Die Deutsche Marine   <<<  Rückblick - Rückblick  >>>
Radkorvette "Der Königliche Ernst August"
Bauwerft Wm. Patterson - Werft, Bristol
Typ Seitenraddampfer, Dampf-Korvette
Stapellauf 1848
Jungfernfahrt 1849 als "Cora" von Bristol nach Bremerhaven
Deplacement 580 t
Länge über alles 55,50 m
Breite (gesamt) 17,10 m ü. Radkästen, Tiefgang: 4,00 m
Antrieb 2 Expansionsmaschinen, liegend. 2 Räder mit je 12 Schaufeln, 950 PSi
Geschwindigkeit 9 Kn
Besatzung 150 Mann
Bewaffnung 2 x 68-Pfünder, Bombenkanonen

RK Der Königliche Ernst August
Radkorvette "Der Königliche Ernst August"
Tarnname
"Cora"


Im Oktober 1849 lief das erste bestellte hölzerne Schiff von Patterson in Bristol unter ihren Tarnnamen "Cora" in die Weser ein. Die Überführung wurde unter britischer Flagge durchgeführt. Nach Umrüstung und Armierung erhielt die Radkorvette ihren Namen. Die Cora wurde nach ihrem Paten, dem König von Hannover, am 27. November 1949 auf dem Namen "Der Königliche Ernst August" umgetauft. Die Taufpatin war die Tochter des bremischen Amtmanns Thulesius. Der König ließ sich bei der Taufzeremonie von dem hannoverschen General Wyneken vertreten. In einen Bericht mit Bezug auf die Taufe heißt es, dass die ganze Flotte geflaggt habe, die hannoversche Flagge im Großtopp. Beim Erscheinen des Generals Wyneken sei ein allgemeiner Salut von 21 Schuß gefeuert worden.
Bei der Versteigerung der Flotte, im September 1852, bot die "General Steam Navigation Co." in London für alle 6 Radkorvetten und erhielt den Zuschlag. Die Radkorvette "Der Königliche Ernst August" wurde in "Edinburgh" umbenannt und fuhr zwischen England und dem europäischen Festland. Das Schiff ging im März 1855 in Varna / Bulgarien verloren.