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 Seemannslexikon 
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Clipper
Klabautermann
Clipper

Der leibhaftige Klabautermann, der gute Geist der Schiffahrt, hockt gleich an der Einfahrt
des Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven.
Als Brunnenfigur sieht er zu den Museumsschiffen und mit einem Ohr lauscht er aber immer noch
auf die Geräusche der Schiffahrt.
Klabautermann, nach der mündlichen Überlieferung aus Seemannskreisen ein guter Schiffsgeist, der sein Schiff erst erläßt, wenn es untergeht. 
Ein meistens unsichtbarer Kobold, der dem Schiffsführer nahesteht und ihn bei Gefahren warnt. Er hilft beim Bau des Schiffes, unter anderen beim Dichten des Schiffsdecks, dem sogenannten Kalfatern und wird auch als Kalfatermann bezeichnet. 
Er ist von kleiner Gestalt, trägt Seemannskleidung, führt einen Hammer und eine Tabakpfeife bei sich und gerne Schabernack treibt. 
Er macht sich an Bord durch Poltergeräusche bemerkbar: 
wenn er klopft, bleibt er; 
wenn er hobelt, geht er. 
Klabautermann

Steckbrief
Ein kleines altes Männchen, er hat einen großen feuerroten Kopf, weißen oder grauen Bart, rote Backen, helle, blaue Augen, seegrüne Zähne, eine dünne Stimme und feine Hände.
Sein Angesicht kann auch totenbleich, eingefallen und faltig sein.
Kleidung:
Tuchjacke, Seemannshose und Seestiefel oder mit Ölzeug und Südwester.
Attributte:
Pfeife, Hammer und vereinzelt auch eine Seemannskiste.
Aufenthaltsort:
Der Laderaum, wo er hämmert, nachstaut und mit Bretter wirft, nur manchmal unter der Ankerwinde. Er kommt auch an Deck, steigt in den Mast, klettert in der Takelage und sitzt auf dem Bugspriet 
oder auf dem Klüverbaum.
Klabautermann
.
De Klabatermann?
Dat is mien Geheimis. 
wenn ik dorvon räden doh, 
dat is mi verbaden.
Ik heff eenen an Buurd hatt,
oewer sehn heff ik keenen.
Umland, Seemann
De Klabatersmann
is de Geist von'n Schipp.
Wenn'n Schipp binah leddig is, 
hüürt man em smiten mit de Bräd. 
Dat heff ik sülben hüürt,
dat is wohr.
Spröök
Bi de Wisch de Luuk - 
'n oln Fohrnsmann sitt, 
Verschrökelt denkt Ole Tieden he trüch. 
"Klabautermann!" denk ick,
Und weet von em düt: 
Wär ok mol Käpt'n Op de Brügg.

Klabautermann
Das ist der gute, unsichtbare Schutzpatron der Schiffe, der da verhütet, daß den treuen und ordentlichen  Schiffern Unglück begegne, der da überall selbst nachsieht, und sowohl für die Ordnung wie für die gute Fahrt sorgt. Den Klabautermann hört man im Schiffsraume, wo er die Waren gern noch besser nachstaue, daher das Knarren der Fässer und Kisten, wenn das Meer hochgehe, daher bisweilen das Dröhnen der Balken und Bretter, oft hämmere der Klabautermann auch außen am Schiffe, und das gelte dann den Zimmermann, der dadurch gemahnt werde, eine schadhafte Stelle ungesäumt auszubessern; am liebsten aber setze er sich auf das Bramsegel, zum Zeichen, daß guter Wind wehe oder sich nahe. Den Klabautermann sieht man nicht, auch wünsche keiner ihn zu sehen, da er sich nur dann zeige, wenn keine Rettung mehr vorhanden sei.
Heinrich Heine
 
Klabautermann
Flink auf, die luftigen Segel gespannt!
Wir fliegen wie Vögel von Strand zu Strand; 
Wir tanzen auf Wellen um Klipp und Riff,
Wir haben das Schiff nach dem Pfiff im Griff, 
Wir können, was kein anderer kann,
Wir haben einen Klabautermann!

Der Klabautermann ist ein wackerer Geist, 
Der alles im Schiff sich rühren heißt,
Der überall, überall mit uns reist,
Mit dem Schiffskapitän flink trinkt und speist: 
Beim Steuermann sitzt er und wacht die Nacht, 
Und oben in der Mars, wenn das Wetter kracht

Ist's Wetter klar und die Fahrt gelingt,
So nimmt er die Geige und tanzt und springt, 
Und alles muß auf dem Deck sich schwingen, 
Unzählige, selige Lieder singen.
Nicht Sturm, nicht Wurm, nichts ficht ihn an: 
Wir haben den w a h r e n Klabautermann!

Hei, entert er auf! Sei die See auch groß, 
Klabautermann läßt kein Ende los;
Er läuft auf den Rahen, wenn alles zerreißt,
Er tut, was der Kapitän ihn heißt.
Und wißt ihr, wie man ihn rufen kann? 
C o u r a g e heißt der Klabautermann
Paul Gerhard Heims


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