Die Deutsche Marine   <<<  Rückblick - Rückblick  >>>
Name
Link
früherer Name
Schiffsart
Stapellauf
Deplacement
auf CWL
Verbleib
Eckernförde  
Link
Gefion (dänisch )
Segel-Fregatte
27.09.1843
1385 t
zur Preuß. Flotte
Deutschland 
Link
César Godeffroy (hamb.)
Segel-Fregatte
1818
267 CL
nach Bremen
Franklin
 
Franklin (hamb.)
Segel-Korvette, Bark
1835 in Lübeck bei J.A. Meyer
100 CL
an Hamb. Reederei zurück
Die vom Reeder Sloman aus Hamburg kostenlos angebotene Bark "Franklin" war völlig untauglich und wurde an den Besitzer zurückgegeben.
Barbarossa  
Link
Britannia
Dampf-Fregatte
05.02.1840
1313 t
zur Preuß. Flotte
Erzherzog Johann Link Acadia Dampf-Fregatte
00.04.1840
1313 t nach Bremen
Hansa Link United States (am.) Dampf-Fregatte
20.08.1847
1650 t nach Bremen
Der Königliche Ernst August Link Cora Dampf-Korvette
1848
580 t nach England
Großherzog von Oldenburg Link Inca Dampf-Korvette
1848
415 t nach England
Frankfurt Link Cazique Dampf-Korvette
1848
448 t nach England
Bremen Link Leeds (hamb.) Dampf-Korvette
22.06.1842
350 t nach England
Hamburg Link Hamburg (hamb.) Dampf-Korvette
06.04.1841
380 t nach England
Lübeck Link Robert Napier (hamb.) Dampf-Korvette
1848
335 t nach England
St. Pauli (Nr. 27) Link St. Pauli (hamb.) R./S.-Kan.Schaluppe
1848
? in Lübeck verkauft
26 Ruder-/Segel-Kanonenschaluppen   Link  
1848/49
? nach Bremen

KAdm. Brommy
Konteradmiral Karl Rudolf Brommy
Die Flotte bestand aus zwei Segel- und drei Dampffregatten, ( eine Segelkorvette ) , sechs Dampfkorvetten und 27 Ruderkanonenbooten.
Aufgrund einer fehlenden Allgemeinen Seedienstpflicht wurden die Schiffe mit geworbenen freiwilligen Matrosen bemannt. Die Offiziere kamen aus vieler Herren Länder: Kriegs- und Handelsschiff-, Voll- und Hilfsoffiziere. Das aus diesen bunt zusammen gewürfelten Mannschaften halbwegs brauchbare Besatzungen und ein einigermaßen einsatzfähiger Verband wurde, war dem Oberbefehlshaber der Flotte zu verdanken, der gleichzeitig die Leitung der Seezeugmeisterei in Bremerhaven, dem Liegeplatz der Flotte, übernommen hatte: Kapitän, später Konteradmiral Karl Rudolf Brommy.
Die Mannschaft der Flotte bestand 1850 aus rund 60 Offizieren, 48 Junkern, 8 Ärzten, 30 Beamten der Seezeugmeisterei und Zahlmeisterei, 30 Maschinisten, 700 Unteroffizieren und Matrosen sowie 100 Seesoldaten, insgesamt also knapp 1000 Mann.
Brommy verfasste für die erste deutsche Flotte eine Dienstvorschrift, die vier Jahrzehnte später von der neuen kaiserlichen Marine im wesentlichen übernommen wurde.
Die erste und einzige Bewährungsprobe hatte die Flotte am 4. Juni 1849 vor Helgoland, ein Seegefecht, in das drei deutsche Schiffe und eine dänische Korvette verwickelt waren. Die unterlegene Korvette flüchtete sich in den Schutz der damals noch englischen Insel Helgoland und deren Kanonen. Brommy sah sich gezwungen abzudrehen , er wollte keine diplomatischen Verwicklungen mit England heraufbeschwören.

Am 31. Dezember 1851 und endgültig am 2. April 1852 beschloss der restituierte Bundestag des Deutschen Bundes in Frankfurt gegen die Interessen Oldenburgs, Hannovers und Bremens die Auflösung der Flotte, für die es nach dem Friedensschluss mit Dänemark keinen Bedarf mehr gab. Am 21. März 1853 verabschiedete sich Rudolf Brommy mit einem Generalbefehl von den Offizieren, Beamten und Mannschaften der deutschen Marine. Die Marinebehörden wurden am 1. April 1853 aufgelöst. Brommy erhielt seinen Abschied am 30. Juni 1853. Die Schiffe der Flotte wurden meist unter Wert versteigert. Im Oktober 1853 war die Flotte vollständig aufgelöst.