Radfregatte
"Barbarossa"
| Bauwerft |
Robert Duncan & Co., Greenock |
| Typ |
Seitenraddampfer, 1849: Dampf-Fregatte |
| Baumaterial |
Holz |
| Stapellauf |
5.2.
1840 |
| Jungfernfahrt |
4.7.1840
als "Britannia" von Liverpool über
Halifax nach Boston |
| Bruttovermessung |
1135 BRT |
| Länge
über alles |
64,69
m |
| Breite |
16,50
m ü. Radkästen |
| Tiefgang |
5,18
m |
| Antrieb |
2
Einzylinder-Seitenbalanciermaschinen,
1500 PSi |
| Geschwindigkeit |
9
Kn |
| Besatzung |
200
Mann |
| Bewaffnung |
9
x 68-Pfünder Bombenkanonen |
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Radfregatte
Barbarossa
ex Postdampfschiff "Britannia"
Konteradmiral Brommys Flaggschiff bis 1850
1854 Umbau zum Kasernenschiff
Am 28.7.1880 durch ein Übungs-Torpedo versenkt, gehoben
und im selben Jahr in Kiel abgewrackt.
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Im
Januar 1849 gelang es, das britische Postdampfschiff "Britannia"
der Cunard-Linie anzukaufen. Die Britannia war als Post- und
Passagierdampfer im Transatlantikverkehr eingesetzt gewesen
und hatte Einrichtungen für 115 Passagiere I. Klasse.
Nach Verstärkung der Spanten
und Einbau weiterer Querbalken auf der Werft Morgan, Liverpool,
zur Ergänzung ausreichender Tragfähigkeit für
die Aufstellung schwerer Geschütze an Oberdeck, traf
das Schiff am 19.3.1849, aus Neutralitätsgründen
unter britischer Flagge und mit britischer Besatzung, aber
ohne militärische Ausrüstung in Geestemünde,
dem Standort der neu errichteten Seezeugmeisterei ein.
Die notwendigen Umbauten wurden
in einem von Oldenburg in Brake gegrabenen Trockendock durchgeführt.
Es erhielt eine Schonertakelung, das Heck wurde den Notwendigkeiten
eines Kriegsschiffes entsprechend umgebaut und ein Mast entfernt.
Die Radfregatte wurde unter den Namen "Barbarossa"
in Dienst gestellt.
Am 4. Juni 1849 unternahm Brommy
von Bremerhaven aus einen Erkundungsvorstoß in die deutsche
Bucht mit Kurs auf die Insel Helgoland, die 1849 zu Großbritannien
gehörte. Beteiligt waren das Flaggschiff "Barbarossa"
und die Radkorvetten "Hamburg" und "Lübeck".
In Sicht von Helgoland erfolgte die Feindberührung mit
einem anschließenden Gefecht mit der dänischen
Korvette "Valkyrien". Brommy entschloß sich
in Anbetracht der außenpolitischen Lage des neuen deutschen
Staatswesen, diese nicht noch zu verschärfen, sondern
vom Gegner abzudrehen und in die Elbe-Mündung zurückzulaufen.
Damit war der militärische Einsatz der Barbarossa beendet.
Am 31.12.1851 beschloß
die Bundesversammlung die Auflösung der Flotte. Die Barbarossa
wurde zusammen mit der Segelfregatte Eckernförde am 16.2.1852
Preußen gegen Zahlung des Taxwertes übereignet.
Am 5.4.1852 übernahm der preußische Kommodore Schröder
von Konteradmiral Brommy formell die Barbarossa. |
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