hier ein paar Ereignisse
der Augsburg während ihrer Dienstzeit
10.08.1965 |
Bei der 75-Jahr-Feier
der Übernahme Helgolands durch das deutsche
Kaiserreich am 18.8.1965 nahm die Augsburg an den Feierlichkeiten teil. |
12.01.1967 |
Die Augsburg wurde zwecks
Umbau außer Dienst genommen. |
07.01.1969 |
Indienststellung nach
Umbau. |
16.05.1969 |
Zusammen mit der Fregatte
Braunschweig und dem Zerstörer Bayern nahm die Augsburg an der Flottenparade in Portsmouth zum 20jährigen Bestehen der Nato vor der Königin Elisabeth von Großbritannien
und Nordirland und dem Herzog von Edinburgh teil. |
08.06.1973 |
Beim Staatsbesuch von König
Olafs V. von Norwegen ist die " Augsburg " bei der offiziellen Verabschiedung in Kiel Flottenflagschiff. |
09.05.1975 |
In der Nacht vom 09.05.
im Skagerrak Kollision mit dem polnischem
Schiff "Profesor Bohdanowicz", schwere Schäden,
vier Verletzte. Notreparatur am 10. und 11. Mai 1975 in Grimstad / Norwegen. |
01.10.1975 |
Instandsetzung vom 1.
Oktober 1975 bis 11. Oktober 1976. |
18.01.1982 |
Erneut Kollision mit dem britischen Flottenversorger "Tidespring" im Verlauf eines Manövers. |
01.10.1985 |
Im Stützpunkt Wilhelmshaven,
an der Pier liegend, von einem einlaufendem sowjetischen
Schlepper gerammt, etwa 630000,- DM Schaden. |
08/09.1986 |
Nach einem Nato-Manöver
- Werftliegezeit in der Lloydwerft Bremerhaven. Alle Maschinen werden
überholt. Ein Grossteil der Aufbauten werden in Stand gesetzt.
( Neue Decks eingeschweisst, vor allem im anfälligen Mittelteil).
Das Unterwasserschiff komplett gestrahlt, und eine Menge neuer Elektronik
(Fernschreiber, Funkgeräte) werden eingebaut . Das Ganze hat Gerüchten
nach ca 30 Mio. DM gekostet. Im Januar sollte es dann für 3 Monate
nach Westafrika auf Manöver gehen. Nach der Werfterprobungsfahrt sah
Anfangs alles auch noch recht gut aus, doch am Wochenende vor dem
Auslaufen kam von ganz oben die Nachricht, dass nach Rücksprache mit
der Werft die Augsburg nicht mehr Atlantiktauglich wäre, stattdessen
Teilnahme am Manöver DESEX 1/87 |
03.1987 |
Ende März - Offizieller
Besuch in Belgien, einer der letzten events mit der Augsburg. |
01.10.1987 |
Außer Fahrbereitschaft. |
30.03.1988 |
Außer
Dienst gestellt und Auflieger im Marinearsenal Wilhelmshaven. Zum
Verkauf ausgeschrieben und über die VEBEG zum Abbruch verkauft. |
17.11.1989 |
Die Augsburg wird nach
Hamburg geschleppt und dort im Dezember abgewrackt. |
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Augsburg 1964
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.Augsburg
im Frühjahr 1965 in Haakonsvern (Norwegen).
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Augsburg 1964
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